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Full text of "Die Grossschmetterlinge der Erde : eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Grossschmetterlinge"

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DIE 

GROSS-SCHMETTERLINGE 

DER  ERDE 


EINE  SYSTEMATISCHE  BEARBEITUNG  DER  BIS 
JETZT  BEKANNTEN  GROSS-SCHMETTERLINGE 


IN  VERBINDUNG  MIT  NAMHAFTEN  FACHMÄNNERN 

HERAUSGEGEBEN  VON 

Prof.  Dr.  ADALBERT  SEITZ 


I.  ABTEILUNG  —  PALAEARKTISCHE  FAUNA  —  BAND  1—4 
II.  ABTEILUNG  —  EXOTISCHE  FAUNA  —  BAND  5—16 


Q.  BAND 


ALFRED  KERNEN,  VERLAG,  STUTTGART 

1927 


DIE 


IN  DO- AUSTRALISCH  EN 

TAGFALTER 


MIT  177  TAFELN 


V 

TEXT-BAND 


v 


ALFRED  KERNEN,  VERLAG,  STUTTGART 

1927 


/ 


Alle  Rechte,  besonders  die  der  Uebersetzung, 
Vorbehalten. 

Printed  in  Germany. 

Copyright  1927  by  Altred  Kernen,  Verlag,  Stuttgart. 


Druck  von  H.  Laupp  jr,  Tübingen. 


V  orwort. 


Indem  ich  mit  diesen  Worten  der  Einführung  den  9.  Band  der  „Groß- Schmetterlinge  der  Erde“  ab¬ 
schließe,  fühle  ich  mich  ganz  besonders  zur  Bitte  um  eine  milde  und  nachsichtige  Beurteilung  gedrängt  .  Ist 
schon  an  sich  die  gegenwärtige  Zeit  infolge  der  europäischen  Wirren  für  das  Herausbringen  großer  und  kost¬ 
spieliger  Werke  die  denkbar  ungeeignetste,  so  hat  dieser  9.  Band  noch  unter  ganz  besonders  empfindlichen 
Schicksalsschlägen  zu  leiden  gehabt.  Der  gesamte  Band  war  ausgearbeitet,  die  ersten  800  Seiten  schon  aus¬ 
gegeben  und  alle  Tafeln  vorbereitet,  als  der  Krieg  ausbrach  ;  lediglich  die  textliche  Bearbeitung  der  Lycaenidae 
stand  noch  aus.  Diese  war  von  verschiedenen  bekannten  Autoren  anfangs  zugesagt,  aber  stets  wieder  aufgegeben 
worden,  bis  der  Bearbeiter  der  meisten  andern  Abteilungen  des  Bandes,  H.  Eruhstorfer,  sich  entschloß,  auch 
dieses  Kapitel  noch  zu  übernehmen.  Aber  nachdem  die  Tafeln  seiner  Anordnung  gemäß  fertig  gestellt  waren, 
wurde  er  zu  jahrelanger  Arbeitspause  genötigt  und  als  er  eben  im  Begriffe  war,  die  Arbeit  wieder  aufzunehmen, 
vom  Tode  ereilt. 

Eine  nochmalige  Herstellung  der  22  sehr  komplizierten  Ly caeniden-Taf ein,  nach  den  etwaigen  Vor¬ 
schlägen  anderer  Bearbeiter,  war  ganz  ausgeschlossen  und  da  sich  begreiflicherweise  kein  Mitarbeiter  finden 
ließ,  der  sich  in  allen  Stücken  nach  den  schon  ausgegebenen  Tafeln  richten  wollte,  so  war  der  Herausgeber 
gezwungen,  das  Kapitel  selbst  zu  übernehmen. 

Bei  dieser  Arbeit  habe  ich  es  für  richtig  gehalten,  mich  ganz  an  die  Maximen  H.  Frühst oreers  zu 
halten,  auch  da.  wo  meine  persönliche  Auffassung  sich  nicht  mit  der  seinigen  deckt.  Einesteils  war  ich  hierzu 
durch  die  nach  Fruhstorfers  Angaben  und  Vorlagen  hergestellten  Tafeln  gezwungen,  von  denen  doch  der 
Text  nicht  abweichen  durfte,  andernteils  habe  ich  geglaubt,  so  die  Homogenität  mit  den  andern  Kapiteln  des 
Bandes,  die  bis  auf  die  Papilionidae  sämtlich  von  Eruhstorfer  bearbeitet  sind,  besser  zu  wahren.  Glücklicher¬ 
weise  konnte  mit  dankenswerter  Hilfe  des  Herrn  Dr.  von  Rosen  in  München  noch  manche  Auskunft  über  die 
Abbildungsvorlagen  erlangt  werden;  manche  Zweifel  allerdings  blieben  unlösbar,  da  weder  Manuskript  noch 
Notizen  aus  dem  Fruhstorferschen  Nachlaß  zu  erreichen  waren.  Es  scheint,  daß  Eruhstorfer  in  der  Ab¬ 
sicht,  Neubeschreibungen  an  den  entsprechenden  Stellen  einzureihen,  einige  ganz  unbekannte  Schmetterlings¬ 
arten  abbilden  ließ,  mit  denen  spätere  Bearbeiter  absolut  nichts  anfangen  konnten,  da  jede  Unterlage  fehlte. 

Die  Klärungsversuche  kosteten  wiederum  mehrere  Jahre,  und  so  ist  es  gekommen,  daß  die  Herausgabe 
der  Lycaenidae  volle  12  Jahre,  von  1915 — 1927,  in  Anspruch  nahm,  während  die  rund  900  Seiten  der  übrigen 
Tagfalter  Indo-Australiens  in  wenigen  Jahren  bewältigt  und  in  programmäßigen  Abständen  erschienen  waren. 

Die  177  Tafeln  des  Bandes  sind  nach  der  auch  bei  den  andern  Ländern  angewandten  Methode  herge¬ 
stellt,  fast  alle  nach  der  Natur  und  ich  kann  nicht  genug  danken  für  die  hilfreiche  Unterstützung  bei  der  Be¬ 
schaffung  und  Verarbeitung  des  Vorlagenmaterials.  Mein  Dank  gebührt  in  erster  Linie  Lord  Rothschild. 
der  die  Entnahme  sämtlicher  von  Dr.  Jordan  bearbeiteter  Papilionidae  aus  dem  Tring-Museum  gestattete. 
Ferner  stand  mir  aus  dem  Senckenberg-Museum  in  Frankfurt  die  reichhaltige  Sempersche  Sammlung  zur 
Verfügung,  so  daß  fast  alle  philippinischen  Arten  nach  authentischen  Exemplaren  bzw.  Typen  abgebildet 
werden  konnten.  Meine  eigene  Sammlung,  heute  gleichfalls  im  Senckenbergianum  in  Frankfurt  a.  M..  die  in 
ihrer  Gesamtheit  wohl  über  70  000  Exemplare  enthielt,  war  auf  zahlreichen  Reisen  in  Indien.  China  und  Austra¬ 
lien  zu  einer  ansehnlichen  Reichhaltigkeit  gebracht  worden;  für  die  Tafeln  51  — 162  hatte  Frfhstorfer  die 
Originale  fast  sämtlich  seiner  Sammlung  entnommen  und  so  konnte  eine  annähernde  Vollständigkeit  der  Ab¬ 
bildungen  in  der  Art  erzielt  werden,  daß  von  allen  Spezies,  deren  Erlangung  für  die  Sammler  nicht  gar  zu  un¬ 
wahrscheinlich  ist,  eine  oder  einige  Formen  wiedergegeben  worden  sind.  Auch  hier  war  das  leitende  Prinzip 


VI 


VORWORT. 


eine  tunlichste  Beschränkung  derjenigen  Tafeln,  die  den  Anschaffungspreis  des  Werks  erhöht  hätten.  Von 
den  riesigen  Zeuxidia  wurden  dabei  nur  etwa  20%  der  bekannten  Formen  abgebildet,  von  den  kleinen  Lycae- 
niden  aber  oft  bis  zu  60%  aller  benannten  Rassen,  weil,  während  erstere  sich  leicht  durch  die  Beschreibung 
erkennen  lassen,  die  kleinen  Falter  mit  ihren  subtilen  Unterscheidungen  eine  Vermehrung  kleiner  Bilder  be¬ 
sonders  erwünscht  und  dabei  räumlich  tragbar  erscheinen  ließen. 

Nachdem  die  Bearbeitung  der  Hesperiden.  die  gleichfalls  der  Arbeitsmethode  Frtihstorfers  angepaßt, 
schon  im  Jahre  1914  fertig  gestellt  wurde,  im  Warten  auf  die  vorangehenden  Lycaeniden  bis  1927  ungedruckt 
hatte  liegen  müssen,  entstand  die  Frage,  ob  diese  jetzt  nochmals  umgearbeitet  und  durch  Nachträge  auf  das 
heutige  Datum  eingestellt,  oder  ob  sie  so.  wie  sie  war,  gedruckt  werden  sollte.  Daß  ich  nach  einer  flüchtigen 
Durchsicht  den  Abdruck  in  kaum  veränderter  Form  vornahm,  hat  seinen  Grund  darin,  daß  eine  entsprechende 
Umgestaltung  den  längst  fertigen,  zum  Teil  schon  ausgegebenen  Tafeln  nicht  mehr  entsprochen  hätte  und  Tafeln 
und  Text  sich  im  Werk  doch  decken  sollen.  Auch  kam  mir  die  Zunahme  an  Material  seit  1914  nicht  so 
sehr  groß  vor,  und  wenn  alle  seitdem  beschriebenen  Formen  lückenlos  nachgetragen  worden  wären,  so  hätten 
die  Hesperiden  in  ihrer  Bearbeitung  mit  den  andern  Teilen  des  Werkes  nicht  mehr  übereingestimmt.  Zudem 
ist  bereits  die  Zeit  gekommen,  wo  die  Supplementa  für  das  Gesamtwerk  in  Arbeit  genommen  sind,  so 
daß  eine  nennenswerte  Verspätung  nicht  entsteht,  wenn  die  seit  1914  publizierten  Neuentdeckungen  in  diesen 
Supplementband  aufgenommen  werden.  Nur  diejenigen  größeren  Publikationen,  die  schon  1914  erschienen 
waren,  infolge  der  Blockade  aber  nicht  nach  Deutschland  gelangen  konnten,  wie  Walterhouse  u.  Lyell 
und  ähnliche,  wurden  bei  einer  nochmaligen  Ueberarbeitung  nachgetragen. 

Die  außerordentlich  große  Zahl  beschriebener  indo-australischer  Formen  —  der  Index  enthält  rund 
14  000  Namen  —  machte  eine  allseitig  gekürzte  und  auf  das  notwendigste  beschränkte  Behandlungsweise  zu 
einer  Vorbedingung.  Durchschnittlich  standen  nur  2 — 3  Zeilen  für  jede  Form  zur  Verfügung  und  die  Bearbei¬ 
tung  konnte  nirgends  über  ihre  ursprüngliche  Aufgabe  hinausgehen.  Ganz  besonders  ist  auf  eine  Unter¬ 
suchung  der  Artberechtigung  der  einzelnen  Formen  fast  nirgends  eingegangen  worden,  so  wenig  wie  in  den 
andern  Bänden.  Solche  Entscheidungen  ohne  Begründung,  die  meist  anatomische  Umstände  in  Betracht 
zieht,  sind  von  sehr  geringem  Wert,  und  ausführliche  Begründungen  wieder  sind  ihrer  räumlichen  Weitschweifig¬ 
keit  wegen  hier  ganz  unmöglich.  In  welchen  Fällen  eine  Form  ihrer  geographischen  Nachbarform  gegenüber 
„Lokalrasse“  oder  „vikariierende  Spezies“  ist,  wird  in  vielen  Fällen  bis  zu  gewissem  Grade  Ansichts¬ 
sache  bleiben  und  kann  daher  hier  nicht  diskutiert  werden.  Wir  beschränken  uns  darauf,  die  zu  gemein¬ 
samen  Besprechungen  der  Differenzen  geeigneten  Formen  in  Paragraphen  zu  ver¬ 
einigen;  diese  Regel  wird  ja  naturgemäß  meistens  die  Formen  einer  „Spezies“  (sog.  „Gesamtart“)  auch  in 
einer  Besprechung  zusammenbringen ;  aber  mit  diesen  Zusammenstellungen  darf  nicht  die  Annahme  verbunden 
werden,  daß  alles  gemeinsam  Besprochene  damit  zu  artlicher  Zusammengehörigkeit  gestempelt  werden  soll.  Kri¬ 
tiken,  wie  die,  das  gewisse  in  den  „Groß- Schmetterlingen“  zusammengenannte  Formen  „falsch  zusammen¬ 
gestellt“,  oder  daß  die  „Artrechte  verkannt“  worden  seien,  wie  sie  immer  wieder  auftauchen,  sind  darum  absolut 
gegenstandslos,  bis  vielleicht  auf  die  seltnen  Fälle,  wo  dieser  Frage  im  Text  vom  Bearbeiter  ausdrücklich  gedacht 
worden  ist. 

Nur  durch  die  kursorische  Behandlungsweise  war  es  überhaupt  möglich,  das  außerordentliche  umfang¬ 
reiche  Material  der  indo-australischen  Tagfalter  meinem  Bande  zusammenzufassen.  Dabei  wurde  ohnedies 
der  Umfang,  der  auf  höchstens  1000  Seiten  und  150  Tafeln  bemessen  war,  um  100  Seiten  und  27  Tafeln  über¬ 
schritten.  Es  war  darum  von  vornherein  ausgeschlossen,  dem  von  englischer  Seite  geäußerten  Wunsche,  die 
schon  in  Bd.  1  behandelten  Paläärktiker,  welche  auch  in  das  indische  Gebiet  eindringen,  statt  sie  nur  mit  einem 
Hinweis  auf  Bd.  1  zu  nennen,  nochmals  ausführlich  und  besonders  auch  im  Bilde  in  Band  9  zu  bringen,  zu  ent¬ 
sprechen.  Davon,  daß  die  Möglichkeit,  die  Faunenbände  einzeln  zu  beziehen,  hierzu  verpflichte,  konnte  ich 
mich  nicht  überzeugen.  Die  Chance,  einzelne  Bände  zu  kaufen,  soll  lediglich  ein  Entgegenkommen  an 
spezialistisch  interessierte  Leser  bedeuten;  aber  darum  ist  das  Gesamtwerk  um  nichts  weniger  als  ein  Ganzes 
gedacht  und  ich  halte  mich nicht  für  berechtigt,  um  einzelner  Spezialisten  Willen  eine  Einrichtung  zu  treffen,  die 
durch  Wiederholung  in  Text  und  Bildern  den  Bezug  des  Gesamtwerks  verteuern  würde,  auch  wenn  diese  Ver¬ 
teuerung  - —  wie  die  Zuschriften  meinen  —  nur  1 — 2  Dutzend  Tafeln  oder  einige  Bogen  Text  betragen  würde. 

Seit  Erscheinen  des  Werks  hat  die  Nomenklaturfrage  stets  im  Vordergründe  des  Interesses  von 
Fachmännern  wie  Laien  gestanden.  Als  das  Werk  zu  erscheinen  begann,  hatte  gerade  der  damalige  Stand  der 
Angelegenheit  das  Resultat  ergeben,  daß  eine  Durchführung  der  „internationalen  Nomenklaturregeln“  als 
eines  obligatorischen  Kodex  von  der  Mehrheit  der  Zoologen  abgelehnt  worden  war.  Der  Heraus¬ 
geber  hat  darum  geglaubt,  daß  ein  auf  Wissenschaftlichkeit  Anspruch  machendes  Werk,  auch  wenn  es  rein  und 
ausschließlich  entomologisches  Material  behandelt,  sich  nicht  von  dem  für  die  allgemeine  Zoologie  maßgebenden 
Standpunkt  entfernen  und  nie  vergessen  darf,  daß  die  Entomologie  nur  ein  Zweig  der  Zoologie  ist.  Bei 
den  internationalen  Kongressen  habe  ich  nicht  den  Eindruck  gewinnen  können,  daß  sich  die  „internationalen 
Regeln“  jemals  Gesetzeskraft  erwerben  würden.  Ihre  Unzulänglichkeit  hat  sich  zu  deutlich  gezeigt,  um  eine 
andere  Auffassung  zuzulassen.  Sie  haben  ihre  Hauptaufgabe  —  die  Nomenklatur  zu  stabilisieren  —  nicht 


VORWORT. 


VII 


nur  nicht  erfüllt,  sondern  gerade  im  Gegenteil  durch  Auslegungsdifferenzen  die  Verwirrung  dermaßen  gesteigert, 
daß  diese  kaum  noch  größer  werden  kann.  Es  ist  darum  bei  internationalen  Besprechungen  bereits  als  eine 
Ausflucht  aus  dem  Labyrinth  bezeichnet  worden,  wenn  später  einmal  große  Sammelwerke  oder  umfassende 
Kataloge,  sobald  diese  existieren,  als  Regulativ  für  Nomenklaturfragen  festgesetzt  würden;  Rufe  nach  Schieds¬ 
gerichten,  nach  Kommissionen  mit  zwingender  Entscheidungskraft  usw.  wurden  laut.  Es  war  damals  -  und 
ist  heute  noch  mehr  —  ganz  unmöglich,  vorauszusagen,  auf  welchem  Wege  es  einmal  gelingen  wird,  eine  Eini¬ 
gung  in  den  verschiedenen  Nomenklaturfragen  zu  gewinnen;  daß  eine  Erteilung  von  Gesetzeskraft  an  die  seit¬ 
herigen  ,, Nomenklaturregeln“  allgemeine  Billigung  fände,  scheint  mir  heute  nicht  wahrscheinlicher,  als  beim 
Abschluß  der  früheren  Bände. 

Darum  habe  ich  es  den  einzelnen  Herrn  Bearbeitern  überlassen  müssen,  inwieweit  sie  diese  Regeln 
durchzuführen  gewillt  sind.  Widerstand  von  seiten  des  Herausgebers  gegen  die  jedem  Bearbeiter  sympathische 
Gebrauchsweise  hätte  in  der  Nomenklaturfrage  nichts  genützt,  dagegen  die  Arbeitsfreudigkeit  der  Mitarbeiter 
beeinträchtigt,  ohne  zu  einer  Einigung  zu  führen. 

Der  heute  in  weiten  Kreisen  beliebten  Gewohnheit,  auch  geringfügige  Abweichungen  von  der  Type 
und  feinere  Unterschiede  in  Färbung  und  Zeichnung  mit  eigenem  Namen  zu  belegen,  ist  in  weitem  Maße 
von  verschiedenen  Bearbeitern  Rechnung  getragen  worden.  Der  Herausgeber  hat  hierin  geglaubt,  sich  jeder 
Beeinflussung  der  in  der  Wissenschaft  hervorragenden  Spezialisten  enthalten  zu  sollen.  Einziehung  bereits 
gegebener  Namen  hätte  stets,  sollte  sie  nicht  als  unberechtigte  Willkür  erscheinen,  eine  umständliche  Begrün¬ 
dung  verlangt,  die  den  verfügbaren  Raum  um  ein  Vielfaches  überschritten  hätte  und  ist  darum  hier  unter¬ 
blieben  und  den  Monographen  Vorbehalten  worden. 

Die  Tafeln  des  neunten  Bandes  haben  sich  keine  andere  Aufgaben  gestellt,  als  die  der  andern  Bände, 
besonders  auch  die  des  Paläarktenteils.  Sie  sollen  und  können  keine  Kunstwerke  sein,  da  das  gesamte  Werk 
auf  den  Endzweck  der  Brauchbarkeit  und  Billigkeit  eingestellt  ist.  Die  Kunstanstalt  von  Wer¬ 
ner  &  Winter,  bei  der  fast  sämtliche  Tafeln  ausgearbeitet  wurden,  hat  bei  andern  Werken  (wie  z.  B.  bei  Saal- 
müller,  Lepidoptera  von  Madagaskar)  bewiesen,  daß  sie,  wenn  es  sich  um  die  Herstellung  weniger  aber  kost¬ 
spieliger  Tafeln  handelt,  das  Beste  liefern  kann,  was  von  Insekten-Abbildungen  bis  jetzt  existiert.  Um  aber 
den  Preis  auf  der  geringen  Höhe  zu  halten,  welche  die  Anschaffung  der  „Groß-Schmetterlinge“  neben  den 
Bibliotheken  und  Universitäten  auch  den  höheren  Schulen  und  den  minderbemittelten  Sammlern  leicht 
macht,  mußten  Methoden  gewählt  werden,  die  für  unerhebliche  Feinheiten  (im  Haarkleid,  in  der  Be- 
schuppung  usw.)  eine  vollendete  Sicherheit  nicht  mehr  bieten.  Auf  einen  Rekord  hinsichtlich  der  Ausführung 
von  Details,  die  für  die  Kenntlichkeit  und  Brauchbarkeit  der  Bilder  zum  Zweck  der  Bestimmung  nicht  unbe¬ 
dingt  nötig  sind,  ist  oft  verzichtet  worden,  um  die  Zahl  der  Abbildungen  bis  zu  einer  noch  nicht  dagewesenen 
Höhe  vermehren  zu  können.  Auch  in  der  Billigkeit  des  neunten  Bandes  glauben  wir  einen  Rekord  erzielt  zu 
haben,  da  5000  kolorierte  Abbildungen  unter  der  Beigabe  von  1100  Textseiten  wohl  noch  nie  zu  einem 
billigeren  Preise  geliefert  worden  sind. 

Daß  bei  einer  so  großen  Zahl  von  Figuren  nicht  alle  restlos  geglückt  sind,  wird  kein  billig  Denkender 
verübeln  wollen.  Die  während  der  langen  Erscheinungszeit  an  den  Herausgeber  gerichteten  Anschriften  lassen 
hoffen,  daß  die  meisten  Bezieher  des  Werks  dessen  Zweck  erkennen  und  von  den  Leistungen  im  allge¬ 
meinen  befriedigt  sind;  weiteres  haben  wir  nicht  erstrebt;  die  ,,Groß-Schmetterlinge“  sind  ein  Werk,  das  allge¬ 
mein  verbreitet  und  fleißig  benützt,  aber  nicht  gerühmt  und  als  teures,  Wenigen  zugängliches  Prachtwerk  ge¬ 
schätzt  werden  will. 

Bei  der  Auswahl  der  abzubildenden  Formen  sind  zum  großen  Teil  solche  bevorzugt  worden,  die 
noch  nicht  in  den  großen  Werken  von  Felder,  Moore,  Semper  etc.  abgebildet  worden  sind;  aber  auch  wer 
'  diese  Werke  nicht  zur  Hand  hat,  wird  sich  mit  Hilfe  der  stets  die  Unterschiede  hervorhebenden  Text-Para¬ 
graphen  leicht  orientieren  können. 

Eines  großen  Mißstandes  muß  hier  gedacht  werden,  der  sich  in  den  zahlreichen  Unstimmigkeiten 
zwischen  den  Tafelbezeichnungen  und  den  im  Text  eingefügten  Hinweisen  auf  die  Figur  findet.  Ursache  davon 
ist  wesentlich  der  Umstand,  daß  nach  Fertigstellung  der  Tafeln,  die  hier  abgebildeten  Formen  von  der  früher 
beschriebenen  Form,  unter  deren  Namen  sie  abgebildet  waren,  vom  Autor  als  neue  Nebenformen  abgezweigt 
wurden.  Eine  Aenderung  der  ursprünglichen  Figurenbezeichnung  auf  der  meist  längst  ausgegebenen  Tafel 
war  natürlich  dann  unmöglich.  Manche  dieser  Differenzen  hätte  sich  vielleicht  vermeiden  lassen,  wenn  die 
Tafelbezeichnungen  durch  Ziffern  anstatt  durch  in  die  Platte  eingeschriebene  Namen  bewerkstelligt  worden 
wären.  Aber  in  andern  so  behandelten  Werken  wie  in  Felders  Novara-Reise  u.  a.  ist  das  Aufsuchen 
der  Namen  nach  den  Ziffern  derart  zeitraubend  und  umständlich,  daß  ich  die  Interessen  der  Leser  so  besser  zu 
wahren  glaubte,  auch  wenn  späterhin  mehrfach  Korrekturen  in  den  Tafeln  vorgenommen  werden  müssen, 
für  die  ein  genaues  Verzeichnis  ausgearbeitet  wuxde. 


HIV 


VORWORT. 


Freilich  hat  das  Einsetzen  der  Namen  in  eine  der  Farbplatten  auch  eine  größere  Anzahl  von  Druck¬ 
fehlern  verursacht,  da  sich  Kunstplatten  nicht  ebenso  korrigieren  lassen,  wie  ein  Schriftsatz  in  Lettern.  Wir 
hoffen,  daß  die  durch  solche  Beschriftungsweise  verursachten  Druckfehler  durch  die  so  herbeigeführte  viel 
größere  Handlichkeit  des  Werks  aufgewogen  werden. 

Ein  Werk,  das  sich  über  ein  so  ungeheures  Material  erstreckt,  muß  sich  naturgemäß  aller  reforma- 
torischen  Umgestaltung  nach  Kräften  enthalten :  solche  ist  Aufgabe  kritischer  Monographien.  So  wandelt 
auch  der  9.  Band,  wo  angängig,  auf  betretenen  Wegen  und  sieht  eine  Hauptaufgabe  darin,  allen  vermeid¬ 
baren  Widersprüchen  mit  der  älteren  Literatur  aus  dem  Wege  zu  gehen,  nicht  aber  darin,  die  höchst 
schätzenswerten  alten  Spezialwerke,  auf  denen  sich  das  Werk  autbaut,  zu  entwerten. 

Mit  dem  9.  Band  schließt  die  zweite  große  Etappe  des  Gesamtwerks,  insofern  damit  sämtliche  bekannten 
Tagfalter  der  Erde  Bearbeitung  gefunden  haben.  Auf  549  Tafeln  sind  mehr  als  20  000  Figuren  von  Tag¬ 
faltern  gebracht,  und  da  der  gesamte  Text  der  Tagfalter  aller  Faunen  rund  30  000  benannte  Formen  aufzählt, 
so  entfällt  durchschnittlich  auf  jede  zweite  Form  eine  Figur,  so  daß  sich  wenigstens  diejenigen  Arten,  die 
dem  privaten  Sammler  unter  die  Hände  kommen,  ziemlich  lückenlos  in  irgendeiner  Form  abgebildet  finden. 

Da  zwischen  den  Tagfalterlieferungen  hindurch  auch  bereits  400  Heterozeren-Tafeln  erschienen  sind, 
so  sind  nach  Beendigungen  der  soeben  erscheinenden  exotischen  Saturniden  und  Sphingiden  jetzt  alle  größeren 
Nachtfalter  bereits  bearbeitet  bis  auf  wenige  Gattungen  der  Cossidae  und  Noctuidae,  so  daß  die  Bewältigung 
des  gesamten  Materials  in  Bälde  erwartet  werden  darf.  Jedenfalls  konnte  ein  erheblicher  Teil  der  durch  die 
Kriegs-  und  Revolutionszeit  verursachten,  fast  10jährigen  Verschleppungs-Pause,  in  der  nur  langsam  und 
mühsam  fortgearbeitet  werden  konnte,  wieder  eingeholt  werden.  Die  fühlbare  Erholung  und  Kräftigung, 
die  mir  mein  gegenwärtiger  Aufenthalt  im  Innern  Brasiliens  gebracht  hat,  werden  nach  meiner  Rückkehr 
nach  Europa  hoffentlich  im  baldigen  Abschluß  des  Werks  ihren  Ausdruck  finden. 

Einstweilen  sage  ich  allen,  die  mich  bei  der  Bewältigung  der  großen  Aufgabe  unterstützt  haben,  hier 
meinen  aufrichtigen  Dank;  besonders  gilt  derselbe  Herrn  Prof.  Dr.  Draudt,  Darmstadt,  der  mich  für  die  Zeit 
meiner  gegenwärtigen  Erholungsreise  von  der  mühsamen  Arbeit  der  Organisation  und  Redaktion  zu  entlasten 
die  Güte  hatte. 

Es  bleibt  noch  zu  erwähnen,  daß  die  Verantwortlichkeit  von  seiten  des  Herausgebers  sich  stets  nur 
auf  den  in  deutscher  Sprache  erscheinenden  Text  erstreckt.  Von  der  französischen  Ausgabe,  die  ganz  in  Hände 
der  Firma  le  Mottet  übergegangen  ist,  habe  ich  keinerlei  Kenntnis. 


Araraquara .  24.  März  1927. 


Dr.  Adalbekt  Seitz 
Darmstadt. 


Die 


Groß-Schmetterlinge 

der  Erde 


Eine  systematische  Bearbeitung 
der  bis  jetzt  bekannten  Großschmetterlinge 

In  Verbindung  mit  namhaftesten  Fachmännern  herausgegeben 

von 

=  Dr.  Adalbert  Seitz - 

Direktor  des  zoologischen  Gartens  zu  Frankfurt  a.  M.;  correspondierendes, 
arbeitendes  und  ordentliches  Mitglied  vieler  wissenschaftlicher  Gesellschaften 


STUTTGART 

FRITZ  LEHMANN  VERLAG 

1908 

ix  1 


Alle  Rechte  Vorbehalten. 


=  II.  ABTEILUNG:  - 

Die 

Exotischen  Großschmetterlinge 


- -  IX.  BAND:  — 

Die  Großschmetterlinge 

- des - 

Indo-australischen  Faunengebietes 


Alle  Rechte  Vorbehalten. 


Einleitung. 


Fachzoologen  sowohl  wie  Sammler,  die  Ost-Indien  nicht  aus  eigener  Erfahrung  kennen,  verbinden 
mit  dem  Namen  dieses  Landes  zumeist  den  Begriff  unübersehbarer  Formenfülle.  In  der  Vorstellung,  die  der 
Laie  sich  von  einer  indischen  Landschaft  macht,  überdeckt  gewöhnlich  eine  üppige  Wuchervegetation  jedes 
Fleckchen  Erde  und  Lepidopterologen,  die  Süd- Asien  nur  aus  den  individuenreichen  Kollektionen  der  Cen- 
turienhändler  kennen,  werden  leicht  zum  Glauben  verleitet,  jede  beliebige  Örtlichkeit  Indiens  berge  eine 
unerschöpfliche  Menge  noch  ungehobener  Schätze  für  den  Sammler;  jede  intensivere  Sammeltätigkeit  müsse 
eine  Fülle  von  Neuentdeckungen  bringen  und  ertragsarme  Tagesexkursionen  seien  dort  eine  Unmöglichkeit. 

Das  trifft  aber  nur  sehr  bedingt  zu.  Schon  bei  der  beliebtesten  Touristenreise  durch  Indien,  von 
Ceylon  via  Tuticorin  nach  Madras — Bombay — Calcutta — Darjeeling  kann  man  sich  überzeugen,  dass  Ost¬ 
indien  doch  nur  streckenweise  das  üppige  Märchenland  ist,  das  dem  an  unsre  dürftige  europäische  Scholle 
gebundenen  gleich  einem  verlorenen  Paradies  in  unerreichbarer  Ferne  vorschwebt.  Stunden-  und  tage¬ 
lang  führt  der  Weg  durch  Gegenden,  die,  in  gleichmässigster  Weise  mit  jungen  Baumwollstauden  bestanden 
und  ihrer  ursprünglichen  Vegetation  beraubt,  ungeheuren  Kartoffelfeldern  von  der  Grösse  kleiner  Königreiche 
gleichen.  Zuweilen  auch  geht  die  Fahrt  auf  der  indischen  Hochebene  durch  völlig  pflanzenarme,  dürre 
Gegenden,  bei  deren  Durchquerung  man  sich  in  die  afrikanischen  Wüsten  versetzt  glaubt.  Der  Übergang 
von  solchen  Einöden  in  prächtige,  oft  paradiesische  Täler  ist  mitunter  ganz  unvermittelt,  und  die  Plötzlichkeit 
des  Wechsels  mag  dazu  beitragen,  die  Mächtigkeit  des  Eindrucks  noch  zu  erhöhen,  mit  dem  die  neubetretene 
Landschaft  auf  uns  einwirkt. 

Wie  örtlich,  so  treffen  wir  auch  zeitlich  zuweilen  jähe  Gegensätze.  Eine  vorderindische  Land¬ 
schaft,  die  wir  zur  Regenzeit,  als  alles  grünte  und  blühte,  zum  ersten  Male  gesehen,  kennen  wir  zur  Zeit 
der  Trockenperiode  nicht  wieder.  Dicker,  weisser  oder  roter  Staub  bedeckt  die  lederharten,  vergilbten 
Blätter  der  einst  so  frisch  anmutenden  Sträucher  und  Bäume.  Die  Fluss-  und  Bachbetten  liegen  trocken  und 
bleiern  legt  sich  die  heisse,  zitternde  Luft  über  die  tote  Landschaft.  Erst  wenn  die  Sonne  gesunken  ist 
erwacht  ein  Teil  der  dürftigen  Tierwelt  zu  scheuem  Nachtleben,  um  sich  wieder  in  oder  an  die  Erde  zu 
flüchten,  sobald  das  Tagesgestirn  an  dem  ungetrübt  blauen  Himmel  emporzieht. 

So  kann  man  auch  lepidopterologisch  Indien  als  das  Land  der  Kontraste  bezeichnen.  Örtlich  kon¬ 
statieren  wir  Lokalitäten  von  einer  überaus  wechselvollen  und  formenreichen  Fauna  und  auch  solche,  wo, 
wenigstens  während  des  grössten  Teils  des  Jahres  die  Falterwelt  selbst  hinter  besseren  europäischen 
Gegenden  beträchtlich  zurück  bleibt.  Unscheinbare,  fahl  gefärbte  Kümmerformen  bilden  die  Mehrzahl  der 
uns  entgegentretenden  Schmetterlingsgestalten,  so  arm  an  Pracht  und  Farbe  wie  die  sie  umgebende  freud¬ 
lose  Natur.  Und  so  kontrastiert  auch  je  nach  der  Jahreszeit  die  Fauna  eines  und  desselben  Ortes.  Indien 
ist  das  Land  des  Saisondimorphismus,  der  sich  bei  einersehr  grossen  Zahl  von  Schmetterlingen  in  einer 
so  auffälligen  Weise  ausspricht,  wie,  von  einigen  afrikanischen  Landschaften  abgesehen,  wohl  in  keiner 
andern  Region  der  Erde.  Die  Regenzeitformen  sind  meist  grösser,  bunter,  satter  gefärbt  und  vielfach  auch 
häufiger  als  die  zugehörigen  Trockenzeitformen.  Auch  entwickeln  sich  die  Trockenzeitformen  meist  lang¬ 
samer  als  die  Regenzeitformen,  so  dass  bei  gleichlanger  Dauer  beider  Jahreszeiten  die  Regenzeit  mehr  Gene¬ 
rationen  reift,  als  die  Dürre. 

Schon  in  der  allgemeinen  Einleitung  im  ersten  Band  ist  gesagt  worden,  dass  die  indoaustralische 
Fauna  sich  aus  zwei  recht  verschiedenen  Faunentypen  zusammensetzt,  die  aber  völlig  ineinander  hinein¬ 
gewachsen  sind.  Der  erste  Typus  der  Fauna  ist  der  spezifisch  indische,  der  sich  über  ganz  Indien  mit 
sämmtlichen  malayischen  Inseln  ausgedehnt  hat.  Er  sendet  einzelne  Ausläufer  in  die  paläarktische  Region, 
hat  am  Südhang  des  Himalaya  und  in  den  malayischen  Ländern  seine  Hauptzentren  und  hat  sich,  von 
Norden  kommend,  weit  über  Australien  ergossen,  die  ärmliche  australische  Fauna,  die  den  zweiten  Typus 
bildet,  mit  Gewalt  nach  Süden  hinabdrängend.  So  blieb  dann  diesem  zweiten  Typus  nur  der  Süden  und 
Westen  des  australischen  Kontinents,  Tasmanien  und,  einen  letzten  Faunenrest  beherbergend,  Neu-Seeland. 

IX  1 


2 


EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Seite.' 


Dort  im  äussersten  Süden,  wo  bereits  rauhe  und  lange,  zuweilen  auch  regenreiche  Winter  das  Land  für  die 
indischen  Einwanderer  ungeeignet  machen,  hat  sich  der  Typus  der  älteren  australischen  Schmetterlingsfauna 
noch  erhalten.  Die  neuholländischen  Synemon,  die  Hepialus  und  Xyleutes ,  die  Charagia ,  Oxycanus,  Pielus  und 
die  merkwürdige  Zelotypia  stacyi  sind  solche  australische  Urbewohner ;  primitive  Bombyciden,  Mikrolepidop- 
teren  und  von  den  Tagfaltern  Satyriden  aus  den  Gattungen  Heteronympha  Hypocysta,  und  Xenica. 

Nicht  allein  der  Wechsel  der  Jahreszeiten  macht  die  indischen  Falter  dimorph.  Gerade  der  für 
die  Entwicklung  einer  reichen  Falterfauna  bestgelegene  Teil  des  indo-australischen  Gebietes,  nämlich  die 
Region  der  äquatorialen  Wälder,  ist  durch  die  Gestaltung  des  malayischen  Meeres  in  zahlreiche  grosse  und 
kleine  Inseln  und  Halbinseln  zerrissen.  Je  nachdem  dieselben  den  Passaten  ausgesetzt,  in,  an  oder  jenseits 
der  Grenze  regelmässiger  Winde  liegen,  hat  sich  ein  fast  für  jede  der  hinterindischen  Inseln  eigentümlicher 
Charakter  ausgebildet,  der  zuweilen  bei  einander  ganz  naheliegenden  Inseln  grundverschieden  sein  kann.  So 
kommt  es  denn,  dass  die  Falter  des  indomalayischen  Gebietes  fast  auf  jeder  Insel  oder  Inselgruppe  eigene, 
in  ganz  bestimmter  Richtung  abweichende  Formen  entwickelt  haben.  Diese  Charakteristika  können  mini¬ 
male  sein  und  sich  so  wenig  bemerklieh  machen,  dass  frühere  Autoren  ihrer  nicht  einmal  Erwähnung  taten : 
sie  können  aber  auch  so  sehr  in  die  Augen  springen,  dass  sie  jedem,  der  sich  in  einem  derart  speziali¬ 
sierten  Gebiet  befindet,  sofort  zum  Bewusstsein  kommen.  A.  R.  Wallace  schon  erwähnt,  dass  die  meisten 
Falter  aus  bestimmten  Gegenden  von  Celebes  einen  ganz  übereinstimmend  gebogenen,  von  dem  anders 
domizilierter  Artgenossen  verschiedenen  Vorderrand  der  Flügel  haben  und  L.  Kuhlmann,  der  die  Tagfalter 
von  Cerarn  mit  denen  anderer  Inseln  verglich,  stellte  fest,  dass  von  allen  Lokalformen  einer  Art  fast  stets 
die  grösste  auf  Cerarn  lebt. 

Als  ein  drittes  Moment,  das  auf  die  Entwicklung  des  Polymorphismus  begünstigend  wirkt,  haben  wir 
im  allgemeinen  Teil  die  Mimicry  hervorgehoben.  Da  fast  jede  der  oft  weit  voneinander  getrennt  liegenden 
Inseln  ein  anderes  Modell  besitzt,  so  war  der  Nachahmer  gezwungen,  in  den  verschiedenen  Distrikten  eine 
andere  Verkleidung  zu  wählen.  So  fliegt  z.  B.  der  einen  Aristolochienfalter  nachahmende  Papilio  polytes 
überall,  von  Ost-China  bis  zum  westlichsten  Ost-Indien.  Es  gibt  aber  keinen  Aristolochienfalter  von  gleicher 
Verbreitung;  im  Himalaya  fliegt  P.  aristoloclniae ,  auf  Ceylon  hector  und  ceylanicus,  auf  Borneo  anüplius  etc. 
So  konnte  das  nachahmende  P.  polytesX  nur  auf  den  Flugplätzen  das  P.  aristolochiae  sein  diesem  nachgebil¬ 
detes  polytes- Kleid  behalten  und  musste  auf  Ceylon  als  romulus  das  hector- Kleid ,  auf  Borneo  als  melanides 
das  antiphus- Kleid  anziehen  u.  s.  f.  Es  gibt  kein  überzeugenderes  Moment  für  den  Nachweis  einer  ziel¬ 
bewussten  Nachbildung  bei  der  Mimicry,  als  eine  genaue  Durchmusterung  und  geographische  Vergleichung 
der  einzelnen  Schmetterlingsformen  der  indo-australischen  Fauna. 

Am  abwechslungsreichsten  ist  in  seiner  Produktion  tropischer  Falterformen  das  indische  Gebiet  im 
malayischen  Archipel.  Von  da  aus  nimmt  der  Falterreichtum  am  schnellsten  nach  Süden  ab.  Die  inner- 
australische  Wüste  war  für  die  meisten  indischen  Einwanderer  unüberschreitbar.  Nur  der  schmale  Wald¬ 
strich  längs  der  Ostküste  Australiens  bot  einer  beschränkten  Zahl  ansehnlicherer  Tagfalter  einen  Weg,  weiter 
nach  Süden  vorzudringen.  Im  ganzen  ist  der  Süden  Australiens  aber  sehr  arm  besonders  an  Tagfaltern  und 
es  schien  mir  bei  meinen  Wanderungen  über  die  blumenreichen  aber  fast  völlig  tierleeren  Pflanzenteppiche 
von  Neu-Süd- Wales  oft  unerklärlich,  dass  eine  so  reiche  und  dem  Schmetterlingsleben  so  überaus  günstige 
Vegetation  so  fremdartig  tot  sein  und  selbst  bei  herrlichem  Sommerwetter  so  ungenossen  entstehen  und 
vergehen  könne. 

Nach  Osten  hin  hat  der  Ozean  der  malayischen  Falterwelt  keine  weite  Verbreitung  gestattet.  Immer 
lichter,  ungleichmässiger  und  kleiner  werden  die  Inselgruppen,  immer  wütender  die  Brandung  des  Meeres 
hei  hohem  Seegang  und  immer  gewaltiger  die  Stürme ,  die  die  Küsten  der  Eilande  peitschen.  Gerade  die 
alles  wegfegenden  Orkane  sind  es,  die  der  Verbreitung  der  leichtbeschwingten  Falter  Einhalt  tun  und 
ihre  Existenz  gefährden,  ln  meiner  Bearbeitung  der  Falter  der  Marshallinseln  habe  ich  die  Vermutung 
ausgesprochen,  dass  die  Falterfauna  jener  äussersten  Inseln  zuweilen  teilweise  oder  fast  völlig  vernichtet 
wird  und  sich  dann  erst  wieder  durch  gelegentliche  Zuzügler  von  neuem  bilden  muss;  so  kommt  es,  dass 
eine  bestimmte  d.  h.  jahrein,  jahraus  durch  dieselben  Falterarten  gebildete  Fauna  im  äussersten  Osten  des 
indischen  Gebietes  überhaupt  nicht  mehr  existiert,  d.  h.  dass  ein  Sammler  vor  40  Jahren  eine  andere  Zu¬ 
sammensetzung  der  Schmetterlingswelt  auf  gewissen  entlegenen  Inseln  konstatieren  musste,  als  er  sie  heute 
an  denselben  Lokalitäten  finden  würde. 

Nach  Westen  hin  fällt  die  Grenze  im  Süden  des  Gebietes  in  den  indischen  Ozean.  Die  ärmliche 
Fauna  der  Lakkadiven  und  die  noch  dürftigere  der  Maldivs  zeigen  nur  Fragmente  vorderindischer  Einwande¬ 
rung;  Seychellen  und  Maskarenen  haben  neben  vielen  spezifischen,  aber  stets  dem  äthiopischen  Typ  ver¬ 
wandten  Formen  durchaus  afrikanische  Fauna,  so  dass  also  der  breite  zwischen  dem  60.  und  70.  Längegrad 
gelagerte  Meeresstreif  als  die  Faunenscheide  anzusehen  ist.  In  seinem  nördlichen  Teil  tritt  das  indische  Gebiet  in 
Süd- Arabien  an  das  äthiopische,  in  Vorder-Asien  an  das  paläarktische  Gebiet  heran.  Wo  in  dem  lepidoptero- 
logisch  noch  wenig  erforschten  Hoch-Arabien  die  genaue  Grenze  verläuft,  können  wir  heute  noch  nicht  ent¬ 
scheiden.  Maskat  ist  ganz  indisch,  Aden  durchaus  afrikanisch  in  seiner  Falterfauna.  Zwischen  diesen  beiden 
Distrikten  dehnen  sich  Wüsten,  die  vom  Nedsclul  breit  nach  Südosten  ziehen  und  in  der  aussen  felsigen 
innen  sandigen  Küstenstrecke  zwischen  Makalla  und  Mirbad  das  Meer  erreichen.  In  diesem  Zwischenlande 


EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


gibt  es  vermutlich  nur  ganz  wenige  Schmetterlinge,  hauptsächlich  Noctuiden  aus  den  Gattungen  Anomie, 
Eurrhipia,  Ophiusa  und  einige  beiden  Faunen  gemeinsame  Tagfalter  wie  Junonia  oenone,  Hypolimna s  misippu.-. 
Lycaena  baetica  und  wenige  andere. 

Schwieriger  gestaltet  sich  die  Begrenzung  des  indo-australischen  Gebietes  gegen  den  Nordwesten 
und  Norden.  Der  südlichste  Teil  von  Persien,  Beludschistan  und  das  Pendschab  sind  noch  indisch,  bilden 
aber  die  Grenzländer,  denen  sich  die  Distrikte  von  Kangra  und  Kulu  im  südlichen  Kaschmir  anschliessen. 
Aber  in  Kaschimir  selbst  ist  nur  der  Südabhang  des  Himalaya  noch  indisch;  in  höheren  und  besonders  in 
den  nach  Norden  offneren  Lagen,  wo  der  Sommer  nicht  mehr  jene  furchtbare  Gluthitze  bringt,  die  in  der 
Umgebung  von  Lahore  die  Erde  zur  Wüste  gemacht  hat,  drängen  sich  schon  paläarktische  Formen  in  solcher 
Anzahl  vor,  dass  sich  die  Fauna  kaum  noch  durch  einzelne  schwache  indische  Beimischungen  dem  Nachbar¬ 
gebiet  angliedert. 

Östlich  von  diesem  gewaltigen  gegen  Kaschmir  gerichteten  Vorstoss  nach  Norden  tritt  die  indisch- 
paläarktische  Grenze  wieder  schroff  nach  Süden  zurück.  Das  im  Winter  eisigkalte,  schneedurchwehte  Tibet 
duldet  keine  indische  Fauna  mehr.  Was  sich  in  den  glühenden  Tälern  des  unteren  Indus  und  Ganges  be¬ 
haglich  fühlt,  müsste  dem  schneidenden  Winde  des  hochgelegenen  Tibet  erliegen.  Erst  gegen  Nepal,  Sikkim 
und  Buthan  hin  ziehen  Doppelreihen  schützender  Gebirgskämme,  die  dem  südlichsten  Gebiete  Tibets  den 
Charakter  eines  faunistischen  Grenzlandes  aufdrücken.  In  Tibets  Osten  dann ,  wo  ein  noch  gänzlich  uner¬ 
forschtes,  von  gewaltigen  nordsüdlich  streichenden  Gebirgsketten  durchzogenes  Land  die  Wasserscheide 
zwischen  den  Stromgebieten  des  Mekong  und  des  Yangtsekiang  bildet,  mag  die  natürliche  Grenze  beider 
Faunengebiete  gelegen  sein.  Dann  folgt  sie  dem  wechselvollen  Yang-tse-Tale.  Nur  da,  wo  dieser  Riesen¬ 
fluss  im  südlichen  Se-fschuen  in  weitem  Bogen  gegen  Yün-nan  herunterstösst,  verläuft  sie  nördlich  von  ihm, 
im  Süden  von  Ta-tsien-lu ;  dann  folgt  sie,  durch  die  chinesische  Ebene  hindurch,  dem  30.  Grad  nördl.  Breite. 

Die  Feststellung  der  indisch-paläarktischen  Grenze ,  die  ich  schon  in  der  Einleitung  zum  paläark- 
tischen  Teil  genau  geschildert  habe,  habe  ich  mir  sehr  angelegen  sein  lassen.  Nicht  eine  Liste  von  kritiklos 
registrierten  Arten  einer  Gegend  oder  gar  die  ganz  wertlose  Zusammenstellung  von  Gattungen,  die  ja  nicht 
als  etwas  bestimmt  gegebenes  der  Subjektivität  entbehren,  gibt  uns  sicheren  Aufschluss  über  die  Zugehörigkeit 
eines  Gebietes,  sondern  nur  der  Überblick  für  faunistische  Betrachtungen  geschulter  Augen,  am  besten  bei  per¬ 
sönlicher  Beobachtung.  Das  Vorfliegen  einer  Melanitis  leda  beweist  uns  nicht,  dass  wir  uns  auf  indo-australischem 
Boden  befinden,  wohl  aber  können  wir  sie  da,  wo  sie  ihr  häufiges  Vorkommen  zum  Charakterschmetterling 
der  Landschaft  macht,  als  Zeugen  anrufen  für  die  Behauptung,  dass  wir  im  indischen  Tiergebiet  wandeln. 

Durch  eigene  Beobachtung  konnte  ich  mich  überzeugen,  dass  die  Bestimmungen  über  die  Frage, 
welchem  Faunengebiet  ein  Ort  angehört,  keineswegs  sonderlich  subtil  sind.  In  Shanghai  sind,  nach  der 
Massenhaftigkeit  ihres  Vorkommens  in  eine  fortlaufende  Reihe  gebracht,  die  10  häufigsten  Tagfalter  die 
jeweiligen  Lokalformen  folgender  Arten: 

Pieris  napi ,  Colias  hyale,  Gonepteryx  rhamni,  Pyrameis  cardui ,  Chrysophanus  phlaeas,  Papi/io  xuthiis, 
Sericinus  telamon,  Lycaena  baetica .,  Pieris  melete,  Parnara  guttata. 

Auf  dem  nur  10  Grade  südlicher  gelegenen  Hongkong  ist  auch  nicht  eine  dieser  Arten  zu  irgend 
einer  Zeit  des  Jahras  besonders  häufig;  nur  Lycaena  baetica  und  Pyrameis  cardui  treffen  wir  überhaupt  dort 
an.  Die  10  häufigsten  Rhopaloceren  auf  Hongkong,  gleichfalls  nach  Häufigkeit  des  Vorkommens  geordnet 
(so  wie  es  etwa  während  des  Oktobers  zutrifft),  sind  folgende: 

Terias  hecabe,  Danais  vulgaris ,  Euploea  superba,  Melanitis  leda ,  Pieris  canidia ,  Messaras  erymauthis ,  Eeptis 
eurynome,  Mycalesis  perseus,  Catopsilia  pomona,  Plebomoia  glaucippe. 

Einen  grossen  Teil  dieser  Arten  haben  wir  im  I.  Teil  unsres  Werkes  als  im  paläarktischen  Gebiet 
beobachtet  kennen  gelernt,  aber  dann  niemals  als  Charakterschmetterling;  sämtliche  von  diesen  10  Arten 
sind  gerade  durch  ihr  zahlreiches,  zuweilen  massenhaftes  Vorkommen  für  ihre  Heimatländer  charakteristisch. 
Aber  auch  nur  die  häufigsten  Falter  einer  Gegend  eignen  sich  für  die  Beurteilung  zoogeographischer 
Streitfragen;  als  Seltenheiten  haben  sie,  weil  Ausnahmeerscheinungen,  teils  nur  ganz  untergeordneten,  teils 
gar  keinen  Wert. 

Da  auch  auf  der  japanischen  Südinsel  die  gemeinsten  Falter  Lycaena  argiolus,  Chrysophanus  phlaeas , 
Pieris  napi,  Ypthima  argus,  Pieris  melete,  Papilio  machaon  etc.  etc.  sind,  so  ist  diese  Insel  noch  absolut  und 
durchaus  paläarktisch ,  mögen  auch  noch  so  viele  sonst  indische  Papilio  als  vorübergehende  Sommer¬ 
erscheinungen  auftauchen;  und  ebenso  ist  die  Linchoten-Tnsel  Okinawa  mit  ihren  Hestia,  Danais,  Hebomoia, 
Hypolimnas  etc.  durchaus  indo-australisch.  So  scheidet  denn  auch  im  chinesischen  Meer  der  30.  Breitegrad 
die  Inseln  beider  Faunengebiete. 

Viel  weniger  als  bei  geographisch-statistischen  Unterscheidungen  ist  man  bei  Charakterisierung  des 
Habitus  einer  Fauna  auf  die  Berücksichtigung  der  Individuenzahl  angewiesen.  Vom  Habitus  erhält  man  den 
besten  Begriff  nicht  nur  an  Ort  und  Stelle,  sondern  indem  man  die  möglichst  vollständige  Sammlung  aus 
einem  bestimmten  Gebiet  an  den  Augen  vorüberziehen  lässt.  Die  Summe  der  Variationen  an  Gestalt,  Fär¬ 
bung  und  Zeichnungsanlage  ist  es  hier,  die  uns  einen  Überblick  gewährt  und  die  die  hervorstechendsten 
Eigentümlichkeiten  zum  Bewusstsein  bringt.  Bei  der  Einleitung  in  den  amerikanischen  Teil  unsres  Werkes 
schon  haben  wir  hervorgehoben,  dass  im  indischen  Gebiet  bei  weitem  nicht  die  gleichmässig  elegante  Pracht- 


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EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


färbung  aus  strahlenden,  meist  gell)  oder  metallblau  über  den  tiefschwarzen  Flügelgrund  ziehenden  Bändern 
oder  Flecken  so  verbreitet  ist,  wie  im  tropischen  Amerika.  Das  herrliche  Blau  der  Morpho,  Prepona,  Myscelia, 
Callicore,  vieler  grossen  Thecla  etc.  ist  im  indischen  Gebiet  ganz  zurückgedrängt;  gewaltig  angewachsen  aber 
sind  die  Ockerfarben,  die  sich  mitunter  durch  ganze,  formenreiche  Genera  in  Indien  hindurchziehen  ( Cynthia , 
Cirrhochroa,  Messaras ,  Charaxes,  Clerome  etc.  etc.  Völlig  fehlen  die  im  tropischen  Amerika  so  zahlreichen  Glas¬ 
falter  wie  die  Ithomiiden,  Haetera,  die  Zeonia  etc.  etc.  Dagegen  sind  die  Indier  weit  reicher  an  grotesken 
und  übertriebenen  Formen,  die  oft  selbst  dem  Laien  ein  berechtigtes  Erstaunen  abnötigen,  wie  z.  B.  Lepto- 
circus,  Butanitis,  Himantopterus ,  Cyrestis  usw. 

Indem  wir  bezüglich  der  Einzelheiten  im  Charakter  der  verschiedenen,  im  indo-australischen  Gebiete 
vertretenen  Faltergruppen  auf  den  speziellen  Teil  verweisen,  greifen  wir  hier  nur  einzelne  besonders  hervor¬ 
stechende  oder  für  das  Gebiet  besonders  charakteristische  Eigentümlichkeiten  der  Familien  heraus. 

Die  Papilioniden  aus  dem  Südosten  der  Alten  Welt  sind  durch  eine  Gruppe  weit  bekannt,  die  früher 
als  eigene  Gattung  unter  dem  Namen  Ornithoptera  sich  einer  ganz  besonderen  Aufmerksamkeit  der  Liebhaber 
und  Sammler  erfreute.  Durch  Grösse  und  Pracht  der  Farben  in  gleicherweise  ausgezeichnet,  gehören  sie  tatsäch¬ 
lich  zu  den  imposantesten  Erscheinungen  der  Tierwelt,  die  wir  kennen.  Wie  wenig  befriedigend  auch  die  seither 
versuchten  biologischen  Erklärungen  gewesen  sein  mögen,  so  ist  klar,  dass  wir  in  den  Ornithoptera  Natur¬ 
bildungen  vor  uns  haben,  bei  denen  die  Erreichung  einer  gewissen  hervorragenden  Schönheit  unstreitig 
Schöpfungszweck  selbst  gewesen  ist ;  mag  dieser  Zweck  nun  der  Ausdruck  schöpferischer  Laune  sein  oder 
durch  Selektion  angezüchtetes  Endresultat  einer  Reihe  von  biologischen  Notwendigkeiten.  Die  Übereinstim¬ 
mung  der  verschiedenen  Ornith optera-F or m en ,  die  im  männlichen  Geschlechte  bald  in  rotgoldner,  bald  in  grüner, 
blauer  oder  gelber  Prachtfärbung  gegen  ihre  eintönigen  Weibchen  kontrastieren,  ist  hierin  umso  bemerkens¬ 
werter,  als  die  Ornithoptera  morphologisch  keine  in  sich  geschlossene  Gruppe  bilden  und  das  Genus  auf 
streng  systematischer  Basis  kaum  gehalten  werden  kann.  Mit  den  in  Indien  weitverbreiteten  Aristolochien- 
faltern  sind  sie  zweifellos  congenerisch  und  unter  den  Papilioniden  der  Neuen  Welt  finden  sich  analoge 
Gruppen.  —  Die  Parnassier  zeigen  im  indischen  Gebiet  kaum  selbständige  Formen;  vielmehr  sind  die  Ver¬ 
treter  der  Apollo-Falter  im  Norden  des  indischen  Gebiets  sämtlich  Lokalformen  übrigens  paläarktischer  Arten. 
—  Eine  sonderbare  Modifikation  der  Papilioniden  finden  wir  dann  noch  in  den  spezifisch  indischen  Lepto- 
circus,  langschwänzigen,  glasflügeligen  Falterchen  von  hesperidenartigem  Habitus,  die  mit  schnurrendem 
Flügelschlag  von  Blüte  zu  Blüte  schwirren,  indem  sie  die  bandartigen  Flügelanhänge  wechselweise  heben 
und  senken. 

Die  Pieriden  sind  zunächst  durch  die  bunten  Unterseiten  sehr  vieler  Arten  bemerkenswert,  die 
in  den  Delias  ihre  höchste  Ausbildung  erhalten  und  hier  oft  geradezu  ideal  schöne  Zusammenstellung 
intensiv  gefärbter  Bänder  und  Fleken  zeigen ,  wie  sie  in  gleicher  Pracht  weder  in  Amerika  noch  in  Afrika 
oder  Europa  auftreten,  wenn  auch  die  bunte  Unterseite  bei  gewissen  Pieriden  der  Neuen  Welt  ( Perhybris , 
Dismorpkia,  Archonias)  als  ein  Produkt  der  Mimicry  öfters  vorkommt. 

Bei  den  Danaiden  ist  die  Entwicklung  der  gigantischen  Uestia  im  indischen  Gebiet  erwähnenswert. 
Ist  schon  die  Musterung  und  Färbung  der  Hestien  auffällig  und  ungewöhnlich,  so  ist  es  noch  mehr  der 
Flug,  der  jeden  Passanten  indischer  Wälder  überrascht  stehen  bleiben  und  nachsinnen  lässt,  wie  es  dem 
Tier  möglich  sei,  mit  scheinbar  feststehenden,  halbaufgerichteten  Flügeln  sich  bald  nach  der  einen,  bald  nach 
der  andern  Seite  tragen  zu  lassen.  Die  Danais  selbst  zeigen  in  Indien  einen  immensen  Individuenreichtum, 
und  wetteifern  darin  mit  den  Euploea,  deren  Scharen  zuweilen  wie  dichte  Wolken  die  blühenden  Bäume 
überdecken  oder  in  langandauernden  Schwärmen  über  das  Land  ziehen. 

Solchen  Massenvermehrungen  gegenüber  treten  die  Satyriden  im  indo-australischen  Gebiet  entschieden 
zurück.  Besonders  im  tropischen  Teil  des  Gebietes  halten  sich  die  eigentlichen  Satyriden  in  geringen,  ein¬ 
tönig  düsteren  Formen  und  nur  die  Untergruppe  der  Elymniinae  entwickelt,  wesentlich  durch  Mimicry  ge¬ 
schaffene,  bunte  Kleider,  erborgt  von  lebhaft  gefärbten  Danais  und  schillernden  Euploea.  In  seinem  Norden 
bekommt  das  indische  Gebiet  noch  etwas  von  der  Statt lichkei t  der  benachbarten  paläarktischen  Satyriden 
ab,  und  im  südlichen  Australien  entwickelt  die  Familie  nochmals  wechselvollere  Formenreihen,  die  aber  einen 
Vergleich  mit  analogen  Distrikten  der  nördlichen  Halbkugel  nicht  aushalten. 

Die  Morphiden  des  indischen  Gebietes  bilden  weder  unter  sich  eine  homogene  Gruppe,  noch  stehen 
sie  in  direkter  Beziehung  zu  der  amerikanischen  Gattung  Morpho ,  die  der  Benennung  der  Familie  zur  Grund¬ 
lage  diente.  Viel  eher  finden  sich  zwischen  ihnen  und  den  neotropischen  Brassolidae  Analogien.  Im  Grossen 
betrachtet  finden  wir  in  den  alt-  wie  den  neuweltlichen  Morphiden  Modifikationen  des  Satyridencharakters, 
die  bald  durch  ursprüngliche,  bald  durch  auf  Gonvergenz  beruhenden  Übereinstimmungen  miteinander  har¬ 
monieren.  Eine  solche  ist  die  Nächtlichkeit  der  Schwarmzeit,  die  Ernährung  der  Raupe  mit  Monoco- 
tyledonen  und  manches  andere. 

Die  Nymphaliden  treten,  Avie  in  allen  andern  Gebieten,  so  auch  im  indo-australischen  Gebiet  gleich- 
mässig,  sicher  und  universell  auf.  Wie  sie  in  bestimmten  Argynnisformen  noch  in  Grönland,  Alaska  und 
Novaja  Semlja  mit  der  Unwirtlichkeit  der  Natur  kämpfen,  so  finden  wir  die  Pyr ameis ,  Junonia  und  hypo- 
limnas  noch  über  das  südliche  Eismeer  wandernd  und  auf  den  vorgeschobensten  Posten  im  grossen  Ozean, 
wo  sie  wie  Pyrameis  gonerilla  und  tammeamea  mitunter  noch  zu  kräftigen,  charakteristischen  Formen  erstarken. 


EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Seite. 


Die  Eryciniden  verschwinden  im  grossen  indo-australischen  Gebiet.  Wie  kleine  Nachahmungen  der 
Nymphaliden  treten  sie  uns  fast  überall  entgegen,  aber  nirgends  massenhaft  und  ohne  sich  an  irgend  einer 
Stelle  in  ähnlicher  Formenfülle  entwickeln  zu  können,  wie  im  amerikanischen  Gebiet. 

Die  Lycaeniden  erreichen  in  den  Arhopala  eine  beträchtliche  Grösse  und  einen  oft  wundervollen 
strahlenden  Blauglanz.  Aber  auch  die  kleinsten  bekannten  Arten  kommen  im  indo-australischen  Gebiete  vor, 
die  winzigen  Zizera ,  deren  kleinste  Formen  nur  bei  aufmerksamem  Absuchen  der  Grasbüschel  in  gebückter 
Stellung  noch  gesehen  werden  können  und  die  sich  bei  Gefahr  wie  kleine  Mückchen  zwischen  die  Halme 
verkriechen.  Auch  finden  sich  unter  den  indo-australischen  Lycaeniden  viele  biologisch  interessante  Arten, 
die  zeitweise  als  Ameisengäste  leben  und  sich  sogar  mitunter  im  Raupenstadium  von  der  Ameisenbrut  zu 
nähren  scheinen. 

Die  indischen  Hesperiden  sind  in  ihrem  Auftreten  weit  weniger  formenreich  wie  die  amerikanischen, 
enthalten  aber  viele  besonders  grosse  Arten.  Manche  Gattungen,  wie  die  Tsmene,  Phopalocampta,  Hasora  etc. 
haben  z.  T.  eine  nächtliche  Lebensweise  und  halten  sich  den  Tag  über  versteckt. 

Als  Übergangstiere  von  der  grossen  Abteilung  der  Tagfalter,  speziell  von  den  Grypocera  zu  den 
Heteroeeren,  können  wir,  so  wie  die  amerikanischen  Castnien  die  altweltlichen  Synemon  ansehen.  Sie  bilden 
eine  auf  Australien  beschränkte  Gattung  und  ihr  besonders  zahlreiches  Vorkommen  im  Westen  und  Süd¬ 
westen  dieses  Erdteils  beweist  uns,  dass  es  sich  bei  ihnen  um  eine  alte,  von  der  eingewanderten  indischen 
Fauna  des  Nordens  bis  in  den  letzten  Erdenwinkel  gedrängte  Gattung  handelt;  ihre  engere  Zusammen¬ 
gehörigkeit  mit  den  tropisch-indischen  Neocastnia  und  den  ächten,  neuweltliehen  Castnia  dürfte  schwer  nach¬ 
zuweisen  sein. 

Die  Zygaenidae  sind  besonders  durch  die  Gruppe  der  Ghalcosier  im  indo-australischen  Gebiet  ver¬ 
treten  und  bieten  als  solche  alle  denkbaren  Grade  von  mimetischer  Verfärbung.  Auch  die  Gewohnheiten 
haben  sie  von  ihren  Modellen  entlehnt  und  täuschen  bald  geschützte  Tagfalter,  bald  Syntomiden  oder  gar  andere, 
gar  nicht  zu  den  Lepidopteren  gehörige  Insekten  vor.  Sehr  merkwürdig  sind  gewisse  Parallelismen  mit 
amerikanischen  Schmetterlingen.  So  suchen  die  Schmetterlinge  der  Gattung  Amesia  bei  Gefahr  zwar  zunächst 
ihr  Heil  in  der  Flucht,  stellen  sich  aber  beim  Ergriffenwerden  tot,  indem  sie,  die  Flügel  nach  hinten  zu¬ 
sammenfaltend,  reglos  still  liegen.  Gleichzeitig  stossen  sie  aber  unter  einem  ächzenden  oder  piependen  Ge¬ 
räusch  schleimige  Schaumflocken  aus  dem  Thorax,  die  allmählich  das  ganze  Insekt  in  einen  gelben  Speichel 
hüllen,  genau  so,  wie  es  die  Angehörigen  der  amerikanischen  Gattung  Anthomyza  machen.  Die  indischen 
Himantopterus  gelten,  wie  ihre  afrikanischen  Verwandten,  für  Termitenfreunde. 

An  einzelne  Gruppen  der  Zygaenidenfamilie  scheinen  sich  auch  die  Epicopeia  anzugliedern,  eine 
derartig  mimetisch  veränderte  Nachtfaltergattung,  dass  sich  heute  nicht  mehr  erraten  lässt,  welchen  Habitus 
die  Tiere  vor  ihrer  mimetischen  Umgestaltung  besessen  haben  können.  Vielleicht  entstammen  sie  Eistia- 
ähnlichen  Chalcosiern,  vielleicht  ist  es  richtiger,  sie  mit  Hampson  neben  die  Uraniidae  zu  stellen. 

Die  Syntomidae  gehören  sämtlich  zu  verhältnismässig  wenigen  Gattungen  und  lassen  sich  in  ihrer 
Variabilität  und  der  mimetischen  Verkleidungskunst  mit  den  amerikanischen  Angehörigen  dieser  Familie  nicht 
vergleichen.  Wenn  es  auch  hie  und  da  zur  Entwicklung  hübscher  Metallfarben  in  Indien  kommt,  so  ist  doch 
die  Mehrzahl  der  altweltlichen  Syntomiden  schwarzgelben  Wespen  nachgebildet  und  ihr  Kostüm  erscheint 
daher  vom  biologischen  Standpunkt  aus  mehr  praktisch,  als  —  wie  das  amerikanischer  Glaucopiden,  die  tatsäch¬ 
lich  fliegenden  Edelsteinen  zu  gleichen  scheinen  —  strahlend  und  die  einen  Vergleich  mit  den  amerikanischen 
Kolibri  ebenso  nahelegen,  wie  die  Parallele,  die  man  zwischen  der  Gruppe  der  Ornithoptera  und  den  Paradies¬ 
vögeln  Neu-Guineas  gezogen  hat. 

Von  ihnen  leiten  uns  die  höchst  merkwürdigen  papuanischen  Cocytia  zu  den  Lithosien  und  den 
eigentlichen  Arctiidae  hinüber.  Diese  letztere  Familie  liegt  insofern  mit  ihrem  Hauptgewicht  in  der  ge¬ 
mässigten  Zone,  als  gerade  die  grössten  und  buntesten  Arten  nicht  zwischen  den  Wendekreisen  leben.  Die 
Lithosien  und  die  Noliden  sieht  man  allgemein  als  alte,  ursprüngliche  Gruppen  an,  von  denen  einige  Parallel¬ 
zweige  durch  Fortentwicklung  zu  den  Vorfahren  der  vollkommneren  Heterocerengruppe  der  modernen 
Schöpfung  geworden  sind.  Sehr  beachtenswert  ist  die  Konstanz  in  Grösse,  Habitus  und  auch  z.  T.  Färbung, 
welche  die  Lithosien  der  verschiedensten  Länder  miteinander  verbindet  und  die  sich  in  vielen  Fällen  selbst 
bis  auf  die  Lebensweise  ausdehnt. 

Die  Lipariden  erreichen  im  indo-australischen  Gebiet  ihre  höchste  Entwicklung.  Wie  im  äussersten 
Norden  der  arktischen  Distrikte  finden  wir  sie  auch  noch  tief  im  Süden  in  im  ganzen  gleichartiger  Entwicklung; 
und  wie  sie  Riesenformen  nicht  hervorbringen,  so  halten  sie  sich  auch  bezüglich  der  Färbung  und  Zeichnung 
meist  an  die  gleichen,  bescheidenen  Muster:  ein  lichtes,  oft  atlasglänzendes  Gelb  oder  Weiss  mit  dunklem 
Mittelmond  und  schwärzlichen  Zackenlinien  des  Vflgls.  Ja  selbst  hinsichtlich  ihres  biologischen  Verhaltens 
zeigen  sie  eine  grosse  Übereinstimmung.  Wir  sehen  genau  denselben,  ringelnden  Flug  bei  den  siidost- 
asiatischen  Fantara,  wie  bei  den  europäischen  Orgyja  und  ein  vom  Busch  geklopftes  Weibchen  der  austra¬ 
lischen  Epicoma  melanosticta  nimmt  genau  dieselbe  merkwürdige  Stellung  mit  eingerolltem  Hinterleit)  und  hoch¬ 
geschlagenen  Flügeln  ein,  wie  ein  ergriffenes  Psilura  monacha- Weibchen  aus  einem  norddeutschen  Kiefernwald. 

Die  Limacodiden  spielen  im  indo-australischen  Gebiet  eine  hervorragende  Rolle.  In  den  indischen 
Scopelodes  und  Phocoderma  kommen  die  grössten  bekannten  Formen  der  Familie  vor  und  in  Australien  deutet 


G 


EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Süitz. 


das  Vorkommen  vieler  Limacodiden-Raupen  auf  den  landeseigentümlichen  Eucalyptus  auf  eine  lange  und 
innige  Anpassung  an  diesen  Weltteil.  Die  höchst  energisch  wirkenden  Nesselorgane  der  Raupe  erreichen 
wohl  in  der  australischen  Doratifera  vulnerans  ihre  höchste  Ausbildung,  doch  kann  die  chinesische  Parasa 
smmsis-Raupe  fast  ebenso  stark  stechen. 

Die  Psychiden  müssen  infolge  einer  gewissen  Gleichmässigkeit  in  der  Verbreitung  im  indo-australi¬ 
schen  Gebiet  mehr  gegen  die  andern  Heteroceren  zurücktreten,  wenn  auch  in  der  australischen  Metura 
elongata  die  grösste  bekannte  Form  der  Familie  gefunden  wird.  Aber  ebenso,  wie  sie  an  Artenzahl  im 
indischen  Gebiet  die  des  amerikanischen  Gebietes  übertreffen ,  so  sehr  bleiben  sie  an  Individuenzahl  hinter 
ihren  Vertretern  in  der  Neuen  Welt,  wo  einzelne  Arten,  wie  z.  B.  Oiketicus  platensis ,  zur  ständigen  Land¬ 
plage  geworden  sind,  zurück. 

Die  Lasiocampiden,  von  im  ganzen  ziemlich  gleichartiger  Verbreitung  über  alle  nichtpolaren  Länder, 
zeigen  in  manchen  Distrikten  des  indo-australischen  Gebiets  bemerkenswerte  Eigenheiten.  Vor  allem  bilden 
gewisse  Sektionen  dieser  Familie  einen  Teil  jener  typischen  australischen  Urfauna,  die,  auf  den  Süden  des 
fünften  Weltteils  beschränkt,  dort  Formen  hervorgebracht  hat,  für  die  uns  auf  andern  Kontinenten  jede 
Parallele  fehlt.  Jeder  der  in  Australien  gesammelt  hat,  wird  sich  der  gigantischen  Zebrä-Raupen  erinnern, 
aus  denen  sich  die  früher  zu  den  Saturniden  gezählten  Chalepteryx  collesi  entwickeln;  ferner  die  spitz- 
schnauzigen  Opsirhina  u.  a.  Wie  sich  im  paläarktischen  Gebiet  der  Kiefernspinner,  Dendrolimus  pini,  bis  zu 
wäldergefäbrdender  Menge  vermehren  kann,  so  treffen  wir  auch  in  Indien  manche  Lasiocampiden  als  aller- 
häufigste  Nachtfalter  an;  so  in  Indien  und  Süd-China  die  Trabala  vishnu,  deren  bunte,  mit  pinselführenden, 
gestreiften  Köpfen  versehene  Raupen  fast  auf  keinem  Busch  und  zu  keiner  Jahreszeit  fehlen.  Durch  mächtig 
entwickelte  Weibchen,  die  in  einem  ähnlichen  Grössenverhältnis  zu  ihren  nur  mittelgrossen  Männern  stehen, 
wie  die  Liparide  Ocneria  dispar,  ist  Suana  concolor  ausgezeichnet. 

Die  Saturniden  erreichen  in  dem  indischen  Attacus  atlas  die  grösste  Form  der  Lepidopteren  über¬ 
haupt,  was  die  Flügelfläche  betrifft  ,  wenn  sie  auch  an  Spannweite  von  einigen  Papilio  -Weibchen  aus  der 
Ornithoptera- Gruppe  und  von  der  amerikanischen  Noctuide  Thysania  agrippina  übertroffen  werden.  Im  ganzen 
hat  das  indo-australische  Gebiet  nicht  so  viel  Saturnien  wie  Amerika,  wohl  aber  in  den  langgeschwänzten 
Coscinocera  recht  eigentümliche  Formen. 

Die  Bombycidae  und  Eupterotidae  sind  wenig  artenreiche  Familien,  die  sich  zwischen  die  Saturnien 
und  Lasiocampen  einschieben.  Die  ersteren  dürfen  nicht  unerwähnt  bleiben  wegen  des  Seidenspinners, 
Bombyx  mori ,  einem  Tier  von  ungeheurer  kommerzieller  und  kultureller  Bedeutung.  Wie  wir  schon  in  der 
allgemeinen  Einleitung  (Band  1)  bemerkt  haben,  lässt  sich  heute  zwar  mit  Sicherheit  annehmen,  dass  der 
Seidenspinner  aus  China  stammt,  aber  ob  aus  dem  paläarktischen  Norden  oder  dem  indo-australischen 
Süden  dieses  Landes  kann  bei  der  allgemeinen  Einbürgerung  und  Verschleppung  heute  nicht  mehr  fest- 
gestellt  werden. 

Die  Sphingiden  sind  durch  sehr  viele  Arten  im  indo-australischen  Gebiet  vertreten,  aber  ihre  Raupen 
zeigen  weniger  Neigung  zu  jenen  harlekinartigen  Riesenformen,  wie  sie  Amerika  in  den  zebra-artigen  Pseudo- 
sphinx  und  in  den  klobigen  Philampelus  anchemolus-  und  Paclu/lia- Raupen  besitzt,  unter  deren  Last  sich 
grosse  Buschzweige  zur  Erde  senken.  Die  grössten  indo  -  australischen  Sphingiden  haben  einfach  grüne 
Smerinthus- Raupen;  es  sind  die  auch  auf  das  paläarktische  Gebiet  übergreifende  Langia  zenzeroides,  die  bis 
zu  17  cm  spannt  und  deren  Raupe  man  für  eine  ungeheure  Amorpha  populi- Raupe  halten  könnte,  deren 
Seitenstreifen  verloschen  sind,  sowie  die  noch  grösseren  Coequosa  und  Metamimas,  die  zur  alten,  nach  Süden 
gedrängten  Australfauna  gehören.  Ihre  Raupen  sind  zwar  von  Farbe  grün  mit  den  bekannten  schrägen 
Seitenstrichen,  aber  an  Form  vielleicht  die  sonderbarsten  aller  bekannten  Sphingidenraupen.  Während  das 
Schwanzhorn  fehlt,  ist  der  Kopf  in  eine  lange,  etwas  gekrümmte  Spitze  ausgezogen,  so  dass  er  eine  richtige 
Fortsetzung  des  nach  vorn  auffallend  verjüngten  Raupenkörpers  bildet.  Denkt  man  sich  die  Raupe  in  ihrer 
Ruhestellung,  nämlich  sehr  stark  vorn  aufgebäumt,  so  bildet  das  Tier  ein  einziges  grosses  grünes  Horn.  — 
Sonst  sind  die  indo-australischen  Sphingidenraupen  oft  Schlangenköpfen  nachgebildet ,  deren  zwei  seitliche 
Augenflecke  durch  den  hier  vielfach  lebhaft  schimmernden  Emailleglanz  nicht  nur  das  Schlangenauge, 
sondern  auch  den  Schlangen  blick  imitieren;  eine  Erscheinung,  für  die  ich  in  den  paläarktischen  Ländern 
keine  Parallele  fand. 

Die  Notodontiden  lassen  sich  infolge  ihrer,  schon  bei  der  Einleitung  in  den  amerikanischen  Teil 
erwähnten  Heterogenität  kaum  gemeinsam  besprechen.  Als  auffallend  kann  hervorgehoben  werden,  dass 
sich  manche  gerade  besonders  sonderbare  Formen,  wie  Cerura,  bis  ins  fernste  Australien  finden.  Manche 
Gruppen,  von  denen  die  paläarktische  Fauna  nur  kleine,  unscheinbare  Formen  kennt,  erreichen  in  der  indo- 
australischen  Fauna  eine  Achtung  gebietende  Mächtigkeit. 

Die  Noctuen  des  indo-australischen  Gebietes  verhalten  sich  zu  denen  der  paläarktischen  Länder, 
wie  die  von  Südamerika  zu  den  nordamerikanischen  Formen.  An  Stelle  der  Catocala,  treten  die  Opliideres, 
an  Stelle  der  Mania  und  Spintherops  die  fledermausartigen  Patida  und  Nyctipao.  Sonderbare  Veränderungen 
der  männlichen  Hinterflügel  zeigen  sich  mehrfach  bei  indo-australischen  Rieseneulen  und  stehen  vielleicht  im 
Zusammenhang  mit  den  eigentümlich  rasselnden  oder  knackenden  Tönen,  welche  die  Männchen  beim  Fliegen 
hören  lassen  und  die  mich  lebhaft  an  das  Klappern  der  neotropischen  Ageronia  erinnerten.  Im  ganzen 


EINLEITUNG.  Von  Dr.  A.  Sktt/. 


/ 


genommen  bilden  die  Eulen  in  'dem  indo-australischen  Gebiet  nicht  jenen  überwiegenden  ßesiandteil  der 
dortigen  Lepidopterenfauna,  wie  dies  im  paläarktischen  Gebiete  der  b'all  war. 

Die  indo-australischen  Geometriden  endlich  halten  sich  auch  im  indo-australischen  Gebiet  in  gleich- 
massigen  Grenzen  wie  im  paläarktischen  und  amerikanischen  Gebiet.  Elphos-  und  Erebotnorpha- Arten  sind, 
wie  im  paläarktischen  Gebiet,  so  auch  dort  die  grössten  Spannerformen.  Ihre  Schlankheit  steht  in  merk¬ 
würdigem  Gegensatz  zu  den  schweren,  dickbauchigen  Oenochroma,  die  zu  den  echt  australischen  Merkwürdig¬ 
keiten  gehören.  Irrigerweise  glaubte  man  eine  Zeitlang  in  den  Nyctalemon  eine  gigantische  Spannerform 
gefunden  zu  haben,  deren  Raupe  aber  1 6 füssig  ist  und  die  an  der  Seite  der  Urania  wohl  an  der  richtigen 
Stelle  stehen. 

Weitere  Einzelheiten  über  die  ungeheure  Zahl  von  Gattungen  und  Arten  des  indo  -  australischen 
Gebietes  zu  geben,  kann  nicht  der  Zweck  dieser  einleitenden  Worte  sein.  Aber  auch  vom  speziellen  Teil 
müssen  wir  sagen,  dass  er  nur  ein  armseliges  Bruchstück  ist;  nur  eine  Vorarbeit,  dienlich  dazu,  für  die 
Schar  alljährlich  neu  zu  entdeckender  Arten  die  Stelle  anzuweisen,  wo  sie  einzureihen  sind.  Sind  doch 
gerade  die  artenreichsten  Distrikte  unseres  Gebiets  —  Nordost-Indien  und,  die  malayischen  Länder  in  ihrem 
Innern  noch  kaum  geographisch  erforscht ;  und  wenn  wir  am  Eingang  dieses  Kapitels  davor  warnten ,  sich 
in  jeder  beliebigen  Gegend  Ost-Indiens  eine  Fundgrube  für  tägliche  Neuentdeckungen  auf  lepidopterologischem 
Gebiet  vorzustellen,  so  finden  sich  doch  Inseln  und  Gebirgsländer  genug,  die  in  dieser  Hinsicht  die  kühnsten 
Hoffnungen  übertreffen.  Das  südlichste  China,  die  zahlreichen  Gebirgszüge,  in  die  der  östliche  Himalaya 
sich  auflöst,  das  Innere  der  grösseren,  noch  wenig  bebauten  Inseln,  wie  Geram,  Borneo  und  Neu-Guinea 
dürften  noch  vieles  bieten,  was  der  Auffindung  harrt;  sind  doch  die  prächtigsten  Riesenfalter  dieses  Gebietes, 
darunter  die  gewaltige  Ornithoptera  Papilio  alexandrae,  erst  Entdeckungen  der  allerneuesten  Zeit. 


TAGFALTER 


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IX 


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Ausgegeben  18.  V.  08. 


1.  Familie:  Papilionidae,  Segelfalter. 

Rüssel  stets  gut  entwickelt.  Taster  klein  und  dicht  am  Kopfe  liegend,  selten  gross  und  vorstehend 
(Teinopalpus).  Drei  Typen  von  Fhlrn  treten  auf:  die  feinen  Sinneshärchen  sind  unten  und  seitlich  fast 
gleichmässig  über  den  proximalen  Teil  jedes  Segments  verteilt ,  oder  es  befindet  sich  an  jeder  Seite  eine 
Grube,  die  mit  Sinneshärchen  besetzt  ist  (an  Nymphaliden  erinnernd),  oder  es  ist  nur  eine  Reihe  solcher 
Gruben  vorhanden  (an  Pieriden  erinnernd) ;  die  Oberseite  entweder  beschuppt  oder  nackt.  Mesothorax  sehr 
kräftig,  die  Sternalplatte  vollständig  mit  dem  Episternum  verwachsen,  die  Naht  wie  hei  den  Pieriden  äusser- 
licli  ganz  fehlend,  worin  sich  diese  beiden  Familien  von  allen  andern  Lepidopteren  unterscheiden.  Vorder¬ 
hein  vollkommen  entwickelt;  die  Vordertibie  mit  Sporn  an  der  Unterseite.  Klauen  einfach,  ganz  selten  wie 
bei  den  Pieriden  gespalten  (bei  einer  Leptocircus- Art);  die  Afterklaue  und  der  Pulvillus  fehlen.  Die  Zelle  in 
beiden  Flügeln  geschlossen;  im  Vflgl  die  2.  Zellschlussader  die  längste  (zwischen  der  1.  und  2.  Radiale),  die 
2.  Radiale  von  der  untern  Zellecke  ahzweigend,  weil  die  3.  Querader  in  oder  fast  in  der  Verlängerung  der 
Mediane  liegt  und  daher  4  Adern  von  der  Hinterseite  der  Zelle  abzweigen  (was  die  älteren  Autoren  ver¬ 
leitete,  von  4  Medianästen  zu  sprechen;  es  haben  jedoch  alle  Lepidopteren  nur  2  Medianäste),  die  obere 
Irdsader  (=  1.  Submediane)  fehlend,  doch  oft  ihr  proximaler  Teil  als  eine  kurze,  nahe  der  Basis  von  der 
Mediane  ahzweigende,  meist  an  der  Spitze  auswärts  gebogene,  kurze  Querader  vorhanden,  die  3.  Irdsader 
frei  in  den  Hrd  mündend;  Htlgl  mit  Präcostal-  und  einer  Irdsader.  —  Ei  rund  oder  abgeflacht ,  ohne  stark 
hervortretende  Skulptur.  —  Rp  vor  der  1.  Häutung  mit  Reihen  borstentragender  Warzen,  die  in  den  spätem 
Stadien  verschwinden  oder  durch  fleischige  Zapfen  oder  harte  Dornen  ersetzt  werden;  im  Nacken  eine  her- 
vorstülpbare ,  fleischige,  gelb  oder  rot  gefärbte  Gabel,  die  einen  Duft  absondert  und  zur  Verteidigung  aus¬ 
gestreckt  wird  (das  Osmaterium) ;  freilebend,  doch  machen  einige  Papilios  durch  Umbiegen  der  Blattränder 
eine  Art  Tunnel,  in  dem  sich  die  Rp  verbirgt;  viele  Formen  verkriechen  sich  am  Tage,  auch  leben  manche 
gesellig.  —  Pp  am  Hlbsende  und  durch  einen  den  Thorax  und  die  Flügelscheiden  umspannenden  Gürtel 
befestigt,  mit  dem  Kopfende  aufwärts  (ältere  Autoren,  neuerdings  auch  noch  Rippon,  stellen  die  Pp  irrtüm¬ 
lich  mit  dem  Kopfe  abwärts  gerichtet  dar;  der  Irrtum  kommt  daher,  dass  sich  z.  B.  die  schweren  Rpn  der 
grossen  Aristolochienfalter  an  herabhängenden  Blättern  mit  dem  Kopfe  der  Wurzel  des  Blattes  zugekehrt 
befestigen);  hei  andern  Formen  (z.  B.  Parnassius )  die  Pp  in  einem  losen  Gespinste  an  der  Erde  oder  unter 
der  Erdoberfläche;  drei  frei  bewegliche  Hlbsgelenke. 

Diese  kosmopolitische  Familie  findet  sich  hauptsächlich  in  den  Tropen  und  nur  wenige  Formen 
überschreiten  den  Polarkreis;  doch  besitzt  die  nördliche  gemässigte  Zone  in  Parnassius  einen  Typus,  der 
den  eigentlichen  Tropen  fehlt. 

1.  Gattung:  Papil  io  L.,  Schwalbenschwänze. 

Vtlgl  stets  mit  Mediansporn  (=  1.  Submediane);  wenigstens  eine  der  Zellschlussadern  längsgestellt; 
Htlgl  mit  Präcostalzelle.  Alle  Arten  mit  Gürtelpuppe.  —  Die  sogenannte  Gattung  Papilio  zerfällt  in  drei 
grosse  Abteilungen,  welche  in  den  Rpn,  Ppn  und  Faltern  scharf  voneinander  geschieden  sind.  Diese  natür¬ 
liche  Klassifikation  wurde  schon  1856  von  Horseield  entdeckt,  aber  von  späteren  Autoren  (Erich  Haase 
ausgenommen)  nicht  erkannt.  Wir  beginnen  mit  den  Aristolochienfaltern.  Diese  zählebigen,  scharfduftenden 
Formen  werden  vielfach  von  Arten  der  andern  beiden  Gruppen,  sowie  von  Formen  anderer  Familien,  nach- 
gealnnt,  und  es  sind  die  Modelle  und  Nachahmer  selbst  bis  in  die  neueste  Zeit  noch  vielfach  als  miteinander 
nahe  verwandt  angesehen  worden. 


A.  Aristolochienfalter. 

Fhlr  unbeschuppt,  ausser  dorsal  an  der  Wurzel,  unten  beiderseits  mit  einer  scharf  umschriebenen  Sinnes¬ 
grube  auf  jedem  Segment.  Die  äussere  ventrale  Dornenreihe  der  Tarsen  nicht  von  den  dorsalen  Dornen  durch  eine 
dornlose  Längs  Vertiefung  getrennt.  —  Rp  auf  Aristolochien,  selten  auf  verwandten  Pflanzen ;  dicht  mit  ganz  kurzen 
Härchen  bedeckt,  welche  der  Rp  ein  sammetartiges  Aussehen  geben,  nur  der  Kopf,  die  Prothoracalplatte  und  die 
Ptisse  glänzend;  jeder  Ring  mit  einem  Kranz  fleischiger  Warzen  oder  Zapfen,  die  Härchen,  aber  keine  kräftigen 
Dornen  tragen;  die  Warzen  des  Prothorax  zuweilen  verlängert  (bei  einer  Anzahl  amerikanischer  Formen).  —  Pp 
dorsal  vor  der  Mitte  stark  eingebogen  und  hinten  gewölbt;  die  Flügelscheiden  weit  abstehend;  der  Kopf  abgestutzt 
mit  deutlichen  Höckern;  auf  dem  Hlb  dorsal  jederseits  eine  Reihe  Höcker  oder  Lappen.  —  Tropenfalter;  eine  Art 
nordwärts  bis  Japan  verbreitet;  in  Nord- Amerika  2  Arten;  nicht  in  Europa,  Zentral- Asien  und  Afrika  vertreten, 
dagegen  eine  sehr  eigentümliche  Art  in  Madagascar.  Die  von  einigen  Autoren  wohl  wegen  der  Grösse  hierher¬ 
gestellten  afrikanischen  Papilio  zalmocis  und  antimachus  gehören  zu  der  2.  Abteilung,  den  Rinnenfaltern. 


12 


PAPILIONIDAE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


In  älteren  Werken  und  in  den  meisten  Sammlungen  findet  man  eine  Anzahl  von  Aristolochienf altern  ab¬ 
gezweigt  unter  dem  Namen  Ornithoptera.  Der  Ausdruck  bezieht  sich  auf  die  Falter  der  priumus -,  brookiana-  und 
po)»petc\-Gruppe ,  ist  aber  wissenschaftlich  unhaltbar,  weil  morphologisch  nicht  begründet.  Abgesehen  davon,  dass 
er  dem  älteren  Namen  Troid.es  weichen  müsste,  sind  alle  Ornithoptera  echte  Papilio,  wie  schon  die  Raupe  beweist, 
die  sich  von  andern  Aristolochienfalterraupen  durch  nichts  als  vielleicht  etwas  beträchtlichere  Grösse  unterscheidet. 
Ausser  der  Grösse  hat  man  nur  noch  rein  äusserliche  Form-  und  Färbungseigentümlichkeiten  zur  Charakterisierung 
dieser  Gruppe  herangezogen ,  die  z.  T.  durch  neuere  Funde  durchbrochen  sind.  Wir  verzeichnen  daher  hier  den 
Namen  Ornithoptera  nur  seiner  Einführung  in  älteren  Werken  und  Sammlungen  wegen.  Mit  einziger  Ausnahme  des 
P.  aeacus,  der  im  Bd.  I  (Taf.  1)  behandelt  ist,  sind  sämtliche  hierhergehörige  Falter  auf  das  indo-australische 
Gebiet  beschränkt. 

Die  Aristolochienfalter  der  orientalischen  Region  sind  durchweg  Tiere  der  Hoch-  und  Buschwälder,  die  sich 
hauptsächlich  in  den  Waldlichtungen  und  an  den  Waldrändern  tummeln  und  vielfach  an  blühenden  Bäumen  und 
Sträuchern  angetroffen  werden.  Sie  schweben  gewöhnlich  langsam,  jedoch  oft  hoch  über  dem  Boden,  durch  die 
Luft;  die  grösseren  Arten  sind  aber  kräftige  und  geschickte  Flieger.  Zu  dieser  Abteilung  gehören  die  schönsten 
aller  Falter;  besonders  ist  Neu-Guinea  reich  an  grossen  Formen  mit  glänzend  grünen  und  goldenen  cd  cd."  Das  2 
von  P.  alexandrae  ist  mit  135  mm  Vflgllänge  der  grösste  bekannte  Tagfalter,  wenn  nicht  der  grösste  aller  Falter. 

P=  victoriae  ist  auf  die  Salomons-Inseln  beschränkt,  wo  der  prächtige  Falter  auf  allen  den  grösseren 
Inseln  vorzukommen  scheint.  Die  3.  Subeostale  des  Vflgls  entspringt  von  der  obern  Zgllecke  oder  distal 
derselben,  seltener  etwas  vor  der  Zellecke.  Kopf  und  Thorax  ganz  schwarz;  Hlb  graugelb,  Stigmenflecke 
und  beim  cd  eine  Reihe  subdorsaler  Punkte,  sowie  die  Wurzel  schwarz.  Vflgl  des  cd  schmal,  mit  Duftfleck; 
Zelle  sehr  breit:  ein  grosses  Wurzelfeld  sowie  ein  Subapicalfeld  goldig  grün;  Htlgl  grün,  distal  mehr  oder 
weniger  goldig,  der  Rand  ringsum  und  oft  auch  ein  Teil  der  Scheibe  schwarz.  ?  in  der  Grösse  und  Zeich¬ 
nung  variabel;  schwarzbraun  mit  gelblichweissen  oder  weissen  Flecken;  Vflgl  mit  grossem  Wurz  eltleck  in 
der  Zelle  und  einem  zweiten  Fleck  in  der  Mitte  derselben,  diese  Flecke  oft  zusammengeflossen;  zwischen 
Zelle  und  Aussenrd  2  Reihen  Flecke:  Htlgl  mit  grossem  Gostalfelde  und  2  Reihen  Flecke  zwischen  Zelle 
und  Aussenrd.  Rp  schwarz,  die  Tuberkel  alle  rot.  Pp  oberseits  zwischen  den  nur  massig  vorspringenden 
Flügelscheiden  gelb.  Der  Falter  ist  auf  einigen  Inseln  nicht  selten;  die  cd  cd  werden  aber  nur  in  geringer 
Zahl  gefangen,  weil  sie  schnell  und  hoch  fliegen  und  sich  meist  in  den  Baumkronen  aufhalten.  Bis  jetzt 
regis.  ist  der  Falter  noch  nicht  von  San  Christoval  bekannt.  —  regis  Bothsch.  ist  die  nördlichste  Form,  von  Ribbe 
auf  Bougainville  entdeckt,  wo  später  auch  A.  S.  Meek  eine  gute  Serie  erbeutete.  Das  goldiggrüne  Sub¬ 
apicalfeld  des  cd  lang,  besonders  der  erste  Fleck  länger  als  bei  den  andern  Subspecies ;  gewöhnlich  besteht 
das  Feld  aus  nur  2  Flecken,  doch  häufig  ist  auch  ein  dritter  ausgebildet  und  zuweilen  ein  vierter  angedeutet. 
Die  Flecke  des  ?  sind  wie  bei  den  andern  Subspecies  sehr  variabel,  doch  sind  die  Submarginalflecke  bei 
isabellae.  regis  sehr  klein.  —  isabellae  Bothsch.  findet  sich  auf  Ysabel  und  wahrscheinlich  auch  auf  Choiseul.  Ver¬ 
bindet  regis  mit  victoriae.  Das  goldiggrüne  Subapicalfeld  des  Vflgls  des  cd  ist  länger  und  schmäler  als  bei 
victoriae,  und  kürzer  und  breiter  als  bei  regis.  ?  ähnlich  wie  bei  regis,  aber  die  Submarginalflecke  grösser. 
victoriae.  —  victoriae  Gray  (6  a)  kennen  wir  von  den  Inseln  Guadalcanar,  Tulagi  und  Florida.  Das  Subapicalfeld  des 
Vflgls  des  cf  besteht  aus  3  Flecken  und  ist  ungefähr  so  lang  als  breit ;  zuweilen  ist  der  3.  Fleck  sehr  klein, 
während  in  dem  einzigen  mir  bekannten  cf  von  Tulagi  ein  kleiner  4.  Fleck  vorhanden  ist;  viele  Exemplare 
tragen  auf  dem  Htlgl  schwarze  Flecke  zwischen  der  Zelle  und  den  gelben  Submarginalflecken.  Beim  ?  ist 
reginae.  der  5.  Submarginalfleck  des  Vflgls  sehr  klein,  zuweilen  fehlt  er  ganz.  —  reginae  Sah.  bewohnt  Maleita. 
Das  Subapicalfeld  des  Vflgls  des  cf  besteht  aus  4  Flecken,  von  denen  der  letzte  klein  ist:  der  3.  Fleck  ist 
grösser  als  bei  den  andern  Subspecies;  der  Htlgl  ist  zwischen  der  Zelle  und  den  Submarginallleeken  sannnet- 
schwarz  wie  das  Hrdsfeld.  Beim  ?  sind  die  Discal-  und  Submarginalflecke  beider  Flügel  gross,  und  die 
proximalen  Flecke  des  Vflgls  sowie  die  Discalflecke  des  Htlgls  mehr  oder  weniger  stark  gelb.  — 
nibiamis.  rubianus  Bothsch.  (6  b),  von  Rubiana  und  Kulambangra,  zeichnet  sich  beim  cö  durch  die  starke  Reduzierung 
des  Subapicalfeld.es  des  Vflgls  und  das  Fehlen  der  Submarginalflecke  des  Hflgls  aus.  Beim  $  steht  der 
zwischen  der  2.  Mediane  und  der  Submediane  liegende  Fleck  des  Vflgls  quer  und  ist  gewöhnlich  mit  einem 
vor  der  Submediane  liegenden  Längsfleck  verbunden;  der  hintere  Basalfleck  ist  wurzelwärts  bis  an  den 
Hrd  des  Flügels  ausgedehnt;  die  Discal-  und  Submarginalflecke  beider  Flügel  sind  meist  sehr  gross;  zuweilen 
nehmen  die  weissen  Makeln  den  grösseren  Teil  des  Flügels  ein. 

alexandrae.  P.  alexandrae  Bothsch.  (5  a,  b).  Eine  wundervolle,  erst  neuerdings  von  A.  S.  Meek  entdeckte  Art  Neu- 

Guineas,  deren  ?  der  grösste  aller  bekannten  Tagfalter  ist.  Körper  schwarz;  Kopf  klein;  Brust  rot;  Hlb 
sehr  lang,  besonders  beim  cd,  bei  letzterem  gelb,  beim  ¥  graugelb,  die  Wurzel  schwarz.  Geäder  ähnlich 
wie  bei  victoriae,  aber  die  3.  Subcostale  des  Vflgls  proximal  der  Zellspitze  abzweigend.  Flügel  des  cf 
sammetschwarz,  auf  dem  Vflgl  ein  breiter  Costalstreif  und  ein  noch  breiterer,  den  schwarzen  Duftfleck  ein- 
schliessender  Hrdsstreif,  auf  dem  Hflgl  ein  breites  Submarginalband,  das  am  Vrd  und  Hrd  bis  zur  Wurzel 
fortgesetzt  ist,  und  ein  breiter  Zellstreif  grünblau,  in  gezogenen  Stücken  mehr  grün  als  blau;  beide  Flügel 
lang,  Hinterecke  des  Vflgls  vollständig  abgerundet,  Hflgl  lang-eiförmig.  Die  Unterseite  blaugrün,  der  Vflgl 
gelblich,  die  Adern,  der  grösste  Teil  der  Vflglzelle  und  die  Ränder,  sowie  auf  dem  Vflgl  auch  einige  Streifen 
zwischen  den  Adern  schwarz.  Das  ?  braunschwarz;  Vflgl  bis  135  mm  lang,  mit  2  Reihen  grauweisser 
Flecke  in  der  äusseren  Hälfte  und  2  Flecken  in  der  Zelle;  Hflgl  lang-eiförmig,  mit  grossen  gelbgrauen, 
gebräunten  Keilflecken;  unten  die  Flecke  gelblich.  Die  erwachsene  Rp  misst  nach  S.  Meek  in  der  Ruhe 


PAPIL10.  Von  Dr.  K.  Jokdan. 


13 

über  12  cm,  sie  ist  sammetschwarz  mit  graden,  rubinroten  Stacheln  und  trägt  in  der  Mitte  des  Körpers  ein 
breites,  sahnefarbenes  Querband. —  im  nordöstlichen  Teil  Neu-Guineas,  in  niederen  Lagen.  Line  Anzahl 
Exemplare  beider  Geschlechter  wurden  erbeutet.  Der  Falter  fliegt  hoch  in  der  Luft  und  ist  nicht  leicht  zu 
fangen.  Die  Art  wurde  ursprünglich  nach  einem  vom  Sammler  mit  Schrot  geschossenen  2  beschrieben. 

P.  priamus.  Stiel  der  Subcostalgabel  des  Vtlgls  kurz,  3.  Subcostale  mehrere  Millimeter  proximal 
von  der  oberen  Zellecke  abzweigend.  cf  vor  dem  Hinterwinkel  des  Vtlgls  mit  langer  Brandmakel,  die  aus 
kleinen  Duft-  und  grösseren  gezähnten  Deckschuppen  besteht;  ein  breiter  Costalstreif,  ein  schmälerer,  zu¬ 
weilen  fehlender,  am  Hinter-  und  Aussenrd  entlang  laufender  Streif,  sowie  der  Htlgl  grün,  blau  oder  orange; 

Hflgl  meist  mit  schwarzen  Discal-  und  oft  mit  goldgelben  Submarginalflecken;  unten  der  Vilgl  gefleckt; 

Hlb  gelb,  seitlich  schwarz  gefleckt.  Flügel  des  2  bräunlich  schwarz,  mit  sehr  variabelen,  grauweissen,  zu¬ 
weilen  gelblichen  Flecken ;  als  ursprüngliche  Zeichnung  haben  wir  auf  dem  Vflgl  einen  Zelltleck  und  auf 
beiden  Flügeln  zwei  Reihen  Flecke  zwischen  Zelle  und  Aussenrd,  die  oberen  dieser  Flecke  des  Vtlgls  und 
meist  alle  Flecke  des  Hflgls  paarweise  zu  langen  Makeln  zusammengeflossen,  zuweilen  der  Vflgl  ohne  Flecke. 

Rp  schwarz,  mit  einem  oder  zwei  weissen  Schrägstreifen,  die  Dornen  rot  mit  schwarzen  Spitzen  oder 
schwarz  mit  gelben  Ringen.  Pp  graugell),  goldgelb  oder  grün.  Die  früheren  Stände  während  der  Regen¬ 
zeit  am  häufigsten,  besonders  zahlreich  in  der  Nähe  des  Strandes  zu  finden.  Der  Falter  hält  sich  meist  in 
den  Baumkronen  auf,  die  er  in  schwebendem  Fluge  umkreist;  wenn  das  2  auf  der  Suche  nach  der  niedrig 
wachsenden  Futterpflanze  der  Rp  ist,  folgt  ihm  häufig  das  cf,  auch  besuchen  beide  Geschlechter  blühende 
Bäume  und  Sträucher.  Der  Falter  ist  rein  papuanisch;  er  bewohnt  in  einer  Anzahl  geographischer  Formen 
die  Molukken,  die  Key-  und  Aru-Inseln,  Neu-Guinea  mit  den  Nebeninseln,  die  Bismarck-  und  Salomons- 
Inseln  und  Australien  südwärts  bis  ins  nördliche  Neu -Süd -Wales.  —  lydius  Fldr.  (3c).  cf:  Zeichnungen  lydius. 
der  Oberseite  des  Vtlgls  und  der  Hflgl  orange,  bei  schräg  reflektiertem  Licht  grün,  die  der  L'nterseite  grün, 
der  Zellfleck  des  Vflgls  gross;  die  Zelle  des  Hflgls  auf  der  Unterseite  nur  hinten  deutlich  schwarz  gerundet. 

?  zum  grössten  Teil  grauweiss,  der  Zellfleck  nimmt  auf  beiden  Flügeln  fast  die  ganze  Zelle  ein.  Halmahera 
und  Ternate  (fide  Wallace).  —  croesus  Wall.  (3b,  c).  cf  wie  bei  voriger  Subspecies,  aber  auf  der  Unter-  croesns. 
seite  der  grüne  Zellfleck  des  Vflgls  und  das  vor  der  Zelle  des  Htlgls  stehende  goldgelbe  Feld  kleiner  und 
die  Htlglzelle  ganz  schwarz  umrandet;  frisch  ausgeschlupfte  Stücke  sind  wie  bei  lydius  grün;  die  Harpe 
der  Haftklappen  bei  lydius  und  croesus  viel  kürzer  als  bei  den  andern  Formen  von  priamus,  dorsal  an  der 
Basis  bei  croesus  mit  spitzem  Zahn,  der  bei  lydius  nur  angedeutet  ist.  2  mit  stark  reduzierten  grauweissen 
Vflglflecken,  der  Zellfleck  fehlt  oft;  die  Keilmakeln  des  Hflgls  sind  durch  ziemlich  breite  braunschwarze 
Aderstreifen  voneinander  getrennt  und  sind  auf  der  Unterseite  mehr  oder  weniger  gelb,  doch  meist  nicht 
so  rein  gelb  wie  die  Submarginalflecke,  die  auch  meist  auf  der  Oberseite  einen  gelben  Ton  haben.  Rp  auf 
einer  in  Sagopalmen-Sümpfen  wachsenden  Aristolochia;  sie  trägt  an  jeder  Seite  zwei  weisse  Schrägstreifen. 
Wahrscheinlich  lebt  die  Rp  von  lydius  gleichfalls  an  solch  unzugänglichen  Stellen,  was  erklären  würde, 
warum  der  Falter  verhältnismässig  selten  gefangen  wird.  Es  findet  sich  croesus  nur  auf  Batjan;  Rippon 
gibt  irrtümlich  in  Wytsman’s  Gen.  Ins.  auch  Amboina  als  Fundort  an.  Ein  cf,  dessen  Costalband  einen 
feurig-karminroten  Farbenton  hat  und  bei  dem  die  Gostal-  und  Discalflecke  der  Vflglunterseite  kupfrig  sind, 
hat  Fruhstokfeb,  als  ab.  lydioides  bezeichnet.  Das  Stück  ist  wahrscheinlich  längere  Zeit  den  Witterungs-  lydioides. 
einflüssen  ausgesetzt  gewesen;  auch  alte  Sammlungsstücke  sind  feuriger  als  frische.  Unter  ähnlichen  Ver¬ 
hältnissen  nehmen  die  grünen  Formen  des  priamus  leicht  einen  bläulichen  Ton  an.  —  aesacus  Ney  (=  obiana  aesacus. 
Hebel )  bewohnt  Obi  (=  Ombira).  Beim  cf  ein  breiter  Costalstreif  des  Vflgls  und  ein  schmaler  am  Hinter¬ 
und  Aussenrd  entlang  ziehender  Streif  wie  der  Hflgl  grünblau ;  letzterer  oben  mit  goldenen ,  unten  mit 
goldenen  und  schwarzen  Flecken  vor  dem  Saume,  die  Zelle  nicht  schwarz  umrandet.  Grundfarbe  des  2 
tiefer  schwarz  als  bei  den  meisten  priamus- Formen,  auch  die  Oberseite  des  Hlbs  ziemlich  stark  schwarz 
überzogen;  Zelltleck  des  Vtlgls  gross,  distal  tief  ausgeschnitten;  das  Discalfeld  des  Hflgls  bis  nahe  an  die 
Zelle  reichend,  die  in  demselben  stehenden  schwarzen  Flecke  meist  klein,  die  Adern  nur  sehr  schmal 
schwarz.  Das  Vorkommen  dieser  beim  cf  blaugrünen  Form  auf  Obi,  der  blauen  caelestis  auf  den  Luisiaden 
und  der  grünblauen  miokensis  auf  Mioko  zeigt  zur  Genüge,  dass  nicht  die  grünen  Formen  einer  und 
die  blauen  einer  zweiten  Art  angehören ,  sondern  dass  sie  alle  geographische  Entwicklungen  einer  einzigen 
Art  sind.  —  priamus  L.  (2  =  panthous  L.)  von  Amboina,  Saparoea  und  Ceram;  (von  Buru  und  den  Banda-  priamus. 
Inseln  ist  noch  keine  priamus- Form  bekannt  geworden).  Eine  grosse  Form,  cf:  die  beiden  Streifen  des 
Vflgls  und  der  Hflgl  grün;  Mediane  des  Vflgls  ohne  grüne  Beschuppung;  Hflgl  oben  immer  mit  zwei  oder 
mehr  schwarzen  Submarginalflecken ,  unten  mit  vollständiger  Reihe  solcher  Flecke,  die  Zelle  vorne  und 
gewöhnlich  auch  distal,  seltener  auch  hinten  schwarz  gerundet ;  die  Zahl  und  Grösse  der  Goldflecke  variabel, 
doch  ist  der  subcostale  Goldfleck  stets  vorhanden.  2  ohne  weissen  Fleck  in  der  Zelle  des  Vtlgls,  die  discalen 
und  submarginalen  Flecke  beider  Flügel  reduziert;  letztere  auf  dem  Hflgl  mehr  oder  weniger  stark  schwarz- 
braun  schattiert,  der  Rand  des  Flügels  breit  schwarzbraun  und  die  schwarzbraunen  Discalflecke  gross;  die 
grauweissen  Keilllecke  erreichen  die  Zelle  weder  oben  noch  unten.  —  hecuba  Bob.  von  Koer.  Tiandoe  hecuba. 
und  Key.  cf :  ausser  den  Seiten  der  Mittelbrust  ist  auch  ein  Seitenfleck  auf  dem  Metasternum  rot ;  Vflgl 
oben  mit  grüner  Beschuppung  auf  der  Mediane,  oft  auch  auf  den  Radialen;  Hflgl  oben  stets  mit  schwarzen 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Discalflecken,  gewöhnlich  3;  unten  die  schwarze  Discallinie  des  Vflgls  breiter  als  die  grüne  Submarginal¬ 
linie,  die  Zelle  des  Htlgls  vorne  schwarz  gerandet,  die  schwarzen  Discalflecke  ausgerandet ,  die  hintern 
gewöhnlich  abgestutzt,  der  goldene  Subcostalfleck  fehlt  niemals  (?),  ist  aber  zuweilen  nur  angedeutet. 
$  bräunlich  schwarz,  die  weissen  Zeichnungen  sehr  sparsam  schwärzlich  bestäubt,  selten  so  dunkel  wie  bei 
Aru-Stücken;  Zellfleck  des  Vflgls  meist  gross,  so  lang  als  breit  oder  länger,  selten  breiter  als  lang;  die  drei 
ersten  Keilflecke  des  Htlgls  oben  und  unten  zugespitzt,  selten  die  Zellspitze  erreichend,  die  Zelle  nur  zu¬ 
weilen  mit  einem  weissen  Tüpfel  ;  Seiten  des  Prothorax  rot.  Ein  von  H.  Kühn  erbeutetes  ?  hat  auf  der 
Oberseite  des  Vflgls  nur  2  kleine  weisse  Flecke;  sie  stehen  zwischen  den  Subcostalen.  Rp  gewöhnlich  mit 
amiana.  einem  weissen  Schrägstreifen.  —  arruana  Fldr.  Nicht  konstant  von  Neu-Guinea-Exemplaren  verschieden, 
das  cf  besonders  ist  nicht  mit  Sicherheit  zu  erkennen.  Die  schwarze  Discalbinde  der  Unterseite  des  Vflgls 
des  cf  ist  breit  und  hängt  gewöhnlich  mit  dem  schwarzen  Hrd  des  Flügels  zusammen;  die  schwarzen 
Discalflecke  des  Htlgls  fehlen  oben  niemals  und  sind  unten  meist  recht  gross,  der  2.  Fleck  ist  gewöhnlich 
breiter  als  der  aussen  von  ihm  stehende  grüne  Fleck,  das  gelbe  Analfeld  trägt  meist  einen  schwarzen  Fleck, 
der  subcostale  Goldfleck  fehlt  den  meisten  Exemplaren.  Beim  ?  sind  die  weissen  Zeichnungen  der  Oberseite 
beider  Flügel  stark  schwärzlich  schattiert,  zuweilen  auch  unten  teilweise  schwärzlich  überflogen.  Bläu¬ 
liche  cf  cf,  welche  wahrscheinlich  unter  dem  Einflüsse  von  Feuchtigkeit  verfärbt  sind,  haben  den  Namen 
eumaeus.  eumaeus  Rippon  erhalten.  So  gefärbte  cfcf  haben  wir  auch  von  Neu-Guinea  und  sie  finden  sich  zweifels¬ 
ohne  überall  unter  den  grünen  Formen  von  priamus.  Ein  sehr  auffällig  gezeichnetes  kleines  cf,  cf- ab. 
chrysospila.  chrysospila  Rotliscli.,  ist  in  der  Sammlung  des  Tring  Museums:  Oberseite  des  Htlgls  ohne  schwarze  Flecke, 
dagegen  mit  4  braunen  Submarginalflecken,  von  denen  die  3  oberen  einen  grossen  goldenen  Kern  haben, 
ausserdem  ist  ein  grosser  goldener  Subcostalfleck  vorhanden.  Unten  sind  alle  diese  Flecke  grösser  als 
oben,  auch  der  4.  Sub marginalfleck  ist  gelb  gekernt;  auf  dem  Vflgl  kein  schwarzes  Discalband,  nur  in  der 
Subcostalgabel  ein  schwarzer  Fleck ;  auf  dem  Hflgl  nur  zwei  schwarze  Fleckchen  zwischen  Gostale  und 
1.  Radiale,  Zelle  nicht  schwarz  gerandet.  Das  Exemplar  macht  ganz  den  Eindruck  einer  besondern  Art; 
die  Genitalien  sind  wie  bei  arruana.  Die  Rp  und  Pp  wurden  von  Ribbe  nur  in  der  Nähe  der  Wasserläufe 
poseidon.  und  am  Strande,  aber  auf  trockenem  Boden  gefunden.  —  poseidon  DU.  (=  pegasus  Fldr.)  (2  a).  Auf 
Neu-Guinea  und  den  kleinern  an  seinen  Küsten  liegenden  Inseln  scheint  es  noch  nicht  zur  Bildung  von 
definierbaren  Subspecies  gekommen  zu  sein.  Kein  einziger  Charakter  ist  bei  den  Individuen  irgend  eines 
der  verschiedenen  faunistischen  Distrikte  auch  nur  einigermassen  konstant.  Zwar  ist  bei  den  cf  cf  aus 
Britisch  Neu-Guinea  das  grüne  Zellfeld  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  häufiger  zu  einem  gerundeten  Fleck 
reduziert  und  die  schwarzen  Zeichnungen  der  Unterseite  beider  Flügel  öfter  vergrössert  als  bei  den  cf  cf 
aus  den  nördlichen  und  westlichen  Teilen  der  Insel  und  unter  den  ??  aus  Britisch  Neu-Guinea  findet  man 
zwar  häufiger  Exemplare  mit  verkleinerten  weissen  Zeichnungen  und  unter  denen  von  Waigeu  hat  ein 
grösserer  Prozentsatz  einen  weissen  Fleck  in  der  Hflglzelle,  als  dies  der  Fall  in  andern  Distrikten  ist,  doch 
sind  diese  Unterschiede  so  sehr  schwankend,  dass  wir  die  Stücke  von  Misol,  Salawatti,  Waigeu,  Holländisch, 
Deutsch  und  Britisch  Neu-Guinea,  den  Inseln  in  der  Geelvink-Bai ,  den  d’Entrecasteaux-Inseln ,  Trobiand 
und  den  kleinen  Inseln  in  der  Torres-Strasse  alle  als  zu  einer  sehr  variabeln  Subspecies  gehörig  betrachten. 
Nach  Rippon  (in  Wytsman’s  Gen.  Ins.)  findet  sich  poseidon  auch  auf  den  Tenimber-Inseln ;  die  Angabe,  wie 
so  viele  in  Rippon’s  Arbeit,  beruht  auf  Irrtum;  auf  den  Tenimber-Inseln  kommt  keine  priamus- Form  vor. 
Die  grüne  Medianlinie  scheint  im  Vflgl  des  cf  nie  vollständig  zu  fehlen ,  doch  ist  sie  bei  einem  unserer 
Exemplare  nur  durch  3  grüne  Schuppen  repräsentiert;  zum  Unterschiede  von  den  Am-  und  Key- cf  cf  ist 
das  schwarze  Discalband  der  Vflglunterseite  meistens  schmal,  zuweilen  jedoch  ist  es  breiter  als  das  grüne 
Submarginalband,  in  diesem  Falle  aber  ist  der  vorletzte  Fleck  dieses  Bandes  gewöhnlich  gerundet;  die 
Discalflecke  des  Htlgls  sind  auch  meist  gerundet,  die  Zelle  ist  vorne  gewöhnlich  nicht  deutlich  schwarz  ge- 
cronius.  randet  und  die  meisten  Stücke  haben  keinen  schwarzen  Fleck  im  gelben  Analfelde.  Bei  cf'- ab.  cronius 
triton.  Fldr.  fehlen  die  schwarzen  Discalflecke  auf  der  Oberseite  des  Htlgls  und  bei  cf- ab.  triton  Fldr.  trägt  der 
Hflgl  einige  Goldflecke.  Beim  ?  haben  manche  Stücke  reichlich  so  viel  Weiss  als  die  Key-??;  in  vielen 
Exemplaren  sind  die  weissen  Flecke  schwärzlich  schattiert;  bei  einem  unserer  Stücke  aus  den  Bergen 
Britisch  Neu-Guineas  mit  offenbar  nicht  ausgefärbten  Flügeln  sind  die  Zeichnungen  oben  und  unten  gelb, 
kirsdii.  teilweise  mit  eingesprengtem  Weiss ;  dies  Stück  ist  noch  gelber  als  ?-ab.  kirschi  Oberth.,  bei  der  aber  der  Zell- 
fleck  metallisch  grün  gerandet  ist.  Nicht  selten  fehlt  auf  dem  Vflgl  ein  Zellfleck  und  es  ist  nur  eine  Reihe 
boreas.  Makeln  zwischen  Zelle  und  Aussenrd  Vorhanden :  ?-ab.  boreas  Frühst.  Als  Gegensatz  hierzu  gibt  es  Stücke, 
bei  denen  der  Zellfleck  und  der  zwischen  den  Medianästen  stehende  Discalfleck  entwickelt,  dagegen  die 
andern  Flecke  des  Vflgls  teils  verkleinert,  teils  verschwunden  sind.  Die  ??  mit  Fleck  in  der  Zelle  des  Htlgls, 
archidaeus.  wie  sie  sich  besonders  häufig  auf'  Waigeu  finden,  sind  ?-ab.  archideus  Gray.  Die  Stücke  mit  geringen 
brunneus.  Spuren  von  Flecken  auf  dem  Vflgl  oder  ohne  Flecke  sind  ?-ab.  brunneus  Rotliscli,  (3a);  diese  Form  ist  auf 
Trobiand,  den  d’Entrecasteaux-Inseln  und  in  Britisch  Neu-Guinea  besonders  häufig;  von  den  kleinen 
Engineer  -  Inseln ,  in  der  Verlängerung  der  Südost- Spitze  von  Neu-Guinea  gelegen,  haben  wir  5  ??,  von 
denen  4  zu  ab.  brunneus  gehören,  während  bei  dem  fünften  Stücke  die  weissen  Flecke  zwar  vorhanden, 
valentina.  aber  klein  und  stark  geschwärzt  sind.  Zwerghafte  Exemplare  beiderlei  Geschlechts  sind  ab.  valentina  Vuill, 
Keine  dieser  Formen  ist  an  eine  bestimmte  Lokalität  gebunden.  Der  Falter  ist  in  den  meisten  Gegenden 


PAPI L IO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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recht  häufig.  Tuberkel  der  Rp  rot  mit  schwarzen  Spitzen;  ein  weisses  Schrägband  auf  dem  7.  Ringe; 
Nackengabel  rot.  Ei  braun  (Kubary).  —  Ob  boisduvali  Montr.  (=  oceanus  Fldr.)  von  poseidon  verschieden  boisduvaii. 
ist,  können  wir  nicht  sagen,  da  wir  kein  Stück  gesehen  haben.  Die  Beschreibung  passt  auf  poseidon;  das 
Tier  scheint  dort  recht  selten  oder  sehr  lokal  zu  sein.  A.  S.  Meek,  der  zweimal  auf  Woodlark  gesammelt 
hat,  sah  nur  ein  einziges  Exemplar,  ein  2.  —  pronomus  Gray.  Das  cf  mit  grüner  Medianlinie  auf  dem  pronomus 
Vflgl;  der  Zellfleck  der  Unterseite  des  Vtlgls  erreicht  die  Wurzel  nicht  und  ist  bei  den  meisten  Exemplaren 
auf  die  distale  Hälfte  der  Zelle  beschränkt;  der  Hflgl  trägt  (immer?)  einen  subcostalen  Goldfleck,  auf  der 
Unterseite  ist  die  Zelle  vorne  und  oft  auch  an  der  Spitze  schwarz  gerandet  und  der  Distalrand  des  .Flügels 
ist  etwas  breiter  schwarz  als  bei  poseidon.  Beim  ?  sind  die  weissen  Zeichnungen  des  Vtlgls  gewöhnlich  nur 
schwach  schwärzlich  bestäubt,  der  Zellfleck  ist  wenigstens  von  Mittelgrösse  und  die  Submarginalflecke  sind 
immer  gross.  Kap  York.  Die  Exemplare  von  Thursday  Island  stimmen  zum  Teil  mit  pronomus,  zum  Teil 
mit  poseidon  überein.  —  euphorion  Gray  (=  cassandra  Scott)  (lb)  bewohnt  das  nördliche  Queensland,  mit  euphorion. 
Ausnahme  der  Nordspitze,  cf  ohne  grünen  Medianstreif  auf  dem  Vflgl.  das  grüne  Submarginalband  un¬ 
regelmässig  wellig,  die  grünen  Zeichnungen  der  Unterseite  stark  reduziert,  besonders  der  Zellfleck,  die  Zelle 
des  Hflgls  ringsum  oder  fast  ringsum  schwarz  gerandet,  die  schwarzen  Discalflecke  gross,  der  schwarze 
Rand  breit.  Beim  ?  die  weissen  Zeichnungen  verkleinert,  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  stark  schwarz 
schattiert;  der  Hlb  oben  grauschwarz,  Prothorax  seitlich  breit  rot.  Rp  braun,  ohne  weisses  Schrägband, 
die  Tuberkel  schwarz  mit  gelbem  Ringe,  die  dorsalen  Tuberkel  des  7.  Ringes  gelb  mit  schwarzer  Spitze. 

Pp  wie  bei  den  vorigen  Formen  oben  gelb,  unten  bräunlich  gelb.  Man  findet  die  cf  cf  häufig  paarweise, 
das  eine  cf  das  andere  verfolgend.  Beide  Geschlechter  besuchen  mit  Vorliebe  die  Blüten  wilder  Melonen 
auf  Waldblössen.  —  richmondia  Gray  (=  richmondii  Schneid.).  Eine  kleine  Form,  die  im  südlichen  ridunondia. 
Queensland  und  im  nördlichen  Neu -Süd -Wales  vorkommt,  cf  dem  euphorion- cf  ähnlich,  das  hintere 
grüne  Band  des  Vflgls  die  Flügelbasis  nicht  erreichend,  häufig  zu  einem,  zuweilen  sehr  kurzen,  Sub¬ 
marginalbande  reduziert.  Beim  ?  die  grüne  Mittellinie  des  Thorax  fehlend  oder  nur  angedeutet;  der 
Prothorax  weniger  ausgedehnt  rot  als  bei  euphorion;  die  Makeln  wie  bei  jener  Subspecies  reduziert,  aber 
die  Keilflecke  des  Hflgls  länger  und  der  2.  Submarginalfleck  desselben  hinter  der  Subeostale  basalwärts 
linienförmig  ausgezogen,  so  dass  ein  aussen  verdickter  Halbring  oder  eine  hammerförmige  Makel  entsteht. 

Rp  etwas  blasser  als  bei  pronomus,  mit  schwach  grünlichem  Ton,  die  Nackengabel  (Osmaterium)  grünlich 
gelb,  die  Tuberkel  ähnlich  wie  bei  voriger  Form;  auf  Aristolochia  praevenosa.  Die  eben  ausgeschlüpfte  Rp 
hat  schwarze  bedornte  Tuberkel,  nur  die  Dorsaltuberkel  des  7.  Ringes  sind  fast  ganz  gelb.  Pp  lebhaft 
grün.  Das  Ei  wird  an  der  Unterseite  eines  Blattes  abgelegt.  —  caelestis  Bothsch.  (3  a).  Gleichfalls  klein,  caelestis. 
cf  blau,  kleinen  Stücken  von  urvilleanus  ähnelnd,  der  Aussenrd  des  Hflgls  oben  und  unten  breiter  schwarz, 
besonders  vorne,  und  stärker  gezähnt:  auf  der  Unterseite  der  Zellfleck  des  Vflgls  lang,  der  Hflgl  vor  der 
Gostale  in  der  Basalhälfte  dicht  metallisch  beschuppt,  die  Zelle  nur  vorne  und  zwar  sehr  schmal  schwarz 
gerandet,  das  gelbe  Analfeld  fast  bis  an  die  Zelle  ausgedehnt,  der  darin  stehende  schwarze  Fleck,  wenn 
vorhanden,  kleiner  als  der  vorhergehende  Fleck.  $:  Grund  der  Flügel  dunkler  als  bei  urvilleanus,  daher  die 
beiden  vordem  schwarzen  Discaltlecke  der  Hflglunterseite  weniger  deutlich  abgesetzt;  die  Makeln  der 
Oberseite  schwärzlich  bestäubt,  der  Zellfleck  des  Vflgls  gross,  länger  als  breit,  basalwärts  ausgezogen,  distal 
ein-  oder  zweimal  eingeschnitten  oder  gebuchtet,  zwischen  der  3.  Radiale  und  der  Submedianfalte  3  ge¬ 
streckte  Disealmakeln ,  von  denen  die  mittlere  die  grösste  ist ,  die  Submarginal-  und  die  vordem  Discal- 
makeln  ähnlich  wie  bei  urvilleanus ;  das  braunschwarze  Saumband  des  Vflgls  breiter,  besonders  der  zwischen 
der  1.  und  2.  Radiale  stehende  Keilfleck  aussen  tiefer  gebuchtet.  Pp  oben  zwischen  den  Flügelscheiden 
gelb.  St.  Aignan,  Sudest  uiid  Rossel,  Luisiaden.  Das  Vorkommen  einer  blauen  Form  auf  diesen  in  der 
direkten  Verlängerung  von  der  Südost-Spitze  Neu-Guineas  liegenden  Inseln  ist  sehr  auffällig.  —  bornemanni  bornemanni. 
Pagenst.  cf  grün;  das  am  Hrd  des  Vflgls  entlang  laufende  Band  nur  schwach  ausgebildet;  der  Hflgl  in 
der  Basalhälfte,  besonders  in  der  Zelle,  mehr  oder  weniger  sparsam  grün  beschuppt,  die  schwarzen  Sub¬ 
marginalflecke  klein.  ?  ganz  ähnlich  den  poseidon -2?  mit  gut  entwickelten  weissen  Zeichnungen,  aber  blasser 
schwärzlich  braun,  daher  die  beiden  vorderen  schwarzen  Dicalflecke  der  Hflglunterseite  deutlicher;  die 
weissen  Zeichnungen  der  Oberseite,  besonders  auf  dem  Hflgl,  schwärzlich  bestäubt,  die  Keilflecke  des  letztem 
proximal  zugespitzt  und  die  Zelle  nicht  erreichend.  Neu-Pommern  (  —  New  Britain)  und  French-Inseln.  — 
miokensis  Ribbe  von  Mioko  ist  grünblau.  Wir  haben  nur  gezogene  Stücke  gesehen  und  bemerken,  dass  miokensis. 
gezogene  und  zu  früh  getötete  Exemplare  der  nächsten  Subspecies  auch  einen  grünlichen  Ton  haben.  - 
urvilleanus  Guer.  (2  b).  cf  blau,  Hflgl  ähnlich  wie  bei  bornemanni,  von  der  Basis  bis  zur  Mitte  oder  darüber  urvilleanus. 
hinaus  mehr  oder  weniger  schwarz,  Discalflecke  oben  und  unten  gross;  die  Zelle  bei  den  Exemplaren  von 
den  Salomons-Inseln  meist  stark  schwarz  gerandet,  was  bei  den  Stücken  von  Neu- Hannover  selten  der  Fall 
ist,  auch  ist  bei  Individuen  von  den  Salomonen  der  im  gelben  Analfelde  stehende  schwarze  Fleck  fast  immer 
grösser  als  der  vorhergehende;  Stücke  mit  einem  subcostalen  Goldfleck  sind  cf-ab.  flavomaculata  Ribbe.  flavo- 
?  blass  schwärzlich  braun,  die  weissen  Zeichnungen  meistens  klein  und  stark  schwärzlich  bestäubt;  die  Keil-  maculata. 
flecke  des  Hflgls  zugespitzt  und  die  sie  trennenden  Aderstreifen  meist  breit,  die  in  der  2.  Randzelle  stehende 
Makel  häufig  beilartig  wie  bei  richmondia.  Neu-Hannover,  Neu-Mecklenburg  (=  New  Ireland)  und  Salomons- 
Inseln.  Die  Rp  schwarz  oder  graubraun,  mit  roten  Warzen,  die  an  der  Spitze  schwarz  sind,  die  Warzen 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


16 


des  Prothorax  ohne  Roth,  ein  weisses  Schrägband  an  den  Seiten.  Pp  oben  gelb.  Der  weitverbreitete  Falter 
ist  keine  Seltenheit;  er  gehört  mit  zu  den  ersten  Faltern,  die  der  Reisende  am  bewaldeten  Strande  in  den 
Baumkronen  bemerkt. 

cliimaera.  P.  chimaera  Rothsclu  (4b).  Mit  dem  P.  tithonus  am  nächsten  verwandt.  Der  Ivopf  bei  beiden 

Geschlechtern  klein.  Vflgl  des  cP  ähnlich  dem  des  tithonus  gezeichnet;  die  Verteilung  der  Farben  des  Htlgls 
eine  andere,  wie  aus  den  Figuren  ersichtlich;  Hlb  gelb,  unten  ziemlich  rauhhaarig,  oben  seitlich  mit  schwarzen 
Flecken.  Das  ?  vor  allen  andern  Papilios  dadurch  ausgezeichnet,  dass  der  rauhbehaarte  Hlb  schwarz 
geringelt  ist;  die  weissen  Flecke  des  Vflgls  sind  in  Grösse  und  Zahl  sehr  variabel.  —  Diese  leicht  erkenn¬ 
bare  Art  wurde  von  A.  S.  Mjgek  am  Südabhange  des  Owen-Stanley-Gebirges  in  Britisch  Neu-Guinea  am 
Oberlauf  des  Aroa-Flusses  entdeckt.  Der  Falter  war  dort  sehr  selten;  dock  erbeutete  Meek  eine  ziemliche 
Anzahl  zum  Teil  mit  Hilfe  von  Eingeborenen.  Die  Mehrzahl  der  Exemplare  wurde  an  einem  einzigen 
blühenden  Baume  gefangen,  an  dem  sich  der  Falter  in  einzelnen  Stücken  einstellte.  Auch  fing  Meek  später 
einige  Exemplare  an  der  Nordostseite  des  Gebirges,  am  Oberlaufe  des  Mambare-Flusses. 

P.  tithonus.  Stiel  der  Subcostalgabel  des  Vflgls  kurz,  die  3.  Subcostale  proximal  der  Zellspitze 
abzweigend.  Hlb  des  f  mit  schwarzen  Seitenflecken,  Vflgl  ohne  Brandmal,  mit  3  goldgrünen  Längsstreifen, 
von  denen  der  1.  und  2.  nach  aussen  verbreitert  sind;  Hflgl  gestreckt,  die  Vorderhälfte  und  2  Flecke  am 
Analwinkel  seidig  golden,  aussen  und  hinten  goldiggrün,  der  Abdominalrand  breit  schwarz  und  der  Distal¬ 
rand  schmal  schwarz,  3  schwarze  Discalflecke;  Unterseite  des  Vflgls  grösstenteils  goldiggrün,  mit  grossem 
schwarzem  Felde  an  der  Zellspitze;  die  auf  der  Abdominalfalte  stehenden  Haare  sehr  lang.  ?  ähnlich  dem 
poseidon aber  der  Htlgl  am  Abdominalrande  länger,  der  Gostal-  und  Distalrand  zusammen  gleichmässig 
gerundet,  die  untere  Mediane  viel  mehr  distal  von  der  Zelle  abzweigend,  das  schwarze  Saumband  breit  und 
waigeuensis.  nicht  wellig,  die  schwarzen  Discalflecke  rund.  Frühere  Stände  nicht  bekannt.  2  Subspecies.  —  waigeuensis 
Rothscli.  c f:  der  in  der  Zelle  des  Vflgls  stehende  Teil  des  Mittelbandes  schmal;  Zelle  des  Hflgls  grössten- 

tithonus.  teils  golden.  ?:  Flecke  des  Vflgls  gross,  Zellfleck  des  Hflgls  kürzer  als  breit.  Waigeu.  —  tithonus  L)eh. 
f:  das  Mittelhand  des  Vflgls  breiter  in  der  Zelle  als  bei  voriger  Form;  der  2.  und  3.  schwarze  Discalfleck 
des  Hflgls  grösser;  weniger  als  die  Hälfte  des  Hflgls  golden.  ?:  Flecke  des  Vflgls  stark  reduziert,  dagegen 
das  weisse  Feld  des  Hflgls  vergrössert,  der  Zellfleck  des  Hflgls  länger  als  breit.  Onin-Halbinsel,  Holländisch 
Siidwest-Neu-Guinea.  Doherty  fand  einige  Exemplare  im  Hügellande  bei  Kapaur  im  Dezember  und  Januar. 


1 


P.  goliath.  Vflgl  breiter  als  bei  P.  priamus ,  die  Hinterecke  weniger  gerundet,  besonders  beim  cP; 
die  3.  Subcostale  nahe  dem  Zellende;  der  Stiel  der  4.  und  5.  Subcostale  länger  als  bei  priamus.  Vflgl  des  f 
ohne  »Brandfleck«,  sammetschwarz;  ein  breiter  Costalstreif,  sowie  ein  grosses  dreieckiges  Feld,  das  sich  vom 
Hrde  costalwärts  erstreckt ,  aber  nicht  in  die  Zelle  eintritt,  sind  grün ;  Htlgl  gerundet,  goldgelb ,  die  Adern 
und  3  schwarzgekernte  Submarginalflecke  grün,  das  Abdominalfeld  und  der  Aussenrd  schwarz.  Unten  ist 
der  Vflgl  goldgrün,  die  Adern  und  Ränder,  sowie  eine  Reihe  Discalflecke  schwarz;  Hflgl  goldgelb,  das 
Abdominalfeld  von  der  Zelle  bis  zum  Duftorgan  und  der  Aussenrd ,  mit  Ausnahme  des  äussersten  Saumes, 
sind  grün.  Das  ?  ähnelt  in  der  Zeichnung  gewissen  priamus -??;  das  Auge  ist  hinten  wie  beim  cP  auffällig 
weissgerandet ;  der  Vflgl  entweder  nur  mit  Spuren  von  Makeln,  oder  es  sind  eine  geteilte  Zellmakel,  eine 
Reihe  Submarginalflecke  sowie  mehrere  Discalflecke  vorhanden,  der  Hflgl  trägt  ein  breites  gelbweisses 
Discalfeld,  in  welchem  eine  Reihe  gerundeter  schwarzer  Discalflecke  stehen;  Hlb  oben  graugelb,  seitlich 
und  unten  reiner  gelb,  das  t.  Segment  sowie  die  Wurzel  der  andern  seitlich  und  unten  schwarz.  Das  in 
den  Sammlungen  immer  noch  seltene  Tier  ist  über  ganz  Neu-Guinea  verbreitet,  aber  augenscheinlich  lokal. 
Es  ist  verschiedentlich  gezogen  worden,  doch  scheint  noch  nichts  über  die  Rp  und  Pp  veröffentlicht  zu  sein.  - 
goliath.  goliath  Oherth.  (<j> a)  kam  zweifellos  von  Waigeu;  das  Exemplar,  wonach  die  Art  beschrieben  wurde,  fand  sich  in 
einer  Sammlung,  die  ohne  genaue  Fundortsangabe  gelassen  war.  Da  dieselbe  Sammlung  ein  ?  von  P.  tithonus 
enthielt,  das  der  Waigeu-Form  angehört,  nicht  der  Festlands-Form,  so  dürfen  wir  wohl  annehmen,  dass  die 
Sammlung  auf  Waigeu  gemacht  wurde.  Beim  $  von  goliath  trägt  die  Vflglzelle  einen  dreizackigen  Fleck 
und  das  Discalfeld  des  Hflgls  ist  oben  schwärzlich  überflogen.  Hierzu  stellen  wir  vorläufig  ein  cP,  das  ent¬ 
weder  von  Waigeu  oder  den  Küstendistrikten  der  Geelvink-Bai  stammt;  es  ist  kleiner  als  die  uns  bekannten 
cPcP  aus  Deutsch-  und  Britisch  Neu-Guinea;  der  hinter  der  2.  Mediane  des  Htlgls  liegende  goldgelbe  Fleck 
ist  grösser,  der  Costalrand  der  Unterseite  des  Vflgls  ist  breiter  schwarz  und  der  in  der  Subcostalgabel 
atlas.  stehende  schwarze  Wisch  ist  grösser.  —  atlas  Rothscli.  von  Kapaur,  Holländisch  Siidwest-Neu-Guinea.  Nur 
2  ??  bekannt,  die  von  W.  Doherty  im  Januar  und  Februar  1897  gefunden  wurden.  Zellmakel  des  Vflgls 
in  Flecke  aufgelöst;  hinter  der  2.  Mediane  ein  Discalfleck,  auf  der  Unterseite  vor  der  2.  Mediane  2  Discal¬ 
flecke,  ausserdem  noch  ein  Submarginalfleck;  das  Discalfeld  des  Htlgls  oben  grauweiss,  dicht  schwarz 
supremus.  schattiert,  unten  aussen  gelb  und  innen  weiss.  —  supremus  Röh.  (=  schoenbergi  Röb. ,  elisabethae-reginae 
Plorv.  u.  Mocs.,  goliath  Horv.  u.  Mocs.)  (6  a).  Die  bestbekannte  Form.  Das  cf  variiert  etwas  in  der  Ausdehnung 
der  grünen  Felder  des  Vflgs  und  der  Grösse  der  Submarginalflecke  des  Hflgls.  Das  ?  hat  auf  dem  Vflgl 
oben  und  unten  nur  2  Flecke  zwischen  der  1.  und  2.  Mediane;  das  Discalfeld  des  Hflgls  ist  oben  meist 
weniger  schwarz  schattiert  als  bei  den  vorigen  Formen  und  mehr  eintönig  gelb,  besonders  unten.  Deutsch 


Ausgegeben  IS.  X.  OS. 


PAPILTO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Neu-Guinea.  —  titan  Grose-Smith  ist  die  Subspecies  von  Britisch  Neu-Guinea.  Das  cf  unterscheidet  sich  titan. 
von  supremus  durch  den  etwas  schmäleren  schwarzen  Saum  des  Hflgls;  auf  der  Unterseite  des  Vtlgls  ist 
der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  schwarze  Discaltleck  nur  angedeutet;  der  Iltlgl  trägt  oben  3  Submarginal¬ 
flecke  wie  die  andern  Formen,  dagegen  fehlt  unten  bei  dem  einzigen  bekannten  Exemplare  der  2.  Fleck, 
während  je  einer  in  der  1.,  3.  und  4.  Randzelle  vorhanden  ist.  Beim  $  sind  die  Flecke  des  Vtlgls  zum  Teil 
verschwunden,  zum  Teil  sehr  stark  reduziert:  das  gelbweisse  Feld  des  Hflgls  ähnelt  dem  von  supremus,  ist 
aber  unten  weniger  gelb.  1  cf  in  coli.  H.  Grose-Smith  und  2  ¥¥  im  Museum  Tring,  von  der  Südseite  des 
Owen-Stanley-Gebirges.. 


P.  paradisea.  Die  3.  Subcostale  des  Vtlgls  von  der  Zellspitze  (oder  ganz  nahe  derselben),  der  Stiel 
der  Subcostalgabel  lang.  Vflgl  des  cd  ohne  Brandmal,  mit  2  breiten  goldiggrünen  Längsstreifen  und  einem 
schmalen  Hrdstreifen;  Hflgl  dreieckig,  in  einen  Schwanz  ausgezogen,  golden,  dies  Feld  aussen  und  hinten 
grün  gesäumt,  Abdominalrand  breit  schwarz;  Unterseite  des  Vtlgls  goldiggrün,  die  Ränder  und  Adern 
schwarz;  die  Haare  auf  der  Abdominalfalte  des  Hflgls  lang,  gelblichweiss.  ¥:  die  2.  Mediane  des  Hflgls  auf 
gleicher  Höhe  mit  der  1.  Radiale  abzweigend;  die  Flecke  des  Vtlgls  sehr  veränderlich,  der  Zellfleck  selten 
so  lang  als  breit,  oft  ganz  fehlend ;  die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  rund,  in  Grösse  und  Zahl  variierend : 
zuweilen  ein  weisser  Fleck  in  der  Zelle  des  Hflgls.  Eine  verlässliche  detaillierte  Beschreibung  aller  Ent¬ 
wicklungsstadien  fehlt  noch.  Ei  kugelig,  hellgelbhch,  viel  grösser  als  das  von  poseidon.  Rp  sammetschwarz, 
ohne  Zeichnungen,  die  Dornen  vom  ersten  Stadium  an  feuerrot,  später  zum  Teil  schwarz,  die  auf  dem  4.  und 
5.  Ringe  immer  schwarz ;  Nackengabel  lebhaft  gelb,  der  Spalt  selbst  rot.  Erwachsen  in  4  oder  5  Wochen. 

Pp  nicht  an  der  Futterpflanze,  sondern  an  Sträuchern  und  Bäumen  etwa  1  m  hoch  vom  Boden;  schlanker 
als  die  poseidon- Pp,  oben  heller  gelb,  unten  und  an  den  Seiten  dunkler  braun.  Der  Falter  schlüpft  in  5  bis 
6  Wochen.  Er  fliegt  an  der  Meeresküste  und  im  Hügellande.  —  paradisea  Stgr.  (=  schoenbergi  Pagenst.)  ist  paradisea. 
die  Form  von  Deutsch  Neu-Guinea,  die  in  den  letzten  Jahren  in  ziemlicher  Menge  nach  Europa  gekommen 
ist.  Stark  goldige  cf  cf  sind  cf- ab.  auriflua  Frühst.  Die  ¥¥,  welche  einen  weissen  Fleck  in  der  Zelle  des  auriflua. 
Hflgls  haben,  sind  ?-ab.  punctata  Hagen  (das  von  Rippon  in  Icon.  Ornith.  irrtümlich  als  punctata  „Rothsch.“  punctata. 
abgebildete  Exemplar  ist  ein  Krüppel  ohne  diesen  Zellfleck),  während  die  2?  mit  wenig  oder  gar  keinem 
Weiss  in  der  Vflglzelle  ¥-ab.  caliginosa  Frühst,  sind.  —  flavescens  Rothsch.  Nur  1  ¥  von  der  Etna-Bai,  caliginosa. 
Holländisch  Südwest-Neu-Guinea,  bekannt.  Vflgl  oben  mit  2  kleinen  Discalflecken,  von  denen  der  hinter  flavescens. 
der  2.  Mediane  stehende  grösser  als  der  vor  dieser  Ader  hegende  Fleck  ist;  in  paradisea  ist  der  vordere 
Fleck  immer  der  grössere,  auch  trägt  diese  Subspecies  gewöhnlich  noch  einen  Fleck  vor  der  1.  Mediane: 
das  liehe  Feld  des  Hflgls  von  flavescens  ist  oben  und  unten  mehr  gelb. 

P.  meridionalis  Rothsch.  (6c).  cf  ähnlich  wie  paradisea  gezeichnet;  Hflgl  viel  kleiner,  das  Hrdsfeld  meridionalis. 
nicht  lappenartig  vorspringend,  der  dünne  Schwanz  vor  der  Spitze  erweitert,  die  Zelle  viel  schmäler,  die 
3.  Radiale  und  1.  Mediane  nicht  gestielt:  der  Vflgl  unten  distal  von  der  Mitte  mit  grossem  schwarzem  Felde 
(ähnlich  wie  bei  tithonus).  ¥:  die  discalen  Zeichnungen  reiner  weiss  als  bei  paradisea;  der  Zellfleck  des  Vtlgls 
etwa  so  lang  als  breit,  immer  3  Discalflecke  vorhanden;  der  Saum  des  Hflgls  breiter  schwarz,  das  weisse 
Feld  in  und  hinter  der  Zelle  weiter  nach  der  Basis  hin  ausgedehnt  ,  der  Ird  des  Feldes  daher  schräger  als 
bei  paradisea.  —  Britisch  Neu-Guinea:  Milne-Bay  und  Mailu.  Soviel  wir  wissen,  sind  nur  8  cf  cf  und  eine 
etwas  grössere  Zahl  ¥2  bekannt,  von  denen  das  Tring  Museum  eine  Serie  von  4  cf  cf  und  7  ¥2  ausgesucht 
hat;  das  Tier  variiert  nur  wenig. 


P,  brookiana.  Pronotum  und  Hinterkopf  rot.  Vflgl  lang,  Zelle  abgestutzt,  die  untere  Ecke  scharf 
gewinkelt;  beim  cf  ein  aus  7  metallisch  grünen  Keilflecken  bestehendes  Band  zwischen  Zelle  und  Aussenrd; 

Hflgl  klein,  die  Zelle  schmal,  das  Band  des  Vtlgls  über  den  Hflgl  fortgesetzt,  der  Abdominalrand  nach  oben 
umgeschlagen,  eine  Duftfalte  bildend.  ¥  blasser  als  das  cf;  das  Discalband  des  Vtlgls  vorne  mehr  oder 
weniger  ausgedehnt  weiss;  Hflgl  mit  weissen  oder  grauen  Submarginalflecken,  unten  beide  Geschlechter  mit 
solchen  Flecken,  die  aber  beim  ¥  grösser  als  beim  cf  sind.  Malayisch.  Über  die  früheren  Stände  ist  noch 
nichts  bekannt.  Der  Falter  ist  ein  Waldtier,  das  im  Hügellande  und  Gebirge  von  Malakka,  Sumatra  und 
Borneo  meist  keine  Seltenheit  ist.  Das  ¥  verfolgt  das  cf  und  sitzt  bei  der  Kopulation  auf  demselben.  Beim 
Saugen  an  Blüten  sind  die  Flügel  in  schwirrender  Bewegung  wie  bei  einem  Schwärmer  (Skertsciilev). 

Nach  Martin  dagegen  findet  man  in  Sumatra  brookiana  nie  an  Blumen,  sondern  er  sitzt  oft  an  feuchten 
Wegstellen  und  in  der  Nähe  der  Häuser  auf  Unrathaufen  (Dünger  und  Küchenabfällen),  was  die  gelben  Arten 
nie  tun.  —  albescens  Rothsch.  (7  b).  Das  cf  hat  stets  weisse  Submarginalflecke  auf  der  Unterseite  des  Vtlgls.  albescens. 
Beim  ¥  sind  die  weissen  Flecke  der  Oberseite  des  Vtlgls  und  der  Unterseite  beider  Flügel  sehr  gross.  Perak. 

—  natunensis  Rothsch.  ¥:  eine  Zwischenstufe  zwischen  albescens  und  brookiana,  letzterer  Form  am  nächsten  natunensis. 
stehend,  aber  die  weissen  Zeichnungen  grösser.  Bunguran,  Natuna-Inseln.  —  brookiana  Wall.  (7  c).  cf:  Vflgl  brookiana. 
unten  gewöhnlich  ohne  Submarginalflecke.  Beim  ¥  die  weissen  Flecke  der  Vflglunterseite  weit  getrennt, 
mit  Ausnahme  der  vorderen,  und  die  Flecke  des  Hflgls  zwar  zuweilen  einander  berührend,  aber  nicht  zu¬ 
sammengeflossen.  Borneo;  Balabac.  —  trogon  Voll.  (¥  =  eleanor  Walk)  (7c).  cf  nicht  mit  Sicherheit  zu  trogen. 
unterscheiden.  ¥  dem  cf  ähnlich,  weniger  weiss  als  bei  den  andern  Formen,  oben  fast  ohne  Weiss ,  und 
IX  3 


18  PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 

unten  auch  die  vorderen  Flecke  des  Vllgls  reduziert.  Ost-  und  West -Sumatra;  das  ganze  Jahr  hindurch 
in  der  Ebene  und  den  Vorbergen. 

trojanus.  P.  trojanus  Stgr.  (5  b)  cf:  Metallflecke  des  Vllgls  kürzer  als  bei  brookiana;  Hflgl  mit  einem  ausserhalb 

der  Zelle  stehenden  Bande ,  unten  die  Submarginalflecke,  wie  auch  beim  2,  weiter  vom  Rande  entfernt  als 
bei  brookicma.  Die  blaugrüne  Beschuppung  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  des  $  in  und  hinter  der  Zelle 
spärlich,  dagegen  auf  der  Scheibe  ausserhalb  der  Zelle  zu  einem  Bande  verdichtet.  —  Palawan;  noch  selten 
in  den  Sammlungen.  Der  Aufenthalt  auf  dieser  Insel  ist  besonders  wegen  der  vielen  zweifelhaften  Cha¬ 
raktere,  che  von  den  Philippinen  hierher  geflüchtet  sind,  recht  unangenehm  und  gefährlich.  Es  ist  bis  jetzt 
noch  keinem  Sammler  gelungen,  in  die  Gebirge  vorzudringen. 

P.  hypolitus.  Zelle  des  Hflgls  distal  verbreitert,  besonders  beim  cf;  Vflgi  mit  weissen  Aderstreifen, 
cf:  Hlb  oben  dunkelgelb  und  schwarz;  Hflgl  oben  schwarz,  mit  einer  Reihe  gelber  Submarginalflecke,  die 
auch  unten  vorhanden,  die  Unterseite  zwischen  diesen  Flecken  und  am  Rande  schwarz,  sonst  seidig  grau- 
weiss  oder  gelblichweiss.  2  auf  dem  Hflgl  zwischen  Saum  und  Zelle  mit  grossen  Flecken,  die  vorderen 
gelb,  die  hinteren  grau,  alle  mit  Ausnahme  des  ersten  schwarze  Discalflecke  einschliessend ,  Zelle  ganz 
schwarz  oder  mit  kleinem  Apicalfleck;  unten  wie  oben,  aber  die  Zelle  des  Hflgls  stets  mit  grösserem  grau- 
weissem  Fleck  und  der  Vflgi  stärker  gestreift.  Frühere  Stände  nicht  bekannt.  Nach  Ribbe  findet  sich  der 
Falter  in  Ceram  überall  am  Strande,  wo  niederer  Wald  vorhanden  ist.  Molukken  und  Celebes;  mehrere 
hypolitus,  geographische  Formen.  Das  Tier  ist  noch  nicht  von  Buru  bekannt.  —  hypolitus  Cr.  (=  panthous  L.  partim, 
pandarus  Houtt.,  rernns  F.,  antenor  Well,  hippolytus  Esp.,  hippolythus  Esp.)  (8  a).  cf  auf  der  Unterseite 
des  Hflgls  grauweiss.  2:  Hflglunterseite  mit  grossem  Zellfleck,  die  drei  hintern  Randzellen  weiss,  nur 
antiope.  zwischen  den  schwarzen  Discal-  und  Submarginalflecken  gelb.  Ceram  und  Amboina.  —  antiope  Kothsch. 
Uns  sind  nur  cf  cf  bekannt.  Im  ganzen  kleiner  als  hypolitus ;  die  Aderstreifen  der  Oberseite  des  Vflgls 
weniger  deutlich:  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  der  untere  äussere  Winkel  des  2.  gelben  Flecks  mehr  vor¬ 
gezogen,  der  Zwischenraum  zwischen  dem  2.  und  3.  Fleck  daher  kleiner,  der  vor  der  3.  Radiale  stehende 
schwarze  Fleck  grösser,  der  vor  der  2.  Radiale  liegende  weisse  Fleck  immer  sehr  klein  und  die  Medianader 
schmäler  schwarz.  Morty  (=  Morotai),  eine  Anzahl  cf  cf  im  Tring  Museum,  von  Dumas  gesammelt.  Nach 
Wallace  findet  sich  hypolitus  auch  auf  Halmahera  und  Pagenstecher  gibt  den  Falter  von  Halmahera  und 
Ternate  an.  Wie  bei  den  andern  Subspecies  wird  das  2  von  antiope  wohl  auffälliger  von  liyp.  hypolitus  ver- 
sulaensis.  schieden  sein  als  das  cf.  —  sulaensis  Stgr.  Hflgl  unten  bei  cf  und  2  und  beim  2  auch  oben  mehr  aus¬ 
gedehnt  gelb  als  bei  hypolitus.  Der  Zellfleck  der  Hflglunterseite  des  2  klein.  Sula-Inseln:  Mangola  und 
cellularis.  Besi.  —  cellularis  Bothsch.  (=  celebensis  Stgr.  nec  Wall),  cf  wie  das  hypolitus- cf;  die  halbdurchsichtigen 
Aderstreifen  der  Oberseite  des  Vflgls  nur  sehr  sparsam  weiss  beschuppt;  der  2.  gelbe  Fleck  der  Unterseite 
des  Vflgls  meist  breiter  als  lang.  2  auch  oben  mit  Zellfleck  auf  dem  Hflgl.  Süd-  und  Nord -Celebes; 
Talaut.  Nach  Piepers  auch  auf  Saleyer  (ob  richtig?). 

darsius,  P.  darslus  Gray  (9b,  c).  Bei  cf  und  2  der  Hlb  oben  bräunlichschwarz;  das  goldene  Feld  des  Hflgls 

wurzelwärts  grade  abgeschnitten,  die  Zelle  bis  wenigstens  zur  Wurzel  der  2.  Mediane  schwarz,  der  goldene 
Zellfleck  zuweilen  punktförmig;  die  letzte  goldene  Makel  des  cf  am  grössten,  beim  2  die  schwarzen  Discal¬ 
flecke  einander  berührend;  die  weissen  Streifen  an  der  untern  Mediane  des  Vflgls  des  2  weit  von  der  Zelle 
cambyses.  entfernt.  Zuweilen  das  cf  mit  mehreren  schwarzen  Discalflecken  in  den  gelben  Makeln :  cf-ab.  cambyses 
Ehrm.  —  Ceylon,  fast  überall  im  Hügellande,  aber  auch  in  der  Ebene,  im  offenen  und  im  bewaldeten  Gelände ; 
der  Falter  saugt  gerne  an  Heliotrop.  Rp  dunkel  purpurbraun,  mit  schwärzlichen  Strichen;  Seitenband 
blassrot.  Thwaites  beobachtete  öfters,  wie  ein  Paar  in  der  Luft  auf-  und  abtanzte,  wobei  das  2  sich  immer 
etwa  2 — 3  Fuss  oberhalb  des  cf  hielt. 

P.  vandepolli.  Brust  ohne  Rot ;  Hlb  ganz  oder  grösstenteils  schwarz,  cf :  Zelle  des  Hflgls  breit, 
das  Abdominalfeld  und  die  Wurzel  des  Flügels  breit  schwarz,  der  schwarze  Saum  gleichfalls  breit,  der 
goldene  Zellfleck  schräg  abgestutzt ,  sein  Proximal rand  etwa  in  der  Verlängerung  der  2.  Mediane  ver¬ 
laufend.  2:  die  hintern  2  oder  3  Paare  weisser  Aderstreifen  des  Vflgls  weit  von  der  Zelle  entfernt  stehend; 
das  goldene  Feld  des  Hflgls  proximal  grade  oder  fast  grade  abgestutzt,  nicht  bis  zur  Mitte  der  Zelle 
honrathiana.  reichend.  Ei  blassrot.  Sumatra  und  Java.  —  honrathiana  Martin  (8b)  findet  sich  im  Hügellande  Nordost- 
Sumatras.  Körper  ganz  schwarz,  abgesehen  von  dem  dünnen  roten  Kragen,  rauh  behaart.  Beim  2  die  Zelle 
des  Vflgls  an  der  Spitze  mit  M-förmiger  weisser  Zeichnung,  die  Aderstreifen  dünn,  die  letzten  3  Paare  weit 
vandepolli.  von  der  Zelle  entfernt.  —  vandepolli  Sne/l.  (8b).  Hlb  seitlich  und  unten  graugelb  und  schwarz,  weniger 
rauh ,  oben  in  der  Mitte  beim  cf  braun.  Die  weissen  Aderstriche  des  2  breiter  als  bei  der  vorigen  Sub¬ 
species,  der  vordere  des  drittletzten  Paares  nahe  an  die  Zelle  tretend  oder  dieselbe  erreichend,  Apex  der 
Zelle  weiss.  Berg  Gedeh,  Preanger,  Java,  4 — 5500  Fnss. 

P.  criton.  Kragen  und  Brust  rot;  Hlb  unten  und  an  den  Seiten  viel  ausgedehnter  gelb  als  bei 
plato  und  den  Formen  von  haliphron.  cf:  Vflgi  oben  und  unten  ohne  Aderstreifen  oder  es  sind  unten  weisse 
Aderstreifen  vorhanden;  das  Goldfeld  des  Hflgls  besteht  aus  einem  grossen  Zelltleck  und  6  grossen  Discal- 


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Hecken,  der  letzte  Discalfleck  der  längste,  sehr  viel  länger  als  das  schwarze  Randband  breit  ist,  der  1.  Fleck  länger 
als  breit,  alle  oder  wenigstens  die  hintern  aussen  ausgerandet,  der  Zellfleck  schräg  abgestutzt,  die  Hälfte  der 
Zelle  oder  etwas  mehr  einnehmend,  vorne  länger  als  hinten.  ?  variabel;  die  weisseu  Striche  an  der  2.  Mediane 
des  Vflgls,  wenn  überhaupt  vorhanden,  weit  von  der  Zelle  entfernt;  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  fast  grade 
abgeschnitten ,  der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  Fleck  basalwärts  nicht  über  die  Ursprungsstelle  dieser 
Ader  verlängert,  oft  fehlend;  die  schwarzen  Discaltlecke,  besonders  die  zentralen,  gerundet,  oben  selten 
vollständig  miteinander  verschmolzen,  unten  immer  kleiner;  das  an  den  Adern  tief  eingeschnittene  schwarze 
Randband  schmäler  als  die  gelben  zentralen  Flecke  lang  sind,  von  der  Zelle  bis  zu  den  schwarzen  Discal¬ 
flecken  gemessen.  Rp  der  von  haliphron  ähnlich,  etwas  lebhafter  gefärbt.  Pp  grünlich.  Nördliche  Molukken 
und  Obi;  ziemlich  häufig.  —  criton  Flclr.  (lla,  b),  von  Batjan,  Ternate,  Halmahera  und  Morty,  hat  beim  cf  criton. 
selten  weisse  Aderstreifen  auf  der  Unterseite  des  Vflgls.  Das  ?  tritt  in  3  Hauptformen  auf:  ?-f.  androgyna  androgyna. 
form.  nov.  hat  weder  oben  noch  unten  weisse  Aderstreifen  oder  die  Streifen  sind  auf  der  Oberseite  nur 
schwach  angedeutet  und  unten  stärker;  bei  ?-f.  oberthueri  Rothscli.  sind  die  Zellspitze  und  die  Aderstreifen  obeithueri. 
oben  und  unten  fast  rein  weiss,  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  ist  wie  bei  voriger  ?-Form  golden;  2-f.  felderi  felderi. 
Rothscli.  hat  oben  schwache  Aderstreifen  und  das  Mittelfeld  des  Hflgls  ist  nicht  golden,  sondern  blass  sahne- 
farben.  — -  critonides  Frühst,  von  Obi  ist  nicht  konstant  von  criton  verschieden,  cf:  Vflgl  unten  oft  mit  critonides. 
weissen  Aderstreifen  (in  4  von  unseren  7  cf  cf),  der  Zellfleck  des  Hflgls  meistens  weniger  schräg  als  bei 
criton  abgestutzt.  Beim  ?  der  vor  der  1.  Radiale  des  Hflgls  stehende  Fleck  immer  klein,  vor  der  Subcostale 
kein  gelber  oder  sahnefarbener  Discaltleck;  die  schwarzen  Discaltlecke  vollständig  zusammengeflossen,  so 
dass  oben  nur  ganz  kleine  gelbe  Submarginalflecke  vorhanden  sind.  Die  3  bekannten  Hauptformen  des  ? 
sind:  ?-f.  melas  form,  nov.,  Vflgl  ohne  deutliche  Aderstreifen  oder  dieselben  wenigstens  oben  schwach  aus-  melas. 
gebildet,  Mittelfeld  des  Hflgls  oben  golden;  bei  ?-f.  cinna  Frühst,  sind  1/s  der  Zelle  des  Vflgls  und  die  cinna. 
breiten,  proximal  zusammengeflossenen  Aderstreifen  fast  rein  weiss  und  das  Zentralfeld  des  Hflgls  ist  oben 
golden;  $-f.  Clara  form.  nov.  hat  noch  mehr  Weiss  als  Imoklm  und  das  Zentralfeld  des  Hflgls  ist  oben  clara. 
sahnefarben.  —  celebensis  Wall.  1  )i€  Tvpy  (ein  cf  aus  »Makassar«)  dieser  Form  ist  in  der  Sammlung  celebensis. 
H.  Grose-Smith.  Dr.  L.  Martin  erhielt  ein  zweites  Exemplar  von  seinen  Sammlern  aus  Putannani ,  Süd- 
Celebes,  das  er  dem  Tring  Museum  überlassen  hat.  Diese  beiden  Stücke  —  die  einzigen,  welche  ich  gesehen 
habe  —  sind  dem  criton- cf  von  den  Nord-Moluken  sehr  ähnlich.  Der  Hlb  ist  aber  schwarz,  mit  schmal 
gelben  Segmenträndern  auf  der  Unterseite  ;  die  Haftklappen  fast  ganz  graugelb.  Vflgl  unten  mit  deutlichen 
weissgrauen  Streifen,  die  bis  an  die  Zelle  gehen;  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  aussen  tiefer  als  in  den  andern 
criton- Formen  gebuchtet.  Das  in  Novitates  Zoologicae  1896,  p.  64,  erwähnte  ?  von  der  Minahassa  in  coli. 
Staudinger  gehört  wahrscheinlich  zu  P.  lielena  hephaestus. 

P.  riedeli  Kirsch  (10a).  Diese  augenscheinlich  recht  konstante  Art  gehört  zu  den  selteneren  Formen,  riedcli. 
Körper  ähnlich  wie  bei  criton,  aber  der  Hlb  spärlicher  gelb,  besonders  an  den  Seiten;  beide  Flügel  ge¬ 
streckter  als  bei  den  verwandten  Arten,  cf:  Vflgl  unten  mit  deutlichen,  aber  dünnen  weissen  Aderstreifen, 
die  an  den  beiden  Medianästen  stehenden  Paare  von  der  Zelle  entfernt  ;  das  Goldfeld  des  Hflgls  ähnlich  wie 
bei  criton,  aber  proximal  grade  abgestutzt,  der  Zellfleck  viel  kleiner,  die  hintern  Discaltlecke  viel  länger  und 
fast  alle  Flecke  tiefer  ausgerandet,  der  schwarze  Hrd  an  der  Spitze  des  Goldfeldes  und  der  schwarze  Discalrand 
vor  der  Subcostale  viel  schmäler  als  bei  criton.  ?:  Vflgl  an  der  Zellspitze  und  nach  aussen  von  derselben  weiss, 
dieses  Feld  an  den  Adern  streifenförmig  ausgezogen,  an  der  1.  Mediane  ein  weisser  Doppelstreif,  der  weit 
von  der  Zelle  entfernt  bleibt;  Hflgl  mit  punktförmigem  Zellfleck  oder  ganz  schwarz,  4  goldenen  Discalfleeken 
und  hinter  diesem  Felde  einem  weissgrauen  Fleck;  die  schwarzen  Discaltlecke  nicht  vollständig  miteinander 
verschmolzen,  aber  die  durch  sie  abgetrennten  gelben  Flecke  auf  der  Oberseite  stark  schwarz  beschuppt.  - 
Sjerra,  Timorlaut-Inseln,  vielleicht  auch  auf  den  andern  Inseln  dieser  Gruppe. 

P.  haliphron.  Hlb  schwarz,  mit  geringer  gelber  Beschuppung  an  den  Seiten  und  unten,  oder  ganz 
ohne  Gelb,  beim  ?  oben  braun.  Das  Goldfeld  des  Hflgls  beim  cf  wurzelwärts  schräg  begrenzt,  das  schwarze 
Basal-  und  Hrdsfeld  wenigstens  bis  zur  untern  Mediane  vordringend,  zuweilen  die  ganze  Zelle  schwarz;  die 
Goldmakeln  nach  aussen  nicht  deutlich  ausgerandet,  die  mittlern  abgestutzt  oder  abgerundet,  der  Aussenrd 
sehr  breit  schwarz.  Das  Goldfeld  des  ?  in  der  Zelle  meist  grade  abgeschnitten,  die  schwarzen  Discaltlecke  lang, 
besonders  die  hintern,  meistens  alle  mit  dem  Randbande  zusammenhängend,  oft  mit  letzterem  so  vollständig 
verschmolzen,  dass  keine  Goldtleckchen  in  dem  breiten  Randfelde  übrigbleiben.  Ein  geographisch  variabler 
Falter,  dessen  Wohngebiet  sich  von  Celebes  und  Sumbawa  ostwärts  erstreckt.  Auf  Lombok  findet  sich  diese 
Art  nicht,  während  sie  auf  der  Nachbarinsel  Sumbawa  recht  häufig  ist.  —  haliphron  Bdc.  (9a).  Brust  rot.  haliphron. 
die  letzten  Ventralringe  schmal  graugelb  gerandet,  beim  ?  ein  graugelber  Wisch  an  den  Seitenrändern  der 
hinteren  Segmente,  cf:  Goldfleck  der  Htlglzelle  klein  oder  fehlend.  ?:  die  Streifen  an  der  Submediane  des 
Vflgls  oben  undeutlich,  der  hintere  Streif  des  zweitletzten  Paares  die  Zelle  nicht  erreichend,  die  Zelle  innen 
bis  fast  zur  Ursprungsstelle  der  2.  Mediane  weiss  umrandet.  Süd-Celebes.  Bis  jetzt  ist  noch  keine  halipliron- 
Form  von  Nord  -  Celebes  bekannt  geworden;  auch  von  den  Sula- Inseln  kennen  wir  nichts  dergleichen. 

Dr.  Marttin  erbeutete  einen  Zwitter  von  haliphron,  dessen  linke  Seite  weiblich  und  die  rechte  männlich  ist. 

Derselbe  befindet  sich  jetzt  im  Museum  zu  Tring.  —  pallens  Oberth.  (=  bauermanni  Röb.).  Aderstreifen  pallens. 


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des  Vflgls  bei  cf  und  2  stärker  entwickelt  als  bei  haliphron ,  der  Zelltleek  des  Hflgls  grösser,  beim  ?  ausser¬ 
dem  der  Körper  und  die  Flügel  blasser.  Saleyer,  häufig;  Kabia.  Der  Name  bauermanni  Hob.  ist  aut'  Exemplare 
pistor.  von  der  Insel  Kabia  gegründet;  stichhaltige  Unterschiede  scheinen  nicht  vorhanden  zu  sein.  —  pistor  Rotlisch. 
von  Ivalao  und  Djampea.  Das  cf  nicht  konstant  von  pcdlens  verschieden;  die  Zelle  der  Vtlglunterseite  ist 
meist  weniger  ausgedehnt  weiss  und  die  gelbe  Beschuppung  der  Unterseite  des  Hlbs  ist  gewöhnlich  noch 
spärlicher.  Das  2  hat  weniger  Weiss  in  der  Vflglzelle ;  der  Zelltleek  des  Hflgls  nimmt  weniger  als  die  Hälfte 
der  Zelle  ein,  die  schwarzen  Discaltlecke  sind  kürzer  als  bei  pallens-,  auf  der  Unterseite  ist  die  Mitte  des 
Htlgls  deutlicher  gelb,  zuweilen  fast  so  golden  wie  oben,  und  das  hinter  der  Zelle  liegende  gelblich-graue 
naias.  Feld  ist.  kleiner  als  bei  pallens.  —  naias  Doli,  bewohnt  Sumba,  Sumbawa,  Flores,  Larentuka,  Adonara,  Lomblen 
und  Alor.  cf :  Die  weissen  Aderstreifen  sind  auch  oben  gut  ausgeprägt ;  der  erste  Goldfleck  des  Htlgls  gross 
und  wenigstens  so  lang  wie  der  zweite  Fleck,  der  Zelltleek  liegt  am  Vrde  der  Zelle  entlang  und  ist  oft  so 
verbreitert,  dass  er  wenigstens  die  Hälfte  der  Zelle  einnimmt;  um  die  Zelle  herum  4  oder  5  Goldfelder,  unten 
auch  zuweilen  ein  sechster  mehr  oder  weniger  deutlich;  die  weisse  Berandung  der  Zelle  des  Vflgls  unten 
meist  bis  zur  Ursprungsstelle  der  2.  Mediane  ausgedehnt;  diese  Umrandung  beim  2  noch" mehr  der  Basis  zu 
verlängert,  auch  oben  mehr  ausgedehnt  als  bei  den  vorigen  Subspecies.  Sonst  das  2  ausgezeichnet  durch 
den  Besitz  von  7  Goldflecken  um  die  Zelle  herum,  der  1.  Fleck  klein,  höchst  selten  fehlend  (in  dem  einen 
unserer  zwei  Larentuka  22),  der  letzte  mehr  oder  weniger  grau,  der  Zellfleck  meist  zwei  Drittel  der  Zelle 
einnehmend.  Die  gelbe  Beschuppung  des  Hlbs  bei  beiden  Geschlechtern  mehr  ausgedehnt  als  bei  den  vorigen 
Formen.  Der  Prozentsatz  von  cf  cf,  welche  einen  grossen  Zelltleek  auf  dem  Hflgl  haben,  ist  auf  Sumba 
grösser  als  auf  den  andern  Inseln ,  auch  haben  die  Sumba- Exemplare  häufiger  einen  5.  discalen  Goldfleck. 
sambavana.  Für  die  cf  cf,  bei  denen  dieser  Fleck  vorhanden  ist,  mag  die  Bezeichnung  cf-ab.  sambavana  Doli.  Anwendung 
finden.  Der  Falter  ist  auf  Sumba  an  der  Küste  und  im  Innern  häufig,  auch  auf  den  andern  Inseln  scheint 
socrates.  er  zahlreich  aufzutreten.  —  so  Crates  Stgr.  (12  a,  b).  Brust  und  Kragen  ganz  schwarz  oder  mit  ganz  wenigen 
roten  Haaren;  Hlb  weniger  ausgedehnt  gelb  als  bei  naias.  Das  ?  auf  dem  Htlgl  ohne  Goldfleck  vor  der  Sub- 
costale  und  mit  ganz  schmalem  Strich  hinter  der  untern  Mediane,  die  schwarzen  Discalflecke  breit  mit  dem 
iris.  Saumbande  verschmolzen  und  alle  oder  fast  alle  einander  berührend.  Wetter. —  iris  Hob.  (12c).  cf:  Ader¬ 
streifen  des  Vflgls  oben  schwach,  unten  die  an  der  2.  Mediane  stehenden  Streifen  weit  von  der  Zelle  ent¬ 
fernt,  die  Zelle  selbst  ohne  deutliche  weisse  Berandung;  Hflgl  mit  kleinem  Zelltleek,  der  oft  fehlt,  sowie 
4  Discaltlecken,  oft  ist  noch  ein  kleiner  Fleck  vor  der  Subcostale  und  ein  Strich  hinter  der  2.  Mediane  vor¬ 
handen:  Pronotum  und  Brust  ohne  rote  Behaarung.  2:  blassbraun,  Kragen  und  Brust  sehr  selten  rot,  die 
Aderstriche  schmutzig  weiss ,  die  an  der  2.  Mediane  stehenden  oben  und  unten  von  der  Zelle  entfernt;  das 
Goldfeld  des  Hflgls  klein,  aus  einem  kleinen  Zellfleck  und  4  Discalflecken  bestehend,  häufig  noch  ein  kleiner 
Fleck  vor  der  1.  Radiale  und  ein  weiterer  hinter  der  2.  Mediane  vorhanden:  im  breiten  Randfelde  keine 
ariadne.  Goldflecke  oder  nur  schwache  Spuren  derselben.  Letti  und  Moa,  häufig.  —  ariadne  Höllisch,  cf:  Kragen 
und  Brust  rot,  die  Ränder  der  hinteren  Hlbsringe  unten  schmal  aber  deutlich  gelb;  Aderstreifen  des  Vflgls 
unten  reiner  weiss.  2  gleichfalls  mit  rotem  Kragen  und  roten  Brustseiten;  der  Zellfleck  des  Htlgls  sowie  der 
staudingeri.  vor  der  1.  Radiale  und  der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  Fleck  grösser  als  bei  iris.  Roma.  —  staudingeri 
Hob.  cf:  Vtlgl  ähnlich  dem  von  iris,  unten  reiner  weiss  gestreift;  Hflgl  fast  wie  bei  naias,  aber  stets  mit 
6  discalen  Goldflecken  um  die  Zelle  herum  und  der  Zelltleek  mehr  quer  abgestutzt;  die  Harpe  ähnlich  der 
von  iris,  fast  symmetrisch,  während  sie  bei  den  andern  haliphron- Formen  fast  hakenförmig  ist.  2  mit  breitem 
Aderstrichen  auf  dem  Vtlgl  als  bei  iris ;  auf  den  Hflgln  ausser  dem  Zelltleek  noch  6  Goldflecke,  von  denen 
der  erste  und  der  letzte  viel  grösser  als  bei  iris  und  ariadne  sind;  die  Medianäste  wenigstens  unten  von 
gelbgrauen  Streifen  begleitet,  ähnliche  Streifen  oder  kleine  Submarginalflecke  auch  oft  an  den  Radialen. 
ikams.  Kragen  und  Brust  bei  cf  und  2  rot.  Loeang,  Dämmer  und  Babber.  —  ikarus  Frühst.  (12  a,  b).  Das  cf  nicht 
von  staudingeri  verschieden,  doch  sind  die  Aderstreifen  der  Vflglunterseite  sowie  die  Zellberandung  bei  einigen 
Exemplaren  länger  und  breiter.  Diese  grauweise  Beschuppung  beim  2  augenscheinlich  immer  mehr  aus¬ 
gedehnt  als  bei  staudingeri.  Selaru,  Timorlaut-Inseln.  —  Rp  von  haliphron  braun,  die  Zapfen  blassrot,  das 
Seitenband  dunkel  weissgelb.  Pp  gelbgrün. 

plato.  P.  plato  Wall.  (11a,  b).  Distalrand  beider  Figl  stärker  als  bei  haliphron  gebuchtet;  Kragen  rot, 

Brust  schwarz,  cf:  Vtlgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Ursprungsstelle  der  1.  Mediana  schwarz,  dann  etwas  auf¬ 
gehellt;  Htlgl  mit  grossem  Zellfleck  und  6  grossen  Discalflecken ,  letztere  aussen  gewöhnlich  mehr  oder 
weniger  ausgerandet,  der  Zellfleck  in  der  Verlängerung  der  2.  Mediane  schräg  abgestutzt;  unten  die  Ader¬ 
streifen  des  Vflgls  sehr  breit  und  etwas  verwischt,  die  beiden  an  der  2.  Mediane  stehenden  Streifen  weit 
von  der  Zelle  entfernt.  2  in  zwei  Formen,  einer  hellen  und  einer  dunklen,  wie  bei  criton  und  Helena.  Bei 
beiden  Formen  ist  der  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die  Basis  der  1.  Mediane  hinaus  schwarz  oder  schwarz - 
nydionia.  braun;  dieses  Feld  ziemlich  scharf  begrenzt.  Bei  der  dunklen  Form,  2-f.  nychonia  form,  nov.,  ist  die  äussere 
Hälfte  des  Vflgls  ähnlich  dem  des  cf,  nur  ist  die  Zellspitze  etwas  heller;  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  besteht 
aus  einem  ziemlich  kleinen,  schräg  abgestutzten  Zelltleek  und  6  grossen  Discalflecken ;  die  schwarzen  Discal¬ 
flecke  sind  ziemlich  klein  und  voneinander  getrennt,  aber  mit  dem  schwarzen  Saumbande  breit  verbunden.  Bei 
chitonia.  der  zweiten  Weibchenform,  2-f.  chitonia  form,  nov.,  sind  die  Aderstriche  des  Vflgls  sehr  breit  und  auch  oben 


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sehr  deutlich,  wurzelwärts  sind  sie  ebenso  wie  das  Apicaldrittel  der  Zelle  grauweiss ;  das  gelbe  Feld  des  Hflgls 
ist  wurzelwärts  grade  (nicht  schräg)  abgestutzt;  kein  Fleck  vor  der  Submediane,  dafür  ein  grosser  Fleck 
hinter  der  2.  Mediane,  die  schwarzen  Discalflecke  vollständig  miteinander  und  mit  dem  Randbande  zusammen¬ 
geflossen,  so  dass  in  dem  so  gebildeten  breiten  schwarzen  Felde  nur  ganz  kleine  gelbliche  Flecke  vorhanden 
sind;  unten  ist  das  Discalfeld  nicht  goldig.  —  Holländisch  und  portugiesich  Timor ;  selten  in  den  Sammlungen, 
wie  viele  der  Timor-Falter.  Die  Insel,  welche  eine  an  Nord- West-Australien  erinnernde  Vegetation  besitzt, 
ist  während  der  Regenzeit  sehr  ungesund,  und  in  der  lang  andauernden  und  sehr  dürren  Trockenzeit  fliegen 
nur  sehr  wenige  Insekten. 

P.  Helena,  cf1:  Hlb  oben  braun,  schmal  gelb  geringelt,  in  der  Mitte  aufgehellt,  an  den  Seiten  und 
unten  ganz  gelb;  Hflgl  zwischen  der  1.  Radiale  und  1.  Mediane  abgestutzt,  abgesehen  von  den  ziemlich 
starken  Einbuchtungen;  das  Goldfeld  dementsprechend  an  der  Hinterseite  der  1.  Radiale  und  an  der  1.  Mediane 
vorgezogen;  die  obere  Ecke  des  vor  der  1.  Radiale  liegenden  Flecks  mehr  als  die  untere  vorspringend; 
hinter  der  Zelle  und  der  2.  Mediane  ein  schmales  langes,  gelbes  Dreieck.  Das  ¥  kommt  in  zwei  Haupt¬ 
formen  vor,  einer  hellen  und  einer  dunklen,  die  durch  Übergänge  verbunden  sind;  Hlb  schwarzbraun,  an 
den  Seiten  ein  breiter  gelber  Streif,  die  hinteren  Bauchringe  teilweise  gelb,  oder  die  ganze  Unterseite  gelb 
mit  schwarzen  Flecken ;  Hflgl  gewöhnlich  ohne  discalen  Goldfleck  vor  der  Subcostale;  der  Zellfleck  klein  und 
unregelmässig,  oder  hinten  länger  als  vorn.  Die  am  weitesten  verbreitete  „Ornithoptera“ ;  sie  findet  sich  in 
zahlreichen  Unterarten  von  Hainan  und  Nord -Indien  bis  Neu -Guinea.  —  papuensis  Wall.  (=  melpomona  papuensis. 
Rippon,  melpomena  id.).  Hlb  unten  gelb,  beim  ¥  blasser  als  beim  cf  und  schwarz  gefleckt;  Zellfleck  des 
Hflgls  bei  cf  und  ¥  ungefähr  von  gleicher  Grösse,  schräg  abgesclmitten,  vorne  bis  zur  Ursprungsstelle  der 

Subcostale  reichend,  zuweilen  etwas  mehr,  zuweilen  etwas  weniger  ausgedehnt,  der  hinter  der  Zelle  stehende 

Goldfleck  stets  bis  nahe  zur  Flügelwurzel  gehend,  cf  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  meist  ohne  Aderstreifen, 
zuweilen  aber  mit  einem  grauweissen  submarginalen  Streifenbande.  Das  gelbe  Feld  der  Hflgloberseite  des 
?  sehr  selten  graugelb.  Bei  cf -ab.  irregularis  Dannatt,  auf  ein  einzelnes,  wahrscheinlich  von  Neu-Guinea  irregularis. 
stammendes  Exemplar  gegründet,  sind  die  um  die  Zelle  herum  stehenden  Goldfelder  des  Hflgls  so  stark 
reduziert,  dass  die  mittleren  Flecke  an  den  Adern  kaum  ein  Drittel  so  lang  sind  als  das  schwarze  Saum- 

feld  breit  ist.  Der  Name  ab.  carolus  Frühst,  bezieht  sich  auf  selten  auftretende  Stücke  beiderlei  carolus. 

Geschlechts,  bei  denen  der  Vtlgl  oben  und  unten  in  der  Zellspitze  und  an  den  Adern  auf  der  Scheibe  weiss 
ist;  dieses  weisse  Feld  beim  ¥  reiner  weiss  als  beim  cf  und  fast,  bis  zum  Hrd  reichend.  Abgesehen  von 
solchen  extremen  Individuen  tritt  das  ¥  in  zwei  Hauptformen  auf:  ?-f.  papuensis  Wall.,  Vtlgl  wenigstens 
oben  ohne  Streifen  oder  nur  schwach  aufgehellt;  dies  ist  die  häufigste  Form,  zu  der  auch  ?-ab.  biroi  Horv.  biroi. 
u.  Mocs.  mit  gelbbraunem  statt  gelbem  Hflglfelde  gehört  (verfärbt?);  bei  ¥-f.  papuana  Oberth.  (=  melpomona  papuana. 

¥  Rippon)  sind  die  Zellspitze  und  die  angrenzenden  Teile  der  Vflgloberseite  grauweiss.  Der  Falter  kommt 
in  ganz  Neu-Guinea  im  Flach-  und  Hügellande,  aber  nicht  im  höhern  Gebirge  vor  und  ist  an  manchen 
Plätzen,  z.  B.  an  der  Astrolabe-Bai,  sehr  häufig;  er  findet  sich  auch  auf  Salawatti.  Es  ist  sehr  eigentümlich, 
dass  sich  offenbar  kein  Vertreter  dieser  goldig  und  schwarzen  Aristolochia-Papilios  auf  den  Aru-  und  Key- 
Inseln  findet.  —  hanno  Frühst.,  von  Goram  und  den  M atab  ela  -  Inseln ,  ist  kleiner  als  oblongomacidatiis  von  hanno. 
Ceram  und  Amboina.  cf  stets  ohne  deutliche  Aderstreifen  auf  der  Unterseite  des  Vflgls ;  Hflgl  vor  der  Sub¬ 
costale  immer  mit  grossem  Goldfleck ,  der  aber  basalwärts  nicht  oder  ganz  wenig  über  die  Ursprungsstelle 
dieser  Ader  hinausreicht,  der  Zelltleck  nicht  so  gross  wie  bei  oblong omacidatus ;  Zelle  ringsum  ziemlich  stark 
schwarz,  der  hinter  der  Zelle  liegende  Fleck  wenigstens  so  weit  wurzelwärts  reichend  als  der  Zellfleck. 

?:  Hlb  unten  an  der  Wurzel  schwarz,  nach  hinten  zu  graugelb  mit  schwarzen  Flecken;  das  Zentralfeld  des 
Hflgls  graugelb  wie  bei  oblong  omacidatus-,  kein  Discalfleck  vor  der  1.  Radiale,  die  Submarginalflecke  oben 
und  unten  klein,  kein  oder  nur  nur  ein  kurzer  gelbgrauer  Streif  an  der  Submediane.  Zwei  Formen:  ¥-f. 
lucina  form.  nov.  Vflglzelle  auf  der  Oberseite  an  der  Spitze  nur  schwach  grau  berandet,  die  Aderstreifen  lucina. 
zwar  deutlich  aber  mehr  oder  weniger  schwarz  schattiert ;  ¥-f.  diana  form.  nov.  Zellspitze  und  Aderstreifen  diana. 
der  Vflgloberseite  grauweiss.  —  asartia  Rothsch.  cf:  Zellfleck  des  Hinterflügels  bis  nahe  zur  Basis  gehend,  asartia. 
der  Subcostalfleck  entweder  so  gross  wie  bei  oblongomacidatiis  oder  kleiner;  auf  der  Unterseite  der  hinter  der 
Zelle  stehende  lange  Fleck  fast  so  weit  nach  aussen  reichend  wie  das  vor  ihm  liegende  Goldfeld;  Zelle  dünner 
schwarz  umrandet  als  bei  hanno ,  die  Spitzen  der  Vorsprünge  des  schwarzen  Saumbandes  von  graugelben 
Schuppen  überlagert,  der  nach  der-  Wurzel  zu  zeigende  Teil  des  letzten  Zapfens  bis  auf  einen  isolierten 
schwarzen  Punkt  (der  in  einem  unserer  3  Exemplare  fehlt)  ausgelöscht.  Ceram  Laut,  im  Dezember  1898 
von  H.  Kühn  gesammelt.  —  oblongomaculaWtus  Goeze  (=  helena  Glerck  nec  Liane,  amphimedon  Cr.,  hellen  obiongo - 
Godt.)  von  Ceram,  Saparoea  und  Amboina,  ist  die  grösste  Subspecies  dieser  Art.  cf:  Zellfleck  des  Hflgls  bis  nahe  umca  latus. 
zur  Basis  reichend,  der  Subcostalfleck  basalwärts  über  die  Ursprungsstelle  der  Subcostale  hinaus  vorgezogen. 

¥:  Das  Zentralfeld  des  Hflgls  oben  graugelb  oder  sahnefarben,  ein  kleiner  Discalfleck  vor  der  1.  Radiale 
sehr  selten  fehlend,  der  hinter  der  Zelle  stehende  Fleck  meist  gross,  die  schwarzen  Discalflecke  unten  mehr 
oder  weniger  grau  gerandet;  zwei  Formen;  ¥-f.  amaura  form,  nov.,  Apex  der  Vflglzelle  oben  nur  schwach  amaura. 
dunkelgrau  umrandet;  ¥-f.  oblongomaculatus  Goeze,  der  Apex  der  Zelle  breit  grauweiss.  Zuweilen  sind  beim  cf 
schwarze  unregelmässige  Fleckchen  in  das  Goldfeld  eingesprengt.  Ribbe  fand  den  Falter  in  Ceram  »überall 


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im  Walde  und  am  Strande,  wo  niederer  Wald  vorhanden  ist«.  Rp  von  oblong omaculatus  der  von  haliphron 
ähnlich,  graubraun,  mit  schwärzlichen  Linien  auf  dem  Rücken,  zwei  Schrägbänder  an  den  Seiten;  auf  Aristo- 
lochia  momandul.  Pp  gelbgrün,  viel  kürzer  als  die  von  P.  priamus,  die  Flügelscheiden  springen  stärker  vor,  das 
2.  und  3.  Höckerpaar  des  Hlbs  sind  viel  grösser,  und  das  4.  Paar  fehlt,  auch  sind  die  letztenSegmente  oben 
boitruensis.  und  an  den  Seiten  mehr  abgeflacht.  Ei  (nach  Kubary)  klein,  dickschalig,  grün.  —  bouruensis  Wall.  (10  b). 

cf:  Der  Zellfleck  und  der  Subcostalfleck  des  Hflgls  meist  stark  reduziert,  letzterer  gewöhnlich  weit  von  der 
Ursprungsstelle  der  Subcostale  entfernt  stehend,  der  Zellfleck  zuweilen  nicht  grösser  als  beim  ?  der  vorigen  Sub- 
species,  auch  der  hinter  der  Zelle  liegende  Goldstrich  meistens  klein,  oben  zuweilend  fehlend.  ?:  Zentralfeld  des 
capnodia.  Hflgls  oben  und  unten  tiefer  gelb  als  bei  voriger  Subspecies;  bei  ?-f.  capnodia  form.  nov.  ist  die  Zelle  des  Vflgls 
auf  der  Oberseite  an  der  Spitze  nur  schwach  dunkelgrau  und  die  Aderstreifen  sind  verwischt  oder  undeutlich; 
unten  sind  diese  Streifen,  wie  bei  den  vorigen  Subspecies,  grauweiss  und  bei  einem  unserer  Exemplare  sehr 
argidia.  breit;  bei  ?-f.  argidia  form.  nov.  sind  der  Apex  der  Vflglzelle  und  die  Aderstreifen  auch  oben  grauweiss,  die  an 
der  2.  Mediane  und  der  Submediane  stehenden  Streifen  aber  kurz  oder  verwischt.  Buru,  augenscheinlich 
bandensis.  häufig.  —  bandensis  llothsch.  Kleiner  als  oblong  omaculatus,  Hlb  oben  tiefer  schwarzbraun;  Hflgl  etwas  mehr 
gerundet,  der  Zellfleck  gross,  wurzelwärts  gebuchtet  und  daher  weniger  schräg  als  hei  oblong  omaculatus  ab¬ 
gestutzt,  der  obere  Zahn  des  3.  Goldflecks  nicht  oder  nur  wenig  mehr  vorgezogen  als  der  untere  Zahn  desselben, 
dagegen  die  an  der  1.  Mediane  liegenden  Zähne  des  5.  und  6.  Flecks  lang;  die  weissen  Fransenflecke  sind 
nur  eben  angedeutet.  ?:  Zelle  des  Vflgls  oben  mit  ziemlich  scharfer  grauweisser  M-Zeichnung  im  Apex;  die 
Aderstreifen  scharf  und  grauweiss,  die  Subcostalstreifen  von  der  Gabelung  des  4.  und  5.  Astes  ab  aber  stark 
schwarz  schattiert,  auch  die  andern  Streifen  saumwärts  weniger  hell  und  nicht  so  nahe  zum  Rande  gehend 
als  bei  hellstreifigen  oblong  omaculatus'.  die  Streifen  der  2.  Mediane  und  der  Submediane  sehr  verdunkelt. 
Auch  unten  ist  der  Apex  der  Zelle  scharf  grauweiss  umrandet;  Zentralfeld  des  Hflgl  oben  tiefer  gelb  als  bei 
oblongomaculatus,  unten  aber  ebenso  blass  als  bei  jener  Subspecies;  vor  der  1.  Radiale  immer  ein  Discalfleck, 
der  oft  bis  an  die  Subcostale  reicht;  der  hinter  der  Zelle  stehende  Fleck  gross,  die  Fransenflecke  oben  und 
unten  sehr  schmal.  Nur  diese  eine,  verhältnismässig  recht  konstante  ?-Form  bekannt.  Gross-Banda,  von 
thestius.  H.  Kühn  im  November  und  Dezember  1898  gesammelt.  —  thestius  Stgr.  {=  leda  Stgr.  nec  Wall.,  celebensis 
Rothsch.  [partim]).  Die  kleinste  Lokalform  dieser  Species.  Das  cf  sehr  variabel,  Vflgl  oben  wenigstens  mit 
Andeutungen  von  Aderstreifen,  zuweilen  stark  weissgestreift,  unten  stets  bis  an  die  Zelle  gestreift  und  letztere 
an  der  Mediane  oft  bis  zur  Wurzel  weissgerandet.  Adern  der  Hflgl  meist  recht  stark  schwarz,  der  erste 
bernhardus.  Discalfleck  und  der  Zellfleck  entweder  sehr  gross:  cf-ab.  bertihardus  Frühst.,  oder  beide  mehr  oder  weniger 
reduziert:  cf-ab.  thestius  Stgr.  Beim  Weibchen  auf  der  Vflgloberseite  die  Umrandung  der  Zellspitze  und  die 
Aderstreifen  deutlich  oder  undeutlich,  unten  sehr  hell  und  breit,  der  vor  der  2.  Mediane  stehende  Streif  die 
Zelle  erreichend,  auch  die  Submedianstreifen  länger  als  bei  den  Molukken -Formen;  Zentralfeld  des  Hflgls 
gelb,  der  Zellfleck  nimmt  etwa  die  Hälfte  oder  2/ö  der  Zelle  ein;  vor  der  1.  Radiale  ein  distaler  Goldfleck 
vorhanden,  die  schwarzen  Discalflecke  gross,  zusammengeflossen,  die  durch  sie  abgetrennten  gelben  Flecke 
sehr  klein,  oben  oft  ganz  fehlend;  die  Saumflecke  gross,  besonders  unten.  Saleyer. 

Bei  den  nun  folgenden  Formen  von  P.  helena  hat  der  Hflgl  einen  schmälern  schwarzen  Saum  als  bei  allen 
vorhergehenden  Subspecies. 

neoris.  —  neoris  Rothsch.  Hlb  oben  viel  blasser  als  bei  hepliaestus ,  gelblichbraun,  seitlich  und  unten  grau, 
nicht  gell),  nur  basalwärts  beim  cf  gelb,  der  dorsale  Mittelfleck  des  cf  kaum  heller  als  der  Rest  der  Ober¬ 
seite,  die  schwarzen  Ventralflecke  des  ?  klein,  cf:  Vflgl  mit  äusserst  schwachen  Spuren  von  Aderstreifen: 
unten  der  Aussenrd  noch  etwas  mehr  eingebogen  als  bei  hepliaestus ;  Hflgl  wie  bei  dieser  Form,  das  Saum¬ 
band  so  breit  wie  bei  breitrandigen  hepliaestus.  ?:  Vflgl  an  allen  Adern,  auch  an  der  Submediane,  mit  breiten 
grauweissen  Streifen,  die  unten  noch  breiter  als  oben  sind,  die  an  der  2.  Mediane  stehenden  Streifen  weit 
von  der  Zelle  entfernt,  das  schwarze  Basalfeld  des  Figls  ziemlich  scharf  begrenzt,  das  Apikaldrittel  der  Zelle 
grauweiss ,  oben  mit  2  schwarzen ,  weiss  schattierten  Streifen ,  unten  fast  rein  weiss ;  Hflgl  oben  wie  bei 
hepliaestus,  etwas  weniger  tief  gebuchtet,  die  weissen  Randflecke  grösser,  das  schwarze  Saumband  breiter, 
der  schwarze  Abdominalrand  ziemlich  stark  grau  beschuppt,  besonders  am  Analwinkel ;  die  schwarzen  Discal- 
llecke  wie  bei  vielen  hepliaestus  isoliert,  der  1.  Submarginalfleck  grau;  kein  discaler  Goldfleck  vor  der  Sub¬ 
costale;  der  Zellfleck  fast  grade  abgestutzt;  unten  das  Zentralfeld  gelblich  grau,  nur  in  der  Mitte  deutlicher 
gelb.  Ein  Paar  von  Binongka,  Toekan  Bessi-Inseln ,  südöstlich  von  Celebes,  von  H.  Kühn  im  Dezember 
mopa.  1901  erbeutet.  —  mopa  Rothsch.  Eine  Zwischenform  zwischen  neoris  und  hepliaestus-,  von  Buton,  südöstlich 
von  Celebes,  nur  1  ?  bekannt,  von  H.  Kühn  im  Dezember  1901  gefangen.  Die  Aderstreifen  und  Zellzeichnung 
des  Vflgls  wie  bei  stark  gestreiften  hepliaestus -??;  der  schwarze  Rand  des  Hflgls  aber  breiter,  das  gelbe  Feld 
auf  der  Unterseite  vorne,  hinten  und  proximal  so  blass  wie  bei  neoris,  aber  ein  grösserer  Teil  des  Feldes 
hepliaestus.  deutlich  goldig.  Hlb  etwas  deutlicher  gelb  als  bei  neoris,  die  schwarzen  Ventralflecke  klein.  —  hephaestus 
Fhlr.  (=  leda  Wall.).  (13  a,  b).  Ein  in  ganz  Celebes  an  geeigneten  Lokalitäten  ziemlich  häufiger  Falter, 
der  sowohl  im  Flachlande,  wie  im  Gebirge  vorkommt.  Vflgl  lang,  oben  selten  mit  schwachen  Andeutungen 
von  Aderstreifen,  diese  Streifen  unten  zuweilen  sehr  deutlich;  Hflgl  stets  mit  grossem,  langem  Goldfleck  vor 
der  Subcostale,  der  aussen  bis  an  die  Gostale  reicht,  das  schwarze  Randband  breiter  als  bei  den  folgenden 


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Subspecies  und  weniger  tief  ein  geschnitten.  ?:  Vtlgl  unten  mit  breitem  weissem  Streif  an  der  Submediane, 
auch  wenn  der  Figl  sonst  keine  Streifen  hat;  Zelltleck  des  Hflgls.  schräg  abgestutzt,  vorne  bis  an  die  Ur¬ 
sprungsstelle  des  Subcostalasts  gehend  oder  noch  kürzer;  Randband  wie  beim  d  an  den  Adern  verhältnis¬ 
mässig  breit;  zwei  Hauptformen :  ?-f.  lygaea  form,  nov.,  Vtlgl  oben  ohne  deutliche  Aderstreifen ;  ¥-f.  lucinda  lygaea. 
form,  nov.,  Vtlgl  oben  und  unten  mit  gramveissen  Aderstreifen  und  ebensolcher  Zellspitze.  Der  Falter  soll  l^cinda. 
nach  Piepers  auch  auf  Saleyer  Vorkommen,  was  wohl  auf  einer  Verwechslung  mit  thestius  lSt.gr.  beruht, 
propinquus  Rothscli.  (14  a).  Hlb  oben  so  dunkel  wie  bei  hephaestus.  d:  Vtlgl  unten  mit  deutlichen  oder  propinquus. 
schwachen  Aderstreifen;  Goldfleck  lang,  distal  die  Gostale  erreichend,  4  schwarze  Discaltlecke,  der  letzte  so 
mit  dem  Rand-  und  Abdominalhande  verschmolzen,  dass  kein  gelber  Submarginalfleck  übrigbleibt,  distaler 
Teil  des  hinter  der  Zelle  liegenden  Goldtlecks  etwa  ’/s  so  lang  als  der  proximale  Teil.  ?:  die  Aderstreifen 
des  Vflgls  und  die  Zellspitze  auch  oben  grauweiss;  Hflgl  mit  goldenem  Discalfleck  vor  der  Subcostale,  das 
schwarze  Randband  tiefer  als  bei  helena  eingeschnitten;  nur  die  weissstreifige  Form  bekannt.  Sumbawa, 
augenscheinlich  recht  selten;  die  verschiedenen  Sammler,  welche  auf  der  Insel  gewesen  sind  (Doherty, 

Everett,  Fruhstoreer  etc.)  haben  nur  wenige  Exemplare  erbeutet.  —  sagittatus  Frühst.  Das  cf  nicht  konstant  sagittatus. 
von  propinquus  zu  unterscheiden;  ATlgl  selten  mit  Aderstreifen,  diese  zuweilen  aber  sehr  deutlich;  der  vor 
der  Subcostale  des  Hflgls  stehende  Goldfleck  meist  schmal,  zuweilen  sehr  klein,  selten  fehlend,  manchmal 
aber  so  gross  wie  bei  propinquus,  der  hinter  der  Zelle  liegende  gelbe  Streiffleck  länger  als  bei  jener  Sub- 
species ;  die  meisten  Exemplare  mit  2  schwarzen  Discalflecken,  oft  nur  der  anale  vorhanden,  zuweilen  3  oder  4, 
immer  ein  submarginaler  Goldfleck  am  Analwinkel.  ¥:  Hflgl  ohne  discalen  Goldfleck  vor  der  Subcostale, 
häufig  auch  der  hinter  dieser  Ader  stehende  Goldfleck  stark  reduziert;  die  schwarzen  Discalflecke  immer 
gross,  nicht  sehr  variabel,  wenigstens  die  hintern  mit  dem  Randbande  zusammengeflossen;  zwei  Formen: 

?-f.  sciara  form,  nov.,  Vtlgl  oben  ohne  deutliche  weisse  Streifen,  und  ¥-f.  nympha  form  nov.,  Vflgl  auch  oben  sciara. 
mit  starken  Aderstreifen  und  grauweisser  Zellspitze  ,  die  Ausdehnung  des  Weiss  in  der  Zelle  veränderlich,  nympha. 
Lombok,  ziemlich  zahlreich.  —  nereides  Frühst,  d  dem  der  javanischen  Form  ganz  ähnlich;  Hflgl  mit  einer  nereides. 
Reihe  schwarzer  Discalflecke.  Beim  ¥  die  Zelle  und  Scheibe  mehr  ausgedehnt  grauweiss.  Bawean. 
antileuca  Rothscli.  Der  Hlb  oben  so  dunkel  wie  bei  sagittatus,  die  mediane  Aufhellung  nicht  so  deutlich  antileuca. 
wie  bei  lielena  von  Java,  cf:  Vflgl  oben  und  unten  ganz  ohne  Aderstreifen;  Hflgl  ähnlich  wie  hei  helena, 
ohne  discalen  Goldfleck  vor  der  Subcostale.  ¥  oben  ohne  Aderstreifen  und  ohne  graue  Umrandung  der 
Zellspitze,  unten  mit  ganz  undeutlichen  Spuren  von  Aderstreifen;  Hflgl  mit  einem  discalen  und  einem  sub¬ 
marginalen  Goldfleck  vor  der  1.  Radiale,  beide  sehr  klein,  der  hinter  der  Zelle  liegende  Goldfleck  erreicht 
fast  die  Figlwurzel;  die  schwarzen  Discaltlecke  rnässig  gross,  die  letzten  3  mit  dem  Randbande  zusammen¬ 
hängend,  der  Zelltleck  in  der  Verlängerung  der  1.  Radiale  abgeschnitten.  Ein  Paar  von  den  Kangean-Inseln 
(Prillwitz),  im  Tring  Museum.  —  helena  L.  (=  astenous  F.,  heliacon  F.,  nymphalides  Steains.)  (11c).  cf;  helena. 
Vflgl  auch  oben  wenigstens  mit  Spuren  von  Aderstreifen,  diese  unten  meist  breit,  zuweilen  zu  schwachen 
Submarginalmakeln  reduziert,  die  obern  oft  bis  an  die  Zelle  reichend;  die  Zellspitze  häufig  grauweiss,  kein 
weisser  oder  gelblicher  Strich  hinter  der  Zelle  zwischen  der  2.  Mediane  und  der  Wurzel ;  Hflgl  vor  der  Sub¬ 
costale  gewöhnlich  ohne  Goldfleck,  zuweilen  mit  einer  oder  zwei  kleinen  Makeln  oder  mit  einem  langen 
schmalen  Strich  vor  jener  Ader;  auf  der  Scheibe  0—5  schwarze  Flecke.  ¥:  Vflgl  oben  stets  wenigstens  mit 
schwachen  submarginalen  Aderstreifen,  diese  unten  immer  deutlich  und  in  der  Mitte  zwischen  Zelle  und 
Aussenrd  breiter  als  die  braunschwarzen  Zwischenräume,  die  an  der  2.  Mediane  stehenden  Streifen  nicht  bis 
an  die  Zelle  gehend,  gewöhnlich  auch  das  vorhergehende  Paar  abgekürzt ;  kein  Streif  hinter  der  Zelle  zwischen 
der  2.  Mediane  und  der  Flglwurzel,  zuweilen  die  Distalhälfte  des  Flgs  fast  ganz  weissgrau ;  der  Zellfleck  des 
Hflgl  recht  variabel,  zuweilen  nur  1/i  der  Zelle  einnehmend;  kein  gelber  Discalfleck  vor  der  Subcostale;  die 
schwarzen  Discalflecke  sehr  veränderlich,  oft  gross  und  zusammenhängend,  und  ebenso  oft  klein,  aber  recht 
selten  ganz  fehlend;  wir  unterscheiden  2  Formen:  ¥-f.  penetia  form.,  nov.  Vflgl  oben  ohne  grauweisse  Zell-  penetia. 
spitze  und  ohne  deutliche  lange,  grauweisse  Aderstreifen,  und  ¥-f.  pompeus  Cr.,  Vflgl  auch  oben  mit  grau-  pompeus. 
weisser  Zellspitze  und  grauweissen  Aderstreifen;  diese  Zellmakel  meist  breiter  als  lang  und  vorne  der  Basis 
zu  ausgezogen,  nicht  M-förmig.  Die  Exemplare  beiderlei  Geschlechts,  hei  denen  die  schwarzen  Discalflecke 
auf  dem  Hflgl  fehlen,  sind  ab.  Jupiter  Oherth. ,  während  die  Stücke  mit  gelbrotem  Hflgl  ab.  rutilans  Oberth.  Jupiter. 

(=  holzi  Pagenst .)  sind.  Bei  ab.  pluto  Fldr.  ist  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  vorne  gleichfalls  gelbrot,  die  Ader-  rutilans. 
streifen  des  Vflgls  sind  oben  undeutlich,  aber  unten  so  breit  wie  bei  Java-Exemplaren ;  das  Exemplar  (¥)  ist  ohne  P,ut0- 
Fundort  und  stammt  wahrscheinlich  nicht  von  Java,  da  es  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  hinter  der  Zelle 
basalwärts  von  der  2.  Mediane  einen  starken  weissen  Strich  besitzt,  der  bei  cf  und  ¥  von  den  weiter  westlich 
gelegenen  Lokalitäten  häufig  auftritt,  dagegen  hei  javanischen  Stücken  nie  vorzukommen  scheint.  Java  und 
Südwest-Sumatra.  —  nereis  Roh.  cf:  Vflgl  oben  mit  deutlichen  Aderstreifen,  die  auf  der  Unterseite  schmäler  nereis. 
als  bei  helena  sind;  Hflgl  vor  der  Subcostale  mit  langem  Goldfleck,  der  die  Gostale  nicht  erreicht;  zuweilen 
eine  volle  Reihe  schwarzer  Discalflecke.  ¥:  Apicaldrittel  der  Zelle  des  Vflgls  und  die  scharf  begrenzten 
Aderstreifen  fast  rein  weiss,  die  an  der  2.  Mediane  stehenden  Streifen  die  Zelle  nicht  erreichend ;  Hflgl  oben 
blassgelb,  unten  sahnefarben,  die  schwarzen  Discaltlecke  gross,  zusammengeflossen.  Engano.  —  isara  Rothscli.  isara. 

Das  cf  von  Sumatra-Stücken  nicht  konstant  verschieden ;  Aderstreifen  des  Vflgls  oben  gewöhnlich  undeutlich, 
unten  immer  sehr  deutlich ;  der  vor  der  Subcostale  des  Hflgls  liegende,  sowie  der  hinter  der  Zelle  stehende 


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PAPtLTO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Goldfleck  immer  gross.  Das  ?  nähert  sich  nereis :  Die  Zellspitze  des  Vflgls  aut  der  Oberseite  wenigstens  bis 
zur  1.  Mediane  weissgrau,  zwei  schwarze  Längsflecke'  einschli essend ,  die  Aderstreifen  so  scharf  wie  bei 
sumatranischen  Exemplaren ,  aber  die  Submedianstreifen  grösser  und  reiner  weissgrau ,  auch  auf  der  Sub¬ 
medianfalte  ein  paar  dünne  Streifen;  Hflgl  bei  einem  der  mir  vorliegenden  zwei  ¥¥  mit  discalem  Goldfleck 
vor  der  Subcostale,  bei  dem  andern  dagegen  mit  grossem,  keilförmigem,  gelbem  Submarginalfleck ;  unten  das 
typhaon.  gelbe  Feld  blasser  als  bei  Sumatranern,  aber  tiefer  gelb  als  bei  nereis.  Nias.  —  typhaon  Pot  lisch.  cf:  Yflgl 
oben  ohne  Aderstreifen,  diese  unten  deutlich  oder  nur  sehr  unbestimmt,  im  erstem  Falle  auch  ein  Subbasal¬ 
strich  hinter  der  Zelle  vorhanden;  der  vor  der  Subcostale  stehende  Goldfleck  immer  gross,  distal  die  Costale 
berührend.  ?:  Zelle  des  Vtlgls  auf  der  Oberseite  an  der  Spitze  weiss  gerandet,  die  Umrandung  vorne  viel 
breiter  als  hinten,  viel  weniger  M-förmig  als  beim  indischen  cerberus,  die  Aderstreifen  oben  und  unten  meist 
gut  entwickelt,  schmäler  als  bei  helena,  meist  ein  Subbasalstrich  hinter  der  Zelle,  die  an  den  Discal-  und 
Subcostaladern  stehenden  Streifen  die  Zelle  erreichend,,  auch  wenn  sie  nur  schwach  ausgeprägt  sind ;  die  Zelle 
unten  mit  breiter  grauweisser  Apicalmakel  oder  die  Umrandung  schmal  und  hinten  nur  selten  unter  die  dritte 
Radiale  hinabreichend,  die  schwarzen  Discaltlecke  des  Hflgls  oft  gross  und  zusammengeflossen.  Die  Form, 
aplotia.  bei  der  die  Oberseite  des  Vtlgls  nur  schwache  Aderstreifen  trägt,  nenne  ich  ¥-f.  aplotia  form,  nov.,  und  die 
phycia.  Form  mit  starken  Aderstreifen  und  Zelltleck  ¥-f.  phycia  form.  nov.  Nordost-Sumatra,  in  der  Ebene  und  in 
heliconoides.  den  Vorbergen,  das  ganze  Jahr  hindurch,  aber  weniger  häufig  als  P.  amphrisus  ruficoUis.  —  heliconoides 
Moore  (=  heliaconoides  Wood-Mas.  u.  Nicev.).  Kleiner  als  cerberus.  cf:  Der  vor  der  Subcostale  stehende 
Goldfleck  stets  gross,  distal  ziemlich  plötzlich  bis  zur  Gostale  erweitert  und  hier  meist  einen  schwarzen  Fleck 
einschli  essend,  der  vor  der  8.  Radiale  stehende  Zahn  des  Goldfeldes  kürzer  als  der  hinter  dieser  Ader  liegende  : 
das  schwarze  Randband  unten  vor  dem  Analwinkel  mit  kurzen  gelben  Längsstreifen  auf  dem  Schwarz.  ¥: 
Vflgl  oben  fast  rein  schwarz,  oder  mit  sehr  scharfen,  schmalen,  fast  rein  weissen  Aderstreifen,  die  nicht  so 
nahe  an  den  Rand  gehen  wie  bei  cerberus,  der  hinter  der  der  2.  Mediane  stehende  Streif  kurz  oder  fehlend ; 
die  Zelle  bei  den  gestreiften  Stücken  mit  scharfem,  weissem  M,  unten  kein  weisser  Streif  hinter  der  Zelle 
basal  von  der  2.  Mediane,  aber  auch  in  den  sonst  nur  schwach  gestreiften  Exemplaren  ein  Doppelstreif  an 
der  Submediane;  die  schwarzen  Discaltlecke  des  Hflgls  voneinander  getrennt,  der  1.  höchstens  zweimal  so 
gross  wie  der  2.,  der  letzte  (hinter  der  2.  Mediane  stehende)  Fleck  dieser  Reihe  in  oder  nach  aussen  von 
der  Mitte  der  2.  Mediane  und  wenigstens  unten  nicht  oder  nur  ganz  wenig  mehr  proximal  der  vorhergehende 
schwarze  Discalfleck  liegend,  die  hintern  Zähne  des  Goldfeldes  meist  durch  gelbgraue  Beschuppung  bis  zu 
rhyparia  den  Fransenflecken  fortgesetzt;  zwei  Formen:  ¥-f.  rhyparia  form,  nov.,  Oberseite  des  Vflgls  fast  rein  schwarz, 
aphniea .  und  ¥-f.  aphnea  form.  nov.  mit  scharfen  weissen  Aderstreifen  auf  der  Oberseite  des  Vflgls.  Andamanen.  — 
cerberus.  Es  ist  noch  kein  Vertreter  dieser  Papilio-Gruppe  von  den  Nikobaren  bekannt  geworden.  —  cerberus  F/dr. 
In  Nord -Indien  und  Birma  variiert  diese  Subspecies  viel  stärker  als  in  Tonkin,  Malakka  und  Borneo,  was 
wohl  damit  zusammenhängt,  dass  es  in  jenen  Gegenden  eine  ausgesprochene  kalte,  trockene  Jahreszeit  (Winter) 
gibt.  Das  cf  tritt  in  Nord-Indien  und  Birma  in  zwei  Formen  auf:  cf-f.  cerberus  Fldr.,  Vflgl  unten  basal- 
wärts  hinter  der  Zelle  mit  weissem  oder  gelblichem  Streif,  die  Aderstreifen  meist  deutlich,  wenn  auch  kurz, 
oft  auch  oben  vorhanden,  auf  dem  Hflgl  ein  grosser  langer  Goldfleck  vor  der  Subcostale;  bei  der  2.  Form: 
eumagos.  cf-f.  eumagos  form,  nov.,  hat  der  Vflgl  keine  deutlichen  Aderstreifen  oder  diese  sind  submarginal,  und  es 
fehlt  der  subbasale  Streif  hinter  der  Zelle,  das  goldene  Subeostalfeld  des  Hflgls  ist  zu  einem  submarginalen 
Fleck  reduziert.  Mit  diesen  beiden  cf -Formen  fliegen  zwei  Hauptformen  des  ¥:  eine  dunkle  Form,  bei  der 
azelia.  die  Aderstreifen  schwach  sind  oder  fast  ganz  fehlen,  ¥-f.  azelia  form,  nov.,  und  eine  stark  grauweiss-streifige 
gypsothelia.  Form,  ¥-f.  gypsothelia  form,  nov.,  bei  der  die  an  den  beiden  Medianästen  stehenden  Streifen  bis  an  die  Zelle 
reichen,  und  die  weisse  Umrandung  der  Zellspitze  bis  an  oder  nahe  an  die  Ursprungsstelle  der  1.  Mediane 
hinabgeht;  Exemplare,  die  diese  beiden  Formen  verbinden,  treten  gleichfalls  häufig  auf.  Auf  der  Malakka- 
Halbinsel  und  in  Borneo,  sowie  auf  den  Natuna-Inseln  hat  das  cf  stets  eine  grosse  lange,  goldene  Subcostal- 
makel  auf  dem  Hflgl,  einerlei  ob  der  Vflgl  Aderstreifen  trägt  oder  nicht.  Die  dunkle  Form  des  ¥  dieser 
Gebiete  ist  augenscheinlich  von  der  vorhin  erwähnten  nordindischen  Zwischenstufe  des  ¥  nicht  zu  unter¬ 
scheiden,  dagegen  reicht  bei  der  gestreiften  Form  die  weisse  Umrandung  der  Zellspitze  basalwärts  nicht  über 
die  1.  Mediane  hinaus  und  die  an  den  Medianästen  stehenden  Streifen  gehen  gewöhnlich  nicht  bis  an  die 
Zelle ,  häufig  ist  auch  das  Streifenpaar  der  3.  Radiale  proximal  ausgelöscht.  Ein  von  Wallace  gefangenes 
Borneo-¥  im  Tring  Museum  hat  statt  der  M-Zeichnung  eine  breite  kurze  grauweisse  Apikalmakel  in  der  Zelle 
des  Vflgls.  Ein  ¥  von  Bangney  in  coli.  Staudinger  (Museum  Berlin)  hat  mehr  Gelb  auf  dem  Hflgl  als 
gewöhnlich.  Auch  in  Tonkin,  von  wo  das  Tring  Museum  2  cf  cf  und  3  ¥¥  hat,  ist  der  Falter  augenscheinlich 
konstanter  als  in  Nord-Indien  und  Birma ;  die  cf  cf  haben  Aderstreifen  auf  dem  Vflgl  und  das  goldene  Sub- 
costalfeld  des  Hflgls  ist  sehr  gross,  aber  das  schwarze  Randband  des  Hflgls  trägt  auf  der  Unterseite  vor  dem 
Analwinkel  zum  Unterschiede  von  den  meisten  cerberus  nur  Spuren  gelber  Beschuppung;  die  ¥¥  sind  stark 
weissstreifig  und  stimmen  mit  der  ¥-f.  gypsothelia  von  cerberus  überein,  nur  sind  die  Zähne  der  zwischen  der 
1.  und  2.  Mediane  stehenden  Goldmakel  nicht  durch  gelbgraue  Beschuppung  bis  zum  Fransenfleck  fortgesetzt. 
In  Nord-Indien  (Sikkim,  Bhutan,  Assam)  und  Birma  ist  cerberus  ein  häufiger  Falter,  der  bis  zu  3000  Fuss 
Höhe  vom  Frühjahr  bis  zum  Herbst  vorkommt;  die  hellgestreiften  Stücke  scheinen  meist  aus  überwinterten 
spilotia.  Puppen  zu  stammen;  in  Borneo  ist  der  Falter  nicht  häufig.  —  spilotia  Höllisch,  cf:  Die  Aderstreifen  auch 


Ausgegeben  29.  XII.  08. 


PAPILTO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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oben  sehr  deutlich,  besonders  die  an  den  Medianästen  stehenden,  unten  alle  sehr  stark  entwickelt,  vor  der 
Submediane  ein  langer,  breiter  Streif,  sowie  schwache  Streifen  an  den  Subcostalen,  der  hinter  der  2.  Mediane 
hegende  Streif  wie  bei  cerberus  wurzelwärts  an  der  Zelle  entlang  fortgesetzt;  Htlgl  vor  der  Subcostale  mit 
langer  Goldmakel,  die  die  Gostale  nicht  erreicht,  eine  volle  Reihe  schwarzer  Discalflecke  (oben  6,  unten  7), 
der  2.  der  grösste,  9  mm  lang,  an  der  Spitze  der  3  hintern  Zapfen  des  schwarzen  Randbandes  etwas  schwarze 
Beschuppung  auf  dem  Goldfelde  (an  aeacus  erinnernd),  der  hinter  der  Zelle  hegende  Goldstrich  über  die  .Mitte 
des  6.  schwarzen  Discalflecks  hinaus  verlängert.  ?:  Vflgl  oben  mit  sehr  dunklen  schmalen  Aderstreiten,  diese 
unten  stark  entwickelt,  in  der  Zellspitze  eine  M-Zeichnung;  Htlgl  ohne  discalen  Goldfleck  vor  der  Subcostale, 
die  schwarzen  Discalflecke  gross,  nur  an  der  3.  Radiale  und  1.  Mediane  sehr  schmal  voneinander  getrennt, 
der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  schwarze  Fleck  lang,  nur  5  mm  von  der  Zelle  entfernt,  unten  das  gelbe 
Feld  sehr  blass,  distal  und  hinten  weisslich.  1  cf,  2  ??  von  Hainan  im  Tring  Museum. 

P.  minos  Cr.  (=  astenous  F.  partim)  (9  a,  b).  Ein  Halsring  sowie  die  Seiten  der  Brust  und  des  minos. 

1.  Hlbsrings  rot.  cf:  Hlb  graugelb,  mit  schwarzen  Seitenflecken;  die  3.  Radiale  und  die  zwei  Medianadern 
deutlich  weisslich  gerandet ,  diese  Streifen  bis  an  die  Zelle  gehend  und  hier  miteinander  vereinigt ;  Htlgl 
golden,  das  Abdominalfeld  bis  an  die  Zelle  und  das  breite  Randband  schwarz.  ?  auf  dem  Vflgl  mit  sehr 
deutlichen  Aderstreifen,  die  bis  an  die  Zelle  gehen  und  hier  vereinigt  sind,  die  Zelle  in  der  Distalhälfte  auch 
innen  ringsum  weiss  gerandet;  Htlgl  golden,  das  Abdominalfeld,  eine  Reihe  grosser,  selten  einander  zum  Teil 
berührender  Discalflecke,  und  das  breite,  zwischen  den  Ädern  stark  konvexe  Randband  schwarz,  Abdominal¬ 
feld  in  der  Mitte  und  am  Rande  grau.  Ei  rötlich.  Rp  dunkelbraun,  mit  schwärzlichen  Zeichnungen,  die 
Tuberkel  mit  blassroten  Spitzen,  das  schräge  Seitenband  und  der  ganze  dorsale  Zapfen  des  7.  Segments 
gleichfalls  blassrot.  Pp  gewöhnlich  hellbraun  und  dorsal  goldig;  zuweilen  grünlich  und  dorsal  hellgelb .  Süd- 
Indien.  von  der  Küste  aufwärts  bis  zu  über  2000  m.  Tn  Nord-Kanara  während  der  Regenzeit  (vom  Juni  ab) 
häufig,  auch  in  andern  Distrikten  der  Halbinsel  keine  Seltenheit  :  Travancore,  Coehin,  Nighiri-Berge,  Koonooretc. 

Der  Falter  fliegt  langsam ,  aber  häufig  hoch  über  den  Bäumen ,  und  steht  oft  flatternd  vor  Blumen.  Die 
Pp  macht  bei  Berührung  ein  deutliches,  etwas  zischendes  Geräusch,  das  wahrscheinlich  durch  Reibung  der 
Hlbsringe  gegeneinander  hervorgebracht  wird. 

P.  aeacus.  cf:  Hlb  oben  gelb  geringelt;  Vflgl  schmal,  an  den  Adern  halbdurchsichtig;  Htlgl  golden, 
die  letzten  3  Zapfen  des  schwarzen  Randbandes  mit  schwarzer,  auf  dem  Goldfelde  liegender  Beschuppung 
umrandet,  zuweilen  ein  schwarzer  Discalfleck  hinter  der  2.  Mediane,  selten  noch  ein  zweiter  vor  dieser  Ader. 

?:  Hlb  oben  schwarz,  unten  gelb  gerändert  oder  gelb  mit  schwarzen  Flecken;  Vflgl  mit  scharfen  weiss¬ 
grauen  Aderstreifen,  die  bis  an  die  Zelle  gehen:  die  Zelle  innen  wenigstens  bis  zur  Hälfte  weissgrau  um¬ 
randet,  häufig  fast  die  ganze  Zelle  von  dieser  Farbe,  nur  die  Wurzel  und  2  schwarze  Längsstriche  schwarz 
bleibend;  Hflgl  mit.  grossen  schwarzen  Keilflecken  und  tief  eingeschnittenem  Randbande,  das  anale  Drittel 
des  Flügels  mehr  oder  weniger  stark  schwarz  schattiert.  Von  den  Südabhängen  des  Himalava  und  West- 
China  bis  Malakka  und  Formosa  verbreitet;  in  vielen  Gegenden  häufig,  von  etwa  800 — 3500  Fuss.  — 
thomsoni  Bates  (=  malaiianus  Frühst.)  cf  klein,  der  Aussenrd  des  Vflgls  stark  konkav.  ?:  Zelle  des  thomsoni. 
Vflgls  basalwärts  kaum  bis  zur  2.  Mediane  weissgrau  umrandet,  die  Umrandung  ebenso  wie  die  Aderstreifen 
schmal;  die  schwarzen  Discalflecken  des  HflgTs  im  ganzen  kleiner  als  bei  indischen  Stücken,  der  Flügel 
analwärts  weniger  schwarz  bestäubt.  Halbinsel  Malakka.  —  aeacus  Fldr.  (=  rhadamanthus  Bsd. .  partim  nee  aeacus. 
Lucas)  (Bd.  1,  1  a,  b).  cf:  grösser,  doch  manche  Stücke  aus  den  Slian  Staaten  so  klein  wie  thomsoni ;  der 
Aussenrd  des  Vflgls  meist  weniger  eingebogen,  auch  sind  die  Aderstreifen  etwas  breiter.  ?:  die  weissgraue 
Umrandung  der  Zelle  des  Vflgls  sowie  die  Aderstreifen  breit,  oft  die  Zelle  grösstenteils  weissgrau:  bei  west- 
chinesischen  Stücken  ist  der  Hlb  unten  im  ganzen  mehr  ausgedehnt  schwarz  als  bei  indischen.  Nordwest- 
und  Nord-Indien,  Birma  einschliesslich  Tenasserim  und  Shan  Staaten,  und  West- China ;  vom  eigentlichen  Siam, 
sowie  von  Annam,  Tonkin.  Süd-China  und  Hainan  scheint  der  Falter  noch  nicht  bekannt  zu  sein;  dagegen 
tritt  er  in  einer  etwas  abweichenden  in  Formosa  auf  (formoscmus).  In  Nord-Indien,  besonders  im  Masuri-Distrikt 
und  Sikkim,  ist  der  Falter  in  heissen  Tälern  recht  häufig.  Er  segelt  langsam  um  blühende  Bäume,  besucht 
aber  auch  blühendes  Gesträuch,  und  kann  zuweilen  mit  der  Hand  gegriffen  werden,  wenn  er  fächelnd  vor 
einer  Blüte  steht.  —  formosanus  liothsch.  Die  Aderstreifen  des  Vflgls  bei  cf  und  ?  schmäler  als  bei  aeacus •  formosanus. 
besonders  beim  ?  auffällig  dünn.  Der  Hlb  unten  an  der  Wurzel  rot  behaart ;  beim  ?  ist  der  Kopf  vor  den 
Fhlrn  rot,  auch  beim  cf  finden  sich  hier  einige  rote  Haare.  Die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  des  ? 
sind  gross,  keilförmig,  und  die  beiden  vor  und  hinter  der  1.  Mediane  des  Hflgls  stehenden  schwarzen  Rand¬ 
flecke  sind  auf  der  Unterseite  aussen  nicht  gelb  umzogen.  Süd-  und  Zentral-Formosa,  im  Tring  Museum. 

P.  rhadamantus.  Der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  die  2.  Mediane  des  Hflgls  viel  mehr  distal  abzweigend; 
der  Hlb  des  cf  oben  ganz  schwarz;  beim  ?  der  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Ursprungsstelle  der  2.  Mediane 
braunschwarz,  dieses  Feld  scharf  umschrieben,  der  an  der  2.  Mediane  stehende  Doppelstreif  kurz,  der  sub¬ 
mediane  Doppelstreif  wenigstens  oben  fehlend  oder  nur  angedeutet  und  die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls 
mit  dem  Saumbande  so  vollständig  verschmolzen,  dass  keine  oder  nur  sehr  kleine  gelbe  Submarginalflecke  übrig¬ 
bleiben.  Zuweilen  ist  alles  Gelb  von  der  Oberseite  des  Hflgls  verdrängt.  Rp  schokoladebraun,  die  Spitzen 

IX  4 


26  PAPILiO.'  Von  Dr.  K.  Jordan. 

der  fleischigen  Dornen  rot,  auf  dem  6.  und  7.  Ringe  (der  Kopf  nicht  mitgezählt)  ein  rötlich  weisses  Seiten- 
band  wie  bei  den  verwandten  Arten.  Pp  grünlich  gelb.  Philippinen,  Palawan-  und  Talaut-Inseln;  drei 
rhada-  Subspecies.  —  rhadamantus  Luca-s  (=  amphrisius  Lucas  nee  F.,  rhadamanthus  Bsd.  partim,  nephereus  Gray  ; 
mantus.  basilanicus  Frühst.)  (12  c)  bewohnt  die  Philippinen  und  scheint  auf  allen  Inseln  der  Gruppe  häufig  zu  sein, 
cd:  die  schwarze  Bestäubung  auf  dem  analen  Teile  des  Goldfeldes  des  Hflgls  reicht  gewöhnlich  nur  bis  hall) 
zur  Zelle ,  zuweilen  erstreckt  sie  sich  bis  in  die  Zelle ,  aber  die  Unterschuppen  bleiben  immer  gelb.  Das  ? 
stets  mit  grossem  Goldfleck  hinter  der  Zelle  des  Hflgls,  während  der  vor  der  Subcostale  stehende  Fleck  stets 
plateni.  kleiner  als  die  zwischen  den  beiden  Medianästen  liegende  Makel  ist  und  oft  ganz  fehlt.  —  plateni  Stgr.  (10c). 
cf :  Hflgl  auf  der  Oberseite  vom  Analwinkel  her  bis  wenigstens  nahe  zum  Vrd  der  Zelle  ganz  schwarz,  zu¬ 
weilen  ist  nur  eine  Goldmakel  geblieben,  unten  dagegen  ist  das  Goldfeld  bei  manchen  Stücken  fast  so  gross 
wie  bei  der  vorigen  Subspecies,  während  es  bei  andern  Exemplaren  mehr  oder  weniger  stark  reduziert  ist. 
Beim  ?  ist  der  hinter  der  Zelle  des  Hflgls  liegende  Goldfleck  klein  oder  er  fehlt,  selten  ist  er  so  gross  wie 
bei  rhadamantus,  der  vor  der  Zelle  stehende  Fleck  dagegen  ist  meistens  grösser  als  der  zwischen  den  Median- 
dohertyi.  ästen  liegende;  unten  ist  das  Goldfeld  mehr  grau  bestäubt  als  bei  rhadamantus.  Palawan.  —  dohertyi 
Rippon  (=  vordermani  Snell.)  (13a,  b).  cf  oben  auf  beiden  Flügeln  schwarz,  zuweilen  vorne  auf  dem  Hflgl 
ein  Rest  des  Goldfeldes  vorhanden;  unten  trägt  der  Hflgl  immer  ein  goldenes  Discalband:  das  aber 
in  Breite  variiert.  ?  blasser  als  bei  den  vorigen  Formen,  das  Goldfeld  der  Oberseite  des  Hflgls  stark  ver¬ 
kleinert,  oft  ganz  verdrängt.  Exemplare  beiderlei  Geschlechts,  bei  denen  unten  die  Aderstreifen  des  Vflgls 
fasciculatns.  zusammengeflossen  sind,  finden  sich  zusammen  mit  normalen  Exemplaren:  ab.  fasciculatus  Latliy.  Talaut- 
Inseln,  wahrscheinlich  besonders  auf  der  Hauptinsel  Talaut  (=  Talaur  =  Salibaboe) ;  augenscheinlich 
nicht  selten. 

magellanus.  P.  magellanus  Fldr.  Diese  prachtvolle  Art  ist  auf  den  Philippinen  weit  verbreitet,  aber  viel  seltener 

als  P.  rhadamantus.  Man  kennt  sie  bis  jetzt  von  den  Babuyanes,  Luzon,  Polillo  und  Mindanao.  Höchst 
wahrscheinlich  ist  sie  auch  auf  Mindoro  vertreten.  Hlb  oben  und  unten  graugelb ,  beim  cf  oben  seitlich 
mehr  oder  weniger  geschwärzt;  der  Vflgl  mit  hellen  bis  an  die  Zelle  gehenden  Aderstreifen;  der  Hflgl 
golden,  beim  cf  oben  und  unten  mit  starkem,  prächtigem  Opalglanze,  der  auch  beim  $  angedeutet  ist,  der 
Saum  des  cf  schmal  schwarz,  beim  ?  mit  den  Discalflecken  zu  einem  breiten  Bande  zusammengeflosseii,  das 
eine  Reihe  stark  gebogener  gelber  Halbmonde  trägt.  Die  Aderstreifen  des  Vflgls  sind  beim  ?  in  der  Breite 
ziemlich  veränderlich,  und  zuweilen  ist  die  Vflglzelle  innen  ringsum  weissgrau  gerandet.  Nach  Semper,  ist 
das  cf  im  Fluge  wegen  des  Opalglanzes  eine  der  prächtigsten  Erscheinungen  in  der  Fauna  der  Philippinen. 
Der  Falter  findet  sich  augenscheinlich  das  ganze  Jahr  hindurch  und  ist  auf  den  östlichen  Inseln  der  Gruppe 
keine  grosse  Seltenheit  (aber  immer  noch  recht  selten  in  den  Sammlungen). 

Bei  den  folgenden  3  Arten  steht  die  Subcostale  des  Hflgls  mehr  distal  als  bei  den  vorhergehenden  gelben 
Arten;  die  Brust  trägt  ganz  selten  eine  Spur  von  roter  Behaarung  auf  der  Unterseite,  und  die  Genitalien  sind  von 
einem  andern  Typus  als  bei  allen  andern  Arten. 

P.  miranda.  Kragen  gelb  oder  ganz  schwarz,  cd :  Hlb  gelb,  oben  die  Mitte  entlang  gebräunt  und 
der  1.  Ring  schwarz;  Vflgl  mit  blauem  Schein  und  weissen  oder  gelblichen  Aderstreifen;  Hflgl  golden,  der 
schwarze  Saum  breit,  an  der  2.  Mediane  wenigstens  5  mm  und  vor  dieser  Ader  wenigstens  10  mm  breit. 
?:  Hlb  oben  schwarzbraun  wie  der  Vflgl,  unten  und  an  den  Seiten  grünlichgelb;  Vflgl  mit  zuweilen  schwachen 
Aderstreifen,  wie  beim  cd  nur  die  vorderen  basalwärts  verlängert;  die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  sehr 
gross  und  mehr  oder  weniger  stark  mit  dem  breiten  Randbande  zusammengeflossen,  die  Goldflecke  variabel, 
miranda.  oft  sehr  stark  reduziert.  Borneo  und  Sumatra.  —  miranda  Btlr.  (14b c)  ist  im  Hügellande  Nord-Borneos 
keine  Seltenheit.  Kragen  geh),  seltener  ganz  schwarz;  die  Aderstreifen  des  Vflgls  sind  submarginal,  mit 
Ausnahme  der  subcostalen  Streifen,  welche  oft  bis  an  oder  nahe  an  die  Zelle  treten,  innerhalb  der  Zelle 
keine  graue  Beschuppung.  Vflgl  des  cd  oben  und  unten  mit  ziemlich  starkem  blauem  Schimmer.  *) 
neomiranda.  neomiranda  Frühst.  (=  zacheri  Suff.),  cd:  Vflgl  weniger  blau  als  bei  der  Borneo-Form,  die  Aderstreifen 
länger  und  gelber,  die  vorderen  an  oder  in  die  Zelle  tretend.  ?:  dunkler  braun,  die  vorderen  Aderstreifen 
des  Vflgls  bis  an  die  Zelle  reichend,  der  Hflgl  mehr  ausgedehnt  golden.  In  den  Gebirgen  Sumatras; 
2  edef  im  Museum  Tring,  2  ??  in  coli.  H.  J.  Adams  (Enfield). 

P.  andromache.  Eine  kleine  Art  mit  rotem  Kragen,  cd:  Vflgl  stumpf,  auf  der  Unterseite  mit  einem 
Bande  grosser  gelblichgrauer  discaler  Keilmakeln;  Hflgl  in  der  Mitte  am  längsten,  der  2.  und  3.  Zapfen  des 
Randbandes  wenigstens  so  weit  wie  die  5.  vorspringend;  Hlb  oben  schwarzbraun.  ?:  Hlb  schwarzbraun,  die 
Segmentränder  unten  wenigstens  zum  Teil  grünlichgelb.  Vflgl  mit  Ausnahme  des  breiten  Saumbandes  und 
des  Costalrandes  grau  oder  bräunlichgrau;  Zelle  des  Hflgls  ganz  golden,  dagegen  die  an  der  Zellspitze 
stehenden  goldenen  Discalflecke  klein ,  unten  der  hinter  der  Zelle  liegende  gelbe  Fleck,  sowie  gewöhnlich 
auch  der  vor  der  Zelle  stehende  bis  zur  Flügelwurzel  reichend.  Nur  von  den  Bergen  Nord-Borneos  be- 
mara-  kannt;  2  Subspecies.  —  marapokensis  Frühst,  wurde  von  J.  Waterstradt  in  grösserer  Anzahl  auf  dem 
pokensis.  Berge  Marapok  in  der  Provinz  Dent  in  Britisch  Nord-Borneo  gefangen.  Das  cd  lässt  sich  nicht  von  dem 


*)  Dieser  nur  bei  gewisser  Beleuchtung  hervortretende  Schimmer  ist  leider  auf  der  Abbildung  nicht  erkennbar. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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der  folgenden  Form  unterscheiden,  dagegen  ist  der  Vtlgl  des  ¥  vielmehr  braungrau  als  weissgrau, 
andromache  Stgr.  (13  c)  kommt  vom  Kina-Balu  in  Britisch  Nord-Borneo.  Der  Vtlgl  des  H  zeigt  oben  zu-  andromadie. 
weilen  Spuren  von  gelblichgrauer  Beschuppung.  Der  Vtlgl  des  ¥  ist  weissgrau,  und  mitten  zwischen  der 
Zelle  und  dem  Saumbande  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  bräunlich.  Der  Falter  kommt  bis  zu  einer  Höhe 
von  1500  m  vor. 

P.  amphrysus.  cf:  Hlb  gelb,  das  1.  Segment  oben  schwarz,  oft  die  Oberseite  auch  seitlich  und  an 
der  Spitze  geschwärzt;  Vtlgl  mit  gelben  oder  gelbgrauen  Aderstreifen,  die  hinteren  submarginal,  die  vorderen 
bis  an  die  Zelle  tretend,  die  Zellspitze  wenigstens  unten  mit  graugelbem  Fleck;  der  schwarze  Saum  des 
goldenen  Hflgls  an  den  Adern  sehr  schmal.  ¥:  Hlb  oben  schwarzbraun  oder  graugelb;  Vtlgl  mit  Ader¬ 
streifen,  von  denen  die  hinteren  submarginal  und  nur  dann  zuweilen  bis  an  die  Zelle  verlängert  sind,  wenn 
letztere  ganz  weissgrau  ausgefüllt  ist,  Zelle  stets  mit  weissgrauem  Apicalfleek,  der  normal  trapezförmig,  aber 
in  Borneo  oft  sehr  stark  vergrössert  und  dann  nicht  scharf  abgeschnitten  ist;  die  schwarzen  Discalflecke  des 
Hflgls  stets  gross.  Der  Falter  ist  rein  malayisch  und  findet  sich  von  Banguey  im  Norden  bis  Malakka, 

Sumatra,  Java  und  den  Inseln  an  der  Westküste  Sumatras  im  Süden.  Die  Art  kommt  im  Flachlande  und 
im  Gebirge  vor  und  besteht  aus  einer  Reihe  von  Subspecies,  von  denen  drei  Gebirgsformen  sind.  Der 
Schmetterling  gehört  zu  den  häufigeren  Faltern  der  grossen  Sunda-Inseln  und  findet  sich  zahlreicher  als 
P.  helena.  Das  Ei  ist  gelb.  Die  erwachsene  Rp  ist  kaffeebraun,  die  fleischigen  Fortsätze  des  Prothorax 
und  der  3  nächsten  Ringe  sind  an  der  Spitze  verdickt  und  nach  hinten  gebogen,  während  die  Fortsätze  der 
anderen  Ringe  vorwärts  gerichtet  sind.  Die  gelbe  Pp  macht  durch  Reiben  der  Hlbsringe  gegeneinander 
ein  lautes  Geräusch,  wenn  sie  belästigt  wird;  die  Puppenruhe  dauert  26 — 29  Tage  (Martin).  Leider  ist 
nicht  angegeben ,  wodurch  sich  die  Rpn  und  Ppn  von  denen  der  verwandten  Arten  unterscheiden.  Die 
durchsichtig  gelben  Hflgl  geben  dem  Tiere  ein  prächtiges  Aussehen,  wenn  es  im  Sonnenschein  hoch  in  der 
Luft  kreist.  —  amphrysus  Cr.  (=--=  amphrisius  F.)  (14a)  cf:  Aderstreifen  und  Zellfleck  des  Vflgls  gelb,  die  amphrysus. 
zwischen  der  2.  und  3.  Radiale  stehenden  Streifen  proximal  meist  breit  zusammengeflossen;  der  schwarze 
Saum  des  Hflgls  an  den  Aderspitzen  etwa  D/2  mm  breit;  cf -ab.  palabuana  Frühst,  hat  nach  dem  Autor  palabuana. 

dunklere,  fast  rötlich  braune  Aderstreifen,  unsere  Palabuan  cf  cf  zeigen  das  nicht,  doch  sind  die  Aderstreifen 

bei  zwei  abgeflogenen  Stücken  von  dort  blasser  und  schmutziger  gelb.  ?:  Das  gelbe  Feld  des  Hflgls  oben 

gegen  die  Wurzel  und  den  Abdominalrand  hin  meist  sehr  blass  gelblichgrau;  Hlb  unten  an  der  Wurzel 

gewöhnlich  geschwärzt.  Auf  Java  in  niederen  Höhen  häufig.  Wie  die  verwandten  Arten  fliegt  amphrysus 
schon  früh  am  Morgen  und  wieder  gegen  Abend,  doch  nach  schwerem  Regen  ist  der  Falter  auch  während 
der  heissen  Mittagszeit  an  Blüten  auf  offenen  von  Unterholz  bedeckten  Stellen  zu  finden,  wohin  er  aus  den 
Baumkronen  des  nahen  Waldrandes  kommt.  —  Die  Berge  Javas  werden  von  einer  Gebirgsform  bewohnt: 
cuneifera  Oberth.  (=  ritsemae  Snell.,  cuneatus  Bippon)  (14ac),  welche  in  etwa  1200  bis  gegen  2000  m  Höhe  cuneifera. 
fliegt.  Sie  kommt  am  Gede  und  Ardjoena  vor,  ist  aber  besonders  in  den  Cinchona-Pflanzungen  des  Plateaus 
von  Pengalengan  häufig,  cf:  Hlb  oben  mit  je  einem  eiförmigen  schwarzen  Fleck  auf  dem  4.  und  5.  Ringe; 
der  Hflgl  hat  gewöhnlich  mehrere,  etwas  verwischte,  schwarze  discale  Keilflecke,  die  selten  alle  fehlen;  die 
Aderstreifen  des  Vflgls  sind  dünn,  mehr  grau  als  bei  amphrysus  und  die  vorderen  nur  an  und  nahe  der 
Zelle  deutlich.  Das  ?  nicht  konstant  von  amphrysus  zu  unterscheiden,  das  gelbe  Feld  des  Hflgls  basal  und 
abdominal  weniger  grau  und  besonders  unten  im  Ganzen  reiner  grünlichgelb.  —  vistara  Frühst,  von  den  vistara. 
Batu -Inseln,  cf :  Aderstreifen  des  Vflgls  dünner  und  viel  weniger  gelb  als  bei  amphr.  amphrysus,  die  an  der  2.  Mediane 
stehenden  Streifen  oben  nur  angedeutet  oder  fehlend;  die  Zapfen  des  schwarzen  Saumbandes  des  Hilgls 
länger  als  bei  amphrysus.  ?:  Aderstreifen  des  Vflgls  etwas  breiter  als  bei  amphrysus ,  besonders  die  sub¬ 
marginalen,  der  Zellfleck  etwas  grösser,  vorne  fast  so  lang  als  er  breit  ist;  Saumband  des  Hflgls  breit,  die 
gelben  Submarginalflecke  daher  weiter  vom  Rande  entfernt  als  bei  amphrysus ,  das  Zentralfeld  oben  und 
unten  gelb,  der  vor  der  Subcostale  stehende  gelbe  Fleck  grösser  als  der  4.  Fleck,  der  5.  und  6.  Fleck  tief 
eingeschnitten,  die  betreffenden  schwarzen  Discalmakeln  sehr  lang;  Hlb  unten  an  der  Wurzel  nicht  ge¬ 
schwärzt.  Im  Tring  Museum  2  cf  cf  und  1  ¥,  auch  in  anderen  Sammlungen  einige  Exemplare.  -  -  niasicus  niasicus. 
Frühst,  cf  dem  vistara-d1  ganz  ähnlich,  aber  die  Aderstreifen  des  Vflgls  und  der  Zellfleck  etwas  mehr  gelb¬ 
lich;  auf  der  Unterseite  hat  die  Zelle  am  Apex  einen  grossen  vordem  und  einen  kleinen  linienförmigen 
hintern  Fleck,  was  auch  bei  vistara  und  der  nächsten  Subspecies  der  Fall  ist.  Das  ?  gleichfalls  wie  vistara , 
der  Zellfleck  des  Vflgls  hinten  kürzer,  daher  stark  trapezförmig;  der  vor  der  Subcostale  des  Hflgls  stehende 
discale  gelbe  Fleck  ist  klein,  und  der  2.  gelbe  Discaltleck  sowie  die  graugelben  Submarginalflecke  sind  im 
Ganzen  kleiner  als  bei  vistara.  Nias.  —  sumatranus  Hagen  ist  die  Gebirgsform  von  Sumatra.  Ähnlich  sumatranus. 
cuneifera.  Beim  cf  die  Aderstreifen  des  Vflgls  noch  mehr  reduziert,  und  der  Hlb  oben  ohne  schwarze 
Mittelflecke;  die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  nur  teilweise  angedeutet,  oft  alle  fehlend.  Das  ?  ist  be¬ 
sonders  durch  das  am  Ursprünge  des  Subcostalastes  fast  ganz  grade  abgestutzte  Goldfeld  des  Hflgls  von 
allen  andern  amphrysus- Formen  unterschieden;  der  Hlb  unten  wie  bei  cuneifera  an  der  Wurzel  geschwärzt. 

-  Eine  weitere  Form  mit  schwarzen  Discalflecken  auf  dem  Hflgl  des  o71  ist  tantalus  Ehrm.,  nach  einem  tantalus. 
cf  beschrieben,  das  von  Waterstradt  in  Nord-Borneo  ( —  der  Autor  sagt  »in  den  deutschen  Besitzungen 
in  Nord-Borneo,  .  .  .  Kala  Bula  Berge«  — )  gefunden  sein  soll.  Das  Stück  unterscheidet  sich  nach  dem 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Autor  von  cuneifera  durch  das  Fehlen  des  roten  Kragens  und  durch  stärkere  gelbliche  Aderstreifen.  Wir 
machen  aber  darauf  aufmerksam,  dass  bei  cuneifera  (=  ritsemae)  der  Kragen  auch  zuweilen  ganz  schwarz 
ruficollis.  ist  und  die  Aderstreifen  variieren.  Ob  das  Exemplar  wirklich  von  Nord-Borneo  kam?  —  ruficollis  Btlr. 
cf :  Die  Aderstreifen  des  Vflgls  und  der  schwarze  Saum  des  Hflgls  dünner  als  bei  amphrysus,  die  Zelle  des 
Vllgls  auf  der  Unterseite  mit  einem  grossem  vordem  und  einem  linienförmigen  hintern  Fleck  wie  bei  vistara 
und  niasicus ;  die  Harpe  der  Haftklappe  wie  bei  diesen  beiden  Formen  mit  einem  proximalen  Zahn,  der  bei 
javanischen  Exemplaren  von  amphrysus  nur  angedeutet  ist.  Beim  ¥  reicht  der  weissgraue  Zellfleck  bis  zum 
Ursprung  der  2.  Subcostale,  die  Aderstreifen  sind  schmäler  als  bei  amphr.  amphrysus ;  die  gelben  Sub¬ 
marginalflecke  des  Hflgls  stehen  näher  am  Rande  als  bei  niasicus  und  vistara  und  hängen  bei  Exemplaren 
von  Malakka  ziemlich  oft,  bei  Stücken  von  Sumatra  selten  zusammen.  Wir  haben  kein  Merkmal  gefunden, 
durch  welches  die  Exemplare  von  Malakka  und  Sumatra  voneinander  zu  unterscheiden  sind.  Zwar  sind  im 
allgemeinen  die  cf  cf  von  Malakka  klein  und  die  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  des  ?  in  einem  grossen 
Prozentsätze  der  Exemplare  zum  Teil  voneinander  getrennt  und  die  vorderen  gerundet,  aber  dieselben 
Charaktere  treten,  wenn  auch  selten,  gleichfalls  in  Sumatra  auf,  so  dass  man  ohne  Fundortsangabe  mit 
Sicherheit  bis  jetzt  von  keinem  Stücke  sagen  kann,  ob  es  von  Sumatra  oder  Malakka  stammt.  Ganz  anders 
verhält  es  sich  mit  den  Exemplaren  aus  Borneo.  In  Sumatra,  wo  ruficollis  in  der  Ebene  und  in  den  Vor¬ 
bergen  vorkommt,  ist  er  häufiger  als  die  dortige  Form  von  Inelena.  Er  fliegt  das  ganze  Jahr  hindurch,  nach 
f/avicollis  Hagen  am  häufigsten  im  März,  und  besucht  besonders  gern  die  Blüten  von  Poinciana  pulcherrima.  —  flavi- 
collis  Bruce.  Während  die  vorigen  Subspecies  verhältnismässig  konstant  sind,  ist  die  Art  auf  Borneo  sehr 
variabel,  und  es  treten  Kennzeichen  auf,  die  sich  anderswo  nicht  finden,  so  dass  man  wenigstens  4/s  der 
Exemplare  als  von  Borneo  stammend  erkennen  kann.  Der  Kragen  ist  häufig  gelb,  was  der  Subspecies  zu 
ihrem  leider  nur  auf  einen  Teil  der  Individuen  passenden  Namen  verholfen  hat.  cf :  Hlb  oben  meistens  mit 
deutlichen  braunen  Mittelflecken:  Zelle  des  Vflgls  oben  oft  ganz  ohne  gelbe  Beschuppung,  manchmal  der 
gelbe  Fleck  wie  bei  ruficollis  ausgebildet,  aber  oft  vorne  stark  vergrössert,  unten  ist  der  vordere  Zelltleck 
oft  so  ausgedehnt,  dass  die  halbe  Zelle  gelb  ist,  auch  in  diesem  Falle  bleibt  der  kleine  linienförmige  hintere 
Zelltleck  selbständig.  ¥  in  zwei  durch  Übergänge  verbundenen  Formen,  einer  dunklen  und  einer  hellen,  auf¬ 
tretend.  Die  dunkle  Form,  abgesehen  von  dem  in  dieser  Form  selten  auftretenden  gelben  Kragen,  ist  dem 
actinotia.  ruficollis -?  sehr  ähnlich,  der  Zelltleck  des  Vflgls  aber  vorne  meist  etwas  grösser:  ¥-f.  actinotia  form.  nov.  Die 
olympia  helle  Form,  ?-f.  Olympia  Honr.,  hat  meistens  einen  gelben  Kragen,  die  Zelle  des  Vflgls  ist  ganz  oder  grösstenteils 
weissgrau,  die  Aderstreifen  sind  breit  und  lang  und  die  der  beiden  Medianäste  gehen  gleichfalls  bis  an  die 
Zelle,  die  schwarzen  Discaltlecke  des  Htlgls  meistens  und  der  vor  der  Subcostale  liegende  Goldfleck  immer 
sehr  gross.  Fruhstorfer  hat  noch  die  folgenden  Bezeichnungen  nach  der  Kragenfärbung  eingeführt:  cf-ab. 
gardineri  gardineri,  Kragen  rot,  ¥-ab.  bruneicollis  (!)  (-  birmeicollis  Frühst.),  Kragen  gebräunt,  und  cf?-ab.  nigricollis, 
bruneicolhs  Kragen  schwarz.  P.  amphrysus  favicollis  ist  von  Nord-  und  Süd-Borneo  sowie  Banguey  bekannt;  die  hellen 
nigncol  is  ^  finden  sich  vielleicht  nur  im  Norden.  Der  Falter  ist  im  Flachlande  sowie  in  den  Bergen  Nord-Borneos 
häufig  und  viel  zahlreicher  als  alle  verwandten  Arten.  Möglicherweise  findet  sich  auch  eine  Form  von 
amphrysus  auf  Palawan. 


Nox-Gruppe. 

Ganz  ungeschwänzt  oder  der  Schwanz  kurz  und  zugespitzt,  nicht  spatelförmig.  Hflgl  des  cf  mit  sehr  breiter, 
eingerollter  Abdominalfalte,  in  der  sich  stets  ein  stark  entwickeltes  Duftorgan  befindet;  die  Haftklappen  normal,  mit 
kurzem  Zahn  an  der  Spitze  wie  bei  der  vorhergehenden  Gruppe. 

Die  Arten  fallen  in  zwei  natürliche  Untergruppen: 

1.  Duftfalte  des  cf  (wenn  ganz  ausgebreitet)  ohne  lange  Haare  am  Rande  :  semperi,  dixoni,  Jaiehni,  priapus, 
sycorax,  liayeui  und  aidoneus. 

2.  Duftfalte  des  cf  mit  langen  Haaren  am  Rande:  varuna,  zaleueus  und  nox. 

P.  semperi.  Körper  grösstenteils  rot.  Haftklappen  des  cf  rot  mit  schwarzem  Ventralfleck;  die 
Abdominalfalte  des  Hflgls  sehr  gross,  mit  gelblich  grauer  Beschuppung,  ausser  an  der  Basis;  Oberseite  beider 
Flügel  beim  cf  rein  sammetschwarz,  beim  ¥  der  Vflgl  schwach  aufgehellt,  der  Hflgl  oberseits  mit  den  Zeichnungen 
der  Unterseite  nur  angedeutet  oder  deutlich,  aber  weisslieh;  bei  einer  Form  der  Vflgl  des  ¥  mit  grossen 
weissen  Flecken ;  unten  der  Hflgl  mit  2  Reihen  roter  Flecke,  die  vorderen  Flecke  der  Discalreihe  oft  fehlend. 
Der  Falter,  über  dessen  Lebensweise  so  gut  wie  nichts  bekannt  ist,  findet  sich  nur  auf  den  Philippinen 
(einschliesslich  Palawan),  wo  er  augenscheinlich  auf  allen  Inseln  vorkommt.  Er  fliegt  das  ganze  Jahr  hin- 
melanotus.  durch,  jedoch  wird  er  meist  nur  einzeln  angetroffen.  —  melanotus  Stgr.  (f8a)  ist  in  bezug  auf  die  Körper- 
färbung  die  ursprünglichste  Form.  Sie  tliegt  auf  Palawan.  Der  Thorax  und  Hlb  sind  oben  schwarz.  Beim  ¥ 
trägt  der  Hflgl  oben  nur  schwache  Andeutungen  von  Zeichnungen.  Soviel  wir  wissen,  sind  nur  2  cf  cf 
(Museum  Tring)  und  1  ¥  (coli.  Staitdinger)  bekannt.  Palawan  ist  dicht  bewaldet  und  nur  an  ein  paar 
Stellen  zugänglich;  auch  wird  das  Sammeln  dem  Reisenden  durch  die  feindselige  Haltung  der  Bewohner 
albofasciata.  sehr  erschwert.  albofasciata  Semp.  Thorax  und  Hlb  auch  oben  rot,  beim  ¥  blass.  Die  cf  cf  dieser  und 
aller  folgenden  Formen  scheinen  nicht  unterscheidbar  zu  sein,  während  die  ¥¥  auffällige  Unterschiede  auf¬ 
weisen.  ¥:  Vflgl  mit  einer  Reihe  sehr  grosser  weisser  Makeln;  Hflgl  mit  den  Zeichnungen  der  Unterseite 


PAP  ILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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auch  oben  scharf  ausgebildet  ,  aber  die  discalen  Flecke  weiss,  die  submarginalen  rütlichweiss ,  schwarz 
schattiert.  Mindoro  und  (nach  Semper)  Panay.  —  semperi  Flclr.  (—  ervthrosoma  Reale.)  (17  b,  c).  cf  wie  semperi. 
vorher.  ?:  Vtlgl  schwarz,  schwach  aufgehellt;  Hflgl  oben  schwärz,  mit  grauschwarzen  Discal-  und  Sub¬ 
marginalflecken.  Luzon  und  Polillo.  —  baglantis  Roth  sch.  cf  wie  vorher.  ?:  Hflgl  oben  mit  scharf  aus-  baglantis. 
geprägten  rötlichweissen  Zeichnungen,  die  aber  viel  kleiner  als  die  roten  Zeichnungen  der  Unterseite  sind; 
die  vorderen  Flecke  der  discalen  Reihe  fehlen ;  Distalrand  zwischen  Schwanz  und  Analwinkel  nicht  grau 
gerandet.  Negros.  —  supernotatus  Rothsch.  cf  und  ?  wie  vorher,  aber  der  Hflgl  des  ?  von  der  2.  Radiale  supernoiatus 
ab  schmutzig  rötlichweiss  gerandet.  Samar  und  Bohol.  aphthonia  Rothsch.  cf  wie  vorher.  ?:  dieZeich-  aphthonia. 
nungen  der  Oberseite  des  Htlgls  viel  grösser  als  bei  der  vorigen  Form,  fast  so  gross  wie  unten,  die  vordem 
Flecke  der  discalen  Reihe  oben  und  unten  vorhanden;  der  Aussenrd  hinten  zuweilen  grau.  Auf  Mindanao 
und  den  kleinen  Nachbarinseln. 

P.  dixoni  Gr.-Sm.  Dem  P.  kuehni  ähnlich.  Körper  und  Flügel  schwarzbraun,  die  Spitze  des  Hlbs  dixoni. 
und  ein  Seitenfleck  an  der  Wurzel  desselben  rot.  Die  Mitte  der  Flügel  stark  aufgehellt ;  Hflgl  unten  mit 
4  weit  vom  Rande  entfernten  Halbmonden  und  einem  schmalen  graden  roten  Bande,  das  halbwegs  zwischen 
den  Halbmonden  und  der  Zelle  steht  und  von  der  2.  Radiale  bis  etwas  über  die  2.  Mediane  hinausläuft ; 
diese  Flecke  oben  schwach  angedeutet.  —  Buwool,  Nord-Celebes,  1  ?  in  coli.  H.  Grose-Smith. 

P.  kuehni.  Körper  schwarz,  ein  Seitenfleck  auf  dem  Prothorax  und  ein  zweiter  an  der  Wurzel  des 
Hlbs,  sowie  die  Spitze  des  Hlbs  rot.  cf  oben  fast  rein  schwarz,  die  Falte  des  Hflgls  innen  weiss;  ?  schwarz- 
braun,  die  Mitte  des  Yflgls  stark  aufgehellt;  Hflgl  unten  bei  beiden  Geschlechtern  mit  grosser,  bandartiger, 
roter  Makel  auf  der  Scheibe.  Ost-  und  Nord-Celebes.  —  Bei  kuehni  Honr.  ist  der  Htlgl  des  ?  oben  in  der  kuehni. 

Mitte  nur  ganz  wenig  blasser  als  an  der  Wurzel  und  am  Distalrande.  Tombugu,  Ost-Celebes.  -  Bei  meso-  mesolamprus. 
lamprus  Rothsch.,  von  Toli-Toli.  Nord-Celebes,  von  dem  wir  nur  1  ?  kennen,  ist  der  Htlgl  auf  der  Oberseite 
aussen  von  der  Zelle  breit  rötlichgrau. 

P.  priapus.  Kopf,  Kragen  und  Seiten  der  Brust  gelblichweiss ,  Hlb  unten  mehr  oder  weniger  aus¬ 
gedehnt  weissgelb.  Htlgl  mit  breitem  gelblichweissem  Bande,  in  dem  eine  Reihe  schwarzer  Flecke  steht: 

Duftfalte  des  cf  weiss,  blass  lachsfarben  gerandet.  nach  der  Wurzel  zu  schwarz.  In  zwei  Subspecies  auf 
Java.  Der  Falter  findet  sich  im  Hochlande  bis  zu  etwa  6000  Fuss  und  fliegt  besonders  häufig  in  den  China¬ 
pflanzungen  der  Hochebene  von  Pengalengan,  wo  Fruhstorfer  ihn  zahlreich  an  den  Blüten  von  Lantana 
saugend  fand.  —  In  Ost-Java,  am  x4rjoena,  findet  sich  dilutus  Frühst.  Das  Band  des  Hflgls  ist  oben  mehr  dilutus. 
oder  weniger  deutlich  schwarz  schattiert  und  die  ganze  Oberseite  des  $  ist  sehr  blass.  —  Die  westjavanische 
Subspecies  ist  priapus  Bscl.  (17  a).  Bei  dieser  ist  der  Hlb  ausgedehnter  gelb  und  weiss  und  das  Band  der  priapus. 
Hflgloberseite  ist  weniger  schwarz  schattiert,  auch  ist  die  Basalhälfte  des  Hflgls  fast  so  schwarz  wie  der 
Distalsaum. 

P.  sycorax  Gr.-Sm.  (—  egertoni  Bist.)  (17a,  b).  Kopf  und  Kragen  weiss;  Hlb  oben  bläulichgrau,  mit  sycorax. 
einer  Reihe  schwarzer  Punkte  an  jeder  Seite,  unten  gelb.  Oberseite  des  cf  sammetschwarz,  des  ?  viel  blasser 
und  mehr  metallisch;  Hflgl  von  nahe  der  Zellspitze  bis  zu  dem  schwarzen  Randbande  blaugrau,  mit  einer 
Reihe  schwarzer  Discalflecke;  unten  ist  dieses  Feld  viel  heller  und  geht  bis  an  den  Rand,  die  hintern 
schwarzen  Randtlecke  voneinander  und  vom  Saume  getrennt.  —  West-  und  Ost-Sumatra  und  Malakka- 
Halbinsel,  im  Hügellande.  Der  Falter  fliegt  hoch  und  schnell,  und  wird  besonders  oft  an  blühenden  Bäumen 
im  Walde  angetroffen. 

P.  hageni  Rogenh.  (17a).  Der  vorigen  Art  ähnlich.  Hlb  oben  schwarz,  unten  rot  und  schwarz,  hageni. 

Vtlgl  des  ?  sehr  blass  schwarzbraun,  die  hellen  Streifen  halbdurchsichtig.  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern 
mit  grossem  weissem  Discalfelde,  das  schwarze  Discalflecke  einschliesst,  die  Zelle  breiter  als  bei  sycorax.  — 

Auf  Sumatra  beschränkt,  wo  er  sich  nur  auf  dem  Hochplateau  findet  und  ebenso  wie  sycorax  das  ganze 
Jahr  hindurch  vorkommt.  Hagen  fand  ihn  an  den  Blüten  von  Pavetta  saugend.  Martin’s  Sammler  gaben 
diesen  beiden  Faltern  den  bezeichnenden  Namen  Kapala  Putih,  Weisskopf. 

P.  aidoneus  RU.  (—  erioleuca  Oherth.)  (17b,  c).  Kopf  rot,  die  langen  Haare  oft  fast  alle  schwarz:  aidoneus. 
die  Seiten  der  Brust  und  des  Hlbs  rot,  und  die  Seiten  des  letzteren  meist  weissrot.  Flügel  blauschwarz, 
beim  ?  oft  bräunlich,  der  Vflgl  aufgehellt,  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen  Ader-  und  Faltenstreifen.  Duft¬ 
falte  des  cf  wie  bei  den  vorigen  Arten  mit  weissem,  hinten  blass  lachsfarben  gerundetem  Felde.  —  Nordwest- 
Indien,  Sikkim,  Bhutan.  Ivhasia  Hills  (sehr  selten).  Birma,  Shan-Staaten,  Tonkin  und  Hainan;  in  Sikkim 
von  April  bis  November  nicht  selten  bis  zu  etwa  3000  Fuss;  nach  Manders  fliegt  der  Falter  mit  Vorliebe 
im  tiefen  Schatten  von  Waldbäumen,  die  über  Flüssen  hängen.  Sein  Flug  ist  langsam  aber  geschickt. 

P.  varuna.  Dem  P.  aidoneus  sehr  ähnlich.  Der  Vflgl  des  cf  unten  von  der  Wurzel  bis  zur  2.  Mediane 
oder  bis  zur  Zellspitze  bläulichschwarz;  Duftfalte  schwarzbraun,  mit  kleinem  weissgrauem  oder  grauen  Fleck 
auf  der  Unterseite  und  langen  Fransen.  ?:  Vflgl  vor  dem  Hrde  stark  aufgehellt,  gewöhnlich  mit  einem 
grossen,  an  seinen  Rändern  verwischten  weissen  Felde;  Hflgl  oben  fast  gleichmässig  blauschwarz,  nicht 
bräunlich,  oben  und  unten  stärker  metallisch  blau  als  bei  aidoneus.  Sikkim,  Assam,  Birma,  Tonkin,  Tenas- 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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serim  und  Malakka-Halbinsel.  Der  Falter  ist  häufiger  als  P.  aidoneus  und  geht  in  Sikkim  bis  zu  7000  Fuss 
hinauf.  In  Nord-Indien  fliegt  er  von  März  bis  Dezember,  während  er  in  den  mehr  südlichen  Distrikten,  die 
ostoiion.  keinen  Winter  haben,  das  ganze  Jahr  hindurch  vorkommt.  —  astorion  Westw.  (?  =  chara  Westw.)  (19a). 
cf:  Vflgl  ohne  weisse  Streifen  auf  der  Unterseite  vor  dem  Aussenrde.  ?:  das  helle  Feld  des  Vflgls  auf  der 
Oberseite  fast  rein  weiss  (Frühjahrs-Exemplare?)  oder  ziemlich  stark  schwarzblau  schattiert  (Sommer-Stücke?). 
Sikkim  bis  Tenasserim  und  Tonkin.  Zuweilen  trägt  der  Hflgl  des  ?  graue  Discalmonde,  die  besonders  unter- 
varuna.  seits  deutlich  sind.  -  varuna  White,  von  Pinang  und  der  Malakka-Halbinsel,  hat  heim  cf  weisse  Streifen 
vor  dem  Aussenrde  auf  der  Unterseite  des  Vflgls;  zuweilen  sind  die  hintern  Streifen  auch  oben  angedeutet. 
Beim  ?  sind  die  Aufhellung  des  Vflgls  oben  und  unten  und  die  Aderstreifen  unten  (besonders  am  Zellende) 
reiner  weiss  als  bei  astorion. 

zaleucus.  P.  zaleucus  Hew.  (17c).  Diese  Art  hat.  eine  ziemlich  beschränkte  Verbreitung;  sie  findet  sich  in 

Birma  (einschliesslich  Ober-Tenasserim) ,  den  Shan-Staaten  und  Tonkin.  Kopf,  Seiten  der  Brust  und  Unter¬ 
seite  des  Hlbs  rot,  letztere  wie  bei  den  verwandten  Arten  mit  schwarzen  Zeichnungen.  Flügel  des  cf  blau- 
schwarz;  Hflgl  vor  dem  Saume  mit  3  weissen  Makeln,  die  zuweilen  schwarze  Fleckchen  einschliessen. 
?  viel  blasser  als  das  cf;  Hflgl  mit  grossem  weissem  Disalfelde,  das  sich  gewöhnlich  von  der  1.  Radiale  bis 
zum  Hrde  ausdehnt  und  an  den  Adern  zahnartig  ausgezogen  ist. 

P.  nox.  Ein  rein  malayischer  Falter,  der  von  den  3  grossen  Sunda-Inseln  Borneo,  Sumatra,  Java, 
der  Halbinsel  Malakka,  sowie  von  Nias  und  Bali  bekannt  ist.  In  Borneo  und  Sumatra  tritt  jedes  Geschlecht  in 
2  Formen  auf,  die  man  bisher  für  artlicli  verschieden  gehalten  hat.  Kopf  und  Prothorax  mit  Ausnahme  der 
Oberseite,  sowie  die  Seiten  der  Brust  und  die  Spitze  des  Hlbs  rot,  letztere  beim  cf  oft  ohne  roten  Fleck. 
Flügel  des  cf  schwarz,  oben  meist  mit  blau  ein  Glanz,  die  Adern  des  Vflgls  und  zuweilen  auch  des  Hflgls 
auf  der  Unterseite  distal  grau  gestreift;  die  Duftschuppen  in  der  Falte  des  Hflgls  hellgrau,  etwas  gelblich. 
?  braun,  mit  oder  ohne  bläulichen  Metallglanz ;  entweder  nur  der  Vflgl  oder  beide  Flügel  mit  gelblichgrauen 
Aderstreifen.  Rp  schwarz  und  braun  marmoriert,  die  Zapfen  blassrot,  auf  dem  6.  und  7.  Ringe  ein  weisser 
Gürtel,  die  in  demselben  stehenden  Zapfen  auch  weiss.  Pp:  Kopfrand  gezähnelt;  Seitenlappen  des  Thorax 
dreizähnig,  die  Lappen  des  Hlbs  in  eine  Spitze  ausgezogen,  auch  der  7.  und  8.  Hlbsring  oben  mit  einem 
schmalen  spitzen  Fortsatz  an  jeder  Seite,  der  5. — 8.  Ring  mit  einem  kleinen  spitzen  Höcker  unten  an  den 
Seiten.  Im  Flach-  und  Hügellande.  Der  Falter  ist  ein  echtes  Waldtier,  das  nach  Hagen  gerne  die  weissen 
Blütendolden  einer  oft  mitten  im  dunkelsten  Urwalde  blühenden  Pavetta-Art  besucht.  Martin  fand  die  cf  cf 
zuweilen  am  Waldesrande  an  den  angenehm  duftenden,  Veronica- ähnlichen  blauen  Blüten  eines  kleinen 
Baumes.  Der  Flug  ist  langsam,  aber  so  unregelmässig,  dass  der  Falter  nicht  im  Unterholze  zu  fangen 
noctis,  ist.  —  noctis  Hew.  (18c),  von  Nord-Borneo,  ist  besonders  beim  ?  deutlich  dimorph,  cf:  Flügel  meistens 
ziemlich  stark  blauglänzend,  der  Distalrand  des  Vflgls  vor  der  Mitte  gewöhnlich  konvex,  der  Apex  des 
Flügels  daher  sehr  stumpf,  unten  trägt  der  Vtlgl  im  Apicaldrittel  gelblichgraue  Aderstreifen,  die  zuweilen 
noctuia.  auch  oben  angedeutet  sind.  Diese  Form  ist  f.  noctula  Westw.  (18b).  Ihr  entspricht  die  als  strix  Westw. 
strix.  beschriebene  ?-Form,  bei  der  die  Adern  des  Vflgls  (ausgenommen  im  Wurzeldrittel  des  Flügels)  und  das 
distale  Drittel  der  Adern  des  Hflgls  gelblichgrau  gestreift  sind.  Das  cf  der  zweiten  Form  ist  oben  weniger 
blau  und  der  Vflgl  hat  auch  unten  keine  gelblichgrauen  Aderstreifen.  Solche  Exemplare  hat  man  bisher 
als  die  eigentlichen  cf  cf  von  noctis  Hew.  angesehen.  Das  dazugestellte,  von  Hewitson  als  noctis  beschriebene  ? 
ist  im  Apicaldrittel  des  Vflgls  gelblichgrau  gestreift,  und  die  Streifen  des  Hflgls  sind  zu  einem  breiten  Rand¬ 
bande  zusammengeflossen,  das  eine  oder  zwei  Reihen  schwarzer  Flecke  einschliesst.  Einige  Stücke  des  ? 
banjer-  von  f.  noctula  nähern  sich  dem  ?  von  f.  noctis.  —  In  Süd-Borneo  fliegt  banjermasinus  Frühst.  Vflgl  des  cf 
masinus.  schmäler  als  bei  den  meisten  noctis-d'd',  ohne  gelblichgraue  Aderstreifen.  ?:•  Vflgl  im  Apicaldrittel  mit  weissen 
Aderstreifen  und  mit  blauem  Glanze  vor  dem  Hinterwinkel;  Hflgl  oben  blau,  oben  und  unten  höchstens  mit 
erebus.  schwachen  Andeutungen  von  grauen  Aderstreifen.  —  erebus  Wall.  (18  c),  von  der  Malakka-Halbinsel  und 
Pinang,  stimmt  mit  banjermasinus  sehr  nahe  überein,  nur  das  ?  scheint  immer  verschieden  zu  sein,  wenn 
auch  nur  wenig.  Die  Subcostaladern  des  Vflgls  des  ?  und  die  1.  und  2.  Radiale  sind  breit  weissgestreift, 
unten  ist  ausserdem  die  3.  Radiale  und  1.  Mediane  von  weissen  Streifen  begleitet  :  die  Oberseite  ist  gewöhn¬ 
lich  vor  dem  Hrde  etwas  blauglänzend,  aber  weniger  als  bei  banjermasinus ;  der  Hflgl  ist  oben  blau,  aussen 
zwischen  den  Adern  schwarz,  unten  sind  die  Adern  vor  dem  Rande  meist  sehr  deutlich  grau  gestreift,  zu- 
henricus.  weilen  aber  sind  die  Streifen  nur  angedeutet;  die  Fransen  beider  Flügel  weiss.  —  Das  cf  des  henricus  Frühst. 
(=  erebus  auct.  pt.) ,  von  Nordost-Sumatra,  gleicht  dem  cf  von  erebus ,  nur  ist  der  Vtlgl  im  ganzen  etwas 
mehr  blau;  zuweilen  sind  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  deutlich  graue  Aderstreifen  vorhanden.  Das  ?  tritt 
in  zwei  durch  Übergänge  verbundenen  Formen  auf,  bei  beiden  sind  die  Fransen  der  Flügel  gewöhnlich 
dunkler  als  .bei  erebus.  Die  eine  Form  ähnelt  dem  erebus -?:  Vflgl  oben  nur  zwischen  Zelle  und  Apex  des 
Flügels  weiss  gestreift,  die  an  der  1.  und  2.  Radiale  stehenden  Streifen  erreichen  die  Zelle  nicht,  zuweilen 
stehen  alle  Streifen  von  der  Zelle  entfernt,  die  andern  Adern  sind  mehr  oder  weniger  blau:  der  Hflgl  stark 
blau,  die  schwarzen  Randfelder  kleiner  als  bei  erebus,  die  Adern  oben  ohne,  unten  zuweilen  mit  weissgrauen 
g/enia.  Streifen  am  Distalrande:  ?-f.  glenia  form.  nov.  Die  zweite  Form,-?-f.  henricus  Frühst.,  ist  weniger  blau, 
zuweilen  fast  ohne  blauen  Glanz,  die  Aderstreifen  des  Vflgls  sind  dünner,  die  an  den  oberen  Radialen 


PAPIBIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


3  t 

stehenden  erreichen  die  Zelle  und  es  sind  auch  die  beiden  Medianäste  von  mein'  oder  weniger  deutlich  grauen 
Streifen  begleitet;  Hflgl  oben  und  unten  mit  weissgrauen  Aderstreifen  am  Saume.  Die  beiden  Formen  kommen 
zusammen  vor;  von  ersterer  besitzen  wir  auch  eine  Serie  aus  der  Gegend  von  Siboga  und  Padang  Sidem- 
poean.  —  In  Südwest-Sumatra,  im  Distrikt  von  Padang,  und  wahrscheinlich  weiter  nach  Süden,  findet  sich 
solokanus  Frühst.  Das  cf  ist  viel  weniger  lebhaft  blau  als  henricus.  Der  Vflgl  des  2  ist  mehr  braun-  solokanus. 
schwarz  als  bei  henricus  und  trägt  sehr  schmale,  oben  nur  zuweilen  etwas  weissliche  Aderstreiten ;  der  Hflgl 
ist  mässig  blau  und  trägt  unten  vor  dem  Saume  graue  Streifen,  die  auch  oben  zuweilen  angedeutet  sind.  - 
petronius  Frühst,  von  Nias.  cf  ähnlich  dem  solokanus-cf ,  die  schwarzbraunen  Streifen  in  der  Apicalhälfte  der  petronius. 
Unterseite  des  Vflgls  sind  aber  breiter,  die  zwischen  den  Adern  stehenden  schwarzen  Streifen  sind  distal 
ganz  schmal.  ?  sehr  blass,  die  an  den  Subcostalen  stehenden  grauen  Streifen  des  Vflgls  sehr  breit,  die 
andern  schmäler,  unten  fast  die  ganze  Zelle  grau;  Hflgl  vor  dem  Saume  mit  grauen  Streifen,  die  auch  oben 
meist  deutlich  sind.  —  nox  Swains.  (=  neesius  Zink.,  2  —  memercus  Godt.)  (18  b).  cf  schwarz,  mit  schwachem  nox. 
blauem  Glanze,  oben  das  apicale  Drittel  und  unten  etwa  die  Hälfte  des  Vflgls  braun  gestreift;  Spitze  des  Hlbs 
gewöhnlich  mit  deutlichem  rotem  Fleck.  2  braun,  Vflgl  zwischen  Zelle  und  Apex  mit  hellen  Streifen.  Ost- 
und  West-Java.  —  nyx  Nicev.  fliegt  auf  Bali;  nur  zwei  22  bekannt  (eins  in  coli.  Elwes;  das  zweite  in  coli.  nyx. 
Niceville,  die  sich  jetzt  im  Museum  zu  Kalkutta  befindet).  Die  hellen  Streifen  des  Vflgls  zwischen  Zelle 
und  Apex  noch  breiter  als  beim  2  von  nox,  oben  fast  zusammengeflossen. 


Latreillei-Gruppe. 

Hflgl  gestreckt,  mit  Spatelschwanz.  Duftfalte  des  cf  und  die  Duftwolle  in  derselben  stark  entwickelt;  die 
Haftklappen  normal,  ohne  deutlichen  Zahn  an  der  Spitze. 

Während  die  vorige  Gruppe  vorwiegend  malayisch  ist,  finden  sich  die  Arten  der  latreillei- Gruppe  nur  auf 
dem  Festlande  sowie  den  chinesischen  und  japanischen  Inseln ;  eine  einzige  Art  ( philoxenus )  soll  südwärts  bis  in  die 
Halbinsel  Malakka  vorgedrungen  sein. 

P.  latreillei.  Kopf,  Prothorax,  Seiten  der  Brust  und  des  Hlbs  rot,  die  Unterseite  des  letztem  rot 
mit  schwarzen  Flecken.  Flügel  schwärzlichbraun,  oben  und  unten  blass.  Hflgl  mit  breitem,  weissem  Discal- 
bande ;  4,  seltener  5  Submarginalflecke,  die  hintern  3  rot,  die  andern  mein-  oder  weniger  weiss,  ein  Fleck  an 
der  Schwanzspitze  rot.  Duftwolle  des  cf  weiss.  Nordwest-Indien,  Nord-Indien,  Ober-Birma  und  Shan-Staaten, 
von  März  bis  August:  fliegt  hoch  über  den  Wipfeln  der  Bäume  im  dichten  Walde,  wird  aber  zuweilen  auf  latreillei. 
den  Waldpfaden  sitzend  angetroffen.  -  latreillei  Don.  (=  minereus  Gray)  (19  b)  kommt  in  Nordwest-Indien 
(besonders  häufig  bei  Masuri),  Nepal  und  Sikkim  in  7  bis  9000  Fuss  Höhe  vor.  Die  zwischen  der  3.  Radiale 
und  1.  Mediane  liegende  Discalmakel  des  Hflgls  grösser  als  die  andern  Makeln.  —  polla  Nicev.  findet  sich  poHa. 
in  den  Shan-Staaten  und  Ober-Birma  in  Höhen  von  3500  bis  5000  Fuss.  Die  zwischen  der  2.  und  3.  Radiale 
liegende  Discalmakel  des  Hflgls  ist  grösser  als  die  andern. 

P.  adamsoni  Grose-Smith  (—  mineroides  Elw.  &  Nicev.)  (19  c).  Erinnert  sehr  an  P.  aristolochiae.  adamsoni. 
Kleiner  als  P.  latreillei;  der  Schwanz  ohne  roten  Fleck,  der  Hflgl  von  der  Costale  bis  zur  1.  Radiale  viel 
breiter,  das  weisse  Discalband  beim  cf  schmäler;  sehr  häufig  ist  der  vor  der  2.  Radiale  stehende  Submarginal¬ 
fleck  mit  dem  betreffenden  Discalfleck  verbunden.  Das  2  viel  blasser  als  das  cf.  —  Shan-Staaten  und 
Tenasserim;  Januar  bis  März,  selten. 

P.  crassipes  Oherth.  (18  a).  Vflgl  weniger  dreieckig  als  bei  latreillei ;  Hflgl  im  Umriss  ungefähr  wie  crassipes. 
bei  latreillei ,  ohne  weisse  Discalbinde,  und  oben  ohne  deutliche  rote  Submarginal-  und  Marginalflecke,  der 
Fleck  an  der  Spitze  des  kurzen  breiten  Schwanzes  klein;  unten  die  roten  Flecke  alle  gross,  einschliesslich 
des  Schwanzfleckes  sind  6  vorhanden.  —  Tonkin  und  Shan-Staaten,  in  Höhen  von  1000  und  2500  Fuss 
gefunden ;  nur  wenige  Exemplare  bekannt. 

P.  nevilli  Wood- Mas.  (=  chentsong  Oberth.)  (Bd.  1,  1  c).  Die  Geschlechter  fast  gleich.  Hflgl  proximal  nevilii. 
breiter  als  bei  P.  latreillei  und  die  vor  und  hinter  dem  Schwänze  stehenden  Randzähne  weniger  vorspringend ; 

Schwanz  ohne  Fleck;  zwei  grosse  weisse,  zuweilen  schwach  rötliche  Flecke  zwischen  der  Subcostale  und  der 
2.  Radiale,  der  2.  Fleck  bis  an  oder  fast  an  die  Zelle  reichend,  auf  der  Oberseite  ist  der  1.  Fleck  zuweilen  sein- 
klein  oder  fehlt  ganz,  zwischen  der  2.  Radiale  und  2.  Mediane  3  rote  oder  rötliche  Submarginalmonde,  welche 
unten  grösser  als  oben  sind.  Duftwolle  gelblichweiss.  —  Eine  in  West-China  sehr  häufige  Art.  die  auch  in 
Cachar  (Assam)  vorkommt. 

P.  philoxenus.  Ein  individuell  und  geographisch  veränderlicher  Falter,  der  von  West-China,  Kaschmir. 
Nordwest-Indien  bis  Annam  und  Tonkin  verbreitet  ist  und  auch  auf  Formosa  vorkommt;  von  Ost-  und  Süd- 
China  ist  er  noch  nicht  bekannt ;  ein  Exemplar  im  Tring  Museum  soll  von  Taiping  in  Perak  sein,  was  uns 
sehr  fraglich  erscheint.  Körper  wie  bei  den  vorhergehenden  Arten  rot  und  schwarz;  Hflgl  im  Umriss  latreillei- 
artig,  aber  breiter,  mit  3  Submarginalflecken  zwischen  der  2.  Radiale  und  2.  Mediane  und  einem  Doppel¬ 
fleck  im  Schwanz,  sowie  einem  zuweilen  sehr  kleinen  Ad  marginalfleck  an  der  Spitze  der  1.  Mediane  rot,  vor 
der  2.  Radiale  meist  ein  grosser  weisser  Fleck,  der  durch  Verschmelzen  eines  Discal-  und  eines  Submarginal- 


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PAPILTO.  Von  Dr.  K.  .Jordan. 


ilecks  entstanden  ist,  zuweilen  diese  Makel  eingeschnürt,  in  der  chinesischen  Subspecies  gewöhnlich  nur  der 
submarginale  Teil  erbalten;  hinter  dieser  Makel  sehr  oft  eine  zweite  kleinere,  sehr  selten  ein  Fleck  vor  der 
2.  Radiale;  häufig  der  rote  Analtleck,  besonders  oft  auf  der  Unterseite,  beim  ?  bindenartig  bis  zur  Zellspitze 
verlängert.  Duftwolle  des  cf  grauschwarz;  Analhaken  des  cf  oben  mit  einem  zweiten,  kurzen  Haken,  die 
Harpe  schwach  gezähnelt.  Rp  purpurbraun,  schwarz  gefleckt,  Kopf  und  Fiisse  glänzend  schwarz,  die  Höcker 
an  der  Spitze  rot,  der  6.  und  7.  Ring  mit  je  einem  kurzen,  schrägen  Seitenbande;  auf  Nepenthes  gefunden, 
Pp  ungenügend  beschrieben,  rötlich  ockerfarben;  macht  bei  Berührung  ein  quiekendes  Geräusch.  Der  Falter 
ist  stellenweise  sehr  häufig;  in  Nord-Indien  findet  er  sich  im  Waldgebiete  von  1000  bis  8000  Fuss  Höhe  den 
ganzen  Sommer  hindurch.  —  Die  in  China  und  Nord-Kaschmir  fliegende  Form  ist  lama  Oberth.  (Bd.  I,  Taf.  2  a), 
deren  Flügel,  besonders  beim  ?,  blasser  als  bei  den  übrigen  Subspecies  sind;  die  Zellfalten  auf  der  Unter- 
philoxenus.  seife  des  Hflgls  heben  sich  deutlich  ab.  —  philoxenus  Gray  (=  letincius  Frühst.)  (19  a).  Süd  -  Kaschmir, 
Nordwest-Indien  und  Nepal.  Der  Hlb  ist  unten  so  schwarz  wie  bei  lama,  auch  ist  die  Behaarung  der  Stirn 
stark  mit  Schwarz  gemischt ,  besonders  beim  cf.  Der  Hflgl  trägt  vor  der  2.  Radiale  stets  einen  grossen, 
ungeteilten ,  weissen  Fleck,  hinter  dem  wenigstens  unten  ein  zweiter,  kleiner  Fleck  steht.  —  In  Sikkim,  Assam, 
po/yeuctes.  Birma,  Nord-Siam,  Annam  und  Tonkin  (sowie  fraglich  auf  Malakka)  findet  sich  polyeuctes  Dbl.  (=  hostilius 
Frühst.),  der  zu  den  häufigem  Papilios  dieser  Gebiete  gehört.  Die  Stirn  und  die  Unterseite  des  Hlbs  weniger 
schwarz  als  bei  der  vorigen  Subspecies ;  die  Unterseite  des  Hflgls  dunkler;  der  zweite  weisse  Fleck  des  Hflgls 
fehlt  vielen  cf  cf  auf  der  Oberseite,  ist  aber  unten  wie  es  scheint  stets  vorhanden ;  in  einem  unserer  cf  cf  sind 
termessus.  die  Flecke  oben  fast  alle  sehr  stark  geschwärzt.  —  termessus  Frühst.  Die  Stücke  aus  Formosa  sind  breit- 
flüglig  und  haben  ziemlich  grosse  rote  Flecke  auf  dem  Hflgl;  doch  sind  die  Unterschiede  nicht  konstant. 

P.  dasarada.  Körper  unten  mehr  wollig  als  bei  P.  philoxenus ,  häufig  an  den  Seiten  des  Hlbs  blassrot 
statt  lebhaft  rot.  Der  Analhaken  des  cf  einfach;  die  Harpe  stärker  als  bei  P.  philoxenus  gezähnt,  in  den  4 
geographischen  Formen  deutlich  verschieden.  Hflgl  schmal,  die  Zelle  schmäler  als  bei  philoxenus,  ein  grosser 
weisser  Fleck  vor  der  2.  Radiale  wie  bei  philoxenus,  viele  Exemplare  mit  einem  kleinen  Fleck  vor  dieser 
Makel,  selten  auch  ein  Fleck  hinter  ihr  (bei  philoxenus  steht  der  kleinere  Fleck  hinter  dem  grossem),  der  vor 
dem  Schwänze  stehende  Submarginalfleck  weiss  oder  weisslieh,  beim  Weibchen  oft  ein  vollständiges  Flecken¬ 
band  auf  der  Scheibe.  Von  Nordwest-Indien  bis  zu  den  Shan-Staaten,  Tonkin  und  Hainan  verbreitet;  nicht 
ganz  so  häufig  wie  philoxenus,  mit  dem  dasarada  zu  gleicher  Zeit  an  denselben  Plätzen  vorkommt.  Der  Falter 
ist  ein  Waldtier,  das  man  häufig  auf  Waldblössen  und  an  blühenden  Bäumen  antrifft,  die  der  Falter  in  lang¬ 
samem  aber  geschicktem  Fluge  umsegelt.  Er  hat  einen  sehr  starken  widerlichen  Duft.  Die  frühem  Stände 
ravana.  sind  nicht  bekannt.  Leider  ist  dies  bei  zahlreichen  gewöhnlichen  nordindischen  Arten  der  Fall.  —  ravana 
Moore  (19  c;  Bd.  1,  I  b)  ist  die  Form  von  Nordwest-Indien  und  Nepal.  Der  Hflgl  ist  unten  in  der  Basalhälfte 
dasarada.  fast  so  blass  wie  der  Vflgl ;  der  vor  der  grossen  weissen  Makel  stehende  Fleck  fehlt  sehr  selten.  —  dasarada 
Moore  (19b).  Die  Unterseite  des  Hflgls  viel  dunkler  als  der  Vflgl;  der  vor  der  grossen  Makel  stehende  Fleck 
fehlt  sehr  häufig  auf  beiden  Seiten.  Bei  einem  sikkimesischen  cf  der  Tring  Sammlung  sind  alle  Flecke  stark 
schwarz  schattiert  und  fehlt,  der  Fleck  an  der  Schwanzspitze.  Auch  von  ravana  besitzt  das  Tring  Mnseum  ein 
barata.  ähnlich  melanotisches  Stück.  Sikkim,  Bhutan  und  Assam,  häufig;  in  Grösse  sehr  variabel.  —  barata  Bothsch. 
ist  etwas  schmalflügliger  als  dasarada  und  die  Unterseite  des  Hflgls  ist  vom  Costalrande  bis  in  die  Zelle 
blasser;  der  vor  der  grossen  Makel  liegende  Fleck  fehlt  oben  immer  (?)  und  unten  meistens.  Die  Harpe  des  cf 
hat  zahlreichere  Zähne  und  ist  dicht  hinter  dem  proximalen  Fortsatz  geknickt ;  bei  dasarada  ist  die  Harpe 
grade  und  die  Zähne  sind  gross;  bei  ravana  ist  sie  distal  von  dem  basalen  Fortsatz  schwach  erweitert  und 
die  Zähne  sind  kleiner  als  bei  dasarada,  auch  ist  der  basale  Fortsatz  häufig  kurz  und  breit.  Shan-Staaten 
melanurus.  und  Tenasserim ;  Tonkin.  melanurus  Bothsch.  Alle  Flecke  des  Hflgls  klein;  oben  schwarz  schattiert,  kein 
Fleck  im  Schwanz,  und  keiner  an  der  Spitze  der  1.  Mediane;  Unterseite  des  Hflgls  schwarz.  Hainan,  3  cf  cf 
im  Tring  Museum,  im  Mai  gefangen. 

P.  daemonius.  Kopf  und  Seiten  der  Brust  und  des  Hlbs  rot,  stark  mit  Schwarz  gemischt,  cf  oben 
bräunlichschwarz,  unten  blassbraun,  der  Saum  des  Hflgls  oben  und  unten  selnvarz,  mit  blassroten  Submarginal¬ 
flecken.  Das  ?  oben  sehr  blass  graubraun,  unten  graubraun,  der  Saum  schwarz.  Der  Hflgl  bei  cf  und  ? 
viel  schwächer  als  bei  plutonius  gelappt,  die  Zelle  viel  breiter  und  mehr  gerundet.  Die  Genitalien  ganz  ver¬ 
schieden  von  denen  der  in  der  Färbung  ähnlichen  Arten.  Die  Duftwolle  des  cf  weiss.  West-China  und  Junnan. 
—  daemonius  Mph.  (=  fatuus  Bothsch.)  fliegt  in  West-China  (Bd.  I,  p.  9).  —  yunnana  Oberth.,  von  Topintze 
yunnana.  in  Yunnan,  hat  blässere  Submarginalflecke  als  daemonius. 

P.  plutonius.  Kopf,  Kragen,  die  Seiten  der  Brust  und  des  Hlbs  sowie  die  schwarzgefleckte  Unter¬ 
seite  des  letztem  rot  mit  schwarzen  Haaren  gemischt.  Hflgl  vor  und  hinter  dem  Schwänze  sehr  stark  ge¬ 
lappt,  oben  4  oder  5  rote  oder  rötliche  Submarginalflecke  und  auf  der  Unterseite  6  oder  7  Flecke.  Grund¬ 
farbe  beider  Flügel  oben  beim  cf  bräunlichschwarz,  beim  ?  schwärzlichbraun,  der  Saum  des  Hflgls  schwarz; 
unten  beide  Geschlechter  schwärzlichbraun,  der  Hflgl  fast  so  blass  als  der  Vflgl.  Duftwolle  des  cf  schwarz¬ 
braun.  —  Ein  Falter  der  Hochländer  West -Chinas  und  des  östlichen  Himalayas.  —  In  West -China  fliegt 
plutonius  Oberth.  (Bd.  1,  2c).  -  Die  Form,  welche  in  einigen  Exemplaren  aus  den  hohem  Lagen  Sikkims 


Ansge.gebm  20.  XII.  OS. 


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und  Bhutans  bekannt  ist,  heisst  pembertoni  Moore.  Blasser  als  plutonius,  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  pembertoni. 
grösser  und  sehr  blass  rötlich. 

P.  mencius  Fldr.  (Bd.  1,  2  b)  fliegt  in  Zentral-  und  Südost-China.  Kopf,  Kragen,  Seiten  der  Brust  mencius. 
und  des  Hlbs  und  die  Unterseite  des  letztem  rot  mit  schwarz  gemischt.  Die  Flügel  in  beiden  Geschlechtern 
braunschwarz,  der  Vflgl  heller  als  der  Htlgl  und  das  ?  etwas  blasser  als  das  cf.  Der  Hllgl  ist  bei  Früh¬ 
jahrsstücken  meist  kürzer  als  bei  Sommerstücken.  Duftfalte  des  cf  kürzer  als  bei  P.  alcinous.  die  Wolle 
weisslichgrau.  Die  Harpe  des  cf  mit  2  proximalen  Fortsätzen.  Der  Falter  ist  häufig. 

P.  impediens  Rothsch.  (Bd.  1,  3  a)  ähnelt  der  vorigen  Art.  Beim  cf  sind  die  Flügel  dunkler,  der  Htlgl  impedien. s. 
ist  schmäler  und  vor  dem  Schwänze  verhältnismässig  stärker  erweitert  (an  P.  latreillei  erinnernd),  die  Duft¬ 
falte  ist  kürzer  und  die  darin  enthaltene  Wolle  etwas  dunkler ;  die  Harpe  ist  ganz  verschieden :  sie  ist  gezähnt 
und  läuft  distal  in  eine  halbkreisförmig  nach  oben  gebogene  Falte  aus.  Das  ?  ist  nach  Oberthür,  grau 
ockerfarben.  —  West-China,  nur  wenige  Stücke  bekannt.  Die  Art  kommt  sicher  auch  im  südöstlichen  China 
vor,  da  die  folgende  Art  von  Formosa  ganz  nahe  mit  impediens  verwandt  ist. 

P.  febanus  Frühst.  (  =  jonäsi  Rothsch.,  koannania  Mats.).  In  der  Struktur  der  Genitalien  und  in  der  febanus. 
Farbe  der  Duftwolle  mit  P.  impediens  übereinstimmend.  Körper  ausgedehnter  rot  als  bei  P.  impediens,  mencius 
und  den  Formen  von  P.  alcinous.  Flügel  ähnlich  wie  bei  kleinen  mencius,  aber  die  Submarginalflecke  des 
Hflgls  blassrot  und  oben  und  unten  sehr  stark  vergrössert,  fast  so  lang  wie  breit,  der  unten  grosse  Analfleck 
oben  durch  einen  deutlichen  blassroten  Querstrich  vertreten.  —  Formosa,  im  Gebirge. 

P.  alcinous  ist  von  Japan  bis  West-China  und  Tonkin  verbreitet.  Die  Duftwolle  des  cf  ist  bei  allen 

Formen  fast  schwarz.  Die  Harpe  hat  proximal  einen  einfachen  oder  gezähnten  Fortsatz  und  endet  proximal 

in  eine  Spitze  oder  einen  Zahn.  Rp  olivenbraun ,  mit  zahlreichen ,  dunklern ,  hell  gerandeten  Flecken ;  auf 

dem  6.  und  7.  Ringe  ein  sehr  breiter  rotweisser  schräger  Gürtel .  der  dorsal  unterbrochen  oder  stark  ein- 

geschnürt  ist;  die  Spitzen  der  Tuberkel  rötlich,  der  obere  Seitenzapfen  des  Prothorax  blassrot  mit  dunkler 
Spitze.  Nach  Preyer  in  Japan  auf  Cocculus  thunbergi.  Der  Falter  sehr  häufig  und  wegen  seines  lang¬ 
samen  Fluges  leicht  zu  fangen;  vom  Frühjahr  bis  zum  Herbst.  --  In  Siid-Yesso,  Nippon  und  Kiushiu  findet 
sich  die  schwarzköpfige  Subspecies  alcinous  Klug  (=  spathatus  Btlr. ,  haematostictus  Btlr. ,  nagasakii  Frühst.) 

(Bd.  1,  2  a).  —  Die  Loo-Choo-(Riukiu)Inseln  bewohnt  loochooanus  Rothsch.  (19  c  cf,  Bd.  1,  t  c  ?).  Kopf  rot.  loochooanus. 
Harpe  des  cf  wie  bei  der  japanischen  Form  stark  gezähnt.  —  mansonensis  Frühst.  (—  mausonensis  Frühst.)  mansonensis. 
ist  ein  Name,  der  auf  alle  Stücke  von  Formosa,  Ost-  und  Zentral-Ghina  (westwärts  bis  Chang-Yang)  und 
Tonkin  bezogen  werden  kann.  Das  cf  nicht  von  der  in  West-China  fliegenden  Subspecies  confusus  Rothsch. 
unterscheidbar.  Das  ?  aber  so  blass  wie  bei  loochooanus.  Vielleicht  gehören  die  Exemplare  von  den  Sannan- 
Inseln  (Ishigaki-sima),  die  Oberthür  ohne  nähere  Beschreibung  als  intermedia  aufführt  und  Fruhstorfer  später 
als  bradanus  beschreibt  auch  hierher;  die  Flügel  sollen  beim  2  schmäler  und  blasser  und  die  Submarginal-  bradanus. 
flecke  kleiner  als  bei  loochooanus  sein.  - —  Bei  confusus  Rothsch.  von  West-China  ist  das  ?  dunkler  als  bei  den 
andern  Subspecies:  Orerthür  erwähnt  als  ab.  decora  ein  abweichendes  ?,  das  auf  der  Unterseite  des  Schwanzes  decora. 
zwei  rote  Linien  trägt. 


Coon-Gruppe. 

Spatelschwanz  mit  sehr  dünnem  Stiel.  Duftfalte  des  cf  nur  schwach  entwickelt;  die  Haftklappen  oben  nicht 
zusammenschliessend. 

Drei  malayische  Arten,  von  denen  eine  bis  nach  Birma  hinaufgeht. 

P.  neptunus.  Brust  an  den  Seiten  rot,  Hlb  von  der  Mitte  ab  graugelb.  Vflgl  schwarz,  mit  breiter 
Aufhellung  vor  der  Mitte  und  einer  zweiten  distal  von  der  Zelle  quer  über  den  Flügel;  Htlgl  mit  sehr  dünnem, 
am  Ende  stark  verbreitertem  Schwarz,  und  2 — 4  roten  oder  blassroten  Flecken,  die  entfernt  von  der  Zelle 
zwischen  den  Median-  und  Radialästen  stehen  und  auf  der  Oberseite  in  der  Subspecies  von  Nias  zuweilen 
fast  ganz  fehlen.  Der  Falter  fliegt  langsam  und  hoch  in  der  Luft.  —  doris  Rothsch.  Das  schwarze  Wurzel-  doris. 
feld  des  Vflgls  reicht  nicht  ganz  bis  zur  Wurzel  der  2.  Mediane,  die  schwarze  Querbinde  ist  sehr  tief 
schwarz,  das  graue  Feld  sehr  hell,  vor  und  oft  auch  hinter  der  2.  Mediane  wenigstens  unten  fast  rein  weiss. 
der  vor  dieser  Ader  stehende  schwarze  Faltenstreif  ist  weit  von  der  Zelle  entfernt,  ebenso  erreicht  der  hinter 
der  2.  Mediane  liegende  Faltenstreif  das  schwarze  Wurzelfeld  nur  sehr  selten.  Der  Htlgl  oben  immer  mit  3. 
unten  mit  3  oder  4  Fleckchen,  ausser  dem  hinter  der  2.  Mediane  liegenden,  oben  oft  weisslichen  Punkte, 
der  vorderste  der  Flecke  in  vielen  Exemplaren  sehr  klein.  Nord-Borneo,  im  Flach-  und  Hügellande, 
neptunus  Guer.  (—  thetys  Guen.)  ist  die  Zwischenform  von  Malakka,  welche  doris  mit  sumatrana  verbindet,  neptunus. 
Die  hellen  Teile  des  Vflgls  sind  ähnlich  wie  bei  der  vorigen  Subspecies,  aber  das  schwarze  Schrägband  ist 
aut  der  Scheibe  meist  deutlich  aufgehellt,  sodass  sowohl  die  schwarzen  wie  hellen  Streifen  darin  sichtbar 
sind.  —  sumatrana  Hag.  (16  c).  Die  hellen  Teile  des  Vflgls  stärker  schwarz  schattiert  als  bei  den  vorigen  sumatrana. 
Formen,  der  vor  der  2.  Mediane  liegende  schwarze  Faltenstreif  bis  nahe  an  die  Zelle  gehend,  das  schwarze 
Querfeld  auf  der  Scheibe  fast  immer  aufgehellt  und  verschmälert ,  sodass  die  hellen  und  dunklen  Streifen 
sichtbar  werden;  unten  die  beiden  hellen  Felder  etwas  grösser  als  bei  der  Form  von  Borneo.  Htlgl  oben 

IX 


o 


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padanganus.  gewöhnlich  mit  2,  seltener  3  Flecken,  unten  meist  mit  3,  seltener  2.  Nordost-Sumatra.  —  padanganus 
Rotlisch.  Das  schwarze  Querfeld  des  Vflgls  fast  so  tief  schwarz  als  bei  der  Borneo-Form,  sowohl  das  pro¬ 
ximale  als  das  distale  helle  Feld  schmäler  als  bei  sumatrana,  das  proximale  Feld  schmäler  als  das  schwarze 
Ouerfeld,  das  schwarze  Basalfeld  bis  an  die  2.  Mediane  gehend,  der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  graue 
Streif  erreicht  die  Zelle  nicht,  die  vor  und  hinter  dieser  Ader  liegenden  schwarzen  Streifen  wie  bei  sumatrana 
lang.  Hflgl  oben  beim  cf  mit  2,  beim  ?  mit  3  Flecken,  unten  beim  cf  mit  2  grossen  und  1  kleinen  Fleck, 
und  beim  ?  mit  3  grossen  und  2  kleinen,  ausser  dem  hinter  der  2.  Mediane  liegenden  Punkte.  West-Sumatra: 
fehri.  Padang  Bovenlanden  und  Padang  Sidempoean.  —  fehri  Honr.  (16c).  Der  Vtlgl  stark  rauchig,  das  dunkle 
Schrägband  viel  weniger  schwarz  als  bei  den  andern  Subspecies;  Hflgl  mit  2  blassroten  Flecken,  die  oben 
zuweilen  nur  angedeutet  sind,  bei  einigen  Exemplaren  ist  noch  ein  kleiner  vorderer  3.  Fleck  vorhanden, 
entweder  nur  unten  oder  auch  oben. 

P.  COOri.  Schwarz;  der  Kopf  und  die  Seiten  der  Brust  rot  oder  gelb,  der  Hlb  unten,  seitlich  und 
an  der  Spitze  von  derselben  Farbe.  Vtlgl  schmal,  rauchig  die  Ränder,  Adern  und  Falten  rauchschwarz: 
Hflgl  mit  Spatelschwanz,  ein  Fleck  in  der  Zelle,  der  zuweilen  die  ganze  Zelle  ausfüllt,  aber  auch  oft  zu 
2  kleinen  Strichflecken  verkleinert  ist,  sowie  eine  Reihe  Flecke  um  die  Zelle  herum  und  eine  Reihe  Sub¬ 
marginalflecke  weiss,  an  den  Spitzen  der  beiden  Medianadern  je  ein  roter  oder  gelber  Randfleck.  Malayisch. 
Der  Falter  fliegt  in  der  Ebene  und  im  Hügellande.  Er  ist  ein  Waldtier,  und  wird  oft  an  den  Blüten  hoher 
coon.  Bäume  angetroffen.  Sein  Flug  ist  flatternd  aber  schnell.  —  coon  F.  (=  hypenor  Godt)  (16  b).  Körper  und 
Randflecke  des  Hflgls  gelb;  die  Zelle  des  Hflgls  gewöhnlich  ganz  oder  fast  ganz  weiss  ausgefüllt.  Java. 
patianus.  Im  nördlichsten  Teile  von  Java,  in  der  Residenz  Djapara,  findet  sich  patianus  Frühst.  Vtlgl  des  cf  breiter 
als  bei  voriger  Subspecies,  der  Zellfleck  des  Hflgls  ist  reduziert,  fehlt  sogar  zuweilen  ganz,  und  die  andern 
patern-  weissen  Flecke  sind  stark  schwarz  schattiert.  —  palembanganus  Rothsch.  aus  dem  Süden  Sumatras.  Ähnlich 
banganus.  Coon,  aber  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  kleiner,  besonders  ist  der  erste  und  letzte  Fleck  reduziert.  - 
Exemplare  des  P.  coon  von  der  Insel  Bawean  stimmen  mit  palembanganns  in  der  Verkleinerung  der  Sub- 
delianus.  marginalflecke  überein.  —  delianus  Frühst.  (16b).  Körper  und  Randflecke  des  Hflgls  rot  oder  gelbrot;  Zelle 
doubledayi.  des  Hflgls  mit  2  zwei  weissen  Strichflecken.  Nordost-Sumatra.  —  doubledayi  Wall.  (16  b)  von  Malakka  bis 
Cachar.  Flecke  des  Hflgls  grösser  als  bei  delianus,  der  Zelltleck  sehr  selten  geteilt.  Exemplare  mit  ver- 
cadiarensis.  kleinerten  Flecken  sind  ab.  cacharensis  Btlr.  Bei  den  Stücken  von  doubledayi  aus  Unter-Birma  und  Tenasserim 
ist  der  Zellfleck  sowie  der  erste,  vor  der  Zelle  stehende  Fleck  durchschnittlich  grösser  als  den  Stücken  von 
sambilanga.  Malakka  und  Penang.  —  sambilanga  Boh.  findet  sich  auf  Gross-Nikobar ,  nach  Doherty  ziemlich  häufig. 

Der  hinter  der  Zelle  stehende  Fleck  des  Hflgls  kurz,  sowohl  der  vordere  wie  der  hintere  rote  Randfleck 
wie  bei  P.  rhodifer  mit  dem  betreffenden  Submarginalfleck  vereinigt. 

rhodifer.  P.  rhodifer  Btlr.  (16c).  Gostal-  und  Aussrd  des  Vflgls  fast,  parallel:  der  Flügel  beim  2  bedeutend 

schmäler  als  bei  P.  coon ;  die  weissen  Flecke  in  und  an  der  Zelle  des  Hflgls  reiner  weiss ;  die  beiden  roten 
Randtlecke  gross,  mit  den  Submarginalflecken  vereinigt,  die  Schwanzspitze  rot.  —  Andamanen ;  häufig. 

Hector-Gruppe. 

Mit  oder  ohne  Schwanz.  Zelle  des  Hflgls  ungefähr  dreimal  so  lang  als  breit,  viel  weniger  gestreckt  als  bei 
der  vorigen  Gruppe.  Die  Duftfalte  des  cf  schwach  entwickelt  oder  fehlend,  ohne  Duftwolle  in  derselben,  aber  zu¬ 
weilen  mit  schmalen  Duftschuppen;  die  Haftklappen  verkümmert,  aber  die  Harpen  vorhanden. 

In  den  Arten  ohne  Duftfalte  (hector,  jophon ,  pandiyana,  oreon  und  Uris)  ist  beim  cf  der  Hrd  des  Hflgls  nach 
unten  gebogen,  wie  beim  ?. 

hector.  P.  hector  L.  (—  heroicus  Frühst.)  (15a).  Kopf,  Kragen,  Seiten  der  Brust  und  der  Hlb  mit  Ausnahme 

der  vorderen  Dorsalschienen  rot;  Vflgl  mit  zwei  weissen  Fleckenbinden,  einer  zentralen,  von  der  Costa  zum 
Hinterwinkel  laufenden  und  einer  kurzen  subapikalen;  Hflgl  mit  2  Reihen  roter  Flecke.  Das  ?  blasser  als 
das  cf,  besonders  die  roten  Teile  des  Körpers  und  die  Flecke  des  Hflgls;  die  erwachsene  Rp  braunschwarz 
mit  roten  Tuberkeln,  ohne  Schrägband  an  den  Seiten,  aber  mit  vier  rötlich  weissen  Fleckchen  auf  dem  6. 
und  7.  Ringe;  auf  Aristolochia  indica.  Pp  graugelb,  die  Flügelscheiden  stark  vorspringend.  —  Von  Ceylon  bis 
Bengalen;  auch  von  Chittagong  an  der  Nordostseite  des  Busens  von  Bengalen  angegeben.  Der  Falter  ist 
sehr  häufig  und  wird  oft  an  niedrigen  blühenden  Büschen  und  Kräutern  gefunden.  Euton  berichtet  ,  dass 
im  Herbst,  zu  Beginn  der  kalten  Jahreszeit,  der  Falter  sich  gegen  Sonnenuntergang  in  Bäume  begibt,  wo 
er  zuweilen  zu  Hunderten  zusammen  an  der  Unterseite  von  schräg  herabhängenden  Zweigen  gegen  deren 
Spitze  hin  ruhend  die  Nacht  verbringt,  wie  dies  manche  Danaiden  tun.  In  niedrigen  Lagen  ist  hector  am 
häufigsten,  findet  sich  aber  einzeln  noch  in  Höhen  von  über  5000  Fuss. 

jophon.  P.  jophon  Gray  (15  a).  Diese  Art  ist  auf  Ceylon  beschränkt;  sie  ist  lokal,  aber  an  ihren  Flugplätzen 

im  Hügellande  von  2 — 4000  Fuss  nicht  selten.  Am  leichtesten  früh  am  Morgen  zu  fangen;  nach  Aufgang 
der  Sonne  fliegt  sie  hoch  über  den  Bäumen.  Taster,  Seiten  der  Brust  und  Spitze  des  Hlbs  rot;  Vflgl 
schwarz,  die  Scheibe  vom  Ursprünge  der  2.  Mediane  ab  weissgrau,  halbdurchsichtig,  dies  Feld  in  die  Zelle 
eindringend  und  durch  die  schwarzen  Adern  und  Zwischenaderfalten  in  Flecke  aufgelöst ;  Hflgl  mit  grossem 


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grauweissem  Felde,  das  proximal  gerade  abgeschnitten  ist  und  aus  einem  grossen  Zelltleck  und  7  um  die 
Zelle  herum  stehenden  Flecken  besteht,  eine  Reihe  roter  Submarginaltlecke,  die  oben  verdunkelt  und  unten 
rosenrot  sind.  Das  2  breitflügliger  als  das  cf,  sonst  demselben  sehr  ähnlich.  Rp  purpurschwarz,  mit  roten 
Warzen,  auf  dem  6.  Segment  ein  gelblich  weisses  Schrägband,  die  beiden  in  dem  Bande  stehenden  Warzen 
von  der  Farbe  des  Bandes.  Ei  gelb-braun. 

P.  pandiyana  Moore  (15  a).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  viel  blasser,  der  schwarze  Aussenrd  des  Vtlgls  pandiyana. 
schmäler,  auch  die  zwischen  den  Radial-  und  Medianästen  stehenden  schwarzen  Streifen  bis  nahe  an  die 
Zelle  tretend.  Das  2  ist  breitflügliger  als  das  cf ,  auch  ist  der  subcostale  weisse  Fleck  des  Htlgls  reduziert 
und  fehlt  zuweilen  ganz.  —  Ein  südindischer  Falter,  der  im  Hügellande  von  Travaneore  und  den  Nilgiris  in 
1 — 3000  Fuss  häufig  ist.  Er  fliegt  in  der  Nähe  von  immergrünen  Jungle  und  kommt  früh  am  Morgen  zum 
Vorschein,  um  an  Blumen  zu  saugen,  vor  denen  er  wie  seine  Verwandten  mit  fächelnden  Flügeln  steht. 

P.  oreon.  Kopf,  die  letzten  Hlbsringe  und  die  Ränder  der  vorhergehenden  Segmente  sowie  die 
Seiten  der  Brust  an  den  Flügelwurzeln  rot,  der  Kopf  oft  blassrot.  Flügel  gestreckter  als  bei  P.  pandiyana, 
besonders  der  Hflgl  und  dessen  Zelle  viel  schmäler,  der  Schwanz  nur  schwach  spatelförmig,  das  grauweisse, 
oben  schwarz  schattierte  Zentralfeld  des  Hflgls  wurzelwärts  etwas  schräger  abgeschnitten,  die  Submarginal- 
tlecke  unten  reiner  rot,  das  schwarze  Wurzelfeld  des  Vflgls  reicht  nicht  bis  zur  2.  Mediane,  und  die  Zelle  ist 
fast  ganz  durchsichtig,  mit  4  schwarzen  Linien.  Der  Falter  ist  bis  jetzt  nur  von  Sumba  und  Alor  bekannt, 
kommt  aber  vermutlich  auch  auf  den  Nachbarinseln,  oder  wenigstens  auf  Flores  vor.  —  oreon  Doli.  (15b).  oreon. 

Das  schwarze  Basalfeld  des  Vtlgls  reicht  hinter  der  Zelle  etwa  bis  zu  2/s  der  Entfernung  von  der  Wurzel 
zur  2.  Mediane  und  das  Zentralfeld  des  Vtlgls  ist  aussen  ziemlich  stark  schwarz  schattiert  und  auch  sonst 
trübe.  Sumba.  —  godmani  Böb.  fliegt  auf  Alor.  Die  Wurzel  des  Vtlgls  ist  weniger  ausgedehnt  schwarz  godmani. 
und  das  Zentralfeld  des  Hflgls  ist  weniger  getrübt  und  sein  Umriss  schärfer,  auch  ist  der  6.  Submarginalfleck 
oben  meist  weniger  stark  geschwärzt  und  der  Zelltleck  oft  grösser. 

P.  liris.  Das  schwarze  Wurzelfeld  beider  Flügel  grade  abgeschnitten  und  bis  zur  Wurzel  der 
2.  Mediane  reichend;  Saum  des  Vflgls  breiter  schwarz  als  bei  oreon,  das  Mittelband  des  Hflgls  auch  aussen 
fast  ganz  grade ,  sein  Aussenrd  in  der  Mitte  etwas  ausgebogen ;  der  Hflgl  ohne  schwarzen  Discalfleck 
vor  der  Subcostale,  auch  ist  der  betreffende  rote  oder  graugelbe  Submarginalfleck  mit  der  Mittelbinde  ver¬ 
schmolzen,  selten  abgetrennt,  und  die  hintern  Submarginalflecke  stehen  weiter  vom  Saume  weg  als  bei  oreon. 

Bei  vielen  Formen  ist  das  Rot  des  Körpers  und  des  Hflgls  durch  graugell)  ersetzt;  die  Form  von  Kisser  bildet 
den  Übergang  zwischen  den  rot-  und  schmutzig  gelb  gezeichneten  Formen.  Auf  allen  Inseln  zwischen  Timor 
und  Timorlaut,  einschliesslich  Wetter  und  Savu.  Der  Falter  scheint  das  ganze  Jahr  hindurch  vorzukommen.  - 
liris  G-oclt.  (15b).  Hlb  rot  und  schwarz;  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  rot,  das  Mittelband  desselben  oben  liris. 
und  unten  gelbgrau.  Timor,  die  Stücke  im  Museum  Tring  im  Mai,  Juli,  und  November  bis  Dezember  ge¬ 
fangen.  —  gaetus  Frühst.  (=  savuanus  Bothsch.)  Mittelband  der  Oberseite  des  Hflgls  dicht  schwarz  schattiert,  gaetus. 
mit  Ausnahme  ganz  weniger  Exemplare;  die  Binde  unterseits  bei  allen  Stücken  etwas  blasser  grau  als  bei  liris. 

Die  Exemplare,  in  denen  die  Binde  nicht  geschwärzt  ist,  sind  ab.  pseudoliris  Frühst.  Insel  Savu,  unsere  Serie  im  pseudoliris. 
August  gefangen.  —  wetterensis  Bothsch.  (15  b)  Tiefer  schwarz  als  liris,  das  Mittelhand  des  Htlgls  viel  schmäler  wetterensis. 
und  oben  schwarz  schattiert,  der  vor  dem  Abdominalrande  stehende  rote  Fleck  sehr  lang.  Wetter,  die  Exemplare 
des  Tring  Museums  im  Mai  gefangen.  —  senescens  Böb.  Ähnlich  liris ,  aber  der  Hlb  und  die  Submarginalflecke  des  senescens. 
Hflgls  blasser  rot.  Kisser.  —  pallidus  Bothsch.  Eine  blasse  Form;  der  Körper  und  die  Submarginalflecke  des  pallidus. 
Hflgls  graugelb  statt  rot;  Flügel  oben  blasser  als  bei  den  vorigen  Subspecies,  das  Mittelband  des  Hflgls  oben 
stark  schwärzlich  schattiert.  Letti  und  Moa,  augenscheinlich  recht  häufig.  —  aberrans  Btlr.  {=  uavigator  aber  raus. 
Frühst.,  damaricus  Frühst.,  velificatus  Frohst.).  Viel  weniger  rauchig  als  pallidus,  der  halbdurchsichtige  Mittel¬ 
teil  des  Vflgls  und  die  Mittelbinde  des  Hflgls  weniger  geschwärzt  ,  auch  treten  die  Submarginalflecke  des 
Hflgls  deutlicher  als  die  Adern  hervor  und  haben  auf  der  Unterseite  ebenso  wie  die  Hlbsspitze  meist  einen 
sehr  schwach  rötlichen  Ton.  Tenimber,  Dämmer,  Roma  und  Babber;  auf  Tenimber  häufig.  Die  von 
Fruhstorfer  angegebenen  Unterschiede  zwischen  den  Exemplaren  von  den  verschiedenen  Inseln  werden 
durch  die  uns  vorliegenden  Stücke  nicht  bestätigt. 

P.  polyphontes.  Kopf,  die  Hlbsspitze  und  unten  und  seitlich  auch  die  Ränder  der  andern  Hlbsringe 
rot.  Vflgl  in  der  Mitte  breit  weiss,  dies  Feld  den  Hinterrand  nicht  erreichend  und  von  schwarzen  Adern 
und  Falten  durchzogen.  Hflgl  mit  breitem  Schwanz ;  ein  weisses  oder  rötlich  weisses  Zentralfeld  aus  einem 
wurzelwärts  grade  abgestutztem  Zelltlecke  und  5  —  7  um  die  Zelle  herumstehenden  Flecken  zusammengesetzt, 
die  dasselbe  durchschneidenden  Adern  ziemlich  breit  schwarz:  Submarginalflecke  oben  schwarz  schattiert, 
unten  lebhaft  rot,  der  vorderste  ganz  weiss,  auch  die  andern  wenigstens  weiss  gerandet.  Wie  bei  allen  ver- 
Avandten  Arten  das  2  blasser  als  das  cf.  Letzteres  hat  die  Hinterschiene  ATerdickt,  und  aut  dem  Hflgl  eine 
deutliche  Abdominalfalte  mit  Duftorgan;  bei  den  cf  cf  der  vorhergehenden  Arten"  dieser  Gruppe  fehlt  das 
Duftorgan,  auch  ist  die  Hinterschiene  nicht  geschwollen.  P.  polyphontes  ist  der  Vertreter  des  indo-malayischen 
P.  aristolochiae  und  des  papuanischen  P.  polydorus ;  und  hat  sich  offenbar  sekundär  von  Celebes  nach  den 
Sulla-Inseln  und  Nord-Molukken  ausgebreitet,  Der  Falter  ist  im  Flach-  und  Hügellande  ziemlich  häufig.  - 


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rosea.  rosea  Oberth.  (=  extensus  Frühst.)  ist  die  südlichste  bekannte  Form;  sie  bewohnt  die  Insel  Saleyer.  Das 
Zentralfeld  des  Hflgls  hat  oben  immer  einen  deutlich  rötlichen  Ton  und  ist  etwas  grösser  als  bei  Exemplaren 
von  Celebes ;  auf  der  Unterseite  steht  immer  ein  weisser  Fleck  hinter  der  Subcostale  des  Htlgls,  häufig  auch 
polyphontes.  einer  vor  dieser  Ader.  —  polyphontes  Bsd.  (.—  lingonus  Frühst.,  phanocles  Frühst)  .(15 a).  Das  cf  auf  der 
Oberseite  meist  trüber  als  das?;  die  Adern  in  dem  hellen  Felde  auf  beiden  Flügeln  breit  schwarz;  der 
schwarze  Saum  des  Vflgls  immer  schmäler  als  das  helle  Discalfeld.  Snellen  erwähnt  eine  Aberration,  welche 
gelbe  statt  rote  Submarginalflecke  auf  dem  Hflgl  hat.  P.  polyphontes  polyphontes  bewohnt  ganz  Celebes  und 
aipytos.  die  Talaut- Inseln.  —  Bei  aipytOS  Frühst.  (=  pedias  Rothseh)  ist  das  helle  Feld  des  Vflgls  schmäler  als  bei 
den  beiden  vorigen  Subspecies,  beim  ?  rein  weiss,  in  der  Zelle  gewöhnlich  nur  2  helle  Streifen,  der  vor  der 
untern  Zellecke  stehende  Discalfleck  auch  beim  ?  stark  verdunkelt,  die  zwischen  den  Adern  stehenden  schwarzen 
Streifen  kürzer  als  bei  polyphontes;  auf  dem  Hflgl  sind  die  hintern  Submarginalflecke  auf  der  Oberseite  nicht 
oder  nur  sehr  wenig  schwarz  schattiert.  Sulla-Inseln:  Mongola  und  Besi,  von  Doherty  im  Oktober  in  An- 
sejanus.  zahl  gefangen.  sejanus  Frühst.  (=  ithacus  Rotlisch).  Die  hellen  Flecke  des  Vflgls  kleiner  als  bei  poly¬ 
phontes,  auch  beim  ?  schwärzlich  schattiert,  der  vor  der  untern  Zellecke  stehende  Fleck  wie  bei  der  vorher¬ 
gehenden  Form  wenigstens  teilweise  ausgelöscht;  die  Adern  des  Hflgls  in  dem  weissen  Felde  breit  schwarz. 
Nord-Molukken:  Halmahera,  Morty,  Ternate  und  Batjan. 

P.  polydorus.  Ein  häufiger  papuanischer  Falter,  der  in  vielen  Subspecies  von  den  Molukken  bis 
zu  den  Bismarck-  und  Salomons-Inseln  und  Nord-Australien  verbreitet  ist.  Dem  polyphontes  ähnlich,  aber 
der  Hflgl  kürzer,  breiter  und  nicht  geschwänzt,  der  Vflgi  ohne  weisses  Feld  oder  dieses  nur  bis  zur  Basis 
der  2.  Mediane  reichend,  der  hinter  dieser  Ader  liegende  Fleck  vorne  länger  als  hinten,  da  er  wurzelwärts 
schräg  abgestutzt  ist.  Die  Duftfalte  des  cf  grösser  als  bei  polyphontes  und  die  darin  stehenden  Schuppen 
anders  geformt.  Die  Rp  bräunlich  schwarz,  die  Tuberkel  rot,  mit  Ausnahme  der  dorsalen  Tuberkel  des  4., 
5.,  8.  und  9.  Ringes,  die  braun  sind,  auf  dem  6.,  7.  und  10.  Ringe  stehen  die  dorsalen  Tuberkel  in  einem 
blassroten  Flecke.  Lebt  auf  einer  niedrigen  Aristolochia  und  ist  in  etwa  14  Tagen  erwachsen.  Pp  blass¬ 
braun.  mit  4  Paaren  dorsaler  Lappen  auf  dem  Hlbe;  Puppenruhe  3  Wochen.  Der  Falter  fliegt  im  offenen 
Buschwalde  niedrig  und  langsam  von  Blume  zu  Blume.  Die  Formen  von  den  Nord-Molukken,  Neu-Guinea 
mit  Ausnahme  der  Gebirge  Britisch  Neu-Guineas,  und  den  Bismarck-  und  Salomons-Inseln  haben  schwarze 
Köpfe,  während  die  Süd-Molukken,  Tenimber,  Key,  Aru,  Nord-Queensland,  die  Louisiaden  und  die  Berge  Britisch 
septen-  Nen-Guineas  von  rotköpfigen  Formen  bewohnt  sind.  - —  septentrionalis  Rothseh.  Kopf  und  Kragen  ganz 
trionalis.  schwarz:  die  hellen  Streifen  der  Oberseite  des  Vflgls  immer  schwarz  schattiert;  die  weissen  Flecke  des  Hflgls 
kajelanus.  aussen  abgerundet.  Nord-Molukken:  Halmahera;  Batjan.  —  kajelanus  Frühst.  Kopf  und  die  Seiten  des  Kragens 
und  der  Brust  rot.  Vflgi  mit  grossem  weissem  Fleck  hinter  der  2.  Mediane,  der  ebenso  wie  die  vor  dieser  Ader  lie¬ 
gende  helle  Gabel  schwarz  bestäubt  ist:  die  vorderen  weissen  discalen  Flecke  der  Oberseite  des  Hflgls  klein, 
zuweilen  fehlend,  der  Zellfleck  beim  cf  meist  schwarz  bestäubt.  Buru  häufig.  Nicht  konstant  von  der  folgenden  Form 
poiydoms.  verschieden.  polydorus  L.  (=  polydotus  Müll.,  leobotes  DM.)  (15b).  Von  den  Süd-Molukken  (Amboina,  Sapa- 
roea,  Ceram)  und  Obi,  sowie  den  kleinen  Inseln  Goram-Laut  undKissoei.  Die  hellen  Teile  der  Oberseite  des  Vflgls 
im  ganzen  etwas  reiner  weiss  und  mehr  ausgedehnt  als  bei  kajelanus  und  die  weissen  Flecke  des  Hflgls  grösser, 
thessalia.  der  1.  Discalfleck  quer  oder  rhombisch  wie  bei  kajelanus.  —  thessalia Swinh.  Körper  wie  vorhin;  Vflgi  reiner 
weiss;  der  Zellfleck  des  Htlgls  klein,  beim  ?  oft  fehlend;  die  discalen  Flecke  dagegen  länger  als  bei  poly¬ 
dorus,  der  vor  der  I.  Mediane  stehende  besonders  lang,  die  roten  Submarginalflecke  gross,  die  hintern  oben 
varus.  meist  nur  schwach  geschwärzt.  Auf  Klein-  und  Gross-lvey,  recht  häufig.  —  varus  Frühst.  Nicht  mit  Sicher¬ 
heit  von  der  Key-Form  zu  unterscheiden.  Der  hintere  weisse  Fleck  des  Vflgls  meist  etwas  kleiner  als  bei 
thessalia,  der  hinter  der  Submedianfalte  stehende  Teil  dieser  Makel  zuweilen  fehlend,  die  hellen  Streifen  im 
tenim-  ganzen  weniger  scharf,  die  mittleren  stärker  verdunkelt.  Aru-Inseln.  —  tenimberensis  Rothseh.  Kopf  schwarz, 
berensis.  Rot  gemischt;  die  Streifen  des  Vflgls  und  die  grossen  zwischen  der  1.  Mediane  und  der  2.  Submediane 
liegenden  Makeln  rein  weiss;  das  weisse  Feld  des  Hflgls  gross,  die  dasselbe  durchschneidenden  Adern 
wenigstens  an  der  Zelle  sehr  schmal  schwarz;  die  hintern  meist  deutlich  rötlich,  der  1.  weisse  Fleck  kleiner 
queens-  als  der  2.,  der  4.  am  grössten.  Tenimber-Inseln.  =  queenslandicus  Rothseh.  Kleinen  Exemplaren  von 
landicus.  polydorus  ähnlich,  die  weissen  Zeichnungen  des  Vflgls  kürzer,  der  hinter  der  2.  Mediane  liegende  Fleck  unten 
wurzelwärts  sehr  stark  zugespitzt;  der  Hflgl  ausserhalb  der  Zelle  fast  immer  mit  6  weissen  Flecken,  die 
Mehrzahl  der  Exemplare  ausserdem  noch  mit  einem  weissen  linienförmigen  Fleck  an  der  Innenseite  des 
aignanus.  1.  Submarginalfleckes.  Nord-Queensland  und  die  Inseln  in  der  Torres-Strasse.  aignanus  Rothseh.  Gleich¬ 
falls  eine  kleine  Form.  Die  weissen  Flecke  des  Vflgls  grösser  als  bei  queenslandicus;  der  Zellfleck  des  Htlgls 
klein;  5  Flecke  an  der  Zelle,  der  1.  klein,  zuweilen  fehlend,  der  2.  etwa  doppelt  so  lang  als  breit,  der  4.  am 
grössten,  aber  nicht  bis  zur  Wurzel  der  2.  Mediane  reichend  und  nur  wenig  grösser  als  der  3.  Fleck.  Louisiaden- 
orinomus.  Inseln:  St.  Aignan  und  Sudest.  —  orinomus  Rothseh.  Im  Hügellande  Britisch  Neu-Guineas  findet  sich  eine 
der  vorigen  ganz  ähnliche  Form.  Der  Zellfleck  des  Hflgls  viel  grösser  als  der  2.  weisse  Discalfleck,  und 
der  4.  discale  Fleck  grösser  als  der  3.,  auch  ist  der  5.  Submarginalfleck  kleiner  als  bei  aignanus,  zuweilen 
sogar  kleiner  als  der  4.;  der  4.  Discalfleck  reicht  gewöhnlich  bis  zur  Wurzel  der  2.  Mediane.  Aus  höhern 
Lagen  Britisch  Neu-Guineas;  in  ni erlern  Lagen  derselben  Distrikte  kommt  eine  schwarzköpfige  Form  vor  ( naissus 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jokdan. 


37 


Frühst.).  Bei  den  folgenden  Formen  ist  der  Kopf  und  Thorax  ganz  schwarz,  sehr  selten  stehen  einige  rote 
Haare  hinter  den  Augen:  leodamas  Wall.  Der  schwarze  Basalteil  des  Ytlgls  ist  nicht  scharf  von  dem  distalen  ge-  leodamas. 
streiften  Teile  abgesetzt,  und  die  aufgehellten  Streifen  sind  auch  unten  sehr  undeutlich;  der  Zellfleck  des 
Hllgls  und  der  1.  weisse  Discalfleck  gleichfalls  sehr  klein,  schmal,  letzterer  oben  zuweilen  fehlend,  die  andern 
4  Flecke  lang,  die  zwei  letzten  nicht  ganz  bis  zur  Basis  der  2.  Mediane  reichend,  der  Durchmesser  des 
6.  roten  Submarginalflecks  der  Unterseite  länger  als  die  Entfernung  des  Flecks  von  dem  weissen  Felde. 

Misol.  —  godartianus  Luc.  (=  papuana  Oherth.)  Die  grauen  Streifen  auf  der  Oberseite  des  Vtlgls  undeut-  godartiamu. 
lieh,  auch  die  hintern  schwarzen  Ader-  und  Zwischenaderstriche  bis  nahe  an  die  Zelle  tretend;  die  hellen 
Streifen  unten  deutlich,  aber  auch  liier  die  vor  und  hinter  der  2.  Mediane  stehenden  nicht  zu  weissen  Makeln 
zusammengetlossen ,  die  schwarzen  Ader-  und  Faltenstriche  bis  nahe  an  die  Zelle  reichend,  die  schwarze 
Basalhälfte  des  Flügels  ist  jedoch  scharf  gegen  die  äussere  Hälfte  abgesetzt.  Hflgl  ähnlich  wie  bei  leodamas, 
oben  zuweilen  nur  4  weisse  Flecke  vorhanden,  da  der  Zelllleck  und  der  1.  Discalfleck  nicht  immer  ent¬ 
wickelt  sind.  Arfak-  und  Onin-Halbinseln ;  Salawatti  und  Etna  Bai.  —  asinius  Frühst.  Vtlgl  beim  ?  mit  asinius. 
grosser,  weisser  Makel  vor  und  hinter  der  2.  Mediane,  beim  cf  die  Flecke  ebenso  wie  die  hellen  Streifen 
oben  ziemlich  stark  verdunkelt,  unten  dagegen  weiss;  das  weisse  Feld  des  Hflgls  gross,  aussen  gerundet, 
der  Zellfleck  meist  kleiner  und  die  andern  Flecke  länger  als  in  der  gleichfalls  hellfleckigen  Form  plagiatus 
von  Deutsch  Neu-Guinea,  der  1.  Discalfleck  länger  als  breit,  der  4.  am  grösstem  Das  Bot  des  Hlbs  beim  ? 
etwas  ausgedehnter  als  bei  plagiatus.  Waigeu.  —  meferanus  Rothsch.  Vtlgl  oben  beim  cf  mit  schmalen  meforanus. 
dunkelgrauen,  beim  ?  mit  dünnen  weissen  Streifen  vor  und  hinter  der  2.  Mediana,  unten  dagegen  sind  diese 
Streifen  bei  beiden  Geschlechtern  zu  weissen  Flecken  erweitert,  auch  sind  die  andern  Streifen  deutlicher 
als  oben.  Das  weisse  Feld  des  Hflgls  ist  viel  kleiner  als  bei  asinius,  der  Zellfleck  etwa  dreimal  so  gross 
als  der  1.  Discalfleck,  der  klein  ist,  der  4.  Fleck  vorne  (an  der  1.  Mediane)  weniger  als  doppelt  so  lang  als 
er  aussen  breit  ist.  Mefor  in  der  Geelvink  Bai.  —  Wir  haben  ein  einzelnes  2  von  Jobi  in  der  Geelvink 
Bai,  welches  auf  dem  Vtlgl  oben  und  unten  stark  aufgehellt  ist,  und  bei  dem  auch  das  weisse  Feld  des 
Hflgls,  besonders  der  1.  Discallleek.  gross  ist.  Nach  Kirsch's  Beschreibung  von  3  Exemplaren  aus  Jobi 
(offenbar  cf  ?)  treffen  diese  Kennzeichen  aber  nicht  auf  alle  Stücke  zu.  —  humboldti  Rothsch..  von  der  humboldti. 
Humboldt-Bai  an  der  Grenze  von  Holländisch  und  Deutsch  Neu-Guinea,  bilden  den  Übergang  zur  folgenden 
Subspecies.  Die  grauen  Streifen  der  Oberseite  des  Vtlgls  sind  schmal  und  dunkel,  die  schwarzen  Ader¬ 
streifen  sind  breit  und  gehen  bis  an  die  Zelle  und  die  Faltenstreifen  treten  nahe  an  dieselbe  heran;  unten 
dagegen  sind  die  blassen  Streifen  sehr  hell,  die  hintern  weiss  und  vor  und  hinter  der  2.  Mediane  zu  Makeln 
zusammengeflossen,  doch  bleiben  der  schwarze  Streif  der  2.  Mediane  und  der  vor  derselben  stehende  Falten¬ 
streif  lang.  Der  Zellfleck  des  Hflgls  oft  sehr  klein,  kleiner  als  der  1.  Discallleek,  letzterer  auf  der  Oberseite 
vorne  meist  eingeschnitten,  unten  immer  rhombisch,  was  auch  oben  oft  der  Fall  ist.  —  plagiatus  Rothsch.  plagiatus 
Vtlgl  bei  beiden  Geschlechtern  unten  stets,  oben  oft  stark  aufgehellt;  die  2.  Mediane  innerhalb  des  weissen 
Feldes  nur  sehr  schmal  schwarz,  die  vor  und  hinter  dieser  Ader  stehenden  Faltenstreifen  kurz.  Zelllleck 
des  Hflgls  grösser  als  der  1.  Discalfleck,  der  4.  und  5.  Discalfleck  reichen  bis  zur  Basis  der  2.  Mediane,  der 
5.  geht  oft  noch  weiter  wurzelwärts  und  springt  auch  distal  gewöhnlich  etwas  vor;  das  weisse  Feld  aussen 
weniger  als  bei  asinius  gerundet.  Deutsch  Neu-Guinea:  Astrolabe  Bai  und  Huon  Golf.  —  naissus  Frühst,  naissus. 

(=  albosignatus  Frühst.,  phalces  Rothsch.).  Vtlgl  wie  bei  plagiatus;  das  weisse  Feld  des  Hllgls  meist  mehr 
gerundet,  der  Zelltleck  kleiner,  der  1.  Discalfleck  gewöhnlich  länglich,  der  4.  und  5.  Fleck  die  Basis  der 
2.  Mediane  nicht  ganz  erreichend.  alleFlecke  meistens  aussen  abgerundet.  Trobriand  und  Fergusson.  d'Entrecasteaux 
Inseln;  Britisch  Neu-Guinea.  Die  Exemplare  aus  letzterem  Gebiete  sind  zum  Teil  nicht  von  plagiatus  zu 
unterscheiden.  —  dampierensis  Hag.  von  der  Dampier  Insel  an  der  Nordküste  Deutsch  Neu-Guineas.  Vtlgl  dampiercusis. 
oben  dunkel,  unten  aufgehellt.  Das  weisse  Feld  des  Hflgls  oben  zu  einem  Bande  verschmälert,  der  kleine 
Zellfleck  und  der  1.  Discalfleck  stark  und  der  2.  und  3.  Discalfleck  schwach  schwarz  schattiert;  das  weisse 
Feld  unten  nur  etwas  schmäler  als  bei  plagiatus ,  der  4.  und  5.  Discalfleck  nicht  ganz  bis  an  die  Wurzel 
der  2.  Mediane  reichend,  die  Submarginalflecke  gross,  auch  der  mit  dem  letzten  Discaltlecke  vereinigte, 
novobritannicus  Rothsch.  Vtlgl  stärker  aufgehellt  als  bei  plagiatus;  der  Zelltleck  des  Hflgls  gross,  dagegen  die  novo- 
Discalllecke  klein,  besonders  der  2.  und  3..  die  beim  cf  oft  fehlen.  Hlb  seitlich  mehr  ausgedehnt  rot.  auch  britannicus. 
der  2.  und  3.  Ring  seitlich  rot  gerandet.  dagegen  der  7.  Ring  oben  mit  schwarzem  Fleck.  Neu-Pommern 
(=  New  Britain).  —  utuanensis  Ribhe.  Vtlgl  viel  dunkler  als  bei  der  vorigen  Subspecies;  das  weisse  Feld  utuanensis. 
des  Hllgls  mehr  gerundet,  der  Zelltleck  kleiner  und  die  Discaltlecke  länger.  Neu-Lauenburg  und  Neu- 
Mecklenburg  (=  Duke  of  York  und  New  Ireland).  Nicht  konstant  von  der  nächsten  Form  verschieden, 
polydaemon  Math.  (16  a).  Bei  den  Exemplaren  von  den  nördlichen  Salomons-Inseln  Bougainville.  Alu  und  polydaemon. 
Treasury  sind  die  grauen  Streifen  des  Vtlgls  oben  dunkel  und  unten  selten  vor  und  hinter  der  2.  Mediane 
zu  grauweissen  Makeln  vereinigt,  auch  ist  der  Zelltleck  des  Hflgls  meist  klein  (ab.  polypemon  Math.).  Die  polypemon. 
auf  den  weiter  südlich  gelegenen  Inseln  gefangenen  Exemplare  sind  dagegen  meist  stärker  aufgehellt,  be¬ 
sonders  beim  ?  und  besonders  auf  der  Unterseite,  auch  sind  die  weissen  Flecke  des  Hflgls  bei  vielen  Exem¬ 
plaren  grösser.  Die  vorderen  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sind  bei  pohjdaemon  oft  sehr  blass,  und 
der  1.  ist  häufig  teilweise  weiss  gerandet.  was  besonders  oft  bei  nördlichen  Exemplaren  vorkommt:  der  2. 
und  3.  Submarginaltleck  sind  bei  einigen  Stücken  des  Tring  Museums  (auch  bei  einem  utuanensis)  entweder 


38 


PAP1LI0.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


auf  beiden  Flügeln  oder  nur  auf  einem  vereinigt.  Bis  jetzt  sind  noch  keine  Stücke  von  den  südlichsten 
Salomons-Inseln  (San  Christoval  und  Rennel)  bekannt. 

P.  aristolochiae.  Die  Spitze  und  Seiten  des  Hlbs  und  die  Ränder  der  Ventralringe  desselben  ebenso 
wie  die  Seiten  der  Brust  und  der  Kopf  rot.  Vtlgl  von  der  Wurzel  bis  etwa  zum  2.  Medianaste  und  an  den 
Rändern  schwarz,  der  Discus  gewöhnlich  mehr  oder  weniger  aufgehellt,  mit  schwarzen  Faltenstreifen.  Hfigl 
mit  Spatelschwanz,  der  zuweilen  zu  einem  Zahn  reduziert  ist,  und  roten  Submarginalflecken,  die  oben  mehr 
oder  weniger  stark  schwarz  beschuppt  sind ;  in  der  Mitte  oft  ein  weisses  Feld.  Das  2  breitflügliger  und 
blasser  als  das  cP.  Rp  schwarz  mit  roten  Fleischzapfen ;  auf  dem  6.  Ringe,  der  das  1 .  Paar  Bauchfüsse  trägt, 
ein  weisser  Gürtel;  die  in  demselben  stehenden  Zapfen  gleichfalls  weiss;  nach  Martin  soll  der  milchweisse 
Gürtel  in  Sumatra  zuweilen  fehlen ;  auf  Aristolochia  indica  und  bracteata  (nach  Hagen  auch  auf  Piperaceen). 
Pp  mit  4  Paar  gerundeter  Lappen  auf  dem  Hlb. ,  die  Seitenlappen  des  Thorax  gleichfalls  gerundet.  Ein 
häufiger  Falter,  der  besonders  im  Flach-  und  Hügellande  fliegt  und  selten  über  4000  Fuss  hinaufsteigt.  Er 
findet  sich  von  den  Liukiu  -  Inseln ,  West-China  und  Ceylon  ost-  und  südwärts  bis  zu  den  kleinen  Sunda- 
Inseln,  im  Buschwalde  und  in  Gärten,  aber  nicht  im  dichten  Walde.  Sein  Flug  ist  langsam  und  schwer¬ 
fällig.  Der  Falter  besucht  Blumen  und  wird  zuweilen,  besonders  am  frühen  Morgen,  in  Scharen  an  blühenden 
Bäumen  angetrofl'en.  Die  eigenartige  Verbreitung  der  beiden  Haupttypen,  in  welcher  der  Falter  auftritt,  des 
camorta.  schwarzen  und  des  weissspiegeligen  Typus,  ist  sehr  interessant.  —  camorta  Moore  (16  a)  von  den  Nikobaren. 
Hfigl  mit  weissem  Fleck  an  der  Zelle  zwischen  den  beiden  Medianästen  und  einem  roten  dahinter;  auf  der 
ceylonicus.  Unterseite  ausserdem  zwei  kleinere  Flecke  an  der  Zellspitze  und  ein  dritter  in  der  Zelle.  —  ceylonicus  Moore. 

Vtlgl  wenigstens  unten  stark  aufgehellt,  der  hinter  der  2.  Mediane  stehende  schwarze  Streif  fast  immer  ab¬ 
gekürzt;  die  weissen  Flecke  des  Hflgls  dicht  an  der  Zelle,  die  mittlern  aussen  abgerundet,  die  Zelle  gewöhn¬ 
lich  mit  weissem  Fleck.  Hlb  des  ?  mit  Ausnahme  des  letzten  Ringes  oben  meistens  ganz  schwarz.  Ceylon. 
aristolochiae.  —  aristolochiae  F.  (=  polidorus  Cr.,  polydorus  Gdt.  nec.  L.)  (16  a).  Der  Vtlgl  von  der  Wurzel  bis  über  die 
Ursprungsstelle  der  2.  Mediane  hinaus  schwarz,  die  zwischen  der  2.  Mediane  und  dem  Hrde  liegenden 
schwarzen  Streifen  selten  abgekürzt;  Htlgl  stets  mit  weissen  Flecken,  aber  stets  ohne  Zellfleck;  der  hinter 
der  2.  Mediane  liegende  Fleck  auf  der  Unterseite  an  der  dieser  Ader  zugekehrten  Seite  nicht  ausgerandet. 
diphilus.  Bei  der  Form  diphilus  Esp.  liegen  die  weissen  Flecke  nahe  an  der  Zelle,  während  sie  bei  der  Form  ari¬ 
stolochiae  F.  von  der  Wurzel  her  verkleinert  sind  und  daher  von  der  Zelle  entfernt  stehen.  Die  klein- 
fleckigen  Exemplare  fliegen  mit  grossfleckigen  zu  gleicher  Zeit,  scheinen  aber  während  der  heissen  Regenzeit 
(Sommer)  die  häufigere  Form  zu  sein.  Moore  betrachtet  irrtümlich  die  grossfleckigen  Stücke  als  »nasse 
Forint.  Süd-,  Nordwest-  und  Nordost  -  Indien.  Wegen  seines  starken  Dufts  heisst  der  Schmetterling  in 
adaeus.  Calcutta  Rosenfalter.  —  ln  West-,  Zentral-  und  Ost-China  südwärts  bis  etwa  Fu-tschou  fliegt  adaeus  Rothsch. 
Der  vorigen  Subspecies  sehr  ähnlich,  aber  das  ?  blasser,  der  Hfigl  bei  beiden  Geschlechtern  länger  und  die 
weissen  Flecke  anders  entwickelt.  Diese  Flecke  gewöhnlich  klein,  aber  doch  nahe  der  Zelle  stehend,  der  vor 
der  1.  Mediane  liegende  Fleck  gewöhnlich  x/3  bis  x/ 2  und  nie  über  2/3  so  lang  als  seine  Entfernung  von  dem 
interpositus.  betreffenden  Submarginaltleck.  —  interpositus  Frühst,  ist  die  gewöhnliche  Form  auf  Formosa.  Sie  hat  grosse 
Submarginalflecke  auf  dem  Hfigl;  das  weisse  Band  steht  nahe  an  der  Zelle,  ohne  in  dieselbe  einzutreten, 
und  der  vor  der  1.  Mediane  liegende  Fleck  ist  etwa  so  lang  oder  etwas  kürzer  als  seine  Entfernung  von 
dem  betreffenden  Submarginalfleck.  Auf  dem  Vtlgl  reicht  das  dunkle  Basalfeld  über  die  Wurzel  der  2.  Mediane 
hinaus;  das  ?  ist  oben  meist  sehr  blass.  Nach  Dr.  Rebel  kommt  auf  Formosa  auch  eine  schwarze  Form 
formosensis.  vor:  formosensis  F<‘h.  Ähnlich  lonibockensis,  Vtlgl  im  Aussen  teil  ohne  jede  Aufhellung,  die  roten  Submarginal¬ 
flecke  der  Unterseite  des  Vflgls  dünn,  zum  Teil  auch  oben  entwickelt;  Schwanz  lang,  spatelförmig.  Ob 
formosensis  und  interpositus  in  derselben  Gegend  fliegen  oder  geographisch  getrennt  sind,  ist  uns  nicht  bekannt. 
rhodopis.  —  rhodopis  Rot  lisch,  von  den  Liu-Kiu-Inseln  (=  Loo  Ghoo)  ist  interpositus  sehr  ähnlich,  aber  auf  der  Unter- 
seite  des  Hflgls  ist  der  1.  weisse  Fleck  vorne  und  der  2.  und  3.  in  der  Mitte  zwischen  den  Adern  wenigstens 
goniopeltis.  an  den  Rändern  rot  schattiert.  —  goniopeltis  Rothsch.  Von  Hong-Kong  südwärts  bis  Siam,  Birma  und 
Tenasserim  fliegt  eine  an  die  philippinische  Subspecies  philippus  erinnernde  Form.  Auf  dem  Vtlgl  reicht 
das  schwarze  Wurzelfeld  bis  zur  Ursprungsstelle  der  2.  Mediane;  zwischen  diesem  Felde  und  dem  schwarzen 
Saume  ist  der  Flügel  unten  stark  aufgehellt;  die  weissen  Flecke  des  Hflgls  stehen  immer  an  der  Zelle  und 
sind  selten  reduziert,  der  vor  der  1.  Mediane  stehende  ist  gewöhnlich  zugespitzt  und  meist  sehr  lang,  viele 
Exemplare  haben  einen  kleinen  Zellfleck;  auf  der  Unterseite  ist  der  letzte  Fleck  gewöhnlich  ganz  rot,  auch 
sind  die  die  Flecke  trennenden  Adern  vielfach  rötlich,  ebenso  die  Flecke  selbst.  Die  Spitze  des  Hlbs  ist  im 
asteris.  ganzen  ausgedehnter  rot  als  bei  ceylonicus.  —  asteris  Rothsch.  von  der  Halbinsel  Malakka  und  der  Insel 
Penang.  Im  ganzen  kleiner  als  die  vorige  Subspecies,  der  Hlb  reichlich  so  rot,  die  Oberseite  der  Flügel 
tiefer  schwarz,  das  ?  fast  so  dunkel  wie  das  cf;  die  weissen  Flecke  des  Hflgls  dicht  an  der  Zelle,  meistens 
schmal,  der  vor  der  1.  Mediane  stehende  Fleck  stets  kürzer  als  seine  Entfernung  von  dem  betreffenden  Sub¬ 
marginalflecke;  der  1.  Discalfleck  häufig  fehlend,  immer  strichförmig,  wenn  vorhanden,  und  dicht  an  der 
Zelle  stehend;  der  2.  und  3.  Fleck  gleichfalls  oft  strichförmig;  die  Zelle  oben  oft,  unten  meistens  mit  kleinem 
antiphus.  Fleck;  die  Submarginalflecke  klein.  —  antiphus  F.  Hflgl  ohne  weisse  Flecke,  Schwanz“spatelförmig.  Sumatra, 
Nias,  Natuna-lnseln ,  Borneo  und  Djampea  (südlich  von  Celebes).  Auf  den  Natuna-  Inseln  finden  sich  auch 
einzelne  Exemplare,  die  der  aristolochiae- Subspecies  von  Siam,  Birma,  Tonkin  etc.  sehr  ähnlich  sind,  aber  die 


PAPILIO.  Von  Di'.  K.  Jordan. 


m 

Behaarung  der  Stirn  ist  stark  mit  Schwarz  gemischt,  der  Htlgl  trägt  drei  lange  weisse  Flecke  und  eins  unserer 
beiden  Exemplare  (cflcT)  hat  auch  noch  ein  weisses  Pünktchen  vor  der  2.  Radiale:  bei  diesem  Stück  ist  der 
Schwanz  spatelförmig,  bei  dem  andern  kurz  und  schmal,  was  auch  bei  einigen  schwarzen  Xatuna-Exemplaren 
der  Fall  ist.  Die  weissfleckige  Form  ist  wahrscheinlich  ein  Rückschlag :  ab.  atavus  ab.  nov.  Im  Tring  Museum  atavus. 
befindet  sich  von  Bunguran  (Natuna-lnseln)  auch  eine  Anzahl  Exemplare,  bei  denen  der  weisse  Spiegel  nur 
angedeutet  ist.  Bei  ab.  atavus  sind  die  roten  Submarginalflecke  grösser  als  bei  den  meisten  Stücken  von 
antiphus,  auch  ist  der  hinter  dem  weissen  Spiegel  liegende  Fleck  gross.  Schwarze  Exemplare  mit  schmalem 
Schwanz  sind  ab.  acuta  Bruce  und  Stücke  mit  ganz  kurzem  Schwanz  ab.  periphus  Oberth.  (=  brevicauda  Styr.):  acuta. 
beide  Formen  finden  sich  einzeln  unter  gewöhnlichen  antiphus  auf  den  Natuna-lnseln  und  auf  Borneo,  sind  periphus. 
aber  nicht  von  Sumatra  bekannt ;  dagegen  scheinen  auf  Palawan  keine  Exemplare  mit  breitem  Spatelschwanz 
vorzukommen.  —  antiphulus  Frühst,  von  den  Sulu -Inseln  ist  eine  grosse  Rasse,  die  an  kotzebuea  erinnert,  antiphulus. 
Der  Vflgl  ist  ziemlich  stark  aufgehellt,  die  hintern  schwarzen  Streifen  der  Unterseite  sind  schmal,  zwischen 
dein  7.  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  und  der  Zellspitze  stehen  keine  roten  Flecke.  —  kotzebuea  Eschsch.  kotzebuea. 
(=  polybius  Godt.)  (16a)  bewohnt  die  westlichen  Philippinen:  Mindoro,  Luzon,  Polillo,  Bohol  und  Cebu. 

Fast  alle  Exemplare  haben  auf  dem  Htlgl  ein  rotes,  zuweilen  teilweise  weisses  Band  von  der  Zellspitze  zum 
Abdominalrande.  Die  Exemplare  der  Regenzeit  sind  dunkel,  die  der  Trockenzeit  heller.  —  Die  südöstlichen 
Philippinen  sind  von  philippus  Semp.  bewohnt.  Eine  breitschwänzige  Form  mit  3  bis  5  weissen  Discalflecken  philippus. 
auf  dem  Hflgl.  —  adamas  Zink.  (—  thoas  Swains.;  mamilius  Frühst.).  Fliegt  auf  Java,  Bawean  und  Engano.  Die  adamas. 
langen  Haare  der  Stirn  sind  schwarz :  die  mittleren  weissen  Flecke  des  Hflgls  stehen  dicht  an  der  Zelle,  es  sind 
stets  (?)  5  Flecke  vorhanden,  einschliesslich  des  hinter  der  2.  Mediane  liegenden:  die  Zelle  hat  augenscheinlich 
nie  einen  Fleck.  Auf  Java  kommen  auch  vereinzelt  Stücke  von  antiphus  vor.  —  balinus  Frühst,  von  Bali.  Die  balinus. 
mittleren  weissen  Flecke  des  Hflgls  ein  klein  wenig  kürzer  als  bei  adamas,  sonst  nicht  von  adamas  verschieden. 

-  antissa  subsp.  nov.  Vflgl  unten  am  Saume  etwas  breiter  schwarz  als  bei  adamas.  Die  Submarginalflecke  antissa. 
des  Hflgls  gross,  die  hintern  nierenförmig;  das  weisse  Band  besteht  aus  4  Flecken,  einschliesslich  des  hinter 
der  2.  Mediane  liegenden  Doppelflecks,  der  beim  cT  rot,  beim  2  rotweiss  ist.  Ein  Paar  von  Kangean.  im 
August-Semptember  von  Prillwitz  gesammelt.  —  Auf  Lombok  findet  sich  wieder  eine  dunkle  Form,  bei  der 
nur  hin  und  wieder  kleine  weisse  Discalflecke  vorhanden  sind,  die  wenigstens  auf  der  Oberseite  schwarz 
schattiert  sind:  dies  ist  lombockensis  Eothsch.  (—  lombokensis  Frühst.).  Der  Vflgl  ist  oben  weniger  auf-  lombockensis. 
gehellt  als  bei  antiphus  und  unten  ist  er  am  Aussen-  und  Hrde  breiter  schwarz.  —  Sambawa  dagegen  ist 
von  einer  weissfleckigen  Form  bewohnt,  welche  recht  konstant  ist:  austrosundanus  Eothsch.  Bei  dieser  sind  austio- 
immer  nur  3  Discalflecke  auf  dem  Hflgl  vorhanden,  ausser  dem  vor  dem  Hrde  stehenden  roten  Flecke ;  der  sundanus. 

1.  und  3.  Fleck  sind  klein,  der  2.  ist  zwei-  bis  dreimal  so  lang  als  breit  und  höchstens  3/ö  so  lang  als  seine 

Entfernung  von  dem  betreffenden  Submarginalflecke.  —  Der  am  weitesten  östlich  liegende  Fundort  für  eine  Form 

des  P.  aristolochiae  ist  Flores.  Hier  fliegt  floresianus  1 iothscli.  Im  Tring  Museum  sind  3  während  der  Trockenzeit  floresianus. 

gefangene  Exemplare,  die  grossen  javanischen  Stücken  ähneln.  Der  Spiegel  des  Hflgls  besteht  aus  5  Flecken. 

von  denen  der  1.  klein  und  strichförmig  ist,  während  die  andern  gross  sind;  der  dritte  dieser  Flecke  ist 

fast  so  lang  wie  seine  Entfernung  von  dem  betreffenden  Submarginalfleck,  der  1.  bis  4.  Fleck  sind  rein  weiss, 

der  5.,  vor  dem  Hinterrande  stehende,  ist  rot  oder  rötlich  und  hinter  der  2.  Mediane  nicht  ausgeschnitten: 

die  Submarginalflecke  sind  oben  und  unten  blasser  rot  als  bei  austrosundanus. 

P.  annae.  Kopf,  Seiten  des  Thorax  und  der  grössere  Teil  des  Hlbs  graugelb  oder  rot.  Vflgl  von 
der  Wurzel  bis  zur  2.  Mediane  und  an  allen  Rändern  schwarz,  sonst  halbdurchsichtig,  mit  schwarzen  Ader- 
und  Faltenstreifen;  Hflgl  mit  Spatelschwanz,  das  weisse  Feld  von  schwarzen  Adern  durchschnitten,  mehr  als 
die  Hälfte  der  Zelle  weiss;  die  Submarginalflecke  graugelb  oder  die  hintern  rot,  oben  schwarz  schattiert. 

Mindanao  und  Mindoro.  —  annae  Fldr.  (15c)  von  Mindoro  ist  die  grössere  Form,  bei  der  das  weisse  Feld  annae. 
des  Hflgls  einen  gelblichen  Ton  hat.  Rotleibige  Exemplare  mögen  als  ab.  erythrus  ab.  nov.  bezeichnet  erythrus. 

werden.  —  phlegon  Fldr.  von  Mindanao  und  Guiamaras  ist  kleiner  als  annae ,  das  weisse  Feld  des  Hflgls  phlegon. 

hat  einen  bläulichen  (milchweissen)  Ton,  und  die  Flecke  sind  kleiner.  Der  Hlb  scheint  immer  rötlich  zu 
sein.  Beide  Subspecies  sind  sehr  selten  in  Sammlungen. 

P.  mariae.  Stirn  schwarz,  die  Seiten  der  Brust  und  die  Hlbsspitze  rot.  letztere  besonders  an  den 
Seiten.  Vflgl  ähnlich  wie  bei  P.  annae ,  der  dunkle  Rand  weniger  scharf  und  das  schwarze  Basalfeld  hinten 
viel  breiter.  Der  weisse  Zellfleck  des  Hflgls  reicht  nicht  ganz  bis  an  die  Ursprungsstelle  der  2.  Mediane: 

4  oder  5  weisse  Flecke  an  der  Zelle,  von  denen  die  3  mittleren  grösser  als  der  Zellfleck  sind:  Schwanz 
stark  spatelförmig:  die  Submarginalflecke  auf  der  Unterseite  zum  Teil  weiss  gerandet.  Philippinen:  selten. 

—  mariae  Semp.  (15c)  hat  5  weisse  Flecke  auf  dem  Htlgl,  ausser  dem  Zellfleck.  Bohol.  Cebu  und  Min-  mariae. 
danao.  —  Bei  almae  Semp.  stehen  nur  4  Flecke  an  der  Zelle  des  Hflgls,  da  der  letzte,  bei  mariae  hinter  almae. 
der  2.  Mediane  liegende  Fleck  fehlt.  Polillo;  2  Exemplare  in  der  Seaipe  Aschen  Sammlung  im  Frankfurter 
Museum  Senckenberg,  im  Oktober  und  November  gefangen. 

P.  phegeus  Hopff.  (15  c).  Kopf,  die  Seiten  der  Brust  und  der  grössere  Teil  der  Hlbsseiten  rot.  phegeus. 
Vflgl  wie  bei  mariae ,  aber  die  äussern  ~}z  dunkler.  Hflgl  ohne  Zellfleck,  3  weisse  Flecke  an  der  Zelle  und 


4/) 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


hinter  der  2.  Mediane  noch  ein  weisser  Punkt;  oben  3  oder  4  rote  Submarginaltlecke  ausser  dem  kleinen, 
hinter  dem  weissen  Felde  stehenden  roten  Fleckchen,  der  hintere  Fleck  sehr  gross;  unten  5  oder  6  Sub¬ 
marginaltlecke.  Von  »Luzon«  beschrieben,  aber  von  Semper  nur  auf  Samar,  Panaon  und  Mindanao  gefunden. 

P.  schadenbergi.  Körper  ähnlich  wie  bei  der  vorigen  Species.  V  fl  gl  stärker  aufgehellt;  Hflgl  nur 
schadenbergi.  mit  Submarginalflecken.  In  Nord-Luzon  und  auf  den  Babuyanes.  —  Bei  schadenbergi  Semp.  (15c)  von  Nordwest- 
Luzon  und  den  Babuyanes  sind  die  vorderen  Submarginaltlecke  weiss  und  die  hinteren  rot;  der  Vflgl  ist 
micholitzi.  stark  aufgehellt,  hinten  gelblich  weiss.  -  micholitzi  Semp.  ist  viel  mehr  rauchig,  und  die  Submarginaltlecke 
des  Htlgls  sind  alle  oder  fast  alle  weiss  oder  weisslieh.  Nordost-Luzon.  Wie  die  meisten  Philippinenfalter, 
mit  Ausnahme  der  sehr  häufigen  Arten,  ist  auch  schadenbergi  noch  selten  in  den  Sammlungen.  Über  die 
Lebensweise  und  die  früheren  Stände  dieser  Papilios  ist  noch  nichts  bekannt.  Vermutlich  sind  es  Bewohner 
des  Buschwaldes  wie  P.  pölydorus. 

atropos.  P.  atropos  St.gr.  (16b).  Körper  wie  vorhin.  Beide  Flügel  rauchschwarz;  Vtlgl  fast  bis  zur  Wurzel 

halbdurchsichtig;  Hflgl  undurchsichtig,  mit  schwachen  Andeutungen  blässerer  Submarginalflecke.  Palawan. 


B.  Rinnenfalter. 

Die  Flilr  unbeschuppt;  die  Segmente  ihrer  Wurzel  zu  etwas  verdünnt;  die  feinen  Sinneshärchen  entweder 
ziemlich  gleichmässig  über  die  Ventralfläche  des  Segments  verteilt  oder  auf  zwei  grosse,  seitliche,  nicht  eingedrückte 
Felder  konzentriert.  Die  Tarsen  gleichfalls  unbeschuppt;  die  dorsalen  Stacheln  von  den  Reihen  der  Unterseite 
durch  einen  seitlichen,  eingedrückten,  stachellosen  Längsstreif  getrennt.  Der  Abdominalrand  des  Hflgls  ist  bei  beiden 
Geschlechtern  einfach  nach  unten  gebogen  und  bildet  unterwärts  eine  Rinne.  Der  Hflgl  der  cf  cP  trägt  kein  Duft¬ 
organ,  wie  bei  fast  allen  Aristolochia-Papilios  und  Segelfaltern,  dagegen  finden  sich  wollige  Duftstreifen  auf  dem 
Vflgl  vieler  Arten  der  Alten  Welt  (bei  keinem  Amerikaner).  Bei  den  indo-australischen  Formen  sind  die  Flügel 
beider  Geschlechter  stets  dicht  beschuppt  ,  auch  tragen  fast  alle  Arten  wenigstens  einige  metallische  (graue,  grüne, 
blaue)  Schuppen.  Der  Kopf  und  die  Brust  sind  meistens  weiss  getüpfelt,  zuweilen  fast  ganz  schwarz,  seltener  rot- 
oder  gelbgezeichnet,  dieses  Rot  aber  matt,  nie  so  grell  wie  bei  Aristolochienfaltern.  —  Die  jungen  Rpn  ähneln  Vogel¬ 
dung  und  tragen  auf  jedem  Ringe  mehr  oder  weniger  deutliche  Höcker  oder  Dornen,  die  später  bei  den  meisten 
Arten  verschwinden.  Der  Zeichnung  nach  finden  wir  2  Haupttypen  von  Rpn:  die  Tüpfelrpn  ( P.  mach  nun ,  clytia, 
ei  na  cf  us,  laglaizei  etc.)  und  die  Schrägbandrpn  (P.  xutlvus ,  puh/tes ,  inemnon ,  aegeus ,  bianor  etc.).  Dieser  2.  Typus 
ist  der  normale.  Sehr  viele  Rpn  leben  auf  Citrus-Arten,  auch  Xanthoxylon  ist  ein  beliebter  Futterbaum.  —  Die  Pp 
lederartig  rauh,  gewöhnlich  einem  Stück  Holz  ähnelnd,  der  Kopf  meist  in  2  innen  rauhe  Höcker  verlängert;  das 
Thoracalhorn  gewöhnlich  kurz,  bei  einigen  Formen  jedoch  sehr  lang  und  nach  hinten  gebogen  (P.  demolion ) ;  die 
Flügelscheiden  nicht  so  stark  muschelförmig  als  bei  den  Aristolochienfaltern,  häufig  kaum  seitwärts  hervortretend; 
die  dorsalen  Höcker  des  Hlbs  fehlen  oder  sind  sehr  klein. 

Die  Rinnenfalter  haben  eine  weitere  Verbreitung  als  die  andern  Papilios  und  sind  auch  reicher  an  Arten. 
Eine  Art  geht  bis  in  die  arktische  Zone  und  steigt  im  Hochgebirge  bis  über  die  Baumgrenze  hinauf  ( P.  machaon; 
in  den  Anden  Süd- Amerikas  der  nahe  verwandte  P.  pohjxenes  americus).  Die  Falter  sind  viel  weniger  zählebig  als 
die  Aristolochienfalter ;  der  Thorax  ist  spröde.  Eine  grosse  Anzahl  der  Arten  sind  beim  $  oder  bei  beiden  Geschlechtern 
mimetisch,  und  es  ist  in  dieser  Hinsicht  sehr  bemerkenswert,  dass  eine  Gruppe  von  miteinander  verwandten  Arten 
nur  in  den  Kleidern  von  Danaiden  erscheint,  während  eine  zweite  grosse  Gruppe  nur  Abbilder  von  Aristolochien¬ 
faltern  und  Tenaris  aufweist.  Daneben  gibt  es  ein  paar  Formen,  die  Acraea  und  Nyctalemon  ähneln.  Eine  grosse 
Reihe  schwarzer  Formen  mit  weissen  oder  gelben  Zeichnungen  sind  nicht  mimetisch,  und  eine  weitere  grosse  Gruppe 
ist  unterseits  dunkel  wie  Rinde  oder  trockenes  Laub.,  dagegen  auf  der  Oberseite  mit  dem  glänzendsten  Blau  oder 
Grün  geschmückt. 

Wir  beginnen  mit  den  Danaiden-Nachahmern ,  stellen  die  in  der  Zeichnung  weniger  spezialisierten  Formen 
in  die  Mitte  und  lassen  die  metallischen  Arten  (P.  ulysses  etc.)  folgen,  wodurch  es  am  besten  ermöglicht  wird,  die 
Arten,  welche  diese  Hauptgruppen  miteinander  verbinden,  bei  ihren  Verwandten  unterzubringen. 


1.  Danaiden-Nachahmer. 

Der  Körper  weiss  getüpfelt,  die  Mittelbrust  oberseits  wenigstens  mit  einem  Paare  weisser  Punkte,  der  Hlb 
unten  mit  3  Reihen  und  an  den  Seiten  mit  2  Reihen  solcher  Punkte,  die  oberste  Reihe  zuweilen  verschwunden,  in 
andern  Fällen  mit  den  untern  Seitenpunkten  so  verschmolzen ,  dass  der  Hlb  schwarz  und  weiss  geringelt  ist ;  Hflgl 
an  der  Wurzel  mit  weissem  Punkte  oder  Fleck,  gewöhnlich  auch  ein  solcher  Fleck  an  der  Vflglwurzel.  Zeichnung 
Euploeen-  und  Danaiden-artig ,  mit  Ausnahme  des  cf  von  P.  cnstor.  Rp  fast  walzenförmig,  mit  rötlichen  Punkten, 
grossem  hellen  Längsmakeln  und  2  oder  4  Reihen  Dornen;  die  Rpn  der  rrns-for- Gruppe  dagegen  sind  Schrägbandrpn, 
ähnlich  wie  bei  P.  polytes.  Pp  gleichfalls  fast  walzenförmig,  einem  abgebrochenen  Aste  ähnlich;  die  Flügelscheiden 
springen  seitwärts  kaum  vor ;  Kopf  abgestutzt,  nicht  in  Hörner  vorgezogen ,  der  Thoracalhöcker  niedrig,  nach  vorne 
gerichtet;  Thorax  und  Hlb  oberseits  mit  4  Reihen  kleiner  runder  Warzen,  der  Hlb  unten  abgeflacht  und  ausgehöhlt 
und  dicht  dem  Zweige  anliegend,  an  dem  die  Pp  befestigt  ist,  das  Gewebe  für  den  Kremaster  sehr  stark. 


Agestor-  Gruppe. 

Die  Subcostale  des  Hflgls  zweigt  von  der  Zelle  weiter  saumwärts  ab  als  die  untere  Mediane. 

P.  agestor.  Ein  Abbild  von  Danaus  tytia.  Hlb  mit  grossen  weissen  Querflecken.  Vflgl  grössten¬ 
teils  weisslichgrau,  die  Adern,  ein  Schrägband  im  Apex  der  Zelle  und  der  Saum  schwarz;  Hflgl  bräunlich- 
gelb,  lebhafter  beim  lebenden  Tiere;  die  Adern  und  der  Saum  oft  schwarz,  die  Zelle,  je  ein  Streif  vor  und 


Ausgegeben  15.  11.  09. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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unter  derselben  sowie  2  oder  3  Reihen  Flecke  zwischen  Zelle  und  Aussenrd  weissgrau.  Unten  fast  ganz 
wie  oben.  Das  ?  dem  cf  ähnlich,  die  Flügel  etwas  breiter.  Rp  mit  4  Reihen  Dornen;  oben  schwärzlich¬ 
braun,  unten  blassgelblich,  mit  3  Paaren  grosser  blassgelblicher,  schwarz  gerandeter  Längsmakeln,  von  denen 
das  2.  ebenso  wie  das  3.  Paar  oben  vereinigt  sind;  rote  und  schwarze  Tüpfel  zwischen  den  Makeln;  die 
junge  Rp  ruht  auf  der  Blattoberseite  und  ist  vogelkotartig  gezeichnet;  auf  Machilus  odoratissimus  und 
vielleicht  andern  Laurineen.  Der  Falter  im  Buschwalde;  in  leichtem  Fluge  gleitet  er  ohne  Flügelschlag 
über  die  Spitzen  des  Gebüschs  dahin  und  kehrt  immer  wieder  zu  dem  einmal  erwählten  Ruheplatz ,  einem 
hervorragenden  Zweige,  zurück,  auch  wenn  der  Falter  verschiedentlich  gestört  wurde.  Nordwest-Indien  bis 
Malakka,  Zentral-  und  Süd-China,  bis  zu  6  — 7000  Fuss  Höhe;  nur  im  Frühjahr;  die  Puppe  überwintert.  —  In 
Zentral-  und  Süd-China  fliegt  restricta  Leech  (—  tahmourath  Ehrm.,  agestorides  Frühst.)  (vgl.  Bd.  1,  p.  13,  Taf.  7  b).  restricta. 

Die  Zelle  beider  Flügel  mit  schwarzen  Streifen;  Adern  und  Saum  des  Hflgls  schwarz,  ein  vom  Abdominalrand 

bis  zur  Zelle  gehendes  Feld  auf  dem  HfLgl  bräunlichgelb.  Das  ?  dem  cf  ganz  ähnlich.  —  matsumurae  Frühst,  matsumurae. 

Durchweg  stark  verdunkelt,  Hflgl  bis  zur  Zelle  schwarz  statt  rotbraun.  Formosa.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt. 

—  govindra  Moore  (=  gopala  Moore)  (Bd.  1,  Taf.  7  b).  Hflgl  mit  breiten  schwarzen  Streifen  zwischen  den  Adern  govindra. 
vom  Saume  discalwärts,  zuweilen  beim  cf  fast  der  ganze  Flügel  schwarz,  abgesehen  von  den  grauen  Zeichnungen, 
beim  ?  dagegen  das  Schwarz  zuweilen  fast  ganz  verschwunden.  Nordwest-Indien.  —  agestor  Gray  (=  senchalus  agestor. 
Frühst.,  cresconius  Frühst.)  (20  a).  Abgesehen  von  den  grauen  Zeichnungen  ist  der  Htlgl  ganz  bräunlichgelb,  aber  oft 
auf  der  Scheibe  ziemlich  dunkel.  Meist  grösser  als  govindra.  Nepal,  Sikkim,  Assam,  Birma,  Tenasserim,  Ober-Tonkin 
und  Perak  (?).  Ich  bezweifle,  dass  ein  im  Tring  Museum  befindliches,  von  Doherty  gefangenes  2,  das  den  Ver¬ 
merk  Perak  trägt,  von  dort  stammt;  die  betreffende  Sammlung  ging  dem  Museum  nicht  direkt  vom  Sammler  zu. 

P.  epycides.  Flügel  weissgrau,  mit  schwarzen  Aderstreifen  und  schwarzem  Saume,  in  letzterem  auf 
dem  Vflgl  eine  und  auf  dem  Hflgl  zwei  Reihen  grauweisser  Flecke;  ein  runder  Analfleck  auf  dem  Hflgl  gelb. 

Das  2  reiner  und  ausgedehnter  grauweiss  als  das  cf,  der  Vflgl  breiter.  West-China,  Sikkim,  Assam,  Birma 

und  Tenasserim.  Im  Frühjahr;  nur  eine  Generation;  der  Falter  in  sandigen  Flussbetten.  —  horatius  Blanch.  horatius. 

(vgl.  Bd.  1,  8b)  ist  die  dunkelste  Form:  von  West-China  und  (dieselbe  Form?)  Formosa.  —  epycides  Hew.  epycides. 

(29  c).  cf :  Die  aussen  von  den  grauen  Discalstreifen  stehenden  weisslichen  Flecke  des  Vflgls  sämtlich  scharf 
umschrieben;,  die  Breite  der  schwarzen  Aderstreifen  sehr  veränderlich,  bei  einigen  Stücken  fast  doppelt  so  breit 
als  bei  andern  von  derselben  Lokalität.  Beim  ?  sind  die  schwarzen  Streifen  schmäler  als  beim  cf,  und  die 
grauen  Zeichnungen  heller.  Sikkim,  Bhutan  und  Assam;  im  Tring  Museum  eine  Serie  beider  Geschlechter.  - 
curiatius  Frühst.  (=  curatius  Frühst.,  curiatus  Moore)  von  Ober-Birma,  welcher  mir  in  Natur  nicht  bekannt  curiatius. 
ist,  hat  der  Beschreibung  nach  breitere  schwarze  Aderstreifen  als  epycides,  auch  sind  die  grauen  Discalstreifen 
dunkler.  —  hypochra  subsp.  nov.  Das  cf  so  hell  wie  helle  22  aus  Assam  und  Sikkim,  die  3  grauen  Discal-  hypodira. 
streifen  der  Vflgloberseite,  welche  zwischen  der  unteren  Zellecke  und  der  2.  Mediane  liegen,  airssen  doppelt 
so  breit  wie  die  schwarzen  Aderstreifen;  der  Gostalrand  des  Vflgls,  besonders  unterseits,  schmäler  schwarz 
als  bei  epycides- cf  cf  und  die  Hflgiunterseite  vor  der  Zelle  mit  langem  breitem  weissgrauem  Streif,  der  fast 
bis  an  den  Submarginalfleck  geht ,  der  Gostalrand  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte  gleichfalls  weissgrau.  Im 
Tring  Museum  1  cf  aus  den  Shan-Staaten  und  ein  zweites  von  den  Karen-Bergen  (Salwin  Fluss). 

P.  slateri.  Körper  schwarz,  Hlb  unten  mit  3  und  an  jeder  Seite  mit  2  Reihen  getrennter  weisser 
Punkte.  Flügel  dunkel  braun,  ganzrandig,  ohne  Spur  von  Fransenflecken;  Vflgloberseite  mit  oder  ohne 
blaue  oder  weisse  Discalstreifen;  Hflgl  stets  mit  gelbem  Randflecke  am  Analwinkel,  wie  bei  epycides,  und 
häufig  mit  weissen  Discalstreifen.  Das  2  dem  cf  ganz  ähnlich.  Von  Nord-Indien  bis  Sumatra  und  Borneo 
verbreitet.  Wie  die  beiden  vorigen  Arten  in  Nord-Indien  und  Birma  ein  Frühlingsfalter,  der  nur  in  einer 
Generation  tliegt.  Der  Falter  hat  ganz  den  langsamen  Flug  der  Euploeen,  deren  Kleid  er  trägt,  und  findet 
sich  hauptsächlich  in  niedern  Lagen.  Über  die  früheren  Stände  ist  noch  nichts  bekannt.  —  slateri  Hew.  (20  a).  slateri. 

Vflgl  zwischen  allen  Adern  mit  weisslichblauen  Discalstreifen,  die  aussen  scharf  begrenzt  sind,  und  einem 
ebenso  gefärbten  Zellfleck;  Hflgl  ohne  weisse  Streifen  vor  dem  Saume,  oder  diese  unten  oder  beiderseits 
deutlich.  Diese  weissstreifigen  Stücke  sind  ab.  jaintinus  Frühst.  Der  Falter  ist  in  Sikkim  ziemlich  selten,  jaintinus. 
in  Assam  häufiger.  Sikkim;  Assam  (Khasia,  Jaintia  und  Naga  Hills) ;  Ober-Tonkin  (Van-bu,  im  Tring  Museum) ; 
noch  nicht  von  Ober-Birma  angegeben,  wo  der  Falter  sicher  vorkommt.  —  marginata  Oberth.  Die  Vflgl-  marginata. 
streifen  so  deutlich  wie  bei  voriger  Form,  aber  kürzer  und  schmäler;  Hflgl  oben  und  unten  mit  einem 
Bande  weisser  Streifenflecke.  Diese  weissen  Makeln  fehlen  bei  einem  der  beiden  im  Tring  Museum  befind¬ 
lichen  cfcf  aus  den  südlichen  Shan-Staaten  oben  vollständig  und  sind  unten  nur  zum  Teil  ganz  schwach 
angedeutet:  ab.  cnephas  ab.  nov.  Süd-Tonkin,  Mittel-Siam  und  Shan-Staaten.  —  tavoyanus  Btlr.  (=  clarae  cnephas. 
Marsh.).  Die  blauen  Makeln  des  Vflgls  viel  mehr  als  bei  marginata  reduziert,  verwischt,  manchmal  nur  Spuren  tavoyanus. 
der  Streifen  vorhanden;  Hflgl  mit  weissem  Streifenbande  wie  bei  marginata.  Tenasserim.  —  perses  Xicev.  perses. 

(—  sumatrana  Hagen,  persoides  Frühst.).  Vflgl  ohne  blaue  Zeichnungen ,  aber  unterseits  vor  dem  Hinter¬ 
winkel  mit  schwachen  Spuren  von  weissen  Makeln ;  Hflgl  stets  mit  weissen  Streifenflecken ,  die  individuell 
sehr  in  Länge  und  Breite  variieren.  Das  ?  unbekannt,  wahrscheinlich  wie  bei  den  andern  Formen  dem  cf 
ganz  ähnlich.  Vom  cf  sind  zwei  aberrante  Exemplare,  die  etwas  voneinander  abweichen,  bekannt  und  als 
zwei  besondere  Arten  beschrieben  worden:  ab.  petra  Xicev.,  Vflgl  mit  weissen  Discalstreifen;  Nordost-  petra. 
Sumatra;  die  Genitalien  des  Exemplars  weichen  nicht  von  denen  der  gewöhnlichen  sumatranischen  Form 

IX  6 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


stichelt,  perses  ab.  Bei  ab.  stichelt  Tetens,  von  Perak,  sind  die  weissen  Streifen  länger  und  es  befindet  sich  ein 
hewitsoni.  bläulichweisser  Fleck  in  der  Vflglzelle.  Malakka  und  Nordost-  und  West-Sumatra.  —  hewitsoni  Westw.  (20b) 
ist  der  vorigen  Subspecies  sehr  ähnlich;  der  Vflgl  hat  unterseits  vor  dem  Hinterwinkel  keine  Spur  von 
weissen  Flecken  und  der  Hllgl  ist  wenigstens  oberseits  ohne  weisse  Strichflecke  oder  diese  sind  sehr  getrübt; 
persides.  Exemplare  mit  solchen  weissen  Streifen  auf  dem  Hflgl  sind  ab.  persides  Frühst.  (=  persoides  Frühst).  Nord- 
Borneo,  hauptsächlich  im  Hügellande. 

Clytia-Gruppe. 

Der  Subcostalast  des  Hflgls  zweigt  etwa  im  basalen  Drittel  der  Zelle  ab  und  steht  daher  der  Wurzel  näher 
als  die  untere  [Mediane;  die  Hflglzelle  schmal  und  wie  bei  den  ähnlich  gezeichneten  Segelfaltern  ( P :  macareus , 
megarus  etc.)  zwischen  der  Subcosta-le  und  1.  Radiale  etwas  eingebogen. 

Die  hierher  gehörigen  Arten  sind  zum  Teil  in  beiden  Geschlechtern  sehr  auffällig  dimorph. 

P.  clytia.  cf  und  ?  einander  ganz  ähnlich.  Stirn  immer  mit  2  weissen  Flecken;  beide  Flügel  mit 
hellen  Saumflecken;  der  Hflgl  stets  zwischen  den  Adern  gebuchtet.  Die  weissen  Flecke  des  Hlbs  bei  den 
hellen  Formen  zu  Längslinien  zusammengetlossen,  bei  den  dunklen  Formen  gewöhnlich  getrennt  und  die  der 
subdorsalen  Reihe  klein  und  zum  Teil  unterdrückt.  In  den  meisten  Distrikten  zwei  Hauptformen,  eine 
Euploea-  und  eine  Danaus- artige,  beide  in  sich  variabel,  besonders  die  dunkle,  welche  verschiedenen  Euploeen 
angepasst  ist.  In  andern  Distrikten  tritt  dagegen  nur  eine  einzige  Form  auf.  Während  auf  den  Andamanen 
und  Timor  nebst  Nachbarinseln  nur  D«?mws-Nachahmer  fliegen,  finden  sich  auf  Palawan  dagegen  nur 
Euploeen-Nachahmer.  Von  den  grossen  Sunda-lnseln  (Sumatra,  Borneo  und  Java)  ist  diese  Art  nicht  be¬ 
kannt;  sie  wird  dort  durch  P.  paradoxa  vertreten,  der  von  Malakka  bis  Assam  mit  P.  clytia  zusammen  vor¬ 
kommt.  Diese  Falter  ähneln  nicht  nur  in  der  Gestalt  und  Färbung  ihren  Danaidenmodellen  aufs  täuschendste, 
sondern  haben  auch  denselben  langsamen  Flug;  wenn  sie  verfolgt  werden,  fliegen  sie  aber  mit  grosser  Schnellig¬ 
keit,  Die  beiden  Hauptformen  sind  überall,  wo  sie  beide  Vorkommen,  ungefähr  gleich  häufig.  Der  Falter 
findet  sich  hauptsächlich  in  der  Ebene  und  geht  im  Hügellande  nur  bis  zu  3000  oder  4000  Fuss  hinauf. 
Man  trifft  ihn  zahlreich  an  Wegpfützen  und  auf  dem  Ufersande  der  Bäche  und  Flüsse  und  auch  an  Blüten. 
Die  junge  Rp  tief  schwarz ,  eine  grosse  Makel  auf  den  beiden  letzten  Ringen ,  ein  Sattelfleck  in  der  Mitte 
des  Körpers  und  von  diesem  bis  zum  1.  Ringe  ein  aus  Flecken  bestehender  Seitenstreif  milchweiss,  eine 
Seitenlinie  über  den  Füssen  gelblich,  auf  dem  1. — 4.  Ringe  jederseits  zwei,  auf  den  andern  Ringen  ein  kolben¬ 
förmiger  Dorn,  an  jeder  Seite  2  Reihen  runder  Flecke;  die  erwachsene  Rp  gleichfalls  tief  schwarz,  ohne 
deutliche  Linie  über  den  Füssen,  die  Tropfenflecke  hochrot,  die  Dornen  scharf,  die  Nackengabel  bleifarben ;  auf 
verschieden  Laurineen,  wie  Tetranthera,  Alseodaphne,  Cinnamomeum  etc.  Die  Pp  einem  abgebrochenen  trockenen 
Zweige  ähnlich.  Der  Falter  das  ganze  Jahr  hindurch,  in  den  nördlichem  Gegenden  mit  Ausnahme  des  Winters.  — 
clytia.  clytia  L.  (vergl.  Bd.  1,  Taf.  7  a).  Dimorph  und  jede  der  beiden  Hauptformen  wieder  sehr  variabel  in  sich.  Früher 
wurden  die  verschiedenen  Formen  als  Species  aufgefasst,  es  unterliegt  aber  gar  keinem  Zweifel,  dass  sie 
alle  zu  einer  Art  gehören:  die  Euploea- artige  Form  ist  mit  der  Dawems-artigen  in  Copula  gefunden  worden, 
die  Rpn  der  beiden  sind  gleich  und  kommen  untereinander  vor,  und  es  sind  keinerlei  Strukturunterschiede 
bei  den  Faltern  zu  finden.  Wir  fassen  sogar  alle  Exemplare  von  Ceylon,  Indien,  China,  Formosa,  Hainan, 
Tonkin,  Siam,  Malakka  und  Singapore  als  zu  einer  geographischen  Rasse  gehörig  zusammen,  da  keine  stich¬ 
haltigen  Unterschiede  zwischen  den  Stücken  aus  den  verschiedenen  Gegenden  vorhanden  sind.  Dagegen 
sind  der  Grad  der  Veränderlichkeit  und  die  Variationsvorrichtungen  durchaus  nicht  überall  dieselben:  auf 
Ceylon  z.  B.  sind  beide  Formen  verhältnismässig  sehr  konstant,  in  Nord-Indien,  Birma,  Siam  etc.,  sehr 
variabel;  manche  Varietäten  sind  nur  aus  diesem,  andere  nur  aus  jenem  Lande  bekannt.  Wir  haben  es 
dissimilis.  hier  mit  dem  Beginn  einer  Scheidung  in  geographische  Rassen  zu  tun.  f.  dissimilis  L.  (20  d),  Flügel 
schwarz,  von  der  Wurzel  ab  mit  gelblich  weissen  Streifen  und  vor  dem  Saume  mit  ebenso  gefärbten  Flecken ; 
das  $  im  allgemeinen  heller  als  das  cf.  Die  Breite  der  Streifen  variiert  beträchtlich ,  auch  sind  dieselben 
häufig  schwarz  bestäubt.  Im  ganzen  Verbreitungsgebiete  sehr  häufig;  die  Exemplare  aus  den  verschiedenen 
commixtus.  Gegenden  nicht  zu  unterscheiden,  f.  commixtus  Rothsch.  (31  d)  kennen  wir  nur  aus  Sikkim  und  Assam; 

Vflgl  braunschwarz,  auf  der  Scheibe  mit  sehr  schwachen  Streifen  und  vor  dem  Saume  kleinere  Flecken; 
casyapa.  Hflgl  fast  so  wie  bei  dissimilis  gestreift,  aber  die  Zelle  zum  grössten  Teile  rein  braunschwarz.  Bei  f.  casyapa 
Moore  ist  der  Vflgl  schwarzbraun  und  hat  ausser  den  Randflecken  2  Reihen  Makeln,  von  denen  die  innern 
gewöhnlich  verwischt  sind;  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  schwarzbraun,  in  der  Aussen- 
hälfte  mit  discalen  Pfeilflecken,  submarginalen  Winkelflecken  und  meist  gelblichen  Saumflecken;  Nord-Indien. 
Die  Oberseite  von  f.  clytia  L.  (20c)  fast  schwarz;  der  Vflgl  mit  einer  Reihe  Flecke  vor  dem  Saume;  Süd- 
saturata.  China,  Siam.  Die  f.  saturata  Moore  ähnelt  clytia,  aber  die  Discalflecke  des  Htlgls  sind  sehr  kurz  und  ver- 
papone.  wischt ;  von  Süd-China  und  Hainan.  Bei  f.  papone  Westw. ,  die  oberseits  schwarzbraun  ist,  hat  der  Vflgl 
janus.  keine  Makeln;  von  Tenasserim  und  Siam.  Dagegen  sind  bei  der  sonst  ganz  ähnlichen  Form  f.  janus  Frühst. 
aus  Tenasserim  und  Siam  die  Submarginalflecke  des  Vflgls  schwarz,  häufig  weiss  gekernt.  Die  etwas  blasser 
panope.  braunen  Exemplare  mit  einer  Reihe  Flecke  vor  dem  Saume  des  Vflgls  sind  f.  panope  L.\  von  China, 
onpave.  Tonkin,  Siam,  Tenasserim,  Nord-,  Nordwest-  und  Süd-Indien.  Bei  f.  onpape  Moore,  die  gewöhnlich  noch 
blasser  ist,  sind  ein  oder  mehrere  Flecke  an  der  Spitze  des  Vflgls  bis  zum  Saume  verlängert;  am  häufigsten 


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in  Tenasserim,  aber  auch  in  Birma,  Siam,  Tonkin  und  Formosa.  Eine  ebenso  blassbraune  Form  ist  f.  lankeswara  lankeswara. 
Moore  (=  clytioides  Moore )  (20b),  bei  der  alle  Submarginalflecke  des  Vflgls  klein  sind;  Ceylon,  Süd-Indien, 
Tenasserim,  Singapore:  ausser  der  f.  dissimilis  ist  dies  die  einzige  auf  Ceylon  iliegende  Varietät.  Der  mir  in 
Natur  unbekannte,  aus  Malabar  beschriebene  P.  lacedemon  F.  gehört  wahrscheinlich  auch  hierher;  er  ist  lacedemon. 
oberseits  ganz  schwärzlich  braun  mit  weissen  Saumflecken,  und  trägt  auf  der  Hflglunterseite  eine  Reihe 
schwarzer  Submarginalmonde.  Ausser  den  erwähnten  Varietäten,  die  hauptsächlich  auf  Verschiedenheiten  in 
der  Grundfarbe  und  den  Makeln  des  Vtlgls  gegründet  sind,  gibt  es  natürlich  noch  viele  individuelle  Formen, 
die  sich  ausserdem  in  der  Zeichnung  des  Hflgls  voneinander  unterscheiden ;  die  auffälligsten  solcher  aberranter 
Formen  sind  die,  bei  welchen  die  hellen  Saumflecke  des  Hflgls  oben  und  unten  unterdrückt  oder  sehr  stark 
vergrössert  sind.  —  Die  folgenden  geographischen  Rassen  sind  alle  monomorph.  Auf  den  Andamanen  fliegt 
flavolimbatus  Oberth.  (20 d).  Der  f.  dissimilis  ähnlich,  aber  die  gelben  Saumflecke  des  Hflgls  grösser;  auch  flavo- 
weichen  die  Genitalien  etwas  ab.  —  panopinus  Stgr.  (20  c),  von  Palawan,  ähnelt  f.  papone ;  der  Vflgl  ober-  Umbatus. 
seits  mit  2  Reihen  weisser  Flecke  ausser  den  Saumflecken;  unten  findet  sich  ein  langer  weisser  Strich  in  Pan°Pinns- 
der  Vflglzelle  und  hinter  der  Costale  des  Hflgls,  auch  ist  die  Mediane  des  Hflgls  bis  zur  Wurzel  spärlich 
weiss  gerandet.  —  Bei  palephates  Westw.  (20  c)  ist  unterseits  die  weisse  Beschuppung  noch  mehr  als  bei  palephates. 
panopinus  ausgedehnt,  besonders  auf  dem  Hflgl;  der  Vflgl  hat  oberseits  3  grosse  subapicale  weisse  Makeln. 
Philippinen:  Luzon,  Mindoro ,.  Mindanao.  —  echidna  Bsd.  (20 d).  Auf  den  Inseln  der  Timor-Gruppe  fliegen  ediidna. 
wieder  dissimilis- ähnliche  Formen,  die  sich  hauptsächlich  dadurch  von  dissimilis  unterscheiden,  dass  die  Saum¬ 
flecke  des  Hflgls,  einschliesslich  des  Analfleckes,  beiderseits  weiss  sind ;  auch  sind  auf  der  Hflglunterseite  der 
Costalrand  nicht  rein  weiss  und  die  weissen  die  Zelle  umgebenden  Streifen  schmäler  und  kürzer.  Im  Tring 
Museum  17  cf  cf,  2  ??  von  Timor,  Wetter,  Alor  und  Adonara.  Die  Genitalien  weichen  von  denen  der  vor¬ 
hergehenden  Formen  etwas  ab.  —  echidnides  Frühst,  ist  von  echidna  durch  eine  geringe  Verkürzung  der  echidnides. 
aussen  an  der  Zellspitze  des  Vflgls  stehenden  Makeln  zu  unterscheiden.  Moa;  im  Tring  Museum  3  cf  cf. 

P.  veiovis  Hew.  (=  samanganus  Frühst.)  (20  d).  Die  seitlichen  Flecke  des  Hlbs  zu  Querbinden  zu-  veiovis. 
sammengeflossen ,  die  oben  unterbrochen  sind.  Zeichnung  der  Flügel  dissimilis- artig;  Grundfarbe  weiss,  oft 
gelblich,  besonders  auf  der  Hflglunterseite,  die  Adern,  die  Zellstreifen  und  ein  breites  Saumfeld,  das  helle 
Doppelstreifen  einschliesst,  schwarz;  der  Vflgl  gestreckt,  mit  eingebogenem  Saume;  der  Hflgl  am  Abdominal¬ 
rande  viel  länger  als  bei  clytia ,  mit  deutlich  vorspringendem  Zahne  an  der  3.  Radiale  und  gelbem  Analfleck. 

Das  ?  ist  breitfliigliger  als  das  cf.  —  Nord-  und  Süd-Celebes;  die  von  Fruhstorfer  angegebenen  Unter¬ 
schiede  zwischen  nördlichen  und  südlichen  Stücken  werden  von  den  mir  vorliegenden  16  Exemplaren  nicht 
bestätigt.  Der  Falter  nach  Fruhstorfer  an  Wegpfützen  und  Bachrändern  saugend,  wobei  er  die  Flügel 
geschlossen  hält. 

P.  paradoxa.  Wieder  eine  ganz  ausserordentlich  variable  Art,  Nahe  mit  clytia  verwandt,  die  Zelle 
des  Hflgls  aber  noch  schmäler,  besonders  wurzelwärts;  beide  Flügel  mit  sehr  kleinen  weissen  Saum-  und  kleinen 
weissen  Submarginalflecken ;  letztere  stehen  in  einer  ganz  regelmässigen  Reihe,  die  vorne  costalwärts  gebogen 
ist;  auf  dem  Vflgl  findet  sich  ausserhalb  dieser  Reihe  kein  einzelner  Subapicalfleck  wie  bei  allen  Formen 
von  P.  clytia;  der  Hflgl  zwischen  den  Adern  schwach  eingekerbt,  nicht  wie  bei  clytia  ausgerandet,  die 
zwischen  den  Einkerbungen  liegenden  Lappen  schwach  vorspringend  und  breit  abgerundet.  Die  Genitalien 
sind  von  denen  des  P.  clytia  recht  verschieden.  Der  Falter  tritt  in  einer  Anzahl  geographischer  Rassen  auf, 
die  alle  zwei  Hauptformen  besitzen.  Von  diesen  beiden  Hauptformen,  der  paradoxa-  und  der  caunus- Form, 
ist  die  letztere  in  jedem  Distrikte  ziemlich  konstant,  doch  sexuell  deutlich  dimorph,  während  die  paradoxa- 
Form  nicht  nur  überall  dem  Geschlechte  nach  auffällig  verschieden  ist,  sondern  in  manchen  Gegenden 
beim  cf  sowohl  als  ?  eine  grosse  Anzahl  individueller  Variationen  aufweist,  die  einander  zum  Teil  sehr  un¬ 
ähnlich  sind.  Wir  vereinigen  die  caunus-  und  paradox  a-F ormen,  welche  bisher  stets  als  zu  2  Species  gehörig 
angesehen  worden  sind,  aus  folgenden  Gründen  zu  einer  Art.  Während  die  übrigen  Arten  aus  dieser  Ver¬ 
wandtschaft  sich  alle  strukturell  unterscheiden,  sind  caunus  und  paradoxa  in  dieser  Beziehung  identisch.  Dies 
fällt  um  so  mehr  ins  Gewicht,  als  selbst  die  geographischen  Rassen  von  P.  clytia  sowohl  wie  von  P.  paradoxa 
(einschliesslich  caunus )  untereinander  etwas  in  den  Genitalien  abweichen.  Ferner  ist  diese  geographische 
Variation  in  den  Genitalien  bei  caunus  und  paradoxa  ganz  dieselbe,  d.  h.  die  aus  einer  Lokalität  stammenden 
caunus  zeigen  in  den  Genitalien  denselben  Unterschied  von  den  andern  geographischen  Rassen  wie  die 
paradoxa  derselben  Gegend.  Da  nun  von  P.  clytia  ein  ähnlicher  starker  Dimorphismus  bekannt  ist,  so  hegen 
wir  keinen  Zweifel  mehr,  dass  caunus  und  paradoxa  ein  und  dieselbe  Art  sind.  Ein  Beweis  kann  natür¬ 
lich  nur  durch  die  Zucht  gebracht  werden.  Die  Rp  ist  von  der  paradoxa-F  orm  bekannt,  aber  ganz  ungenügend 
beschrieben:  sie  ist  sammetschwarz  oder  -grün,  mit  fleischigen  Dornen  und  runden  roten  Seitenflecken:  die 
grossen  hellen  Makeln  der  clytia-Rp  scheinen  bei  paradoxa  nicht  vorhanden  zu  sein.  Pp  wie  bei  den  ver¬ 
wandten  Arten  einem  abgebrochenen  Zweige  ähnlich,  grün  oder  braun,  je  nach  der  Farbe  des  Zweiges,  an 
dem  sie  befestigt  ist.  Der  Falter  ist  selten,  besonders  die  caunus- Formen;  man  trifft  die  cfcf  im  Walde 
an  Wegpfützen.  Die  Falter  gleichen  den  Euploeen,  deren  Abbilder  sie  sind,  so  sehr,  dass  man  sie  im  Fluge 
erst  dann  als  Papilios  erkennt,  wenn  sie  Gefahr  witternd  den  langsamen  Euploeenflug  aufgeben  und  mit 
grosser  Geschwindigkeit  wrie  ein  echter  Schwalbenschwanz  davoneilen.  Von  Nord-Indien  bis  Palawan  und 


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Java  verbreitet;  auf  Borneo  am  häufigsten.  Die  Art  vertritt  auf  den  grossen  Sunda-Inseln  den  dort  feh¬ 
lenden  P.  clytia,  von  dem  sie  ursprünglich  offenbar  eine  geographische  Rasse  war,  die  sich  jetzt  zu  einer 
selbstständigen  Species  ausgebildet  hat.  —  Die  grösste  Rasse  findet  sich  in  Assam,  Tonkin,  Birma  und 
telearchus.  Tenasserim :  telearchus  Hew.  Der  Vtlgl  oberseits  beim  cf  der  f.  telearchus  Hew.  (32  a)  glänzend  blau,  ein  Fleck 
in  der  Zellspitze,  eine  Reihe  länglicher  Discallleeke  und  die  Submarginalflecke  weissblau,  letztere  fast  weiss; 
die  dunkelbraune  Hflgloberseite  und  die  blasser  braune  Unterseite  beider  Flügel  mit  weissen  Submarginal¬ 
tlecken.  Beim  ¥  beide  Flügel  mit  grauweissen  Streifen  ausser  den  Flecken  des  cf,  die  äussere  Hälfte  des 
danisepa.  Vflgls  purpurblau,  die  Makeln  weniger  blau  als  beim  cf.  Die  caunus- Form  ist  f.  danisepa  Btlr.  (32  b);  der  Vtlgl 
des  cf  oberseits  glänzend  blau ,  mit  grosser  weisser  Makel  in  der  Zellspitze  und  kleinern  Makeln  auf  der 
Scheibe;  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  weiss,  dies  Feld  von  den  schwarzen  Adern 
aenigma.  aufgeteilt  und  aussen  blau  überzogen.  Das  cf  ist  dem  ?  sehr  ähnlich,  grösser.  —  aenigma  Wall,  von  der 
Halbinsel  Malakka,  Penang,  Singapore,  Ost-  und  West-Sumatra  und  Banka.  Das  cf  der  paradoxa- Form  tritt 
in  zwei  Varietäten  auf:  cf- f.  aenigma  Wall.  (=  distanti  Potlisch .,  butleri  Bist,  nicht  Jans.)  hat  auf  dem  Vtlgl 
hellblaue  Discalstreifen  auf  glänzend  blauem  Grunde  und  eine  Reihe  weisser,  oft  blau  schattierter  Sub- 
batleri.  marginalflecke  und  einen  hellblauen  Fleck  in.  der  Zelle.  Von  der  zweiten  Form,  cf-f.  butleri  Jans.,  ist  mir 
nur  die  Type  bekannt  (im  Tring  Museum).  Das  Exemplar  trägt  das  Fundortsetikett  »E.  Indies  (P  Malacca)«, 
die  Herkunft  ist  also  fraglich.  Der  Vtlgl  ist  sammetschwarz,  ohne  blauen  Glanz,  ein  Fleck  in  der  Zelle  und 
eine  Reihe  schmaler  Discalstreifen  dunkelblau,  die  äussern  Spitzen  der  Streifen  schwach  weisslicli,  den 
weissen  Submarginaltlecken  der  Unterseite  entsprechend.  Das  $  der  paradoxa- Form  in  drei  Varietäten: 
penomimus.  ¥-f.  penomimus  Mart.  (=  fuscus  Plag,  nicht  Goeze).  Vtlgl  dunkelbraun,  ohne  blauen  Glanz,  hinten  auf  der 
Scheibe  gewöhnlich  etwas  heller,  die  Submarginalflecke  schwach  entwickelt,  die  vordem  oben  und  unten 
ausgelöscht ;  der  Htlgl  ohne  oder  mit  langen  hellen  discalen  Pfeilflecken,  immer  mit  ziemlich  grossen,  stark 
nepticula.  gebogenen  Submarginaltlecken.  Die  ¥-f.  nepticula  Pothsch.  hat  gleichfalls  keinen  blauen  Glanz  auf  dem  Vtlgl, 
letzterer  trägt  zwischen  dem  Apex  der  Zelle  und  dem  Aussenrde  5  oder  6  weisse  Streifen  und  in  der  Zelle  einen 
haasei.  weissen  Fleck;  der  Htlgl  braun,  mit  weissen  Submarginaltlecken.  Bei  ¥-f.  haasei  Pothsch.  sind  beide  Flügel  von 
der  Wurzel  ab  oben  und  unten  weiss  gestreift;  der  Vtlgl  zwischen  den  grossen  weissen  Submarginalpunkten  und 
der  Zellspitze  mehr  oder  weniger  breit  glänzend  blau,  in  der  Zelle  ein  weisser  Fleck.  Die  caunus- Form  der- 
aegialus.  selben  Gegenden  ist  f.  aegialus  Bist.  (=  velutinus  Btlr.) ;  nur  das  cf  bekannt ;  kleiner  als  f.  danisepa,  die  beiden 
vor  der  Hflglzelle  liegenden  weissen  Streifen  sind  undeutlicher  und  fehlen  zuweilen  fast  ganz.  Diese  Form 
ist  bedeutend  seltener  als  aenigma.  —  Auf  Borneo  variiert  diese  Art  in  ganz  ähnlicher  Weise  wie  auf  Sumatra 
telesicles.  und  Malakka:  telesicles  Fldr.  Das  cf  der  paradoxa- Form  wird  in  zwei  Haupttypen  gefunden:  am  häufigsten 
ist  cf-telesicles  Fldr.  (=  kerosa  Btlr.,  juda  Btlr.,  zanoa  Btlr.)  (20b)  mit  hellblauen  Discalstreifen  auf  dem  Vtlgl; 
nicht  konstant  von  aenigma  verschieden,  die  hellblauen  Streifen  im  allgemeinen  dünner  und  weniger  zahlreich. 
Bei  der  zweiten  Form  des  cf  ist  der  Vtlgl  mit  Ausnahme  der  Wurzel  zwar  auch  glänzend  blau,  aber  die  hell¬ 
blauen  Streifen  fehlen  vollständig ,  auch  fehlen  die  Submarginaltlecke  des  Vflgls  oberseits  oder  es  sind  nur 
eucyana.  die  vordem  vorhanden:  cf-f.  eucyana  form.  nov.  (von  Südost-  und  Nord-Borneo  im  Tring  Museump  Das  ¥  in 
leucothoides.  4  Hauptvarietäten:  ¥-f.  leucothoides  Honr.  (=  schoenbergianus  Honr.  ¥  nicht  cf)  (32b);  beide  Flügel  braun, 
zwischen  den  Adern  mehr  oder  weniger  blassbraun,  ohne  blauen  Glanz,  die  Submarginaltlecke  des  Hflgls 
russus.  kleiner  und  weiter  vom  Saume  entfernt  stehend  als  bei  ¥-f.  penominus  von  Sumatra.  Die  ¥-f.  russus  Pothsch.  (32  b) 
ist  gleichfalls  braun;  der  Vtlgl  hat  grosse  weisse  Subapicalstreifen  und  zuweilen  glänzend  blaue  Schuppen 
an  der  Zellspitze,  die  Submarginaltlecke  sind  kleiner  als  bei  ¥-f.  nepticula  von  Sumatra  und  Malakka.  Die 
daja  ¥-f.  daja  Pothsch.  entspricht  der  ¥-f.  haasei ,  die  weissen  Streifen  des  Hflgls  sind  aber  kürzer  und  wenigstens 
auf  der  Oberseite  aussen  nicht  gegabelt;  der  Vtlgl  ist  ausgedehnter  blau.  Eine  vierte  Form,  die  von  den 
vorigen  Lokalitäten  noch  nicht  bekannt  geworden  ist,  hat  keinen  blauen  Glanz  auf  dem  Vtlgl  und  beide 
albostriatus.  Flügel  tragen  eine  volle  Reihe  weisser  Discalstreifen:  ¥-f.  albostriatus  Pothsch.  (32c);  die  Zelle  beider  Flügel  ist 
besonders  unterseits  weissgestreift  und  die  Vflglzelle  hat  einen  weissen  Apicalfleck.  Die  caunus- Form  dieser 
mendax.  Distrikte  ist  f.  mendax  Pothsch.  (.—  typhrestus  Frühst.).  Das  cf  ist  der  f.  aegialus  sehr  ähnlich,  aber  das 
Weiss  des  Hflgls  ist  stärker  reduziert.  Das  ¥  von  mendax  weicht  vom  cf  viel  mehr  als  das  danisepa -¥  ab;  viel 
blasser  als  das  cf  und  das  weisse  Basalfeld  des  Hflgls  grösser,  da  die  vor  der  Zelle  liegenden  Streifen  vor¬ 
handen  sind.  Wir  kennen  mendax  von  Nord-  und  Südost-Borneo,  albostriatus  und  russus  von  Nord-Borneo, 
melanostoma  und  daja  sowohl  wie  leucothoides  von  Nord-  und  Südost-Borneo  und  den  Natuna-Inseln.  —  melanostoma 
subsp.  nov.;  1  cf  von  Palawan  (J.  Waterstradt  coli.)  im  Tring  Museum.  Vtlgl  breit,  mit  Ausnahme  der 
Wurzel  glänzend  blau,  mit  sehr  schwachen  Spuren  von  hellblauen  Discalstreifen;  kein  Fleck  in  der  Zelle, 
die  Submarginaltlecke  blauweiss,  nicht  scharf  hervortretend,  die  vordem  4  fast  ausgelöscht,  die  hintern  4 
etwas  deutlicher;  Htlgl  mit  weissblauen  Submarginaltlecken,  die  in  purpurnen  Keilmakeln  stehen.  Unterseite 
aussen  blasser  als  bei  Borneostücken,  die  Submarginaltlecke  gebräunt,  daher  weniger  als  bei  telesicles  und 
niasicus.  aenigma  hervortretend.  Taster  schwarz,  mit  zerstreuten  weissen  Schuppen.  —  niasicus  Pothsch.  cf:  Vtlgl  mit 
weissen  Submarginaltlecken,  von  denen  die  vorderen  grösser  als  bei  den  andern  Rassen  sind,  ohne  deutliche 
hellblaue  Discalstreifen.  Nur  eine  ¥-Form  bekannt:  ohne  blauen  Glanz,  auf  dem  Vtlgl  ein  Zellfleck,  eine 
Reihe  Discalstreifen  und  Submarginaltlecke  weiss;  Htlgl  nur  mit  Submarginaltlecken.  Nias.  Eine  caunus- 
Form  ist  von  dort  nicht  bekannt.  —  Von  den  Batu-Inseln  bildet  Lathy  als  aegialus  das  ¥  einer  cmmws-Form 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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ab,  die  Fruhstorfer  mesades  nennt;  da  von  aegialus  noch  kein  2  bekannt  ist,  so  muss  erst  die  Zukunft  mesades. 
lehren,  ob  sich  mesades  wirklich  von  aegialus  unterscheidet.  Dem  Bilde  nach  ist  der  Vflgl  ohne  blauen 
Schimmer  und  die  weissen  Zeichnungen  beider  Flügel  sind  grösser  als  bei  Borneo-Exemplaren.  —  paradoxa  paradoxa. 
Zink.  (20b)  fliegt  auf  Java.  Bei  der  f.  paradoxa  hat  der  blauglänzende  Vflgl  eine  volle  Reihe  hellblauer 
Discalstreifen,  die  zum  Teil  in  der  Mitte  weiss  sind;  der  bläulichweisse  Zellfleck  und  die  Submarginalflecke 
gross,  unterseits  sind  auf  dem  Vflgl  stets  weisse  discale  Wischtlecke  vorhanden,  zuweilen  eine  volle  Reihe. 

Das  ?  ist  heller  oder  dunkler  braun ;  der  Hflgl  oben  und  unten  mit  weissen  discalen  Pfeilflecken,  welche  von 
der  Zelle  entfernt  stehen,  und  weissen  Submarginalflecken;  die  Pfeilmakeln  sind  bei  dunklen  Sfücken  un¬ 
deutlich.  Gestreifte  22  sind  mir  nicht  von  Java  bekannt.  Es  fliegt  ferner  auf  Java  f.  caunus  1  Vestw.,  die  noch  caiinus. 
viel  seltener  als  paradoxa  ist;  nur  das  cf  bekannt:  die  Submarginalflecke  beider  Flügel  grösser  als  bei  aegialus 
und  mendax ;  die  weissen  Streifen  des  Hflgls  schmal,  an  das  2  von  mendax  erinnernd,  zwei  dieser  Streifen 
vor  der  Zelle. 


Castor-Gruppe. 

Vflgl  auf  der  2.  Discocellulare  mit  einem  weissen  Punkte,  der  zuweilen  nur  unterseits  entwickelt  ist.  Beide 
Geschlechter  oder  nur  das  2  Euploeen-artig ,  ganz  ohne  blauen  Glanz.  Schwanzlos,  aber  an  der  8.  Radiale  oft  mit 
deutlich  hervortretendem  Zahn;  die  Oberseite  beider  Flügel  und  unterseits  der  Apex  des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl 
mehr  oder  weniger  dicht  mit  gelblichen  Schuppen  bestäubt;  Grundfarbe  schwarz  oder  schwärzlichbraun,  alle  Zeich¬ 
nungen  weiss,  höchstens  der  Analfleck  des  Hflgls  deutlich  gelb;  die  weissen  Subdorsalpunkte  des  Hlbs  stets  vor¬ 
handen;  die  Saumflecke  des  Hflgls  dünner  als  die  des  Vflgls.  Die  Rp  wrie  bei  F.  polytes  mit  Schrägbinden,  erwachsen 
ganz  ohne  die  Dornenreihen  der  Clytia-  und  Agestor -Gruppe ;  auch  die  Pp  nicht  wie  bei  diesen  fast  walzenförmig, 
sondern  in  der  Mitte  breit,  mit  ziemlich  stark  aufgebogenem  Vorderteile.  Ein  Bindeglied  zwischen  clytia  einerseits 
und  canopus ,  helenus,  polytes,  pitmani  etc.  andererseits. 

P.  dravidarum  11  ood-Mas.  (=  abrisa  Kirby )  (31  d).  Vflgl  mit  einer  Reihe  grosser,  gelblichweisser  dravidarum. 
Submarginalflecke.  Hflgl  mit  einer  vollen  Reihe  von  Discal-  und  Submarginalflecken;  die  Discalmakeln  von 
der  Zelle  entfernt  stehend,  innen  zugespitzt,  aussen  ausgerandet,  die  Submarginalflecke  mondförmig.  Das  ? 
dem  cf  ganz  ähnlich.  Die  Rp  mit  je  einem  Paar  kleiner  Höcker  auf  den  letzten  beiden  Ringen,  die  Ring¬ 
einschnitte  blau,  mit  Ausnahme  des  4.  und  5.  Ringes,  wo  sie  schwarz  sind;  Thorax  mit  Brillenzeichnung,  alle 
Ringe  mit  Ausnahme  des  ersten  jederseits  mit  2  blauen  Punkten,  Hlb  mit  2  grünen  Schrägbinden,  die  nur 
schwach  hervortreten,  über  den  Füssen  ein  weisser  Längsstreif.  Kopfhörner  der  Pp  stark  vorgezogen,  die 
Flügelscheiden  vorspringend.  Futterpflanze:  Glycosmis  pentaphylla.  —  Süd-Indien:  Travancore,  Mysore, 
Nilghiri-Berge  etc.  ln  niederen  Lagen  des  Hügellandes,  das  cf  ziemlich  häufig.  Am  Ende  der  Regenzeit 
in  der  Nähe  des  immergrünen  Jungle;  während  der  kalten  Jahreszeit  trifft  man  den  Falter  vielfach  in  Fluss¬ 
betten,  wro  er  auf-  und  abfliegt  und  ganz  den  Eindruck  einer  Euploea  macht. 

P.  castor.  Der  Vflgl  beim  cd  ohne  Submarginalflecke  oder  dieselben  sind  ganz  klein.  Das  ?  blasser 
als  das  cd,  die  Submarginalflecke  des  Vflgls  gleichfalls  klein,  oder  es  sind  die  vorderen  viel  grösser  als  die 
hinteren.  —  polias  subsp.  nov.  unterscheidet  sich  von  der  nymotypischen  Form  aus  Assam  nur  im  2.  Der  polias. 

Vflgl  des  2  trägt  unterseits  und  oft  auch  auf  der  Überseite  von  der  unteren  Zellecke  bis  zum  Hrde  graue 
Wischflecke;  der  Hflgl  ist  zum  grössten  Teil  von  breiten  verwischten  grauen  Streifenmakeln  eingenommen, 
die  oberseits  fast  und  unterseits  ganz  bis  an  die  Wurzel  gehen,  so  dass  auch  die  Zelle  wenigstens  unten 
ganz  grau  ausgefüllt  ist.  Das  cf  bräunlichschwarz  mit  4  grossen  gelblichweissen  Discalmakeln  auf  der 
Hflgloberseite,  der  Randzahn  der  3.  Radiale  deutlich  vorspringend.  Sikkim,  den  ganzen  Sommer  hindurch  in 
niedrigen  Lagen,  bis  zu  etwa  3000  Fuss ;  Birma.  —  castor  Westw.  (2  =  pollux  Westw.)  (29  c).  Das  cf  scheint  castor. 
von  Exemplaren  aus  Sikkim  nicht  zu  unterscheiden  zu  sein.  Es  treten  Stücke  auf,  neben  normalen  cf  cf, 
bei  denen  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  eine  volle  Reihe  weisser  Submarginalflecke  hat ,  auch  sind  zuweilen 
bei  solchen  Stücken  5  Discalflecke  und  Spuren  von  dem  6.  und  7.  Flecke  auf  der  Oberseite  vorhanden. 

Das  Tring  Museum  besitzt  2  solche  c dcd  von  Cherrapunji  (Assam);  sie  verbinden  castor  mit  mehala :  cfl-ab. 

mesites  ab.  nov.  Beim  2  ist  der  Hflgl  viel  weniger  ausgedehnt  grau  als  bei  der  Sikkim-Form;  die  Zelle  ist  mesites. 
entweder  ganz  braun  oder  nur  an  der  Spitze  verwischt  grau;  auf  der  Scheibe  ein  breites  Band  grosser, 

grauer  oder  gelblichweisser  Makeln,  die  meist  auch  wurzelwärts  ziemlich  scharf  umschrieben  sind.  Assam. 

—  dioscurus  subsp.  nov.  Mir  nur  4  cf  cf  bekannt:  Das  Hflglband  besteht  oben  und  unten  aus  drei  oder  dioscurus. 
vier  Makeln,  die  kleiner  als  bei  den  beiden  vorigen  Formen  sind;  die  2.  und  3.  Makel  oberseits  nur 
so  lang  wfle  oder  kürzer  als  ihre  Entfernung  vom  Saume.  Than-Moi,  Tonkin  (H.  Fruhstorfer). 
mehala  Grose-Smith.  cf  ohne  deutlich  vorspringenden  Zahn  an  der  3.  Radiale  des  Hflgls;  die  Submarginal-  mehala. 
flecke  dieses  Flügels  auch  oben  gut  ausgebildet;  die  2. — 4.  Discalmakel  grösser  als  die  folgenden,  letztere 
oft  fehlend.  2  auf  dem  Vflgl  mit  voller  Reihe  Submarginalflecke,  von  denen  die  vorderen  am  grössten  sind: 
auf  dem  Hflgl  eine  Reihe  grauer,  etwas  verwischter  Discalmakeln  und  eine  Reihe  grosser  weisser  Submarginal¬ 
monde.  Unter-Birma  und  die  angrenzenden  Distrikte  von  Tenasserim.  —  mahadeva  Moore  (=  maheswara  mahadeva. 
Frühst.)  (31  d).  cd:  Der  Hflgl  immer  mit  vollständiger  Reihe  Discalmakeln,  von  denen  die  vorderen  weniger 
als  bei  mehala  und  castor  vergrössert  sind,  die  Submarginalflecke  gleichfalls  alle  ausgebildet.  Das  2  ähnlich 
wie  das  cf  gezeichnet,  auf  dem  Vflgl  der  Discocellularfleck  und  die  Submarginalflecke  grösser,  auf  dem 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Hflgl  die  Discalflecke  braun  schattiert.  Ober-Tenasserim ,  Shan-Staaten ,  Siam  und  Ostseite  der  Malakka- 
Halbinsel.  Dem  P.  dravidarum  sehr  ähnlich,  aber  durch  die  kleinen  Submarginalflecke  des  Vflgls  leicht  zu 
phan-  unterscheiden.  —  Als  phanrangensis  hat  Fruhstorfer  ein  Exemplar  (?)  von  Süd-Annam  beschrieben,  das 
rangensis.  »durch  den  rundlichen  Flügelschnitt,  die  geringe  Grösse  und  die  reduzierten  Fleckenbinden  der  Hflgl  genügend 
charakterisiert«  ist.  Die  Discalbinde  des  Hflgls  fast  erloschen.  Mir  in  Natur  unbekannt.  —  Im  Museum  zu 
Singapore  befinden  sich  2  Exemplare  von  Selangor,  die  keine  Submarginalflecke  auf  der  Hflgloberseite  haben 
selangoranus.  und  von  Fruhstorfer  selangoranus  benannt  worden  sind.  —  hamela  Crotvl.  von  Hainan  hat  beim  cf  keine 
hamela.  Submarginalflecke  auf  der  Hflgloberseite,  das  Discalband  ist  wie  bei  mahadeva  gebildet,  aber  der  Saum  trägt 
einen  deutlich  vorspringenden  Zahn  an  der  3.  Radiale.  Das  braune  ?,  von  dem  sich  1  Stück  im  Tring 
Museum  befindet,  hat  wie  mehala  auf  dem  Vtlgl  eine  Reihe  Submarginalflecken,  von  denen  die  vorderen  am 
grössten  sind;  auf  dem  Hflgl  fehlen  die  Discalllecke  oben  und  unten  fast  gänzlich  und  die  Submarginalflecke 
fonnosanus.  sind  klein.  —  Bei  formosanus  Bothsch.  (=  gotonis  Mats.)  sind  die  Geschlechter  einander  ähnlich.  Das  cf 
stimmt  mit  dem  castor-d '  ziemlich  überein;  auf  der  Hflgloberseite  sind  4  gelblichweisse  Makeln,  die  kleiner 
als  bei  castor  sind,  die  Submarginalflecke  fehlen  oben,  und  unten  sind  nur  die  vorderen  ausgebildet.  Bei 
dem  blässeren  ?  hat  der  Hflgl  gewöhnlich  kleine  Submarginalflecke  und  zwischen  den  grossen  Discalmakeln 
und  dem  Abdominalrande  sind  noch  3  Flecke  angedeutet.  Beide  Geschlechter  haben  an  der  3.  Radiale  einen 
deutlich  vorspringenden  Zahn.  Formosa,  im  Hügellande.  —  Die  Rp  von  P.  castor  noch  nicht  bekannt.  Die 
Falter  saugen  auf  feuchtem  Sande  und  kommen  nach  den  Küchenabfällen  der  Ansiedlungen.  Aufgescheucht 
kehren  sie  bald  wieder  zurück.  Ihr  Flug  ist  niedrig  und  schwach. 

Wenn  eine  lineare  Anordnung  nach  der  Verwandtschaft  möglich  wäre,  so  würden  wir  hier  P.  canopus 
anschliessen. 

Wir  fügen  hier  ein  paar  papuanische  Formen  ein,  die  Nachahmer  von  Uraniden  und  Acraeen  sind. 


Laglaizei-Gruppe. 

Oberseite  der  Flügel  blauschwarz,  mit  graublauem  Mittelbande  und  auf  dem  Vflgl  ausserdem  einem  schmalen, 
graublauen  Subapicalbande ,  die  Bänder  nicht  metallisch;  der  kurzgeschwänzte  Hflgl  unterseits  mit  orangefarbener 
Makel  hinter  der  Wurzel  der  unteren  Mediane.  Die  Subcostale  und  untere  Mediane  des  Hflgls  ähnlich  wie  in  der 
Agestor- Gruppe  weit  von  der  Wurzel  entfernt  abzweigend;  Fhlr  wie  bei  jener  Gruppe  kurz;  die  Genitalien  erinnern 
gleichfalls  an  die  Agestor- Gruppe. 

laglaizei.  P.  laglaizei  Depnis.  (=  alcidinus  Btlr.)  (38c).  cf?:  Das  Mittelhand  beider  Vtlgl  breit,  der  Schwanz 

und  gewöhnlich  auch  der  angrenzende  Teil  des  Saumes  graublau;  die  Unterseite  grösstenteils  blaugrau,  der 
Hflgl  bei  reinen  Stücken  bläulichgrau  mit  einem  schwachen  gelblichen  Tone.  Die  einzelnen  Zeichnungen 
bei  Exemplaren  derselben  Gegend  sehr  variabel;  die  schwarzen  Flecke  auf  der  Scheibe  der  Hllglunterseite 
oft  stark  vergrössert  und  die  inneren  Makeln  mit  den  entsprechenden  äusseren  zusannnengetlossen.  Ein  cf 
von  der  Astrolabe-Bay  mit  schmalem  blauem  statt  graublauem  Mittelbande  und  blauer  Unterseite  wurde  von 

wahnesi.  Röber  als  eigene  Art  beschrieben;  ich  halte  das  Stück  für  eine  Aberration:  ab.  wahnesi  Böb.  Das  Ver¬ 
breitungsgebiet  von  laglaizei  umfasst  die  Aru-Inseln ,  Waigeu  und  ganz  Neu-Guinea.  Der  Falter  ist  im  all¬ 
gemeinen  selten,  doch  erhielt  das  Tring  Museum  einmal  eine  von  Eingeborenen  oder  Malayen  gemachte 
Sammlung  von  Holländisch  Neu-Guinea,  die  gegen  100  Exemplare  dieser  Art  enthielt;  auch  an  der  Südost¬ 
spitze  von  Britisch  Neu-Guinea  ist  laglaizei  nach  A.  S.  Meek’s  Mitteilung  keine  Seltenheit,  selbst  nicht  an 
der  Küste.  Die  Ähnlichkeit  mit  Alcides  cigathgrsus  ist  auf  der  Oberseite  überraschend  getreu;  die  Unterseite 
weicht  von  der  des  Modells  bedeutend  ab,  trägt  aber  einen  gewöhnlich  stark  in  die  Augen  fallenden  Orange¬ 
fleck,  welcher  der  orangefarbenen  Unterseite  des  Hlbs  von  Alcides  entspricht.  Die  beiden  Falter  fliegen 
zusammen  um  Baumkronen,  aber  die  üranide  ist  viel  häufiger  als  der  Papilio.  G.  Wahnes  hat  den  Falter 
verschiedentlich  gezogen  und  dem  Tring  Museum  mehrere  geblasene  Rpn  gesandt.  Dieselben  sind  schwarz ; 
auf  jedem  Ringe  ein  breiter  gelbroter  Gürtel,  in  dem  ebenso  wie  in  den  schwarzen  Ringen  hellgelbe  Punkte 
stehen;  zu  beiden  Seiten  des  Rückens  je  eine  Reihe  kurzer  schwarzer  Dornen,  die  auf  grossen  runden 
schwarzen  Punkten  stehen,  an  deren  Dorsalseite  ein  gelber  Punkt  liegt;  das  letzte  Segment  grossenteils 
schwarz;  Kopf  schwarz;  Nackengabel  (in  den  geblasenen  Stücken)  gelblichgrau.  Futterpflanze  nicht  an¬ 
gegeben,  wahrscheinlich  Citrus.  Herr  Ribbe,  ohne  Unterschiede  anzugeben  (!),  hat  die  Namen  mulcaensis  für 
Exemplare  von  Waigeu  und  maraganus  für  die  »Neu-Guinea-Form«  vorgeschlagen;  solche  nomina  nuda 
haben  natürlich  keinerlei  Prioritätsberechtigung,  sollten  die  Stücke  von  den  erwähnten  Lokalitäten  wirklich 
verschieden  sein  und  daher  benannt  werden  müssen. 

toboroi.  P.  toboroi  Bibbe  (38  c).  Während  bei  laglaizei  fast  die  ganze  Unterseite  des  Körpers  und  ausserdem 

die  Seiten  des  Hlbs  blaugrau  sind ,  hat  toboroi  einen  vollständig  schwarzen  Körper  ohne  alle  Zeichnungen. 
Oberseite  der  Flügel  dunkelblau,  mit  schwachem  öligem  Glanze;  das  Mittelband  beider  Flügel  schmal,  der 
in  der  Zelle  des  Vflgls  liegende  Teil  ist  häufig  verwischt  und  liegt  stets  weit  vom  Apex  der  Zelle  entfernt; 
auf  dem  Hflgl  ein  blassgelber  Analfleck,  der  Schwanz  ganz  schwarzblau.  Die  Unterseite  im  Gegensatz  zu 
laglaizei  grösstenteils  schwarz ;  im  Vflgl  ein  Submarginalband,  das  vorne  breit  und  graugelb,  hinten  schmal  und 


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bläulich  ist  und  vor  der  Mitte  ein  mehr  oder  weniger  undeutliches  schmales  blaues  Band;  auf  dem  Hflgl  sind 
ein  grosses  Wurzelfeld  und  ein  breites  Submarginalband  graugelb,  und  ist  das  schwarze  Mittelfeld  mehr  oder 

weniger  in  grosse  Makeln  aufgelöst,  der  orangefarbene  Fleck  vor  dem  Hrde  blasser  als  bei  laglaizei.  Das  ? 

wie  bei  laglaizei  dem  cf  ganz  ähnlich;  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  trägt  es  von  der  3.  Radiale  rückwärts 
ein  unregelmässiges  schmales  graublaues  Submarginalband,  das  beim  cf  nur  angedeutet  ist.  Bougainville, 
Salomons-Inseln ;  im  Innern  der  Insel,  einige  Meilen  von  der  Küste,  ist  der  Falter  in  niedrigen  Lagen  recht 
häufig.  Ein  dem  toboroi  ähnlicher  Alcidis  scheint  auf  Bougainville  nicht  vorzukommen,  dagegen  sandte  Meek 
eine  Serie  einer  Dysphania- Art,  welche  trotz  ihrer  geringeren  Grösse  ganz  denselben  Eindruck  wie  der  Papili <> 
macht.  Von  laglaizei  unterscheidet,  sich  toboroi  ausser  der  Zeichnung  auch  im  Geäder  und  den  Genitalien. 

Anactus-Gruppe. 

Taster  und  Vorderhüften  orange,  die  hinteren  Hlbssegmente  (die  Haftklappen  ausgenommen)  blassgelb; 

Zelle  des  Vflgls  mit  grauweissem  Apicalfleck  und  grösserer  Makel  in  der  Mitte.  —  Eine  mimetische  Ableitung  von 
der  nächsten  Gruppe. 

P.  anactus  Mac  Leaig  (24c).  Körper  schwarz,  blassgelb  gefleckt,  die  letzten  Hlbsringe  fast  ganz  anactus. 

blassgelb.  Vflgl  gestreckt,  mit  sehr  langer  Zelle,  braunschwarz,  eine  grosse  Makel  in  der  Mitte  der  Zelle, 

eine  kleinere  an  der  Zellspitze  und  ein  Band  grosser  Discalmakeln  weiss,  schwärzlich  bestäubt,  eine  Reihe 
gerundeter  Submarginalflecke  weiss.  Der  Hflgl  dunkler  als  der  Vflgl,  mit  grossem  weissem  Zentralfelde, 
das  vom  Vrd  zum  Hrde  reicht  und  einen  schwarzen  Discocellularmond  einschliesst;  die  Submarginalflecke 
rot,  aussen  vom  weissen  Felde  blaue  Flecke.  Unterseite  wie  oben.  Das  ?  dem  cf  ganz  ähnlich.  Die  Rp 
auf  Citrus,  in  der  Jugend  Vogeldung  ähnlich,  mit  2  Reihen  langer  bedornter  Fortsätze,  zu  denen  auf  dem 
Thorax  noch  2  niedere  Höcker  hinzutreten.  Erwachsen  schwarz,  mit  3  Reihen  blassgelber  Makeln,  einer 
auf  dem  Rücken  und  je  einer  an  den  Seiten,  die  Seitenmakel  des  4.  Ringes  klein;  2  Reihen  schwarzer 
Stacheln,  seitlich  von  welchen  auf  dem  Meso-  und  Metathorax  noch  ein  schwarzer  Höcker  steht;  Nacken¬ 
gabel  orange.  Pp  fast  zylindrisch,  mit  kaum  hervortretenden  Flügelscheiden,  die  Kopfhörner  stark  vor¬ 
gezogen,  innen  zweihöckerig,  der  Thoracalhöcker  niedrig,  auf  dem  Rücken  2  Reihen  kleiner  Höcker.  Der 
Falter  ähnelt  im  Fluge  der  Acraea  andromache;  in  kultivierten  Gegenden,  wo  Citrus  in  den  Gärten  stehen, 
in  mehreren  Generationen  von  Oktober  bis  März;  die  Rp  wird  auch  zuweilen  auf  Ruta  gefunden,  zieht  aber 
die  eingeführten  Citrus-Arten  allen  einheimischen  Pflanzen  vor.  —  Nord-Qneensland  bis  Neu-Stid- Wales. 


2.  Nicht-mimetische  Formen  und  Nachahmer  von  Aristolochienfaltern.  *) 

Abgesehen  von  der  Oberseite  des  Kopfes  und  der  Vorderbrust  und  den  Palpen  trägt  der  Körper  bei  den 
indo-australischen  Formen  keine  weisse  Tüpfel,  auch  sind  keine  weisse  Fleckchen  unterseits  an  der  Wurzel  der  Flügel 
vorhanden.  Die  cf  cf  sind  nur  in  ein  paar  Fällen  mimetisch  ( canopus ,  bootes,  j  anale  a);  die  ?2  einer  Anzahl  Arten  sind 
polymorph  ( memnon ,  polytes,  aegeus  etc.). 

Demoleus-Gruppe. 

Körper  unterseits  ganz  gelb  oder  höchstens  mit  schwarzen  Linien;  die  Wurzel  der  Vflglzelle  unterseits 
blassgelb  gestreift;  der  grössere  Teil  des  Hflgls  oder  wenigstens  ein  grosses  Zentralfeld  blassgelb.  —  Die  Arten 
dieser  Gruppen  zeigen  nahe  Beziehungen  nach  verschiedenen  Seiten  hin.  Während  machaon  eine  Reihe  verwandter 
Species  in  Amerika  und  demoleus  in  Afrika  hat,  ist  euchenor  zweifellos  eng  mit  gigon  verwandt. 

P.  machaon  tritt  auf  indischem  Gebiete  in  drei  geographischen  Formen  auf.  Im  Nordosten  des 
Gebiets,  von  Kaschmir  bis  Nepal,  findet  sich  asiatica  Men.  (Bd.  I,  6b).  Diese  Form  hat  stets  sehr  breite  asiatica. 
schwarze  Binden  und  unterscheidet  sich  von  dunklen  südeuropäischen  machaon ,  welche  sphgrus  Hbn.  sind, 
hauptsächlich  dadurch,  dass  das  gelb  bestäubte  Discalband  der  Hflglunt.erseite  an  der  3.  Radiale  (welche  in 
den  Schwanz  geht;  viel  schmäler  ist  als  bei  Europäern.  Überall  im  nordwestlichen  Himalaya  sehr  häufig, 
in  den  Tälern  von  Februar  bis  Oktober,  im  Gebirge  erst  von  März  oder  April  an,  von  2000 — 14000  Fuss. 

Die  kurzschwänzigen  Stücke  aus  Kaschmir ,  welche  besonders  in  höhern  Lagen  Vorkommen ,  sind  ladakensis 
Moore.  Die  Rp  frisst  auf  Umbelliferen  (Daucus,  Foeniculum  etc.)  und  ist  von  europäischen  Rpn  nicht  zu 
unterscheiden.  In  niederen  und  mittleren  Lagen  wenigstens  zwei  Generationen.  Die  Sommerfalter 
sind  grösser  als  die  aus  überwinterten  Ppn  schlüpfenden  Frühjahrsstücke.  Der  Name  pendjabensis  Eimer  be¬ 
zieht  sich  auf  kleine  Stücke  von  asiatica.  —  sikkimensis  Moore  kommt  in  hohen  Lagen  von  Sikkim  und  sikkimensis. 
Bhutan  vor,  und  ist  besonders  häufig  in  den  angrenzenden  Distrikten  Tibets,  also  auf  paläarktischem  Gebiete. 

Die  schwarzen  Binden  bei  beiden  Geschlechtern  sehr  breit;  der  blaue  Halbmond  des  Analauges  des  Hflgls  ist 
vom  roten  Fleck  durch  einen  schwarzen  Bogen  getrennt.  Die  Rpn  auf  Umbelliferen ,  noch  unbeschrieben. 

—  verityi  Frühst.  (=  archias  Frühst.,  birmanicus  Botlisch.)  (32c)  fliegt  in  Ober-Birma,  den  Shan  Staaten,  verityi. 
West-Yunnan  und  den  angrenzenden  Teilen  Ost-Tibets,  und  unterscheidet  sich  von  sikkimensis  hauptsächlich 
durch  das  viel  schmälere  schwarze  Discalhand  beider  Flügel.  Der  Schwanz  ist  lang:  der  Abdominalrand 

*)  Nur  einige  Formen  von  P.  canopus,  der  den  Übergang  zu  der  casfar-Gruppe  vermittelt,  sind  Nachahmer  von  Euploeen. 


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des  Hflgls  ist  nur  schmal  schwarz,  so  dass  das  hinter  der  Zelle  und  der  2.  Mediane  liegende  Feld  grössten¬ 
teils  gelb  bleibt. 

xuthus.  P.  xuthus  L.  (=  xanthus  L.)  Bd.  I,  6  a).  Die  Adern  breit  schwarz ;  die  Zelle  des  Vflgls  von  der 

Wurzel  bis  zu  blassgelb  gestreift,  der  hinter  der  Zelle  liegende  blassgelbe  Streif  auf  beiden  Flügeln  bis 
zur  Wurzel  gehend.  Diese  vorzugsweise  paläarktische  Art  —  über  ihre  Lebensweise  etc.  vergl.  Bd.  1,  p.  11  — 
gebt  südwärts  bis  nach  Ober-Birma  und  findet  sich  auch  auf  Formosa,  den  Bonin-Inseln  und  Guam.  Die  ?2 
von  Guam  sind  sehr  trübe,  da  die  hellen  Zeichnungen  mehr  oder  wmniger  deutlich  schmutzig  gelblich 
koxinga.  sind.  Fruhstorfer  stellt  nach  einem  einzelnen  c f  von  Formosa  die  Subspecies  koxinga  auf;  das  Stück  ist 
durch  zitronengelbe  Farbe  ausgezeichnet  (verfärbt?).  Auf  paläarktischem  Gebiete  ist  die  Art  sehr  stark 
horodimorph,  und  es  ist  dies  der  einzige  mir  bekannt  gewordene  Fall,  wo  die  Genitalien  der  cf  cf  der  Früh¬ 
jahrsform  deutlich,  wenn  auch  nicht  ganz  konstant,  von  denen  der  Sommerform  verschieden  sind. 

P.  demoleus.  Die  Unterseite  des  Körpers,  die  Seiten  des  Kopfes  und  jederseits  ein  Streif  auf  dem 
Thorax  blassgelb.  Yflgl  oben  an  der  Wurzel  blassgelb  getüpfelt,  diese  Pünktchen  zu  Querhnien  zusammen¬ 
geflossen  ;  in  der  Zelle  eine  grosse ,  häufig  in  2  Flecke  aufgelöste  Makel ,  an  der  obern  Zellecke  2  oder 
3  Flecke,  auf  der  Scheibe  ein  Fleckenband,  die  obern  Flecke  klein  und  weit  voneinander  getrennt  stehend, 
die  hintern  gross  und  einander  gewöhnlich  berührend:  dies  Band  auf  dem  Hflgl  nicht  unterbrochen;  beide 
Flügel  mit  einer  Reihe  Submarginalflecke  und  kleiner  Randmonde;  alle  diese  Zeichnungen  blassgelb;  auf 
dem  Hflgl  zwischen  dem  obern  Submarginalflecke  und  dem  Mittelbande  eine  gerundete  schwarze  Makel,  die 
mit  einem  blauen  Halbmond  geziert  ist,  am  Analwinkel  ein  roter  Fleck.  Unterseite  mehr  ausgedehnt  blass¬ 
gelb;  Vflgl  an  der  Wurzel  mit  blassgelben  Längsstreifen,  Hflgl  mit  schmaler  schwarzer  Querbinde  nahe  der 
Wurzel,  und  auf  der  Scheibe  mit  2  Reihen  schwarzer  Flecke,  zwischen  denen  der  Flügel  mehr  oder  weniger 
tief  ockerfarben  ist.  Das  Ei  blassgelb.  Die  junge  Rp  der  indo-chinesischen  Form  schwärzlich,  ein  grosser 
Vorderfleck  in  der  Mitte,  ein  Seitenstreif  vom  Prothorax  rückwärts  und  ein  zweiter  Streif  vom  Analsegmente 
vorwärtslaufend  milch weiss;  mehrere  Reihen  borstentragender  Fortsätze;  die  erwachsene  Rp  grün,  die  Höcker 
nur  auf  dem  1.  und  letzten  Ringe  erhalten,  auf  dem  Thorax  und  an  der  Wurzel  des  Abdomens  je  ein 
gelber,  schwarz  begrenzter  Gürtel,  und  hinter  der  Mitte  ein  ebenso  gefärbtes  schräges  Seitenband;  die 
Nackengabel  safrangelb.  Pp  grau  oder  grün,  die  Kopfhörner  länger  als  sie  an  der  Wurzel  breit  sind,  der 
Thoraxhöcker  niedrig,  die  Abdominalhöcker  klein.  Futterpflanzen:  verschiedene  Arten  Citrus,  Glycosmis, 
Murrayia  etc.,  auch  auf  Kräutern,  z.  B.  Ruta  angustifolia.  Der  Schmetterling  ist  im  tropischen  Asien  sehr 
häufig  und  geht  westwärts  bis  Muskat  und  Persien.  Seine  Verbreitung  im  indo-australischen  Archipel  ist 
sehr  eigentümlich:  der  Falter  ist  auf  der  Malakka- Halbinsel  noch  häufig,  fehlt  aber  den  grossen  Sunda-Inseln, 
den  Philippinen,  Celebes  und  Molukken,  tritt  dagegen  auf  den  kleinen  Sunda-Inseln,  in  Nord- Australien  und 
Süd-Neu-Guinea  wieder  auf.  Zwar  werden  einzelne  Stücke  durch  Wallace  von  Goram,  durch  Reakirt 
von  den  Philippinen,  und  Fruhstorfer  von  Java  angegeben,  doch  handelt  es  sich  hier  offenbar  um  verschlagene 
oder  zufällig  verschleppte  Exemplare.  Von  Timor  ist  noch  kein  Exemplar  bekannt  geworden.  Die  grosse 
Lücke  in  dem  Verbreitungsgebiet  der  Art  wird  verständlich,  wenn  wir  die  nahe  verwandten  Arten  P.  demolion, 
gigon  und  antonio  mit  in  Betracht  ziehen,  deren  Heimat  die  grossen  Sunda-Inseln  (demolion),  Celebes  (gigon) 
und  die  Philippinen  ( antonio )  sind,  wo  demoleus  fehlt.  Eine  andere  verwandte  Art  ( euchenor )  bewohnt  Neu- 
Guinea  und  die  Bismarck-Inseln.  P.  demoleus  fliegt  im  Tieflande  das  ganze  Jahr  hindurch;  er  findet  sich 
mehr  im  offenen  Gelände,  besonders  in  Gärten,  als  im  Walde  und  besucht  mit  Vorliebe  die  Blüten  von 
Zitronenbäumen  und  Raphanus;  auch  sammeln  sie  sich  häufig  an  Wegpfützen,  wo  sie  mit  geschlossenen  Flügeln 
trinken.  Der  Falter  fliegt  langsam,  wenn,  er  sich  in  Sicherheit  glaubt,  eilt  aber  in  schnellem  unregelmässigem 
demoleus.  Fluge  davon,  wenn  er  Gefahr  wittert.  demoleus  L.  (—  erithonius  Cr.,  epius  F.)  (Bd.  1,  6 d)  von  China, 
Hainan,  Tonkin,  Nord-  und  Süd-Indien,  Ceylon,  Persien  und  Muskat,  ist  in  vielen  Distrikten  ungemein  häufig. 
Die  Zelle  des  Vflgls  hat  nahe  ihrer  Spitze  zwei  getrennte  Makeln,  der  am  Hinterrande  stehende  Fleck  der 
Discalbinde  des  Vflgls  ist  meist  nur  so  lang  als  breit,  und  der  zweit-  und  drittletzte  Fleck  dieser  Binde  sind 
gewöhnlich  deutlich  voneinander  getrennt.  Der  rote  Fleck  des  Htlgls  ist  zuweilen  auch  beim  cf  wurzelwärts 
demoleinus.  reduziert  und  daher  von  dem  blauen  Monde  durch  einen  schwarzen  Fleck  getrennt:  ab.  demoleinus  Obertlx. 

Manche  Exemplare  haben  auf  dem  Vflgl  oben  einen  kleinen  discalen  Fleck  vor  der  2.  Radiale;  zuweilen 
(besonders  oft  bei  Stücken  aus  Ceylon)  stehen  auf  der  Hflgloberseite  aussen  von  der  Zelle  zwei  kleine  Flecke 
malayanus.  zwischen  der  1.  und  3.  Radiale.  —  malayanus  Wall,  bewohnt  Birma,  Annam,  Siam  und  die  Malakka-Halb¬ 
insel  und  verbreitet  sich  südwärts  bis  Singapore.  Die  hintern  3  Makeln  des  Mittelbandes  der  Vflgloberseite 
annamiticus.  sind  breiter  als  bei  der  vorigen  Form.  Exemplare  mit  besonders  breiten  Makehi  sind  ab.  annamiticus  Frühst. 

Nur  ein  Teil  der  von  Fruhstorfer  mitgebrachten  Annamstücke  haben  diesen  Charakter.  Es  handelt  sich 
nicht,  wie  Fruhstorfer  vermutet,  um  eine  Trockenform.  Zeitlicher  Dimorphismus  wird  in  tropisch  Asien 
hauptsächlich  an  den  Faltern  Nord-Indiens  beobachtet;  unsere  Frühjahrs-  und  Sommerstücke  von  demoleus 
sthene/inus.  aus  Sikkim  (Müller  coli.)  weisen  aber  keine  Unterschiede  auf.  —  sthenelinus  Rothscli.  (21a).  Die  Zelle 
des  Vflgls  hat  oben  statt  der  2  Flecke  nur  eine  einzige  grosse  Makel,  die  vorne  breiter  als  hinten  ist  und 
einen  dünnen  Fortsatz  gegen  die  untere  Zellecke  hin  aussendet;  die  Discalflecke  des  Vflgls  kleiner  als  bei 
allen  andern  Subspecies.  Auf  den  kleinen  Sunda-Inseln,  von  Flores  bis  Alor.  Nach  Sumbawa  und  Lombok 


Ausgegeben  12.  111.  09. 


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ist  der  Falter  noch  nicht  vorgedrungen.  —  sthenelus  Mc.  L.  (=  pictus  1: ruhst.).  Die  Zelle  des  Vflgls  auf  sthenelu... 
der  Oberseite  mit  einer  grossen  eingeschnürten  Quermakel,  die  hinten  so  breit  wie  vorne  ist.  Die  hintern 
Discalflecke  des  Vflgls  und  die  Binde  des  Hflgls  breiter  als  bei  sthenelinus.  Die  junge  Pp  schwarz,  ohne 
Sattelfleck;  die  spätem  Stadien  heller;  die  erwachsene  Pp  grün,  mit  Reihen  von  orangefarbenen  'tüpfeln 
und  oberhalb  der  Fiisse  einem  weissen  Längsstreif,  die  Abdominalfüsse  weisslich.  Auf  Citrus  und  andern 
Pflanzen.  Der  Falter  im  offenen  Gelände,  besonders  auf  Luzerne-  und  Kleefeldern;  Nordwest-Australien. 
Queensland,  südwärts  bis  Sydney;  die  Exemplare  von  den  Inseln  in  der  Torres-Strasse  gehören  wahrscheinlich 
hierher.  Diese  Form  ist  auch  auf  der  südlich  von  Flores  gelegenen  Insel  Sumba  häufig:  die  von  dort  stam¬ 
menden  Exemplare  lassen  sich  nicht  von  australischen  unterscheiden.  Freiistorfer  gab  ihnen  einen  Namen, 
da  er  sie  irrtümlicherweise  mit  sthenelinus  statt  sthenelus  verglich.  Die  Sumba-Lepidopteren  sind  im  all¬ 
gemeinen  sehr  spezialisiert;  daher  ist  anzunehmen,  dass  sthenelus  erst  neuerdings  eingewandert  ist. 
novoguineensis  Bothsch.  Der  vorigen  Form  sehr  ähnlich :  die  Zellmakel  des  Vflgls  tiefer  eingeschnürt,  die  novo - 
hintern  Discalflecke  kleiner,  der  vorletzte  aussen  tiefer  eingeschnitten  und  auch  vorne  sehr  deutlich  ge-  guiocmsis. 
buchtet;  die  schwarzen  Zeichnungen  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  grösser  und  das  Wurzelfeld  am  schwarzen 
Querbande  gelb  schattiert.  Mathew  fand  Ei  und  Rp  auf  Salvia,  beide  denen  von  sthenelus  ähnlich,  die 
Nackengabel  der  Rp  lachsfarben.  Der  Falter  an  unbewaldeten  Abhängen  an  der  Südküste  Britisch  Neu- 
Guineas:  Port  Moresby,  Redscar  Bay,  Unterlauf  des  Aroa-Flusses. 

P.  euchenor.  Körper  unten  blassgelb,  cf:  V  fl  gl  oben  mit  grossem  Fleck  in  der  Zellspitze,  an  den 
sich  ein  discales  Band  anschliesst,  welches  aus  5  grossen  Flecken  besteht,  oft  ein  paar  kleine  Flecke  aussen 
vom  Zellende,  ein  subapicales  Band  von  wenigstens  drei  kleinen  Flecken;  Htlgl  mit  sehr  grossem  Zentral¬ 
felde,  das  vom  Costal-  bis  fast  zum  Hinterrande  reicht,  basalwärts  gerade  abgeschnitten  und  aussen  un¬ 
regelmässig  abgerundet  und  an  den  Adern  eingekerbt  ist;  alle  diese  Zeichnungen  blassgelb.  Unterseite  wie 
oben,  aber  das  subapicale  Band  des  Vflgls  aus  mehr  Flecken  bestehend,  das  Zentralfeld  des  Hflgls  bis  zur 
W7urzel  ausgedehnt,  und  aussen  von  demselben  eine  Reihe  Submarginalmonde,  von  denen  die  hintern  und 
meist  auch  der  costale  ockergelb  sind.  Beim  ¥  sind  die  Zeichnungen  blasser  und  die  discalen  Flecke  des 
Vflgls  sind  reduziert,  der  2.  von  hinten  fehlt  häufig  ganz.  Die  Rp,  welche  von  Wahnes  an  Citrus  gefunden 
wurde,  ruht  auf  der  Oberseite  eines  Blattes;  ähnlich  der  von  P.  gif/on;  grün,  mit  breitem  braunem  Seiten¬ 
streif  über  den  Füssen  vom  Prothorax  bis  zum  1.  oder  2.  Bauchfusse,  auf  dem  3.  und  4.  Ringe  je  ein 
breiter  Gürtel,  der  mit  dem  Seitenstreifen  breit  zusammenhängt,  von  der  Mitte  des  Körpers  ab  der  braune 
Seitenstreif  durch  einen  fast  weissen  ersetzt,  von  dem  noch  drei  braune,  seitlich  schrägstehende  Gürtel  aus¬ 
gehen;  auf  dem  Pronotum  zwei  lange,  schwach  kolbige  Hörner,  den  Augenstielen  einer  Schnecke  ähnelnd,  in 
den  drei  abdominalen  Gürteln  je  ein  paar  langer  spitzer  Fortsätze.  Die  Pp  grün,  Kopf  und  Brust  sehr  stark 
nach  oben  gebogen,  der  Thorakalhöcker  sehr  niedrig.  Die  Genitalien  des  Falters  erinnern  an  die  von  P.  demolion. 

Der  Falter  findet  sich  in  lichten,  sonnigen  Wäldern,  besonders  an  Wasserläufen,  und  hat  einen  raschen  und 
gewandten  Flug.  Eine  echt  papuanische  Art,  deren  Verbreitungsgebiet  die  Key-  und  Aru-Inseln,  ganz  Neu- 
Guinea  nebst  den  kleinen  Nachbarinseln,  und  den  Bismarck- Archipel  umfasst.  Von  Australien,  den  Salomons- 
Inseln  und  Molukken  ist  der  Falter  nicht  bekannt.  Zwar  gibt  ihn  Pagenstecher  von  den  Nord-Molukken  an, 
aber  die  betreffende  Lepidopterensammlung  war  dort  aufgekauft  und  der  Fundort  daher  nicht  authentisch.  - 
naucles  Bothsch.  von  den  Key-Inseln,  cf:  der  Zellfleck  der  Vflgloberseite  reicht  bis  zur  Wurzel  der  1.  Me-  naucles. 
diane  oder  noch  weiter  abwärts,  vor  der  Wurzel  jener  Ader  liegt  kein  schwarzer  Fleck.  ¥:  der  1.  und 
2.  Discalfleck  des  Vflgls  sind  nicht  voneinander  getrennt,  da  die  zwischen  ihnen  liegende  Ader  nicht  schwarz 
ist,  der  3.  Discalfleck  weit  vom  2.  getrennt,  der  4.  kaum  angedeutet,  der  5.  (am  Hinterrande  liegende)  lang¬ 
dreieckig;  der  1.  und  2.  Fortsatz  des  Mittelfeldes  der  Hflgloberseite  nur  schwach  eingeschnürt.  -  obsolescens  obsolescens. 
Bothsch.  cf:  Der  Zellfleck  der  Vflgloberseite  reicht  nicht  bis  zur  Ursprungsstelle  der  1.  Mediane  herab,  der 
2.  und  3.  Discalfleck  wurzelwärts  stark  abgerundet.  ¥:  wie  naucles,  der  Zellfleck  des  Vflgls  hinten  etwas  kürzer, 
der  1.  und  2.  Discalfleck  durch  einen  gewöhnlich  sehr  deutlichen  schwarzen  Aderstrich  voneinander  getrennt, 
die  beiden  vordem  Fortsätze  des  Mittelfeldes  der  Hflgloberseite  mehr  oder  weniger  stark  eingeschnürt,  häufig 
so  stark,  dass  zwei  Flecke  von  dem  Mittelfelde  getrennt  werden;  der  vorletzte  Discalfleck  des  Vflgls  weder 
unten  noch  oben  angedeutet.  Aru-Inseln.  Nicht  selten,  hauptsächlich  in  halbtrockenen  Bächen.  —  misolensis  misolensis. 
Bothsch.  Klein,  die  blauen  Flecke  fehlen  auf  der  Unterseite  des  Hflgls,  nur  der  letzte  Fleck  ist  immer  (?)  durch 
ein  paar  blaue  Schuppen  angedeutet.  Misol,  4  cf  cf  im  Tring  Museum  von  H.  Kühn  im  Januar  1898  gelängen. 

—  euchenor  Guer.  {=  axion  Bdv.,  lasos  Frühst.,  scribonius  Frühst.,  hippotas  Frühst.)  (26  a).  cf:  die  Subapicaltlecke  euchenor. 
des  Vflgls  auf  beiden  Seiten  kleiner  als  bei  naucles  und  obsolescens,  der  2.  Discalfleck  wurzelwärts  nicht  ab¬ 
gerundet;  die  Submarginalflecke  der  Vtlglunterseite  klein  oder  nicht  vorhanden,  der  Htlgl  stets  mit  blauen 
Flecken.  ¥ :  der  3.  Discalfleck  der  Vflgloberseite  stets  nahe  am  2.  liegend,  meist  denselben  berührend,  der  4.  Fleck 
immer  vorhanden,  der  Zwischenraum  zwischen  dem  4.  und  5.  Fleck  den  letztem  an  Breite  nicht  übertreffend : 
die  gelben  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sehr  veränderlich,  die  hintern  häufig  mit  den  betreffenden 
Saumflecken  zu  Ringen  vereinigt,  was  auch  zuweilen  beim  cf  der  Fall  ist.  Die  Subapicaltlecke  des  ATlgls 
bei  cf  und  ¥  aus  Deutsch-  und  Britisch-Neu-Guinea  meist  grösser  als  bei  den  Exemplaren  von  der  Arfak- 
Halbinsel,  zuweilen  aber  auch  kleiner.  In  Waigeu-Stitcken  sind  die  Saumflecke  des  Hflgls  ziemlich  klein 
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und  der  Ird  des  blassgelben  Feldes  der  Hflgloberseite  kreuzt  die  Zelle  gewöhnlich  an  der  Ursprungsstelle 
der  2.  Mediane ,  was  aber  auch  oft  bei  Stücken  aus  andern  Gegenden  vorkonimt.  Über  ganz  Neu-Guinea 
eutropius,  verbreitet;  Waigeu,  Salawatti  (1  Stück  in  coli.  Felder,  ob  Fundort  richtig?),  Dampier.  —  eutropius  Jans- 
von  der  Insel  Jobi.  Der  Zelltleck  des  Vflgls  bei  cd  und  ?  kleiner  als  bei  Neu -Guinea -Exemplaren,  die 
3  Subapicalflecke  vergrössert,  der  3.  bei  der  Type  (cd)  mit  einem  aussen  von  der  Zelle  stehenden  Flecke 
mago .  zu  einer  beilartigen  Makel  verbunden,  bei  normalen  cf  cd  (ab.  mago  Frühst.)  dagegen  diese  Flecke  nicht 
verbunden;  beim  2  der  2.  subapicale  Fleck  dreieckig,  und  der  3.  linienförmig ,  beide  auf  der  Unterseite 
stark  vergrössert,  der  4.  Discaltleck  des  2  kleiner  als  bei  euchenor,  oberseits  nicht  so  breit  wie  der 
Zwischenraum,  der  ihn  vom  3.  Flecke  trennt,  letzterer  nicht  mit  dem  2.  zusammenhängend.  Die  Unter¬ 
schiede  sind  wahrscheinlich  nicht  konstant ;  es  sind  mir  in  Natur  nur  1  cd  (die  Type)  und  1  ?  bekannt.  — 
godarti.  godarti  Montr.  (—  intercastellanus  Rothsch.,  euclienides  Frühst.).  Die  Subapicalflecke  des  Vflgls  oben  gross, 
unten  einander  berührend,  die  darauf  folgenden  Submarginalflecke  auch  meist  grösser  als  bei  euchenor. 
Beim  2  ausserdem  die  drei  vorderen  Discalflecke  des  Vflgls  voneinander  getrennt,  oder  der  1.  und  2.  ein¬ 
ander  auf  eine  kurze  Strecke  hin  berührend,  wobei  die  Wurzel  der  3.  Radiale  schwarz  bleibt.  D'Entrecasteaux- 
roselanus.  Inseln  (Fergusson,  Goodenough,  Trobriand)  und  Woodlark.  —  rosselanus  Rothsch.  cf:  der  Vflgl  oberseits 
mit  1  oder  2  Submarginalflecken  unterhalb  der  Subapicalreihe  von  3  Flecken,  der  3.  Subapi calfleck  hinten 
am  breitesten,  hakenförmig,  der  2.  grosse  Discaltleck  etwa  doppelt  so  lang  als  seine  Entfernung  vom  Saume; 
auf  der  Oberseite  des  Hflgls  steht  vor  der  Subcostale  aussen  von  dem  blassgelben  Felde  ein  schräger  blass¬ 
gelber  Strich,  der  der  gelben  Submarginalmakel  der  Unterseite  entspricht;  diese  letztere  Makel  sehr  schräg, 
fast  wie  die  Zahl  3  geformt,  hinten  an  der  Subcostale  mit  dem  gelben  Felde  vereinigt  oder  demselben  doch 
sudcstensis.  sehr  genähert.  Das  2  nicht  bekannt.  G  cf  cf  von  Rossel,  Luisiaden-Inseln,  im  Tring  Museum.  —  sudestensis 
Rothsch.  Der  vorigen  Subspecies  sehr  ähnlich,  der  1.  Subapicaltleck  des  Vflgls  breiter,  der  aussen  von  dem 
gelben  Felde  der  Hflgloberseite  stehende  schräge  Subcostalstrich  nur  angedeutet,  weiter  von  dem  gelben 
Felde  entfernt,  der  entsprechende  Fleck  der  Unterseite  weniger  schräg  als  bei  rosselanus,  vor  der  Subcostale 
durch  einen  wenigstens  2  mm  breiten  schwarzen  Zwischenraum  von  dem  gelben  Felde  getrennt.  Der 
3.  Subapicaltleck  der  Vflgloberseite  hinten  am  breitesten;  aber  meist  nicht  hakenförmig,  unter  ihm  steht  ge¬ 
wöhnlich  ein  kleiner  Submarginalfleck.  Das  2  nicht  bekannt.  Sudest,  Luisiaden;  4  cf  cf  im  Tring  Museum.  - 
misimanus.  misimanus  Rothsch.  bewohnt  St.  Aignan,  Luisiaden.  cf:  der  1.  Subapicaltleck  der  Vflgloberseite  nur  wenig 
länger  als  breit,  der  3.  so  lang  als  breit,  zuweilen  etwas  breiter  als  lang  oder  auch  etwas  länger  als  breit, 
an  der  Innenseite  mehr  oder  weniger  ausgerandet,  unter  diesem  Fleck  ein  Submarginalfleck,  die  Adern  zwischen 
den  Discalmakeln  schwarz,  die  2.  Discalmakel  die  Zelle  vor  der  t.  Mediane  nicht  ganz  erreichend,  die  letzte 
Discalmakel  nicht  weiter  nach  aussen  vorgezogen  als  die  4.,  auf  dem  Hflgl  gewöhnlich  ein  sehr  kleiner  Sub¬ 
costalstrich  aussen  vom  gelben  Felde.  Auf  der  Unterseite  die  Subapicalflecke  einander  gewöhnlich  berührend 
und  mit  den  darauf  folgenden  beiden  grossen  Submarginalflecken  eine  fast  gleichmässig  gebogene  Flecken¬ 
binde  bildend;  der  schwarze,  gerundete  Subcostalfleck  des  Htlgls  viel  breiter  an  der  Subcostale  als  bei  den 
vorigen  beiden  Formen.  Das  2  ausserdem  ausgezeichnet  durch  die  starke  Reduktion  der  Discalflecke  des 
Vflgls,  der  1.  und  2.  Fleck  getrennt,  der  3.  klein,  weit  vom  2.  entfernt,  zuweilen  nur  angedeutet,  der  4. 
fehlend  oder  punktförmig,  der  5.  schmal,  die  Irdsader  nicht  berührend.  Alle  vorhergehenden  Formen  von 
P.  euchenor  besitzen  beim  cf  Duftstreifen  auf  den  Adern  der  Vflgloberseite,  auch  sind  die  Genitalien  einander 
sehr  ähnlich,  wenn  sich  auch  Unterschiede  in  denselben  bei  den  verschiedenen  Subspecies  nachweisen  lassen*)- 
Die  nun  folgenden  drei  geographischen  Rassen  dagegen  haben  keine  Duftstreifen  und  die  Genitalien,  obwohl 
vom  selben  Typus  wie  bei  den  andern  Formen,  sind  auffällig  von  denen  jener  Rassen  verschieden. 
depilis.  depilis  Rothsch.  Das  Discalband  beider  Flügel  beim  cf  breiter  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  der  4. 
und  5.  Discaltleck  näher  zum  Saume  gehend,  die  Adern  innerhalb  des  Bandes  nicht  schwarz;  der  hinter 
der  Subcostale  hegende  Teil  des  gelben  Hflglfeldes  nicht  eingeschnürt;  auf  der  Unterseite  die  Ränder  der 
Zellmakel  und  der  Discalmakeln  des  Vflgls  mehr  oder  weniger  verwischt,  der  schwarze  Subcostalfleck  des 
Htlgls  quer.  2:  Vflgl  mit  fünf  einander  berührenden  oder  nur  durch  schmale  schwarze  Adern  getrennte 
Discaltlecke,  das  gelbe  Feld  der  Hflgloberseite  wurzelwärts  nicht  bis  zu  den  Ursprungsstellen  des  Subcostal- 
und  2.  Medianasts  reichend ,  die  schwarze  Subeostalmakel  der  Hflglunterseite  quer  wie  beim  c f ,  und  die 
Discaltlecke  der  Vflglunterseite  miteinander  und  mit  dem  Zellflecke  breit  zusammenhängend.  Neu-Pommern 
novo-  (=  New  Britain) ;  Neu-Lauenburg  (=  Duke  ofYork).  -  novohibernicus  Rothsch.  Vor  der  Spitze  der  Zelle 
hibemicus.  qes  Vflgls  steht  oberseits  bei  cf  und  2  ein  gelbes  Fleckchen,  das  gelbe  Feld  des  Htlgls  ist  an  den  Adern 
tiefer  als  bei  depilis  eingeschnitten,  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  ist  der  schwarze  Subcostalfleck  innen  und 
aussen  abgerundet,  und  es  steht  der  hinter  der  2.  Radiale  hegende  Submarginalmond  weiter  von  dem  gelben 
Felde  entfernt  als  bei  depilis.  Beim  2  hängen  alle  Discaltlecke  des  Vflgls  auch  oben  breit  zusammen.  Neu- 
neohannove-  Mecklenburg  (=  New  Ireland).  —  neohannoveranus  Rothsch.  Die  drei  Subapicalflecke  des  Vflgls  bei  cf 
ranns.  unc[  5  mehr  gerundet  und  die  Marginalflecke  beider  Flügel  grösser  oben  und  unten  als  bei  den  beiden  vorigen 
Formen,  ausserdem  der  2.  Abschnitt  des  gelben  Hflglfeldes  aussen  grade  abgestutzt  oder  nur  schwach  aus¬ 
gerandet,  der  3.  Abschnitt  ziemlich  stark  eingesclmürt,  der  letzte  Abschnitt  des  Vflglbandes  nicht  oder  wenig 


*)  Vergl.  Jordan,  Mechanical  Selektion,  in  Nov.  Zool.  III,  p.  469  (1896). 


PAPILIO.  Von  Dl'.  K.  JöBDAN. 


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mehr  nach  aussen  vorgezogen  als  der  vorhergehende;  das  gelbe  Feld  des  Vtlgls  noch  stärker  als  bei 
novohibernicus  eingekerbt;  der  schwarze  Subcostalfleck  der  Hflglunterseite  etwas  weniger  als  bei  jener  Sub- 
species  gerundet.  Beim  2  die  Discaltlecke  des  Vtlgls  oberseits  alle  durch  die  braunschwarzen  Adern  von¬ 
einander  getrennt,  der  4.  Fleck  gerundet.  Neu-Hannover. 


Helenus-Gruppe. 

Fast  immer  geschwänzt.  Die  Geschlechter  einander  ähnlich.  Körper  schwarz ,  mit  weissen  Punkten  auf 
Kopf  und  Pronotum  und  dünnen  weissen  Linien  auf  der  Hlbsunterseite,  diese  weissen  Zeichnungen  oft  fehlend,  beim 
2  der  Hlb  zuweilen  oben  gelb  und  unten  schwarz.  Vflgl  des  cf  schwarz,  gewöhnlich  mit  weissem  Quer-  oder 
Schrägbande,  Hflgl  gleichfalls  schwarz,  mit  weissem,  selten  gräulichblauem  Discalfelde  oder  -bande. 

Diese  Arten  sind  nicht  mimetisch,  mit  Ausnahme  der  Formen  von  P.  canopus ,  die  Euploeen  derselben 
Gegenden  ähnlich  sind. 


P.  liornedon  Moore  (21a).  Der  folgenden  Art  sehr  ähnlich,  aber  die  Genitalien  so  verschieden,  dass  liomedon. 
wir  es  zweifellos  mit  zwei  schon  voneinander  unabhängig  gewordenen  Formen,  also  Species,  zu  tun  haben. 

Die  Makeln  des  Vflglbandes  alle  mehr  oder  weniger  voneinander  getrennt :  die  Binde  des  Htlgls  so  weit  nach 
aussen  verschoben,  dass  die  Zellspitze  in  derselben  liegt.  Das  2  dem  cf  ähnlich,  weniger  tief  schwarz .  der 
Analring  des  Hflgls  rötlich.  Eier  in  Häufchen  abgelegt.  Rp  gesellschaftlich  auf  der  Oberseite  eines  Blattes 
ruhend;  die  junge  Rp  ölgrün,  mit  kurzen  Dornen,  die  später  verschwinden;  die  erwachsene  Rp  gleich  nach 
der  letzten  Häutung  bläulich,  allmählich  einen  grünen  Ton  annehmend;  auf  dem  Prothorax,  dem  8.  und 
11.  Ringe  je  ein  Paar  Zapfen:  Zeichnung  fast  wie  bei  der  demoleus- Rp:  vier  weisse,  bräunlich  gefleckte 
Gürtel  laufen  von  dem  ebenso  gefärbten  Längsstreifen,  der  oberhalb  der  Fiisse  steht,  quer  über  den  Körper, 
ausserdem  auf  dem  Thorax  ein  seitlich  abgekürzter  Gürtel  von  gleicher  Farbe;  auf  Rutaceen  (Acronychia 
laurifolia  und  Evodia  roxburghiana).  Die  Pp  hat  ein  sehr  langes,  nach  hinten  gebogenes  Thoraxhorn.  Der 
Falter  ist  nicht  selten,  aber  lokal;  er  fliegt  auf  bewaldeten  Hügeln,  aber  auch  in  der  Ebene.  Süd-Indien.  - 
Felder  erwähnt  P.  demolion  von  Ceylon,  was  wohl  auf  Irrtum  beruht. 

P.  demolion.  Die  hintern  Flecke  des  Vflglbandes  stets  zusammenhängend ;  die  Zellspitze  des  Hflgls 
schwarz ,  ausserhalb  des  Bandes  liegend.  Das  2  dem  cf  wie  bei  liomedon  ganz  ähnlich ,  der  Analring  des 
Hflgls  mehr  rot.  Die  Harpe  des  cf  ist  fast  linear  und  trägt  wurzelwärts  und  an  der  Spitze  einen  langen 
dornförmigen  Fortsatz;  bei  liomedon  dagegen  ist  die  Harpe  breit  und  flach,  am  Rande  gezähnelt,  ohne  Dorn¬ 
fortsätze.  Die  Genitalbewaffnung  des  2  von  demolion  besteht  hauptsächlich  aus  zwei  gezähnten,  zugespitzten, 
dreieckigen  Chitingebilden,  von  denen  je  eines  seitlich  hinter  der  Eingangsöffnung  steht;  bei  liomedon  sind  diese 
Fortsätze  zwar  auch  gezähnt,  aber  nicht  spitz  ausgezogen,  sondern  abgerundet.  Rp  und  Pp  denen  von 
P.  liomedon  ganz  ähnlich;  Futterpflanze:  Citrus.  Der  Falter,  dessen  Flug  schnell  und  ruhelos  ist.  besucht 
Blumen,  vor  denen  er  mit  fächelnden  Flügeln  schwebt,  um  den  Honig  aufzusaugen;  im  bewaldeten  Gelände. 

Kommt  von  Birma  bis  Lombok  und  Palawan  vor.  —  delostenus  Bothsch.  von  Palawan.  Weniger  tief  delostenus. 

schwarz  als  die  andern  Subspecies.  Die  Binde  beider  Flügel  schmal,  auf  dem  Hflgl  etwas  schmäler  als  die 

Zelle  breit  ist,  auf  dem  Vflgl  die  hintern  Flecke  zusammenhängend,  aber  die  Einschnitte  zwischen  denselben 

tiefer  als  bei  den  folgenden  Subspecies.  Unten  die  Adern  des  Hflgls  zwischen  den  schwarzen  Discaltlecken 

gelb.  —  energetes  Frühst.  Die  Binde  des  Hflgls,  besonders  beim  2,  ein  wenig  schmäler  als  bei  demolion.  energetes. 

sonst  nicht  von  letzterem  verschieden.  Nias.  —  demolion  Cr.  (=  crephontes  F..  messius  Frühst.)  (21a).  demolion. 

Das  Band  des  Hflgls  breiter  als  die  Zelle  weit  ist.  Von  Tenasserim  und  Siam  über  Malakka,  Sumatra. 

Java.  Banka  bis  Lombok  und  Nord-Borneo  verbreitet. 

P.  gigon.  Die  Geschlechter  einander  ähnlich,  das  ?  blasser  als  das  cf.  Viel  grösser  als  P.  demolion. 
der  Costalrand  des  Vtlgls  wie  bei  vielen  Celebes-Faltern  stark  gebogen ,  die  Zelle  entsprechend  stark  ver¬ 
breitert;  auch  die  Zelle  des  Hflgls  anders  als  bei  demolion  geformt,  die  Subcostale  viel  weiter  nach  aussen 
abgezweigt  als  bei  jener  Art,  das  Band  des  Htlgls  wurzelwärts  von  der  Subcostale  stehend,  Zelle  des  Hflgls 
unten  an  der  Spitze  gelb  umrandet;  in  den  Genitalien  P.  liomedon  am  nächsten.  Die  junge  Rp  olivengrün, 

Prothorax  und  Analsegment  mit  je  einem  Paar  langer  Zapfen,  oberhalb  der  Fiisse  vom  Kopf  bis  zum  After 
jederseits  ein  weisser  Streif,  in  der  Mitte  des  Körpers  ein  breites,  zackiges,  weisses  Querband,  das  sich  mit 
den  Seitenstreifen  verbindet.  Die  erwachsene  Rp  blaugrün,  auf  dem  3.  Segmente  eine  schwarze  Querbinde,  am 
Hrde  des  4.  Ringes  eine  oben  hellbraune  Querbinde,  eine  dritte  Querbinde  auf  dem  7.  und  8.  Segmente,  und  ein 
dreieckiger  Seitenfleck  auf  dem  9.  Ringe;  die  erste  Binde  bei  einer  von  Kühn  auf  der  Insel  Bangkai  beobachteten 
Rp  brillenförmig,  dunkelbraun.  Pp  hell  grasgrün,  mit  langem,  gebogenem  Thoracalhorn:  ein  Seitenstreif  vom 
Horn  zum  Analende  braun,  ein  ebenso  gefärbter  Mittelstreif  auf  dem  Rücken.  Futterpflanze:  »eine  wilde, 
buschförmige  Aurantacee,  wahrscheinlich  Limonia  angulosa  W.  u.  A.« ;  auf  Bangkai  wurde  die  Rp  auf  einem 
feinblätterigen  Waldbaume  gefunden«  (H.  Kühn).  Celebes,  Siao- ,  Talaut-  und  Sulla-Inseln;  nicht  von 
Saleyer  bekannt.  —  gigon  Fldr.  (=  cresphontes  Bdv.  nec  Cr.)  (21a).  Auf  der  Unterseite  des  Hflgls  ist  die  gigon. 
erste  schwarze  Discalmakel  an  der  Costa  etwa  so  breit  als  das  gelblichweisse  Band,  und  die  gelbe  Umrandung 
der  Zellspitze  ist  gewöhnlich  schmal  und  stets  an  den  Adern  in  Spitzen  ausgezogen.  Ganz  Celebes :  ob  die 
Exemplare  von  Siao  und  Bangkai  mit  Celebes-Stücken  übereinstimmen,  ist  mir  nicht  bekannt.  Häutig:  sein 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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neriotes.  Flug  sehr  schnell.  neriotes  Pothsch.  von  Talaut  und  Sangir.  Die  Submarginalflecke  der  Vflglunterseite 
zusammengeflossen,  was  zuweilen  auch  bei  gigon  vorkommt,  in  welchem  Falle  aber  die  Adern  von  dieser 
Binde  wurzelwärts  breiter  weissgelb  bestäubt  sind  als  bei  neriotes;  die  Marginalflecke  der  Hflglunterseite  bei 
mangolinus.  beiden  Geschlechtern  grösser  als  bei  gigon.  —  mangolinus  Frühst.  Auf  der  Hflglunterseite  die  gelbe  Um¬ 
randung  der  Zelle  immer  breit  und  die  erste  schwarze  Discalmakel  kleiner  als  bei  gigon  und  neriotes.  Sulla- 
Inseln  :  Mangola  und  Besi. 

antonio.  P.  antonio  Ileio.  (21b).  ist  nur  von  Mindanao  bekannt,  und  der  Falter  scheint  selten  beobachtet  zu 

werden.  Vflgl  oben  am  Hrde  mit  dreieckigem  weissem  Felde,  das  die  Fortsetzung  eines  grossen  weissen 
Feldes  des  Hflgls  bildet;  beide  Felder  auch  unten  vorhanden.  Der  Hflgl  unten  mit  einer  zuammenhängenden 
Reihe  blassgelber  Submarginalflecke,  die  hintern  Flecke  mehr  ockergelb.  Das?  dem  cf  ganz  ähnlich,  die 
weissen  Felder  etwas  grösser.  —  Über  die  Lebensweise  und  die  früheren  Stände  ist  nichts  bekannt. 

noblei.  P.  noblei  Nicev.  (—  henricus  Oberth.)  (21b).  Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  die  Genitalien  aber 

recht  verschieden.  Der  weisse  Fleck  im  Hrde  des  Vflgls  klein,  das  weisse  Feld  des  Hflgls  gleichfalls  kleiner 
als  bei  P.  antonio,  nur  bis  zur  2.  Radiale  reichend,  der  costale  Teil  des  Feldes  besonders  viel  schmäler  als 
bei  antonio.  Die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  mondförmig,  dunkel  ockerfarben.  Der  Körper  unten 
mehr  ausgedehnt  blassgelblich  als  bei  antonio.  —  Ober-  und  Unter-Birma,  Ober-Tenasserim,  Zentral-Tonkin. 
Die  cf  cf  sitzen  auf  dem  feuchten  Sande  der  schattigen  Flussufer;  sie  sind  sehr  scheu  und  erheben  sich  beim 
leisesten  Geräusch,  um  hoch  über  den  Baumkronen  zu  verschwinden,  von  wo  sie  erst  nach  1  •>  oder  i  Stunde 
wiederkehren.  Die  ??  wurden  nur  auf  Lantana-Büschen  angetroffen  (Fruhstorfer). 

P.  nephelus.  Ähnlich  chaon  und  helenus.  Taster  seitlich  ganz  weiss.  Vflgl  mit  weissen  Saumpunkten, 
von  denen  der  an  der  Spitze  des  Flügels  stehende  der  grösste  ist;  das  cf  ohne  Duftstreifen;  aussen  von 
der  Zellspitze  ein  schräges  Band  weisser  Flecke,  das  oben  zuweilen  ganz  fehlt,  aber  dann  doch  unten  an¬ 
gedeutet  ist;  Hflgl  mit  einem  kreideweissen  Felde,  das  aus  wenigstens  5  Makeln  besteht,  von  denen  die 
4.  die  längste  ist  (bei  helenus,  chaon ,  iswara  und  iswaroides  ist  die  3.  am  längsten),  oberseits  keine  Submar- 
ginaltlecke,  aber  unterseits  eine  fast  stets  volle  Reihe  weisser  Submarginalmonde,  von  denen  der  4.  und  5. 
wie  bei  P.  chaon  gewöhnlich  mit  den  Randflecken  Zusammenhängen,  das  weisse  Discalfeld  bis  zum  Abdominal¬ 
rande  verlängert,  aber  der  letzte  Fleck  oft  sehr  klein.  ?  viel  blasser  als  das  cf,  die  weissen  Zeichnungen 
grösser  und  meistens  oberseits  etwas  gelblich.  Malakka  bis  Java  und  Borneo.  Fliegt  in  denselben  Lokalitäten 
wie  helenus,  geht  aber  nicht  so  hoch  hinauf  und  ist  nicht  so  häufig.  Er  ist  ein  rastloser  und  sehr  schneller 
Flieger,  der  gerne  Blumen  besucht,  an  denen  er  aber  immer  nur  kurze  Zeit  saugt.  Die  Rp  gleicht  der  von 
saturnus  helenus  und  lebt  an  Citrus;  die  Puppenruhe  dauert  etwa  14  Tage  (Martin).  -  saturnus  Guer.  (=  neptunus 
Quer,  in  tab.)  (22  a).  Vflgl  beiderseits  mit  weissem  Subapicalbande,  der  letzte  Fleck  des  Bandes  lang  und 
schmal;  das  weisse  Feld  des  Hflgls  besteht  auf  der  Oberseite  bei  cf  und  ?  aus  5  Makeln.  Malakka-Halb- 
atbolincatus.  insei,  Pinang.  -  albolineatus  Forhes.  Die  Flecke  des  Subapicalbandes  und  die  5.  Makel  des  Hflglfeldes 
im  ganzen  etwas  grösser  als  bei  saturnus;  beim  ?  das  Hflglfeld  auch  oberseits  bis  zum  Abdominalrande  aus- 
siporanus.  gedehnt,  die  beiden  letzten  Flecke  zuweilen  auch  beim  cf  angedeutet.  Sumatra  und  Borneo.  siporanus 
Fugen  von  Pora,  Mentawei-Inseln  (westlich  von  Sumatra) ;  nur  1  ?  bekannt.  Die  weissen  Zeichnungen  grösser 
als  bei  den  vorigen  Formen,  der  oberseits  vor  dem  Hrde  des  Vflgls  liegende  gelbweisse  Fleck  nach  vorne 
hin  soweit  fortgesetzt,  dass  er  mit  der  breiten  Subapicalbinde  zusammenhängt;  das  weisse  Feld  der  Hflgl- 
tellonus.  Oberseite  bis  zum  Abdominalrande  ausgedehnt,  die  Spitze  der  Zelle  in  beiden  Flügeln  weiss.  —  tellonus 
Frühst,  von  den  Batu-Inseln.  Wahrscheinlich  nicht  von  siporanus  verschieden,  es  sind  aber  nur  cf  cf  bekannt 
und  daher  die  Frage  noch  nicht  zu  entscheiden.  Die  Subapicaltlecke  des  Vflgls  grösser  als  bei  den  andern 
Formen,  mit  Ausnahme  von  siporanus,  vor  dem  Hrde  des  Vflgls  auch  oberseits  ein  weisser  Fleck;  das  weisse 
Feld  der  Hflgl  ob  er  seife  besteht  aus  6  Makeln  und  es  sind  gewöhnlich  auch  noch  Spuren  einer  7.  Makel  vor- 
uranus.  handen.  —  uranus  Wejm.  (22b)  von  Nias.  Das  Subapicalband  fehlt  auf  der  Oberseite  (cf)  oder  ist  nur 
nephelus.  schwach  angedeutet  (?).  Augenscheinlich  häufig.  —  nephelus  Bsd.  (22b)  findet  sich  auf  Java;  die  Angabe 
älterer  Autoren,  dass  er  auch  auf  Celebes  fliegt,  ist  sicher  irrtümlich.  Die  Subapicaltlecke  scharf  entwickelt, 
aber  kleiner  als  hei  saturnus  und  albolineatus,  weiter  voneinander  getrennt,  vor  dem  Hrde  der  Vflgloberseite 
auch  beim  ?  kein  deutlicher  gelber  Fleck;  das  weisse  Feld  des  Hflgls  besteht  oberseits  bei  cf  und  ?  aus 
5  Makeln.  Unterseits  sind  der  Vflgl  vor  dem  Apex  und  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zum  weissen  Felde 
dichter  gelblich  beschuppt  als  bei  saturnus  und  albolineatus. 

P.  nubilus.  Dem  P.  nephelus  ähnlich;  klein,  die  Subapicaltlecke  des  Vflgls  weder  oben  noch  unten 
scharf  begrenzt,  mehr  oder  weniger  schwarz  bestäubt,  der  3.  und  4.  Fleck  der  Zelle  viel  näher  als  bei 
P.  nephelus  stehend,  der  4.  weit  vom  Aussenrd  entfernt;  Hflgl  oberseits  mit  weisser  Discalbinde,  die  aus 
7  Makeln  besteht,  von  denen  die  3.  und  4.  am  längsten  sind,  keine  Submarginalflecke  oberseits,  unten  eine 
volle  Reihe,  alle  weiss,  kleiner  als  bei  P.  nephelus,  besonders  der  4.,  5.  und  6.  Das  ?  nicht  bekannt.  Borneo 
nubilus.  und  Sumatra.  -  nubilus  Stgr.  von  Brunei,  Nord-Borneo,  1  cf  in  coli.  Staudinger.  Vflgl  oben  mit  2  läng¬ 
lichen  Subapicaltlecken ,  unter  denen  noch  ein  dritter  angedeutet  ist,  unten  vor  dem  Hinterwinkel  eine  aus 
musianus.  3  weissen  Flecken  bestehende  Makel ;  die  Submarginalmonde  der  Hflglunterseite  alle  deutlich.  —  musianus 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Rotlisch.  (39  d)  von  Südost-Sumatra.  Vflgl  oben  mit  3  Subapicalflecken,  unter  denen  ein  vierter  angedeutet  ist, 
unten  mit  einem  Analfleck,  vor  dem  ein  ganz  kleiner  zweiter  steht;  der  4.  und  5.  Submarginalfleck  der 
Hflglunterseite  äusserst  klein.  1  cf  im  Tring  Museum,  aus  dem  Hügellande  westlich  von  Palembang. 

P.  chaon.  Dem  P.  helenus  sehr  nahe  stehend.  Taster  seitlich  ganz  weiss.  Vflgl  beim  cf  ohne  Filz¬ 
streifen  auf  der  Oberseite,  unten  mit  weissem  Fleck  oder  einer  aus  2  oder  3  Flecken  zusammengesetzten 
weissen  Makel  vor  dem  Hinterwinkel ;  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  ein  aus  4  Makeln  bestehendes  kreide- 
weisses  Feld,  häufig  ein  kleiner  5.  Fleck  dahinter,  unten  fast  stets  mit  3  Flecken  zwischen  dem  weissen 
Felde  und  dem  Abdominalrande,  die  Submarginalflecke  oberseits  nicht  ausgebildet,  unten  dagegen  fast  immer 
vorhanden,  graugelb.  Das  ?  blasser  als  das  cf,  besonders  auf  dem  Vflgldiscus;  die  weisse  Makel  vor  der 
Hinterecke  der  Vflglunterseite ,  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  und  die  zwischen  dem  weissen  Felde  und 
dem  Abdominalrande  stehenden  Flecke  grösser  als  beim  cf,  die  beiden  vor  und  hinter  dem  Schwänze  liegenden 
Submarginalflecke  gewöhnlich  mit  den  an  der  Wurzel  des  Schwanzes  stehenden  Randflecken  verbunden, 
was  auch  oft  beim  cf  vorkommt.  Die  frühem  Stände  unbekannt,  wahrscheinlich  denen  von  P.  lielenus  sehr 
ähnlich.  Der  Falter  ist  ein  Waldtier,  das  mit  P.  helenus  zusammenfliegt,  aber  nicht  so  hoch  im  Gebirge 
hinaufzugehen  scheint;  er  ist  am  häufigsten  im  bewaldeten  Hügellande.  Sein  Verbreitungsgebiet  erstreckt 
sich  von  Zentral- China  und  Formosa  südwärts  bis  Cochinchina,  Siam  und  Tenasserim  und  westwärts  bis 
Nepal.  Auf  Malakka  und  den  Sunda-Inseln  wird  der  Falter  durch  den  ganz  nahe  verwandten  und  vielleicht 
nicht  spezifisch  verschiedenen  P.  nephelus  vertreten.  —  chaon  Westw.  (=  duketius  Frühst.,  dispensator  Frühst.)  chaon. 

(22  b,  c).  Die  4.  Makel  der  Hflgloberseite  kürzer  als  die  3. ;  die  gelblichen  Streifen  auf  der  Oberseite  des 
Vflgls  und  die  Zellstreifen  auf  der  Unterseite  beider  Flügel  sehr  deutlich.  Die  Grösse  der  weissen  Hflgl- 
makeln  und  der  Submarginalflecke,  sowie  die  Länge  der  Flügel  sind  sehr  veränderlich;  bei  einigen  der  mir 
vorliegenden  Stücke  aus  Assam  und  Sikkim  sind  die  Submarginalflecke  nur  angedeutet.  Ein  ?  aus  Sikkim, 
bei  dem  die  Zelle  des  »Vflgls  fast  bis  in  die  Mitte  mit  weissen  Schuppen  bedeckt  ist«,  wurde  von  Fruhstorfer 

als  ?-f.  leucacantha  beschrieben.  .Bei  einem  cf  im  Tring  Museum,  von  Cherra  Punji,  Assam,  sind  die  gelben  leucacantha. 

Submarginalflecke  des  Hflgls  ausserordentlich  vergrössert,  der  1.  und  der  7.  Fleck  sind  fast  so  gross  wie  die 
2.  weisse  Diskalmakel:  ab.  paryphanta  ab.  nov.  (32  b).  Die  von  Fruhstorfer  für  Tonkin-  und  Siam-Stücke  an-  paryphanta. 
gegebenen  Merkmale  sind  nicht  stichhaltig.  Nepal,  Sikkim,  Assam,  Birma,  Tonkin,  Siam,  Cochinchina;  häufig 
in  Flussbetten  im  bewaldeten  Hügellande.  —  ducenarius  Frühst,  cf:  das  weisse  Hflglfeld  grösser  als  bei  ducenarius. 

voriger  Form,  die  4.  Makel  vorne  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen,  die  über  die  3.  Makel  hinausragt.  Tenas¬ 

serim.  —  chaonulus  Frühst.  (=  durius  Frühst.).  Im  Durchschnitt  kleiner  als  die  vorigen  Formen,  aber  viele  dmonulus. 
Stücke  grösser  als  die  kleinsten  Exemplare  der  Subspecies  chaon.  Die  Streifen  auf  beiden  Seiten  des  Vflgls 
und  in  der  Zelle  beider  Flglunterseiten  weniger  deutlich.  Hainau,  China,  Formosa. 

P.  helenus.  Körper  schwarz,  Hinterkopf,  Pronotum,  Palpen  und  Brust  mit  weissen  Punkten.  Flügel 
braunschwarz,  der  Vflgl  oberseits  beim  cf  auf  dem  Discus  dicht  behaart,  ohne  Zeichnungen,  ausser  4  schwach 
sichtbaren  Streifen  in  der  Zelle,  unten  mit  je  zwei  weisslichen  Streifen  auf  dem  Discus  zwischen  den  Adern. 

Hflgl  mit  weissem  Discalfelde,  das  beim  2  gewöhnlich  analwärts  etwas  mehr  verlängert  ist  als  beim  cf  und 
bei  beiden  Geschlechtern  aus  3  oder  4  Flecken  besteht,  von  denen  der  3.  der  grösste  ist.  Die  Submarginalmonde 
des  Htlgls  rot,  oben  gewöhnlich  nur  der  letzte  deutlich,  unterseits  vor  dem  Analfleck  ein  kleiner  roter  Discal- 
tleck.  Das  2  blasser  als  das  cf,  die  Scheibe  der  Vflgloberseite  schwach  aufgehellt ,  die  Submarginalflecke 
des  Hflgls  oberseits  deutlicher.  Die  Rp  auf  Zanthoxylum  und  Citrus,  erwachsen  bläulich  grün,  der  Thorax 
stark  geschwollen,  oberhalb  der  Fiisse  ein  vorne  brauner,  hinten  weisser  Seitenstreif,  von  dem  auf  dem 
4.  Ringe  ein  brauner,  auf  dem  7.  ein  schräger  weisser  und  auf  dem  9.  ein  zweiter  weisser  Gürtel  ausgeht, 
letztes  Segment  weiss,  auf  dem  Thorax  ausserdem  ein  Ouerband,  das  jederseits  mit  einem  schwarzen  Fleck 
endigt.  Pp  sehr  stark  gekrümmt.  Der  Falter  ist  ein  Waldtier,  das  besonders  im  hohen  Jungle  vorkommt. 

Der  Flug  ist  sehr  schnell  und  unregelmässig,  der  Falter  daher  trotz  seiner  Häufigkeit  nicht  leicht  zu  fangen. 

Er  ist  am  zahlreichsten  in  niedern  Lagen,  geht  aber  bis  etwa  6000  Fuss  hinauf;  er  sitzt  oft  an  Pfützen  auf 
schattigen  Waldwegen  und  besucht  auch  Blumen,  ln  den  nördlichen  Gegenden  sind  die  Exemplare  der  Früh¬ 
jahrsgeneration  kleiner  als  die  Sommerstücke  und  haben  im  allgemeinen  grössere  rote  Submarginalflecke  auf 
beiden  Seiten  des  Hflgls.  Verbreitungsgebiet:  von  Süd -Japan  (Kiushiu),  West-China  und  Nordwest-Indien 
süd-  und  ostwärts  bis  Timor.  Nicht  von  Celebes  bekannt.  —  nicconicolens  Btlr.  (=  ?  semnus  Frühst.)  von  nicconicolens. 
Kiushiu  und  den  Liukiu-Inseln  Oshima  und  Okinawa.  Die  Sommerstücke,  f.  nicconicolens  (Bd.  1.  Taf.  5  c), 
gross,  das  weisse  Feld  des  Hflgls  schmal,  die  gelbroten  Flecke  des  Hflgls  wenigstens  beim  cf  oberseits  ge¬ 
wöhnlich  nur  sehr  schwach  entwickelt.  Die  Frühjahrsform,  f.  orosius  Frühst.  (=  ?  semnus  Frühst.),  ist  kleiner,  orosius. 
das  weisse  Feld  des  Hflgls  ist  meist  breiter,  und  die  gelbroten  Flecke  der  Hflglunterseite  sind  grösser.  Die 
von  Fruhstorfer  angegebenen  Unterschiede  zwischen  Stücken  von  Kiushiu  und  Oshima  werden  von  unsern 
Exemplaren  nicht  bestätigt.  Es  scheint  mir  daher  am  besten  zu  sein,  die  von  Kiushiu  und  den  Liukiu-Inseln 
stammenden  helenus  als  zu  einer  einzigen  Subspecies  gehörig  zu  betrachten ,  bis  einigermassen  stichhaltige 
Unterschiede  nachgewiesen  sind.  —  fortunius  Frühst,  von  Formosa.  Nach  Fruhstorfer  entfernt  sich  das  cf  fortunius. 
»von  helenus  aus  Hongkong  (21  b)  und  besonders  nicconicolens  Btlr.  von  Kiushiu  durch  die  schmalen  roten 
submarginalen  Halbmonde  und  mehr  noch  die  stark  reduzierte,  an  palawanicus  Stgr.  erinnernde  Weissfleckung 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


der  Hflgl-Unterseite«.  Ein  Pärchen  im  Tring  Museum,  der  Frühjahrs  form  angehörig  (im  März  und  April  ge¬ 
fangen),  und  4  weitere  cf  cf  ohne  Fangdatum  haben  die  roten  Submarginalflecke  gut  entwickelt  und  kommen 
Hongkong-Stücken  so  nahe,  dass  kaum  ein  Unterschied  zu  sehen  ist;  es  scheinen  die  grauweissen  Discal- 
helenus.  streifen  der  Vflglunterseite  bei  den  Formosa-Stücken  etwas  länger  zu  sein.  —  helenus  L.  (—  aulus  Frühst.) 
(21  b,  aus  Honkong).  Wie  bei  den  vorigen  Formen  sind  die  roten  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  alle 
entwickelt;  die  2.  und  3.  Makel  des  weissen  Hflglfeldes  sind  länger  und  die  1.  Makel  ist  im  Verhältnis 
kleiner,  als  bei  nicconicolens ;  weder  beim  cf  noch  beim  ?  ist  eine  4.  deutliche  Discalmakel  vorhanden.  Die 
•  Hainan-Stücke,  welche  Fruhstorfer  aulus  nennt,  sollen  sich  von  helenus  durch  ihre  Kleinheit  unterscheiden; 
ich  kann  keinerlei  Unterschied  finden.  Die  kleinsten  Frühjahrstücke  sind  durch  alle  Zwischenstufen  mit  den 
rufatus.  grossen  Sommerstücken  verbunden  (Vflgllänge  in  unserer  Serie  43 — 70  mm).  Bei  ab.  rufatus  Rothsch.  (32b) 
ist  das  weisse  Feld  des  Hflgls  sehr  stark  reduziert,  die  erste  Makel  des  Feldes  ist  unterseits  sehr  klein  oder 
fehlt  ganz;  dagegen  ist  die  zwischen  den  beiden  Medianästen  liegende  Randzelle  unterseits  vom  Discal-  bis 
zum  Submarginalflecke  rot  ausgefüllt;  2  cf  cf  aus  Sikkim,  im  Tring  Museum.  Bei  einem  3.  cf,  von  den  Naga- 
Bergen,  ist  dieses  rote  Feld  auch  oben  entwickelt.  Im  westlichen  China  und  Nordwest  -  Indien  ist  helenus 
selten,  dagegen  in  Süd-China,  Tonkin,  Nord-Indien  und  Birma  ziemlich  häufig;  dieser  nymotypische  helenus 
daksha.  kommt  südwärts  bis  Siam  und  zur  Malakka-Halbinsel  vor.  —  daksha  Moore  ist  die  grösste  helenus- Form,  und 
hat  eine  Vflgllänge  von  48  bis  75  mm;  die  meisten  Exemplare  sind  gross.  Das  weisse  Feld  des  Hflgls  ist 
gross,  es  berührt  die  Zelle  oder  ragt  etwas  in  dieselbe  hinein,  die  erste  Makel  des  Feldes  ist  besonders  breit; 
die  roten  Submarginaltleeke  sind  unterseits  alle  vorhanden ;  die  weissgrauen  Discalstreifen  der  Vflglunterseite 
mooreanus.  sind  kurz,  ln  bewaldeten  Distrikten  Süd-Indiens,  von  Poona  (bei  Bombay)  südwärts.  —  mooreanus  Rothsch. 

(21  c).  Im  Durchschnitt  viel  kleiner  als  daksha;  die  weissgrauen  Discalstreifen  der  Vflglunterseite  kurz;  die 
hystaspes.  Hflglunterseite  mit  einer  vollen  Reihe  roter  Submarginal-  und  blauer  Discalmonde.  Ceylon.  —  hystaspes 
Fldr.  (=  varasi  Reak.)  findet  sich  auf  den  Philippinen,  wie  es  scheint,  auf  allen  Inseln  der  Gruppe.  Das 
w’eisse  Feld  des  Hflgls  besteht  aus  4  grossen  Makeln,  die  bei  cf  und  2  unten  fast  so  gross  wie  oben  sind. 
Die  roten  Submarginalmakeln  sind  entweder  alle  vorhanden  oder  fehlen  zum  Teil,  zuweilen  sind  nur  die 
palawatiicns.  hintern  beiden  ausgebildet.  —  palawanicus  Stgr.,  von  Domaran,  Palawan  und  Balabac,  fliegt  wahrscheinlich 
auch  auf  Banguey.  Das  weisse  Feld  des  Hflgls  besteht  aus  3  Makeln,  zu  denen  unterseits  beim  ?  noch  ein 
kleiner  schmutzig  weisser  4.  Fleck  tritt,  die  Makeln  oberseits  viel  grösser  als  unten,  die  1.  beim  cf  fast 
quadratisch,  die  3.  dicht  an  der  Zelle  stehend  oder  in  dieselbe  hineintretend,  nicht  länger  (meist  sogar  kürzer) 
als  ihre  Entfernung  vom  Saume.  Auf  der  Unterseite  des  Hflgls  fehlt  beim  cf  wenigstens  der  Submarginal- 
enganius.  mond  hinter  dem  Schwänze.  —  enganius  Doli.  (=  helenus  auct.  pt. ;  palawanicus,  Rothsch.  pt.).  Das  weisse 
Feld  des  Hflgls  fast  wie  beim  echten  helenus,  die  1.  Makel  kleiner  als  bei  palawanicus,  die  2.  und  3.  da¬ 
gegen  grösser,  die  3.  länger  als  ihre  Entfernung  vom  Saume.  Unterseits  treten  beim  2  1  oder  2  kleinere 
Flecke  hinzu,  auch  das  cf  hat  häufig  einen  kleinen  weissen  Punkt  hinter  dem  weissen  Felde ;  die  beiden  vor 
und  hinter  der  3.  Radiale  liegenden  Submarginalmonde  fehlen  oder  sind  klein.  Auf  Borneo ,  Sumatra  und 
tambora.  den  Nebeninseln,  sowie  auf  Java  und  Lombok.  —  tambora  Rothsch.  Der  vorigen  Form  ähnlich,  aber  sowohl 
der  anale  rote  Fleck  auf  der  Hflglunterseite  als  auch  der  neben  ihm  hegende  rote  Discalfleck  stark  ver- 
mangarinus.  grössert.  Sumbawa;  mir  nur  eine  Anzahl  cf  cf  bekannt.  —  mangarinus  Rothsch.  Die  weissgrauen  Discal¬ 
streifen  auf  der  Vflglunterseite  länger  als  bei  den  beiden  vorigen  Formen,  der  rote  Analfleck  auf  der  Unter¬ 
seite  des  Hflgls  und  der  neben  ihm  liegende  Discalfleck  grösser  als  bei  enganius ,  aber  kleiner  als  bei  tambora  ; 
der  4.  und  5.  Saumlleck  des  Hflgls  lang  und  sehr  dünn.  Flores,  eine  Anzahl  cf  cf  im  Tring  Museum.  — 
jindanus.  jindanus  Rothsch.  von  Sumba.  Gross,  der  Vflgl  bei  cf  und  ?  stark  gebogen,  der  Hflgl  länger  und  hinten 
schmäler  als  bei  den  andern  Subspecies  von  P.  helenus,  das  weisse  Feld  des  Hflgls  gross,  die  3.  Makel  des¬ 
selben  oberseits  fast  doppelt  so  lang  als  seine  Entfernung  von  der  Spitze  der  1.  Radiale;  der  anale  und 
discale  rote  Fleck  auf  der  Hflglunterseite  so  gross  wie  bei  mangarinus,  auch  der  1.  Submarginalfleck  gross. 
biseriatus.  Der  Vflgldiscus  auf  der  Oberseite  beim  2  ziemlich  stark  aufgehellt.  -  biseriatus  Rothsch.  von  Timor,  nur 
3  22  bekannt,  welche  Doherty  bei  Dili  (in  Portugiesisch  Timor)  und.Oinanisa  (in  Holländisch  Timor)  fing. 
Die  Scheibe  des  Vflgls  oberseits  bandartig  aufgehellt,  der  Saum  weniger  eingebogen  als  bei  jindanus,  das 
weisse  Hflglfeld  noch  etwas  breiter  als  bei  voriger  Form  und  hinten  bis  über  die  3.  Radiale  hinaus  spitz 
verlängert:  der  Hflgl  oben  mit  5  roten  Submarginalflecken,  die  Saumflecke  grösser  als  bei  jindanus,  die 
hintern  wurzelwärts  rötlich,  der  Flügel  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Spitze  der  2.  Radiale  breiter  als 
bei  voriger  Form.  Unten  sind  die  weissgrauen  Streifen  des  Vflgls  wurzelwärts  scharf  abgeschnitten  und 
ihre  bei  2  von  den  3  Exemplaren  deutlich  helleren  Enden  bilden  eine  unterbrochene  weisse  Linie,  die  sich 
costalwärts  verbreitert;  auf  dem  Hflgl  ist  das  weisse  Feld  durch  2  Flecke  fortgesetzt  ;  aussen  von  jedem  dieser 
beiden  Flecke  kann  ein  roter  Mond  stehen  (diese  beiden  Monde  sind  zuweilen  auch  bei  tambora  entwickelt), 
die  roten  Submarginalflecke  alle .  vorhanden ,  die  am  Analwinkel  stehenden  Flecke  etwa  so  gross  wie  bei 
jindanus. 


P.  iswaroides.  cf  dem  P.  helenus  zum  Verwechseln  ähnlich.  Vflgl  oberseits  mit  gelblichen  Discal¬ 
streifen,  unterseits  sind  die  hinteren  Discalstreifen  breiter  und  reiner  weiss  als  bei  helenus;  Hflgl  unten  mit 
grossem  Saumflecken  als  bei  helenus  und  mit  nur  2  roten  Submarginalmonden,  da  die  obern  5  Monde  fehlen. 


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Genitalien  :  die  beiden  infernalen  Fortsätze  des  letzten  (=  10.)  Segments  nicht  nadelförmig  spitz,  sondern  stumpl  : 
die  Harpe,  welche  bei  helenus  etwas  korkzieherartig  gewunden  ist,  liegt  bei  iswaroides  vor  der  Mitte  der 
Haftklappe,  ist  viel  schmäler  als  bei  helenus  und  ihr  freier  Teil  ist  einfach  von  der  Haftklappe  weg  nach 
innen  gebogen,  ohne  eine  halbe  Wendung  zu  machen.  Das  2  nicht  bekannt.  Sumatra  und  Malakka,  wahr¬ 
scheinlich  weiter  verbreitet,  aber  mit  helenus  verwechselt.  curtisi  subsp.  uov.  von  Selangore,  Malakka-  curtisi. 

Halbinsel;  mir  nur  1  cf  bekannt;  die  zwischen  der  3.  Radiale  und  der  2.  Mediane  liegenden  Discalst reifen 
der  Vtlglunterseite  nur  so  lang  wie  das  schwarze  Saumfeld  breit  ist;  das  weisse  Htlglfeld  schmäler  als  bei 
der  nächsten  Form.  —  iswaroides  Frühst.  (21c)  tliegt  das  ganze  Jahr  hindurch  in  den  Bergen  Sumatras,  iswaroides. 
wo  Dr.  Martin’s  Sammler  eine  grössere  Anzahl  erbeuteten.  Die  Discalstreifen  der  Vtlglunterseite  alle 
wenigstens  doppelt  so  lang  als  der  schwarze  Saum  breit  ist;  die  2.  weisse  Makel  des  H  fl  gl  s  etwa  doppelt 
so  lang  als  ihre  Entfernung  vom  Saume. 

P.  iswara.  Dem  P.  helenus  sehr  ähnlich.  Taster  ganz  weiss;  das  weisse  Feld  des  Htlgls  besteht 
aus  4  Makeln,  von  denen  die  3.  die  grösste  ist;  das  Feld  beim  cf  unten  kleiner  als  oben,  mit  Ausnahme 
des  4.  Flecks,  der  unten  grösser  ist,  zwischen  ihm  und  dem  roten  Analauge  beim  ?  2  weitere  weisse  Flecke, 
von  denen  auch  beim  cf  wenigstens  der  obere  deutlich  ist,  meist  nur  2  rote  Submarginalflecke  vorhanden, 
beide  gross,  gewöhnlich  mit  den  Randflecken  einen  Ring  bildend,  vor  dem  analen  Submarginalflecke  kein 
roter  Discalfleck  wie  bei  P.  helenus,  aber  stets  3  blaue  Monde.  Die  Scheibe  der  Oberseite  des  Vflgls  beim  cf 
filzig  behaart.  Das  2  blasser  als  das  cf,  die  roten  Submarginalflecke  auf  beiden  Seiten  grösser.  Die  Geni¬ 
talien  denen  von  P.  helenus  ähnlich,  die  Harpe  des  cf  mehr  löffelförmig  und  die  infranalen  Fortsätze  kürzer. 

Wie  P.  helenus  ein  Bewohner  waldiger  Distrikte,  der  hauptsächlich  im  Hügellande  vorkommt.  Die  frühem 
Stände  nicht  bekannt.  Von  Süd-Tenasserim  bis  Sumatra  und  Borneo  verbreitet;  nur  stellenweise  häufig.  — 
iswara  White  (21c).  Das  weisse  Htlglfeld  hinten  breit;  die  gelbroten  Flecke  der  Hflglunterseite  gross,  der  iswara. 
vordere  Ring  auch  beim  cf  stets  geschlossen,  die  schwarze  Pupille  der  beiden  Ringe  beim  2  klein.  Unter- 
rTenasserim,  Malakka-Halbinsel,  Penang,  Sumatra,  Banka.  Die  Exemplare  von  den  letztem  beiden  Inseln 
nähern  sich  der  nächsten  Form.  —  araspes  Fldr.  Im  Durchschnitt  kleiner  als  iswara,  aber  die  grössten  araspes. 
Exemplare  bei  weitem  grösser  als  die  kleinsten  iswara.  Das  weisse  Feld  des  Htlgls  meist  nicht  so  breit  als 
bei  iswara ,  hinten  mehr  zugespitzt;  die  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  und  die  4.  weisse  Discalmakel 
kleiner.  Eins  der  zwei  ??  im  Tring  Museum  von  Lawas,  Nord-Borneo,  trägt  auf  der  Hflglunterseite  vorne 
3  dünne  rote  Submarginalmonde,  vor  der  1.  Mediane  einen  feinen  roten  Längsbogen  und  vor  dem  Schwänze 
Spuren  eines  weiteren  Submarginalfleckes,  so  dass  die  volle  Reihe  der  Submarginalmonde  wenigstens  an¬ 
deutungsweise  vorhanden  ist.  Borneo-  und  Natuna- Inseln;  unsere  beiden  Stücke  von  Bungaran,  Natuna, 
nähern  sich  iswara  ein  wenig. 

P.  sataspes.  Ähnlich  P.  iswara,  aber  das  2.  Tastersegment  schwarz,  das  weisse  Htlglfeld  kleiner, 
in  zwei  der  drei  sataspes- Formen  oben  sehr  stark  reduziert  und  unten  ganz  oder  fast  ganz  fehlend;  die 
Submarginalflecke  des  Htlgls  gelb,  der  5.  selten  angedeutet,  häufig  auch  der  3.  und  4.  verschwunden. 

Celebes,  Bangkai  und  Sulla  -  Inseln ,  nicht  selten  im  Hügellande.  —  sataspes  Fldr.  (22  a)  ist  über  ganz  sataspes. 

Celebes  verbreitet.  Das  weisse  Feld  des  Vflgls  besteht  oben  und  unten  aus  3  grossen  Makeln,  zu  denen 

beim  2  noch  ein  besonders  unten  deutlicher  4.  Fleck  tritt.  —  artaphernes  Honr.  Das  sehr  stark  reduziert  artaphernes. 

weisse  Htlglfeld  reicht  oberseit.s  bis  zur  2.  Radiale  und  ist  unten  fast  erloschen.  Bangkai;  mir  nicht  in 

Natur  bekannt.  —  ashasverus  Stgr.  (22a),  der  vielleicht  mit  der  vorigen  zusammenfällt,  fliegt  auf  den  ashasverus. 

Sulla- Insein ,  wo  das  cf  keine  Seltenheit  ist;  das  Htlglfeld  noch  kleiner  als  bei  artaphernes,  nie  bis  zur 

2.  Radiale  reichend,  unten  nur  der  2.  Fleck  durch  einen  sehr  dünnen  Strich  angedeutet.  Beim  2  ist  das 

Htlglfeld  oberseits  noch  schmäler  als  beim  cf  und  unten  finden  sich  an  seiner  Stelle  2  dünne  Monde.  Nur 

von  Sulla-Mangoli  bekannt. 

P.  diophantus  Smith  (=  diaphantus  Hagen )  (22  c).  Von  allen  Papilios  durch  2  rote  schmale  Längs-  diophantus. 
streifen  unterschieden,  die  auf  der  Unterseite  des  Htlgls  stehen,  nämlich  einer  an  der  Wurzel  des  Costal- 
randes,  der  zweite  hinter  der  Costalader.  Die  weissliehen  Discalstreifen  der  Vflgiunterseite  hinten  zu  einem 
schmalen  Bande  verdichtet.  Hflgl  mit  einem  aussen  an  den  Adern  stark  gezähnten  salmefarbenen  Felde, 
das  unten  bandartig  bis  zum  Abdominalrande  verlängert  ist;  weder  oben  noch  unten  Submarginalflecke,  die 
Randmonde  lang,  der  Schwanz  an  der  äussersten  Spitze  sahnefarben.  Das  2  blasser  als  das  cf,  das  aus 
kurzen  Streifen  Ixestehende  Discalband  des  Vflgls  ist  auch  oben  vorhanden  und  verliert  sich  costalwärts: 
das  Band  des  Htlgls  auch  oben  bis  zum  Abdominalrande  deutlich,  aber  die  hintern  3  Flecke  gebräunt. 

Diese  eigenartige  Species  ist  bis  jetzt  nur  aus  Sumatra  bekannt,  wo  sie  im  Berglande  von  1000  m  aufwärts 
das  ganze  Jahr  hindurch  fliegt;  das  2  wird  selten  erbeutet. 

P.  fuscus.  Körper  ähnlich  wie  bei  P.  nephelus,  Taster  seitlich  ganz  weiss.  Vflgl  beim  cf  ohne  Duft¬ 
streifen,  Hflgl  mit  weissem  Discalbande,  das  oben  stets  breiter  als  unten  ist  und  entweder  bis  zum  Abdominal¬ 
rande  reicht  oder  abgekürzt  ist  und  unten  zuweilen  ganz  fehlt;  aussen  von  diesem  Bande  oben  fast  immer 
graue  oder  blaue  unbestimmte  Flecke  zerstreuter  Schuppen,  unten  stets  wenigstens  einige  blaue  Discalflecke 
vorhanden;  die  Submarginalflecke  gelbrot:  die  Streifen  in  der  Zelle  beider  Flügel  wenig  deutlich,  die  Zelle 


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des  Hflgls  unterseits  meist  ähnlich  mit  hellen  Schuppen  überstreut  wie  die  Wurzel  des  Subcostalfeldes.  Der 
Vflgl  häufig  mit  einer  weissen,  nicht  scharf  begrenzten  Discalbinde,  die  sich  zuweilen  vorne  zu  einem  breiten 
Felde  erweitert,  das  mitunter  nur  allein  entwickelt  ist.  Das  ?  dem  cf  ähnlich,  aber  blasser,  die  Zeich¬ 
nungen  meist  grösser.  Die  Eier  einzeln  auf  Citrusblätter  nahe  deren  Spitze  auf  der  Ober-  oder  Unterseite 
abgelegt,  hellgrün  oder  blassgelb.  Rp,  wenn  jung,  schmutzig  grün,  vorne  und  hinten  weisslieh,  mit  schwarzem 
V- Fleck  in  der  Mitte  des  Rückens;  an  jeder  Seite  des  Rückens  eine  Reihe  kleiner  weisser  Dornen;  Kopf 
glänzend  schwarz.  Die  erwachsene  Rp  in  der  Farbe  sehr  veränderlich,  gewöhnlich  braunrot  mit  gelb  und 
olivengrün  gemischt,  die  Unterseite  blass  grünlich  oder  weisslich ,  hinten  am  Thorax  beginnt  ein  schräges 
Seitenband,  kleinere  schräge  Seitenflecke  auch  auf  einigen  andern  Segmenten,  das  Pronotum  und  das 
11.  Segment  mit  einem  Paare  Höcker.  Die  Pp  glänzend  grün,  unten  in  der  Mitte  stark  gewölbt,  dorsal  nur 
sehr  schwach  eingebogen,  mit  niedrigem  Thoracalhöcker ,  die  Flügelscheiden  gleichmässig  vorspringend,  der 
Umriss  der  Pp  in  Dorsalansicht  fast  ein  Parallelogramm  bildend,  der  Kopf  abgestutzt  und  jederseits  in  eine 
Spitze  ausgezogen.  Die  Falter  im  offenen  Walde  mit  Unterholz.  Von  den  Andamanen  bis  zu  den  Salomons- 
Inseln  verbreitet,  fehlt  aber  Sumatra,  Java  und  den  kleinen  Sunda-Inseln ,  sowie  auch  den  Philippinen.  — 
andamanicus.  andamanicus  Rothsch.  (22  b).  Bis  vor  kurzem  mit  prexaspes  vereinigt.  Der  Vflgl  auf  der  Oberseite  und 
unterseits  auf  der  Scheibe,  sowie  die  Wurzelhälfte  der  Hflglunterseite  dichter  gelblich  bestäubt;  die  4.  Makel 
des  gelblichweissen  Hflglfeldes  kürzer  als  bei  den  beiden  nächsten  Formen;  oberseits  kein  orangefarbener 
Analfleck;  Unterseite  des  Hflgls  an  der  Aussenseite  jeder  Discalmakel  mit  blauem  Fleck.  Beim  $  trägt  der 
dayacns.  Vflgl  unterseits  ein  hinter  der  Mitte  undeutliches  weisses  Band.  Andamanen.  —  dayacus  Rothsch.  cf:  Der 
Hflgl  oberseits  mit  deutlichem  4.  Discalfleck ,  unterseits  erreichen  die  3.  und  4.  Makel  die  Zelle  nicht ,  die 
3  untersten  Makeln  des  weissen  Bandes  gross.  ?:  Vflgl  oberseits  mit  schmalem  verwischtem  weissem  Bande, 
das  den  Hinterrand  erreicht  und  aussen  von  der  Zellspitze  sehr  stark  erweitert  ist;  unterseits  das  Band  reiner 
weiss  und  die  Zelle  mit  weissem  Fleck  im  Apex:  das  gelbweisse  Band  des  Hflgls  ist  breit  und  bis  zum  Ab¬ 
dominalrande  verlängert,  und  tritt  in  die  Zelle  ein;  die  Marginal-  und  Submarginalflecke  der  Unterseite  gross. 
prexaspes.  Nord-  und  Süd -Borneo.  —  prexaspes  Fldr.  bewohnt  die  Halbinsel  Malakka.  Auf  der  Hflglunterseite  sind 
die  6  vordem  blauen  Discalflecke ,  wenn  überhaupt  vorhanden,  sehr  klein,  der  5.  und  6.  weisse  Discalfleck 
sind  kleiner  als  der  1.,  und  der  4.  ragt  nicht  über  die  untere  Spitze  des  3.  hinaus.  Das  ?  mir  nicht  bekannt.  — 
pertinax.  pertinax  Wall.  (=  metagenes  Frühst.).  Costalrand  des  Vflgls  stark  gebogen;  auf  dem  Vflgl  ein  gelblich- 
weisses  Discalband,  das  wenigstens  unten  vor  dem  Hinterrande  deutlich  ist,  nach  vorne  hin  allmählich  ver¬ 
schwindet  und  sowohl  in  der  Länge  als  Breite  stark  variiert;  das  weisse  Feld  der  Hflgloberseite  erreicht  die 
Zelle  nicht,  es  besteht  aus  3  Makeln,  an  welche  sich  oft  eine  4.,  verwischte  Makel  anschliesst,  zuweilen  ist 
das  Fehl  durch  spärliche  graue  Beschuppung  mit  dem  Abdominalrande  verbunden.  Bei  kleinen  Exemplaren 
minor.  ist  der  Vrd  des  Vflgls  im  allgemeinen  weniger  stark  als  bei  grossen  gebogen.  Die  Bezeichnung  ab.  minor 
Oberth.  bezieht  sich  auf  kleine  Stücke.  Es  variiert  pertinax  in  allen  Lokalitäten  beträchtlich  in  der  Zeichnung, 
besonders  auf  der  Unterseite.  Sangir-  und  Talaut-Inseln ,  ganz  Celebes,  Saleyer,  Toekan  Bessi-  und  Sulla- 
porrothenus.  Inseln.  —  porrothenus  subsp.  nov.  Flügelform  ähnlich  wie  bei  pertinax ;  Vflgl  38  bis  52  mm  lang;  das 
gelblich  weisse  Feld  des  Hflgls  oberseits  nach  hinten  in  ein  dünnes  Band  ausgezogen,  das  gewöhnlich  den 
Abdominalrand  erreicht,  die  3.  Makel  viel  länger  als  ihre  Entfernung  vom  Saume  (gewöhnlich  doppelt  oder 
selbst  dreimal  so  lang) ;  die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  klein  und  blass,  auch  beim  ?,  oft  fast  alle 
fehlend,  der  7.  klein  oder  gar  nicht  ausgebildet.  Kalao  und  Dyampea  (=  Djampea),  südlich  von  Celebes; 
lapathus.  eine  Anzahl  cf  cf  und  ein  ?  von  A.  Everett  im  Dezember  1895  gesammelt.  —  lapathus  Frühst,  von  den 
Nord-Molukken:  Morty,  Halmahera,  Ternate  und  Batjan.  Vflgl  unterseits,  zuweilen  auch  oberseits,  vor  dem 
Hinterrande  mit  einem  schmalen  Discalbande,  das  nach  vorne  hin  verschwindet  oder  aussen  von  der  Zell¬ 
spitze  zu  einer  breiten,  aber  undeutlich  begrenzten  Aufhellung  erweitert  ist,  aussen  an  der  Zellspitze  sind 
keine  deutliche  weisse  Flecke  vorhanden  ;  beide  Flügel,  besonders  aber  der  Hflgl,  kürzer  als  bei  der  Rasse  von 
den  Süd-Molukken:  das  gelblichweisse  Hflglfeld  variiert  in  Länge  und  Breite,  und  die  aussen  von  demselben 
stehende  gelblichgraue  oder  blaue  Beschuppung  ist  nicht  zu  so  deutlichen  Flecken  verdichtet,  wie  dies  ge¬ 
wöhnlich  bei  der  Subspecies  von  den  Süd-Molukken  der  Fall  ist.  Zuweilen  ist  der  Schwanz  zu  einem  kurzen 
ombiranus,  Stummel  reduziert.  —  ombiranus  Rothsch.  (23  a)  fliegt  auf  den  verschiedenen  Inseln  der  Obi-Gruppe.  Vflgl 
mit  grossem,  dreieckigem,  weissem  Felde  aussen  von  der  Zellspitze,  dies  Feld,  das  sehr  selten  fehlt,  hinten 
gewöhnlich  in  ein  schmales,  unbestimmtes  Band  ausgezogen,  das  meist  den  Hinterrand  erreicht:  das  weisse 
Hflglfeld  gross,  bis  zum  Hinterrande  oder  wenigstens  der  2.  Mediane  reichend,  die  vordem,  dasselbe  durch¬ 
ziehenden  Adern  nicht  schwarz,  die  gelblich  graue  oder  bläuliche  Bestäubung  aussen  vom  Bande  nur  schwach 
fuscus.  entwickelt.  —  fuscus  Goeze  (—  madanus  Frühst.)  (22  c).  Vflgl  ohne  Discalband,  oder,  wenn  ein  solches  vor¬ 
handen,  mit  weissen  Makeln  aussen  von  der  Zellspitze,  der  Costalrand  weniger  stark  gebogen  als  bei  pertinax; 
das  Hflglband  besteht  aus  wenigstens  4  Makeln,  es  ist  meistens  nach  hinten  spitz  ausgezogen  und  tritt  sehr 
cinereomacu-  häufig  in  die  Zelle  ein.  Drei  Hauptformen,  die  durch  Übergänge  verbunden  sind:  f.  cinereomaculatus 
latus.  Goeze :  Vflgl  mit  weissen  Flecken  aussen  von  der  Zellspitze,  zuweilen  mit  einem  bis  zum  Hinterrande  gehenden 
fuscus.  Bande;  f.  fuscus  Goeze  (=  severus  Cram.):  Vflgl  ohne  weisse  Flecke  aussen  von  der  Zellspitze,  das  Band 
castaneus.  des  Hflgls  nach  hinten  spitz  verlaufend,  oft  in  die  Zelle  eintretend;  f.  castaneus  Goeze:  Vflgl  ohne  weisse 
Flecke;  das  Band  des  Hflgls  abgekürzt,  schmal,  aus  4  Flecken  bestehend.  Wir  bezogen  früher  den  Namen 


Ausgegeben  10.  JTl.  00. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


castaneus  irrtümlich  auf  die  Celebes- Form.  Südliche  Molukken:  ßuru,  Amboina  und  Nebeninseln  .  Cerarn. 

Ceram  Laut  und  Goram  Laut.  Die  weissen  Makeln  der  Hflglunterseite  sind  häufig  so  dicht  schwarzbraun 
bestäubt,  dass  die  Makeln  sich  kaum  von  dem  dunklen  Grunde  abheben,  was  auch  sehr  häufig  bei  ombiranus 
und  zuweilen  bei  lapafhus  vorkommt.  —  thomsoni  Btlr.  (=  langem  Druce).  Beide  Flügel  kürzer  und  breiter  thomsoni. 
als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  der  Hflgl  mehr  gerundet.  Vflgl  gewöhnlich  oben  und  unten  mit  Discal¬ 
llecken  aussen  von  der  Zellspitze,  aber  nie  mit  weissem  Fleck  oder  bindenartiger  Aufhellung  vor  dem  Hinter¬ 
rande.  Das  weisse  Feld  der  Pltlgloberseite  reicht  stets  bis  zur  2.  Mediane  oder  bis  zum  Abdominalrande, 
und  aussen  von  demselben  finden  sich  nur  Spuren  blauer  oder  grauer  Bestäubung ;  auf  der  Unterseite  fehlen 
die  weissen  Discalflecke  ganz  oder  sie  sind  sehr  stark  schwarz  bestäubt,  die  Submarginalflecke,  welche  auch 
häufig  fehlen,  stehen  etwas  weiter  vom  Saume  entfernt  als  bei  den  Molukken-Rassen.  Sehr  häufig  auf  den 
Key-Inseln.  Ein  merkwürdig  aberrantes  Exemplar  (?)  ist  als  ab.  mordingtoni  Roth  sch.  (30  c)  beschrieben:  mordingtorii. 
Hflgl  oben  mit  4  weissen  Flecken  ,  von  denen  der  in  der  Zelle  stehende  gross  und  verwischt  ist ;  vor  dem 
Analwinkel  liegen  2  grosse  rote  Flecke,  die  unterseits  noch  grösser  als  oben  sind:  von  Key  Toeal.  —  rotalita  rotalita. 
Sicinh.  (=  septimius  Styr.).  Obwohl  Swinhoe  Key  als  das  Vaterland  angab,  so  unterliegt  es  jetzt  keinem 
Zweifel  mehr,  dass  diese  Form  nur  auf  den  Aru-lnseln  fliegt.  Vflgl  mit  2  bis  4  kleinen  Subapicaltlecken. 
die  oberseits  zuweilen  kaum  angedeutet  sind,  der  1.  der  grösste,  der  2.  in  der  Subcostalgabel,  der  Saum  von 
diesen  Flecken  ab  blasser  als  der  übrige  Flügel ;  das  gelbliehweisse  Band  des  Hflgls  tritt  nicht  in  die  Zelle, 
der  1.  Fleck  ist  immer  klein  und  das  Band  ist  hinter  dem  4.  Flecke  plötzlich  stark  verschmälert;  der  rote 
Analfleck  ist  stets  vorhanden.  Unterseits  ist  der  erste  weisse  Discalfleck  des  Hflgls  sehr  dünn,  der  2.  und 

4.  sind  klein,  der  3.  ist  höchstens  um  die  Hälfte  länger  als  breit,  gewöhnlich  aber  fast  kreisrund,  alle  diese 
Flecke  weit  von  der  Zelle  entfernt.  —  offakus  Frühst.,  von  Waigeu,  ist  mir  nicht  in  Natur  bekannt.  Die  offakus. 
Beschreibung  passt  so  gut  auf  Stücke  von  den  Nord-Molukken,  dass  man  an  eine  Verwechslung  der  Fund¬ 
orte  denken  könnte.  ?:  Die  Flügel  oberseits  reichlich  grüngrau  beschuppt,  der  Vflgl  unterseits  im  Aussen- 

teile  mit  einer  weisslich grauen  Binde,  die  costalwärts  nicht  so  hell  wird  wie  bei  der  folgenden  Rasse;  die 
Blaufleckung  der  Hflglunterseite  viel  deutlicher  als  bei  lapafhus  und  beccarii.  —  beccarii  Oberth.  (27  c).  cf :  beccarii. 
Vflgl  oben  vor  dem  Saume  mit  gelblichen  Streifen,  die  nach  hinten  hin  kürzer  werden  und  deren  innere 
Enden  oft  zu  einem  dünnen  Fleckenbande  verdichtet  sind;  zwischen  den  Subcostalen  unterseits  gewöhnlich 
ein  paar  weisse  Fleckchen,  die  auch  zuweilen  oben  angedeutet  sind,  das  gelbliehweisse  Band  des  Hflgls 
reicht  bis  zum  Abdominalrande  und  tritt  nur  selten  in  die  Zelle  ein :  unten  sind  stets  wenigstens  4  weisse 
Discalflecke  vorhanden,  von  denen  der  3.  und  4.  selten  kürzer  als  ihre  Entfernungen  von  der  Zelle  sind. 

Beim  ?  ist  das  Band  des  Vtlgls  unterseits  gewöhnlich  etwas  deutlicher  als  beim  cf,  es  treten  aber  nie  scharf 
begrenzte  weisse  Subapicalflecke  wie  bei  rotalita  auf.  Holländisch  und  Deutsch  Neu-Guinea ;  im  deutschen 
Gebiete  recht  selten.  indicatus  Btlr.  (=  yorkeanus  Frühst.),  cf:  Vflgl  oben  und  unten  mit  einem  schmalen  indicatus. 
Bande,  das  vorne  am  breitesten  ist  und  den  Hinterrand  oft  nicht  erreicht,  die  vorderen  Flecke  des  Bandes 
aussen  eingeschnitten;  das  Band  des  Hflgls  steht  immer  von  der  Zelle  getrennt  und  die  weissen  Discalflecke 
der  Hflglunterseite  sind  in  der  Regel  alle  schmal,  von  den  roten  Submarginalflecken  ist  oberseits  höchstens 
der  anale  vorhanden.  Beim  ?,  das  viel  blasser  als  das  cf,  ist  das  Vflglband  mehr  verwischt  als  beim  cf,  auch 
ist  hier  der  rote  Analfleck  auf  der  Oberseite  klein  oder  fehlend.  Britisch  Neu-Guinea,  D’Entrecasteaux-Inseln. 

Woodlark,  Luisiaden,  Inseln  in  der  Torres-Strasse,  Gap  York.  In  der  Nähe  der  Küste  häufig;  Mathew  be¬ 
richtet  von  einem  Schmetterlingszuge,  den  er  an  der  Küste  Neu-Guineas  beobachtet  hat  und  der  zum  grossen 
Teile  aus  Exemplaren  dieses  Papilios  bestand.  —  capaneus  Westiv.  Der  vorigen  Subspecies  sehr  ähnlich;  capaneus. 
die  vordem  Flecke  des  Vflgls  grösser  und  der  Hflgl  trägt  oberseits  ausser  dem  immer  deutlichen  roten  Anal¬ 
fleck  wenigstens  beim  ?  mehrere  rote  Submarginalflecke,  oft  eine  volle  Reihe.  Die  weissen  Discalflecke  der 
Hflglunterseite  und  die  Submarginalflecke  sind  meist  grösser  als  bei  Stücken  von  Neu-Guinea.  —  xenophilus  xenophilus. 
Mathew  epibomius  Frühst .)  (23  a).  Im  Durchschnitt  viel  grösser  als  capaneus;  das  Band  der  Hflgloberseite  vom 

5.  Fleck  ab  breiter.  Das  Vflglband,  welches  bei  manchen  Stücken  breit  unterbrochen  ist  und  unten  zuweilen  fast 
ganz  fehlt,  reicht  bis  zur  3.  Subcostale  und  ist  vorne  gewöhnlich  am  breitesten.  Auf  den  südlichen  Salomons-Inseln : 

Ugi,  Guadalcanar,  Isabel,  Neu-Georgien,  Guizo,  Rendova.  —  hasterti  Ribbe.  Das  Band  des  Vflgls  ist  unterseits  hasterti. 
bei  cf  und  ?,  beim  2  auch  oberseits,  nur  hinten  ausgebildet ;  beim  cf  ist  ausserdem  der  erste  Fleck  des  Bandes 
oberseits  nur  angedeutet.  Ghoiseul  und  Bougainville.  Die  beiden  von  Webster  gefangenen  ??,  welche  Rothschild 
im  Jahr  1895  von  Alu  angab,  stammen  wahrscheinlich  von  Neu-Georgien,  Webster’ s  Angaben  waren  nicht 
immer  zuverlässig.  Wenn  auf  Alu  eine  Form  dieser  Art  vorkommt,  so  ist  es  sicherlich  hasterti.  —  cilix  Godm.  ci/ix. 
und  Sah.  (23  a).  cf:  Vflgl  oberseits  ohne  Binde,  bei  reinen  Stücken  ziemlich  dicht  gelblich  bestäubt,  unterseits 
mit  kleinen  weissen  Flecken  vom  Hinterrande  costalwärts,  die  Reihe  nie  bis  zur  Costa  verlängert,  häufig  bis 
auf  ein  vor  der  2.  Submediane  liegendes  Fleckchen  verschwunden ,  zuweilen  auch  dieser  Fleck  nicht  aus¬ 
gebildet.  Das  weisse  Band  des  Hflgls  oben  und  besonders  unten  breiter  als  bei  allen  andern  Subspecies  von 
P.  fuscus,  stets  bis  zum  Abdominalrande  gehend.  ?:  blasser  als  das  cf,  der  Vflgl  wenigstens  unten  mit  einer 
nach  vorne  verschwindenden  weisslichen  Discalbinde ;  Exemplare  mit  fast  weissem  Hinterleib  sind  ?-ab.  albo-  alboventris. 
ventris  Ribbe.  Neu-Hannover  und  Neu-Mecklenburg  (=  New  Ireland).  —  lamponius  Frühst,  Meist  kleiner  lamponius. 
als  die  vorige  Form  (Vflgllänge  bei  cilix  cf  57 — 67  mm,  2  67 — 70  mm;  bei  lamponius  cf  50 — 61  mm,  2  62  bis 
64  mm).  Die  übrigen  von  Fruhstorfer  angegebenen  Unterschiede  sind  noch  weniger  stichhaltig,  doch  ist 
IX  8 


PAPILTO.  Von  Dr.  K.  Jobdain. 


08 

es  richtig,  dass  wenigstens  bei  vielen  cf  cP  von  lamponius  das  weisse  Hflglband  oberseits  tiefer  in  die  Zelle 
eindringt  als  bei  cilix.  Auch  hier  kommen  nach  Ribbe  ??  mit  fast  weissem  Hlb  vor.  Neu-Pommern  (=r  New 
B  ritain). 


P.  albinus.  Dem  P.  fuscüs  ähnlich.  Die  Grundfarbe  beim  cf  fast  rein  schwarz;  das  weisse  Feld 
der  Hflgloberseite  sehr  breit,  stets  bis  in  die  Zelle  gehend,  der  2.  bis  4.  Fleck  aussen  scharf  ausgeschnitten 
und  an  den  Adern  in  einen  spitzen  Zahn  ausgezogen,  aussen  von  dem  weissen  Felde  keine  graublauen  Discal¬ 
flecke;  unten  die  weissen  Makeln  sehr  scharf  begrenzt,  besonders  aussen.  ?  viel  blasser  als  cf,  das  weisse 
Feld  des  Hflgls  wie  beim  cf,  aber  oberseits  meist  etwas  schmäler,  zuweilen  die  Zelle  nicht  erreichend;  der 
Hflgl  unten  mit  einem  aus  6  oder  7  Makeln  bestehenden  weissen  Discalbande  und  einer  vollen  Reihe  schmutzig 
albinus.  gelber  Submarginalflecke.  Holländisch  und  Britisch  Neu-Guinea,  in  niedern  Lagen  des  Hügellandes.  —  albinus 
leucophanes.  Wall.  (=  sekarensis  Honr.).  Vflgl  ohne  weisses  Subapicalband.  Holländisch  Neu-Guinea.  Bei  ab.  leucophanes 
lesches.  Gr.-Sm.  trägt  der  Hflgl  unterseifs  nur  2  weisse  Discalmakeln.  —  lesches  Godm.  und  Sah.  (25  c).  Vflgl  mit 
weissem  Subapicalbande.  Britisch  Neu-Guinea. 

schmeltzi.  P.  schmeltzi  Herr. -Sch.  (27  c).  cf:  Vflgl  schwarz,  häufig  vorne  mit  Spuren  einer  gebogenen,  dünnen, 

weissen  Discalbinde,  die  unten  stets  vorhanden  ist.  Hflgl  mit  bläulichgrauer  Discalbinde,  die  den  Abdominal¬ 
rand  nicht  erreicht  und  aussen  sehr  stark  gezähnt  ist;  unten  ist  diese  Binde  durch  eine  ziemlich  vollständige 
Reihe  dünner  Monde  vertreten,  aussen  von  denen  grosse  blaue  Monde  stehen,  die  Submarginalflecke,  welche 
oben  fehlen,  sind  unten  ockergelb  und  alle  sehr  gut  entwickelt,  die  Adern  an  der  Wurzel  des  Hflgls,  besonders 
die  Gostale,  grau  gestreift  (wie  bei  godeffroyi).  2  blasser  als  cf,  Vflgl  auch  oben  immer  mit  Discalbinde.  Das 
frisch  gelegte  Ei  strohgelb,  später  orange,  vor  dem  Ausschlüpfen  grau.  Die  junge  Rp  Vogeldung  ähnlich, 
mit  verzweigten  Dornen  auf  allen  Ringen;  erwachsen  sehr  variabel,  gewöhnlich  grün,  mit  braunem  Thoracal- 
band,  das  unten  seitlich  bis  zum  Prothorax  läuft,  auf  dem  Hlb  2  abgekürzte  Schrägbänder,  auf  den  3  Thoracal- 
ringen  und  dem  vorletzten  Hlbssegmente  niedrige  Höcker;  die  Nackengabel  lebhaft  rot.  Pp  stets  an  einem 
Zweige  befestigt,  blaugrün,  unten  in  der  Mitte  stark  gewölbt,  dorsal  massig  eingebogen,  mit  Silberstreifen 
auf  den  Flügelscheiden  und  dem  Hlbe,  die  Mitte  des  Hlbs  dorsal  lebhaft  goldgrün.  Auf  Aralia.  Der  Falter 
im  offenen  Walde  mit  Unterholz;  sein  Flug  unregelmässig,  stossweise.  —  Fiji-Inseln;  der  einzige  dort  vor¬ 
kommende  Papilio. 

godeffroyi.  p,  godeffroyi  Semp.  (27  c).  cf:  Vflgl  ziemlich  spitz,  mit  schrägem  Bande  weisser  Flecken  aussen 

von  der  Zelle,  das  Band  unterseits  durch  eine  unterbrochene  oder  vollständige  Reihe  schmaler  Querflecke 
bis  zur  Submediane  fortgesetzt.  Hflgl  oben  mit  bläulicbgrauem  Discalbande,  das  hinten  zugespitzt  ist  und 
nicht  in  die  Zelle  eintritt;  aussen  von  dem  Bande  unbestimmt  begrenzte  blaue  Flecke;  Fransenflecke  beider 
Flügel  gross.  Unten  das  Band  des  Hflgls  nur  durch  eine  schwache  Linie  angedeutet,  aussen  von  derselben 
eine  volle  Reihe  blauer  Monde,  die  Submarginalflecke  gelblichgrau,  nicht  scharf  begrenzt,  der  anale  gelbrot. 
Das  2  blasser,  der  Vflgl  mit  einer  auch  oben  bis  zum  Hinterrande  fortgesetzten  Fleckenbinde ;  Vflgl  oberseits 
mit  mehreren  roten  Submarginalflecken,  unten  die  Discalbinde  sehr  schmal,  weiss,  die  Submarginalflecke  alle 
deutlich,  gelbrot.  Die  junge  Rp  schwarz,  mit  weissem  V  auf  dem  Rücken,  und  schwarzen  Dornen.  Die 
erwachsene  Rp  variabel,  gewöhnlich  grün  und  der  schmeltzi- Rp  ähnlich  gezeichnet,  auf  dem  3.  bis  5.  Ringe 
jederseits  2  kurze  orangefarbene  Dornen,  auf  dem  8.  bis  12.  Ringe  jederseits  ein  solcher  Höcker;  auf  Aralia. 
Pp  goldgrün,  der  Rücken  des  Hlbs  gleichmässig  gewölbt;  stets  auf  der  Mittelrippe  eines  Blattes  befestigt. 
Die  Rpn  dieser  Art  und  schmeltzi  fressen  am  Tage.  —  Samoa. 

P.  ilioneus.  Taster  seitlich  ganz  weiss;  Hlb  unten  an  den  Seiten  und  in  der  Mitte  der  Unterseite 
mit  im  ganzen  5  gelblichweissen ,  ziemlich  dicken  Linien,  cf:  Vflgl  oben  aussen  von  der  Zelle  mit  einem 
Schrägbande  weisser  Flecke  und  vor  dem  Saume  einer  Reihe  weisser  Submarginalpunkte,  von  denen  ge¬ 
wöhnlich  nur  der  1.,  vor  der  4.  Subcostale  liegende  deutlich  ist;  Hflgl  mit  weissem  Discalfeld  vom  Costal- 
rande  bis  zur  1.  Mediane  oder  etwas  darüber  hinaus,  die  3.  Makel  stets  die  grösste,  die  letzte  klein,  dicht 
an  der  Zelle  liegend,  der  Apex  der  Zelle  stets  weiss;  die  Fransenflecke  weiss,  gross.  Unterseite:  Vflgl  wie 
oben,  aber  das  Schrägband  breiter  und  die  Submarginalflecke  alle  mit  Ausnahme  des  letzten  gut  ausgebildet, 
vor  der  Submediane  ein  kurzer  weisser  discaler  linienförmiger  Ouerfleck ;  das  Discalband  des  Hflgls  bis  zum 
Analrande  fortgesetzt,  eine  volle  Serie  Submarginalflecke,  der  erste  und  letzte  gross,  gerundet  und  gelbrot 
mit  gelblich  weissem  Rande,  die  andern  gelblichweiss  mit  rotem  Punkte.  Das  2  blasser  braun,  die  Zeich¬ 
nungen  des  Vflgl  gelblich,  grösser  als  beim  cf,  vor  dem  Hinterrande  in  2/s  eine  dreieckige  Makel.  AufNeu- 
ilioneus.  Caledonien  und  den  benachbarten  Loyalty-Inseln ,  sowie  auf  der  Norfolk-Insel.  —  ilioneus  Don.  (=  amphi- 
araus  Fldr.).  2:  Das  Subapicalband  der  Vflgloberseite  breit,  gelblich;  die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite 
gross,  der  2.  und  3.  wenigstens  so  gross  wie  die  schwarzen  Flecke,  die  zwischen  ihnen  und  dem  gelb- 
amynthor.  lichweissen  Discalfelde  stehen.  Norfolk-Insel.  —  amynthor  Bdv.  (—  abstrusus  Btlr.)  (27  c).  Das  Subapical¬ 
band  des  Vflgls  und  die  hintern  Makeln  des  gelblichweissen  Hflglteldes  weniger  gelb  als  bei  voriger  Form, 
das  Vflglband  schmäler  und  die  Submarginalflecke  der  Unterseite  auf  beiden  Flügeln  kleiner.  Neu-Caledonien 
und  Loyalty-Inseln;  wie  es  scheint  häufig. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jokdan. 


59 

P.  canopus.  Beide  Flügel  bei  d  und  ?  mit  einem  weissen  oder  gelblichen  Bande,  das  unten  mindestens 
so  breit  als  oben  ist.  Das  Vflglband  bei  einigen  ungeschwänzten  Formen  bis  auf  1 — 3  Subapicalflecke 
verschwunden,  zuweilen  auch  das  Hflglband  nur  durch  ein  paar  dünne  Fleckchen  angedeutet;  diese  Formen 
erinnern  an  braune  Formen  des  P.  elijtia,  sind  aber  leicht  durch  die  dünnen  Saumflecke  und  die  viel  mehr 
distale  Stellung  des  Subcostalastes  des  Hflgls  zu  unterscheiden.  Bei  P.  fuscus  capaneus  und  xenophilus,  welche 
den  geschwänzten  canopus- Formen  ähneln,  ist  die  oberseits  zusammenhängende  Hflglbinde  unterseits  viel  schmäler 
und  in  Flecke  aufgelöst.  Auf  den  kleinen  Sunda-  und  den  Tenimber-Inseln,  in  Nord-Australien  und  auf  den 
Neu-Hebriden.  —  hypsicles  IPew.  Das  Vflglband  von  der  Subcostalgabel  ab  grade  bis  zum  Hinterrande  ver-  hypsicles. 
laufend,  etwas  schräggestellt,  nach  hinten  etwas  verbreitert,  der  in  der  Subcostalgabel  liegende  Fleck  nicht 
länger  als  der  1.  oder  3.  Fleck;  die  blauen  Discalflecke  auf  der  Hflglunterseite  ziemlich  gross,  die  Submarginal¬ 
flecke  rötlich,  die  5.  und  6.  Makel  des  weissen  Bandes  etwa  ’/s  so  lang  als  ihre  Entfernung  von  den  Sub¬ 
marginalflecken.  Der  Schwanz  spatelförmig.  Neu-Hebriden.  —  canopus  Westw.  Der  in  der  Subcostalgabel  canopus. 
des  Vflgls  liegende  Fleck  des  Bandes  länger  als  der  1.  und  3.  Fleck,  die  mittleren  Flecke  immer  kleiner  als 
die  vorderen;  der  Abdominalrand  des  Hflgls  kürzer  als  bei  lujpsicles,  daher  das  Discalband  und  die  Sub¬ 
marginalflecke  näher  zusammen.  Der  Schwanz  spatelförmig.  Nord- West- Australien  und  Gap  York.  — 
tenimberensis  Pothsch.  (==  babberensis  Frühst.).  Der  vorigen  Subspecies  ähnlich,  aber  die  Binde  auf  beiden  tenim- 
Flügeln  viel  breiter.  Das  cf  ohne  deutliche  Submarginalflecke  auf  der  Hflgloberseite ,  diese  Flecke  beim  ?  berensis. 
zuweilen  scharf  ausgeprägt  und  rotgelb.  Tenimber;  Babber.  —  croton  Frühst.,  von  Dämmer,  ist  so  variabel,  croton. 
dass  keine  stichhaltigen  Unterschiede  von  canopinus  einerseits  und  tenimberensis  andererseits  vorhanden  sind. 

Bei  einigen  Exemplaren  ist  das  Vflglband  vom  4.  Flecke  ab  fast  erloschen,  während  es  bei  andern  so  breit 
wie  bei  tenimberensis  ist ;  das  Hflglband  ist  zuweilen  nur  '/3  s0  breit  als  bei  andern  Stücken.  Die  Sub- 
marginalflecke  des  Hflgls,  welche  oberseits  nur  selten  fehlen,  sind  klein  und  gewöhnlich  verwischt.  Unsere 
Serie  von  15  Exemplaren  wurde  von  H.  Kühn  vom  31.  Oktober  bis  12.  Dezember  1898  gefangen.  —  canopinus  canopinus. 
Pothsch.  (=  kallon  Frühst.)  (24  c)  von  Moa  und  Roma  (kommt  vielleicht  auch  auf  den  andern  kleinen  Inseln 
der  Gruppe  vor)  variiert  gleichfalls  ziemlich  stark;  die  Vflglbinde  steht  hinten  näher  am  Saume  als  bei  den 
vorhergehenden  Rassen ;  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  sind  auch  oberseits  immer  gross ;  der  Schwanz  ist 
entweder  am  Ende  erweitert,  oder  einfach  zugespitzt,  oder  zu  einem  kurzen  Zahn  reduziert,  der  kaum  mehr’ 
als  die  andern  Saumzähne  vorspringt.  —  hypsiclides  Pothsch.,  von  Wetter,  ist  noch  veränderlicher  als  croton.  hypsiclides. 
Das  Vflglband  stehf,  wenigstens  auf  der  Unterseite,  hinten  nicht  so  nahe  am  Saume  als  bei  canopinus  und 
vollenhovii,  es  variiert  in  der  Breite,  besonders  vom  4.  Fleck  ab  und  ist  zuweilen  weit  unterbrochen;  die 
mittleren  Flecke  des  Hflglbandes  sind  meist  bedeutend  kürzer,  als  ihre  Entfernung  von  der  Zelle,  die  Sub¬ 
marginalflecke  des  Hflgls  sind  auch  oberseits  immer  scharf  ausgebildet;  der  Schwanz  ist  entweder  schwach 
spatelförmig,  oder  einfach  zugespitzt,  oder  fehlt  auch  vollständig;  bei  schwanzlosen  Stücken  ist  der  Saum 
des  Hflgls  zuweilen  viel  weniger  gerundet  als  gewöhnlich.  —  vollenhovii  Fldr.  (24  c),  von  Timor,  ist  immer  vollenhovii. 
schwanzlos ,  die  Vflglbinde  steht  hinten  nahe  am  Saume  und  ist  immer  breit ;  die  Hflglbinde  ist  breiter  als 
bei  den  meisten  Exemplaren  von  hypsiclides,  die  5.  und  6.  Makel  sind  immer  bedeutend  länger  als  ihre  Ent¬ 
fernung  von  den  Submarginalflecken ,  die  letztem  sind  oben  und  unten  gut  entwickelt  und  die  6  vordem 
oberseits  in  unsern  8  Stücken  weiss.  Doherty  fand  diese  Form  in  Holländisch  Timor  im  November  und 
Dezember.  —  alorensis  Pothsch.  (24  c).  Schwanzlos.  Das  Vflglband  bis  auf  drei  Subapicalflecke  und  Spuren  alorensis. 
der  hintersten  Flecke  ausgelöscht,  der  1.  Fleck  nur  angedeutet,  der  in  der  Subcostalgabel-  liegende  2.  Pieck 
grösser  und  deutlich,  der  3.  klein ;  das  Band  des  Hflgls  sehr  schmal,  die  Submarginalflecke  weiter  vom  Saume 
entfernt  als  bei  vollenhovii.  Alor,  nur  1  cd  bekannt,  von  Doherty  im  Oktober  gefangen.  —  umbrosus  Pothsch.  umbrosus. 
(30  c).  Schwanzlos;  braun,  der  Saum  beider  Flügel  blasser  braun;  Vflgl  ohne  Band,  nur  mit  einem  Fleck 
in  der  Subcostalgabel;  das  Discalband  des  Hflgls  durch  sehr  dünne  Fleckchen  angedeutet,  die  Submarginal¬ 
flecke  oben  klein,  unten  ziemlich  gross.  Sumbawa;  Doherty  fing  ein  Paar  im  September.  —  sumbanus  sumbanus. 
Pothsch.  (24  c).  Vflgl  mit  3  grossen  Subapicalflecken  und  einem  kleinen  Doppelfleck  am  Hrde;  Hflgl  ohne 
Schwanz,  das  Discalband  auf  beiden  Seiten  sehr  dünn  oder  kaum  angedeutet,  die  Submarginalflecke  fehlen 
oberseits  und  sind  unten  alle  weiss,  linear  und  etwas  verwischt.  Sumba;  ein  Paar  im  Tring  Museum.  Ein 
ziemlich  getreues  Abbild  der  dortigen  Euploea  lewa,  aber  grösser. 

P.  hipponous.  Vflgl  nicht  weit  vom  Saume  mit  einem  vom  Hinterrande  vorwärts  laufenden  schmalen 
Bande,  das  oberseits  gelblich  ist  und  zuweilen  fehlt,  und  unterseits  weiss  und  zuweilen  zu  einem  Doppel¬ 
fleckchen  reduziert  ist.  Hflgl  mit  einem  durch  die  schwarzen  Adern  in  Flecke  aufgelösten  weissen  Bande, 
das  oben  und  unten  von  fast  gleicher  Breite  ist  und  stets  bis  zum  Abdominalrande  läuft.  Das  ?  dem  cT 
ganz  ähnlich,  aber  etwas  blasser.  Über  die  frühem  Stände  ist  nichts  näheres  bekannt.  Die  Fd  saugen  an 
Pfützen  und  Quellen.  Indo -Malayisch.  —  pitmani  Ehv.  (=  pitmanni  Pothsch.).  Vflgl  oberseits  ohne  deut-  pitmani. 
liebes  Band,  höchstens  mit  einem  kleinen  Fleck  vor  dem  Hinterrande.  Tenasserim  und  Siam.  —  hipponous  hipponous. 
Fldr.  Vflgl  oberseits  mit  deutlichem,  gelblichem  Bande,  das  costalwärts  allmählich  verschwindet;  der 
3.  Fleck  des  Hflglbandes  etwa  doppelt  so  lang  als  der  5.  Auf  Luzon.  —  bazilanus  Frühst.  Der  vorigen  bazilanus. 
Form  sehr  ähnlich,  die  Hflglbinde  aber  von  mehr  gleichmässiger  Breite,  da  die  3.  Makel  kürzer  als  bei 
hipponous  ist.  Palawan,  Bohol,  Mindanao,  Razilan.  —  lunifer  Pothsch.  (33b).  Eine  sehr  grosse  Form,  bei  lunifer. 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jobdan. 


der  die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  gross  und  stark  gebogen  sind  und  weiter  vom  Saume  entfernt 
leptopsephus.  stehen  als  bei  den  andern  Formen.  Sangir-  und  Talaut- Inseln.  —  leptopsephus  Frühst.  Vflgl  mit  einem 
vorne  abgekürzten  weissen  Submarginalbande;  die  ockerfarbenen  Submarginalmonde  der  Hflglunterseite  sehr 
klein.  Assam,  der  Fundort  jedoch  fraglich.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt;  ob  von  basilanus  verschieden? 

sakonta/a.  P.  sakontala  Heir.  (32  c).  cf:  Beide  Flügel  schmäler  als  bei  P.  hipponous  und  P.polytes.  Vflgl  mit  schmalen 

Saumflecken  und  grauen  Discalstreifen ,  ohne  die  Binde  des  P.  hipponous;  Hflgl  mit  einem  aus  getrennten, 
mehr  oder  weniger  stark  schwarz  bestäubten  Makeln  bestehenden  Discalbande ,  in  dem  der  4.  und  5.  Fleck 
am  längsten  sind;  die  rötlichen  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sehr  klein,  zum  Teil  nicht  entwickelt.  - 
Eine  seltene  nordindische  Art,  von  der  bis  jetzt  nur  einzelne  Exemplare  gefunden  worden  sind;  von  Masuri 
ostwärts  bis  zu  den  Naga-Bergen  in  Ober-Assam. 

jordani.  P.  jordani  Frühst.  Bräunlich  schwarz.  Vflgl  von  der  5.  Subcostale  rückwärts  mit  kreide- 

weissen  Randflecken ,  die  beiden  ersten  klein ,  die  andern  gross ,  der  4.  und  5.  nagelkopfförmig.  Hflgl  mit 
discalem  Fleckenbande  und  grossen  Randflecken,  alle  kreideweiss,  die  Randflecke  aber,  wie  auch  auf  dem 
Vflgl,  oben  schwarz  bestäubt;  die  discalen  Flecke  sehr  gross,  besonders  der  3. —  5.;  Submarginalflecke  fehlen. 
Beide  Flügel  gestreckt,  der  Hflgl  stark  gezähnt,  aber  ohne  Schwanz.  — ■  1  cf  in  c.oll.  Fruhstorfer,  wahr¬ 
scheinlich  von  Celebes  stammend. 

walken.  P.  walkeri  Jans.  (32  c).  Nur  1  cf  bekannt.  Vflgl  mit  grauen  Discalstreifen  und  weissen  Randflecken.  Auf 

der  Hflgloberseite  ein  verwischtes  breites,  graublaues  Discalband  und  eine  volle  Reihe  blaugrauer  Submarginal¬ 
flecke;  unterseits  sind  die  Submarginalflecke  gelblich,  das  blaue  Discalband  ist  zu  Flecken  reduziert  und  an 
der  Innenseite  der  hintern  blauen  Flecke  stehen  gelbe  Flecke;  der  Schwanz  kurz,  nicht  spatelförmig  er¬ 
weitert.  —  Süd-Indien  ;  im  Tring  Museum. 


Polytes-Gruppe. 

Die  Geschlechter  verschieden.  Die  ??  Nachahmer  von  Aristolochienfaltern ,  bei  P.  polytes  polymorph  und 
eine  der  $-F orrnen  dem  cf  ähnlich.  Mit  der  vorigen  Gruppe  durch  /'.  canopus ,  hipponous ,  sakontala  etc.  und  mit 
der  folgenden  Gruppe  durch  P.  arnbrax  eng  verbunden. 

P.  polytes.  Taster  an  den  Seiten  reinweiss.  cf :  schwarz ,  Vflgl  mit  weissen  Saumflecken,  welche 
nagelkopfartig  am  Saume  schmäler  als  discalwärts  sind ;  Hflgl  mit  weissem ,  selten  gelblichem  Discalbande 
ausserhalb  der  Zelle,  das  aus  ungefähr  gleichgrossen  Flecken  besteht  und  unterseits  fast  ganz  wie  auf  der 
Oberseite  ist.  Das  ?  tritt  in  3  Hauptformen  auf:  die  cyrus- Form  ist  dem  cf  sehr  ähnlich;  die  theseus- Form 
hat  auf  dem  Hflgl  nicht  weisse  Discalmakeln,  sondern  rote;  und  die  polytes-Form,  welche  weisse  Discalmakeln 
auf  dem  Hflgl  besitzt.  Bei  allen  ??  der  2.  und  3.  Form  ist  der  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  1.  oder  2.  Mediane  und 
am  Saum  schwarz,  der  nach  hinten  verschmälerte  zentrale  Teil  aufgehellt  und  von  schwarzen  Ader-  und  Falten¬ 
streifen  durchzogen,  der  Saum  deutlich  gewellt,  mit  dünnen  weissen  Fransenflecken.  Von  Nordwest-Indien, 
West-China  und  den  Liu-Kiu-Inseln  siid-  und  ostwärts  bis  nach  den  Molukken  und  Timor  nebst  Nebeninseln  ver¬ 
breitet;  noch  nicht  von  Tenimber  bekannt.  Die  Rp  lebt  hauptsächlich  auf  Citrus- Arten ,  kommt  aber  auch 
auf  andern  Bäumen  vor,  wie  Murraya,  Triphasia,  Zanthoxylum ;  in  der  Jugend  ähnlich  Vogeldung,  erwachsen 
grün,  die  Thoracalfüsse  rötlich,  Bauchfüsse  blassgrün ,  oberhalb  der  Fiisse  ein  weisser  Längsstreif,  auf  dem 
Thorax  ein  Querband,  das  an  jeder  Seite  in  einen  schwarzen  Fleck  endigt,  hinter  dem  Thorax  ein  zweiter  Gürtel, 
der  mit  dem  weissen  Seitenstreifen  zusammenhängt,  in  der  Mitte  des  Körpers  zwei  Schrägbinden,  alle  weiss  mit 
braunen  oder  grünen  Flecken.  Die  Pp  olivenbraun  mit  braunen,  grünen  und  gelben  Flecken  und  Streifen,  die 
Unterseite  des  Hlbs  milchweiss,  oder  die  ganze  Pp  grün;  die  Kopfhörner  kurz,  stumpf,  ziemlich  weit  voneinander 
entfernt,  der  Thoracalhöcker  niedrig,  der  Rücken  an  der  Wurzel  des  Hlbs  ziemlich  stark  eingebogen,  die  Flügel¬ 
scheiden  massig  abstehend  (das  Bild  in  Moore,  Lep.  Indica  Tab.  462  ist  nicht  korrekt).  Einer  der  gemeinsten 
indo-malayischen  Papilios;  überall  in  offenen  Wäldern  und  in  Gärten,  in  niedern  Lagen,  im  Himalaya  bis  zu  etwa 
6000  Fuss.  Der  Flug  des  cf  ist  sehr  schnell,  ruhelos,  schwingend,  während  das  ?  mehr  langsam  segelt  und  auch 
darin  jenen  Aristolochienfaltern  ähnelt,  denen  es  in  der  Zeichnung  nahekommt.  P.polytes  saugt  gerne  an  Blumen, 
findet  sich  aber  nie  auf  nassen  Wegstellen.  Die  verschiedenen  ?-Formen  fliegen  zu  gleicher  Zeit,  sind  aber  nicht 
gleich  häufig,  auch  kommen  in  manchen  Distrikten  nur  eine  oder  zwei  Formen  vor.  Die  geographischen 
Formen  sind  im  allgemeinen  nicht  scharf  geschieden.  Wir  unterscheiden  zwei  Gruppen  von  Formen:  1.  das 
cf  hat.  auf  der  Hflglunterseite  an  der  Aussenseite  der  hintern  weissen  Discalflecke  blaue  Schuppen  in  den 
Formen,  welche  von  den  Liu-Kiu-Inseln  und  China  südwärts  über  Indien  und  die  grossen  und  kleinen 
Sunda-Inseln  bis  nach  Babber  verbreitet  sind,  während  solche  blaue  Schuppen  bei  jenen  Faunen  höchst 
selten  vorhanden  sind,  welche  die  Molukken,  Sulla-Inseln,  Nord -Celebes  und  Philippinen  bewohnen.  In 
Nord-Borneo  scheinen  beide  Formen  -  Gruppen  zu  fliegen.  Die  Rpn  der  beiden  Gruppen  sollen  sich 

dadurch  unterscheiden  (ob  konstant?),  dass  der  Satteltleck  bei  der  ersten  Gruppe  oben  offen  und  bei 
polytes.  der  zweiten  geschlossen  ist.  —  polytes  L.  {—  borealis  Fldr. ,  polycles  Frühst.,  pasikrat.es  Frühst.),  cf:  Die 
Hflglbinde  meist  schmal,  die  Flecke  gewöhnlich  ziemlich  weit  getrennt;  bei  den  Frühjaln’sst licken  sind  die 
borealis.  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  rot  und  ziemlich  gross :  cf -fl  borealis  Fldr.  (vgl.  Bd.  I ;  Taf.  5  c), 


PAP  ILIO.  Von  Dr.  K.  Joudan. 


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während  sie  bei  den  Sommerstücken  meist  weiss  sind  und  oft  zum  Teil  fehlen:  c f-f.  pammon  /.  (31a ).  pamrtion. 
Unter  letzterer  Form  kommen  Exemplare  vor,  die  gar  keine  Submarginalflecke  besitzen  und  den  unglücklich  ge¬ 
wählten  Namen  i?-f.  depicta  Frühst,  erhalten  haben.  Das  ¥  tritt  in  drei  Hauptformen  auf:  ?-f.  mandane  Höllisch,  depicta. 
(=  ocha  Frühst.),  dem  cd  ähnlich;  ¥-f.  stichius  Hbn. ,  Hflgl  mit  weissen  Discalflecken,  aber  ohne  weissen  mandane 
Zellfleck;  ¥-f.  polytes  L.  (31a),  Hflgl  auch  mit  weissem  Fleck  in  dev  Zelle.  Liu-Kiu-Inseln,  Formosa,  China  /h)/y/rj 
von  Shanghai  bis  Nord-Tonkin,  Hainan,  sehr  häufig.  romulus  Cram.  (=  ceylanicus  Flclr.;  neomelanides 
Frühst.)  ist  der  älteste  Name  für  die  sehr  variable  Form,  welche  von  Tonkin  bis  Nordwest-Indien  und  Ceylon  im 
Westen  und  bis  zu  den  Natuna-  und  Lingga-Inseln  im  Süden  verbreitet  ist.  Die  Hflglbinde  des  cd  breiter  als  bei 
der  vorigen  Subspecies,  aber  es  kommen  auch  Stücke  vor,  bei  denen  die  Binde  ebenso  schmal  ist;  die  Frühjahrs¬ 
stücke  der  Gebirge  haben  auf  der  Hflglunterseite  stark  entwickelte  rote  Submarginalflecke,  die  zuweilen  auch 
teilweise  oben  deutlich  sind.  Zwei  cd  cd  von  Stid-Indien  im  Tring  Museum  sind  sehr  aberrant  und  erinnern 
durch  das  verwaschene  Band  der  Hflgloberseite  etwas  an  P.  sakontala ;  bei  beiden  Stücken  sind  die  Rand¬ 
flecke  des  Vflgls  vergrössert;  bei  dem  Exemplar  von  Coimbatore  (der  Namentype)  sind  die  hinteren  zwei 
Discalflecke  der  Hflgloberseite  ganz  klein  und  weiss,  die  andern  fehlen  oder  sind  durch  bläuliche  Schatten- 
tlecke  ersetzt,  die  mit  einer  zweiten  Reihe  von  bläulichen  Flecken  Zusammenhängen;  unterseits  sind  5  kleine 
weisse  Discalflecke  vorhanden,  die  die  innere  Begrenzung  von  langen  rot,  bläulich  und  gelblichgrau  gefärbten 
Streifen  bilden,  deren  äussere  Enden  den  Submarginalflecken  normaler  Stücke  entsprechen;  das  zweite  Exemplar, 
von  den  Nilgiris,  hat  oben  und  unten  längliche,  bläulichgraue  Discalmakeln ;  auf  dem  linken  Flügel  ist  die 
Reihe  vollständig,  während  die  obern  Flecke  auf  der  Oberseite  des  rechten  Htlgls  fehlen  und  auf  der  Unter¬ 
seite  desselben  klein  sind,  dagegen  trägt  der  rechte  Hflgl  unterseits  eine  Reihe  Submarginalflecke,  die  dem 
linken  Flügel  fehlen:  cf -ab.  astreans  ah.  nov.  (32a).  Das  ¥  tritt  in  den  westlichen  Teilen  des  Verbreitungs-  astreans. 
gebiets  in  3  Hauptformen  auf,  in  den  östlichen  nur  in  2.  Die  dem  cf  ähnliche  Form  ist  ¥-f.  cyrus  F.  cyrus. 

(=  cyroides  Frühst.)  (31  a).  Das  Htlglband  breiter  als  bei  der  betreffenden  Form  der  vorigen  Subspecies, 
bei  Frühjahrsstücken  sind  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  unten  und  oft  auch  obeiWrot  und  gross.  Die 
zweite  ¥-Form  mit  weissem  Spiegel,  variiert  noch  stärker  als  ¥-f.  polytes,  und  nur  die  Exemplare  mit  grossem 
Zellfleck  sind  von  chinesischen  Stücken  zu  unterscheiden.  Die  3.  Form,  ¥-f.  romulus  <'r.  (=  mutius  F.,  romulus. 
astyanax  F.,  rubida  Frühst.)  (32  a)  ahmt  P.  hector  nach  und  findet  sich  auch  nur  in  dem  Fluggebiet  dieser  Art 
von  Ceylon  bis  Nord-Indien,  in  Sikkim,  wo  hector  nicht  vorkommt,  ist  romulus  selten  und  ist  weiter  östlich 
überhaupt  noch  nicht  beobachtet  worden :  Vflgl  mit  einem  kurzen  subapicalen  und  längern  discalen  hellen 
Schrägbande,  Hflgl  ohne  weisse  Makeln,  dagegen  mit  viel  Rot.  —  nikobarus  Flclr.  ist  eine  grosse  Form  nikobarus. 
mit  breiter  Hflglbinde.  Die  dem  cf  ähnliche  ?-Form  scheint  häufiger  als  in  andern  Distrikten  zu  sein. 

Die  zweite  ¥-Form,  mit  weissem  Spiegel,  ist  augenscheinlich  ziemlich  selten  und  von  gewissen  kontinen¬ 
talen  Stücken  mit  weissem  Zellfleck  nicht  zu  unterscheiden.  Nikobaren  und  Andamanen.  —  theseus  Cr.  theseus. 
von  Sumatra  (mit  Ausnahme  des  Süd- Ostens)  und  Borneo.  Im  Durchschnitt  kleiner  als  die  vorher¬ 
gehenden  Formen,  cf:  Schwanz  kürzer,  weniger  spatelförmig,  das  Htlglband  am  Abdominalrande  ge¬ 
wöhnlich  schmäler  als  beim  cf  von  romulus.  Die  ¥-Form  im  männlichen  Kleide,  ?-f.  nonia  form,  nov.,  nonia. 
unterscheidet  sich  in  derselben  Weise  wie  das  cf;  das  ¥  ohne  weisse  Flecke  auf  dem  Hflgl,  aber  mit  roten 
Flecken,  ist  ¥-f.  theseus  Cr.  (30  c) ;  ausnahmsweise  sind  diese  roten  Discalflecke  zu  langen  Streifen  entwickelt :  theseus. 
¥-f.  melanides  Deh.;  bei  ¥-f.  numa  Weber  endlich  trägt  der  Hflgl  einige  kleine  weisse  Discalflecke.  —  javanus  melanides. 
Ftdr.  (—  antiphus  Dell.  nec.  Boisd.,  insularis  Piepers)  (31a,  b)  von  Stidost-Sumatra,  Billiton,  Java,  Banka,  Bali.  mima- 
Beim  cf  der  Schwanz  gewöhnlich  zu  einem  kurzen  Stummel  reduziert.  Ein  offenbar  atavistisches  Exemplar 
von  Java  (im  Tring  Museum)  hat  die  graue  Beschuppung  auf  der  Vflgloberseite  zu  einem  schmalen,  costal- 
wärts  verschwindenden,  discalen  Fleckenbande  verdichtet,  das  auf  der  Unterseite  durch  eine  vor  dem  Hintei- 
rande  liegende,  sehr  deutliche  Quermakel  repräsentiert  ist:  cf-ab.  seronis  ab. nov.  (32a).  Bei  cf-ab.  gronovii  Sulz,  seronis. 
ist  das  Htlglband  oben  gelb  (verfärbt?).  Bei  der  dem  cf  ähnlichen  Form  des  ¥  ist  der  Schwanz  schmäler  Srouov'L 
und  kürzer  als  bei  dem  betreffenden  ¥  der  vorhergehenden  Rasse:  ¥-f.  pygela  f.  nov.  Die  polytes- Form  des  pygein. 

¥  unterscheidet  sich  von  den  weissgefleckten  ¥¥  aus  Sumatra  und  Borneo  durch  den  viel  grossem  weissen 
Spiegel,  worin  diese  Form  ziemlich  mit  gewissen  Exemplaren  der  ¥-f.  polytes  von  Malacca  übereinstimmt, 
die  Unterseite  des  Vflgls  ist  sehr  blass  und  das  dunkle  Basalfeld  ist  gewöhnlich  bis  zur  Wurzel  der  1.  Mediane 
ausgedehnt;  Bali-Exemplare  schlagen  schon  zur  nächsten  Form  hinüber.  —  vigellius  Frühst,  von  Bawean.  viget/ius. 
Mir  liegen  nur  cf  cf  und  cf -ähnliche  ¥¥  vor,  die  mit  Stücken  aus  Java  übereinstimmen.  Bei  der  zweiten 
¥-Form,  welche  ich  nicht  kenne,  »überschreitet  der  weisse  Discalfleck  fast  nie  die  Zellwand  und  sind  die 
Vflgl  dunkler  gestreift  als  bei  javanus-^j« .  —  messius  Frühst,  von  Lombok,  häufig.  Das  cf  mit  kurzem  messius. 
Schwanzstummel,  das  Hflglband  schmäler  als  bei  javanus  ¥-f.  pygela.  Bei  dem  weissgefleckten  ¥  ist  der 
Spiegel  des  Htlgls  auf  einige  ausserhalb  der  Zelle  stehende  Flecke  beschränkt,  selten  steht  ein  verwischter 
Fleck  in  der  Zelle;  der  aufgehellte  Teil  des  \  flgls  ist  weniger  ausgedehnt  als  bei  javanus  und  theseus  und 
oben  und  unten  dunkler,  der  Schwanz  ist  gewöhnlich  nur  sehr  wenig  erweitert  und  nie  so  jstarlTspatelförmig 
wie  bei  den  betreffenden  ¥-Formen  der  vorigen  Rassen :  ¥-f.  nuceria  f.  nov.  Bei  einer  drrtten  ¥-Form  fehlen  nuceria. 
die  weissen  Flecke  auf  dem  Hflgl  gänzlich,  wie  bei  der  ¥-Form  theseus  von  Sumatra  und  Borneo,  der  Vflgl 
ist  aber  weniger  autgehellt  als  bei  jener  Form  und  der  Schwanz  weniger  spatelförmig:  ¥-f.  tisias  form,  nov.,  tisias. 
ahmt  P.  aristolochiae  lomboökensis  nach.  —  sotira  stibsp.  nov.  fliegt  auf  Sumbawa.  Die  Binde  des  cf  ist  durch-  sotira. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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schnittlich  noch  schmäler  als  bei  der  vorigen  Subspecies,  der  3.  Fleck  der  Unterseite  ist  gewöhnlich  sehr  schmal. 
Die  einzige  mir  bekannte  ¥-Form  trägt  eine  wurzelwärts  grade  abgestutzte  Reihe  von  3  oder  4  Discalflecken  auf 
dem  Hflgl;  der  Vflgl  ist  oben  dunkler  als  bei  allen  andern  Formen,  die  discale  Aufhellung  ist  noch  mehr  als 
bei  messhis  beschränkt,  unten  dehnt  sich  das  schwarze  Wurzelfeld  bis  über  die  Wurzel  der  1 .  Mediane  hinaus 
timorensis.  und  die  schwarzen  »Streifen  zwischen  den  Adern  sind  sehr  breit;  der  Schwanz  ist  spatelförmig.  —  timorensis 
Fldr.  (=  polyphontes  Deh.  nec  Boisd.)  von  Sumba,  Suva  und  Flores  ostwärts  bis  Babber  verbreitet.  Die 
Binde  des  cf  breiter  als  bei  den  Stücken  von  Lombok,  besonders  unterseits ;  viele  f  cf  haben  auf  der  Unter¬ 
seite  des  Vflgls  eine  weisse  Makel  vor  dem  Hinterrande  nicht  weit  vom  Analwinkel;  dies  ist  in  allen  5  Stücken 
der  Fall,  welche  wir  von  der  Insel  Suva  haben.  Eins  dieser  Suva-cfcf  hat  ausserdem  auf  beiden  Seiten  des 

so/ia.  Vflgls  4  graue  Discalfleckchen ,  die  zwischen  der  4.  Subcostale  und  3.  Radiale  stehen:  cf -ab.  solia  ab.  nov. 

virilis.  Das  ¥  tritt  in  zwei  Hauptformen  auf:  ¥-f.  virilis  Hob.  ist  dem  cf  ähnlich;  fast  alle  Exemplare  haben  eine 
weisse  Makel  auf  der  Vllglunterseite  vor  dem  Hrde,  auch  ist  die  Hflglbinde  noch  breiter  als  beim  cf. 
Die  ¥-f.  timorensis  Fldr.  ist  auf  dem  Vflgl  gewöhnlich  sehr  stark  aufgehellt,  die  Zwischenaderstreifen  sind 
meist  schmal,  und  der  zwischen  den  Medianästen  stehende  erreicht  meist  das  dunkle  Wurzelfeld  nicht;  der 

tucanus.  weisse  Spiegel  des  Hflgls  ist  sehr  veränderlich,  dringt  aber  stets  in  die  Zelle  ein.  —  tucanus  subsp.  nov. 

Dem  aländor  ähnlich.  cf¥:  Vflgl  hinten  breiter,  der  Costalrand  weniger  stark  gebogen  und  der  Aussenrd 
weniger  ausgeschweift;  der  Hflgl  hinten  weniger  vorgezogen,  daher  die  hinter  dem  Schwänze  liegende  Ein¬ 
buchtung  fast  auf  gleicher  Höhe  mit  der  vor  dem  Schwänze  liegenden  Bucht;  der  Schwanz  beim  f  deutlich 
zugespitzt.  Beim  ¥  ist  die  Scheibe  des  Vflgls  oben  und  unten  reiner  weiss  als  beim  alcindor-?  und  die  hintern 
schwarzen  Streifen  sind  dünner;  das  schwarze  Wurzelfeld  reicht  fast  bis  zur  1.  Mediane.  Das  weisse  Feld 
des  Hflgls  besteht  aus  einer  kleinen  Zellmakel  und  5  Discalmakeln ,  die  alle  scharf  ausgebildet  sind;  die 
vorderste  dieser  Makeln  ist  rhombisch.  Binongka'fund  Kalidupa,  Toekan-Bessi-Inseln,  von  H.  Kühn  im  Dez. 
alcindor.  1901  und  Januar  1902  gefangen.  —  alcindor  Oberth.  (=  thesalphenor  Stgr.,  passienus  Frühst,.,  persienus  Frühst.) 
(31  b).  o*¥:  Vflgl  schmäler  als  bei  allen  vorhergehenden  Formen,  der  Costalrand  stark  gekrümmt  (wie  bei 

vielen  Faltern  auf  Celebes)  und  der  Aussenrd  vor  der  Mitte  deutlich  eingebogen;  der  Hflgl  hinten  verlängert, 
so  dass  der  Vrd  des  Schwanzes  viel  länger  als  der  Hrd  ist.  cf:  Saumfleck  des  Vflgls  gross,  die  hintern  4 
oder  5  breiter  als  die  Zwischenräume.  Das  Hflglband  verhältnismässig  schmal,  manche  Stücke  mit  rotem 
Fleck  an  der  Aussenseite  des  vorletzten  Flecks;  bei  einem  unserer  Exemplare  aus  Ost -Celebes  steht  ein 
kleiner  weisser  Fleck  in  der  Zelle.  Das  ¥  tritt  nur  in  einer  Form  auf:  das  schmutzig  weisse  Discalfeld  des 
Vflgls  reicht  wurzelwärts  bis  zur  Wurzel  der  2.  Mediane,  die  schwarzen  »Streifen  und  der  schwarze  Saum 
sind  breit.  Der  weisse  Zelltleck  des  Htlgls  reicht  immer  bis  zur  Wurzel  der  2.  Mediane;  es  stehen  3  bis 
5  Flecke  um  die  Zelle  herum,  die  obern  sind  zugespitzt,  und  die  Aussenränder  aller  mehr  oder  weniger  ver¬ 
wischt.  Ein  Abbild  des  P.  polyphontes ;  häufig  auf  Saleyer  und  in  Süd-,  Zentral-  und  Ost-Celebes,  auch  auf 
Buton;  auf  der  nördlichen  Halbinsel  von  Celebes  fliegt  eine  ganz  andere  Subspecies,  die  zur  folgenden 
Formenreihe  gehört. 

Bei  den  noch  übrigen  Formen  von  V.  polytes  sind  die  Schrägbinden  des  Hlbs  der  Rpn ,  soweit  bekannt, 
dorsal  nicht  unterbrochen ;  die  ff  haben  auf  der  Hflglunterseite  sehr  selten  blaue  Schuppen  aussen  von  der  Discal- 
binde;  beim  ¥  ist  der  2.  und  meist  auch  der  3.  Submarginalfleck  der  Hflglunterseite  nicht  mondförmig,  sondern 
schwach  S-förmig,  auch  sind  die  den  weissen  Spiegel  des  Hflgls  durchziehenden  Längsadern  gar  nicht  oder  nur  sehr 
schmal  schwarz  beschuppt. 

valeria.  —  valeria  subsp.  nov.  Mir  nur  3  ¥¥  im  männlichen  Kleide  bekannt.  Die  Saumflecke  des  Vflgls  am 
Saume  sehr  dünn,  discalwärts  aber  breit.  Der  1.  Fleck  der  Hflglbinde  oben  und  unten  sehr  dünn,  der  2. 
breiter  als  lang,  vorne  breiter  als  hinten,  der  3.  etwa  so  lang  als  breit,  unregelmässig  rhombisch,  der  4. 
und  5.  lang;  wenigstens  die  hintern  5  Submarginalflecke  oberseits  gut  entwickelt,  der  anale  rot,  die  Saum¬ 
flecke  nur  teilweise  angedeutet  oder  alle  ganz  klein;  unterseits  die  Submarginalflecke  gross,  alle  bedeutend 
grösser  als  der  1.  Discalfleck,  die  Saumflecke  bei  den  beiden  Borneo-Stücken  grösser  als  oben;  die  Rand¬ 
zähne  stark  vorspringend.  Mantanani-Inseln  (Nord-Borneo),  Baram-Fluss  und  Lawas  in  »Sarawak  (Borneo).  — 
ledebonria.  ledebouria  Eschsch.  Von  Balabac,  Palawan,  den  Philippinen,  Palau  und  Yap.  cf:  Der  1.  Discalfleck  der 
Hflgloberseite  gerundet,  gewöhnlich  länger  als  breit;  bei  den  Stücken  von  Balabac  und  Palawan  sind  alle 
Flecke  der  Binde  voneinander  durch  schwarze  Adern  getrennt,  während  bei  den  Exemplaren  von  den 
Philippinen  die  Flecke,  wenigstens  bei  grossen  Stücken,  in  der  Regel  einander  berühren.  Das  ¥  in  drei 
horsfieldi.  Formen:  ¥-f.  horsfieldi  Peak.,  dem  cf  ähnlich;  der  1.  Discalfleck  des  Hflglbandes  viel  kleiner  als  beim  cf, 
quer,  stets  grösser  als  die  »Submarginalflecke  (auch  unterseits),  letztere  oben  nie  sehr  deutlich,  mit  Ausnahme 
des  roten  Analflecks,  auch  unten  immer  dünner  als  bei  der  vorigen  Form;  einzeln  auf  allen  Inseln.  ¥-f. 
praxilla.  praxilla  form.  nov.  (—  ledebouria  Fldr.  nec  Eschsch.),  Hflgl  mit  grossem  weissem  »Spiegel,  die  denselben  durch¬ 
ziehenden  Längsadern  nicht  schwarz,  Schwanz  spatelförmig  (nach  Semper  zuweilen  kurz  und  am  Ende  nicht 
erweitert) ;  auf  allen  Inseln ,  mit  Ausnahme  von  Balabac ,  Palawan  und  Palau ;  am  häufigsten  während  der 
elyros.  Regenzeit;  auf  Luzon  sind  Übergänge  zur  folgenden  Form  häufig.  ¥-f.  elyros  Wall,  fliegt  auf  Balabac, 
Palawan  und  Luzon,  und  soll  auch  auf  Mindoro  Vorkommen;  Hflgl  ohne  weissen  Spiegel  oder  der  Spiegel 
klein ;  von  der  ¥-f.  theseus  aus  Borneo  und  Sumatra  hauptsächlich  durch  die  viel  breitem  und  scharfem 
perversus.  schwarzen  Streifen  und  hellem  weisslichen  Streifen  des  Vflgls  unterschieden.  —  perversus  Rothsch.  (33  b). 


PAPTLfO.  Von  1)]'.  K.  Jordan. 


63 

Eine  grosse  Form  von  den  Talaut-  und  Sangir-Inseln  (und  Siao  ?).  cf:  Der  Vflgl  im  Umriss  an  I’.  p.  aldndor 
von  Celebes  erinnernd;  der  Costalrand  stärker  als  bei  ledebouria  gekrümmt,  die  Marginalflecke  grösser.  Der 
Abdominalrand  des  Hflgls  länger  als  bei  ledebouria  und  die  Submarginalflecke  der  Unterseite  weiter  vom 
Saume  entfernt ;  das  Band  vom  3.  Flecke  ab  meist  schmäler  als  bei  ledebouria ,  der  2.  Fleck  costalwärts 
wenigstens  um  die  Hälfte  länger  als  hinten,  aussen  sehr  schräg  abgestutzt,  der  1.  Fleck  oben  gross,  unten 
immer  zu  einer  Quermakel  verkürzt;  eins  unserer  Exemplare  hat  auf  der  Unterseite  blaue  Schuppen  ausser¬ 
halb  der  hintern  Flecke  des  Bandes.  Das  ?  in  zivei  Formen:  ?-f.  martius  Rothsch.  dem  cf  ähnlich:  auf  martius. 
dem  Hflgl  fehlen  die  Submarginalflecke  oberseits,  abgesehen  von  einem  kleinen  Analfleck,  sind  aber  unten 
alle  gross.  2-f.  atavus  Rothsch.  ähnlich  2-f.  praxilla  von  den  Philippinen,  der  Costalrand  des  4  flgls  stärker  atavus. 
gekrümmt,  die  schwarzen  Streifen  schmäler,  die  weissen  Randflecke  meist  wie  beim  cf  geformt  und  zuweilen 
fast  ebenso  scharf  ausgebildet ;  der  weisse  Spiegel  des  Hflgls  wie  bei  2-f.  praxitla ,  der  Zellfleck  aber  ge¬ 
wöhnlich  nur  oben  angedeutet.  alpheios  Frühst.  Auf  der  nördlichen  Halbinsel  von  Celebes  findet  sich  alpheios. 
nicht  aldndor ,  sondern  eine  dem  P.  pol.  ledebouria  sehr  ähnliche  Form,  welche  schon  von  Semper  und  Obee-thür 
vor  längerer  Zeit  von  dort  unter  dem  Namen  alphencrr  angeführt  wurde.  Das  cf  unterscheidet  sich  von 
perversus  durch  die  breitem  Flügel,  kleinern  Saumflecke  des  Vflgls  und  schmälere  Hflglbinde,  und  von  grossen 
ledebouria  durch  die  deutlicher  getrennten  Makeln  der  Hflglbinde.  Vom  2  ist  nur  die  polytes-Fovm  bekannt: 
grösser  als  die  grössten  Stücke  der  philippinischen  2-f.  praxilla,  die  schwarzen  Streifen  der  Yflglunterseite 
etwas  dünner  und  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  etwas  weiter  vom  Saume  entfernt.  —  polycritos  Frühst,  polycritos. 
(=  falcidius  Frühst.)  von  den  Sulla-Inseln  (Mangola  und  Besi)  und  Bangkei  ist  im  cf  nicht  von  alpheios  zu 
unterscheiden.  Das  dem  c f  ähnliche  2  hat  schmälere  Flügel  als  das  betreffende  2  von  den  Philippinen  (das 
entsprechende  alpheios-2  ist  nicht  bekannt) ,  auch  sind  die  Makeln  des  Hflglbandes  deutlicher  getrennt  und 
die  unterseits  immer  grossen,  oben  aber  meist  nur  schwach  ausgebildeten  Submarginalflecke  stehen  etwas 
weiter  vom  Saume  entfernt:  2-f.  zacora  form.  nov.  Die  2.  Form  des  2,  2-f.  rhacida  form,  nov . ,  hat  reiner  zacora. 
weisse  Streifen  auf  dem  Vflgl  als  bei  alpheios  und  ledebouria,  auch  ist  das  schwarze  Wurzelfeld  grösser,  be-  rhacida. 
sonders  in  der  Zelle  und  unterseits  zwischen  der  untern  Mediane  und  demHrde:  am  Saume  stehen  bei  allen 
unsern  Stücken  (10)  mehr  oder  weniger  deutliche  weissliehe  Flecke,  welche  denen  des  cf  ähnlich  sind;  der 
Schwanz  ist  zuweilen  kurz  und  zugespitzt  wie  beim  2  von  alphenor;  das  weisse  Hflglfeld  tritt  stets  in  die 
Zelle  ein.  —  alphenor  Cr.,  von  den  Süd-Molukken,  einschliesslich  Buru,  stimmt  beim  cf  fast  ganz  mit  ledebouria 
überein;  die  Saumflecke  des  Vflgls  sind  im  ganzen  kleiner  und  die  1.  Makel  des  Hflglbandes  oberseits  grösser 
und  unterseits  dünner.  Das  2  in  zwei  Formen,  von  denen  mir  nur  die  2-f.  alphenor  Cr.  (31b)  in  Natur  alphenor. 
bekannt  ist.  Bei  dieser  ist  der  Schwanz  stets  verkürzt  und  nie  deutlich  spatelförmig;  die  Submarginalflecke 
des  Hflgls  sind  im  allgemeinen  gross  und  stehen  meist  weiter  vom  Saume  entfernt  als  bei  ledebouria  und 
polycritos.  Die  zweite  2-Form  ist  dem  cf  ähnlich.  —  nicanor  Fldr.  (33  c  cf,  31c  2)  ist  die  Form  der  Nord-  nicanor. 
Molukken  und  Obi.  Flügel  bei  cf  und  2  mehr  gerundet  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  cf  mit  grossen 
Saumflecken  auf  dem  Hflgl  und  auch  oberseits  deutlichen  weissen  Submarginalflecken  auf  dem  Hflgl.  Bei  manzer. 
der  2-f.  manzer  Rothsch.  ist  die  1.  Makel  des  Hflglbandes  kleiner  als  beim  cf,  unterseits  sogar  dünner  als 
der  1.  Submarginalfleck;  zuweilen  sind  die  beiden  hinter  dem  sehr  kurzen  Schwanzstummel  liegenden  Sub- 
marginalflecke  unterseits  mit  den  Saumflecken  zu  Ringen  vereinigt.  Bei  der  2-f.  typicus  Rothsch.  ist  der  typicus. 
unter  der  2.  Mediane  liegende  Fleck  des  weissen  Hflglspiegels  grösser  als  bei  alphenor,  besonders  auf  der 
Unterseite;  zuweilen  sind  die  roten  Discalflecke  des  Hflgls  zu  Streifen  verlängert.  —  nicomachus  Frühst,  nicomaduis. 
ist  auf  4  cf  cf  gegründet,  die  von  Buru  sein  sollen.  Die  Exemplare  sind  »etwras  grösser  als  nicanor  Fldr. 
von  Batjan,  die  weissen  Discalflecke  der  Hflgl  länglicher,  isolierter  stehend«.  Ich  bezweifle,  dass  eine 
mcawor-ähnliche  Form  auf  Buru  vorkommt  ;  ich  kenne  nur  alphenor  von  dort.  Der  Fundort  der  FpajHSTOKFEifschen 
Exemplare  —  in  London  gekaufte  Dubletten  —  ist  wahrscheinlich  falsch,  da  der  Beschreibung  nach  nicht 
anzunehmen  ist,  dass  es  sich  um  Stücke  von  alphenor  handelt. 

P.  ambrax.  Sehr  nahe  mit  P.  polytes  verwandt;  beide  Geschlechter  ohne  Schwanz,  cf:  Vflgl  mit 
dünnen,  auf  den  Rand  des  Flügels  beschränkten  Saumflecken;  Hflgl  oberseits  mit  grossem  weissem  Felde, 
das  stets  in  die  Zelle  eintritt  und  viel  breiter  als  das  schwarze  Saumfeld  ist;  unten  fehlt  dies  Feld  gänzlich 
oder  ist  durch  gerundete  weissgraue  Schattenflecke  ersetzt.  2  auf  beiden  Flügeln  mit  dünnen  Saumflecken, 
die  kleiner  als  bei  allen  polytes- Formen  sind;  keine  Andeutung  von  Nagelkopfflecken  im  schwarzen  Saume 
des  Vflgls;  Hflgl  unten  wie  beim  cf  mit  äusserst  wenigen  gelbgrauen  Schuppen  zwischen  den  Adern  im 
Wurzelfelde;  der  weisse  Spiegel  des  Hflgls  ähnlich  wie  bei  P.  pol.  nicanor,  aber  die  Adern,  besonders  die 
Zellspitze,  noch  weniger  schwarz.  Eine  dem  cf  ähnliche  2-Form  gibt  es  nicht.  Die  frühem  Stände  wie  bei 
den  nordöstlichen  Formen  des  P.  polytes.  Die  Rp  auf  Citrus,  besonders  häufig  im  März  und  April,  zuweilen 
zu  Dutzenden  zusammen  auf  einem  Strauche ;  erwachsen  grün,  an  den  Seiten  ventralwärts  ein  breiter  Streif, 
der  auch  die  Bauchfüsse  bedeckt  und  oben  weisslich  eingefasst  ist;  von  diesem  Streifen  gehen  ausser  einer 
Analbinde  3  Binden  von  gleicher  Farbe  aus,  die  oben  nicht  unterbrochen  sind,  auf  dem  Thorax  steht  ausserdem 
eine  seitlich  brillenartig  eiweiterte  Querbinde.  Der  Falter  ist  sehr  häufig.  —  epirus  TT  'all.  (31  c).  cf  oben  epirus. 
mit  rotem  Analfleck,  unterseits  mit  mehr  als  2  gelbroten  Flecken ;  die  Spitze  des  Vflgls  mit  schwachen  grauen 
Streifen.  2:  Der  Vflgl  zwischen  der  1.  Mediane  und  der  2.  Submediane  mit  2  weissen  Makeln,  von  denen 


PAPILlO.  Von  Dr.  K.  Jobdan. 


64 

ambmx.  wenigstens  die  hintere  viel  kürzer  als  ihre  Entfernung  vom  Saume  ist.  Aru-Inseln.  —  ambrax  B.sd.  (—  dece- 
lialus  Frühst.,  mazaios  Frühst.,  akames  Frühst.)  (31  c).  Tn  den  verschiedenen  Distrikten  Neu-Guineas  und 
auf  den  meisten  kleinen  Nebeninseln  scheint  es  noch  nicht  zur  Bildung  von  definierbaren  Subspecies  ge¬ 
kommen  zu  sein.  Zwar  sind  beide  Geschlechter  in  manchen  Gegenden  ziemlich  konstant ,  aber  die  unter¬ 
scheidenden  Merkmale  treten  wieder  bei  mehr  oder  weniger  zahlreichen  Exemplaren  aus  andern,  zum  Teil 
weit  entlegenen  Lokalitäten  auf,  so  dass  keine  Berechtigung  zur  Aufstellung  geographischer  Rassen  vor¬ 
handen  ist.  Die  Hauptformen  sind:  cf-f.  ambrax  Bscl.,  Vflgl  mit  ganz  dünnen  grauen  Linien  am  Apex; 
ambracia.  cf-f.  ambracia  Wall.  (—  ambracina  Frühst),  Vflgl  mit  weissem  Apicalwisch;  cf-f.  conspectus  Rotlisch.,  Hflgl 
conspectus.  unten  mit  einer  Anzahl  grauer  Discaltlecke ;  und  cf-f.  alticola  form,  nov.,  Hflgl  oberseits  mit  rotem  Anal- 
‘i mb ral'  ^ec^>  linr  nur  aus  den  Gebirgen  von  Britisch  Neu-Guinea  bekannt.  Die  ?-f.  ambrax  Bsd.  (=  orophanes  Bsd.) 
hat  graue  Streifen  auf  dem  Vflgl,  während  ¥-f.  ambracia  Wall.  (=  lutosa  Frühst.)  hinten  auf  der  Scheibe 
des  Vflgls  auch  oberseits  weiss  ist.  Auf  der  Insel  Waigeu  findet  sich  ausschliesslich  cf-f.  ambracia  und  ¥-f. 
ambracia ;  auf  Misol  und  Salawatti  cf-f.  ambrax  und  ¥-f.  ambrax.  Im  holländischen  Gebiete  der  Hauptinsel  (Dorei, 
Kapaur,  Sekar,  Humboldt-Bai  efc.)  überwiegen  bei  weitem  cf-f.  ambrax  und  die  ¥¥  gehören  zu  ¥-f.  ambrax  oder 
sind  Übergänge  zu  ambracia,  ebenso  im  nördlichen  Teile  Deutsch  Neu-Guineas.  Weiter  südöstlich,  am  Huon-Golf, 
in  Britisch  Neu-Guinea,  auf  den  D’Entrecasteaux-Inseln  und  Trobriand  hat  das  cf  fast  stets  einen  Apicalwisch 
(wie  auf  Waigeu)  und  die  grosse  Mehrzahl  der  ¥¥  hat  ein  weisses  Vflglfeld.  Sehr  viele  cf  cf  aus  dem  britischen 
Gebiete  gehören  zur  cf-f.  conspectus  (deren  Type  indes  von  Waigeu  kam).  Der  Falter  fliegt  auch  auf  den 
Luisiaden,  von  wo  (St.  Aignan)  wir  aber  nur  1  ¥  besitzen,  das  ein  ziemlich  kleines,  von  schwarzen  Streifen 
artanas.  unterbrochenes  weisses  Vflglfeld  hat.  —  artanus  Rotlisch.  cf:  Vflgloberseite  mit  schwachen  grauen  Apicalstreifen  ; 
Hflglband  in  der  Alitte  schmäler  als  bei  P.  a.  ambrax.  ¥:  Vflgl  mit  weissem  Felde  wie  bei  ¥-f.  ambracia; 
der  1.  Discalfleck  des  Hflgls  kleiner  als  bei  jener  Form,  schräg,  dreieckig  oder  trapezförmig.  Suer,  Insel 
dunali.  Mefor  in  der  Geelvink-Bai.  —  Auf  Woodlark  findet  sich  dunali  Monte.  Das  cf  nicht  konstant  von  Stücken 
aus  Neu-Guinea  verschieden;  Vflgl  mit  kleinem  Apicalwisch  oder  dünnen  Streifen;  das  Hflglband  schmäler 
als  bei  den  meisten  Exemplaren  von  der  Hauptinsel.  ¥:  Vflgl  mit  ziemlich  kleinem  weissem  Felde,  das  mehr 
oder  weniger  stark  schwarz  bestäubt  ist;  der  Spiegel  des  Hflgls  meist  deutlich  gelb  angeflogen,  der  Zellfleck 
und  der  vor  der  2.  Radiale  liegende  Fleck  klein  oder  fehlend.  Ähnliche  ¥¥  kommen  auch  in  niedrigen 
egipius  Lagen  an  der  Redscar-Bai  in  Britisch  Neu-Guinea  vor.  egipius  Mi  sh.  (81  d)  fliegt  in  Queensland,  cf: 
Vflgl  mit  Apicalwisch.  Das  Hflglband  erreicht  den  Abdominalrand  nicht,  oder  der  letzte  Fleck  ist  verwischt; 
der  rote  Analfleck  auch  oberseits  fast  immer  vorhanden,  unten  sind  häufig  alle  Submarginalflecke  ausgebildet. 
¥:  Vflgl  mit  weissem  Felde,  die  hellen  Streifen  in  der  Zellspitze  und  auf  der  Scheibe  reiner  weiss  als  bei 
¥-f.  ambracia.  Hflgl  auch  oberseits  mit  einer  vollen  Reihe  roter  Submarginalflecke. 

P.  phestus.  Die  Subcostale  des  Hflgls  zweigt  in  grösserer  Entfernung  von  der  Wurzel  von  der 
Zelle  ab  als  bei  P.  ambrax.  Taster  schwarz  oder  mit  geringer  weisser  Beschuppung.  cf :  ähnlich  P.  ambrax, 
aber  der  Hflgl  unten  stets  mit  rein  weissen  Discalflecken  und  oberseits  stets  mit  einem  ziemlich  grossen  roten 
Analfleck.  ¥:  Vflgl  wie  beim  cf  ohne  weisse  Saumflecke  oder  diese  äusserst  klein.  Der  weisse  Spiegel  des 

Hflgls  kleiner  als  beim  ambrax -¥  und  reiner  weiss  als  bei  jenen  Stücken  des  ambrax,  bei  denen  der  Spiegel 

reduziert  ist;  die  denselben  durchschneidenden  Adern  stets  schwarz.  Die  Rp  ähnlich  der  ambrax- Rp,  aber 
nach  Ribbe’s  Abbildung  sind  die  Hlbsbinden  wie  bei  den  westlichen  pohjtes- Formen  oben  unterbrochen,  auch 
ist  der  Längsstreif  grau  mit  schwärzlicher  Einfassung.  Auf  Citrus.  Der  Falter  ist  ziemlich  häufig.  Bismarck  - 
und  Salomons-Inseln,  von  den  südlichen  Inseln  der  letztem  Gruppe  (Guadalcanar,  Maleyta  und  S.  Christoval) 
parkiasoni.  ist.  phestus  jedoch  nicht  bekannt.  —  parkinsoni  Honr.  cf:  Das  weisse  Band  der  Hflgloberseite  breit,  unten 

dagegen  die  Discaltlecke  in  Zahl  und  Grösse  reduziert.  Das  ¥  mit  grosser  weisser  Makel  auf  dem  Vflgl. 

minor.  Kleine  Exemplare  beiderlei  Geschlechts  sind  ab.  minor  Honr.  Neu-Pommern  (=  New  Britain).  —  phestus 
phestus.  Quer.  (—  nusaliki  Jlibbe)  (33  c).  cf:  Die  4.  Makel  des  Bandes  der  Hflgloberseite  gewöhnlich  stark  vorgezogen ; 
unterseits  trägt  der  Hflgl  5  oder  6  weisse  Flecke,  von  denen  der  3.  wenigstens  so  lang  als  seine  Entfernung 
vom  Saume  ist.  ¥:  Die  grauen  Streifen  des  Vflgls  sind  nicht  zu  einer  weissen  Makel  erweitert.  Neu- 
minuscu/us.  Mecklenburg  (=  New-Ireland)  und  Neu-Hannover.  Es  gibt  auch  hier  grosse  und  kleine  Exemplare.  —  minus- 
culus  Ribbe.  Die  cf  cf  von  den  Salomons-Inseln  haben  im  allgemeinen  ein  schmäleres  Hflglband,  auch  ist 
dasselbe  tiefer  eingeschnitten  und  es  sind  die  Adern  meistens  dünn,  aber  deutlich  schwarz.  Bei  den  Stücken 
von  den  nördlichen  Inseln,  nämlich  Bougainville,  Alu,  Treasury  und  Choiseul  (und  Isabel?)  sind  die  weissen 
I  fiscalflecke  der  Unterseite  meist  wie  bei  parkinsoni  reduziert ,  dagegen  sind  diese  Flecke  so  gross  wie  bei 
phestus  bei  den  Exemplaren  von  den  Inseln  der  Rubiana-Gruppe  (Rubiana,  Neu-Georgien,  Guizo,  Vella  Lavella. 
Kulambangra).  Das  ¥  dem  phestus -¥  sehr  ähnlich,  die  Adern  im  weissen  Felde  des  Hflgls  oberseits  deut¬ 
licher  schwarz. 

Aegeus-Gruppe. 

Grosse  ungeschwänzte  Arten.  Körper  wie  bei  den  vorigen  beiden  Gruppen  schwarz,  mit  schwachen  weissen 
Zeichnungen  auf  Kopf,  Thorax  und  der  Hlbsunterseite ,  oder  bei  gewissen  ¥  der  Hlb  oben  gelb  und  unten  schwarz, 
cf:  Flügel  schwarz,  mit  weisser  Binde  oder  weissem  Discalfelde  auf  der  Hflgloberseite.  ¥  dem  cf  ähnlich  oder 
mimetisch  umgebildet. 


Ausgegeben  26.  IV.  09. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


65 

P.  aegeus.  Ohne  Schwanz.  Taster  seitlich  weiss.  cf :  Vtlgl  in  der  Regel  mit  weissem  F  leckenbande  zwischen 
Zelle  und  Apex ;  auf  dem  Hflgl  oberseits  ein  breites  weisses  Band,  das  aussen  zwischen  den  Adern  ausgerandet 
und  daher  an  den  Adern  gezähnt  ist;  auf  der  Hflglunterseite  das  Band  durch  eine,  oft  reduzierte  oder  fehlende 
Reihe  grauer  Monde  ersetzt,  an  deren  Aussenseite  blaue  Flecke  stehen ;  Submarginalflecke  rot  oder  gelb,  oben 
meist  nur  der  Analfleck  vorhanden  und  auch  dieser  fehlt  oft.  Das  2  tritt  in  vielen  Gegenden  in  nur  einer  Form 
auf,  während  es  in  andern  Gebieten  polymorph  ist.  Braunschwarz,  immer  viel  blasser  als  das  cf,  Vtlgl  hinten  auf 
der  Scheibe  nie  mit  dünnen  weissen  Streifen  wie  beim  ?  von  P.  phestus  und  ambrax  und  bei  den  mimetischen  2? 
des  P.  polytes.  Bei  der  normalen,  überall  vorkommenden  polydorina-Yoxm  sind  auf  dem  Vtlgl  eine  grosse  Makel 
in  der  Zellspitze  und  eine  Reihe  grosser  Makeln  auf  der  Scheibe  weiss  mit  brauner  Bestäubung;  der  Hflgl  trägt 
ein  weisses  (zuweilen  gelbliches)  Discalfeld,  an  dessen  Aussenseite  unterseits  blaue  Winkelflecke  stehen.  Bei  einer 
zweiten  Form  ist  der  Vtlgl  ganz  schwarzbraun  und  hat  ein  schräges  weisses  Fleckenband,  ähnlich  wie  beim  cf. 

Dieses  Band  fehlt  oberseits  zuweilen  ganz.  Bei  der  tenarides-Fovm  endlich  sind  beide  Flügel  grossenteils  weiss, 
oder  der  Vtlgl  ist  grau  und  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  weiss;  der  Hflgl  trägt  wurzel- 
wärts  von  den  Submarginalflecken  schwarze  Makeln,  auf  denen  blaue  Flecke  liegen.  Die  junge  Rp  von  Vogeldung¬ 
farbe,  auf  dem  2.  bis  4.  Ringe  mit  je  3  Paaren,  auf  den  übrigen  Ringen  mit  je  1  Paare  rauher  Dornen,  die  auch  die 
erwachsene  Rp  beibehält;  letztere  graugrün,  unregelmässig  licht  längsstreifig,  hinter  dem  4.  Ringe  ein  schwarzer 
Gürtel,  der  sich  seitlich  in  einem  breiten,  schwarzbraunen  Seitenstreif  verliert,  in  der  Mitte  des  Leibes  ein  sclrwarzes 
Schrägband,  das  am  Subdorsaldorn  endet,  und  dahinter  ein  kürzerer  schwarzer  Schrägstreif;  an  der  Aussenseite 
der  Bauchfüsse  und  oberhalb  derselben  ein  aus  Linien  bestehender  schwarzer  Längsstreif;  Kopf  schwarz.  Auf 
Citrus.  Pp  variiert  nach  der  Umgebung,  oberseits  in  der  Mitte  gelb,  der  Rücken  an  der  Wurzel  des  Hlbs  ziemlich 
stark  eingebogen:  Thoracalhöcker  kaum  so  stark  vorspringend  wie  die  abgestutzten  Kopfhörner.  Der  Falter 
schlüpft  frühmorgens  aus.  Er  findet  sich  in  Gärten  und  im  offenen  Walde,  wo  er  häufig  an  Blumen  saugend  an- 
getroffen  wird,  auch  trinkt  er  an  Bachrändern  und  Wegpfützen.  Der  Flug  ist  etwas  unregelmässig  aber  schnell: 
wenn  der  Falter  Gefahr  wittert,  eilt  er  mit  grosser  Geschwindigkeit  davon.  —  aegeus  Don.  (cf  =  erectheus  Don)  (23  c).  aegeus. 

Ein  in  den  Gärten  und  Buschwäldern  von  Queensland  und  Neu-Süd-Wales  sehr  häufiger  Falter,  der  südwärts  bis  nach 
Victoria  geht  und  selbst  in  den  Strassen  der  Städte  beobachtet  wird,  cf  :  Vflgl  immer  mit  Subapicalband ;  das  Hflgl  - 
band  berührt  die  Zelle  oder  ist  etwas  von  derselben  getrennt,  häufig  steht  ein  kleiner  Fleck  in  der  Zellspitze,  das 
Band  geht  nicht  über  die  untere  Mediane  hinaus;  an  der  Aussenseite  der  beiden  letzten  Makeln  des  Bandes  stehen 
bei  reinen  Stücken  graue  Flecke;  der  rote  Analfleck  gross,  rund;  unterseits  eine  volle  Serie  roter  Submarginal- 
flecke,  zuweilen  auch  oben  mehrere  Submarginalflecke.  Das? mit  Ausnahme  der  nördlichen  Teile  des  Fluggebiets 
monomorph  (polydorina- Form);  die  äussere  Hälfte  des  Vflgls  aufgehellt,  der  Saum  schmal  schwärzlich ;  die  Sub- 
marginaltlecke  des  Hflgls  oben  und  unten  dunkler  rot  als  bei  den  andern  Rassen,  das  weisse  Discalfeld  wenigstens 
unterseits  bis  zur  Gostale  ausgedehnt,  die  erste  Makel  aber  gewöhnlich  schmal;  die  blauen  Discaltlecke  gross.  Auf 
Kap  York  und  den  davor  liegenden  Inseln  fliegt  auch  eine  tanarides- Form,  ?-f.  beatrix  Waterh.,  welche  sich  von 
der  entsprechenden  ?-f.  onesimus  Hew.  aus  Neu-Guinea  hauptsächlich  dadurch  unterscheidet,  dass  das  helle  Feld 
der  Hflglunterseite  konstant  durch  eine  weisse  Makel  mit  dem  Gostalrande  verbunden  ist.  —  adrastus  Fldr.  von  adrastus. 
den  Banda-Inseln;  der  Schmetterling  ist  selbst  auf  dem  stark  kultivierten  Boden  von  Gross-Bande  häufig,  cf:  Die 
Binden  beider  Flügel  ähnlich  wie  bei  aegeus ,  der  äussere  Fleck  der  Vflglbinde  nicht  so  nahe  am  Rande ;  die  2.  Makel 
des  Hflglbandes  höchstens  so  lang  als  ihre  Entfernung  vom  Saume,  selten  steht  ein  kleiner  Fleck  in  der  Zelle,  der 
rote  Analfleck  ist  oberseits  wenigstens  angedeutet;  unten  ist  selten  eine  volle  Reihe  rotgelber  Submarginalflecke 
vorhanden  und  in  solchem  Falle  sind  wenigstens  einige  der  Flecke  klein,  meist  ist  nur  der  Analfleck  ausgebildet. 

?  dimorph;  ?-f.  priasa  form,  nov.,  Vflgl  zwischen  Zelle  und  Subcostalgabel  mit  einer  schrägen  Reihe  von  5  gelb-  priasa. 

liehen  Makeln,  der  Zellfleck  oben  fehlend,  unten  angedeutet.  Hflgl  mit  kleinem,  verwischtem,  gelblichem  Discal- 

felde,  das  weder  die  Subcostale  noch  die  2.  Mediane  erreicht  und  höchstens  8  mm  breit  ist ;  der  Zellfleck  fehlt 

oder  ist  sehr  klein.  ?-f.  tellias  form,  nov.,  Vflgl  mit  hellen  Makeln  in  der  Zelle  und  auf  der  Scheibe,  die  vorderen  tellias. 

Discalmakeln  schärfer  ausgeprägt  als  bei  der  polydorina-F orm  von  Neu-Guinea,  die  hinteren  wurzelwärts  stark 

abgerundet  und  gewöhnlich  dicht  schwärzlich  bestäubt;  das  weisse  Hflglfeld  kleiner  als  bei  Neu-Guinea-Exem- 

plaren,  die  vorletzte  Makel  desselben  höchstens  doppelt  so  lang  als  breit,  der  aussen  von  derselben  stehende  blaue 

Fleck  klein,  zuweilen  kaum  angedeutet,  die  Submarginaltlecke  alle  gut  ausgebildet,  der  5.  und  6.  oben  stets 

kleiner  als  der  3.  und  4. ;  die  Marginalflecke  gross,  was  auch  bei  ?-f.  priasa  der  Fall  ist;  unterseits  steht  häufig  ein 

weisser  Discalfleck  hinter  der  Gostale.  Das  von  Felder  mit  der  Vaterlandsangabe  »Neu-Guinea«  abgebildete  ? 

zeigt  die  Gharaktere  der  Banda-Stücke  und  kam  auch  zweifellos  von  Banda.  —  goramensis  Bothsch.  (2  =  ?  poly-  goramensis. 

dorina  Haase).  cf:  das  Vflglband  wie  bei  adrastus  stets  gut  entwickelt,  aussen  von  demselben  weder  oben  noch 

unten  deutliche  graue  Streifen ;  das  Hflglband  viel  breiter  als  bei  adrastus,  stets  in  die  Zelle  eintretend  und  hinten 

etwas  über  die  2.  Mediane  hinabreichend,  in  der  Mitte  gemessen  sind  die  2.  bis  4.  Makel  höchstens  so  lang  und 

die  6.  Makel  etwas  über  halb  so  lang  als  die  betreffenden  Entfernungen  vom  Saume.  2:  Nur  die  polydorina- 

Form  bekannt*),  welche  der  betreffenden  Form  von  Key  nahe  kommt;  der  Zellfleck  des  Vflgls  grösser  und 

*)  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  XXV.  t.  3.  fig.  3,  bildet  ein  ?  ab,  das  von  Waigeu  sein  soll,  aber  sehr  gut  mit  Goram- 
Stücken  übereinstimmt.  Die  Fig.  4  derselben  Tafel  bringt  ein  weisses  ?  mit  der  Vaterlandsangabe  Goram;  es  liegt  möglicher¬ 
weise  eine  Fundortsverwechslung  der  beiden  ??  vor.  Haase  gab  Fig.  3  den  Namen  polydorina ,  den  wir  als  eine  treffende 
Bezeichnung  für  alle  an  P.  polydorus  erinnernde  ??  des  P.  aegeus  beibehalten. 

IX 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


wie  die  Discalflecke  oberseits  gelblich  getönt  und  stark  gebräunt;  die  hinteren  Discalflecke  länger  als  bei 
keianus  und  die  sie  trennenden  Adern  weniger  breit  schwarz.  Die  Saumtlecke  des  Hflgls  gelblich,  die  weisse 
Zellmakel  unten  etwa  so  gross  wie  der  gelbrote  Analfleck  oder  kleiner,  oben  grösser  als  unten.  Goram 
kissuanus.  Laut  und  Manovolka.  —  kissuanus  Bothsch.  Das  cf  gleicht  dem  goramensis- cf,  das  Hflglband  ist  aber  etwas 
breiter.  Die  hellen  Makeln  des  Vflgls  des  ?  sind  noch  stärker  gebräunt  als  bei  goramensis,  der  Zellfleck  ist 
viel  kleiner,  die  Adern  sind  breiter  schwarz,  das  Discalfeld  des  Hflgls  ist  deutlicher  gelb  angeflogen,  die 
1.  Makel  dieses  Feldes  ist  im  ganzen  kleiner  und  die  Saumtlecke  sind  grösser.  Ivissoei,  Watubela-Inseln.  — 
keianus.  keianus  Bothsch.  cf:  Die  Subapicalflecke  des  Vflgls  verwischt  und  viel  kleiner  als  bei  den  vorhergehenden 
Formen;  das  Hflglband  tritt  stets  in  die  Zelle  ein,  geht  aber  nie  über  die  untere  Mediane  hinaus;  der  rote 
Analfleck  ist  oberseits  fast  immer  vorhanden,  wenn  auch  oft  schwach  ausgebildet.  Das  ¥  in  zwei  Formen; 
amaranta.  ¥-f.  amaranta  Bothsch.  ist  die  polydorina- Form,  die  hellen  Makeln  des  Vflgls  wenigstens  auf  der  Unterseite 
kreideweiss,  die  hinteren  wurzelwärts  stark  abgerundet  und  unten  auch  meist  saumvvärts  ziemlich  scharf 
blanca.  begrenzt;  die  Saumflecke  des  Hflgls  grösser  als  bei  der  folgenden  Subspecies.  Das  helle  ¥  ist  ¥-f.  blanca 
Bothsch.,  den  hellsten  Exemplaren  von  Neu-Guinea  ähnlich,  die  Saumtlecke  beider  Flügel  grösser  und  die 
isolierten  schwarzen  Discalflecke  des  Hflgls  näher  an  der  Zelle.  Key-Inseln,  nach  H.  Kühn  ziemlich  selten; 
othello.  die  ¥-f.  blanca  »fliegt  nur  zu  Ende  der  Regenzeit«.  —  Othello  Grose-Smith.  Eine  kleine  Form,  von  der  nur 
3  Exemplare  bekannt  sind,  cf:  Vflgl  ohne  Subapicalbinde,  nur  unten  schwache  Spuren  derselben  vorhanden; 
das  Hflglband  schmal,  die  hinter  der  2.  Mediane  liegende  Makel  desselben  dünn,  der  Zellfleck  klein  (das 
Band  ist  infolge  von  Fäule  gelb  verdunkelt,  was  auch  bei  unserem  einzigen  aus  derselben  Sammlung 
desdemona.  stammenden  Biak-Exemplar  von  P.  arnbrax  der  Fall  ist).  Das  ¥  in  2  Formen:  ¥-f.  desdemona  form,  nov., 
Makeln  des  Vflgls  auch  oben  fast  rein  weiss,  der  Zellfleck  gerundet,  die  letzten  beiden  Discalmakeln  ellip¬ 
tisch,  alle  aussen  scharf  umgrenzt,  besonders  auf  der  Unterseite;  die  Adern  im  äusseren  Teile  des  Hflgl- 
spiegels  weniger  schwarz  als  bei  ormenus,  die  Submarginalflecke  oben  klein,  schwarz  bestäubt,  der  5.  und  6. 
sehr  klein  oder  fehlend,  unterseits  kleiner  als  die  vorhergehenden.  Mir  ist  kein  ähnliches  ¥  von  andern 
Fundorten  bekannt.  ¥-f.  thuria  form.  nov.  ist  den  hellsten  Stücken  aus  Neu-Guinea  sehr  ähnlich,  vielleicht 
nicht  konstant  verschieden;  der  1.  und  2.  Submarginalfleck  des  Hflgls  unten  schmal,  so  tief  gelbrot  als  bei 
¥-f.  desdemona,  oberseits  nicht  entwickelt,  vor  dem  Abdominalrande  eine  dünne  schwarze  Quermakel  mit 
blauem  Strich,  vor  derselben  3  isolierte  schwarze  Makeln,  von  denen  die  vorderste  oben  schattenhaft  ist, 
aegatinus.  der  Randzahn  an  der  3.  Radiale  springt  sehr  deutlich  vor.  Biak,  in  der  Geelvink-Bai.  —  aegatinus  Bothsch. 

Gleichfalls  klein,  cf:  Vflgl  mit  2  oder  3  sehr  kleinen  oder  ganz  ohne  Subapicalflecke;  Hflglband  die  Zelle 
berührend ,  nur  in  einem  der  8  mir  vorliegenden  Stücke  trifft  es  in  die  Zelle  ein ;  unterseits  hat  der  Hflgl 
eine  volle  Reihe  blauer  Discalflecke,  die  meist  gross  sind  und  an  deren  Innenseite  sich  keine  Spur  von 
grauen  Flecken  findet.  Das  ¥  in  2  Formen  (es  ist  anzunehmen,  dass  ausserdem  auch  eine  tenarides- Form 
melia.  vorkommt):  ¥-f.  melia  Bothsch.,  Vflgl  oberseits  ganz  braun,  mit  einer  schwachen  Spur  von  3  grauen  Flecken 
aussen  von  der  Zellspitze,  diese  Flecke  unten  etwas  deutlicher,  der  mittlere  in  der  Subcostalgabel ;  der 
Spiegel  des  Hflgls  wurzelwärts  gerundet,  mit  sehr  kleinem  Zellfleck,  hinten  die  2.  Mediane  kaum  erreichend; 
die  roten  Submarginaltlecke  oberseits  dünn,  mit  Ausnahme  des  Analflecks,  unten  ist  eine  Reihe  von  5  weissen 
Discalflecken  vorhanden,  die  alle  weit  von  der  Zelle  entfernt  stehen  und  von  denen  der  erste  sehr  klein  ist. 
myrtis.  ¥-f.  myrtis  Bothsch.,  die  Makeln  des  Vflgls  unten  weiss  und  scharf  umschrieben,  oben  sehr  stark  geschwärzt, 
die  Zellmakel  quer,  unten  etwa  dreimal  so  lang  als  breit,  die  hinteren  Discalmakeln  mehr  oder  weniger 
reduziert,  kein  weisslicher  Fleck  hinter  der  Submediane;  nur  die  hinteren  gelben  Subnrarginalmakeln  des 
Hflgls  oberseits  ausgebildet,  unten  die  2.  bis  6.  schmal,  fast  gerade,  und  ungefähr  gleich  gross;  der  weisse 
Spiegel  so  gross  wie  bei  gewöhnlichen  Neu-Guinea-Stücken,  der  hinter  der  2.  Mediane  liegende  Fleck  klein. 
ormenus.  Mefor  (=  Mafoor)  in  der  Geelvink-Bai.  —  ormenus  Gue'r.  (=  ormenulus  Frühst.,  aegates  Frühst.).  Das  cf  in 
zwei  durch  Übergänge  verbundenen  Formen:  cf-f.  ormenus  Guer.  (23c)  mit  einem  Subapicalbande  grosser 
pandion.  weisser  Flecke  auf  dem  Vflgl,  und  cf-f.  pandion  Wall,  mit  einem  Bande  kleiner  Flecke  oder  ganz  ohne 
Band.  Die  beiden  Formen  kommen  nicht  überall  zusammen  vor;  auf  Aru  finden  sich  nur  und  auf  Waigeu 
fast  nur  grossfleckige  Stücke;  in  den  dazwischen  liegenden  Distrikten:  Misol,  Salawatti,  und  Holländisch 
Neu-Guinea,  sowie  auch  auf  Jobi  und  an  der  ganzen  Nordseite  von  Holländisch  und  Deutsch  Neu-Guinea 
kommt  fast  ausnahmslos  cf-f.  pandion  vor;  am  Huon-Golf  und  in  Britisch  Neu-Guinea  dagegen  ist  pandion 
die  Ausnahme  und  fehlt  auf  den  östlich  und  südöstlich  von  Britisch  Neu-Guinea  liegenden  Inseln  gänzlich, 
wenigstens  besitzen  wir  nur  mehr  oder  weniger  grossfleckige  Stücke  von  dort.  Meistens  ist  das  Hflglband 
bei  cf-f.  pandion  hinter  der  2.  Mediane  breiter  als  bei  cf-f.  ormenus,  der  Unterschied  ist  aber  durchaus  nicht 
konstant.  Auch  beim  ¥  ist  es  noch  nicht  zur  Ausbildung  von  geographischen  Merkmalen  gekommen,  die  sich 
inomatus.  bei  dem  grösseren  Teil  der  Exemplare  nur  einer  Lokalität  wiederfinden.  Die  Hauptformen  sind:  ¥-f.  inornatus 
Bothsch.  (25a).  Vflgl  oben  ganz  braun,  unten  mit  weisslichen  Flecken  aussen  von  der  Zelle;  Htlgl  mit  einem 
besonders  unterseits  reduzierten  weissen  Spiegel,  mir  nur  von  der  Arfak-Halbinsel  und  der  Insel  Yanarba, 
seleucis.  südöstlich  von  Britisch  Neu-Guinea,  bekannt.  ¥-f.  seleucis  form,  nov.,  Vflgl  braun,  mit  einer  Subapicalreihe 
von  5  Flecken,  die  ähnlich  wie  beim  cf  stehen  und  von  denen  der  zweite  in  der  Subcostalgabel  liegt; 
Hflglspiegel  wie  bei  der  vorigen  ¥-f. ,  unterseits  weit  von  der  Zelle  getrennt;  mir  nur  von  Waigeu  bekannt. 
titnoxena.  ¥-f.  timoxena  form,  nov.,  wie  vorher,  aber  die  Flecke  des  Vflgls  liegen  zwischen  Zelle  und  Subcostalgabel 


PAP1LI0.  Von  Dr.  K.  .Jordan. 


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und  entsprechen  also  den  bei  der  polydorina- Form  um  die  Zellspitze  herumstehenden  hellen  Makeln;  das 
weisse  Htlglfeld  unterseits  nicht  immer  stark  reduziert;  mir  nur  von  Trobriand  bekannt.  Übergänge  von 
dieser  Form  zur  nächsten  kenne  ich  von  Waigeu,  Etna-Bai  (Holländisch  Südwest-Neu-Guinea)  und  1  robriand. 

Die  überall  häufig  vorkommende  und  als  normal  anzusehende  Form  nenne  ich  ?-f.  leporina  nom.  nov.  (der  leporina. 
Name  polydorina  Haase  bezieht  sich  höchst  wahrscheinlich  auf  die  betreffende  ?-Form  von  Goram),  Vflgl  in 
der  äusseren  Hälfte  aufgehellt,  stets  mit  Zellmakel,  die  hellen  Teile  oben  gewöhnlich  mehr  oder  weniger 
stark  gebräunt,  unten  meist  (oder  beinahe)  rein  weiss;  Htlgl  mit  grossem  weissem  Felde,  das  vorne  bis  an 
die  Subcostale  reicht,  aussen  von  der  4.  und  5.  Makel  je  ein  oft  grosser  blauer  Fleck,  die  vorderen  Sub¬ 
marginalflecke  zuweilen  nicht  ausgebildet,  in  der  Regel  der  6.  grösser  als  die  vorhergehenden.  Die  hellen, 

Tenaris  ähnlichen  22  sind :  ?-f.  amanga  Bsd.  (=  intermedia  Hag.)  (24b),  Vflgl  ganz  graubraun,  Htlgl  grössten-  amanga. 

teils  weiss,  mit  breitem  dunklem  Saume  und  gelbem  Analfelde ;  findet  sich  wahrscheinlich  überall ,  bekannt 

von  Waigeu,  Huon-Golf  und  Britisch  Neu-Guinea  (Aroa-Fluss,  in  niedrigen  Lagen).  2-f.  onesimus  Heu  -  onesimus. 

(=  tenarides  Hag.),  beide  Flügel  grösstenteils  weiss;  in  den  Einzelheiten  der  Zeichnung  des  Hflgls  sehr 

variabel;  überall,  aber  seltener  als  2-f.  leporina.  Das  Verbreitungsgebiet  von  ormenus  umfasst  ganz  Neu- 

Guinea,  Waigeu,  Salawatti,  Misol,  Jobi,  die  d’Entrecasteaux-lnseln,  Trobriand,  Woodlark,  die  Luisiaden  und 

die  Egum-Gruppe.  —  Letzthin  sind  cf  cf  von  Deutsch  Neu-Guinea  (Astrolabe-Bai)  mit  zitronengelber  Hflglbinde 

als  besondere  Species,  pandoxus  Gros e- Smith  .  beschrieben.  Da  sich  in  derselben  Sammlung  (von  Wahnes  pandoxus. 

gesandt)  auch  ein  cf  von  P.  arnbrax  mit  ähnlich  gefärbtem  Bande  befand,  so  glaube  ich,  dass  die  Färbung 

erst  nach  dem  Tode  der  Falter  entstanden  ist.  Die  Schuppen  sind  normal.  —  wehsten  Gr.-Sm.  cf:  Die  websteri. 

Subapicalflecke  des  Vflgls  mittelgross,  immer  vorhanden,  die  Reihe  zuweilen  durch  kleine  unbestimmte  Flecke 

bis  fast  zum  Hrde  fortgesetzt  (bei  ormenus  stehen  vor  dem  Hrde  in  einzelnen  Exemplaren  gleichfalls  weisse 

Fleckchen);  das  Hfllband  breit,  die  erste  Makel  nicht  wurzelwärts  erweitert,  der  Ird  des  Bandes  daher 

von  der  Gostale  bis  zur  2.  Mediane  gleichmässig  gerundet.  Das  2  in  2  Formen:  2-f.  sopaea  form.  nov.  ähnelt  sopaea. 

dem  cf;  Vflgl  mit  gebogenem  Subapicalbande  mittelgrosser  Flecke;  das  weisse  Feld  des  Hflgls  kleiner  als 

beim  cf,  vorne  nur  bis  zur  Subcostale  gehend,  unterseits  von  der  Zelle  entfernt  stehend.  2-f.  bismarckianus  bis- 

Bothsch. ,  Vflgl  mit  einem  gebogenen  Bande  grosser  Discalmakeln  von  der  Costa  fast  zum  Analwinkel ,  die  marckianus. 

oberen  Makeln  dicht  an  der  Zelle,  letztere  mit  Apicalmakel,  die  oben  schmal  ist  oder  auch  ganz  fehlt;  das 

weisse  Feld  des  Hflgls  auf  beiden  Seiten  gross,  gewöhnlich  steht  eine  dünne  weisse  Quermakel  hinter  der 

Costale.  Neu-Pommern  (=  New  Britain).  —  oritas  Godm.  u.  Salv.  Der  Apex  des  Vflgls  weniger  gerundet,  oritas. 

cf :  Das  Subapicalband  des  Vflgls  viel  breiter  als  bei  websteri,  das  weisse  Band  des  Hflgls  innen  fast  gerade 

oder  die  1.  Makel  deutlich  wurzelwärts  verlängert,  die  hinter  der  2.  Mediane  liegende  Makel  gross.  Das  2 

in  2  Formen :  2-f.  ximene  form.  nov.  ähnelt  dem  cf,  Vflglband  breiter  als  bei  websteri ;  das  Hflglfeld  oben  ximene. 

gross,  von  der  Subcostale  bis  zur  2.  Mediane  oder  über  dieselbe  hinausreichend,  unterseits  ganz  ausgelöscht 

oder  durch  graugelbe  discale  Schattentlecke  ersetzt.  2-f.  nymphasia  form.  nov. ,  die  Makeln  des  Vflgls  nymphasia. 

weniger  scharf  begrenzt  als  bei  2-f.  bismarckianus,  mehr  gebräunt,  die  Zellmakel  grösser;  der  Hflgl  mit 

längerem  Zahn  an  der  3.  Radiale  und  mit  blässeren  Submarginalflecken.  Neu-Mecklenburg  (=  New  Ireland) 

und  Neu-Hannover. 

P.  tydeus.  Unterscheidet  sich  von  allen  Formen  des  P.  aegeus  durch  die  grossen  ockergelben 
Submarginalflecke  des  Hflgls,  welche  aussen  abgestutzt  oder  ausgerandet  und  discalwärts  an  den  Adern 
klammerartig  ausgezogen  sind,  cf  stets  mit  subapicalem  Schrägbande  weisser  Flecke;  das  Hflglband 

schmal,  die  Zelle  nicht  berührend,  die  1.  Makel  bis  fast  zur  Flügelwurzel  verlängert.  Das  2  erscheint  nur 

in  der  tenarides- Form:  Vflgl  zentral  aufgehellt;  Htlgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Scheibe  gelblichweiss,  an  der 
Innenseite  eines  breiten  Disealbandes  grosser,  schwarzer,  zusammenhängender  Makeln  ockergelb ;  die  Wurzel 
des  Costalrandes  unterseits  breit  schwarz.  Nur  auf  den  nördlichen  Molukken.  —  tydeus  Fldr.  fliegt  auf  tydeus. 
Morty,  Halmaheira,  Ternate  und  Batjan.  cf:  der  hinter  der  Subcostalgabel  liegende  Fleck  des  Vflgls  kürzer 
als  seine  Entfernung  von  der  Zelle.  2:  der  Zellfleck  der  Vflglunterseite  reicht  bis  zur  Wurzel  der  untern 
Mediane  hinab;  an  der  Innenseite  des  1.  schwarzen  Discalfleckes  der  Hflglunterseite  steht  ein  dünner,  oft 
sehr  verwischter,  gelblicher  Querfleck.  Batjan,  Ternate,  Halmaheira  und  Morty.  —  obiensis  Bothsch.  von  obiensis. 

Obi.  cf:  das  Subapicalband  des  Vflgls  breiter  als  bei  tydeus,  der  4.  Fleck  länger  als  seine  Entfernung  von 

der  Zelle.  2:  beide  Flügel  mehr  ausgedehnt  hell;  der  Zellfleck  des  Vflgls  geht  unterseits  bis  über  die 
Wurzel  der  2.  Mediane  hinab;  der  an  der  Innenseite  des  1.  schwarzen  Discalfleckes  der  Hflglunterseite 
stehende  Querfleck  ist  wurzelwärts  an  der  Subcostale  entlang  ausgezogen. 

P.  gambrisius.  Vielleicht  nicht  spezifisch  von  P.  aegeus  verschieden.  Taster  weniger  weiss.  cf: 

Vflgl  mit  4  Subapicalflecken,  der  1.  und  2.  klein,  zuweilen  fehlend,  diese  Flecke  unterseits  meist  viel  kleiner 
als  oben.  Das  Hflglband  wie  bei  P.  aegeus  vorne  wurzelwärts  verbreitert,  an  der  Aussenseite  der  5.  und 
6.  Makel  mehr  oder  weniger  stark  entwickelte  graue  Nebelflecke,  die  5.  Makel  höchstens  halb  (gewöhnlich 
nur  ’/s)  so  lang  als  ihre  Entfernung  vom  Saume;  unterseits  trägt  der  Hflgl  eine  Reihe  blauer  Discalmakeln 
und  an  deren  Innenseite  graue  Flecke.  2  monomorph:  Vflgl  mit  grosser  Zellmakel  und  langen  Discalmakeln. 

Hflgl  mit  gelblich  weissem,  hinten  ockergelbem  Mittelbande,  das  stets  bis  an  die  Costale  reicht  und  hinten 
breiter  als  zwischen  der  Costale  und  der  Zelle  ist;  aussen  von  der  Binde  grosse  blaue  Flecke.  Die  früheren 


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Stände  nicht  bekannt,  wahrscheinlich  denen  von  P.  aegeus  ganz  ähnlich.  Ein  Falter  der  offenen  Wälder  mit 
reicher  Entwicklung  von  Unterholz ,  zwischen  dem  er  schnellen  Fluges  umherstreicht ;  er  trinkt  an  Pfützen 
gambrisius.  und  Bachrändern.  Südliche  Molukken.  —  gambrisius  Cr.  (¥  =  drusius  Cr.,  fusconiger  Goeze,  drimachus 
Godt.;  cf  =  amphitrion  Cr.  Artefact;  cf?  =  colossus  Frühst.)  (24b).  cf:  Hflglunterseite  mit  kleinem,  gelb- 
abbreviatus.  rotem  Analfleck,  ohne  Submarginalflecke,  cf- ab.  abbreviatus  Eothsch.:  Hflglband  nur  bis  an  die  2.  Mediane 
oritinns.  reichend;  von  Amboina  in  coli.  Oberthür  (ex  coli.  Boisduval).  Fruhstorfer’s  P.  aegeus  oritinus,  der  nach  einem 
Exemplar  ohne  Fundort  beschrieben  wurde,  ist  vielleicht  ein  aberrantes  Hungerstück  von  gambrisius  mit  aus¬ 
nahmsweise  grossen  grauen  Discalmakeln  auf  der  Hflglunterseite.  Nach  Fruhstorfer  sollen  cfcf  aus  Geram 
einen  viel  grossem  und  die  ??  einen  viel  kleinern  Zellfleck  auf  dem  Hflgl  haben  als  Amboina-Exemplare,  was 
durch  unsere  Stücke  nicht  bestätigt  wird.  ?:  der  3. — 5.  Fleck  der  Hflglbinde  kürzer  als  der  1.  und  2.  Fleck. 
Amboina,  Saparoea,  Geram.  Selten;  es  werden  immer  nur  wenige  Stücke  erbeutet;  der  Falter  entzieht  sich 
buruanus.  den  Nachstellungen  leicht  durch  seinen  schnellen  Flug.  —  buruanus  Eothsch.  cf :  Apex  des  Vflgls  stark 
graugestreift,  die  Subapicalflecke  meist  grösser  als  bei  der  vorigen  Form.  Das  Hflglband  schmäler,  der 
gelbrote  Analfleck  der  Hflglunterseite  gross,  auch  sind  mehrere  gelbrote  Submarginalflecke  vorhanden.  ?: 
der  1.  und  2.  Fleck  der  Hflglbinde  kürzer  und  der  3. — 5.  länger  als  bei  gambrisius,  die  rotgelben  Sub¬ 
marginalflecke  oben  und  unten  scharf  ausgebildet.  Buru,  an  der  Küste  und  im  Berglande. 

P.  inopinatus.  Dem  P.  aegeus  nahe  verwandt,  cf:  Vflgl  mit  breitem,  weissem  Subapicalbande,  das 
vom  Gostalrande  bis  zur  3.  Radiale  reicht  und  die  vordere  Ecke  der  Zelle  berührt.  Das  Hflglband  ähnlich 
wie  bei  P.  aegeus,  die  4.  Makel  am  längsten,  etwa  so  lang  wie  ihre  Entfernung  von  dem  Saume,  die  6. 
dünn ,  hinten  zugespitzt ,  oft  die  2.  Mediane  nicht  erreichend ,  hinter  dieser  Ader  kein  weisser  Fleck ;  der 
gelblich  rote  Analfleck  oben  immer  vorhanden,  unten  ausserdem  ein  oder  mehrere  Submarginalflecke  ent¬ 
wickelt,  der  weisse  Zellfleck  klein  oder  fehlend.  ?  in  einer  Form:  Vflgl  mit  breiter  weisser  oder  etwas 
gelblicher  Binde  von  der  Mitte  des  Costalrandes  zum  Hinterwinkel;  Hflgl  schwarz,  oberseits  ohne  Discal¬ 
flecke ,  aber  mit  grossen  roten  Submarginalflecken,  unten  mit  sehr  schmaler  verwischter  bräunlich  gelber 
inopinatus.  oder  weisslicher  Discalbinde,  die  von  der  Zelle  entfernt  steht.  Die  früheren  Stände  unbekannt.  —  inopinatus 
Btlr.  (24  a)  von  verschiedenen  Inseln  der  Tenimber  -  Gruppe.  Der  Analfleck  des  Hflgls  des  cf  und  die  Sub- 
kosmos.  marginalflecke  der  Hflgloberseite  des  ?  rot.  —  kosmos  Frühst.  (=  inauris  Frühst.).  Die  Submarginalflecke 
des  Hflgls  etwas  mehr  gelblich  (nach  dem  Tode  im  Tropenklima  verblasst?)  und  die  Saumtlecke  im  ganzen 
etwas  grösser;  alle  andern  von  Fruhstorfer  angegebenen  Unterschiede  sind  nicht  stichhaltig.  Babber, 
Dämmer  und  Roma. 

oberon.  P.  oberon  Gr.-Sm.  (23c).  Nahe  mit  P.  aegeus  verwandt,  cf:  Vflgl  mit  ziemlich  breitem,  gradem 

Fleckenbande ;  das  Hflglband  reicht  bis  an  die  2.  Mediane,  der  rote  Analfleck  ist  gross ;  unten  hat  der  Hflgl 
eine  volle  Reihe  grosser  roter  Submarginalflecke  und  von  der  Analmakel  vorwärts  eine  Anzahl  gelblich 
weisser  Discalflecke.  ?:  Vflgl  oben  mit  einigen  etwas  verwischten  Flecken  aussen  von  der  Zellspitze;  diese 
Flecke  unten  zu  einer  breiten  Binde  entwickelt,  welche  die  Zellspitze  berührt  und  von  der  Gostale  bis  zur 
3.  Radiale  läuft;  auf  der  Unterseite  in  der  Zelle  ein  kleiner  Winkelfleck  und  vor  dem  Analwinkel  ein 
grösserer  weisser  Fleck.  Hflgl  oberseits  mit  kleinem  gelblich  weissem  Dicalfelde  von  der  Subeostale  bis 
nahe  zum  Abdominalrande,  aus  7  Flecken  bestehend  (einschliesslich  des  Zellfleckes),  unten  das  Feld  zu 
einer  vorne  und  hinten  dünnen  Binde  entwickelt,  die  bis  an  die  Gostale  reicht  und  die  Zelle  berührt;  die 
roten  Submarginalflecke  beiderseits  gross.  —  Auf  den  Santa  Cruz-Inseln. 

P.  bridgei.  Die  Geschlechter  sehr  verschieden,  cf  schwarz  wie  bei  P.  aegeus,  Vflgl  mit  Flecken¬ 
bande  von  dem  Costal-  zum  Hrde,  oder  mit  Subapicalbande  und  einer  vor  dem  Hrde  liegenden  Makel.  Das 
weisse  Band  des  Hflgls  wie  bei  P.  aegeus  geformt,  d.  h.  die  1.  Makel  wurzelwärts  verlängert ;  unterseits  hat 
der  Hflgl  rotgelbe  oder  rötlichgraue  Submarginal-  und  blaue  Discalflecke.  Das  ?  entspricht  der  polydorina- 
Form  von  P.  aegeus;  die  Makeln  weiss  oder  gelblich,  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  zuweilen  gelbrot;  der 
Vflgl  mit  grossem  Zellfleck,  der  von  der  Zellspitze  entfernt  liegt,  und  einem  Bande  von  Discalmakeln,  die 
durch  breite  braunschwarze  Aderstreifen  getrennt  sind  und  von  denen  die  3  hintern  viel  weiter  vom  Saume 
entfernt  stehen  als  bei  P.  aegeus;  der  Hflgl  mit  grossem  Zellflecke  und  6  um  die  Zelle  herum  liegenden 
Makeln,  die  aussen  abgerundet  sind  und  alle  dicht  an  die  Zelle  herantreten,  der  1.  Fleck  zuweilen  un¬ 
deutlich  oder  ausgelöscht.  Rp  der  von  P.  aegeus  sehr  ähnlich ,  grün ,  mit  unregelmässigen  kurzen  hellen 
Längsstrichen,  schwarzem  Kopf,  schwarzen  Füssen  und  oberhalb  derselben  einem  breiten  schwarzen  Längs¬ 
streif,  von  dem  4  Binden  ausgehen,  je  eine  auf  dem  4.,  7.,  9.  und  letzten  Ringe;  die  Dornen  wie  bei  P.  aegeus; 
auf  Citrus,  im  Walde.  Pp  wie  bei  P.  aegeus,  im  Verhältnis  zur  Grösse  etwas  schlanker.  Der  Falter  im 
Walde,  wegen  des  dichten  Gestrüpps  und  seines  schnellen  Fluges  nicht  leicht  zu  fangen.  Scheint  auf  allen 
bridgei.  Inseln  der  Salomon  -  Gruppe  zu  fliegen,  doch  ist  er  noch  nicht  von  Maleyta  bekannt.  —  bridgei  Math. 
(=  fischeri  Eibbe,  nobilior  Frühst.,  togonis  Eothsch.).  Unsere  grosse  Serie  von  Exemplaren  zeigt,  dass  auf 
den  Inseln  von  Bougainville  bis  Isabel  nur  eine  Form  fliegt;  die  für  die  Stücke  von  den  verschiedenen 
Inseln  angegebenen  Unterschiede  erweisen  sich  als  ganz  unbeständig.  Die  Submarginalflecke  der  Hflgl¬ 
unterseite  bei  cf  und  ?  gross,  wenigstens  die  hintern  breiter  oder  so  breit  wie  der  sie  von  den  Saum- 
gorei.  flecken  trennende  schwarze  Saum.  Gelbliche  ¥¥  hat  Ribbe  ab.  gorei  benannt.  Bougainville,  Fauro,  Alu, 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan.  W* 

Treasury,  Choiseul  und  Isabel.  —  ortegae  Höllisch.  Eine  Übergangsform  zu  hecataem.  Subrnarginalflecke  der  ortegae. 
Hflglunterseite  beim  cf  klein,  schmäler  als  der  sie  von  den  Saumflecken  trennende  schwarze  Saum,  die 
vordem  Flecke  des  Vflgls  grösser  als  bei  der  vorigen  Form,  zuweilen  alle  flecke  bis  auf  die  letzten  zwei 
sehr  klein.  Beim  ?  die  Saumflecke  des  Vflgls  und  die  Subrnarginalflecke  des  Hflgls  kleiner,  die  Saumflecke  des 
Hflgls  dagegen  etwas  grösser  als  bei  bridgei.  Florida  und  Gela.  —  hecataeus  Godm.  u.  Gute.  (25a).  cf:  der  hecataeus. 
5.  und  6.  Fleck  des  Vflgls  immer  viel  kleiner  als  die  vorhergehenden  Flecke,  welche  grösser  als  bei  ortegae 
und  bridgei  und  auch  unterseits  gross  und  scharf  umschrieben  sind.  ?:  die  Randflecke  der  Vflglunterseite 
kleiner  als  bei  den  andern  Formen,  da  keine  der  Admarginalflecke  deutlich  entwickelt  sind,  während  letztere 
bei  ortegae  und  bridgei,  besonders  aber  bei  prospero  mit  den  Saumflecken  zu  Nagelkopfmakeln  zusammen- 
fliessen;  der  4.  Discalfleck  des  Vflgls,  von  hinten  her  gezählt,  punktförmig  oder  höchstens  1  h  so  gross  wie 
der  3.  Auf  Guadalcanar.  —  tryoni  Math.  cf:  das  Vflglband  besteht  aus  5  Flecken;  der  Htlgl  hat  oberseits  tryom. 
einige  Subrnarginalflecke.  $:  Htlgl  oben  und  unten  mit  gelbroten  Submarginalflecken.  Ugi  und  San 
Christoval;  1  cf  in  coli.  Godman,  2  ??  im  Tring  Museum.  —  prospero  Gr.-Sm.  (24a).  Die  abweichendste  prospero. 
Form  (vergl.  P.  woodfordi  laarchus).  cf:  Vilgl  mit  Subapicalband  und  vor  dem  Hrde  ein  oder  zwei  Makeln, 
zuweilen  sind  zwischen  dem  Bande  und  diesen  Makeln,  welche  den  hintern  Flecken  des  Bandes  der  vorher¬ 
gehenden  Formen  entsprechen,  noch  einige  Flecke  schwach  angedeutet;  Hflglband  sehr  breit,  mit  langen 
Zähnen;  auf  der  Hflglunterseite  fehlen  die  vordem  Subrnarginalflecke.  ?:  auf  dem  Vflgl  oben  und  unten 
Admarginalflecke,  die  mit  den  Saumflecken  Nagelkopfmakeln  bilden;  die  Subrnarginalflecke  des  Hflgls  sehr 
gross,  besonders  oberseits  aussen  stark  ausgerandet.  Auf  Neu -Georgien  und  den  Nachbarinseln:  Kulam- 
bangra,  Guizo,  Rendova,  Vella  Lavella. 

P.  woodfordi.  cf  und  2  einander  ähnlich,  das  ?  etwas  blasser.  Vflgl  oberseits  mit  vollständigem, 
breitem,  weissem  Discalbande  oder  nur  mit  weissen  Flecken  zwischen  Zelle  und  Apex.  Auf  der  Hflglober- 
seite  ein  weisses  Discalband,  das  von  der  Costale  zum  Abdominalrand  reicht  und  dessen  Ird  fast  grade  ist, 
die  1.  Makel  des  Bandes  immer  kleiner  als  die  2.,  häufig  viel  kürzer  als  die  7.;  der  Zahn  der  3.  Radiale 
deutlich  vorspringend.  Auf  der  Vflglunterseite  ein  Subapicalband,  das  häufig  zu  einigen  schwachen  Flecken 
reduziert  ist.  Der  Hflgl  unten  mit  Submarginalflecken,  von  denen  oben  meist  nur  der  anale,  zuweilen  auch  ein 
2.  Fleck  entwickelt  ist;  auf  der  Scheibe  blaue  Flecke  und  an  deren  Innenseite  vielfach  ein  graues  Flecken¬ 
band.  Nördliche  Salomons-Inseln.  Die  Rp  auf  Citrus;  grün,  die  Unterseite  mit  Ausnahme  des  Thorax  grau¬ 
grün,  auf  dem  erhöhten  4.  Ringe  ein  schwarzer  Gürtel,  der  seitlich  nach  vorne  hin  spitz  ausläuft ;  auf  dem 
Pronotum  und  11.  Ringe  ein  Paar  blasser  Dornen.  —  woodfordi  Godm.  u.  Sale.  (23  b).  Vflgl  mit  einem  woodfordi. 
vom  Costal-  zum  Hrde  laufenden  Bande,  das  unter  der  2.  Radiale  mehr  oder  weniger  unterbrochen  ist. 

22  mit  gelblichen  Binden  sind  ab.  ochracea  Bibbe.  Bougainville  und  Shortlands- Inseln  (Alu,  Fauro).  —  odiracea. 

choiseuli  Bothsch.  (24  b).  Nur  der  dicht  an  der  Zellspitze  liegende  vordere  Teil  des  Vflglbandes  entwickelt,  dioiseuh. 

Choiseul.  —  ariel  Gr.-Sm.  Vflgl  beim  cf  mit  2 — 4,  beim  2  3  —  5  Flecken,  die  von  der  Zellspitze  getrennt  ariel. 

stehen ,  hinten  auf  der  Scheibe  häufig  Spuren  von  weissen  Flecken ;  das  Hflglband  schmäler  als  bei  den 
beiden  vorhergehenden  Formen.  Isabel.  —  laarchus  Godm.  u.  Salv.  (23  b).  Vflgl  mit  einer  von  der  Zelle  laarchus. 
entfernt  stehenden  schrägen  Subapicalbinde,  die  vor  der  2.  Radiale  in  der  Mitte  zwischen  Zelle  und  Saum 
endigt  und  vor  dem  Hrde  in  Form  von  verwaschenen  Flecken  wiedererscheint.  Das  Hflglband  fast  doppelt 
so  breit  wie  bei  ariel.  Rubiana-Gruppe :  Neu-Georgien,  Ivulambangra,  Vella  Lavella,  Guizo,  Rendova;  häufig. 

Der  Falter  hat  wie  alle  verwandten  Arten  einen  schnellen  Flug;  er  findet  sich  hauptsächlich  im  offenen 
Walde  mit  viel  Gebüsch,  geht  aber  auch  in  den  dichten  Urwald. 

Po  ptolychus  Godm.  u.  Salv.  (23  b).  Vflgl  mit  einer  gebogenen  Binde  zwischen  Zelle  und  Apex  und  ptolychus. 
einer  Reihe  von  3  oder  4  Submarginalflecken  vom  Hrde  bis  zur  2.  oder  3.  Radiale.  Das  Band  des  Hflgls 
viel  schmäler  als  das  schwarze  Saumfeld,  gebogen,  selten  in  die  Zelle  eintretend.  Das  2  blasser  als  das  cf, 

Hflgl  oben  oft  mit  Submarginalflecken.  —  Guadalcanar  und  Florida. 

P.  erskinei  Math,  cf:  Vflgl  mehr  gerundet  als  bei  den  zwei  vorhergehenden  Arten,  oberseits  mit  erskinei. 
einer  Reihe  Flecke  vom  Costal-  zum  Hrde,  alle  Flecke  mit  Ausnahme  der  letzten  drei  voneinander  ge¬ 
trennt,  unten  mit  vier  grossen,  getrennten  Subapicalflecken.  Das  Hflglband  berührt  die  Zellspitze  und  ist 
in  der  Mitte  so  breit  wie  das  schwarze  Saumfeld ;  der  rote  Analfleck  gross ;  unterseits  eine  volle  Reihe  roter 
Subrnarginalflecke.  —  Ugi;  nur  ein  f  bekannt  (in  coli.  Godman,  jetzt  im  British  Museum). 

Memnon  -  Gruppe. 

Die  Flügel  unterseits  an  der  Wurzel  rot  oder  gelb,  mit  Ausnahme  von  P.  ascalaphus  und  protenor.  f: 
Hflgloberseite  stets  schwarz,  nie  mit  weissem  Bande,  aber  fast  immer  mit  grau-  oder  weissblauer  Beschuppung,  die 
zuweilen  zu  einem  breiten,  aus  Streifen  bestehenden  Bande  verdichtet  ist,  nur  bei  protenor  eine  vom  Vflgl  verdeckte 
grosse  weisse  Costalmakel  vorhanden.  $  dem  cf  ähnlich  oder  mit  weissem,  gelblichem  oder  rötlichem  Spiegel  oder 
Bande  auf  dem  Hflgl,  Aristolochienfalter  nachahmend. 

P.  ascalaphus.  Körperunterseite  fast  ohne  Spuren  von  grauweissen  Längslinien ;  Taster  mit  weissem 
Fleck;  beide  Geschlechter  geschwänzt  und  oben  und  unten  ohne  Makeln  an  der  Flügelwurzel,  cf:  Vflgl 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


mit  gelblich  grauen,  Hflgl  mit  graublauen  oder  auch  gelblich  grauen  Streifen  vor  dem  Saume;  unterseits 
die  Streifen  des  Vllgls  mehr  discal  gestellt,  die  des  Hflgls  durch  viel  kürzere  graublaue  Discalflecke  ersetzt, 
ausserhalb  welcher  gelbe,  mehr  oder  weniger  blauschattierte  Submarginalflecke  stehen.  Das  ¥  vom  cf  sehr 
verschieden;  der  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  etwa  zur  2.  Mediane  schwarz,  dann  folgt  eine  grosse  nach 
hinten  verschmälerte  zentrale  weisse  Fläche,  die  von  schwarzen  Streifen  durchzogen  ist,  der  Saum  wieder 
breit  schwarz;  Hflgl  mit  grossem,  weissem,  durch  die  Adern  unterbrochenem  Zentralfelde,  das  in  einer 
zweiten  ¥-Form  nur  durch  graue  und  bläuliche,  unbestimmt  begrenzte  Makeln  angedeutet  ist;  die  rotgelben, 
an  ihren  Spitzen  weissen  Submarginalflecke  oben  und  unten  gut  ausgebildet.  Die  früheren  Stände  nicht 
beschrieben.  Das  gelbe  Ei  wird  auf  Citrus  abgelegt,  auf  dem  die  Rp  lebt.  Der  Falter  ist  sehr  ge¬ 
wöhnlich,  besonders  in  niedern  Lagen  in  der  Nähe  der  Küste.  Er  findet  sich  häufig  an  den  Papaja-Blüten. 
(.Die  ¥¥  verbergen  sich  auch  gerne  in  dem  Laubwerk  von  Citrus-Bäumen  und  tummeln  sich  selbst  in  den 
ascalaphus.  Gärten  und  Strassen  von  Makassar»  (Fruhstorfer).  —  ascalaphus  Bsd.  (38a).  cf:  auf  der  Hflgloberseite 
mit  breitem,  auf  Streifen  zusammengesetztem,  graublauem  Bande.  Das  ¥  trägt  normal  einen  grossen  weissen 
Spiegel  auf  dem  Hflgl;  zuweilen  treten  aber  auch  Stücke  auf,  bei  denen  dieses  weisse  Feld  durch  un- 
nubiger .  bestimmte  blaubestäubte  graue  Makeln  ersetzt  ist:  ¥-ab.  nubiger  Frühst.;  mir  ist  diese  verdunkelte  Form 
ascalon.  nur  aus  Nord -Celebes  bekannt.  —  ascalon  Stgr.  (28  a).  cf:  die  Streifen  auf  der  Oberseite  beider  Flügel 
kurz  und  gelblich,  auf  dem  Htlgl  viel  schwächer  hervortretend  als  bei  ascalaphus.  Beim  ¥  ist  die  Mitte  des 
Yflgls  und  der  Htlglspiegel  reiner  weiss  als  bei  ascalaphus.  Sulla-Inseln :  Mangola. 

P.  oenomaus.  Schwarz,  geschwänzt,  ganz  ohne  blaue  Beschuppung,  der  Vflgl  gestreckt,  cf:  Vflgl 
parallel  mit  dem  Aussenrde  mit  breitem  Discalbande,  das  oben  blassgelb,  unten  grauweiss  ist;  Hflgl  oben 
ohne  Zeichnungen,  unten  mit  einer  einfachen  Reihe  gelblich  roter  Submarginalflecke,  die  weit  vom  Saume 
entfernt  stehen  und  zuweilen  auch  oben  angedeutet  sind,  und  mit  3  roten  Basalmakeln.  Beim  ¥  sind  die 
Scheibe  und  Zelle  des  Vflgls  halbdurchsichtig,  das  Band  ist  blasser  und  die  beim  cf  nur  unten  vorhandene 
rote  Wnrzelmakel  ist  auch  oben  entwickelt;  auf  dem  Hflgl  ein  Mittelband,  das  an  seinen  Rändern  rötlich 
ist,  die  roten  Submarginalflecke  oben  und  unten  gross,  auch  die  Saumflecke  rötlich.  Das  ¥  ist  dem  P.  Uris 
oenomaus.  sehr  ähnlich,  mit  dem  es  zusammenfliegt.  —  oenomaus  Godt.  (28b)  findet  sich  auf  Timor,  Moa,  Kisser  und 
Roma  (höchstwahrscheinlich  auf  den  andern  kleinen  Inseln  zwischen  Timor  und  Tenimber).  Das  ¥  mit 
breitem  Mittelbande  auf  dem  Hflgl.  Während  P.  Uris  auf  fast  allen  Inseln  verschieden  ist,  scheint  oenomaus 
weder  beim  cf  noch  ¥  auf  den  erwähnten  Inseln  Verschiedenheiten  aufzuweisen.  Dagegen  ist  die  folgende 
subfasciatus.  Subspecies  ihrem  Vorbilde  gefolgt.  —  subfasciatus  Rothsch.  (28  b)  von  Wetter  ist  beim  ¥  ganz  wie  der 
P.  Uris  wetterensis  durch  ein  sehr  schmales,  unvollständiges  Discalband  auf  dem  Hflgl  ausgezeichnet.  Dies 
Band  ist  oben  und  unten  blassrot  und  gewöhnlich  vor  der  Zelle  unterbrochen ,  zuweilen  ist  es  zwischen 
Gostale  und  Zelle  unterseits  nur  eben  angedeutet.  Die  cf  cf  sind  von  oenomaus  nicht  konstant  verschieden ; 
im  allgemeinen  ist.  bei  ihnen  das  Vflglband  etwas  schmäler. 

P.  polymnestor.  cf:  ein  breites,  costalwärts  verschwindendes  Discalband  auf  dem  Vflgl  und  die 
äussern  'lj%  der  Hflgloberseite  weissblau;  dieses  Hflglfeld  schliesst  eine  Reihe  schwarzer  Discal-  und  eine 
ähnliche  Reihe  Submarginalmakeln  ein;  letztere  zum  Teil  mit  dem  schwarzen  Saume  vereinigt.  Auf  der 
Unterseite  das  Vflglband  mehr  discal  und  das  Hflglfeld  besonders  von  Wurzel  her  reduziert,  beide  schmutzig 
gelbgrau.  Das  ¥  blasser  als  das  cf,  das  Band  des  Vflgls  und  das  Hflglfeld  gelblichweiss  mit  bläulichem 
Anfluge.  Die  erwachsene  Rp  grün,  mit  stark  geschwollenem  Thorax,  glatt,  an  den  Seiten  des  Thorax  eine 
dünne  weisse  Seitenlinie  und  über  den  Bauchfüssen  ein  breiterer  Seitenstreif;  auf  dem  Thorax  eine  schwarz¬ 
getüpfelte  Brillenzeichnung  und  dahinter  ein  erhöhter,  schwarz-  und  weissgezeichneter  Gürtel,  an  den  Seiten 
des  Hlbs  zwei  abgekürzte  weisse  Schrägbänder,  das  Analsegment  gleichfalls  weiss.  Pp  braun  oder  grün, 
mit  abgestumpften,  stark  vorgezogenen  Kopfhörnern  und  weit  abstehenden  Flügelscheiden.  Auf  Citrus, 
Atalantia,  Paramigyna  etc.  Der  Falter  besonders  im  Flachlande  häufig,  steigt  aber  im  Gebirge  hoch  hinauf, 
und  findet  sich  den  ganzen  Sommer  hindurch  in  Gärten,  offenem  Gelände  und  im  Walde.  Der  Flug  ist  im 
allgemeinen  langsam,  imposant,  doch  kann  der  Falter  auch  förmlich  durch  die  Luft  schiessen.  Man  trifft 
den  Schmetterling  oft  an  Blumen,  vor  denen  er  fächelnd  steht;  er  zeigt  sich  dabei  so  furchtlos,  dass  man 
ihn  mit  den  Fingern  fassen  kann.  Ceylon  und  Süd-Indien  bis  Kalkutta;  nördlich  vom  Ganges  nur  einzelne 

parinda.  verirrte  Stücke,  soll  auch  in  Birma  gesehen  (!)  sein.  —  parinda  Moore  (26a).  cf:  nicht  konstant  von  der 

folgenden  Form  verschieden;  das  Vflglband  breit,  der  hinter  der  2.  Mediane  liegende  Streif  länger  als  seine 
Entfernung  von  der  Zelle.  ¥:  das  Vflglband  und  das  helle  Hflglfeld  gelblich,  viel  weniger  blau  als  beim  cf. 

polymnestor.  Überall  auf  Ceylon.  —  polymnestor  Cr.  (26a).  cf:  Vflglband  gewöhnlich  schmäler  als  bei  der  vorigen 

Form.  ¥:  fast  so  blau  wie  das  cf  oder  wenigstens  blauer  als  parindaR.  Über  ganz  Süd- Indien  bis  Kalkutta 
verbreitet,  im  Tring  Museum  auch  ein  (verirrtes)  cf  aus  Sikkim  (Möller  coli.)  und  ein  zweites  aus  Assam. 

lampsacus.  P.  lampsacus  Bsd.  (26  b).  Zwei  Längslinien  unten  an  jeder  Seite  des  Hlbs  und  ein  breites,  an  den 

Adern  bis  zum  Saume  vorgezogenes  Discalband  auf  dem  Hflgl  weissgelb,  der  Analfleck  des  Bandes  und  ein 
schmaler  basaler  Costalstrich  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  tiefer  gelb.  Das  ¥  blasser  als  das  cf,  mit  weiss¬ 
gelber  Basalmakel  auf  der  Vflgloberseite.  —  Java:  im  Gebirge  von  1500  —  4000  Fuss  Höhe.  Ein  Abbild  des 
Aristolochienfalters  P.  priapus. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


7! 


P.  forbesi  Gr. -Smith  (26b).  Hlb  ganz  schwarz;  Hflglunterseite  mit  roter  Costalmakel  an  der  Wurzel,  forbesi 
cf:  Vflgl  mit  langen  starken  grauen  Streifen  vor  dem  Saume;  Htlgl  oberseits  mit  einigen  grauen  Submarginal¬ 
monden,  deren  Anzahl  variabel  ist,  die  weissen  Saumflecke  gross.  Unterseite  des  Hflgls  mit  grossem  ocker¬ 
gelbem  Felde,  das  sich  vom  Analwinkel  bis  zu  den  Radialadern  erstreckt,  von  der  Zelle  entfernt  steht  und 
schwarze  Makeln  einschliesst ;  oberhalb  dieses  Feldes  einige  blaue  Fleckchen.  2  blasser  als  das  cf,  die  grauen 
Streifen  des  Vflgls  gehen  bis  an  die  Zelle  und  letztere  ist  gleichfalls  gestreift;  Htlgl  mit  grossem,  fast  rein 
weissem  Felde,  das  sich  bis  zur  Subcostale  oder  1.  Radiale  erstreckt,  fast  die  Zelle  erreicht  und  grosse 
schwarze  Discal-  und  Submarginalmakeln  einschliesst;  Vflgl  oberseits  mit  gelblichweisser  Makel  an  der 
Wurzel  der  Zelle:  ?-f.  humeralis  form,  nov.,  oder  ohne  diese  Makel:  ?-f.  nigribasalis  form.  nov.  —  Nur  aus  humeralis. 
den  Bergen  Sumatras  bekannt,  nicht  unter  3000  Fuss;  fliegt  das  ganze  Jahr  hindurch;  das  d  häufig  auf  nigribasalis. 
dem  Sande  der  Flussufer;  das  ?  sehr  selten. 

P.  acheron  Gr. -Smith  (=  goetheanus  Frühst.)  (27  a).  Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  die  Streifen  des  acheron. 
Vflgls  viel  schwächer,  der  rote  Basalfleck  der  Hflglunterseite  grösser,  das  helle  Feld  bei  cf  und  2  gelb  und 
sehr  viel  kleiner  als  bei  forbesi,  beim  2  nur'  ganz  wenig  grösser  als  beim  cf ;  die  Hflgloberseite  bei  cf  und  2 
ohne  Zeichnungen,  abgesehen  von  einer  Reihe  grosser,  schattenhafter,  aus  zerstreuten  blaugrauen  Schuppen 
bestehender  Discalmakeln,  die  Saumflecke  sehr  dünn.  —  Nord-Borneo,  im  Hügellande  (Kina  Balu,  Mt.  Mulu, 

Mt.  Dulit  etc.),  das  cf  häufig. 

P.  mayo  Hew.  (2  =  charicles  Hew.)  (25  b).  Eine  der  schönsten  Arten  dieser  Gruppe,  cf  ungeschwänzt,  mayo. 
doch  springt  der  Randzahn  der  3.  Radiale  sichtbar  vor;  Htlgl  oben  mit  einem  dicht  beschuppten,  hellblauen, 
breiten  Discalbande,  das  meist  die  Zelle  berührt  und  vom  Saume  stets  entfernt  steht.  Die  hinteren  discalen, 
submarginalen  und  gewöhnlich  auch  marginalen  Monde  braunrot;  zuweilen  fehlen  alle  diese  roten  Flecke, 
ist  der  Analring  nur  schwach  angedeutet,  und  liegt  auf  der  Scheibe  ein  stark  hervortretendes  graublaues 
Fleckenband.  Das  2  monomorph,  ein  Abbild  des  dort  häufigen  Aristolochienfalters  P.  rhodifer:  Vflgl  mit 
rotem  Basalfleck,  die  Scheibe  und  Zelle  ähnlich  wie  bei  P.  oenomaus  2  aufgehellt;  Htlgl  mit  grossem  weissem 
Zellfleck  und  einer  unterbrochenen  Reihe  an  der  Zelle  stehender  Discalmakeln,  die  Saumflecke  matt  rot,  die 
hinteren  sehr  gross,  der  letzte  zu  einem  breiten,  den  weissen  Discalfleek  erreichenden  Streifen  verlängert, 
Schwanzspitze  weisslichrot.  Unterseite  wie  oben,  die  vorderen  Randflecke  des  Hflgls  weisslich.  —  Anda- 
manen,  das  cf  häufig. 

P.  lowi  Druce  (25b).  cf  und  2  geschwänzt,  cf  schwarz,  Vflgloberseite  am  Saume  mit  ziemlich  lowi. 
kurzen  blaugrauen  Streifen;  Hflgl  mit  breitem,  blaugrauem,  dicht  beschupptem  Bande,  das  bis  nahe  an  den 
Saum  tritt,  wurzelwärts  fast  gleichmässig  konkav  ist  und  die  Zelle  nicht  erreicht.  2  in  zwei  Hauptformen; 

Vflgl  mit  Ausnahme  der  Wurzel  stark  aufgehellt ,  der  rote  Basalfleck  wenigstens  angedeutet,  die  schwärz¬ 
lichen  Streifen  zwischen  den  Adern  schwächer  als  bei  den  memnon- Formen,  Hflgl  mit  grossem,  weissem, 
aussen  gelblichem  Zentralfelde,  das  durch  die  dünn  schwarzen  Adern  durchschnitten  wird:  2-f.  zephyria  form,  zephyria. 
nov.,  oder  der  Hflgl  fast  ganz  schwarz,  ohne  weisses  Feld:  2-f.  suffusus  Lathp.  —  Palawan,  Balabac  und  suffusus. 
Nord-Borneo. 

P.  memnon.  Taster  mit  3  weissen  Fleckchen.  Flügelunterseite  an  der  Wurzel  mit  grosser,  matt-  memnon. 
roter  Makel,  die  auf  dem  Hflgl  durch  die  Adern  geteilt  ist  und  auch  oft  auf  der  Oberseite  des  Vflgls 
erscheint,  cf  schwarz,  mit  grünlichem  oder  bläulichem  Schimmer,  die  Adern  des  Vflgls  von  hellen  bläu¬ 
lichen  Streifen  begleitet.  Hflgl  oberseits  gleichfalls  mit  graublauen  Streifen,  die  meist  unbestimmt  begrenzt 
sind;  stets  ungeschwänzt.  Hflglunterseite  im  Aussenteil  mit  2  Reihen  grosser  schwarzer  Makeln,  die  von 
grauer,  graublauer,  gelblicher  oder  gelblich  roter  Beschuppung  umgeben  sind,  oft  nur  die  submarginalen 
schwarzen  Makeln  deutlich  und  zuweilen  von  diesen  auch  nur  die  hinteren.  Das  2  in  einigen  Distrikten 
ziemlich  konstant,  in  andern  ausserordentlich  variabel.  Von  diesen  verschiedenen  2 -Formen  können  nur 
einige  als  mimetisch  angesehen  werden.  Der  Vflgl  des  2  ist  stets  blasser  als  beim  cf;  der  Hflgl  oberseits 
dunkel,  oft  wie  beim  cf  blaugestreift,  und  unterseits  wie  beim  cf  mit  2  Reihen  schwarzer  Makeln,  oder  der 
Hflgl  mit  weissen  Discalmakeln  und  unterseits  nur  mit  einer  Reihe  schwarzer  Makeln,  die  oft  sehr  gross 
und  zusammengeflossen  sind.  Diese  beiden  Hauptformen  ungeschwänzt  und  im  einzelnen  ausserordentlich 
variabel.  Die  offenbar  älteste  Form  ist  geschwänzt  ,  hat  auf  dem  Hflgl  einen  oft  grossen  weissen  Zellfleck 
und  um  die  Zelle  herum  eine  Reihe  gleichfalls  weisser  Makeln,  die  aussen  mehr  oder  weniger  mattrot  oder 
gelb  sind;  ähnlich  dem  weissgefleckten  2  von  P.  lowi,  aber  die  Adern,  welche  die  Flecke  voneinander  trennen, 
breiter  schwarz.  Diese  geschwänzte  2-Form  fehlt  auf  Borneo  und  ist  dort  von  einer  sonst  ganz  ähnlichen 
ungeschwänzten  Form  vertreten.  Der  Hlb  der  22  mit  hellem  Htlgl  ist  an  den  Seiten  oft  gelb.  Die  junge 
Rp  braun,  vorne  auf  dem  Thorax  und  auf  den  letzten  2  Hlbsringen  mit  je  1  Paar  heller  Dornen,  die  später 
verschwinden;  erwachsen  dunkel  sammetgrün,  hier  und  da  bläulich,  der  Thorax  geschwollen,  mit  Brillen¬ 
zeichnung  und  schwarzem  Querbande,  vor  dem  ein  weisslichgrtines  Band  steht,  an  den  Seiten  des  Hlbs  zwei 
weisslichgrüne  Schrägbänder,  von  denen  das  erste  sich  dorsal  mit  dem  Bande  der  andern  Seite  vereinigt, 
das  Hlbsende  und  ein  Längsstreif  über  den  Füssen  grünlichweiss ;  die  Nackengabel  in  der  Jugend  schwarz, 
später  rot.  Pp  grün  oder  braun,  oberseits  zwischen  den  Flügelscheiden  gelb;  Kopfhörner  stark  vorspringend, 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jobdah. 


die  Flügelscheiden  breit,  die  ersten  3  Hlbsringe  oberhalb  derselben  rauh,  der  3.  Ring  an  den  Seiten  eckig 
erweitert.  Auf  Citrus.  Dr.  Martin  hat  aus  den  grünen  Eiern  eines  geschwänzten  2  ungeschwänzte  2? 
gezogen.  Von  Siid-Japan  und  Nord-Indien  bis  Borneo  und  den  kleinen  Sunda-Inseln  verbreitet;  fehlt  in 
Süd-Indien  und  auf  Ceylon,  wo  die  Art  durch  P.  poly  mnestor  ersetzt  ist.  Der  Falter  ist  sehr  häufig  und 
kommt  in  den  nördlichen  Distrikten  vom  Frühjahr  bis  zum  Herbst  und  in  den  südlichen  Gebieten  das  ganze 
Jahr  hindurch  vor;  in  niederen  Lagen,  im  Himalava  bis  zu  7000  Fuss.  Er  findet  sich  überall  in  der  Nähe 
der  Ansiedlungen  und  in  offenen  Waldungen.  Das  cf  besucht  Blumen,  würd  dagegen  nie  auf  feuchten  Weg¬ 
stellen  angetroffen;  sein  Flug  ist  schnell  und  ruhelos,  während  das  schwerfällige  2  mehr  langsam  segelt  und 
thunbergi.  daher  leicht  zu  fangen  ist.  —  Die  nördlichste  Rasse  ist  thunbergi  Sieb,  von  Kiu-Shiu,  deren  Frühjahrsform 
pryeri.  neuerdings  von  Fruhstorfer  als  f.  temp.  mela  bezeichnet  worden  ist.  —  pryeri  Rothsch.  (30  b)  fliegt  auf 
den  Liu-Kiu-Inseln.  cf :  Die  graublauen  Streifen  der  Oberseite  schmal  und  die  hinteren  Streifen  des  Hflgls 
weit  vom  Rande  entfernt.  Frühjahrs  stücke  haben  wie  bei  der  vorigen  Rasse  einen  roten  Basalfleck  auf  der 
Hflgloberseite.  Das  ?  nur  in  einer  ziemlich  konstanten  Form:  Vflgl  mit  weissen  Doppelstreifen  zwischen 
den  Adern,  so  dass  die  Scheibe,  besonders  der  hintere  Teil,  fast  rein  weiss  mit  schwarzen  Streifen  erscheint ; 
Hflgl  wie  das  cf  mit  deutlich  vortretendem  Zahn  an  der  3.  Radiale,  mit  einer  discalen  Reihe  von  5 — 7  grossen 
weissen  Makeln  und  zuweilen  einigen  weissen  Schuppen  in  der  Zellspitze,  die  Saumflecke  oberseits  kaum 
agenor.  angedeutet,  mit  Ausnahme  der  hinteren  zwei,  welche  rötlich  sind.  —  agenor  L.  (cf  =  androgeos  Cr., 
mestor  Hin.)  (30  a).  Diese  beim  2  polymorphe  Subspecies  weisst  zwar  in  jedem  zoographischen  Distrikte 
charakteristische  Abweichungen  auf,  doch  ist  die  Gesamtheit  der  Individuen  des  einen  Distrikts  nicht  von 
der  Gesamtheit  der  Exemplare  einer  andern  Gegend  trennbar,  da  die  verschiedenen  Gebiete  immer  einzelne 
Formen  gemeinsam  haben.  Bei  den  normalen  cfcf  sind  der  Vflgl  oben  und  unten  und  der  Hflgl  oben  breit¬ 
streifig;  die  Htlglunterseite  ist  in  der  Analgegend  mehr  oder  weniger  rot,  zuweilen  reicht  diese  Färbung  bis 
zum  Costalrande ,  selten  ist  gar  kein  Rot  vorhanden ,  und  oft  findet  sich  auf  der  Seite  eine  blaue  Flecken¬ 
binde,  zuweilen  sind  auch  einige  der  Streifen  der  Vflglunterseite  glänzend  blau;  bei  Frühjahrsstücken  der 
heronus.  nördlichen  Distrikte  trägt  die  Vtlgloberseite  gewöhnlich  einen  roten  Wurzelfleck.  In  cf -ab.  heronus  Frühst. 
sind  die  Streifen  der  Vflglunterseite  in  der  Länge  und  Breite  reduziert;  hierher  gehören  alle  mir  von  For¬ 
mosa  bekannten  Exemplare,  doch  trifft  man  Stücke  mit  gleicher  Entwicklung  dieser  Streifen  auch  in  andern 
primigenius.  Gegenden,  cf-ab.  primigenius  Rothscli.  (27  a)  ist  eine  durch  Verdichtung  der  hellblauen  Beschuppung  der 
Hflgloberseite  an  P.  poly mnestor  erinnernde  Abweichung,  bei  der  die  schwarzen  Submarginalflecke  besonders 
dicht  weissblau  umrandet  sind ;  mir  nur  aus  Sikkim  und  den  Khasia-Bergen  in  Assam  bekannt.  Noch  eigen- 
polym-  artiger  ist  ab.  polymnestoroides  Moore  (32  c),  die  sowohl  beim  cf  als  ?  auftritt:  Die  Streifen  der  Vflgl- 
nestoroides.  oberseite  des  cf  sind  kurz,  die  der  Hflgloberseite  sind  dicht  beschuppt,  strahlenförmig,  erreichen  den  Saum  nicht 
und  treten  auch  nicht  in  die  Zelle  ein;  beim  2  ist  der  Vflgl  sepiafarben,  nach  aussen  heller,  und  der  sonst 
dunkle  Htlgl  trägt  ein  grosses  blaues,  von  der  Subcostale  bis  zum  Hrd  reichendes  Mittelfeld,  das  aussen 
strahlenförmig  ausgezogen  ist;  von  Assam  (Jaintia-Berge)  und  Calcutta  bekannt.  Das  Tring  Museum  besitzt 
Aepeldiini.  auch  Übergänge  von  dieser  Aberration  zu  normalen  Stücken.  Bei  ab.  depelchini  Robbe  sind  cf  2  durch 
stärker  gezähnten  Htlgl  charakterisiert  ,  auch  fehlt  auf  der  Oberseite  fast  alle  graublaue  Beschuppung :  die 
Hflgloberseite  mit  grünlichem  Glanze,  beim  2  mit  offenem,  rotem  Analring  und  ganz  schwachen  Spuren  von 
schwarzen  Makeln;  Sikkim.  Von  dem  vielgestaltigen  2  sind  ausser  den  22  von  ab.  depelchini  und  polymnestoroides 
noch  die  folgenden  Hauptformen  bekannt,  von  denen  jede  wieder  in  sich  beträchtlich  variiert:  alle  22  haben 
wenigstens  Spuren  roter  oder  gelbroter  Flecke  am  Analwinkel  des  Hflgls  und  besitzen  auf  der  Vflglober- 
rhetenorina.  seife  stets  einen  roten  Basalfleck.  2-f.  rhetenorina  form,  nov.,  ungeschwänzt,  beide  Flügel  dunkel  sepia¬ 
farben,  Vflgl  mit  dunkleren  Streifen  zwischen  den  Adern,  Hflgl  oben  mit  schwacher  blauer  Beschuppung 
und  offenem,  rotem  Analring,  der  zuweilen  durch  einen  nicht,  schwarzgekernten  Fleck  ersetzt  ist,  am  Hrde 
hutlerianus.  entlang  unterseits  gewöhnlich  ein  breiter  weisser  Streif;  Nord-Indien.  2-f.  butlerianus  Rothsch.  (29b)  wie 
vorher,  Vflgl  mit  weissem  Felde  vor  dem  Hrde,  Hflgl  oberseits  stärker  blaubeschuppt;  Nord -Indien  bis 
esperi.  Malakka.  2-f.  esperi  Btlr.  gleicht  dem  cf  oben  und  unten,  aber  der  Vflgl  trägt  ein  grosses  weisses  Sub- 
apicalfeld,  ähnlich  wie  die  weiter  unten  zu  erwähnenden  Formen  von  Sumatra  und  Borneo;  nur  von  Malakka 
vinius.  bekannt.  2-vinius  Frühst.  (=  c.ilix  Fist,  nec  Sah.  u.  Godm.) ,  Vflgl  einfarben,  mit  den  gewöhnlichen 
dunklern  Streifen.  Htlgl  oben  mit  2  weissen  Makeln  und  Spuren  einer  3.,  unten  ohne  diese  Makeln;  nur 
phoenix.  von  Malakka  bekannt.  2-f.  phoenix  Fist. ,  Vflgl  wie  vorher,  Hflgl  oben  und  unten  mit  4  oder  5  Makeln, 
von  denen  besonders  die  hintern  aussen  oft  breit  rot  sind;  bei  nordindischen  Stücken  ist  der  letzte  Fleck 
oft  wurzelwärts  verlängert  und  es  treten  unterseits  vielfach  schwarze  Discalmakeln  auf,  selten  findet  sich  ein 
agenor.  weisser  Fleck  in  der  Zelle;  Malakka  bis  Nord -Indien.  2-f.  agenor  L.  grösser  als  phoenix,  der  Vflgl  im 
allgemeinen  etwas  heller,  zuweilen  fast  so  weissstreifig  wie  bei  pryeri,  der  Htlgl  mit  5 — 7  weissen  oder 
gelblichen  Discalmakeln,  die  hintere  nur  bei  den  Exemplaren  mit  sehr  grossen  Makeln  basalwärts  verlängert, 
auch  treten  keine  schwarzen  Discalllecke  auf,  selbst  nicht  bei  Stücken  mit  verhältnismässig  kleinen  weissen 
Makeln;  die  Randllecke  des  Hflgls  mehr  quer  als  bei  2-f.  phoenix;  Formosa,  China,  Hainau,  ?  Tonkin,  Birma. 
alcanor.  Die  nun  folgenden  drei  22  sind  geschwänzt:  2-f.  alcanor  Cr.,  der  Zellfleck  des  Hflgls  und  zuweilen  auch  die 
Discalmakeln  (wie  in  Gramer’s  Bild)  klein,  die  schwarzen  Aderstreifen  immer  dick;  Formosa,  China,  Nord- 
distantianus.  Indien,  Birma,  Tenasserim.  2-f.  distantianus  Rothsch.  (=  achates  Cr.  nec  Sulzer )  (33a).  Der  Zelltleck  des 


Ausgegeben  17.  V.  09. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joboan. 


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Hflgls  gross;  Malakka  bis  Hainan,  China,  und  Formosa;  wahrscheinlich  treten  diese  beiden  durch  Über¬ 
gänge  verbundenen  geschwänzten  Formen  überall  auf.  Von  Formosa  ist  mir  eine  weitere  geschwänzte 
Form  bekannt,  die  den  Exemplaren  von  ¥-f.  agenor  mit  sehr  hellem  Hflgl  ganz  auffällig  ähnlich  ist:  ?-f. 
titania  form,  nov.,  Vflgl  sepiafarben,  mit  dunklen  Streifen;  auf  dem  Hflgl  ein  sehr  kleiner  Zellfleck,  eine  titarua. 
Reihe  von  7  Discalmakeln,  von  denen  die  3. — 7.  sehr  gross  sind,  und  eine  Reihe  grosser  Randflecke  weiss, 
die  hintern  Randflecke  schwach  gelblich,  die  schwarzen  Aderstreifen  dünn,  unterseits  fehlt  der  Zellfleck  und 
die  Discalmakeln  sind  wurzelwärts  abgekürzt.  —  anceus  Cr.  ist  die  Rasse,  welche  Sumatra,  Nias  und  Batu 
bewohnt.  Beim  cf  ist  die  Oberseite  ganz  ähnlich  wie  bei  agenor-cf ;  unterseits  sind  die  Zell-  und  Discal- 
streifen  des  Vflgls  breit  und  ist  das  Aussenrdsfeld  des  Hflgls  blaugrau,  oft  am  Analwinkel  etwas  gelb,  in 
Ausnahmefällen  ist  der  gelbe  Ton  mehr  ausgedehnt  und  tiefer.  Das  ?  tritt  auch  bei  dieser  Rasse  nicht 
überall  in  denselben  Formen  auf;  der  Hlb  ist  hinten  fast  stets  gelb;  der  Hflgl  ist  bei  den  dunklen  Formen 
oberseits  dichter  blau  beschuppt  als  bei  den  andern  malaiischen  Rassen,  der  Basalfleck  der  Vflgloberseite  ist 
rot  oder  weiss,  nicht  gelb,  die  ungeschwänzten  Formen  mit  weissem  Bande  auf  dem  Hflgl  tragen  unter¬ 
seits  stets  zwei  Reihen  schwarzer  Flecke  und  die  geschwänzte  Form  ist  gleichfalls  leicht  von  der  betreffenden 
Form  aus  andern  Gegenden,  wie  unten  angegeben,  zu  unterscheiden.  Die  Haupttypen  des  ¥  sind:  ¥-f. 
erebinus  Ilaase  (30a),  Hlb  schwarz  oder  hinten  gelb;  Vflgl  dunkel,  zwischen  Zelle  und  Apex  mehr  oder  erebinus. 
weniger  ausgedehnt  weiss,  Basalfleck  immer  rot;  Hflgl  oberseits  (wie  auch  der  Vflgl)  blasser  als  beim  cf, 
aber  ebenso  dicht  blau  beschuppt;  Sumatra.  ¥-f.  trochila  form,  nov.,  Vflgl  mit  rotem  Basalfleck  und  oft  einer  trochila. 
deutlichen  weissen  Aufhellung  zwischen  Zelle  und  Apex;  Hflgloberseite  wenigstens  in  der  Mitte  blau 
beschuppt,  aussen  blass,  ausser  den  schwarzen  Submarginalflecken  noch  mit  einer  Reihe  kleinerer  Discal¬ 
flecke ;  Sumatra,  Nias,  Batu.  ¥-f.  anceus  Cr.  gleicht  der  vorigen  Form,  aber  der  Basalfleck  des  Vflgls  ist  anceus. 
weiss;  Sumatra,  Nias.  ¥-f.  sitolensis  Frühst.,  ähnlich  anceus,  aber  die  Hflgloberseite  aussen  mehr  oder  sitolensis. 
weniger  gelb,  auch  die  Zellspitze  gelb;  nur  von  Nias  bekannt.  ¥-f.  gerania  form,  nov.,  Vflgl  zwischen  Zelle  gerania. 
und  Apex  mit  weissem  Felde,  der  Basalfleck  rot;  Hflgl  mit  breiter  gelblich  weisser  Binde,  die  wenigstens 
unten  zwei  Reihen  schwarzer  Flecke  trägt,  Hlb  hinten  gelb;  Sumatra.  ¥-f.  ityla  form,  nov.,  wie  vorher,  das  ityla. 
Band  des  Hflgls  weissgelb,  die  schwarzen  Submarginalflecke  sehr  gross,  der  Saum  geschwärzt,  der  Hlb 
schwarz;  Nias.  ?-f.  butis  form,  nov.,  geschwänzt,  der  Basalfleck  des  Vflgls  rot,  der  Saum  des  Hflgls  breit  butis. 
schwarz,  der  Rand  selbst  wie  die  Adern  weniger  tiefschwarz,  die  letzte  weisse  Discalmakel  aussen  orange- 
gelb,  zuweilen  auch  die  vorletzte;  Hlb  gelb,  eine  Rückenlinie  sowie  die  Unterseite  schwarz;  Sumatra.  ¥-f. 
hellopia  form,  nov.,  wie  die  vorige  Form,  aber  alle  oder  fast  alle  weissen  Discalmakeln  des  Hflgls  aussen  gelb ;  hellopia. 
Nias,  Batu.  Die  geschwänzte  Form  ist  die  seltenste  in  allen  Fundorten;  der  Schwanz  ist  an  der  Spitze  zuweilen 
kaum  erweitert.  —  memnon  L.  (cf  =  atrovenatus  Goeze,  arbates  Zinken,  memnoides  Frühst.)  (33  a).  cf :  die  memnon. 
blauen  Strahlen  der  Oberseite  im  allgemeinen  kürzer  als  beim  cf  von  anceus,  auf  dem  Hflgl  häufig  die  Zelle 
nicht  erreichend;  unterseits  die  Zellstreifen  des  Vflgls  weniger  deutlich  und  die  Discalstreifen  wurzelwärts 
weniger  breit  und  häufig  nicht  bis  an  die  Zelle  tretend;  das  Aussenfeid  der  Htlglunterseite  wie  bei  anceus 
blaugrau,  hinten  häufig  etwas  gelb.  Bei  einem  cf  aus  Java  (Sukabumi)  sind  die  Strahlen  der  Oberseite 
glänzend  blau  und  bedecken  fast  den  ganzen  Hflgl,  auch  unterseits  sind  die  Vflglstreifen  und  der  mittlere 
Teil  des  Hflgls  zyanblau:  cf- ab.  sericatus  Frühst.  Das  ¥  wie  bei  anceus  ausserordentlich  variabel;  der  Hlb  sericatus. 
entweder  ganz  schwarz  oder  die  Seiten  und  der  Rücken  mit  Ausnahme  einer  Dorsallinie  gelb ;  der  Hflgl 
oberseifs  selten  mit  deutlicher  blauglänzender  Beschuppung;  der  Basalfleck  des  Vflgls  rot  oder  gelb,  nie 
weiss,  die  Formen  mit  breitem,  weissem  Hflglfelde  haben  auch  unten  nur  eine  Reihe  schwarzer  Makeln. 

Wir  fassen  die  Exemplare  von  Borneo,  Bunguran ,  Banka,  Bawean,  Java  und  Bali  als  zu  einer  geographi¬ 
schen  Rasse  gehörig  zusammen,  manche  der  ¥-Formen  sind  aber  auf  die  eine  oder  andere  Insel  beschränkt, 
so  dass  wir  hier  ebensowenig  wie  bei  anceus  und  agenor  eine  geographisch  ganz  einheitliche  Subspecies  haben. 

¥-f.  gyrtia  form,  nov.,  Vflgl  oberseits  mit  rotem  Basalflecke  und  weissem  Subapicalfelde,  sonst  sehr  dunkel  gvrtia. 
gefärbt ;  Hflgl  fast  rein  schwarz ,  aussen  mit  sehr  schwacher  gelblicher  Beschuppung ;  Borneo ,  entspricht 
der  ¥-f.  erebinus  Hctase  von  Sumatra.  ¥-f.  dobera  form,  nov.,  Vflgl  mit  scharf  begrenztem,  schwarzem  dobera. 
Wurzelfelde,  das  die  Wurzel  der  untern  Mediane  nicht  erreicht,  und  rotem  Wurzelflecke,  sonst  breitweiss 
gestreift,  diese  Streifen  wurzelwärts  am  breitesten  und  nach  aussen  schwärzlichbraun  schattiert,  so  dass  der 
Vflgl  an  die  ¥¥  von  pryeri  und  thunbergi  erinnert;  Hflgl  schwarz,  aussen  etwas  blasser;  Borneo.  ¥-f. 
laomedon  Cr.  (=  memnoides  Frühst.)  (30b),  Vflgl  mehr  oder  weniger  bräunlich  sepiafarben,  mit  schwarzer  laomedon. 
Wurzel  und  schwarzen  Zwischenaderstreifen,  rotem  Basalflecke  und  gewöhnlich  einem  weisslichen  Subapical¬ 
felde;  Hflgl  aussen  sepiafarben  bis  gelbgrau,  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Flecke;  Hlb  schwarz;  Bunguran, 

Borneo,  Java,  Banka;  die  häufigste  Form.  ¥-f.  hiera  form.  nov.  (30b),  Vflgl  wie  bei  der  vorigen  Form,  hiera. 
Hflgl  mit  breitem,  weissem  oder  gelblichem  Bande  und  einer  Reihe  schwarzer  Submarginalflecke,  die 
schwarzen  Discalmakeln  fehlen  auch  unterseits,  Hlb  schwarz;  Java,  Banka.  ¥-f.  imperiosa  Frühst.  (48b).  Vflgl  imperiosa. 
vor  dem  Saume  von  der  Subcostalgabel  bis  zum  Hrde  weiss,  diese  bandförmige  Aufhellung  nach  hinten 
verbreitert;  das  gelblich  weisse  Hflglfeld  tritt  bis  an  die  Zelle,  in  deren  Spitze  ein  kleiner  weisser  Fleck 
liegt;  die  äusserste  Hlbsspitze  gelb;  nur  von  Banka  bekannt,  wo  diese  Form  häufig  zu  sein  scheint.  ¥-f. 
isarcha  form,  nov.,  Vflgl  wie  bei  ¥-f.  laomedon  von  hellerer  oder  dunklerer  Sepiafarbe,  mit  scharf  begrenztem,  isarciia. 
schwarzem  Wurzelfelde  und  roter  Basalmakel;  Hflgl  grösstenteils  weiss,  aussen  mit  gelblichem  Ton  und 
IX  10 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


einer  Reihe  schwarzer  Makeln,  wurzelwärts  reicht  das  weisse  Feld  bis  etwa  zur  Zellmitte,  zuweilen  bis  fast 
zur  Wurzel;  Hlb  schwarz;  Java  und  Bawean ,  auf  Banka  durch  die  vorige  Form,  auf  Borneo  durch  die 

venusia.  folgende  vertreten.  ¥-f.  venusia  form.  nov.  (48b),  Hlb  wie  bei  den  geschwänzten  Formen  gelb,  eine  Dorsallinie 

und  die  Unterseite  schwarz,  Vtlgl  wie  vorher,  aber  der  Saum  nicht  dunkler  als  die  Scheibe,  der  Hflgl  bis 
nahe  zur  Wurzel  gelblichweiss ,  die  Wurzel  und  eine  Reihe  grosser  Submarginalmakeln  schwarz,  der  Saum 
weniger  dicht  schwarz  als  bei  der  vorigen  Form  bestäubt,  die  Adern  dünn  schwarz;  nur  auf  Borneo.  Die 
nchates.  von  Java  und  Banka  bekannte  geschwänzte  Form,  ¥-f.  achates  Sulzer  (=  achatiades  Esp.)  (38  a),  ist  durch 
die  gelbe  Farbe  des  Wurzelflecks  des  Vflgls  und  der  hintern  Randflecke  des  IJflgls  charakterisiert.  Diese 
amira.  Form,  welche  ein  Abbild  von  P.  coon  ist,  wird  auf  Borneo  durch  eine  schwanzlose  ersetzt,  ¥-f.  anura 
nom.  nov.  (=  javanus  Haase  nee  Felder),  bei  welcher  der  Wurzelfleck  des  Vflgls  rot  ist  und  die  Discalflecke 
des  Htlgls  mehr  oder  weniger  stark  orangefarben  und  oft  reduziert  sind;  der  Hlb  wie  bei  ?-f.  achates  gelb, 
mit  schwarzer  Rückenlinie  und  Unterseite,  die  Rückenlinie  oft  verbreitert.  Das  Vorkommen  dieser  un- 
geschwänzten  Form,  welche  sonst  der  geschwänzten  ¥-f.  achates  ähnlich  ist,  sowie  jener  oben  (p.  73)  be¬ 
schriebenen  geschwänzten  Form  titania  von  Formosa,  welche  sonst  der  ungeschwänzten  ?-f.  agenor  gleicht,  weisen 
darauf  hin,  dass  ursprünglich  alle  ¥¥  von  P.  memnon  geschwänzt  waren,  wie  es  jetzt  noch  bei  P.  loioi, 
oceani.  sowie  bei  den  monomorphen  ¥¥  von  P.  mayo,  ascalaphus  und  oenomaus  der  Fall  ist.*)  —  oceani  Doli. 

cd:  die  Streifen  des  Vflgls  oben  und  unten  sehr  stark  reduziert;  die  blauen  Streifen  des  Htlgls  schmal  und 

sowohl  von  der  Zelle  wie  vom  Flügelrande  entfernt  stehend;  die  roten  Basalflecke  der  Unterseite  auf  beiden 
Flügeln  bis  auf  wenige  Schuppen  verschwunden.  ¥  nur  in  einer  Form  bekannt;  Körper  schwarz,  Vflgl  oben 
mit  ganz  kleinem,  unten  mit  grösserm,  rotem  Basalflecke,  die  roten  Basalflecke  der  Hflglunterseite  sehr 
klein;  beide  Flügel  oberseits  dunkel,  der  Vflgl  nach  aussen  allmählich  etwas  aufgehellt,  der  Hflgl  mit  zer¬ 
streuten  blauen  Schuppen  in  der  Aussenhälfte,  aussen  etwas  blasser  als  wurzelwärts.  auf  der  Unterseite  ein 
breites  graues  Saumband,  das  die  schwarzen  Submarginal-,  aber  nicht  die  Discalmakeln  einschliesst. 
perlucidus.  Engano.  —  perlucidus  Frühst,  cf:  die  blaugrauen  Streifen  der  Oberseite  und  der  Vflglunterseite  gehen  bis 
dicht  an  den  Aussenrd,  die  der  Hflgloberseite  stehen  weit  von  der  Zelle  entfernt  und  bilden  ein  innen  fast 
gleichmässig  konkaves  breites  Band;  das  Aussenrdsfeld  der  Hflglunterseite  gewöhnlich  blaugrau,  zuweilen 
mehr  oder  weniger  ausgedehnt  orange;  die  Vflgllänge  variiert  bei  den  Exemplaren  des  Tring  Museums  von 
nesocles.  60—70  mm.  Das  ¥  in  zwei  ungeschwänzten  Formen:  ?-f.  nesocles  form,  nov.,  Vflgl  dunkel  sepiabraun,  das 
schwarze  Wurzelfeld  nicht  scharf  abgesetzt,  die  hellen  Streifen  blassbraun,  der  Basalfleck  rot,  unterseits 
eine  Reihe  schwach  angedeuteter  heller  Submarginalflecke;  Hflgl  bräunlichschwarz,  im  äussern  Drittel  blasser, 
mit  deutlichen  grossen  schwarzen  Submarginalflecken,  unterseits  das  äussere  Drittel  grau,  hinten  und  vorne 
gelblich,  ausser  den  grossen  Submarginalflecken  mit  einer  Reihe  kleiner  schwarzer  Discalflecke,  von  denen 
nysala.  die  vordem  mit  Innenfläche  des  Flügels  vereinigt  sind.  Bei  der  sonst  ähnlichen  zweiten  Form,  ¥-f.  nysala 
form,  nov.,  trägt  der  Hflgl  ein  aus  grossen  Makeln  bestehendes  weisses  Band,  das  gewöhnlich  etwas  gelblich 
clathratus.  ist.  Lombok.  —  clathratus  Bothsch.  (27b).  cP:  wie  vorher,  aber  die  Streifen  des  Vflgls  sind  weniger  deut¬ 
lich  und  beiderseits  kürzer;  Vflgllänge  52 — 60  mm.  Das  ¥  mit  schmutzig  gelblichweissem  Bande  auf  dem 
Hflgl;  unterseits  ohne  Spuren  von  Submarginalflecken  auf  dem  Vflgl  und  mit  vier  ganz  kleinen  schwarzen 
merapu.  Discalflecken  in  den  weissen  Makeln  des  Hflgls.  Sumbawa.  —  merapu  Doh.  Eine  grosse  Form,  wie  viele  der 
Sumba-Falter.  Nur  das  cP  bekannt:  Vflgl  stark  gebogen,  66—75  mm  lang,  oben  fast  ganz  ohne  Streifen,  unten 
sind  dieselben  meist  deutlicher,  stehen  aber  immer  4 — 5  mm  vom  Rande  entfernt.  Hflgl  mehr  länglich  als 
bei  den  andern  malaiischen  Rassen,  hinten  schmäler,  die  Streifen  der  Oberseite  schmal,  von  der  Zelle  ent¬ 
fernt  stehend  und  den  Rand  nicht  erreichend;  die  grossen  schwarzen  Submarginalflecke  der  Unterseite 
ockerfarben  umzogen,  die  schwarzen  Discalmakeln  ganz  mit  dem  schwarzen  Flügelteile  verschmolzen. 
sub-  Sumba,  selten  in  den  Sammlungen;  4  cf  cf  im  Tring  Museum.  —  subclathratus  Frühst,  cf:  Vflgllänge  50 
clathratus.  |,;s  ßß  nun  grosse  Exemplare  kommen  merapu  sehr  nahe;  die  Streifen  des  Vflgls  schwach  angedeutet,  unten 
wie  bei  merapu  vom  Saume  entfernt  stehend;  die  Streifen  der  Hflgloberseite  noch  schwächer  als  bei  merapu, 
gewöhnlich  nur  die  innern  Enden  (in  der  Mitte  zwischen  Zelle  und  Aussenrd)  deutlich :  die  schwarzen  Sub- 
marginalflecke  der  Hflglunterseite  bei  den  kleinen  Stücken  breit  orange  umrandet,  bei  den  grossem  Exem¬ 
plaren  diese  Umrandung  mehr  grau,  bei  allen  Stücken  die  schwarzen  Discalflecke  mit  der  schwarzen  Flügel¬ 
fläche  vereinigt.  ¥  ungeschwänzt,  in  der  Zeichnung  der  ¥-f.  achates  entsprechend;  Vflgl  blasser  als  bei  den 
¥¥  von  clathratus  und  perlucidus,  Hflgl  mit  kleinem  Zellfleck  und  einer  Binde  grosser  weisser,  teilweise  gelb¬ 
licher  Discalflecke,  die  durch  breite  schwarze  Aderstreifen  voneinander  getrennt  sind,  die  Randflecke  deutlich. 
Flores,  von  A.  Everett  im  November  gefangen;  die  Kleinheit  der  Exemplare  ist  wohl  durch  die  lange 
Dürre  erklärt,  welche  auf  Flores  herrschte,  als  Evekett  die  Insel  besuchte  (in  1896).  Das  Tring  Museum 
besitzt  mehrere  cf  cf  von  Adonara  und  Pantar,  gleichfalls  von  Eveeett  erbeutet,  die  eine  bedeutendere 
Grösse  erreichen  (Vflgllänge  65 — 70  mm),  sonst  aber  mit  grossen  Flores-Stücken  gut  übereinstimmen.  Das 
einzige  ¥  von  Pantar,  von  80  mm  Vflgllänge,  hat  einen  grossem  Zelltleck  als  das  einzige  mir  bekannte 
Flores-¥. 

P.  rumanzovia  Eschsch.  (cf  =  krusensternia  Esclisch.,  floridor  Godt.,  amalthion  Psd.,  ciris  Frühst.,  spin- 
turnix  Frühst.)  (26c).  Schwanzlos,  aber  mit  deutlichem  Zahn  an  der  3.  Radiale;  beide  Flügel  unterseits  mit 
*)  Vergl.  Piepers,  in  Iris  XVI,  p.  247  (1903). 


rumanzovia. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


/  o 


grosser  grellroter  Basalmakel;  die  Sub-  und  Admai’ginalflecke  des  Hflgls  gleichfalls  grellrot.  d  schwarz,  \  llgl 
mit  ziemlich  schwachen  bläulichgrauen  Streifen  vor  dem  Saume,  von  denen  die  vordem  meist  bis  nahe  an  die 
Zelle  herantreten;  Hflgl  zwischen  den  Adern  mit  breiten  bläulichgrauen  Doppelstreifen,  die  ein  sehr  breites  Band 
bilden,  dessen  Ird  etwas  S-förmig  geschwungen  ist.  Die  vorderen  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  zu  Haken 
und  die  hintern  zu  Bingen  verbunden.  Manche  cf d  haben  oberseits  einen  roten  Analring  aut  dem  Hflgl.  Beim  ? 
der  Vflgl  in  der  Zelle  und  an  den  Adern  entlang  mit  weissgrauen  Streifen,  die  besonders  unterseits  hell 
sind;  mehrere  Formen:  ?-f.  semperinus  Haase  (26c),  Vflgl  fast  so  dunkel  wie  beim  cd,  aber  auch  oben  mit  semperinus. 
grossem  rotem  Basalfleck,  der  auf  dem  Hflgl  durch  ein  mit  dem  Abdominalrande  paralleles  rotes  Band  fort¬ 
gesetzt.  wird;  der  Hflgl  oberseits  sonst  schwarz  mit  bläulichen  Streifen;  oft  ist  aber  das  Längsband  mehr 
oder  weniger  weisslich  und  verbreitert,  und  es  sind  in  solchem  Falle  auch  eine  Anzahl  Ad-  und  Submarginal¬ 
flecke  vorhanden.  Die  zweite  Hauptform  ist  ?-f.  rumanzovia  Esclisch.  (=  descombesi  Jhrl.)  (27  a).  Die  Vflgl-  mmanzovia. 
streifen  oben  und  unten  wenigstens  zum  Teil  weiss,  der  Hflgl  mit  grossem  weissem  Mittelfelde,  das  sich  von 
der  Nähe  des  Abdominalrandes  bis  in  «die  Zelle  erstreckt;  nach  Semper  haben  die  Stücke  dieser  Form  von 
den  Philippinen  stets  einen  roten  Basalfleck  auf  der  Vtlgloberseite ;  auf  Siao,  Sangir  und  Talaut  dagegen  ist 
der  Basalfleck  oft  sehr  klein  oder  fehlt  ganz,  einige  Exemplare  erhalten  ausserdem  noch  dadurch  ein  sehr  auf¬ 
fällig  verschiedenes  Aussehen,  dass  das  weisse  Feld  des  Hflgls  reduziert  und  der  4. — 6.  Admarginalfleck  sehr 
gross,  isoliert*)  und  rotweiss  ist :gf.  eubalia  form.  nov.  (Typus  von  Siao)  (48c).  —  Rp  grün,  mit  stark  geschwollenem  eubalia. 
Thorax;  ein  Brillenband  auf  dem  Thorax  und  dahinter  ein  erhöhtes  gelbliches  Band,  das  sich  seitlich  mit 
einem  gelblichen  oder  grünlichen  Längsstreifen  verbindet,  auf  dem  Hlb  ein  Schrägband  und  ein  Querband, 
nicht  unterbrochen  und  wie  das  Analsegment  weisslich;  die  Nackengabel  orange.  Pp  wie  bei  P.  memnon. 

Der  Falter  auf  allen  Inseln  der  Philippinen  (Mindoro,  Luzon,  Mindanao  etc.),  sowie  auf  den  nördlich  von 
Celebes  gelegenen  Siao-,  Sangir-  und  Talaut-Inseln ;  häutig-  Die  semperinus- Form  des  ?  ähnelt  P.  semperi, 
der  rote  Längsstreif  auf  den  Flügeln  ahmt  den  roten  Hlb  des  semperi  nach;  diese  Form  findet  sich  aber 
auch  auf  den  Talaut-Inseln,  wo  semperi  nicht  vorkommt. 

P.  deiphobus.  Der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt.  Vflgl  viel  weniger  sichelförmig.  Geschwänzt 
oder  ungeschwänzt  ,  die  Makeln  der  Unterseite  so  grellrot  wie  bei  rumanzovia.  d :  Hflgloberseite  vor  dem 
Saume  mit  einem  aus  hellblauen  Streifen  bestehenden  breiten  Bande,  dessen  Ird  gleichmässig  konkav  ist. 

?:  Vflgl  mit  dünnen  weissen  Fransenflecken;  die  roten  Admarginalflecke  des  Hflgls ,  besonders  auch  die 
vordem,  breit  mit  den  weissen  Fransenflecken  verschmolzen.  Der  schnellfliegende  Falter  findet  sich  be¬ 
sonders  häufig  in  der  Nähe  der  Ansiedlungen,  wo  Citrus-Bäume  in  den  Gärten  stehen,  seltener  im  Walde. 

Die  Rp  noch  unbeschrieben,  wahrscheinlich  der  memnon- Rp  ähnlich.  Molukken  und  Waigeu,  vielleicht  auch 

auf  Neu-Guinea.  —  deiphontes  Fldr.  (29a).  Schwanzlos,  aber  mit  deutlich  vorspringendem  Zahn  an  der  deiphontes. 

3.  Radiale,  cf:  Die  blauen  Streifen  der  Hflgloberseite  dicht  beschuppt,  paarweise  mehr  oder  weniger  zu¬ 
sammengeflossen  und  die  so  geformten  Makeln  aussen  ausgerandet.  ?:  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  2.  Mediane 
bräunlich  schwarz,  dann  aufgehellt,  mit  bräunlich  schwarzen  Streifen  zwischen  den  Adern,  auf  der  Oberseite 
nur  die  hinter  der  2.  Mediane  liegenden  hellen  Streifen  wurzelwärts  weiss,  die  andern  alle  verdunkelt.  Hflgl 
immer  mit  weissem  Spiegel  und  vorne  nahe  am  Apex  mit  metallisch  blauer  Beschuppung.  cf  cf  und  ??, 
welche  gelbliche  statt  rote  Flecke  auf  dem  Hflgl  haben,  sind  ab.  flava  Obertli.  Morty,  Halmaheira,  Ternate  flava. 
und  Batjan.  —  deipylus  Fldr.  d  geschwänzt,  das  Hflglband  wie  bei  deiphontes,  aber  die  schwarzen  Zwischen-  deipylus. 
aderstreifen  im  ganzen  noch  dünner.  Das  ?  gleichfalls  geschwänzt,  der  Vflgl  dunkler  als  bei  deiphontes,  die 
hintern  graubraunen  Streifen  wurzelwärts  nicht  weiss,  der  weisse  Zellfleck  des  Hflgls  nur  angedeutet.  Waigeu 
und  vielleicht  auch  Holländisch  Neu-Guinea.  —  deiphobus  L.  (?  =  alcandor  Cr.)  (28a,  b).  Geschwänzt,  deiphobus. 
cf:  Die  graublauen  Streifen  der  Hflgloberseite  viel  weiter  vom  Saume  entfernt  als  bei  den  vorhergehenden 
Formen  und  meist  auch  viel  dünner.  ?:  Der  unter  der  Zelle  gelegene  Teil  des  Vflgldiscus,  sowie  der  an¬ 
grenzende  Teil  der  Zelle  selbst  stark  aufgehellt:  die  Zeichnungen  des  Hflgls  im  einzelnen  veränderlich. 

Stücke  (cf?),  bei  denen  alles  Rot  durch  Gelb  ersetzt  ist,  sind  ab.  hypoxanthos  Röb.  Auf  Ceram,  Saparoea,  hypoxanthos. 
Amboina,  Buru  und  Obi:  häufig. 

P.  protenor.  cf  und  ?  einander  ähnlich,  d  schwarz,  Flügel  mit  bläulichem  Glanze;  Hfigl  lang, 
ungeschwänzt,  von  der  Spitze  der  Costa  ab  fast  gleichbreit,  mit  langer  weisser  Costalmakel,  die  vom  Vflgl 
bedeckt  ist.  Unterseite  blasser,  namentlich  auf  dem  Vflgl,  der  in  der  Zelle  und  auf  der  Scheibe  weisslich 
gestreift  ist;  Hflgl  mit  roten  Submarginalflecken,  von  denen  gewöhnlich  die  mittleren  vollständig  fehlen, 
während  der  7.  und  häufig  auch  der  6.  mit  den  Randflecken  zu  Ringen  verschmolzen  sind.  ?  viel  blasser 
als  das  d.  Rp  grün,  ein  Brillenband  auf  dem  Thorax,  ein  schwarz  gerändertes  Band  auf  dem  4.  Ringe, 
zwei  Schrägbänder  auf  dem  Hlbe  und  das  Analsegment  braun,  weiss  gemischt;  die  Bauchfiisse  grau;  auf 
Zanthophyllum.  Der  Falter  in  den  meisten  Lokalitäten  häufig,  oft  in  Scharen  auf  feuchtem  Sande  an 
Flussufern,  besucht  auch  Blumen,  besonders  gerne  Disteln.  Während  des  langsamen  und  etwas  taumelnden 
Fluges  bewegt  er  die  Flügel  nur  langsam  auf  und  ab,  was  dem  Falter  etwas  schwerfälliges  verleiht.  Die 
Frühjahrsstücke  sind  kleiner.  In  den  Gebirgstälern  Nord-Indiens,  in  Birma,  Tonkin,  China,  Hainan  und 


*)  Dieses  $  erinnert  sehr  an  das  deiphontes von  den  Nord-Molukken  und  wurde  von  Semper  als  solches  aufgeführt. 


76 


PAP1LI0.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


euprotenor.  Formosa.  —  euprotenor  Frühst.  (—  protenor  auct.,  euanthes  Frühst . ,  sulpitius  Frühst.).  Hflgloberseite  ge¬ 
wöhnlich  bis  über  die  3.  Radiale  hinab  mit  blauen  Schuppen  überstreut.  Von  Nord-Indien  bis  Birma,  nordwärts 
protenor.  über  Tonkin  bis  Hainan  verbreitet.  —  Bei  protenor  Cr.  von  China  und  Nordwest-Indien  (vgl.  Band  1  Taf.  3  b) 
reicht  die  blaue  Bestäubung  der  Hflgloberseite  meist  nicht  bis  zur  3.  Radiale  hinab,  auch  ist  die  Unterseite 
des  Vtlgls  im  ganzen  weniger  weisslich  als  bei  euprotenor.  Nicht  scharf  von  euprotenor  geschieden.  — 
atnaura.  amaura  subsp.  nov.  Wie  bei  der  chinesischen  Form  ist  die  blaue  Bestäubung  der  Hflgloberseite  stets  stark 
reduziert  und  fehlt  meist  fast  gänzlich.  Unten  ist  der  Vflgl  dunkler  als  bei  den  vorigen  Formen,  die  blassen 
discalen  Streifen  sind  nur  in  ihrem  äussern  Teile  weiss  und  treten  nicht  so  nahe  an  den  Saum,  letzterer  ist 
daher  breiter  schwarz  als  bei  euprotenor  und  protenor.  Formosa,  häufig. 
demetrius.  P.  demetrius  Cr.  Der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt.  Beide  Geschlechter  geschwänzt  (vgl.  Bd.  I,  3  c). 

Die  Sommerstücke  sind  wie  bei  der  vorigen  Species  grösser  als  die  Exemplare  der  Frühjahrsgeneration  (aus 
überwinterten  Ppn).  Japan,  Liu-Kiu-Inseln ,  Ost-  und  Zentral-China  (teste  Leech),  nach  Butler  auch  auf 
liukiuensis.  Formosa.  —  liukiuensis  Frühst.  (=  sitalkes  Frühst.)  unterscheidet  sich,  wenn  auch  nicht  ganz  konstant,  von 
der  nymotypischen  Form,  die  in  Japan  fliegt,  durch  breitere  Flügel  und  grössere  rote  Submarginalflecke  auf 
dem  Hflgl;  ausserdem  ist  beim  cf  die  Oberseite  tiefer  schwarz  und  die  blaue  Beschuppung  der  Hflgloberseite 
des  ?  reduziert.  Die  Zahl  der  roten  Flecke  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  ist  weder  bei  demetrius  noch 
liukiuensis  konstant,  es  treten  sowohl  in  Japan  als  auf  Okinawa  ??  mit  einer  vollen  Reihe  roter  Flecke  auf. 
Okinawa  und  Ischigaki;  Formosa?,  China? 

P.  rhetenor.  Körper  und  Flügel  bläulichschwarz,  der  Hlb  an  den  Seiten  etwas  blasser.  Die  äussern 
zwei  Drittel  des  Vflgls  aufgehellt,  mit  schwarzen  Streifen  zwischen  und  auf  den  Adern,  unterseits  beim  cf 
mehr  oder  weniger  weissgrau,  oben  und  unten,  bei  vielen  cf  cf  nur  unten,  mit  rotem  Wurzelfleck.  Hflgl 
lang  gestreckt,  mit  stark  gewelltem  Saume;  beim  cf  mit  vorspringendem  Zahn  an  der  3.  Radiale  oder  ohne 
Andeutung  eines  Schwanzes,  oberseits  einfärbig,  mit  zerstreuter  blauer  Beschuppung  auf  der  Scheibe  und 
rotem  oder  weissem  Analringe,  vor  dem  gewöhnlich  ein  zweiter  Ring  und  zuweilen  ein  Teil  eines  dritten 
steht,  unterseits  wird  die  Wurzel,  sowie  der  Abdominalrand  des  Hflgls  von  einem  breiten  mattroten  Streifen 
eingenommen,  in  dem  schwarze  discale  und  submarginale  Makeln  stehen,  vor  dem  Saume  ein  oder  mehrere 
mattrote  Flecke,  von  denen  die  hintern  sich  oft  mit  den  roten  Saumflecken  zu  Ringen  verbinden,  auf  der 
Scheibe  ein  mattschwarzer  Fleck ,  welcher  der  weissen  Makel  des  ?  entspricht  (dieser  Fleck  wurde  von 
Moore  irrtümlich  als  sekundärer  Geschlechtscharakter  aufgefasst)  und  bei  chinesischen  Stücken  oft  fehlt. 
Beim  ?  trägt  der  Hflgl  einen  breiten  abgerundeten  Schwanz  und  einen  weissen  Discalspiegel,  auch  sind  die 
roten  Marginal-  und  Submarginaltlecke  grösser  als  beim  cf.  Die  frühem  Stände  sind  nicht  bekannt.  Das  ? 
ist  ein  Abbild  der  Aristolochienfalter  P.  dasarcida  und  philoxenus  derselben  Gegenden.  Von  Nepal  bis  zu  denShan- 
Staaten  und  Tenasserim  verbreitet,  auch  in  West-  und  Zentral-China.  Der  Falter  findet  sich  in  Nord-Indien  den 
rhetenor.  ganzen  Sommer  hindurch  und  geht  bis  zu  etwa  6000  Fuss  hinauf.  —  rhetenor  Westw.  (=  turificator  Frühst.; 

?  =  icarius  Westw.;  cf  =  alcmenor  Fldr.,  albolunata  Frühst.,  pubiilius  Frühst.)  (29  b).  cf:  Vflgl  oft  mit  grosser 
leucocelis.  weisser  Makel  am  Hrde  (cf-ab.  leucocelis  ab.  nov.);  der  Hflgl  mit  deutlicher  blauer  Beschuppung  auf  der 
Scheibe  und  kaum  vorspringendem  Randzahn  an  der  3.  Radiale,  unterseits  mit  mattschwarzem  Discalfleck 
vor  der  2.  Radiale  und  ohne  rote  Submarginaltlecke  von  der  2.  Radiale  vorwärts.  ?:  Der  weisse  Spiegel 
des  Hflgls  besteht  aus  einem  Zellfleck  und  3  oder  4  Discalflecken.  Nepal  bis  zu  den  Shan-Staaten  und 
platenius.  Tenasserim.  —  platenius  Frühst .,  von  West-  und  Zentral-China  bekannt,  findet  sich  zweifellos  auch  im  süd¬ 
lichen  China.  Der  Hflgl  ist  bei  cf  und  ?  etwas  schärfer  gezähnt  als  bei  der  indischen  Form:  beim  cf  ist 
die  blaue  Beschuppung  der  Hflgloberseite  stark  reduziert,  während  beim  ?  der  weisse  Spiegel  verkleinert  ist. 
thaiwanus.  p.  thaiwanus  Rothsch.  (=  annaeus  Frühst.)  (32  d  ?),  der  infolge  eines  Schreibfehlers  als  Form  von 

protenor  beschrieben  wurde,  ist  beim  ?  viel  auffälliger  als  beim  cf  verschieden,  cf:  Vflglunterseite  fast  ganz 
schwarz,  da  die  grauen  Streifen  wie  bei  vielen  Formosafaltern  reduziert  sind;  das  rote  Feld  der  Hflglunterseite 
ist  viel  mehr  als  bei  den  andern  Formen  ausgedehnt  und  es  finden  sich  grosse  rote  Submarginaltlecke  bis  zur 
Subcostale  hinauf.  Das  ?  ungeschwänzt;  Vflgl  blasser  als  beim  ¥  von  P.  rhetenor;  Hflgl  von  der  Subcosfale 
bis  zum  Analrande  mit  einem  Fleckenbande,  dessen  vordere  Makeln  gross  und  weiss,  und  dessen  hintere 
kleiner  und  rötlich  sind,  die  hinteren  Submarginalflecke  mit  den  Randflecken  zu  Ringen  vereinigt;  Unter¬ 
seite  wie  beim  cf  mit  grösseren  Zeichnungen  als  bei  P.  rhetenor.  —  Formosa. 

Bootes-Gruppe. 

Kopf  und  ein  Seitenstreif  des  Hlbs  rot;  Flügelwurzel  unten  rot.  Geschlechter  einander  ähnlich,  geschwänzt, 
beide  Nachahmer  von  Aristolochienfaltern. 

P.  janaka.  cf  und  ¥  einander  ähnlich,  mit  Spatelschwanz ;  Kopf,  ein  Teil  des  Thorax  und  ein  Seiten¬ 
streif  am  Hlb  mattrot;  Vflgl  schwarz,  oberseits  schwächer  und  unterseits  stärker  grau,  mit  gewöhnlich 
tiefschwarzen  Streifen;  Hflgl  mit  weissem  Discalspiegel,  der  in  der  chinesischen  Form  —  nur  1  cf  bekannt  — 
fehlt,  beim  ¥  grösser  als  beim  cf  ist  und  nie  in  die  Zelle  eintritt,  ausser  dem  Analfleck  noch  1 — 4  Sub¬ 
marginalmonde  vorhanden.  Unterseits  bedeckt  ein  bereits  rotes  Band  die  Wurzel  beider  Flügel  und  zieht 
am  Abdominalrande  des  Hflgls  entlang.  Die  Rp  und  Pp  nicht  bekannt.  Der  Falter  im  Frühjahr  in  Nordwest- 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


tl 


Indien,  Sikkim  und  West-China;  ein  so  getreues  Abbild  des  Aristolochienfalters  P.  lutreillei,  dass  Moore  ver¬ 
führt  wurde,  janalca  und  die  folgende  Art,  bootes,  mit  latreillei,  adamsoni,  nevil/i  etc.  in  eine  seiner  Gattungen 
zu  vereinigen!  —  janaka  Moore  (—  sikkimensis  Wood-Mas.)  fliegt  in  Sikkim  von  3—5000  Kuss  im  Mai  und  janaka. 
Juni,  sowie  im  nordwestlichen  Himalaya.  cf  und  ?  mit  weissen  Discalmakeln  auf  dem  Hflgl  und  einem 
blassroten  Doppeltleck  an  der  Schwanzspitze.  —  decilbatus  llothsch.  (vergl.  Bd.  1.  3  a)  von  West-China  hat 
keine  Discalmakeln  und  keine  Flecke  im  Schwänze. 

P.  bootes.  Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hauptsächlich  dadurch  unterschieden,  dass  das  rote  Basal- 
feld  der  Unterseite  nicht  am  Abdominalrande  des  Hflgls  fortgesetzt  ist.  Assam  und  West-China.  —  bootes  bootes. 
Westw.  (27  b)  von  Assam,  hat  immer  einen  rötlichweissen  Doppeltleck  an  der  Schwanzspitze.  —  Bei  nigricans 
Rothsrh.  (=  echo  Ehrm.)  (vgl.  Bd.  I,  3  a)  von  West-China  ist  der  Schwanz  schwarz.  Exemplare  von  Tse-kou 
sind  rubicundus  Frühst.;  ob  wirklich  von  dem  sehr  variabeln  nigricans  verschieden? 


3.  Glanz -Papilios. 

Die  Oberseite  des  Körpers  und  der  Flügel  mit  grüner  oder  blauer  metallisch  glänzender  Beschuppung;  bei 
einigen  Formen  ist  diese  Bestäubung  fast  gleichmässig  über  die  Oberseite  verteilt  ,  die  meisten  Arten  aber  tragen 
eine  grosse  Metallmakel  oder  ein  Band,  und  bei  andern  ist  der  grösste  Teil  der  Oberseite  glänzend  blau  oder  grün. 

Die  Unterseite  ist  stets  dunkel  (Schutzfarbe).  Bei  den  Rpn,  soweit  als  bekannt,  sind  die  Thoraxringe  oben  schild¬ 
förmig  verdickt. 

Paris-Gruppe. 

Die  Oberseite  der  Flügel  grün  bestäubt,  Vflgl  mit  oder  ohne  dünnes  grünes  oder  gelbliches  Band;  Hflgl 
ohne  Metallmakel  oder  vorne  dichter  metallisch  beschuppt  oder  mit  Metallmakel,  die  zuweilen  zu  einem  hinten 
dünnen  Bande  verlängert  ist.  Die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  rot  oder  gelb,  mit  einem  blauen  Bogen  verziert. 

P.  elephenor  Dbl.  (34a).  Kopf  blass  ockergelb,  die  Seiten  des  Hlbs  gelbgrau;  cf  und  ?  ungeschwänzt,  elephenor. 
cf:  Vflgl  mit  Haarstreifen,  und  wie  der  Htlgl  mit  grünblauen  Schuppen  überstreut;  Hflgl  schmäler  als  bei 
protenor,  mit  rotem  Analauge  und  zuweilen  einem  roten  Submarginalmonde  zwischen  den  beiden  Median¬ 
ästen.  Unterseite  des  Vflgls  schwärzlich  grau,  mit  schwarzen  Streifen  auf  und  zwischen  den  Adern;  Vflgl 
schwarz,  mit  einer  Reihe  roter  Submarginalmonde.  ?  dem  cf  ganz  ähnlich.  —  Assam:  Ivhasia  und  Naga- 
Berge,  Gachar,  Sadiya,  Jorehat.  Selten,  besonders  das  ?. 

P.  dialis.  Körper  wie  bei  den  folgenden  Arten  schwarz ,  oberseits  mit  Metallschuppen  bestreut. 

Oberseite  der  Flügel  grün  bestäubt,  Htlgl  mit  blauem  Ton  in  der  Gostalgegend ,  aber  ohne  Metallspiegel, 
am  Analwinkel  ein  roter  Ring;  der  Schwanz  fehlt,  oder  ist  stummelförmig,  oder  so  lang  und  breit  wie  bei 
P.  bianor ,  mit  allen  Zwischenstufen.  Die  Unterseite  ähnlich  wie  bei  bianor,  aber  der  Vflgl  immer  weniger 
ausgedehnt  dunkel  als  bei  der  betreffenden  bianor- Form  desselben  Landes.  Die  Duftstreifen  des  cf  stets 
schmal  und  weit  getrennt  ,  viel  mehr  gleichmässig  breit  als  bei  P.  polyctor ,  bei  dem  die  Streifen  gleichfalls 
getrennt  stehen.  Das  cf  ist  weniger  dicht  metallisch  beschuppt  als  das  ?•  und  hat  auf  der  Hflgloberseite 
einen  roten  Submarginalfleck  hinter  der  2.  Mediane.  Die  frühem  Stände  sind  unbekannt.  Der  Falter  ist 
selten  in  den  Sammlungen.  Fruhstoreer  ist  der  einzige  Sammler,  der  eine  kleine  Serie  erbeutete.  Er 
fand  das  Tier  in  der  Nähe  der  Wohnungen  auf  weggegossenem  Unrat  vor  und  unter  den  Hütten  der  Ein¬ 
geborenen,  sowie  auf  dem  nassen  Sande  eines  Flussufers.  Der  Falter  ist  zwar  sehr  scheu,  aber  er  kehrte, 
einmal  verjagt,  gerne  wieder  zum  Abflugsort  zurück.  Beim  Saugen  hält  er  die  Flügel  stets  fest  geschlossen. 

Während  seines  kreisenden,  schwebenden  Fluges  bietet  er  durch  die  Vornehmheit  seiner  Bewegungen  einen 
prächtigen  Anblick  (Fruhstoreer).  Von  den  Shan-Staaten  bis  Zentral-China  und  Formosa  verbreitet.  Die 
Genitalien  der  meisten  Arten  dieser  Gruppe  sind  einander  so  ähnlich,  dass  kaum  deutliche  Unterschiede 
nachzuweisen  sind.  —  schanus  subsp.  nov.  cf :  Hflgloberseite  etwas  weniger  blau  als  bei  den  nächsten  Sub-  schamis. 
species,  mit  1 — 3  roten  Submarginalflecken  ausser  dem  Analauge,  und  ganz  kurzem  Schwanzstummel,  der 
weniger  als  bei  den  andern  Formen  vorspringt.  Unterseits  der  Vflgl  nur  bis  zur  Basis  der  untern  Mediane 
schwärzlich  und  die  Submarginalflecke  des  Hflgs  mehr  gelblich.  Die  Duftstreifen  sehr  schmal ,  kein  Streif 
auf  der  Submedianfalte.  Südliche  Shan-Staaten:  1  cf  im  Tring  Museum,  ein  zweites  im  Museum  zu  Kalkutta 
(coli,  de  Niceville).  — -  doddsi  Janet  (=  megei  Obertli.)  (34  a).  Schwanz  entweder  ganz  kurz  oder  lang,  breit  doddsi. 
und  spatelförmig,  mit  allen  Zwischenstufen,  cf  nur  mit  rotem  Analauge  auf  der  Hflgloberseite,  2  ausserdem 
mit. rotem  Submarginalflecke.  Das  schwarze  Wurzelfeld  der  Vflglunterseite  reicht  beim  cf  bis  an  die  Basis 
der  oberen  Mediane  und  ist  beim  ?,  das  ich  nur  aus  der  Beschreibung  kenne,  wahrscheinlich  nicht  ganz  so 
weit  ausgedehnt.  Tonkin.  —  cataleucas  Rothsch.  (=  cataleuca  Frühst.).  Eine  kleine  Form,  von  der  nur  cataleucas. 
einige  cf  cf  bekannt  sind,  die  von  dem  verstorbenen  J.  Whitehead  in  den  Fünf-Finger-Bergen  von  Hainan 
gefangen  wurden.  Vflgl  mit  2  sehr  dünnen  deutlichen  und  einem  undeutlichen  Filzstreifen;  das  schwarze 
Wurzelfeld  der  Unterseite  ist  sehr  stark  reduziert  und  bleibt  von  der  untern  Mediane  entfernt.  Der  Schwanz 
kurz  und  schmal  oder  länger  und  spatelförmig.  Hflgl  oberseits  mit  3  roten  Submarginalflecken.  —  dialis  dialis. 
Leech.  Geschwänzt;  das  schwarze  Basalfeld  der  Vflglunterseite  reicht  bis  an  die  untere  Mediane,  die  zer¬ 
streuten  hellen  Schuppen  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  fast  alle  grün,  Oberseite  mit  2  roten  Submarginal¬ 
flecken.  West-China,  cf  in  coli.  Leech;  ein  zweites,  schwach  verschiedenes  cf  von  Kiatim,  Nordwest-Fokien 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


andronicas.  im  Tring  Museum.  —  andronicus  Frühst,  (nicht  Ward).  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt.  Die  dun¬ 
kelste  der  bekannten  dialis- Rassen.  Die  Schwänze  lang  und  spatelförmig;  die  Htlgloberseite  ausser  dem 
Analring  ohne  rote  Flecke,  sonst  die  Oberseite  der  von  bianor  formosanus  täuschend  ähnlich;  ohne  den  grün¬ 
schimmernden  Prachtfleck  des  Htlgs  (der  indes  formosanus  auch  oft  fehlt,  auch  haben  viele  formosanus  oben 
kleine  rote  Submarginalflecke);  Vflgl  mit  schmälern  Sexualstreifen.  Über  die  Färbung  der  Vflglunterseite  ist 
nichts  gesagt.  Formosa. 

P.  bianor.  Geographisch  sowohl  wie  zeitlich  stark  variabel,  cd:  die  Filzstreifen  breit,  gewöhnlich 
die  hintern  drei  vereinigt,  wenn  sie  getrennt  sind,  bleibt  der  Streif  der  untern  Mediane  doch  breiter  als  der 
Zwischenraum,  der  ihn  von  dem  Streifen  der  Submedianfalte  trennt;  Vflgl  Oberseite  grün  oder  grünblau 
bestäubt,  diese  Beschuppung  häufig  vor  dem  schmal  dunkeln  Aussenrande  zu  einem  Bande  verdichtet; 
Htlgloberseite  vorne  blau  oder  blaugrün  und  hinten  grün  bestäubt,  häufig  mit  einer  dichter  beschuppten 
grünen  oder  blauen  grossen  Makel  (oder  einem  solchen  Bande),  ein  roter  analer  Fleck,  ausserdem  0 — 4  rote 
Submarginalflecke  und  wenigstens  vorne  einige  deutliche  grüne  Submarginalflecke.  Das  schwarze  Wurzel¬ 
feld  der  Vflglunterseite  reicht  stets  über  die  Wurzel  der  oberen  Mediane  hinaus,  zuweilen  ist  der  ganze 
Flügel  schwarz;  Hflglunterseite  mit  einer  vollen  Reihe  roter  Submarginalflecke.  Das  ?  weniger  dicht  metallisch 
beschuppt;  die  roten  Flecke  der  Htlgloberseite  gewöhnlich  zahlreicher  und  grösser  als  beim  cf.  Der  Falter 
kommt  von  Nord-Japan  bis  Tonkin  und  West-China  vor  und  scheint  an  allen  Flugplätzen  ziemlich  häufig, 
manchmal  in  Mengen  aufzutreten.  Wie  die  verwandten  Arten  sammeln  sich  die  cfcf  auf  feuchtem  Sande 
und  besuchen  Blüten.  Die  Rp  ist  grün  mit  2 — 3  hellen  Schrägbändern,  auf  Aurantiaceen.  Obwohl  der 
Falter  in  den  nördlichem  Teilen  seines  Vorkommens  häufig  gezogen  wird,  ist  noch  keine  genügende  Be¬ 
schreibung  aller  Entwickelungsstadien  veröffentlicht.  —  Die  paläarktischen  Formen  von  P.  bianor  sind 
okinawensis.  Bd.  I  Seite  10  behandelt  worden.  —  okinawensis  Frühst.  Es  ist  nur  die  Sommerform  bekannt,  die  ver¬ 
hältnismässig  klein  ist.  Dem  dehaani  von  Japan  sehr  ähnlich,  kleiner  als  die  Sommerform  desselben,  auf 
beiden  Seiten  dunkler;  die  Htlgloberseite  aussen  wie  bei  dehaani  breit  schwarz,  das  blaue  Gostalfeld  steht 
von  den  Submarginalflecken  getrennt  und  zieht  sich  um  die  Zellspitze  herum;  die  Submarginalflecke  der 
Oberseite  gewöhnlich  auffällig  blau,  die  der  Unterseite  etwas  grösser  als  bei  dehaani.  Beim  ?  sind  die  Sub- 
marginalflecke  der  Hflglunterseite  besonders  gross  und  zuweilen  mit  den  gleichfalls  vergrösserten  Marginal¬ 
flecken  verbunden.  Das  graue  Discalfeld  der  Vflglunterseite  ist  ähnlich  wie  bei  dehaani.  Okinawa.  — 
junia.  junia  subsp.  nov.  Herr  Fruhstorfer  zieht  die  Exemplare  von  Jshigaki-sima  zu  okinawensis.  Zwei  von  ihm 
erhaltene  cfcf  der  Sommergeneration  stimmen  jedoch  viel  besser  mit  den  Formen  aus  Formosa  und  China 
überein.  Flügelform  etwa  wie  bei  formosanus ;  das  blaue  Gostalfeld  des  Hflgls  geht  bis  zur  Zellmitte  und 
dehnt  sich  saumwärts  bis  zu  den  Submarginalflecken  aus,  die  grüne  Beschuppung  des  hintern  Flügelteiles  ist 
über  die  Sub marginalflecke  hinaus  ausgedehnt,  so  dass  an  der  Innenseite  dieser  Flecke  statt  des  breiten  schwarzen 
Bandes  von  okinawensis  und  dehaani  nur  schwarze  Makeln  stehen.  Unterseits  gleicht  junia  dem  chinesischen 
bianor  darin ,  dass  der  Vflgl  von  der  Zellspitze  ab  bis  nahe  zum  Saume  grau  ist  und  sich  der  schmale 
schwarze  Saum  am  Apex  nur  wenig  erweitert;  die  Marginalflecke  des  Hflgls  sind. grösser  als  bei  bianor  und 
formosanus.  formosanus.  —  formosanus  Beb.  ist  die  Form  Formosas;  sie  ist  bianor  sehr  ähnlich,  unterscheidet  sich  aber 
fast  immer  durch  starke  Reduzierung  der  grauen  Streifen  der  Vflglunterseite,  auch  sind  die  roten  Sub¬ 
marginalflecke  des  Hflgls  kleiner  und  fehlen  oberseits  bei  den  meisten  cfcf  (abgesehen  vom  Analfleck).  Häufig. 
bianor.  —  bianor  Cr.  (Bd.  I,  4  c).  Die  Gostalgegend  der  Htlgloberseite  gewöhnlich  bis  zur  Zellmitte  und  saumwärts  bis 
majalis.  zu  den  Submarginalflecken  blau,  seltener  grün,  bei  kleinen  Frühjahrsstücken  (f.  majalis  Seitz,  vgl.  Bd.  I  p.  10, 
Bd.  1 ,  3  c)  zuweilen  mit  dichter  beschuppter  grosser  Metallmakel ,  ausser  dem  Analfleck  sind  meist  3 
oder  4,  beim  ?  zuweilen  6  rote  Submarginalflecke  vorhanden,  bei  den  grossen  Sommerstücken  ist  die  grüne 
Beschuppung  des  hintern  Flügelteiles  oft  durch  ein  breites  schwarzes  Feld  von  den  Submarginalflecken  ge¬ 
trennt.  Unterseits  ist  das  graue  Aussenfeid  des  Vtlgls  stets  breit,  es  tritt  auch  bis  nahe  an  den  Aussenrd 
und  geht  bei  den  meisten  Stücken  bis  tief  in  die  Zelle  hinein.  Ost-,  Zentral-  und  West-China;  im  Gebirge 
West-Chinas  steigt  der  Falter  bis  zu  6000  Fass  hinauf  und  trifft  zwischen  5  und  6000  Fass  mit  der  nahe 
verwandten  Art  P.  syfanius  Oberth.  (Bd.  I,  Taf.  5b)  zusammen.  —  Von  Hainan  ist  noch  keine  bianor- Form 
bekannt,  dagegen  erbeutete  Fruhstorfer  in  Tonkin  eine  beträchtliche  Serie,  unter  denen  die  Exemplare  mit 
einfarbig  blauem  Gostalfelde  der  Htlgloberseite  vorherrschen.  Solche  Stücke  stimmen  sehr  gut  mit  Süd-Chinesen 
überein.  Es  fanden  sich  aber  auch  viele  Stücke,  bei  denen  die  blaue  Beschuppung  dieses  Feldes  neben  den 
Submarginalflecken  zu  einer  grossen  zweiteiligen  Makel  verdichtet  und  der  1.  Submarginalfleck  vergrössert 
ist.  Ähnliche  Stücke  kommen  auch  in  China  vor,  jedoch  selten.  Der  ursprünglich  auf  alle  Tonkin-Stücke 
gladiator.  bezogene  Name  mag  als  ab.  gladiator  Frühst,  für  solche  Exemplare  erhalten  bleiben. 

P.  polyctor.  Sehr  nahe  mit  P.  bianor  verwandt;  da  aber  beide  Falter  in  Tonkin  zusammen  Vor¬ 
kommen,  ohne  ineinander  überzugehen,  müssen  sie  als  getrennte  Arten  anerkannt  werden.  Die  Filzstreifen 
des  cf  sind  immer  voneinander  getrennt,  selbst  der  Streif  auf  der  Submedianfalte  steht  isoliert,  die  auf  den 
beiden  Medianästen  liegenden  Streifen  sind  an  beiden  Enden  stärker  als  bei  P.  bianor  verjüngt  und  daher 
mehr  spindelförmig;  die  grüne  Beschuppung  der  Vflgloberseite  ist  gewöhnlich  zu  einem  vorne  abgekürzten 
schmalen  Discalbande  verdichtet.  Der  Hflgl  bei  cf  und  ?  mit  grosser  blauer  oder  blaugrüner  Makel,  die  von 
der  Costa  bis  wenigstens  zum  2.  Radialast  reicht,  häufig  bandförmig  verlängert  ist  und  mit  der  die  obern  Sub- 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


79 


marginalflecke  verschmolzen  sind;  ausser  dem  Analfleck  sind  ß  oder  4  rote  Submarginaltlecke  vorhanden. 

Das  graue  Aussenfeid  der  Vflgl Unterseite  geht  stets  in  die  Zelle  hinein.  Das  ?  isl  grösser  und  besonders 
auf  dem  Vflgl  blasser  als  das  cf.  Die  verschiedenen  Entwickelungsstadien  ausführlich  bei  Moore,  Eep.  Ind. 
vol.  VI.  S.  53—56,  beschrieben.  Die  junge  Rp  trägt  Dornen,  die  in  spätem  Stadien  verschwinden,  und  ist 
sehr  dunkel.  Bei  den  halb-  und  ganzerwachsenen  Rpn,  welche  griin  sind,  ist  der  Thorax  oberseits  schild¬ 
förmig  verdickt;  der  Rand  des  Schildes,  sowie  vier  Schrägstreifen  auf  dem  Abdomen  sind  gelblichgrün,  eine 
Längslinie  über  den  Abdominalfüssen  ist  weiss.  Auf  Zanthoxylum  alatum.  Die  Pp  bläulichgrün,  gewöhnlich 
mit  braunen  Zeichnungen,  der  Seitenkiel  sehr  deutlich,  braun  oder  weiss,  die  Kopfhörner  ungefähr  so  lang 
wie.  an  ihrer  Wurzel  breit,  der  Thoracalhöcker  breit,  niedrig,  zugespitzt.  Der  Falter  ist  an  den  meisten 
Flugplätzen  sehr  häutig,  mit  Ausnahme  der  östlichen  Distrikte,  wo  Ins  jetzt  nur  wenige  Stücke  erbeutet 
worden  sind.  Kaschmir  bis  Tonkin  und  Siam.  —  triumphator  Frühst.  Die  blaue  Makel  der  Hflgloberseite  triumphator. 
klein,  der  2.  Submarginalfleck  nur  teilweise  mit  derselben  verschmolzen.  Tonkin;  Chentaboon  (etwas  ab¬ 
weichend).  -  significans  Frühst,  von  Tenasserim  und  Unterbirma,  trägt  auf  der  Vflgloberseite  einen  kleinen  significans. 
runden  weissen  Fleck  vor  dem  Hinterwinkel.  —  ganesa  Dhl.  (34b).  Vflgl  gewöhnlich  mit  grünem  Discal-  ganesa. 
bande,  das  bei  Stücken  aus  Assam  oft  nur  sehr  schwach  angedeutet,  doch  zuweilen  breiter  als  bei  manchen 
Sikkim-Exemplaren  ist.  Hflgl  mit  blauer  Makel,  die  bis  zur  3.  Radiale  reicht  und  hinter  der  Subcostale  und 
1.  Radiale  mehr  oder  weniger  stark  saumwärts  ausgezogen  ist.  Bei  zwei  der  cf cf  im  Tring  Museum  (beide 
von  den  Khasia-Bergen)  sind  die  Submarginaltlecke  auf  der  Hflgloberseite  grösser  als  gewöhnlich  und  unten 
ausserordentlich  vergrössert:  ab.  porphyria  ah.  nov.  (48  a).  Diese  Aberration  entspricht  P.  paris  gedeensis  ab.  prill-  porphyria. 
witzi  von  Java.  —  polyctor  Bsd.  (Bd.  I,  5  b)  hat  bei  cf  und  ?  auf  der  Vflgloberseite  stets  ein  bis  zur  Sub-  polyctor. 
costalgabel  deutliches  goldiggrünes  Band,  die  Metallmakel  des  Hflgls  ist  gewöhnlich  mehr  grün  und  häufig 
zu  einem  Bande  verlängert;  die  grauen  Streifen  der  Vflglunterseite  sind  stark  reduziert  und  fehlen  zuweilen 
fast  gänzlich,  während  die  gelblichgraue  Bestäubung  der  Hflglunterseite  mehr  ausgedehnt  als  bei  ganesa  ist. 

Die  Sommerform,  f.  aest.  polyctor  Bsd.,  ist  nicht  ganz  so  gross  wie  ganesa,  während  die  Frühjahrsform, 
f.  vern.  peeroza  Moore,  viel  kleiner  ist.  Der  Falter  ist  in  den  Tälern  des  nordwestlichen  Himalaya  bis  zu  peeroza. 
6000  Fuss  sehr  häufig  und  erreicht  in  Kaschmir  paläarktisches  Gebiet.  Die  cPcP  sitzen  häufig  in  Anzahl 
zusammen  auf  feuchtem  Ufersande. 

P.  paris.  Oberseite  des  Körpers  und  der  Flügel  grün  bestäubt,  Vflgl  mit  oder  ohne  schmales  grünes 
Band,  Hflgl  mit  grosser  Makel,  die  je  nach  der  Stellung  des  Exemplars  zum  Lichte  grün  oder  blau  und 
immer  hinter  der  I.  Radiale  am  breitesten  ist,  gewöhnlich  ist  die  Makel  mit  dem  Abdominalrande  durch  ein 
schmales  grünes  Band  verbunden,  am  Analwinkel  ein  roter  Ring.  Unterseite  braunschwarz,  mit  gelblich¬ 
grauen  Schuppen  überstreut;  Vflgl  mit  grauen  Di  sealstreifen ,  die  besonders  gegen  den  Hrd  hin  hell  und 
costalwärts  länger  und  unbestimmter  sind;  Hflgl  mit  einer  vollen  Reihe  roter  oder  gelblichroter  Submarginal¬ 
monde,  auf  oder  an  denen  purpurblaue  Bogen  liegen,  die  hintern  Submarginaltlecke  oft  mit  den  Randflecken 
zu  Ringen  vereinigt,  cf  gewöhnlich  ohne,  zuweilen  mit  dünnen  Duftstreifen.  Die  frühem  Stände  dieses 
Falters  sind  nur  von  arjuna  bekannt  (siehe  unten).  Der  Schmetterling  ist  in  niedern  Lagen  bewaldeter 
Gegenden  sehr  gemein ;  die  cfcf  besuchen  gerne  Blüten  und  sitzen  oft  in  Scharen  auf  feuchtem  Ufersande;  ihr 
Flug  ist  sehr  schnell,  und  sie  haben  wie  viele  Schmetterlinge  die  Gewohnheit,  immer  wieder  auf  derselben 
Bahn  zurückzukehren.  —  hermosanus  Bebel  (=  neoparis  Frühst.).  Eine  kleine  Form  von  Formosa.  Auf  hermosanus. 
dem  Hflgl  fehlt  das  grüne  Band  oder  ist  nur  schwach  entwickelt.,  und  unterseits  ist  das  graue  Band  beim  cP 
meist  nur  angedeutet  und  auch  beim  ?  weniger  rein  grau  als  bei  kontinentalen  Stücken.  Die  Metallmakel  des 
Hflgls  ist  klein,  besonders  beim  ?,  und  die  Submarginaltlecke  der  Unterseite  sind  meist  gelblicher.  Das  cP 
hat  gewöhnlich  einen  deutlichen  Filzstreif  auf  der  2.  Mediane,  einen  scliwächern  auf  der  Submediane,  und 
zuweilen  einen  dritten  auf  der  1.  Mediane;  diese  Streifen  können  aber  auch  alle  fehlen.  Die  Anwesenheit 
dieses  Duftorgans  verführte  Rebel,  die  Form  zu  P.  polyctor  zu  stellen.  Nach  Fruhstorfer  kommt  auf 
Formosa  neben  „polyctor  hermosanus'1  auch  eine  paris-F ortn  vor,  die  aber  nach  seiner  Beschreibung  nichts  weiter 
als  hermosanus  ist.  Dass  aber  das  von  Fruhstorfer  als  ?  von  hermosanus  kurz  beschriebene  Stück  hierher 
gehört,  scheint  mir  zweifelhaft.  —  tissaphernes  Frühst.  Gleichfalls  eine  kleine  Form;  Vflgl  stumpfer  als  bei  tissaphernes. 
P.  p.  paris,  das  grüne  Band  nur  schwach  oder  gar  nicht  entwickelt,  die  Unterseite  so  dunkel  wie  bei  her¬ 
mosanus,  oben  die  Metallmakel  des  Hflgls  grösser.  Hainan;  eine  Serie  beider  Geschlechter  im  Tring  Museum.  — 
chinensis  Rothsch.  (Bd.  I,  5b)  ist  die  Form  von  Zentral-  und  West-China,  bei  der  die  Metallmakel  von  hinten  gemmifem. 
her  verkleinert  ist;  die  kleinern  Frühjahrsstücke  sind  t.  vern.  gemmifera  Frühst.  —  paris  L.  (=  majestatis  paris. 
Frühst.,  decorosa  Frühst .)  (34  c).  Wie  bei  tissaphernes  trägt  der  Vflgl  des  cf  in  Ausnahmefällen  einen  deutlichen 
Filzstreifen  auf  der  2.  Mediane,  schwache  Andeutungen  dieses  Streifs  kommen  häufig  vor.  Die  Metallmakel 
ist  so  gross  wie  bei  Hainan-Stücken ,  das  graue  Band  der  Vflglunterseite  aber  meist  reiner  gefärbt.  Die 
grössere  Sommerform  ist  f.  aest.  paris  L.,  und  die  kleinere  Frühjahrsform  (Trockenzeit)  f.  vern.  splendorifer  splendorifer. 
Frühst.  Die  Exemplare  aus  Südost-China  sind  zum  Teil  von  indischen  Stücken  nicht  zu  unterscheiden,  zum 
Teil  schlagen  sie  nach  tissaphernes  und  hermosanus  hinüber.  Von  Hongkong  bis  Malakka  und  Nordwest- 
Indien  verbreitet.  —  tamilana  Moore  (34c).  Eine  grosse  Form,  mit  sehr  grossem  Metallfleck  auf  dem  Hflgl  tamilana. 
und  reduzierter  grauer  Binde  auf  der  Unterseite  des  Vflgls.  Im  Hügellande  Süd-Indiens.  Belt,  sah  ein  ? 


80 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


battacorum. 


gedeensis. 


prillwitzi. 

arjutia. 

tenggerensis. 


karna. 

discordia. 

carnatus. 


arctunis. 


arins. 


hoppo. 


krishna. 


die  Eier  auf  Evodia  roxburghiana  ablegen.  —  battacorum  Rothsch.  Kurzflügliger  als  alle  vorhergehenden 
Formen ;  Vflgl  oben  ganz  ohne  grünes  Band  oder  dasselbe  ist  schwach  angedeutet ,  unten  mit  schmalem 
grauem  Bande;  Htlgl  mit  grossem  Metallfelde,  das  an  der  Subcostale  fast  so  breit  wie  an  der  1.  Radiale  ist. 
Die  gelbliche  Beschuppung  der  Hflglunterseite  geht  an  den  hintern  Adern  bis  zwischen  die  Submarginal¬ 
flecke;  letztere  gelbrot,  ziemlich  klein,  mit  sehr  dünnen  blassen  Purpurbögen.  Nordost-Sumatra,  im  Berg¬ 
lande;  der  Flug  reissend  schnell,  niedrig.  —  gedeensis  Frühst.  Vflgl  ohne  grünes  Band;  das  Metallfeld  des 
Hflgls  schmäler  als  bei  battacorum ,  hinter  der  untern  Mediane  dagegen  breiter,  daher  im  ganzen  mehr  band¬ 
artig;  die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  mehr  gelb  und  wie  die  Purpurbögen  grösser;  diese  Purpur¬ 
bögen  decken  wie  bei  battacorum  den  Ird  der  Submarginalflecke.  In  West-Java,  besonders  am  Gede  häufig, 
ab.  prillwitzi  Frühst,  ist  nach  einem  cf  mit  sehr  stark  vergrösserten  Submarginalflecken  der  Hflglunterseite 
beschrieben  (vgl.  die  ähnlich  entwickelte  Aberration  des  P.  polyctor).  —  arjuna  Horsf.  (35  a).  Wie  vorher, 
aber  der  Vflgl  mit  schmalem  grünem  Bande.  Mittel- Java.  —  tenggerensis  Frühst.  Wie  vorher,  das  Vflgl  - 
band  jedoch  etwas  breiter.  Ost-Java. 

P.  karna.  Grösser  als  die  malayischen  Formen  der  vorigen  Art.  Der  Vflgl,  soweit  bekannt,  höchstens 
vor  dem  Hrde  mit  schwacher  Andeutung  einer  grünen  Binde;  das  Metallfeld  des  Hflgls  fast  stets  von  der 
Zelle  getrennt,  hinten  breiter  als  bei  den  jomvs-Formen  und  daher  noch  mehr  bindenartig  als  bei  P.  pciris 
yecleensis,  der  rote  Analring  sehr  gross,  die  graue  Beschuppung  vor  dem  Aussenrde  zu  deutlichem  Sub- 
marginalmakeln  als  bei  P.  paris  verdichtet.  Die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  rötlichgelb ,  die  mitt¬ 
leren  3  reduziert,  die  Purpurbögen  gross,  die  gelblichgraue  Bestäubung  beider  Flügel  weniger  ausgedehnt. 
Beim  ?  trägt  die  Hflgloberseite  einen  gelben  Submarginalfleck  hinter  der  Gostale.  Die  frühem  Stände 
nicht  bekannt.  Der  Falter  auf  Java,  Sumatra  und  Borneo;  viel  seltener  als  die  pum-Formen.  Diese  Art 
stellt  in  etwa  demselben  Verhältnis  zu  P.  paris  wie  P.  iswara  zu  P.  helenus.  —  karna  Fldr.  (35  b)  ist  die 
kleinste  der  drei  bekannten  geographischen  Formen;  sie  fliegt  in  West-Java  in  denselben  Gegenden  wie 
P.  paris  gedeensis.  —  discordia  Nicev.  (=  discoidea  Nicev.)  ist  grösser  als  karna  und  die  mittleren  rötlich- 
gelben  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sind  kleiner.  Nordost-Sumatra,  im  Gajo-Hochlande.  —  carnatus 
Rothsch.  (—  karnata  Frühst.)  (35  a)  von  Nord-Borneo  scheint  viel  weniger  selten  als  die  vorigen  Formen  zu 
sein  und  kommt  auch  im  Flachlande  vor.  Meist  so  gross  wie  discordia ,  aber  manche  Stücke  nicht  grösser 
als  karna;  der  Ird  des  Metallfeldes  zwischen  der  Subcostale  und  1.  Radiale  sehr  schräg,  die  gelblichgrünen 
Submarginalflecke  sehr  gross,  die  rötlichgelben  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  reduziert,  der  5.  fast 
immer  fehlend. 

P.  arcturus.  cf  und  ?  einander  ähnlich  ;  das  ?  etwas  blasser  und  grösser,  mit  grossem  roten  Flecken 
auf  dem  Hflgl.  Die  Oberseite  grün  bestäubt,  Vflgl  mit  grünem,  costalwärts  verschwindendem  Submarginal¬ 
bande;  Htlgl  dunkler  als  Vflgl,  er  trägt  in  und  vor  der  Zellspitze  eine  grosse  blaue  Makel,  welche  hinter 
der  Subcostale  bis  zum  Aussenrde  ausgezogen  ist,  und  eine  Reihe  von  3  bis  6  roten  Submarginalflecken, 
sowie  einen  roten  Analring,  der  hinter  dem  Schwänze  liegende  rote  Fleck  ist  selten  angedeutet;  wenn  die 
roten  Flecke  fehlen,  so  erscheint  ein  grüner  Fleck  an  ihrer  Statt.  Unten  ist  der  Vflgl  in  der  Aussenhälfte 
grau  und  hinten  vor  dem  Saume  breit  grauweiss;  der  Hflgl  hat  eine  volle  Reihe  von  roten  Submarginal¬ 
flecken,  die  oft  teilweise  mit  den  Randflecken  zu  Ringen  vereinigt  sind.  Das  cf  ohne  Duftstreifen.  Die 
frühem  Stände  sind  nicht  bekannt.  Der  Falter  auf  Waldwegen  und  -blossen.  Nordwest- Indien  bis  Tenasserim, 
West-  und  Zentral-China.  —  arcturus  Westw.  (Bd.  I,  Taf.  5  c)  findet  sich  von  Tenasserim  bis  Nepal.  Die 
roten  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sind  gross,  die  Scheibe  der  Vflglunterseite  ist  hinten  fast  rein 
weiss  und  dieses  Band  an  der  untern  Mediane  breiter  als  seine  Entfernung  von  der  Zelle;  das  kurze  grüne 
Band ,  welches  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  an  der  Innenseite  des  Analauges  steht ,  ist  nicht  dicker  als  der 
Ring.  —  arius  Rothsch.  cf :  Der  blaue  Fleck  des  Hflgls  reicht  etwas  weiter  wurzelwärts  als  bei  arcturus, 
das  kurze  grüne  Band  am  Analauge  des  Hflgls  ist  breiter,  die  roten  Submarginalflecke  sind  oben  und  unten 
kleiner,  und  das  graue  Aussenfeid  der  Vflglunterseite  ist  weniger  ausgedehnt  und  nicht  so  blass.  Kaschmir 
und  Nordwest-Indien.  —  arcturulus  Frühst,  ist  die  Form  von  West-  und  Zentral-China ;  aus  dem  tropischen 
China  scheint  der  Falter  noch  nicht  bekannt  zu  sein. 

P.  hoppo  Mats.  (48  c,  49  a).  Eine  prachtvolle,  dem  arcturus  ähnliche  Art,  bei  der  das  blaue  Costalfeld 
des  Hflgls  sehr  gross  ist  und  die  Hflglunterseite  zwei  Reihen  roter  Monde  trägt.  —  Formosa. 

P.  krishna.  Die  Oberseite  grün  bestäubt  ;  Vflgl  gestreckt,  oben  und  unten  mit  scharfem,  gelblichem 
Discalbande;  Hflgl  vorne  mit  breitem,  blauem  Flecke,  der  durch  eine  schmale  grüne  Binde  mit  dem  Ab¬ 
dominalrande  verbunden  ist,  4  Submarginalflecke  und  das  grosse  Analauge  purpurrot,  weit  vom  Saume  ent¬ 
fernt  stehend;  unterseits  hat  der  Hflgl  ein  aus  gelblichen  Flecken  bestehendes  Discalband  und  eine  volle 
Reihe  purpurroter  Submarginalflecke,  die  Saumflecke  rötlich.  Das  ?  dem  cP  ganz  ähnlich,  grösser,  breit- 
flügliger.  Das  cf  ohne  Duftstreifen.  Nord -Indien  und  West -China.  — -  krishna  Moore  (34  a,  b).  Fliigel- 
oberseite  ziemlich  dicht  grün  bestäubt,  das  Band  der  Vflgloberseite  sehr  scharf  ausgebildet.  Sikkim,  Bhutan; 
vielleicht  auch  Assam.  Der  Falter  von  3 — 9000  Fuss,  fliegt  nach  Elwes  häufig  auf  den  kahlen  Stellen  von 
Bergen,  deren  Hänge  mit  aus  Kastanien,  Fichen  und  Magnolien  bestehenden  Wäldern  bedeckt  sind.  — 


Ausgegeben  19.  V.  08. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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charlesi  (!)  Frühst.,  von  Sze-tschuen  (West-China),  unterscheidet  sich  nach  dem  Autor  durch  die  fast  schwarze  chariesi. 
Flügeloberseite,  das  teilweise  verloschene  Vflglband  und  die  mehr  roten  Submarginalflecke  des  Hflgls. 


Palinurus-Gruppe. 

Oberseite  mit  grünem  oder  blauem  Bande  auf  beiden  Flügeln;  die  Submarginal  fl  ecke  der  Hflglunterseite 
gewöhnlich  deutlich  dreifarbig  (blau-gelb-schwarz). 

P.  crino  F.  (36b).  Oberseite  fast  gleichmässig  grün  bestreut,  das  grüne  oder  bläuliche  Band  auf  crino. 
beiden  Flügeln  ausserhalb  der  Zelle;  der  Schwanz  mit  Metallfleck  an  der  Spitze.  Unterseite  dunkel  sepia- 
farben;  Vflgl  mit  einem  innen  fast  gleichmässig  konkaven  grauen  Bande  aussen  von  der  Subcostalgabel, 
dies  Band  vorne  breit,  hinten  schmal,  sehr  veränderlich;  Hflgl  mit  blassgelben  submarginalen  Querflecken, 
an  deren  Innenseite  ähnliche  grau-  oder  blauweisse  und  weiter  discalwärts  eine  Reihe  oft  verwischter  gelb¬ 
licher  grauer  Flecke  stehen,  am  Analwinkel  oben  und  unten  ein  rötlicher  Ring  oder  Halbring.  Das  cf  ge¬ 
wöhnlich  mit  dünnen  Filzstreifen,  die  bei  cf- ab.  montanus  Fldr.  (36b,  c)  fehlen.  —  Rp  bläulichgrün,  das  1.  montanus. 
und  letzte  Segment  mit  zwei  kurzen  Fortsätzen.  Pp  grün,  Kopfecken  schwach  vorspringend.  Auf  Chloroxylon. 

Der  Falter  ist  in  der  Ebene  ziemlich  häufig,  besonders  im  Frühjahr  auf  Ceylon,  kommt  aber  auch  im  Ge¬ 
birge  bis  zu  etwa  6000  Fuss  vor.  Der  Flug  ist  sehr  schnell.  Ceylon,  Süd-Indien,  Kalkutta.  In  den  nörd¬ 
lichen  Distrikten  sowie  im  hohem  Gebirge  wohl  mehr  als  gelegentlicher  Wanderer. 

P.  buddha  Westw.  (35  b).  Das  Band  der  Oberseite  breit,  es  liegt  vorne  auf  dem  Vflgl  fast  ganz  in  buddha. 
der  Zelle  und  tritt  auch  auf  dem  Hflgl  tief  in  die  Zelle  ein ;  das  Basalfeld  beider  Flügel  grün  bestäubt,  da¬ 
gegen  das  Aussenrdsfeld  fast  rein  schwarz ;  Hflgl  mit  gelbem  Submarginalflecke  am  Costalrande  und  Anal¬ 
winkel,  zu  denen  beim  ?  noch  ein  zweiter  hinter  der  Subcostale  liegender  Fleck  tritt;  Schwanz  schwarz. 

Unterseite  mit  sehr  breitem,  innen  fast  ganz  gradem,  grauem  Bande  aussen  von  der  Zelle;  Distalrand  des 
Hflgls  blass,  eine  Reihe  schmaler  gelber  Submarginalflecke,  die  aussen  schwarz  und  innen  bläulichweiss 
begrenzt  sind,  cf  ganz  ohne  Filzstreifen.  —  Rp  grün,  vom  5.  Ringe  ab  mit  weissem  Längsstreifen  ober¬ 
halb  der  Füsse,  hinten  auf  dem  Thorax  eine  weisse  Querlinie,  die  seitlich  nach  vorne  fortgesetzt  ist  und 
die  Begrenzung  der  etwas  schildförmig  geschwollenen  Oberseite  der  Thoracalsegmente  bildet;  vorne  und 
hinten  je  ein  Paar  kurzer  Fortsätze.  Pp  fast  gleichmässig  gekrümmt,  ohne  Thoracalhöcker,  Kopf  in  zwei 
lange  Höcker  ausgezogen;  Unterseite  vom  Seitenkiel  an  blassgrün,  Oberseite  dunkelgrün.  Futterpflanze: 
Xanthoxylum  rhetsa.  Der  Falter  das  ganze  Jahr  hindurch  mit  Ausnahme  von  Juni  und  Juli,  am  häufigsten 
im  September  und  Oktober;  er  fliegt  sehr  schnell  und  hoch,  hält  sich  selten  an  Blumen  auf  und  ist  daher 
schwer  zu  fangen.  Im  Hügellande  Süd-Indiens,  sowohl  im  Walde  wie  im  offenen  bebauten  Gelände. 

P.  palinurus.  Dem  P.  buddha  ähnlich,  das  Band  beider  Flügel  schmäler,  der  Aussenrdsteil  des 
Vflgls  grün  bestäubt,  der  Hflgl  mit  grossen  grünen  Submarginalflecken;  das  graue  Band  der  Vflglunterseite 
steht  ganz  nahe  an  der  Zelle  und  ist  wurzelwärts  konkav.  Die  frühem  Stände  sind  nicht  bekannt.  Der 
Falter  fliegt  nach  Martin  im  Waldgebiete  und  ist  sehr  scheu  und  flink;  er  kommt  gelegentlich  in  die 
Gärten  und  saugt  gerne  an  den  Blüten  von  Ixora,  Lantana  etc.,  auch  findet  man  ihn  oft  an  nassen  Stellen 
der  Waldwege.  Hauxweld  erwähnt,  dass  der  Falter  die  Gewohnheit  hat,  dicht  über  dem  Wasser  wie  eine 
Schwalbe  zu  fliegen ,  den  Körper  einzutauchen  und  dann  weiter  zu  eilen.  Birma  bis  Sumatra  und  Nias, 
nordwärts  bis  zu  den  Philippinen.  —  palinurus  F.  (=  regulus  Stoll,  brama  Guer.,  tubero  Frühst.,  nikagoras  palinurus. 
Frühst.)  (35  b,  c).  Das  Band  des  Vflgls  steht  sehr  schräg,  da  es  hinten  höchstens  5  mm  von  der  Spitze  der 
Submediane  entfernt  ist ;  es  variiert  ebenso  wie  das  Hflglband  in  allen  Lokalitäten  in  Breite.  Bei  den 
meisten  Exemplaren  aus  Nord -Borneo  ist  das  Band  schwach  blau:  ab.  solinus  Frühst.  Die  Unterseite  solinus. 
variiert  besonders  in  der  Grösse  der  Submarginalflecke  des  Hflgls.  Birma,  Tenasserim,  Malakka,  Sumatra, 

Borneo.  —  adventus  Frühst,  von  Nias  unterscheidet  sich  bei  cf  und  ?  hauptsächlich  durch  die  grossem  Sub-  adventus. 
marginalflecke  der  Hflglunterseite.  —  angustatus  Stgr.  Hflgloberseite  bei  cf  und  ?  zwischen  dem  Discal-  angustatus. 
bande  und  den  Submarginalflecken  breiter  schwarz  als  bei  palinurus  und  adventus;  unten  ist  das  blasse 
Band  des  Vflgls  weniger  gebogen  und  das  blasse  Saumfeld  des  Hflgls  breiter  als  bei  jenen  Formen. 

Palawan.  —  daedalus  Fldr.  (35  c).  Die  grösste  Form.  Das  grüne  Discalband  der  Oberseite  breiter  als  bei  daedalus. 
den  vorigen  Subspecies,  das  des  Vflgls  weniger  schräg;  sonst  angustatus  ähnlich.  Philippinen,  wohl  auf 
allen  Inseln,  nach  Semper  fast  das  ganze  Jahr  hindurch,  vorwiegend  im  Mai  und  Oktober.  —  nymphodorus  nympho- 
Frühst,  von  Basilan  soll  durch  eine  breite  Discalbinde  beider  Flügel  und  sehr  grosse  grüne  Submarginal-  doms. 
mäkeln  des  Hflgls  ausgezeichnet  sein.  Mir  liegt  nur  ein  monströs  entwickeltes  Stück  vor,  nach  welchem 
ich  mir  kein  Urteil  über  die  Beständigkeit  der  angegebenen  Charaktere  bilden  kann. 

P.  blumei.  Einer  der  schönsten  Papilios.  Grösser  als  P.  palinurus  daedalus,  die  Oberseite  ähnlich 
gezeichnet,  aber  das  Band  grünblau  und  der  Schwanz  mit  Ausnahme  der  Rippe  und  der  Ränder  gleichfalls 
blau.  Das  gelblich  graue  Aussenband  der  Vflglunterseite  sehr  breit,  innen  grade  oder  schwach  gebogen; 
die  gelben  Submarginalflecke  des  Hflgls  alle  sehr  gross,  innen  blau  gerandet.  Viele  cf  cf  haben  einen  oder 
mehrere  sehr  schmale  Filzstreifen  auf  der  Vflgloberseite.  Die  Grundfarbe  des  ?  ist  blasser  als  beim  cf  und 
gewöhnlich  ist  die  blaue  Binde  schmäler.  Nur  von  Celebes  bekannt;  im  Süden  der  Insel  selten,  im  Norden 

IX 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


blumei.  häufiger.  —  blumei  Bsd.  (36  a)  ist  die  nördliche  Form.  Das  Band  des  Vflgls  füllt  heim  cf  die  Zellspitze  ganz 
oder  fast  ganz  aus  und  beim  2  ist  der  nicht  blaue  Apicalteil  der  Zelle  viel  schmäler  als  das  Band.  —  Bei 
fruhstorferi.  fruhstorferi  Böb.  von  Süd -Celebes  steht  das  Vflglband  etwas  von  der  Zellspitze  entfernt,  so  dass  sein 
Aussenrd  wurzelwärts  von  der  untern  Radiale  in  die  Zelle  eintritt  und  der  schwarze  Apicalteil  der  Zelle 
wenigstens  halb  so  breit  als  das  Band  ist;  ausserdem  ist  bei  cf  und  ?  das  helle  Aussenfeid  der  Vfiglunter- 
seite  breiter  und  das  Wurzelfeld  beider  Flügel  dichter  gelblich  bestäubt.  Im  Tring  Museum  1  cf  und  1  2 
von  W.  Doherty  und  1  cf  (Type)  von  H.  Fruhstorfer  gefangen. 


Peranthus-  Gruppe. 

Die  Flügeloberseite  von  der  Wurzel  bis  zu  ein  oder  zwei  Drittel  glänzend  grün  oder  blau,  mit  Ausnahme  des 
P.  neumoegeni,  der  ein  Metallband  trägt;  die  dreifarbigen  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  gelb-schwarz -blau. 

neumoegeni.  p.  neumoegeni  llonr.  (=  maremba  Doh.)  (36  c).  cf:  Oberseite  mit  Ausnahme  des  Saumes  grün 

beschuppt;  Vtlgl  mit  heller  grünem,  dicht  beschupptem  Discalbande,  das  durch  einen  sehr  grossen  Filzfleck 
unterbrochen  ist,  die  grüne  Beschuppung  aussen  vom  vordem,  an  der  Zellspitze  liegenden  Teile  des  grünen 
Bandes  spärlich;  Hflgl  mit  breitem,  hellgrünem  Discalbande  und  ebensolchen  Submarginalflecken.  2  an 
P.  palinurus  erinnernd;  nicht  ganz  so  dicht  grün  wie  beim  cf  bestäubt;  Vtlgl  mit  grünem  Schrägbande  und 
schwach  ausgeprägten  Submarginalflecken;  das  Discalband  des  Hflgls  schmäler  und  vorne  kürzer  als  beim  cf. 
—  Sumba,  besonders  im  Innern  der  Insel. 

P.  peranthus.  Ungefähr  ein  Drittel  oder  die  Hälfte  beider  Flügel  bläulich  grün,  dies  Metallfeld 
nie  bis  zur  Zellspitze  des  Vflgls  reichend,  vor  dem  Saume  des  Vflgls  ein  vorne  sehr  breites  grünes  Band, 
das  hinten  zu  stark  verschmälert  ist.  Die  Filzstreifen  des  cf  meist  zusammengeflossen,  nie  alle  vollständig 
getrennt,  da  wenigstens  der  auf  der  Submedianfalte  liegende  Streif  mit  dem  der  untern  Mediane  vereinigt 
bleibt.  Das  2  blasser  als  das  cf,  besonders  im  Aussenteile  der  Unterseite,  die  Metallfläche  meist  etwas 
dunkler  blau.  Die  frühem  Stände  sind  nicht  bekannt.  In  der  Lebensweise  ähnelt  der  Falter  P.  palinurus.  — 
peranthus.  peranthus  F.  (37a).  cf:  das  grüne  Submarginalband  des  Vflgls  vorne  so  breit  oder  breiter  als  das  schwarze 
Discalband;  das  grüne  Wurzelfeld  reicht  bis  an  oder  nahe  an  die  vordere  Zellecke.  Beim  2  ist  die  grüne 
Beschuppung  des  Submarginalfeldes  der  Vflgloberseite  sehr  spärlich.  Der  Ird  des  blassen  Submarginalfeldes 
transiens.  der  Vflglunterseite  liegt  meist  wurzelwärts  von  der  Subcostalgabel.  Java.  —  transiens  Frühst.  (=  kinesias 
Frühst.,  fannius  Frühst.,  phoebus  Frühst.).  Das  Grün  etwas  weniger  als  bei  peranthus  ausgedehnt,  daher  das 
schwarze  Discalband  des  Vflgls  breiter;  das  grüne  Submarginalband  des  cf  reicht  wie  bei  javanischen 
Stücken  nur  bis  an  die  1.  Mediane,  selten  ist  ein  grüner  Submarginalfleck  unter  dieser  Ader  angedeutet. 
Das  helle  Distalband  der  Vflglunterseite  liegt  aussen  von  der  Gabelung  der  Subcostale.  Bali  bis  Alor,  liegt 
intennedius.  mir  vor  von  Bali,  Lombok,  Sumbawa,  Flores,  Larentuka,  Adonara,  Pantar,  Alor.  —  intermedius  Snell. 

(=  fulgens  Böb.).  Das  Wurzelfeld  etwas  dichter  beschuppt  und  blauer  als  bei  transiens  und  peranthus; 
das  Submarginalband  des  Vflgls  beim  2  bis  zur  Submediane  deutlich  grün  und  beim  cf  bis  zur  2.  Mediane 
oder  sogar  bis  zur  Submediane  fortgesetzt;  vorne  ist  dies  Band  gewöhnlich  breiter  als  bei  transiens. 
baweana.  Bonerate,  Djampea  und  Kalao.  —  baweana  Hag.  Mir  liegen  nur  die  beiden  von  Hagen  beschriebenen  22 
vor;  bei  diesen  reicht  das  blaugrüne  Wurzelfeld  bis  zur  vordem  Ecke  der  Vflglzelle;  das  grüne  Sub¬ 
marginalband  ist  vorne  viel  schmäler  als  das  schwarze  Discalband  und  die  grüne  Beschuppung  desselben 
geht  nicht  über  die  untere  Mediane  hinab;  der  Gostal-  und  Analfleck  der  Hflglunterseite  sind  gross  und 
blassgelb  und  erscheinen  bei  dem  einzigen  gut  erhaltenen  Stücke  auch  auf  der  Oberseite;  der  sehr  helle  Ird 
des  blassen  Aussenfeides  der  Vflglunterseite  liegt  ausserhalb  des  Gabelursprungs  der  Subcostale  und  ist  vor 
insulicoia.  der  Mitte  noch  deutlicher  wurzelwärts  gebogen  als  bei  22  von  Java.  Bawean.  —  insulicola  Bothsch.  (37  b) 
von  Saleyer  verbindet  die  vorhergehenden  Formen  mit  adamantius,  steht  aber  letztem!  am  nächsten.  Der 
Costalrand  des  Vflgls  mehr  gebogen  und  der  Aussenrd  stärker  ausgerandet  als  bei  den  vorigen  Formen. 
Das  grünblaue  Basalfeld  reicht  beim  cf  auf  dem  Vflgl  nicht  ganz  bis  zur  obern  Mediane  und  auf  dem  Hflgl 
bis  zur  Zellspitze  und  ist  beim  2  noch  etwas  mehr  reduziert,  die  Filzstreifen  breit  zusammengeflossen,  das 
grüne  Submarginalband  schmäler  als  das  schwarze  Discalband;  die  Hflgloberseite  fast  ganz  ohne  grüne 
Submarginalflecke,  besonders  beim  cf.  Das  graue  Discalband  der  Vflglunterseite  ist  der  Zelle  genähert,  sein 
Ird  kreuzt  den  Gabelstiel  der  Subcostale  etwa  in  der  Mitte  zwischen  Gabel  und  Zelle.  Im  Tring  Museum 
adamantius.  1  cf  von  A.  Everett  und  1  cf  und  1  2  von  IJ.  Kühn  gesammelt  ,  scheint  selten  zu  sein.  —  adamantius 
Fldr.  (=  macedon  Wall.).  Eine  grosse  Form  mit  langem,  sichelförmig  gebogenem  Vflgl  und  langem,  breit- 
schwänzigem  Hflgl.  Das  grünlichblaue  Basalfeld  erreicht  auf  dem  Vflgl  etwa  die  untere  Mediane  und  füllt 
die  Hflglzelle  nicht-  ganz  aus ,  das  grüne  Submarginalband  ist  sehr  breit  und  bei  vielen  Exemplaren  aus 
Nord-Celebes  breiter  als  bei  den  meisten  Stücken  aus  dem  Süden  der  Insel;  das  graue  Discalband  der  Vflgl¬ 
unterseite  ist  breit  und  tritt  nahe  an  die  Zelle  heran.  Der  Filzstreif  auf  der  1.  Mediane  ist  meist  isoliert 
und  vielen  Exemplaren  fehlt  der  Streif  auf  der  Submediane.  Das  2  dem  cf  ganz  ähnlich ,  das  Basalfeld 
etwas  weniger  dicht  beschuppt  und  die  Unterseite  blasser.  Von  Nord-,  Zentral-  und  Süd-Celebes;  häufig, 
besonders  im  Hügellande.  Von  den  Sulla-Inseln  ist  noch  kein  Glanzpapilio  bekannt. 


PAPIL10.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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P.  lorquinianus.  Sehr  nahe  mit  P.  percmthus  verwandt,  cf:  das  Metallfeld  des  Vflgls  aussen  viel 
weniger  grade  abgeschnitten  als  bei  P.  peranthus ,  hinten  breiter,  zwischen  die  Filzstreifen  tretend,  Vllgl  mit 
blauem  oder  grünem  Submarginalbande,  Mtlgl  von  der  Subcostale  ab  mit  deutlichen  ebenso  gefärbten  Sub¬ 
marginalflecken,  das  Basalfeld  des  Hflgls  geht  immer  über  die  Zellspitze  hinaus.  Unterseite  ähnlich  wie  bei 
P.  perantlms.  Beim  ?  ist  das  Metallfeld  des  Vilgls  mehr  gleichmässig  abgerundet  als  beim  cf,  auch  sind  die 
Submarginalflecke  der  Htlgloberseite  grösser  und  ist  die  Unterseite  blasser.  Frühere  Stände  unbekannt,  ln 
den  Genitalien  stimmt  P.  lorquinianus  fast  ganz  mit  P.  peranthus  überein.  Wie  bei  den  andern  Glanzpapilios 
nimmt  die  Metallfläche  einen  tiefer  blauen  Ton  an,  wenn  das  Licht  schräg  von  vorne  oder  der  Seite  ein¬ 
fällt.  Molukken  und  Holländisch  Neu-Guinea.  —  lorquinianus  Fldr.  (=  philippus  Wall,  partim,  ?  apollo-  torquinianus. 
dorus  Frühst.)  (37b).  Grünlichblau,  das  Metallfeld  des  Vflgls  erreicht  die  Zellspitze  nicht  ganz,  aber  es 
liegen  immer  einige  Metallflecke  aussen  von  der  obern  Zellecke.  Halmahera,  Ternate.  —  gelia  subsp.  nur.  geha. 

Das  schwarze  Apicalfeld  der  Zelle  des  Vflgls  ungefähr  doppelt  so  gross  als  bei  der  vorigen  Form,  da  das 
Metallfeld  höchstens  die  3.  Radiale  erreicht,  auch  stehen  kleine  Metallflecke  an  der  Aussenseite  der  Zell¬ 
spitze.  Batjan.  —  philippus  Wall.  Die  Metalltlecke  sind  bei  beiden  Geschlechtern  mehr  ausgedehnt  als  philippus. 
bei  lorquinianus  und  mehr  grünlich,  das  grüne  submarginale  Fleckenband  der  Vflgloberseite  und  das  graue 
Band  der  Unterseite  sind  schmäler.  Ceram,  sehr  selten.  Von  Obi,  Buru  und  Amboina  ist  noch  keine 
Form  von  lorquinianus  bekannt.  —  albertisi  Oberth.  (37a).  Goldiggrün,  in  seitlich  oder  von  vorne  auf -  albertisi. 
fallendem  Lichte  blau;  die  Metallfläche  noch  grösser  als  bei  philippus;  die  Unterseite  sehr  eintönig  dunkel¬ 
braun,  das  helle  Discalband  des  Vflgls  meist  nur  angedeutet.  Die  Filzstreifen  stehen  gewöhnlich  getrennt, 
nur  der  dünne  Streif  der  Submedianfalte  ist,  wenn  vorhanden,  immer  mit  dem  untern  Medianstreifen  ver¬ 
schmolzen.  Das  ?  nicht  bekannt.  Holländisch  Neu-Guinea:  Andai  und  Kapaur. 

P.  pericles  Wall.  (=  hekaton  Frühst.,  hermogenes  Frühst.,  olympiodorus  Frühst.)  (37  b).  Das  blaue  pericles. 
Metallfeld  reicht  stets  bis  über  die  Zellspitze  des  Vflgls  hinaus  und  ist  aussen  grade  abgeschnitten  wie  bei 
P.  peranthus,  nur  beim  ?  bleibt  die  untere  Zellecke  zuweilen  schwarz.  Htlgloberseite  mit  5  oder  6  blauen 
Submarginalflecken,  dagegen  ist  das  Submarginalband  des  Vflgls  nur  durch  sehr  wenige  blaue  und  gelbliche 
Schuppen  angedeutet,  während  das  tiefschwarze  Discalband  deutlich  ist.  Das  blasse  Discalband  der  Vflgl- 
unterseite  steht  außen  von  der  Subcostalgabel  und  ist  innen  etwas  gelblich  und  fast  ganz  grade;  die  gelben 
Monde  des  Hflgls  sind  tiefer  gelb  als  bei  P.  peranthus,  auch  ist  der  costale  Mond  fast  ganz  orangegelb.  Die 
Filzstreifen  des  cf  sind  sehr  veränderlich ;  sie  sind  zuweilen  alle  sehr  schmal  und  stehen  dann  isoliert.  Die 
Genitalien  weichen  auffällig  von  denen  der  vorhergehenden  Arten  ab.  —  Die  frühem  Stände  nicht  bekannt. 

Von  Timor  und  Wetter  bis  zu  den  Tenimber-Inseln  verbreitet:  Holländisch  und  Portugiesisch  Timor,  Wetter, 

Moa,  Letti,  Roma,  Damma,  Babber  und  Tenimber  (Selaru  und  Sjerra),  wahrscheinlich  auch  aut  den  andern 
Inseln  dieser  Gruppe. 

Ulysses-Gruppe. 

Die  Flligeloberseite  von  der  Wurzel  bis  zu  ein  Drittel  oder  darüber  hinaus  blau,  der  Vflgl  ober- 
seits  aussen  rein  schwarz  ohne  metallische  oder  blasse  Schuppen;  die  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  gelb, 
innen  blau  oder  blaugrau  und  aussen  schwarz  gerandet,  die  Reihenfolge  der  Farben  daher  umgekehrt  wie  bei  der 
p  eranth  us- Grupp  e . 

P.  Ulysses.  Oberseite  beim  cd  sammetschwarz,  der  Vtlgl  von  der  Wurzel  bis  wenigstens  zur 
Zellspitze  und  der  Hflgl  bis  zur  Mitte  der  Scheibe  oder  darüber  hinaus  glänzend  blau,  meist  mit 

grünlichem  Ton;  der  Vflgl  ohne  Spur  von  metallischer  Beschuppung  im  schwarzen  Aussenteile,  mit 

langen  Filzstreifen  auf  den  Adern,  die  individuell  und  geographisch  variieren.  Unterseite  von  der 
Wurzel  bis  über  die  Zelle  des  Vflgls  hinaus  und  bis  etwa  zur  Mitte  der  Scheibe  des  Hflgls  schwärz¬ 
lich  braun,  der  Aussenteil  mehr  oder  weniger  deutlich  gelblich;  Vflgl  mit  grauem  Discalbande,  das 

vom  sehr  breit  und  nach  hinten  allmählich  verschmälert  ist;  Hflgl  mit  einer  Reihe  Submarginalflecke, 

die  heller  oder  dunkler  gelblich  und  aussen  schwarz  und  innen  weiss  (oder  weiss  und  blau)  gerandet  sind. 

Das  ?  weniger  tief  schwarz  als  das  cf,  das  blaue  Feld  beider  Flügel  reduziert,  weniger  dicht  blau  beschuppt, 
der  Hflgl  oberseits  mit  blauen  Sub marginalflecken.  Unterseite  wie  beim  cf,  aber  blasser.  Der  Körper  der  Rp 
durch  eine  grade  weissliche  Seitenlinie  in  einen  dunkelgrünen  dorsalen  und  einen  grünlichweissen  ventralen 
Teil  geschieden;  auf  dem  4.  Ringe  ein  weisses  Querband,  das  sich  seitlich  verschmälert  und  gestreckt  mond- 
förmig  ist,  hinter  dem  Band  im  Ringeinschnitt  ein  schwarzes  dorsales  Fleckchen,  vom  6.  Ringe  ab  jederseits 
ein  subdorsaler  weisser  Fleck,  von  denen  der  3.  am  grössten  ist;  Prothorax  mit  2  schwachen  Höckern,  vor¬ 
letztes  Segment  mit  2  langen  rauhen  Dornen.  Auf  Citrus.  Pp  unten  sehr  stark  gewölbt;  Kopf  mit  zwei 
weit  voneinander  entfernten  kurzen  glatten  Fortsätzen,  Thorax  oberseits  schwach  gewölbt,  ohne  Höcker, 
aber  mit  schwachem  Mittelkiel,  der  sich  fast  bis  zur  Spitze  des  IJlbs  fortsetzt,  der  Hlb  auch  mit  Seitenkiel, 
der  3.  Hlbsring  am  breitesten,  seitlich  aber  nicht  eckig  vorgezogen,  sondern  abgerundet.  Der  Falter  findet 
sich  sowohl  im  Walde  als  im  offenen  Gelände  und  liebt  besonders  sonnige  Flusstäler,  in  denen  er  hoch  über 
dem  Boden  fliegt.  Der  Flug  ist  wellenförmig,  indem  der  Falter  sich  in  schneller  Aufeinanderfolge  hebt  und 
senkt.  Nach  Hagen  ist  die  Form  Deutsch-Neu-Guineas  sehr  neugierig  und  war  dort  der  erste  Schmetterling, 
der  die  Blüten  der  eingeführten  Lantana  und  Zinnia  besuchte.  —  morotaicus  Pothsch.  cf :  der  schwarze  morotaicus. 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Fleck  an  der  Spitze  der  Vflglzelle  gross,  die  blaue  Beschuppung  aussen  von  der  Zellspitze  reduziert,  die 
Filzstreifen  breit,  die  hintern  3  oder  4  zusammenhängend;  der  schwarze  Rand  des  Htlgls  zwischen  den 
Adern  viel  schmäler  als  der  discale  (aussen  von  der  Zelle  liegende)  Teil  des  blauen  Feldes,  ein  blauer  Streif 
hinter  der  1.  Radiale,  mit  dem  blauen  Felde  zusammenhängend,  ein  isolierter  blauer  Strich  hinter  der 
2.  Radiale,  keine  blauen  Striche  an  den  beiden  Medianästen.  ?  nicht  bekannt.  Morty  (=  Morotai),  2  cf  cf 
telegonus.  im  Tring  Museum.  —  telegonus  Fldr.  (=  ulyssodes  Westw.)  (39  a).  cf  wie  vorher,  aber  der  schwarze  Saum 
des  Htlgls  breiter  als  seine  Entfernung  von  der  Zellspitze,  zwei  blaue  Streifen  an  den  Medianästen.  ?  blasser 
als  das  cf,  das  Metallfeld  beider  Flügel  weniger  ausgedehnt,  weniger  dicht  metallisch  beschuppt,  der  Hflgl 
dohertius.  mit  blaugrünen  Submarginalmakeln.  Batjan,  Ternate  und  Hälmaheira.  —  dohertius  JRothsch.  cf:  Vflgl  wie 
vorher,  aber  das  Blau  an  der  Zellspitze  weniger  ausgedehnt;  der  schwarze  Saum  des  Htlgls  noch  etwas 
schmäler  als  bei  morotaicus,  ohne  isolierte  blaue  Streifen,  doch  ist  das  blaue  Feld  hinter  der  1.  Radiale 
ulysses.  zahn-  und  hinter  der  2.  Radiale  strichartig  ausgezogen.  ?  nicht  bekannt.  Obi.  —  Ulysses  L.  (?  =  dio- 
medes  L.)  (38a,  b).  cf:  das  blaue  Feld  auf  beiden  Flügeln  ausgedehnter  als  bei  den  vorhergehenden 
Formen,  auf  dem  Vflgl  füllt  es  die  Zelle  fast  ganz  aus,  der  vor  der  3.  Radiale  stehende  Fleck  ist  wenigstens 
halb  so  lang  wie  die  Zelle  breit  ist,  die  Filzstreifen  sind  spindelförmig  und  berühren  einander  gewöhnlich 
nicht;  das  blaue  Hflglfeld  ist  hinter  der  1.  und  2.  Radiale  gezähnt.  Die  Submarginalflecke  der  Hflglunter- 
seite  sind  gelblich  olivenfarben,  der  Analfleck  reiner  gelb.  Das  blaue  Feld  des  ?  auf  dem  Vflgl  zuweilen 
fast  so  ausgedehnt  wie  heim  cf,  bei  andern  Stücken  dagegen  mehr  oder  weniger  stark  reduziert,  unterhall) 
der  Zelle  stehen  graue  Haare,  die  bei  dunkeln  Stücken  eine  grosse  Makel  bilden,  häufig  liegt  auf  der 
untern  Mediane  im  blauen  Felde  ein  grosser  schwarzer  Fleck;  Hflgl  mit  6  blauen  Submarginalbögen. 
ampelius.  Amboina,  Ceram,  Saparoea.  —  ampelius  Hut  lisch,  cf  dem  ulysses- cf  ähnlich,  die  Filzstreifen  schmäler,  der 
auf  der  Submediane  liegende  Streif  nur  durch  ein  paar  Härchen  angedeutet.  Das  Randfeld  der  Vflglunter- 
seite  (aussen  vom  grauen  Discalfelde)  vorn  breiter  und  hinten  schmäler  und  das  entsprechende  Randfeld  des 
cxyartes.  Hflgls  breiter  als  bei  ulysses.  Buru ,  mir  nur  1  cf  bekannt.  —  oxyartes  Frühst,  cf:  dem  autolicus- cf  von 
Neu-Guinea  sehr  ähnlich;  der  Vflgl  unterseits  mit  grauem  Fleck  in  der  Zelle,  das  braune  Saumband  schmal, 
die  Submarginalflecke  des  Hflgls  stark  reduziert,  der  2.  bis  4.  sehr  schmal,  der  gelblich-olivenfarbene  Mittel¬ 
teil  des  3.  Flecks  fast  ganz  verschwunden.  ?  nicht  bekannt.  Aru,  nur  wenige  Stücke  in  den  Sammlungen, 
das  einzige  Exemplar  des  Tring-Museum  von  H.  Kühn  im  August  1900  gefangen.  Von  den  Key -Inseln  ist 
dirce.  noch  keine  ulysses- Form  bekannt  geworden.  —  dirce  subsp.  nov.  cf:  Vflgl  32  mm  lang,  schmäler  als  bei  den 
folgenden  Formen,  der  Abdominalrand  des  Hflgls  gleichfalls  im  Verhältnis  zur  Grösse  des  Tieres  länger. 
Zeichnung  wie  bei  der  gewöhnlichen  Form  aus  Neu-Guinea,  aber  der  schwarze  Saum  des  Htlgls  hinten 
breiter ;  der  braune  Saum  der  Hflglunterseite  schmäler  und  die  Submarginalflecke  stark  reduziert.  Misol ; 
autolycus.  im  Tring  Museum  ein  cf  von  H.  Kühn  im  Februar  1899  gefangen.  —  autolycus  Fldr.  (=  penelope  Wall., 
physkon  Frühst.,  eugenius  Frühst.,  roxana  Frühst.,  taxiles  Frühst.)  (38  b).  Diese  Form  variiert  in  allen 
Lokalitäten  so  sehr,  dass  es  kein  einziges  Merkmal  zu  geben  scheint,  das  auf  die  Exemplare  eines  Distrikts 
beschränkt  ist.  cf:  der  schwarze  Fleck  am  Ende  der  Vflglzelle  gewöhnlich  isoliert,  aber  bei  vielen  Exem¬ 
plaren  (wie  auch  bei  dem  Typus  von  autolycus)  mit  der  schwarzen  Aussenfläche  verbunden;  das  blaue  Feld 
des  Htlgls  ist  häufig  hinter  der  1.  und  2.  Radiale  strichförmig  vorgezogen.  Unterseits  trägt  die  Vtlglzelle  fast 
immer  einen  deutlichen  grauen  Fleck ;  das  graue  Discalfeld  des  Hflgls  reicht  nicht  bis  zum  Costalrande  und  die 
Submarginalflecke  sind  viel  kleiner  als  bei  P.  u.  ulysses,  besonders  ist  der  erste  stets  ein  geschnitten  und  etwas 
kommaartig  gebogen.  Die  Filzstreifen  berühren  einander  meistens  nicht,  zuweilen  fehlt  sogar  der  Submedianstreif, 
doch  sind  die  hinteren  3  hei  manchen  Stücken  so  verbreitert,  dass  sie  Zusammenhängen.  Die  Exemplare  von  den 
Inseln  in  der  Geelvink-Bai  sind  etwas  rundflügliger  als  die  Stücke  anderer  Gegenden.  Das  ?  ist  in  der  Ausdehnung 
des  Blau  sehr  veränderlich,  aber  gewöhnlich  ausgedehnter  blau  als  bei  ulysses,  auch  fehlt  die  Behaarung  hinter 
der  Zelle  des  Vflgls;  die  Submarginalflecke  der  Hflgloberseite  sind  schmal  wie  bei  ulysses,  aber  weniger 

conjuncta.  regelmässig  gebogen;  die  Unterseite  ähnlich  wie  beim  cf,  blasser.  Die  Stücke  mit  viel  Blau  sind  ?-f.  con- 

transiens.  juncta  Hagen,  die  mit  reduziertem  Blau  ?-f.  transiens  Hagen.  Salawatti,  Waigeu,  ganz  Neu-Guinea,  Jobi 
melanotica.  und  Mafor;  an  der  Küste  und  im  Hügellande,  häufig.  —  melanotica  Hagen,  von  der  Dampier-Insel ,  nur 
1  ?  bekannt  (im  Tring  Museum).  Eine  sehr  dunkle  Form,  die  an  ¥?  von  den  Salomons-Inseln  erinnert.  Die 
grünblaue  Beschuppung  füllt  nur  etwa  die  Hälfte  der  Vflglzelle  aus,  und  ist  auch  unter  der  Zelle  sehr  stark 
reduziert,  nur  der  am  Hrde  liegende  Streif  ist  so  lang  wie  bei  gewöhnlichen  Neu-Guinea-Stücken;  wie  bei 
ulysses  liegt  hinter  der  untern  Mediane  ein  blässeres  behaartes  Feld.  Auf  dem  Hflgl  findet  sich  vor  und 
telemachus.  aussen  von  der  Zelle  nur  ganz  wenig  blaue  Beschuppung.  —  telemachus  Montr.  (=  telephanes  Frühst.). 

cf:  Der  schwarze  Saum  beider  Flügel  sehr  breit;  das  blaue  Feld  des  Vflgls  geht  gewöhnlich  nicht  ganz  bis 

an  die  Zellspitze  und  das  des  Hflgls  reicht  meist  nicht  bis  zur  Mitte  zwischen  Zellspitze  und  Aussenrd.  Es 

gibt  aber  auf  Trobriand  sowohl  wie  auf  Fergusson  und  Goodenough  (von  Woodlark  sind  so  wenige  Exem¬ 
plare  bekannt,  dass  wir  nichts  näheres  über  die  individuelle  Variation  wissen),  die  Neu-Guinea-Stücken  sehr 
agasophus.  nahekommen.  Für  diese  Übergangsstücke  mag  die  Bezeichnung  cf -ab.  agasophus  Frühst,  angenommen 
werden.  Die  ??  variieren  ähnlich  wie  auf  Neu-Guinea;  die  blaue  Beschuppung  ist  weniger  dicht  als  bei 
autolycus  und  reicht  nicht  so  weit  nach  aussen.  Der  schwarze  Saum  beider  Flügel  ist  breiter  bei  den 
beiden  ??  von  Goodenough  als  bei  den  3  ??  von  Fergusson  und  den  8  ??  von  Trobriand  im  Tring  Museum; 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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22  von  Woodlark  sind  mir  nicht  bekannt.  D’Entrecasteaux-Inseln,  Trobriand,  Woodlark.  —  joesa  Bf  Ir.  (57  cj  joesa. 
von  Queensland  ist  autolycus  sehr  ähnlich.  Das  Blau  ist  bei  beiden  Geschlechtern  stets  sehr  ausgedehnt. 

Die  Unterseite  ist  blasser  als  bei  autolycus,  der  graue  Zellfleck  ist  grösser  und  der  hintere  Teil  des  grauen 
Discalfeldes  des  Vtlgls  breiter  als  bei  autolycus,  auch  sind  die  Submarginalflecke  des  llflgls  im  ganzen  grösser 
und  mehr  gelb  und  ist  das  graue  Mittelfeld  immer  sehr  stark  entwickelt.  —  ambiguus  Itothsch.  (=  kallinikos  ambiguus. 
Frühst.,  marius  Frühst.).  Eine  kleine  Rasse,  cf:  Das  blaue  Feld  des  Vtlgls  erreicht  die  Zellspitze  meist  nicht 
ganz;  auch  wenn  einige  blaue  Flecke  aussen  von  der  Zellspitze  stehen,  hängt  der  schwarze  Discocellularfleck 
doch  mit  dem  schwarzen  Saumfelde  zusammen;  die  Filzstreifen  auf  den  2  Medianadern  sind  verschmolzen, 
häufig  sind  die  4  letzten  Streifen  vereinigt;  das  Blau  des  Htlgls  geht  etwa  bis  zur  Mitte  zwischen  Zelle  und 
Aussenrd.  Unten  trägt  die  Vflglzelle  stets  einen  grauen  Fleck.  2:  Das  Blau  ist  noch  etwas  mehr  als  beim 
cf  reduziert,  besonders  an  der  Spitze  der  Vflglzelle;  der  Hflgl  hat  oberseits  keine  blauen  Submarginalflecke 
oder  dieselben  sind  nur  schwach  ausgedildet.  Bismarck-Inseln:  Neu-Pommern  (=  New  Britain),  Neu-Lauen- 
burg  (=  Duke  of  York),  Neu-Mecklenburg  (=  New  Ireland)  und  Neu-Hannover.  Die  von  Fruhstoreer  ge¬ 
machten  Angaben  betreffs  Unterschiede  zwischen  Exemplaren  verschiedener  Herkunft  sind  zum  Teil  irrtüm¬ 
lich  und  zum  Teil  widersprechen  sie  einander  vollständig  (vergl.  Iris  1907  S.  12).  —  gabrielis  Itothsch.  (39  a).  gabrielis. 
Eine  sehr  eigenartige  grosse  Form  mit  langen' Flügeln,  cf:  Das  Blau  dunkler  als  bei  den  vorhergehenden 
Subspecies,  auf  beiden  Flügeln  stark  reduziert,  auf  dem  Vflgl  reicht  es  nur  bis  etwa  zur  Mitte  des  Hrds  und 
auf  dem  Hflgl  gewöhnlich  nur  etwas  über  die  Zellspitze  hinaus,  auch  ist  die  Zelle  des  Vtlgls  vorne  sehr 
breit  schwarz  und  die  blaue  Beschuppung  beider  Flügel  weniger  dicht  als  bei  den  cf  cf  der  anderen  Sub¬ 
species;  die  Filzstreifen  sind  sehr  breit,  die  4  hintern  hängen  breit  zusammen.  Die  Submarginalflecke  der 
Hflglunterseite  sind  sehr  gross  und  alle  fast  gleichmässig  ockergelb.  2  noch  weniger  ausgedehnt  blau  als 
bei  melanotica,  die  blauen  Submarginalflecke  der  Hllgloberseite  grösser,  die  hintern  beiden  (zwischen  Schwanz 
und  Analwinkel)  stark  gebogen.  Die  Submarginalflecke  der  Unterseite  wie  beim  cf.  St.  Gabriel,  Admiralitäts- 
Inseln,  im  April  von  Webster  gesammelt.  Die  Fauna  der  Admiralitäts-Inseln  ist  wegen  der  feindlichen 
Haltung  der  Eingeborenen  noch  fast  ganz  unerforscht  geblieben.  Captain  Webster  konnte  auf  der  Haupt¬ 
insel  nicht  landen  und  sammelte  nur  2  Tage  auf  der  kleinen  Insel  St.  Gabriel,  dann  musste  er  mit  seinem 
kleinen  Schoner  die  Flucht  ergreifen.  —  nigerrimus  Itihhe.  Etwas  grösser  als  ambiguus,  die  Unterseite  bei  nigerrimns. 
beiden  Geschlechtern  dunkler,  besonders  der  Saumteil,  die  Submarginalflecke  heller  gelb,  mit  stärker  blauer 
innerer  Begrenzung,  cf :  Das  Blau  etwas  mehr  ausgedehnt  als  bei  den  meisten  ambiguus,  keine  blauen  Flecke 
aussen  von  der  Zellspitze  des  Vtlgls,  die  graue  Beschuppung  im  Aussenteile  der  Vflglunterseite  sehr  spärlich. 

2:  Die  blaue  Beschuppung  weniger  dicht  und  gewöhnlich  weniger  ausgedehnt  als  bei  ambiguus;  die  blauen 
Submarginalflecke  des  Htlgls  deutlich,  die  vordem  zwei  oder  drei  meist  nur  durch  Längsstriche  an  den 
Adern  repräsentiert,  die  hintern  beiden  quer,  entweder  nur  innen  oder  auf  beiden  Seiten  konkav.  Zwei 
Hauptformen:  2-f.  cyanippe  form,  nov.,  das  Blau  des  Vtlgls  reicht  fast  bis  zur  Zellspitze;  2-f.  nigerrimus  cyanippe. 
Itibhe,  das  Blau  des  Vtlgls  sehr  stark  reduziert,  gewöhnlich  nicht  über  die  untere  Mediane  hinausgehend. 
Bougainville  und  Shortlands-Inseln.  —  orsippus  G.u.S.  (39  a).  cf:  Das  Blau  des  Vtlgls  geht  über  die  Zell-  orsippus. 
spitze  hinaus,  der  schwarze  Discocellularfleck  bleibt  aber  mit  dem  schwarzen  Aussenteile  verbunden;  das 
Gelb  im  2.  bis  4.  Submarginalfleck  der  Hflglunterseite  gewöhnlich  durch  Schwarz  verdrängt,  was  auch  zu¬ 
weilen  im  1.  Fleck  der  Fall  ist.  2:  Die  blauen  Submarginalflecke  der  Hllgloberseite  kleiner  als  bei  nigerrimus, 
zuweilen  nur  angedeutet;  die  graue  Beschuppung  in  der  Mitte  der  Hflglunterseite  innen  meist  bandartig  ver¬ 
dichtet;  der  2. — 4.  Submarginalfleck  der  Unterseite  zuweilen  wie  beim  cf  schwarz.  Zwrei  Hauptformen: 

2-f.  hilaria  form,  nov.,  der  Vflgl  bis  nahe  an  die  Zellspitze  und  der  Hflgl  fast  bis  zur  Mitte  des  Discus  ziemlich  hilaria. 
gleichmässig  blau  beschuppt;  2-f.  penthina  form,  nov.,  das  Blau  im  ganzen  noch  stärker  als  bei  2-f.  nigerrimus  penthina. 
reduziert.  Es  liegen  mir  vor:  cf  cf  von  Ghoiseul,  Isabel,  Guadalcanar  und  Florida;  22  der  1.  Form  von 
Guadalcanar,  der  2.  Form  von  Isabel,  und  Übergänge  zwischen  beiden  von  Ghoiseul,  Guadalcanar  und  Isabel.  — 
georgius  Itothsch,  (=  rothschildianus  Frühst.)  unterscheidet  sich  von  orsippus  hauptsächlich  dadurch,  dass  die  georgius. 
graue  Beschuppung  der  Unterseite  dichter  und  das  Saumfeld  beider  Flügel  so  dunkel  ist,  dass  der  Saum 
des  Vtlgls  kaum  blasser  als  die  Scheibe  erscheint;  auch  ist  der  gelbe  Analfleck  mehr  schräg  gestellt.  Das 
Blau  ist  beim  2  etwa  so  stark  wie  bei  Durchschnittsstücken  des  orsippus- 2  ausgedehnt.  Im  Tring  Museum 
6  cfcf  und  2  22  von  Guizo,  Kulambangra  und  Vella  Lavella,  von  A.  S.  Meek  erbeutet. 

P.  montrouzieri  Bsd.  (=  ulyssinus  Westiv.,  chaudoiri  Fldr.).  Kleiner  als  alle  Formen  von  F.  ulysses , 
beide  Flügel  zwischen  den  Adern  stärker  gebuchtet,  der  Vflgl  unten  mit  gelblichgrauem  Querriegel  in  der 
Zelle  und  ebensolchen  Halbmonden  als  innere  Begrenzung  des  grauen  Discalfeldes;  die  Submarginalflecke 
des  Hflgls  dunkler  gelb  als  bei  P.  ulysses.  Die  Genitalien  sind  von  denen  des  P.  ulysses  ausserordentlich 
verschieden.  Die  Zahl  der  Filzstreifen  des  cf  und  die  Ausdehnung  des  Blau  bei  cf  und  2  sind  variabel. 

Die  Hauptformen  sind:  f.  ulyssellus  Westiv.,  das  Blau  reicht  beim  cf  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  und  ulyssellus. 
schliesst  den  kleinen  schwarzen  Disco  cellularfleck  vollständig  ein;  die  Filzstreifen  fehlen  oder  sind  schwach 
angedeutet,  beim  2  geht  das  Blau  bis  an  oder  fast  an  die  Zellspitze  des  Vtlgls.  f.  montrouzieri  Bsd.  (37  c),  montrouzieri. 
das  Blau  des  cf  reicht  nicht  über  die  Zellspitze  hinaus  und  geht  beim  2  bis  etwa  an  den  3.  Medialast,  die 
Filzstreifen  sind  schmal  aber  deutlich,  f.  westwoodi  Oberth. ,  das  Blau  noch  stärker  reduziert ,  das  cf  mit  westwoodi. 

4  oder  5  ziemlich  breiten  Filzstreifen.  —  Neu-Galedonien  und  Loyalty-Inseln. 


86 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jobdan. 


C.  Segelfalter. 

Fhlr  kurz,  mit  kräftiger  Kolbe,  die  Oberseite  bei  frischen  Exemplaren  ebenso  wie  die  Tibien  und  Tarsen 
beschuppt,  die  feinen  Sinneshärchen  fast  gleichmässig  über  den  proximalen  Teil  der  Unterseite  jedes  Segments  ver¬ 
teilt.  Die  dorsalen  Stacheln  der  Tarsen  von  den  ventralen  durch  einen  stachellosen,  etwas  eingedrückten  Zwischen¬ 
raum  getrennt.  Die  Flügel  bei  den  meisten  Arten  dünn  beschuppt,  halbdurchsichtig,  besonders  im  Costalteile  des 
Vflgls;  die  grünen  oder  bläulichen  Binden  und  Flecke  auf  der  Oberseite  meist  unbeschuppt,  zuweilen  auch  auf  der 
Unterseite;  der  Abdominalrand  des  Hflgls  nach  oben  umgeschlagen,  am  Rande  mit  langen  Haaren  versehen,  inner¬ 
halb  der  Falte  gewöhnlich  gelbliche  Duftwolle;  die  Hflglzelle  meist  schmal,  ihr  Vrd  zwischen  der  Subcostale  und 

1.  Radiale  eingebogen.  Mit  Ausnahme  von  P.  payeni,  gyas,  hercules  und  leosthenes ,  sowie  poddlirius  läuft  die  1.  Sub¬ 
costale  des  Vflgls  bei  den  Segelfaltern  der  Alten  Welt  in  die  Costale,  bei  einigen  Arten  verbindet  sich  auch  die 

2.  Subcostale  mit  der  Costalader.  Die  junge  Rp  mit  Gabelhaaren;  erwachsen  bei  den  indoaustralischen  Formen  soweit 
bekannt  mit  je  einem  Paare  kurzer  Dornen  auf  den  drei  Tkoracalringen  und  dem  letzten  Segmente,  der  Thorax  ge¬ 
schwollen.  Pp  glatt,  in  der  Mitte  tonnenförmig  gerundet,  die  Flügelscheiden  nicht  abstehend,  das  Thoracalhorn 
vierkantig,  die  Seitenkiele  bilden  die  Verlängerung  der  obern  Kante  der  Flügelscheiden ;  auf  dem  Rücken  zwei  vorne 
und  hinten  konvergierende  Kiele;  das  Analsegment  länger  als  breit.  —  Die  meisten  Segelfalter  sind  langflüglig  und 
langschwänzig,  doch  gibt  es  viele  Arten,  besonders  mimetische,  bei  denen  der  Hflgl  gerundet  ist  und  keinen  Schwanz 
hat.  Sie  sind  durchweg  gute  Flieger  und  finden  sich  in  waldigen  Gegenden;  die  mimetischen  Formen  ahmen  den 
langsamen  Flug  ihrer  Modelle  nach.  Die  cd  cf  sitzen  oft  in  Scharen  zusammen  an  Wegpfützen  und  auf  feuchtem 
Ufersande  und  können  meist  durch  Urin  und  dergleichen  geködert  werden.  Die  ??  werden  einzeln  im  Walde  an¬ 
getroffen. 


Antiphates-Gruppe. 

Flügel  weiss  mit  schwarzen  Binden,  die  auf  dem  Vflgl  senkrecht  zu  den  Adern  verlaufen;  auf  der  Vflgl- 
unterseite  ein  mit  dem  Abdominalrande  paralleles  Subbasalband  und  ein  Medianband,  die  sich  an  der  Zellspitze  einander 
nähern  oder  hier  verbunden  sind;  Schwanz  lang,  allmählich  zugespitzt.  Mit  Ausnahme  von  P.  leosthenes  läuft  die 
1.  Subcostale  des  Vflgls  in  die  Costalader. 


P.  eurous.  Körper  oben  schwarz,  lang  grau  behaart,  unterseits  grau,  mit  schwarzen  Streifen  auf 
der  gelblichen  Hlbsunterseite.  Vtlgl  halb  durchsichtig,  mit  zehn  schwarzen  Binden,  ausserdem  die  äusserste 
Wurzel  schwarz,  die  1.  und  2.  Binde,  ebenso  die  vier  äussern,  teilweise  vereinigten  Binden  erreichen  gewöhnlich 
den  Hrd;  Htlgloberseite  mit  schwarzem  Analfelde,  das  graublau  gefleckt  ist  und  von  dem  costalwärts  drei 
schwarze  Linien  ausgehen,  am  Analwinkel  ein  gelber  Doppelfleck,  die  Zelle  schmäler  als  bei  den  folgenden 
Arten;  Hflglunterseite  mit  zwei  parallelen  schrägen  Mittellinien,  zwischen  denen  eine  Anzahl  gelber  Flecke 
liegen.  Die  erwachsene  Rp  grün,  schwarz  punktiert,  das  Pronotum  mit  gelbem  Querbande,  das  seitlich  bis 
zum  Analringe  fortgesetzt  ist,  die  drei  Thoracalringe  mit  je  einem  Paar  schwarzer  Dornen,  die  Analfortsätze 
gelb  mit  schwarzer  Spitze,  seitwärts  gebogen.  Pp  schlank,  grün,  mit  vier  gelben  Linien.  Futterpflanze: 
Machilus  odoratissima,  eine  Laurinee,  auf  der  viele  Segelfalter-Rpn  leben.  Wahrscheinlich  nur  eine  Generation. 
Die  Falter  fliegen  vom  Frühjahr  bis  Juli:  wie  viele  Segelfalter  halten  sie  sich  gerne  an  den  Baumkronen 
auf,  die  sie  schnellen  Flugs  umkreisen.  In  Nord-Indien  finden  sie  sich  von  etwa  3 — 7000  Fuss,  gehen  aber 
eurous.  in  China  höher  hinauf.  Kaschmir  bis  Assam  und  Formosa.  —  In  West-  und  Zentral-China  fliegt  eurous  Leech 
(vergl.  Bd.  I,  8  a).  Aus  dem  östlichen  und  südlichen  China  ist  noch  keine  Form  bekannt.  —  Dagegen  findet 
asakurae.  sieb  eine  breitflüglige,  mit  breiten  schwarzen  Binden  versehene  Form  auf  Formosa:  asakurae  Mats.  Ursprüng¬ 
lich  nach  einem  Exemplar  mit  abgebrochenen  Schwänzen  beschrieben.  Die  schwarzen  Binden  im  Saumfelde 
sikkimica.  des  Hflgls  sind  besonders  viel  breiter  als  bei  der  chinesischen  Form.  —  sikkimica  thron  {—  sikkima  Moore, 
glycerion  höllisch.)  (40  a).  Breitfliiglig;  der  Hflgl  oberseits  ohne  schwarze  Mittelbinde,  auch  ist  die  Subbasal- 
casch-  binde  nur  costalwärts  vorhanden  und  sehr  schmal.  Assam,  Sikkim,  Nepal.  —  caschmirensis  Rotlisch.  (Bd.  I,  8b).. 
mirensis.  Die  Vflgloberseite  ist  ausgedehnter  weiss  beschuppt,  die  gelben  Flecke  der  Hflglober-  und  -Unterseite  sind 
blasser  und  die  beiden  schwarzen  Medianlinien  der  Htlglunterseite  sind  dünner  und  daher  weiter  voneinander 
entfernt  als  bei  sikkimica.  Kaschmir  und  Nordwest-Indien. 

P.  glycerion.  Hflglunterseite  am  Costalrand  und  der  Zellspitze  mit  je  einem  schwarzumrandeten 
Fleck,  die  zu  einer  8  vereinigt  sind.  Die  frühem  Stände  sind  unbekannt.  In  der  Lebensweise  gleicht  der 
Falter  der  vorigen  Species,  scheint  aber  im  Gebirge  etwas  höher  hinaufzugehen.  Von  Nepal  bis  Ober-Birma 
mandarinus.  sowie  West-  und  Zentral-China  verbreitet.  —  Die  chinesische  Form  ist  mandarinus  Oberth.  (vergl.  Bd.  I,  8a,  b), 
welcher  auch  in  Yunnan  vorkommt.  Die  Subbasallinie  der  Htlgloberseite  hinter  der  Zelle  nicht  unterbrochen. 
glycerion.  —  glycerion  Gray  (=  paphus  Nicev.)  (40  a).  Der  Vflgl  in  der  Zelle  und  aussen  weniger  dicht  weiss  beschuppt 
als  bei  mandarinus,  daher  durchsichtiger,  das  Subbasalband  der  Htlgloberseite  hinter  der  Zelle  stets  unter¬ 
brochen,  die  Medianlinie  sehr  dünn  und  kurz.  Nepal,  Sikkim,  Assam,  Ober-Birma. 

P.  alebion.  Hflglunterseite  mit  nur  einer  schwarzen  Medianlinie,  an  deren  Aussenseite  ein  gelber, 
aussen  gewöhnlich  schwarzbegrenzter  Costalfleck  steht;  die  Hflglzelle  breit.  Die  frühem  Stände  unbekannt. 
West-,  Zentral-  und  Ost-China.  —  tamerlanus  Oberth.  (vergl.  Bd.  I,  8  a)  fliegt  in  West-  und  Zentral-China.  — 
alebion.  alebion  Gray  (vergl.  Bd.  I,  8a)  findet  sich  in  Ost-China  (Kiukiang  und  Foochow).  Beide  Flügel  sind  schmäler 
als  bei  tamerlanus-,  beim  d  ist  ausserdem  der  gelbe  Analtleck  weder  oben  noch  unten  geteilt.  Das  einzige 
mir  bekannte  Exemplar  aus  Foochow  ist  ein  ¥  (andere  ¥¥  von  P.  alebion  habe  ich  nicht  gesehen) ;  es  stimmt  in 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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der  Flügelform  mit  al.  alebion  überein,  dagegen  ist  der  Analfleck  klein  und  eingeschnürt  wie  bei  tamerlanu  ;, 
auch  der  gelbe  C'ostalfleck  der  Hflglunterseite  schmal  und  bis  an  die  Zelle  verlängert;  möglicherweise  gehört 
dies  ?  zu  einer  südöstlichen  Subspecies. 


P.  agetes.  Körper  oben  schwarz  mit  heller  Seitenlinie,  unterseits  gelblich  weiss,  Kopf  und  Pronotum 
rötlich.  Flügel  weiss  mit  schwarzen  Binden;  Vflgl  costalwärts  grünlich  und  durchsichtig,  mit  6  schwarzen 
Binden;  Hflgl  mit  schwarzem  Saume,  der  einige  weisse  Flecke  einschliesst,  und  mit  rotem  Analfleck,  Schwanz 
dünn,  schwarz  mit  weisser  Spitze.  Unterseits  wie  oben,  aber  Hflgl  mit  schwarzem  Subbasalbande  parallel 
mit  dem  Abdominalrande  und  mit  schwarzem  Mittelbande,  in  dem  rote  Flecken  stehen.  Das  V  dem  cf  ähnlich, 
etwas  breitflügliger.  Die  frühem  Stände  unbekannt.  Der  Falter  fliegt  im  Hügellande  in  waldigen  Gegenden. 

Die  cfcf  versammeln  sich  an  Wegpfützen  und  auf  feuchtem  Ufersande.  Nord-Indien  Ins  Sumatra,  Borneo  und 
Hainan.  —  agetes  Westw.  (=  tenuilineatus  Frühst.).  Das  1.  und  2.  V  figlband  gehen  stets  über  den  Hrd  der  agetes. 
Zelle  hinaus.  Sikkim,  Bhutan,  Assam,  Birma,  Tenasserim,  Shan-Staaten,  Annam,  Tonkin,  Hainan.  —  iponus  iponus. 
Frühst.  Das  2.  Vflglband  etwas  kürzer  als  bei  der  vorigen  Form.  Malakka-Halbinsel.  —  insularis  Stc/r.  (41c).  insularis. 
Der  Vflgl  in  der  Zelle  dichter  weiss  beschuppt  als  bei  agetes,  das  2.  Band  geht  oberseits  nicht  über  die  Zelle 
hinaus;  die  schwarzen  Zeichnungen  beider  Flügel  tiefer  schwarz,  besonders  unterseits.  In  den  Battak-  und 
Gayoe-Bergen  Sumatras,  nicht  unter  3000  Fuss,  recht  häufig.  —  kinabaluensis  Frühst.  Der  Zwischenraum  baluensi. 
zwischen  dem  schwarzen  Submarginalbande  des  Vflgls  und  der  Zellspitze  ist  viel  breiter  als  das  Submarginal¬ 
band.  Kina  Balu,  Nord-Borneo. 


P.  Strati Otes  Grose-Smith  (41b).  Die  drei  äusseren  schwarzen  Binden  des  Vflgls  sehr  viel  breiter  als  stratiotes. 
bei  P.  agetes ,  der  durchsichtige  submarginale  Zwischenraum  zu  einer  Linie  reduziert ;  der  Hflgl  oberseits  vor 
dem  Saume  grau,  mit  sehr  grossem  rotem  Analfleck.  Die  Vflglunterseite  gelblich,  die  Subbasal-  und  die 
Mittelbinde  schmal,  grade,  letztere  ohne  rote  Flecke,  der  rote  Analfleck  gross.  Das  ?  dem  cf  ähnlich.  Die 
frühem  Stände  unbekannt.  —  Kina  Balu,  Nord-Borneo. 


P.  leosthenes  IM.  (40  a).  Ausser  P.  podalirius ,  payeni,  gyas  und  bereutes  der  einzige  altweltliche  leosthenes. 
Segelfalter,  bei  dem  die  1.  Subeostale  des  Vflgls  frei  in  den  Costalrand  läuft.  Körper  oben  schwarz,  grau 
behaart,  mit  hellem  Seitenstreif  auf  Kopf  und  Thorax,  unterseits  grau;  Fhlr  unten  gelblich,  Beine  blassgrün. 

Flügel  halbdurchsichtig,  weiss  mit  bräunlich  schwarzen  Binden  (vergl.  Abbild.);  die  Medianbinde  der  Htlgl- 
unterseite  mit  gelben  Flecken,  von  denen  die  hinteren  4  auch  oben  entwickelt  sind.  Das  ?  dem  cf  ganz 
ähnlich.  —  Queensland. 

P.  nomius.  Sehr  nahe  mit  P.  aristeus  verwandt.  Da  nomius  aber  in  Nord-Indien,  Birma  und  Siam 
mit  P.  aristeus  zusammen  vorkommt  und  in  den  Genitalien  scharf  von  demselben  geschieden  ist,  so  liegen 
wir  keinen  Zweifel,  dass  nomius  eine  selbständige  Art  ist.  Die  Flügel  sind  etwas  breiter  als  bei  P.  aristeus; 
die  vordem  Submarginalflecke  des  Vflgls  sind  gerundet,  das  schwarze  Medianband  der  Hflgloberseite  ist  stets 
gut  ausgebildet,  die  1.  und  2.  braune  Binde  der  Vflglunterseite  sind  am  Costalrande  schwärzlich,  auch  sind 
die  hinter  der  Zelle  liegenden  Teile  der  2.  und  3.  Binde  tiefer  schwarz  als  bei  P.  aristeus.  Die  erwachsene 
Rp  oben  gewöhnlich  schwarz  mit  weissen  Querstrichen,  unten  grün,  die  vordem  und  hintern  Segmente 
gelblich,  zuweilen  die  Rp  ganz  grün;  auf  dem  Thoraealringe  und  Analsegmente  je  ein  Paar  Dornen.  Auf 
Saccopetalum  tomentosum  und  Polyalthia  longifolia.  Die  Pp  nicht  an  der  Futterpflanze,  sondern  unter  Steinen, 
in  Ritzen  und  unter  Baumwurzeln  befestigt;  erdfarben,  mit  kurzem,  vorwärts  gerichtetem  Thoracalhorn  und 
etwas  vorgezogenen  Kopfecken;  ruht  in  Süd-Indien  von  Juli  bis  März  oder  selbst  Mai.  Der  Falter  ist  ein 
sehr  häufiges  Tieflandstier,  in  manchen  Jahren  und  an  gewissen  Stellen  massenhaft.  Die  cfcf  oft  in  Scharen 
an  Wegpfützen ;  sie  besuchen  auch  Blumen.  —  nomius  Esp.  (=?  Orestes  F.,  meges  Hin.,  niamus  Godt.)  Das  nomius. 

3.  Band  des  Vflgls  geht  nicht  über  die  Zelle  hinaus;  die  Analgegend  des  Hflgls  ist  reichlich  weiss  bestäubt; 
die  Vflglunterseite  ohne  kurze  schwarze  Costallinie  nahe  der  Wurzel.  Ceylon  bis  Bengalen,  einzelne  ver¬ 
schlagene  Stücke  in  niedern  Lagen  Sikkims.  —  swinhoei  Moore  (=  pernomius  Frühst.)  (41c).  Das  3.  Band  swinhoei. 
des  Vflgls  und  häußg  auch  das  4.  gehen  über  den  Hrd  der  Zelle  hinaus;  Hflglunterseite  mit  schwarzem  Sub¬ 
basalstrich  am  Costalrande.  Bei  den  meisten  Exemplaren  aus  Assam,  Birma,  Tenasserim,  Siam  und  Annam, 
ebenso  wie  bei  dem  einzigen  mir  vorliegenden  Stücke  aus  Tonkin  ist  die  Unterseite  viel  heller  gelblich  als 
bei  der  vorigen  Form,  bei  einzelnen  zu  gleicher  Zeit  gefangenen  Exemplaren  dieser  Gegenden  jedoch  und 
bei  allen  Stücken  aus  Hainan  ist  die  Unterseite  ebenso  dunkel  als  bei  nom.  nomius.  Einzeln  in  Sikkim  und 
Assam  (verschlagene  Stücke?),  häufig  in  Birma,  Tenasserim  und  Hainan,  aus  Tonkin  bis  jetzt  nur  wenige 
Exemplare  bekannt. 

P.  aristeus.  Körper  unten  weiss,  oben  schwarz  mit  hellem  Längsstreif  an  jeder  Seite.  Flügel  weiss, 
oberseits  mit  schwarzen,  unterseits  mit  braunen  Binden.  Vflgl  mit  7  Binden,  von  denen  die  3. — 5.  ab¬ 
gekürzt  sind  und  die  4.  zuweilen  fehlt;  die  5.  häufig  mit  der  6.  an  der  untern  Zellecke  vereinigt,  die  6.  und 
7.  bilden  ein  breites  Saumfeld,  das  eine  Submarginalreihe  weisser  Flecke  einschliesst.  Hflgl  mit  subbasaler 
und  medianer  Binde,  die  mit  dem  Abdominalrande  parallel  laufen,  die  Medianbinde  zuweilen  nur  angedeutet, 
der  Saum  schwarz  mit  weissen  Submarginalflecken,  von  denen  die  hintern  drei  oder  vier  sehr  dünn  und  mond- 


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förmig  sind.  Vflglunterseite  wie  oben,  die  Binden  hinten  schwärzlich;  die  Mittelbinde  des  Hfigls  vom  Costal- 
rande  zum  Analwinkel  mit  roten  (selten  gelben)  Flecken,  an  deren  Aussenseite  schwarze  Flecke  stehen. 
Obwohl  diese  Art  von  Nord-Indien  bis  zu  den  Bismarck-Inseln  und  Nord-Australien  in  zahlreichen  Subspecies 
vorkommt  und  in  vielen  Gegenden  häufig  ist,  ist  noch  nichts  über  die  frühem  Stände  bekannt.  Die  Falter 
finden  sich  in  waldreichen  Gegenden  in  niedern  Lagen;  sie  sind  ihres  hohen  und  schnellen  Flugs  wegen 
anticrates.  nicht  leicht  zu  fangen,  sitzen  aber  zuweilen  in  ziemlicher  Anzahl  an  Wegpfützen  und  Flussufern.  —  anticrates 
DU.  (41a).  Das  weisse  Discalfeld  der  Vflgloberseite  ist  an  der  unteren  Mediane  gewöhnlich  breiter  als  der 
schwarze  Saum,  es  gibt  aber  auch  Exemplare,  bei  denen  es  schmäler  als  der  Saum  ist;  das  Mittelband  der 
Hflgloberseite  meistens  unterbrochen,  zuweilen  breit  und  vollständig,  doch  vorne  nie  breiter  als  das  an  seiner 
hermocrates.  Aussenseite  stehende  weisse  Discalband.  Sikkim,  Assam,  im  Frühjahr,  nur  eine  Generation.  —  hermocrates 
Fldr.  (=  pado  Frühst.)  (41a).  Mit  der  vorigen  Subspecies  durch  alle  Zwischenstufen  verbunden;  manche 
Exemplare  haben  so  viel  Weiss  als  die  hellsten  anticrates ;  im  allgemeinen  sind  jedoch  die  schwarzen  Binden 
ausgedehnter  als  bei  der  nordindischen  Form.  Die  Genitalien  sind  schwach  verschieden.  Exemplare  mit 
aristeoides.  schmalem  weissem  Discalfelde  auf  dem  Vflgl  sind  ab.  aristeoides  Eimer  (=  aristinus  Frühst .)  und  Stücke, 
bei  denen  die  Vtlglzelle  nur  drei  weisse  Binden  trägt  und  die  weisse  Submarginalbinde  des  Vflgls  und  die 
nigricans,  weisse  Discalbinde  des  Hfigls  hinten  abgekürzt  sind,  sind  ab.  nigricans  Eimer.  Es  scheint  mir  unmöglich 
zu  sein,  hermocrates  in  weitere  Lokalrassen  aufzuteilen,  wenigstens  kann  ich  keinen  Charakter  finden,  an 
dem  die  Exemplare  irgend  einer  Lokalität  zu  erkennen  sind.  Die  Mehrzahl  der  Exemplare  von  Palawan 
haben  ein  breites  weisses  Discalband,  es  gibt  jedoch  auch  Stücke  auf  Palawan,  bei  denen  die  weissen  Binden 
reichlich  so  stark  reduziert  wie  bei  Ivalao-,  Wetter-  und  dunklen  Sumba-Stücken  sind.  Andererseits  finden 
sich  auf  Sumba  sowohl  helle  Exemplare,  die  den  hellen  Palawan-  und  Luzon-Stücken  gleichen,  als  auch 
dunkle,  welche  nicht  von  Kalao-  und  Wetter-Exemplaren  zu  unterscheiden  sind.  Der  Falter  liegt  mir  vor 
von  Birma,  Tenassarim,  Shan-Staaten ,  Siam,  Langkawi-Insel ,  Malakka-Halbinsel,  Nordost-Sumatra,  Borneo, 
Palawan,  Philippinen,  Kalao,  Sumba,  Timor,  Wetter  und  Dämmer.  Von  Java  ist  der  Falter  noch  nicht  be- 
aristeus.  kannt  und  auf  Sumatra  sind  auch  nur  wenige  Exemplare  gefunden  worden.  —  aristeus  Cr.  (=  aristaeus 
Godt.)  (41a).  Das  weisse  Discalband  der  Vflgloberseite  an  der  untern  Mediane  schmäler  als  der  schwarze 
Saum;  auf  dem  Hflgl  reicht  dies  Band  bis  an  die  3.  Radiale,  der  letzte  Fleck  des  Bandes  ist  aber  sehr 
klein,  zuweilen  nur  angedeutet.  Unterseite  braunschwarz,  viel  dunkler  als  bei  hermocrates  und  anticrates. 
timocrates.  Amboina ,  Ceram.  —  timocrates  Fldr.  Das  weisse  Discalband  auf  beiden  Flügeln  breiter  als  bei  aristeus, 
der  letzte  Fleck  des  Bandes  auf  dem  Hflgl  besonders  grösser,  auch  finden  sich  stets  drei  weisse  Flecke  auf 
der  Hflglunterseite  zwischen  der  3.  Radiale  und  der  1.  Mediane,  nämlich  aussen  ein  dünner  Halbmond,  weiter 
nach  innen  ein  vermischter  Fleck  und  zwischen  diesem  und  der  roten  Mittelbinde  ein  innen  konkaver  Fleck; 
letzterer  fehlt  bei  aristeus  oder  ist  nur  eben  angedeutet.  Halmaheira,  Batjan,  Berg  Mada  auf  ßuru.  — 
bifax.  bifax  Bothsch.  von  Obi  wurde  nach  einem  einzigen  cP  aufgestellt.  Das  weisse  Discalband  beider  Flügel  ist 
noch  breiter  als  bei  timocrates  und  das  schwarze  Mittelband  der  Hflgloberseite  ist  grösstenteils  weiss  über- 
parmatus.  stäubt.  Vermutlich  sind  diese  Unterschiede  nicht  konstant.  —  parmatus  Gray  (=  pherecrates  Fldr.,  guineensis 
Grose-Smith )  (4t  a,  b).  Dem  timocrates  ähnlich;  das  weisse  Discalband  beider  Flügel  noch  breiter,  das  schwarze 
Mittelband  der  Hflgloberseite  grösstenteils  weiss  überstäubt,  doch  ist  das  Band  bei  einigen  Exemplaren  ganz 
schwarz ;  Analteil  des  Hfigls  stärker  weiss  bestäubt  als  bei  timocrates ;  die  zwischen  der  2.  Radiale  und  dem 
Abdominalrande  liegenden  weissen  Flecke  der  Discalreihe  grösser  als  bei  timocrates,  meist  zusammenhängend. 
Vom  indischen  anticrates  durch  die  tiefen  gelben  Flecke  des  Pronotums,  die  dunkle  Unterseite  und  die  Geni- 
paron.  talien  zu  unterscheiden.  Am,  Waigeu,  Holländisch,  Deutsch  und  Britisch  Neu-Guinea,  Queensland.  —  paron 
Goclin.  u.  Sale.  Die  schwarze  Mittelbinde  der  Hllgloberseite  weiss  überstäubt,  unterseits  dagegen  sehr  breit, 
mit  gelben  statt  roten  Flecken.  Neu-Pommern  (=  New  Britain),  Neu-Mecklenburg  (=  New  Ireland). 

P.  rhesus.  Grösser  als  P.  aristeus,  die  Flügel  schmäler,  der  Vflgl  stark  sichelförmig.  Die  schwarzen 
Bänder  sehr  breit,  doch  fehlt  das  Subapicalband  der  Vtlglzelle  oder  ist  sehr  schmal,  so  dass  das  4.  und 
5.  weisse  Zellband  zusammengeflossen  sind  und  eine  Fortsetzung  des  schmalen  und  schrägstehenden  weissen 
Discalbandes  bilden.  P.  rhesus  ist  eine  Celebes-Ausgabe  des  P.  aristeus-,  der  Falter  wurde  von  Eimer  merk¬ 
würdigerweise  als  ein  naher  Verwandter  amerikanischer  Arten  behandelt  ( P .  marcellus,  philolaus  etc.).  Die 
frühem  Stände  sind  unbekannt.  Das  ?  wird  selten  gefangen,  dagegen  ist  das  cf  recht  häufig,  besonders  in 
der  Nähe  von  Flüssen  und  Bächen.  Wie  alle  Verwandten  sitzen  die  cf  cf  oft  in  Mengen  auf  feuchten  Ufer- 
und  Wegstellen  und  können  durch  tote,  auf  dem  Sande  ausgehreitete  Exemplare  angelockt  werden.  — 
rhesus,  rhesus  Bsd.  (=  celtibericus  Bsd.  indescr.)  (41a).  Die  Adern  innerhalb  des  weissen  Discalbandes  des  Vflgls 
fast  immer  ganz  schwarz;  das  weisse  Discalband  des  Hfigls  schmal,  oft  in  Flecke  aufgelöst.  Nord-  und  Ost- 
Celebes,  Buton.  Die  irrtümliche  Angabe  Fruhstorfer’s,  dass  Boisduval  die  Unterseite  als  schwarz  be- 
rhesulus.  schrieben  habe,  beruht  auf  einer  Verwechslung  von  »dessus«  mit  »dessous«.  —  rhesulus  Frühst.  Die  grünlich- 
weissen  Submarginal-  und  Discalbinden  bei  den  meisten  Exemplaren  etwas  breiter  als  bei  der  vorigen 
rhaphia.  Form ,  auch  sind  die  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  gewöhnlich  etwas  grösser.  Süd-Celebes.  —  rhaphia 
subsp.  nov.  Die  hellen  Binden  noch  etwas  breiter  als  bei  rhesulus,  die  kurze,  aussen  von  der  Zellspitze  des 
Vflgls  stehende  Binde  länger,  gewöhnlich  durch  einen  dünnen  Strich  unter  der  Zellspitze  mit  der  Discalbinde 


Ausgegeben  15.  IX.  09. 


PAPlT.ro.  Von  Dr.  K.  JonnÄtf, 


fiü 


verbunden,  die  Submarginallinie  des  Vflgls  oben  und  unten  breiter.  Die  Unterseite  blasser  braun  als  bei 
den  beiden  vorhergehenden  Formen.  Djampea,  auch  auf  Tomia  (Toekan  Bessi-Inseln),  12  cf  cf1  und  1  >  im 
Tring  Museum. 

P.  dorcus  de  Hacm  (41  c).  In  der  Zeichnung  der  Hflglunterseite,  sowie  in  der -Struktur  nahe  mit  domis. 

P.  rhesus  und  P.  aristeus  verwandt,  dagegen  in  der  Grösse  und  Gestalt  sowie  in  der  Zeichnung  der  Ober¬ 
seite  dem  P.  androcles  ähnlich.  Körper  oben  schwarz  mit  hellem  Seitenstreif,  unterseits  weiss.  Vflgl  schwarz 
mit  3  weissen  Binden,  in  dem  breiten  Mittelbande  zuweilen  ein  dünner  schwarzer  Costalstrich;  Hflgl  grössten¬ 
teils  weiss,  mit  schwarzer  Binde  nahe  der  Wurzel  sowie  in  der  Mitte  und  schwarzen  Zeichnungen  im  Saum¬ 
felde,  Schwanz  sehr  lang.  Hflglunterseite  im  schwarzen  Mittelbande  mit  roten  Flecken,  die  denen  von 
P.  rhesus  ganz  ähnlich  sind.  Das  ?  dem  cf  ähnlich.  Die  früheren  Stände  unbekannt.  —  Nord-Celebes,  selten. 

P.  androcles  Bsd.  (41b).  Eine  vergrösserte  Ausgabe  von  P.  euphrates.  Bedeutend  grösser  als  alle  androcles. 
Formen  von  P.  euphrates  und  P.  antiphates.  Flügel  weiss,  basalwärts  grünlich;  auf  dem  Vflgl  die  Apical- 
hälfte  und  3  Binden,  auf  dem  Hflgl  eine  Subbasal-  und  eine  Medianbinde  sowie  Makeln  im  Saumfelde 
schwarz,  der  Schwanz  sehr  lang;  im  schwarzen  Apicalfelde  des  Vflgls  eine  Submarginal-  und  eine  kurze 
Discallinie,  beide  grünlich.  Unten  ähnlich  wie  oben,  der  Hflgl  mit  zahlreicheren  schwarzen  Makeln,  schärfer 
entwickelten  Binden  und  mit  gelber  verwaschener  Makel  hinter  der  3.  Radiale.  Das  ?  dem  cf  ähnlich.  Die 
frühem  Stände  unbekannt.  —  Nord-,  Ost-  und  Süd-Celebes,  nicht  selten  in  waldigen  Gegenden  in  der  Nähe 
von  Wasserläufen.  Unstreitig  einer  der  elegantesten  Schmetterlinge  des  indo  -  australischen  Faunengebiets. 

P.  antiphates.  Körper  oberseits  schwarz  mit  hellem  Seitenstreif,  oder  der  Hlb  ganz  weiss, 

Unterseite  weiss  mit  schwarzem  Seitenstreif.  Flügel  weiss.  der  Vflgl  oben  und  unten  costalwärts  ebenso 
wie  die  Wurzelhälfte  der  Hflglunterseite  grünlich;  Vflgl  mit  sieben  schwarzen  Bändern.  Hflgl  oben  mit 
schwarzen  Saumflecken  und  einer  vollständigen  oder  unvollständigen  Reihe  von  schwarzen  Submarginal¬ 
flecken,  entweder  nur  der  hintere  Teil  des  Saumfeldes  grauschwarz  bestäubt,  oder  der  ganze  Saum  breit 
grauschwarz.  Auf  der  Vflglunterseite  finden  sich  die  folgenden  schwarzen  Zeichnungen:  vor  dem  Abdominal¬ 
saume  ein  Streif,  der  sich  analwärts  mit  einem  Subbasalstreifen  vereinigt,  in  der  Mitte  des  Flügels  eine  durch 
die  Grundfarbe  längsgeteilte  Doppelbinde,  deren  äusserer  Teil  in  Flecke  aufgelöst  ist,  je  eine  Reihe  Sub- 
marginal-  und  Saumflecke,  an  der  Innenseite  der  3  ähnlichen  Submarginalflecke  gelbe  Makeln,  die  meist 
unbestimmt  begrenzt  sind.  Das  $  dem  cf  ähnlich.  Die  Rp  anfänglich  gelblich  oder  weiss  mit  Gabelhaaren 
und  gewöhnlich  dunklen  Querlinien;  erwachsen  grün  mit  zwei  gelben  Querbinden  auf  dem  Thorax,  einer  vom 
Kopf  bis  zum  Schwanz  laufenden  gelben  Seitenlinie  und  dunkler  grünen  Rückenlinien;  oder  die  Grundfarbe 
mehr  bläulichgrün  und  die  Zeichnungen  weiss.  Auf  Anonaceen,  z.  B.  Anona  lawii.  Pp  blassgrün,  mit  gelber 
Seitenlinie,  Thoracalhorn  kurz.  Der  Falter  ist  in  waldigen  Gegenden  seines  Verbreitungsgebiets  in  niederen 
Lagen  meist  recht  häufig;  die  cf  cf  versammeln  sich  in  Scharen  an  Pfützen  und  Bachrändern,  wo  sie  in  Gemein¬ 
schaft  mit  Pieriden  trinken.  Die  ?  werden  einzeln  im  Walde  angetroffen.  Im  Fluge  macht  antiphates  den  Eindruck 
eines  Weisslings,  da  die  langen  Schwänze  während  des  schnellen  Flugs  kaum  bemerkbar  sind.  Von  China  bis 
Ceylonf  Nord-Borneo  und  den  Kleinen  Sunda-Inseln  verbreitet.  —  antiphates  Cr.  {=  antipates  Jab/,  u.  Hbst.)  (40b,  c).  antiphates. 
Eine  grosse  Form;  das  1.  Band  des  Vflgls  reicht  bis  zum  Hrde  und  das  2.  bis  nahe  an  die  Submedianader  oder 
darüber  hinaus,  der  hinter  der  3.  Radiale  des  Hflgls  liegende  schwarze  Submarginalfleck  gross.  Südost-China, 

Tonkin.  —  pompilius  F.  (—  continentalis  Eimer,  linga  Frühst.).  Die  schwarzen  Zeichnungen  im  ganzen  weniger  pompilius. 
ausgedehnt  als  bei  der  vorigen  Form ;  recht  variabel.  Hainan,  Annam,  Siam,  Tenasserim,  Birma,  Assam,  Sikkim. 

In  Nord-Indien  treten  einzelne  melan'istische  Stücke  auf  (das  Tring  Museum  besitzt  4  solche  Exemplare),  bei  denen 
der  Vflgl  oben  und  unten  und  die  Hflglunterseite  sowie  der  Saum  der  Hflgloberseite  mehr  oder  weniger  voll¬ 
ständig  schwarz  bestäubt  sind,  mit  Ausnahme  der  grünlich  weissen  Binden  im  vordem  Teile  des  Vflgls:  ab.  nebu-  nelmlosus. 
losus  ßtlr.  (40 d).  —  naira  Moore.  Gross,  die  beiden  äussern  Binden  des  Vflgls  sind  hinten  zusammen-  naira. 
geflossen  und  erreichen  wie  bei  P.  epaminondas  den  Hrd ;  die  Saumflecke  des  Hflgls  sind  grösser  und  die 
grauschwarze  Bestäubung  ist  ausgedehnter  als  bei  den  vorhergehenden  Formen.  Süd-Indien;  nicht  häufig. — 
ceylonicus  Eimer  (=  antiphanes  Frühst.).  Dem  pompilius  F.  sehr  ähnlich,  auf  dem  Vflgl  reicht  die  Saum-  ceylonicus. 
binde  bis  zum  Hinterwinkel,  die  Submarginalbinde  oben  und  unten  bis  zum  untern  Medianast,  die  subbasale 
Binde  ist  von  gleichmässiger  Breite  und  erreicht  den  Hrd,  während  die  zweite  Binde  bis  an  die  Submediana 
tritt;  die  Analregion  der  Hflgloberseite  und  der  vordere  Teil  der  Hflglunterseite  ist  blasser  als  bei  pompilius. 

Ceylon;  selten.  —  itamputi  Btlr.  {=  poetus  Frühst.)  (40b)  unterscheidet  sich  von  pompilius  hauptsächlich  itamputi. 
durch  den  tiefer  und  ausgedehnter  gelben  Aussenteil  der  Hflglunterseite.  Malakka -Halbinsel,  Langkavi, 

Straits  Settlements,  Sumatra,  Natuna-Inseln,  Borneo,  Banguey.  Bei  einem  cf  aus  Nordost-Sumatra  im  Tring 
Museum  fehlen  die  2.  und  4.  schwarze  Binde  auf  dem  Vflgl,  ferner  ist  das  grünliche  Submarginalband  teilweise 
mit  dem  Discalbande  vereinigt  und  hat  der  Vflgl  eine  breite  zusammenhängende  schwarze  Saumlinie: 
ab.  leucania  ab.  nov.  (32  c).  —  antiphonus  Frühst,  hat  etwas  grössere  schwarze  Submarginalmakeln  auf  leucania. 
beiden  Seiten  des  Hflgls  als  itamputi.  Nias.  —  alcibiades  F.  (=  javanicus  Eimer)  (40  b).  Die  äussern  antiphonus. 
schwarzen  Binden  des  Vflgls  schmäler  als  bei  itamputi,  der  Analteil  der  Hflgloberseite  viel  tiefer  schwarz,  aIabiadt *• 
der  Schwanz  nur  an  der  Spitze  deutlich  weiss,  der  Aussenteil  der  Hflglunterseite  weniger  gelb.  Java.  — 

IX  12 


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PAP1L10.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


balius.  balius  subsp.  nov.  Das  schwarze  Submarginalband  des  Vflgls  ist  hinten  breit  mit  der  Randbinde  vereinigt, 
reicht  oberseits  bis  über  die  untere  Mediane  hinaus  und  tritt  unterseits  bis  fast  an  diese  Ader;  der  Hflgl 
wie  bei  alcibiades,  aber  das  schwarze  Randfeld  viel  breiter  und  costalwärts  bis  zum  2.  schwarzen  Randfleck 
kalaoensis.  ausgedehnt  ;  die  schwarzen  Makeln  der  Hflglunterseite  grösser.  Bali,  nur  1  cf  im  Tring  Museum.  —  kalaoensis 
Hot  lisch.  Vflgl  wie  hei  alcibiades,  dagegen  die  Analregion  der  Hflgloberseite  schwärzlichgrau,  so  dass  die 
schwarzen  Submarginalflecke  in  derselben  deutlich  hervortreten.  Kalao,  Djampea,  Sumbawa,  Flores. 

epaminondas.  P.  epaminondas  ObertU.  (—  laestrygonum  Wood- Mas.)  (40  d).  So  gross  wie  die  grössten  antiphates; 

die  schwarzen  Binden  breit,  die  1.  und  2.  der  Vflgloberseite  stets  den  Hrd  erreichend,  das  schwarze  Median¬ 
hand  des  Htlgls  auch  oben  mehr  oder  weniger  entwickelt;  die  gelben  Makeln  der  Hflglunterseite  schärfer 
umschrieben  als  bei  P.  antiphates,  die  hellen  Submarginalflecke  sowie  die  Grundfarbe  an  der  Aussenseite 
des  Medianbandes  und  innerhalb  desselben  weiss.  Das  ¥  dem  cf  ganz  ähnlich.  Die  frühem  Stände  un¬ 
bekannt.  —  Andamanen. 

P.  euphrates.  Dem  P.  antiphates  in  der  Zeichnung  zum  Verwechseln  ähnlich,  konstant  dadurch 
unterschieden,  dass  auf  der  Hflglunterseite  die  vorderen  3  oder  4  schwarzen  Submarginalflecke  nicht  ge¬ 
brochen,  sondern  grade  sind.  Ausserdem  sind  die  Genitalien  auffällig  verschieden.  Da  P.  euphrates  in  Nord- 
Borneo  und  auf  Banguey  mit  P.  antiphates  zu  gleicher  Zeit  und  am  selben  Platze  vorkommt  ,  so  unterliegt 
es  keinem  Zweifel,  dass  wir  es  mit  selbständig  gewordenen  Formen,  d.  h.  Species,  zu  tun  haben.  Die  frühem 
decolor.  Stände  sind  nicht  bekannt.  Nord -Borneo  bis  Philippinen.  —  decolor  Stgr.  (=  palawanicus  Eimer).  Das 
1.  schwarze  Band  des  Vflgls  dünn,  das  4.  stets  abgekürzt,  zuweilen  fehlend;  die  schwarze  Saumlinie  des 
Htlgls  breit,  das  schwarzgraue  Analfeld  reicht  bis  zur  2.  Radiale.  Zum  Unterschiede  von  P.  antiphates  itamputi 
ist  der  innere  Teil  der  schwarzen  Medianbinde  der  Hflglunterseite  nicht  über  die  Zelle  hinaus  verlängert  oder 
es  ist  der  unter  der  Zellspitze  liegende  Fleck  dieser  Linie  nur  angedeutet.  Nord-Borneo,  Banguey,  Palawan. 
domaranus.  —  domaranus  Frühst.  Auf  Domara,  einer  kleinen,  an  der  Ostküste  Palawans  liegenden  Insel  ist  der  Falter 
dimorph,  wie  augenscheinlich  auch  auf  einigen  Inseln  der  eigentlichen  Philippinen.  Bei  der  hellen  Form,  auf 
welche  sich  der  Name  domaranus  bezieht,  ist  die  4.  Binde  des  Vflgls  breit  und  erreicht  den  Hrd  der  Zelle, 
das  Randband  geht  bis  zum  Hrd  des  Flügels,  das  schwarze  Submarginalband  dagegen  ist  von  der  Wurzel¬ 
seite  her  in  der  Weise  verschmälert,  dass  am  Costalrand  ein  kurzer  schwarzer  Zapfen  zwischen  diesem 
Bande  und  dem  Discocellularbande  stehen  bleibt;  Hflgl  ähnlich  wie  bei  decolor.  Die  zweite  Form  stimmt 
nach  Semper  völlig  mit  dunklen  Luzon-Stücken  ( euphrates )  überein,  d.  h.  hat  ein  breites  schwarzes  Saum- 
atratns.  band  auf  dem  Hflgl.  - —  atratus  Rothsch.  Die  Bänder  des  Vflgls  und  das  Saumband  des  Htlgls  sind  sehr 
breit;  Hflgloberseite  mit  schwarzem  Subbasalstreif.  Die  vorderen  gelben  Flecke  der  Hflglunterseite  undeut¬ 
lich,  die  hintern  dagegen  gross.  Eine  helle  Form  ist  nicht  bekannt.  Auf  Mindoro,  und  nach  Semper  auf 
euphrates.  Bohol.  —  euphrates  Fldr.  (—  moorei  Reak.)  (40  c,  d).  Die  1.  Binde  des  Vflgls  geht  bis  zum  Hrde  des  Flügels, 
die  4.  stets  bis  zum  Hrde  der  Zelle,  die  submarginale  Binde  hinten  breit  mit  der  marginalen  vereinigt  und 
bis  zum  Hrde  fortgesetzt;  Hflgl  bis  zum  Gostalrande  breit  schwarz  gerandet,  dieses  Saumband  beim  ¥  etwas 
blasser  als  beim  c f.  Die  gelben  Flecke  der  Hflglunterseite  alle  ziemlich  scharf  ausgebildet.  Mittel-  (und 
nisus.  Süd-?)  Luzon.  —  nisus  subsp.  nov.  In  Nord-Luzon  fliegt  eine  weniger  ausgedehnt  schwarze  dimorphe  Sub- 
species.  Semper  erwähnt  ein  ¥  von  dort  und  das  Tring  Museum  besitzt  zwei  von  J.  Whitehead  gefangene  ¥¥. 
Bei  diesen  Stücken  erreicht  das  4.  Vflglband  den  Hrd  der  Zelle  nicht,  auch  ist  das  Saumhand  des  Htlgls 
blasse]1  und  geht  nicht  bis  zum  Gostalrande.  Die  Saumbinde  des  Vflgls  ist  hinten  zugespitzt.  Die  Stücke 
unterscheiden  sich  von  decolor  und  euphratoides  durch  die  viel  grossem  schwarzen  Submarginalflecke  auf 
beiden  Seiten  des  Hflgls.  Die  drei  Exemplare  gehören  zwei  auffällig  verschiedenen  Formen  (Zeitformen  ?) 
an,  welche  sich  in  fast  ganz  derselben  Weise  unterscheiden,  wie  die  beiden  von  Mindanao  bekannten  Formen. 
Bei  der  hellen  Form,  f.  nisus,  sind  das  1.  und  2.  Vflglband  dünn  und  gehen  kaum  über  den  Hrd  der  Zelle 
hinaus,  das  aussen  von  der  Zellspitze  liegende  weisse  Band  ist  breit  mit  dem  weissen  Discus  verbunden, 
das  schwärzliche  graue  Analfeld  der  Hflgloberseite  ist  schmal  und  reicht  nur  bis  zur  2.  Radiale,  doch  stehen 
zwischen  dieser  Ader  und  dem  Gostalrande  noch  3  ziemlich  grosse  schwarze  Submarginalflecke.  Die  zweite 
zebraica.  Form,  f.  zebraica  form,  nov.,  welche  ganz  der  f.  tigris  Semp.  von  Mindanao  entspricht,  ist  bedeutend  grösser 
als  f. nisus,  das  1.  Vflglband  tritt  bis  an  den  Hrd  des  Flügels  und  das  2.  endigt  dicht  vor  dem  Rande,  das  schwarze 
Submarginalband  ist  breiter  als  bei  der  hellen  Form  und  am  untern  Zellwinkel  durch  einen  schwarzen  Ader¬ 
strich  mit  dem  schwarzen  Discocellularbande  vereinigt;  das  schwarzgraue  Saumfeld  des  Htlgls  ist  breiter  als 
bei  euphrates,  heller,  und  geht  nur  bis  etwa  an  die  Subcostale;  die  schwarze  Subbasallinie  ist  oben  angedeutet; 
euphratoides.  der  schwarze  Rückenstreif  des  Hlbs  ist  sehr  breit,  während  er  hei  f.  nisus  nur  angedeutet  ist.  —  euphra¬ 
toides  Firner  fliegt  auf  Mindanao  und  Bazilan.  Das  4.  Vflglband  ist  fast  immer  abgekürzt  ,  das  schwarze 
Submarginalband  erreicht  die  untere  Mediane  nicht  und  das  Randband,  welches  zugespitzt  ist,  geht  nicht 
bis  an  die  Submediane;  die  graue  Bestäubung  im  Analfelde  des  Hflgls  ist  noch  weniger  ausgedehnt  als  hei 
nisus,  die  schwarzen  Submarginalflecke  der  Hflglunterseite  sind  dünn  und  die  vorderen  fehlen  oberseits  ganz ; 
der  Aussenteil  gelblicher  als  hei  euphrates  und  nisus  und  die  gelben  Makeln  sind  mehr  verwaschen.  Die 
helle  Form,  f.  euphratoides  Eimer ,  ist  klein,  das  graue  Analfeld  der  Hflgloberseite  sehr  schmal,  die  Fransen 
tigris.  sind  ausgedehnter  als  bei  decolor,  der  Schwanz  ist  breit  grau  gerandet.  Von  der  zweiten  Form,  f.  tigris  Semp., 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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erhielt  Semper  nur  1  Paar;  sie  ist  bedeutend  grösser  als  f.  euphratoides ,  das  1.  Vflglband  erreicht  den  Hrd 
des  Flügels  und  das  2.  geht  fast  ebenso  weit,  das  Subbasalband  des  Hflgls  ist  oberseits  angedeutet,*  und  das 
graue  Analfeld,  welches  bis  an  die  2.  Radiale  geht,  ist  etwa  doppelt  so  breit  als  bei  f.  euphratoides.  ornatus  ornatus. 
Rothscli.  (40  c).  Vtlgl  costalwärts  dichter  weiss  beschuppt  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  daher  weniger 
grünlich;  die  1.  Binde  des  Vflgls  nur  angedeutet,  keine  der  Zellbinden  geht  oberseits  über  den  Hrd  der  Zelle 
hinaus,  der  Saum  des  Htlgls  ist  tiefschwarz,  costalwärts  verschmälert;  auf  der  Hflglunterseite  die  schwarzen 
Zeichnungen  in  der  Aussenhälfte  sehr  gross,  die  hintern  gelben  Flecke  schwarz  umzogen.  Halmaheira:  mir 
nur  cf  cP  bekannt.  —  Wie  bei  P.  antiphates  sind  auch  bei  P.  euplirates  die  geographischen  Formen  in  der 
Struktur  der  Genitalien  meist  etwas  verschieden. 

Payeni-Gruppe. 

Die  Subcostaläste  des  Vflgls  frei,  der  3.  vor  der  Zellspitze  entspringend,  die  2.  Discocellulare  tief  eingebogen. 

Die  Klaue  der  Tarsen  mit  Zahn  in  oder  hinter  der  Mitte.  Die  Flügel  dicht  beschuppt,  grösstenteils  gelbbraun  oder 
schwarzbraun.  Die  Duftfalte  des  Hflgls  des  cd  schwach  entwickelt.  —  Von  China  bis  zu  den  grossen  Sunda-Inseln 
verbreitet;  nur  ein  paar  Arten.  Der  Klauenzahn  ist  ein  sehr  eigenartiger  Charakter,  der  nur  bei  P.  macleijanus  und 
gelon  wieder  angedeutet  ist. 

P.  gyas.  Geschlechtlich  stark  dimorph,  cf:  Körper  grünlich,  der  Kopf  und  die  Unterseite  des  Thorax 
kastanienbraun;  die  Flügel  oberseits  dunkelbraun,  der  breite  dunkle  Aussensaum  mit  einer  Reihe  gelblicher 
Flecke,  ähnliche  Flecke  auch  auf  dem  Discus  des  Vflgls.  Unterseite  mit  grossem  kastanienbraunem  Wurzelfelde, 
ein  Fleck  an  der  Zellspitze  beider  Flügel  und  der  Analteil  des  Hflgl  von  derselben  Farbe;  die  Mitte  beider  Flügel 
weissgrau  mit  dunklen  Bogenflecken,  der  Hflgl  mit  hellen,  dunkel  gesäumten  Submarginalflecken,  die  auf  dem  Vflgl 
nur  angedeutet  sind;  der  Schwanz  spatelförmig.  $mit  breitem  weissem  Mittelbande,  das  auf  dem  Vflgl  costalwärts 
gelb  wird  und  hier  mehr  oder  weniger  deutlich  in  Makeln  aufgelöst  ist,  während  es  auf  dein  Hflgl  einen  bläulichen 
Ton  hat.  Die  Submarginalflecke  grösser  als  beim  cf;  der  Schwanz  breit  hellkastanienbraun  gesäumt.  Von  Sikkim 
bis  Tenasserim,  in  waldigen  Gegenden  der  Gebirge  in  einer  Höhe  von  6  bis  7000  Fuss,  am  häufigsten  in  den 
Khasia-Bergen.  Die  frühem  Stände  sind  nicht  bekannt.  —  gyas  Westw.  (=  lachinus  Frühst.)  (39  c)  findet  gyas. 
sich  in  Sikkim,  Bhutan  und  Assam  (Garo-,  Khasia-  und  Naga-Berge).  Die  Exemplare  von  Sikkim  sollen 
nach  Fruhstoreer  unterscheidbar  sein,  die  von  ihm  angegebenen  Charaktere  werden  jedoch  von  der  Serie 
des  Tring  Museums  (2  cf  cf  und  5  ??  von  Sikkim,  6  cf  cf  von  Bhutan,  13  cf  cf  und  5  ?2  aus  Assam)  nicht 
bestätigt.  —  aribbas  Frühst . ,  nach  einem  cf  aus  Ober-Birma  aufgestellt,  ist  nach  dem  Autor  durch  die  ge-  aribbas. 
ringere  Entwicklung  der  mittleren  und  hintern  Submarginalflecke  des  Vflgls  und  die  hellere  Farbe  des  Mittel¬ 
teiles  der  Unterseite  beider  Flügel  ausgezeichnet.  —  Es  findet  sich  gyas  auch  in  Tenasserim  (nach  Hauxweel), 
doch  habe  ich  keine  Stücke  von  dort  vergleichen  können.  —  Diese  Art  wird  in  China  durch  P.  hercules  Blanch. 

(==  sciron  Leech,  porus  Streck.)  (Bd.  1,  8  b)  vertreten.  Strecker  beschreibt  porus  irrtümlich  von  den  Garo- 
Bergen  in  Assam. 

P.  payeni.  Körper  und  Grundfarbe  der  Flügel  ockergelb,  oberseits  mit  schwach  grünlichem  Ton: 

Scheitel  und  Kragen  sowie  der  grösste  Teil  der  Zelle  der  Vtlgloberseite  gelbbraun.  Der  Klauenzahn  gross. 

Vflgl  mit  stark  vorgezogenem  Apex,  der  Saum  beider  Flügel  breit  braunschwarz  mit  gelben  Flecken,  auf 
dem  Vflgl  eine  Discocellularmakel  und  ein  Querfleck  in  der  Zelle  gleichfalls  braunschwarz;  Hflgl  schmäler 
als  bei  gyas,  vielmehr  dreieckig,  ohne  deutlich  abgesetzten  Analwinkel.  Unten  im  ganzen  heller  als  oben, 
das  Wurzelfeld  beider  Flügel  mit  einer  in  Flecke  aufgelösten  braunen  Binde,  das  Aussendrittel  häufig  dunkler 
als  die  Mitte  der  Flügel,  immer  mit  braunen  Linien  und  Fleckenreihen,  welche  oft  zusammengetlossen 
sind,  auf  der  Scheibe  des  Hflgls  eine  Anzahl  Silberflecke.  Das  ?  blasser  als  das  cf,  breittltigliger,  mit  kleinern 
dunklen  Zeichnungen.  Die  frühem  Stände  sind  unbekannt;  der  Falter  im  Gebirge  in  mittleren  Höhen.  Von 
Sikkim  und  Hainan  bis  nach  Java  und  Borneo  verbreitet.  —  Die  grösste  Form  ist  evan  T)hl.  (—  evanides  evan. 
Frühst.)  (39b)  aus  Sikkim,  Bhutan  und  Assam.  Der  Htlgl  trägt  oberseits  4  gelbe  Discalflecke,  von  denen 
der  1.  hinter  der  2.  Radiale  steht.  Der  Falter  ist  in  Sikkim  sehr  selten,  dagegen  in  den  Bergen  Assams 
ziemlich  häufig.  Er  scheint  in  wenigstens  2  Generationen  zu  fliegen;  die  Frühjahrsstücke  haben  die  dunklen 
Zeichnungen  etwas  reduziert.  —  amphis  subsp.  nov.  aus  Tenasserim  und  Birma  ähnelt  den  malayischen  atnphis. 
Formen,  die  dunklen  Zeichnungen  sind  aber  weniger  schwarz;  Hflgloberseite  mit  5  gelben  Discalflecken, 
von  denen  der  1.  mondförmig  ist  und  hinter  der  l.  Radiale  steht;  an  der  Innenseite  des  4.  Flecks  steht  ein 
deutlicher  gelber  Fleck.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  wie  bei  den  malayischen  Fonnen  dunkler  als  bei 
evan,  die  dunklen  Zeichnungen  im  Aussenteile  beider  Flügel  schärfer  und  schmäler,  die  Submarginallinie  fast 
ohne  Unterbrechung,  die  Silberflecke  grösser  als  bei  evan,  und  die  hinter  der  Gostale  liegende  braune  sub¬ 
basale  Quermakel  steht  näher  an  dem  betreffenden  Costalfleck  als  an  der  Präcostalader.  —  langsonensis  tangsoncnsis. 
Frühst,  von  Tonkin  ist  blasser  gelb  als  alle  andern  Subspecies,  dagegen  sind  der  Costalrand  des  Vflgls  und 
der  Aussenrd  beider  Flügel  tiefer  schwarz,  die  gelben  Flecke  im  dunklen  Saume  sind  klein,  der  Hflgl  trägt 
4  kleine  schai’f  umschriebene  gelbe  Discalflecke.  Unterseits  ist  das  Saumfeld  beider  Flügel  tiefer  braun  als  bei 
evan.  —  hegylus  subsp.  nov.  Eine  kleine  Form  von  Hainan,  von  der  sich  ein  im  Alai  gefangenes  Paar  im  hegylus. 
Tring  Museum  befindet..  Grundfarbe  wie  bei  evan ,  das  dunkle  Saumfeld  von  der  Innenseite  her  etwas  reduziert, 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


die  in  demselben  liegenden  gelben  Flecke  nicht  grösser  als  bei  Sommerstücken  von  evan ,  der  in  der  Zell- 
spitze  des  Hllgls  stehende  braunschwarze  Fleck  viel  kleiner;  der  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  5  gelben  Discal- 
flecken,  zu  denen  beim  ¥  noch  ein  an  der  Innenseite  des  4.  Flecks  liegender  6.  Fleck  tritt.  Unterseite  wie 
bei  evan,  aber  die  braunen  Zeichnungen  im  ganzen  schwächer  entwickelt,  besonders  sind  die  Flecke  an  der 
ciminius.  Zellspitze  beider  Flügel  kleiner.  —  ciminius  Frühst.  cf:  Grundfarbe  oben  und  unten  dunkler  als  bei  den 
vorhergehenden  Formen  und  oben  infolge  der  Verdunklung  der  Wurzel  beider  Flügel  weniger  ausgedehnt, 
auch  ist  der  Gostalrand  des  Vflgls  tief  braunschwarz  und  fehlen  helle  Zeichnungen  in  und  vor  der  Subcostal- 
gabel.  Die  braunen  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  im  ganzen  dünner  als  bei  evan;  die  Grundfarbe  des 
Aussenfeides  ist  fast  gleichmässig  rotbraun  und  kontrastiert  mit  dem  heitern  Discalfelde.  Das  ¥  nicht  be- 
brunei.  kannt.  Ost-  und  West-Sumatra,  Malakka-Halbinsel.  —  brunei  Frühst,  cf  wie  vorher,  aber  die  Grundfarbe 
des  Saumfeldes  der  Unterseite  blasser,  daher  weniger  deutlich  mit  dem  Discus  kontrastierend.  Das  ¥  unter¬ 
scheidet  sich  vom  evan-2  hauptsächlich  durch  das  Fehlen  von  hellen  Flecken  vor  der  Subcostalgabel  auf  der 
Vflgloberseite  und  durch  die  Reduktion  der  schwarzen  Zeichnungen  der  Hflgloberseite,  sowie  durch  die 
payeni.  dunklere  Grundfarbe  der  Unterseite.  Nord-  und  Südost-Borneo.  —  payeni  Bsd.  cf  wie  bei  brunei,  aber  die 
Vflgloberseite  mit  3  gelben  Makeln  in  der  hinter  der  Subcostalgabel  liegenden  Randzelle.  Die  vorderen 
Silberflecke  der  Hflglunterseite  bei  cf  und  ¥  weniger  gut  ausgebildet.  Der  dunkle  Saum  der  Vflgloberseite 
am  Gostalrande  etwas  schwächer  als  beim  ¥  von  brunei.  Java. 

Codrus-Gruppe. 

Die  1.  Subcostale  des  Vflgls  läuft  in  die  Costalader.  Körper  kräftig,  ohne  hellen  Streif  an  jeder  Seite  des 
Rückens,  Schwanz  breit,  stumpf.  Flügel  grösstenteils  schwarz,  grünschwarz  oder  bräunlich  schwarzgrau,  wenigstens 
im  Costalteile  des  Vflgls  mit  grünen  Flecken,  Hflglunterseite  in  der  Basalhälfte  ohne  rote  oder  gelbe  Flecke,  höchstens 
ist  der  Costalrand  sehr  schmal  rot.  Die  Klauen  bei  einigen  Arten  mit  Zahn,  wie  bei  der  payeni- Gruppe. 

gelon.  P.  gelon  Bsd.  (44  c,  d).  Nahe  mit  P.  macleayanus  verwandt.  Körper  oberseits  grünlichschwarz,  unter- 

seits  schmutzig  graugelb,  Beine  grün,  Klauen  mit  kleinem  Zahn ;  Fhlr  unterseits  gelbbraun.  Flügeloberseite 
schwarz,  mit  grünen  Zeichnungen;  Vflgl  mit  einem  Bande  von  4  Flecken  vor  der  Wurzel  der  3.  Radiale 
grade  zum  Hrde,  einem  Fleck  in  der  Zellspitze  und  zwei  Flecken  jenseits  der  Zelle,  alle  diese  Flecke  oft 
sehr  klein  und  zuweilen  nur  teilweise  angedeutet;  Hflgl  ohne  Schwanz,  mit  schmaler  Binde  vor  der  Mitte. 
Unterseite  viel  blasser,  die  Adern  im  Wurzelfelde  grün,  das  Band  des  Hflgls  weiss  und  der  Gostalrand  an 
der  Wurzel  rot;  Vflgl  mit  einigen  weissen  Submarginalflecken.  ¥  blasser  als  das  cf,  der  Vflgl  oberseits  mit 
gelblichen  Submarginalflecken,  auf  dem  Hflgl  einige  ähnliche  Fleckchen,  die  weit  vom  Rande  entfernt  stehen. 
megasthenes.  Ein  ¥  mit  breitem  Hflglbande  ist  ab.  megasthenes  Math.  —  Der  Falter  ist  auf  Neu- Galedonien  und  den 
Loyalty-Inseln  nicht  selten. 

macleayanus.  P.  macleayanus  Leuch  (42  a,  b).  Körper  unten  grauweiss,  oben  dunkel  mit  grauweisser  Behaarung, 

mit  Ausnahme  des  Kopfes  und  vorderen  Teils  des  Thorax,  die  grünlich  braunschwarz  sind;  Beine  grün; 
Unterseite  der  Fhlr  braungelb.  Flügel  oben  schwarz,  ein  grosses  Wurzelfeld  weissgrün,  auf  dem  Vflgl  ein 
Fleck  in  der  Zellspitze  und  ein  zweiter  aussen  von  derselben  grün,  eine  Reihe  kleiner  Submarginalflecke 
und  ein  kleiner  Discalfleck  weissgrün.  Auf  der  Unterseite  der  vordere  Teil  des  Wurzelfeldes  des  Vflgls. 
der  Zelltl eck  und  Subcostalfleck  und  auf  dem  Hflgl  das  Wurzelfeld  grün,  unbeschuppt,  der  Vflgl  am  Saume 
schwarzbraun,  das  Aussenfeid  des  Hflgls  von  derselben  Farbe,  von  einem  weissgrauen  oder  blassbräunlichen 
Submarginalbande  und  einem  ebenso  gefärbten,  kurzen,  hinter  der  Zellspitze  liegenden  Schrägbande  über¬ 
lagert,  der  Gostalrand  des  Hflgls  schmal  rot,  besonders  an  der  Basis  und  vor  dem  Apex.  Die  junge  Rp 
ist  fast  schwarz,  mit  weisser  Rückenlinie  und  weisslicher  Unterseite,  ein  schwarzer  behaarter  Höcker  auf  den 
3  Thoraxringen  und  dem  letzten  Segmente,  die  übrigen  Ringe  mit  einer  Querreihe  von  Gabelborsten,  ähn¬ 
liche  Borsten  auch  auf  dem  Thorax.  Erwachsen  grün,  mit  schwachen  weissen  und  grünlichen  Fleckchen 
und  schwachem  dunklem  Thoracalgürtel;  auf  dem  3.  Ringe  ein  Paar  dunkelbrauner  Dornen,  von  denen  eine 
gelblichweisse  Längslinie  ausgeht.  Pp  grün,  mit  zwei  rundlichen  rötlichen  Flecken  auf  dem  Rücken;  das 
Thoracalhorn  lang.  Futterpflanzen:  Geijera  salicifolia  und  die  eingeführte  Camphora  officinalis.  Der  Falter 
fliegt  in  den  Gärten  und  offenen  Buschwäldern  Ost-Australiens  von  Tasmanien  bis  Queensland  (nördlich  bis 
etwa  Gairns  gehend)  und  findet  sich  auch  auf  den  Inseln  Lord  Howe  und  Norfolk.  Er  hat  einen  schnell' m 
und  gewandten  Flug  und  besucht  gerne  Blumen. 

P.  weiskei  Bibbe.  cf:  Körper  oben  braunschwarz,  unten  graubraun.  Flügel  gestreckter  als  bei 
P.  macleayanus,  der  Vflgl  mit  grossem  subbasalem  Purpurfelde  hinter  der  Zelle,  das  Quevfeld  an  der  Zellspitze 
vorne  grün,  hinten  blau  oder  purpurrot,  der  Subcostalfleck  grün,  die  Submarginalflecke  klein  und  bläulich- 
grün;  der  Hflgl  mit  grünem  Wurzelfelde  und  2  blauen  Submarginalmakeln,  vor  denen  gewöhnlich  3  kleine, 
mehr  oder  weniger  undeutliche  Submarginalflecke  stehen.  Unterseite  ähnlich  wie  bei  P.  macleayanus-,  die 
Wurzelhälfte  der  Vflglzelle  grün,  das  hinter  der  Zelle  liegende  Feld  weiss;  Hflgl  mit  dünnem  rotem  Costal- 
strich  vor  dem  Apex.  Das  Purpurfeld  variiert  von  purpurrot  bis  purpurblau.  Das  ¥  dem  cf  ähnlich : 
weiskei.  ¥-f.  weiskei  Bibbe  (42a);  oder  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  und  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  grün: 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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?-f.  eupraslna  form.  nov.  —  Der  Falter  ist  im  Gebirge  Britisch  Neu-Guineas  keine  Seltenheit;  A.  S.  Mkek  euprasina. 
fand  ihn  in  beträchtlicher  Zahl  sowohl  an  der  Süd-  als  an  der  Nordseite  des  Owen-Slanley-Gebirges. 

P.  empedocles  F.  (42c).  Körper  weissgrau,  Kopf  und  Oberseite  des  Thorax  grünlich  graubraun,  empedocles. 
Oberseite  der  Flügel  grünlich  schwarzbraun;  Vflgl  zwischen  Zelle  und  Hrd  gelblichgrau,  mit  einer  Discal- 
reihe  gelbgrüner  Makeln,  von  denen  die  letzte  zwischen  den  Medianästen  steht  und  am  grössten  ist,  zuweilen 
liegt  noch  eine  kleinere  Makel  hinter  dem  2.  Medianast,  selten  fehlen  der  1.  und  3.  Fleck;  Htlgl  von  der 
Wurzel  bis  etwa  zur  Zellspitze  grauweiss  behaart,  im  dunkleren  Saumfelde  eine  Reihe  schwärzlicher  Makeln. 

Unterseite  graubraun,  blasser  beim  ?  als  beim  cd;  die  Makeln  des  Vflgls  unbeschuppt  wie  oben;  der  Htlgl 
etwa  halbwegs  zwischen  Zelle  und  Aussenrd  mit  einer  Reihe  dunkler  Flecke,  von  denen  die  letzten  beiden 
gewöhnlich  wurzelwärts  einen  roten  oder  gelben  Fleck  tragen ,  während  alle  aussen  und  der  erste  Fleck 
auch  wurzelwärts  grau  gerandet  sind.  Eine  malayische  Art,  die  sehr  nahe  mit  P.  codrus  verwandt  ist.  Über  die 
früheren  Stände  ist.  nichts  bekannt.  Der  Falter  fliegt  im  Hügellande  und  wird  nur  vereinzelt  angetroffen. 

—  Malakkahalbinsel,  Sumatra,  Batu,  Java,  Banka,  Borneo  und  Palawan. 

P.  codrus.  Körper  weissgrau  behaart,  die  Oberseite  des  Kopfes  und  Thorax  grün.  Flügeloberseite 
seidenartig  schwarzgrün  beim  cf,  etwas  blasser  und  fast  ganz  ohne  Glanz  beim  ?;  Vflgl  mit  einem  vom 
Apex  zur  Mitte  des  Hrds  ziehenden  Fleckenbande,  das  oft  unvollständig  und  oben  grün  oder  gelb  und  un¬ 
beschuppt,  unten  grünweiss  und  beschuppt  ist;  Htlgl  lang  dreieckig,  mit  breitem  Schwanz,  die  Wurzel 
und  der  Abdominalrand  bis  etwa  zur  Zellspitze  grauweiss.  Die  Unterseite  schwärzlich  braun,  ausser  dem 
Bande  des  Vflgls  nur  mit  hellem  und  dunklem  Schatten,  der  Htlgl  jedoch  oft  mit  dreieckiger  Gostalmakel 
als  Fortsetzung  des  Vflglbandes;  deutliche  Submarginalflecke  fehlen  sowohl  oben  als  unten.  Rp  erwachsen 
gelblichgrün,  die  3  Thoracalringe  mit  je  einem  blassroten  Dorn  an  jeder  Seite,  ein  ähnliches  Paar  Dornen 
auf  dem  letzten  Ringe,  die  Stigmata  blau,  auf  dem  4.,  11.  und  12.  Segmente  eine  Anzahl  kleiner  blauer 
Dorsalflecke  (Kühn).  Nach  Wahnes  hat  die  Rp  in  Neu-Guinea  einen  grossen  braunen,  hinten  gelbgerandeten 
Dorsalfleck,  der  sich  vom  3.  bis  zum  5.  Ringe  erstreckt  und  einen  kleineren  braunen  Fleck  auf  dem  11.  Ringe. 

»Die  Futterpllanzen  sind  Bäume  mit  grossen,  fünf  lappigen  Blättern.«  Pp  blassgrün,  schwach  bläulich  oder 
gelblich,  Kopf  stumpf,  abgerundet  mit  nur  sehr  schwach  vorspringenden  Ecken ;  Thoracalhorn  scharf  zu¬ 
gespitzt,  mit  brauner  Spitze,  der  in  den  Flügelrand  auslaufende  Seitenkiel  gerade,  der  kleine  Seitenhöcker 
des  Mesothorax  spitz,  ohne  braunen  Fleck.  Der  Falter  hat  einen  sehr  schnellen  und  geraden  Flug;  er  hält 
sich  meist  hoch  in  der  Luft  zwischen  den  Baumkronen  auf,  doch  schiesst  er  oft  blitzschnell  herab,  um  an 
Blumen  oder  faulenden  Früchten  (mit  denen  er  geködert  werden  kann)  zu  saugen;  er  hält  sich  besonders 
häufig  am  Meeresstrande  auf,  wo  er  gerne  auf  feuchtem  Sande  trinkt.  Von  den  Philippinen  und  Celebes 
ostwärts  bis  zu  den  Salomons-Inseln  verbreitet  :  findet  sich  nicht  auf  den  grossen  und  kleinen  Sunda-Inseln 
und  in  Australien,  mag  aber  auf  Kap  York,  wo  viele  Neu-Guinea-Falter  fliegen,  noch  entdeckt  werden.  — 
melanthus  Fldr.  Das  Band  der  Vflgl  gelblichgrün,  sehr  breit,  an  der  Submediane  breiter  als  seine  Ent-  melanthus. 
fernung  vom  Saume;  Htlgl  mit  grossem  grauem  Costalfleck,  der  unterseits  bis  zur  Zelle  reicht.  Philippinen, 
augenscheinlich  auf  allen  Inseln.  —  taloranus  subsp.  nov.  Das  Band  der  Vflgl  blassgrün,  nicht  gelblich,  so  ta/oranus. 
breit  wie  bei  gilolensis ,  der  Gostalrand  so  stark  wie  bei  celebensis  gebogen.  Unterseite  des  Hflgls  von  der 
Gostalmitte  bis  über  die  Zellspitze  hinab  grau,  aber  ohne  grauweissen  Fleck.  Talaut.  —  celebensis  Wall,  celebensis. 
Das  Vflglband  gelbgrün,  etwas  schmäler  als  bei  gilolensis,  der  Gostalrand  stark  gebogen.  Nord-  und  Stid- 
Gelebes.  —  stiris  subsp.  nov.  Das  Vflglband  gelbgrün,  sehr  schmal,  der  vorletzte  Fleck  wenigstens  doppelt  stiris. 
so  lang  als  breit.  Flügelschnitt  wie  bei  celebensis.  Sula-Inseln:  Mangoli.  —  gilolensis  Wall.  Das  Vtlgl  band  gilolensis. 
gelbgrün,  aus  9  Flecken  bestehend;  Hflglunterseite  mit  grauweissem  Costalfleck.  Nördliche  Molukken: 
Halmahera,  Batjan.  codrus  Cr.  (42c).  Das  Vflglband  blassgrün,  der  letzte  Fleck  desselben  klein  oder  codrus. 
ganz  fehlend,  zuweilen  das  Band  sehr  schmal;  Hflglunterseite  gewöhnlich  mit  grauweissem  Costalfleck.  Süd¬ 
liche  Molukken:  Buru,  Amboina,  Saparoea,  Geram.  —  toealensis  Rothsch.  Das  Vflglband  blassgrün,  breiter  toealensis. 
als  bei  codrus,  der  letzte  Fleck  immer  vorhanden,  die  weissgraue  Beschuppung  des  Hflgls  weniger  ausgedehnt, 
die  Schwanzspitze  viel  breiter  weissgrau.  Die  Unterseite  sehr  dunkel,  der  Costalfleck  des  Hflgls  klein.  Kei- 
Inseln.  —  medon  Fldr.  (==  papuensis  Wall.)  (42  b).  Das  Vflglband  noch  breiter  als  bei  toealensis,  die  Sub-  tnedon. 
mediane  gewöhnlich  innerhalb  des  Bandes  weiss  beschuppt,  der  Htlgl  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  grau¬ 
weiss.  Die  Unterseite  blasser  als  bei  toealensis,  der  Costalfleck  der  Htlgl  meistens  sehr  gross  und  gewöhnlich 
zu  einem  Bande  verlängert.  Neu-Guinea  und  Nebeninseln:  Waigeu,  Jobi,  Mafor,  Biak,  d’Entrecasteaux-Inseln, 
Woodlark,  Rossel;  auch  auf  Aru.  —  auratus  Rothsch.  Das  Vflglband  gell),  die  vorderen  Flecke  etwas  auratus. 
grösser  und  die  hinteren  2  kleiner  als  bei  medon,  das  grauweisse  Feld  des  Hflgls  reduziert,  nicht  bis  zur 
Zellspitze  reichend.  Das  grauweisse  Costalfeld  der  Hflglunterseite  schmal.  St.  Gabriel,  Admiralitäts-Inseln 
(Webster).  Infolge  der  feindlichen  Haltung  der  Eingeborenen  ist  es  bis  jetzt  noch  keinem  Sammler  ge¬ 
lungen,  eine  gute  Ausbeute  auf  den  Admiralitäts-Inseln  zu  machen.  Kapitän  H.  C.  Webster,  der  den  Versuch 
machte,  dort  zu  sammeln,  konnte  auf  der  Hauptinsel  überhaupt  nicht  landen  und  musste  nach  2  Tagen  die 
Flucht  ergreifen.  —  segonax  Godm.  u.  Sah.  (42  c).  Das  Vflglband  breit  unterbrochen,  da  der  6.  bis  8.  Fleck  segonax. 
fehlen,  zuweilen  sind  der  6.  und  8.  durch  je  einen  Punkt  angedeutet.  Hflglunterseite  ohne  weissgrauen 
Costalfleck.  Bismarck-Inseln:  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg  und  Neu-Mecklenburg.  —  pisidice  Godm.  u.  Sah.  pisidice. 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


(=  solon  Godm.  u.  Salv.).  Das  Vflglband  vollständig,  blassgrün,  zuweilen  gelb  (verfärbt),  schmäler  als  bei 
medon,  die  Flecke  weiter  voneinander  entfernt,  der  vorletzte  gewöhnlich  schmal  und  häufig  unterbrochen; 
der  Htlgl  weniger  ausgedehnt  gramveiss  als  bei  medon.  Die  Unterseite  dunkler,  der  Vflgl  wie  bei  den  Rassen 
von  den  Philippinen,  Talaut,  Celebes  und  den  Sulla-Inseln  mit  grossem  grauem  Fleck  an  der  Zellspitze  und 
grauem  Bande  in  der  Zellmitte,  Htlgl  wurzelwärts  grau,  mit  schmalem  grauem  Discalbande,  alle  diese  grauen 
Zeichnungen  schwach  ausgebildet.  Salomons-Inseln ,  mir  bekannt  von:  Bougainville,  Shortland,  Choiseul, 
christobalus.  Maleita,  Florida,  Guadalcanar.  —  christobalus  subsp.  nov.  ?:  Blasser  als  pisidice,  besonders  auf  der  Unter¬ 
seite;  das  Band  breiter;  die  weissen  Saumflecke  beider  Flügel  viel  ausgedehnter.  Unterseits  die  grauen 
Zellmakeln  des  Vflgls  und  die  graue  Discalbinde  des  Hflgls  stärker  entwickelt  ,  die  Binde  des  Vflgls  vom 
7.  Flecke  ab  doppelt  so  breit  als  bei  pisidice.  San  Christoval,  Mai  1908  (A.  S.  Meek),  1  ?  im  Tring  Museum. 
tenebrionis.  —  tenebrionis  Rothsch.  (43a).  Das  Vflglband  reicht  nur  bis  zur  1.  Mediane,  da  die  hintern  3  Flecke  fehlen; 

der  Htlgl  ist  viel  weniger  ausgedehnt  gramveiss  als  bei  pisidice.  Bei  einigen  Exemplaren  trägt  der  Vflgl  an 
der  Innenseite  der  1.  Makel  einen  sehr  kleinen  grünen  Fleck.  Neu-Georgien,  Rendova,  Vella  Lavella;  wahr¬ 
scheinlich  auf  allen  Inseln  dieser  westlichen  Gruppe  der  Salomonen. 

Eurypylus-Gruppe. 

Die  1.  Subcostale  des  Vflgls  läuft  in  die  Costale,  die  2.  Subcostale  ist  frei  oder  gellt  gleichfalls  in  die  Costale. 
Körper  oben  dunkel  mit  hellerem  Streif  an  jeder  Seite.  Die  Flügel  grösstenteils  schwarz,  oberseits  mit  grünen  (oder 
gelblichen)  Zeichnungen,  die  schuppenlos  sind.  Hflglnnterseite  mit  roten  oder  gelben  Discalflecken  von  der  Zellspitze 
zum  Analwinkel  oder  wenigstens  Spuren  solcher  Flecke ,  und  gewöhnlich  einem  oder  zwei  roten  oder  gelben  Sub¬ 
basalflecken,  welche  nie  fehlen,  auch  wenn  die  roten  Discalflecke  unterdrückt  sind.  Der  Schwanz,  wenn  vorhanden,  kurz 
und  stumpf.  —  Die  Falter  sind  zum  Teil  ausserordentlich  häufig.  Frisch  geschlüpfte  und  zu  früh  getötete  Exemplare 
haben  statt  der  grünen  Zeichnungen  weissliche  oder  gelbliche;  tropenfaule  und  abgeflogene  Stücke  sind  gleichfalls 
gelblich.  Es  handelt  sich  also  hierbei  nicht  um  aberrante  Exemplare,  doch  trifft  man  auch  frische  geflogene  Stücke 
mit  gelblichen  Zeichnungen.  Die  normal  roten  Flecke  der  Hflglnnterseite  sind  bei  einzelnen  Individuen  durch  gelbe 
ersetzt,  was  bei  allen  Arten  Vorkommen  kann. 

P.  cloanthus.  Körper  schwarz,  Kopf  und  Thorax  oben  graugrünlich  behaart,  unten  grau,  Hlb  unten 
gelblichweiss  mit  zwei  schwarzen  Linien,  oben  mit  gelblichweisser  Seitenlinie.  Flügel  oben  schwarz,  Vflgl 
mit  zwei  grossen  Zellmakeln  und  einem  breiten  Discalbande,  das  auf  dem  Htlgl  in  Form  eines  grossen  Drei¬ 
ecks  fortgesetzt  ist,  Htlgl  ausserdem  mit  4  Submarginalmakeln,  alle  diese  Zeichnungen  grün,  durchsichtig, 
die  Binde  und  Makeln  des  Vflgls  ebenso  wie  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  oberseits  unbeschuppt.  Die 
dunklen  Teile  unterseits  etwas  blasser  als  oben ;  der  Htlgl  mit  roter  Linie  an  der  Wurzel  und  roten  Strich¬ 
fleckchen  vom  Zellende  zum  Analwinkel,  nur  der  letzte  Fleck  etwas  grösser.  Das  ?  dem  cd  ähnlich.  Rp 
grün,  unten  bläulich,  auf  dem  4.  Ringe  ein  seitlich  vorspringendes  gelbes  Querband,  zu  jeder  Seite  des 
Rückens  eine  gelbliche  Längslinie.  Auf  Machilus  odoratissima.  Pp  lebhaft  grün ,  mit  gelben  Kielen.  Der 
Falter  kommt  den  ganzen  Sommer  hindurch  vor;  die  Frühjahrsstücke  Nordindiens  und  Chinas  unterscheiden 
sich  von  den  Sommerstücken  durch  die  vergrösserten  grünen  Zeichnungen.  Der  Schmetterling  hat  einen 
sehr  schnellen  Flug  und  hält  sich  besonders  gerne  hoch  zwischen  den  Baumkronen  auf,  die  er  tänzelnd 
umfliegt.  Das  cd  saugt  auf  nassem  Sande,  wobei  es  die  Flügel  geschlossen  hält.  Von  Kaschmir  bis  zu 
den  Shan-Staaten,  China,  Formosa,  Sumatra;  noch  nicht  von  Tonkin,  Siam  und  der  Malakka-Halbinsel  bekannt.  — 
clymenus.  clymenus  Leech  (Bd.  I.  8  c)  von  Zentral-  und  West-China  findet  sich  gewiss  auch  in  den  Bergen  Süd-Chinas. 

Die  Frühjahrsform  ähnelt  der  nordindischen  Sommerform,  während  die  Sommerform  von  clymenus  aus¬ 
gedehnter  schwarz  ist.  Im  Tring  Museum  befindet  sich  ein  einzelnes  Exemplar  aus  Formosa,  das  sich  von 
der  Frühjahrsform  von  clymenus  durch  etwas  breitere  Flügel  und  breitere  Submarginallinie  auf  der  Vflgl- 
cloanthus.  Unterseite  unterscheidet.  cloanthus  Westic.  Die  Medianader  des  Vflgls  ist  in  den  grünen  Flügelteilen  nie 
ganz  schwarz ,  ebenso  sind  die  beiden  Medianäste  höchstens  aussen  im  grauen  Felde  schwarz.  Bei  der 
kleineren  Frühjahrsform,  f.  vern.  cloanthus  Westic.,  sind  die  grünen  Felder  gross.  Bei  der  etwas  grösseren 
cloanthalus.  Sommerform,  die  den  unglücklich  gewählten  Namen  f.  aest.  cloanthulus  Frühst,  bekommen  hat,  sind  die  Flügel 
sumatrana  ausgedehnter  schwarz.  Von  Kaschmir  bis  zu  den  Shan-Staaten  verbreitet.  —  sumatrana  Hag.  (45  b).  Eine 
auffällig  verschiedene  Form.  Gelbgrün,  die  dunklen  Teile  der  Unterseite  purpurbraun,  rötlichgrau  bestäubt, 
ln  den  Bergen  Sumatras,  das  ?  selten. 

P.  sarpedon.  Körper  oben  bräunlich  schwarz  mit  braungrauer  Behaarung,  unten  grösstenteils  weiss¬ 
grau.  Flügel  oben  bräunlich  schwarz,  mit  grünem  oder  grünblauem  Discalbande,  das  sich  gegen  die  Flügel- 
spitze  hin  stark  verschmälert  und  in  Flecke  auflöst  und  hinten  auf  dem  Htlgl  spitz  ausläuft;  der  costale  Teil 
des  Bandes  auf  dem  Hflgl  weissbeschuppt,  wie  auch  teilweise  die  das  Band  durchschneidenden  Adern;  die 
Vflglzelle  fast  stets  ohne  Zeichnungen,  aber  es  ist  zuweilen  eine  submarginale  Fleckenreihe  vorhanden;  Hflgl 
dreieckig,  mit  grünen  oder  blauen  Submarginalmonden.  Unterseite  blasser  als  die  Oberseite,  das  Discalband 
durchsichtig  weisslieh  beschuppt,  daher  etwas  perlmutterglänzend;  Vflgl  wenigstens  mit  schwachen  Andeutungen 
von  Submarginalflecken  vor  dem  Hinterwinkel;  Hflgl  nahe  der  Wurzel  mit  rotem  Querstrich,  der  vom 
Gostalrande  bis  zur  Zelle  reicht  und  vom  Discalbande  getrennt  ist;  5  rote  Discalflecke ,  von  denen  der 
vorderste  die  Zellspitze  umgrenzt.  ?  dem  cf  ähnlich,  blasser  und  etwas  breitflügliger.  Das  gelbliche  Ei 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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wird  einzeln  an  die  Blätter  und  Schösslinge  der  Futterpflanzen  abgesetzt.  Die  junge  Rp  ist  schwarz  oder 
dunkelgrün,  mit  zahlreichen  Stacheln,  von  denen  die  auf  dem  Metathorax  stehenden  lang  und  beborstet 
sind;  erwachsen  grün,  unten  heller,  mit  je  einem  Paar  kurzer  Dornen  auf  den  3  Thoracalringen  und  auf 
dem  letzten  Segmente;  auf  dem  Metathorax  ein  gelbes  Querband  und  vom  Metathorax  bis  zum  Analring 
ein  gelblicher  Streif  oberhalb  der  Fiisse;  auf  Machilus  odoratissima,  Geijera  salicifolia,  Litsaea,  Alseodaphne  etc. 
und  besonders  Camphora  officinalis,  wo  dieser  Baum  eingeführt  ist.  Pp  grün,  das  Thoracalhorn  schlanker, 
spitzer  und  grader  als  bei  den  verwandten  Arten,  die  vom  Horn  abwärts  laufenden  Seitenleisten  grade, 
zwischen  diesem  Kiel  und  der  Frontalleiste  ein  sehr  schwacher,  etwas  gebogener  vertikaler  Kiel.  Der 
Falter  überall  in  baumreichen  Gegenden,  in  Gärten  sowohl  wie  Wäldern  sehr  häufig;  er  umschwärmt 
in  sehr  raschem  Fluge  die  Baumkronen,  und  die  cf1  cf  finden  sich  zahlreich  auf  nassen  Wegstellen  und  auf 
dem  Ufersande.  Im  Gebirge  geht  er  bis  zu  etwa  7000  Fuss  hinauf,  ist  aber  im  niedrigem  Hügellande  am 
häufigsten.  Von  China  und  Süd-Japan  bis  zu  den  Salomons-Inseln  in  zahlreichen  geographischen  Formen. 

Im  Osten  des  Verbreitungsgebiets  viel  weniger  häufig  als  im  Westen.  In  den  nördlichen  Gegenden  deutlich 
horodimorph;  das  Band  breiter  in  den  Frühjahrs-  als  in  den  Sommerstücken.  —  Bei  nipponus  Frühst,  nipponus. 

(=  morius  Frühst.)  (Bd.  1,  8’c,  als  sarpedon  bezeichnet),  von  Japan  und  den  Liu-Kiu-Inseln,  sind  fast  alle 
das  Band  durchziehenden  Adern  oben  und  unten  schwarz;  die  Vflglunterseite  hinten  mit  deutlicher  grauer 
Submarginallinie,  die  nicht  selten  auch  oben  erscheint.  Bei  den  Frühjahrsstücken:  f.  vern.  sarpedonides  Frühst,  sarpedonid.es. 
ist  das  Vflglband  hinten  etwa  so  breit  als  der  schwarze  Saum,  während  es  bei  den  Sommerstücken,  /’.  aest. 
nipponus  Frühst.,  schmäler  ist.  —  connectens  Frühst,  fliegt  auf  Formosa;  die  beiden  letzten  Flecke  des  Vflgl-  connectens. 
bandes  sind  deutlich  schmäler  als  der  vorhergehende  Fleck  (was  übrigens  auch  zuweilen  bei  Stücken  von 
Okinawa  der  Fall  ist)  und  das  Hflglband  ist  stark  verschmälert.  —  semifasciatus  Honr.  aus  Südost-,  Zentral-  semi- 
und  West-China  hat  drei  Formen:  eine  breitbandige  Frühjahrsform,  eine  schmalbandige  Sommerform  und  fasciatus. 
eine  zweite  Sommerform  mit  mehr  oder  weniger  obsoletem  Hflglbande.  Die  beiden  Sommerformen  fliegen 
zu  gleicher  Zeit  und  sind  durch  Übergänge  verbunden.  -  sarpedon  L.  (=  demophon  Meerh.  nec  Finne ,  sarpedon. 
demophoon  Shaw,  luctatius  Frühst.,  pagus  Frühst.,  colus  Frühst.)  (44  d)  von  Hainan,  Tonkin  und  Nord-Indien  bis 
nach  den  Philippinen  und  Lombok  verbreitet.  Bei  den  breitbandigen  Exemplaren  sind  die  Median-  und 
Submedianadern  innerhalb  des  Bandes  des  Vllgls  mehr  oder  weniger  weiss.  Bei  den  Sommerstücken  der 
nördlichen  Distrikte,  /’.  aest.  melas  Frühst.  (=  demophoon  Shaw),  ist  das  Band  schmäler  und  sind  die  Adern  me/as. 
schwarz.  —  Von  den  Andamenen  und  Nikobaren  ist  sarpedon  nicht  bekannt.  —  teredon  Fldr.  (45a)  zeichnet  teredon. 
sich  hauptsächlich  dadurch  aus,  dass  das  Vflglband  vorne  gelblichgrün  und  hinten  bläulichgrün  und  der 
Hflgl  an  der  3.  Radiale  viel  stärker  als  bei  den  vorhergehenden  Formen  gezähnt  ist.  Süd-Indien  und  Ceylon. 

Exemplare,  bei  denen  der  1.  Fleck  des  Vflglbandes  fehlt,  sind  ab.  thermodusa  Swinli.  —  rufofervidus  Frühst,  thermodusa. 
von  Nias  hat  grössere  rote  Flecke  auf  der  Hflglunterseite  als  sarpedon.  —  rufocellularis  Frühst,  von  Bawean  rufofervidus. 
hat  eine  sehr  schmale  Medianbinde,  deren  Flecke  alle  voneinander  getrennt  sind;  der  rote  Fleck  an  der  lllfoce//utans. 
Zellspitze  der  Hflglunterseite  ungewöhnlich  gross,  dagegen  die  hinteren  roten  Flecke  klein.  Bawean;  mir 
nicht  in  Natur  bekannt.  —  adonarensis  liothsch.  Das  Vflglband  hinten  breiter  als  der  schwarze  Saum,  die  adonarensis. 
vorderen  Flecke  grösser  als  bei  den  vorhergehenden  Rassen,  besonders  der  ‘2.  und  3.  Fleck,  der  Hflgl 
reichlich  so  stark  ausgezogen  wie  bei  teredon.  Sumbawa,  Flores,  Adonara.  —  jugans  Roth  sch.  Klein;  das  jugans. 
Vflglband  wie  bei  adonarensis,  aber  hinten  nicht  ganz  so  breit;  Hflgl  wie  bei  sarpedon,  der  erste  (weisse) 
Submarginalfleck  gut  entwickelt.  Sumba.  —  timorensis  Rothsch.  Dem  adonarensis  ganz  ähnlich ,  der  timorensis. 

3.  Fleck  des  Vflglbandes  näher  an  der  Zelle,  der  Hflgl  noch  etwas  schmäler.  Timor,  Wetter.  Diese  Formen 
von  den  kleinen  Sunda-Inseln  unterscheiden  sich  voneinander  und  von  sarp.  sarpedon  ausserdem  in  den 
Genitalien.  —  Von  Timorlaut  und  den  Inseln  zwischen  Timor  und  Timorlaut  ist  P.  sarpedon  noch  nicht  be¬ 
kannt.  —  choredon  Fldr.  (=  parsedon  Westw.)  (45  a).  Ähnlich  breitbandigen  Stücken  von  sarp.  sarpedon,  choredon. 
der  Vflgl  breiter,  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  grösser.  Neu-Süd-Wales  und  Queensland.  —  messogis  Frühst,  messogis. 

(—  temnus  Frühst.,  corycus  Frühst.).  Nicht  scharf  von  choredon  geschieden;  das  Vflglband  meist  etwas 
schmäler  und  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  kleiner.  Von  sarp.  sarpedon ,  von  den  Genitalien  abgesehen, 
durch  die  mehr  gleichmässig  blaugrüne  Binde  und  die  unterseits  deutlicheren  Submarginalflecke  des  Hflgls 
unterscheidbar.  Key,  Aru,  Neu-Guinea  und  Nebeninseln  (Waigeu,  d’Entrecasteaux-Ins.,  Woodlark,  Luisiaden  etc.) ; 
sehr  häufig.  —  imparilis  Rothsch.  Oberseite  tiefer  schwarz  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  die  Unter-  imparilis. 
seite  gleichfalls  dunkler,  besonders  der  Discus  des  Hflgls,  die  roten  Flecke  grösser  als  bei  choredon  und 
messogis.  Bismarck-Inseln:  Neu-Pommern ,  Neu-Lauenburg,  Neu-Mecklenburg ,  Neu-Hannover,  Nusa.  Viele 
Exemplare  haben  einen  2.  Fleck  vor  der  Subcostalgabel ,  andere  tragen  einen  Fleck  in  der  Zelle;  merk¬ 
würdigerweise  finden  sich  die  Flecke  bei  keinem  der  6  mir  vorliegenden  ??.  —  impar  Rothsch.  steht  der  irnpar. 
folgenden  Subspecies  näher  als  den  vorhergehenden.  Der  1.  Fleck  der  Vflglbinde  ist  kurz,  quer,  nicht 
länglich ,  vor  der  Subcostalgabel  steht  bei  beiden  Geschlechtern  stets  ein  2.  Fleck ,  der  häufig  so  gross  wie 
der  2.  Fleck  des  Bandes  ist;  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  auf  beiden  Seiten  grösser  als  bei  imparilis, 
auch  sind  die  roten  Flecke,  besonders  die  Subbasallinie  und  der  Fleck  an  der  Zellspitze,  gross.  Neu-Georgien 
und  Nachbarinseln:  Kulambangra,  Guizo,  Vella  Lavella,  Rendova.  —  isander  Godm.  u.  Salv.  (44 d)  gleicht  isander. 
impar,  trägt  aber  auf  dem  Vflgl  oben  und  unten  eine  Reihe  Submarginalflecke;  der  letzte  dieser  Flecke  ist 
oben  nur  angedeutet  und  häufig  sind  auch  die  beiden  vorhergehenden  nicht  entwickelt.  Bougainville, 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


shortlandica.  Shortland-Inseln,  Choiseul,  Isabel,  Guadalcanar,  Florida.  Ribbe  beschrieb  als  P.  impar  Rothsch.  var.  shortlandica, 
ein  auf  Fauro  (Shortland-Inseln)  erbeutetes  Exemplar,  das  weisse  statt  grüne  Binden  und  Flecke  hat.  Es 
handelt  sich  vermutlich  um  ein  zu  früh  getötetes  (unausgefärbtes)  Stück  von  isander.  Die  von  Ribbe  in 
Iris  X,  c.  7,  Fig.  6  abgebildete  Pp  ist  der  Grösse  und  Form  nach  zu  schliessen  nicht  die  von  isander, 
anthedon.  sondern  von  P.  codrus  pisidice.  —  anthedon  Fldr.  (=  moluccensis  Wall.)  (45  a).  Das  Mittelband  beider 
Flügel  und  die  Submarginaltlecke  des  Hflgls  stärker  bläulich  als  bei  allen  vorhergehenden  Rassen;  die  Sub¬ 
marginalflecke  gross  und  stark  gekrümmt;  die  roten  Flecke  der  Unterseite  blasser  rot  als  gewöhnlich, 
aureifer.  zuweilen  gelb:  ab.  aureifer  Frühst.  (—  aurifer  Frühst.).  Süd- Molukken :  Amboina,  Saparoea,  Ceram.  — 
halesus.  halesus  Frühst.  Wie  anthedon,  aber  die  Submarginaltlecke  des  Hflgls  etwas  weniger  stark  winkelförmig. 
crudus.  Buru.  —  crudus  Rothsch.  Das  Band  breiter  als  bei  anthedon  und  halesus,  der  Hflgl  kürzer,  die  hintern 
Submarginaltlecke  noch  etwas  weniger  als  bei  halesus  gebogen;  die  Hflglunterseite  mit  grossen  roten  Flecken, 
ein  solcher  Pieck  zwischen  Zelle  und  Subcostale  wie  bei  dodingensis,  milon ,  monticolus  und  sulaensis,  die  rote 
dodingensis.  Subbasallinie  breiter  als  der  sie  vom  Mittelbande  trennende  schwarze  Strich.  Obi.  —  dodingensis  Rothsch. 

Das  Band  schmäler  als  bei  anthedon,  der  1.  Submarginalfleck  des  Hflgls  fast  ganz  grade,  der  nächste  gleich¬ 
falls  weniger  als  bei  anthedon  gekrümmt ;  die  Hflglunterseite  mit  tiefer  roten  Flecken ,  ein  solcher  Fleck 
monticolus.  zwischen  Zelle  und  Subcostale.  Nord-Molukken:  Halmahera,  Batjan.  —  monticolus  Frühst.  (45a).  Eine 
kleine  und  Gebirgsform  von  Süd-Celebes  (Verkümmerungsform?),  die  durch  die  grüne  Farbe  des  Bandes  und 
die  kleinen  grünen  Submarginaltlecke  des  Hflgls  an  die  Formen  von  den  grossen  und  kleinen  Sunda-Inseln 
erinnert,  aber  in  der  Zeichnung  der  Hflglunterseite  und  in  den  Genitalien  besser  mit  dodingensis  und  milon 
übereinstimmt.  Der  3.  Fleck  des  Vflglbandes  grösser  als  der  4.,  was  auch  bei  den  Rassen  von  den  kleinen 
Sunda-Inseln  der  Fall  ist;  die  Hflglunterseite  bei  cf  und  ?  mit  roten  Flecken  zwischen  Zelle  und  Subcostale. 
milon.  —  milon  Fldr.  (=  miletus  1 1  all.)  (45  b).  Eine  grosse  sehmalflüglige  Form  mit  schmalem  blauem  Bande  und 
stark  gebogenen  blauen  Submarginalflecken;  die  Makeln  der  Binde  sind  alle  voneinander  getrennt.  Hflgl¬ 
unterseite  mit  einem  wurzelwärts  konkaven  roten  Fleck  zwischen  Zelle  und  Subcostale,  der  zuweilen  zu 
milonides.  einem  Ring  vervollständigt  und  selten  nur  strichförmig  ist.  Bei  ab.  milonides  Honr.  ist  das  Hflglband  an 
citricinctus.  der  Subcostalader  breit  unterbrochen,  ab.  citricinctus  Frühst,  hat  gelbe  statt  rote  Flecke.  Ganz  Celebes; 
sulaensis.  Talaut.  —  sulaensis  Lathg  (=  coelius  Frühst.,  adjacentus  Frühst.).  Ähnlich  milon,  aber  das  Band  noch 
schmäler.  Sula-Inseln :  Mangoli. 

P.  mendana.  Körper  oben  schwarz,  mit  hellem  seitlichem  Längsstreif,  der  auf  dem  Thorax  grünlich¬ 
grau  und  auf  dem  Hlb  gelblichgrau  ist;  Seiten  der  Stirn  gelbgrau.  Flügel  oben  sammetschwarz;  Vflgl  mit 
einer  Discalreihe  grosser  blass  bläulich  grüner  Flecke,  von  denen  der  letzte  mit  einem  schmalen  grünen  Sub¬ 
basalbande  vereinigt  ist,  an  der  Wurzel  ein  grünes  Band,  einige  kleine  Flecke  in  der  Zelle  und  eine  Reihe 
kleiner  Submarginaltlecke  blassgrün;  Hflgl  mit  einem  beim  cf  grünen,  beim  ?  weissen  Bande  parallel  zum 
Abdominalrande,  an  der  Aussenseite  dieses  Bandes  zwischen  Costalrand  und  Zelle  zwrei  Makeln,  einige  sehr 
kleine  Submarginaltlecke  weiss  oder  grünlich,  oft  fehlend,  Schwanz  stumpf,  dreieckig.  Unterseite  schwarz  - 
braun,  Vflgltlecke  wie  oben,  fast  alle  kleiner,  beschuppt,  ein  Querband  in  der  Zelle  und  der  vordere  Teil 
des  Discus  mit  purpurweisser  Beschuppung,  Costalrand  an  der  Wurzel  rot;'  Hflgl  mit  einem  roten  Fleck 
vor  der  Zelle,  häufig  einem  zweiten  zwischen  Subcostale  und  Zelle,  und  einem  oder  zwei  vor  dem  Anal- 
acous.  winket.  Salomons-Inseln.  —  acous  Ribbe.  Die  Discalllecke  des  Vflgls  alle  gut  entvdckelt;  Hflglunterseite 
mit  grünem  Basalfleck  und  vor  dem  Analwinkel  zwei  rote  Flecke.  Bougainville ;  A.  S.  Meek  fand  den 
mendana.  Falter  im  Januar  und  Mai.  —  mendana  Godm.  u.  Salo.  (43  a).  Auf  der  Hflgloberseite  sind  die  grünen 
Makeln  des  cf  und  das  weisse  Feld  des  ?  stärker  als  bei  acous  entwickelt.  Der  grüne  Basalfleck  der  Hflgl¬ 
unterseite  fehlt  oder  ist  klein  und  vor  dem  Analwinkel  steht  nur  ein  roter  Fleck.  Guadalcanar;  von  Meek 
neyra.  im  Mai  gefangen.  —  neyra  Rothsch.  Die  Discalflecke  des  Vflgls  sind  mit  Ausnahme  der  vorderen  und  des 
letzten  stark  reduziert  und  die  hinteren  fehlen  auf  der  Unterseite.  Der  Vflgl  unten  ohne  grüne  Basalmakel 
und  mit  nur  einem  roten  Fleck  vor  dem  Analwinkel.  Neu-Georgien  und  Rendova. 

P.  doson.  Körper  oben  schwarz  mit  bläulich  grauer  Behaarung,  Hlb  mit  weisser  Seitenlinie,  Unter¬ 
seite  weiss.  Flügel  oben  weiss  mit  grünen  oder  graulich  weissen  Zeichnungen,  die  grösstenteils  nnbeschuppt 
sind,  auf  dem  Vflgl  5  Zellflecke,  von  denen  der  basale  strich-  und  der  4.  kommaförmig  ist,  ein  nach  hinten 
verbreitertes  discales  Fleckenband,  eine  Reihe  Submarginaltlecke  und  ein  einzelner  Fleck  in  der  Subcostal- 
gabel  zwischen  den  Submarginal-  und  Discalflecken ;  auf  dem  Hflgl  vor  der  Mitte  ein  lang-dreieckiges  Band, 
das  vorne  durch  ein  kurzes  schmales  schwarzes  Band  geteilt  ist,  und  eine  Reihe  Submarginalflecke;  der 
Fleck  gelber  Duftwolle  in  der  Falte  des  cf  reicht  bis  nahe  an  den  schwarzen  mit  dem  Abdominalrande 
parallelen  Streif.  Die  Zeichnungen  der  Unterseite  meist  etwas  grösser  als  oben,  silbern  beschuppt;  Hflgl 
stets  mit  meist  roten,  seltner  gelben  Schmuckzeichnungen,  nämlich  einem  Fleck  vor  der  Costale  im  kurzen 
schwarzen  Costalbande,  und  einer  Reihe  Flecke  von  der  Zellspitze  zum  Abdominalrande,  von  denen  der 
letzte  gewöhnlich  basalwärts  in  einen  langen  Streif  ausgezogen  ist,  das  kurze  schwarze  Costalband  nie  mit 
dem  schwarzen  Subbasalstreifen  vereinigt.  Das  ?  dem  cf  ähnlich,  weniger  tief  schwarz  und  die  Zeichnungen 
etwas  kleiner.  Rp  schwarz  oder  grün ,  die  Dornen  des  Mesonotums  fehlen  und  die  des  3.  Paares  sind  zu 
Höcker  reduziert.  Auf  Anonaceen,  z.  B.  Ginnamomum,  Polyalthia  etc.  Die  Pp  variiert  in  Farbe  je  nach 


Ausgegeben  21.  VII.  09. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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der  Umgebung;  Kopfecken  deutlich  vorspringend,  Thoracalhorn  nach  vorn  geneigt,  allmählich  zugespitzt, 
die  Spitze  selbst  abgerundet,  die  Kiele  des  Horns  scharf  und  grade.  Der  Falter  in  waldigen  Gegenden, 
besonders  in  der  Nähe  von  Flussläufen,  in  den  meisten  Distrikten  sehr  häufig;  die  cf  cf  in  Anzahl  an  feuchten 
Weg-  und  Uferstellen  in  Gemeinschaft  mit  andern  Faltern;  den  ganzen  Sommer  hindurch,  ln  Nord-Indien 
und  Indo-China  deutlich  horodimorph;  die  Frühjahrsstücke  kleiner,  mit  grossem  hellen  Zeichnungen  als  die 
Sommerstücke.  Von  Süd-Japan  und  Ceylon  siid-  und  ostwärts  bis  zu  den  kleinen  Sunda-Inseln  ver¬ 
breitet.  Der  Falter  wurde  zuerst  von  Esper  abgebildet  und  zwar  als  »jason  Linn.  sp.  38«.  Da  der  LiNXE’sche 
jason  nicht  diese  Art  ist,  also  ein  Determinationsfehler*)  vorliegt,  so  war  Felder  berechtigt,  der  Art  einen 
eignen  Namen  zu  geben:  doson  Fldr.  Der  Typus  dieses  Namens  ist  das  EsPER’sche  Bild.  —  doson  Fldr.  doson. 

(=  telephus  Fldr.)  (43  c).  Beide  Flügel  gestreckt,  der  Randzahn  an  der  3.  Radiale  desHflgls  länger  als  die  andern 
Randzähne,  das  Mittelband  beider  Flügel  schmal,  der  subbasal  Costalstreif  des  Hllgls  oberseits  undeutlich, 
nicht  mit  dem  Mittelhände  vereinigt,  letzteres  am  Hrde  der  Zelle  durch  einen  schwarzen  Aderstrich  unter¬ 
brochen.  Ceylon.  —  eleius  Frühst,  unterscheidet  sich  von  doson  dadurch,  dass  die  grünen  Flecke  in  der  Apical-  eleius. 
hälfte  des  Vflgls  etwas  mehr  gelblich  sind;  meist  ist  auch  das  Mittelband  etwas  breiter.  Süd-Indien.  —  In 
Süd- Japan  fliegt  mikado  Leech  (vergl.  Bd.  1,  8  c).  —  perillus  Frühst.  Grösser  als  die  folgende  Subspecies,  periilus. 
die  Submarginalflecke  der  Unterseite  kleiner,  der  »basale  rote  Saum  fehlt,  die  transzellularen  schwarzen 
Flecken  sind  deutlicher,  die  roten  jedoch  schmäler  und  blasser«.  Ishigaki-sima.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt. 

—  postianus  Frühst.  (—  jostianus  Frühst.).  Variiert  beträchtlich  in  Grösse  sowohl  wie  in  der  Breite  der  Binden;  postianus. 
bei  allen  Exemplaren  die  Medianäste  des  Vflgls  breit  schwarz  und  der  Hrd  der  Zelle  des  Hflgls  gleichfalls 
schwarz;  den  Sommerstücken  der  folgenden  Subspecies  ähnlich,  aber  die  Submarginalflecke  der  Unterseite 
grösser.  Formosa.  —  axion  Fldr.  (=  eurypylus,  Hbn.  nec  L.,  actor  Frühst.)  (43  c,  auch  als  doson  U).  Die  Früh-  axion. 
jahrsform,  f.  vern.  acheron  Moore  (=  nivepictus  Frühst.,  nivepicta  Frühst.,  nanus  Frühst.)  ist  klein,  die  Mittel-  acheron. 
binde  beider  Flügel  ist  breit  und  die  Submarginalllecke  der  Unterseite  sind  gross;  am  stärksten  ist  diese  aus  über¬ 
winterten  Ppn  schlüpfende  Form  in  den  Gebirgsgegenden  Nord-Indiens  ausgeprägt.  Die  Sommerform,  f.  prae-  praestabilis. 
stabifis  Frühst.  (43  c,  als  axion  U),  welche  durchaus  nicht  scharf  von  postianus  aus  Formosa  unterschieden  ist,  hat 
kleinere  Submarginalfleeke  auf  der  Unterseite  und  oberseits  ist  die  Submediane  des  Vflgls  und  die  Mediane  des 
Hflgls  innerhalb  der  Binde  weniger  schwarz.  Das  HüBNER’sche  Bild,  dem  Felder  den  Namen  axion  gab,  stellt 
eine  Zwischenstufe  zwischen  der  ausgesprochen  kleinen  Frühjahrsform  und  der  grossen  Sommerform  dar;  es 
stimmt  am  besten  mit  gewissen  Exemplaren  aus  Südost-China.  Die  Zierflecke  der  Hflglunterseite  sind  zu¬ 
weilen  gelb  statt  rot.  Südost-China,  Hainan,  Tonkin,  Annarn,  Cochinchina,  Siam,  Tenasserim,  Birma,  Assam, 

Sikkim,  Bengalen,  Nordwest-Indien.  —  evemonides  Ffonr.  (=  appulejus  Frühst.,  autronicus  Frühst.,  vulso  evemonides. 
Frühst.).  Die  Submarginalfleeke  der  Unterseite  so  klein  wie  bei  der  Sommerform  der  vorigen  Subspecies, 
die  letzten  beiden  Makeln  des  Medianbandes  der  Vflgloberseite  nicht  durch  einen  schwarzen  Aderstrich  ge¬ 
trennt,  die  untere  Medianader  nicht  oder  nur  schmal  schwarz.  Malakka-Halbinsel,  Sumatra,  Banka,  Java, 

Natuna ,  Borneo,  Balabac.  —  gyndes  Frühst,  von  Palawan  und  den  Philippinen  hat  wieder  grössere  Sub-  gyndes. 
marginalflecke  auf  der  Unterseite  und  ist  kaum  von  axion  zu  unterscheiden;  bei  den  Philippinen-Stücken 
jedoch,  die  auch  etwas  grösser  als  Palawan  Exemplare  sind,  scheinen  die  Genitalien  etwas  längere  Zähne  auf 
der  Innenseite  der  Haftklappen  zu  haben.  —  rubroplaga  Rothsch.  von  Nias  zeichnet  sich  durch  eine  sehr  rubroplaga. 
starke  Entwicklung  der  roten  Zierflecke  der  Hflglunterseite  aus.  —  sankapura  Frühst.  (=  sankapurus  sankapura. 
Frühst.).  Die  Medianbinde  des  Vflgls  ist  schmäler  als  bei  axion,  evemonides  und  gyndes  und  die  dasselbe 
durchziehenden  Adern  sind  breit  schwarz,  auch  das  Hflglband  ist  in  der  Zelle  schmäler  als  bei  den  genannten 
Formen  und  der  schwarze  Zellfleck  der  Unterseite  ist  sehr  gross.  Bawean.  —  eurypylides  Stgr.  (— euryphylides  eurypyiides. 
Frühst.,  ampyx  Frühst.)  (43b).  Alle  grünen  bezw.  weissen  Makeln  sehr  stark  reduziert,  alle  Makeln  des 
Discalbandes  des  Vflgls  durch  schwarze  Adern  voneinander  getrennt;  das  Hflglband  schmal,  gewöhnlich  in 
Flecke  aufgelöst,  besonders  unterseits.  Lombok,  Sumbawa. 

P«  evemon.  Obwohl  dem  P.  eurypylus  sehr  ähnlich,  ist  evemon  doch  eine  selbständige  Art.  Die 
Duftwolle  des  cf  bildet  stets  einen  schmalen  in  der  Falte  verborgenen  Streif,  die  Hlbsoberseite  ist  auch  bei 
grossen  efe f  nie  weiss  bestäubt,  der  letzte  Submarginalfleck  der  Vflgloberseite  fehlt  oder  ist  höchstens  schwach 
angedeutet  und  die  Harpe  der  männlichen  Genitalien  ist  immer  an  dem  längern  und  mehr  wurzelwärts  ge¬ 
stellten  Ventralfortsatz  zu  erkennen,  ausserdem  fehlt  den  malayischen  Exemplaren  slets  der  rote  Costalfleck 
der  Hflglunterseite.  Das  ?  dem  cf  ähnlich.  Über  die  frühem  Stände  ist  nichts  bekannt.  In  der  Lebens¬ 
weise  gleicht  der  Falter  den  verwandten  Arten,  mit  denen  er  zusammen  auf  feuchten  Wegstellen  und  auf 
dem  Ufersande  oder  nassen  Steinen  im  Flussbette  sitzt.  Wenn  ein  solcher  Schwarm  aufgescheucht  wird, 
fliegen  die  Falter  ähnlich  wie  Catopsilien  in  Reihen  einer  hinter  dem  andern  auf  den  Waldwegen  auf  und 
ab  (Martin).  Von  Assam  und  Tonkin  bis  Java  und  Borneo  verbreitet;  kommt  vielleicht  auch  auf  den  Phi¬ 
lippinen  vor.  —  albociliatis  Frühst.  (=  albociliatus  Frühst.).  Hflglunterseite  mit  rotem  Costalfleck  wie  bei  albociliatis. 


*)  In  der  Synonymie  sind  falsch  angewandte  frühere  Namen  von  neuen  aber  präoccupierten  Namen  zu  unterscheiden, 
z.  B.  Papilio  Eques  Achivus  jason,  Esper  (nec  Linne,  err.  determ.)  und  Papilio  striatus  Lathg  (nec  Zink.,  präocc.).  In  ersterm 
Falle  setze  ich  ein  Komma  zwischen  den  Namen  und  den  Autor,  der  den  Determinationsfehler  beging;  man  sollte  eigentlich 
schreiben  jason  L.,  Esper  (err.  determ.). 

IX 


13 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


P.  eurypylus.  Von  der  betreffenden  eurypylus-F orm  derselben  Gegenden  durch  den  fehlenden  letzten  Sub- 
marginalfleck  der  Vflgloberseite  und  den  schmalen  Duftstreif  zu  unterscheiden.  Frühjahrsstücke  haben  ein 
breiteres  Mittelband  und  unterseits  grössere  Submarginalflecke  als  Sommerstücke.  Mir  liegt  albotiliatis  von 
orthia.  Nordost-Assam,  den  Shan-Staaten  und  Tonkin  vor.  —  orthia  subsp.  nov.  Den  Sommerstücken  der  vorigen 
Form  ähnlich,  aber  viel  kleiner;  der  drittvorderste  Discalfleck  der  Vflgloberseite  fehlt  fast  stets,  der  rote 
Costalfleck  der  Hflglunterseite  ist  abwesend,  die  Submarginalflecke  beider  Flügel  sind  unten  viel  grösser  als 
evemon.  oben.  Malakka-Halbinsel^  Penang,  Sumatra,  Banka,  Borneo.  —  evemon  Bßä.  (44  b).  Mittelband  breiter  als 
bei  orthia ,  die  Flecke  in  der  Apicalhälfte  des  Vflgls  gelblich,  die  Submarginalflecke,  besonders  die  hintern 
igneolus.  Flecke  des  Vflgls,  oben  und  unten  kleiner  und  die  roten  Zierflecke  des  Hflgls  grösser.  Java.  —  igneolus 
Frühst.  Wie  orthia .  aber  die  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  grösser. 

P.  eurypylus.  Dem  doson  so  ausserordentlich  ähnlich,  dass  wir  die  beiden  Arten  in  unserer  Revision 
der  Papilios  der  Alten  Welt  mit  Ausschluss  von  Afrika  (1895)  zusammenwarfen.  Das  Studium  der  Genitalien 
belehrte  uns  jedoch  bald  darauf  eines  Bessern.  Diese  Organe  sind  zwar  bei  eurypylus,  doson  und  evemon 
fast  gleich  gebaut  ,  doch  weisen  sie  stets  deutliche  Unterschiede  in  den  Details  auf.  In  der  Zeichnung  ist 
eurypylus  fast  immer  daran  zu  erkennen,  dass  das  kurze,  braunschwarze  Costalband  der  Hflglunterseite, 
das  den  roten  Costalfleck  trägt,  sich  hinten  mit  dem  braunschwarzen  Subbasalbande  vereinigt,  während  es 
bei  doson  innerhalb  des  Silberbandes  aufhört.  Es  gibt  jedoch  auch  Stücke  von  eurypylus ,  z.  B.  unter  der  nord- 
indischen  Frühjahrsform,  bei  denen  die  Vereinigung  nicht  statt  hat.  In  solchem  Falle  ist  jedoch  der  Basalrand  des 
Silberbandes  an  der  Subcostalader  eingekerbt.  Der  Hlb  ist  bei  den  grossen  Formen  meist  grösstenteils  weiss 
auf  der  Oberseite.  Die  gelbe  Duftwolle  in  der  Falte  des  cf  bildet  wie  bei  doson  eine  breite  Makel,  die  an 
das  schwarze,  mit  dem  Abdominalrande  parallele  Band  tritt.  Die  Harpe  (auf  der  Innenseite  der  Haftklappen) 
ist  distal  schmäler  als  bei  doson  und  trägt  längere  Fortsätze;  wie  bei  jener  Art  nicht  nur  individuell,  sondern 
auch  deutlich  geographisch  variabel.  Die  Rp  auf  Anonaceen;  sie  gleicht  der  von  doson,  ist  zunächst  schwarz 
oder  braun,  in  den  mittleren  Stadien  braun,  gelblich,  rötlich  oder  grün,  und  erwachsen  dunkelgrün.  Pp 
gleichfalls  wie  bei  doson.  Der  Falter  hat  dieselbe  Lebensweise  wie  doson,  mit  dem  er  in  Indien,  Indochina, 
Malakka  und  einigen  der  Sunda-Inseln  zusammenfliegt.  Die  Verbreitung  der  beiden  nahe  verwandten  Arten, 
eurypylus  und  doson ,  ist  interessant.  Offenbar  ist  eurypylus  ein  papuanischer  Falter,  der  sich  westwärts  ver¬ 
breitet  hat,  aber  die  westlichen  Distrikte  des  Verbreitungsgebiets  von  doson  nicht  (oder  noch  nicht)  erreicht 
hat,  während  doson  ein  indochinesischer  Falter  ist,  der  ostwärts  bis  nach  Sumbawa  und  den  Philippinen 
macronius.  vorgedrungen  ist.  —  macronius  subsp.  nov.  Gross,  der  Hlb  grösstenteils  weiss,  das  Medianband  beider  Flügel 
breit,  das  des  Hflgls  weiss  bestäubt,  am  V-  und  Hrde  der  Zelle  nicht  oder  nur  schwach  eingekerbt,  die 
Submarginalflecke  oberseits  klein,  der  letzte  des  Vflgls  und  der  erste  des  Hflgls  gewöhnlich  nur  angedeutet, 
die  beiden  in  der  Subcostalgabel  der  Vflglunterseite  stehenden  Flecke  getrennt,  die  roten  Flecke  des  Hflgls 
ganz  oder  fast  ganz  ohne  weisse  Umrandung,  daher  tiefer  rot  als  bei  continentalen  Exemplaren.  Andamanen. 
cheronus.  —  cheronus  Frühst.  Die  indochinesische  Subspecies  ist  ziemlich  stark  horodimorph.  Die  Frühjahrsform, 
petina.  f.  vern.  petina  form.  nov.  (=  acheron,  Frühst,  nec  Moore),  ist  klein  und  hat  ein  breites  Mittelband,  auch 
sind  die  Submarginalflecke  der  Unterseite  sehr  stark  vergrössert.  Die  Sommerform,  f.  aest.  cheronus  Frühst., 
ist  grösser,  der  Hlb  ist  grösstenteils  weiss  bestäubt,  das  Mittelband  beider  Flügel  ist  schmäler  und  die 
Submarginalflecke  der  Unterseite  sind  weniger  vergrössert.  Bei  beiden  Formen  ist  das  Hflglband  am  V-  und 
Hrande  der  Zelle  eingekerbt,  die  beiden  auf  der  Vflglunterseite  in  der  Subcostalgabel  liegenden  Flecke  sind 
vereinigt,  in  der  Sommerform  jedoch  oft  durch  einen  dünnen  bräunlichen  Strich  getrennt  ,  und  der  letzte 
Submarginalfleck  der  Vflgloberseite  ist  immer  gut  ausgebildet.  Sikkim,  Assam,  Birma,  Tenasserim,  Siam, 
mecisteus.  Tonkin,  Hainan,  jedenfalls  überall  in  Indochina.  —  mecisteus  Fist.  Etwa  so  gross  wie  die  Frühjahrsstücke 
der  vorigen  Subspecies,  die  Flügel  weniger  breit,  die  Mittelbinde  schmäler,  die  Submarginalflecke  noch 
etwas  kleiner  als  bei  der  Sommerform  von  cheronus,  die  in  der  Subcostalgabel  der  Vflglunterseite  stehenden 
Flecke  getrennt,  selten  einander  berührend,  der  Hlb  oberseits  nicht  weiss  bestäubt.  Malakka -Halbinsel, 
gordion.  Sumatra,  Borneo,  Palawan,  Java.  —  gordion  Fldr.  (=  tagalicus  Frühst.)  (44a).  Hlb  oben  mehr  oder  weniger 
weisslich,  das  Hflglband  oberseits  weiss  beschuppt,  daher  in  und  unter  der  Zelle  weniger  grün  als  bei  mecisteus 
und  cheronus.  Etwas  grösser  als  mecisteus,  das  Mittelband  breiter.  Philippinen,  vielleicht  auf  allen  Inseln, 
insularis.  mir  jedoch  nur  von  Mindoro  und  Luzon  bekannt,  nach  Fruhstorfer  auf  Bazilan.  —  insularius  Pothsch. 

(=  lucius  Frühst.,  sallastius,  Frühst,  nec  Stgr.).  Viel  blasser  grün  als  die  vorhergehenden  Formen,  die  Vflgl- 
binde  schmäler,  die  letzten  beiden  Makeln  stets  zusammenhängend,  die  drittletzte  zellwärts  mehr  regelmässig 
gerundet  als  bei  mecisteus;  die  Zierflecke  der  Unterseite  häufig  gelb,  klein ,  die  Zellspitze  des  Hflgls  mit 
Silberfleck  oder  -ring,  ohne  Rot,  doch  oft  ein  kleiner  roter  Fleck  vor  der  Zellspitze.  Zuweilen  die  Hflgl- 
binde,  sowie  die  Submarginalflecke  der  Unterseite  stark  vergrössert  und  das  braune  kurze  Costalband  des 
sallastinus.  Hflgls  ganz  von  dem  braunen  Subbasalbande  getrennt  (wie  bei  doson).  Kalao  und  Djampea.  —  sallastinus 
Frühst.  (=  gabinus  Frühst.).  In  der  blassen  Färbung  der  vorigen  Subspecies  gleich ,  die  Mittelbinde  beider 
Flügel  noch  mehr  reduziert,  die  Flecke  derselben  gewöhnlich  alle  voneinander  getrennt,  zuweilen  die  beiden 
letzten  Makeln  vereinigt,  die  Submarginalflecke  der  Oberseite  grösser  als  bei  insularius.  Sumbawa,  Sumba, 
aloricus.  Flores.  —  aloricus  Frühst.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt.  Dem  Autor  nach  wesentlich  grösser  und  heller 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  .Jordan. 


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gi'ün  als  sallastinus  und  sallastius.  Alor.  sallastius  Stgr.  (48  b)  von  Wetter.  Die  mir  vorliegenden  Stücke  sallastius. 
zeichnen  sich  durch  eine  stark  reduzierte  Mittelbinde  aus,  deren  Flecke  auch  auf  dem  Hflgl  oben  und  unten 
von  einander  getrennt  sind.  Wie  bei  sallastinus  trägt  die  Hflglzelle  oberseits  an  der  Spitze  einen  oft  deut¬ 
lichen  weissen  Fleck.  —  crispus  Frühst,  von  Babber  ist  mir  unbekannt.  Der  Beschreibung  nach  ist  die  crispus. 
Medianbinde  schmäler  als  bei  sallastinus  und  breiter  als  bei  insularius,  was  unverständlich  ist,  da  insular  ms 
eine  breitere  Binde  als  sallastinus  besitzt.  —  lepidus  Frühst,  von  Tenimber  erinnert  schon  an  kleine  Stücke  lepidus. 
aus  Australien.  Die  drei  hintern  Makeln  des  Vflglbandes  hängen  zusammen ,  selten  steht  der  drittletzte 
Fleck  getrennt,  das  Hflglband  ist  weniger  als  bei  breitbandigen  Exemplaren  von  sallastinus  eingebuchtet. 

—  lycaon  Fldr.  (43c)  141b  weiss  bestäubt;  das  Medianband  beider  Flügel  sehr  breit,  am  Hrde  des  Vflgls  lycaon. 
viel  breiter  als  seine  Entfernung  von  der  Wurzel,  auf  dem  Hflgl  weiss  beschuppt,  zuweilen  fast  die  ganze 
Zelle  ausfiillend,  die  Submarginalflecke  oberseits  klein,  unten  aber  gewöhnlich  gross  (Trockenzeitform  ?  ?). 
Queensland,  Neu-Süd-Wales.  -  lycaonides  Rothsch.  (=  priscus  Frühst.).  Grösser  als  lycaon,  unterseits  dunkler  lycaonides. 
schwarzbraun,  die  Submarginalflecke  kleiner.  Exemplare  mit  gelben  statt  roten  Zierflecken  sind  ab.  aurifer  aurifer. 
Frühst.  Ganz  Neu-Guinea,  Fergusson,  Waigeu,  Jobi.  —  extensus  Ilothsch.  unterscheidet  sich  von  lycaonides  extensus. 
durch  die  grösseren  Zellflecke  des  Vflgls,  das  besonders  costalwärts  schmälere  und  daher  gradere  Hflglband 

und  die  grossem  roten  Flecke  der  Hflglunterseite.  Bismarck-Inseln:  Neu -Pommern,  Neu- Lauenburg,  Neu- 
Mecklenburg,  Neu-Hannover.  Weit  weniger  häufig  als  die  eurypylus- Formen  der  mehr  westlichen  Distrikte. 

—  melampus  Rothsch.  Ein  Bindeglied  zwischen  lycaonides  von  Neu-Guinea  und  eurypylus  von  den  Molukken,  melampus. 
Vflgl  etwas  schmäler,  der  2.  Zellfleck  fehlt,  gewöhnlich  ist  auch  der  1.  unterdrückt,  der  3.  ist  sehr  klein, 
unterseits  sind  die  Flecke  grünlich  und  gebräunt,  reduziert,  das  Mittelband  ist  schmäler  als  bei  lycaonides, 

die  Submarginalflecke  der  Ober-  und  Unterseite  kleiner  als  bei  lycaonides  und  eurypylus,  die  roten  Flecke 
so  gross  wie  bei  eurypylus,  die  an  ihrer  Innenseite  stehenden  schwarzen  Flecke  kontrastieren  stark  mit  dem 
braunen  Saume  und  sind  gross.  Key -Inseln,  selten.  Bei  einem  Exemplar  im  Tring  Museum  ist  der  rote 
Costalfleck  zu  einem  bis  an  die  Zelle  reichenden  kurzen  Bande  vergrössert:  ab.  rufinus  Rothsch.  —  rufinus. 
eurypylus  L.  (=  crocospilus  Röb. ,  vergilbte  Stücke)  (43  b).  Dem  melampus  sehr  ähnlich,  auf  der  Vflgl  -eurypylus. 
Unterseite  die  Zellflecke  und  hintern  Submarginalpunkte  und  auf  der  Hflglunterseite  die  Submarginalflecke 
grösser.  Süd -Molukken  :  Goram ,  Geram,  Amboina,  Buru.  —  lutorius  Frühst.  (=  georgius  Frühst.).  Die  lutorius. 
Submarginalflecke  der  Unterseite  bei  den  meisten  Stücken  grösser  als  bei  eurypylus.  Obi,  Batjan,  Ternate, 
Halmahera.  —  sangira  Oherth.  von  Sangir,  I  cf  in  coli.  Oberthür.  Klein,  die  Mittelbinde  sehr  schmal,  sangira. 
auf  beiden  Flügeln  vollständig  in  Flecke  aufgelöst,  diese  Flecke  noch  kleiner  als  bei  sallastius;  die  Zierflecke 
der  Hflglunterseite  gelb  statt  rot  (individueller  Charakter?).  —  pamphylus  Fldr.  (=  telephus  Wall.)  (44 a).  pamphylus. 
Gross,  Costalrd  des  Vflgls  stark  gebogen,  die  Zellflecke  wie  bei  sangira  schmal,  aber  scharf  ausgebildet,  das 
Medianband  beider  Flügel  schmal,  die  beiden  letzten  Makeln  desselben  auf  dem  Vflgl  fast  immer  zusammen¬ 
hängend,  das  Band  des  Hflgls  nicht  oder  sehr  schmal  unterbrochen,  die  Submarginalflecke  oben  und  unten 
klein.  Ganz  Celebes.  —  arctofasciatus  Lathy  (=  sulanus  Frühst.)  (44  a).  Nicht  konstant  von  pamphylus  arcto- 
' verschieden,  das  Mittelband  noch  etwas  schmäler.  Sulla-Inseln:  Mangoli.  fasciatus. 

P.  procles  Grose-Smith  (44b).  Ähnlich  doson,  das  Mittelband  sehr  breit,  die  Flecke  in  der  Apical-  procles. 
hälfte  des  Vflgls  gelblich,  die  Vflglzelle  ohne  oder  mit  einem  nur  ganz  kleinen  Punkt  im  obern  Winkel; 
der  Hflgl  unterseits  mit  gelben  Discalflecken  von  der  Zellspitze  zum  Abdominalrande,  ohne  gelben  oder 
roten  Costalfleck,  das  kurze  braunschwarze  Costalband  ist  völlig  isoliert  und  erreicht  gewöhnlich  die  Zelle 
nicht.  Keine  Duftwolle  in  der  Abdominalfalte  des  Hflgls.  Das  ?  dem  cf  ganz  ähnlich.  Die  früheren  Stände 
unbekannt.  —  Ein  Gebirgsfalter  Nord-Borneos:  Kina  Balu. 

P.  meyeri  Hopff.  (44a,  b).  Dem  eurypylus  pamphylus  ähnlich;  die  Genitalien  von  denen  der  ver-  meyeri. 
wandten  Arten  recht  verschieden.  Gross,  Hlb  beim  cf  grösstenteils  weiss,  Costalrand  des  Vflgls  stark  ge¬ 
bogen,  die  vier  linienförmigen  Zellflecke  scharf  ausgebildet,  mehr  quer  als  bei  eurypylus,  doson,  bathycles,  etc. 
gestellt,  der  1.  bis  an  den  hintern  Fleck  der  Discalbinde  fortgesetzt,  und  der  4.  stärker  als  bei  pamphylus 
gebogen;  die  schwarzbraune,  den  roten  Costalfleck  tragende  Binde  der  Hflglunterseite  ist  am  Vrde  der  Zelle 
entlang  nach  auswärts  fortgesetzt,  vereinigt  sich  mit  dem  dunklen  Apicalfleck  der  Zelle  und  trennt  den 
kürzern  äussern  costalen  Teil  des  Mittelbandes  vollständig  von  dem  innern  längern  Teile.  Frühere  Stände 
unbekannt.  Der  Falter  fliegt  in  Gesellschaft  von  eurypylus  pamphylus  und  andern  Segelfaltern ,  besonders 
in  der  Nähe  von  „Gewässern;  häufig.  —  Celebes. 

P.  bathycles.  Körper  oberseits  schwarz,  mit  aschgrauer  Behaarung  an  den  Seiten  von  Kopf  und 
Thorax,  unterseits  grauweiss,  Hlb  seitlich  mit  grauweissem  Streif.  Flügeloberseite  schwarz,  mit  blassgrünen 
Zeichnungen:  Auf  dem  Vflgl  5  Flecke  in  der  Zelle,  eine  nach  hinten  stark  verbreiterte  Discalbinde,  eine 
Reihe  Submarginalflecke,  und  ein 'einzelner  Fleck  in  der  Subcostalgabel  an  der  Innenseite  des  Submarginal¬ 
flecks;  auf  dem  Hflgl  2  grosse  weisse  Costalmakeln,  ein  länglicher  Fleck  zwischen  Subcosfale  und  Zelle, 
je  ein  langer  Fleck  in  der  Zelle  und  zwischen  den  beiden  Medianäsfen,  oft  ein  Strich  unter  der  Zelle,  ein 
oft  fehlender  Discalpunkt  vor  der  1.  Mediane,  und  eine  Reihe  Submarginalflecke.  Unterseits  die  Makeln 
silberweiss,  an  der  Wurzel  des  Hflgls  oft  gelblich,  die  Zellflecke  des  Vflgls  und  die  Submarginalflecke  des 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Hflgls  grösser  als  oben,  auf  dem  Hflgl  ist  der  bräunlich  schwarze  Vrd  der  Zelle  in  Form  eines  schmalen, 
gebogenen  Bandes  bis  zum  G  ostaIr  an  de  verlängert,  innerhalb  dieses  Bandes  vor  der  Costale  meist  ein  gelber 
Fleck,  ausserdem  auf  dem  Discus  von  der  Zellspitze  zum  Analwinkel  eine  Pieihe  gelber  Flecke.  In  der 
Duftfalte  des  c f  keine  gelbliche  Wolle.  Das  ?  dem  cd  ähnlich.  Die  früheren  Stände  nicht  bekannt.  In 
waldigen  Gegenden  der  Ebene  und  des  Hügellandes,  die  cd  cd  oft  in  Anzahl  an  Wegpfiitzen  und  auf  dem 
Ufersande.  In  den  nördlichen  Distrikten  des  Verbreitungsgebiets  sind  die  Sommer-Exemplare  grösser  und 
clanis.  haben  kleinere  Makeln  als  die  Frühjahrsstücke.  —  clanis  subsp.  nov.  Die  Zellflecke  des  Vflgls  und  die 
Submarginalflecke  beider  Flügel  oben  und  unten  reichlich  so  gross  wie  bei  der  nord-indischen  Frühjahrsform; 
die  Discalflecke  des  Vflgls  schmal  und  lang  und  die  sie  trennenden  schwarzen  Aderstreifen  so  breit  wie  bei 
der  nord-indischen  Sommerform,  die  Zellmakel  des  Hflgls  länger  und  schmäler  als  bei  letzterer.  An  der 
Abdominalseite  der  Hflglzelle  oben  kein  heller  Strich  und  unten  nur  ein  sehr  schmaler.  Fokien,  ein  cf  im  April 
chiron.  gefangen.  —  chiron  Wall.  Der  Hflgl  trägt  wenigstens  unten  immer  einen  weissen  Streif  hinter  der  Zelle. 
ligyra.  Bei  der  Frühjahrsform,  f.  vern.  ligyra  form.  nov. ,  sind  die  Discal-  und  unterseits  auch  die  Submarginalflecke 
gross,  die  Medianäste  des  Vflgls  schmal  schwarz,  der  Hflgl  mit  kleinem  Discalfleck  vor  der  1.  Mediane.  Die 
Sommerform,  f.  aest.  chiron  Wall.  (=  chironides  Ilonr.)  ist  grösser  und  die  hellen  Makeln  sind  kleiner.  Von 
bathycloidcs.  Nepal  bis  Tonkin,  Annam  und  den  Shan-Staaten  verbreitet.  —  bathycloides  Honr.  (44c).  Flügel  schmäler 
als  bei  den  vorhergehenden  Formen;  Hflgl  stets  ohne  Streif  an  der  Abdominalseite  der  Zelle,  oberseits  ohne 
Discalpunkt  vor  der  1.  Mediane  und  auf  der  Unterseite  ohne  gelben  Costalfleck.  Malakka-Halbinsel,  Penang, 
bathycles.  Sumatra,  Borneo,  Palawan.  —  bathycles  Zink.  (44  c).  Hflgl  ohne  Streif  an  der  Abdominalseite  der  Zelle, 
oberseits  mit  Discalpunkt  vor  der  1.  Mediane  und  unterseits  mit  gelbem  Costalfleck;  die  Adern  zwischen 
den  hinteren  Discalmakeln  des  Vflgls  und  den  Makeln  in  der  Basalhälfte  des  Hflgls  oben  und  unten 
schmäler  schwarz  als  bei  den  anderen  Formen.  Java. 

leechi.  P,  leechi  Rotlisch.  Von  P.  bathycles  hauptsächlich  durch  das  stark  entwickelte  wollige  Duftorgan  in 

der  Falte  des  Hflgls  unterschieden.  —  Chang-Yang,  Zentral- China,  kommt  gewiss  auch  weiter  südlich  vor; 
nur  1  cf  bekannt. 

P.  macfarlaneh  Ähnlich  P.  eurypylus  und  agamemnon.  Makeln  der  Oberseite  unbeschuppt,  abgesehen 
von  den  weissbeschuppten  Costalmakeln  des  Hflgls,  blass  graugrün,  im  Wurzelfelde  mehr  gelbgrün.  Vflgl 
mit  grauem  Basal-  und  Subbasalbande,  welch  letzteres  sich  hinten  fast  stets  mit  der  Discalbinde  vereinigt, 
ausserdem  in  der  Zelle  drei  Paar  Flecke  und  an  der  Spitze  der  Zelle  ein  einzelner  Fleck,  auf  der  Scheibe 
ein  aus  Flecken  bestehendes  Band,  das  sich  nach  hinten  zu  stark  verbreitert,  zwischen  dieser  Fleckenreihe 
und  der  Zellspitze  zwei  Einzelflecke,  ausserdem  eine  Submarginalreihe  kleiner  Flecke;  auf  dem  Hflgl  ein 
vorne  breites,  hinten  zugespitztes  Band  vor  der  Mitte,  das  Band  ist  vorne  gegabelt  und  trägt  zwischen 
Zelle  und  Subcostale  einen  spornartigen  Auswuchs,  der  oft  isoliert  ist  und  zuweilen  ganz  fehlt,  eine  gebogene 
Reihe  von  4  Discalflecken,  die  zuweilen  bis  auf  3  oder  2  verschwinden,  und  eine  Reihe  von  5  oder  6  Sub- 
marginalflecken,  der  Randzahn  an  der  unteren  Radiale  springt  nur  wenig  mehr  als  die  anderen  Randzähne 
vor.  Die  Makeln  der  Unterseite  wie  oben,  aber  mit  Ausnahme  der  Flecken  im  Wurzelteile  der  Vflglzelle 
beschuppt;  Hflgl  in  der  Gabelung  des  hellen  Bandes  mit  einem  vom  Costalrande  bis  an  die  Zelle  reichenden 
roten  Doppelfleck,  ein  weiterer  roter  Fleck  zwischen  Subcostale  und  Zelle  und  oft  auch  einer  vor  dem 
Analwinkel.  Das  ?  dem  cf  ganz  ähnlich,  aber  die  hellen  Zeichnungen  des  Hflgl  oft  reduziert.  Rp  grösser 
als  die  des  P.  agamemnon,  die  Thoraealdornen  kleiner,  zwischen  diesen  Dornen  ein  aus  dunklen  Körnchen 
bestehender  Längsstreif.  Pp  mit  abgestutztem  Kopf,  dessen  Ecken  deutlich  vorspringen;  das  Thoracalhorn 
seitlich  zusammengedruckt  (wie  bei  P.  agamemnon ),  braun,  diese  Farbe  als  unregelmässiges  Band  vom  oberen 
Rande  der  Flügelscheiden  bis  zum  Apicalrande  des  4.  Hlbsringes  fortgesetzt,  an  den  Seiten  des  Mesothorax 
ein  brauner  Fleck,  der  grösser  als  bei  P.  agamemnon  ist.  Dr.  Hagen  fand  die  Rp  in  Neu-Guinea  zahlreich 
auf  der  dort  eingeführten  Anona  muricata.  Der  Falter  ist  in  einigen  Teilen  des  Verbreitungsgebietes  recht 
häufig.  Auf  den  Molukken,  Neu-Guinea  nebst  den  kleinen  Nachbar-Inseln  und  auf  den  Bismarck-Inseln.  — 
cestius.  cestius  Fnthst.  (=  aegistus  Cr.  nec  aegisthus  L .)  (45  c  ?,  als  macfarlanei  ?).  Die  Zellflecke  des  Vflgls  gross,  häufig 
paarweise  miteinander  vereinigt,  besonders  oft  sind  die  beiden  äusseren  hinteren  Zelltlecke  verschmolzen;  der 
innere  costale  Teil  des  Bandes  des  Hflgls  schmal,  zuweilen  vom  Bande  getrennt,  die  in  und  hinter  der  Zelle 
liegenden  Teile  des  Bandes  besonders  beim  ?  schmal,  unterseits  reicht  das  Band  nicht  über  die  Zelle  hinaus,  was 
beim  ?  auch  oft  oben  der  Fall  ist;  die  Discal-  und  Submarginaltlecke  der  Hflgloberseite  klein,  zuweilen  sind  nur 
2  oder  3  Discalfleckchen  vorhanden,  auch  ist  der  zwischen  Zelle  und  Subcostale  liegende  Strich-  oder  Hakenfleck 
immer  wenigstens  durch  die  schmal  schwarzen  Adern  von  dem  Bande  getrennt.  Südliche  Molukken:  Amboina, 
Ceram,  Buru.  Ursprünglich  nach  einem  (wahrscheinlich  nach  dem  Tode)  gelblich  verfärbten  Exemplare  ohne 
macfarlanei.  Fundort  beschrieben.  —  macfarlanei  Btlr.  (45  c).  Die  Zellflecke  des  Vflgls  kleiner  als  bei  cestius,  das  Hflglband 
breiter  und  länger,  unten  über  die  Zelle  hinausreichend,  der  oberseits  hinter  der  Zelle  liegende  schmale  Teil  des 
Bandes  beim  ?  von  der  grossen  Zellmakel  höchstens  durch  einen  sehr  schmalen  schwarzen  Aderstrich 
getrennt.  Nördliche  Molukken,  Waigeu,  Salawatti,  Misol,  Aru,  Jobi,  Neu-Guinea  (im  Holländischen,  Deutschen 
seminigra.  und  Britischen  Teile).  —  seminigra  Btlr.  (=  aegistiades  Honr.).  Die  Hflgloberseite  fast  ganz  ohne  Zeichnung. 
Neu-Pommern. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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P.  agamemnon.  Körper  oben  braunschwarz,  jederseits  mit  grüngrauem  Längsstreif;  Unterseit.e 
grau.  Flügeloberseite  bräunlich  schwarz,  mit  grauen  oder  blaugrünen  Makeln,  von  denen  die  wurzelwürts 
liegenden  bandförmig  und  die  unter  der  Vflglzelle  stehenden  gross  und  elliptisch  oder  fast  kreisförmig  sind; 

Hflgl  mit  Schwanz,  der  beim  ?  länger  als  beim  cf  und  in  den  indomalayischen  Formen  länger  als  bei  den 
papuanischen  ist.  Unterseite  blasser  als  Oberseite,  die  grünen  Makeln  teilweise  mit  weissen  oder  bräunlichen 
Schuppen  überdeckt,  beide  Flügel  mit  violettgrauen  Wolken ;  Hflgl  zwischen  Costale  und  Zelle  mit  schwarzem 
Halbmond,  der  wurzelwärts  rot  gerandet  ist,  unter  diesem  Fleck  gewöhnlich  ein  deutlicher  zweiter  Bogen, 
vielfach  tritt  auch  ein  roter  Analfleck  und  in  einigen  Formen  eine  Reihe  roter  Discalflecke  auf;  die  roten 
Flecke  sind  selten  durch  gelbe  ersetzt.  Die  junge  Rp  fast  schwarz,  auf  der  Mitte  des  Rückens  mit  grossem 
hellem  Felde,  die  3  Thoracalringe  und  der  Analring  mit  je  einem  Paare  mit  Gabelhaaren  besetzter  Fortsätze, 
die  übrigen  Segmente  gleichfalls  mit  einigen  in  Längsreihen  geordneten  Gabelhaaren ;  diese  Haare  ver¬ 
schwinden  später;  die  erwachsene  Rp  entweder  ockergelb  mit  grünlichem  Ton  oder  dunkelgrün,  im  Zimmer 
gezogene  Rpn  zuweilen  hellgelb  (Lichtmangel?  Piepers);  die  Thoraxringe  mit  je  einem  Paare  schwarzer 
Dornen,  die  Dornen  des  3.  Paares  in  einem  orangegelben  Fleckchen  (im  Gegensatz  zu  sarpedon  findet  sich 
kein  gelber  Querstreif  auf  dem  Metathorax);  die  Analdornen  hell  mit  dunkler  Spitze.  Die  Rp  liegt  bei  Tage 

regungslos  an  der  Mittelrippe  eines  Blattes.  Sie  lebt  besonders  auf  Anona,  frisst  aber  auch  auf  anderen 

Bäumen  der  Ordnung  Anonaceae,  z.  B.  Saccopetalum,  Gualteria,  Polyalthia,  Michelia,  und  zieht  junge  Bäume 
oder  Gebüsch  vor.  Das  Thoracalhorn  der  Pp  ist  seitlich  zusammengedrückt,  in  Seitenansicht  stumpf,  nach 
vorn  geneigt  und  etwa  doppelt  so  lang  als  breit,  die  Spitze  und  der  Seitenkiel  braun,  letzterer  wellig;  hinter 

dem  Stigma  des  Prothorax  ein  kurzer  brauner  Kiel.  Der  Falter  ist  sehr  häufig  in  der  Nähe  der  An¬ 

siedlungen,  findet  sich  jedoch  auch  zahlreich  im  Walde,  im  Flach-  und  Hügelland ;  er  besucht  gerne  Lantana- 
blüten.  ??  werden  besonders  beim  Eiablegen  erbeutet;  Sammlungen  aus  den  papuanischen  Gebieten,  wo 
der  Falter  viel  weniger  gemein  als  in  den  indomalayischen  Distrikten  ist,  und  darum  vom  Sammler  gesucht 
wird,  enthalten  gewöhnlich  soviel  22  als  cf  cf,  während  man  aus  Indien  und  von  den  grossen  Sunda-Inseln 
fast  nur  cf  cf  bekommt.  —  agamemnon  L.  (=  dorylas  Sidz.,  rufescens  Oberth.)  (45  d).  Die  Flecke  der  Ober-  agamemnon. 
seite  gelbgrün,  die  drei  zwischen  der  hinteren  Zellecke  und  der  unteren  Mediane  liegenden  Discalmakeln 
des  Vflgls  breiter  als  die  Zwischenräume  zwischen  denselben.  Exemplare  mit  ganz  kurzem  Schwanzstummel 
sind  ab.  aegisthus  L.  {=  anoura  Oberth).  Von  Süd-China  und  Nord-Indien  bis  nach  Bali  und  den  Philip-  aegistbus. 
pinen  verbreitet.  —  menides  Frühst.,  von  Ceylon  und  Siid-Indien,  hat  einen  längeren  Schwanz.  —  anda-  menides. 
mana  Lathij,  von  den  Andamanen,  gleicht  agamemnon,  aber  die  Makeln  der  Oberseite  sind  mehr  graugrün,  undamana. 
—  decoratus  Bothsch.,  von  den  Nikobaren,  stimmt  oberseits  mit  andamana  überein,  trägt  aber  auf  der  Hflgl-  decoratus. 
Unterseite  wenigstens  5,  meistens  7  hellrote  Flecke.  —  rufoplenus  Frühst,  gleicht  ag.  agamemnon,  aber  die  rufoplenus. 
roten  Flecke  der  Hflglunterseite  sind  etwas  grösser.  Nias.  —  atropictus  Frühst,  von  Engano;  »eine  auf-  atropictus. 
fallend  verdunkelte  Lokalrasse;  sehr  selten,  nur  2  Exemplare«.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt.  —  Auf  Batu 
fliegt  ag.  agamemnon.  —  baweana  Hagen  (=  aelius  Frühst).  Die  Makeln  beider  Flügel  kleiner  als  bei  den  baweana. 
vorhergehenden  Formen.  Bawean.  —  meton  Frühst,  ist  baweana  ganz  ähnlich,  aber  der  Schwanz  ist  etwas  meton. 
länger.  Die  Makeln  in  der  Apicalhälfte  des  Vflgls  sind  graugrün.  Lombok,  Sumbawa,  Sumba,  Timor?  — 
exilis  Bothsch.  {=  pedius  Frühst.,  perecopus  Frühst)  (45  d).  Eine  kleine  Form  mit  kleinen  graugrünen  (schwach  exilis. 
bläulichen)  -Flecken.  Wetter,  Dämmer,  Babber,  Kisser,  Tenimber.  —  enoplus  subsp.  nov.  Der  vorigen  Sub-  enoplus. 
species  ähnlich,  die  Makeln  des  Vflgls  noch  kleiner,  mit  Ausnahme  des  basalen  und  subbasalen  Bandes,  welche 
so  breit  wie  bei  ag.  agamemnon  sind.  Die  Zeichnungen  des  Hflgls  sind  reichlich  so  gross  wie  bei  ag.  aga¬ 
memnon.  Unterseits  sind  alle  Discalflecke  des  Vflgls  beschuppt,  daher  weisslich.  Palau  (=  Pelew).  —  comodus  comodus. 
Frühst.  (— celebensis  Fickert  nec  Wall).  Gross,  Costalrand  des  Vflgls  stark  gekrümmt,  die  Makeln  klein. 

Celebes,  Sangir,  Sulla-Inseln,  Saleyer,  Kalao,  Djampea.  —  guttatus  Bothsch.  (—  kineas  Frühst.,  appius  Frühst),  guttatus. 

Die  Flügel  breit,  der  Schwanz  sehr  kurz.  Die  Makeln  beider  Flügel  etwa  von  derselben  Grösse  wie  bei  comodus, 
alle  gut  ausgebildet;  die  Hflglunterseite  vorne  und  hinten  mit  je  2  roten  Makeln,  die  zuweilen  recht  gross 
sind.  Die  Discalflecke  der  Vflglunterseite  ganz  beschuppt.  Nördliche  Molukken :  Morty,  Halmaheira,  Ternate, 

Batjan  und  Obi.  —  plisthenes  Fldr.  (46  a).  Die  Zell-  und  Discalflecke  des  Vflgls  sind  grösser  als  bei  gut-  plisthenes. 
tatus  und  im  ganzen  mehr  gelblich  grün,  häufig  sind  die  Zellflecke  paarweise  miteinander  verbunden;  die 
Flecke  des  Hflgls  mehr  oder  weniger  stark  reduziert.  Die  Discalflecke  der  Vflglunterseite  teilweise  unbe- 
schuppt  (und  daher  grün);  die  Hflglunterseite  vorne  und  hinten  mit  je  2  roten  Flecken.  Hflgl  länger  als 
bei  guttatus,  beim  2  mit  längerem  Schwanz.  Südliche  Molukken:  Buru,  Amboina,  Ceram,  Goranr  Laut.  - 
argynnus  Druce  (46  b).  Dem  plisthenes  ähnlich,  aber  die  Flecke  des  Hflgls  noch  mehr  reduziert,  die  hinteren  argynnus. 
und  äusseren  Flecke  gewöhnlich  fehlend;  beide  Flügel  schmäler.  Key-Inseln.  —  Iigatus  Bothsch.  (=  atreus  ligatus. 
Frühst.)  (45 d).  Breitflügliger  als  ag.  agamemnon,  dem  diese  papuanische  Rasse  am  ähnlichsten  ist,  der 
Schwanz  kürzer,  die  Discalmakeln  des  Vflgls  grösser,  die  zwischen  der  unteren  Mediane  und  der  Submediane 
liegenden  zwei  Discalflecke  stets  zu  einer  Binde  zusammengeflossen.  Die  an  der  Innenseite  der  Submarginal¬ 
flecke  der  Hflglunterseite  liegenden  schwarzen  Flecke  grösser  als  bei  ag.  agamemnon.  Von  argynnus  und 
plisthenes  durch  die  grösseren  Flecke  der  Hflgloberseite  und  kleineren  roten  Flecke  der  Unterseite  zu  unter¬ 
scheiden,  auch  sind  höchstens  3  rote  Flecke  vorhanden.  Ganz  Neu-Guinea  nebst  Nebeninseln:  Am,  Misol. 

Waigeu,  Jobi,  Mafor,  Ron,  D’Entrecasteaux-Inseln,  Woodlark,  Yanarba.  —  mynion  Frühst.  Der  Schwanz  rnynion. 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


obliteratus.  im  ganzen  etwas  länger  als  bei  ligatus.  Queensland.  —  obliteratus  Lathy.  Dem  argynnus  von  Key  sehr 
ähnlich;  der  Hflgl  breiter,  mit  kürzerem  Schwanz  und  unterseits  mit  nur  drei  roten  Flecken,  da  der  bei 
argynnus  zwischen  den  beiden  Medianästen  liegende  rote  Fleck  bei  obliteratus  fehlt.  Luisiaden:  St.  Aignan, 
salomonis.  Sudest,  Rossel.  —  salomonis  Bot  lisch.  Die  Makeln  des  Vtlgls  im  ganzen  noch  grösser  als  bei  ligatus ,  die 
Submarginalflecke  jedocli  meist  kleiner;  Hflgl  kürzer  als  bei  ligatus,  die  Submarginal-  und  beim  $  auch  die 
Discaltlecke  viel  kleiner,  beim  ?  zum  Teil  fehlend.  Die  Hflglunterseite  stets  mit  wenigstens  4  roten  Flecken, 
häufig  findet  sich  ein  rotes  Gostalfleckchen  vor  dem  roten  Subcostalmonde.  Salomons-Inseln :  Bougainville, 
Shortlands-Inseln,  Choiseul,  Isabel,  Guadalcanar,  Florida,  Gela,  Neu-Georgien,  Kulambangra,  Rendova,  Guizo, 
ugiensis.  Vella  Lavella.  —  ugiensis  subsp.  nov.  Die  Subbasalstreifen  und  die  Discaltlecke  stark  vergrössert,  die 
zwischen  der  2.  Radiale  und  2.  Mediane  liegenden  drei  Discaltlecke  des  Vtlgls  aussen  fast  gerade  abge¬ 
schnitten  und  die  sie  trennenden  schwarzen  Adern  schmal.  Die  Hflglunterseite  ohne  roten  Fleck  zwischen 
neopom-  den  Medianästen.  Ugi.  —  neopommeranius  llonr.  (46b).  Eine  sehr  auffällige  Form.  Die  Makeln  des  Vflgls 
meranius.  klein,  bläulich  grün;  der  Hflgl  fast  ganz  schwarz.  Die  Discalmakeln  der  Vflglunterseite  weisslich,  beschuppt. 
Bismarck-Inseln:  von  Neil-Pommern  bis  Neu-Hannover  verbreitet. 

meeki.  P.  meeki  Bot  lisch .  (49  b).  ?:  Ähnlich  P.  cigamemnon ,  Hflgl  mehr  gerundet.  Vflgl  gleichmässiger  ge¬ 

fleckt  (vergl.  Figur);  Hflgl  mit  einer  Reihe  grosser  blassgrüner  Keilmakeln  auf  dem  Discus,  zwei  weissen 
Flecken  hinter  der  Costale,  einem  grünen  Strich  in  der  Zelle  und  einem  grünen  Fleck  vor  derselben.  Die 
Makeln  der  Unterseite  wie  oben,  etwas  grösser,  weiss;  der  Hflgl  mit  undeutlichem  rotem  Monde  zwischen 
Zelle  und  Costalader.  —  Ysabel  (=  Isabel),  Salomons-Inseln,  ein  ?  im  Tring  Museum. 

P.  arycles.  Kleiner  als  I\  agamemnon,  ungeschwänzt.  Körper  wie  bei  jener  Art.  Flügel  oberseits 
mit  blassgrünen  Makeln,  die  sich  oft  (nach  dem  Tode)  gelblich  verfärben;  auf  dem  Vflgl  ein  undeutliches 
Basalband,  ein  Subbasalband,  drei  Querflecke  und  ein  kleinerer  Apicalfleck  in  der  Zelle,  eine  Discalreihe 
von  Makeln,  von  denen  die  1.  und  3.  klein  sind  und  eine  Submarginalreihe  kleiner  Flecke,  ausserdem  in 
der  Subcostalgabel  noch  ein  einzelner  Discalfleck,  der  letzte  Submarginalfleck  doppelt,  aber  der  vordere  Teil 
desselben  gerade  vor  dem  hinteren  Teile  liegend,  nicht  wie  bei  P.  agamemnon  discalwärts  verschoben,  vor 
der  Subcostalgabel  nur  2  Flecke;  auf  dem  Hflgl  ein  aus  drei  Teilen  bestehendes,  mit  dem  Abdominalrande 
paralleles  Subbasalband,  eine  Discalreihe  von  4  Flecken,  von  denen  der  1.  gross  und  weiss  ist,  und  eine 
Submarginalreihe  von  6  Flecken.  Die  Makeln  unten  fast  wie  oben,  aber  alle  silbern  beschuppt;  auf  dem 
Hflgl  ausserdem  ein  kleiner  Fleck  an  der  Costale  zwischen  dem  Subbasalbande  und  dem  grossen  costalen 
Discalfleck,  sowie  drei  Flecke  zwischen  der  3.  Radiale  und  dem  Analwinkel  rot,  selten  gelb.  Das  ?  dem  cf 
ähnlich.  Die  frühen  Stände  nicht  bekannt.  Von  den  Shan-Staaten  und  Siam  bis  Java  und  Palawan  ver- 
arycleoides.  breitet.  —  arycleoides  Frühst.,  von  Muok-Lek  in  Siam,  wurde  nach  einem  Exemplar  aufgestellt  und  von 

arycles  arycles  besonders  dadurch  unterschieden,  dass  die  Makeln  der  Oberseite  stets  (!)  blaugrün  und  klein 

sind  und  der  weisse  Fleck  am  Costalrand  des  Hflgls  kreisrund  und  sehr  klein  ist.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt. 
arycles.  ^-arycles  Bscl.  {=  rama  Fldr.)  (45 cd)  zeigt  in  seinem  weiten  Verbreitungsgebiet  keine  Neigung  zur  Bildung 
von  weiteren  Lokalrassen.  Exemplare  aus  so  weit  auseinander  liegenden  Fundorten  wie  Banka,  Palawan 
und  den  Shan-Staaten  sind  ganz  gleich.  Der  grosse  mittlere  Costaltleck  des  Hflgls  ist  stets  etwas  länger  als 
breit.  Shan-Staaten,  Malakka-Halbinsel,  Sumatra,  Java,  Banka,  Borneo,  Palawan.  —  Fruhstorfer  beschreibt 
sphinx.  ausserdem  ein  Exemplar  ohne  Fundort  als  P.  arycles  sphinx.  Es  ist  etwas  grösser  als  arycles  und  hat 

schmälere  Flecke  in  der  Zelle  des  Vflgls,  und  die  roten  Flecke  der  Hflglunterseite  von  arycles  sind  durch 

gelbe  ersetzt.  Nach  der  Originalbeschreibung  sind  die  Makeln  der  Oberseite  heller  grün  als  bei  arycles,  in  einer 
späteren  Arbeit  werden  sie  jedoch  als  blaugrün  beschrieben.  Ein  zweites  Exemplar,  gleichfalls  ohne  Fundort, 
incertus.  wurde  von  Fruhstorfer  P.  arycles  ab.  incertus  genannt;  es  hat  eine  Vflgllänge  von  57  mm,  was  wohl  ein 
Schreibfehler  für  37  mm  ist,  und  die  Silbermakeln  im  »Medianteil  des  Hflgls«  sind  ausgedehnter. 

Wallacei-Gruppe. 

Der  1.  und  2.  Subcostalast  des  Vflgls  in  die  Costale  laufend.  Kopf  gross.  Hflgl  gerundet,  mit  roter  Sub¬ 
basalmakel  auf  der  Unterseite. 

Die  drei  hierher  gehörigen  Falter  sind  nahe  miteinander  verwandt.  Die  Verschiedenheit  in  den  Genitalien 
weist  aber  darauf  hin,  dass  wir  es  mit  selbständig  gewordenen  Arten  zu  tun  haben. 

P.  wallacei.  Körper  oberseits  schwarzbraun,  Kopf  und  Thorax  graugrün  behaart,  Unterseite  grau- 
weiss,  die  Beine  grün,  die  Fhlrkolbe  mit  gelbem  Fleck.  Oberseite  des  Vflgls  bräunlichschwarz,  mit  grau¬ 
braunem  Seidenglanze,  am  Hinterwinkel  tiefer  schwarz,  ein  Strich  in  der  Wurzel  der  Zelle  grün,  einige 
kleine  Flecke  in  der  Zelle,  ein  discales  Fleckenband,  eine  Reihe  Submarginalflecke  und  einige  weitere  kleine 
Flecke  zwischen  Zelle  und  Apex  grünlichgrau,  unbeschuppt:  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Zellspitze  grau¬ 
braun,  dieses  Feld  aussen  ausgerandet,  der  Rest  des  Flügels  samtschwarz,  vor  der  Mitte  ein  kurzes  in  der 
Zelle  grünes  Band  und  vor  dem  Apex  gewöhnlich  zwei  kleine  grünlichgraue  Submarginalflecke.  Unterseite  blasser 
braun,  glänzend  grau  schattiert,  der  Hflgl  nahe  der  Wurzel  mit  kurzem,  grünem  Gostalbande,  das  vom  Submedian¬ 
bande  durch  ein  schmales  schwarzes  Band  getrennt  ist,  welches  einen  vom  Gostalrande  bis  zur  Zelle 


PAPI  LI  0.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


10: 


J 

) 


gehenden  roten  Strich  trägt,  in  der  Zellspitze  ein  grauer  Ring  oder  Halbring,  ähnliche,  mit  Schwarz  aus- 
gefüllte  Flecke  auf  der  Scheibe.  Das  ?  blasser  als  das  cf.  Die  Rp  der  von  P.  agamemnon  ähnlich,  auf 
Anona  muricata.  Der  Falter  nicht  selten.  —  rubrosignatus  Itothsch.  Die  mittleren  Discalflecke  der  Yflgl-  mbro- 
unterseite  der  Zelle  zu  nicht  beschuppt,  die  Hflglunterseite  mit  rotem  Fleck  vor  dem  Analrande.  Nördliche  signatus. 
Molukken:  Batjan,  Halmaheira,  Obi.  —  wallacei  Hew.  (46b).  Die  Discalmakeln  der  ATlglunterseite  ganz  wallacei. 
beschuppt,  die  Hflglunterseite  ohne  roten  Fleck  vor  dem  Abdominalrande.  Aru,  Waigeu  und  ganz  Xeu-Guinea. 

P.  browni  Gochn.  u.  Salv.  (46  c).  Die  Discalbinde  des  Htlgls  vor  dem  Hrd  linienförmig  schmal ,  die  browni. 
grüne  costale  Makel  der  Hflglunterseite  in  der  Mitte  geteilt,  mit  rotem  Fleck  vor  der  Costalader,  der  in  der 
Zelle  liegende  Teil  der  grünen  Makel  ist  sehr  klein  oder  fehlt  ganz,  zwei  rote  Flecke  zwischen  Zellspitze 
und  Abdominalrand.  —  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg,  Neu-Mecklenburg,  Nussa,  Neu-Hannover.  Im  Walde, 
wo  die  Falter  die  Baumkronen  umfliegen. 

P.  hicetaon  Math.  Das  Discalband  des  Vflgls  breiter  als  bei  browni,  aber  schmäler  als  bei  wallacei ;  hicetaon. 
Htlgloberseite  ganz  oder  fast  ganz  ohne  Costaltleck,  unterseits  reicht  der  rote  Costalstrich  bis  an  die  Zelle, 
aussen  von  diesem  Strich  liegt  entweder  gar  kein  grüner  Fleck  oder  ein  nur  kleiner,  dagegen  steht  an 
seiner  Innenseite  stets  ein  grosser  grüner  Doppelfleck,  der  immer  nur  bis  an  die  Zelle  reicht.  —  Salomons- 
Inseln,  bekannt  von  Bougainville,  Shortlands  -  Inseln ,  Choiseul,  Florida,  Guadalcanar,  Ugi,  Rendova,  Vella 
Lavella,  Guizo. 

Macareus-Gruppe. 

Die  1.  Subcostale  des  Vflgls  läuft  in  die  Costale.  Grundfarbe  der  Flügel  ’rein  weiss  oder  mit  grünlichem 
Ton,  die  Adern  schwarz  gestreift,  die  Zwischenräume  mit  hellen  Längsstreifen  wie  bei  Danaus,  zuweilen  jedoch  fast 
alle  hellen  Zeichnungen  oder  auch  die  schwarzen  Aderstreifen  unterdrückt  (Euploeen-Nachahmer).  Die  Hflglunterseite 
ohne  rote  oder  gelbe  Zierflecke,  abgesehen  von  einem  oft  vorhandenen  Analfleck;  Hflgl  gerundet,  mit  Ausnahme 
des  P.  phidias,  der  geschwänzt  ist. 

Diese  mimetischen  Arten  sind  offenbar  von  geschwänzten  Formen  abzuleiten , '  die  mit  P.  aristeus  und 
P.  antiphates  verwandt  waren.  Über  die  frühem  Stände  ist  nichts  bekannt.  Die  Falter  sind  Waldbewohner  und 
haben  ganz  die  nachlässige  Flugart  der  Danaiden.  Die  Arten  wurden  früher  irrtümlicherweise  in  die  Nähe  von 
P.  chjtia  gestellt.  Sie  lassen  sich  wie  folgt  gruppieren: 

A.  Geschwänzt:  P.  phidias. 

B.  Ungeschwänzt : 

1.  Hlb  mit  schwarzer  Mittellinie  auf  der  Unterseite:  P.  macareus,  xenocles,  leucothoe,  delesserti. 

2.  Hlb  ohne  schwarze  Mittellinie  auf  der  Unterseite,  die  Hllglzelle  sehr  schmal:  P.  megarus,  megaera, 

stratocles,  deucalion,  thule. 

3.  Hlb  ohne  schwarze  Mittellinie  auf  der  Unterseite,  die  Htlglzelle  am  Ursprung  des  Subcostalasts 

breit,  die  hellen  Flügelteile  auch  oberseits  alle  beschuppt:  P.  idaeoides,  encelades. 

A.  Phidias-Untergruppe. 

Geschwänzt.  Nur  eine  Art  bekannt. 

P.  phidias  Oberth.  Eine  der  allerinteressantesten  Entdeckungen  der  Neuzeit  unter  den  Schmetter-  phidias. 
lingen,  da  die  Art  eine  Vorstufe  der  ungeschwänzten  mimetischen  Formen  ist.  Flügel  schwarz  mit  den 
folgenden  weissen  Zeichnungen:  auf  dem  Vflgl  fünf  fast  senkrecht  zum  Hrde  der  Zelle  stehende  Zellbänder, 
unter  der  Zelle  ein  breites  von  den  schwarzen  Adern  in  Längsmakeln  geteiltes  Band,  das  von  der  3.  Radiale 
costalwärts  durch  zwei  Reihen  kleiner  Flecke  fortgesetzt  wird :  zwischen  diesem  Bande  und  dem  Aussenrde 
eine  Reihe  linearer  Längsflecke,  zwei  in  jeder  Randzelle;  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Zellspitze  weiss,  mit 
schwarzen  Streifen  ähnlich  wie  bei  P.  eurous,  äusserer  Flügelteil  braunschwarz,  mit  kleinen  hellen  Sub¬ 
marginalflecken,  doppeltem,  gelbem  Analfleck  und  vor  letzterem  einige  kleine  gelbe  Flecke;  Schwanz  schmal, 
etwa  so  lang  wie  die  Entfernung  der  Zellspitze  vom  Aussenrde.  —  Annam.  Drei  cfcf  in  coli.  Oberthür. 

B.  Macareus-Untergruppe. 

Ungeschwänzt. 

P.  macareus.  Hlb  mit  schwarzer  Mittellinie  auf  der  Unterseite.  Das  Duftorgan  des  cf  stark  entwickelt. 

Flügel  oben  schwarz  oder  bräunlich  schwarz  mit  weisser  oder  grünlich  weisser  Zeichnung,  cf:  Vflglzelle  mit 
3  Streifen,  die  zuweilen  in  Fleckchen  aufgelöst  sind,  und  2  Apicalflecken,  ausserhalb  der  Zellspitze  eine 
Reihe  von  4  Punkten,  aussen  von  diesen  4  Flecke,  zwischen  der  2.  Radiale  und  dem  Hrde  5  Streifen,  von 
denen  der  3.  und  4.  (durch  die  Submedianfalte  getrennten)  Streifen  zuweilen  vollständig  verschmelzen; 

Hflgl  von  der  Wurzel  ab  weiss  gestreift,  die  Zelle  ganz  oder  grösstenteils  weiss,  mit  schwarzer  Schräglinie 
vor  der  Spitze,  auf  beiden  Flügeln  eine  Reihe  Submarginalflecke.  Unterseite  bräunlich,  die  hellen  Zeichnungen 
im  Aussendrittel  des  Htlgls  meist  weniger  deutlich  als  oben.  Das  ?  in  einigen  Gegenden  dem  cf  ähnlich,  in 
anderen  viel  dunkler.  Zuweilen  tritt  beim  cf  ein  kleiner  gelber  Analfleck  auf  dem  Hflgl  auf.  Der  Falter 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


ist  in  den  meisten  Gegenden  häufig.  Die  cf  cf  versammeln  sich  in  Scharen  an  nassen  Stellen,  während  die 
22  einzeln  im  Walde  auf  Blumen  angetroffen  werden,  auf  denen  sie  mit  geschlossenen  Flügeln  sitzen.  Von 
indicus.  Nord-Indien  bis  Hainan,  Bali  und  den  Philippinen  verbreitet.  Die  dunklen  ??  ähneln  Euploeen.  —  indicus 
Itothsch.  (=  polynices  Nicev.)  (46c).  cf:  alle  weissen  Streifen  breit,  die  drei  Streifen  in  der  Vflglzelle  voll¬ 
ständig,  die  Hflglzelle  ganz  weiss,  die  schräge  subapicale  Linie  derselben  schwach  entwickelt.  ? :  dem  cf 
ganz  ähnlich,  die  weissen  Discalstreifen  des  Vflgls  breiter  als  die  sie  trennenden  schwarzen  Aderstreifen. 
lioneli.  Sikkim.  —  Honeli  Frühst,  cf:  entweder  ganz  wie  indicus  oder  die  hellen  Streifen  etwas  schmäler.  ?:  Vflgl 
braunschwarz,  mit  weissen  Submarginalflecken,  die  hellen  Discalstreifen  kaum  angedeutet;  Hflgl  mit  weissem 
Fleck  in  der  Zellspitze  und  weissen  Streifen  um  die  Zelle  herum,  diese  Streifen  schmäler  als  bei  indicus,  die 
hinteren  nicht  bis  an  die  Wurzel  gehend,  die  Submarginalflecke  gut  entwickelt.  Assam.  Bei  einem  der  cf  cf 
des  Tring-Museums,  von  den  Khasia  Bergen,  sind  die  Submarginalflecke  des  Htlgls  oben  und  unten  vergrössert, 
unten  bilden  sie  eine  Binde,  die  hinter  der  Subcostale  mit  einem  besonders  stark  vergrösserten  Fleck 
gyndes.  beginnt,  der  Costalrand  ist  breit  braun  gesäumt.  — -  gyndes  subsp.  nov.  Das  cf  wie  bei  lioneli,  die  weissen 
Streifen  meist  etwas  schmäler  als  bei  indicus.  Das  2  (Namentype)  ähnlich  dem  Sikkim-?,  aber  die  weissen  Flecke 
in  der  Apicalhälfte  des  Vllgls  und  der  Aussenhälfte  des  Htlgls  kleiner.  Birma.  —  Die  cf  cf  aus  Tenasserim 
haben  schmälere  weisse  Streifen  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  doch  ist  die  Hflglzelle  noch  fast  ganz 
weiss  ausgefüllt,  auch  sind  die  3  Zellstreifen  der  Vflgloberseite  nicht  oder  nicht  deutlich  unterbrochen.  Die 
indo-  Exemplare  bilden  einen  Übergang  zur  nächsten  Form.  —  indochinensis  Frühst.  (=  striatus  Lathy  nec  Zink.), 
chinensis.  ■  der  2.  und  3.  Zellstreif  des  Vflgls  auch  oberseits  in  Flecke  aufgelöst,  der  weisse  Zellstreif  des  Htlgls 
schmäler  als  die  braunschwarze  Umrandung  der  Zelle,  die  Discalstreifen  beider  Flügel  dünn.  ?:  beide  Flügel 
grösstenteils  braunschwarz  wie  beim  ?  von  lioneli ,  die  hellen  Discalflecke  noch  viel  mehr  als  bei  jener  Form 
reduziert,  dagegen  die  Submarginalflecke  des  Htlgls  grösser.  Es  kommen  auch  Exemplare  beiderlei  Geschlechts 
vor,  bei  denen  die  hellen  Discalstreifen  des  Htlgls  verbreitert  sind  und  wenigstens  zum  Teil  mit  den  grossen 
argentiferus.  Submarginalflecken  Zusammenhängen :  ab.  argentiferus  Frühst.  (2  =  serda  Frühst).  Diese  Aberration  fliegt 
mitis.  einzeln  unter  normalen  indochinensis.  Siam,  Annam,  Tonkin.  —  mitis  subsp.  nov.  cf:  Die  hellen  Streifen, 
oben  ebenso  stark  wie  bei  indochinensis  reduziert ;  unterseits  sind  die  4  vorderen  Discalflecke  des  Vflgls  klein 
und  verwischt  und  der  Costalrand  des  Hflgls  ist  weniger  grau  als  bei  den  vorhergehenden  Rassen.  Hainan. 
perakensis.  —  perakensis  Frühst,  hat  fast  so  grosse  weisse  Zeichnungen  wie  indicus,  doch  ist  der  Costalrand  der  Hflgl- 
unterseite  braun.  Bei  einem  im  Tring  Museum  befindlichen  cf  aus  Perak  sind  die  Submarginalflecke  des 
xanthosoma.  Hflgls  mit  den  Discalstreifen  zusammengeflossen.  Das  ?  von  perakensis  ist  unbekannt.  —  xanthosoma  Stgr. 

Hlb  gelbbraun  statt  schwarz,  selten  braunschwarz,  die  Unterseite  mit  zwei  weissen  Linien,  zwischen  denen 
eine  schwarze  Linie  liegt.  Die  hellen  Streifen  beider  Flügel  schmal.  Das  2  dem  cf  ähnlich.  Ost-  und 
macaristus.  West-Sumatra.  —  inacaristus  Grose-Smith  (47  b).  Körper  schwarz  mit  4  weissen  Linien  wie  bei  den  continentalen 
Formen.  Die  hellen  Flügelstreifen  schmal,  wenigstens  einer  der  vorderen  Discalflecke  des  Vflgls  mit  dem 
betreffenden,  aussen  vor  der  Zellspitze  stehenden  Punkte  zu  einem  Streif  vereinigt;  die  Discalstreifen  des 
Hflgls  sehr  dünn,  besonders  unterseits;  der  Costalrand  der  Hflglunterseite  ohne  hellen  Streif.  2  dem  cf 
maccabaeus.  ähnlich.  Nord-  und  Stid-Borneo.  —  maccabaeus  Stgr.  Die  hellen  Streifen  des  Vflgls  fast  so  breit  wie  bei 
indicus,  die  vorderen  Discalflecke  länglich,  gewöhnlich  mit  den  an  der  Aussenseite  der  Zellspitze  liegenden 
Punkten  vereinigt  ;  die  Streifen  des  Hflgls  gleichfalls  breiter  als  bei  macaristus,  die  an  der  Zellspitze  liegenden 
discalen  Flecke  kurz,  unterseits  braun  schattiert,  die  Submarginalflecke  klein.  Das  2  unbekannt.  Palawan. 
macareus.  —  macareus  Godt.  (=  striatus  Zink.)  (46  c,  d).  cf:  die  hellen  Vflglstreifen  breiter  als  bei  indicus,  dagegen 
die  Hflglstreifen  und  -flecke  kleiner,  der  Costalrand  der  Hflglunterseite  ohne  hellen  Streif,  cfcf,  bei  denen 
pa/anus.  die  Discalstreifen  des  Hflgls  mit  den  Submarginalflecken  vereinigt,  sind  palanus  Frühst.  Das  2  in  zwei 
masfonnis.  Formen:  ?-f.  masformis  Lathy  ist  dem  cf  ähnlich,  hat  aber  schmälere  weisse  Streifen,  und  ?-f.  astina  Westw. 
astina.  jst  grösstenteils  braun.  Das  Tring-Museum  besitzt  ein  Exemplar  der  ?-f.  masformis  von  Sukabumi,  das  von 
albinovanus.  Lathy  beschriebene  Stück  (in  coli.  H.  J.  Adam’s)  kam  von  aibinovanus  Lruhst.  von  Bali,  soll  noch  grössere 
helle  Streifen  als  macareus  haben.  Nach  einem  cf  beschrieben.  Mir  in  Natur  unbekannt. 

P.  xenocles.  Dem  P.  macareus  sehr  nahe  verwandt,  meist  beträchtlich  grösser,  die  Flügel  breiter, 
die  hellen  Flügelstreifen  grösser  als  bei  den  betreffenden  macareus- Rassen  derselben  Gegenden,  der  Hflgl 
stets  mit  gelbem  Änalfleck,  der  bei  dunklen  2?  zuweilen  nur  angedeutet  ist.  Von  Nord-Indien  bis  Hainan 
und  Siam  verbreitet.  Der  Falter  findet  sich  an  denselben  Plätzen  wie  P.  macareus,  in  dessen  Gemeinschaft 
er  angetroffen  wird;  er  ist  in  den  östlichen  Distrikten  seines  Vorkommens  ziemlich  selten,  dagegen  in  Birma, 
Assam  und  Sikkim  häufig.  Nach  Fruhstorfer  haben  die  Exemplare  der  Trockenzeit  (Frühjahr)  den  Saumteil 
phrontis.  der  Hflglunterseite  heller  braun  und  breiter,  als  die  Stücke  der  Regenzeit  (Sommer).  —  phrontis  Nicev. 
cf:  die  weissen  Discal-  und  Zellstreifen  breit.  2  dem  cf  ähnlich,  die  Discalstreifen  des  Hflgls  etwas  schmäler; 
bei  einem  im  Tring  Museum  befindlichen  2  aus  Sikkim  sind  auch  die  auf  dem  Vflgl  in  der  Zelle  und  in  der 
Apicalhälfte  liegenden  Flecke  kleiner  als  beim  cf.  Die  Stücke  (cf  ?),  bei  denen  der  Saum  der  Hflglunterseite 
xenocrates.  schmal  und  schwarzbraun  ist,  sind  nach  Fruhstorfer  die  Regenzeitform:  f.  aest.  xenocrates  Frühst.  Sikkim 
xenocles.  und  Bhutan.  —  xenocles  DU.  (47  a).  Die  cf  cf  wie  vorher;  das?  dagegen  viel  dunkler,  da  die  hellen  Streifen 
stark  reduziert  sind;  der  Vflgl  wurzelwärts  gewöhnlich  heller  braun  als  aussen,  die  Zelleflecke  dünn  und 


Ausgegeben  28.  VIII.  09. 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


105 


costalwärts  undeutlich  oder  hier  unterdrückt,  die  hellen  Discalstreifen  viel  schmäler  als  die  dunklen  Ader¬ 
streifen;  der  gelbe  Analtleck  des  Hflgls  stets  klein,  oft  nur  eben  angedeutet.  Die  Assam  cf  cf  mit  heller 
braunem  Saumteil  auf  der  Hflglunterseite  sind  f.  vern.  theronus  Frühst.-,  ich  kann  sie  nicht  von  Exemplaren  theronus. 
aus  Sikkim  unterscheiden.  —  kephisos  Frühst,  cf:  die  hellen  Discalstreifen  des  Hflgls  im  ganzen  etwas  kephisos. 
schmäler  als  bei  den  vorigen  Formen.  Das?  dem  cf  ähnlich,  aber  die  hellen  Streifen  schmäler;  das  einzige 
bekannte  ?  unterscheidet  sich  von  phrontis  durch  die  schmälern  hellen  Zeichnungen.  Die  cf  cf  mit  breiterm 
und  heller  braunem  Saum  auf  der  Hflglunterseite  sind  nach  Fruhstorfer  die  Trockenzeitform  (—  Frühjahrsform): 
f.  vern.  neronus  Frühst.  Birma,  Tenasserim,  Shan-Staaten,  Tonkin.  —  lindos  Frühst.,  von  dem  nur  ein  neronus. 
paar  cf  cf  bekannt  sind,  hat  rundere  Flügel,  sehr  breite  weisse  Streifen  und  kleinen  gelben  Analfleck.  Siam,  t indos. 

—  xenoclides  Frühst,  aus  Hainan  hat  schmälere  helle  Streifen  als  alle  anderen  Formen.  xenoclidcs. 

P.  leucothoe.  Unterscheidet  sich  von  P.  macareus  und  P.  xenocles  hauptsächlich  durch  den  kurzem 
und  mehr  gerundeten  Hflgl,  der  keinen  gelben  Analfleck  hat,  durch  die  von  der  Wurzel  her  reduzierten  hellen 
Makeln  und  die  längern  Discalstreifen  des  Hflgls.  Auch  bei  den  hellsten  Stücken  sind  die  ZeUtlecke  des  Vflgls 
costalwärts  nicht  entwickelt:  keine  der  hellen  Streifen  des  Hflgls  ebensowenig  wie  die  hintern  Streifen  des 
Vflgls  reichen  bis  ganz  zur  Wurzel,  während  die  Discalstreifen  des  Hflgls  sehr  breit  sind  und  nahe  an  die 
Submarginalflecke  treten ;  bei  den  dunkelsten  Stücken  sind  nur  die  Submarginalflecke  beider  Flügel  und 
kurze  Discalstreifen  auf  dem  Hflgl  ausgebildet.  Das  ?  hat  noch  weniger  und  kleinere  helle  Zeichnungen  als 
das  cf.  Malayisch.  Der  Falter,  welcher  Euploeen-ähnlich  ist  und  auch  deren  Flug  hat,  fliegt  im  Frühjahr 
und  Herbst  in  waldigen  Distrikten  des  Flach-  und  Hügellandes.  —  leucothoe  Westw.  (47  b).  cf :  die  hintern  leucothoe. 
weissen  Streifen  des  Vflgls  reichen  gewöhnlich  bis  an  die  Zelle  und  die  Zelle  des  Hflgls  ist  grösstenteils 
weiss,  auch  hat  die  Vflglzelle  meistens  eine  Anzahl  weisser  Flecke.  ?:  Vflgl  braun,  mit  kleinen  Submarginal¬ 
flecken,  und  vor  dem  Hrd  eineSpur  eines  Discalstrichs ;  auf  dem  Hflgl  finden  sich,  ausser  den  Submarginal¬ 
flecken,  6  braun  schattierte  graue  Discalstreifen,  die  unterseits  deutlicher  sind,  auch  trägt  die  Zelle  unten 
einen  kleinen  Apicalfleck,  welcher  oben  nur  angedeutet  ist.  Malakka-Halbinsel  und  Nordost- Sumatra. 

Einige  Exemplare  nicht  von  der  nächsten  Form  zu  unterscheiden.  —  interjectus  Honr.,  von  Südost-  und  interjectus. 
West-Sumatra,  hat  keine  Flecke  in  der  Vflglzelle,  die  Discalstreifen  des  Vflgls  sind  kurz,  die  vorderen 
Discalflecke  gewöhnlich  punktförmig,  und  die  Zelle  des  Hflgls  grösstenteils  schwarzbraun.  Beim  ?  sind  die 
Discalstreifen  des  Hflgls  etwas  kleiner  als  beim  ?  von  leucothoe.  —  ramaceus  Westw.  (47  b).  Eine  stark  ramaceus. 
verdunkelte  Form,  cf :  die  Discalflecke  des  Vflgls  sind  verschwunden,  höchstens  finden  sich  Spuren  zweier 
Flecke  vor  dem  Hrde.  Die  Discalstreifen  des  Hflgls  sind  kurz  und  immer  viel  schmäler  als  bei  den  vorher¬ 
gehenden  Formen,  gewöhnlich  viel  schmäler  als  die  Zwischenräume,  ?  ohne  Discalflecke  auf  beiden  Flügeln: 
die  Submarginalflecke  klein,  zum  Teil  unterdrückt,  unterseits  etwas  grösser  und  hier  finden  sich  auch  schwache 
Discalstreifen  vor  dem  Hrde  des  Hflgls.  Nord-  und  Süd-Borneo. 

P.  delesserti.  Körper  oben  schwarz ,  an  den  Seiten  des  Thorax  grünlich  grau  behaart,  Kopf  weiss 
gefleckt ,  Unterseite  des  Körpers  weiss ,  Hlb  mit  schwarzer  Mittel-  und  Seitenlinie,  cf :  Flügel  weiss ,  sehr 
schwach  grünlich,  mit  schwarzen  Aderstreifen,  die  am  Saume  erweitert  sind,  die  weissen  Streifen  des  Vflgls 
schliessen  eine  submarginale  Reihe  schwarzer  Makeln  ein,  die  Vflglzelle  grösstenteils  schwarz,  mit  weissen 
Flecken  und  Linien;  Hflgl  mit  gelbem  Analfleck,  vor  dem  gewöhnlich  ein  zweiter  Fleck  steht,  beide  Flecke 
unterseits  gross.  Die  schwarzen  Zeichnungen  auf  der  Unterseite  kleiner  als  oben.  Das  ?  grösser  als  das  cf, 
die  schwarzen  Zeichnungen  reduziert,  die  hellen  Flügelteile  durchsichtig,  rauchig  oder  kreideweiss,  der  gelbe 
Analfleck  klein.  Die  frühem  Stände  unbekannt.  Der  Falter  fliegt  in  waldigen  Gegenden  in  der  Ebene  und 
im  Hügellande  und  findet  sich  das  ganze  Jahr  hindurch,  ist  aber  im  Frühjahr  besonders  häufig.  Während 
die  ??  nur  selten  erbeutet  werden,  trifft  man  die  cfV  zahlreich  auf  sandigen  Uferstellen  und  an  Wegpfützen. 

Das  ?  ist  ein  auffällig  getreues  Abbild  der  Danaide  Ideopsis  daos  und  der  Zygaenide  Cyclosia  pieridoides. 
Malakka-Halbinsel  bis  Java  und  Palawan;  auf  Java  ist  der  Falter  neuerdings  nicht  wieder  gefunden  worden. 

—  delesserti  Guer.  (=  laodocus  Deh.,  dehaani  Wall.,  catoris  Grose-Smith,  labianus  Frühst.,  sacerdotahs  Frühst .)  delesserti. 
(47  c).  Die  drei  nahe  der  Zellspitze  der  Hflgloberseite  stehenden,  kurzen  weissen  Discalstriche  sind  beim  cf 
schmäler  als  die  zwischen  ihnen  hegenden  schwarzen  Aderstreifen.  Malakka  -  Halbinsel ,  Penang,  Sumatra, 

Banka,  Java,  Borneo,  Natuna.  —  hyalinus  Frühst.  Der  Gostalrand  der  Vflglunterseite  am  Apex  bei  cf  und  ?  hyalinus. 
etwas  mehr  ausgedehnt  schwarz  als  bei  der  vorigen  Form,  und  die  weissen  Submarginalflecke  der  Hflglober¬ 
seite  beim  cf  grader.  Nias.  —  palawanus  Stgr.  (=  palawanicus  Rothsch.).  Die  drei  kurzen  weissen  Discal-  palawanus. 
streifen,  welche  auf  der  Hflgloberseite  nahe  der  Zellspitze  stehen,  sind  breiter  als  bei  den  vorigen  Formen, 

die  weissen  Zellmakeln  auf  der  Vflglunterseite  sind  von  schwarzen  Längslinien  durchbrochen,  was  bei  den 
andern  Formen  selten  vorkommt.  Palawan. 

P.  megarus.  Hlbsunterseite  ohne  schwarze  Mittellinie.  Das  Duftorgan  des  cf  stark  entwickelt.  Die 
weissen  Zeichnungen  schwach  grünlich;  Vflgl  mit  3  Reihen  grünlichweisser  Flecke  zwischen  Zelle  und  Aussenrd, 
die  zwischen  der  1 .  Mediane  und  der  Submediane  hegenden  Flecke  der  beiden  innern  Reihen  zu  drei  Streifen 
vereinigt,  dagegen  die  vor  der  1.  Mediane  hegenden  Flecke  fast  stets  isoliert;  auf  dem  Hflgl  in  der  Wurzel¬ 
hälfte  einige  lange  grünlichweisse  Streifen ,  um  die  Zellspitze  herum  mehrere  kurze  Striche  und  zwischen 
diesen  und  dem  Saume  drei  Reihen  Flecke,  von  denen  die  submarginalen  mondförmig  sind.  Die  hellen 

IX  14 


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PAPILIO.  Von  Dr.  Iv.  Jordan. 


Zeichnungen  variieren  individuell  in  der  Grösse.  Die  cf  cf  häufig  auf  feuchtem  Sande,  das  ?  einzeln  im 
megarus.  Walde.  —  Bei  megarus  Westw.  (=  loki  Bob.)  (46  e)  von  Assam  sind  die  Zellflecke  des  VfLgls  oberseits  klein 
similis.  und  fehlen  unterseits  fast  gänzlich.  Das  Vorkommen  in  Sikkim  ist  zweifelhaft.  —  similis  Lathy  (=  meagrus 
Frühst.,  megapenthes  Frühst.,  mendicus  Frühst.,  martinus  Frühst.).  Die  Zellflecke  des  Vflgls  auch  unterseits 
gut  entwickelt.  Hainan,  Tonkin,  Siam,  Shan-Staaten,  Tenasserim,  Malakka-Halbinsel,  Nordost-Sumatra.  — 
sagittiger.  sagittiger  Frühst.  Die  hellen  Streifen  dünner  und  die  Flecke,  besonders  die  submarginalen,  kleiner  als  bei 
fleximacula.  den  vorhergehenden  Formen,  die  Zellflecke  des  Vflgls  auch  unterseits  vorhanden.  Nord-Borneo.  —  flexi- 
macula  Rothsch.  Vflgl  mit  weissem  Streif  statt  2  Flecken  vor  der  1.  Mediane;  Submarginalflecke  klein. 
Insel  Banguey,  ein  Pärchen  in  coli.  Staudinger. 

megaera.  P.  megaera  Stgr.  (46  e).  cf  und  ?  viel  blasser  braun  als  megarus,  die  hellen  Zeichnungen  in  der 

Wurzelhälfte  beider  Flügel  oben  und  unten  abwesend  oder  auf  der  Hflgloberseite  ganz  schwach  angedeutet. 
Palawan. 

P.  stratocles.  Die  hellen  Zeichnungen  reiner  weiss  als  bei  megaera  und  megarus  und  mit  Ausnahme 
der  Submarginalflecke  grösser;  der  Vflgl  fragt  zwischen  dem  Hrd  und  der  2.  Radiale  oder  selbst  der  Sub- 
costalgabel  weisse  Discalstreifen;  die  Zelle  des  Hflgls  ist  ganz  weiss  oder  hat  nur  Spuren  zweier  schwarzer 
stratocles.  Linien.  Die  hellen  Zeichnungen  beim  ?  grösser  als  beim  cf.  Palawan,  Mindoro,  Mindanao.  —  stratocles  Fldr. 

(=  magicus  Stgr. ,  stratoclides  Lathy)  (47  d).  Die  Zellflecke  des  Vflgls  und  die  Discalstreifen  beider  Flügel 
breit.  Palawan,  Mindoro.  Felder  gab  ursprünglich  Mindanao  als  Vaterland  an,  das  von  ihm  beschriebene 
stratonices.  cf  kam  jedoch  von  Mindoro.  —  stratonices  subsp.  nov.  cf:  Die  weissen  Streifen  viel  weniger  stark  ent¬ 
wickelt,  die  Zellmakeln  des  Vflgls  costalwärts  erloschen,  die  Discalstreifen  des  Hflgls  teilweise  braun  schattiert, 
die  Submarginalflecke,  besonders  auf  dem  Hflgl,  kleiner  als  bei  stratocles.  ?:  Die  weissen  Zeichnungen  fast 
so  stark  wie  beim  cf  reduziert  oder  wenigstens  die  Submarginalflecke  des  Hflgls  oben  und  unten  kleiner  als 
beim  ?  der  vorigen  Form.  Mindanao. 

P.  deucalion.  Ähnlich  stratocles,  meist  grösser,  die  Zellmakeln  des  Vflgls  in  Flecke  aufgelöst,  die 
hellen  Streifen  beider  Flügel  kürzer,  die  Zelle  des  Hflgls  vor  der  Spitze  mit  schwarzer  Schräglinie,  auf  der 
Scheibe  des  Hflgls  eine  Reihe  von  4  oder  5  Fleckchen.  Beim  ¥  die  hellen  Zeichnungen  etwas  grösser  als 
deucalion.  beim  cf.  Celebes  und  Nord-Molukken.  —  deucalion  Bscl.  (47  d).  Die  hellen  Zeichnungen  gelb.  Nord-  und 
leucadion.  Süd-Celebes.  —  leucadion  Stgr.  (47  d).  Die  hellen  Zeichnungen  weiss,  schwach  gelblich,  kleiner  als  bei 
deucalion,  zum  Teil  schwarz  schattiert,  die  Streifen  des  Vflgls  jedoch  etwas  länger.  Nord -Molukken, 
Halmahera,  Batjan. 

P.  thule.  Nahe  mit  den  vorhergehenden  Arten  verwandt;  sehr  variabel,  bei  allen  Exemplaren  sind 
die  hellen  Zeichnungen  weiss,  mit  schwachem  grünlichem  Ton  (die  Flügelhaut  der  hellen  Flecke,  unterhalb 
der  Schuppen ,  grünlich) ,  der  hellen  ¥¥  oft  fehlt.  Vflgl  ohne  hellen  Streif  am  Hrde  oder  dieser  Streif  bei 
hellen  ¥¥  schwach  ausgebildet;  auf  dem  Hflgl  die  hellen  Streifen  zu  einem  Mittelfelde  vereinigt,  das  höchstens 
unter  der  Zelle  bis  nahe  an  die  Wurzel  reicht  und  gewöhnlich  sehr  stark  von  der  Wurzel  her  reduziert  ist; 
die  Adern,  welche  dieses  Feld  durchziehen,  sind  meist  sehr  schmal  schwarz,  die  Hflglzelle  trägt  keine  schwarze 
Schräglinie  wie  bei  deucalion.  Bei  den  dunklen  Stücken  sind  auch  die  hellen  Zeichnungen  des  Körpers 
reduziert.  Einigermassen  stichhaltige  geographische  Unterschiede  scheinen  nicht  vorhanden  zu  sein.  Die 
fumosa.  hauptsächlichen  individuellen  Formen  sind:  f.  fumosa  form,  nov.,  das  Hflglfeld  oberseits  reduziert,  von  ziem¬ 
lich  breiten  schwarzen  Adern  durchzogen,  unterseits  so  dicht  braun  beschuppt,  dass  die  hellen  Flecke  nur 
eben  angedeutet  sind;  mehrere  cf  cf  im  Tring  Museum  aus  dem  Hügellande  Britisch  Neu-Guineas :  an  den 
leuthe.  Zuflüssen  zur  Redscar-Bai.  f.  leuthe  Grose- Smith  (32b),  die  Discalstreifen  des  Vflgls  kurz,  Zelle  des  Vflgls 
ohne  Zeichnungen  oder  die  Zellflecke  klein,  das  Hflglfeld  weit  von  der  Wurzel  entfernt;  Waigeu  und  Nord¬ 
seite  von  Holländisch  und  Deutsch  Neu-Guinea,  weniger  ausgesprochen  dunkle  Stücke  auch  in  den  südlichen 
thule.  Teilen  Neu-Guineas.  f.  thule  Wall.  (=  alfredi  Frühst.),  wenigstens  einige  der  Vflglstreifen  bis  an  die  Zelle 
gehend,  schmäler  als  die  schwarzen  Aderstreifen,  das  Hflglfeld  erreicht  auch  hinten  die  Wurzel  nicht,  die 
goldiei.  Zellflecke  des  Vflgls  deutlich;  im  ganzen  Verbreitungsgebiete  der  Art.  f.  goldiei  Godm.  u.  Salv.  (=  princeps 
Weyrn.)  (32  c).  Die  hellen  Vflglstreifen  breiter  als  bei  der  vorigen  Form,  gewöhnlich  breiter  als  die  sie  trennenden 
schwarzen  Aderstreifen,  das  Hflglfeld  reicht  hinten  bis  nahe  an  die  Wurzel;  beim  $  sind  die  hellen  Streifen 
besonders  stark  entwickelt,  auch  die  Zelltlecke  des  Vflgls  sind  gross  und  zuweilen  ist  die  hintere  Hälfte 
der  Zelle  von  einer  langen,  nicht  unterbrochenen  Makel  eingenommen;  augenscheinlich  ebenso  weit  wie 
f.  thule  verbreitet.  Alle  diese  Formen  sind  durch  Übergänge  verbunden.  —  Die  Art  ist  bis  jetzt  nur  von 
Waigeu  und  verschiedenen  Teilen  Neu-Guineas  bekannt,  findet  sich  wahrscheinlich  aber  auch  auf  Aru  und 
den  Inseln  an  der  Küste  Neu-Guineas.  Der  Falter  im  Walde;  die  verschiedenen  Varietäten  sind  Abbilder 
von  Danaiden. 

idaeoides.  P.  idaeoides  Heu\  Ein  wegen  seiner  grossen  Ähnlichkeit  mit  dem  Modell  (Flestia  leuconoe)  höchst 

bemerkenswerter  mimetischer  Falter.  In  der  Zeichnung  dem  P.  debesserti  ähnlich;  die  Zelle  des  Hflgls  viel  breiter, 
die  Schuppen  normal.  Flügel  weiss  mit  schwarzen  Zeichnungen  wie  aus  der  Figur  ersichtlich;  die  Unterseite 
gleicht  der  Oberseite.  Das  ¥  genau  so  gezeichnet  wie  das  cf,  etwas  grösser.  —  Nur  von  Mindanao  bekannt. 


EURYCUS ;  LEPTOCIRCUS.  Von  Dr.  K.  Jobdan. 


107 


P.  encelades  Hew.  (49b).  Htlglzelle  breit.  Vflgl  gestreckt,  mit.  eingebogenem  Aussenrde,  weiss,  an  encelades. 
dem  Gostal-  und  Aussenrde  schwarz,  das  schwarze  Aussenfeid  vorne  bis  zur  Zellspitze  ausgedehnt;  Hflgl 
weiss  mit  breitem  schwarzem  Aussenrde.  Unterseite  fast  wie  oben,  die  dunklen  Teile  blasser,  die  hellen 
Felder  von  dunklen  Adern  durchzogen,  Hflglzelle  mit  dunklem  Längsstrich,  beide  Flügel  mit  grauweissen 
Submarginalflecken,  die  oberseits  meist  nur  schwach  angedeutet  sind.  Das  ?  scheint  nicht  bekannt  zu 
sein.  —  Nord-  und  Süd-Celebes. 

2.  Gattung:  Eurycus  Bsd. 

Ein  Aristolochienfalter ,  der  /'.  polydorus  in  mancher  Beziehung  nahekommt.  Unterscheidet  sich 
von  Papilio  hauptsächlich  durch  die  kürzere,  dickere,  nicht  gebogene  Fühlerkolbe,  die  viel  grössere  Basal¬ 
zelle  (sogen.  Präcostalzelle)  und  die  nach  der  Basis  zu  gebogene  Präcostalader.  Das  ?  hat  nach  der  Begattung 
eine  »Tasche«  wie  die  ??  von  Parnassins  und  der  südamerikanischen  Gattung  Euryades.  Beine  wie  bei  den 
Aristolochienfaltern  Indo- Australiens  durch  den  tiefem  Apicaleinschnitt  des  5.  Tarsengliedes  von  denen  der 
amerikanischen  Aristolochienfaltern  unterschieden.  Rp  noch  nicht  beschrieben;  nach  mündlicher  Mitteilung 
R.  E.  Turners  der  von  P.  polydorus  ähnlich;  auf  Aristolochia.  Pp  mit  Gürtel;  ähnlich  wie  bei  den  Aristolochien¬ 
faltern,  aber  viel  mehr  walzenförmig,  die  Flügelscheiden  nicht  abstehend  und  die  Dorsalhöcker  des  Abdomens 
klein  und  fast  kegelförmig;  Kopf  abgestutzt,  an  jeder  Seite  oben  und  unten  mit  Höcker;  graugelb,  braun¬ 
gelb  gestreift  und  marmoriert.  —  Eine  papuanische  Art. 

E.  cressida.  cf  und  ?  in  der  Gestalt  einander  ähnlich,  in  der  Färbung  verschieden,  cd  schwarz, 

Stirn  gelblichweiss ,  Thorax  und  Hlb  rot  gezeichnet.  Vflgl  durchsichtig,  dieser  Teil  nur  oben  beschuppt, 
die  Ränder  dunkel,  die  Wurzel  schwarz;  Zelle  lang,  mit  schwarzem  Fleck  der  Wurzel  der  obern  Mediane 
gegenüber,  ein  zweiter  schwarzer  Fleck  auf  dem  Zellschlusse.  Hflgl  schwarz,  aussen  stark  gerundet,  Abdominal¬ 
rand  noch  schwächer  als  bei  polydorus  umgeschlagen,  hinter  der  Mitte  eingebogen,  ein  aus  weissen  Makeln 
bestehendes  Mittelband  geht  vom  Gostal-  zum  Abdominalrande ;  eine  Reihe  Submarginalflecke  rot,  mehr  oder 
weniger  dicht  schwarz  überstäubt,  am  Saume  helle  Flecke.  Unterseite  wie  oben,  aber  die  Submarginal-  und 
Saumflecke  des  Hflgls  deutlicher.  ?  viel  blasser  als  das  cf,  beide  Flügel  grösstenteils  durchsichtig,  gelb¬ 
lich  rauchfarben;  die  hellen  Schuppen  an  der  Wurzel  des  Vflgls  bilden  dünne  Wellenlinien;  der  Disco¬ 
cellularfleck  kleiner  als  beim  cf ,  der  Zellfleck  durch  eine  unbestimmte  Quermakel  ersetzt,  Hflgl  entweder 
durchsichtig  mit  unbestimmten  Zeichnungen,  oder  ähnlich  wie  beim  cf,  die  dunklen  Teile  jedoch  blasser, 
die  Submarginalflecke  gelblichgrau,  unterseits  mehr  oder  weniger  deutlich  rötlich.  Die  Begattungstasche 
frontalwärts  mit  2  Seitenflügeln  und  3  übereinander  liegenden  Mittelfortsätzen.  Beide  Geschlechter  variieren 
in  der  Grösse  beträchtlich.  Der  Falter  ist  häufig;  er  hat  einen  geraden  und  ziemlich  schwachen  Flug, 
eilt  aber  mit  grosser  Schnelligkeit  davon ,  wenn  er  erschreckt  wird.  Er  besucht  blühende  Bäume  und 
schwärmt  zuweilen  in  Anzahl  um  blühende  Eucalyptus.  —  cressida  F.  (=  heliconides  Swains.,  ?  =  harmonia  F.,  cressida. 
harmonides  Gdt.)  (49  c).  Htlglunterseite  mit  deutlichen  Marginalflecken.  Im  nördlichen  Australien,  Thursday- 
Insel  (vielleicht  auch  auf  den  Nachbarinseln) ,  und  auf  den  kleinen  Inseln  zwischen  Timor  und  Timorlaut, 
wohin  der  Falter  vielleicht  erst  in  neuerer  Zeit  gelangt  ist:  Sermatta,  Babber,  Letti,  Moa,  Kisser.  Eins  der 
mir  vorliegenden  cf  cf  aus  Moa  hat  gelbe  statt  rote  Submarginalflecke  auf  beiden  Seiten  des  Hflgls. 
troilus  Btlr.  Hflgl  ohne  deutliche  Randflecke  bei  cf  und?;  Hflgl  des  ?  rauchschwarz,  mit  weissem  Mittel-  troilus. 
bande;  Britisch  Neu-Guinea. 

3.  Gattung:  L^eptocircilS  Swains. 

Kopf  breit,  Thorax  dick,  Hlb  kaum  länger  als  der  Thorax;  die  Fhlr  reichen  über  die  Spitze  der  Vflgl- 
zelle  hinaus,  oberseits  beschuppt,  die  feinen  Sinneshärchen  fast  gleichmässig  über  die  unbeschuppte  Unter¬ 
seite  verbreitet,  Kolbe  kurz  und  breit;  Beine  beschuppt.  Geäder:  im  Vflgl  die  I.  und  2.  Subcostale  von 
der  Zelle,  die  3.  und  4.  lang  gestielt,  die  5.  von  diesem  Stiel  näher  der  Zelle  als  dem  4.  Aste,  Vorderwinkel 
der  Zelle  spitz;  im  Hflgl  die  Zelle  sehr  klein. 

Vflgl  dreieckig,  der  Hrd  viel  kürzer  als  der  Distalrand,  vor  der  Mitte  ein  helles  Schrägband,  das 
sich  auf  den  Hflgl  fortsetzt  und  teilweise  unbeschuppt  ist.  zwischen  Zelle  und  Aussenrd  ein  grosses,  durch¬ 
sichtiges,  unbeschupptes ,  dreieckiges  Feld,  das  von  dünnen  schwarzen  Aderstreifen  in  6  —  8  Teile  zerlegt 
wird;  Hflgl  schmal  und  lang,  gefaltet.,  in  einen  sehr  langen  Schwanz  ausgezogen,  der  aussen  weiss  gesäumt 
ist.  cf  und  ?  einander  ähnlich;  ?  mit  grosser  ventraler  Copulationsgrube  vor  der  Hlbsspitze. 

Zwei  Arten.  Am  nächsten  mit  den  Segelfaltern  verwandt,  aus  denen  Leptocircus  ohne  Zweifel  her¬ 
vorgegangen.  Der  Besitz  eines  Duftorgans  in  der  Abdominalfalte  des  Htlgls  von  L.  cnrius  und  eines  Zahnes 
an  jeder  Tarsenklaue  bei  derselben  Art,  sowie  der  kräftige  Körperbau,  die  Zeichnung  von  Körper  und  Flügeln, 
die  grünlichen  beschuppten  Beine  etc.  erinnern  an  Segelfalter.  Wir  halten  es  für  ganz  verfehlt,  die  Lepto¬ 
circus  als  eigene  Unterfamilie  von  den  Papilioninae  zu  trennen. 

Uber  die  früheren  Stände  ist  nichts  bekannt,  ausser  dass  das  Ei  Papilio-artig  ist.  Die  Falter  sind 
in  den  meisten  Gegenden  ihres  Verbreitungsgebiets  häufig.  Sie  halten  sich  in  der  Nähe  von  Gewässern  auf, 
an  offenen  Stellen,  über  die  sie  in  schnellem  niedrigem  Fluge  wie  Libellen  hin-  und  herschiessen ;  sie  sind 


108 


TEINOPALPUS.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


eifrige  Wassertrinker,  das  sie  oft  hinten  rhythmisch  wieder  ausspritzen.  Auch  werden  sie  häufig  an  Blüten 
getroffen,  vor  denen  sie  mit  schnell  vibrierenden  Flügeln  und  hochgehobenen  zitternden  Schwänzen  stehen, 
ohne  sich  zu  setzen. 

Die  Gattung  ist  von  Südost-China  und  Assam  bis  Java,  Celebes  und  den  Philippinen  verbreitet. 

L.  curius.  Tarsenklaue  mit  langem  Zahn;  Falte  am  Abdominalrande  des  Hflgls  des  cf  mit  weissem 
Duftorgan;  das  Schrägband  beider  Flügel  weiss.  Nordost-China,  Assam,  südlich  und  östlich  bis  Java  und 
Palawan.  Es  sind  mehrere  geographische  Formen  aufgestellt,  die  aber  vollständig  ineinander  übergehen.  — 
walken,  walkeri  Moore  (49 d).  Das  schwarze  Mittelband  des  Vflgls  hinten  verschmälert,  sehr  häufig  unvollständig, 
curius.  das  weisse  Band  dafür  verbreitert.  Südost-China,  Tonkin,  Hainan.  —  curius  F.  Wie  vorher,  aber  das 
libelluloides.  schwarze  Mittelhand  des  Vflgls  breiter  und  immer  vollständig.  Von  Assam  bis  Palawan  und  Java.  —  libel- 
luloides  Frühst.  (49  d).  Das  durchsichtige  Feld  des  Vflgls  schmäler  und  die  dasselbe  durchziehenden  Adern 
dicker  schwarz.  Nias. 

L.  meges.  Tarsenklaue  einfach.  Hflgl  des  cf  ohne  Duftorgan.  Das  Schrägband  beider  Flügel  grün 
(unbeschuppt,  die  Flügelmembran  grün).  Die  Genitalien  gleichfalls  leicht  von  denen  des  L.  curius  zu  unter¬ 
scheiden.  Im  Osten  weiter  als  curius  verbreitet ,  da  meges  auch  auf  den  Philippinen  und  Celebes  vertreten 
virescens.  ist,  geht  jedoch  auf  dem  Kontinent  nicht  so  weit  nördlich  wie  curius.  —  virescens  Btlr.  Das  schwarze 
Medianband  des  Vflgls  in  der  Mitte  nie  doppelt  so  breit  als  das  grüne  Band,  in  den  nördlichen  Distrikten 
gewöhnlich  sogar  etwas  schmäler  als  letzteres;  die  graue  Beschuppung  an  der  Wurzel  der  Hflglunterseite 
meges.  ziemlich  scharf  umschrieben.  Hainan,  Tonkin,  Birma,  Shan-Staaten,  Annam,  Siam,  Malakka.  —  meges  Zink. 
(49  d).  Das  schwarze  Medianband  des  Vflgls  in  der  Mitte  gewöhnlich  um  die  Hälfte  breiter  als  das  grüne 
Band;  die  graue  Beschuppung  an  der  Wurzel  der  Hflglunterseite  bis  zu  der  1.  grauen  Querlinie  ausgedehnt, 
das  weisse  Band  breiter  als  das  wurzelwärts  von  ihm  hegende  schwarze  Band.  Sumatra,  Borneo,  Java.  — 
niasicus.  niasicus  subsp.  nov.  Das  durchsichtige  Feld  des  Vflgls  kleiner  als  bei  den  vorigen  Formen,  aus  7  Abschnitten 
bestehend,  von  denen  der  erste  klein  ist,  der  schwarze  Saum  so  breit  wie  bei  der  Form  aus  Celebes,  das 
grüne  Band  hinter  der  Mitte  um  ein  Drittel  schmäler  als  das  schwarze  Band;  Hflglunterseite  mit  sehr  deut¬ 
lichen  Querlinien  vor  dem  Abdominalrande,  das  graue  Basalfeld  erreicht  die  quere  Winkelmakel  nicht.  Nias. 
decius.  —  decius  Flär.  (=  wilsoni  Reak.)  (49  d).  Das  grüne  Vflglband  schmäler  als  bei  den  vorhergehenden  Formen, 
etwa  hall)  so  breit  als  das  schwarze  Medianband;  das  graue  Basalfeld  der  Hflglunterseite  kleiner  als  bei 
ennius.  meg.  meges.  Balabac,  Palawan,  Domaran  und  alle  Inseln  der  Philippinen.  —  ennius  Fldr.  {=  curtius  Wall.) 
(49 d).  Grösser,  besonders  der  Hflgl  nebst  Schwanz  auffallend  länger;  das  Glasfeld  des  Vflgls  schmäler,  von 
dicken  schwarzen  Adern  durchzogen ;  die  grüne  Binde  oben  und  unten  auf  beiden  Flügeln  schmal.  Celebes, 
wie  es  scheint  im  Norden  der  Insel  häufiger  als  im  Süden. 


4.  Gattung:  T eiiiopalpus  Hope. 

Stirn  kegelförmig  vorspringend;  Taster  sehr  lang,  zugespitzt,  vorgestreckt;  Fhlr  kurz,  mit  starker, 
stumpfer,  gekrümmter  Keule,  mit  Ausnahme  der  Wurzel  unbeschuppt,  die  Segmente  fast  zylindrisch,  die 
Sinneshärchen  fast  gleichmässig  über  die  Unterseite  verteilt.  Geäder  ähnlich  wie  bei  Papilio,  der  Median- 
sporn  des  Vflgls  nur  angedeutet,  die  obere  Querader  des  Vflgls  kurz,  die  2.  lang  und  eingebogen,  Apex 
des  Vflgls  spitz,  Hflgl  mit  1  (cf)  oder  2  (2)  langen  Schwänzen.  —  Die  frühem  Stände  noch  nicht  beschrieben, 
die  Rp  soll  auf  Daphne  nipalensis  leben.  Der  Falter  ist  sehr  lokal  und  findet  sich  nur  in  mittleren  und 
höheren  Lagen  der  Gebirge  (6 — 10000  Fuss)  im  Waldgebiete.  Er  hält  sich  gewöhnlich  in  den  Baumkronen 
auf,  von  wo  er  nur  von  etwa  8—11  Uhr  vormittags,  wenn  die  Sonne  scheint;  herabkommt  und  dann  durch 
Köder  angelockt  werden  kann.  Sein  Flug  ist  ausserordentlich  schnell.  Die  besten  Fangplätze  sind  offene, 
von  Hochwald  umgebene  Stellen  auf  Bergkuppen.  Eine  Art.  Von  Nepal  bis  Tenasserim  verbreitet,  auch 
in  Zentral-China. 

T.  imperialis.  cf:  Körper  grün,  unterseits  gelblich.  Oberseite  der  Flügel  grün  auf  schwarzem  Grunde; 
Vflgl  vor  der  Mitte  mit  schwarzer,  sanft  gebogener  Linie  und  zwischen  ihr  und  dem  Saume  zwei  breite, 
schwärzliche,  unbestimmt  begrenzte  Schattenbinden,  der  äusserste  Saum  schwarz,  die  Fransen  weiss;  Hflgl 
mit  schwarzer  Mittellinie,  an  dessen  Aussenseite  ein  gelbes  Feld  liegt  und  das  von  diesem  Felde  bis  zum 
Abdominalrande  weiss  gerandet  ist,  vor  dem  Saume  grüngelbe  Submarginalmonde,  Schwanzspitze  gelb. 
Unterseite  bis  zur  schwarzen  Mittellinie  grün,  der  Rest  des  Vflgls  bräunlichgelb  mit  schwarzen  Binden;  der 
Hflgl  fast  wie  oben.  ?  grösser  als  cf,  blasser,  oberseits  auf  dem  Vflgl  mit  zwei  grauen  Binden ,  auf  dem 
Hflgl  mit  grossem  grauem  Zentralfelde,  das  vor  dem  Abdominalrande  schmäler  und  gelb  ist,  Randzähne 
länger  als  beim  cf,  der  Zahn  der  1.  Radiale  zu  einem  Schwanz  entwickelt,  der  kürzer  als  der  Schwanz  der 
3.  Radiale  und  an  der  Spitze  gelblichgrau  ist.  Unterseite:  Wurzelfeld  grün,  Rest  des  Vflgls  grau  mit 
imperialis.  schwarzen  Binden,  Htlgl  fast  wie  oben,  zuweilen  ganz  ohne  Gelb.  —  imperialis  Hope  (=  himalaicus  Rothsch., 
?  =  parryae  Hope )  (49c).  cf:  das  gelbe  Htlglfeld,  obwohl  sehr  variabel  in  Grösse,  tritt  stets  in  die  Zell¬ 
spitze  ein  und  reicht  unterseits  bis  zur  1.  Mediane.  ?:  das  Zentralfeld  der  Hflgloberseite  ist  Ins  zur  2.  Mediane 


ARMANDIA ;  PARNASSIUS.  Von  Dr.  K.  .Jordan. 


109 


grau  mit  wenig  Schwarz  und  von  da  ab  gelb,  unterseits  ist.  das  Feld  zuweilen  grösstenteils  schwarz  und 
ohne  Gelb.  Nepal,  Sikkim,  Bhutan,  Assam,  Ober-Birma.  Vom  April  !>is  August.  Die  2?  aus  Sikkim  und 
Bhutan  scheinen  eine  blässere  Hflglunterseite  zu  haben  (himalaicus)  als  ??  aus  Assam ,  doch  kommen 
auch  in  Assam  Exemplare  vor,  die  so  blass  oder  selbst  blasser  als  Sikkim-Stücke  sind.  —  iinperatrix  Niccv.  imperatrix. 
cf:  weniger  dicht  .grün  beschuppt  als  die  vorige  Form,  das  gelbe  Htlglfeld  tritt  nicht  in  die  Zelle  ein  und 
reicht  unterseits  bis  zur  2.  Mediane;  Randzähne  länger.  ?:  das  graue  Feld  der  Hflgloberseite  vorne  dicht 
schwarz  bestäubt,  hinten  breiter  als  bei  imperialis,  bis  zur  3.  Radiale  und  darüber  hinaus  gelb,  Randzähne 
länger.  Ober-Tenasserim :  Toungoo,  Januar  bis  April;  im  Tring  Museum  2  cf  cf  und  1  2,  einschliesslich  der 
Namentypen  (cf?). 


5.  Gattung:  Armand ia  Blancli. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  von  Papilio  hauptsächlich  dadurch,  dass  der  Mediansporn  des  Vügls 
nur  ganz  schwach  angedeutet  ist.  Sie  gehört  zu  der  wesentlich  paläarktischen  Unterfamilie  Thaklinae  (oder 
Zerynthiinae). 

Körper  rauhhaarig,  im  Verhältnis  zur  Flügelgrösse  schwach;  Kopf  klein;  Taster  spitz,  vorspringend; 

Fhlr  unbeschuppt,  dünn,  kurz,  mit  schwacher  Kolbe,  die  Sinneshärchen  der  Unterseite  an  der  Wurzel  der 
Segmente  dicht  stehend;  Hlb  lang,  in  der  hintern  Hälfte  am  dicksten;  Beine  kurz.  Flügel  lang,  Vtlgl  ab¬ 
gerundet,  die  1.  und  2.  Subcostale  frei,  die  3. — 5.  miteinander  gestielt,  die  1.  Radiale  nahe  der  oberen 
Zellecke  entspringend ;  Hflgl  langgezähnt ,  mit  langem  Schwanz  an  der  3.  Radiale ,  und  kürzerem  an  den 
beiden  Medianästen,  Präcostalader  wurzelwärts  gerichtet,  Basalzelle  gross.  —  Die  früheren  Stände  un¬ 
bekannt.  Zwei  Arten,  in  mittleren  bis  höheren  Lagen  der  waldigen  Gebirge  Nord-Indiens  und  West-Chinas.  Der 
Falter  hat  einen  schwachen,  an  Plestia  erinnernden  Flug  und  lässt  sich  durch  den  Wind  zwischen  den  Baum¬ 
kronen  wie  ein  trockenes  Blatt  hin  und  her  treiben.  Er  besucht  auch  Blumen,  und  während  eines  Regen¬ 
schauers  setzt  er  sich  auf  ein  Blatt  und  schiebt  den  Vflgl  über  den  Hflgl,  so  dass  die  grellen  Farben  des 
letzteren  verdeckt  sind  (Doherty).  Vom  Frühjahr  bis  September.  Die  Geschlechter  einander  ähnlich. 

A.  lidderdalei.  Schwarz  mit  grauen  Linien,  wie  aus  der  Figur  ersichtlich.  Hflgl  von  der  2.  Radiale 
bis  zum  Abdominalrande  mit  grossem  buntem  Felde,  das  innen  rosenrot  und  aussen  schwarz  und  von  gelben 
Makeln  begrenzt  ist;  auf  dem  schwarzen  Teile  zwei  bläulich  graue  Flecke,  welche  wurzelwärts  eine  weisse 
Linie  oder  einen  weissen  Punkt  tragen;  Schwanz  stumpf  zugespitzt,  nicht  spatelförmig  wie  bei  der  chine¬ 
sischen  Art  A.  tliaidina.  Unten  ähnlich  wie  oben,  die  Zeichnungen  grösser,  das  rosenrote  Feld  blasser. 

Das  ?  etAvas  grösser  als  das  cf.  Nord-Indien  und  West-China.  —  lidderdalei  Atkms.  (49  c).  Die  Zelllinien  lidderdalei. 
des  Vflgls  nur  sehr  schwach  gebogen,  die  blaugrauen  Flecke  auf  dem  schwarzen  Felde  des  Hflgls  gross. 

Bhutan,  Naga-Berge  in  Nordost-Assam,  Chin-Berge  in  Nordwest-Birma.  —  spinosa  Stich,  kommt  in  West- 
China  vor. 


6.  Gattung:  Parnassius  Latr. 

Das  Genus  Parnassius  ist  ein  rein  paläarktisches.  Als  dessen  Urheimat  müssen  wir  die  zentral- 
asiatischen  Gebirge  betrachten,  von  avo  aus  sich  die  Arten  in  der  Glazialzeit  über  das  ganze  nicht  tropische 
und  nicht  arktische  Asien  und  die  nicht  arktischen  Regionen  Europas  verbreitet  haben ,  und  es  unterliegt 
keinem  ZAveifel,  dass  auch  die  nordamerikanischen  Parnassier  über  die  Alaskabrücke  ihren  Weg  nach  Alaska 
und  den  Rocky-Mountains  gefunden  haben. 

Es  ist  nicht  unwahrscheinlich,  dass  ursprünglich  alle  Parnassier  BeAvohner  der  Ebene  Avaren,  und 
ein  Teil  der  Arten  erst  mit  dem  Zurückweichen  des  Kontinental-Eises  in  die  höheren  Gebirge  aufstieg. 
Gewiss  ist  aber,  dass  die  rezenten  Arten  zum  Teil  steppicole  GeAvohnlieiten  beibehielten  (massenhaftes  Auf¬ 
treten  von  P.  mnemosyne  in  der  ungarischen  Puszta  und  den  Steppen  an  der  Wolga),  während  das  Haupt- 
kontingent  zu  den  monticolen  Bewohnern  zählt.  Die  indischen  Arten  sind  ausschliesslich  monticol  und  be¬ 
vorzugen  vorherrschend  sogar  die  hochalpinen  Regionen,  die  ihnen  hier  an  der  südlichsten  Peripherie  ihres 
Vorkommens  allein  die  geAvolmten  Daseinsbedingungen  zu  bieten  vermögen. 

Aber  selbst  diese  südliche  Dislocation  hart  an  der  Grenze  der  Tropen  und  an  der  klimatischen 
Scheidewand  zwischen  Hochasien  und  dem  heissen  Tiefland  von  Indien  bewirkte  keinerlei  wesentliche 
Modifikationen  im  Habitus  der  Gattung. 

Der  Charakter  der  Flügelzeichnung  hält  sich  noch  an  dieselben  Motive,  aa  ie  in  der  rein  paläarktischen 
Region,  eine  Konstanz,  welche  den  Parnassiern  das  in  sich  abgeschlossene  ihrer  Erscheinung  und  das  ein¬ 
heitliche  Gepräge  verleiht,  wodurch  sie  sich  so  auffallend  von  ihren  nächsten  Verwandten,  den  Papilioniden 
unterscheiden,  die  in  Indien  mehr  als  sonstwo  wesentlichen  Veränderungen  der  Flügel-Umrisse  und  Zeichnungs¬ 
anlage  untenvorfen  sind. 

Immerhin  aber  produzieren  die  Südabhänge  der  Himalayakette  und  die  an  sie  angrenzenden  nörd¬ 
lichen  Abdachungen  jene  Formen,  die  als  die  farbigsten  ( hardwicki )  oder  am  dekorativsten  gezeichneten 
(chcirltonius)  unter  allen  Arten  hervorragen. 


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PARXÄSSIUS.  Von  H.  Feuhstoefer. 


Die  allgemeinen  Charaktere  der  Gattung  sind  ausführlich  im  Paläarktenteil  Band  1,  Seite  19  und 
Band  5,  Seite  45  der  Fauna  Exotica  behandelt. 

Wir  beschränken  uns  deshalb  nur  darauf  hinzuweisen,  dass  sich  die  Parnassiiden  von  den  Papilio- 
niden  morphologisch  durch  das  Fehlen  der  Querader  zwischen  Mediana  und  Submediana  nahe  der  Wurzel 
des  Vflgls  und  der  Hinterrandsader  der  Hflgl  unterscheiden. 

Die  Greiforgane  der  Parnassier  stehen  jenen  der  Papilioniden  sehr  nahe.  Der  Uncus  ist  mit  zwei 
klauenartigen  Spitzen  versehen,  die  Valve  relativ  lang,  oval  und  mit  einem  hochaufragenden,  distal  ziemlich 
spitzen  Gebilde,  der  Clunicula  bewehrt,  die  auch  bei  den  Ornithoptera  vorkommt.  Der  Penis  ist  säbelartig, 
mit  scharfer,  etwas  ausgebogener  Spitze. 

Die  auffälligste  Eigentümlichkeit  der  Parnassier  bildet  die  Legetasche  der  Weibchen,  deren  Struktur 
als  Determinationshilfsmittel  dienen  kann. 

Auch  die  indischen  Gruppen  zerfallen  darnach  beurteilt  in  mehrere  heterogene  Gruppen. 

simo.  P.  simo  Gray ,  die  unscheinbarste  Art  des  gesamten  Gebietes  und  die  kleinste  bisher  bekannte 

Species  überhaupt,  charakterisiert  durch  eine  schlauch-  oder  wurmförmige  Legetasche.  Es  sind  nachweislich 
bisher  nur  vier  Exemplare  nach  Europa  gekommen,  die  in  Ladak  oder  der  Chinesischen  Tartarei,  wie  man 
das  Gebiet  damals  nannte,  auf  16000'  Höhe  gefangen  wurden.  Die  Art  ist  farbenarm  mit  umdüsterten 
kleinen  Augenflecken  der  Hflgl.  Kashmir. 

acconus.  P.  acconus  Frühst.  (=  mölleri  Bingliam)  (50  e).  Etwas  stattlicher  mit  deutlichen  hellroten  Ocellen 

und  mit  zusammenhängender,  nicht  wie  bei  simo  in  einzelne  Flecken  aufgelöster  Submarginalbinde,  acconus 
wurde  vor  dem  englisch-tibetanischen  Krieg  in  Kambajong,  an  der  Tibet-Sikkim-Grenze  entdeckt  und  wird 
als  auf  16000  Fuss  Höhe  gefangen  vermeldet. 

acco.  P.  acco  Gray  (Bd.  I,  16  c)  von  simo  durch  die  wie  lackiert  aussehende  Unterseite  und  die  grösseren, 

intensiv  roten  Ocellen  unterschieden.  Gleichfalls  sehr  selten,  mit  der  vorigen  Art  zusammen  in  Kaschmir 
entdeckt,  auch  am  Karakorum  und  dort  in  17 — 19000  Fuss  Höhe  vorkommend.  —  Von  Kambajong  ist 
gemmifer.  gemmifer  Frühst,  beschrieben,  kenntlich  am  dunkleren  Flügelsaum,  gesättigter  roten  und  breiter  schwarz 
umzogenen  Ocellen  der  Hflgl.  Die  Legetasche  von  acco  ist  von  sackartiger  Gestalt,  den  Leib  umschliessend 
mit  zwei  Zipfeln  und  unten  gefurcht. 

delphius.  P.  delphius  Ev.  (Bd.  I,  15  d,  e),  einer  der  am  meisten  zu  geographischer  Differenzierung  neigenden 

stoliczkanus.  Arten,  entsendet  fünf  bekannte  Zweige  in  die  Region  des  Himalaya.  —  stoliczkanus  Fldr.  (Bd.  I,  16  c). 

Hflgl  mit  breiter  Randbinde,  von  der  sich  4 — 5  rundliche  beim  ?  blau  bestäubte  dunklere  Flecke  abheben. 
Auf  16  — 18000  Fuss  Höhe  gefangen.  Flug  niedrig,  schnell,  zickzackförmig,  völlig  verschieden  von  jenem 
von  harduncki  und  jacquemonti,  ähnlich  jenem  von  charltonius  Moore.  Nordwestlicher  Himalaya,  Kaschmir.  — 
atkinsoni.  Als  eine  prächtige  ?-Form  hat.  —  atkinsoni  Moore  zu  gelten,  mit  viel  breiteren  schwarzen  Längsbinden 
der  Vflgl  und  stark  vergrösserten  roten  Makeln  und  Augen  der  Hflgl.  Pir  Pingal,  Nord-Kaschmir.  — 
hunza.  hunza  Gr.-Grsh.  ist  etwas  grösser  als  stoliczkanus ;  aus  dem  Hindukusch  beschrieben,  aber  in  Ghitral  nahe  der 
afghanischen  Grenze  in  indisches  Gebiet  übertretend.  Die  Bindenzeichnung  ist  etwas  reduziert,  der  Discus 
reichlich  grau  bestäubt.  Aussen rd  der  Hflgl  stark  verschmälert,  die  Submarginalflecken  jedoch  recht  stattlich, 
stenosemus.  quadratisch.  —  Bei  stenosemus  FFonr.  (Bd.  I,  161))  macht  sich  eine  an  atkinsoni  erinnernde  Verbreiterung 
aller  schwarzen  Binden  bemerklich,  die  submarginalen  Flecken  der  Hflgl  jedoch  wie  bei  hunza  freistehend, 
mit  deutlichen  blauen  Kernen.  Ladak,  Kutipass,  17  000  Fuss. 

lampidius.  P.  lampidius  Frühst.  (=  whitei  Binyh.)  (50 e)  kenntlich  durch  die  rein  weisse  Grundfarbe;  ist  vielleicht 

die  kleinste  bekannte  delphius- Rasse;  aus  Kambajong,  Süd-Tibet.  Alle  schwarzen  Zeichnungen  reduziert, 
besonders  auch  das  Saumband  und  die  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Die  Basis  der  Hflgl  dagegen  aus¬ 
gedehnter  schwarz  als  bei  den  übrigen  genannten  Formen,  an  staudingeri  Bang-FI.  erinnernd.  Die  Ocellen 
der  Hflgl  hell  karminrot,  aber  kleiner  als  bei  atkinsoni.  Die  Legetaschen  umschliessen  den  Leib  ringartig, 
sind  breiter  als  hoch  und  zweizipfelig. 

jacquemonti.  P.  jacquemonti  Bsd.  (50b).  Nach  Veeity  ist  diese  Species  ausgezeichnet  durch  das  im  Gegensatz 

zu  den  sonstigen  Parnassiern  bei  den  cf  cf  vorherrschende  melanolische  Kolorit,  während  die  in  der  Regel 
dunklen  ??  sich  ausnahmslos  viel  heller  und  fast  rein  weiss  tragen.  Die  Art  ist  ausserordentlich  unbeständig 
und  variiert  recht  bedeutend  in  der  Grösse,  der  Grundfärbung,  der  Anzahl  und  Gestalt  der  roten  Flecke, 
die,  wie  bei  den  europäischen  apollo,  mit  oder  ohne  weissen  Kern  versehen  sein  können.  Diese  Differenzen 
impunctata.  lassen  sich  vielleicht  auf  Saisondimorphismus  zurückführen.  Die  zeichnungsärmste  Form  ist  als  impunctata 
Austenit  (50b)  aus  Sikkim  beschrieben.  Kaschmir- Exemplare  sind  in  beiden  Geschlechtern  etwas  kleiner, 
ausnahmslos  reicher  rot  dekoriert  und  zumeist  mit  zwei  roten  Präapicalflecken  versehen.  Auch  Stücke  mit 
noch  dunkleren  als  die  Abbildung  und  glasig  durchschimmernden  Vflgln  sind  bekannt.  —  Den  Namen 
himalayensis.  himalayensis  Ehe.  (50  c)  übertrage  auf  die  Form  des  östlichen  Himalaya,  wie  sie  mir  aus  Native-Sikkim  in 
Anzahl  vorliegt,  ausgezeichnet  durch  die  rein  weisse  Grundfarbe,  die  kleineren  und  lichter  roten  Ocellen, 
den  schmäleren  glasigen  Aussensaum  der  Hflgl  und  die  schärfer  abgesetzten  schwarzen  Submarginalflecken.  — 


PARNASSIUS.  Von  H.  Fruhstorfer 


111 

rhodius  Honr.  aus  Kaschmir  differiert  dann  noch  durch  die  mehr  kreisrunden  Ocellen  und  die  verwischten  rhodius. 
Submarginalbinden  der  Hflgl.  —  chitralensis  Moore  ist  eine  Lokalform  von  rein  weisser  Grundfarbe,  zurück-  chitraiensis. 
tretenden  schwarzen  und  roten  Flecken  der  Vtlgl,  aber  ausgedehnteren,  zahnartig  in  die  Flügelmitte  vor¬ 
springenden  schwarzen  Basaltleck  der  Hflgl  und  nierenförmigen  roten  Ocellen.  Ghitral.  jacquemonti  ist 
eine  hochalpine  Species,  die  auf  den  Himalayapässen  in  Erhebungen  von  10  000  bis  selbst  18000  Fass  ge¬ 
funden  wurde.  Die  Falter  bewegen  sich  dort  über  Schneefeldern  oder  dem  gefrorenen  Boden  in  raschem, 
niederem  Fluge,  auch  da,  wo  nicht  die  geringste  Vegetation  mehr  bestehen  kann.  Flugzeit  Juli— September. 

Die  ??  der  jacquemonti- Reihe  besitzen  gekielte  Legetaschen,  während  die  der  nachfolgenden  epaphus-  Serie 
statt  des  Kiels  eine  Legetasche  mit  Querfalten  am  breiten  Ende  tragen. 

P.  epaphus  ObertJi.  vom  Nordwest-Himalaya  (Ladak)  ist  eine  Art,  die  im  Juli  und  August  tliegt,  bis  epaphus. 

15  000  Fuss  Höhe  vorkommend  beobachtet  wurde  und  stellenweise  häufig  ist,  wenn  gleich  sie  selten  nach 
Europa  gelangt.  Obeethür’s  Type  gehört  der  Regenform  an,  gekennzeichnet  durch  grössere  rote  Ozellen 
und  breitere  schwarze  Binden  als  die  forma  cachemiriensis  Oberth.  (Bd.  1.  15  c)  mit  zierlicheren  Flecken  und 
Augen  und  rein  weisser  statt  ockergelber  Grundfarbe.  In  der  Nähe  von  Leh ,  Kaschmir  ist  letztere  nicht 
selten.  —  nirius  Moore  (Bd.  I,  15b),  die  wegen  dem  melanotischen  Kolorit  des  ?  —  das  viel  dunkler  als  der  nirius. 
cf  ist,  auch  zu  epaphus  gehört,  —  ist  eine  habituell  kleine  individuelle  Abweichung,  gleichfalls  aus  Kaschmir 
und  von  epaphus  nur  zu  trennen  durch  die  komplette  nicht  in  einzelne  Flecken  aufgelöste  Submarginalbinde 
der  Vtlgl.  (Bingham). 

sikkimensis  Elw.  (50 d)  ist  eine  gutumschriebene,  sehr  kleine  Lokalform  aus  Native-Sikkim,  wo  sie  sikkimensis. 
Elwes  im  September  1870  an  der  tibetanischen  Grenze  noch  auf  19  000  Fuss  Höhe  gefangen  hat.  Auch  in 
Süd-Tibet  (Kambajong)  ist  die  Art  noch  häufig,  doch  variiert  sie  stark  in  der  Grösse,  indem  einige  bereits 
der  nordtibetaniseben  nanchanica  Aust,  durch  ihre  grossen  roten  Ozellen  nahe  kommen,  während  auch  dunkle 
Exemplare  auftreten  mit  dicht  schwarzbestäubtem  Vflgl-Discus. 

P.  hardwicki  Gray  (Bd.  I,  15  b)  stellt  in  seinen  entwickeltsten  Formen  unter  allen  Parnassiern  ent-  hardwicki. 
schieden  die  bunteste  Art  dar,  mit  einer  so  weitgehenden  Variation,  dass  ihr  Moore  in  den  Lepidoptera  Indica 
drei  Tafeln  mit  24  kolorierten  Figuren  widmete,  von  denen  keine  der  andern  gleicht  und  dabei  ist  nicht 
einmal  die  so  charakteristisch  nur  bei  hardwicki  vorkommende  eigentümlich  hell  moosgrün  (ähnlich  wie  bei 
gewissen  Colias )  abgetönte  Unterseite  dort  dargestellt. 

hardwicki  wurde  gemeinsam  mit  acco  und  simo  von  Major  Charlton  in  Kaschmir  entdeckt.  Dort  und 
in  Simla  kommt  die  Art  während  des  ganzen  Jahres  vor.  Sie  bevorzugt  nackte  nur  mit  Gras  bewachsene 
Berggipfel,  über  der  Baumgrenze  tliegt  langsam  wie  gewöhnliche  träge  Pieriden,  kann  aber  auch  schnell  und 
hastig  über  Felsen  hinwegsetzen.  Zwei  Generationen  sind  bestimmt  nachgewiesen.  Moore  glaubt  sogar  drei 
konstruieren  zu  können,  aber  sicher  sind  nur  eine  Vorfrühlings-  und  eine  Spätherbstgeneration.  Letztere 
überwintert  anscheinend,  denn  Gapt.  Lang  hat  hardwicki  im  Dezember  und  Februar  an  schönen  Tagen,  die 
auf  Wochen  andauernden  Schneesturm  folgten,  fliegen  sehen.  Young  fand  grosse  Mengen  Ppn  Mitte  Oktober 
und  glaubt,  dass  noch  mehr  Ppn  als  Imagos  überwintern.  Die  Rpn  fressen  wie  auch  die  von  verwandten 
Arten  Saxifraga- Arten.  Im  westlichsten  Himalaya  variiert  die  Art  am  wenigsten,  die  helleren  Formen  fliegen 
in  Höhen  von  7500 — 9000  Fuss,  die  dunklen  von  10 — 15  000  Fuss  Höhe.  Ich  glaube  zwei  Rassen  absondern 
zu  dürfen,  nämlich  hardwicki  Gray  (Bd.  I,  15b)  von  Kaschmir  und  dem  westlichen  Himalaya  mit  dem  Extrem 
albinotischer  Entwicklung  forma  otos  Frühst.  (50  c)  und  charino  Elu\  (50  d),  der  melanotischen  Hochalpen-  otos. 
form.  —  Für  die  kleinere,  namentlich  in  weiblichen  Geschlecht  auch  unterseits  dunkler  grün  bereifte  Sikkim-  charino. 
rasse  möge  der  Name  viridicans  nov.  subsp.  (50  c,  d)  eingeführt  werden.  Davon  stellt  ater  Frühst,  eine  ver -  viridicans. 
dunkelte,  albicans  Frühst,  eine  albinotische  und  parva  Verity  eine  habituell  zurückgebliebene  Bergform  albicans. 
dar.  Die  ??  sind  die  farbenschönsten  Exemplare,  durchweg  dunkler  als  die  cf  cf  und  auch  unterseits  auf ,uv  L'a' 
grünem  Grunde  rot  gezeichnet.  Die  Legetasche  ist  seitlich  flach  gedrückt,  blasenartig,  weisslichgelb  mit 
einer  tiefen  Längsfurche  an  der  Unterseite. 

P.  imperator  Oberth.  (50  a  cf;  ?  Bd.  I,  16  f.)  gilt  als  der  grösste  Repräsentant  der  Gruppe.  Eines  imperator. 
der  seltenen  cf  cf,  die  sich  in  den  wenigsten  Sammlungen  befinden,  kommt  liier  zur  Darstellung,  ebenso  eine 
Rasse  aus  Südtibet,  nahe  der  Sikkimgrenze  gefangen,  augustus  Frühst.  (50  b).  Diese  hochspezialisierte  Lokal-  augustus. 
form  differiert  von  imperator  durch  die  gelbliche,  manchmal  sogar  kanariengelbe  Grundfarbe  und  die  schärfer 
abgesetzten  und  schmäleren  schwarzen  Binden  aller  Flügel,  die  durchscheinende  sehr  grosse  rote  Basalmakel 
und  die  wie  bei  jacquemonti,  epaphus  und  hardwicki  vorhandenen  aber  noch  grösseren  roten  Tränenflecken 
in  der  Zelle  und  der  Subanalgegend  der  Hflgl.  Die  roten  Augen  der  Hflgl  bleiben  kleiner,  sie  sind  aber 
breiter  schwarz  umrandet  und  ebenso  wie  die  blauen  Analozellen  reicher  weiss  gekernt.  In  der  Grösse 
bleibt  augustus  etwas  hinter  imperator  zurück,  trotzdem  ist  die  Submarginalbinde  der  Vtlgl  fast  doppelt  so 
breit,  wie  denn  alle  gelblichen  Vflglbinden  eine  Tendenz  zur  Ausdehnung  verraten.  —  Legetasche  des  ? 
ähnlich  jener  von  delphius,  nur  kräftiger,  dunkler  mit  zwei  spitzen  Flügeln. 

Zu  den  vornehmsten  aller  Arten  zählt  auch 

P.  charltonius  Gray  (50a),  ausgezeichnet  durch  die  prächtigen,  meist  sehr  grossen  quadratischen ,  charltonius. 
hellroten  Augenflecken  und  die  freistehenden  schwarzen  grossen,  blaugekernten  Submarginalocellen  der  Hflgl. 


112 


PARNASSIUS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Im  Gegensatz  zu  augustus  besitzt  charltonius  keinerlei  rote  Basalfleckung  der  Hflglunterseite,  an  deren  Stelle 
ein  schwärzliches  dicht  mit  gelben  Schuppen  belegtes  Feld  tritt.  —  Legetasche  des  ?  schneckenförmig.  Kashmir, 
Nordwest-Himalaya.  —  Moore  sagt,  dass  charltonius  in  Höhen  von  4500 — 5000  m  im  Zickzack  schwimmen¬ 
den  Fluges  über  den  Boden  gleitet  wie  ein  Hühnerhund,  wenn  er  Wild  aufnimmt.  Von  charltonius  und 
Imperator  sind  stets  die  cf  cf  seltener  als  die  ??,  was  damit  erklärt  wird,  dass  die  cf  cf  es  lieben,  unzugängliche 
isolierte  Berggipfel  zu  umkreisen  und  nur  zur  Copulation  in  die  tiefer  gelegenen  Alpenmatten  herabzugehen, 
wo  allein  die  2?  Gelegenheit  finden  ihre  Eier  abzulegen.  Von  charltonius  ist  bekannt,  dass  die  cf  cf  in  rasendem 
Fluge  umherschiessen  und  nur  zufällig  gefangen  werden  können ,  wenn  Wolken  die  Sonne  verbergen  oder 
starke  und  kalte  Winde  einsetzen,  wo  die  Falter  sich  dann  Schutz  suchend  auf  Felsen  setzen.  Augustus 
und  charltonius  sind  sehr  lokal  und  beide  neigen  viel  weniger  als  andere  Parnassier  zur  Variabilität.  Auch 
scheinen  die  Jahreszeiten  keinen  Einfluss  auf  ihre  Färbung  auszuüben.  Bei  charltonius  wechselt  jedoch  die 
Ausdehnung  des  Rot  der  Ocellen  etwas.  —  Besonders  reich  rot  verzierte  Stücke  von  letzterem  nannte 
h.  Veritv  deckerti. 


Nachträge  und  Berichtigungen. 


Seite  14:  Papilio  priamus  arruanus  cf -ab.  chrysospila  lies  chrysophila. 

Seite  21:  Papilio  helena  papuensis.  Es  gibt  in  Deutsch  Neu-Guinea  unter  den  cf  cf  Exemplare, 
a-  deren  Hflgl  rot  statt  golden  ist:  cf-ab.  rubra  Pagenst.  Mir  nicht  in  Natur  bekannt. 

Seite  22:  Papilio  helena  bandensis  (1908)  Rothsch.  ist  bandensis  Pagenst.  (1904). 

Seite  23:  Papilio  helena  mannus  Frühst,  von  Bali  kann  ich  nicht  von  javanischen  Stücken  (P.  h.  helena) 
unterscheiden. 

Seile  33:  P.  ikusa  Ehrm.,  vor  kurzem  aus  Simoda,  Japan,  beschrieben,  fällt  mit  alcinous  Klug 


zusammen. 

Seite  48:  Eine  mir  jetzt  vorliegende  grosse  Serie  Exemplare  von  P.  xuthus  aus  Formosa  bestätigen 
meine  Vermutung,  dass  koxinga  Frühst,  auf  ein  vergilbtes  Stück  gegründet  ist.  Der  Name  koxinga  muss 
daher  als  synonym  zu  xuthus  gezogen  werden. 

Seite  57:  capaneus  Westw.  von  Queensland. 

Seite  61:  Zeile  3  lies  cf-f.  depicta  statt  ?-f. 

Seite  62:  Zeile  6  u.  ff.  lies  Savu  statt  Suva. 

Seite  67:  ?-f.  nymphasia  ist  =  ?-f.  capsus  Ribbe  (1898). 

Seite  79:  Zeile  40  lies  Vflgl  statt  Hflgl.  (K.  Jordan.) 


Alphabetisches  Verzeichnis 


zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der 

abbreviatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  303. 
aberrans  Pap.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  369. 
acco  Parn.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  1,  p.  76.  * 
acconus  Parn.  Frühst.  Iris  16,  p.  43. 
achates  Pap.  Sulz.  Abgek.  Gesch.  Ins.,  p.  141.  * 
acheron  Pap.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  16,  p.  120. 
acheron  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  432. 
acous  Pap.  Ribbe,  Soc.  Entom  1898,  p.  161. 
actinotia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  28. 
acuta  Pap.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  358. 
adaeus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  167. 
adamantius  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p  322. 
adamas  Pap.  Zink.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  15,  p.  144. 
adamsoni  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  18,  p.  149. 
adonarensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  324. 
adrastus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  321. 
adventus  Pap.  Frühst.  Iris  1902,  p.  306. 
aeacus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  225. 
aegatinus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zol.  1908,  p.  172. 
aegeus  Pap.  Don.  Ins.  N.  Holl.  14.  * 
aegialus  Pap.  Dist.,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  352. 


indo-australischen  Papilioniden  aufgeführten  Formen. 

zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 

aegisthus  Pap.  L.  Amoen.  Acad.  6,  p.  401. 

aenigma  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  60.  * 

aesacus  Pap.  Ney,  Ins.  Börse  1903,  p.  36. 

agamemnon  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  462. 

agasophus  Pap.  Frühst.  Iris  1903,  p.  11. 

agenor  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  460. 

agestor  Pap.  Gray,  Zool.  Mise.  1832,  p.  32. 

agetes  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  2,  p.  23.  * 

ahasverus  Pap.  Stgr.  Iris  8,  p.  347. 

aidoneus  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  16,  1845,  p.  178. 
aignanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  416. 
aipytos  Pap.  Frühst.  Entom.  Ztschr.  Guben  1908,  p.  49. 
albertisi  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  41. 
albescens  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  199. 
albicans  Parn.  Frühst.  Iris  11,  p.  147. 
albinovanus  Pap.  Frühst.  Ent.  Ztschr.  Gub.  1909,  p.  238. 
albinus  Pap.  Wallace,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  25,  p.  49.  * 
albociliatus  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1901,  p.  106. 
albofasciata  Pap.  Semp.  Philipp.  Tagt.,  p.  273. 
albolineatus  Pap.  Forb.  Nat.  Wand.  E.  Arch.,  p.  275. 
albostriatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  66. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Papilioniden. 


118 


alboventris  Pap.  Ribbe,  Iris  1900,  p.  407. 

alcanor  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  107.  * 

alcibiades  Pap.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  8. 

alcindor  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  48. 

alebion  Pap.  Gray,  Gat.  Lep.  Brit.  Mus.  1,  p.  80.  * 

alexandrae  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1907,  p.  96. 

almae  Pap.  Semp.  Phil.  Tagt’.,  p.  270.  * 

alorensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1,  p.  686. 

aloricus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zsehr.  Stuttg.  1909,  p.  170. 

alpheios  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  343. 

alphenor  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  141.  : 

alticola  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  ,9,  p.  64. 

amanga  Pap.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Ent.,  p.  39. 

amaranta  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  422. 

amaura  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  76. 

amaura  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  21. 

ambiguus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  397. 

ambracia  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  54. 

ambrax  Pap.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Entom.  p.  40. 

ampelius  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  174. 

amphis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  91. 

amphrysus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  43.  * 

amynthor  Pap.  Bsd.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1859,  p.  155. 

anactus  Pap.  Macl.  King’s  Surv.  Austr.  2,  App.,  p.  458. 

anamiticus  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  271. 

anceus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  44.  * 

andamana  Pap.  Lathy,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1907,  p.  5. 

andamanicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  171. 

androcles  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p  249. 

androgyna  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  19. 

andromache  Pap.  Stgr.  Iris  5,  p.  393. 

andronicus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  1909 ,  p.  167. 

angustatus  Pap.  Stgr.  Iris  1,  p.  273. 

annae  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  297. 

anthedon  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 

anticrates  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  18  (1846),  p.  371. 

antileuca  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  3. 

antiope  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  2. 

antiphates  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  113.  * 

antiphonus  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1902,  p._170. 

antiphulus  Pap.  Frühst.  Iris  1903,  p.  302. 

antiphus  Pap.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  10. 

antissa  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  39. 

antonio  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  V,  Pap.  * 

anura  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  74. 

aphnea  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 

aphthonia  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  165. 

aplotia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 

araspes  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  321. 

archidaeus  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  B.  Mus.  I,  p.  3. 

arctofasciata  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  148. 

arcturus  Pap.  Westw.  Ann.  Mag.  Hist.  9  (1842),  p.  37. 

argentiferus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  106. 

argidia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  22. 

argynnus  Pap.  Druce,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  2,  p.  235. 

ariadne  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  2. 

aribbas  Pap.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  1909,  p.  177. 

ariel  Pap.  Grose-Sm.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.  303. 

aristeoides  Pap.  Eimer,  Artbild.  Schmett.  p.  161.  1 

aristeus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  60.  * 

aristolochiae  Pap.  F.  Syst.  Ent.,  p.  443. 

arius  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  174. 

arjuna  Pap.  Horsf.  Gat.  Lep.  Mus.  E.  Ind.  C.  I.  * 

arruana  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  391. 

artanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  173. 

artaphernes  Pap.  Hotir.  Berl.  Ent.  Zeitsch.  30,  p.  295. 

arycleoides  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  344. 

arycles  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  231. 

asakurae  Pap.  Matsam.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  1909,  p.  55. 

asartea  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  2. 

ascalaphus  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  S.,  p.  200. 

ascalon  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  348. 

asiatica  Pap.  Men.  Enum.  Corp.  Mus.  Petr.  1.  p.  70. 

asinices  Pap  Frühst.  Ent.  Meddel.  1901,  p.  305. 

asteris  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  167. 

astina  Pap.  Westw.  Cab.  Or.  Ent.,  p.  20.  * 

astorion  Pap.  Westw.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  9  (1842),  p.  37. 

astreans  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 

atavus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  353. 

atavus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  39. 

atkinsoni  Parn,  Moore,  Lep.  Ind.  5,  p.  121.  * 

atlas  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  1. 

atratus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  414. 

IX 


atropictus  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1908,  p.  53. 
atropos  Pap.  Stgr.  Iris  1,  p.  276. 
augustus  Parn.  Frühst.  Soc.  Entom.  18,  p.  113. 
auratus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898.  p.  218. 
aureifer  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  423. 
aurifer  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  132. 
auriflua  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  5'.’. 
austrosundanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool  2,  p.  249. 
autolycus  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  321. 
axion  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.,  Wien  1864,  p.  305. 
azelia  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 

baglantis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  165. 
balinus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  72. 
j  balius  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  90. 
banjermasinus  Pap.  Frühst.  Nov.  Zool.  1908,  p.  165. 
barata  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  168. 
bathycles  Pap.  Zink.  Nov.  Act.  Nat.  Gur.,  p.  157.  * 
bathycloides  Pap.  Hotir.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  391. 
battacorum  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  173. 
baweana  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Naturk.  1896,  p.  180. 
baweana  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Verh.  Nat.  1896,  p.  179. 
bazilanus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  43. 
beatrix  Pap.  Waterh.  Vict.  Natural  25  (1908),  p.  118. 
beccarii  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  4,  p.  46. 
bernhardus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898,  p.  194. 
bianor  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  10.  * 
bifax  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  416. 
birmeicollis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  57. 
biroi  Pap.  Horv.  u.  Mocz,  Termez.  1900. 
biseriatus  Pap,  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  287. 
bismarckianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  305. 
blanca  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  422. 
blumei  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  206. 
boisduvali  Pap.  Montr.  Ann.  Soc.  Phys.  Nat.  Lyon  1856,  p.  393. 
bootes  Pap.  Westw.  Ann.  Mag.  Nat'.  Hist.  9  (1842),  p.  36. 
borealis  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  22. 
boreas  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  349. 

bornemanni  Pap.  Pag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1894,  p.  65.  * 
bouruensis  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  38. 
bradanus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1808,  p.  46. 
bridgei  Pap.  Math.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  349.  * 
brookiana  Pap.  Wallace,  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  3,  p.  104. 
browni  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  655. 
brunei  Pap.  Frühst.  Entom.  Nachr.  1894,  p.  300. 
bruneicollis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1902,  p.  57. 
brunneus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  189. 
buddha  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  1«86.  * 
buruanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1897,  p.  181. 
butis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 
butleri  Pap.  Jans.  Cist.  Entom.  2,  p.  433.  * 
butlerianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  320. 


cacharensis  Pap.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879,  p.  8. 

caelestis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1998.  p.  216. 

caliginosa  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Guben  1908,  p.  50. 

cambyses  Pap.  Ehrm.  Entom.  News  1904,  p.  214. 

camorta  Pap.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  592. 

canopinus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  342. 

canopus  Pap.  Westw.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  9,  1842,  p.  38. 

capaneus  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  2,  p.  15.  * 

capnodia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  21. 

carnatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  387. 

caroli  Pap.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1898,  p.  306. 

caschmirensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  407. 

castaneus  Pap.  Goeze,  Ent.  Beytr.  3  (1),  p.  88. 

castor  Pap.  Westw.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1842,  9,  p.  37. 

casyapa  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  143. 

cataleucas  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  173. 

caunus  Pap.  Westw.  Cab.  Orient.  Entom.  * 

celebensis  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p  39 

celebensis  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  64 

cellularis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  202. 

cerberus  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  291. 

cestius  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1903,  p.  49. 

ceylonicus  Pap.  Eimer.  Artbild.  Schmett.  p.  149. 

ceylonicus  Pap.  Moore,  Lep.  Ceyl.  I,  p.  151.  * 

chaon  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  2,  p.  97. 

chaonulus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73. 

charino  Parn  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  1,  p.  76.  * 

-  charlesi  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p  73. 

charltonius  Parn.  Gray.  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  1.  p.  77. 

15 


114 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Papilioniden. 


cheronus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zschr.  1902,  p.  204. 

chimaera  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1904,  p.  311.  * 

chiron  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  66. 

chitonia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross- Schmett.  9,  p.  20. 

chitralensis  Parn.  Moore,  Lep.  Ind.  5,  p.  107.  * 

cliloanthulus  Pap.  Westw.  Iris  1902,  p.  168. 

chloanthus  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  I,  p.  42.  * 

choiseuli  Pap  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  172. 

choredon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 

christobalus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  94. 

chrysospila  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908. 

cilix  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc  Zool.  Soc.  Lond  1909,  p.  148. 

ciminius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  177. 

cinereomaculatus  Pap.  Goeze,  Ent.  Beytr.  3  (1),  p.  88. 

cinna  Pap.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Guben  1908,  p.  50. 

citricinctus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  423. 

clanis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  100. 

clara  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  19. 

clathratus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  322. 

clymenus  Pap.  Leech,  Butt.  China,  p.  523.  * 

clytia  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  479. 

cnephas  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  41. 

codrus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  127.  * 

commixtus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  367. 

comodus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898,  p.  218. 

conjuncta  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1897,  p.  54. 

connectens  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  73. 

conspectus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  355. 

coon  Pap.  F.  Ent.  Syst. ,3  (1),  p.  10. 

crassipes  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  17,  p.  2.  * 

cressida  Eur.  F.  Syst.  Ent.  1,  p.  448. 

crino  Pap.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  5. 

crispus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1902,  p.  208. 

criton  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  225. 

critonides  Pap.  Frühst.  Soe.  Entomol.  1903,  p.  50. 

croesus  Pap.  Wallace.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  (2),  5,  p.  70. 

cronius  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien,  1864,  p.  332. 

croton  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  180. 

crudus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  416. 

cuneifera  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  110. 

curiatius  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  349. 

curius  Lept.  F.  Mant.  Ins.  2,  p.  9. 

curtisi  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  55. 

cyanippe  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  85. 

cyrus  Pap.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  2. 


daedalus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  298. 

daja  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  374. 

daksha  Pap.  Hmps.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1888,  p.  363. 

damaranus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1908, .p.  198. 

dampierensis  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1817,  p.  50.  öl 

danisepa  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  16,  p.  343.  \ 

darsius  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  B.  Mus.  I,  p.  5. 

dasarada  Pap.  Moore.  Cat.  Lep.  Ins.  Mus.  E.  J.  C.  1,  p.  96. 

dayacus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  171. 

decius  Lept.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  284. 

decolor  Pap.  Stgr.  Iris  1,  p.  279. 

decora  Pap.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1907,  p.  138. 

decoratus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  451. 

deiphobus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X).  p.  459. 

deiphontes  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  323. 

deipylus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  323. 

delesserti  Pap.  Gaer.  Piev.  Zool.  1839,  p.  233. 

delianus  Pap.  Frühst.  Ent.  Nachr.  1895,  p.  196. 

delostenus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  168. 

delphius  Parn.  Ev.  Bull.  Mose.  1843,  p.  541.  * 

demetrius  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  196.  * 

demoleinus  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  57. 

demoleus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  464. 

demolion  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  140.  * 

depelchini  Pap.  Robbe,  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  1892,  p.  125. 

depicta  Pap.  Frühst.  Ent.  Woehenbl.  1908,  p.  38. 

depilis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  340. 

desdemona  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  66. 

deucalion  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  375. 

dialis  Pap.  Leech,  Entomolog.  26,  Suppl.,  p.  104. 

diana  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  21. 

dilutus  Pap.  Frühst.  Ent.  Nachr.  1895,  p.  169. 

diophantus  Pap.  Grose-Sm.  Ent.  Month.  Mag.  19,  p.  234. 

dioscurus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  45. 

diphilus  Pap.  Esp.  Ausl.  Schmett.,  Taf.  40.  * 

dirce  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  84. 

discordia  Pap.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  N.  H.  (1892),  p.  343.  * 


dissimilis  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  479. 
distantianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool  2,  p.  320. 
dixoni  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  6,  p.  210. 
dobera  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 
doddsi  Pap.  Janet,  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1896,  p.  186. 
dodingensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  323. 
dohertius  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  417. 
dohertyi  Pap.  Ripp.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  295. 
dorcus  Pap.  De  H.  Verh.  Nat.  Ges.  Ned.  Overz.  Zool.  (1840),  p.  35.  * 
doris  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  165. 
doson  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 
doubledayi  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25.  p.  42. 
dravidarum  Pap.  I ‘Food-M.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1880,  p.  144.  * 
ducenarius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  73. 
dunali  Pap.  Montr.  Ann.  Soc.  Phys.  Nat.  Lyon  1856,  p.  396. 

echidna  Pap  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  378. 
echidnides  Pap,  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  141. 
egipius  Pap.  Misk.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond  1876,  p.  451. 
eleius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  209. 
elephenor  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  16  (1845),  p.  305. 
elyros  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  53. 
empedocles  Pap.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  10. 
encelades  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  376. 
energetes  Pap.  Frühst  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  72. 
enganius  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Bengal.  1891,  p.  31. 
ennius  Lept.  Fldr.  Novara  Lep.  1,  p.  2.  * 
enoplus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  101. 
epaminondas  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  6,  p.  62.  * 
epaphus  Parn.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  23.  * 
epirus  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  54. 
epycides  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  Pap.  3.  * 
erebinus  Pap.  Haase,  Unters.  Mimikry,  p.  57. 
erebus  Pap.  Wallace,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  25,  p.  41. 
erskinei  Pap.  Math.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  348.  * 
erythrus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  39. 
esperi  Pap.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  (2)  Zool.  1,  p.  553.  * 
eubelia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  75.  * 
euchenor  Pap.  Guer.  Voy.  Coqu.  1829.  * 
eucyana  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  44. 
eumaeus  Pap.  Ripp.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6),  10,  p.  193. 
eumagos  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 
euphorion  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  B.  Mus.  I,  p.  4.  * 
euphrates  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  283. 
euphratoides  Pap.  Eimer,  Artbild.  Schmett.,  p.  133.  * 
euprasina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  93. 
euprotenor  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 
eurous  Pap.  Leech.  Butt.  Chin.,  p.  521.  * 
eurypilides  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  350. 
eurypylus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  464. 
eutropius  Pap.  Jans.  Cruise  of  Marcliesa  2,  p.  376. 
evan  Pap.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  16  (1845),  p.  235. 
evemon  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  234. 
evemonides  Pap.  Hotir.  Berl.  Ent.  Zschr.  1884,  p.  396.  * 
exilis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  451. 
extensus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1896,  p.  25. 

fasciculatus  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  147. 
febanus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 
fehri  Pap.  Honr.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1891,  p.  432. 
leiden  Pap.  Rothsdi.  _  Nov.  Zool.  2,  p.  210. 
flava  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  38. 
flavescens  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1897,  p.  180. 
flavicollis  Pap.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  356. 
flavolimbatus  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  101. 
flavomaculata  Pap.  Ribbe,  Soc.  Entom.  1898,  p.  153. 
fleximacula  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  460. 

floresianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  167. 

forbesi  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5).  11,  p.  234. 
formosanus  Pap.  Reb.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1906,  p.  222. 
formosanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1899,  p.  67. 

formosanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  413. 

formosensis  Pap.  Rbl.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1906,  p.  222. 
fortensius  Pap.  Frühst.  Ent  Woehenbl.  1908,  p.  38. 
fruhstorferi  Pap.  Röb.  Ent.  Nachr.  1897,  p.  223. 
funiosa  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  106. 
fuscus  Pap.  Goeze,  Ent.  Beytr.  3  (1),  p.  87. 

gabrielis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  217. 
gaetus  Pap.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Gub.  1908,  p.  49. 
gatnbrisius  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  95.  * 
ganesa  Pap.  Dbl.  Gray’s  Zool.  Mise.  1842,  p.  73. 
gardineri  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  57. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Papilioniden. 


gedeensis  Pap.  Frühst.  Ent.  Nachr.  1893,  p.  285. 

gelia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  83, 

gelon  Pap.  Bsd.  Bull.  Soc.  Enf.  Fr.  1859,  p.  155. 

gemmifer  Parn.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  25. 

gemmifera  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschi-.  Stuttg.  1909,  p.  170. 

georgius  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  174. 

gerania  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

gigon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  318. 

gilolensis  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  64. 

gladiator  Pap.  Frühst.  Iris  1901,  p.  270. 

glenia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  30. 

glycerion  Pap.  Gray.  Zool.  Mise.  1813,  p.  32. 

godarti  Pap.  Montr.  Ann.  Sc.  Phys.  Nat.  Lyon  1856,  p.  398. 

godartianus  Pap.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  129.  * 

godeffroyi  Pap.  Setup.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  496.  * 

godmani  Pap.  Röb.  Tijdschr.  Entom.  1891.  p.  271. 

goldiei  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  613. 

goliath  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  12,  p.  1. 

goniopeltis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  167. 

goramensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  172. 

gordion  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -hot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 

gorei  Pap.  Ribbe,  Soc.  Entom.  1898,  p.  154. 

govindra  Pap.  Moore,  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  101. 

gronovii  Pap.  Scop.  Ann.  Hist.  Nat.  5  (1 7 72),  p.  12 

guttatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  451. 

gyas  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  p.  41.  * 

gyndes  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  209. 

gypsothelia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 

gyrtea  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p  13. 

haasei  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  375. 

hageni  Pap.  Rogetih.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1889,  p.  1. 

halesus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  183. 

haliphron  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  181. 

harn  ela  Pap.  Crowl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  509.  * 

hanus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1904,  p.  27. 

hardwicki  Parn.  Gray,  Zool.  Mise.,  p.  32. 

hasterti  Pap.  Ribbe.  Iris  20  (1907),  p.  62.  * 

hecataeus  Pap.  Godm.  u.  Salo.  x4nn.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  I,  p.  213. 

hector  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  459. 

hecuba  Pap.  Röb.  Tijdschr.  Ent.  24,  p.  263. 

hegylus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  91. 

helena  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  461. 

helenus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  459. 

heliconoides  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  756. 

hellopia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

henricus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  425. 

hephaestus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  291. 

hermocrates  Pap.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  57.  * 

hermosanus  Pap.  Rbl.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien.  1906,  p.  223. 

heronus  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1902,  p.  73. 

hewitsoni  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2.  p.  10. 

hicetaon  Pap.  Mathew,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  350. 

hiera  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

hilaria  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  85. 

himalayensis  Parn.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  30. 

hipponous  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  283. 

honrathiana  Pap.  Mart.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  37,  p.  492. 

hoppo  Pap.  Matsum.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  54. 

horatius  Pap.  Blatich.  Gompt.  Rend.  72,  p.  809. 

horsfieldi  Pap.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  1864,  p.  476. 

humboldti  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  166. 

humeralis  Pap.  Jord.  Seitz,' Gross-Schmett.  9,  p.  71. 

hunza  Parn.  Gr.-Grsh.  Hör.  Ent.  Ross.  22,  p.  303. 

hyalinus  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1901,  p.  89. 

hypochra  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  41. 

hypolitus  Pap.  Cr.  Pap.  Ex.  I.,  p.  14.  * 

hypoxanthos  Pap.  Röb.  Tijdschr.  Entom.  34,  p.  275. 

hypsicles  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  4  Pap.  * 

hypsiclides  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1,  p.  685. 

hystaspes  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  243. 

idaeoides  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  1  Pap.  * 

igneolus  Pad.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  89. 

ikarus  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  159. 

ilioneus  Pap.  Don.  Ins.  New-Holl.  * 

impar  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  443. 

imparilis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  443. 

impediens  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  272. 

imperator  Parn.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1883,  p.  77. 

imperatrix  Tein.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  12,  p.  335. 

imperialis  Tein.  Hope.  Trans.  Linn.  Soc.  19,  p.  132.  * 

imperiosa  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  204. 


impunctata  Parn.  Aust.  Natural.  1899,  p.  154. 

incertus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  283. 

indicatus  Pap.  Bttr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5j  18,  p.  248. 

indicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  457. 

indochinensis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  106. 

inopinatus  Pap.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  870. 

inornatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  307. 

insularis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  92. 

insularis  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  349, 

insulicola  Pap.  Rothsch,  Nov.  Zool.  1896,  p.  91. 

insonus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  57. 

interjectus  Pap.  Hotir.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  37,  p.  490. 

intermedius  Pap.  Snell.  Tijdschr.  Ent.  33,  p.  275. 

interpositus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  73. 

iris  Pap.  Röb.  Ent.  Nachr.  1888,  369. 

irregularis  Pap.  Donnatt,  Entomolog.  1897,  p.  312. 

isabellae  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1901,  p.  401. 

isander  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  211. 

isara  Pap.  Rothsdi.  Entomolog.  1908,  p.  3. 

isarcha  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

iswara  Pap.  White,  Entomolog.  1,  p.  280. 

iswaroides  Pap.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1898,  p.  304. 

itamputi  Pap.  Btlr.  Forb.  Natur.  Wand,  p.  276. 

ityla  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

jacquemonti  Parn.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  400. 

jaintinus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  47,  p.  178. 

janaka  Pap.  Moore,  Cat.  Lep.  Ins.  Mus.  E.  J.  C.  I,  p.  97. 

janus  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1901,  p.  413. 

javanus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1862,  p.  486. 

jindanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  170. 

joesa  Pap.  Btlr.  Entomolog.  4,  p.  348. 

jophon  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  B.  Mus.  1,  p.  10.  * 

jordani  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73. 

jugans  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1896,  p.  324. 

junia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  78. 

jupiter  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  31.  * 

kajelanus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  421. 
kalaoensis  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1896,  p.  92. 
karna  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  323. 
keianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  422. 
kephisos  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  142. 
kinabaluensis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  57. 
kirschi  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  12,  p.  1. 
kissuanus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1908,  p.  172. 
kosmos  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  180. 
kotzebuea  Pap.  Esdisch.  Kotz.  Reis.  3,  p.  202.  * 
koxinga  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 
krishna  Pap.  Moore,  Cat.  Lep.  Mus.  E.  J.  C.  1,  p.  108.  * 
kuehni  Pap.  Honr.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  30,  p.  294.  * 

laarchus  Pap.  God.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  214. 

lacedemon  Pap.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  36. 

laglaizei  Pap.  Depuis.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1877,  p.  171. 

lampidius  Parn.  Frühst.  Iris  1903,  p.  44. 

lamponius  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  188. 

lampsacus  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  190. 

langsonensis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  89. 

lankeswara  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  143- 

laomedon  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  78.  * 

lapathus  Pap.  Frühst.  Ins.  Börs.  1904,  p.  188. 

lafreülei  Pap.  Don.  Nat.  Repos.  2.  * 

ledebouria  Pap.  Eschsdi.  Kotzebue  Reis.  3,  p.  206.  * 

leechi  Pap.  Leech,  Butt.  Chin.,  p.  525. 

leodamas  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  43. 
leosthenes  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  18  (1846),  p.  372. 
lepidus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  141. 
leporina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  66. 
leptopsephus  Pap.  Frühst,  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  178. 
lesches  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  614. 
leucacantha  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  73. 
leucadion  Pap.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  20.  * 
leucania  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  89. 
leucocelis  Pap.  Jord,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  76. 
leucophanes  Pap.  Grose-Sm.  Nov.  Zool.  1894,  p.  584. 
leucothoe  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  2,  p.  128.  * 
leucothoides  Pap.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1891.  p.  441. 
leuthe  Pap.  Grose-Sm.  Nov.  Zool.  1,  p.  333. 
libelluloides  Lept.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zschr.  1898,  p.  179. 
lidderdalei  Arm.  Atkins.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  570.  * 
ligatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  451. 
ligyra  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  100. 


116 


Uvbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Papilioniden. 


lindus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  142. 

liomedon  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  575. 

lioneli  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73. 

liris  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  72. 

liukiuensis  Pap.  Frühst.  Stett.  Zg.  1898,  p.  407. 

lombockensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  322. 

loochooanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  271. 

lorquinianus  Pap.  Fldr.  Novara  Lep.  I,  p.  119. 

lowi  Pap.  Drnce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  358.  * 

lucina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  21. 

lucinda  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  23. 

lunifer  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1,  p.  687. 

lutorius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  132. 

lycaon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 

lycaonides  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool  2,  p.  430. 

lydioides  Pap.  Frühst.  Illustr.  Zeitschr.  Ent.  1900,  p.  198. 

lydius  Pap.  Fldr.  Novara  Lep.  I,  p.  9.  * 

lygaea  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  23. 


macareus  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  76. 
macaristus  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.434. 
maccabaeus  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  6. 
macfarlanei  Pap.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877. 
macleyanus  Pap.  Leach,  Zool.  Mise.  1  (1814),  p.  17.  * 
macronius  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  98. 
magellanus  Pap.  Fldr.  Wien,  Ent.  Mon.  6,  p.  282. 
mago  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  177. 
mahadeva  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  840.  * 
majalis  Pap.  Seitz,  Gross-Schmett.  1,  p.  10.  :i: 
malayanus  Pap.  Wallace ,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  59. 
mandane  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  348. 
mandarinus  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  115. 
mangarinus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  170. 
mangolinus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  422. 
mansonensis  Pap.  Frühst.  Soc.  Ent.  1901,  p.  113. 
manzer  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  65. 
marapokensis  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  419. 
tn  argin  ata  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent  17,  p.  3.  * 
mariae  Pap.  Semp.  Verh.  Ver.  Nat.  Unt.  Hambg.  3,  p.  115. 
martius  Pap.  Rothsch,  Nov.  Zool.  2,  p.  353. 
masformis  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  149. 
matsumurae  Pap.  Frühst.  Ent,  Zeitschr.  Stuttg.  1909.  p.  209. 
mayo  Pap.  New.  u.  Äthins.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  736.  * 
mecisteus  Pap.  Bist.  Rhopal.  Mal.,  p.  361.  * 
medon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  306. 
meeki  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1901,  p.  402.  * 
meforanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  166. 
megaera  Pap.  Stgr.  Iris  1888,  p.  275. 
megarus  Pap.  Westw.  Arcan.  Entom.  2,  p.  98.  * 
megasthenes  Pap.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1889,  p.  314. 
meges  Lept.  Zink.  Nov.  Act,  Acad.  Nat.  Cur.  15,  p.  161.  * 
mehala  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  18,  p.  150. 
meiampus  Pap.  Rothsch,  Nov.  Zool.  1896,  p.  424. 
melanostoma  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  44. 
melanotica  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat,  1897.  p.  56. 
melanotus  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  13. 
melanthus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  283. 
melanurus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1905,  p.  78. 
melas  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  183. 
melas  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  19. 
melia  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  15  (1908),  p.  173. 
memnon  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  460. 
mencius  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  22. 
mendanaPap.  Godm.  ü.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  I,  p.  212. 
mendax  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  376. 
menides  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904.  p.  181. 
merapu  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891,  p.  191. 
meridionalis  Pap.  Rothscch.  Nov.  Zool.  1897,  p.  180. 
mesades  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1908,  p.  319. 
mesites  Pap.  Jord.  Seifz,  Gross-Schmett.  9,  p.  45. 
messius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  72. 
messogis  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907,  p.  183. 
meton  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1904,  p.  180. 
meyeri  Pap.  Hpff.  Stett.  Ztg.  1874,  p.  19. 
micholitzi  ,Pap.  Semp.  Philipp.  Tagt),  p.  269.  * 
milon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 
milonides  Pap.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  397. 
minor  Pap.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  30.  p.  130.  * 
minor  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  46. 
minos  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  p.  4.  * 
minusculus  Pap.  Ribbe,  Soc.  Entom.  1898,  p.  161. 
miokensis  Pap.  Ribbe;  c Soc.  Entom.  1898,  p.  153. 
miranda  Pap.  Btlr.  Lep.  Exot.  I,  p.  3.  * 


misimanus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1898,  p.  217. 
misolensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  169. 
mitis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  104. 
montanus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864.  p.  322. 
monticolus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1897,  p.  20. 
montrouzieri  Pap.  Bsd.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1859,  p.  155. 
mooreanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2.  p.  286. 
mopa  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  3. 
inordingtoni  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1896,  p.  322. 
morotaicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  174. 
musianus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1899,  p.  67. 
mynion  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  10. 
myrtis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  15  (1908),  p.  173. 

naira  Pap.  Moore,  Lep.  Ind.  6,  p.  22.  * 

naissus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1908,  p.  49. 

najas  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891,  p.  193. 

natuscensis  Pap.  Rothsch.  Entomolog.  1908,  p.  1. 

naucles  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  159. 

nebulosus  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  7,  p.  33.  * 

neohannoveranus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  217. 

neomiranda  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1903,  p.  57. 

neopommeranius  Pap.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  31,  p.  350.  * 

neoris  Pap.  Rothsch,  Entomolog.  1908.  p.  3. 

nephelus  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  210. 

nepticula  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  374. 

neptunus  Pap.  Guer.  Rev.  Zool.  1840,  p.  53. 

nereides  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1906,  p.  94.  * 

nereis  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891,  p  20. 

neriotes  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  169. 

neronus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73. 

nesocles  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  74. 

neumoGgeni  Pap.  Honr.  Ent.  Nachr.  1890,  p  127. 

nevilli  Pap.  Wood-Mas.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  9,  p.  105. 

neyra  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  II,  p  428. 

niasicus  Lept.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  108. 

niasicus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  306. 

niasicus  Pap.  Weym.  Stett.  Zg.  1885,  p.  271. 

nicanor  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  319. 

nicconicolens  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  (5)  7,  p.  139. 

nichomachus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  178. 

nigerrimus  Pap.  Ribbe,  Soc.  Entom.  1898,  p.  161. 

nigribasalis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  71. 

nigricans  Pap.  Eimer,  Artbild,  Schmett.,  p.  168.  * 

nigricollis  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  419. 

nikobarus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  12,  p.  482. 

nipponus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 

nirius  Parn.  Moore,  Lep.  Ind.  5,  p.  108.  * 

nisus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  90. 

noblei  Pap.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1888,  p.  287.  * 

noctis  Pap.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1859,  p.  423.  * 

noctula  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  90.  * 

noma  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 

nomius  Pap.  Esp.  Ausl.  Schmett.,  p.  210.  * 

novobritannicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  242. 

novoguineensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  170. 

novohibernicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  422. 

nox  Pap.  Swains.  Zool.  Illustr.  III  (1822).  * 

nubiger  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  428. 

nubilus  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  344. 

nuceria  Pap  Jord.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 

numa  Pap.  Weber,  Obs.  Ent.  (1801),  p.  106. 

nychoma  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  26. 

nympha  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  23. 

nymphodorus  Pap  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p  176. 

nymphosia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  67. 

nysala  Pap.  Jord,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  74. 

nyx  Pap.  Nicev.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  20,  p.  226. 

oberon  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  19,  p.  172. 

oberthueri  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p  210. 

obiensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  416. 

obliteratus  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  149. 

oblongomaculatus  Pap.  Goeze,  Ent.  Beytr.  3,  (1),  p.  44. 

obsolescens  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  339. 

oceani  Pap  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891.  p.  31. 

ochracea  Pap.  Ribbe,  Iris  1897,  p.  246. 

oenomaus  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  72. 

offakus  Pap.  Frühst  Iris  1904,  p.  143. 

okinawensis  Pap.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  416. 

Olympia  Pap.  Honr.  Ent.  Nachr.  17,  p.  241 
ombiranus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  417. 
onesimus  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  Pap.  * 


117 


Urbeschreibungs-Nachweis  der 

onpape  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  840 

oreon  Pap  Dok.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891,  p.  192. 

orinomus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  166. 

oritas  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  654. 

oritinus  Pap.  Frühst.  Iris  1903,  p.  15. 

ormenus  Pap.  Guer.  Voy.  Coquille  pl.  14.  * 

ornatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  414. 

orosius  Pap.  Frühst.  Ent.  Wochenbl.  1908.  p.  38. 

orsippus  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  101. 

ortegae  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1904,  p.  453. 

orthia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  98. 

othello  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8),  1. 

otos  Parn.  Frühst.  Iris  16,  p.  46. 

oxyartes  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg. 


padanganus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  165. 

padiyana  Pap.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  313. 

palanus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73 

palawanicus  Pap.  Stgr.  Iris  1,  p.  278. 

palawanus  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  6. 

palembanganus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  421. 

palephates  Pap.  Westw.  Arcan  Ent.  2,  p.  127.  * 

palinurus  Pap.  F.  Mant.  Ins.  2,  p.  2. 

pallens  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  110. 

pallidus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  236. 

pammon  Pap.  L.  Mus.  Ulr.  p.  189. 

pamphylus  Pap.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  305. 
pandion  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  55.  * 
pandocus  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  1,  p.  116. 
panope  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  479. 
panopinus  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  9. 

papone  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  94.  * 

papuana  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  4,  p.  31. 

papuensis  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  38. 

paradisea  Pap.  Stgr.  Ent.  Naehr.  1893,  p.  117. 

paradoxa  Pap.  Zink.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  15,  p.  162.  * 

parinda  Pap.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  148.  * 

paris  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  459. 

parkinsoni  Pap.  Flotir.  Beil.  Entom.  Zeitschr.  30,  p.  129.  * 
parmatus  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  1,  p.  30.  * 
paron  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  654. 
paryphanta  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  53.  * 
patianus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1898,  p.  179. 
payeni  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  235. 
peeroza  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  258. 
pembertoni  Pap.  Moore,  Lep.  Ind.  5,  p.  510.  * 
penetia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  23. 
penomimus  Pap.  Mart.  Neue  Tagt.  NOSum..  p.  2. 
penthina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  85. 
perakensis  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  283 
peranthus  Pap.  F.  Mant.  Jns.  2,  p.  4. 

pericles  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  45.  * 

perillus  Pap.  Frühst.  Ent.  Wochenbl.  1908,  p.  38. 

periphus  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  4,  p.  43. 

perlucidus  Pup.  Frühst.  Iris  1902,  p.  308. 

perses  Pap.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1894,  p.  46.  * 

persides  Pap.  Frühst.  Berl.  Entom  Zeitschr.,  1902,  p.  178. 

pertinax  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  49. 

perversus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  353. 

petina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  98. 

petra  Pap.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1894,  p.  46.  * 

petronius  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  89. 

phanrangensis  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  98. 

phegeus  Pap.  Hpff.  Stett.  Zg.  1866,  p.  32. 

phestus  Pap.  Guer.  Voy.  Coqu.  Atlas,  Ins.  * 

phidias  Pap.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1806,  p.  156. 

philippus  Pap.  Semp.  Philipp.  Tagt'.,  p.  269.  * 

philippus  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  45  * 

philoxenus  Pap.  Gray,  Zool.  Mise.  1831,  p.  32. 

phlegon  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  490. 

phoenix  Pap.  Dist.  Rhopal.  Mal.,  p.  370.  * 

phrontis  Pap.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1897,  p.  568. 

phycia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  pag.  24. 

pisidice  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  100. 

pistor  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  91. 

pitmani  Pap.  Elw.  u.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1886,  p.  434.  * 

plagiatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  242. 

plateni  Pap.  Stgr.  Iris  1,  p.  274. 

platenius  Pap.  Frühst.  Enr.  Wochenbl.  1908,  p.  38. 

plato  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  40. 

plisthenes  Pap.  Fldr.  Novara  Lep.  1,  p.  70. 

pluto  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1860,  p.  291. 

polias  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  45. 


indo-australischen  Papilioniden. 

polla  Pap.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1897,  p  565.  * 
polycritos  Pap.  Frühst,  b  is  1901,  p.  343. 
polyctor  Pap.  Bsd.  Spec.  G6n.  Lep.  J,  p.  205. 
polydaemon  Pap.  Mathew,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1887.  p.  48. 
polydorus  Pap.  L.  Amoen.  Acad.  6.  p.  401. 
polyeuctes  Pap.  Dbl.  Gray,  Zool.  Mise.  (1842),  p.  7  4. 
polymnester  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  83. 
polymnestorides  Pap.  Moore,  Lep.  Ind.  5,  p.  202. 
polypemon  Pap.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1887.  p.  48. 
polyphontes  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  268. 
polytes  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  460. 
pompeus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  39.  * 
pompilius  Pap.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  8. 
porphyria  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  79. 
porrothenus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  56. 
poseidon  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  19,  p.  173. 
postianus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902.  p.  73. 
praestabilis  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  209. 
praxilla  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  62. 
prexaspes  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  320. 
priamus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  458. 
priapus  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  190. 
priasa  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  65. 
prillwitzi  Pap.  Frühst.  Ent.  Nachr.  1893,  p.  225. 
primigenius  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  319. 
procles  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  433. 
pronomus  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  B.  Mus.  I.  p.  2.  * 
propinquus  Lep.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  218. 
prospero  Pap.  Grose-Sm.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.  302. 
protenor  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  77.  * 
pryeri  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  313. 
pseudoliris  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1908.  p.  49. 
ptolychus  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1.  p.  77. 
punctata  Pap.  Flag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1897,  p.  47. 
pygela  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 

queenslandicus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  240. 

ravana  Pap.  Moore,  Cat.  Lep.  Ins.  Mus.  E.  I.  C.  1,  p.  96. 
reginae  Pap.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  117. 
regis  Pap  Rothsch.  Entomol.  28,  p.  78. 
restricta  Pap.  Leech,  Butt.  Chin.,  p.  557.  ' 
rhacida  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schm.  9,  p.  63. 
rhadamantus  Pap.  Luc.  Lep.  Exot.,  p.  5. 
rhaphia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  88. 
rhesulus  Pap.  Frühst.  Iris  1902,  p.  164. 
rhesus  Pap.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1.  p.  253. 
rhetenor  Pap.  Westw.  Arcan.  Ent.  1.  p.  59.  * 
rhetenorina  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  72. 
rhodifer  Pap.  Btlr,  Ent.  Month.  Mag.  13.  p.  57. 
rhodius  Parn.  Jtonr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1882,  p.  178.  * 
rhodopis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  167. 
rhyparia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  24. 
richmondia  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  B.  Mus.  I.  p.  2.  ; 
riedeli  Pap.  Kirsch,  Proc.  Zool.  Soc.  1885,  p.  275.  * 
romulus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  67.  * 
rosea  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  4.  p.  113. 
rosselanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  169. 
rotalita  Pap.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  12,  p.  257. 
rubianus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1904,  p.  654. 
rubra  Pap.  Pagenst.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  42. 
rubrophaga  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1895,  p.  504. 
rubrosignatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  455. 
rufatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  286. 
ruficollis  Pap.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  (2)  Zool.  1,  p.  552. 
rufinus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  425. 
rufocellularis  Pap.  Frühst.  Ins.  Börse  1905,  p.  36. 
rufofervidus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898,  p.  305. 
rufoplenus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898,  p.  310. 
rumanzovia  Pap.  Eschsch.  Kotzeb.  Reise,  3,  p.  204.  1 
russus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  374. 
rutilans  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  4.  p.  32. 

sagittatus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1896,  p.  123. 

sagittiger  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  105. 

sakontala  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  2,  p.  24. 
saliastinus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1902,  p.  208. 
sallastius  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  351. 
salomonis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  453. 
sambavana  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1891,  p.  193. 

sambilanga  Pap.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1886,  p.  263. 

sangira  Pap.  Oberth.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879.  p.  229.  Ä 
sankapura  Pap.  Frühst.  Ins.  Bors.  1904.  p.  309. 
sarpedon  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  461. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Papilioniden. 


1 18 


sarpedonides  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 
sataspes  Pap.  Fldr.  Verb,  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  320. 
saturata  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  697. 
saturnus  Pap.  Guer.  Pmv.  Zool.  1840,  p.  43. 
schadenbergi  Pap.  Setnp.  Philipp.  Tagt'.,  p.  269.  * 
schanus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  23. 
schmeltzi  Pap.  H.-Schäff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  78.  * 
sciara  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  77. 
segonax  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.,  p.  734. 
sejanus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1908,  p.  49. 
selangoranus  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1901,  p.  51. 
seleucis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  66. 
semifasciatus  Pap.  Hotir.  Entom.  Nachr.  1888,  p.  161. 
seminigra  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  153. 
semperi  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  297. 
semperinus  Pap.  Haase,  Unters.  Mimikry,  p.  55. 
senescens  Pap.  Röb.  Tijdschr.  Ent.  34,  p.  272. 
septentrionalis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  240. 
sericatus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  427. 
seronis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 
shortlandica  Pap.  Ribbe,  Iris  1900  p.  40. 
significans  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  65. 
sikkimensis  Pap.  Moore,  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1884,  p.  47. 
sikkimensis  Parn.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  399.  * 
sikkimica  Pap.  Heron,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  3,  p.  120. 
similis  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  149. 
simo  Parn.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  1,  p.  76.  * 
siporanus  Pap.  Flag.  Ber.  Senck.  Nat.  Ges.jfl#!).  *  tfoz. 
sitolensis  Pap.  Fru/ist.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  59. 
slateri  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  2,  Pap.  * 
socrates  Pap.  Stgr.  Iris  4,  p.  71. 
solia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  62. 
solinus  Pap.  Frühst.  Iris  1902,  p.  305. 
solokanus  Pap.  Frühst.  Iris  1902,  p.  310. 
sopaea  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  67. 
sotira  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 
sphinx  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  283. 
spilotia  Pap.  Rothsdi.  Entomolog.  1908,  p.  4. 
splendorifer  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  171. 
staudingen  Pap.  Röb.  Ent.  Nachr.  1888,  p.  369. 
stenosemus  Parn.  Honr.  Ent.  Nachr.  1890,  p.  127. 
sthenelinus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  2,  281. 
sthenelus  Pap.  Mach  Kings  Surv.  Austr.  2,  p.  457. 
sticheli  Pap.  Tetens,  Entom.  Nachr.  1900,  p.  296. 
stichius  Pap.  Hbn.  Smlg.  Ex.  Schmett.  J.  * 
stiris  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  93. 
stoliczkanus  Parn.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  138.  * 
stratiotes  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  433. 
stratocles  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  298. 
stratonices  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  106. 
strix  Pap.  Westen.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  90.  * 
subclathratus  Pap.  Frühst.  Iris  1902,  p.  309. 
subfasciatus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  2,  p.  329. 
sudastensis  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1908,  p.  169. 
suffusus  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  148. 
sulaensis  Pap.  Lathy,  Entomolog.  1899,  p.  149. 
sulaensis  Pap.  Stgr.  Iris  7,  p.  343. 
sumatrana  Pap.  Flag.  Iris  7,  p.  27. 
sumatrana  Pap.  Ffag.  Iris  7,  p.  21. 
sumatranus  Pap.  Ffag.  Iris  7,  p.  19. 
sumbanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  231. 
supernotatus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  257. 
supremus  Pap.  Röb.  Entom.  Nachr.  1896,  p.  289. 
swinhoei  Pap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  697. 
sycorax  Pap.  Grose-Sm.  Ent.  Month.  Mag.  21,  p.  287. 

taboroi  Pap.  Ribbe,  Iris  1907,  p.  59. 
taloranus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  93. 
tambora  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1908,  p.  170. 
tamilana  Pap.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  313. 
tantalus  Pap.  Ehrtn.  Entom.  News,  1904.  p.  214. 
tavoyanus  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  373.  * 
telearchus  Pap.  Ffew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  2,  p.  22.  * 
telegonus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  226. 
telemachus  Pap.  Montr.  Ann.  Soc.  Pliys.  Nat.  Lyon  1856,  p.  401. 
telesicles  Pap.  Fldr.  Verb,  zool.-bot.'  Ges.  Wien,  1864,  p.  308. 
tellias  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  65. 
tellonus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  105. 
tenebrionis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  427. 
tenggerensis  Pap.  Frühst.  Stett.  Zg.  55,  p.  1 19.  * 
tenimberensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  239. 
tenimberensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  65. 
teredon  Pap.  Fldr.  Verb,  zool.-bot.  Ges.  Wien,  1864,  p.  305. 


thaiwanus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  602. 

thermessus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  46. 

thermodusa  Pap.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  145. 

theronus  Pap.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1902,  p.  229. 

theseus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  128.  * 

thessalia  Pap.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  12,  p.  258. 

thestius  Pap.  Stgr.  Iris  1896,  p.  283. 

thomsoni  Pap.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  13,  p.  197. 

thomsoni  Pap.  Bat.,  Thomsons  Straits  of  Mal.,  p.  546. 

thule  Pap.  Wallace,  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  25,  p.  63.  * 

thunbergi  Pap.  Sieb.  Hist.  Nat.  Pap.,  p.  16. 

thuria  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  66. 

tigris  Pap.  Setup.  Philipp.  Tagt'.,  p.  284.  * 

timocrates  Pap.  Fldr.  Novara  Lep.  I,  P-  55. 

timorensis  Pap.  Fldr.  Verh.  zool -bot.  Ges.  Wien  14,  p.  319 

timorensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1896,  p.  323.. 

timoxena  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  66. 

tisias  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  61. 

tissaphernes  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  171. 

titan  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  1900  (7),  p.  388. 

titania  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

tithonus  Pap.  de  Ff.,  Verb.  Nat.  Gesch.  Ned.  overz.  1840,  p.  18.  * 

tocalensis-  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1898,  p.  424. 

transiens  Pap.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1897,  p.  54. 

transiens  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1898,  p.  169. 

triton  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864.  p.  290. 

triumphator  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  65. 

trochila  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  73. 

trogon  Pap.  Voll.  Tijdschr.  Entom.  3.  p.  69.  * 

trojanus  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  4. 

troilus  Eur.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  247. 
tryoni  Pap.  Math.  Trans.  Ent  Soc.  Lond.  1889.  p.  315. 
tucanus  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  62. 
tydeus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  229. 
typhaon  Pap.  Rothsdi.  Entomolog.  1908,  p.  4. 
typicus  Pap.  Rothsdi.  Nov.  Zool.  1896,  p.  65. 

ugiensis  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  102. 
ulysellus  Pap.  Westw.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  5,  p.  93. 
ulysses  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  462. 
umbrosus  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1,  p.  686. 
uranus  Pap.  Weym.  Stett.  Ent.  Ztg.,  p.  271. 
urvilleanus  Pap.  Guer.  Voy.  Coqu.  III,  p.  273.  * 
utuanensis  Pap.  Ribbe,  Iris  1898.  p.  68. 

Valentina  Pap.  Vaill.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1892,  p.  124. 

valeria  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  62. 

vandepolli  Pap.  Sne/l.  Tijdschr.  Ent.  33,  p.  22. 

varuna  Pap.  White,  Entomolog.  1,  p.  280. 

varus  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  9. 

veiovis  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  I,  Pap.  * 

venusia  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  74.  * 

verityi  Pa]).  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1907.  p.  301. 

victoriae  Pap.  Gray,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1856,  p.  7.  * 

vigellius  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  178. 

virescens  Lept.  Btlr.  Cat.  Fahr.,  p.  259. 

viridicans  Parn.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  112. 

virilis  Pap.  Röb.  Tijdschr.  Ent.  34,  p.  272. 

vistara  Pap.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  105. 

vollenhovii  Pap.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1864,  p.  318. 

wahnesi  Pap.  Röb.  Entom.  Nachr.  1896,  p.  292. 

waigeuensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1897,  p.  179 

wallacei  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  2  Pap.  * 

walkeri  Pap.  Jans.  Gist.  Entom.  2.  p.  433.  * 

walkeri  Lept.  Moore.  Lep.  Ind.  5,  p.  137. 

websteri  Pap.  Grose-Sm.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  (6)  13,  p.  496. 

weiskei  Pap.  Ribbe,  Ins.-Börse  1900,  p.  308. 

westwoodi  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  4L  * 

wetterensis  Pap.  Rothsch.  Nov.  Zool.  2,  p.  236. 

woodfordi  Pap.  Godm  a.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  100. 

xanthosoma  Pap.  Stgr.  Iris  2,  p.  7. 
xenocles  Pap.  Dbl.  Gray’s  Zool.  Mise.  1842,  p.  74. 
xenoeüdes  Pap.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  73. 
xenophilus  Pap.  Mathew,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  348. 
ximene  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  67. 
xuthus  Pap.  Müller,  Naturs.  V,  1,  p.  576. 

yunnana  Pap.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1907,  p.  137. 

zacora  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  63. 
zaleucus  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  3  Pap.  * 
zebraica  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  90. 
zephyria  Pap.  Jord.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  71. 


PIERIDAE.  Von  II.  Frtthstobfer. 


119 


2.  Familie:  Pieridae,  Weisslinge. 

Aus  dieser  kosmopolitischen  Falterfamilie  leben  die  meisten  Arten  in  Südamerika  und  Südasien.  Die 
Zahl  der  Genera  in  beiden  Regionen  bleibt  ungefähr  dieselbe. 

Südamerika  besitzt  zwar  etwas  mehr  scharf  umgrenzte  Species,  dafür  produzieren  aber  die  indischen 
Archipele  eine  erstaunliche  Mannigfaltigkeit  lokaler  Rassen,  so  dass  beide  Gebiete  in  einer  Weise  miteinander 
rivalisieren,  dass  es  schwer  fällt,  zu  entscheiden,  wo  wir  das  Maximum  der  Entwicklung  zu  suchen  haben. 

Die  grosse  Artenzahl  verdankt  ihre  Entstehung  territorialen  und  klimatischen  Einflüssen.  Die  gewal¬ 
tigste  Gebirgsentfaltung  der  Erde,  der  Himalaya  mit  seinen  vielen  Ausläufern  und  das  vorgelagerte  Flachland 
begünstigen  die  Artbildung  in  ebenso  hohem  Masse,  wie  die  zahlreichen  Inselschollen  des  malayischen  Archipels. 
Die  verschiedenartigsten  klimatischen  Einwirkungen,  zum  Teil  bedingt  durch  das  schroffe  Einsetzen  der  Mon¬ 
sune  und  die  in  deren  Gefolge  auftretenden,  in  stetem  Wechsel  sich  ablösenden  Trockenzeiten  und  Regen¬ 
perioden  tragen  das  Weitere  dazu  bei,  um  die  Arten  zu  modifizieren. 

Und  so  treffen  wir  sowohl  bei  den  Hochgebirgstieren  wie  bei  den  Erzeugnissen  der  Ebene  und  der 
Inseln  eine  Anzahl  von  fluktuierenden  Formen,  die  vielfach  in  polychrome  und  selbst  polymorphe  Elemente 
zerfallen,  deren  Erklärung  früher  grosse  Schwierigkeiten  bereitete.  Diese  Formen  finden  sich  in  älteren 
Werken  als  eine  Unzahl  Arten  beschrieben,  die  auf  ihren  wahren  Wert  und  ihr  geographisches  Zentrum 
zurückzuführen,  eine  Hauptaufgabe  nachstehender  Arbeit  bilden  soll. 

Trotz  dieser  weitgehenden  morphologischen  Differenzierung  besitzen  aber  alle  Pieriden  viel  Gemein¬ 
sames;  so  besonders  die  fast  gleichartigen  Jugendstadien  und  gewisse  soziale  Gewohnheiten.  Eine  bemerkens¬ 
werte  Eigentümlichkeit  der  asiatischen  Pieriden  ist  ihr  Hydrotropismus,  der  in  ihrer  Vorliebe,  sich  an  nassen 
Stellen  in  kleinen  oder  grossen  Scharen  anzusammeln,  zum  Ausdruck  kommt.  Man  trifft  sie  häufig  an  Fluss¬ 
ufern  oder  schlammigen  Stellen  in  solchen  Massen,  dass  die  Pferde  manchmal  scheuen,  wenn  die  Pieriden 
mit  hörbaren  Geräusch  auseinanderstieben.  Manchmal  gruppieren  sie  sich  artenweise,  so  dass  ihre  Ansamm¬ 
lungen  grossen  Blüten  mit  weissen  Herzen  und  bunten  Blumenblättern  gleichen,  oder  an  grosse  Schneeflecken 
erinnern,  was  ich  in  Siam  häufig  beobachten  konnte.  Am  auffallendsten  ist  jedoch  der  den  Pieriden  eigen¬ 
tümliche  Wandertrieb.  Hauptsächlich  die  Appias  und  Catopsilia  folgen  einem  unwiderstehlichen  Impuls  und 
vereinigen  sich  zu  Schwärmen,  die  selbst  über  Berge  von  6000  Fuss  hinwegziehen,  mit  Sonnenuntergang 
ihren  Flug  einstellen,  um  ihn  am  nächsten  Tage  mit  derselben  Hartnäckigkeit  wieder  aufzunehmen. 
In  Java  beobachtete  ich  einen  solchen  Massenflug.  An  einem  sonnenklaren  Tag,  am  13.  Januar  1892,  be¬ 
gannen  über  Sukabumi  ungeheure  Scharen  von  Catopsilien  in  der  Richtung  von  Ost  nach  West  zu  ziehen. 
Diese  Wolken  von  Schmetterlingen  boten  einen  wunderbaren  Anblick  und  dabei  dauerte  der  Flug  von  11  Uhr 
bis  gegen  2  Uhr  und  die  Scharen  schienen,  soweit  verfolgbar,  über  2  km  breit  zu  sein.  Die  Falter  folgten 
sich  zum  Teil  in  grossen  Schwärmen,  zum  Teil  gruppenweise  in  Abständen  von  mehreren  Zoll  bis  zu  einigen 
Fuss  und  bewegten  sich  etwa  4  —  6  m  hoch  über  der  Erde. 

Am  14.  und  17.  Januar  wiederholten  sich  ähnliche  Erscheinungen,  jedoch  von  kürzerer  Zeitdauer. 
Die  Ursachen  dieser  Massenwanderungen  sind  noch  nicht  recht  aufgeklärt;  dem  von  mir  beobachteten  Phä¬ 
nomen  ging  ein  ungewöhnlich  trockenes  Jahr  voraus,  in  welchem  in  Ostjava  Monate  lang  kein  Tropfen 
Regen  gefallen  war,  so  dass  ein  dadurch  entstandener  Futtermangel  vielleicht  den  Anstoss  zur  Auswanderung  gab. 

Ebenso  wie  die  Imago’s  treten  auch  die  Pieriden-Raupen  manchmal  in  verderblicher  Menge  auf  und 
sind  besonders  jungen  Eisenholzbäumen  (Cassia  florida  L.)  gefährlich.  Gras  und  niedere  Büsche  in  der 
Nähe  solcher  Pflanzungen  sind  dann  bedeckt  mit  den  Puppen,  aus  denen  im  Januar  die  Falter  auskriechen, 
die  in  ihrer  Häufigkeit  die  Luft  wie  mit  weissen  Schneeflocken  erfüllen  (Martin). 

Die  Eier  der  indischen  Pieriden  sind  spindelförmig,  manchmal  stark  bauchig,  so  dass  sie  wie  eine 
Sodawasserflasche  aussehen,  zweimal  so  hoch  als  breit,  mit  Längsrippen,  die  durch  feine  transversale  Streifen 
verbunden  werden.  Nach  der  Spitze  zu  sind  sie  manchmal  kurz  gestielt.  Die  Farbe  hauptsächlich  weiss, 
variiert  und  geht  manchmal  in  gelb  und  orange  über.  Huphina- Eier  sind  rotgefleckt  und  jene  von  Leptosia 
weisslich  bis  ganz  blau. 

Die  Eier  werden  in  der  Regel  auf  der  Blattoberseite  oder  an  jungen  Sprossen  einzeln  abgelegt. 
Ausnahmen  bilden  Colotis  amata  F. ,  Appias  liippoides  Moore,  Delias  eucharis  Bon.,  Anaphais  mesentina  Cr. 
und  Terias  silhetana  Wall.,  deren  Eier  sich  in  Häufchen  deponiert  finden.  Die  Raupen  dieser  Arten  leben  in 
den  ersten  Stadien  gesellschaftlich,  separieren  sich  aber,  wenn  sie  erwachsen  sind  und  genügend  Nahrung 
vorfinden. 

Die  Raupen  der  asiatischen  Arten  liegen,  wenn  sie  erwachsen  sind,  auf  der  Blattoberseite  und,  wenn 
sie  isoliert  leben,  längs  der  Mittelrippe,  wo  sie  das  Blatt  mit  einem  silbernen  Belag  bekleiden.  Einige  sollen 
carnivore  Neigungen  haben  und  sich  ohne  sichtliche  Veranlassung  untereinander  auffressen  und  im  Falle  von 


120 


PIERIDAE.  Von  H.  Frtthstorfee. 


Nahrungsmangel  selbst  andere  Raupen-Arten  angreifen.  Auch  wurde  beobachtet,  dass  z.  B.  Appias- Raupen 
Puppen  von  Leptosia  aus  Gefrässigkeit  vernichteten  (Bell). 

Die  mit  Augenflecken  gezierten  Raupen  einiger  Arten,  wie  Hebomoia  glaucippe,  nehmen  mitunter  eine 
schreckhafte  Stellung  ein  und  sollen  wie  kleine  Schlangen  aussehen.  Nach  Piepers  fürchten  sich  die  Javanen 
deshalb  sogar  vor  diesen  Raupen. 

Die  Puppen  besitzen  in  der  Regel  einen  spitzen,  manchmal  schnauzenförmigen  Kopf  und  können 
täuschend  der  Umgebung  angepasst  sein.  Wenn  sie  von  Blättern  herabhängen,  sind  sie  grün,  nahe  den 
Gassiabltiten  gelb,  und  wenn  sie  an  Gräsern  befestigt  sind,  werden  sie  schwarzbraun  wie  die  Grassamen 
oder  wie  vertrocknete  Hülsenfrüchte  (Martin,  Piepers).  Die  Zeit  der  Puppenruhe  wechselt  etwas  und  dauert 
bei  den  Terias  nur  6  Tage. 

Im  Geäder  schliessen  sich  die  Pieriden  zunächst  den  Papilioniden  an,  von  denen  sie  aber  durch  die 
wohlentwickelten  Hflgl  unterschieden  sind.  Die  Htlgl  sind  stets  von  besonderer  Breite,  weil  sie  von  der,  den 
Papilioniden  fehlenden  Innenrandsader  durchzogen  und  zudem  häufig  bauchig  ausgebogen  sind,  um  den 
Hinterleib  aufzunehmen. 

Der  Umriss  der  Flügel  ist  zumeist  rundlich,  doch  kommen  auch  lange,  schmale,  sowie  scharfgespitzte 
und  gewinkelte  Vflgl  und  stark  ausgezackte  Htlgl  vor.  Schwanzbildungen  wie  bei  den  Papilioniden  und 
vielen  Nymphaliden  fehlen  jedoch  gänzlich. 

Die  Grundfärbung  ist  vorherrschend  weiss  mit  schwarzen  Transversalstreifen,  doch  kommen  auch 
rote,  gelbe,  orange,  bläuliche,  braune,  schwarze  und  unterseits,  wenn  auch  sehr  selten,  sogar  grüne  Färbungen 
vor.  Regel  ist  aber  fast  immer  ein  lebhafter  Kontrast  zwischen  der  meist  einfarbigen  Oberseite  und  der 
vielfach  sehr  bunten  Unterseite;  alle  Zeichnungen  lassen  sich  aber  leicht  auf  eine  Reihe  von  Saumilecken 
und  eine  mit  ihnen  abwechselnde  Reihe  von  Submarginalflecken,  sowie  einige  circumcellulare  Makeln  zurück¬ 
führen  (Aurivillius).  In  den  gemässigteren  Landstrichen  der  subtropischen  Zone,  namentlich  wenn  sie  durch 
die  vertikale  Erhebung  noch  um  einige  Grade  in  die  kältere  Zone  zurückversetzt  werden,  bewegen  sich  die  Kom¬ 
ponenten  der  Fauna  noch  innerhalb  der  paläarktischen  Genera  mit  ihrem  primitiven  und  monotonen  Färbungs¬ 
charakter.  Je  näher  der  Tropenzone,  desto  mehr  steigert  sich  jedoch  die  Farbenpracht,  die  sich  dann  selbst 
auf  den  relativ  artenarmen  kleinen  Sunda-Inseln  noch  in  faszinierender  Eigenart  dokumentiert. 

Im  allgemeinen  haben  die  Pieriden  eine  lange  Flugzeit,  und  von  den  häufigen  Arten  der  Catopsilia, 
Appias,  Pieris,  Terias  löst  eine  Generation  die  andere  ab. 

Die  cfcf  sind,  wie  die  meisten  Tagfalter,  durchweg  heliophil  und  gesellig,  während  die  ??  mehr  den 
Schatten  des  Waldes  vorziehen  und  dort  auf  der  Suche  nach  geeigneten  Nährpflanzen  für  die  Brut  besorgt 
sind.  Da  sie  sich  weniger  bewegen,  trifft  man  sie  nie  an  den  Saugplätzen,  sondern  sie  scheinen  sich  mit 
geringeren  Wassermengen  zu  begnügen,  die  sie  z.  B.  im  Blätterdache  der  Wahlesvegetation  vorfinden. 

Viele  Pieriden  präsentieren  sich  als  typische  Beispiele  jener  Ähnlichkeit  mit  anderen  Schmetterlings¬ 
gruppen,  die  als  Mimicry  bezeichnet  wird.  —  Man  erklärt  diese  Ähnlichkeit  jetzt  als  eine  evolutioneile  Er¬ 
scheinung  in  der  Weise,  dass  diese  nachäffende  Färbung  unter  dieselben  noch  unbekannten  Einflüsse  geraten 
ist,  welche  diejenigen  der  Vorbilder,  meist  Danaiden,  beherrschen. 

Auf  dem  Kontinent  treten  nur  wenige  Arten  lokal  auf,  da  deren  Grenzen  durch  die  Migration  sich 
sehr  leicht  verwischen,  während  sich  auf  den  Inseln  die  Vikarianten  ein  und  derselben  Species  in  bunter  Folge 
ablösen,  die  dem  Ausgangszentrum  näher  gelegenen  F ormen  dem  Urtypus  noch  recht  ähnlich  sehen,  während 
deren  Zugehörigkeit  an  der  Peripherie  kaum  noch  zu  erkennen  ist. 

Zoogeographisch  interessant  ist  das  Aufeinanderstossen  zweier  grosser  Faunengebiete  im  malayischen 
Archipel,  des  orientalischen  und  australischen,  die  man  früher  durch  die  WALLACEsohe  Trennungslinie  ab¬ 
sondern  zu  müssen  glaubte. 

Beachtenswert  ist  auch  noch  die  Erscheinung,  dass  die  drei  grossen  Sunda-Inseln  zusammen  mit 
der  malayischen  Halbinsel  vielfach  dieselben  Arten  besitzen  —  und  dass  Malakka  sowie  Perak  viel  mehr 
Species  mit  Sumatra  und  Borneo  gemeinsam  haben  als  mit  Indien  und  Birma  —  und  besonders  dass  die 
Malakkaformen  fast  ausnahmslos  den  Charakter  insularer  Rassen  annehmen.  Diese  faunistische  Eigentüm¬ 
lichkeit  geht  Hand  in  Hand  mit  einer  gleichartigen  Flora  und  wiederholt  sich  bei  allen  Lepidopterenfamilien 
und  anderen  Insekten,  so  dass  für  diese  geographische  Zone  die  Einführung  einer  Kollektivbezeichnung 
geboten  war.  Da  der  bisher  übliche  Ausdruck  »grosse  Sunda-Inseln«  nur  Borneo,  Sumatra  und  Java  ein- 
schliesst  —  und  die  Malakka -Halbinsel  nicht  in  Betracht  zieht,  wurde  „Makromalayana“  gewählt  —  im 
Gegensatz  zu  „Mikromalayana“  —  einem  Faunengebiet,  das  bereits  mit  der  Insel  Bawean  nördlich  von  Java 
und  nicht  wie  bisher  angenommen,  erst  mit  Bali  beginnt,  und  alle  kleinen  Sunda-Inseln  umfasst. 

Die  Vorlagen  zu  den  Abbildungen  von  Tafel  50  —  73  entstammen  mit  verschwindenden  Ausnahmen, 
die  nach  Originalen  im  British  Museum  in  London  hergestellt  wurden  —  ausschliesslich  der  Sammlung 
Fruhstorfer  in  Genf-Florissant  —  in  der  auch  die  Typen  der  hier  zuerst  beschriebenen  neuen  Formen 
und  Rassen  enthalten  sind. 


121 


Ausgegeben  14.  1.  1910. 


LEPT0S1A: 


LEUGIACRIA;  ELODINA. 


Von  H.  Fruhstorfer. 


1.  Gattung:  Eeptoftia  Hbn. 

Kleine  zarte,  weisse,  unterseits  gesprenkelte  Schmetterlinge  mit  runden  Vflgln.  Fühler  lang  spindel¬ 
förmig  mit  zusammengedrückter  Kolbe.  Palpen  klein  aber  —  vorne  lang  —  behaart.  Subcostale  dreiästig 
mit  zwei  Ästen  vor  dem  Zellende.  Ei  blau;  Rp  ähnlich  jener  von  Terias  hecabe,  aber  zierlicher  grün  und 
fein  behaart;  auf  Gapparis  und  Crataeva.  Pp  grün  mit  bunten  Schatten.  Die  Falter  treten  in  grossen 
Mengen  auf.  Sie  haben  eine  langsame,  aber  unstete  Flugart,  halten  sich  an  offenen  Stellen  im  Walde  und 
am  Waldrand  im  Unterholz  aut  und  gehen  mit  Vorliebe  ins  Dornengebüsch. 

L.  xtphia  F.  (62  f)  über  ganz  Indien  und  Ceylon  verbreitet,  von  mir  auch  in  Siam  und  Annam  gefunden,  xiphia. 

Ein  Bewohner  der  Ebene,  geht  sie  doch  bis  7000  Fuss  hinauf  und  erscheint  stellenweise  in  solchen  Scharen, 
dass  sie  die  Engländer  in  Indien  »die  wandernde  Schneeflocke«  nennen.  Die  Unterseite  ist  fein  grünlich 
gesprenkelt  mit  Ansätzen  von  zwei  deutlicheren  Transversalbinden  der  Vflgl.  —  nicobarica  Doh.  ist  eine  nicobarica. 
Inselrasse  mit  sehr  schmalem,  schwarzem  Aussenrd  der  Vflgl,  auch  sonst  mit  reduzierter  und  verblasster 
Zeichnung;  Nicobaren.  malayana  subsp.  nov.  Etwas  stattlicher,  aber  dennoch  mit  kleinerem  Subapical-  malayana. 
fleck  der  Vflgl  und  unterseits  mit  zwei  deutlich  hervortretenden  grünlichen  Querbinden.  Makromalayana 
mit  Ausnahme  von  Java,  wo  chlorographa  Hbn.  (62  f)  vorkommt,  mit  relativ  grossem  schwarzem  Punkt  chloro- 
der  Vflgl  und  gleichmässig  gell)  gesprenkelter  bindenloser  Unterseite  der  Hflgl.  Java,  Bali:  häufig  in  der  grapha. 
trockenen  Zeit  und  bis  3000  Fuss  hoch  gehend.  —  fumigata  Frühst.  (62  g)  ist  eine  ungewöhnlich  grosse  fumigata. 
Rasse  mit  breitem  Subapicalfleck  und  dicht  schwarz  bestäubter  Unterseite  aller  Flügel.  Der  Falter  geht  bis 
2000  Fuss  Höhe  und  kommt  an  den  Rändern  der  Strandwälder  im  April -Mai  zu  vielen  Tausenden  vor, 
deren  Masse  manchmal  rein  verwirrend  ist;  immer  und  immer  wieder  kamen  mir  die  Falter  vors  Netz, 
auch  wenn  ich  ganz  andere  Arten  fangen  wollte.  Lombok  bis  Flores.  -  aurisparsa  subsp.  nov.  (62  g)  ist  aurisparsa. 
vielleicht  nur  eine  Trockenzeitform  der  vorigen  mit  goldgelben  Schuppen  der  Hflglunterseite.  Insel  Savu, 

August.  —  cornrna  Frühst.  (62 f)  ist  eine  prägnante  Rasse,  bei  der  sich  konstant  die  Spitze  des  Subapical-  comma. 
punktes  mit  dem  Apicalsaum  der  Vflgl  vereinigt.  Inseln  der  Timor-Gruppe,  Key,  Timor-Laut.  —  aebutia  aebutia. 
subsp.  nov.  ist  eine  Form  mit  ebenso  grossem  Subapicalfleck  der  Vflgl  als  fumigata,  aber  licht  gelb  bestreuter 
Unterseite.  Tana -Djampea,  Kalao ;  Flugzeit  Dezember.  -  dione  Wahl.,  eine  ausgezeichnete  Lokalform,  dione. 
ebenso  gross  wie  fumigata,  aber  ohne  Spur  eines  schwarzen  Apicalsaumes  der  Vflgl  mit  weit  nach  innen 
gerückter  rundlicher  Subapicalmakel  und  gelblich  beschuppter  Unterseite.  Bisher  nur  in  nächster  Nähe  von 
Makassar  beobachtet.  Süd-Celebes.  terentia  subsp.  nov.  ist  gleichfalls  arm  an  schwarzer  Zeichnung,  auch  terentia. 
unterseits  sehr  bleich;  der  Apicalfleck  der  Vflgl  reicht  nur  bis  zur  oberen  Radiale,  ist  aber  scharf  abgegrenzt. 
Süd-Philippinen,  Bazilan,  Februar,  März;  Mindanao.  —  georgi  subsp.  nov.  Das  Gegenteil  der  vorigen,  georgi. 
mit  breit  ausgeflossener  Schwarzfleckung ;  der  Apicalsaum  der  Vflgl  reicht  bis  zur  Flügelmitte;  Unterseite 
aber  fahl,  fast  ohne  grüngelbe  Beschuppung.  Nord- Philippinen,  Luzon;  Flugzeit  August,  November.  — 
niobe  Wall.  Die  nördlichste  bekannte  Rasse,  ähnlich  terentia,  aber  mit  undeutlich  grauem,  stark  tiefschwarzem  niobe. 
Apicalsaum  des  Vflgls  und  prägnanten  Querbinden  der  Hflglunterseite.  Sehr  häufig  in  Formosa,  wo  niobe 
bis  4000  Fuss  hinaufgeht. 

L.  lignea  Vollenh.  mir  in  Natur  unbekannt;  eine  schmalflügelige  Art,  mit  grauschwarz  umrandeten  lignea. 
Hflgln,  ohne  Gostal-,  aber  mit  bindenartig  verlängertem  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Die  gesamte  Unterseite 
aller  Flügel  dunkel  braungrau  überpudert.  Sehr  selten.  Minahassa,  Nord-Celebes. 


2  Gattung:  JLesieiacria  R.  u.  J. 

Diese  interessante  Gattung  steht  sehr  nahe  Elodina,  von  der  sie  durch  die  breitere,  kürzere  Zelle 
aller  Flügel  und  den  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  abzweigenden  zweiten  Subcostalast  differiert.  Nur  eine 
Art  bekannt. 

L.  acuta  R.  u.J.  (73  a)  Unterseite  der  Vflgl  leicht  glänzend,  dadurch  an  südamerikanische  Leptophobia  acuta. 
erinnernd.  Vflglzelle  fast  unmerklich  gelb  angefiogen.  Hflgl  wie  bei  den  meisten  Elodina  mit  gelbem,  scharf 
abgesetztem  Gostalsaum.  Der  schwarze  Apicalsaum  der  Oberseite  matt  durchscheinend.  Nur  wenige  Exemplare 
bekannt,  die  über  6000  Fuss  Höhe  in  Britisch  Neu-Guinea  von  Meek  entdeckt  wurden. 


3.  Gattung:  Eiodiim  Fldr. 

Kleine,  zarte,  meist  milchweiss ,  selten  gelb  oder  schwarz  gefärbte  Falter  mit  zugespitzten  Vflgln. 
Der  zweite  Subcostalast  der  Vflgl  entspringt  auf  kürzere  oder  längere  Distanz  jenseits  des  Zellapex.  Die 
Verwandlungsgeschichte  der  Arten  ist  nicht  bekannt.  Die  bisher  gefundenen  Species  sind  im  australischen 
Faunengebiet,  sowie  dessen  Subregionen  heimisch  und  ausschliesslich  Bewohner  des  Tieflandes. 

IX 


16 


egnatia. 

bouruensis. 

dispar. 

therasia. 

sada. 

litana. 

mulliercula. 

pasarga. 

hypatia. 

perdita. 

andropia. 

hydatis. 

namatia. 

umbratica. 

argypheus. 

sign  ata. 
angulipennis. 

padusa. 

parthia. 

quadrata. 

walkeri. 

baudiniana. 


122  ELODlNA.  Von  H.  Fruhstorfer. 

E.  egnatia  Godt.  (=  cirrha  Bsd.)  ist  die  zuerst  beschriebene  Art.  Flügelschnitt  und  Aussehen  ähnlich 
Parelodina  angulipennis  (62  e  [angulipes  der  Tafel]).  Zeichnung  wie  bei  anticyra  (62  e),  aber  mit  nach  innen 
gerade  verlaufendem  braunem  Aussensaum  der  Vflgl.  Sehr  selten,  Süd -Molukken  (Ambonia,  Ceram).  Als 
Inselrasse  steht  ihr  bouruensis  Wall.  (62g)  sehr  nahe.  Oberseite  wie  unten,  nur  überzieht  der  schwarze 
Anflug  den  gesamten  Apicalteil  der  Vflgl.  Insel  Buru. 

E.  dispar  Hob.  ist  eine  sehr  seltene,  geschlechtsdimorphe  Art  von  der  Insel  Bangkei  bei  Celebes, 
cf  und  ?  schmalflügelig ;  cf  oberseits  mit  fast  dreieckigem  Apicalfleck,  unterseits  weiss;  ?  mit  sehr  breitem,  ein 
Drittel  der  Flügel  einnehmenden,  nach  innen  geradlinigen  Aussensaum  der  Oberseite,  der  sich  auf  der  Vflgl- 
unterseite  wiederholt. 

E.  therasia  Fldr.  Eine  distincte  Species,  von  der  Grösse  der  pasarga  (62  e) ,  aber  mit  schmäleren 
Flügeln,  sehr  breitem,  aber  kurzem  Apicalfleck  der  Vflgl,  der  sich  unterseits,  auf  eine  schmale  Binde  reduziert, 
sehr  schwach  wiederholt.  Halmaheira. 

E.  hypatia.  Auf  ganz  Neu-Guinea  und  dessen  Satellit-Inseln  verbreitet,  neigt  zur  Lokalrassenbildung, 
von  denen  noch  eine  ganze  Anzahl  zu  finden  sein  wird.  —  sada  subsp.  nov.  (62  e)  mit  kaum  angedeutetem 
Subapicaltleck  der  Htlglunterseite.  Insel  Waigiu.  —  litana  subsp.  nov.  Zelle  der  Vflgloberseite  dunkler  be¬ 
stäubt,  Vllgl Unterseite  mit  sehr  breiter,  schwarzer  Subapicalbinde.  Key-Inseln.  —  mulliercula  subsp.  nov. 
Wie  die  vorige,  nur  mit  schwarzem  Apicalsaum  und  schmaler,  aber  durchlaufender  Subapicalbinde  der  Vflgl. 
Britisch  Neu-Guinea.  —  pasarga  subsp.  nov.  (62  e).  Die  grösste  bekannte  weisse  Form  der  Gattung,  matter,  mehr 
kreide-  als  milchweiss.  ?  mit  relativ  breiter  Subapicalbinde  der  Vllglunterseite  und  hellockergelber  Oberfläche 
der  Hflgl.  Häufig  in  den  Strandwaldungen  von  Neu-Guinea,  wo  sich  die  Falter  taumelnden  Flugs  rastlos 
aber  langsam  vorwärts  bewegen.  —  hypatia  Fldr.  ist  eine  habituell  kleinere  Rasse  mit  verblasster  Schwarz¬ 
zeichnung  der  Vllglunterseite  und  weisslich  statt  gelblich  getönter  Rückseite  der  ??-  Hflgl.  Holländisch 
Neu-Guinea. 

E.  perdita  Mislcin  (62  g)  ist  vielleicht  auch  eine  hypatia- Rasse.  Queensland. 

E.  andropia  Bür.  (62  f).  Eine  Parallelart  der  vorigen,  aus  Britisch  Neu-Guinea  beschrieben.  — 
hydatis  subsp.  nov.  ist  eine  in  Deutsch  Neu-Guinea  seltene,  habituell  grössere  Lokalform,  bei  der  das  ?  statt 
der  schwarzen  Saumbinde  nur  fünf  grosse  braune  Submarginalmakeln  der  Hflgloberseite  trägt. 

E.  namatia  spec.  nov.  (62  e)  dürfte  andropia  auf  der  Insel  Waigiu  ersetzen;  das  ?  führt  jedoch  keinerlei 
Schwarzfleckung  auf  den  milchweissen  Htlgln  und  die  schwarze  Subapicalbinde  der  Vflglunterseite  ist  kaum 
halb  so  breit  als  bei  hydatis. 

E.  umbratica  Gr.-Sm.  zeigt  unterseits  keine  Spur  einer  Subapicalbinde  der  Vflgl,  und  deren  schwarzer 
Aussenrd  verläuft  gleichmässiger.  Salomonen,  Ulawa-Insel. 

E.  argypheus  Gr.-Sm.  Mit  sehr  breiter  schwarzer  Umrahmung  auch  des  Costalrandes  der  Vflgl  und 
proximal  noch  geradliniger  verlaufendem  Aussenrand  der  Vflgl  sowie  einer  scharfwinkelig  abgebogenen  Gostal- 
und  Subapicalbinde  der  Vflglunterseite.  Salomonen,  Guadalcanar. 

E.  signata  Wall.  (62  d).  Eine  distinkte,  kleine  Art  mit  schwarzen  Vflgln,  die  einen  grossen,  weissen 
Discaltleck  umrahmen.  Neu-Caledonien. 

E.  angulipennis  Luc.  (62  e,  wo  aus  Versehen  anyulipera  gesetzt  wurde).  Die  Trockenzeitform  nannte 
Hewitson  pallene  (62  f);  diese  besitzt  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  grössere,  schwarze  Makeln.  Queensland, 
Neu-Siid- Wales,  Victoria. 

E.  padusa  Hew.  (62  d).  Mit  feinem,  bis  in  den  Analwinkel  der  Vflgl  hinziehendem  schwarzen  Aussen¬ 
saum  und  grossem,  isoliert  stehendem  Sub apicalfleck  der  Vflglunterseite.  Queensland. 

E.  parthia  Heiv.  (62  d).  Vflgl  mit  proximal  spitz  gezähntem,  schwarzem  Aussensaum.  Hflglunter- 
seite  sandfarben,  je  nach  der  Jahreszeit  graugelb  oder  rotbraun  getönt.  In  ganz  Australien. 

E.  quadrata  Bür.  steht  padusa  Heu\  nahe,  mit  längeren  Flügeln,  mehr  quadratischem  Apicalfleck, 
der  proximal  weniger  ausgebuchtet  ist,  der  schwarze  Aussensaum  wie  bei  padusa  bis  in  den  Analwinkel  fort¬ 
gesetzt,  die  Vflglzelle  gelblich.  Unterseite  ähnlich  jener  von  angulipennis,  aber  die  ganze  Zelle  gelb  gefärbt. 
Hflgl  mit  einem  schwarzen  Zellpunkt.  Sydney. 

E.  walkeri  Btlr.  soll  mit  perdita  verwandt  sein,  aber  ohne  eingeschnittenen  schwarzen  Aussenrd  der 
Vflgl.  Vflglunterseite  silberweiss  mit  drei  schwärzlichen  Subapicalflecken  und  die  Zelle  mit  safrangelbem 
Antlug  wie  bei  parthia.  Hflgl  mit  schwarzem  Punkt  am  Zellapex  und  4  —  5  schwärzlichen  Submarginalfleckchen. 
Port  Darwin,  Nordwest-Australien. 

E.  baudiniana  Btlr.  Kleiner  als  perdita ,  oben  schneeweiss  mit  rauchgrauem  Gostalsaum  der  Vflgl, 
dessen  basale  Partie  fleischfarben  erscheint.  Aussensaum  kürzer  als  bei  walkeri  und  die  Punktreihe  der  Htlgl¬ 
unterseite  undeutlicher.  Port  Darwin,  vermutlich  nur  eine  Zeitform  der  vorigen. 


PARELODINA;  DELIAS.  Von  H.  Fruhstobeer. 


123 

E.  primularis  Btlr.  (62  g)  ist  die  einzige  beiderseits  licht  schwefelgelb  gefärbte  Art  der  Gattung .  primularis. 
Die  Vflgl  sind  oberseits  mit  einem  massig  breiten ,  proximal  gezackten  Costal-  und  Terminalsaum  bedeckt, 
auch  tragen  die  Hflgl  manchmal  4—5  braune  Randflecke.  Neu -Lauenburg.  —  citrinaris  Gr.-Sm.  ist  eine  citrinaris. 
Lokalform  von  Neu -Pommern  mit  gleichmässig  breitem  Aussenrd  der  Vflgl  und  ohne  schwarze  Subapical- 
binde  der  Unterseite.  —  inclsa  subsp.  nov.  ist  die  Inselrasse  von  Neu-Mecklenburg  mit  proximal  stark  ge-  incisa. 
zälmtem  Marginalband  der  Vflgl.  primularis  fliegt  schwerfällig  an  lichten  Stellen  im  Walde,  wo  die  Falter 
sich  auf  Blätter  des  niederen  Gebüsches  setzen  (Ribbe). 

E.  pseudanops  Btlr.  (62  d).  cf?  unterseits  milchweiss  mit  breiter,  schwarzer,  halbkreisförmige)-,  sub-  pseudanops. 
marginaler  Binde,  die  am  Analsaum  bis  zur  Basis  der  Vflgl  hinzieht  und  einen  länglichen,  distal  eingekerbten 
perlweissen  Fleck  umschliesst.  ?  oberseits  schwarz  mit  einer  unregelmässigen  gelb  gezeichneten  Binde  im 
Discus  der  Vtlgl  und  einem  grossen,  rundlichen  Basaltleck  der  Hflgl.  Neu-Caledonien,  Lifu. 


4.  Gattung:  Parelod ina  gen.  nov. 

Differiert  von  Elodina  durch  den  am  Zellapex  entspringenden  zweiten  Subcostalast  der  Vflgl.  Sonst 
wie  Elodina ,  aber  weniger  artenreich;  es  ist  anzunehmen,  dass  ein  Teil  der  unter  Elodina  abgehandelten 
Formen,  die  mir  in  natura  zur  Prüfung  nicht  Vorlagen,  hierher  gehört. 

P.  pura  Gr.-Sm.  Vflgl  mit  grauschwarzem  Apicalfleck,  der  proximal  nur  schwach  gezähnt  ist.  Unter-  pura. 
seite  silberweiss,  an  der  Basis  aller  Flügel  leichthin  gellt  angeflogen.  Pura,  Alor,  Flores,  Adonara. 

P.  invisibilis  spec.  nov.  Eine  der  kleinsten  bekannten  Pieriden.  Oberseite  rein  weiss,  mit  rotbraunem  invisibilis. 
Gostalanflug.  Der  schwarze  Apicalfleck  verläuft  ähnlich  wie  bei  anticyra  (62  e).  Unterseite  der  Vflgl  wie 
bei  allen  Elodina  mit  gelblichem  Anflug  und  einem  rundlichen  schwarzen,  zweiteiligen  Subapicalfleck ,  der 
beim  ?  sich  bindenartig  verlängert.  ?-LTnterseite  der  Hflgl  hellockergelb.  Insel  Wetter. 

P.  effeminata  spec.  nov.  Habituell  etwas  kleiner  als  pasarga  (62  e),  aber  blauweiss,  seidig  glänzend,  effeminata. 
statt  mattgelblich,  die  vordere  Hälfte  der  Zelle  dicht  braunschwarz  beschuppt.  Der  schwarze  Distalsaum  der 
Vflgl  proximal  tiefer  gezähnt.  Unterseite  der  Vtlgl  nur  wenig  gelb,  Htlgl  des  ?  rein  weiss.  Deutsch  Neu- 
Guinea,  selten. 

P.  anticyra  spec.  nov.  (62  e).  Unterseite  der  Vtlgl  und  die  ganze  Oberfläche  der  Hflgl  hellgelblich,  anticyra. 
Vtlgl  mit  schmalem,  schwarzem  Costalsaum  und  sein-  breiter,  schwarzer  Submarginalbinde.  Insel  Roon  und 
Mafor  in  der  Geelvink-Bai. 


5.  Gattung:  Delias  Hbn. 

Dieses  an  Arten  so  reiche  Genus  erinnert  in  vieler  Beziehung  in  der  Flügelform,  der  Färbung  und 
die  Art  des  Fluges  an  die  südamerikanischen  Perente.  Die  Bellas  bilden  ein  charakteristisches  Moment  der 
indischen  Fauna.  Sie  beleben  den  Wald  und  den  Waldrand  in  derselben  Weise,  wie  die  Appias  und 
Catopsilia  an  Flussufern  dominieren,  umschweben  vielfach  die  Kronen  der  Urwaldbäume,  setzen  sich  gerne 
auf  Blätter  und  Blüten  (so  z.  B.  an  jene  des  Chinarindenbaumes ,  der  Lantana)  oder  hasten  in  selteneren 
Fällen  in  wildem,  unstetem  Fluge  über  Grasflächen  hinweg  ( battana  in  Süd-Celebes). 

Die  meisten  Arten  aber  bewegen  sich  in  langsamem,  ruhigem  Fluge  von  Blüte  zu  Blüte  und  ver¬ 
lassen  manchmal  selbst  jenes  Gebüsch  nicht  gerne,  in  dem  sie  oft  zu  vielen  Hunderten  auf  einmal  der 
Puppenhülse  entschlüpfen.  ( belisama  auf  Java.)  Verhältnismässig  wenige  Arten  verbreiten  sich  über  grosse 
Ländermassen,  die  meisten  bleiben  lokal  oder  insular;  alle  neigen  zur  geographischen  Differenzierung,  selbst 
auf  derselben  Insel  ( bromo ,  fruhstorferi  in  Ost-Java  und  crithoe ,  momea  in  West-Java,  die  so  verschieden 
sind,  dass  sie  als  eigene  Species  aufgestellt  wurden).  —  Sie  sind  aber  keineswegs  wählerisch  im  Flugorte 
und  wir  treffen  sie  am  Seestrande  im  Mangrovegebüsch,  von  wo  aus  sie  manchmal  sogar  über  die  Meeres¬ 
wellen  hinwegfliegen ,  auf  den  Hochvulkanen  des  malayischen  Archipels  und  im  Himalaya ,  wo  sie  bis  8000 
Fuss  sehr  häufig  sind,  aber  auch  bis  10-  und  sogar  11000  Fuss  hinaufgehen. 

Die  Eier  werden  auf  die  Unterseite  der  Blätter  gelegt,  manchmal  20  —  30  in  parallelen  Reihen.  Rp 
zylindrisch  mit  zwei  Reihen  langer  Haare,  sie  leben  auf  Mistelgewächsen  (Loranthus  longiflorus) ;  eine  Art 
(eucharis)  wurde  aber  auch  auf  Hibiscus  chinensis  beobachtet.  Puppenruhe  dauert  gewöhnlich  10  Tage,  Pp 
am  Schwanzende  befestigt,  mit  dem  Kopf  nach  oben,  manchmal  sehr  zahlreich  auf  Baumstämmen,  Zweigen, 
selbst  Mauern. 

a.  Hflglunterseite  gelb  mit  zumeist  weisslichen  Submarginalflecken  ohne  roten  Basalfleck. 

D.  agostina  bewohnt  ausschliesslich  die  Vorberge  des  Himalaya  und  dessen  Ausstrahlungen.  Drei  agostma. 
Rassen  sind  bisher  bekannt:  agostina  Heir.  (54 d).  c f:  Oberseite  weiss,  Vflgl  mit  nur  distal  breit  schwarz 
überzogenen  Adern,  Unterseite  mit  durchweg  schwarz  bereiften  Venen.  Hflgl  kanariengelb  mit  schmaler 


124 


DELTAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


weisser,  schwarz  gesäumter  Aussenhälfte.  Oberseite  der  Vflgl  grau  mit  aufgehellter  Zelle  und  Discalregion, 
einer  Reihe  von  5—6  weissen  Submarginalpunkten;  jene  der  Hflgl  bei  der  Trockenzeitform  hell,  bei  der 
Regenzeitform  dunkel  orangefarben.  Bewohnt  die  Täler  von  Sikkim,  wo  sie  von  März  bis  Dezember  vor- 
infumata.  kommt.  —  infumata  Frühst.  (54  e)  hat  fast  ganz  schwarze  Vflgl  und  der  Distalsaum  der  Hflgl  dringt  manch  - 
annamitica.  mal  bis  nahe  an  die  Zellwand  vor  Assam,  Tenasserim,  auf  4000  Fuss  Höhe  im  Mai  gefangen.  —  annamitica 
Frühst.  (54 e)  mit  etwas  geringerem  schwarzen  Anflug  der  Vflgl,  die  Unterseite  nur  wenig  dunkler  als  bei 
Sikkimexemplaren.  Das  ¥  hat  eine  gleiclnnässig  und  fein  hellgrau  abgetönte  Oberseite  der  Vflgl,  eine  bleich¬ 
gelbe  der  Hflgl  mit  scharf  abgesetztem  Distalsaum.  Flugort  Stid-Annam,  Februar  auf  etwa  5000  Fuss  Höhe, 
wo  sie  sich  den  Gipfel  eines  abgeholzten  mit  ein  paar  Eingebornen- Hütten  bebauten  Hügels  als  Tummel¬ 
platz  für  den  Hochzeitsflug  auserkoren  hatten.  Die  schnellflügligen  Falter  kamen  aus  dem  nahen  Walde 
und  flogen  über  ein  sumpfiges,  nur  spärlich  mit  Strauchwerk  bewachsenes  Moor  und  schossen  dann  plötzlich 
bergan,  hoch  über  die  Grasdächer  der  Behausungen  hinweg.  Nur  wenn  sich  gelegentlich  ein  Falter  brünstig 
suchend  verirrte,  konnten  ihn  meine  Jäger  erhaschen  und  es  dauerte  über  eine  Stunde,  bis  wir  zu  dreien 
einige  ??  und  cfcfl  erbeuteten.*) 

singhapura.  D.  singhapura  Wall,  habituell  etwas  grösser  als  die  vorige,  mit  gleiclnnässig  grauschwarz  iiber- 

pudertem  Aussenteil  der  Vflgl  und  zitrongelber  Unterseite  der  Hflgl.  Sehr  selten,  bisher  ist  nur  die  Type 
indistincta.  aus  Singapore  bekannt.  —  indistincta  Frühst.  (55  d)  Vflgl  unterseits  mit  doppelt  so  breitem,  schwarzem 
Anflug  als  die  vorige.  In  Nord-  und  Süd-Borneo,  nicht  sehr  selten.  —  agoranls  Gr.-Sm.  mit  schärfer  ab- 
agoranis.  gesetztem ,  tiefschwarzem  Apicalbezug  und  besonders  breiten  schwarzen  Submarginalbinden  der  Hflglunter- 
seite,  bewohnt  Tenasserim  und  die  Shanstaaten. 

themis.  D.  themls  Hew.  von  Mindanao  mit  schärfer  ausgeprägtem,  tiefschwarzem,  aber  wesentlich  schmä- 

soteira.  lerem  Distalsaum  als  soteira  subsp.  nov.  (55  d)  von  Luzon,  die  auch  unterseits  durch  viel  schmälere  weisse 
Cireumcellularflecken  der  Vflgl  zu  unterscheiden  ist. 

kühni.  D.  kühni  Honr.  steht  themis  nahe,  mit  unterseits  ganz  schwarzen  Vflgln.  Hflgl  mit  drei  hellgelben 

sulana.  submarginalen  Flecken.  Insel  Bangkai  bei  Celebes,  nur  einige  Exemplare  bekannt.  —  su'iana  Stgr.  eine 
gute  Lokalform  mit  grösseren,  weissen  Flecken  der  Vflgl  und  sechs  gelben  und  gelbgrauen  Submarginal¬ 
makeln  der  Hflglunterseite.  Nur  1  cfl  bekannt ;  Sula  Mangoli. 

baracasa.  D.  baracasa  Sernp.  eine  kleine  Parallelart  von  themis  und  agostina,  die  südwärts  bis  Sumatra  vor¬ 

gedrungen  ist.  Die  Unterseite  aller  Flügel  weiss  mit  schmalen  schwarzen  Bändern  und  einer  dünnen  eben¬ 
solchen  Submarginalbinde.  Nur  die  Basis  der  Hflgl  ist  grünlichgelb  angeflogen.  Bis  jetzt  nur  i  cd  von 
cathara.  Südost-Mindanao  bekannt.  —  cathara  Gr.-Sm.  (55  d)  eine  stark  verdunkelte  Lokalform  vom  Kinabalu,  mit 
danala.  völlig  gelber  Oberfläche  der  Hflgl  und  zusammenfliessenden,  schwarzen  Binden.  —  Bei  danala  Xicer. 
(  =  karo  Hag.)  (55  d,  e)  vom  gebirgigen  Sumatra  markiert  sich  oberseits  eine  Reihe  von  weissen  Subapicalpunkten 
der  Vflgl,  die  unterseits  eine  gelbe  Färbung  annehmen,  was  auch  für  die  Submarginalflecken  der  Hflgl- 
dives.  Unterseite  der  ¥¥  gilt.  —  dives  Xicer.  von  Penang.  Oberseite  der  Vflgl  ähnlich  cathara,  nur  leichthin  schwarz 
beschuppt.  Unterseite  der  Hflgl  hellockergelb  ohne  Submarginalbinde  und  nur  mit  schmalem,  schwarzem 
Distalsaum.  Ob  ihr  Artrechte  zukommen,  kann  nicht  entschieden  werden,  weil  dives  in  natura  nicht  vorliegt. 

dorimene.  D.  dorimene  Cr.  (55b).  Die  Abbildung  zeigt  den  cd  von  der  Oberseite,  das  ¥  von  der  Unterseite. 

Die  Unterseite  der  cdcd  differiert  davon  nur  durch  den  verschmälerten  schwarzen  Aussenrd  und  kleinere 
rothschildi.  gelbe  Makeln.  Häufig  auf  den  Süd-Molukken,  Amboina,  Ceram.  —  Auf  Buru  erscheint  eine  Rasse  rothschikii 
Hol/,  mit  kleineren,  weissen  Submarginalflecken  der  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  vergrössern  sich  aber  diese 
Makeln  und  die  schwarze  Saumbinde  wird  breiter.  Nur  I  ¥  bekannt. 

echidna.  D.  echidna  Hew.  (52c)  von  Ceram  ist  seit  1861  anscheinend  nicht  wieder  gefunden,  weil  nur  die 

Type  im  British  Museum  bekannt  ist.  Die  Oberseite  ist  nach  Hewitson  weiss,  mit  schwarzem  Costalsaum 
und  fein  gezähntem  Terminalsaum  der  Vflgl.  Hflgl  .gleichfalls  mit  schwarzem  Distalrand,  der  nach  innen 
fein  grau  bestäubt  ist. 

melusina.  D.  melusina  Stgr.,  ein  Gebirgsfalter  aus  dem  Norden  der  Insel  Celebes,  hat.  unterseits  etwas  Ähn¬ 

lichkeit  mit  echidna,  doch  fehlt  ihr  der  weissliche  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Alle  Subm argin alflecken  sind 
stark  reduziert,  die  Basis  und  die  Discalregion  der  Vflgl  blaugrau.  Die  Oberseite  ist  blauweiss,  mit  schwarzen 
Feldern  auf  allen  Flügeln. 

b.  Hflglunterseite  ohne  roten  oder  gelben  Basalfleck,  aber  mit  roten  oder  gelblichen  Submarginalflecken. 

eucharis.  D.  eucharis  Drury  (51a).  Charakterisiert  durch  die  prächtigen,  oberseits  rosafarbenen,  unterseits 

hellroten  weiss  umsäumten,  distal  etwas  zugespitzten,  sonst  quadratischen  Submarginalflecken.  Der  Apex 
der  Vflgl  und  die  Oberfläche  der  Hflgl  schön  hellgelb  bezogen.  Der  Falter  legt  20 — 30  Eier  auf  die  Unter¬ 
seite  von  Blättern  in  parallelen  Reihen.  Die  Rpn  sind  polyphag,  finden  sich  vielfach  zu  Tausenden,  leiden 
aber  unter  Ichneumoniden  und  Mus ci den parasiten.  Die  Ppn  sind  am  Schwanz,  aber  mit  dem  Kopfe  nach 
oben,  eng  an  die  Blätter  geheftet;  die  Ppnruhe  dauert  etwa  tO  Tage.  Der  Falter  fliegt  das  ganze  Jahr,  im 


*)  Man  vergleiche  den  Nachtrag. 


DELIAS.  Von  H.  Fruhstorfek. 


1 25 


nördlichen  Ceylon  stellenweise  in  gewaltigen  Mengen,  und  besucht  mit  Vorliebe  die  Blüten  der  Lantana,  an 
die  er  sich  mit  halbgeöffneten  Flügeln  anhängt,  eucharis  geht  in  Indien  bis  7000  Fuss  hinauf,  erreicht  in 
Kashmir  paläarktisches  Gebiet  und  variiert  nur  unbedeutend. 

D„  hyparete  eine  vom  Himalaya  bis  Formosa  und  im  Süden  von  der  malayischen  Halbinsel  bis 
Celebes  in  einer  grossen  Zahl,  von  zum  Teil  scharf  getrennten  Lokalformen  verbreitete  Art.  peirene 
Frühst.  (51b)  aus  Formosa,  wo  sie  bis  etwa  4000  Fuss  Höhe  vorkommt,  trägt  auf  der  Unterseite  ein  aus¬ 
gedehnteres  weisses  Submarginalfeld  als  luzonensis.  Es  kommen  auch  Exemplare  vor  mit  hellockergelben 
oder  orangefarbenen  Submarginalflecken  der  Hflglunterseite  (maenia  forma  novo).  —  Von  luzonensis  Fldr. 
(51  d,  e)  ist  die  Rp  bekannt.  Diese  ist  ganz  zitronengelb,  nur  Kopf,  Fiisse  und  After  sind  schwarz,  der 
Rücken  gelb  behaart.  Sie  lebt  auf  Averhoa  bilimbi,  wo  sie  manchmal  an  langen  Fäden  aufgehängt  ,  ge¬ 
funden  wird.  —  mindorensis  suhsp.  nov.  trägt  in  der  Regel  weniger  und  kleinere  rote  Submarginalflecke  der 
Hflgl;  ähnliche  Stücke  kommen  auch  auf  Cebu,  Bohol  und  Camotes  vor.  —  rnindanaensis  Mitis  (51c)  ist 
eine  kleine  Form  mit  stark  verdunkelten  22,  wenig  Rot  der  Unterseite  in  der  abgebildeten  Trockenzeit-  und 
breiterem  Rot  bei  der  grösseren  Regenzeitform.  Mindanao,  Süd-Philippinen.  —  Bei  palawariica  Styr.  (51  b)  sind 
alle  Adern  und  der  Distalsaum  der  Hflgl  breiter  schwarz  bezogen.  Insel  Palawan.  —  lucina  Fist.  (=  jolana 
Styr.)  (51  d)  von  den  Sulu-Inseln  zeichnet  sich  durch  fast  ganz  weisse  Oberseite  und  den  Mangel  an  gelbem 
Anflug  der  Hflglunterseite  aus.  —  stolli  Btlr.  vom  südlichen  China,  hat  ein  oberseits  fast  ganz  schwarzes  2 
und  auf  der  Hflglunterseite  reicht  der  gelbe  Basalanflug  bis  an  den  schwarzen  Terminalsaum.  —  Ihr  kommt 
ciris  suhsp.  nov.  (51b)  sehr  nahe,  deren  cf  durch  einen  breiten  schwarzen  Apikalteil,  dunklere  Zellregion 
der  Vflgl  bei  den  22  auffallen.  Siam,  Cochin-China,  Tonkin,  Tenasserim.  In  Bangkok  und  Saigon  bildeten 
ciris  eine  Zierde  der  Gärten  und  Anlagen,  wenn  sie  unter  dem  Schatten  hoher  Ficus  auf-  und  nieder¬ 
schwebten,  um  sich  von  Zeit  zu  Zeit  auf  der  Oberseite  von  Blättern  niederzulassen.  —  hierte  Hbn.  (5 1  a)  vom 
Festland  von  Indien  steigt  im  Himalaya  bis  zu  6000  Fuss  hinauf,  ist  aber  dort  an  der  Peripherie  ihrer  Ver¬ 
breitung  nicht  mehr  häufig.  —  Als  devaca  Moore  ist  eine  Aberration  mit  scharlachrot  übergossener  Zelle 
der  Hflglunterseite  bekannt,  während  ab.  indica  Wall,  eine  Aberration  mit  fast  ganz  weissem  Apex  der 
Vflgl  darstellt.  —  ethire  Doli,  ist  eine  sehr  helle  Rasse  aus  Süd-Indien,  die  auch  schon  in  Bengalen  ge¬ 
fangen  wurde,  unterseits  mit  lichtzitrongelbem  Anflug  der  Hflgl  und  sehr  grossen,  gelben  Subapikalflecken 
der  Vflgl.  —  metarete  Btlr.  ist  die  stark  verdunkelte  geographische  Rasse  der  malayischen  Halbinsel  und 
von  Singapore.  —  despoliata  suhsp.  nov.  von  Sumatra  steht  dieser  sehr  nahe,  die  Rotfleckung  der  Hflgl¬ 
unterseite  tritt  aber  stark  zurück .  manchmal  sind  nur  3  statt  6  Submarginalflecken  vorhanden ,  ebenso  ist 
deren  innere  schwarze  Begrenzung  wesentlich  schmäler.  —  Bei  diva  Frühst.  (51b)  von  Nord-Borneo  reicht 
der  gellte  Anflug  der  Hflgl  wieder  bis  an  die  sehr  viel  breitere  innere  schwarze  Umsäumung  der  noch 
markanteren  submarginalen  Rotfleckung.  —  Alle  Inseln  um  Sumatra  produzieren  distinkte  Lokalformen,  von 
denen  haemorhoea  Voll,  aus  Banka  durch  orangefarbene  Basalfleeke  und  nur  3  kurze,  breite  rote  Sub- 
marginalmakeln  der  Hflglunterseite  charakterisiert  ist.  Die  Vflgl  bleiben  fast  ganz  weiss.  —  Simplex  Btlr., 
unbekannter  Herkunft,  hat  das  innere  Drittel  der  Hflglunterseite  bleich  Chromgelb.  —  jataka  Frühst.  (51  d) 
von  den  Batu-Inseln  trägt  grauschwarze  Vflgl  und  eine  durchweg  dunkel  zitrongelbe  Oberfläche  der  Hflgl¬ 
unterseite.  —  hvpöpelia  Hag.  differiert  durch  eine  Reihe  gelber  Submarginal strigae  der  Vflgl  und  viel 
breiteren,  schwarzen  Aderbezug,  sowie  eine  graugelbe  Basis  der  Hflgl  von  jataka ;  von  den  Mentawej-Inseln, 
nur  1  2  bekannt.  —  niasana  Kheil  (51  d),  sehr  hell  im  cf,  während  die  22  oberseits  breite  schwarze  Adern,  gelbe 
Subapikalstrigae  und  dicht  beschuppte  Internervalfelder  zeigen.  Eine  Aberration  mit  gelben  statt  roten  Sub- 
marginalflecken  nannte  Kheil  arnarüla.  — -  hyparete  L.  aus  Java  und  Bali  ist  sehr  unbeständig;  kaum  ein 
Stück  gleicht  dem  andern.  Die  Regenzeitform  (51c)  erscheint  oben  breit  schwarz  umrandet,  während  die 
Trockenzeitform  aus  Ost-Java  aureivenu'la  form.  nov.  (51  c)  grosse  gelbe  Apikalstrigae  und  lichtgelb  be¬ 
zogene  Hfigloberseite  aufweist.  Sehr  häufig  in  Java,  wo  die  Art  bis  2500  Fuss  hinaufsteigt  und  am  Rande 
lichter  Wälder  sehr  häufig  ist.  Rp  ockergelb  mit  feinen  Seidenhaaren  von  derselben  Farbe.  Kopf  und 
Ftisse  schwarz.  Pp  schön  hellgelb  am  Bauche  mit  12  schwarzen  sonst  gelben  Stacheln.  (Vollenhovex). 


peirene. 


maenia. 

luzonensis. 


mindorensis. 

min¬ 

danaensis. 

palawanica. 

lucina. 

stolli. 

ciris. 


hierte. 

devaca. 

indica. 

ethire. 

metarete. 

despoliata. 

diva. 


haemorhoea. 

simplex. 

jataka. 

hypopelia. 

niasana. 

amarilla. 

hyparete. 

aureivenula. 


D.  rosenbergi  Voll.  (=  chrysoleuca  Mitis)  (52  a)  ist  der  celebische  Repräsentant  der  hyparete -Gruppe,  rosenbergi. 
eine  stattliche,  oberseits  beim  2  fast  ganz  schwarzgrau  angeflogene  Art.  In  Süd-Celebes  fliegt  rosenberyi  das 
ganze  Jahr,  massenhaft  im  März,  April  am  Ende  der  schwersten  Regenperiode.  Die  Rp  ist  nicht  ver 
schieden  von  jener  von  despoliata  aus  Sumatra,  nur  grösser,  dunkelgelb  mit  hellgelben  und  weissen  Haaren 
und  lebt  auf  Loranthus,  die  auf  Mangobäumen  schmarotzen.  Die  Falter  erscheinen  schon  sehr  früh  am 
Tage,  um  6  und  6 1  2  Uhr  und  dann  wieder  spät  abends  (Martin).  —  Im  Norden  der  Insel  kommt  lorquini  lorquini. 

Fldr.  (=  catamelas  Styr.)  (52  b)  vor,  wo  die  Art  an  der  Meeresküste  bis  3000  Fuss  hinaufgeht.  Die  schwarzen 

Binden  der  Unterseite  aller  Flügel  sind  breiter,  die  Zellregion  ausgedehnter  schwarz  beschuppt. 

D.  mitisi  Styr.  eine  seltene  Art  der  Sula-Inseln,  mit  noch  dunklerer  Unterseite  der  Hflgl.  die  noch  mitisi. 
grössere  rote  Flecken  als  rosenberyi  tragen. 

D.  periböea  Godt.  (5  f  e )  eine  variable  Art,  die  auf  Java  recht  lokal  ist.  aber  in  manchen  Jahren  periboea. 

selbst  in  grossen  Städten,  wie  Soerabaja  und  Bandong,  massenhaft  auftritt.  —  wallacei  Rothsch.  heisst  die  wallacei. 


126 


DELIAS.  Von  H.  Frtthstoreer. 


unterseits  etwas  breiter  schwarz  gestreifte  Rasse  der  Insel  Bali,  durch  des  Sammlers  Doherty  Versehen  als 
livia.  aus  Celebes  stammend  beschrieben  worden.  —  livia  Frühst.  (56  d)  ist  eine  auf  Lombok  in  ca.  2000  Fuss 
Höhe  entdeckte  Form,  die  auf  der  Hflglunterseite  stets  viel  weniger  und  schmälere  rote  Makeln  trägt.  — 
pagenstecheri.  pagenstecheri  Frühst,  ist  gekennzeichnet  durch  kürzere  schwarze  Streifen  der  Flügelunterseite  und  verwaschene, 
alorensis.  mehr  orangefarbene  als  rote  Submarginalflecken  der  Hllgl.  Sumbawa,  selten.  —  alorensis  Frühst.  (52  a) 
ist  der  östlichste  bisher  bekannte  Ausläufer,  ausgezeichnet  durch  verbreiterte  lichtgelbe  Subapicalflecken  der 
Vflgl.  dunkel  ockergelben  Basalbezug  und  eine  komplette  Reihe  intensiv  roter  Submarginalflecken  der  Hflgl, 
die  nach  oben  mattrosa  durchschimmern.  Hflgloberseite  hellgell)  statt  weisslich  oder  graublau  wie  bei  den 
westlichen  periboea- Unterarten.  Insel  Alor. 

fasciata.  D.  fasciata  Rothsch.  (51  e)  ist  der  Insel  Sumba  eigentümlich,  von  australischem  Gepräge  und  der 

argenthona  F.  oberseits  etwas  ähnlich. 

sumbawana.  D.  sumbawana  Rothsch.  von  Sumbawa  mit  nur  einer  bekannten  Zweigrasse,  minerva  Frühst.  (52  a), 

minerva.  die  auf  Lombok  auf  2000  Fuss  Höhe  in  hastigem  Fluge  in  Gesellschaft  von  livia  die  Kronen  hoher  Bäume 
umkreiste,  minerva  differiert  erheblich  von  sumbawana  durch  den  grünlichgelben  statt  hell  orangefarbenen 
Bezug  und  die  kaum  halb  so  breiten  submarginalen  roten  Halbmonde  der  Hflglunterseite. 

i i& L  üpientUnk*.  D.  splendide  Rothsch.  ist  eine  prächtige  Art,  die  unterseits  aufs  täuschendste  der  Huphina  laeta  Hew. 

*  (65  e)  ähnlich  sieht. 

argenthona.  D.  argenthona  F.  (53  e).  cf:  oberseits  mit  etwas  breiter  schwarz  bezogenem  Apex  der  Vflgl  als 

fasciata.  Hflgl  mit  rosa  durchscheinenden  roten  Flecken  der  Unterseite.  Das  ?  erscheint  in  zwei  Formen, 
seminigra.  mit  durchweg  hellgelber  Oberseite  und  einer  solchen  mit  ganz  schwarzer  Aussenhälfte  der  Hflgl:  seminigra 
form.  nov.  (55a).  Als  Zeitform,  vielleicht  sogar  nur  als  zufällige  Aberration  mit  roter  Spitze  der  Zelle  und 

fragalactea.  etwas  breiteren  schwarzen  Submarginalbinden  der  Hflgl  kann  fragalactea  Btlr.  (53  e)  gelten.  Australien. 

schoenbergi.  D.  schoenbergi  Rothsch.  (56  c).  Eine  durch  ihre  Grösse  und  den  pfirsichblütfarbenen  Anflug  der 

Hflgl  ausgezeichnete  Art,  die  sehr  selten  ist  und  Bougainville  der  Salomonen  bewohnt.  Die  Unterseite  der 
Hflgl  ist.  von  hellgelber  Grundfarbe  mit  schwächerem,  schwarzem  Discalfleck  und  stattlicheren  roten  Sub- 
isabellae.  marginalflecken  als  isabellae  Rothsch.  (56  d)  von  der  Insel  Isabell.  —  Beiderseits  noch  breiter  schwarz  umrandet 
choiseuli.  und  mit  ansehnlicher  schwarzer  Medianbinde  der  Hflgl  versehen  präsentiert  sich  choiseuli  Rothsch.  von  der 
Insel  Ghoiseul  als  eine  hochspezialisierte  Mittelform,  deren  ?  oberseits  mit  einem  Kranze  von  fünf  rundlichen 
Submarginalmakeln  der  Hflgloberseite  dekoriert  ist. 

D.  timorensis  ist  eine  der  buntesten  bekannten  Arten  und  auf  die  Inseln  der  Timor-Gruppe  beschränkt. 
timorensis.  timorensis  Bsd.  (=  vislmu  Moore)  (54  b,  c)  von  Timor,  Wetter,  Babber  und  Kisser  in  meiner  Sammlung  cf  cf  mit 
'gardineri.  weisslichem,  ?$  mit  hellgelbem  Basalantlug  der  Vflglunterseite.  —  gardineri  Frühst.  (54  c),  von  Timor-Laut 
mit  dunkel  ockergelbem  Basalanflug  und  viel  breiterem,  schwarzem  Aussensaum  der  Flügelunterseite. 

poecilea.  D.  poecilea  Voll.  (54  d).  Bisher  nur  von  den  Nord-Molukken  bekannt.  Die  rote  Submarginalbinde 

edela.  der  Hflglunterseite  schmäler  als  bei  edela  subsp.  nov.  (54 d)  von  Obi,  einer  Inselform,  die  oberseits  einen 
breiten,  tiefschwarzen  mit  5  weissen  länglichen  Flecken  besetzten  Apicalbezug  und  sehr  breiten  schwarzen 
Distalsaum  der  Hflgl  aufweist ,  an  dessen  distalem  Rande  6  weisse  Punkte  verstreut  stehen.  Das  ?  ist 
unbekannt. 

sadia.  D.  sacha  Gr.-Sm.  oberseits  sehr  ähnlich  edela,  aber  mit  reduzierterem,  schwarzem  Aussensaum  aller 

Flügel,  trägt,  auf  der  Hflglunterseite  ganz  nahe  an  den  Terminalrand  gedrängte  schmale  ockergelbe  Flecken, 
die  Basalregion  der  Hflgl  etwas  heller  gelb  und  der  orangefarbene  Su banalantlug  etwas  ausgedehnter  als 
bei  poecilea.  Selten  auf  der  Insel  Obi. 

alberti.  D.  alberti  Rothsch.  (56 d)  sieht  der  sacha  unterseits  sehr  ähnlich,  nur  sind  die  Präapicalflecken  der 

Vflgl  breiter  weiss,  die  Submarginalflecken  der  Hflgl  heller,  mehr  als  doppelt  so  breit,  deren  proximale 
schwarze  Begrenzung  verbreitet  sich  nach  vorne  und  der  Hflgldiscus  ist  schwarz  bestäubt.  Insel  Ghoiseul, 
wo  sie  neben  schoenbergi  choiseuli  Rothsch.  vorkommt. 

D.  mysis  scheint  im  Papuagebiet  die  indische  hyparete  zu  ersetzen  und  neigt  ebenso  wie  diese  zu 
mysis.  lekaler  Differenzierung.  Die  älteste  Form  ist  aus  Australien  bekannt.  -  mysis  F.  (54  c)  wird  durch  die 
ausgedehnteste  schwarze  Umrahmung  aller  Flügel  und  die  Krone  weisser  Subapicalmakeln  der  Vflgl  charak- 
aestiva.  terisiert.  Eine  kleinere,  heller  gefleckte  Trockenzeitform  nannte  Butler  aestiva.  Nord -Australien,  Queens- 
nemea.  land.  —  nemea  subsp.  nov.  von  Merauke,  Holl.  Südwest-Neu-Guinea,  ist  wesentlich  kleiner  und  die  cf  cf 
tragen  unterseits  eine  auffallend  schmale  rote  Submarginalbinde,  die  einen  sehr  breiten  tiefblauschwarzen 
onca.  Distalsaum  halbiert.  —  onca  subsp.  nov.  von  der  Milne-Bai  (Britisch  Neu-Guinea)  leitet  zu  lara  Bsd.  von 
tarn.  Holl.  Nordwest-Neu-Guinea  hinüber,  von  der  sie  durch  fast  doppelt  so  breite  rote  und  schwarze  Binden  der 
intermedia.  Flügelunterseite  abweicht.  —  intermedia  Mitis  von  Deutsch  Neu-Guinea  weist  im  cf  Geschlecht,  unterseits 
nur  wenige  proximale  schwarze  Begrenzung  der  roten  Submarginalbinde  auf  als  oisyme.  Auch  kommen  ?? 
oisyme.  mit  weissen  und  solche  mit  gelben  Subapicalflecken  der  Vflglunterseite  vor.  —  oisyme  subsp.  nov.  (54  d)  ist  eine 


DELTAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


127 


kleine  Inselrasse  mit  fast  ganz  quadratischen  Vllgln  und  sehr  scharf  abgesetzten  Binden  und  schon  chrom¬ 
gelben  Subapicalflecken  der  Vflglunterseite.  Waigiu.  —  cruentata  Btlr.  steht  der  o isyme  sein-  nahe,  differierl  cruentata 
jedoch  von  ihr  durch  viel  schmälere  rote  Submarginalbinden  der  Hflgl.  Misole.  aruensis  Milis  (54  d;  nähert  aruensis. 
sich  wieder  der  festländischen  Type,  hat  aber  länger  ausgezogene  Vtlgl  und  merklich  verbreiterte  Flecken 
und  Binden.  Aru-Inseln.  —  maga  Gr.-Sm.  endlich  ist  eine  weitere  wohl  differenzierte  Inselrasse  mit  doppelt  maga. 
so  breiten  schwarzen  Binden  auf  der  Unterseite  aller  Flügel  als  bei  mysis  vom  Festlande,  fast  ganz  gelber 
Oberfläche  der  Hflgl  und  breitem,  leuchtend  karminrotem  Submarginalbande.  Südost-Insel,  nahe  Britisch 
Neu-Guinea. 

D.  ennia  Wall.  (54a),  gleichfalls  nur  im  Papuagebiet  zu  Hause,  hat  unterseits  gelbe  statt  rote  Sub-  ennia. 
marginalbinden.  Es  sind  nur  vier  Ausläufer  bekannt,  doch  ist  die  Art  sicher  noch  von  anderen  Teilen  von 
Neu-Guinea  und  dessen  zahlreichen  Satellit-Inseln  zu  erwarten.  Selten  auf  Waigiu.  —  jobina  Oberth.  mit  jobina. 
fast  ganz  gelber  Hflgl  unters  eite  und  sehr  breitem,  schwarzem  Aussenfeid  der  Hflglunterseite.  Insel  Jobi.  - 
nigidius  Md.sk.  (54b)  mit  sehr  schmalem  Aussenfeid,  häufig  in  Queensland.  Bei  letzterer  macht  sich  eine  nigidus. 
Verbreiterung  aller  schwarzen  und  gelben  Bänder,  besonders  unterseits  bemerklich,  während  xelianthe  xelianthc. 
Gr.-Sm.  mit  sehr  zierlichen,  gelben  Zeichnungen  der  Hflglunterseite  im  Verlauf  und  der  Gestalt  der  schwarzen 
Binden  die  Mitte  zwischen  beiden  hält.  Britisch  Neu-Guinea.  Selten. 

D.  lytea  Godm.  ist  eine  reizende,  jedoch  auch  seltene  Art  des  Bismarck-Archipels,  ohne  Opal-  lytea. 
glanz  der  Unterseite,  und  auch  sonst  mit  matteren  Farben,  die  mehlig  aufgestreut  erscheinen.  Das  ?  ist 
mehr  als  doppelt  so  breit  schwarz  umrandet  als  der  cf.  Neu-Britannien.  —  georgina  Gr.-Sm.  (54  b)  von  georgina. 
den  Salomons-Inseln  scheint  nur  geringfügig  zu  differieren. 

D.  narses  Heller  hat  auch  die  Basis  der  Vflglunterseite  gelb  und  die  gesamte  äussere  Flügelhälfte  narses. 
ist  scharf  abgegrenzt,  tiefschwarz  und  mit  5  fast  gleichartigen,  gelben  rundlichen  Makeln  besetzt.  Neu- 
P  ommern. 

D.  totila  Heller  stellt  eine  der  am  dunkelsten  gefärbten  Delias- Arten  vor,  mit  halb  gelber,  halb  totila. 
schwarzer  Flügelhälfte  und  einem  grossen  elliptischen  weissen  Fleck  der  Vtlgloberseite.  Die  Basis  der  Vflgl¬ 
unterseite  bleibt  weiss,  die  Oberfläche  der  Hflgl  aber  ist  fast  durchweg  tiefschwarz,  abgesehen  von  nur 
einer  wenig  aufgehellten,  gelb  überpuderten  und  sehr  beschränkten  Basalregion.  Neu-Pommern. 

D.  caliban  Gr.-Sm.  von  den  Fergusson-lnseln  gehört  auch  in  diese  Gruppe,  ist  aber  viel  grösser  caliban. 
als  narses,  im  Umriss  und  oberseits  sehr  ähnlich  belisama  Cr.  von  Java.  Vflglunterseite  mit  ganz  schwarzer 
Aussenpartie  und  3  gelblichweissen  Subapicalpunkten.  Hflgl  das  innere  Drittel  gelblich ,  rvenig  überpudert, 
die  gesamte  breitere  Aussenpartie  tiefschwarz  mit  weissem  Subcostalflecke.  Nur  in  englischen  Sammlungen 
und  erst  in  2  Exemplaren  bekannt. 

D.  iere  Gr.-Sm.,  eine  eigentümliche  und  ziemlich  schmucklose,  bisher  sehr  seltene  Delias,  die  etwa  iere. 
in  der  Mitte  steht  zwischen  mysis  und  ennia  und  eine  Zeichnungsverteilung  wie  gabia  besitzt.  Die  Unter 
seite  ist  charakterisiert  durch  gelbliche  Subapicalmakeln  in  einem  schwarzen  Apicalfeld  der  Vflgl,  die  Htlgl- 
oberfläche  erscheint  hell  kanariengelb  mit  relativ  schmalem,  schwarzem  Saume,  der  durch  zarte  orange 
Flecken  geteilt  wird.  Britisch  Neu-Guinea,  von  Doherty  entdeckt. 

D.  euphemia  Gr.-Sm.  Bisher  nur  von  der  Insel  Biak  in  der  Geelvink-Bai  bekannt,  eine  Art,  die  euphemia. 

einen  Übergang  von  mysis  zu  bagoe  bildet,  ohne  den  gelben  Apicalfleck  der  Vflgloberseite  der  letzteren 

zu  besitzen. 

D.  bagoe  bewohnt  den  Bismarck  -  Archipel.  Es  sind  nur  zwei  geographische  Zweige  bekannt: 

bagoe  Bsd.  (—  eurygania  Godm.  u.  Salv.)  von  Neu-Mecklenburg  mit  schmälerem,  aber  weiter  in  die  Zelle  bagoe. 

eindringenden  gelben  Apicalfleck  der  Vflglunterseite  und  viel  schmäleren  schwarzen  Binden  der  Hflglober- 
seite  als  nusana  Frühst.  (55  a)  von  der  Insel  Nusa-Laut,  die  unterseits  intensiver  und  ausgedehnter  rot.  nusana, 
oberseits  breiter  schwarz  umzogen  ist  als  bagoe. 

D.  salvini  Btlr.  (55  a)  vertritt  bagoe  auf  Neu-Pommern  und  differiert  von  dieser  durch  eine  weisse  salvini. 
Subapicalbinde  der  Vflglunterseite. 

-Mit  D.  candida  Voll.  (55  b)  wird  hier  die  Reihe  der  den  Molukken  eigentümlichen  Arten  eröffnet  ;  candida 
candida  hat  ganz  weisse  Oberseite  aller  Flügel,  durch  die  jedoch  die  Schwarz-  und  Gelbfleckung  der  Unter¬ 
seite  lebhaft  durchschimmert.  Der  geschlechtliche  Dimorphismus  ist  bei  allen  Molukkenarten  sehr  pronon- 
ciert,  man  vergleiche  das  ganz  schwarzgraue  ?,  das  nur  weisse  Submarginalflecken  trägt.  Unterseits  ist  die 
Farbenzusammenstellung  reicher,  weil  die  innere  Flügelhälfte  gelblichgrau  erscheint,  die  äussere  schwarz 
wird,  die  Vflgl  weisse,  die  Hflgl  aber  dunkel  ockerfarbene  Submarginalmonde  führen.  Batjan,  Obi. 

Nicht  selten. 

D.  caeneus  L.  verteilt  sich  in  zwei  Rassen  über  die  Süd-Molukken,  caeneus  (==  plexaris  Don.)  (53  d)  caeneus. 
kommt  auf  Amboina,  Ceram  und  Saparua  sehr  häufig  vor.  Beim  ¥  reicht  die  graue  Basalbestäubung  der 


DELIAS.  Von  H.  Fe.uhstob.feb. 


philotis. 


duris. 


aleria. 

funerea. 

buruana. 

isse. 

echo. 

ribbei. 

diva. 

emilia. 

enniana. 


dice. 

dorothea. 


gabia. 

d.orylo.ea. 

felsina. 

scribonia. 

zarate. 

bantina. 

cal/istrate. 

geraldina. 


altivaga. 


128 

Vllgl  bis  an  den  Costalsaum,  während  sie  bei  philotis  Wall.  (53  d,  e)  von  Buru  nur  wenig  über  die  Basis 
der  Zelle  hinausgeht  und  sich  erst  unter  den  Medianen  in  Gestalt  von  deutlichen  weissen  Streifen  ausbreitet. 
Die  Flügelbasis  von  philotis  ist  unterseits  heller  und  reiner  gelb,  dagegen  tritt  der  rote  Fleck  in  der  Zelle 
der  Htlgl  stark  zurück  und  die  schwarze  submarginale  Region  gewinnt  an  Ausdehnung.  Buru. 

D.  duris  Heu:.  (53  d).  Bisher  nur  von  Ceram  bekannt,  wo  die  Art  in  zwei  Zeitformen  aufzutreten 
scheint:  denn  mir  liegen  cd?  vor  mit  verhältnismässig  schmaler  roter  Submarginalbinde  der  Htlgl  und  breit 
aufgetragener  schwarzer  Besäumung  und  Exemplare  mit  sehr  breiten  und  hellen  roten  Binden,  ohne  oder 
mit  nur  geringer  proximaler  schwarzer  Begrenzung  und  sehr  grossen  dunkel-  statt  hellgelben  Subapical- 
und  Zellflecken  der  Yflglunterseite  (=  aleria  form.  nov.). 

Do  funerea  Rothsch.  (—  plateni  Stgr.)  ist  etwas  grösser,  hat  eine  ganz  weis.se  Unterseite  der  Vflgl, 
aber  eine  ganz  schwarze  Grundfärbung  der  Unterseite  der  Htlgl.  Batjan.  Dazu  ist  buruana  Bothsch.,  die 
Rasse  der  Insel  Buru,  mir  in  natura  unbekannt. 

D,  isse  Cr.  (55  a)  häufig  auf  den  Süd-Molukken.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  jener  von  echo  Wall. 
(53 e)  von  Buru,  die  Htlgl  führen  aber  ein  fast  doppelt  so  breites  über  die  Zelle  hinausgehendes  gelbliches 
Feld  und  nochmal  so  breite  und  ockerfarbene  Submarginalmakeln. 

D,  ribbei  Röb.  von  den  Aru-Inseln  ist  eine  sehr  seltene  Art,  von  der  sacha  Gr.-Sm.  vielleicht  eine 
Lokalform  darstellt.  Die  weissen  Subapicalflecken  der  Vflglunterseite  von  ribbei  sind  breiter  als  bei  echo , 
die  schwarze  Submarginalbinde  der  Htlgl  verschmälert  sich,  während  die  Submarginalflecken  sich  stark  ver- 
grössern  und  eine  quadratische  Form  annehmen. 

Do  diva  R.  u.  J.  (56  f)  eine  der  buntesten  Arten.  Die  Oberseite  ist  einfach  weiss,  mit  breitem, 
tiefschwarzem ,  apicalem  Querfeld  der  Vflgl.  Beim  ?  macht  sich  auch  ein  mit  gelblichen  Punkten  besetzter 
Aussenrd  der  Htlgl  bemerklieh.  Britisch  Neu-Guinea.  —  emilia  R.  u.  J.  (=  Tachyris  weiskei  Ribbe )  eine 
bleichere  Lokalform  aus  Britisch  Neu-Guinea  mit  grauem  statt  schwarzen  Aussensaum  der  Hflglunterseite, 
der  mit  grösseren  gelben  Makeln  besetzt  ist. 

D.  etiniara  Oberth.  (=  ennia  Wall.  pt. ,  dorothea  Mitis  pt.)  (54a)  bisher  nur  von  Waigiu  bekannt, 
wo  sie  nicht  sehr  selten  ist.  cd:  die  Oberseite  weiss  mit  scharf  abgeschnittenem,  schwarzem  Aussensaum 
der  Vflgl,  der  einige  weisse  Punkte  trägt.  ?  mit  schwarzem,  meist  freistehendem  Querfleck  am  Zellende, 
mit  ziemlich  gleichmässigem ,  schwarzen  Distalsaum  und  zumeist  trübweisser  Oberseite  der  Vflgl,  Hflglober- 
fläche  mit  verwaschenem,  gelbem  Anfluge. 

D,  dice  Voll,  ist  eine  sehr  seltene  Art,  deren  cd  cd  noch  nicht  bekannt  sind.  Die  Abbildung  (54  a) 
stellt  eine  Lokalform  des  ?  von  der  Kaj umerabucht,  Holl.  Südwest-Neu-Guinea,  dar.  Auf  der  Unterseite  ver¬ 
breitert  sich  das  schwarze  Distalfeld  der  Htlgl,  erscheint  nach  innen  scharf  abgesetzt  und  führt  ebenso  wie 
der  Apicalfleck  der  Vflgl  eine  Reihe  von  5—6  gelblichen  Makeln  in  seiner  Mitte.  -  dorothea  Mitis  (55  e). 
Der  bisher  unbekannte  cd'  wird  hier  zum  erstenmal  abgebildet.  Es  existieren  ??  mit  ganz  weisser  und 
solche  mit  gelblicher  Oberseite  der  Htlgl.  Der  schwarze  subapicale  Zellabschluss  der  Vflglunterseite  häufig 
nicht  mit  der  Distalbinde  vereinigt,  auch  wechselt  die  Intensität  der  gelblichen  Submarginalflecken.  Waigiu. 
Ziemlich  häufig. 

D.  gabia  Bsd.  (55  c)  wird  hier  gleichfalls  zum  erstenmal  bildlich  dargestellt.  Die  Oberseite  ist  rein- 
weiss  mit  dem  auch  unten  vorhandenen  schwarzen  Aussensaum,  auf  dem  die  weissen  Punkte  jedoch  kaum 
zu  erkennen  sind.  ?  ist  noch  unbekannt.  Die  Art  stammt  von  Offak  auf  Waigiu.  Eine  ganze  Anzahl 
Lokalrassen  verdienen  Erwähnung.  —  dorylaea  Fldr.  (—  hippodamia  Wall,  cf)  (55  c)  mit  noch  breiterem, 
schwarzem  Aussenrd.  Aru-Inseln.  —  felsina  subsp.  nov.  (55  c)  von  der  Kajumerabucht  aus  Holl.  Neu-Guinea.  Die 
Oberseite  des  ?  ist  trüb  gelblichweiss,  Vflgl  mit  3  grossen  Punkten  im  blauschwarzen  Distalsaum.  —  scribonia 
subsp.  nov.  (55  c)  ist  geschmückt  durch  lebhafter  orangegelben  Anflug  der  Hflglunterseite.  Die  cf  cf  variieren  auf 
der  Unterseite,  indem  sie  in  der  Randbinde  der  Htlgl  zwischen  den  Adern  bald  weissliche  (forma  albipunctata 
Hagen),  bald  orangegelbe  (forma  f  avipunctata  Hagen),  bald  gar  keine  Flecken  haben  (forma  impunctata  Hagen). 
Nicht  selten  in  Deutsch  Neu-Guinea  und  fliegt  besonders  im  Januar  und  Februar.  —  zarate  Gr.-Sm.  hat 
weniger  orangefarbenen  Anflug  der  Htlgl,  aber  grössere  gelbe  Makeln  der  Vflglunterseite.  Milne-Bai, 
Britisch  Neu-Guinea.  —  barstina  subsp.  nov.,  von  Iviriwina,  d’Entrecasteaux  -  Inseln ,  differiert  durch  die 
kleinere  Gestalt  und  breitere  schwarze  Randbinden.  —  calHstrate  Gr.-Sm.  (55 d)  ist  eine  grosse,  sehr  breit 
schwarz  gefleckte  Rasse  von  der  Fergusson-Insel. 

D.  geraldina  Gr.-Sm.  eine  zierliche  Species,  cd  mit  rein  weisser  Oberseite  der  Vflgl,  von  einem 
costalwärts  breiteren  Distalsaum  umgrenzt,  der  beim  ?  auch  die  Htlgl  umfasst.  Unterseite:  Vflgl'*' weiss,  mit 
schwarzem,  äusserem  Drittel,  Htlgl  hellgelb,  im  schwarzen  Aussenfeid  submarginale  Reihen  kleiner  gelber 
Punkte.  Nur  vom  Sattelberg,  Deutsch  Neu-Guinea  bekannt. 

D,  altivaga  Frühst.  (55  c,  auf  der  Tafel  irrig  mit  gabia,  Unterseitenbild,  bezeichnet),  ein  Höhenbewohner 
West- Javas,  bisher  nur  am  Gede-Vulkan  auf  5000  Fuss  beobachtet,  wo  die  Art  raschen  Fluges  dahineilt, 


Ausgegebe n  11.  1.  10 LU. 


DELIAS.  Von  H.  Fkuhstokfer.  129 

wenn  sie  nicht  Baninkronen  umkreist,  um  nach  den  epiphytischen  Mistelgewächsen,  ihrer  Xahrungspflanze 
zu  suchen. 

c.  Hflglunterseite  mit  gelbem  Basalflecke. 

D.  mysa  F.  (54  f)  ist  die  ältestbekannte  Art  einer  kleinen  Gruppe  von  Delias,  die  sich  von  Australien  mysa. 
aus  bis  Sumatra  verbreitet  hat.  mysa  cd  ist  oberseits  kaum  von  frühst orferi  -  cd  (56  d)  zu  unterscheiden, 
aber  unten  gleich  dem  ?  durchweg  grauschwarz  koloriert  mit  gelblicher  Basalhälfte  der  V  fl  gl  und  6  orange¬ 
farbenen  isoliert  stehenden  kleinen  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Tn  Australien  von  Cairns  in  Queensland 
bis  Sydney  verbreitet  und  stellenweise  sehr  häufig. 

D.  momea.  Eine  zierliche  Art  nur  von  Java  und  Sumatra  bekannt,  dort  Höhen  von  4  —  6000  Fuss 
bewohnend,  langsam  und  träge  fliegend.  —  fruhstorferi  llonr.  (56 d),  bisher  nur  im  Tenggergebirge,  Ost-  fruhstorfcri. 
Java  gefunden,  hat  eine  weisse  Flügelunterseite,  einen  breiten  ebensolchen  Zellabschluss  und  grosse  weisse 
Subapicalflecken  der  Vflgl.  Hflgl:  die  Submarginalflecken  gelblich,  gross,  distal  zugespitzt.  Mittelfeld  breit 
weiss,  Basis  und  Aussenfarbe  grauschwarz.  —  momea  Bsd.  von  West-Java,  wo  sie  am  Gede  nicht  selten  momea. 
ist,  hat  eine  gelbe  statt  weisse  Unterseite,  kleine  weisse  Subapicalpunkte.  Der  Zellabschluss  ist  schwarz, 
nur  mit  weissen  Pünktchen  besetzt,  Hflgl  durchweg  grauschwarz  mit  diffusen  weisslichen  Medianflecken  und 
kleinen  Submarginalpunkten.  —  hageni  Rogenh.  (=  datames  Nicev.)  aus  dem  gebirgigen  Teile  Sumatras  hageni. 
kommt  unterseits  mit  momea  fast  überein,  nur  sind  die  Hflgl  des  noch  unbeschriebenen  ?  völlig  schwarz, 
auch  dessen  Oberseite  ist  ausgedehnter  tiefschwarz  umrahmt,  fast  ohne  Spur  von  weissen  Punkten  und  die 
Basalpartie  der  Hflgl  blaugrau  bezogen. 

D.  itamputi  Ribbe  (56  f)  (Name  aus  dem  Malayischen  —  schwarz  weiss).  Geschlechter  dimorph,  cf  itamputi. 
oben  rein  weiss  mit  schwarzem,  schrägem,  sehr  breitem  Apicalfleck.  ¥  oberseits  wie  unten,  nur  mit  gelblich- 
weisser  Basis  aller  Flügel  und  im  Distalsaum  der  Hflgl  ohne  die  subterminale  Reihe  weisser  Makeln.  Flug¬ 
zeit  Mai.  Aroafluss,  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  hypsomelas  II.  u.  J.  i.  I.  (56  f).  cf  oberseits  wie  die  vorige  Art,  Unterseite  schwarz  mit  2  gelben  hypsomelas. 
Apicalpunkten  der  Vflgl,  5  länglichen  weissen  Subterminalstrichelchen  der  Hflgl.  Fundort  wie  die  vorige. 

D.  aroae  Ribbe.  cf:  Oberseite  wie  die  beiden  vorigen,  nur  ist  auch  der  Aussensaum  der  sonst  rein  aroae. 
weissen  Hflgl  mit  einer  unterbrochenen,  sich  von  der  Costa  bis  zum  Analwinkel  etwas  verjüngenden, 
schwarzen ,  schmalen  Binde  besetzt.  Die  Unterseite  wie  bei  geraldina  Gr.-Sm.  und  cuningputi,  aber  mit 
weisser  Median-  und  Basalregion  der  Vflgl  und  einer  stark  zerteilten,  schwarzen  Basalpartie  der  Hflgl,  der 

2  grössere  gelbe  Makeln  aufliegen.  Die  Subterminalflecke  der  Hflgl  rein  gelb,  isoliert,  weit  grösser  als  bei 
cuningputi.  Das  mutmassliche  ?  hat  Rothschild  in  den  Novitates  11  abgebildet,  dessen  Hflglunterseite  trägt 

3  mediane  und  4  subterminale,  viel  kleinere  und  mehr  orangegelbe  Makeln  als  der  cf.  Britisch  Xeu-Guinea. 

D.  cuningputi  Ribbe  (56 e)  (Name  aus  dem  Malayischen  =  gelbweiss).  cf:  Oberseite  grauweiss  mit  cuningputi. 
breitem,  schwarzem  Distalsaum  auf  allen  Flügeln,  der  auf  den  Vflgln  3  kleine  weisse  Subapicalpunkte  um- 
schliesst,  Hflgl  mit  sehr  breiten,  weissen  Gilia.  ¥  oberseits  fast  wie  der  cf,  unterseits  aber  farbenreicher, 
weil  alle  Submarginalflecken  und  die  ATlglbasis  hell  orangegelb  getönt  sind.  Das  weisse  Medianfeld  der 
Hflgl  distal  tief  eingekerbt.  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  iltis  Ribbe  (56  e)  eine  der  buntesten  Arten ,  deren  Hflglzeichnung  an  den  Kopfschmuck  von  iltis. 
Indianern  erinnert.  Oberseite  rein  weiss  mit  schwarzem  Zellabschluss  und  schrägem,  ebensolchem  Apical- 
bezug,  in  dessen  Mitte  2  weisse  Punkte  gesetzt  sind.  Das  ¥  ist  breiter  schwarz  umrandet.  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  georgina  Fldr.  Eine  bisher  seltene  Art  der  Philippinen,  von  der  nur  2  ¥¥  aus  600  m  Höhe  von  georgina. 
West-Lnzon,  im  März  gefangen,  bekannt  sind,  georgina  ist  ausgezeichnet  durch  den  rundlichen  Flügelschnitt 
und  die  gleichmässig  gefleckte  Unterseite,  die  auf  den  Hflgln  von  battana  durch  das  Fehlen  der  schwarzen 
Basalbestäubung,  aber  breitere  schwarze  Binden  differiert.  —  battana  Frühst.  (54  f).  cf  cf  sind  oberseits  battana. 
zitrongelb  mit  2  Reihen  schwarzer,  von  gelb  unterbrochenen  Flecken,  während  die  Unterseite  bleichgelb 
getönt  ist  und  mit  derselben  Gitterzeichnung  wie  das  ¥  versehen  ist.  ¥¥  etwas  veränderlich :  es  kommen 
bleich  zitron-  und  seltener  ockergelbe  Stücke  vor  (forma  auricoma  nova).  Am  häufigsten  war  battana  bei 
nebligem  oder  sogar  regnerischem  Wetter.  Die  Falter  kamen  in  grosser  Eile  aus  dem  nahen  Walde  hoch 
von  den  Bäumen  herab  und  bestrichen  vom  Winde  getragen  eine  angrenzende  Heide.  Hier  waren  sie  dann 
mit  leichter  Mühe  zu  erhaschen  und  brachten  mir  selbst  die  Eingebornen  mit  den  Händen  gefangene  un¬ 
beschädigte  Exemplare.  Einmal  im  Netz,  verhielten  sich  diese  Delias  völlig  passiv  und  blieben  mit  ge¬ 
falteten  Flügeln  ruhig  sitzen.  Dies  alles  änderte  sich  bei  sonnigem  Wetter.  Die  Falter  bewegten  sich  dann 
in  unerreichbarer  Höhe,  umkreisten  blütentragende  Baumkronen  und  nur  durch  Zufall  gelang  es  dann,  einen 
der  Schmetterlinge  zu  ertappen.  Flugzeit  Februar,  März  in  5  —  6000  Fuss  am  Pik  von  Bonthain,  Süd- 
Celebes.  Nicht  selten. 

D.  orphne  Wall,  trägt  eine  weisse  statt  gelbe  Unterseite  der  Vflgl  und  die  schwarzen  Binden  reichen  orphne. 
auf  ihr  nur  bis  zum  Zellapex.  Bisher  nur  1  ¥  bekannt,  das  Wallace  am  Berg  Ophir,  Malacca,  fing.  - 

IX  17 


130 


DELIAS.  Von  H.  Frühstorp£jk. 


cinerascens.  cinerascens  Mitis  (54  e)  ist  eine  seltene  Lokalform  vom  Kinabalu  in  Nord-Borneo.  Oberseite  der  cf1  cd  weiss 
mit  schwachem,  grauem  Apicalbezug.  ?  breit  schwarz  umrahmt,  mit  grauer  Basis  der  Yflgl  und  gelblichem 
Discalfeld  der  Htlgl.  Die  Unterseite  der  ??  bleibt  etwas  dunkler  als  bei  der  des  abgebildeten  cd. 
simanabnm.  simanabum  Hagen  von  den  Hochebenen  Sumatras  ist  die  färben-  und  zeichnungsärmste,  jedoch  am  meisten 
spezialisierte  Lokalform  der  orphne ,  mit  gelblichweisser  Oberseite,  weisser  Unterseite  der  Vflgl,  die  nur 
2  gelbliche  Apicalflecken  tragen,  und  blassgelber  Unterseite  der  Htlgl,  auf  denen  noch  Rudimente  der 
Schwarzfleckung  der  Flügelmitte  eihalten  blieben.  Nur  1  ?  bekannt. 

chryso-  D.  chrysomelaena  Voll.  (55b)  von  Batjan,  wo  sie  ziemlich  selten  ist,  trägt  oberseits  nur  leichten 

melaena.  schwarzen  Anflug  am  Apex  der  Vflgl  und  am  Aussensaum  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  durch  breite  gelbe 
Felder  auf  schwarzem  Grunde  charakterisiert. 

clathrata.  D.  clathrata  11.  u.  J.  (56 e).  cd  oben  weiss,  Vflgl,  namentlich  in  der  apicalen  Region,  sehr  breit, 

Hflgl  schmal  schwarz  umzogen.  Beim  ?  geht  die  schwarze  Region  über  die  Zellwand  der  Vflgl  hinaus. 
Britisch  Neu-Guinea. 

mir  ci .  D.  mira  11.  u.  .1.  eine  sehr  seltene  Species,  etwas  grösser  als  die  vorige,  beim  cf  bleibt  auf  der 

sonst  schwarzen  Oberseite  nur  ein  kurzes  Basalfeld  grauweiss,  während  die  Hflgl  umgekehrt  nur  im  äusseren 
Drittel  Schwarz  führen.  Unterseite  ähnlich  jener  von  clathrata,  das  weisse  Basalfeld  reicht  aber  nur  bis  in 
die  Zelle,  die  Subapicalbinde  ist  viel  ausgedehnter,  die  Htlgl  führen  nur  einen  schwarzen  Discalfleck,  ihre 
vordere  Partie  ist  braun  beschattet  und  nur  die  äussere  anale  Region  bleibt  weiss.  Das  ?  hat  eine  ausgedehntere 
weisse  Basalregion  der  Vflgl  und  ist  auf  diesen  mit  6  Submarginalflecken  verziert.  Flugzeit  Mai.  Nur 
1  Paar  bekannt. 

eichhomi.  D.  eichhorni  11.  n.  ■).  aus  derselben  Gegend,  oberseits  etwa  wie  cuningputi  gezeichnet,  cd:  Vflgl  - 

unterseite  orangegelb  mit  isoliertem,  schwarzem  Fleck  am  Zellapex  und  gleichmässigem  relativ  schmalem, 
schwarzem  Distalsaum  mit  4  weissen  Subapicalflecken.  Hflgl  vorherrschend  schwarz  mit  eigentümlich  ge¬ 
knieter,  weisser  Discalpartie,  weissem  Basaltleck  und  6  grossen,  sechseckigen  Submarginalmakeln.  Br.  Neu-Guinea. 

D.  belladonna.  Eine  weitverbreitete  Art,  vorherrschend  Gebirgsbewohner,  der  durch  seine  Grösse 
stets  die  Aufmerksamkeit  der  Reisenden  erweckt,  deshalb  ist  mehr  über  seine  Lebensweise  bekannt  als  über 
irgend  eine  andere  Hellas,  wenngleich  wir  über  die  ersten  Stände  noch  gar  nichts  wissen.  Im  Kaiserreich 
sanaca.  Indien  lassen  sich  5  Lokalrassen  erkennen;  sanaca  Moore  aus  dem  westlichen  Himalaja  als  die  hellste, 
flavalba.  Vflgl  zum  Teil  sogar  mit  weisser  Zelle  (—  forma  flavalba  Marsh.),  Hflgl  vorherrschend  weiss  mit  hell¬ 
gelbem  Anflug  am  Ird.  Auch  die  dunkelsten  Stücke  führen  auf  'der  Hflglunterseite  noch  breitere  weisse 
Binden  als  selbst  perspicua.  sanaca  erscheint  im  frühen  Sommer,  ist  lokal,  aber  stellenweise  häufig.  Die 
Falter  fliegen  manchmal  wie  Schwalben  oder  verfolgen  sich  in  der  Luft,  umkreisen  mit  Vorliebe  die  Gipfel 
hoher  Bäume,  auf  die  sie  sich  setzen.  Sie  riechen  etwas  nach  gewissen  Birnen.  Im  Mai  und  Juni  wurden 
sie  in  Masuri  zwischen  5  —  8500  Fuss  Höhe  beobachtet  und  zwar  die  dunkelsten  und  hellsten  Stücke  auf 
surya.  einem  Fleck  an  einem  Vormittag  auf  freien  Plätzen  inmitten  von  Eichenwäldern.  —  Als  forma  surya  Mitis 
belladonna.  ist  eine  Aberration  mit  orangefarbenen  Hflglmakeln  beschrieben  und  als  belladonna  F.  und  horsfieldi  Gray 
horsfieldi.  kursieren  Exemplare  von  mittlerer  Grösse,  mit  einer  Reihe  kleiner  weisser  Discalmakeln  der  Vflgl  und  viel 
grösseren  quadratischen  Flecken  der  Htlgl.  Nepal,  Teile  des  westlichen  Himalaya  und  Sikkim.  Zufällige 

hearseyi.  Aberrationen  hiervon  mit  roten  statt  gelben  Streifen  der  Hflgl  wurden  als  hearseyi  Btlr.,  boyleae  Btlr.  und 

boyleae.  solche  mit  orangefarbenen  Flecken  amarantha  Mitis  benannt.  —  Mit  ithiela  Btlr.  wird  am  besten  die 
omm ant ha.  c]unp]e  Sikkimrasse  bezeichnet ,  die  nur  mässig  variiert  in  der  grösseren  oder  geringeren  Ausdehnung  der 
weissen  Discalflecken  und  dem  grauen  oder  gelblichen  Innensaum  der  Hflgl.  ithiela  ist  in  Sikkim  vom  Mai 
bis  August  in  den  heissen  Teilen  zwischen  2 — 4000  Fuss  äusserst  gemein,  fliegt  dort  langsam  an  Fluss- 

berinda.  ufern,  sich  manchmal  auf  nasse  Sandbänke  setzend.  —  Als  berinda  Moore  trenne  ich  hier  die  wohl  um¬ 

schriebene  dunkelste  der  indischen  Rassen  ab,  die  mir  in  grosser  Anzahl  aus  Assam  zuging.  Ich  besitze 
von  Assam  nur  cf  mit  grauem,  ja  selbst  sogar  tiefschwarzem  Innensaum  der  Htlgloberseite.  Auch  die  Hflgl¬ 
unterseite  ist  melanotischer  gefärbt,  die  weissen  Discalflecken,  besonders  aber  die  gelben  Submarginalmakeln 
bleiben  viel  kleiner.  2  oberseits  fast  ganz  schwarz  (typische  berinda),  aber  selbst  die  selten  etwas  reicher 
weissgezeichneten  ??  haben  immer  noch  kleinere  Flecken  der  Hflglunterseite  als  Sikkim-??.  Nach  Elwes 
sind  die  Gewohnheiten  von  berinda  völlig  verschieden  von  ithiela.  Sie  fliegen  in  Assam  auf  4 — 6500  Fuss 
an  sonnigen  Tagen  um  Baumwipfel,  nur  kleine  Exkursionen  in  das  umliegende  offene  Land  ausführend,  um 
wieder  in  den  Schutz  des  Waldes  zurückzukehren.  Die  Falter  sind  nicht  scheu,  fliegen  graziös,  langsam 
und  setzen  sich  auf  Evonymus  und  Scabiosenblüten.  —  In  Birma  begegnen  wir,  dank  dem  dortigen  trocke¬ 
neren  Klima,  wieder  einer  sehr  hellen  Form,  die  alte  Autoren  deshalb  als  sanaca  Moore  bestimmten,  die 
perspicua.  sich  in  der  Grösse  bereits  der  chinesischen  patrua  Leech  anschliesst.  =  perspicua  subsp.  nor.  (56  a).  cf  mit 
ausgedehnterem,  gelbem  Saum  am  Ird  und  grösseren  weissen  Discaltlecken  der  Hflgl,  die  aber  nie  die  Aus¬ 
dehnung  wie  bei  sanaca  erreichen.  2  mit  weissbereifter  Zelle  der  Hflgl.  Oberbirma.  —  patrua  Leecli  (vgl. 
Bd.  I,  19  c)  ist  der  älteste  Name  für  die  variabelste  der  bekannten  Deilas.  Als  hellere,  breit  weissgestreifte 
Form  ist  ihr  lativitta  Leech  anzureihen  (Bd.  I,  19  d).  —  Neben  diesen  nur  in  China  heimischen  Formen 


DELIAS.  Von  H.  Fkuhstorfei;. 


kommen  auch  Analogien  der  indischen  belladonna -Variationen  in  China  vor,  von  denen  die  der  perspicua 
Ähnlichste  als  zelima  Mitis  benannt  wurde.  —  adelma  Mitis  ist  eine  dunkle  Hasse  (Bd.  I,  19 cj,  während  zelirna. 
subnuLila  Le  eck  als  Transitus  zu  lativittci  hinüberleitet.  —  Als  yedanula  subsp.  nov.  bezeichne  ich  eine  noch  yedanala 
unbeachtete  Lokalform  vom  Omi-Shan,  die  analog  sanaca  Moore  und  perspicua  m.  durch  eine  rein  weisse 
Zelle  und  breit  ausgeflossene  Discalstreifen  der  Hflgl  charakterisiert  ist.  Die  gelben  Streifen  der  Unterseite 
ähnlich  adelma,  aber  mit  weisser  Peripherie.  Rp  auf  Loranthus.  Pp  langgestreckt,  braun  mit  schwarzen 
Flecken  und  weissem  Ende.  Kopf  mit  zweispitzigem  Fortsatz,  Seiten  mit  kurzen,  aber  spitzigen  Stacheln, 
chrysorrhoea  Voll.  (56 d)  ist  die  einzige  bisher  bekannt  gewordene  Inselrasse,  am  nächsten  perspicua ,  ohne  chrysorrhoe 
weisse  Zelle  der  Hflgl  und  habituell  sehr  klein.  Selten  auf  den  Hochländern  Sumatras  in  Höhen  von 
4—6000  Fuss. 

d.  Hflgl  mit  dünnem,  langem,  gelbem  Subbasalstrich. 

D.  albertisi  Oberth.  (=  discus  Honr.  2)  zählt  zu  den  merkwürdigsten  und  stets  nur  einzeln  auf-  albertisi. 
tretenden  Arten.  Die  OßERTHÜRsche  cf -Type  hat  oberseits  völlig  geschwärzte  Vflgl  mit  nur  5  kleinen 
gelben  Submarginalflecken.  Die  innere  Htlgloberseife  ist  gelblich,  die  äussere  schwarzbraun.  Unterseite 
macht  sich  ein  grosser  transcellularer  schwarzer  Fleck  bemerklich.  Holl.  Neu-Guinea.  — .  neyi  Bibbe  (54b)  neyi. 
stellt  die  Lokalrasse  aus  Britisch  Neu-Guinea  dar,  oberseits  mit  Ausnahme  des  Apicalfleckes  völlig  weiss 
und  unterseits  ohne  den  schwarzen  Medianfleck  der  Hflgl.  Das  ?  ist  noch  unbekannt. 

D.  niepelti  Bibbe.  cf  oberseits  wreiss  mit  breitem,  schwarzem  Aussensaum.  Vflgl  beim  cf  mit  niepelti. 

5  schräggestellten  weissen,  beim  2  mit  gelben  Subapicalmakeln :  2  oberseits  durchweg  Chromgelb.  Analhälfte 
der  Hflgl  mit  grünlichem  Anflug.  Die  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  gleichartig,  Basis  und  Subapical- 
flecken  der  Vflgl  orangegelb,  alles  übrige  schwarz.  Hflgl  mit  eigentümlichen  feinen  graugelben  Sub¬ 
marginallinien,  von  denen  7  zarte  graue  Streifen  zum  Terminalrande  hinziehen.  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  meeki  B.  u.  J.  Etwas  kleiner  als  die  vorige,  oberseits  sehr  ähnlich,  aber  die  Unterseite  des  cf  meeki. 

mit  bleicher  gelber,  schärfer  abgegrenzter  Basalpartie  der  Vflgl  und  die  Hflgl  mit  einem  grossen,  drei¬ 

eckigen  rein  weissen  Costaltleck.  Das  2  hat  gleichfalls  geradliniger  abgeteilte  schwarze  distale  Flügel - 
Umrandung  und  der  weisse  Costaltleck  der  Hflglunterseite  ist  länglich.  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  callima  B.  u.  J.  (56  e),  die  hier  zum  erstenmal  abgebildet  wird,  ist  oberseits  weiss  mit  gleich-  callima. 
massig  durchlaufendem ,  mässig  breitem ,  schwarzem  Aussensaum  aller  Flügel.  2  geschlechtsdimorph ,  hat 
schwarze  Oberseite  mit  gelblichgrüner  Basalpartie  aller  Flügel  und  einem  chromgelben  Medianband  im 
Discus  der  Vflgl.  Unterseits  wird  dieses  Band  etwas  breiter.  Die  Hflglunterseite  wie  beim  cf,  die  rote 
Submarginalbinde  variiert  in  ihrer  Ausdehnung,  callima  hat  grosse  Ähnlichkeit  mit  bornemanni,  von  der  sie 
jedoch  durch  den  weissen  Basalstreif  differiert.  Britisch  Neu-Guinea. 

D.  blanca  Fldr.  hat  den  rundlichen  Flügelumriss  mit  battana  gemeinsam,  oberseits  durchweg  schwarz-  blanca. 
grau,  mit  aufgehelltem  Mittelfeld  aller  Flügel  und  mit  sehr  deutlichen  weisslichen  Submarginalmakeln.  Be¬ 
kannt  sind  nur  2  cf  cf  von  Nord-Luzon.  —  apameia  subsp.  nov.,  von  der  nur  22  bekannt  sind,  deren  blau-  apameia. 
graue  statt  weissliche  Submarginalflecken  weiter  vom  Aussenrd  abstehen.  Die  gelbe  Discalregion  der  Hflgl 
ist  ausgedehnter  als  bei  nord-philippinischen  Exemplaren.  Mindanao,  Davao;  von  Dr.  Platen  entdeckt.  — 
nausicaa  Frühst.  (54 f).  Die  Oberseite  ist  der  abgebildeten  Unterseite  sehr  ähnlich,  nur  erscheint  auf  den  nausicaa. 
Hflgln  die  Basalregion  weniger  scharf  abgesetzt  und  etwas  lichter.  Die  Submarginalflecken  aller  Flügel  un¬ 
deutlicher  und  auch  die  gelbe  Region  viel  begrenzter  als  bei  blanca.  Sehr  selten,  nur  das  eine  Pärchen  in 
Coli.  Fruhstorfer  bekannt,  das  Waterstradt  am  Kinabalu  auffand. 

e.  Hflglunterseite  mit  grossem,  rotem,  spitzem  Basalfleck. 

D.  descombesi  Bsd.  (52b).  Aus  Gochinchina  beschrieben,  wo  eine  namentlich  auch  im  2  dunklere  descombesi. 
Rasse  vorkommt,  als  die  unter  diesem  Namen  kursierende  Himalaya-Unterart.  Auch  der  Aussensaum  und 
die  Submarginalbinde  der  indochinesischen  descombesi  sind  breiter  schwarz  aufgetragen,  die  weissen  Sub¬ 
marginalflecken  der  Vflgl  der  22  aber  viel  kleiner,  so  dass  die  descombesi -22  sich  bereits  eranthos  Frühst,  eranthos. 
(52  c)  von  der  malayischen  Halbinsel  nähern ,  die  durch  fast  ganz  schwarze  Vflgl  mit  verschwindender 
Weisszeichnung  charakterisiert  ist.  —  Mit  leucacantha  subsp.  nov.  wird  hier  die  Sikkimrasse  eingeführt,  von  lencacantha 
der  die  abgebildete  Trockenzeitform  (52  b)  besonders  typisch  ist  durch  die  weissen  statt  gelben  Randflecken 
der  Hflglunterseite,  die  viel  grösseren  weissen  Submarginalmakeln  besonders  auch  der  22.  Von  den  22 
existieren  drei  Formen,  die  abgebildete  mit  breit  weissgrau  bezogenen  Adern  der  Vflgl  und  hellgelber  Ober¬ 
seite  der  Hflgl.  2-Form  auriga  form.  nov.  mit  fast  schwarzen  Vflgln  mit  ganz  feinen  weissbereiften  Adern,  auriga. 
gelben  Submarginalflecken  und  ebensolchen  Hflgln  und  2-Form  leucogaea  form.  nov.  mit  schwarzen  Vflgln,  lencogaea. 
aber  weissen  Flecken  und  rötlichweisser  Oberseite  der  Hflgl.  Alle  drei  2-Formen  kommen  in  Sikkim  vor, 
letztere  auch  in  Assam.  Die  Falter  sind  im  ganzen  Gebiet  häufig,  fliegen  das  ganze  Jahr,  in  Siam  im 
Januar  in  Unmassen,  und  verleihen  selbst  den  Parkanlagen  in  den  grossen  Städten,  wie  Bangkok  und 
Saigon,  mit  ihren  lachenden  Farben  und  dem  blendenden  Weiss  der  Oberseite  einen  herrlichen  Schmuck, 
wenn  sie  langsam  in  Gesellschaft  von  Deltas  hyparete  ciris  unter  den  dunklen  Baumkronen  dahinschweben. 


132 


DELIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


oraia. 


lydia. 


vasumitra. 


nakula. 

auratilis. 

atisha. 

erubescens. 

yogitii. 


depicta. 

belisama. 

aura.itiaca. 


augaja. 

balina. 


glauce. 


cumolpe. 


zebuda. 


diaphana. 


\ 


Obgleich  Kinder  der  Ebene  steigen  sie  in  Binna  bis  zu  7000  Euss  Höhe  hinauf.  Aut  den  grossen  Sunda- 
Inseln  kommt  die  Art  seltsamerweise  nicht  vor.  sie  ist  dort  durch  belisama  und  cumolpe  ersetzt,  erscheint 
aber  ganz  unerwartet  wieder  in  Mikromalaijana. 

D.  oraia  Doli,  von  Sumbawa,  Pura,  cf  oberseits  wie  descombesi,  nur  mit  etwas  breiterem,  grauem 
Apicalbezug.  Das  ?  gleicht  oberseits  ebenfalls  dem  descombesi -?  und  ist  auch  die  Htlglzelle  schwarz  bestäubt 
und  der  submarginale  Aussensaum  dringt  strahlenförmig  bis  in  die  Flügelmitte.  Die  ??  haben  im  Fluge 
eine  gewisse  Ähnlichkeit  mit  Danaiden  und  Pareronia  valeria-¥.  Die  cf  cf  umkreisen  hohe  Baumgipfel  und 
Bambusgebüsch,  kommen  aber  schon  in  den  frühen  Morgenstunden  aus  ihrer  luftigen  Höhe  herab  und 
bilden  durch  ihren  majestätischen  Flug,  die  grossen  schneeweissen  Flügel  und  ihre  Anzahl  eine  Zierde  der 
Landschaft.  Sie  bewohnen  auf  Lombok  Regionen  von  1500 — 6000  Fuss.  Die  Rpn  leben  in  grossen  Kolo¬ 
nien  auf  verschiedenen  Baumarten  und  die  Ppn  liefern  schon  nach  2-4  Wochen  die  Falter,  die  früh  am 
Tage  auskriechen.  —  lydia  Frühst.  (52  d)  ist  eine  Lokalform  mit  spitzen  gelbweissen  Apicalflecken  der 
Vtlgl  und  schmäleren  schwarzen  Binden  der  Hflglunterseite.  Die  Zelle  der  ??  bleichgelb  ohne  schwarze 
Bestäubung,  deren  Flügel  sind  rundlicher,  alle  Submarginalflecken  orange-  statt  hellgelb,  der  Distalsaum  der 
Htlgl  schärfer  abgesetzt.  Auf  Flores  im  November  in  Anzahl  durch  Everett  gefangen.  —  Die  (52  d)  als 
oraia  abgebildete  Rasse  nenne  ich  jetzt  vasumitra  subsp.  nov.  Sie  entfernt  sich  von  oraia  durch  das  dunklere 
Kolorit  und  die  reduzierteren  Submarginalflecken  aller  Flügel.  Insel  Lombok. 

D.  belisama  ein  Charakterschmetterling  von  Java,  wo  der  Falter  überall  vorkommt,  auf  der  Insel 
selbst  in  zwei  geographische  und  eine  alpine  Rasse  zerfällt,  sehr  zur  Abänderung  neigt  und  stellenweise  in 
ungeheueren  Massen  auftritt.  Im  Tenggergebirge  waren  einmal  im  April  auf  etwa  2000  Fuss  ganze  Reihen 
von  Bambusgebüschen  längs  eines  Reitweges  von  ihnen  besetzt  und  wenn  man  mit  der  Peitsche  in  das 
Dickicht  schlug,  erhoben  sich  wahre  Wolken  von  Schmetterlingen,  die  sich  nach  kurzem  Herumflattern 
wieder  setzten.  Im  Gebirge  trifft  man  die  ??  häufig  an  den  Blumen  der  Ginchona  (Chinarindebäume)  saugend, 
manchmal  in  Gesellschaft  von  Delias  critho?  und  Prioneris  autothisbe,  ein  märchenhaft  schöner  Anblick!  Die 
Rp  lebt  auf  einer  Dioscorea,  ist  sehr  gemein  von  Dezember  bis  Februar.  Die  Pp  gelblich  mit  braunen 
Dorsalzacken.  —  nakula  Gr.-Sm,  (=  vestalina  Stgr.)  ist  die  kleinere,  unterseits  in  beiden  Geschlechtern 
bleichere  Ost-Java-Rasse.  Der  (52  d)  abgebildete  cf  gehört  einer  Aberration  an  mit  gelblicher  statt  weisser 
Oberseite  aller  Flügel  (auratilis  form,  nov.)-,  seltener  ist  eine  Form  mit  durchweg  dunkel  ockergelber  Ober¬ 
seite  (atisha  form,  nov.)  oder  mit  rötlichem  Anflug  (erubescens  • Sfgr .).  — '  Das  ¥  erscheint  in  zwei  Haupt¬ 
formen,  forma  nakula  Gr.-Sm.  (52  e)  mit  dunkelgelber  Innenpartie  (Regenzeitform)  und  yogini  form.  nov.  mit 
weisslicher  oder  hellgelber  Basalpartie  der  Flügeloberseite,  weissen  statt  gelben  Snbapicalstrigae  der  Vtlgl 
und  hell  zitrongelber  Unterseite  der  Htlgl  (Trockenzeitform).  Sehr  selten  sind  cfcf  ohne  roten  Basalfleck 
der  Hflglunterseite  (ab.  depicta  ab.  nov.).  —  Die  grössere  West-Java  Rasse,  belisama  Cr.  (52  d),  ist  weniger 
Veränderungen  unterworfen.  Sie  ist  besonders  häufig  in  der  Umgebung  von  Sukabumi  auf  2 — 3000  Fuss 
Höhe.  —  In  den  alpinen  Lagen  der  Vulkane  Ost-Javas  auf  4—6000  Fuss  erscheint  aurantiaca  T'oh.  (=  belisar 
Stgr.)  mit  leuchtend  orangefarbener  Oberseite,  grossem  Zellfleck  der  Vtlgl,  sowie  prächtigem,  ausgedehntem, 
orangegelbem  Basalanflug  der  Vflglunterseite,  während  die  west-javanische  Höhenform  augaja  form.  nov. 
durch  weisslichgelben  Anflug  der  Vflglunterseite  sich  differenziert.  —  balina  Frühst:  ist  eine  habituell 
zurückgebliebene  Inselrasse  mit  oberseits  breiter  hellgelb  umsäumten  Htlgl n  und  proximal  tiefer  eingekerbtem 
Apicalbezug.  Die  Vflglunterseite  am  Ird  ausgedehnter  weiss  aufgehellt.  Insel  Bali.  —  glauce  Btlr.  (52  e), 
aus  Borneo  beschrieben,  eine  ins  grosse  übertragene  stark  verdunkelte  distinkte  Subspecies  mit  fast  ganz 
schwarzer  Unterseite  der  Vtlgl,  die  nur  geringe  Spuren  weisser  oder  gelber  Submarginalflecken  trägt.  Die 
Falter  werden  häufig  auf  den  Hochebenen  Sumatras  an  den  leuchtend  roten  Blumen  der  Erythrinaeen 
(Dadapbäume)  angetroffen. 

D.  eumolpe  Gr.-Sm.  (53b)  ist  der  Vertreter  der  belisama-  und  (/escow?&cs/-Gruppe  auf  Borneo,  wo 
die  Art  bisher  ausschliesslich  am  Kina-Balu  in  etwa  4000  Fuss  Höhe,  aber  nicht  selten,  gefunden  wurde. 

D.  zebuda  Heiv.  (52b)  der  Pcscowfiesz'-Repräsentant  auf  Celebes,  wo  die  Art  fast  das  ganze  Jahr 
über  fliegt  und  von  dem  Rande  der  Strandwaldungen  bis  zu  etwa  6000  Fuss  Höhe  hinaufgeht.  Die  Art  ist 
durch  spitze  statt  rundliche  Flügelform  von  allen  Verwandten  verschieden,  der  cf  oberseits  weiss  mit  breit 
grauschwarz  überpudertem  Apex;  das  ?  graubraun  mit  grossem,  weissem  Zellfleck.  Süd-,  Zentral-  und 
Nord-Celebes. 

D.  diaphana  Semper,  cf  oberseits  kaum  von  descombesi  zu  unterscheiden,  unten  aber  ganz  schwarz 
mit  abnorm  grossem  Zellfle.ck  der  Vtlgl  und  ebensolchen  Submarginalmakeln  aller  Flügel.  ¥:  Oberseite  der 
Vtlgl  gelblich  mit  schwarzem  Zellschluss  und  ebensolchem,  aber  gelb  geflecktem  Distalsaum:  Htlgl  weiss 
mit  weisslichen  Submarginalmakeln.  Die  Unterseite  mit  breiten  schwarzen  Postdiscalbinden  auf  allen  Flügeln. 
Eine  prächtige  grosse  Species,  bisher  nur  in  Südost-Mindanao  gefunden,  wo  sie  nicht  selten  ist. 

D.  aruna,  eine  der  grössten  und  am  auffallendsten  gefärbten  Arten  des  Genus,  bewohnt  das  Papua¬ 
gebiet  und  ist  in  eine  Reihe  gut  abgegrenzter  Lokalrassen  aufzulösen,  von  denen  allein  drei  bereits  von  der 


DELIAS.  Von  II.  Fkumstorfeh. 


1 33 

Hauptinsel  von  Neu-Guinea  bekannt  sind,  aruna  Bad.  (52  c)  von  Holl.  Ken-Guinea  mit  hellgelber  Basal-  aruna 
region  der  Hflgloberseite.  —  madala  Frühst.  Distalsaum  schmäler,  die  Grundfärbung  oberseits  orange,  madala. 
während  auf  der  Unterseite  der  rote  Gostal-  und  Discaltleek  bedeutend  grösser  auftreten  und  dafür  der 
schwarze  Aussen  säum  zurückweichen  muss.  Deutsch  Neu-Guinea,  wo  sie  nicht  häutig  ist,  stets  einsam 
fliegend,  im  lichten  Walde  meistens  im  Juli  angetroffen  wird.  Die  Falter  besuchen  gerne  die  Blüten  von 
Jambosa,  an  denen  sie  noch  in  1000  Fuss  Höhe  angetroffen  wurden  (Hagen).  —  irma  F ruhst.  (53b)  ist  die  inna. 
dunkelste  bekannte  Kasse;  c f  unterseits  fast  ganz  schwarz,  auch  oberseits  breiter  umrandet  als  inferua.  Die 
Oberseite  des  2  ist  manchmal  noch  dunkler  als  auf  der  Abbildung.  Milne-Bai,  Britisch  Neu-Guinea. 
inferna  Bt/r.  (53a)  von  Australien  besitzt  auch  oberseits  beim  2  keinen  gelben  Querfleck  am  Zellabschluss 
der  Vflgl,  der  jedoch  unterseits  wieder  erscheint.  »Sonst  sind  die  Falter  unterseits  sehr  ähnlich  inna.  Queens¬ 
land.  —  rona  Bothsch.  ist  eine  uns  unbekannte  Inselrasse  von  Ron  in  der  Geelvink-Bai.  bajura  Bad.  rona. 

(53  a)  von  der  Insel  Waigiu  differiert  von  den  festländischen  Zweigen  der  Art  durch  die  fahlgelbe  Basal-  bajura. 
partie  der  Hflgloberseite  und  den  scharf  abgesetzten  und  schmäleren  weissen  Ouertleck  vor  der  \  tlglzelle. 

Die  Art  ist  auf  Waigiu  nicht  sehr  selten;  ihr  steht  die  Rasse  der  Nord -Molukken  seriata  Frühst,  am  seriata. 
nächsten,  deren  cf  cf  unterseits  eine  Reihe  von  6  weissen  »Strigae  der  Vflgl  und  3  »Submarginalfleckchen  der 
Hflgl  tragen.  Batjan,  Obi. 

D.  madetes  Godm.  u.  Sale.  (53  a)  verrät  unterseits  deutlich  ihre  Zugehörigkeit  zur  descombesi-Gvuppe  madetes. 
und  zählt  zn  den  vornehmsten  Arten  der  Gattung.  Die  Oberseite  des  cf  gleicht  jener  von  aruna.  2  oben 
schwarz  mit  dem  auch  bei  aruna  vorkommenden  orangefarbenen  Zellabschluss  und  6  weisslichen  Submarginal- 
tlecken.  Der  zentrale  Teil  und  der  Ird  der  Htlgl  schmutzig  gelblichweiss.  Der  Aussenrd  breit  schwarz, 

6  verwaschene  gelbliche  Makeln  umschliessend.  Neu -Mecklenburg.  honrathi  Midis,  eine  distinkte  Insel-  t.o.uathi. 
rasse  von  Neu -Pommern,  wo  sie  sehr  selten  ist,  unterscheidet  sich  durch  die  weissliche  statt  gelbliche 
Fleckung  der  Oberseite,  die  gleichfalls  weisslichen  Strigae  der  Vflgl  und  die  reduzierten  Submarginalflecken 
der  Hflglunterseite. 

D.  harpalyce  Don.  (53  c)  zählt  mit  der  nachfolgenden  zu  den  dekorativsten  Delias.  Das  2  ist  oben  harpalyce. 
schwarz  mit  graugrüner  Flügelbasis  und  einer  zusammenhängenden  Reihe  von  6  —  7  gelblichen  »Submarginal¬ 
flecken  der  Vflgl.  Fliegt  meist  hoch,  sammelt  sich  aber  im  Frühling  (Anfang  Oktober)  um  blühende  Obst¬ 
bäume  und  ist  dann  leicht  zu  fangen  (Seitz,  MS.).  Süd-Australien,  Victoria*  Nordsüd -Wales. 

D.  aganippe  Don.  (53  c)  unterseits  vorherrschend  schwarz  mit  weissen  Längsbin  den  und  Submarginal-  aganippe. 
flecken  der  Vflgl,  roten  nach  innen  weiss  begrenzten  Submarginalmakeln  und  gelblichen  Discalflecken  der 
Hflgl.  Ebenfalls  in  »Süd -Australien,  aber  nördlich  bis  Queensland  verbreitet. 

D.  nigrina  F.  (53  c)  mit  orangegelben,  beim  2  etwas  lichteren  Subapicalflecken  der  Vflgl  auf  schwarzem  nigrina. 
Grunde ,  Basis  aller  Flügel  graublau .  Hflgl  mit  roten  geschlängelten  Submarginal-  und  schwarzen  Median- 
und  Terminalbinden.  Fliegt  auch  im  Winter  (Juni),  wo  es  sonst  in  Süd -Australien  fast  keine  Falter  gibt. 

Die  cf  cf  sehen  im  Fluge  ganz  weiss  aus,  sonderbarerweise  sieht  man  von  der  bunten  Unterseite  fast  nichts; 
nur  wenn  der  Falter  von  der  Höhe,  in  der  er  meistens  fliegt,  sich  auf  eine  Blume  herabsenkt,  wobei  er  die 
Flügel  zusammenklappt,  wird  die  schöne  Unterseite  deutlich  (Seitz,  MS.). 

D.  splendida  Bothsch.  oberseits  ähnlich  descombesi  und  oraiu  m.  mit  schmälerem,  aber  tiefschwarzem  spleniida. 
Distalrand  der  Vflgl.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  ganz  schwarz,  mit  einem  weissen  Fleck  am  Zellende,  die 
Apicalmakeln  orangegelb,  ebenso  sind  die  Htlgl  gefärbt,  die  nur  5  rudimentäre  , Submarginalfleckchen  führen. 

?:  Oberseite  schwarz,  mit  grossen  hellgelben  Submarginalflecken  aller  Flügel,  grossem,  gelblichem  Zellfleck 
der  Vflgl  und  ebensolchem  Basalteil  der  Hflgl.  Eine  distinkte  Art,  nur  aus  Timor  bekannt,  wo  sie  Doherty 
entdeckte. 

f.  Hflglunterseite  mit  segmentartigem,  rotem  Basalfleck. 

D.  aglaia  ist  der  am  längsten  bekannte  Vertreter  einer  Gruppe,  deren  Arten  in  der  Regel  in  grossen 
Mengen  auftreten,  meistens  in  der  Ebene  Vorkommen,  ja  sich  sogar  aufs  Meer  hinauswagen.  Nur  wenige 
Species  sind  Gebirgsbewohner,  die  nicht  unter  4-000  Fuss  herabgehen.  Rpn  rot,  jedes  Segment  mit  langen 
Haaren,  von  denen  die  äussern  schwarz,  die  innern  gelb.  Auf  jungen  Blättern  von  Nauclea  rotundifolia,  wo 
sie  dicht  in  grosser  Anzahl  beisammensitzen.  Pp  schwärzlich,  wie  bei  den  übrigen  Arten  mit  dorsalen 
Spitzen.  —  curasena  Frühst,  cf  schwarz  mit  gelbem  Ird  der  Htlgl  und  mit  blaugrauen  Streifen  und  Flecken  curasena. 
auf  allen  Flügeln.  ?  ähnlich  dem  c/riseaM  (56  c),  aber  mit  etwas  mehr  aufgehellter  Oberseite,  cf  unterseits 
mit  gelben  Hflgln,  die  von  breiten  schwarzen  durch  Querstriche  verbundenen  Aderstreifen  durchzogen  werden. 

Formosa.  —  porsenna  C'r.  Etwas  grösser  als  die  vorige,  2  auf  der  Vflglunterseite  mit  gelber  Medianbinde,  porsenna. 
Süd-China,  Hongkong,  Hairian  (?).  —  tonkiniana  Frühst.  Kleiner  und  im  2  feiner  gestreift  als  die  vorige,  tonkimana. 
Medianbinde  der  Vflglunterseite  gelblich,  die  Oberseite  dunkler  als  bei  vorderindischen  Exemplaren.  Tonkin. 

In  der  Regenzeit  gefunden.  —  thyra  Frühst.  (56  c)  in  beiden  Geschlechtern  das  albinotische  Extrem  der  thyr,i. 
vorigen.  Vflgl  der  cf  cf  ausgedehnter  blaugrau.  Hflgl  der  2?  bei  vielen  Exemplaren  fast  rein  weiss.  Annam, 

»Siam.  Nur  in  der  Trockenzeit  gefangen.  —  beata  Frühst,  ist  die  Rasse  des  Mergui -Archipels  und  Süd-  beata. 


134 


DELIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ag/aia. 

pcirthenopc. 

goda. 

grisca. 

pandecta. 

pandemia. 

thysbs. 

pyramus. 

kandha. 

ninus. 

alliiviorum. 

parthenia. 


bromo. 

critho'J. 

fastoja. 

funcsta, 


dirysendeta. 

tobahana. 

viilia. 


egialea. 


henningia. 


Tenasserim,  ein  Verbindungsglied  zwischen  vorderindischen  und  sumatranischen  Exemplaren.  ?  mit  gelb¬ 
lichem  Zellfleck  der  Vtlgloberseite.  aglaia  L.  (—  pasithoe  L.,  dione  Don.)  eine  der  häufigsten  indischen 
Arten,  von  Nepal  bis  Assam  und  Ober-Birma,  besonders  in  den  heissen  Tälern  vorkommend  und  mit  Aus¬ 
nahme  des  kühlen  Januars  in  Mengen  auftretend.  Blumenbesucher.  Geht  in  den  Shanstaaten  bis  5000  Fuss 
hinauf.  ?  der  Regenzeitform  mit  grauschwarzer,  jenes  der  Trockenzeitform  mit  weisslicher  Mittelbinde  der 
Vflgl.  ?  sehr  variabel,  jedes  Stück  ist  anders.  —  parthenope  Wall.  (—  distanti  Stgr.).  Eine  sehr  inter¬ 
essante,  seltene  Form,  cf:  Vflgl  mit  spitzen  langen  grauen  Wischflecken,  ?  mit  fast  rein  weisser,  ein  Drittel 
des  Flügels  ausfüllender  Medianbinde.  Malayische  Halbinsel,  Singapore.  —  goda  Frühst.  (56b)  ist  die 
sumatranische  Rasse,  die  sich  mit  Vorliebe  im  Mangrove-Dickicht  des  Seestrandes  aufhält,  cf:  Vflgl  fast 
ohne  graue  Strigae,  mit  stark  verdunkeltem,  blaugrauem  Medianfleck.  ?  dunkler  als  parthenope -?  mit  dunkel 
statt  bleichgelber  Unterseite  der  Vflgl.  -  Bei  grisea  Frühst.  (56  c)  von  Nias  ist  die  melanotische  Differenzierung 
am  weitesten  vorgeschritten.  Der  graue  Medianfleck  der  Vflgl  zu  einem  schmalen  Band  an  der  Submediane 
reduziert,  Hflgl  ohne  Spur  von  Gelb,  ?  mit  durchweg  braunschwarzer  Hflgloberseite  und  unterseits  mit  durch 
die  verbreiterten  schwarzen  Adern  verdrängten  gelben  Zwischenrippenfeldern.  —  pandecta  Stgr.  ist  eine 
ähnliche  Rasse,  deren  ?  trägt  aber  noch  Spuren  einer  gelben  Medianbinde  der  Vflgl  und  der  Ird  der  Hflgl¬ 
oberseite  der  cf  cf  ist  breit  gelb  gefleckt.  Palawan-,  Nord-Borneo  (?). 

D.  pandemia  Wall.  (56  b)  eine  interessante  Zwischenstufe,  die  von  aglaia  zu  egialea  hinüberleitet  durch 
den  intensiv  dunkel  kanariengelben  Analfleck  der  Hflgl,  der  beim  ?  in  die  Zelle  eintritt.  Die  cf  cf  mit  blau¬ 
grauen  Strigae  wie  bei  aglaia  auf  den  Vflgln.  Nord-Borneo,  Palawan. 

D.  thysbe.  Dadurch  hervorragend,  dass  auch  die  Oberseite  der  Hflgl  einen  breiten  intensiv  roten 
Basalfleck  führt.  Die  Cu  am  Eid  sehe  Unterart  thysbe  ist  aus  China  beschrieben  und  kommt  wahrscheinlich 
auch  in  Tonkin  ganz  ähnlich  vor.  —  Am  bekanntesten  als  einer  der  häufigsten  Himalaja-Falter  ist  jedoch 
pyramus  Wall.  (56  a)  von  Nepal  bis  Birma  und  der  malayischen  Halbinsel  verbreitet.  In  den  tieferen  Tälern 
in  Sikkim  ist  die  Art  vom  April  bis  Dezember  gemein  und  wurde  in  Birma  auf  etwa  1000  m  Höhe  noch 
beobachtet.  Das  ?  ist  ähnlich  jenem  von  alliiviorum,  hat  jedoch  auch  Grau  in  der  Vflglzelle,  aber  weniger 
gelben  Anflug  der  Hflgl.  —  kandha  Doh.,  in  3—3500  Fuss  Höhe  in  der  Madras-Region  Süd-Indiens  ge¬ 
fangen,  ist  durch  eine  bleichgelbe  Subanalpartie  der  Oberseite  und  heller  und  mehr  zitron-  statt  ockergelbe 
Färbung  der  Unterseite  der  Hflgl  differenziert. 

D.  ninus  Wall.  Habituell  kleiner  als  pi/ramus  mit  blaugrauem  statt  schwarzem  Anflug  der  Oberseite 
und  verschmälertem,  schwarzem  Subbasalband  der  Hflglunterseite.  Malayische  Halbinsel.  —  alluviorum 
Frohst.  (56  a)  etwas  grösser  mit  ausgedehnterem,  rotem  Basalfleck  und  viel  breiterem,  schwarzem  Subbasal¬ 
band  der  Hflglunterseite.  Sumatra.  —  parthenia  Stgr.  eine  distinkte  Inselrasse  mit  breiterer  schwarzer  Um¬ 
rahmung  aller  Flügel  und  hellgelblicher  Discalregion  der  Hflgl.  Selten  am  Kina-Balu,  Nord-Borneo. 

D.  crithoe  eine  Zierde  der  javanischen  Hochwälder,  die  wir  überall  antreffen,  wo  auf  Höhen  über 
4000  Fuss  Pflanzungen  angelegt  werden.  Dort  sind  es  namentlich  die  Blüten  der  Cinchona  ledgeriana, 
welche  die  Falter  anlocken,  auf  denen  sie  mit  geschlossenen  Flügeln  schwebend  saugen  und  häufig  in 
Gesellschaft  der  unterseits  gleichgefärbten  Prioneris  aututhisbe  angetroffen  werden,  ein  wundervoller  Anblick, 
weil  sich  die  gelb  und  roten  Hflgl  so  scharf  von  dem  satten  Grün  der  Umgebung  abheben.  Fünf  Local¬ 
rassen  sind  zu  registrieren:  bromo  Frühst.  (=:  dymas  Nicev.)  (56c)  aus  Ost-Java,  wo  sie  hauptsächlich  am 
Vulkan  Bromo  und  im  Tenggergebirge  gefunden  wird.  —  crithoe  Dsd.  von  West- Java  mit  dunkleren 
Vflgln,  die  in  der  Hauptform  nur  eine  geringe  blaugraue  discale  Bestäubung  haben,  deren  Hflgl  sind  bei  cf? 
viel  breiter  schwarz  umrandet.  Sehr  variabel,  kein  Stück  ist  identisch  mit  dem  andern.  —  fastosa  form.  nov. 
hat  beim  ?  eine  breite  an  henningia  erinnernde  graublaue  Ouerbinde,  welche  vom  Costalrand  aus  die  Zelle 
durchzieht  und  an  der  Hflglmediane  endet.  —  funesta  form.  nov.  mit  ganz  schwarzen  Vflgln  in  beiden  Ge¬ 
schlechtern  ohne  graue  Discalbestäuhung.  Letztere  fand  ich  auf  dem  4000  Fuss  hohen,  damals  noch  mit 
dichten  Wäldern  bedeckten  Plateau  von  Pengalengang,  im  Innern  der  Preanger  Regentschaften  von  West- 
Java.  —  chrysendeta  subsp.  nov.  mit  schmälerem,  schwarzem  Aussensaum  und  dunklerem,  orangefarbenem 
Anflug  der  Hflgl  als  bromo.  Berg  Haruhasa  auf  Sumbawa.  In  der  Sammlung  Oberthür.  —  tobahana 
llogenh.  (=  derceto  Nicev.).  Grösser  als  critho::,  der  rote  Basalfleck  der  Hflgl  nach  oben  nicht  durch¬ 
scheinend.  Am  Tobasee,  Nordost-Sumatra,  entdeckt.  viilia  subsp.  nur.  (56  a)  eine  Lokalrasse  des  Padang- 
schen  Bovenlandes  in  West-Sumatra  mit  rein  weisser  statt  gelblicher,  aber  aussen  dicht  schwärzlich  tiber- 
puderter  Subanalregion  der  Hflgl  und  schärfer  abgesetzten  weissen  Halbmonden  der  Vflgl. 

D.  egialea  Cr.  (56  b)  eine  Art  von  auffallend  sexuellem  Dimorphismus,  sehr  lokal  auf  Java,  dagegen 
massenhaft  in  der  Trockenzeit  auf  der  Insel  Bawean.  Unterseite  der  Vflgl  der  cf  cf  mit  sehr  breitem,  fast 
rein  weissem,  bei  den  ??  dunkelgelbem  Mittelfeld.  Wird  auch  von  Banka,  Billiton  und  Sumatra  durch 
Vollexhovex  gemeldet.  Rp  kastanienbraun  mit  dunklerem  Kopfe  und  1.  Segment  und  mit  einem  gelbem 
Transversalband  auf  den  folgenden  Ringen,  die  mit  einigen  langen  gelben  Haaren  besetzt  sind. 

D.  henningia  Erscli.  (56b)  eine  sehr  variable  Species.  cf  oberseil s  mit  breiter  blauer  Innenhälfte  der 
\  tlgl  und  grossem,  blaugrauem  Gostalfeld  der  Hflgloberseite.  Vflgl  ohne  graue  Suhapicalsfrigae.  cf  unter- 


PRIONERIS.  Von  II.  FuuHsToiii'KR,  1 85 

seits  mit  2  subbasalen  gellten  Makeln  in  und  über  der  Zelle  und  relativ  grossem  Fleck  am  Zellapex.  Fine 
dunkler  orangegefleckte  Zuslands-  oder  Zeitform  hat  Butler  als  ochreopicta  beschrieben.  Luzon.  hemera 
subsp.  7iov.  ist  eine  verdunkelte  Inselrasse,  wahrscheinlich  von  Mindoro,  mit  schwarzem  Basalfeld  der  Vflgl- 
oberseite,  fast  ohne  den  blaugrauen  Costalanflug  und  mit  kleinerem,  dunkel  orangefarbenem  Analfleck  der 
Hflgl.  Unterseite:  weisse  Mittelbinde  der  Vflgl  schmäler,  Htlgl :  roter  Basaltleck  kürzer,  alle  schwarzen 
Zeichnungen  ausgedehnt,  die  gelben  Ultracellularmakeln  zu  winzigen  Punkten  reduziert.  Die  orangefarbene 
Submarginalregion  stark  verschmälert.  voconia  subsp).  nov.  von  ßohol ,  sehr  ähnlich  der  vorigen,  aber 
mit  noch  mehr  zurückgebildetem,  blauem  Medianfeld  auf  beiden  Seiten  der  Vflgl  bei  den  cf  cf  und  ??. 
camotana  subsp.  nov.  mit  rein  weisser,  relativ  breiter  Medianbinde  der  Vflgl  von  den  Camotes  leitet  hinüber 
zu  ottonia  Semp.,  deren  cf  cf  durch  das  dunkel  blaugraue,  schärfer  abgesetzte  Medianfehl  der  Vflgl,  deren  ?? 
durch  die  rein  weisse  Mittelbinde  der  Vflgl  und  den  fast  die  ganze  Zelle  der  Hflgl  ausfüllenden  Medianfleck 
der  Unterseite  ausgezeichnet  sind.  Mindanao.  —  lucerna  Btlr.  mit  dem  unsicheren  Vaterland  Mindanao  ist 
der  Name  einer  Lokal-  oder  Zeitform  mit  noch  schmäleren  und  in  der  Zelle  der  Vflgl  rein  weissen  Median¬ 
binden  der  Vflgl  als  liemera  und  henningkt.  —  saturnia  form,  (oder  subsp)  nov.  differiert  namentlich  auf  der 
Hflglunterseite  durch  die  Entwicklung  der  schwarzen  Basalfleckung,  wodurch  die  gelben  Makeln  in  und  um 
die  Zelle  sowie  die  Submarginalregion  zurückgedrängt  werden.  Ost-Mindanao. 

D.  kummeri  Ribbe  (54 c).  cf:  oben  rein  weiss  mit  dem  für  so  viele  Neii- Guinea -l)elius  typischen, 
breiten  schwarzen  Apicalbezug,  der  beim  ?  sich  auch  auf  den  Hflgln  fortsetzt.  Vflgl  der  ??  etwas  kürzer 
als  bei  den  cf  cf.  —  Eine  interessante  Form,  bei  der  die  rote  Submarginallinie  der  Hflglunterseite  sich  vom 
Analwinkel  bis  zum  Gostalsaum  fortsetzt,  nannten  Rothschild  und  Jordan  ligata  (56  f).  Fundort  Aroafluss, 
Britisch  Neu-Guinea. 

D.  weiskei  Ribbe  (=  mirifica  Gr. -Sin.)  (56  f).  Oberseits  wie  die  vorige.  ?  hat  gleichfalls  einen 
breiteren  schwarzen  Distalrand  und  2  oder  8  weisse,  dem  cf  fehlende  Subapicalpunkte  der  Vflgl.  Flugort 
wie  die  vorige. 

D.  bornemanni  Ribbe  (56  e).  Die  Oberseite  verhält  sich  bei  beiden  Geschlechtern  wie  bei  der  vorigen 
nur  verbreitert  sich  der  schwarze  Aussensaum  der  Vflgl  bis  über  den  Zellrand  hinaus.  Auf  der  Unterseite 
verkleinern  sich  die  roten  Flecken  beim  ?  etwas.  Britisch  Neu-Guinea.  Häufig. 

D.  microsticha  R.  u.  J.  (56  e).  Diese  Art  gehört  nach  dem  Zeichnungscharakter  der  Unterseite  in 
die  nysa  -  Gruppe ,  wird  aber  hier  wegen  dem  roten  statt  gelben  Basalfleck  der  Hflglunterseite  eingereiht. 
Das  ?  ist  noch  unbekannt.  Britisch  Neu-Guinea. 


6.  Gattung:  Prionerfs  Wall. 

Die  Arten  dieser  durch  den  gezähnten  Gostalrand  am  Vflgl  der  cf  cf  ausgezeichneten  Gattung  kommen 
habituell  und  im  Zeichnungscharakter  den  Deltas  nahe.  Die  Falter  sind  aber  durchweg  robuster  und  raschere 
Flieger  als  die  Deltas.  Vflgl  mit  vier  Subcostalästen ,  von  denen  zwei  vor  dem  Zellende,  wie  bei  Pieris, 
entspringen.  Von  den  gleichfalls  verwandten  Tachyr-is  differiert  die  Gattung  durch  den  Mangel  an  analen 
Haarbüscheln.  Rpn  blaugrün,  seitlich  mit  weichen  weissen  Haaren  und  mit  blauen  Tuberkeln  besetzt, 
jene  am  Kopf  und  an  den  Seiten  schwarz  getupft.  Auf  Capparis.  —  Pp  hellgrün,  Kopf  mit  scharfer  Spitze, 
der  Rücken  gekielt  mit  gelber  Linie,  seitwärts  mit  2  starken  Stacheln  bewehrt.  Falter  auf  dem  Festlande 
von  Indien  in  den  warmen  Tälern,  im  Malayischen  Archipel  aber  vorherrschend  Gebirgsbewohner.  Einige 
Arten  selten,  zuweilen  aber  zu  vielen  Tausenden  auftretend.  Die  sehr  widerstandsfähigen  Zähne  der  Vflgl 
sind  schon  mit  dem  blossen  Auge  leicht  zu  erkennen  und  mit  der  Spitze  nach  dem  Apex  zu  gerichtet.  Die 
kleinen,  dicht  zusammenstehenden  Sägezähne  sind  so  robust,  dass  sie  den  Finger  aufzuhalten  vermögen  und 
eine  Biegung  des  Flügehs^v  er  Ursachen ,  wenn  man  die  Fingerspitze,  vom  Apex  nach  der  Basis  zu,  bewegt. 
W  allace  hält  die  »selteneren«  Prioneris  für  eine  mimetische  Form  der  »häufigeren«  Defias.  Ich  kann  mich 
seiner  Anschauung  aber  nicht  anpassen,  weil  eine  Nachahmung  unter  den  in  jeder  Beziehung  harmlosen 
Pieriden  keinerlei  Schutz  gewährt,  und  eigentlich  umgekehrt  die  glattrandigen  Delicts  die  bewehrten  Prioneris 
kopieren  müssten,  wenn  überhaupt  Nachahmung  vorausgesetzt  wird. 

P.  thestylis  Dbl.  (57  e)  ein  Charakterschmetterling  der  indischen  Fauna,  ausgezeichnet  durch  seine 
Grösse  und  Neigung  zu  horodimorphen  Variationen.  Die  Unterseite  der  Regenzeitform  schwarz,  mit  grossen 
weissen  Flecken  der  Vflgl  und  lang  ausgezogenen  hell-  bis  dunkelgelben  Makeln  und  ebensolcher  Zelle  der 
Hflgl.  —  Die  ??  der  Regenzeitform  seta  Moore  sind  auch  unterseits  vorherrschend  schwarz,  mit  schmalem 
gelben  Zellstreif  und  reduzierten  Submarginalflecken  der  Hflglunterseite.  Die  Trockenzeitform  watsoni  Hetr. 
(57  a),  zu  der  viele  Übergangsformen  hinüberleiten,  haben  unterseits  nur  am  Apex,  am  Gostalrand  der  sonst 
weissen  Vflgl  und  um  die  Zelle  der  sonst  bellorangegelben  Hflgl  schwarzen  Anflug.  Nur  die  Unterseite  der 
Vflgl  des  ?  ist  gleich  jener  der  Regenzeitform  durchweg  schwarz  gefärbt.  Die  thestylis  lieben  offenes  Ge¬ 
lände;  sie  fliegen  hoch  und  stossweise  und  sammeln  sich  an  Sandbänken  oder  feuchten  Stellen,  manchmal 


ochreopicta. 

hemera. 

voconia. 

camotana. 

ottonia. 

lucet  na. 

saturnia. 

kummeri. 

ligata. 

weiskei. 


bornemanni. 


microsticha. 


thestylis. 

seta. 

watsoni. 


PRIONERIS.  Von  H.  Fruhstoreek. 


1 36 

zu  vielen  Hunderten  an.  Das  ?  ist  jedoch  ausschliesslich  Blütenbesucher.  Im  Himalaja  gehen  die  Falter 
bis  5000  Fass  hinauf.  —  Die  Sikkimform  ist  etwas  kleiner  und  heller  als  die  mit  Schwarz  gesättigten 
jugnrtha.  Assamstiicke.  Neuerdings  wurde  thestylis  auch  im  West- Himalaja  beobachtet.  —  jugurtha  subsp.  nov.  ist  eine 
grössere  Rasse  mit  ausgedehnteren  weissen  Subapical-  und  Submarginalflecken  der  Oberseite  aller  Flügel 
und  auch  bei  der  Regenzeitform  hellschwefelgelber  Unterseite  der  Hfl  gl .  Siam,  Tenasserim,  Tonkin,  Annam.  — 
maiaccana.  malaccana  Frühst.  (57b),  eine  kleinere  stark  verdunkelte  Lokalform  der  malajischen  Halbinsel,  bei  der 
die  Htlglzelle  unterseits  aber  nur  ganz  schmal  schwarz  umgrenzt  ist.  Vom  ?  ist  nur  ein  Exemplar  in 
Oberthür’s  Sammlung  bekannt,  kleiner  als  se/n-?  aus  Sikkim;  Itflgl  mit  sehr  schmalem  schwarzen  Aussen- 
hainanensis.  säum,  sonst  fast  durchweg  orangefarben.  -  hainanensis  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  noch  weniger  ent- 
mnmi/ia.  wickelte  Inselrasse  mit  auch  in  der  Regenzeitform  lichter  gelben  Htlgln.  —  mamilia  form,  nov.,  deren  Trocken¬ 
zeitform  hat,  im  Gegensatz  zu  Sikkimexemplaren,  auch  bei  den  cf  cf  eine  durchweg  schwarz  bezogene  Zelle 
fonnosano.  der  Vtlglunterseite.  Hainau.  —  formosana  Frühst.  Oberseite  gelblich  statt  weiss,  die  Schwarzzeichnung 
der  V  fl  gl  reduziert,  dafür  gewinnen  die  weissen  Subapicalflecken  an  Ausdehnung.  Unterseite:  Apex  der 
Vflgl  ausgedehnter  grünlichgelb  angeflogen.  Hflgl  mit  viel  grösseren  hell  kanariengelben  Flecken  als  bei 
indischen  thestylis.  Formosa,  auf  4000  Fass  Höhe  am  Lehiku-See  und  bei  Chip-chip,  im  Juni — Juli  sehr  häufig. 

comelia.  P.  Cornelia  Vollenli.  (57  d)  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  wegen  des  fehlenden  roten  Basalflecks  zur 

thestylis- Gruppe  gehörend,  ist  eine  gebirgsbewohnende  Art.  Die.  Adern  der  Unterseite  fein  grau  gesäumt; 
Hflgl  dunkelgelb  mit  ebensolchen  costalen  und  seltener  auch  medianen  Antemarginalflecken ,  ohne  jeden 
weissen  postdiscalen  Anflug.  Nord-Borneo. 

sita.  P.  sita  Fldr.  Oberseits  weiss  mit  schwarz  bezogenen  Adern,  unterseits  ganz  ähnlich  der  Deilas 

eucharis ,  doch  nur  mit  quadratischen  statt  rundlichen  roten  Submarginalflecken  der  Hflglunterseite  und  gelbem 
statt  weis&em  Apex  der  Vflgl.  Sita  fliegt  stets  in  Gesellschaft  von  eucharis,  als  deren  mimetiseher  Nachahmer 
sie  gilt,  setzt  sich  ebenso  wie  diese  auf  die  roten  Blüten  der  Lantana  mit  geschlossenen  Flügeln,  ist  aber 
durch  den  stossenden,  rascheren  Flug  zu  erkennen.  ?  dem  c f  ähnlich,  nur  mit  schwarzen  Querlinien  zwischen 

den  Adern  der  Hflgl.  Ceylon,  Südindien,  bis  5000  Fass  Höhe  hinaufgehend,  selten.  Flugzeit  im  Januar. 

Rp  auf  Capparis  tenera  nach  Bell  und  Gbeex. 

aulothisbe.  P»  autothisbe  Hin.  beginnt  die  Reihe  der  Arten  mit.  rotem  Basalfleck  der  Hflglunterseite. 

Vom  ?  treten  2  Formen  auf  mit  fast  ganz  schwarzen  Vflgln  und  solche  mit  3  grossen  weisslichen  Discal- 
aibipiaga.  mäkeln  der  Vflgl;  albiplaga  form.  nov.  (57c)  West-Java.  —  orientalis  Frühst.  (57c)  ist  eine  kleinere  Rasse 
onentalis.  mq  schmälerem  schwarzem  Saum,  besonders  der  Hflgl,  und  in  der  Regel  reicher  weiss  punktiertem  Apical- 
teil  der  Vflgl.  Die  Hflglunterseite  ist  heller  gelb,  die  schwarzen  Submarginalbinden  schwächer.  Es  kommen 
albifera.  auch  Exemplare  vor  mit  ganz  weisser  Unterseite  (albifera  form,  nov.)  und  häufiger  solche  mit  auch  in  der 
mucida.  Zelle  völlig  graubraun  bestäubter  Oberfläche  der  Hflgl  (mucida  form.  nov.).  Letztere  Form  erscheint  auch 
in  West-Java,  doch  ist  dort  entsprechend  dem  dunkleren  Gesamtkolorit  der  tjpischen  autothisbe  diese  Be¬ 
stäubung  fast  tiefschwarz  und  von  grossen  gelben  und  grauen  submarginalen  Flecken  unterbrochen.  — 
autothisbe  ist  ein  Gebirgsfalter,  der  ausschliesslich  Höhen  zwischen  4000  und  G000  Fuss  bewohnt,  aber  über 
die  ganze  Insel  verbreitet  ist.  Am  häufigsten  beobachtete  ich  diese  Prioneris  im  Tengger- Gebirge,  am  Vulkan 
Gede  und  bei  Bandong,  wo  sie  stets  in  Gesellschaft  der  farbenverwandten  Delias  crithoe,  die  süssduftenden  Blüten 
der  Cinchona  (Chinarinden)  Bäume  besuchen,  und  während  des  ganzen  Jahres  fliegen.  Ihre  grösste  Häufig¬ 
keit  dürften  sie  im  Monat  Juni  und  Juli  während  der  Trockenzeit  erreichen,  wo  man  diese  befreundeten 
Falter  dann  auch  gelegentlich  an  nassen  Stellen  sitzend  und  saugend  überraschen  kann. 

hypsipyle.  P.  hypsipyle  Weym.  (67  c)  differiert  von  der  vorigen  durch  die  ganz  schwarze  Unterseite  der  Vflgl 

und  das  Fehlen  des  roten  Zellflecks  der  Hflgl.  Das  sehr  seltene  ?  ist  dem  cf  sehr  ähnlich,  mit  nur  wenig 
breiterer  schwarzer  Umsäumung  der  rundlicheren  Flügel.  Gebirge  und  Hochländer  über  4000  Fuss.  Sumatra, 
an  nassen  Flussufern  manchmal  zu  Hunderten. 

philonome.  P.  philonome  Bsd.  (57a)  mit  weisser  Vtlglunterseite  und  hellgelb  getönten  Htlgln,  die  von  einer 

relativ  breiten  schwarzen  Submarginalbinde  durchzogen  werden.  Nur  aus  Ost-Java  bekannt,  wo  ich  sie  bei 
Lawang  in  etwa  2000  Fuss  Höhe  antraf,  wo  sie  besonders  im  April  nicht  sehr  selten  ist  und  an  Feld-  und 
Wegrändern  eifrig  Blumen  besuchte.  Vom  ??  fand  ich  3  Formen:  cf-ähnliche,  mit  gelblichweisser,  solche 
herennica.  mit  grünlichgelber  {forma  herennica)  und  sehr  seltene  mit  blauweisser  Oberseite  aller  Flügel  (=  lactaria 
lactana.  j'oriU-  nov.).  Von  den  cf  cf  verdient  eine  Form  Erwähnung  mit  weissem  statt  gelbem  Basalteil  und  weisser 
nivescens.  Zelle  der  Hflgl  (—  nivescens  form.  nov.). 

vollenhovi.  P.  vollenhovi  Wall.  (57  d).  Apex  der  Vflgl  spitzer  als  bei  der  vorigen;  Aussensaum  der  Oberseite 

mehr  zerteilt.  Hflgl  dunkelgelb  mit  schwarzem  Analbezug  und  weissen  Gircumcellularflecken  derHlflgl Unter¬ 
seite.  Nur  von  Borneo  bekannt,  wo  sie  die  philonome  ersetzt. 

clemantke.  P.  clemanthe  Phi  (57  b,  d)  unterseits  mit  chromgelben  Htlgln,  die  analwärts  sich  etwas  dunkler 

färben.  Unterseite  der  Vflgl  des  ?  schwarz,  jene  der  Hflgl  durchaus  gelb,  während  die  cf  cf  einen  weissen 
Distalsaum  haben.  Selten  in  Sikkim,  häufig  in  Assam;  ein  Blütenbesucher,  der  das  offene  Gelände,  Wald- 


Ausgegeben  14.  1.  1910. 


ANAPHAEIS.  Von  H.  Fruhstorfek. 


137 


ränder  liebt.  —  helferi  Fldr.  ist  eine  dunklere  Lokalrasse,  bei  der  die  Adern  durch  deutliche  schwarze  Quer-  helferi. 
binden  auf  der  Vflglunterseite  verbunden  sind.  Geht  in  Birma  bis  7000  Fuss  Höhe  hinauf.  Tenasserim, 

Tonkin,  Siam,  Shanstaaten.  —  saenia  form.  nov.  ist  eine  kleinere  hellere  Rasse  oder  Zeitform,  ohne  Spur  saenia. 
einer  Submarginalbinde  und  aufgehelltem  gelben  Basalantlug  der  Hflgl;  Süd-Annam,  Januar,  Februar.  - 
euclemanthe  Frühst.  Hflgl  unterseits  hellzitrongelb ,  ohne  Spur  einer  dunkleren  Verfärbung  im  Analfeld,  euclemanthe. 
Adernbezug  der  Vflgloberseite  viel  dünner  als  bei  festländischen  Exemplaren;  Insel  Hainan.  —  themana  themana. 
Frühst.  (57  b)  hat  umgekehrt  breit  schwarzgestreifte  Adern,  einen  dunkleren  Apical-  und  Analbezug  aller 
Flügel  und  ein  ausgedehnteres  weisses  Feld  der  Hflglunterseite.  Sumatra,  malayische  Halbinsel. 

7.  Gattung:  Vnaplineis  Rbn. 

Dieses  wohlumgrenzte  Genus  wird  stets  mit  der  afrikanischen  nur  eine  Art  enthaltenden  Gattung 
Belenois  Hhn.  vereinigt.  Anaphaeis  differiert  von  Huphina  dadurch,  dass  die  vor  dem  Zellapex  entspringenden 
Subcostaläste  an  ihrem  distalen  Ende  mit  der  Gostalis  verwachsen  sind  (Anastomose)  und  dass  die  mittlere 
Discocellulare  viel  länger  ist,  aber  immer  noch  kürzer  als  die  untere  Discocellulare.  Von  Belenois  aber 
differiert  Anaphaeis  durch  die  kürzere  mittlere  Discocellularis  der  Vtlgl. 

Die  wenigen  Arten  sind  alle  fast  gleich  gross;  sie  treten  massenhaft  auf,  vereinigen  sich  manchmal 
zu  ansehnlichen  Schwärmen  und  wandern  gern.  Eine  Species  ist  sozusagen  immer  zwischen  Afrika  und 
Vorder-Indien  unterwegs  ( mesentina )  und  dringt  in  Kaschmir  und  Palästina  ins  paläarktische  Gebiet  ein.  Rp 
auf  Capparideen;  Pp  spitz,  mit  seitlichen  Stacheln. 

A.  mesentina  Cr.  Im  Paläarktenteil  behandelt.  (Bd.  1,  p.  50,  Taf.  21  d,  e).  Zwei  Zeitformen  der  mesentina. 
variablen  Art  wurden  benannt:  lordaca  Wlkr.,  unten  bleichgelb,  jene  der  trockenen  und  aurigena  Btlr.,  lordaca. 
unten  dunkel  bis  orangegelb,  jene  der  nassen  Zeit.  Obgleich  Bewohner  des  heissen  Tieflandes,  geht  die  aurigena. 
Art  häutig  bis  6  und  8000  Fuss  hoch,  und  wurde  sporadisch,  vielleicht  durch  den  Wind,  emporgetragen,  auf 
3000  m  Höhe  noch  gefunden.  Eier  in  Häufchen,  Rp  stets  gesellig  auf  Gapparis.  Beludschistan  bis  Sikkim, 
auch  auf  den  Nicobaren  einmal  angetroffen.  —  taprobana  Moore  (=  fervidior  Frühst.)  (63  f)  ist  oberseits  taprobana. 
breiter  schwarz  und  unterseits  prächtig  orangelb  gefärbt.  Ein  langsamer  Flieger;  setzt  sich  gerne  auf  den 
Erdboden.  Erscheinungszeit  unsicher;  manchmal  nur  zweimal  innerhalb  fünf  Jahren;  wenn  sie  aber  auf- 
treten,  vereinigen  sie  sich  zu  Wanderzügen.  Im  Juni,  Juli  und  dann  wieder  November,  Dezember. 

A.  java  Sparrm.  (63  d)  eine  variable  Species,  die  bis  zu  den  Fidji-Inseln  verbreitet  ist,  überall  in  java. 
zwei  Zeitformen  erscheint,  und  in  Australien  unter  wechselndem  klimatischem  Einfluss  in  eine  Anzahl  als 
eigene  Arten  beschriebene  Formen  zerfällt.  Die  Falter  sind  träge,  taumeln  langsam  und  schwerfällig  von 
Blume  zu  Blume  und  man  sieht  sie  oft  zu  Hunderten,  wenn  sie  eben  die  Pp  verlassen  haben,  im  dichten 
Gebüsch  der  Waldränder  zusammensitzen.  Auf  Java  gehen  sie-  nicht,  über  2000  Fuss,  in  Lombok  traf  ich 
sie  aber  auf  dem  blumenreichen  Plateau  von  Sambalun  in  grossen  Mengen  auf  4000  Fuss  Höhe.  Die  Rp  hat 
Martin  auf  Celebes  gefunden.  Auf  Java  selbst  erscheinen  zwei  Zeitformen:  ?  mit  grauvioletter  Basis  der 
Vflgloberseite  und  bis  über  die  Zellmitte  vordringendem  schwarzem  Aussensaum  (Regenzeitform);  —  und 
coronea  Cr.,  ?  mit  weisser  Flügelhälfte,  Distalsaum  nur  bis  zum  Zellapex  ausgebreitet.  Auf  der  Flügel-  coronea. 
Unterseite  machen  sich  bei  Exemplaren  von  Java  bis  Sumbawa  keine  besonderen  Abweichungen  bemerklich. 

Je  weiter  wir  aber  nach  Osten  gehen,  desto  einschneidender  erweist  sich  die  Einwirkung  der  manchmal 
neun  Monate  währenden  Trockenzeit.  Auf  Sumba  beginnt  der  schwarze  Aussensaum  der  Vtlgl  bereits  sich 
zu  verschmälern ,  so  dass  der  schwarze  Fleck  am  Zellapex  freisteht  (magniplaga  Frühst.).  Die  Basis  der  magniplaga. 
Unterseite  der  Vtlgl  des  ?  wird  gelb  statt  dunkel  ockerfarben;  die  Zelle  der  Hflgl  weiss.  —  Auf  der  Insel 
Savu  erscheint  dann  eine  spezialisierte  Rasse  =  savuana  Frühst.  (63  e).  Der  schwarze  Aussenrd  tritt  auch  savuana. 
bei  den  ??  zurück  und  lässt  auf  den  Hflgln  den  schwarzen  Querfleck  der  Zelle  isoliert,  die  Vilgl  sind  nur 
noch  in  der  Zelle  ockerfarben;  das  Mittelfeld  bleibt  weiss  und  die  Hflgl  führen  einen  Kranz  weisser  Circum- 
cellularflecken.  —  ina  Frühst,  ist  die  Rasse  von  Kisser  und  Babber,  mit  noch  aufgehellterer  Oberseite  aller  ina. 

Flügel,  geringem  gelbem  Anflug  der  Unterseite  und  weisser  Hflglzelle.  Einige  cf  cf  nähern  sich  bereits 
teutonia  durch  die  mit  Ausnahme  des  schwarzen  Aussensaumes  völlig  weissen  Hflgl.  —  anita  Frühst.  (63  d)  anita. 
ist  eine  Interm ediatform  mit  unterseits  gelb  bezogener  Basalpartie  der  ??  von  der  Insel  Wetter.  —  teutonia  F.  teutonia. 
ist  die  australische  Rasse  der  Kollektivart,  die  von  diesem  Kontinent  aus  ihren  Weg  bis  Java  gefunden  hat. 

Die  Hauptform  ist  63 f  abgebildet;  daneben  existieren  auch  ??  mit  schwarzem  Distalsaum  der  Oberseite, 
die  nur  geringe  oder  gar  keine  weissen  Submarginalflecke  führen,  und  deren  Basis  gelblich  statt  weiss  ge¬ 
färbt  ist  (?-forma  clytie  Don).  —  Eine  beiderseits  noch  melanotischere  Sommerform  ist  peristhene  Bsd.  (63  f)  dytie. 
mit  ganz  schwarzer  Hflglunterseite.  —  niseia  Mc.  Leay  (63  e)  ist  eine  sehr  schöne  Intermediatform  mit  breit  peristhene. 
schwarz  gestreiften  Adern  der  Hflgloberseite  und  circumcellularen  langen  weissen  Feldern  jenseits  der  gleich- 
falls  weissen  Zelle,  die  sich  prächtig  vom  schwarzen  Grunde  abheben.  —  Eier  hellstrohgelb,  Rp  auf  Gapparis 
lasiantha;  zylindrisch,  sich  nach  beiden  Seiten  verjüngend.  Kopf  schwarz,  mit  einem  V-förmigen  Fleck  auf 
der  Stirn,  sonst  olivbraun  mit  kleinen  gelben  Punkten  übersät,  Bauch  gelbgrün.  Erwachsen  spinnt  sich  die  Rp 
auf  einem  Blatt  fest  und  verwandelt  sich  innerhalb  24  Stunden  in  eine  grüne,  etwas  geeckte  Pp.  —  Die 

IX  iS 


i  38 


BALTIA:  APORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Falter  schnellfliegend,  setzen  sich  vielfach  auf  Blumen  und  vereinigen  sich  zu  grossen  Flügen  über  See.  — 
picata.  picata  Btlr.  (63  e)  ist  eine  auch  unterseits  vorherrschend  weisse  Kasse  mit  feinen  schwarzen  Binden  und 
micronesia.  Aderstreifen  der  Unterseite;  Bismarckarchipel.  —  micronesia  Frühst.  (63 e)  ist  die  unterseits  mit  dunkel 
vitiensis.  orangefarbenen  Submarginalflecken  besetzte  Subspecies  der  Fidji-Inseln,  wozu  vitiensis  Frühst,  die  dunkelste, 
clarissa.  der  peristhene  analoge,  Saisonform  bildet  und  clarissa  Btlr.  eine  der  niseia  entsprechende  Aberration  mit 
prächtig  hellgelben  Submarginalmakeln  der  Hflglunterseite  darstellt. 

8.  Gattung:  USaltia  Moore. 

Die  kurzen,  kolbenförmigen  Fhlr  bringen  dieses  artenarme  Genus  in  die  Nähe  von  Svnchloe  und 
Euchloe;  der  Verlauf  der  Subcostaladern  verweist  sie  zu  Huphina,  aber  durch  das  Fehlen  der  mittleren 
Discocellularis  steht  die  Gattung  völlig  isoliert.  Die  Radialäste  entspringen  aus  der  Subcostalis.  Baltia 
nähert  sich  den  Aporia  in  der  Gestalt  der  Schuppen,  die  rundlich,  breiter  als  lang  geformt  sind.  Alle  Arten 
sind  hochalpin  und  bewohnen  Höhen  von  4500 — 5500  m,  die  bereits  jeder  Vegetation  beraubt  sind.  Dort 
fliegen  sie  nahe  dem  Erdboden,  wenn  sie  nicht  in  der  Sonne  spielen  oder  mit  halbgeöffneten  Flügeln  auf 
dem  sandigen  Boden  laufend  sich  fortbewegen ,  manchmal  grosse  Strecken  zurücklegen  oder  sich  in  den 
Unebenheiten  schnell  zu  verstecken  wissen. 

butleri.  B.  butleri  Moore  (Bd.  I,  23  b).  d  unterseits  mit  feinen  braunen  Längsstreifen  zu  beiden  Seiten  der 

Adern.  Ladak,  Kaschmir,  Karakorum,  in  15  — 18000  Fuss  Höhe. 

shawi.  B.  shawi  Bates  (Bd.  I,  23  b).  Seltener  als  die  vorige,  Hflglunterseite  grauviolett  mit  schwarzen  Ader¬ 

streifen.  Nordwest-Himalaya,  Kaschmir,  Karakorum. 

sikkima.  B.  sikkima  Frühst.  (50  e).  Differiert  von  den  vorigen  Arten  durch  die  auch  beim  cf  die  ganzen 

Vflgl  durchziehende  Submarginalbinde,  die  sich  auf  den  Hflgln  fortsetzt.  Unterseite  bunter  als  bei  den  sonst 
bekannten  Arten;  Apex  der  Vflgl  und  die  gesamten  Hflgl  von  langen  gelben  Streifen  durchzogen;  Zelle 
gleichfalls  gelb  statt  weiss.  Kamba-jong  (Süd-Tibet),  an  der  Sikkim-Grenze  von  12 — 16000  Fuss  Höhe 
gemeldet. 

9.  Gattung:  Aporia  Hbn. 

Die  typischen  Vertreter  dieser  Gattung  entfernen  sich  im  Geäder  nicht  wesentlich  von  der  Gattung 
Pieris  s.  str.,  dennoch  aber  ist  ihr  Habitus  ein  völlig  verschiedener.  Die  Flügelmembran  ist  steifer,  papier¬ 
artig:  den  ¥?  fehlen  die  Schuppen  stellenweise,  so  dass  durchsichtige  Stellen  entstehen,  und  der  Flug  ist  ein 
völlig  von  dem  anderer  Pieriden  abweichender,  mehr  jenem  der  Parnassier  gleichender.  Während  nämlich  die 
übrigen  Pieriden  sich  durch  Auf-  und  Niederschlagen  der  Flügel  vorwärts  bewegen,  halten  Aporia  die  Flügel 
häufig  steif  und  unbeweglich,  sie  gleichsam  als  Fallschirm  benützend.  Die  Stellung  des  zweiten  Subeostal¬ 
astes  wechselt  etwas;  er  entspringt  manchmal  am  Zellende,  oder  auf  kürzere  und  geringere  Entfernung  vor 
diesem.  Man  hat.  auf  letzteres  Merkmal  die  unhaltbare  Gattung  Metaporia  gegründet.  Will  man  sie  aber  dennoch 
gelten  lassen,  dann  enthält  die  Gattung  Aporia  nur  2  Arten  ( crataegi  und  soracta ),  alle  übrigen  Species,  so 
z.  B.  unter  den  Paläarktiern  auch  hippia  müssten  mit  Metaporia  vereinigt  werden.  Hier  wird  aber  auf  dieses 
Kriterium  kein  Gewicht  gelegt  und  sämtliche  Arten  werden  als  zu  dein  so  homogenen  Genus  Aporia  gehörig 
betrachtet.  Phylogenetisch  stellt  Aporia  jedenfalls  einen  sehr  alten  Stamm  dar,  eine  Art  Mittelglied  zwischen 
den  Pieriden  und  den  Parnassiern.  Mit  den  letzteren  haben  sie  die  kurzen  Palpen  und  die  in  der  Costal- 
gegend  kreisrunden  Schuppen  gemeinsam.  Die  asiatischen  Arten  variieren  mit  Ausnahme  von  agathon  nur 
mässig,  und  sind  fast  ausschliesslich  Bewohner  hochalpiner  Regionen,  die  lokal  manchmal  massenhaft  auf- 
treten,  in  der  überwiegenden  Mehrheit  aber  seltenen  Arten  angehören. 

Die  Rpn  leben  gesellig  unter  einem  feinen  Gewebe  an  Prunaceen,  Rubiaceen,  sind  gewöhnlich  von 
grüner  oder  rotbrauner  Farbe  und  mit  feinen  weichen  Haaren  besetzt. 

A.  soracta.  Erscheint  im  West-Himalaya  manchmal  in  grosser  Menge,  aber  nur  eine  kurze  Zeit, 
im  April  und  Mai,  besucht  niemals  Gärten  oder  Präirien,  sondern  nur  den  Waldesrand,  6 — 9000  Fuss  ist 
ihre  Favoritzone,  geht  aber  in  Kaschmir  auch  bis  14000  Fuss.  Die  längliche  braune  Rp  mit  feinen  weichen 
Haaren  besetzt ;  Pp  mit  stumpfem  Kopfhorn,  einer  Thorakal-  und  Abdominalanschwellung,  weiss  mit  schwarzen 
soracta.  Punkten  besetzt.  Auf  Berberis  lycium.  Zwei  Lokalrassen  verdienen  Erwähnung:  soracta  Moore  (Bd.  1,  18a) 
rienigrata.  mit  breiter  schwarzer  Subapical-  und  Zellbinde  der  Vflgl,  von  Masuri;  —  und  denigrata  subsp.nov.,  Vflgl  fast 
rein  weiss,  entweder  ohne  oder  nur  mit  sehr  schwachen  schwarzen  Linien.  Punjab,  Nordwest-Provinz. 

balucha.  A.  balucha  Marsh.  (=  sorex  Gr.  Sw.,  leechi  Moore).  Lokalform  der  turkestanischen  leucodice  Eversm. 

(Bd.  1,  19  a),  von  der  sie  differiert  durch  breitere  schwarze  Binden  aller  Flügel  und  durch  den  deutlichen 
orangefarbenen  Streifen  am  Gostalsaum  und  die  dunklergelbe  Unterseite  der  Hflgl.  Baludschistan. 

nabeilica.  A.  nabellica  Bsd.  (Bd.  1,  19  b)  ist  eine  interessante,  oberseits  schwarze,  auf  der  Hflglunterseite  dunkel¬ 

gelb  gefärbte  Pieride.  Sie  ging  mir  aus  Mardan  der  Nordwest-Provinz  zu  und  ist  auch  aus  Kaschmir 
und  Kunawur  bekannt,  wo  sie  von  9  — 13000  Fuss  Höhe  vorkommt,  langsam  und  schwerfällig  fliegt  und 


PIERIS.  Von  H.  Fruhstokfer. 


139 

sich  gerne  auf  Umbelliferen  niederlässt,  die  aus  der  dichten  Masse  von  Blumen  emporragen,  welche  die 
Lichtungen  in  den  bewaldeten  Hochtälern  zieren  (Lang).  Exemplare  von  Kaschmir  sind  heller  als  solche, 
von  Kunawur. 

A.  harrietae  Nicev.,  eine  interessante,  hochspezialisierte  Lokalform  der  larruldei  Oberth.  (Bd.  1,  18  dj  harrictae. 
und  von  dieser  durch  eine  komplette,  konkave  Reihe  von  weissen  länglichen  Transcellularflecken  der  Vflgl 
und  vorherrschend  weissgelbe  Unterseite  der  Hflgl  verschieden.  Sehr  lokal,  bisher  nur  in  wenigen  Exem¬ 
plaren  aus  Bhutan  bekannt. 

A.  larraldei  fa.  nutans  Oberth.  mir  in  Natur  unbekann.  Kommt  in  Yunnan  vor.*)  larraldei. 

A.  genestieri  Oberth.  (57  a)  steht  der  Meli  Oberth.  (Bd.  1,  17  c)  nahe,  doch  ist  der  Distalsaum  aller  genes  tieri 
Flügel  ausgedehnter  rauchbraun. 

A.  hastata  Oberth.  ist  eine  sehr  grosse  Art  vom  Aussehen  der  larraldei  mit  3  grossen,  weissen  Sub-  hastata. 
apicaltlecken  inmitten  der  schwarzen  Aussenregion  der  Vflgl.  Hflgl  weiss  mit  wenigen  schwarzen  Sub- 
marginalstrichen.  Y  unnan. 

A.  agathon  stellt  die  variabelste  Art  des  Genus  dar,  die  in  mehrere  Lokalrassen  zerfällt  und  ausser¬ 
dem  individuell  stark  abweicht,  agathon  Gray  aus  Nepal  beschrieben,  dort  und  in  Sikkim  sehr  selten,  aber  agathon. 
sehr  gemein  in  Assam,  in  Nord-Yunnan  (Tse-kou)  auf  etwa  2000  m  Höhe,  ist  oberseits  vorherrschend  schwarz 
mit  breiteren  grauen  Streifen  in  und  unter  der  Zelle  und  zwei  Reihen  weisslicher  Flecken  in  der  Submarginal¬ 
zone  aller  Flügel.  Htlgl  unterseits  mit  grossem,  rundem,  gelbem  Basalfleck.  —  phryxe  Bsd.  (Bd.  1,  19a)  phryxe. 
ist  das  hellste  Extrem  der  Species  und  die  Subspecies  des  West-Himalaya,  von  Simla,  Kangra,  Kaschmir 
und  Tibet  bekannt.  Grundfarbe  weiss  mit  schwarzen  Aderstreifen,  die  sich  manchmal  verbreitern,  so  dass 
netzartige  Zeichnungen  entstehen  (tä.  caphusa  Moore).  Wenn  sich  diese  Maschen  noch  mehr  verdichten,  ver-  caphnsa. 
drängen  sie  die  weisse  Grundfarbe,  und  so  entsteht  eine  Form,  die  nur  wenig  heller  ist  als  die  osthimalayische 
agathon.  Letztere  bilden  die  Form  ariaca  Moore.  Neuerdings  wurde  die  Art  auch  in  Formosa  auf  8000  Fuss  ariaca. 
entdeckt  und  als  moltrechti  Oberth.  beschrieben.  Rp  auf  Berberis  nepalensis,  gesellig,  schmutzig  braun,  Kopf  moltrediti. 
schwarz,  dorsal  mit  dunkelbraunen  Streifen,  dünn,  mit  weichen,  weissen  Haaren  besetzt.  Vor  der  Verpuppung 
verändert  sich  die  Farbe  in  ein  lichtes  Grün.  Sie  machen  sich  ein  dichtes  Gewebe  und  liegen  dann  zu  10 
oder  mehr  in  einem  Gespinst.  Zur  Verpuppung  gehen  sie  aber  unter  die  trockenen  Blätter  ihrer  Nahrungs¬ 
pflanze.  Pp  wie  jene  von  « oracta ,  aber  grünlichgelb  mit  schwarzen  Flecken. 

10.  Gattung:  I*iei*ls  Sekrk. 

Diese  Gruppe  enthält  die  am  längsten  bekannten  Arten,  von  denen  sich  einige  über  drei  Erdteile 
verbreiten  und  zum  Teil  durch  massenhaftes  und  schädliches  Auftreten  bekannt  und  gefürchtet  sind.  Haupt¬ 
merkmal  bildet  die  schiefe  mittlere  Discocellularis  der  Vflgl,  welche  nur  halb  so  lang  ist  als  die  konkave 
untere  Discocellularis.  Die  Präcostalis  der  Hflgl  stets  nach  aussen  gebogen. 

P.  brassicae  L.  ist  auch  in  Indien,  von  Afghanistan  bis  Sikkim,  Bhutan  und  Süd-Tibet  überall  ver¬ 
breitet,  wo  in  Gärten  Kohl  gepflanzt  wird.  Er  liebt  dort  alpine  Höhen  von  10000  Fuss,  wurde  schon  aut 
17  000  Fuss  Höhe  wiederholt  gefangen.  Die  indische  Unterart  wird  mit  nepalensis  Gray  (Bd.  1,  17  e)  bezeichnet,  nepalensis. 
und  tritt  wie  bei  uns  in  zwei  Generationen  auf.  Die  Form  der  Regenzeit  ist  durch  breiter  schwarz  bezogenen 
Apex  und  durch  dunkler  gelbe  Unterseite  der  Htlgl  wesentlich  von  der  europäischen  Rasse  unterschieden. 

Exemplare  der  Trockenzeit  aus  Kaschmir  sind  von  solchen  aus  Smyrna  und  Rom  kaum  zu  unterscheiden. 

P.  deota  Nicev.  (Bd.  1,  20  a)  von  Kaschmir  bis  zum  Lob -Nor  und  dem  Pamir  verbreitet,  durch  den  deota. 
gleichmässigen,  proximal  tief  gezähnten,  schwarzen  Distalsaum  aller  Flügel  und  den  eigentümlichen  blau¬ 
grauen  Anflug  der  Unterseite  ausgezeichnet.  Die  Art  bewohnt  trostlose,  nur  von  Garex  und  Astragalus 
spärlich  bewachsene  Hochebenen,  wo  sie  ganz  vereinzelt  vorkommt,  sehr  selten  ist  und  ungewöhnlich 
schnell  fliegt. 

P.  canidia  Sparr.  (Bd.  1,  20b),  ein  variabler  Falter,  der  das  ganze  Jahr  über  vorkommt,  von  der  canidia. 
Ebene  bis  12  000  Fuss  hinaufgeht,  sich  stets  in  der  Nähe  von  Gärten  aufhält  und  in  Tonkin  selbst  auf  den 
Grasplätzen  vor  den  Hotels  in  der  Stadt  Langson  herumfliegt.  Es  kommen  Exemplare  vor  ohne  schwarze 
Discalflecke  der  Vflgl  (f.  claripennis  Btlr.),  solche  mit  gelblicher  Flügelunterseite  und  kleinen  schwarzen  claripennis. 
Distalmakeln  aller  Flügel  (f.  gliciria  Cr.),  oberseits  dunkelgrau  oder  gelblich  beschuppte  cf?  (f.  sordida  Btlr.).  gliciria. 
Aus  China  besitze  ich  eine  Wintergeneration  vom  November  mit  grauschwarzer  Unterseite  der  Hflgl.  Luzon-  soidida. 
Exemplare  tragen  unterseits  breite  schwarzgraue  Striemen,  Tonkin-Stücke  vom  Juni  und  Juli  sind  die  hellsten, 
unterseits  rein  weiss.  Die  Art  ist  vom  Nordwest-Himalaya  bis  Hainan,  Formosa  und  den  Liu-Kiu-Inseln 
verbreitet.  —  Eine  sehr  kleine  Rasse  aus  Tibet  nannte  Verity  minima.  Südindische  Stücke  sind  besonders  minima. 
kräftig  schwarz  gefleckt.  —  Pp  gelblichbraun  mit  hervortretenden  Flügelscheiden,  seitlich  am  Abdomen  einige 
dunkelbraune  Spitzen. 

*)  Nach  der  Abbildung  in  Oberth.  Et.  d’Ent.  16,  Tat.  1,  Fig.  3  unterscheidet  .sie  sich  oben  von  einer  A.  phryxe  (Bd.  1. 

Taf.  19a)  durch  weit  mehr  Schwarzbraun,  das  eine  unregelmässige  Submarginalbinde  aller  Flügel  bildet,  die  mit  der  schrägen 
Zellschlussbinde  der  Vflgl  zusammenfliesst. 


140 


PARAPIERIS;  PONTIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


naganum.  P.  naganum  Moore  von  den  Naga  Hills  in  Assam  und  Oberbirma  ist  bisher  nur  in  zwei  Exemplaren 

nach  Europa  gekommen.  Oberseite  bleich  gelblichweiss,  Apicalfleck  der  Vflgl  wie  bei  brassicae,  am  Zellende 
ein  schwarzer  Fleck,  ein  weiterer  Fleck  wie  bei  canidict  zwischen  den  vorderen  Medianästen.  Hflgl  oben 
weiss,  unterseits  bleichgelb.  Vflgl  mit  bleichgelbem  Apex  und  einer  Wiederholung  der  beiden  schwarzen 
Flecken  von  der  Oberseite. 

rapae.  P.  rapae  L.  (Bd.  1,  29  c)  von  Afghanistan  bis  Kaschmir  im  indischen  Gebiet  verbreitet  und  auf 

Erhebungen  von  7  —  12  000  Fuss  nicht  selten,  tritt  in  einer  Form  auf,  die  der  europäischen  metra  Stegh,  am 
nächsten  steht  und  durch  fein  zerteilten  Apicalfleck  der  Vflgl  auffällf. 

melete.  P.  melete  erscheint  in  Indien  in  zwei  prononcierten  Lokalformen,  von  denen  je  zwei  Generationen 

bekannt  sind.  Eine  kleinere,  rein  weisse,  oberseits  kaum  schwarz  gestreifte  Subspeeies  bewohnt  den  Nord- 
ajaka.  west-Himalaya  und  Kaschmir;  es  ist  ajaka  Moore  (Sommerform)  (Bd.  1,  20g),  deren  Frühlingsgeneration 
ajata  Röber  ajuta  genannt  hat.  — -  In  Sikkim,  Bhutan,  Assam  tritt  eine  stattlichere,  oberseits  deutlich  gestreifte 
montana.  Rasse  auf  mit  gelblichen  ??.  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  dunkelgelb  statt  weisslich,  dies  ist  montana 
alpestris.  Verity  (Sommer-  oder  Regenzeitform).  —  Die  südchinesische  Rasse  heisst  alpestris  Verity ,  habituell  noch 
melaina.  etwas  grösser  als  montana ;  —  und  jene  von  Tibet  wurde  melaina  Pö'6cr  (B.  1,  20g)  genannt;  diese  stellt  eine 
im  ¥  stark  verdunkelte  distinkte  Subspeeies  dar,  die  habituell  jedoch  hinter  der  Himalaya-Rasse  zurück- 
mandarina.  steht;  erutae  Pouj.  kommt  in  Sze-tchuen  vor,  mandarina  Leech  im  gebirgigen  China.  —  melete  Men.  (Bd.  1,  21b) 
ist  eine  asiatische  Festlandform  unbekannter  Herkunft  (wahrscheinlich  Mandschurei  oder  China),  deren  Vaterland 
von  ihrem  Autor  fälschlicherweise  partiell  nach  Japan  verlegt  wurde,  worin  ihm  alle  neueren  Autoren 
folgten.  —  In  Japan  leben  drei  Inselrassen:  massiva  nov.  subsp.  sehr  gross,  cf  mit  grauem  diffusem  Apicalfleck 
und  undeutlichen  Submarginalmakeln;  beim  ¥  Basalteil  und  Zelle  der  Vflgl  wie  bei  alpestris  Verity  rotbraun 
juba.  bestäubt,  Hflgl  mit  distal  ungewöhnlich  verbreitertem  Adernbezug.  Hauptinsel  von  Japan.  —  juba  nov.  subsp. 
¥  oberseits  rein  weiss ,  Zelle  nur  unmerklich  grau  bestäubt,  kommt  ober-  und  unterseits  der  montana  Verity 
agiaope.  nahe.  Insel  Tsushima.  —  aglaope  Mötsch.  (=  megamera  Btlr.)  ist  eine  unterseits  dunkelgelbe,  oberseits  der 
napi  sehr  ähnliche  breitgestreifte  Rasse  ohne  die  grossen  Internervalflecke  der  südlichen  Subspeeies.  Yesso.  — 
transiens.  transiens  Verity  stellt  eine  fast  völlig  weisse  Form  des  cf  dar  mit  zurückgebildetem  Apicalfleck  der  Vflgl; 
dulcinea.  Insel  Askold.  —  dulcinea  Btlr.  ist  eine  unterseits  weisse  Form  von  Korea  —  und  veris  Styr.  eine  Frühjahrsform 
orientis.  vom  Amur;  —  dagegen  wird  orientis  Oberthr.  von  Askold  von  ihrem  Autor  zu  napi,  von  Verity  neuerdings 
aber  zu  melete  gestellt.  —  Interessant  ist  jedenfalls  das  Factum,  dass  in  Nord-Japan  und  am  Amur  dunkle 
napi-  und  melete-Y oxm&\\  so  ineinanderfliessen ,  dass  sie  nur  mit  Mühe  auseinandergehalten  werden  können; 
nach  Verity  sollen  die  Schuppen  der  beiden  Arten  verschieden  sein. 

deota.  P.  hrueperi  Styr.  (Bd.  1,  20  b)  erscheint  in  Indien  in  der  distinkten  Form  devta  Nicev.  (Bd.  1,  20  b). 

Die  interessante  Art  hat  de  Niceville  in  Ladak  1879  auf  künstlich  bewässerten  Wiesen  entdeckt;  sie  ist 
auch  nicht  allzuselten  in  Kaschmir,  wo  sie  auf  ca.  3000  m  Höhe  vorkommt.  Nordwärts  ist  sie  bis  Kashgar 
und  Samarkand  verbreitet. 


11.  Gattung:  !#ai,apiei,is  Nicev. 

Differiert  von  Pieris  nur  durch  die  längere  obere  Discocellularis,  die  durch  den  proximal  etwas  ent¬ 
fernter  vom  Zellapex  der  Vflgl  entspringenden  zweiten  Subcostalast  entsteht.  Hochgebirgsfalter  von  raschem, 
unregelmässigem  Flug.  —  Alle  Arten  sind  sehr  scheu;  sie  halten  sich  mit  Vorliebe  auf  grasigem  Boden 

zwischen  Felsblöcken  auf,  über  die  sie  stürmisch  hinwegsetzen,  wenn  man  sich  ihnen  nähert.  An  nebligen 

Tagen  kommen  sie  nur  zum  Vorschein,  wenn  der  Wind  die  Wolkenhüllen  vor  der  Sonne  vertreibt. 

P.  callidice  Esp.  (Bd.  1,  21  e)  erscheint  im  indischen  Gebiet  in  der  oberseits  kräftiger  schwarz,  unter- 
kalora.  seits  dichter  und  dunkler  grün  gefleckten  geographischen  Rasse  kalora  Moore.  Sie  ist  sehr  lokal,  fliegt  nur 
am  Rande  von  Gletschern  oder  hohen  Schneefeldern  in  Gesellschaft  von  Parnassiern,  manchmal  in  14000 

bis  15  000  Fuss  Höhe,  während  sie  in  Kaschmir  sich  selten  über  3000  m  hinaufbegibt. 

chumbiensis.  P.  chumbiensis  Nicev.  (Bd.  1,  20  e)  eine  seltene  Species  von  Native-Sikkim,  die  in  West-China  einige 

Verwandte  hat,  die  im  Paläarktenteil  (Bd.  1,  p.  50)  behandelt  wurden. 

12.  Gattung:  Pontia  F. 

Für  diese  altbekannte  durch  Scudder  und  Moore  restituierte  Gattung  hat  Röber  in  dem  den  palä- 
arktischen  Teil  der  Schmetterlinge  behandelnden  Band  1  dieses  Werkes  p.  49  den  Namen  Leucochloe  ein¬ 
geführt.  Steht  sehr  nahe  den  Parapieris  mit  zwei  vor  dem  Zellende  abgezweigten  Subcostajästen.  Der 
vierte  Subcostalast  nahe  dem  Apex  der  Vflgl  fehlt;  er  ist  wahrscheinlich  auf  evolutionellem  Wege  über  den 
Flügelrd  hinausgeschoben  worden.  Das  Ei  ist  eichelförmig.  Rp  und  Pp  sind  im  Paläarktenteil  (Bd.  1,  p.  49) 
beschrieben.  Nur  zwei  Arten  in  Indien. 

moorei.  P.  daplidice  L. ,  von  der  die  Lokalrasse  moorei  Röb.  (73  a)  Tibet,  Kaschmir  und  Beludschistan 

bewohnt.  Ein  Dorfschmetterling  und  häufig  in  jenen  künstlich  bewässerten  Oasen  der  indischen  sterilen  Hoch- 


141 


SYNCHLÖE;  HUPHINA.  Von  H.  Fruhstorfer. 

täler  auftretend,  in  denen  Buchweizen,  Hafer  und  Hirse  gebaut  wird  in  Höhen  von  etwa  3000  m. 
praeclara  Frühst,  ist  eine  habituell/viel  grössere  Rasse  aus  Stidwest-China ;  —  nubicola  Frühst,  ist  eine  kleine  praeclara. 
dunkle  Bergform  von  Kashgar,  —  und  aridia  Frühst,  eine  auffallend  reich  schwarz,  aber  hellgrün  gefleckte 
Rasse  aus  Shantung,  Nord-China,  die  auch  von  Shanghai  bekannt  ist. 

P.  glauconome  Klug.  (=  vipasa  Moore )  (Bd.  1,  Taf.  20 f)  würde  ich  für  eine  Lokalrasse  der  vorigen  giauconome. 
halten,  wäre  nicht  die  Rp  und  Pp  als  verschieden  beschrieben.  Kommt  in  Afghanistan  und  im  Punjab  vor 
an  felsigen  unkultivierten  Abhängen  der  Hochtäler,  wo  ihre  Futterpflanze  wächst. 


13.  Gattung:  Synchloe  Hbn. 

Als  Type  dieser  Gattung  hat  nach  Scudder  belemia  zu  gelten,  die  in  Bd.  1,  p.  öl  (als  Euchloe)  aus¬ 
führlich  behandelt  ist.  Die  Gattung  steht  der  HüBNER’schen  Euchloe  (=  Anthocharis  and.)  sehr  nahe.  Bei 
einigen  Arten  existiert  der  vierte  Subcostalast  der  Vflgl;  er  kann  aber  auch  fehlen  und  ist  wahrscheinlich 
wie  bei  Pontia  über  den  Flügelrand  hinausgedrängt  worden. 

S.  lucilla  Btlr.  Oberseits  zitrongelb.  Vflgl  mit  einem  schwarzen  Querfleck  am  Zellapex,  Apicalpartie  ludlla. 
schwarz  bezogen.  Hflgl  ungefleckt.  Unterseits  bleichgelb,  Costalsaum  mit  weissen  Punkten  besetzt.  Hflgl 
schwarz  beschuppt,  mit  weissen  Costalflecken  und  einem  ebensolchen  am  Zellapex.  ?  etwas  grösser  mit  aus¬ 
gedehnteren  schwarzen  Zeichnungen.  Punjab;  wird  selten  nach  Europa  gebracht. 

S.  belia  L.  (Bd.  1,  22  a)  ist  in  diesem  Gebiet  vertreten  durch  daphalis  Moore ,  einer  Rasse  mit  sehr  daphalis. 
feiner  grünlichgelber  Netzzeichnung  auf  weissem  Grunde  und  bräunlich  angeflogenem  Apex  der  Vflgl- 
Unterseite.  Kommt  von  Chitral  bis  Kaschmir  vor. 

S.  chloridice  Hbn.  (Bd.  1,  20 f)  durch  ganz  Asien  verbreitet,  geht  von  Beludschistan  bis  Ladak,  auch  chioridice. 
im  indischen  Gebiet  vorkommend;  bewohnt  Höhen  von  15 — 17  000  Fuss. 

14.  Gattung:  Mlipllilia  Moore. 

Gostale  der  Vflgl  etwas  mehr  gebogen  als  bei  Appias,  daher  auch  die  Flügel  rundlicher,  Zelle  breiter, 
kürzer  als  bei  den  echten  Pieris  und  den  Helios.  Die  Haarbüschel  der  cf  cf  am  letzten  Abdominaltergit  fehlen. 

Die  Farbe  der  Huphina  ist  stets  matter  als  bei  den  Appias ;  perimutter-  oder  seidenglänzende  Stellen 
kommen  bei  ihnen  nie  vor.  Die  meisten  Arten  sind  oberseits  weiss  mit  grauen  oder  schwarzen  Streifen  und 
Rändern,  nur  wenige  Arten  sind  lebhaft  gelb  oder  orangefarben  auf  der  Unterseite;  dagegen  kommen  alle 
Nüancen  von  weiss  zu  schwarz,  von  gelb  zu  rot  vor,  gar  nicht  selten  tritt  grün  oder  gelbgrün  auf,  und 
einige  Arten  vermögen  durch  ihre  bunte  Unterseite  mit  den  farbenschönsten  Delias  zu  rivalisieren.  Alle 
bevorzugen  das  heisse  Tiefland,  wenn  auch  einige  Arten  bis  5000  Fuss  hoch  an  ihnen  zusagenden  Orten  im 
Gebirge  Vorkommen.  Wie  die  Appias  lieben  sie  es,  an  feuchten  und  verunreinigten  Stellen  zu  saugen  und 
sich  in  grossen  Mengen  anzusammeln.  Sie  sind  unermüdliche  Flieger,  bewegen  sich  zumeist  langsam,  nur 
die  Arten  der  /ea-Gruppe  jagen  in  der  heissen  Tageszeit  ungestüm  dahin.  Alle  neigen  zu  lokaler  Differen¬ 
zierung,  sind  klimatischen  Einflüssen  gegenüber  sehr  empfindlich,  inklinieren  aber  weniger  zu  individueller 
Aberration  wie  die  Appias.  Viele  Arten  sind  jedoch  auffallend  geschlechtsdimorph. 

Rp  auf  Capparideen,  länglich,  Analsegment  leicht  zweispaltig,  weiss  behaart,  zumeist  grün.  —  Pp  mit 
spitzem  Kopf,  Thorax  lateral  und  dorsal  gewinkelt  und  aufstehend,  Abdomen  leicht  gerippt,  das  letzte  Seg¬ 
ment  mit  kleinen  dorsalen  Spitzen. 

H.  nerissa  F.  (63b,  64b,  c)  ist  die  am  längsten  bekannte  und  am  weitesten  verbreitete  Art,  die 
typische  Unterart  nerissa  F.  (=  amasene  Cr.)  (64b  China;  64c,  d,  e,  63b  Tonkin)  ist  habituell  stets  grösser  nerissa. 
als  kontinental  indische  Exemplare.  Die  Regenzeitform  hat  Gramer  als  coronis  abgebildet.  —  Für  die  nord-  coronis, 
indische  Lokalform  wird  am  besten  der  Name  phryne  F.  (64  a,  b)  angewendet.  —  copia  Tf  all.,  aus  Bengalen  phryne. 
beschrieben,  gilt  als  Bezeichnung  für  deren  Trockenzeitform.  —  dapha  Moore  (64a)  ist  eine  durch  grünlichen  c0Pia- 
Anflug  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  gelblichen  Basalfleck  der  Hflgl  unterseits  unterscheidbare  Lokalform  von 
Tenasserim,  Birma  und  Siam,  von  der  dapha  selbst  eine  unterseits  graue  statt  gelb  gestreifte  extreme 
Trockenzeitform  darstellt,  deren  Regenzeitform  noch  keinen  Namen  hat.  —  Im  südlichen  Indien  und  in  Ceylon 
hat  sich  eine  markanter  ausgeprägte  Lokalrasse  entwickelt:  evagete  Cr.  der  Regenzeitform,  und  zeuxippe  evagete. 
(64a,  b),  deren  Trockenzeitform.  Die  ??  dieser  Lokalrasse  tragen  häufig  gelbrote  Submarginalflecken  der  zeuxippe. 
Vflgl,  wie  sie  bei  nordindischen  phryne  niemals  auftreten.  —  cibyra  subsp.  nor.  ist  eine  Rasse  mit  unter-  cibyra. 
seits  auch  in  der  Regenzeitform  fein  grau  gestreifter  Hflglunterseite ,  mit  fein  zerteiltem,  stark  aufgehelltem 
Apex  der  Vflgl;  Formosa.  —  lichenosa  Moore  (63a)  von  den  Andamanen  hat  eine  fast  durchweg  grünliche  lidienosa. 
Unterseite  der  Hflgl  mit  geringen  weissen  Aufhellungen.  sumatrana  Hag.  (63  a)  mit  vorherrschend  gelb-  sumatrana. 
licher,  nur  fein  gestreifter  Unterseite  und  von  auffallender  Grösse.  —  Die  javanische  Rasse  corva  Wall.  (64  c)  corva. 
steht,  wie  dies  vielfach  der  Fall  ist,  der  kontinental-indischen  phryne  viel  näher  als  deren  sumatranischen 


142 


HUPHINA.  Von  H.  Fruhstorfeb 


corvina.  Schwesterrasse.  —  Jn  Ostjava  fliegt  eine  zeichnungsärmere  Trockenzeitform  corvina  form.  nov.  (64  c)  mit 
auch  unterseits  heller  grauen  Hflgln,  ohne  deutliche  Streifung  längs  der  Adern  und  isoliert  stehendem 
schwarzen  Fleck  zwischen  den  vorderen  Medianästen.  —  Die  Raupe  kannte  Horsfield  schon  1828,  sie  ist 
grün  mit  feinen  dorsalen  Querlinien.  Pp  grün  mit  langen  seitlichen  Thorakalspitzen,  weiss  gestreift.  - 
clissipiilis.  dissimilis  Rothsch.  ist  eine  der  corvina  sehr  nahe  kommenden  Rasse  mit  bleichgelber  Färbung  der  Unterseite 
vaso.  aller  Flügel.  Bali.  —  vaso  Doh.  (64b),  das  Gegenteil  der  vorigen,  ist  auch  oberseits  stark  verdunkelt,  Zelle 
physkon.  der  Hflglunterseite  der  d'd'  und  die  Medianfelder  breit  weiss.  Sumbawa.  —  physkon  subsp.  nov.  ist  viel  kleiner 
als  die  vorige,  noch  dunkler  gestreift,  die  Htlgl  mit  durchweg  grünbrauner  oder  nur  schmal  weiss  gestreifter 
Zelle.  Alle  Submarginalflecke  kleiner,  trüber  weiss.  Auf  Lombok  vom  Seestrande  bis  hinauf  zum  blumen¬ 
geschmückten  Plateau  von  Sambalun  (4000  Fuss)  sehr  häufig.  Die  cf  cf  traf  ich  ausschliesslich  auf  nassem 
Sand,  die  ??  nur  auf  Blüten,  auf  denen  sie  mit  gefalteten  Flügeln  hängen  und  gierig  saugen. 

pactolicns.  H.  pactolicus  Bttr.  (64  c)  ersetzt  nerissa  auf  Borneo,  wo  die  Art  ausschliesslich  im  Alluvialland  vor¬ 

kommt,  aber  sehr  lokal  ist  und  nur  im  Südosten  der  Insel  häufiger  gefunden  wird,  während  mir  aus  dem 
Norden  nur  ein  cf  zugänglich  wurde.  ?  noch  unbekannt.  V  fl  gl  unterseits  wie  oben,  Htlgl  mit  Ausnahme 
der  Submarginalregion  schön  hellgelb,  gegen  die  Basis  dunkler  werdend.  Die  weissen  länglichen  Sub¬ 
marginalflecken  durch  eine  schwarze  Binde  von  dem  gelblichen  Feld  abgeschieden. 

eperia.  H.  eperia  Bsd.  (64  d)  hat  weisse  Unterseite  der  Htlgl,  deren  Basalfelder  gelblich  gefärbt  sind.  Eine 

breite  schwarze  Submarginalbinde  umgrenzt  massig  lange,  zum  Teil  rundliche  weisse  Flecke.  ?  sehr  selten, 
fora.  ober-  und  unterseits  etwas  dunkler.  Nord-  und  Süd-Celebes,  auf  nassen  Sandbänken.  —  fora  Frühst.  (64  d) 
ist  eine  habituell  kleinere  Bergform,  bei  der  sich  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  schon  oberseits  markiert. 
Unterseite  mit  geringem  hellgelbem  Anflug.  Type  von  4000  Fuss  Höhe  am  Pik  von  Bouthain  gefangen, 
auch  von  Ost-Celebes  in  meiner  Sammlung. 

eurygonia.  H.  eurygonia  Hpff.  von  den  Togeaninseln  in  der  Tominibucht  von  Nordost-Celebes  gelegen,  scheint 

eine  Art  Übergang  von  der  pitys-  zur  pliryne- Gruppe  darzustellen.  Oberseite  weiss,  Vflgl  mit  7  dreieckigen, 
weissen  Flecken  im  schwarzmaschigen  Distalraum,  Htlgl  mit  3 — 4  ähnlichen  Makeln.  Unterseite  aller  Flügel 
weiss,  mit  schwefelgelb  gefärbter  Basis.  Schwarzer  Distalsaum  aller  Flügel  mit  grösseren  weissen  Flecken  als 
oberseits;  Adern  leichthin  schwarz  bereift. 

ceiebensis.  H.  celebensis  Rothsch.  (64  d).  Vflgl  ohne  den  schwarzen  Zahn  am  Zellende,  der  bis  zum  Distalrand 

hinzieht.  Unterseite  wie  bei  eperia,  jedoch  mit  langen  strahlenförmigen  weissen  Submarginalstrichen.  Der 
schwarze  Gürtel  der  Hflgl  distal  sich  in  schwarze  Stäubchen  auflösend.  ?  wie  bei  eperia,  nur  mit  länger 
ausgezogenen  Submarginalstreifen  der  Hflgl.  Süd-Celebes;  von  mir  auch  im  Dezember  bei  Toli-Toli  im 
Norden  der  Insel  und  stets  in  Gesellschaft  von  eperia  gefunden. 

H.  nadina  findet  sich  fast  immer  in  Gesellschaft  von  nerissa,  ist  aber  weniger  weit  verbreitet  und 
fehlt  bereits  auf  Java  und  den  kleinen  Sunda-Inseln.  Die  Regenzeitform  wie  bei  nerissa  grösser,  oberseits 
breiter  schwarz,  jene  der  trockenen  Zeit  unterseits  grau  statt  grünlichgelb.  Rp  und  Pp  an  Capparis  kaum 
nadina.  von  jener  der  nerissa  zu  unterscheiden.  —  nadina  Luc.  (63b)  ist  auf  die  Regenzeitform  begründet.  —  nama 
nama.  j\foore  bezeichnet  etwas  lichtere,  im  weiblichen  Geschlecht  weniger  breit  schwarz  umrahmte  Exemplare  der 
amba.  Intermediatform ;  und  amba  Moore  (64a)  ist  der  Name  für  die  extreme  Trockenzeitform,  deren  ??  oberseits 
fast  so  hell  wie  die  cf  cf  und  unterseits  grau  oder  gelblich  sandfarben  sind.  Zwischen  den  Extremen  exi- 
remba.  stieren  Übergänge  verschiedenen  Grades.  Sikkim  bis  Tonkin  und  Hainan,  Birma,  Siam,  Annarn.  —  remba 
Moore  differiert  durch  einen  bis  an  die  Zelle  der  Vflgl  ausgedehnten  schwarzen  Aussensaum  der  Vflgl,  distal 
blaugrau  bestäubte  Oberseite  der  Hflgl.  Apex  der  Vflgl  und  die  Oberfläche  der  Hflgl  grünlichgelb  mit  rauch¬ 
braunen  Flecken.  2  unterseits  ebenso  und  auf  der  Oberseite  mit  schräger  gestelltem,  \ etwas  schmälerem, 
Hqnida.  weissem  Mittelfeld  der  Vflgl  als  cingala.  —  Die  Trockenzeitform  liquida  Swinh.  ist  unterseits  lichter  graugrün 
und  alle  Flügel  entsprechend  schmäler  schwarz  umrahmt,  remba  ist  ein  Waldschmetterling,  der  zu  allen 
cingala.  Jahreszeiten  vorkommt.  cingala  Moore  (63  b)  hat  regelmässigeren  Apikalbezug  der  Vflgl  und  unterseits 
dunkler  grüne  Grundfarbe,  die  aber  mit  lichten  braunen  Flecken  belegt  ist:  ?  mit  weisslichem  statt  grünlich¬ 
gelbem  Basalfleck  der  Hflgloberseite.  Auf  2 — 4000  Fuss,  sehnelltliegend  und  schwer  zu  fangen,  ziemlich 
andamana.  selten;  Ceylon.  —  andamana  Swinh.  nähert  sich  der  Regenzeitform  von  nadina,  hat  nur  weniger  breiten 
schwarzen  Distalsaum  der  Vflgl.  Die  ?  oben  vorherrschend  weiss,  nur  deutlicher  schwarz  gefleckt  als 
amba-¥f,  die  Unterseite  der  Hflgl  etwas  satter  grün  mit  hervorstechenderen  Postdiscalbinden.  Andamanen. 
fawcetti.  —  fawcetti  Btlr.  ist  eine  ausgeprägtere  Inselrasse  mit  auch  auf  der  Hflgloberseite  scharf  abgesetztem,  tief- 
schwarzem  Aussenrand.  Unterseite  dunkelmoosgrün  mit  dichter  schwarzer  Bestäubung.  Das  sehr  seltene  ? 
auf  der  Hflgloberseite  partiell  blau,  partiell  gelbgrün  beschuppt,  die  schwarze  Umrahmung  auf  den  Vflgln 
andersoni.  bis  an  die  Zelle  vordringend.  Sumatra,  von  2 — 5000  Fuss.  —  andersoni  Bist.  (65c)  ist  unterseits  so  ver¬ 
ändert,  dass  ihre  Zugehörigkeit  zu  nadina  nur  noch  an  der  gelbgrünen  Bestäubung  des  Apex  der  Vflgl  zu 
erkennen  ist;  die  Hflgl  sind  hellorangefarben  mit  schön  gelbem  Längsfleck,  der  über  die  Zelle  hinausgeht. 
eunama.  Malayische  Halbinsel,  anscheinend  sehr  selten.  —  eunama  Frühst,  (65c)  oberseits  von  milch-  statt  gelblich- 


HUPHINÄ.  Von  H.  Fruhstoreer. 


143 


weisser  Grundfarbe,  unterseits  mit  hell  moosgrünem  Anflug,  ohne  gelbliche  Beimischung.  Formosa  bis  4000  Kuss 
Höhe  hinaufgehend ;  häufig. 

H.  perimale  muss  als  der  älteste  Name  geführt  werden  für  eine  weitverbreitete,  masslos  variierende 
Kollektivart,  deren  Formen  auf  den  drei  unteren  Querfeldern  der  Tafel  65  abgebildet  sind.  Es  sind  nahezu 
30  Inselrassen  bekannt,  ein  vorzügliches  Beispiel  für  die  weitgehende  Zersplitterung,  welche  einige  Seemeilen 
salzigen  Wassers  des  die  Völker  vereinigenden ,  die  Schmetterlinge  isolierenden  Weltmeeres  verursachen. 

Die  Falter  leben,  so  weit  bekannt,  stets  in  der  Nähe  der  Küste,  wo  sie  nicht  sehr  hoch  über  der  Erde  gern 
Blüten  besuchen  und  aufgescheucht  sich  im  Eucalyptus-  und  Dornengebüsch  verkriechen,  von  dem  die  kleinen 
Sundainseln  so  üppig  überwuchert  sind.  Godart  beschrieb  1819  eine  perimale- Rasse  als  Pier  is  pitys  aus  Java. 

Zwei  Jahrzehnte  später  (1836)  verlegte  Boisduval  deren  Heimat  nach  Timor  und  erwähnt  eine  „P.  rachel“  aus 
Java.  Ich  selbst  fand  sie  zwar  dort  nicht,  doch  ist  ihr  Vorkommen  auf  Java  nicht  unwahrscheinlich,  umsomehr 
als  sie  mir  aus  Bawean  in  Anzahl  zuging.  Da  nun  die  GoDART’sche  Beschreibung  recht  wohl  auf  eine  Form  aus 
Timor  passt,  beginnen  wir  hier  mit  rachel  Bsd.  aus  Java.  Ihr  steht  aeliana  Frühst.  (65  d)  von  Bawean  jedenfalls  radiel. 
recht  nahe.  Das  cf  hat  unterseits  die  Zelle  und  zwei  Medianfelder  hellgelb,  beide  Seiten  der  Submediana  aber  aeliana. 
rein  weiss.  Basis  grünlich  überstäubt.  Die  oben  weissen  Subapicalflecke  schön  gelb,  in  der  Zahl  von  2 — 5 
variierend.  Hflgl  schön  hellgelb.  Aussensaum  mässig  breit,  ausgedehnter  als  oben,  mit  dem  auch  von  Bois¬ 
duval  bei  rachel  erwähnten  gelben  Punkt  zwischen  den  Radialästen.  ?:  Vflglunterseite  auch  in  der  Zelle 
weiss,  Htlgl  hellockergelb.  Flugzeit  Juli-September.  —  aelia  Frühst,  ist  eine  oberseits  noch  breiter  schwarz  aelia. 
umrandete,  grössere  Rasse  mit  zwei  gelblichweissen  Subapicalmakeln.  Unterseite  wie  bei  aeliana ,  nur  aus¬ 
gedehnter  braunschwarz  umrandet.  Insel  Kangean.  —  mentes  Wall,  hat  oberseits  ein  bereits  etwas  durch  mentes. 
dichte  schwarze  Beschuppung  verdunkeltes  weisses  Basalfeld  der  Vflgl  des  2;  das  cf  differiert  von  aeliana 
durch  ausgebreiteteren  Aussensaum  und  dem  Vorhandensein  von  nur  zwei  Subapicalmakeln.  Unterseite: 
cf  Vflgl  grünlichgelb,  Htlgl  dunkelzitrongelb,  ?  hellockergelb.  Lombok,  nur  nahe  dem  Strande  gefangen.  - 
synchroma  Röh.  hat  etwas  schmäleren  schwarzen  Aussensaum,  auch  ist  die  Vflglunterseite  nach  syndiroma. 
hinten  wieder  weiss  aufgehellt;  Flores,  Alor,  Lomblen.  —  Bei  lucia  Frühst.  (65  e)  ist  die  Oberseite  des  ?  lucia. 
manchmal  fast  durchweg  graubraun  überpudert  und  die  ganze  Vllglzelle  verfärbt  sich  schwarzbraun. 

Unterseits  dringt  der  Aussensaum  bis  über  die  Zellwand  nach  innen  vor.  Sumbawa.  —  pitys  Godt.  von  pitys. 
Timor  differiert  nach  der  Abbildung  von  allen  genannten  durch  einen  gleichartigen  gelben  Antlug  der  Unter¬ 
seite  und  einen  beiderseits  gleichbreiten  schwarzen  Aussensaum  aller  Flügel.  Timor.  —  wetterensis  Gr.-Sm.  wetterensis. 
ist  die  Regenzeitform,  ellina  form.  nov.  (65  e)  die  Trockenzeitform  der  Insel  Wetter.  Die  Vflglunterseite  bei  eltina. 
beiden  ist  weiss;  jene  der  Htlgl  schön  gelb  in  der  Form  der  nassen  Zeit,  erdfarben  in  der  Form  der  trockenen 
Periode.  Manchmal  ist  auch  der  Apex  der  Vflglunterseite  grau  angeflogen  und  bei  den  cf  cf  sowie  bei  den  ?2 
der  Intermediatform  beginnt  sich  die  Aussenbinde  der  Htlgl  aufzulösen  oder  eine  graubraune  Farbe  anzu¬ 
nehmen.  —  pygmaea  Röh.  ist  eine  Zwergform  von  der  Insel  Letti,  von  der  babberica  Frühst,  durch  etwas  pygmaea. 
breitere  schwarze  Saumbinde  differiert;  Insel  Babber.  —  pityna  Frühst,  ist  eine  weitere  Zwergform  mit  der  babberica. 
am  breitesten  ausgeflossenen  schwarzen  Umrahmung  aller  Flügel;  Insel  Dämmer.  —  kühni  Röh.  bewohnt 
die  weltferne  Insel  Kabia,  südlich  von  Celebes;  sie  hat  den  schmälsten  schwarzen  Aussensaum  und  die  am 
hellsten  gelbe  Unterseite  der  Htlgl  von  allen  benannten  Rassen.  Die  Umrandung  der  Vflgl  ist  tiefer  aus- 
gebuchtet  und  vor  dem  Apex  stehen  drei  gelbe  Makeln,  während  diese  bei  pityna  zumeist  völlig  fehlen.  — 
consanguinea  Btlr.  ist  oberseits  genau  wie  holanci  gezeichnet,  jedoch  mit  reduziertem  Apicalfleck :  Tenimber.  con- 
—  bolana  Frühst.  (65  f)  bildet  durch  ihre  Grösse  einen  Übergang  von  den  zwerghaften  Formen  von  Mikro-  sangmnea. 
malayana  zu  den  ansehnlicheren  Rassen  des  Papuagebiets.  Die  Subapicalflecke  der  Vflglunterseite  sehr  l>0,ana- 
gross,  schön  gelb,  ebenso  die  Oberfläche  der  Hflgl  des  cf,  jene  des  ?  hellockergelb.  Key- Inseln, 
perictione  Fldr.  ist  nahe  verwandt,  mit  proximal  tiefer  ausgebuchteter  schwarzer  Aussenbinde  aller  Flügel,  perictione. 
Unterseite  der  Hflgl  der  cf  cf  hellockergelb,  stellenweise  mit  orangefarbenem  Antlug.  Aru.  —  wallaceana  wailaceana, 
Fldr.  ist  mir  in  Natur  unbekannt.  Hflglunterseite  soll  safrangelb  sein,  der  Aussensaum  mit  violettem  Schimmer; 

Waigeu.  —  dohertyana  Gr.-Sm.  ähnlich  der  abgebildeten  mithra,  nur  verläuft  die  schwarze  Saumbinde  ge-  dohertyana. 
radliniger  und  das  ?  ist  noch  intensiver  grünlich  angehaucht;  Holländisch-  und  Deutsch- Neu-Guinea.  — 
latilimbata  Btlr.  {—  hartei  Rihhe)  hat  einen  schmäleren  und  noch  schärfer  abgegrenzten  schwarzen  Aussen-  latilimbata. 
säum  aller  Flügel.  Unterseite  der  Hflgl  der  cf  cf  hellgelb.  Britisch-Neu-Guinea.  —  mithra  Frühst.  (65  e)  hat  mithra. 
beim  cf  weisse,  beim  ?  gelbe  Subapicalpunkte  der  Vflgl.  Unterseite  der  Htlgl  der  cf  cf  dunkelgelb,  jene 
der  ??  orangegelb;  der  schwarze  Aussensaum  breiter  als  bei  Neu-Guinea-Exemplaren ;  Fergusson-Inseln.  - 
chrysopis  subsp.nov.  steht  der  mithra  nahe,  ist  jedoch  kleiner  von  Gestalt,  ?  oben  durchweg  weiss.  Aussen-  ciuysopis. 
säum  geradliniger  verlaufend ,  ?  fast  ohne  Subapicalpunkte.  Unterseite  auch  beim  ?  zitrongelb,  Htlgl  mit 
einem  gelben  Punktfleck  zwischen  den  Radialästen ;  Mefoor.  —  leucophorus  Gr.-Sm.  (65  d)  hat  unterseits  leucophorus. 
auf  den  Vflgln  drei  gelbe  und  drei  weisse  Submarginalflecke  und  2 — 3  auf  dem  sehr  schmalen  Aussensaum 
der  Hflgl.  Kiriwina.  —  smithi  Btlr.  (=  pallida  und  pallescens  Gr.-Sm.)  steht  ihr  sehr  nahe;  sie  führt  smithi. 
vier  weisse  längliche  Makeln  in  der  Aussenbinde  der  Htlgl.  Insel  Biak  in  der  Geelvinkbai.  —  Obeethür 
erwähnt  eine  beim  ?  unterseits  schwefelgelbe  Rasse  aus  der  Umgebung  der  Insel  Yule.  Diese  Form  gehört 
vielleicht  zu  latilimbata  Btlr.  — -  scyllara  Mc  Leay  (65  d)  ist  eine  so  formenreiche  Subspecies,  dass  sie  schon  scyl/ara. 
eine  ganze  Reihe  von  Namen  bekommen  hat.  Die  Abbildung  stellt  die  extreme  Regenzeitform  dar  ( scyllara ) 


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HUPHINA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


nabis.  mit  weisser  Unterseite  der  Hflgl.  —  Eine  zweite  Form  ohne  Namen  hat  diese  bleich  zitrongelb.  —  nabis  Luc. 
lanassa.  bezeichnet  eine  solche  mit  narzissgelbem  —  und  lanassa  Bsd.  mit  safrangelbem  Grunde.  —  periclea  Fldr.  ist  eine 
periclca.  Intermediatform  mit  hellbraunem  Apicalbezug  der  Vflgl  und  ebensolchem  Basalfeld  der  Hflgl.  Unterseite  mit  sehr 
narses.  breiten  schwarzen  Submarginalbinden.  —  narses  Wall.  (65  d)  endlich  ist  die  extreme  Trockenzeitform  mit  grauer, 
sandfarbener  Unterseite,  auf  der  sich  die  schwarzen  Submarginalbinden  verschmälera.  Australien,  besonders  im 
perimale.  Norden.  —  perimale  Don.  ist  eine  relativ  kleine  Subspecies  mit  sehr  schmalem  Aussensaumaller  Flügel,  die  auf  den 
Vflgln  eine  Serie  von  6  weissen  Subapicalmakeln  führen.  Die  zuerst  beschriebene  ist  die  extreme  Trocken¬ 
zeitform,  ähnlich  narses,  aber  unterseits  dunkler  erdbraun  mit  sehr  breiten,  den  ganzen  Vflgl  durchziehenden 
schwarzen  Transversalbinden.  ?  breit  schwarz  umrandet,  mit  je  5  weissen  Submarginalflecken  auf  allen  Flügeln. 
amareiia.  —  Als  amarella  beschrieb  Wallace  eine  Zwischenform  und  jene  der  nassen  Zeit  hat  eine  hellgelbe  Grund- 
acrisa.  färbung  der  Hflglunterseite.  Neu-Caledonien.  —  acrisa  Bsd.,  nach  der  Regenzeitform  aufgestellt,  hat  eine 
weisse  Unterseite  der  Hflgl.  —  Eine  zweite  Form  hat  die  Hflgl  und  den  Apex  der  Vflgl  schwefelgelb.  —  Eine 
terranea.  Zwischenform  führt  hellbraune  Hflgl,  und  als  terranea  Bilr.  ist  die  extreme,  an  perimale  erinnernde  Trockenzeitform 
mit  erdbrauner  Unterseite  benannt.  Das  ?  der  Regenzeitform  ist  auch  oberseits  gelb,  mit  namentlich  costal- 
wärts  sehr  breitem  Distalsaum  der  Hflgl,  der  nur  Spuren  weisslicher  Bestäubung  umschliesst.  Insel  Lifu, 
perithea.  östlich  von  Neu-Caledonien.  —  perithea  Fl.dr.  (—  inopinata  Btlr.)  ist  nach  dem  ?  der  Regenzeitform  be¬ 
schrieben,  mit  hellgelbem  Grundton  der  Hflgl,  die  basalwärts  dunkler  gelb  angeflogen  sind.  Mir  in  Natur 
agnata.  unbekannt.;  Fidji-Inseln.  —  agnata  Gr.-Sm.  nähert  sich  im  Zeichnungscharakter  wieder  dem  papuanischen 
Typus,  gleicht  in  vieler  Beziehung  mithra,  von  der  sie  durch  den  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  analwärts 
nur  halb  so  breiten  schwarzen  Aussensaum  in  der  Hauptsache  differiert;  Rubiana  und  Quadalcanar,  Salo- 
macdonaldi.  monen.  —  macdonaldi  liibbe,  als  Tachyris  beschrieben,  hat  unterseits  einen  wieder  mehr  ausgedehnten  Distal- 
discolor.  säum,  der  mit  undeutlichen  gelblichen  Fleckchen  besetzt  ist.  Bougainville  (Salomonen).  —  discolor  Godm. 
u.  Sale.  (63c)  ist  oberseits  beim  ?  hellgelb  gefärbt;  in  dein  bis  an  die  Zelle  reichenden  schwarzen  Aussen¬ 
saum  stehen  bei  beiden  Geschlechtern  3 — 6  weisse  längliche  Flecke.  Mir  in  Natur  unbekannt ;  nach  den 
Typen  im  British-Museum  geschildert.  Ugi  und  Ulana  (Salomonen)*). 

quadricolor.  H.  quadricolor  Godm.  u.  Sale.  (65  f)  dürfte  perimale  im  Bismarckarchipel  vertreten.  ¥  oberseits 

wesentlich  dunkler  als  das  cf.  Die  Falter  fanden  sich  über  dem  feuchten  Meeresstrand  fliegend  auf  einer 
gelben  Gomposite  sich  gelegentlich  niederlassend;  die  ??  selten,  etwa  wie  4:100  den  cf  cf  gegenüber.  Neu- 
Pommern,  Neu-Mecklenburg ,  Neu-Lauenburg  und  Nusa-Laut.  Es  kommen  —  allerdings  selten  —  auch 
Exemplare  ohne  die  gelbe  submarginale  Fleckenreihe  der  Unterseite  vor. 

maculata.  H.  maculata  Sm.  ist  eine  eigentümliche  isoliert  stehende  Species,  die  wegen  ihrer  spitzen  Vflgl  eine 
Tachyris  sein  könnte,  fehlten  ihr  nicht  die  Haarpinsel  des  Abdomens.  Oberseite  rein  weiss,  mit  schmaler 
schwarzer  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  4—5  schwarzen  intermedialen  Strichelchen  auf  den  Hflgln.  Jeden¬ 
falls  sehr  selten,  weil  sie  von  Ribbe  und  Dahl  nicht  gefunden  wurde.  ?  noch  unbekannt.  Neu-Pommern. 


affinis.  H.  affinis  Vollenh.  (58  b)  scheint  auf  Celebes  die  pitys  der  kleinen  Sundainseln  zu  ersetzen.  Die 

Falter  fliegen  am  Waldessaum  langsam  und  träge.  Es  existieren  zwei  Zeitformen,  eine  kleine  oberseits  trüb¬ 
graue  Trockenzeit-  und  die  grössere  rein  weiss  gebänderte  Regenzeitform.  Das  ¥  ist  sehr  selten,  grösser, 
rundflügliger,  mit  grau  tiberschupptem  Mittelfeld  aller  Flügel.  Unterseits  sind  die  Vflgl  bis  zum  scharf  ab¬ 
gesetzten  schwarzen  Aussensaum  weiss,  die  Hflgl  trübgelb.  Nord-  und  Süd-Gelebes.  Auf  affinis  hat  de  Nice- 
ville  das  unhaltbare  Genus  »Aoa«  (sic)  gegründet. 

bois-  H.  boisduvaliana  Fldr.  (65  f)  vertritt  pitys  auf  den  Philippinen.  Die  typische  Form  ist  von  Luzon 

duvaliana.  beschrieben.  —  Als  cirta  nov.  subsp.  bezeichne  ich  die  distal  viel  schmäler  schwarz  gerundete  Inselrasse  von 
111  ta:  Bohol.  —  semperi  Styr.  (65 f)  ist  dagegen  eine  sehr  breit  umrahmte  Form  von  Mindanao;  —  und  balbagona 
balbagona.  Bmpr.  eine  sehr  verdunkelte  Satellitinselrasse  mit  kleineren  weissliehen  Discalflecken  aller  Flügel.  Camiguin 
de  Mindanao.  Die  Unterseite  aller  Rassen  ist  auf  den  Vflgln  weiss,  auf  den  Hflgln  hellgelb  bis  zu  orange- 
gelb  auf  den  südlichen  Fundorten  nachdunkelnd.  Die  Subapicalflecke  der  Vflgl  orangegelb,  die  schwarze 
Aussenbinde  aller  Flügel  leicht  violett  oder  gelblich  beschuppt.  Die  Art  ist  nirgends  selten  und  fliegt  das 
ganze  Jahr  mit  Ausnahme  vielleicht  von  Januar  bis  März. 


Mit  H.  lea  beginnt  eine  gut  umgrenzte  Gruppe  farbenschöner  Arten,  die  ausnahmslos  durch  weisse 
Vflgl  und  damit  kontrastierende  gelb  oder  orangefarbene  Hflgl  charakterisiert  sind.  Alle  Arten  bewohnen 
den  Waldrand  oder  lichtes  Gehölz,  sind  rastlose  Flieger,  die  in  der  Regenzeit  langsam  von  Blume  zu  Blume 
gaukeln  und  dann  spielend  leicht  zu  fangen  sind,  aber  in  der  Trockenzeit  oder  an  sehr  heissen  Tagen  wie 
rasend  dahinschiessen,  so  dass  es  dann  viel  Mühe  kostet,  auch  nur  einen  der  lebhaften  Falte»  zu  erhaschen. 
lea.  Über  die  ersten  Stände  ist  trotz  der  Häufigkeit  der  Arten  nichts  bekannt.  —  lea  DU.  (64 e).  Unterseite  der 
Vflgl  weiss  mit  schwarz  umgebener  Zelle,  mässig  breitem  schwarzem  Apicalbezug,  der  drei  weisse  circum- 


*)  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  doch  einer  oder  der  anderen  der  hier  registrierten  36  perimale- Formen  Artrechte  zu¬ 
stehen  ;  dies  liesse  sich  aber  nur  durch  Zucht  aus  der  Raupe  oder  Untersuchungen  der  Copulationsorgane  feststellen ,  wozu  es 
vorläufig  an  Gelegenheit  fehlt. 


Ausgegeben  11.  II.  1910. 


HUPHINA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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cellulare  Streifen  umschliesst  und  mit  2 — 3  gelben  Makeln  besetzt  ist.  Htlgl  durchaus  hellgelb,  Analsaum 
orangefarben,  die  Distalbinde,  die  beim  2  etwas  breiter  aufgetragen  ist,  massig  breit,  braunschwarz  mit 
einigen  gelben  Flecken  verziert.  —  malaya  Frühst,  ist  oberseits  breiter  schwarz  umrahmt,  Htlgl  mit  durchaus  malaya. 
dunkel  orangegelber  Analhälfte.  2  Vflgl  vorherrschend  schwarz  mit  länglichen  weissen  Feldern,  llllgl  in  der 
Zelle  schön  hellgelb,  analwärts  braunrot.  Unterseite  viel  ausgedehnter  orangefarben  als  bei  verwandten 
Rassen.  Malayische  Halbinsel.  —  siamensis  Btlr.  ist  eine  viel  hellere  Rasse,  Oberseite  der  Htlgl  beim  f  siamensis. 
ausgedehnt  gelb  und  nur  nach  hinten  hellorangefarben.  Vflgl  des  2  vorherrschend  weiss,  Htlgl  lichter  gelb 
und  gelbbrauner  als  lea  und  malaya.  Siam,  von  Dezember  bis  April  häufig,  mischt  sich  gern  in  die  Ansamm¬ 
lungen  von  Huphina  dapha  und  Appias  libythea  an  nassen  Erdstellen.  —  amalia  Voll,  bewohnt  Sumatra,  amalia. 
Adern  der  Vflgl  breiter  schwarz  bezogen  als  bei  lea ,  die  braunrote  Färbung  der  Htlgl  der  22  mehr  zuriick- 
tretend.  Unterseite  ausgedehnter  schwarz  gegittert  als  bei  lea.  —  Bei  montana  Frühst.  (65  a)  verschwindet  montana. 
der  rötliche  Anflug  der  Htlgl  fast  völlig,  auch  die  schwarze  Querstreifung  ist  wesentlich  vermindert.  Kina- 
Balu.  —  meridiortalis  Frühst,  ist  die  Rasse  von  Südost-Borneo,  bei  der  der  schwarze  Aussensaum  der  Htlgl  bis  meridionalis. 
an  die  Zelle  vordringt,  die  Zelle  selbst  hellgelb  iibergossen  ist.  Hflglunterseite  mit  grossen  weissen  Ultracellular- 
tlecken,  die  bei  montana  fehlen.  —  hespera  Btlr.  von  Sarawak  und  Labuan  (Borneo)  hat  22  mit  sehr  breitem  hespera. 
braunem  Antlug  der  Hflgloberseite  und  breiten  zusammenfliessenden  Querstreifen  der  Unterseite.  —  natuna  natuna. 
Frühst.  (64 e)  hat  ganz  unbedeutende  schwarze  Aussenränder  aller  Flügel,  das  2  oberseits  ein  feineres 
schwarzes  Maschennetz  als  Borneo-Exemplare.  Gelbe  Subapicalilecken  der  Vflgl,  eine  ebensolche  vordere 
Partie  der  Htlgl,  die  in  der  hinteren  Hälfte  hell  kastanienbraun  angetlogen  sind.  Htlgl  unterseits  fast  ohne 
schwarzen  Aussensaum,  dafür  tritt  eine  mässig  breite  Submarginalbinde  auf ;  distal  von  grossen  gelben  Sub¬ 
terminalmakeln  begrenzt.  Natuna-Inseln. 

PL  judith  F.  (65a,  b)  ersetzt  auf  Java  die  vorige  Art;  sie  ist  bis  zu  2000  Fuss  Höhe  hinauf  überall  judith. 
häufig,  wo  lichte  oder  dichte  Wälder  stehen,  an  deren  Rändern  wie  auch  in  den  Kaffeepflanzungen  sie  das 
ganze  Jahr,  zum  Teil  in  ungezählten  Scharen,  anzutretfen  ist.  Die  Art  ist  von  9  Uhr  morgens  bis  etwa 
5  Uhr  abends  fortwährend  unterwegs  und  vorherrschend  Blumenbesucher.  Ost-  und  West-Java,  Bali, 

PL  selma  Weym.  (65b)  ist  vielleicht  nur  Lokalrasse  der  vorigen;  das  2  ist  sehr  selten.  Insel  Nias.  selma. 

In  das  Verbreitungsgebiet  der  judith  und  selma  schiebt  sich  auf  der  Insel  Engano  eine  distinkte  Art 
H.  ethel  Doh.  (65  b),  deren  cf  oberseits  merkwürdigerweise  viel  mehr  Ahnlickeit  mit  zisca  von  den  Philippinen  ethel. 
hat  und  unterseits  durch  grosse  gelbe  Subapicaltlecke  der  Vflgl  und  eine  breite  schwarze  Submarginalbinde 
auf  dunkelgelbem  Grunde  der  Htlgl  auffällt.  Insel  Engano. 

H.  naomi  Wall,  ist  der  dominierende  Falter  der  Insel  Lombok,  der  dort  von  2—4000  Fuss  Höhe  naomi. 
vorkommt.  Besonders  das  Plateau  von  Sambalun,  das  Ende  April  ein  einziges  Blütenfeld  darstellt,  wird  von 
dieser  Art  belebt.  Die  cf  cf  sitzen  dann,  sich  nur  selten  bewegend,  an  den  sandigen  Rändern  der  Bächlein, 
während  die  22  von  Blume  zu  Blume  taumeln.  Es  lassen  sich  zwei  Zeitformen  der  22  unterscheiden:  jene 
der  Regenzeit  ähnlich  dem  abgebildeten  aga-%  aber  noch  breiter  schwarz  gestreift  und  unterseits  mit  rötlich 
orangefarbenen  Discalflecken,  und  pseudamba  form.  nov.  mit  vorherrschend  gramveisser,  schmal  schwarz  und  pseudamba. 
gelb  umränderter  Oberseite  und  graugelber,  selbst  weisslicher  Unterseite.  —  aga  Frühst.  (64  e,  f)  ist  eine  beim  cf  aga. 
dunklere,  beim  2  auf  der  Hflgloberseite  ausgedehnter  rötlichgelb  angeflogene  Lokalrasse  der  Insel  Sumbawa.  - 
oberthiiri  Böb.  ist  dieser  sehr  nahe  verwandt,  aber  mit  grösseren  gelblichen  Makeln  auf  dem  schwarzen  oberthüri. 
Aussensaum  der  Hflglunterseite  der  cf  cf  und  hellzitron-  statt  rötlichgelben,  nur  gering  schwarz  begrenzten 
Hflgln  der  22.  Flores.  —  eirene  Doh.  hat  gleichfalls  zitrongelbe  Unterseite  der  Htlgl  und  nähert  sich  in  eirene. 
der  Verteilung  der  schwarzen  Zeichnung  viel  mehr  judith  von  Java,  wie  naomi ;  Insel  Sumba. 

FL  aspasia  ist  der  nomenklatorische  Typus  einer  von  den  Philippinen  über  die  Molukken  bis 
Waigeu  verbreiteten  Kollektivart.  Sie  bietet  insularem  Klima  nur  geringen  Widerstand  und  differenziert 
sich  deshalb  zu  vielen  Lokalrassen.  —  Olga  Eschsch.  von  Manila  auf  Luzon  ist  deren  nördlichste  Abzweigung,  olga. 
f  oberseits  ähnlich  wie  zisca ,  aber  kleiner  und  mit  weniger  kräftigen  schwarzen  Querstreifen  der  Vflgl.  — 

In  Nordwest-Luzon  markiert  sich  eine  ausgesprochene  Winterform  und  Lokalform,  anaitis  subsp.  nov.,  mit  anaitis. 
geringer  schwärzlicher  Bestäubung  und  auf  der  Hflgloberseite  hellgelbe  22,  mit  fast  ganz  weissen  Vflgln. 

Die  cf  cf  der  sommerlichen  Regenzeitform  tergelia  form.  nov.  von  Mittel -Luzon  sind  etwas  ausgedehnter  tergelia. 
schwarz  bestäubt ;  die  Htlgl  nehmen  einen  dunkleren  Ton  an,  das  2  hat  auf  der  Vflgloberseite  breite  schwarze 
Striemen  und  grosse  gelbe  Makeln;  die  Htlgl  werden  dunkler  gelb,  dicht  schwarz  beschuppt  und  fast  bis  an 
die  Zelle  schwarz  umsäumt.  —  anaitis  verdankt  nach  Semper  ihre  Entstehung  den  erheblichen  Temperatur¬ 
schwankungen  in  Nordwest-Luzon,  wo  die  trockene  Periode  zugleich  die  kälteste  ist,  während  bei  Manila, 
wo  olga  vorkommt  ,  die  Temperatur  bereits  geringerem  Wechsel  unterworfen  ist.  Dazwischen  steht  dann 
tergelia  mit  grösserem  Reichtum  an  Farben,  der  auf  Mindoro,  Negros  noch  mehr  zunimmt;  dort  wird  be¬ 
sonders  beim  2  das  Gelb  der  Htlgl  satter,  die  schwarze  Bestäubung  ausgedehnter:  dies  ist  rhemia  subsp.  nov.,  rhemia. 
Type  von  Mindoro.  Zeitformen  markieren  sich  auf  diesen  Inseln  und  besonders  auch  auf  Bohol,  wo 
sich  die  Jahreszeiten  minder  schroff  trennen  und  Temperaturschwankungen  noch  geringer  werden,  kaum 
noch  (Semper).  —  Auf  Camiguin  de  Mindanao  erscheint  eine  weitere  beachtenswerte  Inselform,  die 

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19 


146  HUPHINA.  Von  H.  Fruhstorfee. 

von  sisc.a  durch  den  schärfer  abgesetzten  Aussenrd  der  Htlgl  des  ?  und  dunkler  gelbe  Grundfarbe  dif- 
poetelia.  feriert:  —  poetelia  suhsp.  nov.  —  Auf  Mindanao  selbst,  namentlich  im  Osten,  wo  die  Monsune  mit 
volle)'  Kraft  wirken  und  gewaltige  Wassermengen  über  die  Wälder  der  Insel  ausgiessen,  erreicht  bei 
orantia.  orantia  subsp.  nov.  die  dunkle  Färbung  ihre  grösste  Intensität.  Das  Gelb  der  Hflgl  geht  in  Orange  über, 
die  weissen  Fehler  der  Vflgl  werden  immer  weiter  von  Schwarz  verdrängt.  —  Diese  Tendenz  zur  Ver- 
zisca.  dunklung  besteht  auch  bei  zisca  Frühst.  (65  a)  von  Bazilan,  nur  sind  bei  dieser  die  Felder  der  Vflgl 
irrna.  weiss  statt  gelblich  wie  bei  orantia ,  und  die  Htlgl  zitrongelb  statt  orangefarben.  —  Irma  suhsp.  nov.  (64 f) 
o/gina.  hat  auch  auf  den  Hflgln  weisse  Internervalfelder;  Jolo- Archipel.  —  olgina  Stgr.  von  Palawan  hat  noch  aus¬ 
gedehntere  und  mehr  milchweisse  Vflglstreifen  und  die  Htlgl  sind  nur  noch  in  der  Zelle  schwach  gelblich 
phokaia.  angehaucht;  Palawan.  —  phokaia  subsp.  nov.  von  der  Insel  Balabac.  ist  in  beiden  Geschlechtern  noch  heller 
als  olgina,  die  schwarzen  Adern  und  der  Aussensaum  wesentlich  verschmälert,  die  Hflgl  unterseits  auffallend 
emma.  bleich.  emma  Voll.  (64 f)  zeigt  besonders  breit  angelegte  schwarze  Streifen  der  Vflgl,  die  aber  noch  Raum 
für  relativ  grosse  weisse  Subapicalflecken  lassen.  ?  unterseits  vorherrschend  schwarz,  mit  gelben  Submarginal- 
tlecken  und  grün  überstäubter,  sonst  hellockergelber  Unterseite  der  Hflgl;  Batjan,  Halmaheira,  Morotai.  — - 
aspasina.  aspasina  Frühst.  (65a)  habituell  kleiner  und  sehr  verdunkelt;  beim  cf  sind  die  weissen  Subapicalmakeln  der 
Vflgl  verschwunden,  die  Hflgl  ober-  und  unterseits  mehr  rötlichgelb  als  bei  emma.  $  oberseits  vorwiegend 
gelb,  ohne  weissliche  Felder;  Unterseite  der  Hflgl  lichtgelb  mit  rotgelben  Submarginalmakeln.  Adern  der  cf 
bester,  und  ?  ohne  schwarzen  Bezug;  Obi.  —  hester  Voll.  (63a)  kommt  ihr  am  nächsten,  nur  ist  die  Unterseite  der 
aspasia.  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  hell  zitrongelb.  Waigeu.  —  aspasia  Sto/l  (64 f)  ist  der  Namentypus  der  ganzen 
Gruppe;  das  cf,  sehr  ähnlich  hester ,  hat  ziemlich  breite,  schwarz  umrandete  Adern  der  Vflgl  und  dunkel¬ 
orange  getönte  Hflgl;  ?  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ohne  die  schwarzen  Netze  von  emma ;  Vflgl  auch 
unterseits  mit  sehr  feinen  schwarzen  Maschen,  Hflgl  nur  mit  Rudimenten  einer  Submarginalbinde,  sonst  hell- 
jael.  gelb  mit  dunkleren  Rändern;  Südmolukken.  —  jael  TI  'all.  steht  der  aspasia  nahe,  nur  ist  das  cf  noch  ge¬ 
ringer  schwarz  umrandet  und  beide  Seiten  der  Htlgl  hellzitrongelb  mit  leichter  rötlicher  Beimischung;  Buru. 

bathseba.  H.  bathseba  Sn  eil.  ist  ein  mixtum  compositum.  Das  cf,  oberseits  kaum  von  aspasia  zu  unter¬ 

scheiden,  nur  wie  jael  mit  gelbem  statt,  schwarzem  Gostalsaum  der  Hflgl,  vereinigt 'auf  der  Unterseite  die 
Zeichnung  der  Vflgl  von  Judith  mit  jener  der  Hflgl  von  naomi  und  lea\  Das  ?  ist  unterseits  ein  Mittelding 
zwischen  naomi  und  ethel ,  und  gleicht  oberseits  auf  den  Hflgln  ebenso  der  orantia  von  den  Philippinen  wie 
auf  der  Vflloberseite  aga  von  Sumbawa.  Auch  zoogeographisch  aufgefasst  ist  hathseha  ein  Rätsel,  mit  ihrer 
o.spcma-Färbung  der  cf  cf  inmitten  Java,  das  die  hellgelbe  Judith,  und  Lombok,  das  die  auf  den  Hflgln  halb 
weisse,  halb  gelbe  naomi  besitzt!  In  hathseha  haben  wir  somit  ein  »missing  link«  zwischen  lea  des  west¬ 
lichen  Teils  des  Archipels  und  aspasia  der  Molukken.  Insel  Kangean,  im  Nordosten  von  Java.  Es  ist  hoch¬ 
interessant,  wie  sich  auf  Kangean  eine  aspasia  -  Lokalrasse  ausbilden  konnte,  während  nur  wenige  Meilen 
südlich  auf  Bali  noch  die  javanische  Judith  und  südöstlich  naomi  Wall,  fliegen.  Das  unerwartete  Auf¬ 
treten  einer  asp«sia-Rasse  so  weit  westlich  von  ihrem  eigentlichen  Gebiet,  den  Molukken,  entfernt,  Hesse 
den  Gedanken  an  eine  Verschleppung  durch  Winde  oder  eine  sonstige  Migration  aufkommen.  Es  ist  aber 
hier  wie  bei  so  vielen  anderen  Inselrassen  durchaus  nicht  am  Platze,  Wanderungen  oder  Verschleppung  als 
Erklärung  ihres  Vorkommens  vorauszusetzen.  Die  Falter  sind  etwas  Gegebenes,  Vorhandenes,  die  vermutlich 
schon  existierten,  als  ganz  Süd-Asien  noch  eine  kompakte  Landmasse  vorstellte.  Wenn  sich  dann  durch  tektonische 
Ursachen  einzelne  Inseln  abtrennen,  verbleiben  die  Schmetterlinge  und  andere  Insekten,  Conchylien  etc.  aut 
ihrem  Standpunkt.  Aber  auf  diesen  Partikeln  eines  früheren  Kontinents  oder  einer  kontinentgrossen  Insel 
machen  sich  nun  veränderte  klimatische  und  atmosphärische  Einflüsse  geltend,  welche  die  a  priori  vor¬ 
handenen  Species  beeinflussen,  sie  zu  Veränderungen  zwingen  und  im  Laufe  von  Jahrtausenden  und  Jaln- 
zehntausenden  zu  dem  umbilden,  was  wir  heute  im  Archipel  als  geographische  Form-  oder  Inselrasse  aner¬ 
kennen,  ja  manchmal  sogar  als  gute  Art  auffassen  müssen. 

In  der  celebischen  Subregion  fehlt  aspasia,  dort  ist  sie  anscheinend  repräsentiert  durch  H.  timnatha, 
einer  Art,  von  der  fünf  Subspecies  bekannt  sind,  von  denen  noch  eine  ganze  Reihe  zu  erwarten  ist,  da 
timnatha.  jede  der  vielen  Inseln  rings  um  Celebes  eine  eigene  Rasse  beherbergt,  timnatha  Hew.  (64 d)  ist  aus  Nord- 
Celebes  beschrieben.  Die  Unterseite  wie  oben,  nur  sind  die  schwarzen  Aderstreifen  tiefschwarz  und  ziem¬ 
lich  scharf  abgesetzt.  Die  Hflgl  sind  ganz  ähnlich  jenen  von  celebensis,  mit  breitem  schwarzen  Aussen¬ 
saum,  der  sechs  weissliche  Flecken  umschliesst.  Die  Basis  ist  dunkelgelb  angellogen.  Das  sehr  dimorphe  ? 
ähnelt  jenem  von  sorror,  hat  aber  schmälere  und  gelbliche  Discalflecken  der  Flügeloberseite.  Minahassa, 
cf  cf  häutig,  $?  sehr  selten.  In  Gorontalo  an  der  Ostseite  kommt  nach  Vollenhofen  bereits  eine  kleinere 
filia.  und  dunklere  Lokalform  vor.  —  filia  Frühst,  ist  eine  grössere  und  viel  hellere  Rasse  mit  reduzierten 
schwarzen  Binden  und  geringer  blaugrauer  Bestäubung  der  Hflgl.  Basis  der  Hflgl  hellgelb  angeflogen,  jen¬ 
seits  der  Zelle  ausgedehnte  weisse  Felder,  die  Submarginalflecke  aller  Flügel  grösser,  jene  der  Hflgl  hellgelb 
sorror.  statt  weisslich.  Süd-Gelebes,  Wasserfall  von  Maros.  —  sorror  Frühst.  (64 e)  ist  eine  habituell  kleine  Inselrasse. 
Vflgl  mehr  geschwärzt,  der  blaugraue  Distalsaum  der  Hflgl  lichter  und  von  dünneren  Aderstreifen  durch¬ 
zogen.  Unterseite  mit  verbreiterten  schwarzen  Binden,  Hflgl  mit  reduziertem  dunkelgelben  Basalfeld,  weisser 
Zelle,  Aussensaum  bis  an  die  Zelle  erweitert,  mit  kleineren  weissgelben  Makeln  besetzt.  Sula  Mangoli.  — 


HUPHINA,  Von  H.  Fruhstorfek. 


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filiola  Frühst,  ist  noch  kleiner,  unterseits  nur  dunkler,  mit  stark  zurückgedrängten  weissen  keLdern.  Hflgl  fi/io/a. 
mit  grüngelbem  Basalantlug  und  ebensolchen  Submarginalflecken.  Sula-Besi.  —  aurulenta  Frühst,  kommt  aurulenta. 
oberseits  sorror  sehr  nahe,  differiert  aber  von  ihr  und  anderen  Inselformen  durch  den  intensiv  orange¬ 
farbnen  Anflug  der  Hflglunterseite  und  von  timnatha  durch  die  verkleinerten  Submarginalflecke  aller  Flügel. 

Insel  ßangkai. 

Mit  H.  temena  beginnt  eine  Reihe  von  Arten,  die  ausschliesslich  Mikromalayana  bewohnen,  oberseits 
im  cf  ausnahmslos  weiss  und  von  einem  massig  breiten  schwarzen  Distalrand  umzogen  sind,  aber  unterseits 
durch  ihre  leuchtenden,  entweder  in  grellem  Kontrast  oder  in  zartem  Ineinanderfliessen  aufgetragenen,  aus 
schwarz,  rot  und  gelb  kombinierten  Farben  den  herrlichsten  Delias  gleichkommen.  Vier  Arten  sind  bekannt, 
die  alle  die  heissen,  dornstrauchdurchsetzten  Küstenstriche  ihrer  isolierten  Fleimatinseln  bewohnen  und 
nach  meinen  Erfahrungen  nicht  einmal  bis  zu  300  m  bergaufwärts  gehen.  —  H.  famar  Wall.  (55  e)  hat  tu  mar. 
oberseits  den  breitesten  schwarzen  Aussensaum  der  Vtlgl,  ist  unten  schön  gelb  und  schwarz  gefleckt : 
sehr  selten,  von  Bali  beschrieben,  aber  auch  in  einzelnen  verirrten  Exemplaren  im  östlichsten  Java 
beobachtet  worden.  —  temena  Hew .  (63 d)  von  Lombok  hat  ein  oberseits  viel  helleres,  auf  den  Vflgln  temena. 
breiter  weiss  gestreiftes  und  auf  den  Hflgln  ein  ausgedehnter  gelb  bereiftes  Basalfeld  als  lenitas  suhsp.  lenitas. 
nov.  (63  d)  von  Sumbawa,  deren  cf  cf1  unterseits  auf  den  Vflgln  mit  breiteren  schwarzen  Querstreifen  durch¬ 
zogen  sind,  und  deren  Hflgl  viel  dunkler  rotorangefarben  abgetönt  und  von  einer  kräftigeren,  wurzel- 
wärts  in  längerer  Spitze  auslaufenden  schwarzen  Submarginalbinde  durchzogen  sind.  Das  ?  ist  auf  den 
Vflgln  fast  ganz  schwarz,  die  Adern  der  Htlgl  breiter  schwarz  angelegt,  die  Vflglzelle  des  cf  aber  viel 
lichter  als  bei  temena.  —  hyele  suhsp.  nov.  von  der  Insel  Lomblen  stellt  das  albinotische  Extrem  der  temena-  hyele. 
Reihe  dar;  Hflgl  des  ?  oberseits  hellgelb,  cf  auf  der  Unterseite  ohne  Spur  schwarzen  Adernbezugs,  im  hell¬ 
orangegelben  Basalfeld  der  Hflgl  mit  sehr  verringerter  schwarzer  proximaler  Begrenzung  der  roten  Sub¬ 
marginalflecke,  die  ebenso  wie  beim  ?  an  Ausdehnung  gewinnen.  Auf  der  Insel  Lombok  fand  ich  temena 
ausschliesslich  an  etwas  überschatteten,  sumpfigen,  durch  weidende  Rinder  oder  Pferde  verunreinigten  Pfützen, 
wo  die  cf  cf  mit  gefalteten  Flügeln,  dem  Beschauer  die  prächtige  Unterseite  zeigend,  sitzen  und  gierig  saugen. 

Die  Falter  sind  aber  sehr  scheu,  schwierig  zu  fangen  und  auch  im  Netze  unruhig.  Die  ¥?  trifft  man  in 
Gesellschaft  der  Ixias  r einte arclti -??  in  dem  dichtesten  dornigen  Euphorbiengestrüpp,  in  das  sie  sich  flüchtend 
nahe  am  Erdboden  verkriechen. 

H.  julia  Oberth.  (65  c)  ist  unterseits  ein  getreues  Spiegelbild  der  Delias  fasciata  Rothscli.  von  der  Julia. 

Insel  Sumba;  cf  unterseits  ähnlich  jenem  von  temena,  aber  mit  schmäleren  schwarzen  Querbinden  und  helleren 
gelben  Subapicalflecken.  Htlgl  wie  bei  temena,  aber  mit  hellgelbem  Basalfeld,  mit  dem  der  breite  feurigrote 
Costalsaum  und  die  zierlich  schwarz  umrahmten  roten  Submarginalmakel  lebhaft  kontrastieren.  $  unterseits 
wie  das  cf  nur  mit  weisslichen  Strahlen  längs  der  Adern.  Sumba,  von  Dohbrty  entdeckt..  —  calliparga  cal/iparga. 
suhsp.  nov.  ist  habituell  grösser,  ?  oberseits  auf  den  Vflgln  aber  vorherrschend  schwarz  mit  schmalen  weissen 
Subapiealfeldern.  cf  unterseits  mit  schwach  angedeuteter  schwarzer  Submarginalbinde,  der  gesamte  Apical- 
teil  hellgelb  angeflogen;  ?  unterseits  ebenfalls  mit  ausgedehnterem  gelbem  Apicalbezug  und  dunkleren, 
weniger  von  weiss  belichteten  Hflgln.  Sumbawa. 

H.  laeta  Hew.  (65  c)  aus  Timor  beschrieben;  aber  auch  auf  der  Insel  Wetter  anscheinend  nicht  sehr  laeta. 
selten  vorkommend.  ?  unterseits  wie  das  cf,  nur  mit  heller  gelben  Apicaltlecken  der  Vtlgl  und  lichtgelber 
Unterseite  der  Hflgl,  deren  scharlachrote  Randflecken  nach  innen  von  einer  kompletten  schmalen  schwarzen 
Submarginalbinde  begrenzt  werden. 

H.  abnormis  Wall.  (63b)  hat  mit  der  nachfolgenden  euryxanthe  Honr.  (63  c)  einen  isoliert  stehenden  abnormis. 
hellroten  Fleck  in  der  Vflglzelle  gemeinsam.  Beide  bewohnen  Holländisch-  und  Deutsch-Neu-Guinea.  —  euryxanthe. 
ornythion  Godm.  u.  Sale,  ist  eine  verwandte  Art  aus  Britisch-Neu-Guinea  mit  breiterem,  schräger  gesetztem,  omythion. 
fast  dreieckigem  Apicalfleck  der  Vflgl,  der  beim  ?  bis  an  die  Zelle  reicht.  Htlgl  des  ?  oberseits  blaugrau 
überstäubt. 

H.  ladas  Gr. -Fm.  (63  b)  hat  unterseits  gelbe  statt  rote  Flecken;  der  rote  Längsfleck  der  Vflgl  fehlt,  ladas. 
dagegen  ist  die  Basis  der  Hflgl  mit  einer  distal  spitzen  gelben  Dreiecksmakel  belegt,  ladas  bewohnt  hoch¬ 
gelegene  Flugorte,  und  sie  ist  die  einzige  Pieride,  die  inmitten  des  düsteren  Urwaldes  auf  etwa  1500  m 
am  Berge  Gelu  in  Deutsch-Neu-Guinea  auch  während  der  schwersten  Regenzeit  vorkonnnt  und  sich  an  san¬ 
digen  Ufern  der  Wasserläufe  niederlässt. 

H.  persephone  Stgr.  (  —  odyssia  Frühst,  i.  I.)  (63 d)  war  bisher  nur  in  einem  defekten  männlichen  perseplione. 
Exemplar  bekannt  und  als  Delias  beschrieben.  Mir  gingen  cf  cf  und  ??  von  Waigeu  zu.  cf  oben  wie  orny- 
thion,  ?  ebenso  nur  mit  noch  breiterem  schwarzem  Aussensaum  aller  Flügel.  Unterseits  sind  beide  Ge¬ 
schlechter  gleich,  nur  fehlt  den  ??  der  gelbliche  Apicalfleck  der  Vflgl,  den  die  efef  führen. 

H.  dohertyi  Oberth.  ist  eine  verwandte  distinkte  Species.  cf  oberseits  nur  mit  ganz  schmalem  dohertyi. 
schwarzen  Apicalsaum,  sonst  rein  weiss.  Unterseite  der  Vflgl  gleichfalls  weiss  mit  schwarzer  Spitze  und 
einem  ausgedehnteren  gelben  Subapicalfleck.  Hflgl  wie  bei  persephone ,  nur  etwas  lichter  und  vor  dem  Aussenrd 
mit  einigen  grauen  Schuppen  überstreut.  Ansus  auf  der  Insel  Jobi. 


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APPIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


15.  Gattung-  Appias  Hin. 


Die  Appias,  unter  dem  jüngeren  Namen  Tachyris  besser  bekannt,  stehen  den  echten  Pieris  nahe,  sind 
von  diesen  aber  durch  die  schmälere,  längere  Zelle  der  Hflgl  und  das  Auftreten  eines  dichten  Haarpinsels 
am  Hlb  der  cf  cf  und  den  bei  den  meisten  Arten  scharf  zugespitzten,  z.  T.  sogar  lang  ausgezogenen  Apex 
der  Vflgl  zu  unterscheiden.  Die  Fltigelform  und  der  Färbungsstil  wechseln  bei  ihnen  mehr  als  bei  den 
Pieriss.  str.;  ebenso  neigen  die  Geschlechter  zu  excessivem  Dimorphismus.  Auch  klimatischen  Veränderungen 
sind  die  meisten  Arten  in  hohem  Masse  unterworfen.  —  Rpn  lang,  meist  grün,  leicht  eingedrückt,  nach 
hinten  etwas  verschmälert  und  am  After  zweispitzig.  Ppn  eng  an  Blätter  geheftet;  die  Flügelscheiden  ohne 
Kiel.  Kopf  mit  kurzer  Schnauze,  Rücken  leicht  erhöht,  seitwärts  mit  2  Stacheln;  Puppenruhe  etwa  eine 
Woche.  Alle  Appias  sind  starke,  unstäte  Flieger,  welche  überall,  selbst  in  der  Nähe  menschlicher  Siede¬ 
lungen,  Garten,  Feld  und  Waldesrand  durcheilen,  sich  selten  auf  Blüten  setzen,  aber  sich  gerne  in  grossen 
Mengen  an  feuchten  Stellen  ansammeln;  Wanderschwärme  von  Appias  wurden  in  Ceylon  mehrmals  beob¬ 
achtet.  —  Die  Rpn  von  A.  libythea  und  taprobana  fressen  sich  im  Notfälle  untereinander  auf;  sie  greifen  auch 
Puppen  ihrer  eigenen  Art  an,  Raupen,  die  sich  häuten,  und  Raupen  und  Puppen  anderer  Pieriden. 


A.  libythea.  Eine  weitverbreitete  Art  mit  auffallendem  Geschlechtsdimorphismus.  Ihr  Verhalten 
bietet  eines  der  anschaulichsten  Beispiele  für  die  Veränderlichkeit  der  Pieriden  durch  klimatische  Einflüsse. 
Den  Übergang  der  dunkleren  Zeichnung,  der  Regenzeit  in  die  hellere  Färbung  der  Trockenzeit  konnte  ich 
libythea.  förmlich  mit  den  Augen  verfolgen.  Zwei  Lokalrassen  lassen  sich  im  indischen  Gebiet  unterscheiden :  liby¬ 
thea  F.  (=  rouxi  Bscl.)  (58  a)  im  Punjab,  Bengalen,  West-,  Süd-Indien  und  Ceylon  zu  Hause,  die  etwas  kleiner 
zelima.  bleibt.  —  Die  Regenzeitform  des  ?  =  zelima  Cr.  (=  retexta  Swinh.),  die  Trockenzeitform  des  ?  ares 
ares.  Swinli.  (58  a).  In  Tenasserim,  Annam,  Indo-China  aber,  auch  in  Assam  und  Sikkim  und  selbst  manchmal  in 
zelmira.  den  Ebenen  Bengalens  begegnet  man  zelmira  Cr.  (58  a)  (Regenzeitform).  Eine  intermediate  Form  ist 
oifema.  olferna  Swinh.  und  irvini  Swinh.,  eine  zeichnungslose,  weissgelbe,  extreme  Trockenform  (58  a  1).  —  sopara 
irvini.  /0nn.  nor.  ist  eine  Regenzeitform  ähnlich  Fig.  7,  Taf.  58  a,  aber  mit  gelblichen  statt  weisslichen  Feldern  der 
Flügeloberseite;  Siam,  Assam.  —  peducaea  subsp.  nov.  cf.  Apicalteil  der  Vflgl  stark  verdunkelt,  so  dass  die 
weissen  Strigae  manchmal  zu  fadendünnen  Linien  reduziert  sind.  ?  der  Regenzeitform  ober-  wie  unterseits 
mit  schmäleren,  schwarzen  Zeichnungen  als  bei  den  kontinentalen  Exemplaren ;  Luzon,  Mindoro,  häufig.  — 
Rp  auf  Crataeva  und  Gapparis;  Pp  manchmal  schon  am  vierten  Tag  den  Falter  liefernd.  Die  Eier  werden 
einzeln  abgelegt.  Die  Falter  gehen  bis  3000  Fuss  Höhe  hinauf. 


pe.iucaea. 


hombroni.  A.  hombroni  Pjuc.  (59  e)  scheint  libythea  auf  der  Insel  Celebes  zu  vertreten.  Der  Umriss  der  Flügel 

hat  etwas  Ähnlichkeit  mit  der  Gattung  Prioneris.  —  In  Ost-Celebes  kommen  Exemplare  vor,  deren  Apical- 
tombugensis.  bezug  sich  in  feine  graue  Partien  auf  löst;  dies  ist  tombugensis  Frühst.  Tombugu,  Kendari;  Flugzeit 
sulanorum.  Dezember,  Januar.  —  sulanorum  Frühst.  (59  e)  ist  dagegen  in  beiden  Geschlechtern  stark  verdunkelt,  so 
dass  beim  ?  der  weisse  Distalfleck  der  Vflgl  fast  verdrängt  wird. 


lyncida.  A.  lyncida  Cr.  ist  der  älteste  Name  einer  weitverbreiteten  Kollektivart,  die  ausser  den  klimatischen 

Varietäten  in  einer  grossen  Anzahl  Inselrassen  auftritt,  die  z.  T.  geringfügigen,  z.  T.  wesentlichen  Verände- 
hippoides.  rangen  unterliegen.  —  hippoides  Moore  (Taf.  58 d  als  hippo  bezeichnet)  erscheint  in  drei  Zeitformen:  jener 
der  Regenzeit  mit  ?  wie  bei  formosana  (58  e),  aber  schmäleren  weissen  Querbinden,  der  Übergangsperiode, 
der  das  abgebildete  ?  angehört,  wie  es  in  Siam,  Annam  im  Januar  und  Februar  vorkommt  —  und  jener  der 
vacans.  Trockenzeit,  vacans  Btlr.  (=  epicoena  Swinh.)  (58  d,  als  epicoena  bezeichnet).  Bei  letzteren  verändert  sich  häufig 
auch  die  Unterseite,  die  ein  orangefarbenes  statt  hellgelbes  Kolorit  annimmt.  —  Es  erscheinen  sehr  selten  auch  ?? 
hvida.  mit  gelben  statt  weissen  Feldern  der  Vflgloberseite;  diese  sind  lurida  form.  nov.  Die  ??  finden  sich  nach 
Doheiity  ausschliesslich  im  tiefen  Schatten  des  Waldes,  wo  sie  wie  verloren  auf  Blättern  herumsitzen  und 
von  Zeit  zu  Zeit  auf  sonnigen  Pfaden  auf-  und  niederfliegen,  hippoides  ist  von  Bengalen  bis  Tonkin,  Annam, 
tatifasciata  Siam  verbreitet.  —  latifasciata  Moore  ist  von  hippoides  besonders  durch  die  dichte  und  ausgedehnte  schwarze 
Bestäubung  an  der  vorderen  Zellwand  und  der  Subcostalis  der  Hfl glunters eite  und  den  breiteren,  stark¬ 
gezähnten  schwarzen  Distalsaum  aller  Flügel  unterschieden.  —  Die  Eier  werden  in  Häufchen  abgelegt.  Rp 
an  Crataeva  religiosa.  Von  der  Ebene  bis  4000  Fuss  hinaufsteigend.  Süd-Indien  von  Kanara  an  vor- 
taprobana.  kommend.  —  taprobana  Moore  ist  eine  kleinere  Inselrasse  von  Ceylon,  mit  etwas  breiterem  und  tiefer  ge¬ 
zähntem  Distalsaum  aller  Flügel  und  dunkelockergelbem  Bezug  der  Hflglunterseite.  Die  bleichere  Troeken- 
aperta.  zeitform  ist  aperta  Btlr.  Rp  dunkelgrün  mit  kleinen  schwarzen  Punkten,  einer  weisslichen  sublateralen 
Linie  und  hellgrüner  Bauchseite,  lebt  auf  Crataeva  religiosa.  Pp  olivengrün,  Kopf  mit  scharfer  Spitze, 
Flügelscheiden  gekielt;  Thorax  und  letztes  Abdominalsegment  gewinkelt.  Falter  schnellfliegend,  häufig  auf 
nicobarica.  den  Abflugort  zurückkehrend  und  nur  in  manchen  Jahren  häufig.  —  nicobarica  Moore,  im  allgemeinen  kleiner 
hippo.  und  dunkler,  aber  viel  weniger  von  hippoides  verschieden  als  die  vorige.  Nicobaren.  —  hippo  Cr.,  eine  in 
den  Sammlungen  selten  vertretene  prägnante  Form,  deren  o*cfl  unterseits  bereits  enarete  Bsd.  von  Borneo 
durch  den  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  verbreiterten  braunschwarzen  Aussenrd  der  Vflgl  nahekommen. 
hippona.  ?  mit  sehr  breit  weissen  Querbinden  der  Vflgl;  Vorkommen  in  West-Sumatra.  —  hippona  subsp.  nov.  ist 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


149 


die  viel  kleinere,  durchweg  schmäler  schwarz  gesäumte  und  beim  2  auch  mit  reduzierteren  Querbinden  ver¬ 
sehene  Form  aus  Nordost-Sumatra.  Dr.  Martin  sah  die  22  öfters  auf  derselben  Blume  sitzen,  wie  Udaiana 
ci/nis.  —  purana  subsp.  nov.  Grösser  als  hippona,  cf  breiter  und  robuster  schwarz  gezeichnet,  unterseits  heller  purana. 
gelb.  2  dunkler  mit  breiteren  weissen  Strichen.  Insel  Engano.  Eine  2 -Form,  die  von  den  Nicobaren 
angefangen  bis  Palawan  und  Formosa  bei  allen  Inselrassen  auftritt  und  die  sich  durch  oliven-  oder  moos¬ 
grün  beschuppte  Oberseite  und  hell-  oder  dunkelgelb  statt  bleichgrün  bezogene  Oberfläche  der  Htlgl  aus¬ 
zeichnet,  nenne  ich  galbana  form.  nov.  —  vasava  subsj).  nov.  Gleichfalls  stattlicher  als  hippona;  cf  unterseits  galbana. 
dunkler  gelb  als  indische  hippoides  und  hippona ;  Malayische  Halbinsel.  —  Die  Rp  von  hippona  lebt  auf  einem  vasava. 
kleinem  Busch,  der  an  Flussüfern  wächst,  hat  eine  oberflächliche  Ähnlichkeit  mit  jener  von  Catopsilia ,  ist 
aber  von  schlankerer  Form.  Die  Pp  ist  jedoch  ganz  verschieden  mit  einem  sternförmig  eingedrückten 
Thorax.  Der  Falter  erscheint  etwa  nach  sieben  Tagen  und  ist  auf  Sumatra  sehr  wenig  dem  Saisondimorphismus 
unterworfen.  —  enarete  Bsd.  (58  e).  cf  tiefer  und  breiter  gezeichnet  als  enaretina,  unterseits  mit  bis  an  die  enarete. 
Zelle  sich  ausdehnendem  schwarzbraunem  Aussensaume  und  wie  bei  latefasciata  schwarz  beschuppter  Sub- 
costalis.  2  kaum  von  solchen  der  Malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  unterschieden;  Nord-  und  Süd-Borneo.  - 
enaretina  Frühst.  (58 f).  2  mit  reiner  weissen,  manchmal  violett  schillernden  Querbinden  der  Vflgl.  Es  enaretina. 
liegen  mir  nur  Exemplare  vor,  die  der  ab.  galbana  angehören.  Palawan.  Balabac,  und  nach  Semper  auf 
einigen  anderen  kleinen  Philippineninseln.  —  andrea  Eschsch.  (58  e).  cf  sehr  ähnlich  jenem  von  enaretina ,  andrea. 
aber  unterseits  mit  dunkel  ockergelbem  Anflug  und  gleiclnnässiger  verlaufendem  Distalsaum.  Das  abgebildete 
2  stellt  die  Form  der  nassen  Zeit  dar,  jene  der  Trockenzeit  (f.  —  aternia  form,  nov.)  hat  eine  fast  ganz  aternia. 
weisse  Zelle  der  Vflgl,  ohne  das  schwarze  Querband  an  ihrem  Apex.  —  Rp  auf  einer  Gynmosporia-Art ; 
oben  grün,  unten  weisslich,  mit  schwarzen  Luftlöchern;  auf  dem  Rücken  vier  schwärzliche  Punkte.  Brust- 
füsse  rosa.  Pp  grau,  schwarz  punktiert,  mit  spitzem  Kopf,  Rückenschild  breit,  beiderseits  mit  je  3  schwarzen 
Flecken.  Bei  Manila  dauerte  die  Puppenruhe  8  Tage.  Luzon,  Mindoro  (?).  — -  lepidana  subsp.  nov.  2  noch  lepidana. 
heller  als  das  2  von  aternia,  mit  sehr  schmalem  schwarzen  Aussenrd  aller  Flügel.  Hflglunterseite  variiert 
von  hellgelb  bis  sattgelb.  Guimaras,  Negros,  Panay.  —  formosana  Wall.  (58  e)  eine  der  variabelsten  Lokal-  formosana. 
rassen,  die  cf  cf  der  Trockenzeit  aus  der  Ebene  mit  fast  weisser  Hflglunterseite,  auf  der  das  Gelb  nur  ganz 
verwaschen  aufgetragen  ist,  während  bei  der  Gebirgsform  Exemplare  mit  dunkel-  bis  ockergelber  Abtönung 
Vorkommen.  Beim  2  dominieren  unterseits  grauweiss  gefärbte  Stücke,  während  die  ab.  galbana  sehr  selten 
ist.  Von  der  Ebene  bis  auf  5000  Fuss  Höhe.  Formosa*).  —  inornata  Moore,  von  der  nur  cfcf  mit  unterseits  inornata. 
dunkelockergelben  Hflgln  bekannt  sind,  lebt  auf  Hainan.  —  —  Mit  der  typischen  Unterart  lyncida  Cr.  lyncida. 
von  Java  beginnt  die  Reihe  jener  Inselrassen,  deren  cfcf  auch  unterseits  rein  weisse  Hflgl  haben;  nur 
ganz  selten  kommen  in  West-Java  atavistische  Exemplare  vor  mit  hellgelb  angeflogenen  Hflgln.  Der 
Falter  ist  in  Java  überall  gemein  bis  auf  Höhen  von  3000  Fuss.  Die  dunkelgrüne,  mit  gelbgrünen 
Kreisen  verzierte  und  schwarzen  Haaren  besetzte  Rp,  sowie  die  hellgelbe,  schwarzpunktierte  Pp,  die 
nach  8  Tagen  eine  rotbraune  Farbe  annimmt  und  aus  der  am  9.  Tag  der  Falter  auskriecht,  kannte  und 
beschrieb  schon  Stoll  1791.  Nach  ihm  lebt  sie  auf  dem  Baumwollbaum.  Das  2  hat  oberseits  breit 
weisslichgelbe  Querstreifen.  Selten  ist  eine  Aberration  mit  oberseits  gelben  Feldern  (fa.  lurida  form,  nov.),  lurida. 
die  auch  in  Indien  auftritt.  Java,  Bali.  —  Auf  der  Java  so  naheliegenden  Insel  Bawean  verdunkelt  sich 
das  2  bereits  ganz  wesentlich :  =  fabioia  Frühst.  (58  d).  — -  Auf  Lombok  erscheint  eine  sehr  interessante  fabiola. 
Inselrasse,  icilia  form,  nov.,  mit  schön  hellgelben  Querstrichen  und  Basalfeld  der  Hflgl  der  22,  während  deren  icilia. 
Unterseite  mit  Ausnahme  des  breitgelben  Gostalsaumes  grau  violett  ist.  Von  der  Ebene  bis  zu  2000  Fass 
aufsteigend.  Im  April,  Mai  sehr  häufig,  ein  echter  Campong-  (Dorf)  Schmetterling,  welcher  sich  mit  Vorliebe 
an  Wegrändern  und  Gartenhecken  tummelt  und  während  der  heissen  Tageszeit  sich  auch  am  Waldrande 
dicht  über  dem  Boden  aufhält.  —  papissa  subsp.  nov.  ist  grösser  als  die  vorige,  und  durchweg  breiter  schwarz  papissa. 
gesäumt.  Sumbawa.  - —  floresiana  Btlr.  (58  e)  mit  sehr  schmal  schwarz  umrandeten  cfcf  und  22,  die  dunkelgelbe  floresiana. 
Felder  auf  der  Flügeloberseite  führen;  Flores,  Alor,  Sumba  (?).  —  dohertiella  Btlr.  (59a)  ist  eine  modi-  dohertiella. 
fizierte,  habituell  sehr  kleine  Form  mit  scharf  abgesetztem  tiefschwarzen  Aussenrd  aller  Flügel,  grossen  und 
leicht  grau  überstäubten,  weisslichen  Discalfeldern  aller  Flügel  und  fast  rein  weisser  Unterseite  der  Hflgl 
bei  den  22;  Wetter.  —  lynceoia  Fldr.  (=  timorensis  Btlr.)  mit  breiteren  und  gelblichen  Streifen  bei  den  22.  lynceola. 
Timor.  —  lycasfe  Fldr.  (58 f,  nur  1.  Figur)  bewohnt  das  südliche  Celebes.  Das  2  hat  weisse  discale  Wischflecke  tycaste. 
der  Vflgl  und  ein  wie  bei  formosana  aufgehelltes  Basalfeld  der  Hflgl.  —  ln  Nord-  und  Ost-Celebes  existiert 
eine  Rasse  mit  oberseits  ganz  schwarzen  22  (58 f,  2,  Figur),  die  ich  jetzt  gellia  nenne;  deren  cfcf  weichen  gellia. 
durch  doppelt  so  breiten  schwarzen  Aussenrd  aller  Flügel  von  lijcaste-d cf  aus  dem  Süden  der  Insel  ab.  — 
lutatia  subsp.  nov.  von  der  südlich  von  Celebes  gelegenen  Insel  Tana-Djampea  ist  eine  sehr  interessante  lutatia. 
Rasse,  weil  sie  mit  ihrer  gelben  Hflglunterseite  ganz  isoliert  steht  unter  den  Formen  der  Nachbarinseln,  die 
ausnahmslos  weisse  Hflgl  der  cfcf  aufweisen.  Bei  den  cfcf  ist  der  schwarze  Aussenrand  oberseits  ein  wenig 
robuster  gezähnt  als  bei  gellia- cfcf. 

Auf  den  Molukken  und  im  Papuagebiet  ist  lyncida  vertreten  durch  A.  ada,  die  sich  bis  zu  den  Caro¬ 
linen,  Marianen  und  Salomonen  verbreitet.  Es  sind  bereits  15  Inselformen  bekannt,  von  denen  noch  eine  grosse 


*)  Man  vergleiche  den  Nachtrag. 


150 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Anzahl  zu  entdecken  bleibt.  Wie  bei  h/ncida ,  kommen  auch  bei  ihrer  papuanischen  Schwesterart  ¥¥  mit  gelber 
und  solche  mit  grauer  Basalhälfte  der  Hflglunterseite  vor.  Letztere  scheinen  aber  im  umgekehrten  Verhältnis, 
cana.  d.  h.  seltener  aufzutreten  (forma  cana  59  f).  —  Bei  fast  allen  Inselrassen  begegnen  wir  noch  einer  Form 
(jener  der  Trockenzeit?)  ohne  oder  mit  einem  geringeren  schwarzen  Bezug  der  Aussenhälfte  der  Hfiglober- 
tristitia.  seite  (f.  tristitia  form.  nov.).  Rp,  sowie  näheres  über  die  Lebensweise  unbekannt.  Der  nomenklatorische 
ada.  Typus  von  den  Süd-Molukken  heisst  ada  Cr.  (59  f),  nicht  allzu  selten  auf  Ceram,  Amboina  und  Saparua.  — 
leucosticta.  Als  leucosticta  hat  Butler  die  Form  von  Buru  abgetrennt,  die  mir  in  natura  unbekannt  ist,  aber  vielleicht 
identisch  ist  mit  Exemplaren,  wie  sie  mir  von  Obi  vorliegen,  und  die  einen  weissen  statt  gelben  Apicalfleck 
stenia.  der  Vflglunterseite  führen;  ein  sehr  unbeständiges  Merkmal.  —  stenia  Frühst,  ist  eine  seltenere  Rasse  mit 
breiten  grauen,  von  der  Unterseite  durchscheinenden  Submarginalflecken  der  Oberseite,  habituell  sehr  gross, 
aber  dennoch  nur  mit  schmalem  schwarzem  Aussenrd.  Das  gesamte  Apicalfeld  und  fast  die  ganze  Zelle  der 
Vflgl  tiefschwarz,  mit  einem  sehr  grossen  weissen  Subapical-  und  einem  noch  breiter  quadratischen  eben¬ 
solchen  Fleck  am  Zellende.  Hflgl  hellgelb  mit  orangefarbenem  Anflug  am  proximalen  Rande  des  sehr  gleich- 
mässigen,  bis  an  den  Gostalsaum  hinaufgehenden  Terminalbandes,  das  distal  mit  gelblichen  Fransen  besetzt 
bandana.  ist.  _F undort  unsicher;  wahrscheinlich  Halmaheira.  —  bandana  subsp.  nov.  steht  der  ada  nahe,  aber  mit 
schmälerem  schwarzen  Distalsaum  der  Hflglunterseite  und  reicherem  orangefarbenen  Anflug.  Banda.  — 
cilla.  cilla  Fldr.  (59  f)  ist  die  die  Aru-Inseln  bewohnende  Rasse  und  clavis  Wall.  (60  a)  die  ihr  sehr  ähnliche  Form 
clavis.  der  Kei-Inseln,  die  Trockenzeitcharakter  mit  verminderter  schwarzer  Umrahmung  hat.  —  thasia  Frühst.  (60  a) 
thasia.  m-£  relativ  breitem  Aussenrd  der  cf  cf  und  schmälerem  schwarzen  Discalfeld  der  ¥¥  hat  einen  striemenförmig 
zerteilten  Aussenrd  der  Vflgl  bei  den  ¥¥  und  unterseits  sehr  geringen  orangefarbenen  Anflug.  Type  von  der 
nerva.  Insel  Roon ,  auch  von  Mefoor  und  Holländisch-Neu-Guinea  bekannt.  —  nerva  subsp.  nov.  hat  einen  wieder 
etwas  zurückbleibenden  schwarzen  Distalsaum  der  cf  cf,  dunklere,  gleichmässiger  schwarz  umrahmte  ¥¥  und 
herenniä.  ausgedehnteren  orange  Anflug  der  Hflglunterseite.  Waigeu,  Salwatti.  —  herennia  subsp.  nov.  hat  die  oberseits 
am  schönsten  und  tiefsten  grünlichgelb  und  unterseits  am  reichsten  orange  gefärbten  ¥¥.  Auch  der  Apicalfleck 
der  Vflunterseite  der  cfcf  ist  rötlich  statt  hellgelb  oder  weiss.  Britisch-Neu-Guinea,  Nord- Australien,  Gairns.  - — 
plotina.  plotina  Frühst,  mit  fast  rein  weissgetönter  Oberseite  der  ?¥,  trägt  unterseits  fast  durchweg  orangefarbene  Hflgl 
solstitialis.  in  beiden  Geschlechtern.  Fergusson-Inseln.  —  solstitialis  Btlr.  ist  eine  Rasse  ohne  das  schwarze  subapicale 
Querband  der  Vflgl,  ein  Merkmal,  das  alle  «rfa-Ausläufer  der  Salomonen  gemeinsam  haben.  Die  schwarze 
florentia.  Aussenbinde  der  Hflgl  nur  mässig  breit.  Neu-Pommern.  —  fiorentia  Gr. -Sin.  von  Guadalcariar  (Salomonen)  hat 
unterseits  ein  kurzes,  aber  nur  bis  zu  der  hinteren  Radiale  hinaufziehendes  schwarzes  Aussenfeid  der  Hflgl, 
vana.  das  proximal  von  einem  grossen  quadratischen  orangefarbenen  Fleck  begrenzt  wird.  —  vana  Frühst,  ist  die 
am  lebhaftesten  gefärbte  bekannte  Inselform.  Hflgl  vorne  bis  in  die  Zellmitte  hellschwefelgelb,  das  dann 
allmählich  in  ein  feuriges  Orange  übergeht.  Das  schwarzbraune  Distalfeld  hellt  nach  aussen  auf  und  ist 
ribbei.  mit  braungoldigen  Schuppen  besetzt.  Bougainville.  —  ribbei  Frühst,  von  Neu-Georgien  ist  wieder  matter 
gefärbt  mit  breiten,  monoton  schwarzbraunem  Distalfeld  der  Hflglunterseite,  das  nach  unten  nur  auf  eine 
monna.  kurze  Strecke  orange  gesäumt  ist.  Neu-Georgien.  —  monna  Frühst,  von  den  Salomonen,  ohne  genauen 
Fundort,  scheint  nahe  solstitialis  Btlr.  zu  stehen  und  hat  gleich  dieser  einen  sehr  schmalen,  schwarzen 
Marginalsaum  der  Hflgl,  namentlich  auch  oberseits.  Sowohl  von  ribbei  wie  auch  von  vana  differiert  monna 
ferner  noch  durch  den  sehr  schmalen,  schwarzen  Apicalbezug  der  Vflgl.  Die  Hflglunterseite  ist  charak¬ 
terisiert  durch  die  hellschwefelgelbe  Grundfarbe,  welcher  jedwedes  basale  und  apicale  Orange  fehlt.  Nur  im 
Analwinkel  ist  ein  ganz  schmaler  rötlichgelber  Hauch  zu  bemerken,  während  z:  B.  nach  Butlers  Angabe 
ardens.  solstitialis  eine  noch  ausgedehntere  Orange-Region  aufweist  als  florentia.  —  ardens  Btlr.  (60  a,  b)  von  den 
Marianen  und  Pelau-Inseln  gehört  zu  den  kleinsten  urfu-Rassen ;  das  c f  unten  mattgelb,  ¥  trübgrau  mit  proximal 
ella.  scharf  gezähntem  Distalsaum  der  Vflgl.  —  ella  Btlr.  endlich  von  der  Insel  Yap  (Carolinen)  ist  wieder  etwas 
bunter,  mit  den  ganzen  Hflgl  durchziehendem  schmalen  orangefarbenen  Saum  des  schwarzen  Aussenfeides. 

A.  nero  bringt  durch  sein  lebhaftes  Rot  einen  bunten  Zug  in  die  sonst  matt  gefärbte  Gattung  und 
ist  der  einzige  hellrote  Tagfalter  Asiens,  von  einigen  Lycaeniden  abgesehen.  Trotz  der  weiten  Verbreitung 
der  Art  und  ihrer  Häufigkeit  ist  über  die  Lebensgeschichte  nichts  bekannt,  nero  ist.  ein  rascher  Flieger, 
der  gelegentlich  auf  sonnigen  Waldwegen  angetroffen  wird,  wo  er  durch  seine  unentschieden  gefärbte  Unter¬ 
seite  eine  gewisse  Ähnlichkeit  mit  welkem  Laub  haben  soll.  Forbes  beobachtete  sogar,  dass  verliebte  cf  cf 
langsam  vom  Wind  getragene  Blätter  für  ¥¥  hielten  und  sie  vergeblich  umschwärmten.  In  Java  beobachtete 
ich  grosse  Ansammlungen  von  nero  an  Pfützen  im  Urwalde ,  an  denen  sich  beide  Geschlechter  einfanden, 
hainanensis.  um  in  Gesellschaft  von  Saletara  panda  die  Feuchtigkeit  aufzusaugen.  —  Mit  hainanensis  Frühst.  (58  c)  be- 
ga/ba.  ginnt  die  nördlichste  der  in  Betracht  kommenden  Lokalformen;  ihr  steht  galba  Wall,  von  Nordindien,  Birma 
nebo.  und  Tonkin  sehr  nahe,  von  denen  nebo  Gr. -Sin.  eine  hellgelbe  Trockenzeitform  darstellt.  Selten  in  Sikkim 
und  Tonkin,  an  der  Peripherie  ihres  Vorkommens,  tritt  galba  sehr  häufig  in  Assam  und  Birma  auf. 
figulina.  In  Sumatra,  der  malayischen  Halbinsel,  erscheint  figulina  Btlr.  (58c),  eine  namentlich  im  weiblichen 
Geschlecht  dunkle  Rasse,  die  nordwärts  bis  Tenasserim  vordringt,  wo  sie  in  galba  übergeht.  Bei  allen  Insel¬ 
formen  treten,  wenn  auch  sehr  selten,  hellgelbe  oder  blassrote  Stücke  auf,  wie  das  unter  58b  als  figulina 
ramosa.  abgebildete  cf,  die  als  Forma  sufflava  form.  nov.  bezeichnet  werden  können.  —  ramosa  Frühst,  differiert  vom  all- 


APPIAS.  Von  H.  Frulistorfer. 


151 


gemeinen  Typus  durch  schwarz  überstäubte  Internervalfelder  der  Vflgloberseite;  Insel  Nias;  eine  Erscheinung, 
die  sich  abgeschwächt  auch  bei  neronis  Frühst.,  von  der  Insel  Kangean  wiederholt.  —  Auf  den  Batu-Inseln,  neronis. 
Südwest-Sumatra,  fliegt  eine  Form,  deren  oberseits  hellrotes  ?  etwas  an  javanische  Exemplare  erinnert ;  dies 
ist  pulonus  Frühst,  von  Pulo-Tello.  —  nero  F.,  von  Java  und  Bali,  ist  die  am  längsten  bekannte  Unterart;  pulonus. 
die  ??  tragen  im  Discus  der  Vflgh  einen  isoliert  stehenden  schwarzen  Fleck  statt  der  mit  dem  Zellabschluss  ncro- 
verwachsenen  Binde  bei  figulina.  cf  wie  ?  variieren  nur  in  der  grösseren  oder  vermehrten  schwarzen  Be¬ 
stäubung  der  Unterseite.  In  ganz  Java,  bis  auf  2000  Fuss  Höhe.  —  baweana  Frühst.  (58  b)  ist  eine  distinkte  baweana. 
Lokalform,  die  sich  trotz  der  geringen  Entfernung  von  Java  auf  der  kleinen  Insel  Bawean  differenziert  hat, 
und  deren  ??  viel  näher  der  Celebesrasse  stehen  als  irgend  einer  Form  des  makromalayischen  Gebiets.  Es 
gibt  noch  dunklere  ?  als  das  abgebildete  mit  nur  2  roten  Discalmakeln  der  Vflgl.  Auch  treten  auf  Bawean, 
wie  überall,  wo  nevo  vorkommt,  hell-  und  dunkelrote  Exemplare  (auf  58  b,  dritte  und  vierte  Figur).  Die  dunkel¬ 
roten  Stücke  sind  meistens  länger  geflogen  als  die  hellen  <fcf.  —  chelidon  Frühst,  cf:  Oberseite  der  Vflgl  chelidon. 
ähnlich  wie  ramosa  schwarz  bestäubt,  habituell  grösser  als  Javanen;  ?  mit  fast  doppelt  so  breitem  schwarzen 
Aussenrd  aller  Flügel  als  bei  figulina -??;  Nord-  und  Süd-Borneo.  —  flavius  Gr. -Fm.  ist  eine  stark  aufgehellte,  flavius. 
im  weiblichen  Geschlecht  hellrotgelbe  Form  mit  geringer  schwarzer  Umrandung;  Taganac-Inseln,  nördlich  von 
Borneo.  —  palawanica  Stgr.  hat  im  männlichen  Geschlecht  nur  geringe  schwarze  Bestäubung  der  Vflgl.  palawanica. 
Vom  ?  existieren  3  Formen:  eine  dem  cf  ähnliche;  eine  zweite  coelita  Frühst.  (58c),  mit  weissblauem  coelita. 
Mittelfeld  und  drittens  helvola  mit  hell  gelbrotem  Discus  und  ebensolchen  Submarginalflecken.  Palawan,  helvola. 
häufig  im  Januar.  —  Auf  den  Philippinen  erscheinen  Inselrassen,  die  insgesamt  durch  einen  breiten 
schwarzen,  scharf  abgegrenzten  Aussenrd  charakterisiert  sind.  Das  breite  Mittelfeld  variiert  in  der 
Färbung  von  hellgelb  bis  zu  orange.  Die  dunkelste  der  bekannten  Rassen  ist  zamboanga  Fldr.  von  Min-  zamboanga. 
danao ,  von  der  Butler  das  cf  als  mindanensis  beschrieben  hat.  —  soranus  subsp.  nov.  wird  auf  Exemplare  soranus. 
von  Gebu  begründet,  deren  $  ein  doppelt  so  breites,  auf  den  Vflgln  weisses,  den  -Hflgln  gelbes  Mittel¬ 
feld  aufweist,  als  südphilippinische  ??.  —  domitia  Fldr.  (cf  —  asterope  Fldr.)  ist  eine  im  männlichen  Ge-  domitia. 
schlecht  meist  dunkelrote,  im  weiblichen  häufig  fast  weisse  Form  mit  schmalem,  schwarzen  Aussenrd;  Nord- 
Philippinen,  Luzon.  —  tibericus  subsp.  nov.  (?  auf  Taf.  60 f  aus  Versehen  als  mariae  bezeichnet)  ist  eine  tibericus. 
hell  zinnoberrote  Form  mit  fein  schwarz  bestäubtem  Aussenrd  aller  Flügel  der  cf  cf,  leichter  internervaler 
Beschuppung  der  Vflgl  und  breiten  schwarzen  Discalbinden  der  Hflglunterseite.  Bazilan,  Februar — März. 

—  Dieser  Form  steht  die  habituell  etwas  kleinere  acuminata  Snell.  nahe  durch  die  reiche  schwarze  Über-  acuminata. 
stäubung  der  Vflgl  und  eine  die  ganze  Unterseite  durchziehende  braunschwarze  Submarginalbinde  aller 

Flügel.  Tana-Djampea,  südlich  von  Celebes,  Flugzeit  Dezember.  —  Mit  zarinda  Bsd.  (58  c)  beginnt  eine  Reihe  zarinda. 
von  Inselformen,  die  durch  den  geschwungenen,  sehr  spitzen  Schnitt  der  Vflgl  und  das  Fehlen  des  schwarzen 
Aderbezugs  auf  allen  Flügeln  hervorragen.  58c,  erste  Figur,  stellt  ein  aberratives  c fl  dar  mit  lichtem 
schwarzen,  distalen  Aderbezug  der  Vflgl.  Vom  $  sind  zwei  Formen  bekannt  mit  roten  und  F.  fatima  Voll.  (58  c)  fatima. 
mit  weissen  Mittelbinden  und  Submarginalflecken  der  Oberseite.  Die  ??  von  zarinda  sind  unterseits  ausgedehnter 
schwarzgrau  angeflogen  als  andere  Rassen.  —  Vom  cfl  erscheint  in  Süd-Celebes  eine  Aberration  mit  hell¬ 
gelben  Flügeln;  dies  ist  ab.  aurosa  Frühst.  Wie  dies  von  nero  bekannt  ist,  konnte  ich  auch  in  Zentral-  aurosa. 
Celebes  beobachten,  dass  sich  die  cfl  cfl  in  dichten  Scharen  auf  nassen  Sand-  oder  auf  Schlammbänken  im 
Flusse  niederlassen.  —  phestus  Westw.  ist  eine  kleine  dunkle  Form  von  der  Satellitinsel  Talisse,  Nord-Celebes,  phestus. 

—  sulana  Frühst,  ist  eine  grosse,  untei’seits  dunklere  Form  von  den  Sula-Inseln.  -  bouruensis  Wald,  endlich  sulana. 

ist  eine  im  männlichen  Geschlecht  der  zarinda  fast  gleiche  Rasse,  jedoch  mit  hellzinnoberrotem  ?,  das  durch  bouruensis. 
ein  schmales  tiefschwarzes  Basalfeld  und  eine  zusammenlaufende  hellrotgelbe  Submarginalbinde  aller  Flügel 
von  allen  Verwandten  abweicht.  Doherty  entdeckte  auch  eine  ?-Form  mit  weissem  Discalfeld  aller  Flügel, 
analog  fatima  Voll,  von  Celebes.  Kühn  fand  die  Art  als  nicht  selten  im  östlichen  Ceram. 

Da  wo  die  roten  nero  auf  den  Molukken  verschwinden,  tritt  eine  Substitutart  auf  von  kakaobrauner  placidia. 
Grundfarbe,  A.  placidia  Stall.  (60  e).  Bei  dieser  Art  ist  das  ?  nicht  dichrom,  sondern  dein  cf  gleichfarbig  (60c), 
mit  wenigen  verblassten  gelben  Submarginalflecken  der  Vflgl.  Amboina,  Ceram.  —  Auf  den  Nordmolukken, 

Batjan,  Halmaheira  und  Obi  fliegt  eine  Lokalform  maculata  Stgr.,  die  sich  im  weiblichen  Geschlecht  durch  maculata. 
etwas  intensiver  gelbe  Vflglflecken  unterscheidet. 

Im  Papuagebiet  verschwindet  die  braune  Species  und  an  ihre  Stelle  tritt  als  Repräsentant  der  indo- 
malayischen  nero  eine  blaugrau  beschuppte  Kollektivart  mit  zum  Teil  polychromen  ??,  als  deren  Namenstypus 
A.  celestina  Bsd.  (61  d)  von  Waigeu  zu  gelten  hat.  Von  allen  Rassen  der  celestina  existieren  ??  mit  weiss-  celestina. 
lichem  Mittelfeld  aller  Flügel  (lileia  form,  nov.)  und  solche  mit  gelblichem  (aurifera  Frühst.,  61  e).  —  Der  lileia. 
auch  unterseits  am  lebhaftesten  gefärbten  Subspecies  begegnen  wir  auf  den  Aru-Inseln:  es  ist  barea  subsp.  vor.-,  aurifera. 
cfl  oberseits  mit  schmaler  schwarzer  Transcellularbinde;  Unterseite  zumeist  leuchtend  zitrongelb,  mit  kanarien-  ba,ea- 
gelbem  Anflug,  besonders  auf  den  Hflgln.  ?  oben  entweder  weiss  oder  hellorangegelb  (=  flava  Ribbe).  —  flava. 
galepsus  subsp.  nov.  (61  e)  mit  kräftiger  Submarginalbinde  der  Vflgl  und  verbreitertem  schwarzen  Saum  der  gatepsus. 
Htlgl ;  das  cf  ist  unterseits  durch  einen  sandgrauen  Anflug  des  Apicalteils  der  Vflgl  und  gesamten  Hflgl 
charakterisiert.  Key-Inseln.  —  sekarensis  Ribbe  (61  d)  hat  im  männlichen  Geschlecht  nur  schmalen  schwarzen  sekarensis. 
Aussensaum  der  Vflgloberseite,  ohne  Spur  eines  Submarginalflecks  und  einen  breit  grauen  Anflug  der  Unter- 


152 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstorfer 


seite.  Das  ?  kommt  dem  von  celestina  nahe;  die  Basalhälfte  der  Hflgl  ist  jedoch  zumeist  gelbbraun  statt 
limia.  weisslich.  Eine  2-Form  mit  gelbgrauem  Antlug  der  Hflgl  von  Kapaur  nenne  ich  limia  form.  nov.  Holl. 
galerus.  Siid-  und  West-Neu-Guinea.  - —  In  Deutsch-Neu-Guinea  tritt  eine  spezialisierte  Rasse  auf,  galerus  subsp.  nov. 
(61  d)  mit  hellblauer  Oberseite  der  cf  cf,  die  unterseits  ein  weisslichblaues  Kolorit  annehmen,  ohne  Spur  eines 
graubraunen  Anflugs.  Das  ?  ist  unterseits  gleichfalls  sehr  hell ,  Vflgl  mit  breiter  schwarzer  Submarginal¬ 
binde,  aber  mit  weissem  statt  schwarzem  Ton.  Hflgl  ohne  schwarze  Aussenbinde,  die  aber  deutlich  von  der 
Oberseite  durchschimmert.  Deutsch-Neu-Guinea.  Nach  Hagen  an  kiesigen,  schattigen  Bachufern  am  feuchten 
delicata.  Sande  saugend,  und  nicht  selten.  —  dellcata  Btlr.  steht  der  celestina  recht  nahe;  ist  oberseits  aber  dunkler 
blau  und  unterseits  mit  einer  schmalen,  aber  den  ganzen  Vflgl  durchziehenden  Submarginalbinde.  Neu- 
eumelis.  Pommern.  —  eumelis  Bsd.  gehört  wahrscheinlich  auch  hierher;  die  Beschreibung:  »Vflgl  weiss,  der  Grund 
schwarz,  ebenso  Costa  und  Apex ;  Hflgl  weiss  mit  breiter  schwarzer  Randbinde,  unten  an  der  Mediane  safran- 
korridonci.  gelb«  lässt  auf  ein  ?  schliessen.  Neu-Mecklenburg.  —  korridona  Gr.-Sm.,  nur  das  ?  bekannt,  mit  gelblich- 
weisser  Oberseite,  hat  einen  sehr  breiten  braunschwarzen  Aussenrd  aller  Flügel  und  der  Apex  der  Vflgl- 
unterseite  ist  purpurweiss  angeflogen ,  die  Htlglbinde  bedeckt  ein  Drittel  der  Flügeloberfläche  und  ist  leicht 
blaurot  schimmernd.  Korrido  auf  der  Insel  Mysore. 

asteria.  A.  asteria  Mislc.  (61  e)  (—  cerussa  Frühst.)  ist  eine  scharf  abgesonderte  Species,  beim  ?  mit  noch 

kräftigeren  schwarzen  Binden  der  Oberseite.  Unterseits  bei  cf  und  $  ein  die  ganze  Vflglzelle  ausfüllender 
safrangelber  Anflug.  Hflgl  des  cf  gleichmgssig  hellgrau,  jene  des  ?  grauviolett  mit  schwarzbrauner  Median¬ 
binde.  Queensland. 

agar.  A.  clementina  ist  eine  kleine  Art,  von  der  nur  zwei  Rassen  bekannt  sind:  agar  Frühst.  (61  e). 

cf  unten  mit  blaugrauem  Basalteil  der  Vflgl  und  rauchbraunem  Apex  und  ebensolcher  Hflglunterseite ; 
?  unterseits  grauviolett  mit  schwarzen  Submarginalbinden  aller  Flügel.  Die  Regenzeitform  der  cfcfl  ist  dunkler 
clementina.  blaugrau  als  die  abgebildete  Trockenzeitform.  Dannner,  Babber,  Tenimber.  —  clementina  Fldr.  hat  ein 
reiner  weiss  gefärbtes  ?  mit  schmäleren  schwarzen  Längsbinden.  Amboina ;  soll  auch  in  Australien  Vor¬ 
kommen. 

ithome.  A.  ithome  Fld>i  (60  b)  mit  schwarzen  Flügeln,  die  breite  zinnoberrote  Mittelbinde  der  Oberseite  und 

bis  an  die  Basis  ausgedehnte  heller  gelbe  der  Unterseite  haben,  kommt  nur  in  Celebes  vor.  Das  ?  erinnert 
durch  die  trüb  grauweisse  Medianbinde  an  Huphina  affinis  (58  b).  ithome  fand  ich  am  Rande  der  Strand¬ 
wälder  von  Toli-Toli  im  November  und  Dezember  an  verunreinigten  Wegstellen  saugen,  und  Dr.  Martin 
traf  sie  selbst  in  der  nächsten  Umgebung  von  Makassar. 

A.  nephele  gehört  ausschliesslich  den  Philippinen  an,  wo  die  Art  von  Nord  nach  Süd  gehend  ein 
ausgezeichnetes  Bild  bietet  von  der  Neigung  mancher  Pieriden  des  philippinischen  Archipels,  im  Süden  des- 
nephele.  selben  eine  melanotischere  Färbung  anzunehmen  als  im  Norden  und  Nordwesten.  —  nephele  Hew.  von  Luzon 
wird  von  sehr  breiten  weissen  Binden  der  Vflgl  durchzogen,  die  auf  den  Hflgln  des  2  durch  gelbe  ersetzt 
invitabilis.  werden  mit  orangefarbener  Begrenzung  des  schmalen  schwarzen  Aussenrandes.  —  Bei  invitabilis  subsp.  nov. 

von  Mindoro  verschmälern  sich  die  weissen  Mittelfelder  und  beim  ?  tritt  ein  grauweisses  statt  gelbes  Basal- 
aujidia.  fehl  in  Erscheinung.  —  Bei  aufidia  subsp.  nov.  von  der  Insel  Bazilan  verschmälern  sich  die  Binden  noch 
mehr,  das  ?  hat  aber  eine  gelbe  Basalzone  der  Hflgl.  —  In  Mindanao  verdunkelt  das  Basalfel  der  Hflgl  der  ?? 
und  die  weisse  Binde  der  Vflgl  der  ??  hat  nur  noch  wenige  Millimeter  Breite,  wofür  der  schwarze  Aussen- 
elis.  säum  an  Ausdehnung  gewinnt,  =  eüs  subsp.  nov.  —  Nach  Semper  erreicht  dann  die  melanotische  Verfärbung 
hostilia.  ihr  Maximum  auf  den  Sula-Inseln ,  wo  hostilia  subsp.  nov.  vorkommt ,  mit  doppelt  so  breitem  schwarzen 
di  int  io  r.  Aussensaum  aller  Flügel  als  bei  Luzon-Exemplaren.  —  dilutior  Stgr.  (59  f)  endlich  hat  als  eine  aufgehellte 
Form  zu  gelten,  bei  der  sich  bei  den  ??  das  Basalfeld  der  Vflgl  bei  vielen  Exemplaren  in  braune  Atome 
aufzulösen  beginnt,  und  der  schwarze  Distalsaum  wird  bei  beiden  Geschlechtern  noch  schmäler  als  selbst  bei 
nephele  von  Luzon. 

Mit  A.  indra  beginnt  eine  Reihe  von  Arten,  die  von  einigen  Autoren  unter  dem  allerdings  unhalt¬ 
baren  Gattungsnamen  Hyposcritia  Hbn.  zusammengefasst  wurden.  Bei  ihr  und  den  Verwandten  beobachteten 
wir  das  Maximum  des  klimatischen  Einflusses,  der  ebensowohl  auf  die  Färbung,  die  Zeichnung  als  auf  die 
Grössenverhältnisse  einwirkt;  dazu  treten  extreme  geschlechtsdimorphe  Verfärbungen,  Formen  des  heissen 
Tieflandes  und  regenfeuchten  Gebirges,  und  insulare  Isolierung,  so  dass  die  Zusammengehörigkeit  der  Formen 
indra.  früher  nicht  erkannt  war  und  viele  als  eigene  Arten  aufgestellt  wurden.  Die  Regenzeitform  indra  Moore 
(59  a)  hat  bei  Sikkim-Exemplaren  eine  rein  weisse,  bei  den  grösseren  Assamstücken  eine  gelbliche  Färbung, 
mahana.  die  bei  mahana  Moore  (=  imbecilis  Moore)  (59a)  sandfarben  wird,  und  sich  auch  der  schwarze  Apicalfleck 
imbecilis,  der  Oberseite  aufzulösen  anfängt.  Das  ?  ist  enorm  selten,  kaum  eines  auf  1000  cfcf,  oberseits  fast  ganz 
schwarz,  mit  grau  beschupptem  weissen  Discalfeld  der  Vflgl,  unterseits  sehr  breitem  schwarzen  Querband 
der  Vflgl  und  grünlich  gelbem  Anflug  der  Hflgl.  Die  Art  verirrt  sich  nur  sehr  selten  in  die  bengalische 
Ebene,  ist  aber  in  Sikkim,  Assam,  Birma  von  1000  —  4000  Fuss  Höhe  gemein.  —  Im  indischen  Pestdistrikt 
shiva.  bei  Poona,  nördlich  von  Bombay,  tritt  eine  kleine  Subspecies  auf,  mit  sehr  spitzen  Vflgln :  shiva  Swinh. 
(59  d).  —  In  Südindien  bei  Travancore  und  in  den  Nilghiris  erscheint  eine  Form  mit  etwas  breiterem  schwarzen 


Ausgegeben  2.  IV.  1910. 


APPIAS.  Von  H.  Frühst oefer. 


153 


Apicalfleck  der  Vflgl,  statilia  subsp.  nov.,  auf  Tafel  59  d  als  narendra  bezeichnet.  Letzterer  Name  bezeichnet  statilia. 
aber  ausschliesslich  die  distinkte  Rasse  von  Ceylon,  wo  narendra  Moore  zwischen  2 — 4000  Fuss  Höhe  sehr  narendra. 
selten  vorkommt  und  eine  schön  dunkel  gelbgrau  gezeichnete  Unterseite  der  Htlgl  hat.  —  thronion  subsp.  thronion. 
nov.  von  Siam,  oberseits  wie  indra  von  Sikkim,  differiert  unterseits  durch  ein  breites  schwarzes  Subapical- 
band  der  Vflgl  und  feine  rotbraune  Querbinden  der  Htlgl.  Im  Februar  auf  nassen  Sandbänken  am  Flussufer 
mit  zusammengefalteten  Flügeln  saugend  gefunden.  Hierzu  gehören  wohl  auch  Exemplare  aus  Annam  und 
Tonkin.  —  menandrus  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  grössere  Inselrasse,  mit  lichterer,  nur  leichthin  rotbraun  menandrus. 
marmorierter  Unterseite  der  Htlgl,  zierlicherer  und  mehr  zerteilter  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Hainan.  — 
aristoxemus  Frühst.  (50 f)  ist  eine  saisondimorphe  hochspezialisierte  Inselform;  cf  oberseits  wie  indra,  Apex  der  aristoxemus. 
Vflgl  und  die  Oberfläche  der  Htlgl  unterseits  gelb  mit  braunen  dichten  Schuppen  bestreut:  ?  oberseits  mit 
schwarzem  Punkt  am  Apex  der  Vflglzelle,  Htlgl  mit  hellgrüner  Basalregion  und  langen  schwarzen  Zähnen 
des  Distalsaums.  Flugzeit  Mai,  im  Gebirge  von  Formosa.  —  thrasea  form.  nov.  (50  e  und  f)  ist  die  Form  thrasea. 
der  Ebene,  vom  Juli  und  August,  mit  hellgrauer,  an  lucasi  von  Java  gemahnender  Unterseite.  ?  ohne 
schwarzen  Zellpunkt,  Htlgl  weiss  mit  schmalem,  schwarzen  Aussenrd.  Formosa. 

A.  lucasi  Wall.  (59  e),  bisher  nur  vom  Vulkan  Gede  in  Westjava  bekannt,  wo  die  Art  auf  4000  Fuss  lucasi. 

Höhe  sehr  selten  vorkommt.  Das  ?  ist  oberseits  leicht  gelblich,  mit  schwarzem  Zellpunkt  der  Vflgl,  sonst 
wie  das  thrasea-%,  nur  tiefer  schwarz. 

A.  nupta  Frühst.  (60 e),  die  ich  früher  für  eine  paulina- Rasse  hielt,  glaube  ich  auch  hier  einreihen  nupta. 
zu  dürfen.  Unterseite  wie  oben,  nur  mit  gelblichem  Apicalt.eil  der  Vflgl  und  ebensolcher  Oberfläche  der  Htlgl. 

Sehr  selten;  nur  ein  Exemplar  in  meiner  SamnjJnng  bekannt.  Nias. 

A.  lalage  Dbl.  (59  b)  ist  noch  veränderlicher  als  indra,  und  im  Kaiserreich  Indien  selbst  lassen  sich  lalage. 
drei  Rassen  absondern.  —  durvasa  Moore,  von  der  59b  dritte  Figur  ein  cf  der  Trockenzeitform,  59a  als  durvasa. 
pseudolalage  Moore  eine  Intermediatform  und  59  b  erste  Figur  ein  cf  der  Regenzeitform  aus  Sikkim  abgebildet 
sind.  Die  Trockenzeitform  ist  unterseits  auf  den  HÜgln  weisslich  oder  grau,  die  Regenzeitform  gelb  gefärbt. 

Die  sehr  seltenen  ??  haben  in  der  Form  der  trockenen  Zeit  eine  weisse  Oberseite  mit  perlmutterglän¬ 
zendem  Basalfeld  und  sehr  breitem  schwarzen  Apicalbezug.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  nur  leichthin  schwarz 
gefleckt.  Die  Unterseite  der  Htlgl  dunkelgrau  sandfarben.  Diese  Form  ist  die  einzige,  die  auch  im-West- 
Himalaya  vorkommt.  In  Nepal,  Sikkim  gehen  die  seltenen  ??  bis  10000  Fuss  Höhe,  während  die  häufigen  cf  cf 
kaum  6000  Fuss  überfliegen.  Bei  der  Regenzeitform  der  cfcf  von  Sikkim  ist  eine  Aberration  nicht  selten, 
hei  der  sich  der  schwarze  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl  mit  dem  schwarzen  Aussenrd  vereinigt:  =  ab.  confluens  confluens. 
form.  nov.  —  In  Assam  tritt  die  habituell  grössere  lalage  Dbl.  in  Erscheinung,  deren  extreme  Trockenzeit¬ 
form  nicht  von  der  analogen  Form  von  durvasa  aus  Sikkim  zu  unterscheiden  ist,  dafür  kommt  aber  die 
59b  abgebildete  ?-Forrn  mit  gelber  Unterseite  der  Htlgl  meiner  Erfahrung  nach  niemals  in  Sikkim  vor; 
ebensowenig  auch  die  Assam-Intermediatform  59  b  (zweite  Figur,  Unterseite).  Das  ?  von  lalage  tritt  auch  in 
der  unterseits  grauweissen  Intermediatform  auf,  und  ist  zeitweise  nicht  selten  und  mässig  variabel.  Assam 
bis  6400  Fuss.  —  argyridina  Btlr.  ist  die  dritte  Rasse,  die  neuere  englische  Autoren  zu  Unrecht  mit  lalage  argyridina. 
zusammenziehen.  Die  Trockenzeitform  ist  kaum  grösser  als  indra  shiva  Swinh.  und  unterseits  mit  dunkel¬ 
grauem  Apex  der  Vflgl  und  ebensolchen  Hflgln.  Die  Intermediatform  hat  grössere  weisse  Subapicalflecken 
der  Vflgl.  Birma,  Shan-Staaten  von  Siam.  —  mutina  subsp.  nov.  (59  c)  hat  im  männlichen  Geschlecht  einen  mutina. 
schmäleren  schwarzen  Aussenrd  der  Vflgl.  Der  weisse  Subapicalfleck  des  ?  ist  kürzer  und  breiter  als  bei 
lalage-,  das  Basalfeld  der  Htlgl  fast  rein  weiss,  der  Aussensaum  violett.  Tonkin,  selten  im  April  auf  40Ö0  Fuss 
Höhe.  —  Bei  lageloides  Crowl.  reicht  der  schwarze  Fleck  vor  dem  Zellapex  bis  zur  Basis  der  Vflgl  und  fliesst  lageloides. 
nach  aussen  mit  dem  Distalrand  zusammen,  einen  sehr  breiten  weissen  Subapicalfleck  umgrenzend.  Unter¬ 
seite  der  Htlgl  mit  rotbrauner,  gewellter  Submarginallinie.  Insel  Hainan.  —  Die  Art  wird  ziemlich  sicher 
auch  in  Formosa  noch  entdeckt  werden.  Da,  wo  in  Birma  lalage  auf  hört,  beginnt  eine  der  lageloides  sehr 
nahestehende  Rasse,  lagela  Moore,  mit  noch  breiterem  schwarzen  Querband,  das  von  der  Vflglzelle  ausgeht,  lagela. 
Unterseite  etwas  dunkler  als  bei  lucasi,  jener  von  pandione  sehr  nahekommend.  Unter-Birma  bis  Perak  auf 
3  —  6000  Fuss  Höhe  gefangen. 

A.  pandione  ist  die  makromalayische  Fortsetzung  und  Repräsentantin  der  kontinentalen  lalage.  — 

Drei  Inselrassen  sind  zu  erwähnen,  ozolia  subsp.  nov.  (59  c),  deren  cf  cf  auf  den  Hochebenen  Sumatras  ozolia. 
manchmal  zu  vielen  Hunderten  auftreten,  deren  ?  aber  noch  unbekannt  ist.  —  whiteheadi  Gr.-Sm.  ist  eine  whiteheadi. 
grössere,  noch  breiter  schwarz  umrahmte  Rasse,  mit  verkleinerten  weissen  Subapicalflecken;  Unterseite  der 
Htlgl  fast  schwarzviolett  mit  gelblichem  Gostalfeld  und  einem  länglichen  Makel  am  Zellapex.  Kina-Balu. 
Nord-Borneo.  —  pandione  Hbn.  (59  c)  ist  sehr  häufig  in  allen  Teilen  Java’ s  auf  Höhen  über  4000  Fuss  und  pandione. 
gehört  zu  den  Faltern,  welche  die  Eingeborenen  zuerst  herbeibringen,  weil  sie  an  Pfützen  vom  Wege  bequem 
weggefangen  werden  können.  Es  existieren  cfcf  mit  gelblicher  Oberseite  aller  Flügel  (forma  eburnea).  eburnea. 

Das  ?  ist  selten,  durch  breiteren  Aussenrd  und  dunklere,  violett  angelaufene  Hflglunterseite  kenntlich. 
pandione  fand  ich  auch  in  Lombok,  auf  dem  Plateau  von  Sambalun  in  4000  Fuss  Höhe  und  sie  muss  deshalb 
auch  in  Bali  Vorkommen. 


IX 


20 


154 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstoreeb. 


phoebe.  A.  phoebe  Fldr.  ersetzt  lalage  auf  den  Philippinen.  Drei  Lokalformen  sind  bekannt;  der  Typus 

von  Luzon:  Vtlgl  mit  breitem  schwarzem  Apicalbezug,  grossem  quadratischem  Fleck  am  Zellapex  und  zwei 
weissen  Submarginalflecken.  Hflgl  ohne  Spur  einer  Umrandung.  Unterseite  weisslichgelb,  manchmal  auch 
montona.  grau  sandfarben.  Luzon.  —  montana  Bothsch.  ist  eine  prächtige  Bergform,  auf  6—7000  Fuss  Höhe  der 
zamorra.  Insel  Negros  gefangen,  unterseits  dunkelgelb  mit  verbreiterter  Schwarzfleckung  der  Vtlgl.  —  zamorra  Fldr. 
mit  drei  grossen  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl  und  unterseits  reduzierter  schwarzer  Zeichnung.  Mindoro. 

lalassis.  A.  lalassis  Gr.-Sm.,  eine  sehr  interessante  lokale  Species,  auf  die  wegen  des  Fehlens  der  Analpinsel 

der  cf  cf  be  Niceville  das  »Genus«  Lade  errichtet  hat;  kommt  nur  in  Unter-Birma  und  Perak  vor.  — 
indroides.  indroides  ITonr.  mit  breiterem  schwarzen  Apicalbezug  der  Vflgl  ist  deren  Regenzeitform.  Beide  sehen  aus 
wie  lalage  mit  stark  reduzierter  Schwarzfleckung  und  noch  spitzeren  Vflgln.  Unterseite  der  Hflgl  gelblich 
mit  rotbrauner  Bestäubung. 

Die  nun  folgenden  Arten  bilden  eine  natürliche  Gruppe,  die  von  englischen  Autoren  unter  dem  alten 
HüBNEE’schen  Namen  „Catophaga“  als  besondere  Gattung  behandelt  wird.  Das  Geäder  gestattet  aber  in  keiner 
Weise  die  Abtrennung,  und  da  ohnedies  eine  ganze  Anzahl  Formen  dieses  variablen  Falters  benannt  werden  müssen, 
wird  gerne  ein  Name  gespart. 

A.  albina  ist  eine  von  Vorderindien  bis  zu  den  Molukken  und  Philippinen  verbreitete  dimorphe 
Art,  bei  der  die  cf  cf  lokal  in  keiner  Weise  variieren.  Die  ??  aber  sind  polychrom,  neigen  zur  Aus¬ 
bildung  von  horodimorphen  und  individuellen  Formen,  sowie  insularen  Rassen,  die  alle  unter  sich  durch 
Übergänge  verbunden  sind.  Auf  Taf.  60  c  und  d  stellen  wir  bereits  11  ¥¥-Formen  dar,  ohne  aber  die  Fülle 
des  Vorhandenen  zu  erschöpfen.  Am  konstantesten  sind  die  ¥¥  auf  dem  Festlande,  wo  3  Formen  dominieren, 
während  auf  den  Inseln,  besonders  in  Micromalayana,  ein  sinnverwirrender  Reichtum  beobachtet  wurde. 
Rp  in  Süd-Indien  auf  Hemicyclia  venusta,  einer  Euphorbiacee ,  gefunden,  von  lichtgrüner  Farbe  mit 
gelblichweissen  Längsbinden,  mit  sehr  feinen  Haaren  besetzt.  Pp  schmutzigweiss  bis  grünlich,  mit  schwarzen 
Punkten,  in  der  Mitte  am  breitesten  mit  2  flügelartigen  Spitzen.  Falter  stellenweise  häufig,  nach  meinen 
Erfahrungen  ausschliesslich  Blütenbesucher,  das  ganze  Jahr  über  vorkommend,  aber  wie  z.  B.  auf  Lombok 
manchmal  plötzlich  in  gewaltigen  Massen  auftretend.  Sie  lieben  besonders  Scabiosen,  sind  keineswegs  scheu 
und  lassen  sich  mit  den  Händen  greifen.  Höhen  von  2—4000  Fuss  werden  von  ihnen  bevorzugt,  doch  trifft 
man  sie  auch  in  der  heissen  Ebene  am  Waldrande  und  selbst  in  den  Gärten,  z.  B.  von  Haiphong  in  Tonkin 
in  Gesellschaft  von  Papilio  helenus  als  einen  der  ersten  Schmetterlinge,  wenn  im  März  die  Winternebel  an- 
fangen  sich  zu  verziehen.  Uncus  lang,  scalpellförmig,  ohne  dorsale  Verdickung,  medial  verbreitert,  distal  mit 
stumpfer  Spitze.  Valve  breit,  lang  behaart,  sackförmig,  distal  oval  gerundet.  Die  Valve  der  Inselrassen  breiter 
confusa.  als  jene  der  kontinentalen  Subspecies.  —  Mit  confusa  nom.  nov.  (=  darada  auct.  nec  Fldr.)  (60  d  als  darada  be¬ 
zeichnet.)  beginnt  der  nördlichste  Zweig  der  Kollektivart,  davon  existieren  cf  cf  der  Regenzeitform,  die  gelegent¬ 
lich  einen  leichten  schwarzen  Anflug  an  der  Vflglspitze  aufweisen.  2  Formen  des  ¥,  die  überall  auftreten,  wo 
principalis.  albina  vorkommt:  principalis  form .  nov.,  unterseits  blauweiss,  Zeichnung  wie  oben  ohne  schwarzen  Aussen- 
semif/ava.  säum  der  Hflgl.  Dominiert  in  der  Trockenzeit;  —  ?  f.  semiflav^/orw.  nov.  Apex  der  Vflgl  und  die  ganzen 
swinhoei.  Hflgl  bleich  ockergelb,  confusa  ist  selten  in  Sikkim,  häufig  in  Assam,  Siam,  Tonkin.  —  swinhoei  Moore. 

¥  oberseits  mit  etwas  schmälerem  und  mehr  zerteiltem  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl.  Süd-Indien.  Die  Rp 
venusta.  frisst  13  Tage,  Puppenruhe  9  Tage.  —  venusta  Moore  von  Ceylon  mit  bereits'  4  ¥- Formen,  von  denen 

flava,  die  dritte  (60  d,  als  neombo  bezeichnet)  den  Namen  flava  Höher  führen  muss,  mit  durchweg  gelber  Unterseite 

der  Vflgl.  Daneben  erscheint  auch  das  unterseits  weisse  ¥  und  die  ?-Form  semiflava  auf  der  Insel,  venusta 
ist  überall  häufig  auf  Ceylon  in  den  ersten  Monaten  des  Jahres,  zwischen  2  und  4000  Fuss  an  offenen  Stellen 
des  Waldes,  und  beteiligt  sich  an  den  alljährlichen  Massenflügen  in  Gesellschaft  von  A.  paulina  Cr.  —  In 
micro-  Ost-Java,  Bawean  und  an  den  kleinen  Sundainseln  fliegt  eine  Rasse  micromalayana  subsp.  nov.,  deren  ¥¥ 
malayana.  bereits  in  10 — 12  Formen  auftreten.  Die  normalen  ¥¥  sind  in  der  Regel  nur  schmal  sdhwarz  gesäumt.  Da¬ 
neben  existieren  vollkommen  cf -ähnliche,  ganz  weisse  (zweite  Figur),  nur  mit  schwarzem  Aussensaum :  dies  ist 
virilis.  virilis  form.  nov.  (60c  ¥);  häufiger  ist  eine  Form  mit  schwarzen  Punkten  zwischen  den  vorderen  Medianenden 
punctata,  (ab.  punctata  60  c,  dritte  Figur).  Wenn  dieser  Punkt  mit  feinen  schwarzen  Linien  mit  dem  Aussenrd  verbunden  ist, 
ambigua.  haben  wir  ab.  ambigua  Gr.-Sm.  (60  c,  sechste  Figur).  ¥  mit  durchweg  grau  bestäubten  Vflgln,  beschrieb  ich  als 
saweloides.  saweloides  (60  c.) ;  diese  sind  selten  und  liegen  nur  aus  Lombok  und  Sumbawa  vor.  Die  .Type  von  letzterer  Insel 
ist  noch  viel  dunkler  als  das  abgebildete  ¥  aus  Lombok.  —  ¥  mit  scharf  abgesetztem,  breitem,  gleichmässigem 
agatha.  schwarzen  Distalsaum  heissen  agatha  Stgr.  (60  d);  von  Palawan  beschrieben,  aber  auch  von  Bawean  bis  zu  den 

umbratilis.  Inseln  der  Tenimbergruppe  in  meiner  Sammlung.  —  umbratilis  Frühst,  hat  dieselbe  Verteilung  der  schwarzen 

Binden,  jedoch  ein  ockergelbes  statt  weisses  Basalfeld  der  Hflglunterseite ;  von  Lombok,  selten.  —  Dieselbe  Form, 
citroneiia.  aber  die  Basalfelder  aller  Flügel  beiderseits  gelb  ist  citronella  Frühst.,  während  60  c  (fünfte  Figur)  die  ¥-f.  citrina 
citrina.  fornu  nov%  darstellt,  beiderseits  gelb,  in  allen  Übergängen  von  der  abgebildeten  an  punctata  erinnernden  Form  bis 
zur  ¥-Form  flava  mit  breiter  schwarzen  Subapicalbinden.  —  Endlich  tritt  eine  der  punctata  analoge  ¥-Aberration 
auf,  oberseits  weiss,  unten  mit  hellockergelbem  Apex  der  Vflgl  und  ebensolcher  Oberfläche  der  Hflgl:  dies  ist 
subochracea.  subochracea  form.  nov.  —  Als  infuscata  subsp.  nov.  wird  die  Lokalrasse  von  Sumbawa  bezeichnet,  bei  der 
infuscaia.  ape  ¥¥-Formen  wesentlich  breiter  schwarz  umzogen  sind,  als  die  analogen  von  Lombok,  Wetter  und  Java. 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  mit  flava,  semiflava  identischen  Abweichungen  sind  zudem  unterseits  dunkler  ockergelb.  —  albina  Bsd.  albina. 
ist  der  nomenklatorische  Typus  der  Süd-  und  Nord  -  Molukken ,  wo  die  ¥¥  nicht  so  mannigfaltig  wie  in 
Micromalayana  variieren.  —  Bei  Illu  auf  Ceram  war  nach  Ribbe  diese  Art  sehr  gemein.  Ribbe  schreibt 
darüber:  «Wenn  ich  vormittags  nach  dem  Flusse  kam,  flogen  aufgescheucht  ganze  Wolken  dieser  Tiere  auf. 
zu  Tausenden  fanden  sie  sich  überall,  wo  Süsswasserläufe  vorhanden  waren.  Mit  einem  Schlage  des  Netzes 
gelang  es  mir  einmal,  an  einer  günstigen  Stelle  gegen  150  Stück  zu  decken.  Leider  waren  die  Vf  sehr 
selten.»  —  Als  pancheia  subsp.  nov.  wird  die  Rasse  der  Insel  Palawan  benannt,  mit  fast  ganz  schwarzbrauner  pancheia. 
Zelle  der  Vflgl,  die  Oberfläche  aller  Flügel  fein  schwarz  überpudert.  Nur  4  ¥-Formen  und  zwar  prineipalis,  semi¬ 
flava ,  neombo  und  agatlia  sind  von  Palawan  bekannt,  die  alle  im  Januar  fliegen,  albina  dürfte  in  der  pancheia  sehr 
ähnlichen  Rassen  auch  auf  den  Süd-Philippinen  wiedererscheinen.  —  Von  neombo  Bsd ,  von  der  das  Vater-  neombo. 
land  unsicher,  aber  nach  einer  Bestimmung  Moore’s  in  Sumatra  oder  Borneo  zu  suchen  ist,  hat  Bois- 
duval  eine  weisse  und  eine  gelbe  ¥-Form  beschrieben.  Die  erstere  hat  natürlich  als  die  typische  zu  gelten, 
wenngleich  von  Moore  1857  gerade  die  gelbe  Form  als  neombo  von  Cejdon  abgebildet  wurde,  ein  Irrtum,  den 
ich  erst  jetzt  ausfindig  machte.  Für  die  neombo  auf  Taf.  60  d  muss  daher  der  Name  ¥  forma  flava  Bober  eintreten,  flava. 
die  von  Ceylon  bis  Palawan  und  Obi  auf  allen  Inseln  vorkommt,  unbeschadet  der  lokalen  Abweichungen 
der  übrigen  weiblichen  Aberrationen,  und  mit  neombo  bezeichne  ich  die  makromalayanisehe  Subspecies  der 
albina.  —  semperi  nannte  Moore  die  «/ömn-Rasse  der  Nord-Philippinen,  wTie  sie  Semper  abgebildet  hat.  semperi. 

A.  melania  F.  (61  c)  hat  sehr  viel  Gemeinsames  mit  albina,  eine  weite  Verbreitung,  zahlreiche  ¥¥-Formen,  melania. 
das  Auftreten  in  grossen  Mengen;  sie  differiert,  aber  von  ihr  durch  die  Ausbildung  viel  schärfer  gesonderter 
Lokalrassen,  die  schon  auf  kurze  Distanzen,  selbst  innerhalb  kontinentaler  Gebiete,  entstehen.  Das  f  hat 
stets  einen  relativ  breiten  grauen  oder  schwarzen  Apicalbezug,  manchmal  sogar  ein  breites  subapicales 
Maschennetz  oder  an  dessen  Stelle  einige  grosse  Wischflecken,  die  bei  albina  stets  fehlen,  die  Unterseite  ist 
häufig  orange-  oder  ockergelb.  Valve  wie  bei  albina,  nur  breiter,  kürzer,  runder,  der  Uncus  kurz,  robuster, 
mit  einer  dorsalen  medialen  Verdickung.  —  darada  Flclr.  nec  Moore  ist  der  Name  der  nördlichsten  Ab-  darada. 
zweigung  der  interessanten  Art,  die  in  Sikkim,  Assam  und  West-China  ziemlich  selten  und  nur  sporadisch 
auftritt  (mir  ist  sogar  nie  ein  ¥  zugänglich  geworden).  —  adamsoni  Moore  (61  a)  ist  eine  durch  ihre  dunklen  adamsoni. 
¥¥  ausgezeichnete  Lokalform  aus  Birma,  Tenasserim,  Tonkin.  —  pseudoleis  subsp.  nov.  (61  a),  in  Siam  sehr  psendoleis. 
häufig,  ist  durch  die  breit  schwarz  umrandeten  Vflgl  auffallend  und  durch  eine  sehr  helle,  z.  T.  gelb  getönte 
Oberseite  der  Hflgl  charakterisiert.  Bei  der  Trockenzeitform  der  cf  cf  verschwindet  diese  schwarze  Zeichnung 
fast  völlig.  —  distanti  Moore  von  der  Malayischen  Halbinsel  steht  ihr  sehr  nahe,  nur  sind  deren  ¥¥  breiter  distanti. 
umrandet.  —  galathea  Flclr.  (=  roepstorffi  Moore)  (60 d)  kommt  nur  auf  den  Nicobaren  und  Andamanen  vor;  galathea. 
eine  im  cf  zeichnungsarme,  unterseits  gelbgetönte  Inselrasse;  das  ¥  scheint  noch  unbekannt  zu  sein,  denn 
was  Moore  Lep.  Ind.  VII  t.  553  als  solche  abbildet,  gehört  zu  albina  und  deren  ab.  (¥)  semiflava.  —  pau-  paulina. 
lina  Cr.  (Bd.  1,  20g)  tritt  in  Ceylon  in  zwei  Zeitformen  auf,  jener  der  Regenzeit,  unterseits  ockergelb 
angeflogen,  lankapura  Moore;  dazu  eine  Nebenform  mit  schwarzer  Submarginalbinde  der  Hflglunterseite :  lankapura. 
forma  fasciata  form.  nov.  (61  a  als  lankapura  bezeichnet).  Die  Trockenzeitform  galene  Flclr.  ist  beim  cf  fasciata. 
unten  hellgelb,  beim  ¥  mit  weissem  Apex  der  Vflgl  und  weisser,  perlmutterglänzender  Unterseite  der  Hflgl.  galene. 
Beide  sind  sehr  häufig,  die  ersten  Stände  sind  aber  dennoch  unbekannt,  paulina  findet  sich  von  der  Ebene  bis 
hinauf  zu  6000  Fuss  zumeist  am  Waldrande,  fliegt  andauernd  und  schnell.  Manchmal  erscheinen  ganze  Wolken 
von  Pieriden,  die  zur  Hälfte  aus  paulina  zusammengesetzt  sind,  die  an  sonnigen  Tagen  ihre  Flüge  beginnen  und 
sich  nach  deren  Beendigung  in  ganzen  Gruppen  auf  nasse  Erdstellen  niederlassen.  —  Als  pione  subsp.  nov.  pione. 
bezeichne  ich  die  Inselrasse  von  Sumatra,  deren  cf  dem  leis-f  und  distanti  Moore  nahekommt.  ¥  oberseits 
wesentlich  ausgedehnter  braunschwarz  umrandet  als  das  leis-f. ,  Htlgl  durch  die  dichte  grüngraue  Bestäubung 
an  sawela  erinnernd.  Unterseite  der  Vflgl  mit  gelblichem  Apex,  Hflgl  gelb  mit  prägnanter,  scharf  aus¬ 
geprägter,  dunkelbrauner  Submai-ginalbinde,  Distalsaum  braun  gepudert.  —  leis  Hbn.  (60 f)  kommt  nur  auf  leis. 

Java  vor.  Die  cf  cf  (60  f)  differieren  nur  wenig  in  der  Ausdehnung  der  schwarzen  Apicalbedeckung  der  Vflgl. 
von  den  ¥¥  treten  aber  viele  Formen  auf,  von  denen  eine  hier  beschrieben  wird.  Die  typischen  leis -ff 
sind  unterseits  weiss,  perlmutterglänzend,  ohne  schwarzen  Saum  der  Hflgl.  —  ¥-f.  obscurior  (60  e,  f)  ebenso,  obscurior. 
aber  mit  schwarzem  Aussensaum  der  Hflgl.  Letztere  kommt  auch  mit  weisslich  angeflogenem  Apex  der 
Vflglunterseite  oder  mit  gelb  durchsetztem  schwarzem  Distalrand  vor.  Ost-  und  West-Java  bis  2000  Fuss 
Höhe  häufig;  Bawean  selten.  —  In  Borneo  hat  sich  die  Art  aber  sehr  verändert,  dort  erscheinen  die  am 
breitesten  schwarz  umzogenen  ¥¥ :  dies  ist  athena  Frühst.  (61  b).  Ich  besitze  nur  ¥¥  mit  ockergelber  LTnterseite  athena. 
der  Hflgl,  z.  T.  mit  scharf  ausgeprägten  schwarzbraunen,  z.  T.  mit  gelb  überpuderten  Randbändern,  f  ober¬ 
seits  reicher  schwarz  besetzt  als  leis-f  6'.  Kina-Balu.  —  sawela  Frühst.  (61  b,  c)  ist  eine  erheblich  modifizierte  sawela. 
geographische  Rasse,  f  mit  einer  distalen  Reihe  von  schwarzen  Zähnen  auf  den  Vflgln,  unterseits  gelblieh- 
weiss  mit  rundem,  schwarzem  Subapicallleck.  Vom  ¥  gleicht  kaum  ein  Stück  dem  andern,  und  ausser  der 
abgebildeten  Hauptform  (61c)  existieren  auch  solche  fast  völlig  schwarz  auf  den  Vflgln,  blaugrau  auf 
den  Hflgln  überstäubte  Exemplare  (f.  furia  form.  nov).  Die  Farbe  der  Unterseite  variiert  vom  liellzitron-  furia. 
bis  zu  dunkel  orangegelb,  mit  breitem  rotbraunem  Aussensaum  der  Hflgl,  der  manchmal  von  gelblichen 
Pfeilflecken  durchsetzt  ist,  zumeist  jedoch  fehlt  oder  an  dessen  Stelle  wir  eine  stark  gekrümmte  Submarginal- 


APPIAS.  Von  H.  Fruhstoreeb. 


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binde  vorfinden,  wie  auf  der  Abbildung  (61  c).  Meine  ersten  Exemplare  von  sawela  fing  ich  am  25.  Mai  1896 
auf  Lombok,  nachdem  der  Regen  schon  einige  Wochen  ausgesetzt  hatte,  ganz  unerwartet  in  den  Mittags¬ 
stunden  zwischen  1  und  3  Uhr,  wo  die  Falter  sich  auf  Scabiosenblüten  niederliessen  und  in  Gesellschaft 
von  Appias  albina  zusannnensassen,  manchmal  bis  5  auf  einer  Blume,  wie  man  in  ähnlichen  Ansammlungen 
Argynnis  pales  gelegentlich  im  Engadin  antrifft.  Man  kann  die  Falter  dann  mit  den  Fingern  wegnehmen. 
In  Sumbawa  nimmt  die  schwarze  kammartige  Zeichnung  am  Vflgl  der  c fcf  zu  und  geht  auch  auf  die  Hflgl 
tambora.  über;  ebenso  vermehrt  sich  die  schwarze  und  blaugraue  Bestäubung  der  ??,  dies  ist  tambora  Frühst.  (61  c).  — 
Im  micromalayischen  Gebiet  und  der  papuanischen  Region  treffen  wir  noch  eine  ganze  Reihe  von  melania- 
emilia.  Rassen.  Auf  Sumba  begegnen  wir  emilia  Frühst.  ?  in  der  Grösse  sawela  nahestehend,  jedoch  von  dieser  und 
tambora  dadurch  differenziert,  dass  die  weissen  Apicalllecken  der  Vflgl  sich  stark  verbreitern,  so  dass  sie  eine 
zusammenhängende  Binde  bilden.  Die  Grundfarbe  aller  Flügel  ist  ausserdem  reiner  weiss  und  ausgedehnter,  die 
paula.  Hflgl  sind  schmäler  schwarzgerandet.  —  paula  Röb.  von  Wetter  ist  eine  sehr  kleine  Rasse.  cF  mit  feiner  Zähne- 
lung  der  Vflgl,  $  mit  sehr  schmalem,  scharf  abgesetztem  Distalsaum  aller  Flügel  und  kleinen  gelben  Subapical- 
eurosundana.  mäkeln  der  Vflgl.  Unterseite  der  Vflgl  durchweg  hellgelb  angeflogen.  —  eurosundana  Gr.-Sm.  cf  fast 
ohne  schwarze  Zeichnung  der  Vflgl,  ¥  ebenso  wie  paula-%  mit  gelbem  Basalfeld  der  Vflgl.  Unterseite  sonst 
urania.  wie  sawela-9- ,  nur  kleiner.  Timor.  —  urania  Wall,  ist  eine  sehr  prägnante  Inselrasse,  cf  ähnlich  zoe,  aber 
mit  ausgedehnteren  schwarzen  Feldern  der  Vflgl  in  der  Regenzeitform,  ohne  Spur  einer  subapicalen  Fleckung 
albata.  in  der  Trockenzeitform  (=  albata  Hpffr.).  ?  dohertyi  Rothsch.  unterseits  ähnlich  jenem  von  lankapura  Moore, 
aber  lichter  gelb  mit  noch  breiterem,  schwarzem  Subapicalband  der  Vflgl.  Oberseite  beider  Flügel  schwarz 
mit  weissem  Discalfeld  der  Vflgl,  gelbem  der  Hflgl.  Beide  Geschlechter  sehr  selten  in  Celebes,  ¥  erst 
zoe.  durch  Doherty  entdeckt.  —  zoe  Voll.  (61b)  differiert  von  allen  bekannten  Rassen  dadurch,  dass  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  der  cf  cf  stets  zwei  quadratische  schwarze  Subapicalflecken  vorhanden  sind.  — 
uranides.  Bei  Regenzeitform  uranides  form,  nov.,  die  urania  Wall,  von  Nord-Celebes  entspricht,  vereinigt  diese  Flecken 
eine  schmale  schwarze  Binde  und  der  Apicalanflug  der  Vflgl,  sowie  die  Unterseite  der  Hflgl  sind  ocker - 
statt  hell  schwefelgelb.  Vom  ¥  lassen  sich  ausser  der  Form  principalis  mit  gelblichweisser  Unterseite  der 
limbata.  Hflgl  noch  eine  Form  limbata  form.  nov.  mit  breitem,  schwarzem  Aussensaum  der  Htlgl  und  eine  Form 
melanides.  melanides  form.  nov.  erwähnen.  Letztere  ist  sehr  ähnlich  melania  F.,  aber  mit  noch  schmälerem,  schwarzem 
Aussensaum  und  weisslichem  statt  ockergelbem  Basalfeld  der  Hflgl.  Solche  ¥¥  haben  englische  Autoren  ver¬ 
leitet  ,  zoe  mit  melania  F.  zu  synonvmieren  und  melania  als  auch  auf  den  Molukken  vorkommend  zu 
cynisca.  registrieren.  Batjan,  Halmalieira,  Obi,  nicht  selten.  —  cynisca  Wall,  im  weiblichen  Geschlecht  sehr  ähnlich 
zoe,  aber  mit  verschmälertem,  weissem  Discalfeld  aller  Flügel  und  hell  gelbgrünem  statt  ockergelbem  Basal¬ 
feld  und  braunschwarzem,  nicht  gelb  marmoriertem  Distalsaum  der  Hflglunterseite.  cf  wie  bei  albata  Hopff. 
antoniae.  von  Celebes,  Insel  Buru,  selten.  —  antoniae  subsp.  nov.  durchweg  heller  als  die  vorige.  Subapicalfleckchen 
der  Vflgl  grösser,  gelblich.  ¥  mit  schmälerem,  schwarzem  Aussensaum,  Basalfeld  der  Hflgl  hellgelb.  Ost- 
saina.  Ceram,  Saparua.  —  saina  Gr.-Sm.  ist  eine  in  Neu-Guinea  seltene  Subspecies.  cf  ähnlich  melania  und  zoe, 
aber  mit  weniger  Schwarz.  ¥  ähnlich  dem  zoe-$,  aber  mit  gelbem  statt  schwarzem  Apex  der  Vflgl  und 
falcidia  ockergelbem  Basalfeld  der  Hflglunterseite.  Holländisch  Neu-Guinea.  —  falcidia  subsp.  nov.  ist  eine  noch  dunklere 
Satellit-Inselrasse ;  ¥  mit  sehr  grossen  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl,  Htflgl  schön  hellgelb  mit  einem  sehr 
melania.  breiten  schwarzen  Saum,  der  gelb  überpudert  ist.  Insel  Biak  in  der  Geelvinkbai.  —  melania  F.  (=  ega  Bsd.) 
(61  c,  d)  ist  die  australische  Form  der  weit  verbreiteten  Art,  die  sehr  wenig  variiert.  Alle  ¥¥  machen  den 
Eindruck,  als  kämen  sie  nur  in  der  Regenzeit  vor;  die  Oberseite  ist  blendend  weiss  mit  tiefschwarzem  Rahmen, 
die  Unterseite  der  Vflgl  rein  weiss.  Apex  blauviolett  schimmernd,  Htflgl  gelblich  mit  rotorangefarbenem 
jacquinoti.  Costal-  und  Analsaum.  Australien,  von  Caj^e  York  bis  Sidney.  —  Von  jacquinoti  Luc.  (cf  athama  Luc.)  ¥  aus 
Balau  (Palau?)  beschrieben,  verlegten  englische  Autoren  den  cf  nach  Ceram  das  ¥  nach  Samoa.  Letzteres 
dürfte  richtiger  sein.,  cf  kleiner  als  melania-cP,  oberseits  gelblichweiss,  Gostale  und  Apex  fein  braun  gesäumt, 
unten  bleichgelb  mit  grossem  gelbem  Apicalfleck  der  Vflgl.  ?  oberseits  gelblichweiss,  breit,  schwarz  um¬ 
säumt  mit  3  gelblichen  Subapicalflecken.  Vflgl  unten  schwefelgelb,  mit  bräunlichem  Apex,  Hflgl  gelb,  mit 
wallacei.  breitem,  schwarzem  perlgrau  überpuderten  Aussensaum.  —  wallacei  Bth.,  ist  eine  ausgezeichnete  Inselrasse; 
cf  oberseits  rein  weissund  mit  schwarzbrauner  Gostale,  ¥  prächtig  dunkelzitrongelb,  Vflgl  mit  breitem  schwarzem 
nach  aussen  mässig  eingeschnittenem  Distalsaum,  der  drei  gelbe  Makeln  trägt.  Terminalsaum  der  Htlgl  gelb, 
caledonica.  Submarginalbinde  gleichmässig  schwarz.  Mallicollo-Insel  der  Neu-Hebriden.  —  Als  caledonica  hat  Felder 
psyche.  eine  der  wallacei  nahestehenden  Rasse  von  Neu-Galedonien  beschrieben,  zu  der  psyche  Felder  wohl  nur 
das  cf  darstellt.  —  Unter  dem  Namen  ayave  kursieren  eine  ganze  Reihe  von  Inselrassen,  von  denen  die 
agave.  typische  Form  agave  Fldr.  (61  b)  einen  relativ  breiten  schwarzen  Aussensaum  der  Hflgl  der  ¥  führt,  deren 
Vflgl  stets  weiss  sind.  Die  Färbung  der  Hflgl  wechselt  von  bleichockergelb  bis  zu  hellzitrongelb ,  bleibt 
nikomedeia.  auch  manchmal  weiss.  Luzon.  —  Als  nikomedeia  subsp.  nov.  bezeichne  ich  die  Rasse  der  Insel  Bazilan, 
cf  mit  ausgedehntem  geschwärztem  Apicalsaum  der  Vflgl,  und  dunkler  gelber  Unterseite  der  Vflgl  als  agave 
Fldr.  von  Luzon,  ¥  weiss,  mit  breitem  schwarzem  Aussensaum,  der  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  violett 
terentilia.  schimmert.  Ähnliche  ¥¥  kommen  auch  in  Mindanao  vor.  —  Als  ferentilia  subsp.  nov.  beschreibe  die  Palawan- 
iria.  Inselrasse,  deren  ¥  in  hohem  Masse  Modificationen  unterliegen.  ¥  =  form,  iria  form.  nov.  (61  b)  oberseits 
weiss,  mit  isolierten,  rundlichen,  braunen  Distalmakeln  der  Htlgloberseite;  Apex  der  Vflgl  und  die  Hflgl 


PHRISSURA.  Von  H.  Fbuhstorfeb. 


157 

ockergelb  ohne  Spur  von  Binden  oder  Rändern.  ¥  --  form,  flaminia  form.  nov.  ebenso  gezeichneter  Jldgl  flaminia. 
aber  oberseits  gelb,  ebenso  die  Subapicalflecken  der  Vtlgl.  horatia  form.  nov.  hat  gelbe  Oberseite  der  horatia. 
Hflgl ,  die  beiderseits  einen  breiten  schwarzen  Aussensaum  führen,  bei  aegina  form.  nov.  ist  die  aegina. 
Oberseite  weiss,  Hflgl  mit  schmaler  schwarzer  Umrahmung  der  Oberseite,  Unterseite  hellgelb;  —  mar  -  marginata. 
ginata  form  nov.  Hflgl.  beiderseits  breit,  schwarz  umrandet,  Oberfläche  der  Hflgl.  unterseits  dunkelocker¬ 
gelb.  Sämtliche  fünf  Formen  kommen  im  Monat  Januar  an  derselben  Stelle  auf  Palawan  vor.  —  plaetoria  plaetoria. 
subsp.  nov.  ist  die  Rasse  der  Insel  Balabac,  wo  die  Art  im  Dezember  nicht  selten  ist.  cP  unterseits  dunkler- 
gelb  als  Exemplare  von  Luzon,  Bazilan  und  Palawan.  S  Vtlgl  weiss  mit  kleinen  weissen  Subapicalflecken. 
Hflgloberseite  gelblichgrün  mit  breitem  Distalrand.  Apex  der  Vtlgl.  und  die  gesamten  Hflgl  unterseits  milch- 
weiss,  mit  violettem  und  gelblichem  Anflug,  ohne  schwarzen  Distalsaum,  aber  mit  leicht  angedeuteter 
Submarginalbinde.  —  minato  Frühst,  ist  habituell  der  stattlichste  hierhergehörige  geographische  Ausläufer,  rninato. 

Es  sind  nur  cf  er’  bekannt,  mit  feinem  schwarzem  Aderbezug  und  undeutlichen  Wischflecken  der  Vtlgl. 
Vflglspitze  und  gesamte  Hflgl  unterseits  bleichstrohgelb,  die  erstere  mit  rundem  schwarzem  Fleck  zwischen 
der  vorderen  Mediane.  —  Johigaki,  eine  der  südlichsten  Liu-Kiu-Inseln. 

A.  wardi  Moore  (60 f)  ersetzt  paulina  in  Süd-Indien,  ihr  kommen  wahrscheinlich  Artrechte  zu .wardi. 
Figur  f 2 ,  stellt  die  Regenzeitform,  f3  eine  Interm ediatform  dar,  während  bei  der  Trockenzeitform  der 
schwarze  Apicalbezug  noch  mehr  zurücktritt,  und  auch  die  bei  der  Regenform  deutliche  Subapicalbinde 
der  Vflglunterseite  fast  verschwindet.  ?  nähert  sich  vollkommen  dem  paulina-2  und  ist  bei  ihr  die  Sub¬ 
apicalbinde  der  Vflgl  fast  doppelt  so  breit.  Die  Rp  lebt  auf  Gapparis  heyneana  Wall,  Süd-Indien,  Nil- 
ghiris.  —  yaksha  subsp.  nov.  endlich  ist  eine  sehr  kleine  spitzfltigelige  Rasse  des  heissen  Tieflandes  mit  yaksha. 
feinen,  schwarzgrauen  Zähnen  der  distalen  Partie  der  Vflgl.  Unterseite  aller  Flügel  fast  ganz  weiss.  Poona, 

Deesa,  Bombay-Distrikt. 

A.  nata  Kheil  (60  e)  eine  der  merkwürdigsten  Arten  der  kleinen  Insel  Nias,  oberseits  blaugrau  statt  nata. 
weiss,  Vflgl  mit  feinen  schwarzen  Zähnen.  Unterseits  färben  sich  der  Apex  der  Vflgl  und  die  Hflgloberseite 
gelblich,  auf  graublauem  Grunde,  Sehr  selten.  Insel  Nias. 

A.  cardena  (60  b)  ausgezeichnet  durch  relativ  kurze  schwarze  Haarpinsel  des  vorletzten  Ab-  cardena. 
dominaltergits  mit  oberseits  schwarz  gegittertem  Apicalteil  der  Vflgl,  der  am  dunkelsten  bei  hagar  Voll,  hagar. 
von  Sumatra  aufgetragen  ist,  die  unterseits  aber  ein  heller  gelbgeflecktes  Basalfeld  der  Hflgl  hat  als  cardena  cardena. 
Heiv.  von  Nord -  Borneo.  Zwischen  beide  schiebt  sich  im  Zeichnungs-  und  Färbungs  -  Charakter  perakana  perakana. 
Frühst.  (60  b)  ein  mit  etwas  reicher  weiss  dekoriertem  Apex  der  Vflgl  als  hagar  und  schmalem,  aber  dunkel 
orangefarbenem  Basalsaum  der  Hflglunterseite.  Malayische  Halbinsel. 

A.  leptis  Fldr.  (60b)  eine  unscheinbare  und  häufige  Art,  die  auf  Java  bis  zu  2000  Fuss  Hohe  Ifptis. 
überall  vorkommt,  wo  sich  Reste  ursprünglicher  Vegetation  erhalten  haben  und  belebt  stellenweise  grasige 
Ränder  verlassener  Kaffeegärten  zu  vielen  Hunderten.  Am  nächsten  steht  dem  Namentypus  balinus  Frühst,  balinus. 
mit  wesentlich  eingeengten  schwarzen  Subapicalbinden  der  Vflgl  und  reduziertem,  schwarzem  Aussenrd  der 
Hflgl.  Insel  Bali.  —  vadus  subsp.  nov.  (59  d)  ist  viel  grösser  mit  ausgedehnterer  schwarzer  Umrahmung  vadus. 
aller  Flügel,  sehr  grossen  weissen  Subapicalpunkten  der  Vflgl.  Insel  Lombok,  im  Mai-Juni,  sehr  selten,  da 
an  der  östlichsten  Peripherie  ihrer  Verbreitung.  —  plana  Btlr.  (59  c),  von  der  malayischen  Halbinsel  be-  plana. 
schrieben,  und  identisch  auf  Sumatra  vorkommend,  hat  gar  keinen  schwarzen  Hflglsaum,  der  bei  aemilia  aemilia. 
subsp.  nov.  von  Borneo  gleichfalls  fehlt  und  bei  der  auch  die  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl  kleiner 
bleiben,  die  schwarze  Subapicalbinde  sich  verbreitert.  —  massilia  subsp.  nov.  (59  d)  ist  charakterisiert  durch  massilia. 
die  gelbliche  statt  weisse  Oberseite.  Palawan,  häufig  im  Januar.  —  festrada  subsp.  nov.  (59  c  sechste  Figur)  festrada. 
ist  die  kleinste  der  bekannten  Rassen,  unterseits  reicher  gelb  angeflogen  als  Sumatra-Exemplare,  ohne  jedoch 
die  fast  ockergelbe  Färbung  der  masszfo'a-Unterseite  anzunehmen.  Häufig  auf  Nias. 

A.  maria  Semp.  von  Luzon  ist  eine  sehr  seltene,  stets  nur  einzeln  auftretende  Art  von  rein  weisser  maria. 
Grundfarbe,  fast  gleichfarbigen  Geschlechtern.  In  den  schwarzen  Aussensaum  der  Hflgl  dringt  die  weisse 
Grundfärbung  in  Gestalt  einer  nasenförmigen  Ausbuchtung  ein,  was  bei  keiner  anderen  Art  vorkommt. 
maria  führt  einen  nur  2  mm  breiten  schwarzen  Rand  der  Hflgl.  —  Bei  Exemplaren  von  Bohol  und  Bazilan, 
dolorosa  subsp.  nov.  (50 f),  verbreitert  er  sich  auf  3  mm,  auch  nehmen  die  drei  weissen  Subapicalmakeln  dolorosa. 
der  Vflgl  an  Grösse  zu.  —  Bei  adorabilis  subsp.  nov.  verbreitet  sich  die  Flügelumrahmung  auf  4 — 5  mm,  so  adorabilis. 
dass  sie  die  Zelle  erreicht.  Mindanao.  Bei  allen  drei  Rassen  findet  sich  proximal  vom  violett  überzogenen 

Aussensaum  der  Hflgl  ein  schön  gelber  Anflug,  der  den  ganzen  Flügel  durchzieht  und  unmerklich  in  das 

gelblich  weisse  Basalfeld  übergeht. 

16.  Gattung:  Phrissura  Btlr. 

Ein  philippinisches  Genus,  das  sich  südwärts  bis  Celebes  ausgebreitet  hat..  Nur  eine  Art  bekannt, 

von  der  noch  eine  Anzahl  Inselrassen  zu  entdecken  bleiben.  Die  Falter  fliegen  langsam  am  Waldrande, 

setzen  sich  auf  vorspringende  Ästchen  und  Blätter  des  Unterholzes  und  treten  lokal-,  aber  wie  z.  B.  auf 
Palawan  massenhaft  auf. 


158 


IXIAS.  Von  H.  Frühst oefer. 


aegis.  Phr.  aegis  Fldr.  (62  c)  von  Mindanao  beschrieben,  hat  unterseits  eine  ziemlich  breite  schwarze  sub- 

illana.  apikale  Ouerbinde,  die  bei  Exemplaren  von  den  Nord-Philippinen,  illana  Fldr.,  noch  stärker  ausgeprägt  ist. 
caepia.  —  Bei  der  habituell  viel  kleineren  caepia  subsp.  nov.  (62  c)  verlischt  diese  Binde  teilweise.  Die  ??  variieren 
stark,  keines  gleicht  dem  andern,  und  neben  der  dunklen  Hauptform  existieren  Stücke  mit  fast  ganz  weissen 
nivata.  Hflgln  und  noch  ausgedehnterer  und  fast  rein  weisser  Mittelbinde  der  Vflgl,  Form  nivata  form.  nov.  (62  d). 
gerasa.  Unterseite  der  Hflgl  dunkelstrohgelb.  Palawan,  häufig  im  Januar;  Domoran.  —  gerasa  subsp.  nov.  hat  eine 
breitere  Flügelform  als  caepia,  einen  in  die  Vflglzelle  eindringenden  fast,  dreieckigen  schwarzen  Apicalfleck 
polisma.  der  Vflgl  ohne  weisse  Strigae.  Sula-Mangoli.  —  polisma  Hew.  von  Nord-Celebes;  bei  ihr  wiederholt  sich 
aegina.  der  schwarze  Apicalbezug  auf  der  Vflgl  Unterseite.  —  aegina  Frühst.  (62  c)  von  Süd-Celebes  ist  etwas  grösser 
als  polisma  mit  langen  dünnen  Strichen  im  Apicalfeld  der  Vflgl,  das  unterseits  distal  nur  leichthin  weissgrau 
angeflogen  erscheint. 


17.  Gattung:  3\ias  Hbn. 

Die  Fluggewohnheiten  haben  die  Mitglieder  dieser  Gattung  mit.  den  Huphina  gemeinsam;  im  Geäder 
entfernen  sie  sich  in  der  Hauptsache  von  Pieris  und  Appias  durch  die  kürzere  und  breitere  Hflglzelle.  Nach 
der  Gestalt  der  Valve  beurteilt  müssen  sie  aber  zunächst  den  Appias  eingereiht  werden.  —  Kopf  ziemlich 
gross  und  wie  der  Thorax  teils  mit  borstenförmigen ,  teils  seidenartigen  Haaren  besetzt.  Palpen  mit  stark 
gekrümmtem  Basalglied  und  sehr  kleinem  Endglied.  Fldr  relativ  kurz  mit.  bimförmiger  Kolbe.  Vflgl  mit 
vierästiger  Subcostalis,  wovon  die  beiden  ersten  Äste  vor  dem  Zellende  ab  zw  ei  gen ,  und  Ast  3  und  4  eine 
grössere  Gabel  als  bei  den  Appias  bilden.  Obere  Radiale  auf  etwa  ’/s  der  Länge  mit  der  Subcostalis  ver¬ 
wachsen,  wodurch  sich  Ixias  von  Teracolus  wesentlich  unterscheidet. 

Rpn  auf  Capparis;  Kopf  klein,  das  2.,  3.  und  4.  Segment  am  breitesten,  die  übrigen  sich  nach 
hinten  verjüngend,  Farbe  gleichmässig  durchsichtig  gelblichgrün.  Vom  4.  bis  zum  11.  Segment  trägt  jeder 
Abschnitt  unscheinbare,  rötliche  Flecke.  Pp  kahnförmig,  stark  aufgebogen  und  besonders  am  vorderen  Ende 
sehr  spitz,  von  bleich  ockergelber  Farbe,  mit  einem  dunklen,  schmalen  Rückenstreifen  und  einer  feinen 
Linie  auf  beiden  Seiten.  Puppenruhe  von  pyrene  14—15  Tage.  Rpn  jeder  Grösse  wurden  auf  demselben, 
von  ihnen  stellenweise  kahl  gefressenem  Strauch  gefunden  (Lang).  —  Die  Falter  fliegen  in  der  heissen  Tages¬ 
zeit  schnellen  Fluges  von  Blume  zu  Blume,  auf  denen  die  etwas  trägeren  ??  ausschliesslich  leben.  Die  cfcf 
versammeln  sich  in  vegetationsarmen  Gegenden  gerne  an  nassen  Stellen,  wo  sie  in  die  grossen  Scharen 
weisser  Pieriden  einen  lieblichen  Farbenkontrast  bringen.  Die  meisten  Arten  bewohnen  die  heisse  Ebene, 
und  ich  fand  sie  unweit  dem  Meer  stets  in  grösster  Menge;  einige  Arten  aber  bevorzugen  bergige  Land¬ 
schaften,  scheinen  aber  nirgends  über  4 — 5000  Fuss  Höhe  hinauszugehen.  Die  meisten  Species  sind  häufig, 

einige  wie  venilia  und  balice  auf  Java  sehr  lokal,  und  nur  wenige  Rassen  wie  undatus  auf  Borneo  wirklich 

selten.  Fast  alle  Ixias  fliegen  zu  allen  Jahreszeiten  und  es  scheint  eine  Generation  der  anderen  zu  folgen ; 
alle  neigen  zur  Ausbildung  von  klimatischen  Formen;  beide  Geschlechter  sind  zudem  sehr  variabel  und 
lokaler,  sowie  insularer  Differenzierung  unterworfen,  weshalb  bis  in  die  neueste  Zeit  eine  stattliche  Anzahl 
blosser  Formen  als  gesonderte  Arten  betrachtet  wurden. 

I.  pyrene  stellt  die  am  weitesten  verbreitete,  veränderlichste  und  zugleich  grösste  Art  des  Genus 
insignis.  vor.  —  Insignis  Btlr.  (72  b)  ist  die  nördlichste -bekannte  Rasse,  die  sich  von  allen  benachbarten  Formen  durch 
den  tief  in  die  Zelle  der  Vflgl  eindringenden  orangefarbenen  Subapicalfleck  unterscheidet.  Die  ??  ähneln 
jenen  von  pyrene  (71c),  deren  Zelle  ist  dicht  grauschwarz  bestäubt,  die  weisse  Subapicalbinde  überzieht  aber 
auch  noch  den  Zellapex,  an  dessen  Abschluss  eine  grosse  isolierte  schwarze  Makel  lagert.,  die  viel  kleiner 
auch  bei  den  cf  cf  vorhanden  ist,  auf  der  Abbildung,  die  nach  der  Tj^pe  am  British  Museum  hergestellt 
wurde,  aber  fehlt.  Hflgl  mit  fein  grauer  Überpuderung  und  sehr  breitem,  wurzelwärts  tiefgezähntem 
■schwarzem  Aussensaum.  Auf  4000  Fuss  Höhe  im  Juli  und  August  nicht  sehr  selten.  Formosa.  —  Mit 
hainana.  liainana  subsp.  nov.  möchte  ich  eine  Form  bezeichnen,  bei  der  das  orange  Band  nur  das  erste  Drittel  der 
Vflglzelle  bedeckt,  aber  immer  noch  wesentlich  breiter  als  bei  kontinentalen  Rassen  angelegt  ist.  Die  Sub¬ 
apicalbinde  ist  nicht  rotorange  sondern  eigentümlich  ockergelb  gefärbt,  ähnlich  wie  bei  salangana  (Taf.  72  c). 
pyrene.  Insel  Hainan.  —  Als  pyrene  L.  hat  die  chinesische  Rasse  zu  gelten,  die  Linne  nach  einem  cf  der  Trocken¬ 
zeitform  benannt  hat  (71c),  während  Gramer  die  dazugehörigen  ??  als  aenippc  abbildete  (71a).  Die  Regen¬ 
zeitform  ist  viel  grösser,  alle  schwarzen  Ränder  werden  breiter  und  bei  den  ??  verschmälert  sich  die  weisse 
Subapicalbinde  der  Vflgl,  die  manchmal  fast  ganz  schwarz  wird  (71c).  Die  Regenzeitform  kursiert  in  den 
Sammlungen  unter  dem  Namen  rhexia  F.,  sesia  F.,  evippe  Drury.  —  ln  Yunnan  kommt  eine  besonders  prächtige, 
yunnanensis.  stattliche  Rasse  vor,  mit  rotgelb  angeflogener  Basis  der  Hflgloberseite,  yunnanensis  Frühst.,  die  auch  noch 
durch  rötliche  statt  gelbliche  Vflglbinden  der  ??  ausgezeichnet  ist.  —  In  Tonkin  begegnen  wir  einer  weiteren 
Lokalform  mit  besonders  breit  schwarz  umrahmten  Flügeln  und  relativ  schmalem ,  dunkel  orangefarbenem 
tonkiniana.  Subapicalfleck  der  cfcf  —  tonkiniana  Frühst.  (71c).  Die  ??  sind  kleiner  als  yunnanensis -??,  haben  aber  mit 
ihnen  den  rötlichen  Anflug  der  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  der  Oberfläche  der  Hflgl  gemeinsam ,  der  bei 
tonkiniana  jedoch  weniger  auffallend  ist,  die  Verschiedenheit  von  den  westlicheren  Rassen  aber  immer  noch 
denigrata.  deutlich  dokumentiert.  —  Die  Trockenzeitform  der  Tonkin-Rasse  nannte  ich  denigrata  (71  e).  —  In  Annam 


IXIAS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


159 


moul- 

meinensis. 

/atifasciata. 

salangana. 

pirenassa. 

rhexia. 


fliegt  bereits  eine  kleinere  pyrene- Rasse,  und  zwar  in  den  nördlichen  Provinzen  eine  gelbe,  in  den  südlichen 
Landstrichen  eine  weissflügelige  Form,  deren  ??  ich  als  annamitica  bezeichne  (72  a),  und  die  eine  Transition  annamitica. 
von  pyrene  zu  verna  bilden.  —  In  Siam  erscheint  eine  habituell  kleine  Rasse,  verna  Druce  (7 1  e),  von  der  der  verna. 
oberseits  gelbe  cd  der  Regenzeitform  (71  e,  6)  und  das  oberseits  weisse  ?  der  Trockenzeitform  (71  e,  5)  ab¬ 
gebildet  sind.  Verna  kursierte  bisher  als  eigene  Art,  die  Untersuchung  der  Genitalien  ergab  aber  die  völlige 
Übereinstimmung  mit  pirenassa  von  Vorder-lndien.  Verna  ist  im  mittleren  Siam  namentlich  im  Januar  und 
Februar  einer  der  häufigsten  Schmetterlinge.  Ich  fing  dort  die  cd  cd  aber  nur  an  nassen  Stellen,  während 
ich  in  Annam  beide  Geschlechter  im  Jahre  vorher  um  dieselbe  Zeit  ausschliesslich  auf  Blüten  antraf.  —  In 
Tenasserim  und  Birma  hat  sich  pyrene  zu  einer  habituell  wieder  etwas  stattlicheren  Rasse  entwickelt,  deren 
Regenzeitform  als  moulmeinensis  Moore  (72  a)  =  meipona  Gr.-Sm.,  deren  Trockenzeitform  als  latifasciata 
Btb.  (7 1  e)  (=  pallida  Moore,  citrina  Moore)  beschrieben  wurden.  —  Auf  der  Insel  Salanga  erscheint  eine 
bisher  unbenannte  Rasse  salangana  subsp.  nov.  (72  c)  mit  stark  verbreiterten  und  sehr  dunklen  Subapical- 
bändern  der  Vflgl.  —  Bei  der  vorderindischen  Rasse  pirenassa  Wall,  erreicht  die  Variabilitätsfähigkeit  der 
Art  ihr  Maximum,  so  dass  wir  ihr  10  Figuren  gewidmet  haben,  von  denen  rhexia  (71b,  2)  den  cd,  71c,  2 
rhexia  2  die  Regenzeitform  —  71c,  1,  3,  4,  5  Intermediatformen  —  71c,  6  und  71  d  (aenippe)  Trockenzeit¬ 
formen  darstellen,  pirenassa  ist  bis  Assam  und  Birma  verbreitet,  wo  sie  von  latifasciatus  abgelöst  wird. 

Neben  pirenassa  kommen  im  heissen  Tiefland  von  Bengalen  und  des  Bombay -Distriktes  noch  besonders 
extreme  Formen  der  regenlosen  Periode  vor,  die  als  kansala  Moore  (7 Id),  satadra  Moore ,  yanduca  Moore, 
pygmaea  Moore,  ferner  als  frequens  Btlr. ,  watti  Btb.  und  endlich  als  jhoda  Sivinh.,  colaba  und  alena  Sivinh. 
benannt  wurden.  Einige  dieser  Formen  sind  anscheinend  lokal,  doch  lässt  sich  diese  Frage,  ohne  das  Material 
des  British  Museum  zu  studieren,  auf  dem  Festland  nicht  entscheiden;  scharfe  Grenzen  werden  sich  aber 

Trotz  diesem  Überfluss  an  Namen  scheint  die  südindische  Form,  die  mit  einer  ge- 

^  üviu.  Sie  nähert  sich  sehr  der  Ceylon- 
Rasse,  die  von  neueren  englischen  Autoren  mit  Ausnahme  von  Butler  zu  Unrecht  mit  pirenassa  vereinigt 
wurde;  cingalensis  Moore  (71  d)  differiert  von  allen  kontinentalen  Formen  durch  die  verengte  orange  Binde 
der  Vflgl  der  cf  cd  und  deutlich  gewinkelte  Subapicalbinde  der  ??.  —  cingalensis  -  ??  unter  sich  variieren 
wiederum  ganz  erheblich,  neben  Exemplaren  mit  leicht  rötlich  angehauchter  Vflglbinde  (71  d,  5)  kommen 
auch  solche  mit  hellgelber  Binde  (forma  connectens  form.  nov.  71  d)  und  sogar  mit  ganz  weisser  Oberseite  und 
ebensolcher  Querbinde  vor  (forma  nivescens  form.  nov.  71  d,  72  c).  —  andamana  Moore  ist  eine  weitere  wohl 
differenzierte  Inselrasse,  die  wegen  ihres  ausgebleichten  Kolorits  von  Bingham  mit  verna  Druce  vereinigt 
wurde.  Ihre  extreme  Trockenzeitform  heisst  lena  Sivinh.  —  Von  Borneo  ist  undatus  Btlr.  (71b)  bekannt 
mit  stark  gewinkeltem  orangem  Band  der  Vflgl.  Der  Falter  ist  selten,  das  ?  überhaupt  noch  nicht  auf¬ 
gefunden.  birdi  Btlr.  ist  eine  nahestehende,  ebenfalls  sehr  seltene  Form  von  der  malayischen  Halbinsel;  birdi. 
das  ?  bleibt  gleichfalls  noch  zu  entdecken.  Habituell  wesentlich  kleiner  und  unterseits  dicht  schwarz  ge¬ 
strichelt  im  Gegensatz  zu  den  durchweg  ungefleckten  undatus. 


nirgends  ziehen  lassen 

wissen  Berechtigung  benannt  werden  könnte,  leer  ausgegangen  zu  sein. 


cingalensis. 


connectens. 

nivescens. 

andamana. 

lena. 

undatus. 


L  ludekingi  Vollenh.  (72c)  schliesst  sich  im  cf  Geschlecht  eng  an  andamana  an,  doch  ist  bei  ihr  ludekingi. 
auch  der  gelbliche  Anflug  der  Submarginalregion  der  Oberseite  aller  Flügel  völlig  verschwunden  und  die 
Subapicalbinde  der  Vflgl  gelblich  statt  dunkel  orangefarben.  Das  ?  hat  nur  noch  einen  ganz  schwachen 
gelblichen  Anflug  auf  der  Vflglbinde.  Die  ??  sind  sehr  selten;  man  findet  kaum  eines  auf  100  cf  cf.  Die 
Heimat  scheint  das  westliche  Sumatra  zu  sein;  im  Nordosten  der  Insel  werden  sie  nur  zufällig  gefunden. 

I.  malumsinum  Thieme  (72  c)  ist  bisher  nur  von  der  Insel  Nias  bekannt,  doch  sind  verwandte  Rassen  malumsinum. 
auch  noch  von  Siberut  und  den  Batu-Inseln  zu  erwarten.  Das  cd  differiert  vom  abgebildeten  ?  durch  den 
bis  zur  Basis  der  Vflgl  ausgedehnten  und  nach  hinten  die  Submediana  erreichenden,  feurigroten  Orangefleck. 

Hflgl  wie  beim  ?,  nur  mit  etwas  schmälerer  schwarzer  Saumbinde. 


I.  balice  Bsd.  (72  c).  Durch  das  eigentümliche  einfache  Kolorit  der  überaus  seltenen??  auffallend,  die  nur  balice. 
einen  schmalen  schwarzen  unregelmässigen  Streifen  am  Zellapex  führen,  der  die  Costale  nicht  erreicht.  Der 
ziemlich  breite  Orangefleck  der  cf  cf  vermengt  sich  nach  innen  mit  der  Grundfarbe  des  Basalfeldes,  von  dem 
er  durch  keinerlei  schwarze  Bänderung  abgetrennt  wird.  Das  ?  beobachtete  ich  nur  auf  dem  Plateau  von 
Perigalengan,  doch  haben  mir  neuerdings  auch  cdcf  aus  der  Umgebung  von  Batavia  Vorgelegen. 

I"  flavipennis  Gr.-Sm.  (72b,  d)  stellt  eine  völlig  isolierte,  jedoch  nicht  seltene  Art  dar,  von  der  nahe  flavipennis. 
Verwandte  bisher  nicht  bekannt  sind.  Die  Geschlechter  sind  auffallend  verschieden,  das  ?  ganz  weiss,  mit 
stark  gezähntem  schwarzen  Aussensaum  der  Hflgl.  Die  cf  versammeln  sich  gerne  in  kleinen  Scharen  auf 
den  Sandbänken  der  Bergflüsschen,  die  nur  ganz  spärlich  vorkommenden  ??  aber  sind  Waldbewohner.  Die 
Art  kommt  das  ganze  Jahr  über  vor.  Sumatra. 

I.  marianne  Cr.  (72  a).  Ursprünglich  von  der  Goromandelkiiste  Südindiens  beschrieben,  wo  sie  mit  marianne. 
den  aus  Ceylon  abgebildeten  Exemplaren  ziemlich  übereinstimmend  vorkommt.  —  Als  cumballa  Sivinh.  (72b)  cumballa. 
kursiert  in  den  Sammlungen  eine  extreme,  stattliche,  breit  schwarz  gerandete  Regenzeitform  aus  Bombay 
und  den  angrenzenden  Distrikten,  wovon  agnivena  Moore  (72b)  (=  depalpura  Btlr.,  meridionalis  Swinh.) 


160 


DERGAS.  Von  H.  Fbuhstokeer. 


nola.  (72  c)  eine  Trockenzeitform  darstellt.  —  Als  nola  Swinh.  (72  b)  endlich  ist  eine  besonders  extreme  Form  der 
regenlosen  Zeit  aus  Mahableswar  im  nördlichen  Bombay  beschrieben. 

venilia.  J.  venilia  G-odt.  (72  d)  kommt  ausschliesslich  auf  Java  vor  und  ist  auch  dort  sehr  lokal  und  in  An¬ 

zahl  nur  im  Süden  der  Provinz  Kediri  anzutreffen.  Die  ??  variieren  etwas;  neben  der  abgebildeten  Form 
mit  gelber  Oberseite  und  rotorangefarbenem  Subapicalfleck  existieren  auch  solche  von  rein  weisser  Ober¬ 
seite,  die  eine  lichtgelbe  Querbinde  tragen,  in  der  sich  am  Zellschluss  nur  Spuren  eines  cadmiumgelben 
Anflugs  befinden.  Solche  ??  sind  dann  auch  unterseits  vorherrschend  weiss,  mit  gelblichen  Rändern. 

piepersi.  I.  piepersi  Snell.  ist  die  einzige  Art  des  Genus,  die  mir  nicht  vorlag;  sie  steht  etwa  in  der  Mitte 

zwischen  venilia  und  reinwardti,  ist  jedoch  grösser  als  erstere.  piepersi  kommt  bei  Loka  am  Pik  von  Bonthain 
und  am  Wasserfall  von  Bonthain  vor  und  ist  auch  dort  sehr  selten.  2  cf ci1  befinden  sich  im  Berliner  Museum; 
dem  Britisch- Museum  fehlt  die  Art  zur  Zeit. 

vollenhovii.  I.  vollenhovii  Wall.  (72  d)  bewohnt  die  Inseln  der  Timor-Gruppe  und  Timor  selbst.  Das  abgebildete  cf 

gehört  der  Regenzeitform  an;  die  Trockenzeitform  bleibt  nur  wenig  in  der  Grösse  zurück.  Der  schwarze 
Aussensaum  der  Hflgl  verschwindet  bei  ihr  und  deren  Unterseite  nimmt  einen  fahl  weissgelben  Ton  an. 

I.  reinwardti  Vollenh.  (72  e),  von  Kangean  und  Bali  bis  Timor  und  Alor  auf  allen  Inseln  vorkommend 
und  überall  häufig  auftretend.  Sie  bildet  eine  Zierde  der  Küstenlandschaft,  in  der  sie  auf  Lombok  in  grossen 
Mengen  fliegt.  Die  cf  sind  schnelle  Flieger  und  Blumenbesucher,  vereinigen  sich  aber  an  besonders  heissen 
Tagen  an  feuchten  Flussufern  zu  kleinen  Gruppen.  Die  ??  durchflattern  Dorngebüsch  und  verbergen  sich 
kangeana.  mit  Vorliebe  unter  stachlichen  baumartigen  Euphorbiaceen.  —  kangeana  subsp.  nov.  (72  d)  differiert  von  öst¬ 
licheren  Rassen  durch  den  stark  verkleinerten  gelblichroten  Discalfleck  und  sehr  dick  schwarz  bezogene 
Adern  der  Vflgl  und  den  besonders  tief  gezähnten  Distalsaum  der  Hflgl.  Unterseite  aller  Flügel  sehr  arm 
balicnsis.  an  brauner  Marmorierung.  Insel  Kangean.  —  baliensis  Frühst.  (— -  pulchrior  Btlr.)  ist  die  bisher  nur  in  2  cfcf 
bekannte  Form  der  Insel  Bali,  die  vermutlich  auch  noch  im  westlichen  Java  Vorkommen  dürfte.  Das  cf  ist 
charakterisiert  durch  ein  sehr  grosses  blau  bereiftes  Basalfeld,  sehr  hellen  nach  hinten  intensiv  gelb  be- 
lombokiana.  grenzten  Discalfleck  und  feine  schwarze  Querstreifen  der  Vflgl.  —  lombokiana  subsp.  nov.  (72  e)  entfernt  sich 
vom  vermutlich  aus  Timor  oder  Flores  beschriebenen  nomenclatorischen  Typus  durch  den  kleineren  dunklen 
roten  Mittelfleck  und  grosse  rundliche  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Vom  ?  sind  drei  Formen  zu  registrieren, 
noctula.  die  abgebildete  (72 e)  mit  gelber  Oberseite;  (eine  Intermediatform)  nocfula  form.  nov.  (72 e)  fast  ganz 
schwarz,  in  der  nassen  Zeit  vorkommend;  und  eine  oberseits  weisse  Varietät,  der  trockenen  Periode  an- 
reinwardti.  gehörend.  —  reinwardti  Vollenh .,  wovon  wir  die  Trockenzeitform  (72  e)  abbilden,  hat  die  Htlglunterseite  der 
cfcf  bl  eichgelb  weiss.  Die  Generation  der  Regenperiode  ist  wenig  grösser,  breiter  schwarz  gestreift;  die  cfcf 
unten  gelb,  mit  kräftigen  braunen  Submarginalüecken.  Das  ?  erinnert  an  noctula ,  ist  aber  grösser,  die  Vflgl 
unten  mit  grünlichgelber  Zelle,  breiten  gelbgrauen  Ultracellularstreifen,  Basis  der  Hflgl  dunkel  ockergelb  mit 
pagenstecheri.  sehr  breitem,  gelb  meliertem  violettschwarzem  Aussensaum.  Flores,  Timor,  Sumbawa,  Alor.  —  pagenstecheri 
Höher  differiert  im  ?,  von  dem  mir  nur  die  weisse  Trockenform  bekannt  ist,  durch  einen  kräftigeren  schwarzen 
Abschluss  der  Vflglzelle;  Insel  Sumba. 

kühni.  L  kühni  Hob.  (72  d  cf ,  73  a?)  stellt  eine  völlig  modifizierte  reinwardti  dar,  deren  ?  einen  Rückschlag 

zur  pirene- Gruppe  bedeuten,  durch  die  lebhaft  orangefarbene  Querbinde  der  Vflgloberseite.  Die  Vflglzelle 
ist  ganz  schwarz.  Es  existieren  zwei  ?  Formen,  eine  solche  wie  abgebildet  mit  ganz  weisser  und  eine  mit 
lichtgelber  Oberseite  aller  Flügel,  welch  letztere  ihr  Autor  bereits  kannte.  Insel  Wetter. 

18.  Gattung:  l>ercas  Dbl. 

Das  Hauptmerkmal  dieser  Gattung  liegt  in  der  kurzen,  aber  sehr  breiten  Zelle  der  Vflgl,  welche 
kaum  7 3  der  Flügellänge  erreicht.  Der  zweite  Subcostalast  zweigt  genau  am  Zellapex  ab  und  der  dritte 
und  vierte  Subcostalast  bilden  eine  grosse  Gabel.  Präcostalader  der  Hflgl  relativ  lang,  gerade  verlaufend. 
Fühler  kurz ,  allmählich  verdickt.  Vflgl  entweder  tief  gezähnt  oder  mit  lang  ausgezogenem  Apex.  —  Nur 
wenige  Arten,  von  schnellem  Fluge,  die  nirgends  sehr  selten  sind,  ohne  jedoch  massenhaft  aufzutreten..  Im 
Gegensatz  zu  ihren  nächsten  Verwandten,  den  Goneptemjx  und  Catopsilien,  zerfallen  sie  schon  innerhalb  kurzer 
Distanzen  in  geographische  Rassen.  Alle  Arten  kommen  im  Gebirge,  aber  in  mässiger  Höhe  vor  und  sind 
über  4000  Fuss  kaum  beobachtet  worden. 

D.  verhuelli,  aus  China  beschrieben,  wo  sie  in  Hongkong  und  im  Kanton-Distrikt  vorkommt  und 
nicht  allzu  selten  ist.  Mir  begegnete  die  Art  auch  in  Tonkin,  wo  sie  in  drei  Formen  auftritt:  nämlich  als 
verhuelli.  forma  verhuelli  v.  d.  Hoev.,  wie  sie  im  Paläarktenteil  (Bd.  1,  27 e)  abgebildet  wurde;  - —  ?-Form  rufolineata 
rufolineata.  form.  nov.  (67  c),  bei  der  die  roten  Längsstreifen  noch  prägnanter  auftreten  als  bei  der  Hauptform,  der  schwarze 
skertchlyi.  Distalsaum  sich  aber  sehr  verschmälert;  —  und  als  skertchlyi  (67  c)  hat  de  Niceville  eine  ?-Form  beschrieben, 
mit  gleichfalls  reduziertem  Aussenrd,  aber  ohne  Spur  von  rötlichen  Längsbinden.  —  Im  eigentlichen  Indien 
doubledayi.  lassen  sich  zwei  Lokalrassen  abtrennen:  doubledayi  Moore  (=  menandrus  Frühst,  i.  I.)  (67 d,  mit  dem 


Ausgegeben  2.  IV.  1910. 


GONEPTERYX:  CATOPSILIA.  Von  H.  Fbühstobpkb. 


161 

i.  /.-Namen  mencindrus  bezeichnet)  von  Sikkim  und  Bhutan,  deren  ??,  soweit  mir  bekannt,  stets  hellschwefel¬ 
gelb  gefärbt  sind,  während  in  Assam,  Manipur  und  Tenasserim  eine  Unterart  auftritt  mit  ausschliesslich  rein 
weissen  ??:  dies  ist  pallidus  subsp.  nov.  (67  d).  pallidus. 

Im  makromalayischen  Gebiet  findet  sieb  D.  gobrias,  deren  ??  sich  analog  den  kontinental  indischen 
Rassen  verhalten  und' bei  gobrias  Hew.  (67 e)  von  Borneo  und  Nias  rein  weiss  sind,  während  von  der  in  gobrias 
West-Sumatra  häufigen  herodorus  subsp.  nov.  (67  d)  nur  gelbe  ??  vorliegen,  herodonts  wurde  auch  einmal  herodoms. 
auf  Java  gefangen,  ist  aber  dort  seit.  20  Jahren  anscheinend  nicht  mehr  beobachtet  worden. 

Do  lycorias  ist  der  ältere  Name  für  die  als  wctttichi  besser  bekannte  Species,  die  sich  auf  zwei  geo¬ 
graphische  Rassen  verteilt ,  die  in  gleicher  Richtung  zu  dimorphen  Bildungen  bei  beiden  Geschlechtern 
neigen:  -  difformis  Nicev.  (=  enara  Swinh.)  (67 e) ,  die  grössere  chinesische  Unterart,  deren  ??  manchmal  difformis. 
einen  grossen  schwarzen  Transcellularfleck  tragen,  manchmal  aber  auch  ohne  diesen  Vorkommen;  —  und 
lycorias  Dbl.  (67  e)  von  Sikkim  und  Assam  mit  rundem  Discalpunkt  der  YTflgl,  der  bei  Assamexemplaren  häufig  lycorias. 
fehlt:  forma  decipiens  Nicev.  (=  brindaba  Swinli.)  (67 e).  decipiens. 

19.  Gattung:  CJonepteryx  Leach. 

Diese  für  die  paläarktische  Region  so  wichtige  Gattung  ist  im  indischen  Gebiet  mit  nur  drei  Arten 
vertreten.  Die  vikariierenden  chinesischen  Species  sind  ausführlich  im  Paläarktenteil  (1,  p.  60  u.  61)  be¬ 
handelt,  auf  den  auch  wegen  der  Gattungsdiagnose  verwiesen  wird.  Von  Dercas  differiert  Gonepteryx  durch 
die  viel  längere  Zelle  der  Vflgl,  aber  die  viel  kürzere,  zu  einem  Knötchen  zurückgebildete  Präcostale  der  Hflgl. 

G.  rhamni  L.  (Bd.  1  ,  p.  60,  Taf.  24  c),  einer  der  Redaktionsschmetterlinge  für  europäische  Tages¬ 
blätter,  erscheint  auch  in  Kontinentalindien,  wo  er  in  nepalensis  Dbl.  (Bd.  1,  p.  61,  Taf.  24  c)  eine  Lokalrasse  nepalensis. 
bildet,  die  sich  durch  satteres  Gelb  der  cf  cf,  grössere  orangefarbene  runde  Makeln,  besonders  der  ??,  und 
kräftigere  robustere  Subcostale  und  Medianadern  der  Hflglunterseite  bei  beiden  Geschlechtern  leicht  unter¬ 
scheiden  lässt.  In  Nordwest- Indien  und  Kaschmir  ist  die  bis  Nepal  verbreitete  nepalensis  sehr  häufig,  ein 
typischer  Gartenschmetterling,  der  den  Menschen  bis  10  000  Fuss  Höhe  hinauf  begleitet;  man  hat  ihn  auch 
vereinzelt  in  Sikkim,  Assam,  Birma  und  den  Shan-Staaten  beobachtet. 

G.  zaneka  Moore  (73  a)  ist  eine  eigene  Art  mit  scharf  gezähnten  Hflgln,  die  cf  cf  haben  schön  schwefel-  zaneka: 
gelbe  Vflgl,  weisse  Hflgl;  die  ??  sind  durchweg  weiss  getönt.  Stellenweise  im  Nordwest-Himalaya  nicht 
selten,  im  Gegensatz  zu  ihren  Verwandten  aber  nur  im  dichten  Walde,  zwischen  6 — 8000  Fuss  Höhe  vor¬ 
kommend.  Die  Falter  sind  starke  Flieger  und  wie  auch  unsere  rhamni  zäh-  und  langlebig,  so  dass  sie 
meistens  im  verflogenen  Zustande  gefangen  werden.  —  zanekoides  Nicev.,  die  selten  nach  Europa  kommt,  zanekoides. 
ist  etwas  grösser,  rundflügliger  und  die  cf  cf  auch  auf  den  Hflgln  basalwärts  gelb  gefärbt.  Oberbirma,  auf 
7000  Fuss  Höhe  gefunden.  —  chitralensis  Moore  ist  die  westlichste  Form,  bei  der  selbst  das  Gelb  der  Vflgl  chitralensis. 
auf  die  innere  Hälfte  reduziert  ist,  während  die  Htlgl  einen  leicht  gelblich  basalen  Anflug  zeigen;  Chitral, 
im  Juli  und  August,  zwischen  9  und  14  000  Fuss  Höhe  beobachtet. 

G.  amintlia  Blanch.  (Bd.  1,  1,  p.  62,  t.  24 e).  Diese  prächtige  Art,  bisher  nur  aus  West-China  be¬ 
kannt,  wurde  neuerdings  auch  in  Formosa  entdeckt,  wo  sich  eine  auf  den  Vflgln  noch  dunkler  und  satter 
orangegelb  gefärbte  Inselrasse  formosana  Frühst,  entwickelt  hat,  deren  Hflgl  fast  doppelt  so  grosse  rote  formosana. 
Discalmakeln  führen  als  kontinentale  Exemplare.  Die  Art  scheint  auf  Formosa  sehr  lokal  zu  sein,  da  mir 
bisher  nur  6  cf  cf  zugingen,  alle  im  April  in  Taihanroku  nahe  der  Südspitze  der  Insel  gefangen. 

20.  Gattung:  Catopsilia  Hbn. 

Die  Species  dieses  weitverbreiteten  Genus  drängen  sich,  ohne  auffallend  artenreich  zu  sein,  im  Land¬ 
schaftsbilde  von  vier  Erdteilen  in  den  Vordergrund.  Sie  folgen  überall  dem  Menschen  und  erscheinen  um 
so  zahlreicher,  je  energischer  von  diesem  die  ursprüngliche  Walddecke  der  Tropenländer  zu  Kulturzwecken 
vernichtet  wird.  Fast  alle  Arten  kommen  das  ganze  Jahr  über  vor,  und  eine  Generation  scheint  die  andere 
abzulösen.  Die  Raupen  treten  im  Gefolge  in  gewaltigen  Massen  auf,  manchmal  innerhalb  weniger  Tage 
wertvolle  Anpflanzungen  zerstörend  und  so  der  gefürchteten  Heuschreckenplage  nur  wenig  nachstehend.  Die 
Falter  erfüllen  häufig  wie  Schneeflocken  die  Luft  und  verhindern  auf  diese  Weise  auch  das  Aufkommen 
anderer  Schmettlinge  in  den  von  ihnen  befallenen  Gegenden.  Mehr  als  andere  Pieriden  folgen  sie  dem 
Wandertrieb,  über  den  schon  in  der  Einleitung  zu  dieser  Familie  gesprochen  wurde.  Zu  75°/o  setzen  sich 
die  von  ihnen  gebildeten  Schwärme  aus  cf  cf  zusammen,  die  ??  legen  aber  während  des  Fluges  oft  ihre  Eier 
ab,  so  dass  deren  Nahrungspflanzen  so  mit  ihnen  iibersät  sind,  dass  es  aussieht,  als  seien  Hände  voll  Sago 
verstreut  worden.  Die  Wanderschwärme  bevorzugen  den  Meeresstrand  oder  breite  Strassen,  die  durch  den 
Vald  führen,  nach  Dr.  Maxdees  einfach  um  Hindernisse  zu  vermeiden.  Die  ursprüngliche  Ursache  dieser 
Wanderungen  mag  die  Notwendigkeit  gewesen  sein,  neue  Futterplätze  für  die  Nachkommen  aufzusuchen.  - 

IX  oi 


162 


CATOPSILLA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


Beide  Geschlechter  saugen  an  Blumen,  setzen  sich  aber  ebenso  gerne  an  feuchte  Stellen  im  Garten, 
längs  der  Strasse  oder  an  Flussufern.  Unter  allen  Pieriden  besitzen  sie  die  entwickeltsten  Duftapparate.  Im 
Geäder  stehen  sie  den  Dercas  am  nächsten,  doch  sind  die  Zellen  länger,  der  vierte  Subcostalast  kürzer  und 
der  zweite  entspringt  am  Zellende.  Präcostale  zu  einem  dicken  Knopf  verkümmert. 

Ei  beiderseits  sehr  spitz ,  meist  gelblichweiss.  —  Rp  zylindrisch ,  grün  mit  bleichem  Seitenstreifen 
und  chagrinartiger  Oberfläche;  auf  Cassia-Arten.  Puppe  kahnförmig. 

Die  meisten  Species  sind  sehr  variabel;  auf  dem  Kontinent  verwischen  sich  durch  die  Wanderungen 
alle  Rassenmerkmale  —  auf  den  östlichen  Inselgruppen  aber  haben  sich  dennoch  Lokalformen  ausgebildet. 
Einige  Arten  sind  ähnlich  wie  Prioneris  mit  Costalzähnen  bewehrt ;  ein  Merkmal,  das  aber  nicht  so  beständig 
ist  wie  bei  den  neotropischen  Arten,  da  bei  cati/la  und  crocale  Exemplare  mit  und  ohne  solche  Bewaffnung 
Vorkommen.  Unkus  verhältnismässig  klein,  schmal,  aber  lang  rüsselförmig,  Valve  distal  nicht  rundlich  und 
einheitlich,  sondern  tief  eingeschnürt,  zweiteilig,  mit  langen  Borsten  besetzt. 

pyranthe.  C.  pyranthe  L.  ist  oberseits  weiss,  mit  schwarzem  Aussensaum  der  Vflgl,  dessen  Insensität  je  nach 

der  Jahreszeit  wechselt.  Bei  der  Trockenzeitform  ist  er  kaum  angedeutet ,  um  sich  bei  der  Regenzeitform 
stark  zu  verbreitern  (cf  =  chryseis  L.  (69  e),  ?  =  alcyone  Cr.  69  e,  2  und  3).  Die  Trockenzeitform  (gnoma  F, 
(69  e)  =  philippina  Cr.,  69  e,  1  und  2)  ist  auch  noch  dadurch  kenntlich,  dass  auf  der  Unterseite  aller  Flügel 
grosse  silberne  Discalflecke  und  ein  Gewirr  von  rötlichen  Punkten  erscheinen,  ähnlich  wie  bei  florella  F. 

Die  Art  ist  weit  verbreitet,  von  Formosa,  Hongkong  und  den  Philippinen  durch  das  ganze  Süd- Asien 
bis  Ceylon  und  Macromalayana. 

Ei  weissglänzend.  Rp  dunkelgrün,  seitlich  mit  gelblichweissen  Streifen,  die  nach  oben  mit  schwarz- 
punktierten  Linien  begrenzt  werden.  Der  Rücken  und  der  Kopf  dicht  schwarzgefleckt.  Auf  Cassia-Arten. 
Pp  grün  mit  gelbgezeichneten  Ecken.  Puppenruhe  7  Tage.  Interessant  ist  das  von  Semper  erwähnte  Factum, 
dass  die  Dauer  der  Puppenruhe  auf  den  Philippinen  je  nach  der  Saison  längere  oder  kürzere  Zeit  dauert. 
Sie  währt  im  April,  Mai  sechs,  sieben,  im  September  acht,  im  Dezember  neun  Tage.  Semper  erklärt  dies 
damit,  dass  die  Lebensperiode  der  Individuen  sich  in  je  kürzerer  Zeit  vollendet,  je  gleichmässiger  das  Klima 
evangelina.  bei  steigender  Wärme  und  Feuchtigkeit  wird.  —  evangelina  Btlr.  (69  e)  durch  rundlicheren  Flügelschnitt 
und  kleinere  schwarze  Punkte  am  Zellapex  der  Vtlgl  charakterisiert,  ist  die  geographische  Form  von  Micro- 
malayana  —  ursprünglich  aus  Flores  beschrieben  —  aber  auch  in  Sumbawa  und  westwärts  bis  Bali  vor- 
lactea.  kommend.  —  lactea  Btlr.  ist  eine  mir  in  natura  unbekannte  Rasse  von  Australien  und  den  Salomon-Inseln. 

florella.  C.  florella  F.  (69  d)  differiert  von  pyranthe  durch  den  stets  in  einzelne  schwarze  Flecke  aufgelösten 

Distalsaum  der  Vflgl,  die  roten  statt  schwarzen  Fhlr,  den  auch  auf  den  Vflgln  auftretenden  gelben  Anflug 
und  die  stets  gelbe  statt  grünlich-weisse  Unterseite,  die  in  beiden  Zeitformen  reich  rot  marmoriert  ist. 

Die  Regenzeitform  (auf  69  d  irrig  als  philippina  bezeichnet)  differiert  durch  bedeutendere  Grösse, 
ausgedehntere  Schwarzzeichnung  der  Oberseite,  während  sich  die  Zeichnung  der  Flügelunterseite  nicht  ver¬ 
ändert.  —  Rp  erbsengrün,  mit  deutlichem  orangefarbenem,  leichthin  schwarz  gesprenkeltem  Lateralstreifen; 
Kopfhörnchen  rötlich  braun.  In  Asien  von  China  über  ganz  Indien  bis  Ceylon,  dann  über  Persien  bis  Aden 
verbreitet  und  in  den  tropischen  Gebieten  Afrikas  zu  Hause.  Über  das  Vorkommen  in  paläarktischen  Regionen 
vergleiche  man  Bd.  I,  p.  59. 

Co  crocale  kann  vielleicht  der  gemeinste  Falter  Ost- Asiens  genannt  werden,  bildet  sie  doch  mit  der 
nächstfolgenden  Art  zusammen  jene  ungeheuren  periodisch  auftretenden  Schmetterlingszüge,  deren  Individuen 
nach  Hunderttausenden  zählen.  Aber  auch  wenn  sie  sich  nicht  zu  Schwärmen  vereinigen,  dominieren  sie 
überall,  wo  offene  mit  Vegetation  bestandene  Gelände  in  der  Ebene  existieren,  wo  sie  rastlos  von  Blume  zu 
Blume  ziehen,  oder  sich  in  Unmassen  an  Flussufern  niederlassen,  so  dass  sie  manchmal  sogar  die  Pferde 
passierender  Reifer  in  Unruhe  versetzen,  wenn  sie  sich  aufgejagt,  plötzlich  mit  surrendem  Geräusch  erheben, 
um  zunächst  nach  allen  Richtungen  zu  verschwinden,  sich  aber  nach  kurzer  Zeit,  wenn  die  Gefahr  vorüber 
ist,  von  neuem  an  den  Wasserplätzen  einzufinden.  Die  Art  ist  weit  verbreitet,  vom  südlichen  China  über 
ganz  Süd-Asien  und  von  Ceylon  bis  zu  den  Salomonen,  wo  sie  jedoch  bereits  selten  wird.  —  Ei  gelblich¬ 
weiss,  an  beiden  Enden  spitz.  Rp  auf  Cassia-Arten,  wenn  eben  geschlüpft  hellgrün,  erwachsen  satt  grasgrün, 
dorsal  am  dunkelsten  mit  cremgelbem  Lateralstreifen.  Pp  grün,  scharf  gewinkelt,  mit  gelben  Linien  und 
schwarzen  Tuberkeln.  —  Die  Imagos  sind  sehr  variabel,  die  cd  cd  erscheinen  in  zwei  Hauptformen,  nämlich 
f/avescens.  mit  durchweg  gelber  Oberfläche  (flavescens  form,  nov .)  (69c)  und  solche  mit  gelber  Basal-,  aber  weisser 
Aussenhälfte  aller  Flügel  ( alcmene  Cr.  79  c).  Die  Breite  des  Schwarzen  Distalsaumes  der  Vtlgl,  scheint  je 
nach  der  Jahreszeit  zu  wechseln.  Die  Unterseite  aller  Flügel  ist  augenlos,  die  Fühler  bei  beiden  Geschlechtern 
schwarz.  Die  grosse  Mehrzahl  der  cfcd  führt  ähnlich  wie  die  cdcd  von  Prioneris  am  Costalrand  der  Vflgl.,  robuste, 
deutlich  mit  dem  Finger  wahrzunehmende,  schräggestellte,  seitlich  wieder  mit  Spitzen  besetzte,  chitinöse, 
rotbraune  Zähne,  die  vielleicht  nur  modifizierte  Schuppen  darstellen.  Unter  45  untersuchten  cd  cd  in  der 
Sammlung  eruhstorfer  führen  21  solche  wahrscheinlich  sekundäre  Bildungen.  —  Im  indischen  Faunengebiet 
jugurtha.  und  in  Makromalayana,  treten  nur  2  ??- Formen  auf,  nämlich  jugurtha  Cr.  (69  c)  mit  vorherrschend  weisser 
Oberseite  und  geringem  gelblichem  Basalanflug  der  Hflgl,  undeutlicher  schwarzer  Submarginalbänderung  und 


CATOPSILIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


163 


crocale. 

latilimbata. 

micro- 

malayana. 

virosa. 

celebica. 

ostentata. 

flava. 

rivalis. 

crocalina. 

jugurthina. 

potnona. 


weisslicher  Unterseite.  —  crocale  Cr.  hat  progressive  Gelbfärbung  (die  namentlich  bei  Exemplaren  von 
Makromalayana  ins  Ockergelbe  übergeht),  ausgeprägte,  schwarze  Submarginalbinden  und  dunkel-  oder  röt- 
lichgelber  Unterseite.  —  2-Form  latilimbata  form.  nov.  (69  c,  zweite  Figur,  als  crocale  bezeichnet)  ist  die  vor¬ 
herrschende  Form  auf  Java,  die  auch  unterseits  auf  weissperlmutterglänzendem  Grunde  schwarze  oder  braunviolette 
Binden  führt.  Die  vorderindischen  Stücke  sind  aber  niemals  so  intensiv  schwarz  koloriert  wie  das  abgebildete 
Exemplar  und  zumeist  viel  grösser.  —  Als  micromalayana  nov.  subsp.  wird  hier  die  Form  der  kleinen  Sunda- 
Inseln  bezeichnet,  die  sich  durch  gleichmässig  gelb  abgetönte  Oberseite  aller  Flügel  bei  cf  und  2  auszeichnet.  Bei 
ihr  tritt  zuerst  auf  dem  Wege  nach  Osten  eine  cf -ähnliche  2-Form  auf,  ohne  Spur  schwarzer  Subapicalflecken 
der  Vflgl ;  dies  ist  ?-f.  virosa  form.  nov.  (60  e).  Unter  den  cf  cf  ist  die  halb  weisse,  halb  gelbe  Abart  (=  alcmeone  Cr.) 
sehr  selten.  Die  ?-Form  virosa  ist  von  Sumba  und  Alor  bekannt,  sie  kommt  aber  ähnlich  auch  in  Celebes 
und  in  Neu-Guinea  vor.  —  celebica  nov.  subsp.  (68  e,  69  a)  ist  wie  das  bei  celebischen  Faltern  fast  stets 
der  Fall  ist,  die  habituell  ansehnlichste  der  crocale- Rassen  und  auch  noch  dadurch  charakterisiert,  dass  bei 
ihr  jene  fast  ganz  schwarzen  ?-Formen  auftreten,  die  als  ostentata  form.  nov.  (69  a)  bezeichnet  werden,  die 
aber  durch  alle  Übergänge  mit  den  helleren  22-Formen  und  selbst  der  ab.  virosa  Frühst,  verbunden  sind. 

Celebes,  Saleyer,  Ivalao.  —  flava  Btlr.  (68  d,  e)  kommt  der  celebica  nahe,  bleibt  aber  in  der  Grösse  zumeist 
etwas  zurück;  auch  sind  keine  dunkleren  Stücke  bekannt  als  68  d  4,  eine  ?-Form,  für  welche  der  Name 
rivalis  eingeführt  werden  kann;  während  68  d  5  mit  2-Form  crocalina  und  68  e 2  mit  jugurthina  bezeichnet 
wird.  —  Molukken,  Neu-Guinea,  Australien,  Bismarckarchipel,  Salomonen. 

C.  pomona  F.  (69  b)  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  Art  durch  rote  statt  schwarze  Fühler,  das 
Auftreten  von  weissen  Silberpunkten  im  Discus  der  Unterseite  aller  Flügel,  die  geringere  Farbenvariabilität  der 
22,  grössere  Seltenheit,  und  dadurch,  dass  sie  nach  Martin  und  Meldungen  englisch-indischer  Forscher  sich 
nur  im  Walde  und  niemals  in  freier  Landschaft  aufhält.  Auch  die  Sexualorgane  von  crocale  und  pomona 
sind  verschieden;  bei  ersterer  sind  die  distalen  Partien  der  Valve  rundlich,  fast  gleichbreit,  und  der  Penis  ventral 
ungezähnt;  bei  pomona  ist  der  obere  Valvenansatz  sehr  klein,  spitz,  und  ebenso  wie  der  grössere  Flügel 
scharfkantig,  und  der  Penis  ventral  deutlich  gezähnt.  Diesen  morphologischen  Unterschieden  steht  aber 
gegenüber,  dass  sowohl  de  Niceville  wie  auch  Hagen  erklären,  beide  Arten  aus  derselben  Raupenbrut  er¬ 
zogen  zu  haben.  Moore  hält  pomona  für  eine  blosse  Zeitform  der  catilla,  was  ich  nicht  bestätigen  kann, 
weil  alle  Formen  zur  selben  Zeit  auf  Java  fliegen.  Der  Fall  bedarf  somit  noch  der  Klärung,  und  der 
leichtern  Übersicht  wegen,  schliessen  wir  uns  hier  der  Mehrzahl  aller  Entomologen  an  und  führen  pomona 
als  gesonderte  Species.  Von  den  uns  vorliegenden  cf  cf  aus  Java  gehörten  33°/o  der  Form  aserrata  ohne  aserrata. 
Sägezähne  des  Costalrandes  der  Vflgl  an,  während  20  von  30  Exemplaren  der  Form  serrata  mit  solchen  serrata. 
Costalrandspitzen  bewehrt  sind.  Sonst  variieren  die  cfcf,  wie  jene  von  crocale ,  die  meisten  gehören  zur  Form 
hilaria  Cr.  (69  c)  mit  gelber  Basis  und  weisser  Distalpartie  der  Flügeloberseite;  die  oberseits  durchweg  gelben 
cfcf  könnte  man  citronella  nennen.  Sie  sind  auf  den  kleinen  Sundainseln  die  vorherrschende  Form.  Für 
die  69  b  als  pomona  bezeichnete  2-Form,  mit  beiderseits  weisser  Flügeloberfläche  führen  wir  die  Bezeich¬ 
nung  nivescens  ein;  schön  dunkelgelbe  22  mit  breit  ausgeflossenem  blutrotem  Fleck  auf  der  Vflgl-Unterseite 
sind  cafilla  Cr.;  dieselbe  Abweichung  findet  sich,  jedoch  viel  seltener,  auch  auf  weissem  statt  gelbem  Grunde : 
dies  ist  siscia  form.  nov.  —  Einer  weiteren  beachtenswerten  Abänderung  gehören  solche  Stücke  an,  bei  denen  die 
Hflgl  unterseits  nur  2  grosse  runde  Makeln  an  den  Subcostalästen  führen  (=  bidotata  form,  nov),  die  keinen 
zusammenhängenden  Fleck  wie  bei  catilla  bilden-  und  besonders  in  Micromalayana  Vorkommen.  Die  lokalen 
Differenzen  markieren  sich  bei  pomona  auch  nicht  so  ausgesprochen,  wie  bei  crocale,  und  verdient  nur  wieder 
die  celebische  Form  als  perspicua  form.  nov.  (69  b)  Erwähnung.  Hier  sind  beide  Geschlechter  bedeutend 
grösser  als  die  übrigen  malayischen  Exemplare;  2  durch  eine  komplette,  besonders  auch  die  Hflgl  durchziehende 
schwarzbraune  Submarginalbinde  ausgezeichnet,  cf  oberseits  distal  nur  wenig  heller  als  die  cfcf  von  crocale 
celebica  Frühst.  —  hinda  Btlr.  ist  die  australische  Rasse,  oben  eigentümlich  cremefai’ben ,  unten  prächtig 
ockergelb ;  von  Queensland. 

C.  Scylla  ist  ein  echt  malayischer  Schmetterling,  der  von  Macromalayana  aus  bis  Tenasserim  und 
Siam  nordwärts  vorgedrungen  ist,  und  auf  seinem  östlichen  Wege  die  Molukken  erreicht  hat.  Die  cfcf  sind, 
abgesehen  von  insularen  Differenzen,  sehr  konstant;  bei  den  22  macht  sich  der  Einfluss  der  Jahreszeiten 
dadurch  bemerkbar,  dass  im  mikromalayischen  Gebiete  deutliche  ausgebleichte  Trockenzeitformen  (2 -forma 
ascylla  Frühst.  [68  a])  und  auf  Celebes  ganz  verdunkelte  2  der  Regenzeit  auftreten  (2 forma  minacia  form,  ascylla. 
nov.  [68b]).  Der  nomenclatorische  Typus  scylla  L.  (68a)  stammt  aus  Java,  wo  die  Art  bis  zu  2000  Fuss  minacia. 
Höhe  hinauf  nicht  selten  ist  und  überall  in  Gärten  und  offenem  Land  vorkommt.  Man  findet  sie  auch  auf  bL- lla' 
Bawean,  Bali,  Lombok.  —  In  Sumatra,  der  malayischen  Halbinsel  und  Siam  erscheint  eine  Rasse,  die  bereits 
etwas  ärmer  an  schwarz  ist  (68  a,  Figur  3  und  4  aus  Sumatra).  —  sidra  subsp.  nov.  (68  b  cf;  68  c,  2  auf  der  Tafel  sidra. 
als  scylloides  bezeichnet)  ist  die  grössere  und  dunklere  Rasse  der  Insel  Sumbawa ;  scylloides,  Frühst.  (68  b  cf,  scylloides. 
68c  2  2)  ursprünglich  aus  Babber  beschrieben,  bewohnt  auch  Tenimber,  Wetter  und  andere  Inseln  östlich 
von  Timor,  ist  eine  habituell  zurückgebliebene  geographische  Unterart,  mit  beim  2  ausgeblichenem  Kolorit,  asaema. 
asaema  Stgr,  (68  b)  die  grösste  der  bekannten  Formen,  über  ganz  Celebes  verbreitet,  und  analog  crocale  minacia. 
celebica  Frühst,  zur  Ausbildung  melanotischer  Aberrationen  neigend  (2  Forma  minacia  form.  nov.  [68b]).  —  bang-  bangkeiana. 


hilaria. 

citronella. 

nivescens. 

catilla. 

siscia. 

bidotata. 


perspicua. 


hinda. 


164 


GOLIAS.  Von  H.  Fruhstorffr. 


keiana  Frühst,  liat  noch  ausgedehnteren  schwarzen  Aussensaum  als  asaema ,  mit  noch  deutlicher  aufgetra- 
moluccarum.  genen  schwarzen  Submarginalbinden  aller  Fgh;  Insel  Bangkei.  —  moluccarum  subsp.  nov.  (68  c.)  bleibt 
in  der  Grösse  hinter  asaema  zurück ;  ebenso  reduziert  sich  auch  die  schwarze  Submarginalfleckung  der  Hflgl- 
etesia.  Unterseite;  Nord-  und  Süd-Molukken.  —  etesia  Hew.  ist  eine  kleine,  anscheinend  noch  hinter  scylloicles  zurück- 
bleibende  Form  von  Australien,  mit  hellgelbem  Anflug  der  Hflgloberseite,  die  uns  nur  durch  Hewitson’s 
praerubida.  Abbildung  bekannt  ist.  —  praerubida  subsp.  nov.  hat  beim  ?  oberseits  verwaschene  schwarze  Flecke  und 
unterseits  auffallend  grosse  hellcarminrote  Submarginalmakel  und  ausgedehnten  ebensolchen  Distalanflug 
aller  Flügel.  Insel  Flores.  Die  Raupe  ist  nach  Martin  samtgrün,  mit  einem  gelblich-weissen  Seitenstreifen 
und  einigen  sehr  kleinen  schwarzen  Flecken,  die  ganze  Oberfläche  fein,  wie  bei  einem  Blutegel  geringelt 
und  eingeschnürt.  Pp  mit  spitzem  Kopf,  ähnlich  jener  von  crocale,  aber  kürzer  und  mehr  convex  als  die 
schlanke  Pp  von  crocale.  Eine  weitere  Rasse  ist  von  Luzon  aber  bisher  nur  in  zwei  Exemplaren  bekannt 
die  wir  in  natura  nicht  gesehen  haben. 

gorgophone.  C.  gorgophone  Bsd.  (68  d)  von  Cap  York  bis  Sydney  verbreitet,  kommt  anscheinend  selten  nach 

Europa;  das  cf  differiert  von  dem  abgebildeten  2  durch  das  Fehlen  der  schwarzen  Submarginalflecke  der  Vflgl. 
Die  Unterseite  ist  wie  bei  scylla. 


21.  Gattung:  Colias  F. 

Von  diesem  für  die  paläarktische  Region  so  wichtigen  Genus  haben  wir  hier  nur  -wenige  Arten  ab¬ 
zuhandeln,  die  vielfach  nur  Ausläufer  transhimalayischer  Spezies  vorstellen,  und  sich  durch  die  südliche 
Dislokation  nur  wenig  veränderten. 

Neben  den  Parnassius  bilden  die  Colias  eines  der  homogensten  Genera  der  genannten  Falterfauna, 
und  gewiss  zählen  sie  mit  zu  den  ältesten  der  lebenden  Arten,  deren  Ursprung  bis  in  die  Mitte  des  Tertiärs 
zurückzuführen  ist.  Die  Ähnlichkeit  einiger  Arten  mit  Pieris  callidice  lässt  auf  einen  direkten  genetischen 
Entwicklungsgang  schliessen.  Bei  aller  äusseren  Gleichartigkeit  ist  aber  die  Zeichnung  und  Färbung  auf¬ 
fallend  unbeständig,  und  die  meisten  Arten  neigen  zu  lokaler  Differenzierung,  auch  scheint  ausnahmsweise 
unter  den  Tagfaltern  Hybridation  ziemlich  häufig  vorzukommen.  Es  hat  sich  herausgestellt,  dass  die  Membran¬ 
schuppen,  d.  h.  solche,  die  auf  grösseren  Internervalfeldern  aufliegen,  sich  als  ein  ziemlich  sicheres  Unter¬ 
scheidungsmerkmal  verwenden  lassen.  Die  Randschuppen  (cilia)  sind  mit  wenigen  Ausnahmen  hellrot  oder 
rosa.  Ausser  den  Aderschuppen  finden  sich  vielfach  noch  hochspezialisierte  Duftschuppen,  die  beim  cf  an 
der  Wurzel  der  Hflgl  auf  liegen.  Da  das  cf  aber  dem  ?  zum  Zweck  der  Begattung  folgt,  haben  sie  als  Lock¬ 
mittel  kaum  Wert,  und  man  ist  deshalb  geneigt,  sie  als  Reizorgan  zu  betrachten. 

Von  Catopsilia  differieren  die  Colias  durch  den  jenseits  der  Zelle  abgezweigten  zweiten  Subcostalast 
und  die  noch  mehr  verkümmerte  Präcostale ;  an  den  Vorderfüssen  fehlen  den  Klauen  alle  Anhängsel  (Paro¬ 
nychien),  welche  bei  allen  anderen  Pieriden  vorhanden  sind. 

C.  hyale  (vergl.  I,  p.  65,  t.  25g),  einer  der  gewöhnlichsten  europäischen  Falter,  bewohnt  die  zur 
paläarktischen  Zone  gehörenden  Teile  Nordwest-Indiens ,  von  wo  aus  die  Art  bis  Bhutan  im  Osten  und  den 
poliographus.  Nilghiris  im  Süden  vorgedrungen  ist.  poliographus  Mötsch.  (=  simoda  de  l’Orza )  (I,  p.  25.  t.  26  a)  ist 
die  Hauptform  von  Japan,  die  auf  Ishigaki  und  Formosa  bereits  tropisches  Gebiet  erreicht  und  auch 
gelegentlich  als  verirrter  Wanderer  auf  Luzon  gefangen  wird.  In  Japan  und  auf  Tsushima  ist  poliographus 
einer  der  dominierenden  Falter,  der  erste  Frühlingsbote,  der  schon  zu  erscheinen  anfängt,  wenn  noch 
Schnee  liegt,  und  zwar  nicht  in  überwinterten,  sondern  in  frisch  aus  der  Pp  geschlüpften  Faltern. 
Auf  Tsushima  begegnete  ich  hyale  noch  Mitte  Oktober  in  einer  stattlichen  Form,  vorherrschend  mit 
weissen  ?$,  wo  sie  noch  alle  Wiesen  zu  Hunderten  belebten.  —  Aus  dem  nördlichsten  Japan  ver¬ 
dient  eine  Form  Erwähnung  mit  ganz  feinen ,  nur  punktgrossen  gelben  Subapicalflecken  der  Vflgl, 
napata.  habituell  von  sehr  kleiner  Gestalt  (f.  napata  form.  nov.).  Ähnliche  Exemplare,  wie  sie  Leech  t.  24,  f.  14 
abbildete,  scheinen  gelegentlich  aufzutreten,  da  ich  ein  ebensolches  mit  mausgrauem  statt  schwarzem 
murina.  Apicalbezug  der  Vflgl  von  Nagasaki  mitbrachte  (f.  inurina  form.  nov.).  In  Kiautschou  fliegt  eine  relativ 
kleine  dunkle  Rasse,  die  durch  breiten  schwarzen  Apicalbezug  der  Vflgl  sich  ernte  nähert.. —  In  den 
Hochgebirgen  West-Chinas  scheint  eine  Riesenform  ausschliesslich  vorzukommen  mit  besonders  lebhafter 
pyxaganthus.  hell  zitrongelber  Färbung  (pyxagathus  form.  nov.).  —  Exemplare  mit  goldgelbem  Anflug  der  Vflgl  der 
FRüHSTORFEP.’schen  Sammlung  aus  Japan  erinnern  an  die  auch  von  Europa  bekannte  Abweichung  radii- 
glicia.  formis  Schultz.  • —  Als  glicia  subsp.  nov.  (72  f)  wird  die  in  Kaschmir  nicht  seltene  und  anscheinend  kon¬ 
stant  auftretende  Form  bezeichnet,  die  durch  zusammenhängende  relativ  grosse  gelbe  Subapicalflecken  der 
Vflgl  auffällt  und  an  sareptensis  Styr.  von  Süd-Russland  erinnert.  Aus  Höhen  von  14 — 15  000  Fuss  bekannt. 
lativitta.  —  Bei  lativltta  Moore  (72 f),  aus  Nordwest-Indien,  fehlen  diese  gelben  Fleckchen,  wodurch  sich  diese 
nilagiriensis.  Form  der  ernte  nähert.  —  nilagiriensis  Fldr.  (72 f)  ist  eine  habituell  sehr  kleine  Rasse  mit  namentlich 
beim  ?  sehr  breitem  schwarzem  Distalsaum ,  der  auf  den  Vllgln  kaum  noch  Spuren  einer  weisslichen  Be¬ 
stäubung  trägt.  Nilghiriberge,  Süd-Indien,  aus  5000  Fuss  Höhe  bekannt.  —  Als  zur  paläarktischen  Fauna 
gehörig,  aber  sich  an  die  japanischen  Formen  anschliessend,  wird  hier  hyale  palidis  subsp.  nov.  aus  dem 


TERIAS.  Von  H.  Fruhstokfer. 


165 


Vilui-Gebiet  erwähnt,  charakterisiert  durch  eine  hell  cremefarbene  Oberseite  der  a*o*  und  bleich  gelblich- 
weisse,  sehr  kleine  ??.  Der  Aussensaum  aller  Flügel  neigt  zu  einer  Verfärbung  ins  hellgraue,  ebenso  ver¬ 
bleicht  der  Discalfleck  der  Hflgl.  Auch  die  Flügelunterseite  ist  sehr  arm  an  schwarzen  Zeichnungen. 

Als  naukratis  subsp.  nov.  wird  dann  eine  weitere  Form  eingeführt,  der  alta  Staudinger’s  nahekommend,  von 
zart  gelber  Grundfarbe,  die  in  der  Grösse  die  Mitte  hält  zwischen  mitteleuropäischen  cTcf  und  solchen  aus 
Japan,  mit  sehr  ausgedehnten  gelben  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Vaterland  Sibirien. 

Als  C.  aias  Frühst,  ist  (73  a)  die  einzige  insulare  Rasse  der  paläarktischen  palaeno  L.  abgebildet, 
die  bereits  im  ersten  Band  p.  63  besprochen  wurde.  Sie  differiert  von  allen  bekannten  Formen  durch 
den  verbreiterten  schwarzen  Aussensaum  der  Vflgl.  Das  ?  ist  rein  weiss,  mit  doppelt  so  breit  angelegtem 
Aussensaum  der  Vflgl  als  bei  europäischen  Stücken.  Hauptinsel  von  Japan.*) 

C.  ladakensis  Fldr.  (=  shipkee  Moore )  oberseits  prächtig  schwefelgelb,  der  schwarze  Aussenrd  mit 
grossen  ovalen  gelben  Flecken  besetzt,  Hflgl  dicht  schwarz  überstäubt,  gleichfalls  gelb  gefleckt.  Aus  Ladak 
und  Kaschmir  bekannt,  wohin  die  Art  von  Tibet  aus  sich  gelegentlich  verirrt. 

C.  berylla  Fawcett  (=  nina  Fawcett )  (I,  26  c,  p.  66)  aus  dem  südlichen  Tibet  ist  eine  heller  gelbe  Lokal¬ 
rasse  der  vorigen. 

C.  thrasibulus  nom.  nov.  für  den  seit  1881  vergebenen  Namen  elwesi  Höher,  eine  seltene  Lokalform  thrasibulus. 
von  cocandica  Ersch.  aus  Zentral-Asien,  als  leechi  Elwes  auf  Taf.  72  c  abgebildet,  von  Ladak  aus  15  — 17000  Fuss 
Höhe  bekannt. 

C.  alpherakii  Stgr.  (I,  p.  64,  t.  25  e,  f)  überschreitet  bei  Chitral  die  indische  Grenze. 

C.  dubia  Fawc.  (I,  p.  67)  ist  eine  der  nordischen  sulitelma  Aur.  verwandte  Spezies,  die  im  südlichen  dubia. 
Tibet  in  etwa  10  000  Fuss  Höhe  gefangen  wurde  und  auch  aus  Native-Sikkim  gemeldet  wird. 

C.  wiskotti  Stgr.  (I,  p.  70,  27  d)  wurde  gleichfalls  in  Chitral  am  Kandurpass  in  11000  Fuss  Höhe 
beobachtet. 

C.  eogene  Fldr.  (1,  p.  67,  26  c),  eine  prächtige  Art,  sehr  zur  Lokalrassenbildung  neigend  ist  auch  aus 
dem  indischen  Reiche  bekannt,  wo  sie  in  Kaschmir,  Ladak  und  Chitral  vorkommt  —  stets  in  Höhen  über 
9000  Fuss.  Vom  ?  sind  in  Indien  solche  mit  gelblicher  und  in  Baltistan  welche  mit  weisslicher  Oberseite 
entdeckt  worden. 

C.  miranda  Frühst.  (72  f)  wurde  neuerdings  in  Süd-Tibet,  nahe  der  Sikkim-Grenze  aufgefunden  und  miranda. 
stellt  eine  habituell  kleine,  in  der  Färbung  etwas  von  ocker-  zu  rotgelb  variierende  Species  dar,  die  ursprüng¬ 
lich  als  Lokalrasse  von  eogene  aufgestellt  wurde.  Das  ?  (30,  f.  5)  ist  hellockergelb  mit  breiter,  schwarzer 
Submarginalbinde  der  Vflgl,  bleichgelbem  Distalsaum  aller  Flügel  und  einem  gelben  oblongen  Fleck  auf  den 
sonst  schwärzlichen  Hflgln.  Kamba-Jong  aus  15 — 17  000  Fuss  Höhe. 

C.  stoliczkana  Moore  (72  f)  ist  eine  aus  Changla  in  Ladak  beschriebene  Species  von  hell  ocker-  stoliczkana. 
gelber  Grundfärbung,  deren  ?  miranda  nahesteht ,  aber  abgesehen  von  der  lichteren  Oberseite  auch  noch 
einen  bis  zur  Basis  durchgezogenen  Zellstrich  der  Hflgl  besitzt.  Die  cfcf  führen  ausserdem  einen  bis  zum 
Ird  durchgeführten  schwarzen  Terminal  säum  der  Hflgl.  Flugplätze  gleichfalls  in  der  Höhe  von  4 — 5000  m. 

C.  fieldi  Men.  (I  p.  68,  t.  26g)  zerfällt  in  zwei  Rassen,  ßeldi  aus  China,  wesentlich  grösser  als  field.. 

edusina  Butl.  von  Indien ,  wo  sie  von  Kaschmir  bis  Bhutan  und  Assam  verbreitet  ist.  Das  ?  tritt  in  zwei 

Formen  auf,  einer  dunklen  Regenzeitform,  ohne  gelbe,  und  in  der  kleineren  Trockenzeitform  mit  gelben 
Flecken  am  Gostalrande  der  Vflgl.  Die  Art  geht  von  5  — 12000  FuSs  und  ist  an  manchen  Stellen  sehr 

häufig.  Bingham  hat  sie  neuerdings  auch  in  Oberbirma  aufgefunden. 

22.  Gattung:  Terias  Swains.**) 

Die  Arten  dieses  beinahe  kosmopolitischen  Genus  kommen  in  solchen  Massen  mit  den  tropischen 
Sendungen,  dass  sie  neben  den  Catopsilia  und  gewissen  Danaiden  einen  Schrecken  der  Sammler  bilden,  aber 
sehr  zu  Unrecht,  denn  sie  verdienen  vielleicht  mehr  als  andere  prunkende  Tagfalter  ein  genaues  Studium, 
das  durch  die  Neigung  der  Arten  zu  horodimorphen,  lokalen  und  insularen  Formenbildungen  zu  einem 
ebenso  schwierigen  wie  interessanten  gestaltet  wird.  Obgleich  im  allgemeinen  sehr  variabel,  bleiben  einige 
anscheinend  unbedeutende  Merkmale  auffallend  konstant,  wie  das  Auftreten  von  nur  einem,  zwei  oder  drei 
schwarzen  Punkten  auf  der  Unterseite  der  Vflglzelle.  Auch  wiederholt  sich  die  Subapicalzeichnung  der 
Vflglunterseite  bei  heterogenen  Arten  in  der  täuschendsten  Weise  ( hecahe ,  sari).  —  Im  Geäder  stehen  sie  den 
Colias  nahe  durch  die  rudimentäre  Präcostale  und  die  kurze  und  breite  Zelle  der  Hflgl,  differieren  aber  da¬ 
durch,  dass  zwei  Subcostaläste  vor  dem  Zellende  der  Vflgl  abzweigen,  deren  Zelle  breiter  ist,  und  vor  allem 
durch  die  schwachen  und  zarten  Flügel. 

*)  C.  phila  Frühst.  (73a)  wurde  mir  aus  Kaschmir  zugesandt,  es  hat  sich  aber  jetzt  erst  herausgestellt,  dass  mir  der 
Sammler  ein  farbenarmes  europäisches  Exemplar,  das  er  im  Tausch  erworben  hatte,  aus  Versehen  unter  lauter  echte  Kaschmir- 
talter  mischte.  Der  Name  fällt  somit  als  Synonym  von  phicomone  Espcr. 

**)  Der  besser  bekannte  Name  Eurema  Hbn.  von  1826  ist  um  6  Jahre  jünger  als  Terias  1820 — 21. 


166 


TER1AS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


libythea. 

rubella. 

senna. 

fruhstorferi. 

drona. 


herlina. 

zoraide. 

sinta. 

imaculata. 


venata. 

pallitana 

ratna. 

sikkimica. 


laeta. 


pseudolaeta. 

annamitica. 

semperi. 

vagans. 

hainana. 

bethesba. 


sana. 


smilax. 


Die  Flugweise  der  Arien  ist  sehr  verschieden,  die  meisten  bewegen  sich  nur  langsam  und  energielos; 
sie  taumeln  von  Blume  zu  Blume  und  beleben  allüberall  in  den  Tropen  offene  Plätze,  Gärten,  die  Ränder 
der  Strassen  und  lichter  Wälder.  Nur  harina  liebt  mehr  schattige  Waldwege  und  libythea  wirbelt  in  der 
Trockenzeit  raschen  Flugs  dahin.  Alle  Arten  aber  lassen  sich  durch  feuchte  Stellen  anlocken,  vereinigen 
sich  auch  zu  Schwärmen  und  ihre  Rpn  werden  den  Gassia- Anpflanzungen  schädlich. 

a.  cd  ohne  Sexualfleck  der  Vflgl. 

T.  libythea  F.  ist  durch  den  ausgedehnten  schwarzen  Gostalsaum  der  Vflgl  und  den  proximal  gleich- 
mässig  gezähnten  und  fast  gleich  breit  bleibenden  Aussensaum  aller  Flügel  leicht  von  allen  anderen  Terias- 
Arten  zu  unterscheiden.  Die  Trockenzeitform  rubella  Wall,  führt  einen  auf  dem  Hflgl  wesentlich  ver¬ 
schmälerten  Aussensaum,  der  sich  häufig  in  einzelne  Flecken  auflöst  und  von  einem  prächtig  rosaroten,  an 
die  Gilien  der  Colias  erinnerden  Terminalrand  umgrenzt  ist.  Ganz  Indien,  Ceylon  und  Birma.  —  senna  Fldr.  ist  eine 
unbedeutende  Lokalform  der  Malayischen  Halbinsel,  nach  Exemplaren  der  Regenzeit  beschrieben.  —  fruhstorferi 
Moore  (73  d)  aus  Hinterindien  differiert  durch  etwas  schmäleren  Aussensaum  und  reichlichere  grauschwarze 
Bestäubung  der  Flügeloberseite  von  vorderindischen  Stücken.  Die  Falter  gehen  in  Annam  bis  5000  Fuss 
Höhe  und  halten  sich  mit  Vorliebe  auf  trockenen,  grasigen,  von  Pinien  beschatteten  Flächen  auf.  —  drona 
Horsf.  ist  auf  Exemplare  der  Regenzeit  basiert  und  dürfte  am  besten  als  Name  der  javanisch-sumatranischen 
Lokalform  angewendet  werden,  welche  die  indischen  Stücke  an  Grösse  noch  etwas  übertrifft.  Ich  begegnete 
ihr  auch  auf  Lombok  in  4000  Fuss  Höhe,  wo  sie  besonders  nasse  Bachufer  frequentierte.  Auf  Java  und 
Lombok  erscheint  dann  noch  eine  Trockenzeitform,  habituell  kleiner  als  jene  der  nassen  Zeit,  mit  sehr  feiner 
schwarzer,  gleichmässiger  Saumlinie  der  Hflgl  und  fein  gewellten  braunen  oder  schwarzen  Querbinden  der 
Htlglunterseite  (herlina  form.  nov.).  —  zoraide  Fldr.  (=  australis  Wall.)  gehört  der  Regenzeitform  der 
australischen  Lokalrasse  an,  während  sinta  Wall,  und  imaculata  Mislc.  die  Trockenzeitform  bezeichnen. 

b.  Yflglunterseite  an  der  Mediana  mit  einem  Androconienbecken. 

T.  venata  Moore,  eine  relativ  seltene  Art,  sehr  ähnlich  drona  und  libythea,  aber  mit  spitzeren  Vflgln 
und  linienförmigem  Distalsaum  der  Htlgl.  Die  nur  wenig  veränderte  und  geringer  schwarz  umrandete 
Trockenzeitform  —  pallitana  Moore.  Kaschmir,  West-  und  Zentralindien.  —  Im  nördlichen  Indien  und 
Ceylon  fliegen  Exemplare  mit  reicher  schwarzer  Überpuderung  der  Flügeloberseite  =  rama  Moore.  —  Als 
sikkimica  Moore  sind  die  etwas  dunkler  umzogenen  cf  cd  aus  Sikkim  und  Bhutan  benannt,  wo  die  Form  von 
6 — 9000  Fuss  Höhe  vorkommt. 

T.  laeta  Bsd.  (73  d)  bewohnt  gleichfalls  ein  ausgedehntes  Gebiet  und  hat  dieselben  Gewohnheiten 
wie  libythea,  in  deren  Gesellschaft  sie  sich  zumeist  befindet.  Die  Vflgl  sind  ausgezeichnet  durch  einen 
scharf  hervortretenden  Apex,  und  durch  die  gewinkelten  Hflgl  wird  die  Art  zu  der  am  leichtesten  zu  identi¬ 
fizierenden  Terias  gestempelt.  Die  Regenzeitform  ist  unten  einfach  gelb  mit  schwarzer  Überpuderung.  —  Als 
pseudolaeta  Moore  ist  eine  Trockenform  aus  Tenasserim  bekannt  mit  rötlichem  Anflug  und  sandgrauer  Be¬ 
stäubung.  Die  Art  ist  über  ganz  Indien  verbreitet,  sehr  häufig  in  Kaschmir,  südwärts  bis  zu  den  Nilghiri- 
Bergen  und  östlich  bis  Annam  und  Tonkin  vordringend.  —  annamitica  Moore  nom.  nud.  ist  ein  wahrschein¬ 
lich  unhaltbarer  Name.  —  semperi  Moore  bezeichnet  eine  relativ  kleine  Rasse  der  Philippinen,  nach  Semper’s 
Figuren  aufgestellt,  die  von  den  Benguetbergen  in  Luzon  stammen,  während  cfcfi  in  Fruhstoreer’s  Samm¬ 
lung  aus  der  Nähe  von  Manila  mehr  mit  Assam-Exemplaren  übereinstimmen.  —  vagans  Wall,  ist  die  Formosa- 
Rasse  mit  auffallend  hellgelben  ??.  , —  hainana  Moore,  eine  uns  in  Natura  unbekannte  Form  von  der  Insel 
Hainan.  —  bethesba  Jans.,  bereits  im  Paläarktenteil  besprochen  (p.  58),  die  Sommerform,  und  subfervens  Btlr. 
die  Winterform  der  japanischen  Subspecies,  die  als  jaegeri  Men.  in  den  Sammlungen  verbreitet  ist  und  auch 
auf  Tsushima  und  Korea  vorkommt.  herla  Mc  Leay  (—  lineata  Misk.),  die  sehr  selten  zu  sein  scheint, 
ersetzt  laeta  in  Australien,  Queensland. 

T.  sana  Btlr.  scheint  nach  einer  Abbildung,  die  am  British  Museum  angefertigt  wurde,  allenfalls  eine 
venata -Rasse  vorzustellen,  mit  auf  den  Vflgln  breiterem,  den  Hflgln  schmälerem  Aussensaum  auf  sonst  zeich¬ 
nungslosem  Grunde.  Von  Gestalt  sehr  klein. 

T.  smilax  Don.  ist  nach  Waterhouse  die  kleinste  uns  in  Natura  unbekannte  süd-  und  ostaustralische 
Terias,  sehr  variabel,  so  dass  die  Namen  casta  Luc.  und  ingana  Wall,  für  die  Regenzeitform,  varius  Misk.  für 
eine  Mittel-  und  parvula  Hew.  für  die  Trockenzeitform  eingeführt  wurden.  Der  Figur  von  ingana  Wall,  nach 
zu  urteilen,  scheint  die  Art,  die  Butler  in  eine  eigene  Gruppe  stellt,  zu  hecabe  L.  hinüberzuleiten. 

e.  cf  mit  zwei  Streifen  kurzer,  dicker  Schuppen  zu  beiden  Seiten  der  Mediane  der  Yflglunterseite. 

Die  bekannteste  Art  dieser  Gruppe  ist  T.  hecabe  L.,  die  vermutlich  von  allen  Tagfaltern  die  meisten 
Namen  bekommen  hat,  deren  Abgrenzung  eines  der  unsichersten  und  schwierigsten  Gebiete  orientalischer 
Entomologie  bedeutet.  Die  Art  zerfällt  an  vielen  Plätzen  ihres  Vorkommens  in  3  Zeitformen,  die  unter  sich 
durch  Übergänge  verbunden  werden.  Die  extremsten  dieser  Formen  lassen  sich  durch  Zucht  künstlich  zu 


TERIAS.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


167 


anemone. 


hecabe. 


fimbriata. 


gleicher  Zeit  erzielen,  wenn  die  Ppn  z.  T.  kalt,  z.  T.  warm  gestellt  werden,  ein  Experiment,  das  Pryer  in 
Japan  ausgeführt  hat.  Die  Exemplare  der  Trockenzeit  sind  unterseits  zumeist  mit  roten  Flecken  verziert,  von 
denen  einer  manchmal  den  ganzen  Apex  der  Vflglunterseite  bedeckt  (fa.  sodalis  Moore )  und  solche  Stücke  sodalis. 
können  leicht  mit  sari  verwechselt  werden.  Die  22  sind  stets  grösser  als  die  cfcf,  bleicher,  aber  mit  schwarzen 
Punkten  mehr  oder  minder  dicht  überstreut.  Zwerg-  und  Riesenformen  treten  bei  der  Art  ebenso  häufig 
auf,  als  Fehlfärbungen.  Die  Eier  werden  einzeln  abgelegt,  manchmal  aber  auch  auf  einem  Blatt  eine  grössere 
Menge  in  rhombischer  Form  deponiert.  Im  letzteren  Falle  lebt  die  grüne,  leicht  behaarte  Rp  mit  grossem 
schwarzem  Kopf  und  gelblichweissem  Seitenstrich  gleichfalls  gesellig  und  sogar  die  Ppn  werden  in  Anzahl 
nebeneinander  geheftet.  Wenn  die  Ppn  an  Blättern  hängen,  sind  sie  grün,  wenn  nahe  den  Blüten  der 
Gassia,  dann  gelb,  und  wenn  die  Rpn  die  Nahrungspflanzen  verlassen,  um  sich  an  hohen  Gräsern  einzuspinnen, 
werden  sie  schwarzbraun,  wie  die  Samen  in  ihrer  Umgebung.  Die  Ppn  sind  in  diesem  Falle  in  regelmässigen 
Zwischenräumen  aufgereiht,  was  die  Täuschung  vervollkommnet.  Nach  6  Tagen  verlassen  schon  die  Falter 
die  Puppenhülse  (Martin).  —  anemone ,  bereits  im  Paläarktenteil  (p.  59)  als  Synonym  erwähnt,  ist  die  am 
weitesten  nach  Norden  vorgerückte  Form.  Zwei  Rassen  sind  uns  bekannt:  anemone  Fldr.  von  Ningpo  be¬ 
schrieben  und  wohl  über  das  ganze  mittlere  und  nördliche  China  bis  Korea  verbreitet;  mandarina  de  VO. 
aus  Japan,  deren  nomenclatorischer  Typus  auf  die  merkwürdig  verfärbte  Trockenzeitform  basiert  ist,  während 
als  marriesi  Btlr.  die  Regenzeitform  benannt  wurde,  und  hybrid  a  und  connexiva  Btlr.  sich  auf  Intermediat- 
formen  beziehen.  Auf  Tsushima  fing  ich  im  Oktober  alle  Formen  nebeneinander.  Auf  Okinawa  fliegt 
eine  Lokalrasse,  bei  der  eine  Sommergeneration  auftritt  mit  grossem,  schräg  gestelltem  rotem  Subapicalfleck 
der  Hflglunterseite,  die  nach  Fritze  im  nördlichen  Japan  noch  nicht  beobachtet  wurde,  mir  aber  in 
abgeschwächter  Weise  aus  Nagasaki  und  Tsushima  vorliegt.  Auf  Ishigaki,  der  südlichsten  Liu-Kiu-Insel, 
fliegt  bereits  eine  Aecohe-Rasse,  die  von  Formosa-  und  südchinesischen  Stücken  kaum  zu  trennen  ist.  — 
hecabe  L.  (73  F.),  deren  nomenclatorischer  Typus  vielleicht  aus  China  stammte,  wird  hier  als  vom 
südlichen  China  bis  Vorderindien  verbreitet  aufgefasst.  Nahezu  25  Namen  wurden  den  vielen  Formen  ge¬ 
geben,  die  allein  das  indische  Kaiserreich  bewohnen.  Binghaii  hat  neuerdings  fast  alle  zusammengezogen,  es 
scheint  aber,  dass  eine  Anzahl  von  ihnen  die  Registrierung  verdient,  da  eine  grössere  Gesamtheit  von  Exem¬ 
plaren  immer  ein  lokales  Gepräge  zeigt,  das  jedoch  bei  der  Subtilität  der  Unterschiede  leichter  fällt  mit  dem 
Auge  zu  erfassen,  als  mit  der  Feder  zu  beschreiben.  So  möchte  ich  fimbriata  Wall,  der  pulla  Moore,  excavata 
als  Regenzeitform  und  narcissus,  asphodelus  sowie  irregularis  Btlr.  als  Intermediatform  angehören,  für  die  Pro¬ 
dukte  des  heissen,  regenarmen  Tieflands  von  Indien  erhalten  sehen,  ciesiopaeoides  und  swinhoei  Moore  bezeichnen 
Rassen  des  zentralen  und  westlichen  Indiens,  merguiana  Moore,  ist  auf  relativ  stattliche  Stücke  mit  tief 
ausgebuchtetem  Aussensaum  der  Vflgl.  vom  M er gui- Archipel  gegründet,  von  denen  fraterna  und  patruelis 
Moore  die  Trockenzeitform  vorstellen.  —  simulata  Moore  bezeichnet  die  dunkelgelbe  Ceylonrasse,  —  nico- 
bariensis  Fldr.  die  Nicobaren-Subspecies  —  blairiana  und  andamana  Moore  die  zeichnungsarme  Rasse  der 
Andamanen.  —  grandis  Moore  ist  auf  besonders  hervorragende  Exemplare  der  Gebirgsregion  von  Sikkim 
gegründet.  —  Simplex  Btlr.  auf  cf  cf  mit  stark  reduziertem  schwarzem,  gleichmässig  verlaufendem  Distalsaum  — 
und  apicalis  Moore  auf  die  extremste,  nur  noch  mit  einem  schwarzen  Apikalfleck  versehene  Form  basiert, 
und  als  sarinoides  form  nov.  wird  hier  jene  Trockenzeitform  mit  dem  grossen,  roten  Apikalfleck  der  Vflgl¬ 
unterseite,  ähnlich  wie  bei  sari  Hrsf.  beschrieben.  —  subdecorata  Moore  bezeichnet  eine  Lokalrasse  von 
Hainan  -  wovon  attenuata  Moore  eine  Trockenzeitform  darstellt,  hobsoni  Btlr.  jene  der  Insel  Formosa,  die  von 
Tonkin  und  Honkong-Exemplaren  durch  das  gleichmässigere  fahle  Colorit  der  22  und  die  dunkler  gelb  getönten 
cf  cf  zu  differieren  scheinf  und  auch  noch  auf  den  südlichen  Liu-Kiu-Inseln,  wie  Ishigaki  vorkommt.  —  Auf 
den  Philippinen  ist  zwischen  den  Tieren  der  nördlicheren  und  südlicheren  Inseln  ein  recht  grosser  Unter¬ 
schied.  Die  Luzonrasse  ist  luzoniensis  L.,  klein,  von  dunkelgelber  Färbung,  sich  eng  an  die  Honkong- 
Exemplare  anschliessend;  2  einfach  blassgelb,  ohne  schwarze  Bestäubung  und  somit  sehr  ähnlich  hobsoni.  — 
sintica  subsp.  nov.  bewohnt  Mindoro.  Vflgl  mit  grossem,  schwarzem  Fleck  am  Zellapex,  Distalsaum  der  Hflgl 
relativ  schmal  schwarzbraun.  Die  gesamte  Flgloberfläche  leicht  schwarz  überpudert.  —  tamiathis  subsp.  nov. 

(=  diversa  auct.  nec  Wall.)  ist  die  südlichste  und  dunkelste  geographische  Unterart,  mit  sehr  breitem  Aussen¬ 
saum;  Flgloberfläche  dicht  schwarz  beschuppt,  Zellapex  mit  kleinem,  undeutlichem  schwarzem  Fleck  besetzt. 
Mindanao,  Bazilan,  Jolo;  —  jalendra  subsp.  nov.  übertrifft  an  Grösse  noch  tamiathis ;  die  schwarze  Über¬ 
puderung  der  22  fehlt,  der  Distalsaum  wird  bei  beiden  Geschlechtern  etwas  schmäler.  Palawan,  Balabac.  — 
borneensis  subsp.  nov.  (73  e)  führt  namentlich  beim  2  einen  stark  aufgetragenen  Aussensaum.  Nord-  und 
Siid-Borneo.  —  locana  subsp.  nov.  ist  charakteristisch  durch  kaum  ein  Drittel  so  breite  Randbinden,  Natuna- 
Inseln.  —  lalilimbata  Btlr.  ist  der  älteste  Name  für  die  besonders  grosse  Sumatrarasse,  die  sich  in  beiden 
Geschlechtern  von  borneensis  durch  schmälere  Umrandung  unterscheidet.  —  bidens  Btlr.  ist  auf  ein  dunkles 
2  der  Regenzeitform  basiert  und  semifusca  Btlr.  auf  ein  ?  mit  halb  schwarzer,  halb  gelblicher  Oberseite  aller 
Flügel.  —  toba  Nicev.  ist  eine  kleine  im  2  bleich  weissgelbe  Gebirgsform.  Nord-,  Ost-  und  West-Sumatra.  - 
satellitica  subsp.  nov.  ist  ein  neuer  Name  für  die  habituell  kleine  Was-Form,  deren  22  ähnlich  wie  die  22 
von  tamiathis  schwarz  überpudert  sind.  —  Als  sankapura  subsp.  nov.  wird  die  Gesamtheit  von  insularen  Formen 
zusammengefasst,  die  Bawean,  Java,  Bali  und  Lombok  bewohnen,  durch  schmalen,  schwarzen  Aussensaum 
und  ziemlich  gleichartigen  Verlauf  der  Vtlglgrenzen  auffallen.  —  enganica  subsp.  nov.  hat  dagegen  proximal 


simulata. 

nicobariensis. 

blairiana. 

andamana. 

grandis. 

simplex. 

apicalis. 

sarinoides. 

subdecorata. 

attenuata. 

hobsoni. 


luzoniensis. 

sintica. 

tamiathis. 


jalendra. 

borneensis. 

locana. 

lalilimbata. 


toba. 

satellitica. 

sankapura. 


168 


TERIAS.  Von  H.  Feuhstorfer. 


chemys.  sehr  tief  eingeschnürte  Randbinden  aller  Flügel.  Insel  Engano.  —  chemys  subsp.  nov.  ist  die  bei  den  cf  cf 
brevicostalis.  tiefgelbe,  beim  ?  in  der  Basalgegend  trübgrau  überpuderte  Rasse  der  Inseln  Alor  und  Sumbawa.  —  brevi- 
costalis  Btlr.,  eine  habituell  kleinere  Form  der  Inseln  der  Timorgruppe  mit  proximal  tief  eingekerbter  Aussen- 
binde;  Timor,  Wetter,  Babber,  Dämmer,  Kisser  und  Key.  —  Auf  Sumba  lebt  eine  ähnliche,  schon  etwas 
dendera.  modifizierte  Inselrasse,  proximal  unmerklich  gezähnt.  —  dendera  subsp.  nov.  —  Als  kalidupa  subsp.  nov. 
kalidupa.  wird  eine  der  prägnantesten  Satellitinselform  hier  vorgestellt,  deren  cf  cf  an  brevicostalis  erinnern,  satter  gelb 
getönt  sind  und  einen  schmalen  schwarzen  Aussensaum  führen.  Das  $  ist  aber  über  und  über  dicht  schwarz 
dentyris.  überpudert  und  die  Adern  breit  schwarz  bezogen.  Insel  Kalidupa,  von  H.  Kühn  entdeckt.  —  dentyris  subsp. 

nov.  ist  eine  habituell  kleine  Form,  mit  sehr  schmaler  Randbinde,  tief  dunkelgelben  cf  cf  aber  unbestaubter 
asanga.  Oberfläche  der  ??;  Tanah-Djampea,  Saleyer.  —  Als  asanga  subsp.  nov.  wird  die  Nordmolukkenrasse  einge- 
führt,  die  Btlr.  mit  seiner  brevicostalis  von  Micromalayana  vereinigt,  dieser  auch  sehr  nahesteht,  aber  durch 
sin  da.  mehr  grünlichgelbe  ??  differiert.  Halmaheira,  Batjan.  —  sinda  subsp.  nov.  ist  eine  Bergform  von  Süd-Celebes, 
mit  relativ  schmalem  schwarzem  Aussensaum  der  Hflgl  der  cf  cf  und  sehr  grossen  auffallend  bleichgelben  ©. 
Unterseite  mit  sehr  grossem,  rotbraunem  Apicalfleck;  Hflgl.  mit  vier  verschwommenen  Makeln.  Die  ??  diffe¬ 
rieren  von  den  neben  ihnen  vorkommenden  ??  von  latimargo  Hpff'r.  durch  das  Fehlen  schwarzer  Bestäubung 
der  Oberseite  aller  Flügel  und  die  sehr  verschmälerte  Randbinde  der  Hflgl.  Pik  von  Bouthain,  Februar 
oeta.  5000  Fuss.  —  Als  oeta  subsp.  nov.  wird  die  Gesamtheit  der  in  allen  Teilen  von  Neu-Guinea  vorkommenden 
hecabe  aufgefasst  —  die  von  sulphurata  Btlr.  durch  die  dunkler  gelbe  Grundfarbe,  den  Avenig  ausgedehnten 
kerawara.  schwarzen  Distralsaum  aller  Flügel  und  die  sattere  Färbung  der  Unterseite  differieren.  —  kerawara  Ribbe 
sind  Exemplare  vom  Bismarckarchipel  benannt,  mit  grünweisser  Oberfläche  der  ??  und  nur  leicht  gelbem 
magna.  Anflug  der  Hflgl;  Neu-Pommern.  —  magna  Ribbe  ist  eine  ähnlich  gefärbte  Rasse,  aber  von  grösserem  Aus- 
nivaria.  mass.  Insel  Mioko.  —  nivaria  subsp.  nov.,  von  den  Salomonen,  hat  fast  ganz  weisse  ??,  die  an  jene  von 
biformis  erinnern,  aber  doch  noch  Spuren  eines  gelben  Anflugs  aufweisen,  deren  Hflgl.  aber  kaum  merklich 
sulphurata.  schwarz  umsäumt  sind.  —  Unter  sulphurata  Btlr.  fasst  deren  Autor  neuerdings  alle  australischen  Exemplare 
und  eine  ganze  Anzahl  Inselrassen  wie  hebridina,  aprica  (Tonga-tabu)  maroensis,  laratensis  Btlr.  zusammen, 
ein  Vorgehen,  das  noch  der  Nachprüfung  bedarf.  Die  australische  Rasse  ist  im  allgemeinen,  trotzdem  Zeit- 
diversa.  formen  auftreten,  weniger  variabel  als  vorderindische  hecabe.  —  diversa  Wall,  ist  eine  sehr  interessante 
Unterart  mit  Aveissen  statt,  gelben  ??.  Die  Type  stammt  aus  Buru;  neuerdings  sind  auch  Exemplare  auf  Obi 
biformis.  entdeckt  Avorden.  —  bifonnis  Btlr.  (73  c)  ist  der  Name  für  die  wenig  grössere  und  etwas  bieiter  schwarz 
bandana.  umsäumte  Rasse  von  Ambonia  und  Ceram.  —  bandana  subsp.  nov.  hat  beim  cf  dieselbe  Randzeichnung  wie 
biformis,  aber  ein  lichtgelbes  ?  mit  sehr  schwachem  schwarzen  Distalsaum. 

tecmessa.  T.  tecmessa  Nicev.  aus  Penang  und  Nordost-Sumatra  beschrieben,  von  Perak  und  West-Sumatra  in 

Fruhstorfers  Sammlung,  ist  eine  hochspezialisierte  Form,  ausgezeichnet  durch  längliche  statt  abgerundete 
Vflgl,  sehr  scharf  abgesetzte  schwarze  Umrahmung  der  grünlichgelben  Flügelobertläche  und  einem  an  sari 
und  sodalis  gemahnenden  rotbraunen,  aber  von  einer  gelblichen  Zone  durchzogenen  Apikalfleck  der  Vflgl- 
unterseite.  Ihre  Artrechte  sind  aber  dennoch  zweifelhaft. 

latimargo.  T.  latimargo  Hopfr.  (=  anguligera  Btlr.)  vermittelt  durch  den  bei  Nord-Celebes  Exemplaren  bis  zur 

Flügelmitte  durchgezogenen  Analsaum  der  Vflgloberseite  einen  Übergang  zur  tf/o/m-Gruppe;  andererseits 
wird  durch  die  Färbung  der  ??,  von  denen  einige  an  südphilippinische,  andere  an  malayische  Rassen  erinnern, 
und  das  Vorhandensein  von  2  Zellpunkten  der  Vflglunterseite  eine  so  nahe  Venvandtschaft  mit  hecabe 
ausgedrückt,  dass  deren  Speciesberechtigung  auch  noch  nachgeprüft  werden  muss.  Vier  Formen  ver- 
nesos.  dienen  Erwähnung,  =  nesos  subsp.  nov.  (73  e,  f)  mit  schmälerem  schwarzen  Distalsaum  und  schwächerer 
schwarzer  Bestäubung  der  Flügeloberseite,  cf  sehr  gross,  viel  heller  gelb  als  Noid-Celebes-cfcf  Nesos  be- 
Avohnt  den  Pik  von  Bouthain,  avo  in  etwa  4000  Fuss  Höhe  im  Februar  und  März  sich  beide  Zeitformen 
sophrona.  ablösten.  —  sophrona  form.  nov.  ist  die  Form  der  Ebene  bei  Makassar  und  am  Wasserfall  von  Maros  häufig; 

cf  cf  von  kleinerem  Habitus,  ?  dunkelgelb  ohne  jedwede  .Bestäubung.  —  latimargo  Hpff.  ist  die  in  beiden 
pylos.  Geschlechtern  dunklere  Bergform  von  Nord-Celebes.  —  pylos  subsp.  nov.  eine  ausgeprägte  Inselrasse  mit 
othrys.  breiterer  und  tiefer  ausgebuchteter  Umrandung  aller  Flügel.  Sula-Mangoli.  —  othrys  subsp.'  nov.  hat  auch 
sehr  breiten  proximal  zugespitzten  Analfleck  der  Vflgl  und  gleichmässig  verlaufenden,  auf  den  Hflgl  unmerk¬ 
lich  eingeschnürten  Distalsaum.  Es  ist  dies  die  Form,  die  Semper  als  vallivolans  ah.  abbildete.  Philippinen. 

blanda.  T.  blanda  Bsd.  (73  e),  deren  Existenzberechtigung  oft  bezAveifelt  Avurde,  ist  eine  distinkte  Species, 

ausgezeichnet  durch  schmälere  Flügel  und  durch Aveg  Aveniger  breiten  Aussensaum,  und  von  hecabe  durch 
3  statt  2  Querstrichelchen  auf  der  Unterseite  der  Vflglunterseite  zu  unterscheiden.  Letzteres  Merkmal  ist 
ZAvar  etAvas  unbeständig,  bei  den  Exemplaren  der  Regenzeit  manchmal  kaum  zu  erkennen,  dafür  lässt  aber 
die  Gestaltung  der  Genitalien  die  Art  um  so  fester  umgrenzen.  Die  Valve  von  hecabe  ist  distal  (abgesehen 
von  drei  fingerförmigen  Anhängseln)  mit  nur  einer  langausgezogenen  abgerundeten  Spitze  versehen,  jene  von 
blanda  aber  trägt  eine  kleine  Krone  von  vier  scharfen  Zähnen.  In  den  Zeichnungscharakteren  variiert  blanda 
ebenso  Avie  hecabe,  die  Exemplare  der  Regenzeit  unterseits  fast  fleckenlos,  jene  der  Trockenperiode  rot  ge¬ 
sprenkelt.  Auch  die  Form  sodalis  tritt  auf,  und  so  kam  es,  dass  hecabe  und  blanda  vielfach  verwechselt 
wurden,  gehört  doch  sogar  ein  Teil  der  Äecaöe-Figuren  in  Moore’s  Lepid.  Indica  zu  blanda.  —  Die  Rp  ist 


Ausgegeben  4.  IV.  1910. 


TERIAS.  Von  H.  Fruhstoreer 


169 

ebenfalls  von  der  hecabe- Rp  verschieden,  lebt  auf  einer  anderen  Nahrungspflanze,  Wagatea  spicata,  und  ist 
von  grüner  Farbe  mit  auffallend  grossem  schwarzem  Kopf  und  einem  undeutlichen  gelben  Seitenstreif. 

Die  Ppn  sitzen  eng  aneinandergereiht  auf  Zweigen,  sind  dunkler  als  hecabe- Ppn  und  fast  ganz  schwarz. 
blanda  ist  fast  ebenso  weit  verbreitet  als  hecabe,  nur  an  deren  östlichster  und  nördlichster  Peripherie  scheint 
sie  zu  fehlen.  —  arsakia  subsp.  nov.  ist  der  nördlichste  bis  jetzt  aufgefundene  Ausläufer.  Beide  Geschlechter  arsakia. 
sehr  gross;  Distalsaum  der  Hflgl  der  cf  cf  relativ  schmal;  ?  bleich  grüngelb  mit  breitem,  proximal  tief  und 
gleichartig  gezähntem  Aussensauin.  -  Die  Trockenzeitform  aphaia  form.  nov.  bleibt  namentlich  beim  cf  aphaia. 
hinter  der  Regenform  zurück;  ?  fast  ohne  schwarze  Begrenzung  der  Hflgloberseite ,  ohne  die  bei  arsakia 
dichte  schwarze  Überpuderung.  Aussensaum  der  Vtlgl  der  cfcf  fast  geradlinig  verlaufend;  die  Unterseite 
rötlich  gesprenkelt,  arsakia  ist  im  Juli  und  August,  aphaia  im  März  und  April  auf  Formosa  nicht  selten.  - 
acandra  subsp.  nov.  ist  die  Form  der  Insel  Hongkong,  von  der  mir  nur  die  Ende  Oktober  gefangene  Trocken-  acandra. 
zeitform  vorliegt,  die  ein  dunkelgelberes  Kolorit  und  noch  schmälere  Umrahmung  der  Vflgl  als  aphaia  auf¬ 
weist.  —  Die  Philippinen  beherbergen  eine  Reihe  von  Inselrassen,  von  denen  visellia  subsp.  nov.  die  auf  den  visetlia. 
Hflgl  etwas  breiter  als  acandra  gesäumte,  blasser  gelbe  Luzonfornr,  —  mensia  subsp.  nov.  von  dunklerem  mensia. 
Kolorit  und  verbreiterten  Binden,  jene  der  mittleren  Philippinen  bezeichnet.  Samar,  Leyte,  Bohol. 
vallivolans  Btlr.  ist  auf  die  dunkelgelb,  breit  schwarz  umgürtete  Trockenzeitform  von  Mindanao  gegründet,  zu  vallivolans. 
der  simulatrix  Stgr.  eine  sehr  grosse,  breit  schwarz  beschattete  Regenzeitform  vorstellt.  —  natuna  subsp.  nov.  simulatrix. 
ist  eine  Inselrasse  mit  fast  gleichmässig  und  nur  mässig  breitem  Aussensaum,  und  einem  ganz  hellen,  in  natuna. 
der  Färbung  an  harina-%  erinnernden  ?.  —  silhetana  Wall.  (73  c)  ist  nach  Exemplaren  der  Trockenzeit  be-  silhetana. 
schrieben;  die  namentlich  auch  auf  den  Hflgln  etwas  breiter  schwarz  umrandete  Regenzeitform  nannte  Butler 
heliophila;  Assam,  Sikkim.  —  davidsoni  Moore  (73  c  2),  irrig  als  silhetana  bezeichnet,  ist  die  in  beiden  Ge-  heliophila. 
schlechtem  gewissen  hecabe  durch  die  auffallende  Ausdehnung  des  Randbelags  am  nächsten  kommende  Rasse  davidsoni. 
von  Süd-Indien.  Exemplare  von  Tenasserim  und  Tonkin  bis  Siam  und  Annam  differieren  durch  schmälere 
Flügelzeichnung  etwas  von  vorderindischen  Stücken.  —  citrinaria  Moore ,  auf  Exemplare  der  Trockenzeit  citrinaria. 
basiert,  bezeichnet  die  habituell  kleine,  sehr  gleichartig  gezeichnete  Geyionrasse,  von  der  sich  die  Namen 
templetoni  Btlr.,  uniformis  und  rotundalis  Moore  auf  Exemplare  der  Regenzeit  beziehen.  —  snelieni  Moore  templetoni. 
( nom .  nud.)  wird  auf  eine  stattliche,  breitumrandete  Rasse  von  Sumatra,  Perak  und  vermutlich  auch  Borneo  uniformis. 
übertragen.  —  blanda  Bsd.,  deren  Namenstypus  aus  Java  stammt,  ist  in  beiden  Saisonformen  fast  über- 
einstimmend  gezeichnet,  schmal  und  fast  immer  geradlinig.  ??  sind  selten;  eines  von  Bawean  führt  aus¬ 
gedehnten  Distalanflug  der  Hflgloberseite.  Java,  Engano,  Bali.  —  sanapati  subsp.  nov.  ist  habituell  kleiner,  sanapati. 
dunkler  gelb,  der  schwarze  Bezug  der  Vflgl  fast  auf  die  Apicalpartie  beschränkt.  Sumbawa,  Lombok,  Alor, 

Sumba  (?).  —  roepstorffi  Moore,  auf  Exemplare  der  Trockenzeit  basiert,  differiert  von  der  Ceylonrasse  durch  roepstorffi. 
die  bedeutendere  Grösse.  —  cadeüli  Moore  ist  eine  extreme  Trockenzeitform  ohne  schwarzen  Distalsaum  der  cadelli. 
Hflgloberseite.  Andamanen,  Nicobaren;  beide  sind  in  der  Weise  beschrieben,  dass  die  Andamanen  je  das  cf, 
die  Nicobaren  das  ?  geliefert  haben.  Wenn  die  Nicobarenrasse  differieren  sollte,  müsste  diese  neu  be¬ 
nannt  werden.  —  cantideva  subsp.  nov.  ist  eine  sehr  kleine  Rasse  von  dunkelgelbem  Kolorit  mit  stark  ver-  cantideva. 
breitertem  und  sehr  tief  ausgebuchtetem  Distalsaum  der  Vflgl.  Insel  Wetter.  —  Mit  cungata  subsp.  nov.  be-  cungata. 
ginnt  eine  Reihe  von  Formen,  die  durch  ihre  besonders  langgestreckte  Flügelform  sich  wieder  dem 
Phiiippinentypus  vallivolans  Btlr.  nähern.  Die  Randbinde  ist  schmal,  sehr  regelmässig;  ?  nur  wenig  vom  cf 
verschieden,  basalwärts  nur  leichthin  schwarz  überstäubt.  Amboina.  —  indecisa  Btlr.  ist  die  satter  gelbe,  indecisa. 
etwas  breiter  umrandete  Rasse  der  Nord-Molukken;  Halmaheira,  Ternate,  Mangoli,  Waigen,  Neu-Guinea.  — 

Von  Celebes  ist  eine  Zfemrfa-Repräsentantin  noch  nicht  bekannt,  aber  mit  Bestimmtheit  ebenso  wie  von 
Palawan  zu  erwarten. 

T.  moorei  Btlr.  ist  eine  interessante  zur  blanda- Sippe  gehörige  Inselform,  die  hier,  dein  Beispiele  moorei. 
Bingham’s  folgend,  als  Art  geführt  wird;  es  ist  jedoch  nicht  ausgeschlossen,  dass  sie  nur  eine  modifizierte 
Regenzeitform  der  blanda  darstellt,  um  so  mehr,  als  eine  Trockenzeitform  von  ihr  bisher  nicht  gefunden 
wurde.  Jedenfalls  kommt  sie  neben  den  obengenannten  roepstorffi  und  cadelli  auf  den  Nicobaren  vor,  ist 
von  mittlerer  Grösse,  dunkel  schwefelgelb  mit  gleichmässig  breitem,  proximal  fein  gezähntem  Aussenrd  der 
Vflgl.  Die  Hflgl  tragen  nur  eine  schmale  Distalzone.  —  amplexa  Btlr.  ist  hiervon  nur  Lokalform  mit  auf  amplexa. 
den  Vflgln  etwas  verschmälerter,  auf  den  Hflgln  verbreiterter  Randbinde.  Christmas-Insel. 

Mit  T.  andersoni  Moore  beginnt  eine  Reihe  von  Arten,  die  nur  einen  schwarzen  Ringfleck  auf  der  andersoni. 
Unterseite  der  Vflglzelle  aufweisen,  andersoni  hat  die  Flügelform  mit  blanda  gemeinsam,  fällt,  aber  durch 
den  viel  breiteren,  proximal  besonders  scharf  gezähnten  und  tiefschwarzen  Aussensaum  aller  Flügel  und 
eine  eigentümliche  dunkel  grüngelbe  Färbung  sofort  auf.  Unterseits  nähert  sie  sich  durch  die  ausgeprägter 
schwarze  Punktierung  und  eine  Reihe  bindenförmig  zusammengeflossener  Submarginalflecken  der  tilaha  Horsf. 
von  Java.  Die  Art  ist  überall  sehr  selten;  der  Namentypus  stammt  vom  Mergui-Archipel.  Bingham  kennt 
sie  von  Tenasserim  und  den  Andamanen  und  in  seiner  Sammlung  steckt  ein  ?  von  Assam.  —  godana  godana. 
subsp.  nov.  ist  der  nördlichste  bekannte  Zweig;  habituell  grösser  als  die  Type,  schmäler  schwarz  umrandet, 
etwas  bleicher  gelb.  ?  nur  wenig  blasser  als  das  cf,  mit  braunem,  zartem  Anflug  der  Hflglunterseite, 
namentlich  bei  der  Trockenzeitform  vom  April  mit  scharf  abgesetzten  schwarzen  Saumpunkten  der  Vflgl. 

IX  22 


170 


TERIAS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


udana. 


lacteola. 


toba. 

varga. 

yaksha. 

ada. 

prabha. 


sodalis. 

sari. 

thyreus. 

obucola. 

sarilata. 

crinatha. 

curiosci. 

lombokiana. 


invida. 

samarana. 

Icytensis. 

tilaha. 

nicevlilei. 

gradiens. 

gararna. 


Regenzeitform  im  Juli,  bei  Taihanroku  (Formosa)  gefangen.  —  udana  subsp.  nov.  ist  die  südlichste  Rasse, 
habituell  analog  dem  Typus,  das  ?  führt  aber  eine  fast  dreimal  so  breite  schwarzbraune  Flügelumrahmung. 
Die  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  noch  deutlicher  schwarz  gefleckt  als  bei  den  nördlicheren  Formen. 
West-Java,  sehr  selten. 

T.  lacteola  Bist.  (73  d)  schliesst  sich  eng  an  die  vorige  Species  an  durch  den  Zeichnungscharakter 
der  Unterseite,  der  bei  der  Trockenzeitform,  namentlich  den  javanischen  Exemplaren,  einen  fast  ebenso 
grossen  roten  Apicalfleck  der  Vtlgl  unters  eite  aufweist  als  sari,  so  dass  es  nicht  undenkbar  wäre,  dass  lacteola 
nur  eine  extreme  sari-  Generation  vorstellt.  Da  aber  Beweise  hierfür  bei  der  Seltenheit  der  Objekte  noch 
fehlen,  wird  lacteola  hier  als  Art  geführt.  Die  typische  Unterart  wurde  von  mir  in  Annarn  und  Siam  ge¬ 
fangen,  von  Distant  aus  Perak  beschrieben.  —  toba  Nicev.  dürfte  die  sumatranische  Rasse  vorstellen,  wenn 
nicht  etwa  toba  nur  auf  eine  Bergform  der  hecabe  aufgestellt  wurde.  Bekannt  sind  nur  3 — 4  Exemplare, 
darunter  eines  aus  West-Sumatra.  —  varga  subsp.  nov.  ist  die  hierhergehörige  Rasse  aus  West-Java,  habituell 
grösser  als  die  Abbildung,  beide  Geschlechter  aber  mit  schmälerem,  schwarzem  Aussensaum.  —  yaksha 
subsp.  nov.  eine  wohldifferenzierte  lnselform,  mit  sehr  schmalem,  schwarzem  Aussensaum  der  Vtlgl  und  basal- 
wärts  schwarz  überpuderter  Oberfläche  aller  Flügel;  Natuna- Inseln.  —  ada  Bist,  ist  die  der  malayischen 
Rasse  sehr  nahestehende  Borneoform  benannt,  von  der  das  ?  auf  Taf.  73  d  abgebildet  ist.  —  prabha  subsp.  nov. 
differiert  von  dieser  durch  doppelt  so  breite  Umrahmung  aller  Flügel  und  reicher  gelblichen  Anflug  der 
Htlgloberseite.  Palawan. 

T.  sari  ist  eine  durch  ihren  rundlichen  Flügelschnitt,  den  grossen  rotbraunen  Subapicalfleck  in  der 
Zelle  der  Vflglunterseite,  und  durch  den  der  Basis  genäherten  einzigen  schwarzen  Ringfleck  leicht  kenntliche 
Art.  Ihr  Verbreitungsgebiet  ist  ein  viel  weniger  ausgedehntes,  als  jenes  von  hecabe  und  blanda,  und  über 
die  echten  Malayenländer  kaum  hinausgehend.  Die  Art  soll  auch  in  Süd-Indien  und  Ceylon  Vorkommen, 
doch  haben  uns  Exemplare  von  dort  nicht  Vorgelegen.  —  sodalis  Moore  ist  eine  Lokalrasse  mit  blasser 
gelber  Grundfarbe  und  schmälerem  schwarzem  Distalsaum  der  ??,  als  die  Abbildung  zeigt.  Mergui-Archipel, 
Tenasserim,  Malayische  Halbinsel,  Lingga -Archipel,  Sumatra.  —  sari  Horsf.  (73 f),  die  typische  Unterart, 
die  auf  Java  besonders  in  1000 — 2000  Fuss  Höhe  in  mit  Unkraut  durchwucherten  Kaffeeptlanzungen  oder 
am  Waldrande  vorkommt.  —  thyreus  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  besonders  entwickelte  Rasse  mit  aus¬ 
gedehnterem  schwarzen  Aussensaum  aller  Flügel  und  besonders  reicher  rotbrauner  Garnierung  der  Luter¬ 
seite  aller  Flügel.  Insel  Engano,  häufig,  im  April.  —  obucola  subsp.  nov.  von  Süd-Borneo,  Natuna  und 
Palawan  führt  noch  breitere  braunschwarze  Umrahmung  der  Hflgl.  —  sarilata  Semp.  (=  mindorana  Btlr.) 
ist  eine  blassgelbe,  massig  breit  gesäumte  Inselrasse  der  mittleren  Philippinen.  —  crinatha  subsp.  nov.  von 
den  Süd-Philippinen  ist,  wie  alle  dortigen  Formen,  wesentlich  dunkler;  ?  dicht  schwarz  bestäubt  und  dessen 
Distalsaum  noch  breiter  angelegt,  als  bei  Borneo  -Exemplaren.  Mindanao.  —  curiosa  Swinh.  ist  nach 
Bingiiam  eine  Aberration  von  sari  mit  ungewöhnlich  breitem  schwarzem  Aussensaum.  Bombay-Distrikt. 

T.  lombokiana  Frühst.  (73 d)  erinnert  in  der  Färbung,  im  Flügelschnitt  und  der  Schwarzzeichnung 
der  Unterseite  an  sari ,  nur  fehlt  der  rote  Apicalfleck  der  Vflglunterseite,  deren  Terminalrand  vollständig- 
schwarz  umzogen  ist,  während  bei  sari  sich  nur  rote  isolierte  Distalpunkte  vorfinden.  Lombok ,  Mai-Juni 
auf  2000  Fuss  Höhe;  Flores,  im  November.  Überall  selten  und  bestimmt  noch  von  Sumbawa  und  vielleicht 
Timor  zu  erwarten. 

T.  invida  Btlr.  ist  eine  in  den  Sammlungen  noch  seltene  Species  von  unsicherer  Stellung.  Butler 
vereinigt  sie  neuerdings  mit  alitha  Fldr.  als  Trockenzeitform,  Semper,  dem  das  grössere  Material  zur  Ver¬ 
fügung  stand,  macht  auf  ihre  Verwandtschaft  mit  tilaha  Horsf.  und  latiinargo  Hopff.  aufmerksam.  Sicher  ist, 
dass  invida  auf  Mindanao  selbst  in  zwei  Zeitformen  auftritt,  und  dass  sie  vielleicht  als  die  philippinische 
Repräsentantin  der  tilaha  Horsf.  aufgefasst  werden  darf.  —  samarana  subsp.  nov.  ist  ausgezeichnet  durch 
eine  rundliche,  isoliert  stehende  Makel  am  Hrd  der  Vtlgl,  den  keine  andere  Terias  aufweist.  Insel  Samar.  — 
leytensis  subsp.  nov.  kommt  tilaha  sehr  nahe  durch  den  zusammenhängenden  schwarzen  Analsaum  der  Vtlgl 
und  den  schwärzlichen  Basalanflug  der  Mediana  der  Hflgl.  Insel  Leyte. 

T.  tilaha  ist  die  ansehnlichste  der  malayischen  Terias- Arten ,  die  zwar  auch  in  der  Nähe  der  Küste 
vorkommt,  in  der  Regel  aber  nur  in  Höhen  von  1000—3000  Fuss  gefunden  wird  und  mehr  urwüchsige  Vege¬ 
tation  als  Kulturland  bevorzugt.  Drei  Unterarten  sind  zu  erwähnen:  tilaha  Horsf.  (—  eumid e  Fldr.*)  (73g) 
von  hellgelber  Grundfärbung;  Aussensaum  der  Hflgl  der  ??  kaum  merklich  breiter  als  beim  cd;  Grundfarbe 
etwas  bleicher.  Ost-  und  West-Java.  —  nicevillei  Btlr.  von  dunkelgelber  Grundfarbe;  Distalsaum  der  ?? 
deutlich  breiter  als  beim  cd.  Sumatra.  —  gradiens  Btlr.  (=  rahel  Stgr.  nec  Fahr,  nec  Btlr.).  Distalsaum 
aller  Flügel  bei  beiden  Geschlechtern  sehr  breit  angelegt.  Hflgl  der  ??  mit  einer  deutlichen  analen  Ab¬ 
rundung;  Nord-Borneo.  —  gararna  subsp.  nov.  hat  länger  ausgezogene  Vtlgl,  hellgelbe  Grundfarbe  und  sehr 
schmale  Binden.  Sulu-Inseln,  Jolo -Archipel. 

T.  tominia  Vollenh.  (=  tondano  Fldr.)  ist  vielleicht  nur  die  stark  modifizierte  celebische  Lokalform 
der  vorigen  Art,  mit  der  sie  den  sonst  bei  keiner  anderen  Terias  vorkommenden  schwarzen  Analsaum  der 


)  Durch  Typenvergleich  festgestellt. 


TERIAS.  Von  H.  Fruhstoreeä. 


171 


Vflglunterseite  gemeinsam  hat,  anscheinend  ein  sekundär  sexuelles  Merkmal,  wie  es  sonst  bei  cf  cf  häufig 
auftritt.  Die  Uncus-  und  Valvenform  ist  aber  gut  differenziert,  der  distale  Valvenansatz  führt  bei  tominia 
zwei  spitze  Zipfel,  während  er  bei  tilaha  ( gradiens )  lateral  abgerundet  ist.  Eine  ganze  Reihe  von  Lokal¬ 
formen  sind  bereits  bekannt  und  eine  grosse  Anzahl  von  den  Satellit-Inseln  von  Celebes  noch  zu  erwarten.  - 
mangolina  subsp.  nov.  (73h)  hat  einen  nur  etwas  schmäleren  Saum  am  Hrd  der  Vflgl,  während  die  FZ  nur  mangolina. 
durch  noch  etwas  geringeren  gelben  Anflug  der  Hfl  gl  von  tominia  differieren.  Sula-Mangoli.  besina  besinn, 
subsp.  nov.  stellt  eine  stark  verkleinerte,  noch  ausgesprochener  rundflügelige,  beim  ?  oberseits  noch  mehr 
verdüsterte  melanotische  Inselrasse  dar.  Sula-Besi.  —  talissa  Westiv.  differiert  im  weiblichen  Geschlecht  nur  talissa. 
unbedeutend  von  tominia ,  die  c fcf  führen  jedoch  eine  viel  breitere  und  schräger  gestellte  Binde.  Talisse- 
Insel  vor  der  Nordspitze  von  Celebes.  —  tominia  Vollenh.  hat  ihren  Namen  vom  Tomini-Golf  in  Nordost-  tominia. 
Celebes,  wo  sie,  ebenso  wie  in  der  Minahassa  und  südwärts  bis  Toli-Toli  nicht  selten  ist  und  am  Rande  des 
Strandwaldes  von  mir  beobachtet  wurde.  Die  cf  cf  sind  anscheinend  recht  konstant,  ??  der  Regenzeitform 
sehr  gross,  mit  manchmal  sehr  verschmälerter  gelblicher  Binde  der  Vtlgl.  ??  der  Trockenzeitform,  wie  sie 
in  Zentral-Celebes  und  im  Süden  der  Insel  auftreten,  wesentlich  kleiner,  mit  nur  gering  schwarz  überstäubter 
gelber  Schrägbinde.  — -  In  Süd-Celebes  tritt  dann  noch  eine  deutlich  ausgeprägte  Gebirgsform  auf:  battana  battana. 
subsp.  nov.  (73  g),  die  durch  bedeutendes  Zurückweichen  aller  schwarzen  Randbinden  und  das  Dominieren 
der  gelben  Grundfärbung  ohne  schwarze  Überstäubung  auffallen.  Pik  von  Bonthain,  Februar,  März  auf 
ca.  5000  Fuss  Höhe  nicht  selten.  —  toradja  subsp.  nov.  ist  eine  Mittelform,  bei  der  die  gelben  Schrägbinden  toradja. 
der  Vflgl  fast  völlig  vom  schwarzen  Aussensaum  verdrängt  werden  und  die  gelbe  Binde  der  cf  cf  viel 
schräger  gestellt  ist.  Ost-Celebes.  Name  nach  den  Toradja,  den  Eingebornen  der  Insel.  —  halesa  subsqo.  nov.  halesa. 
von  der  Insel  Saleyer  wird  gekennzeichnet  durch  einen  bis  über  die  Mitte  der  Vflglzelle  hinausgehenden 
schwarzen  Analsaum  und  eine  kürzere  gelbe  Schrägbinde.  —  faunia  subsp.  nov.  von  Binungka  nähert  sich  faunia. 
durch  ihre  Kleinheit,  den  sehr  schmalen  Distalsaum  aller  Flügel  der  besina,  hat  aber  eine  fahlere  Grund¬ 
färbung  als  alle  genannten  Subspecies.  —  arsia  man.  nov.  (=  snelleni  Frühst.)  endlich  von  Tanah-Djampea  arsia. 

steht  der  battana  wiederum  nahe,  von  der  sie  durch  tiefer  in  die  Zelle  eindringenden  schwarzen  Analsaum 

der  Vflgl  sich  entfernt.  —  horatia  subsp.  nov.  (73  g)  ersetzt  tominia  anscheinend  auf  Borneo.  Es  ist  dies  horatia. 

einer  der  seltenen  Fälle,  wo  Borneo  und  Celebes  eine  Schmetterlingsart  gemeinsam  haben.  Butler  glaubte 

horatia  mit  rahel  F.  bestimmen  zu  können,  ein  Vorgehen,  das  sich  durch  die  nichtssagende  Diagnose  Fabricius 
nicht  rechtfertigen  lässt.  Pontianak,  Süd-Borneo. 

T.  alitha  Fldr.  steht  der  abgebildeten  marosiana  nahe  und  ist  von  der  tominia- Serie  durch  die  läng-  alitha. 
liehen  schmalen  Flügel  leicht  zu  separieren.  Nach  Semper  bleiben  die  cf  cf  sehr  konstant,  während  die  ?? 
in  der  Breite  des  Aussensaurnes  und  auch  in  der  Intensität  der  Grundfärbung  etwas  veränderlich  sind.  Beobach¬ 
tungen  über  Zeitformen  sind  noch  nicht  angestellt.  Semper  bildet  ein  oberseits  fast  ganz  schwarzes  ?  ab.  - 
Als  bazilana  subsp.  nov.  wird  hier  eine  Inselrasse  eingeführt  mit  sehr  breitem,  proximal  durchaus  scharf  bazilana. 
abgesetztem  Aussensaum  aller  Flügel.  Der  Analsaum  der  Hflgl  reicht  fast  bis  an  die  Mittelzelle.  Daneben 
erscheint  eine  Form  des  cf  mit  analwärts  stark  verjüngter  Terminalbinde  der  Htlgl,  die  an  der  Submediane 
in  einer  feinen  Spitze  aufhört  (f.  aebutia  form.  nov.).  —  Als  sangira  subsp.  nov.  charakterisiere  ich  eine  aebutia. 
Rasse,  bei  der  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  auf  die  Hälfte  der  Breite  von  bazilana  reduziert  ist  und  die  sangira. 
Hflgl  einen  ebenso  ausgedehnten  basalen  schwarzen  Anflug  zeigen  als  zita  Fldr.  (73  h).  —  lorquini  Fldr.  lorquini. 
aus  Nord- Celebes ,  von  der  mir  die  Type  zum  Vergleich  zugänglich  war,  konnte  ich  nicht  in  der  Natur 
beobachten.  Die  efef  sind  kleiner  als  jene  von  marosiana  subsp.  nov.  (73  g),  deren  ??  eine  feine  graubraune 
Bestäubung  der  Flügeloberfläche  zeigen.  —  Bei  djampeana  Frühst,  dringt  der  schwarze  Analsaum  der  Vflgl  djampeana. 
in  die  Zelle  ein  und  auch  die  Hflgl  sind  breiter  schwarz  umrahmt.  Insel  Tanah-Djampea. 

T.  zita  Fldr.  (73  h)  hat  im  männlichen  Geschlecht  so  viel  Ähnlichkeit  mit  lorquini,  dass  wir  hier  die  zita. 

Frage  offen  lassen,  ob  nicht  zita  die  Regenzeitform  und  lorquini  die  Generation  der  trockenen  Periode  einer 
Art  darstellen.  Die  Flügelform  und  die  veränderte  Zeichnungsanlage  der  sind  aber  sehr  verschieden. 

Auf  der  Insel  Lutungan  nahe  Toli-Toli  fing  ich  ein  ?  mit  ganz  schwarzen  Vflgln  und  eine  merkwürdige 
zwerghafte  kleine  Form  mit  gelben,  aber  fast  ganz  von  Schwarzbestäubung  verdeckten  Querbinden  aller 
Flügel  (zamida  Frühst.),  die  eine  Transition  zu  lorquini  Fldr.  zu  bilden  scheint.  zamida. 

T.  norbana  Frühst.  (73  h)  fällt  auf  durch  die  proximal  scharf  gezähnte  Flügelumrahmung,  die  sich  norbana. 
auf  den  Hflgln  nach  innen  in  feine  Atome  auflöst.  Die  Art  ist  sehr  häufig  am  Rande  der  Strandwälder 
von  Toli-Toli,  Nord-Celebes.  Das  ?  weicht  nur  unbedeutend  vom  cf  ab  durch  eine  leichte  rotbraune  Be¬ 
stäubung  der  Vflglzelle.  —  odinia  Frühst.  (73h)  ist  eine  von  Gestalt  viel  grössere,  aber  dennoch  geringer  odinia. 
und  viel  heller  braunschwarz  umrandete  Lokalform  des  südlichen  Celebes,  bei  deren  ??  der  Aussensaum  der 
Hflgl  sich  bereits  hinter  der  Flügelmitte  aufzulösen  beginnt,  auch  fehlt  den  Vflgln  jede  Überstäubung  an 
graubraunen  Schuppen,  odinia  kommt  von  der  Ebene  bis  hinauf  zu  5000  Fuss  Höhe  in  der  Zeit  von 
November  bis  März  vor.  —  salegos  subsp.  nov.  ist  auf  den  Vflgln  nur  wenig  schmäler  schwarz  umzogen  salegos. 
als  norbana ,  die  Hflgl  führen  aber  einen  nur  geringen,  nach  innen  scharf  abgegrenzten  Distalsaum.  Nord- 
Molukken,  Halmaheira,  Batjan.  —  Bei  anios  subsp.  nov.  verbreitert  sich  der  Distalsaum  wieder  etwas  und  anios. 


172 


GAND  AGA.  Von  H.  Fruhstoreer, 


depicta.  ist  auf  den  Hflgln  wellenförmig  deutlich  ausgebuchtet.  Insel  Obi.  —  Bei  depicta  subsp.  nov.  reicht  die  Um¬ 
rahmung  der  Vflgl  am  Hrd  kaum  bis  zur  Flügelmitte  und  auf  den  Hflgln  macht  sie  sich  nur  in  der  Median¬ 
gegend  deutlich  bemerklich.  Amboina,  anscheinend  überall  selten. 

T.  celebensis  eine  zierliche  Species,  ausgezeichnet  durch  die  fast  kreisförmigen  Hflgl  und  die 
beim  cf  fast  die  gesamte  distale  Hälfte  einnehmende  schwarze  Umrahmung,  die  bei  den  ??  häufig  das  Gelb 
der  Flügeloberfläche  völlig  verdrängt.  Ziemlich  selten  und  anscheinend  ein  Kind  der  Ebene.  Sie  zerfällt 
exophthalma.  in  vier  geographische  Rassen:  exophthalma  subsp.  nov.  (73 f).  Vflgl  auch  unterseits  mit  einer  submarginalen 
poetelia.  Reihe  von  kräftigen  schwarzen  Punkten.  Sula -  Mangoli.  —  poetelia  subsp.  nov.  ?  bereits  mit  gelblichem 
celebensis.  Discus  auf  allen  Flügeln,  der  aber  dicht  schwarzbraun  überpudert  ist.  Sula-Besi.  —  celebensis  Wall,  von 
Nord-Celebes.  Der  schwarze  Aussensaum  der  cfcf  tritt  bis  nahe  an  den  Zellapex  der  Vflgl.  ?  durchaus 
toalarum.  schwarzbraun.  Toli-Toli,  November,  Dezember,  selten.  —  toalarum  subsp.  nov.  Die  distale  Umrahmung 
bleibt  weit  jenseits  des  Zellapex  der  Vflgl  und  dringt  auf  den  Htlgln  bis  zur  Zellwand  vor.  ?  mit  grossen 
discalen,  gelben  Aufhellungen.  Süd-Celebes,  Name  nach  den  primitivsten  Ureinwohnern  der  Insel  —  den 
To -Ala  —  die  noch  heute  in  Höhlen  wohnen. 

T.  candida,  eine  wohlausgeprägte  Art,  bewohnt  ausschliesslich  das  Papua -Gebiet  und  die  Mo¬ 
lukken  mit  einer  Abzweigung  nach  Mikromalayana.  Boisduval  erwähnt  sie  auch  von  Celebes.  —  libera 
subsj o.  nov.  (73  d)  ihrem  Habitus  nach  die  grösste  bekannte  Rasse.  Das  ?  differirt  von  allen  bekannten  Formen 
durch  den  leichten  grünlichgelben  Anflug  der  Oberseite  aller  Flügel.  Auf  der  Abbildung  73  h  ist  aus  Ver- 
dindymene.  sehen  pnella  statt  libera  gedruckt.  Nord-Molukken,  Halmaheira,  Batjan,  Ternate.  —  dindymene  subsp.  nov. 

(73  c)  wird  kenntlich  durch  den  proximal  stark  verbreiterten  und  in  der  Nähe  der  Zelle  in  einzelnen 
Schuppenhäufchen  aufgelösten  schwarzen  Analsaum  der  Hflgl  und  den  ausgedehnteren  schwarzen  Basalanflug 
candida.  der  Vflgl.  Obi.  —  candida  Cr.  ist  die  typische  Unterart  der  Süd  -  Molukken.  Distal  dann  nur  wenig 
schmäler  als  bei  dindymene.  ?  weiss  mit  dichter  brauner  Bestäubung  der  Basalpartie  aller  Flügel.  Ambonia, 
goramensis.  Ceram,  Buru,  Saparua.  —  goramensis  subsp.  nov.  von  der  Insel  Goram  hat  viel  schmälere  schwarze  Aussen- 
virgo.  ränder  und  bildet  bereits  einen  Übergang  zu  virgo  Wall.  Dies  ist  eine  Form  mit  ganz  weissen  ?.  Aru- 
papuana.  Inseln.  —  papuana  Btlr.  mit  etwas  breiterem,  schwarzem  Distalsaum  als  virgo.  Misole.  —  octogesa  subsp.  nov. 
octogesa.  Distalsaum  etwas  schmäler  als  bei  libera.  ?  mit  intensiv  zitrongelbem  Anflug  proximal  der  schwarzen  Rand- 
pueila.  binde.  Waigiu.  —  puella  Boisd.  hat  ein  weisses,  namentlich  costalwärts  sehr  verbreitertes  Distalband.  Holl. 
diotima.  Neu-Guinea,  von  der  Humboldt-Bai  und  Dorey  bis  nach  der  Etna-Bai  und  Merauke.  —  diotima  subsp.  nov. 
cf  heller  gelb  als  bei  der  vorigen,  ?  noch  reiner  weiss  mit  merklich  schmälerem  Aussenrd  aller  Flügel. 
Deutsch  Neu-Guinea  und  Vulkan-Insel.  In  Australien  und  auf  den  Fergusson-Inseln  kommt  eine  weitere 
xantho-  Unterart  vor  von  etwas  grösserem  Habitus.  —  xanfhomelaena  Godm.  kommt  im  cf  der  dindymene  nahe 
melaena.  durch  den  bis  zur  Zelle  der  Hflgl  hinziehenden  Analsaum  der  Hflgl.  Das  ?  ist  auf  den  Vflgln  bis  etwa  zur 
Zellmitte,  auf  den  Hflgln  in  der  ganzen  hinteren  Hälfte  dicht  braunschwarz  bestäubt.  Bismarck-Archipel.  - 
digentia.  digentia  subsp.  nov.  differiert  durch  viel  schmäleren  zu  salomonis  hinüberleitenden  schwarzen  Aussensaum 
aller  Flügel  und  den  geringeren  schwarzen  Anflug  der  Hflgl  und  die  helleren  ??  von  Exemplaren  aus  Neu- 
salomonis.  Mecklenburg  und  Neu-Ponnnern.  —  salomonis  Btlr.  hat  relativ  schmäleren  schwarzen  Aussensaum  aller 
■  woodfordi.  Flügel  als  die  vorige.  Vflgllänge  22 — 27  mm.  Fauro-  und  Alu-Inseln.  —  woodfordi  Btlr.  soll  ein  gelb¬ 
liches  statt  weisses  ?  haben  und  in  der  Gestaltung  des  distalen  Aussensaumes  an  candida  Cr.  erinnern. 
micro-  Vflgllänge  17 — 25  mm.  Guadalcanar,  Meleita-  und  Florida-Inseln;  Shortlands-Inseln.  —  micromalayana 
malayana.  subsp.  nov.  endlich  ist  eine  in  der  Grösse  der  libera  von  den  Nord-Molukken  fast  gleichkommende,  sehr  breit 
schwarz  umrahmte  Rasse  der  Kleinen  Sunda-Inseln,  die  schon  Boisduval  von  Timor  kannte  und  in  meiner 
Sammlung  aus  Flores  vertreten  ist.  Ein  candida -V ertreter  soll  auch  in  Celebes  Vorkommen  nach  An¬ 
merkungen  von  Boisduval  und  Riebe,  in  neuerer  Zeit  wurde  die  Art  aber  doch  nicht  mehr  gefunden.  Nach 
Hagen  sind  die  Falter  in  Neu-Guinea  das  ganze  Jahr  über  gemein,  aber  nur  im  Wald,  niemals  im  freien 
Feld.  Schwacher,  taumelnder  Flug,  nicht  hoch  über  dem  Boden,  candida  differiert  von  den  übrigen  Terias 
durch  die  längere  Gabel,  die  Subcostale  3  und  4  auf  den  Vflgln  bilden. 


23.  Gattung:  €*an<laca  Moore. 

Moore  gründete  auf  die  Kollektivspecies  harina  das  obengenannte  Genus,  ohne  Differenzialcharaktere 
anzuführen,  nur  brevi  manu  auf  den  etwas  von  anderen  lerias  verschiedenen  Flügelumriss  aufgebaut.  Wenn¬ 
gleich  nun  das  Geäder  der  Vflgl  keinen  beachtenswerten  Unterschied  bietet,  fällt  auf  den  Hflgln  die  läng¬ 
liche  statt  breit-kurze  Form  der  Zelle  auf  und  die  Subcostale  entspringt  weit  vor  dem  Zellapex,  so  dass 
eine  sehr  lange  obere  Discocellulare  entsteht ,  die  bei  den  übrigen  indischen  Terias  fehlt  resp.  verkürzt  ist. 
Die  Zellwand  ist  des  weiteren  distal  und  nicht  proximal  gekniet.  Das  Genus  umfasst  nur  eine  bekannte  Art. 

harina.  G.  harina  Horsf.  (73c)  hat  mit  candida  die  Lebensweise  gemeinsam,  auch  sie  trifft  man  nur  im 

Walde,  niemals  massenhaft,  Blumen  besuchend,  nur  manchmal  in  Gesellschaft  von  Zemeros-  und  Lycaeniden-?? 
auf  derselben  Blume  sitzend,  harina  fliegt  das  ganze  Jahr,  vom  Seestrande  bis  hinauf  zu  2 — 4000  Fuss. 


TERAGOLUS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


173 


Die  Art  hat  etwa  das  Verbreitungsgebiet  der  hecabe,  ist  aber  am  Orte  sehr  beständig,  neigt  aber  fast  noch 
mehr  als  liecabe  schon  auf  kurzen  Entfernungen  zu  lokaler  Differenzierung.  —  hainana  subsp.  nov.  hat  ein  hainana. 
ganz  rein-weisses  ?  mit  sehr  schmalem,  schwarzem  Distalsaum  der  Vflgl.  Insel  Hainan.  —  gardineri  subsp.  nov.  gardineri. 
cf?  hellgelblich,  ?  mit  sehr  breitem,  proximal  tief  gezähntem  Apicalsaum  der  Vflgl.  Februar,  März.  Insel 
Bazilan.  —  mindanaensis  Moore  (nom.  und.)  hat  wie  das  ?  von  allen  anderen  philippinischen  Rassen  die  min- 
Tendenz  von  gelblichweiss  bis  zu  licht  ockergelb  zu  variieren  und  zwar  unabhängig  vom  Fundort.  Jeden-  danaensis. 
falls  handelt  es  sich  um  Zeitformen.  Hauptflugzeit  Mai  und  Oktober.  Süd-Philippinen.  —  palawanica  palawanica. 
Moore  (nom.  nud .)  hat  nach  Exemplaren  meiner  Sammlung  einen  etwas  geringeren  schwarzen  Apicalbezug 
der  Vflgl  als  gardineri  Insel  Palawan,  Januar,  Februar.  —  elis  subsp.  nov.  besitzt  ein  weisses  ?  mit  auf-  elis. 
fallend  breitem,  stark  gezähntem  Bezug  der  Vflgl.  Nord-Borneo.  —  distanti  Moore  (nom.  nud.)  mit  hell-  distanti. 
gelben  ??,  die  von  allen  bekannten  Rassen  den  breitesten  und  zugleich  am  wenigsten  gezähnten  Distalsaum 
führen.  Malayische  Halbinsel,  Sumatra,  Nias  (?).  —  burmana  Moore  (=  annamica  Moore  i.  f.)  von  Tenas-  burmana. 
serim  bis  Siam  und  Süd-Annam  verbreitet  ist  im  cf- Geschlecht  selbst  nach  der  Jahreszeit  (Januar  und  dann 
wieder  August  ,  September)  unveränderlich  mit  mässig  breitem  Apicalbezug  und  proximal  kaum  gezähnten 
gelblichweissen  ??.  —  assamica  Moore  ist  sofort  kenntlich  durch  den  zu  einem  feinen  Aussensaum  ver-  assamica. 
schmälerten  schwarzen  Bezug  der  Vflgl,  der  sich  auch  bei  den  weissen  ??  nicht  verbreitert.  Sikkim,  Assam, 

Bengalen.  - —  andamana  Moore  ist  eine  habituell  sehr  entwickelte  Rasse  mit  mässig  breitem  Randbezug  bei  andamana. 
beiden  Geschlechtern.  Andamanen,  Nicobaren.  —  Die  typische  harina  Horsf.  (73  c)  ist  aus  Java  beschrieben,  harina. 

?  weiss,  ähnlich  der  Andamanen -Form.  Im  Osten  und  Westen  der  Insel  bis  3000  Fuss,  nie  häufig.  - 
austrosundana  subsp.  nov.  hat  in  beiden  Geschlechtern  einen  schmäleren  Aussensaum,  der  bei  cf  cf  der  austro- 
Trockenzeit  manchmal  fast  verschwindet.  Lombok,  Mai,  Juni  im  dichten  Walde  auf  2000  Fuss  Höhe.  —  sundana. 
samanga  subsp.  nov.  (73  c)  ist,  wie  dies  bei  Celebes-Rassen  so  häufig  der  Fall,  die  grösste  bekannte  Unterart,  samanga. 
Grundfarbe  leicht  grünlichgelb  mit  in  feinen  Zähnchen  aufgelöstem  Distalrand  der  Vflgl.  November,  Süd- 
Celebes.  —  auriflua  Frühst.  (73c),  von  orangefarbenem  Kolorit,  ist  den  Sula-Inseln  eigentümlich,  wo  die  auriflua. 
auf  allen  Nachbarinseln  gelblichgefärbte  Salatara  panda  gleichfalls  eine  rötliche  Färbung  annimmt.  Neben 
rötlichen  resp.  'dunkelgelben  cf  cP  kommen  sowohl  auf  Sula-Mangoli  wie  Sula-Besi  auch  hell  schwefelgelbe 
Exemplare  vor.  —  aiguina  subsp.  nov.  scheint  von  Obi,  den  Süd-Molukken  bis  Waigiu  und  Neu-Guinea  ver-  aiguina. 
breitet  zu  sein.  Die  cfcf  führen  nur  wenig  mehr  apicales  Schwarz  als  aurißua-d1  cf ,  der  Distalsaum  der  ?? 
ist  auf  den  Vflgln  proximal  vielfach  eingekerbt  und  setzt  sich  auch  auf  den  Hflgln  als  deutliche  Saumbinde 
fort.  —  butyrosa  Btlr.  hat  einen  ungewöhnlich  schmalen  schwarzen  Aussensaum  der  Vflgl.  Aru-Inseln.  butyrosa. 

G.  impura  Voll,  von  Timor  beschrieben,  ist  eine  uns  in  natura  unbekannte  Art,  die  nach  Vollen-  impura. 
hovexs  Abbildung  allenfalls  hierhergestellt  werden  kann.  Insel  Timor. 


24.  Gattung:  Tci*at*o!tiS  Swains.  1823*). 

Ein  bikontinentales  Genus ,  das  in  Afrika  wurzelnd  den  persischen  Golf  entlang  und  vielleicht  auf 
der  lemurischen  tertiären  Landbrücke  nach  Vorder-Indien  gelangt  ist,  in  dem  noch  8  Arten  Vorkommen 
gegenüber  etwa  60  —  70  afrikanischen  und  die  sich  östlicher  als  Ceylon  und  Zentral-Indien  nicht  verbreitet 
haben.  Im  Geäder  nähern  sich  die  Teracolus  den  Terias  und  gleichwie  bei  diesen  existieren  Artengruppen 
mit  langer  oder  kurzer  oberer  Discocellulare,  je  nachdem  der  Ird  der  Htlgl  vor  oder  am  Zellapex  entspringt. 

Die  1.  Subcostale  der  Hflgl  ist  manchmal  der  Costale  stark  genähert.  Rp  sehr  ähnlich  den  Terias -Larven. 

Die  Präcostale  der  Hflgl  wie  bei  Pieris  und  Hebomoia  distal  ausgebogen,  in  eine  feine  Spitze  verlängert. 

Das  heisse  Tiefland  von  Indien  mit  einer  langen  Trockenperiode  und  das  partiell  vegetationsarme  Nord- 
Ceylon  bieten  ihnen  passende  Daseinsbedingungen;  alle  Arten  bilden  horodimorphe,  die  meisten  auch  ge¬ 
schlechtsdimorphe  Formen  aus;  geographische  und  insulare  Rassen  existieren  gleichfalls,  doch  sind  erstere 
nicht  leicht  zu  umgrenzen. 

T.  amata  F.  Sehr  häufig  in  Indien  mit  Ausnahme  von  Bengalen,  in  ganz  Arabien,  Madagaskar  amata. 
und  dem  östlichen  Afrika  bis  zum  Kongo  verbreitet.  —  Rp  zylindrisch  oder  seitlich  leicht  gepresst  mit 
rauher  Oberfläche  wegen  zahlreicher  kleiner  Tuberkeln,  aus  denen  kleine  Spitzen  herauswachsen.  Grund¬ 
farbe  grasgrün  mit  blauer  Dorsallinie  und  einer  gelblichen  Laterallinie.  Pp  mit  gekielten  Flügelscheiden, 
bräunlich  oder  schmutziggrün,  sonst  ähnlich  jenen  von  Terias.  —  modesta  Btlr.  (73  b)  ist  die  in  Samm-  mode  st  a. 
lungen  weit  verbreitete  Rasse  der  Insel  Ceylon,  deren  ??  in  2  Formen  auftreten  mit  lachsfarbener  und  weiss- 
licher  Oberseite.  Die  Art  ist  an  den  künstlichen  Seen  im  Norden  Ceylons  längs  der  grossen  Strasse  nach 
Trincomali  am  Waldrande  nirgends  selten,  ein  unermüdlicher  Flieger,  der  aber  wie  alle  Gattungsgenossen 
sich  nur  im  heissen  Sonnenschein  bewegt.  Rp  auf  Salvadora  persica. 

T.  protractus  Btlr.,  eine  erst  1898  abgebildete  Species,  ist  oberseits  ähnlich  wie  amata  gefärbt  mit  protractus. 
schwarzem  Distalsaum  aller  Flügel ,  die  mit  blaugrauen  Makeln  besetzt  sind.  Unterseite  prächtig  grüngelb. 

Von  Beludschistan,  Punjab  bis  Cutch. 


*)  Colotis  Hbn.  1816  hat  Priorität.  Synonyme  sind  Callosune  Doubl.,  Idmais  Bsd.,  Madais  Stvinh. 


174 


HEBOMOIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


phisadia. 

vestalis. 

peelus. 

fansta. 

fulvia. 

etrida. 

purus. 

limbata. 

danae. 


eucharis. 


I.  phisadia  Godt.  bereits  im  Paläarktenteil  p.  57  besprochen  und  Taf.  23  a  abgebildet.  —  Pp  bleich¬ 
braun,  dunkler  braungefleckt,  Kopf  mit  sehr  scharfer  Spitze,  Flügelscheiden  nur  schwach  abgesetzt.  Sehr 
selten  im  Punjab,  wo  sie  nur  ab  und  zu  als  verirrter  Wandervogel  auftaucht. 

T.  vestalis  Btlr.  (73  c.)  am  persischen  Golf  nirgends  selten ,  tritt  in  zwei  scharf  gesonderten  Zeit¬ 
formen  auf,  jene  der  Sommer-(Regen-)periode  hell  gelblich,  jene  der  Winter-(Trocken)periode  rötlich  mit 
sandfarbener  Überpuderung  der  Hflglunterseite.  —  peelus  Swinh.  ist  eine  Aberration  mit  hell  kanariengelber 
Oberseite. 

To  fausta  Oliv.  Dieser  prächtige  paläarktische  Falter  (Bd.  1,  p.  56,  Taf.  23  c)  umwandert  den  persi¬ 
schen  Golf  von  Beludschistan  bis  Bombay,  um  im  zentralen  Indien  in  die  Rasse  fulvia  Wall.  =  tripuncta  Btlr. 
überzugehen,  die  etwas  dunkler  gefärbt  ist.  —  Die  Rp  ist  in  Indien  noch  nicht  gefunden  worden.  Der 
Falter  ist  sehr  selten  in  Ceylon,  wo  er  bei  Trincomali  und  Manaar  im  Januar  fliegt,  sehr  scheu  ist  und 
sich  nicht  wieder  setzt,  wenn  er  einmal  aufgejagt  wurde.  —  palliseri  Btlr.  ist  eine  extreme  dryseason- Form. 

T.  etrida  Bsd.  steht  der  afrikanischen  daira  Klug  nahe.  Die  Regenzeitform  etrida  Bsd.  (73  b,  zu 
der  auch  der  als  purus  bezeichnete  cf  73  b3  gehört)  führt  wie  üblich  breite  schwarze  Umgrenzungen  des 
roten  Subapicalflecks  der  Vflgl  und  das  $  ist  oberseits  kräftig  schwarz  punktiert.  Die  Winterform  purus 
Btlr.  (73  bj  mit  ausgebleichtem  Rot  der  Vflgl  und  verlöschendem  Schwarz  beider  Flügeloberflächen.  —  Rp 
analwärts  stark  verlängert ,  gleichmässig  grün  mit  gelblicher  oder  bunt  gesprenkelter  Laterallinie  ober  den 
Füssen  und  hat  die  Gewohnheit,  das  Analende  nicht  an  Zweige  anzuheften  (Davidson).  Pp  mit  nach  oben 
gebogener  Schnauze,  erst  grünlich,  dann  gräuweiss,  sehr  schön  braun  gesprenkelt.  Beludschistan,  Kaschmir, 
ganz  Vorder-Indien  mit  Ausnahme  von  Bengalen.  —  limbata  Btlr.  ist  die  etwas  markanter  schwarz  ge¬ 
zeichnete  Inselrasse  von  Ceylon.  Der  Falter  lässt  sich  gerne  auf  vom  hohen  Grase  bestandenen  Ebenen 
vom  Winde  dahintreiben,  fliegt  das  ganze  Jahr  über  und  ist  bei  Trincomali  nicht  selten. 

T.  danae  F.  die  stattlichste  der  indischen  Teracolus,  die  sich  aber  doch  nicht  mit  der  sieghaften 
Schönheit  ihrer  afrikanischen  Verwandten  messen  kann.  Die  Variabilität  erzielt  bei  dieser  Species  inter¬ 
essante  Abstufungen;  wir  haben  die  Regenzeitform  (73b)  abgebildet;  es  gibt  aber  auch  ?  fast  ohne  roten 
Anflug  der  Vflgl ,  auch  solche  mit  gelber  Besäumung  innerhalb  der  schwarzen  Submarginalbinde  der  Vflgl. 
??  der  Trockenzeit  führen  keine  proximale  schwarze  Begrenzung  des  Prachtflecks  der  Vflgl,  die  auch  bei 
den  Trockenzeit- cf  cd  zurücktritt.  Bei  letzteren  verschwinden  auch  die  schwarzen,  manchmal  schön  rot- 
gekernten  Punkte  der  Hflglunterseite,  die  ein  sandfarbenes,  leicht  rosa  angehauchtes  Kolorit  annimmt 
(subroseus  Swinh.).  Eine  Intermediatform  nannte  Butler  sanguinalis  und  die  extreme  Trockenzeit  ist  taplini 
Swinh.  Persien,  West-  und  Süd-Indien,  häutig;  sehr  selten  und  lokal  in  Ceylon. 

T.  eucharis  F.  (73  b)  leicht  kenntlich  am  gelben  statt  roten  Subapicalfleck  der  Vflgl.  2  der  Regen¬ 
zeit  mit  kräftiger,  jene  der  Trockenzeit  (=  pallens  Moore)  mit  schwacher,  schwarzer  Punktierung  und  rosa¬ 
roter  statt  gelblicher  Unterseite  der  Hflgl.  -  Rp  auf  Cadaba  indica,  einer  Capparidee.  Der  Falter  erscheint 
in  Ceylon  im  Juni,  dann  wieder  im  Dezember  und  fliegt  bei  warmem  Sonnenschein,  auch  am  windumbrausten 
vegetationslosen  Seestrand.  Häufig  bei  Bombay,  sonst  von  Zentral- Indien  bis  Ivanara  verbreitet. 


25.  Gattung:  Hehomoia  Hbn. 

Die  grössten  asiatischen  Pieriden  bilden  diese  Gattung,  welche  die  Charaktere  dreier  Genera,  der 
Catopsilia,  Antocharis  und  Eronia  in  sich  vereinigt,  mit  letzterer  die  Form  der  Palpen  und  die  freistehenden 
beiden  Radialen  gemeinsam  hat.  Fhlr  lang,  völlig  kolbenlos  und  sich  nur  allmählich  gegen  die  Spitze  zu 
verdickend.  Vier  Subcostaläste,  von  denen  die  letzten  eine  kurze  Gabel  bilden.  Präcostale  wie  bei  Teracolus, 
Hflglzelle  länglich,  obere  Costale  lang.  —  Rp  auf  Capparis,  sehr  ähnlich  jenen  von  Catopsilia,  dick,  nach 
beiden  Enden  verjüngt,  grün  mit  blassen  Seitenstreifen  und  chagrinierter  Oberfläche.  Pp  kalmförmig, 
beiderseits  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen.  Die  Gattung  umfasst  nur  zwei  Arten,  die  sich  über  ganz 
Süd -Asien  verbreiten  und  zur  Ausbildung  von  gut  separierten  Inselrassen  neigen.  Zoogeographisch  ist  dabei 
von  besonderem  Interesse  der  Gegensatz  der  glaucippe- Zweige  der  Andamanen  und  von  Nias,  die  unter  sich 
von  einer  relativ  gleichartigen  Färbung,  sich  im  lebhaften  Kontrast  mit  der  kontinental-indischen-sumatra- 
nischen  Region  befinden,  und  die  weitgehende  Differenzierung  der  leucippe  der  Süd-,  von  glaucippe  der 
Nord-Molukken.  Erstere  Erscheinung  dürfte  ohne  weiteres  ihre  Erklärung  in  der  tertiären  Landverbindung 
Andamanen-Nias-Mentawej  finden.  Die  schneeweissen  oder  gelben  Falter  mit  ihrem  prächtigen,  roten  Vflgl- 
fleck  bilden  eine  Zierde  der  Tropenlandschaften.  Die  cf c f  fliegen  am  liebsten  in  den  Vormittagsstunden  und 
halten  sich  an  Weg-  und  Waldrändern  und  offenem  Gebüsch  auf.  In  Ceylon,  Java  und  Tonkin  traf  ich 
sie  an  Lantanusblüten  saugen.  In  den  Mittagsstunden  erst  lassen  sie  sich  auf  feuchtem  Sande  nieder.  Die 
??  fliegen  nicht  gerne  weit  und  sind  ziemlich  schwerfällig,  sie  halten  sich  gerne  im  Gebüsch  auf,  aus  dem 
ich  sie,  wie  in  Celebes,  früh  am  Morgen  mit  einem  Stock  herausklopfte.  Die  cf  cf  sammeln  sich  auch  an 
feuchten  Stellen,  namentlich  an  Flussufern  an  und  lassen  sich  herbeilocken,  wenn  man  am  Waldrande 
künstliche  Pfützen  anlegt.  W  enn  die  Hebomoien  in  sitzender  Stellung  verharren,  schieben  sie  die  Hflgl  so 


HEBOMOIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


175 


weit  nach  vorne,  dass  die  weisse  Basis  der  Vflgl  gänzlich  bedeckt  ist  und  der  grau  beschuppte  Apex  neben 
der  gleichmässig  sandfarben  bestreuten  und  gepuderten  Hflglrundung  zu  Hegen  kommt.  Auf  diese  Weise 
sind  die  F alter  recht  gut  ihrer  Umgebung  angepasst. 

H.  glaucippe  L.  tritt  überall  in  zwei  Zeitformen  auf,  und  zwar  die  Winterform  (Trockenzeit)  in  zu-  glaucippe. 
meist  sehr  verkleinerten  Exemplaren  (70  b  cf?)  mit  spitz  ausgezogenem  Apex  und  hell  sandfarbener  Unter¬ 
seite  bei  beiden  Geschlechtern.  Die  Sommergeneration  (Regenzeitform)  von  stattlicher  Grösse  trägt  eine 
breite,  schwarze  innere  Umsäumung  des  Apicalflecks  der  Vflgl,  auch  sind  die  Htlgl  in  der  Regel  stark 
schwarz  punktiert  und  die  Adern  vor  dem  Marginalrand  schwarz  bezogen.  Bei  der  Trockenzeitform  ver¬ 
schmälert  sich  die  schwarze  Subapicalbinde  und  wird  häufig  sogar  durch  einen  gelben  Saum  ersetzt  und 
die  Schwarzfärbung  der  Htlgl  wird  reduziert,  wenn  sie  nicht  gänzlich  verschwindet.  Mein  grösstes  cf  der 
Regenzeit  hat  95  mm,  das  kleinste  der  Trockenzeit  57  mm  Vflgl-Länge.  glaucippe  hat  eine  distal  verschmälerte 
Harpe  mit  weit  vorspringender  oberer  Spitze,  an  deren  Basis  sich  eine  relativ  tiefe  Einbuchtung  bemerklich 
macht.  Das  untere  Harpenende  tritt  stark  zurück  und  es  entsteht  eine  Kontur,  die  an  einen  Raubvogelkopf 
erinnert.  Die  Art  bewohnt  China,  ganz  Hinterindien,  das  britisch-indische  Riesenreich  und  geht  südwärts 
bis  zu  den  Nilghiries.  Auch  von  Hongkong  und  Hainan  bekannt.  —  liukiuensis  Frühst,  hat  als  der  nörd-  liukiuensis. 
lichste  geographische  Zweig  der  Species  zu  gelten,  und  da  sich  auf  Okinawa  mehr  als  in  den  anderen  sub¬ 
tropischen  und  tropischen  Fundplätzen  der  Species  die  Jahreszeiten  bemerklich  machen,  existieren  dort  die 
ausgesprochensten  Zeitformen  innerhalb  der  Art.  Die  Wintergeneration  (70  c)  ist  cf- ähnlich  im  Kolorit  und 
ausgezeichnet  durch  spitz  vorspringenden  Apex  der  Vflgl.  Flugzeit  Februar  bis  März.  Spannweite  bis  95  mm. 

—  f.  conspergata  Frühst.  (70  c),  die  Sommergeneration,  habituell  von  besonderer  Grösse,  ist  mit  ungewöhn-  conspergata. 
lieh  "breitem,  schwarzem  Distalsaum  und  sehr  grossen  submarginalen,  keilförmigen  Makeln  versehen  und  die 
ganze  Flügeloberfläche  dicht  graublau  beschuppt.  Flugzeit  Juni  bis  August.  Spannweite  bis  112  mm. 

Okinawa,  Liu-Kiu-Inseln.  —  cincia  subsp.  nov.  differiert  von  der  vorigen  durch  kleiner  schwarze  Keilflecken  cincia. 
im  Prachtfeld  der  Vflgl,  das  viel  geringer  schwarz  begrenzt  ist,  und  vor  dem  Zellapex  weit  zurücktritt,  so 
dass  ein  weisses  und  leichthin  schwarz  überpudertes  Transcellularfeld  entsteht,  das  keine  andere  Rasse  in 
derselben  Ausdehnung  besitzt.  Südlichste  Liu-Kiu-Inseln,  Ishigaki.  —  formosana  Frühst.,  habituell  kleiner  fonnosana. 
als  die  vorigen  Rassen,  die  ??  nähern  sich  der  chinesischen  und  Himalaja-Rasse,  scheinen  aber  durch  die 
dunkel  grünlichgelbe  Färbung  der  Flügeloberseite,  und  enorm  breite,  schwarze  Subapicalbinde  der  Vflgl 
konstant  von  kontinentalen  glaucippe  zu  differieren.  Zwei  Generationen,  jene  der  Trockenzeit  mit  oberseits 
nur  leichthin  gelb  gefärbten  ??,  und  mässig  schwarzem  Belag.  Die  Regenzeitform  (70  c)  ist  in  ihrem  Extrem 
noch  dunkler  gelb  als  die  Abbildung,  mit  fast  durchweg  geschwärzten  Vflgl-  und  noch  ausgedehnteren 
schwarzen  Keilflecken  der  Htlgl.  Die  hellsten  Exemplare,  eines  im  März,  die  dunkelsten  im  April  bei 
Taihanroku  nahe  der  Südküste  gefangen.  —  australis  Btlr.  ist  die  süd-indische  Rasse ,  von  der  Malabar-  australis. 
und  Goromandelküste ;  Rp  auf  drei  Arten  Gapparis  und  einer  Crataeva-Species  lebend,  dunkelgrün  mit  einer 
blauen  Laterallinie  und  einer  Reihe  von  roten  Flecken.  Pp  spindelförmig,  mit  stark  aufgebogenem  Rücken, 
gleichfalls  grün  mit  schmalem  ockerfarbenem  Seitenbande  und  einem  ebensolchen  Fleck  auf  der  Flügel¬ 
scheide.  Abdominalsegmente  und  Flügeldecken  ausserdem  noch  spärlich  schwarz  gesprenkelt.  Der  Falter 
führt  geringeren  schwarzen  Anflug  der  Apicalpartie  der  Vflgl  als  bei  der  typischen  Unterart  von  Nord- 
Indien.  —  ceylonica  Frühst.  (70a)  ist  von  australis  zu  separieren  durch  die  viel  zarteren,  internervalen  ceylonica. 
schwarzen  subapicalen  Striche  der  Vflgl  und  das  im  discalen  Teil  der  \flgl  weithin  schön  gelb  angeflogene  ?. 

Rp  grün  mit  zahlreichen  kleinen  Tuberkeln  bedeckt,  beiderseits  stark  verjüngt,  bisher  nur  auf  Capparis 
beobachtet.  Pp  grünlich,  mit  spitzem  Kopf  und  dorsal  stark  gebogen.  Falter  in  der  Hügelregion  häufig, 
auch  an  Sandbänken,  und  selbst  in  Colombo  und  Kandy  ein  häufiger  Gast  in  den  Gärten.  —  roepstorffi  roepstorffi. 
Wood-Mas.  (7 1  a)  stellt  die  interessante  Rasse  der  Andamanen  dar,  mit  gelblichem  Anflug  der  distalen  Partie 
der  Hflgl  der  cf  cf.  —  vossi  Maitland.  Nias,  Batu  (?)  (71a).  vossi  macht  wegen  ihrer  gelben  Färbung  ganz  vossi. 
den  Eindruck  einer  besonderen  Art.  Es  ist  aber  höchst  wahrscheinlich ,  dass  sich  auch  auf  den  Satellit- 
Inseln  von  Sumatra  Formen  finden,  welche  ähnlich  wie  roepstorffi,  halb  weiss,  halb  gelb  gefärbt  sind.  Die 
gelbe  Farbe  kann  nicht  als  Artcharakter  verwendet  werden;  denn  bei  I.rias  finden  sich  an  einer  Lokalität 
alle  Zwischenstufen  von  Weiss  zu  Gelb.  <  Das  ganze  Tier  sieht  auf  der  Oberfläche  aus  wie  ein  grosses 
Exemplar  der  Timor- Form,  das  man  in  eine  gelbe  Farblösung  getaucht  hat  und  bei  dem  nur  die  schwarzen 
Partien  der  Flügel,  die  Fühler,  die  Augen  und  die  bräunliche  Behaarung  des  Kopfes  und  der  Schulterdecken 
ihre  ursprüngliche  Färbung  behalten  haben.  Ich  halte  es  nicht  für  unmöglich,  dass  diese  gelbe  Färbung 
auf  die  Nahrung  der  Raupe  zurückzuführen  ist;  ein  analoger  Fall  wäre  u.  a.  der  von  Vanessa  io  L.,  von  der 
sich  durch  Fütterung  mit  einer  bestimmten  Pflanze,  angeblich  einem  Solanum,  eine  eigenartige,  ins  Bläu¬ 
liche  spielende  Aberration  erzielen  lässt»  (Fritze).  « roepstorffi  Wood-Mas.  von  den  Andamanen  und  vossi 
Maitland  von  der  Insei  Nias  sind  die  einzigen  westmalayischen  glaucippe- Formen  mit  gelbgefärbter  Fliigel- 
oberseite._  Beide  stehen  im  Gegensatz  zu  kontinental-indischen  und  sumatranischen  Rassen».  Diese  auf¬ 
fallende  Übereinstimmung  dürfte  ihre  Erklärung,  abgesehen  von  klimatischen  und  mitogenetischen  Einflüssen, 
durch  die  ehemalige  Landverbindung  Nicobaren-Simalur-Nias-Engano  finden.  —  sumatrana  Hagen  hat  die  sumatrana. 
proximale,  schwarze  Begrenzung  des  orange  Fleckes  erheblich  schmäler  als  bei  borneensis,  der  Apicaltleck 


176 


HEBOMOIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


selbst  breiter,  mit  etwas  grösseren  Keilflecken  betetzt.  Nicht  selten  auf  ca.  1000  m  Höhe  in  den  Padang- 
schen  ßovenlanden  und  in  Nordost-Sumatra.  ??  kommen  selten  nach  Europa..  Haupttlugzeit  Mai,  sonst 
bomeensis.  März  bis  August.  —  borneensis  Wall.  (70 d)  ist  die  am  ausgesprochensten  schwarz  belegte  Rasse,  deren  ?? 
atnria.  gleichfalls  als  gesuchte  Raritäten  gelten.  Nord-  und  Süd -Borneo.  —  aturia  subsp.  nov.  halten  die  Mitte 
zwischen  kontinentalen  und  Sumatranischen  Exemplaren  und  differieren  von  vorder-  und  hinter-indischen 
Exemplaren  durch  den  ausgedehnteren  schwarzen  Distalbezug  der  Vflgl,  dunkler  roten  und  intensiver  violett 
schillernden  Apicalfleck,  der  seine  rote  Grenze  viel  tiefer  in  die  Vflglzelle  hineinschiebt.  Die  schwarzen 
Submarginalkeile  aller  Flügel  grösser,  Unterseite  dunkler.  Von  Singapore  bis  Tenasserim ,  wo  aturia  in 
javanensis.  glaucippe  übergeht.  —  javanensis  Wall.,  eine  wohlumgrenzte  Inselrasse,  habituell  relativ  klein,  Flügelschnitt 
rundlicher  als  bei  östlichen  und  westlichen  Schwesterformen.  Distalrand  breit  und  scharf  schwarz  abgesetzt, 
Apicalfleck  wie  bei  aturia  tief  in  die  Vflglzelle  eindringend,  Submarginalmakeln  der  Hflgl  der  ??  recht  klein. 
Die  xArt  ist  in  Ost-  und  West-Java  häufig.  Geht  kaum  über  3000  Fuss  Höhe  hinauf,  auch  sind  deren  ?? 
weniger  selten  als  kontinentale  ??,  und  namentlich  die  ??  von  Sumatra  und  Borneo.  Bali.  —  Auf  Kangean 
lombokiana.  fliegt  eine  Rasse  mit  stark  reduziertem  rotem  Apicalfleck  der  Vflgl  der  ??,  lombokiana  Btlr.  (70  c  u.  d), 
entfernt  sich  von  javanensis  durch  grössere  schwarze  Peripherie  der  Prachtflecken  der  Vflgl,  an  deren  Stelle 
ein  lichtgelber  Anflug  tritt.  In  Lombok  traf  ich  beide  Geschlechter  noch  auf  4000  Fuss  Höhe  auf  dem 
Plateau  von  Sambalun.  Auch  dort  segelten  die  Falter  im  prallsten  Sonnenschein  und  wiegten  sich  minuten¬ 
lang  auf  den  verschiedensten  Blumen,  setzten  sich  jedoch  selten  auf  niedrige  Sträucher ,  fand  sich  aber 
timorensis.  auch  als  Zierde  der  Landschaft  bereits  nahe  dem  Meeresstrande.  —  timorensis  Wall,  von  Timor,  Alor  und 
f/avo-  flavomarginata  Pagenst.  von  Sumba  zeichnen  sich  durch  völligen  Mangel  einer  schwarzen  Submarginalbinde 
marginata.  c]er  Vflgl  aus,  auch  die  schwarzen  Iveiltlecke  sind  im  Abnehmen.  —  anaxandra  subsp.  nov.  hat  zwar  auch 
anaxand/a.  pejne  sc}lwarze  Begrenzung  des  roten  Prachtflecks,  aber  sehr  grosse  submarginale  Keilflecke  der  Vflgl,  und 
celebensis.  besonders  tief  in  die  Vflglzelle  eindringende  Rotfleckung.  Insel  Kalao.  —  celebensis  Wall.  (70  d),  habituell 
weitaus  die  grösste  claueippe-  Rasse,  deren  cf  cf  übertreffen  an  Spannweite  sowohl  liukiuensis  auch  leucippe 
icteria.  Cr.  cT?.  celebensis  ist  zugleich  die  einzige  Lokalrasse  mit  polychromen  ??.  Es  sind  dies:  ?-f.  icteria  Frühst.*) 
Süd-Celebes,  November,  am  Ende  der  Trockenzeit  gefangen.  Flügel  bläulichweiss,  Apicalfleck  fahl  schwefel¬ 
gelb.  Hflgl  schmal  graubraun  gerandet.  Unterseite  grauweiss  und  mit  einer  gelblichen,  subapicalen  Region 
principalis.  auf  den  Vflgln.  Flügellänge  50  mm.  —  ?-f.  principalis  Frühst.  Nord-Celebes,  November-Dezember  1895. 

Alle  Flügel  breit  braunschwarz  umsäumt.  Zelle  der  Vflgl  leicht  violettbraun  angeflogen.  Apicalfleck  weiss 
mit  orange  Striemen  oder  rotorange  wie  bei  indischen  cf1?.  Unterseite  aller  Vflgl  im  Apicalteil  dunkelbraun 
sublustris.  bestäubt.  Vflgllänge  54  mm.  —  ?-f.  sublustris  Frühst.  Toli-Toli.  Unterseite  und  Mittelteil  der  Vflgl  gleich  ß. 

Zelle  gelblichbraun  und  grau  bekleidet.  Hflgl  blauweiss  mit  leicht  Orange-Schimmer  am  Vrd.  Apicalfleck 
weiss  mit  roten  oder  gelben  Striemen.  Letztere  Form  liegt  ausser  von  Nord-Celebes  auch  von  Sangi  auf 
Taruna  (Talaut-Inseln)  vor.  cf  cf  bis  111  mm  Spannweite  bei  der  Regenform,  cf -Trocken  form  95  mm.  cf  cf 
von  celebensis  beleben  Blüten  oder  setzen  sich  auf  feuchten  Sand ,  um  zu  saugen ,  während  sich  die  ??  im 
niederen  Gebüsch  verborgen  halten.  Wenn  ich  in  den  Morgenstunden,  besonders  nach  regnerischen  Tagen 
mit  dem  Netzstock  auf  das  Gesträuch  am  Strande  von  Toli-Toli  klopfte,  kamen  ??  scheu  und  schwerfällig 
aus  ihrem  Versteck  und  waren  dann  leicht  und  mühelos  zu  fangen.  Nord-  und  Süd-Celebes,  Dongala, 
sulaensis.  August  -  September.  Trockenform:  Taruna,  Talaut-Inseln.  —  sulaensis  Frühst.  cf  cf  mit  breiterem, 
philip-  schwarzem  Aussenrd  der  Vflgl,  ?  mit  kleineren  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Sula-Mangoli.  —  phiiippensis 
pinensis.  Wall,  ist  ein  Sammelname  für  verschiedene  Inselrassen,  deren  Abgrenzung  der  Zukunft  Vorbehalten  bleibt. 
Je  nach  der  geographischen  Lage  entfernen  sich  die  diversen  Formen  vom  glaucippe-  Typus.  —  Nordwest - 
erinna.  Luzon,  West-Mindoro ,  Babuyanes  beheimaten  eine  glaucippoide- Rasse  (erinna  subsp.  nov.),  die  in  einer  breit 
schwarzgesäumten  Regenform  (nahe  borneensis),  in  einer  gelblich  überzogenen  Trockenform  (nahe  javanensis ) 
auftritt.  —  Mindanao  und  dessen  Satellit-Inseln  beherbergen  dann  typische  phifippinensis.  Exemplare  von 
Domoran,  Bohol,  Camotes  und  Mindanao  bilden  den  Übergang  zu  sulphurea  Wall,  von  Batjan,  während  jene 
von  Nordwest -Luzon,  Mindoro  und  Babuyanes  sich  mehr  den  kontinentalen,  insbesondere  chinesischen 
glaucippe  anschliessen.  Andere  cf  cf  wiederum  tragen  eine  fast  so  breite  proximale  schwarze  Begrenzung 
des  Orange- Apicalfleckes  wie  borneensis  Wall.,  Fakta,  die  uns  nicht  unerwartet  kommen,  da  die  Philippinen 
sowohl  mit  dem  Festland  wie  auch  mit  Borneo  und  den  Molukken  durch  Landbrücken  im  Konnex  und  Arten- 
reducta.  austausch  standen.  --  reducta  Frühst,  ist  eine  Rasse  der  Insel  Polillo,  bei  der  sich  der  Prachtfleck  der  Vflgl  fast 
pa/awensis.  auf  die  Hälfte  der  Ausdehnung,  wie  wir  ihn  auf  anderen  Philippinen  finden,  reduziert.  -  palawensis  Frühst,  cf: 

der  orangefarbene  Apicalfleck  dringt  tiefer  in  die  Vflglzelle  ein  und  erscheint  proximal  fast  ohne  jede  schwarze 
Umgrenzung.  Die  Submarginalflecken  kleiner  und  zierlicher  als  bei  phiiippensis.  ?:  distale  Zackenbinde  der 
Hflgl  sehr  schmal,  tief  eingeschnürt,  analwärts  obsolet  werdend,  die  ihr  vorgelagerten,  schwarzen  Sub¬ 
marginalflecken  undeutlicher  als  bei  phiiippensis  Wall.;  Orangefleck  der  Vflgl  proximal  ohne  Spur  einer 
cuyonicola.  schwarzen  Umsäumung.  Palawan,  Januar.  —  cuyonicola  Frühst.  Am  auffallendsten  weichen  die  von  der 
kleinen  Insel  Cuyo  stammenden  Exemplare  ab,  indem  bei  den  cfcf  die  Unterseite  nicht  graugesprenkelt  auf 
weissem  Grunde,  sondern  genau  so  gelblich  ist  wie  bei  vossi  von  Nias,  nur  dass  die  innere  Hälfte  nicht  so 


*)  Icterius  =  die  Gelbsucht. 


Ausgegeben  20.  V.  1910. 


PARERONIA.  Von  H.  Fruhstorfeh. 


177 


schwefelgelb  wie  bei  letzterer  Art  ist.  Oberseits  haben  einzelne  der  cfcf  über  der  ganzen  weissen  Fläche 

einen  gelblichen  Anflug,  auch  hierin  einen  Übergang  zu  vossi  bildend  (Semper).  Insel  Cuyo.  Die  Insel 

Guyo  liegt  zwischen  Palawan  und  Panay  und  ist  durch  grosse  Meerestiefen  von  den  übrigen  Philippinen 

abgeschlossen.  Die  Fauna  dieser  Insel  enthält  einen  grossen  Prozentsatz  malayischer  Elemente,  die  auf 

einer  alten  Landverbindung  Borneo-Mindoro  von  Borneo  aus  die  Philippinen  erreichten,  während  umgekehrt 

auch  die  Philippinen  eine  Anzahl  Arten  auf  demselben  Wege  und  über  die  Mindanao-Sulu-Brücke  an  Borneo 

und  Celebes  abgegeben  haben.  —  sulphurea  Wall.  (70b)  ist  diejenige  geographische  Unterart,  die  sich  am  sulphurea. 

weitesten  vom  glaucippe -Typus  entfernt  und  beinahe  Artrecht  beanspruchen  kann.  Batjan.  —  felderi  Voll,  feideri. 

von  Halmaheira ,  Morotai ,  die  wir  nur  nach  der  Abbildung  beurteilen ,  halten  wir  für  eine  gute  Lokalrasse, 

weil  Batjan -Exemplare  einen  viel  breiteren,  schwarzen  Saum  des  Orange -Apicaltleckes  der  Vflgl  aufwreisen 

als  Halmaheira- cf  ?.  Das  ?  von  Batjan  scheint  zudem  stets  einen  gelben  statt  rotgelben  Apicalfleck  der 

Vflgl  zu  besitzen.  —  aurantiaca  Frühst,  differiert  von  sulphurea  durch  den  fast  doppelt  so  breiten  Orange-  aurantiaca 

fleck  der  Vflgl,  der  zudem  nur  Rudimente  von  drei  isolierten,  schwarzen  Keilflecken  umschliesst,  die  bei 

sulphurea  so  gross  angelegt  sind ,  dass  sie  zusammeniliessen  und  eine  Zackenbinde  bilden.  Die  distale 

schwarze  Umrandung  der  Vflgl  erheblich  schmäler  als  bei  sulphurea ,  der  Gostalsaum  bis  zum  Zellapex  gelb 

anstatt  schwarz.  Htlgloberseite  dunkler  und  gleichmässiger  gelb.  Insel  Obi. 

H.  leucippe  Gr.  (71a),  eine  grandiose  Species,  von  der  wir  drei  Unterarten  kennen.  Die  Kontur  leucippe. 
der  Harpe  differiert  wesentlich  von  jener  von  glaucippe  und  lässt  sich  am  besten  als  kahnförmig  bezeichnen; 
die  unterste  Spitze  tritt  nur  wenig  zurück,  resp.  das  oberste  Ende  ragt  nur  unmerklich  hervor,  und  die  Ein¬ 
senkung  an  ihrer  Basis  ist  kaum  zu  erkennen,  so  dass  eine  einfachere  und  regelmässigere  Figur  entsteht. 

Leucippe  bewohnt  Amboina  und  Saparua.  Auf  Ceram  erscheint  bereits  eine  Zweigrasse  als  daemonis  daemonis. 
Frühst.  (71b).  Vflgloberseite  stark  verdunkelt,  Zelle  bis  zur  Mitte  schwarz  beschuppt,  das  Feld  zwischen 
Radiale  und  1.  Mediane  ganz  schwarz,  ebenso  die  gesamte  Analregion.  Rote  Submarginalflecke  stark  reduziert, 
nur  noch  die  medialen  deutlich.  Distalsaum  und  Submarginalflecke  der  Htlgl  ausgedehnter  schwarz,  Hflgl- 
unterseite  weisslich  statt  gelb.  —  leucogynia  Wall,  von  Bum  ist  nur  in  wenigen  Sammlungen  vertreten  leucogynia 
und  man  könnte  versucht  sein,  sie  allenfalls  als  eine  Transition  von  leucippe  zu  sulphurea  und  aurantiaca  zu 
betrachten.  Der  für  leucippe  so  charakteristische,  den  ganzen  Flügel  überziehende  orange  Fleck,  fängt 
nämlich  bei  leucogynia  bereits  an  zurückzuweichen,  und  zwar  so,  dass  er  den  ganzen  Analsaum  und  die 
Zellbasis  der  Vflgl  wieder  für  die  ursprüngliche,  gelbe  Grundfarbe  frei  lässt.  Die  bei  leucippe  dunkel-kanarien¬ 
gelbe  Hflgloberseite  hellt  sich  gleichfalls  auf,  ja  es  bleibt  nicht  einmal  der  aurantiaca  Frühst,  von  Obi  und 
sulphurea  Wall,  von  Batjan  eigentümliche,  leuchtend  gelbe  Distalsaum  erhalten.  Die  Flügelunterseite  von 
leucogynia  nimmt  vollends  den  Färbungscharakter  von  sulphurea  an,  und  so  vermittelt  leucogynia  äusserlich 
anscheinend  den  Übergang  von  leucippe  zu  sulphurea,  während  leucippe  durch  ihren  Flügelschnitt  und  den 
von  allen  Hebomoien  abweichenden  Färbungstypus  den  Eindruck  einer  distinkten  Species  hervorruft. 
Leucogynia  steht  aber  dennoch  der  glaucippe  sulphurea  artlich  fern,  vermutlich  ein  Resultat  der  langen  geo¬ 
logischen  Trennung  der  Süd-  von  den  Nord-Molukken. 

26.  Gattung:  iPareronia  Bingh. 

Durch  die  fünfästige  Subcostalis  der  Vflgl  differenziert  sich  dieses  Genus  von  allen  anderen  Pieriden. 
die  mit  Hebomoia  jedoch  die  freistehenden  Radialen  gemeinsam  hat.  Die  Präcostale  der  Htlgl  ziemlich  steil 
vertikal  aufgerichtet,  nicht  wie  bei  Hebomoia  distal  abgebogen.  Die  Discocellularen  der  Vflgl  sind  bei  den 
einzelnen  Arten  sehr  verschieden,  so  hat  avatar  eine  distal  stark  hervorspringende  scharf  gekniete  mittlere 
Discocellulare,  die  bei  argolis  und  pingasa  sanft  gerundet  erscheint.  Auch  die  Gestalt  der  Zelle  der  Hflgl 
ist  etwas  veränderlich,  sehr  lang  und  spitz  bei  avatar,  viel  kürzer  und  schmäler  bei  pingasa. 

Die  cf  cf  einiger  Arten  sind  reich  mit  sekundären  Duftorganen  ausgestattet,  die  cf  cf  von  argolis 
erinnern  durch  ihren  konvex  ausgebogenen  Hrd  der  Vflgl  sogar  an  Euploeen.  Alle  cfcf  besitzen  oben  auf 
den  Hflgln  um  die  Subcostalis  und  die  Hauptäste  der  Mediane  herum  verloschene,  matte,  mausegraue  Flecken 
von  Androconien,  die  bei  tritaea  Fldr.  und  jobaeci  Bsd.  besonders  breite  Pelze  bilden,  bei  letzterer  auch  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  hervortreten.  Diese  Duftschuppen  sind  mit  kugligem  Knopfe  eingesenkt  und  ge¬ 
hören  zu  den  bei  vielen  Pieriden  nachgewiesenen  plumulae  (Federschuppen). 

Die  cfcf,  obgleich  fast  durchweg  von  matt  blassblau  grüner  Färbung,  bilden,  wie  ein  Blick  auf 
Taf.  66  und  67  zeigt,  eine  Zusammenwürfelung  fremdartiger  Formen  der  Flügelumrisse,  nur  bei  den  meisten 
tritt  auf  den  Hflgln  eine  Spiegelbildung  auf,  die  gleichfalls  wieder  an  die  Euploeen  erinnert.  So  mannig¬ 
faltig  aber  die  äussere  Gestaltung  der  cfcf  auch  sein  mag,  lassen  sich  die  ??  doch  samt  und  sonders  auf 
den  Danaidentypus  zurückführen  und  es  fällt  sehr  leicht ,  für  diese  ein  konvergentes  Modell  zu  nennen. 

Da  nun  auch  das  Geäder  der  Pareronia  von  allen  Pieriden  durch  die  fünfästige  Subcostalis  den  Danaiden 
am  nächsten  kommt,  so  könnte  sie  als  ein  Mittelglied  zwischen  beiden  Familien  aufgefasst  werden. 

Die  ??  sind  in  der  Regel  bi-,  manchmal  auch  trimorph  und  es  wechseln  Arten  mit  trimorphen  und 
monomorphen  ??  geographisch  in  bunter  regelloser  Reihe,  da  z.  B.  in  Vorder-Indien  und  auf  Java  poly¬ 
morphe  ??  auftreten,  während  in  Malakka  und  Sumatra  eine  Art  mit  monomorphem  ?  vorkommt. 

IX 


23 


178 


PARERONIA.  Von  H.  Fruhstorfeü. 


Rp  auf  Gapparideen ,  zylindrisch  mit  zwei  Schwanzspitzen ,  grün  mit  feinen  Haaren  und  lateralen 
weissen  Flecken.  Pp  bleichgrün,  Flügelscheiden  stark  heraustretend,  Schnauze  sehr  spitz.  Fluggewohn¬ 
heiten  der  cfc f  Imagos  durchweg  unstet,  von  Blume  zu  Blume  hastend,  aber  niemals  Pfützen  aufsuchend. 
¥¥  träge  und  so  danaidiform,  dass  sie  seihst  das  geübteste  Auge  immer  und  immer  wieder  täuschen. 

In  der  Form  der  Genitalien  nähern  sich  Pareronia  durch  die  breite  tief  eingeschnürte  Valve  den 
Catopsilia,  die  Form  des  Uncus  ist  die  gleiche  wie  hei  der  Gattung  Prioneris. 

Die  Farbe  der  Augen  der  lebenden  Schmetterlinge  ist  nach  den  Beobachtungen  von  Dr.  Piepers 
blaugrau,  wenigstens  bei  valeria  Cr.  von  Java. 

Das  Genus  hat  nahe  farbenschöne  Verwandte  in  Afrika  und  ist  über  das  ganze  indomalayische  und 
Teile  des  Papua-Gebiets  verbreitet. 

avatar.  P.  avatar  trägt  keinerlei  Androconien  auf  der  Iltlgloberseite;  ¥  erinnert  in  der  Zeichnungsanlage  an 

•  tarina.  p.  nenocles  Doubl.  Die  Art  tritt  in  zwei  Generationen  auf,  von  denen  jene  des  Frühlings,  tarina  Frühst. 

(G6a),  durch  die  bleichgelblichgrüne  Grundfarbe  charakterisiert  ist,  im  März-April  vorkommt,  während  jene 
des  Sommers,  avatar  Moore  (66  a),  von  Juni  bis  November  auftretend,  durch  vermehrte  schwarze  Umrahmung 
und  grössere  Gestalt  auffällt.  Das  ¥  der  Regenzeitform  (auf  Taf.  66  a  3  in  sumbawma  verdruckt)  ist  besonders 
auf  den  Vflgln  dicht  schwarz  bestäubt,  eine  Übergangsform  zeigt  weniger  breit  schwarz  angelaufene  Adern 
und  das  ¥  von  tarina  ist  noch  unbekannt.  Allen  gemeinsam  ist  ein  besonders  lebhafter  Perlmutterglanz  der 
Unterseite  der  Hflgl  und  der  Apikalpartie  der  Vflgl.  Sikkim,  Assam  von  1000 — 5000  Fuss  hinaufgehend.  — 
paravatar.  paravatar  Bingh.  (66  a)  fällt  beim  cf  durch  breiteren  schwarzen  Distalsaum  der  Htlgl,  beim  ¥  durch  grössere 
weisse  Submarginalovale  aller  Flügel  um  den  ausgedehnten  schwarzgrauen  Bezug  der  Oberseite  auf.  Die 
Unterseite  der  Htlgl  ist  gleichfalls  mehr  verdunkelt.  Tenasserim. 

P.  valeria  ist  eine  weitverbreitete  Species,  mit  unglaublicher  Modifikationsfähigkeit  innerhalb 
kurzer  geographischer  Entfernungen  und  auf  allen  Inseln,  welche  die  Art  von  den  Philippinen  angefangen 
bis  zu  den  Andamanen  und  Mikromalayana  bewohnt.  Die  ¥¥  treten  in  2 — 3  dimorphen,  sehr  selten  nur  in 
monomorphen  Abänderungen  auf.  Die  Species  ist  fast  durchweg  häufig,  doch  sind  die  Jugendstadien  an¬ 
scheinend  noch  nicht  beschrieben,  wohl  aber  von  einer  südindischen  Form  bekannt  ( pingasa ),  der  bisher 
Artrechte  gelassen  wurden ,  die  aber  vielleicht  doch  nur  eine  hochentwickelte  Regenzeitform  darstellt.  Die 
cf  cf  sind  ziemlich  konstant,  rasche  Flieger,  welche  nicht  lange  rasten,  sondern  oft  und  gern  ihre  Antlugstelle 
wechseln.  Die  ¥¥  gleichen  in  ihrer  langsamen  Flugweise  aber  dermassen  den  Danaiden,  das  ich  sie  in  Tonkin 
immer  wieder  für  Danais  grammica  hielt,  so  oft  sie  mich  auch  schon  getäuscht  hatten.  Die  gelben  ¥¥  äffen 
in  Sumatra  und  Java  die  gleichfalls  gelb  gefärbte  Danais  aspasia  und  philomela  nach,  doch  erscheinen  auch 
gelbe  ¥¥  in  Südindien,  wo  kein  gelbes  Danaidenmodell  existiert,  und  ein  Analogon  beobachten  wir  bei  luceria 
von  Waigiu,  bei  der  gleichfalls  graue  und  gelbe  ¥¥  auftreten,  zu  welch  letzteren  auch  das  Danaidenvorbild 
hippia.  auf  der  Insel  selbst  fehlt.  —  hippia  F.  ist  der  kontinentalindische  Zweig  der  Gesamtart,  der  auf  der  süd¬ 
lichen  Halbinsel  sehr  häufig  vorkommt,  nach  Norden  aber  seltener  wird  und  im  Sikkim -Terai  (den  heissen 
Aussentälern  des  Himalaya)  nur  noch  spärlich  auftritt.  Wir  haben  eine  extreme  Trockenzeit-Form  abgebildet 

gaea.  (66  c  cf;  b¥),  die  Felder  als  gaea  beschrieben  hat.  Ausserdem  ist  schon  durch  Fabricius  und  Dono  van 

eine  seltene  Form  des  ¥  bekannt  geworden  mit  prächtigem,  intensivem  orangegelbem  Antlug  der  Zelle  und 
philomela.  Analpartie  der  Htlgl  (philomela  F.).  Verbreitung  von  Süd-Indien  bis  Assam,  Birma,  Siam.  Swinhoe  hat  neuer¬ 
dings  die  von  Aitken  und  Bell  entdeckte  Rp  und  Pp  abgebildet.  Rp  auf  derselben  Pllanze  wie  jene  von  pingasa 
Moore,  grün,  doch  sind  die  Schwänze  durch  einen  quadratischen  Zwischenraum  weiter  voneinander  abgesondert. 
Pp  äusserst  merkwürdig  geformt,  mit  enormem,  tropenhelmförmigem,  dorsalem  Aussenrde,  Schnauze  spitz,  an 
ihrer  Basis  eine  schwarze  Makel,  Ventralpartie  der  Segmente  schwarz  gestreift,  fein  schwarz  punktiert.  —  In 
persides.  Tonkin  tritt  eine  grössere,  beim  ¥  breiter  schwarz  gebänderte  Rasse:  persides  Frühst.  (66b),  auf,  von  denen  die 
livilla.  gelbe  ¥-Form  (livilla  Frühst.)  nur  einen  schwachen  Anflug  der  Htlgl  aufweist,  der  die  Zelle  nur  in  der  basalen 
Partie  gelblich  überzieht.  In  Annam  beobachtete  ich  dann  noch  eine  Intermediatform,  ähnlich  wie  Pap.  macareus , 
mit  relativ  breiten  weisslichen  Streifen  der  Oberfläche  aller  Flügel,  die  sich  dem  abgebildeten  hippia-%  (66  b) 
nähert  und  analog  auch  in  Unterbirma  auftritt,  während  livilla  gelegentlich  auch  auf  der  malayischen  Halb- 
lutescens.  insei  erscheint.  Dort  trifft  livilla  mit  lutescens  Btlr.  (66  c)  zusammen,  ursprünglich  aus  Borneo  beschrieben, 

aber  auch  in  Perak  und  ganz  Sumatra  verbreitet.  Die  gelbe  Färbung  der  Vflgl  der  ¥¥  tritt  manchmal  auch 

in  die  Zelle  ein.  lutescens-^i  sind  durchweg  selten ,  solche  von  der  Malayischen  Plalbinsel  überhaupt  noch 
niasica.  nicht  bekannt,  die  ¥¥  von  Sumatra  ein  wenig  lichter  gelb  als  jene  von  Borneo.  —  niasica  Frühst,  hat  im 
cf-Geschlecht  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  kaum  noch  gelblichen  Anflug,  dagegen  sind  die  viel  breiteren 
Querbinden  —  auch  jener  der  Vflgl  —  ausnahmslos  hellgelb  gefärbt  und  nur  die  sehr  grossen  Submarginal¬ 
flecken  bleiben  weiss.  Insel  Nias,  wahrscheinlich  ähnlich  auch  von  Batu  und  den  Mentawej-Eilanden  zu  er- 
valeria.  warten.  —  valeria  Cr.  (66  b)  führt  breite  weisse  transzellulare  Streifen  der  Vflgl.  Der  gelbe  Anflug  tritt 
bei  der  typischen  Rasse  aus  Ost-Java  nicht  in  die  Vflglzelle  ein.  West-Java  beherbergt  eine  grössere  valeria- 
Rasse  als  der  Osten  der  Insel.  Ich  hielt  diese  West-Java-Subspecies  früher  für  eine  Regenzeitform  der 
typischen  valeria.  Seither  konnte  ich  mich  jedoch  überzeugen,  dass  valeria  in  Ost-Java  nicht  «seasonally» 
abweicht,  sondern  jahraus  jahrein  konstant  bleibt  und  gab  deshalb  der  occidentalen  Form  einen  Namen  als 


PARERONIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


176 


«leona  Frühst.».  Wie  schon  hervorgehoben,  ist  leona  grösser,  schmalflügeliger  als  valeria,  auch  ist  die  leona. 
Grundfarbe  der  cf  cf  beiderseits  heller.  Die  Hflgl  sind  im  Verhältnis  zu  ihrer  Grösse  schmäler  schwarz 
gesäumt.  Das  Hauptmerkmal  bietet  jedoch  der  kaum  sichtbar  schwarz  angelaufene  Subcostalast  der  Hflgl, 
welcher  in  valeria  mit  breit  und  dicht  gelagerten,  schwarzen  Duftschuppen  bedeckt  ist.  Dieses  Merkmal  hat 
valeria  mit  allen  östlicheren  Rassen,  sundana ,  sumbawana,  tryphena  gemeinsam,  während  die  valeria  der  west¬ 
licheren  Inseln  Borneo,  Sumatra,  Nias  und  von  Malakka  einen  unbedeckten,  schuppenlosen  Subcostalast  auf¬ 
weisen.  Bei  der  südindischen  pingasa  und  namentlich  in  octaviae  findet  sich  dagegen  die  Schuppenanhäufung 
noch  deutlicher  ausgeprägt.  Die  gelben  ??  von  leona  differieren  von  ostjavanischen  gelben  ??  dadurch,  dass 
auch  die  zirkumzellularen  Flecken  intensiv  gelb  gefärbt  sind,  welche  in  Ost-Java-Fxemplaren  stets  weiss 
bleiben.  Auch  der  Discalteil  der  Hflgl-Unterseite  von  leona  ist  charakterisiert  durch  ein  prominenteres  Gelb. 
Dergleichen  Unterschiede  sind  zwar  geringfügig,  machen  jedoch  dem  aufmerksamen  Beobachter  das  Studium 
der  Javafauna  doppelt  interessant.  Nicht  vergessen  darf  werden,  dass  die  Htlgl-Unterseite  von  leona  noch 
reichlicher  gelb  angehaucht  ist  als  selbst  jene  von  lutescens  aus  Borneo,  Sumatra,  Malakka.  Auf  den  Median¬ 
adern  und  der  Zellwand  der  Vflgl-Unterseite  von  leona  fehlen  ausserdem  noch  die  schwarzen  Schuppen¬ 
anhäufungen  ,  welche  valeria  auszeichnen.  Neben  gelben  ?$  treten  in  Java  auch  oberseits  monoton  grau- 
gefärbte  auf,  die  wegen  ihrer  Ähnlichkeit  mit  Hadena  juventa  Cr.  allenfalls  mit  forma  juventina  nova  be-  juventina. 
zeichnet  werden  können.  Ausschliesslich  in  Ost- Java  erscheint  dann  noch  eine  dritte,  sehr  seltene  ?-Form 
mit  ähnlich  wie  bei  niasica  völlig  gelb  angeflogenen  Transzellularstreifen  der  Vflgl  (aureivena  form,  nov .).  aureivena. 
Derlei  ??  stellen  eine  prächtige  mimetische  Form  dar  von  Danais  philomela  F.  —  baweanica  Frühst,  führt  bei  baweanica. 
den  cf  cf  einen  sehr  schmalen  schwarzen  Distalsaum  aller  Flügel,  bei  den  ??,  die  viel  heller  als  selbst  leona-¥Z 
aussehen,  fast  doppelt  so  breite  weissgraue  Transversalbinden  als  Java- Exemplare.  Insel  Bawean. 
kangeana  Frühst,  hat  dagegen  einen  auffallend  breiten  schwarzen  Aussensaum  der  cf  cf,  die  auch  unterseits  kangeana. 
durch  breit  braungrau  angehauchte  Adern  auffallen.  ?  dunkler  als  baiveanicaFft.  Insel  Kangean. 
sundana  Frühst.  (67  c)  erinnert  im  cf  an  ostjavanische  valeria  durch  den  breiten  Schuppenbelag  an  der  Sub-  sundana. 
costalis  der  Hflgloberseite,  entfernt  sich  aber  von  allen  bekannten  Rassen  durch  die  fast  ganz  schwarzen  ??, 
die  nur  schmale  weisse  Internervalstrigae  führen.  Nicht  selten  in  Lombok  und  von  der  Küste  bis  zum 
Plateau  von  Sambalun  auf  4000  Fuss  hinaufsteigend.  April-Juni.  —  sumbawana  Frühst.  (66  cf,  ?  als  austro-  sumbawana. 
sundana  aus  Versehen  bezeichnet).  Bali  (?).  - —  tryphena  Frühst.  Wie  fast  alle  Sumba- Schmetterlinge  (mit  tryphena. 
Ausnahme  von  Fap.  merapu  Doherty )  kleiner  als  die  nächsten  Verwandten  von  Sumbawa  und  Java.  Der 
schwarze  Aussensaum  aller  Flügel  ist  erheblich  schmäler  und  auch  die  Ausdehnung  der  schwarzen  Duftflecke 
auf  der  Hflgloberseite  stark  vermindert.  Das  ?  fehlt  mir,  es  wird  noch  viel  mehr  von  Sumbawa-?? 
abweichen  als  die  cf  cf.  Insel  Sumba,  Flores,  vielleicht  auch  auf  Timor.  Auf  den  nördlich  von  Flores  ge¬ 
legenen  Inseln  Kalao  und  Tana-Djampea  verliert  sich  valeria.  Sie  ist  dort  durch  einen  Ausläufer  der  cele- 
bischen  triaea  Fldr.  ersetzt.  Es  verbleibt  aber  noch  eine  interessante  valeria- Rasse  zu  registrieren, 
palavana  Frühst.  (66 d),  ausgezeichnet  durch  das  helle  Kolorit  der  Oberseite,  den  sehr  schmalen  schwarzen  palavana. 
Aussensaum,  die  kräftigen,  fast  quadratischen  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Vom  ?  tritt  auch  noch  eine 
etwas  dunklere  als  die  abgebildete  Form  auf.  Häufig  im  Januar-Februar  auf  der  Insel  Palawan. 
gulussa  subsp.  nov.  ist  eine  Rasse  mit  noch  reduzierterem  schwarzem  Aussenrd,  ohne  Spur  weisser  Sub-  gu/ussa. 
marginalpunkte  auf  den  Vflgln,  die  stark  abgerundet  sind.  ?  ähnlich  dev  juventina  von  Java,  aber  dunkler 
als  palaivana.  Insel  Cujm.  —  Als  calliparga  subsp.  nov.  wird  jene  Lokalform  bezeichnet,  die  durch  aus-  calliparga. 
gedehnteren,  dunkleren,  gelblichen  Anflug  der  Hflgl-Unterseite  sich  lutescens  Btlr.  von  Borneo  nähert,  aber 
durch  spitzere  Flügelform  und  die  bräunlichgelbe  Unterseite  der  Hflgl  der  ??  von  diesen  differiert.  Inseln 
Domoran,  Paragua. 

P.  pingasa,  deren  Rp  auf  Gapparis  heyneana  lebt,  wird  charakterisiert  durch  den  breit  an¬ 
gelegten  schwarzen  Aussensaum  aller  Flügel,  der  auf  den  Hflgln  mit  einem  mattglänzenden  Belag  von 
dichtstehenden  Duftschuppen  versehen  ist.  Rp  lang,  zylindrisch,  mit  grossem  Kopf,  Abdomen  in  zwei 
Spitzen  auslaufend,  Körper  mit  feinen  Haaren  überdeckt,  Grundfarbe  grün  mit  einer  lateralen  Reihe  von 
auffallenden  weissen  Flecken  und  einigen  kleineren  schwarzen  Punkten.  Pp  am  Schwanz  mit  einem  un¬ 
gewöhnlich  langen  Faden  aufgehängt,  Flügelscheiden  stark  hervortretend,  gekielt  und  so  dünn,  dass  sie 
durchscheinend  werden.  Grundfarbe  bleichwässeriggrün  (Aitken).  Drei  lokale,  gut  unterschiedene  Rassen 
hierhergehörig,  pingasa  Moore  (66 e),  deren  ??  grossen  ??  von  hippia  nahekommen.  Süd-Indien  bis  Kanara  pingasa. 
und  Mysore.  ceylanica  Fldr.,  auf  die  Regenzeitform  (66  e)  basiert,  zu  der  fraterna  Moore  (66  d)*),  die  im  ceylanica. 

?  viel  breiter  blaugrün  gestreifte  Trockenzeitform  und  spiculifera  Moore  eine  Intermediatform  darstellt,  fraterna. 
naraka  Moore  hat  im  ?  etwas  breitere,  grauweisse  Transversalbinden  als  pingasa -?•  Die  Unterseite  kommt 
sonst  den  südindischen  Stücken  durch  die  breit  schwarzangelaufenen  Adern  näher  als  den  auf  fein  verteilter 
braunschwarzer  Unterlage  lebhaft  perlmutterschimmernden  ceylanica  -  cf  ?.  Andamanen.  Die  Artberechtigung 
von  pingasa  ist,  wie  schon  oben  erwähnt,  etwas  fraglich,  doch  weisen  die  Genitalien  Unterschiede  auf,  die 

*)  fraterna  kommt  nach  Swinhoe  ganz  identisch  auch  in  Süd-Indien  vor.  Swinhoe  hält  sie  für  eine  eigene  Art;  es  ist 
jedoch  nicht  ausgeschlossen,  dass  fraterna  eine  hochspecialisierte  valeria-  Unterart  vorstellt.  Niceville  dagegen  zieht  alle  drei 
Formen  zu  einer  Species  zusammen. 


180 


PARERONIA.  Von  H.  Frühstorfee. 


ziemlich  erheblich  sind.  Der  Uncus  von  pingasa  ist  gerader,  distal  weniger  gekrümmt  als  jener  der  valeria- 
Formenreihe,  die  Valve  viel  breiter  von  gerundeterer  Gestalt  und  distal  weniger  spitz. 

P.  boebera.  Eine  Spezies  von  etwas  zweifelhaftem  Wert,  die  zwar  durch  den  breiten  Duftpelz 
der  Hflgl  eine  Parallelform  von  pingasa  bildet,  aber  andererseits  durch  die  sehr  variabeln  2?  sich  so 
eng  an  valeria  anschliesst,  dass  sie  vielleicht  doch  nur  als  deren  nördlichste  Abzweigung  gelten  kann.  Da 
aber  deren  Formen  eine  natürliche  Gruppe  bilden,  so  werden  sie  einstweilen  als  zu  einer  Kollektivart  gehörig 
hier  behandelt.  Wie  die  festländische  hippia  und  persides  variiert  boebera  auf  den  Philippinen  sowohl  nach 
dem  Fundort,  wie  nach  der  Jahreszeit,  letztere  wegen  der  grösseren  klimatischen  Schwankungen  mehr  auf 
den  nördlichen  wie  auf  den  südlichen  Inseln.  Dabei  sind  durchwegs  die  22  der  trockenen  kalten  Zeit  völlig 
weiss  gefleckt,  jene  der  Regenzeit  ziemlich  gelb  mit  ausgedehnteren  schwarzen  Zeichnungen.  Übergangs¬ 
formen  führen  einen  bläulichweissen  Schimmer.  Von  Norden  nach  Süden  gehend,  gewinnt  der  schwarze 
Distalsaum  der  cf  cf  an  Ausdehnung,  so  das  die  boebera-cfcf  der  Süd-Philippinen  sich  jenen  der  phocaea- 
Falter  (66 e)  nähern  und  es  nach  Semper  sogar  schwierig  ist,  die  22  beider  Arten  auseinander  zu  halten. 
boebera.  boebera  Eschsch.,  von  der  wir  das  cf  und  das  2  der  Regenzeitform  (66c)  abbilden  (phazania  form,  nov .),  0*2 
phazama.  (]er  Trockenzeitform  sind  wesentlich  kleiner,  mit  grösseren  weissen  Submarginalflecken  auf  allen  Flügeln 
hetnara.  versehen,  das  cf  lichter  blau,  das  2  matt  grünweiss.  Luzon.  hemara  form.  nov.  von  Nord-West-Luzon  bei 
Vigan  gefunden,  stellt  eine  Intermediatform  dar,  die  Semper  abbildete  (Sehmett.  Philipp.  Taf.  42,  Fig.  7) 
und  die  von  der  Generation  der  kalten  Zeit  durch  schmälere  und  gelbliche  statt  weissliche  Binden  abweicht.  — 
arsamota.  arsaniota  subsp.  nov.,  bleibt  in  der  Grösse  selbst  hinter  der  Winterform  von  boebera  zurück,  ist  unterseits 
nur  verwaschen  braungrau  angeflogen  mit  sehr  langen  aber  schmalen  Transcellularstreifen  der  Hflgl.  Insel 
bazilana.  Negros.  —  bazilana  Frühst,  steht  durch  die  verbreiterte  schwarze  Umrahmung  aller  Flügel  der  pingasa 
Moore  von  Süd-Indien  nah.  Die  cf  cf  sind  dunkelgrün  statt  hellblau  angeflogen,  die  Vflgl  tragen  entweder 
gar  keine  oder  nur  noch  einen  subapikalen  weissen  Wischfleck.  Die  22  unterseits  fast  bis  zur  Flügelmitte 
blauschwarz  bezogen.  Vom  2  sind  3  Formen  in  Fruhstorfer’s  Sammlung  vereinigt,  jene  der  Regenzeit 
lilacina.  mit  einer  Übergangsform  mit  blauviolettem  Schimmer  auf  allen  Flügeln  (f.  lilacina  form,  nov.)  und  eine  an¬ 
scheinend  extreme  Trockenzeitform,  an  hemara  von  Luzon  und  persides -2  von  Annam  erinnernd  mit  reduzierten, 
persidina.  weissgrauen  Transversalstreifen  aller  Flügel,  die  dicht  schwarz  überstäubt  erscheinen  (f.  persidina  nov).  Insel 
elaitia.  Bazilan  bei  Mindanao.  —  elaitia  subsp.  nov.,  die  dunkelste  aller  bekannten  Rassen,  Distalsaum  der  Hflgl  bis 
zur  Mittelzelle  ausgedehnt,  Subapikalflecke  der  Vflgl  völlig  fehlend.  Insel  Panaon. 

P.  tritaea  ist  die  in  ihren  Grössenverhältnissen  entwickeltste  Art,  deren  Ursprung  vielleicht  auf  Min¬ 
danao  zu  suchen  ist,  dem  Brückenkopf  der  Landverbindung  Philippin en-Gelebes,  wenn  nicht  umgekehrt  die 
vikariierende  phocaea  von  Celebes  dem  zoologisch  so  verwandten  Mindanao  abgegeben  wurde.  Auf  Celebes 
tritaea.  selbst  zerfällt  die  Art  in  zwei  wesentlich  modifizierte  Subspezies,  von  denen  tritaea  Fldr.  (67  a)  eine  domi¬ 
nierende  Erscheinung  der  Waldränder  des  nördlichen  Celebes  bildet.  In  Zentral- Celebes  und  in  Gorontalo 
am  Ostarm  der  Insel  fliegt  in  den  Monaten  August  und  September  eine  habituell  kleinere  Trockenzeitform 
mit  etwas  reineren  und  stattlicheren  weissen  Strichen  und  Flecken  und  lichter  graubraunem  Anflug  der 
caecinia.  Unterseite  der  22  (f.  caecinia  form.  nov.).  Im  südlichen  Celebes  verändert  sich  nicht  nur  die  Zeichnung 
sondern  auch  die  Flügelform,  namentlich  erscheinen  dort  die  Vflgl  rundlicher,  den  22  fehlt  der  braunviolette 
Anflug  der  Oberfläche  aller  Flügel,  und  die  Submarginalflecken  werden  fast  doppelt  so  breit,  was  nament¬ 
lich  in  Gestalt  schöner,  weisser  sternförmiger  Makeln  der  Hflglunterseite  zur  Geltung  kommt.  Wir 
bargylia.  nennen  die  Stidcelebesrasse  bargylia  nov.  subsp.  Häufig  am  Wasserfall  von  Maros.  Auf  der  Insel  Bangkai 
hermocinia.  existiert  eine  ähnliche,  körperlich  noch  mehr  reduzierte  Rasse  hermocinia  subsp.  nov.  mit  verdunkelten 
Streifen  der  Vflglzelle,  verkleinerten  Submarginalpunkten  und  obsoleten  Zirkumzellularflecken  der  Hflgl.  — 
bilinearis.  bilinearis  subsp.  nov.,  habituell  von  tritaea  zur  nächsten  Inselform  hinüberleitend,  differenziert  sich  von 
beiden  durch  die  bis  zur  Basis  der  Vflgl  verlängerten  schwarzen  Strigae  der  Zelle,  die  somit  fast  nochmal 
so  lang  sind  als  hei  tritaea ,  während  sie  octavicie  fehlen.  Hflgl  fast  ohne  basale,  d.  h.  stark  verkürzte  blau- 
octaviac.  grüne  Längsbinden  innerhalb  der  Zelle.  Insel  Salej^er  von  Dr.  Martin  entdeckt.  —  octaviae  Snell.  (67  b) 
hat  cf  cf  mit  oder  ohne  kurze  schwarze  Streifen  vor  dem  Apex  der  Vflglzelle.  Die  Grundfärbung  lichter 
blau  als  bei  tritaea ,  2  jenem  von  bargylia  Frühst,  aus  Süd-Celebes  nahekommend,  mit  lichteren  Transversal¬ 
binden  und  kürzeren  schwarzen  Linien  der  Hflglzelle.  Unterseite  der  cf  cf  ohne  Spur  eines  schwarzen  An¬ 
flugs,  prächtig  blauweiss  und  stark  perlmutterglänzend.  Subapikalstreifen  der  22  auf  der  Unterseite  der 
Vflgl  wesentlich  breiter  als  bei  den  celebisehen  tritaea-'Rassew,  Hflgl  lichter  braun  umrandet.  Häufig  auf 
Tana-Djampea  und  Kalao,  besonders  im  Dezember. 

P.  phocaea  Fldr.  der  südphilippinischen  Region  muss  vielleicht  als  eine  Subspecies  der  riesigen 
tritaea  Fldr.  von  Celebes  aufgefasst  werden,  eine  Frage,  die  aber  erst  mit  Hilfe  grösserer  Serien,  namentlich 
von  22  entschieden  werden  kann.  Die  Genitalien  z.  B.  sind  etwas  abweichend,  der  Uncus  von  phocaea  ent¬ 
schieden  kürzer  als  jener  von  tritaea  Fldr.  phocaea  ist  nach  Semper,  der  fast  900  Exemplare  prüfen  konnte, 
sehr  konstant.  Die  22  führen  in  der  Zelle  der  Hllgloberseite  stets  einen  schwarzen  Längsstrich,  der  bei  den 
boebera-  und  valeria  -  Rassen  nur  selten  vorhanden  ist.  Im  stark  konvex  aufgebogenen  Costalrand  der  Vflgl 


SALETARA.  Von  H.  Fruhstorfek. 


181 


dokumentiert  sich  die  Verwandtschaft  mit  tritaea,  von  der  phocaeci  in  der  Hauptsache  nur  durch  die  dunkler 
rauchbraune  Unterseite,  besonders  der  Htlgl  abweicht.  —  Zwei  Inselrassen  sind  zu  erwähnen:  phocaea  Fldr.  phocaea. 
(66  e),  aus  ganz  Mindanao  bekannt,  und  ariamena  subsp.  nov.,  habituell  ein  Drittel  kleiner,  mit  noch  mehr  ariamena. 
reduzierten  grünlichblauen  Strigae  aller  Flügel,  von  dunkler  blauem  Kolorit  und  etwas  heller  braun  bereifter 
Unterseite.  Insel  Bazilan. 

P.  argolis  kombiniert  in  sich  die  Charaktere  von  zwei  Arten,  das  Kolorit  der  Oberseite  scheint 
von  phocaea  der  Philippinen,  jenes  der  Unterseite  von  der  papuanischen  jobaea  entlehnt.  Die  ??  erinnern 
in  ihrer  Gesamterscheinung  mehr  an  jobaea ,  doch  sind  oberseits  auch  Anklänge  an  valeria  Cr.  von  Java  zu 
erkennen.  —  Zwei  Lokalformen:  argolis  Fldr.  von  Batjan  und  Halmaheira.  cf:  Htlgl  unterseits  schwarz  argolis. 
mit  unmerklichen  grünen  dünnen  Streifen  in  der  Zelle  und  ebensolchen  obsoleten  Punkten  vor  dem  Aussenrd. 

?  erscheint  in  der  abgebildeten  Form  (67  a),  die  Snellen  von  Vollenhoven  bereits  kannte  und  die  ein  ge¬ 
treues  Konterfei  gelber  Banais  cleona  vorstellt.  Häufiger  ist  aber  eine  graue  Form ,  an  Hadem  sobrina  der 
Nord-Molukken  gemahnend  (f.  radenoides  form.  nov.).  Von  der  Insel  Buru  liegt  eine  dort  anscheinend  sehr  radenoides. 
seltene  Unterart  vor,  argolina  Frühst.  Auf  der  Hflglunterseite  treten  2  costale,  grünliche  Längsbänder  auf.  argolina. 
welche  in  argolis  gänzlich  fehlen.  Die  ganze  Zelle  ist  weisslichgrün  und  es  entstehen  5  grosse  circum- 
cellulare  Flecken ,  welche  in  argolis  aus  Batjan  ebenfalls  fehlen  und  in  argolis  aus  Halmaheira  kaum  ange¬ 
deutet  sind.  Statt  kleiner  Pünktchen  hat  argolina  eine  Reihe  von  6  deutlichen  Submarginalflecken. 

P.  jobaea  Bsd.  differiert  von  phocaea,  tritaea  und  argolis  durch  das  Fehlen  schwarzer  Streifen  der 
Flügeloberseite,  aber  insbesondere  durch  den  noch  kürzeren,  wenn  auch  sehr  breiten  Duftspiegel  der  Htlgl, 
der  nicht  über  die  Radialen  hinausgeht.  Der  Costalsaum  und  Apex  der  Vflgl  sowohl  wie  die  Oberfläche  der 
Hflglunterseite  sind  durchweg  tief  samtschwarz  gefärbt.  —  Eine  Reihe  insularer  Rassen  verdient  Erwähnung: 
elsa  Frühst,  aus  Ceram  unterscheidet  sich  von  jobaea  aus  Neu-Guinea  durch  Kleinheit,  einen  etwas  schmä¬ 
leren,  schwarzen  Aussensaum  der  Flügel.  Der  oberste,  ultracellulare,  weissgrüne  Fleck  der  Vflgl  ist  länger 
und  breiter  als  in  jobaea.  Auf  der  Hflglunterseite  steht  eine  Reihe  von  6  reinweissen ,  ziemlich  grossen 
prominenten  Submarginalpunkten.  Vom  ?  bildet  Vollenhoven  eine  oberseits  fahl  ockergelbe  Form  ab,  die 
auf  den  Vflgln  einen  hell  zitrongelben  Streifen  oberhalb  der  Submediane  trägt  und  bei  dem  auch  die  Sub¬ 
marginalpunkte  der  Hflgl  lichtgelb  erscheinen  neben  einigen  weissen  Circumcellularmakeln.  —  aeboja  aeboja. 
Frühst.,  selten  auf  Buru ,  ist  mit  32  mm  Vflgllänge  noch  kleiner  als  elsa-d'  von  Ceram  und  der  schwarze 
Flügel -Aussensaum  ist  noch  erheblich  schmäler.  Auf  der  Vflglunterseite  zeigen  sich  deutliche,  längliche, 
grüne  subapicale  Striche,  welche  den  grauschwarzen  Aussensaum  zerteilen  und  auf  der  Hflglunterseite  finden 
wir  statt  der  Punkte  ebenfalls  5  dünne,  grünliche,  submarginale  Internervalstriche.  —  obiana  Frühst.  (67  b)  obiana. 
fällt  durch  rundlichen  Flügelschnitt  bei  beiden  Geschlechtern  auf.  cfcf  nicht  selten  auf  Obi ,  vom  2  ist 
bisher  nur  die  Banais  cleona  ähnliche  gelbe  Form  bekannt.  —  luceria  Frühst.  (67  c)  steht  durch  ihre  Grösse  luceria. 
der  typischen  jobaea  nahe,  neben  dem  abgebildeten  gelben  ?  existiert  auch  eine  oberseits  graugrün  ge¬ 
bänderte  Abart,  die  aber  wegen  ihrer  relativ  schmälen  Querbinden  sich  nicht  eng  an  das  Danaidenvorbild 
der  Insel  Waigiu  (Badena  purpurata  Btlr.)  anschliesst.  —  jobaea  Bsd.  (67  b)  ist  anscheinend  selten  in  Neu-  jobaea. 
Guinea,  nur  vom  nordwestlichen  Holl.  Neu-Guinea  bekannt  und  scheint  über  die  Humboldtbai  nicht  hinaus¬ 
zugehen,  da  Nachrichten  über  ihr  Vorkommen  in  Kaiser-Wilhelms-Land  nicht  vorliegen.  —  aviena  subsp.  nov.  aviena. 
ohne  genaueren  Fundort,  vielleicht  von  den  Key-  oder  Aru- Inseln,  differiert  von  der  vorigen  durch  eine 
Reihe  auffallend  grosser  weisser  Submarginalflecken  der  Hflglunterseite.  Die  Subapicalstrigae  der  Vflgl¬ 
unterseite  sehr  prononciert.  Oberseits  tritt  der  schwarze  Aussensaum  der  Vflgl  etwas  zurück,  so  dass  die 
blaue  Binde  jenseits  der  Zelle  Gelegenheit  findet,  sich  zu  verbreitern.  Die  Jugendstadien  der  Kollektivart 
sind  leider  noch  nicht  bekannt  und  von  den  Imagos  wissen  wir  nur,  dass  sie  auf  den  Süd-Molukken  zwar 
überall  anzutreffen,  aber  stets  flüchtig  und  demzufolge  schwer  zu  fangen  sind. 

26.  Gattung:  Saletara  Bist.*) 

Diese  durch  ihre  äussere  Erscheinung  umgrenzte  Gattung  differiert  von  Appias  im  Geäder  haupt¬ 
sächlich  nur  dadurch ,  dass  der  3.  und  4.  Subcostalast  ganz  nahe  dem  Apex  der  Vflgl  abzweigen  und 
dass  der  4.  Subcostalast  bei  den  ??  der  malayischen  Arten  und  allen  Species  des  Papuagebiets  stets  fehlt 
und  bei  den  Rassen  der  Philippinen  zumeist  abwesend  ist.  Die  cfc f  sind  auch  dadurch  charakterisiert,  dass 
sie  am  letzten  Abdominaltergit  über  den  Analklappen  einen  langen  Haarbüschel  tragen  und  dass  auch  die 
beiden  ventralen  Haarpinsel  aus  längeren  Haaren  als  bei  den  Appias  sich  zusammensetzen.  Die  Gattung 
ist  jedenfalls  noch  nicht  konsolidiert  und  die  Neigung  der  Pieriden,  Geäderzweige  abzustossen,  kommt  bei 
ihr  manchmal  auf  den  Flügeln  eines  Exemplares  zur  Geltung,  in  dem  der  rechte  Flügel  normal,  der  linke 
eine  Ader  mehr  oder  weniger  hat.  Die  Arten  sind  ausschliesslich  Bewohner  der  Ebene  und  finden  sich 
ausnahmslos  an  nassen  Stellen  der  Flussufer  oder  an  Pfützen  im  Walde.  Der  Flug  ist  rasch  und  sicher. 

Die  ersten  Stände  sind  nicht  bekannt. 

*)  Dieses  und  das  nachfolgende  Genus  müssten  hinter  den  Appias  stehen ,  sind  aber  durch  ein  Versehen  hier  ein- 
gereiht  worden, 


182 


SALETARA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


S.  panda  von  den  Philippinen  bis  Celebes,  Sumatra  und  den  Nicobaren  verbreitet,  erscheint  nament¬ 
lich  im  makromalayischen  Gebiet  fast  immer  in  2  männlichen  und  2  weiblichen  Farbenaberrationen,  einer 
mvaria.  bleich  weisslichen  (forma  nivaria)  und  einer  Schwefel-  bis  zitrongelben  (sulphurea  Voll.).  —  nathalia  Fldr. 
sulphurea.  (st  die  nördlichste  ^awd'a-Rasse,  cf  weisslichgelb,  $  mit  schwarzem  Aussensaum  und  ebensolcher  Submarginal- 
nafnartia  ^’nc^e  ^er  Vflglunterseite,  die  auf  der  Hflglunterseite  nur  angedeutet  ist.  Luzon.  —  martia  subsp.  nov. 
(61  f  3)  hat  im  cf  einen  breiteren  schwarzen  Rand  der  Vtlgl,  bei  den  ??  ist  auch  das  Basalfeld  der  Htlgl 
schwarz  angelaufen  und  die  Htlgl  führen  auf  der  Unterseite  eine  ausgedehnte  Submarginalbinde  auf  gelblich 
grünem  Grunde.  Zwei  Formen  mit  schwefelgelben  und  solche  mit  hyalinen,  blauweissen  Mittelfeldern  aller 
erebina.  Flügel.  Bazilan,  Mindanao.  —  erebina  Frühst.  (61  f  cf,  das  ?  gehört  zu  martia)  von  der  Insel  Palawan  hat 
drei  ??- Formen,  Mittelfeld  aller  Flügel  hell  schwefelgelb;  ?  mit  hellgelbem  Vtlgl  und  zitrongelbem  Htlgl 
hostilia.  und  ?  mit  durchweg  zitrongelber  Flügeloberseite.  Alle  drei  fliegen  im  Januar.  —  hostilia  subsp.  nov.  ist 
grösser,  dunkler  gelb,  der  Distalrand  der  Htlgl  nach  innen  tiefer  gezähnt,  Vflglunterseite  mehr  grünlichgelb, 
nigerrima.  Submarginalbinde  der  Vtlgl  schmäler  als  bei  erebina.  Balabac.  —  nigerrima  Holl.  (62  a)  bewohnt  Celebes, 
das  fast  ganz  schwarze  ?  ähnelt  oberseits  dem  ?  von  Appias  tirania  Wall.,  nur  hat  es  etwas  ausgedehntere 
weissliehgelbe  Mittelfelder  der  Vtlgl.  Unterseite  der  Vtlgl  im  Gegensatz  zu  den  normalen  mit  Ausnahme 
der  Zelle  und  des  Apicalfeldes  weiss;  ?  mit  sehr  breiter  schwarzer  Subapicalbinde  der  Vtlgl,  deren  Zelle 
grünlichgelb  angetlogen  ist,  Htlgl  zeichnungslos,  dunkel  ockergelb.  Bisher  nur  aus  dem  südlichen  Celebes, 
aurantiaca.  vom  Wasserfall  von  Maros  bekannt,  wo  sie  von  August  bis  Januar  Vorkommen.  —  auranliaca  Stgr.  von 
den  Sula- Inseln  hat  prächtig  feurig  rotgelben  Htlgl.  Die  Vtlgl  ähneln  jenen  von  chrysea,  nur  ist  der 
panda.  schwarze  Aussensaum  feiner  verteilt  und  dringt  längs  den  Adern  tiefer  in  den  Flügel  ein.  —  panda  Godt. 
(61  f),  der  nomenklatorische  Typus  der  Art,  aus  Java,  wo  ausser  den  abgebildeten  dunkelgelben  Exemplaren 
nivaria.  auch  bleichgelbe  Stücke  unter  beiden  Geschlechtern  häufig  Vorkommen  (f.  nivaria).  Die  Falter  waren  zu 
gewissen  Zeiten,  besonders  im  Januar -Februar  in  Ost-Java  nicht  selten,  gehen  aber  nicht  über  2000  Fuss 
hinauf.  Von  Exemplaren  aus  Sumba,  Sumbawa  in  meiner  Sammlung  bezweifle  ich  die  Richtigkeit  der  Her- 
balina.  kunft.  —  foalina  Frühst,  von  wesentlich  kleinerer  Gestalt  hat  stark  verschmälerte  schwarze  Ränder  der 
distanti.  Oberseite  und  ein  obsoletes  Subapicalband  der  Vflglunterseite.  Insel  Bali.  —  distanti  Btlr.  von  der  malayischen 
Halbinsel  und  wahrscheinlich  in  sehr  ähnlichen  Formen  auch  auf  Sumatra,  Borneo  vertreten,  hat  hellgelbe 
sdiönbergi.  Flügel,  ?  auf  den  Vflgln  tiefer  schwarz,  auf  den  Hflgln  schmäler  gesäumt  als  Java-??.  —  schönbergi  Setup. 

(61  f)  mit  kanariengelber  Grundfärbung,  bleichgelbem  Costalsaum  der  Vtlgl  hat  zum  Teil  zitrongelbe,  zum 
engania.  Teil  hell  ockergelbe  ??.  Insel  Nias.  —  engamia  Frühst.  (62  a)  hat  nur  oberseits  fein  cremefarbene  Grund¬ 
färbung,  übrigens  die  Unterseite  aller  Flügel  ebenso  lebhaft  und  gleichmässig  orangefarben  getönt  wie 
aurifolia.  bei  schönbergi.  ?  unbekannt.  Insel  Engano.  —  aurifoiia  Frühst.  (62a).  Vtlgl  hell,  Htlgl  dunkler  orange¬ 
gelb,  Unterseite  dunkel  ockergelb,  Vtlgl  mit  gleichmässiger,  schmaler  schwarzer  Submarginalbinde,  die  nur 
dirysea.  distal  leichthin  violett  angetlogen  ist.  Insel  Pulo-Tello  der  Batu-Gruppe.  —  chrysea  Frühst,  steht  schönbergi 
nahe,  hat  aber  einen  proximal  gleichmässigeren  schärfer  abgesetzten  Aussensaum  der  apicalwärts  hellgelben 
Vtlgl.  Unterseite  feurig  orangegelb.  ?  ähnlich  jenem  von  aurifolia,  aber  mit  fast  doppelt  so  breiter  schwarzer 
Umrahmung.  Nicobaren. 

S.  liberia  ersetzt  panda  auf  den  Molukken;  die  gelbe  Grundfarbe  der  Oberseite  hat  sich  aber  in 
Graublau  verwandelt,  nur  die  gelbliche  Unterseite  verrät  noch  die  Verwandtschaft.  —  Die  typische  Unterart 
liberia.  liberia  Cr.  (62  b)  von  den  Südmolukken  hat  eine  hellgelbgrüne  Unterseite  der  Vtlgl  und  eine  dunkelorange- 
eiiada.  farbene  der  Htlgl.  Das  ?  ist  sehr  selten  und  führt  einen  geringeren  schwarzen  Adernbezug  als  eliada  Heiv. 
obina.  von  den  Nordmolukken,  die  ihrerseits  obina  subsp.  nov.  (62a,  b)  nahekommt.  Bei  dieser  ist  jedoch  der 
schwarze  Distalsaum  besonders  der  Vflgl-Unterseite  stets  breiter.  Die  ??  sind  polychrom;  es  existieren  davon: 
principalis.  forma  principalis  mit  zerteiltem,  proximal  strahlenförmig  auslaufendem  schwarzem  Aussensaum.  Unterseite: 

Alle  Flügel  distal  nur  stellenweise  schwarz  gefleckt.  Basis  der  Vtlgl  grünlichgelb.  Apex  und  Htlgl  ocker- 
vada.  gelb;  Vtlgl  mit  einer  diffusen  Submarginalbinde,  die  den  Costalsaum  nicht  erreicht.  —  forma  vada.  Distal¬ 
saum  aller  Flügel  breit  schwarz,  kompakt.  Unterseite:  Alle  Flügel  grünlichgelb  mit  einer  etwas  deutlicheren 
pseudo-  Submarginalbinde  auf  beiden  Flügeln.  —  pseudocorinna  form,  tiov.  Oberseite  entweder  blaugrau  wie  bei  den 
corinna.  vorigen  oder  fast  weissgrau  wie  bei  corinna  Wall.  ?.  Schwarzer  Distalsaum  auf  beiden  Flügeln  und  sowohl 
ober-  wie  unt er seits  kompakt,  sehr  breit.  Unterseite:  Basis  der  Vtlgl  grünlich,  Medianpartie  weisslich;  Hflgl- 
chrysoberylla.  Oberfläche  entweder  hell-  oder  dunkelockergelb.  —  chrysoberylla  subsp.  nov.  oberseits  dunkler  blaugrau  als 
liberia ,  mit  breiterem,  schwarzem  Distalsaum.  Unterseite  der  Vtlgl  lichter  grau  und  der  Apex  der  Vtlgl  sowie 
die  Hflgl-Obertläche  hellgrünlichgelb  statt  orangefarben  wie  bei  liberia.  Insel  Buru,  häufig. 

cycinna.  S.  cycinna  Hew.  (62a,  b)  bewohnt  das  Papuagebiet,  aus  dem  bisher  nur  drei  Inselrassen  bekannt 

sind.  Die  typische  Unterart  ist  aus  Neu-Guinea  beschrieben.  Holländisch  und  Britisch  Neu-Guinea.  - —  Die 
ocina.  als  cycinna  abgebildete  ?-Form  hat  Hewitson  als  eigene  Art  unter  dem  Namen  ocina  beschrieben.  Die  Vtlgl 
sind  auch  unten  weiss  mit  hellgelb  angeflogener  Zelle,  die  Htlgl  dunkel  canariengelb.  Deren  Vaterland  ist 
diryselectra.  ziemlich  sicher  nicht  Neu-Guinea.  —  Auf  den  Aru-Inseln  lebt  eine  bisher  unbeschriebene  Rasse:  chryselectra 
subsp.  nov.,  die  oberseits  durch  das  hellere,  mehr  purpurne  Blau  von  cycinna  differiert.  Unterseite  der  Vtlgl 
rein  weiss,  nicht  graublau,  Zelle  safrangelb  angeflogen,  Distalsaum  doppelt  so  breit  schwarz,  schärfer  ab- 


TJDAIANA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


183 


gesetzt.  Hflgl  leuchtend  orangefarben,  statt  gelbgrün.  Vom  ?  existieren  2  Aberrationen,  eine  weisse  und  eine 
seltenere,  oberseits  gelbe  Form,  (flavescens  Ribbe.)  —  corinna  Wall,  ist  eine  distinkte  Lokalform  von  flavescens. 
Waigiu,  mit  der  cycinna  ähnlichen,  nur  auf  der  Unterseite  etwas  dunkler  orange  gefärbten  Hflgln.  2  weiss, 
unten  mit  tiefschwarzem,  breiterem  Aussenrd.  Vtlgl  unten  weiss,  mit  grünlich  überstäubter  Zelle.  Hflgl  mit 
dunkelgelbem  Basalfeld,  das  bei  der  2-Form  hastia  form.  nov.  von  der  Kayumerabai,  Holländisch  Neu-Guinea,  hastia. 
‘hellzitrongelb  und  deren  Flügeloberseite  dunkler  beschuppt  ist. 

S.  giscon  Gr.-Sm.,  eine  mir  in  natura  unbekannte  Art  der  Salomon-Inseln,  soll  oberseits  dem  ?  der  giscon. 
panda  von  Java  ähnlich  sein. 


28.  Gattung:  Udaiaiia. 

Durch  das  Fehlen  der  ventralen  Haarbüschel  der  cf  cf  leitet  dieser  Genus  von  den  Appias  zu  Huphina 
hinüber,  differiert  aber  von  beiden  durch  die  Stellung  des  zweiten  Subcostalastes,  der  wie  bei  Parelodina  ganz 
nahe  dem  Zellapex  der  Vtlgl  entspringt.  Es  ist  nur  eine  Art  bekannt,  die  Makromalayana  mit  Ausnahme 
von  Java  bewohnt  und  nur  in  der  Ebene  vorkommt.  Die  cf  cf  setzen  sich  gelegentlich  an  feuchte  Stellen 
der  Waldwege,  die  ??  wurden  auf  einer  grünen  Schlingpflanze  beobachtet.  Nach  Martin  sollen  sie  in 
Sumatra  nur  in  Wäldern  mit  rotem  Erdboden  gefunden  werden,  aber  nie  in  solchem  mit  schwarzem  Grunde. 

U.  cynis  Hew.  (62  c).  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  weiss,  der  Apex  der  Vtlgl  grünlichgelb  bestäubt,  cynis. 
Costalsaum  der  Hflgl  gelb  gesäumt,  Basis  mit  einigen  grünen  Schuppen.  Eine  sehr  helle  ?-Form,  die  in 
ihrem  Extrem  kaum  dunkler  umrahmt  ist  als  das  cf,  hat  Hagen  androides  genannt.  Malayische  Halbinsel, 
Nordost-  und  West-Sumatra.  —  pryeri  Bist.  (62  c)  ist  eine  dunklere  Lokalform  von  Borneo,  durch  den  tiefer  pryeri. 
eingebuchteten  schwarzen  Aussensaum  der  Vtlgl  und  die  stets  breit  grün  beschuppte  Basalgegend  der  Htlgl- 
unterseite  charakterisiert.  Nord-Borneo,  ziemlich  seiten. 


Nachträge  und  Berichtigungen. 

Seite  125:  D.  hyparete  aurago  Snellen  in  der  Tijdschr.  o.  Entom.  33,  p.  303  aus  Billiton  beschrieben,  aurago. 
führt  goldgelbe  Submarginalmakeln  der  Hflglunterseite,  steht  somit  der  hypopelia  Hag.  und  jataka  Frühst,  nahe. 

Seite  126:  D.  agostina  orita  subsp.  nov.  Leitet  von  annamitica  Frühst,  zu  infumata  Frühst,  hinüber  orita. 

und  differiert  von  der  Annam-Rasse  durch  dunklere,  von  infumata  jedoch  durch  etwas  hellere  Oberfläche 

der  Vflgl,  die  viel  kleinere  weisse  Submarginalflecke  führen  als  annamitica;  Hflgl  jedoch  wie  bei  annamitica , 
nur  etwas  dichter  grau  bestäubt.  Heimat  Tonkin,  anscheinend  sehr  lokal  und  selten,  weil  von  mir  selbst 
nicht  beobachtet. 

Seite  130:  I).  diva  R.  u.  J.,  präoccupiert  durch  diva  Frühst.  1899,  wird  in  sagessa  nom.  nov.  umgetauft,  sagessa. 

Seite  132:  D.  belladonna  formosana  Mats,  in  der  Ent.  Zeitsehr.  Stuttgart  1909,  p.  92  beschrieben,  formosana. 

nähert  sich  in  der  Zeichnung  der  lativitta  Leech,  differiert  aber  von  dieser  dadurch,  dass  die  weissen  Distalflecke 
des  Vflgls  sich  nicht  mit  den  inneren  vereinigen  und  die  Hflgl  oberseits  am  Ird  fast  durchweg  weisslich 
gefärbt  sind,  mit  geringer  analer  gelber  Bestäubung.  Alle  Makeln  klein,  aber  deutlich.  Formosa,  Horisha. 

Seite  140:  Zeile  12  v.  ob.  lies  ajanta  statt  ajuta.  ajanta. 

Seite  142:  Zu  Huphina  nadina  eunama  Frühst,  ist  eine  Intermediatform  als  koannania  Mats.  (Ent.  koannania. 

Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  88)  mit  grauer  statt  grüngelber  Unterseite  zu  erwähnen.  Kanschirei  und  Horisha 
auf  Formosa. 

Seite  149:  Zu  Appias  lyncida  formosana  Wall,  hat  Matsumura  anscheinend  eine  $-Form  als  tsurui  tsurui. 

beschrieben,  die  der  Diagnose  nach  einer  Trockenzeitform  angehört  und  am  1.  Dezember  an  der  formo- 

sanischen  Ostkiiste  gesammelt  wurde,  yayeyamana  Mats,  von  den  Liu-kiu-Inseln  scheint  eine  Lokalrasse  der  yayeyamana. 
lyncida  vorzustellen  und  ist  nach  einem  cf  mit  einer  Flügelspannung  von  5 — 9  mm  (soll  wohl  heissen  50  bis 
60  mm)  beschrieben. 

Seite  166:  Terias  libythea  purictatissima  Mats,  ist  etwas  grösser  als  die  malayischen  Formen  der  kawakamii. 
Species,  ?  sehr  bleich  und  erscheint  nach  meinen  Exemplaren  in  zwei  Abweichungen,  entweder  mit  schmaler 
schwarzer  oder  ausgedehnterer  bis  zu  dem  Analwinkel  reichender  Umrahmung  der  Hflgloberseite.  Formosa. 

Seite  182:  Zu  Saletara  panda  erwähnt  Matsumura  eine  Form  kawakamii  von  der  Katosho- Insel,  puncta- 
einer  Nebeninsel  von  Formosa,  mit  zitrongelbem  ?,  das  wie  nathalia  gefleckt  sein  soll.  Wenn  es  sich  nicht  tissima. 
um  ein  ?  von  Appias  albina  handelt,  eine  sehr  interessante  Entdeckung. 


184 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  indo-australischen  Pieriden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abnormis  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond  (3)  4,  p.  368.  * 

acandra  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 

acrisa  Huph  Bsd.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1859,  p.  156. 

acuminata  App.  Stiell.  Tijdschr.  v.  Ent.  1890,  p.  273. 

acuta  Leuc.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1905,  p.  463. 

ada  App.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  * 

ada  Ter.  Bist.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1887,  p.  271. 

adamsoni  App.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  p.  4.  * 

adorabilis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-SchmeLt.  9,  p.  157. 

aeboja  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  99. 

aebutia  Lept.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  121. 

aebutia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 

aegina  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 

aegina  Phriss.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  44,  p.  111. 

aegis  Phriss.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  299. 

aelia  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903.  p.  102. 

aeliana  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  143. 

aemilia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.  * 

aestiva  Del.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  20,  p.  159  (1897). 

affinis  Huph.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  40.  * 

aga  Huph.  Frühst.  Iris  1902,  p.  280. 

aganippe  Del.  Don.  Ins.  New.-Holl.  * 

agar  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 

agatha  App.  Stgr.  Iris  1899,  p.  20. 

agathon  Apor.  Gray,  Zoolog.  Mise.  1832,  p.  33. 

agave  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  286. 

aglaja  Del.  L.  Syst.  Nat.  I,  p.  465. 

aglaope  Pier.  Mötsch.  Et  d’Ent.  9,  p.  28. 

agnata  Huph.  Gr.-Stn.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.  301. 

agoranis  Del.  Gr.-Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  266. 

agostina  Del.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

aiguina  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  173. 

ajaka  Pier.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  490. 

ajanta  Pier.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  1,  p.  48. 

albata  App.  Hpffr.  Stett.  Ztg.  1874,  p.  12. 

alberti  Del.  Rothsch.  Novit.  Zool.  1904,  p.  454. 

albertisi  Del.  Oberth.  Ann.  Mus.  Genov.  15,  p.  480.  * 

albifera  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 

albina  App.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  480. 

albiplaga  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136.  * 

aleria  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  128. 

alitha  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  289. 

alluviorum  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr  Guben  1905,  p.  71. 

alorensis  Del.  Frühst.  Berl.  Ent.  Ztschr.  1899,  p.  64. 

alpestris  Pier.  Verity.  Rhopal.  Pal.  p.  138.  * 

altivaga  Del.  Frühst.  Stett.  Ztg.  55,  (3.  121.  * 

amalia  Huph.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  23.  * 

amarantha  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  133. 

amarella  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.273.  * 

amarilla  Del.  Kheil,  Rhopal.  Nias  p.  35.  * 

amata  Terac.  F.  Syst.  Entom.  1,  p.  476. 

amba  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  (3)  4,  p.  340. 

ambigua  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.  * 

amplexa  Ter.  Bttr.  Proc.  Zool.  Soc.  1887,  p.  123. 

anaitis  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  145. 

anaxandra  Heb.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  176. 

andamana  Gand.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  31. 

andamana  Huph.  Moore,  Lep.  Ind.  6,  p.  217.  * 

andamana  Ix.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  590. 

andamana  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  75. 

andersoni  Huph.  Dist.  Entomolog.  18,  p.  146. 

andersoni  Ter.  Moore,  Journ.  Linn.  Soc.  Zool.  21,  p.  47.  * 

andrea  App.  Eschsch.  Kotzeb.  Reise  III,  p.  215.  * 

andropia  Elod.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  246. 

anemone  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  23. 

angaja  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 

angulipennis  Elod.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  431. 

anios  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 

anita  Anaph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  107. 

annamica  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7  1906,  p.  46. 

annamitica  Del.  Frühst.  Soc.  Entom.  16  p.  98. 

annamitica  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9  p.  158.* 

anticyra  Parelod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9  p.  123.* 

antoniae  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9  p.  156. 

apameia  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9  p.  131. 


aperta  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  18,  p.  188. 
aphaia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9  p.  168. 
apicalis  Ter.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  253.* 
ardens  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898  p.  463. 
ares  App.  Switih.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885  p.  138. 
argenthona  Del.  F.  Ent.  Syst.  III  1,  p.  200. 
argolina  Parer.  Frühst.  Berlin  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  99. 
argolis  Parer.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  230. 
argypheus  Elod.  Gr.-Sm.  Rhop.  Exoti  I,  1890,  p.  3.* 
argyridina  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  (5)  16,  p.  340. 
ariaca  Apor.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  564. 
ariamena  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Seiimett.  9,  p.  180. 
aristoxemus  App.  Frühst.  Insektenbörse  1908  p.  38. 
aroae  Del.  Rlbbe,  Novit.  Zool.  11,  p.  315.* 
arsakia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
arsamota  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 
arsia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
aruensis  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  149. 
aruna  Del.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Lep.  p.  48. 
asaema  Cat.  Stgr.  Exot.  Tagt.,  p.  29.* 
asanga  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 
ascylla  Cat.  Frühst.  Iris  1902,  p.  275. 
aserrata  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 
aspasia  Huph.  Stoll,  Suppl.  Cram.  Pap.  Exot.* 
aspasina  Huph.  Frühst.  Ent.  Meddelelser  1907,  p.  304. 
assamica  Gand.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  p.  33. 
asteria  App.  Misk.  Proc.  Lin.  Soc.  New-S.-W.  1888,  p.  1514. 
aternia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 
athena  App.  Frühst.  Soc.  Entom.  1903,  p.  17. 
atisha  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 
attenuata  Ter.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  1878,  p.  700. 
aturia  Heb.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  175. 
aufidia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 
aurantia  Del.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  189. 
aurantiaca  Heb.  Frühst.  Insektenbörse  1903,  p.  349. 
aurantiaca  Salet.  Stgr.  Iris  1894,  p.  352. 
auratilis  Del  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 
aureivena  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  179. 
aureivenula  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  125.* 
aurifera  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151.* 
auriflua  Gand.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898,  p.  430. 
aurifolia  Salet.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  Guben  20,  p.  99. 
aurigenea  Anaph.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  374. 
auriga  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  131. 
aurisparsa  Lept.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  121.* 
aurosa  App.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  84. 
aurulenta  Huph.  Frühst.  Soc.  Ent.  14,  p.  10. 
australis  Heb.  Btlr.  .Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  1,  p.  290. 
austrosundana  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  173. 
autothisbe  Prion.  Hbn.  Sammlg.  exot.  Schmett.* 
avatar  Parer.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  J.  Comp.  1,  p.  61.* 
aviena  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  181. 

babberica  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  106. 
bagoe  Del.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.  p.  49. 
bajura  Del.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.  p.  48. 
balbagona  Huph.  Semp.  Reis.  Philipp.  T.  37.* 
balice  Ix.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  593. 
baliensis  Ix.  Frühst.  Soc.  Entom.  1897,  p.  2. 
balina  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Guben  1908,  p.  238. 
balina  Salet.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  Guben  1908,  p.  238. 
balinus  App.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Guben  1908,  p.  238. 
balucha  Apor.  Marsh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  760. 
bandana  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  150. 
bandana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
bandina  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  128. 
bankeiana  Cat.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  73. 
baracasa  Del.  Setup.  Reis.  Philipp.  Lep.  II,  p.  230.  * 
barea  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151. 
bargylia  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 
bathseba  Huph.  Stiell.  Tijdschr.  v.  Ent.  1902,  p.  83.  * 
battana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171.  * 
battana  Del.  Frühst.  Soc.  Entom.  11,  p.  9. 
baudiniana  Elod.  Btlr.  Ann.  Mag.  Hist.  1898,  p.  294. 
baweanica  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.,  p.  79. 


Ausgegeben  20.  V.  1910. 


1 85 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


baweanicus  App.  Frühst.  Ent.  Zeitschi’.  1905,  p.  45. 
bazilana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
bazilana  Parer.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  33. 
beata  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  1905,  p.  76. 
belisama  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 
belladonna  Del.  F.  Ent.  Syst.  III,  1,  p.  180. 
berinda  Del.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  566. 
besina  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 
bethseba  Ter.  Jans.  Cist.  Entomol.  II,  p.  272. 
bidotata  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 
biformis  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
bilinearis  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 
birdi  Ix.  Bist.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (5)  12,  p.  351. 
blairiana  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  75. 
blanca  Del.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  284. 
blanda  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  672. 
boebera  Parer.  Fschsch.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  211.  * 
boisduvaliana  Huph.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  287. 
bolana  Huph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  104. 
borneensis  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167.  * 
borneensis  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II  (1863),  p.  3. 
bornemanni  Del.  Ribbe.  Insektenbörse  1900,  p.  308. 
bouruensis  App.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  379. 
bouruensis  Eiod.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  319. 
bojliae  Del.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  16,  p.  58. 
brevicostalis  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  76. 
bromo  Del.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  19,  p.  135. 
burmana  Gand.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  34. 
burmana  Del.  Rothsdi.  Novit.  Zoolog.  6,  p.  68. 
butleri  Balt.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  256.  * 
butyrosa  Gand.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  15,  p.  396. 


cadelli  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  77. 
caecinia  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 
caeneus  Del.  L.  Mus.  Ulr.  p.  271. 

caepia  Phriss.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.  * 

caledonica  App.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien  12,  p.  495. 

caliban  Del.  Gr.-Sm.  Rhopal.  Exot.  III,  Pier.  Del.  7.  * 

callima  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1905,  p.  462. 

calliparga  Huph.  Frühst.  Gross-Schmett.  9,  p.  147. 

calliparga  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  179. 

callistrate  Del.  Gr.-Sm.  Rhopaloc.  Exot.  III,  Pier.  Del.  7.  * 

camotana  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  135. 

cana  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  150.  * 

candida  Del.  Voll.  Monogr.  Pierid.  p.  11.  * 

candida  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  * 

canidia  Pier.  Sparr.  Amoen.  acad.  7,  p.  504. 

cantideva  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 

caphusa  Apor.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  564. 

cardena  App.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

cathara  Del.  Gr.-Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  (6)  12,  p.  34. 

catilla  Cat.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 

celebensis  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II,  1863,  p.  3. 

celebensis  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  1867,  p.  327.  * 

celebica  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 

celestina  App.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.  p.  46. 

ceylanica  Parer.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  1865,  p.  191. 

ceylonica  Heb.  Frühst.  Soc.  Entom.  22,  p.  4. 

chelidon  App.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  1905,  p.  47. 

chemys  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

chitralensis  Gon.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  p.  27. 

chloridice  Synchl.  FIbn.  Smlg.  Eur.  Schmett.  1.  * 

chlorographa  Lept.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

choiseuli  Del.  Jord.  Rothsdi.  Novit.  Zool.  12,  p.  512.  * 

chrysea  Salet.  Frühst.  Stett.  Zg.  65,  p.  348. 

chryselectra  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 

chrysendeta  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  134. 

chrysoberylla  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 

chrysomelaena  Del.  Voll.  Tijd.  v.  Entom.  (2)  1,  p.  57.  * 

chrysopis  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  143. 

chrysorrhoea  Del.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  6.  * 

chumbiensis  Parap.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  64,  p.  563.  * 

cibyra  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  141. 

cilla  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  165. 

cincia  Heb.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  175. 

cinerascens  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  126. 

cingala  Huph.  Moore,  Lep.  Indic.  6,  p.  219.  * 

cingalensis  Ix.  Moore ,  Lep.  Ceyl.  I,  p.  126.  * 

ciris  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  125.  * 

cirta  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  144. 

citrina  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.  * 

citrinaria  Ter.  Moore.  Lep.  Ceyl.  I,  p.  119.  * 

citronella  App.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1896,  p.  392 

IX 


citronella  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 

claripennis  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (4)  19,  p.  96. 

clarissa  Anaph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  390. 

clathrata  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  315.  * 

clavis  App.  Wall.  Trans.  Ent.  So«-.  Lond.  (3)  4,  p.  367. 

clemanthe  Prion.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  17,  p.  23. 

clementina  App.  Fldr.  Sitzb.  Ak.  W.  Wien,  Nat.  CI.,  40,  p.  -148. 

clytie  Anaph.  Don.  Ins.  New.  Holl.  * 

coelita  App.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  84. 

comma  Lept.  Frühst.  Iris  1902,  p.  269. 

confluens  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 

confusa  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.  * 

connectens  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  159.  * 

consanguis  Huph.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  369. 

conspergata  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  92. 

copia  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  430. 

Cornelia  Prion.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  5.  * 

coronea  Anaph.  Cr.  Papil.  Exot.  I.  * 

coronis  Huph.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 

corinna  Salet.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  377. 
corva  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  339. 
corvina  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  144. 
crinatha  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p  170. 
crithoe  Del.  Bsd.  Guer.  Perch.  Gen.  Ins. 
crocale  Cat.  Cr.  Papil.  Exot.  1.  * 

crocalina  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 

cruentula  Del.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  455.  * 

cumballa  Ix.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  141.  * 

cuningputi  Del.  Ribbe.  Novit.  Zool.  11,  p.  314.  * 

cungata  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 

curasena  Del.  Frühst.  Insektenbörse  1900,  p.  38.  - 

curiosa  Ter.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  508.  * 

cuyonicola  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  98. 

cycinna  Salet.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

cynis  Udai.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

cynisca  App.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  375. 

daemonis  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  103. 
danae  Terac.  F.  Syst.  Entom.  I,  p.  476. 
danala  Del.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  7./8,  p.  52.  * 
dapha  Huph.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  838. 
daphalis  Synchl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  491.  * 
darada  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  166. 
davidsoni  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  63. 
decipiens  Derc.  Nicev.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  483. 
delicata  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  153. 
dendera  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 
denigrata  Apor.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmelt.  9,  p.  138. 
denigrata  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 
dentyris  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
deota  Pier.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1883,  p.  82.  * 
depicta  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 
depicta  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
descombesi  Del.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  P-  465. 
despoliata  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  125. 
devaca  Del.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  566 
devta  Pier.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1883,  p.  82.  * 
diaphana  Del.  Semp.  Reis.  Philipp.  T.  34.  * 
dice  Del.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  39.  * 
difformis  Derc.  Nicev.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  483. 
digentia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
dilutior  App.  Stgr.  Iris  1889,  p.  21. 
dindymene  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
dione  Lept.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  317. 
diotima  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
discolor  Huph.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1887,  p.  47. 
dispar  Elod.  Röb.  Iris  1,  p.  185.  * 
dissimilis  Huph.  Rotsch.  Iris  5,  p.  440.  * 
distanti  App.  Moore,  Lep.  Ind.  VII,  1905,  p.  14. 
distanti  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
distanti  Salet.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  400. 
diva  Del.  Frühst.  Berl.  Ent.  Ztschr.  1899,  p.  61. 
diversa  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4.  p.  324. 
dives  Del.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  66,  p.  562.  * 
djampeana  Ter.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  63. 
dohertyana  Huph.  Gr.-Sm.  Novität.  Zool.  I,  p.  337. 
dohertyi  Huph.  Oberth.  Et.  d’Ent.  1894,  p.  61.  * 
dohertiella  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  464. 
dolorosa  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.  * 
domitia  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  285. 
dorimene  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  4.  * 
dorothea  Del  Mitis,  Iris  6,  p.  146.  * 
dorylaea  Del.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  1S2. 


24 


186 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


doubledayi  Derc.  Moore,  Lep.  Indica  7,  p.  31.  1905. 

drona  Ter.  Horsf.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.,  p.  137.* 
dubia  Col.  Fawc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1906,  p.  481.* 
dulcinea  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  9,  p.  18. 
duris  Del.  Hew.  Exot.  Butt.  H.* 
durvasa  App.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  73. 

eburnea  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 

echidna  Del.«  Hew.  Exot.  Butt.  II.* 

ecbo  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  358.* 

edela  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  126.* 

effeminata  Parelod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  123. 

egialia  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  II.* 

egnatia  Elod.  Godt.  Enc.  Meth.  p.  138. 

eichhorni  Del.  R.  a.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  316.* 

eirene  Huph.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  188.* 

elaitia  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

eliada  Salet.  Flew.  Exot.  Butt.  II.* 

elis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 

elis  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 

ella  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  7,  II,  1898,  p  463. 

ellina  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  143  * 

emilia  App.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  17. 

emilia  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  314. 

emma  Huph.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  24.* 

enarete  App.  Bsd.  Spec.  Gen.  7,  p.  480. 

enaretina  App.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899;  p.  289. 

engania  Salet.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1903,  p.  124. 

enganica  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

ennia  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  355.* 

enniana  Del.  Oberth.  Ann.  Mus.  Gen.  15,  p.  481.* 

eperia  Huph.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  470. 

eranthos  Del.  Frühst.  Soc.  Ent.  1905,  p.  114. 

erebina  Salet.  Frühst.  Beil.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  32. 

erinna  Heb.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  176. 

erubescens  Del.  Stgr.  Iris  1891,  p.  79. 

etesia  Cat.  Flew.  Exot.  Butt.  4.* 

ethel  Huph.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  29.* 

ethire  Del.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  55,  p.  262. 

etrida  Terac.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  576. 

eucharis  Del.  Drury,  111.  Exot.  Ent.  II.* 

eucharis  Terac.  F.  Syst.  Entom.  7,  p.  472. 

euclemanthe  Prion.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  35. 

eumelis  App.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  50. 

eumolpe  Del.  Gr.-Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  312. 

eunama  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  110. 

euphemia  Del.  Gr.-Sm.  Novit.  Zool.  I,  p.  334.* 

eurosundana  App.  Gr.-Sm.  Nov.  Zool.  1895,  p.  75. 

euryxanthe  Huph.  Flonr.  Berlin.  Ent.  Ztschr.  36,  p.  435. 

eurygonia  Huph.  FIpff.  Stelt.  Ent.  Zeitg.  1874,  p.  23. 

evagete  Huph.  Cr.  Pap.  Exot.  III.* 

evangelina  Cat.'  Btlr.  Trans  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  11. 
exophthalma  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171.* 

fabiola  App.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  3. 

falcidia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 

fasciata  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  155.* 

fasciata  Del.  Rothsch.  Novit.  Zool.  I,  p.  662. 

fastosa  Del.  Frühst  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  134. 

fatima  App.  Voll.  Tijds.  v.  Entom.  (2)  1,  p.  59.* 

faunia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 

fausta  Terac.  Oliv.  Voy.  l’Emp.  Oth.,  Atl.* 

fawcetti  Huph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  III,  p.  213. 

felderi  Heb.  Voll.  Monogr.  Pier.,  p.  53.* 

felsina  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  128.* 

festrada  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.* 

fieldi  Col.  Men.  Cat.  Mus.  Petr.  Lep.  I,  p.  79.* 

figulina  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  20,  p.  399.* 

filia  Huph.  Frühst  Iris,  15,  p.  162. 

filiola  Huph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Ztschr.  1899,  p.  52. 

fimbriata  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  323. 

flaminia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 

flava  App.  Röb.  Tijdschr.  v.  Ent.. 34,  p.  282. 

flava  App.  Ribbe,  Korrespondenzblatt  Iris  1886,  p.  80. 

flava  Cat.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  202. 

flavalba  Del.  Marsh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  759. 

flavescens  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  162.* 

flavescens  Salet  Ribbe.  Iris  1886,  p.  81. 

flavipennis  Ix.  Gr.-Sm.  Forbes  Natur,  wand.,  p.  275. 

flavius  App.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1892,  p.  427. 

flavomarginata  Heb.  Pag.  Jahrb.  Nass.  Ver  Nat.  1896,  p.  126. 

florella  Cat.  F.  Syst.  Entom.  1,  p.  479. 

florentia  App.  Gr.-Sm.  Rhop.  Exot.  1894.* 

floresiana  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  1898,  p.  465. 


fora  Huph.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Ztschr.  1897,  p.  117. 
formosana  App.  Wall.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  356. 
formosana  Gon.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stutlg.  1908,  p.  102. 
formosana  Heb.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  102. 
formosana  Prion.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  109. 
fragalactea  Del.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  243. 
fraterna  Parer.  Moore.  Lep.  Ceylon  I.  p.  139.* 
fruhstorferi  Del.  Flonr.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  36,  p.  434.* 
fruhstorferi  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  p.  40. 
fulvia  Terac.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  392.* 
fumigata  Lept.  Frühst.  Iris  1902,  p.  269. 
funerea  Del.  Rothsch.  Novit.  Zool.  I,  p.  662. 
funesta  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  134. 
furca  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  155. 

gabia  Del.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  p.  49. 

gaea  Parer.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  190. 

galathea  App.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  12,  p.  485. 

galba  App.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  378. 

galbana  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

galene  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  165. 

galepsus  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  p.  151. 

galerus  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152.  * 

garama  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 

gardineri  Del.  Frühst.  Stett.  Ztg.  65,  p.  346. 

gellia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

genestieri  Apor.  Oberth.  Laun.,  Hist.  Miss.  Thibet.  App.  p.  411.  * 

georgi  Lept.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  121. 

georgiana  Del.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  258. 

georgina  Del.  Gr.-Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  15,  p.  228. 

geraldina  Del.  Gr.-Sm.  Novit.  Zool.  I,  p.  585. 

gerasa  Phriss.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 

giscon  Salet.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1895,  p.  229. 

glauce  Del.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  431.  * 

glaucippe  Heb.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  469. 

glauconome  Pont.  Klug,  Symb.  Phys.  Tat.  7.  * 

glicia  Col.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  164.  * 

gliciria  Pier.  Cr.  Papil.  Exot.  II.  * 

gobrias  Derc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  246.  * 
goda  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  1905,  p.  76. 
godana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
goramensis  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
gorgophone  Cat.  Dbl.  u.  Hew.,  Gen.  Diurn.  Lep.  * 
gradiens  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  1886,  p.  223. 
grandis  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  67. 
grisea  Del.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  42,  p.  334. 
gulussa  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  179. 

haemorrhoea  Del.  Voll.  Monagr.  Pier.  p.  10.  * 

hagar  App.  Voll.  Monagr.  Pier.  p.  38.  * 

hageni  Del.  Rogenh.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien  42,  p.  572. 

hainana  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 

hainana  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  158. 

hainana  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  47. 

hainanensis  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  178. 

hainanensis  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 

halesa  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 

harina  Gand.  Horsf."  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  I,  p.  137. 

harpalyce  Del.  Don  Ins.  New-Holl.  * 

harrietae  Apor.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  7,  p.  341. 

hastata  Apor.  Oberth.  Et.  d’Ent.  16,  p.  5.  * 

hastia  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 

hearsayi  Del.  Btlr.  Ann.  Mag  Nat.  Hist.  (5)  15,  p.  58. 

hecabe  Ter.  L.  Mus.  Ulric.  p.  249. 

helferi  Prion.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  161.  * 

heliophila  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  11,  p  420. 

helvola  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151. 

hemara  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

hemera  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  135. 

henningia  Del.  Eschsdi.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  214.  * 

herennia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  150. 

herennica  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 

herlina  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  166. 

hermocinia  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

herodorus  Derc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  161.  * 

hespera  Huph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899,  III,  p.  209. 

hester  Huph.  Voll  Monogr.  Pier.  p.  24.  * 

hierte  Del.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

hilaria  Cat.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  * 

hinda  Cat.  Btlr.  Le1}).  Exot.  I,  p.  31.  * 

hippia  Parer.  F.  Mant.  Ins.  2,  p.  55. 

hippo  App.  Cr. ,  Pap.  Exot.  III.  * 

hippoides  App.  Moore,  Trans  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  312. 
hippona  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  148. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


187 


hobsoni  Ter.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  668. 
hombroni  App.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  325. 
honrathi  Del.  Mitis,  Iris  6,  p.  134.  * 
horatia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 
horatia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171.  * 
horsfieldi  Del.  Gray.  Zoolog.  Mise.  1831,  p.  32. 
hostilia  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  181. 
hostilis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 
hydatis  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122. 
hyele  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  147. 
hyparete  Del.  L.  Mus.  Ulr.  p.  247. 
hypatia  Elod.  Fldr,  Novara  Lep.  II,  p.  216. 
hypopelia  Del.  Flag.  Entom.  Nachr.  24,  p.  194. 
hypsipyle  Prion.  Weyra.  Stett.  Ztg.  48,  p.  12.  * 
hypsomelas  Del.  R.  u.  J.  Iris  1907,  p.  190. 

icilia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

icteria  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  100. 

iere  Del.  ür.-Sm.  Rhopal.  Exot.  Del.  * 

ilana  Phriss.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  287. 

iltis  Del.  Ribbe,  Insekten-Börse  1900. 

imbecilis  App.  Moore,  Journ.  As.  Soc.  Beng.  53,  p.  46. 

Immaculata  Ter.  Misk.  Proc.  Roy.  Soc.  Queensland  1889,  p.  258. 

impura  Gand.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  70.  * 

•  ina  Anaph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  139. 
indecisa  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  78. 
indica  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  351. 
indistincta  Del.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  42,  p.  335. 
indra  App.  Moore,  Cat.  Lep.  Mus.  E.  J.  Comp.  1,  p.  74. 
indroides  App.  Flonr.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  33,  p.  403. 
infumata  Del.  Frühst.  Iris  15,  p.  174. 
infuscata  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154. 
inornata  App.  Moore,  Proc.  Zool  Soc.  Lond.  1878,  p.  700. 
insignis  Ix.  Btlr.  Cist.  Entom.  II,  T.  8.  * 
intermedia  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  149. 
invida  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1883,  p.  418. 
in vislbilis  Parelod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  123. 
invitabilis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 
ira  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156.  * 
irma  Del.  Frühst.  Soc.  Entomol.  21,  p.  179. 
irma  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  146.  * 
irvini  App.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  359. 
isabellae  Del.  R.  u.  J.  Novit.  Zoolog.  8. 
isse  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 
itamputi  Del.  Ribbe,  Novit.  Zool.  11,  p.  316.  * 
ithome  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  180.  * 
ithiela  Del.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  242. 

jacquinoti  App.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  326. 
jael  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  335. 
jalendra  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  107. 
jataka  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  1906,  p.  106. 
java  Anaph.  Sparrm.  Amoen.  Acad.  I,  p.  504. 
javanensis  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II  (1863),  p.  3. 
jobaea  Parer.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Lep.  p.  57.  * 
jobina  Del.  Oberth.  Et.  cl’Ent.  19,  p.  7.  * 
juba  Pier.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  140. 
judith  Huph.  F.  Mant.  Ins.  II,  p  22. 
jugurtha  Cat.  Cr.  Pap.  Exot.  2.  * 

jugurtha  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 
jugurthina  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 
Julia  Huph.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  187.  * 
juventi-na  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  179. 

kalidupa  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

kalora  Parap.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  489.  * 

kandha  Del.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  55,  p.  262. 

kangeana  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  160.  * 

kangeana  Ter.  Frühst.  Stett.  Ztg.  65,  p.  347. 

kerawara  Ter.  Ribbe,  Iris  1898,  p.  85. 

korridona  App.  Gr.-Sm.  Novität.  Zool.  I,  p.  335. 

kühni  Del.  Iionr.  Berk  Entom.  Zeitschr.  1886,  p.  295.  * 

kühni  Huph.  Röb.  Iris  1885,  p.  20.  * 

kühni  Ix.  Röb.  Tijds.  v.  Entom.  34,  p.  287. 

kummeri  Del.  Ribbe,  Insekten-Börse  1900. 

lactaria  Prion.  Frühst.  Seilz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 

lactea  Cat.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  5,  p.  361. 

lacteola  Ter.  Dist.  Rhop.  Malay.  1886,  p.  466. 

ladas  Huph.  Gr.-Sm.  Novität.  Zool.  I,  p.  585. 

laeta  Huph.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

laeta  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  674. 

lagela  App.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  838.  * 

lageloides  App.  Crow.  Proc.  Zool.  Soc.  1900,  p.  509.  * 


alage  App.  Dbl.,  Zool.  Mise.  1842,  p.  76. 

alassis  App.  Gr.-Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  (5j  20,  p.  265. 

anassa  Huph.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  477. 

ankapura  App.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  187!*,  p.  142. 

ara  Del.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  461. 

arraldei  Apor.  Oberth.  Et.  d’Ent.  II,  p.  19.  * 

atifasciata  App.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  312. 

atifasciata  Ix.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  252.  * 

atilimbata  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p  162.  * 

atilimbata  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1886,  p.  221. 

atimargo  Ter.  Hpffr.  Stett.  Ztg.  1874,  p.  25. 

ativitta  Col.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  255. 

ea  Huph.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  17,  p.  23. 

eis  App.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

ena  Ix.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  357. 

enitas  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  147.  * 

eona  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  97. 

epidana  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

eptis  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  163. 

eucacantha  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  131. 

eucippe  Heb.  Cr.  Pap.  Exot.  5.  * 

eucogaea  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  131. 

eucogynia  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II,  p  4.  * 

eucophorus  Huph.  Gr.-Sm.  Rhopal.  Exot.  Pier.  Huph.  I.  * 

eucosticta  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  462. 

eytensis  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 

ibera  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172.  * 

iberia  Salet.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 

ibythea  App.  F.  Syst.  Ent.  I,  p.  471. 

ibythea  Ter.  F.  Ent.  Syst.  Suppl.  p.  427. 

ichenosa  Huph.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  591. 

igata  Del.  Jord.,  Novit.  Zoolog.  11,  p.  312.  * 

ignea  Lept.  Vollenh.  Mon.  Pierid.  p.  4.  * 

ilacina  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

ileia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151. 

imbata  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 

imbata  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  161. 

imia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  152. 

iquida  Huph.  Swinh.,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  361. 

itana  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122. 

iukiuensis  Heb.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschi’.  1898,  p.  172. 

ivia  Del.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1896,  p.  396. 

ivilla  Parer.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  72. 

ocana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

ombockiana  Heb.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  290. 

ombokiana  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  160.  * 

ombokiana  Ter.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1897.  p.  8. 

ordaca  Anaph.  Wik.  Entomolog.  V,  p.  48. 

orquini  Del.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  128.  159.  * 

orquini  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  209. 

ucasi  App.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  381. 

uceria  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  181.  * 

ucerna  Del.  Btlr.  Lep.  Exot.  p.  62.  * 

ucia  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  103. 

ucilla  Synchl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  376.  * 

ucina  Del.  Dist.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  270. 

udekingi  Ix.  Voll.  Tijds.  v.  Entom.  3,  p.  126. 

urida  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

utatia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 

utescens  Parer.  Btlr.  Cist.  Entom.  II,  p.  431. 

uzonensis  Del.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  285. 

uzoniensis  Ter.  L.  Mus.  Ulr.  1764,  p.  249. 

ycaste  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  164. 

ycorias  Derc.  Dbl.  Grays  Zool.  Mise.  1842,  p.  77. 

ydia  Del.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1896,  p.  396. 

ynceola  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  164. 

yncida  App.  Cr.  Pap  Exot.  III.* 

ytaea  Del.  Godm.  Proc.  Zool.  Soc.  1878,  p.  734. 


macdonaldi  Huph.  Ribbe,  Iris  1898,  p.  91. 
maculata  App.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1888,  p.  30.* 
maculata  Huph.  Gr.-Sm.  Rhopal.  Exot.  Pier.  Huph.  III.* 
madala  Del.  Frühst.  Soc.  Entomol.  21,  p.  179. 
madetes  Del.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  S.  1878,  p.  733. 
maenia  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  125. 
maga  Del.  Gr.-Sm.  Rhopaloc.  Exot.  III.  Pier.  Del.  7.* 
magna  Ter.  Ribbe,  Iris  1898,  p.  85. 

magnipiaga  Anaph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  325. 
mahana  App.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1877,  p.  48. 
malaccana  Prion.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  108. 
malaya  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Ztschr.  44,  p.  101. 
malayana  Lept.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  121. 
malumsinum  Ix.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1896,  p.  408. 


188 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


mamilia  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 

mandarina  Pier.  Leech,  Bult.  China,  p.  451. 

mangolina  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170.* 

marginata  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 

maria  App.  Semp.  Reis.  Philipp.  It  5,  p.  39.* 

marianne  Ix.  Cr.  Pap.  Exot.  III.* 

martia  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  181. 

massilia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.* 

mata  App.  Kheil,  Lep.  Insel  Nias  1884,  p.  34.* 

meeki  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  316.* 

melaina  Pier.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  1,  p.  48.* 

melania  App.  F.  Syst.  Ent.  I,  p.  475. 

melanides  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 

melete  Pier.  Men.  Cat.  Mus.  Petr.  Lep.  II  p.  113.* 

melusina  Del.  Stgr.  Iris  4,  p.  76.* 

menandras  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 
mensia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  168. 
mentes  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  332. 
merguiana  Ter.  Moore ,  Journ.  Linn.  Soc.  Zool.  21,  p.  47.* 
meridionalis  Huph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  102. 
mesentina  Anaph.  Cr.  Papil.  Exot.  HL* 
metarete  Del.  Btlr.  Proc.  Zool  Soc.  Lond.  1879,  p.  550. 

micromalayana  App.  Frühst.,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154. 

micromalayana  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  162. 

micromalayana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 

micronesia  Anaph.  Frühst.  Stett.  Ztg.  1902,  p.  357. 
microsticha  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  315.* 
minacia  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163 
minato  App.  Frühst.  Stett.  Ztg.  59,  p.  409. 
mindanaensis  Del.  Mitis,  Iris  VI,  1893,  p.  139  t.  2,  f.  4,  5. 
mindanaensis  Gand.  Moore,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  177. 
mindorensis  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  125. 
minerva  Del.  Frühst.  Soc.  Ent.  1896,  No.  14. 
minima  Pier.  Verity,  Rhop.  Pah,  p.  161.* 
mira  Del.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  1904,  p.  315.* 
miranda  Col.  Frühst.  Iris  1903,  p.  48. 
mitisi  Del.  Stgr.  Iris  7,  p.  352. 

modesta  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  137. 
moltrechti  Apor.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  France,  1909  p. 
moluccarum  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.* 
momea  Del.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  477. 
monna  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  292. 
montana  App.  Rothsch.  Novität.  Zool.  3,  p.  325. 
montana  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Ztschr.  44,  p.  102. 
montana  Pier.  Verity,  Rhopal.  Pah,  p.  141.* 
moorei  Pont.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  1,  p.  49. 
moorei  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  17,  p.  216.* 
moulmeinensis  Ix.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  49. 
mucida  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 
muliercula  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122. 
murina  Col.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  164. 
mutina  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 
mysis  Del.  F.  Syst.  Ent.,  p.  475. 


nabellica  Apor.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  1836. 
nabäs  Huph.  Luc.  Rev.  Mag.  Zool.  1852,  p.  326. 
nadina  Huph.  Luc.  Rev.  Mag.  Zool.  4,  1852,  p.  333. 
naganum  Pier.  Moore,  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1884,  p.  45. 
nakula  Del.  Gr.-Sm.  Rhop.  Exot.  Pap.  Pier.  1.* 
nama  Huph.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  76. 
namatia  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122. 
naomi  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  336. 
napata  Col.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  164. 
naraka  Parer.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  591. 
narendra  App.  Frühst.  Ann  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  48. 
tiarses  Del.  Heller,  Entomol.  Nachr.  22,  p  178. 
narses  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  333.* 
nathalia  Salet.  Semp.  Reis.  Philipp.  II,  5,  T.  40.* 
natuna  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Ztschr.  44,  p.  101. 
natuna  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
nausicaa  Del.  Frühst.  Soc.  Entomol.  13,  p.  180. 
nebo  App.  Gr.-Sm.  u.  Ky.  Rhopal.  Exot.  II.* 
nemea  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  126. 
neombo  App.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  539. 
nepalensis  Gon.  Bsd.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  71. 
nepalensis  Pier.  Gray,  List  Lep.  Ins.  I,  p.  32. 
nephele  App.  New.  Exot.  Butt.  II.* 
nerissa  Huph.  F.  Syst.  Entom.  p.  471. 
nero  App.  F.  Syst.  Entom.  III  1,  p.  153. 
neronis  App.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  17. 
nerva  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  150. 
nesos  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168,* 
neyi  Del.  Ribbe,  Insekten-Börse  1900,  p.  308. 


niasana  Del.  Kheil,  Rhopal.  Nias  p.  35.* 
niasica  Parer.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  34. 
nicevillei  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  79. 
nicobarica  Lept.  Doli.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1886,  p.  262. 
nicobarica  App.  Moore,  Lep.  Ind.  6,  p.  198. 
nicobariensis  Ter.  Fldr.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  12,  p.  480. 
niepelti  Del.  Ribbe,  Novit.  Zoolog.  11,  p.  312.* 
nigerrima  Salet.  Holl.  Proc.  Bost.  Soc  1891,  p.  76.  * 
nigidius  Del.  Misk.  Trans.  Entom.  Soc.  Lond.  1884,  p.  93. 
nigrina  Del.  F.  Syst.  Ent.  p.  475. 
nilagiriensis  Col.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  395. 
nikomedeia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 
ninus  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  347.  * 
niobe  Lept.  I X/all.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  357. 
niseia  Anoph.  Me.  Leay,  King’s  Survey  Austr.  II.  App.  p.  459. 
nivaria  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  181. 
nivaräa  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
nivata  Phris.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.  * 
nivescens  Prion.  Frühst,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  136. 
nivescens  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  159.  * 
nivescens  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 
noctula  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  160. 
nola  Ix.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1889,  p.  399. 
norbana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171.  * 
nupta  App.  Frühst.  Entom.  Nachr.  23,  p.  63. 
nusana  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  1905,  p.  89.  * 
nutans  Apor.  Oberth.  Et.  d’Ent.  16,  p.  6.  * 
nysa  Del.  F.  Syst.  Ent  p.  473. 

oberthüri  Huph.  Röb.  Tijds.  v.  Ent.  1891,  p.  277. 
obiana  Parer.  Frühst.  Insektenbörse  1903,  p.  349. 
obina  Salet.  Frühst.  Ent.  Meddelelser  1904,  p.  304. 
obscurior  App.  Frühst -  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  155.  * 
obucola  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 
ochreopicta  Del.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  244. 
ocina  Salet.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 
octagesa  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
octaviae  Parer.  Snell.  Tijds.  v.  Entom.  37,  p.  68.  * 
odinia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171.  * 
oeta  Ter.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
oisyme  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  126.  * 
olferna  App.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  358. 
olga  Huph.  Eschsch.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  214.  * 
olgina  Huph.  Stgr.  Iris  1889,  p.  19. 
onca  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  126 
orantia  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  146. 
oreia  Del.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  189. 
orientalis  Prion.  Frühst r  Soc.  Ent.  1903,  1.  Juni,  p.  35. 
orientis  Pier.  Oberth.  Et.  d’Ent.  5,  p.  13. 
ornythion  Huph.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  1880,  p.  613. 
orphne  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  361.  * 
ostentata  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 
othrys  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
ottonia  Del.  Semp.  Reis.  Philipp.  Lep.  II,  p.  235.  * 
ozolia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153.  * 

pactolicus  Huph.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  455.  * 
padusa  Elod.  Hew.  Exot.  Butt  I,  Pierid.  2  *  1853  A  2.  f.  10,  11. 
pagenstecheri  Del.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1896,  p.  398. 
pagenstecheri  Ix.  Röb.  Ent.  Nachr.  26,  p.  199. 
palavana  Parer.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr  1899,  p.  34. 
palawanensis  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  98. 
palawanica  App.  Stgr.  Iris  1889,  p.  22. 
palawanica  Del.  Stgr.  Iris  1889,  p.  24. 
palawanica  Gand.  Moore,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  172. 
pallidus  Derc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  161. 
pallitana  Ter.  Moore.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  48. 
pancheia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  155. 
panda  Salet.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  147. 
pandecta  Del.  Stgr.  Iris  1889,  p.  23. 
pandemia  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  (3)  4,  p.  346.  * 
pandione  App.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 
papissa  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 
papuana  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  60. 
paravatar  Parer.  Bingh.  Fauna  Brit.  Ind.  2,  p.  278. 
parthenia  Del.  Stgr.  Iris  5,  p.  449. 

parthenope  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  374.  * 
parthia  Elod.  Hew.  Exot.  Butt  1.  *  1853.  A.  2  1.  12,  13. 

pasarga  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122.  * 
paula  App.  Röb.  Tijdschr.  v.  Ent.  1891,  p.  282. 
paulina  App.  Cr.  Pap.  Exot.  II.  * 

peducaea  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  147. 
peelus  Terac.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  438.  * 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


189 


peirene  Del.  Frühst.  Insektenbörse  1908,  p.  38. 

perakana  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  171. 

perdita  Elod.  Misk.  Proc  Roy.  Soc.  Queensl.  6,  p.  263. 

periboea  Del  Godt.  Enc.  Bleth.  9,  p.  154. 

periclea  Huph.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  169. 

perictyone  Huph.  Fldr.  Novara  Lep  II,  p.  168. 

perimale  Huph.  Don.  Ins.  New-Holl.  T.  20.  * 

perithea  Huph.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  169. 

peristhene  Anaph.  Bsd.  Bull.  Ent.  Soc.  Fr.  1859,  p.  155. 

persephone  Huph.  Stgr.  Iris  7,  p.  355. 

persides  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  98. 

persidina  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

perspicua  Gat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 

perspicua  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  130.  * 

phazania  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  179. 

phestus  App.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1888,  p.  469.  * 

philippensis  Lieb.  Wall.  Journ.  Entom.  II  (1863),  p.  3. 

philomela  Parer.  F.  Ent.  Syst.  III,  1,  p.  57. 

philonome  Prion.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  453. 

philotis  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  357.  * 

phisadia  Terac.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  132. 

phocaea  Parer.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  299. 

phoebe  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  299 

phokaia  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  146. 

phryne  Huph.  F.  Syst.  Entom.  p.  473. 

phryxe  Apor.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  446. 

physkon  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  142. 

picata  Anaph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  153. 

piepersi  Ix.  Snell.  Tijdschr.  v.  Ent.  1878,  p.  31.  * 

pingasa  Parer.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  565. 

pione  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  155. 

pirenassa  Ix.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  395.  * 

pityna  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  105. 

pitys  Huph.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  134. 

placida  App.  Stoll,  Suppl.  Cram.  Pap.  Exot.  * 

plaetoria  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 

plana  App.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  1879,  p.  551. 

plotina  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  291. 

poecilea  Del.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  13.  * 

poetelia  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  146. 

poetelia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 

poliographus  Col.  Mötsch.  Et.  d’Ent.  9,  p.  29. 

polisma  Phriss.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

pomona  Cat.  F.  Syst.  Entom.  p.  479. 

porsenna  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

prabha  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 

praeclara  Pont.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  143. 

praerubida  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 

primularis  Elod.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  152. 

principalis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154. 

principalis  Heb.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  176. 

principalis  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 

protractus  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  137. 

pryeri  Udai.  Dist.  Rhop.  Blalay.  1885,  p.  301. 

pseudamba  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  145. 

pseudanops  Elod.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist. 

pseudocorinna  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 

pseudolaeta  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  44. 

pseudoleis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  155.  * 

psyche  App.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  166. 

puella  Ter.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.  p.  60.  * 

pullonus  App.  Frühst.  Ent.  Zeitsehr.  190. 

.  punctata  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.  * 
pura  Parelod.  Gr.-Srn.  Novit.  Zool.  2,  p.  76. 
purana  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 
purus  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  160.  * 
pygmaea  Huph.  Roh.  Tijdschr.  v.  Ent.  1891,  p.  279. 
pylos  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p,  168. 
pyrene  Ix.  L.  Mus.  Ulr.  p.  241. 

pyramus  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  347. 

pyranthe  Cat.  L.  Syst.  Nat.  (10),  p.  469. 

pyxagathus  Col.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmetterl.  9,  p.  164. 

quadrata  Elod.  Btlr.  Cist.  Entom.  1,  p.  175. 
quadricolor  Huph.  Godm.  u.  Salv.  Pr.  Z.  Soc.  1877,  p.  148. 

rachel  Huph.  Bsd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  469. 

radenoides  Parer.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  180. 

rama  Ter.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  566. 

ramosa  App.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  42,  p.  328. 

rapae  Pier.  L.  Faun.  Suec.  p.  270. 

reducta  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  100. 

reinwardti  Ix.  Voll.  Tijds.  v.  Entom.  3,  p.  125. 


remba  Huph.  Moore,  Cat.  Lep.  Mus.  E.  .1.  Comp.  1,  p.  75. 
rhemia  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  145. 
rhexia  Ix.  F.  Syst.  Ent.  I,  p.  476. 
ribbei  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  291. 
ribbei  Del.  Röb.  Iris  I,  p.  46.  * 

rivalis  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 

roepstorffi  Heb.  Wood-Mas.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  49,  p.  134 

roepstorffi  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  76. 

rona  Del.  Rothsch.  Nov.  Zool. 

rosenbergi  Del.  Voll.  Blonogr.  Pierid.  p.  11.  * 

rothschildi  Del.  Holl.  Novität.  Zool.  7,  p.  81. 

rotundalis  Ter.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  119.  * 

rubella  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  323. 

rufolineata  Derc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  161.  * 


sacha  Del.  Gr.-Sm.  Novit.  Zool.  2,  p.  75. 
sada  Elod.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  122.  * 
saenia  Prion.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  137. 
saina  App.  Gr.-Sm.  Novität.  Zool.  I,  p.  336. 
salangana  Ix.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  159.  * 
salegos  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
salomonis  Ter.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  61. 
salvini  Del.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  152. 
samanga  Gand.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  173.  * 
samarana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 
sana  Ter.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  1877,  p.  470. 
sanaca  Del.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  J.  C.  p.  79. 
sanapati  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
sangira  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
sankapura  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 
sari  Ter.  Horsf.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  I,  p.  136. 
sarinoides  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 
satellitica  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 
saturnia  Del.  Frühst.  Seitz,  Grosg-Schmett.  9,  p.  135. 
savuana  Anaph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  326. 
sawela  App.  Frühst.  Soc.  Ent.  1896,  p.  115. 
saweloides  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.* 
schönbergi  Del.  Rothsch.  Novit.  Zoolog.  2,  p.  161. 
schönbergi  Salet.  Semp.  Reis.  Philipp.  II  5,  p.  249. 
scribonia  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  128.* 
Scylla  Cat.  L.  Blus.  Ulric.,  p.  242. 

scyllara  Huph.  Mc.  Leay,  King’s  Surv.  Austr.  II.  App.,  p.  459. 

scylloides  Cat.  Frühst.  Iris  1902,  p.  275. 

sekarensis  App.  Ribbe,.  Corresp.  Iris  1886,  p.  80. 

selma  Huph.  Weym.  Stett.  Ztg  46,  p.  269.* 

semiflava  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154. 

seminigra  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  126.* 

semperi  App.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1905,  p.  J4. 

semperi  Huph.  Semp.,  Schmett.  Philipp.  1890,  p.  237. 

semperi  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  47. 

senna  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  212. 

seriata  Del.  Frühst.  Soc.  Entomol.  21,  p.  180. 

serrata  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 

seta  Prion.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  I,  p.  78. 

shawi  Balt.  Bates,  Hend.-Hume,  Lahore  to  Yark.,  p.  305. 

shiva  App.  Swinh.,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  138.  * 

siamensis  Huph.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  3,  1899,  p.  213. 

sidra  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163.  * 

signata  Elod.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  319. 

sikkima  Balt.  Frühst.  Iris  16,  1903,  p.  50.* 

sikkima  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  43. 

silhetana  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  324. 

simanabum  Del.  Hag.  Iris  7,  p.  34.* 

Simplex  Del.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  20,  p.  159. 

Simplex  Ter.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (5)  17,  p.  217.* 

simulata  Ter.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  119.* 

simulatrix  Ter.  Stgr,  Semp.  Lep.  Philipp.  1891,  p.  253. 

sinda  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

sinta  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  321. 

sintica  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  167. 

singhapura  Del.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  353.* 

siscia  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  163. 

sita  Prion.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  161.* 

skertchlyi  Derc.  Nicev.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  481. 

smilax  Ter.  Don.  Ins.  New-Holl.  5,  20.* 

smithi  Huph.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  1899,  p.  205. 

snelleni  Ter.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  1906,  p.  78. 

sodalis  Ter.  Moore,  Journ.  Linn.  Soc.  Zool.  21,  p.  45. 

solstitialis  App.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  461. 

sopara  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  147. 

sophrona  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 

soracta  Apor.  Moore,  Cat.  Lep.  Blus.  E.  I.  Comp.  1,  p.  83. 

soranus  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151. 


190 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Pieriden. 


sordida  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4),  19,  p  96. 
soror  Huph.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  51. 
soteira  Bei.' Frühst.  Seitz,  Gross-Schmitt.  9,  p.  124.* 
spiculifera  Parer.  Moore,  Lep.  Ceyl.  I,  p.  139. 
splendida  Del.  Rothsch.  Novit.  Zool.  1,  p.  661. 
statilia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 
s toi li  Del.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  32. 
stoliczkana  Gol.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  1,  p.  229. 
subdecorata  Ter.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  1878,  p.  699. 
sublustris  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  101. 
subochracea  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154. 
sulaensis  Heb.  Frühst.  Iris  1907,  p.  101. 
sulana  App.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  84. 
sulana  Del.  Stgr.  Iris  7,  p.  354. 
sulanorum  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  175. 
sulphurata  Ter.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  607. 
sulphurea  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II  (1863),  p.  5. 
sulphurea  Salet.  Voll.  Monogr.  Pier.,  p  32.  * 
sumatranaJ\Heb.j//«g'.  Pflanzen,  Tierwelt  Deli  1890. 
sumatrana  Huph.  Hag  Iris  1896,  p.  32. 
sumbawana  Del.  Rothsch.  Novit.  Zool.  I,  p.  262. 
sumbawana  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  34. 
sumitra  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 
sundana  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  11. 
surya  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  132. 
swinhoei  App.  Moore,  Lep.  Ind.  7,  p.  11.  * 
synchroma^Huph.  Röb.  Tijdschr.  v.  Ent.  1891,  p.  278.  * 


falissa  Ter.  Westw.  Trans.  Ept.  Soc.  Lond.  1888,  p.  469. 

tamar  Huph.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  337.  * 

tambora  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  286. 

tamiathis  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p  167. 

taprobana  Anaph.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  565. 

taprobana  App.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  143. 

tarina  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  101. 

tecrriessa  Ter.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1895,  p  498. 

terr.ena  Huph.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

templetoni  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  17,  p.  218. 

terentia  Lept.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  121. 

terentilia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 

tergelia  Huph.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  145. 

terranea  Huph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1877,  p.  356. 

teutonia  Anaph.  F.  Syst.  Nat.  p.  474. 

thasia  App.  Frühst.  Iris  1902  p.  290. 

theruana  Prion.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  35. 

themis  Del.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

therasia  Elod.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  216. 

thestylis  Prion.  Dbl.  Gray,  Zoolog.  Mise.  1842,  p.  76. 

thrasea  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 

thrasibulus  Col.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  165.  * 

thronion  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  153. 

thyra  Del.  Frühst.  Ins.-Börse  1905,  p.  36. 

thyreus  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  170. 

thysbe  Del.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 

tibericus  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  151. 
tilaha  Ter.  Horsf.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  136. 
timnatha  Huph.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 
timorensis  Del.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  459. 
timoriensis  Heb.  Wall.  Journ.  Entom.  II  (1863),  p.  3. 
toalarum  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
toba  Ter.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1895,  p.  496. 
tobahana  Del.  Rogenh.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien  42,  p.  571. 
tombugensis  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  175. 
tominia  Ter.  Voll.  Mon.  Pierid.  1865,  p.  66.  * 
tonkiniana  Del.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Guben  1905,  p.  76. 
tonkiniana  Ix.  Frühst.  Soc.  Ent.  1903,  p.  72. 
toradja  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  171. 
totila  Del.  Heller,  Entomol.  Nachr.  22,  p.  177. 
transiens  Pier.  Verity,  Rhopal.  Pal.  p.  138  * 
tristitia  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  150. 
tritaea  Parer.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  III,  p.  181.  * 
tryphena  Parer.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  98. 


udana  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
umbratica  Elod.  Gr.-Sm.  Entom.  Month.  Mag.  25,  p.  302. 
umbratilis  App.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1896,  p.  392. 
undatus  Ix.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  252. 
uniformis  Ter.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  119.  * 
urania  App.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  371. 
uranides  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  156. 

vacans  App.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  490. 
vada  Salet.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  182. 
vadus  App.  Btlr.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157.  * 
vagans  Ter.  Wall.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  357. 
valeria  Parer.  Cr.  Papil.  Exot.  I.  * 

vallivolans  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  11,  p.  -120. 
vana  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  292. 
varga  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
vasava  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  149. 
vaso  Huph.  Doh.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  60,  p.  188. 

venata  Ter.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  65.  * 

venilia  Ix.  Godt.  Enc  Meth.  9,  p.  121. 
venusta  App.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  132.  * 
verhuelli  Derc.  Hoev.  Tijds.  Nat.  Gesell.  5.  * 
verna  Ix.  Drace,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  108.  * 
vestalis  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  135.  * 
villia  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  134.  * 
virgo  Ter.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  328. 
virilis  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  154.  * 

virosa  Cat.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  162.  * 

visellia  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  168. 
vitiensis  Anaph.  Frühst.  Stett.  Ztg.  1902,  p.  358. 
voconia  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  135. 
vollenhovii  Ix.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  393. 
vollenhovi  Prion.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  386.  * 
vossi  Heb.  Maitland,  Tijds.  v.  Entom.  II,  p.  25. 

walkeri  Elod.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  1,  p-  294. 
wallaceana  Huph.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  168. 
wallacei  App.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  399. 
wallacei  Del.  Rothsch.  Iris  5,  p.  441.  * 
wardi  App.  Moore,  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1884,  p.  43. 
watsoni  Prion.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  100. 
weiskei  Del.  Ribbe,  Ins.-Börse  1900. 

wetterensis  Huph.  Gr.-Sm.  Rhopal.  Exot.  Pier.  Huph.  1.  * 
whiteheadi  App.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  434. 
woodfordi  Ter.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  61. 

xanthomelaena  Ter.  Godm.  Proc.  Zool.  Soc.  1879,  p.  159. 
xelianthe  Del.  Gr.-Sm.  Novität.  Zool.  7,  p.  86. 
xenia  App.  Frühst.  Iris  1902,  p.  289. 
xiphia  Lept.  F.  Spec.  Ins  II,  p.  43. 

yaksha  App.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  157. 
yaksha  Ter.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  169. 
yedanula  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  131. 
yogini  Del.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  132. 
yunnanensis  Ix.  Frujist.  Soc.  Ent.  1902,  p.  82. 

zamboanga  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  285. 

zamida  Ter.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  63. 

zamorra  App.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1862,  p.  286. 

zaneka  Gon.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  493.  * 

zanekoides  Gon.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  1897,  p.  564.  * 

zarate  Del.  Gr.-Sm.  Rhopal.  Exot.  Del.  * 

zarinda  App.  Bsd.  Spec.  Gen.  1,  p.  486.  * 

zebuda  Del.  Hew .  Exot.  Butt.  III.  * 

zelima  App.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  * 

zelima  Del.  Mitis,  Iris  1893,  p.  131. 

zelmira  App.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  * 

zeuxippe  Huph.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  1 

zisca  Huph.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  44,  p.  101. 

zita  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  210. 

zoe  App.  Voll.  Monogr.  Pier.  p.  37.  * 

zoraide  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  213. 


DANAIDAE.  Von  H.  Fiiuhstorf.ee. 


191 


3.  Familie:  Danaidae. 

Von  dieser  rein  tropischen  Familie  gehören  die  weitaus  meisten  Arten  dem  indo-australischen  Gebiet 
an  und  nur  wenige  Species  erreichen  die  gemässigten  Zonen  Asiens.  Drei  Genera  finden  sich  sogar  nur  in 
der  indomalayischen  Subregion,  und  nur  die  Gattung  Danais  greift  auch  nach  Afrika  und  Amerika  über. 
Die  wenigen  nicht  asiatischen  Vertreter  der  Gattung  Euploea  bewohnen  zwar  noch  einige  ostafrikanische 
Randinseln,  vermutlich  Relikte  der  alten  Landverbindung  Lemuria,  gehen  aber  nirgendwo  auf  das  afrikanische 
Festland  über. 

Im  Gegensatz  zu  allen  anderen  Tagfalterfamilien  stellen  die  Danaiden  eine  sowohl  an  Genera  wie 
Arten  arme  Schmetterlingsgruppe  dar,  deren  Formen  zudem  ein  sehr  gleiclnnässiges  Gepräge  zeigen.  Hora¬ 
dimorphen  Einflüssen  sind  sie,  namentlich  mit  den  Pieriden  verglichen,  nur  in  geringem  Masse  unterworfen, 
auch  verbreiten  sich  relativ  viele  Arten  über  grosse  Gebiete,  ohne  lokal  abzuändern.  Dieses  Faktum  ändert 
sich  erst,  wenn  die  Danaiden  auf  die  Archipele  übergehen,  wo  sie  zwar  auch  in  geringerem  Verhältnis  als 
die  Pieriden  zur  Artbildung  neigen,  aber  dennoch  eine  Reihe  von  scharf  gesonderten  Rassen  bilden,  die  im 
vorigen  Jahrhundert  noch  als  vollwertige  Species  betrachtet  wurden.  Am  weitgehendsten  verändert  haben 
sich  naturgemäss  die  wenigen  Bewohner  der  ozeanischen  Inseln;  geringer  jene  der  dem  Kontinent  vor¬ 
gelagerten  Gestadeinseln,  wenngleich  sich  auf  diesen  gelegentlich  die  Artbildung  geradezu  sprungweise  voll¬ 
zieht.  Beheimatet  doch  die  von  Neu-Guinea  kaum  12  km  entfernte  Vulkaninsel  bereits  eine  Species,  die 
bisher  weder  auf  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea,  noch  in  deren  unmittelbarer  Nähe  gefunden  wurde.  Der 
weitaus  grösste  Prozentsatz  aller  Danaiden  zählt  zu  den  Bewohnern  der  Ebene;  eine  ganze  Anzahl  geht 
sogar  nicht  über  die  Strandwälder  hinaus  und  in  Nord-Celebes  beobachtete  ich  eine  Danais  hoch  über  den 
Wellen  des  Meeres  auf  benachbarte  Inselchen  zu  fliegen.  Nur  wenige  Arten  bewohnen  ausschliesslich  alpine 
Regionen,  doch  überfliegen  sie  auch  da  nur  ganz  ausnahmsweise  Höhen  über  2500  m. 

Die  Danaiden  gehören  vermutlich  einem  alten  Rhopalocerenstamm  an,  dessen  primitive  Zeichnung 
fast  immer  den  Flügeladern  folgt  oder  Reste  früherer  Streifung  vorstellt,  und  die  sich  fast  bei  allen  anderen 
Nymphalidenfamilien  und  selbst  Pieriden  und  Papilioniden  wiederholt,  weshalb  denn  auch  die  Danaiden  viel¬ 
fach  als  Modelle  für  konvergente  oder  mimetische  Species  betrachtet  werden. 

Für  das  hohe  Alter  der  Danaiden  spricht  auch  die  fadenförmige  Gestalt  der  Fhlr,  die  an  jene  der 
Schmetterlingsahnen  (Protolepidopteren)  erinnert  und  die  primitive  Ausgestaltung  der  Genitalorgane,  die  von 
allen  bekannten  Tagfaltern  am  gleichartigsten  ausgebildet  sind.  Andererseits  sind  aber  gerade  die  Danaiden 
mit  den  vollkommensten  sekundären  männlichen  Geschlechtsauszeichnungen  versehen,  die  zu  den  inter¬ 
essantesten  physiologischen  Erscheinungen  der  Tnsektenwelt  gezählt  werden  dürfen.  Neben  den  Ansamm¬ 
lungen  modifizierter  Schuppen  längs  den  inneren  Adern  der  Htlgl  besitzen  viele  Species  auch  noch  sack¬ 
artige  Taschen,  die  mit  Androconien  gefüllt  sind  und  nur  bei  den  Danaiden  existieren  auch  noch  anale  be¬ 
wegliche  Haarpinsel,  die  als  Duftapparate  aufgefasst  werden. 

Die  Duftpinsel  aller  Danaiden  bestehen  aus  zwei  Teilen,  einem  röhrenförmigen  Stylus  und  einer 
Rosette  von  mehreren  mm  langen  Strahlhaaren.  Die  Strahlhaarrosette  ist  in  der  Regel  im  Stylus  verborgen. 
Bei  einigen  Arten  genügt  ein  leichter  Druck,  um  sie  aus  der  Röhre  herauszupressen.  Bei  plexippus  scheint 
die  Beweglichkeit  der  Analpinsel  von  der  Jahreszeit  und  vielleicht  auch  von  der  Art  der  Nahrung,  die  die 
Falter  zu  sich  nehmen,  abzuhängen. 

Die  Duftorgane  der  Danaiden  bestehen  aus  langgestreckten  Säcken,  von  einer  biegsamen  Chitinhaut 
umgeben,  die  vom  siebenten  bis  in  die  Mitte  des  vierten  Hlbringes  rechts  und  links  vom  Abdomen  ein¬ 
gelagert  sind.  Zwischen  ihnen  liegt  der  muskelreiche,  von  Chitin  umgebene  Penis.  Die  Duftorgane  liegen 
frei  im  Körper,  nur  ganz  leichthin  durch  feine  Muskeln  angeheftet,  und  da  sie  durch  keinerlei  Wandung 
vom  Abdomen  abgetrennt  sind,  werden  sie  vermutlich  vom  Blute  direkt  ernährt  und  durch  Blutdruck  aus- 
gesttilpt  (Jllig).  Nach  meinen  Erfahrungen  verändert  sich  die  Farbe  der  Flüssigkeit,  welche  die  Analpinsel 
herauspresst,  anscheinend  nach  der  Nahrung,  welche  die  Falter  zu  sich  nehmen,  denn  bei  einigen  Exem¬ 
plaren  derselben  Species  war  der  Stylus  grün,  bei  anderen  wiederum  dunkel  strohfarben.  Danaiden  sondern 
ein  kugelförmiges  Secret  durch  die  analen  Dufthaare  aus,  Euploeen  aber  Octaederkrystalle,  die  im  Basalteil 
von  grösserer,  distal  von  kleinerer  Gestalt  erscheinen.  Die  Dufttlecken  erweisen  sich  als  Falten,  deren 
Öffnung  von  der  Rippe  abgewendet  liegt.  Die  Verbindung  zwischen  beiden  ist  mit  lebender  Substanz  gefüllt. 

Haa.se  und  andere  glauben,  dass  die  Analpinsel  bei  der  Copulation  als  Reizerreger  eine  Rolle  spielen. 
Nach  meinen  Beobachtungen  in  Hongkong  scheinen  aber  vielmehr  die  ihrem  Ansehen  nach  so  zarten  Ge¬ 
bilde  als  Defensiv-  resp.  Schreckwaffe  zu  dienen,  denn  ganz  gleichgültig,  ob  Euploeen  am  Flügelende  oder 
Thorax  angepackt  wurden,  stülpten  sie  ihre  Analpinsel  aus,  selbe  in  der  Art  bewegend,  wie  Wespen  ihren 
Stachel.  Das  Hervorstrecken  der  Haarpinsel  geschieht  gemeinsam  mit  dem  Ausströmen  eines  nach  Honig 
riechenden  penetranten  Duftes.  Die  Duftpinsel  der  Danaiden  sind  kürzer  als  jene  der  Euploeen. 


192 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


Niceville  hat  einmal  gesehen,  dass  Euploea  core  beim  Herumtliegen  im  vollen  Sonnenschein  ihren 
Hlb  bis  zum  Thorax  nach  vorne  aufgebogen  hatte  und  dabei  die  Duftpinsel  ausstreckte. 

Die  Furchtlosigkeit  der  Danaiden  ist  ziemlich  gewiss  das  Resultat  einer  Sicherheit,  deren  sich  die 
Danaiden  infolge  ihrer  scharfen  Leibessäfte  erfreuen,  die  sie  vor  Angriffen  von  Seiten  der  Vögel  und  Reptilien 
schützt.  Zudem  ist  ihr  Körper  zäh,  lederartig  und  Experimente  mit  Spinnen  und  Hühnern  haben  ergeben, 
dass  sie  niemals  von  diesen  als  Nahrung  angenommen  werden.  Ergriff  bei  meinen  Versuchen  auf  Lombok 
eine  Henne  einmal  aus  Versehen  eine  Danais  oder  Euploea,  so  wurden  die  Falter  sofort  wieder  weggeworfen, 
ja  sogar  mit  sichtbaren  Zeichen  des  Missbehagens  der  Schnabel  sorgfältig  abgewetzt,  um  den  widerlichen 
Geruch  oder  Geschmack,  den  deren  Leiber  hinterlassen  hatten,  schleunigst  zu  entfernen. 

Das  Danaiden-Ei  ist  gross,  weich,  wie  eine  Patrone  (nach  Moore  wie  ein  Zuckerhut)  geformt,  mehr 
als  halb  so  hoch  als  breit,  gelblich,  manchmal  auch  perlmutterartig.  Alle  sind  stark  longitudinal  gerippt 
mit  zarten  Horizontallinien,  die  sämtlich  in  der  Anzahl  und  Ausbildung  wechseln  und  schwer  zu  zählen  sind. 
Die  Zahl  der  Längsrippen  differiert  auch  leichthin  innerhalb  derselben  Spec-ies.  Die  Hestia- Eier  zeigen  eine 
mehr  sechseckige  Verästelung  und  die  Rippen  verlaufen  im  Zickzack  und  schliessen  sich  im  allgemeinen 
mehr  den  Euploeen  an  (was  wir  in  der  Raupenbedornung  wiederholt  finden). 

Bemerkenswert  erschien  Doherty  auch,  dass  die  Querlinien  bei  den  Danaiden  s.  str.  gewöhnlich  zahl¬ 
reicher  als  die  Rippen  das  Ei  bedecken,  während  sie  bei  den  Hestien  und  Euploeen  spärlicher  Vorkommen. 

Bezüglich  der  Rpn  der  Danaiden  sei  auf  das  verwiesen,  was  Bd.  I,  S.  75  darüber  gesagt  ist;  als 
Futterptlanze  werden  vielfach  Asclepiadeen  bevorzugt;  mehrfach  sind  die  Falter  sogar  in  ihrem  Vorkommen 
an  solche  gebunden. 

Die  Ppn  sind  aufgehängt,  kurz,  glatt,  oval,  in  der  Mitte  zusammengedrückt  und  häufig  mit  präch¬ 
tigem  Gold-  und  Siberglanz,  über  den  sich  vielfach  braune  Streifen  legen,  die  auch  bei  rein  metallisch 
glänzenden  Arten  künstlich  erzeugt  werden  können,  wenn  die  Ppn  im  Dunkeln  gehalten  werden. 

Als  Hauptcharakter  der  Imagos  lässt  sich  angeben:  Zarte  und  schwach  kolbige  Fhlr,  grosse  Augen 
und  keulenförmiger  Hlb  und  die  eigentümlich  verdickte  dornige  Missbildung  der  weiblichen  Vorderfüsse. 
Von  den  Nymphaliden  und  Satyriden  unterscheiden  sie  sich  leicht  durch  die  an  der  Basis  zweispaltige  Sub- 
mediana  der  Vflgl  und  von  den  wenigen  ihnen  im  Aussern  ähnlichen  Pieriden  durch  die  verkümmerten 
Vorderfüsse. 

Eigentümlich  sind  den  Danaiden  noch  Büschel  weisser  Schuppen  an  Kopf  und  Thorax,  die  auch  bei 
sonst  ganz  schwarzen  Individuen  vorhanden  sind. 

Die  Flügelform  ist  zumeist  länglich,  sackartig,  selten  rundlich;  bei  den  Euploeen  nach  den  Ge¬ 
schlechtern  verschieden,  aber  niemals  spitz,  wie  bei  Pieriden  oder  Papilioniden.  Schwanzbildungen  fehlen 
jedoch,  wie  bei  den  Pieriden,  gänzlich. 

Die  Zellen  aller  Flügel  sind  geschlossen,  jene  der  Vflgl  aber  proximal  mit  zwei  Spitzen  versehen,  die 
vermutlich  Aderrudimente  vorstellen,  und  die  bei  den  Nymphaliden  fast  nie,  wold  aber  bei  vielen  Satyriden 
in  Erscheinung  treten.  Die  Greif-  oder  Klammerorgane  der  Danaiden  sind  bemerkenswert  durch  den  ver¬ 
kümmerten  Uncus  und  die  ungewöhnlich  breite  Valve.  Die  distale  Valvenform  wechselt  bei  den  Hestia  von 
Lokalrasse  zu  Lokalrasse,  ist  bei  den  Danah  sensu  stricto  sehr  vielgestaltig,  dafür  aber  bei  den  Euploeen 
ungemein  beständig,  so  dass  sie  bei  letzteren  als  Hilfsmittel  zur  Artbestimmung  nicht  verwendet  werden  können. 

Alle  Danaiden  sind  ungemein  zählebig  und  oft  flogen  mir  Exemplare  davon,  wenn  ich  nach  vielen 
Tagen  in  Lombok  oder  Siam  eine  Düte  öffnete.  Auch  haben  sie  eine  lange  Flugzeit  und  eine  Generation 
löst  die  andere  ab.  An  nassen  Stellen  der  Wege  finden  sie  sich  nur  selten  ein,  dagegen  zeigen  sie  eine 
Vorliebe  für  den  Geruch  austrocknenden  Holzes,  und  man  findet  sie  deshalb  gelegentlich  in  den  Veranden 
der  Wohnungen,  und  Martin  beobachtete  sie  unter  überdachten  Brücken  in  Sumatra.  Alle  Danaiden  sind 
gesellig  und  die  Menge  ihrer  Individuen  ist  manchmal  erstaunlich.  Auf  Ceylon  und  Lombok  traf  ich  manch¬ 
mal  Tausende  in  vernachlässigten,  mit  blühendem  Unkraut  überwucherten  Dorfgärten. 

Euploeen  beteiligen  sich  auch  manchmal  an  den  Wanderschwärmen  der  Pieriden,  auch  lieben  sie 
es,  eine  hinter  der  andern  segelnd,  weite  Strecken  anscheinend  planlos  zu  durchfliegen.  Alle  Danaiden 
werden  auch  von  blühenden  Bäumen  angelockt,  die  sie  dann  zu  Hunderten  umgaukeln. 

Die  Abbildungen  auf  Tafel  74 — 8G  sind  ausnahmslos  nach  Exemplaren  der  Sammlung  Fruhstorfer, 
Genf-Florissant,  hergestellt,  in  der  auch  die  Typen  der  hier  zuerst  beschriebenen  neuen  Formen  enthalten  sind. 

1.  Gattung:  Danaida  Latr.  (Danaida  Latr.  1805,  Danaus  Latr.  1809,  Danais  Godt.  1819.) 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  über  das  ganze  indoaustralische  Gebiet  verbreitet,  nehmen  aber  jenseits 
der  Wendekreise  rasch  ab  und  die  Peripherie  des  Gebiets  wird  nur  von  wenigen  Species  erreicht,  die  natur- 
gemäss  zu  den  häufigsten  Vertretern  der  Gattung  gehören  und  z.  T.  selbst  dem  Menschen  folgen,  der  ihre 
Nahrungspflanze  verschleppt.  Eine  Art  ( archippus )  ist  sogar  erst  in  jüngster  historischer  Zeit  von  Nord- 
Amerika  aus  über  den  Stillen  Ozean  durch  den  Schiffsverkehr  transportiert  worden  und  dringt  sowohl  auf 
dem  Festland  wie  den  Inseln  unaufhaltsam  immer  weiter  nach  Westen  vor. 


Ausgegeben  20.  V.  1910. 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorf.ek. 


1 93 


Fast  alle  Arten  haben  einen  langsamen  ungelenken  Flug,  bevorzugen  freie  Grasplätze,  selbst  Dorf¬ 
gärten  und  Anlagen  in  grossen  Städten  wie  Bangkok  und  Hongkong,  und  vermeiden  im  Gegensatz  zu  den 
Euploeen  und  Hestien  den  dichten  Wald. 

Infolge  ihrer  Häufigkeit  zählen  sie  zu  den  Charakterschmetterlingen  des  Ostens. 

Bewohner  der  Ebene  (einige  Arten  gehen  kaum  über  die  Strandwälder  hinaus),  finden  sich  nur 
wenige  Species  auf  die  alpine  Region  beschränkt;  in  Java  geht  allerdings  albatu  bis  zu  2500  m  hinauf,  und 
scheut  selbst  den  dichtesten  Schwefeldampf  der  dortigen  Vulkane  nicht.  Alle  Danaiden  halten  sich  nahe 
dem  Erdboden  auf  und  nach  meinen  Beobachtungen  gehen  sie  sogar  nur  selten  auf  Bäume,  auch  wenn  diese 
mit  Blüten  übersät  sind  und  ganze  Scharen  von  Euploeen  anlocken: 

Nächst  den  Euploeen  führen  die  Danais  die  reichsten  Garnituren  sekundär  sexueller  Auszeichnungen; 
eine  Erscheinung,  die  anscheinend  parallel  geht  mit  mannigfachster  Ausbildung  der  Klammerorgane.  Der 
Uncus  allerdings  ist  stets  schwächlich,  von  palpenartigem  Umriss,  das  Tegumen  mit  wurmartigen  Fortsätzen 
versehen  und  die  Valve  ungewöhnlich  breit,  nur  selten  bedornt,  alle  Organe  weniger  ehitinös  als  solche 
der  Nymphaliden  und  selbst  Satyriden. 

Das  Geäder  ist  im  Gegensatz  zu  den  strukturell  völlig  unveränderlichen  Euploeen  innerhalb  der 
Artengruppen  wechselnd,  in  dem  der  erste  Subcostalast  entweder  vor  dem  Zellende,  genau  an  diesem,  oder 
bald  darnach  abzweigt.  Diese  Abweichungen  sind  aber  nicht  beständig,  wechseln  sogar  bei  vicariierenden 
Arten  und  sogar  innerhalb  der  Species  und  können  nur  mit  Vorsicht  als  Gattungscharaktere  (wie  es  Mooke 
versucht  hat)  verwertet  werden.  Mittlere  Discocellulare  der  Hftgl  entweder  lang  und  schief  nach  innen 
(Auosia),  oder  kurz  und  rechtwinklig  zur  Mediana  gestellt  (llavadeba).  Präcostale  der  Hflgl  am  Ursprung  der 
Subcostalis  abzweigend.  Fhlr  allmählich  verdickt. 

Ei  gross,  die  Enden  stumpf,  mit  vielen  Längsrippen,  je  nach  der  Art  15  (aglaioides)  bis  34  ( hegesippus ) 
zählend,  und  vielen  hervortretenden  Transversallinien,  von  denen  Doherty  22  ( melanoleuca )  bis  38  ( tytia ) 
zählte.  —  Rp  glatt  mit  bunten  Streifen  oder  Flecken  und  fleischigen  Anhängseln ,  von  denen  das  vordere 
frei  bewegliche  Paar  nach  Seitz  als  Tastorgan  gebraucht  wird.  Die  Anzahl  dieser  Filamente  ändert  von 
2  zu  3  Paar  je  nach  der  Artengruppe.  Die  Rpn  wachsen  schnell  und  verwandeln  sich  in  eine  tonnen¬ 
förmige  Pp,  deren  analer  Teil  manchmal  wie  ein  Wespennest  geformt  und  genau  wie  ein  solches  aufgehängt  ist. 

Artengruppe  Anosia  Hbn.  (1816). 

Rp  mit  zwei  Paar  Tentakeln  ohne  lateralen  Bandstreifen.  Zweiter  Subcostalast  entspringt  am  Zellende. 

Hflgl  mit  einer  an  den  dritten  Medianast  eingesenkten  Androconientasche. 

D.  archippus  F.  (=  menippe  Hbn.)  (Bd.  I,  p.  76  als  plexippus  L.  erwähnt  und  28c  abgebildet)  ardiippus. 
ursprünglich  in  Nord-Amerika  zu  Hause,  wo  er  sich  selbst  auf  dem  Asphalt  der  Grossstädte  herumtummelt, 
hat  sich  als  Imigrant  bereits  in  Australien  und  Ost-Asien  eingebürgert  —  gleichsam  ein  Sinnbild  ameri¬ 
kanischer  Expansionsfähigkeit.  Von  den  Engländern  wird  archippus  der  »Wanderer«  genannt.  Er  wurde 
zuerst  1863  auf  den  Tonga-Inseln  beobachtet,  1867  auf  Samoa,  1871  in  Queensland  und  im  selben  Jahre  auf 
Celebes.  Er  ist  bis  Java  und  Penang  gelangt  und  zählt  auf  Formosa  bereits  zu  den  häufigsten  Arten.  In 
der  Sammlung  Fruhstorfer  ist  er  auch  von  den  Fidji-Inseln,  dem  Bismarck-Archipel,  Holl.  Neu-Guinea,  den 
Molukken,  Talaut  und  den  Fergusson-Inseln  vertreten.  Von  Amboina  liegt  ein  aberratives  Exemplar  vor 
mit  weissgelber  Oberfläche  aller  Flügel.  Morphologisch  steht  archippus  nach  der  Gestalt  der  Generations¬ 
organe  am  höchsten  und  dürfte  somit  phyletisch  als  eines  der  jüngsten  Glieder  des  Danaidenstammes  auf¬ 
gefasst  werden.  Penis  lang,  pfriemenförmig,  distal  leicht  gebogen,  sehr  schmal,  ehitinös,  nicht  breit,  schlapp 
hautartig  wie  bei  anderen  Danais.  Uncus  deutlich,  gleichfalls  aber  nur  dünnwandig  ehitinös,  basalwärts 
breit,  distal  mit  kräftiger  stumpfer  Spitze.  Valve  breit,  etwas  an  jene  der  llestia  erinnernd,  mit  schwarz¬ 
brauner  scharfer  distaler  Spitze,  ventral  leicht  konkav. 

Artengruppe  Limnas  Hbn.  (1806). 

Zweiter  Subcostalast  der  Vflgl  entspringt  am  Zellapex,  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl  bei  'den  <d  stark 
gekniet,  bei  den  $  konkav  nach  innen  gebogen.  Androconientasche  der  Hflgl  von  dem  hinteren  Medianaste  weit 
abgerückt.  Rp  mit  3  Paar  Tentakeln.  Uncus  verkümmert.  Valve  quadratisch,  distal  mit  kaum  merklicher  Spitze, 
aber  einem  langen  Dorn,  der  ventral  mit  der  Spitze  nach  dem  letzten  Ab  domin  altergit  zu  gerichtet  ist. 

D.  chrysippus  L.  (Bd.  1,  Taf.  28  a,  p.  75/76,  wo  auch  Rp  und  Pp  ausführlich  beschrieben  sind).  Ei  duysippus. 
zuckerhutförmig,  gelblich.  Pp  manchmal  grün,  manchmal  wachsgelb,  Puppenruhe  6 — 9  Tage.  Raupenstadium 
dauert  12 — 14  Tage.  Dieser  schöne  Falter  ist  eine  der  expansionsfähigsten  Arten  der  Erde  und  seine 
Wanderungen  erstrecken  sich  bereits  über  vier  Erdteile,  die  Inrigration  im  fünften  wird  über  kurz  oder  lang 
gewiss  auch  noch  erfolgen,  wenn  einmal  zwischen  Afrika  und  Süd-Amerika  mehr  direkte  Dampferlinien  ver¬ 
kehren.  Die  Art  ist  von  Kontinental-Indien  bis  zu  den  Liu-kiu-Inseln  und  ostwärts  von  Nias  bis  Neu-Guinea 
verbreitet.  In  Kontinental-Indien  selbst  ist  die  Species  von  der  Ebene  bis  zu  7000  Fuss  Höhe  überall  häufig. 
chrysippus  ist  sehr  variabel,  sowohl  im  Habitus  wie  in  der  Färbung  und  es  erscheinen  gleichzeitig  Exemplare 
mit  weissen  Querbinden  der  Vflgl  mit  solchen  ohne  Band  ( dorippus  Klug),  cf  wie  ?  können  durchweg  gelb- 

IX  ,  05 


194 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fruhstorfeb. 


braune  Hflgl  oder  manchmal  ganz  weiss  aufgehellte  haben.  Hagen  erzog  die  letztere  Form  ( alcippoides  Moore ) 
in  Sumatra  aus  einem  Dutzend  Rpn  von  einer  einzigen  Pflanze  neben  typischen  chrysippus.  —  Die  Form 
dorippus.  dorippus  Klug  tritt  in  Indien  nur  sporadisch  auf  im  Pundjab  und  Ceylon ;  man  hat  sie  aber  in  Aden 
bowringi.  wiederholt  in  Copula  mit  weissbändigen  chrysippus  gefangen.  —  Als  bowringi  Moore  ist  eine  Form  aus 
Hongkong  beschrieben  mit  grösseren  weissen  Vflglflecken  als  gewöhnliche  chrysippus  und  als  clarippus 
clarippus.  Weym.,  eine  prächtige  und  seltene  Aberration  von  der  Insel  Nias  mit  weisser  Vflglzelle  und  doppelt  so 
vigeli.  breiter  Schrägbinde.  Hflgl  unterseits  mit  weissen  Flammenzeichnungen.  —  vigeli  Heyl.  von  Pulo  Bras, 
einer  Gestade-Insel  vor  der  Nordwest-Spitze  von  Sumatra,  ist  durch  reduziertes  Weiss  ausgezeichnet  und 
bataviana.  dunkelrotbraune  Grundfarbe.  —  Als  bataviana  Moore  ist  eine  Rasse  des  makromalayischen  Gebiets  aufzu¬ 
fassen,  die  auf  Java  und  dessen  Nachbar-Inseln  bis  Lornbok  vorkommt  und  auch  im  westlichen  Sumatra 
konstant  auftritt,  während  im  Nordosten  dieser  Insel  nur  die  heller  gelbe  kontinental  indische  chrysippus  vor¬ 
kommt,  die  vermutlich  erst  neuerdings  dort  eingewandert  ist  und  die  dunklere  endemische  Form  verdrängte. 
Grundfarbe  dunkelrotbraun  statt  honiggelb,  der  schwarze  Distalsaum  der  Flügel  etwas  regelmässiger,  der 
Aveisse  Punkt  am  Zellende  der  Vflgl  neigt  zum  Verschwinden.  Gelegentlich  führt  auch  das  schwarze  Apicalfeld 
der  Vflgl  eine  rotbraune  Aufhellung;  bei  einem  cf  von  Batavia  ist  eine  weissliche  Bestäubung  auch  jenseits 
der  weissen  Schrägbinde  zu  beobachten,  und  bei  cf  cf  aus  West-Sumatra  lässt  sich  alcippoides- Bildung  kon¬ 
statieren,  die  mit  dem  dunkelbraunen  Untergründe  lebhaft  kontrastiert.  Es  existieren  auch  Exemplare,  die 
im  Postdiscalfelde  der  Vflglunterseite  2—3  runde  Aveisse  Makeln  führen.  Letzteres  Merkmal  tritt  bei  einer 
reizenden  Form  von  Zentral-Celebes  konstant  auf  und  in  Verbindung  mit  weissen  Flammenzeichnungen  der 
gelderi.  Hflglober-  und  Unterseite  —  gelderi  Snell.  (77 e),  vermutlich  einer  extremen  Trockenzeitform,  im  August, 
September  namentlich  bei  Donggala  vorkonnnend.  Besonders  auffallend  ist  bei  ihr  ein  grosser  oblonger 
weisser,  manchmal  auch  rosig  schimmernder  Fleck  zwischen  der  Mediane  und  Submediane  der  Vflglunterseite. 
Im  südlichen  Celebes  und  anderen  Teilen  der  Insel  wurde  gelderi  noch  nicht  beobachtet;  dort  fliegt  wieder 
eine  an  bataviana  erinnernde  gewöhnliche  chrysippus- Form,  die  mir  auch  von  den  Talaut-Inseln  vorliegt.  — 
petilea.  Im  mikromalayischen  Gebiet  erscheint  chrysippus  fast  auf  jeder  Insel  in  einer  hellgelben  (petilea  Stoll.)  und 
cratippus.  einer  dunkelrotbraunen  Farbenaberration  (cratippus  Fldr.).  Es  ist  jedoch  fast  unmöglich,  zwischen  petilea 
und  bataviana  eine  Grenze  zu  ziehen,  um  so  mehr  als  in  Sumbawa  und  Sumba  Zwischenstufen  auftauchen. 
Man  kann  aber  als  Hauptmerkmal  der  petilea  den  stark  verbreiterten  distalen  schwarzen  Saum  aller  Flügel 
und  das  Fehlen  weisser  Punktierung  der  Hflgloberseite  anführen.  Heimat  «der  Namenstype  Amboina,  auf 
allen  Molukken-Inseln  bis  Nord- Australien  vorkommend,  und  von  allen  Inseln  der  Timor-Gruppe  in  meiner 
Sammlung.  Ins  paläarktische  Gebiet  greifen  zwei  Formen  über  und  zwar  aegyptius  Sehreber ,  ein  Name, 
den  ich  für  Exemplare  aus  Palästina  und  Griechenland  restituieren  möchte.  Palästina  -  Stücke ,  mit  denen 
Avohl  ägyptische  Übereinkommen  werden,  lassen  sich  von  allen  anderen  chrysippus- Rassen  absondern  durch 
das  feurige,  nach  dem  Costalrande  zu  allmählich  dunkler  Averdende  Rotbraun  der  Zelle  und  der  Medianregion 
der  Vflgl,  das  gelegentlich  auch  auf  die  Htlglzelle  übergeht.  Die  distale  Partie  der  Hflgl  bleibt  jedoch  stets 
hellgelbrot.  Das  schöne  Rotbraun  wiederholt  sich  auch  auf  der  Vflglunterseite.  Häufig  in  Palästina,  in 
Gärten  bei  Gairo  und  Khartum ,  seltener  im  Sudan.  —  kanariensis  Frühst,  ist  eine  Inselform ,  die  sich 
aegyptius  anschliesst  und  anscheinend  stets  ein  oberseits  völlig  sclnvarzes  Abdomen  trägt.  Häufig  auf  den 
Canarischen  Inseln. 


Artengruppe  Danaida  Latr.  (Salatura  Moore  1883). 

t 

Geäder  wie  bei  der  vorigen  Gruppe ;  mittlere  Disco  cellulare  auch  beim  cf  nicht  gewinkelt.  Androconien- 
tasche  gleichfalls  freistehend.  Rp  mit  3  Paar  Tentakeln,  et\Aras  kürzer  als  bei  chrysippus,  Valve  ohne  ventrale,  dem 
Tergit  zugewandte  Spitze,  wohl  aber  distal  mit  mehr  oder  minder  schnabelförmig  vorspringender  Partie,  die  bei  den 
einzelnen  Arten  nur  durch  minimale  Differenzen  abweicht. 

plexippus.  D.  plexippus  L.  (Bd.  1,  p.  76  mit  dem  Synonym  genutia  Cr.  bezeichnet  t.  28  c)  ist  eine  Kollektiv- 

species,  die  Linne  zuerst  richtig  beschrieben  hat,  aber  ihre  Heimat  nach  Amerika  verlegte,  avo  Arten  mit 
weisser  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  Finne  ausdrücklich  erwähnt,  nicht  Vorkommen.  Die  Art  ist  sonst  dem 
chrysippus  sehr  ähnlich,  aber  durch  die  breit  schwarz  bereiften  Adern  der  Htlgl  und  ein  dunkelbraunes  statt 
gelbes  Apicalfeld  der  Vflglunterseite  leicht  zu  unterscheiden.  Rp  und  Lebensgewohnheiten  des  Falters  sind 
p.  76,  Bd.  I,  ausführlich  beschrieben.  Gemein  in  der  ganzen  indoaustralischen  Region,  geht  die  Art  nörd¬ 
lich  bis  Formosa  und  die  Liu-Kiu-Inseln.  plexippus  ist  nächst  Eupl.  mulciber  eine  der  am  Avid  erlich  st  en 
duftenden  Danaiden  und  man  nimmt  an,  dass  er  einer  Reihe  anderer  Tagfalter  als  Modell  dient,  so  gewissen 
Elymnias-Species.  Der  nahe  der  Submediana  der  Hflgl  eingebettete  Duftapparat  der  Htlgl  von  plexippus  ist 
1  mm  dick  und  fleischig,  zerbissen  aber  fast  geschmacklos.  Die  ihn  umgebenden  Duftschuppen  besitzen 
Aasgeruch,  der  nach  meiner  Tagebuchnotiz  alle  von  mir  bisher  beobachteten  Arten  übertrifft  und  ähnlich 
riecht,  Avie  Necrophoruskäfer.  Dabei  ist  der  Aasgeruch  der  plexippus  nach  36  Stunden  noch  ebenso  penetrant 
Avie  nach  dem  Fang.  Der  plexippus- Körper  riecht  auch  nach  der  Abtrennung  der  Hflgl  noch  Aviderlich.  Um 
aus  _p/m7jipH.s-Exemplaren ,  mit  denen  ich  am  29.  Okt.  1899  in  Hongkong  experimentierte,  die  Duftpinsel 
auszupressen,  Avar  ein  starker  Druck  nötig.  Später  fand  ich  in  Annam  und  im  Januar  1900  in  Saigon,  dass 
plexippus  ohne  jeden  äusseren  Reiz  seine  Duftpinsel  selbständig  auszustrahlen  geAvohnt  ist  im  Gegensatz  zu 


\ 


DANAIDA.  Von  II.  Feuiistoreer. 


19ö 

melanippus  indicus  Frühst.  Der  Stylus  selbst  ist  mit  einer  gelblichen  oder  rötlichen  Flüssigkeit  gefüllt,  deren 
Färbung  natürlich  in  Beziehung  zu  eingesaugten  Blumensäften  steht.  Zerbissen  schmeckt  auch  dieser 
bitter.  Valve  breit,  mit  kreissegmentartig  ausgebogener  medialer  Partie  und  wenig  vorspringender  chitinöser 
Spitze.  Zwei  aberrative  Formen  verdienen  Erwähnung,  eine  melanotische :  nipalensis  Moore,  bisher  nur  nipalensis. 
aus  Nepal  bekannt,  mit  stark  verschmälerter  weisser  Schrägbinde  der  Vtlgl,  und  grynion  Frühst.,  eine  albi-  grynion. 
notische  Trockenzeitform  von  hellgelber  anstatt  rötlichgelber  Grundfarbe  und  recht  kleiner  Gestalt.  Schwarzer 
Distalsaum  der  Htlgl  sehr  schmal.  Htlglunterseite  weisslich.  Apicalteil  der  Vtlgl  hellgrau  statt  rotbraun. 

Aus  Annam  und  Sikkim  bekannt  und  Februar-März  gefangen.  Ausserdem  werden  noch  folgende  geographische 
Rassen  registriert:  intermedia  Moore.  In  der  Regel  ebenso  gross  als  die  stattlichsten  plexippus  von  China  intennedia. 
und  Siam,  aber  die  Zelle  und  Internervalflecke  der  Hflglober-  und  Unterseite  rein  weiss.  Findet  sich  auf 
der  Malayischen  Halbinsel  und  in  Singapore  als  Hauptform,  aber  ip  Siam  (Angkor),  Cochin-China  (Saigon) 
und  Tonkin  in  der  Trockenzeit  als  Aberration  neben  plexippus  typica.  —  sumatrana  Moore  (77  c)  ist  stets  sumatrana. 
kleiner  als  intermedia  mit  wesentlich  verschmälerter  weisser  Schrägbinde  der  Vflgl  und  noch  ausgedehnteren 
und  reiner  weissen  Internervalstreifen  der  Htlgl.  Häufig  in  West-  und  Nordost-Sumatra.  —  niasicus  Frühst,  niasicus. 
ist  eine  sehr  seltene,  bisher  nur  in  wenigen  Exemplaren  nach  Europa  gekommene  Satellitinselrasse,  sehr 
nahe  der  javanischen  Subspecies  und  von  dieser  hauptsächlich  durch  die  verbreiterte  schwarze  Flügel¬ 
umrahmung  und  noch  dicker  schwarz  bezogene  Adern  der  Hflgl  verschieden.  Insel  Nias.  —  Butler  hat 
von  dort  eine  Form  leucogyne  beschriehen,  von  der  ich  nicht  feststellen  konnte,  oh  sie  eine  Aberration  leucogyne. 
von  chrysippus  oder  plexippus  darstellt.  —  intensa  Moore  vom  Golorit  und  Habitus  der  partita,  aber  mit  fast  intensa. 
doppelt  so  breiten  weissen  Binden  der  Vflgl.  Im  allgemeinen  dunkler  als  plexippus  und  mit  verringerten 
Weisszeichnungen  auf  allen  Flügeln,  intensa  bewohnt  Java,  Bali,  Bawean  und  sonderbarerweise  auch  sowohl 
das  nördliche  rvie  südliche  Borneo,  ohne  sich  erheblich  zu  verändern.  Auf  Java  ist  sie  einer  der  häufigsten 
Falter,  der  bis  zu  etwa  800  m  hinaufgeht.  —  partita  Frühst.  (77  c)  ersetzt  intensa  auf  Lombok ,  von  der  partita. 
sie  eine  progressivere  melanotische  Form  darstellt.  Die  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl  sind  zumeist 
noch  kleiner  als  bei  den  abgebildeten  Exemplaren  und  stehen  dann  isolierter,  auch  fehlen  fast  allen  cf  cf  die 
kleinen  weissen  Strichelchen  am  Costalrand  vor  dem  Zellapex,  die  sich  bei  allen  anderen plexippus-Rassen  finden, 
erscheinen  aber  wieder  bei  cf  cf  und  ??  von  Sumbawa,  Lomblen  und  Alor.  partita  ist  aus  Lombok  beschrieben, 
wo  der  Falter  auf  ca.  6 — 700  m  in  den  Dorfgärten  äusserst  häufig  ist,  so  dass  mir  die  Eingebornen  manch¬ 
mal  viele  Hundert  an  einem  Morgen  brachten.  —  wetterensis  Frühst.,  von  Gestalt  kleiner  als  partita,  führt  wetterensis. 
dennoch  eine  auffallend  breite  und  rein  weisse  Binde  der  Vflgl  auf  noch  dunkler  rotbraunem  Grunde.  Die 
punktförmige  weisse  Makeln  zwischen  den  Medianen  der  Vflgl,  ist  sehr  gross  und  der  Aussensaum  der  Hflgl 
wie  bei  plexippus  mit  einer  deutlichen  Doppelreihe  weisser  Pünktchen  besetzt.  Adern  der  Htlglunterseite 
von  deutlich  hervortretenden  weisslichen  Strigae  begleitet.  Insel  Wetter,  häufig.  —  laratensis  Btlr.  führt  laratcnsis. 
ausgedehntere  leuchtend  weisse  Schrägbinden  und  einen  sehr  grossen  Intermediantleck  der  Vflgl ,  ist  auch 
.habituell  etwas  grösser  als  wetterensis,  unterseits  von  weniger  ausgeprägten  weissen  Strichen  durch¬ 
zogen.  Timor-Laut-Inseln.  —  kyllene  subsp.  nov.  Eine  Zwischenform,  die  von  wetterensis  zu  partita  hinüber-  kyllene. 
leitet,  von  kleinerer  Gestalt  als  alle  genannten  Inselrassen  ist  und  dementsprechend  auch  eine  schmälere 
weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  führt.  Die  Strichelchen  am  Zellende,  der  Internervalfleck  der  Vflgl  und  die 
Randpunktierung  der  Hflgl  treten  etwas  zurück.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Weissstreifung  der  Adern  auch  nur 
undeutlich.  Nach  Angaben  Kühn’s  findet  sich  die  Form  während  des  ganzen  Jahres  auf  Key  an  offenen,  mit 
Alang-Alang-Gras  bewachsenen  Stellen.  Die  Namenstype  stammt  von  Dämmer,  cf  cf  und  ??  sind  auch  von  Ivisser 
in  meiner  Sammlung.  —  conspicua  Btlr.  (77  c.)  von  Siid-Celebes  hat  sich  wesentlich  verändert.  Die  weissen  conspicua. 
Flecken  der  Vflgl  sind  ungleich  lang,  die  Zelle  der  Hflgl* nimmt  eine  zumeist  völlig  weisse  Färbung  an,  in 
der  nur  selten  fein  zerstreute  rötliche  Schuppen  an  das  ursprüngliche  p/cxip/ms-Kolorit  erinnern.  Die  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  ist  auch  bemerkenswert  durch  eine  submarginale  Reihe  von  mehr  oder  minder  deutlichen 
weissen  Makeln,  die  anderen  plexippus- Rassen  fehlen,  conspicua  ist  einer  der  häufigsten  Falter  des  südlichen 
Celebes,  wo  er  das  ganze  Jahr  über  fliegt,  auch  in  der  schwersten  Regenzeit  und  bis  über  1000  m  hinauf¬ 
geht.  —  leucoglene  Fldr.  aus  der  Minahassa  beschrieben,  führt  etwas  breitere  weisse  Binden  der  Vflgl  und  leucoglene. 
meistens  auch  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  deutliche  und  grosse  kappenförmige  Makeln.  Gleichfalls  vom 
Strandwald  bis  zu  etwa  1000  m  Höhe  eine  der  Zierden  der  Landschaft.  —  tychius  subsp.  nov.  ist  eine  ver-  tydiius. 
kleinerte  Inselrasse  mit  stark  reduzierter  Weissbänderung  der  Vflgl,  geringen  weissen  Punkten  der  Oberseite 
und  völlig  fehlenden  weisslichen  Submarginalmakeln  der  LMterseite  der  Hflgl.  Heimat:  die  langgestreckte 
Insel  Saleyer  im  Süden  von  Celebes.  —  telmissus  subsp.  nov.  Oberseits  der  partita  sehr  ähnlich,  nur  mit  telmissus. 
noch  schmäleren  weissen  Subapicalstreifen  der  Vflgl  und  sehr  breiter  schwarzer  Umrahmung  aller  Flügel, 
die  nur  unterseits  spärlich  weiss  punktiert  ist.  Die  Zelle  der  Hflgl  erinnert  auch  nur  unterseits  noch  an  conspicua, 
ist  aber  oberseits  selbst  beim  ¥  mit  Ausnahme  eines  unbedeutenden  weisslichen  Anflugs  dunkel  rotbraun. 

Insel  Buton,  von  Dr.  L.  Martin  entdeckt.  Schliesslich  ist  noch  eine  jrfexippus-R&sse  von  Australien  zu  er¬ 
wähnen,  die  mir  in  natura  nicht  Vorgelegen  hat,  von  der  aber  Waterhouse  im  Catalog  austral.  Lep.  be¬ 
richtet,  dass  sich  eine  endemische  Form  in  Nordwest -Australien  vorfindet,  von  kleiner  Gestalt  und  nahezu 
identisch  mit  laratensis  Btlr.  von  Timor-Laut,  während  in  Queensland  eine  grosse  Rasse  existiert,  die  sich 
dem  chinesischen  Namentypus  nähert  und  als  recente  Einschleppung  zu  gelten  hat. 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


19G 


D.  melanippus.  Neben  plexippus  tritt  auf  dem  Kontinent  und  einigen  Inseln  des  makromalayischen 
Gebiets  melanippus  auf.  Er  hat  stets  einen  dunkler  gefärbten  Leib  als  plexippus,  und  kann  anscheinend  seine 
Analpinsel  nicht  selbständig  herausstrecken;  es  bedarf  zum  mindesten  eines  recht  starken  Druckes,  damit 
sie  hervorkommen,  melanippus  scheint  sich  in  der  Dekadenz  zu  befinden  und  den  Mangel  seiner  sexualen 
indicus.  Aktivität  durch  Intensivität  der  Farben  zu  ersetzen,  namentlich  die  indische  Rasse.  —  indicus  Frühst.  (77c) 
bildet  mit  ihrem  vielen  Weiss  auf  den  Hflgln  eine  prächtige  Erscheinung,  indicus  ist  viel  seltener  als 
plexippus,  namentlich  an  der  Peripherie  seiner  Verbreitung,  z.  B.  bei  Kalkutta,  wohin  er  sich  nur  gelegent¬ 
lich  verirrt,  während  er  in  ganz  Hinterindien  von  Tenasserim  bis  Rangun  und  Cochin-China  stets  in  Anzahl 
auftritt  und  in  Saigon  sogar  eine  Zierde  des  dortigen  botanischen  Gartens  bildet.  —  Noch  häufiger  ist 
hegesippus.  hegesippus  Cr.,  ursprünglich  aus  West-Sumatra  beschrieben,  aber  auch  in  Singapore,  dem  Lingga- Archipel, 
den  Natuna-Inseln  und  der  Malayischen  Halbinsel  vorkommend.  Neuerdings  hat  Shelford  sein  Vorkommen 
auch  für  West-Borneo  nachgewiesen.  Er  ist  etwas  kleiner  als  indicus,  und  stellt  eine  melanotische  Form 
desselben  dar  mit  reduzierten  weissen  Querbinden  der  Vflgl  und  breiten,  schwarz  bezogenen  Adern  der 
Hflgl,  die  unterseits,  namentlich  bei  sumatranischen  Exemplaren,  breite  braune  Striemen  im  Basalteil  führen, 
die  bei  dem  dort  rein  und  blendend  weissen  indicus  fehlen.  Valve  sehr  von  jener  des  plexippus  differenziert, 
mehr  rectangular,  distal  stark  verengt  mit  schmaler,  dünner  Schnabelspitze.  Während  sich  melanippus, 
indicus  Frühst,  auf  dem  Kontinent  von  Birma  und  Tenasserim  bis  Saigon  kaum  verändert,  beginnt  die  Art 
ihre  starre  Resistenz  aufzugeben,  da  wo  sie  sich  ins  malayische  Inselgewirr  verirrt.  Wenige  Seemeilen  Ent¬ 
fernung  genügen,  um  dort  die  Rassen  so  zu  verändern,  dass  ihre  Zusammengehörigkeit  nur  mit  Mühe  zu 
ermitteln  ist  und  die  einzelnen  Inselformen  in  der  Tat  auch  jahrzehntelang  als  eigene  Arten  angesehen 
wurden.  Besonders  auf  den  Adjacent-Inseln  von  Sumatra  kulminiert  die  Mutationsfähigkeit  der  alten  Species. 
Die  sonst  so  unwandelbare  Grundfärbung  wechselt  von  rotbraun  ( pietersi  von  Engano)  zu  schwarzbraun  und 
schwarz  {keteus,  umbrosus ,  eurydice).  Es  lassen  sich  2  Variationsrichtungen  erkennen.  Die  pietersi- A b z w e i g u n g , 
die  nach  Java  und  eine  zweite  ( eurydice  etc.),  die  nach  den  Nicobaren  zu  gravitiert.  Die  Produkte  beider 
Linien  dürften,  abgesehen  von  dem  Einfluss,  den  das  Meer  als  Trennungsfaktor  ausübte,  zugleich  Relikt¬ 
faunen  darstellen.  —  Die  rotbraunen  pietersi,  welche  wir  aus  Engano  kennen,  mögen  ihren  Ursprung  noch 
aus  der  Landverbindung  mit  Java  herleiten,  während  die  schwarzbraunen  Gestalten  der  nördlicheren  Inseln 
nesippus.  als  die  faunistischen  Fragmente  einer  Landzunge  —  Mentawej-Nias-Nicobaren  —  gelten  dürfen.  — -  nesippus 
F/dr.  von  den  Nicobaren  hat  in  der  Zelle  der  Hflgl  und  deren  nächster  Umgebung  sich  noch  die  Weiss¬ 
zeichnung  des  indicus  und  heyesippus  bewahrt,  namentlich  auf  der  Unterseite,  wo  die  rotbraunen  Submarginal- 
nnibrosus.  mäkeln  nur  wenig  kräftiger  entwickelt  sind  als  bei  der  sumatranischen  Namenstype.  —  Bei  umbrosus  Frühst. 

(77  d)  ist  auf  den  Hflgln  oberseits  bereits  jede  Spur  einer  weissen  Beschuppung  verschwunden,  das  Rotbraun 
der  Unterseite  der  Hflgl  aber  gewinnt  an  Ausdehnung  und  verdrängt  die  weissen  Bänder,  von  denen  nur 
eurydice.  rotbraun  überpuderte  Striemen  übrig  bleiben.  Pulo  Tello  bei  Nias.  -  Bei  eurydice  Btlr.  verschwinden 
auch  unterseits  diese  weissen  Rudimente  und  der  Hflgl  präsentiert  sich  einfarbig  rotbraun  mit  schwarzbraunem 
keteus.  Distalsaum,  der  die  übliche  Doppelreihe  weisser  Punkte  trägt.  Insel  Nias,  sehr  selten.  —  Bei  keteus  Hay. 
endlich  beginnen  auch  die  weissen  rundlichen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  zu  verschwinden,  die  kaum  noch 
halb  so  breit  angelegt  sind  als  bei  umbrosus,  doch  führen  die  Hflgl  unterseits  eine  geringe  circumcellulare 
pietersi.  Aufhellung.  Mentawej-Inseln.  —  pietersi  Doli.  (77  c)  hat  langgestreckte  statt  abgerundete  Vflgl  und  die 
schwach  entwickelten  weisslichen  Subapicalmakeln  sind  grauviolett  überpudert,  ein  unter  den  Danaiden 
einzig  dastehendes  Faktum,  das  auf  der  Abbildung  leider  nicht  genügend  zur  Darstellung  kommt.  Auf  den 
Hflgln  weicht  die  schwarze  Beschattung  der  Oberseite  wieder  zurück,  um  einem  braunen  Zellkern  und  eben¬ 
solchen  Internervalstreifen  Platz  zu  machen,  die  auf  der  Unterseite  ausserdem  noch  ausgedehnt  weiss  bereift 
melanippus.  sind.  Insel  Engano,  häufig.  Hauptflugzeit  April.  -  melanippus  Cr.  bleibt  in  der  Grösse  etwas  hinter 
pietersi  zurück.  Vflgl  hell  gelbbraun  wie  bei  indicus  und  mit  schmälerer  weisser  Subapicalbinde.  Htlgl  ähn¬ 
lich  jenen  von  pietersi,  aber  heller  braun.  Die  Doppelreihe  weisser  Anteterminalpunkte  fast  ebenso  prägnant 
wie  bei  indicus.  Es  treten  namentlich  bei  den  ??  auch  Exemplare  auf  mit  schmalen  weissen  Aderstreifen 
der  Hflgl,  die  namentlich  unterseits  häufig  an  Ausdehnung  gewinnen.  Java,  besonders  im  Westen  der  Insel 
ma/ossona.  bis  etwa  700  m  Höhe.  —  malossona  Frühst,  ist  die  östlichste  der  bekannten  melanipput-Rassen,  die  im  mikro- 
malayischen  Gebiet  teilweise  fehlen.  Bisher  wurde  nur  ein  ?  gefangen,  das  ich  von  Toli-Toli  in  Nord-Celebes 
mitbrachte.  Vflgl  mit  hell  rotbraunem  Anflug  in  der  Zelle  und  dem  Discus,  sehr  deutlichen  weissen  Flecken 
am  Zellapex  und  noch  breiterer  weisser  Schrägbinde  als  indicus.  Hflgl  mit  rein  weisser  Zelle  und  sehr 
langen,  breiten,  an  der  Peripherie  rötlich  überpuderten  Internervalfeldern.  Unterseite  der  Vflgl  hell  rot¬ 
braun  mit  weisslichen  Aufhellungen,  jene  der  Hflgl  mit  rötlichem  Gostalsaum  und  blauweissen  Feldern,  die 
distal  massig  rotbraun  gesäumt  sind. 

hamhasa.  D.  haruhasa  Doli.  (=  erebus  1 lob.)  ist  eine  eigentümliche  Species,  eine  Art  Zwischenstufe  von  mela¬ 

nippus  zu  ismare  durch  den  vorstehenden  Apex  und  die  schmalen  Vflgl.  Die  Vflgl  sind  noch  etwas  spitzer 
als  bei  der  sehr  lang-  und  schmalflügeligen  pietersi  Doh.  von  Engano ,  deren  Grundfärbung  ein  eigentüm¬ 
liches  Sepiabraun.  Die  bei  pietersi  violette,  anstatt  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  bei  haruhasa  auf 
taimanu.  2  weisse  Punkte  reduziert.  Sumbawa,  Flores,  Lombok  auf  300 — 800  m  Höhe;  sehr  selten.  —  taimanu  Doh. 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fruiistoreer. 


197 

ist  eine  kleinere,  rundfliigelige  Kasse  mit  breitem,  weissen,  fein  durch  schwarze  Adern  zerteiltem  Schrägband 
der  Vflgl.  Grundfarbe  heller  gelb  als  bei  der  vorigen  Inselrasse.  Sumba  auf  ca.  300  m  Höhe.  Sehr  selten; 

Doherty  fing  nur  2  Expl.  und  mir  ist  nur  eines  bekannt  aus  der  Sammlung  Dr.  .Marti  .’s.  Die  beiden 
har uhasa- Rassen  leben  im  Gegensatz  zu  den  übrigen  Verwandten ,  insbesondere  den  Seestrand  bewohnenden 
mclanippus  Cr.,  in  der  Bergregion.  Auf  Lombok  tlogen  sie  nicht  wie  gewöhnliche  Danaiden,  sondern  setzten 
sich  auf  die  Blütenkronen  grosser  Bäume  um  sich  bei  der  geringsten  Störung  schleunigst  in  ganz  unerreich¬ 
bare  Höhen  zu  entfernen;  dies  mag  auch  der  Grund  sein,  warum  sie  so  selten  gefangen  wurden.  Dohf.uty 
glaubte  haruhasa  bei  »Nasuma«  ismare  Cr.  unterbringen  zu  dürfen.  Die  Verteilung  der  weissen  Punkte  aul 
allen  Flügeln  und  noch  mehr  die  schmalen  und  langen  internervalen  Striche  von  unentschiedener  Färbung 
verweisen  jedoch  auf  die  Zugehörigkeit  zu  melanippus ,  wofür  auch  die  rotgelbe  Färbung  des  Abdomens 
spricht,  das  oberseits  sehr  breit  schwarz,  unten  kaum  sichtbar  weiss  geringelt  ist.  während  ismare  unterseits 
ein  fast  rein  weisses  Abdomen  besitzt.  Valve  ähnlich  jener  von  melanippus,  aber  ohne  schnabelartige 
Krümmung  der  Spitze. 

D.  lotis  steht  den  melanippus- Formen  so  nahe,  dass  man  sie  als  vikariierende  Rasse  der  Philippinen, 
von  Borneo  und  Celebes  (ihrem  Verbreitungsherd)  betrachten  könnte,  wenn  nicht  mclanippus  neuerdings  durch 
Shelford  auf  Borneo  aufgefunden  und  in  Celebes  durch  malossona  Frühst,  repräsentiert  wäre.  1  rotzdem 
sich  lotis  also  nur  durch  die  Färbung  und  etwas  grössere  und  stets  deutlich  vorhandene  Strigae  vor  dem 
Apex  der  Vflgl-Zelle  von  melanippus  unterscheidet,  wird  sie  sich  wohl  als  Species  behaupten  können. 

Vermutlich  ist  lotis  ein  phyletisch  junger  Zweig  der  melanippus- Gruppe,  der  sich  parallel  neben  melanippus 
entwickelt  hat,  ähnlich  wie  philene  Cr.  auf  den  Molukken  neben  affinis  F.  vorkommt.  Valve  nur  geringfügig 
von  mclanippus  abweichend,  etwas  breiter  und  distal  nicht  zurückgebogen.  Die  Namenstype  lotis  Cr.  hat  ihr  lotis. 

Autor  bereits  aus  Borneo  gekannt;  sie  führt  schmale  weisse  Striemen  auf  allen  Flügeln,  die  von  breitschwarzen 

Adern  begrenzt  werden.  Die  Vflgl  haben  unterseits  einen  fleischroten  Anflug  längs  den  Adern.  Heimat  Süd- 

und  Nordborneo  mit  Ausnahme  des  äussersten  Norden.  —  mezentius  subsp.  nov.  von  Sandakan,  die  auch  aut  mezentius. 

einigen  Nachbarinseln  wie  Balabac  au  ft  ritt  und  sich  durch  viel  breitere  weisse  Quer-  und  Subapicalbinden 

der  Vflgl  und  ausgedehntere  Intranervalstriemen  der  Hflgl  auszeichnet.  Auf  der  Unterseite  aller  Flügel 

gewinnen  die  weissen  Flecken  an  Ausdehnung,  während  die  schwarzen  Adern  der  Htlgl  nur  noch  als  dünne 

Linien  das  Medianfeld  durchziehen.  —  edmondi  Boug.  ist  eine  noch  ausgesprochenere  albinotische  Form  edmondi. 

der  nördlichen  Philippinen ,  die  doit  sehr  häufig  ist.  Bei  ihr  verbreitern  sich  auch  noch  die  subapicalen 

Doppelreihen  weisslicher  Makeln  der  Hflgl.  philozigefes  Frühst,  ist  eine  dunklere  Form  der  südlichen  phitozigetes. 

Philippinen,  bei  der  die  Adern  wiederum  etwas  ausgedehnter  schwarz  bereift  sind  und  die  Antemarginal- 

flecken  der  Hflgl  in  der  Grösse  etwa  die  Mitte  halten  zwischen  jenen  von  mezentius  und  edmondi.  Bazilan, 

Mindanao,  Palawan.  —  celebensis  Stgr.  (fr  uh  stör  f er  i  Ilöb.)  ist  eine  habituell  grössere  Form  mit  sehr  langen,  celebensis. 
aber  schmalen  Subapicalstrigae  der  Vflgl  und  besonders  dadurch  von  allen  genannten  Zoffs-Zweigrassen  zu 
trennen,  dass  die  Adern  der  Vtlgl  ober-  wie  unterseits  ausgedehnt  rotbraun  gestreift  sind,  celebensis  ist  aus  der 
Minahassa  beschrieben  und  südlicher  als  Toli-Toli  noch  nicht  beobachtet  worden.  —  lotina  Frühst,  von  den  lotina. 
Natuna-Inseln  bildet  eine  Zwischenstufe  von  allen  genannten  geographischen  Abarten  durch  die  breiten  Sub- 
apicalmakeln  der  Vflgl,  die  an  celebensis  erinnernde,  aber  schwächere  rötliche  Aderstreifung  der  Vflgl  und 
die  wie  bei  lotis  sehr  schmalen  Strigae  der  Hflgl.  Alle  nichtphilippinischen  ZoZfs-Subspecies  zählen  zu  jenen 
geflügelten  Dokumenten,  die  uns  die  entschwundenen  Landbrücken  Mindanao-Borneo  und  Mindanao-Celebes 
wieder  in  lebhafte  Erinnerung  bringen. 

D.  philene  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  plexippus-  und  melanippus- Reihe  und  beginnt  da 
einzusetzen,  wo  genannte  Arten  den  Endpunkt  ihrer  östlichen  Verbreitung  finden  und  bewohnt  die  Molukken 
und  Teile  von  Neu-Guinea  sowie  dessen  Gestade-Inseln.  Oberseits  ist  die  melanipp ws-Zeichnung  noch  vor¬ 
handen,  unterseits  differiert  aber  philene  von  ihren  westlichen  Verwandten  durch  breit  aufgetragene  Striemen 
modifizierter  Schuppen,  welche  die  Adern  der  Hflgl  begleiten.  Durch  manchmal  auftretende  weisse  Zell¬ 
kerne  und  weissliehe  Circumzellularmakeln  erinnern  einige  philene- Rassen  an  affinis.  —  philene  Cr.  (7®d ),  philene.  I  £ 
die  Namensform  der  Süd-Molukken  ist  auf  Ceram,  Amboina  und  den  Uliassern  sehr  gemein  und  geht  nordwärts 
bis  Buru.  cd?  treten  in  2  Formen  auf,  einer  dunkelrotbraunen  und  einer  hellrotgelben,  letztere  führt  ge¬ 
wöhnlich  auch  noch  mehr  oder  weniger  deutliche  weisse  Fleckchen  in  und  um  die  Zelle  der  Htlgl  (forma 
luxurians  Frühst.)  (76  d),  die  überall  neben  der  dunklen  Hauptform  auftritt.  Valve  mit  deutlich  abgerundeter  /uxurians. 
Spitze,  jedoch  ohne  die  schnabelartige  Umbiegung  des  melanippus -Typus.  —  oros  Frühst.  (7^d)  von  Obi  ist  oros. 
eine  melanotische  Inselrässe  mit  namentlich  bei  den  ??  stark  reduzierter  weisser  Schrägbinde  der  Vflgl,  die 
zugunsten  der  dominierenden  schwarzen  Grundfärbung  zurücktritt  und  deren  einzelne  Flecken  sich  zu  iso¬ 
lieren  beginnen.  Adern  aller  Flügel  breiter  schwarz  bezogen,  desgleichen  der  Distalsaum  der  Hflgl,  von 
dem  aus  deutlichere  schwarze  Zähne  in  die  Flügelmitte  hineinragen.  —  nubila  Btlr.,  eine  habituell  grössere  nubila. 
Rasse,  bewohnt  die  Nordmolukken,  ist  in  der  Regel  dunkler  rotbraun  als  philene  mit  spärlicheren  weissen 
Punkten  auf  allen  Flügeln  und  schärfer  abgesetztem  Distalsaum  der  Hflgl.  Batjan,  Halmaheira,  sehr  häufig. 

—  subnublla  Frühst,  ist  etwas  kleiner  von  Gestalt.  Beide  Geschlechter  halten  in  der  Grösse  die  Alitte  subnubila. 
zwischen  rubrica  Frühst,  von  Palau  und  nubila  Btlr.  von  Batjan,  nähern  sich  in  der  Färbung  transfuga  Frühst. 


198 


DANA1DA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Weisse  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  erheblich  schmäler  als  bei  nubila,  jedoch  breiter  als  bei  oros  Frühst. 
von  Obi,  Vflgl  mit  nur  schmalem  rotbraunen  Streifen,  der  wiederum  breiter  ist  als  bei  transfuga  und  schmäler 
als  bei  nubila  und  oros.  Schwarzer  Distalsaum  der  Htlgl  sehr  breit,  den  Übergang  bildend  von  transfuga  zu 
transfuga.  nubila.  —  transfuga  Frühst.  (=  batjana  Frühst.),  unbekannter  Herkunft  (Morotai,  Sula-Inseln ?) ,  stellt  die 
dunkelste  bekannte  Rasse  vor,  bei  der  das  Rotbraun  der  Vtlglzelle  verschwindet,  um  der  schwarzen  Apical- 
und  Costalfärbung  Platz  zu  machen.  Htlgl  durch  zusammenfliessenden  Adernbezug  bis  zur  Zelle  hinauf 
geschwärzt,  die  weissen  Makeln  der  Vflgl  wegen  ihrer  Kleinheit  noch  isolierter  stehend  als  bei  oros.  —  Mit 
obscura.  obscura  Capr.  sind  am  Museum  in  Brüssel  Waigiu-Exemplare  bezeichnet,  ob  die  Form  aber  wirklich  be¬ 
schrieben  ist,  konnte  ich  nicht  feststellen.  Vtlglzelle  etwas  weniger  geschwärzt  als  bei  transfuga ,  die  weisse 
Schrägbinde  der  Vflgl  in  der  Regel  auffallend  breit,  viel  ausgedehnter  als  bei  nubila  und  transfuga.  —  Die 
hixurians.  Form  luxurians  timtet  sich  häufig  neben  der  rotbraunen  Hauptform.  Insel  Waigiu,  nicht  selten.  —  Bei 
pseudo-  pseudophilene  Frühst,  ist  die  melanotische  Färbung  noch  weiter  fortgeschritten.  Beim  cf  charakterisiert 
philene.  s{ch  die  Flügeloberseite  durch  die  grössere  Ausdehnung  der  schwarzen  Grundtärbung,  welche  den  bei  philene 
und  Verwandten  rotbraunen  Streifen  in  der  Vflgl-Zelle  bereits  völlig  verdrängt  hat.  Die  Flecken  zwischen 
den  Medianadern  der  Vflgl  erscheinen  dunkel  leder-  anstatt  rotbraun.  Die  Adern  der  Htlgl  sind  so  breit 
schwarz  gesäumt,  dass  die  dunkelbraunen  Internervalstreifen  sich  verringern  müssen,  dagegen  ist  die  schwarze 
Distalverbrämung  der  Htlgl  weniger  deutlich  als  bei  philene  Cr.  und  obscura  Capr.  Unterseite:  Apicalteil 
braunschwarz  anstatt  tiefschwarz  wie  bei  philene,  die  Basalhälfte  der  Vflgl  matt  lederbraun.  Die  Adern  der 
Htlgl  von  weniger  prominenten  und  mehr  grauen  als  schwarzen  Duftstreifen  begleitet.  Die  submarginale 
Doppelserie  von  weissen  Punkten  lebhafter  als  bei  obscura  Capr.  Abdomen  oben  schwarzbraun,  unten  fahl- 
molyssa.  braun.  -  molyssa  Frühst.  (77  e)  ersetzt  philene  in  Britisch-Neu-Guinea.  cf  von  schwarzbrauner  Grundfarbe 
mit  dunkelcacaobraunen  Streifen  in  der  Zelle  und  zwischen  den  Adern,  über  welche  ein  eigentümlicher, 
rötlich- violetter  Schimmer  ausgegossen  ist.  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  rein  weiss ,  sehr  deutlich ,  breiter  als 
bei  woodlarkiana  und  bei  ferruginea  Btlr.  Htlgl  nur  mit  einer  admarginalen  Serie  weisser  Punkte.  Unterseite: 
fast  gleichmässig  dunkel  lederbraun  mit  nur  schwachen  Resten  eines  Apicalbezugs.  Die  subapicale  Schräg¬ 
binde  setzt  sich  aus  längeren,  weissen  Flecken  als  bei  woodlarkiana  zusammen.  Diese  Flecken  sind  jedoch 
etwas  schmäler  und  kürzer  als  bei  pseudophilene  und  ferruginea  Btlr.  Die  Adern  kaum  merklich  von  tief- 
schwarzen  Duftstreifen  begleitet.  Die  submarginale  Doppelserie  von  weissen  Punkten  sehr  deutlich;  von  der 
Collingwoodbai  oder  vorgelagerten  Inseln,  cf -Type  in  London  gekauft,  molgssa  bildet  das  dunkelste  Extrem 
der  philene- Reihe  und  zugleich  einen  Übergang  zu  ferruginea  Btlr.,  von  der  sie  jedoch  durch  die  auffallend 
wood-  schwarze  Färbung  und  den  vorspringenden  Apex  der  Vflgl  zu  trennen  ist.  —  woodlarkiana  Frühst,  steht 
larkiana.  ({er  molgssa  recht  nahe,  cf:  Die  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl  etwas  grösser  als  bei  mytilene  Fldr.  von 
Dorey  und  kiriwina  Frühst-.,  schmäler  und  rundlicher  als  bei  ferruginea  Btlr.  und  molgssa  Frühst.  Htlgl : 
etwas  reichlicher  dunkler  cacaofarben  gestreift  als  pseudophilene.  Der  schwarze ,  sehr  breite  Distalsaum 
markanter  als  1*5  i  der  Sorrongform.  Die  submarginale  Weisspunktierung  sehr  undeutlich.  Unterseite:  Basal¬ 
hälfte  der  Vflgl  lichter  und  ausgedehnter  braun  gefärbt  als  bei  pseudophilene.  Htlgl:  Die  Internervalstreifen 
kürzer  und  lichter;  jenseits  der  Zelle  zwei  weisse  Flecken  (ähnlich  wie  bei  bonguensis  Frühst.,  kiriwina  und 
fergussonia  Frühst.).  Adern  von  sehr  breiten,  grauschwarzen  Duftschuppen  begrenzt.  Abdomen  oben  schwarz, 
mysolica.  unten  fahlbraun.  Insel  Woodlark.  -  mysolica  Moore  von  Mysole  beschrieben,  wohl  ähnlich  auch  auf 
Salwatti  vorkommend,  ist  mir  in  natura  unbekannt,  der  Beschreibung  nach  muss  sie  der  obscura  von  Waigiu 
rubrica.  nahestehen.  —  rubrica  Frühst,  endlich  ist  eine  Zwergform  von  den  weltfernen  Palau-Inseln ;  cf:  Kleiner, 
Flügel  rundlicher,  Htlgl  breiter  schwarz  gesäumt  als  bei  nubila  Btlr.  von  Halmaheira,  Batjan.  Die  sub¬ 
apicale  Querbinde  der  Vflgl  besteht  aus  5  anstatt  6  —  7  weissen  Flecken.  Die  oberen  Flecken  erscheinen 
enger  aneinander  geschmiegt,  gleichmässiger,  der  unterste  dagegen  rückt  in  distaler  Richtung  weiter  aus  der 
Reihe  und  steht  ganz  isoliert.  Unterseite:  Das  basale  Rot  der  Vflgl  nach  aussen  schärfer  vom  schwarzen 
Apicalsaum  abgegrenzt,  die  Weisspunktierung  der  Vflgl  reduziert.  Duftstreifen  der  Htlgl  längs  den  Adern 
schmäler,  wodurch  die  rotbraunen  Flecken  Raum  gewinnen  sich  auszudehnen.  —  In  Deutsch-Neu-Guinea 
bonguensis.  scheint  philene  durch  bonguensis  Frühst.  (77 e)  vertreten  zu  sein,  die  von  anderen  Autoren  und  mir  als  zu 
mytilene  (77  c)  gehörig  betrachtet  wurde,  es  hat  sich  aber  durch  Untersuchungen  der  Klammerorgane  heraus¬ 
gestellt,  dass  sie  nicht  mit  mytilene  verwandt  ist,  denn  ihre  Valve  ist  fast  dreimal  so  breit  als  jene  von 
mytilene ,  der  Uncus  ist  wesentlich  kräftiger  gebaut  und  am  proximalen  Ende  von  fast  quadratischem  Umriss, 
ohne  die  sanften  Rundungen  des  Uncus  von  mytilene.  Mit  philene  hat  bonguensis  das  Erscheinen  der  auch 
auf  der  Abbildung  erkenntlichen  forma  luxurians  gemeinsam.  Am  häufigsten  aber  sind  Exemplare  von  ein¬ 
farbigem  lederbraun  ohne  Discalflecken,  ja  sogar  ohne  die  subterminalen  Randflecken  der  Htlgl.  bonguensis 
fliegt  nach  Hagen  von  Dezember  bis  April,  dann  wieder  im  Juni  bis  August,  und  geht  bis  etwa  800  m  Höhe. 
Die  eigentliche  mytilene  oder  eine  Schwesterrasse  von  ihr  sind  in  Deutsch-Neu-Guinea  bisher  noch  nicht  an¬ 
getroffen  worden,  so  dass  Kaiser -Wilhelmsland  ärmer  an  Arten  dieser  Gruppe  ist  als  das  benachbarte 
Britisch-Neu-Guinea  und  auch  der  holländische  Teil  der  Rieseninsel. 
mytilene.  D.  mytilene  Fldr.  (pullata  Btlr.)  (77e)  ist  in  Holländisch-Neu-Guinea  anscheinend  nicht  sehr  selten. 

Sie  ist  leicht  zu  erkennen  durch  die  zerstreuten  kleinen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  hellbraune  Felder, 
welche  die  dunkelbraune  Grundfarbe  zerteilen,  die  auf  der  Abbildung  leider  nicht  zum  Ausdruck  kommen. 


DANAIDA.  Von  H.  Fhuhstoreer. 


199 


Die  Unterseite  präsentiert  sich  wie  oben ,  nur  ist  das  Basalfeld  der  Vflgl  etwas  aufgehellt  und  die  Adern 
der  Hflgl  werden  bei  den  meisten  Exemplaren  von  Striemen  mattglänzender,  schwarzbrauner,  modifizierter 
Schuppen  begleitet,  Valve  auffallend  spitz,  beinahe  rüsselförmig,  Uncus  länglich  walzenförmig  mit  lang- 
heborsteten  Narben  besetzt.  Dorey,  vermutlich  auch  andere  Lokalitäten  der  Geelvinkbai.  —  Als  sicher 
zu  mytilene  gehörig  betrachte  ich  wegen  der  lichtbraunen  Felder  der  Oberseite  aller  Flügel  auch  decipiens  Btlr.,  decipiens. 
die  sehr  häufig  auf  den  Salomons-Inseln  vorkommt ,  von  kleinerer  Gestalt  ist  und  im  Discus  der  Hflgl, 
namentlich  aber  auf  deren  Unterseite  grosse  längliche,  zumeist  rechteckige  weisse  Flecken  führt.  Auch  die 
innere  Reihe  submarginaler  Makeln  ist  prägnanter,  während  die  äussere  sich  aus  weissen  Pünktchen  zu¬ 
sammensetzt.  Uncus  relativ  kurz,  distal  abgeschrägt,  Valve  mit  rüsselartiger  Spitze. 

D.  ferruginea  Btlr.  scheint  mytilene  in  Britisch  Neu-Guinea  zu  ersetzen.  Grundfarbe  gleiehmässig  fermginea. 
dunkelbraun  ohne  Aufhellung,  die  subapicale  weisse  Schrägbinde  ähnlich  jener  von  molyssa  (77  e),  nur  noch 
prägnanter.  Adern  der  Hflglunterseite  fast  stets  ohne  Duftstreifen.  Milnebai.  kiriwina  Frühst.  (77  e)  kiriwina. 
führt  wiederum  sehr  kleine  weisse  Subapicalmakeln ,  die  isoliert  stehen.  Auch  die  Randpunkte  der  Hflgl 
sind  sehr  verkleinert.  Alle  Flügel  sind  im  Discus  etwas  heller  in  der  Distalpartie,  zeigen  aber  nicht  die 
schimmernden  Felder  der  mytilene.  Unterseite  noch  lichter  als  oben,  die  Basalhälfte  aller  Flügel  verwaschen, 
rötlich  gelbbraun.  Hflglzelle  von  kleinen  weissen  Makeln  umgeben.  Submarginalpunktierung  zierlicher  als 
bei  ferruginea  und  mytilene.  Kiriwina.  Valve  kürzer  ohne  deutliche  distale  rüsselförmige  Verlängerung. 

Uncus  gleichmässiger  ohne  dorsale  Abschrägung.  —  tergussonia  Frühst.  Beide  Geschlechter  grösser  als  fergussonia. 
die  vorhergehende  und  ferruginea  Btlr.,  die  subapicale  Fleckenreihe  besteht  aus  ziemlich  grossen,  weissen 
länglichen  Flecken,  die  annähernd  die  Gestalt  der  korrespondierenden  Makeln  bei  ferruginea  erreichen.  Die 
Grundfärbung  von  fergussonia  ist  noch  bedeutend  heller  als  bei  kiriwina,  dazu  tritt  noch  eine  Vermehrung 
und  Ausdehnung  der  circumcellularen  Flecken  im  Discus  der  Hflgl,  die  von  der  Unterseite  deutlich  durch¬ 
scheinen.  Flügelunterseite  bleicher,  was  besonders  im  Basalteil  der  Vflgl  auffällt.  Die  Adern  der  Hflgl 
ausgedehnter  und  heller  grau  von  Duftstrahlen  umgeben  als  bei  kiriwina.  Fergusson,  d'Entrecasteaux-Insel.  • — 
pittakus  Frühst..  Heller  braun  als  mytilene  und  ferruginea,  jedoch  ohne  den  discalen  fahlen  Ton,  der  fergussonia  pittakus. 
eigentümlich  ist.  Die  weissen  subapicalen  Flecken  stehen  isolierter.  Die  submarginalen  weissen  Punkte 
prominenter  als  bei  den  übrigen  mytilene  -  Rassen  und  länglicher  geformt.  Heimat  unbekannt,  vermutlich 
Inseln  in  der  Geelvinkbai.  —  jobiensis  Gr.-Sm.  steht,  pittakus  sehr  nahe,  die  weisse  Subapicalbinde  der  jobiensis. 
Vflgl  sefzt  sich  aus  kleineren  oblongen  Makeln  zusammen  und  die  Adern  der  Hflgl  sind  mit  breiten  Andro- 
conienstreifen  belegt.  Inseln  Jobi,  Roon  der  Geelvinkbai.  —  adustus  Godm.  u.  Salv.,  aus  Neu-Mecklenburg  adustus. 
beschrieben,  glaube  ich  auch  hier  unterbringen  zu  dürfen.  Ähnlich  wie  decipiens  von  kleiner  Gestalt,  stark 
abgerundeten  Vflgln,  schliesst  sich  die  fahlbraune  Grundfarbe  eng  an  kiriwina  an.  Die  subapicalen  Makeln 
der  Vflgl  sind  zu  Punkten  reduziert  und  die  Hflgl  führen  nur  unterseits  kleine  weisse  circumcellulare 
Makeln.  Im  Bismarck-Archipel  überall  häufig.  —  biseriata  Btlr.  aus  Neu-Lauenburg  ist  von  den  vier  Jahre  biseriata. 
früher  beschriebenen  adustus  kaum  zu  unterscheiden.  Nach  dem  mir  vorliegenden  2  scheint  es  eine  dunkler 
braune  Zwergform  zu  sein.  —  insolata  Btlr.  ist  eine  Inselrasse  der  Salomonen  ohne  genauen  Fundort  in  insolata. 
einem  Reisewerk  beschrieben,  führt  etwas  deutlichere  weisse  Flecken  als  adustus. 

D.  affinis  und  Verwandte  bilden  eine  Gruppe,  bei  der  die  Striemen  der  Androconien  oder  sonst 
modifizierten  Schuppen  nicht  direkt  die  Adern  begleiten,  sondern  teilweise  durch  weisse  Striche  von  ihnen 
getrennt  sind.  Valve  bei  den  australischen  Rassen  mit  etwas  stumpferer  Spitze  als  bei  den  äusserlich  sehr 
modifizierten  westmalayischen  Unterarten.  Uncus  äusserst  zart,  palpenförmig,  mit  feinen  Wimpern  besetzt. 

Der  nomenklatorische  Typus  stammt  aus  Australien.  Wenngleich  affinis  von  den  Salomonen  bis  Java  und 
der  malayischen  Halbinsel,  von  den  Philippinen  bis  Bonerate  vorkommt,  also  ein  Gebiet  bewohnt,  das  jenes 
von  plexippus  L.  an  Ausdehnung  weit  übertrifft  und  mit  Ausnahme  der  Molukken,  wo  er  fehlt,  überall  sogar  neben 
plexippus  fliegt,  halten  einige  Autoren  an  der  Anschauung  fest,  dass  affinis  nur  <  Varietät »  von  plexippus  sei. 
affinis  gehört  zweifellos  zu  den  wenigen  Species,  die  von  Australien  aus  westwärts  gewandert  sind  und  bis 
zur  malayischen  Halbinsel  Vordringen  konnten.  —  cometto  Godm.  u.  Salv.  bezeichnet  eine  Form  der  Salo-  cometto. 
monen;  den  Namen  fand  ich  im  British  -  Museum ,  konnte  aber  einen  Literatur -Nachweis  bisher  nicht  auf- 
spüren.  —  affinis  F. ,  die  der  Namenstype  analoge  Subspecies,  bewohnt  das  tropische  Australien,  die  Aru,  affinis. 
Key-  und  deren  Nachbarinseln  und  ist  auch  von  Banda  und  Goram  in  meiner  Sammlung,  cf  cf  unter¬ 
scheiden  sich  vom  abgebildeten  affinoid.es-  cf  (77  d)  durch  den  fehlenden  weissen  Zellstrich  der  Vflgl  und 
verblasstere  weisse  Submarginalpunkte  der  Hflgloberseite.  Bei  den  22  verbreitert  sich  das  weisse  Feld  der 
Hflgl  noch  etwas.  Auf  den  Aru-Inseln  und  auch  bei  der  affinis- Rasse  von  West-Holländisch  Neu-Guinea 
treten  sehr  selten  auch  melanotische  Exemplare  auf.  —  f.  vorkeänus  Röb.  (Name  von  Vorkein,  einem  Ort  vorkeimis. 
auf  Aru),  bei  der  die  weissen  Felder  aller  Flügel  dicht  schwarz  bestäubt  sind  und  das  zwischen  den  Me¬ 
dianen  der  Vflgl  unterhalb  der  Zelle  befindliche  fast  völlig  verschwindet.  —  galacterion  Frühst.  Auf  den  galacterion. 
Fergusson-Inseln  hat  sich  affinis  in  der  Weise  modifiziert,  dass  die  weisse  subapicale  Fleckenbinde  der  Vflgl 
und  die  circumcellularen  Makeln  der  Hflgl  an  Ausdehnung  zunehmen.  Unterseite:  das  Weiss  der  Vflglmitte 
beginnt  sich  mit  rötlichen  Schuppen  zu  überziehen  und  die  submarginalen  Keilflecken  der  Hflgl  erscheinen 
dunkel  rotbraun  statt  gelblich  wie  bei  affinis.  Wir  beobachten  demnach  bei  galacterion  eine  Aufhellung  und 


‘200  DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 

ein  Anwachsen  der  weissen  Zeichnung  auf  der  Flügeloberseite  und  eine  Verdunklung  auf  der  Flügelunter- 
strephon.  seite.  Fergusson,  d’Entrecasteaux-Inseln.  —  strephon  Frühst,  sind  Exemplare  aus  Neu-Guinea,  welche  die 
Mitte  halten  zwischen  affinis  F.  von  Australien  und  galacterion  in  der  Gestaltung  der  weissen  Schrägbinde 
der  Vflgl  und  in  dem  Rotbraun  der  Keilflecke  der  Hflglunterseite ,  das  etwas  heller  ist  als  bei  galacterion, 
aber  immer  noch  dunkler  als  bei  affinis.  Patria:  Etnabai  und  Kapaur,  Südwest-Holländisch  Neu-Guinea  von 
H.  K  ühn  und  W.  Doherty  entdeckt.  Auch  bei  strephon  erscheint  als  Aberration  die  f.  vorkeinus.  — 

affinoides.  affinoides  Frnlist.  (77 d)  steht  affinis  F.  von  Australien  und  Key  am  nächsten,  differiert  von  dieser  im  cf 

durch  reichere  weisse  Sprenkelung  aller  Flügel,  die  breitere  Schrägbinde  und  den  breiten  weissen  Zellstrich 
auf  der  Vflgloberseite.  Unterseite:  der  Apex  der  Vtlgl  ist  braun  und  nicht  schwarz  und  die  Hflgl  sind 
dunkel  kaffeebraun  und  nicht  hell  rötlichbraun  gepfeilt.  Heimat  :  Talaut  -  Inseln  nördlich  von  Celebes. 
Während  affinoides  der  australischen  Stammform  noch  sehr  nahesteht ,  entfernt  sich  eine  Rasse  der  gleich¬ 
falls  zur  Talaut-Gruppe  gehörigen  Insel  Taruna  auffallend  von  affinis,  so  dass  man  beinahe  glauben  könnte, 
eine  besondere  Art  vor  sich  zu  haben ,  wenn  nicht  Übergänge  wie  decentralis  (77  d)  beweisen  würden ,  dass 
bei  affinis  die  schwarze  Grundfarbe  sich  sehr  leicht  in  Dunkelrot,  ja  sogar  hell  Gelbbraun  verändern  kann. 

taruna.  Jedenfalls  sieht  taruna  Frühst,  von  dem  gleichnamigen  Hafenort  der  Insel  Sangir  der  decentralis  (77  d) 

sehr  ähnlich ,  ist  von  Gestalt  viel  grösser  und  führt  nur  einen  unbedeutenden  weissen  Fleck  vor  dem  Ird 
der  Vtlgl  und  kürzeren  weissen  Fleck  in  der  Hflglzelle.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  hell  rotbraun  ohne 
sangira.  Spur  einer  discalen  Fleckung.  —  sangira  Frühst,  ist  nur  eine  Form  der  vorigen,  kommt  in  der  Grösse  der 
taruna  recht  nahe,  hat  auch  ungefähr  dieselbe  Zeichnung,  nur  führt  sie  einen  sehr  grossen  weissen  Fleck 
zwischen  der  hinteren  Mediane  und  Submediane  der  Vflgl,  grösseren  weissen  Zellkern  und  verlängerte 
decentralis.  weisse  Gircumcellularmakeln  der  Hflgl.  Insel  Sangir.  —  decentralis  Frühst.  (77  d)  bewohnt  alle  östlich  von 
Celebes  gelegenen  Inseln  der  Peling-  und  Sula-Gruppe,  wo  sie  überall  sehr  häufig  ist.  Habituell  kleiner 
als  sangira,  führt  sie  ein  viel  schmaleres  weisses  Subapicalband  der  Vflgl,  auch  erscheinen  bei  vielen  Exem¬ 
plaren  weisse  Zellstriche  der  Vtlgl,  aber  auch  die  oberseits  am  meisten  verdunkelten  Stücke  führen  dennoch 
über  der  Submediane  der  Vflglunterseite  einen  sehr  breiten  und  langen  weissen  Fleck,  wodurch  sich  decentralis 
fu/gurata.  von  fulgurata  Btlr.  aus  dem  südlichen  und  östlichen  Celebes  konstant  unterscheidet.  Viele  fulgurata  führen 
gar  keine  weisse  Aufhellung  der  Vflgl  und  auch  der  kleine  Zellfleck  der  Hflgl  kann  schwarz  überstäubt 
leucippus.  erscheinen.  —  Eine  interessante  Form  ist  leucippus  Röb.  von  Kisser  und  Wetter,  deren  Grundfarbe  vor¬ 
herrschend  weiss  ist,  mit  der  üblichen  schwarzen  Flügelumrahmung  und  einigen  hell  gelbbraunen  Streifen 
der  Oberseite.  Die  Hflgl  tragen  unterseits  grosse  ledergelbe  rundliche  Submarginalmakeln,  die  sich  manch- 
chionippe.  mal  pfeilförmig  bis  nahe  an  die  Zelle  erstrecken.  —  chionippe  Hbn.  ist  eine  sehr  nahestehende  Rasse  der 
Insel  Timor,  bei  der  die  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  der  Discus  der  Hflgl  noch  breiter  weiss  an- 
coriacea.  gelegt  sind.  —  coriacea  Frühst,  von  Alor  ist  dagegen  eine  Form,  bei  der  das  Weiss  aller  Flügel  bereits  in 
hell  Ledergelb  übergeht,  auf  den  Vflgln  manchmal  sogar  völlig  dadurch  verdrängt  wird.  Die  Unterseite 
der  Vflgl  zeigt  keine  Spur  einer  weissen  Aufhellung  und  somit  leitet  die  geographische  Form  von  Alor 
tambora.  hinüber  zu  tambora  Frühst.  (77  d),  bei  der  die  Vtlgl  stets  gleichmässig  gelbbraun  bleiben.  Das  weisse  Feld 
der  Hflgl  bleibt  an  Ausdehnung  gleichfalls  hinter  coriacea  und  chionippe  zurück.  Sumbawa,  Lombok.  Auf 
letzterer  Insel  beobachtete  ich  tambora  im  Mai  ausschliesslich  am  Rande  der  lichten  Wälder  an  der  Siicl- 
kiiste  und  zwar  ganz  nahe  dem  Meere.  Einige  Kilometer  landeinwärts  scheint  die  Danaide  schon  nicht 
hegesippus.  mehr  vorzukommen.  —  hegesippus  Röb.  ist  nach  dem  einzigen  mir  vorliegenden  cf  beurteilt,  von  Statur 
grösser  als  tambora’  und  das  Weiss  der  Hflgl  auf  die  Zelle  und  kleine  Makeln  jenseits  derselben  beschränkt. 
litoralis.  Insel  Bonerate  zwischen  Flores  und  Celebes.  —  litoralis  Doh.  bezeichnet  eine  kleine  Inselrasse  mit  rund¬ 
licheren  Flügeln  als  tambora  und  ausgedehnteren  und  reiner  weissem  Discus  der  Hflgl.  Sumba.  Anscheinend 
fuliginosa.  sehr  häufig.  —  fuliginosa  üag.  ist  eine  sehr  variable  Form  von  der  Insel  Bawean  mit  sehr  breiter  weisser 
Schrägbinde  der  Vflgl  und  mit  vorherrschend  gelbbraunen  statt  schwarzen  Hflgln.  Der  Discus  der  Htlgl 
ist  manchmal  nur  mit  unbedeutenden  weissen  Makeln  besetzt,  so  dass  man  von  rotgelben  Flügeln  mit  weissen 
Fleckchen  sprechen  kann,  bei  vielen  cf?  dagegen  verdrängt  das  weisse  Feld  die  Grundfärbung  bis  auf 
astakos.  wenige  Strahlen.  —  Als  f.  astakos  Frühst,  ist  eine  anscheinend  der  vorkeinus  verwandte  Abweichung  be¬ 
schrieben.  Die  weisse  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  wie  bei  melanippus  pietersi  Doh.  von  Engano 
violett  überpudert,  die  discale  Weissfleckung  der  Htlgl  fehlt  oberseits  und  ist  auch  unten  nur  leichthin  an¬ 
gedeutet.  Die  Flügelform  verlängert  sich  und  die  Oberseitenfärbung  gemahnt  denn  auch  an  melanippus  Cr. 
von  Java,  dass  man  an  ein  Kreuzungsprodukt  dieser  Art  mit  affinis  fuliginosa  denken  könnte,  was  natürlich 
kawiensis.  ausgeschlossen  ist,  weil  melanippus  auf  Bawean  anscheinend  nicht  vorkommt.  -  kawiensis  Fiuhst.  bezeichnet 
eine  kleine  Abweichung  von  fuliginosa,  sie  soll  vom  Vulkan  Kawie  aus  dem  östlichen  Java  stammen,  ich 
bezweifle  jetzt  aber  deren  Herkunft,  weil  alle  affinis  Verwandten  Strandbewohner  sind.  Die  Type  ist  kleiner 
als  fuliginosa,  die  Vflglzelle  etwas  dunkler  als  bei  der  Bawean-Rasse,  die  Hflgl  führen  nur  eine  Reihe  weisser 
Punkte  und  im  Discus  ihrer  Unterseite  ist  die  Weissfleckung  auf  einige  circumcellulare  Streifen  zusannnen- 
gedrängt.  Ein  ähnliches  Exemplar  sah  ich  einmal  in  der  Sammlung  eines  Liebhabers  in  Batavia.  Sicher 
aus  Java  stammt  endlich  eine  weitere  geographische  Form,  die  zwar  schon  ganz  den  Eindruck  einer 
artenice.  distinkten  Species  macht  und  bereits  seit  1782  bekannt  ist,  nämlich  artenice  Cr.  aus  der  Umgebung  von 
Batavia  und  Samarang  beschrieben,  aber  sehr  lokal  und  anscheinend  selten,  denn  mir  sind  nur  wenige 


Ausgegeben  20.  V.  1910. 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


•201 


Exemplare  zu  Gesicht  gekommen,  artenice  ist  ein  kleiner  Falter  von  nur  50  mm  Spannweite  und  durchweg 
gelbbrauner  Grundfarbe.  Das  allen  anderen  Rassen  gemeinsame  discale  Weiss  der  Hflgloberseite  verschwindet 
völlig  und  ist  auch  unterseits  kaum  angedeutet,  artenice  bildet  somit  den  denkbar  grössten  Gegensatz 
zu  —  malayana  Frühst.  (77  d),  eine  hochspezialisierte  Form  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung ,  von  malayana. 
der  jahrzehntelang  nur  ein  cf  bekannt  war,  dessen  Fundort,  die  malayische  Halbinsel,  noch  dazu  an- 
gezweifelt  wurde.  Ich  fand  die  Art  aber  in  ziemlicher  Anzahl  in  Bangkok,  wo  die  schöne  Form  am  rechten 
Ufer  des  Menam  auf  Blumen  und  Gräsern  der  ausgedehnten  Tempelgärten  nahe  den  Kanälen  nicht  selten 
anzutreffen  war.  So  ist  affinis,  die  variabelste  aller  asiatischen  iJanais,  auch  bis  zum  Kontinent  vorgedrungen 
und  wird  sich  gewiss  längs  der  Meeresküste  von  Siam  aus  noch  weiter  verbreiten,  malayana  führt,  wie  aus 
der  Abbildung  ersichtlich,  das  meiste  Weiss  der  Hflgl  und  die  Medianzone  ist  nach  unten  scharf  begrenzt 
mit  nur  noch  geringem  gelblichen  distalen  Anflug.  Wenngleich  die  Valve  etwas  spitzer  als  bei  affinis 
gebaut  ist,  glaubte  ich  malayana  doch  nicht  spezifisch  von  affinis  ahtrennen  zu  dürfen,  auch  nicht  trotz  der 
erheblich  veränderten  Zeichnung,  die  durch  Zwischenformen  mit  den  mikromalayischen  Rassen  verbunden 
ist.  —  abigar  Eschsch.  ist  die  einzige  von  den  Philippinen  erwähnte  «/’/mis-Repräsentantin,  anscheinend  sehr  abigar. 
lokal  und  selten,  da  sie  mir  in  natura  unbekannt  blieb.  Nach  der  Abbildung  erinnern  die  Hflgl  an  affinoides 
und  sind  wie  diese  breit  schwarzbraun  umrahmt  ohne  Spur  gelblicher  Zeichnung.  Das  weisse  Medianfeld 
der  Hflgl  ist  fast  so  ausgedehnt  wie  bei  affinoides,  besonders  auf  der  Unterseite,  die  rotgelbe  Pfeilflecke 
trägt.  Die  Zelle  selbst  ist  ganz  weiss ,  während  die  Vflglzelle  rötlich  umrahmt  ist  und  unter  ihr  zwei  fast 
obsolete  Discaltlecke  an  der  Submediane  lagern.  Als  Fundort  ist  bisher  nur  Manila  bekannt.  Eine  der 
abigar  benachbarte  Inselrasse  bewohnt  Mindoro,  doch  ist  nur  ein  ?  vermeldet,  von  dem  nach  Semper  «die 
weissen  Teile  der  Hflgl  breiter  braun  überzogen  sind  als  sonst  die  Regel». 

Artengruppe  Nasuma  Moore  (1883). 

Nasuma  besitzt  von  allen  Danaiden-Subgenera  die  meiste  Anwartschaft  zum  Genus  erhoben  zu  werden.  Die 
zweite  Subcostalader  weit  jenseits  des  Zellapex  entspringend;  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl  unmerklich  konkav; 
Androconientasche  wie  bei  Anosia  der  hinteren  Mediane  genähert;  Uncus  kurz,  relativ  breit;  Valve  von  äusserst 
bizarrer  Form,  dorsal  mit  leicht  vorspringendem  Winkel,  ventral  mit  einer  tiefen  Einbuchtung,  an  jene  der  Tirumala 
erinnernd,  aber  noch  mehr  eingekerbt,  und  eine  daumenförmige  Spitze  ventral  aussendend. 

D.  ismare  bewohnt  mit  ihren  Zweigrassen  ausschliesslich  die  Region  der  Molukken,  mit  einem  hoch 
spezialisierten  Ausläufer  in  Celebes.  Sonderbarerweise  ist  von  den  zwischen  Celebes  und  den  Molukken 
gelegenen  Sula-Inseln  noch  keine  ismare  bekannt  geworden  und  dürften  von  dort  noch  neue  Subspecies  zu 
erwarten  sein,  ismare  besitzt  von  allen  Danaiden  den  am  meisten  verlängerten  Apex  und  als  Konsequenz 
dieser  Eigenschaft  auch  die  distal  am  weitesten  vom  Zellende  entfernt  abzweigende  zweite  Subcostale  der 
Vflgl.  Der  nomenklatorische  Typus  ismare  Cr.,  ursprünglich  aus  Amboina  beschrieben,  bewohnt  auch  Ceram  ismare. 
und  die  Uliasser-Gruppe,  von  welcher  er  besonders  aus  Saparua  durch  Kapitän  Holz  häufig  nach  Europa 
gelangte.  Vflgl  länger  und  mit  viel  kleineren  und  grauweissen  Makeln  besetzt  als  die  abgebildete  fidva. 

Vflgl  des  2  etwas  abgerundet,  alle  Makeln  und  Strigae  ausgedehnter  und  lichter  grauweiss.  Beide  Geschlechter 
führen  einen  sehr  grossen  weisslichen  Fleck  vor  der  Apexspitze  der  Vflgl,  wodurch  sie  sich  leicht  von  allen 
anderen  bekannten  Danais  unterscheiden  lassen,  ismare  ist  nicht  sehr  häufig  und  neigt  zu  Zwitterbildungen, 
von  denen  bereits  zwei  durch  Butler  und  Dr.  Haase  bekannt  gemacht  und  abgebildet  wurden.  —  isma-  ismareola. 
reola  Für.  Beide  Geschlechter  kleiner  als  ismare-,  Grundfarbe  braun  mit  verbreiterten  weissen  Zeichnungen. 

Temate,  Halmaheira.  —  felicia  Frühst.  (76  e).  Beide  Geschlechter  halten  die  Mitte  zwischen  ismareola  und  felicia. 
ismare ,  sind  von  kleinerer  Gestalt.  Alle  Weisszeichnungen  gewinnen  an  Ausdehnung,  in  der  Hflglzelle  fehlt 
oberseits  jede  Spur  einer  schwarzbraunen  Doppellinie,  die  Circumcellular-  und  Submarginal-Flecke  stark 
prononciert.  Obi,  Buru.  —  goramica  Frühst,  differieren,  abgesehen  von  der  kleineren  Gestalt,  durch  das  goramica. 
Auftreten  eines  weissen  Striches  in  der  Vflglzelle  und  die  grösseren  transcellularen  Flecke  aller  Flügel  von 
ismare.  In  der  Hflglzelle  sind  noch  Reste  einer  dünnen  gabelartigen  Zeichnung  erhalten.  —  goramica  bildet 
eine  Mittelform  zwischen  felicia  und  ismare,  ist  heller  als  ismare,  aber  mit  viel  weniger  Weisszeichnung  als 
felicia  versehen.  Goram.  —  fulvus  Bibbe  (76  c)  (  —  celebensis  Bothsch.)  bewohnt  Celebes,  dessen  Satellit-  fulvus. 
Inseln  und  geht  nach  meinen  Erfahrungen  niemals  über  die  Strandwälder  hinaus.  In  Nord-Celebes  beobachtete 
ich  die  Falter,  wie  sie  von  Toli-Toli  nach  dem  etwa  2 — 3  km  entfernten  Inselchen  Lutungan  flogen,  wobei 
sie  hoch  über  dem  Meere,  in  schnellem  segelndem  Fluge  dahineilten,  manchmal  von  weissen  Delias  und  der 
rasend  dahinschiessenden  Acraea  dohertyi  begleitet.  Auf  Lutungan  selbst  führten  sie  ein  beschauliches  Dasein, 
wiegten  sich  auf  Blüten  niederer  Sträuc-her  im  Schatten  hoher  Bäume  und  liessen  sich  beinahe  mit  den 
Händen  greifen,  fulvus  erscheint  in  zwei  Zeitformen,  von  denen  wir  jene  der  Trockenzeit  (76  c)  abbilden. 

Die  Regenzeitform  differiert  durch  gelbliche  statt  blauweisse  Apicalflecke  der  Vflgl  und  Submarginalpunkte 
der  Hflgl,  auch  werden  die  weisslichen  Circumcellularstreifen  der  Hflgl  manchmal  gelblich.  Bei  einem  cf 
von  Sangir  in  meiner  Sammlung  verfärbt  sich  auch  die  Unterseite  der  Hflgl,  deren  gesamte  Oberfläche 
leichthin  gelblich  abgetönt  ist. 

Artengruppe  Tirumala  Moore. 

Rp  mit  2  Paar  Tentakeln  (wie  bei  Anosia),  aber  mit  lateralem  Bauchstreif;  Androconientasche  der  Hflgl 
weiter  von  der  hinteren  Mediane  abgerückt,  viel  grösser  und  in  einen  langen  abstehenden  kuppenförmigen  Anhang 

IX  26 


202 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ausgezogen.  Valve  ohne  horizontale  Verlängerung,  aber  mit  einer  dornförmigen,  ventralen  vertikalen  Spitze.  Untere 
Discocellulare  der  HÜ  gl  länger  als  die  mittlere.  Die  Artengruppe  ist  bikontinental  und  reicht  im  Tropengürtel  von 
West- Afrika  bis  nach  Australien  und  weit  in  die  Südsee  und  bietet  bei  der  grossen  Ähnlichkeit  der  wenigen  Arten 
mit  vielen  Formen  dem  Systematiker  bedeutende  Schwierigkeiten.  Trotzdem  die  Arten  zumeist  zu  den  gewöhnlichsten 
Schmetterlingen  zählen,  ist  nur  von  einer  die  vollständige  Verwandlung  bekannt. 

D.  melissa  ist  eine  der  am  weitesten  verbreiteten  Species  der  Rhopalocerenfauna  des  Ostens ,  sie 
durchzieht  in  einer  ununterbrochenen  Kette  von  Lokalformen  ganz  Süd-  und  Ostasien,  sowie  die  Inselwelt 
von  Ceylon  und  Makromalayana  bis  zu  den  fernsten  Südsee-Eilanden.  Die  Aufteilung  der  Art  machte  grosse 
Schwierigkeiten,  weil  die  Insel  Java  zwei  Formen  beherbergt,  von  denen  die  eine  bereits  durch  Cramer 
beschrieben  wurde  {melissa),  sich  dann  im  ganzen  östlichen  (mikromalayischen)  Gebiet  fortsetzt,  während  eine 
zweite  sich  eng  an  die  kontinentale  Hauptform  ( septentrionis )  anschliesst.  Untersuchungen  der  Generations¬ 
organe  haben  aber  die  spezifische  Gleichartigkeit  der  habituell  so  differenzierten  Formen  ergeben.  Nur  der 
Unc.us  zeigt  eine  leichte  Abweichung,  indem  er  bei  septentrionis  distal  scharf  abgeschnitten,  bei  melissa  distal 
leicht  ausgewölbt  erscheint.  Die  Valve  ist  gleichfalls  nach  aussen  vertikal  scharf  abgesetzt  und  führt  einen 
fingerförmigen  Dorn  mit  stumpfer  Spitze,  der  je  nach  der  Lokalität  etwas  in  der  Länge  wechselt.  —  Die 
septentrionis.  kontinentale  septentrionis  Btlr.  ist  bereits  Bd.  I,  p.  77  besprochen  und  Taf.  28  d  abgebildet.  Die  Art  ist  durch 
lange  subapicale  blaugrüne  Strigae  der  Vflgl ,  einen  dicken  schwarzen  mit  der  Zellwand  verwachsenen  und 
nur  sehr  selten  distal  eingekerbten  Zellstrich  und  schmale  grünliche  Internervalfelder  der  Hflgl  gekennzeichnet. 
Die  Eier  w?erden  einzeln,  je  eines  auf  ein  Blatt  abgesetzt;  Ei  weiss,  kugelig  und  sitzt  mit  stark  abgeplatteter 
Spitze  dem  Blatt  auf.  Nach  4  Tagen  schlüpft  die  Rp,  weiss,  mit  schwarzem  Kopf.  Nach  weiteren  zwei 
Tagen  erste  Häutung,  worauf  die  weisse  Rp  schwarze  Querstriche  und  fleischige  Stacheln  erkennen  lässt. 
Eine  Woche  später  hört  die  Rp  auf  zu  fressen,  um  sich  kurz  hernach  zu  verpuppen.  Pp  grün,  feucht¬ 
glänzend  mit  goldenen  Tupfen  und  einem  goldenen  Bande  da,  wo  die  Abdominalringe  beginnen,  vom  Blatt¬ 
grün  der  Futterpflanze  kaum  zu  unterscheiden.  Puppenruhe  8  Tage.  Eine  rapide  Entwicklung  für  einen 
so  grossen  Schmetterling  (Martin).  Die  Falter  überall  häufig,  von  Kaschmir  bis  Formosa,  von  Tenasserim 
bis  Cochin-Ghina.  Exemplare  der  Malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  bleiben  in  der  Grösse  hinter  nord- 
dravidarum.  indischen  zuriik.  In  Süd-Indien  ist  septentrionis  ersetzt  durch  dravidarum  Frühst.,  eine  etwas  kleinere  Form, 
mit  viel  hellerem  allgemeinem  Ton  der  Färbung  und  stark  verbreiterten  Internervalfeldern ,  die  besonders 
auf  den  Vflgln  zu  verschmelzen  beginnen,  so  dass  tabakspfeifenartige  Zeichnungen  entstehen.  Der  sclrwarze 
Zellstrich  der  Hflgl  kaum  halb  so  breit  als  bei  septentrionis,  dafür  gewinnen  die  Ultracellularmakeln  an  Aus- 
musikanos.  dehnung.  Häufig  besonders  an  der  Malabarküste.  —  Bei  musikanos  Frühst.  (78  a)  verrät  sich  der  insulare 
Melanismus  durch  eine  partielle  Einschränkung  der  Weissstreifung,  die  aber  immer  noch  bedeutend  breiter 
und  wesentlich  heller  ist  als  bei  nordindischen  Exemplaren,  was  besonders  auffällt,  wenn  Serien  der  ver- 
mfiventris.  schiedenen  Fundorte  nebeneinander  gesteckt  werden.  Jnsel  Ceylon.  —  rufiventris  Frühst,  nähert  sich  in 
der  Grösse  der  musikanos,  steht  aber  der  Zeichnung  nach  am  nächsten  microsticta  von  Borneo,  und  hat  wie 
diese  sehr  zurückgebildete  dunkelgrüne  glasige  Makeln.  Das  Hauptcharakteristicum  aber  bildet  das  durchweg 
rotbraune  Abdomen ,  das  nur  eine  begrenzte  schwarze  dorsale  Beschuppung  zeigt.  Unterseite  aller  Flügel 
microsticta.  ebenso  dunkel,  fast  schwarzgrün,  als  che  Borneoform.  Insel  Nias,  anscheinend  sehr  selten.  —  microsticta  Btlr. 

von  Nord-  und  Süd-Borneo  stellt  die  habituell  am  stattlichsten  ausgebildete  makromalayische  »nA'ssu-Rasse 
vor,  bei  der  sich  namentlich  auf  den  Hflgln  die  grünen  Streifen  zu  feinen  glasigen  Linien  reduzieren. 
palawana.  Abdomen  oben  breit  schwarz,  unten  rotbraun,  weiss  geringelt.  —  palawana  Frühst,  bildet  ein  Mittelglied 
zwischen  der  dunklen  Borneo-  und  der  sehr  kleinen  und  hellen  Philippinen-Rasse ,  nähert  sich  jedoch  in 
unerklärlicher  Weise  am  meisten  der  kontinentalen  septentrionis,  hinter  der  sie  in  der  Grösse  zurückbleibt. 
Die  grünlich  weissen  Glasflecken  —  obgleich  breiter  als  bei  microsticta  —  erscheinen  schmäler  als  bei  septen- 
orientalis.  trionis,  und  kommen  jenen  von  rufiventris  sehr  nahe.  Insel  Palawan,  anscheinend  selten.  —  orientalis  Setup. 

kann  am  besten  als  eine  verkleinerte  dravidarum  bezeichnet  werden.  Die  ultracellularen  Makeln  sind  jedoch 
kürzer,  die  Unterseite  der  Vflgl  lichter  rotbraun,  die  Hflgl  hell  gelbgrün.  Die  Tabakspfeife  ist  bei  den  cfcf 
sehr  deutlich,  bei  den  ??  isolieren  sich  aber  die  Medianstreifen  in  der  Regel,  orientalis  ist  nach  Semper  sehr 
variabel,  die  Formen  der  Süd-Philippinen  wesentlich  dunkler  als  die  helleren  Stücke  von  Luzon,  doch  lässt 
sich  Genaueres  nicht  feststellen.  Das  interessanteste  Verhalten  aber  zeigt  melissa  auf  Java.  Von  dieser  Insel 
melissa.  stammt  die  Namenstype  melissa  Cr.,  eine  habituell  hinter  septentrionis  zurückbleibende  Form,  die  durch  eine 
an  limniace  gemahnende  breite  weisse  Streifung  der  Hflgl  auffällt.  Der  Uncus  ist  distal  etwas  ausgebogen, 
kürzer  als  bei  nordindischen  septentrionis,  und  die  Valvenspitze  verhält  sich  ähnlich,  d.  h.  wird  kürzer  und 
scheinbar  etwyas  bauchig.  Neben  melissa  begegnen  wir  aber  auch  einer  Form,  die  septentrionis  an  Grösse 
erreicht,  die  etwas  an  microsticta  von  Borneo  erinnert  und  deshalb  damit  bisher  verwechselt  wurde.  —  Ver- 
myrsilos.  mutlich  handelt  es  sich  um  ein  Produkt  der  nassen  Zeit,  das  als  myrsilos  form.  nov.  bezeichnet  wird.  Die 
hyalinen  Makeln  und  Streifen  erinnern  an  musikanos  von  Ceylon ,  der  Zellstrich  der  Vflgl  ist  sogar  etwas 
kräftiger,  die  übrigen  Strigae  aber  bleiben  etwas  hinter  jenen  von  musikanos  zurück,  präsentieren  sich  aber 
immer  noch  etwa  als  doppelt  so  breit  wie  bei  microsticta  von  Borneo.  Die  Färbung  der  Unterseite  ist  dunkler 
als  bei  der  Ceylonform ,  ohne  jedoch  das  satte  Braungrün  von  rufiventris  oder  microsticta  zu  erreichen.  Mit 
myrsilos  verschwindet  der  letzte  Anklang  an  die  kontinentale  septentrionis  und  in  Mikromalayana  behauptet 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


203 


ausschliesslich  melissa  das  Feld,  die  von  Bawean  und  Bali  an  alle  kleinen  Sunda-Inseln  bewohnt  und  erscheint 
überall  da,  wo  sie  eine  langandauernde  Trockenzeit  durchmachen  muss.  Die  kleinsten  Exemplare  finden  sich 
wie  immer  auf  Sumba  und  Wetter,  melissa  ist  in  unendlichen  Mengen  in  Lombok,  besonders  nach  der 
Regenzeit  (April-Mai)  in  Dorfgärten  auf  etwa  600 — 700  m  über  dem  Meere  anzutreffen,  manchmal  sitzen 
5  —  6  Exemplare  auf  einer  Blüte  und  lassen  ßich  mit  den  Fingern  wegnehmen.  —  Mit  paryadres  subsp.  nov.  paryadres. 
bezeichne  ich  die  Rasse  der  Key-  und  Timorlaut- Inseln,  die  durch  die  schmalen,  ungewöhnlich  langen  sub- 
apicalen  Strigae  und  spitz  oblonge  Makeln  im  Discus  der  Vflgl  an  ishmoides  Moore  von  Celebes  anklingen.  — 

Als  singaria  subsp.  nov.  wird  die  grosse,  an  hamata  erinnernde  Rasse  der  Insel  Dämmer  eingeführt,  die  mit  singaria. 
ihren  grossen  hellgrünen  Makeln  viel  Gemeinsames  mit  limniace  besitzt  und  von  hamata  durch  etwas  ver¬ 
schmälerte  subapicale  Strigae  und  zierlichere  Medianfleckung  differiert.  —  nigra  Mart,  wurde  wegen  ihrer  nigra. 
kurzen,  gedrungenen,  abgerundeten  Flügelform  und  die  fast  völlig  schwarze  Unterseite  mit  Recht  abgetrennt, 
nigra  sehliesst  sich  an  paryadres  an,  führt  aber  noch  weiter  zurückgebildete  hyaline  Makeln.  Ceram.  —  goana  goana. 

Mart,  ist  eine  weitere  bemerkenswerte  Rasse,  die  ihre  Verwandten  von  Java  und  den  kleinen  Sunda-Inseln  an 
Grösse  weit  überragt  und  sich  durch  eigenartigen  Flügelschnitt,  den  typischen  Celebes-Schwung  der  Costa, 
sehr  dunkle  Grundfarbe  und  grosse  Submarginal-  und  Marginalflecke  der  Hflgl  auszeichnet.  Unterseite  der 
Vflgl  wie  bei  allen  mcßssa-Rassen  schön  rotbraun  gefärbt,  goana  ist  sehr  selten,  nur  2  ??  wurden  in  Süd- 
Celebes  entdeckt,  und  befindet  sich  entweder  im  Aussterben  oder  in  der  Einwanderung  von  Süden  über  die 
Floressee  (Martin).  —  arikata  subsp.  nov.  sehliesst  sich  eng  an  nigra  an,  mit  der  sie  die  abgerundete  Flügel-  arikata. 
form  gemeinsam  hat,  differiert  aber  von  ihr  durch  kürzere,  breiter  ausgeflossene  Glasflecke,  und  namentlich 
beim  ?  lichter  braune  Grundfärbung.  Sula-Mangoli  und  Sula-Besi.  —  hamata  Mc.  Leag.  in  Australien  von  hamata. 
Sydney  bis  zum  Cap  York  verbreitet  und  in  Queensland  sehr  gemein,  erreicht  im  Ausmass  der  Flügel  beinahe 
septentrionis ,  doch  sehliesst  sie  sich  in  der  rundlichen  Form  und  grossen  hell  flaschengrünen  Makeln  den 
Rassen  von  Mikromalayana  an.  Die  submarginalen  Punktflecke  der  Hflgl  sind  kleiner  als  bei  singaria  von 
Dämmer.  In  der  Sammlung  Fruhstorfer  ist  hamata  auch  von  der  Milnebai  und  Satellit-Inseln  von  British 
Neu-Guinea  vertreten,  hamata  führt  nach  mehreren  Präparaten  den  kürzesten  und  zugleich  am  schärfsten 
zugespitzten  Valvenansatz ,  der  kaum  halb  so  gross  ist  als  bei  septentrionis  und  dravidarum  und  auch  hinter 
jenem  von  melissa  aus  Java  zurückbleibt.  —  phrynichus  subspec.  nov.  ist  eine  Form  aus  der  Collingwoodbai,  phrynidms. 
dem  nördlichen  Teile  von  British  Neu-Guinea,  mit  limniace- Zeichnung,  vermutlich  der  dry  season  angehörig, 
mit  mehr  als  doppelt  so  breiten  hellgrünlichen  Makeln  als  selbst  singaria.  Namentlich  der  Zellstrich  der 
Vflgl  ist  verdickt  und  die  helle  Zeichnung  wiederholt  sich  auf  der  Unterseite  noch  deutlicher  als  oberseits. 

Die  Valvenspitze  zeigt  einen  Rückschlag  zu  septentrionis  und  ist  genau  so  lang  als  bei  dieser,  aber  noch 
etwas  dicker.  —  leucoptera  Btlr.  aus  Dorey  beschrieben,  aber  über  das  gesamte  nördliche  Areal  von  Holl,  leucoptera. 
und  Deutsch  Neu-Guinea  verbreitet,  differiert  von  hamata  durch  dunkler  grüne  glasige  Makeln,  und  die 
unterseits  nicht  gelblich  oder  grüngrau,  sondern  gleichmässig  rotbraun  getönten  Hflgl.  Der  Distalsaum  der 
Hflgloberseite,  namentlich  jener  der  ??,  beginnt  eine  bleichbraune  Färbung  anzunehmen,  die  manchmal  sogar 
ins  Grauweisse  übergeht.  —  gariata  subspec.  nov.  ist  eine  verdunkelte  Form,  mit  durchweg  braunen  Flügeln  gariata. 
der  ??,  die  sehr  schmale  graugrüne  glasige  Stellen  zeigen.  Die  Unterseite  aller  Flügel  ist  durchweg  dunkler, 
gleichmässig  schwarzbraun,  mit  sehr  verkleinerten  Serien  submarginaler  Punktflecken.  Neu -Mecklenburg, 
aber  vermutlich  auch  auf  anderen  Inseln  des  Bismarck-Archipels  und  der  Salomonen.  Exemplare  von  Neu- 
Pomniern  sind  kleiner  als  gariata -cf?  von  Neu-Mecklenburg.  —  obscurata  Btlr.  von  den  Samoa-Inseln,  ohne  obscurata. 
näheren  Flugort  beschrieben,  ist  mir  in  natura  unbekannt,  vielleicht  ist  sie  auch  Synonym  von  melittula  Schäff., 
da  sie  Moore  ebenso  wie  diese  auf  Upolu  (Samoa-Inseln)  Vorkommen  lässt.  —  melittula  H.-Schäff. ,  nach  melittula. 
einer  Abbildung  von  Semper  beurteilt,  verrät  Beziehungen  zur  philippinischen  orientalis  und  führt  wie  diese 
schmale ,  anscheinend  aber  gelblichweisse  Streifen  auf  allen  Flügeln  und  ist  von  kleiner  Gestalt ,  was  der 
Name  bereits  richtig  angibt.  Samoa-Inseln.  —  neptunia  Fldr.  von  den  Fidji-Inseln  führt  im  Discus  der  neptunia. 
Vflgl  ein  sehr  breites  braunes  Feld.  Die  rundliche  Makel  vor  dem  Zellapex  und  der  subbasale  weissliche 
Zellstrich  fehlen,  auch  die  Zelle  der  Hflgl  ist  bis  auf  die  weisse  Spitze  völlig  geschwärzt  oder  dunkelbraun.  — 
angustata  Moore  ist  die  Rasse  der  Tongatabu-Inseln  und  hat  noch  schmälere  weisse  Bänder  und  ausgedehntere  angustata. 
braune  Felder  als  neptunia.  —  claribella  Btlr.,  nach  einem  ?  beschrieben,  das  von  den  Fidji-Inseln  stammen  claribella. 
soll,  ist  eine  der  neptunia  verwandte  Eilandform  und  mit  moderata  Btlr.  von  Vate,  der  Neu-Hebriden,  die  moderata. 
etwa  die  Mitte  hält  zwischen  melittula  und  neptunia,  sehliesst  die  Reihe  der  ozeanischen  Insel-Rassen. 

D.  gautama,  eine  isolierte  Species  mit  Aac^m-artiger  Flügelzeichnung,  differiert  sowohl  von  melissa 
wie  limniace  durch  zwei  weisse  Zellstriche  der  Vflgl  und  die  schwarze  Gabel  der  Hflgl  ist  so  zerteilt,  dass 
in  der  Zelle  sogar  3  weisse  Längsstreifen  entstehen.  Die  Ultracellularstrigae  der  Hflgl  sind  so  lang,  dass 
sie  mit  den  Submafginalmakeln  zusammenfliessen.  Durch  den  rotbraunen  Anflug  der  Vflglunterseite  erinnert 
gautama  an  septentrionis,  durch  die  Streifung  der  Hflgl  an  limniace ,  mit  der  sie  auch  die  hell  gelbgrüne,  statt 
braune  Androconientaschenklappe  gemeinsam  besitzt,  gautama  Moore  ist  anscheinend  häufig  im  Mergui-  gautama. 
Archipel,  selten  in  den  Strandwäldern  von  Tenasserim  und  Birma.  —  gautamoides  Doh.  bewohnt  die  Nico-  gautamoides. 
baren,  wo  sie  nicht  selten  ist  und  in  Gesellschaft  von  Iladena  nicobarica  fliegt  und  eine  Miniaturausgabe  der 
gautama  Moore  darstellt. 


204 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ishmoides.  D.  ishmoides  Moore  (=  australis  Blaneh .?)  ist  eine  weitere  isolierte,  gleichfalls  der  melissa  ver¬ 

wandte,  aber  aparte  Species,  die  ihren  Namen  wegen  der  Ähnlichkeit  mit  JRadena  ishma  Btlr.  verdient.  Die 
weissliehen  Querstreifen  aller  Flügel  sehr  deutlich,  lang,  die  medianen  sehr  breit,  ohne  jedoch  zu  ver¬ 
schmelzen.  Flügelumrahmung  dunkelbraun,  mit  kleineren  weissliehen  Submarginalmakeln  besetzt  als  melissa, 
die  Marginalpunkte  fast  im  Erlöschen,  bei  einem  ?  von  Tondano  fehlen  sie  auf  den  Vflgln  völlig.  Duft¬ 
tasche  der  cf  cf  unterseits  schwarzbraun ,  Abdomen  oben  schwarz ,  unten  vorherrschend  weiss.  Sehr  selten, 
aber  im  Norden  wie  im  Süden  von  Celebes  vorkommend. 

D.  limniace,  bereits  Bd.  I,  p.  77  beschrieben  und  T.  28  e  abgebildet,  bewohnt,  verglichen  mit  melissa, 
nur  ein  kleines  Areal  und  konnte  sich  demzufolge  nur  in  wenige  Lokalformen  auf  lösen,  die  östlich  nicht 
über  Celebes  hinausgehen  und  nicht  einmal  die  Molukken  erreichen.  Auf  dem  Kontinent  und  in  Ost -Asien 
deckt  sich  die  Verbreitungszone  genau  mit  jener  von  septentrionis,  d.  h.  es  kommen  beide  sowohl  auf  Formosa, 
wie  den  Philippinen  vor.  Auffallend  ist  jedoch,  dass  limniace  bisher  weder  in  Sumatra  noch  auf  der  Malayischen 
Halbinsel  und  Borneo  beobachtet  wurde,  so  dass  in  der  Verbreitung  von  limniace  zwischen  den  Nicobaren, 
wo  sie  nach  de  Niceville  gefunden  wird,  und  Java  eine  Lücke  offen  bleibt.  Auch  von  Nias  und  Engano 
ist  limniace  noch  nicht  vermeldet,  und  dass  sie  auch  nach  Palawan  nicht  übergehen  konnte,  ist  nur  zu  natür¬ 
lich,  weil  sie  auf  Borneo,  ihrem  event.  Ausgangspunkt,  fehlt.  Von  septentrionis  und  melissa  ist  limniace  leicht 
zu  trennen  durch  die  viel  grösseren,  fast  rein  weissen  Flecken  und  Streifen  aller  Flügel,  die  Medianflecken 
der  Vtlgl  schmelzen  zusammen  und  bilden  namentlich  bei  den  Inselrassen  fast  immer  die  Tabakspfeifenfigur. 
Abdomen  oben  heller  als  bei  melissa,  unten  vorherrschend  grau.  Duftklappe  der  cf  cf  unterseits  hell  gelb¬ 
braun  mit  dunkelbrauner  Kuppe.  Die  Hflglzelle  führt  nur  eine  zierliche  Gabel,  die  übrigens  auch  ganz  aus- 
fallen  kann.  Die  Valve  ist  sehr  verschieden  von  jener  der  me^'s-'-u-Formenreihe ,  joch-  oder  damensattel- 
förmig,  distal  nicht  spitz  bedornt,  sondern  mit  kräftigem  Eckzacken  bewehrt.  Uncus  robuster,  manchmal 
nach  aussen  glatt  abgeschnitten.  —  Die  Rp  ist  im  ersten  Band  beschrieben,  lebt  auf  Asclepias,  Galotropis, 
Hoya;  wird  sie  berührt,  rollt  sie  sich  ein  und  stellt  sich  tot.  Während  des  Fressens  hält  sie  sich  mittels 
eines  feinen  Gewebes,  das  von  den  Vorderfüssen  ausgeht,  fest.  —  Pp  zuerst  grün,  nach  einem  oder  zwei 
limniace.  Tagen  erscheinen  aber  zahlreiche  goldglänzende  Punkte  und  eine  ebensolche  Gürtelleiste.  —  limniace  Cr. 
ist  ein  Schmetterling  der  Ebene,  geht  aber  in  Indien  an  einigen  Stellen  im  Himalaya  bis  6000  Fuss  hinauf, 
setzt  sich  gern  in  Scharen  an  niedere  Büsche  und  besaugt  manchmal  feuchte  Stellen  am  Wege,  Exemplare 
von  China,  Hongkong,  Formosa  sind  etwas  grösser  und  dunkler,  bei  jenen  von  Süd-Indien  und  Ceylon  macht 
mutina.  sich  eine  Tendenz  zur  Aufhellung  bemerklieh,  so  dass  Ceylon-Exemplare  als  mutina  subsp.  nov.  (78a)  ein¬ 
geführt  werden  können.  Der  schwarze  Zellstrich  der  Hflgl  fehlt  fast  immer,  die  glasigen  Makeln  der  Vflgl 
werden  kürzer,  aber  breiter,  ebenso  vergrössern  sich  die  submarginalen  Punktflecken  der  Hflgl.  —  Als 
leopardus.  leopardus  Btlr.  ist  eine  Farbenaberration  mit  goldbraunen  Hflgln,  vermutlich  auf  ein  durch  äussere  Einflüsse 
conjuncta.  verändertes  Exemplar  beschrieben.  —  conjuncta  Moore  ist  eine  habituell  noch  hinter  mutina  zurückbleibende 
Inselrasse,  die  von  Java  an  bis  Celebes  im  mikromalayischen  Gebiet  verbreitet  ist,  in  der  Regel  einen  an 
melissa  gemahnenden  leichten  rotbraunen  Anflug  der  Vflglunterseite  aufweist.  Hflglzelle  mit  zweiteiligem 
deutlichem  Zellstrich.  Es  treten  ganz  kleine,  zwerghafte  Exemplare  auf  und  auch  Formen  mit  ganz  weisser 
donia.  Vtlglzelle  und  fast  1  cm  breiten  supplementären  Transcellularflecken  der  Hflgl  (fa.  donia  Frühst.).  Auf 
Lombok  ist  conjuncta  sehr  häufig  in  Höhen  von  500 — 700  m,  stets  in  Gesellschaft  von  melissa  und  manchmal 
3-4  auf  einer  Blüte  im  Unkraut  der  Dorfgärten  und  so  träge,  dass  cf  wie  ?  mit  den  Fingern  weggenommen 
werden  können.  Die  Eingeborenen  brachten  mir  oft  2—300  Stück  an  einem  einzigen  Vormittag,  defekte, 
weggeworfene  Exemplare  werden  von  Hühnern  nicht  gefressen,  ebensowenig  wie  Pap.  sarpedon,  aristolochiae, 
makassara.  Delias  oraia  und  Euploeen.  —  makassara  Mart,  steht  conjuncta  Moore  aus  Java,  mit  welcher  sie  auch  an 
Grösse  übereinkommt,  am  nächsten,  hat  aber  das  Marginalgebiet  beider  Flügel  reicher  gefleckt  als  conjuncta, 
deren  schwarze  Randbinden  einheitlicher  und  grösser  erscheinen.  Auf  der  Unterseite  beider  Flügel  ist 
makassara  ziemlich  gleichfarbig  schwärzlich,  während  bei  den  meisten  andern  limniace- Formen  über  Hflgl  und 
Apex  des  Vflgls  ein  goldbrauner  Ton  ausgebreitet  ist.  Einzelne  Stücke  von  makassara  lassen  zwar  einen 
schwachen  Anflug  des  goldbraunen  Tones  erkennen,  immer  aber  viel  geringer  als  bei  conjuncta.  Die  hyalinen 
Flecken  der  Unterseite,  welche  bei  conjuncta  auf  dem  Vflgl  bläulich,  auf  dem  Hflgl  aber  besonders  gegen 
Basis  und  Analrand  hin  weiss  sind,  zeigen  bei  makassara  keinen  Farben  unterschied,  sondern  sind  auf  beiden  Flgln 
schwach  grünweiss.  Die  Dufttasche  des  cf  ist  weissgrau  mit  einer  dunklen,  apicalen  Randzone.  Abdomen 
oben  graubraun,  unten  rotgelb  mit  weisslichen  Ringen  und  seitlichen  weissen  Pünktchen  und  der  Andeutung 
bentenga.  einer  weissen  Ventrallinie.  Süd-Celebes,  Umgebung  von  Makassar.  bentenga  Mart.  (78a  in  beugend  ver¬ 
druckt),  dunkelste  bekannte  limniace- Form  von  tiefschwarzer  Grundfarbe,  in  der  Grösse  an  kontinentale 
Formen  herangehend,  aber  von  breiterer,  kürzerer,  gedrungener  Flügelform.  Das  schwarze  Randgebiet 
beider  Flügel  sehr  breit.,  mit  starker  Reduktion  der  submarginalen  und  marginalen  Flecken,  conjuncta  in 
dieser  Beziehung  noch  übertreffend;  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  ist  der  in  der  Gabel  zwischen  oberem  und 
mittlerem  Medianast  stehende  Flecken,  sonst  ein  nach  unten  und  aussen  offenes  V,  so  sehr  zurückgegangen, 
dass  er  nur  noch  als  kleines  Häubchen  erscheint.  Bei  keiner  andern  limniace-Y orm  findet  sich  ein  derartig 
starkes  Zurückgehen  dieses  Zeichnungselementes.  Die  Flügelunterseite  trägt  bezüglich  der  hyalinen  Flecken 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


205 


die  gleichmässige  Färbung  von  makassara ;  Aussengebiet,  der  Hflgl  und  Apex  der  Vflgl  besitzen  den  goldigen 
Schimmer  der  andern  l'mniace- Formen,  nur  ist  er  nicht  goldbraun,  sondern  eine  Nuance  dunkler  goldolive. 

Der  Basalteil  der  Vflglunterseite  ist  sehr  schwarz,  wie  nirgend  wieder  in  der  Sippe.  Dufttasche  des  c f  hell¬ 
grau  mit  breiter,  schwarzer  Kuppe,  Abdomen  oben  schwarz,  unten  braun  mit  schwachen,  weissen  Ringen 
und  einem  unterbrochenen,  weisslichen  Ventralstreifen.  Auch  die  Valve  dieser  distinkten  Inselrasse,  die  sich 
so  unerwartet  zwischen  die  hellen  conjuncta  von  Kalao  und  Süd-Celebes  einschiebt,  zeigt  Abweichungen  von 
limniace.  Deren  Umrisse  sind  flacher,  ohne  weit  herausspringende  ventrale  Zacken,  sondern  mehr  mulden¬ 
förmig,  lang  beborstet.  Uncus  sehr  gross,  warzig.  —  orestilla  subsp.  nov.  ist  bisher  nur  von  Buzon  bekannt  orestilla. 
und  nächst  donia  das  hellste  bisher  beobachtete  Extrem,  das  schwarze  Randgebiet  der  Hflgl  tritt  weit  zurück, 
die  circumcellularen  Flecken  verbreitern  sich  auch  zwischen  den  Medianadern,  und  die  Discalflecken  der  Vflgl 
sind  so  vergrössert,  dass  sie  beinahe  mit  der  submedianen  Tabakspfeifenfigur  verschmelzen.  —  ino  Btlr.,  ino. 
eine  pygmäenhafte  Form  mit  fast  ganz  blauschwarzem  Distalsaum,  namentlich  der  Hflglunterseite,  stark  ver¬ 
kleinertem  weissen  Fleck  vor  dem  Apex  der  Vflglzelle  und  rundlichen  Submarginalpunkten  aller  Flügel,  sieht 
der  choaspes  so  ähnlich,  das  ich  sie  vor  10  Jahren  für  eine  choaspes-B.a.sse  hielt.  Das  rotbraune  nur  leicht¬ 
hin  weiss  geringelte  Abdomen  verweist  aber  deutlich  und  in  Verbindung  mit  den  rundlichen  statt  länglich 
spitzen  Subapicalmakeln  auf  die  Zugehörigkeit  zu  limniace.  Sehr  selten.  Sula-Mangoli. 

D.  choaspes  (78  b),  eine  hochspezialisierte  Art,  welche  die  celebisch-philippinische  Region  ausschliess¬ 
lich  bewohnt,  von  der  mir  drei  Zweigrassen  bekannt  sind  und  zu  denen  wir  noch  neuen  Zuwachs  von  den 
Satellitinseln  erwarten  dürfen.  Durch  das  rein  weisse  Abdomen,  das  nur  eine  schmale  schwarze  Dorsallinie 
führt,  ist  die  Species  von  limniace  abzusondern,  mit  der  sie  sonst  viel  gemeinsames  hat.  Die  subapicalen 
Stiiche  am  Zellende  der  Vflgl  sind  länglich,  fehlen  aber  bei  den  ??  meistens,  ebenso  bei  cf?  der  Philippinen¬ 
rasse.  Auch  fehlt  der  Wassersack  der  Tabakspfeife  infolge  Ausfallens  des  3.  proximalen  Submarginalflecks 
der  Vflgl.  —  choaspes  Btlr.  ist  sehr  konstant,  anscheinend  im  Norden  von  Celebes  nicht  vorkommend,  und  choaspes. 
neigt  nicht  zur  Ausbildung  von  Zeitformen.  Dufttasche  der  cfcf  schwarz.  Fliegt  das  ganze  Jahr  über, 
häufiger  in  der  Regenzeit  von  Oktober  bis  Februar,  ist  aber  niemals  gemein.  —  kroeseni  Mart,  ist  kleiner  kroeseni. 
als  die  Celebesform,  von  der  sie  sieb  durch  violettschwarze  Grundfarbe  (grünschwarz  bei  typischen  choaspes) 
und  durch  völliges  Fehlen  des  braungrünen  Anfluges  des  Vflglapex  und  des  Hflglaussenrds  der  Unterseite 
unterscheidet.  Nur  1  cf  von  der  Insel  Buton,  das  Dr.  Martin  entdeckte.  —  tumanana  Semp.  ist  eine  charak-  tumanana. 
teristische  Lokalform  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung.  Die  distalen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  sehr 
breit,  ebenso  der  Fleck  unter  dem  Zellapex,  der  Streifen  an  der  Submediana  der  Vflgl  ganz  nahe  an  die 
Flügelbasis  gerückt.  Hflgl  jedoch  wie  bei  choaspes.  Gleichfalls  sehr  selten,  nur  2  cfcf  von  Tumanao  be¬ 
kannt,  einem  Inseltrabanten  von  Südost-Mindanao. 

Artengruppe  Ravadeba  Moore  (1883). 

(Ashtipa,  Bahora,  Phirclana  Moore.)  Der  zweite  Subcostalast  der  Vflgl  zweigt  vor  dem  Zellapex  ab.  Die  untere 
Discocellulare  der  Hflgl  sehr  kurz,  vertikal  aufgerichtet,  nicht  schräg  nach  unten,  wie  bei  den  vorhergehenden  Arten¬ 
gruppen.  Am  hinteren  Medianast  ein  grosser  Androconienfleck,  der  dem  Chlorwasserbad  widersteht.  Uncus  palpen¬ 
förmig,  klein,  schmal,  bei  einer  Art  ( cleona )  an  Weidenkätzchen  erinnernd.  Valve  von  Species  zu  Species  variierend, 
distal  mit  einer  fuchskopfähnlichen  stumpfen  Verlängerung.  Rp  mit  2  Paar  Tentakeln. 

D.  aspasia,  eine  typisch  makromalayanische  Spezies  mit  nur  einer  Abzweigung  nach  der  übrigens 
auch  vorherrschend  malayischen  Insel  Palawan.  Nirgendwo  selten,  blumenliebend  tritt  die  Art  auch  niemals 
gemein  oder  in  grösseren  Gesellschaften  auf,  sie  geht  kaum  über  700 — 800  m  hinauf,  liebt  den  Waldrand, 
das  ?  selbst  den  Schatten  mehr  als  die  cfcf.  aspasia  F.  (=  crocea  Butl.)  (76 d),  von  der  die  Type  seit  1787  aspasia. 
am  British  Museum  erhalten  ist,  die  vermutlich  aus  Siam  stammt,  wo  ich  die  Art  wieder  auffand.  Bewohnt 
sonst  noch  Palawan,  die  Malayische  Halbinsel  und  dringt  bis  ins  südliche  Tenasserim  nordwärts  vor.  Alle 
älteren  Angaben  wie  Assam  oder  gar  Nepal  sind  grundfalsch.  Vermutlich  aber  bewohnt  aspasia  auch  noch 
das  nordöstliche  Sumatra.  ?  mit  rundlicheren  Vflgln,  fast  ganz  durchsichtiger  Zelle  und  grösseren  hyalinen  und 
gelblichen  Makeln  der  Vflgl  als  der  cf.  —  thargalia  subsp.  nov.  ist  eine  bisher  unbeachtete  Form  des  west-  tharga/ia. 
liehen  Sumatra,  die  sonderbarerweise  viel  hellere,  d.  h.  weniger  geschwärzte  Vflglzellen  aufweist,  als  aspasia. 

Beide  Geschlechter  führen  zudem  verbreiterte,  glasige  Striemen  der  Vflgl.  Das  längliche  Intranervalfeld 
über  der  Submediane  der  Vflgl  ist  nur  ganz  leichthin  gelblich  angeflogen ,  dessen  obere  und  äussere  Partie 
bei  cf  wie  ?  durchweg  glasig.  —  philomela  Zink-Somm.  (76 e)  hat  eine  völlig  gell)  ausgefüllte  Vflglzelle  und  philomela 
vorherrschend  gelbliche  subapicale  Streifen,  die  bei  beiden  Geschlechtern  viel  kürzer  und  dafür  breiter  an¬ 
gelegt  sind  als  bei  aspasia  und  thargalia.  Auch  die  intermedianen  Ultracellularmakeln  des  cf  sind  gelb,  im 
Gegensatz  zu  aspasia,  wo  sie  gleich  weiss  bleiben.  Valve  mit  rüsselförmigem  dickem  Fortsatz,  mit  zerstreuten 
Borsten  besetzt,  ventral  ähnlich  wie  limniace  mit  einer  muldenförmigen  Ausbuchtung.  Philomela  ist  nicht 
selten  im  östlichen  Java,  wo  die  Falter  auf  etwa  500  —  800  m  Höhe  besonders  die  Ränder  der  Kaffee¬ 
pflanzungen  und  lichter  Wälder  beleben.  —  rita  Frühst,  führt  bereits  wieder  etwas  mehr  aufgehellte  und  n'ta. 
verbreiterte  subapicale  Querstreifen  und  vergrösserte  Submarginalmakeln  namentlich  der  Hflgl.  Insel  Bawean 
nördlich  von  Java.  —  Bei  chrysea  Doh.  macht  sich  eine  Vermehrung  der  gelben  Felder  bemerklich,  indem  chrysea. 


206 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  Vflgl  der  cf  cf  nur  gelbe  Makeln,  jene  der  ??  bereits  gelbe  Intramedianfelder  aufweisen.  Insel  Engano, 
kheili.  häufig  im  April.  Bei  kheili  Styr.  erreicht  die  Gelbfärbung  ihr  Maximum,  indem  alle  glasigen  Stellen  bei 
beiden  Geschlechtern  schön  dunkelgelb  erscheinen ,  nur  die  äussere  Reihe  der  Submarginalmakeln  und  ein 
Teil  der  inneren  Serie  ist  weiss  geblieben .  was  unterseits  noch  mehr  als  oberseits  zum  Ausdruck  kommt. 
shelfordi.  Insel  Nias,  anscheinend  selten.  —  shelfordi  Frühst,  endlich  stellt  einen  Rückschlag  zu  aspasia  vor,  führt 
beim  cf  fast  völlig  geschwärzte,  beim  ?  glasige  durchsichtige  Vflglzelle  und  differiert  von  allen  aspasia- Formen 
durch  den  geringsten  gelben  Anflug  der  Vflgl ,  der  sich  dort  nur  unter  der  Submediane  ausgebreitet  hat. 
Nord-  und  Süd-Borneo. 

In  der  molukkischen  Subregion  ist  aspasia  ersetzt  durch  D.  cleona,  die  dort  einen  ähnlichen  Kreis 
insularer  Formen  bildet,  wie  die  makromalayische  Schwesterart.  Flügelform  etwas  mehr  gerundet,  Habitus 
im  allgemeinen  grösser,  Valve  mit  robuster  Spitze,  dicht  beborstet.  Uncus  kürzer,  aus  2  rundlicheren,  mehr 
luciplena.  walzenförmigen,  gleichfalls  fein  beborsteten  Teilen  bestehend,  luciplena  subsp.  nov.  von  Celebes,  im  Norden 
wie  Süden  der  Insel  nirgendwo  selten,  ist  am  dunkelsten  und  gleichartigsten  gelb  gefärbt,  und  bei  ihr 
eucleona.  differiert,  abgesehen  von  der  rundlicheren  Flügelform,  auch  das  ?  nicht  vom  cf.  —  eucleona  Frühst.  (76a) 
führt  noch  etwas  ausgedehntere  subapicale  Striche  der  Vflgl,  etwas  spitzere  Circumcellularfelder  der  Hflgl. 
?  gleichfalls  ähnlich  wie  der  cf  gefärbt,  aber  heller  gelb  (76a?).  Die  Intranervalfelder  des  ?  fliessen  lest 
cleona.  ineinander  und  sind  auf  den  Hflgln  nach  unten  nicht  zugespitzt,  sondern  breitlappig.  Insel  Obi.  —  cleona  Cr., 
die  zuerst  beschriebene  Rasse  der  Süd-Molukken,  führt  einen  sehr  kleinen  gelben  länglichen  Fleck  am  Zell¬ 
apex  der  Vflgl.  Alle  glasigen  Makeln  des  cf  trübgelb,  jene  des  ?  hellgelb,  häufig  mit  grünlichem  Schimmer. 
tigrana.  Amboina,  Geram ,  Uliasser.  —  tigrana  nov.  subsp.  bewohnt  Halmaheira,  Batjan.  cf  wesentlich  dunkler  als 
cleona  (Fd1  mit  verschmälerten  Gelbflecken.  ?  von  dunkler,  citrongelber  Färbung.  Zelle  der  Vflgl  geringer 
schwarz  bestäubt,  was  besonders  unterseits  zur  Geltung  kommt,  und  grösseren  gelben  und  weissen  Sub- 
lutescens.  marginalflecken  der  Vflgl.  —  lutescens  Btlr.  zeichnet  sich  durch  grünlichgelbe,  matte  Glasflecken  aus,  die 
beim  ?  einen  fahlen  Ton  annehmen.  Das  schwarze  Randgebiet  der  Hflgl  ausgedehnter  als  bei  cleona,  die 
lucida.  Ultracellularmakeln  kleiner  und  deshalb  isolierter  stehend.  Insel  Buru.  —  lucida  Frühst.  (76  e)  endlich  ist 
das  hellste  Extrem  der  Sippe,  cf  mit  hornglänzenden,  gelblichgrünen  Glasflecken,  die  beim  ?  weisslieh  grün 
aussehen,  das  zudem  bereits  eine  Doppelseite  rein  weisser  Submarginalpunkte  führt.  Sula,  Mangoli,  von 
W.  Doherty  entdeckt. 

Auf  D.  pumila  (76  e)  hat  Moore  das  wertlose  Genus  Phirdana  gegründet..  Die  reizende  Spezies 
pumila.  bewohnt  ausschliesslich  Neu-Caledonien  und  die  Neu-Hebriden,  wo  sie  sich  auf  zwei  Rassen  verteilt:  pumila 
Bsd.  von  Neu-Caledonien  mit  völlig  gelber  glasheller  Vflglzelle,  einem  grossen,  sehr  durchsichtigen  Discal- 
feld  beider  Flügel  und  feinen  gelben  Adernstreifen  der  Hflgl.  Hflgl-Unterseite  mit  zwei  Reihen  äusserst 
zierlicher  blauweisser  Submarginalpunkte  und  einem  weissen  Halbmond  am  Costalsaum.  Abdomen  unten 
hibridesia.  weiss,  lateral  rotbraun  und  dorsal  schwarz.  —  hebridesia  Btlr.  ist  die  mir  in  natura  unbekannte  Rasse  der 
Neu-Hebriden,  von  Aneitum  beschrieben. 

philo.  D.  philo  Grr.-Sm.  Eine  isolierte  Species,  von  der  nur  ein  ?  bekannt  ist,  die  dessen  Autor  mit  phyle 

Feld,  von  den  Philippinen  vergleicht,  aber  in  die  5avadebra-Gruppe  stellt.  Nach  der  Abbildung  beurteilt,  ist 
es  eine  aparte  Art  von  mittlerer  Grösse,  Zeichnungsanlage  wie  bei  albata  sidewattan  Frühst.  (78  d),  nur  fahler, 
mehr  gelblich  statt  grün,  und  naturgemäss  kleineren  Flecken.  Insel  Sumbawa. 

D.  vitrina,  auf  die  Moore  das  »Genus  Ashtipa«  basierte,  bewohnt  ausschliesslich  die  Philippinen 
und  dürfte,  abgesehen  von  einigen  Ideopsis,  die  schuppenärmste  Danaide  sein.  Zelle  der  Vflgl  glasig,  ebenso 
die  übrige  Flügeloberfläche,  die  nur  schmal  schwarz  umrandet  ist.  Vitrina  zerfällt  in  einige  nicht  sehr  scharf 
vitrina.  geschiedene  Inselrassen,  von  denen  mir  jedoch  nur  zwei  vorliegen.  —  vitrina  Fldr.,  nicht  selten  auf  Luzon, 
führt  grosse  weisse  Punktflecken  im  Distalrande  der  Vflgl,  und  namentlich  beim  ?  unterseits  weiss  schimmernde 
odrysia.  Hflgl.  —  odrysia  subsp.  nov.,  mit  blauweissen  glasigen  Feldern,  schmäleren  und  spitzeren  Ultracellularmakeln 
der  Hflgl,  die  namentlich  unterseits  durch  breite  schwarze  Adern  zerteilt  werden.  Hflgl  blauweiss  schim¬ 
mernd,  Submarginalpunkte  sehr  klein.  Insel  Samar. 

D.  schenki  ist  eine  herrliche,  geschlechtsdimorphe  Art,  von  Neu-Guinea  bis  nach  den  Salomonen 
und  westwärts  bis  Wetter  verbreitet.  Uber  die  Bebensweise  ist  nur  bekannt,  dass  sie  nicht  selten  sind  und 
nach  einer  Angabe  Ivühn’s  im  Bambusdickicht  fliegen.  Zweifellos  aber  ersetzen  sie  aspasia-cleona  im  Papua- 
distmta.  Gebiet,  fehlen  aber  in  Australien,  distrata  subsp.  nov.  (76 d)  ist  die  am  weitesten  nach  Westen  vorgedrungene 
Rasse  und  besonders  im  ?  Geschlecht  charakterisiert  durch  grosse,  rein  weisse  und  komplette  Reihen  sub¬ 
marginaler  Punkte,  die  auf  der  Unterseite  noch  deutlicher  als  oberseits  aufgetragen  sind.  Auch  das  weiss- 
gloriola.  liehe  Feld  in  der  Vflglzelle  ist  entwickelter  als  bei  östlicheren  schenld-F ormen.  Wetter,  Ivisser.  — -  gloriola  Btlr. 
(von  Aru  beschrieben),  liegt  mir  in  natura  nicht  vor,  nach  einer  Angabe  Butler’s  aber  führt  sie  schmälere 
citrina.  weissliche  Subapicalstriehe  der  Vflgl  als  citrina  Fldr.  von  Key  beschrieben.  Die  mir  davon  zugänglichen 
Stücke  sind  kleiner  als  distrata.-d’ cf  und  führen  unterseits  dementsprechend  reduzierte  weisse  Submarginal- 
periphas.  punkte.  Als  periphas  subsp.  nov.  wird  die  aus  dem  Gesamtgebiet  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  und  dem 
Louisiadenarchipel  stammende  Rasse  bezeichnet,  deren  cf  cf  keinen  deutlichen  schwarzen  Verbindungsstrich 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


207 


zwischen  dem  Fleck  am  Zellapex  und  dem  Distalsaum  der  Vtlgl  längs  der  vorderen  Mediane  zeigen.  ?  sehr 
ähnlich  dem  distrata-%,  aber  mit  reduziertem  glasigem  Zellstreifen  und  fast  stets  ohne  Spur  weisser  Sub- 
marginalpunkte  der  Hflgloberseite.  Auf  der  Unterseite  ist  namentlich  die  Basis  der  Hflgl  kaum  merklich  gelb 
angetlogen.  Milnebai,  Deutsch-  und  Holl.  Neu-Guinea,  nirgends  selten.  —  schenki  Koch,  deren  Namenstype  schenkt. 
von  Neu-Georgia  stammt  ,  verändert  sich  auf  den  Salomonen  nirgends  erheblich,  cf  mehr  grünlich  statt 
sattgelb ,  ?  beiderseits  mit  bleicherem  Discus  als  periphas  ?,  aber  mit  deutlichem  Kranze  von  weissen  Sub¬ 
marginalpunkten. 

D„  clinias  Gr.-Sm.,  von  der  nur  ein  cf  bekannt  ist,  kommen  vielleicht  Artrechte  zu,  sie  ist  wesentlich  clinias 
grösser  als  schenki,  führt  einen  kurzen  gelben  Zellstrich  der  Vflgl  und  stark  verkürzte  Ultracellularmakeln 
der  Hflgl.  Die  Submarginalflecken  aller  Flügel  oberseits  sattgelb,  relativ  gross.  Neu-Mecklenburg. 

D.  timorica  Gr.-Sm.  ist  eine  reizende  Species  von  Timor,  von  der  nur  ein  ?  bisher  erwähnt  wird,  timorica. 
Vflglzelle  ganz  schwarz,  Zeichnung  sonst  wie  bei  distrata,  alle  hyalinen  Felder  satt  und  mattgelb,  alle  Flügel 
mit  kleinen  Submarginalpunkten,  die  auf  den  Hflgln  an  den  Adern  immer  paarweise  stehen.  In  der  Grösse 
übertrifft  die  Art  pumila  nicht  erheblich. 

D„  kirbyi  Gr.-Sm.  ist  bisher  nur  von  Neu-Guinea  bekannt,  wurde  am  Sattelberg  entdeckt,  mir  aber  kirbyi. 
neuerdings  auch  vom  Hansemannberg  hinter  Friedrich- Wilhelmshafen  zugesandt.  Vom  cf  treten  zwei  Färbungs¬ 
richtungen  auf,  von  denen  es  noch  ungewiss  ist,  ob  sie  als  Zeit-  oder  Ortsformen  zu  gelten  haben.  — 
decolorata  Frühst.  (76 d)  stammt  vom  Hansemannberg  und  hat  durchweg  fahl  grünlich-weisse  Basalfelder  deco/orata. 
der  Flügeloberseite,  ohne  den  gelblichen  Anflug,  den  die  Abbildung  fälschlicherweise  zeigt.  Diese  gelbe 
Basalfärbung  allerdings  noch  intensiver  und  ausgedehnter  als  auf  Figur  2  ist  kirbyi  zu  eigen.  Deren  ?  hat 
weisse,  fahle  Medianfelder  aller  Flügel  und  differiert  von  den  sehr  ähnlichen  schenki ??  durch  breitere,  mehr 
braunschwarze  Umrahmung  und  deutlichere  Submarginalpunkte  aller  Flügel. 

D.  rotundata  Gr.-Sm.  erinnert  durch  die  Art  der  Verteilung  der  blaugrünen  Intranervalfelder  an  rotimdata. 
eine  Pareronia.  Der  Zellstrich  der  rundlichen  Vflgl  lang  und  schmal ,  Zelle  der  Hflgl  ohne  schwarze  Um¬ 
rahmung,  Randzone  der  Vflgl  mit  grossen  runden  Submarginalflecken,  Hflgl  ohne  solche.  Unterseite  wie 
oben,  nur  mit  2  parallelen  Reihen  von  Submarginalpunkten,  von  denen  die  innere  Serie  grösser  gefleckt 
erscheint.  Sehr  selten,  nur  wenige  Exemplare  bekannt.  Neu-Mecklenburg,  Neu-Pommern. 

D.  garamantis  Godm.-Salv.  ähnlich  der  vorigen,  aber  mit  stark  verlängerten  Vflgln  und  scharf  ge- garamantis. 
winkelten  statt  rundlichen  Hflgln.  Die  blauweisse  Zeichnung  wie  bei  rotundata  verteilt,  nur  ist  der  Zellfleck 
der  Vflgl  kürzer,  die  Zelle  der  Hflgl  breit  schwarz  ausgefüllt,  so  dass  nur  ein  schmaler  Streifen  deren  Mitte 
durchzieht.  Alle  Strigae  der  Hflgl  schmäler,  und  diese  führen  im  Gegensatz  zu  rotundata  auch  oberseits 
eine  submarginale  Reihe  kräftiger,  weisser  Punktflecken.  Anscheinend  selten.  Insel  Guadalcanar,  Salomonen. 

D.  melusine  Gr.-Sm.  wurde  am  Sattelberg  in  Deutsch-Neu-Guinea  entdeckt  und  mir  auch  vom  melusine. 
Geluberg  hinter  Friedrich -Wilhelmshafen  zugesandt,  scheint  aber  überall  selten  zu  sein  und  nicht  unter 
500  m  Höhe  vorzukommen.  Die  schwarze  Umrahmung  aller  Flügel  gewinnt  eine  grosse  Ausdehnung,  so 
dass  auch  kein  Zellstreifen  der  Vflgl  exist/iert;  die  Cir  cum  cellularflecken  der  Hflgl  sind  reduziert,  ebenso 
fehlen  die  oberen  Submarginalmakeln;  Unterseite  der  Vflgl  schwarz  mit  blauweissen  Intranervalfeldern,  jene 
der  Hflgl  schwarzbraun  mit  gelblichen  Medianflecken  und  zwei  sich  analwärts  verlierenden  Reihen  von  Sub- 
marginalpunkten.  Abdomen  schwarzbraun  mit  lateralen  weissen  Tupfen.  Palpen  schwarz  mit  weissen  Seiten¬ 
streifen.  ?  nur  wenig  grösser  als  das  cf  mit  rundlicheren  Flügeln. 

Artengruppe  Parantica  Moore  (1880). 

Eine  etwas  heterogene  Gruppe,  deren  strukturelle  Verschiedenheit  Moore  entgangen  ist,  denn  nur  eine  ihrer 
Komponenten,  „ aglea “,  entspricht  der  „Gattungsdiagnose“,  d.  h.  zeigt  einen  mit  der  Costale  verwachsenen  Sub- 
costalast  der  Vflgl.  Dritte  Medianader  der  Hflgl  mit  einem  breiten  Feld  von  Androconien.  Valve  von  enjx  basal- 
wärts  breit,  dann  plötzlich  verengt,  in  eine  lange  scharfe.  Spitze  ausgezogen.  Uncus  aus  zwei  sehr  langen,  schmalen 
zierlichen  Anhängseln  bestehend.  Rp  mit  2  Paar  Tentakeln. 

D.  eryx,  deren  Type  vermutlich  aus  Siam  stammt,  von  woher  Fabricius  viele  Schmetterlinge 
empfangen  hat ,  bewohnt  ganz  Hinterindien  von  Birma  bis  Gochin-Ghina  und  war  sehr  häufig  in  Siam ,  wo 
sie  in  den  Tempelgärten  von  Bangkok  sich  zutraulich  auf  Blüten  wiegt.  Mehrere  Inselrassen  bewohnen 
das  makromalajdsche  Gebiet.  —  eryx  F.  (=  agleoides  Eldr.)  (77b)  greift  westlich  nach  den  Nicobaren  über  eryx. 
und  ist  im  nordöstlichen  Sumatra  einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge;  er  bewohnt  ausschliesslich  die  Ebene 
und  scheint  nicht  einmal  zu  den  Vorhergen  hinaufzugehen.  ?  hat  rundliche  Vflgl,  etwras  breitere  und 
weisslichgraue  Streifen.  —  Im  westlichen  Sumatra  existiert  bereits  eine  Form  mit  sehr  verschmälerten  Zell¬ 
streifen  und  zierlicheren  Subapicalflecken  der  Vflgl  und  wesentlich  kleineren  Submarginalpunkten  der  Hflgl: 
maenius  Frühst.  —  Dieser  schliesst  sich  in  Westjava  eine  Rasse  an  mit  kürzeren,  breiteren  und  weisslich-  maenius. 
statt  graugrünen  Intranervalfeldern:  furius  Frühst.,  die  anscheinend  sehr  lokal  ist  und  wohl  nur  bei  Batavia  für  ins. 
vorkommt.  Im  Laufe  von  20  Jahren  sind  mir  nur  8  Exemplare  zugegangen.  —  borneensis  Stgr.  ist  eine  borneensis. 


208 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


stark  verdunkelte  Form  des  südlichen  Borneo  mit  sehr  dünnen  grünlichen  Subapicalstrichen  und  undeutlichen 
Zellstreifen.  Südost-Borneo,  Pontianak.  —  In  Nord-Borneo  existieren  cf  cf ,  bei  denen  die  Vflgl  fast  völlig 
geschwärzt  sind  und  auch  die  Htlgl  nur  noch  3  Basallinien  und  winzige  Submarginalpunkte  aufweisen : 
teriius.  terilus  Frühst.  —  Als  Ausdruck  des  Satellit-Insel-Melanismus  ist  die  Veränderung  aufzufassen,  der  enjx  auf 
erycina.  Nias  unterliegt,  wo  erycina  Frühst.  (77b)  in  Erscheinung  tritt,  bei  der  in  beiden  Geschlechtern  die  Zellstreifen 
der  Vtlgl  kaum  noch  zu  erkennen  sind  und  nur  die  Postdiscal-  und  Submarginalmakeln  deutlich  erhalten  bleiben. 
Die  Unterseite  aller  Flügel  ist  tief  braunschwarz  statt  vorherrschend  grau  wie  bei  anderen  e/yr-Rassen. 

D.  aglea  ist  eine  vorwiegend  kontinentale  Species,  die  in  Abzweigungen  auf  Ceylon  und  Formosa 
und  natürlich  einer  Reihe  von  Gestade-Inseln  übergeht.  Auf  aglea  ist  die  MooRE’sche  Gattung  Parantica 
basiert,  die  streng  genommen  nur  diese  eine  Species  und  melanoleuca  Moore  umfasst,  denn  nur  bei  diesen  ist 
der  erste  Subcostalast  mit  der  Gostale  der  Vtlgl  verwachsen,  eine  Anastomose,  die  bereits  bei  enjx  nicht 
mehr  vorkommt,  aber  vermutlich  nur  als  eine  nebensächliche  Erscheinung  aufzufassen  ist,  die,  wenn  sie 
auch  bei  aglea  selbst  konstant  bleibt,  bei  anderen  Species,  z.  ß.  Euploeen,  aber  sogar  aberrativ  auftreten  kann. 
Dadurch,  dass  bei  aglea  auch  bereits  die  Submediana  der  Htlgl  im  subanalen  Teile  verdickt  ist,  bildet  sie 
aglea.  zugleich  einen  Übergang  zur  Artengruppe  Chittira.  —  aglea  Cr.  (=  ceylonica  Fldr)  ist  aus  Ceylon  und  Süd¬ 
indien  bekannt,  geht  nordwärts  an  der  Westseite  der  indischen  Halbinsel  bis  Bombay  und  gilt  als  der  ge¬ 
meinste  Schmetterling  Ceylons.  Vflgl  relativ  schmal,  Apex  weit  vorspringend,  Zelle  der  Vflgl,  namentlich 
der  cf  cf  in  den  vorderen  Partien  stark  verdunkelt,  Hflgl  nicht  wesentlich  von  jenen  der  abgebildeten 
magliaba  (77b)  verschieden.  Rp  auf  Asclepiaden  mit  2  Paar  Tentakeln,  von  denen  die  vorderen  sehr  lang, 
die  hinteren  viel  kürzer  sind,  von  rötlicher  Farbe,  chromgelben  und  weissen  Flecken,  Kopf,  Beine  schwarz. 
grammica.  Pp  grün,  tonnenförmig  mit  medialer  Einschnürung  und  schwarzen  und  goldenen  Punktflecken.  —  grammica  Bsd. 

(melanoides  Moore )  grösser,  rundflügliger  als  aglea  mit  durchsichtiger  und  ganz  fein  schwarz  gestreifter  Zelle 
und  grossen,  langen,  breiten  Subapicalstrigae  der  Vflgl.  Bewohnt  die  regenreichen  Teile  des  Himalaja  und 
ist  deshalb  sehr  gemein  in  Sikkim  und  Assam,  wo  sie  bis  2000  m  Höhe  vorkommt  und  wird  in  Simla  und 
phormion.  dem  trockenen  West-Himalaya  bereits  ausserordentlich  selten.  —  phormion  Frühst,  ist  eine  von  Gestalt 
kleinere,  etwas  breiter  schwarz  umrahmte  Lokalform,  deren  Verdunklung  eine  Verschmälerung  aller  glasigen 
Subapical-  und  Submarginalflecken  im  Gefolge  hat.  Tonkin,  Annam,  wahrscheinlich  auch  Tenasserim  und 
maghaba.  Mergui-Archipel.  Häufig  selbst  in  den  Gärten  von  Haiphong.  —  niaghaba  Frühst.  (77b)  endlich  ist  eine 
habituell  sehr  grosse,  aber  dennoch  melanotische  Rasse  mit  gleichfalls  zurückgedrängten  Strigae  der  Vflgl 
und  eingeschränkten  Circumcellularmakeln  der  Htlgl.  Grundfarbe  aller  glasigen  Stellen  dunkler,  das  schwarze 
Postmedianfeld  der  Hflgl-Unterseite  ausgedehnter  als  bei  Sikkim-  und  Assam-cf?.  Nicht  selten  in  Formosa, 
wo  sie  das  ganze  Jahr  über  fliegt. 

melanoleuca.  D.  melanoleuca  Moore  vertritt  zweifelsohne  die  vorige  Species  auf  den  Andamanen,  hat  das  Geäder 

und  die  Fleckenverteilung  mit  ihr  gemeinsam,  nur  ist  sie  noch  transparenter  als  aglea,  so  dass  sie  Moore 
aus  Versehen  zu  den  Ashtipa  stellte,  einer  Artengruppe  der  vitrina  Fldr.  angehört.  Der  schwarze  Aussen- 
saum  aller  Flügel  schmäler  als  bei  aglea ,  wodurch  die  Ultracellularmakeln  der  Hflgl  Raum  gewinnen  sich 
auszudehnen.  Die  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl,  namentlich  unterseits  kompakter,  deren  schwarze  Peri¬ 
pherie  ausgedehnter  als  bei  aglea.  Bewohnt  die  Andamanen,  wo  sie  das  ganze  Jahr  über  fliegt.  Bingham 
hat  sie  anscheinend  auch  von  den  Nicobaren  empfangen. 

Artengruppe  Chittira  Moore  (1880). 

(Caduga ,  Mangalisa ,  Lintorata  Moore  1883.  Badacara  Moore  1890.  Chlorochopsis  ItotJisch.  1892.)  Die 
strukturellen  Merkmale  genau  wie  bei  Parantica ,  so  dass  nur  generisch  wertlose  cf -Auszeichnungen  die  Gruppe 
kenntlich  machen.  Submediana  und  Innenrandsader  vor  ihrer  Ausmündung  etwa  wie  ein  Nadelöhr  eingeschnitten, 
angeschwollen.  Submediana  von  einem  breiten  und  Subcostale  von  einem  schmalen  Androconienfleck  umgeben,  dessen 
Ausdehnung  sehr  variabel.  Rp  wie  bei  der  vorigen  Gruppe  mit  2  Paar  etwas  kürzeren  und  mehr  borstenförmigen 
Tentakeln.  Uncus  basalwärts  knötchenartig  verdickt,  distal  in  eine  feine  behaarte  Spitze  auslaufend,  so  dass  ein 
Umriss  entsteht,  der  an  die  Palpen  von  Tanaecia  erinnert.  Valve  breit,  einfach  gebaut,  von  fast  dreieckiger  Form 
mit  chitinöser,  leicht  abgeplatteter  Spitze.  Die  Angehörigen  dieser  Artengruppe  sind  vorherrschend  Gebirgsbewohner. 

f um  ata.  D.  fumata  Bt.Ir.  (=  taprobana  Fldr.)  (77  a)  bisher  nur  aus  Ceylon  bekannt,  wo  sie  Höhen  von 

1500  —  1800  m  mit  Vorliebe  bewohnt,  aber  bis  1000  m  herabgeht.  Durch  das  breite,  oberseits  schwarze  und 
dunkle  graubraune  Randgebiet,  das  nur  einige  Subapical-,  einen  Zell-  und  Submedianstreifen  der  Vflgl  und 
die  Zelle  der  Hflgl  frei  lässt,  unterscheidet  sie  sich  von  allen  anderen  Danaiden;  ?  grösser  als  das  cf,  mit 
rundlicheren  Flügeln.  Abdomen  oben  braun,  unten  weisslichgrau.  Stellenweise  nicht  selten,  fliegt  fumata 
während  des  ganzen  Jahres. 

phyle.  D.  phyle  Fldr.  ist  ihr  in  der  Zeichnungsverteilung  so  ähnlich,  dass  sie,  obgleich  geographisch  weit 

entfernt  ,  am  besten  hier  besprochen  wird.  Vflgl  wie  bei  fumata  nur  mit  grösseren  hyalinem  Intramedian- 
und  kräftiger  aufgetragenen  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Hflgl  mit  einer  kompletten  Serie  von  glasigen, 
grünlichgrauen  Circumcellularflecken,  von  Gestalt  jenen  der  nilgiriensis  (77b)  nahestehend.  Die  submarginale 
Punktreihe  der  Hflgl  auch  im  hinteren  Flügelwinkel  deutlich  vorhanden.  Auf  der  Unterseite  bildet  die  licht- 


Ausgegeben  20.  V.  1910. 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


209 


braune  Grundfärbung,  die  leichthin  rotbraun  beschuppte  Zelle  der  Hflgl  eine  Transition  von  taprobana  zu 
albata.  Abdomen  oben  graubraun,  unten  weissgrau.  Bisher  nur  auf  Luzon  beobachtet,  dort  nur  in  den 
alpinen  Gebieten  des  Nordwestens  vorkommend  und  Regionen  von  600  — 1550  m  bewohnend. 

D.  albata  war  bis  1896  nur  aus  Java  bekannt,  wurde  aber  von  mir  in  einer  grossen  Rasse  auf 
Celebes  entdeckt  und  ist  mir  neuerdings  auch  vom  Vulkan  Singalang  in  West-Sumatra  zugesandt  worden, 
so  dass  vier  geographische  Abzweigungen  zu  registrieren  sind.  —  adustata  Frühst.  ?  etwas  heller,  trans-  adustata. 
parenter,  die  glasigen  Felder  glänzender  als  bei  albata.  Die  drei  Subapicalbänder  der  Vflgl  etwas  schmäler, 
durch  breitere  schwarze  Adern  getrennt ,  die  vorderen  Intramedianmakeln  und  auch  die  Submarginalflecken 
deutlicher,  letztere  reiner  weiss.  Unterseite  und  Distalsaum  der  Hflgl  schwarz  mit  merklichem  rotbraunem 
Anflug,  Zelle  mit  einem  gegabelten  braunen  Längsstreifen,  der  albata  fehlt.  West-Sumatra,  jedenfalls  sehr 
lokal,  nur  2??  aus  2000  m  Meereshöhe.  —  albata  Zinck.  ist  ein  charakteristischer  Javafalter,  der  dem  albata. 
Reisenden  sogleich  auffällt,  wenn  er  Höhen  von  über  1200  m  überschreitet,  fliegt  fast  bei  jedem  Wetter  und 
fühlt  sich  selbst  inmitten  des  Schwefeldampfes  der  Vulkane  behaglich,  auch  traf  ich  sie  noch  auf  ca.  8000  Fuss 
am  Tjikorai  und  Gede.  Etwas  kleiner  als  sulewattan  (78 d),  führt  sie  dennoch  breitere,  hellere  Subapical- 
binden  der  Vflgl.  Unterseite  aller  Flügel  erdfarben  braun.  West-Java,  das  ganze  Jahr  über  fliegend, 
gilva  subsp.  nov.  ist  die  ostjavanische  Lokalform,  von  mir  hauptsächlich  im  Tenggergebirge  beobachtet,  gilva. 
bleibt  in  der  Grösse  hinter  albata  zurück,  macht  ganz  den  Eindruck  einer  Trockenzeitform ;  Unterseite  rauch¬ 
braun,  fahler  als  bei  albata  und  die  Hflglzelle  fast  stets  durch  mehr  oder  weniger  ausgedehnten  graubraunen 
Anflug  getrübt.  —  sulewattan  Frühst.  (78  d)  bewohnt  den  Pik  von  Bonthain  und  bewegt  sich  auf  Höhen  sulewattan. 
von  5000 — 6000  Fuss  ungestümen  Fluges  über  dem  immergrünen  Strauchwerk,  das  einige  von  Menschen¬ 
hand  geschaffene  grasige  Flächen  umsäumt.  Vflgl  mit  vorspringendem  Apex;  Grundfarbe  etwas  lichter 
braun  als  bei  albata,  die  glasigen  Felder  mehr  getrübt,  mehr  braun  statt  weisslichgrün.  Subapicalstrigae  der 
Vflgl  wesentlich  verschmälert;  die  äussere  Reihe  von  Submarginalpunkten  der  Hflgl  fehlt  der  Unterseite; 
die  matt  transparenten  Felder  graugrün,  das  Randgebiet  hellbraun:  Abdomen  unten  gelblich,  statt  weiss  wie 
bei  albata.  sulewattan  ist  zweifelsohne  ein  faunistisches  Relikt  der  Landverbindung  mit  Java  und  zoogeographisch 
von  höchstem  Interesse,  um  so  mehr  als  sie  in  Gesellschaft  von  Pgrameis  dejeani,  Ilerda  epicles  und  einer 
Pap.  sarpedon- Rasse  fliegt,  die  gleichfalls  an  den  ehemaligen  Landkonnex  mit  Makromalayana  erinnern.  - 
kükenthali  Pagenst.  ist  die  nordcelebische  a/&ata-Repräsentantin,  habituell  der  gilva  nahestehend,  also  wesent-  kükenthali. 
lieh  kleiner  als  sulewattan,  die  subapicalen  Streifen  noch  schmäler,  die  transparenten  Felder  aller  Flügel 
grünlichgelb.  Unterseite  wie  bei  sulewattan,  verwaschen  braun.  Abdomen  oben  schwarz,  unten  gelblich.  Von 
Professor  Kükenthal  am  Rurukan  auf  4000  Fuss  entdeckt,  später  auch  von  Hose  bei  Tondano  gefangen. 

D.  weiskei  Rothsch.  vertritt  die  a/öeha-Gruppe  auf  Neu-Guinea,  hat  dort  gleichfalls  alpicole  Gewöhn-  weiskei. 
heiten,  ist  jedoch  nur  von  geringem  Ausmass  der  Flügel.  Der  Sexualfleck  der  Hflgl  markiert  sich  besonders 
scharf.  Vflgl  ohne  transparenten  Zellstreifen  und  mit  rundlichen  statt  länglichen  Subapicalflecken,  Hflgl  mit 
o/öatö-Zeichnung,  von  grünlichweisser  Färbung.  Unterseite:  Vflgl  schwarz,  Hflgl  umbrabraun.  Aroa-Fluss, 

Britisch  Neu-Guinea,  nur  1  cf  von  ihrem  Entdecker  gesammelt. 

Mit  D.  nilgiriensis  Moore  (77b)  beginnt  eine  Reihe  von  Arten,  die  durch  schmale  Iütranervalfelder  nilgirensis. 
ihre  nahe  Verwandtschaft  mit  dem  Parantica-  und  Radena- Typus  verraten.  Unterseite  von  nilgiriensis  fahl 
erdbraun,  alle  transparenten  Stellen  grünlich.  Abdomen  unten  braun.  In  den  Nilgiris  anscheinend  nirgends 
selten,  aber  nicht  unter  2000  Fuss  anzutreffen.  Hauptflugzeit  April,  Mai. 

D.  luzonensfs  ersetzt  nilgiriensis  in  Mikromalayana,  auf  Borneo  und  den  Philippinen.  Die  am  weitesten 
von  Vorderindien  entfernten  kleinen  Sundainseln  beheimaten  die  nilgiriensis  im  Färbungscharakter  am  nächsten 
kommenden  Rassen ,  während  die  Nachbaigebiete  (Java,  Borneo)  die  am  weitgehendsten  spezialisierten  be¬ 
herbergen.  Sonderbarerweise  sind  bisher  keine  Zweigrassen  von  der  Malayischen  Halbinsel,  Hinterindien 
und  Sumatra  bekannt,  so  dass  die  Verbreitung  der  Art  eine  völlig  diskontin uierli che  genannt  werden  muss.  — 
luzonensis  Fldr.  ist  eine  merkwürdige  beharrliche  Rasse,  die  äusserst  konstant  bleibt,  trotzdem  sie  von  luzonensis. 
Luzon  bis  Mindanao  und  selbst  Palawan  auf  allen  Philippineninseln  auftritt,  scheint  aber  nirgends  häufig  zu 
sein.  Die  Intranervalfelder  sind  bei  ihr  fast  nochmal  so  breit  als  bei  praemacaristus  Frühst.  (78  c),  bei  der  prae- 
sich  auch  das  bei  luzonensis  unten  fast  rein  weisse  Abdomen  in  Grau  verfärbt  und  eine  deutliche  Gabel-  tnacaristus. 
Zeichnung  in  der  Hflglzelle  erscheint.  Nord-Borneo ,  sehr  selten ,  bisher  nur  ein  cf  aus  der  Sammlung 
Fruhstorfer  beschrieben.  —  larissa  Fldr.  dagegen  ist  eine  auf  ganz  Java  bis  zu  etwa  2000  Fuss  hinauf-  larissa. 
gehende  Subspecies,  die  nirgendwo  gemein,  aber  auch  nirgends  spärlich  vorkommt.  Abdomen  unterseits 
rotbraun,  sonst  in  der  Flügelzeichnung  viel  mehr  an  die  Philippinenrasse  erinnernd  und  sogar  noch  deut¬ 
lichere  und  komplettere  Reihen  von  Submarginalpunkten  der  Hflgl  führend.  —  panaitius  subsp.  nov.  ist  eine  panaitius. 
auf  Lombok  in  Erhebungen  von  etwa  700  m  äusserst  seltene  Rasse  mit  unterseits  grauem  Abdomen,  völlig 
geschwärzter  Vflglzelle  und  noch  mehr  wie  bei  praemacaristus  zurückgebildeten  glasigen  Stellen  der  Hflgl- 
Unterseite  der  letzteren,  braunschwarz,  die  Zelle  und  Discalstrigae  leichthin  rötlich  überpudert.  —  orientis  orientis. 
Doh.,  nach  einem  cf  aus  Sumba  beschrieben  und  mir  in  einer  etwas  abweichenden  Form  aus  Sumbawa  vor¬ 
liegend,  täuscht  oberseits  nilgiriensis-Färhiuig  vor,  mit  matt  grüngrauen  Zwischenrippenfeldern.  Unterseite 
fahler  als  bei  panaitius.  Abdomen  ventral  fast  rein  weiss. 

IX 


27 


210 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fbuhstobfer. 


D.  melaneus  ist  eine  vorwiegend  kontinentale  Species,  deren  Rassen  bisher  nicht  genügend  studiert 
melaneus.  wurden,  so  dass  mehrere  längst  bekannte  Formen  neu  benannt  werden  müssen.  Die  Namenstype  melaneus  Cr. 

stammt  vermutlich  aus  dem  südlichen  China  und  sind  wahrscheinlich  Exemplare  aus  Tonkin  identisch,  die 
sich  wiederum  durch  ihre  lang  ausgezogenen  Vflgl  und  die  grössere  Gestalt  viel  mehr  der  oberseits  noch 
szetchuanus.  dunkleren  szetchuanus  Frühst.  (78  c)  nähern,  als  der  indisch-kontinentalen  Abzweigung,  die  Dr.  Seitz  Bd.  I, 
T.  28  d  abgebildet  hat  und  deren  rundliche  Flügelform  so  deutlich  mit  der  spitz  zulaufenden  von  szetchuanus 
kontrastiert.  Letztere  ist  vielleicht  nur  eine  Trockenzeitform  des  gebirgigen  Chinas,  besonders  vom  Omi- 
Shan,  mit  rotbraunen  statt  schwarzen  Postdiscalfeldern  der  Htlglunterseite,  wo  sie  nach  Leech  häufig  vor¬ 
kommt.  In  Tonkin  traf  ich  sie  ausschliesslich  im  Manson-Gebirge  auf  etwa  1000  m  Höhe  und  nur  im  Monat 
plataniston.  April.  —  Als  plataniston  nom.  nov.  bezeichne  ich  die  im  Himalaja  so  häufige  rundflügelige  Rasse,  die  als 
melaneus  in  allen  Sammlungen  verbreitet  ist.  Sie  ist  unterseits  gleiclunässiger  und  lebhafter  rotbraun  ge¬ 
färbt.  In  Sikkim  geht  sie  von  den  Tälern  bis  zu  etwa  2000  m  Höhe  hinauf,  und  vom' März  bis  Dezember 
neopatra.  sehr  gemein.  Exemplare  der  Trockenzeitform,  neopatra  form,  nov.,  sind  wesentlich  kleiner,  unterseits  fast 
ganz  hellrot  mit  rein  weissen  Submarginalpunkten  aller  Flügel.  Vereinzelt  kommt  plataniston  auch  in 
sinopion.  Tenasserim  und  Siam  vor.  —  Als  sinopion  subsp.  nov.  wird  die  anscheinend  sehr  seltene  Rasse  der  Malay- 
ischen  Halbinsel  eingeführt,  charakterisiert  durch  schmälere  glasige  Felder  und  insbesondere  durch  unter¬ 
seits  fast  ganz  schwarze  Grundfärbung  aller  Flügel ,  die  nur  leichte  Spuren  eines  dunkelrotbraunen  Anflugs 
swinhoei.  zeigen.  —  swinhoei  Moore  ist  eine  wohlausgeprägte  Rasse  der  Insel  Formosa,  von  kleiner  Gestalt,  dunkler 
rotbraunem  Abdomen ,  etwas  verschmälerten  Costalmakeln  der  Vflgl  und  sehr  breitem  dunkelrotbraunem 
Randgebiet  der  Htlglunterseite,  das  die  Ultracellularmakeln  stark  zurückdrängt.  Flugzeit  März  bis  August, 
pseudo-  am  Lehiku-See  nicht  selten.  —  pseudomelaneus  Moore  endlich  ist  eine  hochspezialisierte  Rasse,  die  ich  nur 
melaneus.  westlichen  Java,  und  da  nur  am  Vulkan  Gede  in  über  4000  Fuss  Erhebung  beobachten  konnte.  Vflgl 
stark  geschwungen,  die  glasigen  Stellen  sehr  durchsichtig,  glänzend,  rein,  Hflgl  mit  einem  zweiästigen  Zell¬ 
strich,  der  allen  anderen  meteews-Unterarten  fehlt.  Abdomen  oben  hellrotbraun,  unten  grauweiss.  Färbung 
der  Flügelunterseite  wie  bei  sinopion  sehr  arm  an  rotbrauner  Beimischung. 

D.  banksi  vertritt  melaneus  auf  Sumatra  und  Nias,  doch  ist  sie  in  Flügelform  und  Färbung  so  ver- 
banksi.  ändert,  dass  ihr  vermutlich  Artrechte  zustehen,  banksi  Moore  bewohnt  sowohl  die  Ebene  wie  die  Vorberge, 
doch  sollen  nach  Martin  Exemplare  der  Ebene  bleicher  und  farbenärmer  sein,  als  solche  des  Gebirges.  Sub¬ 
medianfeld  der  Vflgl  durch  einen  breiten  schwarzen  Strich  geteilt,  was  bei  keiner  melaneus- Form  zu  bemerken 
fimeralis.  ist,  Hflglzelle  gleichfalls  mit  kräftigem  Strich.  Abdomen  dunkelrotbraun.  —  funeralis  Btlr.  zeigt  auch  be¬ 
reits  die  Zelle  der  Vflgl  geschwärzt,  schmale  glasige  Internervalpartien  und  ein  ventral  gelblich  getöntes 
Abdomen.  Insel  Nias,  anscheinend  sehr  selten. 

crowleyi.  D.  crowleyi  Jen.-Weir.  ist  eine  Riesenform  des  nördlichen  Borneo,  deren  cf' cf  mit  55  mm  Vflgllänge 

den  grössten  2?  aus  Tonkin  gleichkommen,  aber  den  rundlichen  Flügelschnitt  von  banksi  zeigen  und  mit 
dieser  auch  die  breiten  Querstreifen  an  der  Submediana  der  Vflgl-  und  Hflglzelle  gemeinsam  haben.  Abdomen 
jedoch  ventral  weiss  mit  grauen  Ringen  und  dunkelgrauer  Dorsallinie.  Ober-  und  Unterseite  aller  Flügel 
fast  gleichartig  gelärbt,  leichthin  rotbraun  angehaucht,  vordere  Partie  der  Vflglzelle  schwarz,  die  hintere 
schmal  glasig,  Intranervalfelder  in  Anbetracht  der  Grösse  des  Falters  relativ  schmal,  die  Submarginalpunkte 
der  Hflgl  sehr  klein,  grauweiss.  Die  prächtige  Species  bewohnt  den  Kina-Balu  in  Nord-Borneo  und  ist  selten. 

menadensis.  D.  menadensis  Moore  (78 d)  ersetzt  melaneus  auf  Celebes,  ihre  abweichende,  gelbe  statt  weissliche 

oder  grünliche  Streifentärbung  hat  ihr  schon  zwei  Gattungsnamen  eingetragen,  nämlich  Lintorata  Moore ,  der 
sie  sogar  zu  den  Afrikanern  stellte,  und  Chlor ochopsis  Rothsch.  Die  Art  ist  selten  im  nördlichen  wie  südlichen 
Celebes,  bewohnt  ausschliesslich  die  Ebene  und  wird  wahrscheinlich  wegen  ihrer  Ähnlichkeit  mit  der  häufigen 
D.  luciplena  Frühst,  übersehen ,  wenngleich  sie  einen  schnelleren  Flug  als  diese  hat  und  sich  etwas  höher 
über  dem  Erdboden  aufhält  und  fortbewegt.  Die  meisten  Exemplare  sind  etwas  heller  als  die  Abbildung 
und  namentlich  unten  prächtig  gelb.  ?  nur  wenig  grösser,  rundflügeliger  als  die  cf  cf ,  mit  fahleren,  kaum 
merklich  breiteren  Streifen  und  Flecken. 

D.  sita,  unter  dem  Namen  tytia  besser  bekannt,  führt  von  allen  Danaiden  die  ausgedehntesten  Andro- 
conienflecken  der  Hflgl,  die  an  der  Submediana  am  dichtesten  aufgetragen,  nach  innen  und  aussen  auf  die 
Irdsader  und  hintere  Mediane  übergehen,  von  Gestalt  und  Ausdehnung  sehr  variabel  sind,  sita  ist  ein  Ge- 
birgsfalter,  der  erst  jenseits  des  Wendekreises  auch  in  die  Ebene  herabsteigt,  ein  langlebiger  und  zäher 
Flieger  ist  und  sich  höher  über  dem  Erdboden  fortbewegt  als  andere  Danais.  —  Rp  im  Bd.  I,  p.  77  be¬ 
schrieben,  auf  Marsdenia  roylei,  einer  Asclepiadae.  Von  im  September  abgelegten  Eiern  schlüpfte  der  Falter 
im  nächsten  April.  In  Hongkong  erscheinen  die  ersten  Falter  Anfang  Februar.  Im  Nordwest -Himalaya 
wurden  vier  Generationen  beobachtet,  von  denen  die  erste  im  April,  die  vierte  im  Oktober  erschien.  Die 
Art  bewohnt  Regionen  von  2 — 3000  m  und  geht  nordwärts  bis  zur  Insel  Askold  und  auf  Tsushima  beobachtete 
sita.  ich  Ende  September  noch  ??  munter  umherfliegend.  —  sita  Kuli.,  aus  dem  westlichen  Himalaya  und  Kaschmir 
bekannt,  ist  eine  blass  rotbraun  umrahmte  Form,  die  an  bewaldeten  Stellen  gelegentlich  in  grosser  Anzahl 
tytia.  auftritt  und  bis  10000  Fuss  hinaufgeht.  —  tytia  Gray,  eine  dunklere  Rasse  mit  dickem  rotem  Zellstrich  der 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


211 

Hflgl,  der  sich  bei  Exemplaren  aus  dem  Ost-Himalaya  allmählig  verliert,  bei  der  Trockenzeitform  von  Assam 
stets  fehlt  und  anscheinend  bei  den  cf?  von  Tenasserim  überhaupt  nicht  mehr  vorkommt.  Solche  Exemplare 
wurden  als  tira  Frühst,  beschrieben.  —  ethologa  Swinh.  ist  eine  verdunkelte  geographische  Form  der  Malayischen  tira 
Halbinsel  mit  dunkelbraun  umrahmten  Flügeln  und  kürzeren  Subapicalmakeln  der  Vflg'l,  die  nur  in  ein  paar  ethologa. 
Exemplaren  bisher  gefunden  wurde.  —  loochooana  Moore,  eine  besonders  grosse,  mehr  kastanienbraun  um-  i00C/l00aiia 
rahmte  Subspecies,  die  auf  Formosa  und  den  Liukiu-Inseln  vorkommend,  sich  gleichwie  niphonica  Moore  niriwn[ca_ 
(Bd.  I,  T.  28 e  ?),  durch  oben  dunkelgraues,  unten  weisses  Abdomen  von  den  rotleibigen,  unten  nur  weiss 
geringelten  tytia  unterscheidet.  Die  Generationsorgane  sind  in  der  Diagnose  der  Artengruppe  beschrieben, 
tity oides  Hag.  (78 d)  ist  eine  wesentlich  modifizierte  Inselrasse,  nahe  an  der  Grenze  der  Artberechtigung,  tityoidcs 
Die  vordere  Hälfte  der  Vflglzelle  geschwärzt,  die  Subapicalstreifen  schmäler,  Hflgl  oberseits  bleicher  rot¬ 
braun,  die  Distalmakeln  im  Verlöschen,  das  Rot  dafür  in  die  Zelle  eindringend.  ?  mit  abgerundeten  Vtlgln. 

Auf  1000  m  Höhe  überall  im  gebirgigen  Sumatra,  aber  nirgends  häufig. 

Artengruppe  Radena. 

Im  Geäder  schliesst  sich  diese  Gruppe  den  Ideopsis  an,  mit  denen  Radena  auch  die  gering  entwickelten 
Androconien-Schuppen  gemeinsam  hat,  die  dem  freien  Auge  kaum  sichtbar,  nur  die  Submediane  der  Hflgl  begleiten. 

Nach  meinen  Geäderpräparaten  ist,  wie  bei  Ideopsis,  der  erste  Subcostalast  mit  der  Costale  verwachsen,  eine  Er¬ 
scheinung,  die  sich  bei  Parantica  aglea  aberrativ  wiederholt.  Von  Parantica  und  CMttira  entfernen  sich  die  Radena 
aber  wieder  durch  die  schräg  nach  innen  gerichtete,  sehr  lange  untere  Discocellulare  der  Hflgl,  während  die  längeren 
Fhlr  die  Gruppe  mit  Ideopsis  verbinden,  zu  denen  auch  die  Valvenform  hinüberleitet.  Uncus  walzenförmig,  relativ 
kurz,  distal  abgerundet.  Valve  ungewöhnlich  breit,  distal  scharf  abgeschnitten  mit  einer  vogelschnabelartigen  Spitze, 
die  aber  basalwäi’ts  dennoch  breiter  als  bei  Ideopsis  angesetzt  ist.  Saccus  voller  als  bei  den  übrigen  Danaiden  und 
Euploeen,  hodenförmig.  Analpinsel  nach  Doherty  kürzer  als  bei  allen  anderen  Danaiden,  deren  Haare  an  der  Basis 
weiss,  nach  aussen  grau.  B.p  mit  zwei  Paar  Tentakeln  wie  bei  Parantica  und  Tirumala.  Pp  kofferförmig,  grün  mit 
schwarzen  Punkten. 

D.  similis  ist  einer  der  gewöhnlichsten  Falter  Ost-Asiens  und  von  den  Liu-kiu-Inseln  bis  Palawan 
und  von  Ceylon  bis  Sumbawa  verbreitet,  findet  sich  stets  in  der  Nähe  menschlicher  Siedelungen,  wiegt  sich 
träge  auf  Blüten  und  Gräsern,  ist,  wie  die  meisten  Danaiden,  gesellig  und  verbreitet  einen  abscheulichen 
Mäusegeruch,  der  vom  Körper  ausgeht.  —  similis  L.  ist  die  typische  Subspecies,  aus  Süd-China  beschrieben  5//my/5- 
und  in  Hongkong,  sowie  auch  Formosa  sehr  gemein.  Am  Kontinent  bewohnt  similis  ganz  Hinter- Indien, 
ohne  sich  zu  verändern.  —  Als  aventina  Cr.  (78  c)  ist  eine  Aberration  beschrieben  mit  rundlichen  statt  avenpna_ 
spitz  keilförmigen  postcellularen  Flecken  der  Vflgl.  —  persimilis  Moore  gehört  der  Trockenzeit  an,  ist  aus  persimilis. 
Siam  bekannt,  wo  sie  in  Unmassen  bereits  bei  Bangkok  auftritt,  in  Gestalt  hinter  aventina  zurückbleibt 
und  demgemäss  auch  schmälere  graugrüne  Internervalfelder  aufweist.  Als  hyria  form.  nov.  wird  eine  hvria 
Aberration  bezeichnet,  habituell  wie  aventina,  aber  mit  fast  doppelt  so  breiten  und  weisslichen  statt  grünen 
glasigen  Stellen  aller  Flügel.  Ein  Teil  der  Subapicalmakeln  tliesst  zusammen.  In  Annam  und  Tonkin 
während  der  Regenzeit  neben  der  Hauptform,  aber  sehr  selten  vorkommend.  Auf  den  Liu-kiu-Inseln 
Ishigaki  und  Okinawa  erscheint  eine  Rasse  mit  hellgrünen  Streifen,  namentlich  unterseits  von  fast  weiss- 
grüner  Färbung  und  stark  vergrösserten  Submarginalmakeln,  tragasa  subsp.  nov.  Die  Form  der  malayischen  tra^asa. 
Halbinsel  ist  als  vulgaris  Bttr.  sehr  bekannt  und  nähert  sich  der  macrina  Frühst.  (78b)  von  West-Sumatra,  vu/aaris. 
die  sich  von  vulgaris  durch  dunkleres  Gesamtkolorit,  reduzierte  glasige  Stellen  unterscheidet.  Fliegt  das  macrina. 
ganze  Jahr  und  eine  Generation  folgt  auf  die  andere.  Nur  im  Februar  und  März,  wenn  eine  Unterbrechung 
in  der  regelmässigen  Niederschlagsmenge  erfolgt,  trifft  man  abgeflogene  Stücke,  so  dass  Martin  annimmt, 
dass  feuchtes  Wetter  unerlässlich  ist,  um  macrina  das  Frischschlüpfen  zu  ermöglichen.  —  vulgaroides  Frühst,  vulgaroides. 
ist  auf  Java  sehr  gemein,  namentlich  im  Osten,  auf  Höhen  von  300  — 500  m.  Die  marginalen  und  sub- 
apicalen  Punkte  und  Strigae  kleiner,  schmäler  und  kürzer  als  bei  macrina.  Der  Apicalfleck  und  der  Basal¬ 
strich  der  Vflglzelle  reduzierter,  auch  die  postcellularen  Makeln  verkleinert.  Flügelunterseite  dunkler,  die 
Bänder  bräunlich  anstatt  weisslich.  —  megaroides  Frühst.,  welche  die  melanotischste  der  bisher  bekannten  megaroides. 
Rassen  darstellt,  bewohnt  die  Insei  Nias,  kleiner  von  Gestalt  als  macrina,  trägt  aber  namentlich  im  Verhältnis 
zu  ihrem  Habitus  grössere  weisse  Submarginalpunkte  der  Vflgl,  während  die  weisslichen  Binden  der  Hflgl 
stark  zurücktreten.  Die  ultracellularen  Keilfleckchen  der  Vflgl  erscheinen  kürzer  als  bei  macrina  und  auch 
bei  niacra  Doh.  von  Engano,  die  sowohl  von  Java-  wie  Nias-Exemplaren,  durch  dunkler  grüne  Streifen  und  macra. 
Punkte,  insbesondere  aber  durch  die  vorspringende  Apicalpartie  der  Vflgl  differiert.  Borneo-Exemplare 
und  auch  cd?  der  Natuna- Inseln  sind  kaum  von  megaroides  aus  Nias  zu  trennen  und  leiten  etwa  von 
Nias -Stücken  zu  vulgaroides  von  Java  hinüber.  Man  könnte  für  sie  allenfalls  den  Namen  interposita  nova 
einführen.  Auffallend  verschieden  von  makromalayischen  similis  ist  die  Form,  welche  Ceylon  bewohnt,  die 
als  exprompta  Btlr.  (78b)  bekannt  ist,  früher  bei  Colombo  sehr  gemein  war,  aber  nach  neueren  Angaben  exprompta. 
dort  jetzt  verschwunden  sein  soll.  ?  noch  breitstreifiger  und  heller  als  das  cd  mit  rundlicheren  Vtlgln. 
nicobarica  Wood-Mas.  erinnert  dermassen  an  juventa,  dass  ich  sie  jahrelang  als  juventa  subsp.  in  meiner  nicobarica. 
Sammlung  stecken  hatte.  Vflgl  mit  sehr  breitem  Zellstrich,  zusammenhängenden  Subapicalmakeln  und  rund¬ 
lichen  weisslichblauen  glasigen  Intramedianfeldern.  Zellstrich  der  Hflgl  und  deren  Discalflecken  hinter  jenen 
von  exprompta  zurücktretend.  Nicobaren,  anscheinend  sehr  selten.  —  palawana  Stgr.  (78  c)  gleicht  durch  palawana. 


212 


DANAIDA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


die  stark  verbreiterten  Strigae  und  Submarginalmakeln  aller  Flügel  völlig  einem  Papilio  macareus.  Zellstrich 
der  Htlgl  deutlich  vorhanden ,  nach  aussen  gegabelt ,  aber  nicht  so  kräftig  entwickelt  wie  bei  den  bisher 
sumbawana.  genannten  Rassen.  Insel  Palawan,  Januar,  nicht  selten.  —  sumbawana  Frühst.  (77  b),  von  der  ein  2  ab¬ 
gebildet  ist,  das  fälschlich  auf  der  Tafel  als  cf  bezeichnet  ist,  zeigt  noch  ausgedehntere  weisse  Felder  und 
Makeln,  dagegen  ist  der  Zellstrich  der  Htlgl  stark  verkleinert.  Die  cf  cf  sind  noch  heller  als  die  22,  mit 
lesora.  vorspringendem  Apex.  Insel  Sumbawa,  selten.  —  lesora  subsp.  nov.  ist  ausgezeichnet  durch  breites  schwarzes 
Randgebiet,  kleinere  keilförmige  Subapicalllecken  und  isolierter  stehende  Transcellularmakeln  der  Vflgl. 
Unterseite  aller  Flügel  von  breiten  schwarzen  Adern  durchzogen,  auch  die  Gabel  in  der  Zelle  markanter. 
Insel  Flores,  gleichfalls  selten  und  so  juventoid,  dass  ich  erst  jetzt  gelernt  habe,  sie  zur  similis- Gruppe  zu 
kambera.  stellen.  —  kambera  Doh.  endlich  ist  ganz  das  Produkt  einer  Insel  mit  langer  Trockenzeit,  deren  Vflgl  sind 
weiss  zu  nennen,  mit  schmaler  schwarzer  Umrahmung.  Der  Zellstrich  der  Htlgl  ist  rudimentär,  das  Haupt¬ 
charakteristikum  der  Form  sind  aber  breite  weisse  Subapicalfelder  der  Vflgl.  kambera  steht  nahe  der  Grenze 
des  Speciesranges  und  wurde  wegen  ihrer  juventa  -Ähnlichkeit  gemeinsam  mit  der  vorigen  Form  von  mir 
früher  auch  stets  an  juventa  angegliedert.  Valve  jedoch  genau  wie  bei  similis ,  die  ihrerseits  kaum  von  der 
juventa -N alve  zu  differenzieren  fällt.  Insel  Sumba,  anscheinend  sehr  selten. 

oberthüri.  D.  oberthüri  Doh.  ist  eine  völlig  isoliert  stehende  Species,  die  nur  auf  der  Insel  Sumba  vorkommt 

und  dort  die  gemeine  similis  zu  ersetzen  scheint.  Abgesehen  von  der  Flügelform  hat  sie  aber  kaum  noch 
Ähnlichkeit  damit.  Grundfarbe  tiefschwarz,  bei  den  22  auf  den  Hflgln  sich  in  ein  lichtes  Braun  verfärbend. 
Vflgl  sonst  wie  bei  similis,  jedoch  ohne  Marginalmakeln  und  die  ultracellulare  Reihe  von  hyalinen  Flecken 
zu  einer  ansehnlichen  Binde  verbreitert ,  Hflglzelle  ohne  Gabel ,  die  Transcellularmakeln  und  Submedian¬ 
streifen  mehr  als  doppelt  so  gross  als  bei  similis.  Unterseite  der  Vflgl  schwarzbraun,  jene  der  Htlgl  ver¬ 
waschen  graubraun. 

Do  juventa  zählt  neben  melissa  und  affinis  zu  jenen  Danaiden,  die  im  ganzen  tropischen  Gürtel  des 
Ostens  Vorkommen,  und  ist  physikalischen  Einwirkungen  gegenüber  noch  weniger  widerstandsfähig  als  jene 
und  das  Resultat  demzufolge  eine  beinahe  beispiellose  Auflösung  in  geographische  Rassen.  Interessant  ist, 
dass  juventa  nirgendwo  auf  den  Kontinent  übergeht,  sie  ist  somit  eine  typische  Inselbewohnerin.  Es  wird 
zwar  ihr  Vorkommen  auf  Malakka  und  Perak  gemeldet,  doch  ist  sie  dort  anscheinend  noch  selten,  vielleicht 
erst  in  jüngster  Zeit  zugewandert,  und  zudem  der  südliche  Teil  der  malayischen  Halbinsel  von  so  aus¬ 
gesprochen  insularem  Charakter  und  durchweg  maritimem  Klima,  dass  sich  dieses  Strandkind  dort  auch  in 
seinem  Element  befindet.  In  ihrer  horizontalen  Verbreitung  hat  juventa  mit  melissa  das  Fehlen  auf  Sumatra 
gemeinsam,  auch  auf  Nias  und  den  Batu-Inseln  scheint  sie  nicht  vorzukommen,  existiert  aber  auf  Engano, 
wohin  sie  vermutlich  von  Java  aus  gelangt  sein  dürfte.  —  Rp  der  diversen  Inselrassen  anscheinend  ver¬ 
schieden;  schwarz  auf  Java,  bildet  sie  Semper  von  Manila  ganz  weiss  ab.  Fiisse  auf  Java  schwarz,  den 
Philippinen  rot.  Puppenstadium  auf  den  Philippinen  14 — 16,  Puppenruhe  9 — 10  Tage.  Semper  glaubt  Zeit¬ 
formen  beobachtet  zu  haben.  Auf  Java  fliegt  die  Art  das  ganze  Jahr,  tritt  aber  nur  im  Januar  während 
der  schwersten  Regen  in  ungeheuren  Massen  auf  und  geht  wohl  nicht  über  600  m  Meereshöhe  hinauf. 
juventa.  Valve  wie  in  der  Diagnose  der  Badena  beschrieben,  kaum  von  jener  von  similis  zu  trennen.  —  juventa  Cr., 
die  zuerst  beschriebene  Unterart,  bewohnt  Java  und  Bali,  hat  wie  alle  verwandten  Rassen  beim  2  rund¬ 
lichere  Vflgl  als  beim  cf  und  differiert  von  der  abgebildeten  mjncia  Frühst.  (78  b)  durch  kürzere  glasig  gelb- 
mincia.  weisse  Flecken  am  Zellapex  und  zwischen  den  Medianen  der  Vflgl.  mincia  selbst  bewohnt  die  Java  so  nahe 
Insel  Bawean,  die  aber  berühmt  ist  durch  ihre  hochdifferenzierten  endemischen  Formen,  die  manchmal  bei¬ 
nahe  Artrechte  beanspruchen  können  und  bisher  in  den  meisten  Fällen  auch  als  solche  aufgeführt  wurden. 
Wie  bei  rita  der  Parantica- Gruppe  ist  auch  mincia  durch  vergrösserte  und  noch  durchsichtigere  Glasflecke  aller 
longa.  Flügel  charakterisiert,  longa  Doh.  dagegen  bietet  ein  vortreffliches  Beispiel  des  Inselmelanismus  mit  ihren 
scharf  abgesetzten  kleinpunktigen  Randfeldern,  den  dick  schwarz  bezogenen  Adern,  die  nur  schmale  grünlich- 
weisse  Glasstreifen  offen  lassen;  dadurch  erinnert  longa  vielmehr  an  tontoliensis  (78a)  als  juventa.  Sehr  häufig 
auf  Engano.  Hauptflugzeit  April.  —  Wenn  man  grössere  Serien  von  juventa  aus  Java  neben  solche  von  Lombok 
phana.  steckt,  ergibt  sich,  dass  die  Lombok-Exemplare,  phana  Frühst.,  entwickelter  sind,  hellere  und  ausgedehntere 
hyaline  Stellen ,  aber  einen  dunkleren ,  schwarzen  Aussensaum  der  Flügel  tragen.  Dieser  Marginalsaum  ist 
kleiner  weiss  punktiert  als  bei  den  Javanen.  Der  weisse  kommaähnliche  Strich  zwischen  den  Subcostalen 
dei;  Vflgl  ist  länger,  die  ultracellularen  und  cellularen  Makeln  der  Vflgl  sind  grösser  als  bei  juventa.  phana 
findet  sich  auf  Lombok  bis  auf  Höhen  von  2000  Fuss  und  ist  selbst  in  den  Dorfgärten  nicht  selten.  — 
stictica.  stictica  Frühst,  ist  habituell  grösser  als  phana ,  der  schwai’ze  Querstrich  vor  der  Vflglzelle  beginnt  völlig  zu 
verwischen,  so  dass  die  Vflglzelle  als  durchaus  transparent  bezeichnet  werden  kann.  Alle  Medianfelder  auf 
beiden  Flügelpaaren  sehr  gross,  die  submarginalen  Punktflecke  namentlich  bei  den  22  fast  immer  vereinigt. 
kaltatia.  Insel  Sumbawa,  nicht  selten.  —  kallatia  Frühst,  von  der  Insel  Kalao  macht  ganz  den  Eindruck  einer  Trocken¬ 
zeitform,  vielleicht  ein  Ausfluss  der  langen  regenarmen  Periode,  der  die  Falter  von  Kalao  ausgesetzt  sind. 
Alle  hyalinen  Stellen  reiner  weiss  aber  dennoch  weniger  transparent  als  bei  stictica,  Submarginalmakeln  sehr 
deutlich,  beide  Reihen  von  Subapicalflecken  aber  reduzierter  als  bei  Sumbawa -cf  2,  Zelle  der  Vflgl  mit 
breitem  Transversalstreifen,  jene  der  Hflgl  der  22  ohne  Gabel,  nur  mit  Rudimenten  einer  fernen  Lime.  — 


DAN  AIDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


213 


lycosura  subsp.  nov.  ist  die  Rasse  des  kleinen  Inselchens  Bonerate,  die  habituell  sonderbarerweise  etwas  lycosura. 
grösser  ist  als  kallatia,  aber  dennoch  kleinere  und  deshalb  isolierter  stehende  Postdiscalmakeln  der  Hflgl 
und  zierlichere  subapicale  Keilfleckchen  der  Vflgl  besitzt.  —  sitah  Frühst,  von  den  Natuna-Inseln  sind  durch  sitah. 

schmälere  und  längere  Vflgl  ausgezeichnet,  wodurch  sie  sich  von  juventa  und  den  nächstfolgenden  Rassen 
unterscheiden,  sitah  stellt  eine  melanotische  Inselform  dar ,  mit  reduzierten ,  hyalinen  Flecken  und  aus¬ 
gedehnterer  Schwarzfärbung.  Alle  Makeln  sind  von  einer  mehr  grünlichen  als  gelblichweissen  Färbung. 

Die  Flügelunterseite  ist  mehr  schwarz  als  braun,  alle  ultracellularen  Flecke  kürzer,  schmäler.  Die  Sub¬ 
marginalpunkte  sind  jedoch  ausgedehnter,  grösser  und  deutlicher.  —  kinitis  Frühst.  Nord-Borneo  wird  von  kinitis. 
einer  weiteren  Rasse  bewohnt,  die  sich  manillana  Moore  von  Luzon  nähert.  2  ??,  2  d*cf  meiner  Sammlung 

differieren  von  juventa  aus  Java  durch  grössere,  weissliehe  Makeln  auf  allen  Flügeln,  namentlich  sind  die 

intermedialen  Flecke  stark  verbreitert.  Die  Vflgl  sind  breiter  und  kürzer  als  bei  sitah ;  alle  subapicalen 
Strigae  länger.  Sandakan  und  Umgebung  von  Labuan,  Nord-Borneo  und  vermutlich  auch  Palawan.  — 
goria  Frühst,  von  Bazilan  halten  die  Mitte  zwischen  kinitis  und  manillana ,  sind  wie  sitah  auf  den  hyalinen  goria. 
Stellen  von  mehr  blaugrüner  als  weisslicher  Färbung.  Der  schwarze  Aussensaum  aller  Flügel  ist  viel  dunkler 
als  bei  den  verwandten  Rassen,  die  submarginalen,  weissen  Punkte  kleiner  als  bei  kinitis.  Die  ultracellularen 
Makeln  sind  kürzer,  wieder  rund,  wie  bei  juventa,  noch  fast  viereckig,  wie  bei  kinitis ,  sondern  nach  aussen 
zugespitzt.  Die  Transcellularflecken  der  Hflgl  sehr  klein,  kaum  1/3  so  gross  als  bei  manillana  und  fast  nur 
halb  so  gross  als  bei  kinitis.  Insel  Bazilan  bei  Mindanao.  —  galaecia  subsp.  nov.  ist  das  Gegenteil  von  goria,  ga/aecia. 
habituell  sehr  klein,  aber  weiss  durchsichtig,  mit  distal  scharf  abgegrenzten,  mehr  quadratischen  als  rund¬ 
lichen  Transcellularflecken  aller  Flügel,  die  sehr  viel  weiter  ausgedehnt  sind  als  bei  goria  und  den  schwarzen 
Distalsaum  zurückdrängen.  Heimat  unbekannt,  vermutlich  Mindoro  oder  Inseln  der  Negros- Gruppe, 
manillana  Moore  ist  die  auf  Luzon  so  gemeine  Rasse,  von  der  Semper  annimmt,  dass  sie  je  nach  der  Jahres-  manillana. 
zeit  abändert.  Trotzdem  die  Postdiscalmakeln  der  Hflgl  auch  gut  entwickelt  sind,  erscheinen  sie  doch  distal 
zugespitzt ,  kaum  halb  so  breit  als  bei  galaecia.  Rp  auf  einer  Schlingpflanze ,  mit  karminroten  Füssen  und 
dorsal  weisslicher  Färbung.  —  luzonica  Moore  kommt  nach  Angaben  Semper's  nur  auf  den  Babuyanes  luzonica. 
nördlich  von  Luzon  vor;  nach  den  Gesetzen  der  Zoologischen  Gesellschaft  muss  jedoch  der  irreführende 
Name  beibehalten  werden,  luzonica  ist  eine  hochspezialisierte  Satellit-Inselform ,  von  typisch  melanotischem 
Koloiit,  habituell  sehr  gross,  mit  relativ  kleinen  isolierten  weissen  rundlichen  Makeln  der  Vflgl,  die  ebenso 
wie  die  spitzen  Postdiscalstreifen  der  Hflgl  in  einem  stark  verbreiterten  schwarzen  Randgebiet  stehen.  Der 
schwarze  Streifen  an  der  Submediane  der  Vflgl  sehr  breit  und  lang.  —  lirungensis  Frühst,  ist  eine  eigen-  lirungensis. 
tümliche  grossfleckige  geographische  Form  der  Talaut-Inseln  nördlich  von  Celebes,  die  zu  den  Rassen  dieser 
grossen  Insel  und  jener  der  Molukken  hinüberleitet.  Vflgl  mit  vorspringendem  Apex,  aber  dennoch  breiter 
als  bei  den  Philippinenrassen,  die  Färbung  der  transparenten  Felder  grünlich,  Submedianstreif  der  Vflgl 
kurz  aber  dick ,  Zelle  ebenfalls  mit  kräftigem  aber  stark  verkürztem  Basalstrich ,  Postdiscalflecke  der  Hflgl 
sehr  klein,  weitab  von  der  Zellwand.  Insel  Lirung  der  Talautgruppe.  —  Auf  der  vielarmigen  Insel  Celebes 
selbst  zerfällt  juventa  in  drei  benannte  Zweigrassen:  libussa  Frühst,  bewohnt  den  nördlichsten  Teil  von  libussa. 
Celebes,  die  Minahasa,  und  geht  südöstlich  bis  Kendari,  ferner  auf  die  Inseln  Peling  und  Bangkai  über, 
ohne  sich  anscheinend  zu  verändern.  Flügelumrahmung  schwarzbraun  mit  grünlichweissen  transparenten 
Feldern  und  kleinen  trübweissen  Submarginalpunkten.  Von  Gestalt  in  der  Regel  kleiner  und  das  ?  gross¬ 
fleckiger  als  tontoliensis  Frühst.  (77  a),  die  mir  nur  aus  Toli-Toli  im  nordwestlichen  Celebes  bekannt  ist.  Die  tontoliensis. 
Zellstreifen  der  Vflgl,  ja  sogar  deren  Intramedianfelder  sind  verdüstert,  durch  schwarzbraune  Schuppen  über¬ 
deckt  ,  die  Submarginalpunkte  reduziert ,  die  weisslichen  Felder  der  LTnterseite  gleichfalls  beschattet,  tonto- 
linensis  ist  vermutlich  das  Produkt  der  Regenzeit,  wofür  auch  die  Grösse  der  Exemplare  spricht.  Sehr 
häufig  am  Rande  der  Strandwälder  im  November  bis  Dezember,  wto  sich  die  Falter  auf  niederem  blühendem 
Gesträuch ,  stets  in  grösseren  Gesellschaften ,  einfanden.  —  Wesentlich  verschieden  ist  tawaya  Frühst. ,  die  tawaya. 
ganz  den  Eindruck  einer  diy-season-Form  macht,  und  auch  auf  ein  ?  der  regenarmen  Periode  basiert  ist. 

Sowohl  die  Zellstreifen  wie  auch  die  hyalinen  Felder  aller  Flügel  sind  verbreitert,  und  wie  die  Submarginal¬ 
makeln  reiner  weiss,  eine  albinotische  Erscheinung,  die  sich  auf  der  Unterseite  fast  noch  mehr  als  oberseits 
konstatieren  lässt.  Type  aus  Tawaya,  einem  Ort  in  der  Bucht  von  Donggala,  in  Zentral-Celebes.  —  ishma  ishma. 
Btlr.,  von  ihrem  Autor  nach  Celebes-Exemplaren  abgebildet,  aber  deren  Fundort  irrtümlich  nach  Gilolo  ver¬ 
legt,  ist  die  Rasse,  welche  den  Südarm  der  Insel  bewohnt  und  namentlich  bei  Makassar  und  am  Wasserfall 
von  Maros  in  grosser  Menge  auftritt.  Nächst  tawaya  ist  ishma  die  hellste  Form  der  Insel,  mit  fast  rein- 
weissen  statt  grünlichen  Glas-  und  sehr  grossen  Zellflecken  der  Vflgl.  Auch  auf  der  Unterseite  ist  sie  von 
der  östlichen  und  nördlichen  celebischen  Subspecies  leicht  zu  trennen  durch  prominentere  weisse  Doppel¬ 
reihen  submarginaler  Punkte  aller  Flügel.  —  satellitica  Frühst,  bewohnt  Saleyer,  wo  sie  von  November  satellitica. 
bis  März  nicht  selten  ist,  und  durch  ihre  kleine  Gestalt,  die  zurückgebildeten  weisslichen  Makeln  und  Felder, 
breiteren  schwarzen  Aderbezug  deutlich  den  Charakter  der  Trabant-Inseln  zum  Ausdruck  bringt.  —  sophonisbe  sophonisbe. 
Frühst,  kommt  ihr  in  dem  geringen  Ausmass  aller  Flügel  recht  nahe,  führt  aber,  analog  cleona  lucida  Frühst. 
glänzende,  sehr  helle,  sich  in  der  Gestalt  jener  von  tawaya  nähernde  glasige  Felder  und  Makeln  aller  Flügel. 
Submarginalpunkte,  namentlich  j  ene  der  ??  rein  weiss.  Sula-Mangoli.  —  sequana  subsp.  nov.  wurde  auf  Binongka,  sequana. 
einer  kleinen  Lisel  östlich  von  Buton,  durch  H.  Kühn  entdeckt.  Bei  dieser  ist  die  Aufhellung  aller  trans- 


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DANAIDA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


parenten  Stellen  noch  mehr  vorgeschritten,  die  Falter  sind  habituell  grösser  als  jene  von  den  Sula-Inseln 
und  Saleyer,  die  Marginalpunkte  und  namentlich  die  costalen  und  subapicalen  Keilfleckchen  wesentlich  ver- 
meganira.  länger!.  —  meganira  Godt.,  einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge  der  Stidmolukken,  entfernt  sich  von  den 
bisher  besprochenen  juventa- Rassen  durch  rundlichere  Flügelform,  die  namentlich  bei  den  22  auffällt  und 
rundliche  statt  rechteckige  oder  längliche  Postdiskalmakeln  der  Vflgl,  die  bei  den  vicariierenden  Rassen  der 
übrigen  Molukken,  je  nach  der  bedeutenderen  oder  geringeren  Ausdehnung  des  schwarzen  Randgebiets, 
buruensis.  an  Grösse  ab-  oder  zunehmen.  —  buruensis  Holl,  von  der  Insel  Buru  steht  etwas  hinter  meganira  in  Gestalt 
zurück  und  zeigt  nur  unwesentlich  verkleinerte  —  etwas  trüber  weissliche  glasige  Zwischenrippenfelder  als 
sobrina.  Exemplare  von  Amboina  und  Ceram.  —  sobrina  Bsd. ,  deren  Heimat  ihr  Autor  irrtümlich  nach  Buru  ver¬ 
legte,  von  woher  er  selbst  bereits  meganira  als  empfangen  registrierte,  ist  die  Rasse  der  Nordmolukken,  ein 
curtisi.  Faktum,  das  Mons.  Charles  Oberthür  durch  Typenvergleich  festgestelit  hat.  Mit  sobrina  ist  curtisi  Moore 
(1883)  synonym.  Die  weissen  Makeln  der  Vflgl  rundlich,  der  Zellstrich  fadendünn,  die  beiden  Streifen  an 
der  Submediane  länglicher,  aber  schmäler  als  bei  eugenia  (77a).  Hflgl  mit  deutlicher  schwarzer  Gabel  in 
ellida.  der  Zelle,  die  bei  meganira  nur  angedeutet  ist.  Halmaheira,  Batjan,  Ternate,  überall  sehr  häufig.  —  ellida 
Frühst,  ist  geographisch  und  morphologisch  eine  Intermediatform  zwischen  meganira  der  Südmolukken  und 
sobrina ,  führt  rein  weisse  statt  grünlichgraue  Submarginalmakeln  und  nur  etwas  mehr  reduzierte  Intramedian¬ 
felder  als  meganira.  Die  Hflgl  schliessen  sich  mit  ihren  rudimentären  Zellstreifen  und  den  fast  rein  weissen 
Subbasalstrichen  viel  mehr  meganira  als  der  ähnlich  wie  eugenia  gebänderten  sobrina  an.  Insel  Obi,  nicht 
ogylla.  selten.  —  ogylla  subsp.  nov.  ist  eine  hochspezialisierte  Rasse  von  den  Aru-Inseln,  die  im  Kolorit,  etwa  die 
Mitte  hält  zwischen  meganira  und  metaxa  (77  a),  aber  nur  einen  sehr  schmalen  Zellstrich  der  Vflgl  und  einen 
rudimentären  Streifen  der  Hflglzelle  führt.  Alles  übrige  wie  bei  meganira,  Flügelform  jedoch  rundlicher,  die 
tumeri.  Makeln  der  Vflgl  grünlich.  Anscheinend  selten.  —  turneri  Btlr.  leitet  von  sobrina  zu  eugenia  hinüber.  — 
Alle  glasigen  Makeln  grünlich  wie  bei  eugenia.  Zellstrich  der  Vflgl  aber  fadendünn,  beim  2  völlig  fehlend 
und  niemals  mit  dem  Flecken  vor  dem  Zellapex  verwachsen.  Holl.  Neu-Guinea,  besonders  bei  Dorey  und 
eugenia.  am  Fusse  des  Arfakgebirges.  In  Deutsch  Neu-Guinea  ist  turneri  ersetzt  durch  eugenia  Frühst.  (77a),  eine 
Form,  die  in  den  Strandwäldern  von  Friedrich -Wilhelmshafen  nicht  selten  ist,  nach  Hagen  von  Dezember 
bis  März  fliegt,  deren  Rp  einzeln  auf  einer  windenartigen  Schlingpflanze  vorkommt,  auf  die  das  ?  die  grün¬ 
lichen  Eier  einzeln  an  die  Spitze  der  Unterseite  der  Blätter  ablegt.  Beide  Geschlechter  heller  und  grösser 
als  turneri,  grösser  und  etwas  dunkler  als  georgina.  cf:  der  grünlich  weisse,  fast  viereckige,  nach  oben  etwas 
eingebuchtete  Fleck  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  mit  dem  langen  Streifen,  der  von  der  Zellbasis  ausgeht, 
verschmolzen.  Zelle  der  Hflgl  mit  einer  dünnen  braunschwarzen  Gabel,  die  bei  turneri  fast  die  ganze  Zelle 
ausfüllt  ,  bei  georgina  jedoch  völlig  fehlt.  Alle  Circumcellularflecke  beider  Flügel  bedeutend  grösser  als  bei 
turneri  und  georgina.  Die  3  Strigae  unter  dem  Costalrand,  die  sich  dicht  über  dem  Zellapex  der  Vflgl  ein¬ 
betten,  jedoch  schmäler  und  isolierter  als  bei  georgina.  Die  Submarginalzone  der  Hflgl  viel  prominenter 
weiss  punktiert  als  bei  georgina ,  aber  nur  etwas  deutlicher  als  bei  turneri.  Eugenia  steht  des  weiteren  auch 
zwischen  tanais  Frühst,  von  Mafor,  von  der  sie  durch  die  breiter  schwarz  angelaufene  Submedianader  und 
metaxa.  die  verschmolzenen  Zellflecken  der  Vflgl  abweicht,  und  purpurata  von  Waigiu.  —  metaxa  subsp.  nov.  (77a) 
bildet  eines  der  anschaulichsten  Beispiele,  wie  sich  Arten  unter  den  Tropen  schon  auf  kurze  Distanzen  ver¬ 
ändern.  Die  grünlich  weissen  Stellen  aller  Flügel  verbreitern  sich,  der  Längsstrich  an  der  Submediane  der 
Vflgl  und  die  Gabelzeichnung  der  Hflgl  fehlen  entweder  völlig  oder  sind  nur  rudimentär.  Unverändert  bleiben 
eigentlich  nur  die  Submarginalpunkte  der  Hflgl,  die  namentlich  bei  den  2?  ebenso  komplett  vorhanden  sind 
als  beim  eugenia 2  (78a).  Man  kann  sagen,  dass  eugenia  ein  vorherrschend  schwarzbraunes  2  hat  mit  weiss- 
lichen  Aufhellungen,  während  metaxa  eine  Form  ist  von  grünlich  weisser  Grundfarbe  mit  schwarzer  Flügel¬ 
umrahmung.  Eugenia  steht  der  sobrinoides  Butl.  vom  Bismarckarchipel  nahe ,  während  metaxa  zu  georgina 
von  British-Neu-Guinea  überleitet.  Metaxa  ist  gemein  bei  Stefansort  und  Finschhafen,  hauptsächlich  in  der 
Regenzeit,  vom  September  an.  Valve  von  metaxa  und  eugenia  bei  schwacher  Vergrösserung  nicht  von  der 
georgina.  juventa-Y alve  zu  unterscheiden.  —  georgina  Frühst,  steht  metaxa  nahe,  von  der  sie  differiert  durch  kürzere, 
mehr  rundliche  Subapicalstrigae  und  rundlicheren,  kleineren,  nicht  mit  dem  Basalstrich  verwachsenen  Apical- 
fleck  der  Zelle  der  Vflgl.  Auch  die  grünlich-weissen  Felder  zu  beiden  Seiten  der  Submediane  sind  kürzer, 
die  Submarginalpunkte  der  Hflgl  fehlen  oder  sind  reduziert,  im  allgemeinen  ist  auch  das  schwarzbraune 
Randgebiet  aller  Flügel  ausgedehnter.  Gollingwood,  Milnebai  und  Papuagolf  in  Britisch  Neu-Guinea.  Das 
Auffinden  von  drei  besonderen  Danaidenformen  bestätigt  das  für  viele  Vögel  schon  längst  bekannte,  für 
Lepidopteren  jedoch  erst  1905  von  mir  (W.  Ent.  Zeit.  p.  57)  nachgewiesene  Faktum,  dass  die  Hauptinsel  von 
Neu-Guinea  selbst  von  wohl  differenzierten  Lokalrassen  einer  Kollektiv-Species  bewohnt  wird.  Die  Ver¬ 
breitungszentren  dieser  Inselformen  sind  teilweise  zufällig  identisch  mit  der  derzeitigen  politischen  Zu¬ 
gehörigkeit  Neu-Guineas,  so  dass  sowohl  das  holländische  und  deutsche,  wie  auch  das  britische  Gebiet  seine 
eigenen  endemischen  Formen  hat.  Die  Variationsgrenzen  zwischen  Holländisch  und  Deutsch  Neu-Guinea 
sind  übrigens  vielfach  nicht  so  scharf  getrennt  als  jene  der  deutschen  und  britischen  Okkupationssphäre. 
Diese  Tatsache  erklärt  sich  leicht  aus  der  den  beiden  ersteren  gemeinsamen  Küstenlinie  und  dem  Mangel 
trennender  Gebirge,  während  sich  zwischen  Deutsch-  und  dem  südlichen  Britisch  Neu-Guinea  das  Bismarck- 
und  Finisterre-Gebirge  und  die  Owen  Stanley  Kette  als  hohe,  für  viele  Arten  unübersteigbare  Scheidewände 


IDEOPSIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


215 


aufbauen.  Längs  der  Küstenlinie  scheinen  die  tiefen  Meereseinschnitte  des  Huongolfes,  der  Collingwood- 
und  Milnebai  isolierend  einzuwirken.  —  purpurata  Btlr.  ist  die  Lokalrasse  von  Waigiu,  welche  sich  am  purpurata. 
weitesten  von  typischen  juventa  und  meganira  entfernt  und  durch  die  tiefschwarze  Flügelumrahmung  und  die 
prächtig  entwickelten  glasigen  Stellen  aller  Flügel  metaxa  noch  übertrifft ,  ein  auffallend  breites,  schwarzes 
Randgebiet  und  nur  einen  dünnen  Zellstrich  der  Vflgl  aufweist.  Median-  und  Basalfekl  der  Hflgl  fast  rein 
weiss,  namentlich  auch  unterseits  ohne  grünlichen  Anflug.  Hflglzelle  ohne  Spur  einer  Gabelzeichnung.  Sub¬ 
marginalmakeln  sehr  undeutlich.  Purpurata  könnte  man  als  distinkte  Art  ansprechen,  wäre  sie  nicht  durch 
Zwischenformen  von  Inseln  in  der  Geelvinkbai  mit  den  Zweigrassen  der  Hauptinsel  verbunden.  —  So  steht 
ihr  tanais  Frühst,  von  Mefor  recht  nahe  und  ist  nur  durch  folgende  Unterschiede  charakterisiert:  die  grün-  tanais. 
lieh  weissen  Stellen  der  Vflgl  sind  dunkler,  etwas  kleiner.  Der  Flecken  an  der  Submediane  ist  durch  eine 
breite,  schwarze  Linie  getrennt;  die  Submarginalpunkte  reichen  bis  zur  hinteren  Mediane  und  sind  kräftiger. 

Der  Fleck  in  der  Zelle  ist  kleiner,  ebenso  alle  transcellularen  Makeln.  Die  unterste  jedoch  zwischen  den 
hinteren  Medianen  hält  in  der  Grösse  die  Mitte  zwischen  jenen  von  purpurata  und  georgina.  Die  Hflgl  tragen 
zwei  ziemlich  deutliche  Serien  von  Submarginalpunkten,  ebenso  wie  georgina,  während  bei  purpurata  cf  nur 
eine  Reihe  erkennbar  ist.  Unterseite:  Alle  Diskalflecken  kleiner,  dunkler  und  schwärzlichbraun  beschuppt. 
Submarginalpunkte  viel  deutlicher,  grösser  und  die  Reihen  kompletter.  — ■  Mit  sobrinoides  Btlr.  beginnen  sobrinoides. 
die  östlichsten  Inselrassen,  die  sich  eng  an  eugenia  und  selbst  meganira  anschliessen,  die  entweder  gar  keinen 
oder  nur  einen  obsoleten  Zellstrich  der  Vflgl  und  stark  verdunkelte  Hflglzellen  aufweisen.  Sohrmoides  ent¬ 
fernt  sich  von  eugenia  durch  mehr  gelblich  weisse  Felder  aller  Flügel,  ohne  Spur  eines  grünlichen  Anflugs. 

Häufig  auf  Neu-Pommern  und  Neu-Lau enburg.  —  ribbei  Frühst,  bewohnt  Neu-Mecklenburg.  cf?.  Erheblich  ribbei. 
kleiner  als  sobrinoides,  die  Weisszeichnung  reduziert,  wodurch  die  schwarzbraune  Grundfarbe  an  Ausdehnung 
gewinnt.  Die  submarginalen  Punktserien  aller  Flügel  obsoleter,  der  Vflgizelle  fehlt  jedwede  Spur  einer 
Weissstreifung  und  die  Hflglzelle  beginnt  sich  in  ihrem  oberen  Teile  stark  zu  verdunkeln,  weil  sich  braune 
Schuppen  vom  Costalrand  aus  bis  zum  unteren  Aste  der  Zellengabel  ausbreiten.  Auf  den  Vflgln  erscheinen 
die  weissen  Flecken  zu  beiden  Seiten  der  Submediane,  sowie  die  darüber  lagernde  Mackel  stark  verschmälert, 
proximal  zugespitzt.  Auf  der  Flügel  Unterseite  ist  die  Verdüsterung,  namentlich  der  Hflglzelle,  noch  mehr 
als  oberseits  vorgeschritten.  —  mangalia  Frühst.  Bei  den  radena  von  den  Shortlands-Inseln  hängt  der  weisse  mangalia. 
Zellstrich  der  Vflgl  mit  dem  weissen  Zellfleck  zusammen  und  ist  nicht  getrennt  wie  bei  purpurata  von  Mefoor. 

Auch  sind  auf  dem  Shortland-cf  die  Strigae  an  der  Submarginale  schmäler  und  mehr  gekrümmt  und  werden 
von  vier  der  viel  breiter  schwarz  bezogenen  Submarginal-Adern  geteilt.  Die  Analfalte  ist  ganz  einfach  gelb¬ 
lich  und  nicht  wie  in  purpurata  schwarz  gestreift.  Ausser  dem  sehr  bemerkenswerten  Fehlen  des  schwarzen 
Streifens  in  der  Analfalte  der  Hflgl  differiert  mangalia  von  purpurata  noch  durch  die  komplette  Submarginal¬ 
serie  weisser  Punkte,  und  die  ähnlich  wie  bei  tanais  reduzierten  hyalinen  Flecken.  Von  tanais,  mit  der 
mangalia  grosse  Ähnlichkeit  hat,  lässt  sich  mangalia  leicht  abtrennen  durch  die  weiter  von  der  Zelle  ab¬ 
gerückten  Makeln  der  Hflgl.,  welche  auch  schmäler  und  rundlicher  sind.  Shortland-Inseln,  Salomo-Archipel. 

—  zanira  Frühst,  von  Bougainville  hat  kaum  Ähnlichkeit  mit  purpurata  und  mangalia,  sondern  neigt  wieder  zanira. 
mehr  zur  sobrinoides  Btlr.  von  Neu-Irland.  Von  dieser  ist  zanira  leicht  abzutrennen  durch  das  grössere 
Flügelmass  und  die  stark  verdunkelte  Zeichnung.  Alle  weissen  Flecken  sind  reduziert  mit  Ausnahme  der 
Submarginalpunkte  der  Hflgl,  welche  deutlicher  ausgeprägt  sind,  zanira  bildet  ein  Mittelglied  zwischen 
turneri  und  sobrinoides  in  der  Art,  dass  sie  etwas  heller  als  turneri,  jedoch  dunkler  als  sobrinoides  ist.  Die 
Strigae  an  der  Submediane  der  Vflgl  halten  gleichfalls  die  Mitte  zwischen  beiden  Rassen,  ebenso  die  circum- 
cellularen  Flecken  der  Hflgl.  Die  Flügelunterseite  ist  recht  charakteristisch  durch  die  äusserst  prominenten, 
rein  weissen  Flecken  und  Punkte,  welche  bei  beiden  zum  Vergleich  herbeigezogenen  Rassen  mehr  grau  und 
grünweiss  aussehen  und  deutlich  zu  erkennen  sind.  Bougainville,  Salomonen.  Sehr  häufig.  Auf  den  ersten 
Blick  mag  es  gewagt  erscheinen,  die  fast  schuppen-  und  glashelle  javanische  juventa  mit  der  beinahe  ganz 
schwarzen  turneri  oder  sobrina  unter  einer  Art  vereinigt  zu  sehen,  aber  selbst  unter  dem  Mikroskop  war  es 
nicht  möglich,  auch  nur  die  leiseste  Variabilität  der  Sexualorgane  unter  den  geographisch  doch  so  weit  ge¬ 
trennten  Rassen  festzustellen.  Das  Resurne  kann  deshalb  unbedenklich  ergeben,  dass  juventa  als  hellste  am 
weitesten  nach  Osten  gelangte  Form,  die  Celebes-  und  Molukken-Bewohner  als  Bindeglieder  und  die  Papua¬ 
rassen  als  extremste  melanische  Ausläufer  einer  Art  zu  gelten  haben.  Die  östlichen  Repräsentanten  der 
juventa  sind  gering  beschuppt  und  deshalb  sehr  durchsichtig,  während  die  Papua-Rassen  mit  ihren  fast  die 
ganze  Flügelfläche  bedeckenden  schwarzen  Schuppen  kaum  noch  transparent  sind. 

2.  Gattung:  Ideopsis  Horsf.  u.  Moore. 

Die  Gattung  wurde  bisher  als  eine  Mittelform  zwischen  Danais  und  Hestia  aufgefasst ,  da  sie  mit 
ihren  glasigen  Flügeln  und  der  Art  der  Zeichnungsverteilung  gewissermassen  eine  Hestia  en  miniature  vorstellt. 

Die  geknöpften  Fühler  und  namentlich  die  Generationsorgane  unterscheiden  sie  aber  von  Hestia  - — 
ebenso  der  meist  auffallende  geschlechtliche  Dimorphismus.  Im  Geäder  schliessen  sie  sich  der  iiWe/w-Gruppe 
der  Danaiden  an,  führen  wie  diese  einen  mit  der  Costale  verwachsenen  ersten  Subcostalast  der  Vflgl  —  und 
auch  die  Verteilung  der  modifizierten  Schuppen  längs  der  Submediane  der  Htflgl  ist  dieselbe.  Die  Andro- 


216 


IDEOPSIS.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


conien  stehen  in  wellenförmigen  Linien  angeordnet  und  verbreitern  sich  am  meisten  bei  vitrea  —  während 
sie  bei  iza  am  sinnfälligsten  sich  als  tiefschwarze  Binde  vom  rein  weissen  Untergründe  abheben.  Die  vordere 
Discocellulare  der  Hflgl  ist  länger  als  die  übrigen,  wodurch  Ideopsis  von  Radena  differiert.  Die  Generations¬ 
organe  aber  haben  gar  keine  Beziehungen  zu  Hestia  und  schliessen  sich  durch  die  gleichartige  ungezähnte 
Valve,  die  nur  eine  ventrale  Spitze  zeigt,  den  Radena  an.  Uncus  etwas  kürzer  als  bei  Radena  mit  zwei 
kurzen  beborsteten  Walzen-  oder  Weidenkätzchen  ähnlichen  Anhängseln. 

Die  Jugendstadien  sind  leider  noch  nicht  bekannt,  denn  was  Horsfield  und  Moore  als  solche  1857 
abbilden,  gehört  zweifellos  zu  Hestia  malabariccL  oder  agamarschana ,  es  ist  aber  ziemlich  sicher,  dass  Rp  und 
Pp  den  Radena  mehr  als  den  Hestia  gleichen  werden. 

Praecostale  der  Hflgl  wie  bei  den  Danais  am  Ursprung  der  Subcostale  ausbiegend,  Klauen  einfach 
ohne  Anhängsel,  was  eine  weitere  Differenzierung  von  Hestia  bedeutet. 

Die  Fühler  der  cdcd  sind  abrupter  geknöpft  als  jene  der  ??,  deren  Fühler  sich  mehr  der  Danaiden- 
foi’m  nähern,  beim  cP  vereinigen  sich  8—9  Segmente,  beim  ?  10 — 11  zur  Kolbenbildung. 

Ideopsis  finden  sich  meistens  in  Gesellschaft  von  Hestien  und  lieben  es  wie  diese  an  Waldflüsschen 
entlang  an  schattigen  Stellen,  aber  im  vollen  Sonnenschein,  namentlich  des  Morgens  auf  und  niederzuschweben, 
doch  ist  ihr  Flug  danaidenhaft  und  entbehrt  des  langsam  majestätischen  Segelns  der  Hestia. 

Ideopsis  ist  ein  rein  malayisches  Genus,  bewohnt  ganz  Makromalayana,  die  Philippinen,  Celebes  und 
alle  grösseren  Molukkeninseln,  fehlt  aber  in  Mikromalayana  ebenso  wie  auf  der  Aru-Key-Gruppe ,  und  ihr 
östlichster  Ausläufer  erreicht  Holl.  Neu-Guinea. 

Strukturell  zerfallen  sie  in  zwei  Artengruppen :  a)  Mit  länglichen ,  im  Durchschnitt  völlig  runden 
Fühlerkolben.  2.  Subcostale  am  Zellapex  der  Vflgl  abgezweigt,  so  dass  die  vordere  Discocellulare  ausfällt. 
Ideopsis  Moore,  b)  Mit  eiförmigen,  im  Durchschnitt  zusammengedrückten  Fühlerkolben.  2.  Subcostale  vor 
dem  Zellapex  entspringend,  wodurch  eine  deutliche  vordere  Discocellulare  erscheint.  Aiantkis  Frühst. 


Artengruppe  Ideopsis  Moore  (=  Gamana  Moore). 

Alle  Arten  mit  hestia- ähnlichen  grauen,  halbdurchsichtigen  Flügeln. 

gaura.  J.  gaura  Horsf.  bewohnt  das  östliche  und  westliche  Java  und  findet  sich  lokal  von  den  Strandwäldern 

bis  zu  etwa  800  m  Höhe  während  des  ganzen  Jahres.  cP?  ähnlich  costalis  (76  a),  aber  mit  ausgedehnterer 
Schwarzzeichnung,  in  der  sich  in  der  Submarginalregion  grosse,  weisse  rundliche  Makeln  einbetten.  Dagegen 
ist  der  schwarze  Fleck  am  Zellapex  der  Hflgl  gering  entwickelt. 

J.  daos  zeigt  sich  klimatischen  Einflüssen  gegenüber  sehr  empfindlich  und  zerfällt  in  eine  Reihe 
wohldifferenzierter  Inselformen,  und  Sumatra  sowie  Borneo  haben  sogar  zwei  gesonderte  Ortsrassen.  Das 
perakana.  Maximum  ihrer  Entwicklung  erreicht  die  Species  auf  der  malayischen  Halbinsel,  wo  perakana  Frühst.  (76a) 
auftritt ,  ausgezeichnet  durch  ihre  Grösse ,  die  namentlich  beim  ?  milchweisse  Grundfärbung  und  die  statt¬ 
lichen  schwarzen  Makeln  am  Apex  der  Zelle  beider  Flügelpaare.  Die  submarginale  Fleckenreihe  der  Vflgl 
nimmt  nicht  so  regelmässig  und  gradatim  an  Grösse  zu,  wie  bei  gaura  und  den  anderen  cAms-Formen,  viel¬ 
mehr  sind  die  drei  obersten  subapicalen  Punkte  sehr  klein ,  die  folgenden  drei  aber  ohne  Übergang  sehr 
gross.  Auf  Penang  hat  Martin  die  Falter  in  Gesellschaft  von  "Hestia  linteata  Btlr.  zusammen  getroffen.  In 
der  Ruhestellung  waren  grosse  perakana  von  kleinen  Hestia  nicht  zu  unterscheiden,  sofort  aber  im  Fluge,  der 
natunensis.  bei  den  Ideopsis  rascher  ist  als  bei  den  langsam  dahinziehenden  Hestia.  —  natunensis  subsp.  nov.  schliesst 
sich  eng  an  perakana  an,  hat  noch  dieselbe  Flügelspannung  und  gleichgrosse  Makeln  am  Zellabschluss,  die 
schwarzen  Submarginalflecken  der  Vflgl  aber  sind  wesentlich  kleiner,  länglicher,  und  die  Medianadern  dicker 
daos.  schwarz  belegt.  Natuna-Inseln,  nicht  selten.  —  daos  Bsd.  ist  der  Namenstypus,  vermutlich  aus  Südborneo. 
Grundfarbe,  namentlich  jene  der  ??,  rauchbraun,  was  bei  den  cP  cf  auch  unterseits  auffällt.  Oberseits  be- 
infumata.  sonders  dunkle  cf  cP  hat  Martin  als  forma  infumata  bezeichnet.  Sehr  häufig  bei  Banjermasin  in  Siidost- 
ardana.  Borneo  und  am  Kapuasfluss  in  Südwest-Borneo.  —  ardana  subsp.  nov.  ist  die  vermutlich  monticole  Rasse  des 
nördlichen  Borneo,  von  Waterstradt  in  grosser  Anzahl  am  Kinabalu  gefangen.  Beide  Geschlechter  habituell 
merklich  kleiner,  die  schwarzen  Makeln  etwas  reduziert,  die  Grundfärbung  gleichmässiger,  dunkel,  glasig 
ohne  braunen  oder  weisslichen  Anflug  und  sogar  die  weissen  Saumflecken  aller  Flügel  mehr  zurückgebildet. 
palawana.  —  palawana  subsp.  nov.  ist  die  Form  von  der  Insel  Palawan,  die  von  Gestalt  noch  zwergenhafter  als  ardana 
gebildet  ist,  deren  schwarze  submarginale  Makeln  der  Hflgl  sehr  nahe  den  Randflecken  stehen  und  wie  alle 
lingana.  übrigen  Flecken  kleiner  als  bei  ardana  ausselien.  —  lingana  subsp.  nov.  vermittelt  den  Übergang  von  perakana 
zu  der  Rasse  des  nordöstlichen  Sumatra  und  hält  in  der  Grösse  genau  die  Mitte  zwischen  beiden.  —  Mit 
perakana  hat  sie  die  deutlichen  Zellflecken,  den  sehr  breit  schwarz  angelaufenen  Costalsaum  der  Vflgl,  mit 
sotiia.  sonia  aber  die  Färbung  des  ?  gemeinsam.  Inseln  des  Lingga-Archipels  südlich  von  Singapore.  —  sonia  Frühst. 
ist  eine  körperlich  kleine  Form,  die  sich  der  costalis  anschliesst,  cf  aber  von  hellerer  Grundfarbe,  ?  mit  doppelt 
so  grossen  Submarginalmakeln  der  Hflgl  und  sehr  breit  schwarz  angelaufenen  Medianadern  der  Vflgl.  Häufig 
eudora.  im  Sultanat  Deli,  Nord-Sumatra.  —  eudora  Gray  endlich  ist  die  westsumatranische  Rasse,  von  monticolen 
Gewohnheiten  und  dunklen  glasigen  Partien  aller  Flügel  analog  der  aclana  von  Nordborneo.  Umgebung  von 


Ausgegeben  20.  VI.  1910. 


IDEOPSIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


217 


Padang  Pandjang,  Westsumatra.  —  costalis  Moore  (76a)  ist  einer  der  häufigsten  Falter  der  Insel  Xias,  von  costalis. 
dem  auf  den  benachbarten  Batu-Inseln  eine  sehr  nahestehende  Form  vorkommt,  die  als  batuna  Frühst,  von  batuna. 

Pulo  Tello  beschrieben  ist,  mit  noch  mehr  verkleinerten  schwarzen  Submarginalmakeln  der  Hflgl.  Der  Gostal- 
saum  der  Vflgl  einfarbig  schwarz,  so  dass  er  die  keilförmigen  weissen  Flecken,  welche  die  übrigen  daos- 
Subspecies  zieren,  verdrängt  hat.  —  nigrocostalis  Hag.  von  Mentawej  hat  die  Basalhälfte  des  Vorderrandes  nigrocostalis. 
und  den  oberen  Teil  der  Zelle  der  Vflgl  stärker  angerusst  als  costalis.  Nur  22  bekannt. 

Artengruppe  Aianthis  Frühst. 

I.  anapis,  die  einzige  bisher  bekannte  Art  der  Philippinen,  schliesst  sich  im  Kolorit  eng  an  die 
philippinische  Hestia  an,  wird  von  Nord  nach  Süd  gehend  dunkler,  stuft  sich  in  eine  Reihe  von  Inselrassen 
ab  und  zeigt  an  der  Basis  aller  Flügel  den  für  die  Hestia  leuconoe  so  charakteristischen  gelblichen  Anflug, 
der  sich  gleichfalls  in  nordsüdlicher  Richtung  vermehrt.  —  anapis  Fldr.  von  Manila  und  der  gegenüber-  anapis. 
liegenden  Sierra  de  Mariveles  ist  eine  etwas  dunklere  Rasse  als  die  von  Semper  abgebildete  bleiche  bracara  bracara. 
subsp.  nov.  von  Nordost-Luzon,  bei  der  die  Hflgloberseite  nur  noch  einen  verschwindenden  zartgelben  Anflug 
aufweist  und  die  Subapicalflecken  rein  weiss  bleiben  ohne  schwarze  Einlage.  —  anapina  Semp.  stellt  eine  anapina. 
hochspezialisierte  Inselform  von  Mindoro  dar,  die  mir  in  einem  von  Dr.  Platen  gesammelten  Pärchen  vor¬ 
liegt.  Bei  ihr  macht  sich  eine  Verbreiterung  der  schwarzen  Querbinde  der  Vflgl  des  cf  bemerklich,  die  Hand 
in  Hand  geht  mit  einer  Vergrösserung  der  Submarginalmakeln  der  Hflgl.  Letztere  zeigen  nur  am  basalen 
Teile  der  Zelle  einen  gelblichen  Anflug,  der  hei  glaphyra  Moore  von  Mindanao  auf  die  ganze  Zelle  über-  glaphyra. 
geht.  Der  Costalsaum  bedeckt  auch  die  vordere  Hälfte  der  Vflglzelle,  der  Fleck  am  Zellapex  verschmilzt 
aber  nicht  mit  dem  Distalsaum  wie  bei  anapina.  Zelle  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  mit  schwarzem 
Abschluss,  der  anapina  ebenfalls  fehlt.  Mindanao.  —  messala  subsp.  nov.  ist  die  von  Semper  abgebildete  messala. 
Rasse  von  Ostmindanao,  die  dort  aus  8 — 900  m  Meereshöhe  bekannt  ist,  ein  albinotisches  Extrem  der  glaphyra 
darstellt  und  besonders  durch  das  Ausfallen  der  schwarzen  Makel  am  Zellapex  der  Hflgl  der  22  und  ganz 
schmale  schwarze  Binden  bei  beiden  Geschlechtern  differenziert  ist.  Das  subapicale  Feld  der  Vflgl  zeigt 
nicht  die  ausgedehnte  schwarze  Einlage,  die  Moore  von  glaphyra  erwähnt  und  die  meine  Exemplare  aus 
Westmindanao  deutlich  aufweisen. 

I.  vitrea  ist  unbestritten  die  schönste  aller  Ideopsisarten  und  nicht  allein  Bewohnerin  von  allen  Teilen 
von  Celebes,  sondern  auch  auf  die  Molukken  und  das  westliche  Holländisch  Neu-Guinea  übergreifend.  Sonder¬ 
barerweise  findet  sie  sich  aber  nicht  auf  Bangkai  und  den  Sula-Inseln ,  wo  sie  durch  eine  viel  kleinere, 
gänzlich  veränderte  Species  ersetzt  ist.  —  vitrea  Blanch.,  der  nomenklatorische  Typus,  bewohnt  Nord-Celebes,  vitrea. 
wo  sie  sowohl  in  der  Minahassa  Avie  auch  hei  Toli-Toli  nirgends  selten  und  mit  ihrem  langsamen  Fluge, 
dem  herrlichen  gelben  Saume  ihrer  Hflgl  sowie  durch  ihre  Häufigkeit  eine  der  Waldeszierden  ist.  Das  2  hat 
rundlicheren  Flügelschnitt  und  auch  auf  den  Vflgln  zAvei  komplette  Reihen  gelber  Makeln  vor  dem  Aussen- 
saum.  Die  schwarze  Binde  der  Hflgl  ist  manchmal  nur  angedeutet  und  auch  bei  den  cf  cf  Ariel  schmäler  als 
auf  der  Abbildung,  die  nach  einem  cf  von  Süd-Celebes  hergestellt  ist,  eine  Form,  die  als  arachosia  subsp.  arachosia. 
nov.  hier  eingeführt  wird.  Die  mediane  Binde  der  Hflgl  der  22  geht  breit  vom  Apex  bis  zum  unteren  Median¬ 
aste,  während  sie  bei  vitrea  zwischen  dem  mittleren  und  hinteren  Medianast  häufig  nur  mehr  strichförmig 
erscheint  oder  überhaupt  so  gering  entwickelt  ist,  dass  sie  mehr  als  eine  Verbreiterung  der  schwärzlichen 
Aderbestäubung  aufzufassen  ist.  Auch  unterseits  ist  der  Distalsaum  von  arachosia  viel  breiter,  die  gelbe 
Prachtbinde  dementsprechend  schmäler  und  die  gelblichen  Subterminalpunkte  unbedeutender.  Am  Wasser¬ 
fall  von  Maros  ist  die  Art  das  ganze  Jahr  über  anzutreffen,  chloris  Fldr.  (76b),  von  Batjan  und  Halmaheira  chloris. 
beschrieben,  zeigt  alle  bei  vitrea  weissen  Stellen  gelb  verfärbt.  Das  submarginale  Halbband  der  Hflgl  beginnt 
breit  am  Apex  und  endet  an  der  vorderen  Mediane.  Die  subterminalen  Makeln  der  Unterseite  aller  Flügel 
und  manchmal  sogar  die  submarginalen  Flecken  der  Vflgl  der  22  sind  Aveiss  und  kontrastieren  lebhaft  mit 
den  manchmal  hell,  manchmal  dunkler  gelben  Intramedianfeldern  der  inneren  Flügelpartien.  Zelle  der  Hflgl 
manchmal  mit  brauner  Gabelzeichnung.  —  neleus  Frühst,  differiert  von  chloris  2  durch  die  braune  anstatt  neleus. 
schwarze  Grundfärbung  aller  Flügel.  Die  hyalinen  Stellen  sind  matt  und  dunkler  gelb.  Alle  Submarginal¬ 
punkte  kleiner  und  gelblich,  anstatt  rein  weiss.  Die  beiden  obersten,  transcellularen,  gelben  Flecken  breiter. 

Der  braunschwarze  Aussensaum  stösst  mit  schmäleren,  aber  spitzeren  und  längeren  Keilflecken  in  die  gelbe 
Discalbinde  hinein.  Der  schwärzliche  Apicalfleck  der  Hflgl  ist  breiter  als  bei  chloris,  die  drei  obersten,  stark 
eingekerbten  Submarginalflecken  sind  kleiner.  Die  Vflgl  rundlicher,  die  Gestalt  von  neleus  kleiner  als  bei 
chloris.  Neleus  muss  auf  Buru  sehr  lokal  sein,  da  bisher  nur  22  bekannt  Avurden  und  sie  Doherty,  der  lange 
auf  der  Insel  sammelte,  überhaupt  nicht  dort  vorfand.  —  obiana  Frühst.  (76  c)  von  der  Insel  Obi  steht  ent-  obiana. 
schieden  wieder  näher  vitrea,  da  die  Gelbfärbung  beider  Geschlechter  heller  und  beim  2  die  Fliigelmitte  sogar 
weisslich  erscheint,  wenn  auch  nicht  transparent  ist.  Die  gelben  Felder  hei  beiden  Geschlechtern  sind  übrigens 
viel  ausgedehnter  und  die  hintere  Hälfte  der  Vflglzelle  nicht  schwarz,  sondern  gleichfalls  schön  hellgelb. 

Die  gelben  oder  weisslichen  submarginalen  Keilflecke  der  Unterseite  der  Vflgl  der  22  sind  vom  Medianfeld 

nur  durch  kleine  braune  Häubchen  getrennt,  Hllglzelle  ohne  Spur  einer  Gabelzeichnung.  Nicht  selten. 

arfakensis  Frühst,  führt  eine  völlig  transparente  Zelle  und  ein  glasiges  Mittelfeld  der  Vflgl,  die  besonders  arfakensis. 

IX  28 


218 


HESTIA.  Von  H.  Fruhstobeer. 


kräftige  gelbliche  Submarginalmakeln  tragen.  Nur  die  Submedianregion  der  Vflgl  gelblich  angehaucht,  Hflgl 
ähnlich  wie  bei  chloris.  Arfakensis  gemahnt  somit  mit  ihren  Vflgl  an  vitrea ,  während  die  Hflgl  deutlich  den 
c/Por/s-Charakter  bewahrt  haben.  Scheint  sehr  selten  zu  sein,  da  ich  nur  ein  Pärchen  empfangen  habe. 

ribbei.  I.  ribbei ,  eine  sehr  seltene  Art,  von  der  nur  zwei  Inselrassen  zu  registrieren  sind.  —  ribbei  Böb. 

von  Bangkai,  von  der  anscheinend  überhaupt  nur  cf  cf  gefangen  wurden,  weil  das  ?  noch  unbeschrieben  ist. 
cf  cf  mit  breitem  schwarzem  Aussensaum  und  schmalem  grauweissem  Längsstreifen  in  der  Zelle  der  Vflgl, 
sonst  wie  eine  vitrea  en  miniature,  nur  dass  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  auch  grauweiss  statt  gelb  ver- 
iza.  lärbt  ist.  —  iza  Frühst.  (76  c)  führt  einen  fast  doppelt  so  breiten  Zellstreifen  und  viel  stattlichere  Submarginal¬ 
makeln  der  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  dringen  die  schwarzen  Zähne  des  Distalsaumes  weiter  in  das  glasige 
Feld  ein  als  bei  ribbei.  ?  mit  drei  grossen  Subapfcalstreifen  der  Vflgl.  Sula  Mangoli.  Flugzeit  Oktober- 
November. 

klassika.  1.  klassika  Mart.,  eine  scharf  differenzierte  Species,  hat  eine  durchweg  schwarzbraune  Grundfarbe 

mit  strohgelben  Submarginal,  Subapical-  und  Medianmakeln  und  soll  in  der  Verteilung  der  Zeichnung  an 
I).  menadensis  Moore  erinnern  und  eine  Art  Übergang  von  Ideopsis  zu  Danais  bilden.  Bisher  sind  nur  3  ?? 
bekannt.  Insel  Ceram. 

inuncta.  I.  inuncta  Bür.  (76  b)  mit  noch  mehr  vereinfachter  Schwarzzeichnung  als  bei  iza ,  namentlich  der 

Distalsaum  der  Hflgl  proximal  nur  unbedeutend  gezähnt ,  die  Submarginalflecken  der  Vflgl  nur  durch  feine 
schwarze  Ränder  von  dem  bei  den  cf  cf  glasig  transparenten,  bei  den  ??  milchweissen  Mittelfeld  abgesondert. 
Basis  der  Vflgl  bei  cfl?  prächtig  gelb  angeflogen.  Randgebiet  der  Flügelunterseite  schwarzbraun  mit  weissen 
Subterminalpunkten  und  quadratischen  grossen  weissen  Submarginalflecken  der  Vflgl.  Abdomen  oben  braun, 
hewitsoni.  unten  grauweiss.  Insel  Waigiu,  cf  jedenfalls  sehr  selten,  da  nur  ein  cf  auf  ca.  20  ??  entfällt.  —  hewitsoni 
Kirsch  ist  die  einzige  bisher  bekannte  Zweigrasse  von  der  Insel  Mysore  im  Norden  der  Geelvinkbai  von  Holl. 
Neu-Guinea.  Der  gelbliche  Anflug  der  Vflgl  fehlt  gänzlich,  ebenso  die  braune  Doppellinie  der  Hflglzelle, 
sonst  differiert  sie  von  inuncta  durch  breit  braun  gestreiften  Adern  aller  Flügel. 


3.  Gattung:  Hestia  Hbn. 

Alle  hierhergehörigen  Arten  zeichnen  sich  durch  ihre  Grösse  aus  und  sind  langsame,  unbeholfene 
Flieger,  da  die  schwachen  Muskeln  offenbar  die  ungeheuren  Flügel  nicht  regieren  können.  Ein  mässiger 
Luftzug  schon  treibt  die  Schmetterlinge  willenlos  wie  ein  Stück  leichten  Papieres  hin  und  her  und  vermut¬ 
lich  verlassen  sie  aus  diesem  Grund  nie  den  Schutz  des  Waldes.  Die  Hestia- Arten  gehören  mit  zu  den 
grössten  Tagfaltern,  und  sie  fallen  selbst  den  Eingeborenen  auf,  die  sie  in  Indien  »Gespenster«  oder  »Geister« 
nennen,  die  Malayen  auf  Celebes  sie  mit  den  bezeichnenden  Namen  »surat«,  d.  h.  Brief,  und  die  Javanen 
»kupu  kertas«,  d.  h.  Papierschmetterling,  belegen.  Die  Falter  leben  meist  gesellig,  folgen  gerne  dem  Laufe 
kleiner  Flüsschen,  an  denen  sie  auf-  und  niederschweben,  umgaukeln  auch  häufig  hohe  blühende  Waldbäume 
und  setzen  sich  in  den  späten  Nachmittagsstunden  mit  Vorliebe  auf  abstehende  Ästchen,  und  zumeist  sogar 
paarweise,  so  dass  man  an  Anfänge  eines  Familienlebens  denken  könnte.  Die  Imagines  sind  grosse,  halb¬ 
durchsichtige  Falter  mit  langen,  sehr  dünnen  Fühlern,  kaum  an  der  Spitze  verdickt,  aber  ohne  Kolben-  oder 
Knopfbildung.  Fussklauen  im  Gegensatz  zu  den  Ideopsis  mit  Anhängseln.  Die  Präcostale  der  Hflgl  nach 
Ausbiegung  der  Subcostale  in  proximaler  Richtung  abzweigend,  zweispaltig.  Vflgl  mit  fünfästiger  Subcostale, 
von  der  zwei  Äste  vor  dem  Zellende  ausstrahlen  und  deren  erster  wie  bei  Ideopsis  mit  der  Costale  ver¬ 
wachsen  ist.  Hflgl  ohne  Androconientlecken  und  sonstige  Duftorgane,  cf  cf  jedoch  mit  zwei  oder  vier  Duft¬ 
pinseln  am  Hlbsende.  Durch  die  breite  und  in  allen  Fällen  scharf  bewehrte,  grobgezähnte  oder  mit  weit 
abstehenden  Spitzen  besetzte  Valve  differieren  die  Hestien  von  allen  anderen  Danaiden  und  bilden  eine 
wohlumgrenzte  Gruppe  für  sich.  Der  Uncus  ist  verkümmert.  Rp  nur  von  zwei  Arten  bisher  bekannt,  jenen 
der  Euploengruppe  Trepsichrois  nahekommend,  lang,  schwarz,  geringelt,  mit  lateralen  bunten  Makeln  über 
den  Bauchfüssen  und  mit  vier  Paar  fleischigen,  schwarzen  Tentakeln  versehen.  Pp  schlanker  als  die  glocken¬ 
förmige  der  Danaiden  mit  vorspringenden  Kopfspitzen,  gelblich,  schwarz  punktiert,  ohne  Goldornamente. 

Das  Genus  Hestia  lässt  sich  analog  den  Ideopsis  in  zwei  Artengruppen  separieren: 

a)  Der  zweite  Subcostalast  entspringt  nahe  dem  Zellapex.  Untere  Discocellulare  sehr  kurz.  Ab¬ 
domen  mit  vier  gleich  langen  Analpinseln.  Hestia  Hbn. 

b)  Der  zweite  Subcostalast  entspringt  auf  grosse  Distanz  vor  dem  Zellapex.  Untere  Discocellulare 
der  Hflgl  lang.  Abdomen  mit  vier  Analpinseln,  von  denen  zwei  stark  verkürzt  sind. 

N  e  c  t  a  r  i  a  Dalm. 


Artengruppe  Hestia. 

H.  jasonia  ist  die  am  weitesten  nach  Westen  vorgedrungene  Species  des  Genus  mit  ihren  Ausläufern 
bis  Ceylon,  den  Andamanen  und  nördlich  bis  Tenasserim  und  Assam  verbreitet,  aber  nur  an  der  Südspitze 
kcinarensis.  der  vorderindischen  Halbinsel  vorkommend.  —  kanarensis  Moore  aus  Nord-Kanara  und  Südkonkan  beschrieben, 
ist  eine  kleine  Rasse  mit  blauweissen,  halbdurchsichtigen  Flügeln,  mit  zwei  schwarzen  isolierten  Makeln  in 


HESTIA.  Von  H.  Fbuhstoreer. 


210 

der  Vflglzelle,  Adern  aller  Flügel  an  der  distalen  Partie  mit  manschettenartigen  Figuren,  die  sich  nach  innen 
wie  bei  fumata  (74b)  verbreitern.  An  sie  schliesst  sich,  aber  auf  geringere  Entfernung  als  bei  fumata,  eine 
Reihe  von  unregelmässig  geformten  Submarginalmakeln,  ein  länglicher  subbasaler  Fleck  an  der  Submedian- 
ader  und  eine  rundliche  Makel  zwischen  den  Medianadern  unterhalb  der  Zellwand  an.  Zeichnung  der  Zelle 
sonst  wie  bei  fumata,  nur  alle  schwarzen  Flecken  kleiner.  Flugzeit  vom  Januar  bis  Ende  März  auf  etwa 
500 — 600  m  Höhe.  —  malabarica  Moore  ist  eine  Rasse,  die  sich  durch  stark  verbreiterte  schwarze  Flecken  malabarica. 
und  ihre  Grösse  so  sehr  der  lynceus  fumatus  nähert,  dass  sie  von  früheren  Autoren  in  den  Lokalverzeich¬ 
nissen  indischer  Schmetterlinge  als  lynceus  aufgeführt  wurde.  Sie  ist  aber  dennoch  nur  eine  Jasom'a-Subspecies, 
wenn  auch  jasonia  wiederum  nur  als  die  westliche  lynceus-R  ep  r  äs  ent  an  t  i  i  f  v  o  n  Vorderindien  und  Ceylon  zu  gelten 
hat.  Die  Falter  sind  häutig,  wenngleich  sie  schwer  zu  fangen  sein  sollen,  weil  sie  hoch  lliegen.  Sie  lieben 
es  aber,  von  den  Wipfeln  der  Bäume  mit  ausgebreiteten  Flügeln  herabzusegeln,  langsam  weite  Kreise  ziehend, 
sich  manchmal  der  Oberfläche  kleiner  Bergflüsschen  nähernd,  wo  sie  eine  Weile  über  ihrem  eigenen  Spiegel¬ 
bild  dahinflattern,  um  dann  ebenso  gespenstisch,  wie  sie  erschienen  sind,  wieder  zu  ihren  Baumwipfeln  zurück¬ 
zukehren.  Nach  Angaben  Moore’s  scheinen  sie  nicht  tiefer  als  300  m  vorzukommen,  aber  bis  zu  1200  m 
hinaufzugehen.  Die  Falter  fliegen  das  ganze  Jahr  über  und  werden  sowohl  von  Februar  bis  April  und  dann 
wieder  von  August  bis  November  als  zahlreich  auftretend  gemeldet.  Ei  weiss ,  oval  mit  länglichen  Reihen 
von  hexagonalen  Riefen,  einzeln  an  Blättern  befestigt.  Rp  cylindrisch  mit  kleinem  Kopf,  schwarz  mit  eben¬ 
solchen  Füssen  und  vier  Paar  Tentakeln,  breit  weiss  geringelt  mit  roten  lateralen  Makeln  über  und  zwischen 
den  Bauchfüssen.  Pp  gelblich,  kahnförmig,  mit  schwarzen  Strichen  und  Punkten  bedeckt.  Ppnruhe  18  Tage. 

Die  eben  auskriechende  Rp  gelblich,  aber  mit  schwarzem  Kopf  und  Füssen,  Löcher  in  die  Blattmitte  fressend. 

Erst  wenn  sie  grösser  wird ,  beginnt  sie  wie  andere  Raupen  die  Blattränder  anzunagen  und  sich  meistens 
auf  der  Blattunterseite  aufzuhalten.  Bis  zu  ihrer  vollständigen  Entwicklung  braucht  die  Rpe  20 — 25  Tage. 

Als  Futterpflanze  ist  eine  Apocynaceae  bekannt,  Aganosoma  cynosa.  Auf  Ceylon,  besonders  im  nördlichen 
Teil  der  Insel,  ist  jasonia  Westw.  eine  häufige  Erscheinung.  Falter  im  allgemeinen  etwas  dunkler,  mehr  jasonia. 
gelblich  statt  weiss,  wie  malabarica,  mit  durchweg  vermehrter  Schwarzzeichnung.  Der  schwarze  Costalfleck 
und  die  Querbinde  der  Zelle  der  Vflgl  stets  miteinander  verschmolzen.  Es  erscheinen  auch  ??  mit  schwarz¬ 
braun  angeflogener  Oberseite  aller  Flügel  (diabolica  form.  nov.).  Rp,  die  erst  1899  entdeckt  wurde,  auf  einer  diabolica. 
der  Gattung  Hoya  verwandten  Schlingpflanze,  dunkel  samtschwarz,  mit  breiten  bleichgelben  Ringen  und  vom 
sechsten  bis  zum  zwölften  Segment  mit  je  einem  lateralen  karminroten  Fleck  besetzt.  Pp  unbekannt,  aber 
bei  der  evidenten  Verwandtschaft  mit  malabarica  gewiss  jener  sehr  ähnlich.  Falter  nur  wenige  Fuss  über 
dem  Erdboden,  immer  im  Walde  und  am  liebsten  in  der  Nähe  von  Wasser.  In  den  späten  Nachmittags¬ 
stunden  sind  sie  so  müde  oder  träge,  dass  man  zwischen  ihnen  herumgehen,  ja  sogar  mit  dem  Netz  zu¬ 
schlagen  kann,  ohne  dass  sich  die  benachbarten  Falter  aufscheuchen  lassen.  Sie  sollen  bis  5000'  Meeres¬ 
höhe  hinaufgehen.  —  agamarschana  Fldr.  bewohnt  Tenasserim,  wo  sie  in  Mangrovesümpfen  nicht  selten  aga- 
sein  soll.  Sie  differiert  von  jasonia  durch  eine  sehr  verbreiterte  schwarze  Subapical-Zell-  und  Submedian-  »larschana. 
binde  der  Vflgl,  während  die  Hflgl  kaum  von  jenen  der  Jcanarensis  verschieden  sind.  Im  Mergui-Archipel 
soll  eine  grössere  bleichere  Rasse  Vorkommen.  —  arrakana  subsp.  nov.  ist  eine  Lokalrasse  mit  gelblichen  statt  arrakana. 
weisslichen  Flügeln  mit  weniger  scharf  ausgeprägten  und  mehr  zusammenfliessenden  Apicaltlecken  der  Vflgl. 

Akyab,  Arrakan.  —  margherita  Frühst,  differiert  durch  noch  dunklere  Grundfarbe  mit  viel  breiterem  schwarzem  margherita. 
Aussensaum  der  Htlgloberseite.  Margherita,  Ober- Assam,  von  W.  Doherty  entdeckt.  —  cadelli  Wood-M.  cadelli. 
bedeutet  das  Maximum  an  progressiver  Entwicklung  der  Schwarzzeichnung,  die  auf  den  Vflgln  nur  eine 
sehr  schmale  weisse  Subapiealzone  und  ein  etwa  daumenbreites  Medianfeld  frei  lässt.  Das  Randgebiet  der 
Hflgl  umzieht  eine  kompakte  schwarze  Binde  und  der  Zellfleck  sowie  die  Submarginahnakeln  sind  fast  doppelt 
so  gross  als  bei  Jcanarensis.  Bisher  nur  von  Port  Blair  bekannt,  wo  sie  hauptsächlich  im  April  fliegt. 

H.  hadeni  Wood-M.  (75  b)  ist  vielleicht  auch  nur  eine  ja s onia - Z  we i g f o r rn ,  da  sie  aber  von  allen  Autoren  hadeni. 
als  Species  aufgefasst  wird,  folge  ich  deren  Beispiel.  Die  weisse  Subapiealzone  der  Vflgl  ist  völlig  durch 
das  tiefschwarze,  auf  beiden  Flügeln  fast  gleichmässig  breite  Randgebiet  verdrängt.  Die  Art  ist  sehr  selten 
und  bisher  nur  bei  Bassein  an  der  Irawaddi-Mündung  aufgefunden. 

Ho  lynceus,  eine  echte  makromalayanische  Species,  von  der  bisher  fünf  Lokalformen  beschrieben 
sind.  Die  Namentype  lynceus  Drury  stammt  vermutlich  von  Sumatra  und  ist  auf  ein  ?  basiert  von  weiss-  lynceus. 
grauer  Grundfarbe.  Alle  zu  lynceus  gehörigen  Rassen  sind  ausgezeichnet  durch  eine  dichte  schwarze  Be- 
schuppung  auf  der  Oberfläche  aller  Flügel,  die  bei  der  verwandten  Art  logani  Moore  nur  schwach  vorhanden 
ist,  und  eine  breite  Valve  von  plumpem  Umriss  mit  nur  zwei  ventralen  Spitzen  und  merklicher  dorsaler 
Einkerbung.  Alle  Formen,  auch  jene  von  logani,  tragen  einen  schwarzen  Fleck  an  der  Subcostale  der  Hflgl, 
der  sehr  ungleich  von  Gestalt  ist  und  in  der  Weise  variiert,  dass  er  manchmal  nur  punktförmig  auftritt, 
gelegentlich  aber  auch  sich  als  schmale  Binde  bis  zur  Gostale  fortsetzt.  Das  Costalfeld  der  Hflgl  der  lynceus- 
Gruppe  führt  stets  zwei  weitere  schwarze  Flecken,  einen  mittleren,  der  freisteht,  und  einen  subbasalen,  der 
auf  die  Zellwand  aufstösst.  Lynceus  ist  nicht  selten  auf  Sumatra  und  im  Sultanat  Deli  ebenso  häufig  wie 
im  westlichen  Sumatra.  Nach  einer  Angabe  Martin’s  findet  sie  sich  nicht  in  der  Ebene,  sondern  an  den 
äusseren  Abhängen  der  Gebirge,  da,  wo  die  Regenmenge  grösser  ist  als  im  Alluvialland,  und  aus  dem  Westen 


HESTIA.  Von  H.  Fruhstojrfer. 


220 


reinwardti. 


niasica. 


favorinus. 


furnata. 


stolli. 


thalassica. 


logani. 

druryi. 


donovani. 

diana. 


alcine. 


virgo. 

alceste. 

mevaria. 


von  Sumatra  wurde  sie  mir  von  Padang-Pandjang  aus  etwa  600 — 800  m  Höhe  zugesandt.  —  reinwardti 
Moore  ist  habituell  noch  grösser  und  die  schwarzen  rundlichen  Makeln  auf  allen  Flügeln  sind  von  gewaltiger 
Dimension  und  übertreffen  jene  von  lynceus  aus  Sumatra  noch  um  etwa  ein  Drittel  an  Grösse.  Perak  und 
andere  Gebiete  der  malayischen  Halbinsel.  —  niasica  Frühst,  ist  dagegen  eine  habituell  kleinere  Rasse  von 
mehr  gelblich-weisser  statt  blauschwarzer  Grundfärbung,  was  besonders  auch  unterseits  auffällt,  der  Flügel¬ 
schnitt  rundlicher,  die  Schwarzfleckung,  namentlich  jene  der  Zelle  beider  Flügel  zurückgebildet.  Insel  Nias, 
häufig.  —  favorinus  subsp.  nov.  ist  die  Form,  die  74b  als  fumata  bezeichnet  ist,  und  von  Sumatra  Exemplaren 
durch  schmäleren  Flügelschnitt  und  eine  bereits  leicht  ins  Graubraune  spielende  Grundfärbung  differiert. 
Die  schwarzen  Makeln  durchweg  kleiner  und  namentlich  auch  jene  in  der  Vflglzelle  rundlicher.  Nordborneo, 
Kinabalu-Gebiet  und  an  der  Westküste  Borneos  bis  herab  nach  Pontianak  vorkommend.  —  fumata  Frühst. 
aus  Amuntai  und  Banjermasin  in  Südostborneo  beschrieben,  verdient  ihren  Namen  wegen  der  durchweg 
dunkel  rauchbraun  angeflogenen  Oberseite  aller  Flügel,  deren  Unterseite  auch  vorherrschend  gelblich-weiss 
statt  blauweiss,  wie  bei  favorinus  abgetönt  erscheint.  Das  Dorsalgebiet  des  Abdomens  ist  gleichfalls  braun, 
statt  tiefschwarz,  wie  bei  lynceus  und  favorinus ,  die  rundlichen  Makeln  aller  Flügel  oberseits  matt  braunschwarz 
statt  tiefschwarz,  wie  bei  Sumatra-  und  Nordborneo-Exemplaren.  —  stolli  Moore  bleibt  in  der  Grösse  hinter 
allen  genannten  lynceus-F  ovmQw  zurück  und  zeigt  eine  durchweg  lichtere,  weissgraue  Färbung,  wie  dies  bei 
einem  Javafalter  selbstverständlich  ist,  da  sich  alle  Arten  dieser  Insel,  verglichen  mit  ihren  Vikarianten  von 
anderen  Gegenden,  wohl  infolge  der  langen  Trockenzeit,  die  sie  auf  der  Insel  überdauern  müssen,  durch 
albinotisches  Kolorit  auszeichnen.  Die  Schwarzfleckung  ist  analog  jener  von  favorinus,  aber  namentlich  auf 
den  Vflgln  charakterisiert  durch  spilzere ,  mehr  keilförmige  statt  rundliche  Form.  Zellmakel  der  Hflgl  meist 
sehr  klein,  stolli  ist  sowohl  im  Osten  wie  auch  im  Westen  von  Java  eine  seltene  Erscheinung,  dagegen  war 
es  ein  Leichtes,  von  der  verwandten  logani  an  einem  Vormittag  40 — 50  Exemplare  zu  erhaschen.  -  thalassica 
subsp.  nov.  bewohnt  die  Natuna-Inseln,  überbietet  stolli  noch  mit  ihrer  aufgehellten  Grundfärbung,  schliesst 
sich  aber  in  der  Zeichnungsverteilung  eng  an  favorinus  an,  mit  der  sie  auch  den  Habitus  und  Flügelschnitt 
gemeinsam  hat. 

H.  logani  differiert  nur  durch  hellere  Grundfarbe  und  geringere  braune  oder  schwärzliche  Beschuppung 
der  Flügeloberseite  von  lynceus,  auch  ist  in  der  Regel  die  Schwarzfleckung  etwas  reduzierter,  die  knopfartige 
Verbreiterung  der  Submarginalmakeln  der  Hflgl  zierlicher,  mehr  nach  innen  gerückt,  und  die  rundlichen  Punkt¬ 
flecken  an  der  Submediane  der  Htlgl  zeigen  eine  Neigung  zum  Verschwinden,  ebenso  die  schwarze  Umrahmung 
am  Zellabschluss  der  Vflgl.  Dies  sind  aber  geringfügige  Differenzen  und  haben  unter  anderem  auch  Nice- 
ville  veranlasst,  anzunehmen,  dass  lynceus  und  loyani  nur  Formen  einer  Art  sind,  zwischen  denen  eine  Unter¬ 
scheidungslinie  nicht  gezogen  werden  kann.  Aber  dennoch  zeigt  die  Valve  Charaktere  von  so  einschneidender 
Bedeutung,  dass  das  Speciesrecht  von  logani  nicht  angezweifelt  werden  kann.  Die  logani-'V alve  ist  kaum  halb 
so  breit  als  jene  von  lynceus,  dorsal  auf  über  die  Hälfte  ihrer  Ausdehnung  konkav  ausgeschnitten,  mit  einer 
vorspringenden  distalen,  scharf  gezähnten  Partie,  die  viel  mehr  an  jene  von  vVurvillei  von  Neu-Guinea  wie 
an  lynceus  erinnert,  logani  ist  wie  lynceus  eine  rein  mäcromalayanische  Species,  und  es  sind  folgende  Zweige 
zu  registrieren:  logani  Moore,  von  der  malayischen  Halbinsel,  sehr  gross,  grauweiss,  mit  kräftigeren  schwarzen 
Makeln  als  druryi  Moore,  welche  die  Alluvialebenen  Sumatras  bewohnt  und  namentlich  im  Westen  der  Insel 
anscheinend  viel  seltener  ist  als  die  mit  ihr  zu  gleicher  Zeit  fliegende  lynceus.  Es  ist  dies  nur  eine  unbe¬ 
deutende  Form  der  vorigen,  ?  etwas  gelblicher  als  Perak??  und  mit  geringfügig  verkleinerter  schwarzer  Zeich¬ 
nung.  —  donovani  Moore,  aus  Singapore  beschrieben,  dürfte  vollends  nur  einer  Trockenzeitform  angehören 
und  ist  auf  ein  Exemplar  von  geringer  Grösse  basiert.  —  diana  Frühst.,  nach  einem  ?  von  den  Batu-Inseln 
beschrieben,  ist  noch  heller,  durchsichtiger  als  druryi ?  von  Sumatra.  Die  Schwarzfleckung  auf  allen  Flügeln 
reduzierter,  die  Unterseite  dunkler,  die  Oberseite  dagegen  lichter  grau.  Die  Zelle  der  Vflgl  wird  von  3 
schwarzen  Längslinien  durchzogen,  die  wurzelwärts  isoliert  stehen,  keinerlei  Gabelung  bilden.  Alle  3  Linien 
kurz  vor  dem  Apex  der  Zellt  durch  einen  rundlichen  Querfleck  verbunden.  Hflglzelle  mit  2  Längslinien, 
von  denen  die  obere  km-z  vor  dem  Zellende  gegabelt  ist.  Der  runde  Fleck  in  der  Zelle  und  die  3  Flecken 
am  Gostalsaum  reduzierter  als  bei  den  verwandten  Zoyam'-Rassen.  Es  ist  interessant  zu  beobachten,  dass  die 
Batu-Inseln  die  helle  logani,  das  benachbarte  Nias  dagegen  ausschliesslich  die  dunkle  lynceus  beheimaten.  - 
alcine  Frühst.  (74b),  leicht  kenntlich  durch  die  fast  völlig  verschwindenden  schwarzen  Flecken  in  der  Zelle 
der  Vflgl  und  über  der  Submediane  der  Hflgl,  ist  unterseits  matt  gelblich  seidenglänzend.  Mir  nur  von  Pon¬ 
tianak  bekannt,  wo  sie  neben  favorinus  vorkommt.  In  Südostborneo  kommen  ??  vor  mit  a/cine-Fleckung,  aber 
bereits  analog  fumata  leichthin  rauchbraun  angeflogen.  —  virgo  Frühst,  ist  eine  Rasse  des  nördlichen  Borneo 
mit  mehr  schwarzgrauer  Gesamtfärbung,  etwas  kräftigeren  Zellflecken,  aber  ebenso  verkleinerter  Knopf¬ 
zeichnung  an  der  submarginalen  Partie  der  Htlgl.  -  alceste  subsp.  nov.,  eine  äusserst  zierliche  helle  Rasse 
der  Natuna-Inseln  mit  durchweg  glasigen  Flügeln,  ohne  Spur  eines  gelblichen  oder  bräunlichen  Anflugs,  wie 
bei  den  Lokalformen  der  Hauptinsel.  Ihr  schliesst  sich  aufs  engste  die  etwas  grössere  mevaria  subsp.  nov. 
an,  die  wiederum  sehr  markante  Schwarzfleckung  aller  Flügel  aufweist,  die  aber  dennoch  hinter  jener  der 
lynceus  stolli  Zurückbleiben,  mevaria  ist  dagegen  viel  kleiner  als  druryi  von  Sumatra  und  wurde  bisher  nicht 
beachtet,  da,  wie  schon  oben  erwähnt,  auch  die  /y^cms-Rasse  von  Java,  schon  durch  ihre  vorherrschend 


weissliche  Gesamtfärbung  von  allen  übrigen  lynceus- Unterarten  differiert.  Nicht  selten  auf  Java  und  an¬ 
scheinend  überhaupt  die  häufigste  Hestici  der  Insel.  Flugzeit  während  des  ganzen  Jahres,  aber  besonders 
im  Februar  -  März ,  und  von  den  Wäldern  am  Seestrande  bis  zu  etwa  500 — 600  m  Höhe  vorkommend.  - 
hypata  subsp.  nov.  endlich  ist  eine  Inselrasse  von  ungemein  kleiner  Gestalt,  auffallend  verschmälerten  Vflgln  hypata. 
mit  noch  mehr  als  bei  alceste  zurückgebildeter  Scliwarzfleckung  aller  Flügel.  Sulu -Inseln,  nördlich  von 
Borneo.  Auf  Palawan  und  auch  der  micromalayischen  Inselkette  von  Bawean  und  Bali  angefangen  kommt 
keine  Hestia  vor,  aber  während  das  Genus  IAcopsis  noch  auf  Palawan  übergeht,  erreicht  letzteres  bereits  auf 
Java  seine  Ostgrenze. 

Artengruppe  Nectaria. 

H.  hypermnestra  verrät  durch  den  rundlichen  statt  länglich  sackartigen  Umriss  der  Vflgl  und  durch 
den  weit  vor  dem  Zellapex  entspringenden  zweiten  Subcostalast  ihre  Zugehörigkeit  zu  den  Nectaria  und  ist 
eine  ausgesprochene  macromalayanische  Species.  Mit  Ausnahme  von  Borneo,  wo  sie  nicht  nur  in  2  Lokal¬ 
rassen  auftritt,  sondern  auch  im  Kolorit  denselben  Färbungsmodifikationen  unterworfen  ist,  wie  Hestia  lynceus, 
ist  sie  sehr  beständig  und  variiert  kaum  in  der  Grösse  und  Zeichnungsanlage.  —  hera  Frühst.  (74  c)  ist  die  hera. 
sumatranische  Lokalform,  im  Sultanat  Deli  sehr  vereinzelt  auftretend,  aber  anscheinend  nicht  sehr  selten  im 
westlichen  Sumatra  in  der  Umgebung  von  Padang-Pandjang  (den  sogenannten  Bovenlanden).  hera  steht  der 
linteata  Btlr.  von  Perak  und  Penang  nahe,  ist  aber  anscheinend  habituell  grösser  als  linteata ,  mit  vergrösserten  linteata. 
schwarzen  Makeln,  breiteren  schwarzen  Streifen  um  die  Zelle  und  längs  der  Adern,  was  besonders  bei  den 
??  auffällt,  die  fast  doppelt  so  grosse  Flecken  der  Vflglzelle  aufweisen  als  linteata -??.  Neuerdings  wurde 
linteata  auch  in  Südtenasserim  entdeckt.  —  belia  Westw.  ist  eine  sehr  seltene  Rasse  von  Java,  wo  sie  nach  belia. 
meinen  Erfahrungen  anscheinend  nur  in  der  Umgebung  der  Palabuan-Bai  im  westlichen  Teil  der  Insel  vor¬ 
kommt.  —  Im  Laufe  von  vielen  Jahren  ist  mir  nur  ein  cf?  zugänglich  geworden,  das  sich  von  hera  durch 
noch  ausgeprägtere  Scliwarzfleckung  aller  Flügel  und  die  besonders  dick  schwarz  gestreiften  Radialen  der 
Ytlgl  differenziert  und  dessen  ?  eine  gelbliche  statt  rein  weisse  Grundfärbung  hat.  —  vollenhoveni  Frühst,  vollenhoveni. 
mit  dem  etwas  unsicheren  Vaterland  »Java«  ist  nach  einer  Abbildung  Snellen  van  Vollenhoven’s  benannt, 
die  durch  kleinere  Subterminalmakeln  aller  Flügel,  grössere  Zellflecke  und  verdunkelte  äussere  Partien  der 
Vflgl  auffällt.  —  hypermnestra  Westw.,  die  Rasse  des  südlichen  und  südöstlichen  Borneos  und  der  Natuna-  hyper- 
Inseln,  erscheint  in  2  Hauptformen,  die  man  für  gesonderte  Species  halten  könnte,  die  aber  durch  Über-  ennestra. 
gänge  miteinander  verbunden  sind.  — -  belina  Frühst,  ist  die  häufigste,  mit  rein  weisser  Oberfläche  der  Ober-  belina. 
und  Unterseite  aller  Flügel,  der  hera  deshalb  sehr  ähnlich,  aber  mit  viel  kleineren  schwarzen  Keilllecken  und 
Submarginalmakeln,  hypermnestra,  die  man  für  eine  Regenzeitform  halten  könnte,  die  aber  anscheinend  gleich¬ 
zeitig  mit  belina  auftrift,  ist  ebenso  dunkel  rauchbraun  beschuppt,  wie  jiimata ,  nur  der  Basalteil,  das  obere 
Ende  der  Zelle  und  das  Randgebiet  der  Vflgl  haben  noch  die  ursprüngliche  glasige  Farbe  behalten,  wodurch 
ein  lebhafter  Kontrast  entsteht.  Die  Verdunkelung  überträgt  sich  jedoch  nicht  auf  die  Unterseite,  die  nur 
etwas  gelblicher  als  bei  belina  abgetönt  ist.  Es  scheint,  dass  nur  die  ??  zur  hypermnestra- Färbung  neigen, 
was  auch  für  arbela  subsp.  nov.  gilt,  der  geographischen  Form  des  nördlichen  Borneo,  die  sofort  kenntlich  arbela. 
ist  durch  mehr  als  doppelt  so  breite  schwarze  Makeln  aller  Flügel,  cf  weiss  wie  bei  belina  cf,  aber  mit 
merklichem  blaugrauem  Schimmer,  ?  gleichartig,  d.  h.  auch  in  den  äusseren  Flügelpartien  rauchbraun  an¬ 
geflogen.  Abdomen  am  Rücken  ausgedehnter  schwarz  als  bei  belina.  Kina-Balu,  anscheinend  sehr  selten. 

Alle  hypermnestra- Formen  differieren  von  der  lynceus-loyani- Gruppe  durch  zwei  freistehende  schwarze 
rundliche  Makeln  im  Costalfelde  der  Hflgl  und  durch  das  Fehlen  des  schwarzen  Striches  an  der  Subcostalader- 

H.  leuconoe  muss  als  die  am  weitesten  verbreitete  und  variabelste  Art  des  Genus  betrachtet  werden. 

Mit  hera  hat  sie  das  Fehlen  des  schwarzen  Strichfleckens  an  der  Subcostale  und  die  beiden  freistehenden 
schwarzen  Makeln  im  Costalfeld  der  Hflgl  gemeinsam,  differiert  aber  von  ihr  durch  die  noch  mehr  abge¬ 
rundeten  Flügel  und  die  zusammengeflossenen  Submarginalmakeln  der  Hflgl,  bei  denen  die  Harpunen¬ 
zeichnung  der  lynceus-liera- Gruppe  verschwindet.  Als  Verbreitungszentrum  der  leuconoe  müssen  die  Philip¬ 
pinen  gelten ,  von  wo  aus  die  Art  die  Sangir-  und  Talautinseln  im  Südosten  des  Archipels  erreicht  hat, 
merkwürdigerweise  ohne  auf  Celebes  überzugehen.  Nordwärts  ist  sie  bis  zu  den  mittleren  Liu-Kiu-Inseln 
gelangt  und  über  Palawan  ins  nördliche  Borneo  (Sandakan)  eingedrungen.  Den  westlichen  Satellit -Inseln 
von  Borneo  entlang  ist  sie  auf  die  malayische  Halbinsel  übergegangen ,  von  Billifon  und  Banka  bekannt, 
und  wurde  neuerdings  auch  auf  Engano  und  den  Batu-Inseln  entdeckt.  —  riukiuensis  Hott.,  ein  Charakter-  riukiuensis. 
Schmetterling  der  Liu-Kiu-Inseln,  der  in  keiner  Sendung,  die  von  dort  kommt,  fehlt.  Sie  ist  ein  Sommer¬ 
vogel  mit  der  Hauptflugzeit  in  der  zweiten  Hälfte  des  Juli  und  der  ersten  des  August.  Ende  März  und 
Ende  August  trifft  man  nur  abgeflogene  Stücke.  Sie  ist  sehr  variabel  und  führt  von  allen  bekannten  Rassen 
die  kleinsten  und  zugleich  am  meisten  abgerundeten  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Bei  den  cf  cf  stehen  auch 
die  Makeln  zwischen  den  Radialen  der  Vflgl  isoliert,  fliessen  jedoch  bei  den  ??  zusammen,  cf?  auf  der 
Oberseite  aller  Flügel  bei  beiden  Geschlechtern  intensiv  dunkelgelb  angeflogen,  auch  die  Unterseite,  nament¬ 
lich  jene  der  Hflgl,  gelblich  verdunkelt.  —  nipponica  Frühst.  (74a)  ist  eine  Zeitform  oder  Inselrasse  mit  nipponica. 
noch  unbestimmter  Herkunft,  bei  der  der  gelbe  Anflug  nicht  über  die  Zelle  der  Vflgl  hinausgeht  und  die 
Hflgl  beiderseits  rein  weiss  bleiben.  —  Clara  Btlr.  bewohnt  Formosa.  Von  ihr  war  jahrzehntelang  nur  die  clara. 


HESTIA.  Von  H.  Frühstorfer. 


222 

Type  des  British  Museums  bekannt,  neuerdings  entdeckte  sie  jedoch  mein  Sammler  nahe  der  Südostspitze 
der  Insel,  bei  Taihanroku,  in  grosser  Anzahl.  Sie  fliegt  dort  von  März  bis  August  und  ist  in  Zeichnung  und 
Färbung  sehr  veränderlich.  Kein  Stück  gleicht  dem  andern  und  mir  liegen  cf?  vor  mit  fast  ganz  weisser 
neben  solchen  mit  fast  völlig  gelber  Oberseite.  Häufig  sind  auch  nur  die  Vtlgl  gelb ,  die  Hllgl  weiss.  Die 
Submarginalflecken  der  Vtlgl  bilden  auch  bei  den  cf  cf  eine  zusammenhängende  Binde,  wie  denn  überhaupt 
die  Vermehrung  jedweder  Schwarzzeichnung  als  Charakteristikum  von  clara  den  Liu-Kiu-Rassen  gegenüber 
missilia.  zu  gelten  hat.  —  missüia  nov.  subsp.  wesentlich  grösser  als  nipponica  und  von  derselben  albinotischen  Färbungs¬ 
richtung,  aber  mit  ähnlich  wie  bei  clara  verbreiterten  Submarginalbinden  der  Vtlgl  und  charakterisiert  durch 
eine  subanale  Transversalbinde  der  Hflgl,  die  von  der  vorderen  Medianader  bis  nahe  an  die  Submediane 
so/yma.  hinzieht.  Liu-Kiu-Inseln,  nähere  Heimat  unbekannt.  —  solynia  subsp.  nov.  von  Camiguin  de  Luzon  ist  die 
von  Semper  als  clara  abgebildete,  bisher  unbeachtete  Inselrasse,  die  von  allen  in  Betracht  kommenden  Formen 
abweicht,  durch  drei  schräg  übereinander  gestellte  schwarze,  etwa  1  cm  breite  intramediane  Binden.  Beide 
Flügelpaare  sind  weiss,  nur  deren  Basis  leichthin  gelblich  angetlogen ,  und  die  submarginale  Randzeichnung 
leuconoe.  der  Hflgl,  die  sonst  wie  bei  nipponica  gefleckt  sind,  sehr  schmal.  —  leuconoe  Eschh.,  die  Namenstype  von 
Luzon,  wird  am  besten  mit  esanga  (74a )  verglichen,  von  der  sie  auf  den  Vflgln  durch  geringere  Entwick¬ 
lung  der  schwarzen  Medianbinden,  aber  ausgedehntere  Subapicalflecken  und  dadurch  eingeengtes  weisses 
Distalfeld  differiert.  Die  Ilflgl  weisen  unbedeutende  Schwarzzeichnung  auf.  Das  ?  ist  vom  cf  nur  durch 
rundlicheren  Flügelschnitt  und  etwas  grösseren  Fleck  in  der  Zellmitte  der  Hflgl  verschieden.  Nach  Angaben 
Semper’s  fliegt  leuconoe  während  des  ganzen  Jahres,  und  genau  mit  dem  nomenklatorisclien  Typus  analoge 
Exemplare  trifft  man  nur  im  südlichen  und  mittleren  Luzon,  während  an  der  Ostkiiste  und  in  Nordwestluzon 
sich  bereits  Übergänge  zu  solipna  einstellen,  die  ihrerseits  zu  clara  von  Formosa  und  riukiuensis  von  Liu-Kiu 
hinüberleiten.  In  der  Regel  sind  leuconoe  der  südlichen  Philippinen  sehr  dunkel  und  hat  deshalb  die  Rasse 
obscura.  von  Südost-Mindanao  den  Namen  obscura  Stgr.  empfangen.  Bei  solchen  ist  der  gelbe  Anflug  den  leuconoe 
in  ähnlicher  Ausdehnung  wie  clara  Btlr.  besitzt,  auf  die  Basalregion  der  Vflgl  reduziert,  das  weisse  Zick¬ 
zackfeld  des  Randgebiets  der  Vflgl  wird  durch  breit  ausgeflossene  schwarzbraune  Subapical-Keilflecken  ver¬ 
drängt,  die  Zelle  und  alle  Adern  sind  dicht  schwarz  bezogen,  die  Oberfläche  der  Flügel  der  ??  auch  noch 
Samara,  schwärzlich  überpudert.  —  Samara  subsp.  nov.  ist  eine  Rasse,  bei  der  das  melanotische  Kolorit  das  Maximum 
seiner  Entwicklung  findet,  der  gelbe  Anflug  völlig  verschwindet  und  die  glasigen  Stellen  sich  noch  mehr 
moira.  als  bei  obscura  vermindern.  Insel  Samar.  —  inoira  subsp.  nov.  ist  dagegen  eine  Form,  die  ähnlich  wie  jene, 
die  Semper  von  der  Insel  Siargao  erwähnt,  sich  wiederum  der  leuconoe  von  Luzon  nähert,  ja  sogar  durch 
die  teils  isoliert  stehenden,  teils  nur  lose  durch  feine  Striche  verbundenen  Intramedianmakeln  der  Vflgl  an 
solyma  erinnert.  Doch  differiert  moira  sowohl  von  solyma  wie  leuconoe  durch  brfeiter  angelegte  subterminale 
schwarze  Umrahmung  aller  Flügel,  und  die  ??  nähern  sich  durch  die  breitgesäumten  Adern  und  grosse,  lange, 
princesa.  spitze  Keilflecken  der  Hflgl  entschieden  obscura.  Insel  Bazilan  südlich  von  Mindanao.  —  princesa  Stgr.  ist  eine 
habituell  sehr  grosse  Form  mit  auffallend  verkürzten  Flecken  der  Vflglzelle  und  grossen,  zumeist  isolierter 
esanga.  stehenden  Keilflecken  der  Hflgl.  Palawan.  —  esanga  Frühst.  (74  a)  von  auffallend  heller  Grundfärbung  ist 
durch  sehr  grosse  schwarze  Medianflecken  der  Vflgl  und  grosse  runde  Zellmakeln  der  Hflgl  charakterisiert. 
Der  gelbe  Anflug  ist  wenig  ausgeprägt  und  die  Unterseite  der  Hflgl  von  allen  bekannten  Formen  abweichend 
durch  die  grossen,  rundlichen  Flecken  in  und  unter  der  Zelle.  Das  weisse  Randgebiet  der  Vflgl,  durch  das 
godmani.  Zurücktreten  der  subapicalen  Reihe  ähnlich  wie  bei  clara  ausgedehnt.  Talaut-Inseln.  —  godmani  Oberth. 
nigriana.  von  Sangir  ist  eine  sehr  grosse,  auffallend  helle,  klein  schwarz  gefleckte  Inselrasse.  —  nigriana  Sm. 
nach  einem  Pärchen  von  der  Sulu -Insel  Tanganac  an  der  Nordküste  von  Borneo  beschrieben,  differiert 
von  leuconoe  durch  rundlicheren  Flügelschnitt  —  das  äussere  Drittel  der  Vflgl  ist  dunkler,  die  marginalen 
und  submarginalen  weisslichen  Makeln  und  unregelmässigen  Felder  beginnen  zu  verschwinden,  Htlgl  von 
dunkleren  braunen  Adern  durchzogen.  Ich  vermute,  dass  Exemplare  aus  Sandakan  (Nord-Borneo)  zu  nigriana 
Smith  gehören,  sie  zeichnen  sich  vor  allem  durch  verschmälerte,  länglich  ovale  Subapicalstrigae  und 
chcrsonesia.  fast  ganz  schwarzen  Apex'  der  Vflgl  aus  und  differieren  dadurch  wesentlich  von  chersonesia  Frühst., 
die  durch  eine  besonders  breite  und  auf  allen  Flügeln  gleiclnnässig  entwickelte  weisse  Submarginalregion 
auffallen.  Auch  die  schwarzen  Zackenbinden  sind  völlig  gleichartig,  weil  die  subapicalen  Keile  nicht  so  weit 
an  den  Distalrand  hinausgerückt  sind,  wie  bei  nigriana  und  leuconoe.  Malayische  Halbinsel,  Lingga-Archipel, 
Banka,  vermutlich  auch  Billiton.  Während  aber  chersonesia  einen  reichen  gelben  Anflug  zeigt,  verschwindet 
natunensis.  er  bei  natunensis  Snett.  völlig  aus  der  Basalhälfte  der  Vflgl  und  die  Grundfarbe  ist  heller  als  bei  leuconoe, 
javana.  nach  Angaben  ihres  Autors.  Natuna-Inseln,  mir  in  natura  unbekannt.  —  javana  Frühst,  hält  etwa  die  Mitte 
zwischen  chersonesia  und  nigriana  und  führt  sehr  grosse  schwarze  Subapicalstrigae  der  Vflgl,  welche  die 
weisse  Submarginale  einschränken,  ihr  aber  doch  mehr  Raum  zur  Entwicklung  lassen  als  bei  nigriana.  Hflgl 
mit  kleinem  schwarzen  Zelltleck,  sehr  deutlicher  Zackenbinde.  Der  runde  Fleck  zwischen  der  mittleren  und 
hinteren  Mediane  der  Vflgl  fehlt  (wohl  nur  ein  individueller  Unterschied),  der  aber  sehr  auffällt  und  bei  allen 
meiner  vielen  leuconoe  vorhanden  ist.  Nordwest-Java,  Type  in  der  Sammlung  Pagenstecher  in  Wiesbaden. 
Die  Form  wurde  nur  einmal  gefunden,  und  man  wäre  versucht,  den  Fundort  anzuzweifeln,  wenn  javana 
nicht  tatsächlich  von  allen  verwandten  Inselrassen  verschieden  wäre.  Früher  mag  auch  diese  Hestia  auf  Java 
häufiger  gewesen  sein,  aber  durch  die  stets  zunehmende  Bevölkerung  und  die  damit  unvermeidliche  Ver- 


HESTIA.  Von  H.  Fruhstobfer. 


223 

nichtung  der  Wälder  zum  Zwecke  der  Reis-,  Zuckerrohr-  und  Kaffeekultur  wird  den  die  Waldesruhe  liebenden 
Faltern  ihr  Standquartier  verleidet  und  gerauht.  —  vedana  Frühst.  (74a)  bewohnt  die  Batu-Inseln  bei  Xias  vedana. 
an  der  Südwestküste  von  Sumatra.  Zeichnungsverteilung  etwa  wie  hei  ohscura  von  Mindanao,  Grundfarbe 
jedoch  reiner  weiss,  die  Subapicalregion  etwas  ausgedehnter,  Oberfläche  aller  Flügel  ohne  schwarz-  oder 
samtbraunen  Anflug,  vedana  ist  aber  dennoch  den  dunkelsten  leuconoe-  Formen  anzureihen.  Von  der  ehe¬ 
maligen  Gelbfärbung  der  Flügel  ist  bei  vedana  nur  noch  ein  leichter,  ins  Grünliche  spielender  Hauch  auf 
den  Vorderflügeln  und  ein  zarter  gelber  Anflug  der  Hintertlügel-Basalhälfte  erhalten  geblieben.  Vorderflügel- 
Oberseite:  Der  obere  Teil  der  Zelle  und  die  Felder  zwischen  der  Zellwand  und  der  Submediana  dicht  schwarz 
beschuppt.  Die  schwarze  Makel  an  der  Submediana  erbsengross,  distal  stark  zugespitzt.  Die  schwarze 
Querbinde  in  der  Zelle  ungewöhnlich  breit.  Der  schwarze  Distalsaum  sehr  breit,  die  Pfeile  der  postmedianen 
Binde  damit  in  der  Nähe  der  Radialen  und  am  Analwinkel  zusammenfliessend.  —  enganoensis  Doli,  differiert  enganoensis. 
von  vedana  in  der  Hauptsache  durch  breitere  Schwarzzeichnung,  was  namentlich  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
zu  Tage  tritt.  Insel  Engano.  Flugzeit  im  April. 

H.  electra,  bisher  nur  aus  Mindanao  bekannt,  wo  sie  in  zwei  Ortsrassen  auftritt,  unterscheidet  sich 
von  leuconoe  hauptsächlich  durch  die  wie  bei  hjnceus  vorspringenden  Vflgl.  Alle  Flügel  bis  zum  Aussenrd 
gelblich  überzogen,  der  schwarze  Zellfleck  der  Vflgl  geht  nicht  bis  zum  Costalsaum,  noch  nach  hinten  bis 
an  die  Zellwand.  —  electra  Semp. ,  von  der  bisher  nur  5  cf  und  4  ??  nach  Europa  gekommen  sind,  stammt  electra. 
von  Taganito  aus  Ost-Mindanao,  wo  sie  Ende  Mai  bis  Anfang  Juni  beobachtet  wurde.  ?  führt  ausgedehntere 
Schwarz tleckung  aller  Flügel  als  der  cf  und  nähert  sich  mehr  der  leuconoe- Type.  —  harmonia  subsp.  nor.  hannonia. 
ist  eine  von  Dr.  Platen  in  Südost-Mindanao  entdeckte  Ortsrasse  mit  wesentlich  verdunkelter  Oberseite  aller 
Flügel  und  noch  breiter  angelegter  schwarzer  Bänderung. 

H.  blanchardi  bewohnt  in  einer  Reihe  gut  getrennter  Rassen  Celebes  und  dessen  Insel-Trabanten. 

Auf  Muna  sowie  den  Tukan-Besi- Inseln  im  Südosten  von  Celebes  treten  stark  verdunkelte  Formen  auf,  wie 
sie  auch  von  den  Andamanen,  Pegu  und  Neu-Guinea  bekannt  sind.  Allen  blanchardi- Formen  gemeinsam  ist 
eine  breite,  distal  tief  ausgebuchtete,  mit  10—12  unregelmässigen  sägezahn  artigen  Spitzen  bewehrte  Valve. 

In  der  idea-G ruppe  ist  die  proximale  Costalmakel  stark  reduziert,  bei  den  celebischen  und  circumcelebischen 
Rassen  fehlt  sie  völlig  und  die  discale  verbindet  als  breiter  Wischfleck  manchmal  die  Costale  und  Sub- 
costale.  Der  Falter  ist  überall  häufig  und  in  Süd-Celebes  kamen  sie  sogar  in  die  Dörfer  geflogen,  wo  sie 
tagsüber  die  Hütten  der  Eingeborenen  umgaukelten  und  sich  nachts  im  Bambusgebüsch  verborgen  hielten. 

Rp  schwarz  und  gelb  geringelt,  oberhalb  der  Luftlöcher  ein  breites,  trüb  gelbrotes  Seitenband,  das  durch  die 
schwarzen  Querbinden  unterbrochen  wird.  Kopf,  Bauch  und  Ftisse,  sowie  die  Fadenanhänge  auf  Ring  2,  3,  5 
und  11  schwarz.  —  marosiana  Frühst.  (75  c)  ist  charakterisiert  durch  einen  braungrauen  Anflug,  der  vielfach  die  marosiana. 
Oberfläche  aller  Flügel  überdeckt  und  bei  den  ??  am  ausgeprägtesten  vorhanden  ist.  Die  intranervalen  Pfeile  sehr 
lang  schlank,  nur  auf  den  Vflgln  manchmal  verbreitert.  Der  schwarze  Zellfleck  der  Vflgl  erreicht  niemals  den 
Costalsaum.  Beide  Geschlechter  zeigen  bei  seitlicher  Beleuchtung  intensiven  hellvioletten  Schiller.  Süd-Celebes, 
besonders  auch  Wasserfall  von  Maros,  wo  die  Falter  im  Walde  vielfach  in  copula  auf  den  Zweigen  sassen  und  sich 
leicht  paarweise  mit  den  Händen  wegnehmen  Hessen.  Manchmal  umschweben  sie  auch  hohe  Waldbäume,  was  ich 
besonders  in  der  Regenzeit  beobachtete  (Januar,  Februar),  wo  sie  sehr  selten  sind,  während  sie  vom  Mai  bis 
November  in  grossen  Mengen  auftreten.  Valve  mit  einem  sehr  grossen  dorsalen  Zahn,  während  die  distale 
Partie  bei  blanchardi  March,  (t'ondano  Vollenh.)  gleichmässig  gezähnt  ist.  —  blanchardi  ist  eine  hellere  Form,  blanchardi. 
der  äussere  Teil  der  Zelle,  das  Medianfeld  aller  Flügel,  rein  glasig  weiss,  der  braune  Anflug  auf  die  Basal¬ 
region  und  das  Randgebiet  beschränkt,  die  Zellflecken  sehr  verkleinert.  Unterseite  fast  rein  weiss,  die  intra¬ 
nervalen  Striche  dünn,  ohne  Spur  von  manchettenartigen  Verbreiterungen,  Zelle  gleichfalls  nur  ganz  fein 
braun  gestreift.  Nord-Celebes,  anscheinend  seltener  als  marosiana,  weil  sie  immer  nur  in  geringen  Mengen 
nach  Europa  kommt.  Auch  bei  Toli-Toli  fing  ich  im  November-Dezember  nur  wenige  Exemplare.  —  garunda  garunda. 
subsp.  nov.  Die  ostcelebische  Rasse  glaubte  ich  bisher  mit  kühni  von  Bangkai  vereinigen  zu  dürfen.  —  Da 
aber  nach  den  Zeichnungen  Kühn’s  (Iris  1887)  die  Rpn  erheblich  differieren,  stelle  ich  für  die  namentlich 
im  ?  viel  hellere  Form  des  gesamten  Ostens  der  Insel  den  Namen  garunda  auf.  Der  Hauptunterschied  maro¬ 
siana  und  tondana  gegenüber  liegt  in  den  tiefschwarzen  statt  braunen  Intranervalstreifen  und  dem  schärfer 
auf  lichterem  Untergrund  abgesetzten  Distalsaum  aller  Flügel.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  braune 
Zackenbinde  gleichfalls  durch  eine  schwarze  ersetzt,  die  Pfriemenzeichnung  der  Hflgl  erscheint  viel  zier¬ 
licher.  Zentral-Celebes  im  Juli  und  August  von  Doherty,  bei  Bonthain  von  Ribbe  und  bei  Tombugo  von 
Kühn  gesammelt,  überall  häufig.  —  Rp  nach  Kühn  je  nach  der  Lokalität  verschieden,  aber  im  allgemeinen 
jener  von  malabarica  ähnlich.  Nach  einer  Zeichnung  Kühn’s  beurteilt,  führt  die  Rp  der  ostcelebischen  Rasse 
auf  allen  Segmenten  laterale  suprastigmatale  gleichgrosse  rote  Makeln,  jene  der  Insel  Bangkai  aber  deren 
nur  sechs  grosse  vordere  und  hintere  und  zwei  kleine  punktförmige  in  der  Leibesmitte.  Auch  sind  bei 
letzterer  die  schwarzen,  bei  garunda  die  weissen  Ringe  vorherrschend.  Pp  metallisch  golden  mit  dunkel¬ 
braunen  Rändern  der  Flügelscheiden  und  des  Abdomens,  sowie  Reihen  schwarzer  Punkte.  Im  Januar  ist 
die  Rp  sehr  häufig,  besonders  an  regenreichen  Tagen.  -  djampeana  Frühst.  (75  c)  steht  der  vorigen  recht  djampeana. 
nahe  und  differiert  durch  noch  markantere  schwarze  Zellflecken,  die  bei  cf?  sowohl  den  Costalrand  wie 


224 


HESTIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  Zellwand  erreichen,  die  Intranervalstreifen  sind  breiter,  der  Zellfleck  fliesst  mit  der  schwarzen  Makel 
am  Zellabschluss  fast  stets  zusammen  und  die  Zackenbinde  der  Vflgl  ist  unterseits  breiter  angelegt.  Insel 
phlegeton.  Tanali  -  Djampea.  —  phlegeton  Frühst.  (75c),  ausgezeichnet  durch  den  breiten,  tiefschwarzen  Aussensaum 
aller  Flügel,  stark  verdunkelten  Costalrand  der  Vflgl,  und  die  ausgedehnte  unregelmässige  Querbinde  der 
Vflglzelle.  Der  schwarze  Saum  fehlt  auf  der  Unterseite,  doch  schimmert  er  von  oben  durch,  die  schwarzen 
Streifen  der  Hflgl  führen  man chetten artige  Zeichnungen,  die  ‘auf  den  Vflgln  zu  einer  zusammenhängenden 
munaensis.  Binde  vereinigt  sind.  Tukan-Besi-Inseln ,  südöstlich  von  Celebes.  —  munaensis  Frühst,  steht  der  vorigen 
nahe,  doch  ist  der  Randsaum  weniger  dunkel  und  nicht  so  scharf  abgesetzt.,  dagegen  auf  den  Vflgln  merklich 
breiter  und  wie  auf  den  Hflgln  gleichmässiger  abnehmend.  Insel  Muna  bei  Buton.  Nur  1  cf  bekannt,  der 
von  den  Herren  Dr.  Sarasjn  am  26.  Dezember  1895  erbeutet  wurde  und  sich  am  Museum  in  Basel  befindet. 

H.  idea,  eine  der  bekanntesten  Arten  und  ein  Charakterschmetterling  der  Molukken,  tritt  namentlich 
auf  Ceram  in  gewaltigen  Mengen  auf.  Ribbe  sammelte  dort  in  kurzer  Zeit  über  2000  Exemplare.  Die 
Species  differiert  von  blanchardi  durch  ein  unbedeutendes  aber  konstantes  Merkmal ,  nämlich  das  Auftreten 
von  grossen  keilförmigen  submarginalen,  häufig  zu  einer  Binde  verschmelzenden  Einbettungen  der  Vflgl. 
Auch  fehlt  in  der  Regel  der  schwarze  Punktfleck  in  der  Mitte  des  Costalfeldes  der  Hflglunterseite.  Valve 
von  unregelmässigeren  distalen  Konturen,  auch  in  der  Medianpartie  tief  eingebuchtet  ( blanchardi  ist  an  dieser 
novella.  Stelle  konkav  ausgebogen),  der  obere  Zahn  stumpfer  als  bei  blanchardi.  —  Unter  dem  Namen  novella  subsp. 
nov.  (75b)  werden  drei  unter  sich  nur  minimal  differenzierte  Inselrassen  von  Banda,  Goram  und  Ceram 
idea  zusammengefasst,  die  von  der  altbekannten  idea  Clerk.  (=  agelia  Godt)  nur  abweichen  durch  schmälere 
schwarze  Querbinden  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  die  sonstige  etwas  zurücktretende  Schwarzzeichnung,  idea 
ist  einer  der  häufigsten  Falter  auf  Amboina  und  Saparua. 

Alle  jetzt  folgenden  Rassen  der  aza-  und  cPwrü/fle*-Gruppe  besitzen  gemeinsam  einen  zumeist  schmalen, 
schwarzen  Aussensaum,  der  durch  die  verschmolzenen  Manschetten figuren  der  Intranervalstriche  der  Hflgl 
aza.  entsteht  und  runde  weisse  Punktflecken  umschliesst.  H.  aza  Bsd.  von  Buru  ist  der  hertha  Frühst.  (74b)  von 
hertha.  Sula-Besi  sehr  ähnlich,  nur  wesentlich  grösser,  mit  kräftigeren  Keilflecken  auf  allen  Flügeln  und  fast  doppelt 
so  breiten  Randbinden.  Auch  der  Fleck  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  die  Streifen  in  der  Hflglzelle  sind  deut- 
su/a.  lieber  resp.  breiter  angelegt,  ci  a  ist  ziemlich  selten  auf  Buru.  —  sula  Nicer.  ist  habituell  etwas  grösser  als 
herilia,  Apicalteil  der  Vflgl  mit  isolierter  stehenden,  d.  h.  schmäleren  Strigae,  die  marginalen  und  submarginalen 
Zeichnungen  schmäler  angelegt.  Die  Fazetten  der  Hflglunterseite  kräftiger  schwarz  umrandet  und  die  costale 
Makel  viel  grösser  als  bei  hertha.  Sula-Mangoli.  Valve  wesentlich  verschieden  von  idea,  schmäler,  ungleich¬ 
artiger,  ohne  mediale  Ausbuchtung  und  nur  mit  2  fast  gleich  langen,  aber  sehr  spitzen  Zähnen  bewehrt.  - 
theia.  Bei  theia  Frühst.  (74c)  sind  die  Keilflecken  beider  Flügelpaare  mit  der  schwarzen  Saumbinde  vereinigt  und 
kürzer  als  bei  aza.  theia  findet  sich  sehr  häufig  auf  den  Nordmolukken  und  kursiert  unter  dem  Namen  agelia , 
der  aber  ein  Synonym  von  idea  ist.  Valve  jener  von  hertha  ähnlich,  aber  nur  mit  einem  sehr  langen  dorsalen 
obiana.  Zahn  und  zwei  kurzen  darunter  befindlichen  Höckern.  -  obiana  Frühst.  (74c)  ist  eine  unbedeutende  Lokal¬ 
form,  die  nur  durch  etwas  reduziertes  schwarzes  Kolorit  von  theia  abweicht.  Insbesondere  verschmälert  sich 
vosseier i.  bei  ihr  der  transversale  Zellfleck  der  Vflgl.  Obi,  nicht  selten.  —  vosseleri  Frühst,  bleibt  in  der  Grösse 
hinter  theia  und  obiana  zurück,  hat  eine  völlig  geschwärzte  Zelle  der  Vflgl  und  doppelt  so  breite  schwarze 
Makeln  auf  diesen.  Unterseite  aller  Flügel  mit  sehr  dicken,  schwarzen  Adern,  die  weissen  Submarginalpunkte 
sehr  klein,  partiell  fehlend.  Heimatinsel  unbekannt.  Vielleicht  nur  eine  melanotisehe  Aberration  von  theia. 

H„  d’urvillei  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  vorigen  Species  im  Papua-Gebiet,  wo  sie  jedoch 
bereits  im  westlichen  Teil  von  Holländisch  Neu-Guinea  und  den  Inseln  der  Geelvinkbai  ihre  Verbreitungs¬ 
grenze  erreicht.  Alle  zu  ihr  gehörigen  Rassen,  von  denen  wir  aber  nur  einen  kleinen  Teil  kennen,  haben 
eine  breite  schwärze  Transversalbinde  der  Vflgl  und  einen  ausgeprägten  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl 
gemeinsam,  deren  Ausdehnung  und  Entwicklung  je  nach  der  Lokalität  verschieden  ist.  Die  Valve  ist  cha¬ 
rakterisiert  durch  eine  tiefe  dorsale  Einbuchtung,  und  ein  relativ  schmales,  mehr  als  bei  anderen  Species 
vorspringendes  distales  Ende,  das  mit  nur  2  gleich  grossen  Zähnen  besetzt  ist.  Die  Falter  sind  Wald¬ 
schmetterlinge  wie  alle  Hestien,  und  von  der  Key-Rasse  wird  berichtet,  dass  sie  in  grosser  Höhe  über  dem 
d'urv illei.  Erdboden  zwischen  den  Bäumen  herumfliegt,  d’urvillei  Bsd.  (75a).  Die  Namenstype  kommt  nur  auf  der 
Insel  Waigiu  vor,  wo  sie  anscheinend  selten  ist,  da  aber  Boisditval  ihre  Heimat  irrtümlicherweise  nach  Neu- 
nike.  Guinea  verlegte,  kursiert  unter  ihrem  Namen  die  viel  dunklere  nike  Frühst.  (75a)  aus  Holländisch  Neu-Guinea 
in  den  Sammlungen,  nike  unterscheidet  sich  von  cVurvillei  durch  die  wesentlich  verbreiterte  Discalbinde,  den 
verdunkelten  Apex  und  die  verkleinerten  weissen  Marginal  punkte  der  Vflgl.  Auch  die  intranervalen  Striche 
der  Hflgl  sind  markanter,  auf  grössere  Distanz  mit  dem  schwarzen  Aussensaum  verwachsen.  Dorey,  Arfak- 
metris.  Gebirge  und  Kapaur.  —  metris  Frühst.  (75  b)  von  der  Insel  Salewatti  bildet  das  dunkelste  Extrem  der  Species. 
Die  Vflglzelle  ist  fast  durchweg  geschwärzt,  die  submarginalen  Strigae  verbreitern  sich  und  auf  den  Hflgln 
dringt  die  schwarzbraune  Umrahmung  bis  zur  Mitte  der  Flügel  vor,  auch  die  Zellstreifen  der  Hflgl  sind 
hemera.  kräftiger,  hemera  Frühst,  von  der  Insel  Biak  führt  wieder  schmälere  Vflglbinden  als  nike  und  metris,  aber 
doch  etwas  breitere  als  d'urvillei ,  und  die  Verdunklung  des  Randgebiets  der  Hflgl  ist  gleichfalls  wesentlicher 
als  bei  Exemplaren  von  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea.  hemera  bildet  somit  einen  Übergang  von  d'urvillei 


Ausgegeben  15.  V 111.  1910. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


225 


zu  aruna  Frühst.  (75a)  von  den  Aru-Inseln,  die  durch  das  ausgedehnte,  rein  weisse  Distalfeld  und  die  sogar  arima 
in  einzelne  Makeln  aufgelöste  schwarze  Umrandung  der  Vtlgl  sowie  das  Fehlen  der  Zellstreifen  der  Hflgl- 
oberseite  sich  bereits  keyensis  Frühst,  von  den  Key-Inseln  nähert,  die  durch  ganz  schmale  schwarze  Quer-  keyensis. 
binden,  ebensolchen  Fleck  am  Zellapex,  kurze  pfriemenförmige  Zwischenrippenstriche  charakterisiert  ist. 

Audi  die  Auflösung  der  Randbinde  der  Vtlgl  ist  noch  weiter  als  bei  aruna  vorgeschritten.  Nicht  selten  auf 
Gross-Key. 

4.  Gattung:  (Euploea. 

Das  Genus  Euploea  umfasst  mit  rund  140  Species  die  artenreichste  Danaidengruppe  der  östlichen 
Tropen,  die  durch  ihr  gleichartiges  Äussere  und  den  monotonen  Färbungsstil  trotz  der  Verschiedenheit  der 
Flügelform  soAvie  der  Zeichnung  der  Oberseite  unter  sich  dennoch  harmonieren.  Grundfarbe  zumeist  braun 
bis  tiefschwarz,  sich  nur  bei  Avenigen  Species  des  Papuagebiets  zu  violett  oder  braumveiss  verändernd. 

Rp,'  soweit  bekannt,  auf  Ficus  und  anderen  milchführenden  Gewachsen,  entweder  mit  3  Paar  fleischigen 
Anhängseln  ( Macroploea )  oder  4  Paar  Tentakeln  versehen  (Crastia,  Trepsichrois).  Pp  dick,  glockenförmig, 
manchmal  verschwenderisch  mit  Gold  und  Silber  geschmückt. 

Ein  Hauptmerkmal  der  Imagos  bildet  der  bei  den  meisten  Arten  konkav  ausgebogene  Ird  der  Vtlgl 
der  efef,  der  zumeist  gepaart  geht  mit  kürzeren  oder  längeren  glänzenden  sogenannten  Duftstreifen.  Die 
Hflgl  sehen  am  Costalsaum  bei  den  cf  cf  Avie  poliert  aus  (Duftspiegel)  und  besitzen  zumeist  eine  Vertiefung, 
die  mit  mehligen  Schuppen  belegt  ist,  die  sich  oft  zu  einem  dicken  Pelz  verbreitern  ( Trepsichrois ). 

Die  Androconien  selbst  sind  meistens  keulenförmig  oder  länglich,  bestehen  aber  bei  den  Trepsichrois 
aus  langen  dünnen,  geschlängelten  Fäden. 

Die  Analpinsel  sind  bei  allen  Arten  verschieden,  deren  Ausstülpen  bewirken  die  Falter  durch  Ein- 
strömenlassen  einer  anscheinend  hellen  Flüssigkeit,  Avelche  rasch  im  Stylus  emporsteigt  und  die  Haarkrone 
herauspresst.  Bei  einigen  Arten  geht  dieser  Prozess  langsam  von  statten,  am  raschesten  bei  Trepsichrois, 
die  ihre  Apparate  in  nervöser  Hast  herausstösst,  Avieder  einzieht  und  dabei  jedesmal  von  neuem  jenen 
scharfen,  eigentümlichen  Geruch  von  sich  gibt,  der  auch  den  Hlb  des  Weibes  auszeichnet. 

Einige  Arten  geben  keinen  widerlichen,  sondern  mild  aromatischen  Duft  von  sich,  so  die  grosse 
mattblaue  camaralzeman ,  die  Avie  alle  näheren  Venvandten  zugleich  die  kürzesten  Pinsel  besitzt,  die  nur 
mühsam  herausgestreckt  werden  können. 

Die  Salpinx  führen  zAvei  übereinander  liegende  Haarrosetten,  und  es  ist  ein  entschiedener  Druck 
nötig,  um  die  innerste  (oberste)  Haarkrone  herauszupressen,  welche  sich  als  kleine  gelbe  Kugel  im  Stylus 
auf  und  nieder  beAvegt,  aber  selbsttätig,  soAveit  ich  dies  in  Siam  zu  beobachten  vermochte,  nicht  heraustritt. 

Am  entAvickelsten  ist  die  doppelte  Haarkrone  bei  midamus,  welche  auch  imstande  ist,  die  vermutliche  Droh¬ 
waffe  mit  einem  Male  zu  entfalten.  Eupl.  rhadamanthus  führt  an  Stelle  der  gelben  hellgraue  Haarsterne. 
Niceville  vergleicht  die  Analpinsel  mit  Weihwasser-Sprengern,  die  stets  senkrecht  zur  Längsachse  des 
Körpers  ausgestreckt  werden.  Die  Analpinsel  sitzen,  nach  von  mir  angefertigten  Präparaten  von  Salpinx 
viola  beurteilt,  in  einer  schlundförmigen,  etAvas  Avulstigen  ovalen  Öffnung  lateral  und  anscheinend  genau  in 
der  Mitte  des  siebten  und  achten  Tergits  und  zwar  paaiweise.  Deren  Strahlhaare  erscheinen  dem  unbeAvaff- 
neten  Auge  als  schwarze  Punkte,  unter  dem  Mikroskop  aber  als  lange  dichte  Haarbüschel. 

Die  erste  Subcostale  ist  stets  vor  dem  Zellende  abgezAveigt,  immer  frei,  oder  nur  zufällig  bei  einigen 
Calliploea  mit  der  Gostale  verwachsen.  Zweite  Subcostale  bei  allen  Artengruppen  am  Zellende  entspringend, 
ein  Merkmal,  das  im  Gegensatz  zu  Danais  sehr  konstant  bleibt.  Vordere  Discocellulare  Avie  bei  den  Hestia 
stets  vorhanden,  wenn  auch  bei  manchen  Species  nur  sehr  kurz.  Die  tertiärsexuellen  Merkmale  der  Fltigel- 
obertläche  sind  unter  sich  sehr  variabel  und  genügen  kaum  zur  spezifischen  Trennung,  haben  aber  dennoch 
frühere  Autoren  veranlasst,  über  25  Genera  aufzustellen. 

Aber  Avährend  sich  bei  den  Danaiden  der  Struktur  nach  einige  Artengruppen  separieren  lassen,  ist 
bei  den  Euploeen  trotz  genauester  Prüfung  nicht  die  geringste  Abweichung  zu  erkennen,  da  sie  in  der 
Geäderbildung  völlig  konstant  bleiben.  Immerhin  lassen  sich  aber  zu  BestimmungszAvecken  einige  der  tertiär¬ 
sexuellen  Merkmale  zur  Umgrenzung  von  Formenreihen  verwerten,  denen  aber  immer  nur  die  Bedeutung 
von  Artengruppen  zukommt,  ohne  das  leiseste  Anrecht  auf  subgenerellen  Wert,  das  einigen  Danaidenabteilungen 
nicht  abzusprechen  ist. 

Die  AbAveichungen  der  Analpinsel  würden  eher  eine  Spaltung  in  Gruppen  zulassen,  sind  aber  mit 
unsern  derzeitigen  Hilfsmitteln  nur  am  lebenden  Objekt  zu  erkennen  und  somit  praktisch  noch  unverwendbar. 

Im  absoluten  Gegensatz  zu  den  Danais,  ja  sogar  zu  den  meisten  anderen  Tagfaltergenera  (mit  Aus¬ 
nahme  vielleicht  der  Brassoliden)  sind  die  Klammerorgane  auffallend  uniform  ausgebildet.  Uncusbildung  bei 
16  untersuchten  Arten  und  Formen  überhaupt  nicht  zu  erkennen.  Valve  breit,  distal  mit  ATogelkopfartigem 
Umriss,  deren  Spitze  chitinisiert,  überall  lang  zottig  behaart,  und  je  nach  den  Species  in  geringem  Masse 
verbreitert  oder  verschmälert,  und  nur  bei  einigen  Arten  ( aeggptus ,  leucostictos)  mit  Zähnen  besetzt.  Saccus 
in  der  Gestalt  gleichfalls  nur  unbedeutend  abändernd.  Penis  ungewöhnlich  lang,  häutig. 

Fast  allen  Euploeen  gemeinsam  ist  ein  ekelerregender  Duft,  der  bei  mulciber  das  Maximum  der 
Widerlichkeit  für  menschliche  Organe  erreicht.  Einige  Arten  riechen  nach  Reseden,  andere  Avieder  nach 

IX  29 


226 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Honig  und  Vanille.  Der  Duft  ist  im  allgemeinen  von  der  Nahrung  abhängig  und  man  darf  wohl  annehmen, 
dass  er  die  Euploeen  vor  Nachstellungen  der  Insektenfresser  schützt.  Allerdings  hat  Piepers  auf  Java  be¬ 
obachtet,  dass  Vögel  lebende  Euploeen  in  seinem  Garten  in  Batavia  weggefangen  und  aufgefressen  haben, 
was  den  vitalen  Faktor  des  Schutzes  teilweise  herabmindert. 

Im  allgemeinen  sind  Euploeen  blumenliebend  und  treten  manchmal  in  grossen  Mengen  auf.  In 
Siam  beobachtete  ich  in  einem  halbvertrockneten  Wald  ein  geradezu  gespenstisches  Auftreten  der  Falter, 
die  zu  Hunderten  eine  unter  der  andern  im  Gebüsch  aufgereiht  sassen  und  beim  Durchschreiten  des  Waldes 
sich  erschreckt  erhoben,  wie  Fledermäuse  durcheinanderflatterten,  um  sich  jedoch  bald  wieder  zur  Ruhe 
niederzulassen. 

In  Hongkong  sah  ich  Euploeen  Ende  Oktober  die  brennendroten  Blüten  von  Hibiscus  umklammern 
und  gelegentlich  traf  ich  sie  in  Siam  in  der  Trockenzeit  auf  mit  Wasser  überrieselten  Felsen,  mulciber  ging 
in  Tonkin  an  mit  Urin  verunreinigte  Wegstellen,  auch  köderte  ich  sie  wiederholt  an  mit  Unrat  durchtränkten 
Lappen,  die  manchmal  Dutzende  von  Individuen  anlockten. 

Am  Kontinent  von  Indien  erscheint  die  erste  Brut  bereits  Ende  Februar  und  die  Euploeen  gewähren 
dann  einen  reizvollen  Anblick,  wenn  sie  im  Wald  mit  ihren  geheimnisvoll  schillernden  ultramarineblauen 
Schwingen  leichte  Kurven  beschreiben  oder  in  schnurgerader  Richtung  sich  fortbewegen,  um  dann  wieder 
unterzutauchen  um  ihr  schönes  Kleid  von  neuem  selbstgefällig  brillieren  zu  lassen. 

Alle  lieben  es,  von  9  Uhr  bis  gegen  die  Mittagszeit  zu  fliegen,  dann  zu  verschwinden  und  erst 
wieder  in  grosser  Anzahl  hervorzukommen,  wenn  sich  die  Sonne  nach  Westen  wendet. 

Sexueller  Dimorphismus  ist  bei  den  Euploeen  ausgeprägter  als  bei  den  übrigen  Danaiden,  ja  er  hat 
sogar  in  einem  Falle  zur  Aufstellung  von  zwei  Genera  für  die  beiden  Geschlechter  einer  Art  geführt,  Horo- 
dimorphismus  dagegen  lässt  sich  nur  in  seltenen  Fällen,  und  selbst  dann  nur  in  unbedeutendem  Masse  nachwTeisen. 
Euploeen  sind  mehr  noch  als  Danah  Kinder  der  Ebene;  im  malayischen  Archipel  geht  keine  Art  über 
2000  m,  und  selbst  im  Himalaya  steigen  nur  core  und  mulciber  bis  7000  Fuss  hinauf.  Alle  ohne  Ausnahme 
lieben  das  feuchtwTartne  Tropenklima,  man  wird  sie  aber  niemals  an  trocknen  Stellen,  seien  sie  heiss  oder 
kalt,  vorfinden,  dagegen  lieben  sie  isolierte  Wäldchen  inmitten  von  Kulturzonen,  sowie  den  Waldrand.  Eine 
grosse  Anzahl  bevorzugt  den  bewaldeten  Meeresstrand  und  verschwindet ,  wenn  menschliche  Tätigkeit  den 
Waldesfrieden  stört,  andere  hinwiederum  aber  ziehen  furchtlos  ihre  Kreise  auf  freien  Plätzen  der  süd asiatischen 
Grosstädte.  Von  zwei  Verbreitungszentren  ausgehend,  Gontinentalindien  und  Neu-Guinea,  nehmen  sie  an  Arten¬ 
zahl  auf  den  entfernteren  Inselgruppen  schnell  ab.  Nordwärts  noch  zahlreich  auf  Formosa,  erscheinen  sie 
bereits  auf  den  Liu-Iviu-Inseln  nur  noch  als  allergrösste  Seltenheit. 

Die  Entwicklung  vom  Ei  bis  zum  Imago  ist  trotz  der  Häufigkeit  der  Individuen  nur  von  auffallend 
wenig  Arten  bekannt,  ebenso  ist  auch  noch  die  Entdeckung  mancher  Species  und  zahlreicher  Inselrassen  zu 
erwarten,  so  insbesonders  auf  den  Satellitinseln  von  Sumatra,  Celebes  und  Neu-Guinea. 

Artengruppe  Crastia  Hbn.  (1816). 

Rp  mit  vier  Paar  fleischigen  Anhängseln. 

Mit  rücklaufender  Ader  in  der  Vflglzelle  am  Ursprung  der  hinteren  Radiale.  Duftspiegel  der  Hflgl  fehlt. 
Analpinsel  kurz,  ohne  doppelte  Haarkrone. 

Untergruppe  a.  Vflgl  ohne  deutlich  erkennbaren  Sexualstreifen  (Nipara,  Oranasma,  Patosa,  Sarobia,  Vadebra, 
Lontara,  Gamatoba ,  Menama,  Tronga,  Sabanosa ,  Adigama  [Moonn  1883]). 

E.  climena  ist  eine  unscheinbare,  von  den  Nicobaren,  und  Engano  bis  zu  den  Molukken  verbreitete 
Art,  zugleich  eine  der  kleinsten  bekannten  Species,  aber  je  nach  der  Lokalität  in  Farbenabweichungen  auftretend. 
simulatrix.  Ein  ausgesprochener  Bewohner  der  Küstenniederung  und  weltferner  Inseln.  —  simulatrix  Wood-Mas.  Ober- 
seits  dunkelbraun,  die  Ränder  ausgedehnt  heller,  ?  durchaus  blasser  als  die  cf  cf,  alle  Flügel  der  cfcf  oberseits 
ungefleckt,  nur  das  ?  führt  eine  kleine  violettweissliche  Costalmakel.  Unterseite  der  Vflgl  wie  bei  allen  anderen 
Formen  mit  einem  violettweissen  Punkt  vor  dem  Zellapex,  drei  blauen  transcellularen  und  gelegentlich  einigen 
Subapicalmakeln.  Hflgl  ebenfalls  mit  einem  Punktfleck,  und  drei  bis  vier  jenseits  des  Zellschlusses.  Nicobaren. 
enganensis.  Sehr  selten,  mir  in  natura  unbekannt.  —  enganensis  Doli.  (18  e).  Oberseits  prächtig  tief  samtschwarz  mit  einem 
rein  weissen  Punkt  vor  dem  Zellende  der  cf  cf ,  deren  drei  bei  den  ??.  Hflgl,  namentlich  auch  jene  der  ??, 
mit  deutlichen  Submarginalflecken  und  einer  Reihe  von  Subterminalpunkten  auf  der  Unterseite.  Die  häufigste 
Euploea  der  Insel  Engano,  mir  gingen  über  100  Exemplare  im  April  gefangen  zu,  ??  jedoch  sehr  spärlich.  - 
sepnlchralis.  sepulchralis  Btlr.  ist  eine  etwas  kleinere  bleichere  Rasse,  die  in  der  Umgebung  von  Batavia  sehr  häufig 
vorkommt.  ?  auf  den  Hflgln  mit  merklicher,  unterseits  mit  etwas  fortgeschrittener  bräunlichweisser  Auf- 
terissa.  hellung.  West-Java,  Insel  Bawean.  —  terissa  subsp.  nov.  ist  die  Lokalform  des  östlichen  Java,  die  dort  bis 
etwa  500 — 600  m  auf  die  Vorberge  des  Tenggergebirges  vordringt,  oberseits  eine  stets  deutlicher  weisse 
Zone  der  Hflgl  aufweist,  die  sich  unterseits  bis  zur  Zellspitze  ausdehnt,  bei  extremen  Exemplaren  sogar  als 
rein  weisses  Randgebiet  auftritt,  so  dass  auf  den  Hflgln  eine  gewisse  Ähnlichkeit  mit  E.  eurypon  (86  e)  ent- 
elwesiana.  steht.  —  elwesiana  Nicev.,  ursprünglich  aus  Bali  beschrieben,  wo  sie  gleichwie  auf  Lombok  und  Sumbawa 
bis  etwa  700  m  Höhe  nirgendwo  selten  ist,  bildet  eine  habituell  kleinere  Rasse.  Hflgl  mit  etwas  geringerer 
weisser  Aufhellung  als  terissa,  Unterseite  mit  im  Verschwinden  begriffenen  ultracellularen  weisslichen  Punkt- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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flecken.  —  macleari  Btlr.  zeigt  gleichfalls  fen'ssa-Bildung,  bleibt  aber  in  der  Grösse  noch  hinter  rlin.Pan«  macleari. 
zurück.  Nur  wenige  Exemplare  bekannt.  Christmas-Insel,  südlich  von  Java.  —  neptis  Hob.  von  der  Insel  neptis. 
Flores,  zeigt  eine  deutliche,  bereits  zu  bandana  hinneigende  Aufhellung  der  Vtlgl,  auf  denen  sich  namentlich 
unterseits  eine  hellbraune  Submarginalzone  bemerklich  macht,  deren  Anfänge  auch  bei  ehoesiana  von  Lombok 
bereits  zum  Vorschein  kommen.  Bisher  nur  wenige  cf  cf  bekannt.  —  climena  Cr.,  die  Namenstype  von  climena. 
Amboina,  variiert  sehr  in  der  Grösse,  die  dunkelsten  Exemplare,  vermutlich  der  Regenzeitform  angehörend, 
zeigen  46  mm  Vtlgllänge,  während  cf  cf  wie  ??,  von  zinkeni  Fldr.,  im  August  gesammelt,  nur  36  mm  messen  zinkeni. 
und  auf  den  Htlgln  eine  auch  oberseits  zutage  tretende  weissliche  Submarginalbinde  führen,  die  übrigens 
auch  bei  climena  unterseits  stets  leicht  angedeutet  ist.  Beide  Formen  führen  sehr  grosse  weisse  Submarginal¬ 
punkte  der  Htlgl.  —  melina  Godt .  ist  eine  Form  ohne  Subapicalpunkte  der  Hflglunterseite ;  gleichfalls  von  melina. 
Amboina  beschrieben.  Amboina,  Saparua,  Ceram,  sehr  häufig.  —  dohertyi  Holl,  ist  eine  kleinere  Rasse  mit  dohcrtyi. 
in  der  Regel  nicht  wahrnehmbarer  weisslicher  oder  gelblicher  Submarginalzone  der  Hflglunterseite.  Nicht 
selten  auf  der  Insel  Buru.  —  bandana  Frühst.  (82  d)  vermittelt  bereits  den  Übergang  zu  eurypon  (86  e),  bandana. 
nur  sind  die  Submarginalbinden  aller  Flügel  oberseits  nicht  weiss,  sondern  hellbraun,  gehen  aber  auf  der 
Unterseite  aller  Flügel  deutlich  in  Weiss  über.  Insel  Banda,  nicht  selten.  —  sobrina  Hob.  hat  mit  bandana  sobrina. 
das  Kolorit  der  Unterseite  gemeinsam,  differiert  aber  oberseits  durch  die  verdunkelten  Vtlgl,  die  einen  Rück¬ 
schlag  zu  climena  bedeuten,  während  das  weisse  Randgebiet  der  Htlgl  die  Verwandtschaft  mit  eurypon  an¬ 
deutet.  Insel  Goram.  —  valeriana  Frühst,  von  dem  Inselchen  Roma  zwischen  Wetter  und  Dämmer,  nord-  valeriana. 
östlich  von  Timor,  zeigt  einen  scharf  abgegrenzten  quadratischen  weissen  Fleck,  der  distal  hell,  basalwärts 
dunkelbraunen  Vtlgl  und  eine  weissliche,  nach  aussen  in  Braun  übergehende  Submarginalbinde  der  Hflgl- 
oberseite.  Auf  der  Unterseite  wiederholen  sich  die  weissen  Stellen.  —  eurypon  New.  (86  e)  endlich  bildet  eurypon. 
das  albinotischste  Extrem  der  ganzen  Formenreihe  mit  breitem,  rein  weissem  Randgebiet  der  Htlgl,  die  auch 
nach  aussen  die  braune  Grundfarbe  völlig  verdrängt  zeigen.  Auf  der  Unterseite  dringt  die  Weissbänderung 
bis  zur  Zellspitze  vor.  Häufig  auf  allen  Key-Inseln  im  Oktober  und  November,  aber  in  einzelnen  Stücken 
das  ganze  Jahr  über  vorkommend.  —  vicina  Fldr.  ist  eine  verwandte  Rasse  von  etwas  kleinerer  Gestalt  vicina. 
und  zurückgebildeten  weissen  Binden.  Aru-Inseln,  mir  in  natura  unbekannt.  —  doretta  Vagenst.  glaube  ich  doretta. 
nach  Exemplaren  meiner  Sammlung  zu  climena  bringen  zu  dürfen,  von  der  sie  nur  durch  rundlichere  Flügel¬ 
form,  etwas  und  gleichmässiger  dunkle  Htlgl  und  hauptsächlich  durch  kleinere  blauweisse  Discalpunkte  der 
Unterseite  differiert.  Bismarckarchipel,  Neu-Lauenburg.  —  mangoensis  Btlr.  endlich  ist  eine  weitere,  seltene  mangoensis. 
Inselrasse  von  etwas  kleinerer  Gestalt.  Mikronesien.  —  misenus  Misk.  Oberseite  braunschwarz,  Htlgl  mit  misenus. 
lichter  braunem  Analwinkel  und  einer  submarginalen  Reihe  von  nur  leicht  angedeuteten  weisslichen  Punkt¬ 
flecken.  Unterseite  etwas  punktärmer  als  climena.  Vom  Cape  York  beschrieben,  fehlt  meiner  Sammlung. 

E.  lugens  Btlr. ,  ausgezeichnet  durch  ovale  schmale  Htlgl,  scheint  climena  auf  Neu-Guinea  zu  er-  Ingens. 
setzen.  —  smithi  Moore  ist  eine  verwandte  Form,  mir  nur  aus  der  Diagnose  bekannt,  etwas  grösser  als  smithi. 
lugens,  Vtlgl  mit  weissen  Submarginalflecken ,  wovon  die  beiden  untersten  gleich  gross  sind  und  einer  ante- 
marginalen  Reihe  von  kleinen  weissen  Punkten.  Unterseite  wie  oben,  Vtlgl  mit  einem  kleinen  blauweissen 
Zellfleck  und  fünf  unbedeutenden  Discalmakeln,  eine  Verteilung,  die  sich  auf  der  Hllglunterseite  wiederholt. 
Neu-Guinea,  ohne  genaueren  Fundort. 

E.  palmedo  Doli.,  die  ihr  Autor  mit  lewa  Doh.  (85  a)  vergleicht,  ist  eine  Verwandte  der  climena  und  palmedo. 
compta  und  ähnlich  adorabilis  Frühst.  (86 e).  Vtlgl  dunkelbraun,  nach  aussen  bleicher,  mit  einem  quadra¬ 
tischen  weissen  Subapicalfleck,  der  durch  drei  feine  dunkle  Adern  zerteilt  wird.  Htlgl  oberhalb  der  Subeostal¬ 
ader  nahezu  weiss,  die  Medianpartie  braun,  die  distale  und  subanale  Region  merklich  aufgehellt.  Vtlgl 
mit  einem  blauweissen  Zellfleck  und  zwei  Discalmakeln ,  ausserdem  Spuren  von  Streifen  zwischen  den 
hinteren  Medianen.  Htlgl  gleichfalls  mit  Zell-  und  sechs  sehr  kleinen  Circumcellularpunkten,  sowie  einer 
Reihe  von  6—7  kräftigeren  Flecken  in  der  gelblichen  Discalzone.  Nur  ein  oder  zwei  Antemarginalpünktchen. 

Selten  im  Innern  von  Sumba.  Nach  Doherty  soll  in  Sumbawa  eine  ähnliche  Species  Vorkommen,  mit  den 
Rändern  breit  weisslich  und  ohne  den  weissen  Subapicalfleck  der  Vtlgl  (vermutlich  ist  climena  elwesiana  Xicec. 
damit  gemeint).  —  adorabilis  Frühst.  (86 e),  die  ich  früher  mit  compta  Iiöh.  vereinigte,  ziehe  ich  jetzt  un-  adorabilis. 
bedenklich  als  weitere  mikromalayanische  Rasse  hierher.  Oberseite  wie  auf  der  Abbildung,  mit  lebhaftem 
dunkelblauviolettem  Schimmer.  Unterseite  von  ähnlichen  c//me>m-Inselrassen  differierend  durch  eine  Serie 
markanter  Subterminal-  und  eine  komplette  Reihe  von  weissen  Submarginalpunkten,  welch  letztere  in  qua¬ 
dratischen  weissen,  nach  innen  braunviolett  abgegrenzten  Feldern  stehen.  Insel  Wetter,  sehr  selten,  nur 

2  ??  in  Coli.  Fuuhstorfer. 

E.  compta,  eine  überaus  prächtige  Art,  bewohnt  alle  diejenigen  östlichen  Inseln  der  Timor-  und 
Timor-Laut-Gruppe,  auf  denen  climena  nicht  vorkommt,  und  ist  deren  spezifische  Zugehörigkeit  zur  climena- 
Reihe  nicht  ausgeschlossen.  Den  wesentlichsten  Differenzialcharakter  von  climena  bilden  drei  prägnante 
weisse  Makeln  der  Vtlgl  und  eine  postdiscale  Binde  von  sechs  verschieden  grossen,  aber  äusserst  stattlichen 
weissen  Flecken  der  Htlgl.  —  virudha  Frühst.  (80 d)  ist  die  ansehnlichste  Rasse,  von  der  wir  die  Oberseite  virudha. 
darstellen.  Die  Unterseite  differiert  nur  durch  fünf  schräggestellte  kleine  weisse  Subapicalpunkte  der  Vtlgl, 

3  Paar  in  der  Flügelmitte  stehender  ebensolcher  Subterminalmakeln  und  die  wie  bei  climena  verteilten  hell 


228 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


compta. 

eucompta. 

eboraci. 

lacon. 

malaguna. 

oceanis. 


honesta. 

faisina. 

drotnius. 

pydna. 


spiculifera. 

praxithea. 

radica. 


violetten  Zell-  und  Discaltleckchen  aller  Flügel.  Insel  Dämmer.  —  compta  Röb.,  nach  einem  ?  von  Timor- 
Laut  beschrieben,  ist  etwas  kleiner  von  Gestalt,  führt  aber  noch  ausgedehntere  und  reiner  weisse  Zeichnungen 
auf  der  Oberfläche  aller  Flügel.  Sehr  selten  auf  Timor-Laut,  wo  nach  Angaben  des  Sammlers  Rouyer  die 
Eingeborenen  20  holl.  Gulden  für  jedes  Exemplar  verlangen.  —  eucompta  Frühst,  gleicht  auf  der  Vflgl- 
oberseite  völlig  der  adorabilis,  nur  sind  diese  schmäler  und  die  subapicale  weisse  Zone  weniger  scharf  ab¬ 
gegrenzt.  Die  weisse  Querbinde  der  Hflgl  geringer  entwickelt  als  bei  compta,  die  drei  subanalen  weissen 
Makeln  der  Vflgl  fehlen.  Unterseits  treten  die  violetten  Discalpunkte  stark  zurück.  Insel  Babber,  sehr  selten ; 
nur  2  cflcfl  in  Coli.  Fruhstorfer. 

E.  eboraci  Gr.-Sm.,  von  Neu-Pommern  und  Neu-Lauenburg  beschrieben,  ist  eine  sehr  seltene  Species, 
die  mir  nicht  vorliegt;  Vflgl  braun  mit  einer  submarginalen  Reihe  von  vier  undeutlichen  bläulichweissen 
Flecken  vor  dem  Apex.  Hflgl  mit  einer  grossen  Makel  vor  dem  Zellapex  und  mit  einer  gekrümmten  Reihe 
von  sieben  ähnlichen  Transcellularflecken  und  einer  submarginalen  Reihe  weisslicher  kleiner  Punkte,  die  vom 
Gostalsaum  nach  dem  Analwinkel  zu  abnehmen. 

E.  lacon  Gr.-Sm.,  gleichfalls  von  Neu-Britannien  erwähnt,  soll  dunkler  braun  als  die  vorige  sein, 
Vflgl  mit  Purpur  übergossen  und  purpurne  Flecken  vor  dem  Apex  führen.  Die  Unterseite  sehr  ähnlich 
eboraci,  mit  grösseren  Flecken  als  auf  der  Oberseite. 

E.  malaguna  Ribbe  ist,  nach  einer  Abbildung  Pagenstecher’s  beurteilt,  eine  der  doretta  verwandte, 
habituell  kleine,  sehr  seltene  Species,  ausgezeichnet  durch  Blauschiller  der  Oberseite.  Unterseits  dunkler  als 
doretta,  mit  fehlender  antemarginaler  Punktserie.  Aus  dem  Innern  von  Neu-Pommern. 

E.  oceanis  Roh.  (81c),  von  der  ihr  Autor  sagt,  dass  sie  systematisch  nur  schwer  untergebracht 
werden  kann,  hat  weder  im  makro-  noch  im  mikromalayischen  Gebiet  nahe  Verwandte.  Im  Discus  der  Ober¬ 
seite  der  Vflgl  treten  manchmal  grauviolette  obsolete  Makeln  auf,  die  dem  abgebildeten  cf  fehlen.  ?  von 
hellbrauner  statt  schwarzer  Färbung,  mit  einer  Reihe  von  sechs  länglichen,  spitzen,  weisslichvioletten  Trans¬ 
cellular-  und  einem  Costalstrich.  Auf  den  Hflgln  scheint  die  Zeichnung  der  Unterseite  durch.  Letztere  ist 
reich  weiss  gefleckt,  alle  Flügel  führen  zwei  Reihen  weisser  Submarginalmakeln  und  je  einen  Punktfleck 
vor  dem  Zellapex.  Insel  Engano. 

E.  honesta  Btlr.  von  den  Salomonen,  ohne  näheren  Fundplatz  beschrieben,  gleicht  im  Habitus  etwas 
der  oceanis,  nur  führen  die  dunkelbraunen  Vflgl  zwei  violette  Streifen  über  der  Submediane,  einen  grossen 
weisslichvioletten  Fleck  vor  dem  Zellapex  und  5 — 6  ebensolche  z.  T.  längliche,  z.  T.  rundliche  Discalmakeln. 
Hflgl  oben  zeichnungslos,  unten  jedoch  wie  die  Vflgl,  aber  mit  lichtblauen  Makeln  verziert.  —  faisina  Ribbe 
von  Bougainville  ist  eine  Lokalrasse,  deren  Hflgl  nach  aussen  etwas  lichter  werden.  Zeichnung  wie  bei 
honesta,  nur  bei  den  ??  etwas  markanter. 

E.  spiculifera  sieht  der  pydna  (80  c)  sehr  ähnlich  und  zählt  zu  den  seltensten  Euploea- Species.  Vier 
Inselformen  sind  bekannt :  dromius  Gr.-Sm.  von  Halmaheira,  nach  Angaben  ihres  Autors  mit  einem  weissen 
Fleck  vor  dem  Zellapex,  drei  ebensolchen  jenseits  der  Zelle,  einem  Gostal-  und  zwei  winzigen  Snbapical- 
punkten.  Hflgl  gleichfalls  mit  Zell-  und  5  transcellularen  Makeln.  —  pydna  Frühst,  differiert  von  spiculifera 
Moore  aus  Amboina  durch  die  kleinere  Gestalt,  die  dunkleren  Flügel  und  die  heller  violett  weissen  Vflgl- 
punkte.  pydna  hat  jedoch  nur  1 — 2  weisse  Apical-,  aber  keine  Submarginalpunkte.  Die  Unterseite  ist  da¬ 
gegen  viel  reicher  punktiert,  sowohl  im  Discalteil  der  Vflgl,  als  auch  dem  der  Hflgl.  Die  Hflgl  tragen  eine 
doppelte  Submarginalreihe  von  weissen  Punkten,  ausserdem  5  weisse  circumcellulare  Fleckchen.  Durch  den 
ganzen  Vflgl  zieht  ausserdem  eine  deutliche  submarginale  Reihe  von  violettweissen  Punkten.  ?.  Vor  dem 
Zellapex  ein  sehr  breiter  weisser  Punkt;  oberhalb  der  Zelle  2  costale  weisse  Striche,  jenseits  der  Zelle 
1  weisser  Strich  und  1  runder  Punkt.  Ferner  eine  Submarginalserie  von  5  weissen  Punkten,  von  denen  die 
mittelsten  zwischen  den  Radialen  kaum  zu  sehen  sind.  Auf  den  Hflgln  3  obsolete  weisse  Punkte.  Unter¬ 
seite  wie  oben,  nur  alle  Flecken  stark  vergrössert ;  des  weiteren  tritt  eine  doppelte  Submarginalreihe  von 
violettweissen  Punkten  auf.  Insel  Obi,  sehr  selten.  —  spiculifera  Moore  (auf  Taf.  80  c  als  pydna  bezeichnet) 
differiert  von  pydna  durch  bedeutendere  Grösse,  sehr  grosse  weissliche  Makel  vor  dem  Zellende  der  Vflgl 
und  die  in  der  Regel  noch  mehr  als  auf  der  Abbildung  heraustretenden  Submarginaltlecken.  Anscheinend 
sehr  selten  auf  Buru.  —  praxithea  Frühst,  ist  eine  Form  von  den  Südmolukken,  die  habituell  zwischen 
pydna  und  spiculifera  steht  und  nur  sehr  kleine  Zell-  und  Subterminalpunkte  der  Vflgl  aufweist;  unterseits 
entfernt  sich  praxithea  aber  von  beiden  vorgenannten  Unterarten  durch  das  Fehlen  jedweder  Punktierung 
der  Hflgl.  Amboina,  nur  2  cf  cf  in  Coli.  Fruhstorfer. 

E.  radica  Frühst.  Zu  dieser  Euploea  besitze  ich  keine  ähnliche  Art  von  den  Molukken,  mit  der  ich 
sie  vergleichen  könnte,  am  nächsten  steht  sie  noch  honesta  Btlr.  von  den  Salomons-Inseln.  Die  Unterseite 
hat  durch  eine  submarginale,  aufgehellte  braune  Zone  Ähnlichkeit  mit  Stictoploea.  Die  Art  ist  leicht  be¬ 
schrieben;  denn  die  Oberseite  ist  ganz  schwarz  mit  einem  helleren  Costalteil  der  Hflgl.  Unterseite:  Vflgl 
mit  einem  weissen  Fleck  vor  dem  Zellende,  3  circum cellularen,  weissliehen  Flecken,  von  denen  die  beiden 
oberen  rund  und  etwas  violett,  der  untere  länglich  und  mehr  gelblich  erscheint.  Hflgl  mit  einem  violetten 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreek 


229 


Punkt  vor  dem  Zellende  und  6  violetten  circumcellularen  kleinen  Makeln.  Der  Basalteil  aller  Flügel  ist  schwarz. 

Die  Vflgl  sind  costal-  und  analwärts  hellbraun  und  die  Htlgl  sind,  wie  schon  erwähnt,  durch  eine  helle  Sub- 
marginalzone  charakterisiert.  Das  $  ist  wie  die  cf  cf,  nur  befindet  sich  auf  der  Vflglunterseite  zwischen 
dem  3.  Medianast  und  der  Submediana  ein  langer  weisser  Strich.  Insel  Obi,  nur  2  cf  cf,  1  ?  bekannt. 

E.  Ieachi,  eine  hochinteressante  Species,  bisher  nur.  von  Celebes  gekommen,  wo  sie  in  zwei  Ortsrassen 
auftritt.  —  Ieachi  Fldr.  (86c),  im  Süden  der  Insel,  von  mir  am  Wasserfall  bei  Maros  im  November  gefangen,  leadii. 
hat  eine  völlig  schwarze  Oberseite  des  cf,  während  die  basalwärts  dunkel-,  nach  aussen  hellbraunen  ??  eine 
Reihe  von  deutlichen  weissen  Submarginalflecken  und  eine  unscheinbare  Serie  kleiner  Antemarginalpunkte 
auf  allen  Flügeln  tragen.  Die  abgebildete  Unterseite  ist  noch  reicher  weiss  dekoriert.  Beim  cf  sind  unter- 
seits  alle  beim  ?  vorhandenen  Punktfleckchen  auffallend  vermindert,  nur  im  Medianfeld  macht  sich  eine 
Serie  paarweise  stehender  brauner,  nur  leichthin  angedeuteter  Intranervalfelder  bemerklich.  —  Als  coracina  coracina. 

Ff  ff.  wurde  eine  kleinere,  unterseits  analog  gefleckte  Rasse  benannt,  die  oberseits  leicht  kenntlich  ist  an 
einer  Reihe  kleiner,  aber  prägnanter  weisser  Submarginalpunkte.  Zentral-Celebes,  Flugzeit  August-September ; 
Nord-Celebes.  Dr.  Martin’s  Sammler  fand  die  Art  auch  im  östlichen  Teil  der  Insel.  —  albiplagiata  Frühst.,  albiplagiata. 
von  der  Insel  Bangkai,  differiert  in  der  Grösse  kaum  von  coracina,  führt  aber  oberseits  eine  undeutlichere 
Weisspunktierung;  ?  jedoch  erheblich  abweichend  durch  sehr  grosse,  lange  Ultracellularmakeln  der  Vflgl 
und  fast  doppelt  so  grosse  weisse  Flecke  der  Hflglunterseite. 

E.  latesfasciata  Weym.  (=  ribbei  Böb.) ,  eine  der  schönsten  Euploeen,  die  am  einfachsten  mit  latefasciata. 
eupator  Heto.  (80a)  verglichen  wird,  als  deren  ?  sie  Hewitson  ansah  und  abbildete.  Differiert  von  eupator 
durch  schmälere,  aber  länger  ausgezogene  Flügel,  das  Fehlen  des  konkaven  Irds  und  das  Auftreten  von 
zwei  länglichen  Zellflecken  der  Vflgl.  Die  Transcellularmakeln  der  Vflgl  distal  mehr  zugespitzt,  jene  der 
Htlgl  fast  doppelt,  so  breit.  Die  Art  ist  aus  ganz  Celebes  bekannt,  tritt  aber  überall  nur  als  grosse  Selten¬ 
heit  auf;  ich  selbst  begegnete  ihr  sowohl  im  Strandwald  bei  Toli-Toli  im  Norden,  wie  am  Pik  von  Bonthain 
auf  1000  m  Höhe  im  Süden  der  Insel. 

E.  moorei  ist  eine  makromalayische  Species,  die  auf  der  Malayischen  Halbinsel  und  Java  noch  zu  ent¬ 
decken  ist,  von  Borneo,  Sumatra  und  deren  Satellitinseln  jedoch  schon  nach  Europa  kam.  —  brookei  Moore  (86 d),  brookei. 
aus  Sarawak  beschrieben,  zählt  zu  den  häufigsten  Arten  des  südöstlichen  Borneo  und  wurde  auch  im  nördlichen 
Teil  der  Insel  wiederholt  gefangen.  Das  ?  differiert  von  dem  abgebildeten  cf  durch  das  Vorhandensein  eines 
weissen  Zell-  und  von  einem  bis  zwei  transcellularen  zwischen  den  Medianästen  eingelagerten  Punkten.  Valve 
distal  konkav  ausgebogen,  lang  dicht  zottig  behaart,  mit  breitem,  stumpfem,  ventralem  Vorsprung,  der  distal 
gleichfalls  leichthin  ausgewölbt  ist.  —  moorei  Btlr.,  sehr  gemein  im  nordöstlichen  Sumatra,  ging  mir  niemals  moorei. 
aus  dem  westlichen  Teil  der  Insel  zu.  cf,  namentlich  aber  die  ??,  in  der  Regel  mit  kompletteren  und  präg¬ 
nanteren  Flecken  der  Vflgl  und  anscheinend  durchweg  lichter  braun  als  Borneo-Exemplare.  —  morrisi  Hag.,  morrisi. 
eine  bisher  noch  sehr  seltene  Satellitinselform,  ans  Mentawej  beschrieben.  Die  meisten  Exemplare  haben  bei 
einfarbig  braunen  Vflgln  auf  den  Hflgln  eine  mehr  oder  minder  komplette  und  deutliche  Reihe  submarginaler 
und  marginaler  Fleckchen.  Unterseite  ähnlich  moorei,  jedoch  mit  zu  Punkten  reduzierter  Weissfleckung.  — 
thiemei  Frühst.,  nach  einem  cf  der  Sammlung  Thieme  in  Berlin  beschrieben,  muss  als  die  am  reichsten  thiemei. 
weiss  gezeichnete,  bisher  bekannt  gewordene  Rasse  gelten.  Sie  steht  nahe  moorei  Btlr.  von  Sumatra,  von 
der  sie  abweicht  durch  ihre  kleinere  Gestalt,  die  prominenteren,  weissen  Submarginalpunkte  der  Vflgl,  und 
die  komplettere  Reihe  von  Submarginalflecken,  von  denen  die  3  obersten  kaum  etwas  kleiner  sind,  als  bei 
moorei,  während  die  4  darauffolgenden  bedeutend  grösser  erscheinen.  Jenseits  der  Zelle  lagern  7  weisse 
Striche  und  Punkte,  von  denen  bei  moorei  sich  gelegentlich  nur  f  zwischen  Mediana  1  und  Mediana  3  ein¬ 
stellt.  Des  weiteren  steht  auch  noch  ein  ziemlich  grosser  weisser  Punkt  vor  dem  Zellapex  und  zwischen 
Mediana  3  und  Submediana  ist  ein  weisser  Strich  eingebettet.  Die  Hflgloberseite  ist  weniger  reich  dekoriert 
als  bei  moorei  von  Sumatra.  Es  sind  nämlich  nur  3  Admarginal-  und  3  Submarginalpunkte  vorhanden, 
während  die  Analreihe  oben  ausfällt  und  nur  von  der  Unterseite  leicht  durchschimmert.  Die  Unterseite 
nähert  sich  wieder  moorei.  Die  Admarginalpunkte  sind  aber  auch  hier  prominenter  und  jenseits  der  Zelle 
lagern  noch  6  weisse  Punkte  und  Striche,  von  denen  bei  moorei  gelegentlich  nur  3,  aber  violette,  vorhanden 
sind.  Die  Hflglunterseite  unterscheidet  sich  von  der  Oberseite  durch  eine  komplette  Admarginalserie  von 
weissen  Punkten,  die  mit  moorei  übereinstimmt.  Auch  die  circumcellularen  Punkte  sind  wie  bei  moorei  nur 
weiss  anstatt  violett.  Merkwürdigerweise  hat  thiemei  mit  morrisi  Hagen  von  Mentawey  wenig  gemeinsam; 
denn  morrisi  hat  eine  ganz  schwarze  Flügeloberseite  und  die  Punktierung  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  ob¬ 
soleter,  während  umgekehrt  die  Submarginalserie  der  Hflgl  von  morrisi  kompletter  ist.  Insel  Nias. 

E.  crameri  zählt  zu  den  formenreichsten  Arten  des  indisch-makromalayischen  Gebiets  und  dessen  Insel- 
Trabanten.  Nach  Osten  geht  sie  bis  zur  Insel  Bali.  Valve  weniger  ausgebogen  mit  gerader  verlaufendem 
und  etwas  spitzerem,  ventralem  Anhang  als  bei  moorei.  —  nicevillei  Moore  von  den  Sunderbunds,  kleinen  nicevillei 
angeschwemmten  Flachinseln  an  der  Gangesmündung  beschrieben,  ist  vermutlich  ursprünglich  nur  zufällig 
durch  den  Schiffsverkehr  verschleppt  worden ,  zeichnet  sich  durch  ungewöhnlich  breite  und  rein  weisse 
Submarginalflecken  aller  Flügel  aus.  Es  ist  bisher  nur  ein  ?  bekannt  ,  das  im  Brit.  Museum  aufbewahrt 
wird.  —  frauenfeldi  Fldr.  (=  esperi  Fldr.,  biseriata  Moore )  differiert  erheblich  von  nicevillei,  durch  stark  frauenfeldi 


230 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


verkleinerte  weisse  Flecken,  bei  einigen  cfcfl  fällt  sogar  die  innere  submarginale  Punktreihe  manchmal  völlig 
bremeri.  aus.  Nikobaren.  —  bremeri  Fldr.  (?  =  olivacea  Moore )  unterscheidet  sich  von  der  abgebildeten  lieylaertsi 
durch  heller  braune  Grundfarbe,  schmälere  Form  und  markantere  weisse  Zeichnungen  der  Vftgl.  In  Ober- 
Tenasserim  nicht  selten,  geht  die  Form  nordwärts  bis  Akyab  und  ist  auch  im  Mergui -Archipel  von  Dezember 
marsdeni.  bis  März  in  Anzahl  anzutreffen.  —  marsdeni  Moore  wurde  die  Form  der  Malayischen  Halbinsel  benannt, 
die  in  der  Regel  etwas  zurückgebildete  weisse  Flecken  der  Vflgl  trägt  und  den  Übergang  von  bremeri  zu 
lieylaertsi.  lieylaertsi  bildet.  — -  heylaertsi  Moore  (86 d)  gilt  als  eine  der  gemeinsten  Species  von  Sumatra,  wo  sie  von 
der  Aluvialebene  bis  etwa  500  m  hinaufgeht  und  sich  sogar  in  Dorfgärten  herumtreibt.  Nach  Angaben 
Martin’s  sollen  gelegentlich  Exemplare  Vorkommen,  die  manchmal  einen  kurzen,  zufällig  jedoch  selbst  einen 
niasica.  deutlichen  und  längeren  Sexualstreifen  der  Vflgl  aufweisen.  —  niasica  Moore  bleibt  in  der  Grösse  hinter 
heylaertsi  zurück  und  demzufolge  verkleinern  sich  auch  alle  weissen  Zeichnungen  der  cflc?.  Dagegen  tritt 
bei  den  ??  eine  supplementäre  Serie  schmaler,  zum  Teil  violetter  Transcellularflecken  der  Vflgl  auf,  die  bei 
heylaertsi  fehlen.  Damit  geht  aber  auf  der  Htlgloberseite  ein  völliges  Verschwinden  der  weissen  Punktserien 
nagasena.  gepaart.  Insel  Nias,  sehr  häufig.  —  nagasena  Frühst.  (82  b).  Eine  Zwischenform  von  niasica  Moore  und 
mentavica  Hagen,  von  beiden  erheblich  differenziert,  aber  sich  doch  mehr  der  Nias-Schwester  anschmiegend. 
nagasena  weicht  von  niasica  ab  durch  die  erheblich  zierlichere  Weisspunktierung  aller  Flügel,  während  sie 
mit  mentavica,  abgesehen  von  der  Flügelform,  nur  noch  die  Anlage  der  Vflglzeichnung  gemeinsam  hat. 
nagasena  trägt  2  komplette  Submarginalserien  von  weissen  Punkten  auf  den  Vflgln,  davon  stehen  die  unter 
sich  gleich  grossen  Punkte  der  admarginalen  Reihe  zu  6  Paaren  vereinigt,  während  die  innere  mehr  konkav 
verlaufende  nur  aus  7  weit  getrennt  stehenden  Fleckchen  besteht,  von  denen  die  zweite,  subapicale  Makel 
von  dem  Aussehen  eines  Stecknadelkopfes  am  grössten  ist.  Im  Medianteil  nahe  dem  Costalrand  verteilen 
sich  noch  einige  obsolete  Pünktchen ,  sonst  sind  die  tiefschwarzen  Vflgl  oberseits  zeichnungslos.  Auf  der 
Unterseite  wiederholen  sich  sämtliche  Punktierungen,  zu  denen  dann  auf  beiden  Flügeln  noch  eine  Serie 
ultracellularer  Pünktchen  tritt,  von  denen  bei  der  Type  die  Vflgl  deren  7,  die  Hflgl  8  aufweisen.  —  Bei 
mentavica.  mentavica  Hag.  ist  ein  weiteres  Verschwinden  der  weissen  Punktflecken  der  Oberseite  zu  konstatieren,  von 

denen  beim  cf  nur  noch  3  auf  den  Vflgln  erhalten  bleiben.  Dagegen  ist  die  innere  submarginale  Serie  der 

Hflgl  ober-  wie  unterseits  vom  Costalrand  bis  zum  Analwinkel  durchlaufend,  ohne  wie  bei  nagasena  vor  der 
Flügelmitte  aufzuhören.  Mentawei- Inseln.  Auf  Engano  ist  eine  crameri-  Rasse  bisher  nicht  beobachtet 
tenggerensis.  worden.  —  tenggerensis  Frühst.,  eine  seltene  Form  des  östlichen  Java,  ist.  bereits  wesentlich  verändert, 
ein  echtes  Produkt  einer  Landschaft  mit  ausgesprochener  Trockenzeit,  fahlbraun,  mit  spärlichen,  zerstreuten 
ungleich  grossen  weissen  rundlichen  Makeln,  die  ähnlich  wie  bei  nagasena  verteilt  stehen.  ?  mit  dem  üb¬ 
lichen  Fleck  vor  dem  Zellapex,  einer  Serie  von  7  discalen,  9  submarginalen  und  9  — 11  antemarginalen 
Punktflecken  der  Vflgl.  Hflgl  ohne  Zellmakel  mit  verkürzter  Medianserie  weisser  Punkte,  die  auf  der  Unter¬ 
seite  insgesamt  ins  bläuliche  spielen.  Valve  zierlicher  als  bei  crameri,  distal  kaum  gewölbt  mit  schärferer 
pagen-  Ventralspitze.  Tengger- Gebirge  auf  500  — 800  m  Höhe.  —  pagenstecheri  Hag.  führt  auf  tiefschwarzem 
stechen.  Grunde  in  der  Regel  nur  3  —  4  ungleich  grosse,  aber  stattliche  Subapicalmakeln ,  einen  kleinen  Punktfleck 
im  Costalrand  und  nur  sehr  selten  discale  Pünktchen.  Nur  beim  ?  erscheint  regelmässig  der  bei  crameri 
übliche  Fleck  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  und  1 — 2  Medianmakeln.  Insel  Bawean,  nicht  selten.  — 

singaradha.  singaradha  Frühst,  von  Bali  schliesst  sich  bereits  eng  an  crameri  von  Borneo  an,  mit  der  sie  viel  mehr 

Analoges  aufweist  als  mit  der  Bawean-  und  Java -Unterart.  Vflgl  stets  mit  deutlichen  grossen  bis  zur 
hinteren  Mediane  durchgeführten  Submarginalflecken  und  namentlich  beim  ?  ausgedehnten,  keilförmigen 
crameri.  Medianmakeln.  Wie  alle  Bali -Falter  ist  auch  singaradha  nur,  sehr  klein  von  Gestalt.  —  crameri  Luc. 
(=  johanna  Kirby )  bildet  nächst  pagenstecheri  das  melanotischste  Extrem  der  Kollektivspecies  mit  reduzierten 
weissen  Flecken  der  Vflgl  und  in  der  Regel  völlig  ausfallenden  Punktserien  der  Htlgloberseite.  Valve  etwas 
weniger  robust  gebaut  als  bei  heylaertsi.  Verbreitung  über  ganz  Borneo  mit  Ausnahme  des  äussersten 
pryeri.  Nordens.  Von  dort  ist  pryeri  Moore  bekannt,  die  wiederum  durch  vermehrtes  Weiss  an  heylaertsi  erinnert, 
in  der  Regel  aber  von  kleinerer  Gestalt  und  mit  etwas  rundlicheren  Subapicalmakeln  versehen  ist.  Sandakan.  - 
daatensis.  daatensis  Moore  soll  von  crameri  differieren  durch  verhältnismässig  breitere  und  grössere  Subapicalflecke 
und  durch  eine  nahezu  komplette  Reihe  von  Antemarginalpunkten  der  Vflgl.  Hflgl  gleichfalls  mit  deutlichen 
labuana.  weissen  Punktreihen.  Insel  Daat,  Nord-Borneo.  —  labuana  Moore  nähert  sich  pryeri  durch  2  Reihen  kleiner 
lanista.  weisser  Submarginalfleckchen  der  Hflgl.  Insel  Labuan,  Nord-Borneo.  —  lanista  Frühst,  von  Natuna  diffe¬ 
riert  durch  die  reichere  Punktierung  aller  Flügel  von  crameri  und  hält  die  Mitte  zwischen  crameri  und 
pryeri  Moore.  Die  cfcf  tragen  eine  Admarginalreihe  von  7  kleinen  weissen  und  eine  Submarginalreihe  von 
8  ungleichen  und  sehr  viel  grösseren  weissen  Flecken;  desgleichen  macht  sich  jenseits  der  Zelle  ein  Costal- 
lleck  und  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianaste  ein  kleiner  weisser  Punkt  bemerklich.  Die  Hflgl  tragen  auf 
der  Oberseite  2  komplette  Serien  kleiner  weisser  Punkte,  die  bei  crameri  entweder  ganz  fehlen  oder  von 
denen  nur  eine  Reihe,  namentlich  bei  Süd-Borneo-Stücken,  sichtbar  ist.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  reicher 
punktiert  und  differiert  von  crameri  durch  die  Doppelreihe  weisser  Punkte  auf  den  Hflgln.  Das  ?  lässt  sich 
leicht  von  crameri -?  unterscheiden  durch  das  Auftreten  von  grösseren  Admarginalpunkten;  auch  die  3  dis¬ 
calen  Punkte  sind  sehr  viel  prominenter  als  bei  crameri.  Auf  der  Htlgloberseite  ist  die  innere  Submarginal¬ 
reihe  nicht  so  kräftig  entwickelt  wie  bei  pryeri -?,  auf  der  Untei’seite  aber  wieder  komplett. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


231 


E.  malayica,  eine  typisch  makromalayische  Species,  von  der  wir  die  häufigste  Zweigrasse  malayica  malayica. 
Btlr.  (80  b)  abbilden.  Der  cf  ist  tief  schwarzbraun  mit  erheblich  kleineren  Submarginalpunktflecken  und 
zumeist  stark  reduzierten  Zell-  und  Medianmakeln.  Die  ??  führen  auf  der  Hflgloberseite  in  der  Regel  nur 
eine  meist  unvollständige  Serie  von  weissen  Submarginalpunkten,  malayica  bewohnt  den  echten  Tropen¬ 
wald,  geht  aber  nirgendwo  über  die  Niederung  hinaus,  sie  liebt  es,  hoch  über  kleine  Lichtungen  wegzu¬ 
segeln,  findet  sich  das  ganze  Jahr  über,  ohne  jedoch  in  grossen  Mengen  aufzutreten.  Malayische  Halbinsel, 

Nordost-  und  Südwest- Sumatra.  —  stolli  Weym.  bewohnt  Nias  und  bleibt  im  Habitus  und  demzufolge  auch  stolli. 
in  der  Entwicklung  der  weissen  Median-  und  Saumfleckung  hinter  malayica  zurück.  ?  unterseits  hell  kaffee¬ 
braun  mit  dunklerem,  leicht  violett  angehauchtem  Randgebiet.  —  hypanis  vom.  nov.  für  den  präokkupierten  hypanis. 
ochsenheimeri  Moore  soll  die  Java -Unterart  bezeichnen,  mit  noch  geringerem  Ausmass  der  Flügel,  oberseits 
dunkel  seidigbraun,  mit  sehr  kleinen  weissen  Rand-  und  Discalmakeln.  Erstere  wiederholen  sich  in  aus¬ 
geprägteren  und  vollständigeren  Reihen  auf  der  Unterseite.  Java,  sehr  selten,  von  mir  selbst  dort  nicht 
angetroffen.  —  scudderi  Btlr.  übertrifft  in  der  Regel  malayica  an  Grösse,  hat  aber  dennoch  ein  melano-  scudderi. 
tisches  Aussehen  durch  stark  zurückgebildete  weisse  Fleckung,  die  den  cf  cf  aus  Südost-Borneo  oberseits  manch¬ 
mal  völlig  abgeht.  Borneo.  —  claudina  Stgr.  von  der  Insel  Palawan,  durch  prachtvoll  blauschillernde  claudina. 
Oberseite  und  auffallend  verbreiterte  rein  weisse  und  auf  den  Hflgln  längliche  statt  rundliche  Makeln 
von  allen  verwandten  Inselformen  wesentlich  differenziert. 

E.  cratis  Btlr.  eine  äusserst  seltene  Species,  bisher  nur  von  Gap  Engano  auf  Luzon  und  den  cratis. 
Babuyanes  Inseln  nördlich  von  Luzon  gefunden.  Die  Zeichnung  hat  Ähnlichkeit  mit  jener  von  suluana 
(84  d) ,  doch  treten  noch  ein  grosser  halbmondförmiger  Zellfleck  und  4  gelbliche  Circumcellularmakeln  der 
Vflgl  in  Erscheinung.  Submarginalflecken  namentlich  innerhalb  der  Medianäste  gross,  herzförmig,  die  discale 
Reihe  der  Hflgl  sich  von  der  Gostale  bis  nach  dem  Analrand  zu  in  steigender  Progression  verlängernd. 

E.  modesta  Btlr.  (=  cupreipennis  Moore,  tavoyana  Moore,  mouhoti  Moore)  darf  als  ein  Charakter-  modesta. 
Schmetterling  von  Hinterindien  bezeichnet  werden,  modesta  ist  weitaus  die  häufigste  Euploea  des  mittleren 
Siam,  wo  ich  sie  im  Januar  und  Februar  zu  vielen  Tausenden  antraf.  Selbst  auf  der  Bahnstrecke  von 
Bangkok  nach  Korat  begegnen  wir  ihnen  da,  wo  die  ersten  Hügel  sich  aus  der  mit  Reisfeldern  bedeckten 
Ebene  erheben,  in  ganzen  Wolken,  die  sich  mit  Weisslingen  mischen  und  mit  ihnen,  durch  die  Lokomotive 
aufgeschreckt,  durcheinanderwirbeln.  Auch  beim  Durchstreifen  des  Waldes  kamen  sie  zu  Hunderten  aus 
ihren  Verstecken  im  Baumstrauchdickicht  zum  Vorschein.  Bis  Mitte  Februar  traf  ich  ausschliesslich  ab¬ 
geflogene  Exemplare,  dann  aber  begann  gleichzeitig  mit  Pap.  tavoyanus  die  erste  Generation  zu  schlüpfen, 
die  mit  ihrem  intensiven  und  wundervollen  Blauschimmer  auf  den  violettbraunen  (wenn  abgellogen  kupfer¬ 
farbenen  !)  Flügeln  den  Namen  modesta  nicht  rechtfertigen.  Aus  relativ  kurzen  schwer  hervorstreckbaren  Duft¬ 
pinseln  strömt  die  Art  einen  äusserst  angenehmen  Wohlgeruch  aus.  In  der  Grösse  sehr  variabel  (38  bis 
45  mm  Vflgllänge),  ist  sie  in  der  Zeichnung  recht  beständig.  In  Wahrheit  stellt  sie  eine  camaralzaman  (79  c) 
en  miniature  vor.  Tenasserim  bis  Süd-Annam,  Cambodja,  Insel  Salanga.  —  buxtoni  Moore  (81  b)  ist  eine  stark  buxtoni. 
verdunkelte  Rasse,  deren  Vorkommen  auf  Sumatra  bisher  bezweifelt  wurde.  Mir  gingen  aber  5 — 8  Exem¬ 
plare  aus  der  Umgebung  von  Padang-Pandjang  im  westlichen  Teil  der  Insel  zu.  Der  Blauschiller  auf  den 
noch  dunkleren  Flügeln  ist  nicht  so  herrlich  wie  bei  Siam-cf’cf',  die  weisse  Doppelreihe  von  Submarginal¬ 
punkten  der  Hflgl  etwas  verkleinert.  —  lorzae  Moore  ersetzt  anscheinend  die  Species  in  Nord-Borneo,  mir  lorzae. 
in  natura  unbekannt,  trägt  sie  nach  der  Abbildung  ihres  Autors  3  mässig  grosse,  keilförmige  wTeisse  Sub- 
apicalflecken  auf  den  Vflgln. 

E.  camaralzaman  Btlr.  (79  c)  ist  nicht  nur  eine  der  grössten  und  schönsten  Euploeen,  sondern  auch  camaral- 
einer  der  wohlriechendsten  Falter  Süd -Asiens,  deren  cP  cf  einen  höchst  angenehmen  süssen  Vanilleduft  ver-  zaman. 
breitet.  Nach  meinen  Beobachtungen  durchzieht  der  Schmetterling  stets  einzeln  und  selten  in  etwa  2  —  3  m 
Höhe  über  dem  Erdboden  und  nur  in  den  Vormittagsstunden  das  Wahlesdunkel  und  erinnert  aus  der  Ferne 
gesehen  an  südamerikanische  Morphiden.  Der  wundervolle  Blauglanz,  der  die  inneren  2/s  der  Flügelober¬ 
fläche  bedeckt,  konnte  auf  der  Abbildung  nicht  zum  Ausdruck  kommen.  Die  T}rpe  ist  aus  Chentabun, 

Siam;  von  mir  im  Januar-Februar  am  Muoklekfluss  gefangen,  ist  sie  neuerdings  auch  in  Süd -Tenasserim 
entdeckt  worden.  —  Eine  ?-Form  mit  einer  dritten  Reihe  weisser  Punktflecken  in  der  Mitte  der  Hflgl  hat 
Moore  als  carpenteri  von  den  Inseln  des  Mergui -Archipels  beschrieben.  carpenteri. 

E.  deheeri  Doh.  bewohnt  die  westlichsten  Inseln  von  Mikromalayana.  Die  Namenstype  stammt  deheeri. 
aus  Sumbawa.  Wie  vergleichen  sie  hier  am  besten  mit  werneri  (86  d),  von  der  sie  durch  das  Fehlen  sämt¬ 
licher  Medianmakeln  der  Vflgl  und  fast  aller  Submarginalpunkte  der  Htlgl  leicht  zu  unterscheiden  ist.  Die 
Hflglunterseite  ist  charakterisiert  durch  einen  gelblichen  Gürtel  mit  blauweissen  Aufhellungen,  der  hinwiederum 
bei  werneri  fehlt.  —  suavissima  Frühst,  ist  auf  eine  Reihe  von  Exemplaren  basiert,  mit  an  cratis  von  den  suavissima. 
Philippinen  erinnernden  weissen  länglichen,  manchmal  etwas  violett  überhauchten  Striemen  der  Hflgl.  Sub- 
marginalmakeln  der  Vflgloberseite  zumeist  violett.  Lombok,  auf  5 — 700  m,  nicht  sehr  selten,  April-Juni.  — 
salinator  Frühst,  von  der  Insel  Alor  unterscheidet  sich  durch  mehr  als  doppelt  so  grosse,  rundliche,  weiss-  salinator. 
lieh  violette  Submarginaltlecken  der  Vflgloberseite,  aber  stark  verdunkelte  Unterseite,  die  durchweg  kleinere 


232 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


lamos.  weisse  Punkte  trägt.  —  lamos  Frühst,  endlich  ist  eine  in  Ost- Java  sehr  seltene  Rasse,  cf:  Vflgl  dunkel¬ 
braun  mit  intensivem,  blauviolettem  Schimmer,  einer  Reihe  von  8  wie  bei  werneri  (86c)  verteilten  und 
ebenso  rein  weissen  stattlichen  Submarginalmakeln,  4  undeutlichen  partiell  violetten  Transcellular-  und  dem 
üblichen  Gostal-  und  Zellfleck.  Hflgl  namentlich  nach  aussen  lichter  braun,  mit  nur  einer  Reihe  von 
4  deutlichen  Submarginalpunkten.  Unterseite  mit  dem  breiten  violetten  Strich  an  der  Submediane,  der  den 
crameri-cfcf  stets  fehlt,  bei  deheeri  in  der  Regel  vorhanden  ist.  Hflgl  ohne  die  gelbliche  bleiche  Medianzone, 
welche  deheeri  und  suavissima  gemeinsam  haben,  wodurch  ein  Übergang  zu  der  merkwürdigen  Floresrasse 
kühni.  hergestellt  wird.  —  kühni  Bob.  von  der  Insel  Flores  nähert  sich  auffallend  der  werneri,  die  Zeichnung  der 
Oberseite  entspricht  jedoch  jener  der  lamos,  dagegen  harmonieren  die  stark  verbreiterten  weissen  Makeln 
der  Hflglunterseite  mehr  mit  iverneri  als  deheeri.  Jedenfalls  selten,  bisher  nur  ein  Paar  bekannt. 

werneri.  E.  werneri  Frühst.  (86  d).  Auf  der  nur  20  km  von  Deutsch  Neu-Guinea  entfernten  kleinen  Vulkan¬ 

insel  hat  der  Schweizer  Botaniker  Dr.  Eugen  Werner  eine  Fuploea  -  Species  entdeckt,  die  bisher  auf  der 
Hauptinsel  noch  nicht  beobachtet  wurde.  Die  interessante  neue  Species  steht  der  deheeri  Doh.  von  Sum- 
bawa,  suavissima  Frühst,  von  Lombok  und  lamos  Frühst,  von  Ost -Java  nahe,  entfernt  sich  aber  von  allen 
genannten  durch  grössere  weisse  Submarginalflecke  der  Vflgl ,  das  Auftreten  einer  Serie  von  ebensolchen 
Makeln  der  Hflgl  und  eine  circumcellulare  Gruppe  von  5  kleineren  weissen  Punktflecken  der  Vflgl.  In  der 
Vflglzelle  steht  dann  vor  dem  Apex  auch  noch  ein  grosser  weisser  Punkt.  Beim  ?  sind  alle  diese  Weiss¬ 
flecke  wesentlich  grösser  und  deutlicher  und  längs  der  Submediane  lagert  ein  weisser  oblonger  Querstrich, 
der  auch  bei  den  cf  cf  gelegentlich  auftritt.  Unterseite  schwarz  ohne  die  für  deheeri  so  charakteristische 
Aufhellung  der  Hflgl.  Auf  den  Hflgln  finden  sich  gleichfalls  6 — 7  transcellulare  Weissflecke  und  der  api- 
cale  Punkt  vor  dem  Zellende.  In  Hinsicht  auf  die  Abbildung  (86  d)  erübrigt  eine  weitere  Beschreibung. 
In  den  Genitalien  verrät  sich  die  Verwandtschaft  mit  deheeri,  doch  hat  die  Valve  eine  regelmässigere, 
weniger  deutlich  gerundete  Form,  die  an  einen  Vogelkopf  erinnert;  ihre  ventrale  Spitze  ist  etwas  schärfer 
eingesclmürt  und  das  distale  Ende  spitzer. 

E.  batesi,  ursprünglich  aus  Halmaheira  beschrieben,  ist  eine  ausschliesslich  papuanische  Species. 
batesi.  Exemplare,  die  mit  der  Namenstype  übereinstimmen,  batesi  Fldr.,  die  ihr  Autor  mit  melina  Godt.  vergleicht, 
pinaria.  fehlen  mir,  sie  kommen  sehr  nahe  der  als  batesi  abgebildeten  Inselrasse  pinaria  subsp.  nov.  ( 86  c),  die  von  allen 
Verwandten  differiert  durch  namentlich  beim  ?  beinahe  graugelben  Distalsaum  aller  Flügel,  cf:  gelegentlich 
mit  zwei  violetten  Subapicalfleckchen  der  Vflgl,  sonst  wie  das  ?  absolut  zeichnungslos.  Vflgl  mit  einem  Zell- 
und  zwei  Intermedianpunkten,  Hflgl  ebenso,  aber  mit  sechs  circumcellularen  violett  überhauchten  Punkt- 
mimica.  flecken.  Randgebiet  der  Hflgl  weisslich.  Waigiu,  sehr  selten.  —  mimica  subsp.  nov.  übertrifft  pinaria  etwas 
in  der  Grösse,  die  Grundfarbe  verdunkelt,  auch  die  Aussenrdr  erscheinen  mehr  rot  als  gelbbraun  und  die 
publilia.  Basalfärbung  der  Hflglunterseite  ist  entschieden  rotbraun.  Holländ.  Neu-Guinea,  Sorong.  —  publilia  subsp.  nov. 
ist  eine  relativ  kleine  Rasse,  oberseits  fast  schwarzbraun,  Randzone  der  Hflgl  stark  verdunkelt,  mit  deut¬ 
lichem,  schwarzem  Terminalrand,  Basalpartie  der  Hflglunterseite  dunkel  kaffeebraun,  mit  auffallend  breiter, 
tief  am  Ird  emporgehender  hellgelblicher,  manchmal  weiss,  manchmal  violett  überzogener  Umrahmung. 
Deutsch  Neu-Guinea,  in  grosser  Menge  in  der  Astrolabe-Bai  auftretend. 

nubaida.  E.  nubaida  Gr.-Sm.  von  Halmaheira  beschrieben,  mir  in  natura  unbekannt,  ist.  nach  der  Versicherung 

ihres  Autors  eine  grössere  Species  und  in  der  Hauptsache  durch  das  Fehlen  jedweder  bleichen  Distalzone 
auf  beiden  Flügeln  unterschieden.  Grundfarbe  samtbraun  mit  r bleicherem  Costalsaum  der  Hflgl. 

E.  wallacei  bewohnt  ausschliesslich  die  Molukken  und  bildet,  wie  schon  ihr  Autor  hervorhob, 
gilda.  wegen  ihrer  langen,  gleichartigen  schmalen  Flügelform  eine  Gruppe  für  sich.  —  gilda  Frühst.  (82  e  cf, 
86c  ?,'auf  der  Tafel  in  cf  verdruckt),  differiert  von  wallacei  von  Batjan  durch  eigentümlich  aufgehellte 
gelbbraune  Discalteile  beider  Flügel  und  durch  die  stark  vergrösserten  weissen  Submarginalflecke  der  Vflgl. 
Die  Unterseite  erscheint  dunkler,  aber  wie  oberseits  treten  auch  hier  die  weissen  Makeln  prägnanter  her- 
ares.  vor  als  bei  der  Batjanrasse.  Insel  Obi.  —  ares  Frühst,  bildet  ein  Mittelglied  zwischen  wallacei  und  gilda, 
ist  heller  im  Discalteil  als  wallacei,  etwas  dunkler  als  gilda.  Die  Weisspunktierung  hält  ebenfalls  die  Mitte ; 
dagegen  sind  sowohl  die  Vflgl  wie  Hflgl  unterseits  noch  reicher  weiss  gefleckt  als  bei  gilda.  Insel  Buru, 
wallacei.  Miro,  Flugzeit  November.  Muss  auf  Buru  selten  sein,  weil  sie  Doherty  dort  nicht  gefangen  hat.  wallacei 
Fldr.,  die  Namenstype,  übertrifft  gilda  und  ares  bedeutend  an  Grösse,  ihre  Oberseite  ist  durchweg  dunkel¬ 
braun  ,  mit  merklicher  Aufhellung  in  der  Flügelmitte  und  bei  den  cf  cf  in  der  Regel  ohne  weisse  Sub¬ 
marginalpunkte,  die  bei  den  ??  gelegentlich  leicht  angedeutet  sind.  Batjan,  Halmaheira,  Morotai. 

E.  confusa  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  vorigen  Species  im  Papua-Gebiet  und  es  ist  nicht 
grayi.  ausgeschlossen,  dass  sie  specifisch  sogar  damit  vereinigt  werden  muss.  —  grayi  Fldr.  (82  e)  ober-  und  unter¬ 
seits  dunkelbraun,  mit  gelbbraunem  Discus  der  cf  cf  und  hellgelbem,  distal  sogar  weisslichem  Felde  der  ??. 
Bei  letzteren  dringt  die  lichtere  Region  der  Vflgl  auch  in  die  Vflglzelle  ein.  Die  meisten  ??  sind  oberseits 
faunia.  viel  heller  als  das  abgebildete  Exemplar.  Aru.  —  faunia  subsp.  nov.  differiert  von  grayi  im  ?- Geschlecht 
durch  das  viel  schmälere,  kaum  in  die  Zelle  übergehende,  aber  viel  längere  gelbliche  Feld  der  Vflgl  und 
confusa.  die  dunkleren,  im  Discalteil  fast  rotbraunen  cfcf.  Holl.  Neu-Guinea,  Sorong.  —  confusa  Btlr.  von  Waigiu 


Ausgegeben  15.  VIII.  1910. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


283 

beschrieben  (waigensis  Stgr.),  ist  durch  lichter  braune  Grundfärbung  charakterisiert,  deren  ??  ein  hellviolettes 
Mittelfeld  aufweisen,  das  sich  manchmal  sehr  verbreitert,  zwei  Exemplare  haben  sogar  noch  die  Zelle  und 
den  Apicalteil  der  Vflgl  violett  überzogen.  Nur  bei  confusa  sind  die  blauen  Circumcellularmakeln  der  Hflgl-  melia. 
Unterseite  deutlich  vorhanden.  —  melia  Frühst,  von  der  Insel  Fergusson  differiert  von  confusa  aus  Waigiu 
durch  die  dunkel-,  fast  schwarzbraune  Grundfärbung  aller  Flügel,  was  sich  auf  der  Oberseite  besonders 
ausprägt.  Der  confusa  eigentümliche,  helle  Discalfleck  der  Vflgl  ist  ausserordentlich  verbreitert  und  reicht 
bei  melia  ziemlich  gleich  breit  bis  nahe  an  den  Aussenrd.  Dieser  Fleck  ist  bei  confusa  weisslichviolett ,  bei 
melia  basal wärts  rötlichbraun  und  wird  nach  aussen  gelblichweiss.  —  catana  Frühst.  (81  a)  differiert  von  catana. 
melia  durch  die  einfarbige  und  dunkler  rotbraune  Discalregion  der  Vflgl,  welche  namentlich  bei  den  cf  cf 
aus  Deutsch  Neu-Guinea  auch  noch  die  untere  Hälfte  der  Vflglzelle  ausfüllt.  Die  Hflgl  sind  ebenso  dunkel 
wie  bei  melia,  unterscheiden  sich  aber  von  dieser  durch  eine  stark  aufgebellte,  kaffeebraune  anale  Region 
ihrer  Oberseite.  Deutsch  Neu-Guinea,  Britisch  Neu-Guinea.  Nach  Hagen  in  der  Regenzeit  nicht  sehr  selten 
vorkommend.  —  japudia  subsp.  nov.  wurde  erst  neuerdings  entdeckt,  bei  Gelegenheit  des  Vordringens  der  japudia. 
holländischen  Expedition  nach  dem  über  4500  m  hohen  Schneegebirge  im  südlichen  Teile  von  Holländisch 
Neu-Guinea.  Beide  Geschlechter  der  neuen  Rasse  sind  gekennzeichnet  durch  ein  auffallend  helles  und  sehr 
verbreitetes  gelblichweisses  Medianfeld  der  Vflgl,  das  beim  ?  bis  wreit  über  die  Zellmitte  hinausgeht.  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  ohne  Spur  von  violetten  oder  blauen  Discalmakeln. 

E.  alecto  (=  melancholica  Btlr.)  eine  papuanische  Species,  die  westwärts  bis  zu  den  Molukken,  alecto. 
südlich  bis  Australien  verbreitet  ist  und  sich  auf  mehrere  zum  Teil  hochspezialisierte  Lokalformen  verteilt, 
alecto  Btlr.,  die  zuerst  beschriebene  Unterart,  bewohnt  Amboina  und  die  Süd-Molukken,  cf  ?  sind  von  der 
abgebildeten  barsine  (82  b)  leicht  zu  unterscheiden  durch  das  Vorhandensein  von  zwei  Reihen  kleinerer, 
leichthin  braun  beschuppter  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  umgeben  die  Zelle  in  der 
Mitte  beider  Flügel  je  fünf  ziemlich  und  verschieden  grosse  violette  Makeln.  Die  Vflgl  der  cf  cf  führen 
häufig  auch  noch  eine  Serie  von  Subapical-  und  die  ??  stets  eine  ebensolche  von  Subterminalpunkten  der 
Vflgl.  —  zodica  Frühst,  cf  differiert  von  nox  der  Aru-Inseln  und  melancholica  von  den  Süd-Molukken  durch  zodica. 
die  punktlosen  ganz  schwarzen  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  dadurch,  dass  die  weissen  Punkte  am  xAussen- 

saum  fast  verschwunden  sind.  Unterseite:  Vflgl  ähnlich  melancholica,  aber  mit  kleineren  costalen  und 

discalen  Flecken.  Die  Hflgl  tragen  ebenfalls  kleinere  discale  und  marginale  Punkte.  Obi,  sehr  selten, 
nur  1  cf  bekannt.  —  nox  Btlr.  nähert  sich  oberseits  barsine  und  zeichnet  sich  durch  4 — 5  deutliche  weisse  nox. 

Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  kleine  Submarginalpunkte  der  Hflgl  aus.  Die  violetten  Discalfleckchen  der 

Flügelunterseite  noch  kleiner  als  bei  zodica.  Auf  den  Aru-Inseln,  anscheinend  sehr  spärlich.  —  diadema  diadema. 
Moore  ist  eine  besondere  reich  weissgefleckte  Unterart,  die  Subapicalflecken  der  Vflgl  noch  prägnanter  als 
bei  nox,  Hflgl  stets  mit  zwei  Reihen  weisser  Submarginalmakeln ,  von  denen  sich  die  innere  aus  besonders 
grossen,  rundlichen  eiförmigen  Zwischenrippenfeldern  zusammensetzt.  Die  Vflgl  der  ??  tragen  zudem  noch 
eine  Garnitur  von  kleinen  Antemarginalpunkten.  Dagegen  fehlen  fast  alle  Zell-  und  Transcellularfleckchen 
der  Unterseite.  Britisch  Neu-Guinea,  Flugzeit  im  Januar.  — -  barsine  Frühst.  (82  b).  cf  differiert  von  diadema  barsine. 
aus  Britisch  Neu-Guinea  durch  eine  verlängerte  Reihe  von  Submarginalflecken  der  Vflgl,  welche  etwa  nur 
1/s  der  Grösse  von  diadema  haben.  Die  Hflgl  tragen  nur  eine  Submarginalreihe  von  weissen  Makeln,  welche 
rundlicher  und  grösser  sind  als  bei  diadema.  Die  Marginalserie  weisser  Punkte  fehlt  beim  cf  gänzlich.  Die 
Unterseite  der  Vflgl  ist  gar  nicht  punktiert  und  auf  den  Hflgln  befindet  sich  ebenfalls  nur  noch  eine  Sub- 
marginalserie  von  weissen  Flecken.  Fergusson,  selten.  —  monilifera  Moore  ist  eine  unbedeutende,  etwas  monilifera. 
verdunkelte  Satellit  -  Inselform  von  diadema,  nach  einem  ?  von  Thursday- Island,  aufgestellt.  —  misagenes  misagenes. 
subsp.  nov.  ist  samtbraun,  nach  aussen  wenig  heller,  mit  einer  submarginalen  aus  neun  weissen  Flecken  be¬ 
stehenden  vor  dem  Apex  gebogenen  Reihe  von  Flecken,  von  denen  die  drei  obersten,  dem  Vrd  fast  parallel 
stehenden  die  kleinsten  und  der  vierte  am  grössten  ist;  nach  unten  nehmen  sie  an  Grösse  ab;  der  unterste 
hinter  der  letzten  Mediane  verdoppelt  sich.  Hflgl  mit  einer  am  Analwinkel  beginnenden  submarginalen 
Reihe  weisser  Flecken,  die  hintersten  länglichoval,  die  oberen  mehr  rund  und  isolierter  stehend.  Eine  kom¬ 
plette  Reiheweisser  Marginalpunkte,  die  sich  auf  der  Unterseite  wiederholt.  (Hagen.)  Nach  einem  cf  von 
der  Insel  Dampier  beschrieben. 

E.  eichhorni  Stgr.  (=  boreas  Misk.)  (81  c)  eine  prächtige  Form,  die  alecto  in  Australien  ersetzt,  der  eidihorni. 
vermutlich  Artrechte  zustehen.  Oberseite  tief  samtschwarz.  Unterseits  wie  oben,  aber  mit  brauner  Apical- 
region  der  Vflgl  und  durchweg  lichtbraunen  Hflgln.  Vflgl  mit  violettem  Strich  an  der  Mediane  und  den 
bei  alecto  üblichen  blauen,  aber  prominenten  Discalflecken,  boreas  Misk.  soll  nach  Waterhouse  synonym 
mit  eichhorni  sein.  Nord -Australien,  Queensland. 

E.  ebenina  Btlr.  der  alecto  —  nox  Btlr.  recht  nahestehend,  aber  sofort  durch  einen  intensiven  ebenina. 
Blauschiller  der  Flügeloberfläche  zu  erkennen.  Die  konkave  Reihe  von  weissen  Subapicalmakeln  verlängert 
sich  bis  zur  Submediane,  die  Hflgl  führen  ähnlich  diadema  Moore  zwei  Serien  weisser  Randtlecken,  von 
denen  die  innere  aus  grösseren  eiförmigen ,  die  äussere  aus  blossen  Punkten  sich  zusammensetzt.  Die 
Punktierung  der  Unterseite  scheint  je  nach  dem  Geschlechte  zu  wechseln.  Der  cfi  führt  keinerlei  discale, 
das  ?  äusserst  prägnante  violette  Zell-  und  5 — 6  Transcellularflecken.  Aru,  anscheinend  sehr  spärlich.  - 

IX  30 


234 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


nymphas.  nymphas  subsp.  nov.  differiert  von  ebenina  durch  das  Erscheinen  supplementärer  weisser  Medianpunkte  und 
eines  feinen  Striches  über  der  Submediane  der  Vflgl.  Alle  submarginalen  Punktflecken  kleiner,  aber  reiner 
weiss,  jene  der  Unterseite  zierlicher  und  heller  violett  als  bei  ebenina.  Key-Inseln,  nur  ein  ¥  in  Coli. 
Fruhstorfer. 

E.  aethiops,  eine  typisch  papuanische  Species,  die  nicht  über  Neu-Guinea  und  dessen  Gestade- 
Inseln  hinausgeht,  bildet  ein  anschauliches  Beispiel  der  Modifikationsfähigkeit  einer  Lepidopterenart  auf  der 
aethiops.  Hauptinsel  selbst,  die  bereits  5  leicht  unterscheidbare  Ortsrassen  produziert,  aethiops  Btlr.  (86  d),  der  nomen- 
klatorische  Typus,  ist  von  Waigiu  beschrieben  und  wie  alle  vikariierenden  Rassen  durch  einen  noch  über 
die  Zelle  der  Htlgl  hinaus  verbreiteten  matt  seidig  glänzenden  Duftfleck  charakterisiert,  der  durch  seine 
langen  zottigen  Androconien  noch  jenen  von  alecto  übertrifft.  Unterseite  der  Vflgl  mit  langen  weissen 
Streifen  über  der  Submediane  und  3  weisslich  violetten  Discalpunkten.  Htlgl  mit  einer  Serie  von  7  Circum- 
cellular-  und  10 — 11  Subterminalfleckchen.  Analsaum  der  cf  cf  hell  gelbbraun,  jener  der  ¥2  graubraun.  — 
tamis.  tamis  subsp.  nov.  bewohnt  Sorong  in  Holländisch  Nordwest-Neu-Guinea.  Htlgl  des  cf  mit  dunklerem  Rand¬ 
gebiet,  jenes  der  ¥¥  mit  der  hellbraunen  Grundfarbe  verschwommen,  Subterminalpunkte  auf  der  Unterseite 
tatreilli.  aller  Flügel  vorhanden.  —  latreilli  Kirsch  (=  reaumuri  Oberth.)  wurde  von  beiden  Autoren  als  von  Dorey 
stammend  bezeichnet  —  es  ist  die  dunkelste  der  bekannten  Formen  —  und  vermutlich  auch  habituell  die 
grösste.  ¥  oberseits  tief  schwarzbraun  mit  lebhaftem  dunkelviolettem  Schimmer,  das  Randgebiet  kaum  auf- 
melitida.  gehellt.  Von  Doherty  auch  am  Fusse  des  Arfakgebirges  gefunden.  —  melinda  Gr.-Sm.  nach  einem  ein¬ 
zelnen  ¥  aufgestellt,  scheint  mir  eine  Form  zu  sein  mit  einer  Reihe  weisser  Flecke  auf  den  V-  nnd  Hflgln, 
wie  sie  mir  analog  auch  aus  Waigiu  vorliegt,  doch  ist  bei  der  Ähnlichkeit  der  ¥¥  der  Euploeen  von  Neu- 
Guinea,  auch  jener,  die  ganz  verschiedenen  Artengruppen  angehören,  ohne  die  Type  gesehen  zu  haben, 
lygdania.  nichts  mit  Bestimmtheit  zu  sagen.  Ohne  genaueren  Fundort,  vielleicht  Humboldtbai.  —  lygdania  subsp.  nov., 
habituell  etwas  kleiner  als  latreilli.  Beide  Geschlechter  unterseits  noch  dunkler,  mit  zierlicheren  violetten 
pheres.  Discalflecken  der  Unterseite  aller  Flügel.  Insel  Mefoor.  —  pheres  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Jobi  in 
der  Geelvinkbai,  ist  von  durchweg  reduzierter  Gestalt,  Htlgl  auch  im  Analwinkel  nur  unmerklich  aufgehellt, 
unterseits  auch  im  Basalteil  mit  lebhaftem  Blauschimmer.  Alle  violetten  Zeichnungen,  auch  der  Strich  über 
coffea.  der  Submedianader,  stark  verkürzt  und  vermindert.  —  coffea  Frühst.  (86  e)  ist  die  farbenreichste  Ortsrasse 
der  Hauptinsel,  cf  mit  deutlich  abgesetztem,  hell  kaffeebraunem  Analsaum  der  Htlgl.  Oberseite,  ¥  mit  zu¬ 
meist  prächtig  violettem  Costalsaum  und  manchmal  sogar  mit  weiss  durchsetztem  Randgebiet  der  Htlgl. 
Gelegentlich  ist  auch  die  Apical-  und  Distalzone  der  Vflgl  graubraun,  und  unterseits  violett  mehlig  über- 
occulta.  pudert.  Deutsch  Neu-Guinea,  bei  Friedrich-Wilhelmshafen  sehr  häufig.  —  occulta  Btlr. ,  im  Gegensatz  zu 
coffea,  mit  dunkelbrauner  distaler  Flügelumrahmung,  die  auch  unterseits  auf  ein  schmales  Gebiet  beschränkt 
ist.  occulta  nähert  sich  wieder  latreilli,  von  der  sie  aber  namentlich  bei  den  ¥¥  durch  kürzeren  und  rund¬ 
licheren  Flügelumriss  leicht  zu  unterscheiden  ist.  Britisch  Neu-Guinea,  Collingwoodbai,  Type  von  Pt.  Moresby.  — 
monaeses.  monaeses  subsp.  nov.  wurde  gleichfalls  auf  der  schon  erwähnten  Expedition  Nouhuis  und  Lorentz  entdeckt. 

Das  cf  entfernt  sich  von  allen  verwandten  Formen  aus  Neu-Guinea  durch  die  fahlgelbbraune  Analregion 
der  Htlgloberseite  und  das  gelbbraune  statt  rötliche  Randgebiet  aller  Flügel.  Das  ¥  nähert  sich  dem  ¥  von 
melinda  und  führt  drei  weisse  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  eine  Reihe  deutlicher  gelblicher  Submarginal¬ 
flecken  der  Htlgl,  auch  ist  die  Analpartie  der  Htlgl  fast  rein  weiss.  Unterseite  lichter  braun  als  bei  anderen 
aethiops,  Distalsaum  der  Htlgl  gelblichweiss.  Südwest  Holländisch  Neu-Guinea. 

obscura.  E.  obscura  Pagenst.  ist  nach  einer  Abbildung  in  der  Iris  (1898  t.  4,  f.  2)  beurteilt  entweder  eine 

Lokalrasse  von  aethiops,  oder  eine  ihr  benachbarte  Species,  die  aethiops  im  Bismarck-Archipel  ersetzt.  Gestalt 
anscheinend  mit  der  pheres  von  Jobi  übereinstimmend,  doch  geht  der  Duftfleck  der  Htlgl  nur  bis  zur  Zellmitte; 
Vflgl  unterseits  mit  einer  Submarginalreihe  von  kleinen  weissen  Punkten  und  drei  ebensolchen,  die  sich  um 
die  Zelle  gruppieren.  Vflglzelle  selbst  ohne  weisse  Makel  vor  dem  Apex,  die  jedoch  auch  bei  aethiops  häufig 
fehlt.  Neu-Lauenburg,  Neu-Pommern. 

cerberus.  E.  cerberus  Btlr.  (81c)  von  rötlichbrauner  Grundfarbe  mit  leichtem  Bronzereflex  der  Vflgl,  die 

manchmal  eine  Reihe  von  5  Submarginalpunkten  führen.  Unterseits  genau  wie  bei  obscura,  jedoch  mit  deut¬ 
lichem  violettem  Punktfleck  vor  dem  Zellende  der  Vflgl,  dagegen  fehlt  die  weisse  Makel  über  der  Subcostale 
subpunctata.  der  Htlgl.  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg,  häufig,  leicht  variirend.  —  subpunctata  subsp.  nov.  ist  eine  ver¬ 
dunkelte  kleinere  Inselform  mit  deutlicherem  Bronzeretlex  der  Vflgl  und  stark  zurückgebildeten  weisslichvioletten 
Punktflecken  der  Unterseite  aller  Flügel.  Namentlich  auffällig  ist  der  reduzierte  weisse  Fleck  zwischen  dem 
mittleren  und  hinteren  Medianast  der  Vflgl.  Neu-Mecklenburg. 

E.  resarta  (82  b)  ist  eine  der  interessantesten  der  bekannten  Arten ,  ausschliesslich  auf  das  östliche 
Neu-Guinea  beschränkt,  und  bisher  anscheinend  noch  nicht  im  holländischen  Gebiet  der  Rieseninsel  beobachtet 
turbonia.  worden.  Zwei  Ortsrassen  sind  zu  erwähnen.  — -  turbonia  subsp.  nov.,  die  abgebildete  Form,  die  in  Kaiser- 
Wilhelmsland,  und  da  nur  bei  Finschhafen  und  Simbang  auftritt  und  sehr  selten  ist.  Unterseite  wie  oben. 
Vflgl  mit  einem  blauen  Punkt  vor  dem  Zellschluss,  einem  weissen  Keilfleck  zwischen  den  Medianästen  und 
3 — 4  circumcellularen  Strichelchen  zwischen  den  Radialen.  Htlgl  mit  einem  blauvioletten  Zell-  und  5  Post- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


235 


discalpunkten.  Hagen  erwähnt  Exemplare,  oben  dunkelbraun,  nach  dem  Rande  zu  heller,  und  mit  ver¬ 
löschender  Submarginalbinde  der  Vflgl.  —  resarta  Btlr.  von  Pt.  Moresby  zuerst  nach  Europa  gekommen,  resarta. 
von  Milne-Bai  in  meiner  Sammlung,  differiert  von  turbonin  durch  wesentlich  eingeschränkte  weisse  Keilflecke 
der  Vflgl  und  kürzere  innere  Submarginalmakeln  der  Hflgl,  die  mit  den  subterminalen  Punkten  infolgedessen 
nicht  zusammenfliessen. 

E.  funerea  Btlr.  ist  eine  hochaparte  Species,  die  je  nach  der  Ausbreitung  oder  dem  Verlöschen  funerea. 
der  weissen  Binde  aller  Flügel  abändert.  Dunkel  schwarzbraun,  Gostal-  und  Distalsaum  olivbraun  mit  leichtem 
Bronzeschimmer.  Alle  Flügel  von  einem  grauweissen,  durch  die  Adern  in  einzelne  Flecken  zerlegten  Band 
durchzogen,  die  auf  den  Vflgln  gewinkelt  sind  und  beim  2  zweimal  so  breit  als  bei  den  cf  cf  erscheinen. 

Jenseits  dieser  Binde  eine  Reihe  von  Submarginalpunkten,  die  paarweise  stehen.  Unterseite  mit  einem  blauen 
Fleck  in  jeder  Zelle,  die  auf  den  Vflgln  von  3—4,  auf  den  Hflgln  von  5  in  einer  gewinkelten  Reihe  stehenden 
umgeben  werden.  Pt.  Moresby,  Britisch  Neu-Guinea.  —  squalida  Btlr.  Kleiner,  bleicher,  die  weissen  Flecken  squalida. 
reduzierter  und  deshalb  isolierter  stehend ,  von  dunklerer  Cremefarbe.  Submarginalpunkte  der  Vflgl  fehlen 
und  sind  undeutlich  auf  den  Hflgln.  Nur  eine  Form  der  vorigen,  da  vom  gleichen  Fundort  im  Britisch 
Museum  und  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 

E.  helcita  ist  der  älteste  Name  für  eine  kleine  Gruppe  von  Euploeen,  welche  die  ozeanischen  Inseln 
bewohnen,  und  von  denen  wir  nur  eine  geringe  Anzahl  kennen.  Die  meisten  von  ihnen  bieten  ein  getreues 
Spiegelbild  von  konvergenten  Arten  wie  eleutho  (84  d)  und  schmeltzi,  sie  finden  sich  deshalb  in  den  Samm¬ 
lungen  fast  immer  vermischt  mit  jenen,  wenngleich  sie  durch  das  Fehlen  des  seidigen  Sexualstreifens  der 
Vflgl  erheblich  differieren.  An  Ort  und  Stelle  sind  sie  wahrscheinlich  nicht  selten,  doch  ist  seit  nahezu 
20  Jahren  kaum  ein  Exemplar  von  ihren  weltfernen  Eilanden  nach  Europa  gekommen,  was  sehr  zu  be¬ 
dauern  ist,  weil  noch  viele  neue  Formen  der  Entdeckung  harren.  —  helcita  Bsd.  aus  Neu-Caledonien  scheint  helcita. 
der  abgebildeten  aglaina  sehr  nahe  zu  stehen.  Grösse  wie  eleutho  von  Guam,  Oberseite  braunschwarz,  Apex 
mit  4  —  5  kleinen  weissen  Punkten.  Hflgl  mit  ein  und  einer  halben  Reihe  kleiner  Pünktchen.  Unterseite 
der  Hflgl  mit  einer  konkaven  Reihe  von  7  —  8  violetten  Flecken,  davon  einer  in  der  Zelle.  Vflgl  mit 
5  —  6  Punkten,  davon  ebenfalls  einer  vor  dem  Zellapex.  —  aglaina  subsp.  nov.  (86a)  differiert  durch  zwei  aglaina. 
weitere  weisse  Medianflecke  der  Vflgl  und  komplettere  Reihen  von  Submarginalpunkten  der  Htlglunterseite. 
Samoa-Insel  Tutuila.  —  perryi  Btlr.  Vflgl  mit  grossem  weissem  länglichem  Fleck  jenseits  der  Zelle  zwischen  perryi. 
der  vorderen  und  mittleren  Mediane  und  einer  Reihe  von  6 — 7  Subapical-  und  Submarginalpunkten,  sowie 
einem  Costalpunkt  an  der  Abzweigung  der  ersten  Subcostale  der  Vflgl.  Hflgl  mit  den  üblichen  2  Reihen 
kleiner  weisser  Punkte.  Savage  oder  Niue-Insel.  —  eschholtzi  Fldr.  stellt  die  am  auffallendsten  und  mar-  esdiholtzi. 
kantesten  weiss  gefleckte  Rasse  vor,  mit  einem  grossen  quadratischen  Makel  jenseits  der  Vfiglzelle,  länglich 
rechteckigem  Fleck  zwischen  den  Medianen,  deutlichem  Gostal-  und  4  unregelmässigen  Gostalmakeln.  Die 
Doppelreihe  weisser  Punkte  der  Hflgl  aus  länglichen  schmalen  Spritzern  bestehend.  Fidji-Inseln.  —  distincta  distincta. 
Btlr.  gleicht  der  vorigen,  nur  sind  die  weissen  Quadrate  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  disfal  tief  eingekerbt, 
und  die  Hflglpunkte  stark  verkleinert.  Ellice-Insel.  —  intermedia  Moore  hält  die  Mitte  zwischen  perryi  und  intermedia. 
distincta.  Vflgl  mit  noch'  mehr  zurückgebildeten  weissen  Flecken,  Hflgl  aber  mit  einer  submarginalen  Reihe 
von  grösseren  Makeln.  Raratonga-Insel.  —  indistincta  Moore  scheint  davon  nur  eine  Aberration  zu  sein,  indistincta. 
fast  ohne  alle  Fleckenzeichnung.  Vom  selben  Fundort  wie  die  vorige  beschrieben. 

Untergruppe  b.  Mit  seidig  glänzendem,  zumeist  deutlichem  Sexualstreif  der  Vflgl.  Crustia  ( Hb) ;.  1816), 

Chanapa,  Andasena ,  Deraqena,  Bibisana,  Betanqa,  Penoa,  Mahintha,  Karadira,  Pamasa,  Tuqata,  Pramesta,  Rausuma, 

Chirosa ,  Mestapra  ( Moore  1883). 

E.  core  Cr.  bewohnt  ganz  Indien  südlich  des  Himalaya  und  gleicht  im  allgemeinen  dem  Bilde  von  core. 
suluana  (84  d),  führt  jedoch  einen  kürzeren  und  schmäleren  Duftstreifen.  Man  findet  die  Falter  selbst  in  Gärten 
von  Kalkutta,  wo  sie  langsam  von  einer  Blüte  zur  anderen  ziehen,  sie  scharen  sich  auch  gerne  zu  grossen 
Gesellschaften  und  man  hat  sie  im  Hafen  von  Bombay  beobachtet  ,  wie  sie  über  das  Meer  von  einer  Insel 
zur  anderen  kreuzen,  und  es  wäre  interessant,  zu  konstatieren,  ob  sie  aus  der  Entfernung  das  Land  zu  er¬ 
kennen  oder  zu  wittern  vermögen  oder  ob  sie  planlos  und  unerschrocken  ihrem  Wandertriebe  folgen.  —  Als 
Nahrungspflanze  der  Rp  sind  bereits  drei  Species  Apocynaceae  und  drei  Arten  Ficus  bekannt.  Rp  stets 
einzeln,  langsam,  wie  alle  anderen  Euploeen -Rp  auf  der  Unterseite  der  Blätter;  Grundfarbe  gelblich  mit 
lateralem,  rotbraunem  Bauchstreif  und  einigen  rotbraunen  Dorsalringen  auf  jedem  Segment.  Vier  fleischige, 
manchmal  aufgerollte  rötliche  Tentakeln.  Pp  kurz,  dick  mit  aufgeschwollenem  Abdomen,  am  ersten  Tage 
gelblich,  am  zweiten  mit  leichtem  Gold-  oder  Silberschimmer,  einige  Tage  später  smaragdgrün  mit  präch¬ 
tigem  Metallglanz  am  Kopfe.  Vor  dem  Ausschlüpfen  verfärbt  sie  sich  in  ein  purpurnes  Schwarz,  mit 
weisser  Binde  an  jeder  Seite.  Puppenruhe  6-9  Tage,  vermutlich  je  nach  der  Luftfeuchtigkeit.  Die  Falter 
setzen  sich  auch  gerne  an  nasse  Stellen  am  Wege  und  sind  in  Kalkutta  in  den  kalten  Monaten  —  Oktober 
bis  März  —  am  häufigsten.  —  vermiculata  Btlr.  ist  eine  Form  von  grösserer  Gestalt  und  mit  breiteren  vermiculata. 
weissen  Binden  als  die  core  der  Ebene  geschmückt.  Aus  dem  nordwestlichen  Himalaya  ursprünglich  beschrieben, 
geht  sie  bis  Sikkim  und  Assam,  manchmal  bis  zu  2000  m  Höhe  emporsteigend.  —  asela  Moore  ist  eine  asela. 
typische  Inselrasse  mit  verdunkelten  und  auf  den  Vflgln  sogar  allmählich  verschwindenden  weissen  Makeln 


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EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


und  heller  brauner  Grundfarbe.  —  Rp  mit  schmalen  weissen  und  purpurfarbenen  Ringen  und  mit  roten  und 
schwarzen  Flecken  besetzt;  auf  dem  indischen  Oleander.  Pp  goldiggelb,  braun  gestreift  und  gebändert. 
Einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge  der  Insel  Ceylon  findet  sich  von  der  Ebene  bis  zu  6000  Fuss  Höhe 
und  rottet  sich  besonders  im  November-Dezember  zu  grossen  Wanderschwärmen  zusammen,  die  aber  nie¬ 
mals  die  Insel  verlassen  und  nach  dem  so  nahe  liegenden  Festlande  übersiedeln.  Ich  selbst  beobachtete  sie 
bei  einsetzendem  Monsun  —  Ende  Mai  —  zu  vielen  Tausenden  in  verwilderten  Dorfgärten  auf  etwa  600  m 
graminifera.  Höhe.  —  Als  graminifera  Moore  ist  eine  mir  in  natura  unbekannt  gebliebene  Rasse  der  malayischen  Halb¬ 
insel  beschrieben,  mit  schärfer  abgegrenzten  und  kleineren  weissen  Makeln  auf  den  Hflgln. 

distanti.  E.  distanti  Moore  (81  c)  scheint  core  auf  Sumatra  zu  ersetzen  und  gilt  als  die  gemeinste  der  braunen 

Euploeen  auf  dieser  Insel,  bevorzugt  die  Nähe  der  See  und  begibt  sich  nicht  einmal  auf  die  geringsten 
Anhöhen.  Die  Grundfarbe  wechselt  von  hell-  zu  dunkelbraun,  ebenso  die  Ausdehnung  der  weissen  Flecke 
der  Hflgl.  Malakka -Exemplare  scheinen  kleinere  Submarginalpunkte  der  Hflgl  zu  führen.  Nach  Beleg¬ 
stücken  meiner  Sammlung  verschwinden  gelegentlich  die  Sexualstriche  bei  den  cd  cd,  manchmal  aber  ver- 
grössern  sie  sich  auch  über  die  Norm.  Das  ?  führt  stets  noch  einen  oder  zwei  weisse  Punkte  jenseits  der 
Circuit a.  Vflglzelle.  —  circuita  Sivinli.,  nach  von  mir  in  Hinterindien  aufgefundenen  Exemplaren  beschrieben,  be¬ 
zeichnet  eine  Lokalform  mit  auf  mehr  als  die  Hälfte  reduzierten  weissen  Makeln  der  Vflgl,  die  infolgedessen 
weit  getrennt  stehen.  Dagegen  neigen  die  Submarginalmakeln  der  Htlgl  zur  Verbreiterung.  Unterseite  wie 
bei  distanti  mit  grossem,  violettem  Fleck  vor  dem  Zellschluss  und  einer  grossen,  spitz  ovalen  weissen  Intra¬ 
medianmakel.  Tonkin,  Gochinchina. 

godarti.  E.  godarti  Lue.  (=  siamensis  Fldr.)  (81  d)  ist  eine  der  variabelsten  Euploeen  des  südasiatischen 

Kontinents  und  es  ist  nur  zu  bedauern,  dass  der  FELDER’sche  Namen  fallen  muss,  denn  godarti  ist  einer 
der  Charakterschmetterlinge  Siams  und  in  allen  Teilen  des  Landes  in  ungezählten  Mengen  anzutretfen.  Ich 
fand  die  Art  auch  in  Tonkin,  ja  selbst  an  der  sturmumbrausten  Meeresküste  Süd-Annams  und  auf  der  Insel 
Kosi-Chang  im  Golf  von  Siam.  Bingham  verschaffte  mir  godarti  auch  aus  Tenasserim  und  Birma,  wo  sie 
von  Februar  bis  Juli  nirgendwo  selten  ist  und  über  Tavoy  auch  auf  den  Mergui -Archipel  übergeht.  Es 
dominans.  existieren  Exemplare  mit  noch  einmal  so  breiten  weissen  Makeln  der  Vtlgl  wie  auf  der  Abbildung  (dominans 
form,  vor.),  ferner  sowohl  cf  cf  wie  ?2  mit  hell  weissgrauem  Apicalteil  der  Vflgl  statt  mehr  oder  minder  hell 
recttssa.  blauviolettem  (recussa  form.  nov.).  —  Als  layardi  Druce  (—  binghami  Moore,  subdita  Moore)  kursieren  jene 
layardi.  Individuen,  die  gar  keinen  violetten  oder  grauweissen  Apicalbezug  aufweisen.  Diese  Form  geht  von 
tonkinensis.  Tenasserim  bis  Tonkin  und  ist  in  Siam  gar  nicht  selten.  — -  Als  tonkinensis  Sivinh.  wurde  eine  der  layardi 
entsprechende  Aberration  benannt,  nach  von  mir  in  Siam  aufgefundenen  Exemplaren,  bei  denen  auch  noch 
defigurata.  die  weissen  Gostal-  und  Subapicalpunkte  der  Vtlgl  in  Wegfall  kommen.  —  defigurata  form.  nov.  endlich 
ist  die  seltenste  aller  Abweichungen,  ohne  Spur  von  Submarginalpunktreihen  auf  beiden  Seiten  der  Htlgl, 
ja  sogar  mit  fehlenden  subterminalen  Fleckchen  der  Vflglunterseite.  Oberbirma;  Type  in  meiner  Sannn- 
prunosa.  lung.  — -  prunosa  Moore  scheint  eine  Lokalrasse  von  godarti  zu  bezeichnen  ohne  violetten  Anflug  im  Apical¬ 
teil  der  Vtlgl  und  ohne  weisse  Submarginalpunkte  der  Htlgloberseite.  Die  Randzone  aller  Flügel  bleicher 
als  die  Basalhälfte,  der  Sexualstreifen  sehr  klein.  Nur  ein  Exemplar  bekannt,  Type  aus  Süd-China  in 
der  Sammlung  Oberthür. 

orontobates.  E.  orontobates  spec.  nov.  bildet  einen  Übergang  von  godarti  zur  modesta  Btlr.  und  camaralzeman, 

hat  dieselbe  Flügelform  und  stattliche  Grösse  wie  letztere,  „doch  fehlt  der  wundervolle  Blauschiller.  Von 
godarti  ist  orontobates  differenziert  durch  den  äusserst  kleinen ,  kaum  erkenntlichen  Sexualstreifen  der  Vflgl, 
aber  einen  hell  mausegrauen  Duftfleck  der  Htlgloberseite,  der  auch  noch  in  das  vorderste  Drittel  der  Zelle 
übergeht,  Submarginalmakeln  der  Hflgl  ebenso  gross  und  rein  weiss  wie  bei  camaralzeman  und  von  den 
gelblichgrauen  bei  godarti  sofort  zu  unterscheiden.  Unterseite  satter  tief  schwarzbraun  als  bei  godarti. 
Chentabun,  Ost-Siam ;  nur  1  cf'  von  mir  im  Januar  gefangen. 

scherzen.  E.  scherzen  Fldr.  ist  der  ältere  Name  für  die  unter  dem  Namen  camorta  Moore  in  englischen 

Museen  und  Sammlungen  kursierende  Species.  Flügelform  wie  bei  godarti ,  aber  etwas  rundlicher.  Grund¬ 
farbe  dunkel  sepiabraun,  nach  aussen  etwas  ausbleichend.  Oberseite  zumeist  ohne  Spur  weisser  Makeln, 
nur  selten  ein  oder  zwei  Discal-  und  Costalpunkte.  Unterseite  etwas  bleicher  als  oben,  ein  langer  gelblich- 
weisser  Strich  zwischen  Submediane  und  hinterer  Mediane,  ein  grosser  Zell-,  Costal-  und  zwei  Discalflecken, 
weisslichviolett,  Hflgl  mit  Zell-  und  fünf  Transcellularmakeln.  ?  häufig  mit  breiter,  beinahe  weisslichbrauner 
Umrahmung  aller  Flügel.  Auf  allen  Nicobaren-Inseln. 

anda-  E.  andamanensis  Äthins,  ist  die  einzige  bekannte  Euploea  von  hellgrauer,  nach  aussen  etwas  dunkler 

manensis.  werdender  Grundfarbe.  Zeichnung  wie  bei  distanti,  doch  führen  auch  die  cfcf  einen  grossen  weissen  Fleck 
vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  und  zwei ,  beim  ?  drei  discale  Makeln.  Vflgl  mit  zwei  Reihen  von  fast  gleich 
grossen,  aber  weit  getrennt  stehenden  weissen  Submarginalflecken.  Unterseite  lichter  als  oben  mit  leichtem 
gelbem  Schimmer.  Vom  März  bis  August  bei  Port  Blair,  Andamanen. 

amymome.  E.  amymome  Godt.  sehr  häufig  auf  der  Insel  Hongkong  und  dem  gegenüberliegenden  Festland  und 

sehr  veränderlich  in  Grösse  und  der  Art  der  Flügelpunktierung,  hat  die  Species  eine  Anzahl  Namen  emp- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


237 


fangen,  wie  Jcinbergi  Wallgr.,  lorquini  Fldr.,  felderi  Btlr.,  und  nach  falsch  etikettierten  Exemplaren  sollte  die 
Art  auch  in  Sumatra  und  Java,  ja  selbst  Ceylon  Vorkommen,  doch  ist  es  gewiss,  dass  sie  nur  das  südliche 
China  bewohnt.  Neuerdings  wurde  sie  auf  der  Insel  Hainan  entdeckt.  Grösse  etwa  wie  heylaertsi  (86  aj. 

Grundfarbe  dunkelbraun  mit  äusserst  lebhaftem  violettem  Schiller.  Vflgl  zumeist  mit  zwei  mehr  oder  minder 
kompletten  Submarginalserien  weisser  Punktflecken,  selten  einem  Zell-,  stets  aber  mit  2 — 3  Discaipunkten. 

Hilgl  zumeist  ohne  Submarginalflecken,  nur  eines  meiner  cf  cf  trägt  solche  (weisslich  mit  gelbgrauen  Schuppen 
überstreut).  Unterseite  wie  bei  godarti,  aber  in  der  Regel  nur  mit  einer  Reihe  anteterminaler  Pünktchen 
der  Hflgl.  - —  Rp  vermutlich  unbeschrieben,  aber  als  deren  Futterpflanze  ist  Strophanthns  divergens  bekannt. 

E.  haworthi  Luc.  teilt  das  Schicksal  der  vorigen  und  ist  mit  einer  Serie  von  Namen  wie  Inibneri  haworthi. 
Moore,  Janus  Btlr.,  moorei  Fldr.,  eleusina  Hbn.  belegt.  Ein  getreues  Spiegelbild  der  vorigen,  gleichfalls  sehr 
veränderlich,  aber  nur  mit  undeutlichem  violettem  Reflexe  der  Oberseite,  auch  sind  die  Submarginalmakeln 
nicht  so  gleichartig  wie  bei  amymome  und  die  Subapicalflecken  erscheinen  wesentlich  verbreitert.  Sexual¬ 
streifen  länger  als  bei  amymome.  Hflgl  fast  stets  mit  zwei  Reihen  gelblichweisser  Submarginalfleckchen, 

Unterseite  mit  violetten  Zell-  und  Discalmakeln,  aber  weissen  Reihen  von  Sub marginalpunkten.  In  meiner 
Sammlung  sind  über  60  Exemplare  vereinigt,  von  denen  keines  dem  anderen  gleicht.  Nicht  selten  in  Ost- 
Java,  auf  Höhen  von  500 — 700  m  ist  die  Art  in  der  Nähe  von  Batavia  anscheinend  nur  spärlich  vertreten. 

Die  westjavanischen  Exemplare  sind  in  der  Regel  kleiner  als  solche  aus  dem  Tenggergebirge  im  Osten  der 
Insel  und  auf  sie  passt  gewiss  eine  der  obigen  Bezeichnungen ,  was  aber  nur  durch  Typenvergleich  fest- 
gestellt  werden  kann.  Dr.  Martin’s  Sammler  hat  sie  auch  auf  Bali  in  Anzahl  gefangen.  Es  ist  nicht  aus¬ 
geschlossen,  dass  geyeri  Fldr.  allenfalls  auf  ein  aberrantes  Exemplar  dieser  Art  basiert  ist.  —  inconspicua 
Moore.  Vflgl  ohne  Apical-  und  Marginalflecken  und  mit  sehr  kurzem  dünnem  Sexualstreifen,  Hflgl  mit -zwei 
Reihen  weisslicher  Makeln ,  die  nach  dem  Gostalrand  zu  sich  verkleinern  und  verdunkeln.  Aus  Sumatra 
nach  von  Wallace  gefangenen  Exemplaren  beschrieben;  dürfte,  wenn  der  Fundort  richtig,  als  hauorthi- 
Form  aufgefasst  werden  müssen.  Erweist  sie  sich  wirklich  als  eine  namensberechtigte  Lokalrasse,  dann 
ist  der  bereits  durch  Butler  präokkupierte  Name  zu  ändern. 

E.  bauermanni  Böb. ,  von  der  weltfernen  kleinen  Insel  Kabia,  südöstlich  von  Celebes  beschrieben,  bauermanni. 
gehört  zweifellos  in  die  Nähe  von  hawoi  thi  Luc.,  von  der  sie  eine  Miniaturausgabe  vorstellt.  Vflgl  wie  bei 
haworthi,  nur  mit  einer  deutlichen  Serie  von  transcellularen  Makeln  der  Vflgl  und  längeren  keilförmigen 
Subapicalmakeln.  Hflgl  mit  kleinen  Randpunkten  und  drei  grösseren  nur  bis  zur  vorderen  Mediane  aus¬ 
gedehnten  Submarginalflecken.  Unterseite  wie  bei  haivorthi,  nur  alle  Weisszeichnungen  der  Vflgl  markanter, 
kalaona  Frühst,  von  Everett  auf  der  Insel  Kalao  zwischen  Flores  und  Celebes  entdeckt,  ist  etwas  grösser  kalaona. 
als  bauermanni  (Vflgllänge  36  mm)  und  differiert  durch  einen  breiteren  Sexualstreifen.  Die  circum cellularen 
Keile  der  Vflgl  fehlen,  ebenso  treten  alle  weissen  Flecke  der  Unterseite  etwas  zurück,  wodurch  kalaona  noch 
sinnfälliger  die  Transition  mit  haivorthi  herstellt,  die  gewiss  auf  Flores  auch  noch  gefunden  wird. 

E.  alcathoe  Godt.  hat  sich  anscheinend  von  Hinterindien  aus  über  alle  Inseln  des  makromalayischen 
Gebiets  verbreitet  und  ist  ostwärts  von  Java  aus  bis  Lombok  vorgedrungen.  Auf  dem  Kontinent  und  in 
Sumatra  noch  recht  zahlreich,  ist  sie  an  der  Peripherie  ihrer  Verbreitungszone  schon  recht  spärlich.  — 
doubledayi  Fldr.  ist  die  indische  Zweigrasse  der  Kollektivspecies,  aus  Assam  beschrieben,  auch  in  Birma  doubledayi. 
vorkommend,  hervorragend  durch  ihre  Grösse,  und  die  namentlich  beim  ?  ausgedehnten  langen  weissen  Sub- 
marginalstrigae  der  Hflgl.  Das  abgebildete  cf  gehört  der  Trockenzeitform  an  und  stammt  aus  Siam ,  wo 
sich  eine  namentlich  auch  durch  die  dunkleren  ??  charakterisierte  Lokalform  entwickelt  hat,  mit  vorherrschend 
braungrauen  statt  rein  weissen  Zwischenrippenfeldern  der  Hflgl.  —  aesatia  subsp.  nov.  (85  b).  Besonders  aesatia. 
typisch  sind  ¥?  ohne  Spur  von  weissen  Flecken  der  Oberseite  der  Vflgl,  neben  welchen  auch  Exemplare 
Vorkommen,  die  durch  3  weisse  Discalpunkte  zu  normalen  doubledayi -$?  hinüberleiten.  Siam,  Unter-Birma, 
häufig  bis  etwa  700  m  Höhe.  —  gardineri  Frühst.  (?  =  menetriesi  Fldr.)  wird  von  englischen  Autoren  gardineri. 
fälschlicherweise  mit  menetriesi  Fldr.  bezeichnet,  der  eine  zu  dione  gehörige  Lokalform  unter  diesem  Namen 
beschrieben  hat.  Beide  Geschlechter  bleiben  in  der  Grösse  hinter  aesatia  zurück ,  von  der  sie  sonst  ein 
noch  ausgesprochener  verdunkeltes  Extrem  mit  kürzeren  braungrauen  Intranervalmakeln  vorstellen.  Malayische 
Halbinsel.  —  martinus  Frühst.,  im  Gegensatz  zur  vorigen  mit  etwas  deutlicheren  weissgrauen  Fleckchen  der  martinus. 
Hflgl  versehen,  bewohnt  die  Ebenen  und  Vorberge  des  nordöstlichen  Sumatra.  —  vonara  subsp.  nov.  führt  vonara. 
namentlich  beim  ?  ausgeprägte  und  fast  rein  weisse  und  längere  Strigae  in  der  Submarginalregion  der  Hflgl. 

Auch  macht  sich  bei  den  2?  eine  Doppelreihe  weisser  Randpunkte  der  Oberseite  der  Vflgl  bemerklich.  West- 
Sumatra.  - —  Simplex  Frühst.,  eine  wesentlich  verdunkelte  Rasse  von  kleiner  Gestalt,  mit  verkürztem  Sexual-  simple x. 
streifen  der  Vflgl  und  dünner,  verlöschter  Strichelung  der  Hllgloberseite.  Insel  Nias.  —  pahakela  Doh.,  die  pahakela. 
dunkelste  der  bekannten  Inselrassen,  cf  und  ?  ohne  Spur  einer  Weissstreifung  der  Hflgl,  ?  durchaus  dunkel¬ 
braun  mit  aufgehellten  Hflgln.  Auch  unterseits  fehlen  alle  submarginalen  Weisszeichnungen,  nur  die  violetten 
Discalmakeln  und  eine  zumeist  auch  ausfallende  Serie  kleiner  Randpunkte  sind  geblieben.  April.  Insel  Engano.  - 
arasa  subsp.  nov.  ist  die  Form  der  Mentawej -Inseln,  die  sich  simplex  von  Nias  nähert,  und  noch  Spuren  von  arasa. 
Weisstreifung  auf  der  Hflglunterseite  bewahrt  hat,  die  manchmal  nach  oben  durchschimmern,  und  zwar  je 
heller  und  deutlicher,  je  grösser  die  Exemplare  sind.  —  alcathoe  Godt.  (=  evndthovi  Fldr),  die  Namens-  alcathoe. 


238 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


geyeri. 

uniformis. 


salistra. 


distincta. 


snelleni. 


peducaea. 


tobleri. 


deione. 

arida. 

limborgi. 

menetriesi. 

epiphaneia 

kheili. 

seitzi. 

pasina 


type,  ein  Falter  von  vornehm  einfachem  Gepräge.  Vflgl  tief  sammetschwarz,  Hflgl  nach  aussen  lichter 
braun  werdend.  Duftstreif  deutlich,  aber  schmal  und  an  den  Rändern  etwas  aufgebogen.  cP  mit  fast  rund¬ 
lichen,  kurzen  Submarginalmakeln  der  Hflgl,  die  aber  beim  ?  wieder  die  normale  Strichform  annehnlen  und 
deutlich  heraustreten,  etwas  ins  Gelbliche  spielend.  —  geyeri  Fldr.,  mir  in  natura  unbekannt,  ist  dazu  ver¬ 
mutlich  eine  Trockenzeitform.  West-  und  Ost-Java,  Bali.  Lombok,  aber  überall  spärlich.  —  uniformis  Moore 
nähert  sich  der  pahakela.  cf  oberseits  ohne  merkliche  Submarginalstreifung,  die  beim  2  leichthin  von  der 
Unterseite  durchscheint,  cf  unterseits  mit  rudimentären ,  $  mit  zwei  deutlichen  aber  dünnen  grauweissen 
Längsstrichen.  Nord-  und  Süd-Borneo.  —  salistra  subsp.  vor.,  die  Rasse  der  Natuna-lnseln,  differiert  durch 
spärliche  aber  deutliche  grauweisse,  ziemlich  breit  angelegte  Intranervalfelder  der  Hflgl,  die  namentlich 
unterseits  rein  weiss  und  prägnant  aufgetragen  erscheinen  und  von  auffallend  grossen  subterminalen  Punkt¬ 
flecken  begleitet  werden.  Die  violetten  Discalmakeln  aller  Flügel  lebhafter  und  deutlicher  heraustretend  als 
bei  gardineri,  der  salistra  näher  steht  als  der  borneensischen  uniformis.  —  distincta  Stgr.  endlich  ist  die  nörd¬ 
lichste  bekannte  Inselform,  analog  claudina  Stgr.  reicher  weiss  als  die  Schwesterrassen  dekoriert.  Die  Flecken¬ 
reihen  der  Hflgl  sind  reiner  weiss  und  schärfer  abgetönt  und  selbst  auf  der  Vflglunterseite  treten  zwei  aller¬ 
dings  unvollständige  Punktreihen  auf.  Insel  Palawan,  sehr  selten,  distincta  ist  vielleicht  bereits  conspezifisch 
mit  der  nächstfolgenden  Art. 

E.  snelleni  Moore,  bisher  nur  aus  Ost-Mindanao  bekannt,  ging  mir  in  einer  Abänderung  auch  von 
Bazilan  zu.  Oberseits  charakterisiert  durch  einen  lichteren  und  etwas  schmäleren  Androconienfleck  der  Hflgl- 
oberseite,  ist  sie  unterseits  kenntlich  durch  drei  hellbraune  Längsstreifen  in  der  Zelle  der  Hflgl  und  ebenso- 
viele  äusserst  schwach  gezeichnete  Striche  von  weissgrauer  Farbe,  die  sich  zwischen  den  Radialen  und  der 
vorderen  Mediane  einbetten.  Zwei  Reihen  inkompletter  rundlicher  Submarginalmakeln  der  Vflgl  wiederholen 
sich  auf  der  Oberseite.  —  peducaea  subsp.  nov.  differiert  von  der  Namenstype  durch  kleinere  Gestalt,  aber 
dennoch  fast  doppelt  so  breit  angelegte  weisse  Makeln  und  Striche  aller  Flügel,  was  sowohl  ober-  wie 
unterseits  zum  Ausdruck  kommt.  Auch  die  intranervale  dritte  Strichreihe  der  Hflglunterseite  ist  lichter, 
markanter  als  bei  Mindanao-Exemplaren.  Sehr  selten,  im  Februar  1898  von  W.  Doherty  entdeckt. 

E.  tobleri  Semp.  ist  eine  der  wunderbarsten  und  seltensten  Euploea- Arten,  anscheinend  ausschliesslich 
Gebirgsbewohner  und  bisher  nur  in  Luzon,  Flugzeit  Juni,  beobachtet,  cf  Vflgl  tiefschwarz,  mit  grossen 
quadratischen  zu  einer  Binde  vereinigten  4  weissen  Subapicalflecken  und  6 — 8  blauen  Anteterminalpunkten. 
Hflgl,  soweit  nicht  von  einem  grauen,  die  ganze  Zelle  überziehenden  Androeonienpelz  bedeckt,  rein  weiss, 
der  schmale,  scharf  abgetrennte  Distalsaum  schwarz,  mit  blauweissen  Punkten  besetzt.  Unterseite  der  Hflgl 
weiss,  nur  von  schwarzen  Adern  durchzogen,  und  mit  einer  submarginalen  Reihe  von  pfeilförmigen,  partiell 
miteinander  verschmolzenen  schwarzen  Flecken.  Vflgl  vorherrschend  schwarz,  mit  weisser  Basis  des  Costal- 
saumes,  weissem  Zellstrich  und  paarweise  stehenden  Antemarginalflecken. 

E.  deione,  eine  indomalayische  Species,  geht  parallel  mit  alcathoe,  beginnt  in  Sikkim,  um  über 
Siam  und  Perak  auf  die  macromalayischen  Inseln  und  deren  Trabanten  überzugehen.  Flügelform  rundlich, 
Oberfläche  mit  zumeist  herrlichem,  zum  Teil  aber  auch  mattem  Blauschiller.  —  deione  Westw.  Vflgl  mit  Aus¬ 
nahme  einer  ganz  schmalen  schwarzen  Randzone  prächtig  dunkelblau  schimmernd,  von  dem  Hflgl  nur  der 
Basalteil  matt  schillernd.  Htlgl  oberseits  nur  selten  mit  von  der  Unterseite  durchscheinenden  rundlichen 
Submarginalflecken.  2  mit  einem  Gostal-  und  drei  weissen  Discalpunkten ,  die  sich  beim  cf  abgeschwächt 
wiederholen.  Sikkim  bis  Oberbirma.  —  arida  form,  nov.,  mir  nur  von  den  Ruby-Mines,  Oberbirma,  bekannt, 
ist  eine  Trockenzeitform,  wesentlich  kleiner  als  Assam-  und  Sikkim-Exemplare.  Beide  Geschlechter  mit  un¬ 
bedeutenden  weissen  Punkten  der  Oberseite,  Unterseite  mit  Ausnahme  der  violetten,  auch  stark  reduzierten 
Discalpunkte ,  völlig  ungefleckt.  —  limborgi  Moore  ist  eine  Ortsrasse  mit  sehr  grossen  weissen,  länglich¬ 
ovalen  Submarginalflecken  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl.  Dagegen  fehlen  die  weissen  Discalpunkte  der  Vflgl 
den  cf  cf  völlig  und  sind  bei  den  22  nahe  dem  Erlöschen.  Ich  traf  die  Falter  häufig  auf  blühendem  Ge¬ 
sträuch  in  Siam  und  Süd-Annam.  Sonstige  Fundorte:  Tenasserim,  Unterbirma,  Mergui -Archipel.  — 
menetriesi  Fldr.  (—  pinwilli  Btlr.)  ist  eine  stark  verdunkelte  Form,  cf  jedoch  noch  mit  intensivem  Blau¬ 
schiller  und  Hflgl  mit  einer  Doppelreihe  braungrauer  Submarginalflecken.  Malayische  Halbinsel.  — 
epiphaneia  subsp.  nov.  steht  der  vorigen  nahe,  differiert  durch  geringeren  Blauschiller  der  Vflgl  und  durch 
längere  und  zumeist  reiner  weisse  Subinarginalstrigae  der  Hflgl.  West-Sumatra.  Exemplare  aus  Nordost- 
Sumatra  bilden  einen  Übergang  zu  menetriesi.  Nach  Martin  häufig  in  der  Ebene,  die  Blüten  eines  heliotrop- 
artigen  Strauches  bevorzugend.  —  kheili  Weym.  ist  nicht  nur  eine  stark  verdunkelte,  sondern  auch  in  der 
Grösse  hinter  epiphaneia  zurückbleibende  Satellit-Inselrasse.  Vflgl  mit  drei  weissen  Subapicalpunkten  auf 
tiefschwarzem,  herrlich  blauschimmerndem  Grunde.  Hflgl  mit  zwei  Reihen  gleich  grosser,  submarginaler 
Punkte  besetzt.  Insel  Nias.  —  seitzi  Hag.  führt  gleichfalls  nur  zwei  kleine  weisse  Subapicalpunkte,  ist 
aber  wesentlich  grösser  als  kheili,  aber  mit  gleichartiger  Verteilung  der  beiden  Serien  weisser  Punkte  der 
Hllglober-  und  Unterseite.  Mentawej  -  Inseln.  —  pasina  Frühst,  differiert  von  seitzi  und  kheili  durch  den 
kaum  noch  zu  erkennenden  Blauschiller  der  Vflgl,  den  längeren  und  breiteren  Sexualstreifen  und  die 
reichere  Dotierung  mit  weissen  Punkten  auf  allen  Flügeln,  cf:  Vflgl  mit  einer  admarginalen ,  weissen 
Punktserie,  deren  Componenten  von  der  Submediane  ausgehen  und  bis  zu  den  Radialen  reichen,  nach  oben 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer, 


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zu  immer  kleiner  werdend.  Eber  ihnen  schliessen  drei  grössere  rein  weisse  Subapicalpunkte  die  Reihe.  Die 
Hflgl  führen  zwei  parallellaufende  Submarginalserien  weisser,  fast  gleich  grosser  länglicher  Flecken,  die  sich 
auch  unterseits  wiederholen.  Unterseite:  Weissfleckung  distinkter  als  oberseits;  auf  beiden  Flügeln  vor 
dem  Zellapex  ein  violetter  Punkt.  Vtlgl  dann  noch  mit  einem  violetten  Punkte  in  der  Mitte  des  Costal- 
randes  und  drei  ungleich  grossen,  ebensolchen  circumcellularen  Fleckchen,  ebenso  einige  Punkte  an  der 
Flügelbasis.  Der  bei  den  verwandten  Formen  stets  vorhandene  graue  lange  Sexualtleck  zwischen  dritter 
Mediane  und  Submediane  der  Vflglunterseite  fehlt  wohl  nur  zufällig  meinem  Exemplar.  Die  Submediane 
ist  übrigens  von  zwei  Reihen  matt  glänzender  Duftschuppenstreifen  begleitet ,  die  sich  basalwärts  plötzlich 
stark  verbreitern.  ?:  beiderseits  mit  sehr  geringem  Blauschiller,  Grundfarbe  schwarzbraun.  Vtlgl  mit  zwei 
Reihen  weisser  Submarginalflecken,  von  denen  die  innere  sich  aus  grösseren  proximal  zugespitzten  Flecken 
zusammensetzt.  Unterseite:  in  der  Mitte  des  Costalsaumes  zwei  weissliche  Strigae,  die  unteren  Trans¬ 
cellularflecken  elliptisch,  sehr  gross.  Zwischen  der  unteren  Mediane  und  Submediane  die  bei  de.ione  üb¬ 
lichen  langen  violettgrauen  Striche.  Hflgl  mit  fünf  Medianpunkten.  Insel  Pulo-Tello  der  Batu-Gruppe.  Von 
Engano  ist  eine  deione-  Rasse  nicht  bekannt.  —  wallengreni  Fldr.  (86  a)  ist  eine  hochspezialisierte  Ab-  wallengreni. 
zweigung,  der  beinahe  Artrechte  zustehen  und  deren  Gesamteindruck  ein  so  verschiedener  ist,  dass  sie 
Moore  in  das  molukkische  «Genus»  ßetanga  einreihte.  Nur  noch  eines  meiner  20  Exemplare  erinnert  durch 
einen  matten  Blauschimmer  an  die  kontinentale  Schwesterrasse.  Neben  der  abgebildeten  Form  mit  weissen 
Subapicalpunkten  der  Vflgl,  zu  denen  sich  manchmal  auch  noch  3 — 4  submarginale  gesellen,  treten  auch 
völlig  punktlose  auf  (demaculata  form.  nov.).  Auch  sind  cf  wie  $  mit  submarginalen ,  mehr  oder  minder  demaculata. 
verloschenen  Keilflecken  sehr  selten.  Verbreitung  über  ganz  Java,  im  Westen  jedoch  noch  spärlicher  als 
im  Osten,  bis  etwa  600  m  hinaufgehend.  —  sapitana  Frühst.  Habituell  kheili  von  Nias  nahestehend,  diffe-  sapitana. 
riert  sie  von  allen  genannten  Formen  durch  braunen,  manchmal  sogar  hellbraunen  und  scharf  abgesetzten 
Distalsaum  aller  Flügel,  durch  den  von  der  Unterseite  weisslichbraune  Punkte  durchschimmern.  Hflgl  ähn¬ 
lich  epiphaneia  und  menetriesi,  d.  h.  mit  lang  ovalen  weisslichen,  etwas  graubeschatteten  submarginalen  Keil¬ 
flecken.  Insel  Lombok,  auf  600 — 700  m  Höhe;  Flugzeit  April- Juni;  Name  nach  der  am  Rande  des  Hoch¬ 
waldes  gelegenen  Ortschaft  Sapit.  —  menodice  subsp.  nov.,  die  östlichste  bekannte  Inselform,  hat  bereits  menodice. 
den  Blauschiller  fast  völlig  verloren  und  die  bei  sapitana  einsetzende  Braunfärbung  geht  fast  bis  zur  Flügel¬ 
mitte  und  Hand  in  Hand  damit  ein  Verschwinden  der  submarginalen  Keilflecke  der  Hflgloberseite ,  die  nur 
unterseits  ähnlich  seitzi  und  kheili  erhalten  bleiben.  Sumbawa.  —  zonata  JJruce  ist  die  in  grosser  Zahl  zonata. 
nach  Europa  gekommene  Unterart,  welche  ganz  Borneo  bewohnt,  oberseits  keine  Spur  einer  Weisspunktie¬ 
rung  und  einen  matten  tiefblauen ,  die  ganzen  Vflgl  überziehenden  Schiller  aufweist.  Einige  Exemplare 
sind  fast  grösser  als  kontinentale  Stücke ;  der  Sexualstreifen  sehr  lang ,  breit.  Hflglunterseite  nur  mit 
vereinzelten  kurzen  weissen  Internervalstrichelchen.  —  masina  Frühst,  ist  auf  eine  habituell  zurück-  masina. 
gebliebene  Form  oder  Rasse  des  südöstlichen  Borneo  gegründet  mit  verschmälerten  Vflgln,  sehr  kurzem, 
dünnem  Sexualstreif  und  einer  kompletten  Reihe  von  deutlichen  submarginalen  Strichelchen.  Südost-Borneo, 

Umgebung  von  Amuntai.  ?  von  beiden  Borneo-Formen  ausserordentlich  selten,  anscheinend  überhaupt  noch 
nicht  beschrieben.  —  transpectus  Moore  ist  mir  nur  nach  einem  cf  des  Museums  in  Stockholm  bekannt,  transpectus. 
differiert  durch  bleicher  braune  Hflgl  von  epiphaneia  und  menetriesi  und  führt  nur  zwei,  drei  submarginale, 
unbedeutende  Keilflecken  und  eine  antemarginale  Serie  von  sieben  Pünktchen  auf  der  Hflgloberseite.  Insel 
Billiton.  —  cyllene  Stgr.  endlich  ist  eine  Rasse,  die  einen  deutlichen  Rückschlag  zur  festländischen  Type  cyllene. 
vorstellt ;  beide  Geschlechter  mit  sehr  langen  schmalen  Submarginal  strichen  der  Hflgl ,  die  auch  oberseits 
prägnant  heraustreten;  ?  mit  einer,  manchmal  sogar  zwei  Reihen  grau  überstäubten  Antemarginalpunkte 
der  Vflgl.  Unterseite  wie  bei  epiphaneia,  nur  mit  wenig  schmäleren  weissen  Keilflecken.  Insel  Palawan; 

Flugzeit  Januar. 

E.  swainsoni  bewohnt  ausschliesslich  die  philippinische  Region,  von  der  aus  eine  Form  in  das  nörd¬ 
liche  Celebes  eingedrungen  ist,  und  es  ist  nur  zu  verwundern,  dass  in  Sandakan  noch  keine  hierhergehörige 
Rasse  bisher  entdeckt  wurde.  Die  einzelnen  Zweige  der  Gesamtart  sind  unter  sich  so  verschieden,  dass 
man  die  Frage  stellt,  ob  nicht  einigen  von  ihnen  Speciesrechte  zukommen;  da  aber  in  analogen  Fällen 
die  Untersuchung  der  Genitalorgane  zu  keinem  Resultate  führte,  unterblieb  sie,  und  der  Einheitlichkeit 
halber  werden  alle  Formen  hier  als  geographische  Unterarten  behandelt.  —  swainsoni  Godt.  differiert  von  swainsoni. 
der  abgebildeten  bazilana  Frühst.  (82  a)  durch  mehr  als  doppelt  so  breite  weisse  Subapicalflecke  der  Vflgl, 
die  ein  fast  quadratisches  Feld  bilden.  Die  innere  Reihe  submarginaler  Flecke  ist  unvollständig,  bei  beiden 
Geschlechtern  sind  nur  2 — 5  Punkte  zu  erkennen.  Grundfarbe  ähnlich  jener  von  siduana  Moore  (84  d),  die 
Unterseite  noch  fahler,  graubraun,  aber  mit  rein  weissen  Feldern  und  Flecken.  Insel  Luzon ;  nach  Semper 
südlich  nicht  über  den  14.  Breitegrad  hinausgehend.  —  butra  Stgr.  von  Palawan  schliesst  sich  auch  an  butra. 
swainsoni  an  durch  die  zwar  etwas  dunklere  Unterseite,  aber  die  fast  übereinstimmend  geringe  Entwicklung 
der  Submarginalpunkte  der  Hflgl.  butra  hat  mit  swainsoni  auch  noch  den  konkaven  Ird  der  Vflgl  gemeinsam, 
differiert  aber  erheblich  durch  das  Fehlen  des  grossen  weissen  Subapicalfeldes  der  Vtlgl,  auf  denen  wir  nur 
eine  Serie  von  zumeist  kräftigen  weissen  Submarginalflecken  zu  konstatieren  vermögen.  Es  existieren  aber 
auch  Exemplare  mit  kaum  merklichen  Punkten.  —  dealbata  form.  nov.  Vflgl  an  der  Basis  dunkelbraun,  dealbata. 
distal  mit  eigentümlicher  graubrauner  Aufhellung.  Palawan ,  nicht  selten  im  Januar.  —  lucasi  Moore  aus  lucasi. 


240 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Mindanao  beschrieben,  zählt  zu  den  am  leichtesten  zu  erbeutenden  Faltern  der  Rieseninsel;  Semper  besass 
davon  über  450  Exemplare.  Die  weissen  Flecken  der  Oberseite  aller  Flügel  kleiner,  und  daher  isolierter 
als  bei  der  Bazilanrasse.  Verbreitungsgebiet  nach  Semper  auf  allen  mittleren  und  südlichen  Philippinen- 
bazilana.  Inseln.  —  bazilana  Frühst.  (82a),  von  wesentlich  dunkler  brauner  Grundfarbe,  mit  rein  weisseren  Flecken 
aller  Flügel,  von  denen  besonders  die  intramedianen  der  Vflgl  prägnanter  als  bei  lucasi  aufgetragen  sind. 
suluana.  Insel  ßazilan,  Februar  bis  März.  —  suluana  Moore  (84  d),  von  lichter,  brauner  Gesamtfärbung,  führt  regel- 
mässigere  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  stattlichere  Antemarginalpunkte  der  Hflgl.  2  in  der  Regel  mit 
donovani.  zahlreicheren  weissen  Discalpunkten.  Sulu- Archipel.  —  donovani  Fldr.,  mir  unbekannt,  muss  sehr  selten 
sein,  da  sie  seit  Felder’s  Zeiten  nicht  mehr  nach  Europa  gekommen  ist.  Vielleicht  liegt  auch  eine  Fund- 
kuroiwae.  ortsverwechslung  seitens  des  Autors  vor.  Nord-Celebes.  —  kuroiwae  Mats,  ist  eine  der  lucasi  auffallend 
ähnliche,  erst  1905  entdeckte  Rasse  der  Liu-Kiu-Inseln.  Subapicalflecken  der  Vflgl  wie  bei  bazilana,  Sub¬ 
marginalbinde  der  Htlgl  jedoch  nur  aus  rundlichen  kleinen  Makeln  wie  bei  butra  bestehend.  Auch  die  Sub- 
analtlecke  der  Vflgl  stark  reduziert.  Ird  der  Vflgl  massig  konkav,  wie  bei  swainsoni.  Vom  Yayeyama 
beschrieben. 

abjecta.  E.  abjecta  Btlr.  (82  c  ?  statt  cf)  eine  völlig  isoliert  stehende  Species,  d'  mit  schlanken,  am  Ird  stark 

ausgebogenen  Vflgln.  Sexualstreif,  lang  und  breit  wie  bei  swainsoni,  Grundfarbe  hellbraun  mit  dunklerem 
Costalgebiet  der  Hflgloberseite.  Alle  Flügel  unterseits  distal  ausgebleicht  mit  zartem,  violettem  Hauch.  Vflgl 
mit  Submedianstrich,  der  genau  wie  bei  swainsoni  nur  im  weiblichen  Geschlecht  auftritt,  Hflgl  mit  2  Paar 
Inter  nervalstreifen,  die  länger  und  breiter  angelegt  sind  als  oben.  Palau-Inseln. 

diana.  E.  diana  ist  der  celebischen  Subregion  eigentümlich,  verteilt  sich  auf  der  Hauptinsel  selbst  in  drei 

Ortsrassen  und  geht  südlich  noch  auf  den  langgestreckten  Inseltrabanten  Saleyer  über,  diana  Btlr. ,  die 
Namenstype,  ist  die  farbenreichste  und  in  den  Sammlungen  am  meisten  verbreitete.  Vflgl  mit  weisslichviolettem 
Sexualstreif,  zwei  sehr  grossen,  beinahe  quadratischen  Ultracellularmakeln,  mehreren  Costal-  und  Sub¬ 
marginalpunkten.  Htlgl  mit  zwei  Discal-,  einer  Serie  von  Submarginaltlecken  und  ausserdem  noch  einer 
Reihe  von  Randpunkten.  Beim  ?  treten  fernerhin  noch  neben  und  über  der  Zelle  beider  Flügel  weissliche 
Discalmakeln  auf.  Unterseite  graubraun  mit  grau-  oder  violettweisser  Aufhellung  in  der  Medianregion  der 
Hflgl.  Häufig  auf  langgrasigen  Wiesenflächen  im  Strandwald  von  Toli-Toli,  im  November  bis  Dezember. 
horsfieldi.  Südlich  bis  zur  Bai  von  Palos  (Donggala,  August)  herabgehend.  In  der  Minahassa  überall  gemein.  —  horsfieldi 
Fldr.,  ist  die  stark  vei dunkelte  Rasse,  welche  den  Südarm  von  Celebes  bewohnt  und  am  Wasserfall  von 
Maros  als  einer  der  ersten  Schmetterlinge,  die  dem  Reisenden  begegnen,  anzutreffen  ist.  Sexualstreif  des 
cf  schwarz.  Submarginal  fl  ecken  der  Htlgl  zumeist  grösser  und  die  weisslichvioletten  Felder,  welche  die 
Vflglflecken  bei  diana  umgeben,  fehlen  den  cf  cf  und  den  ??  in  der  Regel  die  oberen  Transcellularmakeln.  — 
fruhstorferi.  fruhstorferi  Böb.  ist  eine  Regenzeitform,  bei  der  auch  noch  die  weissen  Costal-  und  Zellpunkte  der  Vflgl 
tombugensis.  ausfallen  und  die  Submarginalpunkte  der  Hflgl  nahezu  völlig  verschwinden.  —  tombugensis  Frühst.  (82  a) 
ist  das  melanotische  Extrem  der  Species,  in  der  Regel  ohne  Spur  von  weissen  Discalmakeln  und  grau¬ 
schwarzem  Sexualstreifen  der  Vflgl.  Am  dunkelsten  sind  cf  cf  aus  Tombugo,  während  cf?  des  südlicher 
gelegenen  Hafenorts  Kendari  durch  weisse  Intramedianmakeln  der  Vflgl  bereits  einen  Übergang  zu  horsfieldi 
laodikeia.  bilden.  —  laodikeia  snbsp.  nov.  ist  eine  prägnante  geographische  Form,  deren  Entdeckung  Herrn  Dr.  Martin 
zu  danken  ist.  Grundfarbe  tief  schwarzbraun,  fast  ohne  Spur  eines  violetten  Hauches ;  Sexualstreifen  grau- 
schwarz  ohne  jedwede  violette  Umgrenzung;  Subapical-  und  Submarginaltlecken  der  Vflgl  äusserst  prominent, 
reinweiss,  dreimal  so  breit  als  bei  diana,  lebhaft  mit  dem  dunklen  Untergrund  kontrastierend.  Submarginal¬ 
makel  der  Hflgl  ähnlich  wie  bei  horsfieldi,  Zell-  und  Medianpunkte  fehlen.  Insel  Saleyer,  im  Januar. 

E.  maura  ersetzt  auf  den  östlichen  Adjacent-Inseln  die  celebische  diana  und  differiert  hauptsächlich 
durch  ihre  Kleinheit,  33  —  34  mm  Vflgllänge  gegen  40  —  43  mm  derselben.  Ober-  wie  Unterseite  ein¬ 
farbig  braun,  nur  mit  weissen  Discalflecken  ohne  violetten  Antlug,  Sexualstreifen  stets  schwarzbraun.  — 
maura.  maura  Hpffr.  ähnlich  corvina  Frühst.  (86  a),  aber  ohne  weissen  Zellfleck  und  ohne  alle  Punktierung  der 
Hflgloberseite.  Von  Hopffer  aus  Celebes  beschrieben,  aber  in  Wahrheit  von  den  Togean-Inseln  im  Tomini- 
corvina.  Golf  stammend.  —  corvina  Frühst.  (86  a)  führt  oberseits  in  der  Regel  nur  einen  weissen  Punkt  vor  dem 
Zellapex  und  2  verloschene  Fleckchen  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl,  3  Submarginalpunkte  und  einen 
weissen  Zellfleck  der  Hflgl.  Alle  Flecken  vergrössern  sich  auf  der  Unterseite  und  verfärben  sich  violett. 
Die  Submarginalreihe  wird  kompletter  und  auf  den  Hflgln  zeigen  sich  noch  3—4  winzige  Discalpünktchen. 
wiskotti.  Sula-Mangoli,  Sula-Besi.  —  wiskotti  Bob.  hat  dieselbe  Verteilung  aller  weissen  und  unterseits  der  violetten 
Flecken,  nur  sind  sie  alle,  insonderheit  die  Zellmakel  der  Hflgl,  etwa  dreimal  grösser  als  bei  corvina.  Insel  Bangkai. 

lewa.  E.  lewa  Doli.  (85  a)  ist  das  dunkelste  Extrem  einer  Formenreihe,  welche  die  östlichen  mikromalayischen 

baudiniana.  Inseln  bewohnt,  als  deren  nomenklatorischer  Typus  baudiniana  Godt.  (=  orope  Bsd.)  zu  gelten  hat.  Von 
baudiniana,  die  einfarbig  braun  ist,  differiert  lewa  durch  satt  violetten  oder  stahlblauen  Schimmer  der  Ober¬ 
fläche  der  Vflgl  und  durch  das  Fehlen  weisser  Punktserien  der  Htlgl.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  macht 
sich  eine  gelblichgraue  discale  Aufhellung  bemerklich,  in  der  in  regelloser  Reihe  5 — 6  weisslichgelbe  Makeln 
stehen.  Zellen  beider  Flügelpaare  mit  violettem  Fleck,  der  nach  aussen  von  3  —  6  ebensolchen  Punkten 


Ausgegeben  29.  XI.  I9l(>. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer 


241 


umgeben  ist.  Insel  Sumba;  in  Anzahl  vorkommend.  —  Als  E.  orope  hat  Boisduval  eine  Form  zuerst  ab¬ 
gebildet,  die  der  fabricia  (86  a)  nahesteht ,  als  deren  ältester  Name  aber  ziemlich  sicher  baudiniana  Godt.  zu 
gelten  hat.  Godart  beschrieb  anscheinend  ein  ?,  weil  er  den  Duftstreifen  nicht  erwähnt,  während  Boisduval 
ein  cf  vortrefflich  und  unverkennbar  darstellt.  Aber  während  Godart  als  Heimat  ganz  richtig  Timor  nennt, 
verlegt  Boisduval  die  Herkunft  seiner  Type  irrtümlich  nach  Polynesien,  orope  Bsd.  differiert  von  fabricia 
durch  etwas  breitere  und  daher  auf  den  Vflgln  noch  etwas  mehr  zusammenlaufende  weisse  Binden.  Unter¬ 
seitenpunktierung  wie  bei  lewa ,  die  Hflgl  von  der  Zelle  an  jedoch  grauweiss  aufgehellt.  Timor,  im  Mai  von 
Doherty  gefangen.  —  belinda  Btlr.  ist  die  polymorphe  Rasse  der  Insel  Wetter,  von  Butler  irrtümlich  aus 
Sumatra  beschrieben,  die  anscheinend  je  nach  der  Jahreszeit  3  verschiedene  Formen  produziert.  Die  Namens¬ 
type  scheint  der  Regenzeit  anzugehören;  sie  ist  noch  sehr  ähnlich  lewa  von  Sumba,  habituell  jedoch  kleiner, 
ohne  merklichen  Blauschiller,  aber  mit  fast  nochmal  so  ausgedehntem  weissen  Subapicalfeld  der  Vflgl.  Hflgl  ent¬ 
weder  ohne  oder  nur  mit  einigen  deutlichen  Submarginal-  und  sehr  kleinen  Antemarginalpunkten.  Vflgl  bei 
beiden  Geschlechtern  mit  nur  einem  weissen  Fleck  zwischen  dem  vorderen  und  hinteren  Medianast.  Auf 
der  Unterseite  treten  jedoch  im  Gegensatz  zu  lewa  die  submarginalen  Weisszeicbnungen  als  relativ  grosse 
Keilflecke  in  Erscheinung.  Die  violetten  Discalmakeln  prominent.  —  oropina  Hob.  ist  eine  Intermediatform, 
bei  der  auf  den  Hflgln  die  submarginale  Reihe  von  Keilflecken  auch  oberseits  vorhanden  ist  und  von  deut¬ 
lichen  Anteterminalpunkten  begleitet  wird.  Flugzeit  im  Mai.  —  latistriga  form  nov.  endlich  dürfte  das  Pro¬ 
dukt  einer  extremen  Trockenzeit  sein  und  stellt  den  Anschluss  an  baudiniana  und  fabricia  dar  durch  wesent¬ 
lich  verbreiterte  Intramedianflecken  der  Vflgl  und  durch  die  bindenartig  erweiterten  Submarginalflecken  der 
Hflgl,  die  mit  den  Randpunkten  wie  bei  fabricia  Zusammenflüssen.  Flugzeit  vielleicht  Juli-August.  —  fabricia 
subsp.  nov.  (86  a)  differiert  von  baudiniana  in  der  Hauptsache  durch  schmälere  und  schärfer  abgegrenzte  weisse 
Submarginalbinden  aller  Flügel.  Ein  ?  gehört  der  Form  oropina  Uöb.  an.  Letti,  Kisser,  anscheinend  nicht 
selten.  —  domitia  subsp.  nov.  (84 d)  stellt  die  grösste  bekannte  Rasse  dar,  mit  naturgemäss  wesentlich  ver¬ 
breiterten  Fleckenbinden,  von  denen  jene  der  Hflgl  beim  c f  sich  mehr  aus  rundlichen  statt  länglichen  Makeln 
zusammensetzt  und  nicht  mit  den  Randpunkten  verschmilzt.  Unterseite  aller  Flügel  fahler  und  gleichmässiger 
grau  als  bei  fabricia.  Insel  Roma;  von  H.  Kühn  entdeckt. 

r'  i.  !  6 

E.  eleutho  ist  der  älteste  Name  einer  australisch-pazifischen  Spezies  von  tiefschwarzer  Grundfarbe 
mit  grossen  quadratischen  Postdiscalflecken  der  Vflgl  und  einer  je  nach  der  Inselrasse  schmäler  oder  breiter 
angelegten  weissen  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Von  Australien  aus  hat  sich  eleutlio  bis  Guam  und  die 
Ellice-  sowie  Samoa-Inseln  verbreitet  und  ist  westwärts  über  die  Timor-Laut-Gruppe  bis  Babber  und  Dämmer 
vorgedrungen,  wo  sie  auf  jenen  Inselschollen  auftritt,  die  von  baudiniana  nicht  mehr  erreicht  werden;  nur  auf 
Kisser  kommen  beide  nebeneinander  vor.  Die  Variabilität  der  Kollektivart  hat  Moore  veranlasst,  die  ein¬ 
zelnen  Inselformen  auf  drei  seiner  Genera  zu  verteilen.  —  sacerdos  Btlr.  (84  d)  von  Larat  der  Tenimber- 
Gruppe  beschrieben,  führt  sehr  breite  weisse  Flecken  und  Binden,  in  der  Regel  viel  ausgedehnter  als 
bei  dem  abgebildeten  Exemplar.  Unterseite  der  Vflgl  schwarz ,  jene  der  Hflgl  fahlbraun,  in  jeder  Zelle  ein 
grösserer  violetter  Punktfleck  und  eine  Transcellularserie  von  3 — 7  ebensolchen  teilweise  strichförmigen  Makeln. 
Vflgl  ausserdem  noch  mit  2  Costalfleckchen.  Basis  der  Hflgl  mit  4 — 5  weissen  Punkten  und  alle  Flügel 
noch  mit  paarweise  stehenden  weissen  Randpunkten  besetzt.  Die  Bänderung  der  Oberseite  wiederholt  sich 
übereinstimmend  auf  der  Unterseite.  Manchmal  findet  sich  unter  dem  seidig  glänzenden  tiefschwarzen  Sexual¬ 
streifen  noch  ein  zweiter  dünner  Duftstrich.  Timor -Laut,  Aru,  Key.  —  eleutheria  subsp.  nov.  (84  d) 
bezeichnet  eine  besonders  grosse  Rasse  mit  namentlich  beim  ?  ausgedehnten  quadratischen  weissen  Flecken 
der  Vflgl.  Unterseite  mit  prächtigen  hellblauen  Zell-  und  Discalmakeln.  Insel  Teeon.  —  ancile  subsp.  nov. 
(82  d)  ist  charakterisiert  durch  verschmälerte  weisse  Zeichnung  auf  allen  Flügeln,  die  Intermedianflecken  der 
Vflgl  nicht  quadratisch,  sondern  zumeist  länglich  oval.  Dämmer,  Babber,  Kisser,  sehr  häufig.  —  corinna 
Mc  Leay  (=  lewiisi,  angasi  Fldr.,  boisduvali  Luc.?)  hat  alle  weissen  Flecken  und  Binden  leicht  gelblich 
überzogen,  etwas  kleiner  als  bei  eleutheria  und  daher  anscheinend  weiter  nach  innen  gerückt,  distal  tiefer 
eingekerbt  als  bei  sacerdos  und  ancile.  Australien,  von  Sydney  bis  zum  Kap  York.  —  euclus  Misk.,  die 
Waterhouse  im  Katalog  australischer  Lepidopteren  als  Synonym  aufführt,  scheint  nach  der  Diagnose  ihres 
Autors  eine  interessante  Aberration  von  corinna  vorzustellen,  charakterisiert  durch  das  Ausfallen  der  ante- 
marginalen  weissen  Flecken  auf  allen  Flügeln  und  die  erheblich  reduzierten  weissen  Binden  der  Hflgl.  Kap 
York.  —  eleutho  Guoy ,  die  Namensform,  mit  etwas  kürzerem  Flügelschnitt  und  sehr  grossen  quadratischen 
Flecken  der  Vflgl.  Unterseite  eigentümlich  hellgrau,  erdfarben,  die  Flecken  am  Zellschluss  relativ  gross, 
aber  die  violetten  oder  blauen  Discalmakeln  fast  völlig  verschwunden.  Insel  Guam  der  Ladronen,  nach 
Moore  auch  von  Samoa  und  Ellice-Island  im  British  Museum,  „^^proserpina  Btlr.  ist  eine  hervorragende 
Lokalform  mit  zierlicher  Flügelzeichnung  und  erheblich  zurückgebildeten  weissen  Makeln,  die  gelegentlich 
leicht  violett  überhaucht  sind.  Randpunkte  der  Hflgl  bei  den  cf  cf  zumeist  fehlend;  die  Submarginalmakeln 
zu  kleinen  Keil-  oder  rundlichen  Punktflecken  reduziert.  Die  kleinen  Circumcellularpunkte  der  Hflglunter- 
seite  jedoch  im  Gegensatz  zu  eleutho  deutlich  vorhanden.  Viti-Lewu,  anscheinend  in  Anzahl  vorkommend. 

E.  schmeltzi  B.-Schäff.  ist  eine  in  den  Sammlungen  seltene  Species,  von  den  Samoa-Inseln  be¬ 
kannt;  Type  ein  ?,  dessen  Vflgl  3  Costal-  und  4  grosse  weisse  Subapiealmakeln  führen;  ausserdem  steht 

IX  31 


orope. 

belinda. 

oropina. 

latistriga. 

fabricia. 

domitia. 


sacerdos. 

eleutheria. 

ancile. 

corinna. 

euclus. 

eleutho. 

proserpina. 

schmeltzi. 


242 


EUPLOEA.  Von  H.  FrüitstoreEK. 


whitmei 


childreni. 


guerini. 


punicea. 


bruno. 

palilia. 

amethysta. 

progressiva. 

violetta. 


ordinata. 


denticulata. 

bipunctata. 

astraea. 


tenebrosa. 


lachrytnosa. 

amycus. 


zwischen  den  Radialen  und  den  vorderen  Medianästen  je  ein  weisser  Fleck.  Hflgloberseite  mit  drei  grösseren 
inneren  und  drei  kleineren  äusseren,  nur  bis  zum  ersten  Medianast  ausgedehnten  Submarginalpunktreihen. 
Unterseite  mit  je  einem  weissen  Fleck  vor  der  Zelle  und  etwas  vollständigeier  Wiederholung  der  Weiss¬ 
zeichnung  der  Oberseite. 

E.  whitmei  Btlr.  mit  30  mm  Vflgllänge,  eine  der  zierlichsten  der  bekannten  Euploeen  und  durch 
ihre  Kleinheit  ein  echter  ozeanischer  Falter.  Heimat:  Lifu  auf  den  Loyalitätsinseln  östlich  von  Neu-Galedonien. 
Grundfarbe  dunkel  schokoladebraun  mit  leicht  aufgehellter  Randzone,  besonders  der  Hflgl.  Vfigl  mit  sehr 
kurzem,  aber  breitem  Sexualstreif  und  zwei  kleinen  Subapicalpunkten.  Hflgl  mit  einer  distalen  Serie  von 
kleinen,  etwas  unregelmässig  stehenden  Randpunkten  und  einer  submarginalen  Reihe  von  3 — 4  etwas 
grösseren  Fleckchen.  Unterseite  mit  kompletteren  Doppelreihen  weisser  Punkte,  denen  sich  noch  eine  discale 
Partie  von  7  circumcellularen  und  einem  Zellfleck  zugesellt.  Vfigl  gleichfalls  mit  violetter  Makel  vor  dem 
Zellapex,  zwei  transcellularen  und  zwei  weissen  Intramedianmakeln.  —  childreni  Moore,  nach  einem  Exem¬ 
plar  der  Sammlung  Oberthür  aus  »Java«  beschrieben,  ist  vielleicht  synonym  mit  whitmei  oder  eine  Lokalrasse 
davon  aus  dem  pazifischen  Gebiet.  Sicher  ist  nur,  dass  childreni  nicht  auf  Java  vorkommt. 

E.  guerini,  bisher  nur  von  Neu-Guinea  und  den  Aru-Inseln  bekannt  gewesen,  wurde  neuerdings  auch 
in  Australien  aufgefunden.  Anscheinend  konstant  auf  den  Aru-Inseln,  gehört  sie  auf  der  Hauptinsel  von 
Neu-Guinea  zu  den  variabelsten  aller  dortigen  Species,  so  dass  allein  der  Lokalrasse  von  Britisch-Neu-Guinea 
10  Artnamen  beigelegt  wurden,  die  aber  zum  grössten  Teil  nicht  einmal  nennenswerte  Aberrationen  um¬ 
schreiben.  punicea  Gr.-Sm.  (84c)  ist  die  älteste  Bezeichnung,  die  der  Rasse  von  Holländisch-Neu-Guinea 
gegeben  wurde  und  nach  dem  mir  von  der  Humboldtbai  zugänglichen  Material  ist  die  Form  von  Kaiser- 
Wilhelmsland  damit  identisch.  Auf  der  Abbildung  kommt  leider  der  zarte,  ptlaumenblaue  Anflug  und  die 
etwas  blässere  Randzone  nicht  zum  Ausdruck.  Unterseite  ist  kakaobraun,  gelegentlich  mit  mattem,  hell¬ 
violettem  Schiller  über  den  äusseren  Flügelpartien.  V-  und  Hflgl  mit  hellblauem  Zellfleck  und  zwei  resp. 
fünf  discalen  Punkten.  Vfigl  des  ?  dann  noch  mit  dem  bei  den  meisten  Euploeen  vorhandenen  Submedian¬ 
strich,  an  dessen  Stelle  beim  c f  der  oberseits  braunglänzende  Sexualstreifen  durchschimmert  Bei  der  Form 
punicea  wiederholen  sich  dann  unterseits  auch  noch  die  weissen  Subapicalmakeln  der  Oberseite.  —  bruno  Sin., 
unter  welchem  Namen  die  Neu-Guinea-^wmra  allgemein  im  Handel  kursieren,  bezeichnet  eine  leichte  Ab¬ 
weichung,  bei  der  die  Vfigl  auch  noch  eine  komplette  Submarginalserie  von  weissen  Flecken  aufweisen.  — 
palilia  form.  nov.  (84c)  führt  keine  weissen  Flecken  der  Vfigl,  aber  dafür  einen  hellvioletten  Antlug,  der 
bindenartig  bis  zur  Flügelmitte  herabzieht.  —  Bei  amethysta  form.  nov.  (82  e)  sind  beide  Flügel  mit  einem 
breiten  violetten  Randgebiet  geschmückt  und  die  Distalregion  der  Hflglunterseite  erscheint  weisslieh  auf¬ 
gehellt.  Diese  Form  kann  auch  mit  der  gefleckten  Hauptform  punicea  kombiniert  auftreten.  —  progressiva 
form.  nov.  (84  c)  sind  Exemplare  mit  pflaumenblauer  Oberseite,  ohne  weisse  Spritzer  und  ohne  violetten  Saum, 
aber  distal  mehr  oder  minder  hellbraun  aufgehellt.  Ihr  gehören  36  von  72  Paaren,  also  genau  die  Hälfte 
von  den  Exemplaren  meiner  Sammlung  an.  —  violetta  Btlr.  (81b)  ist  der  älteste  Name  für  die  Ortsrasse 
des  Britischen  Neu-Guinea,  nach  Exemplaren  von  Port-Moresby  aufgestellt.  Nach  der  mir  vorliegenden 
Reihe  von  12  Paaren  aus  der  Milne-ßai  ist  die  Lokalform  sehr  konstant,  alle  Exemplare  führen  viel  statt¬ 
lichere  weisse  Subapicalflecken  als  punicea,  die  entweder  mit  blauen  oder  violetten,  mehr  oder  weniger  dicht 
aufgestreuten  Schuppen  überschüttet  oder  begrenzt  sind.  Submarginalbinde  der  Vfigl  fast  stets  komplett. 
Auf  der  Hflgloberseite  erscheinen  1- — 2  submarginale  Intraniedianflecken.  Mit  violetta  fallen  pleiadis  Btlr. 
und  dolosa  Btlr.,  als  auf  kleinere  Individuen  begründet,  ohne  weiteres  zusammen.  —  ordinata  Moore  ist  eine 
Form  mit  einer  kompletten  Reihe  von  Submarginalflecken  der  Vfigl.  —  Bei  denticulata  Moore  sind  diese 
stark  verkleinert.  —  bipunctata  Moore  bezieht  sich  auf  schon  erwähnte  ?$  mit  zwei  Submarginalflecken  der 
Hflgloberseite.  —  astraea  Moore  hat  die  Flecken  wesentlich  verbreitert  und  für  steiler,  siderea,  louisa  Moore 
vermag  ich  eine  Kennzeichnung  überhaupt  nicht  zu  geben.  Aus  den  Benennungen  Moorf.’s  geht  aber  mit 
ziemlicher  Gewissheit  hervor,  dass  weder  die  Formen  palilia,  amethysta,  noch  progressiva  Frühst,  in  Britisch 
Neu-Guinea  bisher  beobachtet  wurden;  auch  ist  es  interessant,  festzustellen,  dass  die  mir  aus  östlicheren 
Teilen  von  Kaiser-Wilhelmsland  zugegangenen  Paare  alle  zur  Form  punicea  neigen  und  somit  den  deutlichen 
Übergang  zu  violetta  bilden,  während  progressiva  und  die  violett  gebänderten  Individualaberrationen  besonders 
in  der  Astrolabe-Bai,  bei  Friedrich- Wilhelmshafen  dominieren.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  auch  tene¬ 
brosa  Sm.  und  lachrymosa  Gm. ,  die  ihr  Autor  aber  ausdrücklich  mit  netscheri  vergleicht,  zu  guerini  ge¬ 
hören.  tenebrosa  entspricht  dann  etwa  der  progressiva  und  müsste  als  Namenstype  an  Stelle  von  punicea 
treten,  und  lachrymosa  Sm.  wäre  die  Rasse  der  Insel  Jobie,  nach  Smith’s  Angaben  ohne  Blauschiller  und 
unterseits  etwas  bleicher  als  tenebrosa.  —  amycus  Misk.,  die  Waterhouse  im  Katalog  austral.  Lepidopteren 
als  eigene  Art  aufführt,  ist  nach  der  Diagnose  beurteilt  eine  guerini- Rasse,  cf  oberseits  dunkel  samtbraun, 
mit  hellerem  Distalrand.  Apicalbinde  aus  4  unregelmässig  geformten,  leicht  bewölkten  weissen  Flecken  be¬ 
stehend,  von  denen  die  beiden  obersten  die  kleinsten  sind.  Ein  kleiner  runder  weisser  Fleck  lagert  zwischen 
den  Medianästen  nahe  dem  Aussenrd.  Hflgl  dunkelbraun  mit  lichterem  Randgebiet  und  zwei  kleinen  weissen 
Submarginalflecken  nahe  dem  Apex,  von  denen  der  unterste  dem  Verschwinden  nahe  ist.  Unterseite  samt¬ 
braun  mit  einem  violetten  Fleck  vor  dem  Zellende,  5—6  jenseits  der  Zelle  und  fünf  weissen  grösseren  Sub- 


EUPLÜEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


243 


apicalmakeln.  Fundort  Cape  York.  —  guerini  Fldr.,  die  zuerst  benannte  Zweigrasse  der  Gesamtart,  be¬ 
wohnt  anscheinend  ausschliesslich  die  Aru-Inseln ;  auf  Key  wurde  sie  bisher  nicht  beobachtet.  Habitus 
grösser  als  bei  punicea,  Vflgl  etwas  länger  und  stets  mit  einer  kompletten  Reihe  von  Submarginalflecken, 
die  sich  beim  ?  auch  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  fortsetzen.  —  enna  subsp.  nov.  liegt  mir  von  Salewatti 
vor;  Oberseite  tiefschwarz,  mit  geringem  dunkelstahlblauem  Schimmer  und  Vflgl  mit  einer  vollständigen 
Reihe  von  fast  gleichartigen  rein  weissen  Flecken,  von  denen  die  drei  obersten  keilförmig  sind  und  deren 
dritter  distal  leicht  eingekerbt  ist.  Unterseite  mit  sehr  grossen,  hellblauen  Zell-  und  Ultracellularflecken, 
tiefschwarz  mit  mattem  blauen  Anflug. 

E.  illudens  Btlr.,  eine  habituell  kleine  Species,  hat  ungefähr  den  Färbungs-Charakter  von  cerberus 
Btlr.  (81c),  den  Flügelschnitt  aber  etwa  wie  eorvina  Frühst.  (86a)  war  bisher  nur  vom  Bismarckarchipel  be¬ 
kannt,  von  Neu-Lauenburg  und  Neu-Pommern  in  meiner  Sammlung;  nach  Butler  auch  in  Neu-Mecklenburg 
vorkommend,  woher  mir  aber  eine  habituell  viel  stattlichere  Inselrasse  vorliegt  Die  Grundfarbe  von  illudens 
ist  dunkelbraun,  Vflgl  der  cf  cf  mit  drei  bis  vier,  jene  der  ?$  mit  fünf  kleinen  grauweissen  Subapicalpunkten. 
Unterseite  mit  hellblauem  Zellfleck  und  drei  resp.  sechs  Circumcellularmakeln.  Vflgl  mit  einer  Serie,  Hflgl 
mit  einer  halben  Reihe  von  Antemarginalfleckchen.  —  Iygdamis  subsp.  nov.  ist  eine  grössere  Form  von  Neu- 
Mecklenburg,  mit  reiner  weissen  und  prominenten  Flecken  der  Oberseite  und  stattlicheren  und  lichter  blauen 
der  Unterseite  aller  Flügel. 

E.  decipiens  Btlr.  ist  eine  der  illudens  nahe  verwandte  Species  mit  viel  längerem,  breiteren  und 
distal  nicht  oval  verlängerten  Sexualstreifen.  Apex  der  Vflgl  spitzer,  Hflgl  mit  nur  zwei  kurzen  Reihen  von 
Antemarginalpunkten.  Aus  Neu-Lauenburg  beschrieben,  von  Herbertshöhe  in  meiner  Sammlung. 

E.  hemera  spec.  nov.  (86a),  ähnlich  cerberus  Btlr.,  von  derselben  Flügelform;  Ird  der  Vflgl  stark 
konvex  ausgebogen;  cf  oben  dunkelbraun,  ?  etwas  heller,  cf  stets  ohne,  ?  mit  einigen  unwesentlichen  Sub- 
marginaltleckchen.  Sexualstreifen  der  cf  cf  schmal,  kurz,  bei  einigen  Exemplaren  dem  Verschwinden  nahe; 
Unterseitenpunktierung  wie  bei  illudens.  Insel  Mafoor  oder  Mefoor  in  der  Geelvinkbai.  —  nesis  subsp.  nov. 
ist  eine  dunklere  und  habituell  viel  kleinere  Rasse,  die  unterseits  durch  eine  komplettere  Reihe  von  violetten 
Submarginalpunkten  von  hemera  differiert.  Insel  Dämmer. 

E.  irene  spec.  nov.  (86  c)  mit  rundlicheren  Flügeln,  von  stattlicherer  Gestalt  als  die  vorige,  etwa  der 
anthracina  Btlr.  von  Amboina  habituell  gleichend,  führt  ähnlich  wie  anthracina  und  deione  Westw.  einen  sehr 
langen  breiten  Sexualstreifen  der  Vflgl.  Grundfarbe  dunkel  kaffeebraun,  $  wenig  lichter,  beide  Geschlechter 
ohne  Spur  von  Punktierung  der  Oberseite.  Unterseite  hell  kaffeebraun  mit  einer  breiten  gelblichen  Aufhellung 
in  der  Medianpartie  der  Hflgl.  wie  sie  ähnlich  auch  bei  de  heeri  Doli,  und  radica  Frühst,  in  Erscheinung  tritt. 
Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit  fünf  transcellularen  Makeln,  die  den  Zellfleck  umgeben.  Vflgl  beim  cf  mit  einem 
distal  etwas  nach  unten  abgebogenen  violetten  Streifen  zwischen  den  Medianästen,  ?  mit  dem  üblichen  Sub- 
medianstrich.  Fergusson  und  Kiriwina. 

E.  vitella  Montr.  und  transfixa  Montr.  von  der  Insel  Woodlark  stehen  vielleicht  der  irene  nahe,  die 
Formen  habe  ich  jedoch  nie  gesehen. 

E.  melanopa,  eine  ausschliesslich  papuanische  Species,  ist  in  den  Sammlungen  unter  dem  jüngeren 
Namen  netscheri  Snell.  verbreitet,  melanopa  Bob.  von  Sekar,  dem  südlichen  Arm  von  West-Holländisch 
Neu-Guinea  beschrieben,  ist  die  dunkelste  der  in  Betracht  kommenden  Zweigrassen.  Oberseite  zeichnungslos, 
Vflgl  dunkel  kaffeebraun  mit  wenig  aufgehellten  Rändern,  Hflgl  nur  basalwärts  und  in  der  Zelle  dunkel-, 
nach  aussen  gelblichbraun.  Unterseite  heller,  etwa  ledergelb.  Unterseitenpunktierung  wie  bei  irene.  Doherty 
fing  die  Form  bei  Kapaur,  Kühn  auch  in  der  Etna-Bai.  In  der  Kayu-Meru-Bai  finden  sich  Exemplare  mit 
grossen  weissen  Subapicalmakeln  der  Unterseite,  die  auf  den  Vflgln  als  graubraun  beschattete  Fleckchen 
zum  Vorschein  kommen  (=  albifrons  form,  nov.,  86  b).  Daneben  existieren  in  derselben  Fluggegend  cf  cf  mit 
oberseits  weiss  aufgehellten  Hflgl,  deren  Unterseite  im  analen  Drittel  durchweg  grauweiss  angellogen  ist 
(=  delicia  form,  nov.,  86  b).  ln  der  Humboldt-Bai  und  namentlich  bei  Dorey  in  der  Geelvink-Bai  des  nörd¬ 
lichen  Gestades  von  Holländisch  Neu-Guinea  findet  sich  die  oberseits  gleichmässiger  hellbraune  netscheri 
Snell.,  von  der  in  der  Tydschrift  voor  Entomologie  1889  eine  sehr  gute  Abbildung  gegeben  wurde, 
julica  subsp.  nov.  (86b)  hat  eine  ziemlich  monotone  Oberseite,  der  Distalsaum  nur  bei  den  ??  merklich  auf¬ 
gehellt,  die  aber  unterseits  mehr  oder  weniger  alle  zur  defeao-Bildung  neigen.  Waigiu,  Salwatti.  —  parca 
subsp.  nov.  endlich  bewohnt  Deutsch  Neu-Guinea,  ist  aber  dort  sehr  selten.  Distalsaum  der  Unterseite  aller 
Flügel  rötlichbraun,  die  Oberseite  dunkler  als  bei  den  genannten  Formen.  Nach  Hagen  findet  sich  parca 
vom  Dezember  bis  April  in  der  Astrolabe-Bai.  —  cissia  subsp.  nov.  liegt  mir  von  Misole  vor;  ober-  wie 
unterseits  durch  einen  licht  graubraunen,  scharf  abgesetzten  Rand  aller  Flügel  und  grosse  violettweisse 
Discalmakeln  der  Unterseite  charakterisiert;  die  ¥?  führen  subapicale  Makeln  der  Unterseite  und  gleichen 
darin  etwa  der  albifrons.  Flugzeit  Januar. 

Mit  E.  duponcheli  beginnt  eine  kleine  Gruppe  von  Arten,  die  von  den  Molukken  bis  zu  den  Salo¬ 
monen  verbreitet  ist  und  sich  durch  langen,  breiten  Seidenstreifen  der  Vflgl  auszeichnet,  der  namentlich  bei 
der  östlichen  Species  unter  allen  Euploeen  das  Maximum  seiner  Entwicklung  erreicht.  Die  einzelnen  Rassen 


guerini. 


enna. 


illudens. 


iygdamis. 


decipiens. 


hemera. 


nesis. 


irene. 


melanopa. 


albifrons. 

delicia. 

netscheri. 

julica. 

parca. 


duponcheli. 


244 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


anthracina. 

lykoatis. 

duponcheli. 

dodingensis. 

varina. 

moluccana. 

fraudulenta. 


lystra. 

nechos. 


megaera. 


rnorosina. 

morosa. 


und  Species  sind  durchweg  in  Wäldern  der  Meeresküste  in  grosser  Menge  anzutreffen.  —  anthracina  Btlr. 
Habitus  etwa  wie  bei  deione  Westw.  Grundfarbe  schwarzbraun  mit  leicht  aufgehellten  Rändern ;  ?  ober- 
seits  fast  immer  mit  undeutlichen  (Amboina)  oder  deutlich  durchscheinenden  grauweissen  Submarginalflecken 
auf  beiden  Flügeln  (Ceram).  Die  Art  wird  vielfach  mit  climena  verwechselt,  doch  ist  sie  bei  den  cf  cf  durch 
den  schwarzen  Sexualstreif  der  Oberseite,  bei  dem  allerdings  sehr  ähnlichen  $  durch  die  Submarginalpunk¬ 
tierung  leicht  zu  unterscheiden.  Die  Punktierung  der  Unterseite  ist  wie  bei  climena  verteilt,  aber  die  Intra¬ 
medianmakeln  der  Vflgl  und  die  Submarginalpunktierung  der  Hflgl  ist  durchweg  markanter.  Amboina, 
Saparua.  —  lykoatis  subsp.  nov.  zeigt  eine  durchweg  heller  braune  Grundfarbe  wde  anthracina,  die  Vflgl 
der  ??,  aber  namentlich  die  Hflgl  führen  entwickelte  weisse  Punktflecken,  und  die  Submariginalmakeln  der 
Unterseite  sind  gleichfalls  prominenter  als  bei  Amboina-Exemplaren.  Ost-Ceratn,  sehr  häufig.  —  duponcheli  Bsd. 
ist  dagegen  eine  erheblich  verdunkelte  Inselrasse;  ?  kleiner  als  bei  anthracina  und  ohne  Spur  von  trans¬ 
parenten  Submarginalpunkten.  Unterseite  durchweg  zierlicher  blau  punktiert,  die  Punktreihen  der  Hflgl 
selbst  beim  ?  nicht  bis  zum  Analwinkel  fortgesetzt.  Insel  Buru.  —  dodingensis  Moore  ist  charakterisiert 
durch  auffallend  breiten  Sexualstreif  der  Vflgl  der  cf  cf  und  gleichmässig  dunkelbraune  Färbung  der  Ober¬ 
seite.  Unterseitenpunktierung  noch  mehr  zurückgebildet,  als  bei  duponcheli.  Nord-Molukken,  Halmaheira,  Batjan.  — 
Als  ab.  varina  form.  nov.  wird  eine  interessante  Aberration  eingeführt  mit  einer  Reihe  oberseits  hellbraunen  Sub¬ 
marginalmakeln  der  Vflgl,  die  unterseit.s  prächtig  blauweiss  gelärbt  sind.  Die  Hflgl  führen  lange  weisslich- 
violette  Intramedianstriche.  Beide  Flügel  mit  distalem  stahlblauem  Anflug.  Batjan.  —  moluccana  Swinh. 
ist  die  dunkelste  der  Molukkenrassen,  habituell  durchweg  kleiner  als  dodingensis ,  ?  oberseits  manchmal  mit 
zwei  bis  drei  Medianpünktchen.  Unterseitenpunktierung  sehr  zierlich,  ähnlich  jener  von  dodingensis.  Von 
Neu-Guinea  sind  duponcheli -Vikarianten  bisher  nicht  bekannt,  auf  den  Salomonen  aber  treten  zwrei  Species 
als  häufige  Erscheinungen  auf. 

E.  fraudulenta  Btlr.  cf  etwas  grösser  als  anthracina,  mit  dunkelbraunem,  die  ganze  Zelle  ausfüllendem 
Androconienfleck  und  heller  braunem  Analsaum  der  Hflgl.  ?  oberseits  dunkelbraun ,  mit  dichterem  Rand¬ 
gebiet,  einem  reichlich  grossen  weissen  Zell-  und  zwei  Transcellularflecken,  cf  mit  sehr  langem  und  doch 
nur  ein  Drittel  breiterem  Sexualstreifen  der  Hflgl  als  anthracina.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  charakterisiert 
durch  einen  konkav  aufgebogenen,  an  den  Seiten  nach  unten  geneigten,  langen,  etwa  wurstförmigen  weiss- 
lichvioletten  Flecken ,  der  sich  vor  dem  grau  durchschimmernden  Zellstreifen  zwischen  dem  mittleren  und 
hinteren  Medianast  einbettet.  Beim  ?  tritt  dann  auch  noch  ein  ungewöhnlich  langes  und  bis  zur  Flügel¬ 
basis  hinziehendes  Band  auf,  gleichfalls  weisslichviolett,  das  hinter  der  Submediana  den  Ird  der  Vflgl  bekleidet. 
Hflglunterseite  wie  bei  anthracina,  aber  mit  zwei  Reihen  sehr  grosser  Antemarginalpunkte.  Weit  verbreitet 
auf  den  Salomons-Inseln,  Shortland,  Bougainville,  Choiseul,  Ysabell  und  Rubiana.  Auf  Renonga  erbeutete 
Ribbe  ein  Exemplar  mit  weisslichem  Schimmer  auf  der  Oberseite  der  Hflgl.  —  lystra  subsp.  nov.  Habituell 
kleiner  als  fraudulenta,  mit  reduzierten  weissen  Discalpunkten  der  Vflgl  und  gleichmässiger  hellbraunen  Hflgln. 
Unterseite  der  Vflgl  ausser  den  üblichen  Zell-  und  2  Transcellularmakeln  auch  noch  eine  Reihe  von  3  feinen 
Strichelchen  vor  dem  Zellapex,  die  den  übrigen  fraudulenta- Formen  fehlen.  Treasury-Inseln. 

E.  nechos  Math,  endlich  mit  rundlicherem  Flügelschnitt  als  die  vorige  führt  nahezu  1  cm  breite 
Sexualbinden  der  Vflgl.  Grundfarbe  etwas  heller  braun,  der  sonderbare  Intramedianstreif  der  Unterseite  der 
Vflgl  kürzer  als  bei  fraudulenta,  distal  tief  eingekerbt,  proximal  nicht  nach  hinten  ausgebogen.  Antemarginal- 
makeln  der  Hflgl  fehlen  zumeist.  Ribbe  traf  die  Art  auf  der  kleinen  Salomons  -  Insel  Munia  zu  vielen 
Tausenden,  ganze  Schwärme  -wurden  beim  Durchstreifen  des  Busches  aufgeschreckt  und  an  einigen  Stellen, 
-wo  die  Eingeborenen  Holz  geschlagen  hatten ,  sassen  an  den  stark  blutenden  Stümpfen  ganze  Packete  von 
Euploeen.  Im  dichten  Walde  selbst  war  nicht  ein  Zweig  und  kaum  ein  Blatt  des  niederen  Gebüsches ,  auf 
dem  nicht  eine  nechos  sass.  Ribbe  erfuhr  von  den  Eingeborenen,  dass  solche  Massen  periodisch ,  etwa  .alle 
10  Jahre,  auftreten.  Shortland-Inseln,  Bougainville. 

E.  megaera  Btlr.  ist  mir  nur  nach  der  Diagnose  bekannt.  Grundfarbe  dunkelbraun,  der  Hrd  heller. 
Fünf  Subapicalflecken  stehen  in  einer  schrägen  Reihe.  ?  mit  einem  Zell-  und  Costalpunkt  und  einer  Serie 
undeutlicher  Submarginalfleckchen,  cf  auf  den  bleicheren  Hflgln  drei  subapicale,  ?  zwei  Reihen  von  eben¬ 
solchen  Punkten.  Unterseite  lichter  braun  als  oben:  cf  mit  7  Antemarginalpunkten ;  Aru-Inseln. 

E.  morosa  (=  dalmani  Fldr .)  ist  eine  interessante  Species,  die  unter  allen  Crastia  am  leichtesten 
zu  determinieren  ist.  Der  zwischen  dem  mittleren  und  hinteren  Medianaste  eingebettete  Sexualtleck  ist. 
nämlich  ganz  nahe  dem  Distalrand  der  Vflgl  gerückt,  und  zudem  fast  rundlich  statt  länglich  streifen  artig.  — 
rnorosina  subsp.  nov.  (82  d).  Oben  tief  sammetschwarz,  Hflgl  mit  weisslichgrauem  Costalsaum  und  ganz 
schmalem  schwarzem  Androconienfleck.  Unterseite  mit  einem  violetten  Zell-,  zwei  Discalpunkten  und  einem 
länglichen,  distal  spitzen  Intramedianstreifen,  der  genau  über  dem  ovalen  Duftfleck  steht.  Hflgl  ausser  dem 
Zellfleck  noch  mit  5  violetten  Discal-  und  3  Subapicalpunkten.  $  etwas  heller  braun ,  oberseits  ohne  Spur 
von  Punktierung.  Obi.  —  morosa  Btlr.,  aus  Halmaheira  beschrieben,  auch  auf  Batjan  nicht  selten,  ist  etwas 
grösser  als  die  vorige  ;  Duftfleck  länglich  und  stattlicher.  Unterseite  mit  zierlicheren  violetten  Disealfleckchen 
als  rnorosina. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


245 


E.  pierreti  von  Dorey  (Holländisch  Neu-Guinea)  beschrieben ,  hat  den  Sexualfleck  gleichfalls  sehr 
nahe  dem  Aussenrd  der  Vflgl.  Er  ist  bei  den  einzelnen  Ortsrassen  verschieden  lang,  bei  allen  Formen  aber 
distal  etwas  nach  hinten  herabgebogen.  —  numantia  subsp.  nov.  (86b)  zeigt  kürzere  Sexualmakel,  die  bei 
einigen  ff  etwas  schmäler  ist ,  bei  anderen  aber  breiter  aussieht  als  auf  der  Abbildung ,  wo  sie  leider 
nicht  sehr  deutlich  zum  Ausdruck  gebracht  werden  konnte.  Unterseite  aller  Flügel  basalwärts  dunkel  kaffee¬ 
braun,  der  Distalrand  der  Vflgl  und  der  Analsaum  der  Htlgl  weisslichgelb  überschattet.  Vflgl  mit  einer  Zell-, 
2— 3  Discal-,  Htlgl  mit  Zell-  und  5  Discalpunkten.  Nicht  selten;  Insel  Waigiu.  —  pierreti  Fldr.  ist  ober- 
seits  durchweg  etwas  heller  braun  als  numantia,  der  Duftfleck  lang,  kräftig,  Aussensaum  der  Htlgl,  namentlich 
jener  des  ?  etwas  dunkel  ledergelb.  Discalpunktierung  der  Unterseite  sehr  schwach.  Randgebiet  der  Htlgl 
der  ??  fast  weisslich.  Holländisch  Neu-Guinea.  —  erana  subsp.  nov.  wird  gekennzeichnet  durch  einen  fast 
doppelt  so  langen  Seidestreifen  der  Vflgl  als  bei  numantia,  sehr  dunkle  Oberfläche  aller  Flügel,  von  denen 
sich  der  gelbbraune  Aussensaum  ziemlich  scharf  abhebt.  Unterseite  dunkel  kaffeebraun,  mit  beingelbem,  bis 
an  die  Zelle  hinaufziehendem  Randgebiet  und  äusserst  markanten  weisslic.hvioletten  Discalmakeln.  Deutsch 
Neu-Guinea. 

E.  lugubris  Sm.,  von  der  Insel  Biak  beschrieben,  führt  einen  ebenso  kurzen  Sexualfleck  wie  morosa 
Btlr.  Htlgl  ebenso  bleich  braungelb  wie  bei  numantia  Frühst.,  die  Gestalt  grösser  als  bei  morosa  und  numantia, 
aber  die  Htlgl  ähnlicher  jenen  von  morosa ,  d.  h.  mit  Anteterminalpunkten ,  die  der  pierreti- Reihe  fehlen.  - 
fuscosa  Sm.  ist  eine  Lokalform  der  vorigen,  ober-  und  unterseits  dunkler  braun,  Htlgl  aber  undeutlicher 
weiss  punktiert.  Insel  Mysore,  beim  Hafenort  Korrido  gesammelt.  Nur  2  Paare  bekannt. 

E.  lapeyrousei  Bsd.  ist  eine  jedenfalls  in  die  Verwandtschaft  von  pierreti  gehörige  Species,  die  Moore 
auf  Buru,  Oberthür,  der  die  Type  besitzt,  in  Holländisch  Neu-Guinea  Vorkommen  lässt.  Nach  Oberthür 
ist  die  BoiSDUVAL’sche  Diagnose  viel  zu  concis,  um  die  Art  darnach  beurteilen  zu  können.  Moore  gibt  an, 
dass  der  Sexualfleck  viel  schmäler  aber  länger  sei  als  bei  pierreti  und  die  Unterseite  prominenter  gefleckt. 

S 

E.  torvina  Btlr.  Eine  äusserst  zierliche  Species  mit  sehr  schmalen  Flügeln  und  grossem  distal  und 
proximal  abgerundetem  Sexualstreifen.  Vflgl  tief  sammetbraun  mit  schmaler,  etwas  lichter  brauner  aber 
violett  überhauchter  Distalzone.  Htlgl  mit  etwas  breiterem  gelbbraunem  Analsaum,  Unterseite  hell  schokolade¬ 
braun  ,  Htlgl  mit  sehr  schmalem ,  scharf  abgetrenntem  fahlbraunem  Randgebiet  und  prominenten ,  ziemlich 
grossen  weissgelben  Antemarginalpunkten.  Discus  und  Zelle  wie  bei  morosa ,  nur  zarter  punktiert.  Neu- 
Hebriden,  Aneitum,  Lifu ;  selten  in  den  Sammlungen. 

E.  paykullei  Btlr.  ist  eine  nahe  verwandte,  jedoch  distinkte  Species,  mit  noch  zarterem  Kolorit 
als  die  vorige.  Subapicalregion  der  Vflgl  und  die  Submarginalzone  der  Htlgl  bindenartig  aufgehellt,  licht¬ 
braun  statt  schwärzlich,  wie  die  übrige  Oberfläche  aller  Flügel.  Unterseite  auch  der  Vflgl  lichter  braun 
umrahmt,  Htlgl  ohne  die  antemarginalen  Punkte.  Vate,  Aneitum,  Mota  der  Neu-Hebriden. 

E.  brenchleyi  Btlr.  fehlt  meiner  Sammlung,  steht  der  paykullei  sehr  nahe,  von  der  sie  hauptsächlich 
differiert  durch  fast  ganz  weiss  umrahmte  Htlgl ,  die  bereits  an  eunjpon  Hew.  (86  e)  erinnern.  Salomons- 
Inseln,  ohne  genaueren  Fundort,  und  auf  einer  Kreuzfahrt  nach  verschiedenen  polynesischen  Inseln  entdeckt. 

E.  eurianassa,  eine  der  schönsten  der  bekannten  Euploea- Arten,  ist  ausschliesslich  im  Papua-Gebiet 
heimisch  und  ein  getreues  Spiegelbild  der  resarta  Btlr.  (82  b),  von  der  sie  durch  den  sehr  langen  Duftfleck 
der  Vflgl  sofort  zu  unterscheiden  ist.  —  cumaxa  subsp.  nov.  ist  eine  oberseits  etwas  verdunkelte  Form  von 
Kaiser -Wilhelmsland ,  mit  schmäleren,  partiell  gelblich  überhauchten  Binden,  besonders  der  Vflgl.  Ähnlich 
wie  resarta  kommt  auch  terentilia  westlicher  als  Finschhafen  nicht  vor  und  fehlt  deshalb  bereits  in  der 
Astrolabebai.  Hagen  kannte  die  Art  schon  1897  als  sehr  selten  bei  Simbang,  im  Dezember  gefangen.  - 
terentilia  subsp.  nov.  (82  b)  ist  eine  habituell  grössere  Rasse  als  cumaxa,  mit  noch  mehr  verdunkelten  Binden ; 
jene  der  Vflgl  ist  manchmal  völlig  braungrau  beschuppt  und  partiell  dem  Erlöschen  nahe.  Die  Verschmälerung 
der  weisslichen  Submarginalbinde  macht  sich  unterseits  noch  bemerklicher  als  oben,  weshalb  der  hellbraune 
Analsaum  der  Htlgl  Gelegenheit  findet,  sich  auszubreiten.  Fergusson-Inseln.  - —  eurianassa  Hew.  aus  Neu- 
Guinea  beschrieben,  vermutlich  aus  dem  britischen  Gebiet  der  Insel  stammend,  ist  die  am  reichsten  weiss¬ 
gebänderte  Ortsrasse  und  führt  unterseits  die  zierlichsten  violetten  Zell-  und  die  5  Discalpunkte  aller  Formen. 
Milne-Bai;  Dezember,  Januar;  anscheinend  nicht  selten. 

Artengruppe  Stictoploea  Btlr.  (1878). 

( Narmada  Moore  1880,  Doricha  Moore  1883.) 

Rp  soweit  bekannt  mit  3  Paar  Tentakeln,  sonst  kaum  von  jener  der  vorigen  Gruppe  verschieden,  doch  sind 
die  Anhängsel  auf  dem  3.  und  4.  Segment  bedeutend  länger.  Pp  wie  bei  Crastia  core.  Vflgl  mit  2  Sexualstreifen. 
Geäder  wie  bei  Crastia.  Valve,  soweit  untersucht,  ähnlich  jener  von  Salpinx,  aber  viel  schmäler,  mit  lang  aus- 
gezogener,  nur  rnässig  aufgebogener  Spitze. 

E.  coreta  Godt.,  von  Gestalt  wie  E.  core  Cr.,  aber  mit  etwas  kleineren  gelblichweissen  Submarginal¬ 
makeln  der  Vflgl  und  kürzeren  ebensolchen  Keilflecken  der  Htlgl.  Vflgl  unterseits  mit  zwei  weissen  Punkten 


numantia. 


pierreti, 


erana. 


lugubris. 


fuscosa. 

lapeyrousei 


torvina. 


paykullei. 


brenchleyi. 


cumaxa. 


terentilia. 


eurianassa. 


coreta. 


246 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


montana. 


hopei. 

binotata. 


pygmaea. 

microsticta. 

regina. 

harrisi. 


crowleyi. 

depunctata. 

discalis. 


mithrenes. 


convallaria. 


nica. 


tyrianthina. 


dotata. 


am  Zellschluss,  die  core  fehlen.  Die  Art  ist  sehr  gemein  im  südlichen  Indien  und  unter  dem  Namen 
coreoides  Moore  besser  bekannt.  Wahrscheinlich  ist  auch  consimilis  Fldr.,  aus  Java  beschrieben,  wo  sie  nicht 
vorkommt,  damit  synonym.  Rp  mit  schwarzem  Kopf  und  weissem  Labrum,  Köper  von  unbestimmter  Färbung, 
Untergrund  schwärzlich  mit  blauer  Rückenlinie,  einige  Segmente  gelblich,  andere  grünlichviolett  schimmernd. 
Tentakel  indigofarben,  Füsse  schwarz.  Pp  silbern,  mit  breiten  braunen  Binden.  Rp  auf  der  Unterseite  von 
jungen  Blättern  von  Ichnocarpus  frutescens,  stark  von  Ichneumoniden  verfolgt.  —  montana  Fldr.  ist  die 
ceylonesische  Rasse  der  vorigen,  von  melanotischem  Kolorit  der  Vtlgl,  auf  denen  oberseits  die  Submarginal¬ 
punkte  bei  den  cf  cf  fast  verloschen ,  bei  den  ??  stark  verdunkelt  sind.  Auch  unterseits  sind  alle  Weiss¬ 
zeichnungen  reduziert.  In  gewissen  Jahreszeiten  nicht  selten,  geht  montana  von  der  Ebene  bis  etwa  2000  in 
Höhe  und  ist  bei  Nuwara  Eliya  im  Mai  anzutretfen,  manchmal  begleiten  montana  auch  die  gemeine  asela 
auf  ihren  Wanderungen. 

E.  harrisi,  eine  kontinental  indische  Species  von  wundervollstem  Blauschiller,  zerfällt  in  zwei  geo¬ 
graphische  Rassen,  und  bei  ihrer  Neigung  zu  individueller  Variabilität  existiert  eine  Reihe  von  Namen  für 
einzelne  z.  T.  recht  unbedeutende  Formen.  Trotz  ihrer  Häufigkeit  sind  die  Jugendstadien  noch  unbekannt.  — 
hopei  Fldr.  gleicht  der  abgebildeten  binotata  (82  a),  nur  führen  die  Hflgi  eine  Serie  grosser  weisser  Sub¬ 
marginalflecken.  Dies  ist  der  nördlichste  Zweig  der  Gesamtart  aus  Assam,  Sikkim  und  Cachar,  von  Felder 
beschrieben.  —  binotata  Btlr.  (82  a)  ist  die  Hauptform,  Hflgi  ohne  weisse  Keilflecken,  in  Sikkim  und  Assam 
sehr  gemein.  Einige  Exemplare  führen  hellblaue  weissgekernte  Subapicalmakeln  der  Vtlgl,  auch  variieren 
die  blauen  Discaltlecken  erheblich  in  der  Grösse;  manchmal  sind  die  beiden  Reihen  der  Vtlgl  verlängert 
und  fliessen  zusammen.  Der  Zellpunkt  kann  manchmal  verschwinden.  —  pygmaea  Moore  ist  auf  ein  ?  der 
Trockenzeitform  gegründet,  mit  violetter  Oberseite  und  länglichem  weissem  Keiltleck  der  Vflglzelle.  — 
microsticta  Btlr.  ohne  genauen  Fundort  ist  vermutlich  eine  cf-Form  aus  der  Regenzeit,  von  aussergewöhn- 
lich  grossem  Flügelschnitt ,  und  ab.  regina  Moore  ist  eine  Aberration  ohne  weisse  Submarginalpunkte  der 
Hflgi,  dabei  sehr  kleine  weisse  Punktflecke,  aus  Cachar  beschrieben.  —  harrisi  Fldr.  geht  von  Tenasserim 
bis  zur  malayischen  Halbinsel,  wurde  von  Felder  aus  Cochinchina  beschrieben  und  von  mir  in  Anzahl  im 
Januar  in  Siam,  im  Februar  in  einer  sehr  kleinen  Trockenzeitform  in  Stid-Annam  und  im  Juni  und  Juli  in 
Tonkin  gesammelt.  —  Als  ab.  crowleyi  Moore  ist  eine  melanotische  Aberration  aus  Tenasserim  bezeichnet,  bei 
welcher  die  beiden  Reihen  weisser  Makeln  der  Hflgi  fehlen.  —  depunctata  form.  nov.  sind  Stücke  ohne 
weissliche  Submarginalpunkte  der  Vtlgl,  die  mir  aus  Siam  vorliegen,  und  ab.  discalis  form.  nov.  ist  eine 
seltene  Aberration,  mit  deutlicher  blauer  Zell-  und  5  Transcellularmakeln  der  Vtlgl,  bei  normalen  Htlgln, 
die  eine  Doppelreihe  weisser  Punkte  führen  und  somit  einen  Übergang  zu  hopei  Fldr.  von  Assam  bilden. 

E.  lacordairei  wird  als  nomenklatorischer  Typus  einer  über  alle  makro-  und  einen  Teil  der  mikro- 
malayischen  Inseln  verbreiteten  Serie  von  geographischen  Rassen  gesetzt,  die  eine  (übrigens  sehr  natürliche) 
Transition  bilden  von  harrisi  Fldr.  des  indischen  Kontinents  zu  dufresne  God.  der  Philippinen.  01)  alle  drei 
heute  getrennt  gehaltenen  Arten  zu  einer  Kollektivspecies  zusammengehören,  mag  eine  fortgeschrittene  Ana¬ 
tomie  der  Zukunft  lehren.  Nach  Analogie  bei  gewissen  Salpinx- Arten  sind  zuverlässige  Schlüsse  aus  den 
nur  wenig  differenzierten  Valvenumrissen  auf  die  Speciesberechtigung  einzelner  Formen  zurzeit  kaum  zu 
ziehen,  mithrenes  subsp.  nov.  differiert  von  der  abgebildeten  harrisi  (84b)  durch  dunkleren,  mehr  stahl-  als 
hellblauen  Schiller  der  Oberseite  und  durch  ungleiche  und  dunkler  blauviolette  Submarginalflecken  der  Vtlgl. 
Hllgl  fast  stets  ohne  Submarginalreihen  weisser  Flecken,  die  nur  auf  der  Unterseite  fehlen.  Dagegen  tritt 
stets  eine  admarginale  Serie  von  weissen  Punkten  der  Hflgi  in  Erscheinung,  und  die  Discalfleck ung  der 
Vflglunterseite  ist  sehr  deutlich,  pirina  ist  nirgendwo  häufig  und  geht  über  die  Aluvialebene  und  die  an¬ 
grenzenden  Vorberge  nicht  hinaus.  ?  sind  sehr  selten.  —  convallaria  Thieme  ist  eine  ausgezeichnete  Rasse 
mit  einer  Serie  sehr  grosser,  rein  weisser  Subapicalflecken  der  Vtlgl,  die  nur  an  ihrem  inneren  Rande  mit 
bräunlichen  Atomen  überworfen  sind.  Htlgl  mit  fünf  bis  sechs  submarginalen  weissen  Fleckchen,  die  nach 
hinten  kleiner  werden.  Oberseite  tief  braun,  der  Veilchenglanz  der  Vtlgl  ist  kaum  und  nur  in  gewisser 
Beleuchtung  zu  erkennen.  Distalsaum  aller  Flügel  mit  Ausnahme  des  apicalen  Teiles  mit  feinen  weissen 
Stichpunkten  versehen,  die  dem  Rand  näher  stehen  als  bei  lacordairei  von  Java.  Insel  Nias,  nur  1  cf  bekannt. 
—  nica  Frühst,  differiert  sowohl  von  convallaria  wie  pirina  durch  besonders  lebhaften  Blauglanz  selbst  der 
Hflgi  und  erinnert  dadurch  sehr  an  harrisi,  nur  ist  der  Schiller  doch  merklich  dunkler  als  bei  Siam-Exemplaren. 
Vtlgl  mit  fünf  sehr  grossen,  lichtblauen,  nicht  weiss  gekernten  Submarginalmakeln;  Htlgl  beim  cf  mit  drei 
verloschenen,  beim  ¥  mit  markanten  Subapicalfleckchen.  Unterseite  gesättigt  schwarzbraun  mit  grossen  weiss¬ 
blauen  Discalmakeln  der  Vtlgl.  Htlgl  aber  nur  mit  wenigen  und  nahezu  verlöschten  blauen  Zell-  und  Rand¬ 
punkten.  Insel  Engano,  sehr  selten.  Flugzeit  April.  —  tyrianthina  Moore,  aus  Nord-Borneo  beschrieben, 
auch  aus  Südost-Borneo  in  meiner  Sammlung,  steht  der  mithrenes  von  Sumatra  sehr  nahe,  ist  aber  im  all¬ 
gemeinen  grösser,  die  subapicalen  Blauflecken  der  Vtlgl  dementsprechend  stattlicher,  Vtlgl  etwas  lebhafter, 
Htlgl  aber  geringer  blau  schimmernd  und  die  Unterseite  gesättigter  braun  mit  zurücktretenden  weissen  Rand¬ 
punkten.  —  dotata  Frühst,  von  der  Insel  Palawan  vermittelt  den  Übergang  zu  dufresne  God.  der  Philippinen, 
ist  in  ein  intensiveres  Blau  gekleidet  als  tyrianthina  und  führt,  namentlich  beim  ¥,  stets  grosse,  rundliche, 
hellviolette  Submarginalmakeln  der  Vtlgl,  die  den  ganzen  Flügel  bis  zur  Submediane  durchziehen.  Die  Unter- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


247 


Seitenpunktierung  ist  aber  ebenso  unbedeutend  wie  bei  der  Borneorasse.  Flugzeit  Januar.  Während  die 
bisher  besprochenen  Inselrassen  alle  mehr  oder  minder  ein  gleichartiges  Gepräge  zeigen,  beginnt  mit  lacor- 
dairei  Moore  eine  Serie  äusserst  variabler  geographischer  Formen,  vermutlich  bedingt  durch  die  sowohl  auf 
Java  wie  den  östlicheren  Inseln  einwirkenden  Kontraste  der  Jahreszeiten,  lacorclairei  bewohnt  ganz  Java,  von 
der  Meeresküste  bis  zu  etwa  6  —  700  m  hinaufsteigend.  Exemplare  aus  Westjava,  besonders  solche  der  Bai 
von  Palabuan,  von  mir  im  Januar  inmitten  der  Regenzeit  gefangen,  zeigen  im  allgemeinen  nur  winzige  blaue 
Submarginalflecken  der  Vflgl  und  drei  subapicale  grössere  weisse  Flecken  der  Htlgl  (defigurata  form.  nor.). 
In  Ostjava  treten  cf?  häufig  mit  sehr  grossen,  keilförmigen,  fast  ganz  weissen  Subapicalflecken  der  Vflgl  auf, 
die  an  ?  von  Salpinx  leucostictis  erinnern  und  als  magniplaga  form.  nor.  bezeichnet  werden.  ??  vom  Tengger- 
gebirge  Ostjavas  führen  keilförmige  statt  rundliche  Submarginalflecken  und  je  einen  Intramedianpunkt  der 
Vflgl  jenseits  der  Zelle  und  erinnern  gewissermassen  an  E.  eleusina  ?.  —  decorata  form.  nov.  endlich  scheint 
der  extremsten  Trockenzeit  anzugehören ,  mit  sehr  grossen ,  weissgekernten ,  hellvioletten  Makeln  der  Vflgl 
und  zwei  kompletten  Reihen  weisser  Stichpunkte  und  rundlicher  Fleckchen  der  Hflglober-  und  Unterseite. 
—  baweanica  subsp.  nov.  ist  in  der  Regel  habituell  grösser  als  Java-Exemplare,  die  Submarginalmakeln  der 
Vflgl  konstant  stattlicher,  bei  der  Regenzeitform  hellblau  überpudert.  Unterseite  näher  an  tyriantliina  Moore 
von  Borneo,  tiefer  braun,  punktloser.  Die  Trockenzeitform  erinnert  an  decorata,  ist  aber  noch  ausgeprägter, 
die  Hflgl  führen  sogar  oberseits  zwei  Reihen  hellvioletter  Punktflecken ,  und  das  ?  führt  ausser  drei  Discal- 
makeln  auch  noch  einen  blauen  Spritzer  vor  dem  Zellabschluss,  so  dass  die  Ähnlichkeit  mit  eleusina  noch 
vollständiger  ist  (eleusinida  form.  nov.).  Insel  Bawean.  Juli-September.  —  cassia  subsp.  nov.  differiert  von 
acordairei  durch  kleinere  Gestalt,  rundlicheren  Flügelschnitt,  geringeren  Blauschiller.  Unterseite  der  cf  cf  mit 
markanten  dunkelblauen  Discalmakeln,  aber  fast  ohne  antimarginale  Stichpunkte.  ?  mit  zumeist  regelmässigen, 
deutlich  keilförmigen  Submarginalmakeln  und  fast  ausnahmslos  der  forma  eleusinida  angehörig.  Strand¬ 
waldungen  von  Lombok,  mit  Vorliebe  an  recht  heissen  Tagen  am  Waldrande  auf-  und  absegelnd.  —  tambora 
subsp.  nor.  ist  eine  körperlich  grössere  Inselform,  mit  in  der  Regel  fast  weisslichen  Submarginalflecken  ver¬ 
sehen,  die  sich  auch  auf  den  Hflgln  fortsetzen.  Die  Unterseite  variiert  nach  zwei  Richtungen :  die  Mehrzahl 
der  cfcf  führt  nur  gering  entwickelte  Discal-  und  keine  Randpunkte,  während  eine  beschränkte  Anzahl  ver¬ 
mehrte  Violett-  und  Weisszeichnung  aufweist.  —  Insel  Sumbawa.  —  invitabilis  subsp.  nov.  bedeutet  das 
Maximum  in  der  Entwicklung  grosser,  weiss  centrierter,  hellvioletter  Subapicalfleckung  der  Vflgl.  Die  ?? 
haben  grosse  Dreiecksfleckung ,  die  gepaart  geht  mit  eleusinida- Bildung.  Flügeldiscus  der  Unterseite  reich 
violett  dekoriert.  Insel  Alor.  —  melolo  üoh.  ist  eine  ausgezeichnete  geographische  Form  mit  fast  binden¬ 
artig  vereinigten,  proximal  breit  ausgeflossenen,  nur  unmerklich  und  selten  weissgekernten,  hellblauen  Sub¬ 
marginalflecken,  ?  mit  Spuren  von  eleusinida- Abänderung.  Die  Unterseite  ist  am  zeichnungsärmsten  von  allen 
picina- Rassen,  die  Hflgl  häufig  völlig  punktlos.  Insel  Sumba. 

E.  watsoni  Moore  vertritt  zweifellos  picina  auf  der  Molukkeninsel  Buru.  Oberseite  sehr  dunkel,  mit 
gleichmässigem  tiefblauem  Schiller.  Flügelausmass  sehr  gross.  Vflgl  mit  kleinen  schmalen  nierenförmigen 
Subapicalfleckchen,  vorherrschend  weiss  mit  lichtblauer  Peripherie.  Hflgl  mit  einem  oder  auch  drei  gleichfalls 
nierenförmigen,  rein  weissen  Subapicalflecken  und  selten  mit  weissen  Randpunkten.  Unterseite  dunkel 
chokoladebraun  mit  mattem  Blauschimmer.  Vflgl  ohne  Randstichpunkte.  Discalflecken  violett  wie  bei  picina 
verteilt.  Insel  Buru;  selten. 

E.  dufresne  Godt.  ist  die  älteste  Bezeichnung  für  eine  Species,  welche  die  Philippinen  bewohnt  und 
unter  dem  Namen  laetifica  Btlr.  besser  bekannt  ist,  unter  dem  sie  82  a  auch  abgebildet  wurde,  dufresne  ist 
charakteristisch  durch  eine  bindenartig  verschmolzene  Serie  von  vier  weissen  Subapicalflecken,  die  an  den 
Rändern  prächtig  lichtblau  begrenzt  werden.  In  der  Submarginalregion  der  Vflgl  stehen  dann  noch  vier 
mehr  oder  weniger  weissgekernte  rundliche  Makeln,  von  denen  wir  beim  c f  drei,  beim  ?  deren  sechs  bis 
acht  nach  hinten  an  Grösse  abnehmende  Punktflecke  auf  den  Hflgln  fortsetzen.  Htlgl  in  der  Regel  dann 
auch  noch  mit  einer  Reihe  von  weissen  Antimarginalpünktchen.  Unterseite  mit  blauem  Zell-,  zwei  Diseal- 
ilecken ,  einem  weisslichen  Strich  an  der  Submediane.  Hflgl  zumeist  ohne  Zell- ,  aber  drei  bis  fünf  Ultra¬ 
cellularpunkten.  Die  weissen  Subapicalmakeln  der  Oberseite  stark  verkleinert,  und  die  Submarginalfleckchen 
kaum  grösser  als  die  Subterminalpunkte.  Bei  einem  cf  fehlen  unterseits,  abgesehen  von  den  Subapicalen 
überhaupt,  alle  weissen  Flecke,  und  auch  die  submarginalen  Makeln  der  Vflgl  sind  nahe  am  Verschwinden, 
der  Blauschiller  der  Oberseite  dunkler  und  matter  als  bei  den  normalen  Exemplaren,  azagra  subsp.  nor. 
Heimatinsel  unbekannt.  Mindoro  (?).  —  bazilana  Frühst,  ist  eine  erheblicher  differenzierte  Inselrasse  ohne 
deutliches  weisses  Subapicalfeld  der  Vflgl,  dagegen  fast  gleichartigen,  aber  insgesamt  weissgekernten  Sub- 
marginalmakeln ,  Cellular-  und  Discalflecken  der  Unterseite  prägnanter  als  bei  dufresne  von  nördlicheren 
Fundorten.  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Doherty  entdeckt.  Von  den  übrigen  Philippinen  sind  noch  eine 
ganze  Reihe  von  geographischen  Zweigrassen  zu  erwarten.  —  swinhoei  Wcdl.  bewohnt  Formosa,  wo  sie 
besonders  bei  Taihemoku  nahe  der  Südspitze  der  Insel  nicht  selten  zu  sein  scheint.  Vflgl  mit  etwas  klei¬ 
neren,  dunkler  blauen,  aber  gleichfalls  durchweg  weiss  centrierten  Submarginalflecken  besetzt.  Hflgl  mit 
drei  subapicalen  Makeln  und  einer  stets  prägnanten  Serie  von  rein  weissen  Antimarginalpunkten.  Unterseite, 
auch  jene  der  Vflgl,  mit  sehr  kleinen  Rand-  und  Discalfleckchen. 


lacordairei. 


defigurata. 

magniplaga. 

decorata. 

baweanica. 


eleusinida. 

cassia. 


tambora. 


invitabilis. 


melolo. 


watsoni. 


dufresne. 

laetifica. 


azagra. 

bazilana. 


swinhoei. 


248 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoefee. 


gloriosa. 


pompilia. 


inaequalis. 


picina. 


doleschalli. 

moesta. 

inconspicua. 

aethiopina. 

immaculata. 

agema. 


egregia. 


limbala. 


tarnis. 


amarynceus. 


melander. 


palla. 


E.  gloriosa  ist  mit  52  mm  Vflgllänge  die  grösste  der  bekannten  Stictoploea  und  von  allen  andern 
Arten  durch  die  ausgedehntesten  weissen  Submarginalflecke  der  Vflgl  differenziert.  Zwei  Ortsrassen  gloriosa 
Btlr.  (—  superba  Voll.,  badonia  Ky,  scblegeli  Fldr .)  (84b)  ans  dem  Norden  von  Celebes,  von  mir  bei  Toli- 
Toli  November-Dezember  nahe  dem  Seestrand  gesammelt;  ein  rascher  Flieger,  der  sich  aber  wie  alle  Euploeen 
durch  blühendes  Gesträuch  zu  längerer  Ruhe  verleiten  lässt.  2  in  der  Regel  noch  mit  einer  inneren  kleineren, 
aber  rein  weissen  Serie  von  Discalflecken,  die  durch  wischartige,  proximale  Verlängerungen  der  violetten 
Submarginalmakeln  mit  dieser  vereinigt  sind.  Unterseite  mit  nur  unbedeutend  schmäleren  Reihen  weisser, 
vielfach  keilförmiger  Zeichnungen.  Discalmakeln  der  Hflgl  gleichfalls  weisslich,  nicht  blass,  wie  bei  anderen 
Stictoploea.  —  pompilia  subsp.  nov.  ist  die  bisher  unbeachtete  Form  des  südlichen  Celebes,  namentlich  unter  - 
seits  gekennzeichnet  durch  die  zurückgebildeten  weissen  Fleckchen,  von  denen  die  discalen  wieder  hellblau 
oder  violett  abgetönt  sind.  Von  mir  am  Pik  von  Bonthain  noch  auf  1000  m  Höhe  beobachtet. 

E.  picina  bewohnt  die  Molukken,  und  mit  ihrer  düsteren  Oberseite  ist  sie  das  absolute  Gegenteil 
der  vorigen  Speeles.  Überall  sehr  selten ,  sind  bisher  nur  zwei  Inselrassen  zu  registrieren ,  inaequalis  Btlr. 
(81  b).  Grundfarbe  der  Hflgl  in  der  Regel  etwas  lichter  braun  als  auf  der  Abbildung,  auch  zeigt  das  2  ober- 
seits  einen  hellerbraunen  Distalsaum.  Unterseite  der  22  stets  mit  weisslich  grauem  Analgebiet,  das  sich 
manchmal  auf  der  Oberseite  wiederholt.  Discalzeichnung  vorherrschend  weisslich ,  keine  Spur  von  Rand¬ 
punkten.  Amboina,  Saparua,  Ceratn.  Sehr  selten.  —  picina  Btlr.  (=  plateni  Stgr.)  ist  eine  ober-  wie  unter- 
seits  stark  verdunkelte  Form  mit  ausgedehnterem,  dunkel  violettem  Schiller  aller  Flügel  und  einer  leicht  an¬ 
gedeuteten  hellbraunen  Submarginalregion  der  Hflgloberseite.  Nordmolukken,  2  noch  unbeschrieben.  Batjan, 
Halmaheira.  Von  Butler  mit  dem  irrigen  Vaterland  »Sumatra«  bezeichnet,  aber  sekr  kenntlich  abgebildet. 

E.  doleschalli  ist  die  älteste  Bezeichnung  einer  papuanischen  Collektivspecies,  die  unter  einer  Serie 
von  Namen  in  den  Sammlungen  kursiert,  unter  denen  aber  gerade  der  prioritätsberechtigte  völlig  negiert 
wurde.  Anscheinend  im  ganzen  Verbreitungsgebiet  der  Art  treten  auffallende  Abweichungen  von  der  Norm 
auf,  die  Ursache  zu  verschiedenen  Speciesnamen  gaben.  Aber  trotz  aller  gegenteiligen  Angaben  existiert 
auch  in  Neu-Guinea  ebenso  wie  in  Indien  und  auf  den  Malayischen  Inseln  in  jeder  Region  nur  eine  Sticto¬ 
ploea,  die  das  Vorhandensein  einer  zweiten  Art  ausschliesst.  —  doleschalli  Fldr.  (=  papuana  Beak.) ,  die 
Form  des  holländischen  Gebiets,  wurde  als  penelope  Btlr.  (81a)  abgebildet,  ein  Name,  mit  dem  am  British 
Museum  die  Hauptform  der  Gesamtart  bezeichnet  ist.  —  Als  moesta  Btlr.  wurde  eine  unbedeutende  Ab¬ 
weichung  beschrieben,  die  nur  drei  blauviolette  Subapicalflecken  der  Vflgl  führt.  —  inconspicua  Btlr.  ist 
eine  oberseits  dunkelbraun  gefärbte  Form  mit  etwas  helleren  Rändern,  namentlich  der  Hflgl,  aber  ohne  Spur 
einer  weissen  oder  violetten  Apicalfleckung.  —  aethiopina  Sm.,  auf  zwei  22  gegründet,  zeigt  nur  einen  weissen 
Gostalfleck  der  Vflgl.  Sämtliche  Namen  beziehen  sich  auf  Exemplare  aus  Holländisch  Neu-Guinea,  während 
immaculata  Btlr.  die  Rasse  des  Britischen  Gebiets  umschreibt,  die  etwas  kleiner  als  doleschalli  ist,  noch 
dunkler,  und  von  der  nur  c fcf  ohne  weisse  Subapicaltleckchen  bekannt  sind.  Auch  das  2  führt  nach  Butlee’s 
Angaben  keinerlei  submarginale  Zeichnung.  —  Als  agema  subsp.  nov.  wird  die  geographische  Rasse  von 
Kaiser- Wilhelmsland  eingeführt,  die  etwas  in  der  Grösse  hinter  meinen  Exemplaren  von  doleschalli  aus  Sorong 
und  Dorey,  Rapsur  und  Hattam  in  Holl.  Neu-Guinea  zurückbleibt.  Die  Form  inconspicua  Btlr.  ist  die  Haupt¬ 
form  in  Friedrich -Wilhelmshafen ,  doch  kommen  auch  Exemplare  vor,  die  der  abgebildeten  penelope  ent¬ 
sprechen,  und  aus  Finschhafen  liegen  mir  sogar  c fcf  vor  mit  ganz  weissen  Submarginalmakeln  der  Vflgl 
(egregia  form.  nov).  Die  22  von  agena,  von  denen  mir  allerdings  nur  5  zugingen,  sind  dunkelbraun,  mit 
stahlblauem  Antlug  und  ziemlich  scharf  abgesetzten  hellbraunen,  leichthin  rötlich  schimmerndem  Distalsaum. 
An  dessen  proximaler  Grenze  stehen  sechs  ungleich  grosse  weissliche,  hellviolett  überpuderte  Submarginal¬ 
makeln  ,  die  bei  einem  2  rein  weiss  bleiben  und  sich  sogar  auf  den  Hflgln  fortsetzen.  Das  abgebildete  cf 
zeigt  eine  natürliche  Fehlfärbung,  indem  die  Vflgl  drei  grauviolette  Intranervalstreifen  aufweisen.  —  limbata 
subsp.  nov.  führt  fast  ganz  schwarze  Vflgl  mit  äusserst  dunklem,  undeutlichem  Blauschimmer.  Hflgl  mit  breitem, 
chokoladebraunem  Distalsaum,  cf  gelegentlich  mit  einem  violetten  Subapicalpunkt  der  Vflgl,  sonst  der  Form 
inconspicua  Btlr.  angehörig.  2  nahe  dem  agema-$,  aber  heller  braun,  mit  undeutlichen,  braun  überpuderten 
Submarginalmakeln.  Hflgl  mit  fast  weisslichem  Randgebiet.  Waigiu.  —  tarnis  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel 
Jobi  in  der  Geelvinik-Bai ,  ist  noch  grösser  als  doleschalli  Fldr.  von  Sorong  und  oberseits,  namentlich  am 
Analsaum  der  Hflgl,  dunkler  als  limbata  von  Waigiu.  Unterseite  aller  Flügel  mit  stattlicheren  hellblauen 
Discalmakeln  als  die  verwandten  Rassen.  —  amarynceus  subsp.  nov.  liegt  von  der  Insel  Salwatti  vor  und 
führt  die  prägnantesten  und  unregelmässigsten  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  cf  mit  ausgedehnterem  hell¬ 
braunem  Analsaum  als  limbata.  2  fast  durchweg  hellbraun,  Randgebiet  der  Unterseite  der  Hflgl  von  cf2  ins 
Weissliche  spielend.  —  melander  Sm.,  von  der  Insel  Santa  Cruz  beschrieben,  scheint  auch  zu  doleschalli  als 
östlichster  bekannter  Ausläufer  zu  gehören,  cf  braun  mit  zwei  schmalen  violetten  Subapicalmakeln  der  Vflgl 
und  vier  kleinen  weissen  Punkten  zwischen  den  Adern.  Hflgl  wie  bei  limbata. 

E.  palla  Btlr.  (=  payeni  Fldr.)  (84  b)  ersetzt  doleschalli  auf  den  Aru-Inseln.  Das  2  differiert  ober¬ 
seits  nur  durch  den  gerade  abgeschnittenen  Ird  der  Vflglunterseite  bei  beiden  Geschlechtern  wie  oben,  nur 
alle  weissen  Submarginalflecken  etwas  verkleinert.  Discalmakeln  der  Hflgl  fehlen  und  auf  den  Vflgln  sind 
nur  drei  vorhanden. 


Ausgegeben  12.  XI.  1910. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


249 


E.  tristis  Btlr.,  eine  Miniaturform  der  vorigen,  Vflgl  ebenso  gefleckt ,  die  submarginalen  Ovale  der  tristis. 
Hflgl  aber  weiter  nach  innen  gerückt,  schmäler,  Unterseite  reicher  violett  punktiert  als  palla,  Vflgl  mit 
weissen,  zum  Teil  fehlenden  Submarginalflecken,  beide  Flügel  aber  mit  violettem  Zell-  und  einer  Serie 
von  fünf  Transcellularmakeln.  Neu-Hebriden ,  anscheinend  selten.  —  Als  scylla  subsp.  nov.  liegt  mir  eine  scylla. 
Inselrasse  vor  ohne  Submarginalpunktflecken  der  Vflglunterseite,  nur  drei  deutlichen  subapicalen  weissen 
Flecken  der  Oberseite.  Neu-Hebriden  ohne  nähere  Flugortsbezeichnung. 

E.  jacobseni  Röb.  (=  wetterensis  Frühst.,  baudiniana  God.  ?  ?)  (82  e)  ist  eine  zierliche  Species,  jacobseni. 
welche  Mikromalayana  (Timor- Gruppe)  bewohnt  und  als  die  kleinste  bekannte  Stictoploea  zu  gelten  hat. 
cf:  Vflgl  mit  leichtem,  violettem  Schimmer  auf  dunklem  Samtgrunde,  Htlgl  ebenso  wie  die  Oberseite  aller 
Flügel  der  ??  hellbraun.  Vflgl  mit  sehr  breiten,  rein  weissen,  proximal  leicht  violett  angehauchten  Subapical- 
feldern  und  vier  prominenten  rundlichen  Submarginalflecken.  Htlgl  mit  drei  rundlichen  Subapicalpunktflecken. 

Eine  Form,  die  vermutlich  der  Trockenzeit  angehört,  ist  crassimaculata  form.  nov.  mit  sehr  breiter  an  orope  crassi- 
und  fabricia  erinnernder  gelblichweisser  Submarginalbinde  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern.  Insel  Wetter.  —  maculata. 
timora  Frühst,  cf:  Grundfarbe  der  Vflgl  ein  sehr  dunkles,  der  Htlgl  ein  etwas  helleres  Braun.  Vom  Apex  timora. 
zieht  nach  dem  Analwinkel  eine  Reihe  grosser  weisser  Flecke,  welche  nach  innen  violett  begrenzt  sind.  Die 
drei  oberen  Flecke  schmiegen  sich  eng  aneinander,  die  übrigen  kleineren  sind  isoliert.  Die  gelblichweissen 
Submarginalflecke  der  Htlgl  werden  gleichwie  bei  Sylvester  nach  aussen  durch  einen ,  vom  Aussenrd  ein¬ 
schneidenden  braunen  Zahn  geteilt  und  sind,  namentlich  beim  ?,  nach  innen  etwas  eingekerbt.  Alle  Flügel 
sind  von  einer  Marginalreihe  von  weissen  Punkten  eingesäumt.  Über  dem  Ende  der  Zelle  trägt  das  cf 
einen  violetten,  das  ?  drei  weisse  Punkte  am  Gostalrand.  Von  den  beiden  seidig  glänzenden,  sehr  schmalen 
Sexualstreifen  ist  der  obere  kürzer  als  der  untere  und  sind  beide  viel  kleiner  als  bei  Sylvester.  Die  von 
der  Basis  nach  dem  Aussenrd  zu  immer  heller  werdende  braune  Färbung  der  Flügelunterseite  erinnert  an 
orope  Bsd.  und  oropina  Röb.;  eine  Färbung,  welche,  mit  reichlich  weissen  Binden  kombiniert,  den  Euploeen 
der  kleinen  Sunda-Inseln  ein  eigentümliches  Gepräge  verleiht.  Auf  der  LTnterseite  von  timora  wiederholen 
sich  alle  Zeichnungen  der  Oberseite  und  in  der  Flügelmitte  tritt  noch  eine  Reihe  blauweisser  Punkte  auf. 

Auf  den  Vflgln  sind  4  davon  costal ,  1  cellular,  3  circumcellular  und  1  —  2  stehen  unter  der  Submediane; 
die  Hflgl  tragen  1  cellulares  und  6  circumcellulare  Pünktchen.  Je  1  Punkt,  lagert  an  der  Basis  der  VÜgl 
und  je  4  an  jener  der  Hflgl.  Fhlr  und  Abdomen  wie  bei  Sylvester.  Vflgllänge:  cf  41  mm,  ?  34  mm.  Timor. 

E.  pelor  Dbl.  eine  äusserst  seltene  Art  aus  Australien  beschrieben,  aber  dort  nie  wiedergefunden,  pelor. 

Da  mir  ein  cf  von  der  Insel  Babber  vorliegt,  so  ist  ziemlich  sicher  die  Timorlaut-Gruppe  die  wahre  Heimat 
der  Species.  Oberseite,  abgesehen  von  den  zwei  Sexualstreifen,  genau  wie  bei  sacerdos  (84 d),  nur  mit 
zwei  Flecken  statt  einer  Costalmakel  der  Vflgl.  Unterseite  wie  oben,  jedoch  mit  vier  transcellularen  und  drei 
discalen  violetten  Fleckchen  der  Vflgl  und  einem  Zellpunkt  und  sechs  blauvioletten  Discalfleckchen  der 
Hflgl.  Grundfarbe  tiefschwarz. 

E.  rogeri  Hbn.  ist  eine  verwandte,  gleichfalls  sehr  seltene  Species,  die  von  pelor  differiert,  durch  rogeri. 
kleinere  weisse  Submarginalflecken  aller  Flügel.  Heimat  unbekannt,  vermutlich  Inseln  der  Timor-  oder 
Timorlaut-Gruppe. 

E.  Sylvester  F.  (=  dardanus  Misk.)  gleicht,  abgesehen  von  den  zwei  Duftstreifen,  der  tichhorni  Styr.  Sylvester. 
(81  c).  Unterseite  genau  wie  bei  pelor.  —  Als  crithon  Misk.  ist  eine  Form  beschrieben,  von  der  es  zweifei-  crithon. 
haft  ist,  ob  sie  eine  zufällige  Aberration  von  Sylvester  vorstellt  oder  als  eine  wirklich  sehr  seltene  Art  zu  gelten 
hat.  Oberseite  tiefschwarz  mit  purpurnem  Schimmer  und  zwei  Sexualtlecken ,  Unterseite  dunkelbraun  mit 
helleren  Rändern.  Vflgl  unterseits  mit  zwei  blauweissen,  Hflgl  mit  fünf  violetten  Punkttlecken.  Wie  Sylvester 
am  Kap  York,  Nord -Australien. 


Artengruppe  Trepsichrois. 

Rp  mit  vier  Paar  sehr  langen  Anhängseln.  Vflglzelle  wie  bei  Crastia.  Hflgl  mit  grossem  Androconien- 
fleck  und  einem  kleinen  Becken  mit  gelben,  zottigen,  heutigen  und  kurzgewimperten  Duftschuppen.  Analpinsel 
etwas  kürzer  als  bei  Stictoploea ,  länger  als  bei  Crastia,  hell  kanariengelb,  einfach,  kann  leicht  und  stark  bewegt  und 
ausgestülpt .  werden.  Valve  bisher  nicht  untersucht.  Die  Artengruppe  geht  östlich  nicht  über  Celebes  hinaus,  ist 
somit  rein  indomalayisch ,  nur  eine  Art  (mutciber)  wurde  als  zufällig  verschleppt  in  Neu-Guinea  beobachtet.  Alle 
Species  haben  in  beiden  Geschlechtern  den  für  menschliche  Organe  widerlichsten  Duft  unter  allen  Euploeen. 

E.  mulciber  unter  der  Bezeichnung  midamus  L.  besser  bekannt  und  als  solche  auch  Bd.  I,  Taf.  28  e 
abgebildet  und  p.  78  mit  Rp  und  Pp  beschrieben.  Die  Art  zählt  zu  den  Gharakterschmetterlingen  Indiens, 
fehlt  aber  merkwürdigerweise  auf  Ceylon  und  den  Andamanen,  wird  aber  als  gelegentlicher  Zuwanderer 
auf  den  Nicobaren  angetroffen.  Nordwärts  geht  sie  bis  Formosa,  nach  Osten  bis  zur  Insel  Bali,  in  eine 
Folge  insularer,  zum  Teil  hochspezialisierter  Ortsrassen  zerfallend.  Bemerkenswert  ist  noch,  dass  eine  Reihe 
von  Tagfaltern  sowie  auch  Chaleosiiden  existieren,  die  in  ein  konvergentes  Kleid  gehüllt  sind  und  ausge¬ 
zeichnete  Beispiele  von  Mimikry  abgeben.  Selbst  Exemplare  der  Nymphalidengattung  Penthema  und  einige 
Papilios  der  paradoxus- Gruppe,  die  habituell  viel  grösser  als  das  Modell  sind,  gleichen  im  Fluge  dermassen 

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EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


der  mulciber,  dass  sie  mich  immer  und  immer  wieder  täuschten  und  meine  Annamiten  und  Javaner  sie 
barsine.  überhaupt  nicht  unterscheiden  konnten.  —  barsine  Frühst,  ist  die  grösste  bekannte  Rasse,  beide  Geschlechter 
ausgezeichnet  durch  ungewöhnlich  stattliche,  reich  weiss  gekernte  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  beim  ?  aber 
macht  sich  der  Einfluss  des  Inselmelanismus  bemerklich  durch  sehr  dünne  weisse  Streifen  der  Hflgl,  die  in 
mulciber.  der  Zelle  gelegentlich  völlig  fehlen.  Formosa,  bis  4000  Fuss,  Flugzeit  besonders  Juli-August.  —  mulciber  Cr. 
(=  midamus  auct.,  linnaei  Moore),  von  China  und  der  Goromandelküste  beschrieben,  bewohnt  den  ganzen 
südasiatischen  Kontinent  von  China  und  Tonking  bis  Singapore  herabsteigend,  von  der  Meeresküste  bis  zu 
2000  m  Höhe  hinauf,  überall  anzutreffen,  wo  blühende  Sträucher  und  Bäume  sie  anzulocken  vermögen.  Im 
nordwestlichen  Himalaya  wird  sie  bereits  selten.  Je  nach  der  Jahreszeit  kommen  sehr  kleine  Exemplare 
(Siam,  Januar)  oder  auffallend  grosse  Stücke  (Tonking,  Assam,  Juli)  vor.  Nach  meinen  Beobachtungen 
werden  die  Analpinsel  mit  nervöser  Hast  hervorgestossen  und  ebenso  schnell  wieder  eingezogen  und  dabei 
kalinga.  ein  äusserst  scharfer  Geruch  abgesondert,  der  auch  den  ??  eigentümlich  ist.  —  kalinga  Doh.  ist  ein  Name, 
der  einer  mir  nicht  vorliegenden  Rasse  des  südlichen  Indiens  gegeben  wurde,  der  übrigens  zusammenfällt 
mit  daudius  F.,  wenn  sich  die  Heimatsangabe  »Tranguebariae«  von  Fabricius  als  zutreffend  herausstellen 
sollte.  Der  Diagnose  nach  differiert  kalinga  von  mulciber  beim  cf  nur  durch  geringeren  Blauschiller  der  Vflgl, 
die  grössere  weisse  Makeln  führen,  und  durch  etwas  kleineren  Sexualfleck  der  Hflgl.  Das  ?  soll  sich  vom 
cf  nur  durch  das  Fehlen  der  Sexualflecken  der  Hflgl  unterscheiden  und  dessen  Hflglzelle  keine  Spur  von 
vandeventeri.  weissen  Längsbinden  aufweisen.  Bisher  nur  vom  Ganyam  -  Distrikt  bei  Madras  bekannt.  —  vandeventeri 
Forbcs  lässt  sich  nur  schwer  von  kontinentalen  mulciber  abtrennen;  wenn  man  aber  grosse  Serien  in  Be¬ 
tracht  zieht,  so  lassen  sich  namentlich  westsumatranische  Exemplare  durch  prononciertere  Weisspunktierung 
der  Vflgl  der  cf  cf  und  ausgedehntere  Adnervalstrichelung  der  Hflgl  der  ??  absondern,  vandeventeri  ist  die 
gewöhnlichste  Euploea  der  Aluvialebene  von  Sumatra,  wo  sie  das  ganze  Jahr  über  fliegt  und  eine  Genera- 
verhuelli.  tion  die  andere  ablöst.  Banka,  Billiton  (?).  —  verhuellf  Moore  differiert  von  der  sumatranischen  Schwester¬ 
rasse  durch  erheblich  vergrösserte  weisse,  leicht  blau  umrandete  Subapicalkeilflecken,  aber  völlig  ausfallende 
Discalmakeln  der  Vflgl.  Das  ?  führt  gleicherweise  stattliche  subapicale  weisse  Einbettungen,  die  sich  als 
maassi.  rundliche  Makeln  in  der  Flügelmitte  fortsetzen.  Insel  Nias.  —  maassi  Flag,  ist  eine  noch  sehr  seltene 
Rasse  der  Mentawej -Inseln  mit  nur  einer  Reihe  von  lichtblauen  runden  (apicalwärts  nicht  keilförmigen) 
Submarginalflecken  der  Vflgl.  ?  bleichbraun  ohne  Spur  eines  Blauschillers,  die  Intranervalstreifen  etwas 
batunensis.  bräunlich  angehaucht.  —  batunensis  Frühst.  (=  nidana  Frühst.)  stellt  die  dunkelste  Adjazent-Inselform  dar, 
die  bisher  von  der  Sumatraregion  bekannt  geworden  ist.  Bei  batunensis  verdunkelt  sich  die  blaue  Grund¬ 
farbe  der  Flügeloberseite;  die  weisse  Randpunktierung  der  Hflgl  fehlt  völlig  und  auf  den  Vflgln  bemerken 
wir  nur  noch  vier  ziemlich  dunkelblaue  Submarginalflecken  und  einige  undeutliche  Admarginalpunkte.  Die 
Punktierung  der  Unterseite  ist  gleichfalls  im  Verschwinden,  so  besonders  die  circumcellularen  blauen  Fleck¬ 
chen  der  Hflgl.  Die  Vflgl  tragen  unterhalb  der  Zelle  zwischen  der  mittleren  Mediane  und  Submediane 
eigentümliche  graue  Duftschuppen  (die  mit  dem  Reibefleck  der  Hflgloberseite  korrespondieren),  die  bei 
malakoni.  anderen  mulciber  -  F ormen  gelblich  getönt  sind.  —  malakoni  Doh.  bedeutet  in  ihrem  Aussehen  wieder  eine 
Annäherung  an  die  sumatranische  Form,  indem  sie  zwei  Reihen  submarginaler  lichtblauer  Makeln  der  Vflgl 
und  den  üblichen  Zelltleck  führt.  Das  $  ist  oberseits  durchweg  braun,  die  subapicalen  Makeln  im  Erlöschen, 
braun  überstäubt,  Vflgl  ohne  Spur  eines  blauen  oder  violetten  Anflugs,  cf  im  April  nicht  selten  auf  der 
basilissa.  Insel  Engano.  —  basilissa  Cr.  (85a)  ist  ein  typischer  Java- Schmetterling  und  durch  ihre  Häufigkeit 
eine  der  auffallendsten  Erscheinungen  der  Falterwelt  der  Insel.  Namentlich  in  der  schwersten  Regenzeit 
tritt  basilissa  manchmal  zu  vielen  Tausenden  auf,  so  im  Januar-Februar  1892  in  der  Bai  von  Palabuan,  wo 
sie  im  lichten  Forst  und  am  Saume  des  Waldes  neben  Raclena  jwoenta  wegen  ihrer  Häufigkeit  das  Einfangen 
besserer  Arten  erschwerte.  Keine  andere  Lokalrasse  hat  einen  so  scharf  abgesetzten  subapicalen  Blau¬ 
schiller,  einen  ebenso  grossen  weissen  Fleck  vor  dem  Zellapex  noch  eine  so  kräftige  submarginale  Doppel¬ 
reihe  weisser  Makeln  der  Vflgl  und  so  markante  Weisstreifung  der  Hflgl  als  basilissa.  Letztere  Merkmale 
potenzieren  sich  noch  etwas  bei  der  Form  von  Bali.  Sehr  gemein  bei  Batavia  und  auf  Bawean  (Juli- 
September)  tritt  in  West-Java  eine  interessante,  hier  aber  seltene  ?-Form  auf,  die  den  Übergang  zu  malakoni 
Doh.  und  maassi  Hag.  bildet,  keine  Spur  von  Blauschimmer  der  Vtlgloberseite,  verdüsterte  Weissbänderung 
der  Hflgl  und  Reduktion  der  rundlichen  Makeln  der  Vflgl  zeigt  und  anscheinend  nur  in  der  Regenzeit  ge- 
donada.  funden  wird  (f.  donada  form,  nov.)  (85  a  als  basilissa  bezeichnet).  Palabuan,  Batavia.  —  portia  Frühst,  kommt 
portia.  malakoni  Doh.  recht  nahe  durch  die,  verglichen  mit  basilissa  stark  zurücktretende  Blaupunktierung  der 
Vflgl;  das  ?  zeigt  etwas  Blauschiller  der  Vflgl,  differiert  aber  sowohl  von  der  Java-  wie  auch  Sumatra-Rasse 
durch  die  unbedeutende  weisse  Adnervalstreifung  der  Hflgl.  Nord-  und  Süd -Borneo,  Natuna-  Inseln.  — 
paupera.  paupera  Stgr.  nähert  sich  durch  grosse  lichtblaue  Vflglfleckung  der  kontinentalen  mulciber,  doch  fehlen 
weisse  Kerne  der  submarginalen  Makeln;  das?  ähnlich  malakoni  und  donada  ohne  Spur  eines  violetten  oder  blauen 
Anflugs  und  nur  durch  etwras  breitere  weisse  Intranervalfelder  der  Hflgl  von  der  abgebildeten  donada  differenziert. 
minda-  Palawan,  ziemlich  selten.  —  mindanaensis  Semp.  cf-Oberseite :  Vflgl  und  Hflgl,  soweit  letztere  nicht  durch  den 
naensis.  pelzigen  Fleck  eingenommen,  prächtig  stahlblau  schimmernd;  am  Aussenrd  der  Vflgl  eine  aus  8  grösseren 
bestehende  innere  und  eine  aus  12  kleineren  zusammengesetzte  äussere  Reihe  blauer  Punkte  vorhanden,  die 
nicht  sehr  dem  Variieren  unterworfen  sind.  Unterseite:  auf  den  Vflgln  sind  ausser  den  beiden  gewohnten  Reihen 


EUPLOEA.  Von  H.  Fbuiistobfeb. 


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blauer  Randpunkte  und  den  2 — 3  auf  der  Flügelmitte  stehenden  bisweilen  am  Vrd  einige  blaue  Punkte  vor¬ 
handen;  auf  den  Hflgln  tritt  ausser  der  äusseren  aus  14  Punkten  bestehenden  Reihe  eine  innere  bis  zu  12 
zählende  auf,  von  denen  die  8  dem  Innenwinkel  zunächst  stehenden  strichartig  länglich,  die  übrigen  rund 
und  mitunter  zweigeteilt  sind.  Die  Grundfarbe  ist  dunkler  als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  die  Farbe 
der  Zeichnungen  gleich  bis  auf  den  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianast  stehenden  Punkt,  welcher  rötlich 
ist.  ?:  Oberseite  mit  starkem,  blauem  Schiller  auf  der  äusseren  V figlhälfte,  sehr  konstant  und  nur  wenig 
in  der  Grösse  der  weissen  Flecke  variierend;  auf  den  Vflgln  die  hellen  Striche  in  der  AI  ittelzelle  nächst  der 
Wurzel  und  am  Ird  nur  schwach  angedeutet,  eigentlich  nur  von  der  Unterseite  durchscheinend,  welche  sich 
ausser  durch  den  fehlenden  blauen  Schiller  nur  durch  das  Vorhandensein  der  eben  angeführten  weisslichen 
Striche  von  der  Oberseite  unterscheidet.  —  seraphita  Frühst.  (81  d)  hat  kürzere  und  rundlichere  Flügelform  seraphita. 
als  mindanaensis  und  kräftigere  blaue  Punktreihen  der  Vflgl  und  erinnert  dadurch  etwas  an  gelderi  Snell. 

Hflgl  oberseits  dunkler  blau  als  bei  Mindanao  -  cf  cf.  Auf  der  Flügelunterseite  erscheinen  sämtliche  Makeln 
und  Striche  vergrössert  und  reiner  blau.  Hflgl  dann  noch  mit  einer  cellularen  und  mehreren  circumcellu- 
laren  Strigae.  ?  mit  ausgedehnteren  und  intensiver  weissen  Zeichnungen  und  in  der  Vflglzelle  ein  breiter 
basaler  Streifen,  der  mindanaensis  fehlt.  Insel  Bazilan,  Februar,  März,  von  W.  Dohebty  entdeckt, 
megilla  F.  (81  d  cf1,  85  e  ?)  entfernt  sich  dermassen  vom  mulciber- Typus,  dass  man  sie  als  Species  anzusehen  megilla. 
versucht  wäre,  wenn  sie  nicht  durch  Zwischenformen  wie  Jcochi  Semp.  mit  mulciber  und  pnapera  in  Konnex 
stände.  Da  auch  die  Rp  nach  Sempeb’s  Angaben  nur  unwesentliche  Differenzen  gegenüber  der  kontinental 
indomalayischen  Gesamtart  ergibt,  wird  megilla  trotz  der  abweichenden  Färbung  und  Zeichnung  mit  mulciber 
vereint.  Das  cf  unterscheidet  sich  von  den  übrigen  Trepsidirois- Arten  leicht  durch  den  grossen  weissen 
Fleck  an  der  Vflglspitze,  welcher  in  der  Regel  aus  zwei  grossen  und  vier  kleinen  Flecken  sich  zusammen¬ 
setzt,  von  denen  aber  letztere  häufig  verschwunden  sind.  Auf  der  Oberseite  treten  ausserdem  bisweilen 
kleine  äussere  sowie  einzelne  auch  etwas  grössere,  innere  bläuliche  Randflecke  auf,  im  übrigen  sind  die 
Vflgl  einfarbig  und  prächtig  stahlblau  schillernd.  Die  vordere  Hälfte  der  Hflgl  wird  eingenommen  durch 
die  dieser  Gattung  eigentümliche  grauschwarze  pelzartige  Behaarung,  wurzelwärts  in  der  Mittelzelle  begrenzt 
von  dem  charakteristischen  kleinen  goldbraunen  Fleck.  Die  innere  Hälfte  der  Hflgl  nebst  einem  bis  an  den 
1.  Subcostalast  reichenden  schmalen  Aussenrd  ist  einfarbig  und  wie  die  Vflgl  schillernd.  Die  Unterseite  ist 
einfarbig  braun  wie  bei  allen  Arten  dieser  Gattung,  ausser  dem  hier  immer  fiteiligen  grossen  weissen  Fleck 
an  der  Vflglspitze  ist  meistens  am  Aussenrd  beider  Flügel  eine  Reihe  kleiner  blauer  Punkte  vorhanden 
sowie  bisweilen  1  — 3  ebensolcher  vor  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Ein  etwas  grösserer  rötlicher  Fleck  zwischen 
dem  1.  und  2.  Medianast  an  der  Medianrippe  stehend  ist  stets  vorhanden,  sowie  die  graue  pelzartige  Be¬ 
stäubung  am  Innenwinkel  der  Vflgl,  hier  ebenfalls  wurzelwärts  begrenzt  durch  einen  gelbbraunen  kleinen 
Fleck.  Die  Unterseite  des  ?  ist  lichter  braun  als  die  Oberseite  und  ohne  Schiller.  —  Die  Rp  frisst  weisse 
und  rote  Oleanderblüten,  sie  hat  je  zwei  Hörner,  auf  den  Gliedern  vor  und  nach  den  vier  Paar  Bauch¬ 
füssen  und  je  zwei  auf  dem  2.  und  3.  Brustfussgliede.  Sie  ist  schwarz  und  weiss  quergestreift,  doch  ist 
diese  schwarze  Farbe  wie  auch  die  der  gleichfarbigen  Hörner  mehr  ins  rötliche  spielend.  Die  Pp  ist  ganz 
golden  wie  polierte  Goldplatte,  die  Flügelscheiden  etwas  ins  Silber  schimmernd.  Die  Ppnruhe  dauert  10  Tage 
im  Juli.  Luzon.  —  kochi  Moore,  cf- Oberseite :  diese  auf  den  westlichen  Visayas  fliegende  Inselrasse  unter-  kodii. 
scheidet  sich  dadurch  von  den  übrigen  philippinischen  mulciber ,  dass  sie  auf  der  Vflglmitte  sieben  bläuliche 
Flecke  hat  ausser  den  beiden  sehr  gross  und  deutlich  ausgeprägten  ebenso  gefärbten  Fleckenreihen  des 
Aussenrds.  Der  prächtig  blaue  Schiller  erstreckt  sich  über  die  ganzen  Vflgl  sowie  über  den  dem  pelzigen 
Fleck  zunächst  liegenden  Teil  der  Hflgl,  wo  er  jedoch  schwächer  ist  als  auf  den  Vflgln.  Auf  der  Unter¬ 
seite  sind  am  Vrd  und  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  einige  blaue  Punkte  mehr  vorhanden  und  die  Aussenrds- 
punkte  sind  schärfer  ausgeprägt  als  bei  visaya,  mit  welcher  die  Unterseite  im  übrigen  genau  übereinstimmt. 

Von  den  bei  mulciber  Cr.  um  die  Mittelzelle  der  Hflgl  stehenden  blauen  Strichen  ist  nur  bei  einem  Exemplar 
von  kochi  eine  schwache  Andeutung  vorhanden,  doch  nähert  sich  der  geographischen  Lage  entsprechend 
diese  Form  der  auf  Borneo  fliegenden  portia  Frühst,  am  meisten. 

E.  semperi  verteilt  sich  auf  zwei  geographische  Zweigrassen.  Bei  semperi  Fldr.  (=  tisiphone  Btlr.)  (85  e)  semperi. 
von  Mindoro  unterscheidet,  sich  das  cf  leicht  auf  der  Oberseite  von  den  übrigen  Arten  dieser  Gattung  durch  das 
Fehlen  des  blauen  Schillers,  von  dem  auf  der  inneren  Vflgl-  und  Hflglhälfte  nur  ein  schwacher  dunkelvioletter 
Schein  vorhanden  ist.  Die  vier  bis  fiüif  violettweissen  Punkte  an  der  Vflglspitze  verschwinden  mitunter  bis  auf 
einen  6  mm  vom  Aussenrd  zwischen  dem  letzten  Subcostal-  und  Discoidalaste  stehenden.  Unterseite :  Ge¬ 
legentlich  erscheint  ein  kleiner  bläulichweisser  Punkt  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Von  der  auf  Luzon  fliegenden 
megilla  unterscheidet  sich  semperi  durch  das  Fehlen  des  grossen  weissen  Flecks  an  der  Vflglspitze,  von  den 
Formen  von  den  Visayas  und  Mindanao  durch  die  bläulich  weissen  Punkte.  2:  Oberseite  durch  das  gänzliche 
Fehlen  des  blauen  Schillers,  sowie  durch  die  etwas  weiter  vom  Aussenrde  abstehende  innere  Punktreihe  an 
der  Vflglspitze  von  den  vicariierenden  Inselrassen  der  übrigen  Philippinen  zu  unterscheiden.  Die  Unterseite 
ist  der  Oberseite  gleich,  nur  von  etwas  hellerer  Grundfarbe.  —  visaya  Semp.  c f  Oberseite:  der  violettblaue  visaya. 
Schiller  ist  nur  auf  der  äusseren  Hälfte  der  Vflgl  vorhanden,  wogegen  der  innere  Teil  derselben  tief  samt¬ 
braun  und  der  nicht  durch  den  pelzigen  braunen  Fleck  eingenommene  innere  Teil  der  Hflgl  hellbraun  ist. 


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EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Von  der  ihr  sehr  nahestehenden  semperi  von  Mindoro  unterscheidet  sich  demnach  diese  nur  auf  den  östlichen 
Visayas  fliegende  Unterart  dadurch,  dass  bei  ihr  gerade  derjenige  Teil  der  Oberseite  blauen  Schiller  hat, 
dem  derselbe  bei  semperi  fehlt,  und  umgekehrt.  Die  hellblaue  äussere  und  innere  Fleckenreihe  am  Aussenrde 
der  Vflgl  ist  sehr  veränderlich,  von  zwölf  äusseren  und  sieben  inneren  Punkten  bis  zum  fast  völligen  Ver¬ 
schwunden  derselben.  Die  Unterseite  ist  von  der  vorigen  Art  dadurch  unterschieden,  dass  die  auf  der  Flügel¬ 
mitte  und  am  Aussenrde  stehenden  Punkte  blau  sind  und  die  innere  Reihe  derselben  an  der  Vflglspitze  dem 
Aussenrde  näher  steht;  wie  auf  der  Oberseite  ist  die  Anzahl  der  Punkte  sehr  veränderlich.  Die  Grundfarbe 
ist  bei  dieser,  semperi  Fldr.  und  kochi  Semp.  gleichmässig  braun.  2  Oberseite:  Auf  der  äusseren  Hälfte  der  Vflgl 
ist  ein  sehr  schwacher  blauer  Schiller;  die  innere  Aussenrdspunktreihe  steht  dem  Flügelrande  näher  als  bei 
semperi.  Grösse  der  weissen  Flecke  auf  der  Flügelmitte,  sowie  Grösse  und  Anzahl  der  Randpunkte  ist  sehr 
veränderlich;  einzelne  derselben  bisweilen  schwärzlich  angehaucht.  Auf  den  Hflgln  sind  die  hellen  Zeich¬ 
nungen  stets  schwärzlich  angehaucht.  Die  Unterseite  ist  ohne  blauen  Schiller  und  etwas  heller  von  Grundfarbe. 
Cebü,  Bohol,  Camotes,  Samar,  Leyte,  Panaon. 

E.  gelderi  beginnt  in  Mikromalayana  da  einzusetzen,  wo  die  kontinentale  mulciber  mit  basilissa  Cr.  auf 
Bali  ihre  Ostgrenze  erreicht.  Die  durchweg  seltene  Species  bewohnt  Flores,  Sumbawa,  Lombok  und  einzelne 
Trabanten  der  beiden  erstgenannten  Hauptinseln,  und  bewegt  sich  auf  Höhen  von  etwa  5  -  800  m  über  dem 
Meere.  Die  cf  cf  mit  prächtig  gelben  Duftpinseln,  die  einen  intensiven,  etwa  an  Reseda  erinnernden  Geruch 
gelderi.  ausströmen.  Vier  insulare  Zweigrassen:  gelderi  Snell.  (85 e  cf),  von  Flores  beschrieben;  2  grösser  als  das 
dongo.  abgebildete  cf  mit  mehr  als  doppelt  so  breiten  gelblichweissen  Makeln  und  Binden  aller  Flügel.  —  dongo 
Doh.,  aus  Sumbawa  beschrieben,  differiert  im  männlichen  Geschlecht  kaum  von  der  vorigen;  $  oberseits 
keine  Spur  eines  blauen  Anflugs,  mit  einem  bleichen  Basalstrich  in  der  Vflglzelle  und  einem  rundlichen 
Fleck  vor  deren  Apex.  Unterseite  mit  durchwegs  weissen,  scharf  abgesetzten  Strigae.  Sehr  spärlich  im  Ge- 
phoebadis.  birge  von  Sumbawa.  —  phoebadis  subsp.  nor.  ist  eine  kleinere  und  dunklere  Rasse  der  Insel  Lombok,  haupt¬ 
sächlich  durch  das  melanotische  ?  charakterisiert,  das  85  e  irrtümlich  als  gelderi -2  abgebildet  wurde.  Wie 
aus  der  Figur  ersichtlich,  treten  alle  Weissbinden  an  Ausdehnung  zurück,  der  Zellstrich  der  Vflgl  ver¬ 
schwindet  fast  gänzlich  und  die  Streifen  der  Hflgl  sind  bräunlich  überdeckt.  Selten  auf  Lombok,  stets  am 
elwesi.  Waldrande  und  einzeln  auf  blühendem  Unterholz.  — -  elwesi  Doli.,  von  der  nur  ??  bisher  bekannt  sind, 
wurde  im  Innern  von  Sumba  auf  etwa  1000  m  Höhe  entdeckt.  2  oben  braun,  Vflglzelle  wie  bei  dongo, 
sonst  die  Zeichnung  ähnlich  wie  bei  Radena  oberthüri  Doh.  verteilt.  Lag  mir  nicht  vor.  Nach  Doherty  sollen 
ihr  Artrechte  zukommen. 

euctemon  E.  euctemoti  Heir.  ist  die  am  schärfsten  umgrenzte  Species  der  Artengruppe  Trepsiehrois  und  durch 

einen  mehr  als  dreimal  breiteren  gelben  Duftspiegel  und  das  Fehlen  grauer  oder  schwarzer  Androconien- 
felder  der  Hflgl  von  allen  anderen  Species  ausgezeichnet.  Sie  ist  zugleich  die  einzige  Art,  bei  der  die  cfcf 
(85  a)  mit  blauen  Submarginalmakeln  der  Hflgl  verziert  sind  und  durch  das  völlig  verschiedene  2  (81  d),  das 
vielmehr  einer  Danaide  (Nasuma)  gleicht,  erreichen  die  Trepsiehrois  in  euctemon  das  Maximum  der  Entwick¬ 
lung  geschlechtlicher  Dimorphose.  So  kam  es  denn  auch,  dass  der  gelehrte  Felder  das  2  mit  dem  Namen 
configurata  als  neue  Art  aufstellte,  ja  Moore  sogar  zwei  Genera  auf  die  beiden  Geschlechter  gründete  ( Bibisana 
und  Glinamci).  Die  Art  ist  selten  in  Celebes;  ich  selbst  fing  beide  Geschlechter  in  der  intensivsten  Regen¬ 
zeit,  Januar,  im  Hinterland  von  Makassar.  Typische  22  aus  Tondano  in  der  Minahassa  sind  etwras  kleiner 
und  ausgedehnter  bräunlich  überzogen  als  südcelebische  Exemplare. 

Artengruppe  Euploea  F.  1807. 

Rp  nur  von  zwei  Arten  bekannt,  davon  trägt  die  westliche  3  Paar  Fadenanhängsel  (corus),  die  östliche, 
nach  einer  Figur  beurteilt,  deren  nur  zwei,  vorausgesetzt,  dass  die  Abbildung  richtig  ist.  Vflglzelle  ohne  rücklaufende 
Ader  (<  ulliploea)  oder  nur  mit  Rudimenten  einer  solchen  (Enplma).  Der  erste  Subcostalast  manchmal  mit  der 
Costale  verwachsen  ( Calli gloea ).  Vordere  Discocellulare  der  Vflgl  vorhanden.  Analpinsel  gelblich.  Hflgl  mit  grossem 
Duftspiegel,  Vflgl  aber  ohne  Sexualfleck. 

a.  Untergruppe  Calliploea  Btlr.  1875  (=  Tabada  Moore  1883). 

Kleine  Arten  mit  rundlichen  Vflgln.  Rp  unbekannt*),  was  sehr  zu  bedauern  ist,  weil  die  einzelnen  Arten 
sehr  schwer  zu  umgrenzen  sind,  wozu  ihre  Variabilität  und  die  partiell  diskontinuierliche  Verbreitung  beiträgt.  Auch 
scheinen  auf  einigen  Inseln  der  Philippinen  und  Teilen  von  Mikromalayana  die  Ausläufer  zweier  Species  neben¬ 
einander  vorzukommen,  während  die  makromalayischen  Inseln,  Celebes  mit  eingeschlossen,  nur  von  einer  Art  be¬ 
wohnt  werden.  Die  Aufteilung’  der  Species  erfolgt  hier  ausschliesslich  nach  geographischen  Gesichtspunkten,  ist  somit 
eine  willkürliche  und  provisorische,  aber  mit  unseren  derzeitigen  Kenntnissen  der  einzige  Ausweg  aus  dem  Labyrinth 
von  Namen.  Valve  kaum  von  jener  der  Artengruppe  Salpinx  verschieden,  sehr  schmal,  distal  nur  leicht  gewölbt. 

E.  mazares  ist  die  am  weitesten  nach  Westen  vorgedrungene  Species  der  Artengruppe,  deren  Ver- 
ledereri.  treter  alle  Archipele  von  den  Salomonen  bis  Sumatra  und  Formosa  bevölkern.  —  ledereri  Fldr. ,  habituell 
noch  etwas  grösser  als  mazarina  (80  d),  ist  durch  dasselbe  anale  braune  Gebiet  im  Submedianfeld  der  Vflgl 


*)  Vgl.  Nachtrag,  S.  272. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


253 

wie  mazarina  ausgezeichnet  und  differiert  sonst  von  ihr  durch  relativ  grosse  hellblaue  Zell-  und  Gircum- 
cellularmakeln  der  Vtlgl.  Häufig  auf  der  malayischen  Halbinsel,  wird  sie  im  südlichen  Tenasserim  und  dem 
Mergui-Archipel  nur  noch  als  grosse  Seltenheit  gelegentlich  angetroffen.  —  eunus  Nicev.  unterscheidet  sich  eunus. 
von  mazarina  durch  gleichmässig  hellbraune  Oberfläche  der  Vtlgl,  lichtere,  violett  statt  blau  umgrenzte  Sub- 
apicalmakeln  und  durch  kleinere,  aber  wie  bei  ledereri  verteilte  Transcellulartleckchen  der  Vtlgl.  Die  ??  sind 
ungewöhnlich  spärlich  anzutreffen.  Die  Form  geht  nach  Angaben  Martin’s  nicht  über  die  geringsten  Er¬ 
hebungen  Nordost-Sumatras  hinaus,  findet  sich  häufig  in  Gesellschaft  von  Danais  hegesippus  und  Crastia 
distanti  an  Flussufern  und  liebt  entschieden  die  Nähe  der  Meeresküste.  —  mazarina  Frühst.  (80  d)  schliesst  mazarina. 
sich  bereits  eng  an  mazares  von  Java  an  und  entfernt  sich  von  eunus  durch  das  Fehlen  cellularer  Makeln  und 
durch  grössere,  reiner  weiss  gekernte  Subapicalflecken  der  Vtlgl.  West-Sumatra.  Von  den  Satellitinseln  von 
Sumatra  sind  vicariierende  Formen  bisher  nicht  bekannt  geworden.  —  mazares  Moore ,  die  Namenstype,  ist  mazares. 
auf  etwa  500  m  Höhe  die  häufigste  Euploea  der  Insel  und  kommt  im  Osten  wie  Westen  besonders  in  der 
Regenzeit  vom  Januar  bis  April  an  geeigneten  Stellen,  verwilderten  Kaffeegärten  und  dem  Waldrand  zu 
vielen  Tausenden  vor  und  ist  ausgesprochen  kräuterliebend.  Westjavanische  Stücke  führen  ausgedehntere, 
proximal  schön  hellviolett  umgrenzte  Vflglllecken.  Der  Gostalfleck  der  Vtlgl  kann  gelegentlich  fehlen,  sonst 
besteht  die  Variabilität  in  geringerer  oder  potenzierter  Ausbildung  der  Submarginalmakeln.  ??  sind  im 
Gegensatz  zu  eunus  keineswegs  selten.  Bali-  und  Kangean -mazares  sind  mir  in  natura  nicht  bekannt.  So 
unglaublich  es  auch  erscheinen  mag,  die  nur  wenige  Seemeilen  von  Java  entfernte  Insel  Bawean  hat  ebenso, 
wie  sie  eine  distinkte  E.  crameri- Rasse  beheimatet,  auch  schon  eine  eigene  mazares- Rasse,  baweana  Frühst,  baweana. 
(83 d),  kenntlich  an  sehr  breiten  (viel  grösser  als  auf  der  Abbildung),  vorherrschend  weissen,  proximal  hell¬ 
blau  umrandeten  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  dinklerem,  lebhafteren  und  gleichartigerem  stahlblauem 
Schiller  aller  Flügel.  Vflgl  unterseits  markanter  weiss  punktiert  als  bei  mazares.  —  lombokiana  Frühst,  hat  lombokiana. 
mit  baweana  die  dunklere  Grundfarbe  und  den  üppigen  blauvioletten  Schiller  der  Oberseite  gemeinsam, 
während  sich  unterseits  der  Satellitinselcharakter  durch  Zurücktreten  der  Weisspunktierung  offenbart.  Nament¬ 
lich  die  Admarginalpunkte  sind  bei  den  meisten  Exemplaren  völlig  verschwunden  und  die  Submarginalpunkte 
sind  nicht  nur  spärlicher,  sondern  auch  zierlicher.  Auch  die  weissen  Kerne  der  Oberseite  der  Vflgl  treten 
zu  Gunsten  eines  gleichmässig  dunkelvioletten  Anflugs  der  Submarginalmakeln  zurück.  Lombok,  wo  diese 
Euploea  von  April  bis  Juni  in  einer  Höhe  von  etwa  600  m  eine  Zierde  des  dortigen  reichen  Blumenflors 
bildet  und  gemeinsam  mit  Danais  melissa  zu  den  Besuchern  der  Dorfgärten  gehört.  —  sambavana  Doh.,  sambavana. 
habituell  grösser  als  lombokiana,  führt  dennoch  wesentlich  kleinere,  unbedeutend  weiss  aufgehellte  Submarginal¬ 
flecken  der  Vflgl  mit  gleichfalls  geringfügiger  Unterseitenfleckung.  Doherty  hat  bereits  beobachtet,  dass 
bei  dieser  Form  der  erste  Subeostalast  ähnlich  wie  bei  Badena,  Ideopsis  und  Hestia  gelegentlich  mit  der 
Costale  verwachsen  ist,  eine  Erscheinung,  die  sich  auch  bei  mazares  wiederholt.  —  philinna  Frühst,,  sehr  philinna. 
nahe  sambavana,  bleibt  in  der  Grösse  etwas  hinter  dieser  zurück,  hat  aber  trotz  der  Kleinheit  grössere 
lichtblaue  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Das  Randgebiet  der  Hflgl  heller  braun,  deren  Submarginalflecken 
sehr  gross,  zu  wetter ensis  (83 d)  hinüberleitend.  Insel  Adonara,  Pura  und  vermutlich  auch  Flores.  —  sum-  sumbana. 
bana  Doh.,  eine  ausgezeichnete  Zweigrasse,  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung.  Vflgl  wie  bei  wetterensis 
(83 d),  aber  mit  ausgedehnter  hellvioletter  proximaler  Begrenzung,  die  wetterensis  fehlt.  Hflgl  ohne  jedwede 
Weissfleckung,  Unterseite  sehr  auffallend,  ohne  Spur  von  admarginalen  Fleckpunkten,  aber  mit  zu  einer  breiten 
Binde  vereinigten  weissen  Apicalmakeln  der  Vtlgl  und  einer  submarginalen  Reihe  von  6 — 7  rundlichen  Punkt¬ 
flecken  der  Hflgl.  Weisszeichnung  der  ??  noch  auffallender,  bereits  an  tulliolus  F.  von  Australien  gemahnend. 

Insel  Sumba,  nicht  selten.  —  natumensis  Frühst,  ist  eine  habituell  recht  kleine  Rasse,  oberseits  dunkel  und  natunensis. 
lebhaft  stahlblau  schimmernd,  mit  hellblauen  Submarginalflecken  der  Vtlgl,  die  deutlich  aber  nur  zart  weiss 
gekernt  sind.  Unterseite  dunkel  schokoladebraun  mit  leichtem  violettem  Schimmer  und  relativ  grossem 
rundem  hellblauviolettem  Discalfleck  der  Vflgl.  Natuna-Inseln.  —  aristotelis  Moore,  aus  Sandakan  beschrieben,  aristotelis. 

1  aber  auch  von  der  Umgebung  von  Labuan  und  dem  Sultanat  Brunei  in  meiner  Sammlung,  ist  eine  grössere 
Form  mit  intensivem  hellblauen  Schiller  aller  Flügel,  zumeist  sehr  kleinen  weissen,  blau  umrandeten  Sub¬ 
marginalflecken  der  Vflgl.  Nur  wenige  Exemplare  zeigen  eine  ausgeflossene  lichtblaue  Umgrenzung  der 
Vflglmakeln.  —  palawana  Frühst,  schliesst  sich  der  vorigen  an,  zeigt  aber  eine  ausgedehntere  matte  und  palawana. 
dafür  eingeschränkte  blauschillernde  Region  aller  Flügel  und  durchweg  verkleinerte  Submarginalflecken  der 
Vflgl,  die  in  der  Regel  kaum  mehr  als  punktförmig  genannt  werden  können.  Insel  Palawan,  Januar.  — 
monilina  Frühst,  bedeutet  dagegen  einen  Rückschlag  zu  den  am  reichsten  blaugefleckten  Unterarten  der  monilina. 
Sunda-Inseln,  die  Weissflecken  sind  breit  ausgeflossen  und  ausgedehnter  lichtblauviolett  umrandet.  Die  Unter¬ 
seite  ist  aber  dennoch  kaum  kräftiger  weiss  punktiert  als  bei  palawana.  Februar,  März.  Insel  Bazilan.  - 
monilis  Moore  bewohnt  die  nördlichen  Philippinen,  bei  ihr  erreicht  die  Ausdehnung  der  Weissfleckung  das  monilis. 
Maximum  ihrer  Entwicklung,  auch  die  Hflgl  tragen  in  der  Regel  weisse  submarginale  Pünktchen.  Babu}T- 
anes,  Negros,  anscheinand  das  ganze  Jahr  über  fliegend  und  nach  Semper  etwas  zum  Variieren  geneigt. 

E.  koxinga  Frühst.  (=  klugi  Mats.?)  (83c),  ausgezeichnet  durch  bedeutende  Grösse,  ausserordent-  koxinga. 
lieh  prächtigen  Blauschiller,  grosse  weisse  Submarginalmakeln  der  Vflgl  mit  lichtblauen  Rändern,  die  überdies 
noch  von  einem  lokalisierten  hellen  Reflex  überzogen  sind,  den  auch  die  Abbildung  wiedergibt.  Die  Unter- 


254 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


Seite  ist  charakterisiert  durch  eine  Doppelreihe  von  deutlichen  weissen  kleinen  Submarginalpunkten.  Insel 
Formosa,  von  der  Ebene  bis  zu  den  Vorbergen  aufsteigend  und  von  März  bis  Juli  nirgends  selten. 

mariesis.  E.  mariesis  Moore  lag  mir  nicht  vor,  nach  der  Diagnose  steht  sie  nahe  mazares,  ist  aber  auf  allen 

Flügeln  dunkler  gefärbt  und  führt  doppelt  so  grosse  submarginale  Flecken,  die  proximal  blau  umgrenzt  sind. 
Hflgl  mit  einer  Reihe  von  kleinen,  aber  deutlichen  weissen  Punkten,  die  sich  bis  zum  Analwinkel  fortsetzen. 

Von  dem  Lu-schan,  bei  Kiu-Kiang,  Zen  trat- China.  Vielleicht  ist  ihr  koxinga  als  Subspeeies  anzugliedern. 

E.  tulliolus  differiert  von  der  mazares- Gruppe  durch  die  verbreiterten  weissen  Apicalflecken  der  Vflgl 
und  in  der  Regel  durch  die  scharf  ausgeprägte  innere  Submarginalpunktreihe  der  Hflglunterseite,  doch  ver¬ 
liert  sich  letztere  bereits  bei  den  Exemplaren  der  nördlichen  Philippinen.  Da  wo  tulliolus- Formen  neben 
solchen  von  mazares  auftreten,  könnte  man  versucht  sein,  die  ersteren  für  extreme  Trockenzeitprodukte  der 
mazares  zu  halten,  ln  Neu-Guinea  verwischen  sich  die  Merkmale  übrigens  völlig  und  auch  auf  den  Inseln 
pollita.  der  Siidsee  gehen  tulliolus-TiWQige  in  solche  von  adyte  Bsd.  von  Neu-Caledonien  über.  —  pollita  E&hh.  &W, 
gilt  als  der  nördlichste  Ausläufer  der  Species  und  führt  in  der  Regel  noch  breitere  weisse  Vflglbinden  als 
auf  der  Abbildung,  die  nach  einem  Exemplar  von  Mindanao  hergestellt  wurde.  Typische  pollita  haben 
keinerlei  Weisszeichnung  auf  den  Hflgln  und  auf  deren  graubrauner  Unterseite  fehlen  sogar  die  admarginalen 
ecbatana.  Pünktchen.  Nord-Philippinen,  besonders  Luzon.  - —  ecbatana  subsp.  nov.  (85  d),  als  pollita  abgebildet,  bewohnt 
die  südlichen  Philippinen,  Mindanao,  Bazilan  und  andere  Inseln.  Hflgl  beiderseits  mit  prominenter  sub- 
marginaler  weisser  Punktreihe.  ?:  Unterseits  mit  schmälerer  weisser  Subapicalbinde  als  die  cd  cf -Type  von 
tulliolus.  Bazilan,  Flugzeit  Februar-März,  also  zu  gleicher  Zeit  wie  mazares  monilina  Frühst,  gefangen.  —  tulliolus  F., 
die  Namensform,  hat  entschieden  dunklen,  mehr  stahl-  oder  veilchen-  statt  hellblauen  Schiller  der  Oberseite 
aller  Flügel,  deutlichere  Submarginalflecken,  aber  schmälere  Subapicalbinden  der  Vflgl.  In  Queensland  von 
sicinia.  Brisbane  bis  Cape  York  häufig.  —  sicinia  Frühst,  ist  eine  geographische  Form  von  der  Insel  Dämmer,  wie 
rneda.  tulliolus  ohne  weisse  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  sehr  verkleinerten  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  —  meda 
Frühst.,  von  der  östlich  von  Sumbawa  gelegenen  Insel  Pura,  ist  durchweg  lichter  blau  als  tulliolus,  Vflgl  sehr 
tumeri.  breitbindig,  Hflgl  mit  weissen  Submarginalflecken,  die  sich  auch  unterseits  deutlich  abheben.  —  turneri  Btlr. 
von  der  Darnley-Insel,  nördlich  von  Australien,  die  mir  unbekannt  ist,  leitet  von  tulliolus  zu  saundersi  Btlr. 
von  Aru  in  der  Weise  über,  dass  die  subapicale  Binde  der  Vflgl  genau  die  Mitte  hält  zwischen  jener  der 
saundersi.  beiden  genannten  Zweigrassen,  turneri  ist  nach  einem  ?  beschrieben.  —  saundersi  Btlr.  ist  eine  häufige  Er¬ 
scheinung  auf  den  Aru-Inseln,  dunkelblau  von  Gesamtcolorit,  mit  rein  weissen,  proximal  nur  leichthin  violett 
angehauchten  mittel  grossen  Submarginalflecken  der  Vflgl,  die  unterseits  sich  etwas  über  Stecknadelkopfgrösse 
nocturna,  gleichfalls  prominent  abheben.  —  nocturna  Frühst,  von  Salwatti  ist  habituell  grösser,  noch  dunkler  veilchen¬ 
blau  mit  sattem  Stahlglanz  und  auch  auf  der  Hflglunterseite  mit  deutlichen  weissen  Makeln  besetzt.  — 
mardonia.  mardonia  Frühst,  bewohnt  Britisch  Neu-Guinea  und  tritt  im  deutschen  Gebiet  auch  in  der  Umgebung  von 
Finschhafen  auf.  Oberseite  prächtig  hell  stahlblau  schillernd,  lichter  als  bei  saundersi,  die  kleinen  weissen 
Stellen  mit  feiner  hellblauer  Peripherie.  Unterseite  wie  bei  saundersi,  Hflgl  mit  2  Reihen  weisser  Sub- 
doryca.  marginalpunkte.  —  doryca  Btlr.  ersetzt  vermutlich  saundersi  in  allen  Teilen  von  Holl.  Neu-Guinea  und  stellt 
das  melanotische  Extrem  des  gesamten  Formenkreises  dar.  Oberseite  mehr  violett  als  stahlblau  mit  matterem 
Reflex,  die  hellblauen  Submarginalmakeln  nur  schwach  weiss  gekernt.  Submarginal-  und  Admarginalpunkte 
der  Unterseite  zumeist  fehlend,  auch  die  subapicale  Serie  nur  wenig  prominent.  Dorey,  Sorong,  Hattam, 
offaka.  Kapaur,  überall  häufig.  —  offaka  Frühst,  ist  eine  kleinere  Inselrasse  mit  dem  üblichen  verdunkelten  Kolorit, 
Submarginalmakeln  der  Vflgl  fast  ohne  weissen  Kern,  deren  Peripherie  mehr  blau  als  violett  und  alle  Weiss- 
forsteri.  punktierung  der  Unterseite,  insbesondere  jene  der  Hflgl  reduziert.  Insel  Waigiu.  —  forsteri  Fldr.  ist  gewiss 
die  /V/GGs-Repräsentantin  der  Fidji-Inseln ;  Oberseite  heller  als  bei  doryca,  die  Zeichnung  der  Vflgl  etwa  wie 
bei  saundersi,  breit  weiss  angelegt,  mit  schmalem  hellvioletten  proximalen  Saum;  Hflgl  oberseits  ohne  Punkt¬ 
flecke.  Vflgl  mit  bald  grösseren,  bald  kleineren  Makeln,  die  anscheinend  unabhängig  von  der  Jahreszeit  , 
variieren  und  bei  den  mir  vorliegenden  drei  ??  kleiner  als  bei  saundersi  erscheinen.  Unterseite  wie  bei 
saundersi,  nur  mit  etwas  zierlicheren  Weisszeichnungen.  Viti-Levu. 

adyte.  E.  adyte  Bsd.,  von  der  ich  die  Type  bei  Herrn  Cu.  Obertfiür  sah,  gehört  vermutlich  auch  in  den 

Formenkreis  von  tulliolus.  Oberseite  der  Vflgl  mit  einer  kompletten  Reihe  von  sieben  violetten,  nur  leicht 
weiss  berührten  Submarginalflecken,  die  auf  der  Unterseite  dagegen  rein  weiss  und  relativ  gross  aufgetragen 
sind.  Hflgl  mit  einer  gebogenen  Reihe  von  sechs  bis  sieben  grösseren,  rein  weissen  rundlichen  Submarginal- 
makeln,  die  an  Grösse  vom  Gostalrand  zum  Analwinkel  abnehmen.  Beide  Flügel  mit  admarginalen  Pünkt¬ 
chen.  Vflgl  ohne  discalen  weissen  oder  violetten  Fleck,  ein  Merkmal,  das  aber  bei  allen  besprochenen 
tulliolus  Verwandten  abwechselnd  vorhanden  sein  oder  fehlen  kann.  Neu-Caledonien. 

seriata.  E.  seriata  B. -Schliff.  ist  vielleicht  der  adyte  anzugliedern.  Oberseite  lichter  braun,  fast  ohne  violetten 

Schimmer.  Submarginalfleckchen  der  Vflgl  nur  leichthin  angedeutet,  nahe  dem  Erlöschen.  Hflgl  mit  deut¬ 
lich  abgesetztem  gelblichbraunem  Randgebiet.  Unterseite  aller  Flügel  basalwärts  dunkelbraun,  in  der  distalen 
Region  aufgehellt.  Submarginalpunkte  aller  Flügel  prägnant,  aber  gelblich  statt  rein  weiss.  Admarginale 
Strichpunkte  auf  allen  Flügeln.  Vflgl  unten  ohne  discalen  Weissfleck.  Insel  der  Loyalitäts-Gruppe,  Lifu,  Uwea- 


EUPLOEA.  Von  H.  Frtjhstokfeb. 


255 

E.  dudgeoni  Sm.  (30  d),  die  neben  doryca  in  der  Humboldtbai,  Holl.  Xeu-Guinea  vorkommt,  ging  mir  dudgeo/ii. 
neuerdings  aus  Friedrichs-Wilhelmshafen  zu,  wo  sie  die  einzige  dort  vorkommende  blaue  Calliploea  zu  sein 
scheint,  während  mir  aus  Finschhafen  nur  tulliolus  mardonia  Frühst,  eingesandt  wurde,  aber  niemals  dudgeoni 
dudgeoni  ist  ausgezeichnet  durch  die  matter  braune  Grundfarbe,  die  namentlich  auf  den  Htlgln  im  Aussenteil 
aufhellt,  fast  unmerklichem,  beim  ?  de  facto  überhaupt  nicht  mehr  vorhandenen  Blauschiller,  die  blassvioletten, 
diffusen  und  beim  <f  nicht  weiss  zentrierten  Randmakeln,  und  namentlich  unterseits  durch  das  Fehlen  jed¬ 
weder,  bei  tulliolus  und  doryca  so  deutlichen  weissen  Subapicalbinden  oder  Flecken.  Die  meisten  Exemplare 
führen  nur  einen  blauweissen  Zellfleck  der  Yflgl  und  einige  Submarginalspritzer  der  Hfl  gl.  Beim  ?  sind  die 
unmerklich  weiss  aufgehellten  Submarginalflecken  der  Vflgl  distal  von  einem  zierlichen  bis  zum  Terminal¬ 
rand  hinziehenden  Vorhof  versehen. 

E.  hyems,  auf  beiden  Flügeln  mit  prächtigen  weissen  Binden  dekoriert,  zählt  zu  den  schönsten  Species 
und  ist  gemeinsam  mit  Crastia  orope  Bsd.  und  Stictoploea  jacobseni  Hob.  ein  Charakterschmetterling  von  Mikro- 
malayana,  wo  sie  E.  mazares  Moore  ersetzt  und  da  aufzutreten  beginnt,  wo  mit  sumbana  Doli,  die  östlichsten 
woeam-Inselformen  ihre  Verbreitungsgrenze  erreichen.  —  wetterensis  Frühst.  (83  d)  führt  auf  dunkelbrauner  wettcrensis. 
Unterlage  einen  dunkelvioletten  Schiller,  der  auf  den  Htlgln  als  lichtvioletter  Schimmer  auch  die  weisse 
Submarginalbinde  der  cT cf  überzieht.  Unterseite  wie  oben,  nur  mit  einer  Reihe  von  sehr  kräftigen  weissen 
Submarginalpunkten,  die  in  Verbindung  mit  der  rein  weissen  breiten  Subapical-  und  Submarginalfleckung 
den  Falter  schmücken  und  sich  so  leicht  von  verwandten  Formen  der  mazares- Serie  unterscheiden.  Insel 
Wetter,  nicht  selten.  —  hyems  Btlr.,  aus  Timor  beschrieben,  ist  von  Gestalt  etwas  grösser,  die  Grundfärbung  hyems. 
lichter  und  die  weissen  Binden  sind  noch  markanter  als  bei  wetterensis.  Mir  ist  nur  die  BcTLEif sehe  Type 
des  Britischen  Museums  bekannt.  —  liza  Frühst.  (82  d)  bewohnt  die  Insel  Babber  und  ist  auf  der  Oberseite  liza. 
aller  Flügel  dunkelbraun  mit  geringerem  violetten  Schiller  als  wetterensis,  gelblichweisser  Binde  der  V  flgl 
und  einer  Reihe  von  ausgedehnteren,  mehr  quadratischen  als  rundlichen  Submarginalmakeln  der  Hflgl,  was 
besonders  bei  den  ??  zutage  kommt,  von  denen  bei  wetterensis  die  Submarginalregion  in  der  Regel  völlig 
zeichnungslos  ist.  —  catilina  Frühst.  (80 d),  von  der  Insel  Dämmer,  führt  ebenso  lebhaften  violetten  Reflex  catilina. 
der  Vflgl  und  die  weissen  Binden  verbreitern  sich  noch  mehr  als  bei  hyems.  —  leaina  Frühst.  (85  d)  zeichnet  leaina. 
sich  durch  sehr  deutliche  violette  Begrenzung  der  weissen  Subapicalbinden  der  Vflgl  aus,  die  weisse  Zone 
der  Hflgl  dringt  bis  an  den  Aussenrd  vor,  von  dem  nur  ein  schmaler  Streifen  braunschwarz  bleibt.  Insel 
Kisser.  —  aga  Frühst.  (83  d)  führt  fast  doppelt  so  breite  weisse  Flecken  der  Vflgl  und  ein  noch  ausgedehnteres  aga. 
rein  weisses  Randgebiet  der  Hflgl,  bei  denen  unterseits  auch  die  braunen  intranervalen  Fleckchen  ausbleichen 
und  zu  verschwinden  beginnen.  Insel  Letti,  Juli  1892  von  W.  Doherty  gefangen.  —  kühniana  Frühst,  kühniana. 
(85  d),  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung,  zeigt  ausgeflossene  proximale  hellviolett  überstäubte  längliche, 
im  medianen  Teil  durch  breite  braune  Aderstreifen  isolierte  Submarginalmakeln.  Hflgl  ohne  scharf  abgesetzte 
weisse  Binde,  aber  mit  weisslicher  Distalzone,  die  nach  innen  in  die  hellbraune  Grundfarbe  übergeht.  Unter¬ 
seite  hellbraun  mit  relativ  sehr  kleinen  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Insel  Roma,  von  H.  Kühn  entdeckt. 

E.  visenda  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  vorigen  Art  und  ist  über  das  recht  kleine  Gebiet 
der  Tenimber-  und  Key- Insel-Gruppe  verbreitet.  Grundfarbe  schwarzbraun  mit  heller  brauner  Unterseite. 
Submarginalhinden  der  Flügel  je  nach  der  Lokalrasse  verschieden  breit  angelegt,  aber  stets  wohl  ent¬ 
wickelt.  —  visenda  Btlr.  findet  sich  ausschliesslich  auf  Timor-Laut  (Larat),  oberseits  sehr  ähnlich  aga,  differiert  visenda. 
sie  von  dieser  durch  breiteren  schwarzbraunen  Distalsaum  der  Hflgl  und  grössere  subapicale  gelblichweisse 
Binden  der  Vflgl.  ??  der  Trockenzeitform  sind  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  manchmal  hellgraubraun  und  die 
weisse  Zone  reicht  bis  an  die  Zelle.  —  ornata  Frühst,  von  Key  differiert  von  visendu  durch  die  schmäleren,  ornata. 
leicht  gelblich  weissen  Binden  und  Flecken,  besonders  aber  der  Submarginalbinde  der  Hflgl,  welche  da¬ 
durch  weiter  nach  innen  gerückt  erscheint.  Die  subanalen  Makeln  der  Vflgl  kleiner  als  bei  visenda  und 
aga  (83  d),  Grundfarbe  der  Unterseite  auch  der  ??  mehr  rotbraun  als  bei  visenda -??.  Auf  allen  Key-Inseln 
überall  häufig  und  namentlich  in  der  Grösse  recht  veränderlich.  —  lonia  Frühst.  (85  d)  steht  der  ornata  sehr  lonia. 
nahe  und  entfernt  sich  von  dieser  durch  noch  mehr  verschmälerte  weisse  Binden,  besonders  der  Hflgl.  Insel 
Babber.  Allen  rismcfo-Rassen  fehlt  jede  Spur  eines  violetten  Anflugs  der  Flügeloberseite. 

E.  menamoides  Frühst.  (83  d)  von  Babber  ist  in  gewisser  Beziehung  eine  Intermediatform  zwischen  menamoides. 
hyems,  die  auf  Babber  durch  liza  Frühst.  (82  d)  und  visenda  Btlr.,  die  auf  derselben  Insel  durch  lonia  Frühst. 

(85  d)  vertreten  ist.  Mit  liza  hat  sie  den  violetten  Anflug,  besonders  der  Vflgl,  mit  visenda  die  Art  der  Ver¬ 
teilung  der  gelblichweissen,  nirgendwo  blauviolett  begrenzten  Binden  gemeinsam.  &  wie  ?  entfernen  sich 
aber  von  liza  und  lonia  durch  kleinere  weisse  Subanalflecken  der  Vflgl. 

E.  hopfferi  ist  eine  der  markantesten  Species  der  östlichen  Molukken  und  Key-Inseln,  von  der  erst 
zwei  Inselrassen  bekannt  sind,  von  denen  aber  noch  eine  ganze  Reihe  zu  entdecken  der  nächsten  Zukunft 
Vorbehalten  bleibt.  —  hopfferi  Fldr.  ist  ein  getreues  Spiegelbild  der  eurypon  Hew.  (86e),  von  der  sie  durch  hopfferi. 
den  vorspringenden  ausgebogenen  Ird  der  Vflgl,  den  Calliploeen-Duftspiegel  der  Hflgl  und  die  proximal  tief 
eingebuchtete,  daher  unregelmässigere  und  noch  breiter  weisse  Umrahmung  aller  Flügel  dennoch  leicht 
zu  unterscheiden  ist.  Costalgegend  der  Hflglunterseite  mit  drei  grossen,  manchmal  verschmolzenen  weissen 


256 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreee. 


Flecken,  wodurch  auch  die  ??  von  hop  ff  er  i  von  eurypon -??  zu  unterscheiden  sind,  welch  letzteren  diese  Costal- 
helia.  mäkeln  fehlen.  Key-Inseln.  —  helia  Frühst,  steht  der  hopfferi  sehr  nahe,  fällt  aber  durch  lichtbraune  Grundfarbe 
und  durch  die  mehr  gelblich  statt  rein  weisse  Flügelumrahmung  auf,  die  bei  vielen  Exemplaren  völlig  in  die 
braune  Basalfärbung  übergeht.  Bei  einem  ?  verschwindet  sogar  die  weisse  Binde  der  Vflgl  bis  auf  Reste 
einer  subapicalen  Aufhellung.  Insel  Banda. 

niveata.  E.  niveata  Btlr.  bildet  eine  Kombination  der  Charaktere  der  tidliohisF}ru])pe  mit  jener  von  hopfferi , 

indem  die  prächtig  violett  glänzenden  Vflgl  nur  eine  etwas  eingeschränktere  Weisszeichnung  als  tulliolus, 
die  Hflgl  aber  fast  ebenso  breite  weisse  submarginale  Binden  führen  als  hopfferi.  Unterseite  durchweg  wie 
bei  tulliolus ,  nur  mit  aussergewöhnlich  breiter,  rein  weisser,  aus  quadratischen  Feldern  bestehenden  Sub¬ 
marginalregion  der  Hflgl.  Queensland,  anscheinend  ziemlich  selten. 

darchia.  E.  darchia  Mac-L.  (=  priapus  Btlr.)  ist  im  gleichen  Lande  sehr  selten  und  liegt  mir  nicht  vor. 

Vflgl  ähnlich  jener  von  tulliolus ,  aber  die  weissen  Flecken  bindenartig  vereinigt  und  bis  zum  Analwinkel 
durchgezogen.  Htlgl  mit  einer  rein  w^eissen  kompakten,  massig  breiten  Submarginalbinde.  Vflgl  prächtig 
hellblau  schimmernd. 

pyres.  E.  pyres  Godm.  ist  die  einzige  Calliploea,  die  einen  grösseren  weissen,  blau  oder  violett  umgrenzten 

Subanal-  als  Subapicalfleck  der  Vflgl  aufweist  und  unterseits  sowohl  postdiscale  Strigae  der  Vflgl  wie  Hflgl 
führt,  zu  denen  noch  die  übliche  Doppelreihe  weisser  Ante-  und  Submarginalpunkte  aller  Flügel  hinzukommt. 
Vflgl  oben  mit  einem  relativ  grossen  Costaltleck  und  die  Htlgl  mit  einer  kompletten  Binde  von  markanten 
weissen  peripherisch  violetten  Submarginalmakeln.  Salomonsinseln,  anscheinend  selten;  Bougainville,  Munia, 
Guadalcanar. 

trimeni.  E.  trimeni  fldr.  (—  engrammelli  Moore )  ist  eine  unscheinbare  kleine  Species  der  Nordmolukken,  von 

der  bisher  nur  zwei  Rassen  bekannt  sind,  von  denen  die  Namenstype  aus  Halmaheira  beschrieben  wurde 
und  mir  auch  aus  Batjan,  im  März  von  Doherty  gesammelt,  vorliegt.  Von  Gestalt  und  Färbung  etwa  wie 
cledonia,  mit  unbedeutendem  dunklem  Schimmer  auf  tiefbrauner  Grundfärbung.  Vflgl  mit  fünf  kleinen,  weiss- 
lich-violett  begrenzten  Submarginalflecken,  von  denen  sich  manchmal  zwei  bis  drei  auch  auf  der  Hflglober- 
seite  einstellen.  ?  ohne  jeden  Reflex;  die  Punktierung  der  Vflgl  ausgesprochener  weiss.  Unterseite  wie  oben, 
doch  satter  braun  mit  violettem  Hauch  auf  den  Hflgln.  Vflgl  mit  länglich  ovalem  Discalfleck.  Hflgl  mit 
duilia.  fünf  markanten,  rundlichen,  violetten  Submarginalmakeln.  —  duilia  Frühst,  ist  eine  habituell  kleinere  Insel¬ 
rasse,  die  Felder  schon  von  Obi  kannte  und  mit  der  vorigen  zusammen  beschrieb.  Der  stahlblaue  Anflug 
überzieht  einen  fast  schwarzen  Untergrund,  von  dem  sich  die  Submarginalpunkte  leuchtend  und  vorherr¬ 
schend  weiss  abheben.  Sehr  selten.  Insel  Obi. 

E.  salabanda,  gleichfalls  von  Halmaheira  beschrieben,  mit  Zweigrassen  auf  Obi,  Batjan,  greift  auch 
auf  die  Südmolukken  über.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  sie  nur  eine  extreme  Regenzeitform  der  vorigen 
salabanda.  darstellt,  von  der  sie  alle  Charakteristika  in  sich  vereinigt.  —  salabanda  Kirsch  differiert  von  trimeni  durch 
lebhaften,  vornehm  blauschwarzen  Schiller  der  Flügeloberfläche,  die  zumeist  nur  einen  hellvioletten  Subapical- 
parallelis.  punkt  aufweist;  Halmaheira.  —  parallelis  Frühst,  ist  deren  Repräsentantin  auf  Batjan  mit  einer  Reihe  von 
drei  bis  fünf  hellveilchenfarbenen  Submarginalflecken;  ¥  im  Gegensatz  zum  trimeni -¥  oberseits  deutlich  stahl¬ 
blau  erglänzend.  Von  Doherty  im  März  1892  neben  beiden  Geschlechtern  von  trimeni  gefangen,  mir  auch 
obiana.  aus  dein  Monat  August  von  anderer  Seile  zugegangen.  —  obiana  Frühst,  ist  eine  sehr  dunkle  Form,  zumeist 
ohne,  aber  gelegentlich  auch  mit  zwei  bis  drei  subapicalen  Fleckchen,  hellblau,  weiss  centriert;  ?  jedenfalls 
cledonia.  sehr  selten,  noch  unbekannt.  —  cledonia  Frühst.  (83c)  ist  die  am  meisten  differenzierte  geographische  Ab¬ 
zweigung;  cf  dunkel-,  ?  hellbraun;  cf  mit  unbedeutendem,  ¥  ohne  Stahlglanz.  Unterseitenpunktierung  be¬ 
deutend  markanter  als  bei  salabanda  oder  obiana.  Häufig  in  Ost-Ceram;  es  liegt  mir  auch  ein  cf  (in  Paris 
gekauft)  mit  dem  Etikett  Amboina  vor.  Ältere  Autoren  kannten  die  Species  aber  überhaupt  nicht  von  irgend 
einer  Südmolukkeninsel,  so  dass  sie  sehr  lokal  sein  muss. 

E.  pumila  ist  der  älteste  Name  für  eine  über  das  ganze  Papua-Gebiet  verbreitete  Species,  die  ein 
wahres  Schulbeispiel  der  individuellen  Abänderungs-Möglichkeit  bildet  und  den  variabelsten  der  bekannten 
Tagfalter  beizuzählen  ist.  Die  Art  hat  demzufolge  eine  Reihe  von  Bezeichnungen  empfangen,  die  aber  den 
Umfang  ihrer  Neigung  zur  Polymorphose  dennoch  nicht  umfassen.  Auch  die  sechs  Abbildungen  dieses  Werkes 
stellen  noch  nicht  alle  Haupttypen  der  Färbungsmodifikationen  dar.  Valve  jener  der  Salpinx  ähnlich,  stark 
pumila.  verschmälert,  mit  undeutlich  abgesetzter  Spitze.  —  pumila  Btlr.  (85 d)  umschreibt  eine  Lokalform  des  nord¬ 
westlichen  Holländisch  Neu-Guinea.  Grundfarbe  dunkelbraun  mit  einigen  kleinen  weisslichen  Submarginal¬ 
flecken  auf  allen  Flügeln  und  einem  subapicalen  Doppelflecken ,  von  hellvioletter  Färbung  der  Vflgl.  Die 
Unterseite  hat,  wie  bei  allen  nachfolgenden  Rassen  und  Formen,  keinerlei  discalen  violetten  Fleck  auf¬ 
zuweisen,  der  die  Angehörigen  der  trimeni-mazares-hyems. Gruppe  auszeichnet.  Vflgl  aber  in  der  Regel  mit 
lucinda.  einer  kompletten  Serie  von  Admarginalpunkten.  —  lucinda  Sm.  (82  e)  bezeichnet  eine  Form  mit  vorherrschend 
rauchig  brauner  Oberseite  aller  Flügel,  bei  der  die  cf  cf,  namentlich  aber  die  ¥¥,  allmählich  in  ein  violettes 
Weiss  im  Discalteil  übersehen.  Das  hellste  Extrem  davon,  durchweg  seidig  glänzend,  opalfarben  mit  weiss- 
lich  violettem  Schiller  haben  wir  abgebildet.  Die  Unterseite  ist  jedoch  nicht  so  hell,  sondern  in  der  Basal- 


Ausgegeben  12.  XI.  1910. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstom'ejr. 


257 


region  und  der  Zelle  äusserst  zart  hellbraun  angeflogen.  Abdomen  gleichfalls  weisslich  violett,  mit  braunen 
Ringen.  Es  scheint,  dass  diese  ganz  hellen  ??  nur  in  der  Humboldtbai  vollkommen,  wo  sie  Dohebty  Sep¬ 
tember-Oktober  1892  entdeckt  hat.  —  salpingoides  Frühst,  auf  Exemplare  von  hell  lederbrauner  Grundfarbe  salpingoid.es. 
mit  zwei  bis  drei  violetten  Subapicalflecken  der  Vflgl  basiert,  fällt  durch  einen  besonders  hellen  Duftspiegel 
der  Hflgl  auf,  der  die  ganze  Zelle  ausfüllt  und  sich  darüber  hinaus  noch  als  ein  wie  poliert  aussehender 
Vorhof  erstreckt.  Der  mittlere  Teil  dieses  Duftspeculums  ist  mit  langen  gelben  dichten  Androconien  bedeckt. 

Exemplare  mit  völlig  zeichnungsloser  Oberseite  und  hellgelber  Aufhellung  des  Basalfeldes  aller  Flügel  wurden 
als  melitta  Frühst,  beschrieben.  ¥  mit  noch  weitgehenderer  Aufhellung,  die  bereits  Spuren  eines  weisslichen  melitta. 
Anflugs  der  Oberseite  zeigen,  bezeichnete  als  sublucinda  Frühst.  In  der  Nähe  von  Friedrich-Wilhelmshafen  sublucinda. 
treten  häutig  ¥¥  auf,  die  einen  Übergang  zu  lucinda  bilden  und  bereits  Spuren  eines  milchglasartigen  Anflugs 
in  der  Vflglzelle  und  zwischen  den  Medianadern  führen.  —  anaitis  form.  nov.  Eine  seltene  Abweichung  bilden  anaitis. 

¥¥  mit  kleinen,  länglich  ovalen,  opalartigen  Subapical-  und  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  grösseren  Sub¬ 
marginalpunkten  der  Hflgl,  die  von  einer  Serie  von  Admarginalpunkten  auf  der  Unterseite  der  letzteren  be¬ 
gleitet  werden.  Weitaus  der  zierlichsten  bekannten  Abweichung  aber  gehören  cf  cf1  an  mit  wie  bei  Salpinx 
swierstrae  (83  c)  violett  überzogener  Zelle  und  Costalpartie  der  Vflgl  (amida  form.  nov.).  Sämtliche  hier  ge-  arnida. 
nannte  Abänderungen  kommen  in  der  Nähe  von  Friedrich- Wilhelmshafen  in  der  Astrolabe-Bai  vor.  Im  öst¬ 
licheren  Finschhafen  tritt  dagegen  eine  dunklere  Abart  auf,  der  vermutlich  Subspeciesrang  zukommt,  es  ist 
dies  phokion  Frühst.  (83  d),  die  in  der  Regel  eine  satter  schwarzbraune  Grundfarbe  zeigt,  wie  die  Abbildung,  phokion. 
Dagegen  finden  sich  bei  den  meisten  cf  cf  noch  supplementäre,  violettweisse  Submarginalflecke,  die  sich  als 
feine  Punkte  auch  auf  den  Hflgln  fortsetzen.  Alle  mir  vorliegenden  phokion  führen  zudem  auch  auf  der 
Unterseite  aller  Flügel  komplette  Serien  rein  weisser  Admarginalpunkte.  An  phokion  schliesst  sich  in  Britisch 
Neu-Guinea  eine  noch  farbensattere  Lokalrasse  an,  —  jamesi  Btlr.  (80d),  die  im  Gegensatz  zu  pumila  Btlr.  jamesi. 
und  salpingoides  Frühst,  sehr  konstant  zu  sein  scheint,  wenigstens  zeigen  in  der  Milne-Bai,  in  Samarai,  der 
gegenüber  der  Insel  Yule  liegenden  Küste  gesammelte  Stücke  keinerlei  Abänderungen.  Auch  ein  cf  von 
der  Fergusson-Insel  hat  noch  dieselben  charakteristischen,  violett-weissen,  breiten  Subapicalbinden  der  Vflgl 
wie  das  abgebildete  Exemplar.  —  flaminia  Frühst.  (83  c)  ist  eine  grössere  Rasse  von  der  Insel  Salwatti  mit  flaminia. 
etwas  undeutlicheren  Fleckenbinden  der  Vflgl,  doch  kommen  ebenso  wie  in  Britisch  Neu-Guinea  kleine  cfcfl 
vor,  die  einer  Trockenzeitform  anzugehören  scheinen,  kleinpunktig  sind  und  als  infantilis  Btlr.  beschrieben  infantilis. 
wurden.  —  garcila  suhsp.  nov.  ist  die  Lokalrasse  des  westlichsten  Teiles  von  Holl.  Neu-Guinea,  aus  Sorong,  garcila. 
die  durch  eine  fahlbraune  Grundfarbe,  dunkel  stahlblauen  Anflug,  sehr  kleine  weissliche  Submai’ginalmakeln 
und  nur  wenig  grössere  hellviolette  Subapikalfleckchen  der  Vflgl  charakterisiert  ist.  Unterseite  der  Vflgl 
mit  grösseren,  jene  der  Hflgl  mit  kleineren  weissen  Makeln  als  pumila  und  jamesi.  —  stephensi  Fldr.  von  stephensi. 
der  Insel  Misole  ist  nach  dem  einzigen  mir  vorliegenden  ¥  eine  dunkelbraune  Form  mit  reduziertem  violetten 
Apicalfleckchen  der  Vflgl,  drei  Submarginalmakeln  der  Hflgl  und  punktloser  Unterseite  der  Vflgl.  —  kirschi  kirschi. 

Moore ,  von  der  bisher  nur  1  ¥  bekannt  war,  vertritt  pumila  auf  Waigiu.  Normale  Exemplare  beiderlei  Ge¬ 
schlechts  schiessen  sich  eng  an  pumila  an ;  fast  alle  sind  charakterisiert  durch  gleichartige  Submarginal-  und 
etwas  grössere  violette  Subapicalflecken  der  Vflgl.  Zwischen  diesen  Punktflecken  und  dem  Terminalsaum 
der  Vflgl  macht  sich  eine  feine  violette  Bestäubung  bemerklich,  die  bei  vielen  cf  cf,  namentlich  aber  auch 
bei  ¥¥  manchmal  breit  ausfliesst,  längs  der  Adern  weisslich  wird  und  auf  der  Unterseite  als  grauer  Anflug 
sich  bemerklich  macht  (amantia  form.  nov.).  Sehr  selten  sind  dann  Exemplare  mit  einfarbiger  Oberseite,  amantia. 
Unterseite  ohne  Randpunkte  und  die  Vflgl  nur  mit  einigen  Strichpünktchen  besetzt  (parvipunctata  / orrn.  nov.).  parvi- 
Auf  den  Inseln  der  Geelvink-Bai  ist  pumila  durch  eine  reizende  Form  vertreten,  sisamis  Kirsch.,  von  Ansus  punctata. 
auf  Jobi  beschrieben  und  der  amida  Frühst,  von  Kaiser -Wilhelmsland  nahesteht,  in  der  Zelle  und  Subapical-  sisamis- 
region  der  Vflgl  eine  blassviolette  Aufhellung  zeigt  und  ausserdem  noch  mit  vier  blauen  Submarginalpunkten 
verziert  ist.  Unterseite  wie  bei  pumila  mit  einigen  Subapicalpunkten  der  Vflgl  und  einer  Doppelreihe  weisser 
Punkte  der  Hflgl.  —  bismarckiana  Frühst,  endlich  ist  die  geographische  Abzweigung  des  Bismarck-Archipels,  bismarckiana. 
charakterisiert  durch  die  tiefbraune  Oberseite,  die  insbesonders  beim  ¥  durchweg  matt  bleibt,  ohne  den  ge¬ 
ringsten  violetten  oder  stahlblauen  Reflex;  Vflgl  beim  cf  mit  violetten,  beim  ?  weissen  Subapicalmakeln ,  an 
die  sich  einige  kleine,  aber  deutliche  weisse  Submarginalfleckchen  anschliessen.  ¥  unterseits  mit  2  Reihen 
weisser  Punkte  der  Hflgl.  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg  und  Neu-Mecklenburg. 

In  der  celebischen  Subregion  sind  die  Calliploea  wie  im  makromalayischen  Gebiet  nur  durch  eine, 
aber  desto  prächtigere  Species  vertreten:  E.  hyacinthus,  die  an  intensivem  Blauschiller  alle  genannten  Arten  hyacinthus. 
weit  übertrifft  und  zugleich  die  einzige  Calliploea  darstellt  mit  grossem  weissem  Discalsclnnuck  aller  Flügel. 

Vier  Ortsrassen  sind  bisher  bekannt:  mangolina  Frühst.  (82  c),  von  der  die  cf  cf  nur  durch  den  vorspringenden  mangolina. 
Ird  der  Vflgl  differieren;  Unterseite  schwärzlich  mit  Wiederholung  der  Zeichnung  der  Oberseite  und  mit 
zwei  statt  einer  Submarginalreihe  weisser  Makeln  der  Hflgl.  Sula-Mangoli.  —  besinensis  Frühst,  steht  besinensis. 
mangolina  am  nächsten  und  ist  von  dieser  durch  das  Fehlen  der  weissen  breiten  Striche  in  der  Zelle  der 
Hflgloberseite  sofort  zu  unterscheiden.  Sie  ist  ärmer  an  weissen  Flecken,  namentlich  ist  der  ultracellulare 
grosse  Fleck  in  der  Vflglmitte  stets  sehr  reduziert  und  die  in  mangolina  davor  und  dahinter  lagernden 
Makeln  erscheinen  nur  als  Pünktchen  oder  sind  ganz  verschwunden.  Auf  den  Hflgln  ist  die  in  hyacinthus 

IX  33 


258 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer, 


und  mangolina  stets  deutliche  Submarginalserie  von  weisslichvioletten  Punkten  manchmal  nur  auf  3  Fleck¬ 
chen  beschränkt,  der  ganze  übrige  Hflgl  ist  bei  einem-  cf  oberseits  ohne  Spur  von  Zeichnung,  bei  einigen 
anderen  cf  cf  treten  kleine  circumcellnlare  Haken  und  Makeln  auf.  Auch  das  ?  erweist  sich  als  eine  mela- 
notische  Form  von  hjacinthus  und  mangolina  und  trägt  oberseits  nur  die  weisse  Submarginal- Punktserie, 
einen  Gostal-  und  einen  runden  Medianfleck  auf  den  Vflgln,  und  auf  den  Hflgln  nur  einen  kleinen  weissen 
Helmfleck  hinter  der  Zelle.  Ein  zweites  ?  bekommt  durch  zwei  Costalfleckchen  und  drei  circumcellnlare 
Punkte  ein  etwas  lebhafteres  Aussehen.  Das  Hauptmerkmal  bildet  aber  die  ganz  schwarze  Zelle  der  Unter¬ 
seite  der  Hflgl,  die  bei  mangolina  bereits  zur  Hälfte  weiss  ausgefüllt  ist.  Sula-Besi.  —  hyacinthus  Btlr.  ist 
im  Gegensatz  zur  vorigen  das  hellste  Extrem  der  Species,  ausgezeichnet  durch  gelben  Duftspiegel  der  Hflgl, 
sehr  breite  Subapicalbinde,  und  namentlich  bei  den  ??  die  ganze  Flügelmitte  ausfüllendem  Discalfleck  der 
snbcongrua.  Vflgl.  Süd-Celebes,  nicht  sehr  häufig,  bis  etwa  1000  m  ansteigend.  —  subcongrua  Iiöb.  {=  hewitsoni  Flclr. 

1867)  ist  nach  der  Abbildung  Feldee’s  beurteilt  die  etwas  farbenärmere  Rasse  des  nördlichen  Celebes,  ins¬ 
besondere  charakterisiert  durch  schwärzlich  überstäubten  Duftspiegel  der  Hflgl  und  dunklere  Grundfärbung; 
auch  ist  die  Zelle  der  Unterseite  der  Hflgl  zur  Hälfte  grauschwarz  statt  rein  weiss  wie  bei  hyacinthus.  Da¬ 
gegen  sind  die  Submarginalmakeln,  namentlich  der  Unterseite,  prägnanter  als  bei  der  Südrasse.  Nicht  selten 
bei  Toli-Toli ,  November-Dezember,  aber  schon  in  Zentral-Celebes  (August)  auftretend  und  bis  zur  Nord¬ 
spitze  von  Celebes  verbreitet. 

b.  Untergruppe  Euploea  F.  (—  Macroploea  Btlr.  1878). 

Die  grössten  bekannten  Arten  umfassend,  Vflgl  zumeist  spitz. 

E.  corus  (nicht  zu  verwechseln  mit  E.  core  Cr.)  ist  eine  makromalayische  Species,  die  westwärts  bis 
Ceylon  und  Birma,  ostwärts  bis  Nord-Celebes  und  Palawan  vorgedrungen  ist  und  im  Süden  auf  Bali  ihre 
Ostgrenze  findet.  Rp  zylindrisch,  hellbraun  mit  leichtem  Purpurschimmer  und  einer  bleicheren  supra- 
stigmalen  Region.  Kopf  und  Ftisse  dunkelbraun,  die  Segmente  mit  ebensolchen  Querstreifen.  Drei  Paar  röt¬ 
liche  Tentakeln  mit  schwarzen  Spitzen.  Pp  breit,  Thorax  uneben,  silberiggrau  mit  goldigbraunen  Binden, 
Abdominalsegmente  rückwärts  konvex ,  braungefleckt.  Nahrungspflanze  noch  unbekannt.  Die  Berichte 
über  die  Flugart  widersprechen  sich,  sie  scheint  demnach  je  nach  den  Lokalrassen  verschieden,  entweder 
schwerfällig  und  langsam  oder  schnell  zu  sein.  Gewiss  ist  nur,  dass  alle  Formen  sehr  lokal  sind,  aus¬ 
schliesslich  die  Alluvialebenen  bewohnen  und  sich  auch  da  nur  in  der  Nähe  des  Seestrandes  aufhalten.  - 
coms.  corus  F.  (—  elisa  Btlr.)  bewohnt  Ceylon,  wo  sie  bei  Galle  unter  Kokospalmen  häufig  sein  soll.  Sie  tritt 
im  Juni,  Juli,  dann  wieder  im  November,  Dezember  auf.  Ich  selbst  beobachtete  sie  1889  bei  Colombo 
und  nach  de  Niceville  liebt  sie  das  schattige  Djungel  und  kann  im  Fluge  leicht  für  eine  Fledermaus  ge¬ 
halten  werden.  Nach  Moore  trifft  man  corus  auch  im  Mangrowesumpf  oder  sonst  in  der  Nähe  des  Meeres. 
corus  ist  die  kleinste  bekannte  Rasse  der  Kollektivspecies ;  die  Flecken  der  Oberseite  auf  hellbrauner  Unter- 
phoebas.  läge,  etwa  wie  bei  vitrina  Frühst.  (79 a)  verteilt.  —  phoebus  Btlr.  (=  castelnaui  Fldr.)  steht  der  nikrion 
Frühst.  (80b)  nahe,  nur  führt  sie  kürzere  rundliche,  statt  keilförmig  längliche  Subapicalmakeln,  die  grauviolett 
umzogen  sind.  Hflgl  wie  bei  nikrion.  Unterseite  mit  weisslichen  verkleinerten  Subapicalmakeln,  aber  grossen 
grauvioletten  kernförmigen  Distalflecken.  Type  des  cf  aus  Moulmein,  des  ?  von  Penang  stammend,  auch  in 
gewissen  Teilen  von  Tenasserim,  im  Mergui- Archipel  und  Perak,  Singapore  vorkommend.  Eine  verwandte 
drucei.  Form  wurde  auch  auf  den  Nicobaren  einmal  beobachtet.  —  drucei  Moore  aus  Chentabun  in  Siam  beschrieben 
und  vermutlich  auf  eine  Trockenzeitform  der  phoebus  basiert,  wurde  von  mir  in  nur  einem  Exemplar  in  den 
Tempelgärten  am  Mennam  in  Bangkok  im  Januar  gefangen.  Vflgl  mit  etwas  reduzierten  weisslichen  Sub- 
apicalflecken ,  Hflgl  mit  einer  transcellularen  Serie  von  violetten  Punktflecken,  die  auch  auf  der  Unterseite 
vitrina.  auftreten.  —  vitrina  Frühst.  (79  a)  ist  eine  ausserordentlich  lokale  und  anscheinend  auch  sehr  seltene  Form, 
da  sie  weder  Moore  noch  Bingham  kannte,  vitrina  ist  von  allen  Verwandten  unterschieden  durch  den  durch¬ 
sichtigen  bleichvioletten  Vorderteil  der  Vflgl,  welcher  von  der  Mitte  der  Zelle  an  stets  heller  werdend  in 
der  Färbung  nahezu  an  E.  browni  Godm.  erinnert.  ?  noch  bleicher  als  das  abgebildete  cf ;  Apicalteil  der 
Vflgl  unterseits  fast  weiss,  erst  in  der  Zelle  in  ein  mattes  Gelbbraun  übergehend.  Unter-Birma,  nur  ein 
hesiodus.  Paar,  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  hesiodus  subsp.  nov.  ist  die  Rasse  der  Insel  Banka,  die  Dr.  Hagen 
statius.  dort  aufgefunden  hat  und  die  durch  noch  stattlichere  lichtere  Flecken  als  nikrion  (80b)  auffällt.  —  statius 
subsp.  nov.  bewohnt  Sumatra,  von  wo  sie  mir  nur  aus  dem  Nordosten  der  Insel  bekannt  ist,  und  entfernt 
sich  von  phoebus  Btlr.  in  der  Hauptsache  durch  dunklere  braunviolette  Grnndfai’be,  reicheren  violetten  Reflex 
der  Aussenpartie  aller  Flügel  und  intensiver  veilchenblau  überpuderte  Subapical-  und  markantere  Admarginal- 
phaeratena.  mäkeln  der  Vflgl.  —  phaeratena  Kheil  hat  kleinere  Gestalt,  etwas  kürzere,  mehr  gerundete  Vflgl  und 
namentlich  beim  ?  fast  rein  weisse,  bindenartig  verbreiterte  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Insel  Nias,  an- 
micronesia.  scheinend  nicht  sehr  selten.  —  micronesia  Doh.  führt  gar  keine  weissen,  sondern  nur  undeutliche  grau¬ 
violette  Vflglflecken  und  deren  Autor  hat  ganz  recht,  wenn  er  die  Engano-Rasse  mit  semicircidus  Btlr.  von 
den  weitentfernten  Nord-Molukken  vergleicht;  denn  micronesia  hat  durch  die  kleine  Punktierung  aller  Flügel 
in  der  Tat  viel  mehr  Ähnlichkeit  mit  der  Batjan -Euploea  als  mit  Macroploeen  der  umliegenden  Inseln,  so 
paradox  dies  auch  klingen  mag.  Die  Grundfärbung  ist  ein  dunkles  Blauviolett  und  das  ?  ist  schwarzbraun, 


EUPLOEA.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


259 


während  statius  von  Sumatra  lichtbraune  22  hat.  —  pavettae  Zink.  (—  gyllenhali  Lar)  bleibt  in  der  Grösse  pavettac. 
stets  hinter  der  stattlicheren  nikrion  zurück.  Grundfarbe  lichter  braun,  mit  kleinen,  grauweissen  Makeln  und 
sehr  beschränkten,  unbedeutenden  blauvioletten  Reflexen  auf  der  distalen  Zone  der  Htlgl.  pavettae  war  in 

Java  sehr  selten.  Ich  fand  die  Art  ausschliesslich  in  der  Nähe  des  Meeres,  in  den  Strandwäldern  von  Pala- 

buan,  während  der  schwersten  Regenzeit  im  Januar  1892.  Einige  Male  verirrten  sich  ein  paar  Falter  nach  dem 
grossen  Baumgarten,  welcher  meine  damalige  Wohnstätte,  den  Pasanggrahan  (Rasthaus)  von  Palabuan,  umgab. 

Die  Euploeen  erschienen  wie  Gespenster,  flogen  etwa  zwei  bis  drei  Meter  über  dem  Boden  und  schossen  und 

stürmten  so  ungestüm  und  unregelmässig  durch  die  Luft,  dass  es  mir  lange  unmöglich  war  zu  erkennen, 

welche  Schmetterlinge  ich  vor  mir  hatte.  —  defiguratus  Brühst,  von  Bali.  Dr.  Martin’s  javanischer  Sammler  defiguratus. 
hatte  das  Glück,  eine  grosse  Serie  dieser  für  die  Insel  neuen  Fuploea  zu  fangen,  die  mir  in  Ost-Java  nie 
begegnet  ist.  Verglichen  mit  pavettae  Zinck.  von  Java  stellt  defiguratus  eine  verdunkelte  Satellitinselrasse  dar, 
ausgezeichnet  durch  die  violetten  statt  weissen  inneren  Submarginalmakeln  der  Vflgl  und  die  viel  kleineren, 
meist  aber  völlig  fehlenden  Antemarginalpunkte  aller  Flügel.  Dass  defiguratus  auch  von  Gestalt  kleiner  ist 
als  Javanen,  ist  bei  einem  Balifalter  selbstverständlich.  In  Lombok  hatte  ich  keine  Gelegenheit,  eine  Macro- 
ploea  zu  fangen,  trotzdem  solche  dort  an  der  Südküste  im  September  gewiss  zu  linden  sind.  —  nikrion  nikrion. 
Frühst.  (80b).  Viel  erheblicher  differenziert  von  pavettae  ist  diese  Form  der  Insel  Bawean.  von  der  mir  eine 
Serie  von  16  Exemplaren,  gesammelt  Juli — September,  vorliegt.  Grundfarbe  dunkler  als  bei  pavettae,  der 
violette  Reflex  ausgedehnter,  intensiver,  die  weisse  Subapicalfleckung  der  Vflgl  und  namentlich  aber  die 
violetten  Makeln  der  Htlgl  erheblich  grösser  als  bei  Java-Stücken.  —  butleri  Moore  (2  =  godmani  Moore)  schliesst  butleri. 
sich  eng  an  nikrion  an,  Vflgl  aber  rundlicher;  Subapicalflecken  gleichmässiger,  schärfer  abgesetzt,  dunkler 
blauviolett  überstäubt.  Sandakan,  Sultanat  Brunei  in  Nord-Borneo,  Amuntai  in  Südost-Borneo.  —  salvini 
Stgr.  erinnert  durch  die  zurückgebildeten  grauvioletten  Subapicalfleckchen  der  Vflgl  an  micronesiu  I)oh.  von 
Engano,  ist  aber  grösser  als  diese  und  zeigt  deutlichere  violette  Submarginal-Punktserien  der  Vflgl.  Insel 
Palawan.  Flugzeit  Januar.  —  grandis  Moore ,  nach  einem  cf  in  der  Sammlung  Semper’s  beschrieben,  un-  grandis. 
bekannten  Flugorts ,  dürfte  allenfalls  vom  Sulu- Archipel  stammen.  Vflgl  länger  und  schmäler  als  bei 
butleri  Moore,  mit  sehr  kleinen  Discalflecken.  Die  submarginale  Punktreihe  aus  gezähnten,  die  admarginale 
aus  undeutlichen  Makeln  bestehend.  Htlgl  mit  drei  Serien  weisslicher  Flecken,  von  denen  die  discale  sich 
aus  den  grössten  zusammensetzt.  —  celebica  Frühst,  endlich  ist  nach  einem  cf-Exemplar  aus  Nord-Celebes  celebica. 
beschrieben,  wo  ich  es  in  den  Strandwäldern  von  Toli-Toli  im  November  1898  auffand.  Von  der  nächst 
verwandten  salvini  Stgr.  von  Palawan  verschieden  durch  das  grössere  Ausmass  der  Vflgl.  die  schmäleren 
Hflgl.  Alle  Punkte  auf  beiden  Seiten  der  Flügel  sind  noch  obsoleter  als  in  salvini  und  somit  fast  ebenso 
monoton  wie  heurippa  von  den  Shortland-Inseln,  aber  nicht  so  schwärzlich  wie  diese,  sondern  braun  gefärbt, 
cf  Vflgllänge  67  mm,  von  salvini  64  mm. 

E.  althaea  steht  der  abgebildeten  juvia  Frühst.  (83  a)  nahe  und  erinnert  mit  ihren  grossen  blauen 
Flecken  viel  mehr  an  die  papuanische  callithoe  Bsd.  (79  a),  als  an  die  vorhergehende  corus  F. ,  von  welch 
letzterer  sie  aber  durch  geradezu  gigantische  intranervale  blaue  Felder  der  Hflglober-  und  -Unterseite  ab¬ 
weicht.  —  althaea  Semp.  ist  mir  in  vier  Exemplaren  von  Mindanao  bekannt,  wo  sie  im  Norden  bei  Dapitb,  althaea. 
im  Osten  bei  Taganito  im  Mai  bis  September  beobachtet  wurde.  —  juvia  Frühst.  (83  a)  ist  von  althaea  zu  juvia. 
trennen  durch  die  kaum  halb  so  grossen  blauvioletten  Subapicalflecke  der  Vflgl  und  die  gleichfalls  redu¬ 
zierten  Discalmakeln  der  Hflgl.  Bei  juvia  treten  aber  auf  beiden  Flügeln  sowohl  ober-  wie  unterseits  noch 
eine  komplette  Reihe  von  weisslichen,  relativ  grossen  Submarginalpunkten  auf,  die  beim  althaea- cf  oben 
völlig  fehlen,  beim  2  kaum  angedeutet  sind.  Taihanroku.  vom  2.  bis  15.  Juli  1908,  in  Anzahl  von  Hans 
Sauter  gesammelt.  Eine  interessante  Entdeckung,  da  juvia  ein  philippinisches  Element  der  Formosafauna 
darstellt  und  es  wahrscheinlich  macht,  dass  althaea  auch  noch  auf  den  nördlicheren  Philippineninseln  ge¬ 
funden  wird.  Taihanroku  liegt  nahe  der  Südspitze  von  Formosa,  ein  Fundplatz,  der  die  Einwanderung  von 
den  philippinischen  Bashante-  oder  Bashi-Inseln  besonders  glaubhaft  macht. 

E.  phaenarete  ersetzt  corus  auf  den  Molukken,  von  denen  aus  die  Art  in  Vicarianten  über  den  Bis¬ 
marckarchipel  bis  zu  den  Salomonen  vorgedrungen  ist.  Auf  einigen  Inseln  ist  sie  durch  Zwischenformen 
( irma  Frühst.  79  b)  mit  der  papuanisc-hen  callithoe  Bsd.  (79  a)  verbunden.  —  phaenarete  Schall,  ist  einer  der  phaenarete. 
häufigsten  Falter  der  Süd-Molukken,  der  stets  in  Gemeinschaft  mit  Hestia  idea  CI.  nach  Europa  kommt. 
pltaenarete  ist  mässig  variabel,  indem  beide  Geschlechter  bald  heller,  bald  dunkler  braun  gefärbt  sind.  Als 
typisch  wird  die  Form  aufgefasst,  die  Gramer  t.  266  abbildet,  mit  einer  Reihe  von  weissen  Keilflecken  in 
der  Mitte  der  Vflglober-  und  -Unterseite.  Diese  Flecken  können  manchmal  völlig  fehlen  (=  pauperata  pauperata. 
form,  nov.)  oder  es  treten  neben  ihnen  auch  noch  sehr  grosse  transcellulare  weisslichgraue  oder  grauviolette 
Makeln  oder  Längsstriche  auf  (luxurianta  form.  nov).  Amboina,  Saparua,  Ceram.  —  Bei  semicirculus  Btlr.  luxurianta. 
(-—  cuvieri  Fldr)  beginnt  jenseits  der  noch  lichtbraunen  Basalfärbung  bereits  eine  Region,  die  intensiven  semicirculus. 
dunkel  stahlblauen  Schimmer  führt,  in  den  sich  beim  cf  hellblaue,  beim  2  lichtviolette  Doppelreihen  von 
Submarginalmakeln  einbetten.  Halmaheira,  Batjan.  —  hollandi  Frühst,  fällt  bereits  auf  durch  intensiveren  hollandi. 
blauen  Reflex,  der  namentlich  bei  den  22  die  gesamte  Oberfläche  aller  Flügel  überzieht.  2?  führen  auf  den 
Vflgl  zudem  viel  stattlichere  blauviolette  Submarginalmakeln,  auch  ist  die  Unterseite  mit  sehr  grossen  und 


260 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


irma.  rein  weissen  auf  drei  Reihen  verteilten  Flecken  dekoriert.  Insel  Buru.  —  irma  Frühst.  (79  b)  bewohnt  Obi. 
Exemplare  etwas  kleiner  als  semicirculus  und  hollandi,  der  blaue  Reflex  besonders  lebhaft,  die  Flecken  vor 
dem  Zellapex  der  Vtlgl  und  die  transcellularen  Makeln  stattlicher  als  bei  hollandi.  ?  sehr  selten,  sich  durch 
rolanda.  eine  lichter  braune  Basalregion  der  Vflgl  jenen  von  semicirculus  Btlr.  nähernd.  —  rolanda  Frühst,  von  den 
Sula-Inseln  Mangoli  hat  gleichfalls  wieder  ein  hellbraunes  ?  mit  mehr  als  doppelt  so  breiten  hellvioletten 
Discalmakeln  der  Vflgl  als  irma  und  semicirculus ,  und  auch  die  Hflgl  mit  einer  Doppelreihe  ansehnlicher 
weisser  Submarginalflecken  versehen,  cf  dunkelbraun  mit  sehr  ringem  distalen  blauen  Reflex.  Vflglzelle 
von  hellgrauvioletten  Strigae  umgeben.  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  mit  sehr  grossen  weissen 
locupletior.  Intramediankeilflecken.  —  locupletior  Frühst,  bildet  eine  intermediäre  Form  zwischen  bräunlich  gefärbten 
Macroploeen  der  Sunda-Inseln  und  den  reich  blauschillernden  Arten  des  Papuagebietes  und  nähert  sich  im 
Aussehen  am  meisten  Macroploea  euthoe  Fldr.  von  Aru.  Vflgl  mit  einer  Marginalreihe  rein  weisser  Punkte, 
einer  Submarginalreihe  hellvioletter,  weiss  gekernter  Makeln,  welche  bis  nahe  an  die  Submediana  reichen, 
einer  inneren,  damit  parallellaufenden  Serie  von  blauen,  nur  mit  wenig  Weiss  besetzten  Flecke.  Auf  der 
Vflglunterseite  wiederholt  sich  die  Sprenkelung  der  Oberseite,  wird  aber  kleiner  und  fast  ganz  rein  weiss. 
Ausserdem  tritt  noch  eine  ultracellulare  Reihe  von  drei  weissen  Flecken  auf,  von  denen  die  beiden  intra- 
medianen  sehr  gross,  jener  unterhalb  des  hinteren  Medianastes  sehr  klein  erscheint.  Esang,  eine  der  Talaut- 
Inseln  nördlich  von  Celebes. 

unibrunnea.  E.  unibrunnea  Godt.  ist  der  älteste  Name  für  die  einfarbig  braune  Abweichung  der  häufigeren  hellen, 

browni.  weisslich  violetten  browni  Godt.  (79  a),  zwischen  denen  alle  Abstufungen  in  braun  und  weisslich-violett  vor- 
mayuma.  kommen  und  von  denen  eine  ziemlich  gleichmässig  hell  tabakbraune  Form  als  mayuma  Ribbe  beschrieben 
wurde.  Die  cf  cf  der  browni  variieren  auf  der  Oberseite  nur  geringfügig,  auf  der  Unterseite  hingegen  tritt 
die  tabakbraune  Färbung  mehr  oder  weniger  in  den  Vordergrund.  Die  Unterseite  der  cf  cf  führt  rings  um 
die  Zelle  der  Hflgl  mehr  oder  minder  deutliche  milchglasfarbene  Discalflecken,  die  den  $2  fehlen.  —  Bei 
majuma.  der  Form  majuma  Ribbe  sind  diese  Flecken  auf  braunem  Grunde  naturgemäss  scharf  abgesetzt,  auch  treten 
sie  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  in  Erscheinung.  Pp  goldglänzend.  Rp  und  Futterpflanze  anscheinend  noch 
heurippa.  unbekannt.  Bismarck -Archipel,  auf  allen  Inseln.  —  heurippa  Godm.  von  den  Salomonen  ziehe  ich  un¬ 
bedenklich  als  Lokalform  zu  unibrunnea  und  muss  sogar  die  Frage  offen  lassen,  ob  nicht  auch  unibrunnea 
nur  eine  phaenareta- Rasse  ist.  Grundfarbe  dunkelbraun,  matt,  ohne  Schiller.  Vflgl  mit  sehr  langen  hell¬ 
violetten  Streifehen  am  Costalsaum  über  der  Zelle  und  fünf  grauvioletten  undeutlichen  Submarginalfleckchen, 
die  manchmal  völlig  ausfallen.  Vflgl  unterseits  mit  grossem  hufeisenförmigem  weisslichblauem  Fleck  vor 
dem  Zellapex,  an  dessen  Stelle  die  vicarianten  Formen  eine  rundliche  Makel  führen.  Vorkommen  auf  den 
Shortlandinseln,  wo  sie  nicht  häufig  ist.  heurippa  liebt  den  dichten  Wald,  ist  ein  schwerfälliger  Falter,  den 
man  nur  selten  aufscheucht,  aber  leicht  erbeuten  kann. 

E.  callithoe  ist  eine  rein  papuanische  Species,  die  zwar  in  der  Grösse  etwas  hinter  der  molukkischen 
phaenareta  zurückbleibt,  die  aber  sonst  das  Maximum  an  Schönheit  bedeutet,  das  in  der  gesamten  Gattung  an¬ 
zutreffen  ist.  Neben  der  hervorragend  prächtigen  Färbung  zeichnet  sich  die  Gesamtart  noch  durch  weitgehendsten 
geschlechtlichen  Heteromorphismus  aus  und  ihrer  Neigung  zu  geographischem  Polymorphismus  tragen  bereits  eine 
Anzahl  Namen  Rechnung.  Den  Höhepunkt  ihrer  Entwicklung  erreicht  callithoe  in  Kaiser -Wilhelmsland,  das 
callithoe.  bereits  von  zwei  Ortsrassen  bewohnt  wird,  die  bisher  stets  verwechselt  wurden.  —  callithoe  Bsd.,  die  Namens¬ 
type,  entstammt  dem  nördlichen  Holländisch  Neu- Guinea  und  zwar  vermutlich  aus  der  Geelvink-Bai  (Dorey). 
Boisduval  beschreibt  die  79a  dargestellte  Form  in  konziser  Weise  wie  folgt:  »Flügel  schwarzbraun,  violett 
schimmernd.  Vflgl  mit  einem  gebogenen  Fleckenquerband,  in  der  Zelle  ein  dicker  Punktfleck  und  zwei 
Reihen  blassblauer  Randpunkte.  Hflgl  gegen  den  Aussenwinkel  hin  mit  einigen  Randpunkten.«  Die  Unter¬ 
seite  ist  in  der  Iris  1895  t.  IV  abgebildet  und  zeigt  auf  den  Vflgln  drei  transcellulare  weisse  Intramedian¬ 
flecken  und  auf  den  Hflgln  eine  discale  Serie  von  fünf  blauen  länglichen  Streifehen  und  eine  unvollständige 
Serie  von  Admarginalpünktchen.  Daneben  kommt  in  Dorey  bereits  eine  Abweichung  nicht  selten  vor,  der 
wir  im  gesamten  Verbreitungsgebiet  der  Species  begegnen,  mit  zwei  sehr  kräftigen  blauglänzenden  Makeln, 
biplagiata.  die  isoliert  vor  dem  Zellschluss  der  Vflgl  eingebettet  sind  (biplagiata  form.  nov).  Von  Sorong,  dem  Nord- 
ostkap  der  Hauptinsel,  und  von  Mysole,  einer  Gestadeinsel,  besitze  ich  sechs  cf' cf,  die  unterseits  auf  den 
privata.  Hflgln  entweder  gar  keine  oder  nur  obsolete  blaue  Discalfleckchen  führen  (privata  form.  nov.).  Die  Nomen- 
clatur  der  Formen  von  Kaiser -Wilhelmsland  ist  sehr  verwickelt,  da  sowohl  Honrath  wie  Staudinger  nicht 
darüber  orientiert  waren,  dass  dort  auf  geringe  Distanz  bereits  zwei  Faunengebiete  aufeinanderstossen,  näm¬ 
lich  das  der  Astrolabe-Bai  mit  Fried  rieh -Wilhelmshafen,  deren  Rassen  sich  im  allgemeinen  jenen  der  hollän¬ 
dischen  Humboldt-Bai  nähern,  und  jenes  von  Finschhafen,  Simbang,  das  sich  mit  seinen  melanotischen 
Zweigrassen  an  das  nordöstliche  Britisch  Neu-Guinea  angliedert.  Wir  haben  bei  Radena  juventa  und  Euploea 
tulliolus  bereits  analoge  Erscheinungen  kennen  gelernt,  die  sich  bei  diesen  Rieseneuploeen  nur  noch  deut- 
hansemanni.  licher  gestalten.  —  hansemanni  Honr.  von  Simbang  (Finschhafen)  muss  als  der  älteste  Name  vorangesetzt 
werden;  das  cf  wird  zugleich  79b  hier  zum  ersten  Male  bildlich  vorgeführt  und  erübrigt  sich  eine  Be¬ 
schreibung.  Das  dazu  gehörige  ?  ist  von  Honrath  Berl.  Ent.  Zeitschrift  t.  V  f.  1  dargestellt,  es  gleicht 
jenem  von  mesocala  (79  b),  nur  hat  es  eine  noch  ausgedehntere,  bis  zur  Basis  der  Vflgl  gehende  weisse  Auf- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfee. 


261 


hellung  und  mehr  blaue  als  violette  Peripherie  desselben.  Soweit  bekannt,  variieren  die  ¥¥  der  Finschhafen- 
rasse  nicht  so  erheblich  als  jene  von  der  Ortsform  der  Astrolabe-Bai.  —  diirrsteini  Stgr. ,  ursprünglich  dürrsteini. 
aus  dem  westlich  gelegenen  Hatzfeldhafen  beschrieben  und  Iris  1890  t.  IV  f.  2  u.  3  kenntlich  abgebildet,  ist 
die  in  den  Sammlungen  am  weitesten  verbreitete  Form.  ¥  mit  viel  kleinerem  hellblauvioletten,  distal  nicht 
eingekerbtem  Discalfleck  der  Vflgl,  die  bei  der  Staudin GER’schen  Namensform  keine  Submarginalmakeln 
führen.  Es  kommen  aber  als  Seltenheit  in  Friedrich -Wilhelmshafen  cf  cf  vor  mit  ebenso  geformten,  distal 
mit  den  Submarginalflecken  verschmolzenen,  aber  bedeutend  lichterem  Medianfeld  der  Vflgl  tpraestabilis  praestabilis. 
form.  nov).  Normale  ¥¥  von  dürrsteini  zeigen  eine  breite  weisse  Submarginalzone  der  Htlgl,  von  denen  be¬ 
reits  Hagen  1897  schrieb,  dass  dieses  Weisswerden  der  Htlgl  das  Hauptmerkmal  der  Astrolabe-Rasse  sei, 
indem  die  Finschhafen-??  stets  braun  bleiben,  was  umgekehrt  bei  aller  Variabilität  der  Astrolabe-??  bei  dürr¬ 
steini  nie  der  Fall  ist.  Sonderbarerweise  liess  sich  Honrath  1892  verleiten,  ein  auf  den  Vflgln  mit  diirr¬ 
steini  identisches  ¥,  das  jedoch  auf  den  Hflgln  keine  weisse  Randzone  hat,  als  hansemanni-9-  vera  zu  be¬ 
zeichnen.  Diese  von  Honrath  (Berl.  Ent.  Zeitschr.  1892,  t.  XV  f.  6)  abgebildete  seltene  ¥-Form  glaube  ich 
als  honrathi  form.  nov.  einführen  zu  dürfen.  —  Als  ¥-form.  nera  beschrieb  Staudinger  eine  ebenfalls  sei-  honrathi. 
tene  Individualabänderung  (Iris  1895  t.  IV  f.  3)  mit  hellblauer  Vflglzelle  und  dunkelblauer  Peripherie  der-  nera- 
selben.  —  Als  ¥-form.  erynia  form.  nov.  endlich  bezeichne  ich  eine  Abweichung  mit  cf -ähnlich  er  Färbung,  erynia. 

Vflgl  gleichartig  dunkelblau  mit  lebhaftem  Reflex  und  hellblauem  kleinem  Zellfleck,  fünf  Discalstrigae  und 
sechs  Submarginalmakeln.  Htlgl  dunkelbraun  mit  aufgehelltem  Randgebiet  und  zwei  Medianstreifchen.  Rp 
aller  Formen  nach  Angabe  von  Wahnes  identisch;  Rp  nach  einer  Abbildung  von  Riebe  grauweiss,  schwarz 
gesprenkelt,  mit  nur  zwei  Paar  fleischfarbenen  Tentakeln  am  zweiten  und  dritten  Segment.  Die  Eier  er¬ 
geben  vom  5.—  8.  Tage  die  Rp,  die  aber  schon  in  der  ersten  Jugend  von  der  Futterpflanze  abkriechen  und 
sich  verbergen.  Im  erwachsenen  Zustande  ist  die  Rp  träge  und  lebt  einsam,  meist  versteckt  auf  der  Futter¬ 
pflanze,  einem  Bäumchen.  Pp  anfangs  gelb,  nach  wenigen  Tagen  wird  sie  metallischglänzend,  so  dass  sie 
aussieht  wie  Glas,  das  innen  vergoldet  ist.  —  sacerdotalis  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Jobi;  bei  ihr  treten  sacerdotalis. 
¥¥  auf,  die  cf-ähnlich  gezeichnet  sind  und  einen  grossen  blauen  Fleck  vor  dem  Zellschluss  der  Vflgl  zeigen, 
mit  sieben  bis  acht  discalen  Streifen,  denen  deutliche  antemarginale  Makeln  folgen.  Ein  ¥  in  der  Sammlung 
Oberthür  hat  unterseits  eine  licht  graubraun  aufgehellte  Vflglzelle.  —  mesocala  Voll.  (79  b)  ist  die  auf  mesocala. 
Waigiu  lebende  Abzweigung,  die  nach  dem  Material  meiner  Sammlung  und  weniger  Exemplare  der  Coli. 

Oberthür,  die  Staudinger  (Iris  1895  p.  161  — 164)  ausmalend  beschrieben  hat,  nur  geringfügig  variiert,  cf 
dem  callithoe-d  nahekommend,  aber,  soweit  bekannt,  ausschliesslich  mit  biplagiata-B ildung  und  drei  langen 
und  sehr  breiten  blauen  Feldern  jenseits  und  über  der  Vflglzelle.  ¥  wie  abgebildet,  die  weisse  Aufhellung 
in  der  Zelle  verschieden  ausgedehnt,  manchmal  bis  zur  Flügelbasis,  manchmal  nur  bis  zur  Flügelmitte 
reichend.  —  eurykleia  subsp.  nov.  schliesst  sich  namentlich  im  ¥  an  mesocala  an,  nur  sind  die  blauen  Discal-  eurykleia. 
flecken  der  Hflgl  kleiner  als  bei  der  Waigiu-Rasse.  cf  mit  breitem  zusammengeflossenem  Doppelfleck  vor 
dem  Zellschluss  der  Vflgl,  mit  sehr  breitem  blauem  Feld  jenseits  der  Zelle.  In  der  Zelle  selbst  fehlt  aber 
die  blaue  fast  bis  zur  Flügelbasis  ausgedehnte  feine  Überpuderung,  die  bei  mesocala  stets  vorhanden  ist. 
Fergusson-Insel.  —  euthoe  Fldr.  ist  eine  distinkte  Inselform;  cf  sehr  nahe  dem  callithoe-d',  aber  ohne  deut-  euthoe. 
liehe  Makel  vor  dem  Zellapex  und  schmäleren  und  dunkler  blauen  Streifen  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  als 
mesocala  und  eurykleia.  Aru-lnseln,  sehr  seifen.  —  Auf  den  Key-Inseln  kommt  eine  der  euthoe  verwandte 
Zweigrasse  vor,  die  ich  in  natura  nicht  kenne. 

E.  eucala  Stgr.  ist  eine  sehr  interessante  Species  des  mikromalayischen  Gebiets,  bisher  nur  von  eucala. 
Sumbawa  bekannt,  aber  mit  ziemlicher  Sicherheit  auch  noch  von  Sumba  und  Flores  zu  erwarten,  cf  ähn¬ 
lich  callithoe,  aber  mit  hellbrauner  Basis  der  Vflgl,  dadurch  etwas  an  semicirculus  Btlr.  und  Irma  Frühst  ge¬ 
mahnend,  mit  einem  rundlichen  Cellularfleck  und  einer  Serie  grosser,  aber  isoliert  stehender  lichtblauer 
Transcellularflecken  der  Vflgl.  Submarginalmakeln,  namentlich  die  oberen,  weiss  gekernt.  ¥  vorherrschend 
braun,  Vflgl  nur  im  äusseren  Teile  blau  überflogen.  Vflgl  mit  drei  bis  fünf  weisslichen,  Hflgl  mit  sieben 
blauen  Discalmakeln ;  Zellpunkt  kleiner  als  oberseits.  Ein  cf  meiner  Sammlung  zeigt  wie  bei  Salpinx  ge¬ 
formte  Analpinsel  von  dunkler  gelbbrauner  Färbung,  die  vermutlich  beim  lebenden  Tier  hellgelb  gewesen  sind. 

Artengruppe  Salpinx  Hbn.  1816. 

(Sdinda ,  Hirdapa ,  Pademma ,  Nacamsa ,  Isamia,  Tiruna ,  Anadara,  Daniseppa,  Satanga  und  Saphara ,  Moore  1883.) 

Rp  jener  von  Trepsichrois  sehr  nahestehend,  mit  vier  Paar  Fadenanhängseln.  Pp  grün,  metallisch  glänzend, 
doch  ist  die  Verwandlung  nur  von  zwei  Species  ( assimilata  Fldr.  von  Key  und  treitschkei  Bsd.  von  Neu-Guinea)  be¬ 
kannt,  bei  der  Häufigkeit  der  Arten  ein  fast  unglaubliches  Faktum.  Vflglzelle  zumeist  ohne  rücklaufende  Ader. 

Vordere  Discocellulare  stets  deutlich ;  Zelle  der  Hflgl  relativ  kurz.  Vflgl  mit  Androconienbecken,  Hflgl  mit  Speculum. 

Analpinsel  mit  doppelter  Haarkrone,  die  bei  einer  Species  (rhadamanthns)  grau,  sonst  wie  der  Stylus  lebhaft  hell¬ 
gelb  gefärbt  ist.  Die  einzelnen  Arten  neigen  fast  noch  mehr  als  jene  der  vorhergehenden  Gruppe  zu  sexueller  und 
lokaler  Variabilität  und  deren  Umgrenzung  ist  eine  sehr  schwierige. 

Valve  sehr  ähnlich  jener  von  Crastia,  distal  mit  vogel-,  besonders  papageienartigem  Umriss,  mit  teils  rund¬ 
licher,  teils  schärferer  Spitze  (nemertes).  Bei  leucostictos  macht  sich  eine  wulstige  Verdickung  der  inneren  Partie 
der  Valve  bemerklich  und  bei  aegyptus  von  Bawean  ist  eine  bandförmig  verbreiterte,  stark  chitinisierte,  etwas  an 
die  Umrisse  der  Hestien  erinnernde  Verstärkung  der  Klammer  zu  konstatieren. 


262 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


E.  eleusina  ist  eine  zierliche  Species  von  Ca/ßp/oea- artigem  Aussehen,  Zeichnung  der  Yflgl  etwa  wie 
bei  baweana  (83  d),  aber  mit  einem  langen,  hellviolett  gefärbten  Sexualstreifen  auf  den  Vflgln,  durch  den  sie 
hauptsächlich  von  den  so  ähnlichen  E  mazares  geschieden  ist  und  ihre  Zugehörigkeit  zu  den  Salpinx  dadurch 
eleusina.  erweist.  —  eleusina  Cr.  ist  einer  der  bekanntesten  Javafalter  und  fliegt  dort  stets  gemeinsam  mit  mazares 
und  geht  wie  diese  bis  600 — 800  m  Meereshöhe  und  bewohnt  dieselben  vegetationsreichen  verlassenen  Kultur¬ 
gärten  oder  den  Waldrand,  niemals  weit  fliegend,  sich  immer  auf  Blumen  wiegend  und  stets  leicht  zu  fangen. 
$  differiert  vom  mazares -2  durch  die  stets  vorhandene  komplette  Serie  von  weisslichvioletten  Submarginal- 
flecken  der  Htlgl  und  durch  drei  bis  vier,  manchmal  stark  verbreiterte  Subcostalmakeln  der  Yflgl,  die  jen¬ 
seits  der  Zelle  lagern.  Auf  Bawean  ist  eleusina  vom  Juli  — September  der  häufigste  Schmetterling  der  Insel. 
Ostjavanische  Exemplare  führen  in  der  Regel  lichter  blaue  Submarginalzeichnung  als  Westjavanen.  Bali, 
hygina.  Kangean.  -  hygina  subsp.  nov.  ist  ein  auf  Sumbawa  und  Lombok  nicht  seltener  Falter,  ausgezeichnet  durch 
grössere  und  stets  hellblau  statt  violett  umrahmte  weisse  Submarginalflecken  der  Vflgl.  Nach  Dohekty 
mniszechi.  kommt  sie  auch  auf  Sumba  vor.  —  mniszechi  Feldr.  (82  c)  ist  eine  ausgesprochene  Celebesform  nahe  der 
Grenze  der  Artberechtigung,  mit  dem  allen  blauen  celebischen  Euploeen  eigentümlichen  reichen  violettweissen 
Schmuck  der  Oberseite  aller  Flügel.  Am  schönsten  sind  Exemplare  aus  der  Umgebung  des  Wasserfalls  von 
Maros,  mit  fast  ganz  rein  weiss  gefleckten  22,  weissem  statt  blauem  Streifen  an  der  Submediana  und  sehr  grossen 
quadratischen  Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Htlgl  mit  keilförmigen  weissen  Zell-  und  zwei  bis  drei  Discal- 
arona.  flecken  (2-form.  arona  form.  nov).  Siid-Celebes.  Exemplare  aus  dem  Osten  der  Insel  sind  die  farbenärmsten 
und  stehen  dem  javanischen  eleusina- Typ  viel  näher  als  mniszechi.  Die  Submarginalzeichnung  ist  dunkel¬ 
violett  statt  hellblau  umrandet,  der  Submedianstreif  verkümmert,  die  Discalflecken  der  Htlgl  fehlen  oder  sind 
palata.  nur  unbedeutend,  —  palata  subsp.  nov.  Flugort:  Umgebung  von  Tombugo. 

E.  vollen hovi  ist  eine  Species,  die  der  mniszechi  ähnlich  sieht  und  ausschliesslich  die  celebische  Sub- 
vollenhovi.  region  bewohnt.  —  vollenhovi  Fldr.,  aus  Gorontalo  in  Nordost-Celebes  beschrieben,  differiert  von  mniszechi 
in  der  Hauptsache  durch  eine  breite  transcellulare  weisse  Binde  der  Vflgl,  die  bei  beiden  Geschlechtern  aus  dem 
südlichen  Celebes  gelegentlich  in  ihren  oberen  Partien  undeutlich  wird  und  blau  überstäubt  erscheint,  cf 
und  2  wie  die  abgebildeten  mit  Zellfleck  auf  allen  Flügeln  und  breiter  rein  weisser  Medianzone  (die  auf  der 
Abbildung  aus  Versehen  blau  überdeckt  wurde)  kommen  nur  in  Zentral-Gelebes  im  August-September  vor.  — 
anitra.  anitra  subsp.  nov.  (82  c).  Sie  sind  auch  unterseits  durch  sehr  grosse  weisse  Keilflecken  vor  dem  Apex 
der  Zelle  sowohl  der  Vflgl  als  auch  der  Hflgl  leicht  von  andern  celebischen  vollenhovi  zu  separieren.  — 
aganor.  aganor  subsp.  nov.  ist  eine  Trabantinselform  mit  stark  zurückgebildetem  Sexuallleck  der  Vflgl,  unbedeutenden 
Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Hflgl  beim  cf  ohne  Zell-  und  nur  mit  zwei  Discalmakeln ;  2  mit  sehr  kleinem 
Fleck  vor  dem  Zellschluss.  Insel  Bangkai. 

E.  dehaani  hat  gleichfalls  noch  Calliploea- Habitus;  kommt  in  der  Grösse  etwa  ledereri  Fldr.  von 
Malakka  nahe,  differiert  aber  von  dieser  durch  das  Fehlen  der  braunen  Aufhellung  am  Hrd  aller  Flügel 
und  das  Auftreten  des  Salpinx-Fleckes  der  Vflgl.  Ausserdem  ist  die  Submarginalfleckenreihe  deutlich  weiss 
dehaani.  gekernt,  reicht  bis  zur  Submediane  und  besteht  aus  grösseren,  mehr  keilförmigen  Makeln.  —  dehaani  Luc., 
aus  Cochin-China  beschrieben,  wurde  von  mir  im  südlichen  Annam  beobachtet;  die  discale  Reihe  blauer 
musa.  Flecken  und  namentlich  auch  die  rundliche  Makel  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  kleiner  als  bei  musa  Swinh. 
{=  miraculosa  Frühst),  die  als  ein  Charakterschmetterling  von  Tonkin  bezeichnet  werden  muss  und  dort 
vom  Juni  bis  September  auf  Höhen  von  300 — 600  m  über  dem  Meere  selbst  in  der  Nähe  menschlicher 
minorata.  Wohnungen  nirgends  selten  ist.  —  minorata  Moore  (=  hainana  Holl),  mir  in  natura  unbekannt,  ist  von  der 
Insel  Hainan  beschrieben,  deren  Fauna  so  überraschend  grosse  Ähnlichkeit  mit  jener  von  Tonkin  hat.  Nach 
der  Diagnose  Holland's  differiert  minorata  von  ledereri,  wie  sie  bei  Feldur  und  Distant  abgebildet  ist, 
dadurch,  dass  die  Reihe  submarginaler  Flecken  der  Vflgl  aus  sieben  statt  aus  sechs  Flecken  besteht,  und 
dass  alle  diese  Makeln  deutlich  weiss  gekernt  sind.  Der  kastanienbraune  Anflug,  so  charakteristisch  für 
ledereri,  felüt  sowohl  dem  Hrd  der  Vflgl  wie  auch  den  Hflgln.  Unterseite  wie  bei  ledereri. 

E.  leucostictos  ist  eine  der  häufigsten  Euploeen  ihres  grossen  Fluggebiets,  das  von  Formosa  im  Norden, 
dem  hinterindischen  Festland  südwärts  bis  zu  den  Nicobaren  reicht,  und  nach  Osten  noch  die  Marianen 
umfasst.  In  der  Hauptsache  ist  leucostictos  jedoch  eine  makromalayische  Species,  die  auf  den  grossen  Sunda- 
liobsoni.  Inseln  und  deren  Trabanten  neben  Trepsichrois  mulciber  überall  dominiert.  —  hobsoni  Btlr.  ist  auf  Formosa 
an  der  Peripherie  der  Verbreitung  der  Kollektivspecies  nicht  sehr  häufig  und  nähert  sich  der  coelestis  Frühst. 
(83b),  ist  jedoch  etwas  kleiner,  die  Submarginalmakeln  sind  heller  blau  und  die  Subapicalstreifen  der  Vflgl 
der  22  deutlich  weiss  gekernt.  Alle  Blauflecken  übrigens  überraschend  breit,  worauf  schon  Butler  hinwies, 
dem  nur  ein  cf  zur  Beschreibung  vorlag.  Es  existieren  zwei  Formen,  die  normale,  ohne  transcellulare 
Flecken  der  Vflgl,  und  eine  seltenere  mit  namentlich  beim  2  ausgedehnten,  länglichspitzen  Subcostalstrigae 
gaza.  (=  gaza  form.  nov).  Fundort:  Taihanroku,  nahe  der  Südspitze  der  Insel,  Juli -August.  —  negleyana  Holl, 
negleyana.  p, alt.  etwa  die  Mitte  zwischen  hobsoni  von  Formosa  und  coelestis  von  Tonkin;  sie  ist  nach  Angaben  ihres 
Autors  nicht  selten  auf  Hainan  und  führt,  nach  der  Abbildung  beurteilt,  deutliche  weissliche  Antemarginal- 
punkte  der  Vflgl  und  wesentlich  kleinere  blaue  Submarginalmakeln  als  hobsoni  und  coelestis.  Lag  mir  nicht 
leucogonys.  vor.  —  leucogonys  Btlr.,  ursprünglich  aus  Malakka  beschrieben,  geht  nordwärts  bis  Moulmein  und  wurde 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfkr. 


203 

von  mir  im  Februar  im  mittleren  Siam  und  im  März  im  siamesisch-birmesischen  Grenzgebiet  angetroffen. 

Im  allgemeinen  Blütenbesucher,  gehen  sie  in  der  Trockenzeit  gerne  an  feuchte  Stellen  in  wasserlosen  Fluss¬ 
betten.  lemogonys  variiert  sehr  in  der  Grösse,  einige  cfcf  verraten  durch  zwei  oder  drei  hellblaue  trans¬ 
cellulare  Makeln  noch  ihre  Verwandtschaft,  sonst  können  die  Submarginalmakeln  entweder  klein  oder  sehr 
gross  sein  (=  lazulina  Moore).  Als  Fundorte  sind  ferner  bekannt:  Insel  Salanga,  Singapore.  -  vestigiata  lazulina. 

Btlr.  ist  eine  Rasse  mit  im  allgemeinen  dunkleren  Hflgln,  ohne  discale  Streifen  und  mit  in  der  Regel  kleinen  vestigiata. 

oder'  nur  mittelgrossen  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Gleich  wie  bei  der  vorigen  erscheinen  manchmal  $? 

mit  reinweissem  oder  leichthin  hellviolettem  Analsaum  der  Hflgl,  der  sich  aber  auf  der  Unterseite  nicht 
wiederholt  (albolimbata  form.  nov.).  Valve  distal  weniger  ausgebogen  als  jene  von  viola  aus  Celebes.  In  albolimbata. 
Nordost-Sumatra  selten,  ist  vestigiata  im  Westen  der  Insel  eine  der  häufigsten  Erscheinungen  und  die  $?  er¬ 
reichen  dort  eine  besondere  Grösse,  führen  aber  dennoch  nur  einen  im  allgemeinen  kleineren  Streifen  an  der 
Submediane  der  Vflgl  als  leucogonys.  Nach  Martin  lieben  sie  den  Schatten  und  kommen  deshalb  manchmal 
unter  mit  Holz  oder  Stroh  überdeckte  Brücken,  ja  sogar  in  die  Veranda  der  Wohnhäuser,  wo  sie  sich  bis 
etwa  4  Uhr  aufhalten ,  um  dann  in  ihre  Verstecke  im  Walde  zurückzukehren.  —  novarae  Fldr.  ist  eine  in  novarae. 
den  Sammlungen  seltene,  auch  mir  nur  nach  Moore’s  Abbildung  bekannte  Rasse,  welche  die  Nicobaren  be¬ 
wohnt;  Vflgl  mit  hellblauen  Submarginalflecken  auf  dunkelblauem,  prächtig  glänzendem  Grunde.  —  juno  juno. 

Stich,  ist  eine  der  vestigiata  durch  vorherrschend  dunkelblau  violette  Grundfarbe  der  Oberseite  genäherte 
Inselrasse,  deren  ??  aber  vom  westsumatranischen  Zweig  der  Gesamtart  durch  sehr  grosse,  rein  weiss  ge¬ 
kernte  Subapicalmakeln  und  heller  blaue,  gleichartige  Submarginalflecken  zu  unterscheiden  sind.  Unterseite 
aller  Flügel  mit  sehr  deutlichen,  kompletten  Reihen  von  rein  weissen  Submarginalpunkten.  Ziemlich  selten, 

Insel  Nias.  —  phane  Doh.  ist  dagegen  recht  häufig  (in  Coli.  Fruhstorfer  sind  63  Exemplare,  im  Monat  April  phane. 
erbeutet,  vereinigt).  Grundfarbe  stahlblau,  niemals  in  Violett  übergehend  und  daher  leicht  von  juno  und 
vestigiata  zu  unterscheiden  und  wahrscheinlich  dennoch  zu  der  novarae  Fldr.  der  Nicobaren  hinneigend. 
phane  entfernt  sich  auch  durch  die  dunklen  Hflgl  sowohl  von  leucostictos  Gniel.  von  Java,  als  von  vestigiata 
Btlr.  aus  Sumatra,  welche  beide  saumwärts  stark  aufgehellte  Hflgl  besitzen,  cf,  insbesonders  aber  die  22 
mit  sehr  grossen  Randflecken,  in  der  Regel  hellblau,  nur  selten  weiss  gekernt.  Der  Salpinx- Fleck  bei  beiden 
Geschlechtern  sehr  gross,  bei  den  22  vielfach  distal  eingekerbt,  manchmal  doppelt  oder  so  verbreitert,  dass 
man  an  kadu  von  den  Philippinen  denken  möchte.  Das  Hauptmerkmal  der  distinkten  Rasse  bildet  aber  die 
namentlich  im  Gegensatz  zu  juno  fast  punktlose  Unterseite,  die  bei  den  cfcfl  fast  tiefschwarz  und  mit  dunkel¬ 
blauem  Schimmer  übergossen  ist.  Insel  Engano.  —  leucostictos  Gmel.  (=  eunice  Godt),  die  Namenstype,  leucostictos. 
ist  eine  der  variabelsten  Rassen  von  in  der  Regel  hellbrauner  Grundfarbe  mit  violetter  Abtönung.  Exemplare 
mit  dunkel  stahlblauem  Reflex  sind  seltener.  Die  Gestalt  und  Färbung  der  submarginalen  Makeln  wechseln, 
vorherrschend  sind  wohl  Exemplare  mit  hellvioletten  Randmakeln,  mehr  oder  minder  weiss  gekernt.  Der 
Sa/pmx-Streifen  ist  in  der  Regel  kleiner  als  bei  phane  und  neigt  bei  den  22  zum  Verschwinden.  Bei  ein¬ 
zelnen  22  fehlt  er  völlig  (=  debarbata  form.  nov).  —  Bei  einigen  cf  cf  erscheint  als  seltene  Ausnahme  ein  zweiter  debarbata. 
rundlicher  violetter  Fleck  über  dem  Sambias-Streifen  (bioculata  form,  nov),  eine  Reihe  von  cf  cf  und  22  bioculata. 
führt  transcellulare  längliche  oder  rundliche  Strigae  der  Vflgl  (radiata  form,  nov),  während  besonders  22  ge-  radiata. 
legentlich  nur  vier  und  zwar  kleine,  weiss  zentrierte  Subapicalfleckchen  aufweisen,  die  nur  bis  zum  vorderen 
Medianast  der  Vflgl  herabsteigen  (abrupta  form.  nov).  In  Ost-  und  West-Java  bis  600  m  nirgends  selten;  abrupto. 
man  trifft  sie  aber  stets  einzeln,  niemals  in  Gesellschaft,  wie  etwa  mazares.  —  timaius  subsp.  nov.  ist  eine  timaius. 
habituell  sehr  grosse  und  von  Färbung  dunkle  Rasse  mit  hellblauen,  aber  nach  dem  vorliegenden  Material 
niemals  hellvioletten  Submarginalmakeln.  S  ähnlich  wie  bei  juno-%  mit  länglichen  Subapicalstrigae,  die  distal 
grosse  weisse  Kerne  umschliessen.  Unterseite  dunkler  und  kleinpunktiger  als  bei  Javanern.  Bawean,  anscheinend 
selten.  —  relucida  subsp.  nov.  ist  eine  sich  in  der  Färbung  der  Oberseite  eng  an  leucostictos  von  Java  sich  an-  relucida. 
schliessende  Inselrasse  von  brauner  Grundfärbung;  cf  mit  hellvioletten,  $  mit  hellblauen  Subapical-  und  Sub¬ 
marginalmakeln.  Die  Unterseite  bildet  eine  deutliche  Transition  zu  tisais  Frühst,  von  Lombok  durch  auffallend  hell 
kaffeebraune  Partien  in  der  Vflglzelle  und  der  Medianregion  der  Hflgl.  Insel  Bali.  —  tisais  Frühst.  (83  b),  tisais. 
aus  Lombok  beschrieben,  wo  sie  in  Höhen  von  2000  Fuss  ein  eifriger  Blumenbesucher  ist  und  von  mir  als 
einer  der  ersten  Schmetterlinge  gleich  nach  Sonnenaufgang  angetroffen  wurde.  Die  Oberseite  veranschau¬ 
licht  die  Abbildung,  und  die  Unterseite  ist  charakterisiert  durch  zierliche  hellblaue  Submarginalmakeln  und 
hellbraune  Partien  in  der  Zelle  auf  allen  Flügeln,  die  allmählich  in  die  etwas  dunklere  Randzone  übergehen.  — 
kandaon  subsp.  nov.  führt  in  der  Regel  noch  grössere  und  lichter  blaue  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  kandaon. 
ist  unterseits  von  tisais  leicht  zu  unterscheiden  durch  eine  scharf  abgesetzte  dunkelbraun  und  deutlich 
veilchenblau  tibergossene  Randzone  aller  Flügel.  Die  Weisspunktierung  der  Vflglunterseite  ist  häufig  durch 
schwarze,  unmerklich  blaugekernte  Pünktchen  ersetzt.  Sumbawa.  —  meizon  Doh.  ist  eine  äusserst  präg-  meizon. 
nante  geographische  Form,  in  der  Grösse  etwas  hinter  kandaon  zurückbleibend,  aber  dennoch  mit  fast  noch 
stattlicheren  und  immer  lichtblauen  Randflecken  der  Vflgl  besetzt.  Die  Unterseite  ähnlich  wie  bei  phane. 
d.  h.  stark  verdunkelt,  mit  einer  unwesentlich  lichter  braunen  Zone  in  der  Medianregion  und  beide  Flügel 
entweder  völlig  punktlos  oder  nur  mit  spärlichen  blauen  Fleckchen  in  der  Subapicalpartie  der  Vflgl  und 
Hflgl.  Insel  Sumba.  —  syra  Frühst.  (79  c)  von  Borneo  und  Palawan  ist  eine  besonders  grosse  Form  mit  syra. 
dunkelsamtblauer  Grundfarbe  und  in  der  Regel  nur  einer  Anzahl  von  drei  bis  fünf  Subapicalmakeln  der 


264 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


V  fl  gl.  Der  Salpinx- Fleck  ist  stets  grösser  als  bei  verwandten  Inselformen,  häufig  wie  auf  der  Abbildung, 
aber  manchmal  und  besonders  bei  den  22  drei-  bis  viermal  so  breit  und  leicht  weiss  gekernt.  Manchmal 
tritt  bei  den  22  auch  noch  ein  zweiter  Fleck  zwischen  den  Medianästen  hinzu  und  die  Hflgl  sind  auch  noch 
kadina.  mit  zwei  bis  drei  quadratischen  Discalmakeln  jenseits  der  Zellwand  geschmückt  (kadina  form.  nov.).  In  allen 
oculata.  Teilen  der  Insel  Borneo  vorkommend,  aber  überall  selten.  Flugzeit  auf  Palawan  im  Januar.  —  oculata 
Moore ,  ursprünglich  nur  einem  kleinen  Exemplar  der  Trockenzeit  aus  Mindanao  zugeteilt,  muss  als  der 
allein  gültige  Name  für  die  vermutlich  ziemlich  gleichartigen  fewcosfi'cfos-Repräsentanten  der  Philippinen  ge¬ 
führt  werden.  Nach  Semper  kommen  gross-  und  kleingefleckte  Exemplare  zu  gleicher  Zeit  und  am  selben 
Ort  vor,  doch  sind  von  den  Philippinen  Exemplare  mit  so  stark  reduzierten  Submedianstreifen  wie  bei  st/ra 
kadu.  nicht  bekannt.  Anscheinend  ziemlich  selten,  von  Luzon  bis  Mindanao.  —  kadu  Ersch.  endlich,  von  Guam 
der  Marianen  zuerst  beschrieben,  bleibt  in  der  Grösse  zwar  etwas  hinter  normalen  Mindanaostücken  zurück, 
hewitsoni.  führt  aber  weitaus  die  stattlichsten  grauweiss  dotierten  S alpinx-F  1  e ck en  der  Vflgloberseite.  —  hewitsoni  Btlr. 

ist  davon  nur  eine  Form  mit  zwei  Submedianstreifen  der  Vflgl.  kadu  wurde  nach  einer  Angabe  Matsumura's 
(Stutt.  Ent.  Zeitschr.  Aug.  1909,  p.  91)  auch  auf  Formosa  und  selbst  den  Liu-Kiu-Inseln  gefangen. 

E.  viola  ersetzt  leucostictos  und  deren  Vikarianten  auf  Celebes  und  ist  tatsächlich  auch  mit  leucostictos 
durch  Zwischenformen  verbunden.  Da  aber  den  22  (83  a)  der  Salpinx-  Fleck  an  der  Submediane  der  Vflgl 
fehlt  und  auch  die  Generationsorgane  differieren,  wird  diese  auch  geographisch  rein  celebische  Species  als 
distinkte  und  aparte  Art  behandelt.  Valve  distal,  wesentlich  breiter  als  jene  von  vestigiata  Btlr.  aus  Sumatra, 
ventral  mit  schärferer  und  deutlich  abgesetzter  Spitze.  Celebes  selbst  beheimatet  zwei  scharf  gesonderte 
viola.  Ortsrassen,  deren  Verschiedenheit  sonderbarerweise  bisher  nicht  beachtet  wurde.  —  viola  Btlr.  (83b),  die 
altbekannte  Form  des  nördlichen  Celebes,  die  das  ganze  Jahr  über  dort  fliegt  und  in  keiner  Sendung  aus 
der  Minahassa  fehlt,  2  mit  weissliehen,  breiten,  peripherisch  hellviolett  umzogenen  Submarginalflecken  und 
einer  leicht  gebogenen  Reihe  von  subapicalen,  transcellularen  Streifen  der  Vflgl,  die  niemals  discale  Weiss¬ 
flecken  führen.  Hflgl  oben  mit  herzförmigen ,  violett  überstäubten  Submarginal-  und  weissen  Admarginal- 
makeln.  Unterseite  des  cd  und  2  ohne  Spur  von  Cellular-  oder  Discalmakeln,  Hflgl  zudem  nur  mit  sehr 
kleinen  Pünktchen,  die  in  zwei  Serien  die  Submarginalpartie  durchziehen.  2  manchmal  mit  einer  aufgehellten 
weberi.  grauviolett  überpuderten  Postdiscalzone  der  Hflgl.  —  weberi  Moore  ist  eine  Abweichung  mit  kleinen  weissen 
brandti.  Submarginalflecken  der  Hflgl  und  brandti  Moore  eine  interessante  Form  mit  mittelgrossen  Discalflecken,  aber 
fehlenden  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Beide  vermutlich  aus  Nord- Celebes ,  Typen  in  der  Sammlung 
Distant.  —  Eine  mit  weberi  verwandte  Aberration  der  Sammlung  E^ruhstorfer,  mit  verloschenen  Submarginal- 
upis.  flecken  der  Vflgl  und  verwaschenen  Subapicalmakeln  auf  diesen,  wird  als  upis  form.  nov.  hier  eingeführt.  — 
westwoodi.  westwoodi  Fldr.  (83  a  2)  bewohnt  ausschliesslich  das  südliche  Celebes  und  ist  namentlich  unterseits  sofort 
von  viola  zu  separieren  durch  eine  discale  Serie  von  beim  cf  nur  mittelgrossen  lichtblauen ,  beim  2  rein 
weissen,  manchmal  sogar  quadratische  Felder  bildenden  Flecken,  die  Felder  bereits  abbildete.  Vflgl  führen 
bei  beiden  Geschlechtern  äusserst  markante  subapicale,  transcellulare  weisse  Flecken,  auch  die  Submarginal¬ 
makeln  der  Hflgl  sind  stets  prominenter  als  bei  der  Nordform.  Oberseits  sind  die  blauen, Discalflecken  der 
cf  cf  stets  prägnanter  und  nehmen  vielfach ,  wie  auch  aus  der  Figur  ersichtlich ,  eine  rein  weisse  Färbung 
perizonia.  an  (perizonia  form,  nov.,  80  a  cf)  und  verschmelzen  mit  den  hellblauen  Randflecken.  2  durchweg  mit  reiner 
weissen,  nur  spärlich  violett  umzogenen  Intranervalbändern  der  Vflgl  als  bei  viola.  Zwei  melanotische  Ab¬ 
weichungen  verdienen  Erwähnung:  2  mit  nur  einer  Reihe  von  mittelgrossen  Submarginalflecken  und  einer 
Cosfalmakel,  aber  ohne  Transcellularstreifen  der  Vflgl,  Hflgl  mit  grossen,  keilförmigen  grauviolett  über¬ 
puderten  Postdiscalfeldern.  Unterseite  aller  Flügel  mit  drei  Reihen  weisser  Punktflecken ,  aber  ohne  weiss- 
aisa.  lieh  violette  Bewölkung  (aisa  2- form.  nov.).  2  oberseits  ebenso  dunkelbraun  wie  das  vorige,  aber  mit  circum- 
cellularen  Streifen  der  Vflgl.  Hflgl  auch  oberseits  mit  drei  Serien  weisser  Makeln  und  unterseits  mit  breit 
nivira.  ausgeflossenen  weissen,  violett  überpuderten  Intranervalfeldern  (nivira  2/orm.  nov.).  Im  südlichen  Celebes, 
namentlich  in  der  Trockenzeit  auf  blühenden  Bäumen,  die  manchmal  von  ihnen  wie  übersät  erscheinen.  — 
bangkaiensis.  bangkaiensis  Frühst,  stimmt  in  der  Grösse  mit  celebischen  viola  überein ,  trägt  aber  viel  kleinere  weisslich- 
violette  Flecke  auf  den  Vflgln  und  nur  eine  Submarginal-Punktreihe.  Von  dieser  zweigt  jenseits  der  Zell¬ 
wand  nach  dem  Costalrand  zu  eine  Bogenreihe  von  vier  Subapi calflecken  ab.  Auf  den  Hflgln  fehlt  oberseits 
die  violette  Fleckenbinde,  welche  viola  schmückt,  vollständig.  Unterseits  erinnern  zwei  Submarginalreihen 
kleiner  weisser  Punkte  ebenfalls  an  leucostictos ,  während  viola  mit  tiefblauen  und  grösseren  Punkten  geziert 
ist.  Type  im  Museum  in  Dresden,  bangkaiensis  bildet  ein  Mittelglied  zwischen  leucostictos  der  Sunda-Inseln 
leochares.  und  der  reich  blaufleckigen  Salpinx  viola.  —  leochares  subsp.  nov.  ist  eine  von  Herrn  Hofrat  Dr.  Martin 
auf  der  Insel  Salayer  entdeckte  verdunkelte  Rasse  mit  stark  zurückgedrängten  weissen  submarginalen  Binden 
auf  allen  Flügeln.  In  der  Färbung  nähert  sie  sich  etwas  labreyi  Moore. 

meyeri.  E.  meyeri  Hpffr.,  von  der  bisher  nur  die  Typen  nach  Europa  gekommen  sind,  die  am  Museum  in 

Berlin  verwahrt  werden,  steht  der 

depuiseti.  E.  depuiseti  Oberth.  sehr  nahe,  die  sogar  vielleicht  eine  Lokalform  der  vorigen  ist  und  als  eine  der 

prächtigsten  Euploeen  zu  gelten  hat.  Beide  Geschlechter  mit  einem  Doppelfleck  an  der  Submediane  der 
Vflgl  von  eigentümlich  grüngraublauer  Färbung,  darüber  beim  2  auch  noch  eine  grössere  runde  weisse  Makel. 


Ausgegeben  17.  XII.  1910. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


265 


Transcellularflecke  und  der  proximale  Teil  der  subapicalen  keilförmigen  Striemen  der  Vflgl  ebenfalls  grau- 
griin  überstäubt.  Hflgl  mit  einer  inneren  Reihe  sehr  grosser  weisser  Submarginalmakeln,  von  denen  die 
oberen  auch  blaugrün  umrandet  erscheinen  und  einer  kompletten  Serie  von  sehr  deutlichen  Admarginal- 
punkten.  Unterseite  etwa  wie  bei  martini,  aber  mit  noch  einer  Serie  grünlich  überstäubter  Discalmakeln 
der  Vflgl.  Insel  Sangir.  —  lykeia  subsp.  nov.  ist  eine  geographische  Form  der  Talaut-lnseln  mit  verkleinerten  lykeia. 
weissen  und  graublauen  Makeln  aller  Flügel. 

E.  labreyi  Moore  (plateni  Stgr.)  (80  a)  bildet  den  Schluss  der  viola-  und  leucostictos- Vicarianten  und  labreyi. 
kommt  von  Sula-Mangoli,  wo  sie  Doherty  wieder  aufgefunden  hat.  Das  ?  differiert  vom  cf  durch  das  Erscheinen 
grosser  weisser  Submarginalmakeln  der  Hflgl.  Wie  bei  viola  fehlt  der  Salpinx- Fleck  der  Vflgloberseite. 

E.  nemertes  wurde  früher  als  Lokalrasse  der  leucostictos  aufgefasst,  die  sie  zwar  in  der  Tat  auf  den 
Molukken  und  im  Papua-Gebiet  in  seiner  weitesten  Ausdehnung  vertritt,  von  der  sie  jedoch,  abgesehen  von 
Zeichnungsverschiedenheiten  und  dem  Fehlen  des  blauen  Reflexes  der  Oberfläche  aller  Flügel,  durch  die 
völlig  veränderte  Gestalt  der  Kopulations-  resp.  Klammerorgane  spezifisch  scharf  getrennt  ist.  Valve  schmal, 
sich  jener  der  Stictoploea  nähernd,  der  distale  Umriss  nicht  papageikopf-,  sondern  eher  mauskopfähnlich. 

Spitze  stark  chitinisiert,  stumpf,  ventral  nach  innen  gebogen.  —  nemertes  Hbn.  {=  aglidice  Bsd.  [?],  pasi-  nemertes. 
thea  Fldr.)  ist  die  gemeinste  Euploea  der  Süd-Molukken  und  aus  Amboina  und  Saparua  in  Sammlungen  ver¬ 
breitet.  Mässig  veränderlich ;  es  variiert  in  der  Regel  nur  die  Grösse  des  hellvioletten  Saljnnx-Flecks  bei  cf 
und  ?  und  die  Ausdehnung  der  weissen  subapicalen  Makeln,  die  bei  besonders  reich  weiss  dekorierten  Stücken 
auch  noch  eine  feine  violettgraue  distale  Überpuderung  zeigen.  Bei  einigen  ??  ist  auch  eine  komplette  Serie 
von  weisslichen  Submarginal-Punktflecken  der  Htlgloberseite  vorhanden.  Bei  den  cf  cf  treten  auf  der  Vflgl- 
unterseite  manchmal  violette  discale  Streifen  auf,  die  beim  ?  stets  deutlich  ausgeprägt  sind.  — •  hisme  Bsd.  hisme. 

(84a)  differiert  von  nemertes  nur  durch  dunkler  braune  Grundfarbe,  einen  leichten  violetten  Schimmer  der 
Oberfläche  aller  Flügel  und  komplettere  Reihe  von  kleineren  und  dunkler  blau  umrandeten  Submarginal¬ 
punkten  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  Weisspunktierung  markanter  als  bei  nemertes.  Insel 
Buru.  —  lycoleon  subsp.  nov.  ist  eine  lichtbraune  Form  des  östlichen  Geram  mit  nur  vier  kleinen  weissen  lycoleon. 
Subapicalmakeln  der  Vflgl,  hellbraun  umrandeter  Hflglunterseite  mit  äusserst  zierlichen,  blassvioletten  Discal- 
strigae  auf  allen  Flügeln.  —  bernsteini  Fldr.,  aus  Halmaheira  und  den  Aru-Inseln  beschrieben  (letzterer  bernsteini. 
Fundort  ist  irrig),  bewohnt  die  Nord-Molukken  und  ist  in  Batjan  das  ganze  Jahr  über  anzutreffen.  Sub¬ 
apicalmakeln  der  Vflgloberseite  fehlen.  ?  in  der  Regel  nur  mit  2 — 3  Subapicalfleckchen  der  Hflglunterseite, 
das  cf  auf  den  Vflgln  ohne  Spur,  bei  den  ??  nur  mit  leicht  angedeuteten  discalen  Striemen.  Beide  Ge¬ 
schlechter  nur  mit  einer  Submarginalreihe  von  violetten  Submarginalpunkten  der  Hflgl.  —  Als  hismina  hismina. 
form.  nov.  kursiert  eine  Trockenzeitform  im  Handel  von  etwas  hellerem  Kolorit,  mit  sehr  zurückgebildetem 
Sö//hn.r-Fleck  der  Vflgl.  —  pseudohisme  subsp.  nov.  ist  eine  verdunkelte  Rasse  der  Insel  Obi,  hauptsächlich  pseudohisme. 
durch  die  ??  charakterisiert,  die  untefseits  sehr  grosse,  rundliche  weisse  Submarginalmakeln  aufweisen.  Auch 
die  Discalflecke  der  Vflglunterseite  sind  vergrössert.  —  trysa  form.  nov.  ist  eine  ?-Form  ohne  blauvioletten  Fleck  trysa. 
an  der  Submediane  der  Hflgl,  wodurch  eine  Verbindung  hergestellt  wird  zu  den  rein  papuanischen  Orts¬ 
rassen,  denen  insgesamt  der  Submedianfleck  bei  den  ??  fehlt.  —  staintoni  Fldr.  (80  c),  eine  ausgezeichnete  staintoni. 
geographische  Rasse,  bei  der  die  für  das  Papuagebiet  so  charakteristische  Neigung  zur  Polymorphose  bereits 
in  vollen  Zügen  einzusetzen  beginnt;  nur  in  geschlechtlicher  Heteromorphose  sind  die  Rassen  der  Haupt¬ 
insel  von  Neu-Guinea  der  staintoni  noch  überlegen.  Ausser  der  abgebildeten  Hauptform  sind  noch  vier 
Variationsrichtungen  zu  konstatieren:  eretria  form,  nov.,  der  erima  (85a)  und  gorima  (83c)  ähnlich,  einfarbig  eretria. 
braun  mit  etwas  blässerem  Aussenteil  aller  Flügel.  —  punctaria  form,  nov.,  ähnlich  der  quintia  (81  a),  braun,  punctaria. 
mit  sechs  kräftigen  weissen  rundlichen  Makeln  der  Vflgl,  die  bei  den  ??  nach  aussen  von  einem  besonders 
hellen,  manchmal  schon  ins  Violette  spielenden  Randsaum  umgeben  sind.  —  hortensia  form.  nov.  mit  breitem  Hortensia. 
violettem  Randgebiet  der  Vflgl,  das  besonders  prominent  im  weiblichen  Geschlecht  zum  Ausdruck  kommt, 
manchmal  gegen  den  Apex  zu  völlig  Aveiss  wird,  ja  sogar  wie  bei  dem  abgebildeten  ?  sich  über  den  ganzen 
Vflgl  ausdehnen  kann.  —  impressa  form.  nov.  ist  die  seltenste  Aberration  ,  die  mit  hortensia  kombiniert  sein  impressa. 
kann  und  mit  braunen  Submarginalfleckchen  besetzt  ist,  die  wie  eingespritzt  oder  eingedruckt  aussehen. 

Insel  Waigiu,  nach  60  Exemplaren  der  Kollektion  Fruhstorfer  beschrieben.  —  Als  herbsti  Bsd.  ist  jene  herbsti. 
Subspecies  beschrieben,  die  ganz  Holländisch  Neu-Guinea  und  die  Inseln  der  Geelvinkbai  (Salawatti,  Misole, 

Jobi,  Biak)  bewohnt,  davon  hat  Grose-Smith  lichtbraune  Exemplare,  wie  sie  mir  aus  Sorong  vorliegen,  und 
die  obersei ts  leichthin  wie  Bronze  schimmern,  traducta  genannt.  —  Ganz  kleine  Exemplare  ohne  Spur  von  traducta. 
subapicalen  blauen  oder  violetten  Makeln  sind  als  minima  Gr.-Sm.,  und  eine  hochinteressante  Abänderung  mit  minima. 
violettem  Anflug  nahe  dem  Zellapex  der  Vflgl  als  swierstrae  Snell.  (83  c)  benannt.  Boisduval  selbst  kannte  swierstrae. 
nur  eine  der  quintia  (81  a)  analoge  Form,  die  auf  hellbraunem  Grunde  sechs  bleich  violette  mittelgrosse  Sub- 
marginalmakeln  der  Vflgl  führt.  —  Der  älteste  Name  für  die  geographische  Abzweigung  von  Kaiser -Wilhelms¬ 
land  ist  erima  Frühst.  (85  a),  die  zugleich  auf  die  dominierende  Form  der  Astrolabe-Bai  angewendet  wurde,  erima. 
die  durchweg  gleichartiger  gelbbraun  erscheint  als  Exemplare  aus  Holl.  Neu-Guinea.  Eine  sehr  häufige  Ab¬ 
weichung  mit  fahl  gelbbrauner  Grundfärbung,  die  bei  Friedrich -Wilhelmshafen  am  Strande  zu  vielen  Tausenden 
in  Gesellschaft  von  Calliploea  salpingoides  auftritt,  wird  als  gorima  form.  nov.  (83  c)  bezeichnet.  Exemplare  gorima. 

IX  34 


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EUPLOEA.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


mit  feinem  lichtviolettem  Anflug  vor  und  jenseits  des  Zellschlusses  der  Vflgl,  die  zu  swierstrae  hinüberleiten 
atomaria.  und  die  in  beiden  Geschlechtern  nicht  allzu  selten  sind,  werden  als  atomaria  form.  nov.  bezeichnet.  Sehr 
selten  ist  dagegen  eine  der  Euploea  pumila  f.  lucinda  Sm.  analoge  Form  mit  milchglasartiger  Gesamt- 
opalina.  färbung,  von  der  nur  noch  schmale  diffuse  braune  Ränder  die  Zugehörigkeit  zu  erima  verraten  (opalina 
sexguttata.  form,  nov.)  (85  b  als  swierstrae -?  bezeichnet).  —  Als  sexguttata  Frühst,  ist  eine  cf -Abweichung  benannt,  mit 
sechs  hellvioletten  Makeln  auf  lichtbraunem  Grunde,  die  bei  den  $$  sich  rein  weiss  mit  feiner  hellblauei 
Peripherie  präsentieren,  swierstrae  Snell.  kommt  sowohl  in  Friedrich -Wilhelmshafen  auf  der  Hauptinsel,  wie 
der  Vulkaninsel  vor.  —  In  Finschhafen  tritt  bereits  eine  völlig  veränderte  Rasse  auf,  die  bereits  zu  jener 
von  Britisch  Neu-Guinea  hinweist  durch  dunkle,  fast  schwarzbraune  Grundfarbe,  zwei  sehr  grosse,  weisse,  hellviolett 
umgrenzte  Subapicalmakeln  und  vier  diffuse  Submarginalflecken  der  Vflgl.  Unterseite  gleichfalls  sehr  dunkel 
aviena.  mit  manchmal  2  Serien  grosser  weisser  Subapicalflecken  der  Vflgl.  =  aviena  subsp.  nov.  —  So  entspricht  das 
Verhalten  der  Salpinx  von  Deutsch  Neu-Guinea  fast  den  Schilderungen  von  Prof.  Neuhauss,  der  erklärte, 
dass  sich  dort  mit  jedem  Kilometer  die  Fauna  ändere.  Valve  von  erima  differiert  von  der  nemertes-\T alve 
quintia.  durch  die  schlankere  Gestalt,  die  schmälere  und  schärfer  abgeschnittene  Spitze.  —  quintia  subsp.  nov.  (81  a). 
Flügel  durchweg  dunkler,  fast  schwarz,  mit  reichem  blau  violettem  Anflug.  Vorherrschend  sind  Exemplare 
mit  ungewöhnlich  grossen  weissen  Apical-  und  Submarginalmakeln,  die  sich  beim  ?  auch  auf  den  Hflgln 
stark  ausprägen  und  niemals  in  solcher  Ausdehnuug  wie  bei  erima  und  herbsti  Vorkommen.  Neben  der  Haupt¬ 
form  treten  auf  dem  Festland,  selten  auf  den  Fergussoninseln,  jedoch  überwiegend  cf  cf  und  ??  auf  mit  gar 
rhodia.  keinen  Vflglmakeln  (rhodia  form.  nov.)-,  Milne-Bai,  Aroafluss,  Britisch  Neu-Guinea,  Trobriant  und  d’Entre- 
messia.  casteaux-Inseln.  —  messia  subsp.  nov.,  analog  der  rhodia,  nur  kleiner  von  Gestalt,  aber  unterseits  mit  viel 
oppia.  grösseren  milchweissen  Discalilecken  der  Vflgl.  Insel  Woodlark.  —  oppia  subsp.  nov.  fällt  durch  ihr  matt 
erdfarbenes  Grundkolorit  auf,  den  fast  graubraun  aufgehellten  Aussen  teil  aller  Flügel  und  die  komplette 
Submarginalserie  violetter  Punkte  der  Hflglunterseite ,  die  sich  auffälliger  als  bei  den  anderen  papuanischen 
perdita.  nemertes- Rassen  abheben.  Insel  Mefoor.  —  perdita  Btlr.  steht  der  quintia  und  rhodia  nahe  und  fällt  durch 
das  gleichmässig  dunkelbraune  Kolorit  auf  und  deutliche  weisse  Submarginalmakeln  der  Unterseite  aller 
ulaguna.  Flügel.  Die  Oberseite  ist  dagegen  sehr  zierlich  weiss  punktiert.  —  Als  ulaguna  Ribbe  ist  eine  Form  er¬ 
wähnt,  bei  der  an  der  Submediane  der  Vflgl  der  Salpinx- Fleck  am  Verlöschen  ist,  während  die  Hflgl  durch 
eine  Reihe  von  prägnanteren  Submarginal-  und  sehr  kleine  Adm  argin  alpunkte  charakterisiert  sind.  Bismarck- 
polymela.  archipel,  überall  häufig.  —  polymela  Godm.,  die  stattlichste  der  östlichen  Formen,  oberseits  etwas  lichter 
braun  als  perdita,  ohne  Randpunktierung,  aber  mit  grossem  ovalen  bleich  violetten  Sexualfleck.  Die  Grund¬ 
färbung  variiert  gelegentlich  von  hell  zu  dunkler,  die  ??  führen  oberseits  weisse  Submarginalmakeln,  die 
iphianassa.  sich  nach  Ribbe  manchmal  auf  den  Vflgln  fortsetzen;  auf  den  Salomonen  nirgends  selten.  —  iphianassa 
Btlr.  (=  consanguinea  Btlr.),  von  Aneitum  der  Neu-Hebriden  beschrieben,  wird  nach  den  mir  vorliegenden  2? 
charakterisiert  durch  etwa  stecknadelkopfgrosse,  weisse,  ziemlich  gleichartige  Submarginalmakeln,  die  sich 
auf  den  Hflgln  bis  zur  Flügelmitte  fortsetzen  und  sich  auf  der  Unterseite  in  der  Weise  wiederholen,  dass 
graeffiana.  auch  die  Hflgl  bis  zum  Analwinkel  von  Submarginalmakeln  besetzt  sind.  —  graeffiana  H.-Schäff.  von  Vate 
der  Neu-Hebriden  ist  von  voriger  leicht  zu  unterscheiden  durch  einen  lichten  Distalsaum  aller  Flügel.  — - 
macleayi.  macleayi  Fldr.  schliesst  sich  wieder  eng  an  iphianassa  an,  nur  führt  sie  etwas  kleinere,  aber  komplette  und 
reiner  weisse  Punktreihen  der  Oberseite  aller  Flügel.  Viii-Inseln,  anscheinend  selten. 

asyllus.  E.  asyllus  Godm.  ist  eine  ausgezeichnete  Species,  eine  interessante  Parallelform  von  E.  pyres  Godm. 

und  gleich  dieser  von  ihren  Verwandten  des  Salomonen -Archipels  und  Neu-Guinea  leicht  zu  unterscheiden 
durch  markante  discale  Reihen  von  blauweissen  Flecken,  die  neben  den  beiden  Submarginalserien  alle  Flügel 
durchziehen.  &  oberseits  kaum  vom  polymela- cf  verschieden,  2  jedoch  mit  weisslichen  subapicalen  und  trans- 
laurentia.  cellularen  Einspritzungen,  die  in  der  Grösse  wechseln.  Bougainville,  Rubiana.  —  laurentia  subsp.  nov.  ist 
eine  distinkte  Rasse,  2  oberseits  dunkler  braun,  aber  auf  den  Hflgln  mit  deutlich  abgegrenztem  blass  gelb¬ 
braunem  Randgebiet.  Vflgl,  abgesehen  von  einer  Costalmakel,  völlig  fleckenlos.  Submarginalpunkte  der 
Vflgl  gehen  nur  bis  zur  Flügelmitte.  Shortlandsinseln,  von  G.  Ribbe  entdeckt. 

E.  usipetes  hat  dieselbe  Flügelform  wie  nemertes,  herbsti  und  staintoni,  so  dass  man  sie  für  die  nemertes- 
Form  von  Aru,  und  da  wo  sie  in  Britisch-  und  Deutsch  Neu-Guinea  neben  quintia  und  yorima  vorkommt,  für 
eine  der  vielen  Abänderungen  dieser  nemertes- Zweigrassen  einzuschätzen  versucht  ist.  Da  aber  die  Valve 
doch  einige  Verschiedenheit  zeigt,  wird  usipetes  hier  als  Species  behandelt  und  über  ihren  Wert  oder  Un¬ 
wert  vermag  nur  Kenntnis  der  Rp  Aufschluss  zu  geben.  Valve  etwas  breiter,  aber  dennoch  spitzer  als  bei 
usipetes.  nemertes,  erima  und  fraterna.  ■ —  usipetes  Hew.  (85  c  ?),  der  nomenklatorische  Typus  von  den  Aru-Inseln  be¬ 
kannt,  wo  er  neben  assimilata  Fldr.  vorkommt,  und  der  mit  der  usipetes  gleichfalls  nicht  als  Form  vereinigt  werden  • 
kann  wegen  der  schmalen  Valve,  die  bei  assimilata  viel  breiter  als  bei  nemertes  gestaltet  ist.  Neben  ??  wie 
albodiscalis.  das  abgebildete,  kommen  nach  Ribbe  auch  solche  mit  weissem  statt  braungelbem  Discus  vor  (albodiscalis 
form.  nov).  —  Auf  dem  Festland  von  Neu-Guinea  und  zwar  im  britischen  und  deutschen  Gebiet,  tritt  eine  be- 
astrifera.  sonders  prächtige  Rasse  auf :  astrifera  subsp.  nov.  (85  c  als  usipetes- cf  dargestellt)  mit  sechs  bis  sieben  hervor¬ 
tretenden  rein  weissen,  blau  oder  violett  umgebenen  Submarginalflecken  der  Vflgl,  die  auch  bei  den  22  vor¬ 
handen  sind.  Die  Discalfärbung  wechselt  von  albodiscalis  bis  zu  trüb  gelbbraun,  cf  cf  der  dunklen  Färbungs- 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


267 


richtung  haben  gewöhnlich  nur  zwei  bis  vier  verloschene  grauweisse  Subapicalfleckchen.  —  rezia  Kg.  ist  rezia. 
eine  weitere  geographische  Form,  cf  mit  geringfügiger  discaler  Aufhellung  der  Vflgl,  ?  aber  mit  \  iolett- 
weissem,  ausgedehntem  Medianfeld.  Fergusson,  Kiriwina.  -  hippias  Misk.  vom  Cape  York  ist  mir  nur  nach  hippias. 
der  Diagnose  ihres  Autors  bekannt.  Oberseite  rostbraun  mit  bleichbraunem  Discus,  der  distal  gelblichweiss 
auf  hellt.  Hflgl  mit  einem  grossen  ovalen  ockerbraunen  Zelltleck,  der  sich  nach  aussen  etwas  dem  Gostal- 
saume  nähert. 

E.  imitata  Btlr.,  ohne  genaueren  Fundort,  wurde  auf  der  Kreuzfahrt  der  »Curacao  entdeckt,  nach  imitata. 
Butler  von  den  Salomonen. 

E.  assimilata  ist  eine  Species,  welche  ausschliesslich  auf  den  Key-Inseln  und  einigen  kleinen  süd¬ 
östlichen  Molukken  vorkommt.  Sie  fällt  sofort  auf  durch  eine  namentlich  unterseits  ausgedehnte  Aufhellung, 
die  in  eurypon  Hew.  ihr  Analogon  findet,  ebenso  bei  Calliploea  liopfferi  Fldr.  von  denselben  Inselgruppen. 

Valve  nahe  jener  von  erima  Frühst,  aus  Neu-Guinea,  aber  etwas  länger,  gleichmässig  schmäler.  —  bandaensis  bandaensis. 
Frühst.  (85b)  ist  nicht  selten  auf  Banda,  wo  sie  in  zwei  Hauptformen  erscheint,  der  dunklen,  oberseits  nur 
wenig  aufgehellten  cf -Form  bandaensis  mit  von  der  Unterseite  deutlich  durchscheinenden  weissen  Submarginal¬ 
flecken  der  Hflgl,  die  in  einer  namentlich  unterseits  fahlbraunen,  ins  Weissliche  spielenden  Zone  stehen,  und 
nepotina  Frühst.  (85  b)  mit  bei  beiden  Geschlechtern  breit  und  rein  weissem  Randgebiet  der  Hflgl.  nepotina  nepotina. 
führt  unterseits  stets  nur  drei  grosse,  tränenartige  transcellulare  Makeln  statt  einer  kompletten  Serie  von 
Submarginalpunkten.  —  nepos  Bob.  von  Goram  zeigt  einen  noch  schärfer  abgesetzten  und  breiteren  weissen  nepos. 
Distalsaum  der  Hflgl  und  weisslich  überschuppte  Apicalpartie  der  Vflgl.  Es  liegt  mir  nur  ein  cf  vor  mit  drei 
relativ  kleinen  Discalmakeln  der  Hflglunterseite.  —  assimilata  Fldr.  (?  fraterna  Fldr)  ist  das  albinotische  assimilata. 
Extrem  der  Gesamtart.  Vflgl  mit  ebenso  breiten  weissen  Submarginalbinden  wie  sie  nepotina  nur  auf  den 
Hilgln  aufweist.  Unterseite  der  Hflgl  mit  grossen  weissen  Tränentlecken.  Felder  beschrieb  die  Form  irr¬ 
tümlich  von  Aru,  wo  sie  nach  Ribbe  nicht  vorkommt,  auch  durch  keine  Vicariante  ersetzt  ist.  Kühn  hat 
auf  Key  die  Rp  entdeckt;  sie  ist  von  schwarzer  Hauptfarbe,  jedes  Segment  mit  mehreren  feinen  gelblichen 
Streifen.  Kopf,  Abdomen  und  Fiisse  ganz  schwarz.  Die  vier  Paar  Tentakeln  rötlich  mit  schwarzer  Spitze. 

Pp  metallisch  grün.  —  frigida  Btlr.  ist  der  Beschreibung  nach  verwandt  mit  bandatnsis ;  sie  soll  von  Nord-  frigida. 
Ceram  stammen. 

E.  treitschkei  bewohnt  das  Papua-Gebiet,  dringt  ostwärts  bis  zu  den  Salomonen,  ja  selbst  den  Fidji- 
Inseln  vor,  scheint  aber  nach  Westen  über  das  Gebiet  der  Geelvinkbai  nicht  hinauszugehen,  da  sie  sogar 
auf  Waigiu  fehlt.  Auf  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  ist  der  Falter  wohl  überall  häufig;  geschlechtliche 
Heteromorphose  von  dort  nicht  bekannt;  wie  E-  nemertes  und  Calliploea  pumila  neigt  die  Art  jedoch  zu  lokaler 
Differenzierung,  sogar  die  nur  10 — 12  km  von  Neu-Guinea  entfernte  Vulkaninsel  hat  bereits  eine  hoch¬ 
spezialisierte  Zweigrasse.  Die  Rp  hat  Wahnes  entdeckt,  nach  einer  Abbildung,  die  wir  G.  Ribbe  verdanken, 
ist  die  Grundfarbe  gelbbraun  mit  schwarzem  lateralem  Streifen,  Kopf  schwarz,  vier  Paar  Fadenanhängsel 
gelblich.  Pp  wie  sonst  metallisch  golden.  Rp  lebt  in  Mehrzahl,  doch  nicht  gesellig  auf  einem  Ranken¬ 
gewächs,  das  den  sandigen  Meeresstrand  bedeckt.  —  olivacea  Sm.  (81b)  kommt  in  ganz  Holländisch  und  olivacea. 
Deutsch  Neu-Guinea  vor  und  variiert  leicht  in  der  Weise,  dass  die  cf  cf  oberseits  gar  keinen  weissen  oder 
grünlichgrauen  Streifen,  noch  irgendwelche  Zellmakeln  führen  (=  unicolor  Hag),  dann  existieren  alle  Über-  unicolor. 
gänge  bis  zur  abgebildeten  Form  mit  5  discalen  Spritzern,  zu  denen  noch  ein  bis  zwei  weisse  Subapical- 
makeln  der  Vflgl  treten  können.  Beim  ?,  das  heller  ist  als  die  cflcf,  mit  metallisch  grüngelbem  Reflex, 
wiederholen  sich  ähnliche  Erscheinungen,  nur  treten  besonders  in  Finschhafen  Exemplare  auf  mit  weisslicher 
Überpuderung  des  Apicalteils  der  Vflglzelle  und  nur  weisslichen  intramedianen  diffusen  Striemen  (=  fa. 
pulverulenta  form.  nov).  Flugzeit  nach  Hagen  vom  September  bis  Dezember,  dann  wieder  im  April.  —  pulvemlenta. 
aebutia  subsp.  nov.  ist  eine  dunklere  Rasse  der  Insel  Jobi.  Grundfarbe  statt  schwarz  grün,  mit  blauem  aebutia. 

Stahlschimmer,  ?  nur  wenig  heller,  die  Discalmakeln  blauweiss.  Unterseite  äusserst  gering  punktiert,  cf 
oberseits  ohne  Sa^mx-Streifen .  —  eugenia  subsp.  nov.  (84  a)  ist  das  albinotische  Extrem  der  vorigen.  Flügel  eugenia. 
hell  meergrün  mit  linsengrossen  weissen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  ebensolchen  Circumcellularflecken 
der  Hflgl.  Zelle  der  Vflgl  mit  pulverulenta- Bildung,  die  unterseits  fehlt.  Vulkan-Insel,  von  Dr.  Eugen  Werner 
entdeckt.  —  Ursula  Btlr.  (80b)  differiert  von  eugenia  in  der  Hauptsache  dadurch,  dass  sich  die  analen  post-  ursula. 
discalen  weissen  Flecken  ausdehnen,  die  Zelle  der  Hflgl  aber  keinen  weissen  Kern  vor  dem  Apex  umschliesst, 
der  aber  unterseits  wieder  auftritt.  Fergusson.  Bei  cf  cf  von  Kiriwina  fehlen  alle  weissen  Intramedian¬ 

streifen  der  Hflgl,  so  dass  wir  eine  der  unicolor  Hag.  analoge  zeichnungslose  Form  vor  uns  haben,  die  sich 
vermutlich  der  viridis  Btlr.,  mir  im  Original  unbekannt  und  nach  einem  ?  beschrieben,  nähert.  Thursday-  viridis. 

Island.  —  decia  subsp.  nov.  ist  eine  Form  des  Britischen  Gebiets  aus  der  Milne-Bai,  mit  wie  bei  ursula  ver-  decia. 

teilten,  aber  kleineren  weissen  Intranervalspritzern  der  Hflgl.  —  treitschkei  Bsd.,  die  Namenstype,  von  Neu-  treitsdikei. 
Mecklenburg  beschrieben,  ist  habituell  etwas  kleiner  als  olivacea auf  den  Vflgln  mit  pulverulenta ng, 

Hflgl  mit  grossen,  scharf  umgrenzten,  rein  weissen  Circumcellularmakeln.  —  erimas  Godt.  ( —  albopunctala  erimas. 

Bibbe )  ist  eine  prächtige  Abänderung  mit  weitgehender  Aufhellung  der  Vflgl,  die  manchmal  ein  sehr  grosses 
weisses  Medianfeld  aufweisen.  —  biformis  Btlr.,  etwas  dunkler  und  vorwiegend  blaugrün,  mit  etwas  kleineren  biformis. 
weissen  Punkten  als  clie  Hauptform  von  Neu-Mecklenburg.  Von  der  Duke-ofWork-Insel  (Neu-Lauenburg) 


268 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


coerulescens.  beschrieben.  —  coerulescens  Pag.  liegt  mir  nicht  vor  und  differiert  durch  einen  sehr  in  die  Augen  fallenden 
blauen  Schimmer  bei  beiden  Geschlechtern  und  zahlreichere  weisse  Flecken  der  Oberseite.  ?  vorwiegend 
lorenzo.  mit  pulverulenta-B\]&xmg  und  durchschnittlich  etwas  grösser  als  treitschkei.  Neu-Pommern.  —  lorenzo  Btlr. 
ist  von  den  Salomonen  ohne  genaueren  Fundort  beschrieben,  mir  unbekannt.  Wahrscheinlich  steht  sie  sehr 
nahe  der  salomonis  Ribbe  von  den  Shortland-Inseln ;  oberseits  wie  umcolor  Hag.,  aber  mit  stattlicherem  Salpinx- 
aenea.  Streifen  der  Vflgl.  Discalpunkte  der  Unterseite  reduziert.  - —  aenea  Btlr.,  mir  gleichfalls  unzugänglich,  nach 
jessica.  einem  ?  von  den  Salomonen  aufgestellt.  —  jessica  Btlr.  soll  von  den  Fidji-Inseln  stammen,  ein  Fundort, 
den  ich  sehr  bezweifle,  weil  die  Art  neuerdings  nie  wieder  von  dort  nach  Europa  gelangt  ist.  Der  Ab¬ 
bildung  nach  ist  sie  mit  ursula  verwandt,  führt  aber  gelbliche  statt  graugrüne  Discalflecken  der  Vflgl,  sehr 
breiten  länglich  spindelförmigen  Sexualstreif.  Hflgl  mit  breiter  Submarginalbinde,  die  aus  grösseren,  paar- 
Aveise  stehenden  Makeln  besteht  als  bei  ursula.  Der  Flügelzeichnung  nach  dürfte  jessica  von  den  Satellit¬ 
inseln  des  östlichen  Neu-Guinea  stammen. 

gamelia.  E.  gamelia  Hbn.  (=  faber  Zinck.)  erinnert  durch  ihr  vornehmes  Gesamtkolorit  an  eichhorni  Stgr. 

(81c),  nur  dass  das  luxuriante  Weiss  bei  gamelia  auf  die  Vflgl  übertragen  ist.  Auf  tiefsamtschwarzem  Grunde 
sind  dort  drei  lange  ovale,  rein  weisse  Transcellulartlecken  eingebettet,  zu  denen  sich  über  der  Zelle  noch 
drei  Gostal mäkeln  und  eine  unregelmässige,  wie  bei  martini  (80  c)  verlaufende  Serie  von  Admarginalpunkten 
gesellen.  Die  Doppelreihe  weisser  Randpunkte  der  Hflgl  ist  weit  getrennt,  nicht  verschmolzen  wie  bei 
martini.  Im  blauglänzenden  Duftspeculum  der  Hflgloberseite  ein  spitz  oblonger  graugelber  Androconienfleck. 
Von  mir  ausschliesslich  in  West- Java  gefunden  und  auch  da  nur  am  Vulkan  Gede  und  auf  Höhen  nicht 
unter  4000  Fuss. 

martini.  E.  martini  Nicev.  (80c)  übertrifft  gamelia  bedeutend  an  Grösse;  ¥  etwa  gleich  häufig  wie  das  cf, 

differiert  durch  matter  braune  Grundfarbe  und  breitere  submarginale  Flecken  aller  Flügel,  cf  ohne  oblonge 
Androconienanlage  des  Speculums  der  Hflgl.  Vflgl  unter  allen  Salpinx  hervorragend  durch  zwei  schmale 
lange  sexuale  Querstreifen  der  Vflgl,  durch  die  gewissermassen  der  Anschluss  an  Stictoploea  hergestellt  wird 
und  die  bei  gamelia  durch  einen  kurzen,  mehr  rechteckigen  Duftfleck  ersetzt  sind.  Sumatra,  nicht  unter 
1000  m  Höhe;  nicht  selten,  aber  auch  kein  alltäglicher  Falter  des  Gebirges. 

roepstorffi.  E.  roepstorffi  Moore  gleicht  ungefähr  der  aelia  (85  c),  nur  sind  die  Submarginalmakeln  der  Htlgl 

mehr  als  doppelt  so  gross  und  die  Vflgl  mit  zwei  discalen  und  vier  subapicalen,  teils  rundlichen,  teils  läng¬ 
lichen  Flecken  besetzt.  Sehr  selten,  bisher  nur  ein  Exemplar  bekannt,  das  sich  in  der  SEMPER  Schen  Samm¬ 
lung  befand,  das  sich  jetzt  im  Besitze  des  Herrn  Weiss  in  Deidesheim  befindet. 

E.  aegyptus,  eine  makromalayische  Species,  die  sich  auf  den  einzelnen  Inseltrabanten  in  scharf  ge¬ 
schiedene  Abzweigungen  gespalten  hat.  Mit  martini  haben  sie  gemeinsam,  dass  auch  bei  ihnen  gelegentlich 
ein  zweiter,  wenn  auch  kleinerer  Sexualstreif  der  Vflgl  vorkommt.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  der 
Name  ochsenheimeri  Luc.  (1853)  prioritätsberechtigt  ist.  Absolute  Gewissheit  könnte  nur  durch  Ermittlung  der 
Type,  die  am  Pariser  Museum  sein  soll,  erreicht  werden,  aber  da  der  Name  mit  ochsenheimeri  Moore  kolli- 
aegyptus.  diert,  ist  er  nur  geeignet,  Konfusionen  zu  verursachen  und  wird  deshalb  vorläufig  beseitigt.  —  aegyptus  Btlr., 
deren  Type  wahrscheinlich  von  Süd-Borneo  oder  Sawarak  stammt ,  differiert  von  der  abgebildeten  rafflesi 
(84  a)  durch  markantere  Weissflecken  der  Vflgl.  Valve  ähnlich  jener  von  E.  leucostictos,  vestigiata  Btlr.,  aber 
mehr  quadratisch,  distal  geradliniger  abgeschnitten ,  die  stumpfe  Spitze  durch  eine  distale  Einkerbung  etwas 
lowei.  von  der  Hauptpartie  abgesondert.  —  lowei  Moore  ist  eine  geringfügige  Abweichung  mit  etwas  grösseren 
weissen  Apicalllecken  und  ohne  Marginalpunkte  der  Vflgl.  Hflgl  gleichfalls  mit  reduzierten  Punktserien. 
singapura.  Borneo.  —  singapura  Moore  hat  nach  den  Exemplaren  meiner  Sammlung  umgekehrt  zwei  prägnante  Doppel¬ 
reihen  weisser  Submarginalpunkte  der  Hflgl  und  beim  ¥  deutliche  Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Singa- 
sophia.  pore,  vermutlich  auch  auf  der  malayischen  Halbinsel.  — •  sophia  Moore  ist  selten  in  der  Alluvialebene  von 
Nordost-Sumatra,  aber  anscheinend  ziemlich  häufig  im  Westen  von  Sumatra  und  zeigt  beiderseits  etwas 
limyrus.  lebhaftere  Discalfleckung  der  Vflgl.  üimyrus  subsp.  nov.  ist  eine  sehr  dunkle  Satellitinselrasse  von  tief- 
schwarzer  statt  brauner  Grundfarbe,  ohne  Transcellularfleckchen  und  kleinen  kommaartigen  Subapicalmakeln 
staudingeri.  der  Vflgl.  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln.  —  staudingeri  Kheil,  einer  der  am  besten  bekannten  Niasfalter, 
steht  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung.  Flügel  kürzer,  rundlicher  als  bei  den  vorgenannten  aegyptus- 
Zweigrassen.  Vflgl  mit  grossen  Admarginalpunkten  und  einer  kompletten  Reihe  von  rundlichen  markanten 
Submarginalflecken  besetzt.  Htlgl  mit  ein  und  einer  halben  Serie  von  weissen  Randfleckchen.  Unterseite 
sticheli.  mit  weissem  statt  violettem  Discalfleck.  Das  ¥  muss  sehr  selten  sein.  —  sticheli  Hag.  unterscheidet  sich 
von  der  vorigen  hauptsächlich  durch  die  überaus  reduzierte  Punktierung  aller  Flügel,  die  weder  ober- 
noch  unterseits  über  Insektennadelkopfgrösse  hinausgeht.  Nur  der  weissliche  Discalfleck  der  Vflglunter seife 
rafflesi.  ist  sehr  gross,  spitzoval.  Mentawej-Inseln,  nur  cf  cf  bekannt.  Auf  Engano  fehlt  aegyptus.  —  rafflesi  Moore 
(84a)  ist  der  sichere  Name  für  die  javanische  aegyptus- Repräsentantin,  die  vielleicht  als  ochsenheimeri  Lite. 
zuerst  beschrieben  wurde.  Findet  sich  sowohl  im  Osten  wie  Westen  von  Java,  ist  aber  überall  selten,  man 
begegnet  ihr  in  den  Strandwäldern  von  Palabuan  und  in  den  Bergzügen  südlich  von  Malang,  wo  sie  aber 
nirgendwo  über  500—600  m  Meereshöhe  angetroffen  wird.  Es  lassen  sich  zwei  Hauptformen  unterscheiden, 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


269 

mit  grossen,  rein  weissen  subapicalen  Keilflecken  und  grauvioletten  Transcellularstreifen  der  Vflgl,  die  der 
Beschreibung  von  ochsenheimeri  entspricht,  und  der  abgebildeten  Form  mit  manchmal  graubraun  überstäubten 
Weissflecken  der  Vflgl,  die  Moore  als  rafflesi  bezeichnet  hat.  —  tricolora  Frühst.  (85c)  ist  eine  bereits  er-  tricolora. 
staunlich  differenzierte  Trabantinselrasse,  von  der  drei  Variationsrichtungen  zu  vermerken  sind.  —  cunei-  cuneifera. 
fera  form,  nov.,  die  abgebildete  Hauptform,  zu  der  bei  den  Namenstypen  tricolora  noch  hellviolette  Trans- 
cellular-,  Zell-  und  Intramedianmakeln  treten,  so  dass  solche  extrem  farbenreiche  Exemplare  an  margarita 
Btlr.  (84  a)  gemahnen.  —  Ais  rafflesina  form.  nov.  werden  hier  Exemplare  bezeichnet  mit  graubraunen  statt  rafflesina. 
weissen  Subapicalzeichnungen  der  Vflgl,  die  der  javanischen  Inselrasse  noch  am  nächsten  stehen.  Bei  den 
??  wiederholen  sich  die  drei  erwähnten  Abänderungen.  Insel  Bawean,  von  Juli  bis  September  nicht  selten.  — 
iduna  Frühst,  ähneln  der  mir  in  grossen  Reihen  vorliegenden  rafflesi  nur  sehr  wenig,  stehen  jedoch,  was  idana. 
viel  auffallender  ist,  der  staudingeri  Kheil  von  Nias  am  nächsten.  Mit  staudingeri  hat  iduna  die  absolut 
schwarze  (in  rafflesi  braune)  Grundfarbe  gemeinsam,  die  ebenso  prominente  Weissfleckung  der  Vflgl,  welche 
genau  so  in  zwei  Reihen  verteilt  ist,  während  rafflesi  nur  eine  Reihe  verblasster  weisslichgrauer  Submarginal¬ 
punkte  zeigt.  Auf  den  Hflgln  ist  iduna  noch  schöner  weiss  gefleckt  als  staudingeri,  weil  auch  die  innere, 
weisse  Fleckenreihe  ganz  deutlich  entwickelt  ist,  während  in  staudingeri  die  zweite  Reihe,  nach  dem  Anal¬ 
winkel  zu,  verschwindet,  was  übrigens  auch  bei  rafflesi  der  Fall  ist.  Auf  der  Flügelunterseite  hält  iduna  die 
Mitte  zwischen  rafflesi  und  staudingeri.  Die  Vflglfleckung  ist  kräftiger  als  in  ersterer,  schwächer  als  in 
letzterer.  Auf  den  Hflgln  treten  violettweisse,  circumcellulare  Punkte  auf,  welche  bei  staudingeri  ganz  fehlen, 
hei  rafflesi  nur  undeutlich  vorhanden  sind.  Kangean,  in  Coli.  Fruhstorfer. 

E.  atossa  Pag.  hat  auf  den  Hflgln  viel  Analoges  mit  doubledayi  durch  braun  verdunkelte  Intramedian-  atossa. 
streifung,  aber  naturgemäss  das  Speculum  wie  bei  rafflesi  und  tricolora.  Grundfarbe  der  Vflgl  einfach  braun. 

?  hat  manchmal  zwei  violette  Costalfleckchen  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  neigen  die  Intranervalstriemen 
bei  vielen  Exemplaren  zum  Verlöschen,  cf  unterseits  wie  oben  ohne  Subapicalflecken.  Insel  Sumbawa.  - 
lombokiana  Frühst,  ist  eine  habituell  viel  kleinere,  auf  den  Vflgln  aber  sowohl  ober-  wie  unterseits  präg-  lombokiana. 
nanter  weissgefleckte  Rasse.  Unterseite  der  Vflgl  mit  kleinerem  violettem  Submedianstreifen  und  fast  stets 
mit  einer  gebogenen  Reihe  gut  umgrenzter  -weisser  Subapicalmakeln,  die  atossa  fehlen.  Lombok  auf  etwa 
600  m  Höhe,  selten. 

E.  simillima  ersetzt  aegyptus  und  atossa  auf  den  Philippinen  und  differiert  von  der  aegyptus- Serie  in  der 
Hauptsache  durch  weissliche  oder  graubraune  lichte  Intranervalfelder  der  Hflglunterseite,  die  an  jene  von 
leachi  (86  c),  diana  Btlr.,  und  insbesondere  an  jene  der  konvergenten  philippinischen  lucasi  und  swainsoni  ge¬ 
mahnen.  —  simillima  Moore,  die  nordphilippinische  Rasse,  hat  keinerlei  Submarginalbinden  der  Htlgl,  aber  simillima. 
grosse  weisse,  fast  quadratische  subapicale  Felder  der  Vflgl.  Sehr  selten;  Semper  kannte  nur  5  Exemplare. 

Luzon.  —  meldolae  Moore  ist  charakterisiert  durch  verkleinerte  Stirnflecken  der  Vflgl.  sehr  lange,  promi-  meldolae. 
nente,  rein  weisse  Intranervalstriemen  der  Ober-  und  Unterseite  der  Htlgl.  Süd-Philippinen,  Bohol,  Mindanao.  — 
hypaspistes  subsp.  nov.  (der  Name  bedeutet  Schildknappe)  ist  eine  Trabantinselrasse  von  Bazilan,  wo  sie  hypaspistes 
Februar-März  vorkommt.  Die  Weissfleckung  aller  Flügel  tritt  erheblich  zurück,  die  Stirnmakeln  der  Vflgl 
bei  einigen  Exemplaren  braun  überpudert.  —  cornificia  subsp.  nov.  führt  noch  mehr  verdunkelte  und  ver-  cornificia. 
kleinerte  Submarginal  mäkeln  aller  Flügel.  Insel  Mindoro.  —  clorinde  Stgr.  von  Palawan  und  Paragua  zeigt  clorinde. 
bereits  braun  überdeckte  Admarginalpunkte  aller  Flügel:  die  Submarginalflecken  der  Htlgl  fehlen  vielfach. 

Insel  Palawan,  im  Januar  nicht  selten.  —  aelia  Frühst,  gehört  zu  jenen  interessanten  Relikten  der  Land-  aelia. 
Verbindung  Philippinen-Borneo,  die  sich  im  nördlichsten  Teil  dieser  Rieseninsel  noch  erhalten  haben  und 
dort  Sandakan  bewohnen,  während  einen  Breitengrad  südlicher  bereits  die  makromalayische  aegyptus  an 
deren  Stelle  tritt,  aelia  ist  habituell  kleiner  als  clorinde  und  von  hellerer  Grundfarbe.  Sämtliche  weissen 
Zeichnungen  sind  verwaschener  und  die  Zahl  der  Admarginalpunkte  verringert.  Auf  der  Flügelunterseite 
sind  alle  weissen  Punkte  und  Strichflecke  schmäler  und  kleiner  als  in  clorinde. 

E.  fabricii  Moore  ist  nach  der  Diagnose  oben  gleichmässig  olivenbraun,  der  Sexualüeck  der  Ytlgl  fabricii. 
etwas  länger  und  näher  an  die  Basis  gerückt  als  bei  rafflesi  Moore  von  Java.  Die  submarginale  Flecken¬ 
reihe  weniger  ausgeprägt,  die  marginalen  Punkte  fehlen  zumeist.  Htlgl  mit  zwei  Reihen  sehr  kleiner  Fleckchen, 
deren  innerste  von  der  oberen  Medianader  ab  obsolet.  Cochin-China.  Type  in  Coli.  Oberthür. 

E.  dameli  Moore  ist  mir  gleichfalls  unbekannt  und  soll  aus  Shanghai  stammen,  ein  äusserst  frag-  dameu. 
licher  Fundort,  wenn  es  sich  nicht  um  einen  nördlichen  Zweig  der  südchinesischen  midamus  L.  handelt.  Nach 
der  Beschreibung  nahe  aegyptus  Btlr.  Oberseite  verwaschen  braun,  Vflgl  mit  kleineren  weissen,  aber  promi¬ 
nenten  Subapicalmakeln,  einer  marginalen  Reihe  von  fünf  zentralen  und  drei  unteren  sehr  kleinen  Hflglmakeln. 

E.  midamus  bietet  ein  interessantes  Beispiel  der  Abänderungsfähigkeit  kontinentaler  Species  und 
ist  nächst  corus  vitrina  Frühst,  die  stattlichste  der  in  Süd -Asien  vorkommenden  Fuploea- Arten.  Ungemein 
häutig  in  Hongkong  und  Siam  wird  sie  an  der  Peripherie  ihrer  Verbreitung  in  Sikkim  und  Perak  sehr 
selten.  Ob  sie  auch  ins  makromalayische  Gebiet  Übertritt,  ist  zweifelhaft,  doch  ist  sie  dort  durch  die  Formen 
der  aegyptus- Serie  vertreten,  die  durch  tricolora  Frühst,  von  Bawean  noch  Anklänge  an  midamus  dokumen¬ 
tiert.  —  midamus  L  (80  a),  ein  Charakterschmetterling  von  Hongkong  und  dem  gegenüberliegenden  Fest-  midamus. 
land,  kursiert  in  den  Sammlungen  als  superba  Herbst,  alopici  Godt.  und  sinica  Moore.  Letzterer  Name  bezieht 


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EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


sich  auf  eine  Form  ohne  markante  Doppelreihe  weisser  Submarginalpunkte  der  Hflgl,  während  alopia  Godt. 
das  Maximum  an  weisser  Dekoration  umschreibt,  mit  noch  ausgedehnteren  hellblauen,  weissgekernten  Trans¬ 
cellular-  und  Submarginalflecken  der  Vllgl,  als  sie  die  Abbildung  zeigt.  Die  ??  sind  denselben  Verände¬ 
rungen  unterworfen,  und  zwar  unabhängig  von  der  Jahreszeit,  denn  Ende  Oktober  1899  fing  ich  auf  dem 
Friedhof  von  Hongkong  ?  mit  einer  weissen  Doppelreihe  der  Htlgloberseite  neben  solchen  ohne  eine  Spur 
dieser  Flecken.  Im  übrigen  gleicht  kein  Stück  dem  anderen,  insbesondere  kann  der  Fleck  vor  dem  Zell¬ 
apex  der  Vtlgl  klein  sein,  wie  auf  der  Figur,  oder  3  -4 mal  so  gross.  Auch  variieren  die  Discalflecken  der 
Vflgl  von  hellviolett  bis  zu  dunkelblau,  allen  aber  ist  ein  prächtiger  hell  metallischblauer  Schiller  gemein¬ 
sam.  Die  cf-Falter  duften  schwach,  die  analen  Duftpinsel  sind  dunkelgelb  und  sehr  kompliziert  und  be¬ 
stehen  aus  zwei  Rosetten,  einem  sehr  langgestielten  mit  mehreren  und  langen  Strahlhaaren  besetzten  und 
einem  kleinen,  äusserst  zierlichen  Stern  an  der  Spitze,  der  etwas  heller  gefärbt  ist.  Nach  Walker  lebt 
die  Rp  auf  Strophanthus  divergens,  einer  Kletterpflanze  aus  der  Familie  der  Apocyneae,  an  der  auch  die 
goldene  Pp  hängt.  Die  Rp  findet  sich  auch  gelegentlich  auf  importiertem  Oleander.  Die  Falter  wurden 
wiederholt  in  Gruppen  zu  mehreren  Hunderten  beobachtet,  die  Gipfel  blühender  Bäume  in  den  späten 
Nachmittagsstunden  umschwebend.  Die  echte  LiNNh’sche  midamus  geht  bis  Tongking,  ja  selbst  Mittel-Siam, 
wo  ich  noch  Exemplare  fing,  die  sich  kaum  von  solchen  aus  Hongkong  unterscheiden.  In  Tongking  und 
Siam  tritt  jedoch  midamus  nicht  mehr  dominierend  auf,  sondern  nur  noch  zufällig  als  Aberration.  Diejenige 
chloe.  midamus- Form,  welche  in  ganz  Indochina  häufig  ist,  muss  unter  dem  Namen  chloe  Guer.  aufgezählt  werden, 
margarita.  die  unter  der  Bezeichnung  margarita  Btlr.  (84  a)  besser  bekannt  ist.  Es  scheint,  dass  chloe  (margarita) 
eine  Intermediatform  darstellt,  die  im  Januar-Februar  vorkommt,  während  ich  midamus  noch  im  November 
bei  Haiphong  in  Tongking  gefangen  habe.  ?  von  clüoe  führen  keine  weissen  Stirn-  oder  Discalmakeln  der 
Vflgl,  auch  ist  die  discale  Blaufleckung  in  der  Regel  viel  weniger  als  auf  unserer  Figur  entwickelt.  —  Als 
marseuli.  marseuli  Moore  ist  eine  Individual -Aberration  von  Saigon  in  Gochinchina  beschrieben,  ohne  weisse  Dekora- 
brahma.  tion  der  Hflgl  wie  bei  chloe  und  zugleich  ausfallenden  Submarginalpunkten  der  Hflgl.  — -  brahma  Moore  ist 
eine  extreme  Trockenzeitform,  bei  der  in  beiden  Geschlechtern  sowohl  die  Blau-  wie  Weissprenkelung  der 
Vflgl  ausfällt  oder  auf  ein  Minimum  reduziert  ist  und  sich  die  Punktierung  der  Hflgl  auch  etwas  verkleinert. 
dejeani.  Aus  Moulmein  beschrieben,  doch  überall  in  Tenasserim  und  Siam  vorkommend.  —  dejeani  Moore  wird  eine 
interessante  melanotische  Lokalform ,  die  sich  an  brahma  anschliesst ,  wie  diese  fast  ungefleckte  Vflgl  zeigt, 
aber  deren  Hflgl  mit  auffallend  stattlichen  Doppelreihen  von  Weisspunkten  besetzt  sind,  dejeani  ist  aber 
insbesondere  charakterisiert  durch  den  auf  die  Basalhälfte  der  Vflgl  beschränkten  und  dunkel  stahlblauen 
(statt  hellblauen)  Metallschimmer.  Malayische  Halbinsel,  von  Perak  in  meiner  Sammlung,  soll  nach  Moore 
auch  auf  Sumatra  Vorkommen.  Letzterer  Fundort  ,  der  sich  auf  die  Exemplare  in  der  BoisDuvAi/schen 
splendens.  Sammlung  stützt,  ist  aber  sehr  fraglich.  -  splendens  Btlr.,  aus  Nepal  aufgestellt,  ist  eine  gut  differenzierte 
Unterart,  charakterisiert  durch  schmälere  Vflgl,  konstantes  Fehlen  der  Weisspunktierung  der  Htlgloberseite, 
die  unterseits  zwar  vorhanden,  aber  auch  sein-  reduziert  sind.  Der  hellblaue  Schiller  gleichartig,  äusserst 
intensiv  an  jenen  der  Stictoploea  liarrisi  gemahnend,  splendens  variiert  leicht  je  nach  der  Lokalität,  indem 
bei  Sikkim-cfcf  die  Vflgl  breit  ausgeflossene  diffuse  weisslich  überstreute  Transcellularstrigae,  bei  Assam-cTcf 
irawada.  (irawada  Moore )  dagegen  dunkler  blaue  rundlichere  Makeln  aufweisen.  Nach  Niceville  ist  splendens  in 
Sikkim  ausserordentlich  selten ,  kommt  nur  im  Terai  und  den  niedersten  Aussentälern  des  Himalaya  von 
April  bis  November  vor,  soll  aber  in  Bhutan  etwas  häufiger  sein. 

klugi.  E.  klugi  ist  im  Gegensatz  zu  der  chinesisch -hinterindischen  midamus  L.  eine  mehr  vorderindische 

Kollektivart,  die  sich  in  schärfer  getrennte  Ortsformen  auflöst,  aber  in  ihrem  Verbeitungszentrum  Assam 
eine  noch  mannigfaltigere  individuelle  Variationsfähigkeit  zeigt  als  midamus -chloe.  Einige  klugi-  Formen 
nähern  sich  in  ihrem  Extrem  jenen  von  chloe*),  sie  sind  aber  bei  beiden  Geschlechtern  durch  die  konstant 
fehlenden  weissen  und  violetten  Discalflecken  der  Unterseite  der  Hflgl  zu  unterscheiden  und  durch  rund¬ 
licheren  Flügelschnitt.  Die  cfcf1  sind  dann  noch  kenntlich  durch  kürzeren,  rundlicheren  Sexualstreifen  der 
Vflgl  und  durch  ein  auf  der  Vflglunterseite  erscheinendes  vertieftes  Androconienbecken,  das  bei  den  midamus- 
Varianten  nicht  zu  erkennen  ist.  klugi  geht  nach  einer  Angabe  Moore’s  nordwärts  bis  Bhamo  in  Ober- 
Birma,  während  sie  im  Süden  bei  Moulmein  bereits  von  der  hinterindischen  crassa  abgelöst  wird.  Nach 
Bingham  soll  sie  auch  auf  den  Nicobaren  Vorkommen,  doch  ist  von  dort,  wenn  sich  der  Fundort  bestätigt, 
eine  noch  unbenannte  geographische  Form  zu  erwarten.  Über  die  Lebensweise  ist  nur  bekannt,  dass  sie 
im  Januar  und  Februar  sonnige,  sandige  Flussbette  nahe  dem  Wasserrand  aufsucht,  um  dort  Feuchtigkeit  auf¬ 
zunehmen;  während  der  Regenzeit  bevorzugt  sie  aber  offene  Waldplätze  und  Fusswege  durch  das  Dschungel. 
Die  neue  Generation  beginnt  im  März  aufzutreten ,  aber  im  April  und  Mai  ist  sie  am  häufigsten  und  vom 
frischesten  Aussehen.  Ich  selbst  beobachtete  sie  in  Siam  immer  gruppenweise  auf  blühenden  Sträuchern, 
die  sich  über  sandige  Flussufer  hinabneigten.  Als  klugi  bildet  Moore  eine  Form  ab  mit  grossem,  weissem 
Fleck  vor  vier  blauweissen  jenseits  der  Zelle  und  einer  Serie  sehr  grosser  Keilflecken  innerhalb  einer  Reihe 
illustris.  von  deutlichen  weissen  Randpunkten  der  Vflgl.  -  Bei  illustris  Btlr.  fehlen  alle  Zell-  und  Circumcellular- 
imperialis.  strigae ,  dagegen  sind  die  Stirnflecken  äusserst  entwickelt,  bei  imperialis  Moore  dagegen  vorherrschend  die 


*)  Anmerkung:  und  besonders  auch  Salpinx  leniostictos  leniogongs  Btlr. 


EUPLOEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


271 


Submarginalmakeln.  —  Bei  regalis  Moore  erscheinen  letztere  auch  auf  den  Hflgln  sehr  deutlich.  —  indigofera  regalis. 
Moore,  vermutlich  auf  ein  kleines  Exemplar  der  Regenzeit  begründet,  führt  auch  einen  weissen  (Jostaltleck  indigofera. 
der  Vflgl.  —  hamiltoni  Swinh.  ist  eine  Abweichung  mit  inkompletter  Serie  von  weissen  Submarginalmakeln  hamiltoni. 
der  Vflgl,  aber  deutlichen  Doppelreihen  weisser  Flecken  der  lltlgl.  —  augusta  Moore  ist  dunkler  blau  mit  augusta. 
geringem  Blauschiller.  —  sherwilli  Moore  eine  seltene  Form  mit  zusammengeflossenen  Subapical-  und  Trans-  sherwilli. 
cellular  mäkeln  der  Vtlgl  und  macclellandi  Moore,  ein  interessanter  Übergang  von  klugi  aus  Assam  zu  macclellandi. 
kollnri  Fldr.  von  Sikkim  mit  hellvioletten  Discalmakeln  der  Vflgl  auf  dunkelbraunem  und  mattblau  schillern¬ 
dem  Untergrund,  sehr  selten,  aus  Assam  zuerst  beschrieben,  mir  auch  aus  der  Umgebung  von  Kalkutta 
vorliegend.  —  uniformis  Moore  endlich  schliesst  sich  durch  ausfallende  Mediantlecken ,  geringen  dunkel-  uniformis. 
violetten  Anflug  der  Flügelobertläche  noch  mehr  an  kollari  Fldr.  an.  Diese  zeigt  in  der  Regel  auf  dunkel¬ 
braunem  Grunde  gar  keinen  violetten  Reflex  und  führt  sehr  grosse  weisse  Intranervalstrigae  der  Htlglober- 
seite  mit  runden,  ziemlich  gleiclimässigen  gelblichweissen  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Rp  ist  anscheinend 
noch  nicht  beschrieben,  sie  soll  aber  auf  verschiedenen  Ficus-Arten  leben  und  auf  Streblis  asper  Lom., 
einer  Urticacee.  Von  der  Südspitze  der  indischen  Halbinsel  bis  Bombay  verbreitet,  aber  nirgendwo  über 
die  Küstenstriche  hinausgehend.  Bei  Kalkutta  fliegt  sie  während  des  ganzen  Jahres  stets  in  Gesellschaft 
der  gemeinen  E.  core  Cr.  Nach  Hampson  kommt  sie  in  den  Nilgheri- Bergen  noch  bis  5000  Fuss  Höhe 
vor.  —  sinhala  Moore  ist  eine  verdunkelte  Inselform  der  vorigen,  habituell  etwas  kleiner,  Submarginal-  sinhala. 
flecken  der  Vflgl  stark  verkleinert  und  daher  isolierter  stehend,  Ad  marginalpunkte  zumeist  fehlend.  Die 
Strigae  der  Hflgl  gleichfalls  verkürzt.  Nach  Angaben  Moore’s  wurde  sinhala  bei  Galla  gefunden,  vorzugs¬ 
weise  aber  bei  Kandy,  wo  sie  bis  1000  m  hinaufgeht,  aber  immer  sehr  selten  ist.  —  crassa  Btlr.  (=  erich-  crassa. 
soni  Fldr.)  (79  c)  ist  die  hinterindische  geographische  Repräsentantin  der  Gesamtart,  die  in  der  Färbung  und 
Zeichnungsverteilung  etwas  konstanter  bleibt  als  klugi  aus  Assam ,  doch  ergeben  sich  bei  grossen  Serien 
individuelle  Verschiedenheiten,  die  zur  Aufstellung  von  Speciesnamen  Veranlassung  gaben,  die  aber  von 
ihrem  Autor  in  späteren  Jahren  selbst  als  Formen  erkannt  und  als  solche  erklärt  wurden.  Die  BuTRER'sche 
Namenstype  führt  auf  den  Vflgln  ziemlich  gleichgrosse  Submarginalmakeln,  die  in  einer  kompletten  Reihe 
bis  zum  Analwinkel  durchziehen,  das  abgebildete  Exemplar  gehört  der  Form  apicalis  Moore  an,  mit  grossen  apicalis. 
Subapicaltlecken,  die  mit  den  Admarginalpunkten  zusammenstossen.  —  masoni  Moore  wurde  in  Tenasserim  masoni. 
auf  Erhebungen  von  3 — 5000  Fuss  gefunden,  ist  eine  Regenzeitform  mit  dunkelviolett  iibergossener  Ober¬ 
fläche  der  Vflgl.  Hflgl  mit  verkleinerten  Submarginalmakeln,  sonst  wie  apicalis.  -  pembertoni  Moore  führt  pembertoni. 
ähnlich  wie  crassa  durchgehende  Submargiualfleckung  der  Vflgl,  diese  sind  aber  sehr  zurückgebildet.  Aus 
Unter-Birma  beschrieben.  —  burmeisteri  Moore  ist  vermutlich  das  Produkt  einer  extremen  Trockenzeit,  die  burmeisteri. 
Type  ist  etwas  kleiner  als  apicalis  mit  einer  Doppelserie  kleiner  gelblichweisser  Punkte  auf  allen  Flügeln. 

Aus  Saigon  beschrieben,  von  mir  in  Siam  im  Januar  und  Februar  gefangen,  crassa  ist  in  Siam  bis  zu 
300  m  Höhe  im  hügeligen  Gelände  eine  der  häufigsten  Euploeen.  Am  Ende  der  Trockenzeit,  Januar  bis 
25.  Februar  etwa,  trifft  man  nur  gleichmässig  blassbraune  Exemplare,  nur  selten  mit  unbedeutendem,  vio¬ 
lettem  Reflex  auf  der  Oberseite.  Anfang  März  aber,  gleich  nach  den  ersten  Regenschauern,  kommt  die 
erste  Generation  zum  Vorschein,  dunkelbraun  und  namentlich  an  der  Basis  veilchenblau  schillernd.  Die 
Apicalflecken  sind  von  rosaroten  bis  hellblauen  Rändern  umgeben,  die  dann  in  der  Trockenzeit,  deren 
Kommen  ich  in  Tonking  an  der  Seltenheit  der  Falter  bereits  im  August  empfand,  ausbleichen.  Nach  einer 
Angabe  Matsumura’s  (Ent.  Zeitschr. ,  Stuttgart,  7.  August  1909)  wurde  eine  der  klugi  verwandte  Euploea 
auf  Formosa  entdeckt.  —  Auf  Hainan  kommt  crassa  bestimmt  vor. 

E.  diocletianus  ist  die  einzige  bekannte  Art  mit  grauen  statt  gelben  Haarsternen  der  männlichen 
Analpinsel,  die  einen  angenehmen  Vanilleduft  ausströmen.  Die  Falter  sind  ausgezeichnet  durch  geschlecht¬ 
liche  Heterochromose,  die  bei  den  Inselrassen  in  noch  lebhafterem  Kontrast  als  bei  den  kontinentalen  Formen 
zum  Ausdruck  kommt.  Die  Falter  sind  lebhaft,  lieben  es,  ähnlich  wie  die  Trepsichrois ,  stets  unterwegs  zu 
sein,  gehen,  soweit  ich  es  beobachten  konnte,  niemals  an  feuchte  Stellen  und  sind  ausschliesslich  Blumen¬ 
besucher.  In  Siam  gewährte  ihr  Anblick  durch  die  reinweissen  Felder  der  Hflgl  einen  besonderen  Genuss, 
als  wundervoller  Gegensatz  inmitten  der  sonstigen,  ausschliesslich  dunklen  Arten.  Auf  dem  südasiatischen 
Kontinent  leben  zwei  Ortsrassen,  sonst  ist  die  Species  ausschliesslich  makromalayisch ,  ja  geht  nicht  einmal 
auf  Bali  über  und  kommt  anscheinend  selbst  nicht  mehr  auf  Bawean  vor.  In  der  vertikalen  Verbreitung 
dringt,  sie  bis  etwa  1000  m  Höhe  vor.  —  ramsayi  Moore  (81  a)  aus  Nepal  beschrieben  und  in  Sikkim  sehr  ramsayi. 
lokal  und  nur  in  den  tiefen  Aussentälern  vom  April  bis  Dezember  vorkommend,  cf  rundfliigelig,  Oberseite 
mit  dunkelblauem  Anflug  der  Distalregion  aller  Flügel.  —  diocletianus  F.  (?)  (=  rhadamanthus  F.  [cf])  diocletianus. 
differiert  von  der  vorigen  durch  namentlich  auch  beim  ?  zurücktretende  Weisszeichnung,  besonders  der  Hflgl. 

Auf  den  Vflgln  fehlt  manchmal  die  transcellulare  Weissfleckung  völlig  (despoliata  form.  nor.).  cfcf  der  Regen-  despoliata. 
zeitform  sind  grösser  als  solche,  die  ich  in  der  Trockenzeit  in  Siam  gesammelt  habe.  Von  der  Malayischen 
Halbinsel  bis  Unter-Birma,  von  Assam  bis  Annam  überall  häufig.  Exemplare  von  Sumatra  und  Singapore 
differieren  nicht  erheblich  von  Exemplaren  aus  Perak.  —  lowei  Btlr.  ist  eine  wesentlich  verdunkelte  Rasse,  lowei. 
die  in  Borneo  vorkommt;  cf  nur  mit  drei,  ?  mit  vier  weissen  Subbasalstreifen  der  Hflgl.  ?  vorherrschend 
dunkelbraun.  —  aerithus  subsp.  nov.  differiert  von  voriger  nur  durch  einen  prächtigen  dunkel  stahlblauen  aerithus. 


272 


TELLERVO.  Von  H.  Fruhstorfer 


Anflug  der  Oberseite  aller  Flügel  bei  den  22  und  durch  noch  mehr  verkürzte  und  schmälere  Intranerval¬ 
streifen  der  Hflgl  der  cf  cf,  Hflgl  der  22  mit  einer  Doppelreihe  kleiner  weisser  Submarginalmakeln.  Natuna- 
alcidice.  Inseln.  —  alcidice  Godt.  ist  eine  reizende  Zweigrasse  der  Insel  Java;  cf  kaum  von  diocletianus  verschieden, 
2  oberseits  etwas  heller  braun  als  lowei-%  Hflgl  aber  ausgedehnter  weiss  gestreift  und  stets  mit  zwei  Reihen 
weisser  Submarginalpunktflecken.  Von  der  Küste  bis  etwa  600  m  Meereshöhe  am  Rande  von  Wäldern  und 
Kaffeegärten  überall  häutig  und  das  ganze  Jahr  über  fliegend,  aber  niemals  in  Massen  auftretend.  — 
schreiben,  schreiben  Bür.  (81  c)  (=  maasseni  Weym.,  niasica  Snell. ,  niasana  Swinh.)  ist  die  am  extremsten  ausgebildete 
melanotische  Satellit-Inselform,  die  bereits  den  Eindruck  einer  distinkten  Species  erweckt.  Beide  Geschlechter 
ohne  Basalstreifung  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl.  ?  dunkelbraun  mit  sehr  schmalen  weissen,  aus  isolierten 
Flecken  bestehenden  Bändchen  am  Zellapex  und  vier  kleinen  Subapical-  und  einer  Analmakel  der  Yflgl. 
sdiildi.  Hflgl  nur  mit  drei  Subapicalfleckchen.  Insel  Nias,  sehr  selten,  namentlich  das  2.  —  schildi  subsp.  nov.,  sehr 
häufig  auf  den  Batu- Inseln,  nähert  sich  durch  verbreiterte  Weissfleckung  der  22  wieder  mehr  der  suma- 
tranischen  diocletianus.  —  Die  cf  cf  zeigen  basale  Weisstreifung  der  Vflgl  ähnlich  low  ei-  cf  cf. 

eupator.  E.  eupator  Hew.  (80a),  eine  hochaparte  Species,  ersetzt  vermutlich  diocletianus  auf  Celebes.  Im 

orneus.  Süden  der  Insel  tritt  eine  Ortsrasse  in  Erscheinung,  orneus  subsp.  nov.,  ausgezeichnet  durch  noch  mehr 
verbreiterte  weisse  Binden  auf  allen  Flügeln,  was  besonders  beim  2  auffällt,  bei  dem  auch  die  weisse  Makel 
vor  dem  Zellschluss  der  Hflgl  doppelt  so  gross  erscheint  als  bei  eupator  aus  der  Minahassa.  Auf  der  Unter¬ 
seite  aller  Flügel  sind  die  weissen  Submarginalpunkte  prominenter.  Flugzeit  November;  Umgebung  des 
Wasserfalls  von  Maros  im  Hinterland  von  Makassar. 

Unterfamilie  Palaetropinae  (=  Tellervinae  Frühst.). 

II aase  gab  dieser  gut  abgegrenzten,  nur  ein  Genus  umfassenden  Unterfamilie  den  sehr  bezeichnenden  Namen 
„  Palaeotropidae“  im  Gegensatz  zu  den  Ithomiidae  Süd- Amerikas  —  den  Neotropidae  Schatz. 

Dem  Geäder  nach  stehen  sie  tatsächlich  den  südamerikanischen  Neotropiden  am  nächsten,  doch  sind  sie 
auch  von  diesen  erheblich  differenziert  durch  die  freistehende,  bereits  nahe  der  Flügelbasis  kühn  emporgeschwungene 
Costalader  der  Hflgl,  die  genau  wie  bei  den  Acraeiden  verläuft,  was  bei  den  Neotropiden  nie  vorkommt.  Doch  hat 
Tellervo  die  breite  Zelle  und  die  rücklaufenden  Adern  mit  den  Ceratinia  gemeinsam. 

Andererseits  aber  bilden  zwei  vor  dem  Zellende  entspringende  Subcostaladern  (bei  den  Neotropiden  existiert 
deren  nur  eine)  den  deutlichsten  Anklang  an  die  Familie  der  Danaiden  und,  was  von  grosser  Wichtigkeit  ist,  zu¬ 
gleich  an  die  Satyriden. 

Die  Genitalien  aber  verraten  nicht  die  geringste  Verwandtschaft  mit  den  Danaiden,  sondern  verweisen  viel¬ 
mehr  auf  engste  Zusammengehörigkeit  mit  den  Satyriden.  Somit  bilden  die  Palaetropiden  eine  Zwischenstufe,  die 
von  den  Danaiden  zu  den  Satyriden  hinüberleitet.  Erst  die  Kenntnis  der  noch  nicht  aufgefundenen  Jugendstadien 
kann  über  die  definitive  Einordnung  entscheiden.  Vermutlich  wird  die  Rp  wie  bei  den  Ithomiinae  walzenförmig 
gestaltet  und  mit  kurzen  Warzen  besetzt,  und  die  Pp  kurz,  bauchig,  aber  wie  bei  den  Danaiden  metallisch  glänzend 
sein.  Vielleicht  lebt  die  Rp  analog  den  Ithomiidenraupen  auf  Solanum. 

Die  Genitalien  verraten  am  meisten  Beziehungen  zu  den  Satyriden,  durch  den  dreiteiligen  Uncus  und  die 
einfache  breite  Valve.  Die  sekundär  sexuellen  Merkmale  sind  gering  entwickelt,  so  fehlen  besonders  die  für  die 
Neotropiden  so  charakteristischen  Haarpinsel  der  Hflgl,  doch  führen  die  cf  cf  ein  längliches  und  breites  Feld  auf 
der  Vflgloberseite,  das  mit  modifizierten  Schuppen  besetzt  ist  und  wodurch  sie  leicht  von  den  sonst  nur  wenig  ver¬ 
schiedenen  ??  separiert  werden  können.  Auch  ist  der  Costalrand  der  Hflgl  dorsal  eingebogen. 

Der  Unterfamilie  der  Tellervinae  stehen  sämtliche  übrigen  altweltlichen  (und  einige  neuweltliche)  Danaiden 
als  „ Danainae u  gegenüber,  welcher  Name  auf  Seite  L92  über  der  Gattung  „Danaida“  eingefügt  zu  denken  ist. 

1.  Gattung':  Tellervo  Ky.  (=  Hamadryas  Bsd.). 

Tibia  und  Tarsus  beim  cd  stets  vorhanden.  Vorderftisse  aber  fadenförmig,  nicht  keulig  wie  bei  den 
Danaiden  und  von  diesen  sind  die  Tellervo  auch  durch  das  längere  Basalglied  der  Palpen  und  die  am  Hlb 
fehlenden  Haarpinsel  differenziert.  Falter  klein,  ithomien-artig,  mit  halbdurchsichtigen,  schwarz-  und  weiss¬ 
gefleckten  Flügeln  und  langen  zarten ,  allmählich  sich  zu  einer  Kolbe  verdickenden  Fühlern.  Palpen  über 
die  Stirn  hervortretend,  dicht  behaart,  mit  einem  Haarschopf  auf  dem  Mittelglied  und  kurzem  zugespitztem 
Endglied.  —  Über  die  Lebensweise  ist  nur  bekannt,  dass  sie  den  Wald  lieben  und  unregelmässig  und  träge 
fliegen.  Das  Genus  ist  vorwiegend  papuanisch,  mit  Ausläufern  nach  den  Salomonen  und  westwärts  bis  zu 
den  Molukken.  Der  allgemein  bekannte  Gattungsname  ist  präokupiert  und  muss  die  KiRBY’sche  Umtaufe 
daher  anerkannt  werden.  Der  poetische  Name  Tellervo  ist  aus  der  finnischen  Sprache  und  bedeutet  Tochter 
des  Waldgottes.  Die  Gattung  enthält  wahrscheinlich  nur  eine  Species. 

zoilus.  T.  zoilus  F.,  der  nomenklatorische  Typus,  kommt  der  abgebildeten  hiempsal  (78  e)  sein’  nahe,  doch 

fehlt  den  cf  cf  der  Regenzeit  der  basale  weisse  Zellstrich  der  Vflgl  und  das  mehr  rundliche  Discalfeld  der 
Hflgl  ist  analwärts  ausgedehnt  schwärzlich  beschuppt.  Eine  reicher  weiss  dekorierte  Trockenzeitform  ist  als 
moorei.  moorei  Mach  beschrieben  mit  fast  kreisrundem  Discus  der  Hflgl  und  durchwegs  ausgedehnterer  und  reiner 
weisser  Färbung  der  hyalinen  Stellen.  Verbreitung  nur  im  nördlichen  Queensland,  von  Cardwell  bis  zum 
antipatrus.  Cape  York.  —  antipatrus  subsp.  nov.  bewohnt  den  südlichen  Teil  von  Britisch  Neu-Guinea,  nähert  sich  der 
abgebildeten  zeplioris  (78  e),  von  der  sie  jedoch  differiert  durch  fast  doppelt  so  grosse  Apicalmakeln  der  Vflgl 


.1  h  «Jegehen  IS.  II.  1011. 


Nachträge  zu  den  Danaiden.  Von  H.  Fruhstorekr. 


27:} 


und  einem  mehr  oblongen  weissen  Feld  der  hl  11  gl.  Auch  ist.  der  schuppenlose  Querfleck  am  Apex  der  Vflglzelle 
schmäler  und  länger.  —  hiempsal  subsp.  nov.  (78 e)  bewohnt  Kaiser -Wilhelmsland.  Das?  differiert  vom  cf  hiempsal. 
durch  markantere  weisse  Fleckung  der  Vflgl,  besonders  ist  die  beim  cf  entweder  feldende  oder  nur  punkt¬ 
förmige  Makel  aus  der  Mitte  des  Costalsaumes  stets  wohl  ausgeprägt.  Neben  der  normalen  abgebildeten 
Hauptform  erscheint  eine  seltenere  Abweichung  mit  mehr  abgerundetem ,  nach  aussen  konvexem  weissem 
Discalfeld  der  Htlgl  zephoris  form.  nov.  (78  e).  Nach  Hauen  ist  hiempsal  im  lichten  Wald  gemein,  ein  zephoris. 
schlechter  und  schwacher  Flieger.  Am  häufigsten  in  den  Regenmonaten  November  und  Dezember,  dann 
wieder  von  März  bis  Juni.  Mir  ging  hiempsal  in  grosser  Menge  von  den  Strandwaldungen  bei  Friedrich- 
Wilhelmshafen  zu.  Weiter  östlich  in  Finschhafen  begegnen  wir  bereits  einer  Lokalrasse  —  vereja  subsp.  nov.  vereja. 
mit  sehr  grossen,  quadratischen,  rein  weissen  Makeln  der  Vflgl,  von  denen  die  transcellularen  beinahe 

zusammenfliessen.  -  fallax  Stgr.  (78  e),  nicht  selten  auf  der  Insel  Waigiu;  das  ?  führt  noch  grösser e  fallax. 

weisse  Vflglzeichnung,  die  Subapicalmakeln  sind  fast,  stets  verschmolzen,  der  Costalpunkt  der  Vflgl  immer 
vorhanden  und  der  Querfleck  am  Zellapex  fast  dreieckig.  meforicus  subsp.  nov.  (78  e)  ist  charakterisiert  meforicus. 
durch  ein  distal  stark  gewelltes  weisses  Mittelfeld  der  Hflgl,  in  das  wie  bei  hiero  sich  vom  Costalrand  aus 
ein  langer  schwarzer  Zahn  gegen  das  Zellende  zu  einlegt;  Insel  Mefoor.  —  mysoriensis  Stgr.  führt  kleinere  mysoriensis. 
weisse  Makeln  der  Vflgl  und  noch  tiefer  eingeschnittenes  Discalfeld  der  Htlgl ;  Insel  Mysore  in  der  Geelvink- 

bai.  —  roonensis  subsp.  nov.,  eine  weitere  sehr  ähnliche  geographische  Abzweigung  von  kleinerem  Habitus,  roonensis. 

stark  verengtem  weissem  Discus  der  Hflgl  und  trüb  glasigen  Stellen  der  Vflgl.  Insel  Roon.  —  nedusia  Hbn.  nedusia. 
kann  am  besten  mit  hiempsal  verglichen  werden,  sie  ist  jedoch  habituell  in  der  Regel  grösser,  führt  trübe 
glasige  Stellen  der  Vflgl  und  auffallend  schmale,  geradlinige  Binde  der  Hflgl.  Von  Dorey  und  Hattam, 
dem  nordwestlichen  Gestade  von  Holländisch  Neu-Guinea.  —  limetanus  subsp.  nov.  zeigt  sehr  grosse  rund-  limetanus. 
liehe,  sonst  wie  bei  nedusia  verdüsterte  hyaline  Stellen  der  Vflgl  und  ein  unregelmässig  begrenztes  und  sehr 
breites  rein  weisses  Feld  der  Hflgl.  Von  Doherty  bei  Kapaur,  Holländisch  Neu-Guinea  entdeckt.  —  nais  Guer.,  nais. 
von  den  Aru-Inseln  bekannt,  führt  fast,  kreisrunde,  grosse  milchweisse  Flecken  der  Vflgl  und  einen  konvex 
deutlich  ausgeweiteten  Discalfleck  der  Hflgl  und  einen  länglichen  Costalstrich  der  Vflloberseite.  Nach  Ribbe 
lokal,  aber  nicht  selten.  —  niveipicta  Btlr.,  eine  in  der  Grösse  hinter  nais  zurückbleibende  insulare  Rasse  niveipicta. 
mit  mehr  quadratischen  als  runden  weissen  Vflglstellen ,  die  gelegentlich  zusammenstossen.  Das  Querfeld 
der  Hflgl  distal  etwas  weniger  ausgebogen  als  bei  nais.  Nach  Ribbe  im  Walde  auf  allen  Inseln  der  Key- 
Gruppe  häufig.  —  jobinus  subsp.  nov.  ist  eine  weitere  der  nais  verwandte  Form,  aber  mit  undeutlichem  jobinus. 
Costalfleck  und  vertikaler  gerichtetem  Zellfleck  der  Vflgl  und  bindenartigem  Mittelfeld  der  Hflgl.  Der  basale 
Zellstreif  der  Vflgl  fehlt  den  efef,  erscheint  aber  auch  oberseits  bereits  wieder  beim  $.  —  sarcapus  subsp.  sarcapns. 
nov.  wird  am  besten  mit  hiempsal  verglichen.  Der  Zellstrich  bei  beiden  Geschlechtern  sehr  schwach,  die 
übrigen  weissen  Makeln  wie  bei  meforicus ,  das  Querfeld  der  Hflgl  nach  aussen ,  gegen  die  Medianadern  zu 
tief  eingeschnürt.  Fergusson  und  Iviriwina.  —  hiero  Godm.  (=  salomonis  Ribbe )  (78  e) ,  ausgezeichnet  hiero. 
durch  die  bindenartig  verschmolzenen  Transcellularflecke  der  Vflgl  und  eine  schwarze  dünne  Längsbinde, 
welche  von  der  weissen  Discalregion  der  Hflgl  ein  längliches  Partikelchen  absondert.  Heimat  die  Salomonen, 
besonders  die  Shortlands-Inseln.  —  assarica  Cr.  (78  e) ,  weitaus  die  schönste  aber  auch  seltenste  Form  der  assarica. 
Kollektivspecies.  Sie  galt  bisher  als  eigene  Art,  doch  steht  ihrer  Vereinigung  mit  zoilus  nichts  im  W7ege, 
denn  die  verschmolzene  Vflglfleckung  findet  sich  ja  auch  bei  hiero,  und  das  stark  verbreiterte  weisse  Discal- 
gebiet  der  Vflgl  ist  gleichfalls  kein  Artcharakter,  und  die  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  sowie  die  Fär¬ 
bung  des  Abdomens  stimmt  mit  den  übrigen  zoilus  -  Formen  überein.  Ceram  und  Amboina.  -  aequicincta  aequicincta. 
God.-Salv.  hat  noch  am  meisten  Anrecht,  allenfalls  als  Species  abgetrennt  zu  werden,  denn  bei  ihr  verändert 
sich  die  sonst  tiefschwarze  Grundfarbe  in  ein  mattes,  aber  noch  sehr  dunkles  Braun,  die  Duftflecken  der 
Vflgl  sind  schuppenärmer  und  daher  durchsichtiger.  Der  weisse  Discus  der  Hflgl  ist  nicht  ganz  so  rundlich 
wie  bei  lnero,  die  weissen  Submarginaltlecken  der  Hflgl  schimmern  infolge  der  lichteren  und  transparenteren 
Grundfarbe  deutlich  durch.  Neu -Pommern,  Neu -Lauenburg.  —  variegatus  Ribbe,  eine  etwas  stattlichere  variegatns. 
Lokalform  mit  noch  mehr  getrübten  Glasflecken  der  Vflgl.  Neu-Mecklenburg. 


Nachträge. 

Seite  202,  zu  Dan.  Melissa:  nephthys  subsp.  nov.  steht  der  orientalis  Semp.  von  Luzon  nahe,  ist  aber  nephthys. 
kleiner  als  Luzon-Exemplare ,  viel  heller  und  breiter  weiss  gestreift,  aber  mit  kleineren  Submarginalmakeln 
besetzt  als  Semper’s  Typen.  Sulu-Inseln,  nördlich  von  Borneo.  —  sassina  subsp.  nov.  bildet  eine  Transition  sassina. 
von  palawana  Frühst,  zu  orientalis  Semp.  und  hält  somit  etwa  die  Mitte  zwischen  Exemplaren  aus  Palawan 
und  Luzon;  relativ  gross,  breit  gelblichweiss  gestreift  und  gefleckt.  Mindoro,  Cebü,  Camiguin  de  Mindanao. 

Typen  Coli.  Semper  im  Se xcKENBER&'schen  Museum  in  Frankfurt.  pelagia  subsp.  nov.  ist  in  derselben  pelagia. 

Sammlung  von  der  Insel  Cuyo  und  noch  etwas  heller  und  breiter  weiss  gestreift  und  gefleckt  als  sassina.  - 
tibula  subsp.  nov.  von  den  Gamotes,  eine  auffallend  dunkle  Form  mit  breitem  schwarzbraunem  Randgebiet  tibula. 

IX  35 


274  Nachträge  zu  den  Danaiden.  Von  H.  Fruhstorfer. 

besonders  der  Htlgl  und  sehr  kleinen  Circumcellular-  und  Subm argin almak ein  aller  Flügel  und  entschieden 
etnona.  die  an  hyalinen  Flecken  ärmste  melissa -Rasse  der  Philippinen.  —  emona  subsp.  not.  von  der  Insel  Paragua 
nähert  sich  ebenso  wie  palawana  wieder  dem  septentrionis- Typus,  schliesst  sich  in  der  Verteilung  der  Strigae 
Valentin,  der  Htlgl  eng  an  microsticta  Btlr.  von  Borneo  an,  ist  aber  dort  etwas  heller.  —  valentia  subsp.  not .,  gleich¬ 
falls  noch  in  der  SEMPER’schen  Sammlung,  muss  als  die  grösste  Rasse  der  Philippinen  gelten  und  ist  zu¬ 
gleich  das  melanotischste  Extrem  jener  Formen,  die  sich  mehr  an  vorderindische  septentrionis  als  an  die 
mikromalayische  melissa  angliedern.  Abdomen  des  cf  oben  schwarz,  jenes  des  ¥  rotbraun.  Die  grünlichen 
Zellflecken  nahe  dem  Erlöschen,  besonders  der  Basalstreif  der  Vflglzelle  des  ?.  cf  wesentlich  dunkler  als 
palawana-d1 ,  alle  Strigae,  auch  jene  der  Subapicalregion  grünlich,  valentia  steht  nahe  der  Artberechtigung. 
suanetes.  Davao,  Mindanao.  —  suanetes  subsp.  not.  kommt  von  der  Insel  Balabac,  ähnelt  microsticta  Btlr.  von  Borneo, 
von  der  sie  durch  den  fehlenden  weisslichen  Basalstrich  der  Vflglzelle  differiert  und  kleiner  und  durchweg 
melanotischer  gefärbt  ist  als  Borneo-Exemplare.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger  am  Museum  in  Berlin. 

Seite  204,  zu  Dan.  islimoides :  Nachdem  sich  in  tumanana  Semp.  eine  choaspes- Form  auf  den  Philip¬ 
pinen  ergeben  hat,  ist  es  nicht  zu  verwundern,  dass  auch  die  celebische  islimoides  mit  Zweigrassen  dort 
auftritt.  Die  in  Frage  kommenden  neuen  geographischen  Unterarten  verteilen  sich  nach  dem  Material 
der  SEMPER’schen  und  Staud inger’ sehen  Sammlung,  wo  sie  unter  den  mefesu-Serien  verstreut  sind,  in 
trasinanus.  folgender  Weise :  trasinanus  subsp.  not.  von  ( leim,  wo  sie  neben  der  oben  beschriebenen  mefesö-Rasse  existiert, 
ist  grösser  und  weit  heller  als  Celebes-Exemplare.  Die  Medianflecken  der  Vflgl  sehr  gross,  dagegen  ist  die 
sontinus.  Gabelung  der  Hflglzelle  rudimentär  und  fehlt  bei  einem  ¥  völlig.  Type  Coli.  Semper.  —  sontinus  subsp.  nur. 

bewohnt  Mindoro  und  ist  kleiner  als  die  vorige,  mit  zierlicherer  Zeichnung  und  hellerer  Unterseite.  Type  in 
strymon.  Coli.  Staudinger.  —  strymon  subsp.  not.  endlich  ist  die  grösste  und  wie  für  Mindanao-Stücke  üblich  dunkelste 
Form  der  Philippinen,  die  sich  mehr  der  celebischen  Schwesterrasse  nähert.  Type  in  Coli.  Staudinger. 

moaria.  Seite  204,  zu  Dan.  limniaee :  moaria  subsp.  nov.  kann  die  auffallend  grosse  Formosarasse  heissen, 

die  sich  namentlich  von  südindischen  Exemplaren  durch  reduzierte  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  die  stark 
norina.  verdickte  Gabel  der  Hflglzelle  unterscheidet.  —  Als  norinia  subsp.  not.  wird  die  Hainanrasse  eingeführt,  hei 
der  infolge  ihrer  kleinen  Gestalt  die  Reduzierung  der  weisslichen  Makeln  auf  allen  Flügeln  noch  mehr  ins 
Auge  fällt. 

oxynthas.  Seite  205,  zu  Dan.  choaspes :  oxynthas  subsp.  not.  steht  der  choaspes  nahe,  zeigt  ein  rein  weisses 

Abdomen  mit  sehr  dünner,  weisser  Dorsallinie  und  differiert  von  choaspes  in  der  Hauptsache  durch  einen 
schmalen  (kaum  halb  so  breiten)  Fleck  am  Apex  der  Vflglzelle.  Sula  Mangoli.  Type  in  Coli.  Staudinger. 

choaspina,  D.  choaspina  Stgr.  i.  1.  scheint  eine  Spec.ies  zu  sein,  denn  sie  führt  einen  mehr  als  doppelt  so  breiten 

Fleck  der  Vflgl  als  oxynthas  und  ein  rein  weisses  Abdomen.  Vorkommen  neben  oxynthas  auf  Sula  Mangoli. 
Type  in  der  Sammlung  Staudinger  (Bert.  Mus.). 

caulonia.  Seite  205,  zu  Dan.  aspasia:  caulonia  subsp.  not.  Steht  der  thargalia  Frühst,  von  West-Sumatra  näher 

als  der  kheili  Stgr.  von  Nias,  hat  jedoch  mit  letzterer  die  Subapical strigae  und  den  kleineren  Habitus  gemeinsam. 
Die  hyalinen  Makeln  der  Vflgl  werden  etwas  trüber  als  bei  der  Sumatrarasse,  die  Medianflecken  stehen  nicht 
getrennt ,  sondern  sind  miteinander  vereinigt.  Die  weisse  Antemarginal-  und  Submarginalpunktierung  der 
Unterseite  ist  zierlicher,  wie  hei  Sumatranischen  thargalia.  Pulo  Teile,  der  Batu-Inselgruppe,  nahe  Südwest- 
cerilla.  Sumatra.  Als  cerilla  subsp.  nov.  wird  hier  die  Palawan-Form  abgetrennt,  die  shelforcli  Frühst,  von  Nord- Borneo 
nahe  kommt,  sich  aber  durch  die  bedeutendere  Grösse  und  die  damit  parallel  gehende  Progression  aller 
weissen  Makeln  der  Sub-  und  Antemarginalregion  leicht  unterscheidet.  Die  cf  cf  sehen  den  siamesischen 
aspasia  -  cf  cf  sehr  ähnlich,  differieren  aber  von  diesen  durch  den  zurückgebildeten  gelblichen  Anflug  der 
flymbra.  Submedianpartie  der  Vflgl.  Type  in  Coli.  Fruhstorfer.  Als  flymbra  subsp.  not.  wird  die  Inselrasse  von 
Domoran  bezeichnet,  die  von  cerilla  abweicht  durch  das  verdüsterte  Satellitinsel-Kolorit.  Das  Irdgebiet  der 
Vflgl  ist  ausgedehnter  und  dunkler  gelb  bezogen  und  die  gelben  Transcellularflecken  der  Hflgl  sind  stark 
reduziert.  Type  in  Coli.  Semper. 

meeki.  Seite  207,  hinter  Dan.  melusine:  Danaida  meeki  Sin.  von  der  Fergusson- Insel  soll  im  cf  kaum  von 

melusine  Sin.  aus  Neu-Guinea  differieren,  jedoch  einen  mehr  verlängerten  subapicalen  Glasstreifen  als  melusine 
aufweisen  und  von  Gestalt  grösser  sein.  Unterseite  dunkler  braun,  die  hellen  Binden  der  Hflgl  nicht  so 
weit  wie  bei  melusine  der  Basis  genähert  und  die  subcostalen  Streifen  gleichfalls  schlanker  gestaltet.  Nur  4 
statt  10 — 12  Submarginalpunkte. 

phormis.  Seite  208,  zu  Dan:  aglea:  phormis  Frühst.,  bisher  nur  von  Tonkin,  Anam  und  Siam  bekannt,  greift, 

auch  nach  Hainan  über,  dessen  Rasse  deutlich  geschieden  ist  von  der  grösseren  maghaba  Frühst,  von  Formosa. 

Seite  209,  zu  Dan.  luzonensis:  Nach  dem  Material  der  SEMPER’schen  Sammlung  beurteilt,  differenzieren 
simonides.  sich  die  Rassen  der  südlichen  Philippinen  doch  merklich  von  der  Namenstype  aus  Luzon.  Als  simonides  subsp. 

not.  wird  besonders  die  Palawan-Unterart  hervorgehoben,  die  wesentlich  heller  ist  und  breitere  transcellulare 
Strigae  und  grössere  submarginale  Makeln  der  Vflgl  aufweist.  ¥  auffallend  viel  grösser  als  das  cf.  Typen 
in  Coli.  Fruhstorfer. 


Nachträge  zu  den  Danaiden.  Von  H.  Fruiistoreer. 


275 


Seite  210,  zu  Dan.  banksi:  mnasippus  subsp.  nur .,  eine  stark  verdunkelte  Form,  die  von  funeralis  Wir.  mnasippus. 
aus  Nias  leicht  zu  unterscheiden  ist  durch  die  völlig  schwarze  Zelle  der  Vllgl,  in  der  nur  eine  ganz 
dünne  linienförmige  hyaline  Stelle  offen  bleibt.  Nebenher  sind  auch  alle  Strigae  und  Submarginalllecken 
stark  verschmälert  und  reduziert,  was  besonders  auf  der  Unterseite  aller  Flügel  zum  Ausdruck  kommt. 
ßatu-Inseln. 

Seite  211,  zu  Dan.  similis:  Analog  der  aspasia  caulonia  Frühst.  von  den  Batu-Inseln  sind  auch  die  siinilis- 
Repräsentanten  von  der  Nias-Schwesterform  abweichend,  um  sich  der  sumatranischen  Zweigrasse  zu  nähern, 
ditiones  subsp.  nov.  differiert  von  macrina  Frühst,  aus  West-Sumatra  durch  die  kleinere  Gestalt  und  die  infolge-  ditioncs. 
dessen  auch  zierlicheren  Streifen  und  Flecken.  Erst  beim  ?  tritt  der  Inselmelanismus  in  Erscheinung  durch- 
Ausdehnung  der  dunkelbraunen  Gebiete,  die  eine  Verengung  der  weissen  Striemen  und  Punkte  im  Gefolge  haben. 

Seite  213,  zu  Dan.  juventa:  hadrumeta  subsp.  nov.,  nach  der  SEMPER’schen  Sammlung  beurteilt,  ist  hadrumeta. 
wesentlich  dunkler  und  führt  ein  ausgedehnteres  schwarzes  Randgebiet  als  Luzon-Exemplare.  Heimat  die 
Philippinen-Inseln  Negros  und  Bohol.  tipasa  subsp.  nov.  ist  die  Rasse  von  Polillo  und  Leyte,  eine  stattliche  tipasa. 
Form,  aber  dennoch  weniger  deutlich  mit  hyalinen  Makeln  der  Vflgl  besetzt  als  Luzon-Stiicke.  Htlgl  nur 
mit  einer  Reihe  weisslicher  Submarginalpunkte. 

Seite  216,  zu  Ideopsis  gaura  Horsf .  :  Rp  nach  brieflichen  Angaben  des  Herrn  Dr.  M.  G.  Piepers  dunkel¬ 
rotbraun  mit  einem  weissen  Ring  auf  jedem  Segmentrand.  Zwei  Paar  Tentakeln  ähnlich  den  Rpn  der 
Danaida  plex  ip pus-  Gr  upp  e . 

Seite  222,  zu  Hast,  leuconoe:  Nach  der  reichen  Serie  der  Semper' sehen  Sammlung  wird  eine  weitere 
Aufteilung  der  philippinischen  Nectaria  leuconoe  empfehlenswert.  Da  ist  zunächst  zu  erwähnen  athesis  subsp.  athesis. 
nov.  von  der  dem  östlichen  Luzon,  der  Bai  von  Manila  vorgelagerten  Insel  Polillo,  als  einer  helleren  Form, 
mit  völlig  gelben  Vflgln,  deren  Apex  aber  verglichen  mit  Luzon-Exemplaren  stark  verdunkelt  erscheint. 

Auch  die  Htlgl  sind  nur  in  den  äusseren  Partien,  gegenüber  leuconoe,  aufgehellt,  gordita  subsp.  nov.  ist  die  gordita. 
distinkte  Rasse  von  Mindoro,  die  einen  Übergang  bildet  zu  obscura  Stgr.  von  Mindanao.  Die  Exemplare 
sind  aber  kleiner,  das  Gelb  satter  als  bei  athesis  und  ausgedehnter  als  hei  obscura.  Das  schwarze  Querband 
der  Vflgizelle  doppelt  so  breit  als  bei  athesis  von  Polillo.  Die  zwischen  Cebu  und  Mindanao  eingelagerte 
Insel  Bohol  beherbergt  eine  Nebenform  caesena  subsp.  nov.  von  rein  weisser  Grundfarbe,  die  Basis  aller  caesena. 
Flügel  nur  leicht  gelb  angeflogen.  Die  Vflgizelle  fast  ganz  schwarz,  durch  noch  grösseren  Mittelfleck  von 
athesis  abweichend,  dagegen  sind  die  submarginalen  Helmflecken  der  Htlgl  zierlicher.  Das  2  verrät  bereits 
Anklänge  an  obscura  Stgr.-¥  von  Mindanao  durch  eine  dicht  schwarze  Besclmppung  der  Flügeloberfläche.  - 
fregela  subsp.  nov.  ist  die  merkwürdig  aufgehellte  Zweigform  der  dem  Nordosten  von  Mindanao  vorgebauten  f regeln. 
Insel  Siargao,  22  lichter  als  obscura -22.  Auf  den  Vflgln  fehlt  das  basale  Gelb,  und  den  Hflgln  jedwede 
schwarze  Bestäubung.  —  Bei  vicetia  subsp.  nov.  ist  die  Aufhellung  noch  weiter  vorgeschritten  und  der  Über-  vicetia. 
gang  zu  godmani  Obthr.  hergestellt.  Namentlich  erscheinen  die  schwarzen  Zellmakeln  der  Vflgl  reduziert 
und  die  Transcellularstreifen  der  Vflgl  sind  rein  weiss,  nur  schmaler  und  länger  als  bei  den  übrigen 
Philippinenrassen.  Die  submarginalen  Helme  der  Htlgl  unter  sich  mehr  verbunden  als  bei  der  Polilloform. 

Heimat  die  Insel  Domoran  östlich  von  Palawan.  Typen  der  vorbeschriebenen  5  Zweigrassen  in  der  Samm¬ 
lung  Semper.  Eine  der  nigriana  Stn.  verwandte  Rasse  befindet  sich  in  der  Sammlung  Staudinger  von  der 
Sulu-Insel  Banguey.  Sie  ist  wesentlich  dunkler  als  Exemplare  von  Labuan  in  Nord-Borneo. 

Seite  223,  zu  liest,  blanchardi:  munaensis  Frühst,  wurde  im  Oktober  1909  von  Dr.  Elbert  auch  auf  der  nmnacnsis. 
grösseren,  Muna  gegenüberliegenden  Insel  Buton  gefangen.  Ein  2  meiner  Sammlung  differiert  von  phlegetou 
Frühst.  (75  c)  durch  fast  völlig  geschwärzte  Vflgl,  die  viel  grössere  Zellflecke  zeigen  und  einen  etwas  gleich- 
massiger  breiten  Distalsaum  der  Hflgl,  der  verglichen  mit  phlegetou -2  keinerlei  weisse  Keilflecken  umschliesst. 

Auch  die  Unterseite  ist  dunkler  als  jene  von  phlegetou,  ausgedehnt  schwarz  und  seidig  glänzend. 

Seite  231,  zu  Eupl.  modestci:  deriopes  subsp.  nov.  Eine  ausserordentlich  verdunkelte  Inselrasse  und  deriopes. 
habituell  soviel  grösser  als  Siam-  und  Tonkin -Exemplare  der  Kollektivart,  dass  ich  noch  im  Zweifel  bin,  ob  das 
einzige  vorliegende  2  nicht  mit  carnaralzanian  Btlr.  zu  vereinigen  sei.  Vflgl  mit  5  violetten  Subapicalmakeln, 
einem  Gostal-  und  einem  ebensolchen  Transcellularfleck,  Hflgl  mit  undeutlichen,  braun  überschatteten  Sub- 
marginalstrigae,  die  wesentlich  kleiner  und  verloschener  aussehen  als  bei  modesta-$$  verschiedener  Herkunft. 

Der  bei  allen  modesta -22  deutliche  blaue  Schiller  der  Htlgloberseite  fehlt.  Unterseite  ähnlich  den  22  von 
Siam,  nur  mit  dunkler  und  schöner  blauen  Discahnakeln  der  Vflgl  und  zurücktretenden  weissen  Submarginal¬ 
flecken  der  Hflgl.  Insel  Hainan,  anscheinend  selten,  da  sie  von  Moore,  Holland  und  Crowlet,  die  alle 
über  Hainanfalter  schrieben,  nicht  registriert  wird. 

Seite  227,  zu  Eupl.  climena:  E.  moasana  subsp.  nov.  differiert  von  Valeriana  Frühst,  durch  schmäleren  moasana. 
gelblichen  Apicalfleck  der  Vflgl  und  eine  reduzierte  weissliehe  Binde  der  Hflgl.  Insel  Moa  oder  Moas  (östlich 
von  Timor  und  Wetter). 

Seite  229,  zu  Enpl.  crameri:  jedja  subsp.  nov.  Der  pryeri  Moore  verwandt,  auch  an  singaradha  Frühst,  jedja. 
von  Bali  erinnernd,  mit  auffallend  grossen  Doppelreihen  von  weissen  Submarginalmakeln  der  Vflgl;  zunächst 
pryeri  eine  der  am  reichsten  weiss  dotierten  Formen  der  Kollektivspecies.  Banguey,  Type  in  Kolk  Staudinger. 
ebenso  wie  die  vorige,  am  Berliner  Museum. 


roduna. 

barea. 

murena. 

matilica. 

lilybaea. 

hadnunaia. 

prunosa. 


tersatica. 


lucania. 

jadiva. 

bevagna. 

nicaias. 


276  Nachträge  zu  den  Danaiden.  Von  H.  Fruhstoreer. 

Seite  231,  malayica:  roduna  subsp.  nov.  bewohnt  das  Inselchen  Banguey  der  Sulu-Gruppe  nördlich 
von  Borneo  und  ist  habituell  kleiner,  dunkler  braun  und  feinpunktiger  als  scudderi  Btlr.  von  Borneo. 

Seite  233,  zu  Eupl.  alecto :  barea  subsp.  nov.  vertritt  die  Art  im  holländischen  Neu-Guinea,  aus  Ati-Ati- 
Onin  in  der  Sammlung  Staudinger  ;  kleiner  als  nox  Btlr.  von  Aru ,  mit  stark  reduzierten  weissen  Flecken¬ 
reihen  der  Oberseite  und  besonders  kleineren  Discal-  und  Submarginalpunkten  der  Unterseite  aller  Flügel. 

Seite  235,  zu  Eupl.  funerea  Btlr.:  murena  subsp.  nov.  Erheblich  kleiner  als  funerea  Btlr.,  von  der 
sie  eine  verdunkelte  Satellit-Inselrasse  vorstellt,  mit  stark  verdüsterter  gelblicher  Submarginalbinde  der  Vflgl 
und  fast  ausfallenden  Submarginalmakeln  der  Hflgl.  Yule-Insel. 

Seite  235,  zu  Eupl.  helcita:  Durch  die  Freundlichkeit  der  Direktion  des  Senkenberg  sehen  Museums  in 
Frankfurt  a.  M.  wurden  mir  zwei  weitere  scharf  geschiedene  Inselrassen  zugänglich  und  befinden  sich  von  jeder 
der  beiden  beschriebenen  Formen  noch  mehrere  Exemplare  am  genannten  Museum,  matilica  subsp.  nov. 
übertrifft  noch  eschholtzi  Fldr.  von  den  Fidji-Inseln  durch  die  bedeutend  verbreiterten  weissen  Flecken  der 
Vflgl  und  die  grösseren  und  kompletteren  Serien  von  Subapical-  und  Anteterminalmakeln  und  Punkten.  Die 
Hflgl  führen  eine  Reihe  von  sehr  langen,  paarweise  stehenden,  proximal  spitzen  Strigae  an  den  Medianadern 
und  eine  komplette  Reihe  stattlicher  Admarginalpunkte.  Die  bei  eschholtzi  und  aglaina  unterseits  prominenten 
weisslich  violetten  Discalpunkte  fehlen  bei  dieser  und  der  nachfolgenden  Rasse  partiell.  Tahiti-Paputi ,  im 
September.  —  lilybaea  subsp.  nov.  leitet  von  eschholtzi  zu  aglaina  Frühst,  über,  die  transcellularen  weissen 
Felder  der  Vflgl  sind  mehr  gleichartig,  fast  quadratisch,  das  vordere  kürzer  als  bei  matilica ,  die  Subapical- 
lleckung  wie  bei  eschholtzi  und  die  Hflgl  wie  bei  perryi  Btlr.  mit  oben  kompletten  Doppelreihen  von  kleinen 
Submarginalpunkten.  Färbung  aller  Flecken  gelblich,  nicht  blendend  weiss  wie  bei  matilica.  Von  Tanna, 
der  Neu-Hebriden. 

Seite  236,  zu  Eupl.  amymone  Godt. :  hadrumaia  subsp.  nov.  Eine  auf  den  Htlgln  verdunkelte,  auf  den 
Vtlgln  aber  reicher  weiss  dotierte  Schwesterrasse  von  der  Insel  Hainau,  wo  sie  nicht  selten  ist.  Die  Form 
ist  besonders  charakterisiert  durch  sehr  grosse,  rein  weisse  Submarginalpunkte  der  Vflgloberseite  der  ?? 
und  zurückgebildete  Submarginalstrigae  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl. 

Seite  236:  als  prunosa  Moore ,  die  ich  der  Diagnose  Moore’s  zufolge  für  eine  Lokalform  der  godarti 
Luc.  hielt,  ist  nach  Exemplaren  der  Sammlung  Staudinger  beurteilt  eine  vikarierende  Species  oder  hoch- 
entwickelte  Regenzeitform  der  amymone.  Es  scheint ,  dass  Staudinger  den  Namen  prunosa  von  Oeberthür 
empfangen  hat,  der  seinerseits  im  Besitze  der  MoORE’schen  Type  ist.  prunosa  Stgr.  deckt  sich  zwar  keines¬ 
wegs  mit  der  Beschreibung  von  prunosa  Moore ,  aber  da  es  ohnedies  wahrscheinlich  ist,  dass  auch  prunosa 
als  Synonym  von  amymone  Godt.,  kinbergi  Wallgr.,  loryuini  Fldr.,  felderi  Btlr.  fallen  wird,  andererseits  aber 
diese  vier  Namen  sich  wahrscheinlich  auf  zwei  Species  verteilen  lassen,  wird  hier  der  Name  prunosa  im 
Sinne  Staudinger’s  so  lange  aufrecht  erhalten,  bis  ich  Gelegenheit  habe,  in  England  die  Typen  der  einzelnen 
Formen  festzulegen.  Zudem  ist  die  Sammlung  Staudinger  jedermann  zugänglich,  so  dass  leicht  Vergleiche 
angestellt  werden  können,  prunosa  differiert  von  amymone  Godt.  und  ebenso  bezeichneten  Exemplaren  der 
Sammlung  Staudinger  durch  bedeutendere  Grösse  ,  längeren  Sexualstreifen  der  Vflgl  und  das  Fehlen  der 
weissen  Ant et erminalp unkte  der  Htlglunterseite.  Hongkong  und  Süd-China.  —  Als  tersatica  subsp.  nov.  möchte 
ich  die  Vikariante  von  Hainan  bezeichnen,  gleichviel  an  welchen  Namenstypus  sie  seinerzeit  angegliedert 
werden  muss.  Sie  differiert  von  der  neben  und  mit  ihr  fliegenden  hadrumaia,  deren  nördlichere  Namens¬ 
type  auch  noch  nicht  feststeht ,  analog  der  Hongkongform  durch  bedeutenderes  Ausmass  aller  Flügel  und 
verglichen  mit  prunosa  von  Hongkong  sowie  hadrumaia  von  Hainan  durch  das  Zurüchweichen  der  Weiss¬ 
punktierung  der  Oberseite.  Namentlich  die’Htlgl  führen  oberseits  keinerlei  weisse  Punktierung  und  die  Sub- 
apicalmakeln  der  Vflgloberseite  der  ??  sind  nicht  rein  weiss,  sondern  blau  oder  violett  überhaucht.  Insel 
Hainan,  nicht  selten. 

Seite  237,  zu  Eupl.  alcathoe:  lucania  subsp.  nov.,  eine  nahe  Verwandte  von  simplex  Frühst,  aus  Nias  und 
von  dieser  die  Transition  herstellend  zu  der  westsumatranischen  vonara  Frühst.  Das  cf  ähnlich  simplex,  aber 
dennoch  mit  etwas  prägnanteren  grau  weissen  Striemen  der  Hflgloberseite.  Das  ?  kleiner  als  vonara -?,  mit 
schmäleren  und  leichthin  graubraun  überschuppten  Intranervalstreifen  der  Hflgl.  Pulo  Tello  der  Batu -Insel¬ 
gruppe  der  westsumatranischen  Küste. 

Seite  239,  zu  Eupl.  sivainsoni:  jadiva  subsp.  nov.  ist  eine  m  ela  notische  Satellit-  Inselrasse,  der  butra  Stgr. 
nahekommend,  aber  mit  zurückgebildeten  weissen  Makeln.  Balabac.  Von  donovani  Fldr.  besitzt  das  Berliner 
Museum  (Kolk  Staudinger)  ein  cf  aus  der  Minahassa,  durch  Dr.  Platen  gesammelt;  der  Fundort  Celebes 
wird  dadurch  bestätigt.  —  bevagna  subsp.  nov.  ist  der  donovani  nahe  verwandt ,  führt  aber  einen  breiteren 
Sexualstreifen  der  Vflgl ,  die  weissen  Makeln  der  Vflgl  sind  stattlicher  und  führen  eine  lebhafter  glänzende 
und  ausgedehntere  blaue  Peripherie.  Insel  Sangir. 

Seite  240,  zu  Eupl.  cliana:  nicaias  subsp.  nov.,  nach  den  in  Kollektion  Staudinger,  befindlichen  ?? 
beurteilt,  sehr  nahe  tombugensis  Frühst,  aus  Ost-Celebes,  aber  von  fahler,  brauner  Grundfarbe  und  mit  zurück- 
gebildeten  weissen  Flecken  aller  Flügel.  Insel  Bangkai. 

Seite  247,  zu  Eupl.  dufresne :  Von  dieser  Art  existieren  auf  den  Philippinen  zwei  sehr  interessante  Formen, 
die  in  der  Sammlung  Staudinger  durch  ausreichende  natürliche  Dokumente  vertreten  sind.  Auf  fast  allen 


Nachträge  zu  den  Danaiden.  Von  II.  Fruiistureer. 


277 


Philippinen  kommt  nur  eine  Stictoploea  vor,  und  zwar  in  Exemplaren,  die  der  abgebildeten  laetificu  (82  aj 
gleichen.  Auf  Mindoro  und  Mindanao  tritt  daneben  noch  eine  zweite  Stictoploea  in  Erscheinung,  deren  Enter¬ 
schiede  auch  Staudinger  und  Semper  erkannten  und  die  mit  dem  Namen  tyrianthina  belegt  wurde.  Dieser 
sogenannten  tyrianthina  fehlt  der  weisse  Subapicalfleck  der  Vtlgl  und  sie  ist  auch  kleiner  als  dufresne.  Von 
tt/rianthina  sind  diese  Exemplare  aber  erheblich  verschieden,  schon  durch  den  lebhafter  blau  schimmernden 
Anflug  der  Flügeloberfläche.  Es  ist  fast  sicher,  dass  dieser  bisher  irrtümlich  bezeichneten  Form  Artrechte 
zukommen ,  und  ich  möchte  dafür  den  Namen  praeelymnias  spec.  nov.  vorschlagen,  —  weil  sich  nämlich  pra eelym nias. 
auf  Mindanao  eine  Elymnias- Species  in  derselben  Variationsrichtung  bewegt,  und  zwar  Elymnim  beza  Ihn. 

Von  dieser  kann  die  allgemein  bekannte  Hauptform  als  ein  Analogon  der  Euploea  praeelymnias  gelten,  während 
eine  seltenere  Nebenform  sich  durch  grosse  weisse  Apicalflecke  der  Vtlgl  an  dufresne  anschliesst.  Beide 
fliegen  auf  Davao,  Ost-Mindanao,  nebeneinander,  wo  sie  Dr.  Platen  auffand. 

Seite  248,  zu  Eupl.  gloriosa :  Als  agapa  subsp.  nov.  wird  die  Rasse  der  Insel  Bangkai  eingeführt,  die  agapa. 
habituell  an  Grösse  hinter  der  nordcelebischen  Namenstype  zurückbleibt  und  durch  kleinere  Makeln  der 
Flügeloberseite  leicht  kenntlich  ist. 

Seite  252,  Euploea  mazares  Moore:  Rp  von  Dr.  Piepers  auf  Java  entdeckt,  mit  3  Paar  Tentakeln  und 
von  dunkelvioletter  Grundfärbung  und  gelben  Abdominalstreifen. 

Seite  253,  Euploea  mazares:  cabeira  subsp.  nov.,  eine  Ortsform  des  südöstlichen  Borneo  und  von  cabeira. 
ciristotelis  Moore  aus  dem  Norden  der  Insel  durch  dunkleres  und  glänzenderes  Blau  leicht  zu  unterscheiden. 

Durch  grössere  weisse  Subapicalmakeln  der  Vflgloberseite  und  durch  eine  markante  Doppelreihe  weisser 
Submarginalpunkte  der  Hflglunterseite  steht  cabeira  zudem  der  mazares  Moore  von  Java  näher  als  aristotelis 
(Type  Sammlung  Staudinger).  —  gamala  subsp.  nov.  nähert  sich  der  palawana  Frühst.,  ist  aber  habituell  gamala. 
kleiner  als  diese,  dunkler  blau  und  mit  noch  mehr  reduzierten  Subapicalpunkten  besetzt,  die  beim  ?  fast 
völlig  verschwinden.  Von  Paragua  nahe  Palawan.  Type  in  der  Sammlung  Semper. 

Seite  255,  zu  Eupl.  hopfferi :  cluilia  subsp.  nov.  bildet  einen  Übergang  von  liop  ff  er  i  Eldr.  zu  helia  Frühst,  von  cluilia. 
Banda,  ist  von  dunkelbrauner  Grundfarbe  und  führt  einen  viel  schmäleren  weisslichen  Distalsaum  aller  Flügel. 

Die  Apicalbedeckung  ist  ausgedehnter  braun  und  schneidet  tiefer  in  die  Submarginalbinde  als  bei  hopfferi 
ein,  so  dass  diese  Binde  distal .  tiefer  ausgebuchtet  erscheint.  Insel  Tjandoe  der  Ivey-Gruppe. 

Seite  262,  zu  Eupl.  neyleyana:  Diese  Rasse  der  Insel  Hainau  ist  mir  jetzt  in  Anzahl  zugegangen  und 
veranlasst  mich  deren  Variabilität,  den  Glauben  an  die  Artselbständigkeit  von  klugi  Moore  (S.  270)  aufzugeben 
und  diese  so  wohlbekannte  Assam -Euploea  einfach  als  geographische  Abzweigung  an  leucostictos  Gute/,  an¬ 
zugliedern.  coelestis  Frühst.  (83  b),  besprochen  auf  S.  262,  vermittelt  deutlich  den  Übergang  von  leucogonys 
zu  insularen  neyleyana  einerseits  und  zur  kontinentalen  klugi  andererseits.  Unter  den  klugi  meiner  Sammlung 
befinden  sich  mehrere  Exemplare,  die  kaum  von  leucogonys  getrennt  werden  können.  Auch  auf  Hainau 
treten  cfcf  auf,  denen  die  von  Holland  hervorgehobenen  keilförmigen  weiss  eingesprengten  Discal-  und  zart¬ 
blauen  Transcellularflecken  fehlen,  (leucostictina  form.  nor.),  und  in  Assam  finden  sich  ebensolche  Exemplare,  leucostictina. 
die  auch  durch  das  Fehlen  des  blauen  oder  violetten  Sexualfleckes  zwischen  der  hinteren  Mediana  und  der 
Submediana  der  Vtlgl  charakterisiert  sind.  Aber  weder  Moore  noch  Butler  haben  derlei  Stücke  erwähnt 
oder  beschrieben  und  sonderbarerweise  auch  nicht  abgebildet.  Von  den  unter  klugi  eingereihten  Abänderungen 
ist  crassa  Btlr. ,  S.  271.  auszuscheiden  und  zur  distinkten  Species  zu  erheben.  Zu  ihr  gehören  ausser  sher- 
willi,  macclelandi  und  uniformis  Moore  sämtliche  hinter  kollari  aufgeführten  Formen. 

Seite  263,  zu  Eupl.  leucostictos:  marea  subsp.  nur.  bildet  den  Übergang  von  juno  Mich,  aus  Nias  zu  phane  marea. 

Doli,  von  Engano.  Das  cf  differiert  von  phane  tatsächlich  nur  durch  den  stark  eingeschränkten  Blauschiller  der 
Hflgl,  der  kaum  über  die  Zelle  der  Hflgl  hinausgeht.  Das  ?  nähert  sich  juno-$,.  von  dem  es  eine  leicht  ver¬ 
dunkelte  Variante  vorstellt,  mit  zurückgebildeten  weissen  Kernen  der  Subapicalflecke  der  Vtlgl.  Batu-Inseln. 

Seite  264,  zu  Eupl.  viola:  Die  Beschreibung  von  leochares  ist  nach  einem  von  Kühn  auf  Saleyer 
gesammelten  Pärchen  zu  ergänzen:  Kleiner  und  dunkler  als  celebische  viola,  die  Transcellular-  und  Subapical- 
flecken  relativ  klein ,  vorherrschend  weiss  mit  blauer  Peripherie.  Unterseite  der  siidcelebischen  westwoodi 
nahestehend,  aber  kleinfleckiger. 

Seite  268,  zu  Eupl.  aegyptus:  bazares  subsp.  nov.,  eine  interessante  Rasse,  der  atossa  Pagenst.  ungemein  bazares. 
ähnlich;  Hflgl  oberseits  mit  nur  angedeuteten,  wie  von  der  Unterseite  durchschimmernden  aber  sehr  grossen 
graubraun  überpuderten  Wischflecken.  Unterseite  der  Hflgl  mit  nur  einer  Reihe  von  Submarginalmakeln 
und  zwei  subapicalen  weisslichen  Punktflecken.  Mindanao,  von  Dr.  Platen  entdeckt. 

Seite  269,  zu  Eupl.  atossa:  giva  form.  nor.  nach  einem  cf  in  Koll.  Staudinger,  das  an  tricolora  Frühst,  giva. 
von  Bawean  erinnert,  mit  drei  stattlichen  blauvioletten  Transcellularmakeln  und  ungewöhnlich  grossen, 
keilförmigen  Subapicalmakeln  der  Vtlgl.  Sumbawa. 

Seite  269,  zu  Eupl.  midamus:  aegumurus  subsp.  nov.  schliesst  sich  der  sinica  Moore  an.  von  der  aegu-  aegunuirus. 
murus  differiert  durch  die  geringere  Grösse.  Von  midamus  L.  aus  Hongkong  ist  die  neue  Inselrasse  gleichfalls 
durch  geringeres  Ausmass  aller  Flügel  differenziert  und  dann  noch  durch  die  stets  gleichbleibenden  Reihen 


278 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaiden. 


thrasetes. 

sardes. 


faesula. 


von  rein  weissen,  kaum  hallj  so  breiten  submarginalen  Intramediantleckchen  der  Hflgl.  Auch  die  weissen 
und  blauen  Flecken  der  Vflgloberseite  erscheinen  reduziert.  Insel  Hainan. 

Seite  271,  zu  Eupl.  crassu  Btlr.:  Durch  die  Ausscheidung  von  klugi  und  deren  Angliederung  an  leuco- 
stictos  Gmel.  und  die  Absonderung  von  crcissa  als  eigener  Species  unterliegen  einige  Formen  der  Umwertung. 
So  ist  kollari  Fldr.  eine  hervorragend  distinkte  geographische  Rasse  von  Süd-Indien,  die  bis  in  die  äusseren 
und  niederen  Täler  von  Sikkim  verbreitet  ist.  sinhala  Moore,  die  wohldifferenzierte  Abzweigung  der  Insel 
Ceylon,  und  ich  vermute,  dass  Bingham  eine  erffssa-Form  meint,  wenn  er  von  einer  klugi  der  Nicobaren  in 
der  »Fauna  of  India«  spricht,  macclelandi  Moore  wäre  dann  der  älteste  Name  für  die  Assam-Unterart,  die 
bereits  als  Aberration  in  Sikkim  vereinzelt  auftritt,  und  sherwilli  Moore  gehört  auch  nicht  mehr  als  Form  zu 
klugi,  sondern  ist  als  Aberration  der  crassa  aufzufassen  mit  zusammengeflossenen  Apical-  und  Subapical- 
makeln  der  Vflgl.  uuiformis  Moore  ist  als  eine  Abweichung  der  crassa  anzusehen,  mit  wesentlich  kleineren 
Submarginal-  und  Antemarginalmakeln  als  kollari  und  von  macclelandi  differenziert  durch  fehlende  Median¬ 
flecken  der  Vflgl  und  demnach  aus  der  klugi-F ormenreihe  zu  entfernen.  Die  übrigen  auf  S.  271  hinter 
kollari  aufgezählten  Formen  bleiben  unverändert. 

Seite  272,  zu  Eupl.  eupator:  thrasetes  subsp.  nov.  bewohnt  Saleyer  und  ist  kleiner  als  Süd-Celebes-Exem- 
plare,  mit  zarteren  weissen  Strigae  der  Hflgl.  Type  in  Kollektion  Staudinger,  von  H.  Kühn  entdeckt.  —  sardes 
subsp.  nov.  Grösser,  dunkler  blau  als  Celebes  -  cf  cf,  mit  einer  zweiten  Reihe  weisser  Subapicalstrigae  der 
Vflgl.  Cellular-  und  Transcellularmakeln  isolierter  stehend,  weil  kleiner  als  bei  eupator  Hew.  von  Nord-C-elebes. 

Seite  279:  Eupl.  barsine  Frühst,  ist  zweimal  vergeben,  dafür  hat  Seite  233  der  Name  faesula  zu  treten. 

Seite  279:  Eupl.  distiucta  Stgr.,  durch  Butler  präokkupiert,  in  distinctissima  noin.  nov.  zu  ändern. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  indo-australischen  Danaiden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abigar  Dan.  Esdisch.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  209.  * 
abjecta  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  299. 
abrupta  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  269. 
adorabilis  Eupl.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  309. 
adustata  Dan.  Frühst.  Soc.  Entomolog.  22,  p.  105. 
adustus  Dan.  Godm.-Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  755. 
adyte  Eupl.  Bsd.  Bull.  Entom.  Soc.  Fr.  1859,  p.  156. 
aebutia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  267. 
aegumurus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gros  -Schmett.  9,  p.  278. 
aegyptus  Dan.  Schreb.  Nov.  Spec.  Ins.,  p.  9.  * 
aegyptus  Eupl.  Btlr.  Proc  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  277. 
aelia  Eupl.  Frühst.  Bert  Entom.  Zeitschr.  1903,  p.  92. 
aenea  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  38. 
aerithus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  271. 
aesatia  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  237.  * 
aethiopina  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  347. 
aethiops  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  285. 
aequicincta  Teil.  Salv.  u.  Godm.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877, p.  142. 
affinis  Dan.  F.  Syst.  Ent.,  p.  511. 

affinoides  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  70. 
aga  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1900,  p.  8. 
agamarschana  Hest.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  351.  * 
aganor  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 
agapa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
agema  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 
aglaina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  235.  * 
aglea  Dan.  Ci.  Pap.  Exot.  4.  * 
aisa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264. 
albata  Dan.  Zink.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  15,  p.  181.  * 
albifrons  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243.  * 
albodiscalis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 
albolimbata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
alcathoe  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  178. 
alceste  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  220. 
alcidice  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  180. 
alcine  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  220.  * 
alcippoides  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  238.  * 
alecto  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  275. 
althaea  Eupl.  Setup.  Verh.  Nat.  Ver.  Hamburg  3,  p.  106. 
amarynceus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 
amantia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  257. 
amethysta  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  242.  * 
amida  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  257. 
amycus  Eupl.  Misk.  Proc.  Luin.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  1044. 


amytnone  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  179. 

anaitis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  257. 

anapina  Ich  Semp.  Reise  Philipp.  Lep.,  p.  320. 

anapis  Id.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  300. 

ancile  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  241.  * 

andamanensis  Eupl.  Atkins.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873.  p.  736.  * 

angustata  Dan.  Mooie.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  232. 

anitra  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 

anthracina  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  280.  * 

antipatrus  Teil.  Frühst.  Se'itz,  Gross-Schmett.  9,  p.  272. 

agicalis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  308. 

arachosia  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  217. 

arasa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  237. 

arbela  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  221. 

archippus  Dan.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  49. 

ardana  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  216. 

ares  Eupl.  Frühst.  Entom.  Meddel.  1904,  p.  303. 

arfakensis  Id.  Frühst.  Stett.  Zg.  59,  p.  257. 

arida  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  238. 

arikata  Dan.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  203. 

aristotelis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p  292. 

arona  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 

arrakana  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  219. 

artenice  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  168.  * 

aruna  Hest.  Frühst.  Iris  1904,  p.  133. 

asela  Eupl.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  45 

aspasia  Dan.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  15. 

assarica  Teil.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Taf.  363.  * 

assimilata  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  321.  * 

astakus  Dan.  Frnhst.  Iris  1906,  p.  169. 

astraea  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  284. 

astrifera  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266.  * 

asyllus  Eupl.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  7,  p.  92. 

athesis  liest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 

atomaria  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 

atossa  Eupl.  Pag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  49,  p.  132. 

augusta  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  306. 

aventina  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

aviena  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 

aza  Hest.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  106. 

azagra  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 

bandaensis  Eupl.  Frnhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  267.  * 
bandana  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19,  p.  36. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaiden. 


27b 


banksi  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  251. 
bangkaiensis  Eupl.  Frühst  Stett.  Zg.  60,  p.  352. 
barea  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
barsine  Eupl.  Frühst,  perl.  Ent.  Zschr.  1904,  p.  176. 
barsine  Eupl.  Frühst.  Entoin.  Meddel.  1904,  p.  301. 
basilissa  Eupl.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Taf.  266.  * 
bataviana  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883.  p.  238. 
batesi  Eupl.  Fldr.  Novara  II  Lep.,  p.  331. 
batuna  Id.  Frühst.  Entoin.  Zeitschr.  Guben  1906,  p.  98. 
batunensis  Eupl.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  177. 
baudiniana  Eupl.  Godt.  Enc.  Bleth.  9,  p.  181. 
bauermanni  Eupl.  Röb.  Iris  I,  p.  21. 
baweana  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  20,  p.  3. 
baweanica  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 
bazares  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
bazilana  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  190i),  p.  2. 
belia  Hest.  Westw.  Cabin.  Orient  Entom.,  Taf.  37.  * 
belina  Hest.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1897,  p.  312. 
belinda  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  299. 
bentenga  Dan.  Mart.  Iris  1910,  p.  22. 
bernsteini  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  319. 
besinensis  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  156. 
bevagna  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
biformis  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  37. 
binotata  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  302. 
bioculata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
biplagiata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  260. 
bipunctata  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  283. 
biseriata  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  37. 
bismarckiana  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1900,  p.  7. 
blanchardi  Hest.  Mardi.  Rev.  Zool.  1845,  p.  168. 
bonguensis  Dan.  Fruhit.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  68. 
borneensis  Dan.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  49.  * 
bowringii  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  239. 
bracara  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  217. 
brahma  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883.  p.  314. 
brandti  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  304. 
bremeri  Eupl.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  398. 
brenchleyi  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  5,  p.  357. 
brookii  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  268. 
browni  Eupl.  Salv.  u.  Godm.  Proc.  Zool.  Soc.  1877,  p.  142.  * 
bruno  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  342. 
burmeisteri  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  309. 
buruensis  Dan.  Holl.  Nov.  Zool.  7.  p.  56. 
butleri  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  290. 
butra  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  29. 

buxtoni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  265. 

cabeira  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
cadelli  Hest.  Wood-M.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  49  (2),  p.  225.  * 
caesena  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
callithoe  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  93. 
camaralzaman  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  271.  * 
carpenteri  Eupl.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  131.  * 
cassia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 
catana  Eupl.  Frühst.  Entom.  Meddel  1904,  p.  303. 
catilina  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  61. 
caulonia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
celebensis  Dan.  Stgr.  Iris  5,  p.  431.  * 
celebica  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  190. 
cerberus  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  40. 
cerilla  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
chersonesia  Hest.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  42,  p.  320. 
childreni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  272. 
chionippe  Dan.  Hbn.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 
chloe  Eupl.  Guer.  Deless.  Souv.  Ind.  II,  p.  71. 
chloris  Id.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  231. 
choaspes  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  52. 
choaspina  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  274. 
chrysea  Dan.  Doli.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  23.  * 
chrysippus  Dan.  L.  Mus.  Ulric.,  p.  263. 
circuita  Eupl.  Swinh.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  1903,  p.  499. 
citrina  Dan.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  350.  * 

Clara  Hest.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  5,  p.  469. 

claribella  Dan.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  36. 

clarippus  Dan.  Weym.  Entomol.  Nachr.  10,  p.  257. 

claudina  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  28. 

cledonia  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  68. 

cleona  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  4.  * 

climena  Eupl.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  Taf.  389.  * 

clinias  Dan.  Gr.-Sm.  u.  Ky.  Rhopal.  exot.  * 

clorinde  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  33. 

cluilia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 

coelestis  Eupl.  Frühst.  Iris  1901,  p.  335. 


coerulescens  Eupl.  Page/ist.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  17.  p.  73. 
coffea  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 
cometto  Dan.  Godm.-Salv.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  90. 
compta  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  34,  p.  300.  * 
confusa  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  283.  * 
conjuncta  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  231 
conspicua  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  49.  * 
convallaria  Eupl.  Thietne,  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  49,  p.  163. 
coracina  Eupl.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  30. 
core  Eupl  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Taf.  266.  * 
coreta  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  178. 
coriacea  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  155. 
corinna  Eupl.  Mc  Leay,  Kings  Austr.  2,  p.  4Ö2. 
cornificia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  269. 
corus  Eupl.  F.  Entom.  Syst.  III.  1,  p.  4L 
corvina  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43.  p.  186. 
costalis  Id.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  221. 
crameri  Eupl.  Luc.  Rev.  Zool.  1853,  p.  318. 
crassa  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  278. 
crassimaculata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  249. 
cratippus  Dan.  Fldr.  SB.  Acad.  Wissensch.  Blath.  Nat.  CI.  40. 
p.  449. 

cratis  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  297.  * 
crithon  Eupl.  Misk.  Proc.  Linn.  Soc  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  1042. 
crowleyi  Dan.  Jen.-Weyr,  Entomologist  1894,  p  109.  * 
crowleyi  Eupl.  Moore,  Lepid.  Indic.  1,  p.  138.  * 
cumaxa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  245. 
cuneifera  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  269. 
curtisi  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  225. 
cyllene  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  31. 

daatensis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  268. 
dameli  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  316. 
daos  Id.  Bsd.  Spec.  Gen.  I.  T.  11.  * 
darchia  Eupl.  Mc  Leay,  King’s  Austral.  2,  p.  W±.  / <b. 
dealbata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  239. 
debarbata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
decentralis  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  69. 
decia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p  267. 
decipiens  Dan.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  37. 
decipiens  Eupl.  Btlr.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  4L 
decolorata  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  207.  * 
decorata  Eupl.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  246. 
defigurata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  236. 
defigurata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 
defiguratus  Eupl.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Gub.  1908.  p.  238. 
dehaani  Eupl.  Luc.  Rev.  Zool.  1853,  p.  313. 
deheeri  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  163. 
deione  Eupl.  Westw.  Cabin.  Orient.  Entom.  * 
dejeani  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  314. 
delicia  Eupl.  Frühst  Seitz,  Gross-Schmest.  9,  p.  243.  * 
demaculata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  239. 
denticulata  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  283. 
depuiseti  Eupl.  Oberth.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879.  p.  230.  * 
depunctata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  246. 
deriopes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
despoliata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  271. 
diabolica  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  219. 
diana  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Zoc.  Lond.  1866,  p.  297.  * 
diana  Hest.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  98. 
diadema  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  263. 
diocletianus  Eupl.  F.  Ent.  Syst.  3,  1.  p.  40. 
discalis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schm.  9,  p.  246. 
distanti  Eupl.  Moore,  Ann.  Blag.  Nat.  Hist  (5)  10,  p.  453. 
distincta  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  278. 
distincta  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  30. 
distrata  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  206.  * 
ditiones  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
djampeana  Hest.  Frühst.  Stett.  Zg.  60,  p.  160. 
dodingensis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  274. 
dohertyi  Eupl.  Holl.  Novität.  Zoolog.  7,  p.  57. 
doleschalli  Eupl.  Fldr.  Wien  Ent.  Blon.  3,  p.  267.  * 
dominans  Eupl.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  236. 
domitia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  241.  * 
donata  Eupl.  Frühst  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  250.  * 
dongo  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  160. 
donia  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1897,  p.  120. 
donovani  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  343. 
donovani  Hest.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  218. 
doretta  Eupl.  Pagenst.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  47,  p.  72. 
dorippus  Dan.  Klug.  Symb.  Phys.,  Taf.  48.  * 
doryca  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  296. 
dotata  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1900,  p.  3. 
doubledayi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  337. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaiden. 


280 


dravidarum  Dan.  Frühst.  Berlin.  Eni.  Zeitschr.  1899,  p.  113. 
dromius  Eupl.  Gr.-Srn.  Novität.  Zoolog'.  2,  p.  78. 
drucei  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  290. 
druryi  Hest.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  219. 
dudgeoni  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  344. 
dürrsteini  Eupl.  Stgr.  Iris  1895,  p.  113. 
dufresne  Eupl.  God.  Enc.  JVIeth.  9.  Suppl.,  p.  815. 
duilia  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  68. 
duponcheli  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  97. 
d’urvillei  Hest.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  107.  * 

ebenina  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  301. 

eboraci  Eupl.  Gr.-Stn.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  13,  p.  498. 

ecbatana  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  254.  * 

edmondi  Dan.  Bong.  Voy.  Thet.,  Tat.  44.  * 

egregia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 

eichhorni  Eupl.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  52.  * 

electra  Hest.  Setup.  Verh.  Nat.  Ver.  Hamburg  3,  p.  106. 

eleusina  Eupl.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  Tat.  226.  * 

eleusinida  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 

eleutheria  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  241  * 

eleutho  Eupl.  Quoy.  Freyc.  Voy.,  Tat.  83.  * 

ellida  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  214. 

elwesi  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  161.  * 

elwesiana  Eupl.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  66,  p.  543.  * 

emona  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  274. 

enganensis  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  20. 

enganoensis  Hest.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p  19. 

enna  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243. 

epiphania  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  238. 

erana  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  245. 

eretria  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 

erima  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  44,  p.  284. 

erimas  Eupl.  Godtn.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  733. 

erycina  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  78. 

erynia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  261. 

eryx  Dan.  F.  Ent.  Syst.  Suppl.,  p.  423. 

esanga  Hest.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  42,  p.  316. 

eschholtzi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  345. 

ethologa  Dan.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899,  3,  p.  102. 

eucala  Eupl.  Stgr.  Iris  8,  p.  373.  * 

eucleona  Dan.  Frühst.  Jns.-Börse  1903,  p.  349. 

euclus  Eupl.  Misk.  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  1045. 

eucompta  Eupl.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  179.  * 

euctemon  Eupl.  Hew.  Exot.  Butt.  3,  Eupl.  * 

eudora  Id.  Gray.  Lep.  Ins.  Nepal ,  p.  10.  * 

eugenia  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  161. 

eugenia  Eifpl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  267.  / 

eunus  Eupl.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Bomb.  1825,  p.  374.  ,  ■ 
eupator  Eupl.  Flew.  Exot.  Butt.  2,  Eupl.  1.  * 
eurianassa  Eupl.  Ftew.  Exot.  Butt.  2,  Eupl.  1.  * 
eurydice  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  13,  p.  58. 
eurykleia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  261. 
eurypon  Eupl.  Hew.  Exot.  Butt.  II,  Euploea.  * 
euthoe  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  316. 
exprompta  Dan.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  9,  p.  164. 

fabricia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  241.  * 

fabricii  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  315. 

faisina  Eupl.  Ribbe,  Iris  1898,  p.  96. 

fallax  Teil  Stgr.  Exot.  Tagt.,  p.  54. 

faunia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  232. 

favorinus  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  220. 

felicia  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  161. 

fergussonia  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  153. 

ferruginea  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  240. 

flymbra  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 

forsteri  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  322. 

fraudulenta  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  41. 

frauenfeldi  Eupl.  Fldr.  Verh.  Zool. -bot.  Ges.  Wien  12,  p.  479. 

fregela  Eupl.  Frühst,  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 

frigida  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  293. 

fruhstorferi  Eupl.  Röb.  Entomol.  Nachr.  23,  p.  100. 

fulgurata  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  48.  * 

fuliginosus  Dan.  Hag.  Iris  7,  p.  40. 

fulvus  Dan  Ribbe.  Iris  1890,  p.  220. 

fumata  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  53. 

fumata  Hest.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1897,  p.  314. 

funeralis  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  13,  p.  58. 

funerea  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  298. 

furius  Dan.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  117. 

fuscosa  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  343. 

galacterion  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  155. 
galaecia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  213. 


gamala  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
gamelia  Eupl.  Hbn.  Sarnmlg.  Exot.  Schmett.  * 
garamantis  Dan.  Godm.-Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  210. 
garcila  Eupl.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  257. 
gardineri  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  183. 
gariata  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  203. 
garunda  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  223. 
gaura  Id.  Horsf.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.,  Taf.  6.  * 
gautama  Dan.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  43. 
gautamoides  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  55,  p.  257. 
gaza  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 
gelderi  Dan.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entom.  1891,  Taf.  14.  * 
gelderi  Eupl.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entom.  33,  p.  98. 
georgina  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  294. 
geyeri  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  338. 
gilda  Eupl.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  303. 
gilva  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  209. 
giva  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
glaphyra  Id.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  222. 
gloriola  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  56.  * 
gloriosa  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  293.  * 
goana  Dan.  Mart.  Iris  24,  p.  23. 
godarti  Eupl.  Luc.  Rev.  Zool.  1853,  p.  319. 
godmani  Hest.  Oberth.  Tr.  Ent.  Soc.  Lond.  1879,  p.  30. 
goramica  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  161. 
gordita  Hest.  Frühst  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
goria  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  292. 
gorima  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
graeffiana  Eupl.  H.-Schäff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  70.  * 
grammica  Dan.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  Taf.  11.  * 
graminifera  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  277. 
grandis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  290. 
grayi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  346. 
grynion  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  173. 
guerini  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  332. 


hadeni  Hest.  VLood-M.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  49  (2),  p.  225.  * 

hadrumaia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 

hadrumeta  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 

hamata  Dan.  Mc  Leay.  King’s  Austral.  II,  p.  451. 

hamiltoni  Eupl.  Swinh.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  269. 

hansemanni  Eupl.  Honr.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  32,  p.  248.  * 

harmonia  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  223. 

harrisi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  328. 

haruhasa  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  165. 

haworthi  Eupl.  Luc.  Rev.  Zool.  1853,  p.  317. 

hebridesia  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  610  * 

hegesippinus  Dan.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entomol.  1891,  p.  292. 

hegesippus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  Taf.  180.  * 

ljelcita  Eupl.  Bsd.  Bull.  Ent.  Soc.  Fr.  1859,  p.  156. 

helia  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  36. 

hemera  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243.  * 

hemera  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  65. 

hera  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  57. 

herbst!  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  95. 

hertha  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  62. 

hesiodus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  258. 

heurippa  Eupl.  Godtn.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  93. 

hewitsoni  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond  1866,  p.  295.  * 

hewitsoni  Id.  Kirsch,  Mitt.  Mus.  Dresden  I,  p.  114.  * 

heylaertsi  Eupl.  Moore,  Lepid.  Indic.  1,  p.  79.  * 

hiempsal  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  273.  * 

hiems  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  291. 

hiero  Teil.  Godtn.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  95. 

hippias  Eupl.  Misk.  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  1040. 

hisme  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  95. 

hismina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 

hobsoni  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  811. 

hollandi  Eupl.  Frühst.  Iris  1903,  p.  303. 

honesta  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  39. 

honrathi  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  261. 

hopei  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  328. 

hopfferi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  323.  * 

horsfieldi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  333.  * 

hortensia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 

hyacinthus  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  296.  * 

hyems  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc,  Lond.  1866,  p.  292. 

hygina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 

hypanis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  231. 

hypaspistes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  269. 

hypata  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  221. 

hypermnestra  Hest.  Westw.  Cabin.  Orient.  Ent.,  Taf.  37.  * 

hyria  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  211. 


Ausyeyebcn  14.  II ■  1911. 


2SI 


(Ji'beschreibungs-Nachweis  der  indo-auslralischen  Danaiden. 


idea  Hest.  Clerck,  Icon,  TaC.  88.  * 
illudens  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nal.  II  ist.  (5)  10,  p.  40. 
illustris  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc  Lond.  14,  p.  294. 
imitata  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  5,  p.  359. 
immaculata  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  1878,  p.  303. 
imperialis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc  Lond.  1883,  p.  307. 
impressa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
inaequalis  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  1878,  p.  302. 
inconspicua  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  1878,  p.  302. 
inconspicua  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  279. 
indicus  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  75. 
indigofera  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  306. 
indistincta  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  258. 
infantilis  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  766.  * 
infumata  Id.  Mart.  Iris  1909,  p.  161. 
ino  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  79. 
insolala  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  5,  p.  360. 
intensa  Dau.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  240. 
intermedia  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  258. 
intermedia  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  241. 
inuncta  Id.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  481. 
invitabilis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 
iphianassa  Eupl  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  287.  * 
irawada  Eupl.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  45. 
irene  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243.  * 
irma  Eupl.  Frühst.  Insekten-Börse  1903,  p.  85.  35-7  ■ 
ishma  Dan.  Btlr.  Cistul.  Entomol.  1869,  p.  2. 
ishmoides  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  232. 
ismare  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  Taf.  279.  * 
ismareola  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  172.  * 
iza  Id.  Frühst.  Stett.  Zg.  1859,  p.  258. 

jacobseni  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entorn.  34,  p.  299.  * 
jamesi  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  766.  * 
japudia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  233. 
jasonia  Hest.  Westw.  Cabin.  Orient.  Ent.,  Taf.  42.  * 
javana  Hest.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  22,  p.  65. 
jessica  Eupl.  Btlr.  Lep.  Exot.  1.  * 
jobiensis  Dan.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  1,  p.  339. 
jobinus  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
julica  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243.  * 
juno  Eupl.  Stich.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  S.  B.  1898,  p.  28. 
juventa  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  Taf.  188.  * 
juvia  Eupl.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  127. 

kadina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264. 

kadu  Eupl.  Eschsch.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  210.  * 

kalaona  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  186. 

kalinga  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  55,  p.  256. 

kallatia  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  293. 

kambera  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.,  p.  167.  * 

kanarensis  Hest.  Moore,  Lepid.  Indic.  I,  p.  21.  * 

kanariensis  Dan.  Frühst.  Stett.  Zg.  1898,  p.  412. 

kandaon  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 

kawiensis  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  70. 

keteus  Dan.  Hag.  Entomol.  Nachr.  24,  p.  194. 

keyensis  Hest.  Frühst.  Stett.  Zg.  60,  p.  161. 

kheili  Dan.  Stgr.  Exot.  Tagf.,  p.  48. 

kheili  Eupl.  Weym.  Stett.  Zg.  46,  p.  259.  * 

kinitis  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  292. 

kirbyi  Dan.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  339. 

kiriwina  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  152. 

kirschi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  293. 

klassika  Id.  Mart.  Iris  1909,  p.  156. 

klugii  Eupl.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  130. 

kochi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  288. 

kollari  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  325. 

koxinga  Eupl.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  49. 

kroeseni  Dan.  Mart.  Iris  1910,  p.  20. 

kühni  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  34,  p.  300. 

kühniana  Eupl.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  157. 

kükenthali  Dan.  Pag.  Entomol.  Nachr  22.  p.  49. 

kuroiwae  Eupl.  Matsam.  Annot.  Zool.  Japon.  9.  * 

kyllene  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  195. 

labreyi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  305. 
labuana  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883.  p.  268. 
lachrymosa  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  341. 
lacon  Eupl.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  13,  p.  499. 
lacordairei  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  321 
lamos  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  36. 
lanista  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  49,  p.  168. 
laodiceia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  240. 
lapeyrousei  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  97. 

IX 


laratensis  Dau.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  367. 
larissa  Dan.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  349. 
latifasciata  Eupl.  Weym.  Stell.  Zg.  1385,  p.  283. 
latistriga  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  241. 
latreilli  Eupl.  Kirsdi,  Mitt.  Mus.  Dresd.  1877.  p.  115. 
laurentia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 
layardi  Eupl.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  103.  * 
lazulina  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  300. 
leachi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  334. 
leaina  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entorn.  1904,  p.  73. 
ledereri  Eupl.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  397. 
leochares  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264. 
leopardus  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  52. 
lesora  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  212. 
leucippus  Dan.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  1891,  p.  292. 
leucoglene  Dan.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  347.  * 
leucogonis  Eupl.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  (2)  1,  p.  536.  * 
leucogyne  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  13,  p.  183. 
leuconoe  Hest.  Erichs.  Nov.  Acta  Ac.  Nat.  Cur.  16,  p.  283. 
leucoptera  Dan.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  163. 
leucostictina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
leucostictos  Eupl.  Grnel.  Syst.  Natur.  I.  5,  p.  2289. 
lewa  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  162.  * 
libussa  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  294. 
lilybaea  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
limbata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 
litnborgi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  823. 
limetanus  Teil.  Frühst  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
limniace  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Taf.  59.  * 
limyrus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  268. 
lingana  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  216. 
linteata  Hest.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  (2)  1,  p.  536.  * 
lirungensis  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  66. 
litoralis  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc  Beng.  60  (2),  p.  164.  * 
liza  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19,  p.  67. 
locupletior  Eupl.  Frühst.  Stett.  Zg.  60,  p.  352. 
logani  Hest.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  218. 
lombokiana  Eupl.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1903,  p.  91. 
lombokiana  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  20,  p.  3. 
longa  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  24.  * 
lonia  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  66. 
loochooana  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  250. 
lorenzo  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  5,  p.  357. 
lorzae  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  265.  * 
lotina  Dan.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  186. 
lotis  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 
lowei  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  <p*294. 
lowei  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  316. 
lucania  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
lucasi  Eupl.  Moore,  Semp.  Reise  Philipp.  V,  III  tig\  9,  lnr*  1 
lucida  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entomol.  Zeitschr.  1899,  p.  65. 
lucinda  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  345. 
luciplena  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  206. 
lugens  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  242. 
lugubris  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  342. 
lutescens  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  172.  * 
luxurians  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  193. 
luxurianta  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  259. 
luzonensis  Dan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  106. 
luzonica  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  224. 
lycoleon  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
lycosura  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  213. 
lygdamis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243. 
lygdania  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 
lykeia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
lykoatis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  244. 
lynceus  Hest.  Drury.  111.  Exot.  Ent.  II.  * 
lystra  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  244. 


maassi  Eupl.  Hag.  Entomol.  Nachr.  24,  p.  200. 
macclelandi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  308.  * 
macleari  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  542.  * 
macleayi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  320. 
macra  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  24.  * 
macrina  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  183. 
maenius  Dan.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  117. 
maghaba  Dan.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  116. 
magniplaga  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  246. 
majuma  Eupl.  Ribbe,  Soc.  Entomol.  12,  p.  172. 
makassara  Dan.  Mart.  Iris  1910,  p.  21. 
malabarica  Hest.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  f4)  20,  p.  4n. 
malaguna  Eupl,  Ribbe.  Soc.  Entom.  1898,  p.  177. 
malayica  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  297. 

36 


■282 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaiden. 


malokoni  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  20. 
malossona  Dan.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  68. 
mangoensis  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  13,  p.  191. 
mangolia  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  295. 
mangolina  Eupl.  Frühst.  Beil.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  156. 
manillana  Dan.  Mooore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  224. 
mardonia  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  27. 
marea  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
margarita  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  279. 
margherita  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  56. 
mariesis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  293. 
marosiana  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  56. 
marsdeni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  266. 
marseuli  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  313. 
martini  Eupl.  Nicev.  Journ.  Bombay  Soc.  7,  p.  555.  * 
martinus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  237. 
masina  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entomol.  Zeitschr.  1897,  p.  16. 
masoni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  823. 
matilica  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
maura  Eupl.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  32. 
mazares  Eupl.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  I,  p.  127. 
mazarina  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1905. 
meda  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  19  (1904),  p.  27. 
meeki  Dan.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  19,  p.  173. 
meforicus  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273.  * 
megaera  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  276. 
meganira  Dan.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  192. 
megaroides  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  183. 
megilla  Eupl.  Erichs.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  16,  p.  282.  * 
meizon  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  159. 
melander  Eupl.  Sm.  Novit.  Zoolog.  1894,  p.  340. 
melaneus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 
melanippus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  Tat.  127.  * 
melanoleuca  Dan.  Moore,  Proc.  Zool  Soc.  Lond.  1877,  p.  581.  * 
melanopa  Eupl.  Röb.  Iris  I,  p.  190.  * 

meldolae  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Sox.  Lond.  1883,  p.  310. 
melia  Eupl.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p  303. 
melina  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  179. 
melinda  Eupl.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  340. 
melissa  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tat.  377.  * 
melitta  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  19  (1904),  p.  27. 
melittula  Dan.  Fl.-Sdiäff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  70. 
melolo  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  160. 
melusine  Dan.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  P-  586. 
menadensis  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  229. 
menamoides  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19,  p.  67. 
menetriesi  Eupl.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  398. 
menodice  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  239. 
mentavica  Eupl.  Hag.  Entomol.  Nachr.  24,  p.  197. 
mesocala  Eupl.  Voll.  Tijd.  voor  Entom.  (2)  8,  p.  244.  * 
messala  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  217. 
messia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 
metaxa  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  214.  * 
metris  Hest.  Frühst.  Iris  1905,  p.  65. 
mevaria  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  220. 
meyeri  Eupl.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  29. 
mezentius  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  197. 
micronesia  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  19. 
microsticta  Dan  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  163. 
microsticta  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  302. 
midamus  Eupl  L  Mus.  Ulr.,  p.  251. 
mimica  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  232. 
mincia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  212. 
mindanaensis  Eupl  Setup.  Reise  Philipp.,  p.  28.  * 
minima  Eupl.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  I,  p.  346. 
minorata  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  695. 
misagenes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  233. 
misenus  Eupl.  Misk.  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  1039. 
missilia  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  222. 
mithrenes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  246. 
mnasippus  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
mniszechi  Eupl.  Fldr.  Wien  Ent.  Mon.  3,  p.  181.  * 
moaria  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274 
moasana  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
moderata  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  611. 
modesta  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  273. 
moesta  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  281.  * 
moira  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  222. 
moluccana  Eupl.  Switih.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1904,  14,  p.  417. 
molyssa  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  152. 
monaeses  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 
monilifera  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  262. 
monilis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  293. 


montana  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  329. 
moorei  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  277. 
moorei  Teil.  Macl.  Proc.  Ent.  Soc.  N.  S.  Wal.  I,  p.  53. 
morosa  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866.  p.  282.  * 
morosina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  244.  * 
morrisi  Eupl.  Hag.  Entomolog.  Nachr.  24,  p.  199. 
mulciber  Eupl.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Taf.  127.  * 
munaensis  Hest.  Frühst.  Stett.  Zg.  60,  p.  159. 
murena  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
musa  Eupl.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899,  3,  p.  103. 
musikanos  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  202.  * 
mutina  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gi'oss-Schmett.  9,  p.  204.  * 
myrsilos  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  202. 
mysolica  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  242. 
mytilene  Dan.  Btlr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  232. 

nagasena  Eupl.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  20,  p.  131. 
nais  Teil.  Guer.  Voyage  Coqu.,  Taf.  15.  * 
natunensis  Eupl.  Frühst.  Iris  14,  p.  337. 
natunensis  Hest.  Stiell.  Not.  Leyd.  Mus.  27,  p.  119. 
natunensis  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  216. 
necho  Eupl.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  1887,  p.  37. 
nedusia  Teil.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 
negleyana  Eupl.  Holl.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc  14,  p.  112.  * 
neleus  Id.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  300. 
nemertes  Eupl.  Hbn.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 
neopatra  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  210. 
nephthys  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
nepos  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  34,  p.  298.  * 
nepotina  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19C4,  p.  36. 
neptis  Eupl.  Röb  Tijdschr.  voor  Entom  34,  p.  297. 
neptunia  Dan.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  349.  * 
nera  Eupl.  Stgr.  Iris  1895,  p.  165.  * 

nesippus  Dan.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien.  12,  p.  486. 
nesis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243. 
netscheri  Eupl.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entom.  32,  p.  384.  * 
niasica  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  267. 
niasica  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  54. 
niasicus  Dan.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  348. 
nica  Eupl.  Frühst.  Bei’lin.  Entom.  Zeitschr.  49,  p.  180. 
nicaias  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
nicevillei  Eupl.  Moore,  Lepid.  Indic.  I,  p.  77.  * 
nicobarica  Dan.  Wood.-M.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1881,  2.  * 
nigra  Dan.  Mart.  Iris  1910,  p.  24. 

nigriana  Hest.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  15,  p.  456. 
nigrocostalis  Id.  Hag.  Abh.  Senckenb.  Natürf.  Ges.  1902,  p.  322. 
nike  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  65. 
nikrion  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  259.  * 
nilgiriensis  Dan.  Moore,  Lepid.  Indic.  I,  p.  65. 

*  nipalensis  Dan.  Moore,  Ann.  Mag  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  43. 
niphonica  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  249. 
nipponica  Hest.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  42,  p.  316. 
niveata  Eupl.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1875,  p.  2. 
niveipicta  Teil.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  13,  p.  191. 
nivira  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264. 
nocturna  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  9  (1904),  p.  27. 
norinia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
novarae  Eupl.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien  12,  p.  482. 
novella  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  224. 
nox  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  278. 
nubaida  Eupl.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  2,  p.  77. 
nubila  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool  Soc.  Lond.  1866,  p.  171. 
numantia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  245.  * 
nymphas  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 

oberthüri  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  167.  * 

obiana  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  67. 

obiana  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  224.  * 

obiana  Id.  Frühst.  Insekten-Börse  1903,  p.  3. 

obscura  Dan.  Capr.  Iris  19,  p.  194. 

obscura  Eupl.  Pagenst.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  47,  p.  74. 

obscura  Hest.  Stgr.  Iris  1889,  p.  26. 

obscurata  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  275. 
oceanis  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  21. 
oculata  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  302. 
odrysia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett,  9,  p.  206. 
offaka  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904.  p.  27. 
ogj  11a  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  214. 
olivacea  Eupl.  Sm.  Novität.  Zoolog.  1,  p.  343. 
opalina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266.  * 
oppia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 
ordinata  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  282. 
orestilla  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  205. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaitlen. 


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) 


orientalis  Dan.  Setup.  Reis.  Philipp.  Lep.  1886,  p.  15. 
orientis  Dan.  Doh.  Journ  Asiat.  Soc.  Beug.  60  (2),  p.  166.  * 
ornata  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1900,  p.  8. 
orneus  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  272. 
orontobates  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  236. 
orope  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolab.  Lep.,  p.  100. 
oropina  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  34,  p.  296. 
oros  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  194. 

oxyanthas  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 


pagenstecheri  Eupl.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Naturk.  49,  p.  182. 
pahakela  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  22. 
palawana  Dan.  Stgr.  Iris  1889,  p.  27. 

palawana  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  144. 

palawana  Id.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  216. 

palilia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  242.  * 

palla  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  284. 

pallata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  262. 

palmedo  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1891,  p.  162. 

panaitius  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  209. 

parallelis  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  68. 

parca  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  243. 

partita  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  119. 

parvipunctata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  257. 

paryadres  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  203. 

pasina  Eupl.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Gub.  (20),  p.  132. 

paupera  Eupl.  Stgr.  Iris  1889,  p.  31. 

pauperata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  259. 

pavettae  Eupl.  Zinck.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Gur.  15,  p.  189. 

paykullei  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  241. 

peducaea  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  238. 

pelagia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 

pelor  Eupl.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

pembertoni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  308.  * 

perakana  Id.  Frühst.  Stett.  Zg.  1859,  p.  259 

perdita  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  39. 

periphas  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  206. 

perizonia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264.  * 

perryi  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  278.  * 

persimilis  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  136. 

petilia  Dan.  Stoll.  Cram.  Pap.  Exot.  Suppl.  * 

phaenarete  Eupl.  Schall.  Naturforsch.  21,  p.  177.  * 

phaeretena  Eupl.  Kheil,  Rhop.  Nias.,  p.  16.  * 

phana  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  291. 

phane  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  20. 

pheres  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9.  p.  234. 

philene  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Taf.  375.  * 

philinna  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  26. 

philo  Dan.  Gr.-Sm.  Novit.  Zoolog.  2,  p.  77. 

philomela  Dan  Zinck.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  15,  p.  184.  * 

philozigetes  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  162. 

phlegeton  Hest.  Frühst.  Iris  1904,  p.  134.  * 

phoebadis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  252. 

phoebus  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  270. 

phokion  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1904,  p.  28. 

phormis  Dan.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  117. 

phormis  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 

phrynichus  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  203. 

phyle  Dan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  105. 

picina  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  280.  * 

pieretti  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  331. 

pietersi  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  23.  * 

pinaria  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  232.  * 

pittakus  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  196. 

plataniston  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  210. 

plexippus  Dan.  L.  Mus.  Ulr.,  p.  262. 

polfaa  Eupl.  Erichson,  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Gur.  16,  p.  282.  * 
pofymela  Eupl.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  92. 
pompilia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 
portia  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1904,  p.  177. 
praeelymnias  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  277. 
praemacaristus  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  65. 
praestabilis  Eupl  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  261. 
praxithea  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19,  p.  73. 
princesa  Hest.  Stgr.  Iris  1889,  p  26. 
privata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  260. 
progressiva  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  242.  * 
proserpina  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p  300. 
prunosa  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  280. 
pryeri  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  269. 
pseudohisma  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
pseudomelaneus  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  250. 
pseudophilene  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  196. 


publilia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  232. 
pulverulenta  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  267. 
puniila  Dan.  Bsd.  Bull.  Ent.  Soc.  Fr.  1859,  p.  156. 
pumila  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  290. 
punctaria  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 
punicea  Eupl.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  1,  p.  342. 
purpurata  Dan.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  53. 
pydna  Eupl.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  302. 
pygmaea  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  320. 
pyres  Eupl.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  1,  p.  94. 

quintia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 

radiata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
radica  Eupl.  Frühst.  Entom.  Meddel.  2,  p.  301. 
rafflesi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  314. 
rafflesina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  269. 
ramsayi  Eupl.  Moore,  Lepid.  Indic.  I,  p.  Hl-  * 
recussa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  236. 
regalis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  307. 
regina  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  319. 
reinwardti  Hest.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  218. 
relucida  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
resarta  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  241. 
rezia  Eupl.  Ky.,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  13,  p.  166. 
rhodia  Eupl.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  266. 
ribbei  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  163. 
ribbei  Id.  Röb.  Iris  1,  p.  186.  * 

rita  Dan.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Guben  1905,  p.  46. 
riukiuensis  Hest.  Holl.  Entom.  News  1893,  p.  337.  * 
roduna  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
roepstorffi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  316. 
rogeri  Eupl.  Hbn.  Zutr.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 
rolanda  Eupl.  Frühst.  Iris  1903,  p.  303. 
roonensis  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
rotundata  Dan.  Gr.-Sm.  u.  Ky.,  Rhopal.  exot.  * 
rubrica  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  167. 

rufiventris  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  144. 

sacerdos  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  366.  * 
sacerdotalis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  261. 
salabanda  Eupl.  Kirsdi,  Mitt.  Mus.  Dresden  I,  p.  116.  * 
salänator  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  36. 
salistra  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  328. 
salpingoides  Eupl.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1900.  p.  9. 
Samara  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  222. 
sambawana  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  160. 
sangira  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  69. 
sapitana  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  182. 
sarcapus  Teil.  Fiuhst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
sardes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  278. 
sassina  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
satellitica  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  67. 
saundersi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  322. 
schencki  Dan.  Koch.  Indo-austral.  Lep.  Fauna,  p.  107. 
scherzeri  Eupl.  Fldr.  Verh.  Zool. -bot.  Ges.  Wien.  12,  p.  479. 
schildi  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  272. 
schmeltzi  Eupl.  H.-Schäff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  70.  * 
schreiben  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  14.  p.  403. 
scudderi  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  297. 
scylla  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett  9,  p.  249. 
seitzi  Eupl.  Hag.  Entomol.  Nachr.  24,  p.  195. 
semicirculus  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  269. 
semperi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  314. 
septentrionis  Dan.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  11.  p.  163. 
sepulchralis  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  282.  * 
sequana  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  213. 
seraphita  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1900.  p.  4. 
servata  Eupl.  H.-Schäff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  69. 
sexguttata  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  284. 
shelfordi  Dan.  Frühst,  Entom.  Zeitschr.  Gub.  1905,  p.  46. 
sherwilli  Eupl.  Moore,  Lepid.  Indic.  1,  p.  120.  * 
similis  Dan.  L.  Mus.  Ulr.,  p.  299. 

simillima  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  310. 
simonides  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
simplex  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1904,  p.  180. 
simulatrix  Eupl.  Wood-Mas.  n.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc. 

Beng.  50  (2),  p.  229. 

singapura  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  315. 
singaradha  Eupl.  Frühst.  Ent.  Zeitschr. -S+rrt+g.  1908,  p.  238. 
singaria  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  203. 
sinhala  Eupl.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20.  p.  45. 
sinopion  Dann.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  210. 
sisamis  Eupl.  Kirsch,  Mitt.  Mus.  Dresden  I,  p.  117.  * 


284 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Danaiden. 


sita  Dan.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4,  p.  424.  * 

silah  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  291. 

smithi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  259. 

snelleni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  280. 

sobrina  Dan.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  103.  * 

sobrina  Eupl.  Röb.  Tijdschr.  voor  Entom.  1891.  p.  297. 

sobrinoides  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  37. 

solyma  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  222. 

sonia  Id.  Frühst.  Iris  1898,  p.  149. 

sontinus  Dan  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 

Sophia  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.-  315. 
sophonisbe  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  296. 
spiculifera  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  263. 
splendens  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  272. 
squalida  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  14,  p.  298. 
staintoni  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  P-  319. 
statius  Eupl.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  258. 
staudingeri  Eupl.  Kheil.  Rhop.  Nias,  p.  17.  * 
stephensi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  320. 
sticheli  Eupl.  Hag.  Entomol.  Nachr.  24,  p.  196. 
stictica  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  66. 
stolli  Eupl.  Weym.  Stett.  Zg.  1885,  p.  258. 
stolli  Hest.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883.  p.  218. 
strephon  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  199. 
strymon  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
suanetes  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 
suavissima  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1897,  p.  122. 
subcongrua  Eupl.  Röb.  Entomol.  Nachr.  23,  p.  100. 
sublucinda  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  44,  p.  284. 
subnubila  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  193. 
subpunctata  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 
sula  Hest.  Nicev.  Journ.  Bombay  Soc.  13,  p.  157. 
sulewattan  Dan.  Frühst.  Soc.  Ent.  1896,  p.  6. 
suluana  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  2Wr.~]  I 
sumatrana  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  242. 
sumbana  Eupl.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  159. 
sumbawana  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  67. 
swainsoni  Eupl.  Godt.  Enc.  Meth.  9.  Suppl.,  p.  815. 
swierstrae  Eupl.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entom.  34,  p.  339.  * 
swinhoei  Dan.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  250. 
swinhoei  Eupl.  Wall.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  358. 
Sylvester  Eupl.  F.  Ent.  Syst.  3.  1,  p.  41. 
syra  Eupl.  Frühst.  Iris  1901,  p.  336. 

szechuana  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  65. 

taimanu  Dan.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  165. 
tambora  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  70. 
tambora  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  247. 
tamis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 
tanais  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  294. 
tarnis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  248. 
taruna  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  69. 
tawaya  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  297. 
telmissus  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  195. 
tenebrosa  Eupl.  Sm.  Novit.  Zoolog.  1894,  p.  341. 
tenggerensis  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  187. 
terentilia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  245.  * 
terilus  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  208. 
terissa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  226. 
tersatica  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  276. 
thalassica  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  220. 
thargalia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  205. 
theia  Hest.  Frühst.  Iris  1903.  p.  62. 
thiemei  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  49,  p.  166. 
thrasetes  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  278. 
tibula  Dan.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 
tigrana  Dan.  Frühst.  Seitz.  Gross-Schmett.  9,  p.  206. 
timaius  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  263. 
timora  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  185. 
timorica  Dan.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat  Hist.  (5)  19,  p.  369. 
tipasa  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 
tira  Dan.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  67. 
tisais  Eupl.  Frühst.  Iris  1901,  p.  336. 
tobleri  Eupl.  Setnp.  Reise  Philipp.  V.  * 
tombugensis  Eupl.  Frühst.  Stett  Zg.  1899,  p.  150. 
tonkinensis  Eupl.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903,  11,  p.  499. 
tontoliensis  Dan.  Frühst.  Miscell.  Ent.  5,  p.  105. 
torvina  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  611. 
traducta  Eupl.  Gr.-Sm.  Novität.  Zoolog.  1,  p.  346. 


tragasa  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  211. 

transfuga  Dan.  Frühst.  Iris  19,  p.  193. 

transpectus  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  275. 

trasinanus  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 

treitschkei  Eupl.  Bsd.  Voy.  Astrolab.  Lep.,  p.  98. 

tricolora  Eupl.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Gub.  1905,  p.  46. 

trimeni  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  324. 

tristis  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  284. 

trysa  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  265. 

tulliolus  Eupl.  F.  Ent.  Syst.  3,  1,  p.  4L 

tumanana  Dan.  Semp.  Reise  Philipp.,  p.  15.  * 

turbonia  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  234. 

turneri  Dan.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  1,  p.  480. 

turneri  Eupl.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  1878,  p.  296. 

tychius  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  195. 

tyrianthina  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  319. 

tytia  Dan.  Gray,  Lep.  Ins.  Nepal.,  p.  9.  * 

tytioides  Dan.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  7,  p.  555.  * 

ulaguna  Eupl.  Ribbe,  Iris  1898,  p.  102. 
umbrosus  Dan.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Guben  1906. 
unibrunneaEupl.Su/tunGohm.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  141. 
unicolor  Eupl.  Druce,  Ent.  Month.  Mag.  (2)  1,  p.  320. 
uniformis  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p  308. 
upis  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  264. 
ursula  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist,  (o)  11.  p.  407. 
usipetes  Eupl.  Hew.  Exot.  Butt.  2,  Eupl.  * 

valentia  Dan.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  274. 

Valeriana  Eupl.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  157. 

vandeventeri  Eupl.  Forbes,  Wander.  Natural.  1885,  p.  274. 

variegatus  Teil.  Ribbe,  Soc.  Entomol.  12,  p.  162. 

varina  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  244. 

vedana  Hest.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906. 

vereja  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273. 

verhuelli  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  288. 

vermiculata  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  276. 

vestigiata  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool  Soc.  Lond.  1866,  p.  288.  * 

vicetia  Hest.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  275. 

vicina  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  337. 

vigeli  Dan.  Heyl.  Compt.  Rend  Soc.  E.  Beige  1884,  p.  XCIX. 

viola  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  295.  * 

violetta  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  242. 

virgo  Hest.  Frühst.  Iris  1903,  p.  54. 

viridis  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  38. 

virudha  Eupl.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  74. 

visaya  Eupl.  Semp.  Reise  Philipp.,  p.  27.  * 

visenda  Eupl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  367.  * 

vitrea  Id.  Blanch.  Voy.  Pol.  Sud,  p.  385.  * 

vitrina  Dan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  300. 

vitrina  Eupl.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  43,  p.  190. 

vollenhovi  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  327. 

vollenhovi  Hest.  Frühst.  Berlin.  Entom.  Zeitschr.  42,  p.  313 

vonara  Eupl.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  237. 

vorkeinus  Dan.  Röb.  Iris  1,  p.  46.  * 

vosseleri  Hest.  Frühst.  Soc.  Entomol.  18,  p.  73. 

vulgaris  Dan.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  164. 

vulgaroides  Dan.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  183. 

wallacei  Eupl.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  231. 
wallengreni  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  336. 
watsoni  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  322. 
weberi  Eupl.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883.  p.  304. 
weiskei  Dan.  Rothsdi.  Novität.  Zoolog.  8,  p.  218.  * 
werneri  Eupl.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  117. 
westwoodi  Eupl.  Fldr,  Novara  Lep.  2,  p.  316.  * 
wetterensis  Eupl.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  68. 
wetterensis  Dan.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  68. 
whitmei  Eupl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1877,  p.  349. 
wiskotti  Eupl.  Röb.  Iris  I,  p.  186.  * 
woodlarkiana  Dan.  Frühst.  Iris  1906,  p.  151. 

zanira  Dan.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  295. 

zephoris  Teil.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  273.  * 

zinckeni  Eupl.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  332. 

zodica  Eupl.  Frühst.  Ent.  Meddel.  1904,  p.  301. 

zoilus  Teil.  F.  Syst.  Entom.,  p.  480. 

zonata  Eupl.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  338. 


SATYRIDAE.  Von  H.  Fruhstorfür. 


285 


4.  Familie:  Satyridae. 

Die  Morphologie  und  Biologie  dieser  kosmopolitischen  Familie  hat  ihre  Würdigung  bereits  im 
Paläarkt enteil  (Bd.  1,  p.  79)  und  hei  der  Besprechung  der  Süd -Amerikaner  (Bd.  5,  p.  173f.)  erfahren,  so  dass 
hier  nur  einige  Eigentümlichkeiten  der  tropisch-asiatischen  Satyriden  zu  registrieren  bleiben. 

Eine  Abgrenzung  der  Satyriden  von  der  nachfolgenden  Familie  der  Amathusiiden  ist  beinahe  nicht 
möglich,  insbesondere  auf  Grund  der  Raupenform  und  der  sexuellen  Klammerorgane  ist  eine  Trennung  kaum 
durchzuführen,  und  die  HAAsn’sche  Aufstellung  der  Gruppe  der  Satyromorphen ,  auf  die  im  Paläarktenteil 
bereits  Bezug  genommen  wurde,  erhält  mit  dem  Fortschreiten  unserer  Kenntnis  immer  neue  Stützen. 

Auch  zu  den  Danaiden  sind  Beziehungen  vorhanden,  aber  mehr  in  der  Farbenverteilung  als  ana¬ 
tomische,  denn  die  Greiforgane  schliessen  sich  viel  mehr  den  Nymphaliden  an  als  den  Danaiden.  Überhaupt 
ist  das  Auftreten  von  Konvergenzerscheinungen  ein  Charakteristikum  der  Satyriden  und  die  vollendeten 
Nachäffungen  des  Genus  Elymnias,  diesem  Paradigma  der  Anhänger  der  Mimikrytheorie,  werden  immer  wieder 
unser  Erstaunen  hervorrufen. 

Entsprechend  der  versteckten  Lebensweise  der  schattenliebenden  Satyriden  besitzen  alle  wohl  aus¬ 
nahmslos  auch  schwachen  Flug  und  sie  bevorzugen  das  Unterholz,  einige  Arten  gehen  mit  der  Kulturpflanze 
der  Süd-  und  Ost -Asiaten,  dem  Reis,  andere  bevorzugen  offenes  Weideland.  Die  meisten  Species  haben 
deshalb  ein  monotones  Kolorit  und  ihre  Gewohnheit,  nach  kurzem  Flug  sich  fallen  zu  lassen  und  sogar 
schräg  zu  sitzen,  erhöht  noch  ihre  Ähnlichkeit  mit  verdorrtem  oder  moderndem  Laub.  Aber  neben  monoton 
gefärbten  Artengruppen  treffen  wir  auch  Urwaldbewohner,  die  sich  in  das  schimmernde  Blau  der  Euploeen 
hüllen  (' Coelites ,  Ptychandra),  andere  tragen  das  hyaline  Weiss  der  Hestia  und  Ideopsis  ( Zethera ,  Elymnias ), 
und  den  australischen  Species  ist  ein  eigentümliches  Ockergelb  gemeinsam,  wohl  eine  Anpassung  an  ihre 
sterile  Umgebung.  Reines  Rot  und  Grün  sind  noch  nicht  konstatiert,  dagegen  führen  mehrere  neusee¬ 
ländische  und  insulare  Species  metallglänzende  Dekorationen  auf  der  Unterseite.  Ein  häufig  wiederkehrendes 
Motiv  sind  weisse,  gelbe  oder  braune  Schrägbinden  der  Vflgl. 

Die  Klammerorgane  sind  in  der  Regel  von  einfachster  Bildung,  und  in  den  meisten  Fällen  sogar 
ohne  wesentliche  Differenzierung  bei  den  paläarktischen  und  tropischen  Genera.  Der  lange,  distal  zu¬ 
gespitzte  Uncus  führt  zwei  laterale,  leicht  aufgebogene  Spangen,  die  immer  beborstete  Valve  ist  mehr  oder 
weniger  breit,  meistens  mit  einfacher  Spitze,  nur  selten  mit  Zähnen  bewehrt.  Eine  Ausnahme  macht  nur 
das  Genus  Zethera,  dessen  Valve  dorsal  noch  einen  schlangenkopfartig  geformten  Aufsatz  trägt,  in  den  die 
Uncusspitze  einzudringen  vermag.  Jullienische  Stäbchen,  d.  h.  Bündel  verwachsener  Borsten  wie  bei  der 
europäischen  Eumenis  fagi  <=  Saiyrus  hermione)  und  alcyone  dessen  sich  bei  Asiaten  noch  nicht  nachweisen. 
Nur  hei  gewissen  Maniola  (. Epinephele )  fanden  sich  ähnliche  Stäbchen,  aber  nur  von  geringer  Ausdehnung, 
und  hei  Eumenis  ( Satyrus )  semele  von  Nord-Indien  lassen  sich  dorsale  oder  subdorsale  Büschel  feiner  Haare 
nachweisen,  entfernt  an  die  Dufthaare  der  Danaiden  gemahnend.  Am  primitivsten  sind  die  Organe  bei  den 
Melanitis  ausgebildet,  denen  die  lateralen  Spitzen  des  Uncus  fehlen  und  deren  Valve  die  einfachste  Bil¬ 
dung  zeigt. 

In  der  Entwicklung  der  sekundären  Geschlechtsmerkmale  stehen  die  indo australischen  Satyriden 
den  südamerikanischen  und  selbst  afrikanischen  nach ,  dagegen  ist  die  sexuelle  Dimorphie  und  Hetero- 
morphie  in  beinahe  beispielloser  Weise  ausgebildet.  Einige  Arten  der  Gattungen  Elymnias  und  Zethera  legen 
sogar  ihr  Familienkleid  ab,  um  sich  vollkommener  der  Färbungstendenz  der  Modelle  aus  anderen  Familien 
anzubequemen.  Dass  nun  die  Angehörigen  einer  so  schwachen  und  schmiegsamen  Familie,  wie  die  Saty¬ 
riden,  auch  in  hohem  Masse  klimatischen  Einflüssen  zugänglich  sind,  ist  nur  zu  natürlich.  Einige  Species 
der  Genera  Mycalesis  und  Ypthima  werden  durch  die  Einwirkung  der  kontrastierenden  Jahreszeiten  tatsäch¬ 
lich  bis  zur  Unkenntlichkeit  verändert,  und  es  ist  bei  weiblichen  Exemplaren  der  Trockenzeitform  fast  un¬ 
möglich,  deren  Zusammengehörigkeit  mit  ihren  cf  cf  festzustellen  oder  die  einzelnen  Arten  abzusondern. 
Viele  Satyriden  sind  lokal  auf  isolierte  Berggipfel,  einzelne  Täler  und  auch  Inseln  beschränkt.  Ubiquistische 
Species  sind  relativ  selten  und  je  weiter  nach  Osten,  desto  mehr  an  Boden  verlierend  und  wieder  in  gute 
Arten  zerfallend.  In  ihrer  vertikalen  Verbreitung  gleichen  sie  vielen  Pieriden  und  Nymphaliden .  indem  sie 
bis  zu  4000  m  hinaufgehen,  die  Danaiden,  die  kaum  2000  m  erreichen,  weit  hinter  sich  zurücklassend. 

Die  auffallendsten  und  schönsten  Arten  bevorzugen  die  Wälder  der  heissen  Tiefebene  der  Küsten¬ 
zone,  doch  nimmt  die  Artenzahl  auch  auf  Höhen  von  1000  -1500  m  kaum  ab. 

Im  allgemeinen  ist.  das  Satyridenleben  in  den  Tropen  nicht  imstande,  dem  Auge  jenes  lebensvolle 
Bild  zu  bieten,  das  sich  im  Hochsommer  auf  unseren  Wiesen  und  Waldrändern  aufrollt.  Die  relative  Armut 
der  asiatischen  Tropen  ist  zweifellos  im  Fehlen  zarterer  Gramineen  zu  suchen,  die  durch  das  berüchtigte 
Lalang-Gras,  das  ausserdem  für  die  meisten  Raupen  ungeniessbar  ist,  verdrängt  werden.  Dazu  kommt  noch, 
dass  der  tropische  Wald  keine  Gräser  auf  seinem  Grunde  duldet  und  die  Riesengraminee .  der  Bambus,  an¬ 
scheinend  nur  dem  Genus  Lethe  als  Nahrung  dient.  Da,  wo  sich  aber  in  subtropischen  Gegenden  Gras- 


nlemola. 

asterope. 

mahratta. 

annamitica. 

norma. 

inica. 

complexiva. 

ariaspa. 

arctous. 

papuana. 


286  YPTHIMA.  Von  fl.  Fruhstorfer. 

flächen  befinden,  verändert  sich  der  Zustand;  so  leben  in  Sikkim  bereits  17  Gattungen  und  75  Arten,  während 
sich  im  äquatorialen  Waldland  Sumatra  nur  10  Genera  mit  36  Species  nachweisen  lassen. 

Die  Abbildungen  sind  nach  Exemplaren  der  Sammlung  FaunsTORFER-Genf-Florissant  hergestellt,  mit 
drei  Ausnahmen,  die  das  Museum  in  Tring  freundlicherweise  zur  Verfügung  stellte.  Die  Typen  der  neuen 
Formen  sind  gleichfalls  in  der  genannten  Genfer  Sammlung,  soweit  dies  nicht  besonders  bemerkt  wurde. 


Ypthima-Gruppe. 

Kleine  zarte  Schmetterlinge  von  der  Statur  der  europäischen  Coenonympha,  mit  einer  grossen  Subapicalocelle 
der  Vflgl,  die  sich  zwischen  den  Radialen  und  der  vorderen  Mediane  ausbreitet.  Die  Unterseite  der  Falter  nie  ge¬ 
streift,  sondern  einfarbig  oder  fein  gestrichelt  oder  unregelmässig  gefleckt.  Die  Costalader  ist  stets  aufgeblasen. 


1.  Gattung:  Ypthima  Hbn. 

Nächst  M gcalesis  das  artenreichste  Genus  der  östlichen  Tropen,  zugleich  bikontinental ,  weil  sie 
nach  Afrika  übergreift,  und  über  Persien  ist  eine  indische  Species  bis  Palästina  vorgedrungen.  Auch  der 
paläarktische  Norden  von  Ost -Asien  beherbergt  einige  Arten. 

Vflgl  mit  nur  einer  Subcostale  vor  dem  Zellende  und  die  untere  Discocellulare  der  sehr  breiten 
Htlgl  mündet  in  den  Bug  der  vorderen  Mediane.  Sowohl  die  Costal-  wie  auch  die  Medianader  aufgeschwollen. 
Präcostale  der  Htlgl  kurz,  knopfförmig.  Einige  Arten  führen  einen  mattglänzenden,  ziemlich  breiten  Sexual- 
tleck  auf  den  Vflgl,  dessen  Vorhandensein  oder  Fehlen  zur  Gruppeneinteilung  benutzt  wurde;  viel  wesent¬ 
licher  ist  aber  zu  diesem  Zwecke  die  sehr  konstante  Anordnung  der  Zellen  der  Htlglunterseite.  —  Rp  nach 
Angaben  Moore’s  in  »Lepidoptera  Indica«  etwas  weniger  als  einen  englischen  Zoll  lang,  durchweg  grün, 
der  Kopf  rund,  der  Körper  gleichartig  rund,  am  fünften  Segment  etwas  dicker  werdend,  und  dann  bis  zu 
den  beiden  unbeweglichen  divergierenden  Schwanzenden  zugespitzt.  Kopf  und  Körper  mit  kleinen  feinen 
farblosen  Haaren  besetzt,  die  von  zarten  Tuberkeln  abstehen.  —  Pp  entweder  grün  oder  braun,  der  Kopf 
gerundet,  die  Flügelscheiden  etwas  erhoben  und  nach  hinten  gewinkelt,  der  Thorax  höckerig. 

Ypthima  sind  nur  wenig  abhängig  von  der  Sonne  und  erscheinen  auch  an  trüben  Tagen  in  den 
frühen  und  späten  Abendstunden.  In  verwahrlosten  Kaffeegärten  auf  dem  Plateau  von  Pengalengan  in 
West-Java  traf  ich  sie  auf  und  zwischen  dem  Unkraut  selbst  bei  Regenwetter  zu  vielen  Hunderten.  Alle 
halten  sich  niedrig  im  Grase,  setzen  sich  häufig  auf  Hahne  und  Blätter,  nicht  aber  auf  die  Erde.  Sie  be¬ 
suchen  gerne  Ixora-  und  Sambucusdolden  und  sitzen  auf  den  Blüten  sogar  mit  ausgebreiteten  Flügeln.  Auf 
Höhen  von  1500  in  sind  sie  noch  sehr  häufig  und  aus  dem  Himalaya  ist  bekannt,  dass  einige  Species  bis 
zu  8000  Fuss  hinauf  Vorkommen.  Der  Hauptsitz  der  Gattung  ist  das  subtropische  China,  sowie  ganz 
Indien.  Schon  im  makromalayischen  Gebiet  nehmen  sie  schnell  ab,  und  Sumatra  sowohl  wie  auch  Java 
beheimaten  nur  noch  5  Species;  aus  Australien  ist  nur  eine  Art  bekannt,  und  im  Bismarckarchipel  und 
den  Salomonen  fehlen  sie  bereits. 

Y.  asterope,  bereits  im  Paläarktenteil  besprochen ,  aber  an  deren  Stelle  ist  eine  auffallend  kleine 
laldus- Form  dort  abgebildet  (34  a),  dagegen  findet  sich  eine  ganze  Reihe  von  Varietäten  dieser  Art  in 
Band  XIII  auf  Taf.  28.  asterope  trägt  stets  nur  ein  Analauge  der  Htlgloberseite,  und  unterseits  ist  nur  in 
der  Regenzeitform  eine  (niemals  zwei)  Apicalocelle  vorhanden.  In  der  Trockenzeitform  alemola  Stvinh.  ver¬ 
schwinden  auch  diese,  so  dass  dann  die  Htlgl  grau  sandfarben  abgetönt  sind,  ohne  jede  Zeichnung,  ab¬ 
gesehen  von  der  ungemein  feinen  Schraffierung.  -  asterope  Klug  ist  der  nordafrikanische  und  syrische 
Zweig  der  Gesamtart.  —  Im  Himalaya,  Kulu  (Kaschmir),  also  auf  paläarktischem  Gebiet,  findet  sich  die 
kleinere  mahratta  Moore,  die  von  2000 — 6000  Fuss  Höhe  vorkommt.  —  ln  Hinterindien,  im  südlichen  Annam, 
fand  ich  eine  unterseits  rauchbraune,  gleichfalls  ungeaugte  Trockenzeitform,  annamitica  subsp.  nov.,  die  dort 
bis  ca.  1600  m  Meereshöhe  hinaufsteigt  und  auf  trockensten  grasigen  Stellen  in  grosser  Menge,  auch  während 
der  heissesten  Tageszeit,  fliegt.  —  Als  norma  Westu\  ist  eine  Abweichung  aus  China  beschrieben,  der  das 
Apicalauge  der  Vflgl  oberseits  fehlt. 

Y.  inica  H<u.  ist  eine  verwandte  Species,  deren  Type  auf  ein  Exemplar  der  Trockenzeit  basiert  ist. 
von  der  complexiva  Swinh.  eine  Augenabweichung  resp.  Interm ediatform  umschreibt.  —  Die  Regenzeitform 
ariaspa  Moore  (=  rara  Bf  Ir. ,  daedalea  Swinh.)  differiert  von  jener  der  asterope  nur  durch  ein  stattlicheres 
Apicalauge  der  Htlglunterseite.  Exemplare  der  Trockenzeitform  dürften  von  alemola  heute  aber  kaum  zu 
unterscheiden  sein.  Pundschab,  Zentral- Indien,  wo  sie  vom  Mai  bis  November  nicht  selten  ist. 

Y.  arctous  F.  (99c),  eine  weitere  primitive  Art  von  einfachster  Augenbildung,  einer  grösseren 
Apicalzelle  der  Vflgl  und  einer  kleinen,  die  manchmal  dem  Verschwinden  nahe  ist.  im  Analwinkel  der  Htlgl. 
Unterseite  rauchbraun,  mit  noch  gleiclnuässiger  vertikaler  Schraffierung  als  asterope  und  keinerlei  Spuren 
von  Längsbinden.  Australien.  —  papuana  subsp.  nov.  bleibt  in  der  Grösse  hinter  arctous  zurück  und  ist 
ober-  wie  unterseits  viel  dunkler  braun.  Nach  Hagen  am  Gras  der  Wegränder  nicht  selten,  aber  lokal. 
Flugzeit  besonders  Dezember,  März. 


YPTHIMA.  Von  H.  Fruhstorfek. 


287 

Y.  florensis  timll.  (99c)  ist  unterseits  hellgrau  und  differiert  von  arctous  durch  die  grosse,  kreis-  florensis. 
runde  Apicalocelle  der  Hflglunterseite.  Aut’  der  Oberseite  der  lltlgl  scheint  aber  das  bei  arctan*  so  deutliche 
Auge  nur  durch.  Insel  Flores. 

Y.  pusilla  spec.  nov.  (99  c  als  minuta )  ist  wohl  die  kleinste  asiatische  Species,  die  von  Rothschild;  pusilla. 
Holland,  Doherty  als  asterope  aufgefasst  wurde.  Oben  noch  etwas  heller  grau  als  florensis  und  unterseits 
leicht  zu  erkennen  an  dem  Doppelauge  der  Analregion  der  Hflgl.  Süd-Celebes,  von  der  Niederung  bis  zu 
1000  m  Höhe.  Januar,  März.  Amboina.  Der  Name  minuta  muss  fallen,  weil  durch  )'.  minuta  Matsumura 
von  Formosa  1910  präokkupiert. 

Y.  hubneri  ist  am  Kontinent  von  Süd-Asien  weit  verbreitet  und  leicht  kenntlich  an  drei  zusammen¬ 
stehenden  Augen  der  Hflglunterseite.  —  kasmira  Moore,  sehr  gut  abgebildet  im  Paläarktenteil  (34a),  ist  kasmira. 
die  nördlichste  Zweigrasse  der  Kollektivart.  jocularia  Swinh.,  eine  aparte  bleiche  Form  des  westlichen  jocularia. 
Indien  mit  leichthin  violett  angehauchtem  Analgebiet  der  Hflgloberseite,  und  honora  Moore  (=  apicalis  honora. 
Moore,  catharina  Btlr.)  umschreibt  die  Generation  der  trockenen  Periode  ohne  die  Ocellen  der  Hflglunterseite. 
hübneri  Kirby  (99  e)  ist  die  Rasse  des  östlichen  Himalaya,  wo  die  Form  als  bis  Birma  vorkommend  bekannt  hubneri. 
war.  Das  abgebildete  Exemplar  stammt  aus  Annarn,  wo  sie  in  der  Ebene  fliegt,  während  sie  in  Tonkin  bis 
etwa  3000  Fuss  hinaufgeht.  ?  ist  bleicher  grau,  oberseits  wie  baldus-^,  aber  rundflügeliger.  Ei  schön  hell¬ 
grün,  nach  4  Tagen  kriecht  die  Rp  aus,  die  bald  eine  grüne  oder  braune  Pp  ergeben,  aus  der  die  Imagos 
nach  etwa  4  Wochen  ausschlüpfen.  Nach  den  Beobachtungen  de  Niceville’s  ist  die  Entwicklung  aber  im 
November  Dezember  von  kürzerer  Dauer,  die  Pp  liefert  den  Falter  bereits  nach  12 — 18  Tagen.  Rp  ist  in 
der  Gattungsdiagnose  beschrieben. 

Y.  ceylonica  New.  (99  e)  ist  die  einzige  Species  mit  fast  ganz  weissen  Htlgln.  Das  abgebildete  ceylonica. 
Exemplar  entstammt  der  Trockenperiode  gellia  form,  nov.,  während  Hewitson  die  naturgemäss  grossaugige  gellia. 
Hauptform  der  Regenzeit  beschrieb,  deren  Zellen  unterseits  genau  wie  bei  hübneri  angeordnet  stehen  und 
fast  ebenso  gross  sind.  Früher  war  ceylonica  nur  von  der  Insel,  deren  Namen  sie  trägt,  bekannt;  man  hat 
sie  aber  jetzt  auch  im  südlichen  Indien  entdeckt,  in  einer  leichten  Variante.  Ihr  Flug  ist  kurz  und  sie  setzt 
sich  an  Strassenrändern  an  Gras  und  Unkraut.  Elwes  und  Eow.  halten  ceylonica  spezifisch  getrennt  von 
hübneri  wegen  grosser  Differenzen  des  fein  gezähnelten  Apex  der  Valve. 

Y.  jarba  ist  eine  von  I).  Martin  und  mir  gleichzeitig  entdeckte  Species,  die  di,  Niceville  in  einer 
fraglichen  Form  auch  aus  Mampur  empfangen  hat.  —  jarba  Nicev.,  nach  Exemplaren  aus  Sumatra  be-  jarba. 
schrieben,  hält  in  der  Grösse  etwa  die  Mitte  zwischen  gaugamela  (99 d)  und  eupeithes  (99 f)  und  wie  schon 
ein  Blick  auf  die  ungleich  grossen  Analocellen  zeigt  und  die  verschiedenartige  Längsstreifung,  ist  an  eine  Ver¬ 
wandtschaft  mit  baldus  oder  hübneri  nicht  zu  denken,  jarba  ist  sehr  selten  und  Dr.  Martin  hat  in  13  Jahren 
nicht  mehr  als  12  Exemplare  erbeuten  können.  In  West-Java  und  zwar  nur  im  Gebirge  von  1000  m  an 
aufwärts  ist  jarba  ersetzt  durch  eupeithes  subsp.  nov.  (99 f),  auffallend  durch  ihre  Grösse,  die  weissliche  eupeithes. 
Medianzone  der  Htlgl  und  die  stattlichen,  breit  ockergelb  umringelten  Augentlecken.  Es  existieren  auch 
Exemplare  mit  einem  apicalen  Nebenauge  der  Hflglunterseite.  ?  reichlich  ein  Drittel  grösser  als  das  cf. 

Flugzeit  April  bis  Juni,  am  Vulkan  Gede  und  dem  Plateau  von  Pengalengan,  West-Java.  gaugamela  gaugamela. 
subsp.  nov.  (99  d)  Oberseits  dunkler  braun  als  eupeithes,  führt  auf  der  Vflglunterseite  gerader  verlaufende 
Längsbinden  der  Vflgl.  Die  Hflgl  zeigen  keine  Nebenocelle,  die  Medianregion  ist  ausgedehnter  schwarz  ge¬ 
strichelt  als  bei  eupeithes  und  der  Habitus  viel  kleiner.  Ost-Java,  von  500  m  an.  Sehr  selten. 

Y.  philomela  Joli.  (99c).  Die  Synonymie  dieser  Species  ist  in  grosser  Verwirrung;  gewiss  ist  nur,  dass  philome/a. 
tabella  Marsh.,  baldus  Ehr.,  hübneri  Snell.  damit  identisch  sind,  hübneri  Kirby,  Seitz  p.  91,  ist  nicht  damit  identisch. 
philomela  kommt  in  Süd-Indien,  wo  sie  bis  3500  Fuss  aufsteigt,  in  Java  und  Sumatra  vor,  in  der  Sammlung 
Feuhstorfer  sind  auch  Exemplare  von  Perak  und  Sumbawa.  Von  hübneri  Kirby  differiert  philomela  dadurch, 
dass  im  Analwinkel  der  Hflgl  nur  2  Hauptocellen  zusammenstehen  und  nur  selten  ein  oder  zwei  punkt¬ 
förmige  Nebenaugen,  während  hübneri  drei  gleichgrosse  Analocellen  führt.  Des  weiteren  ist  die  vordere 
Ocelle  bei  hübneri  stets  isoliert ,  während  dieselbe  bei  philomela  fast  ausnahmslos  gegen  die  Gostale  zu  mit 
einem  supplementären  Äuglein  versehen  ist.  Auf  der  Oberseite  differiert  philomela  von  hübneri  durch  ein 
kleineres  Apicalauge  der  Vflgl.  —  Als  indecora  Moore  wurde  die  etwas  grössere,  mit  stattlicheren  Apical-  indecora. 
ocellen  der  Vflgl  versehene  und  auch  analwärts  oberseits  grossaugige  Rasse  des  nordwestlichen  Indien  be¬ 
schrieben.  Von  ihr  existieren  Trockenzeitexemplare  mit  dunkel  sandgrauer  Unterseite,  auf  der  vielfach  jede 
Spur  von  Augenflecken  verschwindet.  Kulu,  Kangra  (Kaschmir),  Masuri.  Die  Form  steht  auch  in  der 
Valvenbildung  der  philomela  nahe;  sie  soll  sich  aber  nach  Elwes  durch  einen  deutlichen  Sexualfleck  der 
Vflgl  von  ihr  unterscheiden.  In  der  Zuteilung  zur  Kollektivspecies  folgte  ich  hier  dein  Beispiele  Bingham’s. 

Über  philomela  herrscht  aber  kein  Zweifel;  sie  ist  äusserst  gemein  im  Osten  wie  im  Westen  der  Insel  bis  zu 
einer  Höhe  von  etwa  700  m  und  ursprünglich  aus  Java  beschrieben. 

Y.  fasciata,  eine  der  am  leichtesten  kenntlichen  Species,  von  der  nur  zwei  Abzweigungen  zu  er-  fasciata. 
wähnen  sind.  —  fasciata  New.  (99g),  aus  Borneo  beschrieben,  von  Pontianak  und  den  Natuna-Inseln  in 
meiner  Sammlung,  auffallend  durch  die  kettenförmig  aneinandergereihten,  fast  gleichgrossen  sechs  Augen 


288  YPTHIMA.  Von  H.  Fruhstorfeii. 

der  Hflgl.  Die  Oberseite  ist  dunkelbraun,  die  Apicalocelle  der  c?c?  relativ  klein,  manchmal  oblong,  jene  der 
torone.  ??  gross,  deutlich  weiss  gekernt  und  breit  gelb  umrandet.  —  torone  subsp.  nov.  differiert  durch  die  hell¬ 
graue  statt  braun  gestrichelte  Unterseite  aller  Flügel,  was  bereits  Distant  1883  konstatiert  hat.  Sehr  selten, 
Perak,  Nordost-Sumatra  und  Umgebung  von  Padang  in  West-Sumatra. 

lisandra.  Y.  lisandra  Cr.  (99 e)  ist,  obgleich  schon  1782  beschrieben,  eine  der  seltensten  und  unbekanntesten 

Arten.  Vom  cf  existieren  zwei  Formen,  die  normale,  mit  einem  kleinen  Apicalauge  der  Vflgl,  und  die 
seltenere,  abgebildete,  ohne  solches.  Auf  der  Unterseite  führt  die  oblonge  Apicalocelle  zwei  deutliche  weisse 
Kerne,  die  Hflgl  zeigen  2  apicale  und  2  subanale,  dunkler  gell»  als  bei  bctldus  geringelte  Augen,  schmäler 
geformt,  und  im  Analwinkel,  aber  weniger  nach  innen  gerückt,  steht  noch  eine  Ocelle,  niemals  zwei  wie 
bei  bald as.  Auch  ist  die  ganze  Unterseite  dunkler  braun,  gleichmässiger  und  feiner  quergestrichelt  als  bei 
baldus.  Von  mir  in  Tonkin,  Manson-Gebirge,  April-Mai  auf  ca.  1500  m  Höhe  gesammelt,  auch  von  Hongkong 
microm-  in  meiner  Kollektion.  —  micrommatus  Hoi/,  aus  Hainan  erwähnt,  ist  eine  interessante  Lokalrasse,  der 
matus.  Abbildung  nach  beurteilt,  eine  Intermediatform ,  heller  grau  als  lisandra,  mit  kleineren  Ocellen  der  Hflgl- 
minata.  Unterseite.  Die  Vflgl  führen  das  kleine  für  die  normale  lisandra  so  charakteristische  Apicalauge.  -  minuta 
Mat*.,  von  Formosa  beschrieben,  gehört  vielleicht  auch  hierzu,  wenn  sie  sich  nicht  als  eine  asterope-  oder 
Irübneri- F orm  herausstellt. 

avanta.  ,  Y.  avanta  Moore ,  eine  in  den  Sammlungen  des  Kontinents  wenig  verbreitete,  äusserst  variable 

Species,  die  fast  das  ganze  indische  Kaiserreich  von  Kaschmir  bis  Tenasserim  bewohnt  und  über  die  Siid- 
spitze  von  Indien  bis  nach  Ceylon  gelangt  ist.  Die  Namenstype  ist  auf  die  Trockenzeitform  begründet,  von 
ordinata.  der  sich  ordinata  Btlr.  der  Regensaison  nur  durch  erhebliche  Grösse  unterscheidet  und  die  stattlicheren 
Ocellen  der  Unterseite,  die  ungefähr  wie  bei  bah! ns  verteilt  stehen.  Die  Trockenzeitform  führt  ähnlich  wie 
cerealis.  baldus  zwei  braune  Längsbinden  der  Unterseite.  —  cerealis  1 fats.,  aus  der  sterilen  Zone  des  oberen  Birma 
beschrieben,  ist.  eine  wohlumgrenzte  Lokalrasse,  aus  einem  völlig  baumlosen  Distrikt  stammend,  kleiner  als 
die  Himalayaform  und  von  hellweisser  statt  schiefergrauer  Unterseite  und  fast  ohne  Längsbinde  auf  dieser. 
striata.  Oberseits  fehlen  beinahe  alle  Androconien  der  Vflgl.  —  striata  Hmps.  ist  noch  kleiner,  unterseits  gleichfalls 
weisslich,  aber  mit  deutlichen  submarginalen  braunen  Längsbinden.  Die  Schraffierung  zarter  als  bei  avanta 
und  die  gelbe  Ocellenperipherie  prägnanter.  Die  Form  der  trockenen  Jahreszeit  hat  wie  üblich  die  Augen 
stark  zurückgebildet.  Von  2 — 4000  Fuss,  in  den  Nilgheries,  die  Regenzeitform  im  August,  die  andere  im 
singala.  Dezember  und  Januar  erscheinend.  —  singala  Fldr.  (99  c)  ist  etwas  dunkler  als  avanta,  mit  leichterem 
thora.  Purpurschimmer.  Oberseite  manchmal  ohne  Augen.  —  thora  Moore  ist  die  Form  der  trockenen  Saison,  mit 
reduzierten  Ocellen  der  Hflglunterseite.  Selten  in  Ceylon,  an  langem  Gras  am  Rande  von  Kaffeegärten 
fliegend  und  auf  etwa  1000  m  Höhe  vorkommend.  Die  westchinesische  avanta ,  Bd.  1,  p.  92,  bereits  erwähnt, 
wird  gewiss  von  der  nordindischen  Rasse  differieren. 

\rjthimoides.  Y.  ypthimoides  Moore  (=  robinsoni  Dist.)  (99 d)  zählt  zu  jenen  Species,  die  das  an  endemischen 

Species  so  bevorzugte  Süd-Indien  ausschliesslich  bewohnen.  Färbung  der  Oberseite  durchweg  dunkelbraun, 
mit  einer  doppelt  gekernten,  in  der  Mitte  eingeschnürten  Apicalocelle  und  zwei  e.twas  über  punktgrossen 
Augenflecken  der  Hflgl.  Das  ?  ist  lichter  als  die  cf  cf  und  zeigt  hellere  gelbe  Augenringe  der  Vflgl.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  wird  von  einer  schwachen,  schmalen,  grauweissen  Längsbinde  durchzogen,  ypthimoides 
bevorzugt  die  Gipfel  mit  Gras  bewachsener  Berge  von  1000  bis  etwa  1500  m  Höhe. 

dienui.  Y.  chenui  Gm  fr.  (99  d),  von  der  wir  die  Trockenzeitform  abbilden,  zeigt  ein  sehr  grosses,  gleichsam 

plattgedrücktes  Apicalauge  der  Vflgl .  doppelt  blaugekernt  und  breit  schön  hellgelb  umringelt.  Hflgl  mit 
einem  oder  zwei  Punktflecken.  Die  Generation  der  nassen  Zeit  ist  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  mit  deut¬ 
lichen  Ocellen  besetzt.  Häufig  an  Felshügeln.  Man  kennt  vier  Generationen  im  Jahr  und  begegnet  ihr 
niemals  unterhalb  5000  Fuss,  sie  geht  aber  Iris  6700  Fuss  Höhe.  Fundorte  bisher  nur  die  Nilgheries  in 
Süd-Indien. 

zodia.  Y.  zodia  Btlr.  (Bd.  1,  p.  91,  34  a)  gehört  in  den  Formenkreis  nahe  cliemd.  —  albescens  Pouj.  dürfte 

albescens.  ,|je  Regenzeitform  der  zodia  vorstellen,  von  der  mir  nur  ungeaugte  Exemplare  vorliegen.  West-China. 

bolanica.  Y.  bolanica  Marsh.,  oberseits  umbrabraun,  mit  einer  ovalen,  schrägen,  doppeltgekernten  Ocelle. 

Hflgl  oberseits  mit  einem  kleinen  Auge.  Unterseite  ähnlich  jener  von  chenui ,  aber  mit  mehr  Braun  statt 
Grauschwarz  durchsetzt.  Beide  Flügel  von  einer  braunen  Längsbinde  durchzogen,  Hflgl  mit  drei  Subapical-, 
einer  Analocelle  und  einem  Nebenauge  unter  letzterer.  Aus  Beluchistan  und  von  Campbellpur.  Selten. 

affectata.  Y.  affectata  Elw.  u.  Edw.  gehört  ebenfalls  in  den  Formenkreis  von  baldus,  doch  ist  sie  grösser,  dunkler 

als  diese,  aber  trotz  der  Verschiedenheit  der  Valve  glaubt  Elwes  doch,  dass  affectata  nur  eine  Regenzeit¬ 
form  seiner  simi/is  vorstellen  könnte.  Den  cf  cf  fehlen  die  Sexualflecken.  Assam,  jedenfalls  sehr  selten. 

sobrina.  Y.  sobrina  Elw.  u.  Edw.  von  den  Karen  Hills  in  Birma  gleicht  oberseits  wie  auch  in  der  Zeichnung 

und  Färbung  der  inarshalli,  ist  also  nach  einem  Exemplar  der  Trockenzeit  aufgestellt.  Die  Form  der  Valve, 
die  verschieden  sein  soll  von  jener  der  fta/cfos-Rässen,  war  entscheidend  für  die  Aufstellung  der  bisher  noch 
seltenen  Form,  die  mir  in  natura  unbekannt  ist. 


Ausgegeben  15.  11.  1011. 


YPTHIMA.  Von  H.  Fhuhstouper. 


289 


Y.  similis  Elw.-u.Edir.  ist  eine  gleichfalls  seltene  Art,  grösser  als  die  Durchschnittsexemplare  von  simild. 
marshatti  und  ohne  den  Sexualtleck  der  Vflgl.  Ähnlich  wie  beim  ?  von  baldus  stehen  auch  bei  similis  die 
Ocellen  aller  Flügel  in  einer  helleren  Region,  die  proximal  durch  eine  dunkle  Binde  abgegrenzt  wird.  Unter¬ 
seite  analog  baldus ,  doch  ist  die  Sprenkelung  zierlicher  und  die  subbasale  dunkle  Binde  fehlt.  Die  Valve 
scharf  von  jener  der  vorigen  Species  und  von  baldus  differenziert.  Karen- Hills,  nördlich  von  Tungo  in 
Tenasserim,  aus  ca.  4 — 5000  Fuss  Höhe,  von  W.  Dohfrty  entdeckt. 

Y.  baldus  F.  produziert  zwei  sehr  verschiedene  Saisonformen,  davon  ist  jene  der  Trockenzeit,  baldus. 
marshalli  Btlr.,  auf  99  d  (jene  der  Regenperiode  bereits  im  Paläarktenteil  34  b)  abgebildet.  Auf  der  Ober-  marshalli. 
seife  sind  beide  gleich,  unterseits  wechselt  die  Breite  der  braungrauen  Längsbinde,  und  es  existieren  alle 
Nuancen  von  grossaugigen  Exemplaren  bis  zu  solchen  ohne  Spur  von  Ocellen.  Manchmal  sind  statt  letzteren 
Silber-  oder  nur  schwarze  Pünktchen  vorhanden,  marshalli  traf  ich  häufig  in  der  regenlosen  Periode  vom 
Dezember  bis  Februar  im  südlichen  Annam,  während  mir  baldus  aus  Tonkin,  von  Juni  bis  August  gefangen, 
in  Menge  vorliegt.  Verbreitung:  ganz  Vorder-  und  Hinterindien,  auch  von  Hainan  in  meiner  Sammlung, 
wo  die  bei  Tonkinexemplaren  bereits  einsetzende  Verdunklung  deutlicher  bemerklich  wird,  so  dass  Hainan- 
Exemplare  als  gallienus  subsp.  nov.  bezeichnet  werden  können.  Die  Unterseite  führt  breitere,  dunkler  braune  gallienus. 
Längsbinden  und  kleinere,  ausgedehnter  braun  umringelte  Ocellen.  Von  baldus  ist  die  Rp  bekannt,  die  auf 
Reis  lebt,  von  rötlich  ockergelber  Färbung  mit  undeutlicher  dunkler  Dorsallinie  und  ungefähr  acht  kleinen 
subdorsalen  schrägen  Streifen.  Pp  entweder  dunkel  ockergelb  oder  braun  oder  blassgrau  und  braun  ge¬ 
fleckt.  —  scota  subsp.  nov.  ist  eine  melanotische  Inselrasse  mit  dunkelbrauner,  rotbraun  gefleckter  Unterseite  scota. 
und  sehr  breiter  Submarginallinie  der  Vflgl.  Nicht  häufig,  Februar,  März.  Hongkong.  —  Bei  ishigakina  ishigakina. 
Frühst.  (99  e)  kommt  der  Inselmelanismus  noch  deulieher  zum  Ausdruck,  und  damit  geht  parallel  ein  Zurück¬ 
bleiben  in  der  Grösse.  Auch  die  Oberseite  ist  dunkler  braun  als  bei  baldus ,  die  Ocellenperipherie  weniger 
hell  und  die  bleiche  graue  Submarginalzone  fehlt  selbst  bei  den  ??.  Die  Strichelung  der  Unterseite  ist  feiner 
verteilt  und  satter  braunrot.  Ausser  der  abgebildeten  Intermediat-  existiert  auch  eine  extreme  Trockenzeit¬ 
form,  zodina  form,  nov.,  analog  der  marshalli ,  aber  kleiner  als  diese  und  mit  dunkel  schwarzgrauer  Grund-  zodina. 
färbung.  Formosa,  Ishigaki  (Japan),  nicht  selten.  Im  makromalayischen  Gebiet  verteilt  sich  baldus  auf  vier 
Rassen:  newboldi  Bist.,  eine  beiderseits  verdunkelte  Form  mit  reduzierten  Ocellen,  besonders  der  Hflgl.  Die  newboldi. 
Schrägstreifen  der  Unterseite  sind  zarter,  dünner,  die  Querstrichelung  mehr  schwärzlich  als  braun.  Von 
Distant  nach  der  Regenzeitform  beschrieben.  Perak,  Malavische  Halbinsel.  —  mörus  subsp.  nov.  ist  die  mörus. 
Form  der  Niederungen  von  Sumatra.  Rp  nach  Martin  auf  derselben  überall  vorkommenden  Grasart,  die 
auch  die  Rp  von  Myealesis  mineus  L.  nährt.  Diese  Rasse  entfernt  sich  bereits  weiter  vom  öa/oGs-Typus,  eine 
Trockenzeitform  davon  existiert  überhaupt  nicht,  aber  dennoch  verkleinern  sich  die  Ocellen,  besonders  der 
Hflglunterseite.  Diese  ist  vorherrschend  weissgrau,  die  Längsstreifen  prominenter,  die  braune  Schattierung 
aber  dürftiger.  Eine  ungeheuer  gemeine  Art  der  Ebene,  welche  an  keinem  Grasfleck  im  Schatten  fehlt.  Die 
einzeln  abgelegten  Eier  sind  weissgrün,  deutlich  kleine]’  als  Myealesis- Eier  und  trüben  sich  unter  Entwick¬ 
lung  einer  zentralen  schwarzen  Punktierung  vor  dein  Ausschlüpfen  der  Räupchen,  welche  zuerst  weiss,  aber 
nach  Nahrungsaufnahme  weissgrün  sind ,  mit  weissem  Kopf  und  dicht  weisslieh  behaart.  Diese  Behaarung 
wird  mit  jeder  Häutung  weniger,  die  Zacken  am  Analende  immer  länger,  während  die  am  Kopf  eben  nur 
angedeutet  erscheinen.  Die  erwachsene  Rp  ist  etwas  gelblich,  besitzt  vielleicht  die  Farbe  von  halbreifem 
Hafer  und  eine  dunkle  Dorsallinie.  Die  Rpn  leben  hoch  in  den  Halmen,  an  denen  sie  sich  auch  zur  Ver¬ 
puppung  aufhängen.  Die  gelbgrüne  Pp  ist  mit  feinen  braunen  Streifen  geziert,  Schanker  als  alle  Mycalesis- 
Ppn  und  besitzt  einen  ziemlich  spitzen  Thoraxhöcker  (Martin).  —  selinuntius  subsp.  nov.  (99  d)  bewohnt  selinuntius. 
Borneo  und  die  Natuna-Inseln,  nähert  sich  mehr  neicboldi  Bist.,  von  der  sie  aber  unterseits  durch  die  rot¬ 
braune  statt  schwärzliche  Strichelung  differenziert  ist.  —  horsfieldi  Moore  (=  baldus  Snell.)  ist  wie  üblich  die  horsfieldi. 
am  reichsten  weiss  gezeichnete  Unterart.  Die  Vflgl  sind  zwar  unterseits  ausgedehnter  und  dichter  schwarz 
beschuppt  als  die  sumatranische  Schwesterrasse,  die  Htlgl  müssen  aber  als  grauweiss  bezeichnet  werden,  mit 
dürftiger  bräunlicher  Beschuppung,  die  in  der  Medianregion  häufig  völlig  ausfällt.  Mir  liegen  zurzeit  nur  in 
Ost-Java  gefangene  Exemplare  vor,  die  ich  dort  in  500 — 700  m  Höhe  am  Rande  von  Kaffeegärten  häufig 
antraf.  —  pasitelides  subsp.  nov.  ist  eine  interessante  Form  von  der  Java  so  nahe  vorgelagerten  Insel  pasitelides. 
Bawean,  die  unterseits  leicht  kenntlich  ist  durch  die  fast  völlig  braunen  Vflgl,  denen  beinahe  jede  weisse 
Grundierung  fehlt.  Die  Hflgl  sind  costal-  und  basalwärts  auch  leichter  schwarzgrau  überschattet  als  alle 
Java-Exemplare;  alle  Ocellen  deutlicher  und  schöner  gelb  umringelt. 

Weiter  gegen  Osten,  im  mikromalayischen  Gebiet,  und  zwar  bereits  auf  Bali,  setzt  eine  prächtige  Art 
ein,  die  weiter  verbreitet  ist  als  bisher  bekannt  war,  nämlich  Y.  aphnius  Godt,  ursprünglich  aus  Timor  be-  aphnius. 
schrieben,  aber  anscheinend  identisch  auch  auf  der  Insel  Wetter  vorkommend.  —  Vom  nomenklatorischen 
Typus  am  weitesten  entfernt  ist  caratonus  subsp.  nov.,  von  der  ich  im  Oktober  1895  ein  ?  auf  der  Insel  Bali  caratonus. 
fing.  Es  ist  ausgezeichnet  durch  seine  Kleinheit  und  besonders  durch  einen  fast  rein  weissen  Vorhof  der 
Ocellen  im  Analgebiet  der  Hflgl.  —  Eine  habituell  etwas  grössere  Form  ist  saravus  subsp.  nov.  von  Lombok.  saravus. 
die  dort  auf  Höhen  von  600  —  1000  m  vorkommt  und  am  Waldrand  und  am  Ufer  der  Bächlein,  die  das 
Plateau  von  Sambalun  durchziehen,  nirgendwo  selten  ist.  Die  Analpartie  der  Hflgl  ist  oberseits  verdunkelt. 

IX 


37 


YPTHIMA.  Von  H.  Fbuhstokfer. 


290 


und  sämtliche  Ocellen  sind  stattlicher  als  bei  der  Baliform,  suratus  neigt  zu  Aberrationsbildung,  da  ich  unter 
leuce.  vier  cf  cf  deren  zwei  besitze  mit  monströser  Ausbildung  der  gelben  Ocellenperipherie.  —  leuce  I>oli.  (99  d) 
aus  Sumba  und  Sumbawa  beschrieben,  mir  aber  nur  von  ersterer  Insel  zugänglich,  führt  ähnlich  wie  ninyas 
Frühst,  von  Celebes  ein  auffallend  bleiches  Randgebiet  aller  Flügel  oberseits  und  differiert  auf  der  Unterseite 
der  Hflgl  den  Lombok- Exemplaren  gegenüber  durch  reiner  weissgraue  Grundfärbung  der  Hflgl.  —  Bei 
glabrius.  glabrius  subsp.  not.  von  Flores  nimmt  der  Vorhof  der  Ocellen  der  Hflgl  schon  eine  gelbliche  Schattierung 
budinus.  an  und  alle  Ocellen  erscheinen  bereits  breit  ockergelb  geringelt.  Flores;  Flugzeit  November.  —  budinus 
subsp.  not.  hat  bereits  ebenso  ausgedehnte  dunkel  ockergelb  umrandete  Augen  der  Vflgl  wie  ciphnius  und  die 
aphnins.  Unterseite  der  Hflgl  nimmt  eine  dunklere  Färbung  an  als  bei  leuce  und  glabrius.  Insel  Alor.  —  aphnius 
Godt.  (99 d)  von  Timor  und  Wetter  ist  dasjenige  Extrem,  das,  wie  die  Abbildung  zeigt,  einen  durchweg 
ockergelben  Yorhof  der  Htlglaugen  aufweist.  Die  Unterseite  ist  dunkler,  schwarz,  anstatt  braun  gesprenkelt 
wie  bei  den  übrigen  Zweigrassen.  —  Nach  Elwes  und' Edwards  differiert  aphnius  (leuce)  durch  die  Form  der 
Yalve,  die  eine  Lamelle  an  der  konkaven  Innenseite  nahe  dem  Ende  führt,  von  baldus  ( horsßeldt 

argillosa.  Y.  argillosa  Sn  eil.  ist  vielleicht  die  javanische  Rasse  der  aphnius.  Von  Dr.  Piepers  in  West-Java 

gesammelt  und  von  aphnius  verschieden  durch  das  Fehlen  der  orange  Partie  um  die  Htlglocellen.  Die  Sexual¬ 
marke  der  Vflgloberseite  besonders  entwickelt. 

argus.  ln  Japan  und  auf  dem  gegenüberliegenden  Festland  ist  baldus  vertreten  durch  argus  Bür.,  den 

Elwes  wegen  der  Verschiedenheit  der  Greiforgane  als  besondere  Art  aufrecht  hält.  In  der  Tat  hilft  auch 
schon  der  völlig  andere,  fast  rundliche  Flügelschnitt  die  Trennung  begründen.  Die  Art  ist  häutig  in  Japan 
evanescens.  und  kommt  dort  von  Hakodate  bis  Nagasaki  überall  vor.  —  Als  evanescens  Btlr.  ist  eine  Abweichung  der 
Trockenzeit  beschrieben,  wo  die  Augen  zu  winzigen  Ringelchen  reduziert  erscheinen.  Aus  Nikko,  Japan.  - 
pratti.  pratti  Elwes  von  Itschang  führt  oberseits  ein  auffallendes,  proximal  scharf  begrenztes  Marginalband.  —  Als 
hyampeia.  hyampeia  subsp.  not.  (99  e)  wird  die  Lokalrasse  des  Ussuri  und  vermutlich  auch  vom  Amur  ausgeschieden, 
die  sich  zu  argus  verhält  wie  etwa  ishigakina  Frühst,  zu  baldus.  Gestalt  kleine]1,  Ocellen  oberseits  weniger 
lebhaft  weiss  gekernt,  Unterseite  vorherrschend  schwarz  statt  weissgrau,  die  Augen  viel  kleiner. 

steilem.  Y.  stellera  Eschli.  ersetzt  baldus  auf  den  Philippinen  und  differiert  von  dieser  durch  die  mehr  oblonge 

und  dunkler  ockergelb  umringelte  Apicalocelle  der  Vflgl  und  die  mehr  weissliche,  mit  schärferen  braunen 
Binden  durchzogene  Unterseite,  und  die  wiederum  dunkler  gelbe  Peripherie  der  Augenflecke  aller  Flügel. 
Wenn  nicht  Elwes  und  Edwards  beide  Arten  wegen  der  Genitalien  getrennt  hielten ,  würde  ich  sie  ohne 
Bedenken  vereinigen.  Von  Luzon  an  auf  allen  Philippinen-Inseln.  Lokalrassen  existieren,  doch  ist  darüber 
galeria.  aus  Mangel  an  Vergleichsmaterial  nichts  bekannt.  —  galeria  subsp.  not.  ist  eine  verglichen  mit  stellera  von 
Bazilan  in  der  Grösse  zurückgebliebene  Inselrasse  mit  naturgemäss  auch  kleineren  Augenflecken  der  Ober¬ 
seite  und  dunkler  braungrauer  Unterseite,  bei  der  die  reduzierten  Ocellen  und  sehr  breite,  braune  Längs- 
sepyra.  bänder  besonders  auffallen.  Palawan.  —  Bei  sepyra  Hew.  (99  e)  ist  die  Verdunklung  in  weiterer  Progression, 
deren  Oberseite  durch  bereits  an  aphnius  Godt.  (99  d)  erinnernde,  wenn  auch  nicht  so  ausgeprägte  rötlich 
ockergelbe  Ocellenperipherie  der  Vflgl  ausgezeichnet.  Auf  der  Htlgloberseite  sind  beim  cf  drei ,  bei  den 
?$  vier  mässig  stark  geringelte  Augenflecken  vorhanden.  Batjan,  Halmaheira,  Ternate  häufig.  Fundorts¬ 
angaben  wie  Celebes,  Borneo,  Java,  die  sich  in  der  Literatur  vertreten  finden,  beruhen  auf  Irrtum  oder  Ver¬ 
wechslung  mit  andern  Arten. 

nynias.  Aus  Celebes  ist  baldus  repräsentiert  durch  Y.  nynias  spec.  not.  (99  a  verdruckt  in  ninyas ),  eine  auf¬ 

fallend  kleine  Species  (sonst  produziert  Celebes  stets  die  gigantischsten  Formen  der  Kollektivart),  die 
auf  der  Oberseite  bemerkenswert  erscheint  durch  den  Kontrast  des  lichtgrauen  Submarginalgebiets,  der 
durch  eine  sehr  breite  dunkelbraune  Binde  von  der  dicht  und  düster  braunen  Basalregion  abgeschieden  wird. 
Die  Ocelle  der  Vflgl  ist  verglichen  mit  jener  von  sepyra  lateral  stark  zusammengedrückt,  die  Binden  der 
Unterseite  sind  bei  Exemplaren  von  Süd-Celebes  manchmal  undeutlicher  als  auf  der  Abbildung,  und  bei  der 
Trockenzeitform,  die  ich  in  der  Umgebung  von  Makassar  sammelte,  geht  die  Grundfarbe  in  Grau  über  und 
aretas.  die  Augen  verkleinern  sich.  Häutig  in  Nord-Celebes  bei  Toli-Toli,  November,  Dezember.  —  aretas  subsp. 
not.  führt  beim  ?  bereits  wieder  fast  kreisrunde  Ocellen  der  Vflgl,  die  nur  beim  cf  ihre  oblonge  Form 
behalten.  Die  Oberseite  beider  Geschlechter  ist  dunkler  als  bei  nynias,  monoton  braun  ohne  die  distale 
Aufhellung.  Die  Unterseite  lichter  grau,  ohne  braungelbe  Querstrichelung,  die  Längsbinden  weniger  markant 
als  bei  der  Celebesrasse.  Insel  Saleyer,  von  mir  im  März  1896  gefangen. 

gadantes.  Y.  gadames  spec.  nov.  nähert  sich  oberseits  der  stellera  Fschh.,  nur  die  beiden  Analocellen  der  Hflgl 

wesentlich  kleiner.  Unterseite  erinnert  an  fasciata  Heu:,  von  Borneo,  doch  ist  die  Apicalocelle  der  Vflgl 
wesentlich  schmäler  als  bei  nynias,  die  Sprenkelung  der  Flügelunterseite  mehr  gelblich  als  grau,  wie  bei 
fasciata  und  stellera,  die  Anordnung  der  Augenflecke  der  Hflgl  aber  sonst  wie  bei  fasciata.  Insel  Bangkai, 
Typus  in  der  Sammlung  Staudixger  am  Berliner  Museum. 

nareda.  Mit  Y.  nareda  Koll.  (99  g),  im  Bd.  I,  p.  92  bereits  besprochen,  beginnt  eine  Gruppe  interessanter 

Arten ,  die  sich  alle  durch  ein  Doppelauge  der  Hflglunterseite  auszeichnen ,  das  nicht  von  analen  Neben- 
ocellen  begleitet  wird,  nareda  ist  im  West-Himalaya  nirgends  selten,  als  Flugzeit  wird  Mai  bis  Oktober 


YPTHIMA.  Von  Jl.  FituiisTowKiäH. 


29  I 


und  als  höchste  erreichte  Erhebung  2500  m  im  Kumaon-Himalaya  in  der  Literatur  verzeichnet.  Valve  kurz, 
breit,  am  Apex  einen  einfachen  schwarzen  Dorn. 

Y.  newara  Moore  schliesst  sich  eng  an  die  vorige  an,  die  Submarginalbinde  der  Unterseite  ist  gleich-  newara. 
mässiger  breit,  und  die  Strichelung  etwas  derber  und  weniger  gleichartig.  Ost  - Himalaja  von  Nepal  und 
Sikkim  und  bis  Assam,  von  100O — 1500  m  Höhe  an.  Valve  schmal,  deren  Apex  abgeplattet  und  fein  ge¬ 
zähnt.  —  Als  sarcaposa  subsp.  nov.  wird  hier  die  birmesische  Form  abgetrennt,  die  kleiner  und  unterseits  sarcaposa. 
heller  grau  gefärbt  ist  als  grosse  Serien  von  Sikkim-  und  Assam-Exemplaren.  Ocellen  breiter  und  heller 
gelb  umrandet.  Von  mir  im  Mai  bei  Tungo,  Tenasserim  auf  ca.  1000  m  Höhe  gesammelt,  doch  nordwärts 
bis  zur  Yunnan-Grenze  verbreitet. 

Y.  chinensis  Leech  (Bd.  1,  p.  92,  34b),  habituell  grösser  als  die  vorige  und  würde  ohne  weiteres  diinensis. 
als  geographische  Rasse  von  nareda  behandelt,  wenn  nicht  Elwes  u.  Edwards  auf  Grund  der  konstanten 
Verschiedenheit,  der  Valve  deren  Speclesrecht  an  4  Epemplaren  begründet  hätten.  Valve  zweilappig,  nach 
innen  mit  5  Zähnen  besetzt.  Von  Kiukiang  im  Mai,  von  Chang -Yang  im  August  gesammelt,  durch 
Lef.ch  bekannt. 

Y.  perfecta  Leech  ist  eine  durch  grössere  Analocellen  der  Htlgloberseite,  durch  einen  geradlinig  be-  perfecta. 
grenzten  Vorhof  der  Apicalaugen  der  Vflglunterseite  und  eine  auffallende,  fast  weisse  Medianregion  der 
Htlgl  bemerkenswerte  Species.  Zentral-  und  West-China.  —  akragas  subsp.  nov.,  etwas  grösser,  die  Ocelle  akragas. 
der  Vtlgl  schmäler.  Unterseite  wesentlich  dunkler,  mit  Ausnahme  der  fast  reinweissen  distal,  sehr  schmalen, 
basalwärts  verbreiterten  Medianregion.  Alle  Augen  der  Htlgl  etwas  kleiner  als  bei  perfecta.  Formosa, 
sehr  selten. 

T.  sorcUda  Ehr.  u.  Edtr.  gehört  in  die  Nähe  von  perfecta,  bereits  Bd.  1,  p.  92  besprochen.  Kiu-Kiang. 

Y.  lycus  Eicev.  führt  schmälere  Flügel,  hat  jedoch  dieselbe  Augenverteilung  wie  nareda,  nur  sind  die  lycus. 
Analocellen  der  Htlglunterseite  kleiner.  Unterseite  dunkelgrau,  ungemein  fein  gestrichelt.  Als  Flugort  sind 
bisher  nur  die  Khasia-Hills  in  Assam  bekannt,  wo  lycus  vom  März  bis  Juli  auf  etwa  1500  m  Höhe  vorkommt, 
etwas  schneller  als  newara  fliegt,  offene  Stellen  bevorzugt  und  nicht  sehr  selten  ist,  dennoch  verirrt  sie  sich 
fast  nie  in  deutsche  Sammlungen  und  ich  besitze  nur  1  cd. 

Y.  watsoni  Moore  ersetzt  anscheinend  lycus  in  Birma,  und  man  könnte  sie  für  eine  blosse  Lokal-  watsoni. 
form  halten,  wenn  nicht  die  Valve  in  hervorragender  Weise  durch  einen  subapicalen,  breiten,  inneren  kamm¬ 
förmigen  Anhang  von  der  einfachen,  sehr  schlanken  lycus -Valve  differenziert  wäre.  Die  Regenzeitform 
ähnelt  jener  von  nareda  und  ist  die  Strichelung  der  Unterseite  mehr  zerstreut.  Die  Ocellen  sind  gleich¬ 
artiger  als  bei  lycus,  die  Trockenzeitform  zeigt  sehr  breite  braune  Binden  auf  hellgrauem  Grunde.  Birma, 
von  Tongu  an  bis  zur  Yunnan-Grenze. 

In  Ost-Asien  tritt  an  die  Stelle  der  nareda  und  newara  die  grossaugige  Y.  motschulskyi  Men.,  die  im  motschulskyi. 
Paläarktenteil  (Bd.  1,  p.  92)  ihre  Würdigung  bereits  gefunden.  Ich  fing  die  Species  auf  der  Insel  Tsushima, 

Ende  September  bis  Anfang  Oktober.  —  amphitea  Men.  ist  eine  Form  von  Korea  mit  zurückgebildetem  amphitea. 
Sexualfleck  der  Vtlgl,  während  er  bei  ganus  subsp.  nov.  von  Tsintau  und  vermutlich  auch  Itschang  besonders  ganus. 
deutlich  entwickelt  ist.  ganus  bleibt  in  der  Grösse  hinter  japanischen  Stücken  zurück,  demgemäss  verkleinern 
sich  auch  die  Ocellen.  Die  Unterseite  verhält  sich  zu  motschulskyi  wie  sarcaposa  Frühst,  zu  newara  Moore, 
mit  ihrer  lichter  grauen  Grundfärbung  und  feiner  verteilten  Strichelung. 

Y.  obscura  Elw.  u.  Edw.  von  Korea,  in  Färbung  und  Zeichnung  der  Japanrasse  sehr  nahe,  differiert  obscura. 
durch  eine  weitgehende  Umbildung  der  Valve,  die  bei  motschulskyi  die  Zähne  am  distalen  Ende  zeigt,  während 
sie  obscura  an  der  dorsalen,  inneren  Partie  in  einer  fast  nochmal  so  langen  Reihe  führt. 

Y.  multistriata  Btlr.  (—  posticalis  Mats.)  (99  g)  führt  die  Zähnelung  der  Valve  auch  am  distalen  multistriata. 
Ende  derselben,  deren  Form  ist  aber  einfacher,  schlanker,  so  dass  Elwes  u.  Eewards  wohl  auch  hier  mit 
Recht  die  spezifische  Trennung  von  der  Japanform  befürworten.  Unterseits  differiert  multistriata  von  mot¬ 
schulskyi  durch  die  kompaktere  und  dunkler  braune,  mehr  auf  einzelne  Felder  resp.  Flecken  zusammen- 
gedrängte  Beschattung.  Formosa,  nicht  selten  bis  etwa  4000  Fuss  hinaufgehend.  imitans  Elw.  u.  Edw.  imitans. 
von  der  Insel  Hainan  differiert  oberseits  durch  ein  helleres  Distalgebiet  der  Vtlgl  und  auf  der  Unterseite 
durch  geringe  braune  Strichelung  auf  sehr  lichtem ,  beinahe  weissem  Untergrund.  Auch  ist  die  Zellen- 
umringelung  blasser  und  schöner  gelb. 

Y.  praenubila  Leech  (Bd.  1,  p.  92,  Tat'.  34  c),  eine  besonders  grosse  Species,  erinnert  vielfach  an  die  Arten 
der  nächsten  Gruppe.  Zentral-  und  West-China,  von  Mai  bis  August,  gehört  nicht  zur  indo-australischen  Fauna. 

Methora-Gruppe. 

Mit  Y.  methora  beginnt  eine  Reihe  von  Species,  die  an  Grössenentwicklung  die  übrigen  Gattungs¬ 
genossen  weit  zurücklassen  und  im  Habitus  bereits  die  europäischen  Purarge  erreichen  oder  übertreffen. 


292 


YPTHIMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


methora.  Von  metlwm  sind  zwei  Lokalformen  bekannt,  methora  Hew.  (99  g),  nach  der  Regenzeitform  aufgestellt,  in 
Assam  nirgends  selten,  aber  in  Sikkim  äusserst  spärlich  vertreten,  und  dort  auf  etwa  1000  m  Höhe  beobachtet. 
Die  Assamstücke ,  auch  solche  der  Trockenzeitform ,  sind  wesentlich  dunkler  und  grossaugiger  als  Sikkim- 
ge/a.  exemplare.  Da  die  Trockenzeitform  noch  nicht  getauft  ist,  so  möchte  ich  für  sie  den  Namen  gela  form.  not. 
reservieren.  Sie  deckt  sich  mit  der  Abbildung  99  g.  Die  Oberseite  kann  vandykbraun  genannt  werden. 
Die  Htlgl  führen  stets  zwei  Analocellen ,  das  ¥  auch  eine  Apicalocelle  auf  ihrer  Oberseite.  Beim  ?  der 
Form  gela  erscheint  dann  manchmal  noch  ein  apicales  Nebenauge,  auch  sind  bei  einem  ¥  die  analen  Ocellen 
tränenartig  ausgeflossen.  Die  Regenzeitform  fliegt  im  August  in  Sikkim  und  Bhutan,  während  gela,  die 
persimilis.  Generation  der  kalten  Zeit,  im  Februar,  März  beobachtet  wurde.  —  persimilis  Ehr.  u.  Ediv.  führt  keinen 
Sexualstreif  der  Vflgloberseite  und  die  Analocellen  der  Htlgl  sind  nicht  wie  bei  methora  und  gela  geteilt, 
sondern  nur  mit  zwei  weissen  Kernen  besetzt.  Aus  Mao,  Manipur,  von  7000  Fuss  Höhe.  Selten. 

dohertyi.  Y.  dohertyi  Moore  schliesst  sich  eng  an  methora  an,  so  dass  sie  vielleicht  als  deren  lokale  Rasse  kur¬ 

sieren  müsste,  denn  auch  die  geringfügigen  Abweichungen  im  distalen  Teil  der  Valve  können  ebensogut 
individueller  Natur  sein,  wie  bereits  durch  die  geographische  Entfernung  vom  Zentrum  der  Kollektivspecies 
bedingt.  Da  mir  dohertyi  in  natura  aber  unbekannt  ist,  schliesse  mich  in  ihrer  Einschätzung  dem  Urteile 
Binohams  und  Elwes  an.  cf  mit  prominentem  Sexualfleck  der  Vflgl.  Oberseite  bleicher  braun,  die  Anal¬ 
oeelle  der  Htlgl  gespalten.  Unterseite  weisslich  mit  kurzen  braunen  Streifchen,  die  Längsbinden  nur  un¬ 
deutlich.  Augen  der  Unterseite  mit  sehr  breiter  gelber  Iris.  Fundplätze:  Oberbirma  und  Pegu,  auf  ca.  2000 Fuss. 

savara.  Y.  savara  Gr.- -Sm.  führt  gleichfalls  einen  deutlichen  grauen,  mattglänzenden  Androconienfleck  auf 

den  Vflgln.  Die  Oberseite  ist  heller  braun  als  selbst  bei  gela  und  unterseits  werden  beide  Flügel  von  zwei 
braunen  Längsbinden  durchzogen.  Die  Type  stammt  aus  Obertenasserim,  andere  Exemplare  wurden  bei 
Tungo  im  März  und  April  gefunden  und  Dohebty  entdeckte  die  seltene  Species  später  in  Pegu  auf  etwa 
tonkiniana.  600  m  Höhe  gleichfalls  März-April.  —  tonkiniana  subsp.  not.  (99  f)  differiert  von  savara  durch  das  bei 
Tonkinfaltern  übliche  dunklere  Kolorit,  die  demzufolge  stark  verbreiterten  Längsbinden  der  Flügelunterseite, 
grössere  Ocellen,  die  fast  kreisrund  statt  oval  geformt  sind  und  eine  noch  ausgedehntere  lichtgelbe  Um¬ 
randung  aufweisen.  Selten  in  Tonkin,  sehr  lokal,  von  mir  nur  bei  Ghiem-Hoa,  Juli-August  auf  etwa  500  m 
Höhe  gesammelt. 

conjuncta.  Y.  conjuncta  Leech  (Bd.  1,  p.  93,  Taf.  34b)  hat  dieselbe  Verteilung  der  Analocellen  der  Hflgl  wie  savara, 

nur  ist  die  Grundfarbe  fast  schwarzbraun  und  das  Apicalauge  der  Vtlgl  wesentlich  kleiner.  Zentral-  und 
formosana.  West-China,  gemein.  —  formosana  Frühst.  (99  f)  (=  tappana  Mats.)  bleibt  habituell  hinter  conjuncta  zurück, 
auch  sind  die  Augen  der  Vflgl  beträchtlich  kleiner  als  bei  methora  von  Assam  und  conjuncta,  die  Flügel¬ 
unterseite  lichter  grau  und  die  Ocellen  mit  schmaler  dunkelgelber  Peripherie.  Nicht  selten  auf  Formosa, 
bis  4000  Fuss  ansteigend. 

Y.  sakra  möchte  ich  die  auffallendste  und  am  sichersten  zu  bestimmende  Species  des  Genus  be¬ 
zeichnen;  ist  sie  doch  die  einzige,  die  mit  einer  gelbbraunen  Grundierung  der  Unterseite  aller  Flügel  ver¬ 
sehen  ist  und  die  zwei  grosse,  aber  von  einer  einzigen  Peripherie  umrahmte  Ocellen  der  Costalregion  der 
nikaea.  Htlgl  führt.  Drei  Zweigrassen  sind  bekannt:  nikaea  Moore  (Bd.  1,  p.  93,  Taf.  34 e)  ist  die  unterseits  bleichere 
und  auch  an  Grösse  geringer  entwickelte  Form  des  westlichen  Himalaya,  die  doch  namentlich  in  den  höheren 
sakra.  Regionen  von  3 — 11000  Fuss  sehr  häutig  ist.  —  sakra  Moore  kommt  mit  jeder  Sendung  aus  Sikkim  und 
Bhutan,  wo  sie  von  2000 — 8000  Fuss  als  weitaus  die  gemeinste  Species  der  Gattung  zu  gelten  hat.  Es  ist 
nur  die  Regenzeitform  bekannt,  die  von  März  bis  November  als  typischer  Landstrassenfalter  die  grasigen 
austeni.  und  buschigen  Wegränder  belebt.  —  austeni  Moore  ist  fast  etwas  grösser  als  sakra  von  Sikkim,  das  ?  er¬ 
heblich  dunkler,  ohne  die  feine  gelbbraune  Marmorierung  der  Oberseite.  Auch  die  Unterseite  zeigt  nicht 
mehr  die  schöne  Färbung  von  sakra,  deren  Kolorit  neigt  eher  zu  Graubraun,  doch  sind  die  Ocellen  etwas 
matinia.  stattlicher  und  mehr  gleichartig.  Assam,  Birma,  nicht  häufig.  -  inatinia  subsp.  nov.  Ubertrifft  sakra  an  Grösse 
und  die  Unterseite,  besonders  jene  der  Hflgl,  ist.  heller,  beinahe  weisslichgrau.  Häutig  in  Nordwest -Indien. 

) .  methorinu  Oberth.  (Bd.  1,  p.  93,  34  e)  und  medusa  Leech  aus  West-China  gehören  in  die  Nähe  von 
methora  und  sakra  und  sind  im  Paläarktenteil  besprochen. 

Im  Archipel  der  Philippinen,  auf  Celebes  und  in  Makromalayana  begegnen  wir  einer  Gruppe  von  drei 
bis  vier  gleichfalls  durch  Grösse  ausgezeichneten  Species,  die  sich  eng  an  methora  und  conjuncta  anschliessen, 
als  deren  bekannteste  Vertreter  Y.  pandocus  zu  galten  hat,  die  zugleich  die  gesamte  ebengenannte  Region  be¬ 
wohnt,  aber  nirgendwo  auf  das  Festland  übergeht,  von  der  malayischen  Halbinsel  abgesehen,  die  ja,  wie  schon 
wiederholt  hervojgehoben,  durch  ihr  maritimes  Klima  eine  völlig  insulare  Fauna  produziert.  In  den  Greif¬ 
organen  ist  die  Art  ausgezeichnet  durch  die  weitaus  schlankste  und  spitzeste  Valve  aller  durch  Elwes  und 
corticaria.  Edwards  untersuchten  Yptliima.  —  corticaria  Btlr. ,  von  Malakka  beschrieben .  und  fast  identisch  auch  auf 
Sumatra  und  den  Baut-Inseln  vorkommend,  ist  oberseits  etwas  heller  als  die  abgebildete  sertorius  Frühst. 
(99  e),  die  auch  unterseits  differiert  durch  dunkel  rauchbraune  Schraffierung  und  breitere  submarginale 
moenr.s.  Längsbinde  der  Vflgl,  sowie  ausgedehnter  braun  beschattete  Distalpartie  der  Hflgl.  —  moenus  subsp.  not. 
von  den  Natuna-Inseln ,  führt  viel  grössere  Apicalocelle  der  Vflgl,  die  unterseits  von  einem  lichteren  Felde 


YPTHIMA.  Von  H.  Fruhstoreik. 


293 

als  bei  corticaria  umgeben  ist.  —  naerius  subsp.  nov.  ist  eine  körperlich  kleine,  mit  reduzierteren  Ocellen  mm- ins. 
besetzte  und  unterseits  stark  aufgehellte  Kasse  der  Insel  Nias,  die  etwas  an  alada  form.  nur.  erinnert,  die  alada. 
mir  in  Männchen  und  Weibchen  vom  Battaker  Hochland,  Nordost-Sumatra;  aus  etwa  1000  m  Höhe  vorliegl, 
deren  fast  ganz  verwaschen  weissgraue  Htlgl  entschieden  ein  Trockenzeitkolorit  zeigen  und  mit  winzigen 
Äugen  besetzt  sind.  —  pandocus  Moore  (99  f).  Auf  der  Figur  ist  die  Unterseite  nicht  ganz  richtig  wieder  -  pandocus. 
gegeben,  es  fehlt  die  grauweisse  mediane  Aufhellung.  Die  Abbildung  stellt  die  dunkle  Berg-  und  Regenzeit¬ 
form  dar,  die  namentlich  am  Gede  und  auf  dem  Plateau  von  Pengalengan  in  verwilderten  Kaffeegärten  zu 
vielen  Hunderten  auf  Höhen  von  12  — 1500  m  anzutreffen  ist.  —  Tiefer  im  Tale  und  in  der  regenarmen 
Zeit  tliegt  eine  viel  hellere  Form,  dyma  form,  nov.,  deren  Unterseite  graubraun  abgetönt  ist,  ohne  schwarze  Bei-  dyma. 
mischung,  die  weissliche  Partie  im  Mediangebiet  der  Htlgl  mit  deutlicher  gelblicher  Sprenkelung.  —  ando-  andokides. 
kides  subsp.  nov.  ist  analog  der  Form  chjma,  nur  bleibt  sie  auch  noch  in  der  Grösse  zurück;  sehr  häufig 
in  Ost-Java  auf  etwa  500  m  Höhe,  sertorius  subsp.  nov.  (99  e),  bei  der  auch  oberseits  das  ?  ein  stattlicheres  sertorius. 
Apicalauge  führt,  als  selbst  die  Javaform.  Namentlich  mit  (orticaria  Btlr.  von  Perak  verglichen,  fällt  die 
habituelle  Überlegenheit  von  sertorius  auf,  und  dessen  ausgedehnte  schwarzbraune  Beschattung  der  Unter¬ 
seite.  Die  Differenzen  des  sertorius -?  gegenüber  dem  pandocus -?  ergeben  sich  aus  dem  Vergleich  der  Ab¬ 
bildungen.  Nord-  und  Südost-Borneo,  Pontianak,  Natuna-Inseln.  —  jamaeus  subsp.  nov.  ist  eine  interessante  jamaeus. 
Rasse  der  kleinen  Sulu-Insel  Banguey  nördlich  von  Borneo,  die  noch  hinter  calanus  (99  e)  zurückbleibt,  aber 
viel  dunkler  als  diese  ist  und  kaum  halb  so  grosse  Ocellen  der  Hflglunterseite  führt.  Type  in  der  Samm¬ 
lung  Staudinger.  aquillius  subsp.  nov.  ist  die  auf  Palawan  seltene  Zweigrasse,  die  von  der  Banguey  form  aqnillius. 
zu  calanus  überleitet,  indem  deren  Ocellen  etwa  die  Mitte  zwischen  beiden  insularen  Repräsentantinnen  der 
Kollektivspecies  halten.  Die  Apicalocelle  der  Vtlgl  nur  mit  unmerklicher  gelber  Peripherie.  Hflgloberseite 
manchmal  weiss  bestäubt.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  calanus  subsp.  nov.  (99  e)  nähert  sich  im  calanus, 
allgemeinen  sempera  Fldr.  von  Luzon,  von  der  sie  aber  durch  die  ausgedehnte  weissgraue  Distal-  und  Median¬ 
partie  der  Hflglunterseite.  leicht  zu  unterscheiden  ist.  Auch  sind  die  Ocellen  unterseits  alle  von  einer  hellen 
gelben  Peripherie  umzogen.  Jolo-Inseln.  —  chaboras  subsp.  nov.  ist  eine  an  Grösse  hinter  calanus  und  chaboras. 
sempera  zurückbleibende  geographische  Abzweigung,  welche  Bazilan,  südwestlich  von  Mindanao,  bewohnt 
und  dort  im  Februar  und  März  nicht  selten  ist.  Beim  ?  macht  sich  oberseits  wie  beim  sakra-2  eine  feine, 
zierliche,  braungelbe  Marmorierung  bemerklich,  die  Augen  sind  relativ  gross,  hell  ockergelb  umrandet.  Die 
Unterseite  differiert  erheblich  von  jener  von  calanus  dadurch,  dass  die  braunen  Schatten  zu  ziemlich  an¬ 
sehnlichen  Striemen  und  Makeln  zusammengepresst  sind.  Nach  einer  Abbildung  Semper’ s  zu  urteilen,  ist 
die  Mindanao-Rasse  nicht  erheblich  von  chaboras  verschieden.  —  sempera  Fldr.  bewohnt  Luzon  und  einige  sempera. 
Nachbarinseln,  fliegt  dort  während  des  ganzen  Jahres,  vorwiegend  von  April  bis  Juli  und  dann  wieder  von 
Oktober  bis  Januar.  Nach  den  Exemplaren  meiner  Sammlung  ist  die  Unterseite  der  Luzon-cTef  gleich- 
mässiger  grau  und  namentlich  auf  den  Hflgln  dunkler  als  bei  chaboras  von  Bazilan.  Mindanao.  Auch  die 
Submarginalbinde  der  Vflgl  erscheint  stark  verbreitert  und  der  distale  braune  Saum  der  Hflgl  dringt  tiefer 
nach  der  Flügelmitte  zu  ein.  —  Im  lebhaften  Kontrast  zu  den  durchweg  kleinen  Zweigrassen  der  Philippinen 
stehen  die  pandocus- Ausläufer  von  Celebes,  von  denen  jene  des  Südens,  loryma  Hnv.,  in  der  EuwEs’schen  loryma. 
Monographie  noch  als  Synonym  von  celebmsis  Rothsch.  (99g)  geführt  wurde,  von  der  sie  sogleich  durch 
die  auch  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  vorhandene  Apicalocelle  zu  unterscheiden  ist  und  unterseits  durch  das 
rundliche  statt  oblonge  Apicalauge  der  Vtlgl.  Auch  sind  bei  celebensis  die  beiden  Augen  der  Hflglunterseite 
entweder  gleich  gross  oder  die  apicale  Ücelle  ist  sogar  grösser  als  die  anale.  Bei  loryma  überragt  da¬ 
gegen  beständig  die  hintere  Ocelle  die  vordere  an  Ausdehnung.  Verglichen  mit  pandocus  und  sertorius  führt 
loryma  grössere  Analoeellen  der  Hflgloberseite.  loryma  trifft  man  häufig  im  Süden  der  Insel  und  zwar 
von  der  Niederung  am  Marosfluss  an  bis  hinauf  zu  1500  m  Höhe.  —  Als  anana  subsp.  nov.  (99  f)  bezeich-  anana. 
nete  ich  eine  unterseits  mit  kleineren  Augen  besetzte  Form  aus  Ost-Celebes  zu- einer  Zeit,  als  ich  annahm, 
dass  celebensis  mit  pandocus  zu  vereinigen  sei.  ln  der  Tat  wird  aber  anana  kaum  mehr  sein  als  eine  Inter- 
mediatform.  —  Erheblich  verschieden  von  loryma  ist  jedoch  macrianus  subsp.  nov.  aus  der  Minahassa;  ?  macrianui. 
ein  Drittel  grösser  als  loryma,  der  Vorhof  der  Apicalaugen  lichter  braun,  die  LTiterseite  bei  beiden  Ge¬ 
schlechtern  ähnlich  wie  bei  der  Bergform  der  pandocus,  mit  einem  ausgedehnten  grauweissen,  nur  spärlich 
braun  beschuppten  Basal-  und  Medianfeld  der  Hflgl.  Alle  Ocellen  sind  zudem  heller  gelb  geringelt.  Nord- 
Celebes,  anscheinend  selten.  —  kalelonda  Westw.  ist  eine  stark  verdunkelte  Satellitinselrasse  vom  Talisse-  kalelonda. 
Eiland  nahe  der  Nordspitze  von  Celebes. 

Y.  celebensis  Rothsch.  (99g  in  lorymna  verdruckt),  differiert  ausser  den  obengenannten  Merkmalen  celebensis. 
auch  noch  durch  das  Vorhandensein  einer  zweiten  medianen  schwarzbraunen  Längsbinde,  die  sich  besonders 
deutlich  auf  der  Vorderseite  der  Htlgl  der  ??  abhebt.  Des  weiteren  ist  auch  die  Submarginalbinde  auf  allen 
Flügeln  und  zu  beiden  Seiten  doppelt  so  breit  als  bei  celebensis  und  macrianus.  Häufig  in  der  Niederung, 
von  mir  bei  Toli-Toli,  November-Dezember  im  Norden  von  Celebes  gefangen,  während  ich  die  unterseits 
etwas  lichter  graue,  typische  Form  im  November  im  südlichen  Celebes  nicht  selten  antraf. 

Y.  ancus  spec.  nov.  (99g)  muss  als  dritte  Art  der  ymhoc»s-Gruppe  gelten,  der  wir  in  Celebes  be-  ancus. 
gegnen.  Es  ist  eine  ausgesprochene  Bergform,  die  neben  pandocus,  celebensis  und  damit  gleichzeitig  von 


XOIS.  Von  H.  Fiujiistorfek. 


nigricans. 


phasts. 


clinoides. 

drornon. 


megal  ia. 


abnormis 


sesara. 

argentina. 

fiilvida. 


294 


mir  am  Pik  von  Bonthain  gefangen  wurde.  Die  Oberseite  differiert  von  loryma  durch  das  gleichmässige 
Schwarzbraun,  das  im  Distalgebiet  aller  Flügel  leicht  ins  Rotbraune  spielt.  Der  Unterseite,  die  auf  99g 
sehr  gut  getroffen  ist,  fehlen  alle  grauen  Schattierungen,  die  Augen  sind  runder,  prägnanter  dunkler  ocker¬ 
gelb  geringelt.  Der  Ocellenvorhof  etwas  blasser  als  die  sonstige  Grundfarbe. 

Y.  nigricans  Snell.,  bisher  nur  in  wenigen  Exemplaren  aus  dem  westlichen  Java  bekannt,  wurde  von 
mir  auch  im  Osten  der  Insel  auf  ca.  500  m  Meereshöhe  gefunden.  In  der  Färbung  ist  sie  oberseits  sehr 
ähnlich  ancits,  nur  differiert  die  Unterseite,  die  sich  mehr  an  pandocu s  anschliesst,  durch  das  Vorhandensein 
einer  braungrauen  Schattierung  der  Vflgl  und  einer  weisslichen  Medianzone  der  Htlgl.  Die  Htlgl  sind  stets 
breiter  und  dunkler  braun  umrahmt  als  bei  pandocus,  die  anale  Ocelle  im  Verhältnis  zur  subanalen  relativ 
gross  und  sämtliche  Augen  unter  sich  überhaupt  mehr  gleichartig.  —  Im  Zuidergebirge  südlich  von  Malang 
existiert  auch  eine  Trockenzeitform  fphasis  form,  nur.)  mit  bis  zur  Punktgrösse  reduzierten  Ocellen  der  Hflg- 
unterseite. 

T.  iris  Leech  (Bel .  I,  Taf.  94 d)  mit  dromonides  Obertli.  (Bd.  1,  Taf.  34  d),  sowie  beautei  Oberth.  (Bd.  1, 
Taf.  34c)  und  ciri-t  Leech  (Bd.  1,  Taf.  34 d)  bilden  eine  kleine  Gruppe  von  ostpaläarktischen  Arten  mit  sehr 
schräg  gestellter  ovaler,  doppelt  gekernter  Ocelle  der  Vflgl  und  zwei  bis  drei  Subanalocellen,  sowie  einem 
Apicalauge  der  Htlgl.  Alle  bewohnen  das  östliche  China,  zum  Teil  Höhen  von  5  —  8000  Fuss  und  sind  in 
Band  1  (S.  92 — 93)  ausführlich  behandelt. 

Y.  clinoides  Oberth.  ist  eine  mir  in  natura  unbekannte  Form  oder  Species,  die  in  die  Nähe  von 
iris  Leech  zu  stellen  ist  und  sich  durch  die  Abwesenheit  der  Analoeellen  der  Htlgloberseite  charakterisiert. 
Aus  Yun-nan  beschrieben,  von  Missionären  bei  Tsekou  gesammelt. 

Y.  dromon  Oberth.  differiert  von  der  iris  Leech  durch  die  kleineren  Augenflecken,  die  auf  der  Unter¬ 
seite  dem  Erlöschen  nahe  kommen.  Yunnan,  Tsekou. 

V.  meyalomma  Btlr.  (Bd.  1.  p.  92,  Taf,  34  c)  gehört  zu  einer  kleinen  südostpaläarktischen  Gruppe, 
die  wenige  Arten  umfasst,  mit  grossen  rundlichen  Augen  der  Vflgl,  einer  mässig  grossen  Ocelle  der  Htlgl¬ 
oberseite,  jedoch  völlig  augenloser  Unterseite  der  letzteren.  Die  Art  wurde  bei  Ningpo  entdeckt,  wo  sie 
im  April  fliegt,  und  später  auch  in  Chang-yang,  Zentral-China ,  sowie  West-China,  wo  sie  bis  5000  Fuss 
auf  steigt. 

Y.  megalia  Xicev.,  in  den  oberen  Shan-Staaten  nahe  der  chinesischen  Grenze  aufgefunden,  dort 
gleichfalls  im  April  fliegend,  hat.  etwa  die  Grösse  der  sakra  Moore  und  ist  unterseits  ebenso  fein  schraffiert. 
Auf  der  Oberseite  aber  kommt  sie  meyalomma  nahe,  nur  ist  die  Ocelle  der  Vflgl  oblong.  Die  Htlgl  sind 
unterseits  braun,  mit  der  leisen  Andeutung  einer  subbasalen  und  medianen  weissgrauen  Binde  und  völlig  ungeaugt. 

}'.  insolita  Leech  (Bd.  1,  p.  92,  Taf.  34 cl )  ist  äusserst  selten  in  West-China,  auf  5000  Fuss  Höhe  im 
Juni  fliegend.  Unterseite  weissgrau  mit  brauner  'sparrenartiger  Binde  und  Spuren  kleiner  Augenflecken. 

Y.  abnormis  Shelfoni,  nach  einem  ?  beschrieben,  gehört,  wenn  es  sich  nicht  um  eine  Aberrativform 
handelt,  in  diese  Gruppe.  Oberseite  ohne  Ocellen.  Unterseite  blassbraun  mit  dunklen,  etwas  rötlichen 
Streifen,  die  drei  Felder  abteilen.  Htlgl  mit  fünf  unregelmässigen  und  etwas  undeutlichen  Binden,  gleich¬ 
falls  ohne  Augen.  Abdominalrand  der  Htlgl  tief  ausgeschnitten  und  der  Aussenrd  leicht  gewellt.  57  mm 
Flügelspannung.  Aus  Sarawak,  jedenfalls  sehr  selten.  Type  im  Sarawak  Museum. 

2.  Gattung:  Xoi*  Heic. 

Diese  kleine  australische  Gattung  ist  sehr  nahe  mit  Ypthima  verwandt  und  unterscheidet  sich  von 
dieser  nur  durch  die  deutlich  zweispaltige  Präcostalader  der  Htlgl  und  das  kürzere  Endglied  der  Palpen. 
Xur  zwei  sichere  Arten  bekannt,  welche  die  Fidji-Inseln  bewohnen.  Es  sind  kleine  zarte  Falter  von  weiss- 
licher  Färbung,  mit  einem  grossen  doppelt  weissgekernten  Auge  in  der  dunkler  angehauchten  Flügelspitze. 
Auf  der  Rückseite  sind  die  Flügel  fein  gestrichelt,  die  Htlgl  stets  ohne  Ocellen. 

X.  sesara  Hea\  (=  diophthalma  Prittw.)  (99  g)  ist  eine  nicht  allzu  seltene  Species,  deren  Unterseite 
beim  cf  dunkel,  beim  ?  etwas  lichter  ockergelb  gefärbt  ist.  Uber  die  Lebensweise  ist  nichts  bekannt. 
Viti-Levu. 

X.  argentina  Prittir.  soll  von  Samoa  stammen. 

X.  fulvida  Btlr.,  mit  der  vermutlich  V.  ritiensis  Frohst.  (93  f)  identisch  ist,  differiert  nach  meinen 
Typen  durch  oberseits  breit  schwarz  umrahmten  Vflgl  und  einen  mässig  ausgedehnten  ebensolchen  Distalsaum 
der  Htlgl.  Die  Umrahmung  der  Vflgl  schlägt  nach  unten  durch,  die  Htlgl  führen  aber  nur  einen  schmalen 
feinen  gebräunten  Distalsaum.  Von  den  Vflgl n  ist  nur  die  Basal-  und  Apicalpartie  gelblich  übergossen,  die 
Medianregion  jedoch  rein  weiss  geblieben.  Die  Hflglschraffierung  ist  geringer  als  bei  sesara.  Anscheinend 
sehr  selten.  Beide  Geschlechter  in  Kollektion  Fuuhstorfer.  Viti-Levu. 


ACROPHTHALMIA ;  PH A RIA ;  HYPOCYSTA.  Von  II.  Fruhstokki  n. 


295 


3.  Gailling:  Acroplitlialinia  Fldr. 

In  der  Grösse  der  vorigen  Gattung  naliekommend  und  auch  nur  wenige  Arten  umfassend,  differieren 
aber  die  Schmetterlinge  strukturell  durch  die  Abzweigung  der  unteren  Radiale,  die  direkt  aus  der  Subcostale 
entspringt,  wodurch  letztere  und  die  obere  Radiale  auf  einem  gemeinsamen  Stiel  stehend  erscheinen.  Die 
obere  Radiale  an  ihrer  Basis  stark  umgeknickt.  Untere  Radiale  mit  der  vorderen  Mediane  partiell  vereinigt. 

An  dieser  Stelle  besitzen  die  cPcf  einen  häutigen  Sack,  welcher  sich  als  Hautfalte  bis  zum  Aussenrd  fort¬ 
setzt.  Den  ??  fehlt  diese  Falle,  weshalb  auch  deren  untere  Discocellulare  einfacher  gebildet  und  nur 
kurz  geknickt  erscheint.  Vtlgl  mit  2  Subcostalästen  vor  dem  Zellende,  einer  kleinen  schiefen  mittleren 
und  einer  grossen  gewinkelten  unteren  Discocellulare,  die  wie  bei  den  Fuploea  und  einigen  Satyriden- 
gattungen  einen  blinden  Ast  nach  innen  sendet.  Von  Ypthima  und  Xois  differiert  Acrophthalmia  durch  das 
Fehlen  der  Anschwellung  der  Mediane  und  Submediane,  denn  nur  die  Costale  ist  aufgeblasen.  Nur  wenige 
Arten,  kleine  zarte  vorherrschend  weisslich  gefärbte  Schmetterlinge,  welche  auf  der  Rückseite  je  eine  Ücelle 
tragen.  Ihr  Verbreitungsgebiet  sind  die  Philippinen,  von  wo  aus  sie  vermutlich  Celebes  und  die  Molukken 
erreicht  haben.  Die  Nichtzugehörigkeit  einer  bisher  damit  vereinigten  kontinentalen  Art  wird  beim  nächsten 
Genus  ( Phciria )  nachgewiesen. 

A.  artemis  ist  die  einzige  sichere  Species  des  Genus  und  in  etwa  5  Zweigrassen  über  die  Philippinen 
und  deren  Nachbarinseln  verbreitet.  —  leuce  Fldr.  (90  e),  von  mir  im  nördlichen  Celebes  bei  Toli-Toli  lence. 
November  bis  Dezember  im  niederen  Gebüsch  des  Waldrandes  gefunden,  wo  sie  wie  Ypthima  fliegen  und 
sich  auf  Zweige  und  Blätter  setzen.  Oberseite  etwas  dunkler  graubraun,  ein  breites  weissliches  Medianfeld 
auf  beiden  Flügeln  freilassend.  —  lacrima  Frulmt.  (=  chionides  Xicer.),  habituell  etwas  kleiner  als  leuce,  ist  lacrima. 
oberseits  so  ausgedehnt  graubraun  überhaucht ,  dass  nur  ein  sein  schmales  weisses  Mediangebiet  auf  der 
Flügeloberfläche  freibleibt.  Auf  der  Hflglunterseite  fehlt  die  braune  mediane  Zickzacklinie,  die  auf  der  Ab¬ 
bildung  von  leuce  deutlich  wiedergegeben  ist.  Sula  Mangoli,  Oktober,  November  von  \V.  Doherty  entdeckt.  — 
chione  Fldr.  (93  f)  der  Nord  -  Molukken ,  wesentlich  grösser  als  leuce ,  aber  ähnlich  gefärbt.  Die  Distal-  chione. 
Umrahmung  aller  Flügel  jedoch  satter  braun,  die  Medianregion  ausgedehnter,  reiner  weiss,  Ocellen  der  Unter¬ 
seite  und  deren  Nebenauge  etwas  deutlicher  als  bei  leuce.  Von  Halmaheira  und  Batjan  in  meiner  Samm¬ 
lung,  nach  Hewitson  auch  auf  Morty  oder  Morotai ,  auf  Andai ,  Neu -Guinea  nach  Angaben  Oberthür's. 

Letzterer  Fundort  bedarf  noch  der  Bestätigung.  Nach  Pagenstecher  soll  sie  von  Kükenthal  auf  den  Uliassern 
gefunden  worden  sein*).  —  artemis  Fldr.  führt  von  den  philippinischen  Rassen  das  grösste  weisse  Mittelfeld,  artemis. 
ist  nach  Semper  unterseits  etwas  anders  in  den  Ocellen  gekernt  und  die  Zickzacklinie  weiter  von  den  Augen 
abgerückt.  Anscheinend  nicht  sehr  häufig  auf  Luzon.  Flugzeit  April  bis  Juli.  —  misarte  Setup,  bewohnt  misarte. 
Mindoro  und  stellt  eine  verdunkelte  Inselrasse  der  vorigen  Art  dar,  mit  eingeschränkterem  weissen  Discus 
aller  Flügel,  heller  grauer  Umrahmung  und  noch  etwas  der  Basis  der  Hflglunterseite  näher  gerückter  Median¬ 
linie.  Flugzeit  Dezember,  selten.  —  ochine  Setup,  von  Sainar,  Leyte,  Panaon  stimmt  oberseits  mit  chione  ochine. 
Fldr.  von  den  Molukken  überein  und  führt  auch  gelegentlich  einen  grünen  Schimmer,  der  bei  chione  Vor¬ 
kommen  soll.  Die  Submarginallinie  der  Unterseite  etwas  mehr  gewellt  als  bei  chione.  —  machares  sttbsp.  madiares. 
nov.  entfernt  sich  von  artemis  durch  erheblich  breitere  dunkelbraune  Einsäumung  der  Flügeloberfläche  und 
unterseits  durch  die  gleichmässigere  und  ausgedehntere  weisse  Partie,  die  namentlich  nach  der  Costalgegend 
der  Vtlgl  zu,  nach  vorne  abgerundet  ist.  Insel  Bazilan;  Februar,  März;  von  W.  Doherty  gesammelt.  - 
leto  Semp.  von  Bohol  steht  bereits  nahe  der  Artberechtigung,  ist  aber  anscheinend  dennoch  nur  oberseits 
durch  die  gelb  ausgefüllten  Vtlgl  differenziert.  Auf  den  Hflgln  erstreckt  sich  der  gelbliche  Anflug  nur  auf 
die  transcellulare  Region.  Ebenfalls  selten.  Flugzeit  Dezember,  Januar. 

4.  Gattung:  Pharia,  Gen.  nov. 

Die  einzige  Species  dieser  bisher  verkannten  Gattung  bewohnt  das  westliche  China  und  wurde  von 
mir  in  Tonkin  aufgefunden.  Pharia  hat  zwar  mit  Acrophthalmia  gemeinsam,  dass  nur  die  Costale  aufgeblasen 
ist,  die  Mediane  und  Submediane  aber  keinerlei  Anschwellung  zeigen;  doch  ist  sie  im  Geäder  so  scharf  von 
ihr  getrennt,  wie  wenige  verwandte  Gattungen.  Zunächst  fehlt  den  cTcd  die  Duftfalte  der  Htlgl,  und  die 
mittlere  und  untere  Discocellulare  der  kurzen,  breiten  Hflglzelle  sind  von  normaler,  einfachster  Bildung,  die 
mittlere  Discocellulare  etwas  kürzer  als  die  untere.  Auf  den  Vflgln  ist  die  untere  nicht  nach  innen  gebogen, 
sondern  verläuft  wie  bei  Xois  schräg  nach  aussen. 

Ph.  thalia  Leech  (Bd.  1,  p.  80,  Taf.  29  a),  bisher  nur  vom  Omi-Shan,  Flugzeit  Juli,  bekannt,  wurde  thalia. 
sie  von  mir  in  einem  Exemplar  aus  der  Umgebung  von  Langson,  Nord-Tonkin,  Juni  bis  Juli,  nachgewiesen. 

5.  Gattung:  Hypocysta  T Vestw. 

Ein  wohlumgrenztes  Genus,  das  in  zwei  Hauptgruppen  zerfällt,  die  besonders  durch  das  Kolorit 
geschieden  werden  können,  nämlich  die  Australier,  welche  sich  um  irius  gruppieren,  die  Fabricils  schon 
kannte,  von  der  typisch  neu-holländischen  braunen  Sandfarbe,  die  auch  bei  anderen  Gattungen,  wie  z.  B. 

*)  Dieser  Fundort  mit  grösster  Wahrscheinlichkeit  mit  Batjan  oder  Ternate  verwechselt. 


HYPOGYSTA.  Von  H.  Fbuhstorpee. 


irius. 

nntirius. 

adiante. 

undulata. 

metirius. 

psendiriiis. 

epirius. 

euphcmia. 


isis. 

pelagia. 

isias. 

senona. 

bnsiris. 


osyris. 


Heteronymphu  wiederkehrt,  und  die  Bewohner  von  Neu-Guinea,  mit  vorherrschend  schwarz -weissem  oder 
dunkelbraunem  Kolorit. 

Äusserlich  gleichen  die  Bbjpocysta- Arten  den  Acrophthalmia,  von  denen  sie  jedoch  durch  das  einfache 
Geäder  der  Hflgl  abweichen,  auch  sind  die  drei  Hauptadern  der  Yflgl  aufgeblasen.  Die  Vorderfiisse  der  ff 
klein  und  zart,  doch  nicht  so  verkümmert  wie  bei  Ypthima.  Man  kennt  bereits  eine  Reihe  von  Arten  und 
auf  jeder  grösseren  Expedition  werden  noch  neue  entdeckt.  Alle  aber  sind  kleine  zarte  Schmetterlinge  mit 
einem  grossen  Auge  auf  den  Hflgln,  seltener  auch  mit  einem  solchen  auf  den  Vflgln.  Das  Genus  ist  aus¬ 
schliesslich  australisch-papuanisch  und  fehlt  bereits  den  östlichen  Inseltrabanten  von  Neu-Guinea. 

H.  irius  F.  gleicht  im  Habitus  der  abgebildeten  ant irius  (93  d)  und  erinnert  an  die  paläarktische 
Cocnonympha  pamphilus  L.;  sie  ist  in  Queensland  häufig  und  kommt  dort  von  Brisbane  bis  zum  Cap  York 
überall  vor.  Oberseite  gelblich,  Hflgl  mit  zwei  kleinen  Augen,  die  auf  der  grauen  Unterseite  kleiner  er¬ 
scheinen  und  nach  innen  von  einer  weissen  Längsbinde  begrenzt  werden. 

H.  antirius  Btlr.  (93b)  ist  wenig  grösser  als  irius,  ohne  den  schwarzen  Distalsaum,  den  irius  auf  allen 
Flügeln  oberseits  trägt,  und  unterseits  ohne  die  proximale  weisse  Längsbinde  im  Medianteil  der  Hflgl.  Nord¬ 
west-Australien,  Port  Darwin. 

H.  adiante  Hbn.,  mir  in  natura  unbekannt,  bewohnt  gleichfalls  Nordwest -Australien,  geht  aber  sonst 
von  Sydney  bis  zum  äussersten  Norden  von  Queensland.  —  undulata  Btlr.  ist  eine  Zeitform  ohne  wesent¬ 
liche  Unterschiede. 

H.  metirius  Btlr,  eine  interessante  Species  mit  ausgedehntem  ockerfarbenem  Feld  der  Hflgloberseite, 
graubraunen  Vflgln.  Die  beiden  Augen  der  Hflglunterseife  sind  durch  eine  schmale  gelbliche  Binde  ge¬ 
trennt.  Häufig,  von  Sydney  bis  Cairns  verbreitet. 

H.  pseudirius  Btlr.  differiert  von  der  vorigen  Species  durch  eine  ockerfarbene  Aufhellung  der  Vflgl, 
die  auch  unterseits  leicht  angedeutet  ist.  Über  ein  ebenso  grosses  Gebiet  zerstreut  als  die  vorige.  —  epirius 
Btlr.  ist  wiederum  eine  Saisonform  der  Kollektivspecies,  die  vielleicht  in  mehrere  Rassen  zerfällt,  die  noch 
nicht  studiert  sind. 

H.  euphemia  WesUc.  (93 d),  meistens  etwas  heller  als  auf  der  Abbildung,  ist  leicht  kenntlich  durch 
eine  grosse  Ocelle  der  Vflgl,  die  zwischen  den  Medianen  eingelagert  ist  und  einem  kleinen  Subapicalauge 
vor  dem  Apex  derselben.  Beide  wiederholen  sich  unterseits.  Hflglunterseite  gelbgrau,  mit  feinen  medianen 
Längsstreifen  und  einer  grauen  Verbindung  zwischen  den  fast  gleichgrossen  Ocellen.  Häufig  bei  Sydney. 

H.  isis  spec.  nov.  bewohnt  die  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  und  geht  auch  auf  einige  ihrer  Trabanten 
über,  fliegt  anscheinend  das  ganze  Jahr  über,  tritt  aber  in  der  Zeit  vom  November  bis  April  am  häufigsten 
auf  und  bewohnt  den  Wald  der  Niederung,  anscheinend  ohne  auf  so  bedeutende  Erhebungen  hinaufzusteigen 
als  die  vorige  Art.  —  isis  Frühst.  (93 d)  ist  in  den  westlichen  Teilen  von  Deutsch  Neu-Guinea  anzutreffen.  Die 
??  sind  jedoch  selten  und  vom  cf  durch  rundlicheren  Flügelschnitt  und  das  weisse  Medianfeld  der  Vflgl,  das 
wesentlich  breiter  als  bei  osyris  angelegt  ist,  zu  unterscheiden.  —  pelagia  suhsp.  nov.  fliegt  in  der  Humboldt¬ 
bai,  Holl.  Neu-Guinea,  wo  sie  von  Dohekty  September-Oktober  1882  entdeckt  wurde.  Die  Form  ist  leicht 
kenntlich  durch  noch  etwas  mehr  verdunkelte  Vflgl  als  bei  isis  und  kaum  halb  so  breite  weisse  Binde  der 
Hflgl.  —  isias  suhsp.  nov.  ist  eine  sehr  interessante  Rasse  des  südwestlichen  Holl.  Neu-Guinea  mit  durchweg 
schwarzgrauen  Vflgln  und  sehr  breitem  weissen  Feld  der  Hflgl,  das  bis  an  die  Ocellen  reicht.  Type  im 
Tring  Museum:  Kapaur,  von  Dohekty  aufgefunden.  —  senona  suhsp.  nov.  wird  eine  Form  genannt,  die  isis 
sehr  nahekommt ,  bei  der  aber  auch  die  cf  cf  bereits  eine  deutliche  weisse  bindenartige  Medianregion  der 
Vflgl,  ähnlich  wie  die  ??,  nur  nicht  so  ausgedehnt,  führen.  Unterseits  ist  diese  weisse  Region  ebenso  mar¬ 
kant.  aber  nicht  ausgebreiteter  als  bei  isis  von  Friedrich -Wilhelmshafen.  Nach  Hagen  häufig  im  Wald  bei 
Stephansort  und  Simbang  vom  November  bis  April.  —  busiris  suhsp.  nov.  erinnert  bereits  an  leucomelas  (93  d), 
doch  sind  die  Vflgl  schlanker,  der  Analwinkel  deutlicher  abgerundet  und  die  Grundfarbe  braun  statt  schwarz. 
Von  isis,  senona,  pelagia  entfernt  sich  busiris  durch  das  Fehlen  jedweder  medianen  Aufhellung,  während  um¬ 
gekehrt  das  ?  ein  viel  auffallenderes,  breiter  angelegtes  weisses  Medianfeld  aller  Flügel  zeigt  als  die  ??  aller 
genannten  Rassen.  Auch  die  Htlglocelle  erscheint  erheblich  vergrössert  und  deren  Peripherie  ist  prominenter 
und  heller  gelb  als  bei  den  AA-Zweigrassen  von  Neu-Guinea.  Insel  Misole,  von  H.  Kühn  entdeckt,  im  Januar 
gesammelt. 

H.  osyris,  ausgezeichnet  durch  die  braungraue  Umrandung  aller  Flügel,  die  in  der  Färbung  be¬ 
reits  an  haemonia  Jleir.  und  fenestrella  Frühst.  (93 d)  erinnert,  ein  Kolorit,  das  auf  der  Tafel  nicht  glücklich 
zum  Ausdruck  kam.  Die  Basalregion  der  Hflgl  stets  mehr  oder  weniger  gelblich  angeflogen,  nie  so  rein 
weiss  wie  bei  isis  Frühst.  Es  sind  nur  wenige  Zweigrassen  bekannt,  von  denen  osyris  Bsd.  (93  d)  die  Aru- 
Inseln  bewohnt.  Die  cf  cf  zeigen  kein  weisses  Mittelfeld  der  Vflgloberseite,  sondern  an  dessen  Stelle  eine 
kaum  merkliche  Aufhellung.  Die  schwarzen  Augen  der  Hflgl  sind  schmaler  gelb  geringelt  als  beim  ?.  Hflgl¬ 
unterseite  mit  einer  metallischen,  silberglänzenden  Submarginalbinde  und  einer  ebensolchen  Peripherie  des 


Ausgegeben  22.  II.  1911. 


ARGYRONYMPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


297 


kleinen  Apical-  und  des  doppelt  so  grossen  Analauges.  —  nephthys  subsp.  nov.  wurde  von  Merk  im  .Jahre  nephthys. 
1899  in  der  Milnebai  und  November  bis  März  1904  05  am  Aroafluss  aüfgefunden.  Von  Gestalt  kleiner  als 
osyris,  zeigt  sie  naturgemäss  auch  kleinere  Ocellen  der  Htlgl,  die  nur  unmerklich  und  dunkler  braun  ge¬ 
ringelt  sind.  Das  weisse  Basalfeld  der  Htlgl  ist  fast  quadratisch,  reicht  nicht  über  die  Zelle  hinaus,  und  ist 
gelblichgrau  überschattet.  Auf  der  Unterseite  der  Vtlgi  wird  die  weisse  Medianregion  durch  die  ausgedehntere 
Distalzone  stark  zurückgedrängt.  —  frenus  subsp.  nov.  nähert  sich  osyris  durch  bedeutendere  Grosse  und  ist  / remis. 
differiert  von  nephthys  durch  ein  etwas  ausgedehnteres  weisses  Basalfeld  der  Hflgloberseite,  und  unterseits 
durch  breitere  grauschwarze  und  metallische  Binden.  Britisch  Neu-Guinea  auf  Höhen  über  2000  m.  November 
bis  Februar. 

H.  hathor  spec.  nov.  nähert  sich  in  beiden  Geschlechtern  der  serapis  von  Dorey,  ist  aber  von  dieser  hathor. 
und  namentlich  auch  von  isis  isis  leicht  zu  unterscheiden  durch  das  sehr  breite,  aber  kurze,  bereits  an  der 
Zellwand  der  Hflgl  in  die  Grundfarbe  übergehende  weisse  Feld.  Analocellen  der  Htlgl  schmäler  als  bei  isis. 

Britisch  Neu-Guinea,  Januar  und  Februar,  von  Meek  gesammelt. 

H.  aroa  Beth.-Bak.  ist  eine  besonders  stattliche  und  ausgezeichnete  Species,  kenntlich  durch  die  aroa. 
sehr  breite  rein  weisse  Einlage  der  Vflgl,  ein  distal  spitzes,  weit  über  die  Zelle  hinausführendes  blendend- 
weisses  Feld  der  Htlgl.  Beide  Geschlechter  differieren  von  allen  bekannten  Hypocysta  durch  das  Fehlen 
jeder  gelblichen  Peripherie  der  Hflglocellen ,  die  oberseits  dadurch  sehr  schmal  erscheinen.  Britisch  Neu- 
Guinea,  vom  oberen  Aroafluss.  Flugzeit  März -April.  —  serapis  subsp.  nov.  ist  die  Rasse  von  Holland.  Neu-  serapis. 
Guinea,  deren  cf  sich  der  isis  nähert  durch  gelbliche  statt  weisse  Einbettungen  der  Vflgl.  2  mit  viel  schmälerem 
weissen  Feld  auf  beiden  Flügeln,  das  auf  der  Unterseite  nicht  wie  bei  aroa  in  die  Zelle  der  Vflgl  eindringt. 

Dorey,  Holl.  Neu-Guinea. 

H.  haemonia  ist  bisher  nur  von  den  Aru-Inseln  und  dem  gegenüberliegenden  Holl.  Neu-Guinea  be-  haemonia. 
kannt.  Drei  Ortsformen  verdienen  Erwähnung:  fenestrella  subsp.  nov.  (98 d)  aus  Sekar,  Holl.  Südwest-Neu-  fenestrella. 
Guinea,  die  durch  aufgehellte  Vtlgi  und  schmälere  schwarze  dreipunktige  Ocellen  der  Htlgl  ab  weicht  von 
haemonia  Hew.  der  Aru-Inseln,  deren  2  vom  cf  nur  durch  rundlicheren  Flügelschnitt  und  etwas  ausgedehntere 
dreiteilige  schwarze  Ocellen  der  Hflgl  und  deren  breitere  gelbbraune  Peripherie  differiert.  Flugzeit  (nach 
einer  Angabe  von  Kühn)  September.  —  pelusiota  subsp.  nov.  ist  eine  distinkte  Form  von  der  Humboldtbai.  pelusiota. 
Holl.  Neu-Guinea,  fast  ein  Drittel  grösser  als  haemonia-d,  auch  auf  den  Hflgln  aufgehellt,  ein  graugelbes 
Basalfeld  aufweisend.  2  mit  grauweisser,  sehr  breiter  Medianzone  aller  Flügel.  Unterseite  mit  fast  doppelt  so 
breiten  Silberbinden  als  haemonia,  die  innerste  auch  nach  innen  deutlich  braun  begrenzt.  Flugzeit  September- 
Oktober,  von  W.  Doherty  entdeckt.  Typen  im  Tring-Museum. 

H.  leucomelas  B.  u.  J.  (93  d)  wird  von  ihren  Autoren  zum  Genus  Platypthima  gestellt,  doch  scheint  leucomelas. 
sie  besser  zu  den  übrigen  Hypocysta  zu  passen,  wie  zu  ornata  R.  u.  dem  Typus  der  Gattung  Platypthima, 
den  wir  t.  99  c  abbilden.  Die  Unterseite  differiert  von  allen  bekannten  papuanisclien  Hypocysta  durch  das 
Fehlen  jedweder  Apicalocelle  der  Hflglunterseite  und  das  rundliche  statt  oblonge  Analauge.  Britisch  Neu- 
Guinea,  Aroafluss,  selten. 


6.  Gattung:  Argyronympha  Math. 

Die  vermutlich  einzige  Species  dieser  reizenden  Gruppe  verdient  ihren  Namen  »Silbernymphe«  durch 
das  prächtige  Geschmeide,  das  in  Gestalt  von  metallisch  glänzenden,  schön  geschwungenen  Binden  und  fein 
verteilten  Strichen  die  Unterseite  aller  Flügel  der  zahlreichen  Inselrassen  dekoriert.  Die  Grundfarbe  der  Ober¬ 
seite  wechselt  von  Hellgelb  bis  zu  Schwarzbraun,  je  nach  der  Lokalität.  Mit  den  Hypocysta,  deren  östliche 
Fortsetzung  das  Genus  tatsächlich  bedeutet,  haben  sie  die  drei  aufgeblasenen  Hauptadern  der  Vtlgi  und  das 
Fehlen  sekundärer  Duftpinsel  der  Hflgl  gemeinsam.  Zelle  der  Vtlgi  etwas  kürzer,  der  rücklaufende  Sporn  in 
der  Zelle  ebenfalls  zurückgebildet.  Zelle  der  Hflg-l  über  ein  Drittel  kürzer.  Untere  Discocellulare  kaum  halb 
so  breit  als  bei  Hypocysta  und  zwar  auf  beiden  Flügeln,  also  Differenzen  genug,  um  die  bisher  durch  keine 
wissenschaftliche  Diagnose  begründete  Gattung  gelten  zu  lassen.  Die  Arten  sind  nicht  selten,  anscheinend 
leicht  zu  fangen  und  scheinen,  je  weiter  sie  auf  ihren  abgegrenzten  Fluggebieten  nach  Osten  vorgerückt 
sind,  von  desto  hellerem  Kolorit  zu  sein.  Riebe  schreibt  über  die  Lebensweise :  Die  Vertreter  dieser  Gattung, 
die  ich  nur  auf  den  Salomons-Inseln  fing,  sind  kleine,  zarte  Tiere,  die  den  dichten  Wald  lieben,  meistens 
wird  man  sie  dort  finden,  wo  durch  eine  Süsswasserquelle  einige  Feuchtigkeit  geschaffen  ist.  Die  Falter 
setzen  sich  mit  zusammengelegten  Flügeln,  indes  die  metallische  Unterseite  weithin  leuchtet,  auf  die  Blätter 
der  niederen  Sträucher  ungefähr  in  Manneshöhe.  Der  Flug  der  zarten  Tiere  ist  langsam  und  schwerfällig, 
es  ist  ein  Flattern  von  Strauch  zu  Strauch.  Die  Schuppen  sitzen  nur  sehr  lose  auf  den  Flügeln  fest,  so 
dass  man  nur  wenige  gute  Stücke  erbeutet.  Häufig  fand  ich  die  Tiere  niemals,  wenn  sie  auch  überall  im 
W  aide  einzeln  anzutreffen  sind.  A.  pulchra  ist  ein  sehr  variables  Tier,  denn  auf  den  Shortlands-Inseln  fing 
ich  Stücke,  die,  was  die  Oberseitenfärbung  anbelangt ,  dicht  an  rubianensis  und  andererseits  an  uleva  heran¬ 
kommen.  pulchra  und  rubianensis  sind  gut  getrennte  Formen,  uleva  ist  aber  nur  eine  zufällige  dunkle 
Aberration.  Bekannt  ist  pulchra  von  den  Shortlands-Inseln  (Alu,  Fowi,  Munia,  Tauro,  Tanua)  Xord-Ghoiseul, 
Bougainville,  Treasury,  rubianensis  von  Neu-Georgien. 

IX 


38 


298 


ERYCINIDIA;  PIERIDOPSIS.  Von  H.  Fruhstorfeb. 


pulchra. 

iileva. 

adnstata. 

argentaria. 

denya. 

vella. 

rubianensis. 

rendova. 

guizona. 

ugiensis. 

yanuta. 


gracilis. 


virgo. 


A.  pulchra  Math.  (93 f),  von  der  Treasury- Insel  beschrieben,  führt  oberseits  einen  sehr  breiten 
schwarzen  Aussensaum  der  Vflgl,  die  nur  an  den  Beinen  unmerklich  gelbbraun  aufgehellt  erscheinen  und 
auch  da  dicht  schwärzlich  überpudert  sind.  Hflgl  gleiclnnässig  schwarz.  —  uleva  Sm.  ist  nach  der  Abbildung 
beurteilt  eine  relativ  grosse  Form  mit  stark  verdunkelter  Oberseite,  deren  Basis  dunkelrotbraun  gefärbt  und 
distal  weniger  scharf  vom  schwarzen  Randsaum  abgegrenzt  ist.  Unterseite  rötlichgrau,  die  rotbraune  Trans- 
cellularbinde  schmäler  als  bei  pulchra.  Von  der  Insel  Ulava,  durch  Woodford  entdeckt.  —  adustata  suhsp.  nov. 
dürfte  das  melanotischste  bekannte  Extrem  der  pulchra  darstellen,  von  Meek  auf  Choiseul,  einer  der  deutschen 
Salomonsinseln,  gefunden.  Das  schwarze  Randgebiet  verdeckt  fast  die  ganze  Flügeloberfläche  und  lässt  nur 
eine  schmale  dunkel  rauchbraune  Basalpartie  frei.  Hflgl  auch  beim  ?  fast  ganz  schwarz,  Unterseite  weisslich- 
grau.  Type  im  Tring-Museum.  —  argentaria  suhsp.  nov.  von  Isabel,  den  deutschen  Salomonen,  führt  bereits 
einen  ausgedehnten  hell  ockergelben  Basalteil  aller  Flügel,  erscheint  aber  unterseits  dunkler  grau  bestäubt  als 
adustata,  auch  ist  die  Submarginalbinde  der  Vflgl  sowie  die  gelben  Makeln  der  Hflgl  mehr  aufgehellt.  Type 
im  Tring  Museum.  —  denya  suhsp.  nov.  wurde  von  Ribbe  auf  der  Shortlandinsel  entdeckt ,  differiert  von 
argentaria  durch  lichter  braunes  Basalgebiet  der  Vflgl,  dunkler  graue  Bestäubung  und  fahlere  gelbe  Binden 
der  Unterseite.  —  vella  suhsp.  nov.,  das  hellste  Extrem  der  Species,  die  dunkel  lederbraune  Basalpartie  erheb¬ 
lich  verbreitert,  die  ganze  Zelle  ausfüllend,  Unterseite  wesentlich  differenziert,  Basalregion  auf  den  Vflgln 
dunkel  ockergelb  statt  grau,  Hflgl  lichter.  Der  Metallschmuck  der  Hflgl  blau,  statt  silberglänzend,  sowohl 
die  Schwarz-  wie  die  Gelbfleckung  bedeutend  vermindert.  Flugzeit  Februar,  Vella-Lavella,  von  Meek  ge¬ 
fangen.  Type  im  Tring-Museum.  —  Je  weiter  der  Fundort  nach  Osten  gelegen  ist,  desto  lichter  werden 
die  Formen,  so  übertrifft  rubianensis  Sm.  bereits  vella  erheblich  an  Ausdehnung  und  Aufhellung  des  gelb¬ 
lichen  Basalgebiets  der  Vflgl,  während  die  Unterseite  der  Hflgl  analog  pulchra,  jene  der  Vflgl  gleichwie  vella 
gefärbt  ist.  Insel  Rubiana.  —  rendova  suhsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Rendova  und  zeigt  breiteren  schwarzen 
Distalsaum  der  Hflgloberseite,  eine  dunklere  und  mehr  gelblichgraue  Innenhälfte  der  Hflglunterseite.  Flug¬ 
zeit  Februar.  guizona  suhsp.  nov.  ist  oberseits  mehr  rötlich  und  noch  ausgedehnter  gelb  überzogen  als 
rendova  und  rubianensis ,  die  Medianpartie  der  Vflglunterseite  dunkler  rotbraun,  die  Hflgl  basalwärts  weisslich- 
grau.  Insel  Gnizo,  November.  Type  im  Tring  Museum. 

A.  ugiensis  Math.,  deren  Speciesrang  noch  zweifelhaft  erscheint,  differiert  von  pulchra  durch  das 
Fehlen  der  schwarzen  Umrahmung  der  Hflgloberseite,  das  Ausfallen  der  gelben  und  der  inneren  Silberbinde 
der  Vflglunterseite.  Insel  Ugi,  von  ihrem  Autor  entdeckt.  —  yanuta  suhsp.  nov.  ist  die  Form  der  östlichsten 
britischen  Saloinonsinsel  San  Ghristoval,  die  dort  im  April  von  Meek  gesammelt  wurde.  Unterseite  der  Vflgl 
rötlich  ockergelb.  Hflgl  graugelb  mit  rötlichgelber  Discalbinde.  Der  anale  Silberfleck  der  Hflgl  distal  nur 
hellgelb,  aber  nicht  schwarz  begrenzt  wie  bei  allen  ^»w/cAra-Rassen ,  und  alle  bei  pulchra  braunen  Streifen 
und  Makeln  hellgelb. 

7.  Gattung:  Erycinidia  B.u.J. 

Geäder  nach  Angaben  der  Autoren  des  Genus  jenem  von  Hypncysta  ähnlich.  Die  vordere  Mediane 
etwas  näher  der  unteren  Radiale  als  der  mittleren  Mediane.  Hflgl  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen,  etwa 
wie  bei  Dodona  und  den  südamerikanischen  Corades.  Auch  den  Lamprolenis  durch  den  Schnitt  der  Hflgl 
genähert.  Augen  nackt.  Bisher  nur  cf  cd  einer  Species  bekannt,  doch  sind  noch  Verwandte  aus  Deutsch 
und  Holländisch  Neu-Guinea  zu  erwarten. 

E.  gracilis  B.  u.J.  (99  c),  eine  merkwürdige  Species,  die  im  Flügelschnitt  an  indische  Eryciniden  und 
sogar  an  die  südamerikanischen  Corades  erinnert,  während  die  Zeichnung  der  Unterseite  etwa  an  Lethe 
(. Zophoessa )  gemahnt.  Unterseite  dunkelbraun  mit  violettgrauen  Aufhellungen.  An  der  Zelle  der  Vflgl  eine 
kurze  breite  gelblichweisse  Binde,  ferner  ein  gelblicher  Submarginalstreifen,  der  den  ganzen  Flügel  durch¬ 
zieht.  Apex  mit  drei  kleinen  runden  Ocellen.  Hflgl  mit  einer  gezackten  schwärzlichen  Subbasallinie,  einer 
etwas  geraderen  Medianbinde  und  sechs  gelblichschwarz  geäugten  Ocellen.  Britisch  Neu-Guinea,  aus  2000  m 
Höhe  bekannt.  November  bis  Februar. 

8.  Gattung:  Eieridopsis  B.u.J. 

Auch  die  Erschliessung  dieser  merkwürdigen  Gattung  ist  den  »leading  entomologists  of  Europe« 
zu  danken  und  kommt  durch  deren  Freundlichkeit  hier  zum  ersten  Male  zur  Abbildung.  Flügel  stumpf,  deren 
Struktur  in  der  Hauptsache  analog  jener  von  Hypocysta,  doch  ist  die  Zelle  beider  Flügel  wesentlich  kürzer. 
Vordere  Discocellulare  der  Vflgl  gewinkelt,  hintere  Radiale  unterhalb  diesem  Winkel  entspringend.  Hflgl 
dreieckig,  der  Gostalrand  infolgedessen  sehr  breit  resp.  lang.  Augen  nackt.  Von  Erycinidia  leicht  zu 
unterscheiden  durch  die  eingeschränkte  Zelle  der  Hflgl,  sonst  sehr  nahestehend. 

P.  virgo  B.  u.  J.  (99  b).  Unterseite  dunkel  olivenfarbig.  Vflgl  bis  zur  Zellmitte  weiss,  mit  einem 
breiten  weissen  Medianband  und  vier  kleinen ,  weissgekernten  Augen ,  die  beiderseits  von  einer  grauen 
Linie  umrandet  werden.  ?  unterseits  dunkler  als  das  cf,  die  weisse  Basalpartie  auf  einen  schmalen  Streifen 
längs  der  Submediane  reduziert.  Hflgl  des  c f  mit  zwei  Bändern,  die  ein  Y  formen,  und  einer  Reihe  von 


PLATYPTHIMA ;  HARSIESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


299 


5  Ocellen,  von  denen  nur  die  weissen  Pupillen  deutlich  hervortreten.  ?:  Hflgl  unterseits  vorherrschend 
schwarz  mit  einem  gelben  Discallleck.  Vflgllänge  25  mm.  Bisher  nur  ein  Pärchen  bekannt,  von  Meeic  im 
Aroa-Gebiet  entdeckt. 

9.  Gattung:  Platyptliima  R.u.J. 

Gleichfalls  nahe  Hypocysta  und  demgemäss  auch  Argyronympha ,  in  den  Hauptzügen  mit  derselben 

Struktur.  Augen  behaart.  Flügel  kurz  und  breit.  Das  Genus,  dessen  Type  die  abgebildete  ornata  vor¬ 
stellt,  umfasst  auch  einige  Species,  deren  Zugehörigkeit  aus  Mangel  an  Material  noch  nicht  bestimmt 

nachgewiesen  werden  konnte.  Bisher  nur  drei  sichere  Arten  bekannt,  die  alle  das  Britische  Neu-Guinea 
bewohnen. 

P.  ornata  R.u.J.  (99c).  Unterseite  der  Vflgl  einfarbig  braun,  Hflgl  aber  mit  bunter  Zeichnung,  ornata. 
deren  Verteilung  etwas  an  gewisse  Pedaliodes  von  Südamerika  erinnert.  Jenseits  der  Zelle  ein  sparren¬ 
artiger  gelblicher  Streifen,  distal  von  einem  ebensolchen,  aber  rotbraunen  begrenzt.  Zwei  grössere  runde 

schwarze  weisspunktige  Ocellen  mit  rötlicher  Peripherie  im  Submarginalfeld.  Hflgl  ausserdem  noch  mit  einer 

violetten,  metallisch  schimmernden  Medianbinde  und  einem  ebensolchen  Subterminalstreifen.  Aus  2000  m 
Höhe.  Flugzeit  November  bis  Februar. 

P.  Simplex  R.  u.  J.  Körper  und  Oberseite  der  Flügel  wie  bei  ornata,  die  weisse  Zone  der  Vflgl  simplex. 
jedoch  nach  aussen  mehr  abgerundet,  die  schwarze  Admarginallinie  der  Hflgl  von  der  ersten  Mediane 

an  etwas  deutlicher  heraustretend.  Unterseite:  Vflgl  leicht  purpurn  angehaucht,  aber  keine  Spur  von 
Augenflecken,  an  deren  Stelle  eine  feine  Wellenlinie  tritt,  die  von  einem  olivenfarbigen  Streifchen  begrenzt 

wird.  Hflgl  dicht  beschuppt,  von  der  Basis  bis  zum  Zellapex,  dann  eine  bindenartige  olivenfarbige 

Medianregion,  die  aussen  von  einer  schwarzen  und  einer  metallischen  Linie  begleitet  wird.  Ausserdem  noch 
ca.  5  Ocellen  und  eine  metallische  Admarginalbinde.  Vflgllänge  ca.  18 — 20  mm.  Nur  2  cfcf  bekannt  vom 
Aroa-Gebiet. 

P.  decolor  R.  u.  J.  Körper  oben  dunkelbraun,  eine  breite  laterale  Linie  an  den  Palpen  und  hinter  decolor. 
dem  Auge  cremefarben.  Flügel  oben  braun,  Vflgl  in  der  Basalhälfte  der  Zelle  dicht  behaart.  Unterseite: 

Vflgl  mit  dunklem  Apex,  einer  schmalen,  geknickten,  cremefarbenen  Binde  und  drei  kleinen  Ocellen.  Hflgl 
dunkel  olivfarben,  mit  cremeweissen  und  schokoladefarbenen  Schuppen  bestreut,  gleichfalls  einer  gelblich- 
weissen  Binde,  die  eine  andere  schmälere  berührt,  und  vier  weissgekernte  Ocellen.  Vflgllänge  20  mm,  nur 
cfcf  der  reizenden  Species  bisher  aufgefunden.  Fundort  ebenfalls  das  obere  Flussgebiet  des  Aroa.  Britisch 
Neu-Guinea. 


10.  Gattung:  Harsiesis  gen.  nov. 

Die  einzige  sichere  Species  dieser  bisher  unbeachteten  Gattung  war  mit  Hypocysta  vereinigt,  von  der 
sie  aber  durch  breitere  Zellen  beider  Flügel,  die  längere  obere  Discocellulare  der  Vflgl  leicht  zu  trennen  fällt. 
Ausserdem  zweigen  bei  Harsiesis  zwei  Subcostaläste  weit  vor  dem  Zellende  ab ,  bei  Hypocysta  deren  nur 
einer,  während  der  zweite  dem  Zellapex  direkt  entspringt.  Die  sehr  lange  untere  Discocellulare  der  Vflgl 
tiefer  nach  innen  gebogen,  nicht  fast  geradlinig,  cf  führt  ausserdem  3  Haarbüschel  am  Costalrand  der  Zelle 
und  an  der  Submediane  der  Hflgl,  die  den  Hypocysta  fehlen.  Präcostale  gerade,  distal  nicht  ausgebogen  wie 
bei  Hypocysta.  Bisher  nur  aus  dem  Papuagebiet  bekannt  und  anscheinend  wie  Hypocysta  nicht  einmal  auf 
die  östlichen  Satelliten  von  Neu-Guinea  übergehend. 

H.  hygea,  von  der  drei  Zweigrassen  zu  registrieren  sind,  noctula  sabsp.  nov.  (93 d),  die  oberseits  noctuta. 
gleichartiger  dunkel  blaugrau  gefärbt  ist  als  hygea  von  den  Aru-Inseln.  Das  Subanalauge  der  Hflgl- 
unterseite  ist  viel  kleiner  als  bei  hygea.  Deutsch  Neu-Guinea,  sehr  selten.  Flugort  mehr  die  Vorberge,  Flug¬ 
zeit  Januar.  —  hygea  Hew.  Oberseits  von  noctula  verschieden  durch  bleicher  graue,  deutlich  abgegrenzte  hygea. 
Apicalregion  der  Vflgl.  Die  silberfarbene  Medianbinde  der  Hflglunt  er  seife  kaum  halb  so  breit  als  bei  noctula- 
Bisher  nur  von  den  Aru-Inseln  erwähnt,  anscheinend  nicht  mehr  auf  die  Key-Inseln  übergehend.  Oberthür 
registriert  eine  verwandte  Form  von  Andai  bei  Dorey  auf  Holl.  Neu-Guinea.  —  jobina  subsp.  nov.  ist  die  jobina. 
am  markantesten  ausgebildete  geographische  Unterart.  Oberseite  transparent,  hell  schiefergrau,  in  der  Zelle 
mit  prächtigem  blaumetallischem  Schimmer.  Unterseite  der  Vflgl  mit  einer  breiten  weisslichen  Medianzone, 
die  metallische  Schmuckbinde  durch  die  grossen  Ocellen  stark  verdrängt  und  verschmälert.  Insel  Jobi. 

H.  hecaerge  Hew.,  aus  Neu-Guinea  beschrieben  und  gewiss  sehr  selten,  da  sie  seit  Wallace  und  hecaerge. 
Hewitson’s  Zeiten  (also  den  fünfziger  und  sechziger  Jahren  des  vorigen  Jahrhunderts)  nicht  mehr  nach 
Europa  gekommen  ist  und  die  Type  Hewitson’s  vielleicht  das  einzige  bekannte  Exemplar  darstellt.  ?  unter¬ 
seits  von  hygea  Hew.  abweichend  durch  rundlichere  Flügel  und  das  Vorhandensein  einer  grossen  Apical- 
ocelle  der  Hflglunterseite ,  so  dass  die  rotbraune  Binde  ein  Doppelauge  umschliesst.  Vflgl  heller  grau  als 
bei  hygea-9-,  mit  einer  sehr  breiten  fahlgelben  Binde,  die  sich  unterseits  wiederholt.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen, 
dass  sich  hecaerge  nur  als  eine  bleiche  Aberration  der  hygea  entpuppt.  Holländisch  Neu-Guinea. 


300 


ZIPOETIS:  CALLEREBIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


scyllax. 

saitis. 


narasingha. 


mani. 

kalinda. 

shallada. 

hyagriva. 

nirmala. 

intermedia. 

cashapa. 


11.  Gattung:  Zipoetis  Heu-. 

Ein  anscheinend  nahe  dem  Aussterben  befindliches  Genus,  das  ausserhalb  der  Grenzen  des  indischen 
Kaiserreiches  noch  nicht  entdeckt  wurde,  wohl  aber  aus  Tonkin  noch  zu  erwarten  ist. 

Strukturell  schliessen  sich  die  Zipoetis  ( Zipoetis  auct.)  den  Coenonympha  an,  doch  ist  nur  die  Costal- 
ader  angeschwollen,  während  sonst  noch  geringe  Unterschiede  bestehen,  z.  B.  ist  die  mittlere  Discocellulare 
der  Vllgl  kürzer  als  die  geradestehende  untere  Discocellulare.  Auf  den  Hflgln  ist  die  Präcostale  bemerkens¬ 
wert  ,  deren  Spitze  basalwärts  ,  nicht  wie  bei  anderen  Genera  nach  aussen  gerichtet  ist.  Nur  zwei  Arten, 
die  beide  selten  sind. 

Z.  scyllax  lietc.  (94  c),  oberseits  schwarz  mit  etwas  lichterem  Aussensaum,  den  2  Anteterminallinien 
durchziehen.  Auf  der  Hflglunterseite  ist  die  vordere  Ocelle  doppelt  gekernt.  Ein  seltener  Schmetterling, 
der  von  Sikkim  bis  Tenasserim  verbreitet  ist  und  die  heissen  Täler  bewohnt  ,  anscheinend  nirgends  über 
1000  nr  hinaufgeht.  Die  Flugzeit  ist  vom  April  bis  November,  und  die  Gewohnheiten  der  Species  sind  die¬ 
selben  wie  bei  den  Ypthima. 

Z.  saitis  Jlew.  verirrt  sich  niemals  in  die  Sammlungen  des  Kontinents,  mir  in  natura  unbekannt, 
und  in  den  Bergen  Süd-Indiens  von  300  — 1000  m  vorkommend.  Als  Flugzeit  sind  die  Monate  April  bis 
September  erwähnt.  Oberseite  schwarz  mit  weissen  schräggestellten,  beim  ?  etwas  breiteren  Subapical-  resp. 
Submarginalbinden,  Unterseite  mit  ähnlich  wie  bei  scyllax  verteilten,  aber  mehr  in  die  Zellmitte  gerückten 
Augen,  von  denen  das  obere  das  grössere  ist.  Rp  auf  Ochlandra  stridula  (Thwaites). 

Erebien-Gruppe. 

Diese  auf  paläarktischem  Boden  dominierende  Gruppe  entsendet  nur  wenige  Repräsentanten  in  das  süd¬ 
liche  China  und  die  Südabhänge  des  Himalaya. 


12.  Gattung:  Callerebia  Btlr. 

Von  Erebia  differenziert  durch  die  breitere  Zelle  der  Vflgl,  die  nur  schwach  gewinkelte  mittlere  Disco- 
cellulare  und  die  fast  gerade  und  querstehende  untere  Discocellulare.  Die  Präcostale  steht  genau  am  Ursprung 
der  Subcostalis  und  auch  sonst  ist  die  Htlglstruktur  von  Erebia  abweichend  durch  die  gleich  lange  mittlere 
und  untere  Discocellulare,  von  denen  erstere  bei  Erebia  viel  kürzer  ist.  Die  Lebensweise  und  Verbreitung 
ist  Bd.  1,  p.  93  bereits  besprochen. 

C.  narasingha  Moore  ist  einer  der  seltensten  indischen  Falter,  und  obgleich  schon  seit  1857  beschrieben, 
wurde  er  erst  einmal  wieder  gefunden,  und  zwar  bei  Bernardmyo,  Oberbirma,  nahe  der  Grenze  von  Yunnan 
auf  5400  Fuss  Erhebung  über  dem  Meere.  Oberseits  gleicht  die  Art  etwa  der  Erebia  cyclopius  Ev.  (Bd.  1, 
Taf.  35  c),  doch  ist  sie  kleiner  und  unterseits  der  Ypthtma  megalomma  Btlr.  (Bd.  1,  Taf.  34  c)  und  noch  mehr  der 
1.  megalia  Nicer.  ähnlich,  und  so  kam  es,  dass  sie  von  Moore  ursprünglich  auch  als  Ypthima  aufgefasst  und 
diesem  Genus  angegliedert  wurde.  Vllgl  mit  einer  schwarzen,  zweifach  gekernten,  gelb  geringelten  Apical- 
zelle,  Hflgl  einfarbig  grau,  fein  schwarz  gestrichelt  und  sonst  ohne  Spur  einer  Zeichnung  oder  von  Ocellen. 

C.  mani  Nicev.  (Bd.  1,  p.  110)  ähnelt  oberseits  der  im  Paläarktenteil  abgebildeten  fasciata  Heiv.  (Bd.  1. 
Taf.  35  e)  und  geht  die  rote  Zone  der  Vflgl  nicht  auf  die  Hflgl  über.  Die  Art  steigt  in  Ladak  (Kaschmir) 
bis  13  000  Fuss  hinauf. 

C.  kalinda  Moore  gleicht  oberseits  etwas  der  maracanclica  Ersch.  (Bd.  1,  Taf.  35  e),  nur  sind  die  rötlichen 
Stellen  der  Oberseite  gelblicher  und  weniger  breit  ausgelaufen.  Vllgl  Unterseite  mit  Ausnahme  der  Costal- 
und  Submarginalregion  rotbraun,  Ocelle  grösser,  heller  gelb  umrandet  als  bei  maracanclica ,  Htlgl  grau¬ 
braun,  mit  sehr  zahlreichen,  auf  ziemlich  gleichen  Abstand  verteilten  zierlichen  Submarginalpunkten.  Von 
9  — 13  000  Fuss  im  westlichen  Himalaya,  lokal,  aber  stellenweise  nicht  selten.  Niceville  fand  sie  am 
Nilangpass  in  16  000  Fuss  Höhe. 

C.  shallada  Lang  (Bd.  1,  Taf.  35  b)  ist  etwas  grösser  als  kalinda  Moore,  die  rötlichbraunen  Flecken  der 
Oberseite  beider  Flügel  kleiner  und  satter  gefärbt  und  scharf  abgetrennt  vom  Vflglauge.  Die  Iris  der  Ocelle 
weniger  deutlich.  Aus  dem  Tale  des  oberen  Ganges,  von  ca.  2000 — 2500  m  auf  grasigen  Abhängen.  Häutig 
im  Mai  bei  Dalhousie,  und  dort  selbst  im  dicken  Walde  und  neben  kalinda  fliegend. 

C.  hyagriva  Moore  (Bd.  1,  p.  110),  stellenweise  sehr  gemein,  bei  Mussoorie,  aber  nur  im  August, 
September  an  grasigen  Berglehnen,  auch  in  Kaschmir  und  dem  Kumaon-Himalaya,  doch  dort  lokal  und  selten. 

C.  nirmala  Moore  (93  f)  wurde  bereits  im  Paläarktenteil  besprochen.  Im  West-Himalaya  sehr  häufig, 
trifft  man  sie  dort  sowohl  in  feuchten  wie  felsigen  Gegenden,  und  von  1000 — 2500  m  Erhebung.  Sie  ist 
auch  an  wolkigen  und  selbst  regnerischen  Tagen  unterwegs.  —  Als  intermedia  Moore  (Bd.  1,  Taf.  35  b)  ist 
eine  Form  beschrieben  mit  deutlichen  Medianocellen  der  Hflglunterseite  und  als  cashapa  Moore  wurde  die 


COENONYMPHA;  ARGYROPHENGA ;  ERITES.  Von  H.  Fruhstorfer.  BOI 

Kaschmirform  abgetrennt,  bei  der  4  Ocellen  dicht  nebeneinander  stehen  und  am  meisten  den  Charakter 
einer  Regenzeitform  zur  Schau  tragen.  Rp  auf  Gräsern,  braun,  fein  quergestreift.  Pp  ebenso  gefärbt,  mit 
einem  grossen  dorsalen  Höcker  und  ventralem  tiefem  Einschnitt  vor  den  Abdominalsegmenten. 

C.  daksha  Moore  (93  f)  steht  der  nirmala  nahe,  doch  ist  sie  kleiner  als  diese,  wie  schon  im  Paläarkten- 
band,  p.  94,  erwähnt.  Oberseite  dunkel  weinrot.  Selten  und  lokal  in  Kaschmir,  von  7 — 9000  Kuss  Höhe 
vom  Juni  bis  August  tliegend. 

C.  scanda  Koll.  (Bd.  1,  p.  94,  Taf.  35a).  Unterseite  der  Htlgl  vorherrschend  grau,  im  westlichen 
Himalaya  vom  Juli  bis  September  überall  gemein,  auch  von  Kaschmir  bekannt.  Fluggebiet  von  5  —  1 1000  Fuss, 
schwärmt  mit  Vorliebe  während  der  heftigsten  Regenzeit,  im  feuchten  Walde  auf  nassen  Stellen  sitzend  oder 
im  Farrengebiisch  sich  versteckend. 

C.  annada  ist  die  grösste,  variabelste  und  zugleich  am  weitesten  verbreitete  Species  des  Genus.  Rp 
und  Pp  differieren  nicht  wesentlich  von  jenen  der  C.  nirmala  Moore.  —  annada  Moore  (Bd.  1,  p.  93,  Taf.  35  a) 
kann  als  die  Regenzeitform  des  westlichen  Himalaya  aufgefasst  werden,  von  der  hybrida  Btlr.  (Bd.  1,  Taf.  35  a) 
allenfalls  eine  kleinere  Form  der  trockenen  Periode  darstellt.  Beide  bewohnen  Regionen  von  4 — 7000  Fuss, 
wo  sie  vom  Juni  bis  September  an  trockenen  Bergabhängen  überall  häufig  erscheinen.  orixa  Moore  (Bd.  1. 
Taf.  34  f)  ist  die  gut  geschiedene  geographische  Form  des  östlichen  Himalaya,  und  dort  von  Khasia-Hills  bis 
Manipur  vorkommend.  Durch  die  grosse  schwarze,  rot-  oder  gelbbraun  umringelte  Apicalzelle  der  Vtlgl  lehnt 
sich  orixa  bereits  an  polyphemus  Oberth.  (Bd.  1,  Taf.  34 f)  an,  die  im  westlichen  China  zu  den  gewöhnlichsten 
Schmetterlingen  zählt. 

13.  Gattung:  CoeilOliymplia  Hbn.  {=  Lijela  Swinli.) 

Dieses  Genus,  bisher  der  indischen  Fauna  fremd,  scheint  sich  langsam  nach  Osten  zu  verbreiten,  denn 
durch  Swinhoe  wird  es  bereits  aus  Beludschistan  gemeldet.  Es  ist  nur  eine  Species  von  dort  bekannt,  auf  welche 
Swinhoe  ein  eigenes  Genus  errichtete,  das  er  mit  Erebia  vergleicht,  von  dem  er  jedoch  angibt,  dass  die  Struktur 
mit  Cocnonyrnpha  identisch  sei.  Über  die  Gattung  vgl.  weiter  Bd.  I,  p.  143 — 147,  Taf.  48  und  Bd.  5,  Taf.  50. 

C.  myops,  vom  Achaltekke-Gebiet  und  dem  Alai  verbreitet,  zerfällt  in  drei  Ortsrassen:  myops  Stgr. 
(Bd.  1,  p.  143).  Vtlgl  mit  grossem  Apicalauge,  Htlgl  mit  dunkler  Mittelbinde.  Von  Ala-Tau  und  Alai. 
tekkensis  Stgr.  (Bd.  1,  Taf.  48  b)  hat  ein  noch  grösseres  Apicalauge  und  eine  verdunkelte  Mittelbinde  der 
Htlgl.  —  maemahoni  Swinh.  schliesst  sich  den  beiden  Rassen  an.  Oberseits  einförmig  braun,  nahezu  schwarz, 
bei  einigen  efef  und  unterseits  noch  dunkler  als  oben.  Vtlgl  mit  einem  grossen  schwärzlichen,  runden  Fleck 
mit  breitem  dunkelorangefarbenem  Ring.  Manchmal  trägt  diese  Ocelle  einen  weissen  Kern.  ?  hat  etwas 
längere  Flügel,  die  infolgedessen  schmäler  erscheinen,  und  ist  leichthin  bleicher  als  das  cf.  Aus  Quetta  in 
Beludschistan. 

14.  Gattung:  Argyroplienga  Dbl. 

Nahe  mit  Erebia  verwandt,  von  dieser  aber  durch  die  kurzen  Fhlr,  die  langen  Palpen  und  den 
langen  Körper  differenziert  und  strukturell  dadurch,  dass  alle  Subcostaläste  jenseits,  also  distal  vom  Zellapex 
entspringen.  Nur  eine  Species  bekannt,  die  in  ihren  Gewohnheiten  und  im  Fluge  durchaus  den  subalpinen 
Erebien  gleicht  und  Neu-Seeland  bewohnt,  wo  sie  auf  einer  Ebene  im  Süden  durch  P.  Earl  entdeckt  wurde. 

A.  antipodum  Dbl.  (93  g)  gleicht  oberseits  einer  Erebia  stygne  0.,  nur  führt  sie  ausgedehntere  und 
heller  rote  Felder  um  die  grösser  weiss  gekernten  Ocellen,  von  denen  jene  der  Vtlgl  zwei  Punkte,  jene  der 
Htlgl  nur  je  einen  aufweisen.  Beide  Flügel  sind  von  einer  braunen,  scharf  abgesetzten  Randbinde  um¬ 
zogen.  Neu-Seeland. 

Satyrus-Gruppe. 

Die  zahlreichen  Species  dieser  Gruppe  bilden  einen  erheblichen  Bestandteil  der  paläark tischen  Fauna,  be¬ 
sonders  der  mediterranen  Gebiete.  In  den  asiatischen  Tropen  aber  treten  sie  zurück  und  nur  wenige  hierher¬ 
gehörige  Genera  sind  zu  registrieren,  von  denen  die  meisten  die  Peripherie  der  paläarktischen  Zone  streifen. 

15.  Gattung:  Erites  Westw.*) 

Durch  die  Genitalien  resp.  Klammerorgane  ist  diese  ziemlich  isolierte  Gattung  in  gewisse  Beziehung 
gebracht  mit  den  europäischen  Pararge.  Die  Valve  ist  schmal,  nach  vorne  stumpf  abgeschrägt,  der  Uncus 
lang,  mit  sehr  feinen  spitzen  zarten  lateralen  Spangen.  Vom  Vtlgl  ist  nur  die  Gostale  aufgeblasen,  die 
Zelle  lang  und  schmal,  fast  2/s  her  Flügellänge  einnehmend,  durch  eine  kurze  obere,  eine  mässig  gewinkelte 
mittlere  und  eine  gerade,  nur  wenig  längere  untere  Discocellulare  geschlossen.  Die  distal  stark  gezackten 
Htlgl  führen  eine  basal  gerichtete  Präcostale.  Sekundäre  Geschlechtsmerkmale  fehlen,  die  bei  den  efef  nur 
unterseits  gelben  Zeichnungselemente  erscheinen  bei  den  ¥?  auch  oberseits  gelbgefärbt.  Füsse  der  cf  cf  kurz, 
haarig,  jene  der  ??  länger,  schlanker,  unbehaart.  Allen  Arten  gemeinsam  ist  eine  Transparenz  beider  Flügel. 

*)  Die  Gattung  Bagadia  steht  den  Erites  morphologisch  durch  die  Gestalt  der  Klammerorgane  näher  als  den  Myea- 
lesiden,  denen  wir  sie,  andern  Autoren  folgend,  einreihten. 


daksha. 

scanda. 

annada. 

hybrida. 

orixa. 

polyphemus. 


myops. 

tekkensis. 

maemahoni. 


antipodum. 


302 


ERITES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  Falter  bewohnen  das  makromalayische  Gebiet  mit  einer  Abzweigung  nach  Tenasserim  und 
Tonkin,  gehen  aber  ostwärts  nicht  über  Bali  hinaus.  Jugendstadien  unbekannt.  Die  Erites  scheinen  die 
Ebene  dem  Gebirge  vorzuziehen,  auf  Java  traf  ich  sie  nicht  über  600  m  und  die  Tonkinform  auf  ungefähr 
derselben  Höhe. 

Der  Flug  ist  schwach,  niedrig  und  wird  oft  durch  Ruhepausen  unterbrochen,  wo  die  Tiere  sich  mit 
gefalteten  Flügeln  auf  niedere  Blätter  setzen  oder  nach  Art  gewisser  Mycalesis  selbst  auf  dem  Erdboden 
und  zwischen  dürrem  Laub  dahinhuschen. 

E.  medura,  die  grösste  und  farbenreichste  Species  und  zugleich  die  am  Kontinent  am  weitesten  ver¬ 
breitete,  weil  eine  Zweigrasse  aus  Cachar  beschrieben,  von  mir  auch  in  Tonkin  aufgefunden  wurde,  medura  be¬ 
wohnt  zudem  Birma  und  Java  gemeinsam,  sie  muss  also  in  Perak  oder  sonstwo  auf  der  Malay.  Halbinsel  noch 
entdeckt  werden,  spricht  aber  von  neuem  wieder  für  die  einstige  Landverbindung  von  Hinterindien  mit  Java, 
in  diesem  Falle  sogar  mit  Anschluss  von  Sumatra  und  Borneo,  die  schon  separiert  gewesen  sein  musste,  als 
medura.  medura  von  Java  nach  Cachar  oder  wahrscheinlicher  umgekehrt  auszuwandern  vermochte.  —  medura  Horsf., 
die  zuerst  entdeckte  Species  des  Genus,  ist  längs  der  Südküste  der  Insel  Java  einer  der  häufigsten  Falter,  der 
zu  Ende  der  Regenzeit,  Februar-März ,  in  grossen  Massen  aufzutreten  beginnt,  den  lichten  Wald  liebt  und 
längs  des  Weges  an  sonnigen  Tagen  leicht  gefangen  werden  kann.  In  Ost-Java  ist  medura  häufiger  als  im 
Westen  der  Insel  und  Doherty  erzählte  mir,  dass  er  die  zierliche  Species  an  den  Südabhängen  des  Vulkans 
Semem,  Ost-Java,  in  überraschender  Menge  angetroffen  habe.  Über  600  m  geht  medura  aber  nicht  ins  Ge¬ 
birge  hinauf,  medura  ist  sofort  ohne  langes  Zusehen  an  dem  Verhalten  der  Ocellenreihe  der  Hflgloberseite 
zu  erkennen;  dieselbe,  aus  fünf  Ocellen  bestehend,  zeigt  folgende  Anordnung:  zuerst  ein  winziger,  kaum 
erkennbarer  kostaler  Augentleck  und  dann  vier,  sich  berührende,  dick  schwarz  gekernte  und  breit  gelb  um¬ 
ringte,  gleich  grosse  Ocellen,  welche  in  dieser  Form  und  Färbung  nur  bei  medura  und  Subspecies  Vor¬ 
kommen;  die  Gleichgrösse  und  das  Anschmiegen  der  Ocellen  ist  das  Charakteristikum  für  medura.  Ausser¬ 
dem  ist  der  Analocellus  des  Vflgls  in  beiden  Geschlechtern  gross  und  prominent  und  schlägt  so  stark  auf 
der  Oberseite  durch,  dass  er  eigentlich  auch  dieser  Seite  angehört,  er  zeigt  aber  höchstens  beim  ?  und  bei 
Ost-Javastücken  die  Spur  einer  weissen  Pupille;  über  ihm  stehen  auf  der  Flügelunterseite  immer  nur  drei 
kleine,  auch  auf  der  Oberseite  deutlich  sichtbare  Ocellen,  ein  sehr  konstantes  Verhalten,  welches  auch  bei 
Prüfung  einer  grossen  Serie  keine  Variation  zeigt;  alle  anderen  Arten  besitzen  vier  kleine  Ocellen.  Der 
grosse  Ocellus  des  Vflgls  hat  auf  der  Flügelunterseite  eine  lebhaft  silberglänzende  Pupille,  welche  genau  im 
Zentrum  steht.  Das  discale,  innere  Band  ist  gerade,  zeigt  aber  genau  da,  wo  es  vom  Medianstamme  ge¬ 
schnitten  wird,  eine  Einschnürung;  das  mediane  äifssere,  bei  cf  und  ?  auch  auf  der  Oberseite  deutlich  gelb 
durchschlagende  Band  zeigt  nahe  dem  Analrande  genau  in  der  Mitte  zwischen  unterstem  Medianaste  und 
Submediana  ein  kleines  Knie  nach  aussen,  welches  bei  antjiäaris  völlig  fehlt.  Die  Marginallinien  sind  sehr 
gut  entwickelt.  Das  ?  unterscheidet  sich  vom  cf  durch  hellere  Grundfarbe,  grösseres  Ausmass,  breitere 
Flügel  und  grössere  Ocellen.  Ost-Javastücke  —  ich  besitze  solche  aus  Malang  —  sind  bedeutend  heller 
und  das  mediane,  äussere  Band  der  Hllglunterseite  hat  in  seiner  Mitte  ungefähr  über  dem  dritten  Median¬ 
aste  nur  eine  sehr  undeutliche,  schwarze  Begrenzung,  zeigt  sogar  Neigung,  mit  dem  gelben  Hofe  der  zu¬ 
nächststehenden  Ocellen  drei  und  vier  zusannnenzufliessen.  medura  ist  von  Doherty  (de  Nice viele,  Journ. 
As.  Soc.  Beng.  B.  66,  1897,  p.  679)  auch  auf  Bali  gefangen  worden,  der  Rekord  des  Genus  nach  Osten; 
meinem  Fänger,  der  zwei  Monate  auf  der  Insel  tätig  war,  ist  sie  entgangen;  sie  dürfte  die  Eigentümlichkeit 
falcipennis.  der  Ost-Javanen  verstärkt  zeigen  (Martin).  —  falcipennis  W.-Mas.  u.  Nicev.  (93  e)  ist  eigentlich  nur  eine 
vergrösserte  medura  mit  noch  stattlicherem  Ocellus  der  Vflgl,  über  dem  genau  wie  bei  medura  drei  kleinere 
Augen  zusammenstehen.  Das  ?  führt  noch  kompletter  kreisförmige  und  noch  breiter  gelb  umringelte  Augen 
aller  Flügel  und  die  gelbe  Winkelbinde  der  Hflgloberseite  ist  ebenso  deutlich  wie  bei  medura -?.  falcipennis 
roduntata.  ist  aus  Cachar  nach  einem  Exemplar  der  Trockenzeit  beschrieben  (93  e  1),  während  als  roduntata  Nicev.  die 
Regenzeitform  benannt  wurde,  von  der  wir  (93 e  2)  ein  ?  darstellen,  das  sich  aus  Tenasserim  in  meiner 
Sammlung  befindet.  Die  Form  falcipennis  fing  ich  selbst  in  mit  der  MooßE’schen  Darstellung  (Lepidoptera 
Indica  II,  t.  121,  fig.  3  u.  3  a)  identischen  Exemplaren  in  Zentral -Tonkin  bei  Ghiem-Hoa,  August-September. 
Beide  medura- Rassen  führen  gemeinsam  vier  gleichgrosse,  sich  berührende,  stark  gelb  umrandete  Augen- 
tlecken  der  Oberfläche  der  Hflgl,  durch  welche  sie  leicht  zu  trennen  sind  von  den  Ausläufern  einer  gleich¬ 
falls  auf  dem  Kontinent  vorkommenden,  aber  kleineren  Species,  nämlich 

E.  argentina,  die  auf  der  Hflgloberseite  5  weit  getrennt  stehende  Augen  zeigt,  die  vom  Analwinkel 
nach  der  Costalgegend  zu  an  Grösse  abnehmen.  Allen  Formen  gemeinsam  sind  dann  noch  4  kleine  Augen 
der  Vflglunterseite,  die  nahezu  gleich  gross  sind,  da,  wo  wir  bei  angularis  und  medura  deren  nur  3  subapicale 
argentina.  Ocellen  vorfinden.  -  argentina  Btlr.  (93 e  als  ines  bezeichnet)  ist  die  Rasse  des  nördlichen  Borneo,  die  Type 
stammte  von  der  Insel  Labuan,  dem  Kohlenhafen  des  Sultanats  Brunei.  Sie  ist  auffallend  hell  und  gleicht 
ines.  viel  mehr  der  javanischen  fruhstorferi  (93 e)  als  ines  Frühst.  (93 e  als  argentina  bezeichnet)  vom  Süden  und 
Südosten  der  Rieseninsel  Borneo,  ines  wiederum  steht  viel  näher  der  Perak-Unterart  und  der  Form  von 
delia.  Sumatra,  als  der  eigenen  Schwesterrasse  aus  dem  Norden  Borneos.  —  delia  Mart,  von  Perak  und  Sumatra, 
auch  von  Banka  bekannt,  ist  unterseits  dunkler  grau  und  führt  etwas  schmälere  braune  Längsbinden  als 


ERITES.  Von  H.  Fruhstorfer.  303 

ines,  und  unterscheidet  sich  hauptsächlich  dadurch  von  Stücken  von  Lafouan  und  Borneo,  dass  auf  der  Htlgl- 
unterseite  das  nach  aussen  gut  schwarz  konturierte,  mediane  Band  nie  so  nahe  zum  vierten,  kleinsten  Ocellus 
tritt,  vielmehr  besteht  immer  noch  ein  Rest  Grundfarbe  zwischen  Band  und  C  dlus;  die  beiden  Bänder  der 
Htlglunterseite  konvergieren  auch  nicht  so  stark  mit  ihren  Analenden  am  Flügelrande,  wie  das  bei  typischen 
Stücken  der  Fall  ist.  Nach  11  cf  cf  und  2??  aus  Deli  an  der  Nordostkiiste  Sumatras  von  Martin  beschrieben, 
auch  aus  der  Umgebung  von  Padang  in  Anzahl  in  Kolk  Fkuhstorfer.  — -  fruhstorferi  Mart.  (98 e)  von  der  fruhstorferi. 
im  gleichen  Gebiete  fliegenden  medura  sofort  durch  die  getrennt  stehenden,  an  Grösse  abnehmenden  Ocellen 
des  Hflgls  und  durch  deutlich  4  kleine  Ocellen  über  dem  grossen  Analocellus  des  Vflgls  zu  unterscheiden. 

Gelber,  heller  und  kleiner  als  typische  argentina  und  delia,  die  Unterseite  beider  Flügel  entbehrt  die  schwach 
violett  glänzenden  Töne,  das  »purplish«  der  englischen  Autoren,  wie  es  die  schon  aufgeführten  Formen  sehr 
deutlich  zeigen;  die  Bänder  sind  gelb  und  nicht  braun,  das  mediane,  äussere,  winklig  gebrochene  besitzt 
aber  einen  nur  der  Java-Subspecies  eigenen  Charakter,  einen  nach  innen  dem  Zellrande  folgenden  gelben 
Sporn,  welcher  da,  wo  das  Band  den  Zellrand  verlässt,  diesen  auf  eine  kleine  Strecke  begleitet,  das  discale, 
gerade  Band  aber  nicht  erreicht.  Dass  Java  mit  seiner  reichen  Fauna  mehr  als  eine  Eritesart  beheimaten 
würde,  war  a  priori  zu  erwarten.  Nach  einem  cf  aus  Süd-  und  einem  2  aus  Westjava;  in  der  FRUHSTORFER’schen 
Sammlung  in  Genf  befinden  sich  noch  weitere  Exemplare;  das  Tierchen  muss  übrigens  ziemlich  selten  sein, 
denn  in  zahlreichen  Schmetterlingssendungen  aus  Sukabumi,  welche  ich  genau  durchgesehen  habe,  fanden 
sich  viele  medura ,  aber  noch  nie  eine  fruhstorferi  (Martin). 

E.  angularis  führt  als  Hauptcharakteristikum  das  innere  Band  der  Hflgl  winklig  gebrochen.  Apex 
der  Vflgl  etwas  sichelförmig  ausgezogen,  im  Analwinkel  der  Vflgl  ein  grosser  Ocellus,  und  darüber  entlang 
dem  Flügelrande  4  kleinere  Augen,  die  jedoch  bei  der  Trockenzeitform  ausfallen,  aber  auch  sonst  ab  und 
zu  fehlen  können.  —  Zwei  Zweigrassen:  angularis  Moore ,  Type  von  Obertenasserim  aus  3 — 5000  Fuss  Höhe,  angularis. 
ausserdem  von  Pegu  bekannt,  sind  in  meiner  Sammlung  durch  eine  grosse  Serie  von  Exemplaren  aus  Perak 
vertreten.  Die  Trockenzeitform  wurde  von  mir  an  der  siamesisch-birmesischen  Grenze,  nahe  Kanburi,  West- 
Siam  im  April  gefunden.  —  pseudofalcipennis  form.  nov.  Bei  ihr  schimmert  der  Analocellus  der  Vflgl  nur  pseudo- 
schwach  nach  oben  durch,  und  die  Lhitei’seite  gleicht  der  abgebildeten  falcipennis  (93  e),  nur  ist  das  Auge  falcipenms. 
der  Vflgl  und  dessen  gelbe  Peripherie  spitz  oblong,  und  die  Hflglocellen  ein  wenig  grösser.  —  sumatrana  sumatrana. 
Mart.  Eine  Lokalform  von  etwas  dunklerem  Kolorit,  besonders  der  Unterseite  der  Vflgl  steht  natürlich 
typischen  angularis  von  der  malayischen  Halbinsel  sehr  nahe,  ist  aber  ein  im  allgemeinen  entschieden  dunkleres 
Tier;  das  mediane,  äussere  Band  des  Hflgls  schlägt  beim  2  nur  wenig  auf  der  Oberseite  gelb  durch  und 
dann  nur  auf  kurze  Entfernung  entlang  dem  Zellapex,  während  bei  typischen  $2  dieses  Band  in  seiner  ganzen 
Länge  auf  der  Oberseite  gelb  erscheint;  von  den  5  Ocellen  der  Hflgloberseite  sind  in  beiden  Geschlechtern 
deutlich  der  zweite  und  fünfte  die  grössten,  während  bei  angularis  vom  Kontinente  der  vierte  und  fünfte 
den  grössten  Durchmesser  zeigen;  die  über  dem  grossen  Analocellus  des  Vflgls  stehenden  4  kleinen  Ocellen 
sind  meist  komplett,  nie  fehlt  der  oberste,  costale,  selten  nur  der  vierte  unterste;  beim  cf  zeigen  sich  auf 
der  Vflglunterseite  die  schwarzen  Marginallinien  ganz  deutlich,  während  sie  bei  kontinentalen  Stücken  nur 
mühsam  erkannt  werden.  In  Nordost-Sumatra  war  diese  Art  unter  den  drei  dort  lebenden  Er  des  weitaus 
die  häufigste. 

E.  elegans  eine  hübsche,  ihren  Namen  mit  Recht  tragende  Art;  unterscheidet  sich  sofort  und  auf 
den  ersten  Blick  von  allen  anderen  Erites  durch  das  Fehlen  des  grossen  Analocellus  des  Vflgls,  auf  dessen 
Unterseite  5  ungefähr  gleich  grosse  oder  besser  gleich  kleine  Ocellen  stehen.  Auch  die  Bänder  des  Vflgls, 
sehr  deutlich  auf  der  Oberseite  sichtbar,  bieten  eine  Eigentümlichkeit,  indem  sie  beide,  völlig  parallel  ver¬ 
laufend,  eine  bestimmte  Konvexität  gegen  die  Flügelbasis  besitzen;  bei  allen  anderen  Erites  ist  das  innere 
Band  ziemlich  gerade  und  nur  das  äussere  zeigt  dem  grossen  Analocellus  ausweichend  eine  gegen  die  Fliigel- 
hasis  gerichtete  Konvexität.  Das  discale  innere  Band  des  Hflgls  ist  gerade  wie  bei  allen  Arten  mit  Aus¬ 
nahme  von  angularis ,  das  mediane,  äussere  Band  aber  ist  doppelt  gebrochen,  das  erstemal  ungefähr  über  der 
Mitte  des  zweiten  Subcostalastes,  das  zweitemal  über  der  Basis  des  obersten  Medianastes;  gleiches  Verhalten 
an  genau  gleicher  Stelle  zeigt  nur  dasselbe  Band  von  angularis.  Infolge  der  Beugung  des  Bandes  über 
dem  zweiten  Subeostalaste  konvergiert  das  Ende  des  Bandes  am  Costalrande  des  Hflgls  stark  mit  dem  Ende 
des  discalen,  inneren  Streifens  und  sucht  bei  gespannten  Stücken  mehr  die  Verbindung  mit  dein  inneren  Bande 
des  Vflgls  als  mit  dem  eigentlich  entsprechenden,  äusseren,  ein  Verhalten,  das  sich  hei  angularis  nicht  findet. 

Das  2  von  elegans  ist  grösser  als  das  cf,  hat  breitere  Flügel,  die  Bänder  des  Vtlgls  sind  auch  auf  der  Ober¬ 
seite  sehr  deutlich;  auf  der  Hflgloberseite  ist  das  äussere  Band  distinkt  gelb  und  die  Ocellen  besitzen  breiteren, 
leuchtend  gelben  Rand;  der  oberste,  costalste  Ocellus  der  Hflglserie  ist  auf  der  Oberseite  nicht  mehr  zu  er¬ 
kennen,  während  er  beim  cf  nicht  völlig  verschwindet.  Eine  weitere  weibliche  Eigentümlichkeit  der  3  mitt¬ 
leren  Ocellen  der  Hflglserie  besteht  darin,  dass  die  schwarzen  Kerne  nicht  genau  im  Zentrum  stehen,  sondern 
exzentrisch  nach  dem  Flügelrande  gerückt  sind,  so  dass  die  Augen  ein  komisches,  schielendes  Ansehen  er¬ 
halten  (Martin).  —  Zwei  geographische  Rassen  sind  abzusondern,  die  eben  beschriebene  elegans  Btlr.  (93  e)  elegans. 
aus  Nord-Borneo,  die  in  2  Exemplare  aus  Südost-Borneo  in  Koll.  Fruhstorfer  vertreten  ist  und  nach  Shelford 
auch  in  Sarawak  vorkommt,  wo  sich  vielleicht  eine  Jjokalrasse  thetis  Sh  elf.  ausgebildet  hat.  Sicher  ver-  thetis. 


304 


XENICA.  Von  H.  Frlhstorfer. 


distincta.  schieden  von  elegans  ist  aber  distincta  Mart,  aus  Sumatra.  Diese  steht  typischen  elegans  sehr  nahe,  ist  aber 
sofort  daran  zu  erkennen,  dass  auf  der  Hflglunterseite  die  beiden  Bänder  sich  älter  dem  Discoidalaste  be¬ 
rühren,  während  sie  bei  Borneost  ticken  weit  getrennt  verlaufen;  der  den  beiden  Winkeln  nach  aussen  ent¬ 
sprechende  Winkel  nach  innen  berührt  nahezu  den  äusseren  Rand  des  inneren  Bandes,  distincta  ist  ausser¬ 
dem  grösser  und  vielleicht  um  eine  Nuance  dunkler  als  typische  elegans.  Nach  zwei  cf  cf  und  sechs  ??  aus 
Deli,  Nordost-Sumatra.  Es  ist  sicher  auffallend,  dass  auf  dem  verhältnismässig  kleinen  Gebiete  von  Deli  drei 
verschiedene  Erites- Arten  zusammenfliegen  und  man  könnte  deshalb  annehmen,  dass  gerade  hier  alle  für 
Erites  nötigen  Bedingungen  aus  Klima  und  Flora  sich  besonders  günstig  vereinen;  anderseits  ist  nicht  aus¬ 
geschlossen,  dass  auch  auf  anderen  Plätzen  im  indo-malayischen  Gebiete  Erites  gleich  reichlich  vertreten  ist, 
dass  aber  die  wenig  auffallenden  Tiere,  keine  für  den  Handel  passende  Augenreisser,  sich  der  Beobachtung 
und  Erbeutung  entzogen  haben.  Eine  elegans- Form  von  der  malayischen  Halbinsel  dürfte  sich  wohl  noch 
einstellen  (Martin). 


16.  Gattung:  Xenica  We  st u\  (=  Argynnina,  Geitoneura  Btlr.). 

Mit  diesem  Genus  beginnt  ein  Trio  von  Gattungen,  die  nur  in  Australien  und  Tasmanien  Vorkommen 
und  gemeinsam  die  eigentümliche  gelbbraune  Färbung  zeigen,  die  etwas  an  unsere  Pararge  megera  (Bd.  l,Taf.  45  d) 
erinnert,  dort  aber  als  das  Resultat  der  Anpassung  an  die  Umgebung  gelten  muss.  Vom  Vflgl  sind  zwei 
Hauptadern  cystös  (die  Mediane  und  die  Submediane),  während  die  Costale  unverändert  bleibt,  wodurch 
Xenica  sich  von  der  nachfolgenden  Gattung  Heteronympha  leicht  unterscheidet,  die  drei  Hauptadern  auf¬ 
geblasen  hat.  Obere  Discocellulare  sehr  klein,  mittlere  nach  innen  gebogen  und  so  lang  als  die  untere. 
Präeostale  der  Hflgl  kurz,  knopfförmig.  Die  Zelle  schief  abgeschlossen.  Es  sind  etwa  9  Species  bekannt. 

achanta.  X.  achanta  Don.  (93  c)  ist  die  häufigste  Art  des  Genus  und  von  Süd -Australien  und  Neu-Südwales 

bis  zum  südlichen  Queensland  verbreitet.  Unterseite  der  Vflgl  wie  oberseits,  die  graue  Hflglunterseite  aber 
prächtig  marmoriert  durch  zartbraune  Makeln  der  verschiedensten  Formierung,  zwischen  denen  die  beiden 
fast  gleichgrossen,  aber  weit  getrennt  stehenden  Ocellen  stehen.  Vor  dem  Distalrand  noch  zwei  dünne¬ 
braune  Längsbinden.  2  relativ  selten,  grösser  und  lichter  gelb  als  das  cf. 

k/ugi.  X.  klugi  G  ner.  (93c),  eine  kleinere  und  viel  seltenere  Art,  führt  oberseits  kräftigere  schwarze  Längs¬ 

und  Querbinden  und  auf  den  Hflgln  kleinere  Augen.  Unterseits  sind  bei  der  Trockenzeitform  der  Apex  der 
Vflgl  und  die  Htlgl  grau  mit  dunklerem,  ins  Braune  ziehendem  Aussensaum  und  einem  fast  schwarzen, 
quadratischen  Medianfleck.  Bei  der  Regenzeitform  ist  der  Medianfleck  bindenartig  verlängert,  durchzieht 
den  ganzen  Flügel  und  die  Ocellen  der  Oberseite  wiederholen  sich  deutlich.  Vom  südlichen  Australien  und 
Tasmanien. 

hobartia.  X.  hobartia  Westw.  (93  c)  wird  stets  neben  klugi  gefunden  und  auch  geographisch  deckt  sich  das 

Verbreitungsgebiet  der  beiden.  Die  Unterseite  differiert  von  jener  der  Trockenzeitform  der  klugi  durch  deut¬ 
lichere  schwarze  Zellflecken  der  Vflgl  und  den  mehr  nach  hinten  gerückten  Querfleck  der  Hflgl,  die  sonst 
von  rotbrauner  Färbung  und  fein  grau  marmoriert  erscheinen. 

tasmanica.  X.  tasmanica  Lyell  ist  eine  Species,  die  mir  nur  durch  Waterhouse,  Catalogue  Rhop.  Austr.,  1903, 

bekannt  ist  und  nur  auf  Tasmanien  vorkommt. 

kershawi.  X.  kershawi  Misk.  (93  c)  führt  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  zwischen  fein  zerteilten  Längsbinden 

ebensolche,  aber  mit  silberglänzenden  Schuppen  belegte  Streifen.  Die  Ocellen  sind  äusserst  zierlich,  das 
Apicalauge  der  Vflgl  dem  Verschwinden  nahe.  Sehr  lokal,  nur  von  Victoria  und  Neu-Südwales  bekannt.  — 
ella.  Als  ella  Oliff.  ist  eine  Trockenzeitform  der  interessanten  Species  beschrieben ,  die  Waterhouse  als 
Varietät  registriert. 

lathoniella.  X.  lathoniella  West ic.  (93  c)  hat  rundlichere  Flügel  als  kershawi,  oberseits  vorherrschend  gelbbraun, 

weil  die  schwarzen  Längsbinden  kürzer  bleiben  als  bei  kershawi.  Die  Zeichnung  der  Hflgl  mehr  ins  Breite 
als  in  die  Länge  gezogen.  Silberbinden  der  Unterseite  spärlicher,  aber  ausgedehnter.  Der  Name  lathoniella 
ist  jedenfalls  wegen  der  Ähnlichkeit  dieser  Xenica  mit  der  europ.  Argynnis  lathonia  L.  sehr  geschickt  ge- 

orichroa.  wählt.  —  orichroa  Meyr.  ist  eine  Gebirgsform  der  lathoniella  und  paludosa  Luc.  eine  insulare  Rasse  von 
paludosa.  Tasmania.  Verbreitung  der  lathoniella  nur  in  Victoria  und  Neu-Südwales. 

correae.  X.  correae  Olliff  ist  das  2  (und  fulva  Oll.  das  cf)  einer  seltenen  Art,  die  erst  1S89  entdeckt  wurde 

fulva.  unci  aus  Victoria  und  Neu-Südwales  gemeldet  wird.  Mir  in  natura  unbekannt,  mit  feiner  Medianbinde  der 
Unterseite  und  kleinen  Analocellen. 

lepera.  X.  lepera  Heu:,  von  Tasmania  ist  mir  gleichfalls  nur  nach  der  Abbildung  bekannt,  bewohnt  aus¬ 

schliesslich  Tasmanien  und  schliesst  sich  in  der  Grösse  etwa  der  kershawi  und  lathoniella  an.  Oberseite 
dunkler  braun  mit  gelblicher  Basalhälfte,  die  leicht  braun  beschuppt  ist.  Vflgl  mit  einem  kleinen  schwarzen 
Querfleck  am  Zellschluss.  Hflgl  mit  einer  gewinkelten  gelben  Medianbinde.  Unterseite:  Vflgl  mit  breitem 


Ausgegeben  23.  11.  1311. 


HETERONYMPHA;  ENODIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


305 


schwarzem  Apicalbezug,  der  durch  einen  gelben  Streifen  in  zwei  Hälften  zerlegt  wird.  Hflgl  braun  mit 
einer  in  der  Mitte  scharf  basalwärts  gerichteten  gelblichen  Binde,  unter  der  zwei  sein-  kleine  schwarze 
Augenflecken  stehen. 

17.  Gattung:  MEeteroiiymplia  Wattengr.  (=  Hipparchioides  Btlr.). 

Dieses  prächtige,  scharf  umgrenzte  Genus  gleicht  in  der  Grundfärbung  seiner  wenigen  Species  den 
Xenica,  und  dadurch  wiederum  unserer  Pararge  megera ,  und  ist  ausgezeichnet  durch  den  sexuellen  Dimor¬ 
phismus  seiner  Arten.  Im  Gegensatz  zu  Xenica  sind  alle  drei  Hauptadern  der  Vflgl  verdickt.  Durch  die 
Regelmässigkeit  des  Abschlusses  der  kurzen  Htlglzelle  differiert  Heteronympha  zunächst  von  Xenica  und  allen 
sonst  benachbarten  Genera  der  »SchyrMs- Gruppe.  Alle  bekannten  Arten  bewohnen  Australien  und  das  gegen¬ 
überliegende  Tasmania. 

H.  merope  F.  {=  oenomais  Hbn.,  archemor  Godt.)  (49  b)  ist  eine  zu  vielen  Tausenden  auftretende  nterope. 
äusserst  gemeine  Species,  deren  sexuelle  Heterophormose  die  Abbildung  veranschaulicht.  Wie  die  bereits 
besprochenen  Xenica  ist  aber  auch  merope  eine  äusserst  konstante  Art,  was  für  deren  hohes  geologisches 
Alter  und  ihre  dadurch  bereits  erfolgte  Erstarrung  in  der  Ausbildung  sprechen  dürfte.  Abgesehen  davon, 
dass  die  schwarze  Querbinde  der  ??  manchmal  etwas  verstärkt  oder  geschwächt  erscheint ,  und  einer  nur 
geringfügigen  Aufhellung  oder  Verdunkelung  der  rotbraunen  Grundfarbe,  fällt  bei  grossen  Serien  keinerlei 
Abweichung  von  der  Norm  auf.  Unterseite  der  cf  cf  monoton  graubraun  mit  einigen  feinen  rotbraunen 
Wellenlinien  der  Hflgl;  Unterseite  der  Htlgl  der??  sandfarben,  grau,  in  der  Mitte  mit  einer  dunkleren 
Schattenbinde.  Von  Süd-Australien  bis  zum  südlichen  Queensland.  —  suffusa  Skuse  von  Victoria  und  Neu-  suffnsa. 
Südwales  scheint  einer  Trockenzeitform  anzugehören,  sie  ist  nur  von  Victoria  gemeldet.  —  duboulayi  Btlr.  dnbou/ayi. 
ist  eine  westaustralische  Lokalrasse,  mir  nur  aus  Butlers  Beschreibung  bekannt,  der  sie  abtrennt  wegen 
der  etwas  veränderten  Flügelform  und  abweichender  Stellung  der  Binden  und  Linien,  der  kleineren  Ocelle 
der  Vflgl  und  der  grösseren  der  Hflgl.  Hflglunterseife  mit  nur  einem  Augenfleck.  —  salazar  subsp.  nov.  salazar. 
ist  eine  kleine  und  dunkle  Inselrasse,  die  Butler  schon  1866  von  Tasmania  vermeldete.  —  Rp  bräunlich, 
an  Grasbüscheln,  bei  Tag  an  den  Wurzeln  verborgen;  Pp  in  losem  Gespinst  an  der  Erde. 

H.  philerope  Bsd.,  von  West- Australien  bis  Victoria  und  Neu-Südwales  vorkommend,  auch  von  Tas-  philerope. 
mania  bekannt,  ist  sehr  nahe  mit  merope  verwandt,  und  das  cf  differiert  nur  durch  die  mehr  longitudinal 
statt  horizontal  gerichteten  schwarzen  Binden  der  Vflgl,  die  zugleich  reiner  schwarz  und  schärfer  abgesefzt 
erscheinen.  Das  ?  führt  drei  statt  einer  Subapicalmakel ,  und  eine  breite  schwarze  zusammenhängende  und 
nur  in  der  Medianpartie  tief  ausgebuchtete  Umrahmung  der  Hflgl  mit  feinen  schwarzen  Wellenlinien  jenseits 
der  Zelle  und  einer  schmalen  Distalverbrämung,  die  einen  schwarzen  Zahn  nach  der  Mitte  der  zweiten 
Mediane  entsendet.  Unterseite  ähnlich  merope  mit  schwärzlichen  Schatten  in  der  Flügelmitte. 

H.  mirifica  Btlr.  (—  digglesi  Misk.)  von  Sydney  bis  Brisbane  vorkommend,  aber  in  europäischen  mirifica. 
Sammlungen  sehr  selten,  ist  eine  ausgezeichnete  Species  mit  schwarzer  Oberseite.  Vflgl  von  einer  zweimal 
gewinkelten  gelbbraunen  Binde  durchzogen  und  mit  einem  nicht  allzu  grossen,  nahezu  quadratischen  Sub- 
apicalfleck  besetzt.  Hflgl  mit  einer  kleinen  weissgekernten  Subanalocelle.  Unterseite  wie  oben,  nur  mit 
einer  fein  marmorierten  Apicalpartie  der  Vflgl.  Hflgl  unterseits  wie  bei  merope,  doch  mit  zwei  sehr  kleinen 
Subanalocellen. 

H.  banksi  Leech  (=  gelanor  Godt.,  affinis  Luc.)  ist  mir  nur  aus  der  Beschreibung  Godart’s  bekannt,  banksi. 
der  seinerseits  wiederum  nur  das  ?  kannte.  Waterhouse  nennt  Neu-Südwales,  Victoria  und  Brisbane  als 
Heimat.  Oberseite  braunschwarz  mit  gelblichen  Makeln.  Die  Vflgl  tragen  davon  sechs,  darunter  zwei  sub- 
apicale  und  vier  schräggestellte  im  Discus.  Die  Htlgl  führen  fünf,  darunter  eine  sehr  grosse  subanale  Ocelle, 
über  der  vier  andere  kleinere  nahe  dem  Analrand  stehen.  Vflglunterseite  mit  einer  kleinen  Apicalocelle  auf 
aschgrauem  Grunde.  Hflgl  grauviolett  schimmernd  mit  zwei  kleinen  Subanalocellen. 

H.  paradelpha  Lower  von  den  südlichen  Provinzen  Australiens  ist  in  einer  uns  unzugänglichen  paradelpha. 
australischen  Zeitschrift  beschrieben  und  mir  in  natura  unbekannt. 

H.  cordace  Hbn.,  etwa  1832  in  den  Zuträgen  beschrieben  und  abgebildet,  liegt  mir  nicht  vor.  cordace. 
Waterhouse  erwähnt  sie  von  Victoria  und  Neu-Südwales.  Gleicht  auf  der  Oberseite  der  Xenica  achanta, 
doch  ist  die  schwarze  Zeichnung  dicker,  fast  wie  bei  Xen.  hobarta.  Von  letzterer  ist  sie  aber  durch  die 
Hflglunterseife.,  (nicht  rindengrau,  sondern  ockergelb-fleckig,  und  mit  den  Ocellen  wie  achanta)  leicht  zu 
unterscheiden. 

18.  Gattung:  Faiadia  Btlr. 

Diese  Gattung  müsste  richtig  als  »Tisiphone  Hbn .«  bezeichnet  werden,  da  gar  kein  Zweifel  darüber 
bestehen  kann,  dass  die  wirkliche  Type  aus  Australien  stammt.  Da  aber  in  Bd.  5,  Seite  184,  der  Name 
bereits  unrichtig  für  ein  südamerikanisches  Genus  ( Manataria  Kby.)  angewandt  ist,  so  kann  der  Name  hier 
nicht  nochmals  gebraucht  werden  und  wir  beschränken  uns  darauf,  hier  auf  den  richtigen  Sachverhalt  hin¬ 
zuweisen,  der  bei  künftigen  Bearbeitungen  Berücksichtigung  finden  sollte.  —  In  der  Grösse  den  Heteronympha 

IX  39 


306 


LAMPROLENIS;  MANIOLA.  Yon  H.  Fruhstorfer. 


abeona. 


rawnsleyi. 

joanna. 


Helena. 


nitida. 


davendra. 

latistigma. 

brevistigma. 

tenuistigma. 

cheena. 

kashmirica. 


nahestehend,  differiert  Tisiphone  in  der  Hauptsache  durch  die  dunklere,  fast  vorherrschend  schwarze  Grund¬ 
färbung  der  wenigen  und  seltenen  Arten,  und  die  noch  mehr  als  bei  Xenica  scharf  gewinkelte  mittlere  Disco- 
cellulare  der  Htlgl.  —  Keine  der  bisher  beschriebenen  Species  verlässt  den  Kontinent  von  Australien. 

T.  abeona  Don.  (=  zelinde  Hbn)  (94b).  Eine  äusserst  variable  Species,  kein  Stück  gleicht  dem 
anderen,  wodurch  sich  die  Formen  der  Tisiphone  auch  erheblich  von  den  Heteronympha  entfernen.  Die  Unter¬ 
seite  ist  noch  prächtiger  als  die  Oberfläche  der  Flügel,  da  die  Htlgl  von  einer  breiten,  distal  fein  zerfaserten, 
rein  weissen  Binde  durchzogen  werden  und  die  Ocellen  mit  ihrer  deutlichen,  dunkelroten  Iris  noch  markanter 
hervortreten.  Aus  Sydney  liegen  mir  cf  cd  vor,  bei  denen  die  Binde  zu  einer  feinen  weissen  Linie  zurückgebildet 
ist,  und  als  rawnsleyi  Misk.  ist  eine  Fehlfärbung  benannt,  bei  der  die  Binde  völlig  ausfällt.  —  joanna  Bttr., 
einer  der  schönsten  Schmetterlinge  Australiens  und  des  gesamten  Ostens,  lässt  sich  bei  aller  Koloritverschieden¬ 
heit  auf  Grund  der  Jugendstadien  nicht  von  abeona  spezifisch  abtrennen.  Alle  Flügel  werden  von  gelben 
Längsbinden  auf  schwarzgrünem  Grunde  durchzogen.  Vflgl  mit  grossen  blauen  Ocellen,  die  auf  den  Hflgln 
sehr  klein  werden,  aber  eine  breite  rote  Umringelung  aufweisen.  —  Rp  grün  mit  gerundetem  Kopfe  und 
2  Analspitzen;  an  Gras.  —  Pp  smaragdgrün,  die  Säume  der  Flügelscheiden  gelb.  —  Vom  Glarence  River. 

T.  helena  Oll.  (94b)  soll  nach  Waterhouse  nur  das  Gebirge  bewohnen.  Durch  die  breite,  weit 
nach  vorne  gerückte  gelbe  Binde  der  Vflgl  ist  die  sehr  seltene  Species  leicht  von  der  häufigeren  abeona  zu 
separieren.  Vom  Cairns-Distrikt,  Australien. 

19.  Gattung:  Lani prolenis  Godm.u.Salv. 

Lamprolenis  differiert  vom  Mycalesis- Habitus  durch  die  lang  ausgezogenen,  an  Amathusia  erinnernden 
Htlgl,  hat  jedoch  mit  den  Mycalesis  die  drei  aufgeblasenen  Aderwurzeln  und  die  Geschlechtsauszeichnung 
der  Htlgl  gemeinsam.  —  Das  Geäder  der  Htlgl  nähert  sich  Mandarinia,  die  Struktur  der  Vflgl  vermittelt  den 
Übergang  zum  Shh/n/s-Typus,  ähnlich  wie  die  Hflglform  von  Ptychandra  zum  Lethe- Typus  hinüberleitet.  - 
Lamprolenis  ausschliesslich  eigentümlich  sind  die  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ebenso  blasig  aufgetriebenen 
Adern  von  durchsichtiger  Bernsteinfärbung.  Die  Anschwellung  der  Submediane  biegt  weit  nach  unten  aus, 
so  dass  zwischen  ihr  und  der  feinen  Submarginalabzweigung  eine  tiefe  Grube  entsteht,  die  mit  dichten 
schwarzen  Schuppen  belegt  ist.  Unterhalb  der  Submarginale  ist  der  Ird  zweimal  gefaltet  und  trägt  matt 
glänzende  Duftschuppen.  Nur  eine  Art  bisher  entdeckt,  die  das  Gebiet  von  Neu-Guinea  nirgendwo  verlässt. 

L.  nitida  Godm.  u.  Salv.  (94  c).  Die  Abbildung  zeigt  das  .Charakteristische  der  Species,  jenen  wunder¬ 
vollen  seitlichen  grünen  Schiller,  der,  je  weiter  nach  aussen,  in  eine  desto  intensivere  und  leuchtendere 
Goldbronzefärbung  übergeht,  eine  Dekoration,  mit  der  sich  keine  andere  indo-australische  Satyride  auch  nur 
entfernt  messen  kann.  —  Das  sehr  seltene  ?  ist.  wesentlich  grösser,  blasser  braun,  die  Htlgl  zeigen  nur 
noch  geringe  Spuren  des  Metallschimmers,  dafür  aber  sind  sie  mit  einer  sehr  grossen,  braungelb  umringelten 
schwarzen  Oeelle  geschmückt,  die  auch  auf  den  Vflgln  stets  prägnant  zum  Vorschein  kommt.  Bei  den  cf  cf 
fehlt,  wie  auch  auf  dem  zur  Abbildung  vorgelegenen  Exemplar,  häufig  die  anale  Oeelle  der  Hflgloberseite. 
Nach  Hagen  fliegt  die  Art  im  Walde  an  der  Astrolabebai ,  im  März.  Mir  selbst  ging  die  Art  aus  der  Um¬ 
gebung  von  Friedrich -Wilhelmshafen  zu. 

20.  Gattung:  Mailiola  Schrank. 

Die  wenigen  südasiatischen  Arten  dieses  rein  paläarktischen  Genus  und  die  Gattungsdiagnose  selbst 
sind  im  Bd.  1,  p.  137 — 142,  bereits  ausführlich  behandelt,  so  dass  hier  nur  eine  einfache  Aufzählung  der 
indischen  Species  erfolgt.  Der  Name  Epinephele  Hbn.  ist  um  15  Jahre  jünger  als  jener  von  Maniola,  dem  er 
weichen  muss.  Von  Bingham  in  der  Fauna  of  British  India  wurde  Maniola  auch  bereits  für  die  hier  in 
Frage  kommenden  Formen  angewendet. 

M.  davendra  Moore  (=  roxane  Fldr),  Bd.  1,  p.  142,  Taf.  47  g,  bewohnt  den  nordwestlichen  Himalaya, 
wo  sie  auf  Höhen  von  9 — 12  000  Fuss  an  heissen  Tagen  im  Juni  oder  Juli  über  steinige  Abhänge,  die  nur 
dürftig  mit  braunem  Gras  bewachsen  und  hauptsächlich  mit  Artemisia  und  Ephedra  bestanden  sind,  fliegen.  - 
Die  Form  latistigma  Moore  wurde  von  Colonel  Swinhoe  bei  Quetta  auf  ca.  2000  m  von  Juni  bis  August 
angetroffen,  und  brevistigma  Moore  scheint  die  hochalpine  Form  zu  sein,  da  sie  bei  Kardong  noch  auf 
14000  Fuss  im  August  angetroffen  wurde.  —  tenuistigma  Moore  wird  aus  Beludschistan,  Flugzeit  Juni,  vermeldet. 

M.  narica  Hbn.  (Bd.  1,  p.  139,  Taf.  46  d)  durch  die  Steppen  von  Turkestan  bis  Afghanistan  verbreitet. 

M.  cheena  Moore  (Bd.  1,  p.  140,  Taf.  47  a,  b)  bewegt  sich  auf  Gras  und  Weideplätzen  vom  Juni  his 
August  im  westlichen  Himalaya  bei  Kunawur  auf  Höhen  von  8 — 10000  Fuss.  —  kashmirica  Moore,  ist  eine 
lokale  Rasse,  die  vom  Juli  bis  September  in  Kaschmir  gefangen  wurde. 

M.  interposita  Ersch.  ist  der  indische  Ausläufer  der  weitverbreiteten  lyeaon,  der  in  Afghanistan  vom 
Mai  ab  fliegt. 


interposita. 


307 


KARANASA;  EUMENIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 

M.  pulchella  Fldr.  (ßd.  140,  Taf.  48  a)  fliegt  im  westlichen  Himalaya  und  Kaschmir  vom  Juni  bis  pulchella. 
September  und  steigt  bis  15  000  Fuss  aufwärts.  —  neoza  Lang  (ßd.  1,  Taf.  48a)  ist  in  gewissen  Teilen  von  neoza. 
Kaschmir,  so  bei  Goolmurg  sehr  häutig  und  wird  vom  Juni  bis  August  aus  Höhenlagen  von  10—12000  Fuss 
gemeldet.  —  pulchra  Fldr.  (ßd.  1,  p.  140),  eine  geographische  Form,  die  am  Shandur  Plateau  von  Nord-  puldnra. 
Kaschmir  und  von  Kunawur  vom  Juni  bis  September  von  8 — 10000  Fuss  Höhe  gemeldet  wird.  Missionar 
Francke  sandte  mir  die  beiden  letztgenannten  Formen  aus  Kulu,  wo  sie  nebeneinander  Vorkommen. 

M.  coenonympha  Fldr.  (ßd.  1,  p.  140,  Taf.  47  a)  ist  sehr  selten  und  lokal,  nur  aus  Ladak  bekannt.  - 
maiza  Lang ,  eine  Aberration,  die  bei  Goolmurg  in  Kaschmir  einmal  in  grosser  Anzahl  im  Juli  von 
9 — 10000  Fuss  angetroffen  wurde.  —  goolmurga  Lang  kommt  aus  Kaschmir  von  11  — 13000  Fuss  und 
wurde  im  Juli  und  August  in  spärlicher  Anzahl  gefunden. 


21.  Gattung:  Karanasa  Moore 

Wenn  der  Aufteilung  jener  Arten,  die  in  Katalogen  unter  dem  Genus  Satyrus  zusammengefasst 
werden,  eine  Berechtigung  zuerkannt  wird,  so  muss  der  Name  » Karanasa «  für  diejenigen  Species  eintreten, 
die  sich  um  die  europäischen  » actaea  und  cordula «  gruppieren,  die  anscheinend  von  älteren  Autoren  ohne  Genus¬ 
namen  gelassen  wurden,  resp.  unter  generischen  Namen  vereinigt  sind,  die  entweder  für  andere  Arten¬ 
gruppen  gelten  oder  synonym  damit  sind.  Dass  eine  gewisse  Gruppierung  auf  Grund  der  Vflglstruktur  mög¬ 
lich  ist,  hat  auch  Schatz  anerkannt,  die  Fldr  der  einzelnen  Species  Hessen  auch  eine  Gruppierung  zu,  aber 
noch  sicherer  kann  dies  auf  Grund  der  Discocellularbildung  der  Vflgl  erreicht  werden  oder  der  Beachtung 
der  Gystose  der  Hauptadern.  In  diesem  Falle  wird  denkbar  die  Ausscheidung 

a)  von  Minois  Hbn.  mit  dryas  Scop.  als  Type, 

b)  von  Oreas  Hbn.  mit  circe  als  Type,  da  Oreas  durch  Desmarest  1804  für  Mammalia  präokkupiert 
ist,  kann  dafür  Brintesia  nom.  nov.  treten, 

c)  von  Eumenis  mit  fagi  Scop.,  alcyone  etc. 

Die  1 1  ÜBNER'sche  Type  von  Eumenis  ist  semele,  die  sich  von  den  Formen  der  fugiAleihe  wohl  durch 
die  kürzeren  Fhlr  unterscheidet,  dagegen  bietet  die  Struktur  keinen  Anhalt  zur  Lostrennung  unter  dem  Namen 
Nytha,  wie  es  Bingham  in  der  »Fauna  Indica«  durchgeführt  hat. 

Bei  Karanasa  ist  nur  die  Gostale  der  Vflgl  erheblich  verdickt,  was  sie  mit  Oreas  Hbn.  =  Brintesia 
gemeinsam  hat,  von  der  sie  aber  durch  die  stärker  gewinkelte  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl  und  die 
kürzere  Präcostale  der  Htlgl  abweicht. 

K.  huebneri  Fldr.  (ßd.  1,  p.  127)  zerfällt  in  mehrere  im  Paläarktenteil  erwähnte  Rassen,  so  ist  huebneri. 
cadesia  Moore  (ßd.  1,  43  d)  aus  Kaschmir  bekannt,  wo  sie  sehr  lokal  ist,  nur  selten  in  Anzahl  gefunden  wird  cadesia. 
und  von  13 — 17  000  Fuss  hinaufgeht.  —  leechi  Moore  wird  von  Baltistan  und  Ladak  aus  derselben  hoch-  leechi. 
alpinen  Region  erwähnt.  modesta  Moore  (ßd.  1,  p.  127)  von  Lahul  und  Kaschmir.  Flugzeit  Juli  bis  August,  modesta. 

K.  pimpla  Fldr.  (—  monoculus  Frühst.)  (ßd.  1,  p.  131)  ist  eine  geographische  Zweigform  unserer  pimpla. 
actaea;  aus  Kaschmir  beschrieben,  aber  auch  in  Beludschistan  und  Afghanistan  vorkommend.  Flugzeit  Juli 
bis  September  auf  ungefähr  2500  m  Höhe. 

K.  digna  Marsh,  (ßd.  I,  p.  130),  der  südeuropäischen  actaea  sehr  ähnlich,  ist  äusserst  selten  und  nur  digna. 
vom  Shandurplateau  und  Gilgit  in  Kaschmir  bekannt. 

22.  Gattung:  Kiiiiiriiis  Hbn. 

Die  wenigen  südhimalayischen  Species  dieses  Genus  verraten  die  engste  Verwandtschaft  mit  ihren 
transhimalayischen  Schwesterarten  und  sind  infolgedessen  auch  im  Paläarktenteil  ausführlich  behandelt 
(p.  127  ff.,  Taf.  43).  Das  Genus  zeichnet  sich  aus  durch  die  cystöse  Costal-  und  Medianader,  ist  somit  auf 
den  ersten  Blick  von  Karanasa  und  Oreas  abzuscheiden.  Palpen  stark,  mit  kleinem  Endgliede;  Fhlr  mit 
schaufelförmiger  Kolbe;  untere  Discocellulare  gerade.  Augen  nicht  behaart,  wodurch  sich  die  Eumenis  von 
den  sonst  nahe  verwandten  Satyrus  (Par arge)  absondern. 

E.  thelephassa  Hbn.  (ßd.  1,  p.  127,  Taf.  43  e),  einer  der  auffallendsten  und  häufigsten  Falter  des  thelephassa. 
vorderen  Asiens,  der  in  Beludschistan  und  Afghanistan  in  das  indische  Gebiet  Übertritt  und  an  felsigen  Ab¬ 
hängen  von  Mitte  Mai  von  6500 — 8000  Fuss  vorkommt.  Während  der  grössten  Tageshitze  verbirgt  sich  der 
Falter  im  Schatten  von  Felsen  und  Steinen,  aus  dem  er  abends  wieder  herauskommt,  um  herumzufliegen, 
worauf  er  dann  leicht  zu  fangen  ist. 

E.  mniszechi  Fldr.  tritt  auf  das  Gebiet  von  Kaschmir  und  Kunawur  über  in  zwei  interessanten  und  mniszedii. 
anscheinend  seltenen  Rassen,  deren  Namen  von  Händlern  mit  Unrecht  auf  zentralasiatische  Falter  über¬ 
tragen  werden.  —  lehana  Moore  ist  im  ßd.  t  besprochen,  aber  die  Figur  ßd.  1,  Taf.  43 f  deckt  sich  nicht  lehana. 
mit  den  von  mir  durch  Missionar  Francke  aus  Leb  direkt  empfangenen  Exemplaren  noch  mit  Moore’s  Figuren 


308 


AULOCERA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


baldiva. 

esquilinus. 


persephone. 


heydenreichi. 

shandura. 

hegesander. 


parisatis. 


rncicro- 

phtha/mus. 


diffusa. 


minutianus. 


orchomenus. 


aristonicus. 


seiner  unzweifelhaft  echten  Kaschmirfalter,  lehana  wurde  durch  Dr.  Stoliczkä  entdeckt  und  fliegt  bei  Leh 
vom  Juni  bis  September  auf  Höhen  von  12  — 15  000  Fuss.  Die  ?  sind  grösser  als  die  Figur  im  Bd.  1.  und 
die  anale  Ücelle  der  Vtlgl  stets  kleiner.  —  baldiva  Moore  ist  eine  dunklere  Rasse,  mit  etwas  schmälerer  ocker¬ 
farbener  Binde  der  Flügeloherseite  und  weissgekernten  Ocellen  der  Vtlgl.  Sie  wurde  durch  Gol.  Lang  ent¬ 
deckt,  auf  den  nackten,  braunen,  steinigen  Bergabhängen  von  Spiti  in  Tibet,  wo  die  Art  an  heissen  Tagen 
des  Juni  und  Juli  fliegt  und  Höhen  von  7 — 10  000  Fuss  bewohnt.  —  Als  esquilinus  subsp.  nov.  wird  die  aus 
dem  Alai  stammende,  als  lehana  kursierende  geographische  Form  beschrieben,  die  von  leliana  aus  Kaschmir 
durch  ihre  Kleinheit  ,  die  namentlich  beim  ?  proximal  stärker  zerschnittene  und  schärfer  abgegrenzte  ocker¬ 
farbene  Längsbinde  der  Vtlgl  und  die  viel  dunklere  monoton  braune  nicht  weisslicli  gell?  aufgehellte  Unter¬ 
seite  erheblich  abweicht  und  sich  mehr  an  die  turkestanische  Rasse  anlehnt,  während  Exemplare  aus  dem 
Tianshan  sich  unterseits  der  echten  leliana  sehr  nähern.  Auch  clarissima  Seitz  steht  lehana  Moore  nahe,  nur 
sind  bei  leliana  die  Binden  noch  breiter  angelegt.  West-China. 

E.  persephone  Hbn.  (=.  antlie  0.)  dieser  schöne  variable  und  massenhaft  auftretende  Vorderasiate 
hat  gleichfalls  seinen  Weg  über  Persien  nach  Afghanistan  gefunden,  wo  ihn  Gol.  Swinhoe  bei  Kandahar  im 
Mai  antraf. 

E.  heydenreichi.  Diese  prächtige  zentralasiatische  Species  tritt  bei  Kaschmir  ins  indische  Gebiet 
ein,  wo  auf  dem  Shandurplateau  in  ungefähr  13  000  Fuss  Höhe,  die  Bd.  I,  Tat’.  42d  abgebildete  shandura 
Marsh,  entdeckt  wurde.  Eine  ungewöhnlich  dunkle  Rasse.  —  hegesander  snbsp.  nov.  wurde  neuerdings  im 
Tianshan  beobachtet.  Bei  dieser  sind  die  weissen  Medianbinden  aller  Flügel  fast  doppelt  so  breit  als  bei 
heydenreichi  vom  Alai  und  der  Figur  in  Bd.  1  auf  Taf.  42  d,  und  die  Unterseite  ist  gelb,  statt  schwarzbraun 
marmoriert. 

E.  parisatis  Koll.  in  der  Grösse  unserer  fagi  Scop.  ähnlich,  aber  durch  ihre  charakteristische  Färbung 
(den  scharfen  Gegensatz  des  weissen  Distalsaumes  aller  Flügel  zur  Grundfärbung  derselben),  die  von  schwarz¬ 
braun  der  cf  cf  bis  zu  schiefergrau  der  ??  nuanciert,  einer  der  auffallendsten  Schmetterlinge  unter  den  Saty- 
riden.  Analog  unseren  fagi  ist  die  Art  nirgendwo  selten.  Das  indische  Gebiet  beheimatet  zwei  Ortsrassen, 
die  durch  Seitz  zuerst  richtig  auseinandergehalten  wurden,  denn  weder  Niceville,  noch  Bingham  und  Moore 
erwähnen  den  fundamentalen  Unterschied  zwischen  parisatis  Koll.  mit  schmalem  weissen  Rand  der  Oberseite 
und  fadendünner  Längsbinde  der  Unterseite  (Bd.  1,  Taf.  44e)  und  macrophthalmus  Eoers.  mit  riesigen  Ocellen, 
die  zudem  noch  breit  hellgelb  umringelt  sind  und  prominenter  weisser  Medianbinde.  Alle  genannten  indischen, 
resp.  englischen  Autoren  bilden  macrophthalmus  ab.  Mir  selbst  liegen  grosse  Serien  von  parisatis  aus  der 
indischen  Nordwest-Provinz  und  von  macrophthalmus  aus  Kaschmir  von  10 — 14000  Fuss  Erhebung  vor. 

E.  semele  diffusa  Btlr.  Dieser  Ausläufer  unserer  gemeinen  semele  L.  wurde  als  grosse  Seltenheit 
einmal  in  der  Nordwest-Provinz  gefangen  und  entfernt  sich  von  ihrer  europäischen  Schwesterrasse  durch 
das  Zurücktreten  aller  rotbraunen  Makeln  und  die  Verdunkelung  der  Unterseite. 

Die  Beschreibung  einiger  paläarktischer  Formen,  die  in  der  engsten  Verwandtschaft  mit  den  erwähnten 
indischen  Species  stehen,  wird  hier  angefügt: 

E.  regeli  minutianus  snbsp.  nov.  Der  corlana  Stgr.  verwandt,  aber  leicht  von  ihr  zu  trennen  durch 
breitere  schwarze  Medianbinden  der  Flügel  und  insbesonders  durch  fast  um  die  Hälfte  grössere  Ocellen  der 
Vtlgl.  Auch  das  Analauge  der  Hllgloberseite  ist  stattlicher  als  bei  Exemplaren  von  Naryn  und  dem  Tianschan. 
Häufig  im  Alai. 

E.  autonoe  orchomenus  snbsp.  nov.  differiert  von  Exemplaren  aus  Turkestan  und  solchen  von  Naryn 
durch  bedeutendere  Grösse,  die  wie  bei  alcyone  aufgehellten  Flügel,  die  eine  gelbliche  Submarginalregion 
um  die  Ocellen  auch  beim  cf  zeigen.  Unterseite  verwaschen,  blassgrau.  ?  sehr  gross  wie  bei  cordüla  milada 
von  Zermatt,  mit  einer  hellgelben  Antemarginalregion  aller  Flügel.  Vom  Tianschan. 

E.  geyeri  aristonicus  subsp.  nov.  ist  viel  kleiner  als  anatolische  und  armenische  geyeri.  Oberseite 
lichter  grau;  Unterseite  der  Htlgl  mit  undeutlicherer  Zeichnung  und  mehr  verschwommenen  Wellenlinien. 
Von  Amasia. 

23.  Gattung:  Aulocera  Btlr. 

Ein  scharf  umrissenes  Genus  schon  wegen  der  einheitlichen  Form  und  Färbung  der  wenigen  dazu 
gehörigen  Species,  und  von  allen  um  Eumenis  und  Minois  gruppierten  Formenreihen  das  am  prägnantesten 
durch  seine  Struktur  hervortretende.  Zunächst  ist  schon  die  lange  Vflglzelle  auffallend,  die  an  jene  von 
Brintesia  erinnert,  mit  deren  einziger  Species  circe  ja  auch  die  Zeichnung  am  meisten  harmoniert.  Die  eystöse 
Gostale  hat  Aulocera  mit  Minois,  Brintesia  und  Karanasa  gemeinsam,  aber  von  allen  bisher  unter  Satyrus 
vereinigten  Genera  oder  Subgenera  entfernt  sich  Aulocera  durch  die  distal  gewinkelte  untere  Discocellulare 
der  Vflglzelle  und  noch  mehr  durch  die  kaum  halb  so  lange  und  äusserst  schmale  Zelle  der  Htlgl.  Die 
Präcostale  der  Htlgl  entspringt  wie  bei  Karanasa  an  der  Abbiegung  der  Subcostale.  Augen  unbehaart. 

Die  Arten  der  Gattung  sind  vorwiegend  paläarktisch  und  da,  wo  sie  ins  subtropische  und  tropische 
Gebiet  übergehen,  leben  sie  nur  in  hochalpinen  Regionen. 


ORINOMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


309 


Die  Klammerorgane  der  Genitalien  differieren  ganz  erheblich  von  jenen  der  Kumenis  durch  das 
Fehlen  der  dünnen,  spitzen,  lateralen  Spangen,  an  deren  Stelle  eine  dicke,  stumpfe,  fast  gerade  und  scharf¬ 
kantige  Leiste  tritt.  Auch  die  Valve  ist  tiefer  ausgebuchtet  als  bei  europ.  Kumenis,  dicht  lang  behaart,  basal  - 
wärts  mit  einem  starken  Höcker. 

A.  brahminus  Blanch.  (Bd.  1,  p.  122,  Taf.  41c)  ist  die  kleinste  indische  Species,  leicht  kenntlich  an  brahminus. 
der  schmalen  weissen  Längsbinde  aller  Flügel,  die  manchmal  gegen  den  Analwinkel  der  Hflgl  völlig  ver¬ 
dunkelt,  dies  ist  dann  Scylla  Bt/r.,  die  nahe  Nepal  entdeckt  wurde,  aber  auch  im  Kumaon-Himalaya,  vor-  scylla. 
kommt,  wo  sie  Doherty  von  12 — 16000  Fuss  Höhe  angetroffen  hat,  der  übrigens  scylla  für  eine  eigene 
Species  hält,  da  sie  neben  brahminus  fliegt  und  auch  in  den  Greiforganen  Verschiedenheiten  von  brahminus 
aufweisen  soll.  Die  Vereinigung  der  beiden  Formen  erfolgt  hier  auf  die  Autorität  Bingham’s.  —  brahminoides  brah- 
Moore  ist  die  am  häufigsten  nach  Europa  gelangende  Zweigrasse  der  Kollektivspecies  mit  namentlich  unter-  minoides. 
seits  reiner  weisser  Medianbinde  als  brahminus,  die  in  der  Nordwestprovince,  in  Kaschmir  und  Kulu  vor¬ 
kommt,  während  brahminoides  auf  Bhutan  und  Sikkim  beschränkt  ist.  —  werang  Lang  (Bd.  1,  p.  122)  führt  werang. 
auf  den  Hflgln  eine  braune  Bestäubung  und  ebensolche  Einspritzungen  und  bewohnt  ausschliesslich  die  west¬ 
lichen  Abhänge  des  Himalaya. 

A.  swaha  gilt  als  die  häufigste  Art  des  Genus  und  ist  deren  interessante  geographische  Differenzie¬ 
rung  sonderbarerweise  den  englischen  Autoren  nicht  aufgefallen.  Die  typische  Unterart  swaha  Koll.  (Bd.  1,  swaha. 
Taf.  41  d  Oberseite)  ist  aus  Kaschmir  beschrieben  und  von  dort  aus  14 — 15000  Fuss  Höhe  in  meiner  Sammlung. 

Beide  Geschlechter  führen  eine  relativ  schmale  hellgelbe,  aber  auf  der  Hflglunterseite  stets  weisse  Median¬ 
binde.  —  Bei  garuna  subsp.  nov.  (94  c)  verbreitert  sich  diese  Binde  und  ist  namentlich  unterseits  stets  gelb-  garuna. 
lieh.  Häufig  in  Kulu,  woher  auch  aus  Versehen  deren  Rp  gemeldet  wurde,  die  dort  eine  wilde  blaue  Iris 
angelien  soll,  was  natürlich  ein  Irrtum  ist.  —  tellula  subsp.  nov.  ging  mir  aus  der  Umgebung  von  Mardan,  tellula. 
Nord west-Provinz,  zu,  deren  Oberseitenbänderung  etwa  die  Mitte  hält  zwischen  swaha  von  Kaschmir  und 
garuna  von  Kulu,  von  beiden  aber  dadurch  zu  trennen  ist,  dass  die  Längsbinde  aller  Flügel  gleichmässig 
fahl  strohgelb  gefärbt  ist,  während  bei  den  anderen  Schwesterrassen  die  dunkler  gelben  Vflgl  lebhaft  mit  den 
weisslichen  oder  ganz  weissen  Hflgln  kontrastieren.  Besonders  beim  ¥  ist  auch  die  Unterseite  von  tellula 
gleichartig  weiss  gebändert. 

A.  padma  zerfällt  analog  brahminus  in  zwei  geographische  Himalayarassen,  von  denen  padma  Koll.  padma. 
(Bd.  1,  Taf.  41  f)  den  nordwestlichen  Teil  desselben  bewohnt  und  in  zwei  Generationen  auftritt,  von  welchen 
die  erste  im  Mai  und  Juni  am  Rande  von  Eichen-  und  Rhododendronwäldern  auf  den  Gipfeln  der  Berges¬ 
höhen  von  8 — 10000  Fuss  Höhe  fliegt.  Eine  zweite  Brut  erscheint  im  Juli  und  bevorzugt  die  niederen 
Täler  von  3 — 4000  Fuss.  —  chumbica  Moore  (94c)  ist  die  westliche  Rasse,  ursprünglich  aus  dem  Chumbital  chumbica. 
in  Native-Sikkim  beschrieben,  neuerdings  aber  in  Anzahl  aus  Bhutan  gekommen.  Ihre  rein  weissen  Längs¬ 
binden  der  Oberseite  sind  kaum  halb  so  breit  als  bei  padma,  unterseits  aber  partiell  dunkelgelb  angeflogen. 

Flugzeit  August  bis  September  und  auf  ca.  3  —  4000  m  Höhe.  —  Exemplare  der  Nordwest-Pro vince  zeigen 
bereits  ein  dunkleres  Kolorit  der  Unterseite  und  führen  schmalere  Binden  als  Kaschmirstücke  und  bleiben 
etwas  in  der  Grösse  zurück,  dagegen  übertrifft  verres  subsp.  nov.  an  Habitus  die  Kaschmirform  um  ein  be-  verres. 
deutendes,  und  die  Unterseite  aller  Flügel  ist  lichter  und  reicher  weiss  gesprenkelt.  Vom  Juni  bis  August 
von  6 — 7000  Fuss,  stellenweise  häufig  in  West-China. 

A.  loha  Doh.  (Bd.  1,  Taf.  4t  f),  für  deren  Artrecht  ihr  Autor  lebhaft  eintritt,  ist  nach  den  mir  vor-  loha. 
liegenden  nicht  typischen  Exemplaren  aus  Bhutan  und  Sikkim  erheblich  verschieden  von  padma  und  chum¬ 
bica;  von  ersterer  durch  das  Fehlen  der  proximalen  weissen  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  von  letzterer  durch 
viel  breitere  Längsbinden.  Jedenfalls  stehen  meine  Sikkim-cf'cf'  der  chumbica  näher  als  padma,  mit  welch 
letzterer  sie  jedoch  wiederum  mehr  in  der  stattlichen  Grösse  harmonieren.  Vielleicht  ist  es  aber  doch  nur 
eine  Zeitform,  sei  es  von  chumbica,  sei  es  von  padma.  Doherty  fand  loha  im  Kumaon-Himalaya  im  August, 

September  von  3—4000  m  und  Elwes  beobachtete  sie  in  Sikkim  bei  Tonglo  und  Phalhit  in  derselben  Höhe 
im  Juli  oberhalb  der  Pinienwälder,  wo  sie  einzelne  Bäume  im  starken  Fluge  umkreiste,  sich  auf  deren 
Stämme  setzte  oder  gelegentlich  auf  Blütenköpfen  ausruhte.  Nach  Leech  ist  sie  in  West-China  allüberall  häufig. 

A.  saraswati  Koll.  (Bd.  1,  Taf.  41  d)  lässt  sich  von  allen  bekannten  Arten  am  leichtesten  und  sichersten  saraswati. 
determinieren  durch  die  geradlinig  verlaufende  Längsbinde  aller  Flügel  und  den  hellbraunen,  nicht  schwarzen, 

Aussenteil  der  Hflglunterseite.  Die  mir  aus  Kulu  vorliegenden  cf  cf1  differieren  durch  eine  viel  schmälere 
weisse  Medianregion  ganz  erheblich  von  der  vermutlich  aus  Kaschmir  stammenden  Vorlage  im  Paläarkten- 
teil.  saraswati  bevorzugt  mehr  die  heisseren  und  tieferen  Täler  und  scheint  nirgendwo  über  2330  m  hinaus¬ 
zugehen.  In  Kulu,  wo  sie  gerne  auf  Disteln  saugt,  erscheint  sie  im  Juli,  um  bis  Mitte  Oktober  zu  bleiben. 

24.  Gattung:  Orinoma  Gray. 

Eine  monotypische  Gattung,  der  nur  eine  absonderlich  gefärbte  Species  angehört,  die  durch  die 
rotgefleckte  Vflglzelle  sich  von  allen  bekannten  Satyriden  unterscheidet.  Im  Geäder  nähert  sich  Orinoma 
etwas  den  Oeneis,  mit  welchen  sie  die  schwach  verdickte  Gostale,  die  lange  schmale  Zelle  und  die  kurze 


310 


RHAPHIGERA;  ARGE;  SATYRUS.  Von  H.  Fkuhstoefek. 


damaris. 


harmostns. 


satricus. 


moorei. 


dumicola. 


leda. 

yunnana. 

pasiteles. 


obere  Discocellulare  der  Vllgl  gemeinsam  bat.  Dagegen  weicht  die  kurze  breite  Zelle  der  Htlgl  vom  Eumenis- 
Typus  ab  und  die  gerade  stehenden  mittlere  und  untere  Discocellulare  verweisen  auf  Beziehungen  zu  den 
Coelites.  Der  Flügelschnitt  ist  der  einer  Danaide. 

O.  damaris  Gray.  (90  d)  ist  unterseits  nur  etwas  bleicher  und  reicher  gelb  gezeichnet  als  oben  und 
die  cd  cf  zeigen  einen  schlankeren  Flügelschnitt  als  das  abgebildete  ?.  Der  Falter  ist  vom  Kangra-Distrikt 
und  dem  Kumaon-Himalaya  bis  Assam  und  Ober-Birma  verbreitet,  scheint  zwei  Generationen  zu  haben,  denn 
in  Nepal,  Sikkim,  Bhutan,  Assam  wird  er  im  Herbst  gefunden,  während  er  aus  Birma  und  Tenasserim  vom 
Mai  gemeldet  wird,  damaris  überschreitet  anscheinend  nirgendwo  die  Höhenzone  von  2000  m,  ist  lokal  und 
stets  selten.  —  harmostus  subsp.  nov.  ist  eine  kleinere  Rasse  von  heller  gelber  Fleckung  und  zarteren 
schwarzen  Linien  aller  Flügel  und  trotz  ihrer  geringen  Grösse  ausgedehnteren  gelben  Gircumcellularmakeln 
der  Htlgl.  Tenasserim,  von  mir  dort  auf  ca  1600  m  im  Mai  bei  Tandong  gefangen. 

25.  Gattung:  Bliaphicera  Bür. 

Im  Habitus  etwa  unseren  Purarge  entsprechend,  hat  sie  mit  der  vorigen  Gattung  die  nicht  verdickte 
Gostale  der  Vtlgl  gemeinsam,  unterscheidet  sich  aber  durch  die  gerade,  schräg  nach  aussen  gestellte  untere 
Discocellulare  der  Vtlgl,  die  am  Ursprung  der  Subcostalis  abzweigende  (nicht  distal  davon  abgerückte)  Prä- 
costale  und  die  schlankere,  mehr  an  Lethe  erinnernde  Zelle  der  Htlgl.  Nur  3  Species  beschrieben,  die  den 
Himalaya  und  das  westliche  China  bewohnen  und  überall  selten  sind. 

R.  satricus  Dbl.  (Bd.  1,  p.  88,  Taf.  32  c),  vom  Kumaon-Himalaya  bis  zu  den  Naga-Hills  in  Assam  ver¬ 
breitet,  wurde  in  Sikkim  und  Bhutan  von  2000  m  bis  zu  ca.  2500  m  Höhe  beobachtet,  wo  die  Falter  schnell 
und  unsicher  fliegen,  sich  gerne  an  nasse  und  unreine  Stellen  setzen,  sich  auch  an  schattigen  oder  feuchten 
Felsen  auf  halten  und  bei  wolkigem  und  regnerischem  Wetter  ebenso  gerne  fliegen  wie  an  sonnigen  Tagen. 
Das  ?  ist  ausserordentlich  selten,  wenngleich  es  als  Type  diente.  Im  westlichen  China  erscheint  eine  kleinere 
und  dunklere  Rasse,  die  mir  aber  in  natura  unbekannt  ist. 

R.  moorei  Btlr.  (Bd.  1,  p  88,  Taf.  32  c)  erinnert  etwas  an  die  europäische  aegeria,  ist  etwas  grösser 
als  diese  und  kleiner  als  satricus.  In  Sikkim  ist  sie  sehr  selten  im  Innern  auf  ca.  3000 — 3500  m  Höhe.  In 
der  Nähe  von  Simla  tritt  sie  gelegentlich  häufiger  auf,  fliegt  dort  besonders  im  August  und  selbst  während 
des  schwersten  Regens.  , 

R.  dumicola  Oberth.  (Bd.  1,  p.  88,  Taf.  32  c)  bringt  Mooke  in  sein  Genus  Tatinga.  Da  sich  aber  im 
Geäder  gar  keine  Differenzen  gegenüber  Bliaphicera  ergeben,  muss  dieses  wieder  fallen.  —  dumicola  tritt  an 
einigen  Orten  in  W^est-Ghina  häufig,  in  Zentral-China  selten  auf. 

26.  Gattung:  Arge  Hbn. 

Es  liegt  gar  kein  stichhaltiger  Grund  vor,  diese  als  Melanargia  so  wohlbekannte  Gattung  anders  zu 
nennen,  denn  die  von  Bingham  verwandte  schöne  Bezeichnung  Agapetes  Billbg.  ist  auch  um  4  Jahre  jünger 
als  die  Hübner’ sehe  Umschreibung.  Im  indischen  Gebiete  wurde  nur  eine  Species,  und  diese  nur  an  der 
birmesisch-chinesischen  Grenze  angetroffen. 

A.  halimecle  Men.  von  einem  Beamten  des  indischen  Forstwesens  in  Birma  aufgefunden.  Die  dortige 
Form  deckt  sich  in  der  Zeichnung  etwa  mit  montana  Leech  vom  Yangtsekiang ,  nur  scheint  sie  nach  der 
Abbildung  Bingham’s  nicht  grösser  zu  sein  als  A.  leda  Leech  (39  d),  von  der  als  yunnana  Oberth.  eine  etwas 
dunklere  Form  aus  Yunnan  bekannt  gemacht  wurde.  —  pasiteles  subsp.  nov.  wird  hier  eine  Rasse  getauft, 
die  halimede  Men.  mit  Ingens  Honr.  verbindet,  dunklere  und  breitere  schwarze  Flügelumrahmung  aufweist  als 
Amur-Exemplare  und  doch  nicht  die  braune  Überstäu  bung  der  lugens  führt.  Die  Unterseite  nähert  sich  der 
Ingens,  doch  erscheint  die  Grundfarbe  rein  weiss,  ohne  gelbe  Beimischung.  Wie  oberseits  zeichnen  sich 
breite  scharfe  schwarze  Submarginalbinden  vom  weissen  Untergründe  ab.  Shantung. 

27.  Gattung:  Satvrus  Latr.  {=  Pararge  auct.). 

Die  Klammerorgane  erinnern  etwas  an  jene  des  Genus  Erites,  der  Uncus  ist  relativ  kurz,  dick, 
seitlich  kantig,  die  lateralen  Spangen  leicht  gewellt  aber  völlig  horizontal  gerichtet.  Die  Valve  säbelartig 
spitz,  schmal,  lang  beborstet.  Jullienische  Stäbchen  wurden  bei  ihnen  gleichfalls  gefunden,  wodurch  ihre 
Verwandtschaft  mit  dem  Eumenis-  und  Maniola- Typus  dokumentiert  wird.  Vtlgl  mit  stark  aufgeblasener 
Gostalader  und  weniger  aufgetriebener  Mediane.  Präcostale  kurz,  untere  Discocellulare  auf  den  Ursprung 
der  mittleren  Mediane  der  Htlgl  stossend ,  wodurch  der  Anschluss  an  die  Lethe-G ruppe  der  Satyriden  her- 
gestellt  wird.  Nur  4  indische  Species,  die  nicht  anders  aufgefasst  werden  können  wie  paläarktische  Zentral- 
Asiaten,  die  den  Himalaya  überschritten  haben  und  langsam  nach  Osten  vorzurücken  beginnen. 


OENEIS ;  LETHE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


S.  schakra  Kol/.  (Bel.  1,  Taf.  45  e),  der  nordindische  Vertreter  unserer  maera  und  wie  diese  einer  der  schakra. 
häufigsten  Falter  vom  West- Himalaya  an  bis  Sikkim.  Flugzeit  vom  Mai  bis  Oktober.  Bevorzugt  steinige 
Strassenränder.  Die  Rp  ist  apfelgrün  mit  bleichen  gelben  Seitenlinien.  Mir  liegen  grosse  Serien  aus  Kaschmir 
und  der  Nordwest -Provinz  vor,  deren  Färbungsrichtung  etwa  jenen  Exemplaren  entspricht,  die  den  Über¬ 
gang  der  nordischen  maera  zur  südeuropäischen  adrasta  vermitteln. 

S.  maerula  Fldr.  (=  laurion  Nicev.)  (Bd.  1,  Taf.  45  f)  schliesst  sich  der  vorigen  in  Grösse  und  Kolorit  maerula. 
an,  entbehrt  aber  der  grauen  Sexualtlecken  der  Vtlgl,  und  der  rötlich  ockerfarbene  Vorhof  aller  Ocellen  ist 
etwas  ausgedehnter.  Aus  dem  Nordwest-Himalaya  bei  Kunawur  und  Pangi,  Mussoorie.  Neben  schakra  vor¬ 
kommend,  aber  selten. 

S.  menava  Moore  (—  maeroides  Fldr.)  (Bd.  1,  p.  135,  Taf.  45  f)  ist  eine  wohldifferenzierte  Species,  menava. 
das  <?  etwa  in  der  Grundfarbe  an  unsere  hiera  F.  gemahnend,  das  ?  kenntlich  an  einem  breiten,  gelbbraunen, 
schräg  gelegten  Shawl,  den  es  in  der  Apicalpartie  der  Vtlgl  trägt,  und  der  nicht  aus  einzelnen  durch  schwarze 
Adern  getrennten  Makeln,  sondern  aus  einem  kompakten  Felde  besteht.  Hflgloberseite  nur  mit  2  statt 
3 — 4  Ocellen.  Unterseite  dunkler,  die  äussere  Längsbinde  geradlinig,  nicht  gewinkelt  wie  bei  schakra  und 
maerula  und  ohne  weissliehe  Bestäubung  im  distalen  Randgebiet  der  Hflgl.  —  maeroides  Fldr.  (Bd.  1,  p.  135)  maeroides. 
ist  davon  eine  Abweichung  mit  kleinem  würfelförmigem  Fleck  unter  dem  Apicalauge  der  Vtlgl.  menava  ist 
lokal,  fliegt  vom  Juni  bis  August  und  liegt  mir  aus  Kaschmir  in  stattlichen  Reihen  noch  aus  14  000  Fuss 
vor.  Auch  bei  Kunawar  und  am  Werang-Pass  in  derselben  Höhe  beobachtet. 

S.  kashmirensis  Moore  (Bd.  1,  p.  134,  Taf.  45  c)  stellt  eine  sehr  seltene  und  namentlich  auf  der  kashmirensis. 
Hflgloberseite  stark  verdunkelte  Lokalform  der  turkestanischen  eversmanni  vor.  Nachgewiesenermassen  wurde 
sie  nur  zweimal  gefunden  am  Goolmurg-Plateau  in  2000  m  Höhe  und  bei  Pangi. 

S.  masoni  Elw.  war  früher  mit  Lethe  vereinigt,  Moore  stellte  sie  aber  ganz  richtig  in  die  Nähe  masoni. 
von  Satyr us ,  wenngleich  sein  dafür  errichtetes  Genus  Chonala  sich  nicht  halten  lässt.  Aber  mit  Lethe  hat 
masoni  nichts  gemeinsam,  denn  nicht  nur  der  völlig  runde  Schnitt  der  Hflgl  trennt  sie  von  der  I^ethe- Gruppe, 
sondern  auch  die  verdickte  Costale  und  Mediane  der  Vflgl.  Alle  diese  Differenzen  hat  masoni  mit  Satyrus 
gemeinsam,  und  gleichfalls  die  Ähnlichkeit  mit  S.  episcopalis  Oberth.  (Bd.  1,  Taf.  45  b).  Grundfarbe  schwarz 
mit  etwas  breiterer  und  proximal  scharf  abgegrenzter  Längsbinde  der  Vflgl  und  einem  massig  breiten  weissen 
Distalsaum  der  Hflgl.  Vflgl  dann  noch  mit  zwei  weissen  Subapicalpunkten,  von  denen  der  untere  etwas 
grösser  ist  als  jener  von  episcopalis.  Unterseite  etwa  wie  bei  praeusta  Leech  (Bd.  1,  Taf.  45b),  wenigstens 
jene  der  nur  etwas  heller  grauen  Hflgl.  Vflgl  mit  einer  Wiederholung  der  breiten  Schrägbinde  der  noch 
mehr  vergrösserten  Apicalpunkte  und  mit  einer  stattlichen  Apicalocelle.  —  Bisher  nur  aus  dem  Innern  von 
Sikkim  bekannt.  Elwes,  dessen  Jäger  die  Art  einmal  mitbrachten,  vermutet,  dass  sie  aus  dem  Ghumbital 
sein  könnte  oder  von  der  Bhutangrenze.  Mir  selbst  gingen  im  Laufe  von  20  Jahren  nur  2  Exemplare  zu. 

28.  Gattung:  Oeneis  LLbn. 

Dass  sich  eine  nahezu  arktische  Gattung,  wie  die  Oeneis ,  noch  auf  indischem  Boden  findet,  ist  der 
enormen  Höhenlage  zuzuschreiben,  welche  die  Falter  dort  allein  bewohnen,  und  mit  zwei  Arten  das  Gebiet 
von  Native-Sikkim  an  der  Tibetgrenze  streifen.  Von  Eumenis  ist  Oeneis  leicht  abzusondern  durch  die  lange 
und  schmale  Vflglzelle  und  die  nur  mässig  verdickte,  aber  nicht  angeschwollene  Gostalader.  Palpen  und 
Vorderfüsse  ausserordentlich  lang  behaart. 

0.  pumilus  verteilt  sich  auf  zwei  Ortsrassen ,  von  denen  der  nomenklatorische  Typus  pumilus  Fldr.  pumilus. 

(Bd.  1,  Taf.  42  b)  äusserst  selten  im  Kumaon- Himalaya  und  in  Kaschmir  gefunden  wird.  —  bicolor  Seitz 
(Bd.  1,  Taf.  42  b)  ist  die  während  des  letzten  Tibetfeldzugs  der  Engländer  bei  Kambajong  an  der  Sikkim¬ 
grenze  entdeckte  Ostform,  die  mir  aus  einer  Höhe  von  17  000  Fuss  durch  Möller  in  Darjeeling  zuge¬ 
sandt  wurde. 

0.  palaearcticus  Stgr.  aus  Zentral -Asien  entsendet  einen  habituell  kleinen  Ausläufer  an  die  Tibet¬ 
grenze  und  ins  Native-Sikkim,  wo  eine  unterseits  etwas  dunkler  als  palaearcticus  gefärbte  Form  sikkimensis  sikkimensis. 
Stgr.  (93  g)  auftritt,  die  in  Kambajong  neben  pumilus  bicolor  Seitz  fliegt.  Die  Oberseite  wie  bei  bicolor 
(Bd.  1,  Taf.  42  b),  nur  das  ?  zeigt  blasser  gelbe  Binden. 

29.  Gattung:  J^etlie  LLbn. 

Strukturell  eines  der  am  schwierigsten  zu  behandelnden  Genera  wurde  ihr  demgemäss  auch  das 
Schicksal  zuteil,  in  unnötige  und  zahlreiche  Fragmente  zersplittert  zu  werden  (Moore)  und  neuerdings 
diente  sie  als  Rezeptakulum  der  heterogensten  Artengruppen  (Bingham).  Eine  einigermassen  natürliche  Ein¬ 
teilung  muss  demnach  zu  einer  Reduzierung  der  bis  zu  ca.  15  angehäuften  Gattungsnamen,  aber  anderer¬ 
seits  auch  wieder  zur  Auflösung"  einer  zu  umfangreichen  Ansammlung  von  Arten  führen.  Eine  sehr  ge¬ 
schickte  Gruppierung  hat  Bingham  bereits  angewandt,  der  zufolge  zwei  Unterabteilungen  je  nach  dem 


LETHE.  Von  H.  Fruhstorfee. 


sidonis. 

gelduba. 


vaivarta. 


nicetella. 

siderea. 


31  2 


Vorhandensein  oder  Fehlen  modifizierter  Schuppen  der  cf  cf  aufgestellt  wurden.  Diese  lässt  sich  aber  leider 
nicht  für  die  ??  verwenden ,  bietet  aber  sonst  einen  sicheren  Wegweiser.  Einen  wesentlichen  Fingerzeig 
gibt  die  Art  des  Flügelschnitts,  ob  abgerundet  oder  mit  Schwanzanhängen,  das  mehr  oder  weniger  ausge¬ 
prägte  Anschwellen  der  Costalader  und  nicht  zuletzt  das  Faktum,  dass  bei  ganzen  Artenreihen  die  untere 
Discocellulare  der  Hflgl  nicht  auf  die  Gabelung  der  vorderen  und  mittleren  Mediane  stösst,  sondern  auf  den 
vorderen  Medianast,  der  dann  durch  einen  breiten  Stiel  von  der  mittleren  Mediane  separiert  ist.  Allen  An¬ 
gehörigen  der  Lethe-G ruppe  aber  ist  gemeinsam  die  auf  deren  halbe  Länge  miteinander  verwachsene  Costale 
und  Subcostale  der  Vflgl.  Die  sekundär  -  sexuellen  Merkmale  sind  recht  verschiedenartig;  sie  können  auf 
beiden  Flügelpaaren  oder  nur  auf  den  Vflgln  oder  nur  den  Hflgln  vorhanden  sein.  Doch  sind  noch  bei 
keiner  Secies  Haarpinsel  nachgewiesen,  die  eine  so  wesentliche  Rolle  bei  der  Gruppierung  der  Mycalesinen 
spielen ,  ja  nicht  einmal  Büschel  längerer  Haare.  Die  Klammerorgane  sind  bei  den  einzelnen  Artengruppen 
scharf  differenziert,  so  fehlen  anscheinend  den  echten  Lethe  analog  den  Melanitis  die  lateralen  Spangen  des 
Uncus,  während  sie  bei  Hermias  nicht  nur  deutlich  vorhanden  sind,  sondern  auch  noch  eine  geweihartig 
gestaltete,  sehr  breite  Spitze  führen.  Die  Valve  kann  schmal  und  sehr  lang  und  einfach  (Lethe)  oder  kurz 
und  dorsal  gehöckert  sein  (Hermias).  Rp  und  Pp  sind  im  1.  Band  beschrieben  (p.  82);  man  kennt  sie 
nur  von  etwa  vier  Species,  trotzdem  ihre  Nahrungspflanzen,  Bambus  und  andere  Gräser,  so  bequem  zu 
erreichen  wären.  In  der  Regel  sind  es  Gebirgstiere  und  eine  Art  —  L.  rohria  —  begegnet  dem  Reisenden 
als  lebender  Höhenmesser,  wenn  er  im  Sunda- Archipel  sich  dem  1 200  m  nähert,  da  sie  nie  tiefer  herabgeht, 
aber  sofort  da  erscheint,  wo  die  kühle  Bergluft  den  Wanderer  entgegenweht.  Alle  anderen  Arten  lieben 
den  Schatten  und  sind  am  lebhaftesten  am  frühen  Morgen  oder  in  der  Abenddämmerung.  Die  Falter 
sitzen  mit  zusammengeklappten  Flügeln  im  Bambusdickicht  oder  auf  Grashalmen,  selten  nur,  wie  die 
Mtjcalesis,  am  Erdboden.  Der  Hauptherd  der  Gattung  ist  kontinental.  Nahezu  50  Arten  der  Lethe- Gruppe 
trifft  man  innerhalb  der  Grenzen  des  Kaiserreiches  von  Indien ,  Borneo  und  Java  aber  haben  noch  sieben, 
Lombok  deren  drei,  Celebes  und  die  Molukken  nur  noch  eine  Species.  Das  Papuagebiet  und  Australien  hat 
die  Gattung  auf  ihrem  Wege  nach  Osten  nicht  mehr  erreicht.  Höhenlagen  von  2  — 3000  m  sagen  ihnen  am 
meisten  zu,  nur  eine  Species  geht  bis  14  000  Fass  hinauf  ( maitrya ).  Von  einer  Art  (arete)  ist  nach  meinen 
Beobachtungen  in  Hongkong  zu  berichten,  dass  sie  äusserst  intensiv  nach  Vanille  duftet. 

Artengruppe  jSinchula  Moore. 

Die  unbedeutendsten  Formen  des  Genus.  Hflg'l  abgerundet  ohne  deutliche  Spitze  an  der  hinteren  Mediane. 
Die  untere  Discocellulare  stösst  nicht  auf  die  Gabel  von  der  vorderen  und  mittleren  Mediane,  sondern  zweigt  distal 
davon  bereits  ab.  Costale  deutlich  c.ystös.  cf  ohne  Sexualfleck  der  Oberseite. 

L.  sidonis  Hew.  (Bd.  1,  p.  85,  Taf.  31  d  Oberseite  und  Bd.  9,  Taf.  97  c  Unterseite)  zerfällt  in  zwei 
Zeitformen,  von  denen  Hewitson  diejenige  der  nassen  Periode  kannte  und  beschrieb  (97  c),  deren  Unterseite 
wir  wiedergeben.  Die  Trockenzeit  - Generation  gelduba  form.  nov.  bleibt  wie  üblich  in  der  Grösse  zurück, 
ist  oberseits  fahler  mit  lebhafterem  Bronzeschimmer.  Die  vorderen  Ocellen  der  Hflglunterseite  verschwinden 
partiell,  während  sich  die  hinteren  verkleinern.  Ebenso  fallen  häufig  und  besonders  bei  Bhutan-Exemplaren 
die  graublauen  Medianstreifen  aus.  ln  Assam  tliegt  eine  lokale  Form,  die  grösser  und  unterseits  lebhafter 
gefärbt  ist.  Nach  Elwes  zählt  sidonis  zu  den  gemeinsten  Lethe  von  Sikkim,  wo  sie  in  der  Waldzone 
zwischen  4 — 8000  Fuss  und  von  April  bis  November  Forstwege  bevorzugt,  wo  sie  entweder  auf  dem  Erd¬ 
boden  oder  auf  niederer  Vegetation  sich  aufhält.  Sikkim,  Bhutan;  Assam. 

L.  vaivarta  Doli,  steht  der  vorigen  sehr  nahe  und  man  könnte  sie  für  eine  westlichere  Rasse  der 
sidonis  halten,  wenn  nicht  Doherty  erklärte,  dass  die  Klammerorgane  verschieden  seien.  Nach  Mooee’s 
Abbildung  der  typischen  Stücke  beurteilt,  liegt,  der  wesentlichste  Differenzialcharakter  in  breiteren  und 
gelben  statt  violetten  Längsbinden  der  Vtlglunterseite  und  grösseren  und  nach  oben  durchscheinenden  Augen 
der  Hflgl.  Von  Dohertt  wurde  die  Trockenzeitform  im  Kumaon-Himalaya  entdeckt,  doch  geht  die  Species 
weiter  nach  Westen;  denn  ihr  Vorkommen  wird  auch  noch  aus  Kangra,  dem  südlichen  Kaschmir,  gemeldet. 
Rp  hellgrün  mit  zwei  Kopfhörnern  und  blassen  Längs-  und  Querstreifen.  Sie  lebt  auf  dem  Bergbambus 
Arundinaria  falcata  Nees.  Pp  grün,  seltener  rotbraun,  von  kurzer  Gestalt  mit  zwei  Kopfhöckern  und  weiss¬ 
liehen  Seiten  und  ebensolchen  Sprenkeln  an  der  Bauchseite. 

L.  nicetella  Nicev.  (97  c).  Oberseite  einfarbig  schwarzbraun  mit  leichtem  Bronzeretlex ,  Hflgl  mit 
von  der  Unterseite  durchscheinenden  Augen.  Bei  der  Trockenzeitform  wird  ein  Teil  der  Ocellen  der  Hflgl¬ 
unterseite  blind  und  die  Vflgl  weisen  graugelbe  Felder  im  Aussengebiet  auf.  Im  Juli -August  bei  Tunglo 
von  7-  bis  ca.  9000  Fuss  an  schattigen  oder  feuchten  Plätzen  manchmal  zu  Tausenden.  Doch  ist  das  ? 
sehr  selten.  Ausserhalb  Sikkim  bisher  noch  nicht  beobachtet. 

L.  siderea  Marsh.  (Bd.  1,  p.  85)  ist  ein  seltener  Falter  der  Sikkimfauna,  nur  im  Innern  des  Landes 
einmal  auf  7000  Fuss  in  der  Regenzeit  gefangen.  ?  noch  unbekannt.  Hflglunterseite  der  nicetella  sehr  nahe, 
aber  mit  längeren  Streifen  und  die  Ocellen  mit  lebhafterer  orangefarbener  Peripherie.  Nach  Leech  auch 
als  Seltenheit  in  West-China  gefunden. 


LETHE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


313 

L.  nicetas  Heiv.  etwa  von  der  Größe  der  sidonis,  ist  sie  leicht  kenntlich  an  breiten  gelben  Postdiscal-  nicetas. 
binden  der  HflgJ-Unterseite  und  einer  weißlichen  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  beide  nach  oben  durchscheinen. 

Auch  die  ungleich  großen  Augen  der  Hflgl  sind  transparent.  Ziemlich  selten,  bei  Daling  im  Mai  und  Juni 
beobachtet,  aber  von  Sikkim  bis  Kulu  verbreitet,  dort  noch  im  Oktober  fliegend  und  überall  von  1000  bis 
2500  m  Höhe  im  dichten  Wald  vorkommend. 

L.  niaitrya  Nicev.  (97  c)  ist  die  am  häufigsten  nach  Europa  gelangende  Species  der  Gruppe,  die  na-  maitrya. 
mentlich  im  Juli  und  August  in  ungeheuren  Mengen,  namentlich  an  der  Sikkim-  und  Nepalgrenze  ange¬ 
troffen  wird.  Hie  Type  stammt  aus  dem  Nordwest-Himalaya  und  dortige  Exemplare  sind  etwas  größer  als 
das  abgebildete  Bhutan-Exemplar.  Nach  Elwes  fliegt  maitrya  stets  in  Gesellschaft  von  Zophoessa  jalaurida 
von  3-  bis  ca.  4000  m  Höhe. 

L.  visrava  Moore  (=  deliades  Hew.  und  unter  letzterem  Namen  auf  97  c  abgebildet)  ist  eine  ungemein  visrava. 
seltene  Species,  deren  $  fast  ganz  Aveiße  Hflgl  und  bis  zur  Zelle  gleichfalls  weiße  Vflgl  hat.  Die  Hflgl  sind 
mit  großen  isoliert  stehenden  schwarzen  Ozellen  besetzt,  die  unterseits  breit  gelb  umringelt  erscheinen. 

Auch  der  Terminalsaum  der  Hflgl  des  9  ist  rötlichgelb.  Das  <$  differiert  von  der  Unterseite  nur  dadurch, 
daß  auf  beiden  Flügeln  die  weiße  Region  ausgedehnter  und  schärfer  abgegrenzt  ist.  Flugzeit  Juni.  Sikkim, 

Bhutan. 

L.  insularis  Frühst.  (97  c)  steht  der  chinesischen  procne  Leech  (Bd.  1.  Taf.  32b)  nahe,  von  der  sie  sich  insularis. 
aber  durch  rundlichere  Flügel,  kleinere  Gestalt  und  fast  vertikal  gestellte  gelbbraune  Submarginalbinde  der 
Vflgl-Oberseite  unterscheidet.  Unterseits  wird  insularis  charakterisiert  durch  einen  schönen  moosgrünen 
Anflug  der  Basalpartie  der  Hflgl,  welcher  auf  der  Figur  nicht  sichtbar  ist,  und  besonders  durch  die  zweimal 
gebrochene  weiße  Median  binde,  die  sich  von  der  Costale  bis  zum  Analwinkel  hinzieht  und  allmählich  verjüngt. 

Formosa,  auf  ca.  4000  Fuß,  anscheinend  selten. 

Von  paläarktischen  Arten  gehören  zu  Sinchula:  L.  violaceopicta  Pouj.  (=  callisto  Leech)  von  West- 
China  (Bd.  1,  p.  85,  Taf.  31  c);  L.  titania  Leech  (Bd.  1,  p.  85,  Taf.  31  c)  von  West-China;  L.  helle  Leech  (Bd.  1, 
p.  37,  Taf.  32  b)  (galt  bisher  als  Zophoessa),  West-China;  L.  procne  Leech  (Bd.  1,  p.  87,  Taf.  32  b),  von  der 
dieselbe  Gattung  angenommen  wurde;  West-China.  —  L.  callipteris  Btlr.  (Bd.  1,  p.  86,  Taf.  31  e),  eine  der 
schönsten  bekannten  Arten,  die  in  Japan  von  Shikoku  bis  Yesso  verbreitet  ist;  Moore  schuf  dafür  die 
Gattung  Harima. 


Artengruppe  Kerrata  Moore. 

Struktur  und  Flügelschnitt  wie  bei  Sinchula,  doch  führen  die  Vflgl  in  der  Medianregion  schmale,  längliche  Felder  zot¬ 
tiger  Androconien. 

L.  tristigmata  Elw.  (97  d).  Oberseite  graubraun  mit  transparenten  Binden  und  Ozellen  und  dem  tristigmaia. 
schon  erwähnten  Sexualfleck.  Sehr  selten,  bisher  nur  aus  Sikkim  bekannt,  wo  die  Art  nahe  der  Nepal¬ 
grenze  im  Juli  fliegt  und  auf  9 — 10  000  Fuß  vorkommt.  Das  $  ist  erst  1888  durch  Möller  in  Native- 
Sikkim  entdeckt  worden.  —  lyncus  Nicev.  soll  nach  der  Ansicht  Bingham’s  nur  eine  bleichere  Form  der  tri-  lyncus. 
Stigmata  sein ;  der  Abbildung  nach  ist  es  eher  eine  Regenzeitform,  aber  in  der  Subapicalfleckung  der  Vflgl- 
Unterseite  zeigen  sich  doch  Unterschiede,  die  vielleicht  eine  Trennung  rechtfertigen,  indem  lyncus  eine  kurze 
weiße  Binde  statt  fünf  isolierter  Punkte  führt ;  auch  ist  die  basale  Partie  dunkler,  die  Ozellen  reicher  gelb  um¬ 
ringelt.  Niceville  vergleicht  sie  mit  ocellata  Pouj.,  der  sie  entschieden  sehr  nahe  steht.  Sikkim,  nur  ZAvei 
d'd'  aus  Native-Sikkim  bekannt,  die  Juli  und  August  auf  7 — 10  000  Fuß  Höhe  gesammelt  wurden. 

Zwei  paläarktische  Verwandte:  L.  nigrifasciata  Leech  (Bd.  1  p.  85  Taf.  31  e)  von  der  eine  kleinere 
Lokalrasse  fasciata  Seitz  existiert;  Westchina.  —  L.  ocellata  Pouj.  (  =  simulans  Leech  (Bd.  1.  p.  85  Taf.  31  c) 

Westchina. 


Artengruppe  Magula  nom.  nov. 

Struktur  wie  bei  Sinchula.  Hflgl  jedoch  mit  deutlichem  Schwanzanhang  an  der  hinteren  Mediane.  Keine  Sexual¬ 
flecken.  Die  wenigen  hierher  gehörigen  Arten  Avaren  bis  jetzt  unter  Zophoessa  vereinigt,  wovon  sie  durch  die  verschiedene 
Stellung  der  unteren  Discocellularis,  die  wie  bei  Sinchula  gebaut  ist,  sogleich  separiert  werden  können.  Dieser  Gruppe  steht 
aber  ebensowenig  subgenereller  Wert  zu  als  Kerrata. 

L.  jalaurida,  Name  nach  dem  Jalauripaß  in  Kulu,  avo  sie  Niceville  in  großer  Anzahl  auf  den  roten  jalaurida. 
Blumen  einer  Persicaria  mitten  im  dichten  Wald  auf  Höhen  zAvischen  6 — 8000  Fuß  antraf,  und  zwar  in  Gesellschaft 
der  L.  maitrya.  jalaurida  Nicev.  (Bd.  1  p.  87),  kommt  ausschließlich  im  West-Himalaya  vor,  AA^as  Avir  als 
solche  aber  in  den  Sammlungen  antreffen  gehört  zu  elwesi  Moore  (Bd.  1  Taf.  32  c,  als  jalaurida),  die  durch  elwesi. 
bleicheres  Kolorit  und  schärfer  abgesetzte  Silberbinden  der  Unterseite  ATon  jalaurida  differiert.  Nach  Elwes  fliegt 
diese  Form  an  der  Nepalgrenze  von  Sikkim  von  9 — 12  000  Fuß  im  Juli  und  August  an  offenen  Waldstellen , 
schnell  herumsegelnd  auch  bei  trübem  und  regnerischem  Wetter  und  sich  in  kleinen  Gruppen  da  ansammelnd, 
avo  etwas  Unreines  am  Wege  liegt.  Manchmal  setzen  sie  sich  auch  auf  Bambus,  und  auf  Felsen,  namentlich  bei 
feuchtem  Wetter,  avo  sie  dann  Avie  Heteroceren  mit  der  Flasche  Aveggefangen  werden  können.  —  gelduba  gelduba. 


IX 


40 


314 


ZOPHOESSA.  Von  H.  Frtthstorfer. 


moelleri. 


olkinsonia. 


baladeva: 


aisa. 


ramcideva. 


andcrsoni. 


goalpara. 


narJeunda. 


gam  miei. 
dura. 


mansonia. 


moupinen- 

sis. 

neoclides. 


subsp.  7iov.  ist  eine  im  westlichen  China  spärlich  auftretende  Lokalrasse,  die  oberseits  dunkler  olivenfarbig 
abgetönt  ist  und  auf  der  Unterseite  einen  doppelten,  statt  einfachen  Transzellularstreifen  führt  und  der 
unteren  Mediane  fehlt  die  feine  Silberhnie,  welche  elwesi  ziert. 

L.  moelleri  Elw.  (97  cl)  etwas  größer  und  oberseits  mit  etwas  breiteren,  gelblichen  Binden  und  statt¬ 
licheren  Ozellen  als  elwesi,  findet  sich  an  denselben  Flugorten  wie  elwesi  und  ist  außerhalb  Sikkim  noch  nicht 
angetroffen  worden. 

L.  atkinsonia  Hew.  (97  d)  die  farbigste  Art  der  Gruppe,  führt  oberseits  ansehnliche  dunkel  ockerfarbene 
Binden  und  Flecken,  ist  ziemlich  selten  und  wurde  am  Senchalhügel,  dem  Fangplatz  von  Temopalpus  im- 
perialis,  aufgefunden,  später  auch  von  Elwes  an  der  Straße  nach  dem  Bergschutzhaus  Tonglo,  wo  sie  im  Juli 
und  August  von  8 — 9000  Fuß  vorkommt,  und  wenn  aufgescheucht,  in  den  dichten  Wald  flüchtet. 

Artengruppe  Zophoessa  Dbl.  (=  Putlia  Moore). 

Mit  dieser  Artenserie  beginnen  die  Angehörigen  der  eigentlichen  Lethe,  die  deren  Fundamentalcharakter  nämlich  die 
auf  eine  Gabelung  der  beiden  Medianen  stoßende  untere  Discocellulare  besitzen.  Man  glaubte  früher,  die  Zophoessa  als  eigenes 
Genus  behandeln  zu  dürfen,  wegen  des  etwas  längeren  Endgliedes  der  Palpen,  das  übrigens  sehr  variert,  und  der  stärker  ange¬ 
schwollenen  Costale  der  Vflgl.  Letzteres  Merkmal  beruht  aber  auf  einem  entschiedenen  Irrtum,  denn  bei  keiner  Lethe  sind  die 
beiden  Hauptadern  weniger  aufgetrieben  als  bei  sura,  dem  Typus  des  Genus.  BINGHAM  hatte  also  Recht,  es  einzuziehen,  und 
wenn  es  hier  als  Untergruppe  geführt  wird,  so  geschieht  dies  wegen  der  längeren  Zelle  der  Vflgl,  die  gleichschmal,  wohl  keine 
echte  Lethe  besitzen  dürfte.  Alle  Arten  führen  lange  Schwänze,  die  nur  bei  einigen  paläarktischen  Formen  etwas  zurückge¬ 
bildet  sind.  Sexualflecken  sind  zumeist  vorhanden. 

L.  baladeva  Moore  (97  d)  Oberseite  kaffeebraun  mit  von  der  Unterseite  durchscheinenden  Längsbinden. 
Hflgl  mit  ungleich  großen  schwarzen  Augen,  von  denen  das  letzte  manchmal  einen  weißen  Kern  zeigt.  Die 
Type  stammt  aus  Sikkim,  wo  die  Art  an  der  Tonglostraße  im  Juni  von  7 — 9000  Fuß  ziemlich  selten  vor¬ 
kommt.  Das  $  ist  besonders  spärlich,  etwas  größer  und  bleicher  braun.  —  aisa  subsp.  nov.  wird  die  von  Do- 
herty  im  Kumaon-Himalaya  entdeckte  Ortsrasse  genannt,  die  nicht  nur  viel  dunkler  als  Sikkim- Stücke  gefärbt 
ist,  sondern  unterseits  auch  viel  schmälere  Silberbinden  führt.  Flugzeit  Juni  in  derselben  Höhenlage  wie 
baladeva. 

L.  rarnadeva  Nicev.  (97  d)  gleicht  oberseits  der  baladeva,  doch  ist  sie  von  breiteren  gelben  Binden  durch¬ 
zogen,  die  von  der  Unterseite  durchscheinen.  Die  Hflglozellen  wesentlich  vergrößert  und  vor  dem  Analwinkel 
ein  breites  rotbraunes  Feld.  Außerordentlich  selten,  nur  von  Sikkim  und  Bhutan  bis  jetzt  gemeldet,  wo  sie 
vom  Juli  bis  August  fliegt. 

L.  andersoni  Atk.,  ein  interessanter  und  bisher  sehr  seltener  Falter,  von  dem  nur  vier  Exemplare  be¬ 
kannt  sind,  von  denen  zwei  am  British  Museum,  zwei  am  Museum  in  Kalkutta  aufbewahrt  werden.  Oberseite 
braun  mit  gelblichen  Längsbinden  der  Vflgl  und  kleinen  runden  Ozellen  der  Hflgl.  Hflgl  ziemlich  schlank, 
Unterseite  dermaßen  ähnlich  der  L.  argentata  Leech  (Bd.  1  p.  87,  32  a)  von  Westchina,  daß  beide  vermutlich 
Zweige  einer  Gesamtart  vorstellen.  Bhamo  in  Oberbirma  und  Süd  -  Yunnan. 

L.  goalpara  Moore  (99  a)  habituell  wesentlich  größer  als  die  bisher  aufgezählten  Zophoessa,  ist  ober¬ 
seits  kaum  von  sura  Dbl.  zu  unterscheiden;  schwarzbraun  wie  diese,  mit  einer  braunen  Längsbinde  und  fünf 
großen  schwarzen  Augen  der  Hflgl-Oberseite.  Infolge  der  eigentümlich  verwaschen  gelbgrauen  Unterseite 
kann  sie  aber  mit  keiner  anderen  Species  verwechselt  werden.  Sie  galt  bisher  als  selten,  doch  meldet  Niceville, 
daß  die  Eingeborenen  manchmal  Tausende  von  Faltern  einliefern.  Flugzeit  Ende  Juli  bis  November  auf 
2 — 3000  m  Höhe.  Verbreitung  bis  Nord  Assam.  —  narkunda  subsp.  nov.  ist  eine  unterseits  dunkler  braun  über¬ 
zogene  geographische  Form  des  westlichen  Himalaya,  die  aus  dem  Narkundawald  bei  Simla  bekannt  ist. 
Zwischen  Simla  und  Sikkim  wurde  goalpara  noch  nicht  beobachtet. 

L.  dura  ist  die  am  weitesten  verbreitete  Zophoessa,  bisher  von  Bhutan  bis  Tenasserim  bekannt,  wurde 
sie  von  mir  in  Tonkin  aufgefunden,  Satjter  hat  sie  in  Formosa  entdeckt  und  daatensis  Semp.,  von  den  Philip¬ 
pinen  muß  wohl  auch  hierzu  gezogen  werden.  —  gammiei  Moore  ist  die  westliche  Zweigrasse,  aus  Bhutan 
beschrieben,  bleicher  als  typische  dura  aus  Tenasserim,  der  Distalrand  wesentlich  lichter.  Unterseite  heller 
mit  blaugekernten  Ozellen.  Bhutan,  September,  selten.  dura  Marsh.,  oben  samtbraun,  mit  sehr  schmalem 
graubraunem  Außensaum  der  Flügel.  Hflgl  mit  kleinen  Ozellen.  Von  sura  verschieden  durch  die  nicht  deutlich 
heraustretenden  Sexualstreifen  der  Vflgl  und  die  nur  punktförmigen,  statt  ein  bis  zwei  mm  breiten  Augen  der 
Hflgl.  Karen-Hills,  Birma  und  Tenasserim.  —  mansonia  subsp.  nov.  (99a)  stellt  eine  dunklere  Lokalrasse  vor, 
fast  ohne  hellen  Distalsaum  der  Flügeloberseite  und  zumeist  völlig  fehlenden  Submarginalpunkten  der  Hflgl. 
Die  Unterseite  führt  schärfer  abgesetzte  Binden  und  lebhafter  gelb  umringelte  Ozellen.  Tonkin,  Mansonberge 
auf  ca.  4000  Fuß  im  April.  Ein  Waldschmetterling,  der  sich  auf  niedere  Vegetation  setzt.  —  nioupinensis 
Pouj.  (Bd.  1  p.  86  Taf .  32  a)  aus  W estchinä  und  Zentralchina  bekannt,  zeigt  nach  der  Abbildung  von  Leech  beurteilt, 
viel  kleinere  und  nur  geringfügig  rötlich  umrandete  Augen  der  Hflgl-Unter seite.  —  neoclides  Frühst,  endlich  ist  eine 
hervorragende  Inselrasse,  sofort  kenntlich  durch  ein  sehr  breites,  weißlich  graues  Subanalfeld  der  Hflgl-Oberseite 
in  dem  fünf  eben  noch  erkennbare,  aber  dem  Erlöschen  nahe,  blinde  Augenfleckchen  isoliert  stehen.  Hflgl 


LETHE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


315 

noch  mit  einer  feinen  rötlich  grauen  Anteterminallinie.  Unterseite  mit  sehr  breit  angelegten  braunen  Längs¬ 
binden,  äußerst  verwaschener  Grauzeichnung,  ausgedehnt  blaugekernten,  aber  undeutlichen  Augenflecken. 

In  der  Größe  hält  neoclides  etwa  die  Mitte  zwischen  mansonia  und  sura  von  Assam.  Formosa,  aus  ca.  4000 
Fuß  Höhe,  anscheinend  sehr  selten,  weil  mir  nur  ein  $  zuging.  — -  daatensis  Semp.,  mir  nur  aus  der  Sem  bk  eschen  <l<wt<-n*' ■■■. 
Abbildung  bekannt,  die  der  mansonia  an  Größe  gleichkommt,  breitere  schwarzbraune  Binden  und  reicher 
blau  dekorierte  Unterseite  der  Flügel  aufweist.  Nur  ein  bisher  gefunden  am  Gipfel  des  Monte  Data  aus  2250  m 
Höhe,  Flugzeit  August.  Nordwest-Luzon. 

L.  sura  Ddl.  (99  a)  die  größte  Species  der  Artengruppe,  wird  von  Bingham  für  identisch  gehalten  mit  sura. 
dura  Marsh.,  was  wahrscheinlich  ist;  weil  aber  beide  Formen  in  Bhutan  und  Birma  nebeneinander  Vorkommen, 
halte  ich  sie  getrennt.  Sind  sie  aber  wirklich  zusammengehörig,  dann  muß  dura  und  mansonia  als  Trocken¬ 
zeitform  aufgefaßt  werden,  ebenso  wie  gammiei  Moore.  Mir  liegen  aber  aus  Sikkim  evidente  Trockenzeitpär¬ 
chen  der  sura  vor,  die  nichts  mit  dura  gemeinsam  haben,  sura  wird  in  Sikkim  im  Walde  von  Juni  bis  No¬ 
vember  auf  etwa  8000  Fuß  angetroffen,  entweder  am  Wege  oder  auf  niederer  Vegetation  sitzend.  Aufgescheucht 
setzen  sich  die  Falter  an  Baumstämme,  wo  sie  dann  im  dunklen  Moos  schwer  zu  erkennen  sind.  Verbreitung 
von  Blmtau  bis  Assam  und  Oberbirma,  wo  sie  Doherty  bei  Bernardmyo  auf  2000  m  Höhe  noch  häufig  ange¬ 
troffen  hat. 


Artengruppe  Lethe. 

Von  der  vorigen  Gruppe  nur  zu  trennen  durch  die  stets  etwas  breitere  Zelle  der  Vflgl,  die  in  der  Regel  auch  kürzer  ist. 

Doch  ist  die  Länge  oder  Kürze  der  Zelle  von  Act  zu  Art  verschieden.  Klammerorgane  ähnlich  jenen  von  Melanitis.  Uncus 
ohne  laterale  Spangen.  —  Valve  sehr  lang,  schmal,  distal  mit  nach  unten  gebogener  Spitze  ohne  dorsalen  Höcker.  Saccus 
an  der  Basis  breit.  — 

a)  Ohne  Sexualflecke. 

L.  rohria,  eine  relativ  kleine,  weit  verbreitete  Art,  die  Fabricius  bereits  kannte  und  aus  Indien  be¬ 
schrieb.  Aurtvillius  glaubte,  den  Namen  rohria  auf  die  südindische  dyrta  Fldr.  übertragen  zu  müssen,  was 
viel  Berechtigtes  haben  kann,  doch  wird  hier  dem  Beispiel  des  Paläarktenteils  gefolgt,  um  den  populären  Na¬ 
men  nicht  zu  verdrängen  und  Unstimmigkeiten  im  Text  hervorzurufen.  —  rohria  F .  (Bd.  1  p.  84  Taf.  30  e)  durch-  rohria. 
zieht  vom Kumaon-Himalaya  an  ganz  Indien,  bewegt  sich  dort  in  Höhen  von  1200 — 7000  Fuß,  und  frequentiert 
Straßen  und  Waldränder.  Nach  Niceville  zeichnet  sich  die  Frühjahrsgeneration  durch  lebhaftere  Farbe  der 
Unterseite  aus,  nach  den  mir  vorliegenden  Exemplaren  aus  der  nassen  Saison  möchte  ich  letztere  als  größer  und 
unterseits  ausgedehnter  und  glänzender  weißlich  violett  gebändert  bezeichnen.  —  gambara  subsp.  nov.,  soll  gambara. 
die  Assam-Rasse  bezeichnen,  die  übereinstimmend  vielleicht  auch  in  Westchina  vorkommt,  und  die  sich  durch 
besondere  Größe  und  lebhafter  weiße,  mehr  bindenförmige  Subapicalf lecken  der  Vflgl-Oberseite  und  durch 
stattlichere  und  vor  allem  intensiver,  ausgedehnter  und  heller  gelb  umzogene  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  von 
Sikkim-Exemplaren  absondern  läßt.  Wood-Masox  berichtete  1887  bereits  über  den  deliziösen  Vanillege¬ 
ruch,  den  die  $$  ausströmen;  ein  Faktum,  das  mir  1899  in  Hongkong  gleichfalls  auffiel.  Nichtsdestoweniger 
schmecken  die  Leiber,  wenn  zerbissen,  äußerst  bitter.  —  apara  subsp.  nov.  zeigt  eine  degenerierte  Form;  hierher  apara. 
gehörige  Exemplare  beiderlei  Geschlechts  sind  nicht  nur  kleiner,  sondern  es  verschmälert  sich  auch  die  weiße 
Schrägbinde  der  Vflgl,  die  Augen  der  Unterseite  werden  kleiner  und  die  violettweißen  Längsbinden  beginnen  zu 
verschwinden.  Tenasserim  aus  4000  Fuß,  Tonkin  vom  Juni  bis  August  aus  300  bis  600  m  Höhe;  Hongkong; 

Hainan.  —  eninia  subsp.  nov.  (97  a)  bewohnt  Sumatra  und  fällt  sofort  auf  durch  die  fast  doppelt  so  breite  weiße  enima. 
Binde  der  Vflgl  und  die  gelbgraue  statt  weißlich  violette  Umgrenzung  der  nur  winzigen  Ozellen.  $  zudem  auf¬ 
fallend  blaß  rotbraun.  Nach  Martin  sind  die  $$  dieser  Art  nicht  viel  seltener  als  die  $$  und  nach  Hagen 
belebt  enima  in  großer  Anzahl  die  Battak-Hochebene  im  Innern  der  Insel,  wo  sie  in  den  dortigen  mit  Lalang- 
gras  bewachsenen  Savannen  für  die  Landschaft  charakteristisch  wirkt.  —  godana  subsp.  nov.,  kleiner  von  godana. 
Gestalt  mit  einer  mehr  gelblichen,  recht  schmalen  Vflglbinde,  und  rötlicher  statt  schwarzer  Unterseite.  Die 
Augen  nur  matt  und  verloschen  gelbgrau  umrändert.  Sehr  häufig  auf  Java,  wo  sie  als  der  erste  Schmetter¬ 
ling  dem  Reiter  begegnet,  der  sieb,  bergwärts  wendet,  wenn  er  die  ersten  1000  m  hinter  sich  gelassen  hat.  In 
Mussorie,  Indien,  tritt  rohria  in  zwei  Generationen  auf,  zuerst  im  April,  Mai,  dann  wieder  August  bis  Oktober. 

L.  europa  bereits  im  Paläarktenteil  besprochen,  ist  eine  der  wenigen  Lethe,  die  bis  in  die  Alluvial¬ 
ebenen  herabgehen,  ein  echter  Bambus-  und  Dorfschmetterling  und  überall  da  zu  finden,  wo  Bambushecken 
stehen.  Fabricitts  gab  als  Heimat  seiner  Type  Amerika  an,  was  Butler  zuerst  korrigiert  hat,  indem  er  sie 
nach  Java  verlegte,  wo  der  Falter  ja  sehr  häufig  ist.  Wenn  nun  die  javanische  Zweigrasse  als  nomenklatorischer 
Typus  aufgefaßt  wird,  muß  ein  Teil  der  außerhalb  der  malayischen  Inselwelt  vorkommenden  Ausläufer  der 
Art  separiert  werden.  Allen  Formen  aber  ist  bei  den  $$  gemeinsam  ein  leicht  gebrochenes  ziemlich  breites 
weißes  Band,  und  nahezu  keilförmige,  wie  plattgedrückt  aussehende  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  Die  kon¬ 
tinentalindische  Zweigrasse  wird  separiert  als  niladana  subsp.  nov.,  deren  $  etwa  wie  nudgara  gezeichnet  ist,  niladana. 
aber  in  der  Größe  zurückbleibt.  Vom  Kumaon-Himalaya  bis  Birma  verbreitet,  von  überallher  als  schatten- 
und  auch  zuckerhebend  bekannt.  —  In  Siam  fing  ich  eine  stark  abweichende  Form,  die  vermutlich  ausschließlich 


316 


LETHE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


gada,  in  der  regenlosen  Periode  vorkommt,  in  der  ich  sie  auch  sammelte.  —  gada  form.  nov.  oberseits  leicht  kenntlich 
durch  größere  gelbgraue  Makeln  und  breiteren  ebenso  gefärbten  Distalsaum  aller  Flügel,  was  sehr  auffällt,  be¬ 
sonders  bei  der  relativen  Kleinheit  der  Exemplare.  $  mit  schmaler  weißer  Schrägbinde  der  Vflgl.  Unterseite 
der  Vflgl  mit  fast  weißen,  statt  gelblichen  subapicalen  Querbinden.  Siam,  Tonkin  im  Januar  und  dann  vom 
ragalva.  August  ab.  —  ragalva  subsp.  nov.  das  absolute  Gegenteil  der  vorigen,  Vflgl  unterseits  von  einer  dunkelbraun¬ 
gelben  Schrägbinde  durchzogen.  Hflgl-Unterseite  gleichfalls  durchweg  dunkler,  Ozellen  kleiner,  düsterbraun 
nudgara.  umringelt.  Rp  auf  Bambus.  Südindien,  Karwar.  • —  nudgara  subsp.  nov.  (96  c)  die  stattlichste  mir  vorhegende 
Zweigrasse,  zugleich  auch  die  breiteste  weiße  Binde  der  Vflgl  der  $$  führend.  Andamanen.  Häufig  bei  Port 
tamuna.  Blair.  —  tamuna  Nicev.  ist  eine  seltene,  nur  in  einem  $  bisher  aufgefundene  Inselrasse  der  Nicobaren,  die 
ein  ockergelbes,  statt  weißes  Band  der  Vflgl  zeigt  (ob  nicht  durch  Feuchtigkeit  verändert  ?),  doch  ist  die  Form 
auch  sonst  noch  verschieden  durch  das  distal  mehr  zerteilte  Band  der  Vflgl,  breiteren  gelben  Distalsaum  und 
europa.  stärker  gewinkelte  Medianbinde  der  Hflgl.  —  europa  F.  (96  d)  die  macromalayische  Unterart,  außer  den 
großen  Inseln  auch  von  Bawean  und  Nias  in  meiner  Sammlung,  sowie  von  Kangean  bekannt  .  Wesentlich  ver- 
Icumara.  schieden  ist  die  Nebenform  von  der  Insel  Engano,  die  ich  als  kumara  subsp.  nov.  hier  bezeichnen  möchte.  Das 
$  wird  schon  oberseits  charakterisiert  durch  das  nur  unmerklich  gebrochene,  also  fast  geradlinige  Weißband 
der  Vflgl,  und  die  Apical-Ozelle  der  Hflgl  beider  Geschlechter  ist  fast  doppelt  so  groß  als  bei  Java-Stücken  und 
beim  $  außerordentlich  deutlich  und  rein  weiß  umringelt.  Selten,  nur  Stücke  vom  April.  —  Nach  Osten  zu 
mahamaya.  verändert  sich  europa  erst  merklich  auf  Lombok,  dessen  Inselform  als  mahamaya  subsp.  nov.  (96  d)  hier 
eingeführt  wird,  $  oberseits  gekennzeichnet  durch  eine  nach  hinten  rasch  abnehmende,  distal  stark  eingeschnit¬ 
tene,  weiße  Querbinde,  und  unterseits  durch  die  auf  der  Abbildung  nicht  recht  zum  Ausdruck  gebrachte  gelbe 
Aufhellung  besonders  der  Vflgl,  mit  der  parallel  geht  eine  Abschwächung  der  schwarzen  Zellkerne.  Lombok, 
pavida.  von  der  Küste  bis  hinauf  zum  Plateau  von  Sambalun  (4000  Fuß).  —  pavida  Frühst,  von  Formosa  bedeutet  eine 
kleinere  und  dunklere  Wiedergabe  der  kontinentalen  Form,  Unterseite  leicht  kenntlich  an  den  zurückgebildeten 
alaca.  weißen  oder  gelbl.  Längsbinden.  Häufig  auf  der  ganzen  Insel,  ebenso  auch  auf  JHainan.  —  alaca  subsp.  nov., 
ist  die  Abzweigung  der  Philippinen,  die  mir  nur  von  Palawan  vorliegt,  die  aber  vermutlich  identisch  auch  auf 
anderen  südlichen  Philippineninseln  auftreten  wird.  Nach  Semper  fliegt  dort  europa  während  des  ganzen 
Jahres,  alaca  fällt  unterseits  leicht  abzutrennen  durch  die  ungewöhnlich  stattliche  und  stark  gekniete  weiße 
bcroc.  Medianbinde  der  Hflgl,  die  sehr  kleine  Ozellen  nach  innen  begrenzen.  —  beroe  Cr.  ist  die  chinesische  Repräsen¬ 
tantin  der  Gesamtart,  die  mir  in  natura  nicht  vorliegt,  sich  aber  nach  der  Figur  von  Cramer  durch  sehr  große 
cevanna.  und  gleichmäßige  schwarze  Ozellen  der  Hflgl  der  auszeichnet.  Südchina,  cevanna  subsp.  nov.  nach  $  Exem¬ 
plaren  von  Mindanao  der  Koll.  Staxjdinger  beurteilt,  muß  als  die  größte  aller  insularen  Rassen  aufgefaßt  werden, 
führt  aber  dennoch  als  Ausdruck  des  Inselmelanismus  eine  schmale  und  merklich  gelblich  verdüsterte  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl. 

arctc.  L.  arete  von  älteren  Autoren  mit  europa  vereinigt  oder  damit  verwechselt,  ist  zweifellos  der  östliche 

Vertreter  der  westlichen  L.  europa,  kann  aber  wegen  dem  veränderten  Flügelschnitt  und  der  runden  statt  ob¬ 
longen  Apicalozelle  der  Hflgl  als  Art  bestehen,  wenngleich  zugegeben  werden  muß,  daß  die  bisher  unbekannte 
Südcelebesform  eine  gewisse  Transition  von  arete  zu  europa  mahamaya  Frühst,  von  Lombok  herstellt, 
arete  Cr.  (96  d)  die  Namenstype,  bewohnt  die  Südmolukken,  Amboina,  Ceram,  die  Uliasser  und  ist  auch 
von  Buru  in  meiner  Sammlung.  Der  Hauptunterschied  europa  gegenüber  liegt  in  dem  Fehlen  der  gelbli¬ 
chen  oder  weißen  Schrägbinde  der  Vf Igl-Unter Seite,  von  der  nur  ein  kurzes  Rudiment  am  Costalrancl  erhalten 
blieb.  $  oberseits  wie  bei  europa  mit  einer  sehr  breiten  weißen  Querbinde  der  Vflgl,  die  basal  zwischen  den 
Medianen  weit  nach  innen  ausgebogen  ist  und  zwar  am  meisten  bei  arcuata  Btlr.  von  Nord-Celebes,  deren  $2  vom 
arete-Q  differieren  durch  die  größere  Gestalt,  und  die  ganz  dünne  Medianbinde  der  Unterseite  aller  Flügel. 
Von  mir  bei  Toli  Toli  und  dem  davor  lagernden  Inselchen  Lutungan,  im  November,  Dezember,  gesammelt. — 
anaiha.  anatha  subsp.  nov.  bleibt  in  der  Gestalt  hinter  arcuata.  zurück,  ist  oberseits  dunkler  blaugrau,  die  Subapicalflec- 
ken  der  Vflgl  im  Verschwinden,  alle  Ozellen  der  Unterseite  mehr  zusammengedrängt,  aber  auffallend  breit  und 
lebhaft  glänzend,  weißlich  violett  umrahmt.  Sula  Mangoli,  von  Doherty  (Oktober,  November)  gesammelt. — 
advipa.  advipa  subsp.  nov.  findet  sich  auf  den  Nordmolukken,  Batjan,  Halmaheira  und  Ternate,  ist  stets  kleiner  als 
arete  von  Amboina,  und  wird  von  einer  schmäleren  weißen  Vflglbinde  durchzogen.  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite 
velitra.  wesentlich  kleiner,  aber  mehr  als  doppelt  so  breit  und  hell  erdbraun  umringelt.  —  velitra  subsp.  nov.  bewohnt 
Sangir,  nähert  sich  der  arcuata  von  Celebes,  ist  fast  ebensogroß  als  diese,  führt  aber  dennoch  viel  schmälere 
weiße  Subapicalbinden  der  als  arcuata  und  selbst  advipa.  —  Am  weitesten  vom  arete-Typ  entfernt  zeigt  sich 
nagaro/ja.  die  bisher  unbeachtete  südcelebische  nagaraja  subsp.  nov.  $  oberseits  deutlicher  gelblich  weiß  gefleckt  als 
arcuata,  kleiner,  unten  mit  ebenso  zusammengepreßten  Ozellen  wie  anatha.  2  durch  die  oberseits  hellgraue 
unten  hell  und  verwaschen  gelbbraune  Grundfarbe  zunächst  vom  und  dann  allen  anderen  aretfe-Rassen  diffe¬ 
renziert.  Vflgl  mit  einer  schmalen,  jenseits  der  Zelle  stark  gebrochenen  weißlichen  Binde,  Ozellen  der  Hflgl 
auch  oben  auffallend  gelblichbraun  umringelt.  Ozellenkern  der  Unterseite  gelb,  nicht  braun  wie  bei  arcuata,  und 
von  der  fahlen  Grundfarbe  heben  sich  schön  rotbraune  Längsbinden  lebhaft  kontrastierend  ab.  Süd-Celebes, 
aus  der  Umgebung  des  Wasserfalles  von  Maros  bis  zu  1000  m  Höhe  am  Pik  von  Bonthain  von  mir  gesammelt. 

L.  dyrta,  vermutlich  die  rohriaF.,  ist  eine  der  wenigen  Species,  von  denen  die  Jugendstadien  bekannt 
sind.  Die  Art  ist  weiter  verbreitet,  als  bisher  angenommen  wurde,  auch  ist  deren  insulare  und  lokale  Varia- 


LETHE.  Von  H.  Fruiistorfer. 


317 

bilität  unbeachtet  geblieben.  —  dyrta  Fldr.  (Bd.  1  Tat.  .30  d)  von  ihrem  Autor  aus  Bengalen  beschrieben,  ist  dyrla. 
der  nordindische  Zweig  der  Gesamtart,  der  sich  in  Sikkim  nur  in  der  heißen  Niederung  findet,  westwärts 
bis  Kaschmir  und  nach  Osten  bis  Birma  vordringt,  und  im  Himalaya  bis  5000  Fuß  ansteigt.  In  Tonkin  beob¬ 
achtete  ich  zwei  Zeitformen,  die  eine  April,  auf  ca.  1000  m  Erhebung  mit  monoton,  grauer,  ganz  matter  Unter¬ 
seite,  der  Trockenzeit  angehörig,  und  die  Form  der  Regenperiode  mit  silberglänzender  deutlich  abgesetzter, 
violettweißer  Ozellenperipherie  und  ebensolchen  Längsbinden.  (Juni-Juli).  —  neelgheriensis  Guer.  (96  d.)  aus  Süd-  inelyhcricn- 
und  Zentralindien,  geht  in  den  Nilgiris  bis  7000  Fuß.  Rp  auf  Bambus,  sehr  lang,  schlank,  Kopf  und  Anus  mit  SIH- 
langer  scharfer  Spitze.  Hellgrün  mit  dunkleren,  dorsalen  und  lateralen  Streifchen.  Auf  Ceylon  wurde  die  Rp 
auch  auf  Gräsern  gefunden.  ■ —  yoga  subsp.  nov.,  ist  die  von  Moore  mit  allen  Charakter! stikas  in  Lepidoptera  yoga. 
Indica  bereits  von  der  Oberseite  abgebildete,  scharf  differenzierte  Inselform,  von  der  wir  97  b  die  Unterseite 
darstellen.  $  von  der  vorigen  Rasse  leicht  zu  unterscheiden,  durch,  die  in  drei  große  rundliche,  weit  von  ein¬ 
ander  getrennt  stehende  Flecken  aufgelöste  Binde  der  Vflgl,  die  bei  neelgheriensis  und  allen  anderen  dyrta- 
Rassen  stets  als  ein  zusammenhängendes  breites  Band  den  Vflgl  durchzieht.  Sonst  ist  yoga  noch  charakteri¬ 
siert  durch  die  dunklere  Unterseite  aller  Flügel  der  beiden  Geschlechter  als  Ausdruck  des  Insel-Melanismus  und 
durch  die  gelbliche,  viel  schmälere  und  mehr  gewinkelte  Vflglbinde  des  $.  —  permagnis  subsp.  nov.,  ehe  von  permagnis. 
Leech  bereits  aus  Foochow  angegebene  Rasse  des  südlichen  China,  die  auch  aus  Amoy  bekannt  ist.  Ob  damit 
Exemplare  aus  West-  und  Zentralcbina  identisch  sind,  bleibt  fraglich.  Das  $  differiert  vom  dyrta- ^  aus  Tonkin 
durch  größeren  Habitus  und  eine  gelbliche,  statt  weiße  Schrägbinde  der  Vflgl.  Unterseite  verwaschen  grau 
ohne  deutliche  violettweiße  Ozellenperipherie,  weshalb  ich  vermute,  daß  die  mir  vorliegende  $-Type  in  der 
Trockenzeit  gesammelt  ist.  Foochow.  —  dsenioniaca  Frühst,  ist  die  etwas  in  der  Größe  hinter  permagnis  zu-  daemoniaca 
rückbleibende,  aber  kontinentale  indische  Explare  dennoch  im  Habitus  überbietende  Zweigform  von  Formosa. 

$  mit  namentlich  unterseits  gelblicher  Binde  und  relativ  kleinen  Ozellen.  Formosa,  auf  der  ganzen  Insel  bis  1300  m 
Höhe  gemein,  ebenso  in  Hainan. — anuräda  subsp.  nov.,  ist  die  seit  Ho rsfields  Zeiten  aus  Java  registrierte,  aber  anunda. 
nicht  beachtete  reizende  und  wohl  abgeschiedene  Inselrasse,  kenntlich  an  der  zart  rotbraun  oder  chokoladefarbenen 
Unterseite  beider  Geschlechter  und  durch  die  viel  kleineren  und  kaum  merklich  gelb  umringelten  Ozellen  der 
Unterseite  des  $.  In  meiner  Sammlung  nur  aus  Ost- Java  und  Bali,  doch  wird  sie  gewiß  auch  im  Westen  Vorkom¬ 
men  und  vermutlich  in  Sumatra.  —  sambaluna  subsp.  nov.  (97  b)  ist  der  am  weitesten  nach  Osten  vorge-  sambaluna. 
schobene  Ausläufer  der  Gesamtart,  im  Gegensatz  zur  Javaform  unten  hellgrau  und  mehr  verwaschen  als  konti¬ 
nentale  Exemplare.  Obersei ts  führen  beide  Geschlechter  rein  weiße  Subapicalmakeln  und  die  Vflglbinde 
ist  proximal  und  distal  mehr  zerfasert.  Fundort  das  Plateau  von  Sambalun  auf  Lombok,  ca.  4000  Fuß 
Höhe,  April  1896  von  mir  gesammelt.  Die  Form  fliegt  dort  am  Waldrande. 

L.  drypetis  ist  eine  jener  zoogeographisch  interessanten  Species,  die  dem  südlichen  Indien  eigentümlich  sind, 
und  von  da  aus  nach  Ceylon  gelangten.  —  Die  Namenstype  drypetis  Hew.  (embolima  Btlr.  97  a  in  ebolina  verdruckt  ),  drypetis. 
bewohnt  Ceylon,  wo  sie  in  Bambushecken  nicht  allzuhäufig  angetroffen  wird.  Sie  ist  sehr  lokal  und  findet  sich  in 
der  Regel  erst  in  Höhen  über  1000  m.  oberseits  einfarbig  braun,  £  mit  weißer,  an  den  Rändern  gelb  nachdunkeln¬ 
der  Schrägbinde,  die  jenseits  der  Zelle  zweimal  leicht  unterbrochen  ist.  Hflgl  mit  drei  schwarzen  Flecken, 
die  nach  oben  und  außen  hellbraungelb  umsäumt  erscheinen.  Unterseite  des  <$  ähnlich  der  daretis,  doch  ohne 
die  gelbe  Binde  der  Vflgl.  Rp  wie  bei  neelgheriensis,  aber  schöner  gefärbt  mit  einem  lateralen,  bleichgerän¬ 
derten  roten  Streifen.  Pp  bleichgrün  mit  einem  Kopf  und  einem  Brusthorn.  —  todara  Moore  (97  e  als  dry-  todara. 
petis  bezeichnet),  stellt  den  südindischen  Zweig  der  Species  vor,  der  nur  leichthin  von  der  Ceylontype  abweicht. 

$  ober-  wie  unterseits  lichter  braungelb,  Querbinde  der  Vflgl  etwas  schmäler,  regelmäßiger,  Unterseite  weniger 
ausgedehnt  braun  beschattet.  Südindien,  Flugzeit,  von  Mai  bis  September,  und  bis  4000  Fuß  hinaufgehend. 

L.  daretis  Hew.  (97  a),  eine  zierliche  Species,  in  Ceylon  endemisch  und  sonst  nirgendwo  gefunden,  daretis. 

<$  oberseits  mit  drei  gelblichen  Subapicalmakeln.  Hflgl  mit  einigen  schwarzen  Punkten.  $  mit  schön  gelber, 
aus  vier  lose  zusammenhängenden  Makeln  bestehender  Schrägbinde  und  zwei  rundlichen  gelben  Subapicalma¬ 
keln  der  Vflgl.  Hflgl  mit  gelblicher  Submarginalregion,  in  der  5  ungleich  große  Ozellen  stehen.  Auf  der  Unter¬ 
seite  wiederholen  sich  die  Binden  und  die  Hflgl  sind  lichtergraubraun,  sonst  identisch  mit  jenen  des  q.  daretis 
fliegt  während  des  ganzen  Jahres,  und  ist  einer  der  wenigen  Falter,  welche  auf  7000  Fuß  Höhe  auf  den  Horton 
Plains  Vorkommen.  Dr.  Seitz  fing  sie  bei  Nuwara  Elya.  Die  <$<$  setzen  sich  gerne  auf  die  oberen  Zweige  von 
niederen  Waldbäumen  und  fliegen  in  der  Sonne  um  deren  Gipfel. 

L.  insana,  eine  gemeine,  über  den  ganzen  Himalaya  und  das  westliche  China  bis  Formosa  verbreitete 
Species  ist  unter  dem  Namen  dinarbas  besser  bekannt.  —  insana  Koll.  ($  —  hyrania  Koll.)  aus  Kaschmir  be-  insana. 
schrieben,  stellt  eine  relativ  kleine,  oberseits  graubraune  Höhenform  dar,  deren  $  ausgezeichnet  ist  durch 
eine  auffallend  breite,  scharf  abgegrenzte  weiße  Querbinde  der  Vflgl.  <$  unterseits  ohne  rotbraune  Felder 
der  Vflgl  und  ohne  silberglänzende  Submarginalpartie  der  Hflgl.  Die  Falter  sind  dunkelheitliebend,  man 
trifft  sie  am  Fuße  hoher  Felsen,  die  den  ganzen  Tag  Schatten  Averfen.  Kaschmir,  Kulu,  Masuri  und  Kunawur. 

In  Mussoorie  treten  zwei  Generationen  auf,  die  erste  vom  April  bis  Juni,  die  zAveite  im  Oktober.  Rp  auf  Arun- 
dinaria  falcata  Nees,  dem  „Hillbamboo“  der  Engländer.  Grün  mit  einem  gelben  Dorsalfleck,  der  Kopf  sehr 
spitz  wie  üblich;  Pp  bald  grün,  bald  braun,  sehr  ähnlich  jener  von  drypetis,  nur  kürzer.  —  dinarbas  Hew.  dinarbas. 
(97  a)  scheint  der  Abbildung  Hewitsons  nach  beurteilt,  auf  Exemplare  der  Trockenzeitform  gegründet  zu  sein 


318 


LETHE.  Von  H.  Fruhstoreer. 


und  stimmen  solche  Stücke  aus  Assam  in  meiner  Sammlung  am  meisten  mit  der  Figur  ihres  Autors  überein. 
Unsere  Abbildung  zeigt  die  Regenzeitform  von  Sikkim  von  der  Unterseite.  Nicht  selten  auf  7- — 9000  Fuß  im  Ur¬ 
wald  von  Sikkim  und  Assam.  Doherty  fing  sie  auch  in  den  Naga-Hills,  vom  Juni  bis  September.  —  bri- 
brisandn.  sanda  Nicev.,  aus  Bhutan  beschrieben,  ist  eine  extreme  Regenzeitform,  leicht  kenntlich  durch  etwas  größere 
Ozellen,  ein  breiteres  violettAveißes  Längsband  der  Vflgl  und  eine  metallisch  glänzende  Distalregion  aller  Flügel. 
baucis.  Bisher  nur  aus  Bhutan  gemeldet  und  von  dort  in  den  letzten  Jahren  häufig  nach  Europa  gelangt.  —  baucis 
Leech  (Bd.  1  p.  84,  Taf.  30  c)  muß  als  die  westchinesische  Ortsrasse  aufgefaßt  werden.  Vflglbinde  schmal,  ziem- 
procris.  lieh  scharf  abgesetzt.  ^  etwas  rundfliigeliger  als  die  indischen  Verwandten.  —  procris  Leech  ist  eine  kleine 
Abweichung  von  baucis,  nach  zwei  von  mir  im  April  auf  ca.  4000  Fuß  Höhe  im  Mauson-Gebirge  in  Tonkin  ge¬ 
fangenen  und  mit  der  Leech’’ sehen  Figur  übereinstimmenden  Exemplaren  dürfte  es  sich  um  Produkte  der  regen- 
formosana.  losen  Zeit  handeln.  —  formosana  Frühst,  ist  eine  sehr  kleine  Inselrasse,  etwa  in  der  Größe  mit  der  Trockenzeit¬ 
form  von  Sikkim  harmonierend;  Unterseite  aber  ohne  die  rotbraunen  Felder  von  dinarbas  und  mit  sehr  kleinen 
Ozellen.  Vom  Mount  Morrison  aus  5000  Fuß,  September,  Formosa,  selten. 

margaritae.  L.  margaritae  Elw.  (97  b),  vermutlich  die  größte  Lethe,  bisher  nur  aus  Bhutan  bekannt,  woher  sie  durch 

die  eingebornen  Sammler  gebracht  wird.  Oberseite  etwas  dunkler  braun  als  unterseits  mit  vollständiger  Wie¬ 
derholung  der  gelblichgrauen  Binden  und  Ozellen.  Das  sehr  seltene  $  ist  besonders  schön,  und  zeigt  weiße 
Schrägbinde  der  Vflgl,  ein  weißes  Medianband  der  Hflgl-Unterseite  und  sehr  große  gelbbraun  umringelte  Ozellen. 

naga.  L.  naga  Doh.,  von  ihrem  Autor  entdeckt,  dem  es  aber  nur  gelang,  ein  $  an  der  oberen  Assamgrenze 

aufzufinden.  Das  $  steht  dem  philemon -$  (97  b)  nahe,  doch,  führt  es  auf  den  Vflgl  eine  bis  zum  Analwinkel  in 
gleicher  Breite  hinziehende  weiße  Subapicalbinde  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  gebogene,  weißlich 
philemon.  violette  bis  zur  Flügelmitte  reichende  Binde,  die  bei  philemon  fehlt.  —  Von  philemon  Frühst.  (97  b)  aus  Than- 
Moi,  dem  nördlichen  Tonkin  (Juni- Juli)  hat  das  eine  entfernte  Aelxnlichkeit  mit  lanaris  Btlr.  (Bd.  1  Taf.  30  b), 
doch  ist  der  Flügelschnitt  rundlicher,  und  die  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  namentlich  die  apicale,  sind  bedeu¬ 
tend  größer.  Die  Zahl  der  Ozellen  der  Vflgl-Unterseite  wechselt  von  2 — 4  und  die  weißlich  violette 
Peripherie  der  Augenflecke  der  Hflgl  ist  manchmal  etwas  weniger  intensiv  als  auf  der  Abbildung.  Sehr  wahr¬ 
scheinlich  existiert  philemon  auch  in  Yunnan,  wo  überhaupt  die  wahre  Heimat  des  Falters  sein  dürfte,  der  sich 
vermutlich  von  China  aus  nach  Assam  und  Tonkin  verbreitet  hat. 
b)  Mit  Sexualfleck  auf  den  Vflgl  oder  Hflgl  oder  beiden  zugleich. 

L.  minerva,  ausgezeichnet  durch  den  großen  schwarzen  Duftpelz  der  Vflgl  und  den  weitgehenden 
sexuellen  Dimorphismus.  Bisher  nur  von  Makromalayana  bekannt,  wurde  die  Species  von  mir  auch  in  Lom- 
minerva.  bok  aufgefunden,  der  am  weitesten  nach  Osten  vorgeschobene  Posten  inMikromalayana.  - — -  minerva  F.  (=  ar- 
cadia  Cr.,  caumas  Godt.)  (98  a).  Alle  Namen  beziehen  sich  auf  die  Rasse  von  Java,  wo  der  Falter  im  Osten  wie 
Westen  nicht  selten  ist,  und  sowohl  auf  ausgelegte  Köderfrüchte  geht,  wie  auch  an  abgefallenes  Tropenobst, 
doch  scheint  minerva  nirgendwo  2000  Fuß  zu  überschreiten.  Der  Einfluß  der  Jahreszeit  macht  sich  inso¬ 
ferngeltend,  als  Exemplare  der  Trockenzeit  kleiner,  und  ein  wenig  blasser  sind  als  jene  der  Regenperiode.  Im 
allgemeinen  ist  minerva  äußerst  beständig,  und  die  von  mir  in  Lombok  gesammelten  Stücke  sind  nur  unmerklich 
reicher  rot  beim  $  und  etwas  schmalbindiger  beim  $.  Auf  Borneo  kommt  minerva  nicht  vor,  und  schon  in 
tritogeneia.  Sumatra  bleibt  sie  ein  seltenes  Vorkommnis.  Doherty  fand  sie  auf  Bali.  —  tritogeneia  subsp.  nov.  zeichnet 
sich  durch  ausgedehntere  und  heller  rote  Subanalregion  der  Hflgl-Oberseite  der  CC,  größere  schwarze  Makeln 
der  $$  aus  und  differiert  unterseits  durch  dunklere  Grundfarbe.  Tenasserim,  vom  Januar  bis  November. 
Ueberall  in  Birma,  aber  nur  spärlich.  Exemplare  aus  Perak  gehören  nach  der  Abbildung  Distants  eher  zu 
minerva  als  tritogeneia-,  auch  dort  ist  die  Species  selten. 

dynsatc.  L.  dynsate  Ilew.  findet  sich  nur  in  Ceylon,  mir  in  natura  unbekannt,  $  nach  den  vorhandenen  Ab¬ 

bildungen  oberseits  braun  mit  großem  länglichem,  wie  bei  Euploeen  geformten  Sexualfleck  zwischen  der  hin¬ 
teren  Mediane  und  Submediane,  zwei  gelblichen  Apicalpunkten  und  auf  den  Hflgl  fünf  mittelgroße  schwarze 
Ozellen.  $  mit  breiter  weißer  Schrägbinde  der  Vflgl  einer  erst  nach  außen,  dann  basalwärts  gezogenen  schmalen 
Mittelbinde  und  weißer  Peripherie  der  Hflgl- Ozellen.  Grundfarbe  hellbraun,  Hflgl  distal  gelblich.  Unterseite 
ähnlich  vindhya  aber  mit  kleineren  Augen.  Als  Flugzeit  sind  März,  April  und  Juli  bekannt,  Umgebung  von 
Nuwara  Elya  auf  ca.  5 — 6000  Fuß. 

leansa.  L.  kansa  Moore,  ursprünglich  aus  Sikkim  beschrieben,  kommt  mit  jeder  Sendung  nach  Europa  und 

fühlt  sich  anscheinend  ebenso  zu  Hause  in  den  heißen  Tälern,  wie  hoch  oben  auf  3000  m  Höhe,  kansa  ist  eine 
der  am  einfachsten  gezeichnete  Species,  oben  ebenso  monoton  dunkelbraun,  Avie  unten.  Vflgl  zeichnungslos, 
Hflgl  mit  schwarzen  ungleichgroßen  Ozellen,  die  bei  Sikkimexemplaren  hell  und  deutlich  gelb  umringelt  sind. 
zeugitana.  Beim  Sikkim- $  machen  sich  auch  auf  den  Vflgl  einige  verwischte  gelbliche  Makeln  geltend.  —  zeügitana  subsp. 

nov.  (98  a  als  kansa)  aus  Assam  übertrifft  die  Sikkim-fcomsa  an  Größe,  ist  durchweg  viel  dunkler  und  den  statt¬ 
licheren  Hflglaugen  fehlt  beinahe  jedwede  gelbliche  Peripherie.  Unterseite  lebhafter,  rotbraune  Binden  pro¬ 
minenter,  Ozellen  größer  und  ausgedehnt  weißlich  violett  umzogen.  Assam,  Manipur.  Unsere  Abbildung 
bezieht  sich  auf  zeugitana,  während  Staudinger  und  Moore  deutlich  die  farbenarme  Sikkimform  darstellen. 
vaga.  —  vaga  subsp.  nov.,  von  mir  in  Tenasserim,  Ende  der  Trockenzeit  auf  ca.  4000  Fuß  gesammelt,  bleibt  in  der 


LETHE.  Von  H.  Fruit storfer. 


319 


Gi’öße  noch  hinter  der  lcansa  kansa  zurück,  ist  oberseits  noch  fahler  braun,  unterseits  aber  schärfer  gezeichnet 
als  Sikkim- kansa,  und  von  fast  weißgrauer  Grundfärbung.  Eie  Ozellen  der  Hflgl  halten  in  der  Größe  etwa  die 
Mitte  zwischen  jenen  von  Sikkim  und  Assam-^;  Flugzeit  Mai. 

L.  vindhya  Fldr.  (98  b),  oberseits  von  der  vorigen  nur  dadurch  verschieden,  daß  die  5$  eine  undeut-  vindhya. 
liehe  gelbbraune  mediane  Längsbinde  der  Vflgl  aufweisen.  Flügelschnitt  auch  etwas  rundlicher,  Schwänze  kür¬ 
zer,  Ozellen  größer.  —  dolopes  Hew.  ist  die  Trockenzeitform  der  Species,  gekennzeichnet  durch  lichtere  dolope «. 
Unterseitenfärbung  und  partiell  verkleinerte  Ozellen.  Sehr  selten  in  Sikkim,  Assam  und  Bhutan.  Flughöhe 
ca.  1200  m.  August,  September.  —  ladesta  subsp.  nov.  gleichfalls  eine  kleine  Rasse,  analog  der  kansa  vaga  ladesla. 
vom  gleichen  Gebiet.  Oberseits  mit  kaum  halb  so  großen  Ozellen,  Unterseite  wesentlich  dunkler  als  bei  vindhya. 
Augenflecken  der  Vflgl  fehlend,  Hflgl  aber  mit  sehr  deutlichen  wenn  auch  kleinen  Apical-  und  Analozellen, 
Tenasserim.  Sehr  selten,  immer  nur  einzelne  Exemplare  zu  finden. 

L.  serbonis  Hew.  (98  b),  bisher  nur  aus  Sikkim  bekannt,  mir  in  einer  unterseits  etwas  verdunkelten  serbonis. 
Rasse  auch  aus  Bhutan  zugegangen,  ist  in  einigen  Teilen  Sikkims  nicht  gerade  häufig,  als  Flugzeit  ist  die  nasse 
Jahreszeit,  Juni  bis  September,  angegeben,  während  welcher  serbonis  im  dichten  Wald  auf  ca.  7 — 9000  Fuß  Er¬ 
hebung  anzutreffen  ist.  Oberseite  monoton  braun  mit  leichtem  Broncereflex,  Ozellen  von  der  LTnterseite  nur 
leicht  durchschimmernd,  die  anale  deutlich  weißgekernt.  Flügelschnitt  beinahe  quadratisch,  Schwänze  sehr 
kurz.  Ein  $,  das  mir  aus  Bhutan  vorliegt,  führt  unterseits  sehr  breite  kakaobraune  Felder  und  eine  doppelt  so 
stark  angelegte  Submarginalbinde  als  die  <$$.  Dagegen  fehlt  dem  $  die  mediane  braune  Längsbinde  der  Vflgl. 

—  davidi  Oberth.  (Bd.  1  p.  83  Taf.  30  b),  von  Mupin  in  meiner  Sammlung,  ist  eine  geographische  Abzweigung  davidi. 
aus  West-China,  Flugzeit  Juni,  Juli,  auf  ca.  8000  Fuß  Höhe,  deren  Verwandtschaft  Leech  bereits  betont  hat. 

flavofasciata  Leech  dürfte  die  Trockenzeitform  des  $  von  davidi  sein.  flavoias- 

ciata. 

L.  sinorix  Hew.  (98  b)  eine  graziöse  Species  von  elegantem  Flügelschnitt,  durch  die  geschwungenen  sinorix. 
Vflgl,  die  langen  spitzen  Schwänze  und  die  breiten,  braunroten,  scharfen,  fast  schnurgerade  und  parallel  verlau¬ 
fenden  Längsbinden  der  Unterseite  leicht  zu  erkennen.  Oberseite  mit  drei  gelblichen  Subapicalmakeln  der 
Vflgl,  einem  rötlichen,  mäßig  ausgedehnten  Submarginalgebiet  der  Hflgl-Oberseite.  Ozellen  schwarz,  viel  statt¬ 
licher  als  unterseits.  $  mit  fast  ganz  hellroten  Hflgl  und  einer  verblassenden  gelbl.  Längsbinde  der  Vflgl.  sinorix 
ist  sehr  beständig,  mir  vorliegende  Exemplare  von  Sikkim,  Bhutan,  Assam,  Cachar  zeigen  keine  Variabilität. 

In  Sikkim  sehr  selten,  wird  sie  in  Bhutan  häufiger  gefangen.  Flugzeit  Juli  bis  September.  Er.  Marders  fand 
sinorix  auch  in  Bernardmyo,  Oberbirma  auf  7000  Fuß. 

L.  samio  Dbl.-Hew.  ist  zweifellos  der  javanische  Repräsentant  der  vorigen  Art.  Vor  meinem  Aufent-  samio. 
halt  dort,  galt  als  deren  Vaterland  Ostindien.  Auch  in  Java  sehr  lokal  und  selten,  (sie  findet  sich  dort  aus¬ 
schließlich  am  Gedevulkan  in  einer  Höhe  von  i — 6000  Fuß),  ist  sie  unterseits  in  der  Hauptsache  nur  durch 
die  gekniete,  statt  gerade  äußere  Binde  der  Vflgl  differenziert.  Dem  <$  fehlen  oberseits  die  weißen,  öfter  gelb¬ 
lichen  Subapicalmakeln,  und  das  $  führt  eine  sehr  breite,  aus  drei  ungleich  großen  Längsmakeln  zusammenge¬ 
setzte  Binde  der  Vflgl. 

L.  satyavati  Nicev.  unterseits  etwa  der  crijnana  (98  c)  ähnlich  und  mit  derselben  Ozellenbildung,  aber  satyavati. 
ohne  die  weiße  Binde  der  Vflgl  und  bleich  graubraun.  Oberseite  braun  mit  einer  nur  wenig  aufgehellten  Distal¬ 
region.  Hflgl  mit  kleinen  schwarzen  Punkten  in  den  Ozellen,  die  von  der  LTnterseite  durchschimmern.  Nur 
2  bekannt,  die  ganz  den  Eindruck  einer  extremen  Trockenzeitform  machen.  Assam. 

L.  trsekara,  weiter  verbreitet  und  viel  variabler,  als  angenommen  wurde.  Die  Art  ist  mehr  als  die  bisher 
behandelten  Lethe  dem  Saisondimorphismus  unterworfen  und  kommt  fast  stets  neben  chandica  Moore  an  den¬ 
selben  Lokalitäten  vor.  Beide  können  leicht  verwechselt  werden;  umsomehr,  als  sich  deren  Trockenzeitformen 
sehr  einander  nähern.  Die  LTnterseite  bietet  aber  ein  sicheres  Trennungsmerkmal  durch  die  bei  mekara  nur  wenig 
ausgebogene  distale  Binde  der  Hflgl.  —  mekara  Moore  aus  Darjeeling  beschrieben,  wo  sie  von  den  niederen  mekara. 
Tälern  bis  zu  etwa  1500  m  von  März  bis  November  im  Bambusgebüsch  fliegt,  und  wenn  auf  ge  jagt,  sich  im  Blätter¬ 
werk  verbirgt,  wo  sie  dann  schwer  zu  erkennen  ist.  Oberseite  der  <$$  wie  bei  crijnana,  nur  das  submarginale  Rot 
der  Hflgl  etwas  ausgedehnter  und  lichter.  $  mit  hellroter  Flügeloberfläche  unclausgedehnterer  weißer  Schrägbinde 
der  Vflgl,  sonst  wie  bei  sumati-Q  (98  cl),  Unterseite  ähnlich  jener  von  crijnana  (98  c),  doch  lichter  und  mit  viel 
breiteren,  weißen  glänzenden  medianen  Längsbinden.  —  vajra  form.  nov.  umschreibt  die  ungewöhnlich  dif-  vajra. 
ferenzierte  Frühjahrsgeneration  (März,  April),  von  der  mir  Exemplare  vorliegen,  die  gar  keine  Flügelzeichnung 
der  LTnterseite  aufweisen  und  bei  denen  auf  monoton  sandbraunem  Grunde  nur  undeutliche  Längsbinden  zu 
erkennen  sind.  Daneben  existiert  eine  Intermediatform,  bei  der  sich  nur  die  Augenflecken  verkleinert  haben, 
aber  noch  deutliche  braune  und  weißliche  Binden  vorhanden  sind.  Dergleichen  kannte  auch  Moore  und  bildete 
sie  als  die  Trockenzeitform  von  mekara  ab.  —  zuchara  subsp.  nov.  differiert  in  der  Hauptsache  im  $  Geschlechte  suchara. 
durch  die  satt  rotbraune  Grundfarbe  der  Flügeloberseite,  die  dunkleren  und  breiter  braunen  Medianfelder  der 
Unterseite,  sowie  deren  ansehnlichere  weißlich  silberne,  distale  Begrenzung.  Auch  die  erscheinen  unter¬ 
seits  farbenreicher  und  die  Frühjahrsgeneration  zeitigt  nicht  so  arg  kleine  Exemplare  wie  bei  mekara  mekara. 

Assam.  —  crijnana  subsp.  nov.  (98  c),  von  mir  in  Tonkin  August-September  gesammelt,  bildet  eine  Transition  crijnana. 
zu  den  bisher  unbeachteten  makromalayischen  Rassen  durch  das  beinahe  völlige  Ausfallen  der  distalen  silberig- 


320 


LETHE.  Von  H.  Frtthstorfer. 


glänzenden  Begrenzung  der  sehr  schmalen,  aber  dunkelbraunen  Medianpartien  aller  Flügel.  Oberseits  gleicht 
das  $  von  crijnana  dem  sumati (98  d)  nur  sind  die  in  drei  isolierte  Makeln  verteilten  Vflglbinden  nicht  ganz 
so  schmal  wie  bei  der  genannten  sumatranischen  Schwesterrasse,  crijnana  ist  vermutlich  bis  Tenasserim  verbrei- 
gopaka.  tet.  —  gopaka  subsp.  nov.  Submarginalregion  der  Hflgl,  oberseits  dunklerrotbraun  und  habituell  kleiner,  ist 
unterseits  leicht  kenntlich  durch  das  Zurückweichen  der  rotbraunen  Medianpartien,  an  deren  Stelle  sich  die 
mediane  weißliche  Begrenzung  der  roten  subbasalen  Längsbinde  erheblich  ausdehnt.  Perak.  Auch  von  der  Insel 
debata.  Salanga  gemeldet.  —  debata  subsp.  nov.  (98  d)  bildet  sonderbarerweise  das  Maximum  der  albinotischen  Rich¬ 
tung  der  Kollektivspecies :  $  oberseits  mit  etwas  weniger  breitem  Subanalgebiet  der  Hflgl  als  sumati-$$ 
(98  c)  und  die  $$  viel  blasser,  mehr  gelbrot  als  sumati (98  d).  Unterseite  aber  völlig  verwaschen,  sandfarben, 
graubraun,  von  entschiedenem  Trockenform-Charakter  und  der  Intermecliatform  indischer  mekara  zum  Ver¬ 
wechseln  ähnlich.  $  Unten  vorherrschend  lichtgelb  mit  matten  braunen  Längsstreifen  und  weniger  pronon- 
zierten  weißlichen  Binden  als  gopaka-^  von  Perak.  Nach  Martin  ist  debata  in  der  Alluvial-Ebene  überall  ge¬ 
mein,  wo  sich  Bambus-Hecken  finden,  also  meist  in  der  Nähe  von  Dörfern  und  Häusern,  fliegt  aber  auch  in  den 
Vorbergen.  Exemplare  von  dort  zeigen  eine  größere  Ausbreitung  der  gelbroten  Färbung  der  Hflgl-Oberseite. 
sumati.  —  sumati  subsp.  nov.  (98  c,  d)  entfernt  sich  am  weitesten  vom  mekara- Typus;  <$$  sofort  kenntlich  durch  das 
ausgebreitete  hellrote  Submarginalfeld  der  Hflgl-Oberseite,  in  dem  sich  sehr  häufig  alle  Ozellen  mit  Ausnahme 
der  subanalen  verlieren,  und  beim  $  ist  sogar  auch  die  anale  Ozelle  gelegentlich  dem  Erlöschen  nahe.  Unterseite 
der  beiden  Geschlechter  von  einander  weniger  differenziert  als  bei  sumati  und  gopaka,  auch  ärmer  an  reinem 
Weiß,  dagegen  intensiver  violettgrau  belegt.  Nord-Borneo  anscheinend  nicht  selten. 

L.  manthara  ersetzt  zweifellos  mekara  auf  Java  und  Bali;  es  stehen  ihr  aber  dennoch  bereits  Species- 
rechte  zu,  wofür  allein  schon  der  vertikale  Verlauf  der  grauweißen  Vflglbinde  spricht,  die  nicht  wie  bei  mekara 
im  vorderen  Teile  schräggestellt  ist.  Die  $$  sind  dagegen  weder  ober-  noch  unterseits  wesentlich  differenziert 
von  debata-  und  sumati- o,  wenngleich  ein  ähnlich  fortgeschrittenes  Ausfallen  der  rotbraunen  Ozellenperipherie 
manfhara.  bei  den  makromalayischen  Rassen  nicht  zu  beobachten  ist.  —  manthara  Fldr.  (98  e)  bewohnt  in  West- Java  Höhen 
von  2 — 5000  Fuß  und  läßt  sich  durch  ausgehängte  Fruchtköder  anlocken.  $  oberseits  dem  $  von  mangala 
(98  e)  sehr  nahekommend,  aber  mit  markanterer,  weißgrauer  Längsbinde  der  Vflgl  und  ausgedehnterer  hellgelb¬ 
brauner  Submarginalregion.  Unterseits  vorherrschend  gelbbraun  mit  ziemlich  gleichbreiten,  nach  außen  etwas 
mangala.  nachdunkelnden  hellbraunen  Feldern.  Ozellen  wie  beim  $  fast  gleichartig  mit  violetter  Füllung.  —  Als  mangala 
form.  nov.  (98e)  wird  eine  von  mir  nur  in  Ost- Java  beobachtete  und  gesammelte  Form  der  Trockenzeit  behan¬ 
delt,  deren  eine  schön  mattgelb  getönte  Unterseite  aufweisen,  die  von  keinerlei  braunen  Binden  durchzogen 
wird.  gleichfalls  ohne  braune  Längsfelder,  aber  wie  bei  debata  und  sumati  mit  leicht  violettglänzendem  Me¬ 
dianbelag.  Höhen  von  500 — 1000  m. 

L.  chandica,  etwas  seltener  als  mekara,  kommt  in  Indien  stets  neben  mekara  vor,  zur  gleichen  Zeit  und 
in  derselben  Höhenlage.  Etwas  weiter  verbreitet  als  mekara,  weil  sie  auch  noch  ins  westliche  China 
und  nach  Formosa  übergreift,  und  von  Luzon  aus  bis  Palawan  vorgedrungen  ist.  Gleichwie  mekara 
ist  sie  lokalen  und  klimatischen  Einwirkungen  gegenüber  sehr  empfänglich  und  das  Resultat  ist 
chandica.  nun  eine  Reihe  von  scharf  differenzierten  Orts-  und  Inselrassen.  —  chandica  Moore,  aus  Darjeeling 

beschrieben,  ist  nicht  allzuhäufig  in  Sikkim,  wo  sie  vom  März  (Trockenzeit)  bis  Oktober  (Ende  der 

nassen  Zeit)  in  den  unteren  Tälern  vorkommt.  Sie  wird  auch  von  Assam  und  Manipur  gemeldet. 

Exemplare  aus  Assam  verhalten  sich  jedoch  zur  Sikkim -Type  ebenso  wie  mekara  zuchara  von  den 

Khasi-Hills  zu  mekara  Moore,  d.  h.  sie  bedeuten  eine  entschiedene  Progression  ins  melanotische  Extrem 
und  eine  große  Serie  von  <$<$  meiner  Sammlung  differiert  von  einer  ebensolchen  aus  Sikkim,  (sowie  Moore’s 
Beschreibung  und  Abbildung),  durch  die  farbenreichere  und  dunkler  braun  besetzte  Unterseite.  Das  $  zeigt  eine 
flanona.  schwarzbraune,  statt  rotbraune  Basalfärbung  der  Flügeloberseite  (=  flanona  subsp.  nov.). — Weiter  nach  Osten, 
suvarna.  in  Tonkin,  verändert  sich  auch  bereits  der  Flügelschnitt  und  dortige  Exemplare  (suvarna  subsp.  nov.)  stellen 
eine  Transition  dar  zu  coelestis  Leech  (Bd.  1  p.  84  Taf.  31  a),  die  bisher  ganz  isoliert  stand.  Von  ihr 
ist  die  Regenzeitform  nicht  wesentlich  von  der  flanona  aus  Assam  differenziert,  dagegen  nimmt  die  Un- 
rahula.  terseite  der  Trockenzeit-^  (=  rahula  form,  nov.)  ganz  die  Färbung  und  Ozellenform  von  coelestis  (Bd.  1 
Taf.  31  a)  sowie  ratnacri  (98  b)  an.  Auch  das  $  schließt  sich  eng  an  das  coelestis an,  von 
dem  es  nur  differiert  durch  kleinere  Gestalt,  kleinere  Augen  der  Hflgl-Oberseite,  aber  größere  Ozellen 
coelestis.  der  Hflgl-Unterseite.  Tonkin,  Chiem  Hoa,  August-September,  auf  etwa  800  m  Höhe.  —  coelestis  Leech,  aus 
Zentral-  und  Westchina,  von  Leech  auch  bei  Fuchow  im  südlichen  China  beobachtet,  bedeutet,  wie  dies 
bei  Formen  aus  dem  himmlischen  Reich  die  Regel  ist,  eine  Vergrößerung  der  indischen  chandica.  —  Von 
ratnacri.  ihr  ist  ratnacri  Frühst.  (98  b)  eine  melanotische  Inselrasse.  Beide  Geschlechter  charakterisiert  durch  rund¬ 
lichere  Flügel,  kürzere  Schwänze,  $  oberseits  nur  noch  mit  einer  ganz  schmalen,  rotbraunen  Distallinie,  $ 
dunkelrotbraun  mit  kleineren  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite.  Distalregion  der  Hflgl-Unterseite  ausgedehnt,  hell 
scliokoladefarben  angeflogen  und  darüber  ein  violetter  Hauch  um  die  Ozellen,  der  coelestis  abgeht.  Formosa, 
nicht  sehr  selten,  besonders  im  März  und  April  beiKagi  an  den  Vorbergen  und  am  Lehiku-See  im  Innern.  Von 
negrito.  Herrn  Hans  Sauter  entdeckt.  —  Unter  dem  Namen  negrito  Fldr.  ist  eine  ganze  Reihe  von  heterogenen 
Inselrassen  zusammengezogen,  der  Name  kann  aber  nur  für  die  Luzon-Form  bestehen  bleiben,  die  vom  Mai 
bis  August  und  dann  wieder  Oktober  bis  Februar  erscheint.  Alle  Philippinen-Rassen  schließen  sich  durch  eine 


LETHE.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


321 


je  nach  dem  Fundort  verschieden  breite  heller  oder  dunkler  rotbraune  Subanalzone  der  Hflgl  der  mekara 
Moore  an.  Am  meisten  wohl  ratnapandi  subsp.  nov.,  die  im  Januar  auf  Palawan  fliegt  und  dort  sehr  ratnaraiid 
selten  ist.  Abgesehen  von  dem  etwas  rundlicheren  Flügelschnitt  ist  sie  oben  von  mekara  debaia  Frühst. 
von  Sumatra  kaum  zu  unterscheiden.  $  oberseits  viel  heller  rotbraun  als  selbst  die  javanische  marga 
(98  c),  die  weiße  Vflglbinde  aber  schmaler,  jedoch  kompakter,  nur  das  letzte  intramediane  Stück  abge¬ 
trennt.  Analwinkel  der  Vflgl  und  Costalpartie  der  Hflgl  gelblich  angehaucht.  Unterseite  des  etwa  wie 
bei  ratnacri,  nur  die  Ozellen  gleichmäßiger  rund,  in  der  Färbung  aber  mehr  der  Sikkim-Rasse  genähert.  $  mit 
schön  gelber  distaler  Begrenzung  des  braunen  medianen  Zahnes  der  Längsbinde  der  Hflgl.  — -  sisapon  subsp.  sisapon. 
nov.  bewohnt  Mindoro;  sie  ist  etwas  kleiner  als  negrito  von  Luzon,  führt  aber  auf  der  Hflgl-Oberseite  den 
am  intensivsten  rot  gefärbten  Anflug,  indem  die  schwarzen  runden  Ozellen  verteilt  stehen.  —  byzaccus  subsp.  hyzacms. 
nov.  ist  die  Rasse  der  Insel  Mindanao,  (wo  nach  der  Sempe R’schen  Sammlung  beurteilt),  zwei  verschiedene 
Zeitformen  auftreten,  jene  von  Ost-Mindanao  mit  einem  relativ  großen  §,  dessen  Vflglbinde  noch  mehr  wie 
bei  coelestis  Leech  zerteilt  und  sogar  in  einzelne  Makeln  aufgelöst  erscheint.  Auf  dem  Berge  Sibulan  aber 
fliegt  eine  kleinere  Form  mit  dunkler  rotem  Analsaum  der  Hflgl  als  bei  sisapon.  —  Die  körperlich  am  meisten 
reduzierte  Zweigrasse  aber  findet  sich  auf  der  Insel  Jolo  des  Sulu-Archipels:  jomaria  subsp.  nov.  mit  viel  dunk-  jomaria. 
lerem,  zurückgebildeten  rotem  Analfeld  der  Hflgl-Oberseite,  kurzer  schmaler  weißer  Schrägbinde  der  Vflgl 
des  $  und  unterseits  dem  am  sattesten  braunen  Anflug.  Auf  Borneo  muß  chandica  noch  entdeckt  werden, 
bisher  wird  sie  von  dort  in  der  Literatur  noch  nicht  registriert.  —  namura  subsp.  nov.  von  Sumatra  und  Perak  nnmura. 
kann  am  besten  als  eine  unterseits  etwas  ausgebleichte  Form  der  Assam-Rasse  bezeichnet  werden,  die  auch 
von  der  javanischen  chandica  =  Abzweigung  differiert  durch  das  Fehlen  des  grau  violetten  Anflugs  der  Unter¬ 
seite  ;  $  mir  unbekannt,  sehr  selten.  — Dr.  Martin  hat  in  13  Jahren  nur  ein  Exemplar  aus  der  Battakhoch- 
ebene  (Nordost-Sumatra)  empfangen.  Das  $  trägt  ein  an  der  Costa  sehr  breit  beginnendes  nur  einmal  gebro¬ 
chenes  weißes  Querband  der  Vflgl  und  zwei  undeutliche  Apicalf lecken.  Von  West- Sumatra,  (Padang’sches 
Bovenland)  in  meiner  Sammlung.  —  marga  subsp.  nov.  endlich  ist  die  am  meisten  differenzierte  Inselrasse,  mar  au. 
von  mir  nur  amVulkan  Gede  in  West-Java  auf  ca.  12 — 1500  m  Höhe  erbeutet  und  sehr  selten.  Das  q  führt: 
ähnlich  der  Sikkim- chandica  sehr  deutliche  gelbe  Cilia  aller  Flügel,  und  die  ganze  Innenseite  ist  reich  violett- 
grau  und  glänzend  überhaucht.  Hflgl  innerhalb  der  nasenförmig  ausgebogenen  distalen  Längsbinde  mit 
einem  kleinen,  aber  sehr  dunklen  braunen  Fleck.  $  oberseits  prächtig  hellrotbraun,  mit  gelblichem  Costal- 
saum  der  Hflgl.  Außerdem  führt  es  von  allen  bekannten  chandica- Abzweigungen  das  breiteste  weiße  Sub- 
apicalband  der  Vflgl. 

L.  distans  Btlr.  (98  c).  Eine  außerordentlich  seltene  Species,  von  der  mehr  $$  als  So  gefunden  distans. 
wurden,  aber  relativ  weit  verbreitet,  Bhutan,  Sikkim,  Assam  und  Birma.  Details  über  Fluggewohnheiten 
sind  noch  nicht  bekannt.  Moore  glaubt,  in  distans  die  Frühjahrsgeneration  der  chandica  Moore  vor  sich 
zu  haben;  ein  Irrtum,  den  schon  Niceville  widerlegt  hat,  denn  die  Trockenzeitform  von  chandica  zeigt  nur 
eine  unbedeutende  rotbraune  Aufhellung  der  Hflgl-Oberseite,  und  zudem  ist  Moore’s  Type  von  chandica 
ohnehin  auf  die  Frühjahrsgeneration  basiert.  Im  übrigen  hat  das  $  von  distans  viel  mehr  Analoges  mit  dem 
mekara-^  durch  die  zweimal  gebrochene  und  in  einzelne  Makeln  aufgelöste  Vflglbinde  und  die  hellgelbrote 
Oberflächenfärbung  aller  Flügel.  Die  hellgraue,  mehr  an  L.  kansa  Moore  gemahnende  Oberseite  der  Vflgl 
der  SS  läßt  aber  distans  allein  schon  als  ausreichend  differenziert  von  chandica  gelten. 

L.  delila  Stgr.  oberseits  der  dorn  (98  d)  nahekommend;  scheint  distans  auf  Borneo  zu  ersetzen,  delila. 

Das  S  hat  unterseits  sehr  viel  Gemeinsames  mit  chandica-S S>  so  die  distal  nasenförmig  vorspringende 
äußere  Längsbinde  und  den  braunen  Medianfleck  der  Hflgl-Unterseite,  aber  nach  der  Diagnose  ihres  Autors 
führt  das  $  eine  breite,  lehmgelbe  Schrägbinde,  die  bis  zum  Analwinkel  ungebrochen  durchzieht.  Statt¬ 
dinger  vergleicht  delila -$  auch  mit  darena -£,  womit  ohne  weiteres  die  Nichtzugehörigkeit  der  interessanten 
Art  zur  chandica- Gruppe  erwiesen  ist.  Kina-Balu  und  Marapok,  Nord-Borneo,  auf  ca.  1000 — 1200  m. 

L.  dora  Stgr.  ($  =  cerama  Shelf. )  ( 98  d).  von  der  wir  das  von  Shelford  als  cerama  beschriebene  $  hier  zum  dora. 
ersten  Male  abbilden.  Das  S  differiert  oberseits  vom  $  nur  durch  dunkler  rotbraunes  und  schärfer  abgesetztes 
Analgebiet  der  Hflgl.  Unterseits  sind  beide  Geschlechter  von  delila  und  chandica  leicht  zu  unterscheiden 
durch  die  vertikal  gerichtete  submarginale  Längsbinde  der  Vflgl,  die  ein  wie  bei  vindhya  Fldr.  dunkelbraunes 
Feld  abgrenzt.  Sehr  selten,  Type  aus  Südost-Borneo;  ist  auch  bei  Kuchingin  Sarawak  später  entdeckt  worden. 

L.  perimede  Stgr.  vom  Kina-Balu.  Bisher  nur  2  SS  bekannt.  Größe  etwa  jene  von  L.  europa  F..  perimcde. 
der  sie  oberseits  etwas  ähnelt,  Färbung  der  Oberseite  schwärzlichbraun,  etwas  lichter  als  bei  mekara  sumati 
Frühst.  Vflgl  mit  einem  Sexualfleck,  der  jenseits  der  Mittelzelle  eingebettet  ist  und  jenem  der  europäischen 
Satyrus  ( Pararge )  maera  L.  gleicht,  und  von  der  vorderen  Mediane  bis  zur  hinteren  Mediane  nahe  der  Zellwand 
hinzieht.  Unterseite  der  Vflgl  licht  graubraun  mit  matt  stahlblauen  Längsbinden,  mehreren  Ozellen  und 
zwei  Anteterminallinien.  Hflgl  sechs  runde  Augenflecken,  die  weiße  Kerne  zeigen.  Alle  Ozellen  braungelb 
umrandet.  Hinter  der  Zelle  ein  glänzend  blaugrüner  Mondfleck  und  zwei  Medianlinien.  Die  Unterseiten- 
färbung  läßt  auf  Verwandtschaft  mit  L.  darena  Fldr.  schließen. 


IX 


41 


322 


LETHE.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


L.  darena,  die  farbenreichste  und  am  ausgesprochensten  sexualdimorphe  Species  der  Gattung, 
bewohnt  das  makromalayische  Gebiet,  von  den  drei  großen  Sundainseln  bereits  bekannt,  wird  ihr 
Nachweis  für  die  Malayische  Halbinsel  nur  eine  Frage  der  Erforschung  der  dortigen  Bergregionen 
surnatrensis.  sein,  denn  nur  auf  diesen  fühlt  sich  die  prächtige  und  seltene  Art  heimisch.  —  surnatrensis  Stgr.  (98  d 
in  sumatrana  verdruckt)  hat  ein  $  das  jenem  von  borneensis  (98  e)  sehr  nahesteht  und  ein  breites  gelbes  Band 
führt,  das  gegen  den  hinteren  Winkel  dunkler  wird,  eine  Neigung  zur  Auflösung  in  runde  Flecken 
zeigt,  schließlich  proximal  einbiegt.  Vflgl  außerdem  noch  mit  drei  hellgelben  Subapicalf lecken,  von 
denen  die  beiden  oberen  sehr  klein  sind.  Oberseite  des  bis  über  die  Zelle  hinaus  gelbbraun  ange¬ 

flogen.  Fundort  die  Battak-Hochebene  von  Nordost-Sumatra,  wo  darena  das  ganze  Jahr  über  vorkommt. 
borneensis.  —  borneensis  Stgr.  (98  e)  differiert  im  <$  von  surnatrensis  oberseits  dadurch,  daß  die  rötlich-ockerfarbene  Sub¬ 
marginalfüllung  an  der  Zelle  der  Hflgl  Halt  macht,  und  nicht  mehr  in  diese  eindringt.  Die  sechs  keilförmigen 
Antemarginalmakeln  der  Vflgl  wesentlich  größer,  Unterseite  erheblich  verschieden  durch  einen  mehr  langen  als 
breiten  gelben  Subanalfleck  der  Vflgl  und  viel  breiter  dunkler  kakaobraune  Längsbinden  der  Hflgl.  Die  viel  statt¬ 
licheren  Ozellen  stehen  in  einem  lichteren  Distalgebiet  und  sind  selbst  heller  gelb  umzogen.  $  unten  mit  ent¬ 
schiedenem  Anklang  an  die  chandica- Zeichnung  und  -Färbung  mit  derselben  medianen  Nase,  die  distal  mit 
gelblichen  Längsstreifen  belegt  ist.  Grundfarbe  rötlichbraun  mit  grau  violettem  Anflug.  Die  auch  unterseits  sehr 
darena.  breite  Schrägbinde  der  Vflgl  bleich  strohgelb.  Heimat  dieser  schönsten  aller  Lethe  ist  der  Kina-Balu.  —  darena 
Fldr.  im  Habitus  und  dem  Färbungscharakter  analog  der  surnatrensis,  doch  geht  auf  der  Oberseite  der  Hflgl 
die  submarginale  Aufhellung  wie  bei  borneensis  nur  bis  an  die  Zellwand.  Beide  Flügel  unterseits  von  dunkler- 
braunen  Längsbinden  durchzogen,  auch  sind  die  Ozellen  reicher  schwarz  gefüllt  und  deutlicher  weiß  gekernt. 
$  differiert  von  den  beiden  vorgenannten  Rassen  erheblich  durch  eine  wesentlich  schmälere  und  beiderseits  rein 
weiße  Querbinde  der  Vflgl,  die  zudem  nur  bis  zur  Submediane  durchgeht  und  vorher  schon  eine  rundliche  Makel 
absondert.  Hflgl  oben  heller  und  lebhafter  rotbraun  als  bei  borneensis  mit  einer  schön  gelben  Peripherie  sämt¬ 
licher  Ozellen.  Sehr  selten  auf  Java,  von  mir  nur  im  Westen  der  Insel  und  auch  da  nur  am  Vulkan  Gede  ge¬ 
funden. 

b.  Mit  Sexaalflecken  der  Hflgl-Oberseite. 

Christoph).  L.  christoplii  Leech,  bisher  nur  aus  West-China  vom  Omishan  bekannt,  wurde  von  meinem  Sammler 

in  Formosa  entdeckt,  so  daß  jetzt  zwei  Rassen  zu  registrieren  bleiben,  christoplii  Leech  ( Bd.I  p.  83  Taf.  29  e)  mit 
honako.  sehr  großem  glänzendem  Sexualfleck  auf  den  Hflgl.  Flugzeit  Juli  und  August;  und  hanako  Frühst.  (98  e)  mit 
etwas  kleinerem  Duftfelcl  der  Hflgl,  unterseits  größeren  Ozellen  und  stärkeren  Längsbinden.  Flugzeit  Sep¬ 
tember,  Oktober,  auf  etwa  4000  Fuß.  Formosa. 

mataja.  L.  mataja  Frühst.  (99  a)  eine  völlig  isoliert  stehende  Species  ohne  nähere  Verwandte  und  leicht 

zu  erkennen  an  der  fast  tiefschwarzen  Grundfarbe ,  einer  wie  bei  verma  Koll.  verlaufenden  weißen 
Schrägbinde  der  Vflgl  und  einem  Büschel  langer,  schwarzer,  glänzender  Haare  der  Hflgl. -Oberseite,  der 
zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediane  eingebettet  ist.  Hinterflügel  mit  von  der  Unterseite  durch¬ 
scheinenden  Ozellen.  Unterseite:  Schwarz  braun,  Binde  etwas  verbreitert,  reiner  weiß  als  oberseits.  Drei  Sub- 
apikalozellen,  von  denen  die  vorderste  die  kleinste.  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  5  Ozellen,  von  denen  die  vier 
obersten  nahe  zusammenstehen,  während  zwischen  der  4.  und  der  doppeltgekernten  Ozelle  eine  große  Distanz 
entsteht,  weil  das  Feld,  zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediane  frei  bleibt,  d.  h.  kein  Auge  umschließt.  Alle 
Flügel  werden  von  einer  dünnen,  braunen  Antemarginal-  und  einer  lichtgrauen  breiteren  Submarginalbinde  durch¬ 
zogen.  Die  Vflgl  tragen  zwei  Längsbinden  in  der  Zelle,  die  Hflgl  eine  ziemlich  gerade  Subbasal-  und  eine  scharf  ge¬ 
winkelte  Medianbinde.  Am  Zellapex  steht  dann  noch  ein  leichtgekernter  Strich.  Alle  diese  Binden  sind  dunkel¬ 
braun.  Die  gelbgeringelten  Ozellen  zeigen  auch  noch  eine  bleich  violettgraue  Peripherie.  Hflgl-Oberseite  unterhalb 
der  Ozelle  mit  einem  langen  Büschel  tiefschwarzer,  glänzender  Strahlhaare,  durch  den  sich  mataja  von  allen 
Verwandten  der  lanaris-baucis-  und  razga- Gruppe  unterscheidet.  $  etwas  größer,  bleicher  als  die  die  weiße 
Binde  der  Vflgl  etwa  doppelt  so  breit.  Unterseite  fahler  mit  etwas  größeren  Ozellen.  Selten  auf  Formosa.  Type 
vom  Drachensee,  später  auch  von  Polisha  und  Lehiku  empfangen.  Flugzeit  September,  Oktober. 

L.  sicelis  Heiv.  (Bd..  I  p.  84  Taf.  31  b)  bewohnt  die  Hauptinsel  von  Japan,  während  auf  der  südlichen 
vaneJui.  Insel  Kiushiu  eine  distinkte  Rasse  vorkommt:  vanelia  Frühst.,  charakterisiert  durch  das  Ausfallen  der  grau- 
oder  blauvioletten  Ozellenperipherie  der  Hflgl-LTnterseite,  die  bei  Exemlparen  von  Hondo  stets  vorhanden 
ist  und  die  auch  Hewitson  wie  Seitz  ebenso  deutlich  abbilden. 

Artengruppe  Rangbia  Moore. 

Beide  Flügel  mit  Sexualflecken  auf  der  Oberseite. 

diana.  L.  diana  Btlr.  von  Hakodäte,  auf  der  Nordinsel  von  Japan  beschrieben,  wo  eine  äußerst  graziöse 

Form  existiert,  die  in  den  Sammlungen  sehr  selten  ist,  von  kleiner  Gestalt  und  mit  deutlicher,  den  ganzen 
consanguis.  Vflgl  durchziehender,  beim  $  violetter,  beim  $  gelbweißer  Binde  der  Vflgl-Unterseite.  —  consanguis  Btlr. 

bezieht  sich  auf  eine  Aberration  mit  großem  rotem  Ozellenvorhof  von  Nikko  auf  Hondo,  während  die  Bd.  I  Taf. 
celeja.  31  a  dargestellte  Hauptform  von  Hondo  noch  ohne  Namen  ist,  als  welchen  ich  celeja  subsp.  nov.  vorschlage.  — 


LETHE.  Von  H.  Frui-istorfer. 


whiteleyi  Btlr.  ist  dann  die  Zweigrasse  des  südlichen  Kiushiu,  aus  Nagasaki  beschrieben,  die,  nach  Exempla-  u-hitctcyi. 
ren  meiner  Sammlung,  kaum  noch  Rudimente  einer  medianen  Binde  der  Vflgl- Unterseite  aufweist.  fixseni  fi. 

Btlr.,  bezeichnet  die  Unterart  von  Korea.  —  diana  ist  die  einzige  Lethe ,  welche  auf  der  Vflgl-Unterseito  einen 
langen  Haarbüschel  führt,  der  unterhalb  der  Submediane  eingelagert  ist. 

L.  scanda  Moore  (97  e).  Eine  ausgezeichnete,  leicht  kenntliche  und  völlig  isoliert  stehende  Speoies,  scanda. 
zugleich  die  einzige  Lethe,  mit  blauem  distalem  Schiller.  Das  $  ist  so  verschieden  vom  <$,  daß  es  bereits  zwei¬ 
mal  als  eigene  Art  behandelt  und  beschrieben  wurde  (=  nada  Moore,  dirphia  Bruce).  $  oberseits  schwarz¬ 
braun  mit  zwei  gelblichen  Costa] mäkeln  und  zwei  schwarzen  Intramedianpunkten  der  Hflgl.  Unterseite  bei 
beiden  Geschlechtern  gleichartig,  dunkel  rotbraun  mit  einer  bleicheren,  leichthin  schräg  gestellten  Median¬ 
binde  der  Vflgl,  die  beim  $  etwa  weißlich  genannt  werden  kann.  Hflgl  mit  sechs  weißgekernten  Ozellen. 

Bisher  aus  Bhutan,  Sikkim,  Assam  gekommen,  nicht  allzuselten  im  dichten  Wald,  von  6 — 8000  Fuß  vom 
Juni  bis  September.  Das  9  ist  sehr  träge  und  fliegt  nur  ungern. 

L.  bhairava  Moore  (97  e)  von  den  gleichen  Lokalitäten  und  den  Naga-Hills  in  Assam  in  der  Literatur  bhairava. 
registriert,  gleicht  oberseits  dem  9  von  scanda,  beide  Geschlechter  haben  dieselbe  Oberflächenfärbung, 
ein  mattes  dunkles  Kaffeebraun;  Vflgl  mit  drei  rundlichen  gelblichen  Makeln  jenseits  der  Zelle.  Vflgl  mit 
einem  schwarzen  quadratischen  Fleck  von  modifizierten  Schuppen  an  der  Submediane  und  die  Hflgl  sind 
garniert  mit  einem  Androconienfeld  jenseits  der  Zelle  und  einem  Büschel  glänzender,  schwarzer  Haare  an  der 
mittleren  Mediane.  Flugzeit  vom  Mai  bis  August  und  von  5 — 6000  Fuß  Höhe.  9  nach  einer  Meldung  Nice- 
villes  nicht  seltener  als  das  J,  doch  liegt  mir  in  natura  kein  solches  vor,  während  mir  aus  Bhutan  über  20 
<§:$  eingesandt  wurden. 

L.  gulnihal  könnte  man  versucht  sein,  als  eine  extreme  Trockenzeitform  von  bhairava  anzusehen,  wenn 
sie  nicht  selbst  in  zwei  scharf  umrissenen  Generationen  aufträte.  Färbung  wie  bei  bhairava,  Habitus  wesentlich 
kleiner,  Ird  der  Vflgl  konvex  wie  bei  einer  Euploea,  Hflgl  oberseits  in  der  Costalregion  mit  einem  Duftspiegel 
etwa  wie  bei  Calliploea  und  längs  der  zweiten  Mediane  ein  mit  glänzenden  langen  Haaren  besetztes  Androco¬ 
nienfeld.  - —  gulnihal  Nicev.  aus  Bhutan  beschrieben,  ist  außerordentlich  selten.  Ueber  ihre  Lebensweise  ist  nichts  gulnihal. 
bekannt,  ihr  9  noch  nicht  entdeckt.  —  peguana  Moore,  unterseits  lebhafter  und  reicher  ockergelbbraun  gefärbt,  peguana. 
der  schwarze  Haarpelz  der  Hflgl-Oberseite  ausgedehnter,  Ozellen  der  Unterseite  kleiner.  —  issa  form.  nov.  issa. 
differiert  von  peguana,  deren  Type  der  Regenzeit  entstammt,  durch  das  fahler  braune  Kolorit  der  Oberseite, 
von  der  sich  die  Duftpinsel  der  Hlfgl  doppelt  scharf  abheben,  und  durch  die  fast  zeichnungslose,  monoton  gelb¬ 
graue  Unterseite,  auf  der  alle  Längsbinden  und  Ozellen  zu  verschwinden  beginnen,  peguana  wurde  von  mir  bei 
Tandong,  Tenasserim  auf  ca.  4000  Fuß  im  Mai  gesammelt,  während  issa  mir  durch  Niceville  aus  Saipha  in 
Oberbirma  (Fangdatum  März),  zuging.  Das  9  von  peguana  wurde  durch  Doherty  in  den  Karen-Hills,  Te¬ 
nasserim  gefunden;  es  ist  lichter  braun  als  der  $  und  zeigt  ähnlich  wie  das  bhairava -9  gelbliche  Makeln  der 
Vflgl.  Ozellen  der  Hflgl  nach  oben  durchschlagend. 

L.  latiaris  tritt  in  Sikkim  in  zwei  Generationen  auf,  von  denen  die  erste  im  April  und  Mai.  die 
zweite  im  Oktober  erscheint.  Als  größte  Erhebung,  zu  der  die  Art  hinaufgeht,  sind  8000  Fuß  bekannt. 

Zwei  geographische  Abzweigungen  sind  aufzuzählen:  latiaris  Hew.,  von  Sikkim  bis  Assam,  Oberseite  latiaris. 
graubraun,  Vflgl  nur  leicht  konvex,  mit  einem  langen  Androconienfleck  an  der  Submediana,  Hflgl  mit  eben¬ 
solchem  sehr  langem,  schmalen,  der  wie  bei  gulnihal  und  bhairava  eingebettet  ist.  Hflgl  der  rundlich,  jene 
des  9  mit  deutlicher  Schwanzspitze;  9  mit  einer  gelblichen  Schrägbinde  der  Vflgl  und  wie  beim  <$ 
von  der  Unterseite  durchscheinender  Apicalozelle  der  Hflgl.  -  perimele  subsp.  nov.  (97  c),  kleiner  als  die  pcrbncle. 
vorige;  9  mit  weißlicher  Querbinde  und  einem  ebensolchen  Subapicalfleck  der  Vflgl  sowie  einer  Reihe  von 
fünf  schwarzen  Augenflecken  der  Hflgl-Oberseite.  Unterseite  hell  graugelb  mit  viel  schmäleren  Längs-  und 
Schrägbinden  und  kaum  halb  so  großen  Augen  der  Hflgl.  Tandong,  Tenasserim,  Mai,  auf  4000 Fuß  Höhe  von 
mir  gesammelt. 

L.  syrcis  bildet  mit  der  nächsten  Species  eine  eigene  Gruppe,  gekennzeichnet  durch  das  Fehlen  von 
Sexualflecken  und  durch  die  rundlichen  Hflgl.  Die  untere  Discocellulare  stößt  aber,  wie  bei  allen  echten 
Lethe,  auf  die  Gabel  der  vorderen  und  mittleren  Mediane.  Zwei  Ortsrassen:  syrcis  Hew.  (Bd.  ITaf.  31  b.  c);  syrcis. 
in  China  weit  verbreitet,  von  Ningpo  bis  Mupin  bekannt.  Flugzeit  Juni,  Juli ;  —  und  diunaga  Frühst.  (98e) ;  kleiner  diunaga. 
und  oberseits  satter  graubraun  als  die  aus  Nord-China  von  Hewitson  beschriebene  syrcis.  Die  schwarzen  Ozellen 
der  Hflgl  viel  größer,  weniger  deutlich  gelb  geringelt.  Unterseite:  Wesentlich  dunkler,  Grundfärbung  mehr 
braun  statt  gelbgrau  und  die  Längsbinden,  namentlich  jene  der  Hflgl  rot-  anstatt  gelbbraun.  Die  Ante- 
marginalbinden  aller  Flügel  viel  breiter  angelegt,  rauchbraun  statt  hellgrau.  Tonkin ,  Montes  Mau- 
son,  April  bis  Mai  auf  ca.  3000  Fuß  Höhe,  Kolk  Fruhstorfer.  syrcis  ist  eine  der  schönsten  bekannten 
Lethe- Arten,  eine  echt  chinesische  Art,  die  hier  zum  erstenmal  außerhalb  Chinas  (allerdings  aber  nur  von  einem 
Grenzgebirge,  dessen  Nordflanken  unter  chinesischer,  dessen  Südabhänge  unter  französischer  Herrschaft  stehen) 
nachgewiesen  ist. 

L.  geminaLeech  (Bd.  I  p.  85,  Taf.  31  c),  eine  sehr  seltene  Species  vom  Omeishan  und  Mupin.  Flugzeit  Juni. 


324 


NEOPE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Artengruppe  Tansima  Moore. 

Type  ist  satyrina;  Hflgl  gerundet;  Die  untere  Discocellulare  mündet  gleich  jenseits  der  mittleren  Mediane.  Nur  palä- 
arktische  Formen,  so: 

L.  satyrina  Btlr.  (Bd.  I  Tat.  30  d),  weit  verbreitet  in  China,  aus  Shanghai  beschrieben  (wo  sie  sicher 
nicht  vorkommt,  sondern  wohl  aus  Ningpo  dahingebracht  wurde),  aber  von  Kiukiung  bis  Mupin  und 
Changyang  aus  Höhen  von  etwa  2000  m  gemeldet. 

L.  butleri  Leech  (Bd.  I  Taf.  30  a)  ist  die  am  häufigsten  in  den  Sammlungen  anwesende  Art  der  Gruppe. 
$  mit  gelber  Schrägbinde  der  Vflgl-Oberseite  und  gelblich  aufgehellter  Apicalpartie  der  Vflgl-Unter- 
seite.  Vom  Juni  bis  August  überall  im  Yangtze-Tal  und  bis  7000  Fuß  hinaufgehend.  —  proxima 
Leech  (Bd.  I  Taf.  31  e),  gleichfalls  vom  Juli  bis  August  schwärmend  und  bis  7000  Fuß  hinaufgehend.  Ueber- 
all  in  West-China.  —  lanaris  Btlr.  (Bd.  I  Taf.  30  b),  von  Ningpo  beschrieben,  aber  in  ganz  West-  und  Zen¬ 
tralchina  vorkommend,  gehört  auch  hierher.  Dagegen  ist  die  von  Moore  mit  Tansima  vereinigte  marginalis 
Mötsch,  eine  echte  Lethe. 


Artengruppe  Hermias  nom.  nov. 

Ausgezeichnet  durch  den  rundlichen  Flügelschnitt,  der  an  Mycalesis  erinnert,  die  stark  aufgeblasene  Costale  und 
Mediane  der  Vflgl,  die  viel  breitere  und  kürzere  Zelle  aller  Flügel,  wie  sie  ähnlich  kurz  bei  keiner  anderen  Lethe- Arten¬ 
grappe  vorkommt  und  endlich  durch  die  weit  oberhalb  der  mittleren  Mediane  auf  die  erste  Medianader  der  Hflgl  stoßende 
untere  Discocellularis.  Monotypisch.  Nur  eine  bekannte  Species,  vermci  Koll.  Dem  Genus-Wert  sehr  nahe  —  auch  durch 
die  Klammerorgane  erheblich  differenziert,  deren  tTncus  im  Gegensatz  zu  den  echten  Lethe  laterale  distal  verbreiterte, 
tief  eingekerbte  Spangen  trägt. 

L.  verma  zerfällt  in  eine  Serie  von  geographischen  Ausläufern,  die,  obgleich  überall  häufig,  nicht 
verma.  beachtet  wunden .  verma  Koll.,  die  typische  Unterart,  ist  sehr  gemein  in  Kaschmir  und  Masuri,  tritt  in  zwei 
Generationen  auf,  April,  Mai,  dann  wieder  August,  September,  setzt  sich  gerne  auf  Stämme  von  Rliododen- 
sintica.  dron  und  Eichen.  —  sintica  subsp.  nov.,  bewohnt  Sikkim  und  Assam,  wo  sie  bis  8000  Fuß  hinaufsteigt,  und 
bis  in  den  November  hinein  beobachtet  wurde,  sintica  präsentiert  sich  als  das  wahre  Produkt  einer  regen¬ 
reichen  Zone,  verglichen  mit  verma  aus  dem  trockenen  Westen  des  Gebiets,  bedeutend  größer,  breitbindiger, 
stenopa.  mit  erheblich  stattlicheren  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  —  stenopa  Frühst.  (99b),  die  Rasse  des  östlichsten  Teiles 
des  Kaiserreichs  Indien,  aus  Tonkin  beschrieben,  aus  Hainan  gemeldet,  aber  bis  zu  den  Shan-Staaten  und 
Tenasserim  verbreitet,  bedeutet  einen  Rückschlag  zu  verma,  gleichfalls  aus  regenarmen  Zonen  und  daher  wieder 
mit  vorherrschendem  Trockenzeit-Typus.  Grundfarbe  mehr  grau  statt  schwarz,  die  weiße  Schrägbinde  der 
Vflgl  schmäler  als  bei  sintica  mit  einem  Stich  ins  gelbliche,  Ozellen  der  Unterseite  kleiner,  daher  isolierter 
stehend,  ihre  Peripherie  nur  geringfügig  violettweiß  umzogen.  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August,  September. 
satamus.  Tenasserim,  Mai  bei  Tanclong  auf  4000  Fuß  von  mir  gesammelt.  —  satarnus  subsp.  nov.  ist  eine  Bergform  des 
westlichen  China  vom  Omeishan,  mit  namentlich  analwärts  noch  mehr  verengter  Binde,  die  auch  vom  Distal¬ 
saum  entfernter  bleibt,  als  bei  stenopa.  Unterseite  mit  dunklergelb  umzogenen  Augen  und  sehr  geringfügiger 
laticincta.  violetter  Umgrenzung.  — Daneben  erscheinen  außerordentlich  breitbindige  Exemplare  laticincta  Frühst.  (Bd.  1 
Taf.  30  e,  einfach  mit  verma  bezeichnet),  vermutlich  die  extreme  Regenzeitform  der  Ebene.  China,  Juni,  Juli. 
cintamani.  ein taniarii  Frühst.  (99  b)  endlich  bedeutet  das  melanotische  Inselextrem  mit  beim  $  kaum  noch  halb  so  breit 
angelegter  Binde  der  Vflgl  wie  bei  satarnus.  Unterseite  der  Flügel  sehr  dunkel  mit  großen  Ozellen  und  be¬ 
sonders  deutlicher  violetter  Anteterminallinie.  Juni,  Juli  bis  4000  Fuß  im  Innern  von  Formosa. 

30.  Gattung  Btlr. 

Im  Geäder  von  typischen  Lethe  durch  die  längere  Costale  der  Vflgl  differenziert,  so  daß  eine  generische 
Abtrennung  möglich  ist;  auch  sind  sie  in  der  eigentümlich  marmorierten  Unterseite  unter  sich  so  einheitlich 
und  von  den  übrigen  Lethe  so  verschieden,  daß  ihre  Artengruppe  als  eine  überaus  natürliche  bezeichnet 
werden  muß  und  schon  deshalb,  wie  auch  im  Band  1,  so  auch  hier  abgesondert  behandelt  wird.  Einige  Arten 
schließen  sich  durch  die  langen  Schwänze  der  Hflgl,  die  schmale  Vflglzelle,  den  Zopho'essa,  an,  zu  denen  nament¬ 
lich  die  neuentdeckte  lacticolora  hinüberleitet. 

goschlccvit-  N.  goschkevätschi  dringt  am  weitesten  nach  Norden  vor  und  bewohnt  alle  japanischen  Inseln  von 

SLlu'  .  Yesso  bis  Formosa.  —  iaponica  Btlr.  ist  die  Rasse  der  Nordinsel,  aus  Hakodate  beschrieben  und  mir  durch  Prof. 
japonica.  . 

Matstjmura  aus  Sapporo  zugesandt,  kleiner  als  goschlcevitschi  Men.  (Bd.  1  Taf.  33  c  und  d)  von  Hondo  der  Haupt¬ 
insel,  die  dort  überall  gemein  ist,  sich  gerne  auf  Baumstämme  setzt,  von  deren  Rinde  sie  schwer  zu  unterscheiden 
ist.  Nach  Seitz geht  sie  auch  in  die  Gärten  von  Tokio  und  Yokohama,  wo  sie  besonders  im  September  auch  von 
den  Mauern  abgesucht  werden  kann.  Je  nach  der  Jahreszeit  scheint  die  Unterseite  der  Hflgl  entweder  hellgrau 
oder  dunkelgelb  gefärbt  zu  sein.  In  Bd.  I  Taf.  33  c  ist  die  graue  2-Form  deutlich  dargestellt.  Exemplare  aus 
u-atauabci.  Nagasaki  fehlen  mir  leider,  ich  vermute,  daß  dortige  Stücke  einer  besonderen  Rasse  angehören.  —  watanabei 
Mats,  wurde  erst  unlängst  in  Formosa  entdeckt ;  da  sie  mir  in  natura  unbekannt,  kopieren  wir  hier  die  Original¬ 
diagnose:  ..Der  Form  und  Zeichnung  nach  der  N .  gotschkevitschii  Men.  ähnlich.  Die  Unterscheidungscharaktere 


NEOPE.  Von  IT.  Fruhstorfer. 


sind  die  folgenden:  £.  Palpen  viel  länger.  Antennen  einfarbig,  hell  bräunlichgelb,  an  der  Außenseite  schwärz¬ 
lichbraun,  nahe  an  der  Wurzel  nicht  weißlich  geringelt  wie  bei  gotschkevitschii.  Flügel  viel  dunkler,  am  Außen¬ 
rande  weißlich  gefranst;  die  drei  in  der  zweiten,  dritten  und  fünften  Zelle  befindlichen  schwärzlichen  Flecken 
des  Vflgls  etwa  viermal  größer  als  bei  gotschkevitschii.  Auf  der  Vflgl-Unterseite  verläuft  von  der  Spitze  der 
Mittelzelle  bis  zur  ersten  Ader  ein  nach  innen  gebogener,  schwärzlicher  Querfleck,  der  an  der  Innenseite  drei¬ 
eckig  vorspringt.  Hflgl  einfarbig,  dunkelbraun,  in  der  Mitte  des  Costalrandes  ein  dreieckiger  weißlicher  Fleck, 
unter  dem  sich  ein  zweiter  mondförmiger  weißlicher  Fleck  befindet;  vierte  Zelle  an  der  Wurzel  fast  bis  zur 
Mitte  schwarz,  an  der  Außenseite  nicht  weißlich  gefärbt  Avie  bei  gotschkevitschii.  Ozellen  viel  kleiner,  die  Sub¬ 
marginalbinde  undeutlich.  Flügelspannung  70  mm.  Fundort:  Formosa  (Hoppo),  gesammelt  in  einem 
Exemplare  von  dem  verstorbenen  Oberpolizisten  K.  Watanabe“. 

N.  pulaha,  ursprünglich  aus  Bhutan  beschrieben,  wurde  neuerdings  auf  Formosa  entdeckt,  wohin 
sie  über  das  westliche  China  gelangt  ist.  pulaha  Moore  (Bd.  1,  Taf.  33  b),  von  Kunawur  und  Simla  bis  zu  den  pulaha. 
Khasia-Hills  verbreitet,  in  Sikkim  bis  1 1  000  Fuß  ansteigend,  liebt  dunkle  Wälder,  in  denen  sie  sich  gerne  an 
Stämme  von  Eichen  und  Sycomoren  sowie  der  wilden  Kastanie  setzt.  Als  Flugzeit  sind  die  Monate  März  bis 
August  bekannt.  Nach  Elaves  setzen  sich  pulaha  auch  an  verunreinigte  Wegstellen,  von  avo  aus  sie  in  den 
Wald  flüchten,  Avenn  sie  gestört  werden,  aber  in  kurzer  Zeit  Avieder  zurückkehren.  —  pulahoides  Moore,  von  pulahoid.es. 
den  Naga-Hills  und  Pegu  beschrieben,  kommt  auch  in  Birma  vor,  differiert  durch  größere  und  lichtgelbe  Ma¬ 
keln  der  Oberseite  und  ausgedehntere  gelbe  Submedianregion  der  Vflgl-Unterseite  von  pulaha.  Die  Hflgl  sind 
zarter  marmoriert,  so  daß  man  an  eine  Trockenzeitform  denken  könnte;  ein  Kolorit,  das  viele  Lethe  aus 
Birma  und  Tenasserim  im  Gegensatz  zu  den  farbensatteren  Formen  von  Assam  und  Sikkim  gemeinsam  haben. 

—  ramosa  Leech  (Bd.  I  Taf.  33  b)  aus  Zentralchina,  Changyang  beschrieben,  aber  im  ganzen  Avest liehen  China  ver-  ramosa. 
breitet,  fliegt  im  Juli  und  August.  Differiert  von  pulaha  durch  lichter  graue  Unterseite  der  Hflgl.  —  didia  Frühst,  didia. 
von  Formosa,  hat  sich  schon  erheblicher  differenziert;  kleiner  von  Gestalt,  erscheinen  dieVflgl  sehr  verdunkelt 
durch  das  Ausfallen  des  gelblichen  Apicalflecks  der  Vflglzelle,  während  die  Hflgl  eine  Ausbreitung  der  gelben 
Ozellenvorhöfe  erkennen  lassen.  Dasselbe  gilt  von  der  Ozellenperipherie  der  Vflgl-Unterseite.  Die  Hflgl 
ähnlich  pulahoides  Moore  fein  marmoriert.  Selten  im  Innern  der  Insel  auf  ca.  4000  Fuß. 

No  lacticolora  Frühst.  (99a)  (=  sagittata  Wilem.),  eine  der  prächtigsten  Entdeckungen  meines  Sammlers,  lacticolora. 
Herrn  Hans  Sauter,  der  sie  im  Innern  von  Formosa  im  Gebirge  in  einer  Höhenlage  von  etAva  1200  m  auf¬ 
gefunden  hat.  Oberseite  der  armandi  Obert.  (Bd.  I  Taf.  33  cl)  ähnlich,  aber  mit  gelblichweißen,  statt  ockergelben 
Zeichnungen.  Hflgl  mit  breitem,  tiefschwarzem  Terminalrand,  dunkelbrauner  Zelle,  sonst  aber  durchweg 
milchweiß  mit  cremefarbenem  Analanflug.  Unterseite  ähnlich  armandi,  aber  mit  weißem  statt  gelblichem 
Anflug  der  Vflgl.  Hflgl-Ozellen  kleiner,  Distalpartie  dunkler  braun  angeflogen,  Flügelschnitt  spitzer,  besonders 
der  Apex  der  Vflgl  und  die  Schwänze  der  Hflgl.  Durch  die  milchweißen  Hflgl,  die  lebhaft  mit  dem  Schwarzgrau 
der  Vflgl  kontrastieren,  die  auffallendste  der  bekannten  Neope  und  einer  der  schönsten  Schmetterlinge  Asiens. 

N.  bhadra  Moore  (99  b),  die  größte  und  ansehnlichste  Art  der  Gruppe,  hat  durch  ihren  spitzen  Flügel-  bhadra. 
schnitt  und  die  langen  Schwänze  eine  geAvisse  Aehnlichkeit  mit  Papilioniden.  Die  Falter  lieben  das  dichte 
Bambusdunkel,  in  dem  sich  auch  ihre  Rp  findet.  Sie  gehen  von  ca.  1000  bis  1500  m  Höhe  und  sind  nur 
einmal  im  Oktober  in  Sikkim  in  größerer  Menge  beobachtet  worden,  sonst  haben  sie  solitäre  GeAvohnlieiten. 

Ich  beobachtete  die  Falter  in  Tenasserim  zu  Beginn  der  Regenzeit,  als  deren  Vorboten  sich  bereits  schwere 
Nebel  in  die  BergAvälcler  senkten;  die  Falter,  die  einzeln  ankamen,  und  sich  dann  scheu  und  schnell  an 
Baumstämme  setzten,  hatten  etwas  Gespenstisches,  das  vortrefflich  zu  der  düsteren  Umgebung  paßte.  — 

Als  khasiana  Moore  ist  eine  Lokal-  oder  Zeitform  benannt,  die  sich  durch  weißlichere  Makeln  der  Vflgl,  khasiana. 
größere  gelbe  Felder  der  Hflgl-Oberseite  auszeichnet.  Unterseite  vorherrschend  weißgrau.  Sikkim  bis  Tenas¬ 
serim,  Oberbirma  und  den  Naga-Hills.  An  letzterer  Lokalität  scheint  sich  nach  den  Angaben  von  Elaves 
und  Moore  eine  geographische  Rasse  ausgebildet  zu  haben,  die  mir  in  natura  nicht  zugänglich  ist. 

N.  yama  verteilt  sich  auf  drei  bekannte  Lokalrassen,  von  denen  yania  Moore,  der  nomenklatorische  yama. 
Typus,  dem  westlichen  Himalaya  angehört.  Sie  wurde  dort  im  Kumaon-Gebiet  bei  Simla  und  Masuri  ge¬ 
funden,  verbreitet  sich  aber  bis  Sikkim  und  Bhutan,  yama  ist  nirgendwo  häufig,  fliegt  vom  Mai  bis  Juli 
auf  Erhebungen  von  6 — 7000  Fuß.  Rp  am  Bambus,  avo  sie  in  geAvisser  Beziehung  gesellig  lebt,  denn  man  hat 
drei  bis  sieben  in  einer  Art  Nest  aus  drei  bis  vier  Blättern  zusammengefügt  gefunden.  Die  Eier  Averden  früh 
im  Juli  auf  die  Unterseite  eines  Aveißen  Blattes  gelegt,  und  zAvar  in  Anzahl  und  in  Linien  bis  zu  34  Stück 
auf  einem  Blatt.  Rp  strohfarben  mit  dunklem  Kopf,  bis  sie  nahezu  erwachsen  ist,  dann  Avird  sie  hellocker¬ 
gelb  mit  einem  dorsalen  braunen  Streifen,  einer  Reihe  von  dunkelbraunen  Punkten  und  bekommt  einen 
rötlichen  Kopf.  Das  Analsegment  führt  zAvei  gelbliche  Spitzen.  Pp  kurz,  sehr  dunkel  und  in  eine  Art  A'on 
Moosnest  gebettet,  avo  sie  vom  September  bis  zum  nächsten  Juni  verbleibt.  SoavoIiI  die  Rp  Avie  die  Pp 
sind  verschieden  von  den  Auel  längeren  Rpn  und  den  spitzgehöckerten  Rpn  der  Lethe ;  ein  Grund  mehr,  die  Arten¬ 
gruppe  im  Gegensatz  zu  Bingham  aufrecht  zu  erhalten.  —  yanioides  Moore  ist  habituell  größer,  dunkler  braun,  yamoides. 
unterseits  reicher  violett  überzogen.  Fliegt  im  Mai  in  Assam  und  scheint  in  den  Naga-Hills  und  bei  Ber- 
nardmyo  in  Oberbirma  häufig  zu  sein.  —  serica  Leech  (Bd.  I  p.  89  Taf.  33  a),  die  dunkelste  der  bekannten  serica. 
Rassen,  oberseits  ohne  gelbliche  Costalflecken  und  unmerkliche  gelbe  Cilia;  von  Changyang  in  Zentralchina 


NEORINA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


326 

und  Westchina  aus  5 — 10  000  Fuß  gemeldet.  Es  ist  nicht  unwahrscheinlich,  daß  yama  auch  noch  in  Formosa 
entdeckt  wird. 

N.  muirheadi  ist  eine  chinesische  Species,  die  von  Zentral-  und  West-China  aus  sich  nach  Hainan, 
muirheadi.  Birma  und  Tonkin  verbreitet  hat.  Ihr  späteres  Auffinden  in  Formosa  würde  nicht  überraschen,  muirheadi 
Fldr.  (Bd.  1  p.  90  Taf.  33  a)  aus  Ningpo  in  Tsekiang  beschrieben,  ist  eine  Form  der  Ebene,  auch  auf  Hainan 
felderi.  nicht  selten,  während  felderi  Leech  aus  dem  Gebirge  vom  Omeishan  stammt.  —  segonax  Hew.  ist  vermut- 
scgona.r.  ejne  extreme  Trockenzeitform,  und  segonaeia  Obert.  eine  Diminutivrasse  von  Kiangsi.  —  lahittei 

lahittei.  Janet  (99  b),  aus  Tonkin  bekannt,  wo  ich  sie  im  April  auf  ca.  1000  m  im  Mausongebirge  und  später 
im  August  und  September  mehr  im  Tale  vorfand,  ist  unterseits  dunkler  und  führt  schmälere  und  mehr  weiße 
als  gelbe  Längsbinden.  $  rundflügeliger,  fahler  mit  nach  oben  durchscheinenden,  runden,  schwarzen  Ozellen 
bhiina.  und  einer  sehr  undeutlichen  gelbgrauen  Längsbinde  der  Vflgl- Oberseite.  —  bhima  Marsh.,  mir  nur  nach  der 
MooRESchen  Abbildung  bekannt,  scheint  von  lahittei  zu  differieren  durch  deutlichere  gelbe  Umrandung 
aller  Ozellen  der  Oberseite,  namentlich  jener  des  $.  Zuerst  von  Bingham  in  Ober-Tenasserim  a.ufgefunden, 
wurde  sie  später  auch  von  Doherty  in  Ober-Birma  gefangen.  Auftreten  im  März  und  April,  dann  wieder  Ok¬ 
tober  bis  November  und  überall  auf  geringer,  600  m  nicht  übersteigender  Höhe. 

31.  Gattung’  Jfeorina  Westw. 

Schließt  sich  —  jedoch  nur  strukturell  —  eng  an  Lethe  an,  mit  denen  sie  die  in  die  Gabelung  von 
der  vorderen  und  mittleren  Mediane  stoßende  untere  Discocellulare  der  Hflgl  gemeinsam  hat,  ferner  die 
ungewöhnlich  kurzen  Zellen  aller  Flügel.  Von  Lethe  weicht  Neorina  dagegen  ab  durch  die  proximal  stärker 
gewinkelte  untere  Discocellulare  der  Vflgl,  die  lange  Costale  der  Hflgl,  zu  der  aber  jene  der  Neope  bereits 
eine  Verbindung  herstellt;  Präcostale  der  Hflgl  weit  ab  vom  Ursprung  der  Subcostale  und  kühn  basalwärts  ein¬ 
gebogen.  Bei  einer  Art  sind  auch  Spuren  einer  schmalen  Präcostalzelle  vorhanden.  Costale  und  Subcostale  nicht 
verwachsen,  sondern  getrennt.  Ueber  Jugendstadien  ist  nichts  veröffentlicht.  Das  Genus  ist  im  makromalayi- 
schen  Gebiet  durch  zwei  Arten  und  auf  dem  Kontinent  durch  drei  Species  vertreten.  Zwei  Artengruppen. 

Artengruppe  Neorina. 

Hflgl  abgerundet.  Vflglzelle  kurz.  Obere  Discocellulare  der  Vflgl  deutlich  erkennbar,  untere  sehr  lang,  mäßig  proximal 
eingebogen. 

hilda.  N.  hilda  Westw.  (91  d),  differiert  unterseits  durch  bleichere  gelbe  Binden  und  durch  das  Vorhanden¬ 

sein  einer  großen  schwarzen,  weißgekernten,  proximal  gell)  konturierten  Ozelle  und  zwei  kleineren  blauge¬ 
tupften  Subanalaugen.  Der  Apicalteil  der  Hflgl  weniger  breit  gelb  gesäumt  als  oben,  in  der  Subanalregion  eine 
grauviolette  Füllung  der  submarginalen  braunschwarzen  Doppellinie.  Beim  sehr  seltenen  $  sind  die  Augen 
der  Unterseite  größer,  auch  stehen  noch  einige  Nebenozellen  zwischen  den  Medianadern,  hilda  ist  ein  Cha¬ 
rakterschmetterling  des  düsteren  Eichen-  und  Kastanienwaldes  des  östlichen  Himalaya,  wo  sie  vom  Juni 
bis  September  von  7 — 9000  Fuß  Höhe  vorkommt.  Sie  fliegt  dort  die  Waldwege  auf  und  nieder,  sich  entweder 
auf  den  Boden  oder  an  Baumstämme  setzend.  Das  $  wurde  auf  einem  kahlen  Hügel,  an  einem  sonnigen 
Morgen  fliegend,  in  der  Regenzeit,  angetroffen.  Sikkim,  Bhutan,  Assam. 

Artengruppe  Hermianax  nom.  nov. 

In  der  Regel  größer  als  Neorina ,  Hflgl  mit  langem  Zahn  an  der  vorderen  Mediane.  Obere  Discocellulare  äußerst  kurz, 
undeutlich,  untere  weit  nach  innen  ausgebogen;  obere  und  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl  gleichlang,  während  bei  Neorina 
die  obere  viel  länger  ist.  Vflglzelle  viel  schmäler  und  länger  als  bei  Neorina.  Von  den  Klammerorganen  ist  die  ungewöhnlich 
lange  schmale  Valve  bemerkenswert  durch  eine  an  die  der  europäischen  Brintesia  ( Satyrus )  circe  L.  erinnernde,  mit  kleinen 
Zähnen  besetzte,  deutlich  eingeschnürte  Spitze.  Uncus  stark  gebogen,  kräftig,  die  lateralen  Spangen  ungewöhnlich  klein,  spitz. 
Type  der  Artengruppe :  H.  latipicta  Frühst. 

pupillata.  N.  lowi  zerfällt  in  eine  Anzahl  leicht  unterscheidbarer  Rassen,  von  denen  pupillata  Frühst.  (94  c) 

am  meisten  auffällt  durch  eine  Vergrößerung  der  Apicalozelle  der  Vflgl,  die  parallel  geht  mit  dem  Auftreten 
eines  Supplementarauges  zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediane,  das  sich  auch  unterseits  gelegentlich 
wiederholt,  und  bei  keiner  anderen  Art  oder  Form  vorhanden  ist.  Das  Apicalauge  bei  pupillata  ist  wie  bei 
allen  anderen  ZowJ-Zweigrassen  unterseits  viel  kleiner  also  oben,  aber  bei  pupillata  ausschließlich  erscheint  hier 
manchmal  ein  Nebenauge.  Sonst  ist  die  Unterseite  von  der  Oberfläche  aller  Flügel  nur  durch  ein  weiteres, 
relativ  großes,  rundes  gelbgeringeltes  Analauge  und  eine  feine  graue  Ueberpuderung  der  Distalpartie  der  Vflgl 
latipicta.  und  der  Basalpartie  der  Hflgl  differenziert.  Insel  Nias.  —  latipicta  Frühst,  ist  größer  als  pupillata,  der  gelblich 
weiße  Fleck  im  Analwinkel  der  Vflgl  namentlich  bei  Exemplaren  aus  West-Sumatra  mehr  als  doppelt  so  breit  und 
die  weißen  Intranervalpunkte  der  Vflgl  gleichfalls  stattlicher.  Das  Apicalauge  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  viel 
kleiner  als  bei  pupillata,  ebenso  das  Analauge  der  Hflgl.  West- und  Nordost-Sumatra.  Die  Falter  haben  einen 
raschen,  ruckweisen,  unbestimmten  Flug,  auch  lieben  sie  den  von  verwundeten  Bäumen  fließenden  Saft. 
Bei  der  Mahlzeit  sitzt  der  Falter  mit  gefalteten  Flügeln.  Er  bewohnt  die  Ebene,  ist  ziemlich  selten  und 
ncophyta.  steigt  auf  die  Vorberge  bis  zu  einer  Erhebung  von  etwa  600  in.  —  neophyta  susp.  nov.  von  Perak  schließt  sich 


NEORINA.  Von  H.  Frtthstorfer, 


327 


eng  an  die  ursprünglich  aus  Nordost-Sumatra  (Deli)  beschriebene  latipicta  an,  von  der  sie  differiert  durch  das 
Fehlen  des  weißen  intrameclianen  Punktflecks  der  Hflgl  oberhalb  der  Analocelle,  an  dessen  Stelle  aber  manchmal 
wie  bei  pupillata  eine  Nebenozelle  tritt.  Die  Unterseite  aller  Flügel  ist  dunkler,  geringer  grau  bestäubt  als  bei  der 
Sumatraform,  das  Apicalauge  der  Vflgl  viel  kleiner.  Auch  ist  der  gelbliche  Subanalfleck  der  Vflgl  geringer 
entwickelt  als  bei  latipicta.  Perak.  —  lowi  Dbl.  ist  der  ziemlich  konstante,  in  der  Größe  etwas  hinter  den  lowi. 
schon  behandelten  Rassen  zurückbleibende  nomenklatorische  Typus  der  Kollektivspecies,  anscheinend  im 
Norden,  und  Südosten  Borneos  (in  Pontianak)  nicht  selten.  Bei  ihr  beginnt  das  Apicalauge  der  Vflgl-Oberseite 
in  der  Größe  abzunehmen,  manchmal  völlig  zu  verschwinden.  Die  Analozelle  der  Hflgl-Unterseite  ist  dagegen 
wieder  wie  bei  pupillata  von  Nias  sehr  deutlich,  mehr  als  doppelt  so  umfangreich  als  bei  neophyta.  $  wie  auch 
jenes  von  latipicta  etwas  größer  als  das  <$,  unterst  its  reicher  grau  überpudert.  —  princesa  Stgr.  von  der  Insel  princesa. 
Palawan  ist  eine  sehr  abweichende  Form,  habituell  stark  reduziert,  mit  gelblichen  in  der  Auflösung  befindlichen 
Makeln  der  Oberseite,  in  die  auf  den  Hflgl  der  schwarze  costale  Zahn  tiefer  als  bei  lowi  eindringt  .  Unterseite : 

Beim  $  ist  der  Costalfleck  der  Hflgl  bereits  völlig  aufgelöst,  das  $  aber  wird  charakterisiert  durch  die  binden¬ 
artige  Verlängerung  des  Analflecks  der  Vflgl,  der  bis  zur  Costale  hinaufgeht,  an  seinen  oberen  Partien  allerdings 
dicht  braun  überpudert  und  jenseits  der  Zelle  etwas  unterbrochen  ist.  —  cossyra  subsp.  nov.  entfernt  sich  von  cossyra. 
princesa,  der  sie  sonst  sehr  nahe  steht,  durch  das  bedeutendere  Ausmaß  aller  Flügel,  die  stattlicheren  Ozellen 
und  insbesondere  durch  die  goldigbraun  überstäubten  Analmakeln  der  Vflgl  und  des  Costalflecks  der  Hflgl- 
Oberseite.  Insel  Paragua. 

N.  crishna.  die  bisher  nur  von  Java  bekannt  war,  zerfällt  in  drei  lokale  Formen,  davon 
zwei  auf  der  Heimatsinsel  der  Type  und  eine,  kontinentale,  die  erst  neuerdings  entdeckt  wurde  und  den  voll¬ 
kommensten  Beweis  unter  allen  bisher  bekannten,  in  Frage  kommenden  Schmetterlingen  liefert,  für  den  ein¬ 
stigen  Landkonnex  Birma-Java.  —  archaica  subsp.  nov.  aus  dem  Ataran-Tale  in  Mitteltenasserim  und  dem  archaica. 
Ye-Tale  in  Untertenasserim  durch  Hauxwell  1899  aufgefunden,  schließt  sich  so  eng  an  crishna  Westw.  von  Java  crishna. 
an,  daß  Niceville  erklärte,  sie  wäre  absolut  identisch,  was  ich  zuerst  auch  glaubte.  Nun  aber  ergeben  sich 
doch  eine  Reihe  von  kleinen  Differenzen,  die  den  kontinentalen  Ursprung  der  Art  dokumentieren,  so  die  er¬ 
hebliche  Größe,  denn  die  archaica-$$  sind  stattlicher  als  die  ansehnlichsten  crishna aus  Java;  der  gelbe 
costale  Fleck  der  Hflgl-Oberseite  erscheint  ausgedehnter  und  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  etwas  verbreitert 
und  proximal  dunklerbraun  überstäubt.  Das  Merkwürdigste  aber  ist,  daß  archaica  der  crishna  aus  Ost- Java 
(94  cl)  näher  steht  als  der  west  javanischen  Form  der  Gesamtart.  Diese  führt  nämlich  nicht  nur  wesentlich 
schmälere  und  dunklergelbe  Binden,  sondern  auch  einen  größeren  schwarzen  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl  als 
die  ostjavanische  crishna.  Die  Unterseite  ist  erheblich  dunkler,  der  goldigbraune  Anflug  der  Subapicalpartie 
der  Vflgl  fehlt,  der  basale  Anflug  der  Hflgl  mehr  grauviolett,  statt  gelblich  meliert  und  die  Subanalbinde  ist 
violett,  statt  weißlich  begrenzt.  Kurzum  die  Westjava-Rasse  ruft  ganz  das  Bild  eines  Regenzeit-,  jene  aus 
Ostjava  das  eines  Trockenzeit-Produkts  hervor,  was  ja  auch  klimatisch  begründet  ist.  Das  Vorkommen 
zweier  so  nahestehenden  Abzweigungen  einer  Species  in  Tenasserim  und  Java  aber  spricht  dafür,  daß  eine  Land¬ 
verbindung  zwischen  beiden  existiert  haben  muß  und  zwar  zu  einer  Zeit,  als  das  heutige  Perak  noch  nicht  mit 
zur  Sumatra-  und  Borneo-Fauna  gehörigen  Formen  übei schwemmt  war,  da  sich  jetzt  ja  zwischen  die  crishna 
von  Java  und  jene  von  Birma  die  p.  326  beschriebene  neophyta  einschiebt,  die  einer  ganz  anderen  Art  angehört 
und  überall  in  Makromalayana  vorkommt,  während  Birma  und  Java  crishna  gemeinsam  haben,  crishna  ist 
ein  Waldschmetterling,  der  nach  meinen  Beobachtungen  nur  in  den  sonnigen  Vormittagsstunden  sein  Versteck 
verläßt  und  einige  Minuten  einzeln  oder  in  Gesellschaft  von  3 — 4  anderen  an  offenen  Stellen  gaukelt  odei  sich 
auf  Blätter  setzt,  und  die  Flügel  ausbreitet,  was  einen  prächtigen  Anblick  gewährt,  um  nach  kurzer  Ruhe 
träge  wieder  im  Dickicht  zu  verschwinden.  In  Ost-Java  ist  sie  an  den  südlichen  niederen  Bergzügen  im  Fe¬ 
bruar,  März  nicht  allzuselten,  doch  geht  sie  kaum  über  500  m  hinauf.  Ihre  Aehnlichkeit  im  Fluge  mit  Pap. 
helenus  fiel  Doherty  bereits  auf,  und  er  glaubte,  daß  dieser  Mimetismus  der  Satyride  vielleicht  einen  ge¬ 
wissen  Schutz  verleihen  könnte. 

N.  patria  Leech  (Bd.  I  Taf.  32  d),  vom  Omei-shan  in  Westchina,  dort  im  Juni  und  Juli  fliegend,  hat  eine 
Schwesterrasse  in  Assam,  westwoodi  Moore  (94  d),  die  als  die  größte  asiatische  Satyride  und  vielleicht  als  die  westwoodi 
größte  bekannte  Satyride  überhaupt  zu  gelten  hat.  Das  $  ist  noch  stattlicher  als  das  abgebildete  $  und 
führt  eine  blässere  und  nach  hinten  mehr  verschmälerte  Binde  der  Vflgl.  Unterseite  farbenprächtiger  als  die 
Oberseite,  die  ganze  Apicalpartie  goldigbraun  überhaucht.  Am  Zellapex  ein  scharf  geAvickelter  hakenartiger  Fleck. 

Hflgl  mit  zwei  runden  Augen,  von  denen  das  obere  breit  und  schön  gelb  umzogen  ist.  Flugzeit  September, 

Oktober,  auf  Höhen  bis  etwa  3300  Fuß.  Nach  Bixgham  wurde  westwoodi  auch  in  Birma  gefunden. 

Hier  schiebt  sich  die  Gattung  Neorinopsis  Btlr.  ein. 

Dieses  fossile  Genus  wurde  in  tertiären  Ablagerungen  von  Aix  in  der  Provence  aufgefunden,  wo  die  Falter  in  der 
damaligen  Periode  inmitten  einer  rein  tropischen  Flora  lebten,  die  ihnen  ungefähr  dieselben  Daseinsbedingungen  bot.  welche 
ihre  rezenten  Verwandten  an  den  Südabhängen  des  Himalaya  heute  noch  vorfinden.  Die  Flügelzeichnung  der  einzigen  Art 
ähnelt  etwa  jener  von  Neorina  latipicta  Frühst.,  während  die  Ozellenverteilung  mehr  jener  von  Zophoessa  dura  und  sura  gleich¬ 
kommt.  Das  Wichtigste  an  dem  uns  überkommenen  Fossil  aber  ist  die  Möglichkeit,  zu  konstatieren,  daß  sich  das  Geäder  der 
Satyriden  seit  der  Tertiärzeit  nicht  erheblich  verändert  hat.  Wir  erkennen  deutlich  zwei  Radialen  und  drei  Medianäste  auf 


328 


ANADEBIS.  COELITES.  Von  H.  Frtostorfer, 


allen  Fixigeln,  ja  sogar  die  Submediane  zweigt  in  derselben  Distanz  von  der  hinteren  Mediane  ab  wie  bei  rezenten  Arten.  Xur 
die  Hflgl  tragen  eine  etwas  von  der  bestehenden  abweichende  Struktur  in  der  Art  des  Verlaufs  der  Costale.  Im  allgemeinen 
scheint  das  Geäder  etwas  einfacher  als  in  der  Jetztzeit  ausgebildet  zu  sein,  so  fehlt  z.  B.  der  Zellschluß  auf  der  mir  zugäng¬ 
lichen  Abbildung.  Es  ist  aber  interessant  und  wertvoll,  mit  Hilfe  der  N eorinopsis-He ste  nachzuweisen,  daß  die  von  BATES 
und  SCHATZ  und  neuerdings  von  mir  in  diesem  Werke  angewandte  Terminologie  der  Struktur  auch  phyletisch  begründet  ist, 
während  der  Versuch  eines  modernen  Autors,  drei  Radialen,  aber  nur  zwei  Medianäste  gelten  zu  lassen,  nicht  nur  den  jetzigen 
Verhältnissen  widerspricht,  sondern  auch  entwicklungsgeschichtlich  völlig  unhaltbar  ist. 

N.  sepulta  Bsd.,  die  allein  bekannte  Species.  Unterseite  der  Vflgl  mit  6  intramedianen  kreisrunden,  proximal  mit  einem 
weißen  Punkt  besetzten  Augenflecken.  Hflgl  mit  sechs  ungleichgroßen,  geringelten  Ozellen  und  einem  weißen  Fleck  am  Ursprung 
der  Medianäste.  Auffallend  ist  besonders,  daß  die  Vdflgl  an  der  vorderen  Mediane  und  nicht  die  Hflgl,  wie  bei  den  lebenden 
Arten  geschwänzt  sind. 


32.  Gattung  AstadeMs  Bür. 

Aus  dieser  Gattung  sind  meines  Erachtens  nur  zwei  Species  bekannt,  die  auf  nicht  weniger  wie  fünf  Genera 
verteilt  wurden.  Sie  ist  ausgezeichnet  durch  lange  Fühler  und  eine  ungewöhnlich  breite  Vflgl-Zelle,  die  durch 
eine  mäßig  schräg  gestellte,  nur  unmerklich  gebogene  Röhrenader  abgeschlossen  wird.  Die  mittlere  und  untere 
Discocellulare  sind  fast  gleich  lang,  wodurch  sich  Anadebis  sofort  von  Zethera  unterscheidet;  einer  Gattung, 
der  sie  sonst  nahe  steht.  Von  Neorina  differiert  Anadebis  durch  die  gerundeten  Hflgl  resp.  das  Fehlen  der 
Schwänze  und  die  gewinkelte  untere  Discocellulare  der  Vflgl  soxvie  die  viel  längere  Gestalt  der  Zelle.  Die  Arten 
von  Anadebis  bewohnen  Vorder-  und  Hinterindien,  sowie  die  Insel  Hainan. 

himachala.  A.  himachala  Moore  (94a)  aus  Darjeeling  beschrieben,  nach  von  Schlagint  weit  mitgebrachten  Exem¬ 

plaren.  Ein  echter  Waldschmetterling,  der  in  Sikkim  sehr  lokal  ist  und  nur  im  Tiefland  vorkommt  ;  dagegen  ist 
himachala  sehr  häufig  in  Assam,  Flugzeit  von  Mai  bis  August,  nach  Elwes  in  Sikkim  bis  4000  Fuß  Höhe  hinauf¬ 
steigend  und  vom  April  bis  Okt  ober  unterwegs.  Nach  Wood-Mason  verläßt  himachala  den  dichten  Wald  nur  selten 
und  bleibt  dann  selbst  immer  noch  im  Schatten  hoher  Bäume.  Bingham  meldet  das  Vorkommen  auch  in 
Oberbirma.  Die  Unterseite  differiert  von  der  abgebildeten  Oberseite  nur  durch  die  grau  violette  Einfassung 
der  Ozellenketten,  den  Anfang  einer  grau-weißen  Schrägbinde  der  Vflgl  und  ein  großes,  etwas  aus  der  Reihe 
und  nach  unten  gerücktes  Apicalauge  der  Hflgl.  $  größer,  in  der  gesamten  Distalregion  aller  Flügel  etwas 
Gleicher  als  die  und  die  graue  Costalpartie  mehr  ausgedehnt,  himachala  ist  diejenige  Satyride,  welche  die 
regelmäßigste  und  wohl  auch  schönste  Ausbildung  ihrer  Ozellen  in  der  gesamten  Familie  besitzt. 

diademoides.  A.  diademoides  Moore  kommt  der  batmara  (94  a)  nahe,  nur  fehlen  die  weißen  subapicalen  Felder 

der  Vflgl  und  die  Hflgl- Oberseite  trägt  sehr  große,  länglich  ovale  weiße  Postdiscalmakeln .  diademoides  scheint 
in  zwei  Generationen  aufzutreten,  ähnlich  vielen  Lethe ,  da  sie  aus  den  Monaten  März,  April  gemeldet  wird 
und  dann  wieder  aus  dem  Herbst.  Von  Tenasserim  bis  Nord-Birma,  in  den  Karen- und  Shan-Hills,  von  Peguaus 
batmara.  3 — 5000  Fuß  Höhe.  — batmara  Frühst.  (94  a).  Das  g  differiert  von  diademoides  Moore  durch  die  kürzere  Flügel¬ 
form.  Grundfarbe  mattschwarz.  Die  Submarginalserie  runder  weißer  Punkte  der  Vflgl  noch  etwas  prominenter 
als  bei  henrici,  besonders  die  medianen  stark  vergrößert,  während  die  Hflglpunkte  sich  auffallend  verkleinern. 
batmara  entfernt  sich  von  allen  Verwandten,  insbesondere  durch  die  5  länglichen,  weißen,  subapicalen, 
ultracellularen  Flecken  der  Vflgl,  die  sich  auch  auf  der  Unterseite  (gleich  allen  anderen  Weißzeichnungen) 
henrici.  wiederholen.  Vflgl-Länge  34  mm.  Zentral-Tonkin ,  Chiem-Hoa;  (August,  September).  —  henrici 
Holl,  ist  eine  distinkte  Lokalrasse,  charakterisiert  durch  das  Auftreten  einer  vierten  inkompletten  Reihe  von 
drei  subapicalen  Punkten  der  Vflgl,  die  sich  mit  der  normalen  Submarginalpunktreihe  gabelt.  Durch  die  weit¬ 
gehende  Reduktion  der  weißen  tränenartigen  Makeln  der  Hflgl  dokumentiert  sich  henrici  als  eine  echte  Insel- 
form.  Bekannt  sind  nur  zwei  von  äer  Insel  Hainan. 

33.  Gattung'  Coelites  Bsd. 

Ein  artenarmes  Genus,  das  sich  auf  den  Hflgl  völlig  den  Lethe  anschließt,  während  die  Vflgl  durch  ihre 
nach  innen  gebogenen  mittlere  und  untere  Discocellulare,  die  unter  sich  ziemlich  gleichlang  sind,  differieren. 
Costale  stark  angeschwollen,  etwa  wie  bei  Tansima,  Palpen  sehr  lang,  Vorderfüße  kurz.  Echte  Waldschmetter¬ 
linge,  was  schon  ihr  dunkelblaues,  mattes  Kolorit  andeutet,  nur  über  Hinterindien  und  Makromalayana  verbrei¬ 
tet,  jedoch  mit  Ausschluß  von  Java  und  mit  einer  Abzweigung  nach  Celebes.  Zwei  Arten  besitzen  in  der  Irds- 
falte  der  Hflgl  große  schwarze  Sexualflecken.  Die  Falter  lieben,  gleich  vielen  Lethe  und  Melanitis  den  Erd¬ 
boden,  erheben  sich  nur  aufgescheucht,  um  sich  gleich  wieder  niederzulassen  und  sind  stets  mit  geschlossenen 
Flügeln  sitzend,  kaum  von  den  faulenden  Blättern,  welche  den  Waldboden  bedecken,  zu  unterscheiden. 

C.  nothis,  deren  Heimat,  als  welche  ich  Siam  ermitteln  konnte,  vor  meiner  Reise  nach  Südasien  un¬ 
bekannt  war,  zerfällt  in  drei  lokale  Rassen,  und  eine  vierte  ist  aus  jener  Gegend,  die  uns  Stichophthalma  cam- 
bodjaHew.  geliefert  hat,  noch  zu  erwarten,  nämlich  aus  dem  südlichen  Cocliin china  und  eventuell  aus  Süd- An- 
nothis.  nam.  — -  nothis  Bsd.  in  beiden  Geschlechtern  ziemlich  gleichartig,  ist  oberseits  charakterisiert  durch  wunder¬ 
vollen,  dunklen,  glänzenden  Blauschiller,  der  nur  die  graublaue  Distalpartie  aller  Flügel  freiläßt.  Hflgl  mit  ei¬ 
nem  langen  schwarzen,  glänzenden  Androconienbesatz,  der  von  einem  Büschel  langer  Haare  überdeckt  wird. 
—  Unterseite  ähnlich  jener  von  sylvarum  (94  b),  aber  mit  gerader  verlaufender  brauner  Medianbinde  und 


PTYCHANDRA.  Von  H.  Frfhstorfer. 


329 


kleineren,  beim  gleichgroßen  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  Siam,  Flugzeit  Januar,  Februar  auf  etwa  300  m 
Höhe.  Die  Falter  flogen  dort  nach  meinen  Beobachtungen  nur  nachmittags,  und  auf  kurze  Zeit,  und  gewähren 
mit  ihrem  nur  auf  einen  Moment  aufblinkenden  Flügelkolorit  einen  geheimnisvollen  Anblick.  —  sylvarum  sylvarum. 
Frühst.  (94  b)  ist  eine  kleinere  Form  von  gedrungenerem  Flügelschnitt  mit  dunkler  blauem,  weiter  an  den 
Distalsaum  vordringenden  Schiller,  Unterseite  dunkler  mit  breiteren  braunen  Längsbinden  aller  Flügel  und 
großer  Analozelle,  die  nach  oben  von  einem  viel  kleineren  Auge  begleitet  wird.  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August, 

September  in  derselben  Höhe  wie  nothis  erbeutet.  —  adamsoni  Moore  vertritt  nothis  in  Oberbirma,  wo  sie  als  « damsoni . 
große  Seltenheit  von  Major  Adamson  im  September,  Oktober  im  dichten,  dunklen,  feuchten  Rotangwalde 
entdeckt  wurde.  Der  Abbildung  von  Moore  nach  beurteilt,  scheint  sie  noch  etwas  kleiner  zu  sein  als  sylvarum , 
und  auf  der  Unterseite  von  dieser  zu  differieren  durch  zwei  gleichgroße  und  an  sich  entwickeltere  Subanalozellen 
der  Hflgl.  Auch  ist  das  Distalgebiet  der  Hflgl-Unterseite  ausgedehnter  weißlich-grau,  mit  gerader,  schmaler 
Medianbinde. 

C.  epiminthia  hat  die  Oberseite  beider  Flügel  glänzend  violettblau  und  trägt  auf  dem  Hflgl  nahe  dem 
Analwinkel  über  der  Submediane  einen  kräftigen  Haarpinsel,  der  einen  dunkel  stahlblauen,  ovalen,  nach 
hinten  spitzen  Duftfleck  beschattet.  — -  epiminthia  Westw.  (94  a)  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluß  von  epiminthia. 
Java  und  scheint  lokal  nicht  zu  differieren.  <$  aus  West-Sumatra  sind  etwas  größer  als  solche  von  Nord-Sumatra, 

Perak  und  Südost-Borneo  in  meiner  Sammlung.  —  binghami  Moore,  bisher  nur  aus  Tenasserim  bekannt,  wo  hinghmm. 
sie  vermutlich  in  zwei  Generationen  auftritt,  weil  sie  im  Mai  und  dann  wieder  im  Oktober  beobachtet  wurde, 
ist  sehr  selten  und  bewohnt  dichtes  Rotangd junge!.  Von  der  insularen  Rasse  ist  sie  leicht  zu  unterschei¬ 
den  durch  das  prächtige  hellblaue  Kolorit  der  Oberseite  und  die  Kette  kleinerer  Ozellen  der  durchweg  lichteren 
Unterseite  aller  Flügel.  Vflgl  zudem  mit  weniger  stark  ausgezogener  Apicalpartie.  —  vicinus  Fldr.  ist  die  ricinus. 
mir  in  natura  unbekannte,  sehr  seltene  celebische  Abzweigung  der  Kollektivspecies,  und  scheint  auf  den  Nor¬ 
den  der  Insel  beschränkt  zu  sein,  da  sie  weder  Doherty  noch  meine  Jäger  im  Süden  vorfanden. 

C.  euptychioides  erscheint  in  zwei  geographischen  Abzweigungen,  als  euptychioides  Fldr.  in  Borneo  euptychio- 
(94  b)  und  als  humilis  Btlr.  in  Perak  und  Sumatra.  Oberseits  differieren  die  beiden  Schwesterrassen  durch  das  , 

Fehlen  jener  zarten  blauen  subanalen  Färbung  bei  humilis ,  welche  euptychioides  auszeichnet.  Unterseite  der 
beiden  fast  gleich,  mit  einem  Apicalocellus  der  Vflgl  und  vier  kleinen,  sowie  einem  großen  Auge  der  Hflgl.  Das 
große  Analauge  führt  eine  hellgelbe,  auffallend  breite  Peripherie  und  einen  weißen  Kern.  Beide  Formen  sind 
äußerst  selten.  Rp  aller  Coelites  vermutlich  an  Rotang. 

Gattung  Ptycliamlra  Fldr. 

Diese  Gattung  wird  von  Schatz  eine  abirrende  Form  der  Lethe- Gruppe  der  Satyriden  genannt,  deren 
Charaktere  mehr  im  $  erhalten  sind,  während  das  durch  die  prächtige  blaue  Flügelfärbung  eher  an  Lycae- 
niden  erinnern  soll.  Mich  dünkt,  daß  Ptychandra  durch  die  drei  angeschwollenen  Adern  der  Vflgl,  die 
bei  den  Lethe  nicht  Vorkommen,  und  die  Geschlechtsauszeichnung  der  Vflgl,  viel  eher  zu  Mycalesis  als 
zu  den  Lethe  gestellt  werden  muß,  da  Ptychandra  mit  Lethe  nur  die  Schwanzanhänge  der  Hflgl  gemeinsam  hat. 
Ptychandra.-~M'd nnchen  differieren  übrigens  sowohl  von  Mycalesis  wie  Lethe  durch  die  aus  einem  Punkt  der 
Medianader  entspringenden  drei  Medianäste,  eine  Erscheinung,  die  sich  bei  den  Satyriden,  sonst  nirgends 
wiederholt.  Vflgl  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast  mit  einem  tiefen  elliptischen  Androkonienbecken,  das 
von  einem  langen  schwarzen  Haarpinsel,  überschattet  wird  und  eine  internervale  Furche  bis  zur  Flügelmitte 
entsendet.  Analrand  der  Vflgl-Unterseite  mit  hell  rotbraunen,  matten  Duftschuppen  besetzt,  mit  denen 
ein  schmales  Costalfeld  voll  dunkelbrauner  spezialisierter  Schuppen  der  Hflgl-Oberseite  korrespondiert.  Die 
obere  Discocellulare  der  Hflgl  fehlt;  die  mittlere  etwas  distal  nach  innen  gekrümmt;  untere  sehr  lang  und  leicht 
konkav  oder  gerade  die  Zelle  kurz  abschließend.  Aus  dem  Genus  sind  bisher  nur  drei  scharf  präzisierte 
Arten  bekannt,  die  ihrerseits  wieder  in  leicht  zu  erkennende  Inselrassen  zerfallen.  —  Ueber  die  Jugendstadien 
und  Lebensgewohnheiten  der  Falter  ist  nichts  publiziert. 

A.  Vflgl  mit  distal  etwas  gebogener  unterer  Discocellulare.  Androkonienbecken  mit  tiefschwarzen  Schuppen.  Vflgl 
nur  mit  kurzem  straffen  Haarpinsel  unter  dem  dritten  Medianast.  Zelle  der  Hflgl  mit  langem  dünnen  Haarpinsel. 

P.  schadenbergi  Semp.  $  oberseits  dunkelblau.  Vflgl  mit  einem  weißen  Halbmond  an  der  Costale  schaden - 
und  einer  weißen  Submarginallinie.  Unterseite  aller  Flügel  grauschwarz  mit  rotbraunen  Wellenbinden.  hrr<i'- 
Vflgl  mit  drei  distalen  Ozellen,  von  denen  die  hinteren  recht  undeutlich.  Hflgl  mit  einer  Kette  von  sechs  fast 
aneinanderhängenden  Augen,  und  einemmehr  nach  innen  gerückten  Apicalauge,  das  rötlichgelb  umzogen  ist. 

Vom  §  existieren  zwei  Formen,  eine,  die  Semper  abbildet,  mit  weißem  Analgebiet  der  Vflgl  und  gelblicher 
Distalregion  der  Hflgl,  die  nur  ganz  unbedeutend  schwarzbraun  umrandet  sind,  vermutlich  der  Trockenzeit¬ 
form  angehörig,  sowie  hebetatrix  Frühst.  (93  g)  vermutlich  in  der  Regenperiode  fliegend,  und  durch  grau-  hchciatri.v. 
braunen  Ird  der  Vflgl  und  die  ausgedehnte  braune  Umrahmung  der  Hflgl  differierend.  Auf  der  Unterseite 
wiederholen  sich  alle  weißen  Felder  der  Oberseite  und  auch  der  Discus  der  Hflgl  erscheint  ausgedehnt  rein 
weiß.  Durch  diesen  weißen  Discus  und  kleinere  Augen  ist  schadenbergi leicht  vom  lorquini-Q  zu  un- 


IX 


42 


330 


MYCALESLS.  Von  H.  Frfhstorfer. 


lorquini. 


obscurior. 

mindorana. 

mindana- 

emsis. 

bazilana. 

leucocjyne. 


caerulans. 


terscheiden.  Flugzeit  nach  Semper  Oktober,  Dezember  und  Januar.  Mindanao,  und  zwar  in  allen  Teilen 
der  großen  Insel. 

B.  Vflgl  mit  gerade  verlaufender  unterer  Discocellulare  und  kurzem  Haarpinsel  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianast. 

P.  lorquini  kommt  neben  schadenbergi  auf  Mindanao  vor  und  ist  sonst  noch  über  den  größten  Teil 
der  Philippinen  und  sogar  der  Nordmolukken  verbreitet.  $  oberseits  der  bazilana  (93  g)  sehr  ähnlich,  nur  bei 
der  Namenstype  lorquini  Flclr.  von  Luzon  etwas  dunkler  blau  mit  deutlicheren,  weißen  Subapicalflecken  und 
etwas  breiterer  weißer  Submarginallinie.  Vom  $  existieren  analog  dem  schadenbergi mehrere  Formen;  die 
typische  Form  ist  größer  als  jene  von  schadenbergi.  Vflgl  mit  rein  weißen,  breiteren  Subapical-,  jedoch  viel  schmä¬ 
leren  Medianbinden.  Beide  hängen  zusammen,  während  sie  bei  schadenbergi  weit  getrennt  stehen;  zwischen 
der  vorderen  und  mittleren  Mediane  erscheint  ein  weißer  Kreis,  der  schadenbergi  fehlt.  Hflgl :  Die  basale 
und  mediane  Region  gelblich  statt  weiß.  Die  bei  schadenbergi  fast  die  ganze  Discalpartie  ausfüllende  weiße 
Flügelfärbung  ist  bis  auf  wenige  submarginale  Ueberbleibsel  verschwunden  und  bis  nahe  an  den  Distalrand 
gedrängt.  Ozellen  größer,  heller  gelb  geringelt.  Unterseite:  Analog  der  Oberseite,  die  Weißfleckung  der 
Vflgl  in  der  Progression,  jene  der  Hflgl  in  der  Reduktion  begriffen.  Ozellenperipherie  heller  gelb, 
obscurior  Frühst,  zeigt  die  weißen  Partien  der  Hflgl  stark  reduziert.  Luzon,  Flugzeit  vom  Januar 
bis  April.  —  mindorana  Semp.  hat  die  Flügelform  mehr  wie  schadenbergi,  während  der  Sexualfleck  der  Vflgl 
die  Zugehörigkeit  zu  lorquini  andeutet.  Unterseite  mit  bläulich  silbernen  Zeichnungen  des  am  Außen¬ 
rand  der  Vflgl  nicht  wellig,  sondern  gerade  verlaufend,  Ozellen  der  Hflgl  aneinandergereiht.  Flugzeit  Februar. 
Mindoro.  —  mindanaensis  Frühst,  ist  habituell  der  lorquini  von  Luzon  überlegen,  das  unterseits  reicher 
schiefergrau  gezeichnet  und  die  vordersten  Ozellen  sind  größer.  Vflgl  des  ^  von  einer  breiten,  zusammenhängen¬ 
den  weißlichen  Binde  durchzogen,  Hflgl  ohne  costale  gelbliche  Aufhellung.  Flugzeit  Mai  bis  Oktober  und 
dann  wieder  Dezember  und  Januar.  Mindanao.  —  bazilana  Frühst.  (93  g  £  $  als  caerulans -§  bezeichnet) 
Hauptsächlich  durch  das  $  differenziert,  dessen  Medianbinde  der  Vflgl  ein-  bis  zweimal  unterbrochen  ist,  und 
die  Hflgl,  welche  eine  ausgedehnte  gelbliche  Peripherie  aller  Ozellen  der  Oberseite  aufweisen.  Insel  Bazilan, 
Februar  März  von  W.  Doherty  entdeckt.  —  leucogyne  Fldr.  ist  die  mir  in  natura  unbekannte  Rasse  von  Hal- 
maheira  der  Nordmolukken,  zu  der  sich  vielleicht  auf  den  Sangir-  und  Talaut-Inseln  noch  Uebergänge  auf¬ 
finden  lassen. 

P.  caerulans  Frühst,  ausgezeichnet  durch  einen  Büschel  langer  Haare  der  Vflgl,  sonst  -wie  lorquini- 
cL  Habituell  und  in  der  Schwanzform  die  Mitte  zwischen  schadenbergi  und  lorquini  haltend,  oberseits  heller 
blau  als  beide.  Die  weißen  submarginalen  Zacken  der  Vflgl  ähnlich  jenen  von  lorquini,  die  weißliche  Ante- 
marginallinie  der  Hflgl  fehlt.  Die  bei  schadenbergi  recht  deutliche,  bei  lorquini  fehlende  Analozelle  der  Hflgl- 
Oberseite  zu  einem  kleinen  Punkt  reduziert.  Die  Flügelunterseite  nähert  sich  durch  das  Fehlen  der  für  lorquini 
typischen  silbergrauen  Ozellenperipherie  mehr  schadenbergi.  Die  caerulans- Unterseite  ist  indessen  etwas 
farbenärmer  und  mit  kleineren  Hflgl-Ozellen  versehen  als  schadenbergi,  die  grauweißen  Zeichnungen  neigen  zum 
Verschwinden  und  gravitieren  dadurch  wieder  zu  lorquini.  Luzon. 


Gattung  Myealesis  Hbr. 

Die  Mycalesinen  figurieren  unter  den  seltenen  Gattungen,  die  Asien  und  Afrika  gemeinsam  bewohnen. 
Ihr  Verbreitungsgebiet  ist  demnach  ein  ganz  enormes.  Den  Löwenanteil  scheint  Afrika  zu  besitzen,  woher 
Aurivillius  aus  zwei  Gattungen  ( Mycalesis  und  Henotesia)  über  100  Species  aufzureihen  vermochte. 

Ueber  das  gesamte  indo-australische  Gebiet  verteilen  sich  etwa  90  Species,  von  denen  Kontinental- 
Indien  und  die  Papua-Region  fast  dieselbe  Artenzahl  gemeinsam  haben,  ein  Faktum,  das  in  der  orienta¬ 
lischen  Rhopalocerenwelt  wohl  einzig  dasteht  und  seine  Ursache  nur  darin  haben  kann,  daß  die  Mycalesis 
sich  in  zwei  Stammländern  entwickelten,  so  daß  wir  auch  zwei  Verbreitungszentren  annehmen  müssen,  von 
denen  der  Artenstrom  seinen  Ausgang  nahm. 

Außerhalb  dieser  Zentren  (Kontinental-Indien  und  Neu-Guinea)  nimmt  die  Artenzahl  selbst  in 
der  Aequatorialzone  verhältnismäßig  rasch  ab.  Im  makromalayischen  Gebiet  finden  sich  in  Sumatra  und 
Borneo  nur  noch  je  13  Arten,  auf  Java  sogar  nur  10  und  ebensoviel  auf  den  Philippinen.  China  ist  bereits 
ziemlich  arm,  das  Yangtsekiang-Tal  erreichen  etwa  10,  die  Liu-Kiu-Inseln  nur  zwei  Species  und  die  bekannten 
zwei  japanischen  Arten  dürften  längs  der  nordchinesischen  Küste  dorhin  gelangt  sein.  Celebes,  das,  wie  üblich, 
von  vier  Seiten  Zuzug  empfangen  hat  (Philippinen — Molukken — Flores  und  Javabrücke),  besitzt  noch  die 
stattliche  Zahl  von  12  Species,  während  wir  von  den  Molukken  nur  5 — 6  Arten  kennen.  Das  mikromalayische 
Inselgewirr  bewohnen  noch  etwa  fünf  Species,  ebensoviel  beherbergt  Nias.  Eine  Sonderstellung  nimmt  die 
siidindisch-ceylonesische  Subregion  ein,  mit  einer  relativ  großen  Zahl  endemischer  Arten,  die  sonst  nirgends 
Vorkommen,  ja  nicht  einmal  nahe  Verwandte  besitzen  (M.  occulatus  Marsh.,  adolphei  Guer.,  patnia  Moore). 
Süd-Indien  allein  bewohnen  8,  Ceylon  6  Species,  bis  zu  den  Andamanen  gehen  nur  noch  4 — 5,  auf  die  Niko- 
baren  nur  mehr  3  bis  vier  Arten.  Von  Engano  an  der  Südwestküste  von  Sumatra  ist  bisher  nur  eine  Art  be¬ 
kannt;  von  Banka  an  der  Nordostküste  von  Sumatra  deren  sechs.  Auch  östlich  von  Neu-Guinea  verliert  sich 
die  Artenzahl  sehr  rasch.  Im  Bismarck-Archipel  kommen  noch  9  Species  vor,  auf  den  Salomonen  etwa  4. 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruilstorfer. 


Die  östlichste  Grenze  ihrer  Verbreitung  finden  die  Mycalesis  auf  den  polynesischen  Inseln,  wo  nur  zwei 
Arten  leben  (perseus  F.  und  medus  F.),  die  sehr  wahrscheinlich  auf  passivem  Wege  nach  ihren  meerumspülten 
isolierten  Vorposten  gelangt  sind.  Ihre  Verschleppung  durch  den  Menschen,  Meeresströmungen,  den  Wind 
etc.  dürfte  umso  leichter  sein,  als  deren  grasfressende  Raupen  nicht  wählerisch  in  ihrer  Nahrung  sind. 

Im  allgemeinen  beobachten  wir  bei  den  Mycalesis,  neben  einigen  proletarischen  Arten,  die  ganz  Indo- 
Australien  bewohnen,  auffallend  viele  streng  lokalisierte  und  zum  Teile  sehr  seltene  Arten,  was  besonders  für 
Neu-Guinea  gilt,  dessen  Formenreichtum  ein  viel  mannigfaltigerer  ist,  als  auf  dem  gesamten  Kontinent  von 
Indien.  Dabei  bedeckt  Neu-Guinea  nicht  mehr  Oberfläche  als  etwa  Birma  mit  Tenasserim  und  Deut  sch¬ 
und  Britisch-Neu- Guinea  zusammen  sind  nicht  größer  als  Tonkin  und  die  nördlichen  Provinzen  Annams.  Aber 
während  wir  in  Tonkin  noch  etwa  10  der  Species  antreffen  wie  in  dem  14 — 15  Breitengrade  entfernten  Sikkim, 
besitzen  das  benachbarte  Deutsch-  und  Britisch-Neu-Guinea,  von  den  banalen  oder  australischen  Mycalesis 
abgesehen,  nur  drei  gemeinsame  Arten.  Das  gleichmäßige  feuchte  Klima  der  Aequatorialzone,  in  der  Neu- 
Guinea  liegt,  begünstigt  also  schon  auf  kurze  Distanzen  die  Artbildung.  Das  Klima  der  durch  lange 
Trockenperioden  charakterisierten  indischen  Subtropen  verhindert  die  Modifikation  der  Art,  so  daß 
erst  innerhalb  großer  Entfernungen  neue  Lokalrassen  entstehen  können.  Die  Art  bleibt  deshalb  umso 
konstanter,  je  mehr  sie  sich  den  Polen,  sie  wird  um  so  wandelbarer,  je  mehr  sie  sich  dem  Acquator  nähert. 

Alle  Mycalesis  halten  sich  mit  Vorliebe  im  niederen  Gebüsch  und  nahe  dem  Erdboden  auf,  den  sie  nur 
bei  zwei  Gelegenheiten  zu  höherem  Fluge  verlassen,  nämlich  während  des  Hochzeitsfluges  und  wenn  zwei 
eifersüchtige  Männchen  sich  begegnen  und  kämpfen. 

Die  häufigeren  Arten  lieben  offene,  grasige  Plätze,  besonders  auch  mit  Unkraut  durchsetzte  Kaffee¬ 
gärten,  die  selteneren  bevorzugen  den  Waldrand  oder  auch  das  feuchte  Waldinnere.  Nirgendwo  trifft  man  sie 
aber  in  Massenansammlungen,  wie  sie  bei  Papilioniden,  Pieriden  und  vielen  Nymphaliden  beobachtet  werden, 
sondern  die  übrigens  keineswegs  scheuen  Falter  huldigen  solitären  Neigungen.  —  Gelegentlich  werden  sie 
durch  Unreinlichkeiten  am  Wege  angelockt  oder  von  dem  roten  Betelspeichel,  den  die  Malaien  ausspucken, 
auch  Avohl  vom  zerkauten  Zuckerrohr,  das  die  Eingeborenen  fortwerfen.  In  Tonkin  trifft  man  sie  manchmal 
in  feuchten,  mit  gefallenem  Laube  überstreuten  Gräben  in  mäßiger  Anzahl  zusammensitzend.  Nähert  man  sich 
ihnen,  so  verstehen  sie  es,  sowohl  fliegend  als  auf  ihren  zarten  Beinchen  laufend,  davon  zu  huschen  und  unbe¬ 
merkt  zu  verschwinden. 

Mit  Ypthima  und  Neptis  zusammen  sind  Mycalesis  auch  an  regnerischen  Tagen  anzutreffen  und  bieten 
,,so  dem  sonst  enttäuschten  Sammler  Beschäftigung  und  Trost“.  Als  Flugzeit  bevorzugen  sie  die  frühen  Morgen- 
Avie  späten  Abendstunden,  Avenngleich  sie  sich  auch  tagsüber  herauswagen,  aber  dann  sich  immer  in  der  Nähe 
schattenspendender  Vegetation  aufhalten.  In  vertikaler  Verbreitung  begegnen  Avir  ihnen  ebensowohl  an  der 
Meeresküste  unter  den  Wedeln  der  Kokospalme,  Avie  hoch  oben  im  Gebirge  neben  den  Pinien  oder  zAvischen 
stachlichem  Rotang.  In  Java  bevölkert  Mycalesis  sudra  Fldr.  allenthalben  mit  niedriger  Vegetation  über- 
Avucherte  Rodungen  noch  auf  4000  Fuß  und  in  Celebes  fühlt  sich  erna  Frühst,  selbst  auf  5000  Fuß  Meereshöhe 
heimisch.  Neuerdings  wurde  Mycalesis  marginata  Smith  in  West-Sumatra  am  Vulkan  Singalang  auf  6000  Fuß 
Höhe  als  zu  den  dominierenden  Schmetterlingen  gehörig  gemeldet. 

Obwohl  die  Mycalesinen  vorAviegend  zu  hydrophilen  Gewohnheiten  neigen,  verschwinden  sie  nicht 
völlig  in  der  Trockenheit.  Namentlich  in  China  und  Kontinental-Indien  treten  fast  alle  Species  auch  in  den 
regenarmen  Monaten  auf  und  deren  hochdifferenzierte  Trockenformen  gaben  früheren  Autoren  Avillkommene 
Gelegenheit  zur  Schaffung  neuer  Arten. 

Wenngleich  die  Mycalesinenraupen  sich  ebenso  Avie  die  meisten  indischen  Satyridenlarven  von  Gräsern 
nähren  und  leicht  gezogen  und  beobachtet  werden  könnten,  liegt  deren  Lebensgeschichte  noch  fast  völlig  im 
Dunkeln,  de  Niceville  scheint  etwa  im  Jahre  1885  der  erste  Zuchtversuch  geglückt  zu  sein,  indem  er  71/ yca- 
lesis  visala  Moore  in  der  Trockenform  aus  dem  Ei  erlangte.  Erst  dem  findigen  Dr.  Martin  gelang  es,  Avährend 
der  15  Jahre  seines  Aufenthaltes  auf  Sumatra  fünf  Arten  Mycalesis  zu  züchten,  insbesondere  dadurch,  daß 
er  nach  einer  Anweisung  Nicevilles  „kräftige  Exemplare  einer  weichen  Grasart  im  voraus  in  ein  großes  Glas 
pflanzte,  in  das  später  lebendige  Weibchen  geworfen  wurden“.  Nach  Martin  hat  medus  weißlichgrüne,  kugel¬ 
förmige  Eier;  mineus  grünlichweiße  von  derselben  Gestalt;  janardana  weißgrüne  Eier,  die  einzeln  abgesetzt 
Averden.  anapita- Eier  sind  gelbliclnveiß  und  kleiner  als  die  übrigen,  jene  von  marginata  dunkelgelb.  Das  Ei 
von  visala  ist  nach  de  Niceville  fast  weiß,  hell  durchsichtig.  Die  junge  Rp  von  visala  blaßgrün,  der  Kopf 
scliAvarz  mit  zAvei  schwarzen  Hörnern,  die  Schwanzanhänge  sehr  klein. 

Die  erwachsene  Rp  Avird  1/4  Zoll  lang  und  erscheint  nach  der  letzten  Häutung  bleichrötlich  und  mit 
grünlichgelben  Pünktchen  besät.  Ueber  den  Rücken  zieht  eine  hellgrüne  Linie,  während  die  Seiten  sich  mit 
dunklen  Streifen  beziehen.  Die  Kopfhörner  und  ScliAvänze  vergrößern  sich.  Kopf  und  Hörner  bedecken 
dichte  rauhe  Knötchen.  Der  Kopf  Avircl  kurz  behaart  und  der  ganze  Körper  rauh  durch  einen  Besatz  kleiner 
Tuberkeln.  Die  am  Schwänze  aufgehängte  Puppe  von  hell  durchsichtig  grüner  Farbe,  deren  Thorax  koiiA'ex 
und  an  der  Basis  des  Abdomen  eingeschnürt. 

Nach  Martin  sitzen  die  Rpn  tagsüber  tief  unten  an  toten  Scheiden  und  Stielen,  niemals  auf  grünen 
Blättern  und  gehen  nur  nachts  zum  Fräße  nach  oben.  Die  Puppenrnhe  dauert  3  bis  10  Tage,  die  Falter  von  mi¬ 
neus  schlüpfen  zwischen  9  und  10  Uhr  vormittags  aus. 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


33  2 


Die  Rp  von  horsfieldi  Moore  akzeptiert  nur  seltene  Grasarten  vom  Waldrande,  ist  etwas  schlanker  als 
die  von  mineus  und  ledergelb.  Die  Rpn  von  janardana  Moore  sind  träge,  lassen  sich  bei  Berührung  sofort  fallen 
und  stellen  sich  tot,  sie  gleichen  gewissen  Blattschnecken  und  messen  ausgewachsen  35  mm;  der  Falter  er¬ 
scheint  nachmittags  zwischen  2  und  3  Uhr  nach  etwa  11  tägiger  Puppenruhe. 

Strukturell  liegt  der  unterscheidende  Charakter  der  Gattung  in  der  kurzen,  quer  abgeschnittenen 
Zelle  und  der  langen,  manchmal  schwach  nach  innen  gebogenen  hinteren  Discocellulare  der  Hflgl. 
Letztere  kann  wie  bei  den  Lethe  jenseits  der  Gabelung  von  der  vorderen  und  mittleren  Mediane  ( mnasicles )  oder 
diesseits  ( visala ),  also  basal  auslaufen,  oder  direkt  auf  die  Gabelung  zu  stoßen  {perseus),  doch  ist  dieses  Merkmal 
nur  von  nebensächlicher  Bedeutung.  Wichtiger  ist  die  Stellung  der  Subcostaläste  der  Vflgl,  nach  der  sich, 
analog  den  Afrikanern,  für  die  Asiaten  leicht  zwei  Subgenera  oder  Genera  je  nach  der  Bedeutung,  die  man  den 
betr.  Differenzen  beilegt,  absondern  lassen,  nämlich  Species  mit  zwei  vor  dem  Zellende  entspringenden  Aesten 
und  solche,  die  nur  eine  Abzweigung  ausstrahlen.  Von  den  afrikanischen  Verwandten  ( Mycalesis  s.  str.)  sind 
die  Asiaten  leicht  zu  trennen  durch  die  nach  innen  gebogene,  also  nicht  gerade  abgeschnittene  untere  Disco¬ 
cellulare  der  Vflgl  und  die  behaarten  Augen;  von  den  mit  ihnen  aber  sonst  fast  identischen  Henotesia,  mit 
denen  sie  die  behaarten  Augen  gemeinsam  haben,  nur  durch  die  längere  obere  Discocellulare  der  Hflgl. 

Ein  wichtiges  Merkmal  fast  aller  Mycalesinen  sind  die  namentlich  bei  den  Afrikanern  hochentwickelten 
sekundärsexuellen  Auszeichnungen,  die  Moore  zur  Aufstellung  von  22  Genera  verleiteten.  Doch  sind  gerade 
bei  den  asiatischen  Mycalesinen  diese  Organe  einer  besonders  weitgehenden  Variation  unterworfen  und  sie 
sind  äußeren  Einflüssen  gegenüber  so  subtil,  daß  sie  sogar  bei  den  Saisonformen  einer  Art  differieren  und  von 
Subspecies  zu  Subspecies  bei  den  einzelnen  Inselrassen  des  philippinischen  Archipels  sich  abstufen.  Dem  Chlor¬ 
bad  bei  der  Geäderpräparation  aber  halten  sowohl  die  Anclroconien  wie  die  Haarpinsel  Stand,  während  die 
nicht  modifizierten  Schuppen  spurlos  verschwinden.  Major  Manders  hat  konstatiert,  daß  die  gelben,  haarähn¬ 
lichen  Anhängsel  ( processus )  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  von  perseus  und  polydecta  unmittelbar  hinter  dem 
Ursprung  der  Subcostale  liegen  .  Sie  erheben  sich  zumeist  als  ein  Büschel  zwischen  den  Schuppen  der  Flügel 
und  gehen  nach  oben  und  auswärts  in  einer  fächerartigen  Manier  bis  zu  den  weiter  unten  beschriebenen  ovalen 
Depressionen.  Sie  sind  strukturlos,  aber  solid  (soweit  sich  dies  bei  einer  950faclien  Vergrößerung  erkennen 
läßt),  laufen  allmählich  in  eine  Spitze  aus  und  sind  wahrscheinlich  chitinös  in  ihrer  Zusammensetzung. 

Von  den  oben  erwähnten  ovalen  Eindrücken  lagert  der  eine  an  der  Submarginale  der  Vflgl-Unterseite, 
der  andere  gelegentlich  unterhalb,  aber  noch  häufiger  oberhalb  der  Subcosta  der  Hflgl-Oberseite.  Bei  perseus 
und  polydecta  sind  diese  Depressionen  schwarz  und  entstehen  aus  sehr  dicht  angehäuften  Schuppen  mit  gleich¬ 
mäßig  gerundeten  Enden.  Daß  alle  diese  löffelartigen  Gebilde  nur  Depressionen  der  Fliigeloberfläche  be¬ 
deuten,  geht  zur  Evidenz  daraus  hervor,  daß  diese  Schuppen  sich  nicht  zur  selben  Zeit  im  Focus  des  Mikro¬ 
skops  befinden.  Bei  einigen  perseus-  und  poZydecta-Exemplaren  irisieren  diese  Eindrücke  dunkel,  manche  sind 
von  tiefblauer,  andere  wieder  von  hellblauer  Farbe,  die  Intensivität  der  Farbe  wechselt,  je  nachdem  das  Licht  auf 
sie  fällt.  Die  Schuppen  zeigen  selbst  unter  der  Vergrößerung  nur  geringfügige  Streifung,  aber  in  allen  Fällen  sind 
die  Enden  gleichmäßig  gerundet.  Es  ist  nirgends  eine  Drüsenstruktur,  aber  es  ist  bemerkenswert,  daß  nur  die 
Enden  der  gelben  Haare  in  den  Depressionen  liegen.  In  der  Struktur  dieser  Anhängsel  befindet  sich  nichts, 
was  ihre  Funktionen  verraten  könnte,  ebensowenig  ist  anzunehmen,  daß  sie  als  Stridulationsorgane  dienen, 
denn  in  diesem  Falle  müßten  die  Schuppen  oder  haarähnlichen  Anhängsel  in  irgend  einer  Weise  gezähnt  sein, 
um  Laute  hervorzurufen,  aber  dies  ist  nicht  der  Fall. 

Zur  Gruppeneinteilung  wurden  in  unserer  Darstellung  die  sekundärsexuellen  Organe  verwendet,  weil 
sie  als  leicht  erkennbar  ein  bequemes  Hilfsmittel  zur  Bestimmung  darbieten,  während  Geäderdifferenzen  nur 
auf  umständlichere  Methode  zum  Ziele  führen.  Zudem  ist  gerade  bei  den  Culapa  die  Struktur  der  Hflgl  noch 
veränderlicher  als  bei  den  Lethe,  so  daß  eine  Verwertung  solcher  Charaktere  eher  Verwirrung  als  Ordnung 
stiften  könnte. 

Bei  einer  Artengruppe  ( Virapa )  wird  sogar  der  Stamm  der  Radiale  durch  das  Duftbecken  der  Hflgl  nach 
unten  gedrückt,  wodurch  ein  anscheinend  bedeutender  Differenzialcharakter  geboten  wäre,  wenn  er  nicht  bei 
den  $$  derselben  Species  wieder  verschwände.  Eine  weitere  Handhabe  bieten  die  Klammerorgane,  doch  reicht 
die  augenblicklich  zu  Gebote  stehende  Zeit  nicht  aus,  um  eine  eingehende  Untersuchung  durchzuführen.  Nach 
dem  vorliegenden  geringen  Material  ist  aber  anscheinend  eine  Absonderung  in  Artengrnppen  auf  Grund  der 
sehr  verschiedenartig  gestalteten  Valve  sehr  wold  denkbar.  Auch  der  Uncus  besitzt  ein  Charakteristikum,  das 
unter  den  Satyriden  kein  Analogon  findet,  seine  Spangen  sind  bei  einigen  Arten  länger  als  die  Uncusspitze, 
und  nicht  wie  bei  den  Satyrus  nach  oben,  sondern  nach  unten  gebogen.  Die  Valve  kann  eine  Ausdehnung  er¬ 
reichen  wie  bei  einigen  Yptlmna,  und  mehr  als  doppelt  so  lang  als  der  Uncus  sein,  mit  hoch  aufgekrümmter, 
hakenartiger  Spitze  (' mnasicles )  oder  kurz  und  medial  verdickt  bleiben  mit  feiner  Zähnelung  auf  ihren  Lamellen 
und  langen  Borsten  vor  der  chitinisierten  Spitze  {visala).  Auch  kann  der  Uncus  eine  abnorme  Ausdehnung 
erreichen  —  nadeldünn  sein  und  eine  kantige,  distal  verdickte  Valve  überragen  ( Lohora  Moore). 

Subgenus  Culapa  Moore. 

I  nter  diesem  April  1879  vergebenen  Namen  müssen  alle  indoaustralischen  Species  vereinigt  werden,  die  sich  von  den 
afrikanischen  Henotesia  nur  durch  die  längere  vordere  Discocellulare  der  Hflgl  unterscheiden,  a  ber  die  behaarten  Augen  und  die 
nach  innen  gebogene  untere  Discocellulare  der  Vflgl  mit  ihnen  gemeinsam  haben,  wodurch  sie  von  Mycalesis  mit  gerade  ab- 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


geschnittener  unterer  Discocellulare  der  Vflgl  und  behaarten  Augen  differenziert  sind.  Wie  bei  fJenolcuia  sind  im  Gegensatz 
zu  Orsolriaena  alle  drei  Stämme  der  Hauptadern  der  Vflgl  aufgeschwollen.  Vflgl  mit  zwei  vor  dem  Zellende  abstehenden  Sub- 
costalästen. 

I.  Gruppe.  Beide  Flügel  ohne  Geschlechtsauszeichnung. 

M.  inopia  Frühst.  (91  a).  Habituell  etwas  kleiner  als  malsarida  Butl.,  Grundfarbe  matt  schwarz,  ober-  inopia. 
seits  sonst  mit  malsarida  identisch.  Unterseite:  Etwas  lichter,  distal  reicher  graubraun  gesprenkelt.  Median¬ 
binde  der  Vflgl  meist  etwas  verkürzt,  aber  breiter.  Vflgl  mit  nur  zwei  anstatt  3 — 4  Apicalozellen  (ein  an  sich 
sehr  unwesentliches  Merkmal,  das  bei  den  $  und  $  von  inopia  jedoch  konstant  bleibt).  Analozellen  größer, 
deren  Peripherie  heller  ockerfarben.  Allen  Ozellen  fehlt  die  äußere  violettgraue  Umrandung,  die  wir  bei  mal¬ 
sarida  beobachten.  Hflglozellen  etwas  kleiner  und  daher  isolierter.  Submarginale,  innere  Binde  heller.  Alles 
übrige  identisch  mit  malsarida,  nur  fehlt  auf  der  Vflgl-Unterseite  und  der  Hflgl-Oberseite  jedwede  sekundäre 
Sexualauszeichnung.  Tonkin,  Than-Moi,  Juni  bis  Juli;  Chiem-Hoa,  August,  September. 

II.  Gruppe.  Vflgl  beiderseits  ohne  Geschlechtsauszeichnung. 

a)  Hinterflügel  mit  einem  Duftpinsel, 
a.  Hflgl  ohne  Androconienbecken. 

C.  sirius  F.  erscheint  in  Australien  in  zwei  Zeitformen,  von  denen  die  Trockenform  vermutlich  von  sirins. 
Fabrioius  bereits  als  zachseus  F.  beschrieben  wurde.  Die  Duftorgane  sind  außerordentlich  primitiv,  aber  im  zachacwt. 
Gegensatz  zu  der  ganz  einzig  dastehenden  inopia  Frühst,  doch  bereits  in  Anfängen  vorhanden.  Vflgl-Unterseite 
nur  mit  einem  grau  beschuppten  Analrand,  der  bis  an  die  Submarginale  reicht  und  nur  ganz  matt  glänzt. 

Oberhalb  der  Submarginale  nur  wenige  schwach  schimmernde  Schuppen.  Hflgl-Oberseite:  Costalsaum  düster, 
grau  beschuppt,  ohne  glänzendes  Speculum,  ohne  Schuppenpfanne  und  nur  mit  einem  dünnen  langen  Duft¬ 
pinsel  mit  schwärzlichen  Haaren.  Oberseite  matt  dunkel  ziegelrot,  mit  einer  Apical-  und  einer  Medianozelle 
der  Vflgl.  Hflgl  mit  drei  bis  vier  gelb  geringelten  Augenflecken.  Unterseite  wie  bei  canicula  Frühst.  (91  a) 
doch  mit  reicherer  Dekoration  an  hellrotbraunen  Längsbinden  aller  Flügel.  Im  nördlichen  Australien  von  Cape 
York  bis  Brisbane.  In  einer  Abart  auch  auf  den  Aru-  und  Key-Inseln,  doch  fehlen  mir  Exemplare  von  dort. 

- —  inanipa  Bsd.  (daidis  Heu).)  ist  die  Rasse  der  Südmolukken,  von  Amboina,  Ceram  und  Saparua  in  meiner  Samm-  manipa. 
lung,  kleiner,  dunkler  als  australische  Exemplare  mit  größeren  dunkler  rot  umringelten  Augen  der  Oberseite.  Den 
Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  fehlt  die  bleichgraue  Peripherie.  — canicula  Frühst.  (91  a)  aus  Buru,  wo  sie  häufig  canicula. 
zu  sein  scheint,  ist  kleiner,  bleicher  als  Ceram-Exemplare.  Apex  und  Distalsaum  der  Vflgl  breiter  schwarz.  0- 
zellen  zwischen  den  unteren  Medianen  größer,  heller  rot  geringelt.  Augen  der  Hflgl  prägnanter.  Unterseite: 

Heller  rotbraun.  Ozellen  mehr  orangefarben  als  graubraun  geringelt.  Die  rotbraune  vertikale  Medianbinde 
der  Vflgl  undeutlicher,  aber  geradliniger.  Medianbinde  der  Hflgl  stärker  gewellt.  Die  rotbraune  Subbasalbinde 
der  Hflgl  obsolet.  — antecanis  Frühst,  hält  in  der  Größe  etwa  die  Mitte  zwischen  canicula  und  manipa  und  unter-  untccanis. 
scheidet  sich  von  beiden  durch  den  dunkleren,  ausgedehnter  schwarz  bezogenen  Apicalteil  der  Vflgl-Oberseite.  Api- 
calozelle  der  Vflgl  fehlt  gänzlich.  Die  beiden  Analozellen  der  Hflgl  noch  undeutlicher  als  bei  manipa  und  nur  ganz 
schwach  schwarz  geringelt.  Unterseite:  lebhafter  rotbraun,  die  gelbliche  Antemarginalbinde  beider  Flügel 
prägnanter;  rotbraune  Mediane  der  Hflgl  schärfer  gezähnt,  distal  heller  begrenzt.  Alle  Ozellen  kleiner,  jene 
der  Hflgl  unter  sich  fast  gleich  groß.  Deutsch-Neu- Guinea,  Waigiu;  liebt  nach  einer  Angabe  von  Hagen  feuchte 
schattige  Bachufer  im  Walde.  Flugzeit  von  November  bis  Januar. 

M.  patnia  ist  zweifellos  die  zierlichste  der  bekannten  Culapa.  Das  Androconienbecken  der  Hflgl  enthält 
tiefschwarze  Schuppen.  Zwei  Subspecies,  die  bisher  ständig  als  „Species“  betrachtet  wurden,  trotzdem  sie  nur 
durch  leichte  Färbungsanomalien  differieren.  —  patnia  Moore  ist  nach  Manders  auf  Ceylon  gemein,  weit  patnia. 
verbreitet  und  steigt  zu  bedeutenden  Höhen  empor;  wurde  rings  um  Kandy  am  häufigsten  beobachtet. 

Die  Saisonformen  sind  streng  geschieden;  die  Regenzeitform  sehr  dunkel,  besonders  auf  der  Unterseite. 

Die  Unterseite  der  Vflgl  führt  das  Auge  der  Oberseite  mit  hellgelber  Peripherie,  die  von  der  rotbraungelben 
Grundfarbe  absticht.  Hflgl  mit  drei  kleinen  Ozellen.  Beide  Flügelpaare  in  der  Submarginalregion  mit  prächtig 
silberglänzenden  Ringen,  Längsbinden  und  feinen  Querstrichelchen  dekoriert.  —  junonia  Btlr.  differiert  nur  junonia. 
durch  eine  etwas  breitere  und  weiße  vordere  Umrahmung  der  Vflglozellen,  denen  der  basale  gelbliche  Anflug 
in  der  Zellgegend  fehlt  und  durch  graue  statt  rötlichgelbe  Gesamtfärbung  der  Unterseite  aller  Flügel.  Rp  auf 
Reis.  junonia  geht  in  Südindien  bis  zu  einer  Höhe  von  etwa  1000  m,  wo  sie  im  schweren  Wald  vom  April 
bis  Mai  anzutreffen  ist.  Von  den  Nilgeris  und  Mysore  bekannt  geht  sie  nordwärts  bis  zum  Kanaradistrikt.  In 
meiner  Sammlung  ist  sie  von  Karwar,  Oktober  gefangen,  vertreten. 

M.  marginata.  bisher  nur  aus  Sumatra  und  Borneo  bekannt,  darf  wohl  von  der  malayischen  Halbinsel 
noch  erwartet  werden,  umsomehr  als  sie  nur  in  Höhen  über  1000  m  vorkommt,  die  dort  noch  nicht  genügend 
erforscht  sind.  —  marginata  Moore  (91  d)  ist  auf  Sumatra  sowohl  im  Nordosten  wie  im  Südwesten  der  Insel  marginata. 
nirgends  selten  und  bewohnt  das  Gebirge  zwischen  1000  und  2000  m  Höhe.  Die  Eier  sind  dunkelgelb  und  etwas 
größer  als  jene  von  anapita  Moore.  Unterseite  gelbbraun  mit  rotbraunen  Längsbinden.  Vflgl  mit  kleiner 


334 


MYCALESIS.  Von  H.  Friihstorfer, 


Apicalpupille  und  größerer  schön  weiß  gekernter  Analozelle.  Hflgl  mit  drei  bis  vier  Augen,  von  denen  das 
pitana.  subanale  am  größten  erscheint.  —  pitana  Stgr.  präsentiert  sich  als  eine  melanotische  Rasse,  mit  so  breitem 
Distalsaum  der  Vflgl,  daß  die  schwarze  Medianozelle  von  demselben  überdeckt  wird  und  somit  verschAvindet. 
Basis  aller  Flügel  ausgedehnt  und  dunkelbraun  überflogen,  dagegen  fehlt  der  schwarze  Saum  am  Ird  der  Vflgl. 
Unterseite  mit  kompletteren  Ozellenreihen  auf  beiden  Flügeln.  Kina  Balu,  Nord-Borneo. 

anapita.  M.  anapita  Moore ,  aus  Sumatra  beschrieben,  auch  aus  Perak,  Banka,  Billiton  bekannt  und  von  Norcl- 

und  Südost-Borneo  in  meiner  Sammlung,  ist  et\A'as  kleiner  als  mnrginata ,  mit  deutlicher  weißgekernter  Median¬ 
ozelle  der  Vflgl  und  namentlich  beim  2  fehlendem  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl,  die  auch  oberseits  eine  Serie 
von  drei  bis  vier  Augen  tragen,  die  von  der  Costalgegend  an  bis  zum  Hintenvinkel  an  Größe  zunehmen.  Der 
schwarze  Saum  am  Ird  der  Vflgl  nicht  so  ausgedehnt  wie  bei  marginata.  Vflgl-Unterseite  mit  zwei  kleinen  Augen, 
Hflgl  mit  sieben  wenig  größeren  Ozellen.  In  der  Ebene  an  grasigen  Stellen  der  Wälder  und  an  Flußufern; 
nicht  höher  als  bis  zum  Fuße  der  Vorberge;  im  allgemeinen  viel  seltener  als  die  schwarzbraunen  Arten,  doch 
manchmal  lokal  etwas  häufiger.  Die  einzeln  abgelegten  Eier  sind  gelblich-Aveiß  und  kleiner  als  die  weißgrünen 
Eier  von  mineus,  horsfieldi  und  janardana.  Die  eben  ausgeschlüpften  Räupchen  sind  völlig  weiß,  besitzen  aber 
einen  schwarzen  Kopf.  Die  gewöhnlichen  Grasarten  nahmen  sie  nicht  an  und  mußten  ähnlich  Avie  die  Rpn 
von  horsfieldi  mit  einer  Auswahl  seltener  Gramineen  versehen  Averden,  in  welcher  sie  bald  zusagende  Kost 
fanden;  Bambus  und  mehrere  Schilfarten  verweigerten  sie  absolut.  Die  Rpn  fressen  auch  unter  Tags  und 
sind  nicht  so  träge  wie  janardana- Rpn.  Nach  der  3.  Häutung  vertauschen  sie  ihr  grünliches  Jugendkleid 
mit  einer  zarten  graurosa-Färbung  und  halten  sich  nunmehr  lieber  unten  an  den  Halmen  auf,  während  sie  vor¬ 
her  auch  oben  an  den  Blättern  saßen.  Die  erwachsene  Rp  32  mm  lang,  hat  einen  schwarzen,  mit  einigen  dunkel¬ 
gelben  Flecken  gesprenkelten,  sehr  fein  und  dicht  behaarten  Kopf;  die  Zacken  an  Kopf  und  After  sind  kurz 
und  stumpf,  auf  der  Rückseite  heller  als  auf  der  Bauchseite;  sie  trägt  eine  feine,  sctnvärzliche,  weißumrandete 
Dorsallinie  und  über  den  Beinen  eine  hellere  Laterallinie,  ZAvischen  beiden  einige  mehr  oder  minder  deutliche 
schwarze  Flecken.  Vor  der  Verpuppung,  zu  welcher  sich  die  Rpn  an  grünen,  am  liebsten  horizontal  stehenden 
Halmen  oder  Blättern  aufhängen,  geht  die  graurosa  Färbung  in  eine  grasgrüne  über.  Die  Puppe  ist  grün  mit 
spitziger  Thorax- Erhebung  und  einer  feinen,  braunroten,  weiß  abgesetzten  Linie  über  dem  inneren  Flügelrand ; 
einige  feine,  schwärzliche  Wellenlinien  gehen  quer  über  die  Flügel  und  symmetrische,  braunrote  Flecken  zieren 
die  im  Vergleich  mit  mineus  schlankere  und  spitzigere  Pp.  Nach  9  bis  10  Tagen  erscheint  Morgens  zwischen  9  und 
fucentia.  io  Uhr  der  Falter  (Martin).  — fucentia  subsj).  nov.  ist  die  Borneo-Rasse,  welche  analog  pitana  gleichfalls  eine 
melanotische  Tendenz  zur  Schau  trägt  durch  Verbreiterung  des  scliAvarzen  Außensaumes  aller,  insbesondere 
aber  der  Hflgl. 

> 

M.  ita  zählt  zu  den  interessantesten  bekannten  Species,  die  den  gesamten  Philippinenarchipel  beAvohnt 
0«.  und  je  nach  der  insularen  Heimat  verschiedenartig  gefärbte  Haarpinsel  und  Androconien  aufweist.  —  ita  Fldr., 
die  nördlichste  AbzAveigung  der  Gesamtart,  steht  der  jolana  (92  d)  sehr  nahe,  die  Vflgl  führen  aber  etAva  AA'ie 
patnia  Moore  eine  mediane  rotgelbe  Aufhellung  der  Vflgl  und  ein  submarginales  gelbliches  Feld  der  Hflgl. 
Unterseite  der  Vflgl  mit  bräunlich  bedecktem  Apicalgebiet,  sonst  hellgrau  Avie  die  Hflgl.  Vflgl  dann  noch  mit 
großem,  hellgelb  umrandeten  Analauge,  Hflgl  mit  einer  Kette  von  7  Augen,  deren  apicales  und  subanales  Avenig 
größer  als  die  übrigen  hervortreten.  Duftpinsel  schwarz,  die  Androconien  an  der  Submarginale  der  Vflgl- 
Unterseite  rotbraun.  Flugzeit  vom  April  bis  Juli,  dann  Avieder  November  bis  Februar.  Exemplare  im  Juli 
sinonia.  im  Gebirge  von  Luzon  gefangen,  sind  dunkler  als  solche  der  Niederung  von  Luzon.  —  sinonia  subsp.  nov.  erscheint 
habituell  größer  und  dunkler  als  die  Namenstype  von  Luzon.  Heimat  die  Insel  Mindoro.  Ein  $  von  Bataan 
in  der  Sammlung  Semper  steht  der  sinonia  nahe,  fällt  aber  auf  durch  größere  gelbe  Peripherie  des  Analauges 
tcatus.  der  Vflgl.  —  teatus  subsp.  nov.  stellt  die  am  weitesten  vom  Luzon-Typus  entfernte  Form  dar,  und  stammt  von 
der  kleinen  im  Süden  von  Panay  gelegenen  Insel  Guimaras,  wo  auch  eine  sehr  differenzierte  Culapa  tagala- Rasse 
auftritt.  Bei  ihr  ist  die  hintere  Hälfte  der  Hflgl- Oberseite  hellrötlich  statt  gelblich  gefärbt,  und  auch  die  Unter¬ 
seite  lichter  als  bei  ita.  Semper  zögerte  nur  wegen  des  Avenig  guten  Erhaltungszustandes  seiner  Exemplare  eine 
felderi.  neue  Art  auf  die  heute  besprochenen  Individuen  zu  basieren.  Bei  felderi  fit  Ir.,  die  mir  von  Bazilan  vorliegt, 
macht  sich  die  bei  den  Formen  der  Südphilippinen  fast  stets  übliche  Verdunklung  der  Oberfläche  aller  Flügel  deut¬ 
lich  bemerklich.  Die  Oberseite  wird  dunkelrotbraun  mit  undeutlicher,  brauner  Ozellenperipherie  und  geringer 
rötlicher  Aufhellung  der  Analpartie  der  Hflgl.  Unterseite  gleichfalls  mit  einer  Progression  des  kakaobraunen  Api- 
calanflugs.  Duftschuppen  dunkelgrau.  Flugzeit  vom  Juli  bis  November.  Mindanao  und  Siargao.  Von  Bazilan 
jolana.  aus  den  Monaten  Februar  und  März  in  meiner  Sammlung.  —  jolana  Frühst.  (92 d)  stellt  die  primitivste  ita-F orm 
dar.  Der  Schuppennapf  an  der  Submarginale  der  Vflgl-Unterseite  ist  kaum  zu  erkennen,  flach  und  mit  hell¬ 
grauen  Androconien  belegt  .  (J:  Oberseite  lichter  grau  als  bei  felderi  von  Bazilan,  Analozellen  der  Vflgl  von 
einem  proximal  breiteren  und  lichteren  Streifen  umgeben.  Ozellen  heller  rötlichgelb  geringelt.  Unterseite: 
Abgesehen  vom  schwärzlichen  Apicalteil  eigentümlich  fein  hellgrau,  ohne  jeden  gelblichen  Farbenton,  den  alle 
palawensis.  übrigen  ^«-Formen  aufweisen.  — palawensis  Frühst,  trägt  gelbliche  Duftpinsel  der  Hflgl  und  führt  rotbraune 
Androconien.  Die  Form  ist  auch  sonst  leicht  zu  separieren  durch  gleichmäßig  rotbraune  Basalfärbung  der 
Oberseite  der  <$<3  und  das  gleichartige  graubraune  Kolorit  der  $$,  die  eine  gelbliche  proximale  halbmond¬ 
förmige  Begrenzung  der  breit  gelb  umzogenen  Vf lglozelle  und  einen  gelbbraunen  Vorhof  der  Augenflecke  der 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


335 


Hflgl  zeigen.  Die  rotbraunen  Längsbinden  der  Unterseite  erscheinen  wesentlich  breiter  als  bei  den  anderen 
ito-Rassen  und  die  weißgraue  Distalpartie  der  Hflgl  kontrastiert  lebhaft  mit  der  dunkelgrauen  Basalhälfte  dei 
Hflgl.  Flugzeit  Januar,  von  Doherty  auf  Palawan  gesammelt. 

M.  itys  ersetzt  in  der  celebischen  Subregion  die  vorige  Art.  und.  ist  von  ita  leicht  zu  unterscheiden  durch 
rundlicheren  Flügelschnitt,  den  weiter  vorgeschrittenen  sexuellen  Dimorphismus,  die  mehr  an  anapita  ge¬ 
mahnende  Färbung  des  $  und  die  größere  Apicalozelle  der  Vflgl-Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern.  —  itys  itys. 
Fldr.  mit  einer  Vflgllänge  von  26  mm  ist  habituell  die  größte  bekannte  Unterart,  und  bewohnt  die  Minahassa. 

—  remulina  Frühst.  (91  d) ,  von  der  das  abgebildete  $  aus  dem  südlichen  Celebes  stammt,  differiert  remulina. 
unterseits  vom  durch  ausgedehntere  hellgelbe  Umgrenzung  der  relativ  schmalen  rotbraunen,  jenseits  der 
Zelle  leicht  geknieten  Längsbinde.  Die  Apicalozelle  der  Vflgl  führt  ein  kleineres  Nebenauge.  Die  <$<$  entfernen 
sich  von  itys- durch  die  geringere  Größe  (24  mm  Vflgllänge)  und  werden  von  etwas  breiteren  rotbraunen 
Längsstreifen  der  Unterseite  durchzogen.  Das  $  wurde  von  mir  im  März  am  Lompa  Battan  auf  etwa  1000  m  Höhe, 
vermutlich  dazu,  gehörige  $$  bei  Toli-Toli  in  der  Niederung  im  November  und  Dezember  gesammelt.  —  sulen-  sulensis. 
sis  Sm.  differiert  durch  lichter  rotbraune  Grundfarbe,  fast  unmerklich  gesäumten  Distalrand  der  Hflgl  und 
schärfer  abgesetzten  schwarzen  Apicalfleck  der  Vflgl  von  remulina..  Das  g  zeigt  nur  eine  deutliche  Subanal- 
ozelle  der  Hflgl- Oberseite,  die  Längsbinden  der  Unterseite  erscheinen  braunschwarz  und  die  Apicalozelle  der 
Vflgl  erheblich  kleiner.  Durch  Wallace’s  Sammler  Allen  auf  Sula  Mangoli  entdeckt. 

Mit  M.  terminus,  besser  bekannt  als  remulia,  beginnt  eine  formenreiche  Gruppe  australisch-molukkischer 
Arten  von  denen  besonders  terminus  zur  Lokalrassenbildung  neigt,  terminus  und  remulia,  früher  als  getrennte 
Species  aufgefaßt,  glaube  ich  als  Zweige  einer  Kollektivart  behandeln  zu  dürfen,  denn  remulia  hat  mit  terminus 
nicht  nur  dieselbe  Färbung,  sondern  besonders  auch  alle  sekundären  sexuellen  Merkmale  gemeinsam,  remulia 
läßt  sich  von  terminus,  abgesehen  von  einigen  unwesentlichen,  zum  Teile  sogar  individuellen  0  zellen  Verschieden¬ 
heiten,  nur  absondern  durch  die  gekrümmte  (anstatt  gerade)  rotbraune  Medianbinde  der  Vflgl-Unterseite, 
welche  distal  von  einer  breiteren  gelben  Zone  (dem  Vorhof  der  Ozellen)  umsäumt  wird,  hat  aber  anderseits 
mit  terminus  sogar  die  hellgelbliche  Grundfärbung  gemeinsam.  —  Alle  terminus-remulia- Formen  besitzen 
gemeinsam  che  Ausbildung  einer  breiten  schwarzen  Schuppenzone  am  unteren  Rande  des  Duftspecu- 
lums  der  Hflgl,  die  von  der  Flügelbasis  fast  bis  zum  Außenrande  reicht  und  bereits  von  Gramer 
deutlich  abgebildet  wurde.  An  der  Subcostalis  liegt  eine  flache,  grau  gefüllte  Pfanne,  die  ein  ungewöhnlich 
dünner  schwarzgrauer  Duftpinsel  völlig  überdeckt.  Die  Reibefläche  der  Vflgl-Unterseite  enthält  kein 
zentrales  Schuppenbecken,  ist  aber  nach  oben  von  einer  konkaven  Zone  schwarzgrauer  Schuppen  be¬ 
grenzt.  Die  terminus-remulia- Gruppe  hat  eine  natürliche  Fortsetzung  in  der  celebischen  Subregion,  wo 
sie  durch  itys  Fldr.  vertreten  ist,  während  wir  sie  auf  den  Philippinen  in  ita  Fldr.  und  deren  Rassen  und 
auf  Borneo  als  anapita  Moore  wiederfinden.  Die  westlichsten  Vorposten  gehen  bis  Ceylon  (put n  in  Moore)  und  Süd- 
Indien  (patnia  junonia  Btlr.),  während  von  Java  rmwZfa-Repräsentanten  bisher  nicht  bekannt  wurden.  Auf 
Celebes  hat  sich  die  remulia- Färbung  noch,  gut  erhalten,  auch  die  Hflgl-Duftmerkmale  bleiben  unverändert, 
dagegen  fehlt  dem  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  die  obere  schwarze  Schuppenbesäumung.  Bei  anapita  und 
einigen  ifa-Formen  verfärbt  sich  bereits  der  Duftbüschel,  der  gelb  wird,  und  als  Begleiterscheinung  ist  die 
Pfanne  des  Speculums  hellgrau  oder  gelblich,  statt  schwärzlich,  ausgefüllt,  anapita  und  marginata  Moore  tragen 
noch,  keinen  zentralen  Schuppennapf  in  der  Reibefläche  der  Vflgl-Unterseite,  der  bei  einer  ffa-Form  von  den 
Jolo-Inseln  schon  leicht  angedeutet,  bei  anderen  ffor-Rassen  jedoch  reichlich  mit  rotbraunen  Schuppen  aus- 
gefüllt,  ist  und  dadurch  sofort  in  die  Augen  fällt.  —  wakolo  Frühst.  (91  cl)  differiert  von  der  bekannten  remulia.  wakolo. 
durch  die  lichter  gelbe  Färbung  des  VflglDiscus  bei  beiden  Geschlechtern,  und  die  nur  geringe  grauschwarze  Be¬ 
schattung  der  Basalpartie  der  Oberseite  aller  Flügel.  Hflgl  des  $  hellrotbraun,  nach  außen  in  Gelb  übergehend,  mit 
hellockergelb  umringelten  Augen.  Unterseite  wie  bei  Icyllenion  (91  c),  aber  mit  hellgelblicher  Distalregion  aller  Flü¬ 
gel.  Name  nach  demWakolosee  im  Innern  der  Insel  Buru,  wo  die  Form  vom  März  bis  Oktober  häufig  ist.  Von 
remulia  im  besondern  differiert  wakolo  dann  noch  durch  folgendes :  Oberseite :  Der  gelbe  Fleck  in  der  Zelle  und  die 
Ozelle  zwischen  den  Medianen  kleiner  als  bei  remulia,  Ozellen  der  Hflgl  mit  kleinerem  schwarzen  Kern,  aber  ausge¬ 
dehnter  und  heller  gelblicher  Peripherie.  Unterseite:  Der  grauschwarze  Apicalbezug  der  Vflgl  und  die  ebenso  ge¬ 
färbte  Verbindung  der  Hflglozellen  fehlen.  Antemarginalbinde  beider  Flügel  lichter  gelb.  Alle  Ozellen  kleiner, 
heller  geringelt  und  proximal  ausgedehnter  und  fahler  gelb  begrenzt.  —  remulia  Cr.  ist  einer  der  häufigsten  remulia. 
Schmetterlinge  der  Südmolukken,  der  mit  jeder  Sendung  aus  Amboina  und  Saparua  zu  Hunderten  mitkommt. 

Auf  Ceram  ist  remulia  anscheinend  nicht  sehr  gemein  und  nach  Röber  soll  sie  auch  auf  Goram  Vorkommen, 
doch  ist  von  dort  vermutlich  eine  spezialisierte  Inselrasse  zu  erwarten.  Die  Unterschiede  von  der  Buru- Ab¬ 
zweigung  ergeben  sich  bereits  aus  der  Diagnose  der  wakolo.  —  Auf  Batjan  begegnen  wir  einer  weiteren  Form, 
pseudasophis  Frühst.*,  die  in  den  Sammlungen  fälschlicherweise  als  asophis  kursiert.  Hewitson  gibt  jedoch  als  pseydaso- 
Vaterland  seiner  asophis  (Exot.  Butterfl.,  III,  1862)  Mysole  an  und  bildet  (PL  4,  Fig.  20,  21)  ein  Exemplar  r,"s' 
ab  mit  zwei  Ozellen  der  Hflgl.  Die  Verwandten  der  Nord-Molukken  und  besonders  pseudasophis  tragen  aber 
stets  drei  Hflgl-Ozellen,  die  Exemplare  sind  größer  und  lebhafter  in  der  Färbung,  die  Ozellen  der  Hflgl  breiter 
rotbraun  geringelt  und  die  blauen  Apicalpunkte  prominenter.  — anteros  Frühst,  ist  der  Name  der  Halmaheira-  anieros. 
Form;  diese  differiert  von  pseudasophis  durch  die  größeren  $$  und  die  blässere  Gesamtfärbung.  Basis  der  Vflgl 


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MYCALESIS.  Von  H.  Frtthstoreer 


schwärzlich  statt  rötlich.  Analozellen  kleiner,  der  Vorhof  bleicher,  gerundeter,  obsoleter.  Unterseite:  Viel 
lichter,  die  distale  Zone  heller  grau;  die  Antemarginalregion  breiter  und  heller  gelb.  Halmaheira,  August,  Sep- 
tematensis.  tember.  —  Bei  ternatensis  Frühst.,  der  Ternate- Form,  schreitet  die  Aufhellung  noch  weiter  vor,  die  Basis  aller 
Flügel  wird  fast  grau,  der  Ozellenhof  fast  hellgelb,  die  Antemarginalzone  aller  Flügel  prägnanter.  Unterseite: 
Die  distale  Region  aller  Flügel  gelbgrau  anstatt  grau  violett.  Basis  hell  rotbraun.  Antemarginalzone  breiter, 
kyllenion.  lichter  gelbgrau.  Ternate.  —  kyllenion  Frühst.  (91c)  erinnert  in  der  dunklen  Färbung  der  Oberseite  mehr  an 
asophis  Hew.  als  an  terminus  F.  und  steht  am  nächsten  flngrans  Btlr.  von  Britisch-Neu- Guinea.  Der  gelbliche 
Hof  der  Vflglozelle  ist  jedoch  etwas  dunkler  als  bei  flagrans.  Unterseite:  Distalregion  aller  Flügel  reicher  violett, 
Basis  tiefer  braun,  die  gelbliche  Antemarginalzone  schmäler,  satter  im  Ton.  Die  distale  gelbliche  Begrenzung 
atropates.  der  rotbraunen  Medianbinde  schmäler,  dunkler.  Deutsch-Neu- Guinea.  —  atropates  Frühst.  Kleiner  als  kyllenion, 
die  gelbliche  Ozellenumrahmung  der  Vflgl  reduziert,  verdunkelt.  Der  Ozellenhof  proximal  gerundet,  nicht  scharf 
abgeschnitten  wie  bei  kyllenion.  Unterseite:  Antemarginallinien  aller  Flügel  stärker  gewellt,  die  angrenzende 
Zone  heller,  mehr  grauviolett.  Die  kleinen  Vflglozellen  prägnanter,  gleichartiger.  Die  Binde  innerhalb  der 
Ozellen  grauweiß  anstatt  gelblich.  Flügelbasis  heller  braun.  Dorey,  Hattam,  FIolländisch-Neu- Guinea,  Insel 
ternnnulus.  Mafor.  —  terminulus  Frühst.  Noch  etwas  kleiner  als  atropates.  Basis  der  Vflgl  rötlicher,  Ozellen  kleiner, 
deren  gelblicher  Vorhof  rundlicher.  Unterseite:  Wesentlich  dunkler  als  bei  Exemplaren  von  Holländisch- 
Neu-Guinea.  Die  Ozellen  kleiner,  deren  Umgebung  beiderseits  gleichmäßig  grauviolett,  so  daß  die  Submar- 
tlarjrans.  ginalbinde  sich  nicht  deutlich  abhebt.  Waigiu.  —  flagrans  Btlr.  von  Milne-Bai,  Britisch-Neu-Guinea, 
scheint  mehr  das  Produkt  einer  Gegend  mit  längerer  Trockenzeit  zu  sein,  denn  der  Discus  der  Vflgl-Oberseite 
und  die  Distalpartie  der  Hflgl-Unterseite  sind  wesentlich  heller  gelb,  resp.  grau  als  bei  kyllenion  Frühst,  von 
asophis.  Deutsch-Neu- Guinea.  —  asophis  Hew.  von  der  Insel  Mysole  ist  dagegen  eine  interessante,  auffallend  verdunkelte 
Form  mit  einfarbig  brauner  Oberseite  und  breit  rot  umringelten  Ozellen,  die  in  hellgrau  violettem  Gebiet  einge- 
pallens.  lagert  sind,  das  deutlich  kontrastiert  mit  der  braunschwarzen  Basalregion  aller  Flügel.  —  pallens  Obert.  mir  in 
natura  unbekannt,  bedeutet  nach  der  Diagnose  ihres  Autors  und  gemäß  ihrem  Namen  eine  albinotische  Ab¬ 
weichung;  auf  ein  $  basiert,  das  auf  beiden  Seiten  der  Analozelle  der  Vflgl  eine  weißliche  Aufhellung  zeigt.  — 
mathn.  matho  $m.  endlich  schließt  sich  wieder  kyllenion  an,  von  der  sie  oberseits  differiert  durch  einen  heller  gelben 
Vorhof  der  Vflglozelle  und  besonders  unterseits  durch  die  größeren  schwarzen  und  mehr  gleichartigen,  auch 
hellergelb  umringelten  Augen  der  Hflgl.  In  Neu-Pommern,  Lauenburg  und  Mecklenburg  nicht  selten  und  an¬ 
scheinend  sehr  veränderlich,  weil  Ribbe  die  Unterart  mit  drei  Namen  belegt,  so  daß  demnach  Exemplare  vorzu¬ 
kommen  scheinen,  die  mehr  der  remulia  von  den  Südmolukken  als  der  pseudasophis  von  Batjan  gleichen.  Noch 
terminus.  wahrscheinlicher  aber  handelt  es  sich  um  noch  nicht  ausgeschiedene  geographische  Rassen.  —  terminus  F. 

bewohnt  den  australischen  Kontinent.  Wir  bilden  (91  d)  einen  der  nassen  Periode  ab.  Doch  ist  auch  eine 
Intermediatform  bekannt,  und  in  meiner  Sammlung  eine  ausgesprochene  Trockenzeitform  vertreten  mit  bereits 
oberseits  verkleinerten  Augen  der  Hflgl,  die  unterseits  in  einem  gleichmäßig  hellbraunen  Felde  stehen  und  beson¬ 
ders  auf  den  Vflgl  kaum  noch  als  kleine  Punkte  angedeutet  sind,  so  daß  auf  den  Vflgl  die  oberseits  mäßig 
große  Analozelle  kaum  noch  zu  erkennen  ist.  Häufig  in  Queensland.  Ueber  die  Lebensweise  ist  nichts  be¬ 
kannt,  als  daß  Hagen,  der  die  Art  als  aethiops.  Btlr.  aufzählt,  bemerkt  :  „Sehr  häufig  im  schattigen  Wald  im 
November,  Dezember  und  April“. 

M.  phidon  ist  eine  weitere  papuanische  Species  mit  primitiven  Sexualorganen.  Vflgl-Unterseite 
mit  kurzer  Reibefläche,  die  etwas  über  die  Submarginale  hinausgeht,  vor  der  Medianbinde  aufhört,  mäßig 
glänzt  und  kein  zentrales  Becken  enthält.  Hflgl  mit  glänzendem  Costalfeld  und  einem  länglichen  und 
spitzen  Androconienbecken,  das  mit  hellgrauen  Schuppen  gefüllt  ist  und  von  einem  Büschel  grauer  Haare 
bedeckt  wird.  Die  Ränder  des  Beckens  matt  glänzend.  —  Drei  Lokalrassen  lassen  sich  unterscheiden : 
phido».  phidon  Hew.  Aru  und  Waigiu  differiert  von  der  abgebildeten  phidonides  durch  rotgelbe  Unterseite 
phidonides.  aller  Flügel  und  kleinere  Ozellen  der  Hflgl.  —  phidonides  Frühst.  (91  a).  Größer  als  phidon  von  Aru;  die  bei 
phidon  fehlende  Apicalozelle  der  Vflgl-Oberseite  sehr  deutlich.  Ozellen  der  Hflgl  prägnanter.  Die  schwarzen 
Antemarginallinien  auf  allen  Flügeln  gleichmäßiger  verlaufend.  Unterseite  dunkler  als  bei  phidon.  Die  braune, 
proximal  von  den  Ozellen  verlaufende  Binde  weniger  scharf  abgesetzt,  heller  rotbraun  und  mehr  mit  der  Grund¬ 
färbung  verschmelzend.  Der  schwarze  Kern  der  Analozelle  der  Vflgl  kleiner,  der  peripherische  Ozellenring 
größer.  Ozellen  der  Hflgl  nach  innen  rotbraun  anstatt  weißlich  begrenzt.  Deutsch-Neu- Guinea.  Gemein  bei 
Stefansort  und  Simbang.  Flugzeit  Januar,  April  bis  August,  dann  wieder  November.  Von  Doherty  auch  im 
September  in  der  Humboldt-Bai,  Holl.  Neu-Guinea,  gefangen  und  von  Oberthür  aus  Sorong  gemeldet.  Im 
Dresdener  Museum  befinden  sich  Exemplare  von  Korido  auf  Mysore  die  wohl  subspezifisch  differieren  werden. 

-  xanthias  Sm.  (=  obscura  Fm.)  muß  als  eine  hervorragend  differenzierte  Inselrasse  bezeichnet  werden,  mit 
sehr  großem,  dunkelgelb  umzogenem  Analauge  der  Vflgl  und  schön  dunkelgelben  Submarginallinien  und  deut¬ 
lich  ebenso  geringelten  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite.  Die  Unterseite  nicht  wesentlich  von  jener  der  phidonides 
abweichend.  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg. 

messend.  M.  messena  Hew.  (91b)  ist  eine  aparte,  nur  den  Nordmolukken  eigentümliche  Species.  Die  Unter¬ 

seite  differiert  von  der  Oberseite  durch  die  dunkler  rotbraune  Grundfarbe,  eine  breite  gelbe  Submarginalbinde  und 
beim  <§  prächtig  violetten,  beim  $  blaßgelben  Längsstreifen  jenseits  der  Zelle  aller  Flügel.  Alle  Ozellen  unten 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


337 


breit  gelb  umrändert,  blauweiß  gekernt.  Sexualorgane  ziemlich  einfach.  Vflgl-Unterseite  ohne  Schuppen¬ 
becken.  Hflgl  mit  kleinem,  braun  gefülltem  Androconiennapf  und  einem  kurzen,  rundlichen  schwarzen 
Duftschuppenfleck  am  unteren  Rande  des  Speculums  sowie  einem  kurzen,  dünnen,  graubraunen  Haarpinsel, 
der  eine  Lage  schwarzgrauer  Schuppen  proximal  des  rundlichen  tiefschwarzen  distalen  Fleckes  überdeckt. 
Halmaheira,  Batjan,  in  Koll.  Fruhstorfer;  Morty,  Ternate  nach  Angaben  von  Moore. 

M.  mahadeva,  bisher  nur  von  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  und  da  nur  von  der  Nordküste  be¬ 
kannt,  wo  sie  in  zwei  Ortsrassen  vorkommt,  fulviana  Sm.  (91c),  die  unterseits  hellere  Form  von  Kaiser  Wilhelms-  fulviuna. 
land,  wo  sie  nach  Hagen  im  schattigen  Wald  vom  April  bis  Juli  fliegt.  Die  Unterseite  ist  auf  der  Abbildung  zu 
grau  ausgefallen  .  In  der  Tat  ist  sie  vorherrschend  gelblich  meliert.  Die  Oberseite  gleicht  jener  von  messend,  nur 
tritt  auf  den  Vflgl  ein  medianes  schwarzes  Auge  deutlich  hervor.  $  lichter  gelblich  und  größer  als  der  S  mit 
zurückgebildeter  Distalumrahmung  der  Vflgl  stets  einem  analen  Nebenauge  und  2 — 3  Medianozellen.  - 
mahadeva  Bsd.  (=  comes  Sm.)  hegt  mir  von  Dorey  und  Kapaur  vor,  außerdem  hat  sie  Doherty  auch  in  der  mahadeva 
Humboldt-Bai  gefangen.  Beide  Geschlechter  mehr  gleichartig  und  fahler  rotbraun  abgetönt,  schwarzer  Distal¬ 
saum  der  Vflgl  mehr  eingeengt.  Analozelle  der  Hflgl  kleiner  als  bei  julviana.  Unterseite  vorherrschend  grau 
mit  deutlich  violettem  Schimmer.  Binden  breiter  rotbraun.  Beiden  Schwesterrassen  gemeinsam  ist  eine  breite, 
glänzende,  nach  oben  von  schwarzen  Schuppen  begrenzte  Reibefläche  (ohne  zentralen  Kern)  der  Vflgl-Unterseite. 

Das  Speculum  der  Hflgl  ist  nach  unten  von  einer  sehr  breiten  Lage  von  tiefschwarzen  glänzenden  Schuppen  um¬ 
geben.  Des  weiteren  enthält  das  Speculum  eine  flache,  grau  gefüllte  Pfanne,  welche  der  Duftpinsel  mit  seinen 
langen  braunen  Haaren  bedeckt. 

M.  arabella  Frühst.  (91  c).  Diese  zierliche  Art  erinnert  in  der  Verteilung  des  breiten  subapicalen  arabella. 
schwarzen  Fleckes  der  Vflgl  etwas  an  tilmara  Frühst,  von  Sangir,  in  der  Größe  an  oroatis  Hew.  von  Java,  in  der 
rotbraunen  Grundfärbung  der  Vflglbasis  und  der  Hflgl  an  messene  Hew.,  schließt  sich  aber  unterseits  eng  an 
evara  Frühst,  und  cocodaemon  Kirsch  an.  Die  Vflgl  tragen  einen  breiten  dreieckigen  schwarzen  Apicalfleck,  der 
noch  den  Apex  der  Zelle  überdeckt,  auch  der  Costalrand  ist  breit  braunschwarz  gesäumt.  Die  Hflgl  zeigen 
zwei  distinkte,  dünne  schwarze  Antemarginallinien,  die  den  ganzen  Flügel  durchziehen,  während  eine  dritte 
proximale  rotbraune  Linie  gegen  den  Analwinkel  zu  bei  einem  Exemplar  bereits  zu  verschwinden  beginnt.  Zwi¬ 
schen  Mediane  2  und  Mediane  3  eine  kleine  schwarze  Punktozelle.  Unterseite  :  Dunkel  grauviolett  mit  zwei  rot¬ 
braunen,  wie  bei  evara  Frühst,  verteilten  Binden,  von  denen  die  subbasale  mäßig,  die  distale  sehr  breit  angelegt  ist. 

Die  zwei  Ozellen  der  Vflgl  größer  als  bei  evara.  die  Hflgl  mit  sechs  Ozellen,  von  denen  die  subanale  wiederum 
die  größte  ist,  während  die  übrigen  noch  etwas  kleiner  als  bei  evara  aussehen  und  völlig  isoliert  stehen.  Von  den 
zwei  schwarzen  Antemarginallinien  ist  die  innere  weniger  stark  gewellt  als  die  damit  korrespondierende  bei 
evara.  Der  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  bleibt  nackt  wie  bei  duponcheli.  Das  Speculum  der  Hflgl  zeigt 
nur  eine  kleine  Einsenkung  mit  gelben  Schuppen,  die  nach  unten  von  keinem  Androconienbesatz  umgeben  oder 
verbrämt  ist.  Der  übliche  Duftbüschel  lichtgelb.  Waigiu,  sehr  selten,  nur  SS  in  der  Sammlung  Fruhstorfer 
bekannt. 

M.  discobolus  Frühst.,  (91c)  S-  Vflgllänge  24 — 27  mm.  Eine  der  prägnantesten  Arten,  auffallend  durch  discobolus. 
den  spitzen  Flügelschnitt  und  die  hochentwickelten  sekundären  Geschlechtsmerkmale.  Die  Duftschuppen  der 
Hflgl  schließen  sich  nämlich  zu  einem  kompletten  Ring  zusammen,  der  sich  nach  unten  stark  verbreitert  und  ein 
weißes  ovales  Feld  umschließt,  das  der  übliche  Haarpinsel  überdeckt.  Der  Haarpinsel  ist  wurzelwärts 
schwärzlich,  oben  gelblich.  Die  Flügelzeichnung  ist  einfach  schwarz  mit  breiten  rotgelben  Längsbinden.  Die 
Vflgl  zeigen  eine  subapicale  und  eine  intermediane  kleine  Ozelle,  die  Hflgl  eine  ebensolche  zwischen 
der  mittleren  und  unteren  Mediane.  Unterseite :  Gelblicher  Basalfleck  mit  einem  Gewirr  von  rotbraunen  Ringen 
und  scharf  abgesetzter  rotbrauner  Medianbinde,  welche  distal  von  einer  bleichvioletten  Zone  begrenzt  wird. 

Auf  den  Vflgl  machen  sich  zwei  kleine,  auf  den  Hflgl  sechs  schwarze  internervale  Pünktchen  bemerklich.  Im 
großen  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  lagert  ein  kleiner  schwarzer  Duftfleck,  in  Größe  und  Gestalt  wie  bei 
perseus  F.  Aroa-Fluß,  Britisch-Neu-Guinea  und  Hattam,  Arfak-Gebiet,  Holl.  Neu-Guinea.  Die  Unterseite  von 
discobolus  hat  Trockenformcharakter  und  steht  infolge  ihrer  nur  punktgroßen  Ozellen  ganz  isoliert  in  der  Reihe 
der  papuanischen  Mycalesis. 

M.  barbara  Sm.  (92  e),  ist  eine  weitere  aparte  Species.  Oberseite  schwarz  mit  orangefarbener  rela-  barbara. 
tiv  breiter  Medianbinde  auf  allen  Flügeln.  Unterseite  etwas  an  shiva  Bsd.  erinnernd,  jedoch  heller  grau. 
Deutsch-Neu- Guinea  (nur  2  SS  in  Koll.  Fruhstorfer)  aus  Friedrich  Wilhelmshafen,  bisher  nur  vom  Sattelberg 
bekannt,  wo  sie  im  Dezember  bis  Januar  fliegt.  —  mea  Rothsch.  ist  eine  melanotische  Lokalrasse  aus  Britisch- 
Neu-Guinea  vom  oberen  Aroa-River,  wo  sie  in  Anzahl  gefangen  wurde.  Medianbinde  stark  reduziert.  Neben 
ihr  fliegt  eine  Nymphalide  Messaras  satyrina,  mimica  Rothsch.,  von  täuschender  Aehnlichkeit,  eine  Form,  die 
dort  Messaras  satyrina  felderi  Kirsch  von  Holl.  Neu-Guinea  ersetzt. 

M.  valeria  Sm.  Eine  reizende  Species.  S ■  Vflgl  schwarz,  Medianteil  der  Hflgl  rein  weiß.  Unter-  valeria. 
Seite  mit  weißer  Mittelbinde  auf  allen  Flügeln,  die  sich  beim  $  stark  erweitert  und  oberseits  auch  auf  den  Vflgl 
zu  Tage  tritt.  Milne-Bai,  Britisch-Neu-Guinea,  sehr  selten. 


IX 


43 


338 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


valeriana.  M.  Valeriana  Sm.  Eine  kleine  Species,  die  entfernt  an  minois  Hew.  von  Timor  erinnert  und  ober- 

seits  durch  eine  noch  breitere  ockerfarbene  Binde  an  barbara  Sm.  Britisch-Neu- Guinea,  Kapa-Kapa,  sehr 
selten,  mir  ebenso  wie  die  vorige  in  natura  unbekannt. 

bilineata.  M.  bilineata  Frühst.  (92e),  Vflgllänge  20  mm.  Diese  zierliche  Art  hat  unterseits  eine  große  Aehn- 

lichkeit  mit  bizonata  Sm.  (Rhop.  Exot.,  Myc.,  III,  Fig.  4 — 5,  §,  nec  S>  auf  der  Tafel  als  remulina  Sm. 

bezeichnet),  entfernt  sich  aber  von  bizonata  durch  die  einfachere  und  schärfer  abgesetzte  Färbung  der  Flügel- 

Oberseite.  Die  Basalhälfte  der  Flügel  erscheint  hellgelblich,  die  distale  Partie  gleichmäßig  breit  schwarz. 
Die  distale  schwarze  Flügelbesäumung  ist  nach  innen  ganzrandig,  nicht  eingekerbt  wie  bei  bizonata,  die  von  der 
Unterseite  durchschlagenden  Ozellen  sind  kaum  zu  erkennen.  Der  bei  bizonata  braunschwarz  gefärbte  Costal- 
rand  bleibt  bei  bilineata  gleichfalls  hellgelb.  Unterseite :  Vflgl  auch  am  Costalsaum  gleichmäßig  einfarbig  hell 
gelbbraun  anstatt  mit  rotbrauner  Einfassung  wie  bei  bizonata.  Hflgl  mit  sechs  anstatt  fünf  Ozellen.  Die 

schwarze  Antemarginallinie  näher  dem  Distalrande.  Basis  der  Hflgl  gelb  anstatt  grau.  Milne-Bai,  1  $. 

bizonata.  M.  bizonata  Sm.  Eine  ziemlich  isoliert  stehende  Species,  zu  der  neuerdings  durch  bilineata  Frühst. 

eine  konvergente  Species  aufgefunden  wurde.  Mit  remulina  Frühst,  aus  Nord-Celebes,  womit  sie  Smith  in  Bezieh¬ 
ung  brachte  (die  als  Lokalrasse  der  itysFldr.  zu  gelten  hat),  steht  bizonata  in  keinem  weiteren  Affinitätsverhält¬ 
nis,  als  daß  ein  Zufall  in  Grose-Smith  die  Idee  reifen  ließ,  eine  kleine  gelbrote  Mycalesis  (wegen  ihrer  übrigens  nur 
sehr  entfernten  Aehnlichkeit)  remulina  zu  taufen;  ein  Name,  der  fünf  Jahre  früher  (Berl.  Ent.  Zeit.,  1897,  S.  118) 
bereits  vergeben  war.  Beide  Flügel  mit  breitem  schwarzem  Distalsaum  und  je  einem  medianen  weißgekernten 
Auge.  Unterseite  mit  gelber  Basal-  u.  violetter  Distalregion  und  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit  vier  Ozellen.  Mil¬ 
ne-Bai,  Britisch-Neu-Guinea. 

M.  duponcheli.  Zur  duponcheli- Gruppe  zählen  die  prächtigsten  Arten  und  Formen  des  Papua- 
Gebietes,  trotzdem  fanden  sie  bisher  nur  wenig  Beachtung.  Die  hierher  gehörigen  Formen  lassen  sich  leicht 
erkennen  durch  das  helle,  leuchtende  Gelb  der  Hflgl-Unterseite,  das  von  einer  prächtigen  rotbraunen  Binde 
durchzogen  wird.  Auch  die  Hflgl-Oberseite  erscheint  breit  orangegelb  gesäumt  und  findet  die  gelbe  Region 
manchmal  auch  ihre  Fortsetzung  im  Analwinkel  der  Vflgl.  Die  Duft- Apparate  der  duponcheli- Reihe  sind  sehr 
einfach,  die  Submarginale  der  Vflgl-Oberseite  trägt  gar  keine  Auszeichnung.  Der  Reibefleck  der  Unterseite 
ist  ungewöhnlich  groß,  lebhaft  glänzend  und  reicht  bis  an  die  Zelle;  er  zwingt  sogar  die  Submarginalbinden 
im  Analwinkel  zu  einer  distalen  Ausbiegung,  birgt  aber  keinerlei  zentrale  Schuppenanhäufungen.  Die  Hflgl 
tragen  einen  ziemlich  großen  Duftspiegel,  in  welchem  sich  ein  schmales,  mit  gelblichen  Schuppen  ausgefüll¬ 
tes  Grübchen  und  neben  diesem  der  übliche  gelbliche  Duftpinsel  befinden.  Wir  kennen  folgende  Abzweigungen: 
maforica.  maforica  Frühst.  Diese  differiert  von  duponcheli  Quer,  aus  Dorey  in  folgender  Weise :  Oberseite :  Grund¬ 
farbe  heller  braun.  Die  orangefarbene  Submarginalbinde  der  Hflgl  schmäler,  die  von  ihr  umschlossenen  Ozellen 
größer,  die  schwarzen  Marginalbinden  erheblich  breiter.  Unterseite:  Alle  Ozellen,  namentlich  der  Vflgl,  sehr 
viel  größer  und  dementsprechend  mit  breiteren  gelbbraunen  Ringen,  die  auf  dem  Hflgl  zu  einer  Binde  zu¬ 
sammenfließen.  $  kleiner,  lichter  und  matter  gelb,  Submarginalbinde  der  Hflgl  prägnanter,  die  Ozellenringe 
ausgedehnter  braun  und  deshalb  zusammenschmelzend.  Die  rotbraune  Medianbinde  der  Hflgl  steiler,  gerader 
verlaufend,  die  Submarginalregion  dunkler  gelb.  Insel  Mafor  oder  Mefor  in  der  Geelvink-Bai  (Doherty).  — 
roonia.  roonia  Frühst.  Der  Satellitinsel-Charakter  dieser  Form  ist  noch  deutlicher  ausgeprägt  als  bei  maforica. 
Das  Gelb  der  Oberseite  aller  Flügel  reduziert,  dunkler.’  Unterseite:  Die  rotbraune  Medianbinde  aller 
Flügel  ist  breiter  als  bei  maforica.  Insel  Roon,  Geelvink-Bai,  Holländisch-Neu-Guinea,  (Doherty).  — 
kapaura.  kapaura  Frühst.,  Gestalt  kleiner,  Grundfarbe  tiefer  schwarz.  Alle  Ozellen  erheblich  reduziert,  die  gelbe 
Färbung  beider  Flügel  lichter  und  schmäler  als  bei  duponcheli.  Unterseite:  Die  Vflgl  fast  ebenso  dunkel 
braungrau  wie  bei  mineus  Stgr.,  die  distale  Region  violett  anstatt  gelb  und  die  rotbraunen  Medianbinden 
dunkler  und  prononzierter  als  bei  duponcheli.  Kapaur,  Südwesten  von  Holländisch-Neu-Guinea  (Do- 
umbonia.  herty).  —  uiribotiia  Frühst.  (91  b,  c  S  $)  S-  Das  anale  Gelb  der  Vflgl-Oberseite  fast  verschwunden, 
nur  noch  bei  einigen  Exemplaren  angedeutet.  Hflgl:  Die  Ozellen  beginnen  gleichfalls  zu  obliterieren, 
die  schwarzen  Submarginallinien  fließen  nicht  mehr  zusammen,  das  anale  Gelb  wird  dunkler,  fast  rot¬ 
braun.  Unterseite:  Die  Basalregion  aller  Flügel  mehr  braun  als  gelb,  so  daß  sich  die  rotbraunen  Medianbinden 
proximal  nicht  mehr  so  scharf  abheben.  Die  Irisringe  der  Ozellen  eng  aneinandergeschmiegt,  ohne  jedoch 
(zwischen  den  Medianen)  paarweise  zu  verschmelzen  wie  boi  maforica.  $:  Das  anale  Gelb  der  Hflgl  beginnt 
sich  zu  verdüstern  und  in  die  braune  Basalfärbung  überzugehen,  während  bei  den  übrigen  duponcheli- Rassen  das 
eudoxia.  basale  Braunschwarz  distal  scharf  abgegrenzt  bleibt.  —  eudoxia  Frühst.  Auf  den  Vflgl  ist  das  anale  Gelb  völ¬ 
lig  verschwunden  und  auf  den  Hflgl  beobachten  wir  nur  mehr  eine  deutliche  schwarze  Ozelle.  Auch  die  dritte, 
innere,  schwarze  Submarginalbinde  obliteriert  bereits  in  der  Flügelmitte.  Unterseite:  Die  proximale  Flügelhälfte 
lichtgelb  wie  bei  dorycus,  die  distale  (Submarginalregion)  stark  verdunkelt,  insbesonders  ist  die  so  prononzierte 
weißlich  violette,  matt  glänzende  Binde  innerhalb  der  Ozellen  verschwunden.  Die  rotbraune  Medianbinde  der 
Hflgl  ist  in  der  Mitte  etwas  nach  außen  gekrümmt  und  analwärts  schmäler  als  bei  umbonia.  3  SS  von  Fergusson, 
duponcheli.  2  SS  von  Kiriwina,  Entrecasteaux-  und  Trobriand-Inselgruppe.  —  duponcheli  Guer.,  aus  dem  Nordwesten  von 
Holländisch-Neu-Guinea  beschrieben  und  von  Sorong  sowie  Dorey  in  meiner  Sammlung,  differiert  von  der  ab¬ 
gebildeten  umbonia  Frühst.  (91  b,  c)  durch  einen  dreieckigen  bis  zur  Flügelmitte  hinziehenden  orangefarbenen 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


339 


Fleck,  der  breiter  erscheint  und  dunkler  gefärbt  ist  als  bei  kapaura  Frühst,  und  msiforica  Frühst.  Die  Distal¬ 
region  der  Hflgl  des  $  oberseits  ausgedehnter,  aber  dunkler  rotbraun  überhaucht  als  bei  maforica-Q.  $  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  mit  erheblich  aufgehellter  Außenpartie,  die  distale  Begrenzung  der  breiten  braunroten  Median¬ 
binde  nahezu  weiß. 

M.  eminens  scheint  duponcheli  in  Deutsch-Neu-Guinea  zu  ersetzen,  ist  jedoch  eine  gute  Art,  die  auch 
ins  westpapuanische  Gebiet  übergeht.  —  Zwei  Ortsrassen:  eminens  Stgr.,  aus  allen  Teilen  von  Kaiser  Wil-  eminens. 
helmsland  bekannt  —  anscheinend  das  ganze  Jahr  überfliegend  und  nach  Hagen  im  lichten  Walde  vorkommend. 

Das  $  scheint  sehr  selten  zu  sein,  da  mir  nur  eines  aus  Finschhafen  zuging.  Oberseite  beider  Geschlechter  schwarz 
—  nur  die  Hflgl  analog  duponcheli  mit  breitem  orangefarbenem  Randgebiet.  Vflgl  mit  zwei  großen  hervor¬ 
stechend  weißgekernten  Augen  —  Hflgl  mit  einem  Analauge  unter  dem  sich  beim  $  manchmal  ein  Nebenauge 
zeigt.  $  größer,  rundfliigeliger  als  das  $  mit  dreimal  so  großem  weißen  und  peripherisch  blau  angehauchten 
Ozellenkern.  Außer  von  Deutsch-Neu-Guinea,  ist  eminens  noch  bekannt  von  der  Humboldt-Bai  und  von  Ka- 
paur  in  Holländisch-Neu-Guinea,  von  der  Insel  Biak  in  der  Geclvinkbai  und  sie  scheint  auch  auf  Waigiu  vorzu¬ 
kommen.  —  obscurata  subsp.  nov.  (91b)  differiert  durch  ihre  kleinere  Gestalt,  die  undeutlichen  weißen  Pupillen  obscurata. 
der  Ozellen  der  Oberseite  und  die  dunklere  Unterseite  der  Vdflgl;  die  breitere,  gerader  verlaufende  und  mehr 
schwarzbraune  Längsbinde  der  Hflgl  und  die  kleineren  Ozellen,  welche  eine  geringer  entwickelte  dunkelrot¬ 
braune  Peripherie  umzieht.  Milne-Bai,  Britisch-Neu-Guinea. 

M.  mucia,  über  ganz  Neu-Guinea  und  einige  Inseltrabanten  verbreitet,  ist  eine  leicht  zu  bestimmende 
Species  wegen  der  halb  rotbraun,  halb  schwarz  abgeteilten  Oberseite  aller  Flügel,  und  der  gleichfalls  scharf 
separierten  Unterseite,  wovon  die  Figur  von  etha  (91  c)  eine  deutliche  Vorstellung  gibt.  Die  Duftapparate 
dieser  Art  erinnern  durch  ihre  Organe  und  Verteilung  an  die  sekundären  sexuellen  Auszeichnungen  von  du¬ 
poncheli  Guer.  Die  Spiegelflecke  der  Hflgl-Oberseite  nehmen  jedoch,  einen  weiten  Raum  ein,  so  daß  der  mit 
hellen  Schuppen  belegte  Streifen  am  Costalsaume  der  Hflgl  sich  erheblich  verschmälern  muß.  mucia 
zerfällt  in  mehrere  Subspccies,  von  denen  allein  drei  verschiedene  sich  über  die  Hauptinsel  von  Neu- 
Guinea  verteilen.  —  mucia  Hew.  der  nomenklatorische  Typus  entstammt  dem  holländischen  Teil  von  der  mucia. 
Nordküste  der  Rieseninsel,  und  wird  auch  von  Aru  gemeldet.  Nach  einem  U  meiner  Sammlung  tragen  die 
Ozellen  der  Flügeloberseite  fast  ebenso  große  blaue  Kerne  wie  bei  eminens.  $  Vflgl  an  der  Basis  leicht  braun 
überschattet,  die  Medianregion  blaßgelb,  nach  außen  aufhellend,  zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediane 
ein  sehr  großes  schwarzes  Auge.  Hflgl  dunkelbraun  mit  hellgelb  umzogener  stattlicher  Analozelle,  über  der  ein 
kleines  Nebenauge  steht.  Unterseite  aller  Flügel  mit  kreideweißer  Basalhälfte.  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit  vier 
Augen  die  in  einer  grau  violetten,  proximal  breit  braun  begrenzten  Region  stehen.  —  melanopis  Godm.  muß  melanopis. 
als  die  dunklere  Rasse  von  Britisch-Neu-Guinea  gelten;  bei  ihr  ist  die  schwarze  Außenhälfte  schärfer  von  der 
dunkler  braunen  Basalpartie  abgetrennt.  Ozellen  aller  Flügel  kleiner,  die  innere  Flügelhälfte  nicht  mehr  vor¬ 
herrschend  weiß,  sondern  bereits  mit  gelblicher  Uebertönung.  —  etha  Frühst.  (91  c),  auf  der  Figur  zu  hell  ge-  etha. 
raten,  ist  bemerkenswert  durch  den  deutlich  einsetzenden  Inselmelanismus,  mit  rötlich  braunem  Anflug  der 
Basalregion  der  Unterseite  und  auf  der  Hflgl-Oberseite  deutlich  heraustretenden  Subanalozellen ;  Fergusson, 
d’Entrecasteaux  Inseln.  —  Verena  subsp.  nov.  ist  in  Deutsch-Neu-Guinea  keineswegs  selten  im  lichten  verena. 
Wald  und  an  schattigen  Stellen  anzutreffen;  Flugzeit  November  bis  August.  Die  weißgekernten  Ozellen 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl  verschwinden  in  der  Regel,  die  Unterseite  ist  noch  mehr  verdunkelt  als  bei  etha. 

Vom  $  verdienen  zwei  Formen  Erwähnung:  das  von  mir  als  normal  aufgefaßte  von  Friedrich  Wilhelmshafen, 
unten  im  Kolorit  kaum  vom  $  verschieden,  mit  grau  iiberpuderter  Basalregion  und  oberseits  fast  wie 
die  de?,  d.  h.  dunkelrotbraun  mit  kaum  merklicher  distaler  Aufhellung ;  —  ferner  die  $-Form.  valda  form,  nov.)  valda. 
diese  ging  mir  nur  aus  Finschhafen  zu,  erscheint  stets  größer,  oberseits,  namentlich  nach  außen  zu,  lichter 
braun  mit  fast  ebenso  deutlichen  Augen  wie  bei  mucia)  Basis  der  Flügelunterseite  hellgelbbraun  ohne  graue 
Beimischung.  —  febronia  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Jobi  in  der  Geelvinkbai,  vermittelt  den  Uebergang  febronia. 
von  mucia  Hew.  zu  verena,  hat  mit  der  Rasse  des  holländischen  Teils  von  Neu-Guinea  die  sehr  deutlichen  blauen 
Ozellenkerne  der  Oberseite  gemeinsam,  aber  die  Basalpartie  aller  Flügel  ist  beiderseits  dunkler  braun  als  bei 
verena  und  etha. — Auf  den  Salomons-Inseln  finden  wir  mucia  in  einer  vikariierenden,  aber  wohl  differenzierten 
Art  wieder  als 

M.  splendens  Mathew.  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  wie  bei  mucia  Hew.  Duftorgane  der  Hflgl-  splendens. 
Oberseite  durch  einen  schwarzen  Androconienfleck  unter  dem  auffallend  kleinen  Duftspiegel  bereichert.  Das 
Speculum  trägt  in  der  Mitte  eine  große  Grube  mit  tiefschwarzen  Schuppen.  Die  Strahlhaarbüschel  grau. 

Von  den  Nord-Salomonen,  Inseln  der  Bougainville-Straße,  Treasury. 

M.  sara  Mathew,  (=  interrupta  Sm.)  (91b).  Diese  Art  hat  oberseits  auch  noch  mwda-Charakter,  nähert  sara. 
sich  aber  unterseits  mehr  messene  Heiv.  von  den  Nord-Molukken.  Der  Androconienfleck  der  Hflgl  ist  noch 
prägnanter  als  bei  splendens,  das  Speculum  trägt  einen  mit  braunen  Schuppen  gefüllten  zentralen  Napf  und 
unterhalb  der  Basis  des  gelblichen  Haarpinsels  findet  sich  noch  ein  schmaler  schwarzer  Androconienfleck. 

Die  abgebildete  sara  ist  die  kleinere  der  beiden  Species  der  Salomonen ;  von  ihr  differiert  splendens  unterseits 
durch  eine  breitere  distal  mehr  konkav  ausgebogene  Längsbinde  der  Hflgl,  sowie  durch  die  graubraune  Grund- 


340 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


färbe  aller  Flügel.  Oberseits  sind  beim  die  Flügel  insgesamt  tief  schwarzbraun,  bei  sara  rötlich  ockergelb. 
$  von  splendens  oberseits  mattbraun,  jenes  von  sara  dunkel  ockergelb,  sara  wurde  von  Ribbe  auf  der  Salo¬ 
moneninsel  Rubiana  gefunden. 

Ueber  die  beiden  nun  folgenden  philippinischen  Arten,  auf  welche  Moore  sein  Genus  ,,Nebdara “ 
gründete,  herrscht  noch  etwas  Ungewißheit.  Semper  war  geneigt,  zwei  Parallelspecies  anzuerkennen, 
die  er  durch  die  distale  oder  proximale  Stellung  der  Ozellen  trennt.  In  der  Tat  lassen  sich  nach  dem  dürftigen 
Material,  das  bisher  nach  Europa  kam,  zwei  Hauptformen  absonclern.  So  liegen  mir  aus  Mindoro  Mycalesis 
mit  aufgehellter,  lichtbrauner  Flügelbasis,  gelblichem  Abdomen  und  schmalen  Flügeln  ( tagala )  sowie  solche 
mit  gleichmäßig  dunkler  Grundfärbung,  braunem  Abdomen  und  rundlichen  Flügeln  ( bisaya )  vor.  Männliche 
Duftpinsel  der  tagala-Beihe  gelblich,  der  bisaya- Reihe  graubraun,  konform  der  Grundfarbe.  Die  Submar¬ 
ginallinien  der  Hflgl-Oberseite  der  bisaya- Serie  heben  sich  deutlicher  als  bei  den  tagala- Rassen  ab.  Da 
auch  meine  1 1  Exemplare  von  vier  Fundorten  keine  genaue  Definition  zulassen,  ließ  ich  die  SEMPER’sche  Arten- 
verteilung  bestehen,  die  Frage  offen  lassend,  ob  es  sich  nicht  doch  um  prägnante  Zeitformen  einer  Collectivspe- 
cies  handelt. 

tagala.  M.  tagala  ist  die  über  die  ganze  Ausdehnung  des  Archipels  nachgewiesene  Art,  von  der  tagala  Fldr. 

von  Luzon  beschrieben,  den  nördlichsten  Ausläufer  vorstellt.  Flugzeit  Juli  und  dann  wieder  Dezember.  Ober¬ 
seite  ein  Gemisch  von  graugelblich  zu  olivengrün.  Vflgl  mit  einer  Meclianozelle,  Hflgl  mit  einem  Auge  zwischen 
der  mittleren  und  hinteren  Medianader.  Unterseite  mit  einer  Apicalozelle  der  Vflgl  und  einer  ebensolchen 
der  Hflgl.  Alle  Augen  proximal  von  einer  graugelben  Längsbinde  begrenzt.  Auf  den  Hflgl  dann  noch  zwei 
mindorana.  Pupillen  zwischen  den  Radialen  und  der  vorderen  Mediane  und  einem  subanalen  Nebenauge.  —  mindorana 
Frühst,  differiert  durch  eine  distal  schärfer  gekniete  Mcd.ianbinde  der  Unterseite  der  Hflgl  und  eine  entschie- 
venostes.  den  grünliche  Beimischung,  insbesonders  von  der  abgebildeten  palawana  (91  e);  Insel  Mindoro.  —  venostes 
subsp.  nov.  stammt  von  der  Insel  Bohol.  Der  Farbenton  der  Oberseite  ist  olivenbraun,  statt  gelbbraun  wie 
bei  palawana,  ohne  vermittelnde  Zwischenstufen,  derjenige  der  Unterseite  sowie  die  ganze  Zeichnungsanlage 
mataurus.  wie  bei  tagala  von  Luzon.  Grundfarbe  des  $  auf  beiden  Seiten  heller  als  beim  <$.  —  mataurus  subsp.  nov.  muß 
als  die  hervorragendste  insulare  Zweigrasse  gelten;  sie  stammt  von  den  Guimaras  südöstlich  der  großen  Insel 
Panay,  wo  die  gleichfalls  scharf  gesonderte  C.  ita  teatus  Frühst,  entdeckt  wurde,  und  die  mehr  als  andere  Philip¬ 
pinen  eine  weitere  entomologische  Explorierung  lohnen  würde.  Oberseite  der  Hflgl  leuchtend  rötlich  gelb¬ 
braun,  also  analog  ita  teatus.  Alle  Augen  mit  hellrotbrauner  Peripherie.  Die  Analozelle  der  Hflgl  sehr  klein. 
Type  ebenso  wie  von  der  vorigen  Zweigrasse  in  der  Sammlung  Semper  am  Senckenbergischen  Museum  in  Frank- 
semirasa.  furt.  —  semirasa  Frühst.  $.  Basalhälfte  aller  Flügel  lichter  braun;  Distalpartie  ausgedehnter  schwarz  bezo¬ 
gen  als  bei  tagala  aus  Luzon  und  Palawan.  <$.  Basalwärts  noch  heller  als  Sempers  Fig.  3  von  bisaya 
aus  Luzon,  mit  sehr  hellen  Submarginallinien  der  Hflgl.  Unterseite :  Dunkler  als  Mindoro-  und  Palawan- 
Exemplare,  fast  schwarzbraun,  mit  stark  gewellter,  breiter  dunkelbrauner  Begrenzung  der  grauen  Postmedian¬ 
binde.  Antemarginalpartie  aller  Flügel  lichter  grau  als  bei  palawana  und  mindorana.  Februar,  März  von  der 
Insel  Bazilan,  durch  Doherty  aufgefunden.  Auf  Mindanao  existieren,  nach  dem  Material  der  Semper’ sehen 
Sammlung  beurteilt,  zwei  Formen:  eine  hellere  und  dunklere  die  wesentlich  von  denen  anderer  Inseln  differieren. 
palatvana.  —  palawana  Frühst.  (91  e)  von  Doherty  im  Januar  auf  Palawan  gesammelt,  ist  die  am  zahlreichsten 
nach  Europa  gelangte  Unterart.  Oberseite  dunkler  als  bei  semirasa  Frühst.,  mehr  rötlich-  als  gelbbraun.  Unter¬ 
seite:  Distalpartie  stark  verdüstert,  £  mit  schwärzlich-violetten  anstatt  weißen,  £  mit  hellrot-  anstatt  schwarz- 
liemica.  braunen  Medianbinden.  Ozellen  ober-  und  unterseits  viel  kleiner.  —  hernica  subsp.  nov.  endlich  bewohnt 
den  Sulu  Archipel.  Type  in  der  Kollektion  Semper  von  Jolo  stammend,  habituell  größer  als  die  vorige, 
von  bleicherem  Gesamtkolorit  und  namentlich  unterseits  mit  stattlicheren  Ozellen  dekoriert  als  die  Schwester¬ 
rasse  palawana. 

bisaya.  M.  bisaya  kannte  Semper  nur  von  den  Babuyanes,  nördlich  von  Luzon  und  von  Luzon  selbst  und 

erst  im  Nachtrag  zu  seinem  Werke  registrierte  er  sie  auch  von  Polillo,  einem  östlich  von  Luzon  gelegenen 
Inseltrabanten.  Nach  Semper  unterscheidet  sich  bisaya  Fldr.  von  tagala  und  ihren  Varitäten  am  leichtesten 
durch  die  vom  Außenrande  etwas  weiter  abstehenden  Augen  und  durch  welligere  Außenrandslinien,  besonders 
auf  der  Unterseite.  Die  Anzahl  der  Ozellen  variiert  unterseits  auf  den  Vflgl  von  2 — 5,  auf  den  Hflgl  von  6 — 7. 
Den  Unterschied  im  Kolorit  ergibt  die  Abbildung  von  samina  (91  c).  Flugzeit  Mai  bis  Juli  und  dann  wieder 
samina.  November,  Dezember.  —  samina  Frühst.  (91  c).  In  beiden  Geschlechtern  habituell  größer  als  bisaya,  Ozellen 
und  Submarginalbinden  prominenter,  Duftpinsel  graubraun  anstatt  rötlich.  Grundfärbung  der  Flügeloberseite 
lichter  braun.  Unterseite :  Alle  Ozellen  größer,  Distalpartie  der  Flügel  aufgehellt,  Antemarginalbinden  fast 
weißgrau.  Mindoro,  (Koll.  Fruhstorfer). 

M.  mnasicles  tritt  etwas  aus  dem  Rahmen  der  macromalayischen  Verwandten  heraus  durch  ihre 
lange  Flügelform,  die  bedeutende  Größe  etc.,  so  daß  sie  Moore  von  den  übrigen  damals  noch  unter  dem  Namen 
Mycalasis  vereinigten  Arten  unseres  heutigen  Genus  aussonderte  und  zur  Type  der  „Gattung“  Culapa  erhob, 
deren  Name  durch  einen  Zufall  einige  Monate  älter  ist  als  die  äußerst  nahestehende  Artengruppe  ,, Henotesia 
Btlr.u,  welche  die  afrikanischen  mit  behaarten  Augen  versehenen  Spccies  der  Mycalesiden  umfaßt.  Zwei 
mnasicles,  Ortsrassen:  mnasicles  Hew.,  von  Sumatra  beschrieben,  wo  sie  die  größte  Species  des  Genus  vorstellt  und  erst 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


341 


in  den  höheren  Lagen  und  in  den  Vorbergen  auftritt.  Man  findet  sie  in  hohem  Walde,  aber  noch  häufiger  im 
niedrigen  grasreichen  Busch  und  alten  Pfeffergärten.  $  etwas  matter  braungefärbt  als  die  mnasicles  er¬ 
scheint  im  gleichen  Kleide  wie  auf  Sumatra  auch  in  Borneo,  von  wo  sie  aus  Pontianak  und  dem  Südosten  in 
meiner  Sammlung  vertreten  ist. — Auf  dem  Kontinent  findet  sich  perna  Frühst.  (91  e),  die  abgetrennt  werden  konnte,  perna. 
weil  allen  früheren  Autoren  entgangen  ist,  daß  Hewitsons  Type  aus  Sumatra  eine  rötlichgelbe  Grundfarbe 
der  Flügeloberseite  aufweist,  während  kontinentale  Exemplare  (wie  dies  Bingham  ganz  richtig  bemerkt)  dunkel 
van  dykbraun  aussehen.  Außerdem  sind  die  Vflgl-Ozellen  von  perna  mindestens  noch  einmal  so  groß  als  bei  mna¬ 
sicles,  die  rotbraunen  Submarginal-  und.  Medianbinden  der  Flügelunterseite  stärker  gewellt  und  alle  Ozellen 
prägnanter.  Die  Duftbüschel  der  Hflgl-Oberseite  von  perna  setzen  sich  aus  braunen,  anstatt  gelblichen  Haaren, 
wie  bei  mnasicles ,  zusammen.  Nach  Moore  häufig  im  November  am  Salwin-Fluß  in  Oberbirma  und  nach  Bixg- 
ham  fliegt  sie  in  Tenasserim  und  Bhamo,  wo  sie  eminent  selten  und  nur  im  April  von  1000  bis  3000  Fuß  Höhe 
beobachtet  wurde.  Die  abgebildete  Type  stammt  von  Tonkin,  wo  ich  sie  im  August- September  auf  etwa  300  m 
Meereshöhe  als  große  Seltenheit  antraf.  Exemplare  von  Perak  zeigen  eine  kleinere  schwarze  Ozelle  der  Vflgl. - 
Oberseite  und  etwas  rotbraunen  Anflug  zwischen  den  Längsbinden  der  Flügelunterseite.  Die  Valve  der  Species 
erreicht  eine  phänomenale  Länge  und  übertrifft  an  Ausdehnung  nahezu  dreimal  die  Uncusspitze,  ist  hacken¬ 
förmig  nach  oben  gekrümmt,  dorsal  fein  gezähnelt  und  überall  mit  langen  verstreuten  Borsten  besetzt. 

M.  amoena  Druce  (91  e)  ist  eine  seltene,  nur  auf  Borneo  vorkommende  Species,  der  tagala  und  bisaya  amoena. 
benachbart,  aber  oberseits  sofort  durch  das  licht  kastanienbraune  Kolorit  zu  unterscheiden,  auch  durch  die 
mehr  quadratische  Flügelform  charakterisiert,  <$  unterseits  braunschwarz  ohne  die  violette  Längsbinde  von 
tagala  und  mit  kleineren  Ozellen,  sonst  dieser  ähnlich.  $  oberseits  heller  rotbraun,  unten  sich  im  Kolorit  bereits 
etwas  der  mnasicles  nähernd  und  auch  deren  Flügelform  annehmend.  In  meiner  Sammlung  nur  aus  Nord¬ 
borneo. 

c.  Htfgl.  mit  zwei  Haarpinseln  ( Martanda  Moore). 

M.  janardana  mit  ihren  Ausläufern  ist  eine  der  am  leichtesten  zu  erkennenden  Culapa,  sie  steht  unter 
ihren  indischen  Verwandten  ganz  isoliert,  indem  die  Hflgl  kostalwärts  zwei  getrennt  stehende  basale  gelbe  Duft¬ 
büschel  tragen,  während  die  übrigen  Species  nur  einen  solchen  aufweisen.  Die  Art  ist  weit  verbreitet,  von  den 
Philippinen  und  Nordmolukken  bis  Celebes  und  in  ganz  Makromalayana.  Die  Spaltformen  galten  bisher  als 
getrennte  Arten.  —  megamede  Hew.  (91  f)  ursprünglich  aus  Ternate  beschrieben  und  von  dort  und  Batjan  megamede. 
in  meiner  Sammlung,  auch  von  Halmaheira  bekannt,  führt  von  den  acht  bisher  aufgestellten  Abzweigungen 
die  größten  Ozellen  und  die  am  dunkelsten  braune  Unterseite.  Die  Analaugen  der  Vflgl  und  alle  Ozellen  der 
Hflgl  schön  gelb  geringelt.  Oberseite  einfarbig  schwarz  mit  einer  feinen  rotgelben  Antemarginallinie.  —  micro-  micromcde. 
mede  Frühst.  Kleiner  als  die  vorige,  hauptsächlich,  charakterisiert  durch  die  gelbliche  Rückseite  der  Hflgl, 
die  mit  zierlichen  nur  punktgroßen  Augenreihen  besetzt  ist.  Längsbinde  aller  Flügel  breit  weiß,  proximal 
rotbraun  begrenzt.  Von  Bazilan,  Februar,  März  und  übereinstimmend  auch  von  Mindanao  in  meiner  Samm¬ 
lung. —  Auf  den  östlichen  Philippinen  auf  Panaon  und  Bohol  hat  sich  dagegen  eine  unterseits  mehr  der  mega¬ 
mede  zuneigencle  melanotische  Rasse  ausgebildet,  circella  subsp.  nov.,  von  micromede  leicht  zu  trennen  durch  circella. 
das  größere  Analauge  der  Vflgl-Unterseite  und  das  satter  braune  Kolorit  der  Unterseite  der  Hflgl.  —  Celebes 
wird  von  einer  distinkten  Lokalrasse  von  janardana  Moore  bewohnt,  die  nahezu  von  10  Autoren  bereits  erwähnt, 
aber  stets  verkannt  wurde.  Die  Celebes-Form  entfernt  sich  von  der  javanischen  janardana  Westw.  und  mega¬ 
mede  Hew.  von  den  Molukken  so  erheblich,  daß  sie  schon  längst  einen  Namen  verdient  hätte,  als  welchen  ich 
opaculus  Frühst,  einführte,  opaculus  ist  unterseits  auf  der  Basalhälfte  aller  Flügel  reicher  und  heller  opaculus. 
grau  gesprenkelt  als  bei  den  westlicheren  Rassen.  Die  Ozellen  der  Hflgl  sind  etwas  kleiner  als  bei  megamede , 
größer  als  bei  sapitana  und  janardana  und  heller  grau  als  bei  diesen  letzteren  umsäumt.  Die  Medianbinde 
aller  Flügel  ist  breiter,  des  weiteren  sind  die  Ozellen  (innerhalb  der  grauen  Ringe)  heller  gelbrot  geringelt.  Von 
megamede  Hew.  differiert  opaculus  durch  den  grauen  anstatt  rotbraunen  Anflug  der  Flügelunterseite  und  das 
Fehlen  der  gelblichen  Antemarginallinien  der  Hinterflügeloberseite.  Nord-  und  Süd-Celebes,  Salayer.  Eine 
der  opaculus  verwandte  Rasse  findet  sich,  auf  Sangir,  doch  liegen  mir  Exemplare  von  dort  nicht  vor. 
besina  Frühst,  vermittelt  den  Uebergang  von  megamede  der  Molukken  zu  opaculus  von  Celebes.  Ober¬ 
seite:  Grundfarbe  dunkel  schwarzbraun  mit  obsoleteren,  antemarginalen  Linien  aller  Flügel.  Unterseite: 
Grundfarbe  gelblichgrau,  weder  rotbraun  wie  bei  megamede,  noch  grau  wie  bei  opaculus.  Distaler  Saum  der 
schwarzen  Medianbinde  schmäler,  Ozellen  der  Vflgl  kleiner,  je  drei  durch  eine  graue  Umsäumung  vereinigt. 

Sula-Besi.  —  sapitana  Frühst.  Die  Lombok-Form  ist  unterseits  farbensatter,  dunkler  als  opaculus  Frühst,  und  sapitana. 
janardana  Moore.  Unterseite:  Medianbinde  und  Ozellen  prägnanter,  Ozellen  dunkler  rotbraun  und  außen 
heller,  intensiver  grau  geringelt.  Die  grauen  Ringe  werden  häufig  spitz  und  die  Spitzen  verfließen  ähnlich 
wie  bei  vielen  Sumatra-Exemplaren  mit  der  grauen  Antemarginallinie.  Lombok,  Sapit,  ca.  2000 ,  Mai,  Juni. 

—  janardana  Moore.  Die  Namenstype  dieser  Art  kommt  nur  auf  Java  und  Bali  vor,  ist  allenfalls  janardana. 
auch  noch  aus  Bawean  zu  erwarten,  da  sie  von  Kangean  schon  registriert  ist.  janardana  fühlt  sich  besonders 
heimisch  im  Osten  von  Java,  wo  sie  in  den  Kaffeegärten  von  der  Ebene  bis  ca.  4000’  hinauf  geht.  Das  Kolorit 
der  Unterseite  ist  ein  verwaschenes  Grau,  das  bei  ost javanischen  Exemplaren  der  Trockenzeit  in  ein  fahles  Braun 
übergeht.  Beim  $  der  Trockenzoitform  schlagen  auch  die  Ozellen  der  Unterseite  als  schwarze  Punkte  nach 
oben  durch.  —  sagittigera  Frühst.,  eine  etwas  stattlichere  Form  als  janardana  von  Java.  Die  Ozellen  und  sagittigera. 


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MYCALESIS.  Von  H.  Friihstorfer. 


die  Medianbinde  der  Unterseite  größer  und  breiter.  Die  Antemarginallinien  prominenter.  Die  Ozellenum- 
ringelung  noch  ausgesprochener  pfeilförmig-spitz  und  mit  den  Antemarginallinien  verschmolzen.  Die  wei߬ 
grünen,  einzeln  abgesetzten  Eier  lassen  sich  von  solchen  von  mineus  und  horsfieldi  nicht  trennen,  zeigen  aber 
kurz  vor  dem  Ausschlüpfen  eine  bräunliche,  zentrale  Ringzeichnung  (bei  mineus  und  horsfieldi  schwarz).  Die 
Rpn  sind  im  allgemeinen  denen  von  mineus  sehr  ähnlich,  nur  dunkler  gelb,  können  aber  sofort  durch  ihren  rot¬ 
braunen  Kopf  von  den  schwarzköpfigen  mineus- Rp  abgeschieden  werden.  Sie  tragen  eine  schwärzliche  Dor¬ 
sallinie,  welche  sich  auf  jedem  Segmente  knotig  nach  beiden  Seiten  erweitert,  gegen  Kopf  und  After  aber  ver¬ 
schmälert;  von  derselben  gehen  zarte,  schwarz  punktierte  Linien  nach  vorn  und  unten  gegen  die  dunkelgelbe 
Laterallinio,  welche  ähnliche,  feinere  Linien  nach  vorn  und  oben  aussendet,  wodurch  eine  zierliche  Rauten¬ 
zeichnung  entsteht;  auf  jedem  Segmente  über  der  Laterallinie  ein  feiner,  schwarzer  Punkt;  die  Zacken  an 
Kopf  und  Anus  sind  noch  kürzer  und  stumpfer  als  bei  mineus.  Die  Lebensweise  der  Rpn  ist  eine  völlig  nächt¬ 
liche;  unter  Tags  halten  sie  sich  tief  in  den  Halmen  verborgen,  am  liebsten  auf  toten,  gelben  Blättern  und 
Halmscheiden;  Fraß  nur  des  Nachts.  Nach  jeder  Häutung  werden  die  Rpn  dunkler  gefärbt  und  in  ihrer 
Form  kürzer  und  gedrängter  ( mineus  bedeutend  länger  und  schlanker).  Bei  Berührung  lassen  sich  die  Rpn 
sofort  fallen  und  stellen  sich  dann  für  lange  Zeit  tot;  es  sind  im  allgemeinen  sehr  träge  Geschöpfe  und  glei¬ 
chen  ungemein  gewissen  Blattschnecken.  Die  ausgewachsene  Rp  mißt  35  mm.  Vor  der  Verpuppung  verfärbt 
sie  sich  und  wird  Hellgelb,  hängt  sich  nahe  der  Erde  am  liebsten  an  einem  abgestorbenen,  gelbbraunen  Halm 
auf.  Die  braungelbe,  schwarz  gezeichnete  Pp  wird  kurz  vor  dem  Auskommen  des  Falters  völlig  schwarz. 
Letzterer  erscheint  nach  10 — 11  Tagen.  Während  mineus ,  horsfieldi  und  anapita  morgens  zwischen  9  und  10 
Uhr  auskommen,  erschienen  sämtliche  Exemplare  von  janardana  erst  zwischen  2  und  3  Uhr  nachmittags.  Die 
Schmetterlinge  hielten  sich  im  Puppenkasten  viel  ruhiger  als  die  anderen  eben  genannten  Arten  und  flogen 
sich  in  der  Zeit,  welche  man  ihnen  vor  der  Tötung  zum  Erhärten  der  Flügel  lassen  mußte,  gar  nicht  ab.  Erst 
mit  Einfallen  der  Dämmerung  begannen  sie  zu  fliegen  —  das  Paradigma  einer  die  Dämmerung  liebenden  Sa- 
baluna.  tyride.  (Martin).  Nordost-  und  West-Sumatra,  malayische  Halbinsel,  Banka.  —  baluna  Frühst.  Selten  auf 
Borneo,  bisher  nur  zwei  Exemplare  von  Kina-Balu  bekannt.  Mein  <$  und  $  differiert  durch  die  bedeutendere 
Größe  sofort  von  allen  Verwandten.  Die  Oberseite  des  $  ist  lichter  grauschwarz.  Unterseite:  Medianbinde 
schmäler  als  bei  Sumatranern,  Ozellen  erheblich  kleiner,  Pupille  sehr  klein,  kaum  merklich  rotbraun,  aber 
sehr  breit  und  hellgrau  umringelt.  Nord-Borneo. 

III.  Gruppe.  Vflgl  nur  oberseits  ohne  Geschlechtsauszeichnung,  unterseits  mit  Androconienbecken  auf  oder 
nahe  der  Submediane.  Das  Androconienbecken  gefüllt. 

a.  Ohne  Duftfleck  im  Diskus  der  Hflgl-Oberseite.  ( Mydosama  Moore  1880  partim  =  Dasy- 
omma  Fldr.  1860;  Calysisme,  Pachama,  Indalasa,  Nasapa,  Samenta,  Telinga,  Kabanda,  Sadarga  Moore). 

Diese  Gruppe  ist  die  artenreichste  und  enthält  die  landläufigsten  und  bekanntesten  Arten. 


M.  perseus  bewohnt  fast  ganz  Südasien  und  den  indo-australischen  Archipel,  erscheint  auf  dem  Kon¬ 
tinent  und  einigen  trockenen  Inseln  in  zwei  Zeitformen  und  ändert  nur  wenig  an  den  einzelnen  Lokalitäten  ab. 
Eine  ganze  Reihe  von  Formen  hat  aber  dennoch  Namen,  die  hier  Berücksichtigung  finden,  weil  mit  dem  Sy- 
nonymieren  eher  Unklarheit  verursacht  als  Ordnung  geschaffen  würde.  —  Es  ist  Moore’s  großes  Verdienst 
festgestellt  zu  haben,  daß  perseus  F .  der  älteste  Name  derjenigen  Art  ist,  die  als  blasius  F.  von  fast  allen  Auto¬ 
ren  durch  die  Literatur  geschleppt  wird.  Mit  perseus  bezeichnete  Fabricius  die  Trockenform  (aus  Neu-Hol- 
samba.  land  beschrieben),  mit  blasius  die  Regenzeitform  der  so  weitverbreiteten  Art.  —  Als  samba  Moore 
ist  eine  individuelle  Regenzeitabweichung  aus  Nord-Indien  mit  nur  zwei,  anstatt  vier  Ozellen  der  Vflgl-Unter- 
seito  bekannt.  —  Moore.  Manders  c-tc.  übersehen  jedoch,  daß  die  südindische  perse?is-Rasse  fast  ebenso  er¬ 
heblich  von  der  nordindischen  Rasse  differiert,  wie  die  südindische  mineus  polydecta  Cr.  von  mineus  mi¬ 
neus  L.  der  Nordprovinzen;  und  so  wie  polydecta  verdient  auch  der  südindische  perseii, s-Zweig  einen  Namen, 
typhlus.  als  welcher  typhlus  Frühst,  eingeführt  wurde.  Flügelschnitt  in  beiden  Geschlechtern  spitzer  als  bei  perseus 
von  Nord-Indien;  Flügeloberseite  ohne  oder  nur  mit  unmerklichen  Ozellen.  Unterseite  der  Hflgl 
ähnlich  -wie  bei  polydecta  mit  prominenteren  weißen  Binden  und  größeren,  heller  gelb  geringelten  Ozellen.  Die 
weißlichen  peripherischen  Binden  rings  um  sämtliche  Ozellen  viel  deutlicher,  breiter  ausgeflossen,  im  Median¬ 
teil  mehr  konkav  und  insbesondere  in  der  Subanalregion  weiter  von  der  weißen  Antemarginallinie  entfernt. 
perseus.  Malabar,  Süd-Indien  (Koll.  Fruhstorfer),  Ceylon  (auch),  Andamanen  (?)  —  perseus  F.  (92a)  von 
Formosa,  Hainan ,  Tonkin ,  Annam  ;  ganz  Indien  (mit  Ausnahme  des  Südens),  Birma  bekannt,  ist 
charakterisiert  durch  einen  ungewöhnlich  zierlichen,  meist  tiefschwarzen  Androconienfleck  im  Zentrum 
der  Reibefläche  an  der  Submarginale  der  Vflgl-Unterseite,  der  kleiner  ist  als  bei  irgend  einer  an¬ 
deren  indischen  Species.  Dieser  zentrale  Fleck  nimmt  bei  mineus  L.  erheblich  größere  Dimensionen  an,  so  daß 
beide  Arten  —  die  bisher  vielfach  verwechselt  wurden  —  leicht  zu  unterscheiden  sind.  Die  der  indo-chine¬ 
sischen  Mycalesis  aus  der  perseus- Gruppe  lassen  sich  samt  und  sonders  ohne  Schwierigkeiten  trennen,  nament¬ 
lich  wenn  die  Gestalt  der  Androconienbecken  der  Vflgl-Unterseite  verglichen  wird,  während  die  $  ineinander 
übergehen;  immerhin  gelingt  es  noch  zeitweise,  die  $  der  Regenzeitperiode  auseinander  zu  halten.  Der  Ver¬ 
such,  die  Trockenformen  zu  unterscheiden,  wird  dagegen  nur  dann  möglich  sein,  wenn  sorgfältig  datiertes  Ma¬ 
terial  aus  gut  umgrenzten  und  genau  bekannten  Lokalitäten  vorliegt.  Tragen  doch  die  $  von  nicht  weniger 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


343 


wie  sechs  Arten  ( mineus ,  perseus,  perseoides,  visala  und  subdita)  und  deren  Lokalrassen  alle  dasselbe  fast  zeich¬ 
nungslose,  unentschiedene,  verschwommene  graue  oder  braune  Kolorit  der  Flügelunterseite.  Manders  beob¬ 
achtete  dasselbe  Faktum  auf  Ceylon  und  schreibt  darüber  im  Journ.  As.  Soc.  Beng.,  1890,  p.  182  folgendes: 

„Ich  war  in  der  Lage,  eine  große  Reihe  von  Exemplaren  der  Calysisme- Gruppe  aus  Ceylon  zu  untersuchen 
und  komme  zu  dem  Resultate,  daß  es  leicht  ist  typische  Exemplare  zu  trennen,  jedoch  unmöglich,  eine  sichere 
Linie  zwischen  den  Zeitformen  zu  ziehen.  Ferner  war  ich  einige  Male  nicht  imstande,  die  Species  genügend 
zu  unterscheiden,  weil  gewisse  Exemplare  zwischen  perseus  und  polydecta  stehen.“  Auch  Bingham  kam  neuer¬ 
dings  zu  einem  ähnlichen  Resultate,  indem  er  (Fauna  of  Brit.  India,  p.  56)  sagt:  „Fünf  oder  sechs  Arten  des 
MoOREschen  Genus  sind  nahe  verwandt.  M.  perseus,  denke  ich,  kann  immer  durch  die  Stellung  der  Ozellen 
der  Hflgl-Unterseite,  die  konstant  ist,  rekognosziert  werden,  und  zwar  in  beiden  Geschlechtern.  Von  den  an¬ 
deren  können  nur  die  <$  mit  einiger  Sicherheit  getrennt  werden  durch  die  Gestalt,  Größe  und  Farbe  der  Sexual¬ 
flecke  der  Vflgl-Unterseite.  Aber  in  den  langen  Reihen  der  $$,  die  ich  untersuchte,  war  es  mir  unmöglich,  auch 
nur  ein  einziges  konstantes  Charakteristikum  zu  finden,  durch  das  sich  eine  Form  von  der  anderen  unterscheiden 
ließe.  „Herr  De  Niceville  hält  es  für  wahrscheinlich,  daß  die  Mycalesis  sich  kreuzen  (interbreed),  in  diesem  Falle 
wäre  es  möglich,  daß  nur  eine  Art  existiert,  von  der  die  $6  variierende  Sexualcharaktere  besitzen,  die  jedoch 
in  gewissen  Serien  konstant  bleiben.“  Die  NickviLLEsche  Hybridisationstheorie  ist  jedoch  nicht  nötig,  um 
das  Faktum  zu  erklären,  daß  die  $$  verschiedener  Species  sich  ähnlich  sehen.  Die  Variationsmöglichkeit  ist 
eben  bei  den  Lepidopteren,  wo  kleine  Ursachen  große  Wirkungen  hervorrufen,  das  Normale  und,  umgekehrt, 
das  Konstantbleiben  die  Ausnahme.  Auch  die  $$  spezifisch  weit  getrennt  stehender  Mycalesis,  wie  malsara, 
mystes  und  sanatana,  die  ich  in  Siam,  Annam  und  Tonkin  in  der  Trockenzeit  fing,  sehen  sich  zum  Verwechseln 
ähnlich.  Da  nun,  wie  schon  oben  bemerkt,  die  weiblichen  Formen  der  Regenzeit  sich  fast  bei  allen  Mycalesis 
ohne  weiteres  bestimmen  und  erkennen  lassen,  so  geht  daraus  hervor,  daß  die  Regenzeit  die  Arten  se¬ 
pariert,  Trockenzei  t  hingegen  die  Species  nivelliert.  Soviel  aber  bereits  über  die  Imagos 
von  perseus  geschrieben  wurde  und  so  oft  auch  beide  Geschlechter  abgebildet  sind,  es  existiert  doch  noch 
keine  Figur  der  Jugendstadien,  und  von  der  Rp  ist  nur  erwähnt,  daß  sie  Gräser  frißt.  —  Im  macromalayischen 
Gebiet  verändert  sich  perseus  etwas,  die  Exemplare  werden  kleiner,  die  Unterseite  verdunkelt,  die  weiße  Längs¬ 
binde  der  Regenzeitform  und  die  Ozellen  treten  zurück.  Es  ist  dies  cepheus  Btlr.,  deren  Type  aus  Penang  cepheus. 
stammt,  die  aber  auch  auf  Sumatra,  Billiton  vorkommt,  wo  nach  Martin  niemals  eine  Trockenzeitform  auftritt. 
Letzteres  gilt  nicht  für  Java,  dessen  Westrasse  alle  Merkmale  von  cepheus  aufweist,  während  im  Osten 
eine  prägnante  Trockenzeit  form  vorkommt,  die  als  prasias  form.  nov.  hervorgehoben  zu  werden  verdient,  wegen  prasias. 
der  gelblichen  Längsbinde  der  Unterseite,  den  nur  punktgroßen  Ozellen  und  vor  allem  wegen  des  violetten  Hauchs 
der  die  Distalregion  der  Hflgl  überzieht.  Auch  die  von  Bali,  Lombok  und  Sumbawa  in  meiner  Sammlung 
befindlichen  perseus  werden  am  besten  mit  cepheus  vereinigt.  —  persa  Sm.,  nach  Exemplaren  der  nassen  Periode  versa. 
beschrieben,  differiert  durch  vermehrten  violetten  Anflug  der  Unterseite  aller  Flügel  etwas  von  prasias,  auch 
markieren  sich  bei  ihr  entsprechend  den  schärfer  kontrastierenden  Jahreszeiten  die  Saisonformen  noch  deut¬ 
licher  als  auf  Java.  Von  den  micromalayischen  Inseln  der  Timor- Gruppe  bekannt  ,  ostwärts  bis  Key  und  Kisser 
gehend.  Lombok-Exemplare  gehören  teilweise  zu  persa,  teilweise  zu  cepheus.  —  lalassis  Hew.,  aus  Gilolo  zuerst  lalassis. 
veröffentlicht,  bedeutet  eine  weitere  melanotische  Progression,  die  Hand  in  Hand  mit  einer  deutlichen  Verklei¬ 
nerung  der  Gestalt  geht.  Hierzu  zählen  auch  Exemplare  von  Celebes,  den  Südmolukken  und  Neu-Guinea. 

—  zia  Btlr.  ist  eine  sehr  kleine  und  zeichnungsarme  Form,  aus  dem  tropischen  Australien.  —  lugens  sia- 
Btlr.,  der  östlichste  Zweig  der  Gesamtart,  mir  unbekannt  und  von  Vate  beschrieben.  —  acarya  Frühst.  (93  b)  ^caryä 
wurde  von  Doherty  auf  Palawan  gefunden.  Das  einzige  vorliegende  Exemplar  im  Januar  gefangen,  scheint 
einer  Intermediatfonn  anzugehören.  Die  Ozelle  der  Vflgl-Oberseite  breit  blaßbraun  umgeben  wie  bei  Trocken¬ 
zeit-Stücken  von  Vorderindien.  Die  Unterseite  mit  an  persa  gemahnender  zierlicher  Zeichnung,  kleinen  Ozellen, 
die  bleigraue  oblonge  Peripherie  aufweisen.  —  caesonia  Wall.,  die  Rasse  der  nördlichen  Philippinen  sich  eng  caesonia. 
an  cepheus  anschließend  und  nach  Exemplaren  der  regenarmen  Periode  beschrieben,  während  igoleta  Fldr.  igoleia. 
eine  Intermediatfonn  kennzeichnet.  Semper  nennt  außer  Luzon  auch  noch  die  Babuyanes  als  Fundort. 

M.  mineus,  eine  ähnlich  protistische  Art  wie  perseus,  aber  im  malayischen  Inselgewirr  schon  etwas 
seltener  als  diese.  Aus  Java  z.  B.  liegt  mir  kein  einziges  Exemplar  vor.  Doch  sind  die  ersten  Stände  genauer 
bekannt,  mineus  wird  mit  perseus  oft  verwechselt,  indessen  ist  das  Speculum  der  Hflgl  größer,  glänzender 
als  bei  perseus  F.,  mit  einem  längeren,  schmalen  Androconienbecken,  das  mit  rotbraunen  oder  grauen  Schuppen 
gefüllt  ist.  Auch  liegen  die  Ozellen  der  Hflgl  zu  einer  geraderen  Kette  aufgereiht.  —  mineus  L.  (  =  drusia  mineus. 
Cr.)  (91  f.)  wurde  von  Linne  nach  der  Regenzeitform  aufgestellt,  während  die  bei  mineus  häufiger  sich  ausbil¬ 
dende  Trockenzeitform  die  Namen  otrea  Cr.  ( =  mamerta  Cr.)  empfangen  hat.  Eine  gemeine  Art,  welche  sich  otrea. 
das  ganze  Jahr  hindurch  zusammen  mit  Orsotriaewi  medus  überall  findet  und  jede  Hecke  und  jeden  Waldrand 
bevölkert.  Die  grünlichweißen,  kugelförmigen,  einzeln  abgesetzten  Eier  werden  vor  dem  Ausschlüpfen  des 
Räupchens  im  Zentrum  erst  ringförmig,  dann  punktförmig  schwarz :  das  Durchscheinen  des  Rpn-Kopfes, 
welcher  intensiv  schwarz  gefärbt  ist.  Die  anfänglich  durchsichtigen  Räupchen  werden  erst  nach  Nahrungs¬ 
aufnahme  grün.  Gemengte,  eben  ausgekommene  Rpn  von  mineus  und  medus  konnten  immer  sofort  richtig 
getrennt  werden  unter  Beachtung  des  schwarzen  Kopfes  der  mineus- Rpn.  Nach  der  2.  Häutung  ist  die 
Rp  weißgrün  mit  einem  dorsalen,  dunkelgrünen  Längsstreifen,  welcher  über  den  hintersten  Segmenten  schwarz- 


344 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


braun  wird;  rechts  und  links  von  der  Dorsallinie  auf  dem  2.,  manchmal  auch  auf  dem  3.  Segment  je  ein  klei¬ 
ner,  schwarzer  Punkt;  Kopf-  wie  Analende  laufen  in  zwei  stumpfe,  kurze,  heller  gefärbte  Zacken  aus.  Nach 
der  letzten  Häutung  wird  die  Rp  rauchgelb ;  der  schwarze  Kopf  zeigt  einige  dunkelgelbe  Flecken ;  die  Zacken 
an  Kopf-  und  Analende  sind  kürzer  geworden;  schwärzliche  Dorsal-  und  Lateralstreifen  und  über  jedem  Fu߬ 
paar  ein  seitlicher,  schwarzer  Fleck;  Körper  fein  gerifft  und  behaart.  Im  allgemeinen  gleicht  die  Färbung 
der  Rp  sehr  abgestorbenen,  dürren  Grashalmen  oder  deren  gelblichen  Scheiden.  Die  Tiere  sitzen  unter  Tags 
tief  unten  in  den  Halmen  an  toten  Scheiden  und  Stielen,  niemals  auf  grünen  Blättern,  und  gehen  nur  des  Nachts 
zum  Fräße  nach  oben.  Sobald  die  Rpn  nicht  mehr  fressen,  verfärben  sie  sich  und  werden  grasgrün,  vielleicht 
weil  sie  sich  zur  Verpuppung  stets  auf  der  Unterseite  von  frischen,  grünen  Blättern  aufhängen  und  die  Puppe 
ebenfalls  grasgrün  gefärbt  ist.  Länge  der  ausgewachsenen  Rp  30  bis  32  mm;  9 — 10  Tage  Puppenruhe;  der 
suhiasciata.  Falter  schlüpft  zwischen  9  und  10  LThr  Morgens  aus.  (Martin).  Als  subfasciata  Moore  ist  eine  Form  beschrieben, 
die  einen  bleichgelbbraunen  Außensaum  aller  Flügel  führt  und  eine  extreme  Trockenform  darstellt,  mineus  kommt 
in  ganz  Indien  vor,  mit  Ausnahme  des  Südens,  wo  sich  als  polydzctci  eine  Lokalform  ausgebildet  hat;  ferner  in 
Tonkin,  Siam,  Annam  wo  ich  die  Art  bis  ca.  1000  m  Erhebung  beobachtete.  Die  Trockenzeitform  ist  dort 
vom  Januar  bis  Ende  April  sehr  häufig  und  in  allen  Abstufungen  vorkommend,  von  Exemplaren  die  noch  kleine 
Ozellen  tragen  bis  zu  solchen  mit  augenloser  einfarbig  brauner  Unterseite.  Vom  August  bis  Oktober  finden 
sich  Intermediatformen  mit  breiter  gelber  oder  gelblicher  Längsbinde  der  Unterseite.  Der  Farbenton  wech¬ 
selt  von  Exemplaren  wie  dem  der  abgebildeten  neovisala,  also  sandgrau,  bis  zu  rotbraun.  Sehr  häufig  sind 
polydecta.  auch  $$  mit  ziemlich  intensivem  violettem  Schimmer.  —  polydecta  Cr.  (92  a)  ist  habituell  etwas  kleiner, 
dunkler,  die  Unterseite  lebhafter  gefärbt,  die  weiße  Medianbinde  der  Unterseite  manchmal  mit  violetter  Be¬ 
grenzung  und  alle  Ozellen  trotz  der  Kleinheit  der  Exemplare  erheblich  größer  als  bei  nordindischen  Exempla- 
justina.  ren.  Auf  solche  Exemplare  ist  der  Name  justina  Cr.  basiert,  der  die  Regenzeitform  umschreibt,  während  poly¬ 
decta  die  Trockenzeitform  bezeichnet,  die  ihrerseits  wieder  von  der  nordindischen  Trockenzeitform  dadurch 
ab  weicht,  daß  die  Unterseite  aller  Flügel  reicher  purpurn  überflogen  ist.  Häufig  an  der  Malabarküste,  in  den 
yiicobarica.  Nilgheries  nordwärts  bis  zum  Bombaydistrikt  vorkommend  und  auch  in  Ceylon  zu  Hause.  —  nicobarica  Moore 
ist  eine  mir  in  natura  unbekannte  verdunkelte  Satellitinselrasse,  deren  Medianbinde  der  Unterseite  vorherrschend 
bräunlich  weiß  gefärbt  erscheint.  Es  ist  sehr  wahrscheinlich,  daß  sich  dieser  Rasse  auch  die  aus  Sumatra, 
Singapore,  Java,  Kangean  gemeldeten  Formen  anschließen  werden.  Die  mir  von  Singapore  und  Sumatra 
macro-  zugänglichen  Stücke  verdienen  analog  der  perseus  cepheus  Btlr.  abgetrennt  zu  werden  als  macromalayana  subsp. 
malnyana.  nov  Habitus  kleiner  als  bei  kontinentalen  Stücken,  die  Unterseite  der  CS  mit  grauvioletten,  statt  weißen  Längs¬ 
binden  und  die  Ozellen  der  Hflgl  mit  violetten  statt  weißen  Linien  umgrenzt  und  deren  gelbliche  Peripherie 
dunkler  und  zierlicher.  —  confucius  Leech  (Bd.  I,  p.  81,  Taf.  29a)  eine  habituell  sehr  kleine  nördliche  (palaearc- 
tische)  Rasse,  vermutlich  aus  höheren  Lagen  West-  und  Zentral-Chinas,  deren  Type  auf  die  unten  monotone  sandfar- 
„onata.  bene  Generation  der  regenlosen  Zeit  gegründet  ist.  —  Als  zonata  Mats,  wurde  die  Formosarasse  beschrieben, 
die  ziemlich  übereinstimmend  mir  auch  von  Hainan  vorliegt,  und  wohl  mit  dem  Namenstypus  der  aus  China 
lustinella.  stammt,  zusammengezogen  werden  muß.  —  justinella  Btlr.  ist  dagegen  eine  wohldifferenzierte  Inselrasse,  die 
mir  nur  aus  Bazilan  und  Mindanao  vorliegt,  aber  in  verschiedenen  Abstufungen  den  ganzen  Archipel  der  Phi¬ 
lippinen  bewohnt.  Hflgl  schlanker,  mehr  gewellt  als  bei  asiatischen  Exemplaren,  Unterseite  der  Hflgl  in  der 
Analgegend  feiner  grauweiß  marmoriert,  Medianbinde  sehr  breit,  distal  zerfasert;  Distalregion  der  weiblichen 
Hflgl  fast  rein  weiß.  Semper  bildet  von  Luzon  zwei  Exemplare  einer  Form  der  Regenperiode  ab,  von  denen 
sich  eines  (Fig.  12)  der  nordindischen  Rasse  nähert,  Fig.  11  aber  anscheinend  der  celebisclien  neva- 
yana  Frühst.  (93  b)  angehört.  Andererseits  ist  es  nicht  ausgeschlossen,  daß  sich  beide  Figuren  auf  eine 
Unterart  von  horsfieldi  Moore  beziehen,  die  weder  Semper  noch  Staudinger  kannten  und  die  mir  aus  Palawan 
vorliegt.  Jedenfalls  bedürfen  die  philippinischen  Formen  der  perseus-mineus- Gruppe  noch  der  Revision. 

Auf  den  kleinen  Sunda-Inseln  lebt  eine  gut  differenzierte  Species,  welche  dort  mineus  L.  ersetzt,  nämlich 
M.  wayewa.  Dieses  besitzt  einen  größeren  Duftspiegel  auf  der  Vflgl-Unterseite,  der  jedoch  mit  einem  kaum 
merklichen  grauen  Schuppenhäufchen  ungefüllt  ist,  des  weiteren  sind  die  Duftpinsel  der  Hflgl  länger  und  heller 
dclicata.  gelb  als  bei  mineus  L.  wayewa  zerfällt  in  vier  Lokalrassen,  von  denen  wir  die  westlichste  delicata  Frühst.  (91  f.) 
abbilden,  delicata  hat  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  justinella  durch  die  fein  marmorierte  Unterseite  der  Hflgl, 
die  Grundfarbe  ist  aber  mehr  cacaobraun  mit  purpurnem  Schimmer  und  beim  $  erscheinen  oberseits  zwei  bis  drei 
lebhaft  gelb  umzogene  Analozellen  der  Hflgl.  Zwei  wohl  markierte  Zeitformen,  jene  der  nassen  Periode  (91  f)  mit 
vorwiegend  gelblicher  Distalpartie  der  Hflgl,  gelber  Medianbinde  und  relativ  großen  weiß  gekernten  Augen.  Die 
Exemplare  der  trockenen  Zeit  führen  eine  weißlich  violette  Längsbinde,  die  ein  monoton  graues  Distalgebiet 
von  der  rötlichbraunen  Basalhälfte  der  Hflgl  abtrennen.  Auf  Lombok  nicht  selten  und  von  600 — 1200  m  Höhe. 
merops.  im  April  bis  Juli  fliegend.  — -  merops  Sm.  von  Sumbawa  und  Adonara  beschrieben,  ist  etwas  ärmer  an  gelblicher 
u-ayewa.  Beschuppung  und  führt  kleinere  Ozellen  der  Hflgl.  —  wayewa  Doli.,  die  Namenstype  von  Sumba,  zeigt  ein  wei߬ 
liches  Analgebiet  der  Hflgl-Oberseite.  Unterseite  dunkelbraun,  leicht  rötlich  überhaucht.  Die  Distal¬ 
partie  vorherrschend  weißlich.  Nach  ihrem  Entdecker  nur  in  den  höheren  und  feuchteren  Regionen  der  Insel 
undulata.  Sumba.  —  undulata  Snell.  wurde  nach  einem  $  diagnostiziert,  bei  welchem  zwei  graubraune  stark  gewellte 
Anteterminallinien  besonders  auf  fallen.  Insel  Flores. 

minois.  M.  minois  Hew.  (91  d)  eine  interessante  Species,  die  in  Ypthima  aphnius  Godt.  von  derselben  Region, 


MYCALESIS.  Von  H .  Früh storfer. 


345 


den  Inseln  der  Timor-Gruppe,  ein  Analogon  in  der  reichen  Entwicklung  hellockergelber  Submarginalfelder  findet. 

Von  dieser  durch  ihre  Kleinheit  und  hervorstechende  Färbung  auffallenden  Species,  die  sich  eng  an  mineus 
anschließt,  sind  bisher  Lokalrassen  nicht  bekannt.  Timor  (Type),  Wetter.  Aus  Neu-Guinea  ist  eine  ,,Caly- 
sisme “  von  Tryon  beschrieben,  deren  Diagnose  ich  nicht  nachlesen  konnte,  weil  das  Original  werk  in  den  Ber¬ 
liner  Bibliotheken  fehlt.  Es  ist  dies  pernotata  Tryon.  (Report  Administr.  Brit.  New-Guinea,  TI,  App.  V.  Bris-  perrwtaki. 
bane,  1890.)  —  Unbekannt  geblieben  ist  mir  auch  infuscata  Macl.  infancatu. 

M.  newayana  spec.  nov.  (93  b)  scheint  mineus  auf  Celebes  zu  ersetzen.  Oberseite  einfarbig  dunkel-  MC"Y' 
mausgrau  mit  zwei  äußerst  feinen,  schwarzen,  zart  gewellten  Anteterminallinien  und  langen  weißen  Cilia.  Vflgl 
mit  einer  nur  mittelgroßen,  ganz  schwarzen,  gelegentlich  schwach,  weiß  pupillierten  rundlichen  Ozelle,  die  gleich¬ 
falls  nicht  immer  verwaschen  clunkelgraugelb  umrandet  ist.  Hflgl  mit  einem  Pinsel  von  langen,  schön  gelben 
Haaren,  die  nahe  der  Flügelbasis  entspringen  und  einen  wie  fein  poliert  aussehenden  glänzenden  Duftspiegel 
überschatten.  Unterseite  aller  Flügel  von  einer  grauweißen  Längsbinde  durchzogen,  die  kleinen  Augen  zuerst 
fein  mattgelb,  dann  grau  umringelt.  Abdomen  oben  dunkel,  unten  hellgrau,  wie  die  Grundfarbe.  Von  Süd- 
Celebes,  Umgebung  von  Macassar,  im  Februar  durch  Dr.  L.  Martin’ s  Jäger  eingebracht. 

M.  horsfieldi.  Diese  distinkte  Art  ist  von  allen  Verwandten  dadurch  zu  unterscheiden,  daß  sich  distal  horsfieldi. 
vom  Speculum  der  Hinterflgl  noch  ein  schmaler,  langer  Androconienfleck,  aus  gelblichweißen,  ungewöhnlich 
großen  Schuppen  bestehend,  befindet,  der  in  keulenförmiger  Gestalt  aus  dem  zentralen,  mit  ebensolchen  Schup- 
•pen  gefüllten  Napf  des  Speculums  herauswächst  und  nur  teilweise  vom  analen  Dufthaarbüschel  überdeckt  wird. 

Die  stark  glänzende  Reibefläche  der  Vflgl-Unterseite  trägt  einen  sehr  großen  ovalen,  mit  braunen  Schuppen 
gefüllten  Napf  an  der  Submediane,  der  bei  den  einzelnen  Lokalformen  ungleich,  aber  stets  etwas  größer  als  bei 
mineus  L.  angelegt  ist.  horsfieldi  findet  sich  in  allen  größeren  Sammlungen  als  ,, mineus “  eingereiht  und  eine 
genaue  Prüfung  des  aufgestapelten  Materials  würde  noch  manche  verkannte  Lokalform  ergeben.  Dr.  Haase 
gab  (Iris,  1886,  S.  105)  eine  Beschreibung  des  dick  aufgetragenen  silberweißen,  seidenglänzenden  Duftfleckes  der 
Hflgl,  nannte  die  Art  aber  irrtümlicherweise  pandocus,  eine  Namensverwechslung  mit  der  gleichlautenden  Yp- 
thima  pandocus  Moore.  Dr.  L.  Martin  hatte  das  Glück,  die  Jugendstadien  zu  entdecken.  Die  Namenstype 
stammt  von  Java,  von  woher  Moore  die  $$  beider  Zeitformen  kannte  und  beschrieb.  Die  west  javanische 
Rasse  geht  auch  auf  Bawean  über  und  von  Batavia  an  bis  zu  ca.  600  m  Höhe  ist  die  Art  auf  Java  nirgends 
selten.  In  Ost-Java  und  auf  Bali  erscheint  bereits  eine  durch  die  Einwirkung  langdauernder  Trockenzeit  ent¬ 
standene  habituell  zurückgebliebene  Rasse,  decia  subsp.  nov.,  unterseits  mit  viel  schmäleren,  mehr  grau  violetten  decia. 
statt  weißen  Längsbinden,  kleineren  nur  undeutlich  bleiglänzend  oder  grau  umringelten  Augen,  die  beim  $ 
der  extremen  Trockenzeitform  analog  der  perseus- prasias  zu  verschwinden  beginnen.  Vom  perseus-  und  mineus -$ 
scheinen  sich  die  horsfieldi durch  das  Vorhandensein  von  zwei  statt  nur  einer  Subanalozelle  der  Hflgl- Oberseite 
zu  unterscheiden.  —  hermana  Frühst,  von  Sumatra  und  Borneo.  :  Androconiennapf  der  Vflgl-Unterseite  reichlich  hermana. 
ein  Drittel  größer  als  bei  Java-Exemplaren.  Unterseite :  Diskalbinden  schmäler,  auf  den  Vf  Igln  mehr  und  klei¬ 
nere  Ozellen,  die  nicht  zu  zwei  Gruppen  vereinigt  sind,  sondern  getrennt  stehen,  was  besonders  auch  bei  dem 
$  auffällt.  Graue  Antemarginallinien  der  Hflgl  dünner.  —  Die  jungen  Räupchen  von  horsfieldi  wollten 
das  gemeine,  überall  wachsende  Gras,  welches  von  medus  und  mineus  gerne  gefressen  wurde,  nicht  annehmen, 
und  man  mußte  ihnen  eine  Anzahl  von  Gramineen  vorsetzen,  aus  der  sie  eine  an  Waldrändern  wachsende  Spe¬ 
cies  auswählten.  Die  Rp  ist  schlanker  als  die  von  mineus  und  statt  rauchgelb  ledergelb,  doch  besitzt  sie  eben¬ 
falls  einen  schwarzen  Kopf  und  die  Gewohnheiten  von  mineus.  Die  grüne  Pp  ist  kleiner  und  schlan¬ 
ker  und  hat  braunrote  Zeichnungen  über  Flügel  und  Abdomen  (Martin).  —  enganoensis  Frühst.  (92  a).  enaano'.'nsis. 
Größer,  dunkler  als  horsfieldi  Moore  aus  Java,  Sumatra  und  Borneo,  mit  breiteren  braunen  Ringen  der  Ozellen 
auf  der  Hflgl-Oberseite.  Unterseite :  Medianbinde  schmäler,  dunkler;  die  Ozellen  deutlicher  graubraun  um¬ 
ringelt,  alle  graubraunen  Antemarginalbinden  namentlich  der  Vflgl  verbreitert.  Engano,  April  bis  Juli.  - 
niasana  Frühst.  Kleiner  als  Exemplare  aus  Sumatra,  Vflgl-Unterseite  mit  wenigeren,  aber  größeren  und  brei-  niasana. 
ter  gelb  umringelten  Ozellen  als  horsfieldi  von  Java.  Diskalbinde  der  Flügelunterseite  breiter,  prominenter, 
ebenso  die  grauweiße  Antemarginalzone.  —  tessimus  Frühst.  (92  a).  Medianbinde  aller  Flügel  grau  anstatt  tessimus. 
weiß,  die  Umsäumung  der  Hflgl-Ozellen  schärfer  gezähnt  und  mehr  zu  deutlicheren  Binden  zusammen¬ 
geschmolzen.  Graue  Antemarginalzone  der  Flügelunterseite  schärfer  abgesetzt  als  bei  den  benachbarten  Ras¬ 
sen.  Nord-Celebes,  Toli-Toli.  —  pfyleus  Frühst.  Kleiner  und  unterseits  mit  noch  prägnanteren  und  lichteren  ptyleus. 
Binden  um  die  Ozellen  ausgestattet  als  tessimus  Frühst.  Alle  Ozellen  heller  gelb  geringelt.  Saleyer,  Flugzeit: 

März.  —  distanti  Moore,  eine  kontinentale  Form  von  der  malayischen  Halbinsel,  oberseits  heller  grau  als  die  distanti. 
Sumatra-  und  Borneo-Rasse,  unterseits  mit  blässerer  Zeichnung  des  Distalgebiets  aller  Flügel.  Von  Perak in  meiner 
Sammlung.  —  muciatius  Frühst.  Größer  als  distanti  Moore  von  der  malayischen  Halbinsel.  Ozellen  mindestens  niucianvs. 
doppelt  so  groß,  deutlich  gelb  umgürtet,  mit  großer  weißer  Pupille.  Distaler  Duftfleck  der  Hflgl  dunkler  als 
bei  allen  horsfieldi.  Meine  Exemplare  gehören  einer  ausgesprochenen  Trockenform  an.  Annam,  November, 

Dezember  von  mir  gefunden.  —  leucinoe  Frühst.  <$ -Unterseite :  Androconiennapf  der  Vflgl  schmäler  als  bei  Icucino  . 
hermana.  Ozellen  größer,  Distalzone  aller  Flügel  breiter  und  lichter  grau  beschuppt.  Palawan,  von  Doherty 
gesammelt  und  von  Jolo  in  meiner  Sammlung.  —  panthaka  Frühst.  (93  b).  Durch  die  große  schwarze,  deutlich  pan /ho  l.n. 
weiß  gekernte  Ozelle  der  Vflgl  erinnert  sie  an  visala  Moore,  ist  jedoch  habituell  wesentlich  kleiner  als  diese. 


IX 


44 


MYCALESIS.  Von  H.  Erithstorfer. 


perseoides. 

intermedia. 

igilia. 

stubdita. 

rnma. 


visnla. 


v) aalet. 

neovisala. 

andamana. 

oculus. 


346 


Unterseits  steht  sie  horsfieldi  leucinoe  Frühst,  von  Palawan  nahe,  entfernt  sich  aber  von  dieser  durch  che  statt¬ 
licheren,  reicher  gelb  umringelten  Ozellen,  besonders  der  Vflgl.  Formosa,  nicht  selten  und  von  der  Südspitze 
der  Insel  (Taihanroku)  bis  ins  zentrale  Gebirge  (Chip-Chip)  im  Juli-August  von  der  Ebene  bis  4000  Fuß  vor¬ 
kommend. 

M.  perseoides  Moore.  <$:  Sexualflecke  der  Vflgl-Unterseite  länger,  breiter  und  heller  braun  als  bei 
mineus.  Speculum  der  Hflgl  mit  langem  schmalen  und  mit  tiefschwarzen  Schuppen  angefüllten  Androconien- 
becken.  Die  Regenzeitform  hat  Moore  als  intermedia  besonders  beschrieben.  Zwei  Subspecies  sind  be¬ 
kannt:  perseoides  Moore  (92  a)  von  Birma,  Tenasserim,  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August,  September  und  Than- 
Moi,  Juni  von  mir  gesammelt.  —  perseoides  läßt  sich  von  perseus  und  mineus  leicht  unterscheiden  durch  den  schlan¬ 
keren  Schnitt  der  Hflgl  und  die  viel  heller  und  ausgedehnter  ockergelb  umzogene  Ozelle  der  Vflgl-Oberseite. 
Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  eigentümlich  fahlgrau  mit  ockerfarbener  Beimischung.  Die  extreme 
Trockenzeitform  erscheint  vom  Oktober  bis  Januar  in  Siam,  Annam,  während  in  Tonkin  Exemplare  der  Regen¬ 
zeitform  Juli  und  August  auf  etwa  300  m  nicht  selten  waren.  —  igilia  subsp.  nov.  wurde  zuerst  von  Bingham 
beobachtet,  von  Gestalt  kleiner  als  nördliche  perseoides,  differiert  sie  oberseits  durch  eine  noch  breitere  gelbliche 
Iris  der  Vflgl-Ozelle.  Der  Sexualfleck  der  Unterseite  ist  breiter  als  bei  mineus.  Von  Mysore. 

M.  subdita  Moore  nähert  sich  perseoides,  von  der  sie  aber  differiert  durch  eine  anale  Doppelozelle  der 
Vflgl-Unterseite.  Sexualfleck  der  Vflgl-Unterseite  ockerfarben,  länger  und  breiter  als  bei  perseoides,  doch 
überschreitet  er  die  weißliche  Medianbinde  der  Vflgl  nicht.  Auch  diese  Art  erscheint  in  zwei  Zeitformen,  Type 
von  Südindien,  wo  sie  von  500  bis  1000  m  Höhe  auftritt.  Bei  Trincomäli  auf  Ceylon  wurde  die  Regenzeitform 
im  August,  die  Trockenzeitform  im  Oktober  und  November  gefunden. 

M.  rania  Moore.  $  oberseits  dunkelbraun  mit  schwarzer  weißgekernter  Ozelle,  die  breit  und  hellgelb 
umrandet  erscheint.  Hflgl  mit  einer  braungelben  Antemarginallinie,  sonst  zeichnungslos.  Ueber  einem  großen 
glänzenden  Duftspiegel  ein  Büschel  langer  gelber  Haare.  Unterseite  schön  gelbbraun,  Zeichnungsverteilung  und 
Sexualorgane  wie  bei  perseoides.  rama  ist  eine  der  seltensten  bekannten  Arten.  Moore  hat  in  den  langen  Jah¬ 
ren  seines  Sammelfleißes  nur  ein  Exemplar  zu  Gesicht  bekommen;  auch  De  Nice  viele  empfing  nur  ein  Stück 
aus  Udagama  leihweise.  —  Ein  der  Trockenform  befindet  sich  im  Berliner  Museum.  Ein  fing  ich  selbst 
auf  Ceylon  im  Jahre  1889. 

M.  visala  muß  als  eine  abweichende  Form  bezeichnet  werden,  die  von  den  bisher  behandelten  Arten 
differiert  durch  die  Stellung  der  hinteren  Disocellulare  der  Hflgl,  die  vor  der  Abzweigung  der  vorderen  und 
mittleren  Mediane  ausmündet,  also  basal  und  nicht  distal  wie  bei  perseus,  mineus  etc.  Die  Zelle  wird  dadurch 
kürzer  und  erscheint  breiter  als  bei  anderen  Species.  Der  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  ist  breiter  als  bei 
mineus,  und  geht  über  die  Medianlinie  der  Vflgl-Unterseite  hinaus,  besitzt  eine  sehr  große  zentrale  Androco- 
nienmulde,  die  mit  gelben  Schuppen  gefüllt  ist.  Speculum  der  Hflgl  mit  sehr  großem  zentralen,  gelb  gefüll¬ 
tem  Schuppennapf.  Valve  breit,  mit  aufgestülpten  Lamellen,  dorsal  und  ventral  in  ihren  mittleren  Partien 
verdickt,  fein  gezähnelt,  dicht  beborstet,  Spitze  chitinisiert.  visala  ist  von  allen  Verwandten  leicht  zu  trennen 
durch  den  spitzen  Flügelschnitt,  die  ungewöhnlich  große  Medianozelle  der  Vflgl  und  die  scharf  gewinkelten 
Hflgl.  Die  Regenzeitform  gleicht  unterseits  sehr  den  mineus  und  ist  von  diesen  sicher  nur  durch  die  Sexual¬ 
flecken  abzutrennen,  aber  die  Trockenzeitform  ist  unterseits  feiner  marmoriert  und  von  zwei  scharf  abgesetzten 
Längsbinden  durchzogen  (91  f).  Es  sind  nur  drei  Subspecies  aufgestellt.  —  visala  Moore,  von  Sikkim  und 
Assam  bekannt,  auch  aus  Zentral-  und  Südindien  erwähnt,  geht  von  etwa  400  bis  1200  m  Höhe.  Die  Trocken¬ 
zeitform  ist  häufiger  und  kommt  auch  in  größerer  Anzahl  nach  Europa  als  jene  der  nassen  Zeit.  Das  Ei  ist 
zumeist  weiß,  halbdurchsichtig  und  wird  einzeln  oder  in  Häufchen  auf  beiden  Seiten  eines  Grashalms  depo¬ 
niert.  Junge  Rp  bleichgrün,  Kopf  schwarz  mit  zwei  undeutlichen  ebensolchen  Kopfhörnern.  Erwachsene 
Rp  nach  der  letzten  Häutung  bleichrötlich,  fein  grünlich  und  gelb  gesprenkelt  mit  blaßgrüner  Dorsal-  und 
schrägen  schwärzlichen  Laterallinien.  Kopfhörner  dann  rot,  dick  mit  kleinen  Tuberkeln  besetzt.  Körper  rauh 
und  ebenfalls  mit  Knötchen  überdeckt.  Pp  grün,  hinter  dem  Thorax  eingeschnürt.  —  neovisala  Frühst.  (91  f) 
erheblich  kleiner  als  visala.  Oberseite  identisch  mit  visala.  Unterseite:  Sexualfleck  an  der  Submarginale 
der  Vflgl  dunkler  gefärbt  als  bei  visala  und  nur  halb  so  lang.  Umringelung  der  Ozellen  und  die  grauen  Median¬ 
binden  prominenter  als  bei  visala.  Regenzeitform,  Tonkin,  Than-Moi,  Juni  bis  Juli;  Trockenform,  Tonkin, 
Chiem-Hoa,  August,  September,  neovisala  beginnt  bereits  in  Tenasserim  aufzutreten,  wo  ich  im  Mai  auf  ca. 
1200  m  Höhe  die  ungeaugte  Form  einsammelte,  und  Dr.  Anderson  fing  viele  Exemplare  im  Mergui- Archipel. 

andamana  Moore  bildet  einen  Rückschlag  zur  mineus-Type  durch  rundlichere  Flügel,  dunklere  Grundfarbe. 
Die  Stellung  der  Ozellen  ist  aber  etwas  verschieden  von  mineus  und  visala.  Deren  Trockenzeitform  entbehrt 
nicht  völlig  der  Ozellen  wie  diejenige  der  kontinentalen  Rassen,  auch  markieren  sich  die  Längsbinden  weniger 
deutlich.  Andamanen,  ziemlich  selten. 

M.  oculus  Marsh.  (92b).  Androconiennapf  der  j Vflgl-Unterseite  rundlich,  mittelgroß,  mit  schwarzen 
Schuppen  gefüllt,  jener  der  Hflgl- Oberseite  etwas  größer,  gleichfalls  mit  schwarzen  Schuppen,  von  einem  sehr 
kurzen,  dünnen,  graubraunen  Strahlhaarpinsel  überdeckt.  Unterseite  mit  schmälerem,  rotgelbem  Vorhof  der 


MYCALESIS.  Von  H.  Frühstorfer. 


34' 


hier  sehr  kleinen  aber  deutlich  weißgekernten  Apicalozelle.  Beide  Flügel  von  einer  weißlichen  Binde  durchzo¬ 
gen.  Südindien  bis  4000  Fuß  Höhe.  Auch  aus  Trichinopolis  in  meiner  Sammlung. 

M.  adolphei  Guer.  (=  onata  Hew.)  (92  b).  Diese  Species  scheint  sehr  selten  zu  sein  und  schließt  adotylui. 
sich  mit  ihren  Duftapparaten  eng  an  die  vorige  an.  Süd-Indien,  Nilgiri-Hills,  woher  die  von  Prof.  Spitz  im 
März  gesammelten  Vorlagen  zur  Abbildung  stammen.  Nach  Moore  geht  die  Art  von  5 — 6000  Fuß  an  wal¬ 
digen  Abhängen  hinauf  und  hat  nur  zwei  Bruten  mit  Regenzeit  Charakter,  die  vom  Mai  bis  August  Vorkommen. 

M.  niamerta  ist  eine  ausschließlich  kontinentale  Species,  die  von  Südchina  ausgehend  bis  Assam  und  mo  „irrte. 
Sikkim  im  Norden  und  die  Anaimalai- Hügel  im  Süden  von  Indien  verbreitet  ist.  In  Tonkin  war  sie  neben 
mineus  die  häufigste  Culapa.  Verglichen  mit  der  aus  Vorderindien  so  wohl  bekannten  malsarcl  ergeben  sich  folgende 
Differenzen  der  chinesisch-tonkinesischen  mamerta  Cr.  (92  c  als  tonkiniana  bezeichnet),  von  der  vor  meiner  Reise 
nur  die  Form  der  regenlosen  Periode  bekannt  Avar,  die  Gramer  nicht  recht  zutreffend  abgebildet  hat.  Oberseite 
beider  Geschlechter :  Heller  braun,  Medianbinde  derVflgl  schmäler.  Die  Einfassung  der  Ozellenreihe  lichter  und 
prominenter  blaugrau.  Die  Ozellen  heller  rötlich  geringelt  .  Antemarginallinien  nach  innen  viel  breiter  gelblich  be¬ 
grenzt.  Auf  den  Vflgl  nur  drei,  statt  vier  Ozellen,  was  bei  10  Exemplaren  zu  konstatieren  war.  Auf  den  Hflgl  ob- 
literiert  zumeist  die  kleine  dritte  Ozelle  zwischen  unterer  Radiale  und  der  oberen  Mediane.  Die  Trockenform  wird 
viel  kleiner  als  die  korrespondierende  f.  rudis  Moore,  unterseits  viel  heller  und  die  Medianbinde,  welche  distal  ge¬ 
legentlich  einen  orangefarbenen  Ton  annimmt,  ist  manchmal  nur  fadendünn.  Hflgl  der  Trockenform  manch¬ 
mal  nur  schwach  gewellt,  mamerta  traf  ich  häufig  an  feuchten  Stellen  neben  dem  Wege  sitzend,  wo  sich  die 
Falter  mit  ihrer  grauen  Unterseite  geschickt  in  ihrer  Umgebung  zwischen  abgefallenen  dürren  Blättern  zu  ver¬ 
stecken  wissen.  Aufgescheucht  bewegen  sie  sich  zuerst  laufend  oder  hüpfend  vorwärts,  um  rasch  Avieder  an  ihre 
alte  Stelle  zurückzukehren,  Aveil  sie  nicht  gerne  und  immer  nur  nahe  dem  Boden  fliegen.  Die  geäugte  Form 
(mausonia  Frühst.)  differiert  von  der  ungeaugten  ( mamerta  Cr.)  außer  durch  das  Vorhandensein  deutlicher  O-  mausonia. 
zellen  auch  noch  durch  eine  breite  Aveiße,  statt  gelbliche  Medianbinde  aller  Flügel.  Durch  Croavley  AATirde 
mamerta  auch  aus  Hainau  gemeldet.  Tonkin,  Than-Moi  und  Chiem-Hoa  auf  ca.  1000  Fuß  von  Juni  bis  Septem¬ 
ber,  Regenzeitform.  Montes  Mau-Son,  2000  bis  3000  Fuß,  April  bis  Mai,  Trockenform.  —  annamitica  Frühst,  annamilica. 
Beide  Geschlechter  etwas  größer  als  bei  mausonia.  Vflgl,  aber  namentlich  die  Hflgl,  stark  geAvellt  mit  deutlich 
hervortretenden  weiß  gesäumten  Ausschnitten.  Medianbinde  der  Unterseite  kaum  durchscheinend,  die  schwär  - 
zen  Ozellen  aber  sehr  deutlich  heraustretend,  kleiner  als  bei  mausonia ,  aber  breiter  und  heller  gelb  geringelt. 
Duftschuppenfleck  der  Hflgl-Oberseite  fast  doppelt  so  groß  als  bei  mausonia  mit  tiefschwarzen  anstatt 
grauen  Schuppen  belegt.  Der  scliAvarze  Kern  im  Duftspiegel  der  Vflgl-Unterseite  breiter  als  bei  mausonia- q  . 

Unterseite :  Die  Medianbinde  breiter  als  bei  mausonia,  lebhafter  gelb  und  deutlicher  heraustretend.  Die  ge¬ 
samte  Submarginalzone  reicher,  fein  hellgrau  marmoriert;  auf  beiden  Flügeln  machen  sich  komplette,  jedoch 
nur  leicht  angedeutete  Reihen  kleiner  Ozellen  bemerklich,  ebenso  eine  schwarze  submarginale  Zickzacklinie. 

Die  Fransen  abwechselnd  schwarz  und  weiß.  Das  weitaus  interessanteste  Charakteristikum  der  neuen  Form 
bildet  jedoch  die  Beschaffenheit  der  sekundären  Sexualcharaktere.  Der  Duftschuppenfleck  der  Hflgl-Oberseite 
ist  nämlich  fast  doppelt  so  groß  als  bei  mausonia  und  mit  tiefschwarzen  anstatt  grauen  Schuppen 
belegt.  Der  sclvwarze  Kern  im  Duftspiegel  der  Vflgl-Unterseite  gleichfalls  breiter  als  bei  mausonia.  Da  nun 
annamitica.  als  Produkt  einer  extremen  Trockenzeit  zu  gelten  hat,  ergibt  sich  aus  dem  Vergleich  mit 
mausonia,  die  eine  feuchtere  Region  bewohnt,  daß  lange  Trockenperioden  günstig  auf  die  EntAvicklung  der 
Duftschuppen  einAAÜrken  und  zunächst  eine  Anhäufung  und  Vermehrung  derselben  bewirken,  Hand  in  Hand  da¬ 
mit  geht  eine  progressive  EntAvicklung  der  Duftschuppenbehälter.  Süd-Annam,  Februar  1910,  auf  dem  Wege 
von  Xom-Gom  nach  dem  Plateau  von  Lang-Bian  auf  ca.  2000  Fuß  Höhe  gesammelt.  Diese  prägnante  neue  Lo¬ 
kalform,  die  wegen  ihres  Flügelschnittes  und  der  ausgedehnten  Duftschuppenflecke  fast  als  Species  zu  rechnen 
ist,  traf  ich  im  Quellgebiet  des  Donnai,  einem  Flusse,  der  auf  dem  Plateau  von  Dran  entspringt  und  bei  Saigon 
sich  mit  dem  Meere  vereinigt.  —  malsara  Moore  entfernt  sich  von  mamerta  oberseits  durch  die  breitere  AAreißliche  mctlsara. 
Medianbinde  der  Vflgl  und  unterseits  durch  das  dunklere  Gesamtkolorit,  soAvie  die  verstärkte  Längsbinde.  Als 
rudis  Moore  ist  die  ungeaugte  Form  benannt,  die  aber  von  der  Regenzeitform  nicht  so  erheblich  verschieden  rudis. 
ist  als  mamerta  von  mausonia,  Aveil  die  Längsbinde  sich  kaum  verschmälert,  nur  unAvesentlich  gelblich  ver¬ 
färbt  ist  und  die  Grundfarbe  dunkel  bleibt  und  stellenweise  mit  purpurnem  Anflug  bedeckt  AA’ird.  SoAveit  bekannt, 
geht  malsara  nirgendwo  über  1000  m  hinauf,  sie  ist  vielmehr  ein  Schmetterling  des  heißen  Terai,  aa'o  sie  manch¬ 
mal  an  feuchten  Stellen  der  Straße  gefunden  wird.  Sie  fliegt  vom  März  bis  November.  Ob  die  atiii  Birma 
registrierten  Stücke  zu  mamerta  oder  zu  malsara  gehören,  kann  ich  aus  Mangel  an  dortigem  Vergleichsmaterial 
nicht  feststellen.  —  lepcha  Moore  (Bd.  1  p.  82),  von  Nepal  und  dem  Nordwest himalaya,  ist  eine  Rasse  mit  A’or-  Jcycha. 
Aviegendem  Trockenzeit-Charakter  und  stark  zurückgebildeten  weißen  Längsbinden.  —  davisoni  Moore,  eine  davisoni. 
interessante  kleine  Form  mit  sehr  deutlicher  Aveißer  Medianbinde  aller  Flügel,  kleineren  und  satter  rot  umringel¬ 
ten  Ozellen.  Sehr  selten,  Moore  Avar  nur  ein  Exemplar  bekannt,  das  in  einer  Höhe  von  3 — 4000  Fuß  in  den 
Anaimali-Hills  (Süd-Indien)  gefunden  wurde.  Mehrere  Exemplare  aus  Trichinopolis  sind  in  meiner  Sammlung. 

—  bethami  Moore,  gleichfalls  in  nur  einem  $  bekannt,  ist  die  ungeaugte  Form  der  vorigen.  Fundort,  Zentral-  bethami. 
provinz  von  Indien. 

M.  nicotia,  von  Avelcher  ZAvei  Ortsrassen  bekannt  sind,  nudgara  Frühst.  (92c)  von  Tenasserim  aus  einer  nudgara. 


MYCALESIS.  Von  H.  Frcthstorfer. 


348 

Höhe  von  4000  Fuß,  mit  doppelt  so  breiter  weißer  Medianbinde  der  Unterseite  aller  Flügel,  zudem  größer; 
nicotia.  bleicher  mit  stattlicheren  Ozellen  geschmückt  als  nicotiaHew.,  die  vom  Nordwest-Himalaya  bis  zu  den  Kliasia- 
Hills  vorkommt,  besitzt  auf  der  Vflgl-Unterseite  einen  an  mineus  und  malsara  erinnernden  braungefüllten  An- 
droconiennapf,  der  bei  Exemplaren  der  Regenzeitform  kleiner  wird.  Die  Regenzeitform  ist  viel  seltener  als 
langt.  langi  Nicev.,  deren  Name  die  Trockenzeitform  umschreibt.  Erstere  trägt  auf  der  fein  marmorierten  Unterseite 
vier  Augen  der  Vflgl  und  sieben  auf  den  Hflgl,  von  denen  der  anale  der  vorderen  und  der  subanale  der  hinteren 
Flügel  die  größten  sind.  Bei  langi  verschwinden  die  Augen  bis  auf  wenige  Rudimente,  welche  wie  bei  nicotia 
durch  eine  gelbliche  Binde  von  der  Basalregion  der  Flügel  abgeschieden  sind. 

»liscHHs.  M.  misenus  Nicev.  steht  der  nicotia  sehr  nahe,  ist  aber  unterseits  wesentlich  dunkler,  und  zeigt  einen 

braunen,  statt  schwarzen  Haarbüschel  am  Androconienbecken  der  Hflgl-Oberseite.  Auch  ist  das  Speculum 
der  Vflgl-Unterseite  größer  und  blasser.  Bisher  ist  nur  die  Regenzeitform  bekannt,  misenus  ist  sowohl  in 
Sikkim  wie  Assam  außerordentlich  selten.  —  sericus  Leecli  (Bd.  1  p.  82,  Taf.  29  c)  ist  eine  Lokalform  des 
westlichen  China. 

heri.  M.  heri  Moore  ist  eine  so  nahe  verwandte  Art  aus  dem  westlichen  Himalaya,  daß  ich  misenus  als 

Lokalform  damit  vereinigen  würde,  wenn  nicht  Bingham  bemerkte,  daß  ihr  der  Duftspiegel  der  Vflgl-Unterseite 
völlig  fehlte.  Mir  ist  die  Species  in  natura  unbekannt,  wenn  aber  letzteres  zutrifft ,  müßte  heri  mit  der  mna- 
sicles- Gruppe  vereinigt  werden.  Wie  misenus,  führt  aber  heri  einen  braunen  Haarpinsel  der  Hflgl-Oberseite. 
Doherty  hat  im  Kumaon- Himalaya  die  nicht  geäugte  Form  entdeckt.  Vflgl  nach  der  Abbildung  Moores 
mit  einer  kleineren  Apical-,  einer  sehr  großen  Analozelle  der  Hflgl.  Oberseite  der  Hflgl  mit  zwei  gleichgroßen 
Subanalaugen,  die  Unterseite  mit  einer  Kette  von  sieben  gelb  geringelten  Ozellen. 

mestra.  M.  mestra.  die  größte  indische  Species,  zerfällt  in  zwei  Ortsrassen,  mestra  New.  (92  c),  von  Assam 

führt  einen  stark  reduzierten  Androconiennapf  der  Vflgl-Unterseite,  der  bereits  so  klein  ist,  daß  er  keine  Schup¬ 
pen  mehr  aufnehmen  kann,  sondern  nur  noch  eine  nackte  glänzende  Mulde  bildet.  Unterseite  fein  marmoriert 
mit  prächtigen,  leuchtend  weißen,  gleichbreiten  Längsbinden.  Vflgl  mit  zwei  Apical-  und  einer  etwas  größeren 
vctus.  Analozelle.  Hflgl  ebenso,  aber  mit  einem  analen  Nebenauge.  —  vetus  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  kleinere 
Rasse  von  Bhutan,  mit  oberseits  beim  ^nahezu  verlöschender  Medianbinde  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler,  Längs¬ 
binde  am  Costalrand  sehr  dünn  einsetzend,  auch  auf  den  Hflgl  schmäler  als  bei  Assam-Exemplaren.  Wird  ge¬ 
legentlich  auch  in  Sikkim  gefunden,  wo  sie  vom  Mai  bis  August  von  5 — 7000  Fuß  Höhe  vorkommt. 

suaveolens.  M.  suaveolens  Wood- Mas.  differiert  oberseits  erheblich  von  mestra  durch  das  Auftreten  einer  mittel¬ 

großen  schwarzen,  weiß  gekernten  Apical-  und  einer  viel  stattlicheren,  aber  geringergelb  gesäumten  Analozelle. 
Den  Hflgl  fehlt  der  zierliche  weiße  Distalsaum,  und  der  Unterseite  der  Vflgl  die  für  mestra  so  charakteristische 
feine  grünliche  Schraffierung.  Selten  in  Sikkim  und  Bhutan,  wo  sie  bis  etwa  1000  m  Höhe  vorkommt,  den 
dichten  Wald  bevorzugt  und  von  März  bis  Juli  fliegt.  Eine  ungeaugte  Form  ist  ebensowenig  wie  bei  mestra 
Ixuijinci.  bisher  beobachtet  worden.  —  kagina  Frühst.  (92  c).  Kleiner  als  suaveolens  Wood-Mas.  von  Bhutan.  Anal¬ 
ozelle  der  Vflgl  größer,  Medianbinde  der  Flügelunterseite  viel  schmäler.  $  etwas  größer  und  blasser  als  das  q  , 
oberseits  mit  zwei  feinen  aber  matt  gelben  Anteterminallinien  der  Hflgl.  Formosa,  Flugzeit  Juni  bis  August 
auf  etwa  3 — 4000  Fuß  Höhe. 

malsarida.  M.  malsarida  Btlr.  bisher  nur  aus  Assam  bekannt,  wo  sie  die  Khasi-  und  Naga-Hills  bewohnt,  ist 

oberseits  einfarbig  schwarz,  gegen  den  Apex  leicht  aufhellend,  und  mit  undeutlichen  braunen  Anteterminal¬ 
linien.  Unterseite  wie  bei  inopia  Frühst.  (91a)  nur  mit  bedeutend  größeren  Ozellen.  Androconiennapf  der  Vflgl- 
Unterseite  sehr  klein,  nicht  größer  als  bei  perseus,  schwarz  gefüllt.  Hflgl  mit  dünnem,  schwarzen  oder  braunen 
Haarpinsel  und  einem  matt  glänzenden  basalen,  lang  behaarten  Duftfleck  der  in  die  Zelle  hineinreicht. 
khusiana .  Zwei  Zeitformen:  malsarida  Btlr.  (Regenzeit)  khasiatia  Moore  (Trockenzeit).  Unterseite  aller  Flügel  nur  basal- 
wärts  schwärzlich,  die  gesamte  Außenregion  grau  mit  purpurnem  oder  violettem  Anflug.  Die  Ozellen  zu  win¬ 
zigen  Pünktchen  reduziert. 

(jotama.  M.  gotama.  eine  ostasiatische  Kollektivart,  welche  von  Hondo  an  die  japanischen  Inseln  bewohnt, 

von  Zentral-  und  Westchina  an  bis  Annam  und  Oberassam  vorgedrungen  ist.  Vier  Unterarten  sind  bekannt  : 
gotama  Moore  (Bd.  1,  p.  81,  Taf.  29  c)  ursprünglich  aus  Shanghai  beschrieben,  mit  gelblichweißer  Längsbinde  der 
Flügel-Unterseite,  dazu  ist  borealis  Fldr.  eine  Form  mit  nach  innen  etwas  nachdunkelndem  Medianband.  Ja¬ 
panische  Exemplare  sind  gewiß  von  chinesischen  verschieden,  doch  zeigen  die  von  mir  in  Nagasaki  gesammelten 
Exemplare  noch  die  von  Moore  erwähnte  gelbliche  Längsbinde  der  Unterseite.  Daneben  aber  treten  bereits 
fulginia.  etwas  größere  Stücke  auf  (fulginia  form,  nov.)  mit  deutlicherem  Apicalocellus  der  Vflgl,  ausgedehnter  gelber 
Peripherie  der  Analozelle  und  breiter  violetter  Medianbinde.  Auch  die  Augenserie  der  Hflgl  markanter.  — 
seriphus.  seriphus  subsp.  nov.  Wesentlich  verschieden  von  der  Kiushiu-Form  ist  die  Rasse  der  Hauptinsel  von  Japan,  von 
südlichen  gotama  leicht  zu  unterscheiden  durch  das  dunkelgrau  schwarze,  statt  gelblich  grüne  Kolorit  der  Unter¬ 
seite,  erheblich  zurückgebildete  Ozellen  und  unterseits  einer  fadendünnen  Längsbinde,  die  noch  dazu  schwärzlich 
überpudert  ist.  Diese  Merkmale  haben  sowohl  zwerghafte  Exemplare,  von  denen  Seitz  (Bd.  1  Taf.  29  c.  5)  eines 
abbildet  und  wie  sie  mir  von  Hakone  vorliegen,  und  auch  solche,  die  an  Größe  nicht  hinter  den  stattlichsten 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


349 

Kiusliiu- Stücken  Zurückbleiben.  Nach  Seitz  sehr  gemein  in  Zentral- Japan  vom  Juni  ab  unter  (Jryptomerien 

in  den  heiligen  Hainen  der  Japaner.  —  niadjicosa  Btlr.  (92  d)  umschreibt  eine  verdunkelte  Satellitinselrasse  mit  madjiro  u. 

kleineren  Augen,  die  nur  eine  kaum  merkliche,  gelbe  Peripherie  aufweisen.  Die  Median  binde  der  Unterseite 

satter  gelb  und  breiter  als  bei  Exemplaren  von  Hondo  und  Kiushiu.  Von  Oshima  und  ishigaki  in  meiner 

Sammlung.  —  nanda  Frühst,  ist  eine  habituell  noch  mehr  zurückgebliebene  Rasse,  <$  oberseits  mit  markan-  nandu. 

ter  gelber  Ozellenperipherie,  weshalb  die  Augen  größer  als  bei  madjicosa  erscheinen.  Die  Augen  sind  aber  beim 

viel  kleiner,  und  die  Längsbinde  der  Unterseite  aller  Flügel  erheblich  schmäler.  Von  Tainan  aus  der  Niederung, 

Flugzeit  Oktober  und  von  Horisha  aus  dem  gebirgigen  Innern  der  Insel  Formosa.  —  charaka  Moore,  wurde  cbaruka. 
wegen  der  größeren  Ozellen  der  Vflgl-Oberseite  von  gotama  abgetrennt .  Die  Augen  der  Unterseite,  nament¬ 
lich  jene  der  Hflgl  sind  aber  eher  kleiner  als  bei  gotama.  —  oculata  Moore  ist  dazu  die  nahezu  ungeaugte  Form  ocututa. 
der  trockenen  Periode.  Bisher  nur  aus  Assam  und  von  Rhamo  bei  Birma  bekannt,  wurde  charaka.  von  mir  in 
Tonkin  und  Annam  in  der  Niederung  und  bis  ca.  400  m  Höhe  in  den  Monaten  Juni  bis  August  und  November, 

Dezember  angetroffen.  —  Parallel  mit  gotama  Moore  und  innerhalb  derselben  geographischen  Grenzen  findet 
sich  eine  zweite  Species,  die  beständig  mit  gotama  verwechselt  wird.  Es  ist  dies  die  dunklere  perdiccas  Moore, 
eine  Art  mit  Duftbüschel  an  der  Submediane  der  Vflgl. 

M.  unica  Leech  (Bd.  1  p.  81,  Taf.  29  c)  nur  in  einem  $  bisher  bekannt,  dürfte  sich  vielleicht  als  unica. 
eine  Aberration  mit  vergrößertem  Apicalocellus  und  fehlendem  Analauge  der  Vflgl-Unterseite  erweisen,  die 
stark  verbreiterte  weiße  Discalbinde  läßt  auf  ein  Produkt  der  Regenzeit  schließen.  Mupin,  China. 

M.  moorei  Fldr.  (92  b).  Diese  aparte  Species  ist  bisher  als  ausschließliche  Bewohnerin  von  Java  be-  moorei. 
kannt,  avo  ich  sie  zudem  nur  im  Osten  der  Inseibis  etwa  2000  Fuß  antraf,  moorei  gehört  zu  den  Waldbewoh- 
nern,  geht  aber  auch  gelegentlich  in  Kaffeegärten,  besonders  während  der  Regenzeit,  wenn  in  diesen  das  Unkraut 
reichlich  wuchert.  Auf  moorei  basierte  Moore  sein  Genus  ,, Indalasa “,  das  von  Cahysisme  de  facto  durch  nichts 
differiert.  Die  Vflgl  zeigen  unterseits  am  Analrand  der  Flügelbasis  einen  mit  grauen  spezialisierten  Schuppen 
belegten,  proximal  spitzen,  distal  verbreiterten  länglichen  Fleck.  Das  Anclroconienbecken  hat  die  Größe 
Avie  bei  mineus  L.  und  ist  mit  schwärzlichen  Schuppen  gefüllt.  Hflgl-Oberseite  mit  relativ  großem  xAndroconien- 
napf,  der  graubraune  Schuppen  enthält,  über  die  ein  dünner,  gelblicher,  Aveißer  Strahlhaarpinsel  hinwegragt. 

Von  moorei  erscheinen  zwei  recht  gut  unterschiedene  Saisonformen,  nämlich:  forma  ternp.  pluv.  moorei  Fldr., 

AA'ie  sie  deren  Autor  abbildet,  mit  einer  großen  und  2 — 3  kleinen  Ozellen  der  Vflgl  und  sieben  deutlichen  Ozellen 
der  Hflgl-Unterseite,  und  forma  temp.  sicc.  kolita  Frühst.  Unterseite:  Distalsaum  aller  Flügel  lichter,  Ozellen  h-olita. 
der  Vflgl  fallen  entweder  völlig  aus  oder  sind  zu  Punkten  reduziert. 

M.  aramis  Hew.  (92b)  steht  in  der  Zeichnungsanlage  der  Flügelunterseite  sehr  nahe  nala  Moore  von  aramis. 
Java,  gehört  jedoch  Avegen  ihrer  primitiveren  Sekundär- Sexualorgane  zu  einer  ganz  anderen  Artenreihe. 

Sie  führt  keinerlei  Duftorgane  auf  der  Vflgl-Oberseite.  Der  Reibefleck  der  Unterseite  ist  schmäler  als  jener  von 
mineus,  aber  länger,  und  trägt  in  seiner  Mitte  nur  einige  kaum  sichtbare  braune  Schuppen,  die  ziemlich  lose  ge¬ 
lagert  sind  und  keinen  kompakten  Fleck  bilden.  Der  Duftspiegel  der  Hflgl  ist  lang,  schmal  und  grenzt  oberhalb 
der  Zelle  an  einen  etwas  schräg  distal  geneigten,  tiefschwarzen,  langen  Schuppenfleck,  AAÜe  er  bei  keiner 
der  bisher  bekannten  indo-malayischen  Mycalesis  existiert.  Der  übliche  Duftpinsel  der  Hflgl  ist  ziemlich  dünn, 
länger  und  dunkler  als  bei  mineus Die  Grundfarbe  oberseits  eigentümlich  rotbraun,  ähnlich  Avie  bei  merops 
Sm.  und  persa  Sm.  von  den  kleinen  Sunda-Inseln.  Zwischen  den  unteren  Medianen  steht  eine  mittel¬ 
große  scliAvarze,  weißgekernte  Ozelle.  Auf  den  Hflgl  schlagen  zAvei  schwarze  Punkte  von  der  Unterseite 
durch.  Die  distale  Flügelpartie  ist  ein  wenig  heller  als  die  basale  Region.  Unterseite :  xAehnlicli  nala  Moore, 
beide  Flügel  bis  an  die  scharf  abgesetzte  Aveißliche  Submarginalbinde  dunkel  rotbraun,  Avie  ein  Samtbelag. 
Marginalzone  bräunlich  mit  einer  schwarzen  antemarginalen  Zickzacklinie.  Die  Submarginalbinde,  welche  ähn¬ 
lich  Avie  bei  nala  verläuft,  weißlich  mit  etwas  fleischfarbenem  Hauche,  costalwärts  breiter,  analwärts  sich  AA'enig 
verschmälernd.  Auf  den  Vflgl  zwei  Aveiße  Punkte,  auf  den  Hflgl  eine  Serie  von  sechs  sehr  kleinen  Ozellen. 

Luzon,  anscheinend  Bergform. 

M.  kina  Stgr.  ist  ausgezeichnet  durch  einen  grau  beschuppten,  langen,  schmalen,  spitzen  Duftstrich,  kina. 
der  auf  der  Flügelunterseite  von  der  distalen  Partie  des  Reibefleckes  (von  der  Submediane  an)  schräg  nach  unten 
in  proximaler  Richtung  verläuft.  Die  Oberseite  gleicht  der  M.  ustulata  (93  a),  ist  aber  etAvas  heller  braun,  führt 
jedoch  denselben  schwarzen,  runden  unge kernten  Augenfleck  der  Medianpartie  der  \Tflgl.  Unterseite  dun¬ 
kel  graubraun  mit  sehr  breiten  satt  rotbraunen  Längsbinden.  Vflgl  mit  ZAvei  Avinzigen  xApical-,  einer  großen 
Analozelle,  Hflgl  mit  einer  Kette  von  sieben  Augen,  von  denen  das  subanale  am  ansehnlichsten  gestaltet,  AA'eiß 
gekernt  und  schön  gelb  umrandet  ist.  \Ton  der  neben  kina  vorkommenden  amoena  Druce,  die  zur  tagala- Gruppe 
gehört,  differiert  kina  durch  die  größeren  Augen  und  das  hellerbraungrau  gefärbte  Distalgebiet  aller  Flügel. 
Exemplare  vom  Kina-Balu  sind  etwas  kleiner  als  durch  Eve r ett  in  Lawas,  mehr  in  der  Niederung,  gefangene  qq. 

M.  thyateira  spec.  nov.  zählt  gleich  kina  und  amoena  zu  den  endemischen  Arten  von  Borneo,  und  Avenn-  thyateira. 
gleich  über  die  ganze  Insel  verbreitet  muß  sie  doch  sehr  selten  sein,  denn  Shelford  envähnt  sie  nicht  in  seinem 
Katalog  der  Borneofalter.  Die  Typen  befinden  sich  in  der  Sammlung  Staudinger,  avo  ich  die  neue  isoliert 
stehende  Species  im  Herbst  191 0  ermittelte.  <$$  oberseits  sehr  nahe  kina.  und  amoena,  aber  hellrehbraun.  Vflgl 


MYCALESIS.  Von  H.  Fbühstorebr. 


350 

mit  zwei  von  der  Unterseite  durchscheinenden  Augen.  Hfigl  an  der  Basis  mit  langem,  gelbem  Haarpinsel. 
Unterseite  Avie  bei  ustulata  (93  a),  jedoch  rotbraun  statt  schwärzlich  und  mit  sehr  breiter,  alle  Flügel  durch¬ 
ziehender  violetter  Medianbinde.  Vflgl  mit  zwei  schwarzen,  weißgekernten,  gelbbraun  geringelten  Ozellen, 
Hfigl  mit  sieben  Augen,  von  denen  das  erste  und  fünfte  am  größten  erscheinen.  Fundort  Brunei  in  Nordborneo 
und  Tandjong  im  Südosten  der  Insel.  Die  Südostborneo-Rasse  ist  kleiner  als  jene  aus  dem  Sultanat  Brunei, 
dunkler,  unterseits  ärmer  an  violett,  dagegen  oberseits  mit  leichtem,  violetten  oder  purpurnem  Schimmer. 

/ uscn m .  M.  fuscum  eine  echt  macromalayische  Species  und  ein  Kind  der  heißen  Tiefebene,  das  kaum  auf 

die  Vorberge  hinaufgeht,  sich  aber  gerne  in  der  Nähe  der  Flüsse  aufhält.  Die  Namensform  fuscum  Fldr.  stammt 
von  der  malayisehen  Halbinsel,  kommt  aber  übereinstimmend  auch  auf  Sumatra  vor,  und  wird  auch  von  Banka 
gemeldet.  Die  sind  dunkelbraun  mit  rötlichem  Hauche  auf  der  Oberseite,  während  die  Unterseite,  beson¬ 
ders  die  der  Hfigl,  gelbrot  gefärbt  ist.  Die  größeren  und  helleren  $$  tragen  auf  der  Oberseite  der  Hfigl  6  Ozellen 
in  einer  gelben  Binde.  In  West- Sumatra  kommen  neben  fuscum die  Distant  (Rhop.  Malay.,  PI.  5,  Fig.  1) 
abbildet,  auch  $$  vor,  bei  denen  die  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite  namentlich  distalwärts  von  einem  breiten, 

dinichc.  rotbraunen  Saum  umgürtet  sind  (^- form .  maeularia  Frühst).  —  däniclie  Hew.  bewohnt  Java.  Dortige  fuscum 
sind  kleiner  als  typische  Exemplare  von  der  Malayisehen  Halbinsel  und  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  dunkler, 
auf  jener  der  Hfigl  viel  heller.  Die  Hfigl  weisen  namentlich  zu  beiden  Seiten  der  Ozellen  eine  breitere  und  heller 
rotbraune  Besäumung  auf.  Java,  Palabuan,  Januar,  dinichc  ist  selten  auf  Java  und  wurde  von  mir  nur  in 
den  Wäldern  am  Südstrande  beobachtet.  Aus  Ost- Java  bekam  ich  die  Art  nie  zu  sehen.  Das  $  ist  mir  unbekannt 
adustuta.  geblieben.  —  adustata  Frühst.,  die  Nordborneo-Form  hat  sich  am  weitesten  vom  nomenklatorischen  Typus 
entfernt  und  fällt  beim  $  durch  den  rotbraunen,  beim  $  durch  den  hell  gelblichgrauen  Farbenton  der  Flügel¬ 
oberseite  auf.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  aufgehellt,  namentlich  auch  in  der  Basalhälfte  der  Flügel,  die  hell 
gelbbraun  ist,  anstatt  schwärzlich  beschuppt,  wie  bei  den  übrigen  Formen  der  Sunda-Inseln.  Die  rotbraunen 
Längsbinden  der  Hfigl  schmäler  als  bei  fuscum  Fldr.  von  Malakka,  alle  Ozellen,  namentlich  auch  jene  im  Anal- 

umsculus.  winkel  der  Vflgl  sehr  viel  größer.  Lawas,  Nord-Borneo.  —  niusculus  Frühst.,  (92  d)  die  Nias-Form  von  fuscum, 
schließt  sich  (wie  dies  auch  schon  bei  anderen  Arten  wiederholt  konstatiert  wurde)  mehr  der  javanischen  Rasse 
an,  als  jener  von  Sumatra.  Sie  ist  noch  etwas  kleiner  als  dinichc  Hew.  von  Java,  die  Oberseite  heller  grauschwarz, 
was  namentlich  beim  $  auffällt.  Die  Unterseite  des  $  erinnert  an  dinichc,  erscheint  jedoch  noch  etwas  heller 
und  gleichmäßiger  rotbraun  gefärbt.  Die  rotbraune  Einfassung  der  Hflglozellen  ist  erheblich  schmäler,  dafür 
verbreitern  sich  namentlich  beim  $  die  hell  gelbgrauen  Ringe,  welche  die  Ozellen  umschließen,  musculus  ist 
des  weiteren  dadurch  charakterisiert,  daß  alle  Ozellen  größer  erscheinen  als  bei  Sumatra-  und  Java-Exemplaren. 
Namentlich  erweitert  sich  die  Analozelle  der  Vflgl-Unterseite.  Nias.  fuscum  differiert  etwas  von  verwandten 
Arten  durch  die  basalwärts  stark  gekrümmte*  mittlere  Discocellulare  der  Hfigl. 

periscelis.  M.  periscelis  Frühst.  (93  b).  $.  Unterseite:  Basalteil  aller  Flügel  schwärzlich  braungrau, 

Distalpartie  hellgrau  mit  fast  weißlichgrauen  Submarginalbinden.  Vflgl  mit  vier  Ozellen,  von  denen 
die  zweite  am  kleinsten,  Hfigl  mit  einem  riesigen  Apicalauge  und  fünf  anschließenden  Ozellen,  von  welchen 
die  zwischen  den  Medianen  gelegenen  wiederum  sehr  stattlich  sind.  Alle  Ozellen  schwarz  mit  weißem  Kern,  gel¬ 
ber  Peripherie,  die  diskal  noch  braun  geringelt  ist.  Um  sämtliche  Augen  lagert  breit  bindenartig  ein  grauvio¬ 
letter  Vorhof.  Hfigl  dann  noch  mit  einer  an  der  vorderen  Mediana  stark  geknieten,  distal  nasenartig  vorsprin¬ 
genden  dunkelbraunen  Medianbinde,  die  sonst  nur  bei  celebischen  Arten  einen  ähnlichen  Verlauf  zeigt.  —  For¬ 
mosa,  Tailianroku,  August,  ■periscelis  scheint  eine  autochthone  Art  zu  sein,  denn  Avir  kennen  keine  Ver¬ 
wandten  aus  den  umgrenzenden  Ländern ;  es  ist  aber  möglich,  daß  Avir  es  mit  einem  philippinischen  Element 
zu  tun  haben,  das  im  Ursprungsland  eben  erst  noch  gesucht  werden  muß.  Das  ist  noch  unbekannt,  und  nach 
dessen  Entdeckung  kann  erst  entschieden  werden,  ob  periscelis  in  die  Nähe  von  fuscum  oder  in  eine  andere 
Artengruppe  gehört. 

ncrida.  M.  nerida  Sm.  Diese  Art  steht  ziemlich  isoliert,  sie  gleicht  in  der  Färbung  und  Flügelform  etAvas 

oroatis  Hew.  von  Java  und  kina  Stgr.  von  Nord-Borneo;  G  rose- Smith  vergleicht  sie  nicht  mit  Unrecht  auch 
mit  tagala  Fldr.  Durch  die  Sexualcharaktere  entfernt  sich  indes  nerida  von  allen  den  genannten  Arten  und  am 
allerwenigsten  gehört  sie  in  die  remulia- Gruppe,  wie  G Rose-Smith  meint,  weil  die  schwarze  Schuppenum¬ 
grenzung  am  unteren  Teile  des  Speculums  der  Hfigl  fehlt,  die  bei  remulia  Cr.,  asophis  Hew.  und  anderen  Formen 
der  remulia-  Gruppe  prägnant  auf  tritt.  Von  der  tagala-'Reihe  entfernt  sich  nerida  durch  den  braunen  zentralen 
Androconienfleck  an  der  Submarginale  der  Vflgl-Unterseite,  den  sie  mit  der  bazochi- Gruppe  gemeinsam  hat. 
Die  Organe  der  Hfigl  fallen  durch  ihre  Einfachheit  auf,  es  ist  nur  ein  hellglänzendes  Speculum  vorhanden  mit 
einer  seichten,  anscheinend  schuppenlosen  Pfanne  und  der  basale  braunschwarze  Duftbüschel.  Milne-Bai, 
dia.  Britisch-Neu-Guinea. — elia  Sm.  (92  d).  In  der  Ausbildung  der  Duftorgane  steht  elia  am  nächsten  nerida-Sm., 
mit  der  sie  morphologisch  sonst  nicht  die  geringste  Aehnlichkeit  hat.  Reibeflecke  der  Vflgl-Unterseite  mit 
einem  prägnanten,  tiefschwarzen  Androconienfleck.  Speculum  der  Hfigl  groß,  hell,  mit  langer,  sehr  tiefer, 
schrvarz  gefüllter  Schuppengrube.  Duftpinsel  bräunlich,  lang  und  sehr  dünn.  An  der  unteren  Peripherie  des 
Speculums  macht  sich  ein  leichter  Ansatz  von  Duftschuppen  bemerkbar.  Deutsch-  und  Holländisch-Neu- 
Guinea.  Oberseite  des  <$  sehr  ähnlich  messene  Hew.  (91b),  aber  mit  schmalem,  schwarzen  Distalsaum,  und  heller 
gelber  Grundfärbung,  die  namentlich  beim  $  in  den  distalen  Partien  sehr  verwaschen  ist.  Vflgl  mit  einer 


MYCALESIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


Medianozelle  und  auch  noch  mit  einem  apicalen  Auge.  Hflgl  mit  einer  Serie  von  fünf  schwarzen,  breit  hellocker 
gelb  umzogenen  Augen.  Häufig  im  schattigen  Buschwald  von  Friedrich- Wilhelmshafen  in  Deutsch-Neu- 
Guinea,  von  März  bis  Juni.  Doherty  fand  die  Art  auch  in  der  Humboldt-Bai  im  September  und  Oktober, 
theophila  Frühst.  <$.  Kleiner,  dunkler,  Flügel  rundlicher,  Ozellen  größer,  Farbenton  kräftiger,  alle  Binden  theophila. 
prägnanter  als  bei  elia.  Unterseite:  Dunkler,  alle  Binden  breiter,  rötlicher.  Die  drei  apicalen  und  die  beiden 
analen  Ozellen  der  Vflgl  zusammengeflossen.  Androconienfleck  der  Vflgl  viel  kleiner.  f  gleichfalls  beiderseits 
dunkler,  mehr  graubraun  als  gelblich.  Aus  Finschhafen,  Deutsch-Neu- Guinea. 

M.  bazochi  Guer.  (=  milena  8m.)  (92  d).  Diese  eigentümliche  Art  hat  Smith  von  der  Ober-  und  Unterseite  hazochi. 
sehr  gut  abgebildet,  besser  als  Gite  rin.  Smiths  Angabe,  daß  milena  eine  hellere  undausgedehnter  braun  gefärbte 
Basalhälfte  der  Flügel  aufweise  als  bazochi,  finde  ich  bei  meinen  Exemplaren  aus  fast  ganz  Neu -Guinea  nicht  bestä¬ 
tigt.  bazochi  erinnert  oberseits  etwas  an  mucia,  unterseits  an  durga  S?n.  Die  sekundären  Sexualmerkmale  ziemlich 
kompliziert,  Vflgl-Unterseite  mit  zentralem  Schuppenhäufchen  im  Reibefleck.  Speculum  der  Hflgl-Oberseite  mit 
einer  flachen,  ziemlich  großen  Pfanne  mit  gelblichen  Schuppen,  nach  unten  umgeben  von  einem  breiten  ,  schwarzen, 
glänzenden  Schuppensaum,  über  den  ein  bräunlicher  Haarpinsel  hinausragt  .  Proximal  der  Submarginale  der  Hflgl 
entspringt  dann  noch  ein  länglicher  zottiger  Büschel  von  braunen  Haaren,  der  sich  auch  bei  oroatis  Hew.,  durga 
8m.  und  mystes  Nicev.  findet.  Unterseite  basalwärts  dunkelbraun,  die  Distalpartie  grau  violett.  Letztere 
wird  durch  eine  mäßig  breite,  rotbraune  Längsbinde  von  der  Innenhälfte  abgeschieden.  Vflgl  mit  drei 
kleinen  Apical-,  einer  größeren  Analozelle.  Hflgl  mit  sechs  Augen,  von  denen  das  vorletzte  am  größten. 

Alle  Ozellen  gelb  umzogen.  Exemplare  von  der  Etna-Bai  in  Holländisch-Neu- Guinea  sind  etwas  kleiner  als  solche 
von  Dorey  und  Kapaur. 

M.  cocodaemon  Kirsch  (92  d)  bildet  mit  evara  Frühst,  eine  Gruppe,  die  durch  eine  schwarze  Andro-  cocodaemon. 
conienansammlung  im  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite  charakterisiert  wird,  cocodaemon  steht  indessen  wieder 
ziemlich  isoliert,  weil  sie  auf  der  Hflgl-Oberseite  außer  einem  sehr  langen  bräunlichen  Duftpinsel  noch  einen 
zentralen  Schuppenfleck  im  Speculum  besitzt,  aber  keinerlei  Androconienansammlung  unterhalb  des  Spiegels 
aufweist.  Unterseite  grauschwarz  mit  leichtem  Purpurschimmer  und  zwei  schwarzen  Längsbinden.  Vflgl  mit 
einer  kleinen  Apical-,  einer  größeren  Subanalozelle.  Hflgl  mit  sechs  ockergelb  geringelten  Augen,  von  denen 
das  fünfte  am  größten  erscheint.  Eine  seltene  Art,  von  Jobi  beschrieben  und  von  dort  in  meiner  Sammlung 
nach  Oberthür  auch  auf  Andai,  Holl. -Neu-Guinea,  vorkommend. 

M.  evara  Frühst.,  <§.  Vflgllänge  23  mm.  In  der  Zeichnungsanlage  der  Flügeloberseite  bildet  evara  eine  evara. 
Kopie  der  mucia  Hew.  durch  ihre  rotbraune  innere  und  breite,  schwarze  äußere  Flügelhälfte.  Auch  der  Costalsaum 
ist  breit  schwarz  gesäumt.  Unterseite:  Diese  erinnert  an  cocodaemon  Kirsch  mit  ihrer  grauvioletten  Grundtö¬ 
nung  und  den  breiten  rotbraunen  medianen  Längsbinden.  Die  Vflgl  tragen  zwei  Ozellen,  die  Hflgl  deren  fünf. 

Auf  den  Vflgl  ist  die  anale,  auf  den  Hflgl  die  subanale  die  größte.  Alle  Ozellen  sind  gelb  geringelt  und  stehen 
isoliert,  mit  Ausnahme  der  beiden  oberen  Apicalaugen  der  Hflgl.  deren  Iris  zusammenfließt.  Wie  cocodaemon 
besitzt  auch  evara  zwei  schwarze  Antemarginallinien,  von  denen  die  innere  stark  gezähnt  ist.  Das  Duftfeld 
der  Hflgl  ist  sehr  breit,  hell  glänzend,  mit  einer  tiefen,  schmalen  Einsenkung  an  der  Subcostale  die  mit  gelblichen 
Schuppen  ausgefüllt  ist.  Darunter  lagert  ein  breiter  glänzender  schwarzer  Schuppenfleck,  der  fast  bis  an  die* 
Flügelbasis  reicht  und  aus  dem  ein  dünner  gelblicher  Haarpinsel  herausstrahlt.  Der  Reibefleck  der  Vflgl- 
Unterseite  ist  zweiteilig  und  besteht  aus  einem  nach  oben  breit  grau  umsäumten  Halbmond,  der  über  der  Sub- 
marginale  lagert  und  bis  an  die  breite  braune  Submarginalbinde  reicht.  Der  Teil  unter  der  Submarginale  ist 
schmal,  aber  sehr  lang  und  durchzieht  fast  den  ganzen  Analrand  der  Vflgl.  An  der  Submarginale  (in  der  Mitte 
des  Reibefleckes)  lagert  ein  Häufchen  gelbbrauner  Schuppen.  Milne-Bai,  Britisch-Neu- Guinea.  Selten,  nur 

in  Koll.  Früh sto reer).  —  evarida  subsp.  nov.,  eine  äußerst  seltene  und  zierliche  Form,  eine  Art  missing  link  evarida. 
zwischen  cocodaemon  und  evara,  und  durch  einen  Halbkreis  von  glänzenden,  tiefschwarzen  Androconien  der 
Hflgl-Oberseite,  der  weniger  ausgedehnt  als  bei  evara,  aber  prägnanter  als  bei  cocodaemon  erscheint,  in  der 
Tat  die  Mitte  haltend.  Flügelschnitt  gleichfalls  intermediär,  auch  der  Habitus,  nur  wenig  größer  als  cocodae¬ 
mon,  kleiner  als  bei  evara.  $  wie  bei  evara,  nur  die  Hflgl-Oberseite  geringfügig  (statt  ausgedehnt)  rotbraun 
angeflogen  .  $  von  rundlicherem  Flügelschnitt,  lichter,  mehr  ockerfarben,  unten  vorherrschend  gelblichrot  statt 
schwarzgrau.  Finschhafen,  ein  Pärchen  in  Koll.  Frtjhstorfer.  Es  dürfte  dies  die  Art  sein,  die  Hagen  als  cocodae¬ 
mon .in  seiner  Liste  der  Tagfalter  aus  Kaiser -Wilhelmsland  aufführt.  Flugzeit  nach  Hagen  Dezember,  Januar. 

M.  taxilides  spec.  nov.,  ist  die  einzige  bisher  bekannte  Species  mit  an  Taxila  thuisto  Hew.  und  Dicalla-  fa.rilidcs. 
neura  arfakensis  Frühst,  erinnernder  dunkelblauer  Färbung  der  Oberseite.  Beide  Flügel  mit  je  einer  weißgekernten, 
schwarzen  subanalen  Ozelle,  während  die  übrigen  nur  schwach  von  der  Lhrterseite  durchschimmern,  sonst 
zeichnungslos.  Unterseite  von  grauer  Grundfarbe,  mit  je  zwei  dunkelbraunen  Längsbinden,  Vflgl  mit  einer  vio¬ 
letten  Transcellularbinde,  Ozellen  wie  bei  barbara  8m.  (92  e)  verteilt.  Speculum  der  Hflgl  mit  schwarzem 
Androconienbecken  und  einem  basalen  Haarpinsel.  Aroa  Gebiet,  Britisch-Neu- Guinea,  aus  4 — 5000  Fuß 
Höhe,  Mai  1905  von  Meek  gefangen,  Type  im  Museum  Tring. 

Die  Synonymie  der  nun  folgenden  drei  Arten  ( aethiops ,  shiva  und  lorna)  und  deren  Formen  ist  noch  nicht 
genügend  aufgeklärt.  Als  M.  aethiops  glaube  ich  nach  der  Abbildung  eine  Species  auffassen  zu  dürfen,  die  aus 
dem  Kreise  ihrer  Verwandten  durch  eine  fast  schwarze  Grundfärbung  heraustritt,  in  der  Zeichnungsanlage  je- 


352 


MYCALESIS.  Von  H.  Frhhstorfer. 


doch  leicht  mit  shiva  Boisd.  zu  verwechseln  ist,  und  ich  vermute  fast,  daß  lorna  Sm.  auch  als  Lokalform  dazu 
gehört,  aethiops  besitzt  ein  stark  glänzendes  Reibefeld  an  der  Costalgegend  der  Hflgl,  aus  dem  der  übliche 
Duftpinsel  herauswächst.  Dieser  Duftpinsel  erscheint  bei  aethiops  dunkelgrau,  bei  shiva  w  e  i  ß.  Das 
Duftbecken  von  aethiops  ist  nach  unten  mit  einem  ziemlich  großen,  tiefschwarzen  Schuppenfleck  besetzt,  der  bei 
shiva  fehlt.  Im  Reibefeld  der  Vflgl-Unterseite  liegt  bei  aethiops  eine  kleine  runde,  tiefe,  grau  glänzende  Grube, 
die  mit  roten  Androconien  gefüllt  ist,  bei  shiva  eine  flache,  rot  glänzende  Mulde  ohne  Androcönieninhalt .  Vflgl 
mit  einer  großen,  braun  umringelten,  Hflgl  mit  drei  ebensolchen  isolierten  Ozellen,  von  denen  die  mittelste  die 
größte  bleibt  .  Unterseite  aller  Flügel  gleichmäßig  schwärzlich,  mit  Ausnahme  der  schmalen,  dunkel  rauchgrauen 
Antemarginalregion.  Ozellen  der  Hflgl  mit  Ausnahme  der  beiden  kleinsten  zwischen  den  Radialen  freistehend. 
aethiops.  aethiops  BÜr.  von  Dorey  beschrieben,  führt  die  reichsten  sexuellen  Merkmale  der  Hflgl-Oberseite,  indem  sich 
etwas  distal  vom  Haarpinsel  noch  ein  deutlicher  Fleck  tief  schwarzer  glänzender  Androconien  einbettet,  der 
shiva  fehlt  und  auch  auf  der  Abbildung  von  lorna  nicht  zu  erkennen  ist.  $  oberseits  fast  ganz  schwarzbraun, 
Vflgl  mit  einer  schwarzen,  aber  rein  weiß  gekernten  Medianozelle,  Hflgl  mit  zwei  etwas  kleineren  Augen,  von  einer 
mattbraunroten  Peripherie  umgeben.  Unterseite  aller  Flügel  basalwärts  tiefbraun,  das  Distalgebiet  grau, 
durch  eine  violette  Längsbinde  separiert.  Vflgl  mit  vier  kleinen  und  einem  großen,  Hflgl  mit  sieben  ziemlich 
gleichgroßen  Augen.  9  anscheinend  noch  unbekannt,  doch  liegt  mir  aus  Finschhafen  das  $  einer  Lokalrasse 
vor,  das  dem  wirklicher^e£Amps-£  nadie  stehen  kann,  und  unterseits  etwas  Aehnlichkeit  zeigt  mit  exheredata  (93  a). 
Oberseite  schwarzbraun,  alle  Ozellen  mit  mattbrauner  Peripherie,  Vflgl  mit  einem  sehr  deutlichen  Apicalauge, 
lomidcs.  Hflgl  mit  fünf  Ozellen.  —  lornides  Frühst.  Heller  braun,  Ozellen  der  Vflgl  gelblich,  anstatt  braun  geringelt. 
Hflgl  mit  fünf  deutlichen  Ozellen,  deren  gelbliche  Peripherie  zusammenfließt.  Unterseite :  Basalhälfte  aller 
Flügel  durch  eine  rotbraune  Binde  deutlich  von  dem  weißgrauen  Außenteil  abgeschieden;  diese  helle  Distal¬ 
region  wird  von  zwei  weiter  entfernt  stehenden  Submarginallinien  durchzogen.  Alle  Ozellen  gelb  statt  braun 
geringelt,  größer,  deren  Peripherie  gleichfalls  zusammenstoßend.  Insel  Mafor. 

lorna.  M.  lorna  Sm.  nach  Exemplaren  aus  drei  Lokalitäten  beschrieben  :  Korrido  (Type),  Jobi  und  Humboldt-Bai, 

dürfte  sich  als  eine  Mischart  heraussteilen,  zweifellos  aber  verschiedene  Lokalformen  umfassen,  da  die  hierher  - 
gehörigen  M ycalesis  bereits  auf  kurzen  Entfernungen  sich  spezialisieren.  So  ist  die  Rasse  von  Mafor  bereits 
copiosa.  wesentlich  differenziert  und  dasselbe  gilt  von  der  nachstehend  beschriebenen  Lokalform.  —  copiosa  Frühst. 
(92  e).  Differiert  von  lorna  durch  den  Reichtum  an  weißer  Distalfärbung  der  Ober-  und  Unterseite  der  Vflgl 
und  die  noch  isolierten  Ozellen  der  Hflgl.  Deutsch-Neu- Guinea.  Nach  Angaben  von  Ribbe  und  Pagenstecher 
findet  sich  auf  Neu-Pommern  und  Neu-Lauenburg  eine  der  lorna  oder  aethiops  verwandte  Art. 

M.  shiva  ist,  abgesehen  von  sekundärse^uellen  Differenzen  von  aethiops  leicht  zu  trennen  durch  das 
■shiva.  rotgelbe  oder  lederbraune  Kolorit  der  Oberseite.  —  shiva  Bsd.,  die  Namenstype,  stammt  ebenso  wie  aethiops 
Btlr.  von  Dorey.  Ozellen  wie  bei  aethiops ,  jedoch  größer,  nur  das  zwischen  der  unteren  Radiale  und  der  vorderen 
Mediana  eingebettete  Auge  stets  kleiner  als  bei  aethiops,  Ozellen  der  Hflgl  nicht  so  gleichartig,  sondern  die 
apicale  und  anale  wesentlich  ansehnlicher  als  die  übrigen,  Gesamtfärbung  der  Unterseite  aller  Flügel  lichter 
amiralis.  als  bei  aethiops.  —  australis  Oberth.  Grundfarbe  lichtgrau,  die  Ozellen  der  Flügelunterseite  fast  gleich  groß. 
gopaka.  Süd-Neu- Guinea,  Deutsch-Neu- Guinea.  —  gopaka  Frühst.  (92  e)  von  Waigiu  (Type)  und  Aru.  Grundfärbung 
der  Oberseite,  besonders  in  der  distalen  Partie  aller  Flügel  und  der  Analregion  der  Hflgl  heller  braun.  Sub¬ 
marginalbinde  der  Hflgl  lichter  gelbgrau.  Außenhälfte  der  Vflgl-Unterseite  graugelb  statt  violett.  2.  Be¬ 
deutend  kleiner  als  $  von  Neu-Guinea,  die  Vflgl-Ozelle  jedoch  viel  größer.  Unterseite:  Distalpartie  aller  Flügel 
weißlichviolett  statt,  braungrau,  Anaiozelle  der  Vflgl  und  Subanalozelle  der  Hflgl  bedeutend  größer,  die  übrigen 
Augen  der  Hflgl  viel  kleiner  als  bei  $  von  shiva  aus  Neu-Guinea  und  auf  der  Abbildung  von  Grose-Smith. 
Nach  Ribbe  existiert  eine  der  shiva  benachbarte  Art  oder  Rasse  auch  im  Bismarckarchipel  (Neu-Lauenburg). 

maura.  M.  maura  Sm.,  die  mir  nicht  vorlag,  aus  Neu-Pommern  bekannt,  gehört  vermutlich  auch  zur  shiva 

aethiops- Gruppe .  Beide  Flügel  gleichen  aethiops,  doch  ist  die  Ozellenperipherie  heller  rotbraun,  und  der  Vor¬ 
hof  deutlich.  Hflgl  auf  dem  Discus  mit  vier  Ozellen,  alles  Charaktere,  die  mehr  auf  die  Zugehörigkeit  zu  shiva 
als  aethiops  schließen  lassen,  wenngleich  sie  Smith  ausschließlich  mit  letzterer  vergleicht. 

b.  M  i  t  Duftfleck  im  Discus  der  Hflgl-Ober  s”e  i  t  e  ( =  Suralaya  Moore). 

orse.is.  Die  einzige  hierzu,  gehörige,  sehr  aparte  Species,  M.  orseis,  bewohnt  Macromalayana  mit  Ausschluß  von 

Java.  Ein  echter  Waldschmetterling,  und  ein  Falter  der  Niederung,  der  kaum  auf  die  Vorberge  hinaufgeht,  orseis 
mit  ihren  Zweigen  schließt  sich  eng  an  die  visala,  perseus- Gruppe  an.  Die  <$  zeichnen  sich  aus  durch  einen 
relativ  großen  submarginalen  Duftfleck  von  spezialisierten  schwarzen  Schuppen  zwischen  den  Medianen  der 
Hflgl,  wie  er  bei  keiner  anderen  asiatischen  Art  vorkommt.  Der  Androconiennapf  der  Vflgl-Unterseite  erinnert 
in  der  Größe  an  visala  Moore,  ist  bei  frischen  Stücken  mit  tiefschwarzen  Schuppen  gefüllt,  die  sich  bei  alten 
Exemplaren  ins  Bräunliche  verfärben.  Das  Becken  der  Hflgl-Oberseite  ist  peripherisch  rotbraun  behaart, 
darüber  ein  sehr  langer,  tiefschwarzer  Haarpinsel,  orseis  ist  neben  der  erst  neuerdings  entdeckten  taxilides 
Frühst,  die  einzige  Culapa  mit  blauem  Schimmer  auf  der  Flügeloberseite  der  <$,  der  sich  jedoch  nur  bei  frischen 
Exemplaren  zu  konservieren  scheint.  Stücke,  die  15  oder  20  Jahre  in  den  Sammlungen  stecken,  verlieren  ihn. 


MYCALESIS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


—  orseis  Hew.  (92  e),  die  Namenstype,  von  Sumatra  beschrieben,  ist  nach  Martin  ein  echter  Schmetterling  des 
Hochwaldes  und  wie  viele  echte  Waldfalter  mit  blauviolettem  Anflug.  Das  <$  hat  auf  der  Oberseite  der  Hflgl 
nahe  dem  Außenrande  zwischen  dem  1.  und  3.  Medianaste  einen  großen,  mattglänzenden  Duftfleck.  Die 
sind  bedeutend  größer,  und  von  matt  grauschwarzer  Oberfläche.  —  nautilus  Btlr.  ist  eine  kleinere  und  unterseits  , mul', ins. 
etwas  lichtergraue  Lokalrasse  der  malayischen  Halbinsel,  die  bis  Tenasserim  und  die  Naga- Hills  in  Assam 
hinaufgeht.  —  borneensis  Frühst,  schillern  lebhafter  und  viel  heller  violett  als  typische  orseis  Hew.  von  borneensis. 
Malakka  und  Sumatra.  Der  eigentümliche  schwarze  Duftfleck  der  Hflgl  ist  viel  kleiner  und  besteht  aus  zwei 
fast  völlig  isolierten  Makeln,  die  bei  orseis  breit  zusammenfließen.  Die  Flügelunterseite  ist  farbenreicher,  alle 
Linien  und  Binden  prägnanter,  die  Ozellen  erheblich  kleiner.  Die  Basalhälfte  aller  Flügel  verwaschen  und  hell¬ 
gelb  anstatt  graubraun.  Ueber  ganz  Borneo  verbreitet.  —  orsina  Frühst.  <$.  Oberseite:  Intensiver  violett  als  orsina. 
Exemplare  aus  Sumatra  und  Malakka,  ohne  jedoch  ebenso  intensiv  zu  glänzen  als  orseis  borneensis  Frühst. 
Unterseite:  Alle  Ozellen  größer  als  bei  den  übrigen  orsehs- Rassen,  fast  ebenso  groß  als  bei  Myc.  dohertyi  Elwes. 

Die  Medianbinde  aller  Flügel  breiter,  die  Ozellen  jedoch  schmäler  grau  umrandet  als  bei  orseis  Hew.  Basal¬ 
hälfte  aller  Flügel  rot-  anstatt  schwarzbraun,  wie  bei  den  Sumatranern,  mehr  an  borneensis  Frühst,  von  Bor¬ 
neo  erinnernd.  Die  subbasale,  schwarze,  gekrümmte  Linie  aller  Flügel  viel  dünner,  kaum  noch  zu  erkennen. 

Nias.  —  flavotincta  Stgr.  $  oberseits  wieder  etwas  matter  als  borneensis -$,  charakterisiert  durch  eine  breite  gelb-  flavotincta. 
liehe  Antemarginalbinde  der  Hflgl.  Unterseite  vorherrschend  gelblich,  statt  grau,  die  Längsbinde  mehr  violett 
und  das  Distalgebiet  aller  Flügel  mit  gelben,  statt  grauen  Submarginalbinden.  Insel  Palawan,  Januar;  selten. 

Doherty  fing  eine  verwandte  Rasse  auch  im  südlichen  Celebes,  über  die  ich  aber  nichts  sagen  kann,  als  daß 
sie  ein  westmalayiscb.es  Element  in  der  Celebesfauna  bedeutet,  und  zugleich  eine  jener  seltenen  Arten,  die  Ce¬ 
lebes  mit  Borneo  gemeinsam  hat,  die  nicht  zugleich  auch  in  Java  Vorkommen. 

IV.  Gruppe.  Vflgl- Oberseite  mit  Duftschuppenbecken  an  der  Submediane,  das  zumeist  von  einem  Haarpinsel  bedeckt 

wird. 

Unterseite  der  Vorderflügel  mit  Androkoniengrube,  deren  Füllung  von  dem  Duftpinsel  der  Hflgl-Oberseite  berührt  wird. 

Hinterflügel  wie  bei  Gruppe  II  und  III. 

a.  Ohne  subapicalen  Duftfleck  der  Vflgl-Oberseite.  (Virapa,  Gareris,  Dalapa  Moore.) 

1.)  $  mit  ungewöhnlich  (4 — 5  mm)  breiter  vorderer  Discocellularis  der  Ilflgl,  die  dadurch  entsteht,  daß  der  Stamm 
der  Radiale  jenseits  der  ersten  Subcostale  tief  konkav  ausbiegt  und  die  erste  Radiale  erst  auf  großer  Distanz  distal  von  ihr 
abzweigt.  Bei  einer  Art  (sudra  Fldr.)  ist  dann  auch  noch  die  Basis  der  ersten  Subcostale  und  die  vordere  Radiale  mit  Aus¬ 
nahme  des  äußeren  Drittels  dick  angeschwollen,  und  mit  einer  tiefen,  durch  Faltung  entstandenen  Rinne  versehen.  Durch 
den  so  eigentümlich  nach  unten  gebogenen  Radialstamm  wird  die  Form  der  Zelle  völlig  verändert,  doch  zeigen  dieses  ganz 
isolierte  Merkmal  nur  die  36  ’  die  5?  entbehren  all  dieser  Kennzeichen  und  schließen  sich  in  der  Discocellularbildung  den 
nicht  zur  perseus- Gruppe  gehörigen  Arten  mit  nach  innen  ausgebogener  Discocellulare  der  Hflgl  an. 

Zu  dieser  Gruppe  gehören  die  zierlichsten  und  zugleich  am  verschwenderischsten  mit  Sekunclärsexual- 
organen  versehenen  Arten,  von  denen  M.  anaxias  die  bekannteste  ist.  Sie  und  ihre  nächsten  Verwandten 
bewohnen  Indien  und  die  Inselgebiete  der  Andamanen  und  Nicobaren.  —  anaxias  Hew.  ursprünglich  von  den  anaxias. 
Nilgheries  beschrieben,  und  nach  einer  Intermediatform  benannt,  ist  die  einzige  Species  mit  weißer  an  Lethe 
rohria  F.  gemahnender  Schrägbinde  der  Vflgl.  Unterseite  sehr  ähnlich  der  deficiens  (92  f),  aber  mit  mehr  als 
doppelt  so  breiter  weißer  Binde,  kleineren  Ozellen  und  beim  $  mit  einer  breiten,  schön  violett  überhauchten 
Längsbinde.  Die  ungeaugte  Form  ist  nicht  erheblich  von  der  Regenzeit-Form  verschieden.  —  aemate  subsp.  aemate. 
nov.  differiert  von  anaxias  aus  Sikkim  durch  größere  Gestalt,  mehr  gelblich  statt  weiße  Binden  der  Vflgl- 
Oberseite  und  einen  breiten  hellbraunen  Distalsaum  der  Unterseite  aller  Flügel.  Birma,  Tenasserim.  Die  von 
Distant  abgebildete  Rasse  der  malayischen  Halbinsel,  bisaltia  subsp.  nov.,  mit  der  Type  von  Perak,  schließt  sich  bisaltia. 
meinen  Exemplaren  von  Assam  an  und  letztere  differieren  wiederum  von  Sikkim-Stücken  durch  die  kleinere  Ge¬ 
stalt,  dennoch  aber  breitere  und  mehr  blau  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Augen  der  Unterseite  zierlicher, 
die  violette  Längsbinde  und  deren  Begrenzung  ausgedehnter.  —  radza  Moore,  von  den  Andamanen  ist  radza. 
eine  wohldifferenzierte  Rasse,  kenntlich  an  der  gerade  abgeschnittenen  Schrägbinde  der  Vflgl  und  einer 
sehr  großen,  breit  gelb  geringelten  Medianozelle  auf  diesen.  Unterseite  mehr  gelbbraun  mit  dem  Fragment 
eines  weißen  Medianstreifens  der  Hflgl.  —  niani  Doh.  von  den  Nicobaren  ist  mir  unbekannt  und  soll  bei  ihr  mani. 
das  Subapicalband  der  Vflgl  noch  ansehnlicher  als  bei  radza  sein.  Hflgl  mit  dnem  violetten  breiten  Discal- 
streifen.  anaxias  ist  mehr  ein  Bewohner  der  Niederung,  doch  ist  von  der  Birmarasse  bekannt,  daß  sie  auf 
2000  m  Höhe  ansteigt.  Flugzeit  anscheinend  das  ganze  Jahr. 

M.  adamsoni  Wats.  ist  eine  sehr  seltene  Art,  bisher  nur  aus  Oberbirma  bekannt  gewesen,  von  mir  aber  adamsoni. 
auch  in  Tonkin  aufgefunden.  Oberseite  mit  von  der  Unterseite  leicht  durchscheinenden  Ozellen.  $  mit  einem 
kurzen  weißlichen  Subapicalstreifen  der  Vflgl,  der  weniger  schräg  als  bei  anaxias  gestellt  ist  und  nach  hinten 
vertikal  abbiegt.  Oberbirma.  —  deficiens  Frühst.  (92  f.)  erinnert  etwas  an  Distants  PI.  7,  Fig.  36  der  Rhopaloc.  deficiens. 
Malayana,  ihr  Kolorit  erscheint  jedoch  noch  dunkler,  weil  die  subapicale  Vflgl-Binde  sich  noch  mehr  verschmä¬ 
lert.  Diese  Binde  geht  zudem  mehr  nach  innen  und  wendet  sich  dem  Zellapex  zu.  Unterseite :  Die  Antemar- 
ginalbinden  heller  und  breiter,  die  Ozellen  deutlicher  weißgekernt.  $.  Die  Vflgl-Binde  verläuft  noch  gerad¬ 
liniger  als  beim  J  und  berührt  fast  die  ähnlich  wie  bei  radza  Moore  deutlich  ausgeprägte,  breit  hellgelb  umrin- 


IX 


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MYCALESIS.  Von  H.  Fr.tthstor.eer. 


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gelte  Ozelle.  Beide  Flügel  zeigen  sehr  deutliche  weißgraue  Antemarginallinien.  Unterseite:  Apex  gelblich- 
grau,  anstatt  weiß.  Auf  den  Hflgln  krümmt  sich  die  graue  Submarginalbinde  innerhalb  der  Ozehen  im  Anal¬ 
winkel  viel  mehr  nach  oben.  Die  Binde  selbst  ist  schmäler,  die  Ozellen  sind  kleiner  als  bei  ancixias.  Tonkin, 
Chiem-Hoa,  August,  September  1900. 

mmxioiäes.  M.  anaxioides  Marsh,  ist  eine  dritte  Species  der  Gruppe,  gleichfalls  größer  als  anaxias,  mit  rundlicherem 

Flügelschnitt  und  etwas  mehr  nach  innen  gebogener,  nach  hinten  breiter  werdenden  Subapicalbinde  der  Vflgl. 
$,  wie  bei  radza  Moore,  mit  deutlicher  Medianozelle  der  Vflgl.  Tenasserim,  anscheinend  selten.  Mir  liegt'nur 
ein  $  einer  Intermediatform  vor,  wie  sie  auch  Moore  abbildet.  Auf  Sumatra  und  Borneo  fehlen  bisher  anaxias- 
Verwandte,  in  Java  treffen  wir  sie  seltsamerweise  wieder  als  sudra  Fldr.,  die  weiter  unten  besprochen  wird, 
als  weiteres  Relikt  der  einstigen  Landverbindung  Java-Tenasserim. 

francisca.  M.  francisca  ist  eine  formenreiche  Kollektivspecies,  die  von  Japan  bis  Annam  und  westwärts  bis  Sik¬ 

kim  verbreitet,  überall  neben  der  ähnlichen  gotama  Moore  vorkommt,  von  der  sie  jedoch  oberseits  im  männlichen 
Geschlecht  leicht  durch  den  großen  schwarzen  Haarpinsel  der  Vflgl  unterschieden  werden  kann.  —  Als  fran¬ 
cisca  Cr.  ist  eine  Trockenzeitform  aus  Südchina  zuerst  abgebildet,  nach  der  Figur  mit  braungrauer,  leicht  violett 
pemcillata.  überhauchter  Unterseite  aller  Flügel.  —  penicillata  Pouj.  gehört  dazu  vermutlich  als  geäugte  Form,  während 
magna,  magna  Leech  (Bel.  1  p.  81)  eine  Zwischenstufe  bildet  und  nach  den  Angaben  ihres  Autors  auf  West-China  be- 
penliccas.  schränkt  ist.  —  perdiccas  Hew.  bezeichnet  eine  besonders  großäugige  Form,  vermutlich  von  der  Hauptinsel 
von  Japan.  Die  japanischen  perdiccas  sind  nicht  nur  nach  der  Jahreszeit,  sondern  auch  lokal  verschieden. 
Das  von  mir  im  Spätherbst  gesammelte  Material  reicht  jedoch  nicht  aus,  um  sich  ein  Urteil  zu  bilden  und  die 
übrigen  mir  aus  Japan  zugegangenen  Exemplare  entbehren  genauer  Angaben  über  den  Ort  und  die  Zeit  ihres 
Fanges.  Ein  Reisender,  der  einmal  in  Yesso  beginnen  und  auf  Okinawa  seine  Touren  beenden  wird,  dürfte  eine 
veredln,  ganze  Reihe  geographischer  Formen  konstatieren  können.  Hier  sei  nur  auf  vereella  subsp.  nov.  hingewiesen, 
deren  Unterseite  den  Abbildungen  im  Bel.  1  Taf.  29  b  und.  von  magna  bei  Leech  entspricht,  vereella  differiert 
von  der  HEWiTSONSchen  Namenstype  durch  die  erheblich  kleinere  Analozelle  der  Vflgl,  die  zurücktretende 
und  mehr  verwaschene  grauviolette  Längsbinde  und  vor  allem  durch  die  winzigen  Medianaugen  der  Hflgl. 
jormosana.  —  formosana  Frühst.  (=  horishana  und  coronensis  Mats. )  ist  eine  melanotische  Inselrasse,  habituell  kaum  größer 
als  mara  (92  c),  somit  wesentlich  kleiner  als  magna  und  francisca  von  China  und  unterseits  mit  kleineren  Ozehen 
hirfia.  als  bei  allen  verwandten  Rassen.  Die  Trockenzeitform  (=  hirtia  Frühst.)  trägt  eine  breitere  violettweiße  Binde 
der  Flügelunterseite.  Anscheinend  nicht  selten  auf  Formosa  und  von  Taiwan  an  der  Küste  (Trockenzeitform  vom 
ulia.  Februar)  bis  ins  gebirgige  Innere  (Regenzeitform  vom  Juli  bis  August)  verbreitet.  —  ulia  Frühst,  von  Tonkin 
bilden  einen  Uebergang  von  magna  Leech  von -China  zu  sanatana  Moore  aus  Assam  und  Sikkim.  Die  Flügel¬ 
form  ist  bereits  ebenso  rund  wie  bei  Exemplaren  von  China  und  die  Flügelunterseite  beginnt  sich  lebhaft  auf¬ 
zuhellen  und  nimmt  fast  den  Farbenton  der  japanischen  Exemplare  an.  Die  Ozellen,  namentlich  die  apieale 
Ozelle  der  Hflgl-Unterseite,  beginnen  sich  zu  vergrößern  und  deren  Ringe  werden  heller  und  breiter  gelb  als 
gomia.  bei  den  anderen  francisca- Rassen.  Tonkin,  Tlian-Moi,  Juni  bis  Juli,  Regenzeitform.  —  gomia  Frühst.  (92c) 
$  mit  29  mm  Vflgllänge,  größer  als  ulia  von  Tonkin  mit  25  mm  Vflgllänge.  Hflgl  ungewöhnlich  lang,  rundlich 
sackartig,  nicht  spitz  wie  bei  Tenasserim  $$  oder  rund  wie  bei  ulia-%.  Vflgl  mit  nur  einer  Ozelle,  die  viel  kleiner 
ist  als  bei  irgend  einer  francisca- Rasse.  Grundfarbe  gleichmäßig  lichtbraun,  ähnlich  der  Tenasserimform.  Flü¬ 
gelunterseite  :  Die  hellgelbliche  Submarginalregion  hebt  sich  deutlicher  von  der  dunkel  grünbraunen  Basalhälfte 
ab,  die  weiße  Medianbinde  ist  ähnlich  breit  und  scharf  wie  bei  mystes  de  Nicev.,  mit  der  gomia  auch  die  scharf¬ 
zackige  schwarze  Submarginallinie  gemeinsam  hat.  Auch  sonst  erinnert  die  Unterseite  von  gomia  stark  an 
mystes  $,  wie  es  mir  aus  Siam  vorliegt  und  wie  es  de  Niceville  abgebildet  hat.  gomia  ist  jedoch  leicht 
von  mystes  zu  trennen  durch  das  Vorhandensein  einer  braunroten  schrägen  Querlinie  der  Vflgl- Unterseite,  die 
vom  Costalsaum  quer  durch  die  Zehe  bis  zum  Analsaum  hinzieht  und  bei  mystes  fehlt.  Bei  mystes  verläuft  die 
weiße  Medianbinde,  die  etwas  unterhalb  dem  Costalsaum  entspringt,  geradlinig,  während  sie  bei  gomia  am 
Costalrande  beginnt  und  mit  proximaler  Neigung  gekrümmt  ist.  Die  Medianbinde  von  gomia  schlägt  nicht 
wie  bei  mystes  nach  oben  durch  und  die  Vflgl-Ozelle  ist  erheblich  kleiner.  Süd- Annam,  Xom-Gom,  Februar; 
Tenasserim,  Tandong,  Mai  auf  ca.  1000m  Höhe.  Tenasserim-^^ differieren  von  sanatana-^ aus  Sikkim  und  As- 
sanatana.  sam  durch  die  deutlich  gewinkelten  Hflgl  und  kleinere  Ozehen  der  Vflgl.  —  sanatana  Moore  ist  eine  in  Bhutan, 
Sikkim  und  Assam  sehr  häufige  Unterart,  weiter  nach  Westen  im  Kumaon-Himalaya  und  Kulu  wird  sie  schon 
seltener.  Man  trifft  sanatana  von  1 — 2000  m  Höhe,  in  Wäldern,  und  zwar  die  Trockenzeitform,  welche  zuerst 
gopa.  bekannt  wurde,  im  Frühjahr  vom  Februar  und  gopa  Fldr.  die  geäugte  Form,  vom  Juni  an.  Zwischenformen 
werden  aber  gefunden,  wenn  am  Anfang  des  Jahres  schwere  Regen  einsetzen.  sanatana.  ist  etwas  dunklerbraun 
mit  grüner  Beimischung  als  gomia  und  gopa,  nähert  sich  am  meisten  der  Formosarasse,  führt  aber  etwas  schmä¬ 
lere  und  weniger  breite  violette  Medianstreifen  der  Unterseite. 

sudra.  M.  sudra  Fldr.  Differiert  von  nala  (93  b)  durch  das  Fehlen  des  subapicalen  Duftfleckes,  den  rundliche¬ 

ren  Flügelschnitt,  die  in  beiden  Geschlechtern  prominenten,  braungelb  geringelten  und  etwas  kleineren  Ozellen 
der  Vflgl,  das  Auftreten  einer  Analozelle  beim  <$.  Die  Flügelform  von  sudra  erinnert  etwas  an  oculatus 
Marsh,  von  Süd-Indien,  gehört  jedoch  durch  das  Vorhandensein  eines  ,,tufts“  an  der  Submarginale  der  Vflgl- 
( Iberseite  in  eine  andere  Gruppe.  Unterseite:  Vflgl  beim  $  und  $  mit  nur  zwei  Ozellen,  während  nala.  deren 


M  Y C  ALE  SIS .  V on  H .  F  eui  i  sto  rfe  e  . 


ÖOÜ 


sechs  besitzt,  von  denen  einige  allerdings  nur  in  Gestalt  von  Pünktchen  auftreten.  Während  ich  nala  ausschlie߬ 
lich  aus  dem  Osten  der  Insel  besitze,  wo  sie  kaum  über  1500  Fuß  Meereshöhe  hinaufgeht,  bewohnt  sudra  mehr 
den  Westen,  fliegt  wohl  niemals  unter  4000  Fuß  Höhe  und  war  besonders  zahlreich  auf  dem  Plateau  von  Pen- 
galengan,  wo  sie  die  Unkräuter  in  den  etwas  vernachlässigten  Kaffeegärten  zu  tausenden  belebte  und.  mit  Y p- 
thima  so  ziemlich  der  einzige  Schmetterling  war,  den  man  an  trüben  Tagen  fangen  konnte.  -  volsina  subsp.  rol.  nm. 
nov.  ist  eine  kleinere  Rasse  des  östlichen  Java,  mit  schärfer  abgesetztem,  bleichem  Distalgebiet  der  Ober¬ 
seite,  und  dunklerbrauner  Randzone  der  Unterseite  aller  Flügel.  Fundort  das  Tenggergebirge  auf  etwa  4000 
Fuß  Höhe.  —  tannis  subsp.  nov.  neu  für  die  Insel  Bali,  wo  sie  von  dem  javanischen  Jäger  des  Herrn  Dr.  Martin  Uinni--. 
gefangen  wurde.  Der  Satellitinselmelanismus  kommt  deutlich  zum  Ausdruck  durch  die  Verdunkelung  der 
Distalregion  der  Oberseite  aller  Flügel  beim  $  und  die  völlig  verdunkelte  braun  überdeckte  Submarginalpartie 
aller  Flügel  bei  beiden  Geschlechtern  auf  der  Unterseite.  Die  gelbliche  Submarginalbinde  des  <$  viel  schmäler, 
beim  $  eher  breiter  als  bei  sudra. 

2.)  ohne  konkave  vordere  Discocellulare  der  Hflgl. 

M.  maianeas.  Neben  oroatis  Hew.  die  sexuell  am  luxuriantesten  ausgestattete  Species  des  makromalai¬ 
ischen  Archipels.  Das  Speculum  der  Hflgl  ungemein  groß,  Kostalrand  stark  konkav  ausgebogen.  Haarpinsel 
weißlich,  Androconienbecken  tief,  schmal  weiß  beschuppt.  Vflgl  an  der  Submarginale  mit  einer  blanken 
Fläche,  darüber  ein  gelblicher  Duftpinsel.  Unterseite  mit  großem  Reibefleck  und  mehlfleckartiger  Ansamm¬ 
lung  weißgelber  Schuppen  an  der  Submarginale.  Zwei  geographische  Zweige  sind  bisher  beschrieben  niai-  maianeas. 
aneas  Hew.  von  der  Malayischen  Halbinsel  und  Borneo,  ausgezeichnet  durch  ein  prächtiges  rötlich  ockergelbes 
Subapicalband  der  Vflgl,  das  beim  $  jedoch,  nur  angedeutet  ist.  —  maia  Nicev  (92  f.)  übertrifft  habituell  in  bei-  mala. 
den  Geschlechtern  die  Borneoform  und  ist  dadurch  charakterisiert,  daß  die  gelbliche  Subapicalpartie  der  Vflgl 
sowohl  beim  $  als  auch  beim  $  erheblich  verdunkelt  ist.  Norclost  und.  Westsumatra,  Banka.  Im  Hochwalde 
der  Vorberge  nicht  häufig,  sie  liebt  es  sehr,  sich  auf  die  nackte  Erde  zu  setzen.  Die  dunkelbraunen,  mit  vio¬ 
lettem  Schimmer  gezierten  <$<§  sind  sehr  zarte  Geschöpfe,  und.  es  ist  kaum  möglich,  ein  völlig  unverletztes  Exem¬ 
plar  zu  erhalten. 

6.  Mit  subapicalem  Duftfleck  der  Vflgl. 

M.  nala  Fldr.  (93  b).  Diese  hochinteressante  Culapa  ist  von  allen  bisher  bekannten  asiatischen  M ymlesis  auf  nala. 
den  ersten  Blick  dadurch  zu  unterscheiden,  daß  sie  auf  den  Vflgln  einen  tiefschwarzen  Duftfleck  trägt,  und  zwar 
distal  von  der  Zelle  zAvischen  den  Radialen  und  der  oberen  Mediane.  Dieser  Sexualfleck  ist  an  der  vor¬ 
deren  Mediane  etwa  5  mm  breit,  verschmälert  sich  nach  oben  etwas  und  besteht  aus  kurzen,  matt  glänzenden, 
dicht  stehenden  Schuppen.  An  der  Submarginale  befindet  sich  eine  weitere  Sexualauszeichnung,  ein  kurzer, 
dünner  Büschel  brauner  Haare,  die  aus  einem  schmalen  schuppenlosen,  ziemlich  flachen  Duftfeld  heraustreten, 
ein  Merkmal,  das  nala  mit  sudra  Fldr.  gemeinsam  hat.  Die  Hflgl  tragen  dann  den  üblichen  Duftpinsel  nahe 
der  Basis  an  der  Abzweigung  der  Subcostale.  Dieser  Haarpinsel  ist  durchaus  hellgelb,  während  der  Wurzel¬ 
teil  des  Duftpinsel  von  sudra  tiefschwarz  bleibt.  Die  Vflgl  fallen  durch  ihren  scharf  geschnittenen,  kaum  ge¬ 
rundeten  Apex  auf  und  sind  viel  spitzer  als  bei  irgend  einer  der  übrigen  Culapa  der  Sunda-Inseln.  Auch  die 
Fühler  sind  wesentlich  verschieden,  dünner  und  hellgrau,  anstatt  gelb  geringelt  wie  bei  sudra  Fldr.  Die  Pal¬ 
pen  und  Füße  von  nala  hellgrau,  jene  von  sudra  braungelb.  Färbung  der  Flügeloberseite  ähnlich  jener  von 
sudra ,  jedoch  gleichmäßig,  dunkel  vandykbraun  mit  einem  leichten  rotbraunen  Hauch.  Flügelunterseite  mit 
Ausnahme  der  scharf  abgesetzten,  gelblichgrauen  Submarginalregion  tiefschwarz,  so  daß  die  proximale  Region 
der  Flügel  wie  mit  Samt  belegt  erscheint.  Die  Vflgl  tragen  sechs,  die  Hflgl  sieben  kleine  Ozellen.  Alles  übrige 
wie  bei  sudra,  nur  erscheint  die  Submarginalzone  verschmälert  und  mit  dunkleren  Schuppen  überstreut.  Von 
Sumatra  und  Borneo  sind  seltsamerweise  bisher  noch  keine  nahestehenden  Arten  bekannt,  während,  sich  in 
Tenasserim  und  Malakka  anaxoides  als  verwandte  Species  findet.  West-Java,  ziemlich  selten.  Häufiger  im 
Osten,  südlich  von  Malag  im  Kalkgebirge  bis  500  m  und  auf  den  Vorbergen  des  Tenggergebirges  bis  ca.  000  m. 

Das  ganze  Jahr  über,  aber  vorwiegend  März,  April. 

V.  Gruppe.  Hflgl  mit  einem  subcostalen  und  einem  subbasalen  Haarpinsel. 

a.  Vflgl  Unterseite  ohne  tiefes  Androconienbecken.  ( Myrtilus  Nicev.) 

M.  mystes  Nicev.  Von  dieser  seltenen  Species  sind  bisher  nur  2  g  der  Trockenform  und  1  $  der  Regen-  mystes. 
Zeitform  bekannt.  Mir  glückte  es  in  Siam,  das  $  aufzufinden,  das  ebenfalls  der  Trockenform  angehört  und  von 
de  Nicevilles  Figur  seines  mystes -$  nur  durch  rundlicheren  Flügelschnitt,  größeren  Ozellus  der  Vflgl  und 
breitere  Medianbinde  der  Flügelunterseite  differiert.  —  tunicula  form.  nov.  (93  a).  Siam,  im  Januar  auf  ca.  tunicula. 
500  m  Höhe.  Die  geäugte  Form  kommt  der  mara  Frühst.  (93  b)  sehr  nahe,  doch  führt  sie  vier,  statt  einer  Sub- 
apicalozelle  der  Vflgl-Unterseite.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  daß  sich  mystes  nur  als  Lokalrasse  der  nach¬ 
folgenden  Species  herausstellt  . 

M.  sangaica,  eine  chinesische  Species  mit  einer  Abzweigung  auf  Formosa,  ist  in  den  Sammlungen  noch  sangaica. 
sehr  selten.  —  sangaica  Btlr.  (Bd.  l,p.  81,  Taf.  29  b),  aus  der  Mongolei  beschrieben,  ist  die  nördlichste  Ortsrasse. 

■ — parva  Leech(  Bd.l,p.81,  Taf.  29  b),  eine  interessante  Gebirgsform.  und  mara  Frühst.  (92c  und  93b)  kleiner  als  mara. 
sangaica,  und  dunkler,  mit  breiteren  weißen  discalen  Längsstreifen  der  Flügelunterseite  und  größeren 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


356 

Ozellen,  was  besonders  bei  den  $$  auffällt.  Formosa.  Kanshirei  <$,  15. — 30.  Juni;  Taihanroku  2.  1. — 7.  Juli 
1908;  Shinchiku  und  Hokuho,  Juli  bis  September. 

dohertyi.  M.  dohertyi  kommt  in  Macromalayana  mit  Ausschluß  von  Java  vor  und  ist  einer  der  seltensten  Schmet¬ 

terlinge.  Dr.  Martin  fing  auf  Sumatra  in  13  Jahren  nur  vier  Exemplare.  Von  Waterstradt  empfing  ich 
nur  das  eine  $  aus  Sammlungen,  welche  über  20  000  Exemplare  enthielten,  und  von  Perak  sind  nur  zwei  Paare 
bekannt,  und  zwar  <j>,  welche  Doherty  1889  oder  1890  dort  entdeckte,  sowie  ein  $  und  $  in  meiner  Samm¬ 
lung.  Zwei  geographische  Rassen:  dohertyi  Elw.  (93  a)  aus  Perak  beschrieben,  erinnert  durch  die  Zeichnung  der 
Unterseite  sehr  an  das  Genus  Ragadia  und  bildet  so  einen  gewissen  Uebergang.  Mycalesis  dohertyi  und  Ra- 
gadia  crisia  tragen  über  die  ganze  Unterseite  beider  Flügel  drei  dunkle  Längsbänder,  deren  äußerstes  sich  an 
die  marginale  Ozellenreihe  anlehnt;  hellere  Zwischenräume  liegen  zwischen  den  dunklen  Bändern.  Bei  Ra¬ 
gadia  findet  sich,  jedoch  nur  auf  dem  Vflgl,  noch  ein  viertes,  völlig  basales,  dunkles  Band.  Januar,  April,  Sep- 
excclsior.  tember.  —  excelsior  Frühst.  $  Oberseite:  Heller,  alle  Ozellen  größer,  lichter  und  ausgedehnter  gelbgrau  gerin¬ 
gelt  als  bei  dohertyi  Elw.  von  Malakka.  Unterseite :  Die  dunklen  Binden  verschmälert,  die  hellgrauen  verbrei¬ 
tert,  gleichfalls  heller  gelb  geringelt  und  beiderseits  von  einer  breiteren  grauen  Einfassung  umgeben. 
Nord-Borneo,  Kina  Balu,  1  $  Koll.  Fruhstorfer. 

atrata.  M.  atrata  Rbr.  bewohnt  die  Molukken,  besitzt  unterseits  etwas  Aehnlichkeit  mit  messene,  gehört  aber 

wegen  der  Duftauszeichnung  der  Submarginale  der  Hflgl- Oberseite  zur  oroatis- Gruppe  der  Mycalesiden.  Herr 
Röber  bemerkt,  daß  außer  dem  üblichen  basalen  Duftbüschel  der  Hflgl  atrata  auch  noch  einen  Haarpinsel 
an  der  Submarginale  aufweist.  Ob  die  Vflgl  ein  Duftbecken  besitzen  oder  nicht,  wird  nicht  erwähnt;  ich  ver¬ 
mute  deshalb,  daß  es  fehlen  wird,  weil  es  Röber  sonst  gewiß  beschrieben  hätte.  Batjan.,  sehr  selten. 

durga.  M.  durga,  die  einzige  papuanische  Repräsentantin  dieser  eigentümlichen  und  weit  verstreuten  Arten¬ 

gruppe,  in  Gestalt  und  Färbung  sehr  nahe  sliiva  Bsd.,  bazochi  Guer.  (92  d),  maladeva  Bsd.  und  anderen  Arten 
aus  Neu- Guinea,  aber  leicht  von  allen  zu  unterscheiden  durch  einen  subbasalen  Pinsel  langer  schwarzer  Haare 
jobina.  der  Hflgl,  die  am  Costalsaume  auch  noch  einen  gelben  Duftbüschel  aufweisen.  Drei  Lokalrassen:  jobina  Frühst. 
(93  a).  Größer  als  durga  Sm.\  dunkler  rotbraun  mit  rundlicheren  Hflgln.  Ozellen  der  Vflgl  kleiner,  mehr 
in  der  schwarzen  Grundfarbe  der  Vflgl  aufgehend.  Oberseite  aller  Flügel  sonst  genau  wie  durga.  Die  Unter¬ 
seite  von  jobina  nähert  sich  viel  mehr  bazochi  Guer.  Die  Ozellen  von  jobina  sind  nämlich  ebenso  groß  als  bei 
bazochi  und  viel  größer  als  bei  durga.  Die  distale  Medianbinde  der  Vflgl  erscheint  sehr  breit  schwarzbraun, 
cxhcredata.  Avie  bei  bazochi,  anstatt  rotbraun  wie  bei  durga.  Insel  Jobi,  von  Doherty  entdeckt.  —  exheredata  Frühst.  (93  a) 
aus  Kaiser-Wilhelmsland,  nach  Hagen,  nicht  selten  im  schattigen  Wald  und  nahe  dem  Boden  fliegend.  Ober¬ 
seite  mit  größeren  Ozellen,  unterseits  ausgezeichnet  durch  dunkler  braune  Längsbinden  und  satt  ockergelb, 
statt  prächtig  rotgelb  umringelte  Ozellen.  Auch  ist  die  Grundfarbe  durchweg  dunklergrau  als  bei  durga  Sm. 
von  der  Humboldtbai  undDorey.  $  größer  als  das  (J,  unten  erheblich  lichter,  die  rotbraunen  Binden  zu  beiden 
Seiten  breit  gelblichgrau  aufgehellt,  Ozellen  oben  größer  als  beim  lebhafter,  mehr  orangegelb  geringelt, 
der  schwarze  Apicalsaum  fehlend  und  deshalb  das  vordere  Auge  deutlich  heraustretend. 

Subgenus  Lohora  Moore. 

Vom  Subgenus  Gulagxi  leicht  zu  trennen  durch  den  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  abzweigenden  zweiten 
Subcostalast.  Untere  Discocellulare  der  Vflgl  stark  basal  ausgebogen,  jene  der  Hflgl  nahezu  auf  die  Gabelung 
der  vorderen  und  mittleren  Mediane  stoßend.  Vordere  Discocellulare  der  Vflgl  kurz,  aber  sehr  deutlich,  jene 
der  Hflgl  lang.  Mittlere  der  Vflgl  mäßig  lang,  gerade,  die  der  Hflgl  basal  eingebogen,  erheblich  länger.  Eine 
gut  umschriebene  Artengruppe  und  mit  einer  stark  variierenden  Ausnahme  dem  celebischen  Gebiet  zu  eigen. 

a)  Hflgl  ohne  subbasalen  Haarpinsel. 

a.  Vflgl  ohne  Androconienfleck  und  ohne  Duftpinsel.  ( Loliora  Moore). 

dexamenus.  M.  dexamenus.  Diese  Celebes  eigentümliche  Art  zerfällt  auf  der  Insel  selbst  in  drei  Lokalrassen:  dexa* 

liienus  Hew.  Type  aus  Tondano,  von  Wallace  gesammelt.  Exemplare  aus  Toli-Toli  machen  bereits  einen 
Avesentlich  dunkleren  Eindruck  als  solche  der  Minahassa  und  noch  düsterer,  mit  oberseits  tiefer  braunroten 
Hflgln  präsentieren  sich  solche  von  der  Insel  Lembeh.  dexamenus  zählt  zu  den  echten  Waldschmetterlingen 
und  Avird  ebenso  Avie  die  übrigen  gelben  Celebes  Lohora  leicht  zur  Beute,  wenn  Bananenköder  längs  Bach¬ 
läufen  an  besonders  schattigen  Stellen  des  Urwaldes  ausgelegt  werden.  Die  koketten  Falter  sitzen  dann  in 
ihren  für  Mycalesiden  auffallend  lichten  Gewändern  einzeln  oder  zu  zweien  auf  den  Früchten,  an  denen  sie  so 
gierig  saugen,  daß  sie  nur  selten  die  Annäherung  des  Jägers  bemerken.  Mir  fielen  auf  diese  Art  mehrere  100 
dinon.  zur  Beute.  Minahassa,  Toli-Toli,  November,  Dezember,  Insel  Lembeh.  dinon  Hew.  Wegen  der  breiten,  hell¬ 
gelben  discalen  Region  der  Vflgl  galt  diese  Lokalform  bisher  stets  als  besondere  Art.  Ich  traf  sie  bis  3000  Fuß 
Höhe  und  glaube,  daß  dinon  das  ganze  Jahr  über  fliegt.  Makassar,  Patunuang,  Januar  und  Lompa-Battan, 
trawsiens.  3000  Fuß,  März.  —  transiens  Frühst.  (91  e).  Diese  eigentümliche  Form  kombiniert  in  sich  die  Charaktere  von 
dexamenus  von  Nord-Celebes  auf  der  Flügeloberseite  und  von  dinon  von  Süd-Celebes  auf  der  Flügelunterseite. 
Die  Oberseite  differiert  von  dexamenus  durch  das  etwas  hellere,  proximal  schärfer  abgesetzte,  apicale  Schwarz 
der  Vflgl,  in  dem  sich  die  schwarzen  Ozellen  deutlicher  als  bei  dexamenus  markieren.  Die  Hflgl  erscheinen  um 


MYCALESIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


weniges  heller;  bei  flüchtiger  Betrachtung  können  tmnsiens  und  dexamenus  oberseits  leicht  verwechselt  werden. 

Mit  dinon  von  Süd-Celebes  besitzt  tmnsiens  auf  der  Flügeloberseite  keinerlei  Analogien,  weil  die  bei  dinon  so 
markante  breite,  hellgelbe  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  gänzlich  fehlt.  Die  Hflgl  von  tmnsiens  sind  zudem 
von  hellgelber  anstatt  wie  bei  dinon  von  schwärzlicher  Grundfarbe.  Die  Unterseite  von  tmnsiens  harmo¬ 
niert  dagegen  so  vollkommen  mit  dinon,  daß  sich  nur  wenige  wesentliche  Unterschiede  hervorheben  lassen. 

Bei  dinon  ist  nämlich  der  rotbraune  proximale  Halbmond  von  der  unteren  Ozelle  durch  einen  4  nun  breiten 
gelblichen  Hof  getrennt,  bei  tmnsiens  dagegen  kaum  2  mm  entfernt.  Bei  typischen  demmenus  von  Nord- 
Celebes  verringert  sich  die  Distanz  noch  mehr  und  der  Ozellenvorhof  nimmt  eine  violette  (anstatt  gelbe)  Färbung 
an.  tmnsiens  differiert  dann  des  weiteren  noch  von  dinon  durch  den  dunkleren  Anflug  am  Costalsaum  der 
Vflgl,  die  etwas  breitere  braune  Medianbinde  und  die  weniger  scharf  gezackte  innere  antemarginale  Wellenlinie 
der  Hflgl.  dinon  und  tmnsiens  besitzen  gemeinsame  Sekundär- Sexualcharaktere,  durch  welche  sie  sich  von 
dexamenus  von  Nord -Celebes  entfernen.  Beiden  gemeinsam  ist  ein  schmaler  tiefschwarzer  Schup¬ 
penfleck  nahe  der  Basis  auf  der  Subcosta  der  Hflgl-Oberseite,  der  distal  vom  gelblichen  Duftpinsel  sich 
bettet  und  der  bei  dexamenus  von  Nord-Celebes  fehlt,  ebenso  bei  der  verwandten  ophthalmicus  Westwood, 
bei  haasei  Röber  von  Banggai  aber  wieder  vorhanden  ist.  Die  Mutationsfähigkeit  der  Duftflecke  bei  dexa¬ 
menus  bildet  eine  weitere  Ergänzung  des  bei  malsara,  mausonia  und  annamitica  Frühst.  Gesagten.  Auch  hier 
ist  Avieder  der  springende  Punkt  die  Variabilität  der  Duftorgane  innerhalb  einer  Species  und  Begründung  der 
Modifikationsmöglichkeit  durch  geographische,  respektive  klimatische  Ursachen.  Progression  der  Duftap- 
parate  in  regenärmeren  *)  und  Reduktion  derselben  in  feuchten  **)  Landstrichen. 

M.  filmara  Frühst.  (91  f).  Grundfarbe  hell  orangegelb,  ähnlich  jener  von  Myc.  ophthalmicus  Westw.  tilmara. 
von  Celebes.  Vflgl  mit  einem  (ähnlich  wie  bei  dinon  Hew.)  breiten,  schrägen,  schwarzen  Apicalfleck.  der  pro¬ 
ximal  zwischen  der  mittleren  und  unteren  Mediane  etwas  ausgebuchtet  ist,  im  apikalen  Teil  sich  bis  auf  2  mm 
der  Zelle  nähert  und  sich  im  Analwinkel  unter  M  3  plötzlich  verschmälert.  Von  der  Unterseite  schlagen  zwei 
sclrwarze  weißgekernte  Ozellen  durch.  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  Antemarginallinien.  Die  Basis  etwas  dunkler. 

Unterseite :  Ziemlich  gleichmäßig  rotgelb  mit  deutlichen  braunroten  Medianbinden  und  einem  auffallend  hell¬ 
gelben  Halbmondfleck  innerhalb  der  unteren  Vflgl-Ozelle.  Zwei  schwarze  und  eine  proximale  rotbraune 
Wellenlinie.  Ozellen  wie  bei  dexamenus  von  Nord-Celebes,  nur  etwas  kleiner  und  heller  braun  geringelt.  Die 
rotbraune  Medianbinde  der  Hflgl  schmäler  als  bei  dexamenus .  Grundfärbung  rötlichgelb  anstatt  schwärzlich¬ 
braun  und  der  Hof  der  analen  Vflgl-Ozelle  doppelt  so  breit  und  lebhaft  hellgelb.  Duftapparat  der  Hflgl 
ähnlich  A\de  bei  dexamenus,  der  Reibefleck  etwas  größer,  heller,  Strahlhaarpinsel  hellgelb,  anstatt  braun,  til¬ 
mara  ist  etAvas  kleiner  als  dexamenus  und  wenn  sich  Uebergänge  finden  auf  den  Inseln  zAvischen  Celebes  und 
Sangir,  kann  sie  später  als  Subspecies  mit  dexamenus  vereinigt  werden.  Sangir. 

M.  ophthalmicus  Westw.  (91  e).  Diese  als  „Messaras“  beschriebene  Species  schließt  sich  durch  ihre  ophthalmi- 
Sekundär- Geschlechtsauszeichnungen  eng  an  dexamenus  und  haasei  an  und  besitzt  gemeinsam  mit  diesen  cus- 
ein  schmales  mattglänzendes  Androconienfeld  der  Hflgl-Oberseite,  das  von  einem  dünnen  Duftpinsel  überdeckt 
Avird.  Auf  den  Vflgln  fehlt  beiderseits  jede  Geschlechtsauszeichnung.  Durch  unipupillata  Frühst,  von  Ost- 
Celebes  Avird  ophthalmicus  mit  haasei  Röb.  verbunden,  besonders  durch  die  gleichartigen  Zeichnungsanlagen 
der  Hflgl-Unterseite  und  die  helle  Gesamtfärbung.  Talisse-Insel,  Insel  Lembeh,  Toli-Toli. 

M.  haasei.  Dieselbe  Geschlechtsauszeichnung  Avie  dexamenus  tmnsiens  Frühst.  Androconienfleck  der  haasei. 
Hflgl-Oberseite  etAvas  schmäler.  Zwei  Subspecies:  haasei  Uhr.  Bangkai.  Oberseits  dunkel  rotbraun  mit 
grauschwarzem  Distalsaum,  der  durch  eine  licht  ockergelbe  Longitudinalzone  von  der  dunkleren  Basalpartie 
aller  Flügel  abgesondert  AA-ird.  Unterseite  Avie  bei  der  nächsten  Form.  —  unipupillata  Frühst.  (91  e).  Viel  heller  unipupil- 
als  haasei,  Submarginalbinden  der  Hflgl-Unterseite  stärker  geAvellt.  Die  Oberseite  der  Flügel  zeigt  große  Aehn-  lafa- 
lichkeit  mit  ophthalmicus  Westw.  Fundort,  Tonkean,  Ost-Celebes. 

M.  deianira  Hew.,  die  vierte  celebische  Species  der  Lohora- Gruppe,  Vflgl  ohne  Sexualauszeichnung,  deianira. 
wodurch  sie  leicht  von  der  gleichfarbigen  pandaea  Hpff.,  der  nächsten  Artengruppe,  geschieden  Averden  kann. 

Oberseite  Avie  dexamenus  an  Clerome  menado  Hew.  gemahnend.  Grundfarbe  rotbraun,  auf  den  Hflgln  nach 
außen  aufhellend,  auf  den  Vflgln  aber  nach  dem  Apex  zu  in  grünsclnvarz  übergehend  und  mit  einer  schAvarzen 
Medianozelle  auf  letzteren.  Unterseite  wie  bei  deianirina,  doch  gelblich  statt  schwärzlich  und  die  Anteterminal- 
linien  näher  zusammengerückt.  Nord-Celebes,  bisher  nur  aus  der  Minahassa  bekannt. 

h.  Vflgl  mit  schwarzem  Haarpinsel  an  der  Submediane  ( Celebina  Frühst.,  Physcon  Nicev.). 

M.  pandaea,  gleichfalls  bisher  nur  von  Nord-Celebes  aufgedeckt,  und  dort  bereits  in  zAArei  Ortsrassen  pandaea. 
oder  Zeitformen  auftretend.  —  pandaea  Hpff.  aus  der  Minahassa,  etwas  größer  als  deianira  und  ohne  die  schwarze 
Medianozelle  der  Vflgl-Oberseite.  —  deianirina  Frühst.  (92  f).  Submarginallinien  aller  Flügel  stärker  geAAellt.  deianirina. 


*)'  Süd-Celebes  mit  trockenem  Klima,  deshalb  liebte  Wälder,  deren  Baumvegetation  häufig  von  Grassavannen  unter¬ 
brochen  wird. 

**)  Nord-Celebes  mit  nassem  Klima  und  echt  tropischem  und  zusammenhängendem  Urwald,  der  fast  immer  vom 
Regen  trieft.  Im  Süden  die  hellen,  im  Norden  die  dunklen  Formen. 


358 


ORSOTRLENA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Vflgl  dunkler,  Hflgl  namentlich  im  Analwinkel  heller,  Hflgl-Unterseite  mit  vier  anstatt  drei  Ozellen.  —  Sehr 
selten  in  Toli-Toli,  November,  Dezember. 

cnw.  M.  erna  Frühst.  (92 f).  Vflgllänge  29  mm.  Oberseite:  Grundfarbe  der  Flügel  rötlichgelb  in  allen 

Abstufungen,  am  hellsten  im  Medianteil  der  Vflgl,  am  dunkelsten  an  der  Basis  der  Hflgl.  Basis  der  Vflgl  eben¬ 
falls  rötlichbraun  angelaufen,  ebenso  die  innere  Begrenzung  des  intensiv  tiefschwarzen  breiten  Apicalbezuges, 
welcher  etwas  nach  innen  ausgezackt,  sich  allmählich  verschmälernd,  nach  dem  Analwinkel  zu  verläuft. 
Hflgl  mit  schwärzlichem  Costal-  und  Marginalsaum,  zwei  dünnen  Submarginallinien  und  durchscheinenden 
Ozellen  der  Unterseite,  sonst  zeichnungslos.  Ich  fing  von  dieser  hochaparten  Art  nur  ein  Exemplar  am  Bua- 
Kraeng,  Süd-Celebes,  in  5000  Fuß  Höhe,  im  Februar. 

ln  tja.  M.  inga  Frühst.  (92  f)  oberseits  ein  getreues  Spiegelbild  der  Clerome  sulana  Frühst.  Basalpartie  aller 

Flügel  dunkelrotbraun,  Vflgl  nach  dem  Apex,  Hflgl  nach  dem  Distalsaum  zu  schwärzlich.  Sonst  völlig  zeichnungs¬ 
los.  $  größer  als  das  unterseits  mit  breiteren  braunen  Längsbinden.  Sula-Besi,  von  W.  Doherty  ge¬ 
funden. 

li)  Hflgl  mit  basalem  Haarpinsel  (Loesa  Moore). 

Die  einzige  Species  dieser  Gruppe  bewohnt  Macromalayana  und  differiert  durch  die  kürzere  Zelle  der  Hflgl  von  den 
eigentlichen  Loliora ,  indem  die  hintere  Discocellulare  innerhalb  der  Gabelung  der  beiden  Medianäste  einmündet,  auch  ist  die 
mittlere  gerade. 

oroatis.  M.  oroatis  Hew.  Type  von  Java,  wo  die  Art  sehr  selten  ist.  Das  $  ist  noch  unbekannt.  Mir  liegen  vier 

aus  dem  Westen,  eines  aus  dem  Osten  der  Insel  vor,  die  unter  sich  nicht  abweichen.  Doherty  hat  oroatis 
auch  auf  Bali  gefunden,  oroatis  ist  ausgezeichnet  durch  einen  Büschel  dünner  gelblicher  Haare,  der  ungefähr 
über  der  Mitte  der  Submarginale  der  Hflgl  entspringt.  Dieser  Haarbüschel  gab  Anlaß  zur  Gründung  des 
„Genus  Loesa “,  das  nur  eine  Species  enthält,  da  sämtliche  beschriebenen  Formen  mit  oroatis  kombiniert  wer- 
aslulala.  den  müssen.  Java.  Trockenzeitform  von  mir  nicht  beobachtet.  —  ustulata  Bist.  (93  a)  bewohnt  den  Fuß 
der  Vorberge,  zusammen  mit  orseis  und  fuscum\  die  dunkelste  der  gelben  Arten  in  Sumatra.  Die  JA  besitzen 
ein  leuchtendes  Rotbraun,  die  bedeutend  größeren  $$  ein  mattes  Hellbraun  als  Grundfarbe  beider  Flügel.  Ma- 
surkhu.  layische  Halbinsel,  Nordost-  und  Westsumatra.  In  Tenasserim  erscheint  als  große  Seltenheit  surkha  Marsh., 
die  dort  in  zivei  Zeitformen  auftritt  von  der  surkha  (—  fervida  Btlr.)  auf  die  ungeaugte  Form  basiert  ist,  die 
auf  Sumatra  und  Java  anscheinend  nicht  zur  Ausbildung  gelangt.  Im  übrigen  schließt  sich  die  Tenasserim- 
rasse  eng  an  ustulata  Bist,  an,  so  daß  sie  Elwes  überhaupt  nur  als  die  Abweichung  der  regenlosen  Periode 
galten  lassen  will. 

Gattung  Orsotriaeua  Wallgr. 

Wenngleich  die  beiden  Species  dieser  Gattung  im  allgemeinen  Habitus  sich  eng  an  Gulapa  anschlie¬ 
ßen,  und  die  Struktur  der  Hflgl  kaum  von  jenen  der  perseus- Gruppe  differiert,  muß  das  Genus  dennoch  se¬ 
pariert  gehalten  werden,  weil  nur  der  Stamm  der  Costale  der  Vflgl  aufgeblasen  erscheint,  und  die  Augen  nackt 
sind.  Die  sekundärsexuellen  Organe  sind  sehr  primitiv.  Vflgl  mit  einer  Einfaltung  oberhalb  der  Submediane, 
die  einen  schwarzen  (medus)  oder  gelben  ( jopas )  Haarstern  trägt.  Hflgl  oberseits  mit  einem  Büschel  langer 
Borsten  in  und  jenseits  der  Zelle  zwischen  der  hinteren  Mediane  und  der  Submediane.  Die  hintere  Discocel¬ 
lulare  der  Hflgl  mündet  distal  von  der  Zelle  auf  die  Gabelung  der  beiden  Meclianadern.  Nach  Beobachtungen 
Martins  differieren  die  Rpn  der  Gulapa  unter  sich  nur  unerheblich,  während  die  O-rsotnaena-Raupen  eine 
völlig  verschiedene  Lebensweise  führen  und  durch  die  schlankere  Gestalt  und  längeren  Kopfhörner  sogleich 
von  den  Rpn  der  Gulapa  ab  weichen. 

mcdus.  0*  medus,  von  Vorderindien  bis  zu  den  fernsten  Südseeinseln  verbreitet,  tritt  am  Festlande  von  Indien 

in  drei  Zeitformen  auf,  die  sich  weiter  östlich  als  Java  auf  den  Inseln  nicht  mehr  konstatieren  lassen.  Auf 
einigen  Inseln  wie  Borneo  existieren  jedoch  Exemplare  mit  schmaler  und  solche  mit  breiter  Medianbinde  der 
Flügelunterseite.  —  medus  F.  (=  dorisCr.),  auf  Exemplare  der  Regenzeitform  gegründet,  gleicht  unterseits  der 
hcs io nc.  abgebildeten  zipoetina  (91  a),  doch  fehlt  der  ausgedehnte  Bleiglanz  der  Hflgl.  -  hesione  Cr.  ist  eine  Interme- 
diatform,  bei  der  die  Ozellen  der  Unterseite  aller  Flügel  bereits  verkleinert  sind,  aber  die  weiße  Medianbinde  noch 
runeka.  erhalten  ist.  —  runeka  Moore  eine  Form  der  trockenen  Periode  mit  ausfallenden  Augen,  aber  noch  deutlich  er- 
iurbaiu.  haltener  weißer  Mittelbinde  undturbata  Frühst.  (91a),  eine  extreme  Trockenzeitform,  bei  der  sowohl  die  Ozellen 
dem  Verschwinden  nahe  sind,  wie  denn  auch  die  Mittelstreifen  fehlen  oder  nur  durch  einen  schwarzgrauen 
Schatten  angedeutet  sind.  Durch  ganz  Indien  mit  Ausnahme  des  Südens  bis  etwa  1000  m  hinaufgehend.  Rpn 
mandata.  an  Reis  und  Gras.  —  mandata  Moore  bewohnt  das  südliche  Indien  und  Ceylon,  bleibt  etwas  in  der  Größe  hinter 
der  nördlicheren  Rasse  zurück,  führt  aber  erheblich  breitere  discale  Längsstreifen  und  größere  mehr  braun 
mundosa.  statt  rot  umringelte  Ozellen  der  Unterseite  aller  Flügel.  —  Als  mandosa  Btlr.  ist  die  Trockenzeitform  benannt. 

Auf  Sumatra  werden  häufig  Exemplare  mit  vergrößerten  Ozellen  und  schöner  bleiglanzartiger  Peripherie  ge- 
zipoetina.  fanden,  auch  mit  verwaschenem  Silberglanz  zwischen  den  Augen  (f.  zipoetina  Frühst.  [91  a]).  Nach  Martin 
werden  auf  Sumatra  die  weißlich-grünen,  kugelförmigen  Eier  einzeln  auf  der  Unterseite  von  Grasblättern 
abgesetzt  und  trüben  sich  vor  dem  Auskommen  der  Räupchen  milchigweiß ;  das  eben  ausgeschlüpfte  Räupchen 


MANDARINIA.  DRUSILLOPSIS.  Von  H.  Frfhstorfer. 


359 

ist  weiß  und  wird  erst  nach  der  ersten  Nahrungsaufnahme  grün.  Nach  der  2.  Häutung  sind  die  Räupchen 
weißgrün,  ohne  jede  dunklere  Dorsalzeichnung,  besitzen  sehr  lange,  gabelförmig1  divergierende  Kopf-  und  Anal¬ 
zacken,  welche  beide  zart  rosa  gefärbt  sind;  der  ganze  Körper  zeigt  eine  feine,  quere  Riffung  und  leichte  Be¬ 
haarung.  Nach  der  letzten  Häutung  sind  die  Zacken  an  Kopf  und  Anus  noch  länger,  fast  doppelt  so  lang^ge- 
worden  und  zeigen  noch  die  erwähnte,  feine  Rosafärbung,  während  in  bezug  auf  die  Gesamtfärbung  der  Rp 
sich  zwei  Typen  unterscheiden  lassen:  1.  weißlich-gelbe  Rpn,  welche  gegen  die  Verpuppung  hin  immer  heller 
werden,  und  2.  rosa  gefärbte,  bei  welchen  die  Färbung  der  Zacken  den  ganzen  Körper  überzieht.  Beide  Typen 
besitzen  auf  beiden  Seiten  über  den  Beinen  einen  cremeweißen  Lateralstreifen.  Die  häufig  wagrecht  aus¬ 
gestreckten  Zacken  am  Kopfende  fordern  sehr  zum  Vergleiche  mit  einer  Blattschnecke  mit  hervorgestreckten 
Fühlern  heraus.  Die  Rpn  verbergen  sich  nie  tief  in  den  Halmen,  sondern  bleiben  immer  hoch  in  der  Nähe  der 
gleichfarbigen  Aehren  sitzen  und  fressen  unter  Tags.  Die  zur  Verpuppung  aufgehängte  Rp  wird  gelb  weiß, 
wie  reifer  Hafer.  Die  Ppn  hängen  ebenfalls  hoch  an  den  Halmen  und  sind  gelbbräunlich,  manchmal  mit  gol¬ 
denem  Metallschimmer.  Da  sich  die  Rpn  nicht  an  horizontal  stehenden  Blättern,  sondern  an  vertikal  stehenden 
Halmen  aufhängen,  so  ragt  die  Pp  in  einem  kühnen  Bogen  vom  Hahn  ab.  Die  ausgewachsene  Rp  mißt  35 
bis  37  mm.  Nach  genau  9  Tagen  kommt  der  Falter  aus,  morgens  zwischen  9  und  1 1  Uhr.  Von  Celebes  an 
bis  Neu-Guinea  treten  nur  noch  Exemplare  auf  mit  fadendünner  weißer  Mittellinie,  die  als  licium  Frühst,  be-  licium. 
zeichnet  wurden.  Von  Neu-Pommern  liegen  wiederum  Stücke  vor  mit  fast  ebenso  ausgedehntem  Median¬ 
strich,  wie  wir  ihn  bei  den  Süd-Indiern  beobachten.  Diese  dürften  zu  mutata  Btlr.  gehören.  —  modestus  mutata. 
Misk.  endlich  ist  die  australische  Rasse  der  Gesamtart,  von  Cooktown  in  Queensland  bis  Tlmrsday-Island  modestus. 
verbreitet. 

0.  jopas  bewohnt  Celebes  und  die  Sula-Inseln.  Die  Duftfalte  unterhalb  der  Submarginale  der  Vflgl  jopas. 
von  jopas  ist  größer,  tiefer,  besser  entwickelt  als  bei  medus.  Die  Duftpfanne  anscheinend  mit  helleren  Schup¬ 
pen  gefüllt,  der  Duftpinsel  etwas  gelblicher  und  länger.  Der  Costalsaum  der  Hflgl  gleichfalls  heller  als  bei 
medus  und  die  matt  seidigglänzenden  Büschel  kürzer,  anliegender.  Dufthaare  sowohl  der  Zelle  als  Avie  unter¬ 
halb  der  Zelhvand  etwas  entwickelter  und  länger.  Von  jopas  bleiben  drei  Lokalrassen  zu  rubrizieren:  pauper-  pauper  a  da. 
cula  Frühst.  (91  a).  Kleiner  als  die  Celebes-Rasse.  Antemarginallinien  auf  der  Oberseite  aller  Flügel  deutlicher. 

Unterseite :  Die  Aveiße  Medianbinde  der  Flügel  schmäler,  reiner  Aveiß  und  schärfer  abgesetzt.  Die  Umgrenzung 
der  Ozellen  der  Hflgl  ausgedehnter  und  heller.  Die  Ozellen  selbst  mehr  oval,  größer  und  strichförmiger  Aveiß 
gekernt.  Sula-Besi  von  Doherty  gesammelt.  —  jopas  Hew.,  ohne  genauere  Vaterlandsangabe  als  Ostindien 
ihrem  Autor  bekannt,  der  sie  für  eine  Aberration  von  medus  hielt,  ist  einer  der  häufigsten  Falter  in  der  Nähe 
menschlicher  Wohnungen  im  nördlichen  Celebes,  größer,  dunkler  als  paupercula.  Von  mir  bei  Toli-Toli  im 
November,  Dezember  häufig  gefunden.  —  mendice  subsp.  nov.  ist  das  Produkt  einer  Gegend  mit  Aveniger  mendice. 
Regenfall,  im  südlichen  Celebes  vom  September  bis  Dezember  auftretend.  Kleiner  als  jopas,  mit  helleren  Aveißen 
Binden  und  Antemarginallinien,  und  von  paupercula  differierend  durch  die  verdunkelten  Antemarginallinien 
der  Hflgl-Oberseite. 


Gattung’  Mandarinia  Leech. 

Die  fundamentalen  Differenzialcharaktere  dieses  eigentümlichen  Genus  vergaß  Leech  in  seiner  Dia¬ 
gnose  zu  erwähnen,  nämlich  die  nicht  aufgeblasene  Basalpartie  sämtlicher  Aderstämme  der  Vflgl  und  die 
scharf  zugespitzte  Hflglzelle.  Mandarinia  ist  des  weiteren  von  Gulapa  differenziert  durch  die  an  Euploeen, 

Taenaris  und  Antirrhaea  gemahnende  konkave  Ausbuchtung  des  Analrandes  der  Vflgl  und  die  breite  Haar¬ 
bürste  der  Hflgl,  die  an  die  eigentümlichen  Duftapparate  auf  der  Vflgl-Unterseite  von  Antirrhaea  philoctetes  L. 
erinnert. 

Nur  eine  Species  M.  regalis  Leech  (Bel.  I,  p.  80,  Taf.  29  a),  bisher  nur  von  China  bekannt,  avo  sie  nach  regalis. 
Leech  sehr  lokal  und  nicht  häufig  ist.  Sehr  wahrscheinlich  wird  regalis  auch  noch  in  Yunnan  entdeckt  Averden, 
von  wo  aus  die  Art  ja  nur  nach  Tonkin  gelangt  sein  kann,  avo  von  mir  eine  Ortsrasse  baronesa  Frühst.  (93c)  baroncsa. 
aufgefunden  Avurde.  Mit  27  mm  Vflgllänge  kleiner  als  regalis  Leech,  die  stets  30 — 32  mm  Vflgllänge  auf- 
Aveist.  Die  blaue  Schrägbinde  der  Vflgl  viel  schmäler,  namentlich  im  oberen  Teile,  die  einzelnen  Flecken  stehen 
isolierter  und  sind  distal  tiefer  eingeschnitten.  Die  Binde  verläuft  auch  nach  innen  unregelmäßiger,  erreicht 
meistens  nur  die  Submarginale  und  ist  wegen  ihrer  geringeren  Breite  viel  Aveiter  vom  Analwinkel  entfernt, 
d.  h.  nach  innen  gerückt.  Die  Schrägbinde  selbst  ist  dunkler  blau.  Tonkin,  Than  Moi,  Juni  bis  Juli.  $  rund- 
flügeliger,  mit  blasser  blauer  Submarginalbinde,  die  erheblich  schmäler  als  beim  <$  erscheint. 

Gattung’  1>rusillopsis  Frühst.  (=  Hamadryopsis  Oberthür,  nom.  nud.) 

Dieses  eigentümliche  Genus,  dessen  einzigen  bisher  bekannten  Vertreter  Doherty  in  Holländisch- 
Neu-Guinea  entdeckte,  muß  infolge  der  aufgeblasenen  Adern  der  Vflgl  und  dem  Duftpinsel  am  Costalrande 
der  Hflgl-Oberseite  in  die  Nähe  der  Mycalesiden  gestellt  werden.  SoAA'eit  sich  das  Geäder  nach  Oberthür’s 
Figuren  beurteilen  läßt,  zeichnen  sich  die  Hflgl  durch  eine  ebenso  spitze  abgeschlossene  Zelle  aus  als  die  Gat¬ 
tung  Mandarinia,  doch  stößt  bei  Drusillopsis  die  hintere  Discocellulare  auf  die  Gabelung  der  beiden  vorderen 


360 


PALZEON  YMPHA .  RAGADIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Medianen  der  Hflgl,  und  mündet  nicht  distal  von  dieser  wie  bei  Mandarinia.  Stellung  und  Gestalt  aller  Disco- 
cellularen  wie  bei  anderen  papuanischen  Culapa. 

dohertyi.  D.  dohertyi  Oberth.  $.  ($  =  Hamadryopsis  drusillodes  Obert.,  $).  Das  $  gleicht  einem  Hamadryas-Wäxm- 

chen,  das  $  einer  sehr  kleinen  Taenaris  ( Drusilla  olim)  und  bieten  die  beiden  Geschlechter  ein  Beispiel  weit¬ 
gehendsten  Sexualdimorphismus,  ähnlich  jenem  von  Elymnias  agondas  Bsd.,  das  Oberthür  verleitete,  auf 
eine  Species  zwei  Genera  zu  errichten,  denen  jedoch  keinerlei  systematischer  Wert  zukommt,  weil  jede  Gat¬ 
tungsdiagnose  fehlt,  die  —  wenn  sie  durch  Oberthür  gegeben  wäre  —  den  Autor  unbedingt  darauf  hätte 
hinweisen  müssen,  daß  er  eine  heteromorphe  Species,  aber  nicht  zwei  Genera  vor  sich  habe  —  ein  Denkmal 
menschlichen  Irrens!  $  Vflgl  schwarz  mit  zwei  größeren  und  zwei  kleineren  quadratischen  Makeln.  Hflgl  weiß, 
mit  breitem  schwarzen  Distalsaum  und  gelbem  Haarpinsel  an  der  Costalis.  Beide  Flügel  mit  je  einer  Ozelle. 
$  vorherrschend  weiß,  mit  schmalem  schwarzgrauen  Distalsaum.  Apicalozelle  der  Vflgl  vTie  beim  <$,  dieAnal- 
ozelle  der  Hflgl  sehr  groß,  nach  hinten  mit  gelblichem  Hof,  Hflgl-Unterseite  mit  einer  Apicalozelle,  die  auch 
beim  <$,  aber  kleiner,  vorhanden  ist. 

Gattung1  Palaeoiiyniplia  Btlr. 

Dieses  interessante  Genus  stellt  ihr  Autor  in  die  Nähe  der  neotropischen  Gattung  Euptychia,  mit  der 
Palaeonympha  tatsächlich  die  angeschwollene  Costale  und  Mediane  gemeinsam  hat  und  die  lange  Zelle  der 
Hflgl.  Im  Habitus  kommt  die  einzige  bisher  bekannte  Art,  aber  so  nahe  den  Mycalesiden,  daß  ich  sie  hier 
unbedenklich  dazu  stelle,  umsomehr  als  zwei  vor  dem  Zellende  der  Vflgl  abzweigende  Costaläste  —  die  gebo¬ 
gene  mittlere  Discocellulare  —  die  behaarten  Augen  an  diese  Gruppe  erinnern,  durch  die  lange  Zelle  aller 
Flügel  aber  ist  das  Genus  dennoch  weit  von  den  Culapa  abgerückt  und  nimmt  eine  ganz  isolierte  Stellung  ein. 

opalina.  P.  opalina  Btlr.  (Bd.  1,  p.  148,  Taf.  48  i)  von  Ningpo  bis  an  die  Tibetgrenze  verbreitet.  Neuerdings 

auch  auf  Formosa  entdeckt,  wo  eine  melanotische  Inselrasse  in  Erscheinung  tritt,  macrophthalmia  subsp.  nov. 
von  der  Namenstype  nur  differenziert  durch  das  dunklere  Kolorit,  namentlich  schwarze  statt  rotbraune 
Längsbinden  der  Unterseite,  und  größere  ausgedehnter  schwarz  zentrierte  Ozellen  aller  Flügel. 

Gattung  Itagariia  Westw. 

Diese  Gattung  schließt  sich  eng  an  Mycalesis  an  durch  die  sekundären  Geschlechtsauszeichnungen 
der  welche  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  über  dem  unteren  Discocellularaste  eine  ( Drüsen- )Tasche  tragen, 
welche  aber,  ähnlich  wie  bei  gewissen  Danaiden,  ihre  Oeffnung  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  besitzt  ;  diese  Oeff- 
nung  ist  rund  und  verlängert  sich  nach  außen  schlitzförmig.  Auch  die  sehr  charakteristische  Zeichnung  der 
Unterseite  beider  Flügel  findet  sich,  wie  erwähnt,  in  Culapa  dohertyi  bereits  angedeutet.  Die  halb  durchsichtigen 
Flügel,  der  zarte  Bau  und  schwache  Flug  der  Tiere  scheinen  auch  auf  eine  Verwandtschaft  mit  dem  folgenden 
Genus  Erites  hinzuweisen.  Das  Geäder  der  Hflgl  ist  so  abweichend  von  dem  der  übrigen  Satyriden,  daß  Her- 
rich  Schaffer  die  Ragadia  als  eine  besondere  Familie  abtrennte.  Doch  tritt  die  allerdings  phänomenale 
Anomalie  nur  bei  den  auf,  wiederum  eine  Relation  mit  den  Mycalesiden  (der  Artengruppe  Virapa )  in 
der  Weise,  daß  durch  das  sexuelle  Becken  des  die  hintere  Discocellulare  der  Hflgl  fast  völlig  verdrängt  wird. 
Auch  bei  den  $  fehlen  die  vordere  und  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl,  die  durch  eine  lange  auf  die  Abzweigung 
der  hinteren  Mediane  stoßende  hintere  Discocellulare  allein  geschlossen  ist.  Die  Vflgl  haben  nur  die  Costale 
aufgeblasen  und  wie  bei  Lohora  zweigt  nur  ein  Subcostalast  vor  dem  Zellende  ab.  Die  Klammerorgane  da¬ 
gegen  stehen  in  engster  Beziehung  mit  den  Erites ,  nur  die  Valve  ist  etwas  kürzer  und  zierlicher.  Ueber  die  we¬ 
nigen  Arten  der  zierlichen  Gattung  herrscht  noch  etwas  Unsicherheit  und  es  ist  nicht  ausgeschlossen,  daß  viel¬ 
leicht  alle  Formen  zu  zwei  oder  drei  Kollektivarten  gehören.  Verbreitung:  die  orientalische  Region,  nicht  mehr 
auf  Bali  vorkommend. 

/ 

R.  crisilda,  die  kontinentale  Species,  die  in  vier  Zweigrassen  gespaltet  ist,  die  unter  sich  mehr  oder  we- 
latifasciata .  niger  erheblich  differieren.  —  latifasciata  Leech  (Bd.  1,  p.  80,  Taf.  29  a)  ausgezeichnet  durch  eine  breite  weiße 
Medianpartie  der  Vflgl  und  ausgedehnten  schwarzen  Vorhof  der  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  Anscheinend 
crisilda.  sehr  selten.  Von  Westchina,  Mupin.  Flugzeit  Juli.  —  crisilda  Hew.  (90  e)  bisher  nur  von  Assam  und  Obertenas- 
serim  bekannt,  wurde  von  mir  auch  in  Mitteltonkin  (August,  September  auf  etwa  500  m  Höhe)  gefunden. 
Unterseite  wie  bei  crito  (90  e)  nur  die  Ozellenreihe  der  Hflgl  etwas  lichter  gelb  umringelt.  —  critolaus  Nicev. 
(90  e)  bisher  nur  von  Südtenasserim  nach  Europa  gelangt,  macht  ganz  den  Eindruck  einer  extremen  Trocken¬ 
zeitform.  Sie  schließt  sich  durch  breite  weiße  Discalstreifen  der  latifasciata  Leech  an,  differiert  jedoch  von 
dieser  und  crisilda  durch  schmälere  schwarze  Längsbinden  der  Hflgl,  die  gelegentlich  sogar  in  einzelne  rundliche 
Makeln  zerfallen.  Die  Falter  wurden  einmal  im  Oktober  von  Ringham  im  Urwalde  am  Fuß  der  Donatberg- 
kette  in  bedeutender  Menge  gefunden,  wo  die  Schmetterlinge  im  Schatten  hoher  Bäume  zwischen  den  niederen 
Büschen  flogen,  sich  häufig  setzten  und  in  der  Leichtigkeit  und  Zartheit  des  Fluges  nur  einen  Rivalen  in  Lep- 
crito.  tosia  xiphia  hatten.  —  crito  Nicev.  (90  e)  war  lange  Zeit  nur  aus  Bhutan  bekannt,  wo  sie  sehr  lokal  aber  im 
August  an  einigen  Favoritplätzen  in  Anzahl  beobachtet  wurde.  Doherty  entdeckte  sie  später  in  Ober-Assam 


MELANITES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


361 


(Margherita).  Von  den  übrigen  Schwesterrassen  leicht  zu  trennen  durch  das  nahezu  völlige  Ausfallen  der  weißen 
Längsbinden  der  Oberseite  aller  Flügel,  die  namentlich  bei  den  SS  mehr  oder  weniger  schiefergrau  überdeckt 
erscheinen.  $  wie  bei  allen  Ragadia  rundflügeliger,  bleicher  als  das  <$• 

R.  annulata  Sm.  (=  melita  Stgr.)  (90  e)  steht  der  melindena  Fldr.  der  Südphilippinen  nahe  und  differiert  annulata. 
oberseits  von  allen  beschriebenen  Formen  durch  den  überaus  breiten  schwarzen  Distalsaum,  und  die  schmale 
Medianbinde  aller  Flügel.  Die  Oberseite  des  $  ist  sogar  durchweg  gelblichweiß  mit  nur  von  der  Unterseite 
durchscheinendem  Discalstreifchen.  Von  der  crisilda  entfernt  sich  annulata  durch  die  dem  Außenrand  näher¬ 
gerückte  Ozellenreihe  der  Unterseite  der  Hflgl,  bei  welcher  zudem  nur  zwei,  statt  drei  Medianaugen  gemeinsam 
gelb  umzogen  sind.  Kina-Balu,  Nord-Borneo. 

R.  melindena  Fldr.  ersetzt  crisilda  auf  den  Philippinen.  Sie  steht  der  vorigen  Species  nahe,  differiert  melindena. 
aber  unterseits  durch  die  kürzere  nur  bis  zur  Flügelmitte  reichende  schwarze  Subbasalbinde  der  Hflgl  und 
oberseits  durch  den  gleichfalls  nur  rudimentären  Medianstreifen  der  Ozellenkette  der  Hflgl  kompletter, 

gleichartiger  als  bei  annulata.  Ganz  Mindanao,  Flugzeit:  Juni  bis  Oktober  und  Dezember  bis  Februar.  Auch 
in  einer  dunkleren  Rasse  von  Camiguin  de  Mindanao  und  Sarangani  gemeldet. 

R.  crisia,  die  häufigste  und  am  besten  bekannte  Species,  ein  Bewohner  des  gesamten  macromalayischen 
Gebiets,  wo  sie  in  vier  nicht  sehr  scharf  getrennten  Ortsrassen  vorkommt.  —  crisia  Hbn.  •(  =  makuta  Horsf.)  crisia. 

(90  e),  die  Namenstype  findet  sich  nach  meinen  Beobachtungen  ausschließlich  in  Westjava,  wo  ich  sie  in  den 
von  Feuchtigkeit  triefenden  Wäldern  der  Bai  von  Palabuan  in  Anzahl  antraf,  doch  geht  sie  in  dem  Kalkgebirge 
des  südlichen  Preanger  bis  etwa  500  m  Höhe,  crisia  ist  die  am  breitesten  schwarz  gestreifte,  aber  zugleich 
die  oberseits  am  gleichmäßigsten  und  vorwiegend  gelblich  gebänderte  Inselform.  Es  scheint  auch,  daß  die 
Ozellenkette  der  Unterseite  aus  größeren  und  reicher  mit  silberglänzenden  Kernen  besetzten  Augen  besteht 
als  bei  den  Nachbarrassen.  —  minoa  subsp.  nov.  in  Nordost  Sumatra.  Ueberall  häufig  in  der  Ebene  und  in  den  minoa. 
Vorbergen  bis  zu  1000  Fuß,  findet  sich  nicht  nur  in  hohem  Wald,  sondern  auch  in  jungem  Busch,  der  noch 
grasreichen  Grund  besitzt.  Sehr  zahlreich  in  den  Muskatnuß- Gärten,  welche  außer  üppigem  Graswuchse 
auch  den  lichten  Schatten  der  Muskatbäume  darbieten.  Fliegt  schwächlich  nahe  dem  Boden,  setzt  sich  häufig, 
am  liebsten  auf  die  nackte  Erde  oder  totes  Laub,  und  wird  trotz  des  zackigen,  unregelmäßigen  Fluges  leicht 
gefangen.  Diese  Art  ist  in  bezug  auf  die  hellere  oder  dunklere  Grundfarbe  der  Oberseite  und  die  Ausdehnung 
der  dunklen  Bänder  der  Unterseite  sehr  zum  Abändern  geneigt.  Oberseits  dunkler,  mehr  rauchbraun  als  gelb¬ 
lichweiß  wie  bei  crisia,  auch  die  Längsbinden  der  Unterseite  mehr  gelblich  statt  weiß.  Auf  den  Battakbergen 
(Juli)  namentlich  aber  in  West-Sumatra  tritt  ausschließlich  eine  wieder  mehr  der  crisia  sich  zuneigende 
Unterart  oder  Form  auf  (pallida  subsp.  oder  form,  nov.,  90  e),  bei  der  besonders  che  Oberseite  der  Hflgl  eine  pallida. 
blaßweißlichgraue  Färbung  annimmt.  —  siponta  subsp.  nov.  liegt  mir  aus  Perak,  dem  Lingga-Archipel  (Februar)  siponta. 
und  den  Natuna-Inseln  vof.  Habituell  kleiner  als  crisia  und  minoa,  zeigen  die  SS  einen  vorherrschend  schwarz- 
grauen  Anflug  der  Oberseite  und  unterseits  auf  den  Hflgl  eine  weniger  ausgedehnte  gelbliche  Begrenzung  der 
Ozellenkette.  —  umbrata  subsp.  nov.  von  Borneo  endlich  trägt  das  am  dunkelsten  rauchbraune  Kolorit  der  Ober-  umbrata. 
seite  zur  Schau;  die  $$  sind  größer  als  bei  minoa  und  siponta,  die  schwarzen  Längsbinden  der  Unterseite  et¬ 
was  schmäler  und  schärfer  abgegrenzt.  Nord-  und  Südostborneo,  sowie  von  Pontianak  in  meiner  Sammlung. 

R.  luzonia  ist  die  nördlichste  Abzweigung  einer  Formenreihe  der  Philippinen,  über  deren  Zugehörig¬ 
keit  zu  crisia  noch  Zweifel  bestehen.  Semper  glaubt  sie  spezifisch  absondern  zu  dürfen  und  mir  fehlt  Material 
um  darüber  zu  entscheiden.  —  luzonia  Fldr.  differiert  von  crisia  in  der  Hauptsache  durch  die  vertikaler  gestellte  luzonia. 
Streifung  aller  Flügel  und  die  mehr  gerade  verlaufende  Ozellenkette  der  Hflgl,  die  nach  oben  deutlicher  durch¬ 
schlägt  und  aus  größeren  Augen  zusammengesetzt  ist.  Vflgl  mit  einem  gelben  Medianstrich,  Hflgl  mit  hell¬ 
gelbem  ausgedehntem  Vorhof  der  schwarzen  Augen.  Unterseite  aller  Flügel  mit  breiter  scharf  umgrenzter 
Medianbinde.  Flugzeit:  April  bis  Juli.  Nur  aus  dem  östlichen  Luzon  bekannt  und  dem  diesem  vorgelagerten 
Polillo.  —  mindorana  Semp.  von  Nordost-Mindoro,  im  Dezember,  Januar  fliegend,  unterscheidet  sich  von  lu-  mindorana. 
zonia  dadurch,  daß  die  doppeltgekernten  Ozellen  von  einer  gemeinsamen  gelben  Peripherie  umgeben  sind, 
während  sonst  jedes  Auge  einzeln  umringelt  Erscheint.  — -  crohonica  Semp.  nähert  sich  am  meisten  der  javani-  crolionica. 
sehen  crisia,  doch  führt  sie  kleinere  Augen,  und  das  $  ist  oberseits  fast  ganz  weiß.  Von  den  östlichen  Philip¬ 
pinen,  Leyte,  Panaon,  Samar.  Anscheinend  selten,  vom  Mai  bis  November. 

Gattung  Melanitis  F. 

Strukturell  charakterisiert  durch  die  ungewöhnlich  kurze  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl  und  die 
nicht  cystösen  Hauptadern.  Augen  nackt,  Palpen  breit,  dicht  anliegend  behaart,  Klauen  der  Mittel-  und 
Hinterfüße  zweispaltig.  Vordere  und  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl  fast-  gleichlang,  die  hintere  Discocellu¬ 
lare  jenseits  der  Gabelung  der  Medianadern  aufstoßend.  Rp  nicht  vom  allgemeinen  Typus  abweichend,  grün, 
in  der  Mitte  etwas  verdickt.  Kopf  mit  zwei  Hörnern.  Pp  grün,  länglich,  in  der  Mitte  verdickt  mit  stumpfem 
Kopfende.  Klammerorgane  äußerst  primitiv,  Uncus  ohne  laterale  Spangen,  Valve  lang,  schmal  distal  mit 
abgestumpftem  Ende,  lang  und  dicht  beborstet.  Uncus  mit  einer  scharfen  Spitze  wie  bei  der  En m en is- Gr u p pe . 

IX  46 


3r,2 


MELANITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  Schmetterlinge  scheuen  die  Sonne  und  werden  in  den  heißen  Tagesstunden  vergebens  gesucht,  die  Morgen- 
und  Abenddämmerung  ist  ihre  Flugzeit  und  sie  dehnen  diese  Abends  oft  so  lange  aus.  daß  sie  sogar  ab  und  zu 
von  der  nächtlichen  Lampe  angezogen  werden  und  als  seltene  Gäste  unter  Eulen  und  Spannern  erscheinen. 
Die  Tiere  fliegen  nur  auf  kurze  Strecken,  um  sofort  wieder  auf  der  nackten  Erde  oder  auf  dunklen,  feuchten 
Baumwurzeln  mit  zusammengeklappten  Flügeln  zu  ruhen.  Die  Färbung  der  Fliigelunterseite  verleiht  ihnen  dann 
einen  eminenten  Schutz  selbst  gegen  scharfsehende  Verfolger.  Außerdem  sind  sie  sehr  scheu  und  fliegen 
auf,  ehe  man  sich  ihnen  nähern  kann.  Eine  Art  ist  über  drei  Weltteile  verbreitet,  einige  bewohnen  nur  die 
orientalische  Region,  andere  sind  den  Molukken  und  Neu- Guinea  eigentümlich.  Es  sind  Schmetterlinge  der 
Niederung,  sie  finden  sich,  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  und  bevorzugen  mehr  den  lichten  Wald  und 
Fruchthaine.  Vgl.  Bd.  1,  p.  88. 

M.  leda  (Bd.  1,  p.  88  Taf.  32  a),  eine  Art,  die  in  Süd-  und  Ostasien  überall  da  vorkommt,  wo  Reis  ge¬ 
baut  wird  und  auf  allen  Inseln  bis  zu  den  fernsten  ozeanischen  Eilanden  vorkommt.  —  ismene  Cr.  nach  einer 
Trockenzeitform  aufgestellt,  gilt  als  der  älteste  Name  für  die  kontinentale  Rasse  der  Gesamtart  die  in  einigen 
determinata.  Grenzgebieten,  z.  B.  des  westlichen  Himalayas  viel  häufiger  auftritt  als  determinata  Btlr.,  der  älteste  Name  für 
die  Regenzeitform,  die  aber  unter  der  Bezeichnung  leda  besser  bekannt  ist.  Doch  hat  Butler  festgestellt,  daß 
die  LiNNEische  Type  von  leda  aus  Anrboina  stammt,  wo  eine  von  der  kontinentalindischen  leda  völlig  differente 
mycena.  Inselform  vorkommt.  Eine  sehr  interessante  Aberration  ist  ferner  mycena  Cr.,  ursprünglich  von  der  Coro- 
mandelküste  beschrieben,  sehr  selten,  aber  weit  verbreitet,  denn  sie  liegt  mir  aus  Formosa,  Sikkim  und  Borneo 
vor.  Im  allgemeinen  vom  Typus  der  Trockenzeitform,  ist  sie  charakterisiert  durch  einen  breiten,  rotbraunen 
Vorhof  der  Apicalozelle  der  Vflgl-Oberseite  und  unterseits  durch  das  monoton  rot  oder  gelbbraune  Kolorit, 
das  gegen  den  Distalrand  zu  sich  plötzlich  verändert  und  einer  schmalen  gelblichen  oder  braungelben  und  wie 
mit  dem  Lineal  abgegrenzten  Randbinde  Platz  macht.  Derlei  Exemplare  können  unterseits  allenfalls 
mit  solchen  von  bela  und  zitenius  verwechselt  werden,  bei  denen  sich  eine  ähnlich  scharf  abgesetzte  distale  Um¬ 
säumung  wiederholt.  Wie  schon  Seitz  hervorgehoben  hat,  gleicht  kein  Exemplar  dem  anderen,  und  ebenso¬ 
wohl  wie  die  Trockenzeit  ganz  ungewöhnliche  Formen  ( mycena )  produziert,  finden  wir  ähnliche  Anomalien 
auch  bei  den  geäugten  Generationen.  So  liegt  ein  $  aus  Tonkin  vor,  das  auf  der  Vf lgl-Unter seite  ebensogroße 
breit  gelb  umzogene  Ozellen  trägt  als  auf  den  Hflgl  und  ein  $  aus  Sikkim  zeigt  vier  längliche  weiße  Strigae  statt 
der  Ozellen  der  Vflgl-Unterseite.  Im  allgemeinen  aber  kann  als  Norm  gelten,  daß  beide  Geschlechter  der 
ismene  einen  weitvorspringenden  Apex,  die  der  determinata  einen  mehr  gerade  abgeschnittenen  Apicalrand  der 
Vflgl  aufweisen ;  eine  Erscheinung,  die  sich  sehr  markant  bei  der  Gattung  Kallima  wiederholt.  Hagen  hat  beob¬ 
achtet,  daß  leda  auf  Sumatra  Blüten  nie  besuchen,  dagegen  trifft  man  sie  in  Scharen  an  abgefallenem,  fauligem 
Obst,  besonders  Feigen,  am  liebsten  früh  morgens  oder  spät  abends.  'Wenn  alle  anderen  Schmetterlinge  noch 
oder  schon  schlafen,  um  6  Uhr  des  Morgens  oder  Abends,  dann  halten  unsere  Tiere  schon  ihre  Mahlzeit.  Auch 
abgefallene  Früchte  der  Areng-( Zucker- )Palme  und  abgeschlagene  Blüten  von  Pisang  (Banane,  Musa)  gehören 
zu  den  bei  Melanitis  beliebten  Gerichten.  Streitende  erheben  sich  oft  hoch  in  die  Luft  und  kehren  dann  in 
regelmäßigen,  bogenartigen  Touren  zu  ihrem  Ruheplatz  zurück,  wobei  sie  sich  vom  Gold  des  tropischen  Abend- 
simessa.  himmels  als  scharfe,  interessante  Silhouetten  abheben  (Martin).  - —  simessa  Frühst.  (=  arcensia  Frühst, 
olim)  glaube  ich  als  Subspeciesbezeichnung  für  die  etwas  von  kontinentalen  Exemplaren  abweichenden  javani¬ 
schen  Stücke  verwenden  zu  dürfen.  Deren  Gesamtheit  ist  charakterisiert  durch  eine  besonders  großäugige 
Jacrima.  Regenzeitform  (lacrima  Frühst.),  die  Hübner  schon  kannte  und  auch  bildlich  darstellte.  Deren  Unterseite 
ist  vorwiegend  braungelb  mit  sehr  scharfen  dunkelbraunen  Längsbinden.  Auch  die  Trockenzeitform  ist  aus¬ 
gezeichnet  durch  schwarzbraune  ungewöhnlich  breite  Längsbinden,  die  partiell  nach  innen  von  ausgedehnten 
schwarzen  oder  braunen  Feldern  belegt  sind,  die  lebhaft  mit  der  gelb  oder  rotbraunen  Unterseite  kontrastieren. 
ismenides.  (ismenides  form.  nov.).  Dr.  Piepers  hat  beobachtet,  daß  sich  simessa  manchmal  am  Tage  an  den  Plafond  der 
Speisezimmer  setzt  und  daß  dann  die  mit  guten  Geruchs  Organen  ausgerüsteten  Mauereidechsen  (Hemidac- 
tylus)  offenbar  durch  deren  Geruch  angelockt  aus  ihren  Schlupfwinkeln  hervorkommen,  die  Falter  belecken, 
um  sich  vollkommene  Sicherheit  zu  verschaffen  und  sie  erst  festpacken,  wenn  sich  die  Melanitis  bewegen. 
simessa  ist  auf  Java  überall  da  gemein,  wo  Reiskultur  getrieben  wird,  ebenso  auf  Bawean.  Lombok-Exemplare 
leiten  bereits  zur  Rasse  von  Wetter  hinüber,  ich  besitze  von  dort  sowohl  die  aberrative  mycena,  wie  auch 
obsolcscens.  ismenides.  —  obsolescens  Fldr.  oberseits  etwas  dunkler  und  unterseits  gleichförmiger  grau  als  simessa,  Nord- 
despemta.  und  Südcelebes,  sehr  gewöhnlich.  —  desperata  Frühst,  kommt  durch  den  dunkelbraunen  Anfing  der  Flügel¬ 
oberseite,  den  gleichmäßigen,  sehr  breiten  proximalen  rostroten  Bezug  der  Vflglozellen  bereits  sehr  nahe  den 
leda.  Molukkenrassen,  eine  Tatsache,  die  schon  Doherty  beobachtet  hat.  Insel  Wetter,  Alor.  —  leda  L.  (95  d) 
von  Finne  mit  der  Heimat  ,,Asia“  beschrieben.  Durch  Butler,  der  die  Type  ausfindig  machte,  wurde  jedoch  er¬ 
mittelt,  daß  sie  aus  Anrboina  stammt,  woher  Linne  ja  bekannterweise  zahlreiche  Insekten  zugeschickt  bekam. 
Oberseite  stets  rotbraun,  nicht  schwarzgrau  wie  bei  kontinentalen,  makro-  und  mikromalayischen  Exemplaren. 
Unterseite  mit  deutlichem  Purpurschimmer  und  stets  mehr  oder  weniger  kakaobraun,  und  entfernt  nicht  so 
veränderlich  wie  bei  ismene  oder  simessa.  Auch  sind  die  Saisonformen  nur  undeutlich  markiert.  Anrboina, 
buruana.  Ceram,  Uliasser.  —  buruana  Holl,  bezeichnet  die  der  Insel  Buru  eigentümliche  Rasse,  deren  Beschreibung 
aber  gewiß  nicht  erfolgt  wäre,  wenn  dem  Autor  die  BüTLERSche  Ausgrabung  bekannt  gewesen  wäre,  doch  ist 
molucearum.  die  Form  oberseits  noch  lebhafter  und  satter  rotbraun  als  meine  Amboina-Pärchen.  —  moluccarum  Frühst. 


MELANIT  IS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


(96  a)  ist  ein  Name  für  den  schon  seit  1863  durch  Guenee  präokkupierten  Namen  fulvescens  Fldr.  (1867). 

Unterseite  etwas  heller  als  buruana,  sonst  dieser  sehr  nahestehend.  Batjan,  Halmaheira,  Obi.  -  offaka  ojjnhn. 
Frühst.  Beiderseits  dunkler  gefärbt  als  destitans,  was  bei  den  $$  besonders  auffällt,  die  oberseits  eine  dunkler 
rotbraune  Gesamtfärbung  aufweisen  als  selbst  Molukken-Exemplare.  Waigiu,  Holländisch-Neu-Guinea 
destitans  Frühst.  (95  a).  Steht  moluccarum  am  nächsten  und  vermittelt  den  Uebergang  von  diesen  zu  bankia  <h  *Hhn . . 
von  Australien.  <$.  Oberseits  satter  rotbraun,  unterseits  mit  kleineren  Ozellen,  distal  weniger  deutlich  braun 
umrandet.  9-  Die  gesamte  Apicalpartie  der  Vflgl  viel  bleicher,  fast  weißlich  gelb,  die  Grundfärbung  der  Oberseite 
mehr  grauschwarz,  Unterseite  in  der  Distalregion  gleichfalls  mehr  aufgehellt.  Deutsch-Neu- Gu i nea .  —  kiri-  l.-i rin- 
winae  Frühst.  Eine  distinkte  Inselrasse,  wesentlich  größer  als  alle  Verwandten,  von  rundlicherem  Flügelschnitt, 
mit  sehr  großen  gelblichen  Feldern  um  die  Vflglozellen.  Kiriwina.  —  dominans  Frühst.  (96  a).  Damit  bezeich-  dominan*. 
nete  ich  die  Regenform  des  Bismarck- Archipels,  die  an  Größe  kiriwinae  gleichkommt,  im  9  oberseits  satter  rot¬ 
braun  gefärbt  ist  und  unterseits  kleinere  Ozellen  auf  viel  dunklerem  Grunde  trägt.  Bismarck-Archipel,  Type 
aus  Neu-Mecklenburg.  —  salomonis  Frühst.  9  steht  oberseits  destitans -9  am  nächsten,  zeigt  jedoch  gleichmä-  mlomoni x. 
ßigere  Flügelform  ohne  vorspringenden  Apex.  Unterseite  von  allen  bekannten  (eda-Rassen  sofort  zu  unter¬ 
scheiden  durch  die  viel  größeren  und  ausgedehnter  gelb  geringelten  Ozellen,  besonders  auch  der  Vflgl.  Salo¬ 
monen.  —  solandra  F.  (Insula  Otaheity  1775)  (=  Cyllo  leda  v.  taitensis  Fldr.  1862).  Insel  Tahiti  (fehlt  mir),  solandra. 
—  palliata  Frühst.  (95  d  in  pallida  verdruckt).  Die  kleinste  mir  bekannte  Lokalrasse,  im  9  zugleich  die  am  palliata. 
hellsten  gefärbte,  durchweg  licht  graubraun  mit  etwas  dunklerem  schmalem  braunem  Distalsaum.  Die  Unter¬ 
seite  Aveist  scharf  abgesetzte  Bänder  und  eine  relativ  breite  braune  Umrandung  auf,  erinnert  dadurch  etwas 
an  die  Rassen  von  phedima  Cr.  Ozellen  recht  groß,  breit,  gelb  geringelt.  Palau,  von  Herrn  G.  Semper  emp¬ 
fangen.  Yap.  (Semper).  —  Ievuna  Frühst.  Hält  etwa  die  Mitte  zwischen  salomonis  m.  und  palliata  m.  lemina. 
und  differiert  unterseits  von  palliata  durch  die  dunklere  mit  einer  breiteren  Medianbinde  durchzogene  Ober¬ 
fläche  aller  Flügel  und  schließt  sich  oberseits  durch  den  bleichen  Apicalteil  an  salomonis  an.  Die  GS  sind  dunkler 
als  australische  SS  und  ähneln  buruana  Holl,  in  der  Färbung.  Viti-Levu.  —  bankia  F .  ist  der  einzige  sichere  bankia. 
Name  für  die  australische  Ortsrasse,  bei  der  sich  die  Zeitformen  viel  schärfer  als  bei  ismene  von  Vorderindien 
separieren.  Einige  von  ihnen  haben  von  früheren  Autoren  Namen  empfangen,  die  sich  aber  ohne  die  Typen  in 
England  gesehen  zu  haben,  nicht  aussondern  lassen.  Jedenfalls  besteht  ein  weitgehender  Unterschied  zwischen 
Exemplaren  von  Neu- Süd- Wales,  wie  sie  sich  in  der  Sammlung  Staudinger  in  Berlin  befinden  und  solchen, 
die  mir  aus  Queensland  vorliegen.  Erstere  gehören  zu  einer  herrlichen  Regenzeitform  mit  gerade  abgeschnit¬ 
tenem  Distalrand  der  Vflgl,  ohne  jediveden  Apicalvorsprung.  Oberseite  prächtig  rotbraun  mit  relativ  kleiner 
Apicalozelle,  ein  9  führt  einen  bleichgelben  Vorhof  des  vorderen  Auges.  Die  Unterseite  zeigt  nur  mittelgroße 
Augenflecken.  Ihr  nähert  sich  crimisa  subsp.  nov.  von  Timor  in  der  Kollektion  Staudinger,  eine  prächtige  Insel-  crimisa. 
rasse  mit  riesigem  rotbraunem  Distalfleck  der  Vflgl,  wodurch  sie  von  desperata  mit  nur  unbedeutendem  rötlichem 
Vorhof  der  Apicalaugen  leicht  zu  trennen  fällt.  —  africana  Frühst.  Die  Trockenzeitform  der  afrikanischen  africana. 
Lokalrasse  weicht  nur  unerheblich  von  der  analogen  indischen  Saisonform  ab,  dagegen  tragen  die  mir  vorliegenden 
99  der  afrikanischen  Regenzeitform  einen  viel  breiteren  gelben  Apicalbezug  als  selbst  indische  9?  im  extremsten 
Trockenzeit-Habitus  und  die  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite  sind  auffallender  heller  gell)  geringelt.  Die  afrikanische 
(eda-Rasse  verdient  auch  schon  deshalb  einen  Namen,  weil  in  Afrika  Farbenvarietäten  Vorkommen,  die  A\rir 
nirgendwo  in  Indo- Australien  antreffen,  so  z.  B.  oberseits  durchweg  gelblichrot  gefärbte  Trockenzeit-^^,  bei 
denen  die  ganze  vordere  Flügelhälfte  rot  getönt  ist  (zitenides  Frühst.).  —  fulvescens  Guen.  (Bd.  13,  Taf.  26  b).  zitenidcs. 
Insel  Reunion,  Bourbon,  Mauritius,  Rodriguez,  Madagaskar. 

M.  phedima  umschreibt  eine  weit  verbreitete  Kollektivspecies,  welche  klimatischen  und  geographischen 
Einflüssen  noch  mehr  als  leda  unterworfen  ist,  aber  dennoch  eine  weniger  exzessive  individuelle  Abänderungs¬ 
fähigkeit  besitzt  als  die  LiNNEische  Art.  In  der  orientalischen  Region  kommt  sie  stets  neben  leda  vor.  doch 
fehlt  sie  in  Mikromalayana  und  geht  östlich  nicht  über  Celebes  hinaus.  Entschieden  seltener,  bevorzugt  sie  die 
höheren  Lagen  der  Ebene  und  die  Vorberge,  avo  sie  mehr  in  niedrigem  Wald  und  an  Waldrändern  vorkommt, 
als  in  Feldern  und  Gärten  Avie  ismene  und  leda.  Die  Schmetterlinge  sitzen  gerne  auf  geborstenen  oder  ver- 
Avundeten  Baumstämmen  und  laben  sich  am  ausfließenden  Safte,  der  ihnen  derart  mundet,  daß  sie  ihre  sonstige 
große  Scheu  ablegen  und  selbst  mit  den  Fingern  gegriffen  werden  können  (Martin).  Rp  etwas  kürzer,  dicker 
als  jene  von  leda,  schöner  lateral  gestreift,  Kopf  rotgestreift.  Pp  etwas  dicker  als  die  leda- Pp.  Greiforgane  un¬ 
erheblich  verschieden  von  jenen  der  leda.  Valve  anscheinend  aber  distal  mehr  aufgebogen,  weniger  dicht  und 
kürzer  beborstet.  —  mukata  Frühst.,  die  nördlichste  Abzweigung,  differiert  von  der  gleichartigen  indischen  mukata. 
Regenform  bela  forma  asiva  Moore ,  durch  die  bedeutendere  Größe,  hellere  Unterseite  aller  Flügel  und  den  aus¬ 
gedehnter  gelblichen  Apicalbezug  der  Vflgl-Oberseite.  Neben  mukata  existiert  noch  eine  etAA'as  kleinere  Regen¬ 
oder  Bergform,  die  als  forma  patra  Frühst,  bezeichnet  wurde,  ohne  Apicalfleckung  beim  9  und  einer  deutlichen  patra. 
Ozellenkette  der  Hflgl-Unterseite  beim  S  (extreme  Regenzeitform).  Die  Trockenform  der  chinesischen  phedima- 
Rasse  ( forma  autumnalis  Frühst.)  hat  Leech  als  ismene  $  und  9  (Fig.  2  und  Fig.  5)  abgebildet  und  Seitz  Bd.  1  auhtnntaHs. 
Taf.  32 d.  Dieselbe  differiert  von  indischen  Trockenzeit-Stücken  durch  bedeutendere  Größe,  verblaßtere  rotbraune 
Apicalfärbung  beim  9>  ausgedehntere  bei  den  SSi  West-China,  vom  Tiefland  und  Omei-Shan.  —  ganapati  ganapati. 
Frühst.  Tonkin-,  Annam-,  Tenasserim-Exemplare  differieren  besonders  in  der  Trockenzeitform  von  ihren  in¬ 
dischen  {phedima  bela  Moore)  und  chinesischen  Schwestern  durch  viel  kleinere  Gestalt,  stark  reduzierte  rot- 


364 


MELANITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


asm  na.  braune  Apicalfärbung  und  clie  bei  allen  Zeitformen  klein  geäugte  Unterseite  der  Hflgl.  Die  Regenform  (aswina 
Frühst.)  unterscheidet  sich  von  forma  aswa  Moore  durch  reicher  braunrot  verbrämte  Unterseite  der  Hflgl. 
Tonkin,  Annam,  Tenasserim,  bis  etwa  500  m  Höhe,  geht  aber  in  Tenasserim  bis  etwa  1200  m  hinauf;  ganapati, 
die  Trockenzeitform,  fing  ich  in  Annam  im  Februar,  in  Tonkin  im  April,  bei  Tandong  in  Tenasserim  im  Mai, 
während  mir  aswina  in  einer  großen  Serie  aus  Höhen  von  5 — 800  m  vonThanMoi,  Juni,  Juli  und  Chiem-Hoa, 
bela.  August,  September  vorliegt.  —  bela  Moore,  aus  Sikkim  und  Assam  beschrieben  ist  die  am  meisten  nach  der 
aswu.  Jahreszeit  abändernde  kontinentale  Rasse,  von  denen  aswa  Moore  (  —  tristis Fldr.)  die  seltenere  Generation  der 
nassen  Zeit  bezeichnet.  '<$  ähnlich  polishana  (96  b)  aber  ohne  deutliche  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  die  Hflgl 
weniger  ausgeschnitten.  Unterseite  schwärzlich,  fein  grau  marmoriert,  Hflgl  mit  sechs  weit  getrennt  stehenden 
deutlich  weiß  gekernten  Ozellen.  Vflgl-Unterseite  entweder  mit  kaum  punktgroßen  oder  gleichfalls  deutlich 
erkennbaren  Augen  besetzt.  $  oberseits  mit  mattem  grauem  Ozellenvorhof,  unten  verwaschen  rotbraun,  mit 
breiten  braunen  Längsbinden  und  einem  scharf  abgesetzten,  etwa  fuchsroten  Distalsaum,  heia,  die 
weitaus  häufigere  und  stattlichere  Trockenzeitform  ist  besonders  beim  <$  ausgezeichnet  durch  ein  wie  mit 
Mehlstaub  überpudertes  ausgedehntes  Randgebiet  aller  Flügel,  und  einen  markanten,  quadratischen  rotbrau¬ 
nen  8u bapicalf leck.  Die  große  schwarze  Apicalozelle  mit  zwei  prägnanten  weißen  Kernen,  der  größere  davon 
über  dem  Auge.  $  mit  einer  breiten  rotbraunen  Apicalzone,  noch  größerem  schwarzem  Auge,  über  und  seltener, 
unter  welchem  sich  auch  noch  breit  ausgeflossene  Anfänge  akzessorischer  Ozellen  befinden.  Unterseite  der  £ 
wie  abgefallenes  Buchenlaub,  aber  grau  marmoriert  und  mit  blinden  grauen  Ozellen;  $  vorherrschend  rot¬ 
braun  mit  deutlicheren  dunkleren  Längsbinden.  In  Sikkim  vom  April  bis  November,  jedoch  nur  in  den  niederen 
Regionen.  — Im  West-Himalaya,  Kaschmir,  Kulu  und  dem  Kumaon- Gebiete  erscheint  eine  bisher  unbeachtete, 
galkissa.  weit  kleinere  Ortsrasse,  die  mir  nur  in  der  ungeaugten  Trockenform  vorliegt,  galkissa  subsp.  nov.  Oberseits 
lichter  braun,  nur  geringfügig  grau  überstäubt,  rötlicher  Ozellenvorhof  zumeist  nicht  vorhanden,  Unterseite 
hellgrau  mit  winzigen  blinden  Augen.  Type  von  Kulu.  Nach  Moore  von  2500 — 4000  Fuß  Höhe  vorkommend. 
belhaini.  Die  augenlose  Form  im  April  und  Oktober,  die  Regenzeitform  im  August  und  September  auftretend.  —  bethami 
Nicev.  von  Bingham  noch  als  gesonderte  Art  behandelt,  ist  die  auf  den  Vflgl  entweder  augenlose  oder  nur  klein 
pupillierte  phedima- Rasse  des  zentralen  Indiens ;  der  Regenzeitform,  die  im  August  fliegt,  mit  einem  etwa  dop¬ 
pelt  so  breiten  gelblichen  Subapicalfleck  der  Vflgl,  der  bei  der  Trockenzeitform  im  Oktober  gefangen,  große  Dimen¬ 
sionen  annimmt,  das  gesamte  Transcellulargebiet  der  Vflgl  ausfüllt  und  beim  $  auch  in  die  Zelle  selbst  übergeht. 
Unterseite  sandig  grau  wie  bei  galkissa.  Bisher  nur  von  Pachmari,  einem  Sanatorium  auf  den  Satpura-Hills  in 
gokala.  der  Zentralprovinz,  bekannt.  —  gokala  Moore  ist  eine  wohldifferenzierte  Bergform  aus  dem  Kanara  und 
Mysore,  Distrikt  sowie  den  Nilgeries,  wo  sie  von  3000  bis  3500  Fuß  Höhe  auftritt.  Rp  auf  Bambus.  Sie  bildet 
eine  Art  Transition  von  heia  zu  varaha  von  der  Malabarküste  und  gleicht  bereits  der  zitenius,  mit  der  ich  sie 
vereinigen  würde,  wenn  sie  nicht  Bingham  mit  bela  in  Verbindung  brächte.  — Die  nicht  sehr  erheblich  differen- 
aculeata.  zierte  Trockenzeitform  wurde  als  aculeata  Hmps.  beschrieben;  April,  September  und  im  November  und  De¬ 
zember  gefunden,  während  die  Generation  der  nassen  Zeit  im  Juli  beobachtet  Avurde.  Der  Subapicalfleck  der 
Vflgl  matt  braungelb,  Hflgl  oberseits  mit  drei  kleinen,  unterseits  mit  sechs  bis  sieben  weißen  Punkten.  Mir  in 
varaha.  natura  unbekannt  und  deren  Zugehörigkeit  zu  phedima  noch  fraglich.  —  varaha  Moore,  auf  Exemplare  der  unge- 
ampa.  äugten  Brut  begründet,  ist  einer  der  häufigsten  Schmetterlinge  der  Malabar-  und  Coromandelküste.  —  ampa 
Swinh.  bezeichnet  die  von  Gestalt  sehr  kleine  geäugte  Form,  $  oben  schwarzgrau,  unterseits  vorherrschend 
grau  mit  rötlichen  Ueberpuderungen,  und  selbst  die  Vflgl  mit  großen,  partiell  dreieckigen  Submarginalfleckchen. 
Die  Trockenzeitform  (varaha  Moore )  gleicht  jener  von  galkissa  in  der  Größe.  Beide  Geschlechter  führen  zAA'ei 
weiße  Subapicalmakeln  der  Vflgl  aber  keinerlei  rote  Ozellenperipherie.  Type  beider  Generationen  aus  Kanara,  in 
den  Nilgeries  und  Travankore  bis  1000  m  hinaufgehend,  im  Schatten  der  Bäume  umherflatternd,  die  Form  varaha 
tambra.  vom  November,  Dezember,  Januar,  ampa  vom  Juni  bis  August  und  Oktober  beobachtet.  —  tambra  Moore  von 
der  die  Verwandlung  bekannt  ist,  fliegt  auf  Ceylon  das  ganze  Jahr.  Man  begegnet  ihr  bis  ca.  1000  m  Höhe,  und  auch 
in  der  Niederung.  Die  Zeitformen  sind  weniger  scharf  getrennt  als  bei  varaha,  das  $  der  Regenzeitbrut  führt 
weiße  Submarginalflecken  der  Hflgl-Oberseite,  jenes  der  Trockenzeit  ist  oberseits  rotbraun  statt  grau  in  der 
abdullae.  Apicalgegend.  Unterseite  ohne  die  schöne  Weißfleckung,  welche  vahara  kennzeichnet.  — abdullae  Bist,  ersetzt 
heia  auf  der  Malayischen  Halbinsel  und  in  Sumatra,  avo  sie  sowohl  im  Nordosten  Avie  dem  gebirgigen  Westen  nir¬ 
gendwo  selten  erscheint.  Es  ist  nur  die  Regenzeitform  bekannt,  sehr  ähnlich  sumati  (96  b)  aber  habituell  klei- 
sumati.  ner.  Die  $$  führen  eine  graubraune  Aufhellung  der  Apicalregion  der  Vflgl,  die  bei  sumati  Frühst.  (96  b)  vonNias 
cw/anica.  beinahe  und  den  Exemplaren  von  Engano  (enganica  subsp.  nov.)  völlig  fehlt.  Größer  als  abdullae  mit  markante¬ 
ren  weißen  Subapicalpunkten  der  Vflgl.  <$  wie  <j>  unterseits  heller  und  reicher  rotbraun  gefleckt ;  erscheint  noch  früher 
als  leda  \  Hagen  hat  dieselbe  oft  schon  um  5  Uhr  morgens  an  den  faulen  Feigenfrüchten  schmausen  sehen.  Wenn 
leda  erscheint,  zieht  sich  abdullae  schon  gesättigt  zurück  —  spätestens  gegen  8  Uhr  —  und  ist  dann  bis  zum  spä- 
phedima.  ten  Abend  nicht  mehr  zu  sehen.  —  phedima  Cr.  (=  suyudana  Moore).  oberseits  schwarz,  manchmal  auch 
mit  weißem  Subapicalpunkt,  den  Gramer  bereits  erwähnt.  $  in  zAvei  Formen,  davon  eines  der  extremen  Regen¬ 
zeit,  ohne  gelblichen  Anflug  der  Vflgl-Oberseite  (dessen  Fehlen  Gramer  ausdrücklich  hervorhebt,  um  seine  Art 
arcensia.  von  ismene  zu  trennen  und  zu  unterscheiden),  $  ja.  arcensia  Cr.,  und  eines  vermutlich  aus  einer  Trockenpe¬ 
riode  mit  matt  braungelbem  quadratischem  Subapicalfleck  der  Vflgl,  die  auch  distal  rötlich  und  gelbbraun  an- 
fulvlnotata.  geflogen  erscheinen.  —  fulvinotata  form,  nov.,  Unterseite  der  Jd1  reicher  grau  auf  dunkler  schwarzbraunem 


MELANITIS.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


365 

Grunde,  $  aber  intensiver  rotbraun  als  abdullae-Q  und  sumati-Q.  Ost-  und  West- Java  bis  etwa  800  m  nicht 
selten  und  stets  in  Gesellschaft  von  ismene.  Am  häufigsten  in  den  Monaten  Dezember  bis  März.  Im  mikro- 
malayischen  Gebiet  und  auf  Borneo  scheint  die  Art  zu  fehlen.  Dagegen  liegt  sie  aus  Nord-Celebes  vor  und  zwar 
in  zwei  scharf  gesonderten  Formen:  —  linga  Frühst.,  einer  habituell  kleinen  Form  der  Ebene:  Apex  mehr  linga. 
vorspringend,  Schwänze  der  Hflgl  länger  und  die  Unterseite  lichter  grau  als  bei  den  makromalayischen  Ver¬ 
wandten.  $  mit  kleinem  weißen  Subapicalfleckchen  der  Vflgl.  In  der  Minahassa  existiert  aber  eine  Form  mit 
größerem  Flügelausmaß  und  ansehnlichem  Apicalfleck  der  Vflgl.  $  Unterseite  lichter  und  mehr  graugelb  als 
phedima-  und  abdullae-%,  oberseits  mit  großer  schwarzer,  deutlich  heraustretender  Apicalozelle  der  Vflgl  (niyaga  "'//".'/«• 
form,  nov.),  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  polishana  Frühst.  (96,  b,  c).  Von  Gestalt  kleiner,  Unter-  polis/uina. 
seite  dunkler,  alle  weißen  Punkte  reduzierter  als  bei  den  übrigen  ost-  und  südasiatischen  phedima- Rassen,  ins¬ 
besondere  aber  den  chinesischen  Lokalformen.  Formosa;  Polisha,  Juli  <$.  Kagi,  August.  $.  Vom  $  sind  zwei 
Formen  in  der  Sammlung  Fruhstorfer:  eine  relativ  klein  mit  unbedeutenden  weißen  Subanalflecken  der 
Hflgl-Oberseite  und  unterseits  kaum  merklich  geäugt.  Die  zweite  Form  ist  schon  oberseits  mit  deutlichen 
Ozellen  geschmückt  und  führt  unterseits  eine  komplette  Reihe  von  prächtig  weiß  gekernten  Ozellen  (Chip-Chip, 

Juli,  August).  —  nuwara  subsp.  nov.  soll  die  von  Semper  auf  Tafel  9Fig.  12  seines  Philippinenwerkes  abgebildete  nuwo.ru. 
phedima- Rasse  bezeichnen,  die  Semper  irrtümlicherweise  für  eine  ismene  Cr.  hielt,  nuwara  steht  aber  der 
polishana  viel  näher  als  irgend,  einer  ismene-  resp.  leda- Rasse.  Unterseite  nahe  linga  von  Celebes,  Vflgl  mit 
grau  überpudertem  Apicalteil  und  zwei  größeren  weißen  Subapicalf lecken.  Hflgl  mit  einer  kompletten  Reihe 
von  sechs  weit  getrennt  stehenden  Submarginalpunkten,  wie  wir  sie  bei  polishana  finden.  Mindoro,  Flugzeit 
Dezember. 

Mit  M.  atrax  beginnt  eine  weitere  Species,  die  zur  phedima- Gruppe  gehört  und  ausschließlich  dem  Ar¬ 
chipel  der  Philippinen  eigentümlich  ist,  den  sie  in  seiner  gesamten  Ausdehnung  bewohnt,  —  atrax  Fldr.  (96  a)  atrax. 
Flügelform  etwas  schmäler  als  bei  phedima,  Oberseite  mehr  braun  statt  schwarz,  mit  deutlichem  purpurnem 
Schimmer.  Vflgl  mit  einer  graublauen,  nach  vorne  etwas  verschmälerten  Binde,  die  beim  $  wesentlich  breiter 
angelegt  und  von  fahlgelber  Färbung  erscheint,  und  in  der  Färbung  und  Ausdehnung  bei  den  südlicheren  Insel¬ 
rassen  mehr  oder  minder  veränderlich  ist.  Unterseite  kaum  von  jener  der  phedima  abdullae  Dist.  zu  unterschei¬ 
den,  nur  mit  etwas  lebhafterem,  grau  violettem  Anflug  distal  von  der  braunen,  medianen  Längsbinde.  2  ober¬ 
seits  hell  kaffeebraun,  unten  vorherrschend  gelblichrot  mit  violetten  Ueberstäubungen  und  auf  den  Vflgl  einer 
dem  Verlöschen  nahen  weißlichen  Binde.  Flugzeit  April  bis  Juni.  Luzon,  Polillo  und  Burias.  - —  erichsonia  crichsonia. 
Fldr.  ist  eine  äußerst  variable  Unterart,  von  der  drei  Saisonformen  bekannt  sind :  1 . )  Die  Namenstype,  sie  ist  auf 
jene  der  regenlosen  Periode  basiert,  mit  breiteren  Flügeln  als  bei  atrax,  $  nur  mit  Spuren  einer  gelbgrauen  Subapical- 
binde  der  Vflgl;  2.)  violetta  Frühst.,  eine  Intermediatform  mit  violetter  etwas  verwaschener  Schrägbinde,  und  violetta. 

3.)  pseudaswa  Frühst.,  eine  extreme  Trockenzeitform,  <$  nur  mit  Spuren  einer  dunkelbraunen  Vflglbinde,  die  beim  pseudaswa. 
$  zwar  schmäler  als  beim  atrax-Q,  aber  mit  einer  zarten  rötlichen  Peripherie  umgeben  ist.  Mindoro,  vom  Dezem¬ 
ber  bis  Februar.  —  cajetana  Semp.  der  vorigen  noch  sehr  ähnlich,  $  aber  mit  weißlicher  Schrägbinde  der  cajetana. 
Vflgl.  Type  von  Samar,  Semper  aber  nennt  auch  noch  die  Camotes-Inseln,  Bohol  und  Cebu  als  Flugorte. 
Vorkommen  Mai  bis  Oktober  und  dann  wieder  Dezenlber  bis  Februar.  — -  lucillus  Frühst.  (96  a)  führt  beim  lucillus. 

$  in  der  Regel  eine  noch  breitere  weißlichgelbe  Vflglbinde  als  auf  der  Abbildung,  die  Hflgl  haben  einen  mäßig 
ausgedehnten,  aber  scharf  abgesetzten  rotbraunen  Terminalsaum,  die  Apicalgegend  der  Vflgl-Unterseite  vor¬ 
herrschend  weiß.  Hflgl  mit  weißer,  statt  violetter  Begrenzung  der  hell  rotbraunen  Medianbinde.  Type  durch 
Dr.  Platen  auf  Mindanao  gesammelt.  Nach  Semper  auch  auf  Camiguin  de  Mindanao.  —  bazilana  Frühst,  bazilana. 
differiert  von  lucillus  durch  eine  etwas  verengte  Schrägbinde  der  Vflgl  des  $,  die  braungrau  überpudert  ist  und 
manchmal  eine  prägnante  kleine  schwarze  weißgekernte  Ozelle  umschließt.  Apicalpartie  der  Vflgl-Unterseite 
gelblich  statt  weiß  wie  bei  lucillus,  Hflgl  wieder  purpurn  oder  grauviolett,  statt  weiß  in  der  Medianregion 
überzogen.  Insel  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Doherty  entdeckt.  —  elya  subsp.  nov.  umschreibt  eine  ha-  clya. 
bituell  kleine  Inselrasse,  $  oben  matt  schwarz,  also  dunkler  als  die  Verwandten  der  Philippinen,  unten  jedoch 
fahler  als  selbst  lucillus  von  Mindanao.  Jolo-Inseln.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  pitiya  subsp.  yUiya. 
nov.  ist  die  am  weitesten  nach  Süden  vorgeschobene  Abzweigung  der  Gesamtart;  oberseits  mit  violettem 
Schimmer,  die  $$  größer  und  bleicher  als  jene  von  Jolo.  Sangir;  Type  in  der  Sammlung  Staudinger  am  Ber¬ 
liner  Museum. 

M.  velutina,  eine  weitere,  sehr  aparte  Art,  aus  der  phedima- Gruppe ,  und  weitaus  die  hervorragendste, 
wie  es  für  einen  Falter  aus  der  celebisch-molukkischen  Region  auch  kaum  anders  zu  erwarten  ist.  —  velutina  velutina. 
Fldr.  (96b,  e),  von  phedima  durch  die  bedeutende  Größe  und  die  iveitgehende  im  Genus  selbst  fast  ohne  Beispiel 
dastehende  sexuelle  Heteromorphose  differenziert,  unterscheidet  sich  unterseits  von  allen  verwandten  Arten 
durch  den  ausgedehnten  weißen  mehlstaubartigen  Anflug  und  die  weit  zerstreuten  rein  wei ßcn,  kleinen  Sub- 
marginalpunkte  auf  allen  Flügeln.  unten  vorherrschend  schwarz,  mit  brauner  distaler  Aufhellung,  $  unten 
gelblich  mit  rötlichbraunen  breiten  Längsbinden  und  feiner  grauweißer  Marmorierung.  Nord-Celebes,  $  von 
mir  November,  Dezember  in  den  Strandwaldungen  von  Toli  Toli  gefangen.  —  ribbei  Föb.  aus  Tombugo,  Ost-  ribbci. 
celebes  beschrieben,  von  mir  auch  im  Süden  der  Insel  am  Lonrpa  Battan  in  ca.  1000  m  Höhe  (März)  gesammelt 
und  von  Bangkai  durch  ihren  Autor  registriert,  ribbei  ist  nur  unbedeutend  von  velutina  verschieden  durch 


366 


MELANITIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


panvila.  etwas  größere  weiße  Makeln  der  Vflgl  und  reichere  weiße  Bestäubung  der  Unterseite  aller  Flügel.  panvila 
subsp.  nov.  dagegen  ist  eine  prächtig  differenzierte  Inselrasse,  von  der  Dr.  Platen  auf  Sula  Mangoli  2  und  3  $<j> 
entdeckt  hat,  die  sich  in  der  Sammlung  Staudinger  befinden.  $  Vflgl  mit  kleineren,  $  aber  mit  prägnanteren 
weißen  Makeln .  $  Basalpartie  aller  Flügel  oberseits  rotbraun  statt  gelblich,  wie  bei  velutina  und  ribbei. 

girjaitlcu.  Unterseite  gleichfalls  verdunkelt,  mehr  rotbraun  als  gelblich  wie  bei  Minahassa-Exemplaren.  —  gigantea 
Frühst,  von  Ceram  und  Buru,  differiert  von  velutina  durch  die  bedeutendere  Größe.  Sehr  selten,  nur  wenige 
Exemplare  bekannt. 

M.  zitenius,  eine  distinkte  Art,  die  viel  weiter  verbreitet  ist,  als  bisher  angenommen  wurde  und  deren 
mi kromalayan isc-he  Rassen  einige  Autoren  sogar  mit  Constantia  Cr.  verwechselten.  Am  häufigsten  ist  zitenius 
- Ucnins .  in  Nordindien,  während  sie  auf  einigen  Inseln,  z.  B.  Borneo,  sehr  selten  vorkommt.  —  zitenius  Herbst.  Die 
Trockenzeitform  forma  zitenius  hat  bereits  3  Namen  ( vamana  Moore,  duryodana  Fldr.).  oberseits  etwa 
wie  zenon  (95  d),  doch  mit  weniger  deutlicher  gelbbrauner  Schrägbinde  der  Vflgl.  Diese  kann  auch  ganz  fehlen. 
decoloruta .  so  daß  dann  die  der  niasicus  (95  d)  gleichen.  Es  ist  dies  decolorata  Frühst.,  nur  eine  Variante  der  Generation 
semifas-  der  trockenen  Periode.  Die  der  Regenperiode  (semifasciata  Frühst.)  führen  dagegen  einen  breiten,  kurzen 
cullll‘  quadratischen  Fleck  über  dem  schwarzen  Apicalauge  der  Vflgl.  Unterseite  von  zitenius  und  decolorata  sehr  bunt, 
grau  oder  rotbraun  marmoriert,  und  namentlich  auf  den  Vflgl  sandfarbene  braune  oder  schwarze  Felder.  $  der 
Regenzeit  (. semifasciata )  aber  sind  leicht  mit  $<3  von  ismene  und  leda  zu  verwechseln,  durch  das  monoton  dunkel¬ 
sandgraue  Kolorit  der  Unterseite,  auf  der  sich  wie  bei  leda  kleine  Ozellen  in  der  Submarginalregion  verlieren. 
$  von  zitenius  gleicht  jenem  von  sumatranus  (95  c),  doch  erscheint  die  rotbraune  Region  der  Vflgl  noch  ausge¬ 
dehnter,  der  Apicalozellus  stattlicher,  dicker  weiß  gekernt.  Bei  den  übrigens  viel  selteneren  $$  der  Regen¬ 
zeitform  fehlt  die  schwarze  Ozelle  der  Vflgl.  $  von  zitenius  unterseits  noch  prächtiger  als  der  <$,  der  Apicalteil 
der  Vflgl  und  der  Costalsaum  der  Hflgl  gelblich,  ebenso  ein  anteterminaler  Saum.  Die  übrige  Flügeloberfläche 
schwarz  gefleckt,  an  trockenes,  mit  Pilzen  überdecktes  Laub  gemahnend.  $  von  der  Regenzeitform  einfarbiger, 
rotbraun  oder  gelblich  mit  markanten  rotbraunen  Längsbinden.  Mir  liegt  zitenius  nur  aus  Sikkim  vor,  wo  die 
Art  vom  April  bis  November  häufig  auftritt,  und  woher  sie  Moore  als  vamana  beschrieben  hat.  Der  Name 
duryodana  Fldr  bezieht  sich  auf  Exemplare  aus  Assam,  Doherty  fand  sie  auch  im  Kumaon-Himalaya  von 
2 — 4000  Fuß  und  Moore  erwähnt  Stücke  von  den  Andamanen,  die  gewiß  einer  besonderen  Inselrasse  angehö- 
Jadinija.  ren.  Die  südindische  Rasse  kalinga  Moore  ist  bereits  durch  Kleinheit,  ungekernte  und  mehr  zusam¬ 
menhängende  schwarze  Subapicalmakeln  der  Vflgl  differenziert.  Ich  vermute  nur,  daß  gokala  Moore  etwa  die 
aulcles.  Regenzeitform  zur  nomenklatorisch  jüngeren  kalinga  vorstellt.  —  auletes  Frühst.  Bingham  erwähnt  bereits 
Fauna  Ind.ia  p.  162,  daß  zwei  der  von  ihm  in  Tenasserim  gefundenen  $$  sich  der  javanischen  ambasara  Moore 
nähern,  sowie  daß  die  schwarzen  Subapicalflecken  fehlen.  Bei  meinen  Tonkin-$$  sind  die  schwarzen  Flecke  zwar 
angedeutet,  jedoch  viel  geringer  entwickelt  als  bei  den  Sikkim-Exemplaren.  Sonst  stehen  die  Tonkin-$$  der 
forma  semifasciata  nahe,  von  der  sie  durch  den  intensiver  rötlichen  Anflug  jenseits  der  Zelle  ab  weichen.  Tonkin. 
sumatranus.  Chiem-Hoa,  August- September  1900,  Tenasserim,  Perak.  —  sumatranus  Frühst.  (95  c).  Eine  distinkte  In¬ 
selrasse,  deren  $  noch  etwas  an  Trockenzeit  -zitenius  erinnert.  Die  $<$  sind  aber  von  rundlicherem  Flügel¬ 
schnitt,  unterseits  viel  dunkler,  die  gelbliche  Apicalregion  der  bleibt  viel  schmäler  und  erscheint  an  den 
Rändern  dunkler  rotbraun  angeflogen.  Die  Unterseite  der  sumatranus -$$  färbt  sich  lebhafter  und  gleichartiger 
gelbbraun  und  wird  von  schärfer  gesetzten  Binden  durchzogen  und  umrahmt.  Sumatra,  Umgebung  von  Pa- 
dang.  Nordost-Sumatra.  Nach  Martin  die  seltenste  der  in  Sumatra  vorkommenden  Arten,  welche  nicht 
unter  500  Fuß  Erhebung  und  von  da  bis  zn  2000  Fuß  fliegt;  sie  übertrifft  die  ismene  und  abdullae  an  Größe 
und  ist  durch  die  hellere,  lebhaftere,  braungelbe  Färbung  der  Flügel,  das  Fehlen  des  weißen  Kernes  im  gut 
angelegten  Apicalozellus  und  das  breite,  gelbe  Band,  welches  das  $  quer  über  den  Apex  des  Vflgl  trägt,  sofort 
zu  erkennen.  Im  Laufe  von  12  Jahren  nur  8  und  5  $$  erbeutet.  Durchschnittliche  Flügelspan¬ 
nung  von  sumatranischen  $$  von  Melanitis  leda  64  mm,  ismene  74  mm,  abdullae  70  mm,  zitenius  90  mm. 
rufuiiis.  rufinus  Frühst.  Oberseite  bei  und  $  dunkel  rotbraun,  Apex  der  Vflgl  zierlicher,  mehr  hervortretend  und  schmäler 
als  bei  den  bisher  genannten  Inselrassen.  Dem  $  fehlt  jede  Spur  von  Schwarzfleckung  auf  den  Vflgl.  Unter¬ 
seite  heller  als  bei  sumatranus.  Sehr  selten,  da  das  Sarawak-Museum  nur  1  Exemplar  im  Laufe  langer  Jahre  em- 
niasicus.  pfangen  hat.  Südost-Borneo,  1  Nord-Borneo.  —  niasicus  Frühst.  ( 95  d).  $.  Steht  der  vorigen  Rasse  recht  nahe,  die 
ockerfarbene  Schrägbinde  der  Vflgl  aber  noch  mehr  verdunkelt,  Gesamtfärbung  der  Oberseite  ein  satteres  Rot¬ 
braun,  jene  der  Unterseite  braunviolett.  <$<$.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  fast  ganz  schwarz,  oberseits  jedoch 
zur  javanischen  Rasse  hinüberleitend,  durch  den  eigentümlichen  braunvioletten  Anflug  auf  gelbgrauem  Grunde. 
ambasara.  Nias.  —  ambasara  Moore,  eine  ausgezeichnete  Inselrasse,  die  von  den  übrigen  makromalayischen  Formen  durch 
dominierendes  Gepräge  der  Trockenzeitfärbung  differiert.  Beide  Geschlechter  erscheinen  in  zwei  Koloritver¬ 
schiedenheiten,  in  denen  die  Unterseite  vorwiegend  grau  sein  kann  und  wie  mit  schwarzen  Samtflecken  belegt 
erscheint  (grisescens  form,  nov.),  rotbraun  mit  rötlich  braunen  Einstreuungen.  Vom  $  sind  gleichfalls  zwei  For- 
gnoplwdes.  men  bekannt.  —  gnophodes  Btlr.  mit  rötlich  gelber  Unterseite  und  eine  analog  grisescens  mit  verwaschen 
grauer  Färbung.  Letztere  Form  besitze  ich  jedoch  nur  aus  Ost-Java.  und  $  oberseits  graubraun,  $  selten 
mit  rötlichem  Anflug.  $  aber  stets  mit  schmaler,  meist  scharf  abgesetzter,  kurzer  Schrägbinde  der  Vflgl,  ohne 
die  ausgebreitete  rötliche  Apicalzone,  welche  zitenius  und  die  makromalayischen  Rassen  kennzeichnet.  Ost- 
zenon.  und  Westjava  bis  etwa  800  m.  Lombok  April,  Mai  bis  ca.  600  m  Höhe.  —  zenon  Frühst.  (95d).  <$:  Größer,  ober- 


MELANTTLS.  Von  H.  Frttitstorfer 


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seits  lichter  braungrau,  unterseits  gleichmäßiger  und  heller  graubraun  als  Javanern  Die  gelbliche  Schrägbind« 
der  Vflgl  schmäler,  nach  innen  ausgedehnter  braun  beschattet,  distal  mehr  in  die  dunkle  Grundfärbung  über¬ 
gehend.  Sumbawa.  —  xantophtlialmus  Stgr.  gleicht  oberseits  der  niasicus  (95  d),  doch  von  matt  grauschwar¬ 
zer  Färbung  der  Oberseite  ohne  Spur  des  rotbraunen  Anflugs  der  die  makromalayischen  Schwesterrassen  ins¬ 
gesamt  charakterisiert.  Der  Subapicalfleck  größer,  gelblich.  Unterseite  vorwiegend  gelblich  ohne  den  pur¬ 
purnen  Anflug  der  sonstigen  zitenius- Abzweigungen .  Sehr  selten.  Januar  von  Doherty  gesammelt,  nur  ein 
paar  Exemplare  aus  den  Sammlungen  Staudinger  und  Fruhstorfer  bekannt. 


xanloph- 

thahnus. 


M.  belinda.  eine  der  zitenius  unterseits  nahekommende  Species,  die  aber  durch  das  prächtige  Kolorit 
der  Oberseite  eher  an  die  Arten  der  Molukken  oder  an  die  philippinische  boisduvali  erinnert  .  Sie  ist  aber  von  al¬ 
len  leicht  abzusondern,  durch  die  nahezu  vertikal  gerichtete  Submarginalbinde  der  Vflgl  und  ist  die  einzige 
Melanitis  mit  gleichartigen  Geschlechtern.  Von  zitenius  wird  sie  dann  noch  differenziert  durch  die  kürzere, 
distal  nach  unten  gebogene,  statt  lange  nach  oben  gekrümmte  Valve.  Uncus  gleichfalls  kürzer,  me¬ 
dial  mehr  verdickt.  Valve  länger,  aber  weniger  dicht  beborstet.  Nur  im  mikromalayischen  Gebiet  und  da 
nur  auf  wenigen  Inseln  der  Sumbawagruppe.  —  cruentula  Frühst.  (95c),  unterseits  äußerst  variabel,  doch  ist  crueniula. 
wohl  ein  alle  Nuancen  durchlaufendes  Gelblich  dominierend.  Am  häufigsten  ist  eine  Form  mit  rötlich  brauner 
Marmorierung  und  ausgedehnten  dunkel  samtbraunen  Längsbinden.  Daneben  erscheinen  auch  $$  mit  mehr  rot¬ 
brauner  Grundfärbung  und  verwascheneren  Binden.  Die  Type  ist  auf  Exemplare  der  Trockenzeit  basiert 
und  führt  auf  der  Hflgl-Unterseite  kleine,  schwarze,  gelblich  gekernte  und  kaum  merklich  graugelb  umringelte 
Augen.  Die  $<$  der  Regenzeit  (vada  form,  nov.)  zeigen  ein  trockene  graue  Blätter  vortäuschendes  Kolorit,  mit  vada. 
schmalen,  mattbraunen,  nicht  samtartigen  Medianbinden,  aber  wie  bei  leda  deutlichen,  mehr  ovalen  als  rund¬ 
lichen,  schön  gelb  umzogenen  Ozellen  versehen.  Auf  Lombok  von  April  bis  Juni  von  mir  gesammelt,  nicht  über 
700  m  hinaufsteigend  und  in  Fruchthainen  nahe  den  Dörfern  vorkommend.  Auch  scheint  sie  der  Saft  der 
Zuckerpalme  anzulocken  und  einige  Stücke  traf  ich  auf  abgefallenen  Früchten.  —  belinda  8m.  ist  leicht  von  belimla. 
cruentula  zu  trennen  durch  die  satter  gelbe,  erheblich  eingeschränkte  Vertikalbinde  der  Vflgl,  die  mit  kleineren 
schwarzen  Ozellen  und  reduzierten  Weißpunkten  belegt  sind.  Unterseite  vorherrschend  grau,  fast  ohne  gelbe 
Beimengung,  die  Längsbinden  auch  bei  der  ungeaugten  Form  weniger  prominent  als  bei  cruentula,.  Ein  Paar 
einer  entschiedenen  Trockenzeit-Brut  ist  unterseits  ziemlich  monoton  purpurbraun,  mit  weißlich  violetten  Auf¬ 
hellungen.  Ein  $  völlig  verwaschen,  sandgrau,  etwa  wie  das  P  von  zitenius  ambasara  Moore  aus  Ost- Java.  Von 
Alor,  Flugzeit  April,  in  meiner  Sammlung.  Die  Type  stammt  von  Adonara,  östlich  von  Sumbawa  und  Doherty 
hat  die  Species  in  Sumba  und  Sumbawa  gefunden,  sie  aber  mit  Constantia  Cr.  verwechselt,  als  welche  er  sie  in 
seiner  berühmten  Arbeit  über  die  Fauna  dieser  Inseln  registriert. 


M.  boisduvalia  ersetzt  zitenius  auf  den  Philippinen,  wo  sie  von  Luzon  bis  Sangir  verbreitet 
ist,  und  nicht  zu  den  häufigen  Erscheinungen  der  Falterwelt  zählt.  Semper  sah  nur  15  Exemplare 
und  Doherty  sandte  mir  unter  2000  Faltern  von  der  Insel  Palawan  nur  ein  £.  Die  Geschlechter 

sind  beinahe  monomorph,  $  nur  größer,  fahler  und  mit  breiterer,  aufgehellter  Vflglbinde.  Unterseiten¬ 
färbung  erinnert  sehr  an  zitenius  zenon  Frühst,  von  Sumbawa.  Uebenviegend  grau  mit  gelblicher 
Apicalpartie  der  Vflgl  und  ebensolchem  Costalsaum  der  Hflgl  bei  den  $<3,  rotbraun  mit  weißlicbgelber 
Submarginalzone  bei  den  —  boisduvalia  Fldr.  von  Luzon,  liegt  mir  nicht  vor;  carales  subsp.  nov.  boisduvalia. 
bewohnt  Mindoro,  kommt  der  abgebildeten  palawanica,  nahe,  von  der  sie  differiert  durch  schmälere  gelbe  carales. 
Schrägbinde  der  oberseits  wesentlich  dunkler  rotbraunen  Vflgl.  $  nahe  der  $-Form  aus  Mindanao,  aber  leb¬ 
hafter  rotbraun.  Die  Unterseite  aller  Flügel  farbenreicher,  satter  schwarz  gesprenkelt.  Type  in  der  Samm¬ 
lung  Statjdhnger.  —  ponipeja  subsp.  nov.  zeigt  in  der  Mitte  der  Vflglbinde  jenseits  der  Zelle  eine  erhebliche  pompeja. 
Verschmälerung,  die  Binde  selbst  ist  in  ihrer  gesamten  Ausdehnung  braun  überpudert,  $  führt  dagegen  sein' 
breite  hellgelbe,  peripherisch  schön  rotbraune  Subapicalbinden,  die  wie  beim  £  nur  selten  ein  winziges  blindes 
schwarzes  und  darüber  ein  weißes  oder  gelbes  Auge  tragen.  Unterseite  aller  Flügel  schmal  rotbraun  gebändert. 
Submarginalozellen  zu  kleinen,  weißlichen  Keilfleckchen  reduziert.  Februar,  März  auf  der  Insel  Bazilan.  - 
palawanica  Frühst.  (95  c).  Flügelschnitt  rundlicher,  Grundfarbe  oberseits  dunkler  rotbraun,  die  gelbliche  Sub-  palawanica. 
marginalbinde  der  Vflgl  gleichmäßiger  breit  und  sich  analwärts  nicht  so  auffallend  verjüngend  wie  bei  pompeja. 

Die  schwarze  Ozelle  in  der  Vflglbinde  fehlt.  Vflglbinde  nach  Angaben  Staudingers  manchmal  rauchgrau.  Ja¬ 
nuar,  sehr  selten,  Palawan  von  Doherty  gesammelt.  —  ernita  subsp.  nov.  differiert  von  der  Bazilan  und  Min-  ernila. 
doro,  sowie  der  Palawan-Rasse  durch  fahler  gelbe  Unterseite  aller  Flügel  und  oberseits  durch  eine  auffallend  breite 
aufgehellte  gelbliche  Subapicalbinde ;  Apex  der  Vflgl  beim  $  viel  mehr  als  bei  pompeja.  vorspringend,  auch  die 
Schwänze  der  Hflgl  länger.  Semper  kannte  boisduvalia  auch  noch  von  Cebu,  Boliol  und  Camiguin  de  Minda¬ 
nao,  doch  wird  es  sich  bei  diesen  um  weitere  bisher  unbeachtete,  mehr  oder  weniger  von  carales  und  pompeja 
differenzierte  geographische  Rassen  handeln. 

M.  pyrrha,  eine  merkwürdige  Species  von  geringer  Verbreitungsfähigkeit,  bisher  nur  von  den  Nord¬ 
molukken  und  der  celebi sehen  Region  bekannt.  Sie  muß  aber  noch  auf  den  Sulainseln  gefunden  werden,  denn 
nur  über  diese  kann  sie  nach  Batjan  oder  umgekehrt  von  Bat j an  nach  Celebes  gelangt  sein.  Der  erstere  Ver¬ 
breitungsweg  ist  aber  der  wahrscheinlichere,  weil  sie  auf  Celebes  in  der  Niederung  überall  vorkommt,  und  auch 
von  Bangkai  bekannt  ist.  Die  <$<$  gleichen  namentlich  unterseits  etwas  der  zitenius  grisescens  Frühst,  von  Java, 


3  68 


MELANITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


oberseits.  der  ismene  Cr.,  in  der  Ozellen Verteilung  der  Hflgl-Unterseite  der  leda  L.  und  das  $  bildet  ein  Spiegel- 
hylecoetes.  bild  der  velutina  Fldr.  von  Celebes.  Drei  geographische  Rassen:  hylecoetes  Holl,  aus  Südcelebes  beschrieben. 

von  mir  im  Norden  der  Insel  bei  Toli-Toli,  November,  Dezember  gefunden,  $  oberseits  mit  derselben  Verteilung 
der  schwarzen  Apical-  und  Transcellularbinden  wie  das  abgebildete  oinoe-Q  (95  d),  Grundfarbe  aber  hellschiefer¬ 
grau,  unten  gelblich  graubraun  marmoriert.  $  wie  oinoe-Q,  aber  mit  kleinerer,  weißer  Subapicalmakel  der 
pyrrha.  Vflgl-Unterseite,  gelblich  braun  mit  schwachen  rotbraunen  Medianbinden.  —  pyrrha  Röb.,  die  Namenstype 
von  der  Insel  Bangkai,  liegt  mir  nur  in  einem  $  vor,  das  ober-  und  unterseits  fahler  gelb  erscheint  als  hyle- 
oinoe.  coetes-Q  und  oinoe-Q.  Auf  Batjan  findet  sich  oinoe  Frühst.  (95  cl),  von  hylecoetes  leicht  zu  trennen  durch  den 
unterseits  vorwiegend  grauen  Farbenton  aller  Flügel,  die  fein  weiß  schraffiert  erscheinen.  Ozellen  manchmal 
ohne  gelbliche  Peripherie.  $  durchweg  satter  ockergelb,  mit  markanteren  Augen  der  Hflgl-Unterseite  als  bei 
pyrrha  und  hylecoetes.  Batjan.  $  anscheinend  häufiger  als  die  <$$,  doch  werden  letztere  von  den  Ma- 
layen  wegen  ihrer  Aehnlichkeit  mit  der  wertlosen  leda  wohl  überhaupt  nicht  gesammelt. 

M.  Constantia  zählt  zu  den  auffallendsten  Satyriden,  wegen  der  entwickelten  sexuellen  Dimorphose. 
Sie  bewohnt  das  Gebiet  der  Molukken,  ihre  zahlreichen  Ortsformen  sind  aber  ostwärts  bis  zu  den  Salomonen 
vorgedrungen.  Häufig  im  Zentrum  ihres  Verbreitungsgebiets  der  Molukken,  wird  sie  an  der  Peripherie  ihres 
Vorkommens  sehr  selten,  so  sind  mir  von  Deutsch-Neu- Guinea  nur  drei  Exemplare  zu  Gesicht  gekommen. 
Ueber  die  Art  herrschten  früher  die  widersprechendsten  Anschauungen,  man  hat  sie  sogar  mit  31.  leda  zusam¬ 
mengezogen  und  ihr  die  distinkte  weiter  unten  behandelte  31.  amabilis  als  Varietät  angeschmiedet.  $  stets 
mit  proximal  und  distal  unregelmäßiger  mehr  oder  weniger  deutlicher  ockergelber  Schrägbinde  der  Vflgl,  die 
beim  $  je  nach  der  insularen  Herkunft  heller  oder  dunklergelb,  aber  stets  erheblich  verbreitert  erscheint  .  Grund¬ 
farbe  der  $  stets  dunkel,  jene  der  $$  etwas  fahler  kakaobraun.  Zeitformen  markieren  sich  erkenntlich,  aber  nie- 
constantia.  mals  so  auffallend  wie  bei  der  zitenius-  oder  phedima- Gruppe.  —  Constantia  Cr.,  der  nomenklatorische  Typus 
wurde  von  ihrem  Autor  nach  einem  $  aufgestellt,  das  dem  abgebildeten  dictatrix  2  (95  a)  nahekommt,  aber 
innerhalb  des  Auges  der  Vflgl  mehr  eingeschnürte  und  auch  sonst  schmälere  Binde  aufweist.  Auch  ist  der 
costale  Teil  der  Vflglbinde  mehr  aufgehellt  und  leicht  weißlich  untermischt.  $  unterseits  hell  kakaobraun,  die 
braunen  Längsbinden  mit  weißlicher  Begrenzung.  Ozellen  gelb  geringelt,  mehr  oblong  als  rund.  Vom  $  exi¬ 
stieren  zwei  Formen;  eine  dem  $  ähnliche  mit  breiter  ockergelber  Schrägbinde,  und  solche  mit  zurückgebildeter 
depicta.  ockerfarbener  Streifung  (=  depicta  Frühst.).  Die  Unterseite  erinnert  an  trockne  Blätter  und  variiert  von  rot  zu 
dictatrix.  gelbbraun.  Südmolukken.  —  dictatrix  Frühst.  (95  a),  habituell  kleiner,  Flügelschnitt  rundlicher  als  bei  Con¬ 
stantia  Cr.,  dennoch  aber  mit  viel  breiterer  gleichmäßiger  angelegter  und  wesentlich  hellerer  Submarginalbinde 
ohiana.  der  Vflgl.  Unterseite  lichter,  farbenreicher,  Ozellen  jedoch  kleiner  als  bei  Constantia.  Buru.  —  obiana  Frühst. 
cf:  Vflglbinde  costalwärts  sehr  breit,  sich  analwärts  verjüngend.  Das  Submarginalband  der  Vflgl  nochmal 
so  breit  als  bei  constantia,  die  schwarzen  Subapicalmakeln  jedoch  zur  Punktgröße  reduziert.  Unterseite  des  §, 
namentlich  jene  der  apicalen  Partie  der  Vflgl  stark  auf  gehellt,  lichtgelb  statt  grauweiß  oder  braun  wie  bei  con- 
batjana.  stantia  und  dictatrix.  —  batjana  Frühst.  (95  a).  $  mit  völlig  verdunkelter  Querbinde  der  Vflgl,  $  mit  sehr  licht¬ 
gelber  Transversalbinde,  die  proximal  stark  gezähnt  ist.  Unterseite  etwas  dunkler  als  obiana.  Beide  Geschlechter 
habituell  kleiner  als  die  vorige  Rasse.  Die  Trockenzeitform  markiert  sich  bei  den  durch  reduziertere,  nur 
microph-  wenig  gelb  geringelte  Ozellen  (  =  microphthalma  Frühst.)  Nordmolukken.  Batjan,  Halmaheira.  —  salapia  subsp. 
sy dap-ui  nov‘  bleibt  in  der  Größe  hinter  Amboina-  und  Buru -Exemplaren  zurück,  die  Binde,  namentlich  der  $$,  ist  erheb¬ 
lich  reduziert  und  auch  die  Augenflecken  der  Hflgl-Unterseite  sind  kleiner  als  bei  südmolukkischen  Stücken. 
Sula  Mangoli.  Type  in  der  Sammlung  Stau ding er  nach  von  Dr.  Beaten  gesammelten  Originalen  dieser  herr¬ 
lichen  Inselgruppe,  auf  der  alle  Arten  ein  von  den  übrigen  Molukken  oder  von  Celebes  verschiedenes  Farben¬ 
kleid  annehmen  und  auf  denen  sich  vielfach  die  Rassen  schon  zu  distinkten  Arten  umgebildet  haben,  wie  z.  B. 
gylippa.  bei  den  Culapa,  Clerome,  Euthalia  und  auch  Danaiden.  — -  gylippa  Swinh.  als  Species  beschrieben,  die  keinerlei 
Verwandte  hat,  schließt  sich  aufs  engste  der  geluna  (95  a)  an.  —  Exemplare,  bei  denen  die  Vflglbinde  nur  noch 
minuscula.  als  quadratischer  Fleck  erhalten  geblieben  ist,  sind  als  minuscula  Frühst,  bezeichnet.  Unterseite  aller  Flügel 
mit  melanotischerem  Kolorit  als  bei  batjana,  durch  die  verkleinerten  Ozellen  bereits  zu  den  papuanischen  Rassen 
geluna.  hinüberleitend.  Key.  —  geluna  Frühst.  (95a).  <$.  Nähert  sich  durch  ihre  stattliche  Erscheinung  und  die  verdun¬ 
kelte  Vflglbinde  der  constantia- 3  ja.  depicta  von  den  Süd-Molukken,  differiert  aber  durch  die  fast  augenlose  Flü¬ 
gelunterseite  von  allen  bekannten  Rassen.  —  Type  jedenfalls  Trockenzeitform.  Deutsch-Neu- Guinea,  Finisterre- 
kapaum.  Gebirge,  Berg  Gehn  Nach  Hagen  vom  Oktober  bis  Januar,  dann  wieder  im  Juni.  —  kapaura  Frühst,  q  . 

Vflglbinde  nur  wenig  schmäler  als  bei  constantia,  von  dunkelockergelber  Färbung  und  bis  in  den  Analwinkel 
mejorica.  gehend  ähnlich  der  Obi-Form,  etwas  dunkler  und  mit  kleineren  Ozellen.  Holl. -Neu -Guinea,  Kapaur.  —  meforica 
Frühst,  cf  nahe  kapaura,  Binde  der  Vflgl  costalwärts  verbreitert,  in  der  Mitte  jedoch  eingeengt,  Flügelschnitt 
jobina.  zierlicher,  Gestalt  kleiner.  Unterseite  reich  violettgrau.  — Insel  Mafoor  oder  Mefor.  —  jobina  Frühst.  Sehr  nahe 
der  vorigen,  Binde  jedoch  obsoleter  als  bei  geluna,  Unterseite  sehr  dunkel,  Ozellen  wie  bei  der  Key-Rasse. 
despoliata.  Insel  Jobi.  —  despoliata  Frühst.  Exemplare  von  den  Shortlands-Inseln  auffallend  klein,  Vflglbinde  analwärts 
verjüngt.  Salomonen,  Neu-Pommern  (Ribbe),  Neu-Hannover  (Pagen Stecher). 

amabilis.  M.  amabilis,  seltener  und  weniger  der  geographischen  Polymorphose  unterworfen  als  die  vorige  Art, 

bei  ihr  aber  erreicht  die  Ungleichheit  der  Geschlechter  ihren  Höhepunkt.  Grundfarbe  der  cf  cf  satt  kaffeebraun, 


CYLLOGENES.  PARANTI  RR H OE A .  BLETOGONA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


369 


deren  Vflglbinde  breit  und  scharf  abgegrenzt,  mein-  oder  weniger  hell  ockergelb,  bei  den  $$  aber  stets  rein 
weiß  auf  rotbraunem  Grunde.  Unterseite  der  E<S  schwarzbraun,  der  $$  rötlich  mit  grauweißen  Cellular-  und 
Subbasalstreifen.  Apicalozelle  der  Hflgl-Unterseite  stets  größer  als  die  spitzoblongen  Analozellen.  Vflgl 
mit  einem  kleineren  Auge,  über  dem  sich  immer  ein  winziges  Nebenauge  befindet.  Verbreitung  von  den  Süd- 
molukken  bis  zum  Bismarckarchipel,  in  Neu-Guinea  häufiger  als  Constantia.  —  crameri  Btlr.  (95  c)  führt  beim  crameri. 

$  unterseits  eine  schmälere  gelbliche  Schrägbinde,  die  Hflglozellen  kleiner  und  gleichartiger.  Das  schärpen¬ 
artige  Band  der  Vflgl  oberseits  dunkelockergelb;  Amboina,  Ceram.  —  kajelana  Frühst,  zeigt  eine  etwas  breitere  kaUjana. 
ockerfarbene  Schärpe  der  Vflgl.  $  ähnlich  dem  abgebildeten  valentina  §,  aber  die  weiße  Schrägbinde  nach 
hinten  mehr  verjüngt.  Unterseite  beider  Geschlechter  heller  rot  oder  graubraun  als  bei  crameri.  Insel  Buru. 

—  valentina  Frühst.  (95  b)  wird  charakterisiert  durch  eine  dunklerockergelbe  Binde  der  und  die  erheblich  valentina. 
farbensattere  Unterseite  beider  Geschlechter.  Ozellen  kleiner,  dunkler  gelb  umringelt.  —  amabilis  Bsd.  ist  amabilis. 
von  valentina  sofort  zu  trennen  durch  die  regelmäßig  abgesetzte  und  erheblich  verengte  Vflglbinde  des  $,  die 
auch  unterseits  geradlinigere  Konturen  aufweist.  Im  gesamten  Bismarckarchipel. 

Gattung-  C-yllogenes  Btlr. 

Strukturell  von  Melanitis  abweichend  durch  die  auffallend  kurze  Submedianader  der  Vflgl  der 
welche  konkav  nach  hinten  gebogen  und  kurz  vor  der  Flügelmitte  in  den  Ird.  ausläuft.  Doch  gilt  dies  nicht 
vom  $,  das  keinen  wie  bei  den  Euploeen  vorspringenden  Ird.  zeigt  und  bei  dem  auch  die  Submecliane  wieder 
normalerweise  den  Distalrand  erreicht,  also  fast  doppelt  so  lang  als  bei  den  <$$  sich  ausdehnt.  Als  Differenzial¬ 
charakter  den  Melanitis  gegenüber  hat  Butler  bereits  das  Vorhandensein  eines  sehr  großen  discalen  Andro- 
conienflecks  der  Vflgl  hervorgehoben,  der  aus  prächtig  glänzenden  tiefschwarzen  Schuppen  besteht.  Zeich¬ 
nung  der  Unterseite  etwas  an  die  neotropischen  Narope  gemahnend,  gelblich,  braun  schraffiert  mit  weißen 
Subanalpunkten  wie  bei  Narope.  Verbreitungsbezirk:  der  östliche  Himalaya. 

C.  suradeva  Moore  (96  c)  führt  oberseits  in  beiden  Geschlechtern  eine  mäßig  breite  und  nur  bis  zur  suradeva. 
Flügelmitte  hinziehende  gelbliche  Subapicalbinde,  sonst  abgesehen  von  dem  oben  erwähnten  Duftfleck  völlig 
zeichnungslos.  <$  etwas  dunkler  als  das  $,  mit  lebhafterem  blauviolettem  Schimmer.  $  unterseits  mit  einer 
undeutlichen  violetten,  $  mit  einer  verwaschenen  erdbraunen  Längsbinde.  Submarginalzone  mit  weit  zerstreu¬ 
ten,  beim  $  etwas  größeren  weißen  Fleckchen  besetzt.  Sikkim,  selten  und  lokal  auf  ca.  2000  Fuß  Höhe,  Flug¬ 
zeit  vom  April  bis  Juni. 

C.  janetae  Nicev.  <$  ohne  den  Androconienfleck  der  Vflgl,  die  Präapicalbinde  der  AS  breiter,  bei  den  janetae. 
$$  länger  bis  in  den  Ird  durchgezogen.  Hflgl  gleichfalls  mit  gelblichem  Distalsaum.  Unterseite  dunkler 
mit  ausgedehnterer  Mittelbinde.  Von  Bhutan  zuerst  gekommen  und  später  durch  Doherty  in  den  Naga- 
Hills  entdeckt,  anscheinend  nur  vier  Exemplare  mit  Sicherheit  bekannt.  Niceville  nimmt  an,  daß  beide  Cyl- 
logenes-Axton  nur  eine  Generation  haben. 


Gattung  Parantirrlioea  Wood. -Mas. 

Ein  anscheinend  archaisches,  dem  Aussterben  verfallenes  Genus,  dessen  Name  auf  eine  gewisse  Ver¬ 
wandtschaft  mit  den  südamerikanischen  Antirrhaea  schließen  läßt.  Subcostalast  der  Vflgl  mit  der  Costale 
verwachsen,  vier  kurze  Nebenästchen  nach  dem  Vdrd.  ausstrahlend.  Hflgl  mit  einer  an  Elymnias  erinnernder 
Struktur,  lang  geschwänzt.  Nur  eine  Art  bekannt,  die  in  Südindien  vorkommt. 

P.  marshalli  Wood. -Mas.  S  mit  einer  ziemlich  breiten  kurzen  schön  violett-blauen,  beinah  vertikal  marshalli. 
verlaufenden  Vflglbinde.  Hflgl  mit  einem  subanalen  schwarzen  Androconienfleck  von  länglich  ovaler  Form. 
Unterseite  wiederum  wie  bei  Narope,  gelblich  mit  sehr  feiner  brauner  Schraffierung  und  einem  schwärzlichen 
Subanalpunkt  zwischen  den  Medianen.  9  noch  nicht  aufgefunden.  Als  Heimat  gelten  die  Asliambo-Hills, 
bei  Trevandrum,  Travancore,  Südindien.  Flugzeit  Mai.  Vermutlich  auch  nur  in  einer  Generation  auftretend. 

Gattung  Bletogoiia  Fldr. 

Auch  diese  monotypische  Gattung  ist  auf  ein  eng  begrenztes  Gebiet,  das  südliche  und  östliche  Celebes 
beschränkt.  ’  Während  das  $  etwa  an  die  gelben  Mycalesiden  Lohora  dinon  und  ophthahnicus,  an  andere  gelbe 
Celebes-Falter  wie  Messaras  maeonides,  Clerome  menado  und  Melanitis  pyrrha  gemahnt,  erscheint  das  S  im 
Kleide  und  der  Flügelform  einer  Callerebia.  Die  feine  Strichelung  der  Unterseite  verweist  ebensowohl  auf 
Melanitis  wie  Elymnias.  Zelle  der  Vflgl  breiter  als  bei  Melanitis  die  hintere  Discocellulare  mehr  nach  außen 
gerichtet,  daher  die  Zelle  apicalwärts  spitzer.  Flügelschnitt  von  Melanitis  abweichend  durch  die  sanfte  Rundung 
und  das  Fehlen  jedweder  Vorsprünge. 

B.  mycalesis  Fldr.  (=  erebia  Snell.)  (94  a)  <$  oberseits  schwarz  wie  etwa  Melanitis  phedima,  Distal-  mycalesis. 
partie  aller  Flügel  etwas  aufgehellt,  Hflgl  leicht  weiß  umsäumt.  $  unterseits  gelblich,  mit  weißlicher  und 
rotbrauner  Sprenkelung.  Vflgl  mit  vier,  Hflgl  mit  sechs  isolierten  schwarzen,  deutlich  weißgekernten  ovalen 


IX 


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ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Augen.  Die  Falter  von  derselben  Lebensweise  wie  Mel.  ismene,  sie  halten  sich  in  der  Nähe  von  bewaldeten 
oder  mit  dichtem  Unterholz  umgebenen  Wasserläufen  auf  und  kommen  kurz  vor  sechs  Uhr  mit  der  Dämmerung 
zum  Vorschein  um  nach  einigen  verstörten  Flügelschlägen  wieder  im  Dunkel  der  Nacht,  gespenstergleich  zu 
verschwinden.  Von  mir  bei  Patunuang  Asu  nahe  Maros  in  Süd-Celebes  im  Januar  beobachtet  und  gesammelt. 
Kühn  fand  die  Art  bei  Tombugo,  Ost-Celebes. 

Gattung  Elymnias  Hbn. 

Das  artenreiche  wohlumgrenzte  Genus  mußte  sich  systematisch  bisher  einer  widerspruchsvollen  Behand¬ 
lung  unterwerfen,  indem  es  von  einigen  Autoren  als  einfache  Satyridengattung  von  anderen,  so  auch  mir  selbst,  als 
zu  einer  eigenen  Subfamih'e  gehörig  aufgefaßt  wurde.  Die  Untersuchung  der  Klammerorgane  hat  aber  seine 
Verwandtschaft  mit  den  übrigen  Satyriden  als  so  nahe  erwiesen,  daß  dem  Genus  heute  wiederum  ein  beschei¬ 
dener  Platz  angewiesen  wird,  allerdings  an  der  Spitze  der  Familie,  in  der  sie  durch  ihre  hochentwickelten  Or¬ 
gane  wohl  nur  von  den  Mycalesis  und  Zethera  überboten  wird.  Die  Zugehörigkeit  zu  der  großen  Satyriden- 
schar  wird  vor  allem  durch  die  Gestalt  clerRpn  erwiesen,  die  durch  ihre  längliche  Form,  ihre  beiden  Kopfhörner 
und  zwei  Analspitzen  allen  übrigen  Satyridenraupen  gleichen.  Die  allein  aufgeschwollene  Costalader  der  Vflgl 
stellt  eine  gewisse  Verbindung  her  mit  den  Euryteliden,  die  Subcostalozelle  der  Hflgl  bringt  sie  aber  in  die  Nähe 
der  Brassoliden.  Unter  den  Satyriden  selbst  nähern  sich  die  Elymnias  durch  die  morphologischen  Charaktere 
der  tertiären  Sexualorgane  noch  am  meisten  den  Mycalesis ,  ohne  jedoch  besonders  eng  verwandt  mit  ihnen 
zu  sein.  —  Die  Sexualorgane  bei  den  Elymnias  bleiben  nämlich  durch  ganze  Artenreihen  völlig  konstant,  wäh¬ 
rend  diese  Organe,  bei  den  Mycalesis  schon  von  Subspecies  zu  Subspecies  abändern,  ja  selbst  bei  den  Zeit¬ 
formen  einiger  Arten  gewissen  Modifikationen  unterworfen  sind.  In  der  feinen  Strichelung  der  Flügelunterseite 
präsentieren  sich  die  Elymniiden  sowohl  die  orientalischen,  wie  auch  die  aetbiopischen  vollends  wie  aus  einem 
Guß.  Keine  andere  Faltergruppe  besitzt  eine  ähnlich  durchgreifend  konservative  Zeichnungsanlage,  welche 
die  Familien  Zugehörigkeit  in  gleicher  Auffälligkeit  dokumentiert.  Nur  zwei  Arten  bilden  hiervon  eine  Ausnahme, 
die  papuanischen  thryallis  und  agondas,  bei  deren  $$  mimetische  Uebereinstimmung  mit  Danaiden  oder  Taena- 
riden  so  weit  geht,  daß  sie  selbst  ihr  Familienkleid  ablegen.  um  sich  dem  Modell  noch  täuschender  anzupassen. 
Und  was  für  diese  rein  äußeren  Eigentümlichkeiten  zutrifft,  gilt  auch  für  die  strukturellen  Merkmale,  die  unge¬ 
mein  beharrlich  bleiben,  weshalb  die  Versuche  Butlers  und  Moores  die  orientalischen  Elymniiden  in  „Gat¬ 
tungen“  zu  zerlegen ,  völlig  scheitern  mußten.  —  Ei  kugelförmig  weißlich.  Die  Rpn  selbst  sind  grün,  in  der  Mitte 
etwas  verdickt,  fein  behaart;  der  Kopf  schmal,  gelb  oder  braun,  der  Körper  mit  dorsalen  und  lateralen  Längs¬ 
streifen  versehen.  Die  mittleren  Segmente  tragen  auf  dem  Rücken  einige  rote,  peripherisch  blau  umgrenzte 
Punkte.  Die  Pp  ist  nur  am  Analende  in  horizontaler  Stellung  befestigt,  mit  zwei  in  eine  Spitze  auslaufenden 
Kopfhörnern.  Deren  Grundfärbung  grün  mit  roten  oder  gelben  Streifen  und  Punkten.  Die  Elymnias- Rp 
ist  ohne  Zweifel  eine  echte  Satyridenlarve,  während  die  Pp  in  ihrer  Form  einige  Anklänge  an  che  indischen 
Morphiden  (Amathusia  und  Discophora)  zeigt,  auch  die  LebensAveiso,  Schattenflug,  häufige  Ruhe  der  mit 
gefalteten  Flügeln,  ergibt  einen  Uebergang  zu  den  Amathusiiden ;  vollständig  fehlt  jedoch  der  Dämmerungs- 
flug,  den  viele  Amathusiiden  und  auch  die  nahe  verwandten,  früher  sogar  generisch  zusammengestellten  Mela- 
nitis  üben,  denn  Elymnias  fliegen  nur  zur  Zeit  des  steilen  Sonnenscheines.  Elymnias  ist  vermutlich  eine  archa¬ 
ische,  Adelleicht  aus  dem  Tertiär  stammende  Satyridentype,  welche  zu  einer  unendlich  fern  hinter  uns  liegenden 
Zeit,  da  die  Palmen  —  heute  noch  die  einzige  Futterpflanze  des  Genus  —  in  höchstem  Formenreichtum  standen, 
ihre  größte  Artenzahl  besessen  haben  mag.  Wie  andere  Satyriden  nur  auf  den  monokotylen  Gramineen  leben, 
so  nähren  sich  die  Elymnias  und  auch  die  Amathusia  nur  von  den  ebenfalls  monokotylen,  den  Gramineen  Adel¬ 
fach  verwandten  Palmen.  In  ihren  heimatlichen  Palmenhainen  bieten  die  fliegenden  und  ruhenden  Elymnias 
dem  Entomologenauge  ungefähr  das  gleiche  Bild,  Avie  es  Erebia  und  Epinephele  in  unseren  Wäldern  schaffen 
(Martin).  Die  Imagos  lieben  den  Schatten,  fliegen  besonders  gerne  in  den  Vormittagsstunden  auf  Waldwegen 
und  verschAvinden  nach  meinen  Beobachtungen  auf  Java  gegen  Mittag,  um  sich  völlig  ins  Baumdickicht  zurück¬ 
zuziehen.  Nachmittags  trifft  man  sie  nur  an,  wenn  sie  zufällig  aufgescheucht  werden.  Einige  Arten  Arie  Elym¬ 
nias  ceryx  und  maheswara  bewohnen  ausschließlich  das  Gebirge,  die  meisten  aber  bevorzugen  Wälder  der  Ebene 
bis  hinauf  zu  etwa  2000  Fuß  Höhe.  Im  Malayischen  Archipel  begegnete  ich  ihnen  nirgendAvo  höher  als  4000 
Fuß,  —  während  Moore  von  tinctoria  berichtet,  daß  sie  bis  6000  Fuß  hinaufgeht.  Wenige  Arten  sind  häufig, 
die  meisten  lokal  und  einige  enorm  selten.  So  existieren  bisher  von  E.  papua  Wallace  nur  1  <$  am  Britisch 
Museum,  1  $  in  meiner  Sammlung,  und  von  der  berühmten Hestia-  resp.  / deopsi's- ähnlichen  E.  Jcünstleri  ist  nur 
ein  $  aus  Perak  und  das  von  mir  auf  Java  gefangene  $  bekannt,  von  mehreren  anderen  Species,  Avie  harterti, 
peali ,  dohrni  kamen  gleichfalls  nur  Avenige  Exemplare  nach  Europa.  Die  Elymniiden  treffen  AAur  von  West¬ 
afrika  bis  zu  den  Salomonen  in  jenen  tropischen  und  subtropischen  Regionen  verbreitet,  in  denen  große  Regen¬ 
mengen  fallen  oder  die  noch  innerhalb  der  Monsunzone  liegen.  Das  Hauptkontingent  stellt  das  makromalay- 
ische  Gebiet  und  das  angrenzende  Tenasserim;  im  mikromalayischen  Archipel  nimmt  die  Artenzahl  schnell 
ab,  ebenso  auf  den  Philippinen.  Formosa  scheint  im  Norden  der  vorgeschobenste  Posten  zu  sein  und  ostwärts 
der  Bismarckarchipel,  während  Celebes  noch  von  4  und  Neu-Guinea  \Ton  5  Arten  bewohnt  wird.  Klammer¬ 
organe  von  einfachster  Bildung,  Uncusspitze  ohne  mediale  Verdickung,  mit  zAvei  sehr  dünnen  lateralen  Span¬ 
gen.  Valve  breit,  nach  vorne  mäßig  verjüngt,  leichthin  lateral  aufgefaltet  mit  spärlicher  oder  gar  keiner  Zähne- 


ELYMNIAS.  Von  H.  Frühstorfer. 


37  J 

lung,  schwach  beborstet.  Zwei  Subgenera  in  der  orientalischen  Region.  Ln  Afrika  wird  die  Gattung  ersetzt 
durch  Elymniopsis  Frühst.,  scharf  getrennt  von  den  asiatischen  Verwandten  durch  die  lange  vordere  Disco- 
celullare  und  spitze  Präcostale  und  die  in  der  Mitte  entspringende  erste  Subcostale  der  Hflgl. 

Subgenus  Elymnias  Hbr. 

Hflglzelle  länglich,  Hflgl  mit  Androconienbecken  im  Gegensatz  zu  Elymniopsis,  denen  es  fehlt. 

a)  mit  nur  einem  Haarpinsel  der  Hflgl. 

E.  panthera.  Eine  der  formenreichsten  Species  des  Genus  und  eine  der  wenigen  Arten  zugleich,  deren  panthera. 
Transformation  vom  Ei  bis  zum  Imago  wir  kennen,  panthera  zeigt  eine  allgemeine  Aehnlichkeit  mit  Euploeen 
aus  der  Crastia- Gruppe.  .Die  Geschlechter  sind  nur  durch  Aufhellung  der  Randpartien  der  Hflgl  und.  der  ge¬ 
samten  Unterseite  differenziert.  Die  Formen  dieser  weitverbreiteten  Art  zerfallen  in.  2  Gruppen:  a)  die  des 
rein  makromalayischen  Gebietes,  b)  die  der  Inselkette  von  den  Nicobaren  bis  Engano.  Beide  Gruppen  um¬ 
fassen  überraschend  gleichartige  Elemente,  heben  sich  jedoch  von  einander  durch  große  Gegensätze  ab.  Unter 
a)  Formen  mit  hellen  Flügelbinden  und  kleinen  Ozellen,  unter  b)  Formen  mit  obsoleten  Binden  und  großen 
Ozellen.  Am  auffallendsten  dokumentiert  sich  der  Gegensatz  zwischen  der  sumatranischen  Rasse  und  jenen 
der  sumatranischen  Satellit  Inseln,  die  alle  der  Nicobarenform  ähneln  und  zwar  um  so  mehr,  je  näher  sie  den 
Nicobaren  liegen.  Bei  den  Elymnias  wiederholt  sich  somit  eine  Erscheinung,  auf  die  ich  bei  den  Danaiden  be¬ 
reits  hingewiesen  habe.  Ebenso  wie  die  Danais  melanippus-Formen  der  Trabanten  von  Sumatra,  gravitieren 
auch  die  Elymnias  nach  den  Nicobaren,  worin  wir  (ganz  abgesehen  von  dem  Satellit  Insel  Charakter  der  betref¬ 
fenden  Arten)  die  Einwirkung  einer  alten  Landverbindung,  die  parallel  mit  Sumatra,  aber  unabhängig  davon, 
sich  von  den  Nicobaren  bis  Engano  erstreckte,  zu  vermuten  haben.  Genetische  Faktoren  wie  Klima,  Inzucht, 
lange  Isolierung  haben  dann  das  übrige  getan  die  Wirkung  der  Evolution  zu  erhöhen,  wodurch  die  insularen  Dif¬ 
ferenzen  entstanden  sind,  bei  aller  Gleichartigkeit  der  Zeichnungsrichtung.  —  Ei  kugelförmig,  milchweiß,  auf  dem 
Pol  einige  schwarze  Punkte  und  mit  geringer  Abflachung  der  Oberseite  den  Palmblättern  aufsitzend.  Gegen  das 
nach  vier  Tagen  erfolgende  Schlüpfen  des  Rümpchens  vermehrten  sich  diese  Punkte  zu  einem  bis  zum  Aequator 
der  Eikugel  reichenden,  unregelmäßigen,  schwarzen  Flecken.  Das  eben  geschlüpfte  Räupchen  war  von  gelb¬ 
lich  weißer  Farbe,  nach  einiger  Nahrungsaufnahme  wurde  es  gelbgrün  mit  schwarzem  Kopfe,  welcher  zwei 
schwarze,  nach  rückwärts  liegende,  hirschge  weih  förmige  Dornen  trägt,  von  deren  jedem  über  den  Rücken 
der  Rp  eine  hellgelbe  Linie  zu  den  beiden  schwärzlichen  Afterstacheln  verläuft.  Nach  der  ersten  Häutung 
war  die  Rp  nicht  sehr  verändert,  nur  sind  noch  zwei  weitere  gelbliche  Längsstreifen  zu  bemerken  nach  abwärts 
von  den  schon  erwähnten  Rückenstreifen,  außerdem  zeigt  die  Untersuchung  mit  der  Lupe,  daß  der  ganze  Kör¬ 
per  mit  kleinen,  gelben  Wärzchen  bedeckt  ist.  Die  zweite  und  dritte  Häutung  bringt  keine  Veränderung  der 
grünen,  cvlindrisch  schlanken,  etwas  flachen,  schwarzgelrörnten  Rp.  Nach  der  vierten  Häutung  ist  die  erwach¬ 
sene,  drei  Zentimeter  lange  Rp  saftgrün  wie  die  Blätter  der  Palme,  von  der  sie  zehrt,  trägt  auf  dem  Rücken 
zwei  gelbe,  in  die  Afterstacheln  auslaufende  Dorsalstreifen,  zwischen  denen  zwei  feinere,  gelbe  Medianlinien 
stehen.  In  den  ersteren,  mehr  seitlichen,  gelben  Streifen  befindet  sich  auf  dem  dritten  Segment  je  ein  blauer 
Fleck,  auf  dein  vierten  ein  roter  und  ein  blauer  Punkt  und  auf  dem  fünften  abermals  ein  roter  Fleck.  Die  ganze 
Rp  ist  mit  zarten,  oben  geknöpften  Haaren  bedeckt  und  zeigt  eine  feine  Querriffung.  Der  nun  rotbraune  Kopf 
besitzt  eine  weiße  Stirnzeichnung  in  Form  zweier  griechischer  Kreuzbalken,  darunter  zwei  gelbe  Warzen.  Die 
schwarzen  Kopfstacheln  oder  Hörner  liegen  nach  rückwärts  und  laufen  in  drei  spitze  Zacken  aus.  An  der 
Schläfengegend  des  Kopfes  unter  dem  Ansätze  der  Hörner  steht  ein  breiter,  gelber  Strich,  aus  dessen  Mitte 
zwei  kleine,  gelbe  Zapfen  hervorragen.  Die  Rp  brauchte  lange  Zeit,  bis  sie  sich  zur  Verpuppung  auf  der  Ober¬ 
seite  des  Blattes  fest  gesetzt  hatte  und  änderte  auf  dem  gewählten  Platze  öfters  ihre  Stellung,  wohl  um  das 
ganze  Blattgebiet,  auf  dem  die  Pp  zu  ruhen  kam,  zu  überspinnen.  Die  grüne  Pp  ist  jener  von  Elymnias 
nigrescens  Btlr.  ungemein  ähnlich,  hängt  nicht,  sondern  liegt  mit  der  Bauchseite  mehr  dem  Blatte  an,  obwohl 
doch  nur  das  Afteiende  wirklich  mit  dem  Blatte  verbunden  ist.  Die  Pp  zeigt  zwei  Kopfstacheln  und  eine  na¬ 
senförmige,  spitze,  gelbe,  rot  eingefaßte  Hervorragung  auf  dem  Thorax,  die  Färbung  ist  reicher  wie  bei  nigres¬ 
cens,  alle  Kanten  sind  gelb  gefärbt  mit  roter  Strichfüllung,  außerdem  finden  sich  auf  dem  Rücken  noch  vier 
weiße,  schwarz  konturierte  Flecken,  welche  bei  nigrescens  fehlen,  ebenso  wie  einige  winzige,  schwarze  Punkte 
auf  dem  Rücken  der  Bauchsegmente.  Schon  nach  acht  Tagen  erschien  der  Falter.  — -  Von  West  nach  Ost 
gehend  begegnen  wir  folgenden  Splittern  der  Kollektivspecies :  inimus  Wood. -Mas.  Oberseite  namentlich  mimus. 
distal  bleich  braun;  Ozellen  der  Unterseite  nur  wenig  transparent.  Hflgl  unten  mit  fast,  schwarzbrauner 
Distalregion  und  sehr  großen,  gering  blaugekernten  Ozellen.  Nach  Nicevilles  Anschauung  ein  Mimeti- 
ker  von  Euploea  camorta,  einer  auf  den  Nicobaren,  der  ausschließlichen  Heimat  von  mimus  sehr  häufigen 
Art.  —  dolorosa  Btlr.,  der  vorigen  so  ähnlich,  daß  Moore  und  Bingham  sie  einfach  damit  synonymierten.  dolorosa. 
Oberseite  gleichmäßig  schwarzbraun.  $  mit  viel  schmälerer  bleich  gelbgrauer  Submarginalregion  der 
Vflgl  als  mimus.  Unterseite  lichter,  lebhafter  rotbraun,  Distalregion  gelblich,  Ozellen  proximal  reich  blau 
beschuppt,  stets  6  anstatt  5  wie  bei  mimus,  vorhanden.  Nias.  —  enganica  Doh.  ist  die  dunkelste  der  bisher  cnganira. 
bekannten  panthera- Rassen.  Doherty  fing  nur  $9.  Mir  gingen  auch  etwa  10  BS  zu,  die  sich  dolorosa  Btlr. 
von  Nias  nähern,  aber  ganz  dunkle  Vflgl  haben  ohne  aufgehellte,  subapicale  Region.  Auf  der  Hflgl-Oberseite 
sind  die  von  unten  durchschlagenden  Ozellen  obsolet  gelblich  geringelt.  Die  Flügelunterseite  der  Bo  kommt 


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ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


am  nächsten  panthera  dusara  Horsf.  von  Java  und  differiert  nur  durch  die  dunklere  Gesamtfärbung  und  einen 
größeren  weißen  Apicalpunkt  der  Hflgl.  Die  übrigen  Ozellen  der  Hflgl  sind  nicht  so  groß  als  bei  dolorosa  und 
lacrimosa  aber  etwas  deutlicher  als  bei  dusara.  Daraus  geht  hervor,  daß  enganica  etwa  die  Mitte  hält  zwischen 
der  Java-  und  Borneorasse  und  dadurch  mehr  nach  Osten  gravitiert  als  nach  Nias  und  Sumatra.  Das  $  ist 
heller  als  das  <J.  Bei  2  Exemplaren  tritt  auf  den  Vflgln  eine  rötlichbraune  Submarginalbinde  auf  und  die  Hflgl 
tragen  eine  rudimentäre,  graugelbliche  Binde,  während  das  panthera -$  auf  allen  Flügeln  breit  hellgelb  gebän¬ 
dert  ist.  Von  den  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  sind  die  oberen  rein  weiß,  die  unteren  schwarz  und  violett  gekernt, 
während  dusara -$$  nur  eine  weiße  und  5  blaugekernte  Ozellen  aufweisen,  die  zudem  meist  kleiner  sind.  Die 
$$  differieren  durch  die  viel  schmälere,  dunkler  gelbbraune  Submarginalbinde  der  Hflgl  zwar  erheblich  von 
Sumatranern,  nähern  sich  aber  diesen  durch  das  Auftreten  eines  breit  ausgedehnten,  rötlich  braunen  Anfluges 
der  Analpartie  der  Vflgl.  Bemerkenswert  ist  auch  noch,  daß  enganica  3  weiße  Apicalozellen  der  Hflgl-Unter¬ 
seite  besitzt,  während  bei  allen  Verwandten  deren  nur  eine  existiert.  Engano,  nicht  selten,  Hauptflugzeit  April. 
tautra.  tautra  Frühst,  leitet  zur  Perak-Rasse  und  Namenstype  hinüber  und  differiert  von  dieser  durch  den  aus¬ 
fallenden  roten  Schimmer,  der  Oberseite  der  und  unterseits  etwas  verdunkelte  Ein  hat  gleichmäßig 

schwarzbraune  Vflgl,  ein  zweites  Rudimente  einer  gelblichen  Subapicalbinde  und  es  sollen  Exemplare  Vorkom¬ 
men,  die  sogar  eine  violette  Binde  tragen,  (Anklang  an  dulcibella  von  Ost- Java);  selten  in  den  Wäldern  der 
Ebene  und  Vorberge.  Vielleicht  ist  diese  Art  in  Wirklichkeit  nicht  so  sehr  spärlich,  als  es  nach  den  wenigen 
Stücken  in  Sammlungen  den  Anschein  hat;  aber  die  große  Aelinlichkeit  mit  den  meist  sehr-  gemeinen,  braunen 
Euploea  scheint  das  Tier  vor  den  eingeborenen  Fängern  zu  schützen.  Das  <$  trägt  auf  der  Oberseite  der  Hflgl 
über  dem  Duftfleck  nur  einen  breiten,  schwarzen  Haarbüschel.  Die  helleren  und  größeren  differieren  sehr 
in  bezug  auf  die  Querbinde  der  Vflgl,  welche  oft  deutlich  gelb,  manchmal  sogar  violett  ist,  aber  auch  ganz 
fehlen  kann;  auch,  die  Ausdehnung  der  roten  Färbung  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  ist  eine  sehr  schwankende. 
panthera.  Beide  Geschlechter  tragen  auf  dem  Hflgl  deutliche  Ozellen  (Martin).  —  panthera  F .  Am  Museum  in  Kopen¬ 
hagen  sah  ich  ein  Exemplar,  das  vermutlich  FABRicrus  als  Type  Vorgelegen  hat,  was  auch  Aurivillius  annimmt. 
Dieses  Exemplar  deckt  sich  insofern  mit  Distants  Abbildung,  als  es  auf  den  Vflgln  keine  gelbliche  Binde  trägt, 
und  auch  auf  den  Hflgln  sehr  düster  gefärbt  ist.  Dem  Beispiel  AuRiviLLrus  folgend,  verlege  ich  die  Heimat 
der  Type  gleichfalls  nach  der  malayischen  Halbinsel,  umsomehr  als  verschiedene  Arten,  deren  Herkunft  von 
FABRicrus  aus  „Tranquebariae“  vermeldet  wurden,  sich  später  als  von  Malayana  stammend  erwiesen  haben. 
arikata.  (Taxila  haquinus  F.  etc.)  Malayisclie  Halbinsel,  Perak,  Singapore,  Banka.  —  arikata  Frühst.  (88  b). 

Submarginalbinde  der  Hflgl  iveiß  anstatt  gelblich,  viel  breiter,  mit  größeren,  schwarzen  Ozellen  be- 
labuana.  setzt;  Distalsaum  der  Hflgl  viel  breiter  schwarz,  Schwanzspitze  länger.  Natuna.  —  labuatia  Stgr.  Sub¬ 
marginalbinde  aller  Flügel  weißlich  anstatt  'gelb,  am  Apex  der  Vflgl  prominent,  auf  den  Hflgln  sehr  schmal. 
labuana  dürfte  allenfalls  die  Trockenform  der  nachfolgenden  alfredi  vorstellen.  Nach  der  Type  in  Stau- 
dinger’s  Sammlung,  die  ich  unlängst  zu  sehen  Gelegenheit  hatte,  kann  es  aber  auch  eine  alpine  Form 
sein.  Jedenfalls  hat  Staüdinger  eine  ganze  Reihe  von  Exemplaren  angehäuft,  von  denen  die  vermutliche  Type 
die  am  reichsten  weiß  gezeichnete  Elymnias  der  ganzen  Gruppe  darstellt.  Sowohl  $$  wie  $$  treten  aber  in 
zwei  Formen  auf,  mit  gelblichweißer  Submarginalbinde  der  Vflgl  und  ohne  solche.  Vom  $  hat  Staudinger 
defasdata.  drei  Farbenabweichungen,  solche  mit  einfach  brauner  Flügeloberfläche  (defasciata  form,  nov.),  dann  $  mit  rot¬ 
braun  überhauchter  Oberseite  (pantherina  Frühst.)  und  endlich  solche,  die  eine  sehr  breite  weißgelbe  Subapical¬ 
binde  der  Vflgl  führen  ( labuana  Stgr.),  die  auch  noch  mehr  oder  weniger  violett  überhaucht  erscheint.  Alle 
sollen  vom  Kinabalu  stammen,  doch  dürften  auch  Stücke  aus  der  Niederung  sich  darunter  befinden,  umso- 
alfredi.  mehr  als  die  Type  von  der  Insel  Labuan  stammen  soll,  was  ja  auch  der  Name  schon  andeutet.  —  alfredi  Frühst. 
(88  b).  Eine  große  Reihe  von  Exemplaren  aus  Süd-Borneo  differieren  von  labuana  Stgr.,  durch  das  Fehlen  der 
weißen  goldgelben  Submarginalbinde  der  Hflgl,  von  der  nur  noch  gelegentlich  einige  gelbliche  Rudimente  vor- 
pantherina.  handen  sind.  Von  den  $$  existieren  zwei  Formen:  $  forma  pantherina  Frühst,  mit  mattem,  aber  ausgedehn¬ 
tem,  rotem  Anfluge  der  Vflgl.  Die  helle  Region  der  Hflgl-Unterseite  wesentlich  reduzierter  als  bei  panthera 
typica,  denen  sie  sonst  sehr  nahe  kommen.  —  $  forma  alfredi  Frühst,  mit  viel  schmälerer,  dunkler  gelb- 
brauner  Submarginalregion  der  Hflgl,  die  zudem  über  und  über  mit  braunen  Schuppen  bedeckt  wird.  Vflgl 
ohne  roten  Schimmer.  Die  eingangs  beschriebene  Rp  und  Pp  hat  Dr.  L.  Wirtin  bei  Sintang  entdeckt.  Süd- 
suluana.  ostborneo,  Pontianak,  Sintang.  —  suluana  Frühst.  Größer  als  die  übrigen  panthera- Rassen  mit  schmäleren,  lang 
ausgezogenen  Flügeln,  ivelche  in  der  Form  an  Elym.  pellucida  Frühst,  erinnern.  Hflgl  beiderseits  mit  breiter, 
bangueyana.  weißer  Binde.  Sulu- Archipel,  Type  am  British  Museum.  —  bangueyana  Frühst.  Weißliche  Binde  aller  Flügel  promi¬ 
nenter,  ausgedehnter  als  bei  labuana  Stgr.,  Flügel  rundlicher  als  bei  suluana  Frühst.  Unterseite  nur  mit  4  schwar¬ 
zen  Augenflecken.  Submarginalregion  der  Hflgl  gelblich,  grau  und  braun  gesprenkelt,  Unterseite  reich  weiß  punk- 
parce.  tiert.  Banguey,  Type  am  Museum  in  Hamburg.  —  parce  Stgr.  Die  kleinste  der  Inselformen  von  dürftigem  Aus¬ 
sehen.  (J  Ozellen  der  Hflgl  nicht  durchscheinend .  Flügel  rundlicher  als  bei  alfredi,  dunkler  braun.  $  mit  stark 
aufgehellter,  bleich  graugelber  Außenregion,  ohne  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl.  Ozellen  bei  beiden  Geschlechtern 
lacrimosa.  viel  zierlicher  und  spitzer  als  bei  sämtlichen  panthera-J&assen.  Palawan.  —  lacri niosa  Frühst.  (88  b,  c,  als  panthera 
bezeichnet),  lacrimosa  zählt  zu  den  prononziertesten  Inselformen,  und  hat  kaum  noch  Aelinlichkeit  mit  dusara 
Horsf.  von  Java,  sondern  nähert  sich  durch  ihre  transparenten,  aber  viel  größeren  Ozellen  der  Hflgl  viel  mehr 
enganica  Doli.  Die  $$  tragen  eine  weißlichgraue,  undeutliche  Submarginalbinde  der  Vflgl,  die  beim  $  manchmal 
breit  ausfließt  und  apicalwärts  prominent  und  fast  weiß  erscheint.  Alle  Flügel  sind  des  weiteren  charakterisiert 


ELYMNIAS.  Von  H .  Fruhstorfer. 


.'573 

durch  eine  relativ  scharf  begrenzte,  weißliche  Submarginalregion,  die  viel  reiner,  jedoch  bedeutend  schmäler  auf- 
tritt  als  bei  panthera  F.  von  Malakka.  Die  Ozellen  sind  fast  so  groß  als  bei  mimus  und  dolorosa,  jedoch  viel  gleich¬ 
mäßiger.  Bawean,  Flugzeit  Juli-September.  —  lacrima  Frühst.  Sehr  nahe  der  vorigen,  jedoch  etwas  größer;  lacrhna. 
Vflgl  mit  schmaler,  Hflgl  mit  breiter,  gelblichgrauer  Submarginalbinde.  Unterseite  dunkler  rotbraun,  beson 
ders  am  Distalsaum,  ausgedehnter  und  massiger  braunschwarz  gefleckt.  Subapicalbinde  der  Vflgl  gelblich. 
Hflglbinde  sehr  viel  schmäler  und  dunkler  als  bei  lacrimosa,  Ozellen  jedoch  noch  größer,  proximal  reicher  blau 
begrenzt.  Heimat  unbekannt,  vermutlich  Inseln  bei  Sumatra,  1  $.  —  dusara  Horsf.  Diese  distinkte  Lokal-  dusara. 
form  fühlt  sich  besonders  heimisch  in  West-Java,  wo  sie  bis  etwa  2000  Fuß  Meereshöhe  hinaufgeht,  aber  nirgends 
häufig  ist.  $$  aus  den  Preanger  Regentschaften  gleichen  ziemlich  genau  dem  HoRSFiELDschen  Bilde  eines  9,  das 
Wallace  für  einen  gehalten  hat,  weshalb  er  das  $  nochmals  beschrieb.  So  kommt  es,  daß  der  $  noch  mit  keiner 
genauen  Diagnose  fixiert  ist.  $ :  Grundfarbe  dunkelbraun  mit  einer  wenig  aufgehellten  Submarginalregion. 
Duftpinsel  der  Hflgl  schwarz.  Unterseite:  Basis  dunkel,  Distalpartie  lichter  braun,  grauweiß  schraffiert.  Hflgl 
mit  kleinen  schwarzen,  proximal  weißgekernten  Ozellen  und  einem  größeren  ,  weißen  Punkte  an  der  Basis  der 
vorderen  Radiale.  — -  dulcibella  Frühst.  (88  b).  $$  aus  Ost-Java  tragen  statt  der  lichten  Binde  violettblaue,  dulcibclla. 
zum  Teil  verloschene  Flecken,  die  manchmal  nach  unten  rudimentär  und  schmutzig  gelb  werden.  Aus  Ostjava 
besitze  ich  zur  Zeit  nur  noch  vier  Exemplare,  die  sich  durch  ihre  Kleinheit,  die  hellere  Grundfärbung  der  Flügel¬ 
unterseite  sogleich  als  Produkte  einer  regenarmen  Region  dokumentieren.  Leider  reicht  mein  jetziges  Ma¬ 
terial  nicht  aus,  um  zu  entscheiden,  ob  in  Ost-Java  nur  solche  Exemplare  Vorkommen;  in  diesem  Falle  hätten 
Avir  es  mit  einer  Lokalrasse  zu  tun.  dulcibella  bildet  eine  hübsche  Illustration  zu  der  Tatsache,  daß  aus  der 
Species  durch  klimatischen  Einfluß  zunächst  Aberrationen  entstehen,  diese  fixieren  sich  durch  weitere  Ein¬ 
wirkung  der  Trocken-  oder  Regenperiode  zu  Zeitformen,  die  später  konstant  werden  und  allmählich  zu  do¬ 
minieren  beginnen,  je  nach  der  kürzeren  oder  längeren  Dauer  der  betreffenden  Perioden.  Wenn  dann  noch  der 
Einfluß  der  lokalen  Inzucht  dazu  tritt,  bildet  sich  eine  Subspecies  heraus,  die  sich,  so  weit  konsolidieren  kann, 
daß  sie  Aviedei  Speciescharaktere  annimmt.  Das  dürfte  die  einfache  Geschichte  und  der  Kreislauf  so  mancher 
Art  sein.  —  Ueber  die  Rp  von  dulcibella.  ist  nichts  bekannt,  jene  von  dusara.  lebt,  nach  brieflichen  Mitteilungen 
des  Herrn  Dr.  Piepers,  auf  den  Blättern  verschiedener  Palmen.  —  balina  Mart,  sollte  sich  eigentlich  an  dulcibella  balina. 
von  Ost- Java  anlehnen,  aber  das  <$  steht  näher  dem  dusara  <$  aus  West- Java,  nur  ist  seine  Grundfarbe  etwas 
heller,  mit  einem  leichten  Stich  ins  Rotbraune;  die  Randbinde  aller  Flügel  ist  nicht  so  aschig  braungrau  A\’ie  bei 
dusara,  sondern  dunkler,  brauner,  und  auf  dem  Hflgl  ist  die  Randbinde  nicht  ganz  marginal,  sondern  nur  sub¬ 
marginal,  weil  am  Außenrande  noch  ein  feiner  Streifen  der  Grundfarbe  steht,  während  bei  dusara  höchstens 
die  Zacken  noch  wieder  die  Grundfarbe  zeigen.  Viel  eigentümlicher  ist  aber  das  balina-9,  welches  durch  seine 
Färbung  erst  die  Berechtigung  zur  Aufstellung  einer  Subspecies  gibt.  Wie  das  in  der  Grundfarbe  feuriger  braun, 
hat  es  die  Randbinde  des  Vflgl  nur  in  ihrem  obersten,  apicalen  Teile  gelblich  und  viel  schmäler  als  das  dusara- 
$,  am  Außenrande  wird,  die  Binde  leuchtend  rotbraun ;  diese  Farbe  bleibt  aber  genau  auf  die  Randbinde  be¬ 
schränkt  und  schlägt  nicht  auf  das  Flügelinnere  über  Avie  bei  den  $  $  von  panthera  panthera  und  panthera 
tautra.  Auf  dem  Hflgl  ist  die  submarginale  Binde  gelbrotbraun,  an  ihrem  äußeren  Rande  stehen  die  Ozellen, 
nach  innen  von  der  Binde  folgt  die  braune  Grundfarbe,  nach  außen  und  hinten  ein  das  ganze  Zackengebiet  ein¬ 
nehmender  Streifen  von  Rotbraun  ,  etAvas  minder  leuchtend  als  auf  dem  Vflgl,  während  das  dusara -$  auf  beiden 
Flügeln  viel  breitere,  einfarbig  gelbgraue  Randbinden  besitzt.  Die  Unterseite  bietet  keine  auffallenden  Unter¬ 
schiede,  nur  haben  beide  Geschlechter  aus  Bali  das  für  Elymnias  so  charakteristische,  costale  Dreieck  viel 
schwächer  entAvickelt  als  dusara- Stücke.  Die  neue  Subspecies  ist  etAvas  kleiner  als  dusara,  aber  größer  als 
dulcibella.  Insel  Bali. 

E.  dara,  eine  makromalayische  Species  von  großer  Empfindlichkeit,  denn  Avie  panthera  zerfällt  sie  dam. 
selbst  auf  Java  in  zwei  Ortsformen.  Alle  bisher  bekannten  AbzAveigungen  sind  selten.  —  daedalion  Nicev.,  daedalion. 
die  nördlichste  Rasse,  ist  bisher  nur  in  zAvei  Exemplaren  aus  Birma  und  Tavoy,  in  Tenasserim  bekannt,  daeda¬ 
lion  differiert  von  der  abgebildeten  dara  (88  b)  in  der  Hauptsache  durch  erheblich  verschmälerte,  Aveißliche 
Längsbinden  aller  Flügel.  —  darina  Frühst,  aus  Sumatra  beschrieben,  vermutlich  aber  auch  in  Perak  über-  darina. 
einstimmend  vorkommend.  trägt  nur  einen  gelben  Haarbüschel.  Die  größeren  und  helleren  $$  haben 
das  Blau  der  männlichen  Flügel  mit  graix  vertauscht.  Deutliche  Ozellen  auf  den  Hflgl  in  beiden  Geschlechtern. 

Sumatra,  Battakberge,  nicht  unter  2000  Fuß.  deminuta  Stgr.  (88  b).  Eine  reizende  Lokalform,  kleiner,  deminuta. 
schmalbindiger,  dunkler  als  die  übrigen.  Stattdinger  kannte  nur  ein  abgeflogenes  $  aus  Ost-Java,  Jo  sind 
noch  nicht  beschrieben.  Bei  ihnen  verschwindet  das  sonst  so  charakteristische  Weiß  der  Submarginalbinden 
und  wird  von  einem  schönen  dunkelvioletten  Hauch  überzogen.  Ost- Java  und  vermutlich  auch  in  einer  nahe¬ 
stehenden  Rasse  auf  Bali,  wo  sie  Doiierty  entdeckt  hat.  deminuta  beobachtete  ich  im  Osten  Javas  auf  ca. 

1500  Fuß,  im  Westen  besonders  bei  PalaAvan,  an  der  Südküste.  Sie  flogen  nur  an  sehr  heißen  sonnigen  Tagen 
im  tiefen  Walde,  hielten  sich  jedoch  selbst  ängstlich  im  Schatten  und  ließen  sich  durch  Bananenköder  anlocken. 
West-Javanen  entAvickeln  sich  unter  dem  Einfluß  des  feuchtheißeren  Klimas  zu.  stattlicherer  Größe  und 
nehmen  einen  dunkler  violetten  Farbenton  an.  Die  weiß-blauen  Submarginalbinden  der  §2  verschmälern  sich 
und  die  Flügelunterseite  bleibt  dunkler  rotbraun;  solche  West- Java- Stücke  sind  als  bengena  Frühst,  abgetrennt,  bemjena. 
Die  Duftpinsel  von  beiden  Rassen  bilden  eine  ausgedehnte  Rosette  aus  zierlichen  grauschwarzen  Haaren  und 
rein  Aveißen  gekräuselten  Spitzen.  West-Java,  Palabuan,  Januar,  Februar.  —  dara  Bist.  (88  b),  Duftpinsel  rot-  dara. 


374 


ELYMNIAS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


braun.  £  nait  breiter,  weißlicher  und  peripherisch  leichthin  violett  angehauchter  Längsbinde  der  Vflgl.  Auch 
unterseits  mit  reiner  weißen  und  ausgedehnteren  Submarginalbinden  als  bei  den  Javaformen.  Nordborneo.  — 
alb  o  fas-  albofasciata  Stgr.  führt  graue  Duftpinsel,  bleibt  in  der  Größe  hinter  dara  zurück,  zeigt  schwächere  schwarze 
cmia-  Submarginalmakeln  der  Hflgl- Oberseite,  die  aber  unterseits  wieder  viel  mehr  hervortreten  und  in  einer  rein 
weißen  aber  schmäleren  Discalzone  stehen  als  bei  dam.  Palawan,  Januar,  selten. 


E.  patna,  früher  nur  aus  dem  Himalayagebiet  bekannt,  wurde  durch  meine  Reise  für  Tonkin  nach¬ 
gewiesen  und  neuerdings  von  Dr.  Martin  als  aus  Perak  stammend  im  Singapore  Museum  aufgefunden.  Auch 
nach  Sumatra  greift  eine  Form  über,  der  aber  wahrscheinlich  bereits  Speciesrechte  zukommen,  patna  ist 
nicht  häufig,  erinnert  an  Stictoploea  binotata  und  ist  ausgezeichnet  durch  lange  dreieckige  spitz  ausgezogene 
Submarginalstrigae  der  Vflgl.  und  bei  den  $$  durch  einen  großen,  distal  spitzen  blauen  Fleck  vor  dem  Zellapex, 
patna.  der  gelegentlich  auch  bei  den  rudimentär  vorhanden  ist.  —  patna  W estw.  vom  Kumaon-Himalaya  bis  Assam 
verbreitet,  stellt  habituell  eine  der  größten  Elymnias  dar.  Hflgl-Oberseite  mit  vier  rein  weißen  Submarginal- 
punkten,  die  unterseits  als  eine  komplette  Reihe  von  7  Fleckchen  wiedererscheinen  und  nach  außen  von  An- 
patnoides.  häufungen  weißer  Strichelchen  begleitet  werden.  —  patnoides  Moore,  von  der  mir  eine  Cotype  ihres  Autors 
vorliegt,  umschreibt  eine  Form  der  regenlosen  Periode,  sie  ist  nicht  auf  Birma  beschränkt,  wie  Moore  an¬ 
nahm,  sondern  tritt  mit  gleichem  Kleide  auch  in  Assam  und  Sikkim  auf.  Bei  ihr  sind  die  Hflgl  oberseits  weniger 
intensiv  blau  übergossen,  es  herrscht  vielmehr  die  rotbraune  Färbung  vor,  und  bei  der  kleineren  Gestalt  treten 
auch  die  blauen  Strigae  der  Vflgl  zurück.  Nach  Niceville  fliegt  patna  vom  April  bis  Oktober  auf  Höhen  bis 
stictica.  zu  1000  m.  —  stictica  Frühst.  (88  c)  kleiner  als  patna,  mit  reduzierten  blauen  Makeln  der  Vflgl,  die  aber  auch 
beim  bereits  mit  weißen  Kernen  der  Vflgl  besetzt  sind,  die  beim  $  noch  prägnanter  hervortreten.  Juni  bis 
lianitschi.  August  auf  ca.  500  m  Höhe  in  Tonkin.  Selten.  —  hanitschi  Mart.  Das  einzige  bekamite  Stück  dieser  Sub- 
species,  ein  q,  ist  in  den  Maxwell-Hills  von  Perak  im  April  in  einer  Höhe  von  3500  Fuß  gefangen.  Kleiner  als 
patna  mit  etwas  mehr  ausgeglichenen  Flügelkonturen,  zeigt  die  neue  Subspecies  che  6  submarginalen  metallisch¬ 
blauen  Striche  der  Vflgl- Oberseite  bedeutend  verkleinert,  die  drei  subapicalen  gut  voneinander  getrennt,  welche 
bei  patna  zu  einer  Binde  vereint  sind;  dagegen  kein  blauer  Flecken  in  der  Vflglzelle,  wie  meistens  bei  patna. 
Keiner  der  6  Submarginalflecke  ist  weiß  oder  außerhalb  der  Reihe  wie  bei  dohrni  die  unteren  drei.  Auf  der 
Unterseite  des  Hflgl  am  Außen-  und  Analrande  reinweiße  Strichelungen,  welche  bei  patna  noch  bräunlich  und 
bei  dohrni  stark  vermehrt  sind  und  sogar  auf  der  Hflgl-Oberseite  erscheinen.  Bei  patna  ist  der  Apex  des  oberen 
Medianastes  des  Hflgl  noch  zu  einem  deutlich  prominenten  Schwänzchen  ausgezogen,  bei  dohrni  ist  der  Hflgl 
völlig  abgerundet,  bei  der  neuen  Subspecies  aus  Perak  zeigt  die  Hflglkontur  an  den  Enden  der  Adern  noch  eine 
deutliche  Zackung,  aber  keines  der  Zäckchen  ist  so  prominent,  daß  man  von  einem  Schwänzchen  sprechen 
könnte.  Von  patna  stictica  Frühst,  aus  Tonkin  ist  die  neue  Subspecies  durch  das  Fehlen  der  Reihe  von  großen 
weißen  Punkten  auf  der  Vflgl-Oberseite  verschieden.  Haarpinsel  auf  dem  Hflgl  braunschwarz  wie  bei  patna. 

dohrni.  E.  dohrni  Nicev.,  bisher  nur  in  einem  <§  bekannt,  das  am  Tring-Museum  aufbewahrt  wird,  bildet  den 

südlichsten  Ausläufer  der  paim-Reihe;  Avenn  aber  die  Abbildung  richtig  ist,  nach  der  allein  ich  die  Form  be¬ 
urteilen  kann,  dann  stehen  ihr  Avegen  der  rundlichen  Form  der  Hflgl,  die  kein  ScliAvänzchen  mehr  zeigen,  und 
drei  weit  nach  innen  gerückte  Submarginalmakeln  der  Vflgl,  soAvie  das  Erscheinen  Aveißer  Antemarginalstriche- 
lung  auch  der  Oberseite  der  Hflgl  vermutlich  Speciesrechte  zu.  Die  Unterseite  allein  bewahrt  ganz  deutlich  den 
pcrfna-Charakter,  durch  7  stattliche,  rein  Aveiße  Submarginalpunkte  der  Hflgl.  Die  Vflgl  zeigen  oberseits  statt 
der  großen  blauen  submarginalen  Strigae  Ader  feine  subapicale  dunklere  Strichelchen.  Nordostsumatra.  Sep¬ 
tember,  aus  der  Niederung. 

E.  beza  trägt  auch  auf  der  Hflgl-Oberseite  eine  Serie  von  blauen  Flecken,  ein  Färbungscharakter,  der 
sonst  in  der  patna- Gruppe  nicht  vorkommt.  In  der  Größe  gleicht  sie  der  patnoides  Moore.  Die  Unterseite  Avird 
charakterisiert  durch  eine  Reihe  von  fünf  Submarginalpunkten  der  Vflgl  und  sieben  der  Hflgl  im  Gegensatz 
zu  den  A\reißen  Makeln  bei  patna  aber  von  zart  violettblauer  Färbung.  Die  anteterminale  Strichelung  der  Hflgl 
beza,  fehlt.  Hflgl  rundlich  nur  leicht  geAvellt,  ohne  Zackenbildung.  —  beza  Hew.,  von  patna  auch  noch  dadurch 
differenziert,  daß  die  abgesehen  von  wenig  größeren  Makeln  in  keiner  Weise  vom  9  verschieden  sind.  In 
Südost-Mindanao  treten  zwei  Formen  in  Erscheinung,  nämlich  Stücke  mit  normalen  großen  dunkelblauen 
plateni.  Submarginalmakeln  der  Vflgl  und  forma  plateni  Frühst.,  vermutlich  der  Trockenzeit  angehörend,  mit  mehr  oder 
weniger  rein  Aveißen  Subapical-  und  Medianmakeln  der  Vflgl,  die  sich  auch  auf  der  Unterseite  Aviederholen. 
hochi.  Durch  plateni  Avird  die  Verbindung  hergestellt  zu  kochi  Semp.,  von  der  nur  ein  $  bisher  nach  Europa  gekom¬ 
men  ist,  und  deren  Aehnlichkeit  mit  Trepsichrois  megilla  Er.  schon  ihrem  Autor  auffiel.  Oberseite  glänzend 
stahlblau  mit  einem  dreigeteilten  Aveißen  Fleck  an  der  Vflglspitze  und  einer  Serie  dem  Außenrand  parallel 
gehender  bläulicher  Punkte,  deren  Aber  auf  den  Vflgl  und  zAvei  auf  den  Hflgl  stehen.  Mittelluzon,  Flugzeit  ver¬ 
mutlich  Juni  bis  August  .  Die  beiden  oben  erwähnten  &eza-Formen  finden  ihr  Analogon  in  zwei  Euploea- Spe- 
cies,  die  in  diesem  Band  p.  277  ausführlich  besprochen  sind,  demnach  gleicht  El.  beza  der  bisher  unbeachteten 
Eup>loea.  praeelymnias  Frühst,  und  El.  plateni  der  allgemein  bekannten  Eupl.  dufresne. 

Hflgl  mit  zwei  Haarpinseln. 

h  yperm- 

nestra.  E.  hypermnestra  besser  unter  dem  Namen  undularis  L.  bekannt,  darf  wohl  als  die  häufigste  Species 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


des  Genus  angesehen  werden.  Wie  panthera  und  dara  ist  sie  lokalen  Einflüssen  unterworfen,  auch  neigt  sie  zu 
individueller  Variation  und  in  einigen  Gegenden  mit  kontrastierenden  Jahreszeiten  wie  Siam,  Java  unterliegt 
sie  auch  einem  allerdings  nur  unbedeutenden  Generationswechsel.  Ihre  geographische  Verbreitung  ist  eine  dis¬ 
kontinuierliche,  indem  sie  auf  dem  Festland  und  Java  in  einer  Form  auf  tritt  mit  Danaida  genutia-ä  hnlichen 
9$,  in  Tonkin,  bis  Mittelannam,  auf  der  Malayischen  Halbinsel  und  in  Makromalayan a  mit  einem  Euploea- 
artigen,  oberseits  blauen  9-  Es  ist  nun  sehr  wahrscheinlich,  daß  die  Form  mit  blauem  9  als  nigrescens  Btlr. 
allgemein  bekannt,  weiter  nichts  als  eine  modifizierte  undularis  sein  wird.  Die  Erscheinung  ist  aber  so  interessant, 
daß  hier  die  beiden  Formen  gesondert  gehalten  werden,  umso  mehr  als  die  Valve  Differenzialcharaktere  aufweist, 
die  zwar  nicht  erheblich,  aber  vielleicht  beachtenswert  sind;  um  so  mehr,  als  in  gewissen  Gruppen  der  Satyro- 
morphen  die  Klammerorgane  von  Art  zu  Art  nur  geringfügigen  Abänderungen  unterworfen  sind.  Allerdings 
sind  nur  wenige  Exemplare  untersucht  und  ist  es  andererseits  nicht  ausgeschlossen,  daß  auch  bei  den  Genitalien 
Zwischenstufen  auftreten,  wie  wir  dies  bei  der  Flügelfärbung  konstatieren  können,  weil  in  Perak  9$  Vorkom¬ 
men,  deren  Vflgl  noch  Ueberbleibsel  der  orangeroten  Medianflecken  besitzen.  Rp  gelblichgrün  mit  gelben  dor¬ 
salen  und  lateralen  Streifen,  und  einer  subdorsalen  Reihe  gelber,  länglicher  Flecken,  die  rot  gekernt  und  nach 
hinten  blau  auslaufen.  Kopf  bräunlich  mit  zwei  behaarten  Hörnchen.  Pp  hellgrün,  mit  gelblichen  Aufhel¬ 
lungen,  rot  gefleckt.  —  undularis  Drury  bewohnt  ganz  Vorderindien  mit  Ausnahme  des  Südens  und  dringt  von  undularis. 
Assam  aus  bis  Oberbirma  vor,  avo  sie  von  einer  Schwesterrasse  ( tinctoria  Moore )  abgelöst  wird.  U  mit  etwas 
dunkler  blauen  und  mehr  getrennt  stehen  den  Makeln  der  Vflgl  als  bei  der  abgebildeten  hypermnestra  (87  a).  9  der 
violetta  (87  a)  sehr  nahe,  die  Aveiße  Schrägbinde  der  Vflgl  aber  mit  zarter  violetter  Peripherie.  Das  9  ist  Go  aus¬ 
gezeichneter  Mimetiker  von  Danaida  plexippus  L.  Von  den  ist  bekannt,  daß  sie  einen  starken  Vanille¬ 
duft  absondern;  die  99  aber  sind  geruchlos.  Die  Art  fliegt  das  ganze  Jahr  über  und  erreicht  Höhen  von  1000  m. 

Nach  Westen  geht  sie  im  Himalaya  bis  Naini-Tal,  dem  Kumaon- Gebiet,  wo  nach  Martin  Vorkommen,  die 
sich  von  Sikkim-Exemplaren  durch  eine  viel  hellere  Randbinde  der  Hflgl- Oberseite  unterscheiden,  so  daß 
sie  bereits  zur  Ceylonrasse  hinüberleiten.  —  tinctoria  Moore  differiert  im  $  durch  das  überschattete  purpurne  tinctoria. 
Randgebiet  der  Hflgl  und  das  verbreiterte  und  mehr  verwaschene  bleiche  Blau  der  Vflgl.  Das  9  führt  prominen¬ 
tere  weiße  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Bei  einem  9  ist  zudem  der  ganze  Discus  der  Hflgl-Oberseite  weiß, 
statt  rotbraun  und  bräunlich  überpudert  (paraleuca  Frühst.).  In  Birma  und  Tenasserim  sehr  häufig,  bis  2000  m  paraleuca. 
beobachtet,  auch  vom  Mergui- Archipel  gemeldet.  —  violetta  Frühst.  (87  a).  Alle  von  mir  in  der  Trockenzeit,  in  violetta. 
Mittel-Siam,  Muok-Lek,  Febr.  1900  auf  ca.  1000  Fuß  Höhe  gefangenen  qB  (von  denen  einer  unterseits  noch 
Regenzeitfärbung  aufweist)  erinnern  durch  den  dunkelweinroten  Distalsaum  der  Hflgl  an  tinctoria  BS-  Neben 
diesen  BS  fing  ich  auch  ein  9>  das  von  allen  verwandten  Rassen  abweicht  durch  eine  sehr  schmale,  violette 
anstatt  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl,  und  fast  ganz  schwarz  angefüllte  Vflglzelle.  In  Bangkok  dagegen  fing 
ich  im  Januar  1901  4^^  und  l  9  einer  völlig  verschiedenen  Form,  die  ich  als  fa.  epixantha  Frühst,  bezeichnete.  epixantha. 
Bei  diesen  fließen  die  submarginalen  Flecken  der  Vflgl-Oberseite  noch  mehr  auseinander  als  bei  tinctoria  und 
nehmen  eine  leuchtendere,  heller  blaue  Färbung  an.  Die  Hflgl  werden  hellgelb  mit  rotbraunem  Anflug,  Avie  bei 
jraterna  Btlr.-BB  von  Ceylon.  Eine  ähnliche  Form  scheint  auch  in  Birma  zu  fliegen,  da  Marshall 
schreibt,  daß  ein  B  von  Akyab  sich  viel  mehr  jraterna- B  nähert  als  irgend  ein  anderer  kontinentaler  B-  Auch 
der  von  Stattdinger  abgebildete  B  neigt  etwas  zu  jraterna  und  epixantha.  Das  9  zu  epixantha  (85  a, 
dargestellt)  zeichnet  sich  durch  eine  ungewöhnlich  breite,  Aveiße  Schrägbinde  der  Vflgl  und  schwarze 
Umrahmung  der  Hflgl  aus.  Ein  ähnliches  nur  kleineres  9  fing  ich  auch  in  Ost-Siam,  bei  den  Ruinen 
von  Angkor  im  Dezember  1900.  —  meridionalis  Frühst.  Das  B  nähert  sich  aüoI  mehr  den  Sikkim-^cT  als  meridio- 
solchen  von  violetta  und  epixantha  und  trägt  nur  mittelgroße  hellblaue  Vflgl-Makeln  und  einen  dunkel 
Aveinroten  Außensaum  der  Hflgl.,  der  mit  drei  blau-grauen  Punkten  besetzt  ist.  Das  9  gleicht  dem  epixantha -9, 
von  dem  es  sich  durch  den  sehr  verbreiterten  schwarzen  Distalsaum  aller  Flügel  unterscheidet.  Die  Schrägbinde 
der  Vflgl  erscheint  bei  einem  Exemplar  sehr  breit  Aveiß,  mit  intensiver  hellblauer  Peripherie,  bei  einem  zweiten 
Stück  ähnlich  wie  bei  violetta  verschmälert.  Letzteres  Exemplar  fa  orphnia  Frühst,  fällt  dann  noch  auf  durch  orphnia. 
einen  dunkelbraunen  von  weißen  Medianadern  durchzogenen  Discus  der  Hflgl,  der  distalwärts  etAvas  aufhellt 
und  in  den  die  Spitzen  der  nach  innen  verlängerten,  Aveißen  Submarginalozellen  ausfließen.  Rotgelber  Discus 
der  Vflgl  Avie  bei  violetta- 9  ausgedehnt  dunkel  weinrot  begrenzt.  —  Süd-Annam,  Februar.  Normale  meri¬ 
dionalis  fand  ich  am  selben  Orte,  ebenso  in  Saigon,  Januar  1900.  Auf  das  interessante  Faktum, 
daß  meridionalis  im  südlichen  Annam  an  die  Stelle  der  von  Tonkin  bis  Mittel-Annam  vordringen¬ 
den  yiigrescens  tritt,  möchte  ich  hier  nochmals  hin  weisen.  Die  Verbreitung  der  hypermnestra  ist  also 
auf  dem  Festlande  eine  diskontinuierliche,  da  Avir  undularis  in  Sikkim,  Süd-Indien,  Ceylon,  Tenasserim, 

Siam  und  Süd-Annam  antreffen,  mit  nigrescens  Enklaven  auf  der  malayischen  Halbinsel  und  in  Ton- 
kin-Hainan-Formosa.  Alle  hinterindischen  hypermnestra- Formen  besitzen  gemeinsam  einen  sehr  ver¬ 
größerten,  weißlichen  Apicalfleck  der  Vflgl  und  eine  dunkler  chokoladen-braune,  scharf  abgesetzte  Basalhälfte 
der  Unterseite  aller  Flügel.  Merkmale,  die  sich  bei  den  Exemplaren  mit  Trockenzeitcharakter  besonders  aus¬ 
geprägt  finden.  —  fraterna  Btlr.  B  nur  noch  mit  Rudimenten  blauer  Submarginalmakeln  der  Vflgl  und  breitem,  jraterna. 
nur  proximal  ganz  leicht  rötlich  angeflogenem  Distalsaum  der  Hflgl.  9  von  undularis  9  nur  zu  trennen  durch 
den  etwas  verschmälerten  schwarzen  Saum  im  Analwinkel  der  Vflgl,  den  breiteren  Distalsaum  und  den  pro¬ 
minenteren  weißen  Augenflecken  der  Hflgl.  Unterseits  erscheint  die  hellbraune  Randbesäumung  der  Hflgl 
etwas  schmäler  als  bei  kontinentalen  Exemplaren.  Der  B  Aveieht  also  erheblich,  das  9  nnr  geringfügig  vom 


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ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


hyper- 

mnestra. 


perpusilla. 


baliensis. 


caudata. 


cottonis. 

öbmibila. 


nigrescens. 


allgemeinen  Typus  ab,  demnach  präsentiert  sich  bei  den  hypermnestra- Formen  das  $  als  das  konservative  Ele¬ 
ment,  während  wieder  bei  anderen  Arten  z.  B.  agondas,  die  Co  resistent  bleiben,  die  $9  zu  Variationen  neigen. 
Rp  ähnlich  jener  von  undularis  Drury,  Kopf  jedoch  mehr  gelblich  braun.  Pp  grün  mit  gelben  Längsstreifen, 
die  wiederum  von  roten  Strichen  und  Punkten  umrandet  sind,  Kopf  und  Thorax  mit  drei  kurzen  Tuberkeln. 
Auf  Ceylon  nirgendwo  selten.  —  hypermnestra  L.  (=  leucocyma  Godt.  [  ?])  (87  a)  steht  der  nordindischen  undu¬ 
laris  viel  näher  als  tinctoria  Moore  oder  violetta  Frühst,  sowie  fraterna  Btlr.-^C •  Einige  Java-AA  sind  überhaupt 
mit  undularis  identisch  und  die  Mehrzahl  differiert  nur  durch  die  etwas  dunklere,  mehr  violette  als  blaue  Sub- 
marginalfleckung  der  Vflgl.  Das  $  von  hypermnestra  ist  habituell  meist  etwas  kleiner  als  undularis und  kenn¬ 
zeichnet  sich  durch  die  bald  mehr,  bald  weniger  verdunkelten  Vflgl  und  das  Zurücktreten  der  Weißpunktierung 
der  Hflgl  als  melanotisclie  Inselrasse.  Die  breit  ausfließende,  weiße  Schrägbinde  der  Vflgl  schillert  periphe¬ 
risch  reicher  und  dunkler  blau  als  bei  undularis -$,  jedoch  besitze  ich  kein  einziges  auf  dem  dieser  Schiller 
so  brillant  aufgetrageu  ist,  als  auf  Cramers  sonst  vorzüglicher  Figur,  die  in  diesem  Punkte  etwas  zu  phan¬ 
tasievoll  ausgestattet  sein  dürfte.  Ost  javanische  $$  charakterisieren  sich  oberseits  durch  lichteres  Rotbraun 
und  aufgehellte  Vflglzellen  und  besonders  kräftig  weiß  punktierte  Hflgl  und  unterseits  durch  die  reicher  weiß 
dekorierte  Apical-  und  Submarginalpartie  derselben.  ES  der  ost javanischen  Trockenform  nähern  sich  bereits 
der  balinesischen  Rasse  ( baliensis  Frühst.)  durch  ihre  zwergartige  Gestalt,  die  hellviolette  Dotierung  der  Vflgl 
und  den  verblaßten  rötlichen  Außenraum  der  Hflgl.  Die  durchaus  matte  Unterseite  teilt  sich  in  zwei 
Hälften,  eine  etwas  dunklere  Basal-  und  die  völlig  verbleichte  braungraue  Distalregion.  Solche  SS  be¬ 
zeichnte  ich  als  S'-fa.  perpusilla  Frühst.  —  hypermnestra  geht  in  Java  von  der  Meeresküste  bis  etwa 
3000  Fuß  Höhe,  und  zählt  zu  denjenigen  Faltern,  welche  die  eingeborenen  Jäger  zuerst  in  Menge  ein¬ 
liefern.  Ueberall  da,  wo  wir  in  den  Dörfern  oder  deren  Nähe  von  Bananen  und  anderen  Fruchthainen 
beschattete  Gärten  finden,  begegnen  wir  zu  allen  Jahreszeiten  den  trägen  hypermnestra,  die  stets 
matt  und  müde  im  Dickicht  sitzen  und  selbst  aufgescheucht  nur  wenig  Meter  vorwärts  fliegen,  um  sich  gleich 
wieder  in  Ruhestellung  zu  begeben  und  ihre  Flügel  zuschließen  und  so  dem  Beschauer  ihre  feingestrichelte 
Unterseite  zuwenden.  Die  $$  täuschen  immer  und  immer  Avieder  die  an  gleichen  Stellen  häufigen  Danais 
intensa  Moore  vor,  aber  während  die  Danaiden  stets  auf  der  Suche  nach  Blüten  unterwegs  sind,  gehen  die 
Elymnias  niemals  auf  Blumen.  West-  und  Ost- Java;  Bawean,  Ivangean  (Snellen).  —  baliensis  Frühst.  Nach 
den  Angaben  Elaves  und  de  Niceaulle’s  hat  es  den  Anschein,  daß  auf  Bali  zwei  Elymnias-Species  aus  der  hyper¬ 
mnestra- Gruppe  Vorkommen.  Diese  Anschauung  beruht  auf  einem  großen  Irrtum,  da  Bali  nur  hypermnestra 
baliensis  Frühst,  beheimatet,  die  Schwesterform  der  javanischen  protogenia  Cr.  (recte  hypermnestra  hypermne¬ 
stra  L.).  baliensis  steht  recht  nahe  der  iu. perpusilla  Frühst.,  zeigt  sich  indessen  von  größerer  Gestalt,  besitzt 
stärker  gezähnte  Flügel  und  dunkleren  FärbiuTgstypus.  (Satellit-Insel-Charakter).  Die  violetten  Subapicalmakeln 
der  Vf lgl  erscheinen  bedeutend  breiter  als  bei  Java-d'J1,  lichter  violett  und  die  übrigen  Flecken  bleiben  auch  anal- 
wärts  prominenter.  Distalsaum  der  Hflgl  kakaofarben,  Unterseite  dunkler,  mehr  schwarz  anstatt  rötlich  braun. 
Bali,  Oktober.  Elaves  und  de  Niceville  erwähnen,  daß  baliensis  nicht  von  protogenia  aus  Java  differiere, 
eine  Beobachtung,  auf  die  kein  besonderes  Gewicht  zu  legen  ist,  da  beide  Autoren  (Journ.  As.  Soe.  Beng.  1886) 
auch  keinen  Unterschied  zwischen  undularis  Drury  und  tinctoria.  Moore  zu  entdecken  vermochten,  man  vergleiche 
aber  Moores  Figuren  der  beiden  so  ungemein  prononzierten  Rassen  in  ,,Lepid.  Indien“. 

E.  caudata  Btlr.  (87,  a,  b),  der  am  meisten  aus  der  Art  geschlagene  ZAveig  der  undularis- Reihe  von  AÜllig 
verschiedenem  Kolorit,  erheblich  größer  und  auffallend  durch  die  Schwanzanhänge  der  Hflgl.  Die  undularis- 
Zeichnung  selbst  ist  insbesondere  beim  $  noch  vollkommen  erhalten  geblieben,  nur  der  S  macht  durch 
die  verbreiterten  weißen,  anstatt  blauen  Vflgl-Flecken  einen  ganz  verschiedenen  Eindruck.  Rp  auf  der  Areca-, 
Phoenix-  und  Kokospalme,  sowie  auf  Caryota  urens  L.  und  Calamus  pseudotenuis  (gleichfalls  zu  den  Palmaceae 
gehörig).  Rp  mit  längeren  Kopfhörnern,  kürzer,  dicker  als  die  undularis- Rp.  Ueberall  in  Südindien,  in  Bam¬ 
buswäldern. 

E.  cottonis  hat  ein  sehr  beschränktes  Verbreitungsgebiet,  nur  Birma  und  die  Andamanen.  Zwei  geo¬ 
graphische  Rassen  cottonis  Heu).  (87  b)  vermutlich  ein  Nachahmer  der  Euploea  simulatrix  und  bei  Port-Blair 
auf  den  Südandamanen  von  April  bis  August  nicht  selten.  Trockenform  (87  b)  klein,  mit  fast  gelbrotem  Distal¬ 
saum  auf  allen  Flügeln.  Regenform  groß  mit  dunkelrotem  Distalsaum  auf  allen  Flügeln.  —  obnubila  Marsh. 
Es  ist  Binghams  Verdienst,  obnubila  nicht  nur  entdeckt,  sondern  ihr  auch  zuerst  die  richtige  systematische 
Stellung  angeAviesen  zu  haben,  denn  Binghams  ,,race“  als  welche  er  obnubila  bezeichnet,  ist  stets  identisch  mit 
dem  Subspecies-Begriff.  Es  ist  ziemlich  sicher,  daß  cottonis  auf  den  Andamanen  undularis  vertritt,  während 
sie  im  Mergui -Archipel  neben  ihr  vorkommt.  Die  Unterseite  ist  undularis  noch  recht  ähnlich,  aber  die  Exi¬ 
stenz  von  obnubila  neben  undularis  tinctoria  Moore  im  Mergui- Archipel  spricht  für  den  Speciesrang  von  ob¬ 
nubila.  obnubila  figuriert  unter  den  wenigen  rezenten  Tagfalterarten,  die  Birma  und  die  Andamanen  ge¬ 
meinsam  bewohnen,  ihr  gleichartiges  Vorkommen  ist  auf  eine  Landverbindung  in  der  Tertiärzeit  zurückzufüh¬ 
ren,  einer  Periode,  der  wahrscheinlich  auch  .noch  die  Birma  und  den  Andamanen  gemeinsamen  breit  schwarz 
umrahmten  Hestia  entstammen.  Mittel-  und  Süd-Tenasserim,  Mergui- Archipel,  Insel  Salanga. 

E.  nigrescens  Btlr.,  die  gemeinste,  am  Aveitesten  verbreitete  und  zugleich  unansehnlichste  Elytnnias- 
Species.  Trotz  ihrer  Häufigkeit  ist  die  Rp  noch  nicht  bekannt,  von  der  Martin  (Iris  1895  p.  251)  annimmt, 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


377 


daß  sie  auf  Rotangpalmen  lebt,  sich  aber  durch  ausgezeichnete  Schutzfärbung  und  verborgene  Lebensweise 
bisher  dem  Beobachter  zu  entziehen  wußte.  Martin  fand  indessen  häufig  die  zierlich  grüne  mit  feinen  roten 
Doppelstreifen  gezierte  Hängepuppe.  Die  Kollektiv- Species  selbst  ist  lokalen,  horo dimorphen  und  individuel¬ 
len  Abänderungen  unterworfen,  die  mehrfach  zur  Aufstellung  ,, neuer  Species“  verleiteten.  Die  $3  lassen  sich 
vielfach  nicht  von  den  undularis-$$  unterscheiden,  ein  Beweis  für  die  nahe  Verwandtschaft  der  beiden  Arten. 

Desto  merkwürdiger  erscheint  das  Verhalten  der  die  bei  nigrescens  euploeoid,  bei  undularis  salaturoid  ge¬ 
nannt  werden  müssen.  Bemerkenswert  ist  auch  die  diskontinuierliche  Verbreitung  der  nigrescens,  besonders 
im  makromalayischen  Gebiet,  in  dem  Borneo,  die  Malayische-Halbinsel  und  deren  Satellit-Inseln  nigrescens  ge¬ 
meinsam  besitzen,  während  sich  auf  Java  die  kontinentale  undularis  wieder  einstellt.  Diese  nordindisch¬ 
javanische  Affinität  wiederholt  sich  innerhalb  der  Gattung  auch  bei  Elymnias  casiphone  und  dürfte  ihren  Ur¬ 
sprung  noch  aus  der  tertiären  Landverbindung  Javas  mit  dem  Kontinent  herleiten.  - —  Rp  in  Sumatra  auf  der 
Rotangpalme,  in  Borneo  nach  Beobachtungen  Martins  nur  auf  der  Kokospalme.  Das  ebenfalls  weiße,  kug- 
lige  Ei  der  E.  nigrescens  sitzt  eUvas  abgeflacht  dem  Blatte  auf,  wird  allmählich  gelb,  ist  am  dritten  Tage  zitronen¬ 
gelb  und  am  letzten  (sechsten)  Tage  vor  dem  Schlüpfen  der  Rp  mißfärbig  dunkel.  Eine  im  Freien  gefundene 
Pp  ist  der  Unterseite  eines  alten,  harten  Kokosblattes  angeheftet,  auf  welchem  sie  mehr  liegt  als  hängt ;  sie  ist 
saftig  gelbgrün  mit  zwei  divergierenden,  die  Palpen  enthaltenden  Kopfstacheln,  auf  dem  Thorax  steht  eine  spitze 
Nase.  Diese,  ein  nach  rückwärts  bis  zu  den  Bauchsegmenten  verlaufende  Medianlinie,  die  Kopfstacheln  und  auf' 
den  acht  Bauchsegmenten  je  rechts  und  links  ein  kurzes,  plumpes  Strichelchen  in  Längsrichtung  sind  alle  gelb 
und  rot  konturiert.  Bei  den  letzterwähnten  Strichelchen  verhält  sich  die  rote  Konturierung  so,  daß  die  beiden  ober¬ 
sten  nach  innen,  der  dritte,  heller  gelbe,  zu  beiden  Seiten  und  die  nach  abwärts  folgenden  nur  nach  außen  den 
roten  Schmuck  zeigen.  Die  Flügelscheiden  der  Pp  werden  schon  am  Nachmittage  vor  dem  Schlüpftage  tinten- 
schwarz,  am  Abend  ist  die  ganze  Pp  tiefschwarz,  der  Schmetterling  erscheint  sehr  früh,  gegen  5  Uhr  morgens, 
bei  noch  völliger  Dunkelheit.  Die  Elymnias- Pp,  welche  Martin  von  drei  Species,  panthera,  nigrescens  und 
hewitsoni  aus  Celebes  bekannt  ist,  stellt  einen  eigenen  Typus  dar  und  unterscheidet  sich  sehr  von  den  sicher  nahe 
verwandten,  unter  sich  sehr  ähnlichen  Ppn  der  Genera  Amathusia ,  Discophora  und  Thaumantis.  —  formosana  formosana. 
Frühst.  (87 b).  Steht  nahe  der  Trockenform  von  tonkiniana  Frühst.  —  $  zumeist  auch  auf  den  Hflgl  dunkelblau, 
deren  weiße  Submarginalflecken  auffallend  groß.  Disous  beider  Flügel  mit  dunkelrotem  Hauch.  Distalsaum  der 
Hflgl  breit  schwarz.  Takau,  Sept.-Okt.,  Taihanroku,  Juli,  August  und  anderen  Orten,  auf  Formosa  nirgends 
selten.  — -  hainana  Moore  differiert,  nach  dem  einzigen  mir  vorliegenden  $$  beurteilt,  wie  formosana  durch  hainana. 
einen  sehr  breiten  bis  an  den  Distalrand  durchgezogenen  hellvioletten  Anflug  der  Vflgl.  Hainan.  —  tonkiniana  tonkiniana. 
Frühst.  Diese  und  formosana  differieren  gemeinsam  von  allen  übrigen  bisher  bekannten  nigrescens- Rassen 
durch  den  viel  breiteren,  dunkel  weinroten  Distalsaum  der  Hflgl- Oberseite.  Die  Mehrzahl  der  trägt  relativ 
große,  blaue  Submarginalflecken,  von  denen  die  oberen  manchmal  zusammenfließen,  ohne  jedoch  so  kompakte 
Binden  zu  bilden,  wie  nigrescens  von  Borneo  oder  Sumatra.  Bei  der  Trockenzeit  verblaßt  das  Blau  und 
damit  in  Beziehung  steht  auch  das  Verschwinden  der  roten  Distalbesäumung  der  Hflgl.  Meine  Type  ist  auf  die 
Regenzeitform  basiert.  Das  $  zeigt  weiße,  nur  peripherisch  blaue  Submarginalmakeln  der  Vflgl  und  rötlichen 
Discus.  Hflgl  mit  rotem  Außensaum  und  weißen  Submarginalpunkten.  Tonkin,  Haiphong,  im  November  und 
Mittel-Annam,  Phuc-Son,  Nov.-Dez.  —  $-fa.  depicta  Frühst,  umschreibt  die  Trockenform.  Vflgl  gleichmäßig  depicta. 
dunkel  stahlblau  mit  mattblauen,  nicht  weißgekernten  Submarginalflecken.  Hflgl  einfarbig  schwarz.  Tonkin, 
Ckiem-Hoa,  August — September.  —  beatrice  Frühst,  im  spezifisch  malayischen  Gebiete,  also  malayische  beatrice. 
Halbinsel,  Borneo  und  Sumatra,  mit  Anschluß  vielleicht  des  äußersten  Südens,  $$  maris  colore.  ,,Es  erscheint 
hier  nötig,  mein  Sumatramaterial  von  nigrescens  kurz  zu  besprechen,  da  sich  Fruhstorfer  wegen  Materialmangel 
im  unklaren  über  die  Sumatrarasse  erklärt.  Es  leben  auf  dem  Inselkontinente  Sumatras  mindestens  drei  verschie¬ 
dene  undularis- Formen,  vielleicht  auch  noch  mehr,  da  mir  kein  Material  von  der  Westküste  und  aus  Atjeh  im 
Norden  zur  Verfügung  steht.  In  Deli,  Nordost-Sumatra,  fingich  nur  auf  dem  Vflgl  sehr  schwach  blaugefleckte 
mit  geringer  Entwicklung  der  stark  verdunkelten  Randbinde  der  Hflgl,  auch  die  §§  führen  nur  ausnahmsweise 
die  weißlichblauen  Flecken  auf  dem  Vflgl,  wie  sie  bei  den  $$  von  der  malayischen  Halbinsel  immer  gut  ausge¬ 
bildet  sind;  oft  sogar  gleichen  sie  völlig  den  und  sind  nur  in  der  Grundfarbe  matter  und  heller.  In  Mittel- 
Sumatra  (Indragiri)  fliegen  dagegen  <$$  mit  so  reichem,  blauem  Schmucke,  wie  nirgends  sonst,  die  3 — 4  apicalen 
Flecken  schmelzen  zu  einem  breiten,  leuchtend  blauen  Bande  zusammen  und  am  Außenrande  entstehen  noch 
drei  weitere,  sehr  starke  blaue  Flecken,  die  Hflgl-Oberseite  ist  fast  einfarbig  mit  nur  ganz  undeutlicher  brauner 
Randzone.  Die  gemeinste  Art  des  Gebietes,  welche  das  ganze  Jahr  hindurch  die  Gärten  und  lichten  Wälder  der 
Ebene  bewohnt.  Das  $  trägt  einen  doppelten,  aus  einer  inneren  und  äußeren  Portion  bestehenden  Haar¬ 
büschel.  Die  Rp  lebt  zweifellos  auf  der  Rotangpalme,  muß  aber  eine  ausgezeichnete  Schutzfärbung  oder  sehr 
verborgene  Lebensweise  besitzen.  Ich  fand  auf  den  in  Töpfe  gesetzten  Rotangpalmen  vor  meinem  Hause  in 
Bindjei  oftmals  die  deutlichen  Spuren  des  Raupenfraßes,  nie  aber  trotz  eifrigen  Suchens  die  Rp  selbst, 
häufig  aber  die  zierliche  grüne,  mit  feinen  roten  Doppelstreifen  gezierte  Hängepuppe“  (Wirtin).  Valve  ent¬ 
schieden  schmäler  als  bei  undularis  von  Sikkim,  distal  stark  verengt,  der  laterale  gezähnte  aufgebogene  Rand  be¬ 
deutend  schmäler,  mit  viel  zierlicheren  Zähnen  besetzt.  Bisher  sind  folgende  Variationen  beschrieben:  typica  typica. 
Frühst.,  Vflgl  mit  den  üblichen  blauen  Submarginalf lecken,  die  costalwärts  zusammenfließen.  —  decolorata  Frühst.,  decoloraia. 
Vflgl  ganz  ohne  blaue  Makeln  oder  nur  mit  obsoletem  Costalfleck.  Beide  aus  Sumatra.  —  beatrice  Frühst,  beatrice. 


IX 


48 


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ELYMNIAS.  Von  H.  F ruh sto rfe k . 


(87  b),  Vflgl  mit  einfarbig  blauen  Submarginalmakeln.  Mal.  Halbinsel.  Von  diesen  99  existieren  Uebergänge 
ornamenta.  zu  $-fa,  ornamenta  Frühst.  Hflgl  mit  einer  Serie  von  3 — 5  großen  weißen  Submarginalpunkten.  Malay.  Halb- 
agina.  insei ;  —  $-fa.  agina  Frühst.  Vflgl  mit  großen  weißen  Submarginalflecken,  die  nur  peripherisch  blau  oder  vio¬ 
lett  übergossen  sind.  Hflgl  bald  mit,  bald  ohne  Weißpunktierung.  Singapore,  Perak,  Deli-Sumatra.  —  2-fa. 
discrepans.  diserepans  Bist.  Vflgl  mit  blauen  Submarginalflecken,  Medianregion  breit  rotbraun  bezogen.  Vermutlich 
Trockenform.  Ich  besitze  einen  Uebergang  von  ornamenta  zu  discrepans  mit  rötlichem  Hauch  im  Discus  der 
Vflgl.  Malay.  Halbinsel.  Nur  1  $  bekannt,  beatrice  bewohnt  Perak,  Singapore,  Nordost-Sumatra,  Lingga, 
nigrescens.  Riouw.  —  nigrescens  Btlr.,  die  Namenstype,  stammt  aus  Borneo,  wo  2  benannte  ^-Formen  existieren,  außer 
hecate.  nigrescens,  vermutlich  die  gewöhnliche  Elymnias  der  Niederung,  auch  hecat z  Btlr.,  eine  Bergform,  wenn  nicht 
Trockenzeitform  der  vorigen,  kleiner  und  zeichnungsärmer.  Borneo -nigrescens  differieren  von  beatrice  im  allge¬ 
meinen  durch  die  viel  dunkleren  Hflgl,  auch  scheint  die  <J-fa.  decolorata  dort  häufiger  aufzutreten  als  in  Suma¬ 
tra.  Als  Differential-Kennzeichen  insbesondere  für  hecate  Btlr.  möchte  ich  aber  auf  den  schärfer  gezackten  und 
pseudagina.  namentlich  bei  hecate  spitz  gezähnten  Außenrand  der  Hflgl  hinweisen.  —  $-fa.  pseudagina  Frühst.  Entspiicht 
der  beatrice,  $-fa.  agina,  von  der  das  Borneo- $  differiert  durch  das  dominierende  Weiß  in  den  submarginalen 
Flecken.  Die  fast  schwarzen,  kaum  blau  getönten  Vflgl  sind  durch  reiche  weiße  Cilia  verziert,  die  agina  fehlen. 
Auffallend  ist  auch  bei  dieser  $-Form  die  weit  vorspringende  Limbalzackung  aller  Flügel.  Unterseite  dunkler, 
edela.  monotoner  rotbraun  als  bei  agina.  Sarawak,  Mai.  $-fa.  edela  Frühst.  Analog  der  $bfa.  beatrice,  aber  habituell 
kleiner  mit  matterer  und  dunklerer  rein  blauer  Submarginalbinde  der  Vflgl.  Unterseite  ebenso  hell  und  reich 
virilis.  weiß  marmoriert,  wie  beatrice  und  agina.  Pontianak.  —  $-fa.  virilis  Frühst.  Diese  Form  ist  bisher  Bor¬ 
neo  eigentümlich  und  scheint  auch  dort  sehr  selten  zu  sein,  da  mir  nur  ein  Exemplar  in  ca.  20  Jahren  zuging. 
Beide  Flügel  mit  schmalem  roten  Distalsaum,  Vflgl  mit  reduzierten,  blauen  Submarginalflecken,  sonst  von 
braun  violetter  Grundfärbung  wie  der  Hflgl  monoton  schwarzbraun,  ohne  Spur  von  weißen  Punkten.  La- 
melitopliila.  was,  Nord-Borneo.  —  melitophila  Frühst.  Diese  ausgezeichnete  Inselform  entfernt  sich  von  allen  nig- 
rescews-Rassen  durch  den  namentlich  beim  $  leuchtend  roten,  ziemlich  breiten  Distalsaum  aller  Flügel  und 
die  beim  $  braune,  anstatt  blaue  oder  violette  Grundfarbe  der  Oberseite.  Die  Submarginalflecken  der 
Vflgl  stehen  isolierter,  die  costalen  sind  entweder  reduziert  (beim  oder  verschwinden  völlig  (beim  §),  wäh¬ 
rend  wir  bei  nigrescens  beatrice  etc.  gerade  in  der  costalen  Partie  der  Vflgl  eine  Ansammlung  blauer  Flecken 
konstatieren  müssen,  die  zumeist  zu  einer  schrägen  Binde  zusammenschmelzen  und  breit  ausfließen.  Unter¬ 
seite  von  melitophila  gleichmäßig  hell  rotbraun,  ohne  scharf  abgesetzten  dunkleren  Distalrand  der  Hflgl  und 
ohne  den  apicalen,  dreieckigen,  weißlichen  Fleck,  wie  er  sich  bei  baliensis  Frühst,  und  allen  makromalayischen 
und  kontinentalen  nigrescens  findet.  Nur  eine  $-Form.  Lombok,  Sapit,  April  1896  auf  ca.  2000  Fuß  Höhe. 
orientalis.  —  orientalis  Röb . ,  Distalsaum  der  Hflgl  rötlich-bläulich,  undeutlich  begrenzt.  Die  mir  vorliegende  Cotype 
Röbers  gehört  allem  Anschein  nach  der  Regenform  an.  Ich  besitze  nun  nach  dem  Aussehen  und  der  Jahreszeit 
dotiert yi.  des  Fanges  beurteilt  auch  die  Trockenform.  Diese  beschrieb  ich  bereits  kurz  als  dohertyi  Frühst.  Ich  möchte 
sie  aber  jetzt  als  forma  temp.  sicc.  dohertyi  bezeichnen.  <$  :  Habituell  noch  kleiner  als  meine  sumbana-BB,  der  rote 
Distalsaum  der  Vflgl  völlig  verschwunden,  jener  der  Hflgl  verschmälert  und.  verdunkelt.  Die  blauen  Vflgl- 
Makeln  kürzer  als  bei  orientalis  und  sumbana.  Unterseite:  Der  lichte  Apicalfleck  der  Vflgl  schmäler  als  bei 
orientalis',  der  helle,  orientalis  völlig  fehlende  Distalsaum  der  Hflgl  verläuft  geradliniger  und  erscheint  noch 
sumbawana.  schärfer  abgesetzt  als  bei  sumbana.  Südost-Flores,  Hafenort  Endeb,  Okt.  —  sunibawana  Frühst.  (87  c).  d 
größer  als  Flores -<$,  Submarginalflecken  der  Vflgl  lichter  blau  und  viel  stattlicher  als  bei  orientalis,  mehr  als 
nochmal  so  groß  als  bei  melitophila  und  sich  costalwärts  verbreiternd  und  zusammenfließend.  Hflgl  schmäler 
rotbraun  gesäumt  als  die  Lombokform,  jedoch  heller  und  breiter  als  bei  den  Flores -nigrescens.  Vflgl  mit.  lich¬ 
tem,  rötlichem  distalen  Anflug,  der  indessen  nicht  mehr  entfernt  so  leuchtend  erscheint  als  bei  melitophila. 
$.  Vflgl  tiefblau,  anstatt  rotbraun  ule  bei  melitophila,  mit  doppelt  so  großen  weißlichen,  peripherisch 
dunkelblauen  oder  violetten  Submarginalflecken.  Hflgl  mit  3 — 4  prominenten  weißen  Punkten.  Die  bei 
melitophila  noch  so  deutliche  wein-  und  gelblichrote  Distalsäumung  auf  ein  Minimum  reduziert.  Unterseite 
dunkler  rotbraun,  submarginal  reicher  weiß  punktiert  als  melitophila.  Tambora,  Sumbawa.  Martix  traf 
sumbana.  sumbawana  auf  Bima.  direkt  hinter  den  ersten  Häusern  am  Meeresstrand.  —  sumbana  Frühst,  präsentiert  sich, 
■wie  dies  bei  Sumbafaltern  die  Regel,  als  die  kleinste  Rasse  der  eben  genannten  Inseln  Lombok,  Flores  und 
Sumbawa.  Der  Färbungstypus  entspricht  jenem  von  melitophila.  die  Submarginalmakeln  der  Vflgl  halten  in 
der  Größe  die  Mitte  zwischen  Lombok  und  8umba,wa-nigrescens,  verbreitern  sich  jedoch  costalwärts  etwas. 
Unterseits  differieren  sie  von  allen  mir  vorliegenden  Rassen  aus  Micromalayana  durch  den  größeren,  oblongen 
und  lichteren  Apicalfleck  der  Vflgl.  sowie  den  ungewöhnlich  breiten,  licht  graugelben,  deutlich  von  der  rot- 
Hmorensis.  braunen  Basalhälfte  sich  abhebenden  Distalsaum  der  Hflgl.  Sumba;  anscheinend  ziemlich  selten.  —  timoren- 
sis  Frühst.,  $  mit  heller  blauen  Submarginalbinden  der  Vflgl  als  bei  Sumbaexemplaren,  Timor,  anscheinend 
selten;  $  fehlt  mir.  Auf  den  Philippinen  treffen  wir  nigrescens  gleichfalls  an,  aber  in  so  veränderter  Form,  daß 
ihr  Artrechte  zustehen : 

E.  congruens.  Die  Umgrenzung  der  Type  dieser  Art  macht  etwas  Schwierigkeiten,  weil  Semper 
in  der  ersten  Textzeile  zwar  sagt:  ,, Erhalten  31  Exemplare  von  Mindoro  etc.“  in  der  genaueren  Beschreibung  der 
Species  das  „einzige  von  Mindoro  erhaltene  Exemplar  jedoch  als  vielleicht  zu  einer  anderen  Art  gehörig“  ausschei¬ 
det.  Allen  congruens- Formen  gemeinsam  sind  schmale  sanft  gerundete  Vflgl  und  relativ  scharf  geeckte  Hflgl. 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


379 

Die  Vflgl  führen  eine  etwas  verwaschene,  manchmal  sehr  kurze,  fast  immer  zusammenhängende  Binde,  und  nur 
selten  isoliert  stehende  Makeln,  wie  wir  sie  bei  allen  nigrescens-ll assen  beobachten.  Hflgl  des  $  mit  einer  sub¬ 
marginalen  weißlichen  oder  graugelben  Region,  die  sich  unterseits  auch,  bei  den  33  wiederholt.  Die  Aufteilung 
der  congruens- Formen  läßt  sich  etwa  wie  folgt  durchführen,  wenn  wir  von  Norden  nach  Süden  gehen.  —  sub-  subcon- 
congruens  Semp.  von  den  südlicheren  Abzweigungen  am  wesentlichsten  differenziert  durch  besonders  lange  ■> r 
Schwänze  der  Hflgl,  eine  sehr  kurze,  schmale  grauweiße,  violett  überhauchte  Subapicalbinde  der  Vflgl;  Oberseite 
der  33  nur  matt  purpurn,  Hflgl  vorherrschend  braun,  $  fast  durchweg  braun  mit  Ausnahme  einer  braungrauen 
Submarginalzone  der  Hflgl.  Unterseite  mit  deutlichen  Ozellenreihen  auf  den  Hflgl,  die  sich  aus  sechs  schwarzen, 
proximal  zart  blau  begrenzten  Augen  zusammensetzen  und  die  bei  den  übrigen  congruens- Rassen  fehlen.  Min- 
doro,  Dezember  bis  Februar.  Semper  hat  Recht,  wenn  er  nach  den  Auffassungen  der  damaligen  Zeit  dieser 
scharf  differenzierten  Rasse  Artrechte  zugesteht,  und  wir  dürfen  mit  großer  Spannung  noch  auf  die  Erschlie¬ 
ßung  weiterer  interessanter  geographischer  Spaltzweige  von  den  unerforschten  mittleren  Philippinen  Tablas, 

Sibuyan,  Masbate  etc.  warten.  —  congruens  Semp.  von  den  Camotes,  relativ  kleinen  Inseln  zwischen  den  congruens. 
größeren  Leyte  und  Cebu  gelegen.  Oberseite  schwärzlichbraun,  mit  sehr  schwachem  violetten  Schimmer, 
am  Außenrande  mit  einer  hellen  bläulich  violetten  Binde,  welche  auf  den  Hflgl  manchmal  fehlt.  Unterseite  mit 
kleinen,  weißlichen  Punkten  nahe  dem  Außenrande.  $  mit  dem  3  übereinstimmend,  nur  mit  hellerer  Zeich- 
nungs-  und  Farbenanlage  der  Hflgl.  Dezember  bis  Februar.  —  endida  subsp.  nov.  tritt  vom  Dezember  bis  Fe-  endidu. 
bruar  auf  der  Insel  Bohol  auf,  3  führt  schmälere  blaue  Subapicalbinden  der  Vflgl  und  kaum  halb  so  breiten 
Distalsaum  der  Hflgl,  als  die  Rassen  von  Mindanao  und  Bazilan.  $  mit  in  einzelne  Makeln  aufgelöster  Vflglbinde, 
Submarginalregion  der  Hflgl  gelblich,  aber  lichter  als  bei  subcongruens  von  Mindoro  und  mit  kürzeren  Schwänz¬ 
chen.  —  photinus  Frühst.  Submarginalbinde  der  Vflgl  im  subapicalen  Teil  blendend  weiß,  analwärts  breit  hell-  photinus. 
blau,  auf  den  Hflgl  ausgedehnt  violett.  Norcl-Minclanao,  Flugzeit  Oktober.  phaios  Frühst.  Sämtliche  phaios. 
Binden  aller  Flügel  stark  verdunkelt  und  reduziert.  Nur  noch  mit  Rudimenten  einer  violetten  Binde  auf  den 
Vflgl,  die  nur  in  der  subapicalen  Region  noch  erhalten  bleibt,  im  Analwinkel  aber  völlig  verschwindet.  Hflgl 
mit  matt  braungelber  Submarginalbinde  und  dunkelbraunem  Distalsaum.  Süd-Mindanao.  —  rafaela  Frühst,  rafacla. 
(87c).  Habituell  kleiner  als  phaios,  differiert  von  dieser  durch  die  leuchtenderen,  ausgedehnteren  Binden  und 
die  rote  Distalumrahmung  der  Flügeloberseite  und  unterseits  durch  die  aufgehelltere,  sowie  verbreiterte  sub- 
apicale  Region  der  Vflgl  und  die  ausgeflossene,  weißliche  Submarginalzone  der  Hflgl.  Hflgl  mit  kompletterer, 
bereits  breit  am  Costalrand  beginnender  Submarginalbinde,  von  weißlich  grauer  Farbe.  Distalrand  breit,  matt 
kakaofarben.  Insel  Bazilan.  Februar,  März. 

E.  nesaea,  besser  bekannt  als  lais  Cr.  und  über  das  nördliche  Indien  bis  Siam  und  im  Archipel  von  Su¬ 
matra  bis  Bawean  und  Kangean  vorkommend  hat  eine  allgemeine  Aehnlichkeit  mit  DanaicLa  grammica  Bsd., 
die  der  blaugestreiften  Rassen  des  makromalayischen  Gebiets  jedoch  mehr  mit  Euploea  rnulciber-QQ  und 
deren  Varianten.  —  timandra  Wall.  (87  c  $  nicht  3)  differiert  sexuell  nur  wenig,  die  36  sind  kleiner  als  das  timandra. 
dargestellte  $,  Oberfläche  aller  Flügel  grünlich  mit  leichtem  Uebergang  zu  grünblau.  Strigae  der  Hflgl  weiß. 

$  nicht  immer  so  hell  wie  das  abgebildete,  häufiger  mit  blau  oder  grüngrauen  Striemen  der  Vflgl.  3  unterseits 
mit  einem  breiten  schwarzbraunen  Felde  auf  beiden  Flügeln,  das  von  der  Basis  bis  zur  Flügelmitte  reicht. 

Die  Analpartie  weißlich  mit  verstreuten  braunen  Schuppen.  $  unterseits  durchweg  weiß  mit  spärlicher 
brauner  oder  gelblicher  Schraffierung,  aber  ohne  verdunkelte  oder  abgegrenzte  Basalregion.  Selten  in  Sikkim, 
von  woher  nur  einige  Exemplare  mit  Sicherheit  bekannt  sind,  und  bis  2000  Fuß  Höhe  im  Teesta-Tal  beobachtet, 
häufig  aber  in  Assam.  —  cortona  subsp.  nov.,  wird  die  in  Birma  und  Tenasserim  überall  seltene  Rasse  bezeich-  cortona. 
net,  welche  oberseits  entschieden  blaue  statt  grünliche  Striemen  aufweist  und  mit  proportionell  längeren  Vflgl 
versehen  ist,  als  timandra  Wall,  aus  Sylhet  und  Assam.  —  apelles  Frühst.  (87  c).  Flügel  kürzer,  rundlicher  als  apelles. 
bei  timandra ,  Hflgl  jedoch  noch  mit  langer  Schwanzspitze.  Der  schwarze  Aderbezug  der  Vflgl  verbreitert  sich 
ähnlich  wie  bei  baweana  Flag.,  verschmilzt  sogar  apicalwärts  zu  einem  breiten  Fleck.  Hflgl-Oberseite  fast  wie 
bei  timandra  gefärbt.  Auch  die  Flügelunterseite  erinnert  durch  den  scharf  abgesetzten,  breiten,  dunkelbraunen 
Basalfleck  aller  Flügel  an  timandra,  von  der  apelles  indessen  wieder  durch  die  viel  lichtere,  mehr  gelblich-graue, 
statt  weißlich-blaue  Färbung  der  Distalregion  aller  Flügel  differiert,  die  zudem  viel  zarter,  ähnlich  ma- 
layisclien  nesaea- Bassen  gesprenkelt  ist.  apelles  bildet  soinit  in  jeder  Weise  einen  Uebergang  von  den  konti¬ 
nentalen  zu  den  makromalayischen  Rassen  und  timandra  verliert  dadurch,  das  Ansehen  einer  Art,  und.  sinkt  herab 
zur  nördlichsten  Lokalform  der  über  alle  großen  Sunda-Inseln  verbreiteten  nesaea  L.  Siam,  Bangkok.  Januar 
anscheinend  selten,  weil  ich  nur  2  33  !>ng  und  auch  nur  1  3  am  British  Museum  befindlich  ist.  —  lioneli  lioneli. 
Frühst.,  $  ober-  und  unterseits  etwas  dunkler  als  laisides  Nicev.  von  Sumatra,  mit  ausgedehnterem  braunen 
Adernbezug  und  Anflug  der  Vflglzelle.  3  größer  als  laisides-3,  Apex  der  Vflgl  breiter  schwarz  bezogen.  Grund¬ 
farbe  dunkler  grün.  Malayische  Halbinsel.  Bihiton  (  ? ).  —  laisides  Nicev.  Rp  lebt  vermutlich  auf  Bambus,  laisides. 
der  Schmetterling  hält  sich  stets  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  und  tritt  ebenso  wie  timandra  in  man¬ 
chen  Jahren  massenhaft  auf.  Durch  die  großen  violetten  Apicalflecken  der  $$  sind  diese  im  Fluge  oft  nicht  von 
Euploea  mulciber  $$  zu  unterscheiden.  Vom  3  existieren  2  Formen,  a)  solche  mit  hellgrüngestreiften  Vflgl, 
b)  solche  mit  namentlich  apicalwärts  blaugestreiften  Vflgl.  Sumatra,  Deli-  und  Padangsche  Bovenlanden.  - 
neolais  Nicev.  3 •  Kleiner,  unterseits  wesentlich  dunkler  braun  gesprenkelt.  $.  Violetter  Apicalbezug  stark  re-  neolais. 
duziert,  Hflgl  ausgedehnter  braun  gefärbt.  Nias.  —  kamarina  Frühst.  (87  d).  Eine  prononzierte  Lokalform,  kamarina- 


380 


ELYMNIAS.  Von  R.  Fruiistorfer. 


E  mit  dünneren  schwarzen  Streifen  längs  den  Adern,  die  Internervalstrigae  hellgrün,  beim  $  fast  weißlichgrün. 
$  mit  großem,  braunem  Apicalfleck,  breitem  schwarzen  Distalsaum,  drei  zusammenhängenden  subapicalen  und 
3  isolierten  medianen  Submarginalflecken  der  Vflgl,  die  proximal  schwarz  begrenzt  sind.  Adern  viel  schmäler 
braun  gestreift,  als  bei  neolais  oder  laisides,  besonders  auf  den  fast  ganz  weißgrauen  Hflgl,  die  schwarz,  anstatt 
braunbeschuppte  Internervalfelder  aufweisen.  Die  Unterseite  erinnert  durch  die  weiße,  anstatt  gelblichgraue 
Grundfarbe  an  timandra ;  Sprenkelung  schwarz,  anstatt  braun,  wie  bei  neolais  und  beim  $  viel  dichter  als  bei 

hypereides.  Nias-  und  Sumatra- $$.  Batu-Inseln,  Pulo-Tello.  —  hypereides  Frühst.  (87  d).  <J:  Oberseite  dunkler  grün 
und  viel  breiter  schwarzgestreift  als  bei  der  sumatranischen  laisides.  E :  Zelle  der  Vflgl  dunkler,  reicher  braun¬ 
schwarz  bestäubt  als  bei  laisides  und  lioneli.  Apicalstrigae  der  Vflgl  ausgedehnter,  mehr  dunkelblau  als  hellvio¬ 
lett  schimmernd,  der  lange  spitze  Fleck  vor  dem  Zellapex  schmäler  und  blau  violett,  statt  weiß.  Die  Unterseite 
erinnert  durch  die  braune  Grundtönung  mehr  an  neolais  als  an  laisides-,  auch  die  $$  sind  erheblich  dunkler  als 
codifrons.  Sumatra-??.  Nord-Borneo.  —  coelifrons  Frühst.  ?  steht  im  Kolorit  sehr  nahe  hypereides -?,  von  dem  es  oberseits 
durch  den  ausgedehnteren,  braunen  Anflug  der  Adern  der  Hflgl  differiert.  Das  E  entfernt  sich  von  allen  be¬ 
kannten  Rassen  durch  das  Auftreten  von  3  großen,  dunkelblauen  Subapicalflecken,  wodurch  eine  gewisse  Aehn- 
lichkeit  mit  neolais -?  entsteht,  und  den  tiefblauen  anstatt  schwarzen  Adernbezug  der  Vflgl,  der  fast  ganz  zusam- 
nesaea.  menfließt.  Südost-Borneo.  —  nesaea  L.  (=  lais  Cr.  et  auct.).  Die  javanischen  nesam-QQ  differieren  von  ihren 
Schwesterformen  des  makromalayischen  Archipels  durch  das  Fehlen  des  violetten  Apicalanfluges  der  Vflgl  und  die 
regelmäßiger  und  dünner  braun  beschuppte  Unterseite.  In  meiner  Sammlung  besitze  ich  viele  Exemplare  aus  West- 
Java,  wo  die  Art  von  der  Meeresküste  bis  etwa  2500  Fuß  Höhe  emporsteigt,  sich  in  lichten  Wäldern  und  Dorf¬ 
hainen  auflxält,  wo  die  Falter  während  der  Vormittagsstunden  langsam  und  ruhig  im  Halbschatten  herumfliegen, 
nirgendwo  aber  häufig  auftreten.  Herr  Piepers  teilte  mir  unterm  31.  März  1907  brieflich  mit,  daß  er  hyper- 
mnestra  und  nesaea  L.  in  Batavia  selbst  gefunden  und  aus  Rpn,  die  von  beiden  Arten  auf  Kokospalmblättern 
leben,  gezogen  und  gute  Abbildungen  der  Jugendzustände  angefertigt  habe.  Von  anderen  javanischen  Elymnias- 
Arten  wurde  zwar  die  Rp  von  panthera,  die  auf  Blättern  verschiedener  Palmen  lebt,  in  Bergstrecken  öfters  ge¬ 
funden  und  gezogen,  davon  existieren  aber  keine  bildlichen  Darstellungen.  Aus  Sukabumi  besitze  ich  3  ^ -Formen : 
a)  solche  mit  hellgrünen,  b)  mit  dunkelgrünen  (wie  sie  Gramer  abbildet)  und  c)  solche  mit  blaugrünen  In¬ 
ternervalstrigae  der  Vflgl.  Von  der  Form  a  befindet  sich  ein  Hermaphrodit  in  meiner  Sammlung,  links  E,  rechts  ?, 
Abdomen  männlich.  West-Java,  nesaea  steht  der  nordindischen  timandra  viel  näher  als  laisides,  lioneli  und 
hypereides  des  übrigen  makromalayischen  Gebietes,  ähnlich  Avie  auch  E.  casiphone  Hbn.  und  E.  hypermnestra 
L.  mit  den  nordindischen  vikariierenden  Formen  mehr  Analoges  besitzen  als  mit  jenen  der  makromalayischen 
hermia.  Nachbarinsehl,  hermia  Frühst.  Habituell  kleiner  als  Westjavanen,  Flügel  rundlicher,  Schwänze  stumpfer. 
Internervalstrigae  der  ES  heller  grau.  ?-Zelle  lichter,  mehr  gelblich  als  grün  bestäubt,  Distalsaum  rotbraun 
statt  schwarz,  der  schwarze  Aderbezug  stark  verschmälert.  Unterseite  heller,  die  rotbraunen  Flecken  der  Eo 
gleichmäßiger  verteilt.  Bei  den  auffallend  bleichen  ??  verschwinden  die  braunen  Makeln  insbesondere  auf  den 
Hflgl  fast  völlig,  hermia  besitzt  somit  alle  Charakteristica  einer  Form,  Avie  sie  in  regenarmen  Regionen  ent- 
baweana.  stehen.  Ost-Java,  Umgebung  von  LaAvang,  ca.  2000  Fuß.  —  baweana  Hag.  ist  der  Charakterschmetterling  der 
Insel  Bawean  und  scheint  in  Unmasse  vorzukommen,  denn  er  findet  sich  in  jeder  Sendung,  die  von  dort  nach 
Europa  gelangte  und  mein  Reisender,  der  insbesondere  Okt.,  Novbr.  1904  auf  Bawean  tätig  war,  fing  Adele  Hun¬ 
dert  Paare.  E  und  $  sind  ausgezeichnet  durch  ungemein  breiten,  schwarzen,  scharf  abgesetzten  Distalsaum  aller 
Flügel  und  den  namentlich  beim  ?  sehr  breit  auslaufenden  Aderbezug  der  Vflgl,  der  die  grauen  Internerval¬ 
streifen  dermaßen  verdrängt,  daß  sie  nur  noch  an  der  Submediane  ganz  deutlich  bleiben,  im  Medianteil  der  Flügel 
vordermani.  obsolet  Averden  und  nach  dem  Apex  zu  fast  völlig  verschwinden.  Bawean.  — -  vordermaili  Snell.  Bei  dieser  Rasse 
dokumentiert  sich  der  Insel-Melanismus  noch  ausgesprochener  als  bei  baweana,  weil  die  Querstreifen  der  Vflgl 
völlig  verschwinden  und  die  Schwarzfärbung  auch  auf  die  Hflgl  übergreift,  auf  denen  von  der  ursprünglichen 
Grundfarbe  nur  große,  grüngraue  Submarginalflecken  erhalten  bleiben;  auch  die  Unterseite  ist  wesentlich 
dunkler  als  bei  baweana.  Sxellen  vergleicht  vordermani  mit  esaca  Westw.,  verAveist  aber  auch  gelegentlich  auf 
die  VerAvandtschaft  mit  (lais-)nesaea;  er  läßt  übrigens  neben  vordermani  auch  lais  auf  Kangean  Vor¬ 
kommen.  Ich  vermute,  daß  Stellen  allenfalls  ??  einer  der  casiphone  Hbn.  nahe  verwandten  Inselrasse  als 
„lais“  auffaßt,  da  nach  meiner  Meinung  „lais“  [recte  nesaea)  auf  Kangean  durch  vordermani  vertreten  wird,  und 
2  Subspecies  einer  Art  nicht  auf  einer  kleinen  Insel  Vorkommen  können.  Sollte  indes  nesaea  Avirklich  auf 
Kangean  existieren,  muß  vordermani  als  Species  geführt  werden  und  für  die  nesaea-Rasse  von  Kangean  würde  ein 
Name  frei  werden.  Insel  Kangean. 

casiphoni-  E.  casiphonides  Semp.  (88  a).  casiphonides  entfernt  sich  vom  indoaustralischen  casiph o ne- Typus  ins- 

1,1 -■  besondere  dadurch,  daß  sie  von  monomorpher  anstatt  dimorpher  Erscheinung,  so  daß  der  E  dasselbe  Kleid, 
Avie  das  recht  helle  $  trägt.  Semper,  der  zuerst  nur  ??  kannte,  bringt  diese  Art  in  Verbindung  mit  casiphone  Hbn. ; 
Butler,  (Trans.  Ent.  Soc.  1870  p.  488)  dagegen  vergleicht  das  $  viel  richtiger  mit  timandra-  W all. -?;  in  der  Tat 
hat  casiphonides  nur  eine  Koloritähnlichkeit  der  Flügeloberseite  mit  casiphone,  während  die  Unterseite  durch  die 
robustere  ungleichmäßigere  Schwarzfleckung  deutlich  die  nähere  Verwandtschaft  mit  der  nesaea  (lais)- Gruppe 
bekundet.  Die  Zugehörigkeit  zu  nesaea  wird  dann  durch  die  beim  $  besonders  auffallend  gebogene  hintere 
Discocellulare  der  Hflgl  erwiesen,  ein  zuverlässiges  strukturelles  Merkmal,  das  sich  ähnlich  prägnant  nur  noch 
bei  ceryx  Bsd.  vorfindet.  Mindanao,  Flugzeit  April,  Mai. 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


381 

E.  malelas  kursierte  lange  Zeit  unter  dem  Namen  leucocyma  Godt.,  einer  durchaus  unsicheren  Art,  von 
der  wir  nicht  gewiß  sind,  ob  sie  ein  Synonym  von  hypermnestra,  nigrescens  oder  panthera  bedeutet.  Dagegen 
besteht  über  malelas  kein  Zweifel,  weil  sie  Hewitson  nach  einem  C  der  Regenzeitform  sehr  deutlich  abgebildet 
hat.  malelas  muß  als  der  kontinentale  Stamm  der  auch,  über  ganz  Makro-  und  einen  Teil  von  Mikromalayana 
verbreiteten  casiphone  Hbn.  gelten,  und  überragt  ihre  insulare  Deszendentin  an  Größe  und  Farbenpracht,  aber 
nicht  in  der  individuellen  und  geographischen  Variationsfähigkeit.  Die  ^stellen  eine  prächtige  Imitation  der  Sticto- 
ploea  binotata  Btlr.  dar,  die  $$  eine  der  vollkommensten  Nachbildungen  von  Trepsichrois  mulciber  Cr.  Am  häu¬ 
figsten  ist  malelas  Hew.  (87  e).  C  manchmal  mit  weißen  Discalmakeln  der  Vflgl.,  auch  gelegentlich  mit  zwei  malelas. 
blauen  Zellflecken,  die  beim  $  stets  weiß  sind.  Exemplare  wie  das  abgebildete  mit  einer  weißlichen  Submargi- 
nalbind.e  der  Hflgl  sind  relativ  selten  (=  subdecorata  fa.  nov.).  Die  Unterseite  wechselt  etwas  nach  der  Jahres-  subdccorata. 
zeit.  Jene  der  Früb.j ahrsgeneration  sind  hellbraun  mit  ganz  undeutlicher  und  sehr  fein  verteilter  Marmorierung, 
und  es  scheint  fast,  als  ob  Heavitsons  Figur  auf  solche  Exemplare  basiert  sei.  $  der  Trockenzeit  form  unten 
weißlich  mit  hell  kaffeebraunem  Basalfeld  der  Vflgl  und  zierlicher  Braunschraffierung  der  Hflgl.  Jene  der 
Regenzeit  dunkel  kakaobraun  mit  markanter  rotbrauner  Markierung  der  Hflgl.  $  der  Regenzeit  mit  breit 
braun  bereiften  Adern  der  Hflgl,  jene  der  Trockenzeit  mehr  dem  Bilde  von  saueri  (87  e)  gleichend,  aber  auf  den 
Hflgl  mit  weißlichen  Intranervalstreifen.  Sikkim,  Nepal,  Assam,  in  den  heißen  Tälern  nirgendwo  selten,  wo  die 
Banane  wächst,  deren  Blätter  dieRp  nähren.  —  nilamba  subsp.  nov.  wurde  von  Doherty  im  Kumaon-Himalaya  nilamba. 
zuerst  beobachtet.  Die  Form  lebt  dort  in  Höhen  von  2500 — 3000  Fuß  und  läßt  sich  von  Sikkim-Exemplaren 
absondern  durch  eine  Reihe  von  unregelmäßigen  weißen  Terminal  flecken  der  Hflgl-Oberseite  und  durch  eine 
breiter  weißlich  gestreifte  und  weißlicher  gesprenkelte  Unterseite  aller  Flügel.  —  ivena  subsp.  nov.,  wurde  von  ivcnu. 
mir  in  Tonkin  und.  Siam  gefangen,  ich  glaubte  sie  bisher  mit  saueri  Bist,  von  der  malayischen  Halbinsel  verei¬ 
nigen  zu  dürfen  und  ließ  das  $  auch  als  saueri  (87  e)  abbilden,  doch  differieren  die  CS  unserseits  durch  das 
Fehlen  der  bereits  an  casiphone  erinnernden  deutlichen  dichten  gelbbraunen  Marmorierung  auf  allen  Flügeln. 

CS  aus  Tonkin  (August — September)  zeigen  den  Charakter  der  Trockenzeitform,  sind  ebenso  klein  wie  die  analo¬ 
gen  Exemplare  aus  Sikkim,  und  mit  diesen  übereinstimmend  in  Zeichnung  und  Färbung.  $  (87e  als  saueri -$) 
führt  aber  eine  ausgedehntere  schön  braune  Basalfärbung  und  kleinere  blaue  Strigae  der  Vflgl.  Hflgl  mit  vor¬ 
herrschend  braunem  statt  schwarzem  Aderbezug,  die  Intranervalfelder  gelblich,  statt  weißlich.  Unterseite 
blasser  als  Trockenzeit- $$  von  Sikkim  mit  feiner  und  regelmäßigerer  Sprenkelung  besonders  der  Vflgl.  Ton¬ 
kin.  Siam.  —  saueri  Dist.,  ursprünglich  von  Wellesley,  Malayische  Halbinsel,  beschrieben,  beginnt  in  Tenasse-  saueri. 
rim  bereits  da  aufzutreten,  wo  malelas  ihre  Südgrenze  erreicht.  CS  bilden,  Avie  schon  erwähnt,  eine  ersichtliche 
Transition  durch  eine  auffallende  und  vonviegend  gelb  statt  rotbraune  Sprenkelung  der  Flügelunterseite  zu 
casiphone.  —  saueri  wurde  schon  mit  vielen  $$  anderer  Arten  in  Beziehung  gebracht,  doch  ist  das  echte  £  von  saueri 
immer  noch  unbekannt.  Moore  glaubte  es  in  Elymnias  künstleri  Honr.  gefunden  zu  haben,  eine  absurd.e  Idee, 
die  von  Niceville  mit  vollem  Recht  zurückgewiesen  wurde.  (Journ.  Bombay  Nat.  Hist.  Society  1900  p.  164.) 

Leider  deklarierte  an  derselben  Stelle  de  Niceville  wiederum  ein  falsches  $  als  saueri nämlich  Elym.  nesaea 
lioneli  Frühst.,  ein  Versehen,  das  ich  umsoweniger  begreife,  als  de  Niceville  selbst  sein  saueri -§  mit  der  benach¬ 
barten  Schwesterform  laisides  Nicev.  von  Sumatra  vergleicht  „dem  es  bemerkenswert  nahe  steht“.  Das  wirk¬ 
liche  sauer i-Q  wird  meines  Erachtens  etwas  dunkler  sein  als  malelas- $  und  wahrscheinlich  einen  breiten,  braunen 
Distalsaum  auf  allen  Flügeln  aufweisen,  vielleicht  ist  es  auch  identisch  oder  nahestehend  den  $$,  wie  ich  sie 
in  Siam  fing,  die  durch  etwas  reduziertes  Weiß  der  Vflgl  von  nordindischen  $$  abweichen  und  die  wir  87  e 
darstellten.  Tenasserim,  Thoungyeen -Valley,  Tavoy,  Mal.  Halbinsel. 

E.  casiphone  ist  eine  der  am  wenigsten  scharf  umgrenzten  Species  des  Genus,  denn  einerseits  gleichen 
die  2$  einiger  Rassen  den  nesaea- $ 2  ihres  Gebiets  und  andererseits  sind  so  viele  Uebergänge  zu  der  mit  Aus¬ 
nahme  der  sumatranischen  Region  *  stets  neben  ihr  vorkommenden  E.  Jcamara  M oore  vorhanden,  daß  sich  nach 
zwei  Richtungen  keine  definitive  Scheidung  ermöglichen  läßt.  Tatsächlich  ist  casiphone  nichts  weiter  als  ein 
insularer  Abkömmling  der  vorigen  Species  {malelas),  durch  ihre  weitgehende  Modifikationsfähigkeit  aber  viel 
interessanter,  wenn  auch  habituell  zurückstehend.  Die  Hflgl  führen  deutliche  Schwänze,  die  malelas  fehlen. 

Unterseite  der  CS  dunkler  ohne  weiße  Schraffierung.  Bei  casiphone  ist  der  basale  Haarpinsel  der  Hflgl  gelb, 
der  distale  tief  schwarz,  bei  malelas  der  basale  schwarz,  der  äußere  dagegen  heller,  allenfalls  braun  zu  nennen. 

—  casiphone  Hbn.,  die  bekannteste  Ziveigrasse,  Avurde  von  Hübner  nach  CS  aus  Westjava  aufgestellt.  Das  casiphone. 

$  wurde  erst  1907  beschrieben  und  Avi rd  am  besten  damit  charakterisiert,  wenn  A\ir  auf  dessen  mimetische 
Aehnlichkeit  mit  Trepsichrois  mulciber  basilissa  Cr.  von  Java  hinweisen,  während  der  casiphone-S  durch  seine 
Aehnlichkeit  in  Flugart,  Flügelform  und  dem  herrlichen  Blauschiller  der  Vflgl  basilissa-CC  vor  täuscht.  Wie 
bei  so  vielen  Javafaltern  produziert  auch  der  Osten  der  Insel  eine  besondere  Lokalrasse  von  casiphone.  Dort 
entstehen  CS ,  die  den  Blauschiller  verlieren,  und  deren  Submarginalflecken  der  Vflgl  peripherisch  violett  statt 
dunkelblau  umgrenzt  erscheinen.  —  alumrsa  Frühst.  (87  e).  Die  discalen,  Aveißen  Vflglmakeln  verschAvinden ,  alumna. 
dafür  tritt  fast  immer  eine  deutliche  gelbgraue  Submarginalbinde  der  Hflgl  auf  (Uebergang  zu  karnara).  Manch¬ 
mal  sind  auch  die  Adern  der  Hflgl  bis  nahe  an  die  Basis  gelblich  bestreut  (Uebergang  zur  ^-Zeichnung).  Ge¬ 
legentlich  verfärben  sich  die  Vflgl  von  dunkelblau  zu  braun  {karnara  Anklang).  Die  Avest javanischen  casiphone 
tragen  auf  der Vflgl-Unterseite  fast  stets  discale  Aveiße  Fleckchen,  Avie  sie  Hübner  bereits  abbildet,  bei  den 


*  Wo  casiphone  bisher  nicht  beobachtet  wurde. 


382 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Ostjavanen  treten  solche  nur  sehr  selten  auf.  Im  allgemeinen  kann  gesagt  werden,  daß  almuna  allenfalls  Aehn- 
lichkeit  mit  Euploea  mazares  Moore  vortäusche  und  daß  alumna-£$  auf  den  Hflgl  variabler  sind  als  casi- 
phone-$<$,  denn  es  gibt  solche  ohne  Spur  einer  submarginalen  Binde,  und  die  eine  braungelbe  Binde  tragen, 
dann  wieder  Uebergänge  mit  weißer  Decoration  (Anklang  an  praetextata  Frühst. (88  a)  von  Lombok. 
Die  Vflglfleckung  variiert  von  weiß  bis  zu  hell  stahlblau.  Bei  casiphone  von  West- Java  ist  dagegen  nur  von 
einer  Progression  der  weißen  Discalmakeln  der  Vflgl  oder  von  deren  Reduktion  zu  sprechen.  Im  ersteren  Falle 
fließen  die  Medianflecken  mit  den  submarginalen  zusammen  und  so  bilden  sich  Anfänge  jener  Intramedian¬ 
streifen,  die  dem  $  eigentümlich  sind,  casiphone  liegt  mir  vor  von  Sukabumi,  West-Java,  wo  sie  bis  600  m  hin¬ 
aufgeht,  und  alumna  aus  dem  Kalkgebirge  südlich  von  Malang  in  Ost- Java  aus  500  m  und  den  Ausläufern  des 
djilaniik.  vulkanischen  Tenggergebirges,  wo  sie  bis  800  m  aufsteigt.  —  djilantik Mart,  steht  nahe  alumna  aus  Ost- Java. 

Der  Blauschimmer  des  apicalen  Hälfte  der  Vflgl  ist  erhalten ;  es  zeigen  sich  auf  der  Oberseite  keine  cliscalen, 
weißen  Flecken  mehr,  am  Außenrande  des  Vflgl  steht  eine  nach  außen  konvexe  Reihe  von  6  blauen,  weißgekernten 
Punkten,  von  denen  die  oberen  3  größer  und  breiter  weißgekernt  sind.  Auf  der  Unterseite  des  Vflgl  sind  weiße 
Punkte  auf  dem  Discus  erhalten,  aber  minder  prominent  als  bei  casiphone  casiphone.  Auf  der  Hflgl-Oberseite 
ist  die  gelbgraue  Submarginalbinde  nur  sehr  schwach  angedeutet,  schwächer  wie  bei  typischer  casiphone ,  eine 
Gelbfärbung  der  Adern  flügeleinwärts  fehlt  völlig;  die  schwarze  Behaarung  der  Hflgloberseite  abwärts  vom 
Medianstamme  ist  viel  stärker  und  buschiger  als  bei  allen  meinen  casiphone- Stücken;  die  Hflgl-Unterseite  bie¬ 
tet  keine  Unterschiede.  Nach  2  <3$  im  August  1906  durch  den  javanischen  Sammler  des  Herrn  Dr.  Martin, 
Saimun,  auf  Bah  nahe  Boeleleng  gefangen.  Elymnias  casiphone  praetextata,  Frühst,  von  der  Nachbarinsel  Lom¬ 
bok  steht  natürlich  ebenfalls  sehr  nahe,  ist  aber  sofort  durch  den  vom  Autor  ausdrücklich  erwähnten,  rotbrau¬ 
nen  Apicalsaum  unterschieden;  auch  bei  praetextata  ist  die  „obsolete“  submarginale  Fleckenbinde  der  Hflgl 
praetextata.  oberseite  schmäler  als  bei  casiphone  (Martin).  —  praetextata  Fr.  (88  a).  Eine  wohl  differenzierte  geographische 
Rasse,  ausgezeichnet  durch  den  rundlicheren  Flügelschnitt  und  die  prominenteren  reiner  weißen,  aber  dunkler 
violett  umgrenzten  Makeln  der  Vflgl,  sowie  insbesondere  durch  das  enorm  verdunkelte  9-  hei  dem  alle  Flügel 
eine  tiefbraune  Färbung  annehmen,  welche  die  grauweißen  Strigae  bis  auf  wenige  Rudimente  auf  den  Hflgl 
völlig  verdeckt.  Auch  auf  der  Unterseite  kommen  die  Einwirkungen  des  nach  Osten  fortschreitenden  Insel¬ 
melanismus  deutlich  zum  Ausdruck,  weil  die  weißliche  Beimischung  fehlt  und  durch  eine  braungelbe  ersetzt 
ist,  so  daß  das  praetextata -$  unten  ebenso  satt  braun  aussieht  wie  das  javanische  kamara -9-  Lombok,  bis  ca. 
700  m  Höhe,  ganz  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  in  Palmenwäldern.  Auffallend  ist  das  Fehlen  von  casiphone 
in  Sumatra,  dort  treten  aber  nesaea-^Q  auf,  die  kaum  von  casiphone -99  aus  West- Java  zu  separieren  sind. 

E.  kamara  glaubte  ich  1907  als  bloße  Form  der  casiphone  anreihen  zu  dürfen,  doch  machte  Dr.  Martin 
darauf  aufmerksam,  daß  kamara  ein  beschränkteres  Gebiet  als  casiphone  bewohnt,  so  ist  z.  B.  von  der  ma- 
layischen  Halbinsel,  wo  als  saueri  eine  ccmp/mne-Vikariante  fliegt,  keine  kamara- Form  bekannt  geworden, 
daß  ferner  in  Nordost-Sumatra  wohl  kamara  erinyes  Nicc'v.,  aber  keine  casiphone  gefunden  wird  und  daß,  last 
not  least,  die  javanische  kamara  eine  von  casiphone  völlig  verschieden  schimmernde  Interferenzfarbe  zeigt, 
ein  dunkles  Lila,  wie  es  sonst  nur  beim  Genus  Terinos  gesehen  wird.  Entscheidend  für  die  heutige  Abtrennung 
wirkt  jedoch  die  nicht  unerhebliche  Differenzierung  der  Klammerorgane,  die  ich  erst  jetzt  konstatieren  konnte. 
Schon  die  Spangen  des  Uzmara-Uncus  sind  robuster,  länger,  nach  vorne  mehr  verstärkt.  Die  Valve  basalwärts 
ungemein  verbreitert,  nach  der  Mitte  zu  aber  unvermittelt  eingesenkt  und  in  eine  scharfe  Spitze  ausgezogen, 
während  die  casiphone- Valve  dorsal  kaum  eingeschnürt  und  distal  beinah  rundlich  zu  nennen  ist.  Auch  die  la¬ 
terale  Auffaltung  ist  unregelmäßiger,  in  der  Mitte  breiter,  vorne  wie  ein  Scalpel  dorsal  eingeschnitten,  kamara 
ist  zudem  von  Sumatra  bis  Lombok  in  einer  ununterbrochenen  Serie  von  Inselrassen  vertreten,  während  casi¬ 
phone  erst  in  West- Java  einsetzt;  dagegen  greift  kamara  mit  keiner  Vikariante  auf  den  Kontinent  über. 
kamara  fliegt  auf  Lombok  neben  casiphone,  ist  aber  in  Java  doch  mehr  auf  höhere  Lagen  angewiesen. 
erinyes.  erinyes  Nicev.,  mir  nur  aus  der  Abbildung  ihres  Autors  bekannt,  hat  wie  alle  kamara- Rassen  einfarbig  schwarz¬ 
braune  Vflgl,  ohne  jedwede  violette  Einspritzung.  Hflgl  der  längs  der  Adern  weißlich  mit  brauner  Ueber- 
stäubung.  Sehr  ähnlich  der  kamara  (87  e),  aber  mit  etwas  zurücktretendem  Weiß.  9  matter  und  fahler  braun. 
Hflgl  mit  gleichmäßigen  langen,  aber  mehr  trübgelben  Zwischenrippenfeldern.  Nordost-Sumatra,  sehr  selten 
kamara.  in  den  Wäldern  der  Ebene  und  Vorberge,  nur  ganz  wenig  Exemplare  bisher  entdeckt.  —  kamara  Moore  (87  e), 
die  javanische  Zweigrasse,  $  in  der  Regel  mit  aufgelösten  Intranervalfeldern  der  Hflgl,  die  eine  Reihe  von 
schwarzen,  rundlichen  Submarginalmakeln  umschließen.  Das  abgebildete  Exemplar  gehört  einer  seltenen  In- 
parenploea.  dividualaberration  an,  pareuploea  form,  nov.,  wegen  ihrer  Aehnlichkeit  mit  Euploea  sepulchralis  und  terissa. 

Das  9  variiert  nach  drei  Richtungen :  1.)  9  dem  ähnlich,  aber  mit  stets  vorhandenen  submarginalen,  gelblichen 
Makeln  der  Vflgl.  Hflgl  mit  etwas  ausgedehnteren  Striemen  von  gelbbrauner  Farbe ;  2.)  9  analog  dem  pareu- 
ploea-E  mit  fast  weißlichem  Submarginalgebiet  der  Hflgl,  das  kaum  noch  Reste  einer  braunen  Bescliuppung 
aufweist:  3.)  9  in  Anschluß  an  casiphone  aus  Ost- Java,  mit  langen  distal  sogar  etwas  violett  angehauchten  weißen 
pseuda-  Strigae  der  Vflgl  auf  matt  fahlbraunem  Grunde  (pseudalumna  form.  nov.).  Unterseite  aller  Formen  von  casi- 
hunna.  pjl0ne  durch  das  mehr  schwarzbraune  Kolorit  der  Vflgl  und  das  keine  weiße  Beimischung  enthaltende  der  99 
unterschieden.  West-  und  Ost- Java,  teils  neben,  teils  höher  als  casiphone  auftretend,  etwa  bis  1000  m  anstei- 
exclusa.  gend.  —  exclusa  Nicev.  durch  Doherty  aufgefunden,  bewohnt  als  große  Seltenheit  die  Insel  Bali.  Nur  d"d" 
bisher  gefangen,  deren  melanotisch.es  Kolorit  sich  insbesonders  in  der  Reduzierung  der  Strigae  der  Hflgl  do- 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


38.3 


kumentiert,  die  nur  noch  eine  wie  bei  der  praetextata  angelegte  Submarginalbinde  statt  langer  Streifen  führen. 

—  lombokiana  subsp.  nov.  stellt  die  östlichste  Abzweigung  vor.  Vom  von  exclusa  wieder  abweichend  durch  lombohiana. 
eine  breitere,  fast  rein  weiße  Submarginalbinde  der  Hflgl.  $  nahe  dem  Jcamara-%  von  Java,  doch  größer, 
rundflligeliger,  unterseits  satter  fahlgelb  gesprenkelt.  Lombok  bis  etwa  800  m  Höhe.  Stets  in  Gesellschaft 

von  casiphone  praetextata. 

E.  melias  scheint  leamara  auf  den  Philippinen  zu  ersetzen.  Bisher  nur  von  Luzon  nach  Europa  ge¬ 
kommen,  ist  es  doch  gewiß,  daß  sie  auch  auf  den  südlicheren  Philippinen  noch  entdeckt  wird,  um  so  mehr  als  in 
pellucida  Frühst.  (88  a)  eine  vikariierende  Species  sogar  in  Nord-Borneo  heimisch  ist.  —  melias  Fldr.  hat  mit  melias. 
pellucida  schwarze  Haarpinsel  der  Hflgl  gemeinsam  und  erinnert  etwas  an  Pap.  palephates,  Euploea  swainsoni 
und  Eupl.  simillima.  oberseits  fast  schwarz  mit  großem  dreiteiligen,  rein  weißen  Subapicalfleck  der  Yflgl. 

Hflgl  mit  einer  Serie  von  sechs  länglichen  ebensolchen  Submarginalstrichelchen  und  beide  Flügel  dann  noch 
mit  weißen  Terminalpunkten  besetzt.  Unterseite  braun,  die  Zeichnung  korrespondiert  mit  jener  der  Oberseite 
nur  sind  die  Hflgl  im  Distalgebiet  zwischen  den  Submarginalpunkten  und  dem  Außensaum  fein  weiß  schraffiert. 

—  malis  Semp.  aus  dem  nordöstlichen  Luzon,  wenngleich  als  Species  aufgestellt,  ist  nur  eine  Aberration  und  malis. 
zeigt  längere  weiße  Striemen  der  Hflgl.  —  Luzon. 

E.  pellucida  Frühst.  (88  a)  nähert  sich  der  melias,  doch  sind  die  Vflgl  der  etwas  schmäler  und  länger;  pellucida. 
Färbung  schwarzbraun  mit  leichtem  rötlichen  Anflug  in  der  Submedianregion  der  Vflgl.  $  sonst  noch  mit  5 
weißen  Submarginalmakeln  der  Vflgl  und  fein  verteilten,  durch  schwarzbraune  Längsbinden  unterbrochene 
fast  Aveißen  Intranervalstriemen  der  Hflgl.  $  unterseits  nur  wenig  fahler  braun  als  oben  und  dadurch  zugleich 
auch  vom  <$  unterschieden.  Nord-Borneo,  Kina  Balu,  sehr  selten. 

E.  ceryx,  einer  der  vollkommensten  Nachäffer  von  Danaiden,  bisher  nur  in  zwei  Inselrassen  bekannt, 
aber  vielleicht  noch  von  der  malayischen  Halbinsel  und  Borneo  zu  erwarten.  —  ceryx  Bsd.,  die  Namenstype,  ceryx. 
gleicht  sehr  der  abgebildeten  nigrita  (87  d),  doch  sind  die  Vflgl  mit  weit  ansehnlicheren  weißen  und  völlig  kreis¬ 
runden  Makeln  besetzt.  Beide  Geschlechter  mit  sehr  schmalem  schwarzen  Distalsaum  der  Vflgl.  Oberseite  der 
Hflgl  des  $  ohne  roten  Anflug.  Unterseite  der  mit  leichtem  rotbraunen  Schatten  in  der  Submarginalregion, 

$  aber  vorherrschend  grünlich  weiß,  ohne  deutlichen  rötlichen  Schimmer  und  beide  Flügel  in  der  Amteterminal¬ 
region  reich  weiß  schraffiert.  Daneben  tritt  in  Java  eine  zweite  Form  in  Erscheinung,  die  bisher  noch  nicht  be¬ 
achtet  wurde,  die  ein  getreues  Spiegelbild  der  Hestina  mimetica  Btlr.  bildet,  mit  der  sie  ja  auch  zusammen  vor- 
kommt.  Ich  vermute  fast,  daß  es  sich  um  ein  Produkt  einer  besonders  regenreichen  Periode  handelt,  und  die 
Veränderung  ist  eine  sehr  wesentliche,  der  Flügelschnitt  schmäler,  der  Distalsaum  aller  Flügel  breit  schwarz, 
nur  mit  kleinen,  mehr  oblongen  weißen  Submarginalmakeln  belegt.  Hflgl  proximal  bei  wie  $  mit  rotbraunem 
Anflug.  Unterseite  ebenfalls  von  melanotischem  Aeußern,  auch  das  $  mit  ausgedehnter  rotbrauner  Region 
der  Hflgl.  Weiße  Strichelung  der  Vflgl  sehr  reduziert.  Man  kann  sie  als  hestinia  form.  nov.  bezeichnen,  hestinia. 

—  E.  eryx  erinnert  in  der  Flugart  und  im  Aussehen  dermaßen  an  Danaida  albata  Zink.,  daß  ich  sie  wieder¬ 
holt  für  eine  Danaicle  hielt,  wenn  ich  sie  in  den  Mittagsstunden  in  sonnigen  mit  Bambus  durchschossenen  Wald¬ 
lichtungen  oder  auf  Walclpfaden  einsam  und  ruhig  dahinschweben  sah.  Es  ist  sehr  wahrscheinlich,  daß  Elym- 
nias  ceryx  sich  über  Java  und  Sumatra  verbreitete,  als  beide  noch  zusammen  hingen  und  zwar  zu  einer  Pe¬ 
riode,  die  dem  Landconnex  Birma- Java  folgte.  In  derselben  Zeit  mag  auch  die  Verbreitung  der  Danais  albata 
Zink,  nach  Sumatra  fallen,  von  der  erst  neuerdings  eine  dunkle  Lokalrasse  in  Sumatra  entdeckt  wurde.  West- 
Java  4 — 6000  Fuß  Höhe.  Oestlicher  als  auf  dem  Plateau  von  Pengalengan  fand  ich  ceryx  nirgendwo  auf  Java 

und  ist  es  noch  zweifelhaft,  ob  sie  im  Osten  vorkommt.  —  ceryxoides  Nicev.  bewohnt  das  gebirgige  Sumatra  ceryxoidcs. 
am  Südende  des  Tobah-Sees  und  Batoe-Gadjah,  die  Paßhöhe  zwischen  Asahan  und  dem  südlichen  Tobah 
plateau.  Eine  ziemlich  seltene  Art,  deren  <$<$  deutlich  doppelten  Haarbüschel  tragen,  während  die  $$  sich 
durch  bedeutendere  Größe  und  mattere  Farben  unterscheiden.  Steht  der  javanischen  ceryx  Bsd.  sehr  nahe, 
zeigt  aber  viel  mehr  Blaufärbung  der  Oberseite,  entsprechend  der  in  unserem  Gebiete  an  gleicher  Lokalität 
fliegenden  Danais  tytioides  Nicev.,  während  ceryx  mehr  gelb  ist  und  der  auf  Java  fliegenden  albata  Zink-Sommer 
gleicht.  Die  <$<$  von  ceryxoides  ändern  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ab  und  sind  bald  rot,  bald  schwarz  gefärbt ; 
im  ersteren  Falle  erinnern  sie  an  tytioides,  im  zweiten  an  Danaida  banksii  Moore.  Auch  die  Oberseite  der  Vflgl 
zeigt  in  gewissen  Stücken  eine  nahezu  gänzliche  Blaufärbung,  während  in  anderen  rundliche,  gelbe  Flecken 
das  Blau  durchbrechen.  Eine  der  hestinia  entsprechende  verdunkelte  Abweichung  liegt  mir  aus  den  Padang- 
schen  Bovenlanden,  West-Sumatra  vor.  --  nigritia  Frühst.  (87  d),  bei  der  im  Gegensatz  aber  zu  hestinia  der  nigritia. 
rotbraune  Anflug  der  Hflgl-Oberseite  fehlt.  Auch  sonst  ist  nigritia  weniger  differenziert  als  hestinia,  weil  sich  der 
Flügelschnitt  und  die  Gestalt  der  weißen  Submarginalflecken  der  Vflgl  in  keiner  Weise  ändern.  Sollte  sich  im 
spezifisch  malayischen  Gebiete  keine  weitere  Subspecies  \ron  ceryx  finden,  so  gehört  diese  Elymnias  zu  den 
wenigen  Tieren,  die  nur  auf  Sumatra  und  Java  beschränkt  sind;  ich  wüßte  im  Augenblicke  von  Rhopa- 
loceren  nur  Charaxes  kadeni  und  Dodona  fruhstorferi  in  gleicher  Beschränkung  des  Vorkommens,  ceryx  ist  übri¬ 
gens  in  der  langen  Reihe  der  Elymnias- Arten  vielleicht  die  schönste  und  für  das  menschliche  Auge  eleganteste 
Form,  das  zarte  Blaßblau  der  Vflgl  von  feiner  Aveißer  Strichelung  durchzogen,  der  breite,  schwarze  Rand,  in 
dem  eine  Reihe  sehr  regelmäßiger  und  hochplastischer,  Aveißer  Punkte  steht  und  das  stark  kontrastierende, 


384 


ELYMNIAS.  Von  H.  F  tthstorfer. 


tiefe  Rotbraun  der  Hflgl  machen  die  Erscheinung  so  ungemein  anziehend,  welche  durch  stattliche  Größe  und 
vornehmen  Flügelschnitt  noch  gehoben  wird  (Martin). 

E.  künstleri  darf  mit  Recht  als  einer  der  seltensten  Schmetterlinge  bezeichnet  werden,  zugleich  ist  es 
die  einzige  Species  der  Gattung,  welche  einer  Hestia  oder  besser  einer  Ideopsis  gleicht.  Man  kennt  zwei  hervor- 
kün stier i.  ragend  differenzierte  geographische  Zweige,  künstleri  Honr.  von  Perak,  von  der  nur  ein  $  gefangen  wurde,  und 
gauroides.  gauroides  Frühst.  Die  Unterschiede  ergeben  sich  aus  der  nachfolgenden  Kopie  der  Originaldiagnose  von  gau- 
roides :  ,,  Die  Grundfarbe  ist  ein  mattglänzendes  Weiß.  Vflgl  am  Costalrand  grau  und  weiß  gescheckt;  die  Adern 
sind  mit  rauchbraunen  Schatten  bezogen,  die  in  der  Zelle,  der  Nähe  des  Außenrandes  und  zwischen  der  ersten  Me¬ 
diane  und  der  Submediane  weiße,  zum  Teil  rautenförmige  Stellen  freilassen.  Hflgl  heller  als  die  Vflgl,  weil  auf  diesen 
der  Adernbezug  weniger  zusammenfließt  und  mit  einer  sehr  unregelmäßigen,  vielfach  mit  Weiß  durchsetzten, 
rauchbraunen  Binde  am  Außenrd.  Die  Unterseite  fast  wie  oben,  nur  macht  sich  der  braune  Anflug,  besondersauf 
den  Vflgl,  weniger  bemerklich.  Palpen  braun,  an  den  Seiten  weißbehaart,  Kopf  und  Brust  schwarz,  weiß  und 
grau  behaart.  Abdomen  braun,  ringsum  weißlich  beschuppt,  Füße  rehbraun,  Fühler  oben  rotbraun,  unten 
lehmfarben,  die  Spitze  heller.  Spannweite  80  mm.“  Nahe  verwandt  E.  künstleri  Honr.  aus  Perak,  von  der  sie 
außer  der  Größendifferenz  (künstleri  hat  eine  Spannweite  von  etwa  100  mm)  besonders  durch  das  Fehlen  aller 
schwarzen  Makeln  unterschieden  ist  und  den  viel  breiteren,  braunen  Adernanflug,  namentlich  in  der  Apical- 
gegend,  wo  er  bei  künstleri  fast  ganz  verschwindet.  Auch  fehlt  bei  gauroides  der  violette  Glanz  auf  den  Flü¬ 
geln,  soAvie  der  blaue  Bezug  der  Zelle  im  Vflgl  und  in  der  Abdominalgegend  der  Unterseite  der  Hflgl.  gauroides 
muß  sehr  selten  sein,  weil  ich  nicht  mehr  als  des  einen  beschriebenen  Exemplars  habhaft  werden  konnte,  wel¬ 
ches  ich  am  16.  November  1891  auf  einem  etwa  2000  Fuß  hohen  Berge  in  der  Nähe  vonTjisewu  (Distrikt  Tjida- 
mar,  West- Java)  gefangen  habe.  Die  Art  scheint  eine  mimetische  Form  von  Ideopsis  gaura  Horsf.  zu  sein,  mit 
der  sie  in  Farbe  und  Flügelform  eine  ausgesprochene  Aehnlichkeit  zeigt. 

nepherom-  E.  nepheronides  Frühst.  Diese  eigentümliche  Art  entdeckte  Everett  auf  Flores  und  befinden  sich 

des.  (lje  Originale  im  Tring-Museum.  Der  $  oder  das  $  ähnelt  dem  $  oder  £  der  Nepheronia  valeria  Gr.  Heimat 
die  Insel  Flores;  nur  ein  Paar  bisher  bekannt. 

singhala.  E.  singhala  Fldr.  (88  d),  eine  eigentümliche  Species,  verwandt  mit  panthera.,  aber  auch  casiphone  Hbn. 

Die  Rp  lebt  auf  Blättern  einer  bestimmten  Palmenart  im  Botanischen  Garten  von  Peradeniya,  der  bis  in 
die  neueste  Zeit  der  einzige  Fundplatz  der  schönen  Elymnias  war.  Nach  Mackwoods  Beobachtungen  verbrei- 
v  ten  sich  die  Falter  jetzt  aber  etappenweise  auch  über  andere  Gebiete.  Die  Unterseite  differiert  von  panthera 
durch  das  Fehlen  des  weißen  rundlichen  Submarginalfleckes  der  Hflgl  und  durch  das  Erscheinen  einer  scharf 
abgegrenzten  dunkelbraunen  Zone  der  Vflgl,  deren  distale  Partie  gelblich  überstäubt  ist.  Ceylon,  noch  selten 
in  den  Sammlungen. 

E.  Iiarterti  muß  auch  bei  jenen  seltenen  Species  eingereiht  werden,  deren  isoliertes  Vorkommen  ein 
harterü.  Aussterben  befürchten  läßt,  harterti  Honr.  von  Perak  hat  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  E.  singhala,  beson¬ 
ders  auf  der  Hflgl-Oberseite,  die  einen  gelblichen  Distalsaum  führt.  Vflgl  mit  einer  schmalen,  aus  sechs  läng¬ 
lichen  grünlichen  Makeln  zusammengesetzten  Submarginalbinde.  Unterseite  der  von  panthera  am  nächsten.  Hflgl 
mit  kleinen  blau  gekernten  Ozellen  und  mit  langem  Schwanz,  etwa  wie  bei  subcongruens  Semp.  Eine  zweite 
brookei.  Rasse,  brookei  Shelf.,  wird  habituell  etwas  größer,  scheint  aber  stark  verdunkelt  zu  sein,  denn  Honrath  er¬ 
wähnt  bereits,  daß  die  cremefarbene  Distalbinde  der  Hflgloberseite  durch  einen  schmalen  grünen  Saum  ersetzt 
ist.  $  gleicht  in  der  Färbung  etwas  der  E.  esaca  West.,  aber  der  Flügelschnitt  wiederum  jenem  von  panthera. 
Die  S he lfo rd ’ s che  Type  stammt  von  Sarawak,  wo  auch  Dr.  Platen  1^2$$  fing,  außerdem  steckt  ein  $ 
ausLabuan,  Nord-Borneo  in  Dr.  Staudingers  Sammlung  in  Berlin.  Von  harterti  aber  ist  wohl  überhaupt  nur 
ein  A  bekannt,  der  jetzt  in  der  Sammlung  Adams  in  Enfield  aufbewahrt  wird. 

pcali.  E.  peali  Wood-Mas.  Eine  höchst  interessante  und  ebenso  wie  harterti  sehr  seltene  Species,  nur  2 — 3 

Exemplare  sind  bekannt,  von  denen  zwei  von  Doherty  in  Ober-Assam  bei  Margherita  Mai  und  August — De¬ 
zembergesammelt  wurden.  Der  3  ist  bemerkenswert  durch  eine  hellgraue  Discalpartie  der  Vflgl,  das  $  durch 
einen  großen  orangefarbenen  Analfleck  der  Hflgl-Oberseite.  Assam. 

E.  penanga,  ausgezeichnet  durch  auffallende  sexuelle  Dimorphie  und  durch  spitzen  Flügelschnitt,  so 
daß  Moore  ein  Genus  Bruasa  zur  Aufnahme  der  einzigen  zu  dieser  Gruppe  gehörigen  Art  schuf,  penanga  zählt 
zu  denjenigen  vorwiegend  makromalayischen  Species,  die  über  Perak  bis  Tenasserim  und  in  diesem  Falle  bis 
Assam  hinauf  Vorkommen,  penanga  präsentiert  sich  als  die  kleinste  bekannte  Elymnias  und  während  die  <3$ 
im  allgemeinen  den  EupZoeew-Habitus  bewahren,  erinnern  die  $$  durch  ihre  Flügelform  mehr  an  Mycalesis, 
chelensis.  ohne  sich  an  ein  Danaiden-Modell  zu  halten.  Sie  zerfällt  in  folgende  Unterarten:  chelensis  Nicev.  (88  c).  Nach 
meinen  2  beurteilt,  differiert  chelensis  durch  etwas  größeren  Habitus  und  breiter  angelegte  blaue  Submar- 
ginalstrigae  der  Vflgl  von  der  zierlicher  gestreiften  penanga.  chelensis  besitzt  einen  rötlichen  Distalsaum  der 
Vflgl  und  fast  ganz  schwarze,  anstatt  blau  schillernde  Hflgl.  chelensis  ist  ebenso  wie  penanga  und  konga  sehr 
selten.  In  England  sind  ca.  5  Exemplare  bekannt  und  2  stecken  in  meiner  Sammlung.  Assam,  Ober-Birma, 
penanga.  Shan  States,  Pegu.  —  penanga  Westw.,  die  Namenstype  von  der  Insel  Penang,  auch  aus  Singapore  be- 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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kannt,  wo  sieWALLACE  antraf  und  von  Perak  in  meiner  Sammlung,  gleicht  etwa  der  patna,  während  sich  auf 
der  Unterseite  eine  Annäherung  an  hypermnestra  bemerklich  macht.  Vom  $  existieren  zwei  Variationen: 

Q-fa.  mehida  Hew.  1.  c.  (mit  weißer  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  weiße  n  Submarginalfeld  der  Hflgl),  -fa.  mehida. 
abrisa  Dist.  (ohne  solche).  —  suniatrana  Wall.,  von  ihrem  Autor  nach  einer  $-Form  beschrieben,  die  wir  ab-  abrisa. 
bilden  (88  c).  <$  durch  gleichartigere  blaue  Streifen  der  Vflgl  von  chelensis  abweichend.  Drei  Variation srich-  s""l,lll‘"1"- 
hingen  der  sind  zu  registrieren :  1.)  $-fa.  sumatrana,  Wall.,  mit  stattlichem,  weißen  Apicalband  des  Vflgl,  wel¬ 
ches  breit,  über  ein  Fünftel  der  Costa  einnehmend,  von  dieser  zum  Außenrande  zieht,  ihn  aber  nicht  völlig  erreicht, 
so  daß  ein  geringer  Rest  der  taubengrauen  Grundfarbe  ganz  am  Rande  stehen  bleibt ;  in  der  Zelle  zwischen 
den  beiden  oberen  Medianästen  macht  die  Grundfarbe  einen  eckigen  Vorstoß  in  das  weiße  Gebiet,  welcher 
genau  vom  obersten  Medianaste  nach  vorne  begrenzt  wird.  2.)  $-fa.  abrisa,  Dist.,  vom  Autor  irrtümlich  für  ein 
$  gehalten,  Vflgl  ungefleckt,  einfach  taubengrau,  auf  de  n  Hflgl  ein  discales,  undeutlich  begrenztes,  weißes 
Band.  3.)  $-fa.  immaculata  Mart.,  beide  Flügel  einfach  in  der  taubengrauen  Grundfarbe.  —  Die  Unterseite  Immaculata 
aller  drei  Formen  harmoniert  aber  so  sehr  mit  der  des  d\  daß  über  die  Zusammengehörigkeit  kein  Zweifel  be¬ 
stehen  kann,  nur  ist  bei  fa.  sumatrana  die  weiße  Dreieckszeichnung  am  Costalrande  des  Vflgl  am  deutlichsten, 
hellsten  und  der  des  $  am  ähnlichsten,  während  fa.  abrisa  die  geringste  Entwicklung  des  weißen  Punktes  an 
der  Costa  des  Hflgl  zeigt.  Die  braunen  Töne  in  den  Beschreibungen  englischer  Autoren  fehlen  Sumatra-$$ 
völlig.  Vom  Apex  des  Vflgl  läuft  cpier  über  beide  Flügel  bis  zur  Mitte  des  Analrandes  des  Hflgl  eine  schatten¬ 
hafte  Linie,  welche  Aehnliclikeit  mit  der  Blattrippenzeichnung  von  Kallima  besitzt;  auf  dem  Vflgl  steht  nach 
innen  von  dieser  Linie  das  helle  Costaldreieck,  auf  dem  Hflgl  nach  außen  eine  aufgehellte  Randzone.  Beide 
Geschlechter  der  penanga- Formen  tragen  auf  der  Unterseite  des  Hflgl  eine  Serie  von  angedeuteten  Ozellen, 
schwarze,  undeutliche  Pünktchen,  oft  mit  weißem  Kerne;  sie  sind  am  deutlichsten  bei  der  kontinentalen  che¬ 
lensis.  —  konga  Sm.  (=  borneensis  8m.,  trepsichroides  Shelf.,  penanga  Btlr.)  Dies  ist  die  progressivste  konga. 
Rasse,  und  die  einzige,  die  sofort  zu  erkennen  ist.  Der  $  trägt  nur  3  subapicale  blaue  Strigae  der  Vflgl- 
Oberseite  anstatt  5,  wie  die  übrigen  Lokalformen.  Vom  $  existieren  3  Formen:  typische  konga  Sm,.,  Kon¬ 
gruent  der  forma  abrisa  Distant  der  Malay.  Halbinsel  und  Sumatra.  2.)  mehidina  Frühst.  Diese  $-Form  be-  mehidina. 
schreibt  Shelford  als  der  mehida  analog,  nur  verschmälert  sich  die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  und 
ist  schräger  gestellt.  65  mm  Spannweite.  3.)  fa.  ptychandrina  Frühst.  Ist  Borneo  bis  jetzt  eigentümlich,  doch  ptychan- 
ist  es  nicht  unwahrscheinlich,  daß  gleichartige  $$  auch  in  Malakka  Vorkommen.  Ptychandrina  hat  (abgesehen  drina- 
von  den  fehlenden  Schwanzanhängen)  große  habituelle  und  Zeichnungs-Aehnlichkeit  mit  Ptychandra  schadenbergi 
Semp.  von  Mindanao.  Von  Labuan  ist  außerdem  ein  $  in  der  Sammlung  Staudinger  analog  mehidina,  aber 
auch  mit  weißer  Zelle  der  Vflgl  und  fast  ganz  iveißen  Hflgl.  Nord-Borneo. 

Mit  E.  cumaea  beginnt  eine  Reihe  von  vier  interessanten,  durch  Größe  und  Schönheit  auffallenden  so¬ 
wie  hervorragend  geschlechtsdimorphen  und  äußerst  schwer  zu  trennenden  Species,  weil  sowohl  die  <$<$  wie 
auch  die  $$  viele  Zeichnungscharaktere  gemeinsam  besitzen.  Alle  vier  finden  sich  ausschließlich  in  der  celebi- 
schen  Subregion,  in  der  sie  auf  der  Hauptinsel  selbst  schon  in  Ortsrassen  zerfallen.  Interessant  ist  das  Faktum, 
daß  zwei  Species  nur  im  Norden  und  Osten  von  Celebes,  zwei  nur  im  Süden  von  Celebes  und  dessen  Inseltra¬ 
banten  Vorkommen,  doch  erscheinen  alle  vier  in  allen  Eigenschaften  aus  einem  Gusse,  wodurch  die  celebisehe 
Subregion  des  großen  indo-malayischen  Gebiets  sich  als  außergewöhnlich  scharf  begrenzt  erweist.  Außer  der 
Hauptinsel  gehören  noch  die  Satellitinseln  Saleyer,  Buton,  Muna,  Sula-Mangoli,  Sula-Besi,  Bangkai,  Peling,  die 
Togiangruppe  und  das  noch  völlig  unbekannte,  schwer  erreichbare  Kambaena  zu  dieser  Subregion,  cumaea  Fldr.  cumaea. 

(89  a).  £  Flügel  mit  eigentümlichem,  hellveilchenblauem,  leicht  glänzendem  Distalsaum.  Das  $  ist  sehr  viel  größer 
als  der  $  und  hat  49  mm  Vflg-Länge  gegen  43 — 44  des  £.  Die  Grundfarbe  ist  dunkelkakaobraun,  mit  lichtblauem 
Außensaum,  der  auf  den  Hflgl  einen  violetten  Ton  annimmt.  Der  Costalrand  der  Vflgl  ist  weiß  und  hellgrau 
marmoriert.  Außerdem  macht  sich  eine  weißliche,  breite  und  violett  angehauchte,  schräge  Subapicalbinde  be¬ 
merklich,  wodurch  c  umaea- $  etwas  an  mimalon-Q  erinnert,  nur  fehlen  auf  den  Hflgl  die  weißen  Punkte,  welche 
mimalon  und  thyone  schmücken.  Die  Unterseite  aller  Flügel  vorherrschend  rotbraun,  mit  einer  deutlichen,  aufge¬ 
hellten  Subapicalzone  der  Vflgl,  die  noch  ausgedehnter  ist  als  bei  den  $<$.  Die  Submarginalzone  der  Hflgl-Unter- 
seite  gleichfalls  lichter.  Minahassa,  Nord-Celebes,  ziemlich  selten,  besonders  die  —  toliana  Frühst,  ist  toliana. 
habituell  kleiner  als  cumaea  der  Minahassa,  Distalsaum  schmäler,  hell  graublau,  etwas  dunkler  als  bei  borne- 
manni  Ribbe.  Unterseite  viel  lichter  als  bei  typischen  cumaea,  reicher  weiß  gesprenkelt,  was  besonders  am  Apex 
der  Vflgl  auffällt.  £  mit  mehr  purpurn  violetter,  statt  blaugrüner  Distalumsäumung.  Unterseite  des  $  mehr 
braun  statt  schwarz.  Ein  $  präsentiert  sich  unterseits  auffallend  hellbraun,  und  diese  Färbung  greift  auch  auf 
die  Oberseite  über  (pseudeuploea  forma  nov.),  die  dunkelbraun  erscheint  mit  weißlich  violetter  Subapicalbinde 
der  Vflgl  und  gelbbrauner  Subterminalregion  der  Hflgl.  Unterseite  der  Hflgl  mit  5  hellblauen  leuchtenden  Punk¬ 
ten  außer  dem  üblichen  markanten  weißen  Subcostalfleck,  der  für  alle  vier  Celebesspecies  so  charakteristisch 
ist.  Toli-Toli,  Nord-Celebes,  November,  Dezember;  Tawaya,  Zentral-Celebes,  August- September.  —  borne-  bomemanni. 
manni  Ribbe,  steht  der  Zeichnung  und  Form  nach  zwischen  hicetas  und  cumaea.  8  hat  auf  der  Oberseite  der 
Flügel  ebendieselbe  tief  blauschwarze  sammetartige  Färbung,  wie  die  beiden  erwähnten  Arten.  Die  bei  hicetas 
blauen,  ins  Grau  gehenden  Außenrandbinden  sind  bei  bomemanni  schön  himmelblau  und  bedeutend  breiter.  Im 
Vflgl  ist  die  längs  des  Vorderrandes  laufende  blaue  Zeichnung  schmäler  als  wie  bei  hicetas,  sie  ist  weißlich,  bei  eini- 


IX 


49 


386 


ELYMNIAS.  \ron  H.  Fruhstoreer, 


■phrikonis. 


relicina. 


sangira. 


mimalon. 


ino. 

leucostig- 

rnata. 

thyone. 


gen  Stücken  beinahe  ganz  weiß  nncl  bedeckt  die  Spitzen  der  Flügel  nicht.  Aehnlich  wie  bei  cumaea  treten  die 
Flecken  der  Unterseite  häufig  auf  die  Oberseite  durch  und  zwar  sowohl  beim  Vflgl  als  auch  Hflgl.  Auf  der 
Unterseite  nähert  sich  bornemanni,  was  die  wellenförmige,  weiße  Zeichnung  anbelangt,  sehr  hicetas,  jedoch  ist 
das  ganze  Aussehen  viel  dunkler,  da  die  Wellenlinien  spärlicher  vorhanden  sind;  nach  den  oberen  Ecken  wer¬ 
den  die  Vflgl  bedeutend  heller,  als  wie  dies  bei  allen  ihr  nahestehenden  Arten  der  Fall  ist.  Was  die  weißen 
Flecken  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  betrifft,  so  stehen  dieselben  ähnlich  wie  bei  cumaea,  sind  jedoch  be¬ 
deutend  kleiner,  was  vor  allem  von  dem  oberen  Randfleek  gilt.  Die  Flecke  in  den  Vflgl,  w'elehe  cumaea  sehr 
scharf  ausgeprägt  zeigt,  bei  hicetas  jedoch  fehlen,  sind  bei  bornemanni  nur  schwach  vorhanden.  $  ist  ganz 
und  gar  verschieden  von  hicetas ,  kommt  denen  von  cumaea  nahe.  Die  weiße  Zeichnung  der  Vflgl  vom  Vorder¬ 
rande  ausgehend,  stellt  ähnlich  wie  bei  cumaea,  im  Gegensätze  zu  hicetas,  mehr  nach  den  Flügelspitzen  zu, 
diese  letztere  jedoch  breiter  schwarz  lassend  als  bei  cumaea.  Längs  des  Außenrcl  geht  sie  scharf  ausgeprägt  bis 
zur  Submediana,  den  Rand  schwarz  lassend,  fort.  Auch  die  Hflgl  sind  im  Vergleiche  mit  beiden  oben  erwähnten 
Arten  sehr  abweichend  gezeichnet.  Vom  Vorderrande  parallel  dem  Außenrd,  diesen  jedoch  5 — 6  mm  schwarz  las¬ 
send,  geht  bis  zur  Submediana  eine  blauweiße  Binde ;  die  bei  cumaea,  anstatt  dieser  Binde,  stark  hervortreten¬ 
den  weißen  Flecken  scheinen  bei  bornemanni,  in  der  Binde  zwischen  den  Adern  stehend,  nur  leicht  durch.  Die 
ganze  Oberseite  der  (jhj?  schillert  sehr  stark  violett.  Die  Unterseite  erinnert  an  cumaea,  doch  verschwinden 
im  Vflgl  die  Flecken  ganz,  im  Hflgl  teilweise,  man  erkennt  auch  an  der  lichteren  Färbung,  die  nach  dem  Costal- 
rande  der  Vflgl  hinzu  sich  befindet,  sehr  gut  das  Vorhandensein  der  Binde  auf  der  Oberseite.  Subapicalbinde 
der  Vflgl  verschmälert  sich  und  erscheint  deshalb  weiter  nach  innen  gerückt,  deren  Färbung  ebenso  wie  jene 
der  Distalbinde  der  Hflgl  ein  glänzendes  Weißlichblau.  Apicalpartie  der  Vflgl  reicher  weiß  gesprenkelt  als 
bei  den  celebischen  cumaea- Formen,  bereits  an  'phrikonis  Frühst,  anklingend.  Medianregion  der  Vflgl  fast 
schwarz,  noch  zeichnungsärmer  als  selbst  bei  phrikonis.  Hflgl-Unterseite  mit  7  prominenten,  weißen  Submargi¬ 
nalpunkten,  die  bei  celebischen  cumaea  kaum  zu  erkennen  sind.  $  mit  breiten,  weißlichen  Submarginalbinden,  im 
allgemeinen  dem  thyone ähnlich  (89  b).  Insel  Bangkai,  anscheinend  selten.  —  phrikonis  Frühst.  (89  a).  Der 
Distalsaum  dieser  melanotischen  Inselrasse  wird  grünlich  obsolet,  auf  den  Vflgl  apicalwärts  graugrün.  Die 
Ciliae  reiner  weiß  als  bei  cumaea.  Flügel  rundlicher.  Unterseite:  In  der  Apicalgegend  der  Vflgl  und  am  Basal¬ 
rand  der  Hflgl  reicher  Aveiß  dotiert  als  cumaea.  Hflgl  ähnlich  bornemanni  mit  6 — 7  weißen  Punkten.  Grund¬ 
farbe  tiefer  braunschwarz  als  bei  bornemanni.  Unterseite:  In  der  Apicalgegend  der  Vflgl  und  am  Basalrand 
der  Hflgl  reicher  weiß  dotiert  als  cumaea.  Hflgl  ähnlich  bornemanni  mit  6 — 7  weißen  Punkten.  Grundfarbe 
tiefer  braunschwarz  als  bei  bornemanni.  Sula-Mangoli.  —  relicina  Frühst.  (89  a).  Der  Apicalsaum  der  Vflgl 
erscheint  oberseits  ausgedehnter  griingrau,  unterseits  reicher  weiß.  Die  Submarginalpunkte  der  Hflgl-Unter¬ 
seite  etwas  prominenter,  wiederholen  sich  djei  einem  $  auch  oberseits.  Sula-Besi. 

E.  sangira  Frühst.  (89  a)  entfernt  sich  so  erheblich  vom  cumaea- Typus,  daß  ich  im  Zweifel  bin,  ob  sie 
noch  als  Lokalrasse  gelten  kann  oder  eine  Species  darstellt,  da  sie  durch  spitzeren  Flügelschnitt  und  die  rot¬ 
braune  Flügelunterseite  stark  von  cumaea  abweicht.  Auffallend  ist  eine  rein  weiße,  dreieckig  geformte  Sub- 
apicalregion  der  Vflgl-Unterseite.  Der  $  hat  einen  grünlichen  Costalrand  und  eine  ebensolche  Apicalspitze  der 
Vflgl-Oberseite  und  eine  stark  gekurvte,  weiße  Submarginalbinde,  die  sich  bis  zum  Analwinkel  der  Vflgl  hinzieht  . 

Häufiger  als  cumaea  ist  in  Nordcelebes  die  samtblaue  E.  mimalon,  deren  Schönheit  schon  weiland  Dr. 
Stattdinger  hervorgehoben  hat.  Wenn  auch  mimalon  durch  die  Pracht  seiner  Interferenzfarben  sich  etwas  ab¬ 
seits  von  den  übrigen  Celebes- Elymnias  stellt,  so  trägt  sie  doch  auf  der  Oberseite  beider  Flügel  eine  deutlich  er¬ 
kennbare,  blaß  silberblaue  Randbinde,  durchweiche  seine  Zugehörigkeit  zur  Celebesfauna  bestätigt  ist,  da  die  glei¬ 
che  Binde  auch  von  den  aller  anderen  Arten  getragen  wird.  Ohne  Zweifel  ist  es  ein  hochinteressantes  Fak¬ 
tum,  daß  die  der  \der  Celebesarten  völlig  gleiche  Zeichnungsanlage  besitzen — das  Resultat  besonders  kräf¬ 
tiger,  auf  Celebes  wirksame?  homoeogenetischer  Einflüsse.  Die  mimalon -$$,  denen  noch  ein  bedeutender  Rest 
des  Blauschmuckes  der  geblieben  ist  —  sind  sie  doch  dieblauesten  von  allen  Celebes- Elymnias-^^. — ,  unter¬ 
scheiden  sich  vom  cumaea -$  durch  die  verbreiterte,  oft  in  Flecken  aufgelöste,  bläulickviolette,  subapicale  und 
submarginale  Binde  der  Vflgl-Oberseite,  Avelche,  bei  cumaea  schärfer  begrenzt,  mehr  als  ein  Ganzes  im¬ 
poniert;  außerdem  hat  das  mimalon-^.  fast  immer  auf  der  Hflgl- Oberseite  weiße  Ocellen.  Avelche  bei  cumaea  völlig 
fehlen,  letztere  wiederum  besitzt  eine  starke  EntAvicklung  des  costalen  Dreiecks  der  Vflgl-Unterseite,  welches 
wir  bei  mimalon -$  und  -$  vergebens  suchen.  Zwei  Ortsrassen  auf  der  Insel:  mimalon  Hew.  (89  c).  $  oben 
einfarbig  dunkelblau,  $  braun  mit  leichtem  violettem  Schimmer;  beide  Geschlechter  auf  den  Hflgl  AA'eder  oben 
noch  unterseits  weiße  Punkte;  und  ino  Frühst.,  vermutlich  die  Generation  der  Trockenzeit,  zeigt  beim  ober¬ 
seits  eine  grünliche  Subapicalbinde  und  unterseits  eine  submarginale  Serie  Aveißer  Punkte  (Zentral-Celebes, 
Tawaya,  August-September).  —  leucostigmata  Frühst.  Hflgl  braun,  beiderseits  mit  einer  Submarginalserie 
von  5 — 6  sehr  großen  blau-weißen  Makeln.  Toli-Toli,  November,  Dezember.  —  forma  thyone  Frühst.  (89  b). 
Diese  $-Form  ist  auch  durch  ihre  rundliche  Flügelform  von  dem  $  der  forma  typica  so  differenziert,  daß  ich  sie 
zuerst  für  eine  besondere  Species  hielt  und  AAue  folgt  beschrieb:  „In  der  Größe  kommt  thyone  dem  $  von  cu¬ 
maea  phrikonis  Frühst,  von  den  Sula-Inseln  am  nächsten.  Die  Grundfarbe  aller  Flügel  ist  dunkel  blauviolett, 
mit  Ausnahme  des  schwarzen  Apiealteils  und  der  hell  violetten,  mit  Aveiß  durchsetzten  Marginalbinden.  Im 
Subapicalteil  lagern  zwei  große,  Aveiße  Flecken,  die  von  einem  hellblauen  Schimmer  begrenzt  werden.  Auf  den 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


387 

Hflgl  finden  wir  fünf  weiße  Punkte,  von  denen  der  oberste,  zwischen  Subcostale  und  oberer  Radiale,  der  größte 
ist.  Auch  über  diese  weißen  Punkte  ergießt  sich  ein  prächtiger  hellblauer  Schiller.  Die  Unterseite  erinnert  an 
mimalon-^,  die  Flügel  sind  aber  dunkler  braun  und  nur  ganz  schwach  weiß  marmoriert;  nur  die  Submarginal¬ 
flecken  der  Hflgl  sind  sehr  viel  größer.  thyone-Q  könnte  ein  Mimetiker  sein  von  Salpinx  viola,  an  welche  sie 
durch  die  große  Weißfleckung  erinnert.  Vflgl-Länge  44  mm,  gegen  48  mm  von  mimalon-^.  Die  Fühler  sind 
rötlichgelb  und  weiß  geringelt,  mit  hellgelber  Spitze.  Vor  der  Spitze  ist  der  Schaft  braunrot.  Die  Palpen  sind 
unten  schwarz,  seitlich  gelblich.  Die  Oberseite  des  ganzen  Körpers  ist  braun,  die  Unterseite  analog  der  Flügel- 
farbe.  Die  Beine  sind  graubraun.“  Minahassa,  Nord-Celebes,  1  $  Koll.  Fruhstorfer.  Vermutlich  $  einer 
Trockenform.  —  nysa  Frühst.  $$  aus  Ost-Celebes  differieren  von  solchen  der  Minahassa  durch  die  einfarbig  nysa. 
braune  Vflgl-Oberseite,  der  die  violette  Subapicalbinde  fehlt,  die  mimalon  und  leucostigmata  besitzen.  Hflgl 
beiderseits  mit  5 — 6  kleinen  weißen  Punkten.  Tombugu,  Ost-Celebes.  Der  von  mir  in  der  Originaldiagnose  an¬ 
geführte  Fundort  ,, Süd-Celebes“  hat  sich  als  irrig  erwiesen. 

E.  hicetas.  $  oberseits  der  cumnea  Fldr.  etwas  ähnlich,  differiert  von  cumaea  durch  die  noch  entwickel¬ 
tere  sexuelle  Dimorphie,  das  $  (89  b,  c)  gilt  als  ein  täuschender  Nachahmer  von  Euploen  eupator  Hew.  und 
Hypolimnas  fraterna  Wall,  mit  denen  es  zusammen  fliegt.  Das  £  läßt  sich  außerdem  durch  eine  Serie  von 
3 — 4  weißen  Ozellen  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  von  cumaea-^,  dem  diese  Punkte  fehlen  und  das  auf  der  Unter¬ 
seite  des  Vflgl  das  Costaldreieck  trägt,  gut  unterscheiden,  hicetas  besitzt  unter  allen  celebischen  Elymnias 
die  größte  Reibefläche  der  Vflgl-Unterseite.  Auch  erscheint  der  distale  schwarze  Duftbüschel  der  Hflgl  ins¬ 
besondere  bei  hicetina  etwas  länger  zu  sein  als  bei  cumaea,  mimalon  und  hewitsoni.  Der  An droconien fleck  besteht 
aus  zwei  Partien,  von  denen  die  obere  stark  reduziert  ist  und  von  einem  kürzeren  Haarpinsel  beschattet 
wird.  Ich  beobachtete  hicetas  auf  dem  malayischen  Friedhof  in  Makassar,  wo  die  Falter  im  Schatten  der  Zucker¬ 
palmen  und  des  Bambusgebüschs  in  voller  Mittagssonne,  aber  stets  im  Schutze  des  Laubdachs  flogen.  —  hicetas  lücctas. 
Hew..  die  Namenstype,  bewohnt  den  westlichen  Teil  des  südlichen  Armes  von  Celebes,  Makassar  und  Um¬ 
gegend  von  Maros  sowie  Taneta  bei  Pare-Pare  und  fliegt  das  ganze  Jahr  über.  $$  sind  selten.  —  bonthainensis  bonthai- 
Fruhst.  (89  c  b  $)  präsentiert  sich  durch  die  dunkle  Färbung  als  eine  typische  Bergform.  Der  $  ist  kleiner  nenShS- 
als  hicetas von  Maros  und  Ost-Celebes,  ohne  Blau  am  Costalrand  und  schmälerer,  aber  intensiver  gefärbter 
Marginalbinde.  §:  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  kürzer  und  dunkler  als  bei  hicetas  von  der  Küstenregion,  und  blau 
bestäubt,  die  Binde  der  Hflgl  ebenfalls  sehr  reduziert,  viel  schmäler  und  kürzer,  verläuft  ganz  gerade  und  reicht 
nur  von  der  unteren  Radiale  bis  vor  die  Submediane.  Die  Submarginalpunkte  der  Hflgl  fehlen  auf  beiden  Sei¬ 
ten.  Die  Grundfarbe  der  Flügelunterseite  bei  ein  dunkles  Rotbraun  statt  dem  Graubraun  bei  hicetas,  die 
weiße  Fleckung  wird  obsolet,  ohne  zu  so  prägnanten  Binden  wie  auf  der  Oberseite  auszufließen.  Weiße  Costal- 
rnakel  der  Hflgl-Unterseite  viel  kleiner  als  bei  hicetas,  nur  punktgroß.  Bua-Kraeng,  Febr.  auf  5000  Fuß. 

Lompa  Battan,  März,  3000  Fuß.  —  hicetina  Frühst.  <$<$  aus  Ost-Celebes  habituell  größer  als  solche  aus  lücctina. 
Süd-Celebes.  Limbalbinde  aller  Flügel  mehr  grünlich,  statt  hellblau.  Unterseite  der  Flügel  namentlich  im 
Basalteil  dunkler  marmoriert.  Der  weiße  Fleck  am  Zellende  der  Vflgl  bedeutend  größer,  ebenso  die  weiße  Makel 
zwischen  Subcostale  und  vorderen  Radiale  der  Hflgl.  $  viel  größer  als  Süd-Celebes-Exemplare ;  die  weiße  Binde 
auf  allen  Flügeln  breiter,  dagegen  die  weißen  Submarginalpunkte  der  Hflgl  kleiner  als  bei  hicetas.  Ost-Celebes. 
Tombugu.  —  butona  Frühst,  differiert  von  hicetas  in  folgender  Weise :  Flügelumrahmung  bleicher,  am  Costalrand  butona. 
dunkelolivgrün,  statt  bläulich-weiß  umzogen,  mit  fast  obsoleten  weißen  Submarginalpunkten.  Unterseite: 
Lichtgrau,  statt  schwärzlich  oder  rotbraun.  Alle  Flügel  reicher  weiß  marmoriert,  besonders  im  Basalteil. 
Costalmakel  der  Hflgl  größer  als  selbst  beim  $  von  hicetina.  Vflgl-Länge  44  mm,  anstatt  40 — 42  mm  bei  hicetas. 
Nord-Buton.  1  $  im  Januar  von  H.  Kühn  entdeckt. 

E.  hewitsoni  Wall.  (89b),  die  häufigste  Elymnias  des  siidl.  Celebes,  begegnet  dem  Sammler  bereits  in  den  hewitsoni. 
Gärten  von  Makassar  und  kann  nach  Martin  selbst  zum  Haustier  werden.  Im  Oktober  1906  besuchte  ein  eier¬ 
legendes  $  die  in  Töpfe  gepflanzten,  verkrüppelten,  zwerghaften  Exemplare  von  Arengapalmen,  welche  zum 
Schmuck  der  in  das  Haus  eingebauten  Veranda  dienten:  Dr.  Martin  konnte  von  seinem  Stuhle  aus  die  Eiablage 
und  später  das  Schlüpfen  derRäupchen.  deren  Gedeihen  und  Verpuppung  genau  beobachten  und  erhielt  am  14. 
und  15.  November  eine  Serie  etwas  kleiner  Falter.  Die  Pp  sah  übrigens  der  von  nigrescens  Btlr.  von  Sumatra  un¬ 
geheuer  ähnlich.  Die  gleiche  Form,  die  gleiche  grüne  Farbe  mit  roten  Strichlein,  so  daß  die  Pp  von  hewitsoni 
direkt  an  die  undularis- Gruppe  anzuschließen  wäre,  hewitsoni  ist  von  allen  Celebes- Species  mit  den  größten 
weißen  submarginalen  rundlichen  Flecken  serviert,  die  besonders  auch  auf  der  Oberseite  auffallen,  beim  $  aber 
bläulich  übergossen,  beim  $  mit  blaßvioletter  Peripherie  umgeben  sind.  Unterseite  beider  Geschlechter  reicher 
weißgesprenkelt  als  bei  hicetas.  Es  lassen  sich  2  ^-Typen  unterscheiden,  nämlich  1.)  solche  mit  3  weißen  Subapi- 
calpunkten  der  Vflgl  und  großen,  runden,  weißen,  blau  geringelten  Ozellen  der  Hflgl.  (August  bis  September, 
November,  Maros  und  Samanga.  2.)  $  ohne  die  Vflgl-Punktierung,  mit  reduzierten  Ozellen.  (März,  Makassar).  — 
sumptuosa  Frühst,  ist  eine  Trockenzeitform;  beide  Geschlechter  mit  heller  Subapicalregion  der  Vflgl;  Ozellen  sumptuosa 
der  Hflgl  breit  weiß  ausgeflossen.  Das  $  hat  alle  Flügel  ausgedehnt  iveiß  umrahmt.  Taneta,  südlich  von  Pare-Pare. 
hewitsoni  fliegt  das  ganze  Jahr  hindurch  in  und  um  Makassar,  dortige  Stücke  aus  allen  Monaten  des  Jahres  er¬ 
geben  aber  keine  Saisonunterschiede.  Uebergänge  allerdings  zu  der  aus  Taneta  beschriebenen  forma  sumptuosa 
gibt  es  in  Süd-Celebes  wohl,  BS  und  99  mit  sehr  großen,  breiten  Ozellen  der  Hflgl  und  die  $$  mit  weißer  Costa 


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ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


und  breiterer,  weißer  Subapical binde  der  Vflgl,  welche  sich  längs  dem  Außenrande  in  einer  Fleckenreihe  fortsetzt. 
atys.  sumptuosa  ist  also  wohl  die  nördlichste  Form  von  hewitsoni.  —  atys  Frühst.  Der  g  nähert  sich  sumptuosa-$ , 
Außensaum  der  Flügel  jedoch  violett,  anstatt  weiß.  Hflgl-Ozellen  nicht  verbreitert.  Grundfarbe  mehr  violett, 
nicht  schwarz  oder  grünlich-blau  wie  bei  hewitsoni.  $:  Submarginalbinde  der  Vflgl  lichter,  prägnanter.  Ozellen 
der  Hflgl  prominenter.  Unterseite  heller  braun,  reicher  weiß  gesprenkelt.  Flügelform  rundlicher,  Habitus  klei- 
meliophbla.  ner  als  bei  hewitsoni.  Ost-Celebes,  Tombu.gu  und  Umgegend  von  Bonthain.  —  meliophila  Frühst.  (90  a). 

Eine  Satellit -Inselrasse  von  dermaßen  verändertem  Aussehen,  daß  ich  sie  früher  zu  einer  ganz  anderen  Species, 
nämlich  zu  curnaea  Flclr.  stellte,  bis  mich  neuerdings  die  vier  (allerdings  nur  noch  rudimentären)  weißen  Sub- 
marginalpunkte  der  Vflgl-Unterseite  stutzig  machten  und  auf  die  rechte  Spur  brachten.  Verdächtig  war  mir 
auch,  daß  curnaea  auf  Saleyer  eine  Zweigform  besitzen  sollte,  während  sie  in  Süd-  und  Ost-Celebes  bisher 
nicht  beobachtet  wurde.  Habituell  kleiner  als  hewitsoni ,  oberseits  dunkelstahlblau  mit  violettem  Hauch.  Hflgl 
oberseits  mit  4  weißlich-violetten  Pünktchen,  Vflgl  mit  geringem,  licht  graugrünem  Apicalanflug,  sonst  zeich¬ 
nungslos.  Unterseite  etwas  trüber  schwarzgrau  als  hewitsoni,  ärmlicher  weiß  gesprenkelt,  statt  der  großen, 
weißen  Ozellen  nur  4  unbedeutende  Punkte  auf  den  Vflgl  und  7  ebensolche  auf  den  Hflgl,  das  ist  schmuck¬ 
loser  und  einfarbiger  als  hewitsoni -<$  und  besitzt  nur  vier  kleine  Ozellen  auf  dem  Hflgl.  Die  Hauptverschiedenheit 
liegt  aber  beim  $,  welches  am  Außenrd  des  Vflgl  feurig  gelbbraune,  blaugrau  bereifte  Färbung  trägt,  mit  welcher 
die  drei  grünlichweißen  Subapicalflecken  prächtig  kontrastieren,  während  der  Außenrd  des  Hflgl,  welcher  fünf 
weiße  Ozellen  trägt,  violett  überhaucht  ist,  eine  wahrhaft  vornehme  Rhopalocerenerscheinung.  Insel  Salayer, 
im  März  von  mir  auf  gefunden. 

Oestlich  von  Celebes  werden  die  Elymnias- Arten  minder  zahlreich,  wohl  überall  immer  nur  noch 
zwei  Arten,  auf  einigen  Inseln  sogar  nur  noch  eine  Species.  Die  schon  bei  den  Celebes -Elymnias  be¬ 
deutend  abgerundeten  Konturen  beider  Flügel  werden  bei  den  Molukken-  und  Papua- Arten  noch  runder  und 
ausgeglichener  und  die  eigentümliche  Strichelzeichnung  tragen  dieersteren  nur  noch  auf  der  Unterseite  beider 
Flügel  längs  dem  Außenrande,  während  die  letzteren  keine  Spur  mehr  von  dieser  für  das  ganze  Genus  so  typischen 
Zeichnung  besitzen.  Den  Celebes-  und  Molukkenarten  gemeinsam  sind  folgende  sekundäre  Geschlechtsauszeich- 
i  um  gen :  Vflgl:  Ein  Mehlfleck  aus  hellgelben  Schuppen  unterhalb  dem  Ursprung  der  Submediana,  der  distal  stark 
eingebuchtet  ist.  Ein  sehr  großer  stark  glänzender  und  vertiefter  Reibefleck,  dervomlrd  bis  zur  Zelle  hinaufzieht  . 
Hflgl-Oberseite :  Eine  deutliche  Präcostalzelle,  wie  sie  ähnlich  auch  bei  den  Brassoliden  vorhanden  ist.  Etwas 
unter  dem  Stamm  der  Radialen  zwei  Büschel  langer,  straffer,  schwarzer  Haare,  die  zwei  mit  dicken,  schwarzen 
Androconien  besetzte  oblonge  Schuppenpelze  bedecken.  Die  Reibefläche  am  Costalsaum  hellbraun  schim¬ 
mernd.  Bei  holofernes  Btlr.  und  curnaea  phrikonis  Frühst,  werden  die  Haarpinsel  kürzer.  Die  Süd-  und  Nord¬ 
molukken  sind  von  je  einer  Art  bewohnt,-'  beide  sind  sehr  gut  von  einander  zu  trennen. 

Bei  E.  cybele,  der  Nordmolukkenart  ,  stehen  die  weißen,  ozellenartigen  submarginalen  Flecken  genau  paral¬ 
lel  zum  Außenrande  beider  Flügel,  während  sie  bei  vitellia  Cr.,  der  Südmolukkenspecies,  oberflächlich  besehen,  der 
Abbildung  eines  Sternbildes  gleichen,  welcher  Eindruck  durch  ihre  unregelmäßige,  verschobene  Stellung  hervorge¬ 
rufen  wird.  Je  frischer  das  Exemplar,  je  dunkler  die  Grundfarbe  der  Flügelunterseite  ist,  desto  deutlicher  die 
Vorstellung  der  Sternkarte;  Butler  hat  eine  Form  „astrijera“  genannt,  er  unterlag  also  offenbar  derselben 
Ideenverbindung.  Auf  dem  Vflgl  sind  von  den  fünf  Ozellen  die  drei  mittleren  so  weit  basalwärts  verschoben,  daß 
die  ganze  Reihe  eine  nach  innen  eckige  Linie  bildet ;  erst  der  fünfte  unterste  Flecken  steht  wieder  in  gleicher  Ent¬ 
fernung  vom  Außenrd  wie  der  erste,  oberste.  Als  Zeichen  der  Verwandtschaft  besitzt  übrigens  auch  die  sonst 
ziemlich  gerade  Reihe  von  cybele  eine  kleine  Konvexität  nach  innen.  Der  Hflgl  mit  seinen  6  Ozellen  zeigt  ähnliches 
Verhalten;  bei  cybele  eine  glatte,  dem  Flügelrande  parallele  Bogenreihe,  bei  vitellia  vom  obersten  costalen  zum 
zweiten  äußersten  apicalen  Flecken  eine  gerade  Linie,  von  da  ab  jeder  weitere  Flecken  in  einer  ziemlich  geraden 
Reihe  mehr  nach  innen  gerückt,  am  meisten  4  und  5,  so  daß  die  Linie  eine  kleine  Konvexität  nach  innen  zeigt. 
Nimmt  man  noch  den  weißen  Flecken  am  Zellschlusse  als  Ausgangspunkt  für  die  ganze  Reihe  hinzu,  so  ent¬ 
steht  die  punktierte  Zeichnung  der  oberen  Hälfte  eines  Fragezeichens  oder  einer  2.  Im  übrigen  sind  auch  bei 
cybele  die  Konturen  beider  Flügel  wieder  um  einen  Schritt  runder  als  bei  der  noch  immerhin  zackigen  vitellia. 
cybele.  —  cybele  Fldr.  von  Batjan,  <$<$  im  August  besonders  häufig,  $9  aber  sehr  selten.  Als  astrifera  hat  Butler 
opaca.  kleine  Exemplare  bezeichnet,  die  einer  Trockenform  angehören  dürften.  —  opaca  Frühst.  Größer  als  die 
vorige,  kleiner  als  die  cybele.  Weißpunktierung  der  Unterseite  weniger  prägnant.  $  dunkler  und  monoton 
braun,  ohne  die  ins  Rötliche  spielende  Aufhellung  der  Medianpartie  der  Flügeloberseite.  Die  weißen  Sub- 
tematana.  marginalpunkte  der  Flügelunterseite  erheblich  zierlicher  als  bei  cybele.  Halmaheira.  —  ternatana  Frühst. 

Habituell  kleiner  als  cybele  und  opaca.  Grundfärbung  gleichmäßig  hell  rotbraun,  was  auch  unterseits  auf- 
obiana.  fällt.  Weißpunktierung  und  Sprenkelung  der  Hflgl-Unterseite  stärk  reduziert.  Ternate.  Mai.  —  obiana  Frühst. 
(88  e)  ist  die  am  meisten  vom  Namenstypus  abweichende  Inselrasse  der  Nordmolukken,  besonders  das  $  bildet 
eine  prächtige  Erscheinung  durch  seine  blauvioletten  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  die  an  d'd'  von  E.  vitellia  Cr. 
(88  d)  gemahnen,  obiana  fällt  auch  unterseits  leicht  zu  erkennen  durch  größere  submarginale  weiße  Sterne: 
der  Discalteil  der  Vflgl-  und  Hflgl-Unterseite  ist  nicht  schwarz,  sondern  leicht  braun  und  das  $  hat  auf  derVflgl- 
Oberseite  im  Discalteile  einen  breiten,  hellbraunen  Fleck,  der  sich  jenseits  der  Submediana  wieder  in  der  dunkel¬ 
braunen  Grundfarbe  verliert.  Durch  diesen  Fleck  erinnert  obiana  etwas  an  thryallis  Kirsch von  Neu-Guinea 
und  an  gewisse  Euploeen  ( Sarobia  confusa  Btlr.).  Mit  vitellia  Cr.  hat  cybele  obiana  nichts  gemeinsam, 


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denn  bei  obiana  stehen  die  weißen  Submarginalflecken  der  Vflgl-Unterseite  in  einer  geraden  Reihe 
untereinander,  bei  vitellia  sind  3  konvex,  nach  innen  gerichtet.  Auf  den  Hflgl  hat  obiana  diese  Punkte  nahe 
dem  Marginalsaum,  in  vitellia  stehen  sie  fast  in  der  Flügelmitte,  also  proximal.  Obi,  nicht  selten. 

Als  adumbrata  Frühst,  ist  eine  Form  beschrieben,  etwas  kleiner  als  cybele,  Vflgl  schwarz  ohne  blaubereiften  admubrata. 
Apicalteil.  Weißpunktierung  der  Unterseite  prominenter,  als  bei  cybele,  die  Antemarginalregion  reicher 
weiß  gesprenkelt.  Als  Vaterland  ist  Buru  und  Amboina  angegeben,  aber  ziemlich  gewiß  auf  Irrtümern  eng¬ 
lischer  Händler  beruhend,  von  denen  ich  die  drei  Exemplare  meiner  Sammlung  bezogen  habe.  Weiter  nach 
Osten  begegnen  wir  cybele  in  ziemlich  reiner  Form  wieder  als  holofernes  Btlr.,  auf  dem  Bismarck- Archipel.  Sie  holofernes. 
folgt  in  Färbung  und  Anordnung  der  Submarginalpunkte  völlig  dem  cybele- Typus,  nur  trägt  $  und  $  auf  dem  Vflgl 
nahe  dem  Apex,  zwei  winzige,  aber  sehr  konstante  weiße  Pünktchen.  Das  holofernes -$  gleicht  dem  <$,  ist  jedoch 
heller,  auf  dem  Vflgl  stellt,  oft  noch  ein  dritter  Subapicalpunkt  und  die  Ozellen  der  Unterseite  sind  größer  und 
deutlicher.  Wenn  wir  thryallis  und  holofernes  nicht  als  Subspecies  zu  cybele  stellen  wollen,  dann  wäre  wenigstens 
sicher  holofernes  als  Subspecies  zu  thryallis  zu  bringen.  Da  übrigens  weder  vom  Salomon- Archipel  noch  von  den 
ferneren  Inseln  der  Südsee  bis  heute  eine  Elymnias  bekannt  geworden  ist,  so  sehen  wir  in  holofernes  den  weitest 
östlichen  und  sicher  auch  meist  melanotischen  Vertreter  des  Genus,  ein  unscheinbares,  wenig  schönes  Insekt, 
thryallis  Kirsch  hat  sich  dagegen  so  wesentlich  umgebildet,  daß  sie  von  ihrem  Autor  und  später  auch  von  mir 
als  besondere  Art  behandelt  wurde.  Das  <$  von  thryallis  zeigt  mit  seiner  bald  bläulichen,  bald  bronzegrünen  Rand¬ 
binde  beider  Flügel  einen  Rückschlag  zu  den  Celebesformen,  hat  aber  auch  die  subapicalen  Punkte  der  holo¬ 
fernes ;  die  Unterseite  zeigt  ozellenartige,  weiße  Submarginalpunkte  in  der  für  cybele  typischen  Anordnung. 

Wenn  wir  schon  bei  cybele  helle,  rotbraune  $$  sehen,  welche  in  ihrer  Erscheinung  dem  Euploeen-Typus  von 
usipetes  Hew.  oder  confusa  Btlr.  gleichen,  so  ist  dieses  C- Kleid  die  Regel  bei  thryallis  Kirsch,  welche  Art  nach  einem 
dieser  hellen  $$  beschrieben  ist.  thryallis  neigt  im  Gegensatz  zu  den  Schwesterrassen  außerordentlich  zu  indi¬ 
vidueller  Aberration.  Namentlich  von  den  $$  gleicht  kein  Stück  dem  andern.  Die  Aehnlichkeit  der  $$  mit 
Euploeen  ist  so  irreführend,  daß  Staudinger  ein  $  der  häufigsten  Form,  wie  wir  es  abbilden,  als  Euploea  nov. 
spec.  in  seiner  Euploeen- Sammlung  nahe  usipetes  Hew.  unterbrachte,  nachdem  es  ein  anderer  bedeutender 
und  berühmter  Entomologe  als  Eupl.  usipetes bestimmt  hatte.  —  thryallis  Kirsch,  die  Namenstype  von  der  thryallis. 
Insel  Mysore,  ist  nur  im  $  Geschlecht  bekannt  ,  und  etwas  dunkler  als  die  jetzt  so  häufig  nach  Europa  kommende 
glauconia  Stgr.  (88  e),  von  der  zwei  (^-Aberrationen  abwechseln,  solche  wie  die  Abbildung,  und  Exemplare  mit  glauconia. 
luxurianter  Grünfärbung  des  Distalsaumes  aller  Flügel  (chloera  Stgr.).  —  Vom  $  sind  aber  nicht  weniger  wie  fünf  chloera. 
Hauptformen  zu  erwähnen,  nämlich  1.)  $$  mit  einfarbiger  brauner  Oberseite  und  sehr  kleinen  Sub marginalpunk¬ 
ten,  (=  brunnescens  form,  nov.)  2.)  $$  mit  weißlich  violetter  Aufhellung  des  Vflgldiscus,  Anklang  von  Euploea  confusa  brunnes- 
Btlr.,  wie  sie  aber  nur  auf  Waigiu  vorkommt  (=  violacea  form,  nov.);  3.)  $$  mit  rot-  oder  gelbbraunem  Discus  ce-^j('icca 
(88  e),  der  Namenstype  am  nächsten  und  eine  ausgesprochene  Nachbildung  der  in  Neu- Guinea  seltenen  Eupl.  confusa 
catana  Frühst. ;  4.)  mit  sehr  großen  weißen  und  violetten  Submarginalmakeln,  breitem,  braungelbem  Analsaum 
der  Vflgl  und  distal  aufgehelltem  Hflgl,  etwa  der  Salpinx  nemertes  fa.  sexguttata  nachgebildet.  =  Endlich 
5.)(als~sehr  selten  pseudosalpinx  form.  nov.  $$  mit  weißlichen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  distal  gelblich  auf-  pseudo- 
ge hellteArR ahdge b ie t  aller  Flügel;  allenfalls  eine  Parallelform  von  Eupl.  eurianassa  terentilia  Frühst,  und  daher  sal!,inx- 
als  terentilina  form.  nov.  bezeichnet.  tercntilina. 

E.  vitellia,  einer  der  häufigsten  Schmetterlinge  der  Süclmolukken,  hat  sich  in  drei  Lokalrassen  gespalten, 
vitellia  Cr.  (88  d)  bewohnt  Amboina,  Saparua  und  andere  Uliasser-Inseln.  Eine  ^-Form  ist  als  basium  vitellia. 
Frühst,  benannt:  Vflgl  mit  vier  großen  hellvioletten  untereinanderstehenden  weiß  gekernten  Subapicalflecken ;  basium. 
Hflgl  mit  3  weißlichen  zirkumzellularen  Punkten.  Unterseite  spärlicher  weiß  gezeichnet  als  bei  den  normalen 
Exemplaren  von  Ceram  und  Amboina.  —  ceramensis  Mart.,  eine  Inselrasse  von  stattlicherer  Flügelform  als  die  ceramensis. 
Namenstype,  hat  meist  nur  zwei  subapicale  Flecken,  welche  matter  gefärbt  sind  als  bei  vitellia-SS  und  keinen 
weißen  Kern  tragen.  Die  $$  sind  einfarbig  braun  ohne  Subapicalbinde,  aber  mit  einer  aufgehellten  Randzone 
beider  Flügel.  Vom  $  ist  eine  Nebenform  bekannt,  suavium  Frühst.,  Vflgl  mit  vergrößert  violettem  Apical-  suavium. 
fleck  und  2  transzellularen  blauen  Punkten.  Hflgl  mit  blauem  Wisch  zwischen  unterer  Radiale  und  der  vorderen 
Mediane.  Ceram.  —  viminalis  Wall.,  von  der  Insel  Buru,  scheint  sehr  selten  zu  sein  und  liegt  mir  nicht  vor.  vimmalis. 
Wällace  kannte  nur  ein  $,  das  sich  von  vitellia  unterscheidet  durch  eine  auffallende  gelbliche  Umsäumung 
aller  Flügel.  Sogar  das  $  führt  einen  bleichen  Distalrand. 

E.  papua  Wall.,  eine  kleine  zierliche  Art  von  Holl.  Neu-Guinea  und  Waigiu.  $  oben  dunkel  purpurn  papua. 
schwarz,  die  Hflgl  gegen  den  Außenrd.  bleicher,  aber  in  der  Mitte  einige  bleiche  unbedeutende  ockerfarbene 
Fleckchen.  Unten  samtbraun  mit  blässeren  Rändern,  Hflgl  mit  drei  blauweißen  runden  Makeln.  —  lactentia  ladentia. 
Frühst.  (90  b,  als  papua -§  bezeichnet).  $.  Vflgl  dunkelbraun  mit  hellbraunem  Distalsaum,  der  an  der  Basis 
beginnt,  bis  zum  Apex  ziemlich  schmal  bleibt  und  sich  dann  etwas  verbreiternd  bis  zum  Analwinkel  fortsetzt. 

Hflgl  nur  basalwärts  dunkelbraun  mit  einer  ausgedehnten,  aufgehellten  Submarginalregion;  der  eigentliche 
Distalrand  jedoch  ist  ziemlich  breit  schwarz  angelaufen.  Unterseite:  Costalsaum  der  Vflgl  dunkelbraun,  Dis¬ 
talsaum  beider  Flügel  ebenfalls  dunkelbraun;  Vflgl  wie  Hflgl  mit  drei  großen  weißen  Punkten,  die  von  Sub- 
costale  2  sich  bis  zur  oberen  Mediane  verteilen.  Zwischen  vorderer  Radiale  und  Submediana  eine  schmale  Region 
mit  dichter  weißer  Schraffierung.  Fühlerschaft  hellbraun,  Kolben  dunkelbraun.  (Type  aus  Waigiu  in  Koll. 


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ELYMNIAS.  Von  H.  Fruhstorfer, 


Fruhstorfer).  Der  noch  unbeschriebene  befindet  sich  in  der  Sammlung  Staudinger  und  gleicht  einer 
Elymn.  moranda  (90  a)  en  miniature.  Grundfarbe  schwarzbraun,  Vflgl  mit  grünlichem  Costalsaum,  Hflgl  di¬ 
stal  leichthin  hellbraun  umrandet.  Sehr  selten,  nur  1^2$$  bisher  bekannt. 

viridescens.  Als  nahe  Verwandte  von  papua  Wall,  wird  vom  Autor  E.  viridescens  8m.  von  der  Humboldtbai  bezeich- 

kakarona.  net.  Hagen  hat  eine  verwandte  Rasse,  kakarona  Hag.  am  Sattelberg  in  Deutsch-Neu-Guinea -entdeckt-.  V  Vflgl 
rundlich  gedrungen,  32  mm  lang.  Oberseite  dunkel  samtbraun.  Costa  leicht  stahlblau  schimmernd.  Vflgl 
mit  einem  schmalen,  am  vorderen  Drittel  des  Costalsaumes  beginnenden  nach  hinten  verjüngten  bläulichweißen 
Streifen.  Hflgl  mit  hellbraunem  submarginalem  Band.  Unterseite  dunkelbraun,  Vflglbinde  heller,  breiter, 
Hflgl  mit  einigen  transzellularen  kleinen  blauen  Fleckchen.  Vflgl  oben  mit  braunem  Haarpinsel,  der  einer  gelb¬ 
lichen  Tasche  am  Innenrd  entspringt.  Hflgl  mit  einem  gelblichen  Speculum,  das  gleichfalls  einen  braunen 
Haarbüschel  trägt. 

Wenn  schon  bei  thryallis  großer  Dimorphismus  der  9$  besteht,  so  finden  wir  noch  eine  Zunahme  dieses 
Verhaltens  bei  einer  weiteren,  ziemlich  isoliert  stehenden  Art  des  Papuagebietes,  bei  E.  agondas,  und  ihren  zahl¬ 
reichen  Subspecies.  agondas  zeigt  keine  Spur  mehr  von  der  sonst  für  das  ganze  Genus  so  typischen  Strichel¬ 
zeichnung,  die  Flügelkontur  ist  fast  völlig  abgerundet  und  auf  der  Hflgl-Unterseite  tragen  und  $  an  der  inne¬ 
ren  Hälfte  des  Außenrandes  eine  gelbe  Binde,  in  welcher  schwarze,  blaugekernte  Ozellen  stehen.  Die  $$  sind 
stark  aufgehellt,  in  den  extremsten  Formen  mit  Ausnahme  der  Flügelränder  ganz  reinweiß  und  besitzen  dann 
eine  große  Aebnlichkeit  mit  im  gleichen  Gebiete  heimischen  Schmetterlingen  aus  dem  Amathusiiden- Genus  Tae- 
naris.  Die  hierhergehörigen  Formen  zählen  zu  den  interessantesten  und  eigentümlichsten  Faltern  des  Papuage¬ 
biets.  Die  d'd'  differieren  zwar  nicht  erheblich  von  ihren  Verwandten  auf  den  Molukken  (der  vitellia-cybele-  Gruppe), 
die  $$  dagegen  bilden  ein  wahres  Paradigma  für  den  weitgehendsten  sexuellen  Dimorphismus  durch  ihre  ver¬ 
änderte  Flügelform  und  den  Anklang  an  Taenaiiden.  agondas  neigt  zudem  zur  Bildung  von  Lokalrassen  und. 
schließt  sich  auch  darin  Aviirdig  den  Taenariden  an.  Im  allgemeinen  ähneln  die  agondas-Rassen  der  Haupt-  und 
Nebeninseln  von  Neu-Guinea  Taenaris  bioculata  Guer.,  mit  blauen  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite;  nur  melagondas 
Frühst,  macht  eine  Ausnahme,  indem  ihre  Zeichnung  und  Farben  Verteilung  an  Taenaris  mailua  Sm.  aus  dersel¬ 
ben  Lokalität  erinnert.  (Konvergenzeischeinung).  Alle  agondas  besitzen  gemeinsam  einen  stark  glänzenden 
Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite,  sowie  einen,  wie  bei  mimalon  Hew.  geformten  gelblichen,  quadratischen  Mehl¬ 
fleck  an  der  Basis  der  Vflgl.  Das  damit  korrespondierende  Speculum  am  Costalrand  der  Hflgl-Oberseite  ist  z. 
T.  mit  rötlich-braunen,  matt  schimmernden  Schuppen  bedeckt.  An  der  oberen  Zellwand  zwei  Büschel  langer 
Strahlhaare,  che  einen  großen  länglichen  Anclroconienpelz  überdecken.  Die  Färbung  und  Art  der  Anhäufung  der 
Androconien,  sowie  die  Farbe  der  Duftpinsel,  differiert  leichthin  bei  den  einzelnen  Lokalrassen;  meistens  be¬ 
stehen  diese  Duftpinsel  aus  durchweg  schwärzlichen  Haaren,  nur  bei  melagondas  färbt  sich  die  Basis  der  Haare 
des  proximalen  Pinsels  rotbraun,  die  Spitzen  dagegen  weißlich.  Die  Verteilung  der  a.gondas- Rassen  ergibt  fol- 
agondas.  gendes  Bild:  agondas  Bsd.  Boisduval  bildet  ein  einfarbig  dunkelgrünes  p  Exemplar  ab  und  nennt  die  Insel 
Vanikoro,  die  südlichste  der  Santa  Cruz-Inseln,  als  Heimat  seiner  Type,  agondas  ist  neuerdings  jedoch  öst¬ 
licher  als  Woodlark  nicht  mehr  gefunden  worden,  so  daß  wir  ihre  Heimat  in  Mikronesien  oder  Polynesien  und  auch 
auf  den  Salomonen  nicht  zu  vermuten  haben,  agondas  stammt  viel  eher  von  einer  Papua-Insel  in  der  Nähe  von 
Waigiu  oder  was  ebenso  wahrscheinlich  ist,  vom  holländischen  Teil  der  Hauptinsel.  Die  Abbildung  harmo¬ 
niert,  mit  meinem  Material  verglichen,  noch  am  besten  mit  Exemplaren  von  Sorrong,  der  Nordwestecke  von 
Neu-Guinea.  Dort  hat  H.  Kühn  wiederholt  gesammelt  und  manche  verschollene  alte  Type,  so  z.  B.  Taenaris 
artemis  Voll,  und  Taen.  dioptrica  Voll.,  wieder  entdeckt,  Verlegen  wir  also  einstweilen  den  immerhin  noch 
ungewissen  Fundort  nach  Holländisch-Nordwest-Neu-Guinea.  §§  von  Sorrong  zeigen  einen  schmalen,  schwarzen 
Apicalsaum  der  Vflgl,  der  ebenso  wie  die  Distalpartie  der  Vflgl  nur  leichthin  braun  angeflogen  erscheint.  Hflgl 
mit  2  großen,  oblongen,  nur  schmal  schwarz  umrandeten  blauen  Augenflecken,  einem  schwarz  braunen,  relativ 
schmalen  Distalsaum,  der  proximal  etwas  lichtbraun  bereift  ist.  Die  Aehnlichkeit  der  agondas 
von  Sorrong  mit  Taenaris  bioculata  pallida  Frühst,  aus  derselben  Lokalität  ist  faszinieren  d.  Schon 
wenige  Breitengrade  nach  Osten,  zu  Füßen  des  Ar fak- Gebirges  in  der  Geelvinkbai  begegnen  wir  einer  neuen 

bioculatus.  $-Fonn.  Diese  deckt  sich  am  besten  mit  bioculatus  Dbl.-Hew.  (89  d  1  in  biocellatus  verdruckt).  Die  breit 
schwarzgrau  bereifte  äußere  Partie  aller  Flügel  gleicht  etwas  derselben  Erscheinung  bei  Taenaris  bioculatus 
charonides  Stdgr.  aus  der  viel  östlicheren  Humboldbai.  bioculatus  aus  Dorey  fehlen  mir  leider  und  ich  bin 
überzeugt,  daß  dieselben  bioculatus  in  der  Farben  Verteilung  gleichkommen.  —  In  Deutsch-Neu-Guinea  treffen 
wir  einen  so  stark  differenzierten  geographischen  Ausläufer,  daß  ihn  Staudinger  für  eine  eigene  Art  hielt  und 
glaucopis.  als  solche  beschrieb:  glaucopis  Stgr.  (=  melanippe  Sm.)  eine  von  Süden  her  eingewanderte  Art,  selten  am 
Sattelberg  und  Finschhafen,  in  Stefansort  und  Friedrich  Wilhelmshafen  nicht  vorkommend.  Die  $$  dieser  Fonn 
halten  sich  nicht  so  genau  an  ihr  Taenaris- Modell,  denn  sie  gleichen  durch  ihre  fast  völlig  schwarzen  Hflgl  mehr 
den  bioculatus  charon  Stgr.  von  Britisch-Neu-Guinea  und  auf  den  Hflgl  Taenaris  dina  Stgr.  von  Deutsch-Neu- 
Guinea.  Die  d'd'  von  glaucopis  entfernen  sich  von  $$  aus  Holl.  Neu-Guinea  durch  das  Auftreten  einer  schmalen 
orangefarbenen  subanalen  Binde  der  Hflgl.  die  sich  dann  noch  mehr  verlängert  und  mit  einer  Aufhellung  der 
melagondas.  Vflgl  Hand  in  Hand  geht  bei  melagondas  Frühst.  (89  d  $  90  a  $).  Exemplare  der  Collingwood-Bai  tragen  ein 
etwas  dunkleres  Kleid  als  solche  der  Milne-Bai,  wo  Exemplare  mit  grünlich- weißer,  kompletter  Submarginalbinde 
der  Vflgl  nicht  selten  sind.  Die  von  melagondas  erinnern  ober-  Avie  unterseits  an  Taenaris  mailua  Sm. 


ELYMNIAS.  Von  H.  Fruh.storfer. 


391 


Collingwood  Bai,  Milne  Bai  und  Aroa-Fluß,  Britisch  Neu-Guinea.  —  Halten  wir  uns  an  der  Südseite  von  Xou- 
Guinea  und  dringen  wir  wieder  westlich  bis  ins  holländische  Gebiet  vor,  so  treffen  wir  auf  der  Halbinsel  Onin 
in  Kapaur  eine  neue  Form:  muscosa  Frühst.  (89  d).  $<$  aus  Kapaur  zeigen  hellgelblichgrünen  Flügel-  muscosu. 

bezug.  Die  Flügelumrahmung  erinnert  an  melagondas  Frühst.,  verbreitert  sich  aber,  wird  auf  den  Vflgl  licht¬ 
grün,  auf  den  Hflgl  hell  moosgrün  mit  den  Rudimenten  einer  orangen  Subanalbinde.  Das  $  bewegt  sich  wieder 
im  normalen  Taenaris  bioculatus  Guer. -Typus.  Der  Distalsaum  der  Hflgl  wird  breit  schwarz,  ebenso  die  Peri¬ 
pherie  der  2  großen  rundlichen  blauen  Augen.  Gehen  wir  auf  die  Trabanten  von  Neu-Guinea  über,  so  begegnen 
wir  melanthes  Sm.  <$.  Schwarz  mit  stahlblauen  Submarginalbinden,  $  fast  weiß,  an  Taenaris  artemis  affinis  melanthe s. 
Kirby  und  artemis  electra  Frühst,  gemahnend.  Insel  Woodlark.  —  moranda  Frühst.  (89  d  2  als  biocellatus  moranda. 
bezeichnet,  90  a):  Das  $  verrät  große  Aehnlichkeit  mit  Taen.  bioculata  Guer.  <$.  Oberseits  breit  blaugrün  um¬ 
rahmt.  Waigiu.  —  agondina  Frühst.  $  mit  zu  Punkten  reduzierten  blauen  Augen  der  Hflglund  mit  ungemein  breiter  agondina. 
schwarzer  Peripherie.  Distalsaum  aller  Flügel  breit  ausgeflossen,  fast  tiefschwarz.  Distalsaum  der  eigen¬ 
tümlich  blauviolett.  $  erinnert  an  Taenaris  dimona  Hew.  Insel  Salwati.  —  melantho  Wall.  Insel  Gagie.  melanlho. 
Anscheinend  nahe  melanthes  Sm.,  Aveil  die  einen  bläulichen  Flügelrand  tragen.  $$  mit  schwarzer  Basal¬ 
und  Apicalpartie  der  Hflgl.  —  melane  Hew.  von  den  Key-Inseln  ist  eine  seltene  Rasse,  die  an  sumpfigen  Stellen  melane. 
im  Walde  fliegt.  Die  verraten  durch  die  stark  verbreiterte  grünlich-A\Teiße  Subanalbinde  der  Hflgl  Be¬ 
ziehungen  zu  agondas  australiana  Frühst.  Beide  Geschlechter  sind  unterseits  mit  einer  Serie  \Ton  5  kleinen, 
breit  ockergelb  umringten  Ozellen  dekoriert.  Die  $$  zeigen  allgemeine  Taenariden-Aehnlichkeit,  jedoch  ohne 
sich  an  bestimmte  Species  anzulehnen.  Vier  Hauptformen  verdienen  Erwähnung :  Das  erste,  dem  $  ähnlichste, 
melane -$  trägt  auf  dem  Vflgl  nur  eine  verwaschene,  graue  Aufhellung  der  schwarzen  Grundfarbe,  auf  dem 
Hflgl  einen  großen,  discalen,  reinweißen  Fleck,  der  aber  das  Ozellengebiet  nicht  mehr  erreicht,  vielmehr  stehen 
diese  ganz  auf  schwarzem  Grunde;  auf  der  Hflgl-Unterseite  hat  das  ockergelbe  Band,  auf  dem  die  drei  analen 
Ozellen  stehen,  nach  vorne  noch  eine  breite,  schwarze  Begrenzung.  Das  zweite  $  trägt  auf  dem  Vflgl  eine  dis- 
cale,  weiße  Binde,  welche  durch  die  schwarzen  Adern  in  4  Felder  zerlegt  wird :  der  Hflgl  ist  ausgedehnter  wei  ß , 
so  daß  die  innere  Hälfte  der  Ozellen  schon  auf  weißen  Grund  kommt ;  Hflgl-Unterseite  wrie  beim  ersten  $,  nur  ist 
der  discale  Fleck  reiner  weiß .  Der  Vflgl  des  dritten  $  ist  weiß  mit  Ausnahme  des  Basalgebietes  und  des  Costal- 
und  Außenrandes;  auf  dem  Hflgl  stehen  die  beiden  oberen,  analen  Ozellen  bereits  auf  weißem  Grunde,  der  dritte, 
am  meisten  analgelegene,  hat  noch  schwarze  Umgebung ;  auf  der  Hflgl-Unterseite  befindet  sich  die  ockergelbe, 
die  Ozellen  tragende  Binde  ganz  auf  weißem  Grunde,  nur  der  Costal-  und  Außenrd  des  Flügels  sind  noch 
sclrwarz ;  die  ockergelbe  Binde  hat  nach  innen  und  außen  eine  feine,  schwarze  Begrenzung.  Das  vierte  $  hat  Vflgl 
und  Hflgl  mit  Ausnahme  des  Costal-  und  Außenrandes  reinweiß,  die  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite  stehen  ganz  auf 
weißem  Grunde,  ebenso  auf  der  Hflgl-Unterseite,  avo  jedoch  der  ockergelben  Binde  die  schAvarze  Umgrenzung  nicht 
fehlt,  welche  sich  niemals  beim  findet  .  Bei  diesem  geht  das  Gelb  des  Ozellengebietes  ohne  Abgrenzung  in  das 
Weiß  der  submarginalen  Binde  über.  Wir  sehen  also  an  den  4  $$  genau  den  allmählichen  Uebergang  von  einem 
ziemlich  düsteren,  kaum  an  Taenaris  erinnernden  Habitus  zu  einem  reinweißen,  der  eine  frappante  Aehnlichkeit 
mit  Taenaris  hat.  —  aruana  Frühst.  Aru,  beide  Geschlechter  dunkler  als  bei  melane  von  Key.  —  goramensis  aruana. 
Frühst.  $  von  allen  agondas-F ormen  am  breitesten  grünlich-weiß  gebändert,  $  noch  unbekannt.  Goram.  - — goramensis. 
australiana  Frühst.  (90  b).  <§.  Kleiner  als  die  Goramform.  Binden  etwas  schmäler,  Hflgl-Unterseite  mit  3  anstatt  australiana. 
5  Ozellen.  Sonst  sehr  ähnlich  der  vorigen.  Cape  York,  Nord- Australien,  australiana  ist  der  einzige  bisher  bekannte 
Vertreter  des  Genus  Elymnias  aus  Australien,  den  Wäterhouse  vergessen  hat  in  seinem  „Catalogue  of  the 
Rhopalocera  of  Australia,  Sidney  1903“  aufzunehmen. 

Als  eine  in  der  Flügelform  verwandte,  aber  sonst  völlig  isoliert  stehende  Species  sei  als  Deutsch  Neu- 
Guinea  bewohnend  hier  noch  angeführt:  E.  paradoxa  Stgr.  (=  erastus  Sm.)  Oberseite  schwarz  mit  trüb  grau  paradoxa. 
Aveißem  Discus  der  Vflgl,  aber  großem,  rein  weißem  Feld  der  Hflgl,  das  nur  AA’enig  in  die  Zelle  übergreift  und 
eine  oblonge  Form  hat.  Vflgl  unterseits  mit  breiten  an  der  Costa  beginnenden  grauweißen  Aufhellungen  zwi- 
schen  allen  Adern.  Hflgl  AATie  oben,  doch  das  Medianfeld  nach  dem  Basalrand  zu  und  nach  hinten  und  außen 
schön  zimmtbraun.  Aeußerst  selten.  $  von  Konstantinhafen  in  der  Astrolabe-Bucht :  q  vom  Sattelberg  bei 
Finschhafen. 

II.  Vflgl  mit  Duftbüschel  an  der  Submediane. 

Subgenus  Mimadelias  Moore  (Agrusia  Moore). 

Die  wenigen  bisher  bekannten  Arten  dieser  Gruppe  differieren  von  Elymnias  s.  str.  durch  die  rundlicheren  Flügel, 
die  kürzeren  Zellen,  den  ähnlich  wie  bei  Mandarinia,  Taenaris  einigen  Euploeen  konkav  vorspringenden  Analsaum  der  Vflgl 
und  die  nur  ganz  schwach  gewinkelte  und  viel  längere  Discocellulare  der  Hflgl.  Vflgl  der  $  o  unter  der  Submediana  mit  einem 
langen,  tiefgefurchten  Androconienbecken,  aus  dem  gelbliche  oder  schwarze  Duftpinsel  hervorragen.  Hflgl  mit  einem  sub- 
costalen  Haarpinsel.  Die  falsche  Praediscoidalzelle  oder  Praecostalzelle  der  Hflgl  fehlt  den  Mimadelias  nicht,  Avie  einige  Au¬ 
toren  angeben.  Die  Mimadelias  bilden  durch  ihre,  den  Pieriden  täuschend  ähnlichen  §$  und  die  mit  Duftpinseln  ausgerü¬ 
steten  <3c?  eine  natürliche  Gruppe.  Wirklich  Avichtige  generische  Merkmale  existieren  jedoch  nicht  und  die  .Abtrennung  von 
Agrusia,  welche  Moobe  beabsichtigte,  ist  vollends  überflüssig. 

E.  vasudeva  zerfällt  in  vier  nicht  sehr  scharf  getrennte  Ortsrassen,  die  von  Sikkim  über  Birma  und  Te- 
nasserim  südlich  bis  zu  den  siamesischen  Malayenstaaten  hinab  Vorkommen.  —  vasudeva  Moore  (d  =  thy-  vasudeva. 


392 


ZETHERA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


tliycana. 

deva. 


burmensis. 


oberthilri. 


esaca. 


andersoni. 


pseudo- 

delias. 


leontina. 


taeniola. 


borneensis. 

egialina. 

georgi. 


malieswara. 


cana  Wall.)  ähnelt  etwas  dem  Delias  pasithoe  L.-Q,  differiert  vom  abgebildeten  E  durch  ausgedehntere  grünblaue 
Striemen  der  Vflgl  und  etwas  zurückweichenden  grauschwarzen  Distalsaum.  Sikkim,  selten  in  den  heißen 
Tälern  vom  Juni  bis  Oktober,  bis  etwa  2000 Fuß  Höhe,  und  dann  wieder  hoch  oben  von  4 — 6000',  höher  als  andere 
Delias- Arten  hinaufsteigend.  —  thycana  Wall.,  (90  b,  c)  Type  ein  $  differiert  von  vasudeva  durch  breiter  schwarz 
bereifte  Adern  und  zurücktretende  weißliche  Subapicalf  lecken.  Der  Vflgl  ist  auch  unterseits  dunkler,  ausgedehn¬ 
ter  schwarz  gestrichelt.  —  Als  deva  Moore  ist  eine  Trockenzeitform  beschrieben,  die  erheblich  von  der  gleichar¬ 
tigen  Generation  aus  Sikkim  abweicht,  und  nach  den  Abbildungen  Moores  beurteilt,  breite  grüngelbe  Intra¬ 
nervalfelder  der  Vflgl  und  durchweg  gelbe  Oberfläche  der  Hflgl  aufweist,  und  bei  deren  $  die  nur  noch  dünn 
bereiften  schwarzen  Adern  der  Vflgl  ein  fast  weißblaues  Feld  durchziehen.  Assam,  sehr  selten.  —  burmensis 
Moore,  führt  mehr  grün  gestreifte  Vflgl  der  E  und  die  Vflgl  der  $$  werden  von  einer  zusammenlaufenden  schwar¬ 
zen  Medianbinde  durchzogen.  ^-Unterseits  ohne  den  schönen  weinroten  Subbasalfleck  der  Vflgl-Unterseite, 
der  auch  schon  bei  Assam-??  gelegentlich  zu  verschwinden  beginnt.  In  Oberbirma  im  Februar,  in  Ober- 
tenasserim  im  Januar,  bei  Tavoy  im  März  gefunden  und  bis  5000  Fuß  Höhe  hinauf  steigend.  —  oberthüri  Frühst. 
Steht  etwa  in  der  Mitte  zwischen  godferyi  Dist.  (=  esaca  Westiv .)  und  thycana  Wall.  Flügelschnitt  rundlicher  als 
bei  thycana,  Flügel  dunkler  schwarz  umrandet,  Unterseite  feiner  und  dichter  schwarz  gestrichelt  als  Assam- 
Exemplare.  Der  rote  Basalfleck  der  Hflgl-Unterseite  reduzierter  als  bei  godferyi  Dist.  Renong,  Siames.  Malayen- 
Staaten  1  ?  von  Doherty  gesammelt.  Type  in  Koll.  Oberthür. 

E.  esaca  ist  eine  im  E  von  vasudeva  wesentlich  differenzierte  Species  durch  die  schwarzblaue  Ober¬ 
seite  und  breite  blau  oder  grünliche  Submarginalmakeln  aller  Flügel,  doch  nähert  sich  das  $  noch  den  vasudeva 
: ,  so  daß  z.  B.  bei  der  Rasse  der  malayischen  Halbinsel  Zweifel  aufsteigen,  zu  welcher  Species  das  einzige 
bisher  von  dort  bekannte  $  ( godferyi  Dist.)  wohl  gehören  mag.  —  andersoni  Moore  ist  eine  besonders  schöne 
Form  mit  breitem  grünem  Distalsaum  der  Hflgl;  nur  1  E  bekannt,  das  einer  Euthalia  zum  Verwechseln  ähnlich 
sieht.  —  esaca  Westw.  (=  godferyi  Dist.  esacoides  Nicev.  <$),  von  der  nur  ein  $  von  Sungei-Ujong  der  malayi¬ 
schen  Halbinsel  bekannt  ist,  gleicht  noch  sehr  einer  stark  verkleinerten  und  verdunkelten  Lokalform  der 
vasudeva  Moore  mit  auffallend  ausgedehntem  rotem  Basalfleck  der  Unterseite  und  breitem,  schwarzem  Di¬ 
stalsaum  der  Oberseite  der  Hflgl.  Die  Heimat  des  E  wurde  früher  nach  Assam  und  Borneo  verlegt,  doch  ist 
dessen  Vaterland  in  Penang  oder  Perak  zu  suchen.  —  pseudodelias  Frühst,  äußerst  selten  in  den  Wäldern  der 
Ebene,  Vorberge  und  Berge;  Dr  Martin  erbeutete  nur  5  Exemplare  in  der  langen  Zeit  seines  Auf¬ 
enthaltes.  Das  E  trägt  nur  einen  schwarzen  Haarbüschel  auf  dem  Hflgl.  auf  dessen  Unterseite  nahe  der 
Costa  und  Basis  noch  ein  gut  entwickelter  Ocellus  steht.  Das  $  ist  noch  unbekannt  geblieben.  Flugzeit  Fe¬ 
bruar,  August,  Dezember,  Nordost-Sumatra.  — leontina  Frühst,  stammt  von  der  Insel  Nias;  E  leicht  zu  unter¬ 
scheiden  von  allen  Verwandten  durch  einen  kaum  noch  zu  erkennenden  graugrünen  Distalsaum  der  Hflgl  und  sehr 
schmale  blaugrüne  Submarginalmakeln  der  Vflgl.  Eine  verwandte  Form  fliegt  auf  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln. 
—  taeniola  Frühst.  Grüngraue  Submarginalmakeln  der  Vflgl  erweitert.  Hflgl-Basis  dunkler  und  ausgedehnter 
blaugrün  beschuppt.  Schwarzer  Distalsaum  analwärts  stark  verbreitert  und  dadurch  die  gelbe  Median-Region 
stark  zurückdrängend.  Unterseite:  Alle  schwarzen  Augenflecke  fast  dreimal  so  groß  als  bei  borneensis,  wie  sie 
Staudinger  abbildet,  der  rote  Basalfleck  der  Hflgl  obsolet ;  statt  der  breit  lichtgelben  Medianzone  von  bor¬ 
neensis  zeigt  taeniola  eine  schmale  Medianbinde,  deren  oberer  Teil  rein  weiß,  die  kürzere  untere  Partie  dunkel¬ 
gelb  getönt  ist.  Südost-Borneo.  —  borneensis  Wall,  differiert  von  taeniola  durch  dunkler  blaugrüne  Submar¬ 
ginalflecken  aller  Flügel.  $  unterseits  mit  mehr  als  doppelt  so  breitem  gelblichen  Medianfeld.  Sehr  selten,  Nord- 
Borneo,  Kina-Balu- Gebiet.  —  egialina  Fldr.,  mir  nur  nach  den  Abbildungen  Felders  und  Sempers  bekannt, 
bewohnt  Luzon.  —  georgi  Frühst.  E-  Apicalpartie  der  Vflgl-Unterseite  lichter,  die  Submarginalpunkte  der 
Hflgl  kleiner.  Oberseite:  Dunkler,  Distalfleckung  reduzierter,  weniger  weißlich.  Hflgl  nur  3  mediane  Rand¬ 
makeln  (statt  6).  die  viel  reduzierter  erscheinen  als  bei  Luzon  ES-  Mindanao.  — 

E.  maheswara  Frühst.  (90  b)  lasse  ich  hier  nur  zögernd  als  ,äSpecies“  passieren,  da  sie  ja  in  der  Tat 
nichts  weiter  ist,  als  die  Java- Sch wester  der  esaca  des  makromalayischen  Gebietes.  Solange  sich  aber  (vielleicht 
in  Sumatra)  nicht  Uebergänge  einfinden,  muß  maheswara  dennoch  als  Art  gelten,  wegen  ihrem  größeren  Ha¬ 
bitus,  die  mehr  an  nesaea  L.  erinnernde  Schraffierung  der  Unterseite  aller  Flügel  und  das  Fehlen  der  Apical- 
ozellen  der  Vflgl-Unterseite.  Die  ES  zeigen  einen  stumpferen,  die  ??  einen  länglicheren  Flügelschnitt  und  die 
Submarginalstrigae  der  Vflgl-Oberseite  der  ??  rücken  näher  an  den  Distalsaum.  West-Java,  Vulkan  Gede, 
ca.  5000  Fuß  Meereshöhe. 


Gattung  Zetliera  Fldr. 

Dieses  merkwürdige  Genus  weicht  in  vielen  Dingen  so  erheblich  ab  von  den  übrigen  Satyriden,  daß  es 
Felder  sogar  unter  den  Nymphaliden  einreihte,  vermutlich  durch  deren  lange  Fühler  verleitet.  Wir  stellen 
sie  hier  an  das  Ende  der  Satyriden,  wegen  der  feinen  hinteren  Discocellulare  der  Hflgl,  die  bereits  eine  Tran¬ 
sition  zu  den  Nymphaliden  bildet,  bei  denen  ja  der  Zellschluß  gleichfalls  nur  angedeutet  ist,  wenn  er  nicht  ganz 
fehlt,  insbesondere  aber  wegen  der  hochentwickelten  Klammerorgane,  die  unter  den  Satyriden  kein  Analogon 
in  gleich  luxurianter  Ausbildung  haben.  Der  Uncus  ist  ziemlich  normal,  medial  stark  verdickt  mit  zwei  relativ 
kurzen  seitlichen  Spitzen.  Die  Valve  breit  nach  vorne  verjüngt,  lang  verstreut  beborstet  aber  mit  einer  an  die 


Herausgegeben  24.  VII.  1911. 


ZETHERA.  Von  H.  Fruhstoreer, 


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Ornithopteren  erinnernden  Clunicula  besetzt,  von  eigentümlicher  sch langenkopf artiger  Gestalt,  mit  dorsaler 
breiter  und  tiefer  Oeffnung,  in  welche  die  Uncusspitze  eingreift,  die  scheinbar  von  dem  Schlangenkopf  verschlun¬ 
gen  wird.  In  der  paradoxen  Anlehnung  an  Danaidenmodelle  übertreffen  die  $2  der  wenigen  Arten  der  Gattung 
noch  die  Elymnias  und  deren  Neigung  zur  Ausbildung  polymorpher  $$  ist  in  der  gesamten  Satyridengruppe 
ohne  Beispiel.  Zwei  Arten  sind  außerdem  durch  die  getreue  Kopie  von  Ideopsis- Arten  bemerkenswert.  Hei¬ 
mat  sind  die  Philippinen  und  der  Nordarm  von  Celebes.  Zwei  Artengruppen  :  Geschlechter  dimorph  (=  Zethera), 
Geschlechter  monomorph  (=  Amechania). 


Artengruppe  Zethera. 

Die  Hintere  Discocellulare  stößt  auf  die  Gabelung  der  vorderen  und  mittleren  Mediana. 

Z.  piniplea  von  den  nördlichen  Philippinen,  gemahnt  im  G  Geschlecht  an  Euthalia  recta  und  teuta, 
durch  die  breite  weiße  Binde  in  schwarzer  Umrahmung.  Mehrere  interessante  Rassen:  pimplea  Er.  (90  c)  pimplea. 
von  Luzon  ist  die  in  den  Sammlungen  am  meisten  anzutreffende  Unterart,  G  mit  weißer,  mattperlmutterglänzen- 
der  Längsbinde  aller  Flügel,  und  feinen  weißen  Anteterminalmakeln,  die  auf  der  mattbraunen  Unterseite  sich 
vergrößern  und  im  Submarginalgebiet  von  paarweise  stehenden  Strichelchen  an  den  Venen  begleitet  werden. 

—  Außer  der  abgebildeten  häufigen  d'-Form  der  Niederung  existiert  noch  G~f-  arayata  Frühst.,  kleiner  arayata. 
als  normale  pimplea  mit  schmälerer  weißer  Binde,  die  sich  costal-  und  analwärts  erheblich  verschmälert.  Berg 
Arayat,  Luzon;  Flugzeit  April.  —  Vom  $  sind  außer  der  normalen  Form  die  in  der  Nähe  von  Manila  fliegt,  noch 

eine  Reihe  sehr  bemerkenswerter  Abweichungen  bekannt.  Die  eben  erwähnte  Namenstype  hat  den  Vflgl  ohne 
Flecken  vor  dem  Zellapex,  Zelle  nur  mit  einem  blauweißen  Längsstrich,  die  übrigen  Strigae  der  Vflgl  reduziert, 
blauviolett  überzogen.  Hflgl  wie  bei  ayanippe  nur  blau  anstatt  gelbweiß;  allgemeine  Aehnlichkeit  mit  Trep- 
sichrois-QQ.  — -  crastimima  Frühst,  hat  ganz  schwarze  Vflgl  nur  mit  breitem,  schrägem,  weißem  Subapicalfleck  crastimima. 
und  einigen  subanalen  weißen  Punkten.  Hilgl  wie  bei  der  typischen  Form,  Strigae  jedoch  ohne  violetten  oder 
blauen  Reif.  Ausgezeichnete  mimetische  Form  der  Euploea  ( Crastia )  tobleri  Semp.  Bataan,  Mittelluzon, 
wo  sie  mit  E.  tobleri  zusammen  fliegt.  —  parnassia  Fldr.  Vflgl  nur  noch  mit  vier  weißen  Subapicalmakeln.  Hflgl  pamassia. 
schwarz  mit  Ausnahme  weniger  weißer  Ante-  und  Submarginalpunkte.  Mimetische  Form  der  gewöhnlichen 
Euploea  swainsoni  Godt.,  insbesondere  das  2.  Sta.  Rosa,  Mittel-Luzon.  —  diloris  Frühst.  Die  weiße  Binde  diloris. 
nimmt  etwa  1/4  des  Raumes  der  gesamten  Flügeloberfläche  ein  und  fließt  im  Analwinkel  der  Vflgl  mit  den  Sub¬ 
marginalflecken  zusammen.  Zweifellos  Lokalrasse  der  nördlich  von  Luzon  gelegenen  Babuyan -Inseln.  Die  Go 
sind,  nach  der  SEMPER’schen  Sammlung  beurteilt,  die  größte  von  allen  Zethera  der  Philippinen,  mit  breitester 
weißer  Medianbincle,  Distalgebiet  reicher  weiß  dekoriert  als  bei  der  Schwesterrasse  pimplea.  Type  von  Cami- 
guin  de  Luzon.  — -  nianisa  subsp.  nov.,  bewohnt  die  östlich  von  Luzon  gelegene  Insel  Polillo,  ist  gleichfalls  ha-  manisa. 
bituell  etwas  größer  als  Luzon-JU,  die  Mittelbinde  der  GS  schön  blauweiß  überflogen  und  das  Distalgebiet 
blau  statt  weiß  dekoriert.  — -  gadrosia  Frühst.  (90  c),  die  Rasse  von  Mindoro:  GS  kleiner  als  alle  verwandten  gaärosia. 
GG,  Medianbinde  proximal  grünlich  begrenzt,  Distalgebiet  nicht  so  rein  weiß  gestrichelt  als  bei  diloris  Frühst . ; 

2.  Färbungstypus  an  Trepsichrois  erinnernd.  Vflgl  mit  verwaschenen  Transzellularflecken,  aber  prominenten 
Subapicalmakeln.  Zelle  mit  nur  einem  Längsstrich,  Medianstrigae  weißlich  mit  lichtblauer  Peripherie.  Hflgl 
weiß  gestreift,  alles  übrige  wie  auf  Staudinge  r’s  Bild,  das  von  meiner  Type  nur  durch  den  blaugrünen  Anflug  der 
Vflgl  und  gelbliche  Färbung  der  Hflgl-Strigae  differiert.  Mindoro.  —  thermaea  Heio.  Ich  glaube  keinen  Fehler  thermaea. 
zu  begehen,  wenn  ich  die  von  Hewitson  als  Species  behandelte  thermaea  als  den  südlichsten  der  bisher  bekann¬ 
ten  pimplea-Zweige  betrachte,  da  thermaea  nur  durch  eine,  stellenweise  blau  oder  violett  überzogene  Median¬ 
binde  von  pimplea  aus  anderen  Fundorten  abweicht.  Samar,  Bohol,  Panaon. 

Z.  musa  Fldr.  Semper  glaubt,  daß  die  $$  dieser  Art  ebenso  zu  Veränderungen  neigen  wie  pimplea -$$.  musa. 

Nach  dem  spärlichen  Material,  das  vorliegt,  läßt  sich  dies  aber  noch  nicht  mit  Sicherheit  behaupten,  da  erst 
2  §  ^-Formen  bekannt  wurden,  von  denen  die  hellere  auf  Bazilan  ausschließlich  in  der  Trockenzeit  vorkommt. 

Semper  hat  bereits  beobachtet,  daß  von  musa  auf  Mindanao  zwei  Lokalformen  existieren,  und  zwar  zeigen  die  GS 
der  Nordhälfte  Mindanaos  schmälere  Binden  als  jene  der  Südhälfte  der  Insel.  Es  ist  auch  natürlich,  daß  z.  B.  auf 
der  schmalen  Südwest-Landzunge,  wo  Zamboanga  liegt,  die  marinen  Atmosphärilien  intensiver  einzuwirken 
vermögen  als  im  Hauptstock  von  Mindanao. — Die  schmalbänderige  Nordform  taufte  ich:  septentrionalis  Frühst,  septentrio- 

—  Von  musa  existieren  zwei  ^-Formen:  1.)  die  typische  $-Form  (vermutlich  Regenform).  Grundfarbe  nahs- 
braun,  überraschende  Aehnlichkeit  mit  Euploea  snelleni  Moore  Hflgl  mit  relativ  großen  länglichen  weißen 

Strigae  in  der  Medianregion.  2.)  $-/a.  radenoides  Frühst.  Das  erst  von  Dr.  Platen  entdeckte  helle  radenoides. 
$  erinnert  an  mixta  Frühst,  von  Bazilan  und  ähnelt  im  allgemeinen  den  Radena.  Wahrscheinlich  ist 
radenoides  Trockenzeitform.  Mindanao.  —  mixta  Frühst.  (90  c).  Von  der,  dem  Südwestarme  von  Min-  mixta. 
danao  vorgelagerten,  und  von  diesem  nur  durch  eine  schmale  Straße  getrennten  Insel  Bazilan  ging  mir  eine  neue 
Zethera  zu,  deren  G  Aehnlichkeit  mit  musa  Fldr.  zeigt,  und  deren  $  Analogien  mit  pimplea  Erichs verrät. 

Das  G  differiert  von  musa  durch  ausgedehntere  grünlich  weiße  Punktierung  der  Vflgl,  größere  Marginalpunkte 
der  Hflgl  und  den  etwas  verbreiterten  sackartigen  Fleck,  welcher  vomCostalrand  bis  zum  2ten  Medianast  der  Hflgl 
reicht.  Auch  auf  der  Flügelunterseite  sind  sämtliche' weißen  Zeichnungen  ausgedehnter  und  deutlicher  angelegt. 


IX 


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394 


ZETHERA.  Von  H.  Frtihstoreer. 


musides. 

mindorona. 


hestioides. 

incerta. 


mentawica. 

plisiia. 


Das  $  von  mixta  erinnert  etwas  an  Elymnias  ceryx  von  Java  und  an  das  $  von  pimplea,  ist  jedoch  matter  und 
ober  seits  weißlich  grün,  anstatt  weiß  und  violett  getönt.  Die  Hflgl  sind  breiter  schwarz  umsäumt  und  ihr  Außen¬ 
saum  trägt  nur  zwei,  anstatt  drei  Reihen  weißer  Punkte,  wie  bei  pimplea.  Die  Flügelunterseite  ist  ohne  Spur 
von  violett  und  auf  den  Vflgl  heller,  den  Hflgl  dunkler  als  pimplea.  Hflgl:  Die  marginalen  dreieckigen  Flecke 
sind  höher  und  spitzer,  die  darauf  folgenden  Adnerval-Keilflecken  schmäler  und  rundlicher,  auch  stets  isoliert. 
Die  anstoßende  Submarginalbinde,  welche  diese  Keilflecken  nach  oben  begrenzt  ist  breiter,  dunkler  braun  und 
füllt,  obsolet  werdend,  den  internomedianen  Raum  aus,  ist  also  nicht  scharf  abgesetzt  wie  bei  pimplea.  $  Vflgl- 
länge  43  mm,  F  36  mm;  auf  Bazilan,  Febr.-März  1898  von  W.  Doherty  entdeckt.  De  Niceville  bildete  eine 
auffallend  helle  2-Form  ab,  die  von  meinen  durch  den  weißlichen  anstatt  grünlichen  Anflug  der  Strigae 
aller  Flügel  abweicht.  Vermutlich  gehört  das  de  NiCEViLLE’sche  $  einer  noch  extremeren  Trockenform  an  als 
meine  Typen.  Die  dunkelbraune  $-Form  fehlt  bisher.  —  musides  Semp.  Das  $  differiert  von  musa  durch  das  An¬ 
wachsen  aller  weißen  Makeln  und  Binden  und  stellt  die  extremste  albinotische  Variationsrichtung  der  musa- For¬ 
men  dar,  ähnlich  wie  diloris  Frühst,  jene  von  pimplea.  Zebu,  Guimaras  und  vermutlich  Negros. —  mindorona 
Frühst.  (90  d).  F'-  Die  weißlichen  Punkte  der  Vflgl  obliterieren,  der  Mediansack  der  Hflgl  wird  kürzer,  breiter, 
und  löst  sich  auf  der  Unterseite  in  völlig  isolierte,  z.  T.  stark  verkümmerte,  ovale  Makeln  auf.  $.  Vom  Typus 
der  braunen  Euploeen,  ähnlich  musa-Q,  fa.,  nur  mit  reduzierterer  Punktierung  der  Vflgl  und  viel  kürzeren 
gelblichen  Strigae  der  Hflgl.  Mindoro,  Geschlechter  monomorph. 

Artengruppe  Amechania. 

'  ‘  « 

Z.  hestioides  Flclr.  (90  d).  Diese  durch  die  gleichartigen  Geschlechter  der  incerta  entfernt  verwandte 
Species  differiert  von  allen  Zethera- Arten  durch  die  sich  erst  außerhalb  der  Zelle  gabelnden  Meclianadern  und 
man  könnte,  wenn  diesem  Merkmal  überhaupt  irgend  welche  Bedeutung  zukäme,  also  eher  auf  hestioides  als  in¬ 
certa  eine  Gattung  gründen.  F  wie  $  von  hestioides  ähneln  etwas  der  Ideopsis  glaphyra  Moore.  22  wesentlich 
größer  und  reiner  weiß  als  die  FS-  Mindanao. 

Z.  incerta  Hew.  (90  cl).  Die  herrliche  Species  ist  eine  echte  Zethera  und  entfernt  sich,  abgesehen  von 
den  monomorphen  Geschlechtern,  strukturell  viel  weniger  von  den  typischen  Zethera  als  hestioides  Fldr.,  da 
sich  die  Medianadern  dicht  an  der  unteren  Zellspitze  der  Hflgl  abzweigen.  incerta  bewohnt  anscheinend  nur 
den  Nordarm  von  Celebes  und  wurde  südlicher  als  Donggala  noch  nicht  beobachtet.  Beide  Geschlechter 
präsentieren  sich  als  eine  mime  tische  Form  der  ungemein  häufigen  Ideopsis  vitrea  Blanch.,  mit  denen  sie 
zusammen  gefangen  werden.  Das  erst  1909  von  mir  beschriebene  $  ist  größer  als  das  F,  mit  viel  hellerer  Costal- 
partie  der  Vflgl  und  fast  weißer,  nur  von  zwei  schwarzen  Strichen  durchzogener  Zelle.  Zwischen  den  Radialen 
der  Vflgl  färbt  sich  der  Zwischenraum  in  den  kühn  geschwungenen  Submarginalzacken  gelb  und  die  beim  F 
ockerfarbenen  Stellen  der  Hflgl  nehmen  einen  bleicheren  Ton  an.  Die  Adern  erscheinen  zarter  schwarz  bereift. 
Von  dieser  Art  stammen  die  in  der  Gattungsdiagnose  beschriebenen  eigentümlichen  Genitalorgane.  Nord-Ce¬ 
lebes,  Toli-Toli  (November-Dezember  von  mir  gesammelt).  Donggala  (August)  von  W.  Doherty  entdeckt. 


Nachtrag  und  Berichtigungen. 

p.  293  ist  unter  den  Ypthima  pandocv.s-Rassen  einzuschieben:  mentawica  Hag.  von  den  Mentawej- 
Inseln.  —  $  dunkler  als  jenes  von  corticaria  Btlr.  Analauge  der  Hflgl  unten  größer,  oben  kleiner,  dessen 
gelbe  Umrandung  schmäler. 

p.  313.  Lethe  geldnba  Frühst,  bereits  p.  312  vergeben  und  wird  durch  plistia  nom.  nov.  ersetzt. 

p.  326.  Von  Neorina  pupillata  Frühst,  ist  obtusangula  Frühst,  ein  älterer  Name  und  bereits  Januar 
1897  in  der  Societas  Entom.  vergeben. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


395 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  indo-australischen  Satyriden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abeona  Enod.  Don.  Ins.  New  Holl.  PI.  22.  * 
abnormis  Y.  Shelf.  Straits  Asiat.  Soc.  41,  p.  98. 
abrisa  El.  Dist.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1886,  p.  331. 
acarya  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  343.  * 
aclianta  Xen.  Don.  Ins.  New  Holl.  PI.  22.  * 
aculeata  Mel.  Hmps.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1888,  p.  351. 
adamsoni  Coel.  Moore,  Lep.  Ind.  I,  p.  229.  * 
adamsoni  My.  Wats.  Journ.  Bomb.  Nat.  H  st.  Soc.  10,  p.  640.  * 
adiante  Hyp.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 
adolphei  My.  Guer.  Deless.  Voy.  Ind.  II  1843  p.  76. 
adumbrata  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  228. 
adustata  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß- Schmett.  9,  p.  298. 
adustata  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  81. 
advipa  L.  Frühst.  Seitz,  Gro ß- Sch mett .  9,  p.  316. 
aemate  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  353. 
aetliiops  My.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  1868,  p.  141.  * 
affectata  Y.  Elw.  u.  Edw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  30.  * 
africana  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
agina  El.  Frühst.  Iris  1901,  p.  272. 
agondas  El.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Lep.,  p.  158.  * 
agondina  El.  Frühst.  Iris  1903,  p.  322. 
aisa  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9.  p.  314. 
akragas  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  291. 
alaca  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 
alada  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 
albescens  Y.  Pouj.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1885,  p.  XLI. 
albofasciata  El.  Stgr.  Iris  1889,  p.  39. 
alemola  Y.  Swirih.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  127. 
allredi  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  220. 
alumna  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  209. 
amabilis  Mel.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.,  p.  140.  * 
ambasara  Mel.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  223. 
anioena  My.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  339.  * 
ampa  Mel.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  353. 
amphitea  Y.  Men.  Bull.  Akad.  Petersb.  17,  p.  216. 
anana  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293.  * 
anapita  My.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  232. 
anatha  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 
anaxias  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  S6.  * 
anaxioides  My.  Marsh.  Butt.  Ind.  1,  p.  107. 
ancus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293.  * 
andamana  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  196.  * 
andersoni  El.  Moore,  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  1886,  | 
p.  33.  * 

andersoni  L.  Atk.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  215.  * 

angularis  Er.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  825. 

annada  Call.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  226. 

annamitica  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  82, 

annamitica  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  286. 

annulata  Bag.  Sm.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  435. 

antecanis  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  209. 

anteros  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  164. 

antipodas  Argyroph.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  16  (1845)  p.  307. 

antirius  Hyp.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Br.  Mus.,  p.  168.  * 

antokides  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 

anunda  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  317. 

apara  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  315. 

apelles  El.  Frühst.  Iris  1902,  p.  175. 

aphnius  Y.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  551. 

aquillius  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 

arabella  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  91. 

ararnis  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  91.  * 

arayata  Zeth.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  217. 

arcensia  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  pl.  292.  * 

archaica  Neor.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.,  9  p.  327. 

arctous  Y.  F.  Syst.  Entom.,  p.  489. 

aretas  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290. 

arete  L.  Cr.  Pap.  Exot.  4.  Pl.  313.  * 

argentaria  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.,  9,  p.  298. 

argentina  Er.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Br.  Mus.  1868,  p.  188.  * 

argentina  Xois  Prittw.  Stett.  Zg.  1867,  p.  274. 

argillosa  Y.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entomol.  35,  p.  133. 

argus  Y.  Btlr.  Proc.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  1878,  p.  56. 

ariaspa  Y.  Moore,  Proc,  Zool,  Soc,  Lond,  1874,  p.  568. 


arikata  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  219. 
aristonicus  Eum.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  308. 
artemis  Acr.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  305. 
aruana  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  339. 
asophis  My.  Hew.  Exot.  Butl.  III.  * 
asterope  Y.  Klug,  Symb.  Pliysic.  Pl.  29.  * 
asura  Mel.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  769. 
aswinaMel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  80. 
atkinsonia  L.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  13,  p.  151. 
atrata  My.  Röb.  Corr.  Bl.  Iris  1887,  p.  194.  * 
atrax  Mel.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  7,  p.  122. 
atropates  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien  1909, 
p.  165 

atys  El.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  1899,  p.  56. 

auletes  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 

austeni  Y.  Moore,  Lep.  Ind.  II  1892,  p.  69. 

australiana  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  338. 

australis  My.  Oberth.  Lep.  Oc4an.  1880,  p.  56. 

autumnalis  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  80. 

avanta  Y.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  567. 

baladeva  L.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  769.  * 
baldina  Emu.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  499.  * 
baldus  Y.  F.  Syst.  Nat.  Append.  p.  829. 
baliensis  El.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1896. 
balina  El.  Mart.  Iris  1909,  p.  58. 

baluna  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  177. 

bankia  Mel.  F.  Syst.  Entom.,  p.  499. 

bankis  Het.  Leech,  Zoolog.  Miscell.  1,  p.  28.  * 

bangueyana  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  58. 

barbara  My.  Sm.  Novit.  Zool.  I,  p.  589. 

baronesa  Mand.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  83. 

basiuni  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  230. 

batjana  Mel.  Frühst.  Entom..  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 

batmara  Anad.  Frühst,  Iris  20,  p.  253. 

baucis  L.  Leech,  Entomol.  24.  Suppl.  p.  3. 

baweana  El.  Hag.  Jahrb.  Naß.  Ver.  Nat.  1896,  p.  184.  * 

bazilana  Pty.  Frühst.  Iris  1899,  p.  79. 

bazilana  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 

bazochi  My.  Guer.  Voy.  Cog.  1829,  Pl.  14.  * 

beatriee  Ei.  Frühst.  Iris  1901,  p.  272. 

bela  Mel.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  223. 

belinda  Mel.  Sm.  Entom.  Zeitschr.  Sutttg.  1908,  p.  85. 

bengena  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  216. 

beroe  L.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  Pl.  79.  * 

hesina  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  177. 
bethami  Mel.  Nicev.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887  p.  451. 

|  bethami  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  205.  * 
beza  El.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  13,  p.  179. 
bhadra  Neop.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  227. 
bhairava  L.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp).  1,  p.  217. 
j  bkima  Neop.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880  p.  246. 
j  bilineata  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  90. 
binghami  Coel.  Moore,  Butt.  Ind.  1,  p.  230.  * 
bioculatus  El.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  Pl.  54.  * 
bisaltia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  353. 
bisaya  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1863,  p.  127. 
bizonata  My.  Sm.  Rhopal.  Exot.  III,  p.  14. 
boisduvaliana  Mel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  123. 
bolanica  Y.  Marsh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  759. 
l  bontliainensis  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  55. 

borneensis  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  324. 
j  borneensis  L.  Stgr.  Iris  1896,  p.  228. 
j  borneensis  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  81. 

bornemanni  EI.  Ribbe,  Iris  2,  p.  183.  * 

J  brahminoides  Aul.  Moore,  Lep.  Ind.  II  p.  29.  * 
brahminus  Anl.  Blanch.  Jacquem.  Voy.  Ind.  Ins.,  p.  22.  * 
i  brevi stigma  Man.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  47.  * 
brisanda  L.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1886,  p.  249.  * 
brookei  Eh  Shelf.  J.  Straits  Asiat.  Soc.  1904,  p.  102. 

1  brunnescens  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  3S9. 
budinus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290. 
burinensis  El.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  168.  * 

;  busiris  Hyp.  Frühst,,  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  296. 


396 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


butleri  L.  Leech ,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1889,  p.  99.  * 
butona  El.  Frühst.  Soc.  Entom.  1904,  p.  53. 
buruana  Mel.  Holl.  Novit.  Zool.  7,  p.  61. 
byzaccus  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  321. 

cadesia  Kar.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  565.  * 
caerulans  Pty.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  223. 
caesonia  My.  Wallgr.  Wien.  Ent.  Mon.  1860,  p.  36. 
cajetana  Mel.  Semp.  Schmett.  Philipp.  1886,  p.  42. 
ealanus  Y.  Frühst.  Seitz,  G-roß-Schmett.  9,  p.  293.  * 
callipteris  L.  Bür.  Ana.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  19.  p.  92. 
canicula  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  209. 
carales  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß- Schmett.  9,  p.  367. 
caratonus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 
casliapa  Coli.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  236. 
cashmirensis  Sat.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  265. * 
casiphone  El.  Hbn.  Srnlg.  Exot.  Schmett.  III.  * 
casipkonides  El.  Semp.  Schmett.  Philipp.  Rhop.,  p.  330. 
caudata  El.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  520.  * 
celebensis  Y.  Rothsch,  Iris  1892,  p.  433. 
celeja  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  322. 
cepheus  My.  Hew.  Ann.  Nat.  Hist.  (3)  20,  p.  402.  * 
ceramensis  El.  Mart.  Iris  1909,  p.  65. 

cerealis  Y.  Wats.  Jonrn.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  10,  p.  646.  * 
ceryx  El.  Bsd.  Spec.  Gen.  I.  Tat.  9.  * 

ceryxoides  El.  Nicev.  Jcrarn.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1895,  p. 

22.  * 

cevanna  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 
ceylonica  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1864  p.  288.  * 
chaboras  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 
ehandica  L.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  Mus.  1,  p.  219. 
charaka  My.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  566. 
ckeena  Man.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  501.  * 
clielensis  El.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1890, 

p.  200.  * 

ckemü  Y.  Guer.-Men.  Deless.  Voy.  Ind.  2,  p.  77.  * 

chinensis  Y.  Leech,  Butt.  China  I,  p.  89.  * 

chione  Acr.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  838. 

chloera  El.  Stgr.  Iris  1893,  p.  363. 

ckristopki  L.  Leech,  Entomol.  24.  Suppl.,  p.  67. 

ckumbica  Aul.  Moore.  Lep.  Ind.  II,  p.  30.  * 

cintamani  L.  Frühst.  Ent.  Zeitsehr.  Stuttg.  1909,  p.  40. 

circella  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  3^40. 

clinioides  Y.  Oberth.  Et.  d’Ent.  15,  p.  16.  . 

cocodaemon  My.  Kirsch,  Abhandl.  Mus.  Dresd.  1876,  p.  118.  * 

coelestis  L.  Leech.  Butt.  China  1,  p.  20.  * 

coelih'ons  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  205. 

complexiva  Y.  Swinh.,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  422.  * 
eongruens  El.  Semp.  Schmett.  Philipp.  Rhop.,  p.  61. 
conjuucta  Y.  Leech.  The  Entomolog.  24,  Suppl.  p.  66. 
consanguis  L.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  7.  p.  133. 
Constantia  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  2  pl.  133.  * 
coi'dace  Het.  Hbn.  Zutr.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 
correae  Xen.  Olijf,  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  4,  p.  621. 
corticaria  Y.  Btlr.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  (2)  1,  p.  537. 
cortona  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  379. 
cossyra  Neor.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  327. 
cottonis  El.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1874,  p.  358. 
crameri  Mel.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  III,  p.  77. 
crastiniima  Zeth.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  218. 
crijnana  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  319.  * 
crimisa  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  363. 
criskna  Neor.  Westw.  Gen.  Di.  Lep.  p.  361. 
crisia  Rag.  Hbn.  Zutr.,  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 
crisila  Rag.  Hed.  Ex.  Butt.  III.  * 

crito  Rag.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1890,  p.  199.  * 
eritolaus  Rag.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.,  1893.  * 
crohonica  Rag.  Semp.  Schmett.  Philipp.  (2)  5,  p.  329. 
cruentula  Mel.  Frühst,  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  86. 
cumaea  El.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  452.  * 
cybele  El.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1860,  p.  248. 

daatensis  L.  Semp.  Schmett.  Philipp.  (2)  5,  p.  57.  * 
daedalion  El.  Nicev.  Journ  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1890, 

p.  202.  * 

daemoniaca  L.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  141. 

dakslia  Call.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  266.  * 

damaris  O.  Clray,  Lep.  Nepal,  p.  14.  * 

dara  El.  Bist.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  50. 

darena  L.  Fldr.  Novara  Lep.  (3),  p.  498.  * 

daretis  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  75.  * 

darina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  215. 

davendra  Man.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc,  Lond,  1865,  p.  502.  * 


davidi  L.  Oberth.  Et.  d’Ent.  6,  p.  15.  * 
davisoni  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  206.  * 
debata  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  320.  * 
decia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.,  9,  p.  345. 
decolor  Plat.  R,  u.  J.  Novität.  Zool.  12,  p.  459. 
decolorata  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  189. 
decolorata  Mel.  Frühst.  Ent.  Zeitsch.  Stuttg.  1908, 
defasciata  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  372. 
deficiens  My.  Frühst.  Soc.  Entom,.  1906,  p.  82. 
deianira  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
deianirina  My.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  117. 
delia  Er.  Mart.  Iris  1909,  p.  150. 
delicata  My.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  4. 
delila  L.  Stgr.  Iris  9,  p.  225. 
deminuta  El.  Stgr.  Lepid.  Palawan  (1889.  p.  39. 
denya  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  298. 
depicta  Fl.  Frühst.  Iris  1907,  p.  188. 
depicta  Mel.  Frühst,  Entom.  Zeitschrift  Stuttg.  1908,  p.  82. 
desperata  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  86. 
despoliata  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
destitans  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
determinata  Mel.  Btlr.  Prov.  Zool.  Soc.  1885,  p.  6. 
deva  El.  Moore.  Lep.  Ind.  II,  p.  167.  * 
dexamemis  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  83.  * 
diademoides  Anad.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  London.  1878, 
p.  51.  * 

diana  L.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  9,  p.  55. 

discrepans  El.  Dist,  Rhopal.  Mal.,  p.  60.  * 

dictatrix  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 

didia  Neop.  Frühst.  Soc.  Ent.  1909,  p.  122. 

diffusa  Eum.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  147. 

digna  Kar.  Marsh,  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1882,  p.  67. 

diloris  Zeth.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  218. 

dinarbas  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  77.  * 

diuiche  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

dinon  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  88.  * 

discobolus  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  90. 

distans  L.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  488. 

distanti  My.  Moore.  Lep.  Ind.  I  1891,  p.  198. 

distincta  Er.  Mart.  Iris,  1909,  p.  153. 

diunaga  L.  Frühst.  Ent.  Zeitsch-.  Stuttg.  1908,  p.  7. 

djilantik  El.  Mart,  Iris  1909,  p.  49. 

dohertyi  Drus.  Oberth.  Et.  d’Ent.  1894,  p.  16.  * 

dokertyi  El.  Frühst,  Iris  1903,  p.  273. 

dohertyi  My.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  261.  * 

dokertyi  Y.  Moore.  Lep.  Ind.  2  p.  65.  * 

dokrni  El.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1896.  * 

dolopes  L.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  9  p.  85. 

dolorosa  El.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  1883,  p.  53. 

dominans  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 

dora  L.  Stgr.  Iris  9,  p.  228. 

dromon  J.  Oberth.  ih.  d’Ent.  15  p.  15.  * 

drypetis  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  76.  * 

duboulayi  Het.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  19  p.  167. 

dulcibelia  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  223. 

dumicola  Rhaph.  Oberth.  Et.  d’Ent.  2  p.  29.  * 

duponckeli  My.  Guer.  Satyr.  Voy.  Coq.  Pl.  17.  * 

dura  L.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1882,  p.  38.  * 

durga  My.  Sm.  Rhop.  Exot.  II.  Myc.  2,  p.  78.  * 

dusara  El.  Horsf.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  Tab.  9.  * 

dyma  Y.  Frühst,  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 

dynsate  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  76.  * 

dyrta  L.  Fldr.  Novara  Lep.  p.  497. 

edela  El.  Frühst,  Iris  1907,  p.  191. 
egialina  El.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  121. 
elegans  Er.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Br.  Mus.,  p.  147. 
elia  My.  Sm.  Novit.  Zool.  1894,  p.  361. 
ella  Xen.  Olliff,  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  Wal.  (2)  2,  p.  976. 
elwesi  L.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  298.  * 
elya  Mel.  Frühst,  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  365. 
eminens  My.  Stgr.  Iris  6,  p.  360.  * 
endida  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  379. 
enganica  El.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1891  p.  24. 
enganica  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  634. 
enganoensis  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908, 
p.  156. 

eninia  L.  Frühst,  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  315.  * 

epiminthia  Coli.  Westw.  Butt.  Ind.  1,  p.  101. 

epirius  Hyp.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1875,  p.  3. 

epixantha  El.  Frühst,  Iris  1907,  p.  178. 

erichsonia  Mel.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  7,  p.  123. 

erinyes  El.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc,  1895,  p.  19,  * 

erna  My.  Frühst,  Stett.  Zg.  1898,  p.  265, 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden 


397 


ernita  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  367. 

esaca  El.  Westw.  Dhl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  405. 

esquiliuus  Eum.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  308. 

etlia  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  194. 

eudoxia  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  97. 

eupeithes  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  287.  * 

euphemia  Hyp.  Westw.  Dhl.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  PI.  67.  * 

euptychioides  Coel.  Fldr.  Novara  LejD.  (3),  p.  499. 

europa  L.  F.  Syst.  Entom.,  p.  500. 

evaneseens  Y.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  7,  p.  134. 

evara  My.  Frühst.  Societ.  Entomol.  1906,  p.  83. 

evarida  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  351. 

exeelsior  My.  Frühst.  Societ.  Entom.  1906,  p.  82. 

exclusa  El.  Nicev.  Journ.  Bomb.  N at .  Hist.  Soc.  1898,  p.  135.  * 

exhercdata  My.  Frühst.  Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  213 

falcipeimis  Er.  WooeZ- Mas.  Marsh,  u.  de  Nied  v.  Butt.  Ind.  1.  p.237. 
fasciata  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  287. 
febronia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  339. 
felderi  My.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.,  p.  144.  * 
felderi  Neop.  Leech ,  Butt.  China  1,  p.  54.  * 
fenestrella  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  297.  * 
flagrans  My.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  1876,  p.  243. 

Ilanona  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  320. 

flavofasciata  L.  Leech ,  Butt.  China  1,  p.  30. 

flavotincta  My.  Stgr.  Iris  1889,  p.  36. 

florensis  Y.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entomol.  34,  p.  235.  * 

formosana  El.  Frühst.  Iris  1903  p.  17. 

formosana  L.  Frühst.  Ent.  Zeitsehr.  Stuttg.  1908,  p.  48. 

formosana  My.  Frühst.  Entom.  Zeitsehr.  Stuttg.  1908,  p.  48. 

formosana  Y.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  119. 

francisca  My.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  PL  326.  * 

fraterna  El.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  520.  * 

frenus  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  297. 

fruhstorferi  Er.  Mart.  Iris  1909,  p.  150. 

fucentia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  334. 

fulginia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  348. 

fulva  Xen.  Olliff,  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  W.  1889,  p.  621. 

fulvescens  Mel.  Guen.  Mail.  Reun.  II.  Lep.  p.  15. 

fulviana  My.  Sm.  Novit.  Zool.  1,  p.  360. 

fulvida  Xois  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  11,  p.  411. 

fulvinotata  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  364. 

fuscum  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1860  p.  401. 

gada  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 

gadames  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290. 

gadrosia  Zeth.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  218. 

galeria  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290. 

galkissa  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  364. 

gallienus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 

gambara  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  315. 

gammiei  L.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  204.  * 

ganapati  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  80. 

ganus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  291. 

garema  Aul.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  309.  * 

gaugamela  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  287.  * 

gauroides  El.  Frühst.  Entomol.  20,  p.  43. 

gela  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  292. 

gelduba  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  312. 

gelduba  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  394. 

gellia  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  287. 

geluna  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 

georgi  El.  Frühst.  Iris  1907  p.  251. 

gigantea  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 
glabrius  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290. 
glauconia  El.  Stgr.  Iris  1893.  p.  326. 
glaucopis  El.  Stgr.  Iris  1894,  p.  16. 
gnophodes  Mel.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  p.  5.  * 
godana  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  315. 
gokala  Mel.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  224. 
goma  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  146. 
goolpura  L.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  768. 
gopa  My.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  501. 
gopalta  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  320. 
gopaka  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  205. 
goramensis  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  340. 
gosckkevitschi  L.  Neop.  Cat.  Mus.  Petr.  II,  p.  121.  * 
gotama  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  232. 
gracilis  Eryc.  R.  u.  J.  Novität.  Zool.  12,  p.  457. 
grisescens  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  366. 
guizona  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  298. 
gulnihal  L.  Nicev.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  450.  * 
gylippa  Mel.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  12,  p.  255. 
haasei  My.  Röb.  Iris  1887,  p.193.  * 


haemonia  Hyp.  Exot.  Bult.  III.  * 
hainana  El.  Moore,  Iris  1901,  p.  273. 
hanako  L.  Frühst.  Ins. -Börse  1908,  p.  38. 
hanitschi  El.  Mart.  Iris  1909,  p.  52. 
harmostus  Or.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  310. 
harterti  El.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1889,  p.  165.  * 
hatkor  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  297. 
liebetatrix  Pty.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  222. 
hecaerge  Hars.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
liecate  El.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  520. 
hegesander  Eum.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  308. 
helena  Enod.  Olliff,  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  W.  1888,  p.  395. 
henrici  Anad.  Holl.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  1878,  p.  113.  * 
heri  My.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  233. 
hermana  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  155. 
hermia  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  206. 
hernica  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  340. 
hesione  Ors.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  pl.  11.  * 
hestinia  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  383. 
kestioides  Zeth.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  5,  p.  302. 
hewitsoni  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  327. 
keydenreicki  Eum.  Led.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien.  1853, 
p.  350.  * 

hicetas  El.  IFaZZ.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  327. 
kicetina  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  55. 
kilda  Neor.  Westw.  u.  Dbl.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  370.  * 
himackala  Anad.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  234. 
kirtia  My.  Frühst.  Seitz.  Groß-Schmett.  9,  p.  354. 
hobartia  Xen.  Westw.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  387. 
kolcfernes  El.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1882,  p.  42. 
honora  Y.  Moore,  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  51,  p.  17. 
liorsfieldi  My.  Moore,  Lep.  Ind.  I,  p.  197.  * 
horsfieldi  Y.  Moore,  Joirrn.  Asiat.  Soc.  Beng.  53,  p.  18. 
hübneri  Y.  Ky.  Syn.  Cat.  Di.  Lep.  p.  95. 
liuebneri  Kar.  Fldr.  Novara,  Lep.  p.  494.  * 
humilis  Coli.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (3)  20,  p.  404.  * 
hyagriva  Coli.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  236. 
hyampeia  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290.  * 
kybrida  Call.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  147. 
hygea  Hars.  Heiv.  Exot.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
kylecoetus  Mel.  Holl.  Proc.  Bost.  Soc.  1890,  p.  55.  * 
hypereides  El.  Frühst.  Iris  1902,  p.  311. 
kypermnestra  El.  L.  Amoen.  Acacl.  6,  p.  407. 

iarba  Y.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  10,  p.  18.  * 

igilia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  346. 

igoleta  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1863,  p.  127. 

imitans  Y.  Elw.  u.  Ediv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  17. 

immaculata  El.  Mart.  Iris  1909.  p.  55. 

incerta  Zeth.  Heiv.  Exot.  Butt.  II.  * 

indecora  Y.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  238.  * 

ines  Er.  Frühst.  Iris  1903.  I,  p.  20. 

infuscata  My.  Macl.  Proc.  Ent.  Soc.  N.  S.  Wal.  1866,  p.  53. 
inga  My.  Frühst.  Stett.  Zg.  1898,  p.  264. 

inica  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  1864,  p.  284.  * 

ino  El.  Frühst.  Soc.  Entom.  1894,  p.  53. 

inopia  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908.  p.  150. 

insana  L.  Coli.  Hiig.  Kaschmir  4  (2),  p.  448.  * 

insularis  L.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  48. 

iutermedia  Coli.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  236. 

intermedia  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  178. 

iuterposita  Man.  Ersch.  Fedtsch.  Reise  p.  22.  * 

irius  Hyp.  F.  Syst.  Entom.,  p.  487. 

iskigakina  Y.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  127. 
isias  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  296. 
isis  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  296.  * 
ismene  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

ismenides  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  362. 

iss'a  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  323. 

ita  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7  (1863),  p.  125. 

itys  My.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  503. 

ivena  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  381, 

jalaurida  L.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  245. 
jamaeus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 
janardana  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.,  p.  234. 
janetae  Cyll.  Nicev.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  453. 
japonica  Neop.  Btlr.  ( =  niphonica).  Ann.  Mag.  Nat.  Hist. 
(5)  7,  p.  133. 

joanna  Enod.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (3)  17,  p.  286. 
jobina  Hars.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  299. 
jobina  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
jobina  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  98. 
jocularia  Y.  Swinh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1889,  p.  396. 


398 


Urbeschreibungs -Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


jolana  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908,  p.  168. 
jomaria  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  321. 
jopas  Ors.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  Myr.  1.  * 
junonia  My.  Bür.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  1868,  p.  146.  * 
justina  My.  Cr.  Pap.  Exot.  4.  * 

justinella  My.  Bür.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  p.  135.  * 

kagina  My.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  48. 
kakarona  El.  Hag.  Jahi’b.  Nass.  Ver.  Naturk.  1897.,  p.  78. 
kajelana  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
kalelonda  Y.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1888,  p.  475.  * 
kalinda  Coli.  Moore ,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  501.  * 
kalinga  Mel.  Moore,  Lep.  Incl.  II,  p.  137.  * 
kamara  El.  Moore ,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  239. 
kamarina  El.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  1906,  p.  19. 
kansa  L.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  220. 
kapaura  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
kapaura  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  91. 
kashmirica  Man.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  51.  * 
kasmira  Y.  Moore,  Journ  Asiat.  Soc.  Beng.  1884.  p.  17. 
kershawi  Xen.  Misk.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1876,  p.  452. 
kkasiana  Neop.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  306. 
kina  My.  Stgr.  Iris  5,  p.  451. 

kiriwinae  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
klug!  Xen.  Guer.  Yoy.  Cocju.  PI.  17.  * 
kochi  El.  Semp.  Schmett.  Philipp.  Rhop.,  p.  63.  * 
kolita  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908,  p.  170. 
konga  Ei.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1889,  p.  317. 
künstleri  El.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1885,  p.  276.  * 
kumara  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 
kyllenion  My.  Frühst.  Yerh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  164. 

labuana  El.  Stgr.  Iris  1889,  p.  39. 

lacrima  Acr.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1909,  p.  11. 
laerima  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1904,  p.  188. 
lacrima  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  86. 
lacrimosa  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1898.  p.  183. 
lactentia  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  240. 

lacticolora  Neop.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  141. 
ladesta  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  319. 
lalnttei  Neop.  Jan.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1894..  p.  CCLV. 
laisides  El.  Nicev.  Butt.  Sumatr.  1896,  p.  390. 
lalassis  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  89.  *  * 

lanaris  L.,  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  19,  p.  95. 
langi  My.  Nicev.  Butt.  Ind.  I.,  p.  206.  * 
latiaris  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  74.  * 
latistigma  Man.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  46.  * 
lathoniella  Xen.  Westw.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  387. 
laticincta  L.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  127. 
latifasciata  Rag.  Leech,  Entomolog.  24.  Suppl.  p.  25. 
latipicta  Neor.  Frühst.  Soc.  Ent.  Jan.  1897. 
leda  Arge,  Leech,  Entomolog.  24.  Suppl.  p.  57. 
leda  Mel.  L.  Syst.  Nat.  1  (2)  p.  773. 
leechi  Kar.  Moore,  Lep.  Ind  II,  p.  41.  * 
leliana  Eum.  Moore,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  1,  p.  227. 
leontina,  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  338. 
lepcha  My.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1880,  p.  167. 
lepera  Xen.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  249.  * 
leuce  Acr.  Fldr.  Novara,  Lep.  3,  p.  838. 
leuce  Y.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60,  p.  169. 
leucinoe  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908 , 
p.  157. 

leucogyne  Pty.  Fldr.  Novara,  Lep.  (3)  p.  498. 
leucomelas  Hyp.  B.  u.  J .  Novität.  Zool.  12,  p.  459. 
leucostigma  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  239. 
levuna  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
liciuin  Ors.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908,  p.  214. 
linga  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 
lioneli  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  203. 
lisandra  Y.  Cr.  Pap.  Exot.  4.  * 

lolia  Aul.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1886,  p.  118. 

lombokiana  El.  Frohst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  383. 

lorna  My.  Sm.  Novit.  Zool.  1894,  p.  362. 

lornides  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  207. 

lorquini  Pty.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  304. 

loryma  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2  p.  289.  * 

lowi  Neor.  Dhl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  * 

lucillus  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 

lugens  My.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  612. 

hizonia  Rag.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7.  (1863),  p.  305. 

lycus  Y.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Not.  Hist.  Soc.,  4,  p.  165.  * 

lyncus  L.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1897.  p.  544.  * 

machares  Acr.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  295. 


maemahoni  Coen.  Swinh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1908,  p.  60. 
macrianus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 
macromalayana  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  344. 
macroplithalmus  Eum.  Ev.  Bull.  Mose.  1851,  p.  615. 
madjicosa  My.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.,  p.  137.  * 
inaeroides  Sat.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  496.  * 
maerula  Sat.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  496. 
maforica  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  91. 
magna  My.  Leech,  Butt.  China  I,  p.  13.  * 
maliamaya  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316.  * 
maliesvara  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1894,  p.  124.  * 
mahratta  Y.  Moore.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1884,  p.  16. 
maia  My.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1894,  p.  1.  * 
maianeas  My.  Heiv.  Exot.  Butt.  3,  xd.  87. 
maitrya  L.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  245. 
malelas  El.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
malis  El.  Semp.  Schmett.  Philipp.  Rhop.  p.  62. 
malsara  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  231. 
malsarida  My.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  p.  134.  * 
mamerta  My.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  75. 
mandata  Ors.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp).  1,  p.  234. 
mandosa  Ors.  Btlr.  Cat.  Satyr.  Brit.  Mus.  1868,  p.  139.  * 
mani  Coli.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  247. 
mani  My.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1886,  xd.  257. 
manipa  My.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Loxd.  p.  150. 
manisa  Zeth.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  396. 
mansonia  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  314.  * 
manthara  L.  Fldr.  Novara  Lep.  (3)  p.  497. 
mara  My.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1900.  x3-  118. 
marga  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  321. 
margaritae  L.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  405.  * 
marginata  My.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  317. 
marshalli  Parant.  Wood-Mas.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880, 
p.  250. 

marshalli  Y.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  373. 
mataja  L.  Frühst.  Ins.  Börse  1908,  p.  38. 
mataurus  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  340. 
matho  My.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  13,  p.  501. 
matinia  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  292. 
masoni  Sat.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.,  1882,  p.  405.  * 
maura  My.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  13,  p.  500. 
mansonia  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  82. 
mea  My.  Rothsch.  Novit.  Zool.  1904,  p.  319.  * 
medura  Er.  Horstf.  Cat.  Lex>.  Mus.  E.  I.  ComiD.  PI.  5.  * 
medus  Ors.  F.  Syst.  Entom.,  p.  488. 

meforica  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
megalia  Y.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1897,  p.  546.  * 
megamede  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III  Myc.  (3).  * 
mehadeva  My.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  LexD.,  p.  151. 
mehida  El.  Hew.  Exot.  Butt.  III. 
meliidina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  226. 
mekara  L.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  219. 
melagondas  El.  Frühst.  Stett.  Zg.  1899,  p.  339. 
melane  El.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1858,  p.  465.  * 
melanopis  My.  Godm.  Novit.  Zool.  1894.  p.  360. 
melanthes  Ei.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1897.  (19). 
melantho  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  330. 
melias  El.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  120. 
melindena  Rag.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  125. 
meliopkila  El.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1896,  v.  11. 
melitophila  El.  Frühst.  Soc.  Entom.  1896. 
menava  Sat.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  499.  * 
mendiee  Ors.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  x>.  359. 
meridionalis  El.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  169. 
merope  Het.  F.  Syst.  Entom.  p.  495. 
merops  My.  Sm.  Rhopal.  Exot.  III.  * 
messene  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
mestra  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  79.  * 
methora  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  xd.  291.  * 
metirius  Hyxn  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1875,  p.  3. 
micromatus  Y.  Holl.  Am.  Ent.  Soc.  1878,  p.  115. 
micromede  My.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1900,  p.  11. 
microphthalma  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908, 
p.  83. 

mimalon  El.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1861,  p.  62.  * 

mirnus  El.  Wood-Mas.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1881,  p.  230. 

mindanaensis  Pty.  Frühst.  Iris  1899,  p.  80. 

mindorana  My.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1900,  p.  11. 

mindorana  Pty.  Semp.  Schmett.  PhilixDpin.  I,  p.  58. 

mindorana  Rag.  Semp.  Schmett.  PhiliiDXD.  (2)  5,  p.  435. 

mindorana  Zeth.  Frohst.  Stett.  Zg.  1909,  xd.  221. 

minerva  L.  F.  Syst.  Entom.,  p.  493. 

mineus  My.  L.  Syst.  Nat.  1  (2),  p.  76S. 

minoa  Rag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  xd.  361. 


Urbeschreibmigs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


399 


minuscula  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
ininuta  Y.  Mats.  Ent.  Zeitsehr.  Stuttg.  1909,  p.  92. 
minutianus  Eum.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  .308. 
rairifica  Het.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (3)  17,  p.  286. 
raisarte  Acr.  Semp.  Schmett.  Philipp.  II.  (5),  p.  47. 
misenus  My.  Nicev.  .lourn.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  4,  p.  164.  * 
mixta  Zeth.  Frühst.  Iris  1899,  p.  78. 

mniszechi  Eum.  H.  Schäff.  Syst.  Schmett.  Eur.  6,  p.  14.  * 
moupinensis  L.  Pouj.  Trans.  Ent.  Soc.  Pr.  1884.  p.  CXL. 
modesta  Kar.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  41.  * 
modestus  Ors.  Miste.  Proc.  Linn.  Soc.  N.  S.  W.  1890,  p.  29. 
moelleti  L.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  445. 
moelus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  292. 
mörus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 
moluccarum  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908, 

p.  86. 

rnoorei  My.  Fldr.  Novara  Lep.  (3)  p.  502.  * 

moori  Rhaph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  19,  p.  166.  * 

raoranda  El.  Frühst.  Iris  1903,  p.  322. 

motschulskyi  Y.  Men.  Brem.-Grey,  Schmett.  N.china,  p.  8. 
mnasicles  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
mucia  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

mucianus  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908, 

p.  157. 

limirkeadi  Neop.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1862,  p.  28. 
multistriata  Y.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  11,  p.  50. 
musa  Zeth.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  5,  p.  301. 
muscosa  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  243. 
musculus  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906.  p  81. 
musides  Zeth.  Semp.  Schmett.  Philipp.  (5)  pl.  VII.  * 
muskata  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  80. 
mutata  Ors.  Btlr.  Proc.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  1875.  p.  612. 

naerius  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 

naga  L.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1889,  p.  123.  * 

nagaraja  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 

nala  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1859,  p.  111. 

namura  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  in  321. 

nanda  My.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  48. 

narasingha  Coli.  Moore,  Cat.  Lep.  Mus.  E.  I.  Comp.  1,  p.  236. 

nareda  Y.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4  (2),  p.  451. 

narkunda  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  314. 

nautilus  My.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  1867,  p.  402.  * 

neelgheriensis  L.  Guer.  Deless.  Voy.  Ind.  (2)  p.  74.  * 

negrito  L,  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  J.  p.  124. 

neoclides  L.  Frühst.  Soc.  Ent.  1909,  p.  122. 

neolais  El.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Nat.  Hist.  Soc.  1898,  p.  136.  * 

neophyta,  Neor.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  326. 

neovisala  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  158. 

neoza  Man.  Lang,  Ent.  Month.  Mag.  1868,  p.  35. 

nepheronides  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  228. 

nephtkys  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  297. 

nerida  My.  Sm.  Rhopal.  Exot.  III  (1892)  5.  * 

nesaea  El.  L.  Mus.  Ulric.  p.  302. 

newara  Y.  Moore,  Prov.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  567. 

newayana  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  345. 

nervboldi  Y.  Dist.  Ann.  Nat.  Hist.  (5)  p.  376. 

niasana  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  155. 

niasicus  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  85. 

nicetas  L.  Hew.  Exot.  Butt.  3,  p.  78.  * 

nicetella  L.  Nicev.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  488.  * 

nicobarica  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  187. 

nicotia  My.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  p.  394.  * 

nigrescens  El.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  520.  * 

nigricans  Y.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entomol.  35,  p.  135. 

nigritia  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  213. 

nikaea  Y.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  567. 

niladana  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  315. 

nilamba  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  381. 

nirmala  Coli.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  501. 

nitida  Lampr.  Godm.  u.  Salv.  Pr.  Zool.  Soc.  1885. 

niyaga  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  365. 

noctula  Hars.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  299.  * 

norma  Y.  Westw.-Dbl.-Hew.  Gen.  Di.  Lep.  Pl.  67.  * 

notliis  Coel.  Dbl. -Hew.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  367.  * 

nudgara  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316.  * 

nudgara  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  148. 

nuwara  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  365. 

nynias  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  290.  * 

nysa  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  239.  * 

oberthiiri  El.  Frühst.  Soc.  Entom.  1902,  p.  82. 

obiana  El.  Frühst.  Iris  1908,  p.  321. 

obiaua  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 


obnubila  El.  Marsh,  u.  Nicev.  Butt.  Ind.  1  p.  272. 
obscurior  Pty.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  223. 
obscura  Y.  Elw.  u.Edw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  17. 
obscurata  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  339. 
obsolescens  Mel.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  464. 
ochine  Acr.  Semp.  Schmett.  Philipp.  II.  (5),  p.  47. 
oculata  My.  Moore.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1880,  p.  158. 
oculus  My.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  247. 
offaka  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
oinoe  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  86. 
opaca  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  220. 

opaculus  My.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  175. 
opalina  Pal.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  401. 
ophthalmicus  My.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1X88,  p.  473.* 
orchomenus  Eum.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  308. 
ordinata  Y.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  16,  p.  301. 
orichroa  Xen.  Meyr.  Ent.  Month.  Mag.  22,  p.  82. 
orientalis  El.  Röb.  Tijdschr.  voor  Ent.  1891,  p.  311. 
orixa  Call.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  555. 
ornamenta  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  190. 
ornata  Plat.  R.  u.  J.  Novität.  Zool.  12,  p.  458. 
oroatis  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
orphnia  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  179. 
orseis  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  89.  * 
orsina  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  81. 
osyris  Hyp.  Bscl.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  296. 
otrea  My.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

padma  Aul.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4  (2),  p.  445.  * 
palawana  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  187. 
palawanica  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  86. 
palawensis  My.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1909,  p.  11. 
pallens  My.  Oberth.  Ann.  Mus.  Genova  1880,  p.  517. 
palliata  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
pallida  Rog.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  361.  * 
paludosa  Xen.  Luc.  Proc.  Soc.  Queens.  8,  p.  71. 
pandaea  My.  Hpff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  39. 
pandocus  Y.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1.  p.  235. 
pantliaka  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  345  * 
panthera  El.  F.  Mant.  Ins.  (2)  p.  39. 
pantherina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  220. 
panvila  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  366. 
papua  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  329. 
papuana  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  286. 
paradelpha  Het.  Lower,  Trans.  Roy.  Soc.  S.  Austr.  17,  p.  146. 
paradoxa  El.  Stgr.  Iris  1894,  p.  116. 
paraleuca  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  177. 
parce  El.  Stgr.  Iris  1889,  p.  39. 

pareuploea  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  382. 
parisatis  Eum.  Koll.  Denksc.hr.  Ak.  Wien,  math.-nat.  CI.  1849, 
p.  52. 

parnassia  Zeth.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  108. 
pasiteles  Arge,  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  310. 
pasitelides  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 
patnoides  El.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  163.  * 
patnia  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  232. 
patna  El.  Westw.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  p.  405.  * 
patra  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  80. 
pauperenla  Ors.  Frühst.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908, 
p.  215. 

pavida  L.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  141. 
peali  El.  Wood-Mes.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  11.  p.  62.  * 
peguana  L.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  235. 
pelagia  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  296. 
pellucida  El.  Frühst.  Entom.  Nachr.  1895,  No.  11,  p.  1. 
pelusiota  Hyp.  Frühst.  Seitz.  Groß-Schmett.  9,  p.  297. 
penanga  El.  Westw.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  405. 
penicillata  My.  Pouj.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1884,  p.  135. 
perdiccas  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
perfecta  Y.  Leech,  Butt.  China  1,  p.  88.  * 
perimede  L.  Stgr.  Iris  9,  p.  226. 

perimele  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  323.  * 

periscelis  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9.  p.  350  *. 

permagnis  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  317. 

perna  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  83. 

pernotata  My.  Tryon.  Rep.  Admin.  Brit.  N.  Guin.  2,  App.  V. 

perpusilla  Ei.  Frühst.  Iris  1907,  p.  181. 

persa  My.  Sm.  Rhop.  Exot.  III.  1S92.  * 

perseoides  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  179.  * 

persephone  Eum.  Hbn.  Smlg.  Eur.  Schmett.  I.  * 

perseus  My.  F.  Syst.  Entom.,  p.  488. 

persimilis  Y.  Elw.  u.  Edw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  39. 

phaios  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  200. 

phasis  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  294. 


400 


Urbesclireibimgs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


phedima  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  pl.  292.  * 
pkidon  My.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  Myc.  4.  * 
pkidonides  My.  Frühst.  Verb.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908, 
p.  204. 

pkilemon  L.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitscbr.  1902,  p.  20. 
pkilerope  Hel.  Bsd.  Voy.  Astrolabe,  Lep.  p.  147. 
philomela  Y.  Joh.  Amoen.  Acad.  6  (1764),  p.  404. 
photinus  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  199. 
phrikonis  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitscbr.  1899,  p.  53. 
pimpla  Kar.  Fldr.  Novara,  Lep.,  p.  494.  * 
pimplea  Zeth.  Er.  Nova  Acta  Ac.  Nat.  Our.  16.  Suppl., 
p.  405.  * 

pitana  My.  Stgr.  Iris  9,  p.  230. 

pitiya  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  365. 
plateni  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  228. 
polishana  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitscbr.  1908,  p.  80. 
polydecta  My.  Cr.  Pap.  Exot.  II.  * 
polyphemus  Ooll.  Oberth.  Et.  d’Ent.  2,  p.  32.  * 
pompeja  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  367. 
procris  L.  Leech.  Entomol.  24.  Suppl.  p.  2. 
praetextata  El.  Fr.  Soc.  Entom.  Dez.  1896. 
prasias  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  343. 
pratti  Y.  Elw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  35. 
princesa  Neor.  Stgr.  Iris  1889,  p.  36. 
pseudagina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  191. 
pseudalumna  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  382. 
pseudasophis  My.  Frühst.  Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908, 
p.  163. 

pseudaswa  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitscbr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 

pseudeuploea  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  385. 

pseudirius  Hyp.  Bttr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1875,  p.  3. 

pseudodelias  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  250. 

pseudofalcipennis  Er.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  303. 

pseudosalpinx  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  389. 

ptychandrina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  227. 

ptyleus  My.  Frühst.  Verb.  Zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908,  p.  156. 

pulaha  Neop.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  227. 

pulahoides  Neop.  Moore ,  Lep.  Ind.  1,  p.  304.  * 

pulchella  Man.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  490.  * 

pulclira  Arg.  Math.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  347.  * 

pulehra  Man.  Fldr.  Novara  Lep.  p.  491. 

pumilus  Oen.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  490.  * 

pupillata  Neor.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  326. 

pusilla  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  28'/.  * 

pyrrka  Mel.  Böb.  Corr.  Blatt,  Iris  1887,  p.  192.  * 

radenoides  Zetb.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  220. 

radza  My.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  583.  * 

rafaela  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  200. 

ragalva  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  316. 

rahula  L.  Frühst.  Ins.  Börse  1908,  p.  38. 

rama  My.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  196.  * 

ramadeva  L.  Nicev.  Journ.  As.  Soc.  Beng.  (Pr.),  1887,  p.  147. 
ramosa  Neop.  Leech,  Entomolog.  23,  p.  29. 
ratnapandi  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  321. 
rawnsleyi  Enod.  Misk.  Tr.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  454. 
regalis  Manch  Leech,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1889,  p.  102.  * 
relicina  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  234. 
reniulia  My.  Cr.  Papil.  Exot.  III.  * 

rennilina  My.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1897,  p.  118. 

rendova  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  298. 

ribbei  Mel.  Böb.  Corr.  Blatt  Iris  1887,  p.  192. 

rckria  L.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  45. 

roonia  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  91. 

rotimdata  Er.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1893  (2),  p.  4. 

rubianensis  Arg.  Srn.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.  299. 

rudis  My.  Moore.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1880,  p.  166. 

rufinns  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  85. 

runeka  Ors.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  234. 

sagittigera  My.  Frühst.  Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  176. 
saitis  Zip.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
sakra  Y.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  I,  p.  236. 
salapia  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  368. 
salazar  Het.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  305. 
salomonis  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitscbr.  Stuttg.  1908,  p.  87. 
samba  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  233. 
sainbaluna  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  317.  * 
saniina  My.  Frühst.  Verb.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  186. 
samio  L.  Dbl.-Hew.  Gen.  Di.  Lep.  Pl.  61.  * 
sanatana  My.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  231. 
sangaica  My.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1877,  p.  95. 
sangira  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  54. 
sa pitana  My.  Frühst.  Verb.  Zool.  bot.  Ges.  Wien.  1908,  p.  176. 


(  sara  My.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1887,  p.  38.  * 
saraswati  Aul.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4  (2)  p.  445.  * 
saravus  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  289. 
j  sareaposa  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  291. 
j  satarnus  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  324. 
j  satricus  Rhaph.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.,  p.  387.  * 

|  satyavati  L.  Nicev.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  246. 
satyrina  L.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  402. 
saneri  El.  Dist.  Rbop.  Malay.,  p.  95.  * 
savara  Y.  8m.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  20,  p.  267. 
scanda  Coli.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4  (2),  p.  452.  * 

J  scanda  L.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  218. 

|  schadenbergi  Pty.  Semp.  Scbmett.  Philipp.  I,  p.  35. 
schakra  Sat.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  (4  2),  p.  446.  * 
scota  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 

|  scriptus  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  348. 
scylla  Aul.  Btlr.  Entom.  Month.  Mag.  1867,  p.  122. 
scyllax  Zip.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
segonacia  Neop.  Oberth.  Et.  d’Ent.  6,  p.  14.  * 
segonax  Neop.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
selinuntius  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289.  * 
semifasciata  Mel.  Frühst.  Ent.  Zeitscbr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 
semirasa  My.  Frühst.  Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  186. 
Sempera  Y.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  7,  p.  125. 
senona  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  296. 
septentrionalis  Zetb.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  220. 
sepyra  Y.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  292.  * 
serapis  Hyp.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  297. 
serbonis  L.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  13,  p.  151. 
serica  Neop.  Leech,  Butt.  China,  1,  p.  15.  * 
sericus  My.  Leech ,  Butt.  Cbin.  1,  p.  15.  * 
sertorius  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293.  * 
sesara  Xois.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  282.  * 
shallada  Coli.  Lang,  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  247. 
sliandura  Eum.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1882,  p.  38.  * 
skiwa  My.  Bsd.  Voy.  Astrolabe  Lep.  (1832),  p.  149. 
sicclis  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

siderea  L.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  246. 

sidonis  L.  Hew.  Exot.  Butt.  3,  p.  77.  * 

sikkimensis  Oen.  Stgr.  Stett.  Zg.  1889,  p.  21. 

simessa  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  362. 

similis  Y.  Elw.  u.  Edw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  30.  * 

Simplex  Plat.  B,.  u.  J.  Novität.  Zool.  12,  p.  59. 

singala  Y.  Fldr.  Verh.  zool.  botan.  Ges.  Wien,  1868,  p.  283. 

singhala  El.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  568. 

sinonia  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  334. 

sinorix  L.  Hew.  Exot.  Butt.  III,  p.  78.  * 

sintica  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  324. 

siponta  Rag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  361. 

sirius  My.  F.  Syst.  Ent.  p.  488. 

sisapon  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  321. 

sobrina  Y.  Elw.  u.  Edw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  29.  * 

solandra  Mel.  F.  Syst.  Entom.,  p.  500. 

splendens  My.  Math.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1887,  p.  38.  * 

stellera  Y.  Eschh.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  216.  * 

stenopa  L.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  127. 

stictica  El.  Frühst.  Iris  1901,  p.  271. 

striata  Y.  Hmps.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1888,  p.  349. 

suaveolens  My.  Wood-Mas.  Marsh.  Butt.  Ind.  1,  p.  125. 

suavium  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  230. 

subcongrueus  El.  Sernp.  Scbmett.  Philipp.  Rhop.  p.  329. 

subdecorata  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  381. 

subdita  My.  Moore ,  Lep.  Ind.  1,  p.  194.  * 

subfasciata  My.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.,  p.  237.  * 

sudra  My.  Fldr.  Novara,  Lep.  3,  p.  500.  * 

suffusa  Het.  Skuse.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  1895,  p.  XIV. 

suiensis  My.  Sm.  Rhop.  Exot.  II.  * 

suluana  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitscbr.  1899,  p.  221. 

sumati  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scbmett.  9,  p.  320.  * 

sumati  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitscbr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 

sumatraua  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  325. 

sumatrana  Er.  Mart.  Iris  1909,  p.  147. 

sumatranus  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  83. 

sumatrensis  L.  Stgr.  Iris  1896,  p.  228. 

sumbana  El.  Frühst.  Iris  1901,  p.  273. 

sumbawana  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  197.  * 

sumptuosa  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  237. 

sura  L.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Di.  Lep.  II,  p.  362.  * 

suradeva  Cyll.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  225. 

surkha  My.  Marsh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1882,  p.  37.  * 

suvarna  L.  Frühst.  Insektenbörse  1908,  p.  38. 

swaka  Aul.  Koll.  Hüg.  Kaschmir  4  (2),  p.  444.  * 

sylvarum  Coel.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1901,  p.  30. 

syrcis  L.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 


Ansgegeben  15.  VIII.  1911.  Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Satyriden. 


401 


taeniola  Bl.  Frühst.  Iris,  1907,  jx.  250. 

tagala  My.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  1863,  p.  126. 

tambra  Mel.  Moore ,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  15.  * 

tanuina  L.  Nicev.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  449.  * 

tannis  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  355. 

tasmanica  Xen.  Lyell.  Victorian.  Natur.  17,  p.  110.  * 

tautra  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  218. 

taxilides  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett,  9  p.  351. 

teatus  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  334. 

tekkensis  Coen.  Stgr.  Stett.  Zg.  1886,  p.  241. 

telephassa  Bum.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 

tellula  Aul.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  309. 

tenuistigma  Man.  Moore,  Lep.  Ind.  II,  p.  48.  * 

terentilina  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  389. 

terminulus  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.165. 

terminus  My.  F.  Syst.  Nat.  p.  488. 

ternatana  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  229. 

ternatensis  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  164. 
tessitnus  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  156. 
thalia  Phar.  Leech,  Entomolog.  24,  Suppl.  p.  25. 
theophila  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  199. 
therniaea  Zeth.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  12,  p.  178. 
thetis  Er.  Shelf.  Straits  Asiat.  Soc.  41,  p.  99. 
thora  Y.  Moore,  Lep.  Ceyl.  1,  p.  24.  * 
thryallis  El.  Kirsch,  Mittl.  Dresd.  Mus.  1876.  p.  119.  * 
thyateira  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  349. 
tliycana  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  323. 
thyone  El.  Frühst.  Soc.  Ent.  1904,  p.  54. 
tilmara  My.  Frühst.  Soc.  Entom.  1906,  p.  87. 
timandra  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  326. 
timorensis  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  198. 
tinctoria  El.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  826. 
todara  L.  Moore ,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  305. 
toliana  El.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1899,  p.  53. 
tonkiniana  El.  Frühst.  Iris  1901,  p.  271. 
tonkiniana  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  292.  * 
torone  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  288. 
transiens  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien,  1908, 
p.  179.  * 

tristigmata  L.  Elw.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  444. 
tritogeneia  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  p.  9. 
tunicula  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  355.  * 
turbata  Ors.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  214. 
typhhis  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p .  152. 
typica  El.  Frühst.  Iris  1901,  p.  272. 

ugiensis  Arg.  Math.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  347.  * 
uleva  Arg.  Sm.  Entom.  Month.  Mag.  25,  p.  299. 
ulia  My.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  145. 
umbonia  My.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1906,  p.  91. 
umbrata  Rag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  361. 
undularis  El.  Drury,  Illustr.  Ins.  II,  PI.  10.  * 
undulata  Hyp.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1875,  p.  2. 
undulata  My.  Snell.  Tijdschr.  voor  Entom.  (1890)  34. 
unica  My.  Leech,  Butt.  China  1,  jx-  15. 
unipupillata  My.  Frühst.  Stett.  Zg.  1898.  p.  265. 
ustulata  My.  Dist.  Rhopal.  Malay.  p.  418.  * 

vada  Mel.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  367. 
vaga  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  318. 
vaivarta  L.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1886,  p  115. 


vajra  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  319. 
valda  My.  Frühst..  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  339. 

Valentina  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stetig.  1908,  p.  83. 
valeria  My.  Sm.  Novit.  Zool.  1898,  p.  87. 

Valeriana  My.  Sm.  Rhopal.  Exot.  III.  Myc.  5.  * 

vanelia  L.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  118. 

varaha  Mel.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  224. 

vasudeva  El.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  238. 

velitra  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  316. 

vella  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  298. 

velutina  Mel.  Fldr.  Novara  Lep.  III,  p.  463. 

vercella  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  354. 

Verena  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  339. 

vetma  L.  Koll.  Hiig.  Kaschmir,  (4),  p.  447.  * 

verostes  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  340. 

verrcs  Aul.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  309. 

vetus  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  348. 

vicinus  Coli.  Fldr.  Novara  Lep.  (3),  p.  499. 

viminalis  El.  Wall.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  328. 

vindhya  L.  Fldr.  Wien.  Entom.  Mon.  3,  p.  402. 

violacea  El.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  389. 

violetta  El.  Frühst.  Soc.  Entomol.  1902,  p.  169. 

violetta  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  82. 

virgo  Pier.  R.  u.  E.  Novität.  Zool.  12,  p.  457. 

viridescens  El.  Sm.  Novit.  Zoolog.  1894,  p.  365.  * 

virilis  El.  Frühst.  Iris  1907,  p.  191. 

visala  My.  Moore.  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  230. 

visrava  L.  Moore.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  768.  * 

vitellia  El.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  PI.  349.  * 

volsina  My.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  355. 

vordermani  El.  Snell.  Tijdschr.  voor  Ent.  45,  p.  77. 

wakolo  My.  Frühst..  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  164 

watanabei  Neop.  Mats.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  92 

watsoni  Y.  Moore,  Lep.  Ind.  2,  p.  89.  * 

wayexva  My.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  1891,  p.  168. 

werang  Aul.  Lang  Entom.  Month.  Mag.  1868,  p.  247. 

westwoodi  Neor.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  226.  * 

whitelyi  L.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  20,  p.  403.  * 

xanthias  My.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  374. 
xanthophthalmus  Mel.  Stgr.  Iris  1889,  p.  35. 

yama  Neop.  Moore,  Cat.  Lep.  E.  I.  Comp.  1,  p.  221. 
yamoides  Neop.  Moore,  Lep.  Ind.  1,  p.  307.  * 
yanuta  Arg.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  293. 
yoga  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  317. 
ypthimoides  Y.  Moore,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.,  1881,  p.  307 
yunnana  Arge,  Oberth.  Et.  d’Ent.  15,  p.  13.  * 

zachaeus  My.  F.  Ent.  Syst.  III,  p.  217. 
zenon  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  1908,  p.  85. 
zeugitana  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  318. 
zia  My.  Btlr.  Entomolog.  4,  p.  347. 

zipoetina  Ors.  Frühst.  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  Wien  1908,  p.  214 
zitenides  Mel.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Stuttg.  1908,  p.  87 
zitenius  Mel.  übst.  Naturs.  bek.  Schmett.  8,  p.  5.  * 
zodia  Y.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1861,  p.  402. 
zodina  Y.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  289. 
zonata  My.  Mats.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  1909,  p.  92. 
zuchara  L.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  9,  p.  319. 


IX 


51 


AMATHU SIL ILE .  Von  H.  Fruhstorfer. 


403 


5.  Familie :  Amathusiidae. 

Nachdem  Schatz  1889  die  interessanten  jedoch  wenigen  hieher  gehörigen  Gattungen  bereits  als  ,,Mor- 
plxiden  der  alten  Welt “  abgetrennt  und  sie  den  ,, Morphiden  der  neuen  Welt £*  gegenüber  gestellt  hatte,  wählte  Moore 
1895  den  Namen  Amathusiinae  um  eine  Gruppe  von  Schmetterlingen,  wissenschaftlich  zu  umgrenzen,  die  Gis 
dahin  eine  äußerst  unsichere  Stellung  in  der  Systematik  einnahm.  Wurden  doch  die  Amathusiiden  vielfach 
als  Nymphaliden  behandelt,  während  weitaus  die  meisten  Merkmale  zu  den  Satyriden  hinneigen,  was  der 
geniale  Felder  1866  bereits  erkannte,  und  Erich  Haase  durch  die  Bezeichnung  Satyromorpha  (1891),  zuerst 
umschrieb. 

Von  den  echten  Morphiden  lassen  sich  die  Amathusiiden  leicht  trennen  durch,  die  stark  gebogene  untere 
Discocellulare  und  den  fehlenden  basalen  Mediansporn  der  Vflgl,  auf  denen  mit  Ausnahme  der  Hyantis  nur  ein 
Subcostalast  vor  dem  Zellende  abzweigt.  Die  Form  der  unteren  Discocellulare  der  Vflgl  gemahnt  insbesondere 
an  jene  der  Gattung  Elymnias.  Die  Lebensweise  der  Amathusiiden  ist  gleichfalls  satyroid,  wodurch  ebenso 
wie  im  Geäder  ein  viel  größerer  Kontrast  gegenüber  den  neotropischen  Morphiden  entsteht,  als  gegenüber 
den  Satyriden.  Die  echten  Morpho  sind  Kinder  der  Sonne,  die  Amathusiiden  Dämmerungsfalter  und  selbst  die 
wenigen  tagfliegenden  Gattungen  Faunis,  Xanthotaenia  und  Taenaris  lieben  den  Schatten  des  Waldes,  den  sie 
nie  verlassen. 

Die  Klammerorgane  der  Amathusiiden  sind  völlig  analog  mit  jenen  der  Satyriden  und.  in  einigen 
Fällen  {Taenaris)  ebenso  wenig  davon  zu  unterscheiden  wie  etwa  die  eines  Teiles  der  Brassoliden  (Opsiphanes). 

Die  Raupen  der  asiatischen  Genera  nähren  sich  von  Monocotyledonen,  jene  der  südamerikanischen 
Morpho,  von  verschiedenen  Dicotyledonen,  doch  haben  alle  gemeinsam  eine  dichte  lange  pelzige  oder  bü¬ 
schelförmige  Behaarung ,  was  sie  im  Gegensatz  zu  den  nackten  Satyridenlarven  bringt  und  dies  ist  das 
einzige  gewichtige  Merkmal,  weshalb  hier  von  einer  Vereinigung  der  Amathusiiden  mit  den  Satyriden  abgesehen 
wird.  Die  neuerdings  versuchte  Absplitterung  der  Hyantidae  und  Discophoridae  als  besondere  Familien  muß 
deshalb  naturgemäß  und  vollends  als  überflüssig  und  unhaltbar  abgelehnt  werden. 

Die  Genera  der  Amathusiiden  sind  strenger  lokalisiert  als  jene  der  Satyriden,  so  finden  sich  die  Ama- 
thusinae  ausschließlich  in  den  indischen,  die  Taenarinae  und  Hyantinae,  von  wenigen  Ausläufern  abgesehen, 
nur  in  der  australischen  Region.  Einige  Genera  wie  Stich ophihalma,  Aemona  sind  kontinental,  die  Taenarinae  in¬ 
sular.  Fast  alle  führen  (im  Gegensatz  zu  den  Morpho)  sekundäre  Sexualauszeichnungen,  die  bei  den  Zeuxidia 
noch  jene  der  Satyriden  ( Culapa )  an  luxurianter  Ausbildung  überbieten  und  anscheinend  in  Korrelation  stehen 
mit  einem  aromatischen  Geruch,  der  sich  selbst  bei  trocken  konservierten  Imago’s  von  Amathusia  plateni 
und  einigen  Discophora  bisweilen  in  der  mit  Naphthalindünsten  erfüllten  Sammlung  noch  nach  einem  Jahr¬ 
zehnt  bemerklich  macht. 

Die  Amathusiiden  scheuen  die  direkten  Sonnenstrahlen,  fliegen  nur  im  Schatten  und  lieben  die  Stunden 
der  Abenddämmerung,  ja  selbst  die  beginnende  Nacht.  Unter  Tags  bewegen  sie  sich  in  den  meisten  Fällen  nur 
aufgescheucht  und  auf  kurze  Entfernungen  und  ziehen  es  vor,  mit  zusammengeklappten  Flügeln  im  dichtesten 
Bambusgebüsch,  längs  der  kleinen  Wasserläufe  des  Urwaldes  zu  ruhen.  Nur  die  näher  mit  den  Satyriden  ver¬ 
wandten  Gattungen  ( Faunis ,  Xanthotaenia-  und  Thaumantis )  lieben  die  Erde  und  ruhen  auf  derselben  und  auf 
toten  Blättern.  Die  Ruhestellung  mit  gefalteten  Flügeln  schützt  die  Tiere  auf  jeden  Fall  am  besten  vor  Ver¬ 
folgung,  da  bei  allen  Arten  die  Färbung  der  Unterseite  gut  mit  der  Umgebung  harmoniert,  während  die  Ober¬ 
seite  mit  meist  prachtvollen  blauen  Tönen  sie  rasch  verraten  würde. 

Gleichwie  die  Hestia-  und  die  stattlichen  Euploea- Arten  bevorzugen  die  Amathusiiden  die  Niederung; 
mit  ihrer  meist  riesigen  Gestalt,  und  dem  schwachen  Körper,  der  fast  unförmige  Figl  zu  tragen  hat,  fühlen  sie 
sich  nur  im  Walde  sicher  und  vermeiden  deshalb  auch  die  den  heftigen  Winden  ausgesetzten  alpinen  Regionen. 

Die  Eier  sind  nach  Angaben  Doherty’s  jenen  der  Satyriden  ähnlich,  aber  ziemlich  flach,  hart,  leicht 
durchsichtig  ( Discophora ,  Thaumantis )  oder  dunkel  fazettiert  (Faunis).  Dr.  Martin  hat  neuerdings  2  Arten 
aus  dem  Ei  gezogen  und  gefunden,  daß  dieses  bei  Thaumantis  lucipor  kugelig,  relativ  groß,  von  schmutzig 
weißer  Färbung  und  mit  eigentümlichen  Linien  besetzt  ist. 

Rp  in  der  Regel  gesellig,  zuerst  weißgrau,  später  rotgrau  behaart.  Kopf  mit  2  Hörnern  und  dicht  mit 
langen  Borsten  besetzt;  Körper  zylindrisch,  in  der  Mitte  verdickt  mit  mäßig  langer  Schwanzgabel.  Sie  tritt 
manchmal  massenhaft  auf  und  kann  dann  große  Verheerungen  anrichten,  so  besonders  auf  den  Blattwedeln 
der  Kokospalmen,  die  sie  bis  auf  die  Mittelrippe  abfrißt. 

Pp  hängend,  soweit  bekannt  grün,  lang,  schlank,  teilweise  kahnförmig,  Kopf  in  zwei  lange  Spitzen 
ausgezogen,  welche  die  Palpen  umschließen.  Ppnruhe  10 — 12  Tage. 

Die  Vorlagen  zu  den  auf  Tafeln  100  bis  106  dargestellten  Arten  entstammen  der  Sammlung  Frfhstor- 
per  —  (Genf-Florissant)  in  der  auch  die  Typen  der  neubeschriebenen  Formen  aufbewahrt  sind,  soweit  dies  nicht 
bei  einigen  Ausnahmen  des  Berliner  Museums  und  British  Museums  besonders  bemerkt  ist. 

Subfamilie  Amathusiinae  Moore. 

Genitalapparat  der  ohne  Uneus  anticus,  Vflgl  mit  deutlicher  mittlerer  Diseocellularis.  Zwei 
Hauptgruppen:  a)  Uncus  mit  lateralen  Spangen;  b)  Uncus  ohne  solche. 


404 


FAUNIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


1.  Gruppe:  Uncus  ohne  laterale  Spangen. 

1.  Gattung:  Faimis  Hbn. 

Dieses  unter  dem  jüngeren  Namen  Clerome  Wesiw.  besser  bekannte  Genus  umfaßt  die  unscheinbarsten 
und  den  Satyriden  am  nächsten  verwandten  Arten  der  Familie.  Ihre  Gestalt  überschreitet  niemals  die  Mittel¬ 
größe  und  die  11  zugehörigen  Arten  sind  von  bräunlicher,  seltener  weißlicher  Grundfärbung  der  Oberseite.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  kann  punktiert,  gestreift  oder  schön  geäugt  sein,  die  Vflgl  führen  manchmal  eine  weiße 
oder  violette  Schrägbinde,  die  je  nach  Lokalität  an  Breite  und  Färbung  wechselt.  —  Palpen  relativ  kurz  und 
dicht  anliegend  beschuppt.  Vflgl  mit  2  freistehenden  Subcostalästen  vor  dem  Zellapex,  Struktur  im  allgemeinen 
jener  der  Taenaris  ähnlich,  aber  auf  den  Hflgln  durch  eine  äußerst  kurze  vordere  Discocellulare  leicht  zu  unter¬ 
scheiden.  — ■  Eier  nach  Doherty  dunkel  facettiert.  — -  Die  $$  tragen  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  einen  Haarbü¬ 
schel,  welcher  rückwärts  von  der  Wurzel  der  Medianader  entspringt  und  sich  über  diese  und  über  einen  in  der 
Wurzel  der  Subcostalader  gelegenen  Duftfleck  breitet.  Die  Schmetterlinge  bewohnen  nur  den  hohen  Wald, 
fliegen  niedrig  und  setzen  sich  oft  und  gerne  auf  die  nackte  Erde  oder  tote  Blätter ;  ihr  Flug  ist  hüpfend,  leicht  und 
rasch,  aber  ziemlich  unstät  und  unberechenbar.  Verbreitungsgebiet  von  Bhutan  bis  Hinterindien  und  Süd- 
China,  dem  Archipel  der  Philippinen,  Makromalayana  und  Celebes. 

arcesilans.  F.  arcesilaus  F.  von  ihrem  Autor  bereits  1770  aus  Siam  beschrieben,  wo  ich  die  Art  wieder  auffand, 

ist  oberseits  dunkel  gelbbraun  mit  leichter  Apikalverdunkelung  bei  den  $$.  Unterseite  des  Hflgls  mit  nur 
einer  gebogenen  Reihe  von  weißen  oder  gelblichen  Punkten,  die  zwischen  einer  bei  den  GG  undeutlichen,  beim 
$$  etwas  breiter  angelegten  Mediana  und  einer  Submarginalbinde  stehen.  Manchmal  führen  auch  die  Vflgl 
3 — 5  gelbliche  Punkte,  arcesilaus  fliegt  in  Siam  im  Januar,  in  Tonkin  im  Juni.  Sie  ist  von  Birma  und  Assam 
bekannt,  soll  noch  in  Bhutan  häufig  sein,  aber  in  Sikkim  nur  noch  als  größte  Seltenheit  auftreten.  Exemplare 
von  Singapore  und  Sumatra  sind  kaum  von  kontinentalen  arcesilaus  abzusondern,  dagegen  sind  beide  Geschlech¬ 
ter  von  Borneo  und  den  Natuna-Inseln  leicht  zu  erkennen  durch  eine  auffallend  hell  ockergelbe  Grundfärbung 
borneensis.  der  Oberseite  und  eine  bleich  braungraue  Medianpartie  der  Hflglunterseite,  weshalb  der  Name  borneensis  Frühst, 
pallidior.  dafür  eingesetzt  wurde.  — ■  Eine  weitere  helle  Form  ist  pallidior  Hag.  von  den  Mentawej -Inseln,  die  von  sumatra- 
nischen  arcesilaus  durch,  kleinere  Gestalt  ab  weichen  und  unterseits  schärfere  und  deutlicher  gezackte  Binden 
samadhi.  führen.  Es  sind  bisher  nur  2  bekannt  geworden.  —  samadhi  Frühst,  ist  eine  oberseits  fast  rötlich  gelbe  Sa- 
tellitinselrasse,  die  von  der  benachbarten  Nias-Form  differiert  durch,  bleicher  gelbliche  Grundfarbe  der  und 
eine  wie  bei  pallidior  Hag .  markante,  proximal  tief  eingeschnittene,  braunschwarze  mediane  Längsbinde  der  Hf  lgl- 
niasana.  Unterseite.  —  niasatia  Frühst.  (100  b).  Oberseite  aller  Flügel  nicht  rötlich  gelb  wie  bei  arcesilaus  vom  Kon¬ 
tinent  und  Java,  sondern  matt  dunkel  braunrot.  Unterseite:  Basalfeld  aller  Figl  dunkler,  Außenhälfte  lichter 
abgetönt  als  bei  arcesilaus,  das  schwärzliche  Medianband  noch,  einmal  so  breit.  Die  gelbe  Punktierung  ist  nicht, 
wie  bei  den  übrigen  arcesilaus,  von  einem  braunen  Schatten  umgeben,  und  hebt  sich  dadurch  von  dem  licht¬ 
braunen  Untergründe  deutlicher  ab.  Nicht  selten  auf  Nias  und  leicht  kenntlich  an  den  oberseits  matt  dunkel- 
canois.  braunen  $$.  —  canens  Hbn.  (=  leonteus  Zink.)  ist  weitaus  die  markanteste  Lokalfoim  und  die  $$  aus  dem  west¬ 
lichen  Java  müssen  als  die  größten  der  Kollektivspezies  bezeichnet  werden.  Beide  Geschlechter  differieren 
von  der  kontinentalen  Rasse  durch  eine  deutliche,  schön  gelbliche  Aufhellung  der  Medianpartie  der  Oberseite 
aller  Flügel,  die  bei  den  auffallend  breit  braunschwarz  umrandet  erscheinen.  Dagegen  ist  die  Unterseite 
fast  zeichnungslos,  die  schwarzen  Längsbinden  verschwommen  und  die  gelblichen  Pünktchen  sehr  undeutlich. 
Ganz  Java,  von  der  Küste  bis  zu  600  m.  —  Ost- Java-Exemplare  sind  kleiner  und  etwas  dunkler  als  solche 
aus  den  Preanger  Regentschaften  im  Westen  der  Insel.  Ich.  vermute,  daß  dieselbe  oder  eine  ähnliche  Form  auch 
auf  Bali  vorkommt,  wo  Doherty  eine  arcesilaus-lieLSse  entdeckte. 

Jdrata.  F.  kirata  Nicev.  (100b).  Ursprünglich  aus  Perak  und  Südost-Borneo  beschrieben,  aber  später  auch  auf 

Sumatra  gefunden  ;  differiert  durch  den  mehr  quadratischen  statt  rundlichen  Umriß  der  Vflgl.  die  gleichmäßigere 
und  dunkler  rotbraune  Grundfarbe  von  arcesilaus.  Die  Unterseite  der  ist  vorherrschend  schwarz,  statt 
rötlich;  die  sind  grau  mit  dunkleren  schön  geschwungenen  Längsbinden,  von  denen  die  mittlere  ungewöhn¬ 
lich  breit  angelegt  ist.  Nach  Doherty  sind  auch  die  Klammerorgane  weitgehend  differenziert. 

grcicilis.  F.  gracilis  Btlr.  (100  b)  hat  mit  kirata  dieselbe  Verbreitung  gemeinsam,  also  Makromalayana  mit  Aus¬ 

schluß  von  Java.  In  der  Regel  noch  etwas  kleiner  als  kirata  und  oberseits  gleichmäßiger  und  lichter  rotbraun 
als  arcesilaus,  ist  sie  unterseits  kenntlich  an  einer  den  Vflgl  steil  durchziehenden  schwarzen  Längsbinde,  während 
die  Hflgl  ein  kleines  Apikal-  und  ein  größeres  Analauge  führen,  das  gelbumringelt  und  gelb  gekernt  ist.  Zwischen 
den  Ozellen  stehen  dann  noch  drei  gelbliche  Pünktchen  und  die  Vflgl  zeigen  eine  Serie  von  vier  Pünktchen 
über  dem  manchmal  fehlenden,  sehr  kleinen  Auge  zwischen  der  Submediane  und  der  hinteren  Mediane. 

stomphax.  F.  stomphax  Weshv.  (100b)  vom  Habitus  der  arcesilaus  aber  oberseits  etwas  satter  rotbraun;  trägt 

unterseits  manchmal  noch  etwas  größere  Ozellen  als  sie  auf  der  Abbildung  dargestellt  sind,  dagegen  ist  die  weiß- 
violette  Vflglbinde  häufig  erheblich  verengt  (manchmal  sind  nur  fadendünne  Rudimente  davon  vorhanden 
besä,  und  nicht  selten  verschwindet  sie  vollkommen).  Nach  Exemplaren  von  letzterer  Form  ist  besä  Hew.  benannt. 
Diese  scheint  aber  auf  Nord-Borneo  beschränkt  zu  sein,  während  mir  stomphax  außer  vom  Kinabalu-Gebiet 


FAUNIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


405 


auch  von  Südost-Borneo  und  sogar  ziemlich  unverändert  von  West-Sumatra  vorliegt  und  Snellen  sie  aus  Billiton 
empfing.  —  plateni  Stgr.  muß  als  eine  unterseits  verbleichte  Inselrasse  gelten,  bei  der  die  vordere  Ozelle  der  Hllgl-  plaimi. 
Unterseite  ausfällt  und  die  Längsbinden  zu  verschwinden  beginnen.  Palawan,  selten. 

F.  phaon,  aus  Manila  zuerst  gekommen,  ist  über  alle  nördlichen  und  mittleren  Philippinen  verbreitet, 
lokalen  Veränderungen  unterworfen  und.  anscheinend  auch  klimatischen  Einwirkungen  gegenüber  sehr  em¬ 
pfindlich,  denn  sowohl  Semper  wie  Staudinger  erwähnten  bereits  Exemplare  mit  normalen  großen,  wie  auch 
stark  verkleinerten  Ozellen  der  Hf lgl-Unterseite ,  welch  letztere  wohl  der  Trockenzeit  angehören  und  als  microps  mt-m/w. 
Stgr.  benannt  wurden,  phaon  übertrifft  arcesilaus  in  der  Pegel  in  der  Größe  und  wechselt  je  nach  der  Heimat¬ 
insel  in  der  Oberflächenfärbung,  phaon  Er .,  die  Namens  type  von  Luzon,  ist  oberseits  dunkel  lederbraun  und  seine  phaon. 
Augenflecken  sind  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  dunkelgrau  umringelt.  —  Bei  ikonion  Frühst.  (100  a),  einer  geo-  ihonion. 
graphischen  Rasse  ohne  genauer  bekannten  Fundort,  verändert  sich  das  Kolorit  in  ein  dem  arcesilaus  ähnliches 
helles  Rotbraun  und  bei  SS  von  den  Guimaras  wiederholt  sich,  eine  Erscheinung,  auf  die  bereits  bei  den  Culapa 
hingewiesen  wurde:  nämlich  das  Dominieren  eines  äußerst  lebhaften  hellockergelben.  Kolorits,  so  daß  derlei 
Exemplare  unter  großen  Reihen  von  phaon  sogleich  auffallen  und  als  carfinia  subsp.  nov.  abgesondert  werden,  carfinia. 
Type  in  der  Koll.  Semper  des  Senckenbergischen  Museums  in  Frankfurt  a.  M.  —  lurida  Fldr.  ist  ein  weiteres  lurida. 
Färbungsextrem  von  weißlichgrauer  Abtönung,  außerdem  unterseits  durch  helleres  Grundkolorit,  kleinere 
Augen  und  zackiger  verlaufende  dunkle  Mittellinie  charakterisiert.  Semper  erwähnt,  daß  bei  lurida  und  phaon 
auch  auf  den  Vflgl  gelegentlich  kleine  Ozellen  auftreten. 

F.  leucis  Fldr.  (100  a)  vertritt  phaon  auf  den  südlichen  Philippinen.  Sie  ist  ausgezeichnet  durch  den  leucis. 
atlasartigen  Glanz  der  weißlichen  Basalpartie  der  Hflgl.  Da  aber  die  Unterseite  außer  etwas  kleineren  Ozellen 
keinerlei  Unterschiede  phaon  gegenüber  aufweist,  wird  sie  woh.l  nach  Bekanntwerden  von  weiteren  insularen 
Zwischenstufen  mit  phaon  als  Unterart  vereinigt  werden  müssen.  Nach.  Semper  treten  die  Nebenaugen  der  Vflgl- 
unterseite  bei  leucis  noch  häufiger  in  Erscheinung  als  bei  phaon,  und  das  $  führt  gelegentlich,  eine  weißliche 
Begrenzung  der  dunklen  Medianlinie.  In  ganz  Mindanao  vom  April  bis  Juli,  auf  Bazilan  im  Februar — März 
nach  den  von  Doherty  gesammelten  <3$  meiner  Kollektion. 

Auf  Sangir  und  der  celebischen  Subregion  finden  wir  phaon  ersetzt  durch  F.  menado  die  auf  der  Haupt¬ 
insel  Celebes  selbst  bereits  in  vier  Ortsformen  zerfällt.  —  menado  Hew.  der  nomenklatorische  Typus,  entstammt,  menado. 
was  ja  der  Name  schon  andeutet,  der  Umgebung  von  Menado  in  der  Minahassa  (Nord-Celebes).  Grundfarbe 
wie  bei  allen  anderen  Formen  der  Hauptinsel  bell  ockergelb  mit  leicht  verdunkeltem  Apex  der  Vflgl  der 
Unterseite  der  ES  mehr  oder  weniger  dunkel  grauschwarz,  die  schwarzen  Augen,  gelb  umzogen.  $  basalwärt s 
dunkel,  nach  außen  gelblichgrau,  Vflgl  der  ES  mit  Rudimenten  einer  weißlichvioletten  Binde,  die  bei  den  $$ 
etwas  deutlicher  vorhanden  ist  und  in  der  Flügelmitte  manchmal  eine  gelbliche  Verlängerung  findet.  Minahassa 
und  Toli-Toli,  wo  ich  die  Art  an  Bananenköder  im  November  und  Dezember  häufig  antraf.  —  In  Zentral-Celebes, 
bei  Donggala  in  der  Palos-Bai,  fand  Doherty  im  August  eine  entschiedene  Trockenzeitform,  die  ich  als  zenica  -enica. 
form.  nov.  einführe,  die  bei  beiden  Geschlechtern  unterseits  heller  gefärbt  und  mit  kleineren  Ozellen  besetzt  ist, 
dagegen  verbreitert  sich  die  weißliche  Schrägbinde  der  Vflgl  ganz  erheblich  und  die  braune  Submarginalbinde 
der  Hflgl  ist  zumeist  stärker  gezackt.  —  pleonasma  Röb.  umschreibt  eine  interessante  und  markante  Rasse  des  pleonasma. 
östlichen  Celebes,  von  Tombugo  und  Kendari  in  meiner  Sammlung.  Beide  Geschlechter  sind  unterseits  wesent¬ 
lich  heller  als  selbst  zenica,  die  Schrägbinde  der  Vflgl  nimmt  bei  den  durchweg  eine  gelbliche  Färbung  an, 
die  Ozellen  der  Hflgl  werden  größer  als  bei  menado  und  die  braunen  Längsbinden  heben  sich  deutlicher  von 
der  fahleren  Unterlage  ab.  Das  bei  zenica  stets  fehlende,  bei  menado nur  selten  vorhandene  Apikalauge 
der  Vf  lgl-Unterseite  bleibt  stets  deutlich,  wodurch  ein  LTebergang  geschaffen  ist  zu  Chitone  Hew..  die  auf  von  chitone. 
Wallace  in  der  Umgebung  von  Makassar  in  Süd-Celebes  gesammelte  Exemplare  basiert  ist.  Die  Oberseite 
heller  als  bei  den  vorgenannten  Rassen,  weshalb  der  dunkle  Apikalbezug  der  $$  lebhafter  kontrastiert.  Vflgl 
unterseits  mit  sehr  deutlicher,  Avenn  auch,  manchmal  noch  unterbrochener  violett weißer  Subapikalbinde. — • 
fruhstorferi  Röb.  (100  a)  bezeichnet  eine  Rergform  des  östlichen  Süd-Celebes,  die  am  Pik  von  Bonthain  Höhen  fruhstorferi. 
von  3 — 5000  Fuß  bewohnt.  Die  Schrägbinde  auch  der  ES  «ehr  verbreitert,  niemals  unterbrochen;  alle  Ozellen, 
namentlich  aber  das  Apikalauge  der  Vflgl,  sehr  deutlich,  die  braunen  Submarginallinien  aller  Figl  markanter 
als  bei  den  HEAViTSON’schen  Ortsrassen.  —  intermedia  Röb.  bezeichnet  eine  Form  der  Insel  Bangkai,  die  in  der  intermedia. 
Größe  etwas  hinter  pleonasma  zurückbleibt,  von  der  sie  ein  unterseits  noch  mehr  verbleichtes,  mit  kleineren 
Ozellen  besetztes,  Extrem  darstellt.  —  syllus  subsp.  nov.  kommt  von  Sangir  und  nach  der  Type  in  der  Sammlung  .s yllus. 
Staudinger  des  Berliner  Museums  steht  sie  der  menado  Hew.  am  nächsten,  ist  aber  oberseits  intensiver  und  gleich¬ 
mäßiger  soAvie  mehr  rötlichgelb  gefärbt.  Der  dunkle  Apikalanflug  der  undeutlicher  und  die  vordere  Ozelle 
der  Hflgl-Unterseite  stets  kleiner  als  bei  menado. — suluana  Frühst,  muß  als  das  dunkelste  Extrem  der  Ivollek-  suluana. 
tivspezies  aufgefaßt  werden.  Die  Oberseite  satt  rotbraun,  wie  bei  phaon  ikonion  Frühst.  (100a)  der  Philippinen: 
die  Unterseite  nur  wenig  lichter  mit  etwas  gelblicher  Beimengung.  Die  Medianlinien  mehr  genähert,  die  Augen 
sehr  groß,  dunkelgelb  umzogen.  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  dagegen  dunkel  violett  und  nicht  Aveißlich  blau 
wie  bei  menado  und.  vor  dem  Apex  steht  noch  ein  großer,  schwarzer,  weißgekernter  Augenfleck,  analog  pleo¬ 
nasma  Röb.  Die  braunschwarze  Medianbinde  der  Hflgl  ist  stärker  gewinkelt  als  bei  chitone.  S  Vflgllänge  39  mm. 
Sula-Mangoli,  Oktober — November  von  W.  Doherty  gefunden. 


406 


JEMONA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sappho.  F.  sappho  Sem/p.  ist  eine  in  den  Sammlungen  wenig  verbreitete  und  auch  mir  fehlende  Art,  die  ich 

nur  nach  der  Abbildung  und  den  Exemplaren  in  der  Sammlung  Semper  beurteilen  kann.  Grundfarbe  der 
Oberseite  graubraun  wie  bei  phaon  Er.  der  Nord-Philippinen  und  die  Anlage  einer  breiten  weißen  Binde  der  Vflgl, 
welche  das  Hauptmerkmal  der  Spezies  bildet  und  die  wurzelwärts  von  einer  undeutlichen  dunkelbraunen  Linie 
begrenzt  wird,  nach  Angaben  von  Semper  sehr  konstant.  An  der  Vflglspitze  stehen  unterseits  zwei  bis  drei 
weiße  Punkte,  von  denen  der  mittelste  sich  mitunter  zu  einem  Auge  ausbildet.  Die  beiden  üblichen  Ozellen  der 
Hflgl  sind  immer  gleich  groß  und  variieren  je  nach,  der  Inselrasse.  Die  braune  Mittellinie  trifft  teils  das  Apikal¬ 
auge,  teils  geht  sie  proximal  daran  vorbei.  Type  von  Boliol;  Flugzeit  anscheinend  während  des  ganzen  Jahres. 

Meis.  —  kleis  Semp.  bezeichnet  eine  melanotische  Form  mit  wie  bei  menado  pleonasma  Böb.  ziirückgebildeter  Sub¬ 
apikalbinde  der  Vflgl,  die  grau  überdeckt  erscheint.  Selten,  nur  5  Exemplare  bekannt  von  den  Inseln  Camotes, 
ameinoldeia.  Samar,  Panaon  und  Siargao.  Flugzeit  Februar  bis  November.  —  ameinokleia  sub.sp.  nov.  von  Oa.miguin  de 
Mindanao  in  der  Sammlung  Semper  in  Frankfurt,  differiert  von  der  Type  aus  Bohol  durch  bleicher  brauner 
Grundfarbe,  schmälere  weiße  Subapikalbinde  der  Vflgl  und  hell  gelbgraue  statt  braune  Unterseite  der  Hflgl, 
die  auffallend  große  Ozellen  tragen. 

eumeus.  F.  eumeus  Drury  begegnet  als  einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge  dem  Spaziergänger  der  kurz  vor 

Sonnenuntergang  im  botanischen  Garten  von  Hongkong  lustwandelt.  Die  Falter  hüpfen  dann  nahe  dem  Erd¬ 
boden  über  die  Gräser  oder  setzen  sich  auf  Steinbänke,  leicht  zur  Beute  werdend.  Oberseite  rotbraun  mit  schön 
gelbem  Oostalsaum,  von  dem  aus  stets  eine  breite  und  besonders  beim  $  schön  ockergelbe  Schrägbincle  über 
dem  Zellapex  zur  Flglmitte  hinzieht.  Ich  fing  ganz  frische  Exemplare  Ende  Oktober  und  Walker  berichtet, 
daß  abgeflogene  Stücke  noch  im  Dezember  unterwegs  sind  und  daß  sich  der  Schmetterling  als  eine  der  häufig¬ 
sten  Erscheinungen  der  Falterwelt  selbst  in  das  Straßengetriebe  der  City  von  Hongkong  gelegentlich  verirre. 
Eine  neue  Brut  kommt  bereits  im  März  zum  Vorschein.  Die  Rp  lebt  vermutlich  auf  Gras  und  Zwergbambus. 
Walker  fand  die  Rp  und  beschreibt  sie  als  ganz  glatt,  nur  mit  zwei  Kopfhörnern  bewehrt  und  von  bleichgrüner 
Farbe.  Die  Falter  fliegen  auch  an  kalten  Tagen  und  verstecken  sich,  gern  im  abgefallenem  Laub  oder  setzen  sich 
auf  nasse  Wegstellen.  Moore  nennt  auch  Hainan  und  Süd-China  als  weitere  Flugorte.  —  Bei  der  Lokalform 
incerta.  incerta  Stgr.  (100  a)  von  Tonkin,  Birma  und  Annam  fehlt  die  ockerfarbene  Binde  den  nur  die  prächtig  gelbe 
Aufhellung  des  Costalsaumes  bleibt  erhalten  und  bei  den  $$  ist  sie  zwar  sehr  deutlich,  aber  stark  verschmälert  und 
von  dem  rotbraunen  Mediananflug  etwas  zerteilt.  Flugzeit  in  den  Monaten  Juni,  Juli  auf  ca.  300  m  Höhe.  Im 
August  erscheint  eine  Trockenzeitform,  welcher  der  rotbraune  Anflug  fehlt,  so  daß  ein  mattes  Kakaobraun 
vorherrscht.  Im  Gebirge  von  Annam  beobachtete  ich  aber  in  der  Höhe  von  etwa  1200  m  eine  äußerst  charak- 
moiarum.  teristische  Abweichung,  moiarum  Frühst.,  sehr  große  $$  mit  einer  breiten  hellockergelben  Subapikalbinde  der 
Vflgl,  die  selbst  jene  von  eumeus' aus  Hongkong  an  Ausdehnung  übertrifft  und  auch  unterseits  als  gelber  Termi¬ 
nalrand  erhalten  bleibt. 

assama.  F.  assania  Wesüv.  steht  unterseits  der  eumeus  sehr  nahe,  doch  sind  die  Submarginalmakeln  gelb,  statt 

weiß  und  die  rotbraunen  Längsbinden  verlaufen  geradliniger.  $  oberseits  matt  hellbraun  mit  unmerklicher 
lichterer  Partie  am  Zellapex;  $  mit  hellockergelber  Transcellularbincle.  Bisher  nur  aus  Assam  bekannt,  wo  die 
Art  nicht  selten  ist. 

F.  aerope  von  China  und  Tonkin  zerfällt  in  zwei  geographische  Rassen  von  denen  die  kleinere  Nordform, 
aerope.  aerope  Leech ,  bereits  Bd..  1  p.  156  behandelt  und  dort  Taf .  49  c  abgebildet  wurde.  In  Zentral-China  und  am  Omeishan 
excelsa.  in  West-China  im  Juli  nicht  selten.  —  excelsa  Frühst.  (100  c)  ist  durch  ihre  bedeutende  Größe  und  beim  $  oben 
lichter  graue  Grundfarbe  leicht  zu  unterscheiden.  Das  $  führt  einen  ziemlich  breiten  schwarzen  Apikalsaum 
und  darunter  eine  ausgedehnte  weißlichgelbe  Medianbinde.  Auf  der  Unterseite  sind  die  weißen  Makeln  viel 
größer  und  die  Längsbinden  schwarz,  statt  rotbraun.  Sehr  lokal  in  Tonkin  und  von  mir  nur  im  Juni,  Juli  bei 
Than  moi  im  Norden  des  Landes  beobachtet.  Der  Falter  fliegt  dort  in  Gesellschaft  von  Slichophthalma  tonkiniana 
Frühst.  (103  a)  fruhstorferi  Böb.  (103  a)  Thaumantis  lathyi  Frühst.  (102b)  auf  mit  lichten  Wäldchen  bestandenen 
steil  abfallenden  Kalkbergen  und  immer  da,  wo  kleine  Wasserläufe  enge  Schluchten  durchrieseln. 

F.  faunula  zerfällt  gleichfalls  in  zwei  Ortsformen  die  auf  die  malayische  Halbinsel  und  das  angrenzende 
faunul a.  Hinterindien,  beschränkt  sind,  faunula  Weslw.  (100  a)  ist  ausgezeichnet  durch  einen  an  gewisse  Taenaris  erinnern¬ 
den  zweiten  Haarbüschel  nahe  dem  Analwinkel  der  Hflgl  und  einen  prächtig  gelben  Anflug  der  bis  zur  hin¬ 
teren  Mediane  reicht.  Unterseite  mit  grellen  dunklen  Zickzackstreifen,  so  daß  faunula  gar  nicht  den  Eindruck 
eines  Gliedes  der  Gattung  Faunis  macht,  was  Westwood  auch  veranlaßte,  ein  Genus  „Melanocyma “  auf  die 
faunuloides.  Spezies  zu  gründen.  Perak,  Chentabun  in  Siam,  Cambodja.  —  fauräuloides  Nicev.  ist  etwas  größer  und  zeigt 
unterseits  etwas  geradlinigere  Streifen.  Selten  und  lokal,  bisher  nur  5  $$  in  der  Literatur  erwähnt,  die  in  Ober¬ 
birma,  Nord-Cbin-hills  im  Juni  auf  etwa  1000  m  Erhebung  gefangen  wurden. 

2.  Gattung:  Acihobbsi  Hew. 

Das  Geäder  differiert  von  jenem  der  vorhergehenden  Gattung  durch  die  kürzere  und  steiler  gesetzte 
hintere  Discocellularis  und  die  etwas  längere  Praecostalis  der  Hflgl.  Der  Aderverlauf  sonst  wie  bei  den  Gat- 


XANTHOWENIA;  HYANTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


407 


tungen  Discophora  und  Enispe,  jedoch  sind  die  Aderröhren  zarter.  Im  Gegensatz  zu  Faunis  fehlen  die  sexuellen 
Haarpinsel  der  Hflgl  und  die  Vflgl  sind  apikal  verlängert  und  in  eine  merkliche  Spitze  ausgezogen.  Es  sind  nur 
zwei  Arten  bekannt,  die  zu  den  größten  Seltenheiten  des  südchinesisch-indischen  Gebiets  zu  rechnen  sind.  Nach 
meinen  Beobachtungen  sind  es  Dämmerungsfalter,  die  erst  kurz  vor  Sonnenuntergang  zum  Vorschein  kommen 
und  feuchte  Täler  bewohnen. 

A.  amathusia.  Von  dieser  wurden  zwei  geographische  Rassen  entdeckt,  und  zwar  amathusia  Hew.  aus  amathusia. 
Nord-Indien,  vermutlich  zuerst  von  Bhutan  gekommen  und  neuerdings  auch  in  Assam  gefunden.  Hewitson’s 
Figur  bezieht  sich  auf  die  Trockenzeitform:  d'-Oberseite  gelb  mit  einer  rotbraunen  Längslinie  jenseits  der  Zelle, 
die  beide  Figl  durchzieht  und  mit  einer  gezackten  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Unterseite  mit  einem  kleinen  weißen 
Auge  im  Analwinkel  der  Vflgl  und  sechs  winzigen  Ozellen  im  Submarginalgebiet  der  Hflgl.  2  mit  schwärzlichem 
Apex  und  einer  ockergelben  Aufhellung  der  Medianregion  der  Vflgl  und  breiteren  rotbraunen  Längsbinden 
der  Unterseite.  —  peali  Wood- Mas.  hält  Doherty  für  die  Regenzeitform  und  er  scheint  damit  das  richtige  peali. 
getroffen  zu  haben,  denn  der  rundlichere  Flügelschnitt  und  stattlichere  Augen,  die  auch  nach  oben  durchschla¬ 
gen  und  deutlich  schwarz  gekernt  sind,  bilden  den  einzigen  Differenzialcharakter,  peali  wurde  bisher  nur  in 
Ober-Assam  beobachtet.  Flugzeit  September  bis  Dezember,  während  amathusia  auch  von  den  Khasia-,  Garo-  und 
Naga-Hills  bekannt  ist.  —  oberthuri  Stich.  (Bd.  l.p.  156  beschrieben  und  dort  Taf.  49c  abgebildet)  ist  die  seltene  oberlhuri. 
westchinesische  Lokalform  und  wesentlich  dunkler  als  die  Himalaya-Rasse. 

A.  lena  Alle.  (102  b)  wurde  1868  durch  Dr.  Anderson  gelegentlich  der  englischen  Yunnan-Expedition  lena. 
im  Süden  dieser  Provinz  entdeckt  und  ist  seither  nur  in  6 — 7  AE  in  allen  Teilen  Birma’s  gesammelt.  Das  von 
uns  abgebildete  $  war  vor  meiner  Reise  nach  Tenasserim  unbekannt,  wo  ich  es  auf  ca  1200  m  Höhe  bei  Tandong 
in  den  Karen-Hills  gefangen  habe.  Der  A  ist  bleicher  mit  zarteren  schwarzen  Gitterzeichnungen  und  unterseits 
ziemlich  gleichartig  hellgelblich  ohne  die  braune  Medianregion,  welche,  das  $  schmückt. 

3.  Gattung:  Xaiitliotaenia  Westw. 

Wenn  Doherty’s  Angaben,  daß  die  Raupe  der  einzigen  Art  dieser  Gattung  völlig  unbehaart  sei.  sich 
bestätigen,  dann  steht  Xanthotaenia  am  nächsten  den  Satyriden  mit  denen  sie  ohnedies  noch  durch  die  geschlossene 
Zelle  der  Hflgl  übereinstimmt,  die  sich  unter  den  Amathusiiden  nur  noch,  bei  den  Hyantis  vorfindet  .  Auf  den  Vflgl 
zweigt  nur  ein  Subcostalast  vor  dem  Zellapex  ab.  Praecostale  der  Hflgl  gerade,  dick,  wie  bei  Faunis.  Hflgl 
mit  einem  Büschel  dunkler  Haare  an  der  Submediane  ähnlich  wie  bei  Faunis  jaunula,  aber  ohne  die  graue 
Androc-onienpfanne  der  letzteren.  —  Nur  eine  Art  bekannt,  die  von  Tenasserim  aus  sich  über  Makromalayana 
mit  Ausschluß  von  Java  verbreitet  hat. 

X.  busiris  ist  leicht  an  der  feurig  gelben  Querbincle  der  Vflgl  zu  erkennen,  die  je  nach  der  Lokalität 
sich  von  einem  rot-  oder  dunkelbraunem  Grunde  abhebt,  busiris  W estw.  ursprünglich  von  der  malayischen  busiris. 
Halbinsel  beschrieben,  kommt  ziemlich  übereinstimmend  auch  in  Tenasserim  und  Nord-Sumatra  vor.  Tenasse- 
rim-Exemplare  zeigen  bereits  eine  Tendenz  zur  Verbreiterung  der  gelben  Subapikalbinde.  —  Nach  Martin 
fliegt  busiris  das  ganze  Jahr  hindurch  im  hohen  Wald  der  Ebene  und  der  Vorberge;  der  Flug  ist  höher  und  aus¬ 
dauernder  als  bei  Faunis  aber  gleichmäßig  unberechenbar,  so  daß  der  Fang  ein  schwieriger  ist.  Martin  hat 
dieses  Tier  immer  an  den  frisch  durch  den  Urwald  geschnittenen  Gräben  gefunden,  an  deren  Wasser  es  sich  labte 
und  die  es  in  einer  jede  Verfolgung  ausschließenden  Weise  entlang  flog.  Die  $$  sind  größer  und  das  gelbe  Quer¬ 
band  der  Vflgl  ist  bei  ihnen  heller  gefärbt,  busiris  trägt  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  nur  den  zweiten  Ozellus 
der  Serie  komplett,  mit  allen  Charakteren  versehen,  während  3  größere  Ozellen  auf  der  Unterseite  des  Hflgls 
inkomplett  und  rudimentär  sind,  da  von  der  schwarzen  Iris  nur  ein  kleiner  Wisch  nach  außen  vom  Kerne 
stehen  geblieben  ist.  In  Tenasserim  geht  busiris  bis  2000  m  Höhe.  $$  sind  ziemlich  selten.  In  West-Sumatra 
hat  sich  bereits  eine  Lokalform  ausgebildet,  sadija  snbsp.  nov.,  kenntlich  an  der  verengten  schön  dunkelgel-  sadija. 
ben  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  proximal  schärfer  abgeschnitten  erscheint  als  bei  busiris  und  burra.  Die  Gesamtfär¬ 
bung  ist  dunkler  rotbraun  als  bei  busiris  von  Nord- Sumatra,  die  Binde  der  AA  unterseits  ebenso  prächtig  gelb 
als  oben,  beim  2  aber  weiß,  statt  blaßgelb  wie  bei  Borneo-  und  Nord-Sumatra-Stücken.  —  burra  Stich,  ist  kenntlich  hurra. 
an  einer  besonders  auch  beim  $  sehr  schmalen  Vflglbincle;  aus  Süclost-Borneo  beschrieben  aber  auch  von 
Nord-Borneo  und  den  Natuna-Inseln  in  meiner  Sammlung.  —  polychroma  Hag.  bewohnt  die  Mentawej-Inseln,  pölychroma. 
hat  fast  ganz  schwarzbraune  Vflgl,  aber  sehr  helle  Unterseite;  während  obscura  Btlr.  (100b)  sich  durch  ver-  obscura. 
düsterte  Gesamtfärbung  der  Oberseite  und  besonders  ausgedehnt  violett  oder  braunrot  umflossene  Binden  der 
Unterseite  auszeichnet.  Auch  sind  die  Ozellen  der  Hflgl  deutlicher  gekernt  als  bei  sadija  von  Sumatra.  Insel  Nias, 
nicht  selten. 


4.  Gattung:  Hyantis  Hew. 

Durch  die  geschlossene  Zelle  der  Hflgl  sehr  nahe  der  vorigen  und  der  nachfolgenden  Gattung,  hat  sie 
mit  Morphopsis  zwei  vor  dem  Zellende  abzAveigende  Subcostaläste  der  Vflgl  gemeinsam.  Die  Zelle  fast  gerade 
abgeschlossen,  deren  hintere  Ecke  nur  sehr  Avenig  vorgeschoben.  Vordere  Discocellularis  sehr  kurz  aatc  bei 


408 


MORPHOPSIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Aemona,  die  mittlere  bedeutend  länger  als  die  vordere,  die  hintere  etwas  länger  als  die  mittlere,  ziemlich  steil, 
quer  gestellt.  Hflgl  mit  geschlossener  breiter  und  kurzer  Zelle,  Vflgl  mit  einem  Aderfortsatz  in  der  Zelle  wie  er 
vielen  Satyriden  eigentümlich  ist,  wodurch  gemeinsam  mit  dem  Zellschluß  der  Hflgl  die  Verwandtschaft  mit 
den  Satyriden  noch  verstärkt  zum  Ausdruck  kommt.  Palpen  schlank,  sanft  gebogen,  Palpenfleck  fast  analog 
jenem  der  Gattung  Taenaris,  hellbraun  chitinisiert,  sehr  klein.  Hflgl  der  $  mit  atlasartig  glänzenden  Duftstreifen 
die  den  Adern  folgen  aber  keinerlei  Haarbüschel  aussenden  oder  umschließen,  jedoch  von  matten  Ändroconien- 
anhäufungen  begleitet  werden.  Stichel  glaubte  vor  einigen  Jahren  auf  die  einzige  Art  der  Gattung  und  die 
ganz  heteromorphe  Morphopsis  albet lisi  eine  eigene  Familie  gründen  zu  müssen,  die  wie  aus  der  Diagnose  ersicht¬ 
lich  nicht  nur  ganz  überflüssig  ist,  sondern  auch  dazu  beigetragen  hat,  die  fast  nicht  zu  präzisierenden 
geringen  Unterschiede  der  Amathusiiden  den  Satyriden  gegenüber  noch  mehr  zu  verwischen  und  zu  vermindern. 
Die  Anatomie  der  Klammerorgane  erweist  völlig  den  engsten  Anschluß  an  die  Taenaris ,  der  Uncus  unterscheidet 
sich,  überhaupt  nicht  von  jenem  der  Taenaris  und  sogar  die  Valve  zeigt  dieselbe  basale  Verbreiterung  wie  wir  sie 
bei  Taenaris  chionides  Godm.  konstatierten,  und  nur  deren  Spitze  ist  etwas  kürzer,  gedrungener,  abgerundet 
und  nicht  gezähnt.  Saccus  wie  bei  den  Taenaris ,  der  Penis  jedoch  breiter,  erheblich  kürzer.  — -  Die  einzige 
beschriebene  Spezies  zerfällt  in  eine  Reihe  von  vier  geographischen  Rassen  und  einige  unbedeutende  Farben¬ 
abänderungen,  die  so  ziemlich,  übereinstimmend  sich  bei  den  einzelnen  Rassen  wiederholen,  aber  nur  in 
Kaiser-Wilhelms-Land  in  ihrem  vollen  Umfange  bisher  beobachtet  wurden. 

hodeva.  H.  hodeva  Hew.,  die  Namens  type  von  Waigiu  gleicht  etwa  der  auf  Taf.  104  c  dargestellten  microphthalma , 

führt  aber  stets  ein  größeres  und  ausgedehnter  gelb  umringeltes  Analauge  und  einen  breiteren  Costalsaum  der 
Vflgl.  Die  Unterseite  ist  etwas  heller  schwarz  braun  als  bei  Ost-Neu- Guinea-Exemplaren  und  es  treten  auf 
mit  leichtem  gelblichem  Basalanflug  der  Hflgl-Unterseite  (Anklang  an  viele  Taenariden).  Die  Rasse  dürfte 
ziemlich  analog  auch  auf  den  Inseln  Jobi  und  Mysore  Vorkommen.  Außerordentlich  geschwärzte  Abänderungen 
infumaia.  sind,  bekannt  und  zuerst  als  infumata  Stgr.  festgelegt  worden.  — ■  fuliginosa  Sm.  bezeichnet  die  Rasse  des  hol- 
fuhgmosci.  ländischen  Neu-Guinea,  die  sich  in  der  melanotischen  Färbung  der  infumata  Stgr.  nähert,  nur  der  verdunkelte 
Hinterrandteil  von  geringerer  Ausdehnung,  auf  einen  mäßig  breiten,  länglich  eiförmigen,  zugespitzten  Fleck 
hinter  der  Zelle  und  dem  hinteren  Medianast  beschränkt.  Costa  und  Apex  etwas  breiter  schwarz.  Hflgl  noch 
reichlicher  geschwärzt  wie  bei  infumata,  das  Weiße  völlig  verdrängt,  Basalfeld  auch  bräunlich  getrübt.  Anal¬ 
auge  kleiner,  aber  die  Scheibe  rein  gelb.  Ursprünglich  von  Kapaur  im  Süden  des  Holl.  Gebietes  erwähnt,  liegt 
sie  mir  ziemlich  unverändert  auch  von  Sorong,  dem  Nordwest-Kap  der  Insel,  vor  und  andere  Autoren  erwähnen 
oxyoph-  ihr  Vorkommen  auch  von  Dorey  und  Andai.  — -Dazu  gehört  oxyophthalma  Stich,  als  Nebenform.  Vflgl.  Hinter- 
thalma.  randfeld  breit  verdunkelt,  die  dunkle  Costal-  und  Apikalberandung  dagegen  bedeutend  verschmälert,  das  Apikal¬ 
auge  völlig  frei  in  der  weißen  Grundfarbe'  scharf  schwarz  aufgetragen  mit  leicht  durchscheinenden  peripheren 
Ringen;  Hflgl:  Distalsaum  breit  rauchbraun  gerandet.  Analauge  stark  verkleinert,  hinten  den  Saum  berührend, 
die  größeren  peripheren  Ringe  der  Unterseite  durchscheinend.  Unten  die  Grundfläche  ganz  weiß,  nur  an  der 
melanomata.  Basis  ein  kleiner  rauchbrauner  Wischfleck  und  der  Distalrand  schmal  schwärzlich.  —  melanomata  Stgr.  (104  c) 
hageni.  ist  der  älteste  Name  für  die  Rasse  des  deutschen  Gebiets,  von  denen  die  Hauptform  vom  Sattelberg  als  hagetii 
Röb.  getauft  wurde,  mit  folgenden  Merkmalen:  Vflgl:  Costa  schmal,  bis  höchstens  zur  Zellmitte,  Apex  breiter 
schwarz.  Apikalauge  meist  als  intensiv  schwarzer  Fleck  im  dunklen  Apex  oder  teilweise  frei,  aber  vorn  mit  dem 
Apikalfeld  zusammenhängend,  ohne  durchscheinenden  peripheren  Ring.  Vor  demselben  manchmal  ein  weißer 
Punkt.  Distalberandung  schmal  schwarz  bis  etwa  zur  Mitte  des  Saumes.  Hflgl:  Costa  und  Distalrand  mäßig 
breit  schwarz;  der  schwarze  Rand  verschmälert  sich  allmählich  nach  hinten,  reicht  im  ausgiebigsten  Falle 
bis  zum  mittleren  Medianast  und  entfernt  sich  im  letzten  Verlauf  mitunter  etwas  vom  Saum.  Analauge  schwarz 
mit  weißem  Kernpunkt  und  reicher  gelber  Scheibe,  welche  braun  gerandet  oder  von  einem  von  unten  durch- 
microph-  scheinenden  peripheren  Ring  umgeben  sein  kann.  —  microphthalma  Heller  (104  c)  ist  ein  helles,  kleinaugiges 
th ahnet.  px(rem  Apex  mehr  oder  weniger  breit  schwarz,  Apikalauge  mitunter  teilweise  abgelöst.  Hflgl :  Distalberandung 
wesentlich  verschmälert,  Analauge  stark  verkleinert,  der  dunkle  Außenring  von  unten  deutlich  durchscheinend.  — • 
helvoJa.  helvola  Stich,  ist  eine  weitere  Nebenform.  Vflgl:  Besäumung  normal.  Apikalauge  nicht  durch  einen  intensiven 
schwarzen  Fleck  angelegt,  aber  außerhalb  des  Schwarz  die  hintere  Hälfte  in  konzentrischen  Ringen  deutlich 
durchscheinend.  —  Hflgl  am  Basal-  und  Hinterrandfeld  reich  goldgelb  angeflogen.  Hflgl  am  Apex  auffällig 
annulaia.  gewinkelt.  Lokalität  nicht  genau  ermittelt.  —  anilulata  Stich.  Eine  Aberration,  deren  Vflgl  normal,  mit  breit 
schwarzem  Apex  belegt  ist,  Auge  mit  durchscheinendem  peripheren  Ring.  Hflgl:  Distalberandung  verbreitert, 
bis  zum  Analwinkel  verlängert.  Analauge  oben  verkleinert  mit  schmalem,  trübgelbem  Ring  und  fast  ebenso 
breitem  schwarzbraunem  Rand,  unten  bedeutend  größer,  die  konzentrisch  gelb  und  schwarzbraunen  Ringe 
xanthoph-  nach  oben  durchscheinend.  — •  xanthophtalma  Röh.  Vflgl:  Costa  schmal,  Apex  wenig  breiter  schwarz.  Apikal- 
talma.  auge  hinten  frei ,  mit  deutlich  durchscheinendem  peripheren  Ring,  vor  demselben  ein  starker  weißer  Wisch 
als  Andeutung  der  völligen  Isolierung  des  Auges.  Scheint  in  Britisch-Neu-Guinea  sich  zu  einer  konstanten 
Lokalform  ausgebildet  zu  haben. 


5.  Gattung':  ^3org»lio§»sis  Oberth. 

Harmoniert  im  Geäder  mit  Hyantis,  nur  ist  die  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl  breiter,  die  hintere  kürzer 


Ansgegeben  20.  VIII.  1911. 


T/ENARIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


409 

und  steiler  gestellt.  Hflgl  mit  viel  breiterer  Zelle,  etwas  längerer  vorderer  und  merklich  verkürzter  hinterer 
Discocellulare.  Das  Hauptmerkmal  bildet  aber  eine  Nebenader  der  Hinterrandsader  der  Hflgl  die  Stichel 
zuerst  beobachtete  und  als  Endader  bezeichnet  hat.  Die  Färbung  der  best  bekannten  Art  gemahnt  an  Xan- 
ihotaenia.  Verbreitung:  Holländisch-  und  Deutsch-Neu -Guinea  sowie  die  Insel  Waigiu. 

Neuerdings  wurden  zwei  Spezies  in  Britisch-Neu- Gu inea  entdeckt  mit  weißen  Vflgl binden  und  einer 
an  gewisse  Opsiphanes  gemahnender  weißer  Vflgl  binde. 

M.  albertisi  Oberth.  von  Andai  bei  Dorey  in  der  Geelvinkbai  beschrieben  auch  in  der  Humboldtbai,  albertisi. 
Holländisch-Neu-Guinae  vorkommend,  differiert  von  der  abgebildeten  asirolabiensis.  (104  a)  durch  etwas 
schmälere  schräge  gelbliche  Binde  der  Vflgl  und  unterseits  kleinere  Ozellen.  —  aigion  subsp.  nov.  bewohnt  die  air/ion. 
Insel  Waigiu  und  zeigt  eine  weitere  Verschmälerung  der  gelben  Binde  der  Vflgl,  während  die  ockergelbe  Submar¬ 
ginalzone  der  Hflgl  deutlicher  heraustritt.  Die  Augen  der  Unterseite  sehr  klein,  die  braunen  Längsbinden  zier¬ 
licher  und  die  Basalpartie  blasser  als  bei  albertisi  und  der  Kaiser- Wilhelmsland-Rasse.  Type  in  der  Sammlung 
Stattdinger,  von  Dr.  Platen  entdeckt. — -asirolabiensis  Stich.  (104c)  ist  ein  in  der  Astrolabebucht  und  bei  astrolabien- 
Friedrich  Wilhelmshafen  seltener  Falter.  Das  bisher  unbeschriebene  $,  von  letzterem  Flugplatz  in  meiner  Samm- 
lung,  zeigt  rundlicheren  Flügelschnitt  als  die  SS  und  stattlichere  weiße  Sub apikalpunkte  der  Vflgl.  Die  submar¬ 
ginale  Binde  der  Hflgl  mehr  rötlich  statt  gelblich ;  alle  Flecken  und  Binden  der  Unterseite  dunkler  und  ausge¬ 
dehnter. 

M.  meeki  R.  und-/,  im  allgemeinen  von  der  Gestalt  des  Opsiphanes  fruhstorferi  RÖb.  (Bd.  5  Taf.  63  a)  meeki. 
auch  oberseits  schwarz,  aber  etwas  stattlicher  und  mit  deutlicher  abgestufter  Vflgl  binde,  die  beim  $  sehr  breit 
wird  und  den  ganzen  Raum  jenseits  des  Zellapex  bis  zum  Distalrand  ausfüllt,  der  dadurch  zu  einer  schmalen 
Umsäumung  reduziert  wird.  Hflgl  mit  einer  großen  schwarzen  Ozelle  die  einen  violetten,  zierlichen  Halbmond 
zeigt  und  zwei  blauvioletten  intramedianen  leicht  rötlich  umringelten  Augenfleckchen,  welche  nach  außen 
von  einer  graugelblichen  Submarginalbinde  umgrenzt  werden.  Vor  dem  Apex  der  Vflgl  beim  S  einige  weiße 
Pünktchen,  die  dem  ^  fehlen,  weil  die  weiße  Binde  bis  nahe  der  Vflglspitze  vordringt.  Vom  Sammler  Meek  in 
der  Owen-Stanley-Kette  an  den  Quellflüssen  des  St.  Josef-Rivers  entdeckt;  später  auch  am  oberen  Mambare- 
Fluß  wiedergefunden. 

M.  ula  R.  u.  J.  ist  eine  weitere  Spezies  aus  derselben  Gegend  und  neben  meelci  an  beiden  Lokalitäten  nla. 
gefangen.  Die  hervorragende  Art  scheint  albertisi  in  Britisch-Neu- Guinea  zu  ersetzen,  nur  ist  die  Grundfarbe 
beiderseits  in  Schwarz  verwandelt,  mit  nur  schwachen  Spuren  des  ehemaligen  rotbraunen  Kolorits.  Die  etwas 
schmälere  Schrägbinde  der  Vflgl  weiß.  Ueber  der  Apikalozelle  der  Vflgl  zwei  weiße  Makeln  mit  violetter  Peripherie ; 
das  Analauge  der  Hflgl  sehr  groß  mit  violettem  Halbmond.  Die  Binde  der  Unterseite  der  SS  inkomplett,  nur 
der  costale  und  der  intraradiale  Fleck  vorhanden.  Vflgl  auch  im  Analwinkel  mit  einem  Auge;  die  vordere  Ozelle 
der  Hflgl  doppelt.  Etwas  oberhalb  und  distal  von  der  Analozelle  zwei  leberartige,  graue  etwas  violett  überstäubte 
Flecken,  wie  sie  bei  einigen  Lethe- Arten  auftreten.  Die  Median-  und  Sub  marginalbin  de  der  Hflgl  etwa  vom 
Umriß  der  gleichartigen  Binde  von  albertisi ,  aber  etwas  markanter  und  dunkel  kakaobraun,  nla  lebt  in  Gesell¬ 
schaft  von  Troides  chimaera  R.  u.  ■/.,  umfliegt  aber  naturgemäß  nicht  hohe  Bäume  wie  letzterer,  sondern 
wird,  wie  es  die  Färbung  schon  anzeigt,  ein  Dämmerungsfalter  sein,  der  vermutlich  die  feuchtesten  Partien  des 
Urwaldes  am  Rande  von  Wasser läufen  bewohnt. 

6.  Gattung1:  Taeiiaris  Hbn. 

Dieses  artenreichste  Genus  der  Familie  schließt  eine  Verwechslung  mit  anderen  vollständig  aus.  Nur  die 
Formen  der  Gattung  Hyantis  erscheinen  ihr  ähnlich,  differieren  aber  durch  das  den  Taenariclen  fehlende  Auge 
der  Vflgl-Oberseite  und  die  veränderte  sekundäre  Sexualauszeichnung  und  führen  wie  einige  nachahmende 
Elymnias-QQ  eine  geschlossene  Zelle  der  Hflgl.  Die  beiden  großen  Augen  auf  der  Rückseite,  welche  gelegent¬ 
lich  auch  auf  der  Oberseite  auftreten,  verleihen  ihnen  in  Verbindung  mit  den  schwach  bestäubten  ziemlich 
großen  ,  meist  graugefärbten  Flgln  ein  phantastisches  Aussehen.  —  So  schwer  es  aber  fällt  namentlich  die  $$  der 
einzelnen  Arten  auseinander  zu  halten,  weil  sich  innerhalb  der  Gattung  dieselben  Zeichnungsmotive  immer 
wiederholen,  so  leicht  ist  es,  sie  nach  der  Flügelform  und  der  Gestalt  der  Rpn  in  Gruppen  zu  teilen.  Namentlich 
aber  gibt  das  Vorhandensein  oder  Fehlen  von  Duftapparaten  im  Analwinkel  der  Hflgl  ein  bequemes  Hilfsmittel 
um  die  einzelnen  Unterabteilungen  zu  erkennen.  Wie  bei  den  H yaniis  zweigt  nur  ein  Subcostalast  vor  dem  Zellapex 
der  Vflgl  ab,  sonst  deckt  sich  die  Geäderstruktur  fast  genau  mit  jener  der  Gattung  Faunis,  mit  der  die  weit 
vorspringende  Zellecke  der  Vflgl  sowie  die  lange  und  gebogene  hintere  Discoceltulare  identisch  sind.  Die  stets  gelben 
Palpen  sind  länger  wie  bei  Faunis  und  bei  den  SS  ist  entsprechend  der  konvexen  Figlform  die  Submediane  kühn 
nach  hinten  ausgebogen.  Mittlere  Discocellulare  im  Gegensatz  zu  Hyantis  gerade;  Praecostale  der  Hflgl  kürzer, 
robuster  wie  bei  Hyantis.  Fühler  ohne  deutliche  Kolbe,  allmählich  gegen  die  Spitze  zu  verdickt.  Hflgl  an  der 
Mediana  und  gelegentlich  auch  an  der  Subcostalis  nahe  der  Flglwurzel  mit  einem  nach  vorne  gerichteten  Haar¬ 
pinsel  und  im  Analgebiet  manchmal  ein  Androconienfeld  das  mit  langen  Haaren  besetzt  ist  ( horsfieldi ,  dioptrica  und 
catops- Gruppe)  das  aber  auch  fehlen  kann  (arlemis- Gruppe ) .  Bei  urania  ist  auch  noch  ein  gelblicher  Bart  zwischen 


IX 


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TiENARlS.  Von  H.  Frtthstoreer. 


der  hinteren  Mediana  und  der  Submediana  zu  beobachten.  Die  Klammerorgane  sind  äußerst  einfach  organisiert: 
ein  schlanker  spitzer  Uncus  mit  2  zierlichen  dünnen,  gleichfalls  spitzen,  lateralen  Ansätzen.  Valve  distal  chitinös, 
entweder  gerade  oder  schräg  abgesetzt,  aber  stets  mit  feiner  Zähnelung,  meist  nur  sehr  gering  aber  stets  lang 
behaart.  Ein  dorsaler  Wulst  der  Valve  bei  den  verschiedenen  Spezies  mehr  oder  weniger  eingebuchtet. 

Die  Rpn  der  Taenaris  nähern  sich  etwas  den  Rpn  von  Discophora,  mit  denen  sie  die  Köiperform,  Behaa¬ 
rung  und  Beinstellung  gemeinsam  haben,  von  welchen  sie  jedoch  durch  deutliche  Kopfhömer,  welche  an  gewisse 
Satyriden-Rpn  erinnern,  abweichen.  Mit  den  Rpn  der  südamerikanischen  Morphiden  haben  jene  der  Taenaris 
keine  Aehnlichkeit.  Der  Kopf  der  Taenaris- Rpn  ist  schmal,  aber  hoch  und  glatt,  glänzend,  er  sieht  aus  wie 
poliert  oder  lackiert.  Nach  vorne  ist  er  etwas  abgeplattet  und  tief  punktiert,  nach  oben  trägt  er  einen  tiefen 
Einschnitt,  über  dem  sich  rechts  und  links  leicht  divergierend  zwei  Hörner  erheben.  Diese  Hörner  sind  hart, 
unten  wie  der  Kopf  gelblich  glänzend  und  werden  nach  oben  braunrot  oder  schwarz.  Oben  sind  sie  mit  einer 
Krone  von  vier  spitzen  Zacken  verziert.  Der  Kopf  ist  des  weiteren  mit  langen,  feinen,  weißen  Haaren  versehen, 
die  nach  allen  Seiten  straff  abstehen.  Der  Körper  ist  walzenförmig,  am  Rücken  etwas  abgeplattet  und  von  röt¬ 
lichbrauner  gelblicher  oder  schwarzer  Grundfärbung.  Einige  Arten  zeigen  gelbliche  und  schwarze  Dorsal- 
und  Laterallinien,  andere  nur  schwarze  Dorsallinien  und  che  Raupen  der  catops- Gruppe  sind  einfarbig  gelblich. 
phorcas  hat  dagegen  eine  schwarze,  rot  und  weiß  gestreifte  Rp.  Die  einzelnen  Körpersegmente  sind  mit  Büscheln 
dünner,  weißlicher  oder  grauer  Haare  besetzt,  die  nach  allen  Seiten  abstehen.  Auch  die  Bauchfüße  sind  behaart. 
Die  meisten  und  längsten  Haare  zeigen  die  Arten  der  dioptrica-  und  artemis- Gruppe,  die  kürzesten  jene  der  catops- 
Sippe.  Ueber  die  Lebensweise  äußert  sich  Ribbe,  Iris  1895,  p.  113:  „Wir  fanden  diese  Rp  auf  Mania  (Sliort- 
landsinseln)  an  einer  niederen  Palmenart  und  zwar  gemeinschaftlich  beisammen.  Wohl  gegen  40  Tiere  waren  meist 
in  Trupps  von  5  bis  6  beieinander  und  über  die  Blätter  und  auch  über  den  Stamm  zerstreut..  Sie  verpuppten 
sich  frei  am  After  und  entwickelten  sich  nach  14tägiger  Puppenruhe.  Die  Rpn  sind  faule  Tiere,  die  nur  zur  Ver¬ 
puppung  ihre  Futterpflanze  verlassen.  Sie  sind  mit  feinen  weißen  Härchen  über  und  über  besetzt.“ 

Die  Heimat  der  Taenaris  ist  das  Papua-Gebiet;  dort  finden  wir  zirka  20  Spezies,  die  nach  Ost  und  West 
rasch  abnehmen,  so  daß  auf  den  nördlichen  Molukken  nur  noch  2 — 3  Arten,  auf  den  Salomons-Inseln  im  Osten 
und  den  Sunda-Insehi  im  Westen  nur  noch  eine  Spezies  vertreten  ist.  In  der  Verbreitung  der  Taenaris  nach 
Westen  zeigt  sich  eme  klaffende  Lücke,  nämlich  deren  Fehlen  in  der  celebischen  Subregion  und  auf  den  Sula- 
Inseln;  eine  Erscheinung,  die  schon  Wallace  auffiel.  Auch  von  den  kleinen  Sunda- Inseln  ist  noch  keine  Taenaris 
bekannt,  um  so  auffälliger  ist  deren  Vorkommen  auf  Java  und  Borneo.  Nach  Norden  ist  Palawan  der  vorgescho¬ 
benste  Fundort,  nach  Süden  der  Louisiaden- Archipel.  In  Queensland  und  auf  den  kleinen  Sunda-Inseln  dürfte 
das  trockene,  australische  Klima  ihrer  Verbreitung  hinderlich  gewesen  sein.  Das  Fehlen  auf  Celebes  ist  noch  uner¬ 
klärt,  denn  die  hohe  Feuchtigkeit  dieser  Waldinsel  par  excellence  böte  Existenzbedingungen  ganz  analog  der 
Paerams-Hauptfundstelle,  der  Papua-Region;  ebenso  die  Key-Inseln,  von  denen  auch  keine  Taenaris  bekannt 
ist.  Auf  Neu-Guinea  selbst  lassen  sich  vier  geographische  Rassenzentren  wahrnehmen,  und  zwar:  Das  hollän¬ 
dische  Gebiet  bis  und  mit  der  Geelvink-Bay.  Das  südholländische  Gebiet,  die  Halbinsel  Onin  bis  zur  Etna-Bay 
umfassend.  Das  deutsche  Neu-Guinea  bis  und  mit  der  holländischen  Humboldt-Bay.  Das  britische  Gebiet. 
Eine  fünfte  und  sechste  Zone  harren  noch  der  Erschließung,  nämlich  die  Charles-Louis-Berge  und  die  ungeheure 
Walclzone  östlich  und  nördlich  von  der  Frederik-Henrik- Insel.  Außer  von  den  noch  undurchsuchten  Teilen 
Neu-Guineas  dürfen  wir  noch  interessante  Formen  von  den  Inseln  Gebe,  Gagi  und  Poppa  erwarten. 

Im  allgemeinen  sind  die  Formen  des  englischen  Gebietes  und  dessen  Satellit-Inseln  die  dunkelsten 
( T.  onolaus  saluralior  und  catops  appina ),  daneben  finden  sich  auch  wieder  die  hellsten  Extreme  wie  T.  catops  my- 
laecha,  artemis  barbata  und  Morphotenaris  nivescens. 

A.  mit  gering  entwickelten  Duftapparaten,  D u f t n a p f  des  Costalrandes 
und  Sexualfleck  der  Hflgl  ohne  schwarze  Duft  sc  huppen. 

a.  Vflgl  rundlich  (Sektion  Hyades  Bsd.). 

T.  horsfieldi  ist  von  allen  Spezies  am  weitesten  nach  Westen  vorgedrungen;  in  Java  und  Borneo  ist  sie 
zwar  sehr  lokalisiert,  aber  an  den  Orten  ihres  Vorkommens  recht  häufig  und  von  Singapore  sowie  Sumatra 
wurden  einzelne  Exemplare  gemeldet,  während  nach  Norden  die  Art  über  die  Insel  Palawan  nicht  hinausgeht. 
horsfieldi  gehört  somit  zu  den  makromalayischen  Arten  und  deren  Fehlen  ist  auf  den  kleinen  Sunda-Inseln 
wohl  durch  die  langen  Trockenperioden  des  mikromalayischen  Gebiets  zu  erklären,  welche  die  feuchtigkeits- 
horsfieldi.  und  schattenliebenden  Taenariden  nicht  zu  überdauern  vermögen.  Die  Namenstype  horsfieldi  Sivains.  ist  seit 
1820  bekannt  und  Swainson  erwähnt  bereits  die  ziemlich  langen  Dufthaare  der  Analfalte  der  Hflgl.  Vflgl  bei 
beiden  Geschlechtern  halbdurchsichtig,  weil  nur  dünn  braungrau  beschuppt.  Hflgl  grauweiß  mit  deutlicher 
grauer  Umrahmung.  Die  stets  markante  Analozelle  hellockergelb  umrandet.  Kopf  mit  dorsalem  rotgelben  Haar¬ 
schopf.  Altdomen  gelbrot.  Unterseite  sehr  ähnlich  jener  von  platenti  ( 100  c)  doch  ist  die  Ozellenperipherie  noch 
opulerda.  breiter  gelb  ausgeflossen.  Augenaberrationen  sind  selten,  mir  liegt  nur  die  Form  opulenta  vor  mit  verdoppeltem 
morose.  Analozellus  der  Hflgl.  Eine  unterseits  etwas  ausgedehnter  schwarz  bestäubte  Form  wurde  als  morosa  Stich. 
beschrieben,  horsfieldi  ist  im  Osten  Javas  nicht  selten  und  bevorzugt  eine  Höhe  von  1000 — 2000  m  über  dem 
Meere.  Sie  schwebt  langsam  und  am  liebsten  an  Bach-  und  Flußufern  durch  das  Gebüsch  und  setzt  sich  mit 
zusammengeklappten  Flügeln  auf  Blätter  oder  auf  den  Erdboden  im  Walde,  um  dort  zu  ruhen.  Die  Falter 


TiENARIS.  Von  H.  Frotistorfer. 


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sind  infolgedessen  sehr  leicht  zu  fangen,  wenn  sie  sich  nicht  etwa  aufgescheucht  eilig  in  hüpfender  Flugart  im 
Gebüsch  verkriechen.  In  West-Java  wird  horsfieldi  in  den  Djampangs  südlich  von  Sukabumi  bis  ca.  600  in 
und  in  der  Bai  von  Palabuan  angetroffen.  — •  birchi  Disl.  ist  eine  sehr  interessante  stark  abweichende  Rasse  ohne  birchi. 
schwarze  Umrahmung  der  distalen  Partie  der  Hflgl-Unterseite,  so  daß  die  Augenflecken  in  einem  völlig  freien, 
weißen  Felde  stehen.  Auch  oberseits  ist  das  lichte  Analfeld  ausgedehnter.  Es  ist  nur  ein  in  den  Straßen  von  Singa- 
pore  gefangenes  Exemplar  bekannt  geworden,  das  vermutlich  durch  den  Schiffsverkehr  eingeschleppt  wurde  und 
wahrscheinlich  aus  Borneo  stammte,  denn  die  aus  Norclbomeo  beschriebene  occulta  8m.  unterscheidet  sich  in  occulta. 
keinem  wesentlichen  Merkmale  von  birchi  resp.  der  mir  allein  zugänglichen  Abbildung  Distant’s.  occulta  ist 
in  Nordborneo  nicht  sehr  selten;  die  zeigen  einen  etwas  helleren  Haarpinsel  der  Hflgl  als  javanische  hors- 
fieldi ,  die  schwarzen  Ozellen  sind  kleiner,  der  ockergelbe  Vorhof  entschieden  ausgedehnter.  —  Bei  plateni  Stgr.  plutcni. 
(100  c)  wiederholen  sich  die  Zeichnungsmotive  der  horsfieldi,  nur  die  Hflgl  sind  ausgedehnter  weiß  und  auch  die 
Unterseite  der  Vflgl  beginnt  sich  in  der  medianen  Partie  aufzuhellen.  Die  Ozellen  sind  unter  sich  gleich  groß, 
bleiben  etwas  im  Umriß  hinter  jenen  der  javanischen  Stücke  zurück  und  sind  namentlich  beim  $  nur  unmerk¬ 
lich  gelb  umringelt.  Palawan,  Flugzeit  im  Januar,  nicht  sehr  selten. 

T.  urania  die  zuerst  nach  Europa  gekommene  Repräsentantin  der  Gattung  gilt  als  eine  der  häufigsten 
Erscheinungen  der  Südmolukken.  Sowohl  Linne  wie  auch  FABRicnis  und  Cramer  verlegten  ihre  Heimat 
nach:  Ostindien,  die  Godart  1823  zuerst  richtig  auf  die  Insel  Amboina  beschränkte,  woher  Linne  sehr  viele 
Schmetterlinge  empfing.  Den  Fundort  der  LlNNE’ischen  Namensform  aber  nach.  Ceram  zu  verlegen  wie  dies 
Stichel  1906  durchführte,  ist  einfach  absurd.  —  urania  zerfällt  in  drei  wenig  scharf  geschiedene  Inselrassen, 
von  denen  urania  L.  Amboina  und  die  Uliasser  bewohnt.  Gramer  kannte  bereits  eine  Augenabweichung,  urania. 
nämlich  jene  mit  breit  ausgeflossener  Analozelle  und  zugleich  die  hellste  $-Farbungsriehtung,  nämlich  Stücke 
mit  deutlicher  weißer  transcellularer  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  er  als  jaira  Cr.  benannte  und  darstellte.  Später  jaira. 
bildete  er  dann  unter  demselben  Namen  auch  dunkle,  normale  CC  und  $$  ab,  ohne  weißliche  Aufhellung  der 
dunkelschiefergrauen  Vflgl  und  mit  weißer  Medianpartie  der  Hflgl-Unterseite.  —  Als  nox  Ky.  ist  eine  weitere  nox. 
aber  seltene  melanotiscbe  Färbungsrichtung  benannt,  bei  welcher  auch  der  weiße  Diskus  der  Hflgl  verschwunden 
und  durch  dichte  schwarze  Schuppenfelder  überdeckt  ist.  —  hollandi  Frühst,  ist  die  habituell  sehr  große  hollandi. 
Rasse  der  Insel  Buru,  wo  die  Art  bereits  selten  ist.  Sie  wird  gekennzeichnet  durch  dunkler  und  ausgedehnter 
ockergelb  umringelte  Augenflecken  der  Hflgl-Oberseite  und  die  mehr  gelbliche  Basalfärbung.  Die  weißliche 
Medianpartie  der  Hflgl  mehr  eingeschränkt  als  bei  urania ,  alle  Augen  namentlich  aber  die  Apikalozelle 
sind  größer,  auch  neigt  hollandi  mehr  zur  Nebenaugenbildung  als  urania  von.  Amboina  und  meine  beiden  $3 
zeigen  bereits  die  Anfänge  von  kleinen  Ozellen  der  Vflgl-Unterseite.  —  pandemos  s'ubsp.  nov.  scheint  hinter  urania  pandemos. 
in  der  Gestalt  zurückzubleiben;  die  Hflgl  zeigen  fast  immer  transparente  vordere  Ozellen,  bilden  also  einen 
Uebergang  zur  Forma  duplex  Stich,  bei  der  die  costale  Ozelle  deutlich  durchschlägt  und  auch  oberseits  einen 
bläulichen  Kern  und  gelben  Vorhof  aufweist.  Die  Analaugen  sind  kleiner  als  bei  urania ,  die  Unterseite  der 
Hflgl  dunkler,  gleichmäßiger  braun  mit  violettem  Schimmer.  Die  weiße  Aufhellung  schärfer  abgeschieden  als 
bei  der  Form  jaira  Cr.  Ceram,  nicht  selten. 

T.  dlana  verteilt  sich  auf  drei  den  nördlichen  Molukken  eigentümliche  Inselrassen  und  ist  durch  das 
Doppelauge  der  Hflgl  leicht  von  der  vorigen  Art  zu  unterscheiden  als  deren  Ersatz  sie  auf  den  Nordmolukken 
zu  gelten  hat.  dlana  Btlr.  von  Batjan  und  Ternate  erwähnt,  hat  vorherrschend  rauchgraue  Vflgl  mit  nur  geringer  diana. 
gelblich  weißer  Aufhellung  der  Medianpartie  der  Vflgl  der  $$>.  Die  Hflgl  tragen  eine  verhältnismäßig  kleine 
deutlich  blau  gekernte  Ozelle,  die  von  einer  ausgedehnten  und  namentlich  beim  $  scharf  abgesetzten  Peripherie 
umgeben  ist.  Auf  der  Unterseite  fließt  das  Analauge  stets  nach  hinten  aus  und  ist  mit  einer  accessorischen . 
viel  kleineren,  manchmal  oblongen  Ozelle  versehen.  Letztere  ist  gelegentlich  inkomplett  oder  fehlt  in  sehr 
seltenen  Fällen  ganz  (aberrans  Stgr.).  —  Auf  der  Insel  Halmaheira  existiert  eine  weitere  Rasse  leto  Frühst,  mit  aber ra ns. 
etwas  mehr  aufgehelltem  Diskus  der  Vflgl- Oberseite  der  $$  und  auffallend  bleicher  Medianpartie  der  Unterseite;  !rto' 
auch  die  Hflgl  sind,  unterseits  reiner  weiß.  — -  Exemplare  mit  medianen  Nebenaugen  (gemmata  Stich.)  sind  nicht  (pmimata. 
selten.  —  diadema  Frühst.  (100  c)  endlich  ist  das  albinotische  Extrem  der  Kollektivspezies;  bei  ihr  sind  sowohl  äiadcma. 
die  Vflgl  der  CC  wie  auch  jene  der  $$  vorherrschend  gelblich  und  der  hell  rauchgraue  Distalsaum  auf  die  costale 
und  apikale  Partie  zurückgedrängt.  iEine  Neigung  zur  Reduzierung  des  analen  Nebenauges  ist  bei  diadema 
zu  konstatieren  und  auch  die  Form  aberrans  liegt  mir  in  reinster  Ausbildung  vor.  Insel  Obi.  anscheinend  nicht 
selten. 


Mit  T.  dimona  beginnt  eine  Reihe  von  vier  Arten,  die  sich  durch  oberseits  blaue,  nicht  gelb  geringelte 
Augen  der  Hflgl  auszeichnen  und  im  Genus  Elymnias  mimetische  ^-Formen  als  Konvergenz-Erscheinung 
besitzen,  so  daß  der  Name  Elymnotaenaris  für  die  kleine  Gruppe  sehr  bezeichnend  wäre,  wenn  nicht  schon  Bois- 
duval  auf  eine  Art  (bioculatus)  das  „Genus  Hyades “  gegründet  hätte.  Allen  dimona- Rassen  gemeinsam  sind 
oberseits  basalwärts  weiße,  distal  dunkelgrau  umrahmte  Figl,  deren  hinteres  Paar  je  zwei  blaue  leicht  weiß 
zentrierte  nnd  peripherisch  schwarz '  umringte  Augen  führt,  die  unterseits  vorwiegend  schwarz,  deutlich  wei߬ 
gekernt  und  von  einem  fahlgelben  Vorhof  umgeben  sind.  Bei  einigen  Rassen  sind  die  Analaugen  stets  doppelt, 
bei  anderen  sind  sie  nur  beim  $  paarweise  vorhanden  und  manchmal  bei  beiden  Geschlechtern  einfach.  Die 


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TiENARIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


Rp  ist  von  einer  Form  bekannt,  mit  schwarzen  Kopfhörnern  und  drei  ebensolchen  Dorsallinien  versehen.  — 
desdemona.  desdemona  Stgr.  von  Ceram  ist  die  westlichste  Rasse.  Der  Basalteil  der  Hflgl  oberseits  ganz  unmerklich 
gelblich  angehaucht ;  eine  sehr  große  hellblaue  und  etwas  darüber  eine  meist  nur  punktgroße  Nebenozelle,  die 
deutlich  schwarz  umrandet  erscheinen,  sind  vorhanden.  Unterseite  der  Hflgl  charakterisiert  durch  eine  stattliche 
dimona.  erst  schwarz,  dann  gelb,  dann  nochmals  schwarz  umrandete  einfache  Analozelle.  —  Bei  diniona  Hew.  ist  die  nur 
wenig  kleinere  Nebenozelle  der  Hflgl- Oberseite  auch  unten  vorhanden  und  von  einem  breiteren  schwarzen 
dimonata.  Vorliof  nach  außen  umgeben.  —  dimonata  Stich,  stammt  von  Salawati.  Vflgl  wie  bei  dimona ,  aber  der  Apex 
der  Hflgl  etwas  geringer  schwarz  bestäubt,  Analozelle  des  $  unten  einfach,  jene  des  $  doppelt.  Das  Hauptcharak- 
teristicum  des  bisher  unbeschriebenen  5  ist  ein  auffallender  basaler  dunkelockergelber  Anflug  beider  Oberflächen 
sorronga.  der  Hflgl.  —  Bei  sorronga  Frühst,  sind  die  Hflgl  am  dunkelsten  und  bis  zum  Vrd  fast  gleichmäßig  schwarzgrau 
gesäumt.  Die  Analozellen  sind  sehr  deutlich  und  es  stehen  nur  zwei  nebeneinander,  von  denen  die  obere  etwas 
kleiner  ist  als  die  untere.  Nach  außen  sind  die  Ozellen  schwarz  beschattet.  Unterseite:  Die  Hflgl-Unterseite 
ist  dadurch  charakterisiert,  daß  bei  den  $  die  Ozellen  so  breit  schwarz  umrandet  sind,  daß  deren  Peripherie 
zu  einer  breiten  schwarzen  Binde  zusammenfließt.  Die  Analozellen  sind  dunkel  ockergelb  umrandet.  Das  $ 
ist  ausgezeichnet  durch  außergewöhnlich  helle  Figl,  die  weiße  Grundfarbe  reicht  bis  nahe  an  den  Außenrd  und 
die  Basis  der  Figl  ist  breit  ockergelb  bezogen.  Die  Ozellen  der  Hflgl  erscheinen  prächtig  hellblau.  Verglichen 
mit  der  Type  von  dimona  Hew.  aus  Aru  unterscheidet  sie  sich  in  folgender  Weise:  sorronga  ist  breiter  und  tiefer 
schwarz  umsäumt  als  die  graubraun  umränderte  dimona.  Die  Ozellen  der  Hflgl  mindestens  noch  einmal  so  groß 
und  dunkler  blau  violett.  Das  blaue  Auge  der  Hflgl-Ozellen  ist  viel  breiter  schwarz  geringelt,  des  weiteren  sind 
die  Ozellen  unter  sich  verbunden,  d.  h.  die  ausgedehntere  Schwarzränderung  der  beiden  Ozellen  fließt  zusammen, 
während  sie  bei  dimona  durch  die  bis  an  den  Außensaum  reichende  weiße  Grundfärbung  im  Medianteil  der  Figl 
kapaura.  getrennt  werden.  —  kapaura  Frühst.  Diese  Rasse  ist  ziemlich  groß,  hat  aber  einen  dunkleren  Außensaum 
aller  Figl  als  dinora.  Die  Ozellen  der  Hflgl- Oberseite  sind  ansehnlicher  und  lichtblau,  also  in  der  Färbung  wie 
bei  desdemona  Stgr.  von  Ceram.  Unterseite:  Die  Hflgl  sind  sehr  breit  schwarz  gesäumt,  namentlich  im  Basal¬ 
teil.  Die  Analozelle  ist  sehr  groß,  ausgedehnt,  hellockergelb,  aber  nur  schmal  schwarzbraun  umrandet.  $  unter- 
offaka.  seits  mit  nur  einer  Analozelle.  Von  Kapaur,  dem  südwestlichen  Holländisch  Neu-Guinea.  —  offaka  Frühst. 
Unterseite:  Breiter  schwarz  bezogen  als  sorronga  Frühst.,  namentlich  auch  der  Basalteil  der  Hflgl,  wodurch 
die  weiße  Medianzone  stark  verschmälert  wird.  Die  Analozelle  ist  verdoppelt,  außerordentlich  breit  schwarz 
umrandet,  mit  sehr  großen  schwarzen  Pupillen,  die  hellblau  geringelt  sind.  Die  innere,  gelbe  Analozellen-Begren- 
dinora.  zung  lichter  und  breiter  ockergelb  als  bei  irgend  einer  der  verwandten  Rassen.  Insel  Waigiu,  selten.  — -  dinora 
Sm.  ist  auf  ein  sehr  dunkles  $  gegründet,  mit  fast  völlig  grauweiß  überstäubter  Oberseite  und  nur  zwei  Haupt- 
irita.  und  drei  Nebenaugen  der  Hflgl.  —  trita  Stich,  ist  dazu  die  normale  Ozellenform  mit  nur  zwei  Anal-  und  einem 
areia.  Apikalauge,  und  areia  Frühst.  (104d)  bezieht  sich  auf  Exemplare  mit  fast  rein  weißer  Oberseite  der  Hflgl  sowie 
geringer  schwarzer  Ozellenperipherie  und  ganz  schmalem  ebensolchen  Distalsaum  der  Hflgl.  Die  Ozellen  der 
Hflgl-Unterseite  sind  ungewöhnlich  klein,  sehr  breit  hell  ockergell),  aber  recht  schmal  schwarz  umrandet.  Die 
Umrandung  ist  durch  die  weiße  Grundfarbe  getrennt.  Die  $$  sind  die  hellsten  von  allen  dimona -$$,  und  nament¬ 
lich  unterseits  nur  äußerst  schmal  schwarz  gesäumt.  Die  Ozellen  stehen  ganz  frei  in  der  weißen  Grundfärbung. 
Deutsch-Neu -Guinea  und  Humboldt-Bai,  nicht  sehr  häufig;  Flugzeit  von  November  bis  Februar.  Auch  Hagen 
fiel  bereits  auf,  daß  Stefansorter  Exemplare  ( areia  Frühst.)  heller  sind  als  die  dinora  anderer  Fundorte.  Von 
Friedrich- Wilhelms-Hafen  ist  mir  niemals  ein  mit  der  Abbildung  104  d  analoges  Exemplar  zugegangen. 

dina.  T.  dina  Stgr.  ist  eine  prächtige  Spezies,  deren  $$  anscheinend  häufiger  als  die  SS  sind,  denn  mir  fehlen 

letztere,  während  mir  allein  aus  Friedrich-Wilhelmshafen  drei  vorliegen.  Der  $  wurde  von  Smith  zuerst 
abgebildet  und  differiert  von  dimona  durch  zwei  größere,  unter  sich  gleiche  aber  hellblaue  Analozellen  der 
Hflgl,  die  in  einem  ausgedehnteren  schwarzen  Vorhof  stehen.  Die  Basis  der  Hflgl  erscheint  breiter 
grauweiß  beschuppt,  dagegen  ist  der  Distalsaum  schmäler,  jedoch  deutlicher  abgesetzt.  Das  $  zeigt  rein  weiße 
Vflgl  mit  tiefschwarzem  blau  schillerndem  Apikalteil.  Abdomen  dorsal  heller  gelb  als  bei  dimona  areia  von 
Finsch-Hafen.  Die  Apikalozelle  der  Unterseite  trotz  der  erheblicheren  Größe  der  Falter  viel  kleiner  als  bei  areia 
Frühst.  Auch  die  Unterseite  aller  Figl  tiefschwarz  und  sehr  schmal  umsäumt;  die  Grundfarbe  wiederum  rein¬ 
weiß,  ohne  die  aschfarbene  Ueberpuderung  der  dimona- Formen.  Die  Type  stammt  von  Constantin-Hafen  und 
wurde  durch  Ktjbary  entdeckt. 

gorgo.  T.  gorgo  Kirsch,  ursprünglich  aus  Mum  (  Holländisch-Nordwest-Neu-Guinea)  erwähnt,  liegt  mir  in  mit  der 

Namenstype  vermutlich  übereinstimmenden  Exemplaren  aus  Sorong  vor.  Diese  Exemplare  sind  etwas  größer 
und  von  reiner  weißer  Grundfarbe  als  die  Abbildung  von  gorgophone  ( 104  d)  aus  Kaiser  Wilhelms-Land.  Die  graue 
Flglumrahmung  ist  schmäler  als  bei  gorgophone.  Auch  die  Hflgl-Unterseite  trägt  einen  beschränkteren  schwarzen 
Distalsaum  und  ist  zwischen  den  Ozellen  ganz  wenig  grau  bestäubt,  der  mittlere  Teil  der  Figl  erscheint  dadurch 
noch  ausgedehnter  weiß.  Des  weiteren  tragen  alle  Exemplare  aus  Sorong  eine  einfache  Analozelle.  Das  $  ist 
noch  lichter  als  das  $  und  durch  einen  gelblichen  Anflug  unterhalb  der  Zelle  der  Hflgl-Oberseite  ausgezeichnet.  — 
niera.  mera  Frühst,  aus  der  Kajumera-Bai  südlich  der  Bai  von  Geelvink,  an  der  schmälsten  Stelle  von  Südwest-Neu- 
Guinea  gelegen.  Bei  ihr  ist  die  schwärzliche  Umrahmung  der  Hflgl  fast  ganz  verschwunden  und  in  der  Sub¬ 
marginalzone  tritt  dafür  eine  gelblichgraue  Bestäubung  auf,  durch  welche  die  Analozelle  deutlich  durchschimmert. 


T/ENARIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


413 


Hflgl-Unterseite :  Die  Ozellen  sind  breiter  gelblich  geringelt  und  tragen  eine  schmälere,  schwarze  Pupille  als  bei 
gorgo  gorgophone.  —  danalis  Frühst.  Die  Sorong  gegenüber  liegende  Insel  Waigiu  produziert  eine  weitere  Lokal-  dauah  . 
form  von  gorgo,  die  merkwürdigerweise  der  dunklen  Rasse  von  Deutsch-Neu- G  ui  j lea  näher  steht.  Die  Oberseite 
ist  aber  doch  noch  etwas  heller  bleigrau  beschuppt,  die  Unterseite  jedoch  fast  so  dunkel  wie  bei  Deutsch-Neu- 
Guinea-Stücken,  nur  hat  danalis  meist  einfache  Ozellen  und  die  Bestäubung  zwischen  den  Ozellen  bleibt  etwas  hel¬ 
ler.  —  gorgophone  Frühst.  ( 104  d)  muß  als  die  dunkelste  Unterart  aufgefaßt  werden,  die  graue  Figlumrahmung  ist,  goryophow 
verglichen  mit  typischen  gorgo  Kirsch  aus  H< >11  ändi scli-Neu- Gui nea,  stark  verbreitert.  Des  weiteren  tragen  fast 
sämtliche  Exemplare  aus  Deutsch-Neu- Guinea  gleich  wie  die  Abbildung  eine  doppelte  Analozelle,  während 
typische  Stücke  aus  Sorong  anscheinend  stets  eine  einfache  Analozelle  besitzen.  Auf  der  Oberseite  läßt  sich 
keine  nennenswerte  Variation  erkennen,  dagegen  ändert  die  schwarze  Bestäubung  der  Unterseite  in  der  Weise, 
daß  sie  den  Medianteil  der  Hflgl  entweder  frei  läßt  oder  diesen  überzieht.  Auch  der  ockerfarbene  Basalanflug 
der  Hflgl  wechselt  an  Intensität.  Die  anale  Nebenozelle  wechselt  von  der  Größe  einer  Erbse,  bis  zu  bloßen  Punkten . 

Die  Vflgl  zeigen  sehr  selten  s i d Us-Stich .-Bildung,  d.  h.  ein  intramedianes  Auge.  Hflgl  mit  nur  einer  Analozelle 
seien  als  simplex  form.  nov.  bezeichnet.  — -  Rp  rötlich  mit  zwei  hellen  Seitenstreifen  und  ziemlich  langer  Behaarung,  simpir.,-. 
Auf  dem  Kopf  zwei  starke,  stumpfe,  kurze  Hörner,  die  in  einen  Kranz  von  5 — -6  Stacheln  auslaufen.  Der  Sammler 
Wahnes  fand  einmal  ein  Nest  von  nahezu  50  Stück  auf  der  Unterseite  eines  Pisangblattes.  Die  Art  ist  ziemlich 
selten  in  Kaiser- Wilhelms-Land ;  Flugzeit  vom  November  bis  März.  Exemplare  aus  Finsch-Hafen  sind  unterseits 
am  reichsten  schwarz  überpudert.  Doherty  fand  gorgophone  auch  in  der  Humboldt-Bai. 

T.  microps  8m.  nach  einem  J,  das  Doherty  in  der  Humboldt-Bai  entdeckte,  beschrieben;  wird  sich  ver-  microps. 
mutlich  als  eine  Abweichung  der  gorgo  entpuppen,  wenn  sie  nicht  etwa  im  selben  Verhältnis  zu  gorgo  steht 
wie  dina  Stgr.  zu  dimona  Hew.  Das  <$  hat  etwa  die  Größe  eines  gorgophone -$,  zeigt  eine  deutlich  transparente 
Apikalozelle  und  geringere  und  anscheinend  heller  graue  Analbesäumung  der  Hflgl.  Unterseite  der  Hflgl  mit  zwei 
kleinen  fast  gleichgroßen  Analozellen,  von  denen  die  vordere  im  ersten  Medianzwischenraum  steht. 

T.  bioculatus,  die  prächtigste  Art  der  Hyades- Gruppe,  ist  interessant  durch  ihre  stark  verdunkelten 
östlichen  geographischen  Rassen,  die  auf  kurze  Distanz  bereits  scharf  geschieden  sind,  und  durch  die  Aelinlich- 
keit  der  mit  den  <j>$  der  Elymnias  agondas.  mit  gelblichem  oder  weißem  Basalteil  der  Vflgl,  gelblichem, 
weißen  oder  schwärzlichen  überstäubten  Innengebiet  der  Hflgl.  Die  Analozellen  meist  deutlich  weißgekernt, 
fast  in  der  Größe  übereinstimmend,  leichthin  wolkig  grau  oder  tiefschwarz  umrandet.  Figl  in  der  Mitte  fein 
und  sehr  lang  behaart,  so  daß  die  vordere  Peripherie  der  Ozellen  wie  mit  einem  Pelzkragen  verbrämt  erscheint. 

Hflgl  erst  grau,  dann  schwarz  umrandet.  Vflgl  unterseits  bei  allen  Rassen  erst  weiß,  dann  nach  außen  tiefschwarz. 

Hflgl  mit  größeren  Augen  und.  ausgedehnterem  Ozellenvorhof  als  oben.  Costalsaum  erheblich  verbreitert,  ein 
gelbes  oder  weißes  sichelförmig  den  Vorhof  umschließendes  Feld  freilassend.  Vflgl  des  $  weiß  gegen  den  dunklen 
Apex  zu  mehr  oder  minder  gelblich  verbrämt.  Hflgl  gelb,  bei  den  Ostrassen  weiß  und  je  nach  der  Ortsform  aus¬ 
gedehnt  oder  nur  schmal  schwarz  umzogen.  Unterseite  der  Hflgl  wie  beim  die  vordere  Ozelle  auffallend  klein. 

Die  Augenaberration  gemmata  bei  beiden  Geschlechtern  nicht  selten,  aber  Verdoppelungen  der  vorderen  Ozellen 
anscheinend  nicht  vorkommend,  ebensowenig  sidus-Bi ldung.  Verbreitung  von  Waigiu  und  Salawati  bis  zur 
Ostspitze  der  Hauptinsel  von  Neu- Gui  nea.  bioculatus  Guer.  von  der  Insel  Waigiu  zeichnet  sich  beim  £  durch  bioculatus. 
einen  feinen  cremefarbenen  Anflug  der  Hflgl-Oberseite  aus.  Hflgl  des  $  mit  deutlicher  schwarzer  Umrahmung, 
der  eine  satt  beingelbe  Medianregion  folgt.  —  pallida  Frühst.  (104d)  weicht  von  typischen  bioculatus  von  Waigiu  pallida. 
durch  die  helleren,  auf  den  Hflgln  schmäler  schwarz  umsäumten  $  ab.  Des  weiteren  sind  die  blauen  Ozellen 
der  Hflgl-Oberseite  lichter  und  weniger  ausgedehnt  schwarz  umrahmt.  Die  SE  tragen  einen  braunen,  anstatt 
schwarzen  Apikalsaum  der  Vflgl.  Sorong  und  Kajumera  von  West-Holländisch-Neu- Guinea,  auch  auf  Sala¬ 
wati  nur  unwesentlich  verändert.  —  charonides  Stgr.  eine  hervorragende  Lokalform  von  der  Humboldt-Bai  bis  charonides. 
zur  Astrolabe-Bucht  verbreitet.  Hflgl  der  ES  weißlich,  distal  fein  grau  oder  zart  braun  beschuppt.  Basalregion 
der  Hflgl  rein  weiß,  plötzlich  scharf  nach  innen  verengt.  Schwarzer  Distalsaum  sehr  breit.  Mediansichel  der  Hflgl- 
Unterseite  nur  leichthin  sahnefarben.  — -  charon  Stgr.  setzt  bereits  in  Finschhafen  (Deutsch-Neu-Guinea)  ein  charon. 
und  geht  bis  Port  Moresby,  von  woher  ihres  Autors  Type  stammt.  Eine  distinkte  Rasse,  Vflgl  hervorragend 
durch  die  rein  kreideweiße  Basis;  Hflgl  äußerst  schmal  schwarz  umsäumt,  aber  der  Ozellenvorhof  proximal 
bis  zur  Basis  ausgedehnt.  $  oberseits  schwarzgrau  mit  tiefschwarzem  Augenrand.  Mediansichel  bei  beiden 
Geschlechtern  unten  weiß.  —  charondas  subsp.  nov.  liegt  mir  vom  Aroa-Fluß  vor;  $  Vflgl  etwa  wie  bei  pallida  charondas. 
Frühst Hflgl  dunkelgelb  mit  brauner  Ueberschuppung.  Analaugen  klein  mit  beschränkter  schwarzer  Peri¬ 
pherie.  Hflgl-Unterseite  mit  relativ  großer  Apikalozelle  und  dunkelgelber  Mediansichel.  Es  ist  nicht  ausge¬ 
schlossen,  daß  charondas  auch  im  östlichen  Küstengebiet  von  Holländisch-Neu- Guinea  etwa  nordwärts  der  Prins- 
Hendrik-Insel  gefunden  wird,  da  sie  ja  eine  Intermediaform  zwischen  der  unterseits  weißen  charon  zu  der 
westlichen  unten  hell  ockergelben  pallida  bildet. 

ß.  Vflgl  mit  vorgezogener  Spitze. 

T.  arteniis  kann  wohl  als  die  häufigste  Spezies  des  Papuagebiets  betrachtet  werden,  welche  die  gesamte 
Hauptinsel  und  deren  westliche  und  östliche  Inseltrabanten  bewohnt.  Deren  zahlreiche  Rassen  lassen  sich  auf 
drei  Haupttypen  verteilen,  nämlich  solcheMnt  stark  verdunkelter  Gesamtfärbung  (im  Westen  von  Neu-Guinea 
und  dessen  Satellitinseln),  jene  mit  breit  und  scharf  abgesetzter  weißer  Binde  der  Vflgl  (Britisch-Neu-Guiner 


414 


T  JEN  ART  S.  Von  H.  Fruhstoreer. 


und  die  östlichen  Gestadeinseln)  und  endlich  die  völlig  aufgehellten  Formen  von  Kaiser  Wilhelms-Land ,  die  bereits 
in  der  benachbarten  Humboldt-Bai  einzusetzen  beginnen.  Selbstverständlich  sind  an  den  Grenzgebieten  Ueber- 
gänge  von  einer  Variationsrichtung  zur  andern  vorhanden.  Der  Hauptcharakter  der  Gesamtart  liegt  außer  den 
schon  erwähnten  sexuellen  Merkmalen  in  den  verhältnismäßig  lang  vorspringenden  Vflgl  der  <$<$,  dem  fast  immer 
durchschlagendem  Analauge  der  Hflgl  und  einem  breiten  braunem  oder  grauen  Analsaum  der  Vflgl.  Die  Flgl- 
umrahmung  wechselt  von  schiefer-und  mausegrau  zu  rötlich  und.  rotbraun  und  die  Unterseite  sieht  vielfach 
aus  wie  mit  Sand  oder  Asche  überschüttet.  Die  Ozellen  sind  ziemlich  regelmäßig,  fast  kreisrund,  doch  wechselt 
ihre  Größe  von  dem  Umriß  einer  Erbse  bis  zu  so  stattlichen  Scheiben,  wie  sie  die  Figur  von  T.  celsa  auf  Tafel 
101  d  zeigt.  Wie  bei  fast  allen  Taen  ariden  treten  Ozellen  Vermehrungen  ein  und  es  seien  hier  alle  bisher  beobachte¬ 
ten  Kombinationen  aufgezählt.  Vflgl  mit  einem  schwarzen  weißgekerntem  Augenfleck  ohne  gelbe  Peripherie 
monops.  (sidus  Stich.);  Hflgl  ohne  Apikalauge  (monops Frühst.);  mit  verdoppeltem  Apikalauge,  dessen  accessorische  Ozelle 
lacrimans.  nach  hinten  gerichtet  ist  und  wie  tränenartig  ausgeflossen  erscheint  (lacrimans Frühst.)-,  Analozelle  verdoppelt,  * 
und  zwar  in  der  Weise,  daß  das  Nebenauge  proximal  gelagert  ist  und  sich  zwischen  der  hinteren  Medianader 
und.  der  Submediana  einschiebt,  während  bei  wahnesi  gerade  das  umgekehrte  Verhältnis  nämlich  distal  und  nach 
opulenta.  vorne  gerichtete  Beiaugen  die  Norm  bilden  (opulenla  Stich.).  Die  Hflgl  können  auch  sechs  Ozellen  führen,  was 
gemmata.  allerdings  häufiger  bei  wahnesi  wie  bei  artemis  vorkommt  (gemmata  Stich.)  und  es  ist  wahrscheinlich  daß  eine 
Vermehrung  auf  acht  Augen,  die  dann  eine  zusammenhängende  Kette  bilden  auch  noch  entdeckt  wird,  wie  sie 
rothxchildi.  mir  von  wahnesi  bereits  vorliegt,  dies  ist  dann  die  Aberration  rothschildi  Sm.  Als  zuerst  beschriebene  Ortsrasse 
artemis.  wird  artemis  Voll,  angeführt,  deren  Type  vermutlich  aus  Sorong  oder  einem  anderen  Punkte  des  holländischen 
Nordwest-Neu- Guinea  stammt.  $  wie  $  vorherrschend  dunkelgrau  mit  unscharfer  etwas  in  die  Zelle  eindringen¬ 
der,  weißlicher  Binde  der  Vflgl  und  leichtem  gelblichem  Anflug  der  Hflgl-Oberseite.  Unterseite  der  ua- 
eleusina,  merklich  rötlich  angeflogen,  der  Analwinkel  sehr  selten  frei  von  grauer  oder  rötlicher  Umsäumung.  — •  fa.  eleu- 
sina  Frühst,  ist  auf  eine  Aberrat ivforin  basiert,  die  aber  in  Sorong  sehr  häufig  auf  tritt,  ja  dort  vielleicht  die  Haupt¬ 
form  bildet.  Die  Exemplare  sind  hell  schiefergrau  umsäumt,  die  Subapikalregion  der  Vflgl  ist  verschwommen, 
zum  Teil  grau  beschuppt,  die  Analozellen  der  Hflgl-Oberseite  sind  sehr  klein  und  schlagen  nie  ganz  deutlich 
nach  oben  durch.  Die  Unterseite  erinnert  durch  ihre  verwaschene  Farbe  vielfach  an  gisela  von  Waigiu,  die 
Figlumrahmung  ist  aber  schmäler  und  heller  grau.  Alle  Ozellen  tragen  eine  sehr  breite,  schwarzgraue  Peripherie, 
die  licht  ockergelben  Ringe  sind  breiter  als  bei  gisela ,  schmäler  als  bei  zenada  und  celsa.  Der  Analwinkel  der  Hflgl 
ist  entweder  gar  nicht  oder  nur  ganz  schwach  grau  angeflogen  und  der  gelbe  Bezug  der  Hflgl-Oberseite  fehlt  gänz¬ 
lich.  Unter  23  Exemplaren  meiner  Sammlung  sind  nur  sidus  und  lacrimans  als  Augenabweichungen  zu  erwähnen.  — 
zenada.  zenada  Frühst,  bewohnt  Kapaur  und  die  Umgebung  der  Kajumera-Bai  im  Süden  des  holländischen  Gebiets.  Meine 
Exemplare  sind  größer  als  VoLLEXHOVEXS-/Type,  die  Vflgl  beinahe  schwarzgrau  und  die  Hflgl  jenseits  des  gelben 
Basalanfluges  auch  bereits  grau  beschuppt.  Die  Flgl-Unterseite  ist  wesentlich  dunkler,  die  Vflgl  sind  schwarz¬ 
grau  anstatt  braun,  mit  einer  schmalen  weißen  Subapikalregion,  die  Hflgl  ringsum,  besonders  aber  auch  im 
Analwinkel,  dunkler  grau  begrenzt,  die  Ozellen  größer  und  reicher  blau  gekernt,  auch  ist  die  Analfalte  schwarz 
anstatt  rotbraun.  Das  $  erinnert  durch  seine  außerordentlich  großen  Ozellen  an  celsa  Frühst.,  von  der  es  haupt¬ 
sächlich  differiert  durch  den  schärfer  abgesetzten  und  tiefer  schwarzen  Außensaum  aller  Figl.  Auf  Waigiu  hat 
sich  eine  gute  Inselrasse  herausgebildet,  welche  als  gisela  Frühst,  bezeichnet  wurde.  Die  Stücke  haben  stark  ver¬ 
dunkelte  Figl.  Die  Grundfärbung  ist  ein  sattes  Schiefergrau.  Auf  den  Vflgl n  bleibt  bei  den  <$  nur  eine  ganz  schmale, 
weißliche  Subapikalregion  offen,  einige  der  $  zeigen  dunkle  Hflgl,  von  denen  nur  noch  die  Flglbasis  gelblich 
bezogen  ist,  während  alles  übrige  rauchgrau  erscheint.  Exemplare  mit  nach  oben  durchschlagender  Ozelle 
dominieren.  Es  kommen  auch  Exemplare  vor  mit  schwarz  besäumtem  Analrand  und  breit  schwarz  umringelten 
thnesides.  und  beschatteten  Ozellen.  Solche  Stücke  erinnern  an  timesias  Kirsch  und  mögen  als  timesides  Frühst,  gelten. — 
myopina.  Auf  den  Aru-Inseln  treffen  wir  myopina  Frühst.,  die  durch  rauchbraun  angeflogene  Hflgl  gekennzeichnet  wird. 

Die  weiße  Subapikalregion  der  Vflgl  hebt  sich  schärfer  ab  von  der  dunklen  Grundfärbung,  als  bei  artemis  und  die 
Hflgl  sind  durchaus  rauchbraun  angeflogen,  eine  Erscheinung,  die  sich  auf  dem  Festlande  von  Neu- Guinea 
nicht  wiederholt  ,  die  aber  bei  einigen  $$  von  Waigiu  eine  Parallele  findet  und  noch  mehr  bei  myops  Fldr.  aus  der 
ziadn.  dioplrica- Gruppe.  —  ziada  Frühst.  (101  d),  eine  reizende  Lokalrasse,  fliegt  auf  der  Insel  Misole.  Sie  differiert 
von  myopina  durch  die  violett-  anstatt  rauchbraune  Flglfärbung.  Der  Basalteil  der  Hflgl  ist  reicher  gelb  bezogen 
als  bei  myopina.  Unterseite:  Die  Färbung  des  Analsaumes  der  Vflgl  noch  heller  violettbraun.  Die  Ozellen 
celsa.  der  Hflgl  kleiner  als  bei  myopina ,  breit  gelb,  aber  nur  sehr  schmal  kakaofarben  umringelt.  — ■  celsa  Frühst.  (101  d), 
differiert  von  artemis  Voll,  durch  die  viel  breiter,  fast  schwarzgrau  gesäumten  Hflgl.  celsa.  ist  aber 
vor  allem  charakterisiert  durch  die  ungewöhnlich  großen  Ozellen  der  Hflgl,  die  eine  ausgedehnte  dunkelocker¬ 
gelbe  Iris  besitzen,  deren  Peripherie  schwarz  umringelt  ist.  Die  Ozellen  heben  sich  scharf  und  deutlich  von  der 
fast  rein  weißen  Grundfarbe  der  Hflgl  ab.  Die  Hflgl  selbst  sind  am  Costalrand.  breit  schwarz,  am  Distalsaum 
humboldti.  nur  schmal  schwarz  verbrämt.  Insel  Salawati.  —  humboldti  Frühst.  Exemplare  aus  der  Humboldt-Bai  bilden 
durch  die  dominierende  weiße  Grundfarbe,  den  schmalen,  grauschwarzen  Außensaum  aller  Figl  einen  interessan¬ 
ten  Uebergang  zu  staudingeri  Honr.  von  Deutsch-Neu-Guinea.  Costal-  und  Apikalsaum  schmal  grauschwarz, 
die” Analfalte  des  Hflgl  oberseits  ziemlich  breit  und  dunkel  schiefergrau  gesäumt,  der  übrige  Teil  der  Hflgl,  mit 
Ausnahme  der  weißlichen  Submedianregion  und  des  gelblichen  Basalteiles  licht  graubraun  angeflogen,  die 
von  der  Unterseite  durchschlagenden  Ozellen  sehr  klein.  Unterseite :  Die  weiße  Gesamtfärbung  wird  hier  noch 


THCNARIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


415 


weniger  von  der  grauen  Flglumrandung  eingeschränkt  als  auf  der  Oberseite.  Die  Ozellen  stets  klein,  hell  ockergelb 
geringelt,  die  Peripherie  ist  nur  schmal  grau.  $:  Die  ganze  Basalregion  der  Hflgl-Unterseite  ausgedehnt  gelb 
abgetönt,  die  Analozellen  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  breit  dunkelgrau  beschattet,  was  ihnen  ein  sehr  apartes 
Aussehen  verleiht.  Eine  noch,  hellere  Form  hat  Doherty  auf  der  Insel  Jobi  entdeckt,  es  ist  dies  blandina  Frühst,  blandina 
Bei  dieser  ist  auch  der  graue  Anflug  am  Analrand  der  Vflgl  fast  ganz  verschwunden  und  die  graue  Beschattung 
der  Ozellen  auf  ein  Minimum  reduziert.  Unterseite:  Analsaum  der  Vflgl  bereits  ganz  weiß,  Distalsaum  der 
Hflgl  äußerst  schmal,  Ozellen  winzig,  kleiner  noch  als  auf  der  Abbildung  von  microps  Sm.  Analwinkel  der  Hflgl- 
Unterseite  ganz  weiß,  der  Duftbüschel  unterhalb  der  Submediana  in  der  Analfalte  der  Hflgl-Oberseite  viel 
kümmerlicher  als  bei  humboldti,  bei  welcher  er  wieder  um  viel  weniger  entwickelt  ist  als  bei  zenada  und  eleusina. 

Insel  Jobi. 

staudingeri  Honr.  muß  als  die  am  meisten  variierende  Taenaris  aufgefaßt  werden;  es  gibt  davon  stmidinger 
Exemplare,  welche  eine  fast  ganz  weiße  Flgl-Oberseite  zeigen  und  bei  denen  nur  noch  der  Costal-  und  Apikalrand 
grau  gesäumt  sind  und  die  Figlbasis  ganz  leicht  gelblich  oder  rötlich  angeflogen  ist  (  =  fa.  albicans  Hag.).  Solche  albicans. 
Stücke  nähern  sich  dann  bereits  barbata  K y .  von  Rossel-Island,.  Andere  Exemplare  sind  entweder  breit  graubraun 
oder  dunkelgrau  angeflogen  (=  fa.  nicrigans  Hag.).  Eine  weitere  wundersame  Aberration  wurde  mit  dem  recht  nierigans. 
bezeichnenden  Namen  eos  Heller  belegt.  Solche  Stücke  tragen  die  Hflgl  oben  und  unten  ausgedehnt  rauchbraun  eos. 
oder  rötlich  angehaucht.  Der  schwärzliche  oder  braune  Analrand  der  Vflgl  ist  bei  eos  manchmal  so  scharf  abge¬ 
setzt,  daß  man  beinahe  glauben  könnte,  artemis  sticheli  Frühst,  oder  artemis  electra  Frühst,  vor  sich  zu  haben. 

Des  weiteren  kommen  Exemplare  vor,  welche  die  Hflgl  auf  der  Ober-  und  Unterseite  schmal  aber  ziemlich  scharf 
abgegrenzt  grau  gesäumt  haben  (limbata  Frühst.).  Solche  Stücke  sind  namentlich  in  Fmschhafen  sehr  limbata. 
häufig  und  erinnern  an  die  Figur  von  Taenaris  affinis  Ky.  von  Rossel-Island.  Die  Größe  der  Ozellen  der  Hflgl 
ist  gleichfalls  sehr  schwankend  und  variiert  von  kleinen  Punkten  bis  zu  ansehnlichen  und  deutlich  hervortretenden 
Augen.  Die  Ozellen  stehen  manchmal  in  einem  ganz  freien  Felde,  sind  aber  auch  gelegentlich  von  einem  grauen 
oder  rotbraunen  Vorhof  umgeben.  Veränderlich  ist  ferner  auch  der  gelbe  Anflug  der  Basalregion  der  Hflgl, 
der  manchmal  kaum  erkennbar,  manchmal  fast  die  ganze  innere  Figlhälfte  überzieht  und  von  hellgelb  bis  zu 
orangegelb  in  allen  Nuancierungen  auf  tritt.  Einige  Exemplare  verändern  auch  die  Figlform,  es  gibt  solche 
mit  ziemlich  rundlichen  und  solche  mit  sehr  schmalen  Vflgln,  deren  Apex  lang  ausgezogen  ist.  Derartige  Exem¬ 
plare  nähern  sich  in  der  ausgedehnten  Grundbestäubung  der  Vflgl,  die  nur  eine  ganz  schmale  Subapikalregion 
offen  läßt,  der  artemis  Voll.  (=  fa.  artemides  Frühst.).  Des  weiteren  kommen  Exemplare  vor,  welche  artemides. 
im  Analfeld  unterhalb  der  Submediana  der  Hflgl  ein  schwarzes  Duftschuppenfeld  zeigen,  während  die  meisten 
Exemplare  gar  keine  Anclroconien,  sondern  nur  gelbliche  oder  rötliche  Duftbüschel  aufweisen.  Bei  vielen  Exem¬ 
plaren  sind  die  Dufthaare  zwischen  der  hinteren  Mediana  und  Submediana  gut  entwickelt,  bei  anderen 
fehlen  sie  entweder  ganz  oder  sind  nur  sehr  spärlich  vorhanden.  —  simonetta,  Frühst,  eine  extrem  albinotische  simonetta. 
Form,  bildet  ein  eigentümliches  Mittelglied  zwischen  honrathi  Stgr.  und  wahnesi  Heller.  Die  rundliche  Figlform 
hat  simonetta  mit  ivahnesi  gemeinsam,  nur  der  Apex  und  ein  schmaler  Distalsaum  sind  grauschwarz,  der 
übrige  Teil  der  Figl  ist  weiß,  mit  mäßigem,  gelblichem  Basalanflug.  Die  Ozellen  der  Hflgl  sind  groß,  schwarz¬ 
weiß  gekernt,  der  gelbe  Ring  von  der  Unterseite  schimmert  deutlich  durch.  Die  Duftpinsel  rötlich,  die  Dufthaare 
im  Analfeld  gelb,  jene  oberhalb  der  Submediana  weiß,  der  für  die  dioptrica-wahnesi- Gruppe  charakteristische 
Analfleck  fehlt  jedoch.  Abdomen  heller  gelb  als  bei  normalen  staudingeri.  Unterseite:  Vflgl  costalwärts  schmal 
grau  gesäumt,  Hflgl  ringsum  fast  unmerklich  schwärzlich  umrandet.  Die  Ozellen  hellgelb  geringelt,  die  äußere 
Peripherie  schmal  schwarz.  Das  Analfeld  der  Vflgl  unbedeutend  hellgrau  bezogen.  Basalteil  der  Hflgl  gelblich 
angehaucht .  Weitaus  die  wunderbarste  Aberration  aber  ist  druentia  form.  nov.  (101  d).  Sie  zeigt  milchweiße  ärucnüa. 
Vflgl  mit  noch  schmälerem,  grauen  Apikalsaum  als  simonetta,  aber  ganz  dunkel  rauchbraun  angeflogene  Hflgl, 
von  denen  nur  der  Basalteil  noch  weißlich  erscheint,  während  die  prächtig  schwarzgrau  angelaufene  Unterseite, 
an  eos  Heller  erinnert.  Diese  Aberration  vereinigt  also  auf  den  Vflgln  das  albinotische  und  auf  den  Hflgln  das  me- 
lanotischste  Extrem,  das  wir  von  staudingeri  kennen.  Daß  auch  die  Anzahl  der  Ozellen  Veränderungen  unterliegt, 
ist  nur  natürlich.  Es  existieren  Exemplare,  bei  denen  sich  an  der  Apikalozelle  ein  Nebenauge  bildet  ( lacrimalis 
Frühst.)  und  solche,  bei  denen  die  Analozelle  zu  Verdoppelungen  neigt  ( opulenta  Stich.).  Ein  Exemplar  hat  auf 
der  Vflgl-Unterseite  eine  inkomplette  schwarze,  weißgekernte  Ozelle  ( sidus  Stich.);  weiters  kommen  auch 
Stücke  vor,  welche  sich  der  rothschildi  Sm.  nähern  und  vier  Ozellen  aufweisen.  Auch  asymetrische  Bildungen 
sind  nicht  selten,  so  daß  der  rechte  Figl  drei  Ozellen,  der  linke  nur  zwei  aufweist  etc.  Eine  recht  auffallende 
Aberration  wurde  als  monops  Frühst,  beschrieben,  bei  der  von  den  Analozellen  auch  nicht  eine  Spur  zu  sehen  monops. 
ist.  Nach  Hagen  fliegt  staudingeri  vom  Oktober  bis  April.  Die  Rp  ist  bekannt,  deren  Kopfhörner  rotbraun 
und  der  Rücken  ohne  schwarze  Linien,  so  daß  sie  leicht  von  der  gleichfalls  häufigen  wahnesi- Rp  unterschieden 
werden  kann,  die  zwei  schwarze  Dorsallinien  führt.  —  jamesi  Bllr.  soll  von  der  Yule-Insel  stammen,  ein  sehr  jamesi. 
fraglicher  Fundort;  die  Type  (am  British-Museum)  von  Honraths  Figur  der  staudingeri  nur  dadurch  differen¬ 
ziert,  daß  der  Basalteil  der  Vflgl  gelblich,  anstatt  rotbraun,  gefärbt  ist.  Nach  dem  Distalsaum  zu  nimmt  aber 
jamesi  auch  bereits  eine  graubraune  Färbung  an.  Auf  der  Figlunterseite  ist  der  Costalsaum  von  jamesi  gelblich, 
anstatt  rotbraun.  —  sticheli  Frühst,  ist  die  Form  von  Britisch-Neu- Guinea  wie  sie  besonders  in  der  Milne-Bai  sticheli. 
auftritt.  Die  Ortsrasse  scheint  weniger  veränderlich  zu  sein  als  staudingeri  und  mir  liegen  nur  Exemplare  vor 
mit  grauschwarzem  Analsaum  der  Vflgl,  der  durch  eine  rein  horizontale  Binde  der  Vflgl  scharf  abgesondert  wird. 


416 


THCNARIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Hflgl  vorherrschend  weiß  mit  matt  grauem  schwachem  Distalsaum  und  deutlich  ockergelb  angeflogener  Basal¬ 
partie.  Ozellen  nur  selten  durchschlagend,  unten  sehr  breit  gelb  umzogen  und  dann  noch  mit  sehr  deutlicher 
schwarzer  Peripherie.  Augenvariationen  dürften  selten  sein,  jedenfalls  besitze  ich  davon  nur  die  forma  lacrimans.  ■ — 
dectra.  eleetra  Frühst,  differiert  von  sticheli  durch  das  dunklere  Gesamtkolorit,  was  besonders  auf  den  Hflgln  auffällt, 
die  schwärzlichbraun  gesäumt  sind.  Der  Basalteil  der  Hflgl  ist  noch  reicher  gelb  bezogen ;  auf  den  Hflgln  schlagen 
die  Ozellen  deutlich  durch.  Ihre  Pupille  ist  sehr  groß  und  schwarz,  mit  reicher  blauer  Bescliuppung.  sticheli 
und  eleetra  haben  große  Aehnlichkeit  mit  Icirschi  St.gr.,  nur  hat  kirschi  ein  schivarzes,  grau  behaartes  Duftfeld 
im  Analwinkel  der  Hflgl,  während  sich  bei  sticheli  und  eleetra  rötliche  Duftschuppen  zeigen,  die  mit  langen  röt- 
affhiis.  liehen  oder  gelblichen  Haaren  besetzt  sind.  Heimat  die  Fergusson-Inseln.  • —  affinis  Ky.  ist  eine  weitere  östliche- 
Inselrasse,  im  Gegensatz  zur  vorigen  aber  äußerst  variabel  und  der  stauding eri  sowie  jamesi  recht  nahestehend. 
affinis  selbst  führt  einen  breiten  schwarzen  nach  vorne  undeutlich  begrenzten  Analsaum  der  Vflgl  und  sehr  große, 
hart) ata.  schön  blaugekernte  Ozellen  der  basalwärts  nur  leichthin  gelb  angeflogenen  Hflgl.  —  barbata  Ky.  stellt  das 
der  simonetta  analoge,  albinotische  Extrem  dar,  mit  rein  weißen  Vflgln,  nur  unmerklich  schwarz  umränderten 
melanops.  Hflgl,  die  ein  kleineres  sowie  lichter  blau  zentriertes  Auge  führen.  Rossel-Insel  des  Louisiaden- Archipels. —  me- 
lanops'hS'm.  bedeutet  dagegen  einen  Fortschritt  in  der  melanoti sehen  Richtung.  Vflgl  wiederum  verdunkelt, 
etwas  ähnlich  eleetra  aber  mit  reduzierterem  Schwarzsaum.  Hflgl  mit  einer  durchscheinenden,  ungemein  groß 
violett  gekernten  Ozelle  die  von  einem  auffallend  breitem  schwarzen  Vorhof  umgeben  ist.  Smith  nennt  die 
tmeutus.  Südost- Insel  als  Fundort. — Von  tineutus  Frühst,  sind  bisher  nur  3  Exemplare  bekannt.  <§ :  Vflgl-Costalsaum 
fast  weiß,  nur  an  der  Basis  und  am  Apex  grau  bezogen.  Querbincle  unter  der  Submediana  schmäler.  Hflgl- 
Analsaum  rein  weiß,  also  nicht  schwärzlich  beschuppt  wie  bei  affinis,  aber  mit  sehr  viel  größeren  und  breiter 
gelb  geringelten  Ozellen.  Die  Pupille  nur  ganz  wenig  blau  bestäubt.  Unterseite:  Der  Außensaum  aller  Figl 
grau,  anstatt  schwarz.  Alle  Ozellen  bedeutend  größer,  reicher  gelb  umrandet.  Das  $  hat  eine  braune  Querbinde 
anstatt  der  grauen;  auch  der  Apex  der  Vflgl,  der  Distalsaum  der  Hflgl  sind  braun,  und  der  basale  gelbe  Anflug 
ausgedehnter.  Insel  Woodlark,  Type  aus  der  Sammlung  Crowley,  British  Museum. 


hyperbolus.  T.  hyperbolus  Kirsch  ist  die  zweite  Spezies  der  artemis- Gruppe,  anscheinend  aber  sehr  selten,  denn 

mir  ging  nur  ein  Exemplar  zu.  Vflgl  des  $  sehr  ähnlich  der  abgebildeten  amitaba  (101b),  grau  mit  gelblichem 
Costalsaum.  Hflgl  weißlich  mit  ausgedehntem,  jedoch  proximal  verwaschenem  Distalsaum,  der  allmählich 
in  eine  gelblich  weiße  Basalregion  übergeht.  Auge  der  Unterseite  deutlich  durchscheinend,  doch  werden  gewiß 
automolvs.  auch  Stücke  ohne  solches  Vorkommen.  Insel  Jobi.  —  automolus  Kirsch  (101  d)  ist  eine  nur  wenig  dif¬ 
ferenzierte  Ortsrasse  aus  dem  nördlichen  Holländisch-Neu- Guinea  bei  Rubi  und  Mum  von  dem  früheren  Di¬ 
rektor  des  Dresdener  Museums  Dr.  A.  1L  Meyer  gesammelt.  Kirsch  hat  sie  wegen  dem  nur  undeutlich  trans¬ 
parenten  Analozellus  abgetrennt.  Die  Unterseite  gleicht  sehr  jener  von  ritsemae  aus  der  onolmis  ( ho nraih  i ) - G nippe , 
doch  ist  das  vordere  Auge  der  Hflgl  stets  markanter  ockergelb  umrandet.  Das  abgebildete  Exemplar  soll  von 
Salawati  stammen  und  wurde  mir  von  H.  Kühn  übergeben. 


B.  Analer  Sexualfleck  der  Hflgl  mit  einer  Anhäufung  schwarzer  Andro- 

c  o  n  i  e  n. 

a)  Der  Duftnapf  der  Costalregion  der  Hflgl  trägt  Schuppen,  welche  je  nach  der  Farbe  des 
Costalsaumes  von  grau  und  braun  bis  zu  schwarz  wechseln. 

Alle  Flügel  rundlich  wie  bei  Hyades- Gruppe, 
a.  Abdomen  gelb. 

T.  selene  kann  nächst  urania  L.  als  die  stattlichste  Taenaris  betrachtet  werden  und  die  $$  dürften 
wohl  umnia-QQ  zumeist  noch  an  Flügelausmaß  übertreffen.  Ueber  das  Vaterland  war  man  lange  im  Zweifel, 
weil  es  Westwood  irrtümlicherweise  nach  Neu-Guinea  verlegte.  Jetzt  hat  ein  Typenvergleich  ermöglicht, 
die  Südmolukken  als  solches  zu  ermitteln  und  Stichel  glaubt  die  Insel  Buru  als  Heimat  proklamieren  zn  dürfen. 
selene.  Zwei  ausgezeichnete  Lokalformen  sind  zu  erwähnen.  — ■  selene  Westw.  (=  buruensis  Forbes)  (101  a)  Vflgl 
oben  grau,  Hflgl  basalwärts  weiß,  der  Außensaum  lichtbraungrau.  Analauge  sehr  groß  mit  breiter  gelber  Pupille 
und  äußerer  graubrauner  Umrandung.  Iris  schwarz  mit  weißem  Kern.  $  Auch  auf  den  Vflgl  weiß  mit  stark 
zurückgedrängter  braungrauer  Apikalumrahmung.  Ozellen  der  Hflgl  anscheinend  meistens  kleiner  als  beim  $. 
Die  Unterschiede  des  $  ergibt  die  Abbildung,  das  differiert  durch  eine  ausgedehntere  und  dunkler  braune 
Distalbesäumung,  und  besonders  nach,  dem  Analwinkel  zu  verbreiterter  Ozellenperiplierie.  Insel  Buru,  an- 
(jigas.  scheinend  nicht  häufig.  —  gigas  Stgr.  führt  sowohl  ober-  wie  unterseits  eine  erheblich  verbreiterte  Berandung 
der  Hflgl,  was  besonders  auf  der  Unterseite  zur  Geltung  kommt,  die  nur  einen  unbedeutenden  weißlichen  Discus 
tetrica.  aufweist.  Ozellenpupille  dunkler  ockergelb  als  bei  selene.  Insel  Ceram.  —  Als  tetrica  Stich,  ist  eine  $-F orm  be¬ 
nannt  mit  vorherrschender  braungrauer  Bestäubung  des  Basalteils  der  Hflgl-Oberseite. 

T.  macrops  vertritt  selene  auf  den  Nordmolukken  und  man  könnte  versucht  sein,  sie  als  die  natürliche 


Ausgegeben  25.  VIII.  1911. 


TA5NARIS.  Von  H.  Frutistorfer. 


417 


Fortsetzung  dieser  Art  in  einem  anderen  Gebiet  zu  betrachten.  Aber  ein  scheinbar  unbedeutendes  Merkmal, 
die  weiter  an  den  Distalrand  gerückte  Analozelle  der  Hflgl,  steht  im  Konnex  mit  wichtigeren  anatomischen 
Differenzen  und  ist  somit  der  Artcharakter  von  macrops  erwiesen,  vermutlich  eine  Folge  der  erdgeschichtlich 
weit  zurückliegenden  Trennung  der  Nord-  von  den  Südmolukken.  Drei  Inselrassen  sind  bekannt,  die  eine  große 
Uebereinstimmung  mit  jenen  von  selene  zeigen,  nur  bleiben  die  Exemplare  im  Habitus  hinter  selene  zurück 
und  die  Adern  der  Vflgl  sind  bei  einer  Rasse  ausgedehnter  braungrau  bezogen:  niacropina  Frühst.  (101  a)  ist  nwrmp'ma. 
nicht  selten  auf  Obi  und  stellt  analog  T.  diana  diadema  Frühst.  (101  c)  das  albinotische  Extrem  der  Gesamtart 
vor.  Die  rauchgrauen  Vflgl  im  Medianteil  deutlich  aufgehellt,  der  nasenförmig  nach  außen  vordringende  Basal¬ 
fleck  der  Hflgl  ausgedehnter,  das  $  aber  auf  den  Vflgl  reiner  weiß  als  macrops  Fldr.  von  Halmaheira,  Bat j an  und  rnarrop*. 
Morotai.  macrops  scheint  auch  mehr  zur  Aberrationsbildung  als  macropina  zu  neigen,  denn  zwei  von  drei  dU 
zeigen  ein  inkomplettes  anales  Nebenauge,  das  nach  hinten  gerichtet  ist.  Vflgl  unterseits  im  Gegensatz  zu  macro¬ 
pina  ohne  weißliche  Aufhellung.  Beide  Geschlechter  auf  den  Hflgl  merklich  breiter  braungrau  umrahmt, 
ternatana  Frühst,  gleicht  obersei ts  wieder  mehr  der  macropina,  differiert  aber  von  dieser  und  macrops  durch  ternatana. 
kleinere  Augen  der  Hflgl  die  noch  mehr  beschränkten  Außensaum  führen  als  macropina -$$.  Als  wichtigster 
Differentialcharakter  sei  jedoch  die  rein  kreidige,  fast  blendend  weiße  Grundfärbung  der  Oberseite  erwähnt, 
die  ternatana  mit  macrops  macropina.  Frühst,  von  Obi  gemeinsam  besitzt,  während  macrops  stets  gelblich  abgetönt 
ist.  Des  weiteren  ist  weder  bei  ternatana  noch  bei  macropina  das  Medianfeld  der  Vflgl  grau  beschuppt,  eine 
Erscheinung,  die  bei  macrops  stets  zu  beobachten  ist.  Auf  der  Unterseite  differiert  ternatana  dann  sowohl  von 
macrops  wie  auch  macropina  durch  die  wesentlich  kleineren  Ozellen  und  das  ausgedehntere  rein  weiße  Median- 
feld  der  Hflgl.  Dadurch  wird  naturgemäß  auch  unterseits  der  hier  tiefschwarze  Distalsaum  besonders  weit 
nach  außen  gedrängt  und  in  seiner  Ausdehnung  behindert.  Insel  Ternate;  nur  2  $$  in  meiner  Sammlung. 

T.  catops  ist  eine  der  formenreichsten  und  am  weitesten  verbreiteten  Arten  des  Genus.  Auch  sie  schließt 
sich  macrops  und  selene  so  eng  an,  daß  sie  früher  allgemein  als  selene  kursierte.  Die  Art  ist  lokalen  Einflüssen 
sehr  zugänglich;  Augenabweichungen  sind  gleichfalls  häufig  und  es  wechseln  Exemplare  mit  durchscheinendem 
Auge  der  Hflgl  mit  solchen  ohne  deutliche  obere  Analozelle;  eine  Tatsache,  die  früheren  Autoren  so  wichtig 
erschien,  daß  selbst  Staudinger  noch  Artunterschiede  darauf  basierte.  Variabel  ist  auch  der  gelbe  Basal anf lug 
der  Hflgl-Oberseite.  Er  ist  manchmal  kaum  zu  erkennen  und  tritt  dann  wiederum  in  allen  Intergradationen 
auf,  bis  zu  einer  deutlich  ockergelben  Region,  die  bis  an  die  Analozelle  reicht.  —  Bei  der  Lokalform  appina  appina. 
Frühst,  von  Britisch-Neu- Guinea  ist  dieser  gelbe  Basalanflug  fast  immer  vorhanden  und  manchmal  über  die  ganze 
innere  Figlhälfte  verbreitet;  auch  erscheint  er  gelegentlich  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Dieses  reiche  Auf¬ 
treten  von  Gelb  geht  fast  immer  Hand  in  Hand  mit  einer  ausgedehnteren  Schwarz-Umrandung  aller  Figl ;  ist 
also  ein  Zeichen  einer  melanotischen  Färbungsrichtung.  Grundfarbe  stets  weiß ;  Vflgl  mit  mehr  oder  weniger 
breitem  Costalsaum  der  von  schwarz  zu  grau  in  allen  Abstufungen  wechselt.  Hflgl -Umrandung  zumeist 
ziemlich  schmal,  bei  albinotischen  Extremen  bereits  im  Verschwinden.  Unterseite  in  der  Regel  dunkler,  der 
Distalsaum  vielfach  bis  nahe  an  die  Zelle  ausgedehnt  und  meist  auch  bis  in  den  Analwinkel  durchgezogen.  Die 
Falter  sind  häufig,  Flugzeit  nach  Hagen  vom  Oktober  bis  Juni.  Rp  kurz  ,  Kopfhörner  kurz,  rotbraun,  der  Rücken 
ohne  schwarze  Dorsallinie.  —  catops  Westw.  die  Namens  type  stammt  von  den  Aru-Inseln  und  ist  sehr  wenig  catops. 
in  den  Sammlungen  verbreitet.  Es  ist  eine  außerordentlich  helle  Form,  rein  weiß  mit  feinem  rauchgrauen 
Costalsaum  der  Vflgl  der  beim  einen  weißlichen  Costalstreifen  umschließt;  Hflgl  mit  etwas  in  die  Zelle  ein¬ 
dringendem,  nach  hinten  nicht  über  die  Analozelle  hinausgehendem  Basalanflug  von  zartem  Ockergelb.  Augen 
durchschlagend,  etwa  grünlich  orangegelb  mit  blauem  Kern  in  der  Mondscheibe.  Der  schwarze  Ring  derOzellen- 
peripherie  der  Unterseite  auch  oben  sichtbar.  —  fulvida  Btlr.  von  der  Insel  Misole,  ist  ausgezeichnet  durch  das  fulvida. 
ausgedehnte  basale  Gelb  der  Hflgl  das  über  die  Zelle  und  das  Analauge  hinausgeht,  so  daß  fulvida  als  die  ober- 
seits  weitaus  am  luxuriantesten  gefärbte  Unterart  gelten  kann.  Vflgl  beim  $  dunkelgrau  umrandet,  beim  $ 
mit  mehr  als  doppelt  so  breitem  und  fast  tiefschwarzen  Apikalbezug.  Hflgl  der  außerdem  noch  mit  einer 
licht  mausegrauen  submarginalen  Zone.  Unterseite  der  mit  ausgedehntem,  jene  der  mit  etwas  schmälerem 
schwarzen  Distalsaum  aller  Figl.  Hflgl  mit  einer  Wiederholung  des  basalen  Anfluges,  der  aber  hier  wesentlich  dunk¬ 
ler  getönt  erscheint.  —  selenides  Stgr.  bedeutet  eine  weitere  melanotische  Inselrasse ;  Vflgl  mit  weißlicher  Median-  selenides. 
partie,  ausgedehntem  dunkelgrauem  Apikal-  und  Costalanflug ;  Hflgl  vorherrschend  weißlich,  mit  äußerst 
zartem  gelben  Hauch.  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  noch  luxurianter  schwärzlich  umrahmt  als  bei 
fulvida,  aber  mit  nur  geringem  subbasalen  ockergelbem  Anflug.  Augen  relativ  klein,  sehr  deutlich  schwarz 
umringelt.  Ein  £  zeigt  eine  asymmetrische  Neigung  zur  Verdoppelung  der  vorderen  Ozelle.  Staudinger  empfing 
durch  Dr.  Platen  etwa  30  Exemplare  die  sämtlich  eine  oberseits  stattliche  Mondscheibe  trugen.  Mir  liegt 
durch  Water  st  radt  ein  £vor  ohne  solche  (=  delutiata  form.  nov.).  Drei  von  acht  meiner  Sammlung  führen  delunaia. 
eine  gelbliche  statt  weiße  Region  der  hinteren  Figlhälfte  (=  attina  form,  nov.,  101a).  — -  Mit  laretta  Frühst,  von  'uttina. 
Sorong,  (Holländisch  Nordwest-Neu-Guinea)  beginnt  eine  Reihe  von  unter  sich  ziemlich  gleichartigen  Rassen 
der  Hauptinsel,  die  von  einander  zwar  leicht  durch  das  Auge  getrennt  werden  können,  deren  subtile  Unterschiede 
aber  nur  bei  größeren  Serien  zu  Tage  treten.  Auch  fällt  es  leichter,  die  Unterschiede  mit  dem  Auge  zu  erken¬ 
nen,  als  sie  zu  beschreiben,  laretta.  Schließt  sich  noch  eng  an  fulvida  an,  und  von  der  fast  immer  großen 
dunkelockergelben  Analozelle  zieht  bis  zur  Basis  der  Hflgl  ein  mehr  oder  minder  ausgedehnter  fast  orange- 


IX 


53 


418 


T/ENARIS.  Von  H.  Frtihstorfer. 


farbener  Anflug.  Alle  Figl  oberseits  breit  grauschwarz  umrandet.  Unterseite  nur  wenig  von  selenides  dif¬ 
ferenziert,  die  Ozellen  jedoch  merklich  größer.  Auf  der  Flügelunterseite  ist  der  Costal-  und  Marginalsaum 
auch  fast  so  breit  als  bei  julvida ;  die  Ozellen  sind  viel  markanter  schwarz  umgürtet,  doch  ist  bei  den  meisten 
catanea.  Exemplaren  die  gelbliche  Basalregion  der  Hflgl  kaum  ein  Drittel  so  breit  als  bei  fulvida.  —  catanea  Frühst. 
von  Kapaur ,  dem  südlichen  Teile  des  holländischen  Neu-Guinea ,  schließt  sich  eng  an  die  Sorong- 
Rasse  laretta  an.  Bei  ihr  hat  aber  schon  die  Verdunkelung  des  Costalsaumes  der  Vflgl  abgenommen,  der 
gelbliche  Subbasalanflug  der  Hflgl  ist  zwar  noch  vorhanden,  aber  im  Verschwinden  begriffen.  Augen  der 
kajuna.  Unterseite  namentlich  beim  $  sehr  klein.  — •  kajuna  Frühst,  von  der  Kajumera-Bai  führt  in  beiden  Ge¬ 
schlechtern  nur  noch  undeutliche  Reste  eines  gelblichen  Anflugs;  Vflgl  auch  jenseits  der  Zelle  noch  weiß;  $  mit 
noch  schmalerem  Costalsaum  als  die  $<$.  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  kleiner  als  beim  £  und  in  einem  freien 
pamphagus.  Felde  stehend,  weil  der  Distalsaum  merkwürdigerweise  auf  der  Unterseite  schmäler  ist  als  oben.  —  pamphagus 
Kirsch  endlich  umschreibt  eine  stattliche,  oberseits  rein  weiße  Ortsrasse  mit  sehr  großen,  markant  schwarz 
umringelten  Analaugen  der  Hflgl.  Die  sehr  helle  Unterseite  zeigt  eine  fast  tiefschwarze  Umsäumung  der  Hflgl 
jobina.  und  auffallend  breit  schwarz  umgrenzte  Ozellen.  —  jobina  Frühst,  leitet  von  pamphagus  zu  den  Formen  des 
östlichen  Neu-Guinea  hinüber.  Der  Cost aistreifen  der  Vflgl  so  rein  weiß  wie  bei  pamphagus.  Hflgl  nur  unmerk¬ 
lich  schwarz  umrandet;  Analozelle  klein,  fast  immer  mit  grüngelber  Scheibe.  $  sehr  hell,  nur  gering  schwarz 
weshvoodi.  umzogen,  Hflgl  mit  hell  orangegelbem,  ziemlich  ausgedehntem  Anflug.  Insel  Jobi.  — westwoodi  Stgr.  hat  ihr 
Autor  von  der  Namenstype  catops  abgetrennt  wegen  dem  Fehlen  des  gelben  Anflugs  der  Hflgl  und  der  nach 
oben  nicht  durchschlagenden  Analozelle.  Letzteres  Merkmal  muß  nach  unseren  jetzigen  Erfahrungen  völlig 
ausscheiden,  denn  unter  30  Exemplaren  zeigen  mindestens  immer  zehn  sehr  große  auch  oben  komplette  grün¬ 
lich  oder  ockergelb  ausgefüllte  Scheiben.  Aber  dennoch  bezeichnet  ivestivoodi  eine  Ortsrasse,  die  von  west¬ 
licheren  Schwestern  leicht  abzusondern  ist  durch  das  blendende  Weiß  der  Oberseite  der  $$  mit  dem  ein  in 
der  Regel  sehr  breiter  schwarzer  Apicalfleck  beider  Figlpaare  lebhaft  kontrastiert.  Auch  das  Fehlen  des  gelben 
Basalanflugs  bleibt  charakteristisch,  denn  er  taucht  nur  gelegentlich  als  Rückschlag  auf.  Für  eine  solche  Form 
luna.  aus  Berlinhafen  wurde  sogar  eine  neue  Subspeziesbezeichnung  (luna  Stich.)  eingeführt,  der  naturgemäß  nur 
Aberrationswert  zukommt  umsomehr,  als  auch  noch  im  östlicheren  Friedrich-Wilhelmshafen  derlei  Exemplare 
als  seltene  Abweichung  Vorkommen,  während  sie  in  Britisch  Neu-Guinea  die  Regel  sind.  In  Finschhafen  ver¬ 
ändert  sich  weshvoodi  dagegen  bedeutend  nach  der  albinotischen  Richtung;  dort  tritt  auch  der  Distalsaum 
der  Hflgl-Unterseite  zurück  und  bei  einem  $  ist  die  Costal-  und  Distalbesäumung  der  Oberseite  auf  ein  kaum 
zwei  mm  breites  Band  beschränkt.  Diese  auffallend  helle  Form  scheint  auf  der  Vulkaninsel  sich  zu  einer  Insel¬ 
rasse  ausgebildet  zu  haben,  für  welche  der  N amen  mylaechoides  Frühst,  gegeben  wurde.  Ozellenaberrationen  schei¬ 
nen  bei  westwoodi  nicht  selten  zu  sein.  In  meiner  Sammlung  sind  vorhanden  mit  verdoppelter  Analozelle  und 
solche  die  eine  nach  vorne  mit  Nebenauge  versehene  Apicalozelle  tragen,  während  p  A  mit  nach  der  Flügelmitte 
miipupil-  zu  gerichtetem  accessorischem  Auge  seltener  sind.  Als  verarmte  Bildung  darf  uriipupillata  Frühst,  betrachtet 
hif".  werden,  bei  welcher  che  Analozelle  der  Hflgl  fehlt.  Dergleichen  Stücke  machen  ganz  den  Eindruck  einer  be¬ 
sonderen  Art,  hauptsächlich  deswegen,  weil  das  Analfeld  vollkommen  weiß  bleibt  und  mit  der  Ozelle  auch 
appina.  die  schwarze  Ozellenperipherie  verschwunden  ist.  —  appina  Frühst.  (101  a)  von  Britisch-Neu- Guinea  (Type 
aus  der  Milne-Bai)  muß  als  das  melanotische  Extrem  der  östlichen  Rassen  gelten.  Die  schwarze  Elügelum- 
rahmung  ist  ober-  wie  unterseits  und  bei  beiden  Geschlechtern  in  der  Regel  breiter  als  bei  westwoodi  und  stets 
ist  ein  Basalanflug  der  Hflgl-Oberseite  zu  bemerken,  der  von  einem  lichtgelben  zarten  Hauch  bis  zu  einem 
an  fulvida .  Btlr.  erinnernden,  dunkel  orangefarbenen  Fleck  variieren  kann.  Unterseits  macht  sich,  der  Anflug 
im  Gegensatz  zu  fulvida  Btlr.  und  laretta  Frühst,  nur  selten  geltend;  die  Augenflecke  erscheinen  unten  satter 
ockergelb  und  noch  markanter  schwarz  umgeben  als  bei  westwoodi.  Hauptflugzeit  anscheinend  im  November. 
adriana.  —  adriana  Frühst,  bewohnt  die  Fergusson-Inseln  und  bedeutet  eine  Abweichung  ins  hellere  Extrem ;  der  Distal¬ 
saum  aller  Flügel  lichter,  weniger  breit  angelegt;  der  Basalanflug  der  Hflgl  entweder  fehlend  oder  kaum  mar- 
fimbriata.  kiert ;  die  Ozellen  auffallend  klein.  —  fimbriata  Ky.,  ursprünglich  von  der  Normanby -Insel  beschrieben  und  in 
einem  damit  ziemlich  identischem  $  auch  von  Woodlark  in  meiner  Sammlung,  differiert  von  adriana  in  der 
mylaecha.  Hauptsache  durch  größere  und  lichter  gelb  gefüllte  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  —  mylaecha  Westw.,  von  den  Loui- 
siaden  zuerst  gekommen  und  anscheinend  nur  in  ein  oder  z  wei  Exemplaren  des  Britisch  Museums  bekannt,  ist 
das  albinotische  Extrem  der  Gesamtart.  Ober-  und  Unterseite  blendend  weiß  mit  fadendünnem  schwarzem 
m ylaechoi-  Costalsaum  der  Vflgl.  —  mylaechoides  Frühst,  differiert  von  der  Type  der  mylaecha  Westw.,  welche  ich  im  British 
des’  Museum  vergleichen  konnte,  durch  den  verbreiterten  braungrauen  Costalsaum  der  Vflgl  und  das  Auftreten 
eines  schwarzen  oder  braunen  Costal-  und  Distalsaumes  der  Hflgl,  der  bis  zu  den  Medianen  reicht  und  nament¬ 
lich  auf  der  Hflgl-Unterseite  sehr  deutlich  ist.  Die  Ozellen  sind  etwas  größer  und  breiter  schwarz  geringelt. 
nicasius.  Inseln  vor  der  Collingwoocl-Bai,  Britisch -Neu- Guinea.  —  nicasius  Fr  ühst,  endlich  mit  dem  wohl  irrigen  Fundort 
„Ceram“  im  Dresdener  Museum,  ist  noch  dunkler  als  laretta  Frühst.,  hat  breiten  rauchbraunen  Distalsaum 
der  Vflgl,  sowie  einen  hell  graubraunen  der  Hflgl,  große  gelbe,  aber  blasse  Ozellen,  die  nur  klein  schwarz  geäugt 
sind.  Die  Basalregion  ist  gelblich  angeflogen,  ähnlich  wie  bei  Exemplaren  aus  Sorong.  Unterseite:  Vflgl,  Costal- 
und  Apikalteil  sehr  breit  grauschwarz  bezogen.  Von  der  Zelle  bleibt  nur  die  oberste  apikale  Zone  weißlich, 
Basis  der  Hflgl  und  Distalsaum  noch  breiter  schwarz  angeflogen  als  bei  Sorong-Exemplaren.  Die  Ozellen  breit 
schwarz  geringelt,  die  schwarzen  Ringe  aneinanderstoßend.  Die  gelben  Ringe  ausgedehnt  hellgelb.  Die  Pupillen 


'LENARIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


419 


außergewöhnlich  groß,  tiefschwarz,  klein  weiß  gekernt.  Analozelle  nach  innen  leicht  blau  beschuppt.  Die 
Apicalozelle  nicht  rundlich,  sondern  oval,  ebenso  wie  die  Analozelle  mit  kleinem  Nebenauge,  was  aber  aberrativ 
sein  wird.  Heimatsinsel  unbekannt. 

T.  phorcas  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  vorigen  Art  auf  den  Salomonen  und  den  Inseln  des 
Bismarckarchipels.  Sie  ist  leicht  von  catops  zu  unterscheiden  durch  den  vorherrschend  schwarzen,  statt  weißen 
Grundton  aller  Figl  und  den  grauen  oder  braunen  statt  gelben  Hlb.  Augenaberrationen  scheinen  nicht  oder 
nur  sehr  selten  vorzukommen;  die  Ozellen  schwanken  auch  nur  unbedeutet  in  der  Größe,  sowohl  unter  sich 
wie  auch  bei  den  geographischen  Rassen.  Letztere  sind  nicht  scharf  geschieden  und  die  Kollektivspezies  ver¬ 
einigt  in  ihrer  Formenbildung  deren  Charaktere  in  allen  denkbaren  Kombinationen.  Nach  dem  allgemeinen 
Eindruck  lassen  sich  aber  ähnlich  wie  bei  den  westlichen  catops-TJn t er art en  mehrere  Ortsformen  absondern. 

Die  Rp  ist  bekannt,  sehr  hübsch  schwarz,  weiß  und  rot  gestreift  und  lebt  gesellig  auf  einer  niederen  Palmen  art. 
Gewöhnlich  liegen  5 — 6  auf  den  Blättern  oder  dem  Stamm  zusammen.  Sie  sind  träge,  verlassen  nur  zur  Ver¬ 
puppung  ihre  Nährpflanze  und  sind  mit  feinen  weißen  Härchen  überdeckt.  Puppenruhe  dauert  14  Tage,  phorcas  phorcas. 
Westw.  (=  anableps)  Voll.  (lOOd,  als  umbonia  bezeichnet),  dürfte  von  Neu-Mecklenburg  zuerst  gekommen  sein, 
denn  dortige  Exemplare  stimmen  noch  am  besten  mit  der  Abbildung  ihres  Autors  überein.  Analozelle  der 
Hflgl  mehr  oder  minder  mit  der  schwarzen  Distalfärbung  vereinigt.  Auf  der  Unterseite  steht  das  Analauge 
frei  in  einem  weißen  Feld  und  der  Außensaum  ist  nicht  bis  zum  Analwinkel  durchgezogen.  —  uranus  Stgr.  be-  uranus. 
deutet  eine  wesentliche  Verdunkelung;  bei  ihr  erscheint  das  Analauge  ober-  wie  unterseits  von  dem  fast  tief¬ 
schwarzen  Außensaum  der  Hflgl  umrandet.  Das  weiße  Medianfeld  der’ Hflgl  kleiner,  jenes  der  Vflgl  durch 
die  nach  außen  vorgeschrittene  dunkle  Basalbeschuppung  weiter  nach  dem  Analwinkel  zu  gedrängt.  Neu- 
Pommern.  Die  2$  von  Neu-Lauenburg  sind  nicht  ganz  identisch  mit  2$  aus  Neu-Pommern,  sondern  im  Anal¬ 
winkel  der  Hflgl  bereits  wieder  ausgedehnter  rein  weiß  aufgehellt.  — •  umbonia  Frühst,  ist  eine  sehr  dunkle  Lo-  umbonia. 
kalrasse,  mit  fast  ganz  tiefschwarzen  Vorderflügeln  in  denen  der  weißliche  Analfleck  kaum  noch  zu  erkennen 
ist.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl,  noch  mehr  als  bei  phorcas  Westw.  reduziert,  lagert  nur  noch  als  schmaler 
Halbmond  über  der  Analozelle.  Die  Analozellen  der  Hflgl- Oberseite  sind  dunkel  ockergelb.  Expeditions-Bai, 
Neu-Hannover,  Type  im  British  Museum.  —  farona  subsp.  nov.  bewohnt  Faro,  Alu  und  differiert  von  den  üb-  farona. 
rigen  a/esfa-Exemplaren  des  British  Museum  von  Ugi,  Aloa,  Maleia,  Ulava  durch  das  fast  völlige  Verschwin¬ 
den  der  weißen  Flecken  der  Vflgl,  die  bei  farona  braungrau  beschuppt  sind.  Auch  ist  der  Analsaum  der  Vflgl 
breit  graubraun  gesäumt,  während  er  bei  phorcas  im  Analwinkel  rein  weiß  bleibt,  d.  h.  der  weiße  Fleck 
den  ganzen  Hinterwinkel  ausfüllt.  Auch  das  Weiß  der  Hflgl  ist  reduziert,  dadurch,  daß  auch  der  braunschwarze 
Außensaum  bis  an  die  gelbe  Ozelle  heranzieht,  so  daß  diese  nicht  mehr  wie  bei  phorcas  freisteht.  Auf  der  Un¬ 
terseite  der  Hflgl  ist  der  weiße  Medianfleck  so  eingeschränkt,  daß  er  nur  noch  den  Raum  zwischen  den  vor¬ 
deren  und  der  Analozelle  einnimmt.  Type  im  British  Museum.  —  atesta  Rbl.  gilt  als  das  melanotische  Ex-  atesta. 
trem  der  Gesamtart;  sie  wird  charakterisiert  durch  die  fast  völlig  geschwärzten  Vflgl  und  eine  beim  $  erheb¬ 
lich  verschmälerte  postdiskale  weiße  Zone  der  Hflgl.  Nach  den  mir  vorliegenden  Exemplaren  von  den  Short- 
landsinseln  trägt  sie  auch  die  kleinsten  Ozellen.  Heimat  nach  Ribbe  besonders  die  südlichen  Salomonen. 

T.  scylla  Stgr.  ( =  dohertyi  Sin.).  Eine  ausgezeichnete  Spezies,  die  den  Charakter  von  phorcas  mit  jenem  scylla. 
von  onolaus  vereinigt  .  Mit  letzterer  hat  scylla  die  ziemlich  gleichartig  grau  gefärbten  Vflgl  und  den  gelblichen  Hlb 
und  mit  phorcas  die  Färbungsanalogie  der  Flgl-Unterseite  gemeinsam.  Doch  ist  bei  scylla  die  weiße  Median¬ 
region  nicht  auf  den  Discus  beschränkt,  sondern  breitet  sich  vom  Costalrand  bis  zum  Hinterwinkel  als  eine 
breite  Binde  aus.  Jenseits  der  Analozelle  fällt  namentlich  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ein  ockerfarbener 
Distalsaum  auf,  welchen  an  dieser  Stelle  keine  andere  Taenaris besitzt.  Scylla  ist  von  Staudinger  aus  Kordo, 
von  Grose-Smitii  aus  Korrido  beschrieben.  Kordo  und  Korrido  sind  aber  nur  zwei  verschiedene  Namen 
für  denselben  Haupt-  und  Hafenort  der  Insel  Misore  („Schouteneiland“  der  Holländer);  diese  Insel  ist 
ein  wahres  Dorado  für  eigentümliche  hochentwickelte  Lepidopteren  der  Papua-Region.  Dort  fliegt  der  wunder¬ 
same  Troides  priamus  kirschi  Oberth.  und  die  aparte  Ideopsis  inuncta  hewitsoni  Kirsch  sowie  andere  seltene 
Arten. 

T.  onolaus  wird  hier  als  die  älteste  Bezeichnung  für  die  unter  dem  jüngeren  Namen  honrathi  in  den 
Sammlungen  verbreitete  Spezies  wieder  eingeführt,  die  den  variabelsten  Taenariden  zuzuzählen  ist.  Die  Grund¬ 
färbung  der  Vflgl  wechselt  von  weißlich  bis  zu  schiefergrau ;  die  Hflgl  können  einen  rein  weißen,  schwach  gelb¬ 
lichen  oder  mausegrauen  Basalteil  führen.  Die  Analozelle  der  Hflgl  ist  oberseits  stets  komplett  vorhanden; 
der  gelbe  Ozellenring  manchmal  zu  einem  breiten  Feld  ausgeflossen,  kann  aber  bei  derselben  Lokalform  nur 
proximal  angedeutet  oder  schwärzlich  überdeckt  sein.  Auch  wechselt  die  Gestalt  des  Auges  von  etwas  über 
Punktgröße  bis  zu  stattlichen  Scheiben  und  ebenso  deren  stets  weißlich  violetter  oder  blauer  Kern.  Die  beiden 
Ozellen  der  Hflgl-Unterseite  bleiben  manchmal  gleichartig,  sie  können  dann  so  klein  sein  wie  bei  tainia  (101  b); 
häufiger  aber  tritt  ein  vergrößertes  Analauge  auf,  das  sehr  oft  proximal  ausfließt  ( =  auriflua  Frühst.).  Neben-  auriflua. 
äugen  sind  fast  immer  vorhanden;  vier  von  dreißig  Stücken  beiderlei  Geschlechts  haben  sogar  anale  Ozellen 
der  Vflgl-Unterseite  (=  sidus  Stich.).  Mir  liegt  aber  auch  ein  $  vor  das  auch  noch  zwei  Apicalaugen  der  Vflgl  sidus. 
besitzt  neben  jenen  im  Analwinkel  und  auf  den  Hflgl  verdoppelt  sich  soavoIü  die  vordere  -wie  hintere  Ozelle. 


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T/ENARIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


onolaus.  —  onolaus  Kirsch  von  einer  der  Inseln  in  der  Geelvink-Bai,  gleicht  sehr  der  saluratior  { 100  d)  doch  ist  sie  wesent¬ 
lich  heller,  führt  einen  weißlichen  Analsaum  der  Vflgl-Oberseite  nnd  ein  weniger  ausgedehntes  und  lichteres 
macroph-  ocker-  oder  orangefarbenes  Feld  der  Hflgl-Unterseite.  —  macrophthalmus  Frühst,  ist  eine  reizende  Lokalrasse 
ihalmus.  un(j  fin(jet  sich,  auf  der  Insel  Jobi.  Sie  erinnert  in  der  Färbung  der  Oberseite  an  rebeli,  von  der  sie  aber  sofort 
zu  unterscheiden  ist  durch  einen  breiten,  weißen  Analsaum  längs  der  Submediana  der  Vflgl-Oberseite.  Die 
Hflgl  sind  etwas  dunkler  als  bei  rüsemae,  die  V f lgl-Unterseite  trägt  jenseits  der  Zelle  eine  obsolete  weißliche 
Region.  Der  Discalteil  der  Hflgl  ist  ebenso  reich  weiß  wie  bei  rüsemae,  aber  gut  ein  Drittel  kleiner,  weil  die 
schwarze  Flügelumrahmung  außergewöhnlich  breit  ist.  Die  Ozellen  sind  doppelt  so  groß,  wie  bei  den  übrigen 
onolaus- Rassen,  mit  einer  sehr  großen  schwarzen  Pupille,  dunkel  ockergelben  Ringen  und  einer  tief  schwarzen, 
breiten  Peripherie.  Nach  oben  schlagen  die  Ozellen  trotz  ihrer  Größe  nur  ganz  schwach  durch.  Insel  Jobi  von  W. 
honrathi.  Doiierty  entdeckt.  • —  honrathi  Stgr.  kommt  von  Waigiu,  wo  sie  ziemlich  häufig  ist.  Es  ist  eine  schöne,  gut 
umgrenzte  aber  veränderliche  Inselrasse;  $  braungrau  mit  weißlichem  Basalteil  der  Hflgl  und  deutlicher  ocker¬ 
gelber  Ozellenperipkerie.  Es  treten  aber  auch  Stücke  auf  mit  durchweg  dunkel  mausegrauer  Oberseite  aller 
Figl  und  Augen  der  Hflgl  bei  denen  die  ockerfarbene  Peripherie  entweder  im  Abnehmen  begriffen  oder  fast 
abdon.  ganz  verschwunden  ist  (=  abdon  form.  nov.).  Auf  der  Unterseite  ist  die  Analozelle  immer  nach  innen  breit 
sekarensis.  ausgeflossen,  ein  $  zeigt  verdoppelte  Apikalaugen  und  sogar  gemmata  Bildung.  —  sekarensis  Stgr.  bewohnt 
das  holländische  West-Neu- Guinea  und  liegt  mir  von  Sorong  vor.  $$  größer  als  honrathi Grundfarbe  lichter 
ritacmac.  braungrau,  Basalpartie  der  Hflgl-Oberseite  ausgedehnter  und  reiner  weiß.  —  ritsemae  Frühst,  bildet  den  Ueber- 
gang  zu  den  Rassen  des  deutschen  Gebiets,  ist  ungewöhnlich  hell,  hat  sogar  eine  weiße  Median-  und  Irds-Region 
der  Vflgl.  Die  Hflgl  sind  mit  Ausnahme  des  sehr  schmalen  lichtbraunen  Außensaumes  fast  rein  weiß  und  tragen 
eine  sehr  große  schwarze  Ozelle,  die  breit  gelb  geringelt  ist.  Unterseite:  Der  weiße  Medianfleck  der  Hflgl 
ausgedehnter  als  bei  Waigiu-Exemplaren  und  auch  reiner  weiß  als  bei  sekarensis.  Humboldt-Bai,  Sept.-Ok- 
rcbcli.  tober  1892  von  W.  Doherty  gesammelt.  —  rebeli  Frühst,  nächst  catops  die  häufigste  Taenaris  von  Kaiser- 
Wilhelms-Land,  östlich  nicht  über  die  Astrolabe-Bai  hinausgehend  und  in  ihrer  äußeren  Erscheinung  sehr 
variabel.  Wie  bei  honrathi  treffen  wir  Exemplare  mit  ganz  lichtgrauer  oder  gelblicher  Grundfarbe  neben  sol¬ 
chen,  die  als  satt  rauchbraun  bezeichnet  werden  müssen.  Die  Analozelle  bleibt  bei  den  stets  sehr  deutlich, 
verliert  aber  analog  der  forma  abdon  bei  honrathi  die  ockerfarbene  Peripherie  bei  den  dunklen  $$.  Die  Distal- 
umrandung  der  Hflgl-Unterseite  erscheint  manchmal  gelbbraun,  manchmal  fast  schwarz  und  wechselt  in  der 
Ausdehnung.  Die  Apicalozelle  ist  manchmal  stark  verkleinert,  die  Analozelle  neigt  zur  auriflua- Bildung,  von 
30  Exemplaren  ist  sie  bei  12  und  einigen  zu  konstatieren.  In  Finscbhafen  verschwindet  rebeli  und  sie 
ida.  wird  dort  ersetzt  durch  die  ausgezeichnete  Vikariante  ida  Honr.,  die  oberseits  kaum  variiert,  denn  alle  zeigen 
einen  dunkel  schiefergrauen  Gesamtton  der  Vflgl  mit  leicht  gelblichem  Anflug  an  der  Submediana  als  Anklang 
an  onolaus  Kirsch.  Hflgl  kreidig  weiß,  Analozelle  erheblich  kleiner  als  bei  rebeli.  $  mit  beinahe  schwarzen 
Vflgl  die  auch  am  Ird  nicht  aufgeliellt  sind.  Unterseite  der  Vflgl  mit  leichter  weißlicher  Einsprengung  am  Anal¬ 
winkel.  Hflgl  mit  ungemein  breit  umflossener  orangegelber,  tiefschwarzer  Ozelle.  Der  Ird  aber  erheblich  we- 
saturatior.  niger  rötlichgelb  angeflogen,  als  bei  saturatior  Frühst.  (100  d)  von  Britisch-Neu-Guinea.  Type  aus  dem  Aroa 
Gebiet.  Der  fällt  leicht  von  ida  zu  trennen  durch  noch  kleinere  Ozellen,  von  welchen  die  anale  auch  auf  der 
Hflgl-Oberseite  gelblich  umzogen  ist  resp.  in  einem  deutlichen,  nahezu  orangefarbenen  Vorhof  steht.  In  der 
enomia.  Collingwood-Bai  findet  sich  dagegen  wieder  ein  Rückschlag  zur  ida-Type,  der  als  enomia  Frühst,  beschrieben 
ist.  $<$  kleiner  als  ida-$$ ;  Vflgl  hellgrau;  Unterseite  derselben  wie  oben,  aber  ohne  die  weißliche  Aufhellung 
die  ida  auszeichnet.  Hflgl  mit  auffallend  breit  hellgelb  umringelten  Augen,  die  weder  nach  innen  ausfließen, 
moniana.  noch  von  einer  orangefarbenen  Zone  umgeben  werden.  —  montana  Stich,  umschreibt  eine  weitere  Ortsrasse 
vom  Mount-Epa  in  Süd-Neu- Guinea,  die  kleiner  als  alle  benannten  Formen  ist  und  fahl  graubraune  Vflgl  hat. 
Dadurch  daß  die  gelbe  Analfärbung  der  Hflgl  fehlt,  kommt  sie  enomia  sehr  nahe. 

T.  domitilla  dürfte  wohl  die  am  leichtesten  zu  bestimmende  Art  der  Gattung  sein  wegen  des  stets  auch 
oben  deutlichen  Doppelauges  der  Hflgl.  Grundfarbe  hell  braungelb  mit  weißlichem  oder  graugelbem  Basal¬ 
teil  der  Hflgl.  Die  Apicalozelle  der  letzteren  zumeist  auch  oberseits  vollständig  vorhanden.  Augen  tiefschwarz 
mit  weißlichblauem  prominentem  Kern.  Der  Ozellenvorliof  namentlich  bei  den  $$  sehr  breit  ausgeflossen, 
hell  oder  dunkel  ockergelb.  Das  vordere  Auge  der  Hflgl  oberseits  relativ  klein,  unten  aber  fast  so  stattlich 
domitilla.  wie  jenes  von  diadema  Frühst.  (100  c).  Verbreitung  der  Art  ist  auf  die  Nordmolukken  beschränkt,  donii- 
tilla  Hew.,  ursprünglich  aus  Batjan  beschrieben,  differiert  oberseits  von  der  abgebildeten  agrippina  (100  d) 
durch  den  weißlichgelben  statt  braungrauen  Basalteil  der  Hflgl.  Ozellen  der  Unterseite  sind  von  einem  schwar- 
diops.  zen  Distalgebiet  eingeschlossen.  —  diops  Voll,  ist  eine  etwas  heller  graue,  oberseits  seidig  glänzende  Rasse, 
agrippu.  die  namentlich  auch  unterseits  kenntlich  wird  durch  die  mehr  asch-  Avie  braungraue  Grundfärbung.  —  agrippa 
Frühst.  (lOOd)  (in  „agrippina“  verdruckt)  bewohnt  die  Insel  Obi,  wo.sie  nicht  sehr  selten  ist.  Sie  kann  von  allen 
bekannten  Taenaris  leicht  separiert  werden  durch  den  mit  den  Vflgl  gleichfarbigen  Basalteil  der  Hflgl.  Der 
orangefarbene  Vorhof  der  Analozelle  ist  schmäler  als  bei  domitilla  und  mit  kleineren  aber  lichter  blauen  Augen 
besetzt.  $  auf  allen  Flgln  unterseits  nicht  grau,  sondern  schwarzbraun.  Der  Medianteil  der  Hflgl  niemals  weiß, 
sondern  in  der  Regel  Avie  die  Distalumrahmung  braun  oder  schwärzlich,  etAvas  heller,  aber  auch  dann  nur  selten 
rauchig  braun  überflogen.  $  erheblich  blasser  als  das  <$,  die  Ozellenperipherie  aber  niemals  schwarz  wie  bei 
domitilla  sondern  grau;  Vflgl  manchmal  venvaschen,  weißlichbraun.  AugenabAveichungen  sind  ziemlich  häufig; 


T/ENARIS.  Von  H.  F ruhstorfee. 


42] 


drei  von  33  Exemplaren  führen  drei  statt  zwei  Analaugen  und  bei  zwei  $9  treten  noch  Medianaugen  der  Hflgl 
auf,  die  zu  einer  Kette  aneinandergereiht  sind  (  =  prodiga  ja.  nov.).  i>rodhja. 

T.  bufleri  Oberlhr.  scheint  domitilla  im  Papuagebiet  zu  ersetzen.  Sie  ist  neben  scylla  Slgr.  die  einzige  ballen. 
meiner  Sammlung  fehlende  Taenaridenspezies  und  mir  nur  nach  den  Exemplaren  des  Britisch  Museum  und 
der  Abbildung  von  Staudinger  bekannt.  erheblich  in  der  Größe  hinter  agrippa  zurückbleibend,  aber  von 
derselben  gleichmäßig  braungelben  Grundfärbung.  Ozellen  wie  bei  agrippa,  der  ocker-  oder  orangegelbe  Ozellcn- 
vorhof  aber  noch  mehr  nach  hinten  ausgedehnt,  butleri  führt  auch  auf  der  Vflgl- Untersei te  zwei  intramediane, 
komplette  Ozellen.  Anscheinend  sehr  selten,  auf  das  südliche  Neu-Guinea  beschränkt,  vom  Aroa- Gebiet,  Porl 
Moresby  und  Yule-Eiland  bisher  bekannt. 

T.  rothschildi  ist  der  älteste  Name  für  eine  Kollektivspezies  die  den  höchsten  Grad  ihrer  Entwicklung 
in  Deutsch-Neu- Guinea  erreicht,  dort  ungemein  häufig  ist  und  unter  dem  Namen  wahnesi  Hell,  in  allen  Kata¬ 
logen  und  Zeitschriften  figuriert.  Der  Gesamtart  ist  gemeinsam  eine  graue  Grundfärbung  mit  diskaler  Auf¬ 
hellung,  die  aber  manchmal  auf  die  ganze  Flügeloberfläche  übergreifen  kann.  Das  Analauge  der  Hflgl  sc  lilägt 
nur  in  seltenen  Fällen  nach  oben  durch.  Mit  rothschildi  beginnt  zugleich  eine  Artengruppe,  welche  die  luxu- 
rianteste  Ausbildung  der  sekundären  Sexualflecken  aufweist.  Die  Duftpfanne  des  Costalsaumes  der  Hflgl 
ist  mit  schwarzen  Schuppen  ausgefüllt  und  unter  der  Haarbürste  nahe  dem  Analwinkel  lagert  in  der  Hinter- 
ranclzone  ein  klecksartiger  Fleck,  von  dessem  stets  tiefschwarzen  Androconien  sich  die  Haarbüschel  deutlich 
abheben.  Die  weiße  Fläche  des  Yflgl  lagert  wagrecht  zum  Hrde,  wenn  sie  oberseits  zutage  tritt.  —  rothschildi  rothschildi. 
8m.,  im  April  1894  beschrieben,  hat  die  Priorität  vor  wahnesi  Hell,  vom  November  oder  Dezember  desselben 
Jahres.  Der  Name  bezieht  sich  auf  ein  aberratives  Exemplar  derjenigen  verschwenderischen  Ozellenbi ldung 
die  als  prodiga  Frühst,  bezeichnet  wurde,  bei  der  die  normalen  und  die  accessorischen  Ozellen  auf  der  Hflgl- 
Unterseite  zu  einer  Kette  vereinigt  sind.  Die  Form  rothschildi  wurde  schon  mehrfach  beobachtet;  außer  der 
Type  befindet  sieh  noch  ein  $  aus  Deutsch-Neu- Guinea  in  englischen  Sammlungen  und  zwei  <$<3  mit  derselben 
Ozellenkette  sind  in  der  Collektion  Fruiistorfer  (Genf)  vereinigt.  Die  alltägliche  Form  der  rothschildi  wurde 
als  pelagia  Frühst.  (101  b)  beschrieben.  Sie  ist  leicht  kenntlich  durch  das  zarte  Grau  der  Oberseite  und  einen  pelatjia. 
leichten  gelblichen  Anflug  der  Hflgl.  Vermutlich  kommen  auch  Zwischenformen  vor,  wie  wir  deren  eine  Reihe 
aus  Kaiser-Wilhelms-Land  kennen.  Heimat  der  rothschildi  und.  pelagia  die  Humboldt-Bai,  wo  sie  von  Doherty 
September-Oktober  gesammelt  wurden.  Im  westlichen  Teile  von  holländisch  Neu-Guinea  ist  rothschildi  durch 
einige  andere  benannte  Rassen  vertreten,  die  ineinander  übergehen.  Die  auffallendste  davon  ist  nierana  Frühst,  merana. 
(101  b). 

DieOberseite  gleicht  jener  von  pelagia,  doch,  erscheint  die  subapicale  Region  der  Vflgl  reiner  weiß,  der  Basal¬ 
teil  der  Hflgl  ist  gleichfalls  kreidigweiß  mit  deutlich  heraustretendem  rötlichgelbem  Haarbelag  über  der  Sub- 
mediana.  Analozelle  größer  als  bei  pelagia,  was  besonders  auch,  unterseits  zur  Geltung  kommt,  wo  sich  auch  die 
distale  schwärzliche  Bestäubung  weiter  als  bei  pelagia  ausdehnt.  Kajumera-Bai  und  Kapaur,  Südwest-Holl. - 
Neu-Guinea.  —  ansuna  Frühst.,  eine  insulare  Rasse  vom  Eiland  Jobi  in  der  Geelvink-Bai,  übertrifft  pelagia  an  ansuna. 
Größe  bleibt  aber  hinter  merana  zurück,  hält  in  der  Gesamtfärbung  etwa  die  Mitte  zwischen  beiden.  Die  graue 
Beschuppung  der  Hflgl  erscheint  dunkler,  das  weiße  Basalfeld  rauchgrau  überhaucht.  —  rafaela  Frühst,  ist  auf  rafacla. 
eine  Farbenabweichung  basiert,  etwas  heller  als  ansuna.  Aeußere  Hälfte  der  Hflgl  braungrau.  Submedian- 
Region  länger,  dichter  und  heller  gelb  behaart  als  bei  ansuna.  Analozellen  größer,  deutlicher  transparent.  Vflgl 
intensiver  schwarz  umrandet  als  bei  ansuna,  die  Hflgl  dagegen  schmäler,  so  daß  die  viel  größere  Analozelle 
im  freien,  weißen  Felde  steht.  Iris  dunkel  orangegelb.  Analfalte  ausgedehnt  dunkelgelb  angeflogen.  — •  senaria 
Stich,  von  der  die  Type  sich  in  meiner  Sammlung  befindet,  kommt  von  der  Insel  Salawati  und  kann  als  das 
dunkelste  Extrem  der  Gesamtart  aufgefaßt  werden.  Oberseite  der  Vflgl  am  Vrd  und  am  Apex  schmal,  am  Hrd 
bis  zum  mittleren  Medianast  breit  rauchgrau,  sonst  weiß.  Hflgl  vorherrschend  rauchbraun,  nur  ein  ungewisser 
Streif  in  der  Zelle  und  nahe  der  Submediane  leicht  weißlich.  Die  Behaarung  längs  der  Submediana  fahl  grau¬ 
gelb.  Analauge  wie  bei  merana  doch  mit  trüberer  gelblicher  Iris.  Ozellen  der  Unterseite  wie  bei  merana  nur  ohne 
schwärzliche  Umgebung.  —  wahnesi  Heller  ist  eine  der  häufigsten  und  zugleich  variabelsten  Taenariden  und  wahnesi. 
überbietet  noch  artemis  staudingeri  Honr.  von  dem  gleichen  Fluggebiet  also  ganz  Deutsch-Neu- Guinea,  an 
Farben  und  Augenabweichungen.  So  scharf  auch  die  durch  den  so  deutlich  sichtbaren  Sexualfleck  der  Hflgl 
geschieden  sind,  so  schwer  hält  es,  die  $><j>  der  wahnesi  von  den  $$  der  staudingeri  zu  sondern,  besonders  deren 
Extreme  die  sich  vielfach,  kopieren  resp.  analog  gezeichnet  und  gestaltet  sind.  Derlei  fragliche  Exemplare  be¬ 
finden  sich  als  „Hybriden“  bezeichnet  in  -jenen  Museen  und  Sammlungen  die  von  einer  Dresdener  Firma  mit 
Material  versorgt  werden.  Als  typisch  können  Exemplare  aufgefaßt  werden  mit  relativ  breitem  grauen  Distal- 
und  Hrdsaum  aller  Figl  und  fehlendem  gelbem  Basalanflug  der  Hflgl.  —  Als  candida  Frühst,  ist  die  albinotische  candida. 
Färbungsrichtung  beschrieben,  mit  auf  ein  Minimum  beschränktem  grauen  Costalsaum  der  Vflgl  und  unmerk¬ 
licher  Begrenzung  der  Hflgl  namentlich  auch  unterseits,  so  daß  die  hinteren  Ozellen  in  einem  ganz  freien  rein 
weißem  Felde  stehen.  Infolge  des  weißen  Untergrundes  treten  die  schwarzen  Analflecken  der  Hflgl  besonders 
deutlich  hervor.  Die  Ozelle  der  Hflgl  schlägt  prägnant  nach  oben  durch,  die  Analfalte  der  Hflgl-Unterseite 
ist  gelblich  behaart;  im  Basalteil  der  Hflgl-Oberseite  macht  sich  ein  leichter  gelblicher  Anflug  bemerklich.  $ 
von  candida  zeigen  manchmal  einen  ausgedehnten  wachsgelben  Anflug  der  Oberseite  und  rötlichen  Saum  am 


422 


THCNARIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


tainides.  Hrcl  der  Vflgl  und  erinnern  lebhaft  an  fahle  stauding  er  - —  Als  tainides  Frühst,  ist  eine  $  Form  benannt 
mit  außergewöhnlich  breit  schwarz  besäumter  Oberseite  derHflgl.  Anal-Ozelle  ringsum  mit  sehr  breiter,  schwarzer 
Peripherie,  die  mit  dem  Analsaum  zusammenfließt.  Hflgl  mit  weißem,  anstatt  schwarzem  Irdsaum,  wie  ihn 
Heller  von  wahnesi  hervorhebt.  Analozelle  freistehend,  auffallend  klein.  Figl  eigentümlich  wachsartig  glän- 
hadina.  zencl.  — -  hadina  Frühst,  ist  eine  weitere  verdunkelte  Form.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  fast  ganz  schwarzgrau,  nur 
eine  weißliche  Apicalregion  bleibt  frei,  die  an  fergussonia  Frühst,  erinnert.  Hflgl  ringsum  breit  schwarzgrau. 
Ozellen  sehr  groß,  nach  innen  schmal  schwarz  begrenzt,  deren  schwarze  Peripherie  mit  dem  Marginalsaum 
zusammenfließend.  Die  Gestalt  der  Ozellen  ist  gleichfalls  sehr  veränderlich;  man  kennt  Exemplare  bei  denen 
die  Augen  kaum  größer  als  bei  lainia  (101  b)  werden,  neben  solchen  deren  Scheiben  jenen  der  merana  (101  b) 
gleichkommen.  Die  schwarze  Umringelung  der  Analozelle  kann  ausgedehnt  sein  wie  bei  tainia  und  merana,  kann 
aber  auch  fast  völlig  fehlen.  Verdoppelungen  der  Analozelle  sind  häufig,  es  scheint  aber,  daß  die  Nebenaugen 
gemmata.  im  Gegensatz  zu  staudingeri  stets  nach  vorne  gestellt  sind.  —  gemmata  Stich,  mit  supplementären  Medianaugen 
; prodiga .  ist  auf  die  häufige  Abweichung  bei  wahnesi  basiert  und  prodiga  Frühst,  mit  kompletten  Ozellenreihen  schon 
lacrimans.  oben  erwähnt;  dagegen  scheint  lacrimans  Frühst,  mit  Verdoppelung  der  vorderen  Augen  sehr  selten  zu  sein. 

In  meiner  Sammlung  befindet  sich,  unter  80  Exemplaren  von  wahnesi  nur  ein  $  mit  la crimans- B i  1  du n g .  — 
sidus.  Sehr  selten  ist  auch  sidus  Stich,  mit  undeutlicher  Ozelle  am  letzten  Medianzwischenraum  der  Vflgl-Unterseite. 
Rp  auffallend  langgestreckt  mit  zwei  schwarzen  Dorsallinien  die  schön  gelb  eingefaßt  sind  und  rotbraunen 
Kopfhörnern. 

T.  dioptrica  ist  eine  in  den  Sammlungen  wenig  verbreitete  Spezies  des  westlichen  Teiles  von  Neu-Guinea 
und.  seiner  Satellitinseln,  die  lange  Zeit  als  Nebenform  von  artemis  behandelt  wurde,  bis  ich.  nach.  Einsichtnahme 
der  Type  am  Leidener  Museum  deren  Artrecht  wiederherstellte,  dioptrica  steht  nahe  der  vorigen  Art,  doch  ist 
der  Figlschnitt  etwas  verschieden,  weil  der  Apicalteil  der  Vflgl  etwas  mehr  heraustritt.  Der  Färbungscharakter 
bleibt  gleichartiger  als  bei  rothschildi ,  auch,  sind  Ozellenanomalien  seltener.  Vflgl  hellgrau  nur  manchmal  mit 
medianer  Aufhellung.  Unterseite  der  stets  ausgedehnter  und  fast  tiefschwarz  umrandet.  Die  beiden  Ozellen 
amitaba.  paare  nahezu  gleichartig.  —  amitaba  Frühst.  (101  b)  variiert  nur  unbedeutend  in  der  Weise,  daß  $$  Vorkommen 
mit  durchweg  dunkel  grauer  Oberseite  der  Hflgl  und  solche  bei  denen  die  Basalregion  mehr  oder  weniger  weiß 
bleibt.  Das  $  entfernt  sich  oberseits  vom  durch  eine  transcellulare  weißliche,  an  den  Rändei’n  grau  überpuderte 
dioptrica.  Zone  die  auch  unterseits  vorhanden  ist.  Insel  Waigiu.  —  dioptrica  Voll,  deren  Heimat  nicht  mit  Sicherheit 
bekannt  ist,  dürfte  von  Sorong  stammen  von  woher  mir  eine  ganze  Reihe  von  Exemplaren  vorliegen,  die  mit 
der  Abbildung  der  Type  genau  übereinstimmen.  Vollexhoven  beschrieb  die  etwas  seltenere  Form  mit  weiß- 
licinia.  lichem  Medianteil  der  Vflgl  während  die  weitaus  häufigere  normale  Erscheinung  als  licinia  Frühst,  bezeichnet 
wurde,  die  ähnlich  wie  amitdba  durchweg  einfarbig  graue  Vflgl  aufweist.  Die  weiße  Region  der  Vflgl  der  $$  ist 
ausgedehnter  und  schärfer  abgesetzt  als  bei  der  Waigiu-Rasse.  gemmata- Bildung  der  Hflgl-Unterseite  tritt  bei 
onesimides.  drei  von  acht  $$  meiner  Sammlung  in  Erscheinung.  —  onesimides  Frühst,  zeigt  stets  einen  weißen  Saum  am 
Ird  der  Vflgl,  manchmal  einen  ebensolchen  Distalrand,  und  bei  2  sind  die  Vflgl  fast  durchweg  weißlich  mit 
verschwommener  grauer  Ueberstäubung.  $  mit  reiner  weißem  und  weiter  nach  außen  vorgeschobenem  Me¬ 
dianteil  der  Hflgl  als  bei  dioptrica-  und  amitaba Kapaur  und  von  der  Etna-Bai  in  Südwest-Holl.  Neu-Guinea. 
timesias.  —  timesias  Kirsch  schließt  sich  eng  an  dioptrica  an,  führt  auf  den  Vflgln  einen  deutlichen  weißen  Streifen  wisch, 
aesculapus.  der  unterseits  etwas  mehr  hervortritt.  $  unten  mit  relativ  schmalem  grauschwarzen  Distalgebiet.  —  aescu- 
lapus  Stgr.  gehört  zu  timesias  als  Albino  mit  fast  weißen  Vflgln  und  ohne  nach  oben  durchdringendem  Analauge 
onesimus.  der  Hflgl.  Insel  Jobi.  —  onesimus  Btlr.  ist  eine  zweifelhafte  Form,  deren  Zugehörigkeit  zu  dioptrica  nicht  mit 
Sicherheit  ermittelt  ist.  Auch  scheint  deren  Lokalitätsbezeiclmung  ,, Neu-Guinea“  zu  ungenügend  um  aus  der 
wattina.  Herkunft  auf  ihre  Verwandtschaft  schließen  zu  können.  —  wattina  Frühst,  endlich  stammt  von  der  Insel  Sala- 
wati  und  zählt  analog  aesculapus  zu  den  albinotischen  Formen,  wattina  differiert  von  VoLLEHHOVEisrs  Type 
durch  die  helleren  Figl,  die  auf  der  Vflgl-Ober-  und  Unterseite  eine  ausgedehntere  weiße  Subapicalregion  auf¬ 
weisen.  Durch  das  vorherrschende  Weiß  wird  der  schwarze  Flglsaum  beträchtlich  reduziert. 

tainia.  T.  tainia  Frühst.  ( 101  b)  nach  einem  $  des  Berliner  Museums  beschrieben  ist  reichlich  größer  als  dioptrica 

und  amitaba.  Die  Gesamtfärbung  der  Figl  ist  noch  etwas  dunkler  und  matter  als  bei  amitaba.  Der  Basalteil 
der  Hflgl  jedoch  reiner  weiß,  der  Außensaum  dagegen  tiefer  schwarz  und  um  vieles  breiter.  Die  Analozellen 
sind  auffallend  klein,  kleiner  als  bei  irgend  einer  andern  Art  und  nach  innen  mit  deutlichen  blauen  Monden 
verziert.  Die  ockergelbe  Umrandung  der  Ozellen  sehr  schmal,  der  schwarze  Kern  größer  als  bei  amitaba  und 
annella.  timesias  Kirsch.  Heimat:  Kaiser- Wilhelms-Land.  —  annella  Stich,  von  der  Nordküste  von  Neu-Guinea  zwischen 
der  Geelvink-  und  Humboldt-Bai  wurde  von  Doherty  entdeckt.  Die  Type  befindet  sich  in  der  Sammlung 
Oberthür,  annella  ist  kleiner  als  lainia,  die  Vflgl  fahl  rauchbraun,  deren  Hrcl  bis  zur  Submediana  weißlich. 
Hflgl  breit  dunkelbraun  gesäumt,  ausgedehnter  als  bei  tainia.  mit  reichlicher  fahl  ockergelber  Behaarung 
in  der  Submedianregion.  Ozellen  wie  bei  tainia ,  auffallend  klein,  der  schwarze  Untergrund  mit  schön  blauem 
Halbmond  vor  dem  weißen  Kern. 

T.  myops  hat  noch  mehr  geschwungene  Vflgl  als  dioptrica  und  die  weiße  Zone  auf  diesen  steht  schräg  zum 
Costal-  zum  Distalrande.  Ozellen  oberseits  selten  komplett,  unten  relativ  klein  aber  mit  sehr  breiter  und  intensiv 
myops.  ockergelber  Iris.  Die  schwarze  Peripherie  nur  gering  entwickelt,  manchmal  der  proximalen  Seite  fehlend,  myops 


T7ENARIS.  Von  H.  Fetthstorfer. 


42.°, 


Fldr.  die  Namenstype  von  den  Aru -Inseln,  gleicht  oberseits  der  neben  ihr  fliegenden  arlemis  myopina  Frühst. 
und  unserer  Figur  101  d  von  ziada.  Grundfarbe  mausegrau  mit  leicht  violettem  Schimmer.  Die  transcellulare 
weiße  Partie  der  Vflgl  etwa  wie  bei  fergussonia  (101  c)  gestellt.  Hflgl  unten  rein  weiß,  mit  sehr  beschränktem 
braunem  Distalsaum,  der  nur  wenig  über  die  Figlmitte  hinausgeht.  —  praxedes  Frühst,  von  Salawati  kommt  proxah •>•. 
myops  sehr  nahe;  das  weiße  Feld  der  Vflgl  ist  jedoch  ausgedehnter,  desgleichen  die  äußere  Umrahmung  der  Hflgl- 
Unterseite  die  bis  zum  Analwinkel  durchzieht.  Ozellen  markanter  schwarz  umringelt.  —  kirschi  Stgr.  ist  eine  A ■irsrki. 
interessante  Ortsform  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  aus  Port  Moresby,  dem  Britischen  Besitz,  beschrieben. 

$  mit  dominierender  weißer  Grundfärbung  besonders  der  Hflgl,  von  denen  nur  der  Distalsaum  schärfer  grau 
umrandet  ist.  Das  subapicale  Weiß  der  Vflgl  und  der  gelbliche  Basalanflug  der  Hflgl-Unterseite  viel  ausge¬ 
dehnter  als  bei  myops  und  praxedes.  —  fergussonia  Frühst.  (101c).  Exemplare  der  Fergusson-Inseln  differieren  jergussonia. 
von  kirschi  Stgr.  durch  die,  ähnlich  wie  bei  myops ,  dunkel  rauchgrau  angeflogenen  Hflgl.  Die  Basis  der  Hflgl 
ist  aber  viel  heller.  Die  weißliche,  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  etwas  ausgedehnter.  Die  Hflgl  sind 
weiter  in  die  Analgegend  hineinreichend  schwarz  besäumt.  Die  Ozellen  größer,  dunkler  ockergelb  und  breiter 
schwarz  geringelt.  Hflgl  basal wärts  dunkler  und  schöner  gelb  angeflogen.  —  miscus  Frühst.  Analfalte  außer-  rniseus. 
gewöhnlich  breit  grauschwarz  beschuppt.  Vflgl  hellgrau,  mit  breitem,  scharf  abgesetztem,  weißen  Subapi cal¬ 
fleck,  der  am  Costalrand  beginnt,  über  die  Zelle  hinweg  zum  Außenrd  hinzieht,  und  ausgedehnter  und  reiner 
weiß  ist  als  bei  jergussonia  Frühst.  Hflgl  bis  in  den  Analwinkel  breit  grau  bezogen,  Analfeld  und  der  obere  Teil 
der  Zelle  wie  bei  fergussonia  weißlich ;  Haare  in  der  Analfalte  weißlich,  also  nicht  gelb  wie  bei  fergussonia.  Costal- 
und  Analozellen  durchschlagend,  letztere  größer  als  bei  fergussonia,  mit  ausgedehnterer,  schwarzer  Pupille. 

Unterseite:  Vflgl  wie  bei  fergussonia,  nur  schmäler  weiß;  Hflgl  ebenso,  nur  viel  weniger  gelb  angeflogen,  der 
Analwinkel  schmäler  schwarz  gesäumt,  die  Ozellen  bedeutend  größer,  prominent  hellgelb  umrandet.  Normanby- 
Insel,  (Louisiaden ) ;  Type  am  British  Museum,  nur  ein  U  bekannt.  —  mailua  Sm.  eine  prächtige  Lokalrasse  maU.ua. 
nahe  der  Grenze  der  Art,  fällt  auf  durch  die  abgerundeten  Vflgl  und  den  angenehmen  Kontrast  der  fein  creme¬ 
farbenen  Figlpartien  mit  dem  matten  dunkel  Schiefergrau  der  UU  und  der  fast  schwarzen  Figlumrahmung  der 
Unterseits  sind  die  Analaugen  nach  innen  nicht  schwarz  umgrenzt,  und  einigen  Uo  fehlt  die  Ozellenperipherie 
völlig.  • — -  verbeeki  Frühst,  kommt  neben  mailua  vor,  so  daß  sie  trotz  aller  Differenzen  die  ziemlich  weitgehend  sind,  verbeeki. 
nur  als  Zustandsform  bezeichnet  werden  kann.  Vflgl  nicht  rundlich,  wie  bei  mailua,  sondern  mit  lang  aus¬ 
gezogenem  Apex,  der  Costalsaum  schmäler  schwarzgrau,  die  weiße  Subapicalzone  beginnt  schon  an  der  Zell¬ 
wand  und  setzt  sich  sehr  breit  bis  an  den  Distalrand  fort.  Die  Hflgl  tragen  rotbraune,  anstatt  gelbliche  Haar¬ 
pinsel.  Der  Terminalsaum  dunkler  und  breiter,  so  daß  er  die  von  der  Unterseite  kaum  durchscheinenden  Ozellen 
bedeckt.  Das  Analfeld  gelblich  angeflogen.  Unterseite:  Auf  der  Flgl-Unterseite  ist  der  Subapicalfleck  fast  nocli- 
einmal  so  breit  wie  bei  mailua  und  viel  reiner  weiß.  Der  Außensaum  der  Hflgl  schmäler  schwarz,  was  besonders 
für  den  Analrand  gilt.  Die  Apical-Ozellen  sind  größer,  die  Anal-Ozellen  meistens  kleiner  als  bei  mailua  und  wie 
bei  fergussonia  breit  schwarz  umrandet.  In  der  Analregion  der  Hflgl  des  $  findet  sich  keine  Spur  einer  schwarzen 
Umsäumung,  so  daß  die  Ozellen,  die  hellgelb  anstatt  ockergelb  gefärbt  sind,  in  einem  ganz  freien,  weißen  Feld 
stehen.  Herr  Bang-Haas  sandte  mir  eine  Cotype  der  kirschi  Stgr.  aus  Port  Moresby,  von  der  verbeeki  aus  der 
Milne-Bay  ab  weicht  durch  ganz  schwarzen  anstatt  hellgrauen  Costalsaum,  schärfer  abgesetztes  und  reineres 
Weiß  der  Vflgl,  dunklere,  schiefergraue  Analregion  der  Vflgl,  und  breitere  schwarzgraue  Umrandung  der  Hflgl. 
die  reichlich  hell  ockergelb  angeflogen  sind.  Das  Weiß  der  Vflgl-Unterseite  ist  intensiver,  ausgedehnter,  die 
Ozellen  der  Hflgl  sind  viel  größer  und  viel  breiter,  dunkelockergelb  geringelt,  mit  deutlicher  schwarzer  Peripherie; 

Milne-Bai.  —  rosseli  Frühst.  $  kleiner  als  mailua  Sm.  von  Milne-Bai,  Grundfarbe  heller,  mehr  grau  als  schwarz,  rosseii. 
Subapicalfleck  der  Vflgl  viel  breiter  weiß,  was  namentlich  auf  der  Unterseite  auffällt.  Analozellen  der  Hflgl 
schlagen  nicht  nach  oben  durch.  Unterseite:  Analfalte  der  Hflgl  weiß,  also  nicht  schwarz  umsäumt,  so  daß  die 
Ozellen  frei  in  einem  weißen  Felde  stehen.  2  3$,  2  $9  Meek  leg.  ex  coli.  Crowley.  Rossel-Insel,  Type  im 
British  Museum. 

T.  cyclops  wurde  gleichwie  dina  Stgr.  bisher  nur  in  Kaiser- Wilhelms-Land  gefunden  und  sind 
Lokalrassen  aus  anderen  Teilen  von  Neu-Gumea  noch  zu  erwarten.  Staudinger  kannte  nur  einen  vermutete 
aber  bereits,  daß  auch  diese  Art  erheblich  variieren  dürfte,  was  das  größere  inzwischen  nach  Europa  gekommene 
Material  bestätigt.  In  meiner  Sammlung  sind  16  Exemplare  vereinigt  die  nach  zwei  Richtungen  ab  weichen : 
die  häufigere  Form  zeigt  matt  hellgraue  Vflgl  che  mit  Ausnahme  des  Costalrandes,  der  stets  unverändert  grau 
bleibt,  fast  bis  zu  ganz  weiß  aufhellen  können.  Tritt  dazu  dann  noch  lebhafter  Seidenglanz,  dann  haben  wir  die 
fa.  ferdinandi  Frühst.,  von  der  die  Type  am  Museum  in  Berlin  aufbewahrt  wird.  Die  seltenere  Form  agapetha  ferd'mandi. 
Frühst.  (101  c)  erinnert  etwas  an  dioptrica  amitaba  Frühst.  (101  b)  und  zeichnet  sich  durch  braungraue  statt  fl"'- 
basalwärts  weißliche  Partie  der  Hflgl  aus,  auch  fehlt  der  den  normalen  cyclops  eigentümliche  gelbe  Anflug  in 
der  Submedianpartie  der  Hflgl-Oberseite,  die  bei  den  UU  die  zottigen  Haarbüschel,  bei  den  $$  aber  die  Schuppen 
selbst  bekleidet.  Die  Namensform  cyclops  Stgr.  zeigt  nur  eine  Apicalozelle  der  Hflgl-Unterseite,  sie  bleibt  aber  cyclops. 
seltener  als  die  agasta  Stich,  benannte  Form  mit  je  einer  Analozelle  der  Hflgl,  denn  von  cyclops  besitze  ich  nur  agasta. 
drei  UU  und  zwei  von  agasta  sechs  Ud1  und  vier  In  der  Regel  ist  bei  cyclops  das  hintere  Auge  kleiner  als  das 
vordere,  nur  die  fa.  agapetha  macht  eine  Ausnahme  mit  größerer  und  ausgedehnter  ockergelb  umzogener 
Analozelle.  Bei  allen  cyclops  dringt  der  mediane  weiße  Anflug  der  Vflgl  bis  nahe  zur  Zellmitte  vor,  nur  bei  der 
auch  sonst  ausgedehnter  braun  umrahmten  agapetha  bleibt  er  vor  dem  Zellapex  stehen.  Eigentümlich  ist  manchen 


424 


MORPHOTENARIS ;  STICHOPHTHALMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


GG  eine  lange  Haarbürste  zwischen  dem  Medianstamm  and  der  Submediana  der  Vflgl  und  frische  Stücke  zeigen 
einen  zarten  rosa  Schiller  auf  der  Flgl-Oberseite  wie  er  auch  bei  einigen  diopirica- Formen,  z.  B.  iimesias  Kirsch 
von  der  Insel  Jobi  vorhanden  ist.  cyclops  ist  nahe  mit  der  nachfolgenden  Spezies  chionides  verwandt,  was  ins¬ 
besondere  durch  den  weit  vorspringenden  Apex  der  Vflgl  und  noch  mehr  durch  die  Form  der  Valve  der  Klammer¬ 
organe  zum  Ausdruck  kommt.  Bei  dieser  setzt  sich  deutlich  eine  lange,  sehr  schlanke  distale  Partie  von  der 
viel  breiteren  basalen  ab.  Die  basale  Hälfte  der  Valve  führt  einen  mit  zwei  Einkerbungen  versehenen  Höcker, 
der  bei  chionides  glatt  verläuft,  bei  diopirica  völlig  fehlt.  Duftbüschel  rötlich.  Analduftflecke  schwarz,  Costal- 
duftflecke  reich  glänzend  schwarz  beschuppt.  Abdomen  hellgelb,  Fühler  schwarz. 

chionides.  T.  chionides  Godm.  bewohnt  das  Britische  und  Deutsche  Neu-Guinea  und  ist  von  dem  viel  ausgedehnterem 

holländischen  Komplex  der  Rieseninsel  noch  zu  erwarten.  Auch  sie  ist  selten  und  ähnlich  variabel  wie  cyclops. 
Von  cyclops  ist  chionides  durch  die  blendend  weiße  Grundfärbung  leicht  zu  trennen  und  den  ausgedehnteren 
kubaryi.  intensiveren  und  orange-  statt  fahlgelben,  basalen  Anflug  der  Hflgl.  —  kubaryi  Stgr.  steht  der  Namens  type  von 
Britisch -Neu- Guinea  sehr  nahe;  sie  hat  mit  chionides  alle  Ozellen  und  Farbenaberrationen  gemeinsam,  scheint 
jedoch  durch  geringere  und  etwas  blässere,  gelbe  Basalfärbung  der  Hflgl-Unterseite  von  der  Nachbarrasse  sepa¬ 
riert  zu  sein.  In  beiden  genannten  Teilen  von  Neu-Guinea  treten  Exemplare  auf  mit  ganz  weißer  Oberfläche 
eugenia.  aller  Flügel  (=  eugenia  Frühst.  101  c)  neben  solchen  die  breiten  schwarzen  Saum  am  Hrd  der  Vflgl  aufweisen 
aroana.  (=  aroana  Fmhst.).  Normale  Stücke,  so  fast  alle  $$  sind  basal wärts  nur  leicht  grau  überstäubt.  Sehr  selten  sind 
cyclopides.  GG  mit  völlig  grau  überpuderten  Vflgl  und  deutlichem  graubraunem  Randgebiet  der  Hflgl  (=  cyclopides  Frühst.). 

Wie  bei  cyclops  erscheinen  seltener  Exemplare  welche  nur  die  vorderen  Ozellen  der  Hflgl  besitzen,  nur  vier, 
ombigun.  gegen  acht  Exemplare  meiner  Sammlung,  die  auch  die  Analozelle  führen  (=  anibigua  Stich.).  Valvenspitze 
etwas  kürzer  als  bei  cyclops,  dorsal  geradliniger,  ventral  weniger  ausgeweitet. 

7.  Gattung’:  Morpliotenaris  Frühst. 

Die  einzige  bekannte  Spezies  dieser  Gattung  überragt  alle  Taenaris  an  Größe  und  durch  den  weitvorsprin- 
genden  Apex  der  Vflgl.  Auch  ist  bei  ihr  der  Hrd  der  Vflgl  noch  mehr  vorgezogen  als  bei  allen  Taenariden,  der  basale 
Duftbüschel  der  Hflgl  länger,  unten  rötlich,  nach  außen  gelblich  oder  weiß.  Die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl 
kürzer  als  bei  Taenaris,  der  fünfte  Subcostalast  dagegen  bedeutend  länger  und  mündet  deshalb  auch  näher 
der  vorderen  Radiale  in  den  Distalrand  als  bei  den  übrigen  Taenariden.  Die  Palpen  sind  weiß,  statt  gelb,  schwarz 
gesäumt  mit  schwarzer  Spitze.  Abdomen  weiß,  statt  gelb  oder  schwarz  wie  bei  den  Taenaris.  Verbreitung 
Deutsch-  und  Britisch-Neu- Guinea,  vermutlich  im  holländischen  Gebiet  noch  zu  entdecken. 

-4 

schönbergi.  M.  schönbergi  Frühst.  (104  cl)  ist  oberseits  noch  reiner  weiß  als  Taenaris  chionides  mit  einer  leicht  schräg 

gestellten  kakao-  oder  hellkaffeebraunen  Querbinde  der  Vflgl,  welche  die  Zelle  mehr  oder  weniger  vollständig 
ausfüllt,  aber  stets  einen  weißen  Saum  am  Hrd  frei  läßt.  Hflgl  nur  gering  schwarz  gesäumt,  mit  von  der  Unter¬ 
seite  durchscheinenden,  fast  gleichartigen,  aber  stets  kleinen  Ozellen.  Hflgl  mit  dichtem,  langen,  gelegentlich 
zart  gelblich  gefärbten  Haarbelag.  Unterseite  der  Hflgl  manchmal  gelb  überhaucht  wie  auf  der  Abbildung, 
oder  auch  rein  weiß.  Deutsch-Neu- Guinea  von  Friedrich-Wilhelmshafen  und  Constantinhafen  in  der  Samm- 
nivcsccns.  lung  Fruhstorfer.  —  nivescens  Rothsch.  ist  eine  ausgezeichnete  Ortsrasse  der  ihr  Autor  Artrecht  einräumt: 

Oberseite  halbdurchsichtig  silberweiß,  auf  den  Vflgl  nur  das  erste  Drittel  des  Costalsaumes  rotbraun,  Hflgl 
ganz  unmerklich  braun  gerandet,  Hflgl  unterseits  nur  mit  drei  Ozellen,  die  Augen  mit  weißer  Iris  und  schwarzer 
Pupille,  die  in  einer  gelblichen  Zone  steht.  Vom  Eafa-Distrikt  (Britisch-Neu-Guinea)  aus  5000  Fuß  Höhe,  im 
Oktober  gesammelt.  Anscheinend  nur  ein  $  bisher  bekannt,  das  sich  im  Tring-Museum  befindet. 

8.  Gattung:  StichopliÜialma  Fldr. 

Die  wenigen  Arten  dieser  Gattung  zählen  zu  den  größten  Schmetterlingen  des  indischen  Gebiets,  die 
in  ihrer  Gestalt  und  besonders  durch  die  stets  deutlich  entwickelten  Ozellen  der  Unterseite  an  die  neotropischen 
Morphiden  der  achüles- Gruppe  erinnern .  Mit  den  Taenariden  hat  Stichophthälma  den  übereinstimmenden  Bau 
der  Klammerorgane  gemeinsam,  so  besonders  die  lateralen  Spangen  des  Uncus.  Der  Uncus  selbst  mit  seinen  An¬ 
hängseln  ist  aber  robuster  als  bei  den  Taenaris,  die  Valve  dagegen  sehr  schwach,  schmal  und  lang  an  jene  der 
Genera  Lethe  und  Melanitis  gemahnend.  Vflgl  mit  vier  Subeostalästen,  die  frei  in  den  Vrd  verlaufen.  Hintere 
Discocellulare  stark  konkav  nach  innen  ausgebogen.  Die  GG  führen  einen  Haarbüschel  dicht  hinter  der  Mediane 
der  sich  in  der  Färbung  nach  dem  Grundcolorit  der  Figl  richtet.  Alle  Slichophlhalma  sind  Waldschmetterlinge, 
die  hügeliges  Gelände  bervorzugen  und  zum  Teil  nur  eine  Generation  haben,  welche  ausschließlich  im  Frühjahr 
vom  März  bis  Mai  fliegt.  Verbreitungsbezirk  der  östliche  Himalaya  mit  Ausstrahlungen  bis  Mittelchina,  Formosa 
und  Cambodja. 

noiirmahal.  St.  nourmahal  verteilt  sich  auf  zwei  nur  gering  verschiedene  Ortsrassen :  nourmahal  Westw.,  von  der  kaum 

nurinissa.  ein  halbes  Dutzend  Exemplare  bekannt  sind  und  die  das  Native- Sikkim  bewohnt  und  nurinissa  Nicev.  die  bei 
Buxa  in  Bhutan  in  Anzahl  angetroffen  und  als  nourmahal  durch  englische  Firmen  in  den  Handel  gebracht  wird. 
Beiden  ist  gemeinsam  eine  satt  ockergelbe  Grundfarbe  mit  rötlichbraunem  Basalgebiet  aller  Figl.  Vflgl  ziem- 


Ausgegeben  25.  VIII.  1911. 


STICHOPHTHALMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


425 


lieh  breit  schwarz  umrandet,  Hflgl  bei  nourmahal  mit  fast  unmerklicher,  bei  nurinissa  mit  markanter  subtermi¬ 
naler  Halbmondfleckung.  Unterseits  rötlich  ockergelb  mit  zwei  leicht  gebrochenen  schwarzen  Längslinien, 
die  von  einer  weißen  Aufhellung  begleitet  werden.  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit  drei  Ozellen,  zwischen  denen  sich 
noch  einige  inkomplet  te  Nebenaugen  einschieben. 

S.  neumogeni  Leech  (Bd  1.  p.  156,  Taf.  49b)  ist  eine  verwandte  Art  aus  dem  westlichen  China,  die  durch  nrmnogm'i. 
Missionare  bei  Siao-Lou  und  Tien-Tsuen  in  Anzahl  gesammelt  wird.  Bei  ihr  tritt  bereits  die  ornamentale  Pfeil¬ 
zeichnung  auf  allen  Flgln  in  Erscheinung,  die  das  Charakteristikum  aller  folgenden  Spezies  bildet. 

S.  howqua  bewohnt  das  subtropische  China  mit  Abzweigungen  auf  der  Insel  Formosa  und  Tonkin. 
howqua  Westw.  (Bd.  I.  Taf.  49a),  der  nomenklatorische  Typus,  kommt  in  der  Umgebung  von  Ningpo  im  Snowy  howgua. 
Valley  und  einigen  Teilen  Zentralchinas  vor,  während  die  dunklere  suffusa  Leech  (Bd.  1.  Tai.  49  a)  eine  der  hau-  suffusa. 
figsten  Erscheinungen  der  Falterwelt  des  westlichen  Chinas  bei  Itchang  und  am  Omei-shan  bildet  und  in 
großen  Mengen  nach  Europa  gesandt  wurde.  —  formosana  Frühst.  (103  a)  differiert  von  howqua  durch  die  Jormomna. 
kürzeren  und  robusteren  Pfeile  der  Oberfläche  aller  Figl  und  den  namentlich  beim  £  verbreiterten  schwarzen 
Apicalfleck.  Einige  $$  zeigen  eine  weißlich  gelbe  Aufhellung  jenseits  der  Vflglzelle.  Die  Unterseite  ist  leb¬ 
hafter  rot  als  bei  kontinentalen  Exemplaren,  die  Ozellen  gleichartiger,  kompletter,  beim  $  deutlicher  schwarz 
umringelt.  Flugort  Kanshirei,  Chip-Chip  und  die  Umgebung  des  Lehiku-Sees,  Juni,  Juli.  Uncus  robust,  sehr 
lang,  die  seitlichen  Spangen  kräftiger  als  bei  S.  camadeva  Westw.  Valve  ohne  basale  Ausbuchtung,  fast  gerade, 

Saccus  und  Penis  sehr  breit.  — •  tonkiniana  Frühst.  (103  a).  Nächst  verwandt  howqua  Westw.  und  howqua  tonkiniana. 
suffusa  Leech  und  von  letzterer  durch  bedeutende  Größe  verschieden.  Die  Farbe  des  Oberkörpers  von  suffusa 
ist  hell  gelbbraun,  von  tonkiniana  stets  dunkel  rotbraun,  tonkiniana  erscheint  ferner  auf  allen  Flgln  viel  breiter 
und  intensiver  schwarz  umsäumt  und  die  Basis  der  Figl  in  beiden  Geschlechtern  ist  nicht  gelblichbraun,  sondern 
gleich  dem  Oberkörper  dunkelbraun.  Dadurch  differiert  tonkiniana  auch  von  howqua  sparia  Nicev.  aus  Manipur. 

Auf  der  Unterseite  differieren  meine  Tonkin-Exemplare,  und  besonders  die  $9,  durch  denmoos-  oder  graugrünen 
Anflug  aller  Figl,  der  auch  chinesischen  Stücken  und  sparta  fehlt.  Die  Cellular-  und  Discalbinden  doppelt  so 
breit  als  bei  suffüssa.  Einige  $$  sind  auf  den  Hflgln  am  Marginalsaum  nur  grau  gefranst,  andere  aber  breit 
grau  bezogen.  Eine  prachtvolle  $- Aberration  (103  a)  zeigt  auf  der  Unterseite  aller  Figl  längliche,  statt  runde 
Ozellen,  die  mehr  als  doppelt  so  groß  als  in  normalen  Stücken  sind,  einen  länglichen,  statt  mondförmigen  weißen 
Kern  zeigen,  welche  mit  zierlichen  schwarzen  Pfeilen,  die  von  der  Submarginalbinde  ausgehen,  Zusammen¬ 
stößen.  Vflgllänge  74,  $9  85  mm.  Than-Moi,  Nord-Tonkin,  auf  ca.  1000  m,  im  Juni,  Juli.  —  sparta  Nicev.  sparta. 
schließt  sich  eng  an  tonkiniana.  Frühst,  an,  doch  ist  deren  Gesamtkolorit  mehr  ockerfarben  als  rotbraun  und  die 
Pfeile  der  Hflgl  deutlicher  heraustretend,  weil  freistehend  und  mit  wohlgerundeter  Spitze.  Bisher  nur  1  <$ 
aus  Manipur  bekannt. 

S.  louisa  ist  in  drei  geographischen  Rassen  über  Hinterindien  verbreitet.  Die  Namenstype  louisa  Wood-  louisa. 
Mas.  stammt  aus  Tenasserim,  wo  ich  sie  im  Mai  auf  ca.  600 — 800  m  Höhe  in  dichtem  Bambus-Djungel  antraf. 

Sie  bedeutet  das  lichteste  Extrem  der  Gesamtart  und  führt  ein  rein  weißes  ausgedehntes  Distalgebiet  aller 
Figl,  aus  welchem  lange  spitze  schwarze  Pfeile  in  scharfen  Umrissen  hervortreten.  Die  gesamte  basale  Region 
erscheint  bei  den  gelblich,  bei  den  $$  mehr  rötlichbraun,  Vflgl  unterseits  mit  discaler  und  subapicaler  wei߬ 
licher  Zone;  Hflgl  mit  distal  in  der  Regel  scharf  abgesetztem,  weißen  Medianband,  das  vor  der  analen  Ozelle 
an  der  hinteren  Mediana  endet.  Grundfarbe  der  <$<$  sonst  gelblich,  jene  der  $$  fahl  verwaschen  grünlichgelb. 

Vflgl  mit  einer  Serie  von  fünf  manchmal  nur  etwas  über  punktgroßen  Augen;  Hflgl  mit  zwei  etwas  deutlicheren 

Ozellen.  — -  fruhstorferi  RÖb.  (103  a)  aus  dem  nördlichen  Tonkin  führt  nur  noch  auf  den  Vflgln  ein  weißes  Feld,  fruhstorferi. 

während  auf  den  Hflgln  allenfalls  noch  die  Pfeile  gelegentlich  von  Spuren  eines  weißlichen  oder  gelblichen  Anflugs 

umgeben  sind.  Es  kommen  aber  namentlich  bei  den  $$  Exemplare  vor,  bei  denen  das  ursprüngliche  Weiß  der 

Hflgl  von  einem  violettglänzendem  Blaugrau  abgelöst  wird.  Basalpartie  der  Oberseite  der  <$<$  gelb,  jene  der 

$9  satt  rotbraun.  Die  Pfeilspitzen  mehr  abgeplattet,  die  anteterminalen  Flecken  mehr  als  doppelt  so  breit 

als  bei  louisa.  Unterseite  auch  bei  den  grünlich,  die  weiße  Aufhellung  auf  eine  mediane  Binde  beschränkt. 

Flugzeit  Juni,  Juli  auf  ca.  600  m  Höhe.  —  mathilda  Janet  aus  dem  Laos-Gebiet  und  dem  südlichen  Tonkin  mathilda. 
bildet  eine  interessante  Zwischenstufe  die  von  der  vorigen  Rasse  zu  louisa  überleitet,  durch  die  wie  bei  louisa 
geformten  Pfeile  der  Hflgl,  welche  in  einem  gelblichem  Distalgebiet  stehen.  Unterseite  von  einer  eigentümlichen 
gelblich  und  zugleich  moosgrünen  Färbung,  die  weiße  Mittelbinde  sehr  schmal,  verdüstert,  grünlich  überstäubt. 

S.  cambodia  Westw.  mir  nur  der  Abbildung  nach,  die  Hewitson  1862  veröffentlichte,  bekannt,  ist  cambodia. 
vielleicht  auch  nur  eine  noch  erheblicher  verfärbte  louisa-F ovm  und  hätte,  wenn  sich  dies  bewahrheitet,  als  Na¬ 
menstype  einzutreten.  Bei  ihr  ist  das  Weiß  der  Vflgl  verschwunden  um  einem  proximalen  blauen  und  distalen 
grau  violetten  Anflug  Platz  zu  machen.  Die  Pfeile  der  Hflgl  sind  äußerst  zierlich  und  stehen  in  keinem  Konnex 
mit  den  gewellten  anteterminalen  Makeln.  Heimat  Cambodja;  nur  die  Type  der  HEWiTSOx’schen  Sammlung 
bisher  nach  Europa  gekommen.  Durch  das  zarte  Violett  der  Oberseite  bildet  cambodia  eine  Transition  zu. 

S.  camadeva,  von  der  zwei  nur  unbedeutend  abweichende  Lokalrassen  beschrieben  sind.  Sie  ge¬ 
mahnt  in  der  Erscheinung  und  Färbung  an  südamerikanische  Morphiden,  nur  sind  bei  ihr  die  Figl  nicht  blau, 


IX 


54 


426 


AMATHUSIA.  Von  H.  Frehstorfer. 


sondern  milchweiß  mit  zartem,  rosa  Schiller  der  gegen  die  Flglbasis  zu  durch  ein  prächtiges  Rotbraun  abgelöst 
wird.  Von  howqua  und  louisa  ist  camadeva  leicht  zu  trennen  durch  die  fehlenden  Pfeile  der  Hflgl  und  das 
camadeva.  Auftreten  von  beim  ^  stattlichen,  bei  den  nur  punktförmigen,  medianen  Augen  der  Vflgl-Oberseite.  cama¬ 
deva  Westiv.  von  Sikkim  ist  in  den  Sammlungen  wenig  verbreitet,  nach  Angaben  Nicevilles  ist  sie  aber  in 
geringen  Erhebungen  nicht  selten,  fliegt  vom  Mai  bis  September,  hat  vermutlich  nur  eine  Generation  und 
camadevoi-  hält  sich  inmitten  der  dicksten  Vegetation  stets  nahe  dem  Erdboden  auf.  Sikkim.  —  camadevoides  Nicev. 
des.  (io3  b),  von  ihrem  Autor  zuerst  aus  den  Clhn-Hills  (Oberbirma),  Flugzeit  April,  beschrieben,  fehlt  in  keiner  Sen¬ 
dung,  die  von  den  Khasia-Hills  nach  Europa  gelangt ;  sie  ist  auch  aus  Manipur  und  Cachar  bereits  erwähnt,  wo 
sie  in  Waldlichtungen  in  langsamem  Fluge  vom  April  ab,  wenn  die  Regen  einsetzen,  beobachtet  wurde.  Der 
basale  Haarpinsel  der  Hflgl  soll  einen  feinen  angenehmen  Duft  ausstrahlen,  der  jedoch  von  dem  viel  intensi¬ 
veren  Geruch,  den  beide  Geschlechter  an  sich  haben  und  der  an  frischgegerbtes  Zobelfell  erinnert,  überboten 
nircv'diei.  und  verdrängt  wird.  Die  Assamform,  welche  als  nicevillei  RÖb.  auch  in  deutscher  Sprache  schon  beschrieben 
wurde,  entfernt  sich  von  der  Sikkim-Rasse  dadurch,  daß  die  Vflgl  oberseits  nicht  einfach  milchweiß  er¬ 
scheinen,  sondern  violett  übergossen  sind,  was  auf  der  Submarginalbinde  der  Hflgl  besonders  sinnfällig  ist. 
Auch  sind  die  dunklen  Randzeichnungen  auf  allen  Flgln  bedeutend  breiter  und  die  Unterseite  erscheint  mehr 
gelblich  braun.  Uncus  kürzer,  schlanker,  Valve  länger,  basal  mehr  gebogen  als  jene  von  howqua.  Die  lateralen 
Spitzen  des  Uncus  schwächer  als  bei  howqua  form.osana  Frühst. 

B.  Uncus  ohne  laterale  Spangen. 

9.  Gattung:  .4 üEiilluisia  F. 

Die  großen  düster  braungefärbten  Falter  dieses  Genus  zeigen  alle  ein  so  einheitliches  Gepräge,  daß 
statt  der  sieben  existierenden  Arten  deren  nur  zwei  anerkannt  wurden.  Da  auch  die  verwaschene  und  nur 
sehr  selten  scharf  abgegrenzte  Bindenzeichnung  der  Unterseite  nur  einen  geringen  Anhalt  zur  Bestimmung 
bietet,  bleibt  als  Determinationshilfsmittel  eigentlich  nur  die  Art  der  Ausbildung  und  der  Färbung  der  sekun¬ 
dären  Geschlechtsmerkmale  der  die  zum  Teil  mit  einer  vertieften  Androconienpfanne  der  Hflgl  versehen  sind 
( Pseudamathusia ).  Strukturell  sind  die  Amalhusia  charakterisiert  durch  die  frei  stehenden  fünf  Subcostaläste 
der  Vflgl,  vor)  denen  der  erste  sehr  lang  ist  und  vor  dem  Zellende  entspringt,  während  die  drei  folgenden  kurz 
sind  und  nahe  der  Flglspitze  abzweigen.  Die  Hflgl  laufen  im  Gegensatz  zu  den  bisher  behandelten  mehr  saty- 
roiden  Genera  in  einen  kurzen  Schwanz  aus.  Die  Vflgl  zeigen  am  Bug  der  vorderen  Mediane  eine  querlaufende 
schmale  Aufbeuhmg  der  Membran,  durch  welche  die  Lage  eines  sonst  nur  der  Gattung  Zeuxidia  eigentüm¬ 
lichen  Aderansatzes  angedeutet  wird.  Vflgl  unterseits  mit  einer  kleinen  blanken  Reibefläche  nächst  der  Basis, 
Hflgl  mit  einer  taschenartigen  Falte,  in  welcher  distal  von  der  Submediana  ein  mehr  oder  weniger  stark  ent¬ 
wickelter,  strahlig  ausstreckbarer  Haarpinsel  ruht,  dessen  Farbe  bei  den  einzelnen  Spezies  verschieden  ist. 
An  der  Proximalseite  der  Submediana  manchmal  ein  zweiter  Haarpinsel  ( phidippus ).  Besonders  auffallend 
sind  dann  noch  vier  laterale  Haarbürsten  an  den  letzten  Abdominalsegmenten,  die  gegen  die  Figl  gerichtet 
sind  und  sich  im  Kolorit  dem  Hlb  anpassen  ( phidippus ).  Rp  durch  Horsfield  auf  Java  entdeckt  und  1857 
zuerst  abgebildet,  jenen  der  Discophora  ähnlich,  ziemlich  groß  von  rötlichgrauer  Farbe,  nach  der  Mitte  zu  etwas 
verdickt,  über  den  ganzen  Körper  mit  kurzen  Haarbüscheln  und  nur  auf  dem  zweiten  und  dritten  Ringe  sowie 
auf  dem  Kopf  mit  längeren  Borsten  besetzt.  Der  Kopf  trägt  zwei  kürzere,  am  Ende  sternartig  verzweigte  Hörn¬ 
chen.  Der  Hlb  läuft  in  zwei  lange  behaarte  Spitzen  aus.  Pp  glatt  von  grüner  Farbe  und  ovaler  Form,  nach  beiden 
Enden  stark  verjüngt,  am  Kopf  mit  zAvei  Spitzen.  Rp  hauptsächlich  an  der  Cocospalme.  Klammerorgane 
sehr  spezialisiert,  und  von  allen  andern  Genera  der  Amathusiiden  abweichend.  Uncus  zweispaltig  wie  bei  den 
Ny mphaliden- Genera  Mynes  und  Kattima ;  Valve  äußerst  breit,  aber  dennoch  mit  lang  ausgezogenem  stumpfen 
Distalende  im  allgemeinen  jener  der  Pieri den- Gattungen  Prioneris  und  Pareronia  ähnlich.  Valve  ungewöhnlich 
lang,  sehr  dünn  beborstet.  Die  Falter  zum  Teil  im  dichten  Urwald  lebend,  zum  Teil  wegen  der  Nahrungspflanze 
in  die  Nähe  bewohnter  Orte  gebannt.  Verbreitungszentrum  Makromalayana,  mit  Ausstrahlungen  nach  den 
kleinen  Sunda-Inseln,  der  celebischen  Subregion,  den  Philippinen;  auf  dem  Kontinent  von  der  malayischen 
und  hinterindischen  Halbinsel  bis  Birma. 


Artengruppe  Amathusia. 

(Jd1  ohne  Androconienbecken  der  Hflgl-Ober  seite. 

A.  phidippus  seit  1763  benannt  und  1765  zuerst  durch  Seba  abgebildet,  gilt  als  einer  der  gewöhnlichsten 
Schmetterlinge  des  Ostens  und  lebt  das  ganze  Jahr  hindurch  überall  da,  wo  die  Cocospalme,  die  Futterpflanze 
der  Rp,  kultiviert  wird;  doch  finden  sich  von  Oktober  bis  März,  besonders  aber  im  Dezember  und  Januar,  die 
meisten  Exemplare,  während  von  April  bis  September  nur  vereinzelte,  meist  abgeflogene  Stücke  Vorkommen. 
Die  $$  ziehen  für  die  Ablage  der  Eier  große,  hohe,  ausgewachsene  Bäume  den  jungen,  eben  angepflanzten 
vor.  Außer  auf  der  Cocospalme  hat  Dr.  Martin  die  Rpn  auch  auf  der  afrikanischen  Oelpalme  und  der  Pal- 
liiyrapalme  angetroffen.  Beide  letztere  Palmenarten  waren  künstlich  in  seinem  Garten  angepflanzt  und  litten 


AMATHUSIA.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


427 


oft  sehr  unter  dem  Fräße  der  A mathusia- Rpn ,  wie  diese  auch  für  Cocospalmen  häufig  schädlich  werden  und 
die  prachtvollen,  grünen  Wedel  in  häßliche,  an  Besen  mahnende  Reiser  verwandeln  können.  Doch  finden  sie 
hier  einen  schweren  Konkurrenten  in  der  Raupe  einer  großen  Hesperide  (Hidari  irava  Moore),  welche  eben¬ 
falls  zahlreich  auf  der  Cocospalme  lebt  und  im  Kampf  ums  Dasein  mit  den  A mathusia- Rpn  meist  siegreich 
bleibt,  da  sie  versteckt  nahe  der  Blattachsel  zwischen  zwei  zusammengesponnenen  Blättern  lebt  und  häufig, 
die  Mittelrippe  durchnagend,  die  iwiai/msia-Rpn  förmlich  absägt  .  Die  jungen  Räupchen  sind  weißgrün  mit  langer, 
weißer  Behaarung  und  einer  feinen,  schwarzen,  aus  zwei  Ringen  bestehenden  Dorsalzeichnung  und  leben  gesellig; 
sie  fressen  nur  des  nachts  und  ziehen  sich  für  den  Tag  in  die  Blattachseln  zurück,  wo  sie  dicht  gedrängt,  eine 
neben  der  anderen,  ruhen  und  nur  bei  genauer  Untersuchung  eines  geübten  Auges  gefunden  werden.  Erst  nach 
der  letzten  Häutung  trennen  sich  die  Raupen  und  leben  nunmehr  einsam ;  sie  sind  jetzt  graugrün  mit  langer, 
rotgrauer  Behaarung,  tragen  auf  dem  rötlichen  Kopfe  zwei  dornige  Hörner  und  laufen  am  Analende  in  zwei 
feine  Zacken  aus.  Die  hellgrüne  Pp  hängt  an  horizontal  stehenden  Blättern  der  Palme  nach  abwärts.  Nach  un¬ 
gefähr  12  Tagen  schlüpft  der  Falter  aus,  welcher  ungemein  den  Schatten  liebt,  unter  Tags  mit  gefalteten  Flgln 
in  Scheunen  oder  Häusern  ruht  und  nur  aufgescheucht  fliegt.  Erst  mit  Sonnenuntergang  verlassen  die  Tiere 
ihre  Verstecke  und  umgaukeln  dann  die  schlanken,  im  Abendwind  geheimnisvoll  nickenden  Cocospalmen.  Dann 
werden  sie  ab  und  zu  auch,  von  den  auf  den  Veranden  der  Häuser  entzündeten  Lampen  angezogen  und  ver¬ 
dunkeln  deren  Licht  mit  ihren  breiten  Flgln  (Martix). —  ■  $  oberseits  vorherrschend  braun  mit  je  nach  der  Loka¬ 
lität  verschieden  schmaler  oder  breiter  gelblicher  Sub marginalbinde  die  sich  beim  $  nur  selten,  bei  den  $9  stets 
apicalwärts  proximal  ausdehnt.  Unterseite  bei  der  Regenzeitform  mit  ziemlich  scharf  abgesetzten,  bei  der  Trocken¬ 
zeitform  aber  verschwommenen  weißlich-braunen  Längsbinden;  £  etwa  in  der  Mitte  des  Innenteiles  der  Hflgl 
mit  einem  langen  braunen  Haarpinsel,  hinter  welchem  sich,  proximal  und  noch  mehr  analwärts  gerückt  ein  zweiter 
kleinerer  und  kurzer  einbettet.  = — •  adustatus  Frühst,  muß  als  die  nördlichste  Ortsrasse  betrachtet  werden;  die  adustatus. 
Type  gehört  der  extremen  Trockenzeitform  an.  Die  Exemplare  sind  daher  auch  von  sehr  kleiner  Gestalt,  die 
Oberseite  beim  <$  braun  ohne  deutliche  Submarginalbinde,  aber  mit  wenig  hellerer,  etwas  gelblicher  Distal¬ 
region  der  Vflgl.  Das  $  ist  kleiner  als  die  meisten  Exemplare  der  Sunda-Inseln,  noch  heller  braun  als  das  q, 
mit  breitem,  gelblichbraunen  Marginalsaum  aller  Figl  und  einer  ganz  schwach  angedeuteten,  gelblichen  Sub- 
apicalbinde.  Die  Unterseite  auffallend  bleich  und  verwaschen.  Auch  hier  ist  die  weißliche  Medianbinde  außer¬ 
ordentlich  verbreitert,  die  braune  Binde  dagegen  recht  schmal.  Die  Ozellen  sind  nur  ganz  schwach  schwarz 
geringelt  mit  kleinen,  weißen  Punkten  und  heller  gelb  als  bei  den  $9  der  Sunda-Inseln.  Flugzeit  Januar;  in  den 
Tempelgärten  von  Bangkok  in  Siam.  —  Ebenso  wie  adustatus  das  äußerste  Extrem  einer  Form  der  trocknen 
Periode  darstellt,  bedeutet  f riderlei  Frühst.,  aus  Tenasserim  beschrieben,  das  weitaus  progressivste  Maximum  friderid. 
der  Ausbildung  einer  Regenzeitform.  Die  Unterseite  führt  außergewöhnlich  breit  angelegte,  fast  reinweiße, 
silberglänzende  Längsbinden  die  bereits  eine  gewisse  Aehnlicbkeit  mit  A.  peralcana  Honr.  und  perakana  laenia 
Vortäuschen ;  dazu  tritt  dann  ein  bei  keiner  anderen  phidippus- Rasse  beobachteter  Anklang  an  die  9-Pärbung 
in  Gestalt  eines  breit  ausgeflossenen,  leicht  rötlich  ockergelben  Subcostalflecks  der  Vflgl-Oberseite,  so  daß  ein 
Zeichnungsmotiv  entsteht,  das  wiederum  an  eine  andere  neben  phidippus  friderid  vorkonnnende  Spezies  ge¬ 
mahnt,  nämlich  hinghami Frühst.,  dieaufTaf.  105a  abgebildet  aber  irrig  als  schönbergi  bezeichnet  ist.  —  Auf  der 
malayischen  Halbinsel  setzt  sich  phidippus  fort  in  einer  geographischen  Rasse,  die  eine  verbindende  Stellung 
einnimmt  zwischen  friderid  von  Birma  und  Tenasserim  sowie  eutropius  Frühst,  von  Sumatra.  Es  ist  dies  eher-  chersias. 
sias  subsp.  nov. ;  die  <$<$  der  Regenzeitform  differieren  von  friderid- durch  das  Fehlen  der  aufgehellten  Sub- 
apicalpartie  der  Vflgl-Oberseite  und  unterseits  durch  die  zwar  noch  sehr  deutlichen  aber  dennoch  weniger 
markant  hervortretenden  weißen  Binden.  Dennoch  aber  führen  alle  Perak-Exemplare  von  phidippus  so  schön  weiß 
hervorleuchtende  Binden,  daß  sie  von  Moore  mit  perakana  Honr.  verwechselt  wurden.  Die  Trockenzeitform 
ist  entsprechend  dem  fast  gleichmäßig  feuchten  Klima  der  malayischen  Halbinsel  auch  nicht  in  dem  Maße 
entwickelt  wie  bei  der  Siam-Unterart  und  die  bei  adustatus  fast  fingerbreiten  lichten  Längsbinden  überschreiten 
nicht  das  normale  Maß.  Zu  chersias  möchte  ich  auch  noch  eine  Serie  von  Stücken  aus  Perak  und  Singapore 
in  meiner  Sammlung  zählen,  die  ihrerseits  von  sumatranischen  Exemplaren  differieren  durch  die  gleichfarbige 
Oberseite  und  die  merklich  schmäleren  braunen  Längsbinden  der  Unterseite  aller  Figl.  — ■  andanianensis  Frühst,  andamanen- 
ist  basiert  auf  Exemplare  mit  ungewöhnlich  bleicher  Oberfläche,  die  namentlich  unten  ein  blasses,  vorwiegend  SIS- 
gelbliches  Distalgebiet  zeigen  und  von  sehr  breiten  braunen  Längsbändern  durchzogen  sind.  Die  stark  abweichende 
Rasse  ist  nur  sehr  spärlich,  in  kontinentalen  Sammlungen  vertreten,  wenngleich  Moore  angibt,  daß  sie  bei  Port- 
Blair  zu  Roepstorff’s  Zeiten  in  Anzahl  gefangen  und  nach  England  versandt  wurde.  Moore  kannte  ein  9> 
das,  ähnlich  vielen  Taenaris,  supplementäre  Augen  der  Hflgl  aufweist,  darunter  eine  komplette  Ozelle  zwischen 
den  hinteren  Medianen  und  ein  blindes  Auge  zwischen  der  hinteren  Radiale  und  der  ersten  Mediane.  —  eutro-  eutropiiu 
pius  subsp.  nov.  bewohnt  Sumatra  und  vermutlich  Billiton  und  Bangka  und  erscheint  dort  über  den  alluvialen 
Teil  der  großen  Insel  bis  zu  den  Vorbergen  verbreitet.  Die  Exemplare  sind  groß,  entsprechend  dem  immer¬ 
während  regenreichen  Klima  sehr  beständig  in  der  Färbung  der  Oberseite  und  dadurch  in  den  Gegensatz  gerückt 
zu  der  dem  Generationswechsel  unterworfenen  javanischen  Schwesterrasse.  9  mit  relativ  breitem,  satt  ocker¬ 
gelbem  Subapicalfleck  der  Vflgl  und  scharf  heraustretenden  submarginalen  Halbmonden.  Die  braunen  Längs¬ 
binden  der  Unterseite  von  weißlich  violetten  Streifen  eingefaßt.  In  Nordost- Sumatra  begegnen  wir  neben 
großen  breitbändrigen  Stücken  auch  als  Seltenheit  kleineren  Exemplaren  mit  stark  verschmälerten  medianen 


428 


AMATHUSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


braunen  Longitudinal  binden,  die  sich  der  eher sias  Frühst,  von  Singapore  anschließen  und  entfernt  der  celebensis 
retraeta.  (105  a)  gleichen  (=  retracta  form.  nov.).  —  Auf  der  Insel  Nias  hat  sich  eine  sehr  beständige,  erheblich  differenzierte 
niasana.  Rasse  ausgebildet,  niasana  Frühst.,  welche  sich  durch  die  dunklere  Figl-Oberseite  und  die  verwaschene  Unterseite 
aller  Figl  von  typischen  javanischen  Exemplaren  unterscheidet.  Die  Unterseite  von  niasana  hat  Aehnlichkeit 
mit  der  Regenzeitform  der  javanischen  phidippus L.,  kommt  aber  der  phidippus- Rasse  aus  Borneo  am  nächsten, 
hat  jedoch  noch  weniger  scharf  abgegrenzte  Bänder  als  die  Javanen  und  ist  intensiver  violett  angehaucht.  Be¬ 
sonders  ausgezeichnet  ist  niasana  ferner  noch,  durch  das  braune  Discalband  genau  in  der  Mitte  der  Flgl-U nterseite , 
welches  nach,  innen  scharf  gezackt  ist.  Dadurch  erinnert  niasana ;  an  A.  schönbergi  Honr.,  bei  welcher  diese  Binde 
allerdings  noch  tiefere  Einkerbungen  aufweist.  Auf  den  Mentawej -Inseln  fliegt  vermutlich  eine  verwandte  Rasse, 
phidippus.  doch  ist  von  dort  nur  ein  völlig  zerfetztes  Exemplar  bisher  nach  Europa  gekommen.  — -  phidippus  L.  der  nomen- 
klatorische  Typus,  nach,  von  Nordgreen  auf  Java  gesammelten  Exemplaren  anscheinend  der  Regenzeit 
beschrieben,  ist  im  Gegensatz  zu  den  bisher  behandelten  Formen  in  hohem  Maße  klimatischen  Einwirkungen 
unterworfen.  Die  der  regenreichen  Periode  gleichen  obersei ts  sehr  den  sumatranischen  Exemplaren,  nur 
ist  entsprechend  der  allgemeinen  Entwicklungsrichtung  der  javanischen  Lepidopteren  das  Kolorit  stets  lichter 
als  bei  den  vikariierenden  Rassen  und  zeigt  demnach  auch  das  $  progressive,  hell  ockergelbe  Subapicalmakeln. 
Die  submarginalen  Mondflecken  sind  etwas  weniger  breit  angelegt  und  nicht  so  scharf  ausgeschnitten  als  jene 
der  eutropius-QQ  von  Sumatra.  Dagegen  erscheint  der  Distalsaum  der  Hflgl  beinah  hellgell)  und  prominenter. 
Die  Streifen  der  Unterseite  sind  entschieden  reiner  weiß,  die  Gesamtfärbung  eine  lebhaftere,  die  Apicalozellen 
der  Hflgl  kleiner  als  bei  eutropius.  Das  Analauge  namentlich  der  $$  manchmal  riesig  groß.  —  Die  Trockenzeit- 
rctrograda.  form  retrograda  form.  nov.  führt  beim  obersei  ts  keinerlei  gelbe  anteterminale  Binden  und  die  ockerfarbenen 
Felder  sind  düsterbraun  überpudert,  dem  Erlöschen  nahe.  Die  Unterseite  zeigt  völlig  verwischte  fahl  grau¬ 
violette  Längsbinden  die  matt  kaffeefarbene,  manchmal  sogar  graugelbe  Medianfelder  umgrenzen.  Auch  die  von 
Linne  bereits  erwähnten  Ornamente  der  Schwänze  (caudaeque  ocellis  geminis)  sind  kleiner,  mehr  weiß  und  ge¬ 
ringer  schwarz  gefüllt  als  bei  der  Generation  der  nassen  Zeit.  —  phidippus  ist  einer  der  häufigsten  Schmetter¬ 
linge  auf  Java  wo  er  bis  etwa  800  m  Höhe  vorkommt  und  von  den  Eingebornen  in  Massen  gefangen  und  einge- 
hnweanica.  liefert  wird.  —  baweanica  Frühst.  Bawean-Exemplare  von  phidippus  sind  durchwegs  kleiner  als  solche 
aus  Java,  sie  neigen  weniger  zu  individueller  Veränderung  und  sind  auch,  viel  konstanter  als  die  verwandten 
Formen  aus  Sumatra,  Borneo  und  Perak.  Die  differieren  von  javanischen  phidippus  in  der  Hauptsache 
durch  den  helleren  Gostalrand  der  Vflgl  und  die  stets  gleichmäßig  hervortretende  gelbbraune  Submarginal¬ 
binde,  die  bei  Java-Exemplaren  entweder  ganz  verschwindet  oder  viel  prägnanter  und  intensiver  rotbraun 
auf  tritt.  Die  Unterseite  der  wird  charakterisiert  durch  sehr  schmale  aber  stets  scharf  abgesetzte  und  heller 
weiße  Submarginalbinden,  als  wir  sie  bei  Java-Stücken  beobachten  können.  Das  $  ist  durchwegs  kleiner  als 
phidippus -$$  und  dadurch  gekennzeichnet,  daß  der  subapicale  Querfleck  der  Vflgl  sehr  viel  heller  gelb  ist  und 
stets  schmaler  und  schärfer  abgesetzt  auftritt,  als  bei  Java-$$.  Die  Submarginalbinde  der  Vflgl  und  Hilgl 
scheint  schmäler,  bedeutend  heller  und  apicalwärts  prominenter,  sowohl  distal  als  proximal  von  dunkleren 
und.  stärker  gewellten  Längsbinden  umrandet.  Die  Unterseite  erinnert  durch,  die  sehr  breiten  und  fast  rein  weißen 
lombokiana.  Medianbinden  fast  an  perakana  taenia  Frühst,  von  Java.  —  lombokiana  Frühst.,  die  Lombokform  von  phidippus, 
stimmt  ziemlich  überein  mit  baweanica  Frühst.  Beim  gemahnt  die  Unterseite  durch  das  verwaschene  Kolorit 
an  dilutus  Frühst,  von  Südost-Borneo.  Die  $$  entfernen  sich  von  javanischen  und  Bawean-$$  durch  die  ver¬ 
dunkelten  und  reduzierten  Submarginalbinden  sowie  den  verminderten  und  dunkleren  Subapicalfleck  der  Vflgl- 
Oberseite.  Die  Grundfarbe  der  $$  ist  dunkler  als  bei  dilutus von  Borneo.  Lombok,  bis  2000  Fuß  Höhe. 
coreotinda.  —  coreotincta  Stich,  hat  auf  der  Unterseite  einen  bräunlichen,  lederfarbenen  Ton  und  ist  auch  oberseits  einen 
Schein  heller  als  die  Borneo-Rasse.  Die  Form  ist  auf  ein  etwas  anormales  verfärbtes  Exemplar  gegründet  und 
von  den  Natuna-Inseln  beschrieben.  Es  ist  aller  sehr  zweifelhaft  ob  sie  sich  neben  der  sehr  veränderlichen 
dilutus.  dilutus  Frühst,  von  Nord-  und  Südost-Borneo  wird  behaupten  können,  dilutus  hat  mit  niasana  Frühst,  die  ver¬ 
waschene,  von  breiten,  violetten  Binden  durchzogene  Unterseite  der  Figl  gemeinsam.  Die  $<$  sind  auf  der  Ober¬ 
seite  im  Gegensatz  zu  den  Javanen  und  Sumatranern  sehr  konstant  in  der  gleichmäßig  dunkelbraunen  Färbung. 
Die  Submarginalbinden  der  Unterseite  sind  nur  mäßig  transparent,  während  sie  bei  Java-  und  Sumatra-Exem¬ 
plaren  fast  immer  deutlich,  durchschimmern,  manchmal  sogar  als  prominente  lichtbraune  Binden  erscheinen. 
Die  braunen  Binden  der  Flgl-Unterseite  durchwegs  heller  als  bei  Javanen.  Statt  der  weißgrauen  Längsbinden, 
welche  die  Java-  und.  Sumatra-Exemplare  auszeichnen,  finden  wir  nur  violette  Binden,  wie  sie  auch  bei  masina 
Frühst,  dominieren.  Auch  die  sind  zeichnungsärmer  und  tragen  niemals  so  breite  und  prominente  Subapical- 
flecken  als  die  Java- Stücke,  und  in  Südost-Borneo  scheinen  sogar  $$  nicht  selten  zu  sein,  denen  jedwede  gelb- 
arrenopia.  liehe  subapicale  Aufhellung  fehlt,  so  daß  diese  im  Oberseitenkolorit  den  gleichen  (=  $-fa.  arrenopia  form. 

nov.).  Daneben  existieren  aber  auch  welche  im  Gegensatz  zu  den  benachbarter  Gebiete  eine  mehrere 
Millimeter  breite  longitudinale  Medianbinde  und  zwar  auf  allen  Flgln  führen,  die  dann  immer  von  einer  breit  aus- 
epidesma.  geflossenen  aber  undeutlichen  und  verwaschen  lehmgelben  Submarginalbinde  begleitet  wird  (=  epidesma 
form.  nov.). — •  Auch  Zeitformen  lassen  sich  bei  dilutus  erkennen,  und  es  scheint,  daß  Exemplare  mit  gelbgrauen 
statt  weißen  Längsstreifen  der  Unterseite,  welche  fahlbraune  Mittelbinden  umgrenzen,  der  trocknen,  dagegen 
Stücke  mit  mehr  violetten  leichthin  perlmutterglänzenden  Parallelbändern  der  Monsun-Periode  angehören. 
palawana.  —  palawana  Frühst,  ist  eine  ziemlich  seltene  Form,  deren  Type  sich  im  British.  Museum  befindet  und  die  sich  von 


AMATHUSIA.  Von  H.  Fruhstoreer, 


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dilutus  in  der  Hauptsache  durch  die  helleren  und  deutlicher  weißen  Längsstreifen  der  Unterseite  differenziert 
hat.  Auch  ist  die  braune  Discalbinde  nach  außen  tiefer  eingekerbt  als  bei  dilutus  und  den  Phi I ippinen- Hassen 
von  phidippus.  Insel  Palawan,  von  Dr.  Platen  entdeckt,  von  Doherty  dort  aber  nicht  wieder  gefunden, 
pollicaris  Btir.  ist  der  älteste  Name  für  eine  Serie  von  geographischen  Zweigrassen  der  Philippinen  die  nach  dem  poUn-nru. 
dürftigen  Material  das  zur  Verfügung  steht,  nicht  mit  Sicherheit  abgesondert  werden  können.  Butler’s  Type 
stammt  von  Luzon ;  nach  Semper  kommen  kleine  Abweichungen  in  der  Deutlichkeit  der  helleren  Zeichnungen  der 
Oberseite  sowie  in  der  Anlage  der  hellen  und  dunklen  Streifen  der  Unterseite  wie  überall  vor.  Es  ist  aber  wahrschein¬ 
lich,  daß  die  Rassen  der  mittleren  Philippinen  (Mindoro)  und  der  südlichen  (Mindanao)  ein  ihnen  eigentümliches 
Kolorit  zeigen  werden.  —  Als  patalena Westw.  ist  eine  zweifelhafte  Form  beschrieben,  die  von  den  Inseln  der  Torres-  patalena. 
Straße  stammen  soll;  ein  absolut  falscher  Fundort,  weil  weder  phidippus  noch  andere  Amathusia- Spezies  nach 
Osten  über  die  celebische  Subregion  hinaus  gehen.  Westwood  gibt  folgende  Diagnose:  Oberseite  rein  gelblich 
braun,  mit  einer  leicht  gezähnten  sehr  undeutlichen  etwas  bleicheren  Submarginalbinde  aller  Figl.  Unterseite 
fleischfarben-braun  mit  zahlreichen  blassen  geraden  Linien  und  einer  breiten  dunklen  Medianbinde.  Die  Be¬ 
schreibung  paßt  so  ziemlich  auf  alle  insularen  phidippus- Formen.  — •  celebensis  Frühst.  (105  a)  ist  entsprechend  celebensis. 
der  geographischen  Lage  die  am  meisten  vom  Namenstypus  und  der  Entwicklungsrichtung  der  makromalayi- 
schen  Unterarten  abweichende  Lokalform.  Die  Unterseite  ist  vorwiegend  weißlich,  grau,  zart  violett  überpudert, 
die  braunen  Binden  erheblich  verschmälert  ,  so  daß  die  weißen  Striemen  Raum  zur  Ausdehnung  gewinnen,  cele¬ 
bensis  ist  kleiner  als  phidippus  und  von  dunklerer,  schwärzlich  brauner  Grundfarbe.  Die  Binden  der  Flgl- 
Unterseite  sind  viel  schmäler  und  die  Dufthaare  am  Abdomen  heller  grau.  Der  gelbliche,  obsolete,  costale 
Fleck  der  Vflgl  ist  von  der  gelblichen  Submarginalbinde  weit  getrennt  und  nicht  zusammengeflossen  wie  bei 
phidippus  von  Java,  Borneo,  Nias  und  Lombok.  Ich  fing  celebensis  im  Norden  wie  im  Süden  der  Insel.  Ein 
von  mir  in  Toli-Toli  gezogenes  $  hatte  12  Tage  Puppenruhe.  — •  kühni  Röb.  eine  ausgezeichnete  Inselrasse,  kühni. 
von  ihrem  Namensträger  auf  Bangkai  entdeckt  und  von  celebensis  abweichend  durch  die  kleinere  Gestalt,  die 
noch  etwas  satterbraune  Grundfarbe  der  Oberseite,  sowie  das  noch  mehr  zur  Geltung  kommende  dominierende 
Grauweiß  der  Unterseite  und.  vor  allem  durch  die  lebhafter  braunen  und  daher  mit  dem  lichten  Untergrund 
noch  schärfer  kontrastierenden,  distal  markanter  gezähnten  braunen  Striemen  der  Hflgl. 

A.  binghami  Frühst.  (105  a)  auf  der  Tafel  irrig  als  schönbergi  bezeiclmet  und  ursprünglich  von  mir  binghami. 
nach  einigen  Exemplaren  des  British  Museums  als  phidippus  Nebenform  beschrieben,  hat  sich  als  eine  scharf 
umgrenzte  Spezies  entpuppt  mit  rötlichem,  statt  gelblichbraunem  Haarpinsel  der  Hflgl.  Ein  weiteres  wichtiges 
Merkmal  beseht  darin,  daß  binghami  einen  ganz  dünnen  distalen  und  einen  stattlichen  proximalen  Haarpinsel 
der  Hflgl  führt,  während  bei  phidippus  der  vordere  äußere  Pinsel  am  größten  und  dichtesten  ist.  Die  prächtige 
rotbraune  Färbung  des  ansehnlichen  Subapicalflecks  der  Vflgl  und  der  Submarginalbinde  auf  denselben  kommt 
in  unserer  Abbildung  nicht  so  zur  Geltung,  wie  auf  den  Originalen  aus  Sumatra.  Die  Unterseite  differiert  durch  die 
gleichmäßig  hellrotbraune  Färbung  und  die  breiter  angelegte  braune  Längsbinde  sowie  die  größeren  nach,  hinten 
deutlicher  schwarz  gekernten  Ozellen  von  allen  phidippus- Formen.  Type  von  Penang  im  September  1891 
von  Colonel  Bingham  gesammelt,  ein  $  aus  Perak  im  Britischen  Museum,  etwa  drei  bis  vier  in  der  Kollektion 
Staudinger  des  Berliner  Museums  und  endlich  5  d'd'  aus  der  Umgebung  von  Padang  in  West-Sumatra  in  der 
Sammlung  Fruhstorfer. 

A.  schönbergi  trägt  nur  einen  schwarzgrauen  Haarpinsel  in  einer  Falte  an  der  Submediana  der  Hflgl. 
wodurch  sie  sich  von  phidippus  L.  und  binghami  Frühst,  entfernt.  Die  Färbungsverteilung  der  Oberseite  erinnert 
etwas  an  binghami,  doch  ist  der  subapicale  Fleck  mehr  bindenartig,  nach  hinten  und  innen  nicht  so  fein  und  gra- 
datim  verteilt,  sondern  scharf  umgrenzt  und  sowohl  der  Subapicalfleck  vrie  die  mehr  ockergelbe  Submarginal- 
binde  zusammenhängend.  Hflgl  mit  einem  kurzen,  fast  quadratischen  Costalfleck  der  sich  dann  als  undeut¬ 
liche  Binde  bis  in  den  Analwinkel  fortsetzt.  Die  Unterseite  leicht  kenntlich  durch  die  sehr  breite,  prächtig 
samtbraune  Mittelbinde  aller  Figl  die  auf  den  Vflgl  äußerst  unregelmäßig  verläuft  und  distal  tief  eingekerbt  ist. 

Deren  distale  Begrenzung  nicht  weiß,  sondern  verwaschen  gelbgrau.  Ozellen  sehr  groß,  die  vordere  kaum  kleiner 
als  die  anale,  breit  schwarz  umringelt.  Zwei  Ortsrassen  schönbergi  Honr.  aus  Perak  und  Sumatra  mit  ausge-  schönbergi. 
dehnter  gelber  Aufhellung  der  Oberseite  der  Vflgl.  Nach  Martin  unterscheidet  sie  sich  von  phidippus  haupt¬ 
sächlich  durch  die  Unterseite  beider  Figl,  deren  Längsbänder  viel  dunkler  und  breiter  sind  und  unregelmäßige, 
gebrochene  Konturen  besitzen.  Das  breite,  discale  Band  trifft  den  Analozellus  des  Hflgls  mehr  in  seinem  Zentrum 
und  umklammert  ihn  auf  der  inneren  Seite  mit  einem  spitzen  Fortsatze.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ent¬ 
behrt  des  violetten  Schimmers  von  phidippus  und  ist  ledergelb.  Das  $  von  schönbergi  ist  außerdem  auf  der 
Oberseite  beider  Figl  mehr  gleichfarbig  rotbraun  und  zeigt  nur  Andeutungen  der  bei  phidippus  deutlichen  Rand¬ 
binde;  auch  sind  die  Haarbüschel  an  der  Seite  der  4  letzten  Abdominalsegmente  kürzer.  Das  $  von  schönbergi 
besitzt  dunklere  Grundfarbe  der  Oberseite  als  das  von  phidippus  und  trägt  ein  sehr  prominentes,  breites,  gelbes 
Querband  nahe  dem  Apex  des  Vflgls.  Martin  fand  in  Nordost- Sumatra  auch  eine  Ozellenaberration,  welche 
auf  der  Unterseite  außer  den  beiden  Ozellen  des  Hflgls  auch,  im  Analwinkel  des  Vflgls  einen  großen  Ozellus 
trägt  und  auf  dem  Hflgl  noch  ein  drittes,  kleines  Auge  besitzt,  schönbergi  ist  selten,  bewohnt  den  Urwald  der 
Vorberge  auf  die  sie  bis  etwa  700  m  Höhe  hinauf  geht.  Die  Rpn  leben  vermutlich  an  Areca  nibung  Mart.,  einer 
in  den  Bergwäldern  in  kleinen  Gruppen  stehenden  Palme;  wenigstens  hat  Dr.  Martin  Schmetterlinge  nur  in  der 


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AMATHUSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


borneensis.  Nähe  dieser  Bäume  angetroffen  und  auch  ein  $  dort  Eier  ablegen  sehen.  — •  borneensis  Frühst,  bleibt  in  der  Größe 
etwas  hinter  schönbergi  von  Perak  zurück  und  zeigt  verwaschenere  ockergelbe  Zeichnung  der  Vflgl-Oberseite, 
die  manchmal  dem  Erlöschen  nahe  ist.  Die  Medianbinde  der  Vflgl-Unterseite  erscheint  noch,  tiefer  eingekerbt 
als  bei  schönbergi.  Von  Bandjermasin  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 

A.  ocliraceofusca  hält  Stichel  nur  für  eine  Zeitform  der  vorigen  Art.  Die  kürzeren  Hflgl  die  kleinere 
Gestalt  und  die  hellbraunen  statt  schwarzen  Haarpinsel  der  Hflgl  scheinen  aber  die  spezifische  Trennung  zu  recht- 
fertigen.  Zudem  führt  die  fahler  braune  Oberseite  keinerlei  ockergelbe  Aufhellung  der  Vflgl  imd  die  braunen 
Längsbinden  der  Unterseite  verlaufen  regelmäßiger.  Sonst  sind  allerdings  wesentliche  Differenzen  nicht  zu  kon- 
ochraceo-  statieren.  Zwei  Ortsrassen:  ocliraceofusca  Honr.  aus  Perak  und  Sumatra,  wo  die  Art  noch  seltener  als  die  vorige 
jhscci.  aufzutreten  scheint,  denn  Martin  erwähnt  kein  sicheres  Exemplar  aus  dem  Sultanat  Deli  und  mir  liegt  nur  ein 
(jabriela.  von  West-Sumatra  vor;  —  und  gabriela  Frühst.  (105  a).  <$  aus  Süd-Borneo;  erheblich  kleiner  und  dunkler  als 
Exemplare  aus  Sumatra,  die  sich  vermutlich,  mit  Honrath'’ s  Type  aus  Perak  decken.  Die  Grundfarbe  der  Flgl- 
Oberseite  ist  etwas  heller  kaffeebraun  als  bei  perahm. a  staudingeri  Röb.  Die  Submarginalbinde  auf  beiden 
Flgln  scheint  von  der  Unterseite  durch.  Diese  Binde  ist  schmal,  scharf  begrenzt.  Auf  den  Vflgln  fehlt  jede 
Spur  einer  gelblichen  subapicalen  Schrägbinde,  die  bei  ochraceofusca-<$  von  Sumatra  noch  leicht  angecleutet 
ist.  Die  Duftpinsel  der  Hflgl  sind  basalwärts  (also  unten)  gelblich  und  oben  hellbraun,  während  sie  bei  2  schön¬ 
bergi  borneensis  Frühst,  von  Südost-Borneo  fast  schwarz  zu  nennen  sind.  Die  helle  Färbung  der  Fühler  erinnert 
an  stauding eri  Röb.,  während  schönbergi  borneensis  Frühst,  etwas  dunkler  rotbraune  Fühler  besitzt.  Südost- 
Borneo.  1  S  (Koll.  Fruhstorfer). 

A.  perakana  ist  eine  weitere  wohl  unterschiedene  Art,  wenngleich  deren  Spezieswert  vielfach  ange- 
zweifelt  wurde.  Am  leichtesten  ist  sie  durch  den  unbedeutenden  bei.  den  einzelnen  geographischen  Unterarten 
verschieden  gefärbten  Haarbüschel  an  der  Submediana  der  Hflgl- Oberseite  zu  separieren.  Die  Namenstype  ist 
außerdem  von  auffallender  Größe,  Figlschnitt  spitzer  und.  schlanker  als  bei  phidippus ;  die  Oberseite  dunkler 
und  gleichartiger  braun,  beim  $  fast  immer  ohne  Spur  einer  gelblichen  Anteterminalbinde.  Auf  der  Unterseite 
ist  die  vordere  Ozelle  in  der  Regel  wesentlich  kleiner  als  die  im  Hinterwinkel  stehende;  auch  ist  Neigung  zur 
Bildung  von  medianen  Nebenaugen  vorhanden.  Die  Längsstreifen,  welche  die  fast  gleichmäßig  breite  braune 
Diskalbinde  aller  Figl  begleiten  sind  entweder  auffallend  breit  weiß  oder  braun  violett,  perakana  ist  weiter  verbreitet 
als  bisher  angenommen  wurde  und  ich.  bin  in  der  Lage  Java,  Bawean  und  Lombok  als  neue  Fundorte  hier  an- 
pcrakana.  zuführen.  —  perakana  Honr.  (105  b),  mit  Sicherheit  nur  von  der  malayischen  Halbinsel  bekannt,  aber  vermut¬ 
lich  auch  in  Nordost- Sumatra  vorkommend,  wenngleich  mir  authentische  Exemplare  von  dort  noch  nicht 
Vorgelegen  haben.  Die  Weißstreifung  der  Unterseite  ist  in  Wirklichkeit  noch  intensiver  als  auf  der  Abbildung, 
staudinrjcri.  die  zudem  nach,  einem  $  h.ergestellt  wurde  dem  die  Anallappen  fehlen.  — -  staudingeri  Röb.  umschreibt  eine 
ausgezeichnete  Unterart,  mit  oben  heller  lederbrauner  Grundfarbe  reduzierterer  Gestalt  und  unterseits  sofort 
kenntlich  durch  verschmälerte  gelbliche  statt  weiße  Längsstreifen.  Ueberhaupt  ist  entsprechend  dem  Charakter 
der  Borneo-Amathusien  das  Gesamtkolorit  mehr  verwaschen,  die  braunen  Felder  sind  sehr  verblaßt  und  die 
Augen  kaum  ein  Drittel  so  groß  als  bei  perakana  von  der  malayischen  Halbinsel.  Mir  nur  von  Südost-Borneo 
nahma.  bekannt.  —  natuna  Frühst,  hält  etwa  die  Mitte  zwischen  perakana  und  staudingeri ;  ihre  Gestalt  bleibt  nur  wenig 
hinter  jener  der  Namens  type  zurück  und  im  Gegensatz  zu  staudingeri  führt  sie  unterseits  im  engsten  Anschluß 
an  perakana  deutliche,  fast  rein  weiße,  nur  distal  erheblich  abgeschwächte  Streifen.  Natuna-Inseln,  selten, 
taenia.  nur  ein  $  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  taenia  Frühst.  (105  a)  ist  die  am  weitesten  vom  Typus  entfernte 
Unterart,  nahe  der  Grenze  der  Speziesberechtigung  von  mir  zuerst  auch  als  Art  beschrieben,  später  aber  un¬ 
glücklicherweise  mit  phidippus  in  Konnex  gebracht,  von  der  sie  schon  durch  das  Fehlen  des  zweiten  inneren 
Duftpinsels  zu  trennen  ist.  d  Dufthaare  der  Hflgl  analog  der  Grundfarbe,  heller  grau,  als  bei  phidippus  L.  von 
Java.  Die  beiden  äußeren  Binden  der  Figl  heller.  Beim  $  setzt  sich  der  ultracellulare  gelbliche  Fleck  der  Vflgl, 
welcher  bei  phidippus  stets  rötlich  ist,  bis  zur  hinteren  Mediana  deutlich  sichtbar  fort,  und  die  Medianbinden 
der  Hflgl  schlagen  nach  oben  durch.  Unterseite:  Die  Zelle  der  Vflgl  wird  von  drei  sehr  breiten  kaffeebraunen 
Längsstreifen  durchzogen,  während  in  phidippus  deren  vier  von  rötlichbrauner  Farbe  vorhanden  sind.  Die 
kaffeebraune  Medianbinde  ist  breiter  als  bei  phidippus  und  wird  beiderseits  von  fast  weißen  Binden  umgrenzt. 
Der  Außenteil  der  Vflgl  ist  sehr  hell ,  die  submarginale  braune  Längslinie  kaum  ein  Drittel  so  breit  als  bei  phidippus. 
Auf  den  Hflgln  finden  sich  in  der  Zelle  nur  zwei  braune  Binden,  und  das  wiederum  viel  breitere  Medianband 
verläuft  geradliniger  und  geradrandiger  als  in  phidippus.  Die  beiden  Ozellen  sind  deutlicher  gekernt,  die  vordere 
auffallend  klein.  Die  braune  Zellbinde  der  Hflgl  fließt  nicht  wie  bei  phidippus  unterhalb  der  Zelle  mit  dem  Basal - 
incisa.  band  zusammen.  —  incisa  Frühst.,  von  mir  1905  als  fraglich  zu  phidippus  gezogen,  zeigt  die  Differenzialcharak¬ 
tere  von  taenia  dem  Namenstypus  gegenüber  noch  mehr  verschärft.  Die  Unterseite  ist  noch  mehr  ausgebleicht, 
das  braune  Mittelfeld  fast  wie  bei  ocliraceofusca  distal  tief  eingeschnitten,  auf  den  Hflgl  auch  nach  innen  gezähnt, 
die  vorderen  apicalen  Ozellen  der  Hflgl  winzig  klein.  Oberseits  entfernt  sich  incisa  von  taenia  durch  die  aufge- 
hellte  und  verbreiterte  gelblich  graubraune  Subapikalmakel  und  eine  schwache,  leicht  an  diluius  $-/a.  epidesma 
gemahnende  diskale  Binde.  Insel  Bawean,  jedenfalls  sehr  selten,  weil  nur  ein  $  neben  hunderten  von  Am. 
orasis.  phidippus  baweanica Frühst,  mitkam.  —  orasis  Frühst,  muß  als  ein  Rückschlag  zum  Perak-Typus  aufgefaßt  werden. 
Das  Gesamtkolorit  der  Oberseite  dunkler  rotbraun  als  bei  perakana  Honr.,  die  Unterseite  etwas  jener  von  hing- 


AMATHUXIDIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


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Kami  Frühst,  gleichend,  dunkel  graubraun  mit  gleichmäßig  breiten  braunen  Feldern,  die  hervorstechend  weiß 
eingesäumt  sind.  Die  apicale  Ozelle  wiederum  sehr  klein  und  somit  den  für  das  Auge  am  leichtesten  erkennt¬ 
lichen  Unterschied  von  der  neben  ihr  fliegenden  Amathusia  phidippus  darbietend.  Insel  Lombok,  auf  ca.  600  m 
Höhe.  Sehr  selten,  so  daß  es  mir  nur  möglich  war  ein  einzutragen.  Flugzeit  April. 

Artengruppe  Pseudamathusia  Honr. 

H  f  1  g  1  beim  £  im  Basalwinkel  mit  einer  pfannenartigen  Vertiefung  zwi¬ 
schen  C  o  s  t  a  1  e  und  Subcostale.  V  f  1  g  1  unterseits  mit  einer  glänzenden  Bei  b  e  f  1  ä  c  h  e, 
die  bei  einer  Spezies  auch  noch  distal  von  schwarzen  Schuppen  umgeben  ist. 

A.  masina  erinnert  im  Flglsehnitt  durch  den  langausgezogenen  Apex  und  die  schmalen  Hflgl  an  ochra- 
ceojusca  Honr.,  staudingeri  Röb.  und  perakana  Honr.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  ein  helles  Rostbraun, 
durch  das  die  weißen  Binden  der  Unterseite  licht  durchschimmern.  Auf  der  Schwanzspitze  lagern  wie  bei  phi¬ 
dippus  zwei  schwarze,  nach  außen  weiß  umsäumte  Mondflecken.  Die  Flgl-Unterseite  hat  große  Aehnlichkeit 
mit  taenia  Frühst,  von  Java,  nur  ist  die  Grundfärbung  nicht  braungrau,  sondern  hell  rotbraun  mit  scharf  abge¬ 
setzten,  kaffeebraunen  Längsbinden,  die  'prominent  silberweiß  begrenzt  sind.  Die  weißen  Binden  sind  aber 
schmäler  als  bei  Amailiusia  perakana  Honr.  und  Pseudamathusia  virgata  Btlr.  Die  Vflgl  am  Analrand  weniger 
stark  gebogen  als  bei  virgata  und  haben  ungefähr  die  Form  von  staudingeri  Röb.  Auf  der  Hflgl- Oberseite  fehlt 
der  schwarze  Schatten  zwischen  Subcostalis  und  oberer  Radiale,  der  virgata  auszeichnet.  Aus  der  Falte  zwischen 
dem  3.  Medianast  und  der  Submediane  treten  2  dunkelbraune  Dufthaarbüschel  heraus,  von  denen  bei  virgata 
nur  einer  mit  weißlichgelben  Haaren  vorhanden  ist.  Unterhalb  der  Haarbüschel  macht  sich  noch  ein  breiter 
Wulst  langer,  dunkelbrauner  Haare  bemerklick,  wie  er  auch  bei  Amathusia  perakana  Honr.  auftritt.  Unter¬ 
seite:  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlen  gleichfalls  die  schwarzen  Schuppen  an  der  Außenseite  des  hornartig 
glänzenden  Reibefleckes,  der  zudem  kürzer  ist  als  bei  virgata.  Die  Submediana  ist  kaum  halb  so  stark  gebogen. 

Zwei  Schwesterrassen  sind  zu  erwähnen:  masina  Frühst.  (105  b)  leider  durch  ein  Versehen  von  der  nichtssagen-  ■masina. 
den  Oberseite  abgebildet,  gleicht  unterseits  der  perakana,  nur  sind  alle  weißen  Streifen  äußerst  zierlich ;  die  Grund¬ 
farbe  noch  satter  rotbraun  und  die  Submarginalbinden  schärfer  und  schmäler.  Südost-Borneo,  selten,  nur 
3  in  meiner  Sammlung.  —  chthonia  subsp.  nov.  mit  matter  aber  lichtergelbbrauner  Oberseite  führt  auf  den  chthonia. 
Hflgl  lange  aber  dünne  bleich  gelbgraue  Duftpinsel.  Vflgl  mit  sehr  schmaler,  scharf  abgeschiedener  weder  den 
Costal-  noch  den  Analrand  erreichender  Längsbinde.  Unterseite  etwas  der  perakana  ähnlich,  aber  von  einer 
Färbung  die  mehr  jener  von  binghami  gleicht.  Insel  Bangka ,  Type  in  der  Sammlung  Staudinger. 

A.  virgata  ist  die  am  reichsten  mit  Duftapparaten  ausgestattete  Spezies  des  Genus  und  zugleich  die 
einzige  Art  mit  einem  ausgedehnten  schwarzen  glänzenden  Reibefeld  der  Oberseite  der  Hflgl  mit  welchem  ein 
ebensolcher  basal  mit  der  Flglmembran  übereinstimmender  aber  distal  schwarz  umgrenzter  Spiegel  der  Vflgl- 
Unterseite  korrespondiert.  Hflgl  sonst  mit  rundlich  ovaler  Duftpfanne,  welche  mit  braunen  Androconien  gefüllt 
ist  und  gelblichem  Haarstern  an  der  Submediana.  Grundfarbe  der  Oberseite  der  $<$  schön  rehbraun,  jene  der 
$$  etwas  lichter,  unentschieden  braungelb,  etwa  wie  bei  A.  phidippus.  Unterseite  analog  phidippus  celebensis 
Frühst,  mit  fast  gleich  breiten  braunen  und  weißen  Strigae,  die  bei  einer  Ortsrasse  des  nördlichen  Celebes  ein 
vorherrschend  gelbliches  Kolorit  annelmien.  Augen  der  Hflgl  fast  gleich  groß,  namentlich  die  vorderen  mit 
markanter  schwarzer  Peripherie.  —  virgata  Btlr.  (==  ribbei  Honr.)  bewohnt  den  Süden  von  Celebes,  wo  ich  sie  vinjata. 
am  ausfließenden  Saft  der  Zuckerpalme  saugend  hinter  dem  malayischen  Kirchhof  bei  Macassar,  häufig  in  Ge¬ 
sellschaft  von  Elymnias  mimalon  Hew.  und  hicetasWaW.,  antraf.  Flugzeit  Januar  bis  März.  —  thoanthea  subsp.  thoanthea. 
nov.  differiert  durch  gelbliche  Längsbinden  der  Unterseite,  die  sich  kaum  von  der  Grundfarbe  abheben,  während 
typische  virgata  aus  dem  Süden  durch  ihre  silberig  weißen  Binden  an  perakana  Honr.  und  taenia  Frühst,  erinnern. 

Von  mir  bei  Toli-Toli  in  Nord-Celebes  im  November — Dezember  gesammelt  und  mit  ausgehängtem  Bananen¬ 
köder  in  ziemlicher  Anzahl  angelockt. 


10.  Gattung':  Ainatluixitfia  Stgr. 

Die  beiden  prächtigen  Arten  dieses  Genus  sind  hervorragend  sexualdimorph,  die  d'c?  sammtschwarz 
mit  blauer  oder  violetter,  die  $$  braun  mit  ockergelber  Vflglbinde,  die  Unterseite  mit  fernen  dunkelbraunen 
Längsstreifen.  Strukturell  sind  die  Amathuxidia  von  den  Amathusia  nur  zu  trennen  durch  die  mit  der  Costale 
verwachsene  Subcostale  der  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  macht  sich  wie  bei  Amathusia  ein  Mediansporn  bemerklich. 
der  erst  bei  der  Gattung  Zeuxidia  seine  volle  Entwicklung  erreicht.  Durch  die  hervorragenden  tertiären  Ge¬ 
schlechtsmerkmale  und  die  luxuriante  Färbung  bildet  die  Gattung  einen  Übergang  zu  den  Zeuxidia.  Vflgl- 
Unterseite  mit  einer  blanken  Reibefläche  nahe  dem  Medianstamm  und  einer  Ansammlung  von  mattglänzenden 
blauschwarzen  Schuppen  unterhalb  der  Submedianader.  Hflgl  mit  einem  gelblichen  Haarbüschel  in  einer  tiefen 
taschen artigen  Falte  an  der  Krümmung  der  Submediana,  neben  welcher  ein  dicker  rotbrauner  oder  gelbgrauer 
Haarwulst  lagert;  in  und  hinter  der  Zelle  dann  noch  eine  breite  Fläche  von  plüschartigen  Duftschuppen,  die  bei 
einer  Art  ( plateni )  mit  langen  Haaren  durchsetzt  sind.  Gleich  wie  die  Zeuxidien  und  andere  indische  Amathu- 


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AMATHUXIDIA.  Von  H.  Frtthstorfer. 


siiden  gehören  auch  die  Amathusia  zu  den  Urwaldbewohnern  und  bevorzugen  die  Umgebung  der  kleinen  Wasser¬ 
läufe,  welche  den  Bergen  entquellen.  Sie  verbringen  genau  in  derselben  Weise  wie  die  Zeuxidien  den  Tag  in 
Ruhestellung  an  Zweigen  oder  unter  dichtem  Laub.  Sie  fliegen  nur  ungern  und  selbst  wenn  sie  aufgescheucht 
werden,  niemals  weit;  trotzdem  ist  ihnen  ein  rascher  und  geradezu  unberechenbarer  Zickzackflug  eigen  und  sie 
verstehen  es,  sich  unter  totem  Laub  und  Astgewirr  schnell  und  unauffindbar  zu  verstecken.  Nur  an  besonders 
warmen  und  windstillen  Tagen  lassen  sie  sich  verlocken,  in  den  Mittagsstunden  etwa  2 — 3  m  über  der  Erde 
zu  schweben  und  gehören  dann  durch  ihre  Größe  und  den  prachtvollen  Blauschimmer  der  Vflgl  zu  ebenso 
berückenden  wTie  imposanten  Erscheinungen  des  Urwaldes.  Die  beiden  Arten  der  Gattung  zählen  zu  den  wohl¬ 
riechendsten  Faltern;  ihr  intensiver  Duft  erinnert  an  Veilchen  und  ist  selbst  an  Exemplaren,  welche  zwei  bis  drei 
Jahre  in  mit  Naphtalin  verpesteten  Blechkasten  auf  bewahrt  lagen,  noch  erkennbar.  Dieser  liebliche  Geruch 
entströmt  den  zottigen  sammetbraunen  Schuppen,  welche  die  ausgedehnten  Duftflecke  der  Zelle  der  Hflgl 
bedecken,  und  dürfte  durch  die  Nahrung  der  Amathuxidia  bedingt  sein,  die  aus  abgefallenen  gährenden 
aromatischen  Früchten,  welche  in  den  feuchten  Urwäldern  stets  in  Unmenge  auf  der  modernden  Laubdecke 
des  Erdbodens  liegen,  besteht.  Das  Verbreitungszentrum  der  Amathuxidia  ist  das  makromalayische  Gebiet, 
von  dem  aus  sie  Celebes  und  die  Philippinen  erreicht  haben.  Ueber  die  malayische  Halbinsel  sind  sie  auch  bis 
Birma  und  Assam  gelangt,  dort  aber  schon  sehr  selten .  Jede  größere  Insel  hat  eine  besondere  hochspezialisierte, 
manchmal  dem  Artwert  nahe  Form. 

Artengruppe  Amathuxidia  Stgr.  Hflgl  ohne  Haarbelag  in  der  Zelle. 

A.  amythaon  mit  ihren  vielen  Zwreigrassen  bewohnt  das  westliche  Areal  der  Verbreitungszone  der 
amythaon.  Gattung,  amythaon  Dhl.  ist  die  Namenstype  und  sehr  selten  in  den  Sammlungen.  Sowohl  das  A  wie  auch  das 
^  differieren  nur  unerheblich  von  der  abgebildeten  ottomana  (102  a)  durch  die  etwas  verbreiterte  blaue,  respek¬ 
tive  ockerfarbene  Schrägbinde  der  Vflgl.  Die  Unterseite  der  AS  ist  heller  grau,  jene  der  $$  lichter  ockergelb. 
Die  Type  stammt  aus  Sylhet,  auch  sind  einige  Exemplare  aus  Assam  gekommen,  Crowley  hatte  mehrere  SS 
von  den  Naga-Hills,  Doherty  fand  sie  am  Fuße  der  Karen- Hills  und  Colonel  Bingham  einige  Pärchen  im  Herbst 
und  Winter  in  Ober-Tenasserim  in  dem  falterberühmten  Thoungyen-Forst.  Major  Adamsoy  erbeutete  zwei  AS, 
die  ihm  am  Weihnachtsabend  kurz  vor  Sonnenuntergang  in  sein  Zelt  geflogen  kamen,  als  er  nahe  den  Quellen 
des  Thoungyen-Flusses  im  immergrünen  Walde  kampierte.  Außerdem  wurden  in  Tavoy,  (Tenasserim)  amythaon 
beobachtet,  die  soavoIiI  am  frühen  Morgen  Avie  mit  Sonnenuntergang  flogen.  Im  Calcutta-Museum  befindet 
sich  ein  Exemplar  mit  der  Bezeichnung  „Sikkim“,  doch  wurde  dieser  Fundort  in  den  letzten  30  Jahren  nicht  mehr 
dilucida.  bestätigt.  — ■  dilucida  Honr.  ist  eine  sehr  schöne  südlichere  Form,  die  eine  anscheinend  stets  hellblauviolette 
Prachtbinde  der  Vflgl  zeigt,  welche  zugleich  erheblich  breiter  angelegt  ist  als  bei  amythaon  von  Tenasserim  und 
1  ucida.  Unterbirma.  Das  sehr  seltene  $  hat  Honrath  abgebildet;  es  fehlt  meiner  Sammlung.  —  lucida  Frühst,  ist 
eine  Aveitere  sehr  seltene  Rasse,  von  welcher  Dr.  Martin  in  Nordost- Sumatra  in  13  Jahren  nur  5  Exemplare  er¬ 
beuten  konnte.  In  West-Sumatra  scheint  sie  in  der  Umgebung  von  Padang  Pandjang,  Padang’sehe  Bovenlan- 
den,  etAvas  häufiger  zu  sein,  denn  mir  liegen  von  dort  11  AS  und,  3  ?$  vor.  A  kleiner  als  dilucida. 
Die  Binde  der  Vflgl  hellblau  anstatt  violett,  viel  schmäler  namentlich  nach  dem  Analwinkel  zu,  avo  sie  bei  dilucida 
erst  an  der  Submediana  endet,  während  bei  lucida  sich  das  Blau  schon  vorher  zu  verschmälern  anfängt.  Durch 
das  Zurücktreten  der  blauen  Vflgl-Binde  gewinnt  die  schwarze  Grundfärbung  an  Ausdehnung  und  erscheint 
der  Vflgl  viel  breiter  schwarz  umsäumt.  Unterseite:  Alle  Figl  dunkler,  alle  Längsbinden  schärfer  und  dunkler 
insularis.  braun,  die  Analozelle  \'iel  größer,  alle  Ozellen  breiter  schwarz  geringelt.  — •  insularis  Doli.  beAvohnt  die  Insel 
Engano.  A  und  $  stehen  merkAvürdigerweise  ottomana  Btlr.  von  Borneo  näher,  als  lucida  Frühst,  von  Sumatra 
und  porthaon  Fldr.  von  Java.  Von  lucida  weicht  insularis- A  ab  durch  die  viel  schmälere  und  dunklere  blaue  Vflgl- 
Binde,  die  Adel  kleinere  Gestalt  und  die  kürzeren  und  breiteren  Schwänze  der  Hflgl.  Die  Längsbinden  der  Hflgl-Un- 
terseite  sind  prononzierter  schwarzbraun  und  breiter  angelegt.  Die  Duftbüschel  der  Hflgl-Oberseite  sind  hellgelb 
anstatt  rotbraun  Avie  bei  lucida  oder  fast  schwarzbraun  wie  bei  ottomana.  Verglichen  mit  ottomana  ist  insularis  nur 
wenig  kleiner,  die  Schwänze  sind  ebenso  lang,  aber  etwas  breiter.  Die  blaueVf  lglbinde  von  insularis  ist  analwärts,  da 
avo  sie  auf  die  Submediana  anstößt,  viel  breiter  als  bei  ottomana.  $  Oberseite  :  Die  gelbe  Vflglbinde  ist  schmäler  und 
etwas  heller,  die  Hflgl  sind  bis  zum  Anahvinkel  breit  gelb  gesäumt,  Avährend  ottomana  nur  apicalwärts  gelbbraun 
umrandet  ist.  Unterseite:  Die  Vflgl  sind  imDiscalteil  und  in  der  Submarginalregion  heller  als  bei  ottomana.  Die 
Basalhälfte  der  Hflgl  ist  lichter,  die  Außenhälfte  und  namentlich  der  AnalAvinkel  dunkler.  Alle  braunen  Längsbinden 
pylaon.  sind  mehr  gewellt,  sehr  viel  breiter  und  dunkler  braun,  die  Ozellen  viel  größer  als  bei  ottomana.  —  pylaotl  Fldr. 
(  —  porthaon  Fldr.),  eine  ausgezeichnete  Form  nahe  dem  Spezieswert  und  von  allen  Vikarianten  differenziert 
durch  einen  ungewöhnlich  langen  gelblichen,  statt  rotbraunen  Haarwulst  der  Hflgl-Oberseite  und  eine  Viola- 
canina-blaue  Prachtbinde  der  Vflgl.  Die  Htlgl-Oberseite  ist  mehr  hellgrau,  violett  angehaucht  und  die  Vflglspitze 
viel  Aveiter  vorspringend  als  bei  lucida  Frühst,  von  Sumatra.  Das  bisher  unbeschriebene  $  hatte  ich  die  Freude, 
zuerst  in  Ost- Java,  später  in  der  Bai  von  Palabuan  in  West- Java  aufzufinden.  Gleichwie  das  A ,  überragt  es 
in  der  Größe  alle  bekannten  Unterarten  und  zeigt  weitaus  die  am  lichtesten  ockergelb  gefärbte  Querbinde  der 
Vflgl,  die  durch  eine  gewellte  feine  rotbraune  Submarginallinie  in  zAvei  ungleiche  Teile  zerlegt  wird.  Von  pylaon 
fing  ich  auf  Java  im  Laufe  von  drei  Jahren  etwa  30  Paare.  In  der  vertikalen  Verbreitung  geht  sie  wohl  nirgends 
ottomana.  über  600  m  hinauf  und  sie  ist  in  Anzahl  nur  durch  ausgehängte  Bananenköder  zu  erlangen.  —  ottomana  Btlr. 


Ausgegeben  30.  VIII.  1911. 


ZEUXIDIA.  Von  H.  Fruiistoreer. 


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(102  a)  bewohnt  das  nördliche  Borneo;  Waterstradt  fand  sie  in  den  Küstenwäldern  des  Sultanats  Brunei  in 
Nord-Borneo,  woher  auch  die  abgebildeten  Exemplare  stammen.  In  Südost-Borneo  hat  sich  bereits  eine  deut¬ 
lich  erkennbare  Ortsrasse  ausgebildet:  octacilia  subsp.nov.  die  im  Habitus  hinter  der  nördlichen  ollomana  zurück-  odadlia. 
bleibt  und  durch  einen  sehr  schmalen  ockergelben  Shawl  der  $$  und  eine  nach  hinten  verkürzte,  gleichfalls  in  der 
Breite  reduzierte  dunkel  violett-blaue  Binde  der  <$$  differenziert  ist.  —  philippina  Frühst,  steht  der  pylaon  philippina. 
Fldr.  von  Java  sehr  nahe;  es  ist  nur  ein  $  aus  Panaon  (Mittelphilippinen)  bekannt,  das  Semper  abbildete.  Die 
blaßgelbe  Binde  der  Vflgl  ist  nur  7  mm  breit  und  überschreitet  die  hintere  Mediane  nur  als  eine  erbsengroße  Makel. 

Flugzeit  ist  nach  Semper  der  Mai.  —  perinthas  subsp.  nov.  mit  den  Typen  in  der  Sammlung  Staudinger,  stammt  perinthas. 
von  Mindanao,  wo  sie  durch  Dr.  Platen  gefangen  wurde.  der  javanischen  Zweigrasse  nahekommend,  die 
Vflglbinde  aber  noch  breiter  heller  blau  und  nach  vorne  weißlich  aufgehellt.  $  kaum  von  pylaon -$  zu  unter¬ 
scheiden,  nur  die  gelbbraune  Zone  etwas  schmäler,  gleichmäßiger,  und  die  Apicalpartie  der  Hflgl  noch  lichter. 

Die  Unterseite  gleicht  dagegen  mehr  der  A.  plateni  Stgr.  von  Celebes. 

Artengruppe  Zeuxamathusia  Stdgr.  mit  Haarbesatz  der  Hflglzelle. 

A.  plateni  verteilt  sich  in  zwei  beschriebenen  stark  differenzierten  Inselformen  über  die  celebische  Sub-  plateni. 
region.  plateni  Stgr.  zumeist  nur  aus  dem  Norden  von  Celebes  nach  Europa  gelangend,  wo  sie  Dr.  Platen  in  der 
Minahassa  in  wenigen  Exemplaren  auffand.  Später  glückte  es  mir  in  den  Strandwäldern  von  Toli-Toli  etwa 
50  Paare  mit  Hilfe  von  Ködern  anzulocken  und  zu  erbeuten ;  ein  Verfahren,  dem  jedoch  durch  Affen  und  raben¬ 
artige  Vögel,  welche  mir  die  ausgehängten  Früchte  wegstahlen,  ein  Ende  bereitet  wurde,  plateni  ist  einer  jener 
Waldbewohner  die  auch  in  der  schwersten  Regenzeit  auftreten.  Die  Falter  kommen  an  sonnigen  Tagen  in  den 
Mittagsstunden  auf  Minuten  zum  Vorschein,  tauchen  unerwartet  wie  Gespenster  aus  dem  Waldesdunkel  auf. 
lassen  die  blauen  Prachtf  lecken  der  Vflgl  einen  Moment  auf  leuchten  um  sich  dann  mit  gefalteten  Flgln  wieder 
auf  Zweigen  niederzulassen.  Aufgescheucht  fliegen  sie  nur  wenige  Meter  weit  und  verkriechen  sich  dann  mit 
Vorliebe  im  Geäst  der  Büsche  zu  ebener  Erde.  Sie  ähneln  dann  durch  die  eintönige  Färbung  der  Unterseite 
so  sehr  der  Umgebung,  daß  sie  kaum  noch  zu  entdecken  sind.  Verfolgt  man  sie  im  Dickicht,  erhält  man  nur 
zerrissene  Exemplare.  Das  plateni- nähert  sich  im  Flglschnitt  etwa  der  pylaon,  bleibt  jedoch  in  der  Größe  hinter 
ihr  zurück;  die  blaue  Zone  der  $$  dringt  nicht  so  weit  wie  bei  der  Javaform  in  die  Vflglzelle  ein  und  verliert 
sich  bereits  in  der  Flglmitte  vor  der  hinteren  Mediana.  Beim  $  beginnt  die  satt  ockergelbe  Binde  sich  in  einzelne 
Makeln  aufzulösen,  von  denen  zwei  jenseits  der  Zellwand,  zwei  nahe  dem  Distalsaum  eingelagert  sind.  Unter- 
seits  ist  das  $  reicher  mit  violettem  Schimmer  übergossen  als  pylaon  von  Java  und  die  rotbraunen  Längsbinden 
sind  etwas  markanter.  Der  Haarwulst  der  nimmt  eine  schwarze  Farbe  an,  außerdem  ist  die  Zelle  der  Hflgl 
im  Gegensatz  zu  pylaon  und  ottomana  mit  einem  dichten  Schuppen-  und  Borstenpelz  bekleidet.  Doherty  fand 
eine  der  plateni  verwandte  Rasse  im  südlichen  Celebes  in  der  Nähe  des  berühmten  Wasserfalls  von  Maros  und  auf 
den  Sula-Inseln  entdeckte  er  eine  hochspezialisierte  Inselform  suprema  Frühst.  (102  b),  von  der  zwei  $$  in  der  suprema. 
Kollektion  Fruhstoreer,  ein  sich  in  der  Sammlung  Staudinger  befindet,  suprema  zeigt  einen  rundlicheren 
Flglschnitt  als  plateni,  das  <$  führt  kaum  halb  so  breite  und  noch  kürzere  blaue  Flecken  der  Vflgl.  Die  Unterseite 
ist  wesentlich  dunkler,  die  Ozellen  deutlicher  weißgekernt  und  die  gesamte  Oberfläche  der  Figl  satter  und  reicher 
violett  übergossen  als  bei  plateni -$.  Die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  viel  breiter,  schärfer  abgesetzt.  Zwischen 
den  Medianrippen  stehen  zwei  viel  größere  äußere  gelbliche  Flecken ,  als  bei  plateni,  dagegen  fehlen  die  bei  pla- 
leni  stets  vorhandenen  proximalen  braungelben  Makeln  unterhalb  der  Zellwand  vollständig.  Costal-  und  Außen¬ 
saum  der  Hflgl  von  suprema  sind  viel  breiter  hellgelb  gesäumt  und  die  beiden  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite 
größer,  deutlicher  weiß  gekernt  und  haben  nach  außen  einen  schwarzen,  bei  plateni  fehlenden  Wisch.  Flugzeit 
Oktober,  November.  Sula-Mangoli. 


11.  Gattung:  Zeuxidia  Hbn. 

Die  Zeuxidien  gehören  zu  den  prächtigsten  Erscheinungen  der  indischen  Tropen  und  schließen  sich 
strukturell  eng  an  die  Gattung  Amathusia  an,  besitzen  aber  einen  hervorstechenden  Differenzialcharakter 
in  dem  nur  ihnen  eigentümlichen  Sporn  am  vorderen  Medianast  beider  Figl,  der  auf  den  Vflgl  etwas  vom  Zell¬ 
apex  entfernt  steht,  auf  den  Hflgln  aber  sehr  leicht  einen  Zellabschluß  Vortäuschen  kann.  Mit  Amathusia  kon¬ 
trastiert  Zeuxidia  dann  noch  durch  die  mit  der  Gostale  verwachsenen  beiden  ersten  Subcostaläste,  ferner  den 
weitgehenden  Dimorphismus  der  Geschlechter  und  die  hochentwickelten  sekundärsexuellen  oder  richtiger 
tertiären  Merkmale  der  <$<§.  Nach  diesen  lassen  sich  zwei  Artengruppen  errichten,  je  nachdem  die  <$<$  Haar¬ 
büschel  in  der  Zelle  der  Hflgl  führen  oder  nicht.  Außerdem  besitzen  alle  AS  G ne  ausgedehnte  blanke  Reibe¬ 
fläche  der  Vflgl-Unterseite,  eine  Androconienpfanne  zwischen  Subcostalis  und  Costalis  und  eine  tiefe  taschen¬ 
artige  Falte  an  der  Sub  mediana  der  Hflgl,  in  der  ein  pinselartig  vorstreckbarer  gelber  oder  schwarzer  Haarbüschel 
ruht.  Eine  Spezies  ( aurelia )  zeigt  dann  auch  noch  einen  zweiten  Haarpinsel  zwischen  der  Submediana  und  der 
Zellwand  der  Hflgl  und  eine  pelzartige  Verbrämung  der  letzteren,  die  sich  ans  mausegrauen  modifizierten  Schuppen 
zusammensetzt.  Ueber  die  Jugendzustände  der  Zeuxidia  ist  nichts  bekannt*) ;  die  Imago  sind  aber  im  Gegen¬ 
satz  zu  den  Amathusia  und  Thauria,  gleichwie  die  Taenaris ,  echte  Tagfalter.  Sie  verlassen  zwar  nie  den  Dämmer¬ 
schatten  des  Urwaldes,  fliegen  aber  nur  an  sonnigen  Tagen  und  nach  meinen  Beobachtungen  auf  Java  nur  in 
*)  Man  vergleiche  den  Nachtrag  Seite  449. 

IX 


55 


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ZEUXIDIA.  Von  H.  Frtjhstorfer 


dohrni. 


den  Vormittagsstunden.  Ihr  Flug  ist  schwerfällig,  unsicher,  auch  bewegen  sie  sich  nie  große  Strecken  vorwärts, 
was  schon  ihr  schwacher  Körperbau  verrät,  der  kaum  imstande  ist,  die  unverhältnismäßig  großen  Schwingen 
zu  tragen.  Ihr  Auftreten  ist  an  die  Regenzeit  gebunden ;  sie  scheuen  trockne  Stellen  im  Walde  und  stellen  sich 
nur  da  in  mäßiger  Anzahl  ein,  wo  kleine  Wasserläufe  die  natürliche  Feuchtigkeit  des  Tropenwaldes  noch  vermehren. 
In  der  Regel  sind  die  Arten  selten,  nur  im  südöstlichen  Borneo  scheinen  sie  alle  Bedingungen  zu  großer  Ver¬ 
mehrung  vorzufinden,  denn  nur  von  dort  sind  bisher  größere  Mengen  (von  zwei  Spezies)  nach  Europa  gekommen. 
Die  $3  strömen  einen  aromatischen  Wohlgeruch,  aus,  der  bei  allen  Arten  verschieden  ist.  Eine  Zeuxidia- Art 
(luxer i)  gelang  es  mir  auf  Java  in  bedeutender  Anzahl  anzulocken,  indem  ich  an  Wasserläufen  im  Walde  entlang 
überreife  Bananen  aufhing,  an  denen  sich  zuerst  die  $$  einstellten,  denen  dann  langsam  die  folgten.  Die 
voi wiegende  Anzahl  der  Zeuxidien  bewohnt  die  feuchte  Niederung,  nur  von  einer  Art  (dohrni)  ist  mir  bekannt, 
daß  sie  bis  4000  Fuß  hinauf  vorkommt.  Das  Verbreitungszentrum  ist  Makromalayana,  von  wo  aus  zwei  Arten 
bis  nach  Tenasserim  vorgedrungen  sind  und  zwei  Spezies  auf  die  Philippinen  übergingen.  Nur  eine  Art,  luxeri 
gelangte  von  Java  aus  nach  Bali.  Die  Klammerorgane  sind  mir  nur  von  einer  Spezies  ( amethystus )  bekannt 
und  im  Gegensatz  zu  jenen  von  Amathusia  hochentwickelt.  Die  Valve  gleicht  jener  von  Thaumantis  mit  stark 
chitinisierter  fein  gezähnter  nach  innen  und  oben  mit  einem  Stachel  bewehrter  Spitze.  Der  Uncus  mit  einem 
prächtigen  hahnenkammartigen  scharf  bedornten  Aufsatz,  wie  er  ungefähr  bei  einigen  Argynnis  vorkommt. 
Der  Uncus  selbst  auch  basal  sehr  breit  und  kräftig  nur  mählich  nach  außen  verjüngt.  Penis  lang,  spitz,  schmal. 

Artengruppe  Zeuxidia. 

J  mit  gleichartiger,  blanker  Reibefläche  der  Vflgl-Unterseite  und  mit  Haarbüschel  in  der  Zelle  der 
Hflgl,  die  distal  nicht  pelzartig  belegt  sind. 

a)  In  der  H  f  1  g  1  z  e  1 1  e  nur  ein  Haarpinsel. 

Z.  dohrni  Frühst.  (102  c  $).  Vflgl  oben  dunkel  ultramarinblau  mit  einer  sehr  breiten,  hell¬ 
blauen  Binde,  die  violett  irisiert.  Die  Binde  ist  stark,  gewellt,  beginnt  in  der  Costale  und  endet,  sich  etwas  ver- 
schmälernd,  am  Analwinkel.  Basis  der  Figl  braun  bezogen,  der  Apex  hell  ultramarineblau  mit  2  undeutlichen 
violetten  Flecken  vor  der  Spitze.  Hflgl  dunkelbraun  mit  einem  breiten,  gebogenen,  violetten,  submarginalen 
Bande,  das  sich  von  der  Costa  bis  in  den  Anal-Schwanz  ausdehnt,  wo  es  sich  etwas  verschmälert  und  nur  die 
schwarze  Spitze  freiläßt.  Von  dieser  Submarginal-Binde  an  sind  die  Figl  bis  zur  Submediana  dunkelblau  ange¬ 
flogen,  Anal-Schwanz  lang  ausgezogen.  Figl  unten  bräunlich,  mit  einer  gemeinsamen,  kastanienbraunen  Binde, 
die  den  Außenwinkel  der  beiden  Zellen  bedeckt  und  einer  schmalen,  gelbbraunen  Saumbinde  am  Außenrd. 
Die  violetten  Flecken  am  Apex  der  Vflgl  durchscheinend,  die  Zelle  von  4  braunen,  ungleichmäßigen  Binden 
gekreuzt.  Hflgl  an  der  Basis  und  am  Anal-Schwanz  zu  beiden  Seiten  der  Discoidal-Binde  violett  angeflogen. 
An  der  Subcostale  und  zwischen  der  Submediana  und  der  ersten  Mediana  je  ein  großer,  runder  Augenfleck. 
Die  Zelle  wird  von  3  unregelmäßigen,  braunen  Binden  durchzogen,  von  denen  die  mittelste  am  dunkelsten 
und  deutlichsten  ist.  Kopf  und  Thorax  oben  braun,  wollig  behaart.  Abdomen  dunkelblau,  kurz  behaart,  Palpen 
graubraun,  ebenso  der  übrige  Körper  unterseits.  Fühler  rotbraun.  $:  Größer  in  Gestalt  und  bleicher  in  Farbe. 
Vflgl  an  der  Basis  hell  kakaofarben,  mit  einem  unregelmäßigen,  weißlich  blauen,  seidenglänzenden  Bande, 
das  von  der  Costale  bis  zur  ersten  Mediana  reicht.  Der  Apex  der  Figl  schwärzlich  mit  zwei  hellen  Flecken  vor 
der  Spitze;  die  beiden  Seiten  des  Bandes  ultramarinblau  angeflogen,  der  Analwinke]  ockerfarben  gesäumt. 
Hflgl  heller  als  die  vorderen,  an  der  Basis  lang  behaart,  mit  einem  ziemlich  breiten,  ockerfarbenen  Marginal- 
Bande,  das  sich  bis  zum  Anal-Schwanz  erstreckt,  sich  vor  diesem  etwas  verschmälert  und  durch  eine  gleichlau¬ 
fende,  schwarze  Subapicalbinde  an  der  Innenseite  stark  ausgerandet  wird.  Flgl-Unterseite  bleicher  als  beim 
Außenrd  rotbraun  gesäumt.  Die  blaue  Binde  der  Vflgl  und  das  schwarze  Subapicalband  der  Hflgl  durchscheinend, 
das  gemeinsame  Discoidal-Band  stark  gewellt.  Anal-Schwanz  schwarz,  mit  2  violetten  Strichen  an  den  Rändern. 
Körper  oberseits  dunkelbraun,  ebenso  behaart,  Palpen  gelbbraun,  Thorax  und  Abdomen  weiß  behaart,  Fühler 
rotbraun.  Spannweite  des  $  77  mm,  des  $  87  mm.  —  Von  allen  anderen  mir  in  natura  vorliegenden  Zeuxidien 
(luxeri,  amethystus ,  horsfieldi ,  doubledayi)  unterscheidet  sich  dohrni  durch  einen  ovalen  Duftfleck,  der  sich  über 
der  Mitte  der  Submediana  der  Vflgl  ausbreitet  und  der  allen  anderen  Arten  fehlt.  Dagegen  sind  die  Duftapparate 
der  Hflgl  weit  weniger  auffallend,  wie  z.  B.  jene  der  nächst  verwandten  Zeuxidia  horsfieldi.  Zwischen  Costale 
und  Subcostale  ist  eine  rundliche,  tief  ausgehöhlte  und  deshalb  auf  der  Flgl-Unterseite  bauchig  hervor¬ 
tretende  Grube  eingesenkt,  die  mit  glänzenden  Rändern  umgeben  und  mit  rotbraunen  Schuppen  ausgefüllt  ist, 
welche  von  einem  Büschel  schwärzlicher  Haare  bedeckt  werden.  Unterhalb  dieser  Duft  grübe  befindet  sich  in 
der  Zelle  noch  ein  matt  glänzender,  länglicher  Fleck,  der  mit  etwas  längeren,  schwarzen  Haaren  bestanden  ist, 
welche  in  gelblich  weiße  Spitzen  auslaufen.  Der  zweite  bei  horsfieldi,  amethystus,  luxeri  und  doubledayi  noch  in 
der  Zelle  befindliche  Haarbüschel  fehlt  ganz,  und  die  bei  horsfieldi  und  amethystus  so  deutlich  herausquellenden, 
zwischen  dem  1.  Medianast  und  der  Submediana  in  einer  Hautfalte  eingebetteten  Haarpinsel  erscheinen  bei 
dohrni  nur  als  ein  zarter  Flaum -.  Zeuxidia  dohrni  ist  demnach  auch  durch  eine  Reihe  tertiär  sexueller  Unterschiede 
charakterisiert.  Die  schöne  Art,  die  vermutlich  doubledayi  auf  Java  ersetzt,  wurde  von  mir  am  Vulkan  Gede 
in  einer  Höhe  von  etwa  4000  Fuß  zuerst  gefunden. 

Z.  semperi  ist  eine  in  den  Sammlungen  noch  äußerst  seltene  Spezies,  von  der  zwei  Inselformen  bisher 


ZEUXIDIA.  Von  H.  F  uhstorfer. 


435 


erschlossen  wurden;  semperi  Fldr.  von  den  Nord-Philippinen  (Type  aus  Luzon)  mit  ganz  licht  wißblauer  Suh-  semperi. 
marginalbinde  der  Vflgl  die  costalwärts  breit  einsetzt,  sich  nach  hinten  nur  mäldig  verjüngt  und  innen  breit 
dunkelblau  angeflogen  erscheint.  Hflgl  mit  einer  prächtigen  lichtblauen,  sich  in  der  Ausdehnung  kaum  verändern¬ 
den  Terminalbinde.  Das  $  gehört  zu  den  auffallendsten  Erscheinungen  und  kann  als  ein  Musterbeispiel  sexuellen 
Dimorphismus  gelten.  Es  ist  wesentlich  größer  als  der  $  mit  breit  hellockergelber  Saumbinde  der  Hflgl  die 
bei  therionarca  subsp.  nov.  von  Mindoro  noch  ausgedehnter  und  schöner  gefärbt  erscheint  als  bei  der  Namens-  therionarca. 
type  von  Luzon.  Das  $  der  Mindoro-Rasse  ist  einigermaßen  der  Z.  amethyslus  verwandt  und  ausgezeichnet 
durch  ungewöhnlich  große  Ozellen  der  Hflgl-Unterseite.  Auf  der  Hflgl-Oberseite  der  $$  steht  noch  eine  sub¬ 
marginale  Reihe  von  vier  weißen  Makeln,  deren  letzter  zunächst  dem  Analwinkel  schwach  gelblich  verfärbt  ist. 

Flugzeit  von  semperi  ist,  nach  den  zwei  Exemplaren,  die  Semper  von  Luzon  empfangen  hat,  der  Monat  Mai;  jene 
von  therionarca ,  von  welcher  durch  Dr.  Platen  eine  größere  Anzahl  entdeckt  wurde,  der  Monat  Dezember. 

Z.  sibulana  Honr.  wurde  zuerst  am  Berg  Sibulan  in  Südost-Mindanao,  später  auch  bei  Taganito  in  sibulana. 
Ost-Mindanao  gefangen.  Als  Flugzeit  sind  die  Monate  Januar,  Februar  bis  Mai  von  Semper  erwähnt  und  nach 
Angaben  Honrath’s  stammt  dessen  Type  von  Vulkan  Apo  aus  ca.  1000  m  Höhe.  Der  Haarbüschel  in  der 
Zelle  von  sibulana  ist  erheblich  größer  als  bei  semperi  und  dohrni  und  bedeckt  fast  die  ganze  Zelle.  Im  Flglschnitt 
und  in  der  Zeichnung  steht  sibulana  der  semperi  nahe,  mit  der  auch  die  Unterseite  fast  völlig  übereinstimmt. 

Die  Distalbinde  der  $  erscheint -aber  breiter  angelegt  und  ist  nach  innen  nicht  scharf  begrenzt,  sondern  verliert 
sich  allmählich  in  der  dunkelblauen,  teilweise  stark  behaarten  basalen  Figlhälfte.  Auch  fehlt  ihr  nach  Semper 
der  rötliche  Ton,  der  Z.  semperi -£<$  auszeichnet.  Sibulana  ist  gleichfalls  sehr  selten  und  fehlt  meiner  Sammlung. 

b)  I  n  der  Zelle  der  Hflgl  zwei  Haarbüschel,  die  nebeneinander  oder  hinter¬ 
einander  eingebettet  sein  können. 

Z.  amethystus  ist  die  am  weitesten  verbreitete  Spezies  der  Gattung  und  man  begegnet  ihr  in  Makro- 
malayana  mit  Ausschluß  von  Java  und  nordwärts  noch  in  Tenasserim,  sowie  den  südlichen  Philippinen,  masoni 
Moore  bewohnt  Tenasserim,  wro  sie  vom  März  bis  Mai  auf  3 — 5000  Fuß  Höhe  beobachtet  wurde.  Sie  steht  der 
wallacei  (102c)  nahe,  von  welcher  die  $$  differieren  durch  eine  costalwärts  breitere,  nach  hinten  aber  spitzer 
auslaufende  und  etwas  lichterblaue  Prachtbinde  der  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  tritt  der  blaue  Distalfleck  etwas  in 
der  Ausbildung  zurück.  Das  5  zeigt  eine  ziemlich  gleichmäßig  breit  angelegte  gelblichweiße  Querbinde  der  Vflgl 
und  die  hellblauen  Hflgl  sind  nach  außen  von  einer  hellockergelben  Distalregion  umgeben.  Die  Augenflecke 
der  Unterseite  kleiner  als  bei  den  übrigen  amethystus- Schwesterrassen.  Die  Klammerorgane  wurden  in  der 
Gattungsdiagnose  beschrieben.  —  amethystus  Btlr.  von  der  malayischen  Halbinsel,  Bangka  und  ganz  Sumatra  amethystus. 
bekannt,  schließt  sich  eng  an  wallacei  an,  von  der  die  nur  durch  etwas  heller  blaue  Prachtbinden  abweichen, 
während  die  $$  durch  reiner  weiße  und  ansehnlichere  Schrägbinden  der  Vflgl  lebhaft  kontrastieren.  Nach  Mar¬ 
tin  fliegt  in  Nordost-Sumatra  amethystus  das  ganze  Jahr  hindurch  in  den  Wäldern  der  Vorberge  und  Berge, 
höher  als  die  anderen  Arten,  nicht  unter  2000  Fuß.  Das  welches  nur  die  anale  Hälfte  der  Oberseite  des  Hflgls 
blau  gefärbt  hat,  trägt  die  folgenden,  sekundären  Geschlechtsorgane:  1.)  zwischen  Cos tal-  und  Subcostalader 
einen  rundovalen,  glatt  und  gelbbraun  umrandeten  Duftfleck  mit  schwarz  lackiertem  Grunde,  über  welchem 
ein  dunkelbrauner  Haarbüschel  liegt,  2.)  in  der  Zelle  einen  zweiten,  kleineren,  mehr  länglichen,  dessen  unterer 
Rand  eine  feine  Quer  riffung  zeigt;  nach  außen  von  diesem  Duftfleck  am  offenen  Zellende  steht  noch  ein  dritter, 
dunkelbrauner  Haarbüschel,  3.)  über  der  Sub medianader  am  Ende  des  inneren  Drittels  derselben  eine  Drüsen¬ 
tasche,  aus  welcher  bei  Beugung  des  Figls  zur  Horizontalen  eine  nach  allen  Seiten  ausstrahlende  Haarbürste 
zum  Vorschein  kommt.  Auf  der  LTnterseite  des  Hflgls  erscheinen  die  Stellen  der  beiden  Duftflecken  in  Relief 
und  zeigen  filzige  Beschuppung.  Das  $  hat  die  Zeichnung  der  Oberseite  beider  Figl  gelb.  Die  besitzen 
unterseits  vielfach  supplementäre  mediane,  aber  zum  Teil  inkomplette  Nebenaugen  (=  prodigiosa  form.  nov.).  prodigiosa. 
Mir  liegt  eine  große  Reihe  von  dc^und  $$  aus  dem  Westen  Sumatra’s  vor,  die  etwas  stattlicheren  Habitus  als  Perak- 
stücke  zeigen  und  breitere  Vflglbinden,  aber  weniger  gelb  verzierte  Hflgl-Oberseite  zeigen.  —  wallacei  Fldr.,  vermut-  wallacei. 
lieh  nach  von  Wallace  in  Sarawak  gefundenen  Exemplaren  beschrieben,  ist  eine  häufige  Erscheinung  im  süd¬ 
östlichen  Borneo.  Das  $  bildet  bereits  den  Uebergang  zu  victrix  (103  c)  aber  mit  etwas  markanteren  gelblichen 
Makeln  der  Vflgl  versehen.  —  victrix  Stgr.  (103  c),  eine  auf  Palawan  ziemlich  seltene  Unterart,  deren  $<$  von  den  victrix. 
Vikarianten  leicht  abzusondern  sind  durch  die  vom  Analwinkel  bis  zur  Apikalgegend  der  Hflgl  durchgezogene 
blaue  Distalbinde.  Das  $  erscheint  unterseits  auch  ^-ähnlicher,  zeichnungsärmer,  ohne  dominierenden  ocker¬ 
gelben  Anflug.  —  amethystina  Stich,  differiert  von  victrix  durch  sehr  spitzen  Apex  der  Vflgl,  die  eine  verbreiterte ameth ysti na . 
blaue  Prachtbinde  führen,  welche  auf  den  Hflgln  seitlich  weiß  eingefaßt  ist.  Mindanao;  Type  in  der  Sammlung 
Stau dixger  ;  ferner  Caminguin  de  Mindanao  nach  Angaben  Sempers,  der  als  Flugzeit  die  Monate  Juli  bis  Ok¬ 
tober  kennt. 

Z.  doubledaii  zerfällt  in  eine  Serie  von  nicht  sehr  scharf  getrennten  Insel-  und  Ortsformen  und  scheint 
je  nach  der  vertikalen  Verbreitung  gelbe  oder  schwarze  Duftpinsel  der  Hflgl  zu  besitzen.  Es  ist  abgesehen  von 
der  Borneo-  und  Sumatra-Rasse  nur  dürftiges  Material  nach  Europa  gelangt,  das  über  die  Zusammengehörig¬ 
keit  einiger  Formen  noch  keine  definitiven  Schlüsse  zuläßt.  Stichel  wrar  geneigt  ,  die  Sumatra-Unterart  als  Spe¬ 
zies  zu  behandeln;  auf  Grund  der  Verwandtschaft  der  nur  gering  modifizierten  $$  aber  ist  dieselbe  hier  wieder 
mit  dem  Namenstypus  zusammengezogen.  Als  in  den  Sammlungen  am  besten  vertreten  wird  hier  zuerst  double-  doubledaii. 


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ZEUXIDIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


daiS  Westw.  (103  c)  erwähnt,  die  ursprünglich  aus  Borneo  beschrieben  wurde,  dort  aber  bereits  in  zwei  Ortsrassen 
horsfieldi.  zerfällt-,  von  denen  die  Namenstype  vermutlich  aus  dem  Osten  und  Norden  stammt,  während  der  Name  hors- 
fieldi  Fldr.  auf  die  Form  des  südöstlichen  Borneo  übertragen  wird.  Wir  bilden  die  erstere  ab,  von  der  die 
pryeri.  südliche  Rasse  abweicht  durch  zurückgebildete  violettblaue  Schrägbinden  der  Vflgl  der  £§.  —  Als  pryeri  Btlr. 
ist  eine  monströse  Form  aus  Nord-Borneo  beschrieben,  bei  der  sich  vermutlich  während  der  Puppenruhe  die 
blauen  Schuppen  der  Oberseite  in  graue  verfärbt  haben  und  zum  Teil  gänzlich  fehlen.  Die  Falter  bekommen 
dadurch  ein  so  absurdes  Aussehen,  daß  sich  Butler  verleiten  ließ  (Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1897  XIXp.  470)  auf  den 
sumatrana.  einzigen  <$  ein  Genus  ,, Zeuxallis “  zu  gründen.  —  sumatrana  Frühst,  mit  der  Type  in  der  Sammlung  Dohrx 
(Stettin)  scheint  ausschließlich  das  Tiefland  zu  bewohnen  und  differiert  von  doubledaii  aus  Borneo,  mit  welcher 
die  Form  die  gelben  Haarsterne  der  Hflgl  gemeinsam  hat  in  folgender  Weise:  $  Grundfarbe  tiefer  schwarz . 
Die  blaue  Vflglbinde  breiter,  jene  der  Hflgl  namentlich  costalwärts  schmäler.  Beide  Binden  dunkler  und  rein 
metallisch  blau  ohne  jeden  violetten  Schimmer,  der  bei  doubledaii  aus  Borneo  namentlich  auf  den  Hflgln  stets 
bemerkbar  wird.  Die  Hflgl  distalwärts  schwarzblau  gesäumt.  Unterseite:  mit  prägnanteren  Zeichnungen  und 
nicevillei.  reichlicherem  distalen  weißen  Anflug  jenseits  der  rotbraunen,  schärfer  abgesetzten  Medianbinde.  —  nicevillei 
Frühst.  ( 102  c)  mit  der  Type,  die  aus  den  Battakbergen  stammt,  in  meiner  Sammlung.  Die  sind  durch  schwarze 
anstatt  gelbe  Haarbüschel  der  Hflgl -Oberseite  leicht  von  doubledaii  $$  zu  trennen.  Des  weiteren  trägt  doubledaii 
auf  den  Vflgln  cost-al-  und  analwärts,  fast  gleich  breite  Längsbinden,  während  nicevillei  costalwärts  stark  ver¬ 
breiterte,  analwärt«  auffallend  verjüngte,  manchmal  zugespitzte  Binden  aufweist.  Umgekehrt  fließen  die  Sub¬ 
marginalbinden  der  Hflgl  von  doubledaii  analwärts  breit  aus,  während  sie  bei  nicevillei  sich  nach  unten  allmählich, 
aber  unverkennbar  verschmälern.  Die  $$  waren  bisher  nicht  mit  Sicherheit  bekannt,  wenngleich  ich.  ein  solches 
aus  den  Battakbergen  bereits  1895  beschrieb.  Jetzt  liegen  mir  aber  nicht  weniger  als  25  Exemplare  vor,  und 
muß  ich  auf  Grund  dieses  Materials  meine  ursprüngliche  Identifizierung  aufrecht  erhalten.  Das  nicevillei -$ 
entfernt  sich  viel  weniger  vom  doubledaii- Habitus  als  das  ;  immerhin  aber  unterscheidet  es  sich  von  doubledaii 
aus  Borneo  konstant  durch  folgende  Merkmale :  Die  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  stets  erheblich  breiter, 
reiner  weiß,  ebenso  die  medianen  Vflgl-Makeln,  die  stets  getrennt  stehen,  während  sie  bei  doubledaii  in  der  Regel 
zusammenfließen.  Hflgl  costalwärts  reicher  und  dunkler  blauviolett  angehaucht,  die  marginalen  und  submar¬ 
ginalen  weißlichen  Keilflecke  prominenter.  In  der  Hauptsache  erinnert  nicevillei -$  an  jenes,  das  Distant, 
(R-hop.  Malay.,  T.  38,  F.  6)  als  doubledaii abbildet;  keines  meiner  25  Sumatra- $$  zeigt  aber  auch  nur  ent¬ 
fernt  den  gleichartig  hell  violetten  Farbenton,  noch  weniger  die  zusammenhängenden  medianen  Fleckenbinden 
der  Vflgl,  noch  die  distinkte,  violette  Submarginalbinde  der  Hflgl,  die  wir  auf  der  DiSTANT’schen  Figur  beobachten. 
Da  des  weiteren  auch  der  wie  ihn  Distant  abbildet  (im  Text  auf  p.  424),  sowohl  von  doubledaii  aus  Borneo, 
als  nicevillei  von  Sumatra  abweicht,  ergibt  sich  zur  Evidenz,  daß  die  Perakform  nicht  identisch  sein  kann  mit 
den  Sumatranern,  wie  dies  de  Niceville  (Butt.  Sum.,  p.  392)  bemerkte.  Ich  glaubte  deshalb  auch  berechtigt 
chersonesia.  zu  sein,  der  fraglichen  Perakform  einen  Namen  als  doubledaii  chersonesia  geben  zu  dürfen  (vide  Iris  1906).  Offen 
bleibt  jetzt  nur  noch  eine  Frage.  Gehört  der  DiSTANT’sche  <$,  p.  424,  zu  dem  $  auf  Taf.  38,  oder  stellen  beide 
nicht  zusammengehörende  Geschlechter  von  zwei  Spezies  dar  ?  Auf  Sumatra  kommen  nämlich  in  den  Urwäldern 
des  Tieflandes  Exemplare  mit  gelben  statt  schwarzen  Duftbüscheln  der  Hflgl  vor,  die  sich  so  eng  an  doubledaii 
anschließen,  daß  ich  sie  (Iris  1906)  als  doubledaii  sumatrana  beschrieben  habe.  Es  ist  nun  sehr  wahrscheinlich,  daß 
auch  auf  der  malayischen  Halbinsel  doubledaii- Formen  mit  gelben  und  schwarzen  Duftpinseln  der  Hflgl  existieren 
und  erst  die  Zukunft  muß  entscheiden,  ob  wir  die  fraglichen  Formen  aufreihen  dürfen  als  doubledaii  doubledaii 
Westw.  Nord-Borneo,  doubledaii  horsfieldi  Fldr.  Süd-Borneo,  doubledaii  sumatrana  Frühst.  Sumatra,  doubledaii 
chersonesia  Frühst.  Perak,  nicevillei  nicevillei  Frühst.  Gebirge  von  Sumatra,  nicevillei  subsp.  Perak,  oder  ob  wir 
folgende  Aufteilung  vornehmen  müssen:  doubledaii  Westw.  Nord-Borneo,  doubledaii  horsfieldi  Fldr.  Süd-Borneo, 
doubledaii  nicevillei  Frühst.  Sumatra,  doubledaii  nicevillei  forma  sumatrana  Frühst.  Flachland  von  Sumatra, 
doubledaii  chersonesia  Frühst.  Perak,  von  der  eventuell  auch  zwei  Formen  existieren.  Eine  davon  beschrieb  ich 
nach  einem  <§  des  Berliner  Museums  wie  folgt:  Vflgl-Binde  analwärts  schmäler  als  bei  Sumatra-rhccU/Ui. 

Die  Hflgl-Binde,  namentlich  am  Costalteil  erheblich  breiter.  Die  Hflgl-Binde  verschmälert  sich  zwar  analwärts 
etwas,  aber  viel  weniger  als  bei  nicevillei ,  während  die  Binde  von  doubledaii  an  dieser  Stelle  breiter  wird.  Die 
Strahlenhaare  des  costalen  Duftpinsels  der  Hflgl  sind  länger  und  dunkler  als  bei  nicevillei.  Der  cellulare  Duft¬ 
pinsel  erhebt  sich  aus  einem  kleineren  und  matteren  R-eibefleck  und  hat  anscheinend  weniger  Haare,  trotzdem 
es  sich  um  ein  ganz  frisches  Stück  handelt.  Die  violette  Hflgl-Binde  ist  weiter  nach  innen  gerückt  als  bei  double¬ 
daii, ,  wodurch  der  schwarze  Außenrd  Gelegenheit  hat,  sich  zu  verbreitern,  was  auch  bei  Distant’s  Abbildung 
auffällt.  Des  weiteren  verläuft  die  violette  Längsbinde  proximal  geradliniger,  wird  also  nicht  so  sehr  von  der 
schwarzen  Grundfarbe  eingekerbt,  als  bei  doubledaii.  Der  bei  doubledaii  so  markante  zweite  untere  Duftbüschel 
der  Hflgl-Zelle  tritt  bei  der  neuen  Form  nur  als  dünne  Behaarung  auf,  die  federartig  vor  der  Zellwand 
lagert.  Das  5  ist,  nach  Di  stant’s  Bild  beurteilt,  ebensogroß  wie  meine  stattlichsten  doubledaii aus  Nord-Borneo 
und  größer  als  $.  Die  Submarginalbinden  der  Vflgl  halten  in  der  Färbung  die  Mitte  zwischen  doubledaii  und 
nicevillei.  Die  zwischen  unterer  Radiale  und  Submediana  verteilten  weißlich-violetten  Flecken  sind  pro¬ 
minenter,  was  besonders  für  die  äußeren  admarginalen  Flecken  gilt.  Der  weiße  Apicalfleck  ist  viel  prominenter 
als  bei  meinem  hellsten  doubledaii -$.  Die  Hflgl  überbieten  in  der  reichen  Violettfleckung  mein  nicevillei -$  aus 
Sumatra.  Patria:  1  <$  Perak,  Berliner  Museum,  ^  nach  Distant’s  Figur  beschrieben.  Neuerdings  wurde  double- 


THAUMANTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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da'ii  chersonesia  auch  in  Tenasserim  auf  gefunden,  von  woher  sie  Niceville  1899  aus  dein  Ataran-Tale  (März) 
zuerst  notierte.  —  Als  anaxilla  subsp.  nov.  bezeichnet«  ich  endlich,  eine  weitere  Rasse,  deren  Type  sich  gleich-  anuziUa. 
falls  am  Berliner  Museum  und  zwar  in  der  Sammlung  Staudinger  befindet,  die  von  l)r.  Hagen  auf  der  Insel 
Bangka  aufgefunden  wurde.  S  mit  viel  schmäleren,  kürzeren  heller  blauen  Längsbinden,  die  im  Gegensatz 
zu  nicevillei  auch  auf  den  Hflgln  wesentlich  verengt  sind  und  dort  noch  mehr  durch  ihr  heller  violettes  Kolorit 
auffallen. 

Z.  luxen  Hbn.  ist  die  zuerst  beschriebene  Spezies  der  Gattung,  die  nach  langer  Pause  von  mir  im  Jahre  luxeri. 
1891  zuerst  im  östlichen  Java,  später  auch  in  der  Umgebung  von  Sukabumi  und  der  Wynkoopsbai  in- West- Java 
in  größerer  Anzahl  wieder  aufgefunden  wurde.  Die  Falter  gehen  dort  von  den  Wäldern  nahe  dem  Meeresstrand 
bis  zu  etwa  600  m  Höhe  hinauf  mit  der  Hauptflugzeit  vom  Januar  bis  Ende  März  während  der  Monsunperiode. 

Sie  bewohnen  am  liebsten  die  Ränder  von  Wasserläufen  und  gingen  in  mäßiger  Anzahl  an  ausgehängte  Bananen¬ 
köder.  Der  geschlechtliche  Dimorphismus  ist  weiter  fortgeschritten  als  bei  doubledaii,  indem  bei  luxeri  auch  die 
$$  keine  Spur  eines  violetten  oder  blauen  Kolorits  zeigen,  sondern  auf  dunkelbraunem  Grunde  eine  finger¬ 
breite  bis  zur  Figlmitte  hinziehende  Transcellularbinde  von  nahezu  kreidigweißer  Farbe  der  Vflgl  aufweisen, 
hinter  der  noch  einige  wie  bei  doubledaii  verteilte  weiße  oder  gelbliche  Makeln  stehen.  Die  Hflgl  sind  nach  dem 
Distalgebiet  zu  leicht,  aber  schön  gelb  aufgehellt.  Die  Unterseite  gleicht  jener  von  nicevillei,  vorherrschend 
graubraun  mit  wenigen,  etwas  dunkleren  Schatten  und  recht  kleinen  Ozellen.  Die  SS  entfernen  sich  von  allen 
bekannten  Zeuxidien  durch  eine  kurze  in  der  Regel  kaum  über  die  Figl  mitte  hinausgehende,  aber  costalwärts 
sehr  breit  angelegte  hellblaue  Binde  der  Hflgl.  Auf  den  Vflgln  ist  die  Pracbtbind.e  nach  der  Costale  und  der 
Mitte  zu  leichthin  weißlich  aufgehellt,  die  Peripherie  aber  dunkler  violett  umgrenzt  und  geht  dann  allmählich 
in  die  erst  satt  blau  violette,  dann  dunkel  kakaobraune  Grundfärbung  über.  Im  allgemeinen  sind  beide  Geschlech¬ 
ter  äußerst  beständig  und  selbst  die  bei  nicevillei  nicht  allzu  seltene  Erscheinung  von  medianen  Nebenaugen 
(prodigiosa  Frühst.)  ist  bei  luxeri  nur  an  zwei  unter  hunderten  von  Exemplaren  zu  konstatieren.  Dohertv  prodüjiusa. 
entdeckte  die  Art  auch  auf  Bali,  wohin  sie  zweifelsohne  sich  von  Java  aus  verbreitet  hat.  —  succulenta  Stich.,  succulenta. 
deren  Type  sich  jetzt  in  meiner  Sammlung  befindet,  ist  eine  distinkte  Unterart,  von  tief  sammtschwarzer  Grund¬ 
farbe.  Binde  der  Vflgl  licht  lasurblau  statt  violett,  wie  auch  der  Apicalfleck  des  Hflgls.  Die  Discalfläche  beider 
Figl  im  Anschlüsse  an  die  blaue  Zeichnung  bei  schräger  Beleuchtung  tief  lasurblau  schimmernd.  Unterseite  etwas 
dunkler  als  bei  luxeri  von  Java  mit  einer  markanteren  Analozelle  der  Hflgl.  Nordost-Sumatra,  jedenfalls  sein- 
selten,  weil  nur  ein  Exemplar  bekannt. 

,  Artengruppe  Aniaxidia  Stgr.  (=  Moera  Hbn.  praeocupiert), 

S  mit  einer  weißen  Schuppen  anhäuf  ung  im  großen  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite.  Hflgl  mit 
breiter  Androconienumrahmung,  zwei  Haarsterne  zu  beiden  Seiten  der  Submediana-Zelle,  jedoch  ohne 
Duftapparate. 

Z.  aurelius  ist  wohl  diejenige  Art,  bei  der  sich  die  tertiären  Merkmale  am  augenfälligsten  entwickelt 
haben  und  auf  den  Hflgln  ist  tatsächlich  kein  größerer  Raum,  der  nicht  von  ihnen  besetzt  wäre  und  selbst  auf 
der  Vflgl-Unterseite  macht  sich  bei  normal  gespannten  SS  ein  weißer  schräg  gestellter  Androconienfleck  bemerk  - 
lich,  der  die  blanke  Flügelmembran  verziert,  als  sei  ihr  ein  Edelstein  eingelegt.  Drei  Ortsformen  sind  zu  erwäh¬ 
nen:  aureliana  Honr.  (103  b)  die  aus  Süclost-Borneo  zuerst  bekannt  wurde.  Sie  ist  habituell  noch  die  kleinste  aureliana. 
Form,  denn  schon  in  Nord-Borneo  tritt  eine  größere  Unterart  auf,  euthyerite  subsp.  nov.,  mit  dunkler  blauer  euthyerite. 
Subapicalbinde  der  Vflgl  der  SS  und  reicher  weiß  gezeichneten  die  bereits  ein  bedeutenderes  Flügelausmaß 
besitzen.  —  aurelius  Cr.  mit  manchmal  145  mm  Flügelspannung  beim  $  und  110  mm  beim  S  ist  einer  der  Riesen  aurelius. 
unter  den  asiatischen  Tropenfaltern.  Das  S  ist  mit  einem  lichter  blauen  Apicalfleck  der  Vflgl  dekoriert,  der  tiefer 
nach  der  Basis  der  Zelle  vorgerückt  ist  als  bei  aureliana.  Das  $  hat  eine  nahezu  daumenbreite,  weiße  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl,  auf  denen  auch  die  Submarginalmakeln  zusammenfließen.  Den  Hflgln  fehlt  dagegen  der  weiße 
Besatz  vor  dem  Anallappen.  Die  mir  von  West-Sumatra,  Umgebung  von  Padang  Pandjang  vorliegenden  17  SS 
und  U  meiner  Sammlung  variieren  unter  sich  nur  Avenig.  Ein  $  von  der  malayischen  Halbinsel  aber  trägt 
bereits  etwas  zurückgebildete  Weißfleckung  der  Vflgl.  Nach  Martin  steigt  aurelius  bis  zu  4000  Fuß  auf  die 
Berge,  ist  aber  in  Nordost-Sumatra  weitaus  die  seltenste  Zeuxidia. 


12.  Gattung:  TSiaimi» nüs  Hbn. 

Zu  dieser  Gattung  gehören  einige  der  schönsten  indischen  Tagschmetterlinge,  welche  in  der  Pracht 
ihrer  Erscheinung  nicht  hinter  den  südamerikanischen  Morphiden  stehen;  aber  während  die  Morpho  als  echte 
Kinder  der  Sonne  nur  in  der  heißesten  Tageszeit  fliegen,  verlassen  die  Thaumanlis  niemals  das  Dämmerlicht 
des  Urwaldes  ( odana )  oder  fliegen  erst  mit  und  nach  Sonnenuntergang  und  ruhen  mit  zusammengefalteten  Flgln 
( lucipor ,  noureddin).  Gleich  den  Melanitis  und  Mycalesis  besuchen  sie  gerne  abgefallene,  überreife  Früchte, 
z.  B.  faule  Feigen  und  die  kleinen,  grünen  Früchte  der  Zuckerpalme  (Arenga  saccharifera  Lab.)  und  kommen 
dann  auf  der  Jagd  nach  solchen  Leckereien  auch  an  die  ringsum  vom  Walde  eingeschlossenen  Dörfer  der  Ein¬ 
geborenen  heran,  auf  deren  Abfallstätten  sie  Nahrung  finden.  Die  SS  führen  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  eine 


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THAUMANTIS.  Von  H.  Frithstorfer. 


große  blanke  Reibefläche  und  einen  der  Submediana  anliegenden  Androconienfleck.  Hflgl  mit  einer  mehr  oder 
weniger  deutlich  ausgebildeten  Duftpfanne,  sowie  einem  oder  zwei  basalen  Haarbüscheln,  die  von  einer  glänzen¬ 
den  Grenzzone  umgeben  sein  können  oder  in  einem  matten  Felde  stehen.  Von  den  fünf  Subcostalästen  der  Vflgl 
sind  zwei  mit  der  Costalis  verwachsen.  Die  mittlere  Discocellularis  der  Vflgl  deutlich  entwickelt  aber  in  einer 
leichten  Krümmung  in  die  hintere  Radiale  ausbiegend.  Transformation  nur  von  zwei  Arten  bekannt,  die  Dr.  Mar¬ 
tin  erst  neuerdings  in  Borneo  beobachtet  hat.  Rp  etwas  jenen  der  Taenaris  ähnlich  mit  zwei  Kopfhörnern 
und  kurzen  divergierenden  Analstacheln;  Pp  lang,  schlank,  sehr  ähnlich  jener  von Amathusia.  Klammerorgane 
erheblich,  vom  Satyridentypus  abweichend,  sich  bereits  jenen  der  Zeuxidia  nähernd,  von  nymphaloidem  Cha¬ 
rakter,  ohne  seitliche  Uncusspitzen  mit  stark  chitinisierter  Valve,  welche  distal  wie  bei  den  Taenaris  fein  gezäh- 
nelt  oder  mit  Stacheln  bewehrt  sein  kann.  Verbreitung:  Makromalayana  mit  einer  indo-chinesischen  Spezies, 
die  westwärts  bis  Sikkim  vorgedrungen  ist. 

T.  diores  zeigt  die  einfachsten  sekundärsexuellen,  aber  die  kompliziertesten  primären  Organe.  Der 
Haarpinsel  der  Hflgl  unbedeutend,  ohne  glänzenden  Vorhof  und  ohne  benachbarte  Duftpfanne,  Reibefläche 
der  Vflgl-Unterseite  klein.  Uncus  basal  erheblich  verdickt,  mit  einfacher  scharfer  nicht  gekrümmter  Spitze; 
diores.  Valve  breit  mit  drei  dorsalen  und  einem  ventralen  Dorn.  —  Von  diores  Dbl.  sind  zwei  nicht  sehr  scharf  geschiedene 
ramdeo.  Zeitformen  bekannt  (von  der  wir  jene  der  trocknen  Periode  [104  a]  darstellen),  sie  ist  als  ramdeo Moore  beschrieben 
und.  differiert  von  diores  nur  durch  etwas  weiter  in  die  Vflglzelle  eindringenden  und  etwas  lichter  blauen  Schiller 
und.  die  etwas  bleichere  und  mit  kleineren  Ozellen  besetzte  Unterseite  der  Hflgl.  Bei  den  von  mir  auf  kleinen 
Inseln  in  der  Bai  von  Along,  Tonkin  und  in  Tenasserim  gesammelten  Exemplaren  bleibt  namentlich  das  vordere 
Auge  der  Hflgl  ganz  ohne  schwarzen  Kern  und  wenig  über  Punktgröße.  Die  Unterseite  aller  Formen  ist  in 
der  Distalpartie,  welche  durch,  eine  feine  weißliche  Linie  von  der  satt  rotbraun  gefärbten  Basalregion  abge¬ 
schieden  wird,  äußerst  zart  weißgrau  überstäubt.  Die  $$  der  Sikkim-  und  Assam-Regenzeitform  führen  auch 
eine  schräge  blauweiß  umgrenzte  Subapicalbin.de  der  Vflgl,  die  bei  einem  $  von  Tenasserim  nach  außen  gelblich 
abgetönt  erscheint,  diores  bewohnt  schattige  Schluchten  von  Sikkim  und  Assam  und  ist  von  2 — -4000  Fuß 
hainana.  Höhe  lünaufgehend  beobachtet  worden.  —  hainana  Growley  ist  eine  verdunkelte  Inselrasse  vonHainan,  die  mei¬ 
ner  Sammlung  fehlt  und  nach  den  Angaben  ihres  Autors  kleiner  als  kontinentale  Exemplare  ist  und  reduzierten 
blauen  Schiller  der  Oberfläche  aller  Figl  zeigt. 

T.  lucipor  wird  charakterisiert  durch  einen  langen  in  einer  blanken  Fläche  stehenden  schwarzen  Haar¬ 
büschel  der  Hflgl  und  einen  größeren  Reibefleck  der  Vflgl-Unterseite,  wie  ihn  diores  trägt.  An  der  Submediana 
der  Vflgl  lagert  ein  winziger  Streifen  von  modifizierten  weißlichen  Schuppen.  Zwei  geographische  Rassen 
lucipor.  verdienen  Erwähnung:  lucipor  Westw.  (104  b)  von  Borneo  beschrieben,  führt  im  weiblichen  Geschlecht  eine  deut¬ 
liche  Serie  weißlicher  Transcellularmakeln  der  Vflgl  und  eine  submarginale  Binde,  die  sich  aus  gelblichen  Spitzen 
zusammensetzt,  Hflgl  mit  einem  markanten,  schwarzen  Antetermin aistreifen.  Basis  der  Hflgl  nur  mäßig  blau 
überzogen.  Das  Ei  ist  kugelig,  etwas  größer  als  das  Ei  von  Papilio  memnon,  schmutzig  weiß,  etwas  transparent 
und  mit  bordeauxroten,  hieroglyphenartigen  Linien  bedeckt,  welche  an  die  Schriftzeichen  des  Hindostani  er¬ 
innern.  Die  nach  vier  bis  fünf  Tagen  schlüpfende  Rp  frißt  ihre  Eischale  nicht;  sie  ist  rötlich,  besitzt  zwei  rote 
Afterstacheln  und  einen  glänzenden  transparenten  Kopf,  der  zwei,  Augen  gleichende,  schwarze  Flecken  trägt 
und  so  an  den  Kopf  einer  Culex-Larve  erinnert.  Nach  Nahrungsaufnahme  bildet  sich  eine  doppelte,  silberne 
Dorsallinie,  von  Bordeauxrot  begrenzt,  der  Bauch  ist  weißgelb  und  die  Afterstacheln  werden  schwarz.  Nach  der 
ersten  Häutung  fehlen  die  silbernen  Dorsallinien,  auf  dem  Kopfe  sind  zwei  kleine,  kurze  Horngebilde  zu  bemer¬ 
ken,  die  Afterstacheln  bleiben  schwarz.  Nach  der  zweiten  Häutung  ist  die  Rp  haarig,  braungelb  mit  doppelter 
schwarzer  Dorsallinie;  der  Kopf,  glänzend  braunrot,  trägt  zwei  frontale,  nahe  bei  einander  stehende,  rötliche, 
stumpfe,  gera.de  abgeschnittene  Hörnchen,  Avelche  mit  Haaren  besetzt  sind;  die  kurzen  Analstacheln  sind  gleich¬ 
farbig  mit  dem  Körper  und  divergieren  stark;  die  Stigmata  erscheinen  als  schwarze  Punkte.  Die  nun  stark 
wachsende  Rp  macht  einen  samtigen,  stark  behaarten  Eindruck,  ist  spindelförmig,  am  dicksten  über  den  mitt¬ 
leren  Segmenten,  gegen  Kopf  und  After  schlanker  werdend;  auf  dem  achten  und  neunten  Segmente  findet 
sich  seitlich,  rechts  und  links  von  der  doppelten  Dorsallinie  ein  gelblicher  hellerer  Nierenfleck  mit  der  Kon¬ 
kavität  gegen  die  Dorsallinie.  Nach  der  dritten  Häutung  besitzt  die  braune,  sehr  haarige  Rp  einen  schwärz- 
lichen  Kopf  mit  zAvei  kurzen,  nahe  bei  einander  stehenden,  korallenroten,  fleischigen,  kolbigen  Hörnern,  Avelche 
feine  Zackung  ungefähr  Avie  eine  Eidechsenkralle  zeigen ;  die  Analstacheln  sind  kurz,  dick  und  plump  und  mit 
grauweißer  Spitze  versehen;  die  längeren  über  die  Gesamtbehaarung  hervorstehenden  Haare  haben  rosa  Spitzen. 
Die  Rpn  sind  unter  Tags  unglaublich  träge,  sitzen,  so  lange  die  Sonne  am  Himmel  steht,  ruhig  auf  dem  Boden 
des  Glases  in  dessen  dunkelster  Ecke  unter  dichten  Halmen  und  fressen  erst  mit  eintretender  Dunkelheit.  Die 
Häutungen  dauern  lange,  zwei  bis  drei  Tage,  und  erfolgen  nachts.  Im  Fressen  sind  die  Tiere  sehr  wählerisch, 
zahlreiche  Blätter  werden  angenagt,  nie  eines  völlig  auf  gefressen,  massenhaft  fallen  unbenutzte  Ausschnitte  ab. 
Die  ausgewachsene,  ziemlich  zylindrische  Rp  ist  nach  der  vierten  Häutung  5 — 6  Zentimeter  lang,  sehr  haarig, 
matt  grünbraun,  zeigt  eine  undeutliche,  dunkle  Dorsallinie,  der  Kopf  ist  sehr  behaart,  mit  ZAvei  schwarzen, 
an  Augen  oder  Scheuleder  erinnernden  Seitenflecken,  zwischen  denen  ein  frontales,  gelbbraunes  Dreieck  steht, 
welches  bis  zu  den  eigentümlich  gebauten,  stark  prominenten  Mandibeln  herabreicht.  Die  nahe  zusammen¬ 
gerückten  Kopfstacheln  sind  rötlich,  kurz  und  plump,  keulenförmig,  kronenartig  ausgezackt  und  stark  behaart. 


THAUMANTIS.  Von  H.  Fruhrtorfer. 


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Nach  ungefähr  26  Tagen  hatte  sich  eine  Rp  an  einem  Grashalm,  eine  andere  in  der  dunkelsten  Ecke  einer  Kiste 
frei  zur  Verpuppung  auf  gehängt,  nachdem  sie  zwei  Tage  ohne  Nahrungsaufnahme  ruhig  gesessen  hatten.  Auf¬ 
hängen  und  Verpuppung  erfolgten  während  der  Nacht.  —  Die  schlanke,  lange  Pp  hat  in  der  Fläche  die  Form  eines 
Blattes  mit  stumpfem  Stiele  (Cremaster)  und  sehr  langer  doppelter  Spitze  (Palpen),  sie  ist  zuerst  hell  rötlich 
und  wird  nach  einigen  Stunden  olivengrün,  sechs  weißgelbe  Punkte  auf  jeder  Seite  der  Bauchsegmente  zeigen 
die  Tracheen  an,  ein  ebensolcher  Punkt  rechts  und  links  auf  dem  Thorax,  Rücken  und  Abdomen  sind  schwarz 
getupft,  die  Flglscheiden  fein  bräunlich  gestrichelt  wie  die  Unterseite  eines  Elymnias-Flügels ;  die  doppelte  Kopf¬ 
spitze  (Palpen)  ist  schwärzlich;  nahe  dem  Cremaster  in  Fortsetzung  der  sechs  weißgelben  Punkte  auf  jeder 
Seite  eine  kurze  gelbe  Linie.  Nach  zwölf  Tagen  und  vorausgehender  schwärzlicher  Verfärbung  der  Pp  erscheint 
morgens  6  Uhr  der  Schmetterling.  —  candika  Frühst.  (101b  als  candica )  differiert  von  Borneo-Exemplaren  durch  candika. 
das  Zurücktreten  oder  gänzliche  Fehlen  der  weißlichen  medianen  und  der  ockergelben  submarginalen  Flecken  der 
Vflgl  und  den  ausgedehnteren  basalen  Schimmer  der  Hflgl.  Auch  sind  bei  den  <$$  die  Augen  der  Hflgl-Unter- 
seite  erheblich  kleiner  als  bei  der  Namenstype  von  Borneo.  Die  $<$  tragen  ein  so  intensives,  metallisches  Dun¬ 
kelblau  auf  der  Oberseite  beider  Figl,  daß  die  die  Figl  öffnende  Pinzette  stets  infolge  des  kräftigen  Reflexes  blau 
erglänzt  ;  ihre  sekundären  Geschlechtsorgane  bestehen  in  einem  Duftfleck  auf  der  Wurzel  der  Subcostalader, 
beschattet  von  einem  starken,  dunkelbraungrauen  Haarbüschel.  Die  viel  größeren  und  helleren  $$  haben  die 
Blaufärbung  weniger  leuchtend  und  nur  auf  die  basale  Hälfte  der  Figl  beschränkt,  zeigen  dagegen  Andeutungen 
eines  gelblichen  Querbandes  und  einer  ebenso  gefärbten,  aus  Halbmonden  bestehenden  Randbinde,  beides  auf 
dem  Vflgl;  auch  sind  die  beiden  0  zellen  der  Unterseite  desHflgls  fast  doppelt  so  groß  wie  beim  (J.  candika  ist 
nach  Dr.  Martin  ziemlich  häufig  in  Nordost-Sumatra,  wo  sie  die  Wälder  bewohnt  und  nicht  höher  wie  ca. 

1500  m  hinauf  geht.  Auf  der  malayischen  Halbinsel  scheint  lucipor  dagegen  sehr  selten  zu  sein,  nach  dem 
geringen  Material  zu  urteilen,  das  bisher  in  unsere  Sammlungen  gekommen  ist. 

T.  noureddin  zeigt  die  luxurianteste  Ausbildung  männlicher  Anhängsel,  die  Hflgl  haben  außer  dem 
üblichen  basalen  braunen  Haarpinsel  noch  einen  zweiten  kürzeren,  der  aus  einem  mit  braunen  Schuppen  dicht 
gefüllten  Androconiennapf  herausquillt,  und.  beide  werden  von  einer  glänzenden  nackten  Stelle  umgeben,  welche 
sich  als  Reibefläche  auf  derVflgl-Unterseite  wiederholt,  wo  an  der  Submediane  noch  eine  weiße  Schuppenansamm¬ 
lung  bemerklich  ist.  Vier  Ortsrassen  sind  zu  registrieren,  noureddin  Westw.  von  der  Malayischen  Halbinsel  noureddin. 
zuerst  erwähnt,  gleicht  am  meisten  der  abgebildeten  chatra  (104  a)  und  zeigt  nur  eine  geringe  gelbliche  Auf¬ 
hellung  der  Submarginalpartie  der  Vflgl  und  einen  kaum  merklichen  Blauschiller  im  Basalteil  aller  Figl.  Die 
Unterseite  ist  monoton  ohne  weißliche  Begrenzung  der  rotbraunen  Schrägbinde  der  Vflgl.  —  sigirya  subsp.  nov.  sicjirya. 
(104  a  (J  und  104  b  £)  eine  seltene  und  lokale  Ortsform  des  nordöstlichen  Sumatra  und  vermutlich  identisch 
auch  auf  der  Insel  Banka  vorkommend.  Die  <$$  sind  von  chatra  und  noureddin  leicht  zu  unterscheiden  durch 
den  deutlichen  dunkelblauen  Reflex  an  der  Basis  aller  Figl.  —  chatra  Frühst.  (104  a)  führt  einen  undeutlichen  chatra. 
nur  seitlich  erkennbaren  Schimmer  der  Oberfläche  der  $<$,  ist  aber  namentlich  beim  $  charakterisiert  durch 
eine  sehr  schön  ausgefärbte  und  wohlentwickelte  ockergelbe  Transcellularbinde  der  Vflgl.  Beide  Geschlechter 
führen  außerdem  eine  distal  reich  weiß  gesäumte  Submarginalstreifung  der  Unterseite  und  die  bei  sigirya  so 
markante  gelbliche  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  bei  chatra  kaum  wahrnehmbar.  Fundplatz :  die  Alluvialebenen 
des  Sultanats  Brunei  in  Nord-Borneo.  — ■  sultanus  Stich,  bezeichnet  die  von  chatra  nur  unwesentlich  verschiedene  sultanus. 
Ortsform  des  südöstlichen  und  südlichen  Borneo,  die  nach  Exemplaren  meiner  Sammlung  habituell  hinter 
den  prächtigen  Stücken  des  nördlichen  Borneo  zurückbleibt  und  etwas  ausgebleichtere  ockerfarbene  Makeln 
der  Vflgl-Oberseite  aufweist.  Dr.  Martin  hatte  das  Glück  die  Verwandlung  der  sultanus  in  Sintang  am  Kapuasfluß, 
Südwest-Borneo  zu  beobachten  und  beschreibt  sie  wie  folgt :  Das  mit  lucipor  gleich  große,  kugelige,  grüngelbe,  etwas 
transparente  Ei  zeigt  zwei  braunrote  Breitenmeridiane.  Die  eben  geschlüpfte  Rp  ist  schmutzig  grün  mit  glänzend 
schwarzem  Kopfe.  Nach  Nahrungsaufnahme  wird  der  Rücken  weiß  gestreift ;  auf  eine  schwärzliche  Medianlinie 
folgen  zwei  schmale  rein  weiße  Streifen,  die  gegen  Kopf  und  After  zusammenlaufen,  dann  ein  Streifen  der  schwarz¬ 
grünen  Grundfarbe,  dann  rechts  und  links  ein  weiterer,  breiter,  rein  weißer  Streifen,  welcher  in  die  Kopf-  und 
Afterstacheln  ausläuft;  Seite  und  Bauch  schwärzlich,  die  Analstacheln  sind  weiß,  auf  dem  Kopfe  zwei  winzige 
weiße  Hörner.  Die  ganze  Rp  ist  mit  langen,  dünnen,  weißen  Haaren  besetzt,  welche  länger  in  der  Kopfhälfte, 
kürzer  in  der  Afterhälfte  sind.  Mit  zunehmendem  Wachstum  werden  die  mittleren  Segmente  gelbgrün.  Nach 
der  ersten  Häutung  hat  sich  die  Rp  nur  wenig  verändert,  nur  ist,  was  früher  schwarz  war,  grün  geworden, 
die  weißen  Streifen  bleiben  in  gleicher  Anordnung,  der  Kopf  ist  glänzend  schwarz.  Nach  der  zweiten 
Häutung  jedoch  bietet  die  Rp  ein  völlig  verändertes  Bild,  sie  ist  nun  dicht  braunrot  behaart,  über 
den  Rücken  ziehen  zwei  gelbe  Streifen,  welche  sowohl  in  die  gelben  Afterstacheln,  als  auch  in  die 
Kopfhörner  auslaüfen ;  Bauch  und  Füße  sind  schwärzlich ;  die  Hörner  des  rotbraunen  Kopfes  sind  klein 
und  rötlich;  die  nach  aufwärts  stehenden  Afterstacheln  geben  der  Rp  ein  schmuckes,  adrettes  Aussehen.  Die 
Tiere  gehen  nicht  so  sehr  abwärts  ins  Dunkle  wie  die  lucipor- Rpn ;  fressen  auch  wohl  am  frühen  Morgen  und  gegen 
Abend  und  bleiben  auf  den  Halmen  sitzen;  dennoch  erfolgt  die  meiste  Nahrungsaufnahme  während  der  Nacht. 

Nach  der  dritten  Häutung  ist  die  nun  4  Zentimeter  lange  Rp  spindelförmig,  am  dicksten  in  der  Mitte,  sich  leicht 
verschmälernd  gegen  Kopf  und  After;  Bauch  und  Füße  sind  lebhaft  rotbraun,  die  Stigmata  schwarz  mit  win¬ 
zigem  weißen  Kern,  die  Seiten  braun,  den  Uebergang  von  der  Seite  zum  Rücken  bildet  ein  breiter,  hellgelber 


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THAUMANTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Streifen,  welcher  den  gelbgrünen  Rücken  beiderseits  begrenzt;  in  der  Mitte  des  Rückens  stehen  sechs  kleine, 
schwarze  Striche  in  Längsstellung  oder  eine  undeutliche,  schwärzliche,  mediane  Dorsallinie;  der  rotbraune  Kopf 
trägt  zwei  kurze,  rote  Hörner,  welche  etwas  geknöpft  und  stark  behaart  sind;  die  Afterstacheln  in  der  Verlänge¬ 
rung  der  beiden  hellgelben  Streifen  sind  kurz  und  ebenfalls  hellgelb.  Die  ganze  Rp  ist  sehr  haarig,  die  kurzen 
Haare  stehen  bürstenförmig  auf  Warzen,  die  langen,  besonders  in  der  Kopfhälfte,  sind  schön  rotbraun,  sehr 
fein  und  leicht  gewellt.  Die  Tiere  lieben  es,  mit  einer  sonderbaren  Abknickung  ihres  Körpers  etwas  oberhalb 
der  Mitte  zu  ruhen ;  Kopf-  und  Afterhälfte  bilden  dann  die  Schenkel  eines  sehr  stumpfen  Winkels  und  die  rechte 
Seite  derRp  zeigt  eine  auffallende  Konkavität,  welche  aussieht,  als  ob  das  Tier  um  einen  in  den  Körper  einschnei¬ 
denden  Nagel  herum  säße.  Ich  hielt  diese  sonderbare  Pose  zuerst  für  pathologisch,  sie  kehrte  aber  immer  wieder 
in  allen  Altersstufen  der  Rpn,  so  daß  eine  normale  Gewohnheit  vorliegen  muß.  Die  nach  der  vierten  Häutung 
5  Zentimeter  lange  ausgewachsene  Rp  ist  nun  noch  dichter  behaart  und  noch  rötlicher  gefärbt.  Die  Haare 
stechen  und  jucken  bei  Berührung  mit  der  Hand  sofort  und  so  stark,  daß  niemand  die  Rp  zum  zweitenmale  be¬ 
rühren  wird.  Der  sehr  haarige  rote  Kopf  hat  zwei  augenartige,  kleine,  schwarze  Flecken,  die  Kopfstacheln 
sind  orangerot,  etwas  länger  als  früher,  nach  oben  ausgezackt  und  haarig.  Ueber  den  Rücken  läuft  eine  schwarze 
Medianlinie,  früher  meist  nur  sechs  getrennte  Striche,  dann  folgt  braungelbe  Grundfarbe,  die  sich  allmählich  zu 
den  beiden  hellgelben  Streifen  aufhellt.  Seiten,  Bauch  und  Füße  lebhaft  rotbraun,  Stigmata  schwärzlich  mit 
rein  weißem  Zentrum,  Afterstacheln  kurz  und  hellgelb  in  der  Verlängerung  der  hellgelben  Streifen.  Die  Be¬ 
haarung  besteht  aus  langen  und  kurzen  Haaren,  die  letzteren  stehen  bürstenförmig  auf  Warzen,  die  ersteren 
haben  besonders  gegen  das  Kopfende  einen  helleren  rosa  Apex.  Die  Pp,  zuerst  fleischrot,  nach  6 — 7  Stunden 
hellgrün,  ist  noch  spitzer  und  schlanker  als  die  von  lucipor  und  mit  weißlichem  Duft  überzogen,  sie  trägt 
an  beiden  Seiten  der  Bauchsegmente  vier  weiße  Punkte  (Tracheen),  über  den  Rücken  laufen  dunkle,  blattrippen¬ 
artige  Längsstriche;  die  Figlscheiden  sind  wie  bei  lucipor  mit  feiner,  schwärzlicher  Strichelung  gezeichnet. 
Die  sehr  lang  ausgezogene  Kopfspitze  ist  deutlich  doppelt  (Palpen).  Die  Puppenruhe  dauert  12 — 14  Tage,  die 
Pp  wird  einen  Tag  vor  dem  Schlüpfen  des  Falters  schwärzlich  verfärbt,  dieser  erscheint  zwischen  8  und  10  Uhr 
morgens. 

Th.  odana  ist  ein  echter  Bewohner  des  makromalayischen  Gebiets  das  er  nirgendwo  überschreitet. 
Die  Hflgl  tragen  nur  einen,  allerdings  sehr  breit  angelegten,  Duftbüschel,  der  in  einer  niederen  Pfanne  ruht 
und  einen  ausgedehnten  fast  die  ganze  Zelle  ausfüllenden  Androconienfleck.  Die  Flglmembran  auf  der  Unter- 
seite  der  Vflgl  tritt  als  eine  blankpolierte,  weiß  zentrierte  Stelle  heraus.  Uncus  basal  schmäler  als  bei  cliores, 
dessen  Spitze  stumpfer;  die  Valve  in  ihrem  Ansatz  ungewöhnlich  verbreitert,  mit  einem  kurzen  distalen  wie  bei 
den  Taenariden  fein  gezähneltem  Ende.  Penis  auffallend  breit,  noch  etwas  kürzer  als  bei  diores.  Allen  Formen 
ist  eine  blaue  je  nach  der  Lokalität  verschieden  ausgedehnte  oder  weißgebänderte  subapicale  Schrägbinde, 
sowie  ein  bei  den  gering,  bei  den  $$  stets  deutlich  entwickelter  weißer  Apicalfleck  der  Vflgl  gemeinsam. 
Hflgl  mehr  oder  minder  luxuriant  gelb  gerandet,  stetsvmit  schwarzer,  nach  außen  weiß  gekernter  Makel  zwischen 
der  hinteren  Mediana  und  der  Submediana.  Unterseite  mit  grauweißen  und  braunen  Binden  in  der  Zelle.  Augen 
pishuna.  etwa  wie  bei  noureddin,  die  Submarginalzeichnung  ähnlich  jener  von  diores.  — •  pishuna  Frühst.  (105  b)  die  farben¬ 
prächtigste  Ortsform,  charakerisiert  durch  eine  fast  fingerbreite  weiße  mit  hellblauem  überaus  metallisch 
glänzendem  Schmelz  übergossene  Binde  der  Vflgl.  $  hauptsächlich  unterseits  kenntlich  an  einer  ausgedehnten 
gelben  Schrägbinde  der  Vflgl  und  ebensolchem  gelblichgrauem  Anflug  in  der  Analregion  der  Hflgl.  Malayische 
paramifa.  Halbinsel,  anscheinend  ziemlich  selten.  — -  paramita  Frühst,  zeigt  nur  unmerkliche  weiße  Zentrierung  der  Binde 
der  Vflgl,  die  zudem  noch  weniger  blau  umrandet  ist  als  bei  odana  von  Java.  Die  Schrägbinde  der  $$  kaum 
halb  so  breit  als  bei  pishuna ,  die  Unterseite  der  $$  mit  unmerklichem  gelblichem  Analanflug,  paramita  fliegt 
das  ganze  Jahr  hindurch  fast  ebenso  häufig  wie  lucipor,  aber  nur  in  den  Bergen  und  Vorbergen  bis  zu  3000  Fuß  und 
darüber  und  erscheint  'da,  wo  lucipor  verschwindet.  Die  tragen  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  nahe  der  Basis 
zwischen  Costal-  und  Subcostalader  einen  schwarzlackiert  aussehenden  Duftfleck,  den  ein  dunkelbrauner  Haar¬ 
büschel  bedeckt.  Die  größeren  und  heller  gefärbten  haben  das  blaue  Querband  der  Vflgl  breiter  und  mit 
weißlichem  Schimmer  geziert,  welcher  besonders  die  Mitte  des  Bandes  einnimmt;  auf  der  Unterseite  treten 
yantiva.  diese  Unterschiede  noch  mehr  hervor.  Nordost-  und  West-Sumatra.  —  yanliva  subsp.  nov.,  nach  einem  des 
British.  Museums  beurteilt,  differiert  von  paramita  und  odana  durch  einen  kürzeren  blauen  Fleck  der  Vflgl 
und  unterseits  bleibt  die  Analozelle  stets  kleiner,  der  Analwinkel  erscheint  bereits  reichlich  gelb  überzogen, 
so  daß  ein  Uebergang  hergestellt  wird  zu  der  unten  ebenfalls  ausgedehnt  gelblich  dekorierten  pishuna- Rasse 
odana.  von  Perak  und  cyclops  von  Borneo.  Heimat  die  Insel  Nias,  sehr  selten.  — ■  odana  Godt.  ist  ein  typischer  Java¬ 
falter  und  dort  in  den  Wäldern  an  der  Südküste  der  Insel  bis  zu  ca.  700  m  Meereshöhe  wohl  nirgends  selten; 
zwar  am  Tage,  fliegend,  aber  den  Schatten  des  Waldes  niemals  verlassend  und  sich  stets  in  der  Nähe  des  Erd¬ 
bodens  aufhaltend,  wo  die  Falter  sich  am  behaglichsten  zwischen  moderndem  Laub  an  recht  feuchten  Stellen 
fühlen.  Sie  sind  schwer  im  guten  Zustand  zu  erbeuten,  weil  immer  Laub  und  Reisig  ins  Netz  gerät  in  dem  sie 
von  einer  Ecke  zur  andern  rutschen.  Wenngleich  sie  abgefallene  Früchte  sehr  lieben,  gingen  sie  doch  nie  an 
die  aufgehängten  Bananenköder  mit  denen  es  so  leicht  war  Zeuxidia,  Discophora,  Kallima  paralecta,  Prothoe 
francki  und  Euthalia  eion  anzulocken.  Die  Rp  von  Thaumantis  odana  Godt.  hat  Herr  Dr.  Piepers  auf  Java 
beobachtet  und  wie  folgt  beschrieben:  Aehnlich  der  Rp  von  Discophora  celinde  Stoll  und  ebenso  dicht  behaart. 
Die  Haare  der  Thoracalpartie  rot,  jene  auf  dem  übrigen  Körper  zumeist  schwärzlich.  Kopf  schwarz  mit 


Ausgegeben  15.  X.  1911. 


TIIAURIA;  DI  S  CO  PH  0  RA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


441 


herrschend  weiß,  aber  schmäler  als  bei  pishima  und  paramita.  —  Tn  Borneo  ist  cyclops  Höh.  eine  nicht  cyclops. 
seltene  Erscheinung  die  dort  im  Norden  Avie  im  Süden  in  den  Wäldern  der  Ebene  angetroffen  wird.  Das  2 
ist  von  der  javanischen  Namensform  leicht  zu  trennen  durch  die  ausgedehnte  Gelbfärbung  des  Innenwinkels 
der  Hflgl,  und  die  stark  verkleinerten  Ozellen.  —  Als  depupillata  Frühst,  wurde  eine  Form  beschrieben,  depupillata. 
welcher  die  apicalen  Ozellen  der  Hflgl  überhaupt  fehlen. 


13.  Gattung’:  Thauria  Moore  (=  Morphinclra  Höh.) 


Die  einzige  Spezies  dieser  ausgezeichneten  Gattung  war  früher  mit  Thaumantis  vereinigt,  bis  sie  Moore 
1895  abtrennte.  Die  Subcostale  wie  bei  Thaumantis  fünfästig,  aber  alle  Zweige  frei  auslaufend.  Hlb  äußerst 
charakteristisch  durch  seine  zusammengedrückte  Form  und  lateral  an  den  Endsegmenten  abstehenden  Haar¬ 
büschel,  die  an  jene  von  Amathusia  gemahnen;  cd  mit  großem  grob  aufgetragenem  Androconienfleck  vor  und 
in  der  Zelle,  diese  fast  ganz  ausfüllend  und  mit  zwei  bürstenartigen  Haarpinseln,  von  denen  der  eine  vor  der 
Subcostalis,  der  größere  im  vorderen  Teile  der  Zelle  gelegen  ist.  Die  Haare  beider  Büschel  nach  hinten  ge¬ 
krümmt,  die  Duftsclmppenzone  fast  bedeckend.  An  der  Irds-Ader  steht  auf  der  kahlen  Membran  ein  weiterer 
kleiner  Haarpinsel  auf  dem  das  Abdomen  umschliessenden  Lappen  des  Analfeldes.  Von  den  Formen  der 
einzigen  bekannten  Art  gehört  eine  Lokalrasse  zu  den  grössten  Faltern  der  indischen  Region.  Heimat  das 
gesamte  Hinter-Tndien  und  die  nördliche  Hälfte  des  makromalayischen  Gebiets. 


T.  aliris  mit  vier  bekannten  Ortsrassen  führt  stets  eine  in  der  Ausdehnung  wechselnde,  weisse  Binde  der 
Vflgl  und  grosse  goldgelbe  Distalflecken  auf  schwarzbraunem  Grunde  der  Hflgl.  Unterseite  der  Hflgl  mit  zwei  statt¬ 
lichen  bunten  etwas  den  Ozellen  grosser  Brassoliden  gleichenden  Augen.  Fühler  noch  heller  rotbraun  als  bei  den 
Thaumantis. —  lathyi  Frühst.  (102  b  cf  statt?)  der  östlichste  Vertreter  der  Species,'  war  vor  meiner  Reise  nach  lathyi. 
Ostasien  für  Tonkin  nicht  nach  gewiesen  Sie  ist  kleiner  und  dunkler  in  der  Färbung  als  die  nächst  verwandte 
intermedia  von  Birma,  die  Apicalflecken  der  Vflgl  sind  bläulich  statt  weiss,  und  die  Querbinde  der  Vflgl  bleibt 
schmäler.  Auf  den  Hflgln  erscheint  der  ockergelbe  Anflug  am  Apical-  und  Analteil  reduziert,  dagegen  verbreitert 
sich  die  von  der  Flügelbasis  ausgehende  schwarzbraune  Region.  Auf  der  Hflgl-Unterseite  ist  das  braune  Median¬ 
band  tief  eingekerbt,  während  es  bei  intermedia  fast  geradlinig  verläuft.  Alle  Ozellen  sind  grösser  und  das 
vordere  Auge  von  einer  mehr  gelblichen  Binde  nach  innen  begrenzt,  ?  erheblich  stattlicher  als  das  cd,  mit 
ausgedehnteren  hellen  Bändern  und  Flecken  aller  Flügel,  lathyi  steht  übrigens  nahe  der  Grenze  des  Species- 
ranges,  denn  ihr  fehlen  die  langen  Haarpinsel  in  der  Zelle  der  Hflgl-Oberseite,  welche  den  anderen  aliris- 
Unter-Arten  eigentümlich  sind,  lathyi  hatte  ich  die  Freude,  zuerst  in  den  Schluchten  zwischen  den  Kalkhügeln 
der  Höhenzüge  von  Than-Moi  in  Nord-Tonkin  im  Juni  zu  fangen  und  später,  im  September  auf  dem  etwa 
300  m  hohen  Militärposten  Cao-Kien  bei  Chiem-Hoa  in  Mittel-Tonkin,  auf  Gneissterrain,  aber  immer  im  dich¬ 
testen  Walde  und  nur  kurz  vor  Sonnenuntergang,  wo  die  Falter  gespenstergleich  aus  dem  Baumstrauch- 
Dickicht  hervorkamen  und  einen  Moment  scheu  und  unbeholfen  nach  der  Art  der  Melanitis  herumflatterten. 

In  ihrer  Gesellschaft  traf  ich  die  Satyriden  Erites  pseudofalcata  (p.  303)  Ragadia  crisilda  (p.  360,  Taf.  90  e,) 

Pharia  thalia  LeecJi  (Bd  1,  p.  295  Taf.  29  a),  Coelites  sylvarum  (p.  329,  Taf.  94  b).  Verfolgt  man  die  Thauria 

lathyi,  so  verstecken  sie  sich  mit  gefalteten  Flügeln  im  Dickicht,  wo  sie  dann  schwer  wieder  zu  finden  sind, 

gedeckt  durch  die  unentschiedene  Färbung  der  Unterseite.  —  intermedia  Croiv.  wurde  zuerst  von  Colonel  intermedia. 

Bingham  in  Unter-Birma  aufgefunden,  wo  die  Art  im  Oktober  und  dann  wieder  im  April  in  den  Donatranges 

flog,  später  fand  sie  auch  Doherty  in  den  Ivaren-Hills,  und  zwar  im  März  und  April,  so  dass  sich  ziemlich 

gewiss  zwei  Generationen  der  in  Unter-Tenasserim  seltenen  Species  entwickeln,  lathyi  gegenüber  fällt  besonders 

das  ?  auf  durch  das  feurige  Rotbraun  des  ausgedehnteren  Analanfluges  der  Oberseite,  den  heller  grauen  Basalteil 

der  Unterseite  der  Hflgl  und  die  schärfer  abgesetzte  und  mehr  milch-  statt  gelblichweisse  Schrägbinde  der 

Vflgl-Unterseite.  —  Bei  pseudaliris  Btlr.  ist  die  Verdunkelung  noch  weiter  vorgeschritten  und  nach  der  Ab-  pseudaliris. 

bildung  Distant’s  verjüngt  sich  die  gelblichweisse  Binde  der  Vflgl  bis  zu  einer  dünnen  Spitze  im  Analwinkel. 

Das  ?  der  sehr  seltenen  pseudaliris  ist  noch  unbeschrieben.  Vorkommen:  Malakka  sowie  Perak  auf  der  Malayi- 
schen  Halbinsel  und  die  siamesische  Insel  Salanga  nördlich  der  Malakkastrasse.  —  aliris  Westw.,  die  stolzeste  aliris. 
Form,  ist  im  südöstlichen  Borneo  anscheinend  nicht  allzuselten.  Waterstradt  fand  die  Art  später  auch  im 
Alluvialland  des  Sultanats  Brunei  in  Nord-Borneo,  von  wo  mir  noch  2  efed  und  ein  riesenhaftes  ?  vorliegen, 
die  alle  durch  ein  daumenbreites  peripherisch  leicht  blauweisses  Querband  der  Vflgl  auffallen,  das  distal  und 
proximal  tief  eingeschnitten  wird.  Der  braunschwarze  Mittelteil  der  Hflgl  gleichmässiger  breit  als  bei  den 
continentalen  Vikarianten  und  die  Unterseite  der  Hflgl  dadurch  characterisiert,  dass  die  vordere  Ozelle  erheblich 
stattlicher  als  die  hintere  ausgebildet  ist.  Das  Medianfeld  der  Hflgl-Unterseite  dunkel-  statt  gelbbraun. 


IX 


56 


442 


DIS  COPHORA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Subfamilie  Discophorinse. 

Uneus  mit  einer  spitzen  dorsalen  Verdoppelung.  Vflgl  ohne  mittlere  Diseocellularis. 

14.  Gattung;  I£is«**>giiiora  Bsd. 

Der  Charakter  dieser  Gattung  ist  bereits  im  Namen  angedeutet  und  liegt  in  einem  scharf  abgegrenzten 
Flecken  im  Discus  der  Oberseite  der  Hflgl  der  cf1 cf.  Er  bildet  einen  erhabenen,  seidig  glänzenden,  ziemlich 
grossen  Flecken  von  eiförmiger  Gestalt,  welcher  am  unteren  Zellende  vom  vorderen  Medianast  bis 
zur  Gabelung  des  hinteren  eingelagert  ist.  Seine  Schuppen  sind  fast  dreimal  grösser  als  die  übrigen, 
länglich  mit  einem  schwachen  Stiel,  fein  gestreift  und  quer  gestrichelt,  kielartig  gebogen  und  an  der  Spitze 
schwach  ausgekerbt.  Sie  stehen  aufrecht  und  sitzen  sehr  lose  an  der  Membran,  so  dass  sie  leicht  abgestreift 
werden  können.  Wahrscheinlich  geht  von  ihnen  jener  aromatische  Duft  aus,  der  bei  dem  lebenden  Falter  an 
Intensivität  alle  Gerüche  anderer  Falter  und  sogar  den  aller  übrigen  Amathusiiden  übertrifft  und  selbst  bei  toten 
und  konservierten  Exemplaren  sich  noch  nach  über  einem  Jahrzehnt  in  der  Sammlung  bemerklich  macht.  Im 
Geäder  nähert  sich  Discophora  den  Zeuxidien,  mit  denen  sie  die  verwachsenen  ersten  Subcostaläste  gemeinsam 
hat;  doch  fehlt  der  Mediansporn  und  die  mittlere  Discocellulare  ist  so  verkürzt,  dass  die  beiden  Radialen  aus 
einem  Punkte  entspringen.  Das  Genus  leitet  gewissermassen  von  den  Amathusiiden  zu  den  Nvmphaliden  über 
und  hat  mit  letzteren  bereits  die  robusteren  und  kürzeren  Flügel,  sowie  das  mehr  in  Proportion  mit  dem  Körper 
stehende  Ausmass  der  Flügel  gemeinsam.  Auch  die  mit  einem  Uncusaufsatz  versehenen  Klammerorgane  ver¬ 
raten  bereits  Beziehungen  zu  einigen  Genera  der  Nvmphaliden  ( Kallima ,  Mynes )  und  durch  den  von  Doherty 
entdeckten,  von  Stichel  „Uneus  anticus”  genannten  Anhang  des  Tegutnen  sind  sie  recht  natürlich  von  den  übrigen 
Amathusiiden  geschieden.  Die  Abtrennung  einer  eigenen  Familie  wie  sie  Stichel  früher  versucht  hat,  ist  des¬ 
halb  auch  berechtigter  als  die  völlig  verfehlte  Absplitterung  der  Hyantidae,  die  Raupenform  aber  verbindet  auch 
die  Discopliora  so  enge  mit  Ämatlmsia,  dass  eine  weitergehende  als  generelle  Absonderung  nicht  am  Platze 
scheint.  Die  Rp  ist  übrigens  nach  Angaben  von  Dr.  Piepers  äusserst  bizarr,  auf  den  ersten  Blick  von  jenen 
der  Heterocerengattung  Gastropacha  nicht  zu  unterscheiden.  Nach  den  vorhandenen,  nicht  sehr  getroffenen 
Abbildungen  ist  ihr  Körper  walzenförmig  mit  zwei  kurzen  Analfortsätzen;  von  unscheinbarer  Farbe,  langstreifig, 
fleckig,  dicht  mit  feinen  Haaren  und  einzelnen  Haarbüscheln  dorsal  und  lateral  besetzt;  die  vorderen  Segment¬ 
einschnitte  schwarz  umzogen.  Kopf  gross,  schwarz  oder  dunkelbraun,  ohne  die  Hörnerbildung  von  anderen 
Amathusiiden,  dagegen  oben  und  seitlich  mit  kleinen  Warzen  bedeckt.  Pp  kahnförmig,  in  der  Mitte  verdickt, 
Bauchseite  flach  und  gerade,  die  dorsale  stark  gewölbt,  das  Kopfstück  in  zwei  Zipfel  verlängert;  der  Körper 
am  After  aufgehängt,  von  gelblicher,  rötlicher  oder  grünlicher  Färbung.  Puppenruhe  drei  Wochen.  Rp  auf 
Palmen,  vornehmlich  an  jungen  Trieben  der  Cocospalme,  am  Zuckerrohr,  Bambus  und  nach  Martin  auch  am 
Lalang-Gras.  Der  Körper  des  Imago  hat  ein  äusserst  charakteristisches  Merkmal,  das  bei  keiner  anderen 
Amathusiiden-Gattung  sich  wiederholt  und  ist  basalwärts  ventral  kielartig  zusammengedrückt  wie  bei  einigen 
Hymenopteren-Familien  und  mit  zwei  seitlichen  Duftschuppenflecken  besetzt.  Auch  der  Palpenfleck  nimmt  nach 
Reuter  eine  etwas  isolierte  Stellung  ein;  er  ist  flach,  nierenförmig,  angeschwollen  und  länglich,  statt  kurz 
und  breit  und  stark  gewölbt. 

Die  Discopliora  fliegen  auch  unter  Tags  und  erinnern  in  ihrer  Lebensweise  mehr  an  Nymphaliden,  da 
sie  gerne  Faeces  auf  Wegen  aufsuchen,  auf  welchen  sie  mit  gefalteten  Flügeln  schmausen;  werden  sie  auf¬ 
gescheucht,  so  fliehen  sie  in  den  seitlichen  Busch  und  setzen  sich  dort  auf  die  Unterseite  von  Blättern  oder 
unter  überdachende  Zweige,  um  nach  einiger  Zeit  nach  Schwinden  der  Gefahr  wieder  zur  gleichen  Stelle 
zurückzukehren.  Die  viel  selteneren  ??  fliegen  dagegen  erst  Abends  mit  Sonnenuntergang  und  meist  sehr 
hoch,  über  Häuser  hinweg,  so  dass  man  sie  immer  nur  als  Silhouetten  am  Abendhimmel  erblickt;  doch  werden 
sie  erbeutet,  wenn  sie  zur  Ruhe  oder  zum  Ablegen  der  Eier  herabkommen  und  dabei  ähnlich  den  cfcT  sich 
an  möglichst  geschützten  Plätzen  niederlassen.  Der  Flug  der  Discophora  ist  ziemlich  rasch  und  stark  und 
beschreibt  in  seiner  Bahn  kurze  Bogentouren.  (Martin.) 

Das  Verbreitungsgebiet  der  9  oder  10  Arten  erstreckt  sich  auf  dem  Continent  von  Vorderindien  bis 
in  das  südliche  China  und  auf  den  Inseln  von  den  Andamanen  bis  zu  den  Philippinen  und  über  Makromalayana 
ostwärts  bis  Lombok.  Zwei  Artengruppen,  je  nach  der  einfacheren  oder  komplizierteren  Bildung  des  Uneus  anticus. 

a)  Tin  cus  anticus  nur  mit  einer  Spitze.  Duft  fleck  des  Hflgl  länger  als  breit. 

D.  tullia  bereits  1779  durch  Gramer  beschrieben,  muss  folglich  als  die  am  längsten  bekannte  Species 
der  Gattung  gelten.  Ihre  Verbreitungszone  ist  vorwiegend  kontinental  mit  Abzweigungen  im  makromalavischen 
Gebiet.  Die  Geschlechter  sind  ziemlich  erheblich  dimorph,  dagegen  ist  die  geographische  Variabilität  unbe¬ 
deutend,  infolge  der  Beständigkeit  der  Charaktere  der  Oberflächenzeichnung.  Desto  erstaunlicher  ist  die 
nennenswerte  Differenzierung,  welcher  die  Copulationsorgane  unterliegen  und  die  durch  Stichel  eingehend 
behandelt  wurde.  Neigung  zu  mässiger  Individualaberration  ist  vorhanden,  ebenso  bei  den  kontinentalen 


DISCOPHORW  Von  H.  Fruhstorfer. 


443 


Unterarten  die  Ausbildung  zeitlicher  Formen.  Die  Rp  ist  von  zwei  Unlerarten  bekannt,  lebt  auf  Bambus,  wo 
sic  sich  tagsüber  in  einer  Art  Nest  aus  drei  oder  vier  Blättern  zusammengesponnen  auf  hält.  Sie  wird  bis 
zu  zwei  englische  Zoll  lang,  von  schwärzlicher  mit  grau  überspritzter  Grundfarbe  und  einer  breiten  gelblichen 
Dorsallinie.  An  den  Segmentabschnitten  je  eine  gelbliche  Linie  und  ein  roter  Fleck.  Körper  mit  weissen 
Haaren  überdeckt.  Der  Kopf  und  das  letzte  Segment  schwarz,  der  erstere  mit  einigen  geraden  gelben  Linien 
überzogen.  Die  Pp  zuerst  weiss,  geht  aber  wenige  Stunden  vor  dem  Schlüpfen  in  Braun  über.  Puppenruhe 
drei  Wochen.  Copulationsapparat  des  cP  ähnlich  demjenigen  von  Arten  der  celinde- Gruppe,  Uncus  schlanker, 

Uneus  anticus  in  ungefähr  derselben,  aber  beträchtlich  verkleinerter  Gestalt.  Harpe  proximal  breit  schaufel¬ 
förmig,  plötzlich  verjüngt  und  in  einen  mehr  oder  weniger  gebogenen  Griffel  von  unbeständiger  Länge  mit 
stark  stacheligem,  spitzen,  seitlich  gerichteten  Endknopf  auslaufend.  Scaphium  kurz.  Penis  gedrungen, 
schwach  gekrümmt.  Die  Art  bewohnt  in  der  Regel  mit  lichtem  Unterholz  bestandene  Landstriche  der  Niederung, 
es  ist  aber  beobachtet,  dass  sie  in  Tenasserim  bis  ca.  2000  m  Höhe  ansteigt.  Unsere  Abbildung  zeigt  das 
kontinentale  (106  c)  und  das  insulare  Extrem.  (106  a  und  b).  Bei  fast  allen  Arealrassen  treten  Exemplare  auf, 
denen  die  blauen  Fleckchen  der  Vflgl  Oberseite  entweder  gänzlich  fehlen  oder  bei  denen  sie  nur  schwach 
angedeutet  sind  (despoliata  Stich.)  Der  nomenklatorische  Typus  entstammt  dem  südlichen  China  und  dürfte  despoliata. 
übereinstimmend  auch  auf  Hongkong  Vorkommen  von  woher  ich  durch  Herrn  Prof.  Seitz  das  abgebildete 
Material  empfangen  habe,  tullia  Cr.  (106  c)  differiert  von  südlicheren  Formen  durch  den  rundlichen  Flügel-  tullia. 
schnitt,  das  ziemlich  lebhafte  zarte  Blau  der  cPcP  und  die  schön  ausgefärbten  aber  relativ  kleinen  Makeln  der 
Oberseite  der  ¥?.  Nach  Walker  ist  tullia  nicht  sehr  häufig  auf  Hongkong ;  man  sieht  sie  dort  in  der  Regel 
an  schattigen  Wegstellen  fliegen.  ¥?  sind  beinahe  zahlreicher  als  die  efef.  Flugzeit  von  Ende  Dezember  bis 
Anfang  Mai.  -  hainanensis  subsp.  nov.  darf  als  eine  gut  abgesonderte  Inselrasse  hier  eingeführt  werden;  cP  mit  hainanensis. 
etwas  reduzierten  blauen  Einspritzungen  der  Vflgl.  — -  Unterseite  beider  Geschlechter  stark  verdunkelt.  ?  leicht 
kenntlich  an  durchweg  blauen  Flecken  der  Vflgl  und  fast  völlig  verwischten  ockergelben  Punktserien  der  Hflgl; 

Hainau,  nach  2  cP cP  und  3  ??  der  Coli.  Fruhstorfer.  —  Als  tulliana  Stich,  wird  eine  Reihe  von  wenig  tulliana. 
deutlich  abgegrenzten  Formen  hier  zusammengefasst,  deren  Name  auf  Tonkin-Exemplare  übertragen  wird, 
nachdem  der  Versuch  des  Autors  den  Namen  tullia  zum  Verschwinden  zu  bringen,  als  vergeblich  abgelehnt 
werden  muss.  tulliana  umschreibt  eine  Rasse  die  durch  leichthin  ausgelöschte  Makeln  der  Vflgl  der 
cP cP  und  etwas  verdunkelte  Blau-  und  Gelbfleckung  der  ??  vom  abgebildeten  Namenstypus  abweicht. 

Vermutlich  gehören  zu  tulliana  auch  Exemplare  aus  Birma  und  Tenasserim.  —  zal  Westw.  ist  der  Zal. 
älteste  Name  für  die  unter  dem  Namen  tullia  und  indica  in  den  Museen  aufbewahrte  kontinentalindische  Form, 
und  zwar  ist  er  basiert  auf  Exemplare  der  trockenen  Periode,  während  indica  Stgr.  die  Generation  der  Regen-  indica. 
zeit  bezeichnet.  Alle  Flügel  von  zal  weisen  etwas  reichere  gelbe  Sprenkelung  der  Oberseite  auf  als  indica , 
die  sich  von  tullia  wiederum  nur  durch  etwas  bedeutendere  Grösse  abtrennen  lassen.  —  Eine  weitere  aber 
sehr  interessante  Fehlfärbung  ist  als  spiloptera  Nicfa.  beschrieben,  sogleich  erkennbar  an  dem  Fehlen  aller  spiloptera. 
weisslichen  oder  blauen  Makeln  und  dem  Dominieren  der  ockergelben  Einlagen,  spiloptera  ist  noch  sehr  selten; 
man  kennt  nur  wenige  Exemplare,  die  alle  im  Frühjahr  und  sowohl  in  Sikkim,  wie  auch  in  Birma  gefangen 
wurden.  —  muscina  Stich,  ist  nach  einem  cP  aus  Karwar  von  der  Westküste  von  Vorderindien  beschrieben:  muscina. 
cP  Stirn,  Palpen,  Fühler  weisslich  braun,  letztere  distal  etwas  dunkler,  Thorax  und  Abdomen  oben 
graubraun,  unten  weisslich.  Grundfarbe  grauschwarz  mit  leichtem  bräunlichen  Schein,  Basis  des 
Vflgls  und  die  Costa  heller,  Gilien  weisslich.  Costa  des  Vflgls  stark  geschweift,  Apex  spitz  vorgezogen, 

Hinterrand  kürzer,  Aussenrand  ganz  schwach  konkav.  Jenseits  der  Zelle,  etwas  über  der  Hälfte  der 
Costa  ein  schräg  gestellter,  die  Zwischenräume  der  Radialen  ausfüllender  bläulichweisser  Doppelfleck,  dahinter 
drei  Fleckreihen.  Die  proximale  gebildeL  aus  drei  kleinen,  schräg  gegen  den  Ird  verlaufenden  schmutzig- 
weissen  Wischflecken,  die  Mittelreihe  aus  drei  grösseren,  ungewiss  begrenzten  bläulichweissen,  gerade  unter¬ 
einander  stehenden  Flecken  und  die  distale  Reihe  aus  drei  obsoleten  weislichen  Punktflecken.  Hinterflügel  am 
Saum  schwach  gewellt,  ohne  auffällige  Ecke  an  der  Mediana,  aber  sehr  scharf  gewinkelter  Analecke,  an  der 
Costa  und  am  Saume  schwach  aufgehellt,  mit  dem  der  Gruppe  eigentümlichen  sammetartigen  Duftfleck  im 
Discus.  Derselbe  berührt  fast  die  hintere  Radiale,  ist  aber  nicht  so  lang  gestreckt  wie  dies  bei  tullia  die  Regel  ist. 

Am  Ird  vorn  eine  blanke  Stelle,  auf  der  in  einer  kleinen  Falte  an  der  Irdsrippe  der  bekannte  kleine,  filzartige, 
tiellgelbliche  zweite  Duftfleck  steht.  Unterseite  gelblich,  mit  schwachem  grünlichen  Ton;  die  durch  eine  Schatten- 
hnie  mit  folgender  hellerer,  ungewisser  Binde  abgeschlossene  proximale  Hälfte  dunkler  als  die  distale  Partie, 
welche  an  der  Costa  des  Vflgls  fast  weisslich  fleischfarben  erscheint.  Vflgl  an  der  Basis  der  Zehe  3 
dunkle  Punkte,  eine  dunklere  Schattierung  am  Ende  und  eine  undeutliche  wellenförmige  Schattenbinde 
in  der  Mitte  derselben.  Hflgl  an  der  Basis  hinter  der  Radiahs  mit  einem  dunklen  Punkt  und  im  distalen 
Teil  mit  2  kleinen  Ücellen,  deren  obere  ziemlich  deutlich,  die  hintere  unvollkommen  schwarz  gelingt  ist, 
beide  weissgekernt.  Die  ganze  Unterseite  sehr  fein  unregelmässig  gestrichelt.  Vflgl  40  mm.  —  Rp  in 
der  Färbung  etwas  verschieden  von  der  oben  erwähnten  Rp  von  zal  fa.  indica  Stgr.,  leicht  braungrau,  mit 
chokoladebraunen  Flecken  und  rosenfarbenen  Beinen.  Körperhaare  mausegrau.  Gestalt  der  Rp.  im  allge¬ 
meinen  jener  von  1).  lepida  Moore  ähnlich.  Rp  auf  Bambus.  Pp  fast  analag  der  lepida- Pp,  beinfarben  oder 
grünlich,  je  nachdem  sie  unter  toten  oder  grünen  Blättern  sich  ausgebildet  hat.  Wenn  die  Pp  grün  ist,  zeigt 
sie  gelbe  Linien  an  den  Flügelscheiden,  wenn  sie  aber  gelblich  gefärbt  ist,  hat  sie  schwarze  Sprenkelung.  - 


444 


DIS  COPHORA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sondaica.  sondaica  Bsd.  (106a  cP,  106  b  ?)  bewohnt  Java  und  Bali,  ist  aber  nirgendwo  häufig.  Der  Copulationsapparat 
differiert  durch  die  schlankere,  stärker  gekrümmte  Valve  von  jenem  der  kontinentalen  zal.  (indica.)  Die  ?? 
tragen  die  gewöhnlichen  drei  Fleckreihen  und  sind  in  der  Regel  dadurch  von  denen  der  tidlia  indica  zu  unter¬ 
scheiden,  dass  die  bläulich-weisse  Subapicalbinde  des  Vflgls  nach  hinten  zu  weiter  ausgebildet  ist  und 
bis  zur  vorderen  Mediana  geschlossen  bleibt.  Die  anschliessende  Fleckreihe  besteht  aus  grossen  kompakten 
Halbmonden,  die  hintersten  Flecke  aller  3  vorhandenen  Reihen  sind  meist  bräunlich.  Analog  den  zwei  übrigen 
javanischen  Discophora  (necho  Fldr.  und  celinde  StollJ  lässt  sich  sondaica  durch  Bananenköder  anlocken.  Ost- 
symphronia.  Java-Exemplare  scheinen  nicht  von  solchen  aus  dem  Westen  der  Insel  abzuweichen.  —  Als  symphronia 
subspe.  nov.  mit  der  Type  aus  Südost-Borneo  werden  hier  die  übrigen  makromalayischen  £aJfta-Rassen  sammenzu- 
gefasst  die  von  der  javanischen  Schwesterrasse  differieren  durch  die  zurückgebildeten  Blauflecken  der  Vflgl- 
despoliata.  Oberseite  und  die  erheblich  verdunkelte  Unterseite  aller  Flügel.  Das  Extrem  ist  dann  despoliata  Stich.,  eine 
Form  ohne  jede  blaue  Einlage  der  Oberseite  der  cPcP.  Das  ?  von  symphronia  liegt  mir  nur  aus  Perak  vor; 
es  ist  unterseits  fahler  als  sondaica-d'd',  aber  erheblich  grösser  und  somit  eine  durchaus  natürliche  Transition 
semperi.  herstellend  zur  nordindischen  zal  (indica).  —  Als  sehr  selten  hat  dann  noch  semperi  Stich.  (=  semperi  Moore 
nom  nud.)  zu  gelten.  Type  aus  Mindanao;  eine  schöne,  von  Semper  fälschlich  mit  D.  zal  Westw.  (aberr.) 
identificierte  Lokalrasse,  bei  der  die  drei  Fleckreihen  des  Vflgls  am  stärksten  und  sehr  intensiv  ausge¬ 
bildet  sind.  Semper  erwähnt  2  cP  cP;  mir  hatte  Dr.  Staudinger  seinerzeit  1  cP  und  1  ?  zum  Vergleich  unter  der  irrigen 
Bestimmung  zal  geschickt.  Der  cP  passt  auf  Semper’s  Bild,  das  ?  ist  auf  dem  Vflgl  von  tidlia  indica  charakter¬ 
istisch  nicht  verschieden;  von  den  3  Fleckreihen  ist  die  proximal  gelegene  fast  weisslich,  die  beiden  anderen 
bläulich-violett.  Hflgl  fast  einfarbig  mit  sehr  verloschenen  gelblichen  Flecken  in  drei  Reihen. 

D.  deo  bildet  eine  Art  Bindeglied  zwischen  den  Formen  der  celinde-  und  denen  der  *W/la-Gruppe.  Der 
Androconienfleck  der  Hflgl- Oberseite  gravitiert  in  der  vorne  breiteren  Form  noch  zur  erstem,  aber  der  Uncus 
deo.  zeigt  bereits  alle  Charaktere  der  tullia- Gruppe.  Zwei  sehr  seltene  Ortsformen:  deo  Nicev.  cP  Vflgl  mit  einer 
breiten  ockergelben  etwas  an  D.  necho  dis-  ?  gemahnenden  Vflglbinde  die  au  der  hinteren  Mediana  endet. 
Grundfarbe  samtbraun  mit  leichtem  dunkelviolettem  Schiller.  Vflgl  mit  einem  mehr  langen,  als  breiten  diskalen 
Feld  von  modifizierten  Schuppen.  Unterseite  äusserst  dunkelbraun  mit  rötlich  violetten  und  weisslichen 
Schuppen-Ansammlungen.  Ozellen  klein  aber  die  hintere  hervorleuchtend  rein  weiss  gekernt.  ?  noch  nicht 
mit  Sicherheit  bekannt,  vermutlich  dem  cP  sehr  ähnlich  und  nahe  dem  ?  von  continentalis  Stgr.  Nur  wenige  cPcP 
ruhstorferi.  aus  den  nördlichen  Shan-Staaten,  Ober-Birma.  Flugzeit  März,  April  in  der  extremen  Trockenzeit.  —  fruhstorferi 
Stich,  stammt  aus  Tonkin,  wo  ich  die  Art  bei  Chiem-Hoa  im  August  und  September  auftretend  vorfand.  cP  von 
deo  deo  dadurch  unterschieden,  dass  die  rotbraune  Binde  des  Vflgls  von  der  mittleren  Mediana  ab  in  lose 
zusammenhängende  Doppel-Keilflecke  aufgelöst  ist  und  eine  Gestalt  annimmt,  wie  sie  bei  Formen  der  necho- 
Gruppe  aultritt.  Bei  einem  von  4  mir  vorliegenden 'Stücken  ist  die  Binde  noch  ziemlich  geschlossen  und  der 
vorderste  Doppel-Keilfleck  nur  dadurch  markiert,  dass  an  der  Tremmngsstelle  ein  dunkler  Punkt  in  der  Binde 
steht,  die  dahinter  liegenden  beiden  Keilflecke  sind  aber  deutlich  getrennt.  Gosta  und  Saum  des  Vflgls  ist 
nicht  gelblich  wie  bei  der  typischen  Form,  sondern  im  duukelolivbraunen  Grundfarbenton,  Hflglsaum  ist.  auch 
ganz  einfarbig,  ohne  Spur  einer  Aufhellung*  oder  Zeichnung.  Apex  des  Vflgls  weniger  spitz  wie  in  der  Ab¬ 
bildung  deo.  Die  Costal-Ozelle  des  Hllgls  unten  ist  gut  ausgeprägt  und  deutlich  weiss  gekernt,  die  der  typischen 
Anal-Ozelle  ist  undeutlich  ausgebildet,  aber  mit  sehr  starkem  weissen  Kern.  Im  allgemeinen  gleicht  fruhstorferi 
der  Abbildung  von  lepida  (105c),  nur  sind  die  Makeln  der  Vflgl  satt  ockergelb  mit  rötlichen  Rändern  statt 
weisslich  violett.  Copulationsapparat  mit  krättig  gebautem  Uncus,  langer  ziemlich  gleichmässig  breiter  aber 
schlanker  Valve,  die  zwei  kleine  dorsale  Höcker  trägt  und  in  eine  rundlich  abgestumpfte  Spitze  ausläuft. 
Sehr  selten,  nur  vier  cPcP  von  mir  erbeutet. 

D.  simplex  eine  streng  lokalisierte  Art  des  nördlichen  Borneo  die  von  dort  aus  vermutlich  Palawan 
erreicht  hat  und  eine  jener  interessanten  Species,  die  sowohl  die  Philippinen  wie  auch  das  nördliche  Borneo 
bewohnen,  aber  in  ihrer  Verbreitung  die  übrigen  südlicheren  Teile  der  Insel  Borneo  nicht  erreicht  haben. 
Copulationsapparat  des  cP  im  ganzen  wie  der  der  vorhergehenden  Art,  Uncus  und  Uncus  anticus  etwas  kürzer, 
die  Harpe  aber  von  auffällig  verschiedener  Form,  dieselbe  ist  distal  einwärts  gebogen,  abgerundet  und  läuft 
spitz  zu,  das  Gebilde  ist  einem  Vogelkopf  oder  einem  Plerdeluss  nicht  unähnlich'.  Stichel  hat  es  mit  einer  Hippe 
simplex.  verglichen,  simplex  Stgr.  (106  c)  führt  eine  fast  ganz  geschlossene,  violettblaue  Vflglbinde.  Zuweilen  treten  im 
Verlaut  derselben  dunkle  Stellen  an  der  proximalen  Seite  auf,  welche  ungewiss  keilförmige  Partieen  der  Binde 
abtrennen.  Das  ?  ist  dem  der  ^//«‘«-Gruppe  ähnlich.  Es  hat  eine  bläulichweisse  ultracellulare  Binde,  nächst  dieser 
3  weitere,  last  zusammenhängende,  grosse  submarginale  Flecke  und  im  diskalen  Teil,  von  der  Binde  ausgehend, 
eine  Reihe  von  drei  weiteren  kleineren  Flecken.  Hflgl  mit  2  Reihen  verloschener  bräunlicher  Flecke.  Vom 
?  ist  nur  ein  Stück  bekannt  mit  etwas  breiterer  im  oberen  Teil  mehr  gebogener  und  reicher  weiss  durchsetzter 
amethystina.  Binde.  Insel  Palawan.  —  amethystina  Stich,  stammt  aus  dem  lvinabalu-Gebiet,  Nord-Borneo.  Es  ist  nur  ein  cP 
die  Type,  bekannt,  welche  sich  in  der  Sammlung  Fruhstorfer,  (Genf)  befindet,  amethystina  ist  eine  ausgezeichnete 
Ortsform  nahe  der  Grenze  der  Speciesberechtigung.  Die  Copulationsorgane  stehen  im  Verhältnis  zu  simplex, 


DJ  S  COPHORA.  Von  H.  Fruhstorfer.  445 

wie  etwa  jene  von  tullia  sondaica  Bsd.  zu  tullia  zal  Westiv.,  das  Endgebilde  der  Harpe  schlanker,  in  der  Form 
an  einen  Bootshaken  erinnernd.  Binde  des  Vflgls  lasurblau,  breiter,  distal  stark  bauchig,  in  ganzer  Ausdehn¬ 
ung  vollkommen  geschlossen.  Unterseite  ähnlich  Simplex,  mit  bläulich  kupierrot  schillerndem  Grundfarbenton 
Vflgllänge  43  bis  46  mm. 


b)  Uneus  a n t i c u s  mit  doppelter  Spitze. 

D.  lepida  ursprünglich  aus  Süd-Indien  beschrieben,  entsendet  eine  Zweigrasse  auch  nach  Ceylon,  deren 
Verschiedenheit  bisher  nicht  beachtet  wurde.  Wir  registrieren  hier  somit  lepida  Moore  (105  c)  aus  Canara, 
Travancore  und  Mysore  bekannt  und  auch  aus  lvarwar  in  meiner  Sammlung.  Beide  Geschlechter  gleichen 
etwas  der  continentalis  Stgr.,  doch  weist  die  dunkelsamtbraune  Oberseite  keinerlei  blauen  Schimmer  auf. 
Vilgl  mit  drei  hellblauen,  leicht  schräg  gestellten  Transcellularllecken  und  einigen  undeutlichen  Antel eiminal- 
makeln.  ?  mit  grösseren  lichtblauen  Makeln,  die  etwa  wie  bei  dem  ?  von  continentalis  verteilt  stehen  und 
auch  auf  der  Hflgl-Oberseite  deutlich  heraustreten.  Es  existieren  zwei  Zeittormen,  von  denen  jene  der 
Regenzeit  als  significans  Stich,  benannt  wurde.  Exemplare  der  Trockenzeit  ähneln  mehr  der  ceylonica  subsp. 
nov.  (106  d  als  lepida)  nach  einem  Exemplar  abgebüdet,  das  Herr  Prof.  Br.  Seitz  in  Ceylon  autgefunden  hat. 
Die  Vllglmakeln  der  südindischen  lepida  soweit  sie  in  der  regenarmen  Periode  Vorkommen,  sind  fast  ebenso 
undeutlich  wie  auf  dem  Bilde  der  ceylonica.  lepida  ist  ziemlich  selten,  namentlich  die  ??  gelangen  last 
nie  in  unsere  Sammlungen.  Die  Rp  lebt  auf  Bambus,  Dendrocalamus  und  anderen  Gramineen  und  wurde 
erst  neuerdings  (1896)  entdeckt.  Sie  ist  cylindrisch,  mit  grossem  Kopf  von  grünlichgelber  Farbe.  Augen 
schwarz.  Körper  braun  mit  einem  breiten  rein  weissen  Dorsalband,  das  von  ansehnlichen  schwarzen  Flecken 
umgeben  ist.  Die  ganze  Raupe  ist  mit  langen  rötlichen  oder  braunen  Haaren  bekleidet  und  auf  den  hinteren 
Segmenten  befinden  sich  noch  seitliche  gelbe  Makeln.  Analsegment  mit  langen  aber  nur  wenig  divergierenden 
Anhängseln.  Pp  mit  zwei  langen  konischen  Spitzen,  der  Thorax  convex  und  dorsal  leicht  eingekerbt,  die  Flügel¬ 
scheiden  ziemlich  Hach,  das  Abdomen  stark  gebogen.  Farbe  halb  durchsichtig,  gelb  mit  einer  Dorsaliinie  und 
den  Adern  der  Flügel  von  zarter  Fleischfarbe.  —  ceylonica  Frühst,  (cf)  ist  einer  der  seltensten  Schmetterlinge 
von  Ceylon,  wo  er  anscheinend  nur  in  der  Nähe  von  Galle  in  dem  Djungle  der  Alluvialebene  vorkommt.  Beim 
?  ist  im  Gegensatz  zu  lepida  die  subapieale  bläulichweisse  Binde  der  Vllgi  bereits  hinter  der  vorderen  Mediana 
in  Flecke  aufgelöst,  während  sie  bei  lepida  bis  zur  hinteren  Mediana  geschlossen  bleibt.  Der  Copulations- 
apparat  zeigt  ein  schwach  gekrümmtes  Scaphium,  eine  eingeschnürte  Valve  mit  deutlich  abgesetzteu  wulst- 
förmigem  Ende. 

D.  continentalis  ist  von  Sikkim  und  Assam  bis  Tonkin  und  von  der  malayisehen  Halbinsel  bis  Annam 
verbreitet  und  entsendet  einen  Ausläufer  auch  auf  die  Andamanen.  Die  Art  wurde  vielfach  mit  der  sehr 
ähnlichen  celinde  Stoll  verwechselt,  von  der  sie  äusserlich  durch  einen  kleinen  gelblichen  Duftfleck  auf  der 
blanken  Fläche  an  der  Irdsader  der  Hügl  unterschieden  werden  kann  und  morphologisch  durch  die  distal 
erheblich  verbreiterte  Valve,  die  mehr  spatelförmig,  statt  scharf  zugespitzt  gebildet  ist.  cf  sehr  ähnlich  celinde 
(106  bj  doch  mit  verwischteren  subapicalen  und  submarginalen  Makeln  der  Vügl.  $  leichter  zu  trennen  durch 
em  kompakteres  ockergelbes  Feld  und  markantere  Submargmalilecken.  Mehrere  Ortsrassen  von  denen  continen¬ 
talis  Stgr.  in  den  niederen  Tälern  von  Sikkim  nicht  sehr  selten  ist  und  während  der  warmen  Jahreszeit  fliegt; 
frisch  gefangene  cf  cf  sind  durch  einen  prächtigen  indigoblauen  Schimmer  ausgezeichnet  der  in  der  Düte  schnell 
verblasst.  Der  Geruch  der  cf  cf  ist  auffallend  stark  und  unangenehm.  - —  seminecho  Stich,  cf:  Von  typischen 
D.  continentalis  dadurch  unterschieden,  dass  sich  von  dem  Gostalfleck,  jenseits  der  Zelle  ausgehend,  eine 
geschwungene  Reihe  fahlgelber,  leicht  zusammenhängender,  halbmond-  oder  keiliörmiger  Flecke  bildet  und  so 
eine  submarginale  bezw.  ultracellulare  Binde  entsteht,  die  genau  die  Form  und  Gestali  hat  wie  bei  necho  hldr. 
von  Java,  nur  dass  sie  hier  bläulich  ist.  Von  mir  in  Tonkin,  Than-Moi  Juni,  Juli  und  in  Annam,  November, 
Dezember  m  der  Regenzeit  gesammelte  Exemplare  sind  kleiner  als  nordindische;  die  ??  zeigen  ein  viel 
schmäleres  lichter  gelbes  Band  der  Vilgl  und  schmäleren  ockerlarbenen  Distalrand.  Die  Unterseite  der  cf  cf 
muss  als  etwas  bunter,  jene  der  ¥?  als  dunkler,  mehr  rotbraun  statt  gelb  oder  lehmfarben  bezeichnet  werden. 
Vermutlich  leiten  solche  continentalis,  die  übereinstimmend  wohl  auch  in  Ober-Birma  und  Tenasserim  Vor¬ 
kommen  über  zu  perakensis  Stich.,  die  dadurch  ausgezeichnet  sein  sollen,  dass  nach  dem  einzigen  mit  Sicherheit 
von  der  Malayisehen  Halbinsel  bekannten  cf  weissliche  statt  ockergelbe  Submarginalmakeln  vorhanden  sind, 
ln  Bhamo  sollen  während  der  Regenzeit  die  efef  seht-  häufig  an  nassen  Stellen  der  Wege  sein,  während  die 
??  niemals  das  dichte  Unterholz  der  angrenzenden  Wälder  verlassen,  dort  aber  leicht  zu  erbeuten  sind. 
Moore  kannte  auch  continentalis,  die  im  M er gui -Archipel  gefunden  wurden.  —  andamensis  Stgr.  ist  in  den 
kontinentalen  Sammlungen  noch  sehr  selten  und  auch  am  Tring-Museum  scheinen  sich  nur  drei  efef  zu 
belinden.  Wie  vorauszusehen  bedeutet  andamensis  eine  insulare  Verdunklung  der  kontinentalen  Form;  die  cf  cf 
tragen  nur  noch  Spuren  der  einstigen  Gelbfleckung  und  die  Unterseite  erscheint  sehr  düster  mit  wenig  hervor¬ 
tretender  Strichelung.  ?$  sind  noch  nicht  beschrieben.  Amdamanen,  vielleicht  auch  Nicobaren. 

D.  celinde  ist  ein  häufiger  Javafalter,  der  ostwärts  bis  Uombok  vorgedrungen  ist  und  von  Snellex  auch 
von  der  Insel  Kangean  gemeldet  wurde.  Zwei  Spaltrassen  sind  beschrieben:  celinde  Stoll.  (106b),  deren  Rp. 


lepida. 


significans 

ceylonica. 


continentalis 


seminecho. 


perakensis. 


andamensis. 


celinde. 


446 


DISCOPHORA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


bereits  von  Horsfield  auf  Kokospalmen  gefunden  wurde.  Die  Intensität  der  Gelbfleckung  der  Vflgl  wechselt 
vom  luxurianten  Maximum,  das  wir  abbilden,  bis  zu  Exemplaren  ohne  zweite  submarginale  Fleckenserie  der 
Vflgl.  Bei  einem  d  sind  sowohl  die  Transcellular-  wie  auch  Submarginalfleckchen  völlig  verschwunden,  so 
Vardci  c^ass  die  Oberseite  als  einfarbig  blauschwarz  mit  leichtem  Stahlschimmer  bezeichnet  werden  muss  (=  varda  form. 
7iov.)  Die  Jahreszeiten  scheinen  in  der  Richtung  auf  celinde  einzuwirken,  dass  beide  Geschlechter  in  der  trockenen 
Periode  eine  monoton  graugelbe,  in  der  regnerischen  Periode  eine  buntere  reich  braunviolett  überschattete 
undata  Färbung  annehmen.  Ost-  und  West-Java,  bis  zu  etwa  700  m  Höhe;  Bali,  Kangean.  —  undata  Stich,  bezieht 
sich  auf  eine  von  mir  auf  der  Insel  Lombok  aufgefundene  Vikariante,  die  dort  vom  April  bis  Juni  fliegt  und 
etwa  600  m  hoch  hinaufgeht  und  von  mir  stets  in  der  Nähe  der  Dörfer  der  Eingebornen  angetroffen  wurde. 
Das  d  ist  grösser  als  typische  celinde ,  Flec-ke  des  Vflgls  sehr  klein,  Ozellen  des  Hflgls  unten  auffallend  gross, 
zuweilen  ein  kleines,  weiss  gekerntes  Nebenauge  vor  der  Analozelle.  Saum  aller  Flügel,  namentlich  derjenige 
des  Hflgls  stark  gewellt,  ein  Umstand,  der  die  Unterart  sehr  auffällig  und  unverkennbar  von  der  typischen  Form 
unterscheidet.  ?:  Die  von  der  ultracellularen  Binde  ausgehende  proximale  Fleckenreihe  des  Vflgls  nur  zwischen 
vorderer  und  mittlerer  Mediana  erhalten,  sonst  undeutlich.  Die  mittlere  Fleckenreihe  wird  aus  zwei 
halbmondförmigen  Flecken,  einem  vorderen  grösseren  und  einem  hinteren  kleineren,  gebildet.  Die  distale  (sub¬ 
marginale)  Reihe  besteht  aus  drei  grossen,  hinter  der  oberen  Mediana  beginnenden  Flecken.  Hflgl  mit  nur 
einer  deutlichen,  submarginalen  Fleekenreihe  und  einigen  obsoleten  Flecken  und  Wischflecken  im  vorderen 
Teile  des  Diskalfeldes.  Unterseite  ohne  charakteristische  Merkmale,  d  43 — 45,  ?  48  mm  Vflgl- Eänge. 

D.  necho  eine  der  häufigsten  Arten  des  Genus  bewohnt  das  gesamte  Makromalayana  und  dringt  im 
Norden  bis  Palawan  und  den  mittleren  Philippinen  vor.  Morphologisch  schliesst  sie  sich  eng  an  continentalis  Stgr. 
au.  Copulationsapparat  in  allen  Teilen  im  Prinzip  mit  demjenigen  der  vorigen  Art  übereinstimmend,  aber 
die  Harpe  distal  an  der  ventralen  Ecke  hervorgezogen  und  kuppenartig  verlängert.  Diese  hervortretende  Ecke 
ist  mehr  oder  weniger  in  die  Augen  fallend,  durchschnittlich  am  meisten  bei  Stücken  der  Art  aus  Borneo, 
Sumatra  und  Nias,  weniger  bei  der  forma  typica  von  Java  und  am  wenigsten  bei  der  Unterart  von  den 
Philippinen.  Die  Verflachung  geht  dort  soweit,  dass  nur  geringe  Unterschiede  gegen  coritinentalis  Stgr.  zu 
finden  sind,  es  sei  denn,  dass  letztere  meist  vor  dem  Ansatz  des  Endgebildes  einen  kleinen,  höckerartigen, 
lateralen  Wulst  nach  innen  zeigt.  Die  Gestalt  der  Endkuppe  variirt  aber  auch  bei  Individuen  derselben  Lokalität 
und  lassen  sich  alle  Uebergänge  von  der  abgestumpften  Distallläche  bis  zur  Kuppenbildung  unabhängig  von 
der  Lokalität  dergestalt  zusammenstellen,  dass  auf  den  beiden  extremsten  Positionen  ein  Stück  von  Mindanao  bezw. 
ein  solches  aus  Borneo  oder  Sumatra  steht.  Die  makromalayischen  Rassen  gruppieren  sich  im  Zeichnungs¬ 
charakter  um  die  von  uns  dargestellte  dis  (106  d)  jene  der  Philippinen  um  odorata  (106  a).  Als  Namens- 
necho.  typus  muss  necho  Fldr.  gelten,  deren  ¥  Godart  1823  schon  kannte,  aber  mit  der  philippinischen  Species  ogina 
Hbn.  zusammenwarf.  Charakteristisch  für  die  typische  cf -Form  der  Art  sind  dLe  kleinen  Hflglozellen  auf  der 
Unterseite.  Die  Analozelle  ist  häufig  nur  durch  einen  weissen  Punkt  mit  undeutlicher  oder  ohne  Umrandung 
angedeutet.  Die  Fleckbinde  des  Vflgls  der  cfcf,  besonders  bei  Ost- Java-Exemplaren,  reich  und  rein  weiss 
durchsetzt.  7ieclio  lässt  sich  auf  Java  in  beliebiger  Anzahl  langen,  wenn  überreife  Bananen  als  Köder  im  Walde 
dis.  aufgehängt  werden.  —  dis  Nicev.  (106  d)  differiert  von  necho  durch  die  verdunkelte  violette  Binde  der  Vflgl 
der  cfcf  und  ein  breiteres  und  satter  ockerfarbenes  Schrägband  der  ¥¥.  dis  fliegt  das  ganze  Jahr  in  der 
Ebene  und  den  Vorbergen  von  Nordost- Sumatra,  ist  auch  im  Westen  der  Insel  nicht  selten  und  nächst  Äina- 
thusia  phidippus  die  gemeinste  Amathusiide  von  Sumatra,  doch  sind  reine  unversehrte  ¥  ¥  ziemlich  selten. 
Dr.  Martin  hat  mehrmals  diese  Art  aus  Raupen  gezogen,  welche  immer  paarweise  sowohl  auf  Zuckerrohr  als 
auch  auf  dem  berüchtigten,  schon  erwähnten  Lalang-Gras  sich  vorländen.  Die  stark  behaarten,  gelbbraunen 
Raupen  ruhen  nahe  an  einander  gedrängt  mit  dem  Kopfe  nach  abwärts  hoch  auf  einem  Blatte  und  fressen 
dessen  untere  Teile  mit  Ausnahme  natürlich  der  Mittelrippe.  Die  grüne,  spitze  Puppe  erinnert  sehr  an  jene 
von  Amatlmsia  phidippus.  Der  grosse,  pelucheartige  Duttfleck  des  cf  ist  von  rundlicher  Form,  besitzt  eine 
hellere  Umrandung  und  liegt  ungefähr  über  und  um  die  Gabelung  der  Medianader;  der  zweite,  auf  der  lrds- 
ader  gelegene  Duftileck  ist  rundoval  und  weissgelb.  Die  Ozellen  aut  der  Unterseite  der  Hflgl,  2 — 3  an  Zahl, 
sind  compiet.  Auf  der  Hllgloberseite  treten  zuweilen  submargiuale  Flecke  auf.  Das  ¥  dieser  Subspecies  hat 
durchschnittlich  die  breiteste  Vllglbinde  und  erreicht  eine  bedeutende  Grösse  namentlich  auf  Sumatra  (bis 
53  mm  Vllgllänge).  Die  Farbe  der  Binde  und  Flecke  ist  bedeutend  lebhalter  ockergelb  als  bei  typischen  necho, 
Grundfarbe  dunkler,  Gestalt  der  Binde  im  Ganzen  wie  bei  letzterer,  es  ist  aber  stets  mehr  Neigung  zur  Fleck¬ 
absonderung  bemerkbar  und  die  Submarginalflecke  des  Vligls  smcl  meist  gänzlich  isoliert.  Hflgl  bis  auf  einen 
helleren  Saum  gewöhnlich  einfarbig  braunschwarz  oder  mit  verloschenen  submarginalen  Flecken  oder  einigen 
undeutlichen  Wischen  und  Flecken  im  vorderen  Teil  des  Discus.  Auch  hier  kommen  Ausläufer  vor,  bei  denen 
propinqua:  sich  auf  dem  HÜgl  2 — 3  deutliche  Fleckreihen  absondern,  ähnlich  wie  bei  celinde  Stoll.  —  propinqua  Stich,  ist 
durchschnittlich  etwas  kleiner  wie  die  vorige.  Hflgl  an  der  Irdsader  ohne  Duftschuppenlleck  oder  mit  spärlichen 
Härchen  an  dessen  Stelle,  ein  untrügliches  Merkmal  für  die  Form  und  das  erste  spezifische  Anzeichen  für  die 
vorsichgehende  Gonsolidierung  als  Species.  Das  ¥  sehr  düster,  Hflgl  fast  einfarbig,  Vflgl  mit  stumpfem  Apex  und 
engamon.  auffällig  convex  geschnittenem  Aussenrand.  Insel  Nias,  sehr  selten.  —  engamon  subsp.  nov.  steht  am  nächsten 
der  dis  Nicev.  und  bildet  eine  Transition  von  dieser  zu  cheops  von  Borneo,  d  differiert  von  dis-d  durch  die 


DIS  COPHORA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


447 


schmälere  und  zugleich  dunklere  blauviolette  Rinde  der  Vflgl  und  das  ?,  welches  Distant  als  cdinde -?  (Rliop.  Mal. 
t.  5  f.  11)  abbildete,  zeigt  einen  schärfer  abgegrenzten  nach  vorne  verengten  ockergelben  Shaw!  der  Vflgl. 
unterseits  dunkler  als  dis-cTd das  ?  mit  grösseren  Ozellen  und  bunterer  Schraffierung.  Perak,  anscheinend  selten. 
—  cheops  Fldr.  wird  hier  auf  Exemplare  aus  dem  nördlichen  Borneo  bezogen,  welche  dis  sehr  nahe  kommen; 
ein  geübtes  Auge  wird  aber  sofort  erkennen,  dass  die  inneren  Fecken  der  Vflgl  unter  sich  keilförmig,  proximal 
spitzer  und  zugleich  gleichartiger  gestaltet  sind.  Das  ?  vollends  ist  leicht  zu  trennen  durch  eine  stets  markante 
dreifache  Serie  von  Submarginalmakeln  der  Hflgl-Oberseite  die  bis  zur  vorderen  Mediane  hin  verteilt  stehen.  -  Als 
orbicularia  Stich,  ist  eine  Augenaberration  benannt,  mit  2 — 3  kleinen  mehr  oder  wenige]'  kompletten  Ozellen 
in  der  Medianzone  der  Hflgl.  --  helvidius  subsp.  nov.  ersetzt  cheops  im  südöstlichen  Borneo  und  auf  den 
Natuna-Inseln.  cf  mit  grösseren  mehr  quadratischen  Submarginalmakeln  und  fast  doppelt  so  breiten,  lichter 
blauen  Medianflecken  der  Vflgl.  ?  mit  entschieden  zurückgebildeter  ockerfarbener  Schrägbinde  der  Vflgl  und 
etwas  weniger  deutlichen  Medianmakeln  der  Hflgl.  —  Mit  odora  Frühst.  (106a,  in  odorata  verdruckt)  beginnt 
eine  kleine  Gruppe  von  geografischen  Rassen,  die  durch  eine  verschmälerte,  mehr  in  einzelne  Flecken  auf¬ 
gelöste  Vflglbinde  der  ??  sich  auffallend  der  cdinde  Stoll  nähern.  ?  durch  wesentlich  verkleinerte  blaue  Fleckung 
der  Vflgl  kenntlich;  ?  abgesehen  von  den  isolierteren  ockerfarbenen  Makeln  auch  noch  habituell  unscheinbarer 
und  mehr  rundflügelig.  Die  Subapicalbinde  des  Vflgls,  welche  in  einzelnen  Fällen  die  vordere  Zellecke  berührt, 
in  anderen  nicht,  löst  sich  unter  der  vorderen  Mediana  in  zwei  Fleckenreihen  auf,  deren  proximal  stehende 
aus  drei  kleineren  rundlichen,  die  discale  aus  3  grösseren  keilförmigen  Flecken  besteht.  Nächst  dem  Aussen- 
rand  stehen  dann  noch  die  üblichen  4 — 5  Submarginalflecke.  Der  Saum  des  Hflgls  ist  heller,  nächst  demselben 
eine  vollständige  submarginale  und  dann  zwei  unvollständige  discale  Fleckenreihen.  Costa  des  Hflgls  von 
Mitte  bis  Apex  ganz  hell.  Insel  Palawan,  ziemlich  selten,  Flugzeit  Januar.  —  erasimus  subsp.  nov.,  deren 
Type  in  der  STAUDiNGER’schen  Sammlung  in  Berlin,  ist  eine  distincte  Inselform,  cf  am  nächsten  der  cheops 
von  Nord-Borneo,  nur  kleiner  von  Gestalt  und  mit  etwas  bleicherer  Subapicalbinde.  ?  mit  heller  gelbbrauner 
an  den  Rändern  jedoch  verdunkelter  Vflglbinde,  die  nur  sehr  schmal  angelegt  ist  und  distal  von  kleinen  braun- 
gelben  Halbmonden  begrenzt  wird.  Jolo-Inseln.  —  mindorana  subsp.  nov.  von  Herrn  Bang-Haas  unter  dieser  „in 
literis“-Bezeichnung  empfangen,  hat  die  schmälsten  blauen  Subapicalbinden  der  Formenserie;  ?  sehr  ähnlich 
dem  odora aber  mit  hellerer  und  etwas  mehr  rötlich  überhauchter  Fleckung  der  Vflgl.  Insel  Mindoro. 

D.  philippina  Frühst.  (=  menetho  Semp.,  philippina  Moore  nom.  nud .)  lässt  sich  von  den  Formen  der 
necho- Serie  sofort  abtrennen  durch  die  wie  bei  tullia  (106c)  vertikal  gestellte  Doppelreihe  von  blauen  Makeln 
der  Vflgl,  von  denen  die  äusseren  sehr  klein,  die  inneren  keilförmig  und  fast  doppelt  so  gross  sind.  Trans¬ 
cellularflecken  fehlen.  Valve  wesentlich  einfacher,  schlanker  und  zierlicher  als  bei  necho  und  den  übrigen 
bisher  erwähnten  Spezies.  Die  Art,  deren  Berechtigung  durch  den  Bau  des  cf-Genitals  zweifellos  ist,  ändert 
wenig  ab  und  lassen  sich  die  von  Doherty  auf  Bazilan  gesammelten  Stücke  (Coli.  Fruhstorfer)  nicht  von  den 
Mindanao-Tieren  trennen.  Manchmal  treten  auf  dem  Hflgl  kleine  ultracellulare  Wischflecke  auf,  Analocellen  auf 
der  Unterseite  fehlen  zuweilen  und  sind  durch  einen  weissen  Punkt  ersetzt,  dagegen  tritt  in  einzelnen  Fällen 
vor  dem  Analauge  eine  kleine  Nebenozelle  auf. 

D.  ogitia  Godt.  ist  eine  ausgezeichnete  Spezies,  zeigt  in  der  Farbenverteilung  eine  gewisse  Aehnlieh- 
keit  mit  Adolias  dirtea  F,  und  ist  analog  mit  dieser  charakterisiert  durch  eine  dunkel  blauviolette  Binde  der 
Hflgl. -Oberseite  der  cfcf,  die  beim  ?  (nach  der  Abbildung  Sempers  beurteilt)  wieder  verschwindet.  Das  ?  ist 
aber  gleichfalls  von  allen  übrigen  Verwandten  abzusondern  durch  eine  Reihe  von  drei  fast  weissen  Submarginal¬ 
makeln,  einen  schmalen  weissvioletten,  den  ganzen  Vflgl  durchziehenden  Shawl  und  noch  eine  Serie  von  drei 
medianen  Pünktchen  die  weiss  oder  gelblich  sein  können.  Die  Unterseite  führt  bei  beiden  Geschlechtern  eine 
Apical-  sowie  eine  Analozelle  und  zwei  weitere  Augen  zwischen  der  unteren  Radiale  und  der  mittleren  Mediana 
der  Hflgl.  —  Als  melinda  Fldr.  ist  eine  2  Form  benannt,  die  Staudtnger  in  seiner  Sammlung  von  ogina 
getrennt  hält;  vielleicht  ist  es  eine  Trockenzeitform  über  die  ich  aus  Mangel  an  eigenem  oder  anderem  Vergleichs¬ 
material  nichts  sagen  kann.  Sehr  selten;  Semper  kannte  nur  8  Exemplare  von  Luzon  und  Polillo.  Der 
Copulationsapparat  leicht  von  jenem  der  phillippina  Frühst,  zu  separieren  durch  die  messerschneidenartige 
dorsale  Ausbuchtung  der  Valvenspitze. 

D.  bambusae  bewohnt  die  celebische  Subregion  wo  sie  in  drei  nicht  sehr  scharf  geschiedene  Areal¬ 
formen  zerfällt.  Die  Art  ist  leicht  festzustellen  durch  die  unter  sich  gleichgrossen  Serien  von  unbedeutenden 
blauen  Punktfleckchen  der  Vflgl  der  cfcf,  und  eine  Kette  von  fünf  Ozellen  der  Unterseite  der  Hflgl. 
Copulationsapparat  des  cf  ausgezeichnet  durch  einen  S-förmig  gekrümmten  Uncus  anticus  und  ein  langes, 
distal  rund  hakenförmig  aufwärts  gekrümmtes  Scaphium.  Die  Harpe  ist  proximal  breit  schaufelartig, 
verjüngt  sich  allmählich  und  endet  in  einem  flachen,  schwach  abgesetzten  Knopf.  —  bambusae  Fldr.,  (106b) 
nach  von  Lorquin  gesammelten  Exemplaren  mit  dem  irrigen  Fundort  „Halmaheira“  beschrieben,  ist  im  nörd¬ 
lichen  Celebes  heimisch.  Ich  fing  die  Falter  an  Bananenköder  in  der  Nähe  der  Bucht  von  Toli-Toli  im  November, 
Dezember.  —  celebensis  Holl,  ist  nach  dem  Material  meiner  Sammlung  beurteilt  von  der  Nord-Celebes-Rasse  zu 


cheops. 


orbicularia. 

helvidius. 


odora. 


erasimus. 


mindorana. 


philippina. 


ogina. 


melinda. 


bambusce. 


celebensis. 


448 


ENISPE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


separieren  durch  die  auf  der  Oberseite  mit  fast  doppelt  so  grossen  weissen  und  gelben  Submarginalmakeln 
verzierten  Vflgl-  wie  Hfl  gl  der  ??,  sowie  deren  bleichere  Unterseite.  Flugzeit  Januar.  Doherty  hat  beobachtet, 
dass  celebensis  um  Sonnenauf-  und  Untergang  eine  bestimmte  Strecke  auf  und  abfliegen  und  von  dieser  Pendel¬ 
bewegung  um  keines  Haares  Breite  abweichen;  es  sei  denn,  dass  sie  von  einem  anderen  Individuum  derselben 
Art  gestört  werden.  Alsdann  erfolgt  eine  wilde  Flucht  mitunter  von  solcher  Heftigkeit,  dass  sich  der  Flüchtling 
an  irgendwelchen  Hindernissen  der  Bäume  und  Sträucher  buchstäblich  in  Stücke  zerreisst.  Bei  dieser  Art 
hat  Doherty  auch  zuerst  den  von  Stichel  später  Uncus  anticus  genannten  Uncus-Aufsatz  beobachtet  und  als  „bifid“ 
bangkaiensishezeichnet.  —  bangkaiensis  Frühst ,  mit  der  Type  im  British  Museum,  differiert  von  celebensis  durch  noch  hellere  und 
markantere  weisse,  respektive  gelbliche  Makeln  der  Oberseite  aller  Flügel.  Insel  Bangkai,  von  H.  Kühn  gesammelt. 

15.  Gattung:  Enispe  Westw. 

Strukturell  nur  durch  geringfügige  Merkmale  von  Discophora  zu  trennen,  so  durch  vier  statt  fiint 
Subcosatalästchen  und  eine  mehr  nach  innen  ausgebogene,  hintere  Discocellulare  der  Vflgl.  Der  erste  Sub- 
costalast  mit  der  Costale  verwachsen,  der  zweite  erheblich  verkürzt.  Wie  bei  Discopliora  aber  ist  die  mittlere 
Discocellulare  zur  Unkenntlichkeit  verkümmert.  Die  für  die  Discophora  so  charakteristische  Androconien- 
ansammlung  der  Hflgl-Oberseite  fehlt.  Die  cfcT  tragen  dafür  eine  Bürste  mit  langen  Haaren,  welche  die  Zelle 
der  Hflgl  überdecken.  Vflgl-Unterseite  mit  kleiner  blanker  Beibefläche.  Verbreitung  das  gebirgige  West-China 
bis  Vorder-  und  flinterindien  sowie  Borneo  und  Sumatra.  Das  Auffinden  der  Gattung  auf  der  malayischen 
Halbinsel  ist  nur  eine  Frage  der  Zeit. 

E.  cycnus  schliesst  sich  im  Colorit  noch  den  Discophora  an  und  es  bleibt  in  der  Flügelform  nur  wenig 
Unterschied  mit  D.  lepida  zu  konstatieren.  Oberseite  dunkel  purpurbraun,  am  dunkelsten  in  der  distalen  Partie 
der  Vflgl,  welche  einen  blauen  Schimmer  zeigt.  Die  Art  geht  bis  etwa  1000  Fuss  ins  Gebirge  hinauf. 
cycnus.  cycnus  Westw.,  ursprünglich  aus  Svlhet  beschrieben,  ist  nicht  ausserordentlich  selten  in  Assam,  wurde  auch 
auf  niederen  Erhebungen  der  Naga-Hills  und  bei  Bernardmyo  in  Ober-Birma  von  Doherty  gefangen.  —  Als 
verbanus  verbanus  subsp.  nov.  (106a)  wird  eine  westlichere  Lokalrasse  eingeführt,  die  mir  in  grossen  Serien  von  Bhutan 
vorliegt.  Zu  ihr  gehört  auch  das  als  cycnus  Taf.  105c  abgebildete  ?.  Beide  Geschlechter  differieren  von  cycnus 
aus  Assam  durch  die  erheblich  verschmälerte  weissblaue  Binde  der  Vflgl,  die  bei  verbanus  bereits  an  der 
vorderen  Mediana  abgeschlossen  erscheint  und  ihre  Fortsetzung  in  drei  etwa  keilförmigen  Medianmakeln  findet. 
Bei  cycnus  von  Assam  zieht  aber  dieses  Band  in  durchweg  lichterer  Färbung  ungebrochen  bis  zur  Submediana 
durch.  Dagegen  sind  beim  verbanus -?,  wie  aus  der  Abbildung  ersichtlich,  der  Disc-us  der  Vflgl,  sowie  die 
Submarginalregion  der  Hflgl  mit  schön  ausgefärbten  ockergelben  Makeln  dekoriert.  Unterseite  von  verbanus 
vorherrschend  braunviolett,  jene  von  cycnus  hell  rötlichgelb  mit  schmalen  braunvioletten  Längsbinden. 

E.  euthymius  bildet  durch  die  bei  den  indischen  Lepidopteren  so  seltene  hell  ziegelrote  Grundfärbung 
einen  der  lebhaftesten  Kontraste  zu  den  sonst  so  düster  kolorierten  Discophora-  und  Enispe- Arten.  Das  Kolorit 
wechselt  je  nach  dem  Fundort  der  Falter,  ebenso  die  Ausdehnung  der  schwarzen  Zickzacklinien  oder  Binden 
der  Oberseite.  Keine  der  drei  bisher  entdeckten  Unterarten  tritt  in  Anzahl  auf  und  namentlich  die  ??  müssen 
den  seltendsten  existierenden  Schmetterlingen  zugezählt  werden.  Auffallend  ist  das  Fehlen  einer  Zweigrasse 
auf  der  malayischen  Halbinsel,  die  von  dort  bestimmt  noch  zu  erwarten  ist.  Die  Falter  fliegen  in  Sikkim  vom 
euthymius.  April  bis  Oktober  und  lieben  es,  an  faulenden  Objekten  zu  saugen,  euthymius  Dbl.  (=  sylhetensis  Stgr.) 

ursprünglich  aus  Sylhet  beschrieben,  scheint  auf  Exemplare  der  regenarmen  Periode  basiert  zu  sein.  Grund¬ 
farbe  oberseits  hell  ziegelrot,  unterseits  fahl  zitron-  oder  orangegelb.  Oberseite  der  Vflgl  mit  unbedeutenden, 
tesselata.  wie  verwischt  aussehendrn  schwärzlichen  Medianmakeln.  —  tesselata  Moore  (mit  der  cf-Type  aus  Darjeeling 
die  ?-Type  aus  Nepal)  gehört  der  Regenperiode  an;  fällt  durch  nahezu  satt  ziegelrote  Färbung  auf,  und  ist 
breiter  schwarz  umrahmt,  sowie  mit  markanteren  Medianflecken  besetzt.  Die  Unterseite  führt  violettbraune 
Binden  und  deutlich  gekernte  Ozellen.  Von  Sikkim  bis  zu  den  Naga-  und  Karen-Hills  verbreitet.  Nach  Elwes 
kommt  in  Pegu  und  Tenasserim  nur  die  dunkle  Form  tesselatus  Moore  vor,  während  Niceville  angibt,  dass  die 
hellen  und  dunklen  Exemplare  völlig  unabhängig  von  der  Lokalität  auftreten.  In  Tonkin  beobachtete  ich  im 
duranius.  August  und  September  auf  etwa  300  m  Höhe  nur  die  dunkle  Generation.  —  duranius  subsp.  nov.  (105c)  ist 
die  bisher  unbeachtete  Vikariante  von  Sumatra,  im  Färbungscharakter  sic-h  tesselatus  nähernd,  aber  noch 
reichere  schwarze  Binden  und  Zickzacklinien  führend.  Die  Unterseite  bleibt  dagegen  erheblich  fahler  und 
monotoner  und  nach  der  Basis  zu  gleichmässiger  matt  ziegelrot.  Nach  Martin  sind  sumatranische  Exemplare 
im  allgemeinen  dunkler  als  solche  von  Sikkim  und  gleichen  eher  Assam-  und  Burma-Stücken.  Die  ??  haben 
die  schwarze  Zeichnung  beider  Seiten  mehr  prominent,  und  besonders  das  discale  Band  tritt  deutlich  hervor. 
Die  Ozellen,  2 — 3  auf  der  Unterseite  des  Hflgls,  sind  inkomplet  und  verkümmert,  nur  mehr  schwarze  Flecken, 
allein  der  unterste  trägt  ab  und  zu  einen  weissen  Kern.  Mein  Sammler  beobachtete  duranius  auch  in  der 
Umgebung  von  Padang  Pandjang,  von  woher  mir  zwei  cfcf1  vorliegen.  — -  milvus  Stgr.  bedeutet  das  me- 
lanotische  Extrem  der  Kollektivspezies;  Grundfarbe  der  Oberseite  braun  mit  licht  ockergelben  Zeichnungen. 
?  etwas  grösser,  heller  mit  weissem  Costalfleeken.  Unterseite  nach  Angaben  ihres  Autors  ockerbraun.  Kina- 
balu,  Nord-Borneo,  sehr  selten. 


Ausgegeben  31.  I.  1912. 


Nachtrag.  Von  H.  Fruhstorfer. 


449 


E.  lunatus  Leech  und  deren  extreme  Trockenzeitform  enervata  Stich,  sind  Bd.  1,  p.  157  behandelt,  erstere 
dortselbst  Taf.  49b,  letztere  Taf.  49c  abgebildet;  Heimat  das  westliche  China,  der  Omeishan  und  die  .Missions¬ 
stationen  in  Szetchuan. 

Nachtrag. 

Seite  404.  Faunis  arcesilaus:  cyme  subsp.  nov.  Erheblich  kleiner,  cf  oberseits  bleicher,  ?  gleichfarbig  cyrne. 
fast  ohne  nachdankelnde  Distalpartie.  Unterseite  mit  schmälerer  Medianbinde  der  H  fl  gl ;  ?  viel  heller  braun 
als  canens  Hbn  ?;  Ost-Java,  ein  echtes  Produkt  der  Trockenzeit.  Sehr  häufig  im  Zuidergebergde,  in  den 
lichten  Wäldern.  Stets  am  Erdboden  dahinhuschend  und  etwa  800  in  Höhe  nicht  überschreitend. 

Seite  421.  zu  wahnesi  Heller  sind  zwei  Formen  beschrieben  (Mitteilungen  aus  dem  Zoolog.  Museum 

in  Berlin  V.  Bd.  3.  Heft  1911  pag.  470)  subquadriocellata  Strand  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  lagert  vor  der  ^eiiata^ 

Analocelle  ein  Nebenauge  und  zwischen  den  Medianadern  findet  sich  ebenfalls  ein  Auge,  dessen  Durchmesser  ,  . 

°  °  quaari- 

kaum  3  mm  beträgt,  quadriocellata  Strand  zwischen  den  beiden  grossen  Augen  der  Hflgl  findet  sich  je  ein  ocellata. 

Tntranervalauge  mit  winzig  kleiner,  weisser  Pupille,  von  denen  das  vordere  mit  dem  Apikalauge  zusammenhängt. 

Seite  433.  Die  Rp  von  Zeuxidia  luxeri  Hb.  hat  Herr  Dr.  Piepers  auf  Java  entdeckt  und  sendet  mir  in 
dankenswerterweise  folgende  Beschreibung  derselben:  Gestalt  gross,  dünn  mit  schwarzen  und  weissen  Haaren 
bedeckt.  Grundfarbe  dunkelgrün.  Der  Kopf  rötlich  mit  zwei  kurzen  Hörnern,  der  Hinterleib  in  zwei  Stacheln 
ausgezogen.  Ppe  gleich  jener  von  Amathusia  phidippus  der  Kopf  mit  langer  Spitze. 

In  dem  überaus  lesenswerten  Werke  ,, Kaiser  Wilhelmsland“,  Herders  Verlag  in  Freiburg,  1911  schreibt 
Dr.  Eugen  Werner  pag.  170:  „Die  Taenariden  gleichen  zarten,  stillen  Waldgeistern  im  moderduftigen  Urdunkel. 
selten  begegnet  man  ihnen  in  offener  Landschaft,  sie  scheuen  die  Glut;  aber  in  friedlicher  Geselligkeit  erscheinen 
sie  wo  rieselnde  Bächlein  sich  im  holden  Zwielicht  unter  gigantischen  Farnwedeln  durch  den  kiesigen  Grund 
schlängeln,  wo  schüchtern  nur  die  Strahlen  des  hellen  Tages  auf  den  tausend  Blättern  und  Blättchen  zitternd 
spielen.  An  brauner  Stämme  Rinde,  auf  faulendem  Holz,  auf  überreifen  Palmenfrüchten,  die  ungenutzt  ver¬ 
modern,  da  sammeln  sich  ihre  Scharen.  Sie  nippen  Speise  am  Wege  und  trinken  Tautröpfchen  auf  blätter- 
reichem  Gezweige.  Gespensterhaft  flattern  sie  auf  von  der  Gestalt  des  nahenden  Wanderers  aufgestört,  doch 
nur  um  alsbald  sich  von  Neuem  an  ihrer  reichbesetzten  Tafel  niederzulassen.  Es  sind  wunderliche  Gesellen 
die  Tmnariden.  Zart  wie  Seidenpapier,  oft  perlmuttern  schimmernd,  gleiten  ihre  Schwingen  sanft  und  lautlos 
durch  die  dampfend  warme  Waldluft.  Was  sie  aber  am  meisten  auszeichnet,  das  sind  ihre  Glotzaugen,  die 
sie  auf  der  Unterseite  der  schöngerundeten  Hinterflügel  tragen.  Von  eins  bis  zu  fünft  zieren  diese  aben¬ 
teuerlichen,  braunen,  gelben  und  blauen  Ringe  das  weisse  Feld  und  wir  werden  kaum  fehl  gehen,  wenn  wir 
in  ihnen  Schreckmittel  erblicken,  die  dazu  dienen,  Eidechsen  und  andere  Verfolger  so  einzuschüchtern,  dass 
sie  wenigstens  für  den  Augenblick  die  Verfolgung  aufgeben  und  so  dem  Falter  das  Entkommen  ermöglichen. 

Der  hervorragendste  Vertreter  der  Taenaridensippe  ist  die  durch  die  Grösse,  Schönheit  des  Flügel¬ 
schnitts,  wie  der  Beschuppung  gleich  ausgezeichnete  Morphotenaris  schönbergi  Frühst .,  welche  längs  des  ganzen 
Finisterre-Gebirges  bis  zum  Sattelberg  verbreitet  zu  sein  scheint;  der  Falter  ist  nirgends  häufig  und  infolge 
seines  starken  Flugvermögens  auch  nicht  leicht  zu  erlangen.“ 

Seite  440.  Thaumantis  odana.  In  der  Gattungsdiagnose  ist  ein  grosser  schwarzer  Mehlfleck  der  vor¬ 
deren  Hälfte  der  Zelle  der  Hflgl  nicht  erwähnt,  welcher  bei  den  einzelnen  Zweigrassen  in  der  Grösse  etwas 
variiert.  Rp  von  Herrn  Dr.  Piepers  auf  Java  entdeckt  sehr  ähnlich  jener  von  Discopliora  celinde  Stolf,  wie 
diese  sehr  gross  und  dicht  behaart.  Die  Haare  sind  auf  dem  Thorax  rot,  auf  den  übrigen  Segmenten  schwarz. 

Kopf  schwarz  mit  zwei  kurzen,  dicken  Dornen.  Hlb  in  zwei  kurze  Stacheln  auslaufend.  Pp  etwa  wie  die  Pp 
von  D.  celinde  geformt,  mit  einer  langen  Spitze  versehen.  Von  Th.  odana  aus  West-Java  befindet  sich  ein  ? 
in  meiner  Sammlung,  form,  albocostalis  form,  nov.,  das  längs  des  Costalsaumes  eine  weisse  schmale  streifen-  albocostalis. 
artige  Verbindung  aufweist  zwischen  dem  Zellende  und  dem  für  die  Species  so  charakteristischen  weissen 
Subapicalfleck  der  Vflgl.  —  wedana  subsp.  nov.  wird  hier  die  habituell  kleinere  Ost-Java-Zweigform  der  wedana. 
Collectivspecies  benannt,  die  von  odana  Godt.  aus  dem  Westen  der  Insel  differiert  durch  folgendes:  Weisser 
Apicalfleck  der  Vflgl  trotz  der  Kleinheit  der  Exemplare  wesentlich  vergrössert.  Die  blaue  Prachtbinde  in  der 
Mitte,  namentlich  beim  ?  mit  einer  nahezu  rein  weissen  sehr  breiten  Längsstreifung.  Der  Blauschiller  proxi¬ 
mal  in  der  Regel  weniger  ausgedehnt.  Unterseite:  Die  Transversalbinde  der  Vflgl  auch  vor  der  dritten  Mediana 
als  deutlicher  quadratischer  Fleck  vorhanden,  auch  sonst  durchweg  breiter  angelegt.  Die  Streifen  in 
der  Zelle  der  Vflgl,  sowie  im  Subbasalgebiet  und  jenseits  der  Zelle  der  Hflgl  prominenter,  mehr  grauweiss. 

—  panwila  subsp.  nov.,  vom  nördlichen  Borneo  (Sultanat  Brunei),  differiert  von  cyclops  Röb.  aus  dem  südöst-  panwila. 
liehen  Borneo  durch  bedeutendere  Grösse,  dunklere  Unterseite  namentlich  der  Hflgl  der  ??.  die  eine  violett 
gefüllte  statt  weissgraue  Submarginalzone  und  einen  mehr  rötlich  ockergelben  Subanalanflug  aufweisen. 


Seite  448.  Man  lese  E.  tesselatus  Moore  statt  tesselata  Moore. 

IX 


57 


450 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Amathusiidee. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  bei  den  indo-australischen  Amathusiidse  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  citierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abdon  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  420. 
aberrans  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1  p.  192. 
adriana  Taen.  Frühst.  Soc.  Entomol.  19,  p.  129. 
adustatus  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  152. 
aerope  Faun.  Leech ,  Entomolog.  23,  p.  31. 
aesculapus  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  192. 
affinis  Taen.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  .3,  p.  162. 
agapetha  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  138. 
agasta  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus. 
p.  49.  * 

agrippa  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  20,  p.  77. 
aigion  Morphops.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  409. 
albertisi  Morphops.  Oberth.  Ann.  Mus.  H.  N.  Genov.  1880, 
p.  513. 

albicans  Taen.  Flag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  50,  p.  80. 
aliris  Thaur.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  4,  p.  176.  * 
amathusia  Aem.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  4,  p.  566. 
ambigua  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus. 
p.  89. 

ameinokleia  Faun.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  406. 
amethystina  Disc.  Stich.  Insect.-Börse  1900,  p.  69. 
amethystina  Zeux.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Ama¬ 
thus.  p.  21. 

amethystus  Zeux.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  485. 
amitaba  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
amythaon  Amathux.  Dbt.  Ann.  Nat.  Hist.  1847  (19),  p.  175. 
anaxilla  Zeux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  437. 
andainanensis  Amathus.  Frühst.  Iris  12,  p.  76. 
andamensis  Disc.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  190. 
annella  Täen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nymph.  Amathus. 
p.  47. 

annulata  Hy.  Stich.  Gen.  Insect.  fase.  39,  Hy.  p.  4. 
ansuna  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
appina  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
arcesilans  Faun.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  28. 
areia  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
aroana  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  18,  p.  373. 
arrenopia  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  428. 
artemides  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  79. 
artemis  Taen.  Voll.  Tijds.  voor  Ent.  3,  p.  37.  * 
assama  Faun.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  4,  p.  184. 
astrolabiensis  Morphops.  Stich.  Bert.  Ent.  Zeitschr.  1905, 
p.  307. 

atesta  Taen.  Rbl.  Verh.  Zool.-bot.  Ges.  Wien.  45,  p.  106. 
attina  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  417. 
aureliana  Zeux.  Hew.  Bert.  Ent.  Zeitschr.  33,  p.  162. 
aurelius  Zeux.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  110.* 
auriflna  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  72. 
automolus  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Zool.  Mus.  Dresden  1,  p.  122. 

bambusae  Disc.  Fldr.  Novara  Lep.  (3)  p.  462. 
bangkaiensis  Disc.  Frühst.  Soc.  Entom.  17,  p.  82. 
barbata  Taen.  Ky.  Rhopal.  Exot.  2.  * 
baweanica  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  129. 
besä  Faun.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
binghami  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  154. 
bioculatus  Taen.  Guer.  Voy.  Coqu.  Ins.* 
birchi  Taen.  Bist.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  241. 
blandina  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
borneensis  Amathus.  Frühst.  Iris  12,  p.  72. 
borneensis  Faun.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  34. 
burra  Xanth.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Lep.  Nymph.  Xanth. 
p.  57. 

busiris  Xanth.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  4,  p.  187. 
butleri  Taen.  Oberth.  Ann.  Mus.  H.  Nat.  Genova  15,  p.  512. 


camadeva  Stich.  Westw.  Cabin.  Orient.  Ent.,  p.  9.  * 
camadevoides  Stich.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  12., 
p.  330. 

cambodia  Stich.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

Candida  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  138. 
candika  Thaum.  Frühst.  Soc.  Entom.  20.,  p.  113. 
canens  Faun.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  2.* 
carfinia  Faun.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  405. 
catanea  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 


catops  Taen.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  II,  p.  335. 
celebensis  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  14,  p.  2. 
celebensis  Disc.  Holl.  Proc.  Bost.  Soc.  1890,  p.  59. 
celinde  Disc.  Stoll,  Cr.  Pap.  Exot.  Suppl.  * 
celsa  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
ceylonica  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  445. 
charon  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  193. 
charondas  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  413. 
charonides  Taen.  Stgr.  Iris  7,  p.  110. 
chatra  Thaum.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  113. 
cheops  Disc.  Fldr.  Novara,  Lep.  (3),  p.  463. 
chersias  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  427. 
chersonesia  Zeux.  Frühst.  Iris  1906,  p.  105. 
chionides  Taen.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880. 

p.  611. 

Chitone  Faun.  Hew.  Exot.  Butt.  III.* 
chthonia  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  431. 
continentalis  Disc.  Stgr.  Exot.  Tagf..  p.  190. 
coreotincta  Amathus.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nymph.  Ama¬ 
thus.  p.  11. 

cyclopides  Taen.  Frühst.  Iris  1910,  p.  53. 
cyclops  Taen.  Stgr.  Iris  6,  p.  367. 
cyclops  Thaum.  Röb.  Soc.  Entom.  19,  p.  105. 
eyenus  En.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  330. 


danalis  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
delunata  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  417. 
deo  Disc.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  1898,  p.  137. 
depupillata  Thaum.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  113. 

desdemona  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  198r- _ 'jfjj 

despoliata  Disc.  Stich.  Iris  1902,  p.  91. 
diadema  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  20,  p.  357. 
diana  Taen.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  487. 
dilucida  Amathus.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  206.  * 
dilutus  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  152. 
dirnona  Taen.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
dimonata  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus. 
p.  54. 

dina  Taen.  Stgr.  Iris  7,  p.  112. 
dinora  Taen.  Sm.  Rhopal.  Exot.  II.  * 
diops  Taen.  Voll.  Tijds.  voor  Ent.  6,  p.  31.  * 
dioptrica  Taen.  Voll.  Tijds.  voor  Ent.  3,  p.  38.* 
diores  Thaum.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  16  (1845),  p.  234. 
dis  Disc.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  1890)  p.  335. 
dohrni  Zeux.  Frühst.  Entom.  Nachr.  19,  p.  257. 
domitilla  Taen.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1861,  p.  51.* 
doubledaii  Zeux.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  2,  p.  329. 
druentia  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  415. 
duranius  En.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  448.  * 


electra  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
eleusina  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
engamon  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  446. 
enomia  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
eos  Taen.  Heller,  Entom.  Nachr.  20,  p.  375. 
epidesma  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  428. 
erasimus  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  447. 
eugenia  Taen.  Frühst.  Iris  1910,  p.  53. 
eumeus  Faun.  Drury,  111.  Nat.  Hist.  1,  p.  4.* 
euthyerite  Zeux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  437. 
eiithymius  En.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  1845  (16),  p.  179. 
eutropius  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  427. 
excelsa  Faun.  Frühst.  Soc.  Entom.  16,  p.  97. 


farona  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  419. 
faunula  Faun.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.* 
faunuloides  Faun.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  9, 
p.  259.  * 

ferdinandi  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  138. 
fergussonia  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  119. 
fimbriata  Taen.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  160. 
formosana  Stich.  Frühst.  Insect.-Börse  1908,  p.  38. 
friderici  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  153. 
fruhstorferi  Disc.  Stich.  Insect.-Börse  1908,  p.  317.  i 


Urbesehreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Amathusiidae. 


451 


fruhstorferi  Faun.  Röb.  Entom.  Nachr.  22,  p.  172. 
frulistorferi  Stich.  Röb.  Soc.  Entom.  17,  p.  153. 
fuliginosa  Hy.  Sm.  Rhop.  Exot.  III.  * 
fulvida  Taen.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  487. 

gabriela  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  130. 
gemmata  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus. 
p.  47. 

gigas  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  192. 
goi’go  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Zool.  Mus.  Dresden  1,  p.  121. 
gorgophone  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
gracilis  Faun.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  20,  p.  401.  * 

hadina  Taen.  Frühst.  Soc.  Ent.  19,  p.  139. 
hageni  Hy.  Röb.  Stett.  Zg.  1903,  p.  341. 
hainana  Thaum.  Crowl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  505. 
hainanensis  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  443. 
helvidius  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  446. 
helvola  Hy.  Stich.  Gen.  Insect.  fase.  39,  Hy.,  p.  4. 
hodeva  Hy.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 

hollandi  Taen.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
honrathi  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  192. 
horsfleldi  Taen.  Swains.  Zool.  Illustr.  1.  * 
howqua  Stich.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  1,  p.  174. 
humboldti  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
hyperbolus  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Mus.  Zool.  Dresden  1,  p.  122. 

ida  Taen.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  33,  p.  164. 
ikonion  Faun.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  405* 
incerta  Faun.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  302. 
incesia  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  130. 
indica  Disc.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  190. 
infumata  Hy.  Stgr.  Iris  1894,  p.  108. 
insularis  Amathus.  Doh.  Journ.  Asiat.  Soc.  Beng.  60  (2),  p.  25. 
intermedia  Faun.  Röb.  Entom.  Nachr.  22,  p.  172. 
intermedia  Thaur.  Crowl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  66. 

jaira  Taen.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  9.  * 

jamesi  Taen.  Btlr.  Wimi.  Eni.  Zeilsehr.  21  p.  77.. 

jobina  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 

kajuna  Taen.  Stgr.  Soc-,  Entom.  19,  p.  129. 

kapaura  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 

kirata  Faun.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  6,  p.  344.* 

kirschi  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  193. 

kleis  Faun.  Semp.  Verh.  Nat.  Ver.  Hambg.  3,  p.  109. 

kubaryi  Taen.  Stgr.  Iris  6,  p.  365.* 

kühni  Amathus.  Röb.  Entom.  Nachr.  26,  p.  201. 

lacrimans  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  422. 
laretta  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
lathyi  Thaur.  Frühst.  Iris  15,  p.  177. 
lena  Aem.  Atk.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  215.* 
lepida  Disc.  Moore,  Gat.  Lep.  E.  J.  G.  Mus.,  p.  213. 
leto  Taen.  Frühst.  Wien.  Entom.  Zeitschr.  24  (1905),  p.  73. 
leucis  Faun.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  304. 
licinia  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18.  p.  118, 
limbata  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  78. 
lombokiana  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  130. 
louisa  Stich.  Wood-Mas.  Proc.  Asiat.  Soc.  Beng.  1877,  p.  163. 
lucida  Amathux.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  49,  p.  189. 
lucipor  Thaum.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  II,  p.  337. 
luna  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus,  p.  47. 
lurida  Faun.  Fldr.  Novara  Lep.  (2)  2,  p.  460. 
luxeri  Zeux.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  2.  * 

macropina  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  26. 
macrophthalmus  Taen.  Frühst.  Wien.  Entom.  Zeitschr.  24, 
macrops  Taen.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  248. 
maiiua  Taen.  Sm.  Novit.  Zool.  4,  p.  313. 
masina  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  155. 
masoni  Zeux.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  326. 
inathilda  Stich.  Jan.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1905,  p.  215. 
meeki  Morphops.  R.  u.  J.  Novit.  Zool.  1905,  p.  456. 
melanomata  Hy.  Stgr.  Iris  1894,  p.  109. 
melanops  Taen.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  19,  p.  177. 
melinda  Disc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  122. 
menado  Faun.  Hew.  Exot.  Butt.  III.  * 
mera  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  122. 
merana  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118.  _ 
microphthalma  Hy.  Heller,  Entom.  Nachr.  1894,  p.  371. 
microps  Faun.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  203. 


microps  Taen.  Sm.  Novit.  Zoolog.  1,  p.  358. 
rnilvus  En.  Stgr.  Iris  1897,  p.  231. 

mindorana  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  117. 
iniscus  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  62. 
moiarum  Faun.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  34. 
monops  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24.  p.  179. 
montana  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Am.,  p.  13. 
rnorosa  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Taen.,  p.  39. 
muscina  Disc.  Stich.  Insect.-Börse  1902,  p.  125. 
mylaecha  Taen.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  I.  p.  175. 
mylaechoid.es  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  121. 
myopina  Taen.  Frühst.  Insect-Börse  21,  p.  389. 
rnyops  Taen.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  109.  * 

natuna  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  153. 
necho  Disc.  Fldr.  Novara  Lep.  III,  p.  462. 
neumogeni  Stich.  Leech,  Butt.  China,  p.  114.  * 
niasana  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  14,  p.  2. 
niasana  Faun.  Frühst.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  44,  p.  50. 
nicasius  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  86. 
nicevillei  Stich.  Röb.  Entom.  Nachr.  26,  p.  203. 
nicevillei  Zeux.  Frühst.  Entom.  Nachr.  21,  p.  196. 
nigricans  Taen.  Hag.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  50,  p.  80. 
nivescens  Morphot.  Rothsch.  Novit.  Zool.  3,  p.  92. 
noureddin  Thaum.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  II,  P-  637. 
nourmalial  Stich.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  2,  p.  337. 
nox  Taen.  Ky  (Hübner)  Exot.  Schmett.,  p.  47.* 
nurinissa  Stich.  Nicev.  Journ.  Bomb.  Soc.  Nat.  Hist.  5,  pJ31.* 

oberthuri  Aem.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Lep.  Nymph. 
Aem.,  p.  30.  * 

obscura  Xanth.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  20,  p.  54. 
ochraceofusca  Amathus.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  31,  p.  348. 
occulta  Taen.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  316. 
octacilia  Amathux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  433. 
odana  Thaum.  Godt.  Enc.  meth.  Zool.  9,  p.  445. 
odora  Disc.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1900,  p.  13. 
oftaka  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  -123.-  -  — 

ogina  Disc.  Godt.  Enc.  meth.  9,  p.  445. 
onesiinides  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
onesimus  Taen.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  468. 
onolaus  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Zool.  Mus.  Dresden  1,  p.  122.* 
opulenta  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus., 
p.  52. 

orasis  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  130. 
orbicularia  Disc.  Stich.  Iris  1902,  p.  76. 
ottomana  Amathux.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  6,  p.  55. 
oxyophthalma  Hy.  Stich.  Gen.  Insect.  fase.  39,  Hy.,  p.  4. 

palawana  Amathus.  Frühst.  Iris  17,  p.  154. 
pallida  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschi'.  24,  p.  89. 
pallidior  Faun.  Hag.  Abth.  Senckenb.  Ges.  20,  p.  331. 
pamphagus  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Zool.  Mus.  Dresd.  1,  p.  120. 
pandemos  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  411. 
parainita  Thaum.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  113. 
pataiena  Amathus.  Westw.  Cabin.  Orient.  Ent.,  p.  20.  * 
peali  Aem.  Wood-Mas.  Proc.  Asiat.  Soc.  Beng.  1880,  p.  123. 
pelagia  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
perakaiia  Amathus.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  31,  p.  348.*  / 
perakensis  Disc.  Stich.  Insect-Börse  1901,  p.  219. 
perinthas  Amathux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  433. 
phaon  Faun.  Erichs.  Nov.  Act.  Leop.  16,  Suppt,  p.  401.* 
phidippns  Amathus.  L.  Syst.  Nat.  (XII)  1  (2),  p.  752. 
philippina  Amathux.  Moore,  Lep.  Ind.  2,  p.  752. 
philippina  Disc.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  1900,  p.  45. 
phorcas  Taen.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  3,  p.  182.  * 
pishuna  Thaum.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  il3. 
plateni  Amathux.  Stgr.  Exot.  Tagt,  1,  p.  188. 
plateni  Taen.  Stgr.  Iris  2,  p.  43. 
plateni  Faun.  Stgr.  Iris  2,  p.  44. 
pleonasma  Faun.  Röb.  Entom.  Nachr.  22,  p.  171. 
poliiearis  Amathus.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  485. 
polychroma  Xanth.  Hag.  Entom.  Nachr.  29,  p.  201. 
praxedes  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  119. 
prodiga  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  421. 
prodigiosa  Zeux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  435. 
propinqna  Disc.  Stich.  Insect.-Börse  1900,  p.  69. 
pryeri  Zeux.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1897  (19),  p.  470. 
pseudalms  Thaur.  Btlr.  Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  Z.  13,  p.  115. 
pylaon  Amathux.  Fldr.  Novara  Lep.  2  (2),  p.  461. 

quadriocellata  Taen.  Strd.  Mitt.  Zool.  Mus.  Berl.  1911,  p.  470. 


452 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  indo-australischen  Amathusiidse. 


rafaela  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  138. 
raindeo  Thaum.  Moore,  Cat,  Lep.  Mus.  E.  I.  C.  1,  p.  215. 
rebeli  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
retracta  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  427. 
retrograda  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  428. 
ritsemae  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 

1‘osseti  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  65. 
rothschildi  Taen.  Sm.  Novität.  Zool.  1,  p.  358. 


sadija  Xanth.  Frühst.  Seitz,  Gross-Scbmett.  9,  p.  407. 
samadlii  Faun.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  20. 
sapplio  Faun.  Semp.  Verb.  Nat.  Ver.  Hambg.  3,  p.  108. 
Saturation  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  118. 
schönbergi  Amathus.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  31,  p.  347.  * 
schoenbergi  Morphot.  Frühst.  Entom.  Nachr.  19,  p.  317. 
scylla  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  193. 
sekarensis  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  192. 
selene  Taen.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  II,  p.  335. 
selenides  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  I,  p.  192. 
seminecho  Disc.  Stich.  Iris  1902,  p.  73. 
semperi  Disc.  Stich.  Iris  1902,  p.  91. 
semperi  Zeux.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  304. 
sibulana  Zeux.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  205.  * 
sidus  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus., 
p.  42. 

sigirya  Thaum.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  439.  * 
signilicans  Disc.  Stich.  Insect.-Börse  1910,  p.  317. 
simonetta  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  80. 
Simplex  Disc.  Stgr.  Iris  1889,  p.  42. 

Simplex  Taen.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  413. 
sondaica  Disc.  Bsd.  Spec,  Gen.  I„  Taf.  12.  * 
sorronga  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent  Zeitschr.  24,  p.  81. 

/  *5 sparta  Stich.  Nicev.  Journ.  Asiat,  Soc.  Beng.  58*(2),  p.  2.  * 
I  spiloptera  Disc.  Nicev.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1888,  p.  331. 
staudingeri  Amathus.  Röb.  Entom.  Nachr.  21,  p.  202. 
standingeri  Taen.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  33,  p.  163.  * 
sticheli  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  18,  p.  375.  • 
stomphax  F aun.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  4,  p.  186.  * 
subquadriocellata  Taen.  Strd.  Mitt.  Zool.  Mus.  Berl.  1911, 
p.  470. 

succulenta  Zeux.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph. 
Amathus.,  p.  23. 

snffusa  Stich.  Leech,  Butt.  China,  p.  114.  * 
sultanus  Thaum.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph. 
Amathus.,  p.  19. 

suluana  Faun.  Frühst.  Berl.  Entom.  Zeitschr.  44,  p.  49. 
sumatrana  Zeux.  Frühst.  Iris  1906,  p.  104. 


suprema  Amathux.  Frühst.  Soc.  Entom.  13,  p.  161. 
syllus  Faun.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  405. 
symphronia  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  444. 

taenia  Amathus.  Frühst.  Soc.  Entom.  14,  p.  3. 
tainia  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  22,  p.  36. 
tainides  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  138. 
ternatana  Taen.  Frühst.  Stett.,  Zg.  1909,  p.  226. 
tesselatus  En.  Moore,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,  p.  521. 
tetrica  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus. 
p.  45. 

therionarca  Zeux.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  435. 
thoanthea  Amathus.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  431. 
timesias  Taen.  Kirsch,  Mitt.  Zool.  Mus.  Dresden  1,  p.  121. 
timesides  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  74. 
tinentus  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  122. 
tonkiniana  Stich.  Frühst.  Soc.  Entom.  16,  p.  97. 
trita  Taen.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Amathus.,  p.54. 
tullia  Disc.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 

tulliana  Disc.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  fase.  31,  Disc.,  p.  16. 

ula  Morphops.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  1905,  p.  454. 
uinbo nia  Taen.  Frühst.  Wien.  Ent.  Zeitschr.  24,  p.  87. 
undata  Disc.  Stich.  Iris  1902,  p.  70. 
unipupillata  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  20,  p.  35. 
urania  Taen.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  466. 
uranus  Taen.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  193. 

varda  Disc.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  445. 
verbanus  En.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  448.  * 
verbeeki  Taen.  Frühst.  Soc.  Entom.  19,  p.  129. 
victrix  Zeux.  Stgr.  Iris  2,  p.  41. 

virgata  Amathus.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  486. 

wahnesi  Taen.  Heller,  Entom.  Nachr.  20,  p.  372. 
wallaeei  Zeux.  Fldr.  Novara  Lep.  2  (2),  p.  461.  * 
wattina  Taen.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Gub.  18,  p.  119. 
westwoodi  Taen.  Stgr.  Iris  6,  p.  368. 

xanthophthalma  Hy.  Röb.  Stett.  Zg.  1903,  p.  339. 

yantiva  Thaum.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  p.  440. 

zal  Disc.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  331. 
zenada  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 
zenica  Faun.  Frühst.  Seitz,  Gross-Schmett.  9,  p.  405. 
ziada  Taen.  Frühst.  Insect.-Börse  21,  p.  389. 


NYMPHALIDAE.  Von  H.  .Fruhstorfer. 


453 


6.  Familie:  Nymphalidae. 

Die  Nymphaliden  bilden  unter  den  eigentlichen  Tagschmetterlingen  die  grösste  Familie,  da  zu  ihr  nach 
Dr.  Schatz  mehr  als  y4  aller  bisher  bekannten  Genera  gehören.  Das  Hauptunterscheidungsmerkmal  anderen 
Familien  gegenüber  bilden  die  bei  beiden  Geschlechtern  verkümmerten  Vorderfüsse;  die  übrigen  zur 
Abgrenzung  herbei  gezogenen  Merkmale  sind  nicht  durchgreifend  und  tatsächlich  sind  die  Nymphaliden 
durch  Verbindungsglieder  mit  den  bisher  behandelten  Familien  verbunden,  sodass  streng  genommen  die 
Band  I  p.  159  erwähnten  Principien  von  Dr.  E.  Haase  auch  heute  noch  als  grundlegend  betrachtet  werden 
müssen.  Zu  den  Satyriden  verraten  jene  Genera  Beziehungen,  die  cystöse  Hauptadern  der  Vflgl  aufweisen 
(Ergolis,  Labranga)  zu  den  Amatliusiidae  einige  Genera  mit  analoger  Lebensweise  (Amnosiaj.  Als  wesent¬ 
liches  Merkmal  der  Familie  wird  die  offene  Zelle  der  Hflgl  aufgefasst,  ein  Characteristicum,  das  sonst  nur  bei 
den  neotropischen  Morphiden  gefunden  wird.  Indessen  ist  der  Begriff  einer  offenen  Zelle  durchaus  relativ, 
denn  wirklich  offene  Zellen  mit  absolut  verkümmerten  hinteren  Discocellularen  besitzt  nur  die  Minderheit  der 
Nymphaliden;  sonst  ist  diese  Discocellularader  mehr  oder  minder  atrophiert  oder  sogar  vollständig  ausgebildet 
( Penthema ,  Isodema).  Bei  letzteren  Gattungen  tritt  zum  deutlich  vorhandenen  Zellschluss  auch  noch  eine 
weitere  Analogie  mit  den  Satyriden,  nämlich  völlig  satyromorphe  Klammerorgane. 

Entsprechend  dem  polymorphen  Character  der  Nymphaliden  zeigen  auch  sonst  die  Greiforgane  eine 
durchaus  heterogene  Bildung.  Am  primitivsten  erscheinen  sie  bei  den  Acraeiden,  Uncus  und  Valve  äusserst 
einfach  ohne  jedwede  Anhängsel  oder  Scaphiumbildung.  Das  Scaphium  kann  fehlen,  aber  von  progressiver 
Valvenbildung  begleitet  sein  (Pseudergolis).  Die  Valve  ist  vielfach  stark  chitinisirt  und  mit  scharfen 
Zähnen  bewehrt  (Parthenos),  gelegentlich  auch  mit  geweihartigen  Auswüchsen  besetzt  ( Argynnis ).  Noch 
differenzierter  erscheint  die  Gestaltung  des  Uncus;  er  kann  verkümmert  sein  (Parthenos),  sehr  schwach 
(Cupha,  Cirrochroa),  stark  gekrümmt  (Dichorragia) ,  helmartige  Aufsätze  tragen  ( Euthaliaj,  seitlich  mit  haut- 
artigen  Gebilden  behängt  sein  (Yoma),  verkürzt  und  stark  chitinisiert  (Cethosia),  zweispaltig  ( Kallima )  und 
sogar  einen  Uncus  anticus  zeigen  (Mgnes).  Bei  zwei  Genera  ( Penthema  und  Isodema)  sind  zudem  laterale 
mit  solchen  der  Satyriden  identische  Anhängsel  vorhanden.  Es  Hesse  sich  somit  auf  Grund  der  Bildung  der 
secundären  Sexualorgane  eine  Neu-Gruppierung  der  Genera  durchführen,  doch  ist  bereits  jetzt  ersichtlich,  dass 
diese  nicht  Hand  in  Hand  ginge  mit  der  bisher  zur  Einteilung  ausschliesslich  verwerteten  structurellen  Gliederung. 

Ei  in  der  Regel  breit,  kurz,  weich,  nicht  so  hoch  als  breit,  deutlich  netzförmig  gestreift  mit  erhöhten  halb¬ 
durchsichtigen  chitinosen  Linien,  welche  die  Oberfläche  unsymetrisch  bedecken;  pentagonale  und  hexagonale 
Zwischenräume  umschliessen  und  gelegentlich  lange,  bifide,  scharfe  Spitzen  tragen  (Doherty).  Rp  äusserst  ver¬ 
änderlich  in  Form  und  Bewehrung,  in  der  Hauptsache  aber  von  cylindrischer  Gestalt  und  bedornt.  Als 
Gruppierungsmotive  sind  hervorgehoben  fast  nackte  Rpn,  die  nur  Kopfdornen  führen  ( Apatura ,  Charaxes)  aber  an 
Satyriden  und  Amatlmsiiden  gemahnende  Schwanzanhängsel.  Das  absolute  Gegenteil  bilden  Rpn  mit  wohl 
ausgebildeten,  verzweigten  Dornen  ( Vanessa,  Ergolis),  und  eine  Zwischenstufe  umfasst  die  abenteuerlichen 
Formen  der  Euthaliiden  mit  ihren  langen  seitlichen  Auswüchsen,  von  denen  jeder  halb  so  lang  ist  als  die 
ganze  Raupe  und  die  an  den  Seiten  wiederum  feine  Härchen  oder  Spitzen  tragen.  Pp  entsprechend  der  Grösse 
der  Imago,  doch  relativ  kurz  und  breit,  der  Rücken  mehr  oder  weniger  gekrümmt,  Kopf  und  Thorax  mit 
winkeligen  Vorsprüngen;  am  Schwänze  aufgehängt,  ohne  Gürtel.  Imago  mit  mehr  oder  weniger  behaartem 
Kopf  von  mittlerer  oder  erheblicher  Grösse,  Fhlr  dicht  beisammenstehend,  entweder  vollständig  oder  partiell 
beschuppt,  niemals  nackt  wie  jene  der  Danaiden;  chitinös,  äusserst  verschieden,  kurz  bis  zu  sehr  lang,  mit 
gering  erweiterter  bis  zu  löffelförmiger  Kolbe.  Thorax  kräftig,  nicht  lederartig  wie  bei  den  Danaiden, 
manchmal  sehr  breit  ( Charaxes ,  Euthalia),  Figl  in  der  Regel  breit  im  Verhältnis  zur  Länge.  Schmale  Figl 
wie  bei  Neptis,  oder  äusserst  zarte  (Cgrestis)  sind  selten  unter  den  Indo-Australiern.  Sonst  bieten  die 
Nymphaliden  in  der  Form  sowie  Färbung  der  Flügel  die  grössten  Verschiedenheiten  unter  allen  Familien, 
und  es  ist  keinerlei  Haupttype  vorhanden  in  der  Zeichnungsanlage  oder  der  Färbung  wie  bei  den  Danaiden. 
Auch  weicht  die  Unterseite  im  Gegensatz  zu  den  Danaiden  bedeutend  von  der  Oberseite  ab  und  ist  oft,  wie 
bei  den  Pieriden,  charakteristischer  und  reicher  gefärbt  als  diese.  Bemerkenswert  ist  das  Fehlen  von  Ocellen 
(Ausnahme  nur  die  Gattungen  Amnosia  und  Rhinopalpa )  der  Unterseite,  hervorzuheben  aber  nach  Spuler  die 
grosse  Uebereinstimmung,  welche  die  Zeichnung  darin  zeigt,  dass  die  bei  den  Satyriden  stets  entwickelte  Augen¬ 
reihe  im  Submarginalgebiet,  wenn  auch  oft  nur  rudimentär  sich  fast  überall  findet  und  nach  Rebel  als  sehr  altes 
Zeichnungselement  aufgefasst  wird.  In  der  Farbenpracht  stehen  die  indo-australischen  Nymphaliden  den  süd¬ 
amerikanischen  nach,  sie  überbieten  sie  aber  nach  zwei  Richtungen:  im  sexuellen  Dimorphismus  und  in  der 
Variabilitätsamplitude,  sowohl  der  cfc?  (Euthaliinae)  wie  auch  der  ??  (Hypolimnas).  Aehnlich  heteromorphe 
Bildungen,  wie  sie  uns  die  Vertreter  der  Gattung  Euripus  bieten,  suchen  wir  auch  vergelblich  im  aetliiopischen 


454 


NYJVIPHALIDAE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Faunengebiet  und  die  polychrome  Veränderlichkeit  der  Hypolimnas  wird  überhaupt  nur  noch  übertroffen 
durch  die  protistische  Ausbildung  der  ??  der  Papilio  memmon- Gruppe.  Als  Grundfarbe  herrscht  meist  ein 
schönes  Braun  oder  Braungelb  vor,  rein  weisse  Arten  sind  sehr  selten  (Helcyra),  gelbe  Farbtöne  wie  bei 
den  Pieriden  und  neotropischen  Papioniden  fehlen  ganz,  ebenso  ein  reines  dominierendes  Grün,  wie  etwa 
bei  Charaxes  eupale  unter  den  Afrikanern  und  Metamorpha  dido  unter  den  Südamerikanern. 

ln  ihren  Gewohnheiten  zeigen  sich  die  Nymphaliden  mit  ganz  verschwindenden  Ausnahmen  ( Amnosia , 
Mynes ,  Protlioe)  als  sonnenliebend;  sie  flüchten  sich  selbst  nur  selten  in  den  Schatten  der  Bäume  und  des  Waldes 
(Euthcäiiden,  Kallima,  Cethosia,  Tennos)  wie  es  bei  den  Satyriden  und  Amathusiiden  die  Regel  ist.  Ebenso  sitzen 
sie  fast  ausnahmslos  auf  der  Oberseite  der  Blätter  mit  weit  ausgebreiteten  Flgln  und  vergessen  dabei  manchmal 
sogar  das  schützende  Kleid  der  Unterseite  (Kallima).  Einige  Genera  dagegen,  so  alle  Sand-  und  Feuchtigkeits¬ 
sauger  (Cynthia)  öffnen  niemals  ihre  Figl.,  ebensowenig  die  unterseits  blattartigen  Doleschallia.  Ihr  Flug 
ist  in  der  Regel  schnell  und  gewandt,  manchmal  rapid  und  stossweise  (Charaxes).  Doch  gibt  es  auch  Aus¬ 
nahmen  wie  die  schwerfälligen  und  unbeholfenen  Kallima ,  oder  die  trägen  durch  ihre  Danaidenähnlichkeit 
merkwürdigen  Hypolimnas -?$.  Eine  Anzahl  Genera  ist  ausschliesslich  melitophil  und  demnach  Blütenbe¬ 
sucher  (Parthenos,  Cethosia,  Athyma,  Neptis,  Euripus)  ;  nur  wenige  bevorzugen  den  Erdboden  (Protlioe,  Cynthia, 
Symbrenthia,  Stibochiona) .  Einige  lassen  sich  durch  aufgehängte  Fruchtköder  anlocken  (Kallima,  Euthalia, 
Prothoe),  andere  besuchen  Waldschenken  (Vanessa)  oder  sie  gehen  animalischen  Fäulnisprodukten  nach  (Charaxes) , 
wenn  sie  sich  nicht  auf  abgefallenen  Früchten  ansammeln  (Euthalia,  Charaxes),  oder  in  trocknen  Gegenden  dem 
Urin  von  Rindern,  Affen  und  Menschen  nachgehen  (Charaxes).  Die  Nymphaliden  sind  ausnahmslos  Tagtiere,  aber 
wenngleich  sie  sich  gerne  an  feuchten  Ufern  und  Wegstellen  ansammeln,  sind  viele  Quadratmeter  bedeckende 
Golonien  wie  bei  Pieriden  und  Papilioniden  im  indischen  Gebiet  noch  nicht  beobachtet  worden.  Einige  Genera 
sind  von  cosmopolitischem  Charakter  (Junonia,  Argynnis) ;  wenige  nur  bicontinental  (Ergolis,  Cyrestis )  \  ver¬ 
schiedene  über  das  gesamte  hier  in  Frage  kommende  Gebiet  verbreitet  und  individuenreich  (Neptis,  lunonia, 
Argynnis),  andere  sind  lokal  und  nur  spärlich  vorhanden  (Amnosia,  Dilipa).  Massenwanderungen  wie  bei 
Pieriden  und  Danaiden  sind,  abgesehen  von  Pyrameis  cardui,  nicht  bekannt,  dennoch  sind  isolierte  Species 
ungleich  seltener  als  bei  Pieriden,  Satyriden  und  selbst  Danaiden.  Dagegen  macht  sich  auch  bei  den  Nymphaliden 
die  Neigung  zur  Ausbildung  insularer  und  örtlicher  Rassen,  ja  sogar  Species,  in  hohem  Masse  bemerklich  und 
resistente,  invariable  Arten  sind  äusserst  selten.  Im  malayischen  Inselgewirr  gibt  sogar  ein  sonst 
unveränderlicher  Weltbürger  seine  Widerstandsfähigkeit  auf  (Pyrameis  cardui),  indem  er  sich  in  deutlich  er¬ 
kennbare  Arealformen  auflöst.  Die  Fähigkeit  zur  Ausbildung  insularer  Species  oder  Subspecies  nimmt  nach 
Osten  zu,  so  sind  die  Cynthia-,  Cupha-,  Cethosia-,  Mynes- Arten  des  papuanischen  Gebiets  und  der  Salomonen  auf 
kurze  Distanzen  hin  bereits  viel  schärfer  geschieden  als  ihre  westlichen  Vikarianten. 

Unter  den  malayischen  Elementen  besitzen  Celebes  und  Ceram  die  Riesen  unter  allen  in  Frage  kommenden 
Formen,  ebenso  wie  Java  stets  die  hellsten  Extreme  produziert  (Athyma,  Neptis).  Den  grössten  Reichtum 
entfaltet  der  indische  Continent  mit  einigen  endemischen  Genera  (Dilipa);  ihnen  zur  Seite  stellt  sich  Makro- 
malayana  mit  gleichfalls  40  Gattungen,  also  soviel,  wie  aus  der  gesamten  afrikanischen  Region  bekannt  sind; 
darunter  eine  endemische  (Amnosia).  Nach  Norden  nimmt  die  Zahl  rasch  ab;  die  Philippinen  haben  noch 
30,  Formosa  etwa  25  und  die  Liu-Kiu-Inseln  nur  noch  12  Genera.  Neu-Guinea  beheimatet  22,  der  Bismarck¬ 
archipel  20  und  die  Salomonen  wiederum  15  Genera. 

In  der  vertikalen  Verbreitung  sind  die  Nymphaliden  weniger  expansions-  und  widerstandsfähig  als  z.  B. 
die  Pieriden  und  Satyriden.  Die  meisten  bevorzugen  die  Niederung  und  das  Gebirge  bis  zu  etwa  1500  oder 
2000  m;  Hochalpenfalter  sind  dagegen  selten.  Wenige,  Vanessa  und  Neptis,  gehen  bis  zu  etwa  4000  m  und 
Höhen  von  etwa  5000  m.  erreichen  nur  2  Genera;  Argynnis  und  Melitaea,  deren  Heimat  ohnedies  im  palae- 
arktischen  Gebiet  zu  suchen  ist,  und  allenfalls  die  eine  oder  andere  Vanessa. 

Wie  schon  oben  erwähnt,  sind  die  Nymphaliden  namentlich  in  der  östlichen  Region  örtlichen  Einflüssen 
insbesondere  der  insularen  Isolierung  stark  unterworfen,  und  die  Folgeerscheinung  stellt  sich  uns  dar  als  eine 
endlose  und  in  ihren  Gliedern  auch  noch  nicht  entfernt  bekannte  Kette  von  Rassen  und  Formen.  Dagegen  sind 
die  Nymphaliden  rein  klimatischen  Einwirkungen  weniger  ausgesetzt  als  die  Pieriden  und  Satyriden  und  so  zur 
Unkenntlichkeit  verwandelte  Saisonformen,  wie  wir  sie  bei  den  Appias ,  Huphina  und  Mycalesis  antreffen, 
suchen  wir  unter  den  Nymphaliden  vergebens.  Die  Anomalien  prägen  sich  in  der  Regel  in  der  Trockenzeitfärb¬ 
ung  der  Flügelunterseite  aus  (Junonia,  Yoma,  Cupha,  Cynthia). 

Bei  den  Kallima  geht  damit  parallel  eine  Ausbildung  des  Vflglapex,  eine  Erscheinung,  die  ein  Analogon 
im  Pieriden-Genus  Hebomoia  findet.  Bei  den  Pantoporia  prägt  sich  das  Trockenzeitcolorit  in  einer  Vermehrung 
der  hellen  Farben  der  Oberseite  aus,  sonst  finden  wir  nur  ein  Schwinden  der  Grösse  (Euthaliiden,  Cynthia) 
und  Hand  in  Hand  damit  ein  Ausbleichen  der  Unterseite.  Die  Nymphaliden  gelten  allgemein  als  ein  phyletisch 
junger  Zweig  am  Stamme  der  Lepidopteren,  doch  erweisen  sich  die  meisten  Species  bereits  als  genügend  con- 
solidiert  und  der  Artcharakter  ist  in  der  Begel  markant  und  leicht  erkennbar.  Zweifel  an  der  Zugehörigkeit 
der  ??  zu  ihren  cdcf,  wie  sie  bei  Pieriden  und  Satyriden  obwalten,  kommen  selten  auf.  Nur  die  Angehörigen  von 
zwei  Genera  bilden  eine  Ausnahme:  Neptis  und  Tanaecia  mit  ihren  endlosen  Farben  und  Zeichnungsanalogien, 


ERGOLIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


455 


Nachäffungen  verwandter  und  entfernter  Arten,  dein  scheinbaren  Fehlen  leitender  Grundcharactere  und  dein  Vor¬ 
handensein  von  hundertfachen  Individualabweichungen.  Doch  scheint  es,  dass  im  Gegensatz  zu  Danaiden 
und  Amathusiiden  die  männlichen  Greiforgane  eine  gewisse  Divergenz  besitzen  und  so  den  Schlüssel  bieten 
zur  Sichtung  der  Materie,  der  man  bisher  ziemlich  hilflos  gegenüberstand.  Albinismus  und  Melanismus  sind 
eine  häufige  Erscheinung  auch  bei  den  indoaustralischen  Nymphaliden.  Beide  Anomalien  linden  sich  sogar 
in  einem  Genus  (Euripus)  parallelgehend  vereint,  und  zwar  bei  beiden  Geschlechtern. 

Was  die  der  Flügelmembran  auflagernden  männlichen  tertiären  Sexualorgane  angeht,  so  sind  die  Nym¬ 
phaliden  allen  bisher  behandelten  Familien  gegenüber  am  dürftigsten  ausgestattet.  So  fehlen  die  mit  scharf 
duftendem  Flaum  besetzte  Analtaschen  der  Papilioniden,  sowie  die  analen  Haarpinsel  der  Danaiden  und  Pie- 
riden,  ganz  abgesehen  von  den  reichen  Garnituren  der  Amathusiidae.  Sogar  die  noch  bei  den  neotropischen 
Agrias  und  Prepona  vorhandenen  Haarpinsel  der  Hflgl  sind  mit  einer  Ausnahme  (Genus  Prothoe)  verschwunden. 
Am  sinnfälligsten  ist  noch  das  Genus  Terinos  ausgestattet  und  der  von  unseren  europäischen  Arggnnis  bekannte 
dürftige  Aderbezug  von  modificierten  Schuppen  wiederholt  sich  bei  den  indoaustralischen  Verwandten  dieser 
Gruppe  sowie  den  eigentümlichen  Ergolis.  Von  den  Euthaliiden,  besonders  den  Adolias,  ist  bekannt, 
dass  sie  einen  feinen  Duft  ausströmen  der  an  Orangeblüten  erinnert  (Haase)  und  ich  selbst  fand,  dass 
nächst  den  Discophora  die  häufige  Adolias  dirtea  von  Java  sowie  A.  aeetes  von  Celebes  intensiv  nach 
Viola  odorata  duften,  auch  einige  Cethosia  riechen  wie  parfümiert. 

Bemerkenswert  ist  noch  die  Verschiedenheit  der  Geäderstruktur  der  beiden  Geschlechter  der  Genera  Tennos 
und  Cethosia,  doch  ist  die  Divergenz  im  Vergleich  zu  jener  bei  den  Hgantis  und  einigen  Cidapa  unbedeutend*). 

Grosse  Schwierigkeiten  bereitet  die  Aufstellung  einer  befriedigenden  systematischen  Reihenfolge  der 
Genera,  die  sofort  illusorisch  wird,  wenn  wir  nur  ein  sonst  leitendes  Merkmal  wie  etwa  die  Gestalt  der  Raupe, 
der  Sexualorgane  ausschliesslich  berücksichtigen;  und  dies  umsomehr,  als  weder  die  Jugendstadien  noch  die 
Klammerorgane  lückenlos  bekannt  sind.  Niceville  hat  versucht,  die  Abzweigung  der  Subcostaläste  als  Funda¬ 
mentalcharakter  zu  verwenden,  doch  scheiterte  auch  dieses  Experiment  an  der  hartnäckigen  Abweichung  von 
vier  sonst  nahe  verwandten  Gattungen.  Immerhin  ist  die  Reihenfolge,  welche  in  Butterflies  of  India,  Burmah  and  Ceylon 
Vol.  11.  (18861,  angewandt  wurde,  partiell  die  scheinbar  natürlichste  und  weil  sie  sich  in  grossen  Zügen  mit  den  viel 
einfacheren  Verhältnissen  der  äthiopischen  Fauna  deckt,  welche  durch  Aurivillius  klar  gelegt  wurde,  wird  sie 
teilweise  als  Richtschnur  für  die  nachfolgende  Arbeit  benutzt.  Massgebend  ist  dabei  noch  die  Erwägung,  dass  beide 
Autoren  die  vermutlich  primitivsten  Arten  zu  unterst  setzen  und  die  höher  organisierten  als  Endglieder 
auffassen.  Endlich  auch  die  Verwandtschaft  mit  den  Satyromorphen,  welch  letztere  insbesondere  zur  Los- 
reissung  der  Penthema- Gruppe  von  den  Limenitidi  geführt  hat  und  deren  Angliederung  an  die  satyroiden 
niederen  Genera.  Forschern  der  Zukunft  bietet  sich  aber  noch  ein  weites  Feld  zu  Verbesserungen,  sowie 
zur  Erprobung  ihres  Scharfsinnes  und  ihrer  Logik.  Dagegen  scheinen  wir  bei  der  homologen  und  univer¬ 
sellen  Verbreitung  der  Nymphaliden  so  ziemlich  alle  überhaupt  vorhandenen  Genera  bereits  zu  kennen  und 
der  Entdeckung  harren  nur  noch  ungezählte  Mengen  neuer  Ortsformen  der  Inselwelt  des  Malayischen  Archipels, 
insbesondere  der  Philippinen,  der  Trabanten  von  Sumatra,  Celebes  und  Neu-Guinea. 

Das  Material  zu  den  Abbildungen  entstammt  mit  verschwindenden  Ausnahmen  der  Sammlung  H. 
Frustorfer  (Genf),  in  der  auch  die  Typen  der  neubeschriebenen  Formen  aufbewahrt  sind,  soweit  sich  nicht 
die  wenigen  zum  Vergleich  herangezogenen  Exemplare  in  der  Sammlung  Semper  des  Senckenbergischen 
Museums  in  Frankfurt  oder  in  jener  des  Museums  für  Naturkunde  in  Berlin  befinden. 

Tribiusl:  Biblinpe  Bsd.  **).  Costalader  am  Grunde  cystös.  Vorkommen  im  aethiopischen- 
und  neotropischen  Gebiet. 

1.  Gattung:  Ergolis  Bsd. 

Die  indischen  Vertreter  dieses  bicontinentalen  Genus  differieren  nur  leichthin  von  ihren  afrikanischen 
Verwandten  durch  den  atrophierten  Zellschluss  der  Vflgl  sowie  die  den  cfcf  fehlende,  bei  den  2?  nur  rudi¬ 
mentär  vorhandene  Querader  der  Zelle  der  Hflgl  und  die  wenigstens  bei  E.  ariadne  im  Vergleich  mit  der 
aethiopischen  E.  enotrea  gerader  verlaufende,  nicht  nach  hinten  ausgebogene  Submediana.  Costalader  am 
Grunde  stark  aufgeblasen,  die  vordere  Discocellulare  sehr  kurz,  fast  verkümmert,  die  mittlere  stark  gebogen 
und  die  sehr  lange  hintere  Discocellulare  beim  cf  nur  als  eine  feine  Linie,  beim  2  als  schwache  Vertiefung 
zu  erkennen.  Prsecostale  der  Hflgl  zweispaltig,  mit  längerer  distaler  Spitze.  Die  Rp  ist  durch  Horsfield  seit  1829 
bekannt,  gehört  dem  Vanessa- Typus  an  und  trägt  zwei  dorsale  Reihen  scharfer,  fein  geästeter  Dornen.  Pp  mit 
zwei  Kopfspitzen,  und  dorsalen  Auswüchsen.  Rp  auf  der  Ricinus  communis  und  einem  stinkenden  Kletter¬ 
gewächs  der  Gattung  Tragia.  Ein  wesentliches  Merkmal  der  Gattung  bilden  die  tertiär  sexuellen  Charactere. 
welche  bei  jeder  Art  verschieden  sind  und  so  ein  gutes  Determinationshilfsmittel  bieten.  Die  Ergolis  bewohnen 
die  gesamte  orientalische  Region  mit  Ausstrahlungen  nach  den  Molukken.  Auffallend  ist  der  Reichtum  von 
Celebes  mit  vier  Arten.  —  Die  Ergolis  sind  sonneliebende  Tiere,  deshalb  meiden  sie  den  Wald  und  finden 

*)  Man  vergleiche  auch  die  Diagnose  der  Gattung  Argynnis. 

**)  Im  neotropischen  Gebiet  sind  die  Bibiinen  vertreten  durch  das  Genus  Cystineurci. 


456 


ER  GO  LI  S.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sich  ausschiesslich  in  Gärten,  am  Wegrande  und  am  Saume  von  Plantagen.  Ihr  Flug  ist  nieder,  schwebend, 
auch  sind  sie  keineswegs  scheu  und  man  trifft  sie  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  besonders  da,  wo 
die  Ricinuspflanze  angebaut  oder  verwildert  ist.  —  Uncus  zart,  hackenförmig,  mit  sehr  scharfer  Spitze. 
Valve  kurz,  schmal,  basalwärts  geradlinig,  mit  feiner  Spitze,  dicht  beborstet. 

a)  Reibefleck  der  Hflgl-Oberseite  mit  rötlich  braunen  modificierten  Schuppen  bedeckt.  Der  schwarze  Mehlfleck 
der  Unterseite  der  Vflgl  samtartig,  nicht  in  die  Zelle  eindringend. 


ariadne. 


rufotaeniata. 

gedrosia. 

pallidior. 


minorata. 


indica. 

alternus. 


E.  ariadne  ist  die  gemeinste  Art.,  von  Vorderindien  nordwärts  bis  Formosa  und  im  Süden  über  Macro- 
malayana  bis  zu  den  Inseln  der  Floresgruppe  und  Celebes  verbreitet.  Die  Art  ist  ziemlich  beständig,  neigt 
mir  im  geringen  Masse  zur  Localrassenbildung  und  selbst  die  Zeitformen  sind  nur  geringfügig  differenziert. 
Charakteristisch  für  ariadne  und  die  nächste  Art  ist  ein  hartnäckiger  weisser  Subapicalpunkt  der  Vflgl,  welchen 
beide  Geschlechter  besitzen,  ariadne  L.,  die  Namenstype,  stammt  aus  Java,  wo  sie  bis  zu  etwa  600  m  Höhe 
am  Rande  von  Kaffeepflanzungen  als  eine  der  am  häufigsten  anzutreffenden  Arten  gilt.  Ostjava-Exemplare 
sind  etwas  kleiner  als  solche  aus  dem  Westen  und  es  macht  sich  die  Einwirkung  des  dortigen  trockenen 
Klimas  bemerklich  durch  das  Ausbleichen  der  rötlichen  Färbung  und  das  Schwinden  der  schwarzen  Längslinien 
der  Oberseite.  Rp  nach  Horsfield’s  prächtiger  Figur  schwarz  mit  roten  Punkten  und  gelben  Lateralstreifen. 
Kopf  mit  zwei  langen  fein  verzweigten  Aufsätzen,  Rücken  mit  zwei  Reihen  von  gelblichen,  gleichfalls  verästelten 
Dornen.  Ppe  rötlichgrau  mit  eckigen  Flügelscheiden.  —  Auf  Lombok  kommen  Exemplare  vor  mit  besonders 
scharf  heraustretenden  Längsbinden  und  rötlichbrauner  Füllung  zwischen  ihnen,  dies  ist  rufotaeniata  Frühst.  - 
Weiter  nach  Osten  auf  den  kleinen  Sundainseln  und  im  südlichen  Celebes  bleiben  die  Stücke  habituell  hinter 
der  Javaform  zurück  und  sie  nehmen  ein  dunkleres  Colorit  an,  gedrosia  subsp.  nov.  (107  b).  Nach  Angaben 
von  Piepers  ist  gedrosia  bei  Djeneponto  in  der  sumpfigen  nahe  dem  Meere  gelegenen  Ebene  sehr  gemein  und 
wird  auf  höheren  Lagen  schon  weniger  häufig.  Vermutlich  auch  auf  Kangean.  pallidior  Frühst.,  ursprünglich 
basiert  auf  die  Trockenzeitform  mit  obliterierten  schwarzen  Längslinien  auf  allen  Flügeln,  von  welchen  nur 
noch  die  submarginale  halbwegs  deutlich  erkennbar  bleibt,  ist  im  allgemeinen  grösser  als  javanische  ariadne 
und  unterseits  kenntlich  durch  die  feurig  rotgelbe  Füllung  der  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite.  Type  aus 
Assam,  aber  über  die  ganzen  Südabhänge  des  Himalaya  und  östlich  über  Hinterindien,  Yunnan  und  Formosa 
verbreitet.  —  Rp  auf  der  am  Boden  hinkriechenden  Tragia  cannabina  und  involucrata,  vorwiegend  schwarz 
mit  weisslichem  Rückenstreifen,  sehr  unruhig;  sie  bewegt  ihren  Kopf  beim  Kriechen.  Puppenruhe  10  Tage. 
Falter  überall  gemein,  besonders  in  Tonkin,  wo  sie  sich  in  der  Nähe  der  Dorfgärten  aufhalten.  —  minorata 
Moore  (107  b)  ist  eine  habituell  viel  kleinere  Rasse  mit  markanteren  und  mehr  zusammengerückten  Schwarz¬ 
binden  der  Oberseite,  die  ziemlich  übereinstimmend  auch  in  Südindien  vorkommt,  deren  Type  aber  von 
Ceylon  stammt.  —  indica  Moore  aus  Calcutta,  Madras,  den  Nilgiris  beschrieben,  ist  ein  wenig  grösser  als 
minorata.  —  alternus  Moore  bezieht  sich  auf  die  der  pallidior  nahestehende  Inselrasse  von  Hainan.  Dieselbe 
bleibt  in  der  Grösse  erheblich  hinter  Formosa- Exemplaren  zurück  und  ist  unterseits  gleichmässig  rotbraun 
gefärbt  mit  sehr  undeutlichen  schwarzen  Wellenlinien  und  ohne  distale  graue  Aufhellung,  welche  so  characteristisch 
für  indische  und  Formosa-Exemplare  ist. 


b)  Reibefleck  der  Hflgl-Oberseite  wie  bei  a),  der  Samtfleck  der  Vflgl-Unterseite  aber  in  die  Zelle  übertretend. 


E.  merione  hat  rundere  Flügelconturen  als  die  vorige  Art  und  der  weisse  Subapicalpunkt  der  Vflgl  ist 
nicht  mehr  so  hartnäckig  wie  bei  ariadne  und  bleibt  nur  bei  den  2?  stets  constant.  Die  mit  gelblichen 
Tönen  untermischte  Grundfarbe  von  ariadne  macht  einem  satteren  Rotbraun  Platz,  die  Längslinien  der  Ober- 
merione.  fläche  mehren  sich  und  sind  mehr  zusammengedrängt,  merione  Cr.,  die  Namenstype,  stammt  von  der  C.oro- 
mandelküste  und  gilt  als  einer  der  häufigsten  Schmetterlinge  des  Canara-Districts,  hält  sich  aber  im  Gegensatz 
zu  E.  ariadne  mehr  im  Walde  auf.  Die  Rp  lebt  auf  derselben  Schlingpflanze  wie  jene  von  ariadne ,  sie  ist 
taprobana.  aber  stets  grün,  statt  vorwiegend  schwarz  mit  dunkelbraunen  Längsstreifen.  —  taprobana  Westw.  (107  c)  lässt 
sich  vom  nomenclatorischen  Typus  nur  mit  Mühe  absondern;  es  scheint  aber,  als  seien  Ceylon-Exemplare 
constant  kleiner  als  südindische  merione  und  von  dunklerem  Gesamtcolorit.  Nach  Moore  treten  auf  Ceylon 
zwei  Zeitformen  auf,  von  denen  jene  der  trockenen  Periode,  wie  üblich,  bleicher  ist  als  das  von  uns  darge¬ 
stellte  &  der  Generation  der  nassen  Zeit.  Der  Falter  geht  von  der  Ebene  bis  zu  2000  m  Höhe  und  ist 
tapestrina.  nirgends  selten,  sowohl  im  offenen  Land  wie  auch  im  Walde  anzutreffen.  —  tapestrina  Moore  (107  a  als  merione ) 
ist  der  älteste  Name  für  die  nordindische  Arealform,  aus  Dehra-Dim  beschrieben,  die  von  Simla  bis  Sikkim 
und  Assam  den  Südabhang  des  Himalaya  begleitet,  tapestrina  ist  auf  relativ  kleine,  bleich  gelbbraune  Exem¬ 
plare  der  Trockenzeit  basiert,  deren  22  (107  a)  auffallen  durch  die  hellgrauen  Längsbinden  der  Unterseite. 
In  Sikkim  tritt  tapestrina  häufiger  auf  als  ariadne.  Nach  Angaben  Moore’s  steigt  sie  bis  ca.  5000  m  Höhe.  — 
pharis.  pharis  subsp.  nov.  wird  auf  die  Trockenzeitform  der  hinterindischen  Ortsrasse  basiert,  die  sich  von  der  vorder¬ 
indischen  tapestrina  ohne  weiteres  absondern  lässt  durch  das  buntere  Colorit  der  Oberseite,  auf  der  nahezu 
hellgelbe  mit  fast  schwarzbraunen  Zonen  abwechseln,  so  dass  an  Melitseen  erinnernde  Zeichnungen  entstehen. 
Die  Regenzeitform  fiel  bereits  Bingham  auf,  welcher  Tenasserim-Stücke  als  dunkler  bezeichnet,  so  dass  sie  sich 


Ansgegeben  IR.  III.  1912. 


ERGOLIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


457 


mehr  der  südindischen  merione  und  taprobana  von  Ceylon  anschliessen,  als  den  Sikkim-  und  Assam-Vikarianten. 

Type  aus  Siam  aus  etwa  300  m  Höhe  bei  llinlap,  Muoklek  ander  Bangkok — Korat  Bahnlinie.  Januar,  Februar. 
d  der  Regenzeitform  aus  Süd-Annam  und  Tenasserim.  Nach  Moore  auch  im  Mergui  Archipel.  —  ginosa  subsp.  ginosa. 
nov.  bewohnt  Sumatra  und  die  Malayische  Halbinsel.  d  grösser  als  pharis-d  cf,  dunkler  rotbraun  mit  mar¬ 
kanteren  schwarzen  Wellenlinien  der  Oberseite.  Das  ?  führt  breiter  angelegte  schwarzbraune  Felder  und  Ränder 
der  Oberseite  und  auch  unterseits  sind  die  Medianbinden  schärfer  umgrenzt,  gleichmässiger  rotbraun.  nicevillei  nicevillei. 
Frühst.  (107  b)  bleibt  in  der  Grösse  erheblich  hinter  den  nordindischen  und  makromalayischen  Schwester¬ 
rassen  zurück:  die  dd,  namentlich  jene  aus  Ost- Java,  erscheinen  oberseits  noch  dunkler  rotbraun  als  sumatra- 
nische  ginosa.  das  ?  aber  zeigt  deutlich  den  javanischen  Färbungscharacter  durch  vorwiegend  bleiches  Colorit 
und  lichter  grauer  Unterseite.  ??  aus  dem  Osten  der  Insel  nähern  sich  mehr  der  pharis  Frühst,  von  Siam 
(Trockenzeitform),  jene  von  West-Java  aus  der  Umgebung  von  Sukabumi  bilden  eine  Zwischenstufe  von 
tapestrina  ans  Sikkim  und  ginosa  von  Sumatra.  Ziemlich  selten,  bis  etwa  800  m  Höhe  aufsteigend.  —  Von 
Borneo  ist  eine  merione- Rasse  bisher  mit  Sicherheit  noch  nicht  bekannt,  doch  vermutet  Shelford  dass  ahmat  ahmat. 
Pryer  (im  „Brit.  Nord-Borneo  Herald"  vom  Oktober  1894  p.  259  beschrieben)  hierzu  gehören  könnte.  Auf  den 
Philippinen  findet  merione  jedoch  ihre  natürliche  Fortsetzung  in  crestonia  subsp.  nov.  Das  cf  überbietet  das  crestonia. 
ginosa-d  in  der  Grösse,  die  schwarzen  Linien  der  Hflgl  treten  deutlicher  heraus;  das  ?  wird  dadurch  bunter, 
dass  rotbraune,  graue  und  schwarze  Streifen  auf  dessen  Oberfläche  wechseln.  Unterseite  grau  mit  auch  auf  den 
Vffgl  lebhaft  markierten,  rotbraunen  Binden.  Palawan,  Januar  von  W.  Doherty  gefunden,  nicht  sehr  selten.  - 
luzonia  Fldr.  (107  c)  ist  ein  helles  Extrem  mit  ähnlich  wie  bei  pharis  Frühst,  verbreiterten,  z.  T.  hell  gelb-  luzonia. 
liehen  Medianbinden.  Die  graue  Unterseite  gleicht  crestonia  Frühst,  von  Palawan,  mit  ihren  prominenten, 
schmalen,  intensiv  rotbraunen  Bändern.  Flugzeit  anscheinend  das  ganze  Jahr  und  nach  Semper  von  Luzon  bis 
Mindanao  verbreitet.  Die  Form  ist  ziemlich  selten  und  ich  vermute,  dass  sich  unter  dem  Namen  luzonia  einige 
geographische  Rassen  verbergen,  deren  Klarstellung  der  Zukunft  Vorbehalten  bleibt.  —  maculata  Semp.  umschreibt  maculata. 
die  nördlichste  bekannte  merione- Form  mit  lebhaft  contrastierender  Oberseite,  von  welcher  Semper  nament¬ 
lich  die  dunkle  basale  und  sehr  helle  distale  Flügelhälfte  hervorhebt.  Die  Unterseite  zeigt  das  Colorit  der 
Trockenzeitform  mit  verschwindenden  schwarzen  Makeln  auf  hellgrauem  Untergründe.  Camiguin  de  Luzon, 

Babuyanes  und  Nordwest-Luzon.  —  celebensis  Holl,  endlich  bezeichnet  eine  ganz  hervorragende  Inselrasse,  cetebensis. 
welche  Doherty  im  Süden  von  Celebes  entdeckte,  die  als  ein  echter  Celebes-Schmetterling  durch  ihre  Grösse 
alle  Verwandten  überragt.  Das  Basalgebiet  der  Vflgl  ist  bei  beiden  Geschlechtern  stark  verdüstert,  die 
Medianregion  dagegen  aufgehellt,  arm  an  schwarzen  Linien  und  beim  ?  bedeckt  mit  unregelmässigen  schwarz¬ 
gesäumten  gelblichen  Feldern.  Auf  der  Unterseite  markiert  sich  eine  breite  Medianbinde,  während  das  sub¬ 
marginale  Band  nur  schwach  angedeutet  ist. 

c)  Speculum  der  Hflgl-Oberseite  sehr  erweitert.  Duftfleck  wie  bei  b. 

E.  merionoides  Holl.  (107  a)  ist  eine  hochaparte  Art  welche  obscura  Fldr.  auf  Celebes  repräsentiert  merionoides. 
und  die  Charactere  der  indischen  merione  mit  jenen  der  molukkischen  obscura  vereinigt,  d:  Oberseits  hell¬ 
gelbbraun  mit  schärfer  gewellter  Submarginallinie,  die  sich  beim  ?  am  Hinterrand  verbreitert  und  in  ein 
schwarzbraunes  Randgebiet  übergeht.  Beide  Geschlechter  führen  eine  Kettenreihe  von  schwarz  gekernten 
rundlichen  oder  ovalen  Augenflecken.  ?  oben  hellbraungrau  mit  gelblicher  Medianzone;  Unterseite  des  ?.  im 
lebhaften  Contrast  zu  der  abgebildeten  des  d,  grauweiss  statt  rotbraun,  mit  zierlicher  gelbbrauner  Wieder¬ 
holung  der  Fleckung  der  Oberseite.  Von  Doherty  in  Süd-Celebes  anfgefunden,  in  meiner  Sammlung  vertreten 
durch  3  Paare  aus  Dongala,  Central  Celebes,  August,  September  die  einer  Trockenzeitform  angehören.  Klammer¬ 
organe  in  der  Gattungsdiagnose  beschrieben.  buruensis  Frühst.  (107  a)  von  der  nur  2  ??  bisher  bekannt  sind,  buruensts. 
wiederholt  die  Zeichnungsmotive  von  merionoides  Holl,  von  welcher  sie  eine  melanotische  Abzweigung  vorstellt, 
nur  nähert  sich  buruensis  wieder  mehr  dem  allgemeinen  Ergolis- Typus  durch  die  gleichmässig  rotbraune  Färb¬ 
ungstendenz  der  Oberseite.  Die  Unterseite  ist  vorherrschend  grau  mit  matt  braunen  Makeln.  Insel  Buru. 

E.  obscura  Fldr.  (107  a)  ist  eine  sehr  seltene  Species,  von  welcher  mir  nur  ein  Pärchen  aus  Halma-  obscura. 
heira  und  ein  d  aus  Batjan  vorliegen.  Auffallend  runde  Flügelconturen,  die  sehr  dunkle  Gesamtfärbung  und 
das  Fehlen  der  submarginalen  Ozellenketten,  sowie  das  Auftreten  einer  intensiv  roten  Medianbinde  separieren 
obscura  von  merionoides.  Dennoch  ist  es  wahrscheinlich,  dass  noch  weitere  Zwischenstufen  als  buruensis  (auf 
Obi,  Sula  Mangoli)  entdeckt  werden  und  dann  fällt  merionoides  als  Species  und  muss  als  Zweigrasse  an  obscura 
angegliedert  werden.  Unterseits  differiert  obscura  d'  von  merionoides  d  durch  das  Fehlen  des  grauen  Sub- 
marginalanfluges  der  Hflgl  und  das  ?  entfernt  sich  von  buruensis  ?  durch  das  Wegbleiben  der  submarginalen 
Kette  von  nierenförmigen  Flecken,  deren  Raum  eine  graue  Wellenbinde  der  Hflgl  einnimmt. 

E.  taeniata  tritt  auf  den  Philippinen  an  die  Stelle  von  obscura,  bleibt  etwas  in  der  Grösse  hinter  obscura 
zurück  und  ist  charakterisiert  durch  eine  je  nach  der  Lokalität  an  Breite  wechselnde  heller  oder  trüber  ocker¬ 
gelbe  Bänderung.  Der  schwarze  Duftfleck  der  Unterseite  etwas  reduziert,  geht  nur  noch  als  feine  Linie  in 
die  Zelle  über  und  zerteilt  sich  nach  aussen.  Unterseite  der  Hflgl  auf  der  gesamten  Oberfläche  von  wolkigen, 
grauen  Partien  bedeckt,  welche  von  zierlichen  rotbraunen  Binden  durchzogen  werden,  taeniata  Fldr.  (107  c)  taeniata. 

IX  58 


458 


ERGO  LT S>  Von  H.  Fruhstorfer. 


umschreibt  die  farbenfreudigere  Abzweigung  der  Nord- Philippinen.  Beim  cd  geht  das  gelbliche  Feld  bis  zur 
Gostale  der  Vflgl.  Nach  Semper  scheint  taeniata  mehr  im  Gebirge  als  in  der  Ebene  zu  fliegen  und  ist  bisher 
adelpha.  nur  von  Luzon  und  den  Babuyanes  bekannt.  Flugzeit  vom  April  bis  November.  -  adelpha  FJdr.  ist  das  melan- 
otische  Extrem  der  südlichen  Philippinen.  Die  gelbliche  Zone  des  cd  stark  verengt,  nach  vorne  in  die  dunkler 
braune  Grundfarbe  übergehend  auf  den  Hflgl  kaum  halb  so  breit.  Beim  ?  erscheint  oberseits  an  Stelle  des 
ockergelben  Feldes  eine  unregelmässige,  nach  vorn  graue,  nach  hinten  grünlichgelbe  Aufhellung.  Die  Mittel¬ 
binde  der  liilgi  ist  bis  zum  Costalrand  durchgezogen.  Bisher  aus  Nordwest-  und  Süd-Mindanao  bekannt,  von 
Semper  auch  aus  Bohol  abgebildet. 

d.  Speculum  der  Hflgl-Oberseite  wie  bei  c,  der  Androconienfleck  der  Vflgl-Unterseite  aber  reduziert,  manchmal  nur 
als  schmaler  Streifen  längs  der  unteren  Zellwand  vorhanden. 

E.  specularia  zeigt  den  Flügelschnitt  von  E.  merione ,  die  Zeichnung  der  Unterseite  harmoniert  dagegen 
mehr  mit  jener  von  ariadne ,  oberseits  fehlt  aber  der  weisse  Apicalpunkt.  Durch  den  glatten,  grossen  bis  zur 
vorderen  Mediana  ausgedehnten  gleissenden  Spiegel  wird  die  Verwandtschaft  mit  der  oiscara-Gruppe  dokumentiert, 
von  welcher  specularia  wiederum  abweicht  durch  den  zurückgebildeten  Sammtfleck  der  Hflgl-Unterseite.  Basis 
der  Flügel  braunrot  angeflogen,  der  Aussenteil  stets  bleicher.  Durch  die  Zeichnungsanologie  der  Unterseite 
könnte  man  allenfalls  versucht  sein,  specularia  als  eine  extreme  Trockenzeit  form  von  ariadne  anzusehen; 
doch  sind  Exemplare  der  regenarmen  Periode  aus  Sikkim  und  Java  längst  bekannt,  ohne  dass  sie  solche  tertiär- 
arca.  sexuelle  Veränderungen,  wie  wir  sie  bei  specularia  constatieren,  mit  ihrem  Auftreten  verbinden.  -  arca  Frühst. 
wurde  von  mir  im  mittleren  Siam  auf  etwa  300  m  Höhe  im  Januar  beobachtet.  Von  typischen  specularia  Frühst, 
aus  West-Java  differiert  sie  durch  schärfer  hervortretenden  Apicalteil  der  Vorderflügel,  die  grössere  Gestalt 
und  etwas  lichtere  gelbbraune  Grundfärbung.  Der  Duftspiegel  der  Hinterflügel  ist  dichter  mit  rötlichgrauen 
Schuppen  belegt.  Die  Discalbinden  aller  Flügel  sind  etwas  deutlicher.  Die  submarginale  Zone  innerhalb  der 
schwarzen  Zackenbinde  der  Hinterflügelunterseite  rötlich,  anstatt  grau.  Die  Discalbinden  schärfer  schwarz  ab- 
specularia.  gegrenzt  und  dunkler  braun.  Vorderflügel  38  mm.  —  specularia  Frühst.  (107  b  in  specularis  verdruckt)  ist 
sofort  kenntlich  an  der  schön  hellgelben  Submarginalzone,  besonders  der  Hflgl.  Das  ?  hat  schärfer  abgesetzte 
und  kräftigere,  schwarze  Linien  auf  allen  Flügeln.  Im  Discalteil  der  Vorderflügel  lagert  eine  dunkelbraune, 
breite,  schwarz  beschuppte  Region.  Auch  der  Basalteil  der  Vorderflügel  ist  satter  braun  als  beim  cf  und 
kontrastiert  lebhaft  mit  dem  der  lichtgelbbraunen  Marginalzone.  Die  Flügelunterseite  erinnert  etwas  an  ariadne , 
die  braunen  Binden  sind  heller  und  nach  innen  von  geraden,  weniger  gewellten,  schwarzen  Linien  eingesäumt 
und  die  graue  Bestäubung  ist  viel  lichter.  Die  praediscale,  d.  h..  von  der  Basis  aus  gezählt,  die  zweite  rotbraune 
Rinde  ist  dagegen  viel  schärfer  gekniet,  oben  sehr  viel  breiter  rotbraun  als  nach  dem  Analwinkel  zu,  während 
sie  bei  ariadne  ganz  gleiclnnässig  verläuft.  Ost-  und  West-.Java,  bis  zu  etwa  700  m  Meereshöhe,  sehr  selten, 
namentlich  das  ?.  Drei  Südost-Borneo-Exemplare  meiner  Sammlung  sind  kaum  von  javanischen  specularia  zu 
unterscheiden.  Vermutlich  wird  die  Art  auch  noch  auf  Sumatra  und  der  malayischen  Halbinsel  entdeckt.  Aus 
intermedia.  Mikromalayana  ist  bereits  eine  Zweigrasse,  intermedia  Frühst,  bekannt,  welche  durch  den  dunkel  braunroten 
Farbenton  der  Oberseite  einen  Anklang  an  E.  obscura  Fldr.  der  Molukken  bildet;  intermedia  bleibt  habituell  kleiner 
als  specularia  und  unterseits  c-haracterisiert  durch  den  zu  einem  kleinen  Fleck  zusammengeschrumpften  Andro- 
conienbelag  der  Vflgl.  Alor,  Flugzeit  Monat  März;  West-Sumbawa. 

timora.  E.  timora  Wall.  eine  bisher  verkannte  Species,  die  vielfach  als  E.  ariadne- Unterart  aufgefasst  wurde. 

Die  Reschreibung  ihres  Autors  ist  auch  etwas  kurz,  doch  lässt  die  Diagnose:  „Oberseits  schön  orange  rotbraun, 
der  Aussenrand  und  die  Basis  verdunkelt,  mit  einer  Wellenlinie  durchzogen,  Apicalpartie  vorspringend 
doch  ohne  weissen  Punkt  und  eine  submarginale  Wellenlinie  den  dunklen  Aussenraum  begrenzend; 
Unterseite  reich  braun,  die  Basalhälfte  concentrisch  gefleckt  mit  trübweissen  Bändern,  die  sich  in  Flecken  längs 
des  Terminalsaumes  wiederholen,  Apex  mit  einem  weissen  Fleck  wie  bei  ariadne“,  keinen  Zweifel,  dass  Wallace 
phemonoe.  eine  der  dougalae  Frühst.  (107b)  benachbarte  Art  vor  sich  gehabt  hat.  Heimat  Timor.  phemonoe  Frühst, 
ist  hierzu  eine  hellere  Inselrasse  mit  schön  hellockergelber  Flügeloberfläche,  rotbrauner  Basal-  und  Terminal¬ 
partie  aller  Flügel,  also  ausgedehnter  rotbraun  überstäubt  als  dongalae  { 107  b).  Insel  Wetter,  Flugzeit  der  Monat 
Mai,  1892  von  W.  Doherty  aufgefunden. 

dongalae.  E.  dongalae  Frühst.  (107b  in  dongolae  verdruckt)  übertrifft  phemonoe  an  Grösse;  sie  ist  oberseits 

dunkler.  Das  Speculum  der  Hflgl.- Oberseite  leicht  rötlich  beschuppt.  Unterseite  mit  verschwindendem  weissen 
Apicalpunkt,  lichter  braun.  Hflgl  mit  graubrauner  Basal-  und  weisslichgrauer  Distalhälfte,  mit  schmäleren,  rot¬ 
braunen  Binden.  ?  unterseits  durchweg  weisslichgelb,  rotbraun  gebändert  und  gefleckt.  Oberseits  führt 
das  $  auch  noch  eine  feine  schwarze  mediane  Linie  der  Hflgl,  die  dem  cf  fehlt.  Dongala,  (Central-Celebes), 
August,  September  von  W.  Doherty,  in  Kendari  (Ost-Celebes)  von  H.  Kühn  aufgefunden.  F.  dongalae  zählt  zu 
denjenigen  celebischen  Species,  deren  Ursprung  im  westmalayischen  Gebiet  zu  suchen  und  deren  Einwanderung 
über  die  Flores-Brücke  erfolgt  ist.  Werden  Intermediatformen  gefunden,  (Saleyer,  Tanah-Dampea),  muss  dongalae 
mit  timora  subspecifisch  vereinigt  werden. 


LARINGA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


459 


e.  Vflgl-Unterseite  mit  sammtartigen  Adnervalduftstreifen  und  zwar  auf  allen  Adern.  Costal-  und  Terminalsaum 
der  Hflgl  gleichfalls  mit  modificierten  Schuppen  belegt,  ebenso  die  hintere  Partie  der  Vflglzelle;  eine  Erscheinung,  welche 
in  der  Nymphalidenwelt  wohl  einzig  dasteht. 

E.  isaeus.  Oberseits  der  E.  merione  Cr.  zum  Verwechseln  ähnlich,  aber  mit  geradlinigeren  schwarzen  und 
im  Medianteil  aller  Flügel  weiter  separiert  stehenden  Längsbinden  und  in  beiden  Geschlechtern  ohne  den 
weissen  Apicalpunkt.  Unterseite  gleichartiger  graubraun  mit  markanteren,  isolierten  Wellenbinden.  Terminal¬ 
saum  nahezu  schwarz,  je  nach  der  Ortsrasse  mehr  oder  weniger  ausgedehnt,  am  breitesten  aber  bei  der 
javanischen  Inselform,  isaeus  Wall.,  von  der  malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  beschrieben,  wechselt  vor-  isaeus. 
amtlich  je  nach  der  Jahreszeit  etwas  in  der  Färbung.  Vier  cfcf  erscheinen  vorherrschend  rotbraun,  ein  Pärchen 
mehr  graubraun.  Das  ?  besitze  ich  nur  aus  Nordost-Sumatra;  es  ist  namentlich  unterseits  vom  cf  abweichend 
durch  ein  gelblichgraues  Colorit,  aus  welchem  zart  schwarz  umgrenzte  rötlichgraue  Längsstreifen  deutlich 
hervortreten.  Rp  auf  einer  auf  dem  Roden  hinkriechenden,  stark  stechenden  Schlingpflanze,  (Tragia  spec.j; 
selten,  nur  im  Walde.  In  der  Sammlung  Fruhstorfer  auch  aus  den  Padang’schen  Bovenlanden,  West-Sumatra. 

Nach  Angaben  von  Niceville  einmal  in  Birma  gefunden,  doch  ist  dieser  Fundort  von  Bingham  nicht  be¬ 
stätigt  und  ist  fraglich,  weil  Niceville  die  vier  Indisch-makromalayischen  Ergolis- Species  nicht  zu  unterscheiden 
vermochte.  Dagegen  besitze  ich  ein  sicheres  cf  aus  Pontianak.  West-Borneo.  — ■  lysias  Frühst,  bewohnt  Java,  lysias. 
wo  sie  sehr  selten  ist,  wenngleich  sie  in  allen  Teilen  der  Insel  vorkommt,  cf  etwas  heller,  mehr  grau  als 
rotbraun  im  Vergleich  zu  Perak-  und  Sumatra-Exemplaren,  mit  einer  mehr  ins  Gelbliche  stechenden  Median¬ 
zone.  ?  oberseits  rauchgrau,  Längsbinden  graubraun  oder  jede  rötliche  Beimischung.  Unterseite  lichter,  mit 
grauen  statt  rotbraunen  Intranervalstreifen  der  Vflgl,  Hflgl  wie  schon  erwähnt  mit  erheblich  breiterer  Randzone 
von  modifizierten  Schuppen,  ?  dunkler,  mehr  grau  als  gelb,  mit  ausgedehnteren  Längsbinden  als  Sumatra-??.  — 
pupillata  Frühst.  (107  b)  bezeichnet  die  am  weitesten  von  der  Namenstype  entfernte  und  am  prägnantesten  pupillata. 
differenzierte  Inselrasse.  Oberseite  mit  deutlich  contrastierenden  Längszonen ;  Basal-  und  Distalpartie  braun, 
von  einer  gelblichen  Medianbinde  deutlich  geschieden,  Hflgl  von  markanten  schwarzen  Bändern  durchzogen. 
Unterseite  bemerkenswert  durch  eine  Serie  von  hellbraunen  perlschnurartig  aufgereihten  Submarginalmakeln  der 
Vflgl,  Hflgl  rötlichgrau  mit  nahezu  schwarzen  Submarginalmakeln  und  dunkelbraunen,  viel  deutlicher  als  bei 
Java-  und  Sumatra-fsams  heraustretenden  Binden.  Insel  Nias,  sehr  selten. 


2.  Gattung:  !iarin<>'a  Moore. 

Moore  hat  1901  die  beiden  indischen  Arten  vom  afrikanischen  Genus  Eurytela  abgetrennt  wegen  der 
nackten  statt  behaarten  Augen,  dem  Heteromorphismus  der  Geschlechter  und  der  veränderten  Zeichnungsmotive. 

Es  sind  aber  auch  leichte  Structurunterschiede  zu  erwähnen,  so  die  bei  Laringa  auf  beiden  Flügeln  ver¬ 
kümmerte  vordere  Discocellulare,  der  bei  Laringa  vorhandene,  bei  Eurytela  fehlende,  scheinbare  Zellschluss 
der  Hflgl.  Auch  Ergolis  gegenüber  sind  Differenzialcharactere  zu  constatieren  durch  die  verkürzte  vordere  Disco¬ 
cellulare  der  Hflgl  die  besonders  bei  E.  ariadne  ziemlich  lang  ist.  Vflgl  mit  geeckter  Flügelspitze.  Costalader  am 
Grunde  stark  aufgeblasen.  Subcostale  5  ästig,  mit  2  Aesten  vor  dem  Zellende,  Ast  3  dem  4.  näher  als  letzterem. 

Ast  4  und  5  eine  kurze,  unterhalb  der  Flügelspitze  mündende  Gabel  bildend.  Obere  Discocellulare  sehr 
klein,  fast  verkümmert;  mittlere  kurz,  gebogen;  untere  sehr  fein,  gerade,  die  Mediana  am  2.  Ast 
treffend.  Hflgl  mit  zweispaltiger  Präeostale.  Zelle  durch  eine  feine  untere  Discocellulare  geschlossen, 
welche  die  Mediana  am  Ursprung  des  2.  Astes  trifft.  Die  Rp  wird  vermutlich  analog  den  sethiopischen 
Arten  zwei  lange  Kopfhörner  tragen  und  die  Pp  wird  stark  gewinkelt,  ausgeschnitten  und  vermutlich  von  grüner 
Farbe  sowie  mit  schwarzen  Makeln  besetzt  sein.  Die  beiden  indischen  Arten  sind  coloristisch  scharf  getrennt 
und  dasselbe  gilt  auch  von  ihren  geographischen  Abzweigungen.  Sie  sind  durchweg  sehr  selten,  die  ??  einiger 
Rassen  sind  überhaupt  noch  unbekannt.  Von  den  cfcf  wird  erwähnt,  dass  sie  auf  sandigen  Stellen  von  Wald¬ 
flüsschen  gefunden  werden.  Der  Flug  erinnert  durchaus  an  Ergolis  und  die  Falter  lieben  es,  lange  mit  ge¬ 
schlossenen  Flügeln  auf  der  Oberseite  von  Blättern  am  Waldrande  zu  ruhen. 

E.  horsfieldi  die  zuerst  beschriebene  Species  ist  zugleich  am  weitesten  verbreitet  und  man  begegnet 
ihr  in  Birma,  den  Andamanen  und  in  Makromalayana.  cf  oberseits  vorherrschend  graublau  mit  dunklen,  blei¬ 
grauen  oder  blauen  Partien,  welche  von  schwarzen  Median-  und  Submarginalbinden  begrenzt  werden.  Unter¬ 
seite  grau  mit  schwärzlichen  Linien  und  Schuppenanhäufungen.  ?  je  nach  dem  Flugplätze  bleicher  oder 
dunkler  ockergelb  mit  rötlichen  Feldern  und  Linien.  Unterseite  stets  heller,  mehr  gelblich,  mit  zarterer  schwarzer 
Ueberstreuung  als  die  cfcf.  Das  cf  gleicht  etwa  Erg.  ariadne  oder,  wenn  man  will,  den  kleinen  gelben  Neptis- 
Arten.  Auf  den  Andamanen  macht  sich  der  Einfluss  der  trockenen  Jahreszeit  deutlich  bemerklich.  -  glaucescens  giaucescens. 
Nicev.  ist  die  dunkelste  der  bekannten  Rassen;  cf  braun  violett  mit  relativ  schmalem  blaugrauem  Medianfeld 
aller  Flügel.  ?  dunkel  ockergelb  mit  schwarzer  Ueberpuderung.  Unterseite  des  cf  blaugrau  mit  braunen,  des 
?  mehr  gelblich  mit  rötlichen  kurzen  Streifchen.  Type  aus  den  Karen-Hills  aus  etwa  2500  Fass,  sonst  überall 
in  Oberbirma  und  Tenasserim  vom  Oktober  bis  März  angetroffen,  aber  stets  äusserst  selten.  -  andamanensis  a^^~nsis 
Nicev.  ist  eine  lebhafter  gefärbte,  weniger  seltene  Inselrasse,  beide  Geschlechter  bereits  sehr  ähnlich  der  ab¬ 
gebildeten  velitra  (107 d),  aber  etwas  grösser  als  die  makromalayischen  Vikarianten;  cf  ausgedehnter  schwarz 


460 


BYBLIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


überzogen  als  velitra ,  ?  mit  rotbrauner  Oberfläche,  die  mit  hellgelben  Federn  belegt  ist.  Unterseite  des  cf  wie 
bei  glaucescens- cf,  jene  des  ?  lichtgelb  mit  rötlichen  Linien  und  Schuppenanhäufungen.  Exemplare  der  Trocken¬ 
zeit  sind  kleiner,  die  schwarze  Bänderung  der  cf  tritt  hinter  einer  ausgedehnteren  blaugrauen  Zone  zurück: 
das  ?  führt  schmälere  gelbe  Medianpartien,  die  auf  fahler  rotbraunem  Grunde  stehen.  Andamanen,  nicht  sehr 
senta.  selten.  —  senta  Frühst,  schliesst  sich  eng  an  andamcmensis  an;  das  cf  differiert  durch  die  breitere  schwarze 
Submarginalbinde  der  Hflgl,  das  ?  durch  mehr  verblasste,  nahezu  weisslichgelbe  Medianpartien,  die  von  blass 
rotbraunen  Gebieten  umgeben  sind.  Unterseits  beide  Geschlechter  etwas  lichter,  das  ?  nur  unmerklich  rot¬ 
braun  bestäubt.  Verglichen  mit  horsfieldi  von  Java  ergeben  sich  folgende  Unterschiede:  Die  Vtlgl  von  senta 
sind  in  der  basalen  Begion,  die  Hflgl  vor  dem  Aussenrande  breiter  schwarz  beschattet  und  die  graublauen 
Zeichnungen  etwas  ausgedehnter  und  heller.  Die  Flügelunterseite  von  senta  ist  heller  grau,  mit  ganz  schmalen, 
schwarzen  Linien,  welche  viel  gerader  als  in  horsfieldi  verlaufen.  Das  ebenfalls  grössere  ?  ist  rotbraun  anstatt 
gelbbraun,  mit  viel  bleicheren  Costal-  und  Medianbinden  und  schwächeren,  schwarzen  Linien  auf  der  Flügel¬ 
oberseite.  Auch  die  Unterseite  fahler  gelb  und  die  Medianbinde  der  Vflgl  an  den  Radialen  unterbrochen  und 
nicht  zusammenhängend  wie  bei  horsfieldi -?  von  Java,  Sumatra  und  den  Andamanen.  Insel  Nias,  Vflgllänge:  cf 
velitra.  27  mm,  ?  30  mm.  —  velitra  suhsp.  nov.  (107  c!)  vermittelt  den  Uebergang  von  andamanensis  und  senta  zu 
horsfieldi  von  Java;  sie  bleibt  in  der  Grösse  hinter  den  beiden  Formen  der  Wedda-Brücke  (ehemalige  Land¬ 
verbindung  Ceylon-Nias)  zurück,  übertrifft  aber  die  javanische  Schwesterrasse  noch  etwas  an  Flügelausmass. 
cf  kaum  von  horsfieldi  unterschieden,  nur  mit  etwas  schärfer  abgesetzten  schwarzen  Bändern,  ?  dagegen  viel 
dunkler  und  gleichmässiger  orangegelb,  die  rotbraunen  Partien  dunkler,  die  Unterseite  gleichfalls  gesättigter 
ockergelb.  In  der  Ebene  vorkommend,  ziemlich  selten.  Die  cf  cf  sitzen  mit  gefalteten  Flügeln  und  haben  eine 
horsfieldi.  Vorliebe  für  Sandbänke  an  Waldbächlein.  (Martin).  —  horsfieldi  Bsd.  zeigt  wie  alle  Javafalter  eine  kleinere 
Gestalt  als  die  sumatranischen  Verwandten  und  in  beiden  Geschlechtern  ober-  wie  unterseits  ein  bleicheres 
Colorit.  cf  24  mm,  ?  24  mm  A^flgllänge.  Sehr  selten,  im  Osten  der  Insel  anscheinend  häufiger  als  im  Westen 
bis  etwa  500  m  Höhe.  Von  der  Malayischen  Halbinsel  und  Borneo  sind  horsfieldi- Formen  noch  nicht  bekannt. 

E.  castelnaui  eine  echt  makromalayische  Species,  welche  nordwärts  bis  Moulmein  vordringt,  nicht  auf  die 
Andamanen  übergetreten  ist,  dagegen  im  Norden  von  Borneo  aus  die  Süd-Philippinen  erreicht  hat.  Im  Osten 
castelnaui.  geht  castelnaui  nicht  über  Java  hinaus,  castelnaui  Fldr .,  die  Namenstype,  stammt  von  der  Malayischen  Halb¬ 
insel  und  geht  nordwärts  als  grosse  Seltenheit  bis  Ober-Tenasserim  (Daunatrange  und  Attaran- Valley).  Das  cf 
ist  der  einzige  Tagfalter  der  östlichen  Tropen  mit  reinem  Ultramarinblau  der  Oberfläche.  Flügel  sonst  nur  von 
einer  feinen  schwarzen  Submarginallinie  durchzogen  und  am  Apex  leichthin  geschwärzt.  ?  graubraun  mit 
dunkelbraunen,  schwarz  abgegrenzten  Längsbinden.  Unterseite  wie  bei  horsfieldi  nur  dunkler,  dichter  schwarz 
bewölkt,  mit  steileren  Längslinien.  ?  graubraun  mit  schwärzlichen  Binden  und  weisslicher  Submarginalzone. 
Tenasserim  bis  Singapore,  Nordost-  und  West-Sumatra,  doch  scheinen  ??  von  dieser  Insel  etwas  dunkler  zu 
ochus.  sein  als  solche  von  Perak.  —  ochus  Frühst,  bewohnt  Borneo,  die  Type  stammt  aus  dem  Südosten  der  Insel. 
Das  cf  ist  viel  grösser  und  von  dunklerer  blauer  Grundfarbe  als  Exemplare  aus  Sumatra  und  Perak.  Apex 
der  Vflgl  breiter  schwarz  bezogen,  die  Flügelunterseite  zeigt  ausgedehntere  und  dunklere,  schwarze  Binden  auf 
ottonis.  allen  Flügeln.  Das  ?  wird  noch  erheblicher  differieren,  leider  fehlt  mir  dasselbe.  —  ottonis  Frühst.  Das  cf 
entfernt  sich  von  castelnaui  durch  die  hellblaue  Flügelfärbung,  welche  ottonis  mit  fruhstorferi  aus  Ost-Java  ge¬ 
meinsam  hat.  Die  schwarze  Submarginalbinde  der  Vflgl  ist  aber  bei  ottonis  geringer  entwickelt.  Das  ?  hält 
die  Mitte  zwischen  castelnaui -?  aus  Sumatra  und  fruhstorferi  von  Java,  es  ist  kleiner  als  Sumatraner,  grösser 
als  Javaner  und  von  einer  mehr  rötlichen  als  schwarzgrauen  Grundfarbe.  Unterseite:  Das  cf  ist  namentlich 
im  Marginalteil  der  Hflgl  sehr  viel  heller  als  castelnaui  von  Borneo,  das  ?  ist  unterseits  ebenfalls  mehr  rötlich 
schattiert  und  mit  dünneren  schwärzlichen  Linien,  von  denen  die  submarginale  der  Hflgl  beinahe  ganz  ver- 
fruhstorferi.  schwanden  ist.  Palawan,  nur  1  cf,  1  ?  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  fruhstorferi  Nicev.  (107  d)  stammt 
aus  Ost-Java.  Im  Westen  der  Insel  habe  ich  diese  ausgezeichnete  geographische  Unterart  nicht  beobachtet. 
Das  cf  differiert  von  den  übrigen  makromalayischen  Rassen  durch  das  lichtere  Blau  der  Oberseite  und  die 
breitere  schwarze  Submarginallinie  der  Hflgl.  ?  zierlicher  als  castelnaui -?,  heller  graubraun  mit  deutlich 
heraustretender  und  viel  schmälerer  Medianpartie.  Unterseite  des  ?  viel  heller  als  bei  Sumatra-??,  mit  weiss¬ 
licher  Füllung  zwischen  den  schwärzlichen  Längsbinden  und  ebensolchen  Partien  in  der  Submarginalzone  beider 
Flügel.  Auf  etwa  5 — 600  m  Höhe,  sehr  selten,  von  mir  nur  im  Zuidergebergde,  südlich  von  Malang,  Ost-Java, 
niha.  gefunden.  —  niha  Frühst.  (107  d)  umschreibt  die  am  erheblichsten  differenzierte  Inselrasse,  deren  cf  cf  kaum 
von  sumatranischen  Exemplaren  separiert  werden  können,  deren  ??  aber  ausgezeichnet  sind  durch  das  Auf¬ 
treten  weisser  Transcellular-  und  Medianmakeln  der  Vflgl.  Allgemeine  Färbung  sonst  hell  graubraun  mit  rötlich 
braunen  Längsbändern.  Unterseite  sehr  nahe  fruhstorferi  von  Java  mit  gleichartiger  weisser  Füllung  der  Längs¬ 
streifung  und  mehr  rötlichen  statt  schwarzen  Binden.  Nias,  sehr  selten. 

3.  Gattung:  Byblia  Hbn.  (Hypanis  Bsd.) 

Ein  bicontinentales  Genus,  welches  in  Afrika  wurzelt,  wo  zwei  Species  Vorkommen  von  welchen  eine 
sich  nach  Vorder-Indien  und  Ceylon  verbreitet  hat.  Bijhlia  schliesst  sich  den  vorhergehenden  in  Geäder  und 
Palpenbildung  vollständig  an,  unterscheidet  sich  aber  sofort  durch  die  nicht  geeckten  Vflgl  und  den  stark  ge- 


PSEUDERGOLIS.  Von  H.  Eruhstorfer. 


461 


kerbten  Aussenrand.  Zudem  ist  auch  die  Flügelfärbung  verschieden  und  zeigt  eher  ein  Melitseen-artiges  Aus¬ 
sehen  durch  die  auf  schön  orangebraunem  Grund  angeordnete  schwarze  Fleckenzeichnung.  Die  Fühler  sind  bei 
Bijblia  mit  einer  länglich  zugespitzten  Kolbe  versehen;  die  Palpen  sehr  lang,  nur  oberhalb  kurz  beschuppt, 
vorderseits  und  auf  dem  Rücken  mit  langen  Haaren  besetzt.  Endglied  fast  y2  so  lang,  als  das  dünne,  nur  am 
Ende  etwas  verdickte  Mittelglied,  kurz  beschuppt.  Der  3.  Subcostalast  dem  4.  näher  als  dem  Zellende.  Vflgl- 
Zelle  geschlossen,  Ffflgl-Zelle  offen.  Hflgl  mit  zweispaltiger  Präcostale.  Vorderfüsse  des  cd  ausserordentlich  dünn, 
fadenförmig,  mit  wenigen  seidenartigen  Haaren  bekleidet;  Tarsus  kurz,  nur  1/3  so  lang  als  die  Tibie,  und  diese 
von  gleicher  Länge  wie  der  Femur.  Rp.  auf  Tragia  cannabina  und  von  der  Rp  von  Eryolis  ariadne  nur  durch 
den  längeren  hellgrünen  oder  grünlichgelben  statt  weisslichen  Dorsalstreifen  zu  unterscheiden.  Pp  schlank, 
manchmal  grün,  manchmal  braun.  Imago  dem  Einfluss  der  Jahreszeiten  unterworfen.  Vgl.  auch  Bd.  13,  Taf.  51. 

B.  ilithyia  Drury  (138a).  Oberseite  rötlich  orangefarben  mit  schwarzen  Längsbinden.  Unterseite  äusserst  ilithyia. 
zierlich,  auf  den  Vflgln  nur  in  der  vorderen  Partie  längs  den  schwarzen  Streifchen  weiss  gefleckt;  Hflgl  aber 
von  drei  gelblichweissen  häufig  fehlenden  Längsbinden  durchzogen,  welche  proximal  von  schwarzen  Halbmonden 
oder  Punkten  umgeben  sind.  —  Bei  der  Trockenzeitform  Simplex  Btlr ,  verschwinden  diese  schwarzen  Garnituren  Simplex. 
und  die  Unterseite  verändert  sich  auf  den  Hflgl  in  ein  sandfarbenes  fahles  Rotgrau,  und  oberseits  beginnen  die 
schwarzen  Bänder  sich  aufzulösen.  Häufig  von  Poona  und  Bombay  im  Norden  bis  Madras  und  den  Nilgiris 
im  Süden  Indiens,  sich  in  der  Nähe  von  Wasserpfützen  aufhaltend  und  bis  1000  m  hinaufgehend.  Auf  Ceylon 
nur  im  Norden  der  Insel,  im  Juli  und  dann  wieder  im  Dezember  im  niederen  Dschungel  sehr  gemein.  Rp  nach 
Moore  im  ersten  Stadium  dunkelbraun,  im  zweiten  schwarz  mit  einem  gelblichen,  die  ganze  Länge  durch¬ 
ziehenden  Dorsalstreif,  drittes  und  letztes  Stadium  grün.  Die  Dornen  schwarz.  Pp  an  der  Stirne  leichthin 
gespalten,  Thorax  hinten  mit  einer  Spitze,  Segmente  dorsal  etwas  aufgebogen,  Flügelscheiden  leicht  erweitert. 

Farbe  entweder  grün  oder  fahlgrau  oder  purpurbraun  mit  hellerem  Rücken. 

Tribus  Pseudergolidi. 

2  mit  vollkommen  ausgebildeten  Vorderfüssen.  Vorkommen  nur  im  indischen  Gebiet. 

4.  Gattung:  Fldr. 

Hat  mit  Eryolis  die  feinen  schwarzen  Wellenlinien  gemeinsam,  nähert  sich  aber  unterseits  durch  die 
Ozellenkette  der  Hflgl  mehr  den  Freds.  Praecostale  der  Hflgl  wie  bei  Eryolis.  Geäder  auch  sonst  (abgesehen 
von  der  nicht  aufgeblasenen  Costale)  mit  dieser  Gattung  übereinstimmend.  Fhlr  lang,  allmählich  in  einen 
dünnen  Kolben  übergehend.  Rp  auf  einer  Urticacee,  indisch  Siar  (Debregeasia  bicolor),  die  engste  Verwandtschaft 
mit  den  Bybliden-Rpn  verratend  durch  ein  paar  divergierender,  schön  geschwungener,  schwarzer,  fein  verzweigter 
Kopfhörner.  Rücken  ausserdem  noch  mit  zwei  subanalen  Scheindornen,  sonst  nackt.  Pp  ähnlich  jener  von 
Rohana  camiba  aber  noch  grotesker,  ventral  mit  daumenförmigem  Vorsprung  und  seitlichen  Spitzen.  Falter 
nicht  selten,  mit  langsamem,  schwebendem  Flug  und  sich  mit  ausgebreiteten  Flügeln  auf  Blätter  setzend.  Sie 
halten  sich  stets  in  der  Nähe  vom  Wasser  auf,  gehen  bis  2000  m  hinauf  und  neigen  zu  allerdings  nur  gering 
differenzierten  Saisonformen.  Verbreitung  eine  höchst  eigentümliche,  dem  Südabhang  des  Himalaya  folgend, 
bis  China  und  dann  unvermittelt  wieder  auf  Celebes.  Nur  zwei  Arten  bekannt. 

P.  wedah  zerfällt  in  zwei  Arealformen  chinensis  subsp.  nov.  reichlich  ein  Drittel  grösser  als  weclah  Koll.  chinensis. 
(Bd  I,  p.  173,  Taf.  61  e),  aber  dennoch  mit  schmäleren  schwarzen  Binden.  ?  heller  als  22  aus  Sikkim  und 
Assam.  Häufig  in  West-China,  am  Omeishan;  ein  Exemplar  auch  von  lchang,  Central-China,  von  Leech  er¬ 
wähnt.  —  wedah  Koll.  vom  Nordwest-Himalaya  bis  Ober-Birma  bekannt,  wurde  von  mir  in  Mittel-Tonkin  als  wedah. 
grosse  Seltenheit  aufgefunden.  Exemplare  der  Trockenzeit  sind  etwas  kleiner  als  solche  der  Monsunperiode, 
heller,  mehr  goldig  braun  und  mit  deutlicheren  schwarzen  Submarginalpunkten  besetzt.  Auf  der  Unterseite 
treten  die  braunen  Längsstreifen  markanter  hervor.  2  verwaschen  braun,  mit  schwächeren  Längsbinden  der 
Oberseite.  In  Tonkin  im  August,  September  (Trockenzeit)  fliegend,  tritt  wedah  im  Himalaya  von  Mai  bis 
November  auf.  Die  Falter  sind  nach  Dr.  Niceville  sehr  streitsüchtig  und  jeder  besucht  einen  abgesonderten 
Platz,  an  welchem  sie  promenieren. 

P.  avesta  bewohnt  Celebes,  wo  die  seltene  Art  in  zwei  Ortsrassen  zerfällt:  avesta  Eldr.  (116  e),  nach  von  avesta. 
Lorquin  vermutlich  im  nördlichen  Teil  der  Insel  gesammelten  Exemplaren  beschrieben,  hat  die  Grundfarbe  rotbraun 
mit  oberseits  wohl  ausgebildeten  schwarz  umringten  Ozellen.  2  dunkel  erdbraun,  ohne  jeden  rötlichen  Schimmer. 
Zeichnung  wie  beim  cf,  nur  im  Transcellular  teil  der  Vflgl  etwas  mehr  beschattet.  2  im  allgemeinen  sehr  ähnlich 
Freds  intermedia  Fldr.  was  die  Augenflecken,  und  Preds  iphita ,  was  die  Färbung  angeht.  Hflgl  rundlich  ohne  anale 
Spitze  wie  beim  cf.  Unterseite  der  cf  cf  mit  lebhaft  schillernden  weisslich  violetten  Partien  längs  der  Ozellenkette  und 
in  der  Vflglzelle.  Beide  Geschlechter  von  mir  bei  Toli-Toli,  Nord-Celebes,  November  und  Dezember,  am  Waldrand 
aufgefunden.  —  toalarum  subsp.  nov.  (Name  nach  den  weddaischen  primitivsten  Volksstämmen  des  südlichen  Celebes),  toalarum. 
grösser,  oberseits  lebhafter  rotbraun  mit  prominenteren  Schwarzflecken  als  avesta.  Das  2  führt  noch  deutlicher 
schwarz  umringelte  Ozellen  der  Hflgl  und  die  braunen  Flecken  der  Unterseite  aller  Figl  sind  dunkler  als  bei  Nord-Cele- 


462 


CAL  INA  GA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


buddha. 


gautama. 


brahma. 


sudassana. 


formosana. 


davidis. 


saka. 

lactoris. 


bes-??.  Ost-Celebes,  männliche  und  weibliche  Type  in  Collection  Staudinger.  Süd-Celebes  cf,  PatunuangAsoe  (Januar) 
in  meiner  Sammlung.  Das  ?  der  Südform  hat  Doherty  entdeckt  und  es  wurde  von  Holland  1890  zuerst  beschrieben. 

Tribus  Calinagidi. 

Vorderfüssedes?  wie  bei  den  Pseudergolidi,  d.  h.  vollkommen.  Hflglzelle  geschlossen.  Vorkommen  nur  im  indischen  Gebiet. 

5.  Gattung:  Cfalinaga  Moore. 

Diese  merkwürdige  Gattung,  welche  nur  in  bedeutenden  Höhen  des  Himalaya  vorkommt,  zeigt  in  ihrem 
Aeussern  eher  einen  Parnassius- artigen  Charakter  und  illustriert  zugleich  in  instruktiver  Weise,  nach  welcher 
Richtung  hin  sich  der  nachahmende  Zug  bei  solchen  Hochgebirgstieren  entwickeln  kann,  in  deren  Heimat 
Danaiden  fehlen,  dagegen  noch  Parnassier  und  Pieriden  die  Gegend  beleben.  Die  Hauptcharaktere  von  Calinaga 
liegen  in  der  ungewöhnlich  langen  und  schmalen  Vllglzelle,  der  Einmündung  des  4.  Subcostalastes  in  die 
Flügelspitze,  und  der  Verbindung  der  hinteren  Discocellulare  des  Vflgls  mit  der  Mediana  im  Bug  des  3.  Astes, 
wodurch  sie  sich  sofort  von  allen  vorhergehenden  Gattungen  unterscheidet,  während  die  folgende  Penthema 
( Isodema )  eine  gleiche  Bildung  besitzt.  Von  dieser  wird  sie  scharf  und  sicher  durch  die  fehlende  vordere 
Discocellulare  im  Vflgl,  hauptsächlich  aber  durch  die  kurze  Costalader  des  Hflgls  getrennt,  welche  in  den 
Vorderrand  und  nicht  in  den  Aussenrand  mündet.  Die  Präcostalader  ist  kurz  und  nach  innen  gebogen;  die 
cfcf-Vorderfüsse  sind  ausnehmend  klein  und  weich  behaart;  Tibia  und  Tarsus  zusammen  nur  wenig  länger  als 
Femur.  Durch  die  eigentümliche  lange  rote  oder  gelbborstige  Thoracalbekleidung  sind  die  drei  bekannten 
Species  von  allen  übrigen  Nymphaliden  leicht  abzusondern,  und  man  wird  an  die  analoge  Behaarung  der 
Bombiden  unter  den  Hymenopteren  erinnert.  Eine  Species  (davidis)  gleicht  gewissen  Aporia-Avien,  die  nord¬ 
indischen  Zweigrassen  vergleicht  Moore  mit  Danaida  limniace,  und  eine  siamesische  Form  copiert  Danaida 
tytia  und  Papilio  agestor.  Uncus  *)  wie  bei  den  Bybliden  äusserst  spitz  und  zierlich  ohne  basale  Verdickung, 
Valve  auffallend  breit  aufgefaltet,  nach  vorne  unvermittelt  in  eine  stumpfe  Spitze  ausgezogen,  dicht  und  fein beborstet. 

C.  buddha  verteilt  sich  im  indischen  Gebiet  auf  drei  Rassen,  buddha  Moore ,  die  Namenstype  stammt 
aus  dem  Nordwest-Himalaya.  Es  ist  die  hellste  Form  mit  breiteren  hyalinen  Stellen  und  völlig  weissgrauer 
Zelle  der  Vflgl.  Unterseite  der  Hflgl  hellockergelb.  Manchmal  nicht  selten  im  Kulu-Tale,  wo  sie  auf  etwa 
1500  m  Höhe  sich  auf  Sandbänken  der  Waldflüsschen  einstellen,  buddha  ist  ausschliesslich  Waldbewohner  und 
wurde  noch  nie  im  Unterholz  oder  Nachwuchs  aufgefunden.  Aufgescheucht  haben  die  Falter  einen  Papilio- artigen 
Flug;  sie  sind  immer  lokal  und  man  trifft  sie  vom  März  bis  Mai,  spärlicher  auch  im  Juli.  —  gautama  Moore 
(111  d,  als  buddha)  bewohnt  den  Ost-Himalaya,  wo  er  als  einer  der  seltensten  Sikkimschmetterlinge  gilt,  der  nur 
in  einer  Generation  im  Frühjahr  in  Native-Sikkim  erscheint  und  noch  niemals  von  einem  europäischen  Sammler, 
sondern  stets  nur  von  Eingeborenen  eingebracht  wurde.  Die  durchsichtigen  Stellen  aller  Flügel  besonders  in 
der  Vllglzelle  zurücktretend,  die  Unterseite  der  Hllgl  braun  mit  rötlichem  Schimmer,  cf  wie  ?  etwas  grösser 
als  bei  der  West-Himalaya-Rasse.  —  brahma  Bür.  bedeutet  das  dunkelste  Extrem.  Oberseite  vorherrschend 
schwärzlich  braun,  mit  zurückgebildeter  zu  schmalen  Streifen  und  Punktflecken  reduzierter  Weissfleckung. 
Unterseite  der  Hflgl  sepiabraun  mit  deutlichen  purpurnem  Schimmer.  Bisher  nur  zwei  cf  cf  und  ein  ?  bekannt, 
welche  vermutlich  im  Frühjahr  1884  auf  dem  Wege  von  Manipur  nach  Kohima  in  den  Naga-Hills  gefunden 
wurden.  —  sudassana  Melv.  von  Bingham  als  Art  betrachtet,  scheint  mir  dennoch  nur  eine  südliche  Form  der 
Collectivspecies  buddha  darzustellen  und  differiert  in  der  Hauptsache  durch  einen  schön  ockergelben  Anflug 
der  Analpartie  der  Hflgl,  der  sich  auf  der  braun  gesäumten  Unterseite  als  rötlicher  Hauch  wiederholt.  Auf 
der  Vflgloberseite  macht  sich  eine  Reihe  weisslicher  Anteterminalmakeln  bemerklich,  welche  den  vorderindischen 
buddha  fehlen,  bei  der  Formosa-Rasse  aber  bereits  angedeutet  sind.  Die  Type  wurde  etwa  100  englische  Meilen 
nordwestlich  von  Chieng-Mai  der  siamesischen  Shanstaaten  in  bergiger  Region  gefunden.  Später  wurden 
auch  noch  einige  Exemplare  am  Salwinfluss  (Kunlon  Ferry  nahe  der  Yunnan-Grenze)  und  drei  cf  cf  in  den  Karen- 
Hills  zwischen  6-  und  800  m  im  März  bei  Tungho  entdeckt.  -  formosana  Frühst.  Steht  buddha  gautama 
Btlr.  am  nächsten,  trägt  aber  noch  breitere  und  dunkler  grüne  Praeapicalstrigae  und  fast  doppelt  so  grosse 
Submarginalflecke  der  Vflgl.  Der  schwarze  Adernbezug  der  Vflgl  wesentlich  ausgedehnter  als  bei  gautama 
Btlr.,  die  submarginalen  Punkte  der  Hflgl  bedeutend  reduziert.  Unterseite  ähnlich  gautama  Moore  vom  Ost- 
Himalaya,  der  Apex  jedoch  dunkler  braun,  ebenso  die  Distalregion  der  Hflgl.  formosana  schliesst  sich  viel 
enger  den  indischen  Rassen  an  als  davidis  Oberth.  Anscheinend  sehr  selten.  Insel  Formosa.  — -  davidis 
Oberth.  (Bd.  1.  p.  193,  Taf.  59  e)  dagegen  ziemlich  häufig  in  West-China  und  von  Siao-Lu  und  Tay-tu-ho  in  meiner 
Sammlung,  hat  mehr  grünliche  Intranervalstreifen  der  Vflgl  und  eine  an  buddha  vom  West-Himalaya  anklingende 
gelbliche  Unterseite  der  Hflgl.  —  saka  Moore,  wie  sie  Leech  und  Seitz  abbilden  (Bd.  1  p.  193,  Taf.  59 e),  ist 
bereits  etwas  heller  als  davidis;  und  lactoris  Frühst,  von  Chang-yang  in  Central-China  bildet  das  hellste 
Extrem.  Namentlich  durch  beim  ?  völlig  verwaschenes  Colorit  auffallend,  ferner  durch  stets  vorhandene  weiss- 
liche  ovale  Antemarginal flecke  der  Vflgl,  die  manchmal  mit  den  Submarginalmakeln  zusammenfli essen  und 
lange  pfeilartige  Figuren  bilden.  Der  Zellapex  ist  weiss,  nicht  grauschwarz  wie  bei  davidis  Oberth.,  die 
Thorakalhaare  gelb  statt  rotbraun. 

*)  Klammerorgane  sehr  ähnlich  jenen  der  Gattung  Cyrestis  und  mehrerer  Apaluridi,  sodass  ihre  Stellung  neben 
Peuthemu  auch  wieder  gefährdet  und  unhaltbar  ist. 


PENTHEMA.  Von  II.  Fruhstorfer. 


463 

C.  cercijon  Nicev.  und  C.  Ihatso  Obarth.  bewohnen  West-China  (Tat-tsien-hi)  und  Ost-Tibet  (Tseku) 

Bd.  1.  p.  193/194  Taf.  59  e  und  d. 

6.  Gattung:  Pentlieilia  Westw.  (Isodema  Fldr.) 

Die  wenigen  Arten  dieser  Gattung  sind  zum  Teil  erstaunlich  getreue  Gopien  von  Papilioniden  oder 
Danaiden  und  sie  erscheinen  wie  grosse  Uestina  und  gehören  zu  den  stattlichsten  Nymphaliden  der  östlichen 
Subtropen.  Abgesehen  von  ihrer  zum  Teil  stürmischen  Flugart  hat  Pentliema  viele  satyroide  Charactere.  Zu¬ 
nächst  ist,  wie  bei  Galinaga,  die  Zelle  der  Hllgl  wenigstens  nahezu  völlig  abgeschlossen  und  die  Fhlr  sind 
lang,  gerade  und  kolbenlos.  Die  Klammerorgane  zeigen  ebensowohl  ausgebildete  laterale  Stangen  des  Pneus 
wie  etwa  die  Arten  des  palmarktischen  Satyridengenus  Eumenis  (=  Satyrus  pt).  Auch  der  lange  spitze  haken¬ 
förmig  gekrümmte  Uncus  selbst  gleicht  jenem  der  Eumenis.  Valve  dagegen  ungewöhnlich  lang,  etwa  wie  bei 
einigen  Mycalesiden,  aber  entsprechend  der  Grösse  der  Falter  zugleich  robust,  distal  chitinisiert,  in  eine  scharfe 
Spitze  auslaufend,  dorsal  manchmal  gezähnt.  Vflgl  structurell  characterisiert  durch  das  Ausmünden  der  hinteren 
Discocellulare  in  den  Bug  statt  den  Ursprung  des  vorderen  Medianastes,  die  in  den  Vrd  auslaufende  dritte  Sub- 
costalis  und  die  kurze  nicht  verzweigte  Präcostale  der  Hflgl.  Palpen  weit  über  den  Kopf  hervorragend,  stark 
gebogen  und  vorderseits  dicht  beschuppt  und  behaart,  auf  dem  Rücken  des  Mittelglieds  mit  einem  Haarschopf 
versehen.  Eigentümlich  ist  der  Gattung  ein  bisher  noch  nicht  beachteter  Dimorphismus  beider  Geschlechter, 
der  so  weitgehend  ist,  dass  er  die  Creierung  von  besonderen  Arten  veranlasst  hat  Ausserdem  differenzieren 
sich  scharfe  geographische  Arealrassen  schon  auf  kurze  Distanz.  Ausschliesslich  Bewohner  des  Waldes,  werden 
sie  gelegentlich  an  animalischen  Excrementen  gefunden.  Vermutlich  haben  die  Pentliema  nur  eine  Generation. 
Verbreitung  vom  östlichen  Himalaya  durch  ganz  Hinterindien  über  Hainan  nach  Formosa. 

P.  lisarda  die  expansionsfähigste  Species  mit  der  so  häufigen  danaoiden  Zeichnung  der  Oberseite  wie 
wir  sie  analog  bei  Papilioniden,  Elymniiden  und  den  Uestina  wiederfmden.  Characteristisch  sind  drei  isolierte 
Makeln  der  Zelle  der  Vflgl,  welche  bei  den  östlichen  Rassen  durch  schwarze  Schuppen  partiell  überdeckt 
werden  oder  ganz  verschwinden.  Unterseite  sich  auf  dem  Wege  nach  Osten  gradatim  verdüsternd,  rötlich  in 
Sikkim,  hellbraun  in  Birma,  dunkler  in  Tonkin  und  endlich  fast  schwarz  in  Formosa.  Valve  lang,  schlank, 
distal  äusserst  scharf  zugespitzt,  leicht  kantig,  ohne  dorsale  mediale  Dornen,  lisarda  DU.  sehr  ähnlich  der  lisarda. 
abgebildeten  milnintala ,  nur  noch  grösser,  die  weisslichen  Flecken  aber  etwas  schmäler.  Unterseite  der  Hflgl 
durchweg  rostrot,  jene  der  Vflgl  nur  mit  rotbraunem  Apicalteil.  ?  sehr  selten,  bedeutend  grösser  als  das  cf, 
unterseits  etwas  fahler,  Abdomen  mit  breiterem  weissen,  lateralem  Streifen.  Sikkim,  Assam,  ln  Sikkim  im 
dichten  Wald  von  Mai  bis  Juni  manchmal  nicht  sehr  selten,  und  nur  in  einer  Generation,  von  etwa  2 — 4000 
Fuss  Höhe  auftretend.  In  Assam  wird  die  Flugzeit  für  Juli  und  August  angegeben.  —  mihintala  subsp.  nov.  mihintala. 
( 1 1 3  d)  liegt  mir  aus  den  Chin-Hills,  Oberbirma,  vor,  wo  die  Form  im  Februar  als  grosse  Seltenheit  vorkommt. 

Sie  bildet  durch  die  fahl-  statt  rotbraune  Unterseite  bereits  den  Uebergang  zu  michallati  von  Tonkin. 

Oberseits  ist  sie  durch  rundlichere  Zellmakeln  und  breitere  Intranervalstrigae  von  lisarda  geschieden.  —  michallati  michallati. 
Jan.  (=  gallorum  Obertli .)  bleibt  in  der  Grösse  schon  hinter  lisarda  und  mihintala  zurück;  sie  ist  rundflügeliger  und 
bei  beiden  Geschlechtern  gewinnt  die  schwarze  Grundfarbe  der  Oberseite  an  Ausdehnung,  die  weisslichen  Makeln 
und  Striemen  zurückdrängend.  Sogar  die  Zelle  der  Hflgl  beginnt  sich  wie  mit  Russ  zu  überziehen.  Tonkin,  Juni 
bis  September.  Im  Gegensatz  zu  C.  darlisa  annamitica  eine  langsame  Fliegerin,  im  Gebaren  kaum  von  Danaiden 
zu  unterscheiden,  und  von  mir  auf  Blüten  am  Rande  einsamer  Urwaldpfade  weggefangen,  einmal  auch  auf 
Sandbänken  im  Roten  Fluss  beobachtet.  Nach  Crowly  auf  der  Insel  Hainan.  *)  —  Als  pomponia  Frühst.  (1 1 3  d)  pomponia. 
ist  eine  äusserst  interessante,  seltene,  nahezu  völlig  geschwärzte  Form  beschrieben,  welche  in  der  Regenzeit 
neben  der  hellen  michallati  auftritt.  Oberseite:  Grundfarbe  schwarz.  Vflgl  mit  einer  Marginalreihe  von  4 
obsoleten  grauweissen  Fleckchen,  die  zwischen  oberer  Radiale  und  dem  Analwinkel  innerhalb  der  Adern  ver¬ 
teilt  sind.  Eine  zweite  innere  Reihe  von  5  rein  weissen,  runden  Punkten  zieht  vom  Costalrand  bis  zum  dritten 
Medianast.  Hflgl  mit  einer  Serie  von  6  submarginalen  Helmfleckchen,  von  denen  die  obersten  am  grössten 
sind  und  einer  Discalreihe  von  6  weissgrauen  Strichen,  die  in  der  Flglmitte  mit  2  runden,  weissen  Punkten 
zusammenstossen.  Unterseite:  Grundfarbe  dunkelbraun,  mit  Ausnahme  des  schwärzlichen  Basalteils  der  Vflgl. 

Auf  der  Vflgl-Unterseite  wiederholen  sich  die  Zeichnungen  der  Oberseite,  nur  sind  alle  Flecken  mehr  blauweiss 
und  deutlicher  aufgetragen  und  jenseits  der  Zelle  und  zwischen  den  Adern  finden  sich  ungleich  lange  weissliche 
Striche,  die  oben  schmal  sind,  aber  nach  dem  Analrand  zu  sich  verbreitern  Hflgl  mit  der  etwas  vergrösserten, 
stark  mit  der  Oberseite  correspondierenden  Submarginalfleckung  aber  dünnen,  gelblichweissen  Discalbinden. 

Cilia  weiss.  ?  grösser  als  das  cf.  Fhlr  lang  und  schwarz.  Kopf,  Thorax  und  Körper  schwarz.  Auf  dem  Kopfe 
hinter  den  Augen  und  dem  Fühlergrunde  weisse  Haarbüschel,  cf  Thorax  mit  weisslicher  Haarkrause,  Abdomen 
unten  an  den  Seiten  weiss.  Palpen  schwarz,  innen  weiss.  Vflgllänge  cf  56  ?  60  mm.  Than-Moi,  Nord-Tonkin, 

1000',  im  Juni-Juli  1900.  pomponia  fliegt  langsam,  auch  bei  schwerstem  Regen,  wo  sie  lange  Zeit  und  träge  mit 
gefalteten  Flügeln  auf  Blüten  saugen  oder  sich  auf  die  Unterseite  von  Blättern  oder  an  Zweige  setzen.  Es  ist 
sehr  wahrscheinlich,  dass  auf  der  Insel  Hainan  auch  noch  eine,  der  pomponia  nahekommende  Form  entdeckt  wird. 

*)  Pavie  fand  P.  lisarda  bei  Luang-Prabang  am  oberen  Mekong.  Man  vgl.  Nouv.  Arch.  du  Musee  Paris  (3  Ser.) 

Vol.  IV.  p.  256. 


464 


PENTHEMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


formosanum.  P.  formosanum  Rothsch.  (114a  als  formosanus),  ursprünglich  aus  Taipeh,  Nord-Formosa  stammend,  wurde 

neuerdings  durch  Sauter  in  allen  gebirgigen  Teilen  des  mittleren  und  südlichen  Formosa  in  grosser  Anzahl 
aufgefunden.  Flugzeit  Juni  bis  August,  auf  Höhen  von  etwa  2 — 4000  Fuss.  Beim  ?  wiederholt  sich  die 
Zeichnung  des  cf.  Unterseite  der  Hflgl  zumeist  bereits  durchweg  schwarzbraun,  aber  stets  mit  einer  completten 
umbratilis.  Reihe  von  weissen  zierlichen  helmförmigen  Flecken  und  einer  postdiscalen  Punktserie.  —  umbratilis  Frühst. 

ist  die  der  pomponia  entsprechende  melanotische  Abweichung,  bei  welcher  die  Weisszeichnung  der  Vflgl  bis 
auf  wenige  Rudimente  verschwindet;  die  Zelle  und  die  Medianzone  der  Hflgl  erscheinen  gleichfalls  völlig  geschwärzt. 
Ausserst  variabel,  keines  der  30  Exemplare  der  Coli.  Fruhstorfer  gleicht  dem  andern.  Klammerorgane  zierlicher 
als  bei  lisanla  von  Rirma.  Valve  basalwärts  gar  nicht  verdickt,  die  distale  Spitze  nur  unmerklich  aufgebogen. 


P.  darlisa.  Eine  sehr  seltene,  ausgezeichnete  Species  des  hinterindischen  Gebietes,  die  sich  auf  drei 
Arealrassen  verteilt  und  analog  lisaräci  in  beiden  Geschlechtern  zu  Dimorphismus  neigt.  Im  Gegensatz  zu 
P.  Usarda ,  die  mehr  einer  Hestia  oder  Danaklci  ähnelt,  copiert  darlisa  das  Euploea-mulciher- Modell  und  gleicht 
auch  im  Fluge  in  fascinierender  Weise  Pap.  telearehm  (Vgl.  Taf.  49  c),  dessen  Variationstendenz  getreulich  copiert 
darlisa.  wird.  darlisa  Moore,  cf  wie  ?  Grundfarbe  der  Vflgl  schwarz  mit  blauviolettem,  schwachem  Schiller.  Zelle  der 
Vflgl  mit  drei  nur  wenig  über  punktgrossen  Makeln.  Die  bei  Usarda  weisslich  grünen  Strigae  zart  lichtblau  über¬ 
haucht,  jene  der  Hflgl  mehr  in  Trübgelb  übergehend.  Alle  Zeichnungsanlagen  von  Usarda  wiederholen  sich, 
nur  sind  sie  bei  darlisa  reduziert,  schmäler,  die  submarginale  Doppelreihe  von  rundlichen  Punkten  kleiner. 
Zelle  der  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Strich,  basalwärts  berusst.  Interessant  ist  ein  mit  Usarda  conl'ormer  nur 
etwas  schmälerer  aber  sonst  unverändert  gebliebener  Ird,  der  für  die  Gattung  characteristisch  ist,  aber  bei  den 
binghami.  melanotischen  Individuen  gänzlich  oder  teilweise  von  Schwarz  überdeckt  wird.  —  binghami  Wood-Mas.  ist 
analog  der  pomponia  Frühst,  eine  extreme  verdunkelte  Form  der  darlisa,  nur  dass  sich  die  Flügeloberseite 
nicht  schwarz,  sondern  auf  den  Vflgl  in  ein  sattes  Blau  und  auf  den  Hflgl  in  ein  fahles  Braun  verfärbt.  Die 
weissen  Zeichnungen  treten  noch  mehr  als  bei  darlisa  zurück,  die  cellularen  und  medianen  Strigae  ver¬ 
schwinden  auf  der  Oberseite  der  Vflgl,  bleiben  aber  unterseits  erhalten.  Auf  den  Hügln  werden  alle  hellen 
Felder  von  der  Verdunklung  ergriffen  und  überdeckt,  sodass  das  gesamte  Mediangebiet  schwärzlich  erscheint, 
dafür  vergrössern  sich  namentlich  beim  ?  die  Submarginalmakeln,  von  welchen  auch  die  äussere  Reihe  sich 
aus  rundlichen,  statt  helmförmigen  Componenten  zusammensetzt.  Klammerorgane  von  darlisa  sehr  ähnlich  jenen 
von  lisarda ,  der  Uncus  robuster,  die  Valve  kühner  geschwungen,  mehr  kahnförmig  ausgebuchtet,  die  distale 
Partie  schlanker,  dorsal  und  medial  mit  zwei  scharfen,  kurzen  Dornen  bewehrt;  darlisa  gilt  als  nicht  sehr 
selten  und  findet  sich  im  hohen  Wald  durch  ganz  Birma.  Flugzeit  März,  gelegentlich  auf  Elefanten¬ 
dung.  Von  binghami  auch  nur  wenige  Exemplare  aus  dem  Thounyeen-Forst  (Flugzeit  April)  bekannt.  — 
mimetica.  mimetica  Latliy  aus  der  Umgebung  von  Korat  in  Mittel-Siam  stammend,  leitet  oberseits  durch  den  lebhafteren 
Blauschimmer  der  Vilgl-Oberseite  zu  annamitica  über,  und  differiert  von  binghami  durch  die  Abwesenheit  von 
annamitica.  discalen  und  teilweises  Fehlen  der  submarginalen  Flecken  der  Vflgl.  Sehr  selten,  nur  1  $  bekannt.  —  annamitica 
telearchides.  Frühst,  tritt  analog  darlisa  in  zwei  Farbenvariationen  auf.  Das  abgebildete  cf  (telearchides  form,  nov.)  gleicht 
dem  ?  von  Papilio  telearchus  (49  b)  und  führt  zwei  gelbliche  Submedianstreifen  der  Vflgl  und  sieben  Intranerval- 
strigae  der  Hflgl,  die  sich  auch  auf  der  Unterseite  wiederholen.  Eine  zweite  Form  copiert  die  Zeichnungs¬ 
motive  von  Pap.  telearchus-cf.  Die  Vflgl  schillern,  mit  Ausnahme  des  braunen  Basalteils,  lebhaft  dunkelblau, 
und  den  Hflgln  fehlt  jede  cellulare  und  mediane  Aufhellung,  dafür  vergrössern  sich,  wie  bei  binghami ,  die 
gelblichen  Submarginalmakeln.  Die  cfo  fliegen  keineswegs  wie  Nymphaliden,  sondern  rasen  zwischen  den  Ur¬ 
waldbäumen  hindurch  und  haben  ganz  das  Aussehen  eines  Papilio.  Die  Form  telearchides  traf  ich  auf  einem 
mit  Algen  überdeckten  Stein  in  einem  winzigen  sumpfigen  Bächlein  im  Februar  in  Süd-Annam. 


adelma.  P.  adelma  Fldr.  (Bd.  ],  p.  194,  Taf.  61b)  stand  bisher  im  Genus  Isodema  und  weicht  in  der  Zeichnung 

allerdings  erheblich  von  den  übrigen  Penthema  ab.  Die  neuentdeckten  Formen  P.  michallati  und  P.  formosanum, 
aber  vermitteln  structurell  den  Uebergang  vom  Penthema- Typus  lisarda  zu  adelma.  Die  Gattung  wird  am  besten 
mit  Penthema  vereinigt,  denn  Unterschiede  im  Geäder  sind  nach  den  von  mir  angefertigten  Präparaten  nicht 
zu  entdecken.  Auch  die  von  Dr.  Schatz  angeführten  Differenzialcharactere  sind  nicht  vorhanden,  indem  die  Isodema- 
Zelle  um  die  Hälfte  zu  breit  gezeichnet  ist.  Doch  scheint  es,  dass  die  Palpen  von  Isodema  etwas  kürzer  als  bei 
Penthema  sind  und  deshalb  weniger  vorstehen.  Vordere  Discocellulare  kurz,  aber  nicht  verkümmert  wie  bei  den 
Bybliden.  Nur  zwei  Formen  die  im  Palaearktenteil  p.  194  behandelt  wurden.  P.  adelma  Fldr.  Uncus  mit  kürzeren 
seitlichen  Spangen;  Valve  erheblich  breiter,  namentlich  basalwärts  stark  ausgewölbt,  kürzer  als  bei  Penthema , 
Spitze  einfach,  aber  scharf,  bei  1  Exemplar  anormaler  Weise  in  nahezu  rechtem  Winkel  nach  unten  gebogen. 


Tribus  Issorididi. 

Die  hierhergehörigen  Genera  sind  bicontinental  und  werden  von  den  Argynnididi,  mit  welchen  sie  bisher  vereinigt  waren, 
ausgeschieden  durch  die  primitiven  Klammerorgane,  die  im  Gegensatz  stehen  zu  den  reich  ornamentierten  von  Argynnis. 


Aasgegeben  18.  III.  1912. 


CUP  HA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


465 


7.  Gattung:  Cuplia  Bill. 

Die  Cupha- Arten  werden  durch  zwei  Charactere  sehr  scharf  von  allen  übrigen  Gattungen  dieser  Gruppe 
getrennt:  die  fadenförmigen,  fast  kolbenlosen  Fhlr  und  die  Einmündung  des  4.  Subcostalastes  der  Vügl 
in  den  Vrd.  Eine  ähnliche  Fhlrbildung  besitzt  nur  noch  Cirrochroa,  von  der  sie  sich  aber  sofort  durch  die 
Abzweigung  nur  eines  Subcostalastes  vor  dem  Zellende  und  die  Stellung  des  4.  Astes  unterscheidet.  Bei  allen 
anderen  Gattungen  mündet  derselbe  entweder  in  die  Spitze  oder  in  den  Aussenrand,  und  diese  Stellung  gehört 
überhaupt  bei  den  Nymphaliden  zu  den  Ausnahmen,  während  sie  bei  den  Satyriden  allgemeine  Regel  ist. 

Vielleicht  hängt  hiermit  auch  der  ausgesprochen  Satyridenartige  Character  der  Cupha- Arten  zusammen,  deren 
Figl  gerundet  und  auf  der  Rückseite  mit  Augenflecken  versehen  sind;  auch  fehlt  allen  Arten  der  Mediansporn, 
was  beweist,  dass  die  Verwandtschaft  zu  Argynnis  nur  eine  geringe  ist.  Die  aufgeblasenen  Palpen  lassen  es 
rätlich  erscheinen,  diese  Gattung  trotz  der  Anomalien  noch  hier  zu  belassen.  Ausser  den  bereits  erwähnten 
Hauptcharacteren  führen  wir  als  für  Cupha  (=  Messaras)  charakteristisch  noch  die  Form  der  Palpen  an,  welche 
sehr  stark  aufgeblasen  sind.  Das  Endglied  ist  kurz  und  dünn,  scharf  zugespitzt  und  mit  kurzen  Haaren  bekleidet. 

Vflgl  besitzen  eine  kurze,  breite  und  geschlossene  Zelle.  Der  1.  Subcostalast  gerade  vor  dem  Zellende,  der  2. 
sehr  weit  danach  abgezweigt,  der  3.  dem  2.  näher  als  dem  4.  Ast,  welcher  in  den  Vrd  mündet,  während  der 
5.  Ast  in  die  Spitze  geht.  Die  hintere  Discocellularis  trifft  die  Mediana  am  Ursprung  des  2.  Astes.  Hflgl  mit 
schmaler  Zelle.  Präcostalis  einfach,  nach  der  Subcostale  abgezweigt  und  schief  nach  aussen  gebogen.  Die 
Cupha- Asien.  sind  meist  monoton  braun  oder  gelblich-braun  gefärbt,  mit  wenig  hervortretenden  Zeichnungen, 
und  über  einen  grossen  Teil  des  indo-australischen  Gebiets  verbreitet.  Wir  treffen  sie  von  Vorderindien  nord¬ 
wärts  bis  Formosa  und  über  die  Philippinen  und  das  Papua-Gebiet  bis  zu  den  Salomonen.  Die  einzelnen 
Arten  meist  individuenreich  und  daher  zu  den  gewöhnlichsten  Faltern  des  Ostens  zählend.  Sie  sind  aber  auch 
ausdauernde  sonnenliebende  Flieger  sowie  Blumenbesucher  und  immer  da  zu  finden,  wo  noch  ein  Rest  des 
Waldes  in  Kulturgebieten  stehen  geblieben  ist.  Die  einzelnen  Species  sind  sich  sehr  ähnlich,  die 
Differenzialcharaktere  verschwommen,  die  Individuen  selbst  äusserst  variabel,  geographischen  und  klimatischen 
Einflüssen  gegenüber  sehr  empfindlich.  Tatsächlich  gleicht  kaum  ein  Stück  dem  andern.  Klammerorgane  bei 
den  einzelnen  Arten  ohne  nennenswerte  Divergenz.  Uncus  ungewöhnlich  zart,  fingerförmig.  Valve  namentlich 
basalwärts  sehr  breit  und  leicht  beborstet,  mit  einem  dorsalen  zahnartigen  Hautanhang.  —  Valve  je  nach 
der  Localität  mehr  oder  minder  dreieckig  und  mit  stumpfer  distaler  Spitze.  Rp  auf  Flacourtia,  braun  mit 
einer  dorsalen  und  einer  lateralen  Reihe  von  dunklen  braunen  Flecken.  Kopf  mit  zwei  zart  verzweigten  Spitzen, 

Die  übrigen  Segmente  mit  seitlichen  braunen  halb  durchsichtigen  Dornen.  Pp  sehr  intressant,  grün  mit  8  bunten 
Fasern  und  vier  bunten  Knötchen  besetzt. 

C.  erymanthis,  die  gemeinste  Art  der  Gattung,  ist  über  ein  ungeheures  Gebiet  verbreitet  und  einer  der 
variabelsten  Falter  des  Ostens,  der  sich  da,  wo  schroffer  Jahreszeitwechsel  eintritt  in  markante  Saisonformen 
ausscheidet,  erymanthis  Drury ,  der  Namenstypus,  stammt  aus  China  und  ist  auf  die  Trockenzeitform  basiert,  erymanthis. 
(107  g).  Unterseite  fahlgelb,  verwaschen,  sandfarben  mit  blauvioletter  Längsbinde  der  Hflgl  und  sonst  nur  mit 
unbedeutenden  schwarzen  Punkten  und  Strichelchen.  Oberseite  vorherrschend  dunkelockergelb  mit  etwas 
lichterer  Schrägbinde  der  Vflgl.  Flugzeit  November  bis  März.  Die  Regenzeitform  (107  f),  bisher  ohne  Namen, 
ist  habituell  ebenso  stattlich  und  manchmal  auch  noch  grösser  als  die  Winterform.  Die  Oberseite  dunkler 
braun,  die  Subapicalmakeln  der  Vflgl  kleiner,  die  schwarzen  Intramedianpunktflecken  auf  diesen  grösser,  Unter¬ 
seite  bunter  als  bei  der  Generation  der  trockenen  Periode,  mit  einer  breiten,  lichtgelben  Subapicalbinde  der 
Vflgl  und  lebhaft  bunt  gefärbten  und  markant  gezeichneten  Hflghi,  Flugzeit  vom  Mai  ab.  Die  TTmessa-artige 
Rp  nach  Walker  auf  Glochidion  eriocarpum  Champ.,  einem  gewöhnlichen  Strauch  mit  flaumigen  Blättern,  der 
sich  an  Wegrändern  findet.  Pp  stark  gewinkelt,  prächtig  metallisch  glänzend.  Verbreitung  Süd-China.  Hongkong, 

Formosa.  —  lotis  Sulz,  ist  der  älteste  Name  für  jene  Rasse,  welche  Continental-Indien  mit  Ausnahme  des  Südens  lotis. 
bewohnt  und  ostwärts  in  Tonkin,  Annam  und  Siam  die  vorige  Unterart  vertritt,  lotis  ist  habituell  kleiner  als 
die  typische  Unterart,  die  Exemplare  der  regenarmen  Periode  sind  oberseits  fahler  ockergelb  mit  schön  hell¬ 
gelber  Schrägbinde  der  Vflgl.  Von  der  Ebene  bis  etwa  5000'  hinaufgehend  und  am  Fusse  des  Himalaya  von 
Mussorie  bis  Assam  und  Birma  anzutreffen,  im  Süden  auf  die  malayische  Halbinsel,  Singapore  und  die  Natuna- 
inseln  übergehend.  Exemplare  von  Tenasserim  sind  bereits  sehr  dunkel,  was  auch  für  die  von  mir  in  der 
Regenzeit  in  Hinterindien  gesammelten  Exemplare  gilt.  maja  Frühst,  bezeichnet  die  scharf  geschiedene  maja. 
Arealrasse  des  südlichen  Indiens,  welche  Moore,  (Lepid.  Indica  IV,  Taf.  362)  vorzüglich  abbildete.  Oberseite 
mit  dunkelbrauner  Basalregion  aller  Flügel  und  prächtig  hellbraunem  Distalgebiet  der  Hflgl.  Der  tiefschwarze 
Apicalteil  der  Vflgl  ohne  gelbliche  Makel,  die  hellockerfarbene  sehr  breite  Längsbinde  nach  hinten  rötlich  an¬ 
gehaucht.  Unterseite  ausgezeichnet  durch  die  lebhaft  contrastierende  rotgelbe  Distal-  und  hellgelbe  Basalpartie 
aller  Figl.  Sehr  gemein  in  Südindien  von  Kanara  bis  zu  den  Nilgiris,  namentlich  da,  wo  die  Gegend  noch 
etwas  Wald  trägt,  maja  fliegt  gleichwie  Atella  phälantha  ruhelos  von  einem  Strauch  zum  andern,  die  Flügel 
selbst  dann  bewegend,  wenn  sie  sich  irgendwo  niederlässt.  Rp  wie  jene  von  Atella  und  auf  derselben 
Pflanze  (Flacourtia)  und  von  ihr  nur  durch  die  andere  Farbe  des  Kopfes  und  die  nicht  ganz  schwarzen,  sondern' 
halbdurchsichtigen  Dornen  unterschieden;  nach  Hampson  fahl  apfelgrün,  ebenso  die  Pp,  welche  rote  und  schwarze 

IX  59 


466 


CUPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


placida.  Streifen  und  drei  Paar  rot  und  schwarze  Anhängsel  zeigt.  —  placida  Moore  (107  c),  eine  echte  Inselrasse  mit 
durchweg  verdunkeltem  Colorit,  von  Gestalt  kleiner  als  maja,  mit  rundlicheren  Flgln,  oberseits  gleichmässig 
satt  ockergelb  mit  nur  undeutlich  abgesetzter,  kaum  aufgehellter  Schrägbinde,  Hflgl  analog  erymanthis  lotis  mit 
deutlichen  schwarzen  submarginalen  Wellenlinien,  welche  bei  maja  kaum  angedeutet  sind.  Unterseite  rötlich 
ockergelb  mit  nur  einer  bleichgelben  Stelle  vor  dem  Analwinkel  der  Vflgl.  Am  häufigsten  April  und  Mai,  selten 
andamanica.  auf  den  Bergen,  aber  doch  noch  bei  Nuwara-Ellyia  (ca.  2000  m)  vorkommend.  —  andamanica  Moore  vereinigt 
in  sich  die  Charaktere  von  maja  auf  den  Vflgln  mit  der  prominenten  Zeichnung  der  malayischen  Rassen  auf 
den  Hflgln.  Grundfarbe  auffallend  dunkel  braun  mit  hervorstechender  gelblicher  Längsbinde  der  Vflgl.  Unter- 
nicobarica.  seite  sein-  bunt  mit  breiter  rotbrauner  Medianregion.  Andamanen,  nicht  selten.  —  nicobarica  F/dr.  ist  eine 
mir  in  natura  unbekannte  Inselbewohnerin,  welche  nach  Bingham  die  Füllung  zwischen  den  Submarginallinien 
disjuncta.  der  Hfigl-Oberseite  von  bleicherer  Färbung  als  das  sonstige  Colorit  der  Oberfläche  zeigt.  Nicobaren.  —  dis- 
juncta  Weym.  umschreibt  eine  ausgezeichnete  Inselform,  deren  cf  sich  allerdings  noch  nicht  so  erheblich 
modifiziert  hat  als  das  ?,  dass  durch  eine  hell  cremefarbene  Schrägbinde  der  Vflgl  von  allen  bekannten  geo¬ 
graphischen  Vikarianten  abweiclit.  Das  ?  ist  auch  sonst  sehr  bunt.  Hflgl  oberseits  mit  hellbraunem  Basal-, 
rötlichgelbem  Discal-  und  weisslichem  Submarginalstreifen.  Die  weissliche  Füllung  zwischen  den  Submarginal¬ 
linien  erinnert  an  nicobarica  Fldr.-d '  etwa  wie  der  cf  der  javanischen  Schwesterform,  aber  die  Unterseite  ist 
bleicher  und  die  basale  Partie  der  Oberfläche  aller  Figl  vorwiegend  braun.  Insel  Nias.  Ein  cf  der  Batu-Inseln 
meiner  Sammlung  gravitiert  noch  mehr  zur  javanischen  Rasse  durch  die  rötlich  ockergelbe  Basalfärbung  der  Flgl- 
peliopteryx .  Oberseite.  —  peliopteryx  Hag.  von  Mentawej.  sticht  unter  allen  Formen  dadurch  hervor,  dass  die  Basalhälfte 
aller  Figl  völlig  aufgehellt  ist  und  nur  unmittelbar  im  Wurzelteil  verloschene  graue  Bestäubung  hat,  so  dass 
die  Figl  alle  gleichmässig  bleich  ledergelb  erscheinen,  fast  von  derselben  Farbe  wie  die  Querbinde  der  Vflgl 
bei  erymanthis.  Infolgedessen  ist  auch  bei  dieser  Form  von  dieser  Binde  kaum  eine  Spur  zu  sehen,  nur  die 
sonst  scharf  schwarzen,  zackigen  Säume  derselben  finden  sich  in  verloschener,  bräunlicher  Zeichnung  hier 
wieder.  Der  Apicalteil  und  Aussenrand  der  Vflgl  ist  nicht  so  dunkel  wie  bei  erymanthis  oder  disjuncta,  sondern 
nur  leicht,  aber  sehr  breit,  schwärzlich  bestäubt  und  geht  nach  innen  nicht  scharf  ab  geschnitten,  sondern  ganz 
verloschen  und  allmählich  in  die  bleichgelbe  Grundfarbe  über.  Bei  mehreren  Exemplaren  finden  sich  in  diesem 
schwarzen  Apicalteil  die  3  Reihen  bleichgelber  Flecke,  wie  sie  YVeymer  bei  der  Nias-Fortn  disjuncta  angibt, 
aber  nur  ganz  verloschen  und  undeutlich.  Der  runde  schwarze  Fleck,  der  sich  bei  erymanthis  und  disjuncta 
in  der  Zelle  zwischen  mittlerer  und  unterer  Mediana  mitten  in  der  gelben  Querbinde  präsentiert,  steht  bei 
peliopteryx  näher  an  dem  dunklen  Aussenrande.  Auf  den  ebenfalls  hell  ledergelben  Hflgln  sind  nur  die  runden, 
schwarzen  Flecken  von  einem  verwaschenen,  dunkler  gelben  Hof  umgeben  und  die  schmale  Binde,  welche 
dieselben  wurzelwärts  begrenzt,  ist  hell  weisslich,  wie  bei  recht  hellen  Exemplaren  von  disjuncta.  Hinter  dieser 
schmalen,  weissen,  innen  dunkel  gesäumten  Binde  folgt  wurzelwärts  nach  einem  Zwischenraum,  Mv  peliop¬ 
teryx  stets  breiter  ist  als  bei  erymanthis  und  disjuncta ,  noch  eine  einfache  dunkle  Linie.  Während  dieselbe 
bei  den  eben  genannten  Arten  ziemlich  stark  gebuchtet  und  geschlängelt  ist.  verläuft  sie  bei  peliopteryx  fast 
ganz  gerade  und  entsendet  nur  am  1.  Discoidalast  einen  scharfen  Zahn  nach  aussen.  Nur  bei  einem  einzigen 
Exemplar  ist  diese  Linie  ebenfalls  etwas  mehr  gebuchtet.  Die  Unterseite  aller  Figl  ähnlich  wie  bei  disjuncta, 
vielleicht  noch  eine  Kleinigkeit  heller  und  auf  den  Vflgln  infolge  des  fehlenden  Contrastes  des  dunklen  Basal- 
dohertyi.  und  hellen  Mittelteils  einfarbiger.  Der  Opalglanz  der  äusseren  Mondreihe  der  Hflgl  fehlt.  —  dohertyi  Frühst. 

(107  e)  erscheint  so  recht  im  Kleid  der  Satellit-Inselform,  d.  h.  sie  ist  erheblich  melanotischer  gefärbt  als  die 
Bassen  von  Sumatra  und  namentlich  jene  von  Java.  Eine  grosse  Reihe  von  Exemplaren,  welche  mir  vor¬ 
liegen,  fallen  auf  durch  die  stark  verschmälerte  Medianbinde  der  Vflgl,  welche  zudem  nicht  gelblich,  sondern 
rotbraun  getönt  ist.  Die  innere  Umgrenzung  der  bräunlichen  Region,  d.  h.  die  stark  gekrümmte  Discalbinde 
ist  viel  breiter  schwarz  als  bei  Java-  und  Sumatra-Exemplaren.  Der  gelbe  Subapicalfleck  ist  prononzierter, 
ebenso  die  schwarze  subanale  Makel.  Die  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl  verläuft  geradliniger,  die  innere 
Submarginalbinde  dagegen  unregelmässiger.  Auch  ist  diese  weiter  nach  innen  gerückt,  sodass  die  braune  Zone 
zwischen  den  Submarginalbinden  sich  verbreitern  kann.  Die  Unterseite  der  Figl  gleichfalls  dunkler,  aber 
zeichnungsärmer  als  bei  Sumatranern,  die  violette  Mittelbinde  der  Hflgl  prominenter.  Dagegen  erscheint  die 
gelbe  Medianbinde  der  Vflgl  um  vieles  verschmälert.  Von  der  Java-Rasse  von  erymanthis  ist  dohertyi  leicht 
zu  unterscheiden  durch  das  Fehlen  des  hellgelblichen  Anfluges  auf  den  tief  dunkelbraunen  Hflgln.  Mit  disjuncta 
Weym.  von  Nias,  welche  eine  fast  weisse  Medianzone  der  Vflgl  zeigt,  hat  dohertyi  nichts  gemeinsam.  Insel 
nagara.  Engano.  Häufig  im  April.  —  Unter  dem  Namen  nagara  subsp.  nov.  möchte  ich  die  ziemlich  unter  sich  überein¬ 
stimmenden  Formen  von  West-Sumatra  und  Borneo  vereinigen,  melanotische  Zweige  der  lichteren  lotis  Sulz. 
von  Continental-Indien  und  dadurch  auch  im  Gegensatz  zu  der  bleicheren  Javaform.  Grundfarbe  etwa  wie 
bei  dohertyi ;  der  Shaw!  der  Vflgl  aber  nicht  nur  lichter,  sondern  costalwärts  erheblich  verbreitert.  Die  gelbliche 
Subapicalmakel  namentlich  bei  den  Borneo-Exemplaren  obsolet.  Unterseite  lebhafter  gefärbt  als  bei  Java- 
Exemplaren.  Nach  Hagen  ein  häufiger,  vorzugsweise  in  bebauten  Strichen  vorkommender  Falter,  der  in  nicht 
besonders  schnellem  Flug  und  oftmals  niedersitzend,  die  Blumen  der  Gärten  und  Brachfelder  besucht,  namentlich 
die  Lantanasträucher.  Er  hat  einen  festen  Standort,  und  zwar  am  liebsten  auf  den  sonnenbeschienenen 
Blättern  der  Büsche  längs  des  Weges,  wo  er  oft  lange  mit  gefalteten  Flgln  stille  hält.  Der  Schmetterling  be¬ 
schränkt  sich  ziemlich  eng  auf  seine  Geburtsstätte  und  unternimmt  keine  grossen  Streifereien.  Ein  einziger 


CUPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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Busch  und  einige  blühende  Sträucher  genügen  ihm  für  sein  ganzes  Leben,  man  kamt  sicher  sein,  ihn  jeden 
Tag  dort  am  bestimmten  Ort  anzutreffen.  Exemplare  aus  Nordost-Sumatra,  die  sich  vielleicht  mehr  der  lotis 
oder  der  Java- Vikari ante  nähern,  fehlen  mir.  —  synnara  subsp.  nov.  gleicht  sehr  der  lotis,  wie  dies  bei  den 
Java-Faltern  fast  immer  die  Regel  ist.  Grundfarbe  der  Oberseite  lichter  ockerfarben,  die  breite  Schrägbinde 
der  Vflgl  aber  dunkler  im  Ton.  Die  Trockenzeitform  nicht  so  ausgesprochen  wie  bei  lotis,  die  Unterseite 
niemals  so  monoton  gelbgrau,  sondern  stets  mit  deutlich  erkennbaren  Zeichnungen.  Die  Regenzeitform  dagegen 
auch  nicht  so  dunkelbraun  wie  dies  bei  Assam-,  Tonkin-  und  Singapor e-erymanthis  der  Fall  ist.  Von  der 
sumatranischen  nagarct  wird  sie  durch  die  fahl  ockergelbe  Basalfärbung  der  Oberseite  und  die  weniger  bunte 
Unterseite  aller  Figl  leicht  separiert.  Ganz  Java,  sehr  gemein  im  Osten  der  Insel,  an  den  Rändern  der  Kaffee¬ 
pflanzungen  und  Waldwegen,  bis  etwa  600  m.  *)  Bali,  Bawean.  Sumba.  -  kangeana  Frühst,  bildet  eine  der 
ausgesprochensten  Lokalrassen  des  ganzen  malayischen  Gebiets  und  ist  von  Java-cPcf  allein  schon  durch  die 
viel  dunkler  rotbraune  Grundfarbe  aller  Figl  verschieden.  In  der  Färbung  der  Oberseite  kommt  kangeana 
am  nächsten  erymanthis  saturatior  Frühst,  von  Lombok.  Die  gelblichbraune  Subapicalbinde  der  Vflgl  hat  jedoch 
die  grösste  Aehnlichkeit  mit  arias  celebensis  Frühst.  (107  f)  von  Central-Celebes,  ist  indessen  oben  noch  schmäler 
und  in  der  Mitte  schärfer  gewinkelt  und  von  schwarzen  Medianbinden  eingeschnürt.  Die  Hflgl-Zeichnung 
harmoniert  am  meisten  mit  cf  cf  der  Regenzeitform  von  Assam.  Unterseite  der  Vflgl:  Apex  fast  ganz  schwarz, 
Analfleck  dreimal  grösser  als  bei  Java-cfcf.  Die  Hflgl  werden  von  einer  deutlich  abgesetzten,  rotbraunen 
Medianbinde  durchzogen,  welche  nach  aussen  von  einer  scharf  umgrenzten  hellgelben  Submarginalbinde  ein¬ 
gefasst  wird;  eine  Erscheinung,  wie  sie  sich  etwas  abgeschwächt,  bei  erymanthis  palawana  Frühst,  wiederholt. 
Insel  Kangean.  —  saturatior  Frühst,  ist  eine  der  am  dunkelsten  gefärbten  Rassen,  hat  mit  plaeida  (107  c) 
das  nahezu  gleichartige  satt  ockergelbe  Colorit  der  Oberseite  gemeinsam  und  differiert  von  plaeida  in  der 
Hauptsache  durch  den  deutlicher  gewinkelten  schwarzen  Apicalbezug  der  Vflgl  und  markantere  schwarze 
Längsbinden  und  Makeln  aller  Figl.  Unterseite  wie  bei  plaeida ,  aber  lebhafter  rötlich  ockergelb  mit  ausgedehnt 
geschwärztem  Apicalteil  und  deutlich  heraustretender,  nur  unbedeutend  gelblich  aufgehellter  Längsbinde  der  Vflgl. 
Insel  Lombok,  April  bis  Juni,  von  der  Meeresküste  bis  zu  etwa  600  m  Höhe.  Uncus  zart,  kurz,  Valve  ähnlich 
jener  von  C.  crameri  Fldr.  distal  etwas  mehr  abgeschrägt,  mit  gleichmässiger,  stumpfer  Spitze.  —  palawana 
Frühst,  erinnert  in  der  Färbung  an  erymanthis  maja  Frühst,  von  Süd-Indien  und  ist  noch  gesättigter  braun 
als  meine  dunkelsten  Borneo-Stücke.  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  dagegen  sehr  hell  und  nach  innen  viel 
schärfer  und  gewundener  schwarz  umgrenzt  als  bei  allen  andern  Lokalrassen.  Beide  Figl  sind  auf  der  Unter¬ 
seite  von  einer  violetten  Discalbinde  durchzogen  und  auch  sonst  breiter  und  frischer  gefärbt  als  bei  lotis  der 
Sunda-Jnseln.  Palawan,  Januar  (W.  Doherty);  Balabac.  Eine  ähnliche  Form,  welche  auf  den  Sula-Inseln  fliegt, 
besitzt  das  British  Museum.  Aus  Celebes  ist  eine  erymanthis- Rasse  noch  nicht  bekannt  geworden;  möglich, 
dass  im  Süden  der  Insel  noch  eine  Form  entdeckt  wird,  vielleicht  ist  erymanthis  dort  durch  C.  maeonides  (107  f ) 
ersetzt,  der  jedoch  das  Speciesrecht  zukommt. 

C.  arias  steht  der  C.  erymanthis  sehr  nahe  und  differiert  von  letzterer  oberseits  durch  die  gleichmässiger 
breite,  steiler  gestellte,  geradlinie,  am  Zellapex  nicht  gewinkelte  oder  gewundene,  proximal  garnicht  oder  nur 
geringfügig  schwarz  umgrenzte  Schrägbinde  der  Vflgl  und  eine  stets  markante,  grauviolette  Medianbinde  der  Hflgl- 
Oberseite.  Unterseits  tragen  die  Vflgl  eine  fast  vertikale  submarginale  Serie  von  schwarzen  Punkten,  die  sich 
nach  der  Costale  zu  nicht  wie  bei  erymanthis  verlieren.  Die  subterminalen  Längslinien  der  Hflgl  stehen  dichter 
beisammen,  ihre  Füllung  ist  heller,  nahezu  weiss,  niemals  gelblich  oder  bräunlich  wie  bei  erymanthis.  Endlich 
erscheint  die  mediane  Fleckenreihe  der  Hflgl  proximal  schärfer  begrenzt  und  verschwimmt  nicht  mit  der  Grund¬ 
farbe.  arias  bewohnt  ausschliesslich  die  Philippinisch-Celebische  Region,  wo  sie  in  mehrere,  scharf  getrennte 
geographische  Rassen  zerfällt,  von  denen  wir  noch  eine  ganze  Anzahl  zu  erwarten  haben.  Die  philippinischen 
Arealformen  gleichen  sehr  der  erymanthis ,  so  dass  sie  Staudinger  für  Zeitformen  dieser  Art  gehalten  hat;  ein 
Standpunkt,  dem  Semper  aber  bereits  widersprach,  und  der  schon  deshalb  nicht  haltbar  ist,  weil  auf  Palawan 
sowohl  erymanthis  wie  arias  Vorkommen,  beide  im  Januar  fliegen  und  mir  von  arias  zwei  Generationen  von 
Palawan  vorliegen.  Die  celebische  Unterart  ist  dagegen  so  stark  differenziert,  dass  sie  dem  Art  recht  nahesteht, 
arias  Fldr.,  aus  Luzon  beschrieben,  bewohnt  die  Nord-Philippinen.  Grundfarbe  etwa  wie  bei  lotis,  aber  merklich 
fahler,  die  sehr  breite  Binde  der  Vflgl  hellgelb.  —  Als  dapatana  Sm,  ist  wahrscheinlich  eine  dunkle  Arealform 
der  südlichen  Philippinen  beschrieben,  welche  von  der  Insel  Dapatan  stammen  soll.  Gemeint  ist  vermutlich 
der  Ort  Dapitan  in  der  gleichnamigen  Bai  von  Nordwest-Mindanao.  Damit  dürften  Exemplare  übereinstimmen, 
welche  mir  von  Bazilan  vorliegen,  dunkel  rauchbraun  gefärbt  sind,  und  verglichen  mit  arias,  eine  weniger 
gleichmässige  über  dem  Zellapex  mehr  gewinkelte,  etwas  dunklergelbe  und  schmälere  Längsbinde  der  Vflgl 
zeigen.  Unterseite  bemerkenswert  durch  eine  scharf  abgetrennte,  relativ  breite  gelbliche  Medianbinde,  die 
proximal  von  dem  violetten  Streifen  den  Hflgl  durchzieht.  Flugzeit  Februar,  März.  —  cacina  subsp.  nov.  ersetzt 
arias  auf  Palawan  und  einige  Satellitinseln  von  Nord-Borneo  und  tritt  auf  Palawan  neben  C.  erymanthis 
palawana  Frühst,  auf.  In  der  Färbung  hält  cacina  die  Mitte  zwischen  arias  und  dapatana  Sm., 
heller  als  letztere,  dunkler  als  arias  Fldr.  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  wechselt  etwas  in  der  Anlage 
ist  aber  in  der  Regel  etwas  breiter  als  bei  meinen  Bazilan-Exemplaren.  Hflgl  mit  sehr  deutlicher,  weisser 


synnara. 


kangeana. 


saturatior. 


palawana. 


arias. 

dapatana. 


cacina. 


*)'  Rp  auf  Flacourtia  ruham  L.  &  M.  und  Fl.  inermis  Rowb.  (Nach  Angaben  von  Herrn  Dr.  M.  C.  Piepers.) 


468 


CUPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


pseudarias. 

sangirica. 

celebensis. 

fedora. 

muna. 


maeonides. 


rovena. 


maenada. 


er am  er i. 

palla. 

keyana. 

leonida. 


lampetia. 

mirona. 


Subterminal- Wellenlinie.  Hflgl  unterseits  ungewiss  braun  abgetönt,  aber  mit  etwas  breiterer  und  heller  gelb¬ 
licher  Medianstreifung  als  dapatana.  —  pseudarias  form.  nov.  wird  eine  Trockenzeitform  genannt,  welche  mir 
sowohl  von  Palawan,  wie  auch  den  Matanani-lnseln  (Nord-Borneo)  vorliegt.  Oberfläche  aller  Flügel  bleicher 
gelbbraun,  Schrägbinde  der  Vflgl  distal  weisslieh.  Medianpartie  der  Hflgl  von  fahleren  gelbbraunen  Bändern 
durchzogen.  —  sangirica  subsp.  nov.  erscheint  dunkler  aber  bunter  als  Philippinen-Exemplare  und  trägt  eine 
viel  schmälere  und  satter  ockergelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  als  die  Mindoro-  und  Mindanao-Vikarianten.  Insel 
Sangir.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  celebensis  Frühst.  (1 07  f)  ist  eine  sehr  bunte  Inselrasse.  Vflgl 
ausgezeichnet  durch  eine  Doppelreihe  von  violetten  Subapicalmakeln.  Unterseite  mit  weisslich  violetten 
transcellularen  Längsstreifen.  Zentral-Celebes,  Dongala,  August,  September  von  W.  Doherty  entdeckt.  —  fedora 
Frühst,  ist  eine  farbenärmere  Areal-  oder  Zeitform  des  östlichen  Celebes.  Transversalbinde  der  Vflgl  breiter, 
Grundfarbe  lichter  braun,  Medianstreifen  der  Hflgl  ausgedehnter  und  fahler  als  bei  celebensis.  Unterseite  mit 
etwas  verblichenen  violetten  Längslinien.  muna  Frühst,  erinnert  an  arias  Fldr.  von  Luzon  und  den 
Matanani-lnselchen  (Nord-Borneo)  in  meiner  Sammlung,  jedoch  dunkler  und  monotoner  als  diese  gefärbt. 
Die  gelbliche  Medianbinde  der  Vflgl  von  muna  ist  schmäler  als  bei  den  übrigen  Lokalformen  von  erymanthis. 
Die  beiden  schwärzlichen  Submarginalbinden  der  Hflgl  liegen  enger  zusammen  und  bestehen  aus  schwächer 
gewölbten  Bogen  als  bei  arias.  Die  Vflgl-Unterseite  erscheint  weniger  lebhaft  gefärbt  und  viel  einfacher  ge¬ 
zeichnet  als  bei  arias ,  und  die  Medianbinden  der  Hflgl  verlaufen  geradliniger.  Vflgl  23  mm.  Fhlr  hellrotbraun. 
Insel  Muna  bei  Baton,  26.  Dez.  1894  von  den  Drs.  F.  und  P.  Sarasin  gesammelt.  Type  im  Museum  Basel. 

C.  maeonides  ersetzt  vielleicht  C.  erymanthis  auf  Celebes  und  dessen  Satellitinseln;  es  kommen  ihr  aber 
unzweifelhaft  Artrechte  zu.  maeonides  Hew.  (107  f )  ist  ausgezeichnet  durch  schön  rotbraune  Längsstreifen 
der  Hflgl,  welche  mit  ebensolchen  von  violetter  Farbe  abwechseln  und  von  denen  sich  der  mediane  auch  auf 
den  Vflgln  fortsetzt.  Unterseite  an  C.  arias  gemahnend,  aber  mit  intensiverer  und  kräftiger  gewinkelter  weiss- 
lichvioletten  Längsbinde.  Nord-Celebes,  Toli-Toli,  November,  Dezember.  Minahassa,  Kakatu-Insel.  —  rovena 
subsp.  nov.  ist  die  kleinere,  bleichere,  auf  den  Vflgln  eine  schmalere  Binde  tragende  Form  des  südlichen  Celebes 
mit  auch  unterseits  etwas  verwaschenen  Figuren.  Umgebung  von  Maros,  im  November  von  mir  gefangen.  — 
maenada  Sm.  bezeichnet  eine  hervorragende  Lokalform  mit  fast  doppelt  so  breitem,  hellorangegelbem  Quer¬ 
band  der  Vflgl  und  einem  bis  zur  mittleren  Mediana  hinziehenden  gelblichen  Terminalsaum  der  Hflgl.  Statt 
der  rotbraunen  und  violetten  Längsstreifen  finden  sich  schwärzliche  Doppellinien.  Unterseite  wie  bei  maeonides 
aber  mit  lichterer  Vflglbinde  und  hellgelben,  statt  weisslichen  Median-  und  Submarginalstreifen.  Die  Sub¬ 
marginalmakeln  beiderseits  markanter  als  bei  maeonides ,  Sula-Mangoli,  Oktober,  November. 

C.  crameri  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  von  C.  arias  auf  den  Molukken  und  im  Papua-Gebiet.  Die 
Art  differiert  von  arias  durch  das  nach  Osten  fortschreitend  verdunkelte  Kleid  der  Oberseite  mit  tiefschwarzem 
Terminalgebiet,  besonders  der  Hflgl.  Die  Medianbinde  der  Hflgl  tritt  in  der  Regel  deutlicher  hervor  als  bei  arias, 
die  schwarzen  submarginalen  Punktflecken  sind  in  der  Regel  von  einem  roten  Hof  umgeben  und  die  Unterseite 
ist  bunter  mit  kräftiger  angelegten  violettgrauen  Längsstreifen.  Uncus  basalwärts  etwas  mehr  verdickt  als  bei  C. 
erymanthis ,  Valve  länger  sonst  ohne  merkliche  Differenzen,  crameri  Fldr.  ist  von  der  abgebildeten  keyana 
(107  e)  in  der  Hauptsache  durch  etwas  breitere  schwarze  Terminalumsäumung  der  Oberseite  der  Hflgl  und 
durch  die  blasser  ockergelbe  Gesamtfärbung  der  Unterseite  aller  Flügel  zu  unterscheiden.  Ceram,  Amboina, 
Saparua;  1  1  meiner  Sammlung  soll  von  Ternate  stammen.  —  Bei  palla  Röb.  erscheint  die  Oberfläche  aller 

Flügel  blassgelblich,  das  schwarze  Randgebiet  tritt  zurück,  im  Apex  der  Vflgl  machen  sich  gelbliche  Makeln 
bemerklich  und  unterseits  verbleichen  die  rotbraunen  und  schwarzen  Zeichnungen.  Insel  Goram.  —  keyana 
subsp.  nov.  (107  e  in  kajuna  verdruckt)  hat  eine  gleichmässig  rötlich  ockergelbe  Gesamtfärbung  der  Unterseite,  rot¬ 
braunen  statt  schwärzlichen  Apex  der  Vflgl  und  intensiver  violette  Längsbinden  der  Hflgl.  Nach  Kühn  überall  auf 
Klein-Key  häufig,  im  Walde  nahe  dem  Erdboden  zwischen  den  Büschen  fliegend.  —  leonida  subsp.  nov.  bedeutet 
das  melanotische  Extrem  der  Collectivspezies:  Basis  aller  Flügel  dunkelbraun,  Längsbinde  der  Vflgl  und  Median¬ 
zone  der  Hflgl  rötlich  ockerfarben.  Unterseite  von  keyana  abweichend  durch  lebhafter  heraustretende  violette  Makeln 
der  Vflgl  und  schöner  ausgefärbter  weisslich  violetter  Zeichnung  der  Hflgl.  Von  Hattam,  Arfak-Gebiet,  Holländisch 
Neu-Guinea  in  meiner  Sammlung,  und  in  zahlreichen  Exemplaren  von  der  Insel  Mefoor  in  der  Geelvink-Bai. 

C.  lampetia  bewohnt  die  Südmolukken  und  ist  charakterisiert  durch  sehr  grosse  schwarze  Submarginal¬ 
makeln  der  Hflgl,  eine  schräggestellte  proximal  scharf  abgeschnittene  ockergelbe  Transversalbinde  der  Vflgl. 
Unterseite  mit  gelblicher  Basal-  und  schwärzlicher  Distalregion.  Vflgl  mit  drei  violetten  Subapicalflecken  und  die 
Hflgl  mit  einer  ebensolchen  Medianbinde  und  weisslichen  Submarginalmonden.  Zwei  Inselrassen:  lampetia  L., 
oberseits  von  der  abgebildeten  mirona  (107  f)  abweichend  durch  die  medianwärts  kaum  aufgehellten  Hflgl.  Amboina, 
Ceram,  Saparua;  —  und  mirona  Frühst.  (107  f);  diese  kommt  der  typischen  Form  sehr  nahe,  lässt  sich  aber 
sofort  von  ihr  abtrennen  durch  die  zierlicheren,  schwarzen  Submarginalmakeln  der  Hflgl-Oberseite,  welche  von 
reizenden,  leuchtend  gelbbraunen  Möndchen  umgeben  sind,  die  zusammen  eine  komplette  Binde  bilden.  Auch 
die  gelblichweissen  Admarginalpunkte  sind  prominenter.  Unterseite:  Der  Aussensaum  der  Vflgl  mehr  schwarz 


CUPHA.  Von  H.  Fkuhstorfkr. 


469 


als  rotbraun,  die  gelblichweissen  Terminaldreiecke  sind  kleiner  aber  spitzer,  die  gelbliche  Discalbinde  der 
Hfl  gl  schmäler.  Uncus  basalwärts  schlanker  als  bei  C.  crameri  Fldr. ;  Valve  erheblich  breiter,  ventral  flacher, 
dorsal  etwas  mehr  abgeschrägt.  Insel  Buru:  von  Miro,  Flugzeit  November. 

C.  myronides  ersetzt  C.  lampetia  auf  den  Nord-Molukken.  Habituell  kleiner,  differiert  sic  durch  die 
vertikale,  nicht  nach  innen  verbreiterte  Basalregion  der  Oberseite,  den  engeren  schwarzen  Distalsaum  und  das 
intramedian  und  distal  verbreiterte  gelbliche  Feld  der  Vflgl.  Das  Randgebiet  der  Hügl-Unterseite  schmäler, 
kleinpunktiger.  Uncus  noch  zierlicher  als  bei  C.  lampetia  mirona  Frühst.,  Valve  erheblich  schmäler,  schlanker, 
ventral  eingeschnürt  mit  längerer,  wenn  auch  stumpfer  Spitze.  —  myronides  Fldr.  ist  oberseits  ausgezeichnet 
durch  deutliche,  hellgelbe,  längliche,  submarginale  Mondflecken;  Vflgl  in  der  Regel  mit  gelblichem  Subapical- 
lleck;  Hflglunterseite  ohne  schwärzliche  Begrenzung  der  submarginalen  Augenflecken.  Halmaheira.  —  datos 
Frühst,  ist  dunkler  gelbbraun  und  auf  der  Hflgl-Oberseite  ohne  deutlich  hervortretende,  grau  gelbliche  Zeich¬ 
nungen  wie  dies  bei  myronides  von  Halmaheira  stets  der  Fall  ist.  Auf  der  Flügelunterseite  erweist  sich  datos 
gleichfalls  als  eine  melanotische  Rasse,  weil  der  Flügelapex  fast  tief  braunschwarz  gefärbt  ist,  dafür  sind  aber 
die  gelblichen  Flecken,  welche  myronides  auszeichnen,  fast  völlig  verschwunden.  Alle  Figl  sind  am  Basalteil 
und  nach  dem  Analwinkel  zu  reicher  rotbraun  angeflogen,  die  weissen  Admarginalhelme  der  Hflgl  und  die  violetten 
Monde  deutlicher.  (&#os-Exemplare  präsentieren  sich  durchwegs  etwas  grösser  als  myronides  und  der  schwarze 
Vflgl-Saum  verbreitert  sich  im  Apicalteil.  Batjan.  —  lampetina  Frühst.  (107  g)  Kleiner  als  myronides  Fldr. 
von  Halmaheira  und  datos  von  Batjan.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  gleichmässiger,  zwischen  dem  2. 
und  3.  Medianast  nicht  so  tief  eingebuchtet,  aber  auch  im  Analwinkel  ausmündend  wie  bei  lampetia  von  den 
Süd-Molukken.  Die  gelbliche  Discalbinde  der  Hflgl  ist  deutlicher  als  bei  myronides  von  Halmaheira,  die  schwarzen 
daran  anschliessenden  Submarginalpunkte  sind  kleiner,  die  bei  Halmaheira-Exemplaren  stets  gelblichweiss 
hervortretende  Admarginalbinde  nicht  verschwunden,  aber  kaum  noch  zu  erkennen,  die  gelbbraune  Discal- 
region  der  Vflgl  breiter  als  bei  den  übrigen  Molukken-Formen.  Auf  den  Hflgln  verschmälert  sich  aber  merk¬ 
würdigerweise  gerade  diese  Binde  und  die  braunschwarze  Basalregion  nimmt  dafür  an  Ausdehnung  zu.  Die 
Unterseite  ist  heller  und  zeichnungsärmer  als  bei  myronides  und  lampetia,  der  Apex  der  Figl  trägt  gar  keine 
Flecken,  sondern  bleibt  einfarbig  schwarzbraun,  auf  den  Hflgln  sind  alle  Binden,  namentlich  aber  die  gelb¬ 
liche  Admarginalbinde  sehr  stark  reduziert.  Obi. 

C.  madestes  tritt  im  Papuagebiet  an  Stelle  der  vorigen  Art,  ist  sehr  formenreich,  sowie  veränderlich  und 
es  scheint,  dass  sie  auch  zur  Ausbildung  von  Saisonformen  neigt.  Je  nach  der  Inselrasse  rückt  die  schwarze 
Basalregion  nach  der  Mitte  zu  vor  und  bei  den  Extremen  der  Fergusson-Gruppe  ist  fast  die  gesamte  Ober¬ 
fläche  aller  Flügel  geschwärzt.  Unterseits  wird  das  Basalgebiet  manchmal  mit  einer  rotbraunen  Grenzlinie  ein¬ 
gefasst,  doch  kann  diese  Binde  auch  nur  angedeutet  sein  und  den  meisten  Unterarten  fehlt  sie  gänzlich.  Die 
distale  Zeichnung  der  Unterseite  aller  Flügel  wechselt  in  der  Intensität  des  purpurnen  Anflugs,  sowie  der  Grösse 
der  schwarzen  und  weisslich  violetten  Submarginalmakeln.  Oberseite  von  einer  hell  oder  dunkel  ockerfarbenen 
Binde  durchzogen,  die  basalwärts  zumeist  scharf  begrenzt  ist,  sich  nach  aussen  aber  manchmal  erweitert  und 
in  der  Medianregion  einen  oder  zwei  freistehende  schwarze  Punktflecken  umschliesst  und  dadurch  an  C.  prosope 
F.  erinnert.  ?  stets  sehr  selten.  Des  cf  Uncus  basalwärts  mit  etwas  breiteren  Lamellen  als  bei  C.  lampetia. 
Valve  kürzer,  nach  aussen  spitzer,  zentral  mehr  konkav  aufgebogen  und  auch,  mit  myronides  verglichen, 
rundlicher,  unvermittelt  abgestutzt.  —  wallacei  F'fdr.  gleicht  der  abgebildeten  oderca  (107  f).  das  orange¬ 
farbene  Medianfeld  aber  breiter,  basalwärts  nicht  so  schroff  abgesetzt,  auf  den  Vflgl  nur  ein  keilförmiger 
dreieckiger  Fleck  tiefschwarz.  Der  Aussensaum  leichthin  gelblich  gesprenkelt.  Unterseite  rötlich  gelb  mit 
relativ  grossen  quadratischen  weisslichgrauen  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  intensiv  glänzender  weisslich 
violetter  Medianwellenlinie  der  Hflgl.  Waigiu.  Nicht  selten.  —  turneri  Btlr.  umschreibt  eine  habituell  kleinere, 
verdunkelte  Satellitinselform  mit  beiderseits  schärfer  abgegrenzter  Medianbinde,  mehr  gleiehmässig  rotbraun 
getrübter  Basalpartie.  Unterseite  lichter  gelb,  mit  rötlichem  Anflug  innerhalb  der  purpurnen  Submarginalzone. 
Insel  Misole,  im  Januar  von  H.  Kühn  gesammelt.  Nach  einem  Exemplar  meiner  Kollektion  anscheinend  identisch 
auch  auf  Aru  vorkommend,  wo  die  mir  in  natura  unbekannte,  unterseits  bleich  gelblichbraune  madestes  Hem. 
an  ihre  Stelle  tritt.  —  cyclotas  Sm.  führt  einen  breiteren  schwarzen  Saum  aller  Flügel  und  auf  der  Unter¬ 
seite  macht  sich  eine  rötliche  Grenzlinie  distal  von  der  grauen  Basalpartie  bemerklieh.  Von  Biak  und 
Mysore  erwähnt,  von  Jobi  und  Roon  in  meiner  Sammlung.  —  charmides  Sm.  ist  eine  aufgehellte  Ortsrasse 
mit  sehr  schmaler  Medianbinde  und  deutlich  heraustretenden  schwarzen  Ozellen  der  Hflgl.  Auf  den  Vflgln 
erweitert  sich  das  Medianfeld  und  trägt  einen  schwarzen  Punkt.  Unterseite  mit  rötlicher  Begrenzung  der 
gelblichgrauen  Basalregion  und  einer  damit  parallel  laufenden  proximalen  rötlichen  Linie  innerhalb  der  sub¬ 
marginalen  weissen  Wellenbinde.  Aus  der  Geelvink-Bai  beschrieben,  von  Mafoor  in  meiner  Sammlung,  Uncus 
etwa  wie  bei  myronides  datos  sehr  zart  gebaut.  Valve  auffallend  kurz,  mit  abgerundeter  Ventralpartie  und 
geradlinig  abgeschrägter  Dorsalkante.  —  Als  oderca  subsp.  nov.  (J  07  f)  wird  die  etwas  breiter  schwarz  umrahmte 
und  deshalb  schmäler  gelb  gebänderte  Arealform  aus  Deutsch-Neu-Guinea  bezeichnet,  welche  unterseits  das  am 
ausgedehntesten  purpurn  überflogene  Distalgebiet  besonders  der  Vflgl  aufweist..  Aus  Britisch  Neu-Guinea  kommen 
ähnliche  Exemplare,  aber  habituell  kleiner  mit  lichterem  Medianfeld  und  einem  isolierten  schwarzen  Punkt  in 


myronides. 

datos. 


lampetina. 


wallacei. 

turneri. 

madestes. 

cyclotas. 

charmides. 

oderca. 


470 


alexis. 

decernia. 

fumosa. 

cluentia. 

fergussonia. 

prosope. 

humboldti. 


melichrysos. 

tredecia. 

pallescens. 

woodfordi. 


ATEL  LA.  Von  H.  Fruhstorfer, 

diesem,  sowie  verblassten  Randzeichnungen  der  Unterseite;  vermutlich  Trockenzeitform.  Nach  Hagen  nicht 
selten  in  lichten  Wäldern  im  November  und  Dezember,  dann  wieder  vom  Mai  bis  August.  —  alexis  Sin.  (== 
miokensis  Ribbe )  führt  im  Gegensatz  zur  vorigen  sehr  schmale  schwarze  Aussenbinden  und  infolgedessen  auch 
unterseits  ein  stark  zusammengedrängtes  buntes  Randgebiet.  Bismarckarchipel,  Neu-Pommern,  Neu-Mecklen- 
burg,  Nussa-Laut  und  Mioko.  —  decernia  subsp.  nov.  (107  e)  zeigt  ein  sehr  verbreitertes  schwärzliches  Basal¬ 
feld,  so  dass  die  Medianregion  zu  einer  ganz  schmalen  Binde  zusammengezogen  wird,  die  auf  den  Hflgln  nahezu 
verschwindet.  Unterseite  wie  bei  alexis  mit  zurückgebildetem  buntem  Randgebiet.  Garibari,  einer  kleinen 
Insel  vor  Britisch  Neu-Guinea.  —  fumosa  Sin.  ist  erheblich  grösser  als  decernia,  die  schwarze  Färbung  noch 
progressiver,  der  Aussensaum  zieht  bis  zur  V figlzelle  und  lässt  nur  eine  rudimentäre  gelbliche  Binde  erkennen, 
welche  sich  auf  dem  Hflgl  in  Gestalt  gelblicher  Makeln  fortsetzt.  Unterseite  schön  dunkel  orangefarben  mit 
violetter  Distalpartie.  Kiriwina.  —  cluentia  Frühst,  Differiert  von  fumosa  Sin.  aus  Kiriwina  dadurch,  dass  die 
Discalbinden  nicht  rudimentär,  sondern  wieder  complett  vorhanden  sind,  doch  sind  sie  immer  noch  schmäler 
als  bei  irgend  einer  anderen  Cup  ha-  Form  von  Neu-Guinea.  Die  Unterseite  obsoleter  gezeichnet  als  bei  fumosa, 
alle  schwarzen  Punkte  viel  kleiner.  Fergusson-Inseln.  fergussonia  Frühst,  bezeichnet  eine  ungewöhnlich  helle 
Abweichung  mit  sehr  breiter  medialer  noch  erweiterter  lichtgelber  Mittelbinde  der  Vflgl,  welche  auf  dem  Hflgl 
wieder  an  loallacei  Fldr.  von  Waigiu  erinnert  und  im  allgemeinen  der  Abbildung  von  madestes  Hew.  gleicht, 
nur  dass  die  gelblichen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  fehlen.  Unterseite  fahlgelb  mit  verwaschenen  purpurnen 
und  schwarzen  Zeichnungen.  Vermutlich  Trockenzeitform  der  vorigen.  Fergusson-Inseln.  Fundort  fraglich. 

C.  prosope  tritt  in  Australien  an  Stelle  von  madestes.  prosope  F.  hat  schlankere  Flügelform,  den 
Apex  spitzer;  Basalpartie  aller  Figl  rotbraun,  der  scharf  abgegrenzte  Randsaum  tiefschwarz,  apicalwärts  ver¬ 
breitert.  Vflgl  mit  ziemlich  grosser  Subapicalmakel  und  darüber  noch  einem  undeutlichem  ebenfalls  gelblichen 
Punkt.  Unterseits  mit  dunkelgelber  Basalregion,  welche  ausgedehnt  rotbraun  umrandet  ist.  An  sie  stösst  eine 
markante,  stark  gewinkelte  gelbe  Medianbinde.  Das  Distalgebiet  ohne  weissliche  Submarginalmakeln  und  rot¬ 
braune  Schattenbinden,  die  namentlich  auf  den  Vflgln  nur  mit  kleinen  schwarzen  Punkten  besetzt  sind.  Nord- 
Australien,  am  Cap  York,  und  Thursday  Island.  —  Als  humboldti  Frühst,  ist  eine  Form  mit  schmälerer  sich 
auf  der  Hflgl-Oberseite  analwärts  auffallend  verjüngender,  gelber  Mittelbinde  beschrieben.  Flgl-Unterseite 
bleich  fahlgelb,  heller  als  bei  turneri  von  Misol.  Hflgl  mit  vier  deutlichen  und  3  obsoleten  schwarzen 
Punkten,  welche  etwas  stattlicher  sind  als  die  correspondierenden  bei  turnen.  Humboldt-Bai,  September, 
Oktober.  Type  am  Britisch  Museum. 

C.  melichrysos  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  der  madestes- Gruppe  auf  den  Salomonen.  Die  hier¬ 
hergehörigen  Formen  sind  grösser  als  die  Arten  des  Papua-Gebiets  und  die  Vflgl  von  einer  nahezu  Uveissen 
Binde  durchzogen.  Unterseits  wiederholen  sich  die  Zeichnungsmotive  der  prosope-  und  wallacei- Vikarianten, 
nur  sind  die  submarginalen,  schwarzen  Makeln  auch  auf  den  Vflgln  sehr  gut  ausgebildet  und  stehen  in  einer 
hell  rotbraunen  Zone.  Unterseite  beider  Figl  mit  einer  schönen  hellgelben,  lebhaft  von  der  rotbraunen  Um¬ 
randung  abstechenden  Längsbinde  versehen,  die  sich  auf  den  Hflgln  erheblich  verschmälert.  Nach  Ribbe 
variieren  die  Exemplare  in  der  Grösse,  namentlich  die  ??  sind  sehr  stattlich.  Die  Färbung  der  Binde  ist  bald 
heller,  bald  dunkler,  was  wohl  mit  der  Lokalität  zusammenhängt,  melichrysos  Math.,  von  der  Insel  Ugi, 
führt  ein  breites  goldgelbes  Band  vom  Zellende  bis  zum  Apex  der  Vflgl,  auf  den  Hflgln  eine  Mittelbinde, 
welche  an  der  hinteren  Mediana  erlischt,  —  tredecia  Math.  (107 f)  von  Treasury-Island  führt  eine  bis  zur 
Costa,  der  Vflgl  durchlaufende  gelbe,  distal  weissliche,  Längsbinde.  Nach  Ribbe  auf  Bougainville,  den  Shortlands- 
Inseln  und  Rubiana.  —  Als  pallescens  Godm.  u.  Salv.  steckt  ein  cd  von  Guadalcanar  in  meiner  Sammlung  mit 
besonders  breiter,  hellgelber,  distal  aber  nicht  weisslich  aufgehellter  Medianbinde  der  Vflgl,  die  auf  den  Hflgln 
schmäler  angelegt  ist  als  bei  tredecia.  Das  Gesamtcolorit  der  Hflgl  im  allgemeinen  düsterbraun,  die  Submar- 
ginalfleckung  schwärzlich  überdeckt  und  dem  Verschwinden  nahe.  Heimat  der  Type  die  Insel  Maleyte. 

C.  woodfordi  Math,  ist  die  schönste  und  grösste  der  bekannten  Arten.  Oberseite  braungrau  mit 
breitem  schwarzem  Apicalteil  und  weisser  nicht  ganz  die  Costale  erreichender  Schrägbinde  der  Vflgl.  Die 
Hflgl  werden  von  einer  rotbraunen  Medianbinde  durchzogen,  in  welcher  längliche,  schwarze  intranervale  Makeln 
eingelagert  sind.  Das  Saumgebiet  durchziehen  zwei  violette  Wellenlinien.  Unterseite  mit  grünlichgrauer 
Basalregion  und  analwärts  etwas  verbreiteter  weisser  Binde.  Beide  Figl  ausserdem  noch  mit  einer  weisslich 
violetten  Anteterminalbinde  besetzt.  Der  Falter  liebt  mehr  den  Schatten  des  Waldes  und  ist  ein  sehr  träger 
Flieger,  den  man  aufgestört  haben  muss,  um  ihn  überhaupt  zu  sehen.  Nach  Ribbe  auf  Alu  und  Bougainville 
nicht  selten.  Auf  der  Insel  Ysabel  soll  nach  Ribbe  eine  hellere  Lokalform  Vorkommen. 

8.  Gattung:  Atella  Dbl. 

Diese  bicontinentale  Gattung  stellt  eine  Mittelform  dar  zwischen  Gupha  und  Argynnis.  Von  der  ersteren 
wird  sie  durch  die  schmälere  Form  der  Vflgl-Zelle,  die  deutlich  kolbigen  Fhlr  und  die  scheinbar  geschlossenen 
Hflgl-Zellen  unterschieden;  von  Argynnis  scharf  und  sicher  durch  die  verschiedene  Stellung  der  Subcostal-Aeste. 


ATEL  LA.  Von  H.  Fruhstorff.r. 


471 


Bei  Atella  steht  der  1.  Subcostal-Ast  genau  am  Zellende,  der  2.  nach  demselben,  der  3.  ist  dem  4.  näher 
als  dem  2.  abgezweigt,  während  bei  Argynnis  stets  2  Subcostaläsle  vor  dem  Zellende  stehen.  Die  Palpen  sind 
stark  aufgeblasen,  unterseits  mit  langen  Haaren  und  steifen  Grannen  besetzt,  oberseits  nur  schwach  behaart 
Endglied  sehr  klein  und  spitz.  Vflgl-Zelle  geschlossen,  hintere  Discocellulare  die  Mediana  am  Lrsprung  des 
2.  Astes  treffend,  mittlere  stark  gebogen.  Hllgl  mit  kleiner,  geschlossener  Zelle,  hintere  Discocellularis  sehr 
fein,  die  Mediana  vor  dem  2.  Aste  treffend.  Präcostale  einfach,  nach  aussen  gebogen  und  nach  der  Subcostalis 
abgezweigt.  Auf  der  Rückseite  der  Hflgl  sind  gewöhnlich  2  Augen  und  eines  im  Aussenwinkel  der  Vflgl  ent¬ 
wickelt.  Ausserdem  haben  dieselben  einen  per  mutterartigen  Glanz.  Männliche  und  weibliche  Vorderfiis.se 
vom  normalen  Typus  abweichend.  Die  Rp  der  A.  phcdantha,  eine  der  gewöhnlichsten  Arten  des  indischen 
Faunengebiets,  ist  oberhalb  hellgrün,  unterhalb  weisslich.  mit  kurzen  verzweigten  Dornen  besetzt.  Sie  lebt 
auf  einer  Ixora-Art,  einer  in  Indien  heimischen  Rubiaceen-Gattung.  Der  Verbreitungsbezirk  der  nur  aus 
wenigen  Species  bestehenden  Gattung  erstreckt  sich  über  das  ganze  indo-australische  Tropengebiet.  Eine  Art, 
die  bekannte  A.  phcdantha  I)rury.  geht  sogar  bis  Afrika:  eine  andere  ist  nur  auf  Madagascar  heimisch. 

Vgl.  über  diese  Gattung  noch  Bd.  1,  p.  243,  Taf.  71  d  und  Bd.  13,  Taf.  52  f. 

A.  phalantha  bewohnt  das  ganze  Kaiserreich  Indien  und  ist  nordwärts  bis  in  das  südliche  Japan  ver¬ 
breitet.  In  Mikromayana  geht  die  Art  östlich  bis  Letti  und  Kisser  der  Timor  Gruppe,  phalantha  Drury  phalantha. 
(B  1,  p.  243,  Taf.  7 Id)  wurde  von  mir  als  neu  für  Tonkin  und  Annam  nachgewiesen;  ein  echter  Proletarier, 
der  sich  überall  findet,  aber  fast  immer  nur  im  abgetragenen  Kleid,  erscheint  in  zwei  deutlichen  Zeitformen. 

Die  grössere  (der  Regenzeitform,  —  phcdantha  — )  erinnert  durch  die  buntere  Unterseite  an  die  korrespondierende 
Form  von  Cupha  erymanthis.  Die  Exemplare  der  Trockenperiode  sind  unten  ziemlich  monoton  fahl  lehmgelb  und 
viel  kleiner.  In  Indien  bis  zu  8000.  ja  sogar  12000  Fass  hinaufgehend  wurden  die  Falter  auf  Lantana  und 
Jasminum  beobachtet,  Rp  bereits  seit  Horsfield  (1829)  bekannt.  —  columbina  Cr.  bezeichnet  die  stets  etwas  columbina. 
grössere  und  unterseits  dunklere  Rasse  des  südlichen  China,  die  auch  auf  Hainau  vorkommt.  Sie  verirrt  sich 
manchmal  bis  Japan,  wo  sie  bei  Nagasaki  schon  gefunden  wurde.  —  luzonica  Frühst,  stammt  von  den  Philip-  luzonica. 
pinen  und  trägt  fast  doppeit  so  grosse  schwarze  Makeln  der  Oberseite  als  die  phalantha  des  indomalayischen 
Gebiets.  Rp  nach  Se.mper  ganz  verschieden  von  der  javanischen  und  indischen,  nach  der  Figur  beurteilt  glaube 
ich  jedoch,  dass  eine  Verwechslung  vorliegt  und  eine  Cupha  arias- Rp  durch  Koch  an  Semper  geliefert  wurde. 

A.  alcippe  hat  ihren  Verbreitungsherd  im  malayischen  Gebiet  und  ist  vorherrschend  Inselbewohnerin  alcippe. 
im  Gegensatz  zur  continentalen  phcdantha.  Etwas  mehr  zu  Abänderungen  geneigt  als  phcdantha  zerfällt  sie  in 
eine  grosse  Reihe  von  geographischen  Rassen  und  ist  auch  dem  Saisonwechsel  unterworfen.  Die  Exemplare 
der  Trockenzeit  sind  kleiner,  namentlich  unterseits  fahler  mit  reduzierten  also  zierlicheren  Schwarzzeichnungen. 

Rp  auf  Alsodeia  zeylanica,  Thwaites  (Violacee),  cylindrisch  mit  sechs  Reihen  zierlich  verzweigter  Dornen. 

Kopf  unbewehrt  wie  bei  phcdantha ,  Körper  grün  mit  länglichen  unterbrochenen  braunen  und  rotweinfarbenen 
Rückenstreifen;  Kopf  gelblich  mit  zwei  schwarzen  Flecken.  Die  Rp  ist  ebenso  ruhelos  und  beweglich  wie 
jene  von  A.  phalantha.  Pp  ein  Miniaturbild  von  phcdantha.  Trotz  der  weiten  Verbreitung  der  Art  sind  die 
einzelnen  Fundorte  sehr  lokalisiert;  so  hat  Niceville  z.  B.  niemals  ein  lebendes  Sikkim-Exemplar  gesehen. 

Häufig  scheint  alcippe  überhaupt  nur  im  makromalayischen  Gebiet  zu  sein  und  auch  dort  mit  Ausschluss  von 

Java,  wo  ich  in  drei  Jahren  nur  einige  ??  erbeutete.  —  alcippoides  Moore  findet  sich  als  ein  versprengter  alcippoides 

malayischer  Typus  von  Sikkim  an  bis  Tenasserim  zur  Malayischen  Halbinsel*  sowie  Sumatra  und  nach  Moore 

auch  auf  Borneo.  Ich  selbst  fand  sie  in  der  Trockenzeit  in  Siam  im  Januar,  auf  den  Karen-Hills  Ende 

Mai.  Oberseite  dunkel  ockergelb  in  der  Generation  der  Monsunperiode,  fahlgelb  in  jener  der  regenarmen  Zeit. 

Der  Distalsaum  deutlich  schwarz  umgrenzt;  Medianlinie  der  Hflgl  sehr  zart.  Oberseite  sonst  mit  zierlichen 
schwarzen  Makeln  und  Strichelchen  bedeckt.  Sumatra,  cfcf  manchmal  mit  leichtem  violettem  Hauch. 

Unterseite  mit  weisslichen  Aufhellungen  und  purpurnem  Anflug  der  Hflgl.  —  ceylonica  Mand.  (107  g)  ist  eine  ceylonica. 
ausgezeichnete  Form  mit  erheblich  verbreitertem  und  ungeflecktem  Randgebiet  der  Vflgl.  Sehr  selten,  erst 
1902  bekannt  geworden.  —  fraterna  Moore  umschreibt  eine  bleiche  Rasse  der  Nicobaren  mit  zurückgebildeten  fraterna. 
schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  und  markanten  weisslichen  Längsbinden  der  Unterseite.  —  andamana  cndamana. 
Frühst,  steht  sehr  nahe  fraterna  Moore  von  den  Nicobaren  und  differiert  von  Moore’s  Abbildung  durch  die 
dunklere  Grundfarbe  und  die  reichere  Ausdehnung  aller  schwarzen  Flecken  und  Binden,  sowie  des  Distal¬ 
saumes.  Die  Discalbinde  der  Hflgl  stärker  gekrümmt,  jene  am  Zellabschluss  der  Hflgl  mindestens  drei  mal 
so  breit.  Den  wichtigsten  Unterschied  bergen  die  Vflgl  in  Gestalt  einer  drei  mal  so  breiten,  nach  aussen  lang 
ausgezogenen,  stark  gekrümmten  schwarzen  Binde  vor  dem  Apex  der  Zelle,  welche  bei  fraterna  Moore  gerad¬ 
liniger  verläuft.  Auch  die  schwarzen  Punkte,  resp.  Flecken  zwischen  der  Zelle  und  Submediana  sind  minde¬ 
stens  drei  mal  grösser,  als  bei  der  Nicoba ren- Rasse.  Characteris tisch  für  andamana  ist  der  prächtige,  aber 
nur  streifenweise  zu  Tage  tretende  violette  Schiller  entlang  den  schwarzen  Medianbinden  und  Basalflecken, 
besonders  der  Oberseite  der  Hflgl.  Andamanen,  anscheinend  selten  —  enganica  Frühst,  ist  vor  allen  übrigen  enganica. 
Formen  der  Sunda-Inseln  durch  eine  auffallend  breite  und  geradlinig  verlaufende;  schwarze  Medianbinde  der 
Hflgl  ausgezeichnet.  Aber  noch  wichtiger  erscheint  mir,  dass  enganica.  mit  Ausnahme  von  cdcippe  celehensis 
Wall,  die  einzige  Rasse  ist,  welche  eine  zusammenhängende,  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl  aufweist. 


472 


ATEL  LA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


drepana. 


floresiana. 

pallidior. 

violetta. 

semperi. 

celebensis. 


omarion. 

alcippe. 


quinta. 


agoria. 

alcippina. 


cervina. 

cervinides. 


kinitis. 


Diese  bildet  sich  dadurch,  dass  die  Längsstreifen  zwischen  den  Medianadern  so  untereinander  stehen,  dass 
sie  aufeinander  stossen.  Bei  allen  übrigen  alcippe  stehen  diese  Längsstriche  basalwärts,  d.  h.  sie  nähern 
sich  der  Zellwand  und  sind  so  schräg  gestellt,  dass  sie  manchmal  parallel  nebeneinander  stehen,  enganica 
ist  ausserdem  unterseits  reicher  schwarz  dotiert.  Engano,  April-  Juli,  3  cfcT  Coli.  Fruhstorfer. 

Auch  Java  wird  von  einer  früher  unbeachteten  «tojope-Subspecies  bewohnt,  welche  drepana  Frühst. 
benannt  ist.  Sie  ähnelt  —  so  paradox  dies  klingen  mag  —  fast  den  Exemplaren  von  Halmaheira  und  ist 
ausgezeichnet  durch  eine  so  breite  schwarze  Umrahmung  der  Vflgl,  dass  die  Submarginalbinde  damit  fast  zu- 
sannnenfliesst.  Auch  der  schwarze  Fleck  am  Zellende  dehnt  sich  aussergewöbnlich  aus  und  die  Hflgl  sind 
mindestens  doppelt  so  breit  schwarz  als  bei  pallidior  Stgr.  von  Palawan.  Heimat:  Java,  Abhänge  des 
Gede-Vulkan  auf  ca.  2000'  bei  Sukabumi  gefangen,  drepana  ist  in  Java  sehr  selten;  ich  beobachtete  in  3  Jahren 
nur  2  Exemplare;  im  Gegensatz  zu  phalantlia  mehr  den  Schatten  bevorzugend,  z.  B.  lichte  sonnendurchflutete 
Buschwälder.  —  floresiana  subsp.  nov.  gleicht  der  vorderindischen  alcippoides  Moore,  doch  sind  alle  schwarzen 
Linien  zierlicher,  der  gelbe  Submarginalstreifen  der  Vflgl  zusammenhängend  und  deutlicher  hervortretend,  die 
cellulare  und  intramediane  Strichelung  feiner.  Unterseite  mit  lebhafteren  weisslichen  und  violetten  Streifen. 
Flores;  Flugzeit  November.  pallidior  Stgr.  nähert  sich  alcippoides ,  doch  ist  die  mediane  und  submarginale 
Zeichnung  etwas  kräftiger.  ?  fahl  ockergelb  mit  sehr  breitem  schwarzem  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl. 
Palawan,  Januar.  —  violetta  Frühst,  wurde  basiert  auf  eigentümlich  gefärbte  Exemplare  mit  einem  satten,  die 
gesamte  Flügel  Oberfläche  überziehenden  violettem  Schimmer  und  schwärzlich  verdüsterter  Apicalpartie  der 
Vflgl-Oberseite,  sowie  des  Terminalsaumes  der  Hflgl-Unterseite.  Bazilan.  —  Als  semperi  Moore  (nom.  mul.)  können 
Exemplare  der  Nord-Philippinen  bezeichnet  werden,  die  im  allgemeinen  eine  reduzierte  Schwarzfleckung  der 
Oberseite  aller  Flügel  aufweisen.  ?  nach  Semper  mit  nur  sehr  schwachem  violettem  Schiller  und  unterseits 
schärfer  gezeichneter  Mittellinie.  Flugzeit  vom  Mai  bis  Oktober,  Luzon,  Cebu.  —  celebensis  Wall.,  nach 
Exemplaren  aus  Makassar  beschrieben,  ist  eine  ausgezeichnete  Basse,  welche  die  westmalayischen  Formen  mit 
jenen  der  Molukken  verbindet,  Oberseits  hervorragend  durch  markante  schwarze  Submarginal-  und  Median¬ 
binden,  die  sich  beim  ?  noch  mehr  ausdehnen  und  manchmal  zusammenfliessen.  Die  Subapicalmakeln  der 
Vflgl  häufig  schwärzlich  überstäubt.  Unterseite  mit  ansehnlichen  rötlichen  Binden  die  breit  weisslich  blau 
eingefasst  sind.  Von  mir  am  Wasserfall  von  Maros  im  November,  bei  Toli-Toli  .November — Dezember  ge¬ 
fangen.  —  omarion  subsp.  nov.  bewohnt  die  Sula-Inseln  und  zeichnet  sich  durch  oberseits  lebhafter  rotgelbe 
Grundfarbe,  markantere  Schwarzzeichnung  und  dunklere  Unterseite  aus.  Sula  Mangoli,  Type  in  der  Sammlung 
Staudtnger.  —  alcippe  Cr .,  die  zuerst  beschriebene  Unterart  der  Collectivspecies,  gleicht  oberseits  der  abge¬ 
bildeten  alcippina  (107  c)  ist  aber  grösser  und  differiert  von  westlicheren  Rassen  durch  rundlicheren  Flügel¬ 
schnitt.  Schwarzfleckung  etwas  kräftiger  als  bei  alcippina ,  aber  weniger  ausgedehnt  und  zusammenhängend 
wie  bei  celebensis.  Unterseite  entschiedener  geschwärzt  als  bei  celebensis,  auch  auf  den  Vflgln  mit  zu  leiter- 
artigen  Figuren  verschmolzenen  Wellenbinden.  Beide  Figl  zudem  von  reich  weisslichen  Submarginal-  und 
Medianstreifen  durchzogen.  Südmolukken,  auf  Ceram  nicht  selten,  wo  Exemplare  mit  und  ohne  violettem 
Schiller  der  Oberseite  Vorkommen.  Saparua  in  Coli.  Fruhstorfer.  —  quinta  Frühst,  von  Halmaheira  differiert 
von  Exemplaren  aus  Saparua  durch  die  reichere,  schwarze  Zeichnung  aller  Flügel,  was  namentlich  in  der 
Zelle  der  Vflgl  und  im  Discalteil  der  Hflgl  auffällt.  Die  schwarze  Binde  am  Zellende  und  die  schwarze, 
subanale  Makel  der  Vflgl  sind  breiter;  die  schwarze  Submarginalbinde  der  Hflgl  stärker  gewellt,  Unter¬ 
seite:  Auch  hier  zeigen  alle  Flügel  prominentere,  schwarze  Binden  und  Flecken,  des  weiteren  erscheint  eine 
Reihe  von  grau  violetten  Submarginalflecken  auf  allen  Flügeln.  Die  discale,  weisslichviolette  Binde  viel 
breiter,  auch  die  Unterseite  aller  Flügel  im  Discalteil  reicher  schwarz  dotiert.  —  agoria  Frühst,  aus  Batjan 
ist  grösser  als  quinta ,  mit  sehr  viel  breiteren  schwarzen  Submarginalbinden  und  ansehnlicheren,  schwarzen  Flecken 
vor  dem  Zellschluss  der  Vflgl.  Vielleicht  bildet  agoria  nur  die  Regenzeitform  von  quinta.  —  alcippina 
Frühst.  (107  c)  differiert  von  der  typischen  alcippe  Cr.  von  den  Südmolukken  durch  die  kleinere  Gestalt  und 
die  dadurch  bedingte,  zierlichere  Schwarzfleckung  auf  der  Flgl-Oberseite.  Die  schwarzen  Binden  und  Punkte 
sind  bei  alcippina  schärfer  abgegrenzt  und  die  obersten  gelben  Submarginalflecken  der  Vflgl  dunkler  und 
mehr  rötlich-gelb.  Auf  der  Unterseite  differiert  sie  von  alcippe  durch  die  monotonen,  gelb  gefärbten  Vflgl,  denen 
die  weissen,  submarginalen  Hehnflecken  vollständig  fehlen;  nur  die  Discalbinde  ist  obsolet  weisslichviolett.  Auf 
den  Hflgln  sind  die  weisslichvioletten  Binden  gleichfalls  undeutlicher  als  bei  alcippe  und  die  braune  Sub¬ 
marginallinie  wird  heller.  Insel  Obi.  —  cervina  Btfr.  ist  eine  interessante,  aufgehellte  Arealform  mit  völlig 
zeichnungsloser  Medianpartie  der  Vflgl,  aber  äusserst  lebhaft  blauviolett  gestaffelter  Unterseite.  Holländisch 
Neu-Guinea,  von  Dorey,  Hattain  im  Arfak-Gebirge  und  von  Kapaur  in  meiner  Sammlung.  —  cervinides  Frühst,, 
Grundfarbe  heller  als  bei  cervina\  die  Submarginalbinde  beider  Figl  namentlich  apicalwärts  viel  deutlicher 
ausgeprägt.  Im  Discalteil  der  Hflgl  zeigt  sich  eine  schwarze  Binde,  welche  bei  cervina  nur  angedeutet  ist. 
Die  Unterseite  gleichfalls  heller,  farbenreicher  mit  deutlicheren,  hellbraunen  Submarginal-  und  weisslicheren 
Discalbinden.  Insel  Waigiu.  —  kinitis  Frühst.  (107  c?),  gleicht  viel  mehr  der  typischen  alcippe  und  den  von 
mir  beschriebenen  Formen.  Die  Unterseite  hat  sogar  eine  gewisse  Aelmlichkeit  mit  floresiana  von  den 
Kleinen  Sunda-Inseln.  Ich  vergleiche  die  neue  Form  hier  mit  cervina,  von  der  kinitis  eine  kleinere  Ausgabe 
mit  rundlicheren  Flgln  vorstellt,  kinitis  ist  breiter  schwarz  gesäumt  und  auf  allen  Flgln,  aber  namentlich  im 
Basalteil,  reicher  schwarz  gestrichelt.  Auf  allen  Flgln  ist  die  schwarze,  submarginale  Zackenlinie  sehr  dicht 


Ausgegeben  18.  TIT.  1912.  TSSORIA.  Von  H.  Fruiistorfer.  473 

an  den  Aussensaum  heran  gerückt,  so  dass  die  rotbraune  Submarginalbinde  ausserordentlirdi  verschmälert 
erscheint.  Die  subapicalen  schwarzen  Flecken  der  Vflgl  sind  kleiner  als  bei  cervina,  ebenso  die  rotbraunen 
Subapicalflecken.  Durch  den  Discalteil  der  Hflgl  ziehen  2  deutliche  Binden,  von  denen  die  innere  sehr  un¬ 
regelmässig  verläuft.  Die  Unterseite  ist  farbenreicher  als  bei  cervina,  namentlich  die  Vflgl,  welche  eine  com- 
plette  Submarginalserie  von  schwarzen  Strichen  aufweisen,  die  bei  cervina  nur  angedeutet  ist.  Des  weiteren 
schlägt  die  gelbliche  Submarginalbinde  der  Oberseite  deutlich  durch;  beide  Figl  werden  ausserdem  von  einer 
weisslich,  violetten  Discalbinde  durchzogen  und  die  schwarzen  Linien  der  Hflgl  sind  prominenter  als  bei  cervina. 
Deutsch  Neu-Guinea.  —  denosa  subsp.  nov.  ist  ein  gelbbrauner  Falter  mit  schmalem  schwarzen  Vorderrand 
sowie  einzelnen  dunklen  Streifchen  der  Vflgl.  Hflgl  mit  ansehnlicherem  Distalsaum;  einer  gewellten  sub- 
marginalen  Binde  und  einer  Serie  von  schwarzen  Punkten  und  Strichen.  Unterseite  gelbbraun  mit  einzelnen 
gewellten  schmalen  Bindenstreifen  und  einem  quadratischen  Fleck  im  Analwinkel.  Das  ?  vergleicht  Hagen 
mit  arruana  Fldr.  Im  Bismarckarchipel,  Neu  Pommern,  Neu  Lauenburg.  ephyra  Goclm.  u.  Sah.  steht  denosa 
recht  nahe  und  ist  ausgedehnter  schwarz  umrahmt;  Salomonen,  von  den  Shortlands-Inseln  und  Bougainville.  - 
arruana  Fldr.  umschreibt  eine  wohldifferenzierte  Inselrasse.  cP  mit  vorspringendem  Apex,  ganz  dünner  Sub- 
marginal-  und  Terminallinie  der  Vflgl,  die  abgesehen  vom  schwarzen  Zellschluss  ganz  zeichnungslos  sind- 
Hflgl  gleichfalls  nackt,  nur  mit  leicht  angedeuteten  Submarginalpunkten.  ?  dagegen  abgesehen  von  der  Intra¬ 
medianpartie  der  Vflgl  mit  reicher,  graubrauner  Umrahmung  und  Fleckung  der  Oberseite.  Unterseite  des  cP 
durchweg  violett,  nur  der  Analsaum  der  Vflgl  gelbbraun.  ?  mit  markanter,  weisser  Medianbinde  und  breiten 
grauvioletten  Längsbändern.  Aru-Inseln.  —  asinia  Frühst.,  eine  sehr  ausgefallene  Lokalrasse,  welche  die  Insel 
Wetter  bewohnt,  hat  eine  auffallende  Aehnlichkeit  mit  arruana  Fldr.  und  mit  dieser  die  eigentümlich  ver¬ 
waschene,  rauchbraune  Flügelumsäumung  und  den  breit  schwarzgrau  bezogenen  Apicalteil  der  Vflgl  gemeinsam. 
Von  arruana  lässt  sich  asinia  abtrennen  zunächst  durch  den  rundlicheren  Flügelschnitt  und  den  noch  dunkleren 
Apicalteil  der  Vflgl.  Die  schwarzbraune  Makel  vor  dem  Zellende  der  Vflgl  dunkler  als  bei  arruana  und 
bildet  keinen  Wischfleck,  sondern  besteht  aus  3  dicht  neben  einander  gesetzten  Quadraten.  Die  Discalbinde 
der  Hflgl  verläuft  geradliniger.  Unterseite:  Die  weissliche  Submarginalbinde  schmäler,  der  Discal-  und 
Basalteil  aller  Figl  dunkler  als  bei  arruana ;  ausserdem  erscheint  die  weissliche  Discalbinde  mehr  reduziert 
und  die  innere,  bei  arruana  fast  rein  weisse  Discalzone  fehlt  bei  asinia  vollständig.  Insel  Wetter. 

9.  Gattung:  Issoi'ia  Hbn. 

Aeusserlich  durch  deutliche  Schwanzanhänge  der  Hflgl  von  den  Cupha  unterschieden,  weist  sie  auch 
im  Geäder  bemerkenswerte  Differenzen  auf.  Wie  bei  Atella  ist  der  zweite  Subeostalast  näher  dem  Zellapex 
abgezweigt  als  bei  Cupha  und  von  beiden  Gattungen  entfernt  sich  Issoria  durch  die  weniger  konkave  mittlere 
Discocellularis  der  Vflgl,  welche  mit  der  hinteren  zusammen  eine  fast  gerade  Linie  bildet.  Zelle  der  Hflgl 
lang,  schmal,  deutlich  geschlossen.  Issoria  bildet  den  Uebergang  von  Atella  zu  den  Cynthia,  an  welch  letztere 
bereits  die  spitzen  Hflgl  und  auch  die  lebhafte  Lebensweise  erinnern.  Die  einzige  Art  ist  ein  ausgesprochenes 
Felsentier,  dessen  Domäne  die  bergigen  Strecken  sind.  Sitzt  gern  an  kahlen  Felswänden  und  auf  den  Steinen 
der  Wege  im  Sonnenbrand  Es  hat  einen  schnellen,  hurtigen,  stossweisen  Flug  und  kehrt  gerne  wieder  an 
den  einmal  gewählten  Platz  zurück.  Nach  Moore  wird  sie  in  Birma  während  der  kühlen  Saison  auf  dem 
steinigen  Bette  trockener  Flüsse  angetroffen,  wo  sie  stets  mit  offenen  Flügeln  sitzt.  Jugendstadien  hat  Dr.  Piepers 
auf  Java  entdeckt.  Issoria  ist  auf  das  indoaustralische  Gebiet  beschränkt,  aber  dort  von  Mussorie  an  bis  Hinter¬ 
indien,  Hainan,  den  Philippinen  und  auf  den  Inseln  von  Makromalayana  bis  zu  den  Salomonen,  Samoa  und  den 
Freundschaftsinseln  verbreitet.  Es  lassen  sich  zwei  Hauptlypen  unterscheiden,  um  welche  sich  die  zahlreichen 
Rassen  gruppieren:  der  indisch-westmalayische  östlich  bis  Celebes  vorkommende  an  sinlia  anklingende,  und  der 
molukkiseh-papuanische,  der  Namensform  egista  genäherte,  zwischen  welche  sich  als  Verbindungsglied  die  erst 
neuerdings  beachteten  mikromalayischen  Abzweigungen  einschieben. 

1.  sinha  Roll,  gleicht  oberseits  der  macromalayana  (107  e);  von  fahlgelber  Grundfarbe  und  ausge¬ 
dehnter,  zusammenhängender  schwarzer  Fleckung  in  der  Zelle  und  dem  Apicalteil  der  Vflgl.  Die  Unter¬ 
seite  besteht  aus  einem  Gemenge  von  weissliehen,  gelben  und  rotbraunen  Zonen,  über  welche  sich  im 
Analfeld  eine  graugrüne  Bestäubung  deckt.  Die  aus  halbmondförmigen  Compouenten  bestehende  weisse 
Medianbinde  nicht  so  ausgeprägt  wie  bei  den  molukkischen  Rassen,  mit  welchen  sie  aber  eine  weissliche 
transcellulare  Aufhellung  der  Vflgl  gemeinsam  hat,  und  von  ihnen  differiert  durch  einen  rein  weissen 
Zellfleck,  dessen  Umrisse  weiter  nach  Osten  immer  mehr  verschwimmen,  sich  aber  bis  zu  den  austra¬ 
lischen  Zweigformen  verfolgen  lassen.  Bis  1000  m  hinauf  vorkommend,  den  Südabhang  des  Himalaya  von 
Mussorie  an  folgend,  südlicher  als  Orissa  noch  nicht  beobachtet,  in  Süd-Indien  und  Ceylon  fehlend.  Vom 
Mergui-Archipel  bekannt,  von  mir  aber  in  Tonkin  *)  und  Annam  nicht  gefunden,  wohl  aber  von  Hainan  in 
meiner  Sammlung.**)  —  macromalayana  subsp.  nov.  (107 e)  entfernt  sich  von  sinha  durch  kleinere  Gestalt  und 

*)  Pavie  sammelte  sinha  bei  Luang-Prabang. 

**)  Rp  auf  derselben  Pflanze  wie  die  Rp  von  Cupha  erymanlhis  synnara  Frühst.  In  den  Jugendstadien  kaum  von 
dieser  zu  unterscheiden.  Pp  jedoch  hervorragend  durch  ihre  Eigenart,  sehr  steif  und  mit  drahtförmigen  Anhängseln  ver¬ 
sehen,  in  Grösse  und  Gestalt  aber  wiederum  der  Cupha- Pp  gleichend. 

IX 


denosa. 

ephyra. 

arruana 

asinia. 


sinha. 


macro¬ 

malayana. 


60 


474 


ISSORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ausgedehnter  geschwärzte  mehr  rötlich  ockerfarbene  Überseite.  Hflgl  in  der  Regel  bis  zur  Zellmitte  schwärzlich 
überstäubt.  Auf  der  Unterseite  tritt  die  Weissfärbung  etwas  zurück,  ebenso  der  grünliche  Anflug  der  Hflgl, 
welcher  meinen  Exemplaren  von  Java  gänzlich  fehlt.  Geht  nach  Hagen  an  den  Kot  aller  Tiere,  besonders  jenen 
des  Musang  (Paradoxurus  musanga).  Auf  Java  bis  etwa  700  m  hinauf  vorkommend.  Im  Osten  der  Insel  macht 
sich  eine  Trockenzeitform  bemerklich  von  kleinerem  Habitus,  fahlgelber  Ober-  und  verwaschener,  jedoch  reicher 
weiss  decorierter  Unterseite.  Malayische  Halbinsel,  Sumatra  Java,  (nach  Doherty  auch  auf  Sumbawa  und 
ö  •  •  Sumba,  doch  habe  ich  dortige  Exemplare  nicht  gesehen);  Romeo,  Palawan,  Süd-Philippinen.  —  brixia  subsp. 
nov.  bezeichnet  eine  rundflügelige  Arealrasse  der  nördlichen  Philippinen,  welche  sich  der  indischen  sinha  nähert, 
aber  von  ihr  leicht  zu  unterscheiden  ist  durch  markantere  schwarze  Submarginalpunkte  aller  Flügel.  Unterseite 
nupta.  mit  lebhafter  rotbrauner  bandartiger  Medianzone  der  Hflgl.  Luzon,  selten.  —  nupta  Stgr.  umschreibt  die 
grössten  Exemplare  der  Collectivspecies  mit  sehr  breitem  braun  getrübtem  Distalgebiet  aller  Figl  und  redu¬ 
zierten  gelbbraunen  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Mir  nur  aus  der  Minahassa  und  von  Sula-Mangoli  vorliegend, 
eda.  von  Doherty  noch  auf  4000'  Höhe  beobachtet  im  Pare-Pare-District  des  Südens  von  Celebes.  —  eda  Frühst. 
hält  die  Mitte  zwischen  egista  Cr.  von  den  Mollukken  und  sinha  Koll.  vom  indischen  Gebiet.  Sie  ist 

aber  kleiner  als  sinha  von  Sumatra  und  hat  eine  mehr  rotbraune,  also  fast  dieselbe  Grundfarbe  wie 
egista.  Oberseite  reicher  schwarz  gezeichnet,  namentlich  auf  den  Vflgln,  als  die  Molukken-Rasse,  aber 

ärmlicher  als  sinha.  Der  schwarze  Aussensaum  schmäler,  als  bei  den  anderen  Issoria  und  die  Schwarz¬ 
punktierung  der  Hflgl  zierlicher  als  bei  sinha.  Unterseite:  Die  Discalbinden  der  Hflgl  verlaufen  gerad¬ 
liniger,  die  Distal-  und  namentlich  die  Analzone  sind  reicher  blau-violett  getönt.  Die  Submarginal¬ 
flecken  nicht  gelbbraun,  wie  bei  sinha,  sondern  rotbraun,  analog  der  Molukken-Rasse.  Insel  Wetter. 

alrita.  -  alrita  Frühst,  differiert  erheblich  von  eda  von  Wetter  und  gehört  vielleicht  nur  einer  extremen  Trocken¬ 
zeitform  an.  Von  der  schwarzen  Flügelzeichnung  sind  namentlich  nur  noch  der  Distalsaum  der  Vflgl  sowie 
2  Wische  oberhalb  der  Zelle  und  4  schwarze  Submarginalpunkte  zu  erkennen.  Auf  den  Hflgln  sind  die  Distal¬ 
punkte  auch  verschwunden  und  die  braune  Zeichnung  der  Flgl-Unterseite  ist  gleichfalls  reduziert,  dafür 
die  violette  Discalbinde  etwas  prominenter.  Das  Violett  im  Analwinkel  der  Hllgl  verlöscht  und  wird  durch 
Gelbbraun  ersetzt,  so  dass  dadurch  die  Figl  eine  monotonere  Färbung  zeigen.  Insel  Rabber,  Tenimber.  — 
egista.  egista  Cr.  die  zuerst  beschriebene  Unterart,  bewohnt  die  Südmolukken  Amboina,  Saparua.  Von  den  westma- 
layischen  Rassen  differiert  egista  durch  das  rötlich  ockerfarbene  Golorit  der  Oberseite,  welche  der  von  offaka  (107  e) 
nahekommt,  jedoch  einen  weniger  ausgedehnten  Distalsaum  und  auf  dem  Hflgl  prominenter  gelbe  Submarginal- 
Halbmonde  zeigt.  Ceratn-Exemplare  sind  beiderseits  noch  etwas  lichter  gelb,  mit  reduzierterer  Schwarz- 
burnana.  Zeichnung  als  Amboina-cfcd.  — -  buruana  Frühst.  (I07e)  differiert  von  egista  aus  Ceram  und  Saparua  durch  die 
kleinere  Gestalt,  die  rundlicheren  Figl  und  die  stumpferen  Schwanzspitzen,  Grundfärbung  dunkler;  alle 
schwarzen  Rinden,  Flecken  und  Punkte  kräftiger  entwickelt.  Längs  der  Zellwand  zwischen  der  vorderen  und 
hinteren  Mediana  erscheint  eine  gekrümmte,  schwarze  Rinde,  welche  egista  fehlt.  Des  weiteren  tritt  eine 
deutliche  Submarginalbinde  auf,  welche  vom  Costalrand  bis  zur  ersten  Mediana  reicht  und  sich  dort  zu 
einem  Fleck  verbreitert.  Rasis  der  Hflgl  dunkler;  auch  macht  sich  eine  obsolete  Discalbinde  bemerklich. 
Unterseite  satter  als  bei  egista,  die  violetten  Discalpunkte  sind  kleiner  und  stehen  dichter  unter  einander.  Die 
elvira.  Submarginalregion  der  Hflgl  gelblich-weiss,  anstatt  violett.  Ruru.  —  elvira  Frühst.,  eine  prächtige  Lokal¬ 
rasse,  bewohnt  Ratjan.  Die  Stücke  sind  dunkler  rotbraun  als  die  egista  der  übrigen  Molukken,  die  Subapical- 
binde  noch  kräftiger  entwickelt  als  bei  buruana.  Ausserordentlich  verbreitert  ist  auch  die  schwarze  Submar¬ 
ginalbinde  der  Hflgl-Oberseite.  Die  gelbliche  Rinde  nur  etwas  breiter  als  bei  orfeda.  Die  Unterseite  nähert 
sich  obiana ,  nur  sind  namentlich  die  Vflgl  dunkler  rotbraun  und  die  weisslichen  Discalflecken  noch  grösser. 
editha.  Batjan,  Ternate  (?)  —  editha  Frühst.,  steht  der  Ratjan-Form  sehr  nahe,  ist  aber  heller  und  weniger  reich  schwarz 
dekoriert.  Unterseite  gleichfalls  lichter.  Die  weissen  Flecken  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  sind  breiter  und 
die  schwarzen  Submarginalpunkte  der  Flgl-Unterseite  kräftiger,  ebenso  die  weissen  Helmflecken  vor  dem 
obiana.  Aussenrand.  Halmaheira.  —  obiana  Frühst.,  gleicht  in  Grösse  und  Flügelschnitt  buruana,  alle  Figl  aber  breiter 
schwarz  umsäumt.  Die  Grundfarbe  etwas  dunkler  als  bei  egista  und  heller  als  bei  buruana.  Die  Schwarz- 
fleckung  der  Figl  hält  die  Mitte  zwischen  den  vorgenannten  Rassen.  Die  schwarze  Rinde  längs  der  Zelle  nur 
angedeutet,  die  gelbliche  Submarginalbinde  der  Hflgl  schmäler  als  bei  egista  und  buruana.  Die  Unterseite 
charakteristisch  durch  die  ausserordentlich  kräftig  entwickelten,  weisslieh-violetten  Makeln  der  Discalbinde, 
die  nach  innen  von  einer  schwärzlich-braunen  Region  begrenzt  wird.  Alle  Figl  sind  im  Basalteil  zeichnungs¬ 
ärmer  als  buruana ,  auch  die  Marginalzone  der  Hflgl  nicht  so  bunt,  als  bei  buruana  und  egista.  Obi,  nicht  selten. 
offaka.  —  offaka  Frühst .,  ist  etwas  dunkler  in  der  Grundfärbung  als  egista  und  obiana ,  mit  dem  breitesten  schwarzen 
Distalsaum.  Die  Schwarzfleckung  der  Figl  erinnert  am  meisten  an  obiana,  doch  sind  die  Submarginalpunkte 
aller  Figl  kleiner.  Der  Zellschluss  der  Vflgl  etwas  breiter  schwarz  als  bei  egista.  Einen  sehr  wichtigen 
Unterschied  bildet  die  fast  gänzlich  verschwundene,  gelbliche  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Die  Unserseite 
viel  dunkler  als  bei  den  übrigen  Lokalrassen  und  rotbraun,  anstatt  gelblich.  Die  weissen  Discalpunkte  sind 
ausserordentlich  reduziert  und  stehen  auf  den  Hflgln  mehr  zerstreut,  nicht  so  untereinander  wie  bei  den  Rassen 
der  Molukken.  Waigiu,  nicht  selten;  Deutsch  Neu-Guinea,  Kapaur,  Holl.  Neu-Guinea,  Aroa,  Brit.  Neu-Guinea, 
orfeda.  Ai  Kaiser-Wilhelmsland  sehr  spärlich.  —  orfeda  Frühst.,  die  Key-Rasse,  hat  dieselbe  Grundfarbe  und  einen 
eben  so  breiten,  schwarzen  Aussensaum  der  Figl  wie  offaka,  kommt  aber  durch  die  breite,  gelbliche  Sub- 


CYNTH1A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


475 


marginalbinde  der  Hflgl-Oberseite  wieder  recht  nahe  an  egista  und  obiana.  Die  Unterseite  ist  dunkler  als  bei 
egista,  aber  bedeutend  heller,  als  bei  offaka  und  die  weisslich-violetten  Discalllecken  sind  prominenter.  Key- 
Inseln.  —  tenonia  subsp.  nov.,  von  der  Gewürzinsel  Banda  in  meiner  Sammlung,  schliesst  sieb  alrita  Frühst,  tenonia. 
von  Babber  und  Tenimber  an  durch  das  fahl  gelbbraune  Colorit  sowie  die  noch  mehr  als  bei  Ceram-Stiicken 
zurücktretenden  schwarzen  Randzeichn ungen  der  Oberseite.  Die  Gesamtfärbung  der  Unterseite  jedoch  dunkler 
rotbraun  als  bei  alrita,  mit  einer  Miniatur  -Copie  der  weissen  Zeichnungen  der  egista.  —  propinqua  Mi  sic.,  propinqua. 
gleicht  in  der  Grösse  und  der  Verteilung  des  schwarzen  Aussensauines  der  orfeda  Frühst,  von  Key;  gegen¬ 
über  der  ebenfalls  nahestehenden  offaka  dehnt  sich  die  gelbliche  Region  jenseits  der  Vflglzelle  etwas  mehr 
aus  und  auf  den  Hflgln  verschwinden  die  Submarginalpunkte  fast  gänzlich.  Unterseite  nicht  so  dunkel  wie 
bei  den  papuanischen  Vikarianten,  zart,  fleischfarben,  der  grünliche  Subanalanflug  ausgedehnter.  Queensland, 

ziemlich  selten.  —  scyllaria  subsp.  nov.  ist  bedeutend  kleiner,  von  rundlichem  Flügelschnitt  mit  progressiver  scyllaria. 

Schwarzzeichnung,  welche  transcellular  wie  bei  buruana  zusammenhängt.  Der  gelblichbraune  Sub marginalstreif 
der  Hflgl  proximal  breit  schwarz  umgrenzt.  Unterseite  erheblich  von  propinqua  verschieden,  hell  ledergelb 
mit  rötlichgelben  Ringen  der  schwarzen  Submarginalpunkte  und  wesentlich  reduzierter  Weisszeichnung.  Li  I  n. 

—  egistina  Quoy ,  stammt  von  der  Marianneninseln  Guam,  ist  oberseits  bis  zur  Flügehnitte  fahlgelb,  dami  egistinu 
schwärzlich  überstäubt.  Unterseite  mit  grünlicher  Basis  der  Vflgl  und  einer  ebensolchen  Begrenzung  der 
weissen  Submarginalbinde.  Hflgl  griinliehweiss  mit  rot  umringelten  Schwarzpunkten  und  einer  subterminalen 
Doppelreihe  von  perlmutterfarbenen  halbmondartigen  Fleckchen.  samoana  subsp.  nov.  (107  e)  ein  helles  samoana 
Extrem,  Unterseite  durchweg  licht  orangerot  mit  deutlich  heraustretender  weisser  medianer  Wellenbinde,  einer 
weisslichen  rudimentären  Begrenzung  der  Vflglzelle  und  einem  schwarzen  subterminalen  intramedianen  Strich 
der  Hflgl.  Sonst  abgesehen  von  einigen  roten  Punkten  und  den  üblichen  aber  äusserst  zarten  Zellstrichelchen 
zeichnungslos.  Samoa-Inseln,  nur  ein  cf  in  meiner  Sammlung,  das  ich  Herrn  Prof.  Seitz  verdanke, 

bowdenia  Btlr.,  soll  nach  der  Beschreibung  den  Flügelumriss  von  sinha  Kol/.,  das  Colorit  von  egista  zeigen,  bowdenia. 

aber  etwas  bunter  als  letztere  sein.  Der  schwarze  Distalsaum  aller  Figl  schmäler,  die  Submarginal¬ 
monde  undeutlicher  als  bei  egista,  auch  fehlen  die  schwarzen  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  jene  der  Hflgl. 

Die  Unterseite  heller  ockerfarben  mit  schmäleren  weissen  Binden  als  bei  egista.  Discalpunkte  sehr  klein,  obsolet, 
rot  umringelt.  Freundschaftsinseln.  —  gaberti  Guer.  gleicht  der  samoana  (107  e)  ist  aber  kleiner  und  unterseits  gaberti. 
etwas  bunter.  Insel  Tahiti.  —  shortlandica  subsp.  nov.  nähert  sich  gleichfalls  der  egista,  nur  ist.  die  Gesamt  -shortlandica- 
färbung  nicht  rotbraun,  sondern  schmutziggelb,  die  Oberseite  weniger  deutlich  schwarz  gefleckt  und  die  Unter¬ 
seite  heller  als  bei  Exemplaren  von  egista  aus  Ceram;  Heimat  die  Salomonen,  Shortland-Inseln,  sehr  selten. 

10.  Gattung:  Cyntliia  F 

ln  vieler  Beziehung  eine  der  interessantesten  Nymphalidengattungen,  zunächst  wegen  dem  weitgehenden 
sexuellen  Dimorphismus,  der  hochgradigen  Empfindlichkeit  gegenüber  klimatischen  Einflüssen,  der  sich  in  er¬ 
heblich  modificierten  Zeitformen  ausprägt  und  dann  der  Neigung  zur  Ausbildung  geographischer  Formen, 
die  von  West  nach  Ost  zunimmt  und  in  der  Hauptsache  das  sonst  conservative  weibliche  Geschlecht  ergreift. 

Im  makromalayischen  Gebiet  lassen  sich  dann  auch  noch  Formen  der  Ebene  mit  langen  Schwänzen  der  Hflgl 
und  schwacher  Zeichnung  der  Unterseite  und  alpine  Formen  mit  rundlicherem  Flügelschnitt  und  scharf 
liniierter  Unterseite  absondern. 

Die  Gattung  zeichnet  sich  auf  den  ersten  Blick  durch  die  Grösse  ihrer  Arten  aus  und  unterscheidet 
sich  speziell  von  allen  übrigen  durch  die  Stellung  der  beiden  ersten  Subeostaläste,  welche  hier  nahe  zu¬ 
sammenstehen  und  fast  aus  einem  Punkte  am  Zellende  entspringen.  Auch  ist  der  1.  Ast  etwas  mit  der 
Costale  verwachsen;  Ast  3  und  4  entspringen  nahe  zusammen  fast  in  der  Flügelspitze.  Die  Zelle  der  Vflgl 
ist  durch  eine  zarte  Querader  geschlossen,  welche  die  Mediana  nach  dem  Ursprung  des  2.  Astes  trifft,  die¬ 
jenige  der  Hflgl  dagegen  offen.  Doch  besitzen  die  efef  zwischen  der  Mediana  und  der  unteren  Radiale  eine 
Hautfalte  wie  die  Gattung  Terinos,  welche  in  ungeschuppten  Exemplaren  leicht  als  hintere  Discoeellularis  auf¬ 
gefasst  werden  kann;  die  letztere  ist  aber  hier  vollkommen  verkümmert.  Die  Präcostale  an  der  Spitze  zwei¬ 
spaltig,  hinter  dem  Ursprung  der  Subcostale  abgezweigt  Die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  mündet  beim  cf 
distal  weiter  von  der  Gabelung  der  vorderen  und  mittleren  Mediana  als  beim  ¥  (Anklang  an  constante  analoge 
Abweichung  bei  den  Terinos )  und  einigen  Arten  der  Gattung  Argynnis.  Augen  nackt;  Fhlr  mit  allmählich 
verdickter,  zugespitzter  Kolbe.  Palpen  nur  schwach  aufgeblasen,  behaart  und  mit  einzelnen  steifen  Grannen¬ 
haaren  besetzt.  Die  papuanischen  Arealrassen  sind  ausgezeichnet  durch  einen  breiten  Saum  terminaler  grau- 
schwarzer  matt  glänzender  modificierter  Schuppen,  welche  lebhaft  contrastieren  gegen  die  tiefschwarzen 
Submarginalstreifen.  Hinter  den  Adern  der  Vflgl-Oberseite  lagern  schwarze  Duftschuppen,  in  einer  Falte,  was 
schon  Dr.  Haase  beobachtet  hatte. 

In  den  Greiforganen  steht  Cynthia  ganz  isoliert  und  differiert  von  allen  vorhergehenden  Genera  durch 
den  kräftigen  Uncus,  das  Vorhandensein  eines  Scaphiums  und  der  complizierten,  mit  dorsalen  Aufsätzen  ver¬ 
sehenen  Valve.  Ebenso  wie  die  Imago’s  sind  auch  diese  Organe  geographischer  Variabilität  unterworfen:  bei 
den  westlichen  Formen  ist  das  oberste  Valvenhorn  ventral  herabgeneigt,  also  stark  nach  unten  gekrümmt,  bei 
den  östlichen  Rassen  entweder  fingerförmig,  fast  gerade,  oder  erst  aufsteigend  und  dann  mit  leichter  Konkavität 


476 


CYNT  HI  A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


nach  unten  gebogen.  Rp  ähnlich  jenen  der  Gattung  Cethosia ,  mit  welchen  sie  zusammen  auf  der  wilden 
Passionsblume,  Modecca  palmata  Lam.  vorkommt  und  nachts  auf  Nahrung  ausgeht,  sich  tagsüber  von  der 
Futterpflanze  entfernend  oder  sich  einer  anderen  nähernd.  Sie  ist  gelblich  oder  grün  mit  schwarzem  Bauch 
und  Füssen,  Kopf  mit  zwei  schwarzen  gebogenen  fein  verzweigten  Spitzen,  die  Segmente  gleichfalls  mit  sechs 
Reihen  zierlicher  Dornen.  Pp  äusserst  grotesk,  braun  mit  grünen  und  silbernen  Punkten  und  zwei  lateralen 
Anhängseln,  welche  wie  Fledermausflügel  aussehen.  Puppenruhe  15  Tage.  Die  Arten  der  Gattung  sind  sehr 
individuenreich,  wenngleich  die  ??  einiger  Formen  ( celebensis ,  erota ,  battaka )  in  Sammlungen  sehr  selten  sind. 
Die  d'd'  lieben  es,  sich  auf  nassen  Stellen  namentlich  am  Ufer  von  Waldflüsschen  zusammenzusetzen  und  die 
Feuchtigkeit  aufzusaugen;  sie  sind  dann  nicht  scheu  und  kehren  selbst  verjagt  bald  wieder  zurück.  Sonst  trifft 
man  sie  am  Waldrande  in  kurzen,  stossweissen  Zügen  entlang  fliegend.  Die  ??  haben  einen  mehr  segelnden  Flug  und 
sie  werden  im  lichten  Walde  auf  Blumen  angetroffen.  Bewohner  der  Ebene,  gehen  sie  im  liimalaya  bis  zu 
2000  m  Höhe.  Wenngleich  sie  auch  in  der  Trockenzeit  Vorkommen,  bevorzugen  sie  doch  die  Monsunperiode 
und  auf  den  malayischen  Inseln  zählen  sie  nach  starkem  Regen  zu  den  dominierenden  Schmetterlingen,  wenn 
sie  in  Gesellschaft  von  Hebomoia  und  Parthenon  die  immergrüne  Landschaft  durcheilen.  Verbreitung  im  ganzen 
Kaiserreich  Indien  von  Sikkim  an  süd-  und  ostwärts,  in  Hinterindien,  Hainau,  den  Philippinen  und  im  Archipel 
von  den  Andamanen  bis  zu  den  Salomonen. 

C.  erota  die  kleinere  westliche  Art,  zerfällt  auf  dem  indischen  Festlande  und  dessen  Inseltrabanten 
bereits  in  eine  Reihe  von  so  erheblich  modificierten  Arealrassen,  dass  dieselben  als  vollwertige  Arten  aufge¬ 
fasst  wurden.  Mehr  als  bei  den  östlichen  Vikarianten  prägen  sich  bei  erota  die  Zeitformen  aus,  nicht  allein 
die  Färbung,  sondern  auch  den  Flügelschnitt  verändernd.  Die  Form  der  Monsunperiode  hat  lange  Schwänze 
der  Hflgl,  und  oberseits  markante  schwarze  Linien  und  Flecken.  Die  Unterseite  der  cd  cd  ist  in  drei  Farbenzonen 
zerlegt,  eine  rötliche  basale,  eine  dunkel  citrongelbe  der  Mitte  und  in  eine  purpurne  im  Submarginalgebiet,  die 
sich  bei  den  ??  in  gleicher  Reihenfolge  rötlich  oder  hellgelb,  dann  strohgelb  oder  weiss  und  im  Distalgebiet 
nur  schwach  purpurn  mit  darauffolgender  gelber  Aufstellung  wiederholen.  Das  ?  der  Regenzeit  trägt  eine 
scharf  abgesetzte  schmale  weisse  Medianbinde  aller  Flügel,  der  sich  eine  weissliche  submarginale  Kette  von 
Halbmondflecken  anschliesst  und  auf  den  Hflgln  ein  grünliches  oder  gelbgrünes  Analgebiet.  Basis  aller  Flügel 
dunkelgrün.  Bei  den  ??  der  regenlosen  Periode  erscheint  die  Basalregion  hellblau  oder  blaugrün,  die  gesamte 
Medianpartie  ist  von  einem  zusammenhängenden  nur  von  zierlichen  Wellenlinien  durchzogenen  weissen  Feld 
bedeckt  und  das  Randgebiet  der  Hflgl  goldgelb  überhaucht.  Unterseits  sind  die  cdcf  der  Trockenzeit  nur  in 
zwei  Felder,  ein  basales  rotes  und  ein  distales  ockergelbes  geteilt  und  die  ??  tragen  ein  blass  fleischfarbenes 
Basal-  nnd  ein  strohgelbes  Aussenfeid.  Die  Flügelcontur  ist  namentlich  beim  cd  abgerundet.  Hflgl  nur  mit 
erota.  winziger  Medianecke  statt  eines  langen  Schwanzanhanges.  —  erota  F.  (109  a),  von  der  wir  die  Regen¬ 
zeitform  darstellen,  kommt  von  Sikkim  an  bis  Tonkin  ziemlich  unverändert  vor.  ln  Tonkin  beobachtete 
ich  nur  die  Regenzeitform,  jedoch  fand  ich  die  Species  weder  in  Annatn  noch  in  Siam.  Pavie  fand  sie  in  Luang 
pura.  Prabang.  Die  Trockenzeitform  pura  Swinh.  (=  circe  Fawc.)  ist  erheblich  kleiner  und  sogar  das  ?  von  geringerer 
Grösse  als  erota  cd cd.  Das  ?  mit  nahezu  ungeflecktem  weissen  Mediangebiet  der  Vflgl  und  ohne  die  schwarze  cliscale 
Wellenlinie  der  cdcd.  Nach  Swinhoe  existieren  auch  ??  mit  völlig  gelb  verfärbter,  also  cd-ähnlicher  Oberseite 
auricoma.  (auricoma  form,  nov.)  und  in  meiner  Sammlung  befinden  sich  Exemplare  von  Intermediatformen,  alle  Abstufungen 
von  hellblauer  bis  zu  dunkelgrüner  Basis  und  rein  weissem  bis  zu  deutlich  schwarz  gewelltem  Medianfeld  der  Vflgl. 
Die  beiden  Geschlechtern  gemeinsamen  Ozellen  des  Hflgl  reduzieren  sich  bei  extremen  Stücken  der  fa. 
pura  zu  blossen  Punkten.  Bei  2?  der  Regenzeit  tritt  dagegen  in  seltenen  Fällen  ein  weiteres  Auge  zwischen 
triocellata.  der  hinteren  Radiale  und  der  vorderen  Mediana  der  Hflgl  auf:  triocellata  form.  nov.  —  Uncus  kräftig  mit  haken¬ 
förmiger,  schwach  gekrümmter  chitinisierter  Spitze,  Valve  basalwärts  mässig  verdickt,  nach  vorne  in  eine 
cylinderlörmige  stumpfe  Spitze  ausgezogen,  basal  (ventral)  etwas  konkav  vorspringend.  Valve  mit  einer  ge¬ 
krümmten  oberen  und  einem  muldenförmigen  mittleren  Vorsprung.  Scaphium  gewinkelt  mit  kurzer  feiner 
Spitze.  Rp  blass  olivengrün,  erheblich  dunkler  zwischen  den  Segmenten  mit  sechs  langen  Dornen  auf  jedem 
Segment.  Die  obersten  davon  weitaus  am  längsten,  alle  aber  mit  gelber  Basis.  Kopf  dunkelbraun  mit  zwei 
nach  hinten  gebogenen  Hörnern.  Pp  in  verschieden  braunen  Tönen  variierend.  Thorax  mit  deutlichem  Kiel 
und  zwei  flügelartigen  lateralen  Auswüchsen.  Rücken  mit  grünen  und  silbernen  Flecken.  In  Sikkim  vom 
Terai  bis  zu  6000  Fuss  Erhebung  fast  das  ganze  Jahr  fliegend.  Niceville  hat  erota  gezogen  aus  Rpn,  die  er 
mit  solchen  von  Cethosia  biblis  Dru.  nnd  C.  cyane  Dru.  zusammen  in  Anzahl  von  derselben  Passionsblumen¬ 
pflanze  abgenommen  hatte.  Exemplare,  welche  im  zeitigen  Frühjahr  den  Schmetterling  ergeben  und  aus  Rpn 
des  Spätherbstes  stammen,  sind  kleiner  und  die  ??  blasser  gefärbt  als  von  Generationen  aus  den  Sommer¬ 
monaten,  in  welchen  eine  Brut  auf  die  andere  folgt.  Nur  in  der  heissen  Ebene  des  Tieflandes  von  Indien, 
wto  der  Regenfall  spärlicher  ist,  tritt  eine  Unterbrechung  ein,  weil  dort  das  trockene  Wetter  gleich  dem  kalten 
Winter  nördlicher  Regionen  einwirkt  und  die  weitere  Entwicklung  der  Species  in  irgend  einem  Stadium  seiner 
Existenz  aufhält.  Wenn  aber  mit  dem  Herannahen  des  Monsuns  die  Regen  fallen,  erwacht  das  Falterleben 
von  neuem  und  frische  Bruten  entwickeln  sich  sehr  schnell.  Arten  mit  nur  einer  Generation  sind  dennoch 
sehr  selten  in  Indien  und  ihr  Vorkommen  resultiert  aus  dem  Factum,  dass  ihre  Rpn  nur  sehr  schwache 
Mandibeln  haben  und  nur  die  zartesten  Blätter  ihrer  Nahrungspflanze  verzehren  können.  Daher  erscheinen 


CYNTHIA.  Von  II.  Fruhstorfer. 


477 


die  Arten  mit  nur  einer  Generation  stets  früh  im  Jahre  (Februar,  März),  wenn  sich  bestimmte  Bäume  mit 
neuen  Blättern  bedecken.  Die  Schmetterlinge,  welche  überwinterten  Ppn  entstammen,  legen  ihre  Eier  an  die 
Knospen  junger  Zweige,  aus  welchen  die  Rpn  rasch  schlüpfen,  sich  leicht  an  den  saftigen  jungen  Blättern 
ernähren,  im  Laufe  eines  Monats  sich  zur  Pp  verwandehi,  um  dann  11  Monate  still  zu  liegen  bis  der  kommende 
Frühling  sie  als  Falter  auskriechen  sieht  und  so  ihr  Lebenskreis  vollendet  ist.  —  saloma  Xicer.  umschreibt  saloma. 
die  ausgezeichnete  Ortsform  des  südlichen  Indiens,  die  zu  asela  (109b)  überleitet,  aber  in  der  Regenzeitform 
etwas  schmalere  weisse  Mittelbinde  auf  dunkelgrünem  statt  blauem  Grunde  führt.  V  ausserdem  grösser  mit 
markanteren  schwarzen  Linien  als  asela-  und  erota-d,  jedoch  ohne  die  mediale  Wellenlinie  der  Vflgl.  Die 
Trockenzeitform  analog  pura,  aber  das  stattliche  weisse  Mittelfeld  distal,  leichthin  grünlich  überstäubt  und  die 
Basalpartie  aller  Figl  von  dunkel  zu  hellgrün  wechselnd,  also  nicht  blau  abgetönt  wie  bei  pura.  Rp  bleichgellt, 
dunkelbraun  marmoriert;  Kopf  schwarz  mit  V-förmigem  gelben  Zeichen.  Pp  abenteuerlich  geformt  mit 
zwei  Fledennausflügel-artigen  seitlichen  Fahnen  und  einem  gewinkelten  Aufsatz  am  Kopf.  Färbung  hell  oder 
dunkelbraun  mit  zwei  Reihen  von  subdorsalen  Silberpunkten  am  Thorax  und  drei  Paar  grünen  Flecken  auf 
den  Abdominalsegmenten.  Ziemlich  häufig  vom  Juli  ab  während  der  Regenzeit  im  Kanara  District  überall  da,  wo 
Waldreste  stehen.  Die  dd  mit  Vorliebe  auf  Anhöhen,  wo  sie  in  der  Sonne  spielen;  ?  im  Fliegen  durch  die 
Färbung  ähnlich  Parthenos  virens,  doch  weniger  rasch  dahinstürmend.  —  asela  Moore  (109b)  ist  die  wohl-  asela. 
differenzierte  Rasse  der  Insel  Ceylon,  wo  sie  streckenweise  nicht  selten  ist  und  sowohl  in  der  Ebene  wie  auf 
den  mässig  hohen  centralen  Bergen  vorkommt  und  dichtes  Dschungel  in  der  Nähe  von  Wasser  bewohnt,  d  etwa 
wie  dd  der  C.  erota  fa.  pura,  relativ  klein  mit  ausgebleichten,  aber  noch  kenntlichen  medianen  Halb¬ 
mondfiguren  der  Vflgl,  unterseits  weniger  bunt  als  saloma.  ¥  schön  blau  mit  braunen  Submarginalpartien  der 
Hflgl.  Unterseite  wie  bei  saloma,  d.  h.  mit  sehr  deutlichen  schwarzen  Längsstreifen  und  einem  weisslichen 
Mediangebiet.  Rp  bieichgelb,  unten  rötlich  braun  Segmente  braun  gestreift  mit  schwarzen  Spiralen  sowie  zwei 
dorsalen  und  zwei  lateralen  Dornen,  die  aus  einem  roten  Fleck  aufsteigen.  Pp  blass  rötlichbraun,  Kopfstück 
kurz  und  dick  mit  zwei  kurzen  Spitzen,  Thorax  aufgebogen.  Die  vorderen  Abdominalsegmente  flügelartig 
verbreitert,  die  Analsegmente  mit  zwei  langen  Fortsätzen.  —  pallida  Stgr.  gleicht  im  weiblichen  Geschlecht  pallida. 
noch  sehr  der  asela ,  doch  verbreitert  sich  das  weisse  Medianfeld  der  Vflgl  bis  zur  schwarzen  Submarginalbinde 
und  auf  den  Hflgln  geht  die  weisse  Mittelbinde  bis  zur  hinteren  Mediana,  so  dass  eine  Zeichnung  entsteht, 
wie  etwa  bei  C.  erota  fa.  pura  -  ?,  während  anderseits  bei  saloma  und  asela  die  Hflgl  ein  bereits  an  der 
hinteren  Radiale  abschliessendes,  mehr  oder  weniger  grünlich  überstäubtes  Bindenrudiment  führen.  Dem  Namen 
entsprechend  ist  jedoch  der  d  verfärbt,  der  ein  blassgelbliches  Grundcolorit  in  Verbindung  mit  verwaschener 
Schwarzzeichnung  aufweist.  Unterseite  des  d  sonst  wie  bei  pura-dd.  Andamanen,  anscheinend  nicht  häufig, 
weil  Moore  die  wohl  differenzierte  Inselrasse  nicht  abgebildet  hat  und  auch  über  ihr  Vorkommen  nichts  be¬ 
richtet.  —  hainana  Holl,  schliesst  sich  den  festländischen  Arealformen  an  und  wurde  nach  einem  d  der  hainana. 
Trockenzeitform  beschrieben.  Das  ¥  ist  noch  unbekannt  und  auch  mir  liegt  nur  ein  d  vor,  unzweifelhaft  ein  Pro¬ 
dukt  der  regenlosen  Periode,  der  Hollaxd’s  Angaben  in  jeder  Richtung  bestätigt.  Conturen  etwas  mehr  ab¬ 
gerundet,  Oberseite  schön  fahl  rotbraun  mit  eigentümlicher  weisser  Beschuppung  der  Apiealregion  der  Vflgl 
und  des  analen  Distalsaumes  der  Hflgl.  Mediane  Schwarz  Zeichnung  fehlt  wie  bei  den  extremsten  erota  fa. 
pura-dd  und  die  übrigen  Longitudinallinien  sind  äusserst  zart.  Unterseite  rötlich  mit  sehr  grossem  weissem 
Apicalpunkt  der  Vflgl  und  recht  schwachen  Längsbinden.  —  Mit  erotella  Btlr.  beginnt  die  ziemlich  gleich-  erotella. 
artige  Serie  der  makromalayischen  Arealrassen,  von  denen  jede  wiederum  in  eine  Form  der  Ebene  und  eine 
alpine  Abzweigung  zerfällt,  d  kleiner  als  C.  erota- dd,  etwas  mehr  rötlich  und  der  Apicalteil  ausgedehnt, 
schwärzlich  bestäubt.  Unterseite  mit  markanteren  rotbraunen  Längsbinden,  von  welchen  die  submarginale 
Wellenlinie  besonders  auffällt.  ?  sehr  ähnlich  dem  $  der  Regenzeitform  von  erota,  aber  etwas  kleiner.  Flügel- 
contur  rundlicher,  Schwanzspitze  dünner.  Der  ockerfarbene  Postdiscalsaum  der  Hflgl  distal  schärfer  abgegrenzt, 
nicht  in  das  grünliche  Randgebiet  übertretend.  Die  weisse  Medianbinde  schmäler  und  compacter,  nicht  wie 
bei  erota  durch  die  Adern  zerteilt.  Unterseite  fahler,  ohne  scharfe  Linien.  —  Als  cantori  Dist.  ist  ein  V  cantori. 
beschrieben,  welches  vermutlich  die  Bergform  bezeichnet.  Jedenfalls  liegen  mir  aus  Perak  ??  vor,  die  bestimmt 
zu  der  alpinen  Rasse  gehören  und  von  Distants  Fig.  2  auf  Tafel  10  der  „RhopaloceraMalayana“,  welche  das  normale  ? 
der  Ebene  darstellen,  differieren  durch  eine  dreiteilige  weisse  Discalbinde  der  Vflgl,  eine  doppelt  so  breite 
weisse  Binde  der  Hflgl  und  eine  hellgelbe,  anstatt  braune  Submarginalzone.  Die  braunen  Binden  der  Flügel¬ 
unterseite  sind  scharf  hervortretend  und  die  innere  Submarginalbinde  ist  geradlinig,  verläuft  also  nicht  ge¬ 
winkelt.  Zu  dieser  ¥-Form  dürfte  wohl  cantori  als  d  gehören.  Von  fa.  montana  aus  Borneo  differiert 
cantori-%  durch  die  breiteren,  weissen  Binden  aller  Figl  und  die  heller  gelbe  Submarginalzone  der  Hflgl. 

Malayische  Halbinsel.  —  natunensis  Frühst.  (108  e).  Die  erota-Rasse  der  Natuna-Inseln,  ist  kleiner  als  erotella  natunensis. 
Btlr.  und  dajakorum  Frühst.  Die  Exemplare  sehen  der  fa.  cantori  Dist.  sehr  ähnlich;  die  schwarze  Discalbinde, 

namentlich  auf  den  Hflgln,  aber  viel  kräftiger  angelegt,  desgleichen  die  postdiscale  Binde,  die  aus  fünf 

scharfzackigen  Flecken  besteht  und  bis  zum  2.  Medianaste  reicht,  viel  deutlicher  ausgeprägt.  Die  innere 
schwarze  Submarginalbinde  der  Hflgl  steht  weiter  vom  Aussenrand  ab.  Die  Ocellen  sind  sehr  viel  grösser 
als  bei  cantori  und  erotella.  Auf  der  Unterseite  markiert  sich  die  Discalbinde  gleichfalls  schärfer  und  auch  die 
Submarginalbinde  verbreitert  sich  im  Analwinkel  der  Vflgl.  Die  Ocellen  der  Hflgl  sind  grösser  und  deutlicher 

weiss  und  schwarz  gekernt.  Natuna.  —  dajakorum  Frühst.  Die  ¥¥  aus  dem  Flachland  von  Borneo  differieren  dajakorum. 


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CYNTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


von  dem  erotella-%,  wie  es  Distant  abbildet  und  von  einem  ?  in  meiner  Sammlung  durch  die  kleinere  Gestalt 
und  die  geringere  Ausdehnung  der  weissen  Discalbinde.  Die  Färbung  der  Htlgl  ist  heller  und  die  Unterseite 
viel  bleicher  als  bei  den  Malakka-Stücken.  Die  cPcP  zeigen  einen  lichteren  Apex  der  Vflgl  und  sind  grösser 
als  Malakka- Stücke;  auch  ist  die  Unterseite  nicht  so  intensiv  rotbraun  gestreift,  sondern  mehr  verwaschen  ge¬ 
zeichnet.  Verglichen  mit  dem  ?  von  erotoides  Nicev.  erscheint  die  weisse  Discalbinde  aller  Figl  sehr  viel 
montana.  schmäler  und  die  Ozellen  kleiner.  Flachland  von  Nord-  und  Süd-Borneo.  —  montana  Frühst,  ist  auf  ??  der 
Bergform  vom  Kina-Balu  basiert.  Das  weisse  Medianfeld  der  Vflgl  ist  wie  bei  erota-¥$  getrennt  und  verliert 
sich  bei  einigen  Exemplaren  nach  dem  Costalrand  zu,  wo  es  dann  grünlich  überstäubt  ist.  Flügelbasis  dunkler 
grün  als  bei  dajakorum  von  der  Ebene  und  cantori -??  von  Perak;  Unterseite  sehr  bunt,  schön  und  prominent 
rotbraun  gestreift  mit  weissem  distal  zwar  etwas  mehr  als  bei  cantori -??,  aber  weniger  scharf  als  bei  javana 
forma  gedeana  Frühst,  abgesondertem  Mittelfeld.  cP  cP  gleichen  im  allgemeinen  C.  erotella  Btlr.  und  fa. 
cantori-NN ;  sie  sind  kleiner  als  dajakorum- cPcP  und  etwas  deutlicher  rotbraun  liniiert.  Kina-Balu,  Mount  Mulu. 
erotoides.  erotoides  Nicev.  bezeichnet  eine  nur  unbedeutend  von  erotella  differenzierte  Ortsrasse  des  Flachlandes  von 
Sumatra;  cP  überhaupt  durch  kein  constantes  Merkmal  von  erotella  zu  trennen  und  das  ?  vielleicht  durch 
unmerklich  breitere  weisse  Mittelbinde.  Wenn  ich  den  Namen  hier  aufrecht  halte,  so  geschieht  es,  weil  in 
Sumatra  eine  Bergforin  vorkommt,  die  viel  entschiedener  ausgeprägt  ist  als  cantori  von  Perak  und  montana 
von  Borneo;  doch  zeigen  die  Klammerorgane  selbst  mit  C.  erota  verglichen,  von  einer  kaum  merklichen  basalen 
battaka.  Verdickung  abgesehen,  keinerlei  Differenzen.  Es  ist  dies  battaka  Mart.,  welcher  ursprünglich  Speziesrechte 
zugesprochen  wurden,  wozu  ja  auch  die  eigentümlich  verkürzte  Flügelform  der  cPcP  verleiten  kann.  Oberseite 
der  cPcP  zudem  längs  dem  Distalsaum  breiter  schwarz  bestäubt  und  unterseits  mit  durch  auffallend  kräftige 
Medianlinie  in  eine  rote  Basal-  und  eine  gelbliche  Distalhälfte  geschieden.  ?  unterseits  ohne  weisses  Mittel¬ 
feld  wie  die  ??  von  C.  erotella  und  erotoides,  sondern  verwaschen  ockergelb  mit  etwas  lichterer,  rötlicher 
Basalhälfte  als  die  cPcP.  Oberseite  mit  einem  viel  breiteren  schön  gelben  Medianfeld,  welches  auf  den  Vflgln 
bis  zur  schwarzen  Submarginallinie  ausgedehnt  ist  und  auf  den  Hflgln  in  den  gelblichbraunen  Distalsaum 
übergeht.  Nach  Hagen  ist  erotoides  ein  nicht  gerade  häufiger  Falter,  der  gewöhnlich  in  reissend  schnellem 
Fluge  dahinsegelt  und  nur  selten  in  den  Morgenstunden  Blüten  von  Lantana  besucht.  In  der  Mittaghitze  aber 
sitzen  die  cP  cP  ziemlich  fest  und  regelmässig  an  feuchten  Pfützen  der  Wege  und  Gräben  und  lassen  sich  dann 
mit  Bequemlichkeit  fangen.  Auf  10  — 15  cP  cP  kann  man  ein  ?  rechnen,  battaka  dagegen  bewohnt  ausschliesslich 
die  Hochebene  und  liegt  mir  auch  aus  dem  Padang’schen  Bovenlanden  vor.  Deren  ??  sind  aber  seltener  oder 
schwieriger  zu  erlangen  und  Hagen  rechnet  eines  auf  30  Männer,  ein  viel  zu  hoher  Prozentsatz,  denn  ich 
empfing  auf  viele  hundert  cP  cP  nur  das  eine  oben  beschriebene  gelbe  ?.  —  Noch  interessanter  als  auf  Sumatra 
gestaltet  sich  die  Modificationsfähigkeit  der  Species  auf  Java,  wo  ausser  der  alpinen  Form  noch  zwei 
javana.  Arealrassen  auftreten,  eine  westliche  und  östliche,  von  welchen  sich  javana  Frühst.,  die  Abzweigung  des  regen¬ 
reichen  Westens,  eng  an  erotoides  anschliesst,  jedoch  das  typisch  javanische  aufgehellte  Colorit  aufweisend. 
Die  cPcP  erscheinen  demnach  bleicher  rotbraun  mit  etwas  weniger  markanten  Schwarzzeichnungen,  sind 
aber  unterseits  nicht  so  bunt,  sondern  prächtiger  und  gleichmässiger  rot.  Das  ?  ist  ohne  weiteres  zu  unter¬ 
scheiden  durch  gelblichgrüne  Basis  und  hell  orangegelbes  Bandgebiet  namentlich  der  Hflgl.  Litorale  von  West- 
Java,  besonders  häufig  in  der  Bai  von  Palabuan  an  der  Südküste  der  Insel  im  regenreichen  Monat  Januar, 

gedeana.  wo  sich  stets  ganze  Kolonien  an  Pfützen  und  den  Ufern  der  Waldbäche  ansammeln.  —  gedeana  Frühst., 

eine  Bergform,  welche  durch  die  vorherrschend  gelbliche  Grundfärbung,  auch  im  Basalteil  der  Vflgl  von  den 
dunkleren,  alpinen  ??  des  übrigen  makromalayischen  Gebietes  abweicht.  Durch  die  dreiteilige,  weisse  Vflglbinde 
ähnelt  sie  merkwürdigerweise  mehr  der  ?-Form  cantori  Dist.  von  Malakka  als  battaka  Mart.  Das  gedeana  -?  hat 
auf  der  Unterseite  aller  Figl  die  am  reinsten  weissen  und  zugleich  am  intensivsten  rotbraunen  Binden.  Die 
Stücke  sind  durchwegs  kleiner  als  die  alpinen  ??  von  Borneo  und  Malakka  ;  auch  bei  ihnen  und  ihren  cPcP  ver¬ 
läuft  die  innere  Submarginalbinde  der  Vflgl  scharf  geradlinig.  Die  cPcP  kommen  durch  die  breiten  Hflgl  und  die 
stumpfen  Anallappen  am  nächsten  battaka  Mart.,  sie  sind  aber  kleiner  als  diese  und  im  Apicalteil  nicht  so 

vama.  ausgedehnt  dunkelbraun  bereift,  —  varna  subsp.  nor.  zeigt  nahezu  völlig  verloschene  Schwarzzeichnung  der 

Oberseite  und  eine  heller  rote,  gleichfalls  schwächer  1  iniierte  Unterseite,  als  westjavanische  Exemplare.  $  bereits 
an  das  austrosundana-%  (108  e)  gemahnend,  oberseits  etwa  wie  die  cPcP  von  C.  erota  der  Begenzeit  gefärbt. 
Alle  Figl  licht  ockergelb  nur  mit  schwärzlichen  Schatten  im  Randgebiet.  Medianbinde  erheblich  ausgedehnter 
als  bei  austrosundana,  nicht  deutlich  aus  der  gelblichen  Umgebung  heraustretend.  Zweifelsohne  ein  Produkt 
der  Trockenzeit,  aber  bereits  den  Uebergang  zu  den  Formen  des  mikromalayischen  Gebiets  dokumentierend. 
Ost-Java  bis  600  m  Höhe.  Vermutlich  ähnlich  auch  auf  Bali  vorkommend,  von  woher  C.  erota  bisher  nicht 
orahilia.  in  der  Literatur  registriert  wurde.  —  orahilia  Kheil  (108  e),  cP  von  erotoides  abweichend  durch  das  Fehlender 
schwarzen  Submarginallinie  und  die  Randbestäubung  der  Vflgl.  Unterseits  durch  das  verwaschene  Colorit  an 
javana  Frühst,  gemahnend.  ?  äusserst  characteristisch  durch  das  von  prominenten  schwarzen  Wellenbinden 
unterbrochene  weisse  Mittelfeld  der  Vflgl  und  die  namentlich  im  Vergleich  mit  anderen  makromalayischen  ?? 
äusserst  schmale  Medianbinde  der  Hflgl,  wodurch  eine  Annäherung  an  austrosundana  hergestellt  wird.  Insel 
kohana.  Nias.  —  kohana  Frühst.  Bei  dieser  Lokalrasse  finden  wir  eine  Verdunkelung  der  Oberseite  vereinigt  mit 
bemerkenswerter  Aufhellung  der  Flglunterseite.  kohana,  eine  kleine  Inselform  mit  ungewöhnlich  langen  und 
spitzen  Schwänzen,  steht  nächst  orahilia  Kheil  von  Nias,  von  der  sie  durch  die  wie  bei  natunensis  angelegte 


GYNTHJA.  Von  II.  Fruhstorfer. 


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vermehrte  mediane  Schwarzzeichnung  der  Vflgl-Oberseite  leicht  zu  unterscheiden  ist.  Die  Hflgl  weisen  unter- 
seits  eine  scharf  abgesetzte,  weisslich  violette,  mattglänzende  Distalregion  auf,  die  an  austrosundana  Frühst,  von 
den  kleinen  Sunda-Inseln  erinnert.  Type  1  cd  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln.  Von  den  Mentawej-Inseln  ist  eine 
Cynthia  nicht  bekannt  geworden  und  auf  Engano  fehlt  die  Gattung  vollständig.  —  austrosundana  Frühst.  (108  e) 
ursprünglich  aus  Lombok  beschrieben,  aber  neuerdings  auch  auf  Bawean  und  Kangean  entdeckt,  geht  östlich 
bis  Kalao  ohne  auf  diesen  Inseln  irgendwie  erheblich  abzuweichen.  Klammerorgane  von  der  westlicheren  C. 
erota  differenziert  durch  den  nach  unten  gekrümmten  obersten  Valvenansatz  und  die  zierlichere  mittlere  Spitze 
der  Harpe.  Valve  ventral  etwas  mehr  ausgebogen  als  bei  erota.  cd  bleibt  in  der  Grösse  hinter  makromalay- 
ischen  Exemplaren  zurück  und  variiert  etwas  in  der  geringeren  oder  prononcierten  Entwicklung  der  Sehwarz- 
fleckung  der  Oberseite,  von  welcher  unsere  Figur  das  melanotische  Extrem  darstellt,  während  Vcf  aus  der 
Uebergangsperiode  von  der  nassen  zur  trockenen  Zeit  nur  noch  geringe  Beste  der  Längsbinden  aufweisen. 
Unterseite  etwa  wie  bei  der  ostjavanischen  varna,  jedoch  nicht  so  intensiv  rot,  dagegen  fast  immer  mit  deut¬ 
lich  abgesetztem  mattglänzendem  violettem  Distalgebiet  der  Hflgl.  Das  ?  ist  in  der  Regel  grösser  als  das  cd 
und  bleiben  die  stattlicheren  Exemplare  nur  wenig  hinter  javanischen  ??  zurück.  Wie  bei  den  westlicheren 
Vikarianten  treten  zwei  Hauptfärbungstypen  auf,  cd-ähnliche  mit  gelber  Mittelbinde  (108  e)  und  solche,  welche 
die  Zeichnung  und  das  Colorit  von  C.  erota  copieren  resp.  wiederholen.  —  albotaeniata  form.  nov.  (109  b)  mit 
rein  weissem  Medianfeld.  Dazwischen  existieren  aber  alle  Uebergänge  und  man  kann  sagen,  dass  ebenso  be¬ 
ständig  wie  die  eded  sind,  die  ?$  zum  variieren  neigen  und  kein  Stück  dem  anderen  gleicht.  Die  Gesamt¬ 
färbung  wechselt  von  hell  ockergelb  zu  moosgrün,  in  allen  Abstufungen  und  die  Längsbinde  kann  nur  auf  den 
Vllgln  sich  gelblich  verfärben  und  auf  den  Hflgln  weiss  bleiben  oder  beide  Figl  in  derselben  Farbe  durchlaufen. 
In  der  Regel  erscheint  das  Medianfeld  deutlich  abgesetzt;  es  existieren  aber  auch  ??  mit  oberseits  durchaus 
cd -ähnlicher  verwaschener  Zeichnung  und  Bänderung.  — -  virilis  form.  nov.  Häufig  auf  Bawean  vom  .Juli  bis 
September  und  dort  eine  jener  Formen,  welche  die  Zugehörigkeit  der  Fauna  dieser  Insel  zum  mikromalayischen 
Gebiet  dokumentieren.  Kangean,  Lombok,  von  der  Ebene  bis  zu  ca.  2000  Fuss  einer  der  häufigsten  Falter  auf 
mit  blühenden  Sträuchern  durchsetzten  Lichtungen  und  am  Waldrande.  Kalao,  Bonerate,  Flugzeit  Dezember.  - 
divica  subsp.  nov.  von  Sumbawa  übertrifft  die  Lombok-Rasse  an  Grösse  und  die  schwarzen  submarginalen  Wellen¬ 
linien  der  Vflgl  sind  etwas  kräftiger  angelegt.  Die  Unterseite  der  cd  cd  ist  bunter,  schärfer  liniiert  und 
die  Hflgl  zeigen  eine  nahezu  rein  weisse,  aber  nur  bis  zur  hinteren  Radiale  ausgedehnte  Mittelbinde  und  ein 
blauviolettes  Randgebiet  und  dürften  der  Regenzeitform  angehören.  Vom  ?  scheint  die  fahle  cd-ähnliche  Form 
virilis  nicht  selten  zu  sein  und  das  109  b  abgebildete,  von  Weiss  durchzogene,  ?  entstammt  derselben  Insel. 
Exemplare  von  Sumba  differieren  von  divica  durch  die  verwaschene  Zeichnung  der  Oberseite  und  die  monotone, 
nicht  scharf  liniierte  und  bunt  bemalte  Unterseite.  Sie  dürften  der  regenarmen  Periode  angehören.  Das  ? 
fehlt  mir,  so  dass  ich  über  die  Möglichkeit  der  wahrscheinlich  berechtigten  subspecifischen  Trennung  nicht 
urteilen  kann.  Nach  Doherty  selten  auf  Sumba,  wo  er  nur  ein  cd  erbeutete.  —  alorensis  Pagenst.  ist  eine 
interessante  Form,  cd  grösser  als  divica  -  cd,  aber  satter  rot  ockergelb;  Vflgl  mit  noch  mehr  als  bei  Sumba- eded 
erloschener  Schwarzzeichnung.  Vom  ?  liegt  mir  nur  1  Exemplar  der  virilis-Yovm  vor,  das  unterseits  von 
divica -??  separiert  werden  kann  durch  eine  mehr  dunkelgelbe  statt  weissliche  Längsbinde.  Insel  Alor.  — -  meduca 
subsp.  nov.  gleicht  oberseits  der  sumbawanisehen  divica  Frühst,  was  Zeichnung  angeht,  hat  aber  die  fahle  rot¬ 
gelbe  Färbung  mit  der  Sumba-Rasse  gemeinsam,  sich  unterseits  in  der  bunten  Ausstattung  wiederum  an  divica 
anlehnend.  Das  ?  ist  sehr  stattlich  von  einer  eigentümlich  gelblich  moosgrünen  Färbung  mit  scharf  heraus¬ 
tretender  weisser  Mittelbinde,  die  distalen  Halbmondflecke  zwar  ausgedehnter  als  bei  divicia,  aber  mehr  ver¬ 
schwommen  erscheinend.  Hflgl  mit  lebhaft  rötlichgelbem  Anflug  und  hellgelbrot  umringelten  Ocellen.  Flores, 
von  Maumerie  und  Larentuka  in  meiner  Sammlung,  durch  Kühn  und  Jacobsen  dort  gesammelt.  bagrada 
subsp.  nov.  ist  eine  mehr  der  Bawean-Rasse  genäherte  habituell  kleine  Inselform  mit  sehr  deutlicher  Schwarz- 
fleckung  und  satter  rotbraunem  Colorit  als  die  übrigen  Vikarianten  des  mikromalayischen  Gebiets.  Unterseite 
weniger  ausgedehnt  violett  überhaucht  und  ohne  sehr  deutlich  hervortretende  und  etwas  verwaschene  Median¬ 
binde.  Insel  Wetter  und  Timor  (Dili),  Mai  1892  von  W.  Doherty  gesammelt,  cd  cf  sehr  häufig,  ??  aber  an¬ 
scheinend  seltener  als  auf  den  Inseln  der  Lombok-Sumbawa  Gruppe,  mir  nicht  zugänglich  geworden.  Kisser. 
Babber.  —  eyenia  Nicev.  übertrifft  an  Grösse  sowie  der  dunklen  Färbung  der  cf1  cf  und  die  erheblich  verbreiterte 
Schwarzzeichnung  bei  beiden  Geschlechtern  alle  mikromalayischen  Verwandten.  $  mit  dunkler  braungelber 
leichthin  grünlich  überhauchter  Basalregion,  breiter  beiderseits  scharf  abgegrenzter  dunkelgelber  Mittelbinde. 
Unterseite  der  cf  cf  mehr  ausgebleicht  als  jene  von  bagrada  und  divica,  weniger  bunt.  ?  mit  auffallend  an¬ 
sehnlicher  weisslicher  Medianzone  und  schöner  gelb  ausgefärbter  Basalregion  als  bei  austrosundana.  Key- 
Inseln.  —  ricussa  subsp.  nov.  bleibt  in  der  Grösse  hinter  eyenia  zurück.  :  mit  prominenteren  submarginalen 
Halbmondflecken  der  Vflgl  und  dunklerer,  distal  intensiver  violett  überhauchter  Unterseite  aller  Figl.  ?  ober¬ 
seits  lichter  gelb  als  eyenia -?,  unterseits  weniger  deutlich  liniiert.  Insel  Goram.  —  kabiana  subsp.  nov.  gleicht 
im  allgemeinen  der  austrosundana  Frühst.,  wie  sie  noch  auf  Kalao  vorkommt,  differiert  aber  von  dieser  durch 
die  kleinere  Gestalt  und  die  infolgedessen  etwas  verschmälerte  weisse  Mittelbinde  aller  Figl.  Insel  Kabia. 
(Holländisch:  Hagediseiland  =  Eidechseninsel).  —  salayara  subsp.  nov.  bildet  die  letzte  mit  austrosundana  ver¬ 
wandte  Form,  die  bereits  nordwärts  in  die  celebische  Subregion  eindringt.  Sie  steht  der  kabiana  sehr  nahe, 
ist  nur  habituell  grösser,  gleicht  sogar  etwas  der  alorensis  Pagenst.  führt  aber  dennoch  schmälere  weisse  Längs- 


austrosun- 

dana. 


albotaeniata. 


virilis. 


divica. 


alorensis. 


meduca. 


bagrada. 


eyenia. 


ricussa. 

kabiana. 

salayara. 


480 


C  Y  N  T  H 1 A.  Von  H.  F ruhstorfer. 


binden  des  ?,  als  das  ?  der  viel  kleineren  kabiana.  Insel  Salayer,  Type  gleich  jener  der  vorigen  Inselrasse  in 
celebensis.  der  Sammlung  Staudinger  des  Berliner  Zoologischen  Museums.  —  Mit  celebensis  Bttr.  beginnt  eine  Reihe  von 
Formen,  welche  sich  dem  makromalayischen  Typus  nähern.  Das  Original  der  celebischen  Form  stammte  aus  der 
Minahassa  und  mir  liegen  Exemplare  aus  Toli-Toli  vor,  Flugzeit  November-Dezember.  Die  cfcf  variieren  in 
der  Grösse  und  manche  Exemplare  nehmen,  verglichen  mit  javanischen  und  mikromalayischen  Exemplaren, 
riesige  Dimensionen  an.  Auch  scheint  es,  dass  sowohl  die  Jahreszeit  wie  auch  der  Flugort  im  Gebirge  der 
Minahassa  sich  im  Colorit  bemerklich  macht;  die  Form  der  Ebene  zeigt  oberseits  eine  gleichmässige  rötlich¬ 
gelbe  Färbung  und  keinerlei  submarginale  Bänderung,  cd cd  aus  höheren  Lagen  führen  dnnkle,  fast  braune  Basal¬ 
und  Distalregion  aller  Figl,  von  der  sich  eine  wohlumgrenzte  hellere  mehr  gelbe  Medianzone  abhebt  und 
markante  Wellenbinden  und  schwärzliche  Schatten  zwischen  den  Rippen  der  Vflgl  vorhanden  sind;  Exemplare 
des  Litorale  und  jene  aus  Süd-Celebes  sind  unterseits  gleichartig  fahlgelb,  die  Bergform  dagegen  zeigt  eine  nahezu 
weisse  Medianbänderung  und  prächtig  violett  überhauchtes  Randgebiet  aller  Figl.  ??  liegen  mir  nur  aus  dem 
Norden  der  Insel  von  Tondano  und  Toli-Toli  vor,  welch  letztere  ich  selbst  im  November-Dezember  sammelte.  Sie 
gleichen  am  meisten  dem  ?  von  meduca  Frühst,  aus  Flores  und  dajakorum  Frühst. -?  aus  Nord-Borneo  und 
zeigen  ein  mattes  Oliven-  oder  Braungrün  der  Oberseite  mit  nur  geringem  gelblichem  Hauch  auf  den  Hflgln. 
Mittelbinde  weiss,  mässig  breit,  distal  stark  gewellt.  Ozellen  der  Hllgl  sehr  gross,  schön  orangerot  gefüllt. 
Unterseite  grau  mit  reinweissem  Medianfeld,  rotbrauner  Mittel-  und  hellbraunen  Submarginallinien.  Randgebiet 
satellitica.  aller  Figl  weisslich  und  nur  zart  purpurn  bereift.  —  satellitica  Frühst.  (109  b)  nach  einem  ?,  differiert  von 
celebensis  Btlr.  durch  erheblich  verschmälerte  weisse  Längsbinden  des  ?,  welche  in  ihrer  gesamten  Ausdehnung 
distal  von  einer  rötlich  ockergelben  bandartigen  Zone  begleitet  werden.  Unterseite  etwa  wie  celebensis -? 
doch  wiederholt  sich,  wenn  auch  nicht  so  ausgesprochen,  der  gelbliche  Anflug  des  Distalgebiets,  wodurch  auch  der 
für  celebensis  charakteristische  zarte  weisse  und  purpurne  Hauch  verdrängt  wird.  Type  in  der  Sammlung 
Fruhstorfer  aus  Peling.  Ein  ?  von  der  östlichen,  aber  sonst  parallel  mit  Peling  gelegenen  Insel  Bangkai  in 
der  Collection  Staudinger  zeichnet  sich,  gleichwie  satellitica,  durch  intensiven  ockerbraunen  Anflug  der  Sub¬ 
marginalregion  der  Flgl-Oberseite  aus,  doch  ist  bei  dem  Bangkai-?  auch  noch  die  weisse  Mittelbinde  und  die 
Unterseite  erheblich  verdunkelt.  cfcf  aus  Bangkai  in  der  Sammlung  Rüber  in  Dresden  sind  kleiner  als 
Celebes-d'd',  markanter  schwarz  punktiert  und  unterseits  noch  intensiver  violett  als  cf  cf  der  Sula-Inseln. 
dioneia.  Letztere  bezeichnete  Staudinger  i.  1.  als  dioneia  subsp.  nov.,  ein  Name,  der  auf  die  bisher  unbeschriebene 
Subspecies  übertragen  wird,  cf  kleiner  als  celebensis- cfcf,  aber  dennoch  kräftiger  schwarz  gefleckt  und  insbe¬ 
sondere  durch  eine  complette  Reihe  von  markanten  schwarzen  Submarginalpunkten  der  Vflgl  charakterisiert. 
Unterseite  dunkler  mit  ziemlich  ausgedehnter  und  peripherisch  intensiv  rötlich  begrenzter  Medianbinde,  welche 
vom  Costalsaum  bis  zum  Analwinkel  in  ziemlich  gleichbleibender  Breite  durchzieht.  Sula.-Mangoli,  Oktober 
palawanica.  November  von  W.  Doherty  gesammelt,  aber  nur  cfcf  in  meiner  Sammlung.  -  palawanica  Frühst,  leitet  von 
den  Formen  der  celebischen  Subregion  zu  jenen  der  Philippinen  über,  cf  fahl  gelbrot  mit  verloschener 
Schwarzzeichnung,  aber  dennoch  deutlicher  submarginaler  Wellenbinde  der  Vflgl-Oberseite ;  ?  sehr  apart  ge¬ 
färbt,  mit  braungrünem  Gesamtcolorit  und  auf  den  Vflgln  hellgelblicher,  den  Hflgln  nach  hinten  rötlich  ver¬ 
dunkelter  Mittelbinde  Ozellen  sehr  gross,  in  einer  rotbraun  überhauchten  Submarginalzone  stehend.  Unter¬ 
seite  des  cf  etwa  jenen  von  C.  erota  fa.  pura  Swinh.  nahe  kommend,  mit  hellorangefarbenem  Basalgebiet.  ? 
dort  auffallend  durch  licht  canarien gelbes  Colorit  Flugzeit  Januar.  Beschrieben  nach  zwei  von  Doherty  ge- 
basania.  sammelten  Pärchen  meiner  Sammlung.  —  basania  subsp.  nov.  Eine  melanotische  Satellitinselrasse  mit  sehr 
deutlichen  schwarzen  Längsbinden  der  Vflgl;  ?  von  allen  Formen  der  Philippinen  am  dunkelsten,  Vflgl  grün¬ 
braun  mit  auffallend  schmaler  weisser  Medianzone,  die  von  einer  zweiten  sehr  dünnen,  aber  completten 
Parallelbinde  begleitet  wird.  Hügl  mit  nur  kurzem  weissem  Mittelfeld  Type  in  der  Sammlung  Sejiper  des 
Iadia.  Senkenbergischen  Museums  in  Frankfurt  a.  M.,  von  den  Jolo-Inseln.  —  ladia  subsp.  nov.  schliesst  sich  an  die 
vorige  Unterart  an  und  vermittelt  entsprechend  der  geographischen  Lage  den  Uebergang  der  Borneo-Form  zu 
zu  jener  der  Philippinen.  Kleiner  als  dajakorum  Frühst,  von  Nord-Borneo  und  ohne  die  schwärzliche  Rand¬ 
bestäubung  der  Oberseite  aller  Figl,  differiert  sie  besonders  unterseits  durch  das  mehr  gleichartige,  aber  sehr 
lebhafte  helle  Colorit,  das  eine  getreue  Wiederholung  der  Färbung  von  palawanica  Frühst,  darstellt;  Insel 
Ralabac.  Auf  den  Philippinen  selbst  lassen  sich  zwei  Haupttypen  unterscheiden:  jene  des  Südens  und  die 
dejone.  bekannteren  des  Nordens.  —  dejone  Er.,  von  Luzon  beschrieben,  hat  fahle  cfcf,  welche  im  allgemeinen  jenen 
von  palawanica  gleichen.  Die  schwarze  Zeichnung  ist  namentlich  bei  Luzon-Exemplaren  auf  den  Vflgln  ent¬ 
schieden  im  Abnehmen.  Die  Unterseite  gleicht  jener  von  palawanica,  ist  aber  weniger  lebhaft,  nicht  so  schön 
gelb  und  im  Aussengebiet  kaum  merklich  violett  überhaucht.  ?  oberseits  etwa  dem  ?  von  C.  erota  javana 
Frühst,  nahekommend,  doch  ist  das  weisse  Medianfeld  namentlich  auf  den  Hflgln  etwas  schmäler,  distal  mehr 
zerteilt  und  auf  den  Vflgln  nur  von  einer  Parallelreihe  von  weissen  Halbmonden  umgeben,  während  ?  von 
javana  und  jene  von  dajakorum  form,  montana  deren  drei  aufeinanderfolgende  Serien  aufweisen.  Submarginal¬ 
gebiet  der  Hügl  etwas  lebhafter  rötlich  ockergelb  aufgehellt,  sonst  analog  jenem  von  C.  erota  celebensis  Btlr. 
Basalpartie  der  Unterseite  graugelb,  Mittelbinde  weisslich  mit  cremefarbenem  Rande.  Distalregion  gelblich, 
äusserst  zart  fleischfarben  beschattet.  Die  5  cm.  lange  Rp  lebt  auf  Luzon  auf  Baibus  baquero,  sie  ist  grau 
mit  hellbraunem  Kopf  und  braunen  Füssen.  Der  mit  zwei  schwarzen  langen  Dornen  versehene  Kopf  hat  eine 
dreieckige  gelbe  Zeichnung  (also  etwa  wie  erota  saloma  Swinh.),  darunter  die  Fresswerkzeuge  schwarz  und 


Ausgegeben  18.  ITT.  1.912. 


CYNTHIA.  Von  H.  Fruhstorfkr. 


481 


zwei  schwarze  Punkte  an  der  Seite.  Die  über  den  Stigmen  stehenden  Dornen  sind  braun  mit  gelber  Spitze, 
die  unterhalb  derselben  gelb.  Am  letzten  Segment  zwei  nach  hinten  gerichtete  Zacken.  Puppe  mit  fächer¬ 
artigen  Auswüchsen  wie  sie  abgeschwächt  auch  bei  den  Cethosia  vorhanden  sind.  Puppenrnhe  bei  Manila 
9  Tage.  Flugzeit  nach  Semper  während  des  ganzen  Jahres,  vorwiegend  vom  Dezember  bis  Februar,  dann 
vom  Mai  bis  Oktober.  Nord-Philippinen.  —  kschattryia  subsp.  nov.  wird  hier  die  Piasse  der  Insel  ßazilan  kschattryia. 
bezeichnet,  weil  sie  den  Charakter  der  süd-philippinischen  erota  am  vollkommendsten  zum  Ausdruck  bringt 
durch  das  mehr  gerötete  Grundcolorit  der  Oberseite  der  cPcP  mit  ihren  markanten  Submarginalmakeln  der 
Vflgl,  der  lebhaft  roten  Basalhälfte  und  der  reich  purpurn  schimmernden  Distalpartie  der  Unterseite.  Die  mir 
von  Mindanao  vorliegenden  cPcP  sind  abgesehen  von  etwas  weniger  deutlichen  Schwarz  Zeichnungen  damit 
identisch.  Ein  interessantes  2  dazu  besitzt  Semper  aus  Camiguin  de  Mindanao,  das  ein  viel  schmäleres  weisses 
Mittelfeld  der  Oberseite  zeigt  als  dejone  Er.  von  Vigan  und  Polillo.  Vflgl  leicht,  Hflgl  völlig  ockergelb 
überhaucht.  Die  Medianbinde  erscheint  aber  dennoch  breiter  als  bei  der  oben  beschriebenen  C.  erota  basania 
Frühst,  von  den  Jolo-Inseln. 

C.  obiensis  Rothsch.  (109  a  cP?)  differiert  beim  cP  durch  die  nahezu  zeichnungslose  Apicalpartie  der  obiensis. 
Vflgl  und  die  so  prominente,  schräg  und  nicht  steil  gestellte  schwarze  Medianbinde  beider  Figl  von 
allen  bekannten  Formen.  Das  2  ragt  hervor  durch  das  rein  weisse  costalwärts  verbreiterte  Mittelfeld  der  Vflgl, 
an  dessen  Stelle  ein  prächtig  rot  orangefarbenes  Gebiet  auf  den  Hflgln  tritt,  das  zwei  grosse  schwarze  distal 
blaugekernte  Ozellen  umschliesst.  Unterseite  der  cPcP  basalwärts  feurig  rot,  nach  aussen  bei  einigen  Exem¬ 
plaren  in  ein  dunkles  Purpurviolett  übergehend.  Die  Medianbinde  der  Oberseite  wiederholt  sich  weniger 
prägnant  und  hat  eine  blaue  Abtönung.  ?  mit  nach  aussen  weniger  scharf  abgegrenztem  weissem  Gebiet  der 
Vflgl,  breiter  rotbrauner  Binde  auf  gelbbraunem  Grunde  der  Hflgl.  Uncus  etwas  kürzer,  basal  mehr  verdickt 
als  bei  erota  und  austrosundana;  Harpe  jedoch  der  von  austrosundana  genähert  in  der  Art  der  leicht  nach  unten 
gebogenen  oberen  Spitze.  Valve  im  allgemeinen  etwas  breiter  als  bei  arsinoe.  Heimat  die  Insel  Obi:  von 
W.  Doherty  entdeckt  und  mir  in  mässiger  Anzahl  durch  Waterstradt  zugesandt.  7  cP cP  2  22  in  meiner  Sammlung. 

C.  arsinoe  entfernt  sich  von  den  Formen  der  erota- Gruppe  durch  die  grösseren  Ozellen  der  Hflgl  und 
die  stark  zerrissene  oder  im  Zickzack  verlaufende  Medianbinde  der  Vflgl  der  cP cP;  das  bunter  gefärbte  2  und 
die  auf  noch  kürzere  Distanzen  bereits  erheblich  potenzierte  geographische  Variabilität.  Es  scheint  jedoch, 
dass  alle  um  erota  vikariierenden  Rassen  dem  Horod imorphismus  gar  nicht  unterworfen  sind.  Anatomisch 
kann  arsinoe  von  erota  abgesondert  werden  durch  die  genau  horizontale  obere  Valvenspitze,  dass  in  einen 
längeren  griffeiförmigen  Zapfen  ausgezogene  distale  Ende  des  Scaphiums  und  die  basal  mehr  verdickte  Valve,  welche 
einen  mehr  eonischen  als  cylindrischen  Umriss  zeigt.  Verbreitung  von  den  Molukken  bis  zu  den  Salomons- 
inseln.  —  arsinoe  Cr.  (109c),  die  Namenstype,  bewohnt  Amboina  und  die  Uliasser.  Die  cPcP  zählen  zu  den  arsinoe. 
charakteristischen  Molukkenfaltern,  welche  in  keiner  Sendung  von  dort  fehlen,  die  ??  sind  aber  selten, 
etwas  kleiner  als  das  cP  von  buruensis  (109  c),  etwas  fahler,  mit  einer  completten  Reihe  von  schwarzen  Sub¬ 
marginalpunkten,  geradliniger  Subterminal-  und  fehlender  Submarginalbinde.  Unterseite  des  cP  ziemlich  gleich- 
mässig  hellrotgelb,  im  Distalgebiet  ausgedehnt,  aber  matt  violett  bewölkt.  2  ??  der  Collection  Fruhstorfer 
unten  vorherrschend  hell  kaffeebraun  mit  rotbraunen  Längsbinden  und  weisslichen  Submarginalpartien,  in 
welcher  sich  die  Binden  der  Oberseite  durch  verblasste  Schemen  wiederholen.  —  ardea  subsp.  nov.  differiert  ardea. 
im  männlichen  Geschlecht  nur  durch  die  etwas  lichter  gelbe  Oberseite  aller  Figl  und  unterseits  durch  den 
lebhafter  violetten  Anflug  des  Distalgebiets  der  Hflgl;  2  jedoch  leicht  kenntlich  an  cremegelben  Componenten 
des  dreiteiligen  Medianfeldes  der  Vflgl  und  heller  grüne  Submarginalzone  der  Hflgl.  Unterseite  bleicher  als  bei 
arsinoe ,  das  Randgebiet  der  Figl  vorherrschend  gelblich  ohne  die  weissen  Einlagen  der  Amboina-  und  Saparua- 
Exemplare.  Ceram.  —  buruana  Frühst.  (109  c  in  buruensis  verdruckt)  ist  bedeutend  grösser,  spitzflügeliger  buruana. 
und  langgeschwänzter  als  typische  arsinoe  von  Ceram  und  Amboina,  und  auch  grösser  als  dorokusuna  Frühst ., 
welch  letzterer  sie  auf  der  Unterseite  gleicht.  Oberseits  sind  sie  aber  sowohl  von  arsinoe  als  von  Halmaheira- 
Exemplaren  leicht  zu  unterscheiden  durch  eine  den  ganzen  Vflgl  durchziehende  discale  Binde  von  breiten 
schwarzen  Mondfleckchen,  welche  in  der  Mitte  steht,  zwischen  der  gezackten  Cellular-  und  Submarginalbinde. 
Beschreibung  nach  3  cP  cP,  von  Mt.  Mada,  Buru,  im  September  1898  gesammelt,  2  noch  unbekannt.  —  figalea  figalea. 
Frühst.  (109  b  als  figalia),  die  arsinoe-Yovm  der  Insel  Obi  hat  sich  ganz  erheblich  differenziert,  sowohl  von 
dorokusuna  Frühst,  von  den  Nord-Molukken  als  auch  arsinoe  Cr.  der  Süd-Molukken.  Die  Figl  sind  rundlicher: 
die  Hflgl-Schwänzchen  viel  kürzer  und  stumpfer.  Die  Submarginalbinden  der  Vflgl  stark  reduziert,  bei  manchen 
Stücken  überhaupt  kaum  noch  zu  erkennen,  dafür  zeigen  sich  die  schwarzen  Submarginalpunkte  bei  einigen 
Exemplaren  kräftiger  entwickelt,  als  bei  dorokosuna.  Die  Hflgl  charakterisieren  sich  durch  kleine  schwarze  Ozellen, 
von  denen  die  vordere  manchmal  keine  gelbe  Peripherie  trägt.  Die  submarginalen  Flecken  der  Hflgl  sind 
nicht  zusammenhängend  wie  bei  dorokusuna ,  sondern  bilden  freistehende  Halbmonde,  von  denen  auch  die 
mittleren  und  analen  Flecken  viel  breiter  angelegt  erscheinen  als  bei  arsinoe.  Auffallend  ist  des  weiteren  die 
sehr  scharf  markierte,  schwarze  Discalbinde  der  Vflgl.  Auch  die  cellularen  Bändchen  werden  deutlicher  als 
bei  den  übrigen  Mol uk ken-a j sin o e.  Die  schwarze  Discalbinde  der  Hflgl  ist  analwärts  nicht  so  eingebogen,  wie 
bei  arsinoe  Cr.,  sondern  verläuft  geradlinig.  Die  Unterseite  der  Figl  zeichnet  sich  durch  eine  scharf  abge. 

IX  '  61 


482 


CYNTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


setzte,  rotbraune  Basalregion  aus,  welche  bei  dorokusuna  hell  gelbbraun  ist.  Die  cellularen  Makeln  sind 
schmäler,  aber  intensiver  schwarz  umrandet.  Die  Aussenhälite  der  Vflgl  ist  bleicher  gelblich,  und  auf  den 
Hflgln  macht  sich  eine  blass  rotbraune  Postdiscalzone  bemerklich,  und  die  Ozellen  sind  viel  kleiner,  aber 
kräftiger  weiss  gekernt  als  bei  dorokusuna.  Die  rotbraune  Discalbinde  aller  Figl  verläuft  geradliniger  als  bei 
arsinoe.  Ob  figalea  sich  als  eine  Abberration  oder  eine  Höhenform  von  obiensis  Rotsch.  herausstellt  oder  ob 
sie  einer  eigenen  Species  angehört,  lässt  sich  erst  entscheiden,  wenn  ??  davon  bekannt  werden,  figalea  ver¬ 
hält  sich  vielleicht  zu  obiensis  wie  battaka  Mart,  von  den  Bergen  Sumatras  zu  erotoides  Nicev.  vom  Flach¬ 
land  Sumatras  oder  die  Tieflandform  von  Java  zur  forma  gedeana  Frühst,  von  den  Hoch  Vulkanen  und  dajaknrum 
Frühst,  von  der  Ebene  Borneos  zur  forma  montana  Frühst,  vom  Kina-Balu-Gebirge.  Heimat  der  figalea  die 
Insel  Obi.  Während  die  Valve  von  C.  obiensis  Rothsch.  sich  mehr  jener  von  austrosundana  nähert,  schliesst 
sich  die  Harpe  von  figalea  eng  an  arsinoe  an  und  differiert  von  dieser  nur  durch  die  etwas  rundlichere  distale 
dorokusuna.  Partie  der  Hauptlamelle.  —  dorokusuna  Frühst,  bleibt  in  der  Grösse  hinter  buruana  zurück  und  entfernt  sich  von 
ihr  und  arsinoe  durch  namentlich  auch  unterseits  prägnantere  schwarze  Medianbinden  aller  Figl.  Unterseite  der 
HfLgl  in  der  Submedianregion  ausgedehnter  braun  beschattet,  der  violette  Anflug  aber  mehr  begrenzt  und 
namentlich  zwischen  den  beiden  feinen  parallelen  Submarginallinien  als  weissliche  Füllung  hervortretend.  ? 
mir  unbekannt,  cf -Type  am  British  Museum,  die  Form  jetzt  auch  durch  8  Exemplare  in  meiner  Sammlung 
vertreten,  cf  aus  Halmaheira  sind  entschieden  ärmer  an  Schwarzfleckung  der  Oberseite  und  wenn  sich  die 
??  von  Batjan-??  absondern  lassen,  was  sehr  wahrscheinlich  ist,  muss  ein  neuer  Name  für  die  Halmaheira-Rasse 
eingeführt  werden.  Die  Bezeichnung  dorokusuna  wurde  gewählt  in  der  Annahme,  dass  alle  Inseln  an  der  Doro- 
adina.  kusa -Strasse,  Ternate  mit  eingeschlossen,  dieselbe  geographische  Form  beheimaten.  —  adina  Frühst,  wird  ge¬ 
kennzeichnet  durch  einen  besonders  breiten  und  tiefschwarzen  pelueheartigen  Aussensaum  der  Vflgl  —  ein 
echt  melanotischer  Satellitinsel-Charakter,  der  kontrastiert  mit  einer  Reduktion  der  submarginalen  und  medianen 
Schwarzfleckung  namentlich  der  Hflgl.  Die  Hflglunterseite  ist  reicher  violett  und  rotbraun  angeflogen  und  die 
meforica.  Ozellen  sind  bedeutend  kleiner  als  bei  den  übrigen  arsinoe- Rassen.  Insel  Waigiu.  —  meforica  Frühst.  1  ? 

von  der  Insel  Mefor  oder  Mafor  differiert  von  solchen  der  Hauptinsel  von  Neu- Guinea  durch  das  an  ada  Btlr. 
von  Australien  erinnernde  reiche  Weiss  der  Vflgl;  meforica  trägt  jedoch  schmälere  und  energischer  gekrümmte 
weisse  Halbmonde  der  Medianbinde.  Die  weissen  Costalflecken  der  Hflgl-Oberseite  sind  viel  schmäler  als  selbst 
bei  rebeli ,  die  Hflglozellen  bedeutend  grösser.  Die  schwarze  Submarginalbinde  der  Hflgl  ist  mehr  als  doppelt 
so  breit  als  bei  rebeli.  Der  Apex  der  Vflgl  lang  ausgezogen,  während  rebeli  und  ada  eine  rundliche  Flgl- 
form  aufweisen.  Basalregion  der  Unterseite  aller  Figl  grünlich-braun  statt  rotbraun  wie  bei  den  Formen 
rebeli.  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea.  —  rebeli  Frühst.  (109d  cf,  109  c  ?)  war  früher  mit  ada  von  Australien  ver¬ 
einigt:  ich  konnte  aber  folgende  Differenzen  ada  gegenüber  feststellen:  Das  Gesamt-Colorit  von  rebeli  ist 
entsprechend  dem  allgemeinen  Charakter  der  Inselrassen  verdunkelt,  was  besonders  für  die  Apical-  und  Marginal¬ 
partie  der  Vflgl  gilt.  Die  weisse  Medianbinde  der  rebeli-V  fl  gl  namentlich  costalwärts  stark  reduziert,  ebenso 
die  weissen  intermedianen  Helmflecke,  welche  die  6  grossen  rundlichen,  schwarzen  Submarginalflecken  nach 
innen  begrenzen.  Die  bei  ada  Btlr  vorhandenen,  äusseren  und  grossen  weissen  Makeln  zwischen  den  Median¬ 
adern  fehlen  entweder  völlig  oder  sind  kaum  mehr  zu  erkennen.  Die  schwarzen  Submarginal-Helmflecke  der 
Hflgl-Oberseite  prominenter,  dagegen  erscheinen  die  zwei  weissen  Costalmakeln  reduziert,  Ozellen  von  rebeli 
grösser.  Deutsch-Neu-Guinea,  Friedrich-Wilhelmshafen,  Dorey,  Kapaur,  Hattam,  Hol län disch-N eu-Gui n ea.  Nach 
Hagen  häufig  auf  Kaiser-Wilhelmsland  in  beiden  Geschlechtern,  vom  Oktober  bis  April,  dann  wieder  Juni. 
Exemplare  von  Finschhafen  meiner  Sammlung  leiten  bereits  über  zu  polgkaste  Frühst.  ( 1 09  c\  cf  grösser  als 
solche  aus  der  Astrolabe-Bai ;  mit  besonders  nach  vorne  verdunkeltem  weisslichen  Medianfeld  der  Vflgl,  und  die 
Hflgl-Oberseite  fahlbraun  ohne  den  mehr  an  ada  von  Australien  gemahnenden  lebhaften  rötlich  ockerfarbenen 
Anflug.  Vermutlich  sind  mit  der  Form  aus  Finschhafen  und  Simbang,  welch  letztere  auch  Hagen  bereits  auf¬ 
fiel,  Exemplare  aus  British  Neu-Guinea  identisch.  Mir  liegen  von  dort  aber  nur  cfcf  aus  der  Milne-Bai  vor. 
Die  Rp  hat  Wahnes  in  Finschhafen  und  der  Astrolabe-Bai  aufgefunden,  doch  immer  nur  einzeln.  Nach  der 
Abbildung  von  Pubbe  (Iris  1897)  ist  sie  schwarz  mit  weisslichen  Punkten  übersät.  Ihre  gebogenen  Doruen 
sind  mit  kleinen  Stacheln  unregelmässig  besetzt.  Die  Stigmen  liegen  io  weissen  Flecken,  weiss  sind  auch  der 
Einschnitt  hinter  dem  Kopf  und  eine  Linie  an  der  Afterklappe.  Ppe  lebhaft  in  der  Bewegung,  eintönig  grau- 
ada.  braun  mit  mehreren  Goldflecken.  —  ada  Btlr.,  cf  oben  hell  ockergelb  mit  weniger  ausgeprägten  schwarzen 
modifizierten  Schuppen  am  Terminalsaum  aller  Figl  wie  die  rein  papuanischen  Vikarianten,  unten  lichter  rot- 
gelb  und  intensiver  hellviolett  schimmernd;  ?  mit  sehr  breitem,  rein  weissem  Mittelfeld.  Hflgl  prächtig  hell¬ 
ockergelb  mit  analen  rötlichen  Flecken.  Unterseite  mit  hellpurpurner  Basalregion,  Medianbinde  distal  weisslich 
ausfliessend,  die  gesamte  äussere  Figlpartie  verwaschen,  ohne  die  dunklen  Schatten  der  papuanischen  Rassen. 
pisidike.  Queensland,  vom  Mackenzie-River  bis  zum  Cap  York.  —  pisidike  Frühst.  Die  cfcf  sind  etwas  grösser  und 
unterseits  heller  als  rebeli  Frühst. -FF  von  Neu-Guinea,  der  Terminalsaum  aller  Figl  ist  schmäler  und  lichter 
schwarz,  cf  Vflgl  58 — 62.  ?  65  mm,  von  rebeli  ?  60  —  62  mm.  Das  ?  unterscheidet  sich  von  rebeli -?  durch 
die  obsoleteren  schwarzen  Zeichnungen  der  Flgl-Oberseite,  welche  bei  pisidike  schon  hellbraun  werden.  Dafür 
sind  aber  alle  weissen  Binden  ausgedehnter  und  entwickelter.  Die  schwarzen  Ozellen  der  Hflgl  kleiner,  aber 
breiter  gelb  umrahmt.  Kopf,  Thorax  und  Abdomen  heller,  was  auch  für  die  gelbliche  Grundfarbe  im 
allgemeinen  gilt.  Die  Unterseite  aller  Figl  viel  bleicher,  die  rotbraunen  Flecken  und  Binden  sind  stark  verblasst, 


CYNTHIA.  Von  II.  Fruhstorfer. 


483 


dafür  hat  auch  hier  namentlich  die  mediane  weisse  Binde  an  Umfang  zugenommen.  Fergusson.  d’Entrecasleaux- 
Inseln.  -  polykaste  Frühst.  (109c).  Wie  ich  schon  mehrmals  erwähnen  konnte,  besitzen  die,  den  d’Entreeasteaux-  polykaste. 
Inseln  benachbarten  Eilande  der  Trobriand-Gruppe  eine  stark  differenzierte  Lepidopterenfauna.  So  haben  sieh 
z.  B.  die  Hypolimnas  und  Cethosia  auf  beiden  Inselgruppen  zu  recht  charakteristischen  Lokalrassen  ausgeoildet 
und  dasselbe  gilt  nun  auch  für  die  Cynthia,  welche  im  Papua-Gebiet  ohnedies  eine  ganz  besondere  Neigung 
zur  Rassenbildung  dokumentieren.  Wie  dies  nach  der  geographischen  Lage  ganz  erklärlich  ist,  hat  sich  die 
Cynthia  von  den  Trobriand-Inseln  schon  mehr  von  dem  Typ  der  Haupt-Insel  Neu-Guinea  entfernt  als  pisidike 
von  dem  nähergelegenen  Fergusson.  polykaste  hat  weitaus  die  dunkelsten  ??  von  allen  bisher  bekannten 
«rsmoc-Rassen.  Bei  ihnen  ist  z.  B.  die  Submarginalbinde  der  Vflgl  schon  gelblich-grau  geworden  und  die 
Medianbinde  setzt  sich  aus  viel  schmäleren  gleichfalls  schön  gelb  beschuppten  Helmflecken  zusammen.  Auf 
den  Hflgln  sind  die  costalen  Flecken  gelbgrau  anstatt  weiss.  Alle  Figl  ziemlich  gleichmässig  grünlich- 

braun,  während  bei  pisidike  die  Vflgl  graubraun,  die  Hflgl  licht  rotgelb  gefärbt  sind;  die  schwarzen  Sub¬ 
medianbinden  von  polykaste  sind  dunkler  als  bei  pisidike.  Die  Unterseite  kommt  auffallenderweise  durch  die 
lebhafter  rotbraune  und  weisse,  sowie  gelbe  Zeichnung  ada  von  Neu-Guinea  wieder  näher,  nur  sind  die  weissen 
Binden  noch  schmäler  und  sehr  viel  enger  als  bei  pisidike.  Auch  die  c fcf  differieren  in  augenfälliger  Weise 
von  ada-  und  pisidike-d'd'  durch  die  kräftiger  angelegten  schwarzen  Submarginalflecken  und  die  farbenreichere 
Unterseite.  Die  gelblichen  Medianflecken  aller  Figl  sind  unbedeutender  als  bei  den  verwandten  Formen, 
cd  Vflgl  länge  45  mm,  ¥  56  mm.  Kiriwina,  Trobriand-Inseln.  —  Auf  der  Woodlark-lnsel  kommt  eine  der  poly¬ 
kaste  benachbarte  Form  vor,  welche  Montrouzier  1857  bereits  sammelte,  die  mir  aber  nicht  vorliegt,  jedoch 
von  Butler  (Proc.  Zoolog.  Soc.  1874  p.  284)  von  dort  erwähnt  wird.  Von  den  Arealrassen  des  Bismarck¬ 
archipels  schliessen  sich  einige  eng  an  papuanische  Typen  an,  andere  nähern  sich  mehr  den  Formen  der 
Salomonen,  welch  letztere  z.  T.  den  Eindruck  distincter  Species  hervorrufen,  auch  von  rebe/i  verschiedene 
Jugendstadien  haben,  aber  in  der  Zeichnung  einen  Rückschlag  zu  den  Rassen  der  Süd-Molukken  bilden.  — 
lemina  Ribbe  (=  melena  Frühst.)  aus  Neu-Mecklenburg  zeigt  im  männlichen  Geschlecht  grössere  schwarze  lemina. 
submarginale  Halbmonde  der  Hflgl-Oberseite.  Das  ?  ist  oberseits  nur  durch  die  reiner  weisse  nach  vorne 
mehr  verbreiterte  Mittelbinde  der  Vflgl  von  rebeli  aus  Finschhafen  und  der  Astrolabe-Bai  zu  separieren.  Die 
Hflgl  haben  fast  dasselbe  fahlgelbbraune  Colorit  als  rebeli -¥¥  aus  Finschhafen  und  weichen  von  diesen  nur  ab 
durch  eine  weisse  Füllung  der  Submarginalregion,  die  bis  zur  vorderen  Mediana  hinzieht,  bei  rebeli  aber  fehlt. 

Unterseite  bunter  als  bei  rebeli-%  mit  hellerer  Basalregion  aller  Figl.  —  insularis  Godm.  u.  Sa/r.  umschreibt  insularis. 
eine  distincte  Abweichung  vom  papuanischen  Typ.  cf  relativ  klein  und  unterseits  jenem  von  polykaste  ähnlich  ; 

¥  Basis  der  Vflgl  olivengrün  mit  unmerklichem  roten  Anflug,  jene  der  Hflgl  aber  prächtig  rostrot  überhaucht. 

Das  weisse  Mittelfeld  der  Vflgl  schmal,  proximal  von  einer  scharf  schwarz  abgegrenzten  Kappenbinde  begleitet. 

Hflgl  der  ganzen  Länge  nach  von  einer  weissen  Sub marginalbinde  durchzogen,  welche  die  grünlichgelb  ge¬ 
kernten  Ozellen  umschliesst  und  sehr  jener  von  sapor  der  Salomonen  gleicht.  Unterseite  durch  eine  rotbraune 
Mittellinie  in  eine  zart  fleischfarbene  Basal-  und  eine  nahezu  reinweisse  Distalzone  geschieden.  Von  Xeu- 
Pommern  in  meiner  Sammlung ;  von  ihren  Autoren  aus  Neu-Lauenburg  beschrieben.  catenes  Godm.  u.  Salv  ist  der  catenes. 
arsinoe  ähnlich  und  ebenso  gefärbt,  aber  kleiner.  Unten  ist  die  innere  Submarginallinie  viel  schärfer,  auf  den 
Hflgln  ist  die  Querlinie  durch  die  Zelle  aussen  hell  gelbrot  gerandet,  die  ganzen  Hflgl  sind  lila  übergossen. 
Salomonen.  St.  Anna  Inseln.  Der  Bezirk  dieser  Cynthia  ist  von  dem  der  arsinoe  durch  C.  sapor  getrennt,  die 
verschiedene  dazwischenliegende  Inseln  bewohnt  und  durch  C.  clodia  von  den  Ulawa-Inseln.  —  Sapor  ist  bei  weitem 
die  am  schärfsten  von  allen  übrigen  Cynthien  geschiedene  Form  und  es  ist  merkwürdig,  dass  sie  die  Zwischen¬ 
eilande  zwischen  Neu-Guinea  und  den  Salomonen  einnimmt,  während  die  beiden  Cynthia- Formen  von  letzteren 
der  echten  arsinoe  sehr  nahe  sind.  —  clodia  Godm.  u.  Salv.  Gleichfalls  der  arsinoe  verwandt,  die  Hflgl  mit  clodia. 
stark  verbreiterter  innerer  Submarginallinie,  der  Raum  zwischen  den  Ozellen  nahezu  braun;  unterseits  die 
innere  Submarginale  schärfer.  Salomonen.  Ulana-Inseln.  —  Das  cf  zeigt  genügenden  Unterschied  für  eine 
Separierung:  steht  der  catenes  am  nächsten,  ist  aber  grösser  und  entbehrt  auf  der  Unterseite  der  Lila-Tönung, 
welche  die  andern  Formen  zeigen.  Die  innere  der  beiden  Submarginallinien  ist  breiter  und  schärfer,  sowohl 
oben  als  unten.  Beide  Rassen  mir  in  natura  unbekannt,  weshalb  die  Originaldiagnose  hier  wiederholt  wurde. 

C.  sapor  Godm.  u.  Salv.  ist  durch  gewisse  ?¥-Formen  einiger  Inselrassen  mit  den  papuanischen  arsinoe-  sapor. 
Abzweigungen  verbunden,  die  von  Ribbe  aufgefundenen  (Iris  1895  t.  3f  1.  2.  abgebildeten)  Jugendsladien  sind 
aber  so  von  C.  arsinoe  rebeli  Frühst,  aus  Neu-Guinea  differenziert,  dass  sapor  hier  als  Art  geführt  wird.  Der 
bei  den  papuanischen  arsmoe-Spaltrassen  breit  mit  glänzenden  modifizierten  Schuppen  bedeckte  Terminalrand 
führt  nur  noch  einen  ganz  schmalen  Saum  von  Androkonien  und  die  Hflgl  entfernen  sich  von  allen  bekannten 
Cynthia  durch  ein  rein  weisses  subanales  Intramediangebiet  der  Oberseite,  das  auch  noch  in  die  Füllung 
zwischen  den  beiden  submarginalen  Wellenlinien  übergeht.  ¥  je  nach  der  Inselheimat  oberseits  entweder  von 
braunschwarzer  oder  mehr  oder  weniger  hell  olivengrüner  Gesamtfärbung  und  seine  Vflgl  können  von  weissen 
oder  grünlich  gelben  Reihen  von  Halbmondflecken  durchzogen  sein.  Die  auf  Gebüsch  gesellig  lebende  Rp  er¬ 
innert  durch  ihre  lebhaften  Bewegungen  etwas  an  europäische  Vanessa- Raupen.  Sie  ist  schwarz  mit  gelben 
Rückenstreifen  und  roten  Beinen  und  hat  sechs  Reihen  von  fein  verästelten  Dornen.  Von  diesen  sind  4  Reihen 
rot  mit  schwarzen  Spitzen,  während  die  laterale  Reihe  gelb  mit  schwarzen  Spitzen  versehen  ist.  Pp  wie  immer 


484 


CIRROCHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


äusserst  grotesk,  entweder  gelbbraun  oder  grün,  gleichfalls  sehr  beweglich,  sich  bei  jeder  Rerührung  ganz 
obscura.  energisch  durch  Schnellen  mit  dem  Leibe  wehrend.  —  obscura  Ribbe  ist  die  Form  der  Shortlands-Inseln  der 
nördlichen  Salomonen,  cd  etwas  grösser  als  das  ?  von  sapor  und  unterseits  mit  ausgedehnter  rötlich  umsäumter 
weisser  Medianbinde  der  Hflgl,  ?  mit  olivengrüner  Grundfarbe,  die  im  Rasalteil  der  Hflgl  in  rotbraun  übergeht. 
Vflgl  mit  vier  Reihen  gelblichgrüner  Median-  und  Sub marginalflecken.  Hflgl  mit  zwei  grossen  schwarzen 
Augen,  welche  in  einem  graugrünen  nach  innen  leichthin  schwarz  umränderten  Gebiete  stehen.  Unterseite 
mit  hell  gelbgrauen  leichthin  grünlich  schimmernden  Feldern,  die  von  einer  weisslichen  Median-  und  Sub¬ 
marginalbinde  zerschnitten  werden,  cd  kleiner  als  jenes  von  obscura ,  unterseits  mit  weniger  rot  überhauchter 
Mittelbinde.  ?  etwa  vandykbraun  mit  nur  drei  Reihen  rein  weisser  Median  mondflecken  der  Vflgl  und  scharf 
abgesetztem  milchweissen  Medianfeld.  Unterseite  mit  hell  rotbrauner  Rasalzone  und  weissem  Distalgebiet  aller 
Figl,  welch  letzteres  von  schön  rotbraunen  Linien  durchzogen  und  mit  ebensolchen  Schatten  überwölkt  ist. 
mesima.  —  mesima  subsp.  nov.  nähert  sich  wieder  mehr  der  obscura.  Es  befindet  sich  nur  ein  ?  in  meiner  Sammlung, 
das  von  obscura-%  sofort  zu  differenzieren  ist  durch  vier  nahezu  rein  weisse,  statt  gelblichgrüne  Reihen  von 
Halbmonden  der  Vflgl.  Das  lichtgrüne  Medianfeld  der  Hflgl  ohne  schwarzgraue  Schatten,  nach  innen  noch  eine 
Serie  von  vier  zu  einer  schiefergrauen  intramedianen  Kappenbinde  vereinigten  Fleckchen  tragend.  Unterseite 
wie  bei  obscura,  nur  mit  schmaler  Mittelbinde.  Guadalcanar,  Flugzeit  April. 

11.  Gattung:  Cirrocliroa  Dbl. 

Cirrochroa  ist  ganz  nahe  mit  Cynthia  verwandt ;  man  erkennt  sie  aber  sofort  an  den  zarten,  nur  schwach 
am  Ende  verdickten  Fhlrn,  welche  keine  deutlich  abgesetzte  Kolbe  haben.  Weitere  Charaktere  liegen  in 
den  stark  aufgeblasenen  Palpen,  deren  Endglied  sehr  fein  und  spitz  ist,  den  nackten  Augen  und  der  einfachen 
hinter  dem  Ursprung  der  Subcostale  abgezweigten  Präcostalader,  welche  schwach  nach  aussen  umgebogen  ist. 
Im  Geäder  ist  Cirrochroa  nicht  wesentlich  von  Cynthia  verschieden  und  hierdurch  unterscheidet  sie  sich 
scharf  von  Cupha ,  der  einzigen  Argynniden-Gattung,  welche  noch  kolbenlose  Fhlr  besitzt.  Die  Zelle  der 
Vflgl  ist  durch  eine  feine  hintere  Discocellulare  geschlossen,  welche  vor  der  Ursprungsstelle  des  2.  Medianastes 
mündet  und  nicht  vor  deren  Abzweigung  wie  bei  Cynthia.  Zelle  der  Hflgl  offen,  doch  besitzen  die  cdcd  gleich 
den  Cynthia  eine  Hautfalle,  welche  einen  Zellschluss  vortäuscht.  Die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  ist  gerade, 
proximal  nicht  konkav,  die  beiden  ersten  Subcostaläste  sind  mehr  separiert,  basalwärts  nicht  so  zusammen¬ 
gedrängt  wie  bei  Cynthia.  Rei  den  cfcf  einiger  Arten  zeigt  sich  ein  scharfer  tiefschwarzer  oder  blauer 
Schuppenbelag  der  äusseren  Aderhälfte,  besonders  deutlich  bei  C.  bajadeta,  C.  semiramis  Fldr.  und  C.  regina 
Wall. ,  während  er  bei  C.  aoris  etc.  nur  gering  entwickelt  ist.  Klammerorgane,  kenntlich  an  abnorm  grossen, 
schalenartigen  flachen  Valven,  mit  einem  eigentümlichen  hakenartigen  Aufsatz,  der  bei  den  einzelnen  Species 
verschieden  und  distal  in  einen  stumpfen  oder  spitzen  Winkel  gekrümmt  ist.  Geographischen  Einflüssen  sind 
die  Cirrochroa  weniger  unterworfen,  als  die  Cynthia  und  sie  verändern  sich  wenigstens  auf  dem  Continent 
nicht  so  erheblich;  dagegen  siod  sie  klimatischen  Einwirkungen  gegenüber  gleichfalls  recht  empfindlich  und 
der  Dimorphismus  der  Geschlechter  ist  bei  einigen  Arten  auffallend.  Die  ??  sind  polychrom  und  wie  bei  den 
Cynthia  existieren  männliche  und  damit  contrastierende  Färbungsrichtungen;  Fehlfärbungen  werden  ähnlich 
wie  bei  Arggnnis  häufig  beobachtet,  auch  Zwitterbildung  ist  bekannt.  Rp  auf  Hydnocarpus  wightiana,  ohne  Kopf¬ 
hörner.  Die  einzelnen  Segmente  ähnlich  den  Atella- Rpn  mit  zwei  dorsalen  und  zwei  lateralen  Reihen  schwarzer 
Dornen.  Pp  in  horizontaler  Richtung  am  Schwänze  aufgehängt,  mit  deutlichen  dorsalen  Tuberkeln  und  zwei 
etwas  längeren  Thoracalfortsätzen.  Kopf  gespalten.  Die  individuenreichen  Arten  der  Gattung  zählen  zu  den 
gemeinsten  Schmetterlingen  des  indischen  Gebiets,  nur  die  östlichen  insularen  Species  sind  ziemlich  selten. 
Hauptsächlich  Rewohner  der  Ebene,  steigen  einige  bis  etwa  2000  m  Gebirgshöhe.  Zum  Teil  lebhaft  und 
schnell  fliegende  Tiere,  die  im  sonnigen  .Jungwald  ihren  Lieblingsaufenthalt  haben,  sich  auch  um  Pfützen  an¬ 
sammeln  und  oft  scharenweise  unter  Papilioniden  und  Pieriden  angetroffen  werden.  Sie  besuchen  gerne 
Lantana-Rlüten  und  setzen  sich  entweder  mit  geschlossenen  Schwingen  oder  indem  sie  mit  halbausgebreiteten 
Flgln  wippen.  Hauptverbreitungscentrum  Makromalayana,  anf  dem  Continent  nur  bis  Sikkim  vorgedrungen, 
nordwärts  bisher  nicht  über  Hainan  hinaus  angetroffen,  in  Mikromalayana  bereits  auf  Rali  fehlend,  aber  auf 
Celebes,  den  Nord-Molukken  und  Neu-Guinea  durch  eine  prächtige  Gollectivspecies  vertreten.  Zwei  Arten¬ 
gruppen  a.  Ducapa  Moore  mit  drei  radialen  Duftstreifen  der  Vflgl  und  einem  subcostalen  der  Hflgl  und  b.  Cirro¬ 
chroa  Dbl.  ohne  Sexualstreifen,  aber  bei  den  cdcd  mit  schwarzen  Schuppen  überdeckten  Adern  aller  Figl. 

Artengruppe  Ducapa  Moore  (Paduca  Moore). 

Kleine  zierliche  Falter  mit  kürzerer  Gabel  des  vierten  und  fünften  Subcostalastes  der  Vflgl,  und  deshalb  weiter  da¬ 
von  entfernten  dritten  Subcostalastes  als  bei  Cirrochroa. 

C.  fasciata  führt  gelbliche  Sexualstreifen  der  Oberseite  beider  Flglpaare,  welche  von  einem  ockergelben 
Medianfeld,  einer  schmäleren  Submarginalbinde  und  einer  sehr  dünnen  antiterminalen  gewellten  Längslinie 
durchzogen  sind.  Hflgl  mit  den  sich  bei  allen  Cirrochroa  wiederholenden  Schwarz  punkten.  Unterseite  grau¬ 
gelb  mit  schwärzlichen  Schatten,  zwei  parallelen  schwarzen  anteterminalen  Wellenlinien,  die  rotbraun  gefüllt 
sind  und  schemenhafter  Wiederholung  der  Zeichnung  der  Oberseite.  ?  grösser  als  das  cd,  mit  ausgedehnteren 


CIRROGHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


485 


und  lichten  Längsbinden.  —  fasciata  Fldr.  von  der  Malayi sehen  Halbinsel  und  Sumatra  gehl  nordwärts  bis  fasciatu. 

Ober-Tenasserim  und  wurde  von  mir  in  Mittel-Siam  aufgefunden.  -  In  beiden  letzteren  Gebieten  tritt  eine  auf¬ 

fallend  modificierte  Trockenzeitform  flavobrunnea  Sm.  in  Erscheinung,  bei  welcher  sich  obersei is  die  gelben  flavobrunnea 
Zeichnungen  verbreitern  und  in  der  extremen  Form  verschwindet  sogar  die  schwärzliche  Medianbinde  der 
Hflgl,  sodass  die  schwarze  Punktreihe  in  einem  gelben  Felde  steht.  Auch  die  Basalregion  der  Oberseite  und 
der  Unterseite  nehmen  an  der  Aufhellung  teil.  Die  Falter  fliegen  ziemlich  schwach  und  immer  nahe  dem 
Boden,  besonders  auf  frisch  geschlagenen  Waldblössen.  Sie  gehen  auch  gerne  auf  blühende  Bäume,  welche 
manchmal  von  ihnen  überdeckt  sind,  so  dass  40  -50  Exemplare  mit.  Leichtigkeit  bei  einem  Ausflug  eingeheimst 
werden  können.  (Martin).  Flugzeit  in  Tenasserim  im  April,  ich  selbst  fing  flavobrunnea  in  Tempelgärten  von 
Bangkok  und  am  Waldrande  von  Muoklek  in  Siam  im  Januar.  Nach  Moore  im  Mergui-Archipel  von  Januar 
bis  März.  —  bilbilis  subsp.  nov.  wird  basiert  auf  die  Java-Rasse,  bei  der  sich  der  Einfluss  der  Regenzeit  be-  bilbilis 

merkbar  macht  durch  das  Erscheinen  einer  überaus  schmalbindigen  Form,  welche  namentlich  charakterisiert 

ist  durch  eine  auf  den  Hflgln  kaum  mehr  als  fadendünne  gelbliche  Mittelbinde,  die  zudem  wie  alle  sub¬ 
marginalen  Gelbzeichnungen  ein  mehr  weissliches  statt  dunkel  ockerfarbenes  Colorit  zeigt  das  auch  den  ?? 
eigentümlich  ist.  Von  mir  nur  in  West- Java,  bei  Palabuan  an  der  Südküste  und  in  den  Djampangs  auf  ca. 

500  m  Höhe  nahe  Sukabumi  vom  Januar  bis  Mai  gesammelt.  —  palloris  Frühst,  variiert  sehr  in  der  Grösse  palloris. 
und  differiert  von  Sumatra-  und  Java-Exemplaren  durch  die  stets  markantere  submarginale  Halbmondkette  und 
bei  den  cPcP  zurückgebildete  transcellulare  gelbe  Längsbinde  der  Hflgl.  Die  gesamte  helle  Zeichnung  der 
Oberseite  des  ?  erscheint  weisslich,  statt  gelb  und  die  Unterseite  hat  ein  vorwiegend  graues  statt  grünlich¬ 
gelbes  Gesamtcolorit.  Insel  Palawan,  von  Doherty  in  Anzahl  im  Januar  gefangen.  Wahrscheinlich  kommt  auf 
Borneo  eine  ähnliche  Rasse  vor,  doch  sind  mir  dortige  Exemplare  unbekannt  geblieben.  —  ortopla  subsp.  nov.  ortopla. 
(121  d)  vermutlich  einer  Trockenzeitform  angehörend,  hat  schmälere,  schärfer  begrenzte,  dunkler  gelbe  Median¬ 
binde  und  beim  cd  noch  deutlichere  anteterminale  Monde  als  palloris  von  Palawan;  ?  oben  etwa  wieSumatra- 
??,  doch  etwas  heller  gelblich.  Unterseite  mit  verwaschenem  Colorit,  namentlich  im  Vergleich  mit  den  ausge¬ 
dehnt  schwärzlich  beschatteten  Palawan- Exemplaren.  Insel  Bazilan,  Februar,  März,  von  W.  Doherty  gesammelt. 

Semper  kannte  Exemplare  von  Mindoro,  den  Camotes  und  Bohol.  Flugzeit  November  bis  Februar. 

C.  satyrina  differiert  von  C.  fasciata  durch  die  schwarze  Basalpartie  und  die  völlig  verdunkelte  Um¬ 
rahmung  aller  Figl  und  manchmal  fällt  sogar  die  subterminale  und  submarginale  Binde  der  Oberseite  aus. 

Des  weiteren  tragen  die  Vflgl  nur  eine  manchmal  weissliche,  manchmal  cremefarbige  Medianbinde,  die  sich  in 
der  Transcellularregion  nicht  wie  bei  fasciata  fortsetzt.  Anf  der  Unterseite  wiederholen  sich  die  Zeichnungs¬ 
motive  von  fasciata,  nur  fehlen  wiederum  die  beiden  Transcellularflecken  der  Vflgl.,  auf  welchen  sich  die 
bräunlich  getrübte  Mittelbinde  bis  nahe  dem  Costalrand  verlängert.  Basalpartie  grau  mit  breiter  distaler 
schwärzlicher  Abgrenzung;  jenseits  des  lichten  Medianfeldes  eine  grauschwarze  Schattenbinde,  dann  eine 
namentlich  auf  den  Hflgln  relativ  breite  weissliche  Aufhellung,  endlich  ein  markantes  subterminales 
Wellenband,  das  distal  von  einer  zarten  grauweissen  Linie  begleitet  wird,  satyrina  bewohnt  die  celebische 
Subregion,  wo  sie  überall  äusserst  selten  ist.  Drei  Arealformen  sind  bekannt,  doch  dürfen  wir  deren  noch 
eine  ganze  Reihe  von  den  celebischen  Satellitinseln  erwarten;  satyrina  Fldr.  (=  myrsa  Sm.)  (121  d)  bewohnt  satyrina. 
den  Norden  der  Hauptinsel  und  wurde  von  mir  bei  Toli-Toli,  November  oder  Dezember  in  nur  einem  Exemplar 
aufgefunden.  Mittelfeld  der  Vflgl  sehr  deutlich,  Distalgebiet  mit  weisslichen  Spuren  der  Längslinien  der  Unter¬ 
seite.  —  sibylla  Röb.  Type  von  Tombugu,  Ost-Celebes.  Ein  cP  von  Maros,  Süd -Celebes,  im  August  oder  sibylla. 
September  gefangen,  deckt  sich  genau  mit  Röbers  Figur.  (Iris  1887,  Taf.  7,  f.  7)  und  hat  auch  hier  der  Osten 
von  Celebes  mit  dem  Süden  dieselbe  Rasse  gemeinsam,  wie  dies  in  der  Regel  der  Fall  ist.  Oberseite  der 
Vflgl  mit  getrübter  cremefarbener  Mittelbinde,  welche  sich  auf  den  Hflgln  mehr  verbreitert  als  bei  satyrina. 

Das  Saumgebiet  aller  Figl  völlig  geschwärzt,  ebenso  die  Sexualstreifen.  Unterseite  mit  prominenter  Sub- 
terminalbinde  und  mehr  gelblicher  statt  weisslicher  submarginaler  Zone.  —  similiana  Röb.  bewohnt  die  Insel  similiana. 
Bangkai.  Sie  ist  kleiner  als  satyrina ,  der  sie  sonst  durch  eine  deutlich  erhaltene  submarginale  weisse  Linie 
der  Oberseite  nachkommt.  Unterseite  schmutzig  weiss  mit  grauschwarzen  Binden  und  Flecken.  Die  discalen 
schwarzen  Punkte  der  Hflgl  proximal  hellgrau  begrenzt.  Flügelspannungen  42,  2  4t3  mm,  gegen  cP  44 — 47  mm 
bei  sibylla  Röb.  von  Ost-Celebes.  —  angustafa  subsp.  nov.  vermittelt  den  Uebergang  von  den  celebischen  zu  angustata. 
den  philippinischen  Formen  und  steht  näher  der  D.  fasciata  als  D.  satyrina.  Vflgl  jedoch  ohne  Transcellular¬ 
makeln,  die  gelbliche  Medianbinde  aller  Figl  kaum  halb  so  breit  wie  bei  D.  fasciata  von  Java  oder  Palawan. 
Sula-Mangoli,  von  Dr.  Platen  gesammelt.  Type  in  der  Collection  Staudinger  des  Berliner  Zoolog.  Museums. 

C.  felderi  nähert  sich  wieder  mehr  dem  fasciata- Typus  durch  ein  ockerfarbenes  Medianfeld  der  Ober¬ 
seite,  die  grünlichgraue  Basalregion  der  Unterseite,  während  das  schwarze  Randgebiet  der  Oberseite  mehr  an 
sibylla  gemahnt.  Auf  den  Vflgln  treten  sogar  wieder  Spuren  gelblicher  Transcellular  mäkeln  auf.  —  felderi  felderi. 
Kirsch  ist  nur  in  wenigen  Exemplaren  aus  der  Geelvink-Bai,  Holländisch  Neu -Guinea  bekannt  und  oberseits 
weniger  verdunkelt  als  mimicus  Rothsch.  von  British  Neu-Guinea,  bei  welcher  die  subterminale  Wellenlinie  mimicus. 


486 


CIRROGHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


der  Unterseite  nur  ganz  schwach  durchschimmert.  Mittelfeld  beider  Figl  kürzer  als  bei  sibylla ,  breiter  als  bei 
fasciata,  satter  gelb.  Unterseite  mit  schiefergrauer  dunkler  Aussenhälfte,  aus  welcher  auch  auf  den  Vflgln  eine 
komplette  Reihe  schwarzer  Punktflecken  hervortritt.  Die  helle  submarginale  Wellenlinie  wie  bei  fasciata,  jedoch 
ohne  sich  zu  verbreitern,  wie  dies  bei  sibylla  der  Fall  ist.  Neuerdings  wurde  mimicus  am  Berge  Gelu  in  ca. 
1000  m  Höhe  von  Dr.  Eugen  Werner  im  Hinterland  der  Astrolabe-Bai  entdeckt.  Ein  cf  befindet  sich  in  der 
Sam  ml  ung  Fruhstorfer. 


Artengruppe  Cirrochroa  Dbl. 

Die  hierhergehörigen  Species  sind  habituell  grösser,  in  der  Regel  nicht  mit  abgerundetem  Apex  der 
Vflgl  wie  bei  Ducapa,  sondern  mit  mehr  oder  weniger  deutlich  vorspringendem  Apicalteil.  Medianfeld  sehr 
verbreitert,  eine  Art  auch  mit  Schrägbinde  der  Vflgl.  Die  Gattung  Cirrochroa  wurzelt  im  makromalayischen 
Gebiet,  und  finden  sich  sowohl  auf  der  malayischen  Halbinsel,  als  auf  Sumatra,  Java  und  Borneo  stets  dieselben 
Arten.  Diese  Erscheinung  wiederholt  sich  sehr  häufig  in  der  Falterwelt,  zum  Beispiel  bei  den  Hestia  und 
auch  bei  andern  Insekten,  wie  Orthopteren  etc.  Viele  dieser  Arten  gehen  nicht  über  Java  östlich  hinaus  und 
finden  sich  nicht  mehr  auf  den  kleinen  Sunda-Inseln,  ja  selbst  nicht  mehr  auf  Bali.  Dieses  Vorkommen  ist 
somit  durch  ein  geographisches  Gesetz  und  geographische  Grenzen  bedingt.  Das  merkwürdigste  ist  das  Ver¬ 
halten  der  Malayischen  Halbinsel  bis  nahe  an  Tenasserim.  Diese  hat  viel  mehr  Arten  mit  Sumatra  und  Borneo 
als  mit  Kontinental -Indien  gemeinsam  und  alle  Formen,  welche  auf  ihr  fliegen,  machen  den  Eindruck  von 
insularen  Rassen.  Es  ist  somit  wohl  denkbar,  dass  die  jetzige  Halbinsel  früher  durch  einen  Meeresarm  von 
Tenasserim  getrennt  war,  vielleicht  auch  mit  Sumatra  zusammenhing  oder  eine  selbständige  Insel  bildete.  Es 
mag  aber  auch  sein,  dass  durch  die  verhältnismässige  Schmalheit  des  Gebiets  auf  der  Halbinsel  durch  maritimen 
klimatischen  Einfluss  Bedingungen  geschaffen  wurden,  die  wir  sonst  nur  auf  Inseln  finden.  Faktum  ist,  dass 
die  Halbinsel  faunistisch  sich  viel  mehr  den  grossen  Sunda-Inseln  nähert,  als  dem  Kontinent  und  bei  der 
Feststellung  dieser  Erscheinung  war  es  besonders  die  Gattung  Cirrochroa ,  welche  den  Anlass  gab,  zu  der 
Prägung  des  Begriffes  „Makromalayanah  welcher  die  malayische  Halbinsel  und  die  drei  grossen  Sunda-Inseln 
mit  ihren  Trabanten  umfasst,  im  Gegensatz  zu  Mikromalayana  welches  die  kleinen  Sunda-Inseln  umschliesst 
(die  bereits  mit  Bawean  und  nicht  wie  früher  angenommen  wurde,  mit  Bali,  beginnen.). 

tyche.  C.  tyche  ist  die  am  weitesten  verbreitete  Cirrochroa,  welche  von  Sikkim  an  bis  Hainan  und  den 

Philippinen  die  gesamte  orientalische  Region  bewohnt.  Ihre  reichste  Entwicklung  findet  die  Art  auf  den  Philp- 
pinen,  wo  sich  auch  die  in  der  Färbung  am  meisten  vom  cf  divergierenden  ??  finden.  Auf  dem  Continent 
und  auf  Java  ist  die  Art  dem  Einfluss  der  Jahreszeiten  unterworfen  und  wir  kennen  von  dort  immer  eine 
cf  -  ähnliche,  hellockergelbe  und  eine  dunkle,  vom  cf  verschiedene,  rotbraune  ? -Form.  Auf  Palawan  nimmt  die 
helle  Form  sogar  eine  weissliche  Medianfärbung  an.  Allen  Zweigrassen,  ja  überhaupt  allen  Cirrochroa  ist 
ein  weisser  quadratischer  hartnäckiger  Medianfleck  am  Costalsaum  der  Vflgl  gemeinsam.  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl 
mit  drei  submarginalen  schwarzen  Wellenlinien,  auch  stets  mit  einer  Medianbinde,  die  den  cf  entweder  fehlt 
oder  bei  ihnen  nur  schwach  angedeutet  ist.  Die  schwarze  Punktreihe  der  Hflgl,  ein  weiteres  Charakteristikum 
sämtlicher  Cirrochroa ,  ist  nur  wenig  der  Variabilität  unterworfen ;  sie  erscheint  in  der  Regel  am  progressivsten 
bei  den  Philippinen-Spaltzweigen,  am  ärmsten  bei  den  continentalen  Trockenzeitformen.  Unterseite  stets  mit 
einer  proximal  weisslich  oder  violett  schimmernden  rotbraunen  Längsbinde,  welche  bei  der  Form  der  regen- 
armen  Periode  blau  oder  purpurn  sein  kann.  Distal  von  ihr  wiederholt  sich  die  Zeichnung  der  Oberseite 
mit  dem  Unterschied,  dass  alle  oben  schwarzen  Wellenlinien  hier  gelblich  gefärbt,  sind  und  sich  auch  auf 
mithila.  den  Vflgln  intramediane  Schatteninseln  einstellen.  —  mithila  Moore  gleicht  oberseits,  abgesehen  von  dem 
mehr  gerundeten  Apex  der  Vflgl,  einer  kleinen  aoris  (108  a),  doch  ist  das  ?  mehr  cf -ähnlich  und  beide  Ge¬ 
schlechter  verdunkeln  sich  auf  dem  Wege  nach  Osten  und  meine  Tonkin-Exemplare  gleichen  bereits  sehr  der 
insularen  anjira  Moore ,  was  Bingham  auch  von  Tenasserim -cf  cf  angibt,  cf  untersei  ts  stets  rotgelb.  ?  aber 
mehr  sandfarben  grau,  manchmal  mit  blauer  statt  gelblicher  Medianbinde.  Sikkim,  Assam,  Tenasserim,  Bengalen 
doch  in  der  Ebene  dort  sehr  selten,  mithila  fand  ich  im  ganzen  indochinesischen  Gebiet  und  zwar  am 
häufigsten  in  Siam;  Pavie  fing  eine  verwandte  Form  bei  Luang  Prabang.  Aus  Tonkin  besitze  ich  sie  nur  im  Kleide  der 
Regenzeitform,  während  ich  in  Siam  nur  die  helleren  und  bedeutend  kleineren  Exemplare  der  Trockenzeit  vorfand.  Es 
scheint  mir  gar  nicht  ausgeschlossen,  dass  die  farbenreichen,  ausserordentlich  breit  schwarz  geränderten  Tonkin- 
Stücke  einer  besonderen  Lokalrasse  angehören,  ln  Tonkin  erscheint  mithila  mit  dimorphen  ??.  Die  normalen  ??  sind 
dunkel  ockergelb,  die  seltenere  Form  hell  lehmgelb.  Vom?  liegt  mir  aus  Chiem-Hoa  (August,  September)  eine  auffallende. 
latitcenia.  melanotische  Aberration  vor:  —  latitaenia  form.  nov.  Bei  dieser  sind  die  beiden  schwarzen  Submarginabinden 
zusammengeflossen  und  ihr  Zwischenraum  ist  nicht  gelb,  sondern  schwarz  ausgefüllt.  Auf  den  Hflgln  fehlt 
die  innere  Submarginalbinde  völlig,  dafür  ist  die  distale  ausserordentlich  verbreitert.  Die  Discalbinde  auf 
allen  Flgln  ist  dagegen  obsolet.  Die  Unterseite  zeigt  gleichfalls  grosse  Veränderungen.  Die  gelbliche  Sub- 
marginalbinde  auf  allen  Flgln  und  die  gelbliche  Discalbinde  sind  mindestens  dreimal  so  breit  als  bei  normalen 
anijra.  Stücken,  dafür  fehlt  aber  die  innere  Submarginalbinde.  -  anijra  Moore,  eine  melanotische  Inselrasse,  ist 
oberseits  intensiver,  aber  dunkler  rotgelb,  alle  schwarzen  Bänder  sind  ausgeprägter  und  die  Unterseite 


CIRROCHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


487 


farbenreicher.  Andamanen,  nicht  selten.  —  rotundata  Btlr.  bildet  dagegen  ein  an  schwarzen  Zeichnungen 
verarmtes  Extrem,  insbesondere  verschwindet  die  schwärzliche  Medianlinie  der  Vflgl  der  .  Distant  bildet 
(Rhopalocera  Malayana)  ein  cP  der  Regenzeitform  ab;  mir  liegt  ein  solches  der  Trockenperiode  vor  mit  pur¬ 
purner  Längsbinde  der  braunroten  Unterseite;  —  und  als  caera  form.  nov.  möchte  ich  eine  sehr  kleine  oben 
fahlgelbe  nahezu  völlig  zeichnungslose  und  unterseits  monoton  rötlich  sandfarbene  extreme  Form  der  regen¬ 
losen  Zeit  aus  Siam,  Flugzeit  Januar,  bezeichnen.  —  lesseta  subsp.  nov.  wird  hier  als  neu  für  die  Insel  Hainau 
eingeführt,  von  woher  mir  zwei  cfcf  vorliegen,  welche  sich  naturgemäss  der  mithila- Form  aus  Tonkin  an- 
schliessen,  oberseits  dunklergelb  als  Sikkim-Exemplare  sind  und  unterseits  sich  bunter  als  solche  und  mithila 
aus  Tonkin  präsentieren.  Das  Mittelfeld  beider  Figl  erheblich  verbreitert,  auf  den  Hflgln  nahezu  weiss;  die 
schwarzen  Intramedianmakeln  proximal  lebhaft  gelblich  umgrenzt.  Vermutlich  stehen  lesseta  auch  die  von 
Walker  erwähnten  Exemplare  von  Hongkong  nahe,  welche  im  City-Hall-Museum  dieser  Stadt  als  grosse 
Seltenheit  aufbewahrt  werden.  —  tanaquil  subsp.  nov.  ersetzt  mithila  auf  Sumatra,  von  woher  sie  mir  nur 
aus  dem  Nordosten  vorliegt  und  dort  auch  sehr  selten  ist.  Im  dunklen  Colorit  der  Oberseite  mit  ihrer  deut¬ 
lichen  schwarzen  Umrahmung  schliesst  sie  sich  anjira  Moore  an.  Die  Unterseite  führt  breite  rötlich  violett 
schimmernde  Medianbinden.  —  moeris  subsp.  nov.  (108  a)  bezeichnet  die  wohl  abgegrenzte  Zweigrasse  der 
Insel  Java*),  wo  sie  weitaus  die  gemeinste  Art  der  Gattung  bildet  und  überall  vom  Seestrande  bis  7  oder  900  m 
Höhe  vorkommt,  cf  kleiner  als  mithila ,  unterseits  bunter,  von  heller  weisslich  violett  schimmernden  Längs¬ 
binden  durchzogen.  Es  sondern  sich  zwei  deutliche  Zeitformen  ab:  eine  oberseits  der  forma  euere  von  Siam 
genäherte,  fast  ohne  schwarze  Zeichnung  von  sehr  fahlgelbem  Colorit  und  mannähnlichen  ??  von  hellocker¬ 
gelber  Farbe;  dies  ist  oreta  form.  nov..  die  sich  in  Ost-Java  und  in  der  Ebene  bei  Ratavia  findet  und  moeris  Frühst., 
welche  sich  auf  die  Form  der  Regenzeit  und  mässiger  Rergeshöhen  bezieht,  cf  deutlich  breit  umrahmt  mit 
zwei  schwarzen  Submarginallinien  der  Vflgl;  ?  mehr  wie  aoris-%  gefärbt  mil  brauner  Basalregion  und  hell¬ 
gelblichen  Längsbinden  der  Oberseite.  —  thilina  Frühst,  cf:  Der  Distalsaum  aller  Figl  ist  breiter  schwarz 
bezogen  und  die  Figlfärbung  dunkler  rotbraun.  Die  braune  Discalbinde  der  Vflglunterseite  verläuft  fast  ge¬ 
radlinig  und  ist  völlig  zusammenhängend,  nicht  in  einzelne  Flecken  aufgelöst,  wie  bei  Sikkim-  und  Java-cfcf. 
Das  ?  differiert  von  Java-??  durch  die  ausserordentlich  verbreiterte  schwarze  Discalbinde  und  den  dunkler 
gefärbten  Basalteil  aller  Figl.  Die  ockergelbe  Discalbinde  der  Hflglunterseite  ist  mindestens  doppelt  so  breit  als  bei 
Java-  und  Tonkin-??.  Nord-Borneo.  —  laudabilis  Frühst.  (108a)  bewohnt  die  Insel  Palawan  und  umschreibt 
die  hellste  bekannte  C/cAe-Vikariante.  cf  durchweg  lichter  gelb  als  unsere  den  Farbenton  nicht  treffende 
Abbildung.  Die  ??  führen  eine  scharf  gewinkelte  schwarze  Medianbinde  der  Oberseite,  welche  die  dunklere 
entweder  ockergelbe  oder  grünbraune  Basalregion  von  der  lichteren  Distalhälfte  absondert.  Die  cf- ähnlichen 
??  zeigen  ein  hellgelbes  Randgebiet  und  die  ?-Form  calcaria  form.  nov.  eine  weisse  Aussenhälfte,  die  wiederum 
von  einer  grünlichgelben  oder  rauchgrauen  Längsbinde  beschattet  sein  kann.  —  psyche  Stgr.  ist  auf  eine 
melanotische  Fehlfärbung,  analog  latitcenia  Frühst,  bei  mithila,  basiert,  mit  zusammengeflossenen  und  ver¬ 
breiterten  schwarzen  Submarginalbinden  der  Hflgl,  Flugzeit  Januar,  von  Doherty  in  grosser  Anzahl  auf  Palawan 
gesammelt.  —  domorana  subsp.  nov.  soll  die  ausgezeichnete  Rasse  der  östlich  von  Palawan  gelegenen  Trabant¬ 
insel  Domoran  umschreiben,  die  von  laudabilis  differenziert  ist  durch  breitere  und  ausgedehnt  schwarz  be¬ 
stäubte  Randbinden  aller  Figl.  Vom  ?  existieren  gleichfalls  zwei  Formen:  eine  mit  blassgelber  und  eine  mit 
grünlichbrauner  Oberseite.  Type  in  der  Sammlung  Semper  des  Senckenbergischen  Museums  in  Frankfurt  a.  M. 
—  zebuna  subsp.  nov.  ist  ausserordentlich  gross,  oberseits  ungewöhnlich  dunkelockergelb  und  die  Medianbinde 
der  Vflgl  äusserst  schwach  entwickelt.  Insel  Cebu.  —  guimarensis  subsp.  nov.  stammt  von  der  Insel 
Guimara  und  ist  wie  alle  Formen  dieser  zwischen  Negros  und  Panay  eingeschalteten  Insel  von  ihren  Schwester¬ 
rassen  differenziert  durch  auffallend  lichtockergelbes  Gesamtcolorit  und  sehr  breite  schwarze  Distal-  und 
Submarginalbinden  der  Oberseite.  —  tyche  Fldr.,  der  nomenclatorische  Typus,  von  Mindoro  beschrieben,  be¬ 
findet  sich  von  Bazilan  in  einer  sehr  nahestehenden  Form  in  meiner  Sammlung.  Im  dunklen,  rotockergelben 
Colorit  bildet  tijche  bereits  den  Uebergang  zu  der  Celebischen  Species,  C.  thule.  Die  schwarzen  Randbinden 
prominent,  das  ?  fahl  ockergelb.  Es  ist  mir  nur  das  cf -ähnliche  ?  bekannt.  Unterseite  der  cfcf  lebhaft,  jene 
des  ?  gelblich  mit  weisslichgrauer  Aussenhälfte.  Nach  Semper  kommen  hellere  Formen  auf  Mindoro,  Negros, 
Bohol,  den  Camotes  und  Leyte  vor  und  dunklere,  der  thule  genäherte,  auf  Mindanao  und  Camiguin  de  Mindanao. 

C.  thule  Fldr.  ersetzt  C.  tyche  auf  Celebes  und  stellt,  wie  dies  bei  Celebes-Arten  die  Regel  ist,  die 
grösste  bekannte  Species  des  Genus  vor.  cf  oberseits  dunkelrotbraun  mit  steil  gestellter  schwarzer 
Medianbinde  der  Hflgl  und  sehr  breiten  Randbändern.  Zeichnung  der  Unterseite  wie  bei  tyche ,  nur  sind 
entsprechend  der  Grösse  alle  Binden  stattlicher,  das  weisse  Mittelfeld  der  Hflgl-Unterseite  proximal  scharf 
begrenzt  durch  eine  rotbraune  Linie  von  der  hell  orangefarbenen  Basalzone  getrennt.  Distalzone  rötlich 
von  hell  violetten  Wellen  durchzogen.  ?  weisslichgrau  mit  braungelben  Schatten  und  Bändern.  Von  thule  hat 
Felder  eine  grosse  Berg-  oder  Regenzeitform  abgebildet.  Aus  Nord-Celebes  besitze  ich  aber  auch  aus  dem 
Tiefland  eine  Trockenzeitform,  die  nur  33  mm  Vflgllänge  gegen  42  mm  Vflgllänge  von  typischen  thule  aufweist. 

*)  Rp  von  Dr.  Piepers  gefunden,  kleiner  aber  sonst  fast  genau  wie  jene  von  Cethosia  penthesilea  Cr.  graubraun  mit 
roten  Flecken,  und  das  Segment,  welches  das  zweite  Paar  Bauchfüsse  trägt,  milchweiss.  Pp  etwa  wie  jene  der  Gattung 
Issoria,  auf  Petunga  longifolia  D.  C. 


rotundata. 


ccera. 

lesseta. 


tanaquil. 


moeris. 


oreta. 


thilina. 


laudabilis. 


calcaria. 

psyche. 


domorana. 


zebuna. 

guimarensis. 


tyche. 


thule. 


488 


CIRROCHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


massalia. 


aoris. 

jiraria. 

abnorm  is. 

stramenticia 

olivacea. 


thais. 

relata. 

lanka. 

cognata. 


surya. 


Die  Exemplare  sind  bleicher  rotbraun;  alle  schwarzen  Ränder  und  Rinden  verblasst.  Auch  die  Flglunterseite 
ist  heller  und  die  Submarginalbinde  aller  Figl  nimmt  eine  hellgelbe,  anstatt  rotbraune  Färbung;  an.  —  massalia 
Frühst.  (108  a)  aus  Süd-Celebes  differiert  von  typischen  thule  dadurch,  dass  die  Submarginalbinden  der  Unter¬ 
seite  aller  Figl  trotz  der  Kleinheit  der  Exemplare  sehr  viel  breiter  und  hellgelb,  anstatt  rotbraun  gefärbt  sind. 
Die  gelbliche  Discalbinde  der  Flglunterseite  ist  schärfer  gewellt,  auf  den  Vflgln  costalwärts  schmäler,  auf  den 
Htlgln  aber  breiter  weiss  begrenzt  als  bei  der  Trockenzeitform  von  Tondano.  Das  ?  ist,  obgleich  in  der 
schwersten  Regenzeit  gefangen,  viel  heller  als  das  ?  aus  Nord-Celebes.  Die  Submarginalzone  und  der  Costal- 
saum  sind  fahlgrau.  Die  Discalbinde  der  Hflgl  viel  breiter  und  grau  begrenzt.  Die  schwarzen  Postdiscalpunkte 
der  Hflgl  sind  viel  grösser  und  die  submarginale,  gewellte  Rinde  ist  nicht  dunkelgelb,  sondern  eigentümlich  grünlich¬ 
grau.  Süd-Celebes, cf  Samanga, November,  ?Patunuang,  Januar,  von  mir  gesammelt;  Ost-Celebes  imRritish  Museum. 

C.  aoris  gilt  als  einer  der  häufigsten  Schmetterlinge  von  Sikkim  und  Assam,  dort  vom  April  bis 
Dezember  von  der  Ebene  zu  2000  m  Höhe  hinauf  vorkommend,  aoris  Dbl.  (108  a)  wurde  auf  die  von  uns 
dargestellte  Form  der  Regenzeit  basiert,  die  erheblich  abweichende  Form  der  Trockenperiode  dagegen  als 
jiraria  Swinh.  bezeichnet,  cf  kleiner,  fahler  gelb,  alle  Medianlinien  und  Punkte  der  Vflgl-Oberseite  entweder 
völlig  fehlend  oder  nur  schwach  angedeutet.  ?  dem  cf  ähnlich,  dunkel  ockergelb  mit  wenig  lichterer  Mittel¬ 
binde.  Unterseite  beim  cf  entweder  schön  gleichmässig  fahlgelb  oder  sandgrau  mit  den  üblichen  oben  kleineren 
schwarzen  Punkten  der  Hflgl,  sonst  mit  durchaus  verbleichter  und  unkenntlicher  Längszeichnung.  ?  grau  mit 
verwaschenen,  aber  noch  kenntlichen  schwärzlichpurpurnen  Rändern.  —  Als  abnormis  Moore  wurde  eine 
Fehlfärbung  bezeichnet  mit  verstärkter  schwarzer  Mittelbinde  des  cf.  Ein  vollkommener  Zwitter  linke  Seite 
cf,  rechte  Seite  ?,  im  Colorit  der  Regenzeit,  in  Sikkim  gefunden,  befindet  sich  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 
Von  der  Regenzeitform  gibt  es  ausser  cf  cf  wie  sie  Moore  (Lepidoptera  Indica  t.  364)  und  wir  abbilden  auch 
eine  Form  mit  strohgelber  medianer  Zickzackbinde  der  Vflgl  (stramenticia  form,  nov.)  Sikkim,  Assam  bis  zu 
den  Naga-Hills.  —  olivacea  Nicev.  bildet  die  verdunkelte  und  habituell  kleinere  Arealform  von  Birma,  den 
Shan-Staaten  und  Tenasserim  und  ist  charakterisiert  durch  verbreiterten  schwarzen  Distalsaum  der  Vflgl  und 
markantere,  aber  geradliniger  verlaufende  Medianbinde  des  ?.  Das  gelbliche  oder  weissliche  Submarginalgebiet 
der  Vllgl  präsentiert  sich  als  ein  breiteres  Feld  und  die  Mittelzone  der  Unterseite  ist  schärfer  abgegrenzt. 

-  Aus  den  Karen- Hills,  Flugzeit  März  bis  Oktober.  Vermutlich  auch  in  Tonkin  vorkommend,  aus  Cao  Bang 
vom  Abbe  Johannis  1901  bereits  erwähnt,  von  mir  dort  aber  nicht  gefangen. 

C.  thais  ersetzt  C.  aoris  im  südindischen  Faunengebiet,  wo  sie  sich  noch  mehr  als  die  vorhergehenden 
Species  zu  äusserst  prägnanten  Zeitformen  umbildet.  Rp  auf  Hydnocarpus  wightianus  Blume,  schwarz  mit 
mattem  Oelglanz,  abgesehen  vom  Kopf  und  dem  Analsegment,  welche  lichtbraun  sind.  Pp  gelb,  weiss  an  den 
Flügelscheiden,  mit  zahlreichen  kleinen  schwarzen  Flecken.  Rücken  mit  zwei  Reihen  gebogener  Dornen  und 
haarigen  längeren  Spitzen,  die  vom  Kopf,  dem  Thorax  und  den  Flügelscheiden  seitlich  abstehen.  Entwicklungs¬ 
zeit  vom  Juli  bis  August  und  September.  Die  Raupe  sitzt  auf  den  äussersten  zarten  Spitzen  der  Zweige  sich 
bei  der  geringsten  Störung  zu  Boden  fallen  lassend  und  schwierig  zu  bekommen,  wenngleich  der  häufige 
Hydnocarpusbaum  von  eierlegenden  Faltern  fortwährend  umschwebt  ist.  In  der  Gefangenschaft  sind  die 
Raupen  sehr  störrig,  unruhig  herumlaufend  und  öfters  die  Nahrung  verweigernd.  Falter  von  der  Ebene  bis 
zu  6000  Fuss  Höhe  im  lichten  Walde  von  Baum  zu  Baum  flatternd  und  gelegentlich  mit  halboffenen  oder 
bewegten  Flügeln  sich  setzend.  thais  F.  (=  thea  Godt.,  swinhoei  Btlr.),  auf  die  Form  der  nassen  Zeit 
basiert,  gleicht  cognata  (107  g),  doch  ist  der  Distalsaum  der  Vflgl  niemals  so  gleichmässig  schwarz  und  breit, 
sondern  gibt  einer  deutlichen  rötlichen  Submarginalbinde  Raum  zur  Entwicklung.  ?  etwas  grösser  als  die  cfcf, 
mit  einer  etwas  lichteren  medianen  Zone  der  Vflgl.  Unterseite  rötlich,  mit  steiler  wie  mit  dem  Lineal  be¬ 
grenzter  weisser  Mittelbinde,  die  sich  costalwärts  verbreitert  und  proximal  unregelmässig  sägeförmig  gezähnt 
ist.  —  relata  Nicev.  bezeichnet  die  fahlere,  noch  geringer  schwarz  umrandete  Form  der  Trockenzeit,  die  auch 
unterseits  hellergelb  gefärbt  und  manchmal  von  einer  purpurnen  statt  weissen  Längsbinde  durchzogen  wird. 
Südindien,  vom  Nord-Kanara-District  an  bis  zur  Malabar-  und  Coromandelküste  und  den  Nilgiris.  —  lanka 
Moore  zerfällt  gleichfalls  in  zwei  gut  getrennte  und  noch  ausgeprägtere  Zeitformen  die  so  verschieden  sind, 
dass  sie  de  Ntceville  noch  1899  als  vier  Species  betrachtete.  Der  Name  lanka  bezieht  sich  auf  die  der 
relata  analoge  Form  der  regenlosen  Periode,  während  die  von  uns  abgebildete  cognata  Moore  (107  g)  die 
breit  schwarz  geränderte  Form  der  Monsunperiode  umschreibt.  Beide  Formen  sind  auf  der  ganzen  Insel 
Ceylon  häufig,  bis  etwa  1800  m  ins  Gebirge  hinaufgehend.  Rp  braun  mit  purpurnem  Anflug,  unten  gelblich. 
Kopf  gelb  mit  schwarzen  Stirnflecken.  Körper  mit  zwei  dorsalen  Reihen  feinverzweigter  Dornen  und  zwei 
seitlichen  Reihen  kürzerer  Stacheln.  Pp  bleich  blauroth,  schwarz  gefleckt  mit  länglichen  dorsalen  Tuberkeln 
und  zwei  Spitzen  am  Thorax.  Kopf  gespalten. 

C.  surya  bildet,  die  natürliche  Fortsetzung  der  vorigen  Art  in  Hinterindien,  doch  ist  der  Flügelschnitt 
der  ??  rundlich  ohne  vorspringenden  Apex  wie  bei  thais  und  die  Unterseite  bunter,  mehr  jener  von  C.  tyche 
mithila  Moore  gleichend.  Zwei  Arealrassen:  surya  Moore  aus  Ober-  und  Unter-Tenasserim  und  dem  Mergui- 


Ausgegeben  25.  III.  1912. 


CIRROCHROA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


489 


Archipel  führt  in  beiden  Geschlechtern  einen  geringeren  schwarzen  Abschluss  der  Zelle  und  eine  völlig 
verwaschene  Medianlinie  der  Vflgl  Oberseite.  Nach  Moore  vom  Dezember  bis  April  und  bis  zu  ca.  6000 
Fuss  Erhebung  vorkommend.  — •  siamensis  Frühst.  (107  g  als  surya)  steht  thais  lanka  Moore  von  Ceylon  nahe,  siamensis. 
differiert  aber  in  folgender  Weise:  Das  cf  hat  rundlichere  Flügel  als  surya  und  trägt  kräftigere  schwarze 
Submarginal-  und  Discalbinden  der  Flügel-Oberseite.  Besonders  zierlich  nehmen  sich  drei  ultracellulare 
schwarze  Strigae  der  Vorderflügel  aus,  welche  zwischen  Costa  und  erstem  Medianast  eingebettet  sind  und  wie 
lange  spitze  Keile  aussehen,  die  sich  nach  der  Zelle  zu  allmählich  in  lose  Schuppen  auflösen.  Die  Unterseite 
differiert  von  surya  durch  die  schwarze  und  in  ihrem  oberen  Teil  stark  gewellte  Discalbinde  der  Vflgl,  welche 
bei  surya  fast  geradlinig  verläuft.  Im  Analwinkel  der  Vflgl  stehen  zwei  ziemlich  grosse,  schwarze  Flecken, 
die  bei  surya  gelblich  erscheinen.  Die  Basalhälfte  aller  Flügel  von  siamensis  matt,  während  sie  bei  surya 
violett  bezogen  ist.  Die  Submarginalbinde  der  Hinterflügel  von  siamensis  markanter  nnd  heller  gelb.  Das 
?  differiert  vom  cf  durch  den  breiter  schwarz  angelegten  Distalsaum  der  Vflgl  und  die  schärfer  gewellten 
Discalbinden.  Die  Basis  aller  Flügel  dunkler  braungelb.  Unterseite:  Die  Mittelbinde  der  Vflgl  rotbraun,  anstatt 
schwarz  und  noch  schärfer  gezackt.  Die  Unterseite  reicher  violettweiss  getönt  als  beim  cf.  Bangkok,  Januar 
1901,  wo  ich  diese  zierliche  Art  in  den  Gärten  am  rechten  Menam-Ufer  in  sehr  massiger  Anzahl  vorfand. 


C.  nicobarica  Wood-Mas.  leitet  von  den  continentalen  Arten  zu  den  makromalayischen  Species  über,  nicobarica. 
cf  oberseits  der  G.  calypso  (108  b)  ähnlich,  nur  mit  verstärkter  Schwarzpunktierung  der  Hflgl.  Die  Unterseite 
von  allen  bekannten  Arten  separiert  durch  das  Fehlen  einer  weisslichen  Längsbinde  der  Vflgl,  die  nur  von  einer 
schrägen  braunen  Linie  durchzogen  sind.  Hflgl  aber  mit  vertikaler,  markanter  Weissbinde  und  einem  violett 
schimmernden  breiten  Submarginalstreifen.  Zwischen  beiden  ein  raupenförmiges  gelbbraunes,  dick  schwarz  punk¬ 
tiertes  Feld.  Die  Trockenzeitform  hat  Moore  abgebildet:  sie  ist  kleiner,  bleicher  mit  verringerter  Schwarzzeichnung. 

?  sehr  charakteristisch  durch  eine  fahlgelbe  Unterseite,  auf  welcher  sich  die  Cirroehroa- Binde  auch  auf  den  Vflgln 
in  Gestalt  einer  cremefarbenen  Aufhellung  wieder  einstellt.  —  Nicobaren.  Selten  in  den  Sammlungen. 

C.  niassica  Honr.  (recte  „niasica“)  schliesst  sich  eng  an  die  vorige  an.  Flügelcontur  rundlicher,  niassica. 
Oberseite  der  cf  cf  mit  besonders  nach  aussen  aufhellender  lichtgelber  Submarginalzone.  Distalsaum  schmäler 
als  bei  nicobarica.  Hflgl  mit  denselben  Zeichnungsmotiven,  aber  einer  completteren  Serie  von  nahezu  gleich¬ 
grossen  schwarzen  Punktflecken.  Der  schwarze  Terminalsaum  von  zwei  gelblichen  Binden  durchzogen. 

Unterseite  fahl  strohgelb  mit  etwas  dunklerer  Basalregion,  welche  vermittels  einer  blassroten  Transversal¬ 
binde  von  der  cremefarbenen  Aussenhälfte  geschieden  wird.  Die  für  nicobarica  so  prägnante  weisse  Längs¬ 
binde  der  Hflgl  fehlt.  ?  oberseits  mit  rauchbrauner  Basalpartie  und  gelbliehweisser  Medianzone.  Hflgl  mit 
lichtergelben  Submarginalstreifen  und  weisslicher  proximaler  Wellenlinie.  Unterseite  etwas  heller  cremefarben 
als  der  cf.  Insel  Nias,  sehr  selten.  Niassica  wird  wahrscheinlich  noch  zur  Lokalform  von  nicobarica  herab¬ 
sinken,  wenn  auf  Pulo-Wei  und  Simalur  Zwischenformen  entdeckt  werden,  was  ich  auf  Grund  einer  alten 
Landverbindung  (Andamanen-Nias)  vermute,  welche  ich  1906  auf  Grund  der '  Danaiden- Verbreitung  zuerst  für 
die  Lepidopteren  construiert  habe.  Ein  Jahr  später  wies  Dr.  Walter  Horn  die  Möglichkeit  des  archaischen 
Landrückens  auf  Grund  der  Cicindelen-Verbreitung  nach  und  nannte  die  Verbindung  ,,Weddabrücke“. 

C.  emalea,  eine  echt  makromalayische  Species,  die  unter  dem  jüngeren  Namen  bajadeta  Moore  besser 
bekannt  ist.  Moore  hat  1900  (in  Lep.  Indica  vol.  1  v.  p.  223)  zuerst  die  Zugehörigkeit  dieser  als  Argynnis  und 
Symphaedra  früher  behandelten  Art  zum  Genus  Cirroehroa  festgestellt  aber  deren  Identität  mit  seiner 
bajadeta  nicht  erkannt.  Die  absolut  genaue  Diagnose  Glerins  lässt  aber  keinen  Zweifel  offen,  dass  wir  unter 
emalea  Guer.  den  malayischen  Zweig  der  bisher  als  bajadeta  cursierenden  Gesamtart  vor  uns  haben,  welche  emalea. 
Distant  taf.  19  seiner  Rhopalocera  Malayana  zuerst  abbildete,  cf  ähnlich  wie  C.  calypso  (108  bj  aber  von 
grösserem  Habitus,  vorspringender  Apiealpartie  der  Vflgl,  welche  einen  gelben  Fleck  umschliesst  und  deutlich 
wellig  gezähnten  Hflgln.  Unterseite  mit  einer  costalwärts  erheblich  verbreiterten  Längsbinde  von  unentschieden 
gelblicher  Färbung,  welche  auf  den  Hflgln  schimmernd  weiss  wird  und  sich  zwischen  der  hinteren  Radiale 
und  der  vorderen  Mediana  plötzlich  verengt.  Uncus  robust,  distal  stark  gekrümmt.  Valve  ungewöhnlich  breit 
mit  einem  in  stumpfem  Winkel  gekrümmten  hackenartigen  Ansatz.  —  martini  Frühst,  aus  Pahang  und  Deli-  martini. 
Nordost-Sumatra,  dürfte  der  Trockenzeitform  angehören.  Oberseits  erscheint  der  Distalsaum  der  Hflgl  von 
der  Unterradiale  an  gelb,  anstatt  schwarz  und  die  Grundfärbung  der  Flügelunterseite  heller  und  monotoner 
gelb.  Die  weisse  Discalbinde  der  Hflgl  ist  breiter  und  zwischen  den  Radialen  nicht  so  stark  verschmälert  als 
bei  bajadeta.  Es  ist  möglich,  dass  sich  bajadetina  und  martini  als  Zeitformen  einer  Art  herausstellen.  aber 
nachdem  wir  von  West-Sumatra  bereits  einen  scharf  differenzierten  Papilio,  eine  Pareba,  Euploea,  Danaida 
und  ein  Nymphklium  kennen,  die  alle  engste  Beziehungen  mit  Java  zeigen,  ist  es  ziemlich  wahrscheinlich, 
dass  wir  es  auch  bei  den  Cirroehroa  mit  geographischen  Rassen  zu  tun  haben.  Malayische  Halbinsel,  Nord- 
Ost-Sumatra.  Bingham  hat  emalea  neuerdings  auch  in  zwei  Exemplaren  von  Victoria-Point,  Südtenasserim. 
empfangen.  —  bajadetina  Frühst,  nähert  sich  auffallender  Weise  viel  mehr  dem  javanischen  Typus  und  raoana  bajadetina. 

IX  62 


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CIRROGHROA.  Von  H.  Fruhstorfeh. 


Moore  von  Borneo  als  martini  von  Perak  und  Nord-Ost-Sumatra :  bajadetina  ist  grösser  als  bajadeta  und 
unterseits  etwas  lichter  in  der  Färbung.  Die  weissen  Apicalflecken  der  Vflglunterseite  sind  grösser  und 
prominenter,  die  weisse  Discalbinde  der  llflgl  aber  erheblich  schmäler  und  zwischen  den  Radialen  ebenso  eng 
zusammengeschnürt  wie  bei  bajadeta,  während  sie  bei  martini  ziemlich  gleich  breit  bleibt.  Der  Distalsaum  der 
Hflgloberseite  differiert  von  bajadeta  dadurch,  dass  er  sich  von  der  hinteien  Radiale  an  verschmälert  und 
einer  rötlichgelben  Submarginalbinde  Raum  gönnt,  während  er  bei  Java-Exemplaren  bis  in  den  Analwinkel  gleich 
breit  schwarz  verläuft.  Die  submarginalen  Lunulae  von  bajadetina  sind  etwas  reduzierter  und  stehen  isolierter 
bajadeta.  als  hei  Javanern  Bewohnt  West-Sumatra.  —  bajadeta  Moore  stammt  aus  Java  und  stellt  eine  wohldifferenzierte 
Inselrasse  dar.  cf  kleiner  als  die  bisher  aufgezählten  Vikarianten,  unterseits  bunter,  mit  prägnanteren  Weiss¬ 
binden  der  Hügl.  ?  oberseits  mit  ausgedehnterem  schwarzen  Randgebiet  aller  Flügel,  so  dass  die  Submarginal¬ 
zone  der  Vflgl  erheblich  verschmälert  wird.  Unterseite  lebhafter  gefärbt  als  selbst  bei  Borneo-Exemplaren, 
die  gelblichen  Anteterminallinien  schmäler,  cf  sehr  häufig,  ?  ziemlich  selten.  Ost-  und  West-Java  bis  zu 
ravana.  ca.  700  m  Erhebung.  ravana  Moore  ist  verglichen  mit  emalea  und  bajadetina  im  ?  verschieden  durch  ver¬ 
mehrte  Schwarzzeichnung  und  die  reicher  rotbraun  beschattete  Unterseite.  Aus  Nord-  und  Südost-Borneo  in 
lapaona.  meiner  Sammlung,  anscheinend  nicht  selten.  —  lapaona  Kheil  (¥-lunulata  Kheil )  bildet  die  vom  allgemeinen 
Typus  am  schärfsten  gesonderte  geographische  Form.  Gestalt  kleiner,  Vflgl  mehr  abgerundet,  Oberseite  fahler 
gelb.  Unterseite  licht  orangefarben  mit  verengter  weisser  Medianbinde.  ¥  sehr  cf-ähnlich,  vom  cf  nur  zu 
separieren  durch  markantere  gelbe  Antiterminal  Wellenbinden  der  Vflgl  und  unterseits  durch  die  reicher  weiss 
decorierte  distale  Partie  der  Hflgl.  Insel  Nias,  häufig. 

C.  malaya  und  deren  Lokalrassen  werden  von  einigen  Autoren  als  Trockenzeitform  von  C.  emalea 
aufgefasst.  Beide  besitzen  viel  Gemeinsames  in  der  Zeichnungsanlage,  der  Verteilung  der  schwarzen  Median¬ 
punkte  der  Hflgl  und  der  Submarginalfleckung  im  Apicalteil  der  Vflglunterseite.  malaya  differiert  aber  anderer¬ 
seits  wesentlich  durch  das  Fehlen  der  gelben  Subapicalmakel  der  Vflgloberseite  und  besonders  durch  den  Aus¬ 
fall  der  schwarzen  Schuppen  auf  sämtlichen  Adern  der  Oberseite  der  Vflgl.  Auf  der  Vflglunterseite  ver¬ 
breitet  sich  die  Medianbinde  costalwärts  nur  unerheblich  und  das  Mittelband  der  Hflgl  bleibt  von  der  Costa 
bis  zum  Analwinkel  unverändert  ohne  irgendwelche  Einschnürung  in  der  Zellgegend.  Klammerorgane  gleich¬ 
falls  divergierend.  Uncus  schwach,  spitz,  distal,  nicht  gekrümmt.  Valve  kleiner,  kürzer  mit  in  spitzen  Winkel 
auslaufenden  und  dorsal  nochmals  eingebogenem  Ansatz.  Verbreitung  der  Art  im  makromalayischen  Gebiet 
malaya.  mit  Ausschluss  von  Java.  —  malaya  Fldr.  ist  die  im  Colorit  am  blässesten  gebliebene  Zweigrasse,  mit  zier¬ 
lichen  schwarzen  Randlinien  und  Medianpunkten  der  Hflgl.  Bei  ihr  treten  infolge  der  schmalen  Umrahmung 
der  Vflgl  auch  deutliche  Sexualstreifen  an  der  fünften  Subcostale  und  der  vorderen  Radiale  auf,  die  aus 
kurzen  Strichen  gelber  modifizierter  Schuppen  bestehen,  welche  indessen  bei  der  Borneo-Rasse  wieder  ver¬ 
schwinden,  sich  aber  noch  bei  natuna  Frühst,  erhalten  haben.  Perak  und  Nordost-Sumatra;  ¥  noch  unbekannt; 
denn  das  Exemplar,  welches  Distant  (Taf.  lOf,  3)  als  ¥  abbildet,  ist  die  Regenzeitform  von  malaya ,  für  welche 
J0 mi'tuna  c^ei‘  Name  johannes  Btlr.  eintreten  kann.  —  natuna  Frühst.  Die  natuna- Rasse  differiert  von  malaya  aus 
Singapore  etc.  durch  den  schmäleren  schwarzen  Marginalsaum  der  Vflgl  und  das  ausgedehntere  subcostale 
Gelb  auf  diesen,  wodurch  der  schwarze  Subapicalfleck  isoliert  erscheint,  der  bei  malaya  mit  dem  schwarzen 
Costalrand  zusammenstösst.  Die  Discalmakeln  der  Hflgl  sind  doppelt  so  gross  als  bei  malaya  und  calypso 
calypso.  Wall,  von  Borneo.  Die  Grundfärbung  der  Flügel  ist  ein  lichtes  Gelb.  - —  Natuna-Inseln.  —  calypso  Wall. 
(108  b)  folgt  der  allgemeinen  Regel,  dass  die  Borneo-Rasse  des  makromalayischen  Gebiets  im  dunkelsten  Kleide 
erscheint.  Der  schwarze  Distalsaum  aller  Flügel  ist  bei  calypso  fast  noch  einmal  so  breit  als  bei  malaya  und 
natuna ,  auch  die  Submarginalbinden  der  Hflgl  sind  viel  ausgedehnter.  Die  weissen  Discalbinden  der  Flügel¬ 
unterseite  verbreitern  sich  und  im  Apicalteil  treten  weisse  Makeln  auf,  die  durch  ihre  Grösse  an  die  Subapical- 
flecken  von  bajadeta  Moore  erinnern.  Das  ¥  von  calypso  hat  einen  noch  markanteren  schwarzen  Aussensaum 
als  das  cd  und  prächtige,  ansehnliche,  dunkelstrohgelbe,  seidenglänzende  Submarginalbinden,  welche  von  dem 
dunkelbraunen  Basalteil  durch  eine  scharf  abgesetzte  schwarzbraune  Discalbinde  getrennt  werden.  Das  calypso 
¥  sieht  dem  ravana  Moore  ¥  ziemlich  ähnlich,  hat  aber  rundlichere  Flügel  und  nicht  so  rein  weisse  und 
baluna.  geradliniger  verlaufende  Discalbinden  der  Flügelunterseite.  —  Nord-Borneo  im  Alluvialland.  Als  baluna 
Frühst,  ist  die  Berg-  und  Hegenzeitform  der  calypso  beschrieben,  namentlich  im  ¥  differenziert  durch  noch  mehr  aus¬ 
gebreiteten  schwarzen  Randsaum  aller  Flügel  und  die  dadurch  zurückgedrängte  gelbliche  Submarginalzone 
der  Vflgl.  Unterseite  rötlich,  statt  verschwommen  grauweiss,  und  mit  viel  schmälerer  aber  reiner  weisser 
Längsbinde.  Vom  Kina-Balu. 


C.  satellita  ist  über  Makromalayana  mit  Ausschluss  von  Java  verbreitet  und  geht  noch  im  Norden  auf 
Palawan  über.  Unterseite  schön  hellgelb,  nach  aussen  etwas  nachdunkelnd.  Beide  Flügel  von  einer  breiten 
weissen,  auf  den  Vflgl  nach  dem  Costalsaum  zu  aber  strohgelben,  beiderseits  rötlich  begrenzten  Binde  durchzogen. 
Hflgl  dann  noch  mit  der  allerdings  incompletten  schwarzen  bei  Cirrochroa  üblichen  Punktreihe.  Zwei 
satellita.  geographische  Zweige:  satellita  Btlr.  mit  dem  irrtümlichen  Vaterland  „Hongkong“  beschrieben  im  Vorkommen 
auf  die  malaysche  Halbinsel  sowie  Nordost-Sumatra  beschränkt.  Scheint  sehr  lokal  zu  sein,  denn  sie  fehlte 


CIRRÜCHROA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


491 


in  den  grossen  Serien,  weiche  mir  von  West-Sumatra  zugingen.  Ein  schwacher  Flieger  der  Ebene,  den  Wald 
bewohnend.  Die  gelbe  Zone  der  Vflgl  nahe  dem  Analsaum  distal  ausbiegend.  —  illergeta  subsp.  nov.  1108h  iiicrgcta. 
als  satellita  abgebildet),  differiert  von  der  vorigen  durch  die  analwärts  sich  nicht  erweiternde  gelbe  Binde 
der  Vflgl,  welche  durch  einen  ausgedehnten  schwarzen  Distalsaum  eingeengt  wird.  Unterseite  sofort  zu  unter¬ 
scheiden  durch  die  namentlich  auf  den  Hflgln  fast  doppelt  so  breite  weisse  Medianbinde,  die  bis  zur  Anal¬ 
falte  complett  durchzieht  und  auch  auf  den  Vflgln  schärfer  abgesetzt  ist.  Submarginalgebiet  mit  deutlichen 
perlmutterfarbenen  Flecken  auf  den  Vflgln,  mit  einer  weissen  Submarginallinie  auf  den  Hflgln.  Aus  Nord- 
Rorneo,  Kina-Balu-Gebiet  in  meiner  Sammlung,  nach  Staudinerr  auch  auf  Palawan  als  grosse  Seltenheit 
vorkommend;  ?  nur  wenig  grösser  und  obersei  ts  lichtergelb  als  die  cf  cf. 

C.  orissa  hat  dieselbe  Verbreitung  wie  C.  satellita  nur  fehlt  sie  auf  Palawan.  Hflgl  mit  gelben  Streifen 
längs  der  Subcostaladern,  welche  als  Sexualstrigae  aufgefasst  werden  können  und  auch  die  Submediana  und 
hintere  Mediana  basalwärts  von  gelben  Linien  begleitet,  die  sich  von  der  rotbraunen  Basalfärbung  abheben. 

orissa  Fldr.  (107  g).  Auf  den  Vflgln  dringen  zwei  bis  drei  Radialstreifen  in  den  schwarzen  Apicalbelag  orissa. 
ein.  Unterseite  vorherrschend  gelblich  mit  rötlichbraunem  Distalgebiet  der  Hflgl.  Vflgl  von  einer  breiten 
cremefarbenen  Schrägbinde  durchzogen.  Hflgl  ähnlich  jenen  von  satellita,  aber  mit  schärfer  abgetrennter 
intensiver  perimutter  schimmernder  Längsbinde.  Nordost-  und  West-Sumatra,  nur  im  Walde,  häufiger  als 
satellita  besonders  im  Juni  und  August.  Malayische  Halbinsel.  — -  orissides  Frühst,  cf  unterscheidet  sich  von  orissides. 
typischen  Exemplaren  von  der  Malayischen  Halbinsel  durch  die  dunkler  gelbe  Discalbinde  der  Vflgl.  Der 
Distalsaum  der  Hflgl  ist  viel  breiter  schwarz.  Unterseite:  Die  Grundfarbe  dunkler  braun,  im  Apicalteil  der 
Vflgl  fast  schwarz.  Die  weissen  Subapicalflecken  sind  noch  einmal  so  breit.  Die  Discalbinde  der  Hflgl  zwischen 
den  Radialen  stark  eingeschnürt  und  nach  innen  und  aussen  intensiver  rotbraun  begrenzt.  Apicalteil  der  Vflgl 
ohne  gelbe  Radialstreifchen.  ?  weniger  stattlich  als  der  cf.  Vflgl  von  einer  fahlen  gelben,  manchmal  creme¬ 
farbenen  Transversalbinde  durchzogen.  Basalregion  der  Unterseite  vorherrschend  rauchgrau,  nicht  rötlich 
ockerfarben  wie  beim  cf.  Nord-Borneo,  Kina-Balu-Gebiet. 

C.  clagia  wurde  bisher  ausserhalb  Sumatra  und  Java  nicht  beobachtet,  hat  demnach  ein  sehr  beschränktes 
Verbreitungsgebiet  und  ist  neben  Fuploea  gamelia  Hbn.  und  Friboea  Jcadeni  Fldr.  einer  der  wenigen  Tagfalter, 
welche  nur  auf  Java  und  Sumatra  Vorkommen  resp.  diesen  beiden  Inseln  gemeinsam  und  ausschliesslich 
angehören.  Unterseite  mit  rötlichgelber  Basal-  und  rotbrauner  Aussenhälfte,  die  durch  eine  auf  den  Vflgln 
costalwärts  verbreiterte  weissliche  Längsbinde,  die  jener  von  C.  malaya  gleicht,  geschieden  werden.  Adern 
der  Oberseite  der  cfcf  schwarz  belegt,  auf  den  Vflgln  dringen  zwei  gelbe  Radialstrigse  in  den  schwarzen 
Aussensau m  ein.  —  clagia  Godt.  ist  auf  ganz  .Java  auf  Höhen  von  3 — 700  m  nirgendwo  selten.  ?  grösser  als  clagia. 
der  cf,  oberseits  heller  gelb,  die  schwarzen  Punktflecke  der  Hflgl  stattlicher.  Unterseite  mit  reichem  violettem 
Schimmer  in  der  Submarginalzone.  Ost-Java-Exemplare  sind  kleiner  als  solche  aus  dem  Westen,  unterseits 
in  der  Basalpartie  dunkler  angeflogen,  die  Mittelbinde  nicht  so  prägnant  und  rein  weiss.  *)  —  clagina  Frühst,  clagina. 
(108  b)  differiert  von  typischen  Javanen  durch  den  schmäleren  schwarzen  Aussensaum  der  Hflgl,  wodurch  die 
schwarzen  Discalpunkte  deutlich  sichtbar  werden  und  isoliert  stehen,  während  sie  bei  Javanen  vom  Distal- 
saum  umschlossen  und  mit  diesem  zusammengeflossen  sind.  Die  Unterseite  entfernt  sich  von  Java-Stücken  durch 
die  mindestens  doppelt  so  breite  und  viel  hellere  rötlich-weisse  Discalbinde  der  Vflgl  und  die  fast  nocheinmal 
so  ausgedehnte  weisse  Discalbinde  der  Hflgl.  Das  ?  hat  einen  schmäleren,  schwarzen  Aussensaum  als  Java-? 
und  differiert  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  abgesehen  von  der  breiteren  weissen  Discalbinde,  noch  durch  die 
viel  kleinere,  schwarze  Punktreihe.  West-Sumatra.  Exemplare  von  Nordost-Sumatra  fehlen  mir;  clagina 
tritt  aber  im  Gebiete  von  Del i  als  die  seltenste  der  dortigen  Cirrochroa  vom  Mai  bis  Oktober  und  auf  Er¬ 
hebungen  von  über  300  m  auf.  C.  clagia  leitet  in  gewisser  Beziehung  bereits  über  zu  den  prächtigen  Arten 
der  celebisch-papuanischen  Subregion,  nämlich  C.  semiramis  und  C.  regina.  Auf  den  Philippinen  tritt  an 
Stelle  von  C.  clagia  und  C.  regina  eine  interessante  mir  in  natura  fehlende  Species  auf  nämlich: 

C.  menones  Semp.,  die  bisher  nur  im  Osten  der  Insel  Mindanao  aufgefunden  wurde,  menones  scldiesst.  menones. 
sich  eng  an  C.  imperialis  (108b)  an,  besitzt  jedoch  oberseits  nicht  deren  prächtigen  Blauschiller:  die  Oberseite 
hellrotbraun  mit  dunkler  Basis  und  breit  schwarz  belegtem  Distalgebiet.  Unterseite  bis  an  die  dunklere  Binde 
beim  cf  rötlichbraun,  beim  ?  etwas  ins  blaugraue  spielend.  Längsbinde  selbst  rotbraun  mit  beim  cf  rötlicher, 
beim  ?  milchweisser  Begrenzung. 

C.  semiramis  ist  in  der  Celebischen  Subregion  heimisch  und  verteilt  sich  dort  auf  zwei  Arealrassen:  semiramis. 
cf  oberseits  mit  rötlich  ockergelbem  Basalteil  und  breitem  bis  an  die  Zelle  herantretendem  dunkelblau  violett 
schillerndem  Randgebiet.  Letzteres  wird  durch  drei  lichtere  graublaue  Längsbinden,  von  welchen  die  mittlere 
stark  gewellt  ist,  unterbrochen.  ?  von  matterem  Colorit,  ausgedehnteren  graublauen  Binden  und  völlig  ver¬ 
düsterter  Oberseite,  welche  entweder  ganz  mit  blauschwarzen  Schuppen  bedeckt  sein  kann,  oder  eine  rotbraune 

*)  Die  Rp  hat  Herr  Dr.  Piepers  in  West-Java  entdeckt.  Rp  lichtgrün,  Kopf  ebenso,  die  beiden  Kopfhörner  etwas 
dunkler;  Gestalt  etwa  wie  die  einer  Cethosia- Rp.  Die  Pp  jedoch  wie  eine  Issoria- Pp. 


492 


TERINOS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


semiramis. 


ninos. 


kurze  Aufhellung  der  Medianregion  aufweist.  Unterseite  von  jener  der  nachfolgenden  regina  dadurch  differen¬ 
ziert,  dass  die  Vflgl  keine  scharf  abgeschnittene  Längsbinde,  sondern  nur  ein  nach  hinten  sich  verbreiternde 
gelbliche  Aufhellung  führen.  Ausserdem  ist  das  gesamte  Distalgebiet  gelblich  mit  ausgedehnten  grauweissen 
Zonen,  statt,  rotbraun  mit  schmalen  silberglänzenden  Wellenlinien.  Beim  ?  tritt  auf  den  Vflgln  eine  bis  zum 
Costalsaum  durchgehende  innen  schwach  rötlich  begrenzte  weisslich  schimmernde  Medianzone  auf.  —  semiramis 
Fldr.  stammt  aus  dem  Norden  der  Insel  und  differiert  von  der  südlicheren  Rasse  durch  schmälere  distale 
weissgraue  Kappen  der  rotbraunen  Fleckenserie  der  Vflgl-Unterseite.  —  ninos  subsp.  nov.  (108c  als  semiramis ) 
fand  ich  im  Süden  der  Insel  in  der  Nähe  des  Wasserfalls  von  Maros  vom  November  bis  Januar.  Vom  $ 
existiert  ausser  der  abgebildeten  noch  eine  grössere  Form  mit  dunkel  lehmgelber  schmaler  Medianbinde  der 
Oberseite  aller  Figl.  ?  mit  grauer  Basal-  und  völlig  silherweisser  graubeschatteter  Distalpartie  der  Unterseite. 

C.  regina  zerfällt  in  eine  Reihe  von  Arealformen,  welche  das  Papua-Gebiet  und  die  Nord-Molukken 
bewohnen.  Ihr  geographischer  Polymorphismus  äussert  sich  namentlich  auf  den  Molukken  schon  auf  sehr 
kurze  Distanz  und  sind  namentlich  die  ??  der  Batjan-  und  Obi-Rassen  so  differenziert,  dass  sie  nahe  dem 
Specieswert  stehen,  cd  cf  gleichen  mehr  oder  minder  der  abgebildeten  Form  imperialis  (108  b),  nur  wechselt 
die  Breite  des  blauen  Distalgebiets  je  nach  der  Lokalität.  Dasselbe  gilt  für  die  Unterseite,  auf  welcher  sich 
namentlich  die  Längsbinde  örtlich  unterscheidet  durch  die  Art  der  distalen  Begrenzung.  Man  kann  zwei 
Variationsrichtungen  erkennen,  je  nachdem  die  ??  mannähnlich  oder  vom  cf  verschieden  sind.  Die  einzige 
paulouma.  mir  bekannte  monochrome  Form  bewohnt  Batjan  sowie  Halmaheira  und  ist  als  paulowna  Frühst,  beschrieben. 

cf  sehr  ähnlich  dem  als  imperialis  abgebildeten  cf,  das  ?  dagegen  oberseits  dem  semiramis  ninos-%  (108  c) 
gleichkommend.  ?  Basalhälfte  der  Figl  dunkelbraun,  Aussenhälfte  mit  sehr  breiten,  zum  Teil  violetten,  zum 
Teil  bräunlichen  Binden.  Distalsaum  nicht  scharf  begrenzt,  sondern  mit.  der  proximalen  Flglfärbuug  verschmolzen. 
Unterseite  mit  auffallend  verbreiterten  Median-  und  Wellenbinden,  die  rotbraune  Submarginalbinde  aufgehellt, 
fast  dreimal  breiter  als  bei  ducalis  und  princesa.  Halmaheira  (Type  im  British  Museum),  1  ?  Batjan  in  der 
princesa.  Collection  Fruhstorfer.)  —  princesa  Frühst.  (108b  als  imperialis,  Unterseite)  Oberseite:  Ockerfarbene  Flglpartie 
lichter,  ausgedehnter,  der  distale  dunkelviolette  Aussensaum  erheblich  schmäler,  Wellenbinde  der  Vflgl  leuchtend 
blau,  beim  ?  stärker  gebrochen  als  bei  den  Papuarassen  und  mit  Rudimenten  einer  antemarginalen  Parallel¬ 
binde  begleitet.  Insel  Obi.  —  nasica  Frühst.  Distale  Wellenbinde  der  Figlunterseite  viel  heller  (fast  silbergrau) 
als  die  proximale,  die  Zacken  sämtlicher  Binden  spitzer.  Waigiu.  —  regina  Fldr.  Violetter  Aussensaum  aller 
Figl  breiter  angelegt  als  bei  den  Formen  von  Neu-Guinea,  Submarginalbinden  der  Vflgl  kompletter,  ausge¬ 
dehnter.  Aru,  von  Wallace  entdeckt.  Fehlt  mir,  doch  sah  ich  Exemplare  im  British  Museum  —  myra 
Frühst.  (108b  als  imperialis- cf),  cf?  Distalhälfte  aller  Figl  dunkelblauviolett  mit  lichteren  gewellten  Submar¬ 
ginalbinden.  Unterseite:  Basalteil  aller  Figl  blaugrau  beschuppt  mit  breiter  ockerfarbener  und  prominenter 
weisser  Medianbinde.  Distalpartie  mit  ansehnlichen,  breiten,  bleiglanzartigen  Wellenbinden  durchzogen.  Kapaur, 
ducalis.  S.-W.  Neu-Guinea.  -  ducalis  I Voll.  Submarginalbinden  bei  cf  und  ?,  namentlich  der  Hflgl,  etwas  prägnanter 
als  bei  der  vorigen  Unterseite:  Basalhälfte  ausgedehnter  ockergelb  und  gering  graublau  beschuppt.  Weisse 
Medianbinde  sehr  schmal,  die  bleiglanzartigen  Submarginalbinden  obsolet.  Humboldtbay,  von  W.  Doherty, 
sophene.  gesammelt.  —  sophene  Frühst,  cf  kleiner  als  die  vorigen  die  blauvioletten  Submarginalbinden  auf  den  Vflgln 
schärfer  abgesetzt,  auf  den  Hflgln  obsolet.  Zeichnungen  der  Unterseite  mehr  begrenzt,  die  rotbraunen  Binden 
ausgedehnter,  die  Wellenlinien  dunkler  grauviolett,  Basalhälfte  der  Figl  rötlich  grau.  Milne-Bay,  Juni  bis 
November,  Hansemannberg,  Friedrich  Wilhelmshafen,  Deutsch  Neu-Guinea,  2  efef  Coli.  Fruhstorfer.  Hagen 
fmg  (Juli)  auf  1000  Fuss  Höhe  nur  cf?  bei  Simbang,  während  im  Februar  ein  Jahr  vorher  zwei  englische 
Sammler  mehrere  hundert  Exemplare  erbeuteten,  ein  Beweis  für  das  periodische  Auftreten  der  Form. 

C.  imperatrix  Sm.  bisher  nur  in  einem  von  Doherty  auf  der  Insel  Biak,  dem  Schouteneiland  der 
Holländer,  in  der  Geelvink-Bai  entdeckten  Exemplar  bekannt,  differiert  von  regina  durch  die  auch  in 
der  Basalregion  aller  Figl  völlig  blauschimmernde  Oberseite.  Unterseite  der  Vflgl  mit  grossen  schwarzen 
distal  nur  unbedeutend  weisslich  umrandeten  Makeln.  Die  silberweisse  Medianlinie  gleichfalls  sehr  schmal. 


nasica. 

regina. 

myra. 


imperatrix. 


12.  Gattung:  Teriuos  Bsd. 

Die  wenigen  Arten  dieser  individuenarmen  Gattung  sind  mit  einem  prachtvollen,  blauvioletten,  sammt- 
artigen  Schiller  geschmückt  und  hiedurch  von  den  nahe  verwandten  Cynthien  und  Cirrochroen  leicht  zu 
unterscheiden.  Ihr  Hauptcharakter  liegt  in  den  behaarten  Augen  (welche  bei  den  Argynniden  fast,  durchgehends 
nackt  erscheinen),  in  der  Abzweigung  der  Subcostaläste  und  der  Richtung  der  hinteren  Discocellularis,  womit 
die  Hflgl-Zellen  geschlossen  sind  und  den  riesigen  Sexualflecken.  Bei  Terinos  steht  der  1.  Subcostalast  vor 
dem  Zellende,  der  2.  am  Zellende  selbst  oder  bald  danach,  der  3.  und  4.  nahe  zusammen  und  in  ziemlicher 
Entfernung  von  demselben.  Die  hintere  Discocellularis  mündet  beim  cf  am  Ursprung  des  zweiten  Medianastes, 
beim  ?  dagegen  zwischen  dem  1.  und  2.  Ast.  Auch  ist  der  gesägte  Vorderrand  in  den  Vflgln  charakteristisch. 
Die  Zelle  der  Hflgl  ist  auffallend  klein  und  wird  durch  eine  feine,  in  beiden  Geschlechtern  zwischen  dem  1 . 
und  2.  Medianast  mündende  hintere  Discocellularis  geschlossen.  Ausserdem  besitzen  die  efef  eine  tiefe  Haut¬ 
falte  jenseits  der  Zelle,  wie  die  Cynthia  und  Cirrochroa.  Palpen  aufgeschwollen  wie  bei  Cirrochroa.  Das 


T  E  R I N  0  S.  Von  H.  F ruhstorfer. 


493 


Hauptcharakteristicuni  der  Tennos  bleibt  jedoch  ihr  unbeständiges  Geäder.  Dieses  ist  nämlich  nicht  nur  von 
Art  zu  Art  abweichend,  sondern  auch  von  Geschlecht  zu  Geschlecht  und  ändert  sich  sogar  bei  den  einzelnen 
Individuen.  In  der  Regel  sind  Geäder-Differenzen  generisch,  selten  wechselnd  von  nahe  verwandten  zu  den 
nächsten  Arten.  Rei  den  Tennos  finden  wir  sie  jedoch  als  sexuelle  Auszeichnung  und  wir  treffen  sie  in 
ungewöhnlichem  Masse  von  Species  zu  Species  variierend.  Alles  in  allem  beobachten  wir  bei  den  Terivos 
so  viel  Wechselndes,  dass  auch  sie  denjenigen  Nyinphaliden-Genera  anzureihen  sind,  die  sich  noch  in  voller 
Evolution  befinden  und  wohl  einem  phylogenetisch  jungen  Zweige  des  grossen  Nymphaliden-Stammes  angehören. 

Die  cf  cf  aller  Arten  führen  schwarze  Duftpelze  längs  den  Radialen,  den  Medianadern  und  der  Sub- 
mediana  der  Vflgl,  sowie  der  Subeostal-  und  Radialadern  der  Hflgl,  die  zu  einem  dichten  glänzenden  Flecken 
zusammenfliessen  und  bei  den  östlichen  Arten  auf  den  Hflgln  sich  sogar  bis  zur  vorderen  Mediana  der  Hflgl 
ausdehnen.  Den  ??  aller  Species  ist  gemeinsam,  dass  die  hintere  Discocellulare  stets  vor  der  Abzweigung 
der  beiden  vorderen  Medianadern  auf  den  Medianstamm  stösst.  Der  Verlauf  der  Discocellulare  ist  somit  bei 
den  ??  constant,  während  er  bei  den  cfcf  wechselt  und  ein  sicheres  Gharakteristicuin  für  die  Gruppierung 
der  cf  cf  ergibt.  Die  Verwandtschaft*)  mit  den  Cynthia  kommt  zum  Ausdruck  durch  den  vorspringenden  Apex 
der  Vflgl,  der  sich  am  prägnantesten  bei  den  wenigen  continentalen  Rassen  findet  und  sich  auf  dem  Wege 
nach  Osten  immer  mehr  abrundet  und  die  Schwanzanhänge  der  Hflgl,  von  welchen  dasselbe  gilt.  Ans  Genus 
Cirrochroa  gemahnt  die  Bänderung  der  Unterseite  und  bei  den  indochinesischen  Rassen  wiederholen  sich  sogar 
die  Färbungsmotive  in  der  Weise,  dass  die  Unterseite  der  cfcf  rötlich,  jene  der  ??  grau  oder  blauweiss  coloriert 
ist.  Sehr  veränderlich  zeigt  sich  die  Analfärbung  der  Oberseite  der  Hflgl,  die  sich  von  Inselrasse  zu  Inselrasse 
abstuft  und  ein  gutes  Beslimmungs-  und  Erkennungsmerkmal  abgibt.  Ueber  die  Jugendstadien  ist  nichts  bekannt. 

Nach  Hagen  sind  es  echte  Waldtiere,  die  sich  mit  schwankem,  wenig  energischem  Flug  gern  an  den  Büschen 
schattiger  schmaler  Waldwege  umhertreiben.  Sie  setzen  sich  häufig  mit  gefalteten  Flgln  auf  Blätter.  Alle 
Tennos  sind  Bewohner  der  Ebene  und  es  scheint,  dass  sie  nirgendwo  über  die  Vorberge  hinausgehen.  Auf 
Java  fand  ich  eine  Art  auf  etwa  500  in  Erhebung.  Nach  Martin  umkreisen  sie  ziemlich  rastlos  Waldbäume 
und  sic  scheinen  nach  seinen  Beobachtungen  nur  eine  Generation  zu  haben,  was  für  continentale  Formen 
nicht  zutrifft,  weil  mir  von  dort  klimatischer  Polymorphismus  bekannt  ist.  Den  Hauptsitz  der  Gattung  bildet  das 
makromalayische  Gebiet,  wo  sich  drei  Arten  begegnen,  während  die  östlicheren  insein  nur  je  eine  Species 
beherbergen,  mit  Ausnahme  von  Neu  Guinea,  wo  zwei  Arten  Vorkommen,  von  welchen  jedoch  die  eine  die 
andere  ausschliesst  und  jede  ihr  scharf  begrenztes  Gebiet  zu  eigen  hat. 

a)  Die  Medianadern  gabeln  sich  beim  cf  auf  ca  2  mm  Entfernung  ausserhalb  der  Einmündung  der  hinteren  Discocellulare. 

T.  terpander  bezeichnet  die  habituell  kleinste  Species  des  Genus,  die  zugleich  die  am  geringsten  ent¬ 
wickelten  Duftflecken  der  Vflgl  aufzuweisen  hat.  welche  dort  nicht  allein  erst  jenseits  der  Zelle  beginnen, 
sondern  im  vorderen  Teil  nicht  zusammenfliessen,  so  dass  die  vordere  Radiale  einen  isolierten  Schuppenstreif 
aufweist.  Hflgl  entweder  mit  breitem  orangefarbenem  Distalgebiet  oder  mit  weissen  subanalen  Makeln  oder 
einfarbig  blau  je  nach  der  Heimatinsel.  Unterseite  rotbraun,  aber  von  allen  bekannten  Arten  leicht  zu  unter¬ 
scheiden  durch  sehr  breite,  lebhaft  bleigrau  schillernde  Längsbinden,  zu  denen  sich  bei  einigen  Formen  auch 
noch  rein  weisse  nach  hinten  verbreiterte  Submarginalbinden  der  Hflgl  gesellen.  Verbreitungsgebiet  Makro- 
malayana;  in  der  Sammlung  Semper  befindet  sich  ein  mit  der  Namenstype  nahe  verwandte  Form  aus  Luzon. 

robertsia  Btlr.,  ?  differiert  oberseits  vom  abgebildeten  cf  (108  c)  durch  eine  schwarze  Aussenhälfte  der  robertsia. 
Vflgl  Oberseite  und  eine  das  blaue  Feld  der  Hflgl  an  der  Zellwand  abtrennende  schwarze  Längsbinde. 

Hflgl  unterseits  mit  einer  aus  drei  Halbmondflecken  bestehenden  weissen  Binde,  die  von  der  vorderen  Radiale 
bis  zur  Submediane  hinzieht.  Malayische  Halbinsel.  —  teos  Nicev.  führt  auf  den  Hflgln  entweder  gar  keine  teos. 
oder  nur  eine  undeutliche  rötliche  subanale  Aufhellung,  doch  wiederholt  sich  unterseits  die  bei  robertsia  rein 
weisse  Region  als  bleigraue,  schimmernde  Binde,  teos  ist  die  häufigste  Tennos  des  nordöstlichen  Sumatra  und 
liegt  mir  in  einer  grossen  Serie  auch  aus  dem  Westen  der  Insel  vor.  November,  Dezember  ist  die  Haupt¬ 
flugzeit  in  Deli.  —  niasica  Frühst,  bildet  eine  Intermediatform  zwischen  robertsia  und  teos,  indem  die  Hflgl  niasica. 
eine  leichte  weisse  Aufhellung  zeigen,  die  jedoch  nicht  so  deutlich  zu  Tage  tritt,  wie  bei  robertsia.  Insel  Nias, 
sehr  selten;  nur  ein  cf  bekannt,  Type  in  der  Sammlung  Thieme.  —  natunensis  Frühst.  (108c).  Das  ?  unter-  natunensis. 
scheidet  sich  von  terpander  Hem.  durch  das  Auftreten  von  zwei  blauen  Fleckchen  im  mittleren  Teil  der 
schwarzen  äusseren  Vflglhälfte  und  auf  den  Hflgln  durch  die  mehr  wie  zwei  Drittel  an  Breite  reduzierte 
gelbliche  Subanalbinde.  Dafür  gewinnt  das  dunkle,  violette  Submarginalband  an  Ausdehnung.  Unterseite: 

Vflgl  etwas  matter  in  der  Färbung  als  terpander.  Die  silbrig  weisse  Submarginalbinde  der  Hflgl  entsprechend 
der  Oberseite  ebenfalls  verschmälert.  1  ?  von  Bunguran,  Natuna.  Vflgllänge  4 1  mm,  von  terpander  $  45  mm. 

—  bankanensis  subsp.  nov.  gleicht  vielmehr  der  Namenstype  als  der  benachbarten  sumatranischen  teos.  Hflgl  bankanensis. 
mit  breiter,  dunkel  ockergelber  Submarginalzone  und  ebensolcher  schmaler  Randbinde.  ?  mit  ausgedehnterem 
Terminalsaum,  aber  zurückgebildetem  Submarginalfeld,  das  sich  wie  beim  cf  jedoch  bis  zur  hinteren  Radiale 
hinzieht.  Type  aus  Banka,  im  Museum  München.  —  terpander  Heiv.  bedeutet  die  farbenschönste  Inselrasse  terpander. 

*)  Tegumen  in  keiner  Beziehung  zu  Cynthia  mit  kurzem  verkümmertem  Uncus,  medial  mit  häutigen  Gebilden;  Valve 
breit  kurz  von  Gestalt,  etwa  wie  bei  Cupha ,  aber  mit  zwei  dorsalen  Hautlappen  und  von  allen  Issorididi  abweichend  durch  einen 
geweihartigen,  zweispitzigen  Aufsatz  (Anklang  an  Argynnis.) 


494 


TERINOS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


mit  ausgedehntem  hellorangefarbenem  Aussensatnn  des  Hflgls,  der  auch  beim  ?  nur  von  einer  ganz  schmalen 
schwarzen  Subterminallinie  durchzogen  wird.  Unterseite  reich  weiss  garniert  mit  sehr  grossem  weissem 
Apicalfleck  der  Vflgl  und  einer  ansehnlichen  weissen  Submarginalbinde,  die  von  der  vorderen  Radiale 
picpersi.  an  den  Hflgln  schmückt.  Aus  Nord-Borneo  und  Pontianak  in  Anzahl  in  meiner  Sammlung.  —  piepersi  Mart. 
wurde  neuerdings  in  West-Java  entdeckt  und  September  1909  in  der  Entomolog.  Zeitschr.  Stuttgart  p.  114  be¬ 
schrieben.  Sie  steht  an  Grösse  zwischen  der  grösseren  terpander  teos  Nicev.  von  Sumatra  und  der  kleineren 
terpander  robertsia  Btlr.  von  der  malayischen  Halbinsel  und  kommt  in  Zeichnung  und  Färbung  zweifellos  der 
continentalen  robertsia  am  nächsten,  was  ja  nach  so  vielen  Präzedenzfällen  von  einem  Javatier  nicht  anders 
zu  erwarten  ist.  Es  sei  übrigens  im  Voraus  bemerkt,  dass  die  Subspecies  von  terpander  alle  unter  sich  sehr 
gut  verschieden  sind  und  dass  man  ohne  Kenntnis  der  vielleicht  nur  wenig  differierenden  Larven  fast  an 
eigene,  gute  Species  denken  könnte,  was  die  Autoren  der  älteren  Arten  auch  für  sicher  annahmen.  Während 
nun  robertsia  am  Aussenrande  der  Hflgl-Oberseite  nur  2  weissliche  Keilflecke  mit  2  entsprechenden,  gelblichen 
Randmöndchen  zeigt,  hat  piepersi  drei  solche  zusammenfliessende  Flecke  vom  dunklen  Gelb  des  alten  Elfen¬ 
beines  und  zieht  sich  diese  dunkle  Elfenbeinfarbe  am  Aussenrande  bis  zum  Apex  der  Subcostale  hinauf. 
Infolge  dieser  starken  Aufhellung  des  Aussenrandes  sind  auch  die  beiden  dunkelblauen  Marginallinien  besser 
und  weiter  zu  verfolgen  als  bei  allen  anderen  Subspecies.  Auf  der  Flgl-Unterseite  finden  wir  am  Aussen¬ 
rande  ein  zusammenhängendes,  weisses  Randgebiet,  welches  an  der  Submediana  beginnt  und  an  Breite  zu¬ 
nehmend  bis  zur  unteren  Radiale  reicht;  auch  der  Zwischenraum  zwischen  den  beiden  Marginallinien  ist  in 
gleicher  Ausdehnung  rein  weiss.  Bei  robertsia  bestehen  an  gleicher  Stelle  nur  2  weisse,  getrennte  Keilllecke, 
während  bei  teos  das  gleiche  Gebiet  blaugrau  und  bei  terpander  weissgelb  erscheint.  Die  Grundfarbe 
der  neuen  Art  ist  satter  als  bei  allen  anderen  Subspecies  und  auch  die  dunkelroten  Bänder  und  Flecken 
der  Unterseite  beider  Figl  sind  dunkler,  reicher  und  prägnanter.  Der  bläulichweisse  Apicalfleck  der  Vflgl- 
Unterseite  ist  grösser,  heller  und  deutlicher  als  bei  den  anderen  terpander- Formen.  Alle  terpander- Subspecies 
zeigen  eine  feine,  ziegelrote  Bestäubung  der  Discocellularen  der  Vflgl-Oberseite;  dieser  Charakter  ist  bei  piepersi 
am  stärksten  entwickelt.  Leider  nur  nach  einem  cf  aus  der  Umgebung  von  Sukabumi.  Das  Tier  scheint 
entschieden  auf  Java  selten,  sehr  selten  zu  sein,  seltener  als  Papilio  caunus  oder  Charaxes  Jcadeni,  nachdem 
es  bis  heute  unbekannt  geblieben  ist.  Ich  sah  auf  Sumatra  oft  die  ??  von  teos  um  mir  unbekannte,  ziemlich 
hohe  Waldbäume  offenbar  mit  Eiablage  beschäftigt  herumfliegen;  anscheinend  sind  diese  Bäume  auf  Java 
nahezu  ausgerottet  und  auf  einer  zufälligen  Reserve  konnte  meine  vorliegende  Type  gefangen  werden.  (Martin.) 

b)  Die  Medianadern  gabeln  sich  ausserhalb  der  hinteren  Discocellulare. 

T.  clarissa  ist  die  am  weitesten  verbreitete  Species,  bewohnt  Makromalayana  und  tritt  im  Norden  auf 
clarissa.  die  südlichen  Philippinen  über.  —  clarissa  Bsd.  gilt  als  einer  der  seltensten  Javafalter,  von  dem  ich  in  drei 
Jahren  nur  zweier  cfcf  und  dreier  ??  habhaft  werden  konnte.  Er  ist  mir  zudem  nur  im  Westen  der  Insel, 
südlich  von  Sukabumi  in  den  Djampangs  begegnet,  in  kleinen  Wäldchen  auf  Kalkhügeln  von  etwa  5 — 600  m 
Meereshöhe.'  cf  oberseits  wie  malayana  (108  c)  doch  mit  ziemlich  ausgedehntem,  wenn  auch  nicht  so  breitem 
gelblichrotem  Distalsaum  der  Hflgl.  ?  vorwiegend  schwarz  mit  dunkelblauer  Basis  der  Vflgl  und  einem 
schmalen  ebensolchen  Medianstreif  der  Vflgl.  Der  Hflgl  analwärts  gelb  mit  nur  geringem  rötlichem  proximalen 
Hauch.  Hflgl,  dann  noch  mit  einem  schrägen  intramedianen  blauen  Streifen,  welcher  den  gelblichen  Analsaum 
begrenzt  und  zwei  schwächlichen  Halbmonden  und  zwei  runden  violetten  Makeln  im  Analfeld.  Unterseite  des 
cf  rotbraun  mit  violettweissen  Längsbinden  und  einem  stark  gewellten  rötlichgelben  Submarginalband,  das  sich 
bei  allen  Vikarianten  wiederholt.  ?  vorherrschend  grau  mit  weisslichem  Analgebiet  und  blasser  gelber  Sub- 
malayana.  marginalbinde.  —  malayana  Frühst.  (108  c)  von  der  malayischen  Halbinsel  und  von  Singapore  wurde  bei  clarissa 
schon  wiederholt  erwähnt:  die  Art  scheint  aber  immer  mit  anderen  verwechselt  worden  zu  sein,  weil  sie  Distant 
in  den  „Rhopalocera“  nicht  aufführt.  Vor  einigen  Jahren  gelang  es  mir  nun  in  London  zwei  Terinos  unter 
den  Vorräten  eines  Händlers  auszugraben,  welche  die  Etikette  „Penang“  tragen.  Die  beiden  Exemplare  gehören 
in  die  Nähe  von  clarissa.  Sie  sind  etwas  kleiner  als  Borneo-  sowie  Java-Stücke  und  harmonieren  auf  der 
Unterseite  namentlich  mit  solchen  aus  Borneo.  Auf  der  Flügeloberseite  machen  sich  aber  bedeutende  Differenzen 
bemerklich.  Der  orangefarbene,  anale  Saum  der  Hflgl  ist  beim  $  ganz  verschwunden  und  durch  einen  schmalen, 
weisslichen  Anflug  ersetzt.  Das  cf  trägt  nur  eine  schmale,  orangerote  Submarginalbinde,  welche  von  der 
Unterseite  durchscheint.  Der  Distalsaum  selbst  ist  schwarz  und  die  violetten  und  schwarzen  Submarginal¬ 
möndchen  sind  viel  prominenter  als  bei  clarissa  aus  anderen  Fundorten.  Das  ?  kommt  sehr  nahe  dem  Java- 
?  von  clarissa ,  nur  hat  es  einen  längeren  und  schmäleren  Apex  der  Vflgl,  der  an  atlita  erinnert.  Im  Discal- 
teil  der  Vflgl  befindet  sich  eine  deutliche,  rotbraune  Binde,  welche  den  Java-Stücken  fehlt.  Die  Hflgl  sind 
reicher  blau  wie  bei  clarissa.  Die  Unterseite  ist  farbenreicher  und  dunkle",  mit  prominenteren  Binden  und 
einer  helleren  weissgrauen  Submarginal-  und  Analzone  der  Vflgl.  Penang  cf?,  1  cf  Nordost-Sumatra  in  Coli. 
diunaga.  Fruhstorfer.  Nach  Hagen  und  Martin  sehr  selten  auf  Sumatra.  —  diunaga  Frühst,  bewohnt  den  Westen 
von  Sumatra  und  wurde  mir  von  dort  aus  den  Padang’schen  Bovenlanden  zugesandt.  Sie  nähert  sich,  wie  wir 
dies  bei  westsumatranischen  Faltern  gelegentlich  beobachteten,  mehr  der  javanischen  Namenstype,  ist  habituell 
grösser  als  diese  und  führt  ein  schmales  orangefarbenes  Analfeld  der  Hflgl,  das  von  einer  violetten  Binde  zer¬ 
teilt  wird  und  drei  violette  Halbmonde  umschliesst.  Unterseite  von  lebhafter  rotbraunen  Binden  als  clarissa. 


T E RI N 0  S.  \7 on  H .  F ruhstok ff.r. 


495 


bedeckt.  —  nympha  Wall.  (108  d  als  nyinphaea)  umschreibt  die  farbenfreudigste  Form.  ?  grösser  als  clarissa-  nympha. 

?,  ausgedehnter  und  lichter  blauviolett:  Hfl  gl  satter  rotgelb  mit  markanteren  Mondflecken.  Unterseite  der  r 
noch  heller  und  bunter  als  bei  diunaga-%  mit  sehr  schmalen  rötlichen  ausgedehnten  weissliehen  Binden  durch¬ 
zogen.  In  Nord-  und  Süd-Borneo  anscheinend  nirgendwo  sehr  selten  —  bangueyana  subsp.  nov.  steht  sehr  bangueyana. 
nahe  der  javanischen  clarissa ,  ist  jedoch  habituell  kleiner,  der  rötliche  Analsaum  der  llllgl  wesentlich  schmäler 
und  die  Unterseite  der  Hflgl  zeigt  eine  düster  ockergelbe  sehr  verengte  Submarginalbinde  auf  dunklerem 
Untergründe.  Von  der  dem  Norden  Borneos  vorgelagerten  Insel  Banguey,  cf  in  Coli.  Staudixger. 
luciella  subsp.  nov.  von  der  nördlich  von  Banguey  gelegenen  Philippineninsel  Balabac  schliesst  sich  bereits  luciella. 
eng  an  lucia  Stgr.  von  Palawan  an,  oberseits  dunkler,  aber  dennoch  von  leuchtenderem  Blau  und  einer 
intensiv  dunkel  rotgelben  Analregion  der  Hflgl,  die  mit  grösseren,  dunkleren  und  schärfer  abgesetzten  .Mond¬ 
flecken  besetzt  ist,  als  bei  lucia.  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  farbiger,  satter  rotbraun  und  ausge¬ 
dehnter  violett  beschattet.  Type  in  Sammlung  Staudinger.  — -  lucia  Stgr.  bewohnt  Palawan,  gleicht  im  cf  der  lucia. 
nympha,  von  der  sie  in  der  Hauptsache  differiert  durch  einen  violett  überhauchten,  etwas  satter  gelbroten 
Analsaum  der  Hflgl.  ?  ist  dagegen  wohl  differenziert  durch  das  vorherrschend  hell  chocoladebraune  Colorit 
der  Oberseite  aller  Flügel,  die  nur  noch  schwache  Spuren  von  ßlaufleckung  aufweisen.  Unterseite  fahler  als 
beim  nympha-%.  —  lucilla  Btlr.  ist  eine  weitere  melanotische  Rasse;  oberseits  etwas  Ähnlichkeit  mit  diunaga  Incilla. 
verratend,  durch  eine  deutliche  violette  Binde  im  satt  orangefarbenen  aber  breiteren  Analgebiet  der  Hflgl. 

—  Unterseite  der  Hflgl  mit  kleineren  rotbraunen  Medianmakeln  als  bei  lucia.  Von  Butler  aus  Luzon  be¬ 
schrieben,  aber  nach  Semper  nur  auf  Mindanao  vorkommend.  Ein  cf  meiner  Sammlung  soll  aus  Mindoro 
sein.  Flugzeit  Mai  und  November.  Nordost-Mindanao  auf  der  nördlich  vom  9  Breitengrad  liegenden  Halb¬ 
insel.  —  ludmilla  Stgr.  führt  einen  kürzeren  blauen  Vorderrandstreifen,  doch  ist  die  Unterseite  heller  als  bei  ludmilla. 
lucia.  Insel  Sangir.  —  militum  Obthr.  hat  von  allen  Arten  den  am  weitesten  ausgezogenen  Apex  der  Vflgl  militum. 
und  zugleich  den  ausgedehntesten  etwas  citrongelben  Analsaum  der  Hflgl.  Die  schwarzen  oder  blauen  Ein¬ 
lagen  im  gelben  Distalgebiet  äusserst  undeutlich.  ?  nur  geringfügig  vom  cf  verschieden,  vorherrschend  braun. 

ohne  blaue  Medianbinde  aber  scharf  abgetrenntem  blauem  Basalfeld  der  Vflgl.  Die  mir  vorliegenden  5 
Exemplare  unterseits  mit  entschiedenem  Trockenzeitcharacter,  ohne  Bänderung,  nur  beim  ?  sehr  schmalen 
Längsstreifchen.  Auf  der  fahlen,  verwaschenen  Unterseite  der  Hflgl  steht  wie  bei  Polygonia  c.  album  ein 
weisser  Hacken,  da  wo  die  Medianfalte  einen  Zellabschluss  vortäuscht,  und  zwar  völlig  isoliert,  weil  die  bei 
den  übrigen  clarissa  Formen  den  ganzen  Flügel  durchziehende  helle  Binde  fehlt.  Die  Unterseite  aller  Flügel 
errinnert  an  trockene  Blätter  und  ist  eigentümlich  sand-  oder  erdbraun;  nur  bei  den  ?  macht  sich  die  ur¬ 
sprünglichen  Bänderung  noch  bemerklich,  die  übrigens  mehr  Aehnlichkeit  mit  atlita  F.  aufweist,  als  mit  clarissa. 
militum  hält  in  der  Färbung  der  Flügeloberseite  die  Mitte  zwischen  violetten  clarissa  und  dunkelblauen  atlita. 

Die  Analhälfte  der  Hflgl  prächtig  gelb,  mit  einem  Stich  ins  rötliche,  während  clarissa  orange  getönt  und 
mit  violettem  Hauch  überzogen  ist.  In  der  Gestalt  der  Duftflecken  kommt  militum  aber  clarissa  nahe,  während 
bei  atlita  die  Duftflecken  sich  viel  mehr  verbreitern  und  die  obere  Hälfte  der  Zelle  ausfüllen.  Das  ?  hat  nur 
die  Basalhälfte  der  Vflgl  und  die  Zelle  der  Hflgl  prächtig  blau  gefärbt.  Der  ganze  Aussenteil  der  Vflgl  ist 
dunkel  chokoladenbraun,  von  schwarzen  Binden  durchzogen.  Die  Hflgl  sind  rotbraun,  mit  schwarzbraunem 
Costalsaum.  Die  Analzone  etwas  dunkler  gelb  als  beim  cf  und  die  Submarginalmonde  sind  in  der  Costal- 
und  Analgegend  etwas  deutlicher  als  beim  cf.  Die  Unterseite  heller  grau,  matt  glänzend  und  von  rot¬ 
braunen  und  gelblichen  Binden  durchzogen.  Vor  dem  Apex  steht  innerhalb  des  weissen  Fleckes  ein  schwarzer 
Punkt,  der  auch  bei  teuthras  vorhanden  ist.  Wenn  wir  die  Pieper’sche  Theorie,  Arten  mit  lang  vorspringen¬ 
dem  Vflgl-Apex  und  den  längsten  Analanhängen  der  Hflgl,  gelten  lassen,  dann  ist  militum  phylogenetisch  die 
älteste  Form,  militum  vereinigt  die  Charaktere  von  clarissa  (Oberseite)  mit  teuthras  (Unterseite)  Tonkin, 

Than-Moi,  Juni,  Juli,  sehr  selten.  —  falcata  Frühst.  (=  falcipennis  Fällig )  ist  nur  eine  schwache  Lokalrasse  falcata. 
der  vorigen,  vielleicht  sogar  nur  eine  Intermediat-  oder  extreme  Trockenzeitform.  Alle  Flügel  dunkler  und 
weniger  reich  violett  getönt.  Das  Gelb  im  Analwinkel  mehr  sandfarben  und  reichlicher  rot  begrenzt.  Die 
Exemplare  etwas  kleiner  als  die  normalen  Tonkin-Exemplare.  Siam.  Hinlap,  auf  300  m.  Januar.  —  lioneli  lioneli. 
Frühst,  umschreibt  eine  unterseits  reicher  gebänderte  Form,  wie  sie  Niceville  und  Bincham  aus  Tenasserim 
abbilden  mit  oberseits  mehr  an  clarissa  anklingendem  Colorit  des  Analfeldes  der  Hflgl  und  etwas  gerundeterem 
Apex  der  Vflgl.  Vielleicht  ist  aber  lioneli  auch  nur  die  Regenzeitform  der  militum,  was  durch  datiertes 
Material  später  leicht  zu  ermitteln  sein  wird. 

ß.  Die  vorderen  Medianadern  gabeln  sich  beim  cf  an  der  Einmündung  der  hinteren  Discocellulare. 

T.  atlita  die  am  längsten  bekannte  Species  des  Genus  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluss  von 
Java  und  bewegt  sich  in  derselben  Färbungsrichtung  der  einzelnen  Inselrassen  wie  T.  clarissa.  Auch  bei 
atlita  hat  Borneo  den  luxuriantesten  Typus,  Perakstücke  halten  die  Mitte  und  Smnatraner  sind  am  dunkelsten. 

—  atlita  F.  (108d  als  atlites )  ist  unterseits  nicht  so  lebhaft  rotbraun  und  von  einer  weniger  gewellten,  röt-  atlita. 
liehen  oder  gelben  Submarginalbinde  durchzogen  als  T.  clarissa.  Den  Hflgln  fehlt  auch  der  weisse  intranervale 
Strich  distal  von  der  Zelle  und  die  ??  führen  am  Analwinkel  der  Vflgl  eine  weisse  Aufhellung,  die  clarissa 

am  Hflgl  trägt.  Im  Fliigelschnitt  gleichen  alle  atlita  Formen  mehr  der  T.  clarissa  militum.  Nicht  sehr  selten, 
in  den  Wäldern  der  Alluvialebene  von  Nordost-Sumatra  und  auch  aus  den  Padang’schen  Bovenlanden,  West- 


496 


TERINOS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


tenthrcis.  Sumatra  in  meiner  Sammlung.  —  teuthras  Ilew.  von  der  malayischen  Halbinsel  und  Singapore  differiert  von 
atlita  durch  das  Vorhandensein  eines  gelblichen,  violett  überhauchten  Transcellularfeldes  der  Hflgl,  das  von 
der  Submediana  bis  zur  hinteren  Radiale  sich  ausdehnt,  aber  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sich  nicht  wieder- 
fulminans.  holt.  -  fulminans  Btlr.  (phalaris  Weym.)  führt  ein  dunkelviolettes  statt  blaues  Basalgebiet  aller  Flügel  und  eine 
rötlichbraune  Begrenzung  des  Duftpelzes  der  Vgfl,  sowie  eine  fleckenlose  bis  an  die  Zelle  vordringende,  röt¬ 
lichgelb,  violett  überhauchte  Analzone  der  Hflgl.  Exemplare  aus  Nord-Borneo  sind  grösser,  reicher  rötlich¬ 
braun  gebändert  als  solche  aus  dem  Südosten  der  Insel.  Shelford  erwähnt  aus  dem  Gebiet  des  Batang  Lupar- 
tlusses  eine  der  teuthras  nahestehende  Form  aus  Sarawak.  ?  von  fulminans  scheint  selten  zu  sein,  es  fehlt 
meiner  Sammlung. 

T.  abisares  schliesst  sich  in  der  Form  des  Flügelschnittes  und  der  Art  der  Zeichnungsverteilung  der 
Unterseite  vielmehr  clarissa  an,  deren  östliche  Fortsetzung  abisares  bildet,  und  wird  hier  nur  eingefügt  wegen 
der  Structuridentität  mit  T.  atlita.  Unterseite  grau  mit  markanten  rötlichen  Fleckenserien  der  Vflgl,  welche 
sich  nicht  zu  compacten  Binden  wie  bei  clarissa  vereinigen.  Hflgl  mit  einer  intramedianen,  kühn  gezackten 
rötlichen  Submarginalbinde  und  sehr  grossen  transcellularen  länglichen  rotbraunen  Makeln.  Duftpelz  der  Ober¬ 
seite  der  c?c?  fast  die  ganze  Zelle  bedeckend  und  auf  den  Hflgln  bis  zur  vorderen  Mediane  durchgezogen.  ? 
ähnlich  dem  clarissa -?  aber  weniger  blaugeschmückt  und  mit  dunkler  rotgelbem  Analfeld  das  wie  bei  clarissa 
diunaga  von  einer  markanten  subterminalen  Wellenbinde  zerschnitten  wird  und  zudem  noch  vier  intramediane 
abisares.  Halbmonde  trägt.  Zwei  Arealrassen:  abisares  Fldr.  (108  d)  bewohnt  den  Norden  der  Insel  und  wurde  von 
poros.  mir  bei  Toli-Toli  am  Rande  der  Strandwaldungen  November — Dezember  gefangen;  -  poros  Frühst,  differiert 
von  abisares  Fldr.  aus  Nord-Celebes  in  ähnlicher  Weise  wie  amplior  von  taxiles.  Die  subanale  rötlichgelbe 
Region  der  Hflgl  beginnt  sich  zu  verdüstern  und  zu  verschwinden  Die  Unterseite  wird  lichter,  verwaschener. 
Sämtliche  Längsbinden  nehmen  einen  hellgrauen  Ton  an  und  die  mediane  Rotfleckung  wird  obsolet.*)  Um¬ 
gebung  von  Maros,  Flugzeit  November  bis  Januar. 

T.  taxiles  wurde  von  Hfavitson  irrtümlich  als  aus  Celebes  stammend  beschrieben;  ein  Versehen  das 
Wallace  1869  schon  corrigiert  hat,  indem  er  Batjan  als  Heimat  der  Species  ermittelte.  Flügelconturen  noch 
rundlicher  als  bei  abisares ,  die  anale  Rotfärbung  der  Hflgl  reduziert,  dagegen  macht  sich  auf  den  Vflgln  ein 
orangefarbener  Subapicalfleck  bemerklich.  ?  schwarzbraun  mit  geringen  Spuren  blauer  Makeln  und  völlig 
verdüstertem  Analgebiet.  Unterseite  verglichen  mit  abisares  gleichfalls  verdunkelt  mit  prägnanteren  rotbraunen 
taxiles.  Binden  und  Flecken.  Vier  geographische  Formen  sind  zu  registrieren.  —  taxiles  Hew.  Oberseite  schön  veil- 
blau  mit  samtbraun  glänzendem  Duftfleck,  der  die  Zelle  nicht  so  vollständig  bedeckt  wie  bei  abisares.  Unter- 
amplior.  seite  mit  sehr  breiten  rotbraunen  sowie  äusserst  schmalen  und  unbedeutenden  grauen  Binden.  Batjan.  —  amplior 
Frühst.  Der  auf  Batjan-Exemplaren  und  Hewitson’s  Figur  4  so  deutliche  subapicale  gelbe  Fleck  am  Costal- 
rand  der  Vflgloberseite  verschwindet.  Die  rötliche  Terminalregion  der  Hflgloberseite  ist  erheblich  reduziert 
und  nimmt  bei  einigen  Exemplaren  eine  graue  Färbung  an,  wodurch  amplior  den  Übergang  bildet  zu  helleri 
Frühst,  von  Waigiu.  Die  Flügelunterseite  reicher  mit  heller  grauen  Binden  durchzogen  als  taxiles.  Das  ? 
trägt  zwei  graugelbe  Binden  am  Distalsaum  aller  Flügel,  des  weiteren  macht  sich  eine  rudimentäre  rötlichgraue 
ultracellulare  Medianbinde  auf  den  Vflgln  bemerklich.  Die  submarginalen  Mondflecke  der  Hflgl  reichen  bis 
zum  Costalsaum  und  sind  fast  noch  einmal  so  breit  als  jene  von  abisares  Fldr.  und  poros  Frühst,  von  Celebes. 
helleri.  Halmaheira.  —  helleri  Frühst,  macht  oberseits  bereits  den  Eindruck  einer  distincten  Species,  besonders  weil 
ihr  ein  Charakteristikum  der  gesamten  Terinos  fehlt,  nämlich  der  violette  oder  blaue  Schiller  in  der  Basal¬ 
gegend  aller  Flügel,  an  dessen  Stelle  ein  vornehmes,  eigentümliches,  mattes  und  dunkles  Rotbraun  tritt,  von 
dem  sich  die  grossen  pelucheartigen  Duftpelzflecke  glanzvoll  abheben,  helleri  ist  sonst  noch  die  zeichnungs- 
und  farbenärmste  aller  Terinos.  Nur  im  Analwinkel  der  Hflgl  schimmern  von  der  Unterseite  die  Submarginal¬ 
binden  leichthin  durch.  Der  Analwinkel  selbst  licht  braun.  Das  ?  ist  am  Distalrand  aller  Flügel  etwas 
aufgehellt  und  zeigt  zwei  fahlbraune  Submarginalbinden.  Der  Medianteil  der  Vflgl  und  die  vordere  Hälfte 
der  Hflgl  sind  dunkelbraun  belegt,  während  der  Basalteil  satt  kakaofarben  und  etwas  heller  als  bei  den 
cTcf  aussieht.  Die  Analregion  der  Hflgl  wird  licht  kaffeebraun  mit  deutlich  transparenter  Uuterseitenfleckung. 
Die  Flügelunterseite  hat  noch  den  hm'As-Charakter  bewahrt  und  dies  war  ausschlaggebend,  um  helleri  mit 
taxiles  zu  vereinen.  —  helleri  ist  wesentlich  dunkler  braun  als  taxiles  und  tethys,  die  rotbraune  Längsbänder¬ 
ung  jedoch  obsoleter.  Die  Aufhellung  des  Distalsaumes  der  Hflgl  im  Fortschreiten  und  gemahnt  an  tetlujs. 
Der  Aussensaum  nicht  gelblich,  wie  bei  tethys ,  sondern  graubraun.  Insel  Waigiu.  Am  British  Museum 
befindet  sich  noch  eine  vierte  Form  mit  dem  vermutlich  irrigen  Vaterland  „Amboina“  die  oberseits  lichter¬ 
blaue  Felder  und  unterseits  ausgedehntere  silberweiss  schimmernde  Medianbinden  aller  Flügel  führt  als 
taxiles  und  amplior. 

T.  alurgis  schliesst.  sich  eng  an  T.  abisares  von  Celebes  an  und  zeigt  sogar  noch  schärfer  vor¬ 
springende  apicale  und  anale  Flügelconturen.  Die  Blaufärbung  ist  wiederum  prächtiger  und  bildet  einen 
Rückschlag  zur  clarissa-F  ormenr  ei  he,  der  sich  auch  das  ?  mehr  nähert,  als  etwa  den  geographisch  näher 
alurgis.  liegenden  Molukkenrassen.  alurgis  Godm.  (108  d)  aus  Port-Moresby,  British  Neu-Guinea  beschrieben,  ist 
oberseits  leuchtend  hellblau  Der  Duftpelz  der  Vflgl  tritt  nur  fast  unmerklich  über  den  Zellschluss  hinaus 


*)  Klammerorgane  in  der  Gattungsdiagnose  beschrieben. 


Ausgegeben  10 ■  V.  1912. 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


497 


Analgebiet  der  Hflgl  etwa  wie  bei  clarissa ,  etwas  schmäler  und  nur  von  nahezu  verloschenen  Halbmond  flecken 
und  Spuren  einer  anteterminalen  Binde  unterbrochen.  Unterseite  ähnlich  jener  von  taxiles,  aber  mit  fahler 
rotbraunen  Längsbinden.  —  novaguineensis  Tryon  ist  oberseits  noch  intensiver  blau  als  aluryis  und  vielleicht  novaSLl‘ne- 
nur  eine  Zeitform  der  oberseits  etwas  matter  blauen  aluryis.  Fundort  die  Milne-Bai. 

T.  tethys  bewohnt  im  Gegensatz  zu  aluryis,  welche  auf  die  Australien  zugewandte  Küste  Neu-Guinea's 
beschränkt  ist,  das  nördliche  Gestade  dieser  Insel  und  einige  seiner  Trabanten.  Charakteristisch  für  die  Art 
ist  der  gelbe  Apicalfleck  der  Vflgl  und  ein  lichtgelber  Analsaum  der  Hflgl,  welche  sich  beide  untersei ts  als 
fahle  Aufhellungen  der  ohnehin  schon  lichtbraunen  Unterseite  wiederholen.  Costalsaum  der  Vflgl  je  nach  der 
Lokalität  mehr  oder  weniger  deutlich  von  dunkelviolett  zu  dunkelblau  wechselnd,  aber  stets  nur  schmal  mit 
Neigung  zum  Verschwinden.  ?  vorherrschend  braun  mit  schwarzer  Medianpartie  und  nur  geringen  Besten 
der  Blaufärbung  nahe  dem  Costalrand  der  Vflgl.  —  tethys  Hew.  mit  weissem  oder  nur  leicht  cremefarbenem  tethys. 

Apicalfleck  der  Vflgl  und  rötlicher  Subanalregion  der  Hflgl;  Insel  Mysole,  sehr  selten.  —  udaios  Frühst.  (108 c)  udaios. 

lässt  sich  von  tethys  Hew.  leicht  unterscheiden  durch  den  ockergelben  anstatt  weisslichen  oder  weissen  Apical¬ 
fleck  der  Vflgl-Oberseite.  Die  Hflgl  sind  gleichfalls  dunkler.  Die  bei  tethys  deutlich  vorhandene  rötliche  Subanal¬ 
region  der  Hflgl  fehlt  und  die  weissliche  anale  Region,  die  sich  bei  tethys  bis  zum  Schwanz  ausdehnt,  ist  auf  ein 
schmäleres  Feld  zwischen  dem  2.  u.  3.  Medianast  reduziert.  Auch  die  Flgl-Unterseite  ist  ärmer  an  Weiss,  des  weiteren 
erscheint  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  von  udaios  braun,  anstatt  rötlich  gelb.  Das  ?  (108  c)  präsentiert  sich  lichter 
braun  als  das  cd,  der  Subapicalfleck  der  Vflgl  wird  fahlgelb,  die  Analregion  der  Hflgl  graugelb.  Die  Unterseite 

zeigt  ein  verwaschenes  Kolorit  mit  ausgedehnteren  gelblich  grauen  Apical-  und  Anal  flecken.  Ursprünglich  aus 

der  Humboldt-Bai,  Holländisch  Neu-Guinea,  beschrieben,  (Flugzeit  September,  Oktober);  mir  ging  die  Art  neuer¬ 
dings  auch  aus  Kaiser- Wilhelmsland  zu,  wo  sie  Dr.  Eugen  Werner  in  der  Nähe  von  Friedrich-Wilhelmshafen 
entdeckte.  Es  befinden  sich  2  cd  cd  3  ??  von  dort  in  der  Collection  Fruhstorfer.  —  wahnesi  Hell,  dagegen  ist  wahnesi. 
eine  Vikariante  von  Finschhafen,  die  von  udaios  differiert  durch  einen  deutlicheren  dunkelblauen  Saum  längs 
der  Costalregion  der  Vflgl.  Das  Analgebiet  der  Hflgl  führt  nur  einen  ganz  unbedeutenden  verdüsterten  bräun¬ 
lichgelben  Anflug.  Die  Verteilung  der  papuanischen  Terinos  ist  eine  sprungweise,  zusammenhanglose.  In  den 
weitverb reileten  taxiles- Stamm  dringen  in  Mysole  und  im  nördlichen  Neu-Guinea  die  hellen  fotf/n/s- Formen  ein. 

In  Britisch-Neu-Guinea  fehlen  beide  und  werden  ersetzt  durch  aluryis  Godm .,  die  sich  in  ihrer  brillanten  hell¬ 
blauen  Oberseitenfärbung  der  clarissa-nympha- Gruppe  des  makromalayischen  Gebiets  nähert,  sich  aber  durch 
die  Zeichnungsmotive  der  Unterseite  wieder  eng  an  taxiles  anschliesst;  ein  Rückschlag,  der  bei  T.  maddelena 
noch  vollkommener  ist.  Wohin  wir  blicken,  Ueberraschungen,  die  darauf  zurückzuführen  sind,  dass  in  der 
Nymphalidenwelt  kleine  Ursachen  leicht  grosse  Veränderungen  hervorzurufen  vermögen. 

T.  maddelena  Sm.  Eine  ausgezeichnete  Species,  kenntlich  durch  die  fast  kreisrunden  Hflgl.  cf  auch  maddelena. 
auf  den  Vflgln  ohne  jeden  apicalen  Vorsprung.  Vflgl  mit  Ausnahme  eines  etwa  am  Zellende  beginnenden 
schön  blauvioletten  Streifens,  völlig  von  einem  schwarzen  Androconienpelz  bedeckt.  Hflgl  mit  einem  quadra¬ 
tischen  bis  zur  hinteren  Radiale  sich  erstreckenden  Duftfleck.  Die  Zelle  und  das  gesamte  Mediangebiet  blau, 
vom  Duftfleck  an  bis  zum  Analwinkel  zwei  durch  eine  blaue  Linie  separierte  gelbliche  Subterminalbinden. 

Unterseite  etwa  wie  bei  taxiles  amplior  Frühst.,  jedoch  mit  prominenter  rotgelber  Submarginal-  und  zwei 
deutlichen  hellgelben  Subterminallinien.  Die  transcellularen  braunen  Makeln  wie  bei  T.  abisares  Fldr.  und 
taxiles  Hew.,  so  dass  maddelena  sich  mehr  den  molnkkischen  Formen,  als  jenen  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea 
anschliesst.  Beim  ?,  das  Pagenstecher  1899  vortrefflich  abbildete,  ist  das  Blau  der  Vflgl  über  das  ganze 
Submarginalgebiet  hin  ausgedehnt  und  auch  auf  den  Hflgln  verbreitert,  nur  die  Analfalte  und  den  Costalsaum 
freilassend.  Sehr  selten,  nur  einige  Exemplare  aus  Neu-Pommern  (Flugzeit  März)  und  Neu-Hannover  bekannt. 

Tribus  Cethosiini. 

13.  Gattung:  Cetliosia  F. 

Eines  der  äusserlich  am  schärfsten  umschriebenen  und  daher  mit  grösster  Sicherheit  zu  erkennenden 
Genera,  schliesst  es  sich  dennoch  in  der  Rpnform,  der  Structur  eng  an  Cynthia  an,  auch  leben  die  Rpn  wie  bei  den 
Cynthia  auf  Passifloren.  Die  leicht  aufgeblasenen  Palpen  bringen  Cethosia  in  die  Nähe  der  Issorini  und  Aryynnini. 

Sehr  eigentümlich  ist  dagegen  die  Form  der  Fussklauen,  welche  ohne  Anhängsel  sind,  wodurch  sie  sich  von 
allen  indoaustralischen  Nymphalidengattungen  absondern  und  sich  den  neotropischen  Dionini  nähern,  deren 
Rpn  gleichfalls  auf  Passifloren  leben,  die,  aber  structurell  durch  die  gewinkelte  hintere  Discocellulare  der  Vflgl, 
das  Fehlen  eines  Zellschlusses  der  Hflgl  die  einfache  Präcostale  scharf  von  den  Cethosia  getrennt  sind.  Von 
den  Dionini  sowohl  wie  auch  den  Cynthia  differieren  die  Cethosien  durch  den  buchtig  ausgezähnten  Flügelrand. 

An  Terinos  erinnert  die  Unbeständigkeit  des  Geäders  der  einzelnen  Arten,  welches  bei  beiden  Geschlechtern 
erheblich  abweicht.  So  entspringt  der  erste  Subcostalast  der  Vflgl  beim  cf  von  C.  bernsteini  proximal 
vom  Zellende,  beim  2  genau  an  der  vorderen  Zellecke,  doch  schwanken  diese  Merkmale  wie  bei  Terinos 
manchmal  innerhalb  der  Art.  Dadurch  dass  aber  niemals  zwei  Subcostaläste  vor  dem  Zellende  ab- 
zweigen,  entfernt  sich  Cethosia  von  Cynthia  und  Terinos  sowie  Aryynnis  und  nähert  sich  den  neotropischen 
Dionini.  Präcostale  der  Vflgl  wie  bei  Cynthia ,  nach  aussen  gerichtet  mit  doppelter  Spitze.  Palpen  mässig  auf- 

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CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


geblasen,  dicht  behaart.  Fhlr  mit  allmählich  verdickter,  schwach  zugespitzter  Kolbe.  Die  Klammerorgane  sind 
sehr  eigentümlich,  die  Valve  tritt  weit  aus  dem  letzten  Segment  heraus,  ist  manchmal  als  glänzende  chitinisierte 
Halbkugel  sichtbar,  aber  bei  einigen  Arten  durch  lange  Haarborsten  verdeckt.  Uncus  bei  mehreren  Arten  verkümmert, 
beim  Ansatz  an  das  Tegumen  mit  zwei  seitlichen  hörnerartigen  Dornen  (C.  biblis,  penthesilea).  Bei  C.  myrina 
und  cydippe  ist  der  Uncus  schlank,  spitz.  Penis  äusserst  schmal,  nadelspitz.  Valve  distal  mit  bei  den  ein¬ 
zelnen  Arten  verschiedenen,  zahnartigen  Gebilden.  Rp  auf  Passifloren,  von  schwarzer  oder  brauner  Grundfarbe 
mit  gelben  Einschnitten  oder  mit  braunen  Ringen  und  gelbem  Gürtel;  in  der  Regel  gesellig  und  namentlich 
in  der  Jugend  in  Kolonien  beisammen  sitzend.  Sie  gleichen  etwas  jenen  der  Heliconius,  Kopf  rundlich  auf 
dem  Scheitel  leicht  gekerbt  mit  zwei  schwach  divergierenden  Hörnern,  entweder  so  lang  oder  kaum  länger  als 
der  Kopf.  Körper  walzenförmig,  an  den  einzelnen  Segmenten  tief  eingeschnitten,  Rücken  mit  seitlich  ver¬ 
ästelnden  Dornen,  etwa  wie  bei  den  Cynthia- Rpn.  Die  Pp  soll  jener  der  Gattung  Heliconius  ähnlich  sein  und 
ist  auf  alle  Fälle  eine  Copie  der  Cynthia- Ppe,  nur  weniger  abenteuerlich  geschmückt.  Sie  ist  hängend,  schlank 
mit  zwei  grossen  blätterartigen  Anhängseln,  welche  von  der  Mitte  des  Rückens  abstehen  und  einer  Anzahl 
kleinerer  Vorsprünge  auf  dem  Kopf,  Thorax  und  Abdomen.  Farbe  wechselnd  braun  mit  helleren  und  dunkleren 
Schatten,  manchmal  mit  Goldflecken  versehen.  Entwicklungszeit  vom  Ei  bis  zum  Falter  etwa  vier  Wochen. 
Die  Imago  zählen  zu  den  buntesten  Tagfaltern  des  Ostens.  Dominierend  ist  rotbraune  Grundfarbe  mit  violettem 
Schiller  und  breiter  schwarzer  Flügelumrahmung.  Transcellulare  Flecken,  Felder  oder  Halbmonde  sind  Regel, 
ferner  ist  allen  Arten  gemeinsam  eine  zierliche  manchmal  gleichmässig  gewellte,  häufiger  aber  kühn  geschwungene 
aus  scharfen  Zacken  oder  Spitzbogen  geformte  Submarginallinie  der  Figl.  Sämtliche  Arten  ohne  Ausnahme  sind 
dem  Geschlechtsdimorphismus  unterworfen,  der  in  den  meisten  Fällen  hochdifferenziert  erscheint  und  sich  nur 
bei  einigen  Formen  nicht  auch  zugleich  in  Farbencontrasten  äussert.  Die  ??  selber  sind  polychrom,  es  gibt 
cf -ähnliche  und  hellfarbene  von  weisslicher,  gelblicher,  ja  fast  grüner  Variation.  Wie  bei  den  Cynthia  haben 
fast  alle  Arten  mindestens  zweifarbige  ??;  und  die  insulare  und  lokale  Differenzierung  nimmt  nach  Osten  zu. 
Tertiäre  männliche  Sexualorgane  besitzen  die  Cethosien  nicht,  einigen  Arten  ist  jedoch  ein  höchst  aromatischer 
oder  säuerlicher  Geruch  eigentümlich.  Martin  und  Hagen  bezeichnen  die  sumatranischen  Arten  als  waldbe¬ 
wohnend  und  sowohl  in  dichten  wie  lichten  Dschungeln  vorkommend  und  das  freie  Feld  vermeidend.  Nach 
meinen  Beobachtungen  auf  Java,  Lombok  und  Celebes,  sowie  Tonkin,  Anam  und  Siam  aber  meiden  sie  förmlich 
den  Schatten,  sich  am  Rand  des  Waldes,  breiter  Feldwege  oder  Kafleepflanzungen  fortbewegend.  Sie  sind 
blumenliebend,  gehen  gerne  auf  Lantana,  aber  auch  auf  niederes  Gesträuch  und  fliegen  langsam,  segelnd,  wie 
Danaiden.  Ihre  geographische  Verbreitung  deckt  sich  etwa  mit  jener  der  Gattung  Cynthia,  doch  gehen  sie  am 
Fusse  des  Himalaya  westlich  bis  Masuri,  nordwärts  über  Hainan  hinaus  noch  bis  Hongkong  und  etwa  bis  zum 
Yangtsekiang,  nach  Osten  aber  überschreiten  sie  Neu-Guinea  nur  auf  die  näherliegenden  Inseltrabanten  und  gehen 
nicht  wie  die  Cynthia  auf  die  Salomonen  über.  Alle  Cethosia  bevorzugen  das  Aluvialland  und  man  findet  sie 
mit  Ausnahme  einer  Art  (C.  biblis ),  die  in  Sikkim  bis  7000  Fuss  vordringt  und  C.  penthesilea,  die  auf  Java  noch 
Erhebungen  von  4000  Fuss  liebt,  nicht  über  der  submontanen  Zone,  also  höher  als  6 — 700  m  Höhe. 

a)  Erster  und  zweiter  Subcostalast  nahe  beisammen,  Discocellulare  der  Vflgl  auf  die  Gabelung  der  beiden  Median¬ 
adern  stossend.  Discocellulare  der  Hflgl  äusserst  schwach,  aber  stark  conkav  ausgebogen. 

C.  biblis,  die  formenreichste  und  am  weitesten  verbreitete  Species  der  Gattung,  ist  zugleich  habituell 
die  kleinste.  Tafel  110b  und  c  geben  eine  Vorstellung  der  Variabilitäts-Amplitude  und  des  Heterochromismus 
der  ??.  Vflgl  meist  mit  drei  Reihen  weisser  Submarginalpunktflecken  oder  Halbmonden,  die  bei  den  Rassen 
des  mikromalayischen  Gebiets  durch  den  vordringenden  schwarzen  Distalsaum  gelegentlich  absorbiert  werden, 
was  auch  für  die  transcellulare  Punktreihe  der  Hflgl  gilt.  Grundfarbe  rötlich,  beim  $?  entweder  rot  oder 
grünlich  (eine  Form  trägt  auch  weisse  Medianflecken  der  Hflgl-Unterseite)  mit  roter  Basal-,  gelbbrauner  Distal¬ 
partie,  welche  von  zwei  weissen,  beide  Flügefpaare  durchlaufenden  Binden  durchschnitten  wird.  Vflgl  dann 
noch  mit  drei  grünlichen,  schwarz  gesäumten  Längsstreifen  und  die  Hflgl  mit  einer  schräggestellten,  ebensolchen 
basalen  Binde.  Abdomen  des  cf  rot  mit  gelbem,  des  ?  braun  mit  weissem  Abdominalstreifen.  Rp  gelb  mit 
schwarzen  Längsstreifen  (logani)  oder  gelb  mit  schwarzem  Rücken  und  10  schwarzen  Gürteln  an  den  Seg¬ 
menten.  Kopf  schwarz  mit  ebensolchen  Hörnern,  Segmente  mit  4  Reihen  von  feinen  schwarzen  Dornen,  von 
welchen  die  lateralen  horizontal  abstehen.  Pp  nach  einer  Abbildung  von  Semper  graubraun  mit  schwarzen 
Punkten,  drei  gebogenen  Hörnern  am  Kopfe  und  ventralen  Tuberkeln  und  Spitzen.  In  Continental-Indien 
markieren  sich  Zeitformen;  Verbreitung  von  Vorderindien  (mit  Ausschluss  des  Südens  und  von  Ceylon)  bis  zu 
phanaroia.  den  Molukken  und  nordwärts  von  den  Philippinen  bis  Hainan  und  Hongkong.  —  phanaroia  subsp.  nov.  ist  der 
nördlichste  insulare  Zweig  der  Collectivspecies,  oben  von  melanotischem  Colorit,  mit  zurückgebildeten  weissen 
Transcellularmakeln  der  Vflgl,  unten  auffallend  bleich.  Selten  auf  Hongkong,  Flugzeit  März,  April,  in  Gärten 
und  besonders  in  Anzahl  anzutreffen  auf  Wag  lan,  einem  Felseninsel chen,  etwa  20  Seemeilen  südöstlich  von 
Hongkong,  wo  die  Rp  auf  einer  eingeschleppten  amerikanischen  Passiflora  (foetida)  gefunden  wurde.  Von  Dr. 
hainana.  Seitz  Anfang  Dezember  beobachtet.  —  hainana  Frühst,  bleibt  in  der  Grösse  etwas  hinter  den  Exemplaren  der 
Regenzeitform  aus  Tonkin,  Assam  und  Sikkim  zurück  und  führt  einen  viel  schmäleren,  schwarzen  Distalsaum 
der  Hflgl,  als  biblis  benachbarter  Territorien.  Oberseits  fällt  der  Mangel  an  Schwarzfleckung  im  Medianteil  der 
Vflgl  auf.  deren  Zelle  fast  ganz  hellrot  erscheint  und  nur  in  der  äusseren  Partie  schwarz  angeflogen  ist.  Auf 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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den  Hflgln  sind  die  transcellularen  Punkte  beim  cP  sehr  zierlich,  beim  ?  robust.  ?  Obersei ts  mit  markanterer 
submarginaler  Weisszeichnung,  hell  flaschengrün.  Unterseite  mit  erheblich  schmäleren  und  fahler  gelben  Median¬ 
binden,  ?  eigentümlich  verwaschen  graugrün,  auch  im  Basalteil  der  Figl,  welcher  bei  continentalen  biblis  bei 
den  sonst  grünen  ??  stets  rötlich  bleibt.  Hainan.  —  biblis  Drury  (=  tonkingiana  Stich)  nähert  sich  im  cf  biblis. 
bereits  der  perakana  (110  c)  durch  etwas  deutlichere  weisse  Halbmondflecken  der  Oberseite  der  Vflgl.  Die 
weisse  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  distal  nicht  so  deutlich  schwarz  abgesetzt  als  bei  Sikkim -cf cf  und 
vom  ?  dominiert  die  oberseits  verwaschen  grüne  Farbenaberration.  —  viridiana  Frühst.  (110c),  von  der  mir  viridiana. 
ein  Stück  aus  Annam  vorliegt  mit  fast  schwarzer  Oberseite.  Type  aus  China,  von  mir  in  Tonkin  und  Annam 
gesammelt.*)  —  tisamena  subsp.  nov.,  die  allgemein  bekannte  indische  Rasse,  von  der  Bd.  I,  Taf.  72  ein  cf  der  tisamena. 
Trockenzeitform  von  der  Unterseite  abgebildet  wurde.  Die  Regenzeitform  präsentiert  sich  in  erheblich  grösseren 
Exemplaren  und  das  ¥  zeigt  sich  in  drei  verschiedenen  Nüancen:  der  cf-ähnlichen,  mit  rötlicher  Oberseite;  der 
grünen  mit  viridiana  Frühst,  analogen  Form  und  einer  Verbindung  beider  in  der  Weise,  dass  die  Basis  der  Vflgl 
rötlich  bleibt,  die  Subanalzone  sich  grünlich  verfärbt,  während  auf  den  Hflgln  die  vordere  Figlhälfte  schön 
rot,  das  gesamte  Basal-  und  Intramediangebiet  moosgrün  überzogen  ist:  — ■  mixta  form.  nov.  Nach  Niceville  geht  mixta. 
biblis  in  Sikkim  bis  7000  Fuss  Höhe,  ist  das  ganze  Jahr  über  häufig  und  die  Rp  auf  der  weissen  und  blauen 
Passionsblume  gesellig  lebend  häufig  anzutreffen,  aber  trotzdem  noch  nicht  beschrieben,  tisamena  findet  sich 
auch  in  Nepal,  Bhutan  und  Assam;  Exemplare  aus  Birma  und  Tenasserim  nähern  sich  der  chinesischen 
biblis  Dru.  und  perakana  Frühst.  —  Als  thebava  Sm.  wurde  eine  Fehlfärbung  beschrieben  mit  völlig  ver-  thebava. 
waschener  Unterseite,  von  deren  Binden  nur  noch  leichte  Conturen  zu  erkennen  sind,  während  auf  der  Ober¬ 
seite  der  Vflgl  die  weissen  Medianflecken  mit  den  Submarginalpunkten  zusammenfliessen.  Moore  bildete  dann 
eine  oberseits  analoge  Form  ab,  die  untersei  ts  wieder  normal  gebändert  ist,  auch  noch  verstärkte  aber  mela- 
notische  Schwarzfleckung  zeigt.  Beide  Aberrationen  wurden  in  Birma  gefunden.  —  Auf  der  Malayischen 
Halbinsel  ist  biblis  durch  perakana  Frühst.  (110  c)  vertreten.  Das  ?  hat  sich  von  biblis  mehr  differenziert  als  perakana. 
dies  bei  dem  cf  der  Fall  ist.  Ein  prächtiges  ¥  meiner  Sammlung  zeigt  eine  rundlichere  Figlform  als  biblis -¥. 

Alle  weissen  Flecken  der  Vflgl  sind  vergrössert  und  prominenter,  des  weiteren  erscheinen  zwischen  dem  vorderen 
Medianast  und  der  Submediana  unterhalb  der  Zelle  zwei  discale,  grauweisse  Flecken,  welche  bei  biblis  fehlen.  Die 
discalen  schwarzen  Flecken  derV-  und  Htlgl  sind  sehr  viel  breiter,  dasselbe  gilt  auch  vom  schwarzen  Terminalsaum 
und  der  Submarginalpunktierung  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  hebt  sich  die  Submarginalbinde  aller  Figl,  die  reiner 
weiss  ist,  viel  schärfer  von  der  Grundfarbe  ab,  desgleichen  sind  die  roten  und  gelblich-braunen  Binden  dunkler 
als  bei  biblis.  Die  zweite  der  viridiana  entsprechende  ¥-Form  ist  hell  blaugrün.  Neben  perakana  findet  sich 
als  ein  sumatranisches  Element  noch  eine  zweite  M&fe's-Zweigform  auf  der  malayischen  Halbinsel,  nämlich 
logani  Bist.  (110  a),  die  auch  in  Ost-Sumatra  vorkommt  und  durch  einen  grossen,  weissen,  transcellularen  logani. 
Medianfleck  der  Vflgl  charakterisiert  wird.  Das  sehr  seltene  ¥  ist  ausserordentlich  cf-ähnlich  von  runderen 
Flglconturen,  oberseits  rötlichbraun.  Unterseite  führt,  verglichen  mit  biblis,  stark  verbreiterte  weisse  Bänder 
und  eine  Wiederholung  der  Vflglfleckung.  Rp  nach  Martin  auch  die  jungen  Triebe  der  Passifloren  und  nicht 
allein  deren  Blätter  angehend,  stets  gesellig  und  in  grosser  Menge  zu  finden.  Farbe  gelb  mit  schwarzen  Längs¬ 
streifen,  nach  Hagen  schmutzig  gelbgrün  mit  langen  schwarzen  Stacheln  bedeckt.  Pp  mit  vielen  Höckern  und 
Stacheln  und  am  Kopf  mit  hirschhornartigen  Auswüchsen  versehen.  Die  Falter  bilden  durch  ihre  lebhaften 
Farben  einen  fröhlichen  Kontrast  gegenüber  dem  satten  Immergrün  des  Waldes,  auch  gehen  sie  nie  in  die 
Höhe,  z.  B.  in  die  Krone  der  Bäume,  sondern  treiben  sich  ruhelos  zwischen  den  Büschen  des  Vorwaldes 
imd  in  schattigen  Fruchtgärten  umher;  ihr  Flug  ist  langsam  und  segelnd.  Ppnruhe  8  Tage,  so  dass  man  in 
einem  Jahr  auf  gut  10  Generationen  rechnen  kann.  —  adantonia  subsp.  nov.  bewohnt  den  Westen  von  Sumatra  adantonia. 
und  ging  mir  in  vier  Exemplaren  aus  den  Padang’schen  Bovenlanden  zu;  bildet  einen  deutlichen  Ueber- 
gang  zu  javana ,  doch  ist  der  weisse  Mittelfleck  der  Vflgl  zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediana  noch 
komplett,  dem  vorderen  nahezu  gleich  gross  und  nicht  so  schräg  abgeschnitten  wie  bei  javana ,  auch  ist  der 
schwarze  Distalsaum  der  Hflgl  erheblich  breiter.  Die  Unterseite  gleicht  mehr  der  logani,  von  dieser  differierend 
durch  schmälere  weisse  Bänder  der  Hflgl  und  den  kleineren  Medianfleck  der  Vflgl.  —  javana  Fldr.  (110  b),  javana. 
eine  ziemlich  seltene  Erscheinung  auf  Java,  wo  sie  im  Westen  der  Insel  bis  zu  etwa  800  m  Höhe  vorkommt. 

Auf  der  Oberseite  bewahrt  javana  noch  den  logani- Typus,  wenngleich  der  Medianfleck  kaum  noch  den  Umfang 
der  Weisszeichnung  von  adantonia  aus  West-Sumatra  erreicht.  Die  Unterseite  bildet  aber  einen  völligen  Rück¬ 
schlag  zur  continentalen  biblis  und  mehr  noch  zu  perakana  und  von  der  %(wi-Fleckung  ist  nur  noch  die  etwas 
verbreiterte  Schrägbinde  der  Vflgl  übrig  geblieben.  nacoleia  subsp.  nov.  zeigt  so  recht  die  Empfindlichkeit  der  nacoleia. 
Cethosien  klimatischen  Einflüssen  gegenüber  und  bezeichnet  die  Arealform  des  östlichen  Java,  die  oberseits  durch 
die  zusammengeflossenen  Costal-  und  Medianmakeln  eine  Zeichnung  aufweist,  welche  viel  mehr  Aehnlichkeit  mit 
jener  von  sumbana  (110c)  und  penthesilea  ( 1 1 0  a)  zeigt  als  mit  javana.  Auf  den  Hflgln  der  cfcf  haben  sich  die  Sub¬ 
marginallinien  mit  der  äusseren  schwarzen  Umrahmung  vereinigt,  so  dass  nur  noch  die  transcellulare  Punkt¬ 
serie  freibleibt.  Auch  der  Medianfleck  des  ¥  wird  am  Distalsaum  der  Hflgl  schmäler  als  bei  javana -¥.  Die 
Unterseite  von  beiden  Geschlechtern  nähert  sich  vielmehr  jener  von  logani  durch  die  ausgedehnteren  weissen 
Bänder  der  Hflgl,  die  zackenförmig  ausstrahlen  und  sich  längs  und  zwischen  den  Medianadern  vereinigen.  Die 
Vflgl  führen  eine  reduziertere  Weissfleckung  im  Medianteil  als  logani  und  javana ,  dagegen  verbreitert  sich  die 


*)  Pavie  fand  biblis  bei  Luang-Prabang. 


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C  E  T  H  0  S I A.  Von  H.  F ruhstorfer. 


Mittelbinde  in  ihrer  ganzen  Ausdehnung  und  erscheint  namentlich  in  ihrer  costalen  Partie  fast  doppelt  so  breit 
als  bei  javanct.  Von  mir  im  Tengger-Gebirge,  Ost-Java’  auf  ca.  600  m  Höhe  und  im  Zuidergebergde,  südlich 
andamanica.  von  Malang  gesammelt.  Sehr  selten.  —  andamanica  Stich,  wurde  bisher  mit  nicobarica  vereinigt  und  ver¬ 
wechselt.  Es  ist  dies  eine  grössere  Form  mit  markanteren  Weissflecken  der  Vflgl-Oberseite  bei  beiden  Geschlech¬ 
tern,  und  mit  zierlicheren  Schwarzstreifen  der  Unterseite,  die  auch  Moore  (Lepidoptera  Indica  Bd.  IV,  Taf.  349) 
fälschlich  als  nicobarica  abbildet.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlen  die  auf  Felders  Figur  und  den  mir  be¬ 
kannten  Nicobaren-Exemplaren  so  deutlichen,  oben  erwähnten  schwarzen  netzartigen  Maschenflecke  vollständig. 
Die  schwarzen  Saumpunkte  an  der  äusseren,  weissen  Submarginalbinde  sind  auf  beiden  Flgln  viel  kleiner  als 
bei  nicobarica ,  so  dass  sie  nie  Zusammenhängen,  sondern  ganz  isoliert  stehen.  Die  äussere  schwarze  Zacken- 
bi nde  der  Unterseite  aller  Figl  ist  im  Gegensatz  zu  nicobarica  durch  deutliche  und  breit  weisse  Bogenstriche 
verziert.  Die  schwarzen  Querstriche  in  der  Zelle  aller  Andamanen-Exemplare  sind  dichter  zusammengerückt, 
so  dass  deren  blaugraue  Füllung  reduziert  erscheint.  Die  Färbung  der  Oberseite  von  andamanica  ist 
lebhafter  ziegelrot  als  bei  nicobarica  Fldr.  Vflgllänge  vom  cf  44  mm,  ?  45 — 47  mm.  Häufig  auf  den  Anda- 
nicobarica.  manen.  nicobarica  Fldr.  bewohnt  die  gleichnamigen  Inseln  und  bleibt  auch  in  der  Grösse  hinter  andamanica 
zurück.  Felder  beschrieb  nicobarica  von  der  Insel  Kondul  und  bildet  ein  cf  mit  ganz  wenig  Weiss  im  Apical- 
teile  der  Vflgl  ab.  Auf  der  Unterseite  der  Figur  sind  die  beiden  weissen  parallel  laufenden  Binden  der  Vflgl 
jenseits  der  Zelle  durch  schwarze  Maschen  verbunden.  Die  Hflglunterseite  wird  von  einer  Submarginalreihe 
von  fast  zusammenstossenden,  grossen  schwarzen  runden  Punkten  durchzogen,  welche  die  weissliche  Sub- 
marginalbinde  nach  aussen  begrenzen.  Die  marginalen  Helmflecke  sind  obsolet  weiss  gestrichelt.  Vom 
?  befinden  sich  zwei  Exemplare  in  der  Collection  Fruiistorfer  und  es  scheint,  dass  nur  die  der  virkliana 
analoge  Form  vorkommt.  Vflgl.  nahezu  schwarz  mit  unbedeutendem  graugrünem  Intramedianfeld,  Hflgl  mit 
gelblich  grünem  Discus.  Auf  den  Trabantinseln  von  Sumatra  wurde  eine  der  Cethosia  biblis  nahestehende  Form 
bisher  nicht  beobachtet,  und  auf  dem  Wege  nach  Osten  begegnen  wir  der  Art  erst  wieder  auf  Bawean,  wo 
sich  eine  äusserst  prägnante  Inselrasse  ausgebildet  hat,  die  den  Anschluss  von  den  westlichen  makromalayischen 
alceste.  zu  den  östlichen  mikromalayischen  Formen  vermittelt  alceste  Frühst.  (110c).  Sie  erinnert  auf  der  Oberseite 
au  sandakana  Frühst.  (110  c)  von  Nord-Borneo  und  narmadoides  Nicev.  von  Bali.  Von  letzterer  differiert  sie 
durch  ihre  kleinere  Gestalt  und  die  ausgedehntere,  mehr  zusammengeflossene  und  heller  gelbe  Subapicalbinde 
der  Vflgl.  Der  Aussensaum  der  Hflgl  ist  schmäler  schwarz  als  bei  Bali-Exemplaren,  und  die  submarginalen  Punkte 
sind  viel  kleiner.  Die  Unterseite  aller  Figl  ist  bleicher  rotbraun,  als  bei  biblis  und  den  bisher  genannten  Vika¬ 
rianten,  die  Längsbinden  fahl-orangengelb  statt  weiss.  ¥  nur  wenig  vom  cf  verschieden  mit  ausgedehnter  schwarzer 
Umrahmung  und  lebhafter  rotgelber  Halbbinde  der  Vflgl.  Oberseite  im  allgemeinen  intensiver  rot  in  der  intra- 
narmadoides  medianen  Partie  der  Vflgl  leicht  braun  angeflogen.  Insel  Bawean.  Juli  bis  September,  spärlich.  —  narmadoides 
Nicev.  Oberseits  sehr  nahe  alceste ,  jedoch  schöner  und  lebhafter  rot,  mit  ausgedehnterem  schwarzen  Distalsaum 
aller  Flügel  und  untersei ts  intensiven,  mehr  canariengelben  Längsstreifen  und  prominenter  Serie  von  schwarzen 
narmada.  Discalpunkten.  ?  noch  unbekannt,  cf  sehr  selten,  von  Doherty  auf  Bali  entdeckt.  —  narmada  Frühst.  (110  c). 

cf  Oberseite  der  Vflgl  tiefschwarz,  nur  der  Innenrand  bis  zur  Zelle  und  etwa  2/3  nach  dem  Aussenrand  zu 
canninrot.  Jenseits,  aber  ganz  nahe  der  Zelle  vier  Flecke,  von  welchen  die  beiden  obersten  länglich  und 
gelblich,  die  unteren  quadratisch  und  rötlich  aussehen.  Hflgl  mit  breitem  schwarzem  Marginalband  und  2 
Median-Fleckenbinden  auf  der  sonst  roten  Flügelmitte.  Ird  etwas  orange  angehaucht.  Vflgl  unterseils 
basalwärts  rot  mit  vier  grauen,  schwarz  geränderten  Zellbändern,  einer  ebenso  gerandeten  weissen  Discalbinde, 
welche  bis  an  die  Submediana  reicht,  und  bräunlicher  Aussenhälfte  der  Flügel  mit  den  üblichen  Randzacken.  Die 
Hflgl-Unterseite  zeigt  an  der  Basis  rot  mit  angrenzender  gelblicher  Binde,  welche  breit  schwarz  gerändert  ist. 
Von  hier  bis  zu  einer  gelblichen  Medianbinde,  welche  nur  basalwärts  schwarz  umzogen  ist,  reicht  die  rote 
Grundfarbe.  Die  andere  Flügelhälfte  in  der  Zeichnung  conform  den  Vflgln,  nur  etwas  heller  getönt.  Das 
etwas  rundflügligere  ?  ist  oben  wie  unten  dunkler  als  das  cf.  Abdomen  oben  rotbraun,  unten  weiss  mit 
schwarzen  Strichen.  Vflgllänge  der  cfcf  33—37  mm.,  der  ¥¥  39—41  mm.  Zu  dieser  im  Juni  1896  auf  Lombok 
nach  frisch  gefangenen  Exemplaren  aufgestellten  Diagnose  der  überaus  hübschen  Lokalform  sei  noch  bemerkt, 
dass  sowohl  cfcf  als  ??  sehr  variieren.  Ich  besitze  cfcf;  auf  welchen  die  schwarzen  Submarginalpunkte  schon 
ganz  mit  der  breiten  schwarzen  Aussenbinde  zusammengeflossen  und  solche,  bei  welchen  die  Punkte  dicht  an 
diese  Binde  anstossen  und  dann  Stücke,  bei  welchen  selbe  —  wie  auf  der  Abbildung  —  isoliert  stehen. 
Auch  die  Subapicalflecke  wechseln  in  Form  und  Farbe.  Ich  fing  ein  cf  mit  ganz  gelben,  eines  mit  gelb  und 
rötlichen  und  ein  Exemplar  mit  weiss  und  hellroten  Flecken;  bei  einem  ?  sind  sie  ganz  blutrot  und  klein, 
bei  einem  zweiten  sehr  gross  und  bleichgelb.  Das  ?  mit  dem  strohgelben  Subapicalflecken  fällt  ferner  noch  be¬ 
sonders  auf,  durch  die  dunkelrotbraune  Färbung  des  basalen  Teils  aller  Flügel,  welcher  bei  den  übrigen 
Exemplaren  mit  prächtigem  Canninrot  überzogen  ist.  Die  nächste  westliche  Verwandte  von  narmada  ist 
biblis  javana  Fldr . ;  diese  Form  hat  jedoch  ausgedehntere  und  rein  weisse  Flecke  im  Aussenteil  der  Vflgl, 
sowie  eine  viel  hellere  Unterseite,  namentlich  auf  den  Hflglti,  welche  von  drei  weissen  Schrägbinden  durch¬ 
zogen  werden,  von  denen  bei  narmada  nur  die  beiden  inneren  —  aber  von  gelblicher  Farbe  —  vorhanden 
sind.  —  Viel  näher  steht  narmada  einer  Nachbarform  von  Sumbawa,  nämlich  der  tambora  Doli.;  narmada  ist 
jedoch  durchweg  heller  als  tambora  und  an  den  Flügelrändern  weniger  breit  gesäumt.  Die  Subapicalflecke 
sind  reduciert.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  von  narmada  sind  die  Marginalzacken  viel  stärker  und  breiter. 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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Der  Hauptunterschied  liegt  aber  in  der  Farbe;  tambora  ist  unterseits  bl  au  schwarz  und  rötlichweiss; 
narmada  tief  ziegelrot  mit  gelblichen  und  schwarzen  Dessins.  Mit  javana  Fldr.,  tambora  iJoh,  lamarld  Godt. 
und  lesckemulti  Godt.  gehört  auch  narmada  zu  den  seltenen  Cethosien,  welche  ein  Hauptcharacteristioum  der 
kleinen  Simda-Inseln  ausmacben.  -  tambora  Doli.  Diese  bedeutet  das  melanolische  Extrem  innerhalb  der  tambora. 
Collectivspecies.  Beide  Geschlechter  oberseits  mit  fast  völlig  geschwärzten  Flügeln  auf  denen  nur  längs  der  Sub- 
mediana  ein  rötlicher  Streifen  erhalten  bleibt.  Transcellularfleck  der  Vllgl  gelblich,  fast  immer  mit  der  Costalmakel 
vereinigt,  stets  breiter  als  bei  narmada.  I lflgl  bis  zur  Zelle  schwarz  umrahmt.  Unterseite  characterisiert  durch 
eine  compacte  bis  an  die  Zelle  vordringende  schwarze,  etwas  bläulich  schimmernde  Umrandung.  Vllgl  mit 
der  üblichen  Schraffierung  in  der  Zelle  und  einer  breiten  grünlichweissen  Mittelbinde,  sonst  schwarz.  J  lflgl 
mit  grauweissem  Basalteil  und  schwarzen  Zeichnungen.  Sumbawa,  von  W.  Doherty  entdeckt.  —  sumbana  sumbana. 
Pagenst.  (1 10c)  gleicht  oberseits  der  atia,  führt  jedoch  von  allen  bekannten  Formen  die  ausgedehnteste  hell  citron- 
gelb  gefärbte  Schrägbinde  der  Vllgl.  ?  vom  cf  verschieden  durch  gelblichbraune  statt  rote  Basalregion  der  I lflgl. 
cf  unterseits  mit  auch  auf  den  Hflgl  auffallend  verbreiterten  Medianbinden,  Submarginalzone  wieder  braungelb 
wie  bei  narmada ,  beim  ?  jedoch  schwarz  wie  bei  tambora ,  indessen  durch  eine  gelblichweise  Submarginalbinde 
aufgehellt.  Insel  Sumba,  sehr  selten.  —  atia  Frühst,  hat  oberseits  täuschende  Aehnliehkeit  mit  sumbana  atia. 
Pagenst. ;  die  Exemplare  sind  aber  kleiner  und  die  gelbe  Subapicalbinde  und  deren  innere  schwarze  Begrenzung 
etwas  schmäler;  dafür  ist  das  Bot  der  Vflgl  weiter  ausgedehnt.  Auf  der  Flügelunterseite  markieren  sich  die 
Unterschiede  schärfer.  Die  Discalbinde  der  Vflgl  ist  mit  dem  breiten  gelblichen  Submarginal  Heck  nicht  zu  einer 
cömpakten  Masse  zusammengeflossen,  sondern  der  Fleck  steht  isoliert.  Die  braunen  Submarginalbinden  sind 
viel  dunkler  und  schmäler;  die  darauf  folgende  schwarze  Binde  obsoleter  und  gleichfalls  schmäler,  dagegen 
besteht  die  postdiscale  innere  Binde  aus  grösseren,  braunen  Flecken.  Die  basalen,  schwarzen  und  braunen 
Flecken  der  Hflgl  sind  kleiner  als  bei  sumbana.  Insel  Kalao;  Flugzeit  Dezember.  —  floresiana  Frühst,  gleicht  floresiana. 
oberseits  am  meisten  der  narmada,  doch  zeigt  sie  eine  breitere  und  mehr  gelbliche  sowie  inniger  verschmolzene 
Schrägbinde  der  Vflgl.  Diese  selbst  nicht  so  ausgedehnt  geschwärzt  wie  bei  tambora ,  Unterseite  mit  stets  aus¬ 
gedehnter  lichter  und  mehr  gelber  statt  schmutzigweisser  Medianbinde,  Distalfeld  manchmal  von  einer  statt¬ 
lichen  braunen  Submarginalbinde  durchflossen.  Insel  Flores;  Vflgllänge  35-  39  mm.  —  Mit  sandakana  Frühst,  sandakana. 
( 1 1 0  b)  beginnt  die  Beihe  der  philippinisch-molukkischen  Bassen,  die  alle  ziemlich  übereinstimmen,  und  unter 
sich  weniger  divergieren,  als  die  eben  behandelten  mikromalayischen  Vikarianten.  Sandakana  hat  die  grösste 
Aehnliehkeit  mit  insularis  von  Luzon  und  ist  von  dieser  auf  der  Oberseite  nur  durch  die  grösseren  Punkte 
innerhalb  der  schwarzen  Submarginalbinde  der  Hflgl  verschieden.  Die  medianen  und  basalen  Flecke  und  Bänder  der 
Unterseite  von  sandakana  sind  aber  schmäler,  die  Submarginalbinde  dagegen  breiter  als  bei  insularis ,  und  von 
ausgedehnterem  und  tieferem  Schwarz  eingesäumt  und  gekernt.  Der  Hflgl  von  sandakana  stimmt  fast  völlig 
überein  mit  cf  cf  von  biblis  aus  Nord-Indien.  Auf  den  Vflgln  fehlen  dagegen  die  für  biblis  so  characteris  tischen 
weissen  Discalflecke  ganz  und  sind  gleich  wie  bei  eurymena  nur  durch  einen  gelblichen  Costalfleck  und  eine 
Subapicalreihe  von  4  weisslichen  Strichen  ersetzt.  Das  ?  von  sandakana  ist  olivgrün,  ohne  Weiss  und  somit 
zeichnungsärmer  als  biblis-  und  eurymena -¥¥.  sandakana  wurde  bisher  ausschliesslich  im  nördlichsten  Borneo 
gefunden,  bildet  ein  rein  philippinisches  Element  in  der  Fauna  dieser  Insel  und  dürfte  ein  Relikt  sein,  aus  der 
Zeit  der  Landverbindung  Borneo-Mindanao.  Das  ?  nähert  sich  durch  das  trübe  Grün  der  Oberseite  etwas  der 
¥-F orm  viridiana  von  Tonkin.  —  liacura  subsp.  nov.  bewohnt  Mindanao  und  differiert  von  insularis  der  nörd-  liacura. 
liehen  Philippinen  durch  die  prominenteren  weissen  Zeichnungen  der  Vflgl-Oberseite,  wodurch  eine  grosse 
Uebereinstimmung  erzielt  wird  mit  amboinensis.  Frische  männliche  Exemplare  haben  oberseits  einen  schwachen 
aber  schön  blauen  Schimmer  über  dem  roten  Basalfeld,  der  den  bleicheren  blassgrünen  oder  gelbbraunen  ¥¥ 
aber  stets  fehlt.  —  tagalorum  subsj).  nov.  mit  der  Type  in  der  Sammlung  Staudinger  des  Berliner  Zoologischen  tagalorum. 
Museums  schliesst  sich  eng  an  liacura  von  Mindanao  an,  ist  jedoch  oberseits  mit  kleineren  weissen  Makeln 
ornamentiert  und  führt  einen  breiteren  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl.  ?  oberseits  dunkler  rotbraun  als 
liacura -?.  Insel  Mindoro.  —  insularis  Fldr.  (=  eurymena  Fldr.)  (110  b)  steht  im  fröhlichen  lebhaft  rotem  Colorit  insularis. 
und  der  Anlage  der  ordensbandartigen  Streifung  viel  näher  der  continentalen  biblis  tisamena ,  als  sandakana. 

Rp.  auf  Balbas  baquero,  citrongelb  mit  markigen  schwarzen  Gliedereinschnitten.  Kopf,  Füsse  und  Stigmen 
glänzend  schwarz.  Jedes  Segment  trägt  vier  nach  oben  gerichtete  längere  und  unterhalb  der  Stigmen  kürzere  nach 
unten  gestellte  Borsten.  Pp  hellbraun  mit  unregelmässig  verteilten  dunkelbraunen  und  schwarzen  Flecken, 
sowie  einigen  Goldpunkten  und  mit  bunten  imgleich  grossen  Zacken  besetzt.  ¥  kaum  vom  cf  zu  unterscheiden,  ober¬ 
seits  etwas  reicher  schwarz,  unten  etwas  fahler  gelbbraun.  Luzon,  Pollilo  und  andere  Inseln  der  Nord-Philippinen, 
moesta  Fldr.  entfernt  sich  von  insularis  durch  ausgedehntere  schwarze  Umrahmung  der  Oberseite  aller  Figl  moesta. 
und  vier  statt  drei  Reihen  gelblicher  Punkt-  und  Halbmondserien  der  Vflgl.  Die  dunkelrote  Basalzone  schillert 
blauviolett.  Die  Unterseite  führt  von  allen  benachbarten  Formen  die  schmälsten  weissen  und  die  breitesten 
dunkel  kaffeebraunen  Bänder  der  Hflgl  und  einen  düsteren  schmutzigroten  Basalteil  aller  Figl.  Namenstype  aus 
Halmaheira,  häufig  auf  Batjan  und  auch  von  Ternate  bekannt.  —  Von  Obi  ist  noch  eine  biblis- Rasse  zu  erwarten; 
und  auf  den  Südmolukken  begegnen  wir  der  Art  wieder  als  buruana  Holl,  einer  oberseits  durch  vergrösserten  buruana. 
weissen  Halbmondfleck  zwischen  der  vorderen  und  mittleren  Mediana  etwas  an  loyani  und  javana  gemahnenden 
und  auch  sonst  durch  nur  drei  Reihen  rein  weisser  Ornamente  der  Vflgl  scharf  von  moesta  geschiedenen  Form. 

¥  mit  schwärzlichen  Vflgln,  deren  Basalteil  dunkelbraun  erscheint,  während  die  Hflgl  lichter,  mehr  rötlich  gelb 


amboinensis 


ceramensis. 


picta. 


viridipicta. 

sarsina. 

togiana. 


lamarcki. 


justa. 

elateia. 


502  CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 

gefärbt  sind.  Unterseite  des  cd  jenen  von  nicobarica  zum  Verwechseln  ähnlich,  nur  die  distale  Umsäumung 
der  weissen  äusseren  Submarginalbinde  nicht  so  intensiv  schwarz.  Buru.  —  amboinensis  Fldr.  oberseits  wie 
sandakana  nur  kleiner  und  mit  deutlicheren  weissen  Zeichnungen.  ?  wie  buruana -?  ohne  die  verbreiterten 
Medianflecken  und  die  ffflgl-Oberseite  etwas  fahler  gelbbraun.  Unterseite  analog  jener  von  sandakana  nur  mit 
schmälerer  weisser  Medianbinde.  —  ceramensis  Frühst,  ist  eine  durchweg  blässere  Rasse  mit  gelblichroter 
Oberseite  und  etwas  markanteren  weissen  Zeichnungen  der  Vflgl,  nur  der  trancellulare,  costale,  weissliche  Strich 
in  der  Mitte  der  Vflgl  noch  mehr  verkümmert  als  bei  sandakana  und  amboinensis.  Unterseite  bemerkenswert 
durch  die  breit  ausgeflossenen  Mittelbinden  der  Hflgl,  die  ein  lichter  gelbes  Transcellularfeld  umschliessen  als 
bei  amboinensis.  Insel  Ceram,  sehr  selten,  in  früheren  Sammelausbeuten  von  der  Insel  nicht  erwähnt.  — 
picta  Fldr.  (110  b)  entfernt  sich  von  allen  biblis- Zweigrassen  am  weitesten  von  der  Namenstype.  Die  cfcf 
haben  die  für  Celebesfalter  characteristische  verlängerte  Contur  der  Vflgl  und  beide  Geschlechter  sind  noch 
durch  eine  mediane  Reihe  von  vier  weissen,  sowie  zwei  eben  solchen  basalen  Flecken  auf  den  Hflgln  ausge¬ 
zeichnet.  cf  wie  ?  scheinen  je  nach  der  Lokalität  zu  variieren.  Zwei  meiner  cfcf  vom  Lompa-Battan,  Süd- 
Celebes,  werden  in  der  Zelle  nur  von  lichtgrauen  Streifen  durchzogen,  das  Berliner  Museum  besitzt  aber  ein 
Exemplar  mit  deutlichem,  weissen  Fleck  in  der  Zelle.  (Vielleicht  Nord-Celebesform?)  Die  ??  sind  ziemlich 
c?-ähnlich,  nur  etwas  bräunlicher  rotgetönt  und  auch  durch  bleichere  und  erweiterte  Binden  der  Figl-Unterseite 
kenntlich.  Holland  empfing  durch  Doherty  aus  Taneta  rötliche,  sowie  purpurgraue  ??.  Auch  fing  Doherty 
ein  cf  mit  ganz  verschwundenen  weissen  Hflglmakeln.  In  der  Sammlung  Staudinger  befinden  sich  gleichfalls 
zwei  ?- Formen,  darunter  eine  mit  rötlichbrauner  Submedianregion  der  gesamten  Oberfläche  der  Hflgl  und  eine 
mit  grünlich  schwärzlichen  Partien  =  ?  fa.  viridipicta  form.  nov.  —  ??  aus  Ost-Celebes  scheinen  einer  besonderen 
Lokalrasse  anzugehören,  deren  Oberseite  eigentümlich  hell  gelbbraun  überflogen  ist  und  sollen  als  sarsina 
subsp.  nov.  bezeichnet  werden.  —  togiana  Frühst,  zeigt  noch  einmal  so  breite  weisse  Medianmakeln  der  Hflgl  als 
picta  und  je  einen  rein  weissen  Fleck  zu  beiden  Seiten  der  Submediana  der  Vflgl.  Die  Oberseite  lebhafter  violett 
schillernd.  Togian-Inseln,  östlich  der  Minahassa,  im  Tomini-Golf. 

C.  lamarcki  gehört  wie  ich  dies  in  meiner  Monographie  der  Gattung  Cethosia  (Stett.  Ent.  Ztg.  1902) 
bereits  feststellte,  noch  zur  C.  /d/AA- Gruppe  und  tritt  im  makromalayischen  Gebiet  da  in  Erscheinung,  wo  sich 
die  tambora  genäherten  Rassen  verlieren.  Man  begegnet  dieser  herrlichen  Species  auf  allen  Inseln  der 
Timor-See,  ostwärts  bis  Selaru  und  Kur  der  Key-Gruppe.  Als  Heimat  der  Type  wird  von  Godart  „Neu-Holland“ 
angegeben,  doch  unterliegt  es  keinem  Zweifel,  dass  lamarcki  von  Timor  stammt,  wo  sie  mit  C.  leschenault 
zusammen  seinerzeit  entdeckt  wurde.  Forbes  hat  sie  dort  wiedergefunden  und  schreibt  hierüber;  „An  Schmetter¬ 
lingen  fing  ich  vor  Vergnügen  zitternd,  die  prächtige  Cethosia  lamarckii ,  deren  blaue  Flügel,  wie  sie  an  unzu¬ 
gänglichen  Abhängen  dahin  flog,  schon  unten  am  Flussbett  heisse  Begierde  in  mir  erregt  hatten.“  lamarcki 
harmoniert  structurell  vollkommen  mit  vorderindischen  biblis  tisamena  und  im  Zeichnungscharacter  der  Unter¬ 
seite  schliesst  sie  sich  durch  die  distal  schwärzliche  Figlhälfte  eng  an  C.  biblis  tambora  an.  lamarcki  Godt. 
(=  timorensis  Stich.)  (11  Oe)  wurde  von  Boisduval  zuerst  correct  abgebildet  und  durch  ihn  auch  als  deren 
Fundort  Timor  ermittelt.  Oberseite  dunkelblau  mit  schwarzer  Distalumrahmung,  gelblichem  Costalstrich  und 
wechselnder  Ausdehnung  des  rötlichgelben  Basalflecks  der  Vflgl,  welcher  bei  cf  wie  ?  deutlich  oder  obsolet 
seiu  und  in  seltenen  Fällen  völlig  fehlen  kann.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  variabel.  Godart  beschreibt  die 
normale  Form  mit  etwas  schmutzig  weisser  Basalregion  und  schwarzer,  von  einem  rotbraunen  Submarginalband 
durchzogener  Aussenhälfte.  Jenseits  der  weissen  Zone  findet  sich  eine  Reihe  von  8  intranervalen  rotbraunen 
Striemen.  Boisduval  bildet  dagegen  eine  seltenere  Form  ab  von  Timor,  die  mir  auch  von  Babber  in  zwei 
cfcf  vorliegt,  ohne  diese  Binde  und  Medianstreifung  (=  justa  form.  nov).  Es  existiert  dann  noch  eine  Zwischen¬ 
stufe  von  justa  zur  Type,  nämlich  Exemplare  mit  Submarginalband,  aber  ohne  Postdiscalflecken  im  Randgebiet 
der  Hflgl.  Timor,  Wetter,  Babber,  Kisser.  7  cfcf,  2  ??  von  Babber  und  Wetter  in  meiner  Sammlung.  Das 
abgebildete  ?  stammt  von  Babber.  —  elateia  subsp.  nov.  ist  oberseits  lichter  und  glänzender  blau,  die  gelblich- 
rote  Basalpartie  der  Vflgl  ausgedehnter,  Unterseite  sofort  kenntlich  durch  auf  den  Vflgl  grünlich,  den  Hflgl 
cremefarben  überhauchte  kreidige  Basalhälfte;  Distalpartie  von  einem  gelb-  statt  rotbraunen  Submarginalband 
durchzogen.  Intranervalmakeln  fehlen  dem  mir  vorliegenden  cf,  sind  beim  ?  gleichfalls  heller  und  unbedeutender 
als  bei  Babber-??.  Apicalmakel  der  Vflgl  ansehnlicher  als  bei  lamarcki.  Type  von  den  Kor-Inselchen,  auch 
auf  Tjanda  und  vermutlich  der  Timorlaut-Gruppe,  aber  nicht  mehr  auf  Gross-  und  Klein-Key. 

b)  Erster  Subcostalast  der  Vflgl  vor  dem  Zellende  abgezweigt,  der  zweite  distal  beim  cf  weiter  hinausgerückt  als 
der  erste.  Hintere  Discocellulare  der  Vflgl  distal  von  der  Abzweigung  der  Medianadern  auslaufend.  Zellschluss  der  Hflgl 
beim  cf  kräftiger  als  beim  ?.  Valve  der  cfcf  äusserlich  nicht  sichtbar. 

C.  cyane  gilt  als  einer  der  bekanntesten  indischen  Schmetterlinge.  Seine  Verbreitung  ist  jedoch  eine 
beschränkte.  Westwärts  nicht  über  die  Provinz  Oudh  hinaus,  im  Norden  nicht  nach  China  übertretend  und  im 
Süden  Indiens  bereits  durch  eine  vikariierende  Species  ersetzt,  muss  cyane  als  ein  rein  indischer  Falter  be¬ 
zeichnet  werden,  der  in  zwei  nicht  scharf  gesonderte  Territorialrassen  zerfällt,  und  in  gleichfalls  nur  unbe¬ 
deutend  differenzierten  Zeitformen  auftritt.  Dagegen  ist  der  Sexualdimorphismus  ausgeprägt  und  die  ?? 


GETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


503 


divergieren  in  der  Weise,  dass  jene  der  regenarmen  Zeit  eine  grünliche,  jene  der  Monsunperiode  eine  braune 
Basis  der  Vflgl  aufweisen.  Beiden  Geschlechtern  gemeinsam  ist  eine  scharf  gezackte,  weisse  Schrägbinde  der 
Vflgl,  die  je  nach  der  Lokalität  an  Breite  wechselt.  Rp  sehr  bunt,  rosenrot  mit  gelben  Gürteln,  den  gewöhn¬ 
lichen  Kopfhörnern  und  feinen  schwarzen  Dornen.  Futterpflanze  Passifloren,  cyane  Drury  (Type  aus  Bengalen),  cyane. 
gleicht  oberseits  etwa  der  fruhstorferi  (110  a)  und  unterseits  der  aeole  (110  a).  cP  oben  mit  rotem  nach 
aussen  gelblich  aufhellenden  Basalfeld  aller  Flügel  und  breitem  schwarzen  Randgebiet,  das  die  untere  Hälfte 
der  Zelle  freilässt.  Hflgl  stark  gezähnt,  mit  kühn  geschwungenen  weissen  Spitzbogen.  Hflgl  stets  mit  zwei 
ultracellularen  Medianpunkten  und  der  schon  von  biblis  her  bekannten  submarginalen  Punktreihe,  zu  der  beim 
?  noch  eine  innere  mediane  hinzutritt.  Unterseite  mehr  bunt,  schwarz  mit  rotem  Basalfeld  und  gelbbraunen 
Submarginalbinden,  cf  ausserdem  noch  mit  drei  weissen  Längsstreifen  die  proximal  scharf  schwarz  gesprenkelt 
sind.  ?  oben  mit  weisslichgrünem  Feld  der  Hflgl.  Die  Bänderung  der  Unterseite  mehr  verwaschen.  Exemplare 
der  Trockenzeit  sind  kleiner,  fahler  gelb  und  das  ?  zeigt  einen  mehr  weisslichen  oder  grünen  statt  braunen 
Anflug  zwischen  der  Submediana  und  der  Zellwand.  Häufig  in  Sikkim,  besonders  von  April  bis  Dezember, 
etwa  bis  5000  Fuss  hinauf  vorkommend.  Rp  in  Gesellschaft  von  jener  von  C.  biblis  und  Cynthia  erota.  manchmal 
in  schädlicher  Menge.  Trotzdem  existiert  noch  keine  publizierte  Abbildung  derselben.  Assam.  Birma,  dort 
bis  etwa  300  m  Erhebung.  —  euanthes  subsp.  nov.  bewohnt  Hinterindien  und  wurde  von  mir  in  ganz  Indo-  euanthes. 
China  beobachtet;  Flugzeit  vom  Januar  bis  Juli  und  August,  cf  führen  eine  verbreitete  weisse  Schrägbinde 
der  Vflgl  und  unterseits  ausgedehntere,  gelbbraune  Submarginal-  und  Postdiscalstreifen  der  Hflgl.  Zelle  der 
Vflgl  beim  cf  bis  nahe  an  den  Costalrand  rot,  beim  ?  gelblichgrün  oder  braun,  statt  schwarz,  wie  bei  cyane. 

Tonkin,  Annam,  Siam,  bis  zu  etwa  500  m  Höhe  beobachtet. 

C.  nietneri  repräsentiert  im  südindischen  Gebiet  die  vorige  Art.  Die  Geschlechter  sind  nicht  so  her¬ 
vorragend  heterochrom  wie  bei  cyane ;  das  ?  mehr  cf -ähnlich.  Hflgl  nur  an  der  Peripherie  der  wuchtig  ver- 
grösserten  Postdiscalmakeln  weisslich.  Schrägbinde  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  erheblich  schmäler  als 
bei  cyane.  —  mahratta  Moore  ( 1 1 0  d  ?  als  nietneri-^).  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  mit  wohlausge-  mahratta. 
bildeten  weissen  Längsstreifen,  cf  oberseits  mit  rötlicher  statt  gelblicher  Basalpartie  der  Vflgl  und  etwas  aus¬ 
gedehnteren  weissen  Zeichnungen,  sonst  wie  das  abgebildete  ?.  Rp  dunkelbraun  mit  hellroten  Segmenten  mit 
Ausnahme  des  6.  und  8.,  welche  ein  breites  citrongelbes  Band  tragen.  Pp  purpurbraun,  mit  zwei  blattartigen 
Anhängseln  in  der  Mitte  des  Rückens  und  vielen  Tuberkeln  am  Kopf,  Thorax  und  Abdomen.  Rücken  mit  sechs 
Goldpunkten.  Häufig  in  Südindien,  vom  Juni  bis  Oktober.  Pp  sehr  beweglich  wenn  sie  berührt  wird.  Man 
findet  gewöhnlich  20—30  Rpn  auf  einem  Zweig.  Imago  von  Karwar  an  in  ganz  Südindien  gemein,  in  den 
Nilgiris  bis  etwa  1000  m  hinaufsteigend.  —  nietneri  Fldr.  (110  d  als  mahratta -?)  ist  eine  gut  separierte  mela-  nietneri. 
notische  Inselform,  cf  von  mahratta- cf  zu  unterscheiden  durch  zurückgebildete  mehr  grünliche  Querbinde 
und  auch  sonst  verdunkelte  Vflgl.  Die  Hflgl  oberseits  grünlichweiss  statt  rötlich,  ?  grünlichblau  statt  gelblich¬ 
braun,  fast  die  ganze  Zelle  der  Vflgl  geschwärzt  mit  geringer  grüner  Ueberpuderung.  Unterseits  beide  Ge¬ 
schlechter  nahezu  identisch,  weisslichgrün,  mit  breiter  gelbbrauner  Submarginalbinde.  Hflgl  mit  fünf  mehr  oder 
minder  zu  Binden  zusammenfliessenden  Punkt-  und  Streifenreihen.  Rp  wie  jene  von  mahratta  doch  mit 
schmäleren  roten  und  gelben  und  deutlicheren  schwarzen  Ringen.  Segmente  mit  zwei  dorsalen  und  zwei 
lateralen  Reihen  von  langen  fein  verzweigten  Dornen.  Pp  braun,  gelblich  weiss  gesprenkelt,  Flügelscheiden  auf¬ 
gedunsen,  Kopf  mit  zwei  Spitzen.  Ziemlich  häufig  in  der  niederen  Bergregion  um  Kandy,  manches  Jahr  spärlicher, 
dann  wieder  in  grosser  Menge  auftretend.  Wird  gelegentlich  auch  bei  Colombo  im  Juni  und  Juli  gefangen. 

c)  Erster  Subeostalast  des  cf  sehr  nahe  der  Zellecke,  beim  ?  noch  etwas  entfernt  (Charakter  aber  nicht  beständig). 

C.  hypsea  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  von  cyane  im  makromalayi sehen  und  philippinischen  Ge¬ 
biete,  wo  sie  überall  neben  biblis  vorkommt  und  geographischen  Einwirkungen  ebenso  ausgesetzt  ist  als  letztere. 

Der  Hauptunterschied  cyane  gegenüber  liegt  in  den  auch  äusserlich  sichtbaren  Chitinvalven  der  efef.  ein  Merk¬ 
mal,  auf  welches  ich  1899  zuerst  aufmerksam  machen  konnte;  cf  lebhafter  rot,  das  Submedianfeld  der  Vflgl 
bei  den  malayischen  Formen  stets  weniger  ausgedehnt;  ?  vielfach  mit  gelbem  Subdiscalfleck.  Unterseite  stets 
nur  mit  einer  sehr  breiten,  proximal  auch  noch  erweiterten  Medianbinde.  Basalgebiet  aller  Figl  carminrot, 
Schrägbinde  der  Vflgl  gelb  mit  alleiniger  Ausnahme  der  javanischen  Arealformen,  welche  die  weisse  Binde 
der  cyane  beibehalten.  Rp  scharlachrot  mit  weissem  Gürtel  und  in  der  Weise  einigermassen  vor  Entdeckung 
durch  den  Menschen  geschützt,  dass  sie  sich  wie  die  Rp  von  C.  biblis  loyani  Dist.  gesellig  auf 
ein  Blatt  zusammendrängen,  sich  beim  Fressen  eigentümlich  um  den  Zweig  herumkrümmen  und  so  aus  einiger 
Entfernung  den  scharlachroten  Früchten  ihrer  Nahrungspflanze  gleichen.  (Martin).  Die  Falter  lieben  den 
lichten  Wald,  den  sie  durch  ihre  feurigen  Farben  zieren.  Auf  Java  traf  ich  sie  am  Waldrande  und  im  Unter¬ 
holz,  den  Halbschatten  der  glühenden  Sonne  vorziehend  und  nicht  wie  C.  penthesilea  offensichtlich  das  Freie 
aufsuchend.  —  hypsina  Fldr.  von  der  Malayischen  Halbinsel  ist  nordwärts  bereits  bis  Süd-Tenasserim  und  Pegu  hypsina. 
vorgedrungen,  von  dort  aber  nur  in  wenigen  Exemplaren  bekannt.  Sie  differiert  von  den  verwandten  Formen 
durch  den  sehr  schmalen  gelben  Subapicalstreifen  der  Vflgl  und  merklich  engere  Medianbinde  der  Hflglunter- 
seite  von  aeole  (110  a).  ?  vom  cf  abweichend  durch  einen  schönen  chromgelben  Subdiscalfleck  der  Vflgl-Ober- 


504 


C.ETHOS1A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


aeole.  seite.  —  aeole  Moore  (110a)  bewohnt  das  nordöstliche  Sumatra  und  führt  oberseits  eine  sehr  breite,  namentlich 
proximal  wie  zerfaserte  gelbliche  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  beim  cf  jene  der  Borneo-  und  Malakkaform  an 
triocala.  Ausdehnung  übertrifft.  Die  häufigste  Cetlnosia  des  Sultanats  Deli.  —  triocala  sub-sp.  nov.,  hat  lichtere,  mehr  weissliche 
Binde  der  Vflgl,  die  zudem  nach  innen  weniger  ausgebuchtet  erscheint  als  bei  aeole  und  hypsina.  Padang’sches 
Bovenland,  West-Sumatra,  cf  cf  nicht  selten.  Die  Form  ist  zwar  weniger  scharf  von  aeole  separiert,  wie  Ceth. 
biblis  adantonia  von  logani,  der  Character  der  Arealform  aber  dennoch  auf  den  ersten  Blick  zu  erkennen.  — 
hypsea.  hypsea  Dbl.  umschreibt  das  melanotische  Extrem  der  makromalayischen  Vikarianten.  Vflglbinde  schön  gelb,  beim 
cf  regelmässiger  als  bei  hypsina-  und  aeole-  cf  cf,  in  der  Breite  jener  von  triocala  gleichkommend.  Die  Submedian¬ 
partie  des  weiblichen  Vflgls  auf  einen  schmalen  gelbroten  oder  gelbbraunen  Streifen  beschränkt  und  darüber 
nur  selten  Reste  eines  weisslichen  Subdiscalflecks.  Exemplare  aus  Pontianak  etwas  heller  und  imterseits  weniger 
ausgedehnt  schwarz  verdüstert  als  Norcl-Borneo-??.  cf  aus  Sandakan  kleiner  als  solche  aus  den  übrigen 
Teilen  der  Insel.  Am  Berg  Mulu  bis  etwa  1000  m  Höhe  vorkommend.  Ueberall  häufig,  auch  aus  Siidost- 
pallaurea.  Borneo  in  meiner  Sammlung.  —  pallaurea  Hag.  Dieses  hübsche  Tier,  dessen  Vflgllänge  44  mm  beträgt,  steht 
ungefähr  zwischen  C.  fruhstorferi  Stich,  von  Java  und  C.  cyane  Drury  von  Vorderindien.  Die  Form  der 
Vflgl  ist  nicht  ganz  so  gestreckt  wie  bei  «eo/e-??  von  Sumatra,  hypsina  von  Malakka  und  bankana  Frühst,  der 
Apex  weniger  ausgezogen,  und  gleicht  mehr  den  cyane-%%.  Oberseite:  In  der  Färbung  ähnelt  das  Tier  am 
meisten  der  fruhstorferi  von  Java,  doch  ist  es  viel  bleicher,  mehr  gelb  statt  rot,  und  die  discale  Querbinde 
der  Vflgl  cremefarben,  ausserdem  auch  etwas  breiter.  Das  helle  Feld  längs  des  Trds  der  Vflgl  steht  an 
Ausdehnung  zwischen  fruhstorferi  und  aeole  und  ist  hell  weisslichgelb,  gegen  die  Wurzel  hin  mit  schwach 
rötlichem  Anflug.  Derjenige  Teil  der  Vflgl,  welcher  bei  aeole  und  fruhstorferi  einfarbig  schwarz  ist  ohne  andere 
Zeichnung  als  die  feine  weisse  Randzackenlinie,  weist  bei  pallaurea  fast  dieselbe  Zeichnung  auf  wie  bei  cyane , 
namentlich  die  submarginale  Reihe  weisser  Striche  hinter  der  Zackenlinie.  Die  discale  weisse  Querbinde, 
welche  sich  bei  cyane-¥¥  in  ihrer  ganzen  Breite  an  diese  submarginale  Strichreihe  ansetzt,  berührt  bei  pallaurea 
dieselbe  nur  mit  ihrem  äussersten  Ausläufer  ganz  schmal  beiderseits  des  zweiten  Medianastes.  In  dem 
schwarzen  Feld  zwischen  beiden  befinden  sich  noch,  von  der  Binde  ausgehend,  feine,  verwaschene,  weissliche 
Wische.  Die  Querstreifung  der  Mittelzelle  unten  ist  auch  auf  der  Oberseite  deutlich  sichtbar,  was  bei  den  mir 
vorliegenden  hypsea  und  hypsina -??  gar  nicht  und  bei  fruhstorferi  nur  in  ganz  schwachem  Grade  der  Fall  ist. 
Auf  den  Hflgln,  welche  in  orangegelbem  Felde  dieselben  schwarzen  Spritzer  besitzen  wie  fruhstorferi ,  ist  der 
schwarze  Aussenrand  fast  doppelt  so  breit  wie  bei  allen  vorgenannten  Arten.  Auf  der  Unterseite  unterscheidet 
sich  pallaurea  sofort  dadurch,  dass  die  Aussenränder  aller  Figl  viel  breiter  schwarz  gefärbt  sind  und  dass 
hinter  der  weissen  Randzackenlinie  eine  wellige,  durch  die  auf  den  Hflgln  gelben  Adern  unterbrochene  weisse 
Linie  sich  befindet.  Im  ganzen  Apicalteil  der  Vflgl  fehlt  die  ockergelbe  Färbung  der  anderen  Arten  vollständig, 
der  innere  Rand  der  weissen  Querbinde  verläuft  mehr  gerade,  während  er  bei  aeole  und  fruhstorferi  treppen¬ 
stufenartig  ausgebuchtet  ist  und  die  vom  2.  Medianast  zur  Mitte  des  Innenrandes  herabziehende  weisse,  schwarz 
eingefasste  Halbbinde  ist  kaum  angedeutet.  Auf  den  Hflgln  ist  die  weisse  Discalbinde  verloschener  und  verliert 
sich  ungefähr  vom  2.  Medianast  ab  allmählich  in  der  gelben  Grundfarbe.  Ihr  äusserer  Rand  ist,  mit  Ausnahme 
eines  schwärzlichen  Striches  nahe  dem  Vorderrande  ohne  die  schwarze  Strichbegrenzung,  wie  sie  bei  aeole 
batuensis.  und  fruhstorferi  zu  sehen  ist  und  ihr  innerer  Rand  ist  viel  weniger  ausgebuchtet.  Mentawej.  —  batuensis  Stich. 

nähert  sich  der  triocala  Frühst,  von  West-Sumatra,  bleibt  jedoch  in  der  Grösse  hinter  ihr  zurück;  sie  führt  eine 
lichtere,  mehr  weissliche  Schrägbinde  der  Vflgl  und  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  reiner  weisse,  zierlichere  Halb- 
mondstreifchen  als  Ornament  der  schwarzen  Umrahmung.  Die  Unterseite  zeigt  markante  schwarze  Sub- 
fruhstorferi.  marginalbänder,  welche  selbst  jene  von  aeole  von  Deli  an  Ausdehnung  übertreffen.  Batu-Inseln.  —  fruhstorferi 
Stich.  (110a)  stammt  aus  Ost- Java.  Sie  fällt  auf  durch  eine  sehr  breite  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  und 
mnnjava.  reichen  hellvioletten  Anflug  aller  schwarzen  Partien  der  Oberseite.  -  munjava  subsp.  nov.  zeigt  eine  namentlich 
beim  cf  costalwärts  verschwindende  auch  sonst  viel  schmälere  weisse  Schrägbinde  und  einen  dunkler  blauen 
Schiller  der  Oberseite.  Die  Unterseite  aller  Figl  wird  von  erheblich  schmäleren  weissen  Binden  durchzogen 
als  bei  fruhstorferi.  West-Java,  sehr  selten,  bis  etwa  800  m,  aus  der  Umgegend  von  Sukabumi,  4  cf  cf,  4  ??  ln 
bankana.  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  bankana  subsp.  nov.  ist  häufig  auf  der  Insel  Banka,  kleiner  als  aeole  Moore  von 
Deli,  zeigt  eine  schmälere,  weniger  ausgebuchtete  weisse  Halbbinde  vor  der  Spitze  der  Vflgl  als  aeole  und  hypsina. 
palawana.  —  palawana  Frühst.  Wie  bereits  Staudinger  1889  bemerkte,  sind  die  Palawan-cfcf  fast  ohne  schwarze  Flecke 
im  Rot  der  Hflgl.  Die  Binde  der  Vflgl  ist  ausserdem  kürzer  als  bei  Borneo -hypsea  und  das  Rot  ausgedehnter, 
indem  es  die  halbe  Zelle  ausfüllt.  Die  Querstrichelung  der  Zelle  der  Vflgl-Unterseite  ist  heller  und  cf  und  ?  er¬ 
scheinen  viel  feuriger  carminrot  gefärbt  als  bei  hypsea;  palawana-^  jedoch  sind  viel  bleicher,  als  solche  aus  Borneo 
und  der  bei  Borneo-Exemplaren  nur  manchmal  vorhandene  gelbliche  Subdiscalfleck  der  Vflgl  hat  sich  bei  pala- 
wana  so  weit  ausgedehnt,  dass  er  die  mittlere  Mediana  erreicht.  Die  Hflgl  zeigen  einen  weisslichen  Costalfleck 
und  sind  nur  an  der  Basis  bleichrot,  im  Uebrigen  gelblich  braun  gefärbt.  Bei  einem  cf  erscheinen  die  schwarzen 
Submarginalflecken  der  Hflglunterseite  verdoppelt  und  bilden  somit  einen  Uebergang  zu  Cethosia  magindanica 
Semp.  Beschreibung  nach  3  cf  cf  und  3  ??  meiner  Sammlung;  Palawan,  Flugzeit  Januar,  von  W.  Doherty  ge¬ 
sammelt.  Zwei  der  palawana  nahe  stehende  Exemplare  aus  Balabac  sind  etwas  kleiner  und  mit  dunkler  gelben 
Vflglbinden  geschmückt,  führen  schmälere  proximal  weniger  zerklüftete,  satter  gelbe  Transversalbinde  der  Vflgl  und 
unterseits  namentlich  beim  ?  verengte  weisse  Mittelbinde  und  reduzierte  schwarze  Submarginalstrigae  der  Hflgl. 


Ausgegeben  15.  IV.  1912. 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


505 

C.  mindanensis  ersetzt  C.  hypsea  auf  den  südwestlichen  Philippinen  und  im  Jolo-Archipel.  Sie  ist 
unstreitig  die  schönste  Art  der  orientalischen  Region  und  nächst  yabinia  Weijm.  und  C'.  cyane  erreicht  bei  ihr 
der  sexuelle  Dimorphismus  den  Höhepunkt  der  Entwicklung.  Die  cfcf  haben  oberseits  noch  viel  Gemeinsames 
mit  hypsea,  der  gelbe  Shawl  der  Vflgl  gleicht  im  Colorit  und  Ausdehnung  jenem  von  hypsea  aeole  Moore  und 
das  ?  harmoniert  in  der  Zeichnungsanlage  etwa  mit  jenem  von  palawana-%.  Nur  ist  die  Oberseite  nicht  so 
bunt  wie  bei  den  hypsea- Formen,  sondern  eigentümlich  cremefarben  mit  grünlicher  Ueberstäubung  am  Rande 
des  schwarzen  Distalsaumes,  welcher  sich  erheblich  verbreitert.  Auf  der  Unterseite  verengt  sich  der  gelbbraune 
subterminale  Längsstreifen  beider  Figl,  dafür  tritt  eine  Verschmelzung  der  schwarzen  Submarginalflecken  ein, 
so  dass  eine  Kette  von  grossen  quadratischen  Makeln  entsteht.  Die  Medianbinde  besonders  der  Hflgl  erweitert 
sich  und  zieht  nahezu  in  Fingerbreite  bis  zum  Analwinkel  der  Hflgl.  Beim  ?  verfärbt  sich  dann  auch  noch 
der  bei  hypsea  leuchtend  carminrote  Basalteil  der  Hflgl  in  ein  trübes  Lehmgelb.  Zwei  benannte  Arealformen : 
mindanensis  Fldr.  ( 1 09  d)  bewohnt  das  südwestliche  Mindanao,  von  woher  Semper  aus  Gusu  nur  ein  Paar  mindanensis. 
empfangen  hat.  Die  Rasse  ist  im  ?  ausgezeichnet  durch  die  herrliche  cremegelbe  Färbung  aller  bei  hypsea 
rötlichen  Stellen.  Auf  der  Unterseite,  besonders  der  Hflgl,  fällt  eine  Doppelreihe  von  sehr  kräftig  entwickelten 
schwarzen  Submarginalflecken  auf,  welche  bei  hypsea  nur  rudimentär  vorhanden  sind.  Der  alle  vicariierenden 
Cethosien  auf  dem  inneren  Saum  der  schwarzen  Flügelumrahmung  überziehende,  tiefblaue  Schiller  ist  bei  minda¬ 
nensis  besonders  lebhaft  und  wird  nur  übertroffen  von  dem  der  hypsea  fruhstorferi  aus  Ost-Java,  bei  welcher 
auch  der  ganze  Hflgl  von  einer  violetten  Glut  übergossen  ist.  In  meiner  Sammlung  befinden  sich  vier  cfcf 
1  ?  von  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Doherty  gesammelt.  —  festiva  Frühst.  Mit  39  mm  Vflgllänge  festiva. 
wesentlich  kleiner  als  mindanensis  Fldr.  von  Mindanao  und  Bazilan,  die  46  mm  und  darüber  aufweist.  Die 
gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  kompakter,  weder  proximal  noch  distal  so  tief  wie  bei  Mindanao-Exemplaren  ein¬ 
gekerbt,  deren  innere  schwarze  Begrenzung,  namentlich  in  Anbetracht  der  Kleinheit  der  Stücke,  wesentlich 
breiter.  Die  rotbraune  Färbung  des  Basalfeldes  auf  der  Oberseite  beider  Flügelpaare  dunkler,  ebenso  die  rot¬ 
braunen  Längsbinden  der  Unterseite.  Die  medianen  Reihen  schwarzer  Punkte  der  Unterseite  prägnanter.  Jolo- 
Archipel  nur  2  cd  cd  in  der  Collection  Ffuhstorfer. 

C.  gabinia  Weym.  (109  d)  repräsentiert  C.  hypsea  auf  der  Insel  Nias,  wo  sie  als  eine  ziemlich  häufige  gabinia. 
Erscheinung  gilt.  Unterseite  charakteristisch  durch  die  ausgedehnte  Weissbesäumung  der  Flügel.  Die  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl  sehr  kurz,  mit  der  Medianbinde  vereinigt,  jenseits  der  Zelle  beim  cd  ein  erlöschender,  beim  ? 
ausgedehnter  weisser  Fleck.  Hflgl  distal  heller  gelbbraun  als  alle  hypsea, -V erwandten.  Der  weisse  Mittelstreif 
der  Hflgl  gleichmässiger,  transcellular,  nicht  wie  bei  makromalayischen  hypsea  eingeschnürt.  ?  übrigens 
unterseits  kaum  vom  cd  verschieden,  ein  Beweis  für  die  Resistenz  der  Unterseite  und  zugleich  eine  Erschein¬ 
ung,  die  sich  bei  vielen  Nymphaliden  wiederholt;  man  denke  an  Kallima ,  Doleschallia. 

C.  luzonica  wurde  von  mir  früher  mit  hypsea  vereinigt,  und  wenngleich  die  Art  viel  Analoges  mit 
hypsea  gemeinsam  besitzt,  so  möchte  ich  sie  heute  wieder  zur  Species  erheben.  Die  Unterseite  differiert  von 
hypsea-,  abgesehen  von  der  etwas  schmäleren  weissen  Binde  der  Vflgl  und  dem  besonders  in  der  Mitte  ansehn¬ 
licheren  Medianfeld  der  Hflgl  nicht  wesentlich.  Die  Zeichnung  der  Oberseite  nähert  sich  jedoch  durch  die 
weisse,  statt  wie  bei  hypsea  gelbe  Binde  und  die  cf  -ähnlichen  99  mehr  der  C.  methypsea  Btlr.  (und  carolinae 
Forb.)  (110  a),  doch  ist  sie  von  dieser  wiederum  zu  separieren  durch  das  Fehlen  weisser  Decoration  der  schwarzen 
distalen  Submarginalstreifchen  der  Hflgl.  Die  weisse  Vflglbinde  selbst  nimmt  bei  den  Inselrassen  von  Norden  nach 
Süden  gehend  zu.  Sie  ist  am  undeutlichsten  bei  luzonica  Fldr.,  die  einen  breiten  schwarzen  Apicalsaum  aber  luzonica. 
eine  sehr  schmale  Umrandung  der  Hflgl  zeigt,  welch  letztere  ebenso  wie  das  Medianfeld  der  Vflgl  völlig 
fleckenlos  sind.  Zelle  der  Vflgl  nahezu  rot  mit  deutlich  erkenntlichen,  wie  bei  hypsea  palawana  isolierten 
schwarzen  Streifchen.  Mittelfeld  der  Unterseite  mehr  gelblich,  statt  weiss  wie  bei  der  Mindanao-Rasse  von 
luzonica.  Flugzeit  vom  Mai  bis  September.  In  meiner  Sammlung  von  Manila,  nach  Semper  auch  im  Norden 
der  Insel  Luzon.  —  boholica  Semp,  aus  Cebu,  Bohol,  Leyte  und  Panaon,  der  südöstlichen  Philippinen  be-  boholica. 
schrieben,  hat  eine  ganz  schwarze  Zelle  der  Vflgl  und  eine  kurze  doch  ansehnlich  breite  weisse  Binde  der 
Vflgl.  —  pariana  Semp.  von  Panay,  Guimaras  und  Negros  steht  boholica  sehr  nahe,  doch  soll  die  weisse  pariana. 
Schrägbinde  unterseits  erheblich  verbreitert  sein.  —  magindanica  Semp.  umschreibt  eine  scharf  Umrissen e magindanica 
Inselrasse,  habituell  grösser  als  die  nördlicheren  Schwesterformen,  Binde  der  Vflgl  variabel,  manchmal  rudimentär 
wie  bei  luzonica  dann  wieder  beinah  so  deutlich  wie  bei  pariana.  Zelle  zur  Hälfte  rötlich.  Alle  Medianfelder 
der  Unterseite  rein  weiss,  wesentlich  verbreitert.  Flugzeit  Mai  bis  Oktober,  dann  wieder  Dezember  bis  Januar. 

c)  Erster  Subcostalast  der  Vflgl  entspringt  distal  von  der  oberen  Zellecke,  die  Querader  stösst  auf  die 
Gabelung  der  beiden  Medianen,  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  basalwärts  gerückt,  proximal  zwischen  dem  Ursprung  des 
zweiten  und  dritten  Medianastes  ausmündend.  Valve  äusserlich  nicht  sichtbar. 

C.  myrina  die  letzte  und  am  weitesten  differenzierte  auch  structurell  von  allen  Cethosien  am  meisten  diver¬ 
gierende  Species  der  cyane-liypsea- Gruppe  von  geringer  räumlicher  Ausdehnung,  ausschliesslich  in  der  celebischen 
Subregion  verkommend  und  dort  in  drei  bis  vier  Territorialrassen  zerfallend.  Farben  Variationen  sind  nicht  nur  bei 
den  99  die  Regel,  sondern  ergreifen  auch  die  cf  cf,  von  welchen  wir  im  centralen  Celebes  rote  und  prächtig  blau 

IX  64 


506 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


schillernde  Formen  antreffen.  Der  lang  ausgezogene  Schnitt  der  Vflgl  und  ein  weisser  Discus  der  Hflgl  sind 
sonstige  Kennzeichen  der  Collectivspecies.  Die  Falter  bewohnen  den  Waldrand  vom  Meeresstrand  bis  ca. 
1000  m  Höhe,  wo  sie  sanft,  aber  keineswegs  langsam  im  lichten  Dschungel  oder  in  Fruchtgärten  dahinschweben. 
Sie  zeichnen  sich  durch  einen  höchst  aromatischen  Geruch  aus,  der  an  feines  Parfüm  erinnert.  Entsprechend 
der  Lokalität  haben  die  Cethosia  myrina  auf  Celebes  convergente  Euripus- Formen.  So  copiert  im  Norden  der 
Insel  Euripus  robustus  Wall. - ¥  und  im  Süden  Euripus  robustus  myrinoides  Frühst .-¥  die  jeweilige  Arealform. 
Cethosia  myrina  ist  mit  manchmal  62  mm  Vflgllänge  die  grösste  bekannte  Art  und  bereits  1874  wies 
sarnada.  Hopffer  auf  ihre  Variabilität  hin.  Er  hatte  rotbraune  (Norden)  und  dunkelbraune  ¥  (Süden)  vor  sich.  —  sarnada 
subsp.  nov.  (110  d  als  myrina)  differiert  von  der  Namenstype  aus  Nord-Celebes  durch  geringere  Grösse.  cd  unter- 
seits  mit  mehr  grau  statt  gelblich  weissen  Intramedianstrigae.  Hflgl  mit  weniger  prominenter  anilinroter  Median¬ 
zone.  ¥  oberseits  dunkler,  vorherrschend  schwarzbraun,  manchmal  mit  violettem  oder  dunkel  purpurnem  Schiller 
in  der  Submarginalpartie  der  Hflgl;  Unterseite  satter  braun  ohne  die  rötlichen  und  gelblichen  Aufhellungen  der 
miyrina -¥¥.  Süd-Celebes,  von  mir  auf  dem  Malayischen  Kirchhof  von  Makassar  beobachtet,  am  Pik  von  Bonthain 
melancholica bis  1000  m  ansteigend  und  dort  im  März  gesammelt.  —  melancholica  Frühst.  (HOd),  ursprünglich 
als  ?-Form  beschrieben,  scheint  mir  am  besten  als  Ortsrasse  zu  figurieren  und  soll  die  auch  im  cf  mela- 
notische  Zweigrasse  des  östlichen  Celebes  bezeichnen,  cf  mit  dunklerem  Blauschiller  und  ohne  weisse  Makeln 
im  Discus  der  Vflgl.  ?  in  der  Regel  schwärzlich  mit  nur  matter  grüner  Submarginalpartie  der  Oberseite 
der  Hflgl.  Die  Vflgl  sind  auf  der  Unterseite  nur  am  Analwinkel  noch  braun,  die  Hflgl  wie  bei  gewöhnlichen 
myrina  weisslieh,  von  einer  braunen  Medianbinde  durchzogen,  die  nach  beiden  Seiten  mit  nach  aussen  ab¬ 
blassenden  hellolivengrünen  Schimmer  umsäumt  ist.  Von  Mapane  im  Tomini-Golf  nördlich  vom  Posso-See 
durch  die  Herren  Drs.  S arasin  gesammelt.  Aehnliche  Exemplare  hat  auch  Dr.  Martin  aus  Paloppo,  Ost- 
Celebes.  Auf  dem  Lompa-Battan  erbeutete  ich  ein  ¥  mit  fast  schwarzen  Vflgln  und,  abgesehen  vom  Discus, 
myrina.  ganz  dunkel-kaffeebraunen  Hflgln  und  einer  ebensolchen  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite.  —  myrina  Fldr., 
der  nomenclatorische  Typus,  scheint  sehr  beständig  zu  sein,  denn  mir  ging  stets  nur  eine  dazu  gehörige 
¥-Form  zu  mit  prächtig  hellrot-braunem  Medianfeld  der  Hflgl-Oberseite.  cf  varriieren  unterseits  in  der 
Weise,  dass  auf  den  Hflgln  eine  leuchtend  anilinrote  Medianbinde  sich  bis  zur  Submediana  erstreckt  oder 
nur  als  proximaler  Schimmer  die  braune  Submarginalzone  bedeckt.  Vflgl  von  sarnada  abweichend  durch 
gelbliche,  satt  grauweisse  Intramedianmakeln.  Die  Submarginalzone  der  ?  wechselt  von  hell-  zu  dunkelbraun. 
Nord-Celebes,  sehr  häufig,  fehlt  in  keiner  Sendung  aus  der  Minahassa;  von  mir  November-Dezember  in  Toli- 
ribbei.  Toli  gefangen.  —  ribbei  Honr.,  ursprünglich  aus  Bangkai  beschrieben,  ist  die  coloristisch  berühmteste  myrina- 
Form,  auffallend  durch  einen  glänzend  blauen  Anflug  der  Oberseite,  ribbei  ist  nicht  auf  ihre  Heimatinsel  be¬ 
schränkt,  sondern  scheint  in  der  Trockenzeit  als  Aberration  auch  in  Central-Celebes  vorzukommen,  wo  sie 
sowohl  von  Döherty  wie  auch  von  Prof.  Kükenthal  aufgefunden  wurde. 

d)  Erster  Subeostalast  bei  beiden  Geschlechtern  nahe  der  vorderen  Zellecke  entspringend,  hintere  Discocellulare  auf 
geringe  Entfernung  jenseits  der  Mediangabelung  ausmündend.  Chitinvalven  wie  bei  der  liypsea- Gruppe  äusserlich  sichtbar. 

C.  methypsea,  bisher  ausschliesslich  von  der  Malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  bekannt,  wird  vielleicht 
in  Borneo  noch  aufgefunden,  Oberseite  durch  unsere  Figur  von  carolinae  (1 10a)  charakterisiert,  Unterseite  jener 
von  liypsea  ähnlich  aber  durch  eine  weisse  Submarginalbinde  der  Hflgl  differenziert,  die  an  C.  cyane  erinnert, 
methypsea.  nur  erheblich  schmäler  als  bei  dieser  aussieht,  methypsea  Btlr.  führt  auf  den  Vflgln  entweder  einen  schmalen 
weissen  oder  gelblichen  Shawl;  Hflgl  mit  sehr  kleinen,  teilweise  ausfallenden  Postdiscalpunkten,  sonstwie  caro¬ 
linae.  Unterseite  mit  undeutlicher  weisser  Submarginallinie,  das  gelblichweisse  Medianfeld  distal  nur  leichthin 
schwarz  punktiert.  Malayische  Halbinsel,  selten.  Das  ¥  mann-älmlich  mit  etwas  ausgedehnterer  bleichocker- 
carolinae.  gelber  Fleckenbinde  der  Oberseite.  —  carolinae  Forb.  (110  a),  aus  West-Sumatra  beschrieben  und  dort  häufig, 
seltener  im  Nordosten  der  Insel,  vereinigt  die  Charaktere  der  cyane-  und  Zu/psea-Gruppe  in  sich  und  bildet 
durch  die  Aehnlichkeit  der  Unterseite  zugleich  die  Brücke  zu  penthesilea.  Besonders  auffallend  durch  auf  der 
Unterseite  des  letzten  Abdominalsegmentes  noch  deutlich  sichtbare,  stark  glänzende  blasige  Analklappen,  welche 
jedoch  kleiner  sind  als  bei  liypsea.  Die  ¥¥  sind  absolut  cd-ähnlich  und  wie  diese  mit  violettem  Schiller  iiber- 
gossen.  Die  ITnterseite,  welche  auch  bei  der  liypsea- Gruppe  am  constantesten  äusseren  Einflüssen  gegenüber  und 
der  Variabilität  weniger  unterworfen  ist,  harmoniert  am  besten  mit  penthesilea,  die  Zeichnungsanlage  der 
Vflgl  und  der  breite  Aussensaum  der  Hflgl  erinnern  dagegen  mehr  an  cyane  und  liypsea. 

C.  penthesilea  ersetzt  die  vorige  Art  auf  Java  und  in  Mikromalayana  und  differiert  zunächst,  durch  die 
nicht  sichtbare  Valve  des  Hinterleibes  von  dieser  Species.  Geäder  vermutlich  constanter  als  bei  methypsea, 
kaum  irgendwelche  Abweichung  der  beiden  Geschlechter  aufweisend.  Unterseite  mit  schmäleren  weissen  Binden 
wie  bei  carolinae  (110a);  Medianfeld  beim  ¥  grünlich  überhaucht.  Gesamtfärbung  je  nach  der  Heimatinsel  bei  den 
baweanica.  einzelnen  Spaltzweigen  von  lebhaft  carminrot  bis  zu  fahl  lederbraun  variierend.  —  baweanica  subsp.  nov.  be¬ 
zeichnet  eine  kleine,  sehr  helle  Inselrasse  von  etwas  bleicher  rotem  Golorit,  der  Oberseite  der  cd  cd,  als  jenem 
von  penthesilea  auf  Java.  Die  .  Färbung  ist  (110  a,  cd,  b¥,  wo  die  Form  als  penthesilea  bezeichnet  ist)  vorzüglich 
getroffen.  Unterseite  mit  schmälerer  weisser  Binde  der  Vflgl  und  bei  den  cdcd  mit  blasser  roter  Basal-,  aber 
lichter  gelbbrauner  Aussenhälfte  aller  Flügel.  Beim  cd  dokumentieren  sich  die  Anfänge  des  Inselmelanismus: 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


507 


durch  das  Zurückweichen  des  weissen  Medianfeldes  und  einer  ausgedehnteren  Schwärzung  im  discalen  Teile 

der  Hflgl.  Sehr  häufig  auf  Bawean,  besonders  vom  Juli  bis  September.  18  Paare  iu  meiner  Sammlung. 

penthesilea  Cr.,  die  Namenstype  gilt  als  einer  der  häufigsten  Javafalter.  In  der  Regenzeit  etwa  vom  Februar  an  penthesilea- 

trifft  man  die  Schmetterlinge  auf  blühendem,  niederem  Gesträuch  längs  der  Feldwege  und  am  Rande  von  üppigen 

Kulturen  bis  etwa  800  m  Höhe  in  solcher  Menge,  dass  sie  ein  Charakterisieren  der  Landschaft  bilden  und  von 

den  Javanen  zu  hunderten  eingeliefert  werden.  Ihre  Lieblingszone  sind  Höhen  von  1500 — 2000  Fass,  geht  jedoch 

bis  4000  Fuss,  wo  sie  mit  Arggnnis  niphe  javcmica  Oberth.  zusammenfliegt  und  wegen  der  grossen  Aehnlichkeil 

mit  deren  ??  leicht  damit  verwechselt  werden  kann,  umsomehr,  als  beide  Arten  den  langsamen  wenig  andauernden 

Flug  gemeinsam  haben.  Beide  Geschlechter  etwas  grösser  als  die  abgebildeten  bcuveanica,  obersei ts  satter  rot,  cf 

mit  kräftigeren,  ?  mit  weniger  markanten  Postdiscalpunkten  der  llflgl.  Das  ?  hat  eine  fahlere  Grundfarbe  als  die 

efef  und  trägt  auf  den  Hflgln  einen  schwarz  blauen,  mattglänzenden,  Duftfleck-ähnlichen  Wisch,  welcher  von 

der  Zelle  dem  Aussenrande  zu,  nach  abwärts  gebogen  sich  hinzieht  und  auf  der  Flgunterseite  durchschlägt. 

Bei  den  cf  cf  ist  er  schwächer  entwickelt,  bei  der  nachfolgenden  exsanguis  sogar  kaum  angedeutet,  penthesilea 
neigt  zu  Fehlfärbungen  etwa  so  wie  biblis  und  sind  in  der  Sammlung  Fruhstorfer  sowohl  nigristische  wie 
albinotische  Abweichungen  vertreten.  —  elgitha  form.  nov.  das  melanotische  Extrem  hat  die  weisse  Halbbinde  elgitha. 
der  Oberseite  der  Vflgl  eingebüsst  und  zeigt  die  Umrahmung  der  Hflgl  wesentlich  verbreitert,  ebenso  deren 
subterminale  Halbmonde.  Unterseits  macht  sich  eine  Verstärkung  der  weissen  Randhalbmonde  bemerklich. 
sonst  fehlen  aber  alle  Zeichnungen  und  Ordensbänder  mit  Ausnahme  von  drei  grünlichen  Strigae  in  der  Zelle 
und  einem  mässig  ausgedehnten  stark  zerteilten  obsoleten  Transcellularfeld.  Gesamtfärbung  verwaschen, 
rötlichgelb  mit  geröteter  Basis  und  Zelle  der  Hflgl.  Eine  ähnliche  Aberration  hat  Snellen  schon  1895  ab¬ 
gebildet;  nur  ist  meine  elgitha  noch  dunkler  als  Snellen’s.  Bild,  auch  fehlen  die  weissen  Punktreihen  jenseits 
der  Zelle  vollständig.  Die  Hflgl-Oberseite  hat  ausser  dem  schwarzen  weissgezackten  Aussenrand  nur  die,  auch 
von  Snellen  vermerkten  schwarzen  Submarginalpünktchen  und  einen  schwärzlichen,  für  Java-penthesilea  so 
charakteristischen  Wischfleck  jenseits  der  Zelle.  Auf  der  Vflgl-Unterseite  fehlen,  analog  der  Oberseite,  wiederum 
alle  weissen  Punkte.  In  der  Zelle  zeigt  sich  nur  ein  roter  Fleck,  und  die  circumeellulare  Region  ist  noch 
weitgehender  schwarz  umsäumt.  Der  Hflgl  ist  vollkommen  zeichnungslos  und  sind  hier  die  bei  typischen 
penthesilea  vorhandenen  weissen  doppelten  Randzacken  zusammengeflossen,  haben  sehr  an  Grösse  und  Aus¬ 
dehnung  zugenommen,  sodass  sie  ca.  dreimal  so  breit  aussehen  als  die  Marginalzacken  auf  Snellen’s  Bild. 

Vflgllänge  dieser  seltsamen  cf -Aberration  36  mm.  Das  albinotische  ?,  welches  mir  aus  Ost-Java  vorliegt,  er¬ 
scheint  habituell  verkümmert,  blasser  rot,  mit  eingeenglem  weissen  Shawl  der  Vflgl  und  zusammengeflossenen 
Subapicalpunkten.  Unterseite  fahl  rotgelb  mit  verwischten  Schwarz  Zeichnungen  und  nahezu  verlöschter  Sub¬ 
marginalbinde.  Auf  Bali  und  Kangean  ist  penthesilea  gleichfalls  häufig,  doch  fehlen  mir  dortige  Exemplare, 
die  unter  sich  vermutlich  wie  bei  den  biblis- Rassen  harmonieren,  aber  von  Java-Stücken  abweichen  dürften.  - 
exsanguis  Frühst,  hat  sich  bereits  erheblich  differenziert  ;  vor  allem  ist  eine  Rückbildung  der  weissen  Vflgl-  exsanguis. 
Binde  zu  constatieren,  während  die  Grundfärbung  fahler  wird.  Unterseite  mit  vermehrter  schwärzlicher  Be¬ 
stäubung  über  allen  weissen  Bändern  und  Verdunklung  der  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Lombok,  Ekas,  an 
der  Südküste  der  Insel  auf  weissblumigen,  leinkrautähnlichen  Pflanzen  in  Gesellschaft  von  Hebomia  lombockiana 
Btlr.  und  Fanais  litoralis  Doh.  im  dornigen  Gestrüpp  steriler,  z.  T.  auch  sumpfiger  Flächen  des  Litorales.  - 
diffusa  Frühst,  entfernt  sich  von  penthesilea  exsanguis  Frühst,  durch  den  verwaschenen  Färbungscharakter  der  Figl-  diffusa. 
Ober-  und  Unterseite.  Die  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  nicht  rein  weiss,  sondern  reichlich  mit  schwarzen 
Schuppen  bestreut.  Sowohl  die  Weiss-  als  auch  Schwarzpunktierung  auf  der  Flgl-Oberseite  erscheint  redu¬ 
zierter.  Die  submarginalen  weissen  Möndchen  der  Hflgl  treten  deutlicher  hervor.  Der  schwarze  Aussensaum 
der  Hflgl  namentlich  beim  ?  ist  schmäler  und  obsoleter.  Unterseite:  Die  Medianbinde  aller  Figl  nicht 
weiss,  sondern  schwärzlich  grau.  Die  Unterseite  der  Figl  ist  reicher  schwarz  überzogen  und  dunkel  ockerfarben 
anstatt  rötlich.  Sumbawa.  —  paksha  Frühst,  ist  die  penthesilea- Rasse  der  Insel  Wetter;  sie  differiert  von  paksha. 
den  übrigen  Rassen  durch  die  ausgedehntere,  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl,  die  mindestens  doppelt  so  breit  ist 
als  bei  exsanguis  Frühst.  Die  Figlunterseite  ist  viel  farbenreicher  als  bei  exsanguis  oder  fliola  von  Sumba 
und  erinnert  dadurch  wieder  an  die  Java-Form.  Von  penthesilea  Cr.  ist  paksha  aber  wiederum  abzutrennen 
durch  die  viel  schmäleren  und  weisslichen,  anstatt  gelblichen  Discalbinden  auf  der  Flglunterseite :  auch  die 
Grundfärbung  aller  Figl  bleibt  auf  der  Unterseite  dunkler  rotbraun  als  bei  Java-Stücken,  paksha  wird  auch  von 
Kisser  erwähnt  und  ist  von  Letti  in  meiner  Sammlung,  findet  sich  gewiss  auch  noch  auf  anderen  Inseln  der 
Timor-See.  Zu  ihr  gehört  auch  ein  Pärchen  von  Port-Darwin,  Nord -Australien,  in  der  Collection  Fruhstorfer, 
von  woher  sie  auch  Waterhouse  in  seinem  Catalog  der  Rhopaloceren  dieses  Continents  registriert.  —  filiola  fiiiola. 
Frühst,  bleibt  in  der  Grösse  noch  hinter  paksha  zurück  und  stellt  das  hellste  Extrem  der  mikromalayischen  Vikari¬ 
anten  dar.  Der  weisse  Shawl  der  Vflgl  etwas  schmäler  als  bei  paksha.  Unterseite  zu  jener  von  baioeanica  hin¬ 
neigend,  fahl  gelbbraun.  Medianbänder  der  Hflgl  verschmälert.  Insel  Sumba. 

e)  Structur  wie  bei  penthesilea ,  nur  die  hintere  Discocellulare  jenseits  und  distal  der  Gabelung  der  Medianadern 
auslaufend.  Valve  nicht  hervortretend. 

C.  leschenault  Godt.  (llOe  als  leschenaulti)  erinnert  durch  die  hellgelbe  Umsäumung  der  sonst  schwarz-  leschenault. 
braunen,  aber  mit  mattem,  dunkelviolettem  Schiller  übergossenen  Oberseite  an  unsern  Trauermantel  ( Vanessa 


508 


CETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


oycL>^^&-  ehrysippe. 


sangira. 


bernsteini. 


aurigena. 

obiana. 


antiopa  L.).  Die  gelblichen  Subapikalmakeln  sind  nicht  immer  so  prägnant  wie  auf  dem  abgebildeten  Exemplar. 
Unterseite  mit  den  Zeichnungsmotiven  der  C.  penthesilea ,  Basis  satt  carminrot,  Medianzone  hell  kaffeebraun, 
Distalsaum  wie  oberseits.  Zwei  weisse  Medianbinden  schmal  scharf  schwarz  liniert,  Submarginalbinde  aus 
schwarzen  kleinen  Leberfleckchen  mit  gelblicher  zarter  Peripherie  bestehend.  Insel  Timor,  mir  auch  von 
Wetter  vorliegend,  wo  sie  Doherty  im  Mai  gesammelt  hat. 

f)  Structur  der  Vflgl  unbeständig,  im  allgemeinen  vom  Charakter  der  C.  cyane- Gruppe,  in  der  Regel  sexuell  sehr 
verschieden,  indem  der  erste  Subeostalast  beim  cT  weit  vor,  beim  ?  genau  an  der  vorderen  Zellecke  entspringt.  Hintere 
Discocellulare  der  Vflgl  aber  stets  etwas  distal  von  der  Gabelung  der  Medianadern  abgerückt.  Valve  des  cT  nicht  sichtbar. 

cycLpfie  chrysippe  nächst  biblis  die  formenreichste  Species  des  Genus,  die  von  ihrem  Verbreitungs-Centrum 
der  papuanischen  Region  aus  auf  alle  Molukkeninseln  und  nordwärts  bis  Sangir  vorgedrungen  ist,  doch  geht 
sie  nach  Osten  nicht  über  die  Tr obriand- Gruppe  hinaus,  fehlt  auf  den  Salomonen  und  ist  bereits  im  Bismarck- 
Archipel  durch  eine  andere  Art  ersetzt.  Geschlechter  teilweise  monomorph,  teilweise  hervorragend  sexualdimorph. 
Beim  ?  treten  analog  den  biblis- Formen  oberseits  rotbraune  oder  grünlichgelbe  Farbenabänderungen  auf.  Mit 
Ausnahme  der  Nordmolukkenrasse  führen  alle  Teritorialformen  einen  weissen  Shawl  der  Vflgl,  der  von  distalen 
weissen  Fleckchen  oder  Halbmonden  begleitet  wird  und  in  einem  schwarzen  meist  blauschillernden  Apicalgebiet 
eingebettet  ist.  Hflgl  stets  breit  schwarz  umrahmt,  mit  dem  üblichen  Zackenornament  und  einer  mehr  oder 
weniger  markanten  Submarginalbinde  weisslicher  Flecken.  Unterseite  durchweg  mit  rotem  segmentartigem 
Submedianfeld  der  Vflgl.  Die  Hflgl  stets  mit  einer  Kette  schwarzer,  weiss  umzogener  Leberflecken  und  manch¬ 
mal  auch  noch  mit  einer  markanten  weisslichen,  schwarz  gestrichelten  Medianbinde.  Rp  zuerst  von  Wahnes, 
später  durch  Kühn  aufgefunden,  lebt  gesellig,  stets  20 — 80  zusammen;  tiefschwarz  mit  schön  gelben,  ihrerseits 
in  der  Mitte  wieder  fein  schwarz  linierten  Gürteln  an  den  Segmenten,  von  welchen  jedes  6  schwarze  Dornen 
trägt,  von  denen  das  dorsale  etwa  doppelt  so  lang  als  die  beiden  lateralen  Paare  ist.  Pp  weisslich,  hell- 
rotbraun  beschattet  mit  vier  Paar  goldenen  Punkten  auf  dem  Rücken.  Kopf  mit  zwei  hammerförmigen,  Thorax 
seitlich  mit  2  Paar  stumpfen  Höckern.  In  der  Mitte  der  Figlscheiden  ein  Paar  kleiner  flügelartiger  Anhängsel. 
Abdomen  mit  vielen  Tuberkeln  besetzt.  Puppenruhe  14  Tage,  cydippe  ist  ein  Waldbewohner  und  einer  der 
ersten  Falter,  der  die  von  Dr.  Hagen  in  Neu-Guinea  eingeführte  Lantana  besuchte.  —  sangira  Frühst.,  die 
nördlichste  bekannte  Zweigrasse.  Weisse  Subapikalbinde,  prominent  und  sehr  breit,  ebenso  ausgedehnt  als 
bei  insulata  Btlr.  von  Key.  Sub marginalbinde  sehr  deutlich.  Die  kleinen,  schwarzen  Submarginalflecke  der 
Hflgl  sind  nach  innen  deutlich  von  hellrötlichen  Spitzen  umgrenzt.  Vflgl  unten  breit  rein  weiss  gebändert. 
Hflgl  sehr  licht  mit  hellgrauen  Median-  und  Submarginalbinden.  Insel  Sangir.  1  cd  Type,  Museum  Leyden.  — 
bernsteini  FJdr.  ist  dagegen  sehr  arm  an  Weiss,  vom  Subapicalband  sind  nur  einige  Rudimente  gehlieben.  Unterseite 
wie  jene  von  prcestabilis  (111b),  jedoch  ohne  die  Schrägbinde  der  Vflgl,  aber  mit  deutlicher  roter  Makel  vor 
dem  Zellapex  der  Hflgl,  die  dem  ?  ohnedies  bereits  wieder  fehlt.  Morotai,  Halmaheira.  Aus  Batjan  besitze 
ich  ein  cd  mit  hell  gelbroter  Oberseite  und  goldgelben  statt  rötlichen  Submarginalmakeln  der  Hflgl  (aurigena 
form.  nov).  —  Auf  der  Insel  Obi  findet  sich  als  obiana  Frühst,  eine  Form,  die  sich  durch  eine  etwa  wie  bei 
prcestabilis  gelegte  weisse,  aber  steiler  gestellte  Fleckenbinde  den  Rassen  der  Südmolukken  nähert.  Unterseite 
mit  zierlichem  roten  Streifchen  am  Zellapex  der  Vflgl.  Die  Hflgl  mit  reichlich  weiss  aufgehelltem  Distalgebiet 
und  kleiner  rundlicher  purpurner  Makel  vor  der  Zellwand.  ?  oberseits  trüb  rotbraun,  ohne  Blauschiller 
des  schwarzen  Randgebietes.  Nicht  selten.  —  iphigenia  Frühst,  ist  dagegen  sehr  selten,  ?  überhaupt  noch 


nicht  beschrieben.  Oberseite  fahl  rotgelb,  statt  einer  Weissbinde  nur  drei  rundliche  Flecken.  Unterseite 
dagegen  reicher  weiss  ornamentiert  als  obiana  mit  deutlichem  weissen  violett  überpudertem  Medianstreifen  und 


iphigenia 

cydippe.  verbreitertem  weisslichem  Distalgebiet.  Insel  Buru.  —  cydippe  L.  ist  ein  Charakterschmetteriing  der  Süd¬ 
molukken  und  dort  überall  häufig.  Vflgl  schön  verziert  durch  drei  stattliche  Spitzbogen  jenseits  des  sehr 
grossen  Subapicalflecks.  Unterseite  sehr  bunt,  die  submarginale  Kette  von  Spitzbogen  und  Flecken  prononcierter 
als  bei  den  bisher  erwähnten  Vikarianten.  Hflgl  mit  ausgedehnter  violettweisser  Medianbinde  und  vermehrter 
cellularer  und  transcellularer  Rotfleckung.  Es  existieren  zwei  cd- Varianten:  eine  kleinere  beiderseits  lichtere 
mit  relativ  verschmälertem  Shawl  der  Vflgl,  aber  prägnanterer  Submarginalbinde  der  Hflgl,  vermutlich  eine 
Trockenzeitform  die  bereits  Clerk  und  Hübner  kannten  und  eine  habituell  voll  entwickelte,  wie  sie  Cramer 
darstellt,  mit  fast  doppelt  so  breitem  quadratischem  Transcellularfleck  der  Vflgl  und  dunkler  rotbraunem  ?, 


mo. 

tymbrasa. 


für  welche  der  Name  ino  Cr.  erhalten  bleiben 


Rann. 


Amboina,  Saparua.  —  tymbrasa  subsp. 


nov. 


schliesst  sich 


im  Zeichnungscharakter  mehr  der  Hübner’schen  cydippe  an  durch  länglichere,  spitzere  schmale  weisse  Strigae 
der  Vflgl  und  eine  verbreiterte  Kappenbinde  auf  diesen.  Mediangebiet  der  Unterseite  der  Hflgl  namentlich  bei 
den  ??  trüber.  ?  fahler  rotbraun,  der  Distalsaum  nicht  so  scharf  wie  bei  cydippe  abgesetzt  mehr  mit  der  Basal¬ 
region  verschwommen.  Ceram.  —  Mit  cydalima  Fldr.  beginnt  eine  kleine  Serie  von  Inselrassen,  die  sich  in  der 
theona.  Art  der  Ausbildung  des  weissen  Feldes  der  Vflgl  eng  an  theona  (111b)  anschliessen.  —  theona  Frühst.  (111b) 
wurde  von  mir  als  aus  „Buru“  stammend,  beschrieben,  weil  mir  aus  englischen  Quellen  die  distincte  Form  mit 
dieser  Angabe  verkauft  wurde.  Sie  gleicht  sehr  insulata  von  Key  und  stammt  vermutlich  von  einer  Insel  nahe 
der  Key-Gruppe.  Nur  ist  sie  habituell  grösser  mit  breiteren  schwarzen  proximalen  Rahmen  des  weissen  Feldes 
der  Vflgl.  ?  ohne  den  herrlichen  Blauschiller  mit  ausgedehnterer  schwarzer  Umsäumung.  Unterseite  ähnlich 
jener  von  obiana  Frühst .,  aber  mit  etwas  deutlicher  markierten  Medianbinde  der  Hflgl.  Subterminalband  der 
insulata.  Hflgl  wie  bei  cydippe,  nur  etwas  dunkelbraun.  —  Bei  insulata  Btlr.  erstreckt  sich  das  weisse  Feld  der  Vflgl 


GETHOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


509 


bis  zur  mittleren  Mediana,  dessen  distale  Begleitung  ist  jedoch  zu  kommaartigen  Strichelchen  reduziert.  Hflgl 
ohne  submarginale  Binde  beim  cd,  mit  einer  fast  völlig  verlöschenden  Binde  beim  ¥.  Unterseite  mit  oliven¬ 
grünen  Sub terminalstreifen  und  dunkelgrau  violett  umzogenen  Leberflecken  der  Hflgl.  Rp.  wie  oben  beschrieben, 
von  H.  Kühn  entdeckt,  cydalima  Fldr.  führt  die  am  reinsten  und  prominenteste  vveisse  Subterminalbinde  der 
Oberseite  und  zugleich  den  schmälsten  schwarzen  proximalen  Saum  des  Vflgl-Uleckes.  Illlgl  bunter  als  bei 
theöna,  das  blauschimmernde  Randgebiet  durch  rotbraune  Keilflecken  unterbrochen.  Unterseite  mit  zusainmen- 
üiessenden  Weisszeichnungen  der  Vflgl,  ausgebleichte  verwaschene  braune  Hflgl,  die  von  einer  graugrün  be¬ 
grenzten  Medianbinde  durchzogen  werden.  Rp  nach  Ribbe  auf  einer  Schlingpflanze.  Type  von  Am.  mir  nur 
von  Goram  vorliegend.  —  cyrene  Wall,  zählt  zu  den  schönsten  Faltern  des  Papua-Gebiets  und  differiert  von 
allen  bekannten  Vikarianten  durch  eine  weisse  Guirlande  der  Hflgl,  welche  proximal  die  schwarzen 

Cethosien -Makeln  mnschliesst,  dann  namentlich  beim  ¥  in  eine  schmale  rötlich  überpuderte  und  endlich  in  eine 
schwarze  Submarginalregion  übergeht.  Das  weisse  Feld  der  Vflgl  wesentlich  schmäler  als  bei  insulata ,  aber 
auch  bis  zur  mittleren  Mediana  verlängert;  Basalregion  lichter  rotbraun  als  bei  theona.  Unterseite  der  Hflgl 
auffallend  durch  submarginale  weisse  Zone,  die  nur  durch  einen  schmalen  grauen  Streifen  von  den  ebenfalls  an¬ 
sehnlichen  Subterminalmonden  getrennt  ist.  Hflgl  sonst  wie  bei  insulata.  Selten,  Insel  Waigiu.  —  damasippe 
Fldr.  Als  Heimat  der  Type  gibt  Felder  den  „Litus  occidentale“  von  Nova-Guinea  an  und  seine  Beschreibung  ist  auf 
Exemplare  gegründet,  die  von  der  Aetna-Expedition  nach  Europa  gebracht  wurden.  -  In  zweiter  Linie  nennt  Felder 
noch  Dorey  und  Mysol  als  zuverlässigen  Fundort  und  „Aru“  als  irrtümliche  Lokalität  der  damasippe.  Auf  Grund  des 
54  Exemplare  umfassenden  Materials  meiner  Sammlung  sehe  ich  mich  jetzt  veranlasst  darauf  hinzuweisen,  dass 
Neu-Guinea  ausser  von  damasippe  noch  von  3  weiteren  geographischen  Rassen  bewohnt  wird.  Es  sind  folgende: 

a)  eine  Form  des  Nordwestlichen  Holländischen  Neu-Guinea. 

b)  eine  Form  des  Südwestlichen  Holländischen  Neu-Guinea. 

c)  eine  Form  des  Deutschen  und  Britischen  Neu-Guinea. 

Zur  ersteren  zähle  ich  14  Exemplare  aus  Dorey  und  vom  Arfak-Gebirge.  Sie  sind  gekennzeichnet 
durch  sehr  schmale  vielfach  sogar  diffuse,  weissliche,  subapicale  Schrägbinde  der  Vflgl,  sehr  breiten  schwarzen 
Distalsaum  aller  Figl  und  dunkel  braunrotes  Kolorit  des  Basalfeldes  der  Flgl-Oberseite.  Zu  b  rechne  ich  Stücke 
von  Kapaur,  6  cd  cd  W.  Doherty  leg.,  und  1  ?  aus  der  Kajumera-Bay,  charakterisiert  durch  eine  9 — 10  mm 
breite,  rein  weisse,  leuchtende  Querbinde  und  hellrötliches  Basalfeld  aller  Figl.  Aus  Felder’s  Beschreibung 
lässt  sich  nicht  ermitteln,  ob  seine  Diagnose  auf  a  oder  b  sich  bezieht  und  so  reserviere  ich  für  die  noch  nicht 
benannte  Form  den  Namen  claudilla  Frühst.  (111b  ¥);  —  die  Rasse  aus  Deutsch-  und  British-Neu-Guinea  be¬ 
zeichne  ich  mit  praestabüis  Frühst,  (lila  u.  b),  die  von  b  abweicht  durch  etwas  schmälere  nur  6 — 7  mm 
breite  weisse  Vflglbinde  und  die  reicher  weisslich  gezeichnete  Unterseite,  auch  schliesst  sie  sich  viel  mehr  der 
australischen  clirysippe  F.  an.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  jedoch  niemals  auch  nur  entfernt  so  reduziert  als 
bei  den  Dorey-Exemplaren.  Von  allen  drei  Neu-Guinea  Arealrassen  kommen  oberseits  rotbraune  ¥¥  ( claudilla 
Frühst,  und  ¥¥  mit  basalwärts  ganz  fahlbrauner,  gelblichgrüner  oder  sogar  blaugrüner  Färbung  vor.  Letztere 
bezeichnete  als  ¥  forma  hermanni  Frühst,  (lila  in  damosippe  verdruckt).  Rp  wie  jene  von  insulata , 
schwarz  mit  gelben  Ringen  und  in  der  Artdiagnose  beschrieben,  preestabilis  findet  sich  sowohl  in  der  Astrolabe- 
Bai  wie  auch  im  Huon-Golf  von  Kaiser-Wilhelmsland.  Exemplare  von  British-Neu-Guinea  differieren  von 
preestabilis  nur  durch  etwas  ausgedehnteres  schwarzes  blauschillerndes  Randgebiet  der  Oberseite  und  weniger 
deutlich  weissviolett  umringelte  Submarginalmakeln  der  Unterseite  der  Hflgl  und  nähern  sich  dadurch  wieder 
der  mir  von  (Kapaur  Holländisch  Süd-West-Neu-Guinea)  vorliegenden  Lokalform.  Das  ¥  wurde  neuerdings  auch 
auf  der  Yule-Insel  gefunden  und  differiert  vom  hermanni -¥  (lila)  durch  etwas  schmäleres  weisses  Band  der 
Vflgl  und  grünlichgelbe  Basalregion.  — ■  lucina  Frühst,  bleibt  in  der  Grösse  hinter  den  Formen  der  Hauptinsel 
zurück;  cd  in  Anbetracht  der  Kleinheit  mit  sehr  erweiterter  Fleckenbinde  der  Vflgl  und  lebhaftem  Blauschimmer 
der  relativ  ausgedehnten  proximalen  Umgrenzung  desselben.  ¥  ähnlich  dem  claudilla -¥,  aber  mit  noch  satter 
rotbrauner  Flügelbasis  und  compacterem  Schrägband.  Insel  Jobi.  Auf  Mafor  fliegt  eine  imterseits  schon  wieder 
etwas  verdunkelte  Vikariante.  —  chrysippe  F.  nähert  sich  im  cd  der  preestabilis ,  ¥  oberseits  jedoch  lichter  rot¬ 
braun,  die  Cethosien^Qckm  der  Hflgl  mehr  durchscheinend.  Unterseite  der  Hflgl  namentlich  nach  aussen 
heller  braun,  beim  ¥  graubraun.  Queensland.  —  Als  imperialis  Btlr.  ist  eine  der  chrysippe  nahestehende 
reicher  blau  schillernde  Form  von  Cape  York,  Nordaustralien,  beschrieben,  die  meiner  Sammlung  fehlt, 
cleanthis  Frühst.  Der  cd  steht  sehr  nahe  damasippe  von  Neu-Guinea,  hat  aber  durchgehend  eine  schmälere, 
weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  grössere,  weisse  Submarginalpunkte.  Auf  den  Hflgln  zeigt  sich  eine  deut¬ 
liche  Reihe  von  gelben  Submarginalflecken,  ähnlich  wie  bei  eydippe  woodlarkiana  Frühst.,  Die  Unterseite  ist 
etwas  weniger  bunt  als  bei  woodlarkiana ,  die  grünen  Discal-  und  Basalbinden,  welche  woodlarkiana  aus¬ 
zeichnen,  sind  jedoch  auch  in  cleanthis  vorhanden.  Das  ¥  differiert  vom  damasippe -¥  von  Neu-Guinea  durch 
den  graugrünen  anstatt  braunroten  Basalteil  aller  Figl  und  durch  eine  sehr  distincte  Submarginalreihe  von 
weisslichen,  länglichen  Flecken  und  einer  äusserst  zierlichen  Serie  von  weissen  Marginalhalbmonden.  Die 
Vflglbinde  ist  wie  im  cd  sehr  schmal.  cleanthis -¥  ist  grösser  als  woodlarkiana -¥,  hat  mit  diesem  die 
dunkle  Färbung  der  Figl  gemeinsam,  dagegen  fehlt  aber  der  orange  Anflug,  welcher  woodlarkiana -¥  ein 
so  liebliches  Aussehen  verleiht.  Kiriwina,  Trobiand-Inseln.  —  alkmene  Frühst.  Das  ¥  nähert  sich  durch  die 
dunkelrote  Färbung  der  Vorderflügelbasis  und  der  Art  der  Flügelumrahmung  C.  insulata  Btlr.  von  den  Key- 


cydalima. 


cyrene. 


damasippe. 


claudilla. 

preestabilis. 


hermanni. 


lucina. 


chrysippe. 

imperialis. 

cleanthis. 


alkmene. 


510 


ME  L  IT  AE  A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


woodlarki¬ 

ana. 


cenchrites. 


obscura. 

antippe. 

gabrielis. 

gabrielis. 


Inseln,  ist  aber  von  dieser  durch  die  mehr  als  die  Hälfte  schmälere,  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  verschieden. 
Die  Unterseite  gleicht  jener  von  damasippe  Feld,  aus  Neu-Guinea.  Die  ??  aber  kommen  wieder  cleanthis-^-  sehr 
nahe,  von  denen  sie  durch  die  etwas  breitere,  weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  die  beinahe  schwarz¬ 
grüne,  also  hellere  Grundfarbe  der  Figl  abweichen.  Die  ??  von  alkmene  sind  auch  kleiner  als  jene  von  cleanthis. 
Auf  diese  Weise  bildet  also  der  cf  ein  Mittelglied  zwischen  insulata  Btlr.  imcl  damasippe  Fldr.,  das  ?  hin¬ 
wiederum  einen  Uebergang  von  woodlarkiana-^-  zu  cleanthis -?.  Fergusson,  d’Entrecasteaux  Inseln.  —  woodlarkiana 
Frühst,  von  der  gleichnamigen  Insel  ist  kleiner  als  meine  am  geringsten  entwickelten  damasippe-d'd ’,  von  denen 
sie  sich  nur  durch  den  schmäleren  schwarzen,  blauschillernden  Aussensaum  der  Hflgl  und  die  weniger  breite, 
weisse  Subapicalbinde  der  Vflgl  unterscheidet.  Die  Hflgl-Unterseite  wird  gekennzeichnet  durch  eine  grüne  Discal- 
binde, "welche  bei  damasippe  aus  verschiedenen  Fundorten  fehlt.  Der  Hflgl  ist  ausserdem  versehen  mit  einer 
durchlaufenden  Reihe  von  imregelmässig  stehenden  schwarzen  Punkten  und  Streifen,  wie  sie  auch  in  der  Lokal¬ 
form  von"  Australien  (edinjsippe  F.)  stets  auftreten,  während  sie  bei  pupuanischen  Cethosia  nur  im  Analwinkel 
deutlich  hervortreten,  nach  der  Flügelmitte  und  dem  Costalrande  zu  aber  entweder  ganz  verschwinden  oder 
nur  angedeutet  sind.  Auch  zwischen  die  basale  Doppelreihe  schwarzer  länglicher  Flecken  schiebt  sich  bei 
woodlarkiana  eine  grüne  Binde,  und  weil  auch  die  submarginalen,  schwarzen  Ocellen  hell  violettgrau  umzogen 
sind,  bekommt  die  ganze  Flügelunterseite  ein  lebhafteres,  bunteres  Colorit.  Noch  mehr  differenziert  ist  das  ?, 
das  durch  die  braungrüne  Basalhälfte  aller  Figl  von  den  stets  dunkel  rotbraunen  damasippe -??  abweicht.  Auch 
dieses  Braungrün  hellt  sich  auf  der  Vflgl-Mediane  auf  und  erscheint  gelblich  und  auf  den  Hflgln  zeigen  sich 
Spuren  von  dunkelroten  Schuppen.  Da,  wo  das  Braungrün  in  das  Schwarz  der  äusseren  Flügelhälfte  übergeht, 
macht  sich  bei  schrägeinfallendem  Licht  ein  dunkelstahlblauer  Schiller  bemerkbar.  Im  schwarzen  Marginalsaum 
zeigt  sich  eine  durchlaufende  Serie  deutlicher,  grüngrauer,  sichelförmiger  Flecken,  welche  bei  damasippe  entweder 
fehlen  oder  nur  angedeutet  sind.  Die  basale  und  discale  Binde  der  Hflgl-Unterseite  ist  breiter  und  kräftiger 
als  beim  cf  und  dunkel  moosgrün.  Ein  zweites  ?  hat  keinen  dunkelroten  Basalteil  der  Figl,  welcher  ringsum 
violett  gesäumt  ist,  und  dieses  ?  macht  einen  besonders  zierlichen  Eindruck,  weil  der  schwarze  Aussensaum 
noch  durch  eine  submarginale  Serie  von  7  weissen  Flecken  dekoriert  wird,  von  denen  die  drei  obersten  pfeil¬ 
förmig,  die  vier  untersten  helmförmig  gestaltet  sind.  — •  cenchrites  Frühst.  Steht  woodlarkiana  Frühst,  habituell 
nahe,  differiert  jedoch  von  dieser  in  folgenden  Punkten:  Weisse  Subapicalbinden  der  Vflgl  etwas  breiter,  die 
submarginale  Reihe  von  weisslichen  Halbmonden  dagegen  etwas  reduziert.  Hflgl  viel  ausgedehnter  schwarz 
umsäumt,  die  bei  woodlarkiana  so  deutliche  Binde  von  zusammenhängenden  Halbmondflecken  fast  völlig  ver¬ 
schwunden.  Unterseite:  Die  Weisszeichnung  der  Vflgl  prägnanter,  die  schwarze  Medianbinde  distal  reicher 
mit  metallisch  grünblauen  Wischflecken  besetzt.  Heimat,  mir  nicht  genannte  Inseln  nahe  British  Neu-Guinea. 

C.  obscura  ersetzt  cijdippe  im  Bismarck-Archipel.  Nächst  C.  leschenault  weist  obscura  die  einfachsten 
Zeichnungsverhältnisse  in  der  Gattung  auf.  Die  Oberseite  ist  schwarz,  beim  cf  mehr  oder  weniger  intensiv 
blau  schillernd,  beim  ?  matt,  so  dass  auch  frische  Stücke  wie  abgeflogen  aussehen.  Die  Vflgl  haben  noch  den 
Charakter  der  C.  cijdippe ,  indem  sie  einen  roten  segmentartigen  Hof  im  Submediangebiet  zeigen,  und  auch  der 
Basalteil  der  Hflgl  des  cf  erinnert  an  cijdippe-^,  ist  unterseits  bleicher,  die  Hflgl  ohne  rotes  Gebiet  sondern 
gleichmässig  graubraun.  Die  allen  Cethosia  gemeinsamen  Terminalspitzbogen  oder  Halbmonde  fehlen;  dafür  ist 
die  Submarginalbinde  besonders  entwickelt,  je  nach  der  Lokalität  an  Breite  wechselnd,  obscura  bewohnt  die 
Strandwälder  des  Bismarck-Archipels  und  tritt  nicht  so  häufig  auf  wie  ihre  papuanischen  Verwandten.  —  obscura  Guer. 
(11  Oe)  bisher  nur  aus  Neu-Mecklenburg  und  Nussa  Laut  bekannt,  hat  ein  oberseits  fahl  schwarzbraunes?,  das 
nur  ein  matter  blauer  Schimmer  überzieht.  Die  Submarginalflecken  sind  entweder  kreideweiss  oder  gelblich. 
Das  basale  Rot  der  Hflgl  ist  auf  einige  flammenartige  Flecken  reduziert  und  verschwindet  beim  ?  vollständig. 
Die  submarginale  Fleckenbinde  wesentlich  breiter  als  oberseits,  beim  cf  schmutzig  weiss,  markant,  beim  ? 
gelblich,  getrübt  und  verschwommen.  —  antippe  Sm.  ist  eine  prächtige,  distincte  Inselrasse  mit  leuchtend 
weissen  mehr  als  doppelt  so  breiten  Submarginalflecken  der  Oberseite,  die  von  einem  intensiven  dunkelblau- 
violetten  Schiller  erglänzt.  Unterseite  auch  der  Hflgl  mit  ausgedehntem,  gelblichroten  peripherisch  anilinfarbenen 
Basalteil  der  leichthin  an  das  Rot  der  Oberseite  von  C.  myrina  erinnert.  ?  noch  unbeschrieben,  denn  was 
Smith  als  ?  abgebildet,  ist  ein  cf.  Das  ?  dürfte  analog  obscura  durch  eine  verminderte,  wenn  nicht  ganz  ver¬ 
schwundene  rote  Basalfärbung  der  Hflgl-Unterseite  vom  cf  abweichen.  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg.  Auf 
Neu-Hannover  findet  sich  eine  von  antippe  nur  geringfügig  abweichende  Inselrasse.  — -  gabrielis  Rotlisch.  von 
St.  Gabriel  der  Admiralitätsinseln  ist  mir  in  natura  unbekannt. 

C.  gabrielis  Rothsch.  gleicht  der  obscura  Guer.,  welche  sie  vertritt.  Oberseits  sind  die  weissen  Flecke  auf 
den  Vflgln  klein,  fast  alle  rund,  die  oberen  zuweilen  subtriangular,  von  1 l/3 — 2  mm  Durchmesser.  Hflgl-Flecke 
mehr  als  zweimal  so  lang  als  die  der  Vflgl,  oval,  fast  alle  gleich  gross  ausser  dem  letzten,  der  weiter  und  in¬ 
mitten  eingeschnitten  ist,  weiter  vom  Aussenrd  als  bei  obscura.  Costalregion  der  Hflgl  beim  cf  ohne  rotorange 
Fleck.  Unterseite  viel  tiefer  gefärbt,  schwarzblau.  St.  Gabriel,  Admiralitäts-Inseln,  Februar  1897  gesammelt. 

Tribus  Argynnididi. 

14.  Gattung:  Melitaea  F.  (Bd.  l,  p.  211). 

Die  Melitaeen  sind  mit  Argynnis  durch  diejenigen  Arten,  welche  als  Brenthis  abgetrennt  wurden,  nahe 
verwandt  imd  als  Schmetterlinge  schwer  von  ihnen  zu  unterscheiden.  Das  beste  Merkmal  bleibt  wohl  das  von 


TIME L AE A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


51 1 

Speyer  angegebene,  nämlich  die  Bekleidung  der  Ti  bien  und  Tarsen  der  Mittel-  und  I  Unterlasse,  welche  bei 
Melitcieci  nur  unterseits  mit  2 — 3  Reihen  Dornen  besetzt  sind,  während  sie  bei  Argynnis  resp.  Boloria  rundum 
bedornt  sind.  Auch  die  Zeichnung  der  Hflgl-Rückseite  ist  bei  Melitaeci  von  Boloria  durchaus  verschieden  und 
daran  sind  die  Melitaeen  wohl  am  leichtesten  zu  erkennen. 

Der  Hauptunterschied  liegt  indessen  in  der  fundamental  verschiedenen  Raupenform  beider  Gattungen. 

Diese  sind  bei  Melitaea  nur  mit  kurzen  fleischigen  und  behaarten  Zapfen  besetzt,  bei  Argynnis  aber  mit  ver¬ 
zweigten  Dornen.  Vflgl  mit  5-ästiger  Subcostale,  deren  1.  Ast  stets  vor  dem  Zellende,  der  2.  weit  vom  Zell¬ 
ende  entspringt.  Mittlere  Discocellulare  proximal  nicht  wie  bei  Argynnis  stark  concav,  sondern  ebenso  wie 
die  hintere  fast  geradlinig.  Hflgl-Zelle  durch  eine  jenseits  der  Mediangabelung  entspringende  Aderröhre  bis 
zur  Mitte  geschlossen.  Hflgl  mit  einfacher  oder  an  der  Spitze  gabliger  Präcostale,  welche  nach  der  Trennung 
der  Subcostale  von  der  Costale  sich  abzweigt.  Klammerorgane  hochentwickelt  wie  bei  allen  Ar gy  uni  den. 

Uncus  gespalten,  in  zwei  symmetrische  spitze  Zapfen  auslaufend.  Valve  vielfach  (M.  athalia)  mit  einem  stark 
verzweigten,  zierlichen  Geweihfortsatz  (Cercina),  während  die  mediale  Valvenfläche  von  einer  Leiste,  die  in 
eberzahnartige  Spitzen  ausläuft,  besetzt  ist.  Palpen  nicht  blasig  aufgetrieben  wie  jene  von  Argynnis,  sich 
bereits  jener  der  Gattung  Junonia  nähernd.  Nur  zwei  Arten  im  indischen  Gebiet,  von  welchen  die  eine  zu  der 
gewaltigen  Höhe  von  5000  m  emporsteigt. 

M.  sindura  zerfällt  in  eine  Anzahl  von  Arealformen,  die  bereits  im  1.  Bd.  p.  225,  aufgezählt  sind, 
balbita  Moore  (Bd.  1,  Taf.  67  e)  bewohnt  Kaschmir  und  Chumba,  wo  sie  auf  Höhen  von  3 — 4000  m  vorkommt  balbita. 
und  von  Ende  Mai  an  fliegt.  —  sindura  Moore  aus  dem  Nordwest-Himalaya,  wurde  oberhalb  Shipki  am  Kongma-  sindura. 
Pass,  der  von  Kunawur  nach  Tibet  hinüberführt,  auf  steinigem  Weidland,  16000  Kuss  Höhe  im  Juli  angetroffen. 

Sie  fliegen  nur  wenige  cm  vom  Erdboden  entfernt  in  Gesellschaft  von  Colias  edusa  und  Parnassius  hardwicki 
selbst  an  Tagen,  an  denen  ein  eisiger  Wind  weht,  ganz  nahe  den  Schneeinseln  die  über  ihrem  Flugort  niemals 
weichen.  Am  Nilang-Pass  gehen  sie  selbst  bis  18000  Fuss  Höhe.  -  sikkimensis  Moore,  eine  reizende  Form,  sikkimensis. 
oberseits  fahler  gelbbraun  als  balbita,  mit  zierlichen  Schwarzzeichnungen  der  Oberseite,  dagegen  die  Unterseite 
kaum  von  balbita  zu  unterscheiden.  Im  allgemeinen  gleicht  sikkimensis ,  abgesehen  von  der  helleren  Grundfarbe, 
oberseits  der  M.  arcesia  minor  Elw.  (Bd.  I,  Taf.  67  d)  vom  Altai.  Nach  den  Etiquetten  meiner  Exemplare  von 
14 — 19000  Fuss  hinaufgehend;  Flugzeit  Juli,  an  der  Sikkim-Tibetgrenze.  —  tibetana  Fawc.  (Bd.  I,  p.  225)  führt  tibetana. 
bleichere  Partien  an  der  Basis  sowie  dem  Apex  der  Zelle  der  Vflgl  und  eine  terminale  Serie  von  blassgelben 
Halbmondfleckchen  beider  Flügel.  Tibet.. 

M.  didyma.  nach  Seitz  die  aberrativste  Nymphalide,*)  tritt  aus  der  palaearktischen  Region  in  einigen  didyma. 
reizenden  Formen  an  den  Südabhängen  des  Himalaya  in  das  indische  Gebiet  über.  —  persea  Kott.  (Bd  I,  p.  218,  persea. 

Taf.  66  d)  geht  bei  Rawal-Pindi  in  Nordwest-Indien  bis  zu  400  m  herab,  wo  sie  von  März  bis  November  fliegt 
und  in  zwei  Generationen  auftritt,  in  einer  grösseren  dunklen  Frühjahrsform  mit  geschwärzten  Zellen  der  Vflgl 
und  einer  oberseits  bleichgelben  kleineren  Sommerbrut.  —  robertsi  Btlr.  bewohnt  Afghanistan,  wo  sie  am  Fusse  robertsi. 
steiler  Hügel  von  Ende  Mai  und  in  Süd-Afghanistan  bereits  von  Ende  April  ab  häufig  ist.  —  dodgsoni  Sin.  dodgsoni. 
ist  eine  weitere  Form  bei  Quetta  auf  8600  Fuss  beobachtet.  Oberseite  matt  bleichgelb  mit  sehr  schwachen 
schwarzen  Distalpunkten.  —  chitralensis  Moore  (Bd.  I,  p.  219,  Taf.  66  f)  nähert  sich  in  Habitus  und  Zeichnung  chitralensis. 
unseren  südeuropäischen  Formen  und  tritt  in  verschiedenen  Generationen  auf.  Exemplare  im  April  gefangen 
nähern  sich  jenen  von  robertsi  Btlr.  aus  dem  Punjab,  doch  führen  sie  stets  prominente  schwarze  Bänderung. 
Juli-Exemplare  sind  grösser  und  prägnanter  sexual  dimorph.  Chitral  von  9-  11  000  Fuss.  Es  ist  nicht  un¬ 
wahrscheinlich,  dass  einige  der  genannten  Formen  conspecifisch  zu  M.  trivia  gehören  wegen  ihrer  täuschenden 
Aehnlichkeit  mit  M.  trivia  collina  Led.  von  Klein-Asien. 

15.  Gattung:  Timelaea  Luc.  (Bd.  1,  p.  225). 

Ein  interessantes  scharf  umgrenztes  Genus  (dessen  structurelle  Verhältnisse  bisher  nicht  beachtet  wurden) 
das  durch  das  Fehlen  der  hinteren  Discocellulare  sowohl  der  Vflgl  als  auch  der  Hflgl  von  allen  Issoridi  und 
Aryynnidi  abweicht,  so  dass  sie  Beziehungen  zu  Junonia  verrät,  mit  welcher  Gattung  sie  auch  die  langen 
schlanken  nicht  cystösen  Palpen  gemeinsam  hat.  Wie  bei  Melitaea  und  Boloria  entspringt  nur  ein  Subcostalast 
vor  dem  Zellende,  der  zweite  distal  weit  vom  Zellapex  entfernt,  vom  dritten  Ast  durch  eine  grössere  Distanz 
als  bei  Melitaea  geschieden.  Palpen  ventral  gelblich,  oben  schwarz  beborstet.  Das  Endglied  länger  als  bei 
Argynnis  und  Melitaea,  nicht  deutlich  abgetrennt,  weil  nicht  wie  bei  diesen  verengt.  Die  Gattung  wurde  neuer¬ 
dings  durch  H.  Sauter  als  neu  für  Formosa  entdeckt. 

T.  maculata  bisher  nur  aus  China  bekannt,  wo  sie  nach  Seitz  (Bd.  1 .  p.  226)  im  gesamten  Yang-tse-  maculata. 
tale  und  nördlich  bis  Peking  vorkommt,  tritt  auf  Formosa  in  tropisches  Gebiet  über  als  formosana  Frühst,  formosana. 
(137  b);  cd  erscheint  in  zwei  Formen,  von  welchen  sich  die  häufigere  oberseits  maculata  Brem.  anschliesst 
durch  gleichmässig  rotgelb  gefärbte  Überseite,  jedoch  von  maculata  differiert  durch  eine  ausgedehntere  und 
hellere  Medianzone.  —  muliebris  form.  nov.  scheint  dagegen  mit  mehr  oder  weniger  ausgedehntem  und  rein  muliebris. 
weissem  Medianfeld  und  gelegentlich  auch  weissgescheckten  Vflgl,  sich  so  der  albescens  Oberth.  von  West-China 


*)  Die  variabelste  Nymphalide  ist  unstreitig  Hypoli mnas  bolina  L. 


512 


BOLORIA.  Von  H.  Fruhstorfer 


nähernd  und  vermutlich  der  Trockenzeit  anzugehören,  weil  die  am  schönsten  weiss  ornamentierten  Exemplare 
im  März  und  April  gesammelt  sind.  ?  stets  stattlicher  als  der  cf  und  die  grössten  Exemplare  aus  den  Regen¬ 
monaten  Juli  und  August,  oberseits  hellgelb  ohne  auffallenden  weissen  Gürtel  der  Hflgl,  deren  Extrem  dagegen 
analog  albescens  bereits  mit  weisser  Zelle  und  reinweissem  Discus  der  Hflgl.  Auf  die  Unterseite  überträgt  sich 
aber  die  horodimorphe  oder  individuelle  Zeichnung  nicht,  denn  diese  führt  beständig  ein  weisses  Basalfeld, 
das  bis  zur  dritten  proximalen  Punktreihe  sp.  Fleckenbinde  ausgedehnt  ist.  Formosa,  Taihanroku  in  der  Ebene 
im  äussersten  Süden  der  Insel  bis  zu  etwa  4000  Fuss  im  Gebirge.  Nicht  sehr  selten. 

16.  Gattung:  Boloria  Moore.  (=  Brenthis  Äuct.) 

Die  bunte  Geschichte  dieser  scharf  umrissenen  Gattung,  bildet  keinen  glänzenden  Stern  am  Himmel 
der  Entomologie.  Sie  ist  viel  eher  eine  Historie  menschlichen  Irrens  und  der  Gedankenlosigkeit.  Zunächst 
war  schon  das  Abtrennen  der  Brenthis  durch  Hübner  überflüssig,  weil  der  Typus  von  Brenthis  Hbn.  die  be¬ 
kannte  hecate ,  eine  echte  Argynnis  ist.  Umgekehrt  sind  sämtliche  von  Hübner  zu  Argynnis  gestellten  Species 
echte  Brenthis  im  Sinne  späterer  Autoren.  Kirby  vereinigte  187  1  beide  unhaltbaren  tlüBNER’schen  Namen  unter 
Argynnis ,  und  1872  sowie  1875  fixierte  Scudder  als  Brenthis- Type  hecate.  Später  erkannte  Dr.  Schatz  zwar 
die  Verschiedenheit  der  in  Frage  kommenden  Arten  und  schied  dieselben  morphologisch  correct  aus,  über¬ 
nahm  jedoch  wiederum  den  verkehrten  Namen  Brenthis  für  diejenige  Gruppe,  welche  Felder  1861  zwar  auch 
richtig  erfasst,  von  Arggnnis  separiert,  aber  gleichfalls  unter  dem  wertlosen  Namen  Brenthis  circulieren  liess. 
Erst  Moore  blieb  es  Vorbehalten  für  diejenige  Artengruppe  den  befreienden  und  umfassenden  Namen  zu  finden, 
die  der  geniale  Felder  zuerst  structurell  begründete.  Unter  Bolorici  Moore  sind  diejenigen  Arten  zu  vereinigen, 
welche  durch  nur  einen  Subcostalast  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  sich  von  jedermann,  der  über  eine  Lupe  ver¬ 
fügt.  mit  Sicherheit  von  den  eigentlichen  Argynnis  absondern  lassen,  und  stets  zwei  Subcostaläste  vor  dem  Zell¬ 
ende  ausstrahlen.  Von  diesen  Boloria  hatte  Hübner  nur  eine  Species  in  seiner  Mischgattung  Brenthis  aufgenonnnen, 
nämlich  B.  thore.  Aber  auch  Boloria  steht  nicht  makellos  da,  weil  Moore  der  sehr  logisch  B.  pales  als  Genus- 
Typus  aufstellte,  A.  gemmata  und  A.  clara  mit  den  übrigen  Boloria- Arien  vermengte,  gemmata  aber  sowie  clara 
sind  charakteristische  Argynnis  mit  zwei  vor  dem  Zellende  abstehenden  Subeostalästen.  Von  den  Arten  im 
STAUDiNGER’schen  Gatalog  sind  alle  Nummern  von  202  bis  und  mit  220  (B.  eva  Gr.)  .mit  Boloria  zu  vereinigen, 
ausserdem  noch  B.  eugenia  Fv.  die  hinter  Argynnis  daphne  steht,  sowie  die  rein  indische  Art  B.jerdoni  Bang. 
Die  von  Aurivillius  unter  Brenthis  aufgeführten  Centralafrikaner  gehören  gleichfalls  zu  Boloria ;  ebenso  die 
neotropischen  Formen,  von  welchen  Felder  schon  1861  die  chilenische  cytheris  mit  übernahm  und  neben 
pales  aufreihte.  Von  nordamerikanischen  Arten  hat  Scudder  in  seinem  unvergleichlichen  Quellwerke  ..Butt. 
New-England“,  dem  eine  Anzahl  der  schönsten  Illustrationen  auch  für  Berge-Rebel  entliehen  wurden,  von 
Boloria  hellona ,  montinus,  myrina  die  Klammerorgane  bildlich  vorgeführt.  Uncus  darnach  von  einfachster 
Bildung,  hackenförmig,  Valve  breit,  ohne  den  allen  Argynnis  gemeinsamen  Clinopus,  aber  mit  den  auch  für 
Argynnis  charakteristischen  löffel-  oder  spatelartigen  Cercina.*)  Die  indischen  Arten  des  Genus  nähern  sich 
zumeist  den  paläarktischen  Formen,  oder  sind  überhaupt  nur  Ausläufer  chinesisch-europäischer  Species. 

Hegemone.  B.  hegemone  Stgr.  (Bd.  1,  p.  228,  Taf.  67  i)  wurde  erst  neuerdings  in  Ladak  entdeckt,  wo  liegemone 

auf  15000  Fuss  im  Juli  und  August  fliegt. 

pales.  B.  pales,  deren  Expansionsfähigkeit  noch  jene  von  M.  didyrna  übertrifft,  weil  sie  auch  Teile  des  nörd¬ 

lichsten  Amerika  erobert  hat,  (auch  B.  helena  Edw.  von  mir  am  Pikes-Pik  in  Colorado  auf  etwa  12000  Fuss  Höhe 
gesammelt,  ist  ziemlich  gewiss  conspecifisch  mit  B.  pales),  überschreitet  in  Kaschmir  und  Ladak  den  Himalaya. 
sipora.  —  sipora  Moore  (Bd.  1,  p.  281,  Taf.  68  b)  ist  eine  habituell  sehr  kleine  oben  bleichgelbe,  kleinpunktige  Territorial- 
baralacha.  rasse,  die  in  Kaschmir  und  Kulu  vom  Juni  bis  August  von  11 — 13000  Fuss  gefunden  wird.  —  baralacha  Moore , 
von  ihrem  Autor  und  Bingham  als  Synonym  behandelt,  trennt  Seitz  (Bd.  1,  p.  231,  Taf.  68b)  von  sipora.  Die 
habituell  viel  grössere  Arealform  von  Afghanistan  und  Ladak  wird  von  Moore  zu  generator  Stgr.  gezogen, 
korla.  doch  sind  dortige  Exemplare  viel  näher  korla  Frühst.  (Bd.  1.  p.  230,  Taf.  68a),  schon  wegen  ihrer  ansehnlichen 
Grösse.  —  Sie  gelangt  nur  sehr  selten  nach  Europa  und  es  sind  nur  wenige  Exemplare  im  British  Museum, 
eupales.  aus  den  Sammlungen  Crowley  und  Leech  bekannt.  Flugzeit  Juli,  auf  ca  4500  m.  —  eupales  Frühst.  (Bd.  1, 
p.  230,  Taf.  68  b)  ist  unterseits  sehr  bunt  und  Bingham  brachte  sie  wegen  ihrer  reichen  roten  Ornamentierung 
in  Connex  mit  Exemplaren  aus  Norwegen.  —  Aus  Native  Sikkim  an  der  Tibetgrenze  auf  ca  14 — 15000’  Höhe, 
im  Juli,  neben  Melitcea  sikkimensis,  Parnassius  acconus  Frühst.,  P.  lampidius  Frühst.,  dem  grandiosen 
Parnassius  Imperator  augustus  Frühst,  und  Argynnis  clara  manis  Frühst,  zusammen,  schickte  sie  mir  mein 
indischer  Korrespondent.  Von  pales,  der  sie  merkwürdigerweise  näher  steht  als  pales  generator  Stgr.,  weicht 
eupales- cf  oberseits  durch  die  viel  breiteren,  schwarzen  Binden  und  Punkte  und  die  dunklere  Flügel¬ 
basis  ab.  Unterseite:  Auf  den  Vflgln  sind  die  schwarzen  Punkte  gleichfalls  schärfer  markiert  und  alle  röt¬ 
lichen  Makeln  dunkler  braun.  Die  Hflgl  bunter,  die  bei  pales  gelbbraunen  Binden  und  Flecken  dunkel 
rotbraun,  schmäler  mehr  gezähnt  und  eingekerbt.  Diese  Einkerbungen  werden  verursacht  durch  die  redu- 


*)  Vgl.  Seite  513. 


Aus g  eg  eben  11.  IV.  1912. 


ARGYNNIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


513 


zierten,  aber  schärfer  gebogenen  Silberflecken.  Das  ?  zeigt  auf  der  Vflgl-Oberseite  gleichfalls  breiter«'. 

Binden  und  der  Apex  trägt  einen  deutlich  markierten  hellgelben  Fleck.  Der  Apicalteil  der  Vflgl-Unterseite  ist 
ausgedehnt  hellgelb  und  wird  von  einer  hell  rotbraunen,  kurzen  Binde  durchzogen.  Der  Distalsaum  führt  rotbraune 
Makeln.  Hflgl-Unterseite:  Diese  ist  vor  allem  ausgezeichnet  durch  eine  schmale,  scharf  gezackte,  fast  ganz 
schwarze  Discalbinde,  welche  eine  hell  silberfarbene  Region  in  der  Mitte  teilt.  Der  braune  Subbasalfleck 
fast  dreieckig  und  sendet  eine  scharfe  Spitze  in  die  Flügelmitte.  Die  submarginalen  und  subanalen  Punkte 
imd  Flecken  sind  tiefer  braun  und  breiter  ausgemalt  als  bei  pales -?¥.  Khamba-Jong,  Süd-Tibet. 

B.  jerdoni  gleicht  durch  den  tiefschwarzen  über  die  Zelle  hinausgehenden  Anflug  der  Hflgl  etwas  der 
B.  eva  gong  Oberth.  (Bd.  1,  p.  232,  Taf.  68  d)  und  bewohnt  die  Nordgrenze  Indiens,  dort  in  zwei  Lokalformen  jerdoni. 
zerfallend:  jerdoni  Lang  (=  cashmirensis  Moore)  (Bd.  1,  p.  233,  Taf.  68 d)  etwa  von  der  Grösse  unserer  B.  diu, 
aber  mit  einer  an  B.  euphrosyne  gemahnenden  Zeichnung  der  Unterseite.  Ursprünglich  aus  Südwest-Kaschmir 
(Gulmurg)  beschrieben  ist  jerdoni  an  einigen  Orten  von  6500 — 8500  Fuss  häufig  anzutreffen.  Mir  liegt  nur 
ein  cf  aus  Mardan,  der  indischen  Nordwestprovinz,  vor.  —  chitralensis  Moore  (Bd.  1,  p.  233)  nur  in  chitralensis. 
wenigen  Exemplaren  in  zwei  oder  drei  englischen  Sammlungen  anzutreffen,  die  von  Chitral  an  der  afghani¬ 
schen  Grenze  stammen. 

B.  altissima  wird  im  ersten  Band  zu  Arg.  gemmata  gezogen.  Sie  gehört  aber  zweifellos  nicht  zu 
dieser  Art  und  bestimmt  in  das  Genus  Boloria.  Gleichfalls  zwei  gut  geschiedene  Arealformen:  altissima  Ehv.  altissima. 
(121  d)  aus  Chumbi  an  der  Ostgrenze  Sikkims  und  Bhutan  beschrieben,  mir  in  Anzahl  von  Kamba-Jong  an 
der  Tibet-Sikkim-Grenze  vorliegend  und  dort  mit  Argynnis  clara  manis  Frühst .,  Melitcea  sikkimensis  Moore  zu¬ 
sammen  in  Höhen  von  ca  14000  Fuss  fliegend,  steht  der  centralasiatischen  B.  eugenia  Ev.  nahe,  bleibt  jedoch 
kleiner  und  hat  spitzere  Vflgl.  Die  Silberzeichnung  unterseits  wie  bei  Argynnis  gemmata ,  doch  matter  und  die 
terminalen  Fleckchen  relativ  lang,  schmal.  —  mackinnoni  Nicev.  nähert  sich  durch  ihre  bedeutendere  Grösse  mackinnoni. 
und  die  auf  der  Unterseite  reicher  rotgefleckten  Hflgl  viel  mehr  eugenia  Ev.  Zuerst  an  einem  Seitenfluss,  des 
Sutley  und  am  Gonas-Pass  auf  ca  11000  Fuss  Erhebung  angetroffen.  Sehr  selten. 

B.  eva  Gr.  von  der  die  westchinesische  Territorialrasse  gong  Oberth..  häufig  in  den  Sammlungen  ver-  eva. 
treten  ist,  geht  ein  Ausläufer  charis  Oberth.  ins  indoaustralische  Gebiet  nach  Yunnan.  —  Auch  diese  Form  wird  charis. 
nur  in  hochalpinen  Regionen  gefunden  und  wurde  daher  mit  Recht  bereits  (Bd.  1,  p.  233,  Taf.  68  d)  besprochen. 


17.  Gattung:  Argynnis  F. 

Die  Arten  dieses  Genus  sind  gleich  jenen  der  Gattung  Boloria  ausgezeichnet  durch  eine  ungeheure 
ostwestliche  Verbreitung,  mit  der  bei  einer  Species  (A.  hyperbius )  auch  noch  eine  ausgedehnte  nordsüdliche 
Expansionsfähigkeit  parallel  geht.  Eine  rein  indische  Species  ist  unter  den  Argynnis ,  welche  hier  in  Frage 
kommen,  ausser  A.  kamala  Moore ,  nicht  bekannt.  Alle  übrigen  wurzeln  entweder  in  der  chinesisch-tibetanischen 
oder  in  der  gesamten  paläarktischen  Region.  Von  Boloria  differieren  sämtliche  Argynnis  durch  zwei  vor  dem 
Zellende  entspringende  Subcostaläste  der  Vflgl  und  dadurch,  dass  die  hintere  Discocellulare  der  Hflgl  auf  die 
Gabelung  der  beiden  Medianen  stösst,  wahrend  bei  Boloria  die  Querader  distal  von  dieser  ausmündet.  Moore 
und  andere  englische  Autoren  haben  versucht,  die  sonst  so  homogene  Gattung  zu  zersplittern.  Dr.  Seitz  ist 
diesem,  die  Uebersicht  erschwerendem  Beginnen,  mit  Recht  entgegen  getreten.  Die  Structur  gibt  keine 
Handhabe  einer  logisch  möglichen  Trennung,  denn  sie  variiert  von  Art  zu  Art  und  einzelne  gut  getrennte 
Extreme  werden  immer  wieder  durch  In termediat formen  verbunden.  Die  Klammerorgane  sind  bei  den  einzelnen 
Arten  jedoch  sehr  verschieden  und  es  ist  wahrscheinlich,  dass  sich  mit  ihrer  Hilfe  später  die  bereits  bestehenden 
Artengruppen  aussondern  und  umgrenzen  lassen.  Schon  jetzt  ist  es  möglich  sie  einzuteilen  in  solche  mit 
hahnenkammartig  verziertem  Uncus  ( A.paphia ,  maja )  und  Arten  ohne  dieses  Ornament.  (A.  childreni  aus  dem 
indischen,  A.  atlantis ,  aphrodite,  idalia,  cybele  dem  nordamerikanischen  Gebiet).  Durch  die  feine  Bedornung  des 
Uncus  der  ersteren  Gruppe  entstehen  Gebilde,  die  es  wert  sind,  den  Kunstformen  der  Natur  beigezählt  zu 
werden.  Aber  nicht  nur  der  Uncus  ist  durch  seine  reiche  Gliederung  ausgezeichnet,  sondern  auch  die  Valve. 
An  dieser  bemerken  wir  zunächst  etwa  aus  ihrer  Mitte  ansteigend  einen  eigentümlichen  Ansatz,  den  man 
wegen  seiner  Aehnlichkeit  mit  einem  Bettfuss  als  „Clinopus“  bezeichnen  könnte.  Bei  den  oben  genannten  nord¬ 
amerikanischen  Species,  ist  der  Clinopus  mehr  nach  vorne  (distal)  gestellt  als  bei  den  Formen  der  alten  Welt. 
Kurz  vor  dem  distalen  Ende  der  Valve  oder  Harpe  zweigt  sich  ein  Gebilde  ab,  das  etwas  an  die  Cerci  der 
Insekten  erinnert  und  deshalb  von  mir  „Cercina“  genannt  wurde. 

Structurell  ist  noch  hervorzuheben  der  sich  im  Geäder  markierende  Dimorphismus  der  Geschlechter,  welche 
sich  ebenso  scharf  wie  durch  die  tertiärsexuellen  Androconien  ausprägt.  Am  deutlichsten  tritt  die  Erscheinung 
bei  den  grossen  Arten  zu  Tage,  lässt  sich  aber  auch  bei  den  kleinen  Formen  liecate ,  ino  und  daphne  erkennen 
und  es  ist  zu  verwundern,  dass  dieser  Sexualcharakter  früheren  Beobachtern  entgangen  ist.  Er  besteht  in 
einer  basalen  Verschmelzung  des  zweiten  (distalen)  Subcostalastes  mit  dem  Stamme  der  übrigen  Subeostale.  resp. 

IX  65 


514 


ARGYNNIS.  Von  H.  Frühst orfer. 


dem  Radius  im  Sinne  von  Comstock-Rebel.  Diese  partielle  Coalescens  ist  wahrscheinlich  der  Anfang  einer 
Verschmelzung  der  beiden  Adern,  die  beim  flugkräftigeren  cf  beginnt  und  an  der  das  conservativere  ?  noch 
nicht  teilnimmt.  Die  Argynnis  stehen  demnach  stammesgeschichtlich  höher  als  die  älteren  Boloria ,  deren 
Adern  noch  weiter  getrennt  sind.  Mit  dieser  fast  allen  Argynnis- Arten  gemeinsamen  mehr  oder  weniger 
vollkommenen  Coalescenz  geht  bei  der  Artengruppe  Dryas  auch  noch  eine  Verschiebung  der  hinteren  Discocel¬ 
lulare  der  Yflgl  gepaart.  Dadurch  wird  die  Form  der  Zelle  veränderlich,  sie  ist  distal  abgeschrägt  beim  cf, 
breit  beim  ?.  Zudem  sind  die  Medianadern  beim  cf  näher  zusammengerückt,  so  dass  die  Querader  des  cf 
trotz  ihrer  basalen  Richtung  distal  weiter  vom  Ursprung  des  mittleren  Medianastes  ausläuft  als  beim  ?.  dessen 
Discocellular-Mündung  nahe  an  der  Gabelung  der  vorderen  und  mittleren  Mediana  erfolgt.  Am  schärfsten  kommt 
dies  zum  Ausdruck  bei  A.  tnaja ,  papliia,  anadyomone ,  sagana  und  Jcamala.  Dagegen  leiten  ruslana  und  laodice 
sowie  chi/dreni  zum  Typus  (A.  ciglaja)  über,  dem  gleich  A.  adippe,  niobe  keinerlei  wesentliche  sexuelle 
Gontur Veränderung  der  Vflgl  zelle  eigentümlich  ist.  Man  hat  früher,  auch  A.  liyperbius  in  eine  besondere 
Gattung  gestellt,  wegen  der  sehr  langen  Gabel  des  vierten  und  fünften  Subcostalastes  der  Vflgl;  eine  Differenz, 
die  im  Gegensatz  zu  den  Grössenverhältnissen  bei  A.  aglaja  sehr  erheblich  ist,  aber  sich  schon  bei  A.  maja 
zu  mildern  beginnt  und  mit  der  schon  genannten  childreni  einen  weiteren  annullierenden  Uebergang  findet. 
Parallel  mit  dieser  Structur-Divergenz  geht  auch  die  Ausbildung  der  Sexualstreifung  der  cfcf,  die  ihren  Höhe¬ 
punkt,  bei  der  Dryas ,  eine  Transition  bei  der  Argynnis-  und  eine  Abschwächung  bei  der  Acidalia-  und  Brenthis- 
Gruppe  findet.  Wir  können  somit  ausscheiden : 

a)  Artengruppe  Argynnis  F.  (=  Acidalia  Hbn.,  Brenthis  Hbn .) 

cf  mit  unbedeutenden  oder  fehlenden  Sexualstreifen,  schwacher  Coalescens  der  Subcostaläste,  keine 
Veränderung  der  Vflglzelle  und  bei  cf  wie  ?  gleichmässig  verlaufender  Querader  der  Vflgl. 

b)  Artengruppe  Dryas  Hbn.  1806  (=  Argyronoma  Hbn.  1816). 

cf  mit  hochentwickelten  Sexualstreifen,  auffallender  Coalescens  der  Subcostaläste,  Verschmälerung  der 
Zelle  und  schiefer,  basalwärts  gestellter  Querader  der  Vflgl. 


a.  Artengruppe  Argynnis. 

A.  gemmata  ist  über  West-China-  Tibet  und  den  Himalaya  von  Sikkim  bis  Kumaon  verbreitet.  Zwei 
gemmata.  Ortsrassen  von  denen  eine  bisher  verkannt  war.  —  gemmata  Btlr.  (Bd.  1,  p.  233,  Taf.  68  d,  e)  aus  Sikkim  be¬ 
schrieben,  doch  bei  Ghumbi  und  in  West-Bhutan  im  Juli  nicht  selten  und  neuerdings  durch  Bingham  auch 

genia.  vom  Kumaon-H imalaya  erwähnt.  —  genia  Frühst.  (Bd.  1,  Taf.  68  e)  ist  kleiner,  ?  auch  auf  den  Vflgl n  ziemlich 
verdunkelt.  Von  mir  fälschlich  als  eugenia  Ev- Form  aufgefasst  und  in  Bd.  1,  p.  233  auch  als  solche  behandelt. 

A.  clara  ist  ein  zierlicher  in  der  Grösse  der  A.  aglaja  elisa  Godt.  nahekommender  Hoch gebirgsf alter 
clara.  mit  sexualdimorphen  ??.  —  Zwei  indische  Rassen:  clara  Blanch.  (Bd.  1,  p.  236),  ?  mit  blaugrüner  Basis  aller 
Flügel,  Unterseite  der  Hfl  gl  hell  moosgrün  mit  prächtiger  medianer  Silberbinde,  deren  costale  Componenten  am 
breitesten  sind.  Bisher  nur  aus  dem  Nordwest-Himalaya  gekommen,  Hauptflugzeit  August  und  September 

manis.  zwischen  12  und  14000  Fass.  —  manis  Frühst.  (Bd.  1,  p.  236,  Taf.  69a)  ist  eine  kleinere  und  im  ?  oberseits 

lichtere  mit  ansehnlicheren  gelben  Submarginalmakeln  decorierte  Form*  die  in  Montblanc-Höhe  und  darüber  in 
Süd-Tibet  gefangen  wurde  und  wahrscheinlich  auch  bei  Chumbi,  Sikkim,  auftritt. 


lathonia.  A.  lathonia  von  gewaltiger  ostwestlicher  und  nordsüdlicher  Verbreitung,  überschreitet  den  Himalaya 

von  Norden  kommend  in  seiner  gesamten  Ausdehnung  von  Cbitral  bis  Sikkim  und  wurde  auch  noch  in  Ober- 
issaea.  birma  angetroffen.  Die  indische  Form  ist  als  issaea  Dbl.  beschrieben  (Bd.  1,  p.  236,  Taf.  69  a).  Sie  fliegt 
das  ganze  Jahr  über  und  eine  Generation  löst  die  andere  ab.  Man  findet  sie  auf  Höhen  von  15  000  —  16000  Fuss, 
sie  scheut  das  Wasser  und  bevorzugt  grasbewachsene  trockene  Berghänge  und  Gipfel,  wo  sie  auch  dann  fliegt, 
wenn  unten  in  den  Tiefen  Schnee  liegt.  Exemplare  aus  17000  Fuss  Höhe  (4 — 5000  m)  sind  sehr  klein.  Der 
silberne  Zellfleck  der  Unterseite  der  Hflgl  ist.  distal  spitzer,  länger  als  bei  europäischen  lathonia  L.  und  die  subanale 
Fleckenbinde  reicht  bis  an  die  Zellwand.  Bei  Mardan,  Nordwestprovinz  und  in  Bhutan  ist  issaea  sehr  gemein. 
messoa.  -  messoa  subsp.  nov.  ist  reichlich  ein  Drittel  grösser  als  indische,  fast  nochmal  so  gross  als  europäische 
Exemplare;  oberseits  sehr  hell  und  unterseits  durch  noch  ausgedehnteres  silbernes  Geschmeide  als  issaea 
kenntlich.  West-China;  Type  aus  Ta-tsien-lu. 


aglaja. 

vithata. 


yopala. 


A.  aglaja  erscheint  in  zwei  Formen  im  p alsear kt i s c h -indis c h e n  Grenzgebiet.  —  vithata  Moore  (Bd.  1,  p. 
237,  Taf.  69  c),  ursprünglich  aus  Kaschmir  beschrieben,  wo  die  Form  im  Juli  von  12 — 15000  Fuss  Höhe  vorkommt. 
Indische  Exemplare  fehlen  mir,  doch  besitze  ich  ein  mit  den  Abbildungen  ziemlich  übereinstimmendes  Pärchen 
aus  Kaschgar.  Moori  nennt  auch  den  grossen  und  kleinen  Pamir  als  Flugort.  —  yopala  subsp.  nov.  ist  eine 
namentlich  beim  ?  melanotisch  veränderte  Arealform  mit  einem  dunkel  schwärzlich  purpurnen  Anflug  auf  allen 
Flgln.  Vflgl  mit  einem  weissen  Fleck  am  Costalrand  jenseits  der  Zelle,  die  beiden  vorderen  schwarzen  Makeln 


ARGYNNIS.  Von  ff.  Fruiistorfkr. 


5 1 5 


der  postdiscalen  Ponktserie  weiss  gekernt,  und  die  subterminale  Kappenbinde  distal  mit  wei.s.sen  Punkten  be¬ 
setzt,  ausserdem  auch  noch  die  Cilia  blendend  weiss;  Chi  Irak  —  taldena  subsp.  nov.  slamml  aus  paliiarktischem 
Gebiet  und  gleicht  viel  mehr  den  europäischen  aylaja  als  der  westchinesischen  bessa  Frühst.,  die  in  Bd.  I.  I 
69  sehr  gut  dargestellt  ist.  Aber  während  bessa  eine  grosse  helle  Form  umschreibt  mit  unterseits  verliingerlen 
und  spitzen  Basalflecken  der  Hflgl  sowie  sehr  grossen  schwarzen  Makeln  der  Oberseite,  ist  taldena  auffallend 
kleinfleckig,  und  führt  unterseits  wieder  normale,  rundliche  Silbermakeln  in  hell  grasgrünem  Grunde.  Die  gelb¬ 
braune  Submarginalzone  der  Hflgl  jedoch  ebenso  verschmälert  wie  bei  bessa.  Hingebung  von  Ta-tsien-Iu  in  Setchuan. 

A.  adippe  entsendet  gleichfalls  zwei  Ausläufer  über  den  Himalaya  als  jainadeva  Moore.  (Bd.  I  p.  208. 
Taf.  69  f),  wo  sie  in  Kunawur  in  Gesellschaft  von  A.  kavutla  Moore  lokal  aber  häufig  ist  und  stets  bäum-  und 
strauchlose  grasige  Hügel  belebt,  auf  denen  sie  vom  Mai  bis  November  fliegt.  Sie  kommt  auch  in  Kaschmir 
und  dem  Kumaon-Himalaya  vor  und  ist  aus  Kulu  in  meiner  Sammlung.  Man  hat  sie  von  9  —17000  Fuss  Höhe 
beobachtet;  —  mohmandorum  subsp.  nov.  ist  bedeutend  grösser  als  jainadeva  und  oberseits  analog  aylaja  taldena 
viel  dunkler.  Nordwestprovinz  an  der  afghanischen  Grenze.  Zu  den  im  1.  Band  behandelten  ostasiatischen 
Formen  wurden  inzwischen  einige  neue  entdeckt,  so  die  herrliche  rückerti  Frühst,  in  der  Umgebung  von 
Tschifu,  entschieden  mit  jainadeva  Moore  verwandt,  aber  grösser,  oberseits  vorherrschend  schwarz  mit  beinah 
fleischfarbenen  quadratischen  Intranervalflecken  der  Vflgl.  Die  Hflgl  nur  mit  fahlen  Submarginalmakeln  und 
ockergelber,  medianer  Fleckenbinde,  sonst  blauschwarz.  Unterseite  mit  einer  prominenten  an  nerippe  gemahnenden 
submarginalen  Serie  grosser  schwarzer  Punktflecken.  —  zarewna  subsp.  nov.  ist  dagegen  eine  kleine  Form,  sich 
den  europäischen  Gebirgs-a  dipy>e  nähernd;  cd  oberseits  dunkel  ockergelb,  ?  basalwärts  mehr  verdunkelt  als  alpine  ??. 
Unterseite  sich  jener  von  xanthodippe  (Bd.  1,  Taf.  69  e)  anschliessend.  Irkutsk.  —  garcila  subsp.  nov.  bildet  dazu 
ein  helles  Extrem  aus  dem  südlichen  Russland;  cd  oben  fast  gelbbraun  mit  zierlicher  Schwarzpunktierung, 
?  einfarbig  blass  ockergelb,  ohne  verdunkelte  Basalpartie.  An  den  Ufern  der  Wolga,  Type  von  Saratow. 

A.  hyperbius  ist  einer  der  wanderlustigsten  Schmetterlinge  des  Ostens  und  man  begegnet  ihm  im  tropischen 
und  subtropischen  Gürtel  auf  Erhebungen  von  über  4000  Fuss  von  Abessynien  bis  Australien  und  von  Süd- 
Japan  bis  zum  malavischen  Archipel.  In  Indien  und  den  Tropen  folgt  eine  Generation  der  andern,  im  Norden, 
wo  hyperbius  auch  in  die  Ebene  herabsteigt,  beginnt  die  Brutfolge  erst  im  Sommerhalbjahr,  doch  sind  auch 
bei  Nagasaki  schon  Exemplare  im  März  beobachtet  worden.  Auf  Tsushima  traf  ich  sie  nur  Ende  September,  sehr 
häufig  in  Dorfgärten,  und  von  Hongkong  ist  hyperbius  als  Besucher  des  Happy-Valley  bekannt.  Das  cd  ist  ein  un¬ 
ruhiger,  das  ?  ein  langsamer  Flieger.  —  hyperbius  Job.  (=  niphe,  Bd.  1,  Taf.  71  c,  d)  der  nomenclatorische  Typus 
hat  die  weiteste  Verbreitung;  man  kann  alle  continentalen  Exemplare  mit  ihm  vereinigen.  ??  mit  schmaler  weisser 
Binde  der  Vflgl,  wie  sie  die  Abbildung  im  Bd.  1  zeigt,  treten  neben  solchen  mit  fast  doppelt  so  breitem  Schräg¬ 
band  nebeneinander  in  China  und  Japan  auf.  Von  mir  in  Tonkin  auf  grasigen  Hügeln  des  Man-Son-Gebirges 
in  5 — 800  m  Höhe  gesammelte  Exemplare  differieren  nicht  von  solchen  aus  Formosa  oder  Hongkong.  Im  nord¬ 
westlichen  Himalaya  erscheinen  zwei  Saisonformen  von  welchen  die  Aprilform  klein,  jene  vom  Juni  ansehnlicher 
ist.  Im  Kaiserreich  Indien  trifft  man  hyperbius  von  Bombay  bis  Birma.  In  Sikkim  ist  sie  bis  1000  Fuss  Höhe 
überall  gemein,  wo  wilde  Veilchen  wachsen,  namentlich  in  Teegärten  und  dort,  wo  Wälder  gelichtet  wurden, 
imd  in  China  deckt  sich  ihre  Verbreitung  etwa  mit  jener  von  .1.  childrcni  caesarea  Frühst.  Das  ?  gleicht 
etwas  Danais  plexippus ,  chryippus  imd  Cethosia  biblis.  Man  hat  auch  schon  Hermaphroditen  beobachtet  und 
als  aruna  Moore  ist  eine  melanistische  Aberration,  aus  Nord-Indien  beschrieben,  mit  bandartig  zusammengeflossenen 
schwarzen  Makeln  der  Oberseite  aller  Figl,  sowie  der  Unterseite  der  Vflgl  und  basalwärts  nahezu  weissen  Hflgln, 
die  von  einer  schwärzlichen  Submarginalzone  begrenzt  sind.  —  castetsi  Oberth.  ist  eine  kleine  Form  des 
südlichen  Indiens,  aus  Trichinopolis  beschrieben,  ziemlich  häufig  in  den  Nilgiris.  Bei  ihr  treten  cf -ähnliche  +? 
auf.  (cfr.  Bd.  1,  p.  242).  —  taprobana  Moore  ist  eine  verdunkelte  Form.  f  oberseits  satter  rotgelb,  mit  kräftigeren 
Schwarzpunkten.  ?  unterseits  mehr  rotbraun  als  grünlich  gebändert.  Ziemlich  häufig  im  Gebirge  bei  Nuwara- 
Elliya,  verirrt  sich  aber  auch  gelegentlich  in  die  Ebene.  Auch  auf  den  Malediven  wurden  schon  einzelne 
Exemplare  beobachtet.  —  sumatrensis  Frühst.  (121c)  hat  sonderbarer  Weise  trotz  ihrer  insularen  Heimat  bleich¬ 
gelbe  Oberseite  aller  Figl  und  gleichfalls  lichtere  ??  als  der  Continent.  Die  weisse  Makel  der  Vflgl  relativ  breit. 
Unterseite  wie  bei  hyperbius.  Ausschliesslich  auf  der  Hochebene,  zu  deren  häufigsten  und  charakteristischen 
Faltern  sumatrensis  gehört,  fliegt  vorzugsweise  in  den  grossen  baumlosen  Lalang-Sawannen  und  setzt  sich  gerne 
nach  Art  der  europäischen  A.  lathonia  L.  mit  gefalteten  Flgln  an  die  Wegränder.  Das  ?  ist  seltener  als  das 
cf,  etwa  1  zu  10.  Manchmal  werden  vereinzelte  cf  cf  durch  Winde  in  das  Litorale  von  Deli  hinabgerissen. 
In  meiner  Sammlung  auch  aus  den  Padang’schen  Bovenlanden,  West-Sumatra.  Von  der  malayischen  Halbinsel 
ist  keine  hyperbius- Form  bekannt,  doch  ist  es  sehr  wahrscheinlich,  dass  in  der  höheren  Lage  eine  sumatrensis 
analoge  Vikariante  noch  entdeckt  wird.  —  javanica  Oberth.  bleibt  in  der  Grösse  hinter  sumatrensis  zurück. 
Die  cf  cf  sind  oberseits  damit  identisch,  differieren  aber  unterseits  durch  das  Ausfallen  rötlichgelber  Binden,  an 
deren  Stelle  bleich  grünliche  Felder  imd  Fleckenketten  treten.  Das  ?  gleicht  oberseits  in  seiner  dunkelroten 
Gesamtfärbung  viel  mehr  dem  indischen  Typus,  doch  ist  das  weisse  Feld  der  Vflgl  breiter  und  auf  der  Hflgl- 
Unterseite  vermehrt  sich  das  silberne  Geschmeide.  Ost-  und  Westjava,  besonders  auf  Höhen  zwischen  4-  und 
5000  Fuss,  dort  mit  Cethosia  pentliesilea  Cr.  zusammenfliegend,  denen  die  ??  von  javanica  täuschend  ähnlich 


taldena. 

adippe. 

jainadeva. 

mohman¬ 

dorum. 

rückerti. 

zarewna. 

garcila. 


hyperbius. 


aruna. 

castetsi. 

taprobana. 

sumatrensis. 


javanica. 


516 


P RE  CIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sagada. 


inconstans. 


laodice. 

rudra. 


kamala. 


maja. 


childreni. 


sakontala. 


caesarea. 


sehen,  javanica  ist  einer  jener  lebenden  Höhenmesser,  die  in  Gesellschaft  von  Pijrameis  dejeani,  Acraea  vestoides, 
Danaida  albata,  Prioneris  autothisbe,  Papilio  arjuna ,  Stibocliiona  nicea,  Amnosia  decora  dem  Reisenden  anzeigen, 
dass  er  die  faunistische  Region  des  Tieflands  hinter  sich  gelassen  und  in  der  alpinen  Zone  von  ca.  1200  m 
angelangt  ist  oder  sie  überschritten  hat.  Wie  in  Tonkin  beobachtete  ich  auch  auf  Java,  dass  hijperbius  resp, 
javanica  am  zahlreichsten  nach  starkem  Regen  auftreten,  was  mit  dem  durch  die  Feuchtigkeit  bedingten  er¬ 
leichterten  Schlüpfen  aus  der  Puppe  im  Zusammenhang  steht.  —  sagada  subsp.  non.  hat  verglichen  mit  hyperbius 
von  Formosa,  Ishigaki  und  Okinawa  bereits  melanotischen  Inselcharakter  uud  schliesst  sich  in  der  satt  roten  Färb¬ 
ung  der  Oberseite  von  cf  und  ?  der  taprobana  Moore  an.  Habituell  kleiner  als  chinesische  hyperbius ,  führt  das  2 
eine  schmale  weisse  Schrägbinde  und  darin  anschliessende  dunkelblaue  proximal  verengte  Umrandung.  Unter¬ 
seite  wie  bei  taprobana  rotbraun  gebändert.  Nordwest-Luzon.  Nach  Semper  auf  Höhen  von  1150  —  1680  m.  vom 
Juni  bis  September.  Auch  aus  Sagada,  dem  Flussgebiet  des  Cagayan.  Meine  Exemplare  stammen  gleichfalls 
aus  dem  Nordwesten  der  Insel,  wo  sie  Whttehead  gefangen  hat.  —  inconstans  Btlr.  ist  eine  kleine  Form  mit 
verdickten  schwarzen  Subapicalflecken  der  Vflgl  und  schwarzem,  nicht  blau  linderten  Terminalsaum  der  Hflgl. 
Grundfarbe  oberseits  etwas  dunkler  als  .Java-cfcf,  unterseits  auch  nicht  von  javanica  zu  unterscheiden.  Das  2 
fehlt  mir.  Vom  Hunter-River  bis  Rocktampton,  Australien.  Den  22  von  Nord-Australien  soll  die  weisse  Vflgl- 
binde  fehlen;  solche  22,  denen  diese  weisse  Binde  fehlt,  sind  in  Sammlungen  auf  dem  Continent  sehr  selten. 

b.  Artengruppe  Dryas. 

A.  laodice  dringt  von  China  aus  südwärts  nach  Oberbirma  und  Assam  vor  als  rudra  Moore  (Bd.  1, 
p.  239,  Taf.  70  e).  Eine  ausgezeichnete  Form,  kenntlich  an  dem  schön  spangrünen  Basalfeld  der  Unterseite 
der  Hflgl,  die  von  einer  sehr  schmalen  partiell  reinweissen,  partiell  blauen  Mittelbinde  und  einem  dicken 
braunen  Streifen  durchzogen  wird.  Flugzeit  in  Oberbirma  bereits  im  März,  in  Assam  vom  Mai  bis  August. 

A.  kamala  Moore  (Bd.  1,  p.  240,  Taf.  70  c)  ist  oberseits  in  beiden  Geschlechtern  der  A.  maja  Cr.  sehr 
ähnlich,  nur  kleiner,  cf  auch  auf  den  Hflgln  dunkel  ockerfarben,  2  schön  und  glänzend  moosgrün  mit  gelblicher 
distaler  Aufhellung.  Auf  den  West-Himalaya  beschränkt,  mir  in  grosser  Anzahl  aus  der  Umgebung  von  Mardan, 
Nordwestprovinz  vorliegend,  sonst  häufig  von  Kaschmir  bis  zum  Kumaon-Himalaya.  kamala  liebt  Lichtungen 
am  Waldrande,  wo  sie  sich  auf  Thymian,  Distel-  und  Scabiosenköpfe  setzt.  Flugzeit,  vom  Juli  bis  Oktober 
von  6000 — 10000  Fuss.  In  Kaschmir  gelegentlich  auch  auf  nassen  Stellen  an  Flussufern. 

A.  maja  CV.  wurde  in  einem  verirrten  Exemplar  das  vermutlich  der  östlichen  pasargades  Frühst.  (Bd.  1, 
p.  242)  angehört  bei  Gilgit,  Nordost-Kaschmir  gefunden. 

A.  childreni  scheint  ihren  Hauptsitz  in  Indien  zu  haben,  wenngleich  sie  auch  noch  in  West-China  vor¬ 
kommt,  wo  sie  aber  nach  Leech  nur  noch  spärlich  auft.ritt.  Drei  Territorialformen  sind  zu  unterscheiden 
childreni  Gray .,  ursprünglich  aus  Nepal  beschrieben,  (Bd.  1,  p.  240,  Taf.  70  cf  2)  von  Nepal  bis  zu  den  Khasia- 
Hills  verbreitet,  häufig  in  Assam,  lokal  in  Sikkim,  wo  sie  im  Sommer  vom  Juni  bis  Oktober  auf  Blütenköpfen 
von  1000  bis  nahezu  4000  m  Erhebung  vorkommt.  Moore  erwähnt  sie  von  Manipur,  Doherty  entdeckte  sie  auf 
den  Naga-Hills  auf  5 — 8000  Fuss  Höhe,  im  Juli  und  August,  und  durch  Dr.  Manders  wird  sie  aus  Bernardmyo, 
Oberbirma  gemeldet.  —  sakontala  Koll.  (Bd.  1,  p.  240,  Taf.  70  b)  ist  die  West-Himalayarasse,  an  grasigen  Ab¬ 
hängen,  nahe  dem  Waldrande  fliegend  und  vom  Mai  bis  September  auf  6 — 10000  Fuss  anzutreffen.  Verbrei¬ 
tung  von  Kaschmir  bis  Kumaon,  häufig  in  Gesellschaft  von  A.  kamala  Moore ,  aber  rascher  als  diese  fliegend, 
überhaupt  die  schnellst  segelnde  Argynnis  Indiens,  aber  sich  leicht  auf  Distelköpfen  ertappen  lassend.  — 
caesarea  subsp.  nov.  steht  der  sakontala  ziemlich  nahe  und  hält  im  Habitus  etwa,  die  Mitte  zwischen  sakontala 
und  childreni.  Bei  den  cfcf  ist  aber  der  blaue  Aualsaum  der  Hflgl  doch  etwas  weiter  ausgedehnt  als  bei 
sakontala.  Die  Unterseite  wird  kenntlich  an  schmäleren  silbernen  Längsstreifen  der  Hflgl.  Nach  Leech  vom 
Himalaya  an  durch  ganz  West-  und  Central-China  bis  Ningpo.  Walker  glaubt,  caesarea  auch  bei  Kaulung  nahe 
Hongkong  gesehen  und  sie  bestimmt  im  Chusan-Archipel  gefangen  zu  haben.  Ueber  die  Jugendstadien  ist 
noch  nichts  bekannt.  Klammerorgane  erheblich  von  jenen  von  paphia  und  maja  abweichend.  Uncus  ohne 
dorsale  Verzierung,  sehr  lang,  kräftig,  hakenförmig,  oben  etwas  gezähnt.  Valve  compliziert,  ungewöhnlich 
breit  und  hoch,  distal  aber  plötzlich  verschmälert,  daumenartig  verlängert.  Das  distale  Ende  chitinisiert,  mit 
langen,  dichtstehenden  Borsten  besetzt.  Rückenleiste  mit  basalem  spitzen  Clinopus,  distal  mit  scharfem  langen 
geweihartigen  Aufsatz,  dessen  untere  Spitze  dorsal  bezähnt  ist.  Vor  diesem  Aufsatz  dann  noch  eine  ge¬ 
zähnte  Querleiste. 

Tribus  Vanessidi. 

18.  Gattung:  Precis  Hbn. 

Die  Gattungen  Junonia-Precis  und  deren  nahe  Verwandte  Salamis,  Napeocles  und  Rhinopalpa  stehen  in 
einem  gewissen  Gegensatz  zu  den  Vanessen  im  engeren  Sinne  und  bilden  eine  kleine  Gruppe  für  sich.  Sie 
unterscheiden  sich  durch  ihre  nackten  Augen,  die  nur  schwach  behaarten  bezw.  beschuppten  Vorderfüsse  und 
vor  allen  Dingen  dadurch,  dass  die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  (wenn  sie  überhaupt  vorhanden  ist)  nicht 
in  den  Bug  des  3.  Medianastes,  wie  bei  den  echten  Fanessen,  sondern  in  den  Ursprung  des  3.  Medianastes 


PR E CIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


517 


oder  selbst  kurz  davor  mündet.  Ueber  die  generische  Zugehörigkeit  der  in  Frage  kommenden  Arten  sind  sich 
die  Autoren  nicht  einig.  Moore  bringt  selbst  die  indischen  Freds  iphita,  ida  etc.  zu  Jwnonia.  Bltlkr,  dem 
wir  die  beste  Arbeit  über  die  Sippe  verdanken,  vereinigt  Junonia  und  Freds  mit  grösserem  Recht  unter  der 
gemeinsamen  und  älteren  Gattung  Preds.  Aurivilltus  in  seinem  Musterwerke  »Rhopalocera  Aethiopica  folgt 
Butler’s  Beispiel,  weil  es  »vergebliche  Mühe  sei,  die  Gattungen  Freds  und  Junonia  durch  haltbare  Kennzeichen 
zu  unterscheiden.«  Wenn  ich  hier  nun  doch  die  beiden  Arten-Gmppen  auseinander  gehalten  habe,  so  geschah 
dies  aus  rein  praktischen  und  auch  ästhetischen,  ich  möchte  sagen  aus  koloristischen»  Gründen.  Wohl  jeder 
Liebhaber  asiatischer  Lepidopteren  wird  die  bunt  kolorierten,  schönau gi gen  Junonia  (sensu  strietiore)  von 
den  einfarbigen,  unscheinbaren,  orientalischen  Preds  mit  ihrer  blattartigen  Unterseite  gesondert  halten.  Das 
beste  Unterscheidungsmerkmal,  zumal  der  typischen  Formen,  ist  ein  rein  äusserliches:  Junonia  hat  stets  ge¬ 
rundete  Hflgl  und  auf  der  Oberseite  meist  bestimmte  Augen  entwickelt;  Preds  dagegen  immer  etwas  eckige 
Hflgl  und  die  Oberseite  augenlos.  Die  Palpen  sind  bei  Junonia  (als  deren  Typus  Schatz  J.  lemonias  L.,  Scuddf.k 
dagegen  J.  lavinia  Cr.  betrachtet)  vorderseits  nur  schwach  beschuppt,  auf  dem  Rücken  des  Mittelgliedes  mit 
einem  längeren  Haarschopf,  in  der  Mitte  nur  wenig  verdickt;  das  Endglied  von  wechselnder  Länge,  kegelförmig 
zugespitzt.  Fühler  mit  mehr  oder  weniger  bimförmiger  Kolbe.  Augen  nackt.  Zelle  der  Hflgl  meist  offen. 
Hflgl  mit  einfacher,  nach  aussen  gebogener  oder  an  der  Spitze  undeutlich  2-gabliger  Präcostale.  Die  Freds 
sind  in  der  orientalischen  Region  mehr  dem  Tropengürtel  eigentümlich,  während  mehrere  Junonia  den  Wende¬ 
kreis  des  Krebses  überschreiten.  Indo-China  hat  sechs  Arten  der  Gattung  Freds- Junonia.  Java  ebensoviel. 
Sumatra  fünf.  Das  regenreiche  Nias  besitzt  deren  nur  zwei  oder  drei,  auch  in  Borneo  sind  Preds  selten,  da¬ 
gegen  hat  das  keine  Sumba  nicht  weniger  wie  neun  Species,  so  dass  wir  als  das  Haupt  Zentrum  der  Gattung 
in  Asien,  die  kleinen  Sunda-Inseln  betrachten  müssen,  deren  trockenes  Klima  die  Entwicklung  der  Falter  be¬ 
sonders  begünstigt.  Diesen  überraschenden  Reichtum  verdanken  die  Inseln  allerdings  wohl  in  erster  Linie  der 
Imigration.  So  ist  es  gewiss,  dass  zum  Beispiel  die  australische  villida  F.,  die  sich  nach  Moore  gelegentlich 
selbst  bis  nach  Java  verrirrt  hat,  von  Osten,  besonders  Australien,  eingewandert  ist,  denn  in  Australien  zählt 

villida  zu  den  gemeinsten  Faltern,  erigone  und  oritliya  dürften  umgekehrt  von  Java  aus  nach  Makroma- 

layana  gelangt  sein.  Endemisch  ist  wohl  nur  timorensis  Wall .,  eine  Art,  die  Sumba  mit  Timor  und 

dessen  Satellit-Inseln  zusammen  besitzt.  Hauptsächlich  Bewohner  der  Ebene,  steigen  einige  Arten  im  Hima- 

laya  zu  2000,  selbst  3000  m  Erhebung  hinauf. 


a.  Artengruppe  Precis. 

Verbreitung  von  Afrika  bis  Australien,  nicht  im  neotropischen  Gebiet.  Oberseite  ohne  bunte  Augen. 
Saisondimorphismus  im  Gegensatz  zu  den  aethiopischen  Arten  im  indischen  Gebiet  nicht  erheblich. 


P.  iphita  von  Central-China  und  Formosa,  sowie  von  Kaschmir  bis  Ceylon  und  Makromalayana. 
iphita  Cr.  (Bd.  1,  p.  197,  Taf.  61  e)  mit  der  Namenstype  aus  Süd-China  geht  nach  Leech  bis  Chang- Yang,  wo 
er  eine  kleine,  vermutlich  der  Trockenzeit  angehörige  Form  antraf,  während  aus  dem  Westen  grosse  bis  zu 
80  mm  Spannweite  messende  Exemplare  kamen.  Tonkin-Stücke  gleichen  Cramer’s  Figur.  Hainan-5?  sind  etwas 
heller  als  ??  aus  Tonkin,  aber  ebenso  gross.  Die  weit  verbreitete  Art  ist  dort  ein  echter  Strassenjunge,  immer 
unterwegs  und  fliegt  während  des  ganzen  Tages  anscheinend  unbekümmert  um  das  Wetter,  denn  man  trifft 
sie  auch  während  des  Regens.  Eine  Trockenzeitform,  wie  sie  in  Sikkim  fliegt,  konnte  ich  nicht  beobachten, 
siccata  Frühst.  (Bd.  1,  p.  197,  Taf.  62  a)  liegt  mir  in  ausgeprägten  Exemplaren  nur  aus  Sikkim  vor.  —  hopfferi 
Möschl.  ist  auf  eine  Aberration  aus  Silhet  mit  vermehrter  Schwarzfleckimg  begründet.  —  pluviatilis  Frühst. 
eine  verdunkelte  Rasse  des  südlichen  Indiens,  von  Ceylon  und  den  Malediven,  ohne  helle  Submarginalzone  der 
Flgl-Oberseite.  Unterseite  schwarz,  bei  der  Trockenzeitform  unterseits  mit  einer  gelben  Medianbinde.  —  tosca  Frühst. 
führt  scharf  abgegrenzte,  graugelbe  Streifen  auf  schwarzbraunem  Grunde  der  Oberseite  und  eine  gelbliche, 
braun  marmorierte  Unterseite.  Nordost-  und  West-Sumatra.  —  horsfieldi  Moore  bewohnt  Java,  Bali,  Bawean, 
Kangean  und  Perak,  trägt  verwaschene,  matter  graubraune  Längsbinden  der  Oberseite  und  eine  vorwiegend 
schwärzlich,  aber  ausgedehnt  violett  überhauchte  Unterseite  und  zeigt  gelegentlich  fleischfarbenes  oder  weiss- 
liches  Distalgebiet  der  Vflgl.  —  viridis  Stgr.  bezeichnet  eine  oberseits  dunkelgrüne  von  heller  grünen  Streifen  durch¬ 
zogene  Inselrasse,  mit  matt  schwarzbrauner  Unterseite.  Nord- Borneo,  Kinabalu- Gebiet.  —  neglecta  Swinh. 
oben  dunkelbraun  mit  grauen  Längsbinden;  aus  Sandakan  beschrieben.  Vielleicht  gehören  dazu  auch  Exemplare 
aus  Südost-Borneo  mit  rötlich  braunen,  purpurn  überhauchten  Striemen,  welche  bei  adelaida  Stgr.  ebenso  wie  die 
gesamte  Oberseite  völlig  purpurn  übergossen  erscheinen.  Unterseite  hell  graubraun  mit  ausgedehnter  weisslicher 
Ueberstäubung.  Palawan.  —  cebara  subsp.  nov.  (1161')  differiert  durch  ihre  Kleinheit  und  die  verbreiterte 
helle  Zone  der  Oberseite  von  der  sonst  nahestehenden  horsfieldi  Moore  aus  Java.  Nicht  alle  cfcf  sind  ganz 
so  hell  wie  das  abgebildete,  doch  erreicht  auch  keines  der  javanischen  Stücke  die  Breite  der  Medianbinde  von 
cebara.  Insel  Sumba.  cf  cf  und  ??  von  der  Insel  Lombok  übertreffen  cebara  im  Ausmass  der  Flügel  und  in 
der  Bänderung  halten  sie  die  Mitte  zwischen  solchen  aus  Sumba  und  Bali.  Sumbawa-Exemplare  fehlen  mir. 


iphita 

siccata. 

hopfferi. 

pluviatilis. 

tosca. 

horsfieldi. 

viridis. 

neglecta. 

adelaida. 

cebara. 


P.  adulatrix  Frühst.  (117  a)  hat  fast  das  Gepräge  afrikanischer  Species.  Unterseite  sehr  nahe  P.  iphita  adulatrix. 
nur  mit  blaugrauen  statt  gelblichen  Medianpunkten  der  Hflgl.  cf  Vflgllänge  44  mm.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen, 


hedonia. 

ida. 

pseudiphita. 

apollonia. 

intermedia. 

teurnia. 

hedonia. 

thero. 

hellanis. 

numana. 

zelima. 


518  PR E CIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 

dass  adulatrix  nur  eine  Farbenaberration  von  iphita  cebara  Frühst,  und  zugleich  eine  extreme  Regenzeitform 
derselben  darstellt.  Insel  Sumba,  nur  ein  Exemplar  bekannt. 

P.  hedonia  hat  ihren  Ursprung  im  papuanischen  Gebiet  und  vermutlich  von  dort  aus  bis  zu 
den  Philippinen  und  westlich  bis  Java,  Engano  und  Nias  vorgedrungen.  Von  iphita  ist  ida  sofort  zu  unter¬ 
scheiden  durch  eine  stets  vorhandene  Ozellenkette  der  Oberseite  der  Hflgl,  die  bei  den  östlichen  Rassen  auch 
auf  die  Vflgl  übergehen.  Zeitformen  lassen  sich  ebenso  wie  bei  iphita  separieren  und  auf  der  Hllgl-Unterseite 
können  zwei  mehr  oder  weniger  markante  silberweisse  Flecken  vorhanden  sein  oder  fehlen.  Die  ??  sind 
unterseits  bunter  als  die  cfcf,  jene  der  regenlosen  Periode  manchmal  auch  auf  den  Vflgln  rotgelb  ozelliert  — 
ida  Cr.  (=  idamene  Godt.)  nach  einer  oben  verwaschen  bleich  rostroten  Trockenzeitform  1779  zuerst  beschrieben. 
Oberseite  vorherrschend  rotbraun,  mit  schwach  geringelten  Ozellen.  Unterseite  gleicht  jener  von  iphita,  jedoch 
stets  mit  rotgelb  gefüllten  Augenflecken,  welche  iphita  fehlen.  -  Als  pseudiphita  form.  nov.  wird  eine  Farben¬ 
aberration  beschrieben,  die  Gramer  1782  auf  Ta f.  874  bereits  abbildete,  oberseits  durch  ein  graubraunes  Grund- 
colorit  an  iphita  gemahnend,  aber  unten  sehr  bunt,  gelblich  weisslich  und  violett  überhaucht,  mit  deutlich 
hervorstechenden  rötlichgelben  Ozellen.  Von  Nias  bis  Sumba,  in  ganz  Makromalayana  und  im  Norden  auf 
Palawan  und  die  gesamten  Philippinen  übergehend  und  dort  von  den  Rabuyanes  im  Norden  bis  Sarangani, 
Sangir  und  Jolo  im  Süden  überall  häufig.  Luzon-??  sind  auffallend  bleich  und  unterseits  fahl  gelbbraun.  - 
apollonia  Frühst.  Die  Grundfarbe  hält  die  Mitte  zwischen  rotbraunen  P.  ida  und  schwarzbraunen  intermedia  Fldr. 
Die  Ozellen  auf  allen  Flügeln  sind  auffallend  klein,  ganz  leicht  schwarz  gekernt.  Die  Discalbinde  der  Vflgl 
ist  schärfer  gewellt  als  bei  ida,  nach  innen  vor  dem  Zellapex  breiter  schwarz  begrenzt.  Auch  die  Submar¬ 
ginalbinde  der  Vflgl  breiter  angelegt  als  bei  Java-Stücken,  dafür  ist  die  schwarze  Discalbinde  der  Hflgl 
sehr  schmal.  Die  beiden  gewellten  schwarzen  Submarginalbinden  der  Hflgl  sind  viel  näher  beisammen  als  bei 
den  verwandten  Rassen,  hedonia  von  den  Molukken  ausgenommen.  Die  Unterseite  erinnert  an  intermedia  und 
ist  reichlich  grau  beschuppt,  namentlich  in  der  Submarginalzone  beider  Flügel  und  innerhalb  der  sehr  schräg 
verlaufenden,  äusserst  prominenten  Discalbinde  der  Hflgl.  Flores  (Type),  Sumbawa.  —  intermedia  Fldr.  bewohnt 
ganz  Celebes  und  gleicht  oberseits  der  teurnia  (116  e),  doch  sind  die  celebischen  Exemplare  in  der  Regel  grösser, 
haben  stets  kleinere  und  fahler  rotgelbe  Ozellen  und  weniger  markante  dunkle  Partien  der  Oberseite.  ?  sind 
grösser  und  lichter  grau  als  die  cdcY.  Von  mir  im  Januar  im  Süden  bei  Makassar,  woher  Felder’s  Type 
stammte,  gesammelt.  ??  übertreffen  solche  vom  November-Dezember  aus  Toli-Toli  im  Norden  an  Ausdehnung 
und  sind  entschieden  bleicher.  —  teurnia  subsp.  nov.  (116  p)  entfernt  sich  von  intermedia  durch  dunkleres 
Satellitinsel-Colorit  und  lebhafter  rotbraun  gefärbte  Ozellen  der  Unterseite  der  Hflgl.  Sula-Mangoli.  —  hedonia 
L.  ( 1 1  6  e )  stammt  von  den  Süd-Molukken,  wo  sie  sowohl  auf  Amboina,  Ceram  wie  auch  den  Uliassern  häufig 
ist.  Von  Ruru  besitze  nur  ein  ?.  —  thero  subsp.  nov.,  Exemplare  von  den  Gewürzinseln  Banda,  Goram 
etc.,  führen  noch  lebhafter  rotgelbe  Ozellen  und  einen  beinah  weissen  Subterminalsaum  der  Vflgl.  —  hellanis 
Fldr.  dagegen  ist  oberseits  nahezu  schwarzbraun  verfärbt  ohne  aufgehellten  Vorhof  der  dunkler  roten  Augen¬ 
kette.  Unterseite  schwarzbraun,  blauviolett  gebändert,  die  Submarginalbinde  fast  weisslich  violett,  aber  ent¬ 
fernt  nicht  so  breit  wie  bei  hedonia  oder  kreidigweiss  wie  bei  thero.  ?  oben  etwas  lichter  braun,  unten  matter 
violett,  überhaucht.  Ternate,  Batjan,  Halmaheira.  -  numana  subsp.  nov.  vermittelt  den  Uebergang  von  hellanis 
zu  der  südlichen  hedonia,  gleicht  oberseits  den  letzteren,  führt  jedoch  unterseits  eine  ausgedehnte  matt  grau 
violette  Submarginalzone.  Obi,  anscheinend  selten.  —  zelima  F.,  ursprünglich  aus  Australien  beschrieben,  be¬ 
wohnt  das  gesamte  Papuagebiet,  geht  östlich  bis  zu  den  Salomonen  und  westlich  bis  zu  den  Aru-  und  Key-Inseln. 
Exemplare  der  Salomonen  sowie  vom  Bismarck-Archipel  fehlen  mir;  nach  den  mir  aus  sechs  Orten  vorliegenden 
Exemplaren  ist  die  Form  aber  merkwürdig  beständig  und  es  lassen  sich  ohne  allzu  ungewisse  Farbendiffe¬ 
renzen  in  Betracht  zu  ziehen,  nicht  einmal  insulare  Formen  absondern.  Sogar  die  ??  sind  nur  wenig  heller 
als  das  cd  und  die  Unterseite  wechselt  nur  in  der  Weise,  dass  sich  die  grauviolette  Bestäubung  mehr  oder 
weniger  ausdehnt.  Dagegen  ist  das  Vorhandensein  eines  subapicalen  weissen  Flecks  am  Vorderrand  der  Hflgl 
den  verschiedene  Autoren  von  Felder  an  als  Speciescharakter  auffassten,  rein  individuell  allen  liedonia- 
und  sogar  iphita- Rassen  gemeinsam  und  nicht  einmal  an  die  Jahreszeit  gebunden.  Manchmal  findet  sich  auch 
noch  ein  kleinerer  Wischfleck  und  ein  cd  aus  der  Sammlung  Honrath  hat  deren  drei  von  auffallender  Grösse. 
Es  scheint  aber,  dass  auf  den  Aru-  und  Key-Inseln  Farbenaberrationen  Vorkommen,  denn  Niceville  erwähnt 
P.  hedonia  ida  und  hedonia  zelima  von  den  Key-Inseln  und  Dr.  Pagentecher  sogar  drei  Formen,  darunter 
hedonia,  als  Aru  eigentümlich.  Da  aber  hedonia  auf  die  Süd-Molukken  beschränkt  und  P.  hedonia  ida  auf 
Makromalayana  beschränkt  ist,  so  bleibt  mir  nur  erstere  Annahme  der  Coloritdivergenz.  Oberseits  gleicht 
zelima  der  teurnia,  nur  ist  sie  in  der  Regel  fahler  braun.  Australien,  vom  Nerang-River  bis  zum  Cape-York. 
Aus  ganz  Neu-Guinea,  Mysole,  Waigiu,  Key,  Queensland  und  Kiriwina  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Die 
australische  Regenzeitform  gleicht  nach  Butler  den  Exemplaren  der  Key-Inseln. 

b.  Artengruppe  Junonia. 

Feber  vier  Continente  verbreitet,  am  zahlreichsten  an  Arten  jedoch  in  der  indoaustralischen  Region, 
deren  Species  zum  Teil  afrikanischen,  zum  Teil  australischen  Ursprungs  sind.  Die  meisten  Arten  resistent, 
über  ungeheure  Territorien  ausgedehnt  ohne  wesentlich  zu  differieren;  eine  Art  (orithya)  dagegen  sehr  emp- 


PRECIS.  Von  H.  Fruhstorff.r. 


519 


fmdlich  gegenüber  geographischen  Einwirkungen.  Alle  Formen  sind  dem  Horodi morphismus  unterworfen, 
welcher  sich  hauptsächlich  auf  der  Unterseite  dokumentiert,  die  ein  zeichnungsloses,  blattartiges  Aussehen 
bekommt.  Structurell  gehören  die  einzelnen  Species  verschiedenen  Gruppen  an,  das  will  sagen,  dass  die  Quer¬ 
ader  der  Vflgl  in  ihrer  Ausbildung  noch  nicht  gefestigt  ist.  Bei  atlite. s  und  almana  ist  noch  eine  feine  hintere 
Discocellulare  vorhanden,  bei  villida ,  lemonias ,  erigone  und  orithya  bleibt  die  Zelle  jedoch  offen,  doch  sollen  bei 
orithya  nach  Semper  gelegentlich  noch  Querader-Rudimente  vorhanden  sein  und  die  Zelle  partiell  schliessen. 

Wie  bei  den  Argynnis  und  fast  allen  übrigen  Nymphaliden  stehen  die  Subcostaladern  der  cfcf  näher  zu¬ 
sammengedrückt  als  bei  den  ??.  Eine  Confluenz  wie  bei  den  Argynnis  der  Dryas- Gruppe  ist  jedoch  nicht  zu 
constatieren.  Im  Bau  der  männlichen  Greiforgane  entfernen  sich  die  Junonia  von  den  Vanessiden.  Nach 
einer  Zeichnung  Scudders  (in  Butt.  New-England)  ist  der  Uncus  schlank,  dünn,  sehr  spitz.  Valve  basalwärts 
breit,  dann  ventral  tief  ausgeschnitten  und  in  eine  cylinderförmige  distale  leicht  gewölbte  Partie  ausgezogen. 

P.  atlites  im  ganzen  Kaiserreich  Indien  (auch  die  Nicobaren,  sowie  den  Mergui-Archipel  inbegriffen) 
nordwärts  bis  Hainan  und  Südchina  vorkommend.  Von  mir  in  ganz  Indo-China  und  Tenasserim  gesammelt, 
auch  auf  Java,  Kangean,  Lombok  und  Celebes  beobachtet.  Exemplare  von  Siam  und  Annam  sind  kleiner,  jene 
von  Tonkin  grösser,  auch  wenn  sie  der  Trockenzeitform  angehören.  Die  Trockenzeitform  von  atlites  ist  oben 
milchig  blauweiss,  unten  weisslich  und  fast  zeichnungslos.  Die  Regenzeitform  hat  oberseits  dunkelgraue  Flügel, 
mit  feiner  und  am  hellsten  orange  gezeichneten  Ozellen.  Die  Flügel  Unterseite  ist  dunkel  marmoriert,  mit  grossen 
Augen.  ?  unten  stets  dunkler  und  reicher  an  Zeichnungen  als  das  cf,  von  ausgedehnten  braunen  Binden 
durchzogen.  Auch  oben  stets  dunkelgrau  mit  markanteren  schwarzen  Streifen.  Bei  allen  Ortsrassen  existieren 
oberseits  lichtgraue  und  satt  rauchbraun  colorierte  Exemplare.  Continentale  atlites  sind  habituell  stets  grösser 
als  Inselbewohner.  Ei  nach  Niceville  fassförmig,  mit  13  Längslinien,  die  nicht  auf  die  flache  Spitze  des  Eies 
übergehen.  Die  abgeflachte  Spitze  selbst  trägt  einen  weissen  Ring  im  Centrum,  die  Mikropyle.  Farbe  grün 
mit  weissen  Rippen,  leicht  durchscheinend.  Rp  auf  Hygrophila  spinosa  And.,  einer  Acanthaceae,  rauchbraun  mit 
einem  orangefarbenen  lateralen  Streifen  und  einer  blassen  subdorsalen  Linie.  Jedes  Segment  mit  dorsalen 
und  lateralen  schwarzen  verzweigten  Dornen.  Pp  grau,  purpurn  schimmernd,  Thorax  und  Abdomen  mit  einer 
dorsalen  Reihe  von  Knötchen,  mit  scharfer  Spitze  und  kleineren  lateralen  Erhebungen.  Die  Falter  sind  sehr 
langsam,  gehen  nirgendwo  über  6 — 800  m  Höhe  hinauf,  fliegen  am  Rande  von  Wegen,  Reisfeldern  entlang  und 
versammeln  sich  an  feuchten  Stellen.  In  der  Zeichnungsverteilung  der  Oberseite  haben  sie  eine  gewisse  Aehn- 
lichkeit  mit  den  südamerikanischen  Rasselchen  ( Ageronia ).  -  atlites  L.  (117  a)  wurde  von  ihrem  Autor  auf  atlites. 
Exemplare  der  Trokenzeit  basiert,  jene  der  Regenperiode  dagegen  laomedia  L.  benannt.  Im  indischen  und  laomedia. 
südchinesischen  Gebiet.  Hainan.  —  Als  acera  subsp.  nov.  wird  die  im  ?  fast,  immer  rauchbraune  Form  von  acera. 
Celebes  abgetrennt,  welche  zugleich  beim  cf  die  markantesten  roten  Ozellen  der  Vllgloberseite  trägt.  Ihr 
kommen  alle  Exemplare  von  Batjan  sehr  nahe  und  von  den  westmalavischen  Stücken  jene  von  der  Insel 
Engano.  Philippinen-Exemplare  fehlen  mir,  doch  sind  solche  nach  Semper  ziemlich  gleich  jenen  von  Makro- 
malavana  und  Celebes.  Die  Verwandlung  kannte  schon  Horsfield  1829  und  seiner  sehr  guten  Figur  nach 
sind  die  Rpn  auf  Java  dunkler  als  solche  von  Continental-Indien. 

P.  almana  bietet  ein  echtes  Schulbeispiel  hoch  entwickelten  Saisondimorphismus,  der  bei  dieser  Art 
mehr  als  bei  einer  der  sonstigen  orientalischen  Species  sinnfällig  ist.  ln  der  Form  der  regenarmen  Periode 
verändert  nicht  nur  die  Unterseite  ihre  Färbung  in  ein  augenloses,  dürren  Blättern  gleichendes  Colorit,  sondern 
es  nehmen  auch  die  Flügelconturen  an  der  Verwandlung  teil,  indem  der  Apex  der  \Tlgl  wie  bei  dem  Genus 
Polygonia  vorspringt  und  die  Hflgl  in  einen  Zipfel  ausgezogen  sind,  die  einen  Blattstiel  imitieren.  Eine  ähn¬ 
liche  Erscheinung  wiederholt  sich  auch  bei  den  continentalen  Rassen  des  Genus  Kallima.  Ebenso  wie  die 
Generationen  markieren  sich  auch  die  Arealformen  von  almana  deutlicher  als  bei  J.  atlites.  Es  lassen  sich 
zwei  Haupttypen  der  Variationsrichtung  ausscheiden. 

a.  Die  Festländischen  mit  Veränderung  der  Flügelcontur  und  vollständiger  ßlattzeichnung  der  Unterseite  (bei  der 
Trockenzeitform).  Hierzu  gehört  auch  die  Rasse  der  Philippinen. 

b.  Die  Insularen  mit  gleichbleibendem  Flügelumriss,  auch  ohne  gewinkelte  Hflgl  und  zwar  augenloser  aber  nicht 
vollkommen  blattartiger  Unterseite. 

almana  L.  (Bd.  ],  p.  197,  Taf.  62a)  die  Trockenzeitform  ist  auch  noch  dadurch  charakterisiert,  dass  die  almana. 
Oberseite  der  Hflgl  schwärzlich  beschuppt  ist  und  der  Distalsaum  der  Vflgl  von  einem  violetten  Schiller 
übergossen  erscheint.  Bei  der  Regenzeitform  bleibt  auf  der  Unterseite  die  Medianbinde  der  Hflgl  in  der  Regel 
rein  weiss  und  die  Submarginallinien  sind  schwärzlich.  Oktober- cf  cf  aus  Shanghei  nach  Walker  stattlicher 
als  solche  von  Hongkong.  Exemplare  von  China  und  Formosa  sind  die  ansehnlichsten,  solche  von  Tonkin 
und  namentlich  jene  vom  Kaiserreich  Indien,  Ceylon  erheblich  kleiner.  Rp  ausser  auf  Acanthaceaen  auch  auf 
Gloxinia  und  Osbeckia  gefunden  sowie  auf  Lippia  nodiflora.  Imago  von  der  Ebene  bis  zu  2000  m  Höhe 
hinaufgehend.  Häufig  in  Gärten,  an  Lantana  und  nassen  Stellen.  Auf  den  Philippinen  von  Luzon  bis  Mindoro 
und  Bohol,  auf  Mindanao  noch  nicht  beobachtet.  —  nicobariensis  Flclr.  ist  begründet  auf  eine  kleine  dunkle  mcor 
Inselform  die  mir  in  natura  unbekannt  ist  und  ausser  auf  den  Nicobaren  nach  Semper  auch  auf  den  Malediven  ‘ 


520 


PREC1S.  Von  H.  Fruhstorfer. 


javana. 

sumbae. 

battana. 


lemonias. 

aonis. 


aenaria. 

persicaria. 

vaisya. 


erigone. 

persiccata. 


vorkommt.  Die  makromalayischen  Exemplare  lassen  sich  dagegen  unter  dem  Namen  javana  Fldr.  zusammen¬ 
fassen.  Sie  sind  von  Ceylon  und  Luzon  asterie-almana  zwar  nicht  mehr  durch  ihre  Kleinheit  abweichend,  führen 
aber  stets  eine  gelbliche  statt  weisse  Medianbinde  der  Unterseite  der  Hflgl  und  die  Submarginallinien  sind 
nicht  so  dunkel  wie  bei  continentalen  ’asterie.  Wie  schon  erwähnt  bleiben  bei  der  Form  der  regenarmen 
Periode  die  Flügel  unverändert  und  die  Augen  der  Unterseite  gehen  zwar  verloren,  doch  bleiben  Reste  der 
braunen  und  gelben  Streifen  stets  erhalten.  Die  drei  schwarzen  Binden  der  Oberseite  der  Hflgl,  besonders  des 
Randgebiets  können  zusammenfliessen  oder  durch  eine  gelbe  subterminale  Linie  getrennt  sein.  Makromalayana, 
mit  Einschluss  von  Perak,  Ivangean,  Lombok.  —  sumbae  Dok.  lässt  sich  vielleicht  trennen  durch  die  stets  weit 
getrennten  schwarzen  Terminalstreifen  der  Hflgl-Oberseite  und  eine  fahlere  Unterseite  mit  rötlichen  Submarginal¬ 
linien  aller  Flügel.  Inseln  Sumba  und  Sumbawa,  vielleicht  auch  auf  anderen  Inseln  der  Timor-Flores-Gruppe. 

Im  südlichen  Celebes  bildete  sich  eine  Lokalrasse  aus,  welche  ich  als  battana  Frühst,  bezeichnet  habe. 
Alle  Flügel  mit  stark  verbreitertem  schwarzen  Distalsaum.  Die  Submarginalbinden  doppelt  so  breit  als  bei 
javana ,  die  Ozellen  der  Vflgl  grösser  und  ausgedehnter  schwarz,  mit  nur  sehr  kleinem,  weissen  Kern.  Unter- 
seits  sind  die  Submarginalbinden  mindestens  doppelt  so  breit  als  bei  javana ,  auf  den  Hflgln  drei  deutlich  ab- 
gesetzte  weissliche  Streifen,  ein  subbasaler,  ein  medianer  und  ein  submarginaler,  die  bei  den  übrigen  Insel¬ 
rassen  alle  gelblich  sind.  Süd-Celebes,  Patunuang,  Januar;  Lompa-Battan,  3000  Fuss,  März.  Nach  Osten 
scheint  almana  über  Celebes  hinaus  nicht  vorgedrungen  zu  sein. 

P.  lemonias  bewohnt  die  orientalische  Region  mit  Einschluss  von  Formosa  und  den  Philippinen.  Wie 
bei  almana  sind  auch  bei  ihr  die  chinesischen  Exemplare  weitaus  die  stattlichsten  und  ansehnlichsten  Stücke 
bis  Sikkim  und  Bhutan  verbreitet.  Zwei  gut  unterschiedene  Zeitformen  begleiten  die  Art  in  ihrer  gesamten 
Ausdehnung.  —  lemonias  L  (117  b)  auf  die  Regenzeit  basiert,  gleicht  oberseits  der  aenaria  (117  a),  von 
welcher  sie  durch  grössere  gelbe  Makeln  der  Vflgl  differiert.  —  Die  Form  der  trockenen  Periode,  aonis  Cr.  (117  b), 
verliert  nie  das  Analauge  der  Vflgl,  wohl  aber  die  braunen  Streifen  der  Unterseite.  Von  China,  Hainan,  Birma, 
Assam,  Sikkim,  bekannt.  Imago  bis  7000  Fuss  im  Himalaya  ansteigend.  Rp  auf  Baleria  prionitis  L.  und  noch 
drei  anderen  Gattungen  der  Acanthaceae,  Kopf  mit  zwei  kleinen  Dornen,  welche  bei  den  übrigen  indischen 
Junonia  entweder  fehlen  oder  nur  gering  entwickelt  vorhanden  sind.  Nach  der  ersten  Häutung  schwarz  mit 
vier  parallelen  Reihen  von  schwarzen,  fein  verzweigten  Dornen.  Abdomen  braunschwarz,  Beine  schwarz, 
Kopf  schwarz  mit  einem  gelben  Streifen,  Stigmen  weiss.  Nach  der  letzten  Häutung:  lederfarben,  mit  dunkleren 
und  weissen  Punkten  besät.  Erstes  und  zweites  Segment  mit  schwarzer  Linie,  die  übrigen  Abschnitte  mit 
einer  Dornenreihe.  Seitenstreifen  milchweiss,  Kopf  braun,  Abdomen  und  Beine  bleifarben,  Pp  lichtbraun, 
weisslich  und  dunkelbraun  gefleckt.  -  aenaria  suhsp.  nov.  (117  a)  ist  beim  ?  unterseits  noch  bunter  als  das 
dargestellte  lemonias  -?  und  führt  manchmal  blauweisse  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Neben  grauen?  der  Trocken¬ 
zeitform  treten  manchmal  auch  solche  mit  pfirsichblüt-  oder  fleischfarbener  Unterseite  der  Hflgl  auf,  wie  auch 
Moore  ein  cT  (Lepid.  Indica  Bd.  IV,  Taf.  313  c)  darstellt.  — -  persicaria  form.  nov.  In  Kaschmir,  Ceylon,  Siam 
und  Süd-Annam  tritt  eine  habituell  sehr  kleine  Form  in  Erscheinung,  die  mir  sowohl  in  der  Regen-,  Intermediat- 
und  Trockenzeitform  vorliegt.  —  vaisya  suhsp.  nov.  (Vaisya  ist  die  niederste  der  indischen  Kasten).  Keines 
meiner  Exemplare  der  Trockenzeit  zeigt  das  kleinere  Analauge  der  Hflgl-Oberseite,  das  umgekehrt  meine  sämt¬ 
lichen  cfcf1  und  ??  von  aenaria  aus  Formosa  besitzen.  Dagegen  wechseln  Stücke  mit  verdoppelter  vorderer 
Ozelle  der  Hflgl  mit  solchen,  die  nur  ein  einfaches  Auge  führen,  ab.  Vermutlich  gehören  auch  die  in  West- 
Luzon  fliegenden  lemonias  zu  vaisya.  Nach  Moore  ist  vaisya  in  Bombay  sehr  gemein  und  Aitken  glaubt,  dass 
ihr  vielfach  desolater  Zustand  auf  Angriffe  der  Eidechsen  zurückzu  führen  ist,  die  lemonias  als  Favorit¬ 
nahrung  betrachten. 

P.  erigone  und  deren  Ausstrahlungen  ersetzen  in  Makromalayana  und  Java  sowie  den  papuanischen 
Inseln  die  vorige  Art.  erigone  differiert  von  lemonias  in  der  Hauptsache  durch  das  Vorhandensein  einer  com- 
pletten  Ozellenkette  der  Oberseite  der  Hflgl,  auch  sind  die  Zeitformen  weniger  scharf  geschieden,  denn  auch 
bei  den  extremsten  Exemplaren  der  regenarmen  Periode  verblasst  das  Gesamtcolorit  nie  so  vollständig  wie  bei 
den  continentalen  lemonias.  Dagegen  neigt  erigone  viel  mehr  zu  Farbenabweichungen  als  die  überaus  constante 
indische  Vikariante.  erigone  fehlt  in  Sumatra  und  Borneo ;  es  befindet  sich  aber  ein  Exemplar  aus  dem 
Museum  in  Singapore  in  meiner  Sammlung  mit  dem  Etikett:  Johore.  —  erigone  Cr.  zählt  namentlich  im 
östlichen  Java  zu  den  häufigsten  Faltern,  der  dort  etwa  bis  800  m  Erhebung  auf  den  Vorbergen  des  Tengger- 
Gebirges  fliegt,  mir  aber  auch  aus  dem  Westen  der  Insel  aus  der  Umgebung  von  Sukabumi  vorliegt.  Grund¬ 
farbe  lichtbraun  mit  schwärzlicher  Umrahmung  und  rotbraunen  Ozellen  der  Flügel  sowie  fahl  und  gelblichen 
Fleckenreihen  der  Vflgl.  ?  heller  mit  ansehnlicheren  Ozellen.  Unterseite  der  Vflgl  wie  bei  lemonias  mit 
grossem  schwarzen  rotumringeltem  Augenfleck;  Hflgl  auf  graugelbem  Grunde  rotbraun  und  schwarz  marmoriert, 
persiccata  form,  nov .,  die  Generation  der  trockenen  Zeit,  zeigt  eine  monoton  rotgraue  Apicalpartie  der  Vflgl 
und  eine  ebensolche  Unterseite  der  Hflgl.  Java,  Bawean,  vom  Juli  bis  September  sehr  häufig,  Kangean,  Bali, 
Lombok  (April,  auf  600  m  von  mir  gesammelt),  dann  auf  sämtlichen  Inseln  von  Mikromalayana  bis  Babber 
Kalao  (Dezember).  Von  Lombok  an  ostwärts  beginnt,  sich  ein  Teil  der  Exemplare  und  besonders  jene  der 
Intermediat-  und  Trockenform  aufzuhellen.  Das  Braun  verschwindet  und  geht  in  ein  der  expansa  (117  a) 


Ausgegeben  H.  IV.  1912.  PRECTS.  Von  H.  Fruhstorfer.  521 

mehr  oder  weniger  gleichendes  Gelbrot  über.  —  walkeri  Btlr.  (Type  vom  Inselchen  Sernao,  westlich  von 
Timor.).  Als  grosse  Seltenheit  taucht  walkeri  bereits  auf  Java  auf,  aber  je  weiter  nach  Osten  erigone  vordringt, 
desto  mehr  häufen  sich  die  gelben  Exemplare.  Auf  Key  scheinen  überhaupt  nur  noch  solche  aufzutreten 
und  am  reinsten  zeigt  sich  die  helle  Verfärbung  auf  den  Inseln  der  Timor-Lautgruppe,  wo  expansa  Btlr.  \  1  ITaj 
ausschliesslich  vorkommt.  —  gardineri  Frühst.  (=  celebensis  Btlr.)  ist  eine  sehr  grosse  Form,  oberseits  erheb¬ 
lich  verdunkelt  mit  relativ  kleinen  gelblichen  Makeln  der  Vfl gl  und  kleinen,  lebhaft  rot  umringelten  Augen  der  Hflgl. 
Ziemlich  selten,  von  mir  im  Januar  bei  Patnunuang  Asue,  Süd-Celebes  gefangen.  -  Ihr  schliessen  sich  die 

Exemplare  von  Buru  und  Saparua  in  meiner  Sammlung  an.  Röber  nennt  auch  Ceram  als  Flugort  und  Simim.i; 

Südost-Mindanao.  —  Auf  den  Aru-Inseln  dagegen  tritt  ein  ausschliesslich  papuanisches  Färbungsmotiv  in  Er¬ 
scheinung  als  antigone  Fldr.,  im  Flglschnitt  und  der  Zeichnung  leucophora  (117  b)  genähert,  doch  mit  kleineren 
weissen  Makeln  der  Vflgl  und  proximal  breiter  schwarz  begrenzten  satter  braungelben  Ozellen  der  Hflgl. 
tegea  subsp.  nov.  umschreibt  eine  distincte  Form  der  Collection  Staudinger  mit  doppelt  so  breiten  weissen 
Makeln  der  Subapiealbinde  der  Vflgl,  als  wir  siebei  antigone  gewahren.  Insel  Waigiu.  —  tristis  Misk.  (117  b) 

mit  der  Type  aus  British  Neu-Guinea  ist  das  melanotischste  hisher  bekannte  Extrem  der  Collectivspecies.  $ 

etwas  grösser,  mit  rundlicherem  Flügelschnitt  und  markanteren,  teilweise  auch  reiner  weissen  Flecken  der 
Vflgl.  Ozellenkette  der  Hflgl  mit  mehr  wie  bei  leucophora  (117  b)  proximal  rotbraun  umzogenen  Augen  der  Hflgl. 
Sehr  selten  in  der  Astrolabe-Bai,  häufiger  bei  Finschhafen  und  Simbang  vom  November  bis  März.  —  iona  Sin. 
ist  eine  etwas  hellere  Form  von  Holländisch  Neu-Guinea  mit  bleich  olivenfarbener  Basalhälfte  der  Oberseite. 
Unterseite  weniger  rötlichbraun  als  antigone  von  Aru.  Aus  der  Humbold-Bai,  mir  in  natura  unbekannt, 
leucophora  Frühst.  (117  b,  ?  statt  cf).  Das  cf  differiert  vom  abgebildeten  ?  durch  etwas  dunkleres  Grund- 
colorit,  kleinere  weisse  Flecken  der  Vflgl.  Unterseite  wie  bei  allen  papuanischen  Formen  von  antigone  Fldr. 
an  graubraun  mit  weisslicher  Bestäubung  des  Apicalteils  der  Vflgl  und  weisser  Doppelbinde  distal  vom  Anal¬ 
auge  der  Vflgl,  sowie  einer  leicht  angedeuteten  Serie  von  drei  bis  vier  weissen  Wischflecken  proximal  von 
der  Ozelle,  die  bei  den  ??  deutlicher  ist  und  die  Fortsetzung  der  subapicalen  Fleckenbinde  bildet.  Bei  iona 
Sm.  und  tristis  fehlt  jedoch  die  innere  weisse  Fleckung.  Kiriwina  und  Fergusson-Inseln. 

P.  timorensis  eine  aparte  nur  den  Inseln  der  Timorgruppe  eigentümliche  Spec-ies.  cf  dem  ?  ziemlich  ähn¬ 
lich.  Grimdfarbe  dunkelbraun,  nach  aussen  etwas  aufhellend.  Vflgl  stets  mit  einer  kurzen  weissgelben  Schräg¬ 
binde  und  einem  Subapicalfleckchen;  Hflgl  mit  zwei  deutlichen  Ozellen  von  denen  die  vordere  fast  immer  ver¬ 
doppelt  ist,  manchmal  auch  nach  hinten  ein  Nebenauge  zeigt.  Beim  ¥  ist  in  der  Regel  auch  ein  Intramedian¬ 
auge  vorhanden.  Zwei  Zeitformen,  von  denen  die  grösseren  Exemplare  der  Trockenzeit  eine  grau  marmorierte, 
die  kleineren  der  Regenperiode  eine  schwarze  Unterseite  zeigen.  Die  hei  letzterer  weisse  Halbbinde  des  ¥ 
kann  unterseits  bei  der  regenarmen  Periode  manchmal  braun  überstäubt  und  gelegentlich  fast  unkenntlich 
sein.  Die  Ausdehnung  der  Fleckenreihe  der  Vflgl-Oberseite  wechselt  je  nach  der  Heimatinsel  oder  der  Jahres¬ 
zeit.  —  valesca  Frühst.  (117  a)  von  der  wir  ein  ¥  abbilden  ist  etwas  grösser  und  distal  lichtergelb  als  Exem¬ 
plare  von  Wetter  und  Sumba.  Durch  Everett  auf  Alor  entdeckt.  —  timorensis  Wall.,  von  Timor  beschrieben 
und  in  Anzahl  aus  Wetter  und  Letti  in  meiner  Sammlung,  führt  etwas  breitere  weisse  Binden,  namentlich  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl.  —  cibota  subsp.  nov.  bezeichnet  die  habituell  viel  kleinere  Form  der  Insel  Sumba, 
bei  welcher  die  timorensis  sonst  characteristische  weisse  distale  Umrahmung  der  Unterseite  aller  Flügel  beinahe 
fehlt.  Ich  besitze  unten  fast  ganz  schwarze  (Regenzeit)  und  leichthin  blaugrau  melierte  cfcf  (Trockenzeit). 
Ferner  cf  cf  mit  rein  weisser,  stattlicher  Querfleckung  der  Vflgl  und  drei  grossen,  sowie  zwei  kleinen  Ozellen  der 
Hflgl  (Regenzeit)  und  solche  mit  verschwommener  Grauschattierung,  ohne  deutliche  Ozellen  der  Hflgl  und  ohne 
weisse  Subapicalfleckung  der  Vflgl-Unterseite  (Trockenzeit). 

P.  villida  eine  australische  Species,  die  ostwärts  bis  zu  den  Viti-  und  Samoa-Inseln  verbreitet  und  west¬ 
wärts  bis  Sumba  und  Java  vorgedrungen  ist.  Die  Extreme  der  Variabilität  zeigen  unsere  Figuren  116  e,f. 
Die  Unterseite  wechselt  je  nach  der  Zeitform  und  kann  einfarbig  graue  oder  lebhaft  rotockergelb  gebänderte 
Hflgl  zeigen.  Die  Vflgl  tragen  stets  ein  ausgedehnt  rotgelb  umrahmtes  Analauge,  ausserdem  ist  auch  noch  die 
Zelle  von  zwei  rötlichen  Striemen  durchzogen.  In  der  Regenzeitform  findet  sich  dann  noch  eine  mit  kleinen 
blaugekernten  Augen  besetzte  rötliche  Submarginalzone,  von  der  in  der  Form  der  regenarmen  Periode  nur 
kleine  Punkte  erhalten  bleiben.  Beide  Flügel  dann  noch  mit  einer  subterminalen  Serie  schwarzer  Punktflecken, 
markant  bei  der  Generation  der  Regenzeit,  im  Grau  sich  verlierend  bei  der  Winterform.  Die  Falter  fliegen  auf 
offenen  Plätzen,  sich  zeitweilig  mit  ausgebreiteten  Flügeln  auf  den  Boden  setzend.  Rp  nach  Dr.  Pagenstecher 
und  Mathew  auf  Plantago  major  und  lanceolata,  auch  auf  Antirrhinum  und  anderen  Pflanzen,  wie  Daphne.  Die 
vollerwachsene  Rp  37 — 40  mm  lang,  cylindrisch  sich  nach  vorne  verjüngend.  Schwarzbraun,  mit  einer  Reihe 
von  dorsalen,  subdorsalen  an  imd  unter  den  Stigmen  stehenden  kurzen,  stumpfen  fein  verzweigten  Dornen.  Jedes 
Segment  mit  einem  grauen  suprastigmatalen  Mondfleckchen  und  einer  weissgrünen  Linie.  Kopf  schwarz,  herz¬ 
förmig  oben  eingeschnitten,  mit  einem  kürzern  Dorn  an  jeder  Seite  und  sparsam  mit  feinen  schwarzen  Haaren 
bekleidet.  Das  zweite  Segment  zeigt,  wenn  der  Kopf  zum  Fressen  ausgestreckt  wird,  einen  orangefarbenen  Hals¬ 
kragen.  Beine  schwarz,  Bauch  und  Afterfiisse  mit  braungelben  Flecken.  Pp  kurz,  dick,  an  der  Unterseite 
von  Blättern,  an  einem  Stamm  oder  Stein  angeheftet,  dunkelbraun  mit  grauen  Flecken.  —  phylace  subsp.  nov. 

IX  66 


walkeri. 

expansa. 

gardineri. 

antigone. 

tegea. 

tristis. 

iona. 

leucophora. 


valesca. 

timorensis. 

cibota. 


phylace. 


522 


P RE  CIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


procax. 


villida. 


astrolabi- 

ensis. 


bismarcki- 

ana. 

taitica. 


samoensis. 


orithya. 


isocratia. 


hainatiensis. 


ocyale. 

phycites. 


swinhoei. 


die  kleinste  bisher  bekannte  Form.  Oberseits  mit  sehr  schmaler  gelber  Subapicalfleckung  und  proximal  noch 
weniger  als  bei  taitica  aussfli essender  Uzellenperipherie.  Unterseite  zierlicher  als  bei  verwandten  Formen,  Hflgl 
fast  grauweiss,  mit  einer  schmalen,  beinah  weissen  Medianbinde,  die  proximal  von  zarten  schwarzen  Schatten 
und  distal  von  einer  ebensolchen  Wellenbinde  begrenzt  ist.  Ozellenvorhof  nur  leichthin  gerötet.  Saumbinde 
wiederum  grauweiss.  Doherty  fielen  diese  reichgezeichneten  Exemplare  bereits  auf.  phylace  lebt  nach  ihm 
in  den  sterilen  Ebenen  der  Insel  und  ist  sehr  selten.  Mir  liegt  nur  die  Regenzeitform  vor.  Exemplare  der 
Trockenzeit  sind  vermutlich  grösser,  denn  2  cfo71  aus  der  regenarmen  Periode  von  Tenimber  und  Kisser  sind 
die  grössten  unter  34  villida  meiner  Sammlung.  Bei  dieser,  procax  form,  nov.,  verbreitert  sich  die  Ocellen- 
peripherie  bis  zur  Flügelmitte.  Augen  prominent  blau  gekernt.  Unterseite  sandfarben  grau  mit  verblasstem 
Rot  in  der  Zelle  und  am  Analauge.  —  villida  F.  bewohnt  ganz  Australien  und  tritt  als  echter  Wandervogel 
auf  alle  benachbarten  Inseln  über,  so  auf  Tasmania,  Neu-Hebriden,  Neu-Caledonien,  Key,  Aru,  Christmas-Insel 
und  Java,  wo  sie  Horsfield  einmal  gefunden  hat.  Butler  unterscheidet  vier  Zeitformen;  die  nasse  und  trockne 
Phase,  und  dann  jeweils  eine  Uebergangsform.  Mir  liegen  nur  recht  kleine,  einer  Intermediatform  angehörige, 
oberseits  innerhalb  des  roten  Hofes  schön  grünblau  angeflogene  Exemplare  vor;  eine  Färbung,  welche  die 
sonstigen  villida  meiner  Sammlung  nicht  haben.  —  astrolabiensis  Hag.  bedeutet  eine  im  allgemeinen  ver¬ 
dunkelte  Form,  deren  Ozellenumringelurig  der  Hflgl  in  der  Regel,  wenigstens  bei  den  cfcf  getrennt  steht.  Bei 
den  ??  allerdings  ist  dieser  Vorhof  meistens  vereinigt.  Zu  ihr  kann  man  auch  die  Bewohner  der  Molukken 
rechnen.  —  Als  bismarckiana  Hag.  wurde  eine  sehr  kleine  Satellitinselrasse  separiert  mit  Confluenz  der  Ozellen- 
peripherie.  Bismarck-Archipel,  auch  auf  einer  Anzahl  nördlicher  lnselfluren,  wie  jene  der  Marshall-  und 
Karolinengruppe.  (Yap,  Palauj  sowie  der  Salomonen.  —  Als  taitica  Seitz  i.  1.  circulieren  oberseits  auffallend 
blass  und  ausgedehnt  rotgelb  colorierte  Stücke,  wie  sie  mir  von  den  Marquesas-Inseln  und  ähnlich  von  Fidji 
vorliegen.  Butler  nennt  auch  die  Gilbert-,  Ellice-  und  Schiffer-Inseln,  Mathew  die  Freundschafts-Inseln  und 
Royuman  als  Fundorte.  Abgesehen  von  der  Sumba-Rasse  ist  wohl  keine  Form  beständig  und  gelten  die  Namen 
mehr  als  Lokalitätsbezeichnung,  wie  als  Umschreibung  gut  fixierter  Inselrassen.  Exemplare  von  Samoa  wurden 
1910  als  samoensis  Reh.  beschrieben.  Differiert  von  australischen  villida  durch  geringere  Grösse  (19 — 25)  gegen 
22 — 27  mm)  und  die  zusammengeflossene  gelbrote  Einfassung  der  blaugekernten  Augen.  Grundfarbe  durchwegs 
dunkler.  Saugt  mit  Vorliebe  auf  Mimosa  pudica.  Upolu,  Samoa,  häufig  im  Mai. 

P.  orithya,  eine  Art  von  regster  Wanderlust  und  Expansionsfähigkeit,  ist  von  West-Afrika  bis  Australien 
und  dessen  nördlichen  Inseltrabanten  verbreitet.  Geographisch  von  grösster  Empfindlichkeit,  zerfällt  sie  in 
eine  lange  Kette  von  Territorial-  und  Inselrassen,  doch  scheint  es,  dass  sie  auf  aethiopischem  Boden  constanter 
ist,  als  unter  orientalischer  Sonne.  Ihre  Abzweigungen  wurden  wiederholt  genau  studiert  und  Aurivillius  hat 
allein  zur  Aufzählung  der  älteren  Literatur  1882  zwei  Grossquartseiten  füllen  müssen,  denn  schon  seit  Linne’s 
Zeiten  sind  drei  Vikarianten  bekannt,  die  stets  verwechselt  wurden.  Wie  alle  Junonia  hat  auch  orithya  in 
China  den  Höhepunkt  der  Entwicklung  als  orithya  L.  (Bd.  1,  p.  197)  erreicht,  sowohl  im  Habitus-  als  auch  im 
Färbungscharakter  der  Ozellen  der  Hflgl.  Nur  der  blaue  Analfleck  der  V  fl  gl  ist  in  der  Regel  kleiner  (manch¬ 
mal  sogar  ganz  verschwunden)  als  bei  orithya  von  anderen  Lokalitäten.  Besonders  schön  sind  Exemplare  der 
Trockenzeit  (Bd.  1,  p.  197  Taf.  62b).  —  fa.  temp.  isocratia  Hbn.  (Leech,  Butt.  China  etc.,  Fig.  10  cf,  Fig.  8  ?), 
mit  deutlich  rot  geringelten  Ozellen  und  blau  bestäubtem  Distalsaum  der  Hflgl  der  cfcf  und  aschgrauer  Hflgl- 
Unterseite.  Das  ?  ist  polychrom.  Es  existieren  Exemplare,  bei  denen  die  Hflgl-Oberseite  durchgehends  dunkel 
rauchgrau  ist  (Leech  Fig.  7  und  Seitz  Bd.  1,  Taf.  62c)  und  solche,  die  eine  violette  oder  blaue  Aussenhälfte  zeigen 
(Cramer,  Pap.  Exot.,  Taf.  19,  Leech  Fg.  8  und  Seitz,  Bd.  1,  Taf.  62  b).  Slidwest-China,  Süd-Formosa,  sehr  häufig 
bis  1500  m,  Ishigaki  (1  ?  mit  gelblichem  Bezug  zwischen  den  Ozellen  auf  der  Hflgl-Oberseite),  Süd-Japan. 
Während  in  China  ??  der  Regenzeitform  auftreten,  welche  Blau  auf  der  Hflgl-Oberseite  tragen,  existieren  auf 
Formosa  anscheinend  nur  zwei  Färbungsrichtungen,  welche  an  die  Jahreszeit  gebunden  sind.  So  haben  sechs 
??  der  nassen  Periode  nur  eine  gelbliche  oder  gelblichgrüne  Subanalzone  der  Hflgl,  jene  der  regenlosen  Zeit 
aber  ein  mehr  oder  weniger  intensives,  von  hell-  zu  grünblau  variierendes  Distalfeld.  —  hainanensis  subsp. 
nov.,  nach  einem  ?  der  Sommergeneration  beurteilt,  führt  ein  schmales  lichtblaues  Submarginalgebiet  der  Hflgl- 
Oberseite  und  ein  noch  mehr  als  bei  chinesischen  ??  ausgedehntes  gelbliches  Feld  der  Vflgl,  sowie  einen  auf 
fallend  breiten  cremefarbenen  Distalsaum  der  Hflgl.  —  Exemplare  von  Tonkin,  Annam  und  Siam  vermitteln  den 
Uebergang  zu  ocyale  Hbn.  von  Vorderindien.  Auch  bei  ihnen  gibt  es  im  Anschluss  an  chinesische  orithya -?? 
der  Regenzeit  mit  schön  blauem  Feld  der  Hflgl;  phycites  form.  nov.  ( phycites ,  ein  uns  imbekannter  Edelstein 
der  Alten),  welches  niemals  proximal  geradlinig  oder  sonstwie  scharf  abgegrenzt  ist.  Rp  ausser  auf  Hygro- 
phila  auch  auf  Antirrhinum  orontium.  In  Sikkim  bis  9-  und  10000  Fuss  Erhebung  ansteigend.  Exemplare  der 
Trockenzeit  sind  sehr  klein ;  ein  cf  aus  Sikkim  hat  zudem  auch  oberseits  einen  weissen  Apex  der  Vflgl.  Auf 
trocknen,  steinigen  Plätzen;  ein  echter  Falter  des  Dekan  und  häufig  in  Gesellschaft  von  J.  liierte  mit  der 
zusammen  sie  voll  Behagen  niedere  Blumen  manchmal  in  grossen  Mengen  umschwärmen.  Zu  ocyale  gehören 
die  grösste  Anzahl  der  Exemplare  aus  Tonkin,  ferner  alle  Stücke  aus  Annam  und  Siam,  Sikkim,  Assam,  Tenas- 
seri.m.  —  Als  swinhoei  Bf  Ir.  wurde  eine  Form  abgetrennt  mit  während  des  ganzen  Jahres  über  gleichbleibender 
steingrauer  Unterseite,  die  immer  das  Colorit  der  regenlosen  Zeit  bewahrt  und  oberseits  durch  scharf  abge¬ 
schnittenes  schwarzes  Basalfeld  und  stets  lichtblaues,  nicht  mit  der  Innenhälfte  verschwommenes  Colorit  des 


PRECIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


523 

Distalgebiets  der  Hflgl,  sowie  vermehrtes  subanales  Blau  der  Vflgl-Oberseite  charakterisiert  ist.  Mir  in  Anzahl 
aus  der  Umgebung  von  Mardan,  Nordwestprovinz,  vorliegend  und  in  allen  trockenen  Teilen  des  westlichen  Indieri- 
und  des  West-Himalaya  vorkommend,  nordwärts  bis  Quetta  in  Baludschistan’  dann  aber  ohne  scharfe  Grenze  in 
die  östliche  ocyale  übergehend.  —  patenas  subsp.  nov.  ist  eine  in  der  Regenzeitform  äusserst  zwerghafte 
Rasse  der  Insel  Ceylon.  ?  oben  entweder  braun,  oder  der  Form  pliycites  angehörend.  Vflgl  mit  zierlichen, 
schmalen  aber  sehr  deutlichen,  nahezu  weissen  Binden  und  grossem  quadratischen  subanalen  Blaufleck.  Unter¬ 
seite  weniger  bunt  gesprenkelt  wie  bei  ocyale  von  Sikkim  und  Assam.  Ceylon,  auf  den  Patenas,  staubigen 
und  trocknen  Weideplätzen,  bis  1000  m  Höhe.  —  here  Lang  (Bd.  1,  p.  197)  bewohnt  die  asiatische  Türkei 
und  Arabien;  boopis  Trim.  das  südliche  und  östliche  Afrika  und  madayascariensis  Gu6n.  die  gleichnamige 
Insel.  Die  Serie  der  makromalayischen  Zweigrassen  beginnt  mit  wallacei  Dist.,  einer  Form  mit  sehr  bunter, 
reich  rotbraun  marmorierter  Unterseite  und  ausgedehntem  blauen  Anflug  der  Vflgl-Oberseite.  ?  braun  mit 
relativ  schmalem  gelblichem  Intramediangebiet  zwischen  den  Ozellen  der  Hflgl:  Malayische  Halbinsel.  Nicht 
sehr  häufig.  —  minagara  Frühst,  ist  eine  gut  differenzierte  Lokalform,  mit  sehr  breiter  hellgelber  Subapical- 
binde  der  Vflgl  und  breitem,  gelblichem  Aussensaum  der  Hflgl-Oberseite,  der  manchmal  über  die  innere 
schwarze  Submarginalbinde  hinaus  noch  zwischen  den  Ozellen  bemerkbar  wird.  Lucas  hat  sie  recht  kenntlich 
abgebildet,  auch  Godart  kannte  sie  schon  aus  Java,  vermengte  sie  aber  mit  den  vorhergehenden,  kontinentalen 
Formen  und  den  Chinesen.  ¥¥  aus  Ost-Java  sind  merklich  kleiner  als  westjavanische,  führen  aber  dennoch  eine 
breitere  gelbliche,  proximal  schärfer  abgesetzte,  mehr  geradlinige  Binde  der  Vflgl.  Java-Stücke  differieren 
von  wallacei  Dist.  durch  die  viel  hellere  Färbung  der  Vflgl,  die  reicher  rotgerandeten  Ozellen  und  den  weiss- 
lichen  Anflug  innerhalb  der  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Semper  hielt  sie  für  synonym  mit  wallacei  Dist.  und 
Niceville  schloss  sich  seiner  Ansicht  an.  Es  verging  somit  über  ein  Jahrhundert,  ehe  die  schöne  Lokal¬ 
rasse,  die  Hübner  zuerst  abbildete,  zu  ihrem  wohlverdienten  Platz  in  der  Systematik  gelangte.  West-  und  Ost- 
Java.  Bali.  Die  %  forma  pliycites  ist  sehr  spärlich,  nur  ein  geringfügig  blaugriin  angeflogenes  ¥  auf  9  braune  ¥2. 
—  sumatrana  Frühst.  Gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  breiter  als  bei  wallacei.  schmäler  als  bei  minagara ,  Ozellen 
der  cf -Hflgl  grösser  als  bei  wallacei ,  Ozellen  der  ?-Hflgl  kleiner  als  bei  Javanen.  Gelber  Distalsaum  der  Hflgl 
schmäler  als  bei  minagara.  Die  ¥-Form  pliycites  durch  Exemplare  mit  abgeschwächter,  fahlgrüner  Zone 
der  Hflgl  als  grosse  Seltenheit  noch  vorkommend.  In  den  Lalang-Savannen  manchmal  in  erdrückender  Anzahl, 
auf  Grasstengeln  oder  mit  ausgebreiteten  Flügeln  auf  dem  Erdboden.  —  baweana  Frühst.,  bildet  den  geogra¬ 
phischen  und  morphologischen  Uebergang  von  'minagara  zu  mevaria.  Die  gelbe  Binde  der  Vflgl  hält 
die  Mitte  zwischen  beiden  Rassen.  Bawean,  häufig  vom  Juli  bis  September,  vermutlich  auch  Kangean. 
metion  Frühst.  Exemplare  von  Nord-Borneo  differieren  von  wallacei  Dist.  durch  heller  gelbe  und  stark 
reduzierte  Subapicalbinden  der  Vflgl,  wodurch  die  schwarze  Apicalfärbung  gewinnt.  Die  Unterseite  ist  dunkler 
im  Analwinkel  der  Vflgl  und  in  der  Submarginalzone  der  Hflgl  schwärzlich  anstatt  braun.  Ein  cf  aus  Sandakan 
besitzt  wesentlich  breitere  Vflglbinde  als  cf  cf  vom  Sultanat  Brunei  und  eine  nur  punktgrosse  vordere  Ozelle  der 
Hflgl-Oberseite.  —  leucasia  subsp.  nov.  zeigen  ausserordentlich  grosse,  orangefarbene  cellulare  Makeln  auf  den 
Vflgln  und  sehr  grosse,  schwarze  vordere  Ozellen  der  Hflgl-Oberseite.  Die  Unterseite  aller  Flügel  ist  genau  so 
verdunkelt  wie  bei  Borneo-Exemplaren  und  der  rotgelbe  Verbindungsstreifen  der  subterminalen  Augen  der  Vflgl 
ebenso  prominent  wie  bei  minagara  Frühst,  von  Java.  5  cf  cf  aus  Luzon  in  meiner  Sammlung,  nach  Semper 
jedoch  auf  allen  Philippinen  und  in  zwei  Generationen.  Beide  Geschlechter  der  Jolo-Inseln  schliessen  sich 
mehr  der  Sandakan-Rasse  an.  —  mevaria  Frühst.  ( 1 1 6  f)  bewohnt  Micromalayana,  von  Lombok  bis  Kalao,  mit 
Ausschluss  der  Timor-  und  Tenimber-Gruppe.  Distant  hat  richtig  vorausgeahnt,  dass  seine  wallacei  wohl  nicht 
über  die  W ALLACE’sche  Grenzlinie  hinausgehen  würde,  denn  die  Java-Form  minagara  Frühst.,  die  er  für  identisch 
mit  der  Perak-Rasse  hielt,  verschwindet  in  Lombok.  Von  Bali  besitze  ich  leider  kein  Material,  es  ist  aber 
wohl  denkbar,  dass  die  Bali-Exemplare  den  Javanen  gleichkommen.  Jedenfalls  hat  sich  die  Lombok-Rasse, 
welche  ich  mevaria  nannte,  erheblich  von  minagara  differenziert,  die  gelblichen  Subapicalbinden  sind  ähnlich 
wie  bei  metion  verschmälert,  auch  ist  die  ockerfarbene  Umgrenzung  der  Vflgl-Ozellen  sehr  vermindert  und  hat 
sich  die  schwarze  Grundfarbe  weiter  ausgedehnt,  was  namentlich  im  Apic-alteil  auffällt.  Die  oberste  Ozelle 
der  Hflgl  verdunkelt  sich  in  der  Regel  und  bleibt  kleiner  als  bei  Java-Stücken.  Die  Unterseite  wird  dunkler, 
die  Färbung  bräunlich,  anstatt  ockerfarben.  Auch  das  ¥  zeigt  schmälere  Subapicalbinden  und  kleinere  Ozellen 
auf  allen  Flügeln.  Auch  verschwindet  der  gelbe  Anflug  zwischen  den  Augen  der  Hflgl.  Es  treten  zwei  ¥- 
Formen  auf:  eine  gleichmässige  rauchbraune  und  eine  häufigere  Aberration  mit  blauer  oder  violetter  Submarginal¬ 
zone  der  Hflgl,  während  Java-¥¥  vorherrschend  rauchbraun  gefärbt  sind.  Lombok  (Type),  Sumbawa,  Flores, 
Alor,  Savu,  Kalao.  Am  herrlichsten  ist  ein  ¥ ,  vom  schmetterlingsberühmten  und  belebten  Plateau  von 
Sambalun  aus  4000  Fuss  Höhe,  von  mir  im  April  1896  gefangen,  mit  veilchenblauem  Anflug  der  distalen 
Partie  der  schwarzen  Basalregion  aller  Flügel  der  Oberseite.  Das  Kalao-¥  führt  sowohl  ober-  wie  unterseits 
das  ausgedehnteste  rotgelbe  Colorit,  bereits  an  celebensis  und  saleyra  anklingend.  —  minuscula  Frühst,  von 
Sumba  sind  die  kleinsten;  eine  Erscheinung,  die  sich  bei  allen  Junonia- Arten  und  bei  fast  allen  Nymphaliden 
und  Pieriden  dieser  Insel  wiederholt.  Alle  mir  vorliegenden  Exemplare  zählen  zu  jenen  der  Regenzeitform 
und  ich  kenne  nur  ¥¥  mit  brauner  Oberfläche  und  ausgedehntem  cremefarbenen  Feld  zwischen  den  Ozellen  der 
Hflgl.  —  eutychia  subsp.  nov.  stammt  von  den  Inseln  der  Timor-Gruppe  und  liegt  mir  in  8  Pärchen  von  der 
Insel  Wetter  vor.  cf  die  Mitte  haltend  zwischen  mevaria  Frühst,  von  Lombok  und  Jciihni  (116  f)  mit  auffallend 


patenas. 


here. 

wallacei. 


minagara. 


sumatrana. 


baweana. 


metion. 


leucasia. 


mevaria. 


minuscula. 


eutychia. 


524 


PY  RAM  EIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


kühni. 


palea. 

saleyra. 

celebensis. 

orthosia. 

novaegui- 

neae. 

neopomme- 

rana. 

albicincta. 

hierta. 


kleinen  schwarzen  Augen  der  Oberseite  der  Hflgl.  ?,  obgleich  einer  unten  sehr  bunten  Regenzeitform  ange¬ 
hörig,  oberseits  mit  stattlichem  lichtblauem  distal  etwas  gelblich  aufgehelltem  Submarginalgebiet,  während 
sowohl  die  ??  aus  Sumba,  wie  auch  jene  von  kühni  braun  bleiben.  —  kühni  Frühst.  (116  f).  Auf  den  Tukan- 
Resi-Inseln,  südöstlich  von  Celebes,  erscheint  eine  auffallende  Lokalrasse,  die  ich  nach  ihrem  Entdeker,  Herrn 
Heinrich  Kühn  benannte.  In  der  Gestalt  und  dem  spitzen  Flügelschnitt  steht  sie  albicincta  Btlr.  von  Australien 
und  Wetter  sehr  nahe.  Die  gelbliche  Subapicalbinde  ist  noch  mehr  reduziert  als  bei  mevaria,  besteht  aus 
vier  Flecken,  die  durch  breite,  schwarze  Adern  isoliert  werden,  während  sie  bei  allen  anderen  Lokalrassen 
Zusammenhängen.  Die  Apicalozelle  der  Hflgl  ist  ganz  schwarz  und  bei  drei  Exemplaren  sehr  klein,  der 
Distalsaum  der  Hflgl  bis  zu  den  Medianen  blau  oder  schwärzlich,  während  er  bei  albicincta  durchgehend 
weisslich  erscheint.  Das  ?  hat  im  Verhältnis  zur  Grösse  noch  schmälere  Subapicalbinden  und  sehr  breit 
ockerfarben  geringelte  Ozellen  auf  allen  Flügeln.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Analwinkel  der  Vflgl  schwärzlich, 
die  Submarginalzone  der  Hilgl  reich  ockerfarben,  mit  deutlichen,  blau  gekernten  Ozellen.  Die  Vflgl  sind 
reich  schwarz  dotiert,  kühni  ist  etwas  grösser  als  die  Sumba-Exemplare,  viel  kleiner  als  celebensis  Stgr. 
und  mevaria  Frühst.  Rinongko,  Kalidupa.  (10.  — 13.  Dezember.)  —  palea  subsp.  nov.  gleicht  oberseits 
kühni-¥ ,  ist  jedoch  habituell  grösser  mit  breiterem  gelben  Shawl  der  Vflgl  und  viel  kleineren  violett  gekernten 
Ozellen  der  Hflgl;  Oberseite  der  Vflgl  braun  mit  lichtviolettem  analem  Anflug.  Distalsaum  der  Hflgl  ausge¬ 
dehnt  weiss,  dadurch  an  albicincta  Btlr.-¥  von  Australien  gemahnend.  Hflgl  unten  vorherrschend  graugelb,  mit 
ansehnlicher,  fast  weisser  Medianbinde.  Tenimber.  —  saleyra  subsp.  nov.  vermittelt  den  Uebergang  von  den 
micromalayischen  Rassen  zu  der  prächtigen  Form  des  südlichen  Celebes,  die  unter  den  rund  200  Exemplaren 
meiner  Sammlung  hervorragt,  durch  noch  mehr  als  bei  minagara  ausgeflossenes  Rotorangegelb  der  Submarginal¬ 
partie  der  Vflgl,  sowie  der  nach  hinten  ausgedehnten  Ozelle  der  Hflgl.  saleyra -?  ist  dunkler  braun  als 
celebensis -¥,  führt  verengte  gelbe  Rinde  der  Vflgl  und  kleinere  rote  Augen  der  Hflgl.  Die  Unterseite  zeigt 
eine  rauchbraune  statt  rote  Submarginalpartie  der  Hflgl.  Saleyer,  Flugzeit  November.  —  celebensis  Stgr.  hat 
ausserdem  auch  unterseits,  die  am  intensivsten  rot  bemalten  Stellen  der  Distalhälfte  aller  Fiigel;  ?  oberseits 
mit  rötlicher  Intramedianzone  zwischen  den  grossen  rotgelben  Augen.  Süd-Celebes,  von  mir  im  Januar  und 
März  von  der  Küste  bis  1000  m  Höhe,  am  Pik  von  Ronthain  angetroffen.  —  orthosia  Godt.  (=  royeri  Voll,,  = 
orbitola  Sivinh)  ( 1 1 6 f .  als  orithyia  bezeichnet)  hat  umgekehrt  beim  cf  fast  gar  kein  Rot  auf  den  Vflgl,  dagegen 
beim  ¥  eine  vollkommene  Ozellenconfluenz.  Das  vordere  Auge  mit  einer  violetten,  doppelt  weissgekernten 
Pupille  geschmückt.  Unterseite  mit  sehr  grossen  schwarzen  Flecken  der  Hflgl.  Südmolukken,  mir  nur  von  Saparua 
vorliegend.  —  novaeguineae  Hag.,  nach  einem  cf  aus  Stefansort  beschrieben,  wo  die  cfcf  nach  Hagen  in  wilder 
Flucht  allen  Fangversuchen  spotteten,  und  in  drei  cfcf  in  meiner  Sammlung,  schliesst  sich  an  mevaria  Frühst. 
von  Loinbok  au,  nur  führen  die  Exemplare  auf  den  Hflgl  drei  rein  weisse  Terminallinien,  wodurch  ja  auch 
die  Verwandtschaft  mit  albicincta  von  Australien  angedeutet  wird.  Unterseite  der  Hflgl  mit  scharf  begrenzter  relativ 
schmaler  Submarginalbinde,  die  nach  innen  von  einer  fast  rein  weissen  Medianbinde  begleitet  wird.  Anscheinend 
sehr  selten.  ¥  unbekannt.  —  neopommerana  Ribbe ,  mir  in  natura  nicht  zugänglich,  ist  gleichfalls  unterseits 
lebhaft  rostbraun  gezeichnet.  ¥  oberseits  rotbraun.  Neu-Pommern,  am  Strand  bei  Ralum,  selten,  im  Mai.  — 
albicincta  Btlr.  endlich  ist  eine  körperlich  kleine  Form,  ohne  subapicale  Rötung  der  Vflgl,  aber  rein  weisser 
Umrandung  der  Hflgl.  ?  etwa  wie  jenes  von  der  Insel  Wetter,  Distalgebiet  aber  lichtblau.  Ozellen  klein,  lila. 
Die  Schrägbinde  der  Unterseite  auf  den  Vflgln  beim  cf  bis  zum  Terminalrand  durchgezogen.  Von  Queens¬ 
land  bis  zum  Cape  York. 

P.  hierta  F.  (=  oenone  Cr.)  (Ed.  1,  p.  197,  Taf.  62  b)  von  Eombay  und  dem  West-Himalaya  bis 
Süd-China,  Hainau  und  Hongkong  verbreitet,  findet  sich  als  grosse  Seltenheit  auch  im  Tiefland  von  Ceylon, 
auf  den  Andamanen  und  dem  Mergui- Archipel.  Ich  selbst  traf  sie  inmitten  der  Millionenstadt  Canton  und  in 
Siam.  Obwohl  oberseits  von  schreiender  Farbe,  wissen  die  Falter  sich  vermöge  ihrer  grauen  Unterseite  im 
dürren  Gras  sicher  zu  verstecken.  Sie  lieben  wie  alle  Mitglieder  der  Gattung  den  heissesten  Sonnenschein, 
steinige  vegetationslose  Orte  und  sind  am  •  zahlreichsten  in  der  regenlosen  Zeit. 

19.  Gattung:  Pyrameis  Hbn. 

Vflgl  mit  rücklaufender  Ader  an  der  mittleren  Discocellulare,  die  Subcostaläste  weniger  dicht  stehend 
als  bei  Vanessa.  Klammerorgane  jedoch  im  engsten  Anschluss  an  Vanessa,  der  gesamte  Apparat  stark  chiti- 
nisiert  und  daher  kaum  transparent.  Uncus  jedoch  nicht  wie  bei  Vanessa  dorsal  lamellenartig,  muldenförmig 
vertieft,  ventral  in  einem  grösseren  wulstartigen  Gebilde  versenkt,  sondern  analog  den  Arten  des  Subgenus 
Junonia  einfach,  kurz,  scharf  nach  unten  gekrümmt.  Die  Valve  zeigt  dagegen  bereits  die  Eigentümlichkeit 
aller  echten  Vanessiden,  nämlich  eine  wappenschildartige  Verbreitung,  die  im  Gegensatz  zu  Junonia  nach  einer 
Zeichnung  Scudders  (Eutt.  New  England)  basal  verengt  ist  und  dort  einer  Kinnlade  gleicht  (P.  cardui).  Die 
Arten  der  Gattung  von  grosser  regionaler  Ausdehnung,  eine  von  ihnen  im  ganzen  nicht-borealen  Asien,  auf 
allen  Archipelen  imd  in  Australien  (cardui).  Die  übrigen  von  alpiner  Lebensweise. 

P.  cardui  (Ed.  1,  p.  1 99,  Taf.  62  d)  die  „painted  lady“  der  Engländer,  ,, belle  dame“  in  Frankreich,  hime 
tateba  oder  kirne  cho  cho  „das  rote  Mädchen“  der  Japaner.  Von  Eombay  bis  Rirma  und  Ceylon,  sowie  den 


PYRAMEIS.  Von  H.  Frijhstorfer.  525 

Andamanen  auf  indischem  Boden;  und  wenn  auch  selten  von  der  bengalischen  Fbene  bis  hoch  hinauf  ins  Ge¬ 
birge,  wo  er  ungeheuer  häufig  wird,  sich  noch  auf  ca.  4000  m  Höhe  heimisch  fühlt  und  gelegentlich  zu  Wander¬ 
schwärmen  zusammenrottet  cardui  L.  erscheint  in  besonders  kleinen  Exemplaren  auf  der  grasigen  Battak- 
hochebene  in  Sumatra  und  auf  dem  Tengger-Gebirge  in  Ost-Java,  während  auf  den  Vulkanen  des  Westens 
eine  stattliche  Form  fliegt  mit  sehr  grossen  schwarzen  Punkten  der  Hflgl-Oberseite.  West-Javanen  gleichen 
somit  den  japanischen  Exemplaren,  die  als  japonica  Stich,  wegen  ihrer  Grösse  abgetrennt  wurden.  Die  übrigen 
von  ihrem  Autor  angeführten  Differenzialcharaktere  sind  unzutreffend  und  nicht  stichhaltig.  —  japonica  fing  ich 
im  September  auf  Tsushima,  cardui  ist  häufig  auf  Formosa,  sehr  selten  im  Nordwesten  von  Luzon  und  auf 
Palawan.  kershawi  McCoy  umschreibt  eine  scharf  geschiedene  Territorialrasse,  welche  ganz  Australien  be¬ 
wohnt  und  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  drei  intramediane  blaue  Submarginalaugen  trägt.  Die  Unterseite 
der  Hflgl  ist  dunkler  mit  mehr  grauweissen  statt  gelblichen  Längsbinden.  — •  suffusa  Oll.  bezeichnet  eine 
verdunkelte  Aberration  aus  Neu-Süd-Wales,  und  elymi  Ramb.  (Bd.  1,  p.  199)  fing  ich  auf  dem  Plateau  von 
Pangalenga  auf  1500  m  Erhebung  in  West-Java. 

P.  indica  (Bd.  1,  p.  199)  dürfte,  wie  die  vorige  Art,  palmarktischen  Ursprungs  sein  und  ist  vermutlich 
von  China  aus  auf  die  Südabhänge  des  Himalaya  und  die  Philippinen  übergetreten.  Die  Art  wurde  von  mir 
im  südlichen  Celebes  entdeckt,  wohin  sie  vermutlich  auf  dem  Umwege  über  die  Philippinen  gelangt  ist.  Nach 
Oberthür  kommt  sie  auch  in  Australien  vor  und  Alfken  erwähnt  sie  als  atalanta  von  Neu-Seeland.  Drei 
Arealformen  sind  zu  erwähnen:  indica  Hrbst.  (Bd.  1,  Taf.  62c)  wird  gelegentlich  in  Bombay  gefunden,  hat 
jedoch  ihr  Hauptquartier  in  den  alpinen  Regionen  und  wurde  noch  auf  16  000  Fuss  über  dem  Schnee  auf 
Gletschern  als  einziger  Bewohner  dieser  kalten  und  traurigen  Region  im  November  im  Sikkim-Himalaya  beob¬ 
achtet.  Im  Nordwest-Himalaya  wurden  überwinterte  Exemplare  genau  wie  bei  uns  atalanta  im  Frühling  angetrof¬ 
fen.  An  der  birmesisch-chinesischen  Grenze  wird  indica  bereits  selten.  Nach  Walker  selten  auf  Hongkong  vom 
Dezember  bis  Mai,  häufiger  im  Chusan-Archipel.  Exemplare  von  Nordwest-Luzon  meiner  Sammlung  tragen 
eine  rein  weisse  Fleckung  der  Vflgl,  sind  aber  kaum  von  indischen  Stücken  zu  separieren.  —  Als  asakurae 
Mats,  wurde  eine  Form  aus  Formosa  beschrieben  mit  nur  zwei  statt  der  üblichen  drei  schwarzen  Flecken  im 
roten  Feld  der  Vflgl;  die  mir  durch  Herrn  Sauter  zugesandten,  in  etwa  4000  Fuss  Höhe  auf  Formosa  ge¬ 
sammelten  Exemplare,  sind  aber  weder  von  solchen,  die  ich  Ende  September  auf  Tsushima  gesammelt  habe, 
noch  sonst  von  indisch  japanischen  indica  abweichend.  —  buana  Frühst,  welche  als  eine  von  indica  Herbst 
(calliroe  Hirn.,  callirhoe  Mill.)  sehr  abweichende  Lokalform  zu  betrachten  ist.  stammt  von  dem  Nordabhang  des  Pik 
von  Bonthain,  Süd-Celebes  aus  einer  Höhe  von  ca.  4000  Fuss.  Ich  nannte  die  neue  Unterart  nach  dem  celebischen 
Namen  des  Berges  Bua-Kraeng:  buana.  —  Von  den  mir  aus  Sikkim,  Japan  und  Mu-Pin  vorliegenden  typischen 
indica  differiert  buana  durch  die  viel  dunklere  schwarzbraune  Grundfarbe  der  basalen  Hälfte  aller  Figl,  welche 
bei  indica  matt  glänzend,  bleich  graurot  gefärbt  ist.  Auf  den  Vflgln  bilden  die  bei  indica  isoliert  stehenden 
drei  schwarzen  Medianflecken,  von  welchen  der  oberste  in  der  Zelle  lagert,  eine  zusammenhängende  Binde.  Die 
weissen  Apical-  und  Subapicalfleckchen  und  Punktreihen  sind  viel  kleiner  als  bei  indica.  Der  Terminalsaum 
der  Hflgl  von  buana  ist  analog  dem  von  indica ,  dagegen  haben  die  in  der  roten  Submarginalbinde  einge¬ 
streuten  vier  Fleckchen  eine  helmartige,  bei  indica  längliche  Form.  Vier  Exemplare  einer  weiteren  Unterart, 
welche  ich  aus  den  Bergen  Ceylon’s  besitze  und  als  nubicola  Frühst.  (117  c)  beschrieb,  entfernen  sich  noch 
mehr  von  typischen  indica,  weil  bei  ihnen  der  ganze  Aussenrand  der  Hflgl  intensiv  und  breit  schwarz  gesäumt 
ist,  während  buana  und  indica  nur  einen  obsoleten  schmalen  Analsaum  zeigen.  Alle  übrigen  bei  buana  auf¬ 
geführten  Abweichungen  gelten  auch  für  nubicola.  Beide  haben  auf  den  Vflgln  wegen  der  vorherrschenden 
melanitischen  Färbung  des  Basal-  und  Apicalteiles  eine  schmälere  rote  Medianbinde,  welche  in  buana  ähnlich 
wie  indica  rötlich  braun  aussieht,  bei  nubicola  aber  intensiv  carminrot  gefärbt  ist.  Bei  indica  steht  der 
schwarze  Fleck  in  der  Zelle  inmitten  der  hellroten  Medianbinde,  nubicola  hat  das  Schwarz  bereits  so  ausge¬ 
dehnt,  dass  nur  noch  eine  dünne,  dunkelrote  Kurve  offen  bleibt,  und  in  buana  ist  jede  Spur  von  Rot  ver¬ 
schwunden  und  vereinigen  sich  die  tief  schwarzen  Flecken  zu  einer  zusammenhängenden  Medianbinde,  welche 
sich  an  die  braunrote  Fliigelbasis  anschmiegt  und  mit  dieser  zusammenfliesst.  —  Die  Rp  von  nubicola  lebt  an 
Urtica  nelgherriensis,  der  Falter  auf  Höhen  von  3—6000  Fuss  in  bewaldeten  Strecken,  kommt  aber  fast  nie  in 
continentale  Sammlungen.  Bei  Nuwara  Elliya  und  auf  den  Horton  Plains  fast  das  ganze  Jahr  über  fliegend. 
—  pholoe  subsp.  nov.  aus  den  Nilgiris,  welche  ich  am  British  Museum  sah,  vermittelt  den  Uebergang  von 
nubicola  zur  nördlichen  indica ,  die  rote  Schrägbinde  der  Vflgl  verfärbt  sich  nach  aussen  in  orange  und  die 
Hufeisenfigur  der  Zelle  der  Vflgl  verbreitert  sich  wieder  etwas,  verliert  also  die  für  nubicola  so  charakteristische 
fadendünne  Form.  Auch  die  Hflgl  erscheinen  am  Distalsaum  erheblich  aufgehellt. 

P.  samani  Hag.  (117  b)  bisher  nur  in  einem  Exemplar  auf  den  Karo-Bergen  in  Sumatra  gefunden,  ersetzt 
dejeani  (117  c)  auf  dieser  Insel  und  differiert  von  ihrer  östlichen  Vikariante  durch  die  rotgelbe  Oberseite  der 
Hflgl.  (Flugort  in  1 — 1200  m  Höhe). 

P.  dejeani,  früher  nur  aus  Java  bekannt,  wurde  von  mir  auch  auf  Lombok  gefunden  und  wir 
dürfen  sie  demnach  bestimmt  auch  noch  von  der  Insel  Bali  erwarten.  Zwei  benannte  Eilandformen:  dejeani 
Godt.  (117  c).  Unterseite  ähnlich  samani ,  welche  dejeani  mit  indica  verbindet,  aber  mit  schwarzer  Basis  der 


cardui. 

japonica. 

kershawi. 

suffusa. 

elymi. 

indica. 

asakurae. 

buana. 


nubicola. 


pholoe. 

samani. 

dejeani. 


526 


VANESSA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Vflgl,  welche  das  Schrägband  auf  ein  mit  der  Oberseite  correspondierendes  schmales  gelbes  Feld  einengt.  Vflgl- 
Zelle  nahe  der  Basis  mit  einer  rötlichen  hufeisenförmigen  Figur  und  einem  deutlichen  blauen  Fleck  vor  dem 
Apex.  Hflgl  gelblic-h-grau  mit  verschwommenen  weisslichen  Figuren  und  undeutlichen  rotbraunen  und  blauen 
Ozellen.  Das  Hauptquartier  von  P.  dejeani  ist  der  Osten  Java’s  und  dort  besonders  das  Tengger-Gebirge.  In 
Java  frappierte  mich  das  Vorkommen  eines  so  pakearktisch  aussehenden  Schmetterlings  wie  dejeani  nicht  im 
Geringsten;  flogen  doch  die  Falter  in  einer  durchweg  europäischen  Umgebung  und  mit  Pyrameis  cardui  zu¬ 
sammen  auf  Kartoffeläckern  und  in,  mit  Bohnen,  Kohl  und  Salat  bepflanzten  Gemüsegärten.  Diese  Gemüse¬ 
felder  erstreckten  sich  über  ein  weites  Gebiet  und  bedeckten  fast  alle  Abhänge  und  Täler  der  mittleren  Region 
(von  4000 — 6000  Fuss)  des  Gebirges,  welches  bis  8000  Fuss  ansteigt.  Auf  einer  solchen  Höhe  herrscht  nun, 
trotz  der  Nähe  des  Aequators,  auch  in  den  Tropen  bereits  eine  höchst  angenehme  Temperatur,  welche  Nachts 
sogar  manchmal  auf  12°  G.  sinkt  und  den  Reisenden  zwingt,  sich  mit  warmen  Kleidern  und  Decken  zu  ver¬ 
sehen.  Es  ist  deshalb  auch  ganz  natürlich,  dass  ein  solches,  dem  europäischen  ähnliches  Klima  die  Entwicklung 
der  Pyrameis  begünstigt  und  deren  Ausbreitung  Vorschub  leistet.  In  West-Java  trifft  man  dejeani  schon 
spärlicher:  ich  begegnete  ihr  nur  gelegentlich  am  Plateau  von  Pengalengan  in  ca.  1200  m  Höhe  und  auch  am 
Tjicorai  auf  8000  Fuss  Höhe,  wo  die  Falter  in  den  seltenen  Stunden  klaren  Wetters  den  Gipfel  des  er- 
sambaluna.  loschenen  Vulkans  umkreisen,  sonst  aber  gerne  die  Blüten  des  Chinarindenbaums  umflattern.  —  sambaluna 
Frühst,  entfernt  sich  von  der  Java-Rasse  durch  in  der  Regel  dunklere  schmälere  und  manchmal  dicht  schwarz 
überstäubte  Medianbinde  der  Vflgl-Oberseite.  Das  ?  differiert  vom  cd,  wie  auch  bei  dejeani ,  durch  rundere 
Fliigelcontur,  reiner  weisse  und  lichter  gelbe  Zeichnung  der  Vflgl  und  fahler  lehmgelben  Intramediansaum  der 
Hflgl.  Auch  auf  dem  4 — 5000  Fuss  hohen  Plateau  von  Sambulun  in  Lombok  beobachtete  ich  Pyrameis  dejeani , 
welche  die  dort  leider  nur  zu  häufigen  und  opulenten  Urticaceen  umflattert,  auf  denen  auch  die  Rp  lebt. 
Diese  Lombok-Brennesseln  werden  1 — 2  m  hoch  und  sind  mit  so  langen  imd  scharfen  Gifthaaren  bewaffnet, 
dass  mich  selbst  meine  starke  Drill-Kleidung  nicht  schützen  konnte,  sodass  ich  bei  der  Jagd  auf  die  dejeani 
am  ganzen  Körper  empfindlich  verbrannt  wurde.  Einen  passionierten  Sammler  können  natürlich  solch  kleine 
Hindernisse  nicht  aufhalten,  und  so  gelang  es  mir  auch,  in  Lombok  eine  hübsche  Serie  von  dejeani  zu¬ 
sammen  zu  bringen. 

itea.  P.  itea  zerfällt  in  zwei  Ortsformen:  itea  F.  (117  d  und  e),  deren  $  und  cd,  abgesehen  von  der  Grösse, 

nur  durch  etwas  intensivere  Zeichnung  der  Unterseite  differiert  und  im  ganzen  südlichen  Australien  und  dem 
lucasi.  südlichen  Queensland  vorkommt  und  auch  auf  Neu-Seeland  übergeht.  —  lucasi  Misk.  ist  eine  mir  in  natura 
unbekannte,  von  Waterhouse  in  seinem  Katalog  australischer  Lepidopteren  aufgezählte  Form. 

P.  gonerilla  bewohnt  Neu-Seeland  und  wurde  durch  Dr.  Schauinsland  auf  den  Chatham-Inseln  entdeckt. 
gonerilla.  Es  sind  somit  zwei  Rassen  auszuscheiden:  gonerilla  F.  (117  d),  die  mir  nur  von  Neu-Seeland  vorliegt  und  in 
ida.  letzter  Zeit  nicht  mehr  nach  Europa  kommt,  und  ida  Alfken  (117  d),  von  ersterer  leicht  zu  separieren  durch 
das  verbreiterte  rote  Feld  der  Htlgl  und  die  buntere  Unterseite.  Chatham-Inseln,  ca.  500  Seemeilen  von  Neu- 
Seeland  entfernt.  Wegen  der  in  den  dortigen  Meeren  herrschenden  heftigen  Winde  ist  es  unmöglich,  dass  die 
Tiere  hinübergeflogen  sind  (?).  Auch  eine  Einschleppung  ist  nicht  wahrscheinlich.  Es  bleibt  also  nur  eine 
Annahme  übrig,  dass  die  Art  sich  allmählig  aus  der  P.  gonerilla  entwickelt  hat.  Es  ist  erwiesen,  dass  einst, 
eine  Verbindung  zwischen  Neu-Seeland  und  den  Chatham-Inseln  bestanden  hat,  vielleicht  sind  beide  einmal 
Teile  einer  grösseren  Insel  gewesen.  Diese  lässt  sich  z.  B.  dadurch  begründen,  dass  der  noch  jetzt  auf  Neu- 
Seeland  lebende  flügellose  Kiwi,  also  ein  Landtier,  sich  auf  den  Ghatham  Islands  subfossil  findet.  Zu  der 
Zeit,  als  die  Landbrücke  vorhanden  war,  als  also  beide  Inseln  eine  Landmasse  bildeten,  ist  P.  gonerilla  auch 
in  der  Gegend  der  heutigen  Chatam  Islands  geflogen.  Nachdem  in  Folge  geologischer  Umwälzungen  diese 
Inseln  abgetrennt  wurden,  hat  sich  gonerilla  in  den  Jahrtausenden  ganz  allmählig  anfangs  zu  einer  geringen 
Abänderung,  später  zu  ida  Alfk.  umgewandelt.  (Alfken). 

tameamea.  P.  tameamea  Eschsch.  (1 17  c),  eine  weitere  hochspecialisierte  insulare  Form,  deren  Heimat  ausschliesslich 

auf  die  grössten  der  hawaiischen  Inseln  beschränkt  ist.  Die  Unterseite  wird  charakterisiert  durch  einen  schönen 
basalen  wie  Patina  aussehenden  Anflug  und  markante  weisse  Medianflecken.  Das  Submarginalfeld  der  Htlgl 
erscheint  manchmal  rosenrot,  wie  auf  unserer  Figur,  manchmal  weisslich. 

20.  Gattung:  Vanessa  F. 

Die  weitverbreiteten  Species  dieses  Genus  wurzeln  ausnahmslos  im  palgearktischen  Gebiet,  dem  auch  die 
etwas  von  der  Form  abweichende  V.  canace  L.  angehört,  wenngleich  sie  sich  in  der  gesamten  orientalischen 
Region  findet  und  sogar  in  ganz  Macromalayana  vorkommt.  Im  Gegensatz  zu  Pyrameis  tritt  keine  Art  nach 
Australien  über.  Allen  Vanessen,  auch  den  nordamerikanischen,  sind  hochentwickelte  Klammerorgane  gemein¬ 
sam.  Der  Uncus  ist  bei  V.  io  zweiteilig,  eine  kleinere  oben  vertiefte  Lamelle  ist  in  einen  grösseren  Wulst 
eingeschoben.  Die  Valve,  namentlich  bei  den  amerikanischen  Mitgliedern,  kropfig  aufgeblasen,  manchmal 
dudelsackförmig.  Bei  io  trägt  sie  eine  hippopotamuszahnartige  Spitze. 


VANESSA.  Von  H.  Frui-istorfer. 


527 


V.  urticae  separiert  sich  auf  indischem  Boden  in  zwei  Höhenformen,  die  beide  unserm  kleinen  Fuchs  urticae 
recht  nahe  stehen  und  sehr  selten  nach  Europa  kommen,  sich  fast  nie  in  continentale  Sammlungen  verirren. 

—  rizana  Moore  von  nahezu  quadratischer  Flügelform,  führt  ein  grösseres  schwarzes  Basalfeld  der  IKlgl  als  rizana. 
die  deutsche  V.  urticae  L.,  sich  somit  mehr  der  nordjapanischen  connexa  Btlr.  und  der  habituell  grösseren 
chinensis  Leech  nähernd.  Selten  in  Sikkim  und  dort  nur  gelegentlich  von  Eingebornen  in  Native  Sikkim  ge¬ 
funden,  sonst  von  Kaschmir  bis  zum  Kumaon-Himalaya  von  9 — 17  000  Fuss  Höbe.  ladakensis  Moore  (117  e)]  ladakensis. 
von  der  wir  ein  ?  aus  Ladak  abbilden,  scheint  in  Tibet  beheimatet  zu  sein  und  wird  in  Sikkim  und  Nepal 
nur  an  der  tibetanischen  Grenze  gefunden.  Die  Type  stammt  aus  Ladak,  wo  die  Vanessa  auf  ca.  5000  m  vom 
Juni  bis  August  fliegt  und  nördlich  im  Karakorum  bis  nahezu  600C  m  ansteigt. 


V.  caschmirensis  (Bd.  1,  p.  203)  verteilt  sich  in  zwei  Arealformen  auf  die  Südabhänge  des  Himalaya. 


caschmir- 


Sie  differiert  von  den  wTfcae- Vikarianten  durch  schlankere  Flügelform  und  bedeutendere  Grösse.  —  caschmirensis  ensis 
Koll.  ist  häufiger  als  rizana  und  ladakensis.  Flugzeit  vom  Mai  bis  Oktober  uud  an  schönen  Tagen  aucli  im 
Winter.  Rp  auf  Nesseln.  Doherty  hat  festgestellt,  dass  die  Klammerorgane  von  jenen  der  urticae  rizana 
differieren.  Aus  der  Nordwestprovinz  in  sieben  Exemplaren  in  meiner  Sammlung.  Kaschmir.  Oberseite  mit 
breiten,  urticae- roten  Submarginalbinden.  —  aesis  subsp.  nov.  (Bd.  1,  Taf.  62 f.  und  IX,  Taf.  1 1 7  e)  ist  von  Simla  aesis. 
und  Mussorie  an  bis  Sikkim  verbreitet  und  wurde  von  mir  bei  Darjeeling  im  Mai  und  Juni  gefangen.  Nige- 
ville  aber  berichtet,  dass  aesis  dort  das  ganze  Jahr  über  und  von  700  bis  3500  m  Erhebung  vorkommt,  aesis 
ist  sofort  von  caschmirensis  zu  trennen  durch  die  vorherrschend  gelbliche  Submarginalzone  der  Oberseite,  die  häufig 
noch  über  und  über  schwarz  bestäubt  ist.  Auf  der  Unterseite  bleibt  die  distale  Partie  aller  Flügel  lichter  als  oben. 

V.  polychloros  wird  repräsentiert  durch  fervida  Stdfss.  (117  e),  einer  sehr  hellen  Form,  welche  auf  fervida. 
europäischem  Boden  ein  Analagon  findet  in  dilucida  Frühst.  (Bd.  1,  p.  204)  (Type  von  der  Wolga)  die  hier  zum 
ersten  Male  nach  indischen  Exemplaren  aus  Mardan  der  Nordwestprovinz  abgebildet  wird.  Mir  liegen  4  cTcf 
ein  ?  von  Offizieren  der  dortigen  Garnison  gesammelt  vor. 

V.  xanthomelas  hat  sich  leichthin  separiert  als  fervescens  Stich.  (117  e)  mir  aus  gleicher  Quelle  von  ^j-y^fns' 
Mardan  zugegangen  und  nach  einem  cP  von  dort  dargestellt.  Rp  auf  Celt.is  australis,  Pistachia  integerrima 
und  gelegentlich  auf  Weiden.  Falter  überall  selten,  gelegentlich  überwinternd,  dann  im  Februar  hervorkommend. 

Eine  frische  Brut  erscheint  im  März  und  April,  der  Schmetterling  umflattert  dann  gerne  Rhododendronblüten. 

Von  Kaschmir,  Kangra,  Simla  und  Masuri  von  Moore  erwähnt;  es  liegen  mir  mehrere  cP cP  aus  Mardan  der 
Nordwestprovinz  und  Kulu,  sowie  Kaschmir  vor. 

V.  antiopa  wurde  am  Chumbi-Pass  und  in  Bhutan  gelegentlich  gefunden  und  Elwes  hat  sogar  eine  antiopa. 
grössere  Anzahl  von  Exemplaren  von  Chumbi  oder  Bhutan  durch  seine  eingebornen  Jäger  empfangen,  die  im 
Juli  und  August  erbeutet  wurden  und  nach  Moore's  Figur  beurteilt,  vermutlich  der  kleinen  Rasse  yedanula  yedamila. 
Frühst,  angehören,  deren  Type  von  Siao-Lu  stammt  und  sich  durch  dicht  schwarz  überpuderten  gelben  Distal¬ 
saum  der  Oberseite  aller  Flügel  von  europäischen  Exemplaren  entfernt.  -  asopos  Frühst,  von  Japan,  ist  asopos. 
grösser  als  yedanula ,  weniger  dicht  bestäubt,  führt  aber  unterseits  analog  yedanula  einen  sehr  schmalen 
weissen  Terminalsaum,  während  die  Oberseite  sonst  mehr  der  nordamerikanischen  Territorialform  gleicht 
(=  obscura  Croocker,  grandis  Ehrm.) 

V.  canace  von  grosser  nordsüdlicher  Ausdehnungsfähigkeit,  neigt  zu  geographischer  Differenzierung. 

Es  lassen  sich  zwei  Haupttypen  aussondern,  jene  der  japanisch-philippinischen  Inselgruppe  mit  weissem  und 
jene  des  indisch-malayischen  Gebiets  mit  blauem  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Von  ersterer  Gruppe  sind  in  meiner 
Sammlung  drei  Inselrassen  vertreten;  no-japonica  Sieb.,  von  welcher  Bd.  1,  Taf.  63d  die  im  Text  (p.  206)  schon  no-japonica. 
erwähnte  unterseits  bunt  marmorierte  Form  mit  weiss  durchscheinendem  Fleck  der  Vflgl  abgebildet  ist.  Weitaus 
die  meisten  Exemplare  zeigen  aber  keine  weissliche  subapicale  Aufhellung  der  Vflgl,  besitzen  aber  noch  die 
rotbraune  Apicalpartie  beider  Flügelpaare.  Greiforgane  sehr  verschieden  von  jenen  der  übrigen  Vanessa ,  ein¬ 
facher;  Uncus  schmal,  spitz,  Valve  breit,  blasig  aufgetrieben  mit  zwei  langen  sich  kreuzenden  Dornen. 

Hauptinsel  Ilondo  von  Japan.  Exemplare  von  Sapporo  und  Nagasaki  liegen  mir  nicht  vor,  wenigstens 
nicht  unter  genauer  Flugortsangabe.  —  siphnos  subsp.  nov.  bewohnt  den  Liu-Kiu- Archipel.  Zu  ihr  zählen  siphnos. 
die  im  ersten  Band  erwähnten  unterseits  gleichmässig  grauschwarz  gefärbten  Exemplare  ohne  rotbraune 
Apicalpartie  der  Flügel.  ?  kleiner  als  Hondo-??,  das  Submarginalband  lichtblau  nur  mit  ganz  kleinen 
schwarzen  Pünktchen  besetzt.  Der  weisse  Fleck  der  Vflgl  zwar  sehr  breit,  aber  bereits  verschwommen, 
peripherisch  blau  beschattet.  Oshima,  drei  cdcF  ein  ?  in  meiner  Sammlung.  —  ishima  Frühst.  (Bd.  1,  p.  206,  ishima. 

Taf.  117  f)  führt  noch  dunkler  blau  umsäumten  Subapicalfleck  der  Vflgl  und  schmälere  sowie  kürzere  blaue 
Binden  der  Hflgl.  Ishigakishima,  die  südlichste  der  Liu-Kiu-Inseln.  —  benguetana  Semp.,  steht  nach  der  benguetana. 
Abbildung  ihres  Autors  der  no-japonica  sehr  nahe,  trägt  sogar  noch  ausgedehntere  weisse  Fleckung  und 
Bänderung  der  Oberseite  und  ebenso  kräftige  schwarze  Punkte  im  Submarginalstreifen  der  Hflgl  wie  mein 
hellstes  und  unterseits  am  schönsten  marmoriertes  Hondo-?.  Bisher  nur  von  Nordwest-Luzon  bekannt,  Flug¬ 
zeit  Juli-August  aus  ca.  1200  m  Höhe.  Type  vom  gleichnamigen  Berge.  —  Mit  drilon  Frühst,  beginnt  die  Serie  der  drilon. 
blaubindigen  Unterarten.  Im  Gegensatz  zu  no-japonica  verkleinert  sich  auch  die  weisse  Apicalpunktierung  der 


528 


POLYGONIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


charonides. 

charonia. 

canace. 

haronica. 


perakana. 

battakana. 

javanica. 


maniliana. 


c-aureum. 

l-album. 

cognata. 

agnicula. 


Vflgl  und  das  ?  differiert  kaum  vom  cf,  aber  beide  führen  ausgedehntere  weniger  scharf  begrenzte  Submar¬ 
ginalbinden  der  Hflgl.  Die  Unterseite  zeigt  ausgedehntere  schwarze  Felder  als  no-japonica,  aber  ist  dennoch 
nicht  so  monoton  düster  schwarzgrau  gestrichelt  wie  siphnos  von  Okinawa.  Auf  Formosa  von  4 — 6000  Fuss 
Höhe  im  centralen  Gebirge  bei  Chip-Chip  am  Drachen-  und  Le-hiku-See  nicht  sehr  selten.  Von  H.  Sauter  ent¬ 
deckt.  —  charonides  Stich.  (Bd.  1,  p.  206,  Taf.  63  c)  von  Amur  und  Ussuri  beschrieben,  scheint  auf  dem  Continent 
bis  West-China  verbreitet  zu  sein,  denn  sechs  mir  aus  Setchuan  (Siao-Lu,  Tien-tsuen)  vorliegende  cfcf  har¬ 
monieren  mit  der  citierten  Abbildung.  Nach  Leech  80-  -90  mm  Spannweite  erreichend,  sich  auf  nasse  Stellen 
am  Wege  setzend  und  auch  gerne  vom  ausfliessenden  Safte  des  wilden  Kirschbaumes  nippend.  Exemplare 
von  Korea  sollen  sich  mehr  der  no-japonica  als  der  charonides  nähern.  —  charonia  Brury  (nicht  Donovan  wie 
Bd.  1,  p.  206  steht)  aus  dem  südlichen  China  und  Hongkong,  beobachtete  ich  als  grosse  Seltenheit  in  Tonkin,  Juni 
bis  August  und  Annam  (November,  Dezember).  Die  ??  fallen  auf  durch  eine  korkzieherartig  geschlängelte 
blaue  Submarginalbinde  der  Vflgl.  In  Hongkong  liebt  es  charonia,  sich  gerne  auf  heisse  Steine  und  auf  Baum¬ 
stämme  zu  setzen,  ist  scheu  und  ein  kräftiger  Flieger.  Rp  auf  Smilax,  gesellig  im  Dezember.  Nach  Holland 
sehr  selten  auf  Hainan.  —  Unter  dem  Namen  canace  L.  (Bd.  1,  p.  205)  werden  die  vermutlich  differenzierten 
Formen  Continental-Jndiens  zusammengefasst,  wo  der  Falter  von  Kaschmir  an  bis  Birma  vorkommt  und  auch 
aus  den  Nilgiris  und  anderen  Teilen  Süd-Indiens  gemeldet  wird.  Nach  Doherty  steigt  canace  im  Kumaon- 
Himalaya  von  800  bis  2500  m  empor.  In  Sikkim  ist  canace  ziemlich  selten,  nur  während  der  warmen  Jahres¬ 
zeit  bis  etwa  6000  Fuss  anzutreffen,  ln  Birma  wurde  sie  von  Oktober  bis  Februar  beobachtet.  —  haronica 
Moore ,  (1 17  f)  kenntlich  an  der  mit  dem  Transcellularfleck  zusammenfliessenden  breiten  blauen  Binde  der  Vflgl  und 
zierlichen  subterminalen  Blaupunkten  der  Hflgl,  sowie  der  auf  den  Vflgl  distal  durchweg  lichtbraunen  Unter¬ 
seite,  beobachtete  ich  auf  Ceylon  auf  Höhen  von  2000 — 6000  Fuss,  wo  die  Falter  auf  Baumstämmen  mit  zu¬ 
sammengelegten  Flügeln  sassen  und  noch  spät  am  Nachmittag  im  düstern  Walde  flogen.  Bp  hellrot,  schwarz 
punktiert,  die  einzelnen  Segmente  durch  einen  purpurnen  Gürtel  getrennt,  jedes  mit  8  Reihen  gelb  verzweigter 
Dornen.  Kopf  und  Fiisse  schwarz.  Auf  Smilax.  Pp  rotbraun,  Abdominal-Segmente  mit  zwei  dorsalen  Reihen 
kleiner  rötlich  punktierter  Tuberkeln.  Kopf  mit  zwei  langen  nach  innen  gebogenen  Spitzen.  Falter  das  ganze 
Jahr  über  fliegend.  —  perakana  Bist,  gleicht  etwas  der  javanica  (117  f),  doch  zeigt  sie  breiteren  blauen  Trans¬ 
cellularfleck  der  Vflgl  und  ist  unterseits  ausgedehnt  und  lebhaft  braungelb  marmoriert.  Malayische  Halbinsel, 
selten  in  den  Sammlungen;  das  cf  blieb  ihrem  Autor  unbekannt.  —  battakana  Nicev.  hat  ein  breiteres  blaues 
Band  der  Oberseite  der  Hflgl  und  eine  viel  schmälere  blaue  Zone  der  Vflgl  als  die  javanische  Vikariante. 
Selten,  Dr.  Martin  hat  in  ca.  12  Jahren  nur  8  oder  10  Exemplare  empfangen.  Flugzeit  Mai  und  Dezember,  nur 
auf  der  Hochebene.  Dr.  Hagen  fand  sie  am  Berg  Kaba  in  Südwest- Sumatra.  -  javanica  subsp.  nov.  (117  f) 
eine  sehr  beständige  Rasse,  die  mir  in  drei  cfcf  vier  ??  von  West-Java  vorliegt.  Vflgl-Binde  ausgedehnter  als 
bei  battakana,  deren  Componenten  nicht  so  isoliert,  aber  auch  nicht  mit  dem  Zellfleck  vereinigt  sind,  wie  bei 
der  Borneo-Form.  ?  nur  wenig  grösser  als  das  cf,  der  Apex  der  Hflgl-Zelle  leichthin  blau  überstäubt.  Im 
Osten  Javas  tritt  eine  bereits  etwas  veränderte,  lichter  und  reicher  blau  dekorierte  Ortsrasse  in  Erscheinung, 
die  auf  den  Hllgln  einen  ausgedehnten  blauen  Subterminalschmuck  trägt.  Die  Falter  gehen  von  etwa  500  bis 
1000  m  hinauf  und  ich  konnte  sie  durch  aufgehängte  Bananenfrüchte  anlocken.  Sie  sind  sehr  scheu,  fallen 
nur  zur  Beute,  wenn  man  sich  vorsichtig  nähert,  fliegen  sonst  mit  raschen  Stössen  davon,  kehren  aber  mit 
Hartnäckigkeit  wieder  zu  ihren  Näschereien  zurück.  —  maniliana  subsp.  nov.  stammt  aus  dem  Sultanat  Brunei 
in  Nord-Borneo  und  gleicht  am  meisten  der  perakana  Bist.,  von  der  sie  in  beiden  Geschlechtern  zu  differen¬ 
zieren  ist  durch  das  sehr  breite  lichtblaue  mit  dem  Zellfleck  vereinigte  Band  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler 
als  bei  den  übrigen  makromalayischen  Formen.  ??  anscheinend  häufiger  als  der  cf,  oder  leichter  zu  erbeuten. 

21.  Gattung:  JPolygonia  Hbn. 

Von  dieser  durch  den  scharf  vorspringenden  Apex  der  Vflgl,  äusserlich  von  Vanessa  geschiedenen 
Artengruppe,  treten  zwei  der  häufigsten  Arten  in  das  tropische  Gebiet  über. 

P.  c-aureum  L.  (Bd.  1,  p.  207,  Taf.  64  b)  in  einer  schönen  grossen  Form  in  Formosa,  im  Centralgebirge, 
(Le-hiku-See,  Chip-Chip,  Polisha  im  Juli  und  August)  nicht  sehr  selten.  Von  mir  auch  in  Nord-  und  Mittel- 
Tonkin,  Juni  bis  August  auf  ca  300 — 800  m  Höhe  gesammelt.  Ganz  gleiche  Stücke  sind  auch  aus  dem  ge¬ 
birgigen  West-China,  Futschau  und  Japan  in  meiner  Sammlung. 

P.  l-album  Esp.  (Bd.  1,  p.  206,  Taf.  63  d)  dringt  bei  Chitral  und  Kaschmir  ins  indische  Gebiet  ein. 
Moore  und  Bingham  lassen  die  Art  unter  dem  Namen  V.  v-album  Benis  circulieren.  Selten,  nur  wenige 
Exemplare  bekannt,  davon  zwei  aus  Gulmurg,  Kaschmir. 

P.  c-album  verteilt  sich  in  zwei  Formen  im  nordwestlichen  Himalaya.  Die  häufigste  ist  cognata  Moore 
(117  f),  bereits  (Bd.  1,  p.  208)  besprochen  und  mir  aus  der  Umgebung  von  Mardan  in  8  cfcf  3  ??  vorliegend, 
die  in  der  Ausdehnung  der  dunklen  Binden  der  Hfl  gl -Oberseite  etwas  variieren.  Stets  ist  aber  ein  completter 
gelber  Submarginalstreifen  vorhanden  der  bei  agnicula  Moore  (117  f)  auf  einige  gelbe  Punkte  in  einem  braunem 
Randgebiet  reduziert  wird.  Aus  Kaschmir  und  Kulu  besitze  ich  dann  Exemplare,  die  kaum  von  europäischen 


Ausgegeben  20.  IV.  1912. 


ARASCHNIA;  SYMBRENTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


529 


P.  c-album  L.  zu  trennen  sind,  und  die  auch  Moore  bereits  bekannt  waren.  Die  dunklere  tibetana  Elw.  findet 
sich  auch  in  Native  Sikkim,  Chumbi  und  Bhutan,  ferner  in  Nepal  und  im  Kumaon-Himalaya.  Die  sehr  seltenen 
Exemplare  aus  dem  Gebirge  Formosa’s,  wie  sie  mir  vom  Lehiku-See,  aus  ca.  1200  m  Höhe,  Flugzeit  Juli 
August,  vorliegen,  gehören  zu  lunigera  Btlr ■  (Bd.  1,  p.  208). 

P.  egea  wurde  erst  neuerdings  an  der  Chi tral- Afghanistan-Grenze  entdeckt  und  wird  von  Bingham 
als  interposüa  Stgr.  (Bd.  1,  p.  209)  citiert.  Sie  ist  als  von  egea  abweichend  durch  dunklere  Schatten  der 
beiden  Oberflächen  der  Flügel  beschrieben. 

22.  Gattung:  Araselmia  Rhu. 

Dieses  artenarme  Genus  entsendet  nur  einen  Ausläufer  nach  Assam.  An  ihr  hat  Geyer  die  so  interessante 
Endeckung  der  verschiedenen  Generationen  gemacht.  Von  Vanessa  ist  Araschnia  geschieden  durch  die  Ab¬ 
zweigung  nur  eines  Subcostalastes  der  Vflgl.  Augen  behaart.  Im  neotropischen  Gebiet  hat  Araschnia 
Verwandte  in  Coatlantona.  Bei  den  d'd'  fliesst  manchmal  der  erste  Subcostalast  mit  der  Costa  zusammen 
und  ist  gelegentlich  auch  mit  dem  2.  Ast  verwachsen. 

A.  prorsoides  (Bd.  1,  p.  210,  Taf.  64  f)  erscheint  als  dohertyi  Moore  in  Man i pur  und  auf  den  Naga-Hills, 
wo  sie  Doherty  auf  6 — 8000  Fuss  im  August  und  September  1889  entdeckte.  Rp  auf  Nesseln;  der  Falter 
häufig  auf  offenen  Plätzen  nahe  kleinen  Wasserläufen.  Das  Discalband  der  Oberseite  aller  Flügel  ist  weiss 
statt  ockergelb  und  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  nur  als  feine  rotgelbe  Linie  vorhanden. 

23.  Gattung:  Symbrentliia  Hbn.  (=  Laogona  Bsd). 

Von  Araschnia  abweichend  durch  zwei  Subcostaläste  vor  dem  Zellende,  und  eine  mehr  conkav  ausge¬ 
bogene  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl.  Die  Hflgl  dagegen  völlig  damit  übereinstimmend.  Beim  ?  stehen 
entsprechend  der  runderen  Flügelform  alle  Adern  nahe  dem  Costalrand  weiter  getrennt  und  die  vordere 
Discocellulare  ist  infolgedessen  länger,  leichter  zu  erkennen  und  nicht  so  verkürzt  wie  beim  cf.  Greiforgane 
von  einfacher  Bildung;  Uncus  normal,  schlank,  distal  leicht  gekrümmt.  Valve  noch  im  Connex  mit 
jener  der  Vanessiden,  muldenförmig,  zart  behaart,  ventral  conkav  mit  plötzlich  abgesetzter,  scharfer,  chitini- 
sierter  stark  nach  unten  gekrümmter  Spitze.  Scaphium  schwach  ausgebildet,  hautartig.  Penis  lang,  unge¬ 
wöhnlich  spitz.  Saccus  schlank.  Rp  auf  verschiedenen  Urticaceen,  ähnlich  jener  der  Gattung  Junonia,  sowie 
Vanessa  caschmirensis  Koll.,  Pp  absolut  vanessoid.  Imago,  mehr  auf  den  Vorbergen  als  in  der  Ebene,  doch 
im  Himalaya  manchmal  bis  8000  Fuss  hinaufsteigend.  Alle  Arten  separieren  sich  schon  auf  kurze  Distanzen 
in  Areal-  und  Inselrassen,  da  wo  die  Jahreszeiten  klimatische  Verschiedenheiten  im  Gefolge  haben,  auch  in 
Sommer-  und  Winter-Generationen  und  im  malayischen  Archipel  noch  in  Tal-  sowie  Höhenformen.  Auf  einigen 
Inselgruppen  ist  dann  noch  sexueller  Di-  und  selbst  Tri chromismus  bemerklich.  Mehrere  Species  sind 
lokal,  auf  bestimmte  Kettenglieder  des  Himalaya  beschränkt,  andere  rein  makromalayisch  und  die  häufigste 
Art  von  gewaltiger  ostwestlicher  Ausdehnung,  von  Nord-Indien  bis  Neu-Guinea  vorkommend.  Auffallenderweise 
fehlt  jedoch  die  Gattung  im  südlichen  Indien  und  auf  Ceylon.  Erstaunlich  ist  der  Reichtum  von  Celebes  mit 
drei  endemischen  und  einer  ubiquistischen  Species.  Die  Fluggewohnheiten  hat  Hagen  treffend  charakterisiert: 
Lebhafte,  durchweg  rasch,  stossweise  fliegende  Falter,  die  jedoch,  wenn  nicht  gerade  nötig,  von  ihrer  Flug¬ 
kunst  keinen  Gebrauch  machen.  Am  liebsten  sitzen  sie  still  und  ruhig,  mit  geschlossenen  Flügeln,  aber  alle¬ 
zeit  flugbereit,  auf  sonnigen  umbuschten  Waldwegen,  feuchte  Stellen  und  Kot  mit  Vorliebe  und  Ausdauer  be- 
saugencl.  Aufgescheucht  gehen  sie  nur  so  weit  als  es  für  ihre  Sicherheit  nötig  ist  und  dann  kehren  sie  nach 
einigen  Hin-  und  Herfahrten  wieder  an  den  alten  Platz  zurück. 

S.  hippoclus  tritt  als  lucina  Gr.  (Bd.  1,  p.  211)  auf  palmarktisches  Gebiet  über,  geht  nordwärts  bis 
J-tschang  und  ist  nach  Leech,  der  sie  aus  Versehen  als  astliala ,  Taf.  24  seines  Prachtwerkes  abbildete,  in 
West-China  nirgends  selten.  Auf  Hongkong  ist  die  Unterart,  die  sich  durch  ihre  Grösse  vor  solchen  aus  Continental- 
Indien  ausgezeichnet,  vom  Dezember  bis  Mai  nicht  selten  Die  erste  Brut  erscheint  im  Februar,  an  sonnigen  Weg¬ 
rändern  sich  mit  ausgebreiteten  Flügeln  etwa  10  Fuss  über  dem  Boden  auf  Blätter  und  Zweige  niederlassend. 
Für  die  indische  Form  ist  khasiana  Moore  der  älteste  Name,  zugleich  die  Regenzeitform  umschreibend,  die 
im  Bd.  1,  Taf.  64  von  Stichel  irrtümlich  als  lucina  bezeichnet  wurde.  —  daruca  Moore  ist  auf  bleichere 
Exemplare  der  Trockenzeit  begründet,  deren  ??  besonders  auffallen  durch  schmale  peripherisch  rötliche,  schwarze 
Bänderung  der  Oberseite,  auf  der  sich  namentlich  auf  den  Hflgln  die  Subbasal-  und  Submarginalbinde  zu  Un¬ 
gunsten  der  schwarzen  Streifen  ausdehnen.  Die  Unterseite  ist  fahler  gelb  und  die  rotbraune  Marmorierung 
reduziert,  daruka  erreicht  ihre  vollkommenste  Ausbildung  in  Sikkim:  etwas  weniger  prägnante  Stücke  besitze 
ich  auch  aus  Assam,  Tonkin,  (August — September)  Annam  (Februar)  und  Siam  (Januar).  Rp  im  ersten  Band 
beschrieben,  ähnlich  jener  von  Vanessa  caschmirensis  Koll:  Pp  prächtig  auf  dem  Thorax  goldgeschmückt,  auf 
Girardinia  heterophylla  Dcne.,  auch  Debregasia  bicolor,  stets  gesellig;  Falter  überall  häufig,  bis  zu  6000  Fuss 

IX  67 


tibetana. 

lunigera. 

egea. 


prorsoides. 

dohertyi. 


hippoclus. 


khasiana 

daruca. 


530 


SYMBRENTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


formosanus. 

thimo. 

galepsus. 

anna. 

philippensis. 

semperi. 

spercheius. 

dissoluta. 

jolonus. 

aritus. 

martus. 


lucianus. 

violetta. 

sumatranus. 

niasicus. 

batunensis. 


vom  Nordwest-  und  Kumaon-Himalaya  bis  Birma,  südlich  aber  nicht  über  die  westlichen  und  östlichen  Ghats 
in  der  Breite  von  Vizagapatam  hinaus  vordringend.  —  formosanus  Frühst.  (121  e)  hat  im  männlichen  Geschlecht 
weitaus  die  breitesten  schwarzen  Binden  von  allen  Vikarianten  und  auch  beim  ?  sind  die  gelbbraunen  Streifen 
der  Hflgl  fast  um  die  Hälfte  schmäler  als  beim  lucina  Cr. -¥  von  China.  Vom  April  bis  August  von  Taihanroku 
an  der  Südspitze  bis  zu  4000  Fuss  im  Gebirge  von  Formosa.  Nicht  selten.  —  Mit  thimo  Frühst,  beginnt 
eine  Serie  von  interessanten  Inselformen  der  Philippinen,  deren  Deutung  Semper  und  Staudinger  noch  viele 
Schwierigkeiten  verursacht  hat,  was  in  der  Hauptsache  in  den  recht  verschiedenen  Zeitformen,  unter  welchen 
die  Kollektivspecies  dort  erscheint,  begründet  sein  mag.  Das  d  der  Luzon-Rasse  nähert  sich  mehr  den 
continentalindisehen  Formen,  insbesondere  daruka  Moore ,  durch  die  ausgedehnteren  gelben  Subapical-  und 
Subbasalmakel  der  Vflgl,  wodurch  es  von  spercheius  und  philippensis  sofort  zu  trennen  ist.  Luzon.  —  galepsus 
Frühst,  d:  Die  Verbreiterung  aller  schwarzen  Binden  bedingt  bei  der  Mindoro-Form  eine  weitere  Einschränkung 
aller  gelblichweissen  Zeichnungen.  Die  Unterseite  erscheint  reicher  violett  und  schwarz  dekoriert  als  bei  der 
vorigen.  Mindoro.  —  anna  Semp.  mit  der  Type  von  den  Gamotes-Inseln  (zwischen  Cebu  und  Leyte),  von 
ihrem  Autor  jedoch  aus  Bohol  abgebildet,  hat  nach  Sempers  Figur  beurteilt,  ein  oberseits  breit  schwarz  und 
schmal  rotgelb  gebändertes  ¥  der  Regenzeitform  und  nach  Angaben  Semper’s  und  seiner  Figur  8  auf  Tafel  21 
des  Philippinenwerkes  ausserdem  noch  ein  der  regenarmen  Periode  angehöriges  ?  mit  sehr  verbreiterten, 
peripherisch  gelb  aufgehellten  Binden.  Solche  Stücke  fand  ich  auch  in  der  Sammlung  Semper  am  Senckenberg- 
ischen  Museum  vor  und  nannte  sie  bereits  1899  ¥- forma  philippensis  Frühst.  —  Die  schöne  dunkle  grosse  Form 
von  Mindanao  kann  als  semperi  Moore  (nom.  und.)  gelten.  Ihr  gehören  weitaus  die  grössten  Exemplare  mit 
peripherisch  noch  reicher  gelb  als  Bohol-?  umgrenzte  ¥¥-Exemplare  an.  —  Bei  spercheius  Frühst,  differiert 
das  d  von  semperi  Moore  (=  lucina  Semp.,  Schmelt.  Phil.  Taf.  21,  Fig.  7,  d  nec.  ?)  durch  schmälere  Sub¬ 
apical-  und  viel  breitere  schwarze  Hllgl-Binden.  ?  habituell  grösser  als  philippensis -?,  alle  hellen  Binden  be¬ 
deutend  schmäler,  aber  etwas  breiter  als  bei  anna  Semp.  von  Bohol,  von  Typen  in  meiner  Sammlung.  Bazilan, 
Februar,  März  von  W.  Doherty  gesammelt.  —  dissoluta  Stgr.*),  zuerst  irrtümlich  als  hypatia-WMevaxi  aufgestellt, 
hat  nach  Staudinger’s  Angaben  fast  rein  weiss  gebänderte  der  javanus  forma  hippocla  Hhn.  genäherte  ??.  Diese 
Rasse  scheint  sehr  individuenarm  oder  an  eine  bestimmte  Zeit  gebunden  zu  sein,  denn  Doherty  fing  nicht  ein 
Exemplar,  als  er  im  Januar  1898  dort  tätig  war.  Palawan.  —  jolonus  subsp.  nov.  führt  nach  dem  Material 
in  Semper’s  Sammlung  fast  doppelt  so  breite  an  den  Rändern  nicht  eingekerbte  schwarze  Binden  als  dissoluta 
aus  Palawan  und  nach  den  dd  in  der  Sammlung  Staudinger  beurteilt,  sind  jolonus -??  bunter  als  Borneo-??, 
deutlich  den  Uebergang  bildend  zu  den  reicher  gezeichneten  ??  der  Philippinen.  Jolo  im  Sulu-Archipel.  — 
aritus  subsp.  nov.  hinwiederum  vermittelt  die  Transition  von  der  Jolo-Rasse  zu  dissoluta  aus  Palawan  und 
differiert  von  beiden  durch  ungewöhnlich  kleine  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Inseln  an  der  Nordspitze  von 
Palawan,  durch  den  Malayen  Angara  gesammelt.  Type  in  Koll.  Semper.  —  marius  Frühst.  Borneo-Exemplare 
sind  grösser  als  Javanen  und  bilden  eine  dunklere  Rasse.  Die  schwarzen  Bänder  auf  Kosten  der  rotbraunen 
Grundfärbung  verbreitert  aber  schmäler  als  bei  violetta  Hag.  von  Sumatra.  Unterseits  ist  die  Grundfärbung 
heller  als  bei  violetta ,  dunkler  als  bei  hippocla ,  sodass  marius  ein  Zwischenglied  formt.  Das  marius -?  aus  dem 
Tieflande  von  Borneo  steht  dem  ?  aus  dem  Flachlande  von  Sumatra  sehr  nahe,  hat  aber  vielmehr  zerfetzte 
d.  h.  tiefer  eingeschnittene  oder  stärker  gezähnte,  schwarze  Flügelbinden.  Die  rotbraunen  Regionen  sind  mehr 
eingeschränkt.  Aehnlich  verhalten  sich  die  alpinen  Formen  beider  Länder.  Sumatra-Exemplare  sind  grösser, 
dunkler,  mit  breiter  schwarzen  und  geradlinigeren  Binden  belegt.  Nord-Borneo,  Tiefland,  (Type)  Südost-Borneo, 
Amuntai.  —  lucianus  Frühst,  von  der  Malayischen  Halbinsel,  nähert  sich  etwas  daruka  Moore ,  wie  sie 
in  Siam  auftritt,  und  bildet  ein  Verbindungsglied  zu  den  übrigen  makromalayischen  Rassen.  Die. gelben  Binden 
etwas  ausgedehnter  als  bei  sumatranisehen  Exemplaren.  —  violetta  Hag.  ist  auf  unterseits  lebhaft  violett  ge¬ 
zeichnete  und  etwas  grössere  Stücke  der  Battakberge  von  Sumatra  gegründet,  wie  sie  auch  häufig  auf  den 
Padang’schen  Bovenlanden  in  West-Sumatra  auftreten.  —  sumatranus  subsp.  nov.  soll  die  Form  der  tieferen 
Region  bezeichnen,  deren  ??  etwa  dem  ?  von  khasiana  Moore-j-  gleichen  und  von  violetta -??  differieren  durch 
ausgedehntere  gelbe  Subapic-albinde  der  Vflgl  und  auch  sonst  durch  Vorherrschen  der  gelben  Bänderung.  Rp 
auf  Rameh,  einer  Urticacee,  immer  5  bis  6  zusammen  in  einem  mit  Seidenfäden  zusammengezogenen  Blatte. 
Pp  ähnlich  jener  von  Van.  urticae.  Rp  gemein  im  November,  Dezember.  Weisse  ??,-  wie  sie  auf  Java  Vor¬ 
kommen,  wurden  in  Sumatra  nicht  beobachtet.  Im  Fluge  sind  sie  gelben  Neptis  zwar  ähnlich,  aber  von 
rascheren  Bewegungen,  so  dass  man  ihnen  fast  kaum  mit  den  Augen  folgen  kann.  (Martin).  —  niasicus  Moore 
(1899)  (=  niasicus  Frühst.  1900).  Die  dd  sind  etwas  dunkler  als  Javanen,  breiter  schwarz  gebändert,  wo¬ 
durch  die  orangen  Binden  etwas  eingeengt  werden.  Sämtliche  schwarzen  Bänder  sind  allseits  stark  angefressen, 
wodurch  die  Niasfalter  ein  eigentümliches  Aussehen  bekommen,  welches  sich  leichter  erkennen  als  beschreiben 
lässt,  ln  3  von  4  ??  hängt  die  schwarze  Medianbinde  der  Vflgl  nicht  mit  dem  Costalsaum  zusammen.  — 
batunensis  subsp.  nov.  gleicht  mehr  den  wo/e^a-Exemplaren  aus  West-Sumatra,  als  der  Nias-Schwester.  Vor 
allem  sind  alle  rötlichen  Binden  und  der  keulenförmige  Fleck  in  der  Zelle  wesentlich  verbreitert.  Unterseite 
mehr  verwaschen  als  bei  niasicus ,  entfernt  nicht  so  satt  rotbraun  wie  bei  violetta.  Batu-Inseln.  Von  Mentawej 


*)  Ob  dissoluta  zu  hippoclus  oder  hypatia  gehört,  ist  noch  zweifelhaft,  weil  Staudinger  die  drei  makromalayischen 
Species  nicht  unterscheiden  honnte. 


SYMBRENTH I A.  Von  IJ.  Fruhstorfer. 


531 


und  Engano  ist  keine  Symbrenthia  bekannt.  —  javanus  Stgr.  ist  eine  kleine  zierliche  Form,  die  Hfn.xm  bereits  javanus. 
kannte  und  deren  alpines  ?  er  zuerst  abbildete,  weshalb  dafür  der  Name  hippocla  Hbn.  eintrelen  kann.  Von  hippocla. 
der  Ebene  bis  zu  etwa  600  m  hinauf  kommen  nur  ??  vor  mit  cf-ähnlicher  gelber  Bänderung.  .Mir  liegen  .jetzt 
solche  gelbe  ??  nur  aus  dem  Zuidergebergde,  Ost-Java,  vor,  so  dass  ich  gar  nicht  mehr  feststellen  kann,  ob 
west-javanische  gelbe  ??  von  östlichen  ??  abweichen.  Jedenfalls  ist  das  weisse  ?,  das  Godart  auch  beschrieb, 
sowohl  im  Osten  wie  im  Westen  der  Insel  von  ca.  800  m  Höhe  an  überall  häufig.  Ost-javanische  läppocla-'ZI 
zeigen  noch  etwas  breitere  weisse  Bänderung  als  solche  vom  Vulkan  Gede,  auch  sind  sie  stets  etwas  kleiner. 

—  balinus  Frühst,  schliesst  sich  eng  an  die  ost-javanische  Form  an;  cf  jedoch  mit  etwas  ausgedehnterer  Gelb-  balinus. 
fleckung,  ?  kleiner,  mit  bedeutend  reduzierten  weissen  Transcellularmakeln  der  Vflgl  und  unterseits,  wie  auch 
die  cf  cf,  bunter  als  f/<mwms-Exemplare  aus  dem  Tengger-Gebirge  in  Ost-Java.  Insel  Bali.  Von  Bawean  habe 
ich  keine  Symbrenthia  empfangen,  auch  erwähnt  sie  Snellen  nicht  von  Kangean.  lombokensis  F ruhst,  er-  lombokensis. 
scheint  in  zwei  Zeitformen;  bei  cf  cf  der  Trockenzeit  verschmilzt  die  gelbe  Medianbinde  der  Vflgl  mit  dem 
Zellfleck;  deren  ??  gemahnen  an  hippocla -??  von  Java  und  zeigen,  wie  diese,  weisse  Bänder,  welche  peripherisch 
nicht  rötlich  begrenzt  sind.  Unterseite  aussen  gelblich  angeflogen,  sonst  vorherrschend  weiss.  cfcf  der  Regen¬ 
zeit  ähneln  gewöhnlichen  javanischen  cfcf,  deren  ??  dagegen  führen  schmälere  rötlich  umzogene  Binden,  die 
unterseits  ausgedehnt  braunviolett  marmoriert  sind.  —  illustrata  form.  nov.  Von  der  Küste  tEkas,  Mai)  bis  illustrata. 
zum  Plateau  von  Sambulun  auf  4000  Fuss,  dort  am  Ufer  von  kleinen  Waldbächen,  die  das  blumenreiche 
Hochland  durchrieseln.  —  sumbawensis  Frühst.  (121  e).  cf:  Die  schwarzen  Binden  der  Vflgl  hängen  zusammen  sumbawensis 
und  sind  breiter  als  bei  Javanern  Das  ?  ist  weiss,  unterseits  nur  weisslich  violett  mit  braunen  Zeichnungen, 
aber  ohne  den  gelblichen  Flügelau ssenteil.  welcher  die  weissen  Java-??  kennzeichnet.  Sumbawa.  Alle  bisher 
bekannten  mikromalayischen  hippoclus  Spaltzweige  haben  demnach  ausschliesslich  weisse  ??.  Für  die  Süd- 
Celebesfonn  von  hippoclus ,  welche  auf  dieser  Insel,  gleich  fast  allen  andern  Arten,  eine  gigantische  Gestalt 
annimmt  und  umfangreichere  Binden  als  ihre  Verwandten  aus  Indien  und  den  Sunda-Inseln  aufweist,  sowie 
einen  breiteren  mit  der  Medianbinde  zusammenfliessenden  Costalfleck  der  Hflgl  hat  und  deshalb  einen  besonderen 
Namen  verdient,  schrieb  ich  die  Benennung  confluens  Frühst.  —  Die  hippoclus- Rasse  aus  dem  Tiefland  von  confluens. 
Nord-Celebes  differiert  von  confluens  Frühst,  der  Berge  von  Siid-Celebes  durch  das  geringere  Flügehnass,  die 
schmäleren  und  stärker  eingeschnürten  schwarzen  Binden  und  ist  als  clausus  Frühst,  beschrieben.  Der  rot-  clausus. 
braune  Subapicalfleck  der  Vflgl  breiter  als  bei  confluens  und  verschmälert  sich  kaum  nach  oben.  Die  Flügel¬ 
unterseite  bleibt  dunkler,  mit  schärferen,  braunen  Netzzeichnungen.  Menado,  Nord-Celebes,  sehr  ähnlich  auch  auf 
Bangkai.  —  centho  Frühst .,  die  sich  durch  ausserordentlich  breite,  schwarze  Flügelbinden  auszeichnet,  welche  centho. 
die  rotbraune  Grundfärbung  stark  verringern  und  namentlich  auch  die  Hflgl  von  allen  Seiten  umsäumen,  be¬ 
wohnt  die  Sula-Inseln.  Die  rotbraune  Subanalbinde  der  Vflgl  ist  sehr  viel  schmäler  als  bei  den  Nord-Celebes¬ 
stücken  und  besteht  aus  zwei  isolierten  Flecken.  Die  Flügelunterseite  erscheint  reichlich  dunkler  als  bei 
clausus  und  confluens  von  Nord-  und  Siid-Celebes  Sula  Mangoli.  —  obianus  Frühst.  Das  cf  differiert  von  obianus. 

Exemplaren  aus  Batjan,  Buru  und  Amboina  durch  die  stark  reduzierte,  schwarze  Bänderung  auf  der  Flügel¬ 
oberseite  und  das  dadurch  bedingte  Vorherrschen  der  rotbraunen  Grundfarbe,  welche  namentlich  die  schräge 
Binde  in  der  Flügelmitte  ganz  zersetzt  hat,  sodass  sie  zwischen  der  vorderen  und  mittleren  Mediana  bereits 
unterbrochen  ist.  Die  gelbrote  oder  rötlichbraune  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  fast  doppelt  so  breit  als  bei 
hippoclus  von  Amboina.  Die  Unterseite  der  Figl  heller,  dünner  gebändert.  Der  subanale  Fleck  schmäler  und 
lichter  blau  und  die  postdiscalen,  submarginalen  Keilflecke  sind  hell  violett,  viel  breiter  als  bei  Exemplaren 
von  Batjan  und  Buru,  welche  dunkle,  blauviolette  Keilflecke  besitzen.  Exemplare  aus  Obi  sind  mit  25  mm 
Vflgl-Länge  grösser  als  Nord-  und  Süd-Molukken-Stücke.  Das  ?  ist  dem  cf  recht  ähnlich,  hat  eine  rundlichere 
Flügelform  und  eine  hellere  Grundfarbe.  Die  Schwarz färbung  ist  noch  mehr  reduziert  als  bei  den  V:  und 
namentlich  am  Basalteil  beider  Figl  fast  völlig  verschwunden.  Dadurch  differiert  obianus  ?  auch  von  hippoclus 
?  aus  Amboina;  denn  Amboina-??  tragen  tiefschwarze  deutliche  Basalflecken  aller  Flügel.  Die  gelbe  Sub¬ 
marginalbinde  der  Hflgl  dunkler  und  schmäler  als  bei  Amboina-??.  Die  Unterseite  der  Hflgl  subanal  mit 
dunklen,  violetten,  anstatt  weissen  Helmflecken  bestanden,  wie  sie  Gramer’ s  Figur  zeigt,  und  mein  Amboina-? 
auch  wirklich  besitzt.  Insel  Obi.  —  batjana  Frühst,  differiert  von  hippoclus  aus  Amboina  und  obianus  durch  batjana. 

??  mit  breiter  angelegten  schwarzen  Medianbinden  der  Hflgl-Oberseite,  die  Unterseite  ist  heller  gelb  als  bei 
obianus ,  aber  reicher  und  satter  rotbraun  marmoriert.  Nord-Molukken,  aus  Batjan,  Halmaheira  in  meiner 
Sammlung,  vermutlich  auch  auf  Morotai  und  Ternate.  —  buruanus  Frühst.  Buru- Exemplare  stehen  merk-  buruanus. 
würdiger  Weise  batjana  Frühst,  von  den  Nord-Molukken  viel  näher  als  hippoclus  von  dem  benachbarten  Amboina 
oder  dem,  zwischen  Batjan  und  Buru  gelegenen  Obi*),  buruanus  ist  erheblich  grösser  als  batjana  und  trägt 
breitere,  rotbraune  und  schmälere,  schwarze  Binden.  Die  Flügelunterseite  erscheint  verwaschen  mit  obsoleteren 
und  helleren  Adernetzen.  Die  subanalen  Helme  der  Hflgl  sind  hellgrau  violett  und  viel  breiter,  das  blaue  Möndchen 
vor  dem  Schwanzende  jedoch  um  vieles  schmäler.  Buru.  —  hippoclus  Cr.,  die  Namenstype  bewohnt  Amboina  hippoclus. 
und  Geram;  ist  aber  dort  sehr  selten.  Cramer’s  Bild  gilt  einer  Trockenzeitform,  wie  sie  mir  aus  dem  Monat 


*)  Auf  einen  ähnlichen  Fall  habe  ich  „Sitzungsberichte  Berk  E.  Verein“  1904,  schon  hingewiesen  und  zwar  bei  einer 
Idcopsis ,  von  der  Batjan  und  Buru  Rassen  gemeinsam  haben,  die  kaum  zu  trennen  sind,  während  das  dazwischenliegende 
Obi  von  einer  stark  differenzierten  Subspecies  bewohnt  wird. 


532 


SYMBRENTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


hylaeus. 

hippocrates. 

atta. 


armis. 


platena. 


sinica. 

cotanda. 


assama. 

lilaea. 


sinis. 


circesia. 


ottilia. 

hypselis. 


September  vorliegt  und  durch  eine  breite  gelbe  Keule  der  Vflgl  von  allen  anderen  cf  cf  der  Molukken  differiert, 
2  ??  gehören  auch  zu  dieser  unterseits  bleichen  Form  und  zeigen  nur  etwas  ausgedehntere  schwarz ejMakeln 
der  Oberseite  als  meine  Obi-Exemplare,  cfcf  der  Regenzeitform  sind  nur  unerheblich  differenziert  von  cfcf 
aus  Buru,  führen  aber  stets  kleinere  rotbraune  Subapicalpunkte  der  Vflgl.  Auf  den  Gewürz-,  Key-  und  Aru- 
Inseln  fehlt  die  Gattung  Symbrenthia  und  wir  begegnen  ihr  erst  wieder  auf  Neu-Guinea  als  hylaeus  Wall. 
(121  d)  einer  hochspecialisierten  Form  ohne  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl.  Von  Dorey  beschrieben,  besitze 
ich  eine  Serie  durch  Doherty  gesammelter  Exemplare  von  Kapaur  und  dem  Arfak-Gebirge  in  Holländisch  Neu- 
Guinea.  -  Die  Form  aus  Kaiser-Wilhelmsland,  hippocrates  Stgr..  von  Wahnes  in  der  Astrolabe-Bai  entdeckt,  durch 
Hagen  als  grosse  Seltenheit  aus  Simbang  gemeldet,  fehlt  mir.  —  atta  Frühst.  Die  D’Entrecasteaux-Inseln 
werden  von  einer  ausgezeichneten  Lokalrasse  bewohnt,  die  ein  Zwischenglied  bildet  zwischen  dem,  sich  stark 
vom  hippoclus- Typus  entfernenden  hylaeus  Wall,  und  den  westlicheren  Lokalrassen.  Der  Flgl-Aussensaum  ist 
ebenso  ausserordentlich  breit  wie  bei  hylaeus ,  aber  auf  den  Hflgln  tritt  bei  atta  jene  schwarze  Medianbinde 
auf,  welche  von  allen  hippoclus- Rassen  nur  bei  hylaeus  fehlt.  Des  weiteren  bleibt  die  unterhalb  der  Vflgl-Zelle 
befindliche  schwarze  Binde  sehr  breit,  tief  schwarz,  und  die  basale,  eostale,  schwarze  Binde  der  Hflgl  mindestens 
doppelt  so  stark  als  bei  hylaeus.  Die  Grundfarbe  der  Figl  ist  ziemlich  gleichmässig  hell  gelbbraun,  ohne  den 
weisslichen  und  rotbraunen  Anflug,  der  hylaeus  auszeichnet.  Auf  der  Flgl-Unterseite  nähert  sich  atta  den 
continentalen  Formen  dermassen,  dass  ich  als  Unterschied  nur  das  dunkelviolette,  sehr  verschmälerte  Subanal- 
Bändchen  anführen  kann,  das  den  Schwanzanhang  nach  innen  begrenzt.  Fergusson,  Type  1  ?  25  mm  Vflgl- 
Länge.  —  armis  subsp.  nov.  bildet  eine  lntermediatform  von  hippoclus  Cr.  der  Molukken  zu  hylaeus  Wall,  von 
Neu-Guinea  in  der  Weise,  dass  die  schwarzen  Medianbinden  der  Hflgl  nicht  so  complett  wie  bei  hylaeus  ver¬ 
schwinden.  Neu-Pommern.  Sehr  selten. 

S.  platena  Stgr.  ist  Celebes  eigentümlich  und  auch  dort  nur  in  der  Minahassa  bisher  beobachtet 
worden.  Habitus  wie  bei  liippoclus  clausus  Frühst .,  das  Schwänzchen  der  Hflgl  jedoch  länger.  Vflgl  mit 
zipfelförmiger  Verlängerung  der  gelben  subanalen  Binde  nach  vorne  und  hinten.  Die  schwarze  Medianbinde 
der  Hflgl  steiler  gestellt.  Unterseite  charakterisiert  durch  zwei  keilförmige  weisslichviolette  Makeln  in  der  Zelle 
und  zwischen  der  Mediangabelung.  Vflgl  reicher  rotbraun  und  violett  gesprenkelt,  ebenso  die  Basis  der  Hflgl 
satter  braun,  dagegen  die  Distalpartie  fahler  und  verwaschener  als  bei  clausus.  Vielleicht  ist  platena  doch  nur 
eine  Höhen-  und  Zeitform  von  liippoclus  clausus  des  Tieflandes. 

S.  hypselis  eine  Gesamtart,  welche  im  Gegensatz  zu  S.  liippoclus  auf  das  indisch-makromalayisehe 
Gebiet  beschränkt  ist.  Deren  Zeitformen  sind  weniger  scharf  getrennt,  auch  ist  nur  ein  cf-ähnliches,  aber 
kein  heteromorphes  ?  bekannt.  hypselis  ist  seltener  als  liippoclus ,  mit  Ausnahme  von  Sikkim,  wo 
hypselis  als  die  gemeinste  Symbrenthia  gilt.  Es  scheint,  dass  sie  nirgendwo  über  12 — 1400  m  Erhebung 

hinaufgeht,  ln  Süd-Indien  und  Ceylon  fehlt  auch  diese  Art.  —  sinica  Moore  (Bd.  1,  p.  211)  aus  West-China 

ist  die  nördlichste  bekannte  Zweigrasse.  —  cotanda  Moore  (Bd.  1,  p.  211,  Taf.  61e)  nach  Exemplaren  der 
Trockenzeit  aus  Sikkim  aufgestellt,  differiert  in  der  Generation  der  regenarmen  Periode  von  der  Abbildung 
durch  verschmälerte  Medianbinde  der  Hflgl,  die  nach  hinten  manchmal  völlig  verschwindet,  so  dass  das  gelb¬ 
braune  Feld  basalwärts  nirgendwo  unterbrochen  ist.  Unterseite  verwaschen,  bleichgelb  mit  hellgrünen  Einlagen 
der  Submarginalzone  der  Hflgl.  Die  Falter  lieben  es,  in  engen  Schluchten  der  Bergflüsschen  zwischen  den 
Felsen  hin-  und  herzufliegen  und  sich  dann  auf  überhängende  Zweige  zu  setzen.  Von  Kaschmir  und  dem 
Kumaon-Himalaya  bis  Nepal  und  Sikkim.  —  assama  Frühst,  ersetzt  cotanda  im  östlichen  Himalaya  und  geht 
vermutlich  bis  Birma.  —  lilaea  Heu\  ist  hierzu  eine  nigristische  Aberration  mit  fast  völlig  geschwärzten  Hflgln 
und  verwaschener,  zerstäubter  und  noch  schemenhafter  Zeichnung  der  Unterseite.  Als  Heimat  nennt  Hewitson 

Ost-Indien,  cd  25  mm  Vflgllänge,  anstatt  nur  22  mm,  wie  cotanda.  Orange  Grundfarbe  dunkler,  alle  schwarzen 

Binden  sehr  viel  breiter.  Die  Färbung  der  Flügelunterseite  ähnelt  viel  mehr  der  echten  hypselis ;  die  für  hypselis 
charakteristischen  rotbraunen  Discalflecke  der  Vflgl  aber  sind  durch  dunkelgelbe  ersetzt.  Type  auf  cd  und  ? 
der  Regenzeit  basiert,  aber  auch  beide  Geschlechter  der  Trokenperiode  stets  grösser  und  dunkler  als  cotanda- 
Exemplare  aus  Sikkim.  —  Der  Name  sinis  Nicev.  kann  für  Exemplare  aus  den  Karen-Hills,  Tenasserim  und  der 
Malayischen  Halbinsel  eintreten.  Die  Figur  ihres  Autors  bezieht  sich  auf  ein  Exemplar  der  lntermediatform, 
welche  sich  unterseits  bleicher  als  assama  und  die  heute  neubenannte  Rasse  aus  Sumatra  präsentiert,  die  ich  früher 
unter  sinis  circulieren  liess.  —  circesia  subsp.  nov.  gleicht  oberseits  der  hypselis  (121  d)  aus  West- Java,  führt  je¬ 
doch  analwärts  verbreiterte  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl  und  verlängerten  gelben  Subapicalfleck  der  Vflgl. 
Die  Unterseite  ausgedehnter  rötlichgelb  bemalt,  die  submarginale  Fleckenbinde  mehr  gelb  als  blaugrün.  Die 
gesammte  Schwarzsprenkelung  der  Unterseite  zudem  markanter  als  bei  assama  und  hypselis.  Vom  ?  existieren 
zwei  Formen,  eine  mit  stattlichen  Binden  der  Oberseite,  aus  West-Sumatra,  und  eine  mit  zerfransten  ver¬ 
schmälerten  mehr  der  redesi/la  analogen  aus  den  Battakbergen  von  Nordost-Sumatra.  Nach  Hagen  findet  sich 
circesia  ausschliesslich  auf  dem  Toba-  und  Karo-Plateau,  sowie  den  Bergen  zwischen  Palembang  und  Benkulen. 

ottilia  Frühst,  ist  eine  namentlich  durch  den  ausgedehnten  satt  ockergelben  Anflug  der  Unterseite  und 
kleine  blaue  Augenflecke  der  Hflgl  differenzierte  Insulanerin.  Die  rotgelbe  Subcostalmakel  der  Vflgl-Oberseite 
noch  ausgedehnter  und  wie  alle  Schrägstreifen  mehr  geteilt  als  bei  circesia.  Insel  Nias,  selten.  —  hypselis 


SYMBRENTHIA.  Von  H.  Fruhstorfer.  533 

Godt.  (121  cl)  die  bekannteste  und  zugleich  nomenclatorische  Unterart,  gilt  als  einer  der  häufigsten  Falter  im 
westlichen  Java  und  ist  von  6 — 1200  m,  am  Rande  von  Waldwegen  überall  anzutreffen,  sich  auch  gerne  an 
feuchten  Wegstellen  versammelnd.  Unterseite  von  allen  bisher  genannten  Formen  abweichend,  durch  rot¬ 
braune  Discalfleken.  —  redesilla  Frühst,  differiert  von  hypselis  in  der  Ausdehnung  aller  schwarzen 
Binden  der  Flügeloberseite,  die  eine  Reduction  der  rotbraunen  Flecken  im  Gefolge  hat.  Unterseits  hinwieder¬ 
um  dominieren  die  rotbraunen  gewürfelten  Makeln,  das  ?  ist  zudem  viel  heller,  die  gelben  Binden  manchmal 
sogar  mit  rein  weissem  Kern,  redesilla  bewohnt  Höhen  von  1500  bis  ca  4500  Fass,  setzt  sich  gerne  an  nasse 
Stellen  und  ist  einer  der  ersten  Falter,  die  nach  dem  Regen  die  Landschaft  beleben.  Finden  sie  keine  ge¬ 
eigneten  Plätze  um  zu  saugen,  setzen  sie  sich  mit  offenen  Flügeln  auf  niedere  Büsche.  Trotz  ihrer  zarten 
Flügel  bewegen  sie  sich  schnell  und  im  Zickzack  vorwärts,  aber  niemals  auf  grössere  Entfernungen.  Ost-Java, 
am  Vulkan  Arjuna  und  im  Tengger-Gebirge  von  mir  gesammelt.  —  optatus  subsp.  nov.,  die  östlichste  hypselis- 
Rasse,  zeigt  die  für  redesilla  charakteristischen  Merkmale  noch  mehr  potenziert.  Auf  der  Oberseite  der  ?? 
sind  sogar  die  schwarzen  Medianstreifen  aller  Flügel  bereits  rotbraun  umgrenzt  und  auch  unterseits  ist  eine 
Vermehrung  und  Ausdehnung  der  sienabraunen  Makeln  auf  Kosten  der  schwarzen  Sprenkelung  zu  konstatieren. 
Insel  Bali,  von  Doherty  zuerst  dort  gefunden,  drei  ??  in  meiner  Sammlung.  —  balunda  Stgr.  habituell  die 
grösste  Inselrasse,  kenntlich  an  fast  immer  bindenartig  verlängertem  Subapiealfleck  der  Vflgl,  der  beim  ?  jedoch 
nicht  ganz  die  Ausdehnung  wie  beim  ottilia-%  von  Nias  gewinnt.  Unterseite  mit  prominenteren  schwarzen 
Würfeln  als  bei  einer  sumatranischen  cireesia.  Vom  Kina-Balu-Gebiet,  Nord-Borneo.  Auch  in  einem  Paar  aus 
Amuntai,  Südost-Borneo  in  meiner  Sammlung.  —  niphandina  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Palawan,  von  woher 
sie  Staudinger  als  niphanda  in  seiner  Liste  der  Tagfalter  dieser  Insel  aufzählte,  niphanda  bleibt  in  der 
Grösse  hinter  balunda  zurück  und  führt  eine  lichter  gelbe  Bänderung  der  Oberseite.  Selten,  von  Doherty 
nicht  gefunden.  Type  in  der  Collection  Staudinger  des  Zoologischen  Museums  in  Berlin. 

S.  brabira  eine  ausgezeichnete  weitverbreitete  Species,  die  aus  dem  gesamten  Himalaya  und  nord¬ 
wärts  bis  West-China  bekannt  war,  wurde  von  H.  Sauter  neuerdings  auch  in  Formosa  entdeckt,  brabira  ist 
keine  Winterform  von  S.  hypselis  colanda  wie  Stichel  im  Bd.  1,  p.  211  behauptet,  sondern  zerfällt  auf  indischem 
Boden  selbst  wieder  in  Zeitformen  und  Arealrassen.  —  Als  hysudra  Moore  und  brabira  Moore  sind  relativ 
kleine  Formen  aus  Kaschmir  beschrieben,  die  einer  Intermediat-  und  Trokenzeitform  angehören.  Sie  gleichen 
in  der  Grösse  der  scatinia,  sind  aber  \  iel  bleicher  gelb  anf  der  Unterseite  und  zeigen  weniger  dicht  gehäufte 
schwarze  Würfel.  —  asthala  Moore  (nec  Leech)  dagegen  wurde  auf  die  Regenzeitform  aus  Kaschmir  basiert.  Diese 
übertrifft  scatinia  (121  e)  an  Grösse  und  führt  oberseits  ausgedehnte  schwarze  Binden.  Doherty  fand  die  ver¬ 
schiedenen  Formen  im  Kumaon-Himalaya,  von  5 — 9000  Fuss  Erhebung.  Ausserdem  wird  noch  das  obere  Ganges- 
Tal,  Kulu  und  Masuri  als  Flugort  bezeichnet.  —  sivokana  Moore  ist  dem  östlichen  Himalaya  eigentümlich, 
wo  sie  in  Native-Sikkim,  namentlich  im  März,  manchmal  in  erheblicher  Menge  von  Eingeborenen  gefangen 
werden.  Trotzdem  verirrt  sich  sivokana  fast  nie  in  deutsche  Sammlungen.  Es  ist  sehr  wahrscheinlich,  dass 
in  West-China  noch  eine  brabira- Rasse  gefunden  wird,  doch  gehören  die  von  Leech  als  asthala  abgebildeten 
Fxemplare  zu  hippoclus  lucina  Cr .,  während  sich  der  Text  von  Leech  auf  eine  hypselis- Form  bezieht,  die 
Moore  sinica  genannt  hat,  mit  welcher  Leech  vermutlich  brabira-Formen.  zusammen  gezogen  haben  wird. 
Jedenfalls  gehört  die  sonst  unvermittelt  in  Formosa  auffallende  scatinia  Frühst.  (121  e)  zu  brabira ,  von 
deren  sämtlichen  Formen  scatinia  jedoch  differiert  durch  den  mehr  gebrochenen,  im  Zickzack  verlaufenden 
Subapiealfleck  und  die  dunkleren  Binden  der  Oberseite.  Unterseits  entfernt  sie  sich  durch  das  melanotische 
lnsel-Colorit  von  den  continentalen  Rassen,  ebenso  durch  beschränkte  kleine  dunkelblaue  Submarginalfleckchen. 
?  im  Flügelschnitt  rundlicher,  etwas  grösser  als  das  cP,  fahler  gelbe  Bänder  zeigend.  In  etwa  1200  m  bei 
Chip-Chip  und  am  Lehiku-See  in  Formosa  nicht  sehr  selten.  Von  El.  Sauter  entdeckt. 

S.  niphanda  Moore  (121  d)  eine  weitere  Species  der  hypselis- Gruppe  von  eng  begrenzter  Verbreitung, 
bisher  nur  aus  Sikkim  und  Bhutan  bekannt.  Sie  ist  leicht  zu  erkennen  an  wirklich  weissen,  aber  zart  rosa  über¬ 
hauchten  Medianpartien  der  Unterseite,  ausgedehnten  blauen  Ornamenten  der  Submarginalregion  und  oberseits 
durch  einen  wie  bei  scatinia  geschlängelten  und  gewinkelten  Subapical-,  sowie  einen  ungewöhnlich  schmalen 
Subanalstreifen.  Hflgl  wiederum  mit  einer  rötlich  weiss  centrierten  Medianbinde.  —  silana  Nieev.  ist  nach 
dem  Material  meiner  Sammlung,  eine  gut  differenzierte  Winterform  mit  allen  Charakteristiken  einer  solchen, 
nämlich  vermehrter  aufgehellter  Streifung  und  unterseits  braun  umgebenen  schwarzen  Würfeln,  silana  ist 
zugleich  eine  Tal-,  niphanda  eine  Höhenform,  silana  bisher  nur  vom  März  bis  Mai,  niphanda  dagegen  bis  in 
den  Oktober  hinein,  von  3500  —  5000  Fuss  Höhe  vorkommend. 

S.  hypatia  eine  interessante  ausschliesslich  makromalayische  Gesamtart,  die  seit  Wallace’s  Zeiten 
verschollen  und  selten  blieb,  bis  ich  sie  während  meines  Java- Aufenthaltes  in  Anzahl  erbeutete  und  1894  in 
der  Stettiner  Entom.  Zeitg.  zum  ersten  Male  kenntlich  abbilden  liess.  Staudinger  hielt  hypatia  lange  Zeit 
identisch  mit  hippoclus.  Oberseits  zeigt  hypatia  den  längsten  und  breitesten  stufenförmig  abgesetzten  Subapieal- 
streifen  und  darüber  noch  zwei  rundliche  Makeln,  so  dass  sie  mit  keiner  anderen  Art  verwechselt  werden  kann. 
Noch  charakteristischer  ist  die  Unterseite,  die  ohne  jedwede  Schwarzzeichnung  zierlich  geschlungenes  rotbraunes 


redesilla. 


optatus. 


balunda. 


niphandina. 


hysudra. 

brabira. 


asthala. 


sivokana. 


scatinia. 


niphanda. 


silana. 


534 


MYNES.  Von  H.  Fruhstohfer. 


Gitterwerk  zeigt  mit  grossen  quadratischen  und  keilförmigen  weisslichgelben  Einlagen  und  einer  liegenden 
X förmigen  Zeichnung  am  Ird  der  Vflgl,  Schwänze  der  Hflgl  sehr  lang,  spitz.  Drei  benannte  Formen:  chersonesia 
Frühst,  mit  etwas  engeren  gelben  Streifen  der  Oberseite,  aber  der  am  sattesten  kastanienbraun  verzierten 
Unterseite.  Type  von  der  malayischen  Halbinsel.  Da  mir  jedoch  Exemplare  von  dort  fehlen,  ziehe  ich  auch 
die  in  Nordost-  und  West-Sumatra  vorkommende  Rasse  einstweilen  damit  zusammen.  Nach  Hagen  mehr  auf 
hypatia.  die  Vorberge  beschränkt,  auf  Waldwegen  bis  1000  m  Höhe.  —  hypatia  Wall.,  namentlich  beim  ?  ober- 
seits  mit  ausgedehnten  hellgelben  rötlich  braun  umgrenzten  Feldern  besetzt,  die  schwarze  Medianbinde  der 
Hflgl  beginnt  sich  beim  ?  aufzulösen.  Unterseite  lichter  gelb  als  bei  chersonesia  mit  zierlicher  Rotzeichnung. 
hippocrene.  Von  mir  nur  in  West-Java  bis  etwa  1200  m  aufgefunden  —  hippocrene  Stgr.  schliesst  sich  überraschender 
Weise  viel  mehr  der  hypatia  von  Java,  als  der  sumatranischen  Form  an,  zeigt  sich  unterseits  nur  markanter 
rotbraun  gegittert  und  führt  wie  chersonesia  einen  breiteren  bis  an  die  Schwanzspitze  verlängerten,  blaugrünen 
Intranervalfleck  der  Hflgl,  der  bei  hypatia  mehr  purpurn  gefärbt  und  kleiner  erscheint.  Das  ?  divergiert  dann 
durch  weissliche,  statt  gelbe  Rinden  und  hat  eine  oberflächliche  Aehnlichkeit  mit  hipp  ochs  javanus-  ?,  forma 
hippocla  Hhn.  Vermutlich  werden  auch  noch  gelbe  ??  gefunden.  Kinabalu-Gebiet. 

intricata.  S.  intricata  Frühst.  (121  e)  cd.  Apex  der  Vflgl  abgerundet,  Hflgl  gleich  breit  den  Vflgln  mit  sehr  langen, 

dünnen  Schwänzchen.  Vflgl  mit  schwarzem  Distalsaum,  welcher  am  Analwinkel  durch  einen  braunen  Strich 
geteilt  wird.  Die  schwarze  Medianbinde  gabelt  sich  am  Ende  der  Zelle,  der  innere  Ast  vereinigt  sich  mit 
dem  schwarzen  Costalrand,  der  äussere  zieht  nach  dem  Apex,  biegt  aber  sehr  verbreiternd  ebenfalls  nach 
innen  und  lässt  beim  cd  von  der  Grundfarbe  nur  einige  braune  Punkte,  beim  ?  einen  ziemlich  breiten  Streifen 
unbedeckt.  Der  schwarze  Costalrand  entsendet  ein  Zähnchen  in  die  Zelle.  Hflgl  mit  breitem,  schwarzen, 
nach  aussen  tief  eingefressenen  Rasalfleck  und  anstossend  einer  sehr  auffallenden,  in  der  Mitte  des  Vorderrandes 
stehenden  weissen  viereckigen  Makel.  Die  Flügelmitte  wird  durchzogen  von  2,  vom  Vorderrand  ausgehenden 
Rinden,  von  welchen  die  innere,  sehr  breit,  den  Analwinkel  erreicht,  die  äussere  schmälere  an  der  Submediana 
endet.  Der  braune  Aussenrand  wird  von  einer  dünnen  schwarzen  Linie  durchzogen  und  von  einer  schmalen 
schwarzen  Fleckenbinde  begrenzt.  Vom  Schwänzchen  aus,  welches  eine  gelbliche  Spitze  hat,  zieht  eine  feine 
schwarze  Linie  nach  dem  Ird.  Die  gelbliche  Unterseite  der  Vflgl  wird  von  einem  Geflecht  weisslicher  und 
bräunlicher  Flecken  durchzogen.  Der  Costalrand  ist  schwarz  und  unter  der  Zelle  steht  wie  bei  hippoclus  Cr ., 
ein  violetter  Punkt.  Hflgl-LTnterseite  mit  bis  an  die  hintere  Radiale  verlängertem  weisslichen  Medianflec-k,  2 
weisslichen  Basallängsbinden  und  einer  ebensolchen  Querbinde,  welche  sich  von  der  Mitte  des  Innenrandes, 
nach  oben  biegend,  durch  den  Flügel  zieht  und  parallel  mit  dem  weissen  Medianfleck  und  innerhalb  dieses 
am  Vorderrand  ausläuft.  Aussenrand  der  Flügel  und  Fransen  schwarz.  Von  der  Mitte  der  Flügel  an  zieht 
nach  dem  Analwinkel  ein  grünliches  Band  und  wird  durch  eine  hellbraune  Binde  von  einer  aus  silberiggrünen, 
fast  viereckigen  Punkten  bestehenden  Submarginalbinde  abgeschieden.  Fühler  schwarz  und  weiss  geringelt, 
mit  schwarzer  Keule  und  roter  Spitze.  ?  grösser,  ober-  und  unterseits  heller,  unterscheidet  sich  noch 
durch  undeutlichere  Flecken  und  Bänder.  cf  Vflgllänge  20  mm,  ?  22  mm.  Von  mir  1895  in  2  cf  cf  1  ?  am 
Rande  des  Strandwaldes  der  Bai  von  Toli-Toli,  im  November,  Dezember  aufgefunden  und  seitdem  nicht  wieder 
nach  Europa  gekommen. 

hippalus.  S.  hippalus  Fldr.  (121  e)  die  dritte  Celebes  eigene  Symhrenthia- Art  und  neben  »S.  hippoclus  confluens 

Frühst,  und  S.  hippoclus  clausus  Frühst,  die  vierte  von  der  Insel  bekannte  Species.  Celebes  über  trifft  somit 
Makromalayana  an  Reichtum  um  eine  Symhrenthia  und  rangiert  mit  dem  gesamten  Continental-Indien,  das 
auch  vier  Species  beheimatet,  auf  einer  Stufe,  hippalus  gleicht  oberseits  viel  mehr  einer  Prothoe  clohertyi 
(121c)  als  einer  Symhrenthia.  Die  Unterseite  ähnelt  einer  Mynes  und  ist  auffallend  durch  grosse  quadratische 
rein  weisse  Felder,  die  von  markanten  schwarzen  Gittern  durchzogen  werden.  Daneben  finden  sich  an  der 
Rasis  am  Innenwinkel  aller  Flügel  hell  ockergelbe  Partien.  In  der  Regel  sind  die  cf  cf  erheblich  grösser  als 
unsere  Abbildung,  das  bisher  unbekannte  und  unbeschriebene  ?  hat  sogar  53  mm  Spannweite.  Es  gleicht 
noch  mehr  der  Prothoe  clohertyi,  indem  es  auf  den  Vflgln  eine  bis  nahe  an  den  Costalrand  durchgezogene 
weissliche  Medianbinde  führt.  Ausserdem  ist  noch  ein  gelblicher  Basal-  und  ein  trübweisser  Mittelfleck  in  der 
Zelle  der  Vflgl  vorhanden.  Die  Hflgl  sind  dann  noch  mit  einer  fahlgelben  die  schwarzen  Submarginalflecken 
umschliessenden  Spitzenbinde  dekoriert.  Unterseite  des  ?  mehr  cremefarben  mit  fahler  gelbem  Besatz.  Nord- 
Celebes,  Minahassa,  stets  nur  einzeln  vorkommend.  ?  ausserordentlich  selten.  Nur  2  Exemplare  in  der 
Sammlung  Fruhstorfer. 

24.  Gattung:  Mynes  Bsd. 

Trotz  des  bunten  Kleides  der  Mitglieder  dieser  Gattung  haben  wir  es  mit  echten  Vanessiden  zu  tun, 
was  ausser  der  Structur  namentlich  auch  die  Jugendstadien,  die  durchaus  vanessoid  sind,  bewiesen  haben. 
Dagegen  weichen  die  Mynes  structurell  von  den  ihnen  äusserlich  so  ähnlichen  Prothoe,  die  sich  vielmehr  den 
Charaxidi  anschliessen,  erheblich  ab.  Das  Geäder  zeigt  ganz  den  typischen  Bau  von  Hypolimnas.  Wie  bei 
dieser  ist  die  Subcostale  5  ästig,  zwei  Aeste  zweigen  sich  vor  dem  Zellende  ab  und  der  2.  Ast  liegt  sogar 
auf  eine  kurze  Strecke  fest  an  der  Hauptader  an.  Der  3.  Ast  entspringt  dem  Zellende  viel  näher  als  dem  4., 
und  mündet  vor  der  Flügelspitze  in  den  Vrd.,  der  4.  und  5.  bilden  eine  kurze  Gabel,  deren  oberster  Ast  (Ast  4) 


MYNES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


535 


in  die  Flügelspitze  oder  kurz  darunter,  der  unterste  aber  in  den  Aussenrand  mündet.  Hiedurch,  unterscheidet 
sich  Mynes  sofort  von  Prothor  und  überhaupt  von  den  echten  Nyrnphaliden,  deren  4.  Subcostalast  an  der 
Spitze  umgebogen  ist  und  mit  Ast  5  eine  sehr  lange  Gabel  bildet.  Die  Vflgl-Zelle  ist  durch  eine  sehr  feine 
Querader,  welche  die  Mediana  kurz  nach  Abzweigung  des  2.  Astes  trifft,  geschlossen:  die  Hflgl-Zelle  offen. 

Die  vordere  und  mittlere  Discocellularis  in  beiden  Flgln  sehr  kurz,  weshalb  auch  die  Radialen  nahe  zusammen¬ 
stehen.  Praecostale  an  der  Spitze  nach  innen  gebogen,  nach  der  Subcostale  abgezweigt.  Allen  Mynes  ge¬ 
meinsam  ist  ein  stumpfer  Lappen  an  der  vorderen  Mediana  der  Hflgl,  den  sie  mit  den  Prothoe- Arten  gemeinsam 
haben.  Klammerorgane  dagegen  jenen  der  Gattung  Kallima  am  meisten  genähert,  in  keinem  Connex  mit  jenem 
der  vorigen  Gattung  stehend  und  in  der  gesamten  Nymphalidenwelt,  soweit  sie  mir  bekannt  ist,  isoliert  dastehend 
durch  den  Uncus  anticus,  wie  er  ähnlich  bei  den  Discophora  beschrieben  wurde.  Uncus  anticus  sowie  eigent¬ 
licher  Uncus  zweispaltig  (Anklang  an  Kallima );  die  Valve  dagegen  ist  durchaus  limenitoid,  an  jene  von 
Limenitis ,  Athyma ,  Eutlialia  gemahnend,  kurz,  fast  dreieckig;  nach  vorne  abgeschrägt,  mit  einer  fein  gezähnten 
lateralen  Leiste,  dünn  mit  langen  Grannen  besetzt.  Mit  den  Greiforganen  von  Prothoe  ist  keinerlei  Beziehung 
zu  konstatieren.  —  Rp  fahl  lederbraun  mit  rotbraunem  Lateralstreifen  und  Paaren  von  gelben  Punkten,  .ledes 
Segment  mit  schwarzen,  gelb  verzweigten  Dornen  besetzt.  Pp  etwa  wie  jene  von  Vanessa  canace9  doch  schlanker, 
mit  den  üblichen  Kopfhörnern  und  ventralen  scharfen  basal  breiten  Dornen.  Farbe  schwärzlich  braun  mit 
schwarzen  Stricheln  ventral  am  Thorax  tief  eingeschnitten.  Ribbe  vermutet,  dass  die  Falter  so  selten  sind, 
weil  die  Rp  entsetzlich  unter  den  Verfolgungen  schmarotzender  Dipteren  zu  leiden  haben.  Rp  gesellig  auf 
kleinen  Sträuchern,  Puppenruhe  14  Tage.  Imago  niemals  in  Massen  auftretend,  von  der  Ebene  bis  etwa  1500  m 
auf  die  Vorberge  hinaufgehend;  Waldbewohner  mit  schwachem  etwa  dem  der  Pieriden  ähnlichen  Flug.  Nur  die 
??  gehen  hie  und  da  auf  der  Suche  nach  der  Nahrungspflanze  auf  das  freie  Feld.  Als  Verbreitungscentrum  gilt  die 
melanesische  Region,  ostwärts  die  Salomonen,  westlich  die  Molukken  mit  einer  Abzweigung  ins  mikromalayische 
Gebiet.  Das  interessanteste  Factum  ist  die  Veränderlichkeit  der  Färbung  der  Unterseite  der  Hflgl  bei  einigen 
Formen.  Diese  können  fast  ganz  schwarz  oder  vorherrschend  weiss  gefärbt  sein.  Dazwischen  existieren  dann 
alle  Uebergänge.  Es  scheint,  dass  dieses  Colorit  nicht  an  bestimmte  Generationen  gebunden,  sondern  individuell  ist. 

M.  doubledaii  bewohnt  ein  sehr  beschränktes  Gebiet  und  ist  mit  Sicherheit  nur  von  zwei  Inseln:  Ceram 
und  Flores  bekannt,  sich  dort  auf  zwei  Rassen  verteilend:  florensis  Roh.  (121a)  von  der  nur  zwei  ??  aufge-  florensis. 
funden  wurden,  von  welchen  eines  durch  die  Freundlichkeit  ihres  Autors  in  meine  Sammlung  überging  und 
als  Vorlage  für  unsere  Abbildung  diente.  Oberseite  mit  braunschwarzer  bis  etwa  zur  Zelle  reichender  Um¬ 
rahmung  und  grauweisser,  blau  überstäubter  nahe  der  Basis  auch  noch  gelblicher  Innenhälfte  aller  Flügel. 

Diese  ausgezeichnete  Species  dürfte  auf  Timor  noch  entdeckt  werden,  das  ja  den  Molukken  näher  liegt 
als  Flores,  wohin  doubledaii  wohl  über  die  Insel  Wetter  gelangt  ist.  —  doubledaii  Wall.  (=  schenki  Styr.  cf),  doubledaii. 
?  differiert  durch  einen  mehr  blaugrünen  Anflug  der  Basalregion  der  Oberseite  aller  Flügel  und  einer  Flecken¬ 
binde  von  gelblich  grünen  Sugmarginalstrigae  der  Vflgl,  die  namentlich  nach  dem  Ird  zu  sich  in  einzelne  Atome 
auflöst.  Unterseite  von  florensis  abweichend  durch  etwas  reducierteren  gelben  Anflug  der  Hflgl  und  zurück¬ 
gebildete  Median-Binde  der  Vflgl,  cf  führt  einen  schmalen  schwarzen  Distalsaum  und  eine  gelblich  grüne  Ober¬ 
seite  der  Flügel.  Ceram,  sehr  selten. 

M.  plateni  Stgr.  ist  vielleicht  nur  eine  Lokalform  der  doubledaii ,  wird  aber  hier  separat  gehalten,  wegen  plateni. 
der  breiteren  stumpfen  Schwänze  der  Hflgl  und  der  vorherrschend  schwarz  gefärbten  cf  cf,  die  nur  ein 
schmales  fast  dreieckiges  gelblichgrünes  Feld  der  Vflgl  tragen,  dessen  Basis  sich  an  der  Submediana  bis  nahe 
an  dem  Aussenrand  hinzieht,  mit  der  Spitze  aber  kaum  über  den  Zellapex  hinausgeht.  Hflgl  mit  lang  und 
flaumig  behaartem  Basalgebiet,  das  graublau  überstäubt  ist.  ?  mit  etwas  yerhreitertem,  aber  trüb  graugrünem 
Basalfeld  und  einer  schmalen  gelblichgrünen,  ziemlich  gleichbreiten  Sub  marginal  binde,  die  auf  den  Hflgln  bis 
zum  Analwinkel  durchzieht.  Unterseite  etwa  wie  bei  doubledaii ,  das  Basalgebiet  beim  cf  jedoch  weiss,  eben¬ 
so  die  verschmälerte  in  der  Mitte  durch  den  roten  Intramedianfleck  durchbrochene  Submarginalbinde.  Hflgl 
schwarz  mit  ausgedehnteren  Weissstreifen  und  innen  moos-,  aussen  blaugrüner  Submarginalbinde.  ?  mit 
weisslichgelber  Submarginalregion,  der  Rotfleck  verbleicht,  alles  Grün  ins  Gelbe  übergehend,  durchweg  nur  als 
zarte  Ueberpuderung  verteilt.  Basalpartie  licht  schwefelgelb.  Hflgl  entweder  mit  ausgedehntem  hell  citrongelbem 
Discalfeld  oder  einfarbig  matt  schwarz  (=  ?-f.  zoa  form.  nov.).  Letztere  bildet  Staudinger  aus  Batjan  ab  zoa- 
und  mir  liegt  ein  Exemplar  von  Hahnaheira  vor.  Heimat  die  Nord-Molukken,  vermutlich  auch  Morotai. 

M.  woodfordi  bildet  die  östliche  Fortsetzung  der  doubledaii- Artengruppe.  Flügelschnitt  schärfer, 

Schwänze  spitzer  als  bei  den  Molukken-Vikarianten.  Oberseite  des  cf  unruhiger,  vorherrschend  weiss  mit 
streng  abgeschiedener  schwarzer  Umrahmung.  Sowohl  das  Apical-  wie  auch  Medianfeld  durch  meistens 
weisse  Flecken  zerteilt,  namentlich  unterseits.  Die  Mynes-Flecken  ansehnlicher,  auch  das  cf  unten  einen 
weissen  oder  gelben  Discalfleck  führend.  Vorkommen  ausschliesslich  auf  den  Salomonen.  Rp  zuerst  in  der 
Iris  1897  beschrieben  und  abgebildet,  und  in  der  Gattungsdiagnose  erwähnt.  —  woodfordi  Godm.  u.  Sah.  woodfordi. 
(121a).  Type  von  Alu  der  Salomonen,  oberseits  die  am  einfachsten  gezeichnete  Form,  Basis  aller  Flügel 
weiss,  peripherisch  bläulich  beschuppt,  am  Zellapex  ein  Bindenrudiment,  auch  etwas  blauschwarze  Bestäubung 


536 


MYNES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


albata. 

isabella. 


hercyna. 


wahnesi. 


geoffroyi. 

doryca. 

turturilla. 


braga. 

scatinia. 

ogulina. 


sestia. 

eugentus. 


über  der  Submediana.  Hflgl  gelegentlich  mit  Sparen  einer  grünlichgrauen  Submarginalbinde.  ¥  mit  etwas 
gelblichweissen  Einlagen  auch  im  Apicalgebiet  der  Vflgl.  Unterseite  mehr  grau-  als  tiefschwarz.  —  Eine 
Farbenabweichung  von  Bougainville  und  Treasury  wurde  albata  Ribbe  benannt:  Unterseite  der  Vflgl  mit  gelb¬ 
lich  angeflogenem  Discalfleck,  das  Medianfeld  der  Hflgl  ausgedehnter  und  so  den  schwarzen  Saum  reduzierend. 

-  isabella  Frühst,  cf  dunkler  als  woodfordi ,  die  schwarze  Grundfärbung  verbreitert  sich,  dadurch  werden 
die  gelblichgrünen  Discalflecke  der  Vflgl  isoliert  und  erscheinen  breit  schwarz  umsäumt,  während  sie  bei 
woodfordi  und  namentlich  hercyna  eine  kompakte  Masse  bilden.  Der  gelbe  subanale  Fleck  der  Hflgl-Unterseite  ist 
breiter,  auch  ausgedehnter  als  bei  guerini,  mit  welcher  Art  alle  woodfordi- Rassen  dieses  charakteristische  Merk¬ 
mal  der  guerini- Gruppe  gemeinsam  haben.  Die  Hflgl-Ober-  und  Unterseite  erscheint  reicher  schwarz  gebändert 
als  bei  woodfordi.  Jsabel-lnsel,  von  A.  Meek  gesammelt,  Type  im  British  Museum.  —  hercyna  Go  dm.  u.  Sah. 
umschreibt  eine  interessante  melanotische  Inselrasse  von  Aloa  auf  Guadalcanar,  zu  der  nach  Ribbe’s  Angaben 
auf  Rubiana  Uebergänge  Vorkommen  sollen.  Beide  Geschlechter  sich  sehr  ähnlich,  vorwiegend  schwarz,  mit 
durch  dicke  Adern  aufgelösten  Medianfeldern,  cf  unterseits  vorwiegend  gelblich  statt  weiss,  mit  weiter  vor¬ 
geschobenem  schwarzen  Basalfleck  der  Vflgl.  —  Es  ist  nicht  unwahrscheinlich,  dass  wahnesi  Röb.  zu  woodfordi 
gehört;  weil  uns  authentisches  Material  fehlt,  copieren  wir  hier  die  Originaldiagnose:  Das  ?  von  60  mm 
Flügelspannweite  ist  oberseits  schwärz  lieh  grau  mit  einer  weisslichen  Apical-  und  bezw.  Aussenrands-Flecken- 
binde,  sowie  zwei  streifenförmigen  gleichgefärbten  Flecken  im  Discus  der  Vflgl.  Der  unterseits  zwischen  dem 
2.  und  3.  Medianast  stehende  grosse  rote  Randfleck  scheint  durch.  Der  innere  Teil  der  Hflgl  ist  schmutzig- 
weiss,  entlang  der  Subcostalis  scharf,  im  übrigen  undeutlich  begrenzt.  Der  (breite  fast  bis  zur  Fliigelmitte 
reichende)  dunkle  Aussenrand  trägt  von  der  Sucostalis  bis  zum  zweiten  Medianaste  eine  Randbinde  von  zum 
Teile  undeutlichen  weissen  Flecken.  Die  Unterseite  ist  vorwiegend  lichtgelb.  Die  Vflgl  zeigen  im  Apicalteile 
ausser  der  bei  anderen  Arten  (z.  B.  doubledaii )  befindlichen  Fleckenbinde  noch  eine  solche  kürzere  (nach  innen); 
der  schwarze  Aussenrand  ist  schmal,  die  innere  schwarze  Submarginalbinde  kaum  doppelt  so  breit  wie  der 
Aussenrand  und  an  der  Submediana  scharf  abgeschnitten;  der  lichtrote  Aussenrandfleck  sehr  gross  (grösser 
als  bei  den  drei  mir  vorliegenden  ?  von  doubledaii ),  viereckig  und  schmal  weisslich  gesäumt.  Die  Hflgl  haben 
einen  roten  Basallleck  von  normaler  Grösse  (also  keinen  Streifen  wie  das  vorbeschriebene  cf)  und  einen 
ziemlich  breiten  schwarzen  Vorderrandsstreifen,  der  in  den  breiten  dunklen,  fast  die  Hälfte  der  Flügelbreite  ein¬ 
nehmenden  Aussenrand  übergeht;  letzterer  wird  durch  zum  Teile  undeutliche  weissliehe  Fleckenbinden  in  4 
und  bei  Hinzurechnung  des  schmalen  dunklen  Saums  in  5  Binden  zerlegt;  die  bei  doubledaii  und  guerini 
vorhandene  gelbe  Bestäubung  im  hinteren  Teile  der  Flügel,  fehlt  vollständig.  Als  Fundort  wird  Constantin- 
hafen  der  Astrolabe-Bai  genannt,  doch  scheint  mir  derselbe  sehr  unsicher  zu  sein,  da  Herr  v.  Schönberg,  in  dessen 
Sammlung  sich  die  Type  befand,  aus  allen  Teilen  des  Archipels  Material  empfing  und  es  nur  selten  etiquettierte. 

M.  geoffroyi  verteilt  sich  in  drei  Arealrassen  auf  Neu-Guinea  und  einige  benachbarte  Inseln,  sowie 
Queensland,  woher  die  Namenstype  stammt.  Sie  ist  besonders  interessant  durch  den  Dimorphismus  beider 
Geschlechter,  von  welchen  jedes  vollkommen  geschwärzte  Hflgl  (121a)  oder  halb  weisse  nnd  halb  chromgelbe 
haben  kann.  Dazwischen  erscheinen  dann  auch  noch  Intermediatformen.  Staudinger  und  ich  selbst  glaubten 
früher  die  dunkle  und  die  weisse  Form  specifisch  trennen  zu  können,  neues  Material  hat  aber  das  Gegenteil 
bewiesen  und  die  Klammerorgane  der  beiden  Formen  sind  identisch.  Bei  den  Kallima  dagegen  sind  sie  bei 
äusserlich  nahestehenden  Formen  äusserst  divergent  und  bei  der  nahen  Verwandtschaft  dieser  beiden  Gattungen 
möchte  ich  rückschliessend  die  fraglichen  Mynes- Varianten  nicht  mehr  separieren.  Am  schärfsten  umgrenzt 
ist  die  australische  Rasse,  deren  Formen  zugleich  am  meisten  modificiert  sind.  Bei  den  übrigen  sind  weisse 
cf  cf  seltener  als  schwarze.  —  geoffroyi  Guer.  ist  vermutlich  basiert  auf  Exemplare  der  hellen  Form  von 
Holländisch  Neu-Guinea,  sich  eugenia  und  sestia  (121  a)  nähernd  und  im  ¥  von  diesen  abweichend  durch  einen 
halb  blaugrauen,  halb  schwarzen  Distalsaum  der  Hllgl-Oberseite.  —  doryca  Btlr.  (121a)  ist  dazu  das  schwarze 
Extrem.  Von  Holländisch  Neu-Guinea,  Dorey  und  Kapaur  in  meiner  Sammlung.  —  Als  turturilla  subsp.  nov.  be¬ 
zeichne  ich  die  Inselrasse  von  Waigiu,  die  auf  schwarze  Exemplare  beiderlei  Geschlechts  begründet  ist.  Das  ? 
zeigt  ausgedehntere  schwarze  Umrahmung  der  Vflgl-Oberseite,  dagegen  häufig  einen  zurücktretenden  dunklen 
Rand  der  Hflgl,  welcher  dann  durch  eine  schön  blaugraue  Zone  ersetzt  wird.  Unterseits  verbreitert  sich  die 
grüne  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Bei  einem  cf  verschwindet  der  rote  Intramedianfleck  der  Vflgl-Unserseite 
(braga  form.  nov.).  —  Die  weisse  ¥-Form  bezeichne  ich  als  scatinia  form,  nov.',  dieselbe  entfernt  sich  von  geoffroyi 
durch  sehr  schmale  chromgelbe  Zone  der  Unterseite  der  Hflgl  und  dunkleres  subanales  Grün  von  der  Dorey- 
Form.  Beide  Formen  sind  selten  auf  Waigiu.  —  ogulina  Frühst,  wurde  auf  die  schwarze  Farbenspielart  der 
Milne-Bai,  Britiseh-Neu-Guinea,  basiert.  Bei  ihr  ist  das  Grün  der  Unterseite  der  Hflgl  noch  spärlicher  als  bei 
turturilla  von  Waigiu  und  oberseits  wird  die  Unterart  ohne  weiteres  kenntlich  durch  den  beim  cf  analwärts 
nur  fadendünnen  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl,  der  nach  innen  wiederum  eine  schöne  blaugraue  Zone  aufweist. 
—  sestia  Frühst,  gehört  dazu  als  die  helle  ¥-Form  (121a),  oberseits  von  der  analogen  Aberration  von  Deutsch- 
Neu-Guinea  abweichend  durch  namentlich  auf  den  Vflgln  verbreiterten  blauschwarzen  Apicalbezug.  Flugzeit 
vom  April  bis  November.  Milne-Bai.  —  eugenius  Frühst.  (121a,  eugenius  ¥,  auf  der  Taf.  „eugenia  cf“)  um¬ 
schreibt  die  Ortsrasse  von  Kaiser-Wilhelmsland  und  ist  auf  das  Material  basiert,  welches  mir  Dr.  Eugen 
Werner  generöserweise  zur  Verfügung  stellte.  Es  scheint  fast,  dass  die  gelbweise  Form  in  der  deutschen  Kolonie 


MYNES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


537 


Ausgegeben  20. 


IV.  1912. 


dominiert,  denn  in  meiner  Sammlung  sind  sechs  helle  und  nur  ein  schwarzes  Exemplar  vertreten  und  Dr.  Hack  n 
berichtet  das  Gleiche.  oberseits  wie  bei  allen  Neu- Guinea- <3^  und  der  Waigiu-Rasse  grünlich  mit  blau  durch¬ 
scheinenden  schwarzen  Partien  der  Unterseite.  <$  mit  sehr  breitem  schwarzem  Außensaum,  jedoch  mit  viel 
schmälerem  Rand  als  bei  sestia-%.  Vflgl  selten  mit  grauweißen  Subapicalmakeln.  V  manchmal  in  Uebergängen 
zu  ogulina-<$$  von  Britisch  Neu- Guinea,  wenigstens  hat  H  agen  ein  solches  mit  analwärts  fast  fadenförmigem 
proximal  blauschattiertem  Terminalrand  in  Stefansort  aufgefunden.  Die  Unterseite  von  drei  Uj  meiner  Samm¬ 
lung,  darunter  eines  vom  Berg  Gelu,  einem  Eckpfeiler  des  Finisterre-Gebirges,  trägt  ein  gelbes,  nach  vorne 
weiß  aufhellendes  Discalfeld  mit  ausgedehnter  schwarzer  Umrahmung.  Das  dunkle  $.  atinia  Frühst.,  ist  alinia. 
größer  als  die  schwarzen  <2<Jvon  British  Neu-Guinea  mit  längerem  gelbem  Subapicalst reifen  der  Vflgl- Unterseite. 

hesychia  Frühst,  wurde  auf  die  helle  Form  der  Goodenough-Insel,  nordöstlich  von  Britisch  Neu-Guinea  hesychia. 
basiert.  $  größer  als  guerini  Wall,  von  Queensland,  mit  viel  bleicherer  Grundfärbung  der  Figloberseite,  die*  fast 
ebenso  licht  ist  wie  bei  geoffroyi.  Auch  die  ausgedehnte  schwarze  Figlumsäumung  erinnert  namentlich  im  Analwinkel 
der  Vflgl  an  geoffroyi.  Im  breiten  schwarzen  Apicalsaum,  der  schärfer  abgesetzt  bleibt  als  bei  guerini,  lagern 
3  gelbliche  Flecken.  Der  Costalsaum  der  Vflgl  bis  zur  Figlmitte  gelb.  Unterseite  der  Vflgl  schmäler  schwarz 
begrenzt,  dadurch  erscheint  der  weiße  Basalteil  breiter  weiß,  das  Weiß  füllt  auch  den  Analwinkel  aus.  Der 
gelbe  Subanalfleck  breiter,  die  grüne  Subanalbinde  dunkler  und  reicht  bis  nahe  an  den  Vrd.  —  dertona  Frühst,  dertona. 
bezeichnet  die  geschwärzte  Form  dazu;  dertona  ist  gleich  hesychia  größer  als  die  Form  der  Hauptinsel  und 
semperi  Stgr.  von  Queensland.  Unterseite :  Alle  roten  und  gelben  Flecken  der  Vflgl  größer,  auch  der  weiße 
Fleck  am  Costalrand  oberhalb  der  Zelle.  Die  Hflgl  sind  schmaler  schwarz  gesäumt,  dafür  jedoch  die  weißliche 
Submarginalbinde  verbreitert.  Der  rote  Basalfleck  sehr  viel  größer  als  bei  Waigiu-Exemplaren ;  anstatt  zwei 
subanaler  schwarzer  Querstreifen  finden  wir  nur  einen.  Der  kanarien -gelbe  Anflug  viel  ausgedehnter  und  die 
subanale  grüne  Bestäubung  heller.  Die  Oberseite  ist  nicht  wesentlich  verschieden;  nur  macht  sich  eine  Tendenz 
zur  Verbreiterung  des  schwarzen  Distalsaums  bemerkbar.  Goodenough-Insel.  —  elissa  Frühst.  Ein  elissa. 
Aru-cJ  des  British  Museum  nähert  sich  viel  mehr  geoffroyi  semperi  Stgr.  von  Queensland  als  der  Form  des  Papua- 
Gebietes.  Von  geoffroyi  fällt  elissa  leicht  zu  unterscheiden  durch  eine  breite  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl- 
Oberseite,  die  noch  du  nt  1er  ockergelb  und  breiter  ist  als  bei  semperi.  Unterseite:  Vflgl.  Die  Subapicalbinde 
fast  nochmal  so  breit  als  bei  typischen  geoffroyi  und  heller  als  bei  semperi.  Die  weiße  Makel  am  Costalrand 
sehr  schmal  und  lang,  sowie  scharf  begrenzt.  Der  Analwinkel  schwarz  bezogen.  Die  rote  Makel  zwischen 
den  Medianen  sehr  verbreitert.  Hflgl :  Roter  Basalfleck  kurz,  am  Grunde  breit,  sehr  spitz  auslaufend.  Subapical¬ 
binde  schräger  als  bei  semperi,  schmäler  und  schon  in  der  Flglmitte  endend,  während  sie  bei  semperi  und  geoffroyi 
den  ganzen  Vrd  schwarz  umsäumt.  Die  grünliche  subanale  Bestäubung  reduzierter  als  bei  geoffroyi ,  jedoch 
viel  reicher  als  bei  semperi.  Wanumba,  eine  der  Aru-Inseln.  Type  (aus  Moore’s  Coli.)  im  British  Museum.  - 
guerini  Wall,  im  tropischen  Australien  von  Queensland  bis  zum  Cape-York  zu  Hause,  wurde  schon  1877  aus  guerini. 
gesellig  lebenden  Rpn  gezogen.  Die  frische  Brut  erscheint  im  Juni,  doch  finden  sich  auch  im  Oktober  und 
November  noch  Exemplare  vor.  Die  beiden  Formen  sind  schärfer  als  bei  den  papuanischen  Rassen  getrennt, 
so  daß  sie  auf  dem  Continent  von  Australien  vielleicht  an  bestimmte  Jahreszeiten  gebunden  sind.  —  Die  weiße 
Form  semperi  Stgr.  zeigt  auch  beim  $  nicht  den  grünlichen  Anflug  der  Neu-Guinea-(J  J.  dagegen  eine  noch  aus-  semperi. 
gedehntere  blaugraue  Submarginalzone  der  Hflgl.  Die  Subapicalmakel  der  Unterseite  der  Vflgl  und  das  Chrom¬ 
gelb  der  Hflgl  der  noch  ausgedehnter  als  bei  geoffroyi  Guer.  von  Dorey.  Von  semperi  gibt  es  Uebergänge 
zu  der  dunklen  Form  in  der  Weise,  daß  zwar  die  Unterseite  der  Vflgl  weiß  bleibt,  die  gesamte  Oberfläche  der 
Hflgl  aber  in  das  schwarze  Colorit  getaucht  ist,  (J  negrito  form,  nov.),  wie  sie  bereits  Semper  (Journal  Museum  negrito. 
Godeffroy,  1878,  Taf.  9,  Fig.  13)  abbildete.  guerini  Wall,  bezeichnet  die  oben  graublaue,  unten  schwarze 
Färbungsvariante,  die  mit  semperi  die  großen  weißen  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  zwar  im  Gegensatz  zu 
den  papuanischen  Rassen,  gemeinsam  hat.  Unterseite  der  Hflgl  der  mit  einer  weißlichen,  beim  $  mit  einer 
hellgrünen  Submarginalbinde,  die  in  Gemeinschaft  mit  dem  auch  sonst  reicheren  Colorit  gleichfalls  mit  allen 
Vikarianten  contrastiert. 


M.  eucosmetos  ersetzt  geoffroyi  im  Bismarckarchipel,  von  woher  wir  zwei  gut  geschiedene  Inselrassen 
und  zwar  nur  in  der  hellen  Färbungsrichtung  kennen,  eucosmetos  Godm.  u.  Salv..  die  Nominatform,  bewohnt  eucosmetos. 
Neu-Mecklenburg  und  Nussa-Laut,  ist  sehr  selten  in  den  Sammlungen.  Größer  als  geoffroyi  und  ivoodfordi  mit 
ausgedehntem,  beim  <$  weißen,  beim  $  gelblichen  Subapicalfeld  der  Oberseite  der  Vflgl.  Unterseite  sofort  kennt¬ 
lich  an  einem  den  ganzen  Vrd  der  Hflgl  breit  durchziehenden  roten  Streifen  an  Stelle  des  Basalflecks  der  übrigen 
Species.  —  cottonis  Sm.  findet  sich  auf  Neu-Ponnnern,  Flugzeit  im  Februar.  Die  Pp  beschreibt  Dr.  Pagen-  cottonis. 
Stecher  als  bräunlich,  stark  gekielt  auf  dem  Rücken  vom  Habitus  unserer  Vanessa-Ppn  und  ähnlich  jenen  von 
M .  woodfordi.  cottonis  stellt  eine  ausgezeichnete  Lokalform  dar,  mit  breiterem  schwarzen  Distalsaum  ohne 
subapicale  weiße  Einlage,  $  mit  ausgedehnterem,  weißen  statt  gelblichen  Gebiet  der  Vflgl.  unterseits  noch 
markanter  carminrot,  aber  weniger  ausgedehnt  gelb  gebändert  als  eucosmetos.  $  viel  größer,  auch  oberseits 
mit  rein  weißem  und  unten  noch  mehr  verbreiterten  schrägen  Subapicalfeld  der  Vflgl.  Sehr  selten,  eine  der 
schönsten  Mynes.  —  Als  schönbergi  Röb.  ist  eine  weitere  Form  mit  breitem  roten  Vrd  der  Hflgl-Unterseite  schönbergi. 
angeblich  aus  Constantinhafen  beschrieben.  Vielleicht  liegt  eine  Fundortsverwechslung  vor  oder  es  handelt 
sich  um  eine  Farbenspielart  von  geoffroyi.  Die  Größenverhältnisse,  60  mm  Spannweite,  verweisen  auf  cottonis, 
mit  der  ja  (entgegen  der  Angabe  Röber’s)  auch  der  Carminstreifen  der  Hflgl  übereinkommt. 

IX 


68 


RHINOPALPA.  Von  H.  FrijHStorfer. 


wehster  i. 


katharina. 


birmana. 


538 


M.  websteri  8m.  ist  die  einzige  bekannte  Mynes  mit  fehlendem  roten  Basalfleck  der  Hflgl,  an  dessen 
Stelle  ein  subbasaler  langer  gelber  Streifen  längs  der  Costalader  tritt.  Oberseite  des  $  etwa  wie  bei  geoffroyi 
blaugrün  mit  schräg  abgeschnittenem  schwarzen,  nach  hinten  verjüngten  Distalrand  derVflgl.  Die  Hflgl  etwa  wie  bei 
Eriboea  hebe  (134b)  gezeichnet,  mit  einem  schmalen  Terminalsaum  und  dahinter  drei  bis  fünf  flach  halbmond¬ 
förmigen  Intranervalmakeln,  sowie  einige  Punkte.  Unterseite  äußerst  charakteristisch :  Vflgl  wie  Pap.  antiphates 
(40  b,  c),  mit  fünf  schwarzen  analwärts  verschmälerten  Längsstreifen  auf  weißem  Grunde.  Hflgl  schwarz  mit  einem 
apicalen  und  einem  subanalen,  lehmgelben  Fleck,  dazwischen  vier  blaue  Ocellen.  Hinter  der  Zelle  eine  hammer- 
artige  gelbe  Linie.  Smith  bildete,  wie  dies  Hagen  bereits  korrigiert  hat,  ein  $  ab.  Das  $  ist  kleiner,  hat  auf 
der  Unterseite  die  schwarzen  Papilio- Streifen  breiter  und  die  Längslinien  der  Hflgl  etwas  heller  und  pro¬ 
minenter.  Zugleich  ist  die  submarginale  Binde,  in  welcher  die  blauen  Flecken  stehen,  metallisch  golden.  Sehr 
selten.  Hagen  fand  nur  ein  Paar  und  ich  sah  auch  nur  einmal  ein  bei  Herrn  Thiele  in  Berlin.  Als  Fund¬ 
ort  ist  bisher  nur  der  Sattelberg  bekannt. 

M.  katharina  Bibbe,  die  kleinste  Art  des  Genus,  gleicht  ober-  wie  unterseits  der  Symbr.  hippalus 
Fldr.  (121  e)  namentlich  auch  in  der  Größe.  Die  Species  wird  dadurch  interessant,  daß  sowohl  der  Intramedian¬ 
fleck  der  Vflgl  wie  auch  die  Basalmakel  der  Hflgl-Unterseite  gelb  verfärbt  sind.  Gelb  ist  wie  üblich  auch  die 
subanale  Binde  der  Hflgl.  Sonst  wiederholt  sich  die  S.  hippalus- Zeichnung  in  Gestalt  weißer  Flecken  der  Vflgl 
und  eines  rundlicheren  Discalfeldes  der  Hflgl.  Von  Xeu- Pommern  beschrieben,  nach  Dr.  Pagenstecher  auch 
von  Heu-Hannover  im  Tring-Museum. 

25.  Gattung:  llliiiiopalpa  Fldr. 

In  dieser  monotypischen  Gattung  sind  die  Palpen  ungewöhnlich  lang,  dicht  beschuppt  und  am  Ende 
Aveit  auseinander  klaffend.  Der  3.  Subcostalast  ist  dem  4.  viel  näher  als  dem  Zellende,  gerade  aufsteigend. 
Die  Zellen  der  Vflgl  soavoIü  als  der  Hflgl  sind  vollkommen  offen.  Die  untere  Radiale  der  Hflgl  ist  an  ihrem 
Ursprung  Avenig  gebogen;  die  Präcostalader  einfach,  gerade,  und  nur  an  der  Spitze  kurz  umgebogen.  Die 
Hflgl  sind  am  Ird  zwischen  der  Submediana  und  dem  1.  Medianast  stumpf  vorgezogen  und  laufen  an  der 
unteren  Radiale  in  einen  langen  und  spitzen  Schwanz  aus;  außerdem  treten  die  Vflgl  im  Apicalteil  breit  eckig 
vor,  sodaß  die  einzige  Art  des  Genus  ein  ganz  bestimmtes  charakteristisches  Merkmal  allen  andern  Nympha- 
liden  Süd-Asiens  gegenüber  besitzt.  Das  $  ist  stets  größer  als  das  färbungsdimorph.  Verbreitung  von  Birma 
an  über  ganz  Makromalayana  zu  den  Philippinen  und  Celebes.  Bereits  geringe  Distanzen  wirken  umbildend 
auf  die  Formen  ein;  so  hat  das  östliche  Java  eine  von  den  westlichen  Regionen  der  Insel  abweichende  Unterart. 
Bewohner  der  Ebene,  die  nur  auf  die  Vorberge  hinaufgehen,  sowohl  auf  Sumatra  wie  auch  Java  Höhen  von 
etwa  8 — 900  m  nicht  überschreiten.  Klammerorgane  hervorragend  differenziert,  weder  mit  Yoma  (mit  welcher 
das  Geäder)  noch  mit  Gynthia  (mit  denen  die  Rp  übereinkommt)  in  irgend  welchen  näheren  Beziehungen. 
Uncus  gespalten,  Valve  breit,  vorne  offen,  mit  feinen  Borsten  besetzt,  leicht  abgerundet  und  wie  ein  in  der 
Längsachse  halbierter  Lampenzylinder  aufgebogen.  Penis  distal  dünn,  sehr  spitz,  in  einer  kurzen  Scheide 
steckend,  deren  Klappen  eine  dreieckige  Form  haben  und  nach  innen  wie  auch  ventral  einen  zahnartigen  An¬ 
satz  führen.  Der  zweiteilige  Uncus  erinnert  an  jenen  der  Genera  Mynes  und  Kallima,  mit  denen  Rhinopalpa 
jedoch  strukturell  in  keinem  Connex  steht.  —  Flug  ziemlich  leicht,  rasch,  aber  kurz.  Die  E<S  setzen  sich 
gerne  an  dürre  Zweige  nahe  dem  Boden,  auf  Fäkalien  und  an  Hauswände.  Sonst  Schattentiere,  auf  Wald- 
Avegen  und  in  Obstgärten.  $$  sehr  selten.  —  Rp  von  Dr.  Piepers  entdeckt,  durchaus  vom  Typus 
der  Gynthia- Rp.  auf  Conocephalus  suaveolens  Blainw.,  abwechselnd  hell  und  dunkelbraun  mit  sehr  fein  ge¬ 
zackten  etwas  nach  vorne  gebogenen  Dornen  auf  jedem  Segment,  der  Kopf  scliAvarz  mit  sehr  langen,  ebenfalls 
schwarzen,  fein  verzweigten  Hörnern.  Herr  Dr.  Piepers  Avird  diese  und  andere  von  ihm  entdeckte  Jugendstadien 
in  seinem  Werk  „The  Rhopalocera  of  Java“  abbilden. 

Rh.  polynice  zerfällt  im  makromalayischen  Gebiet  in  eine  Serie  von  Insel-  und  Ortsformen.  Die  geogra¬ 
phische  Variabilität  ergreift  zuerst  das  $,  die  <$$  sind  vielfach  nur  unwesentlich  differenziert.  Auf  den  Phi¬ 
lippinen  erscheinen  zudem  die  $$  in  ein  äußerst  melanotisches,  $ -ähnliches  Kleid  gehüllt.  Die  Variations- Ampli¬ 
tude  ergeben  unsere  Figuren  113b  und  c.  Die  Unterseite  äußerst  charakteristisch  durch  eine  submarginale  Ketten¬ 
reihe  von  6  Ocellen  auf  den  Vflgln  und  5  Augen  der  Hflgl.  Beiden  Geschlechtern  gemeinsam  ist  ein  hart¬ 
näckiger  Aveißer,  quadratischer  (Makromalayana  )  oder  Halbmondfleck  (Celebes)  über  der  Submediana  der  Vflgl,  die 
<$<$  führen  zudem  noch  rotbraune  Subanalmakeln,  die  sich  auch  proximal  von  den  Ocellen  in  Gestalt  von  kurzen 
Binden  manchmal  wiederholen,  den  $$  in  der  Regel  fehlen.  —  birmana  Frühst.,  die  nördlichste  Abzweigung 
der  Gesamtart,  Type  aus  Unterbirma,  wird  manchmal  aber  noch  in  Assam  gefunden,  avo  sie  bis  zu  den  Naga- 
Hills  hinaufgeht;  doch  ist  birmana  bereits  auf  den  Karen-Hills  sehr  selten,  ebenso  im  Mergui- Archipel.  $  und 
$  sind  etAvas  variabel,  Avas  vermutlich  mit  den  in  Birma  so  schroff  abgesetzten  Jahreszeiten  in  Verbindung 
steht.  Meine  Type  gleicht  mit  ihrem  ausgedehnten,  schräg  nach  hinten  verjüngten  und  apicalwärts  verbreiterten 
Randgebiet  der  BiNGHAM’schen  Abbildung  (in  Fauna  Indica,  taf.  10,  fig.  75),  während  Moore  (in  Lepidoptera 
Indica  taf.  327)  ein  viel  geringer  scliAvarz  umrandetes  vermutlich  der  Trockenzeit,  abbildet.  Das  $  ist 
nach  Moore  gleichfalls  von  allen  Vikarianten  abweichend  durch  kaum  halb  so  ansehnlichen,  analwärts  sogar 
von  einem  gelben  Streifen  zerteilten  Terminalsaum  der  Vflgl.  Unterseite  auffallend  hell,  Mediangebiet  licht- 


RHINOPALPA.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


539 


gelb,  proximal  intensiv  hell  grauviolett  begrenzt.  —  eudoxia  Guer.  (=  fulva  Fldr.)  ist  die  seltene  Arealrasse  eudoxia. 
der  malayischen  Halbinsel,  die  lange  Zeit  verkannt  wurde,  weil  Delessert  vom  $  ein  bizarres  Bild  lieferte, 
welches  'I )i stakt,  nocli  mit  dicken  blauen  Streifen  vermehrt  und  verunziert,  kopierte.  Erst  Moore,  Semper 
und  ich  selbst  stellten  ziemlich  zu  gleicher  Zeit  die  Identität  mit  Felde r’s  fulva  fest.  9$  sah  ich  in  der  Samm¬ 
lung  Staudinger  in  Berlin;  sie  schließen  sich  an  birmana-tyty  an  und  differieren  von  sumatranischen  9?  durch 
reiner  und  lichter  gelbe  Tönung  der  Medianzone  der  Oberseite  aller  Figl.  —  polynice  Cr.  ist  nicht  sehr  selten  polynice. 
in  Nordost-Sumatra,  wo  die  $3  gelegentlich  auf  animalischem  Unrat  der  Waldwege  naschend  angetroffen 
werden.  Die  $9  haben  eine  oberflächliche  Aehnlichkeit  mit  gewöhnlichen  Cirrochroa-QQ.  Cbamer’s  Type 
stammte  aus  Padang  von  West-Sumatra,  woher  mehrere  99  in  meiner  Kollektion  vertreten  sind.  Diese  ent¬ 
fernen  sich  vom  helionice- 9  (113  b)  durch  schmälere  schwarze  Randzone  und  lichteren  Basalteil  der  Oberseite, 
sowie  dem  Vorhandensein  einer  rötlichgelben  Zone  innerhalb  der  Ocellenkette.  —  acharis  subsp.  nov.  verbindet  a charis. 
polynice  mit  helionice  und  verrät  den  Satellitinsel-Melanismus  durch  das  Fehlen  weißer  Anteterminallinien, 
der  rotbraunen  Begrenzung  der  Ocellen  sowie  den  in  seiner  Gesamtheit  verdüsterten  Colorit  der  Unterseite. 
Natuna-Inseln.  —  helionice  subsp.  nov.  (113  b)  entfernt  sich  vom  polynice -<$  durch  lichter  gelbbraune  statt  helionice. 
mehr  rotbraune  Oberseite.  Vom  9  existieren  zwei  Formen;  die  abgebildete  der  Ebene,  relativ  klein,  mit  win¬ 
zigen  Submarginalpunkten  der  Hflgl-Oberseite.  Das  Distalgebiet  der  Unterseite  der  Hflgl  führt  innerhalb 
der  Ocellen  keinen  rotbraunen  Vorhof ;  —  elema  form.  nov.  dagegen  zeigt  markante  runde  intramediane  Punkte  elcma. 
der  Hflgl,  eine  kakaobraune  Basalpartie  und  ein  dunkel  purpurbraunes  Submarginalgebiet  der  Unterseite 
aller  Figl.  Die  weißliche  Medianregion  ist  dagegen  zurückgedrängt,  kontrastiert  aber  lebhafter  mit  der  farben¬ 
satten  Umgebung.  Nord-Borneo :  Kina-Balu- Gebiet.  —  callonice  Frühst.  (113  c)  entfernt  sich  von  allen  makro-  callonice. 
malayischen  Vikarianten  durch  die  kleine  Gestalt,  den  beim  ungewöhnlich  verbreiterten,  beim  9  dagegen 
obsoleten,  nur  noch  als  braunem  Schatten  vorhandenen  Distalsaum  aller  Figl.  Durch  den  verschmälerten 
Außensaum  gewinnen  die  schwarzen  Augenflecken  der  Hflgl  Platz,  so  daß  sie  bis  zur  Subcostale  frei  liegen. 
Unterseits  führen  die  eine  reichere  rotbraune  Ornamentik  als  jene  von  Sumatra  und  Java.  9  mit  so  aus¬ 
gedehnter  weißlicher  Submarginal-  und  Medianzone  aller  Figl,  daß  selbst  die  sonst  am  hellsten  gefärbte  ost¬ 
javanische  Rasse  noch  davon  Überboten  wird.  Vom  9  erscheint  manchmal  eine  Form,  welche  vermutlich  der 
Regenzeit  angehört,  mit  rauchbraun  überstäubter  Oberseite  aller  Figl :  nocturnia  form.  nov.  Insel  Nias  ziem¬ 
lich  selten.  —  mentawica  subsp.  nov.  differiert  durch  einen  markanten  10  mm  breiten  schwarzen  Distalsaum 
der  Oberseite  aller  Figl  von  callonice -99  i  Mentawej -Inseln.  —  elpinice  Fldr.  gleicht  im  männlichen  Geschlecht 
etwas  der  callonice,  doch  verläuft  das  schwarze  Randgebiet  derVflgl  geradliniger;  das  will  sagen,  daß  der  Apical- 
saum  nicht  so  weit  in  die  Figlmitte  vordringt  wie  bei  Nias-d'd'.  $  relativ  klein,  dem  helionice- 9  sehr  nahe  stehend, 
unterseits  dunkler  als  polynice -9,  fast  ohne  weißliche  Aufhellung  der  Medianzone.  In  Ost-Java  ist  jedoch 
anscheinend  eine  Trockenzeitform  im  Entstehen  begriffen,  mit  oberseits  ganz  fahlgelben  99>  deren  schwar¬ 
zer  Figlrand  sich  in  der  Gegend  der  hinteren  Radiale  bereits  auflöst  und  in  die  Grundfarbe  übergeht,  elpinice 
ist  selten  auf  Java;  man  trifft  die  CC  auf  nassen  Stellen  der  Waldwege  in  ca.  5 — 600  m  Erhebung.  Doherty 
hat  elpinice  auch  auf  Bali  gesammelt.  Mit  tamora  beginnt  eine  Serie  von  Inselrassen,  welche  die  Philippinen 
bewohnt  und  von  makromalayischen  Typen  leicht  zu  unterscheiden  ist  durch  das  vom  $  nur  unerheblich  dif¬ 
ferierende  Kleid  der  99»  welche  auch  noch  dadurch  auffallen,  daß  der  schwarze  Rand  aller  Figl  bis  zur  Zelle 
vordringt,  sodaß  die  Basalpartie  auf  ein  schmales  Feld  beschränkt  wird.  Nach  Semper  hat  Luzon  Exemplare 
mit  größerem  Basalfeld  als  Mindanao.  Am  dunkelsten  scheint  die  Mindoro-Rasse  zu  sein  und  auf  Panay 
hat  sich  eine  besonders  modifizierte  Inselform  ausgebildet.  — -  tamora  Frühst,  von  der  Insel  Bazilan  ist  habituell  tamora. 
sehr  groß,  in  der  Verteilung  der  schwarzen  Umrandung  der  birmana  genähert.  Grundfarbe  wie  bei  callonice- <$. 

Flugzeit  Februar,  März.  Von  Doherty  entdeckt.  —  validice  subsp.  nov.  (113  b)  stellt  vermutlich  die  Trocken-  validice. 
zeitform  der  Mindanao-Rasse  dar.  Das  abgebildete  9  gleicht  demjenigen,  das  Semper  von  Ost-Mindanao 
(taf.  21  seines  Philippinenwerks)  darstellte.  Daneben  existieren  auf  Mindanao  auch  99  mit  heller  gelber  Basal¬ 
region  aller  Figl,  von  Gestalt  noch  etwas  ansehnlicher  als  validice ;  vielleicht  die  Generation  der  nassen  Zeit, 
wenn  nicht  von  einer  anderen  Insel.  Man  kann  diese  wohl  als  bellinice  9 -form.  nov.  bezeichnen.  —  amoenice  bellinice. 


nocturnia. 

mentawica. 

elpinice. 


subsp. 


nov. 


vermittelt  den  Uebergang  von  der  Mindanao-Rasse  zu  jener  von  Luzon.  Es  liegt  mir  nur  ein 


amoenice. 


vor,  welches  sich  im  Kolorit  der  validice  anschließt,  doch  einen  lebhafter  rotbraunen  Basalanflug  zeigt.  Gestalt 
erheblich  kleiner,  etwa  wie  bei  callonice -9-  Das  9  von  amoenice  fehlt  mir,  ich  sah  es  jedoch  in  der  Sammlung 
Staudinger.  Es  bleibt  habituell  hinter  validice  zurück  und  die  Basalfärbung  ist  selbst  noch  mehr  verdunkelt. 

Mindoro.  — -  panayana  subsp.  nov.  verrät  einen  deutlichen  Rückschlag  zu  den  makromalayischen  Formen.  Basis  pamiyana 
aller  Figl  hellgelb,  nur  am  distalen  Rand  leichthin  rotbraun  angeflogen.  Aeußere  Umrahmung  selbst  schmal 
schwarz,  also  im  lebhaften  Gegensatz  zu  amoenice,  deren  dunkle  Figlhälfte  breiter  erscheint  als  die  rotbraune. 

Insel  Panay.  Type  in  der  Kollektion  Semper  im  Senckenbergischen  Museum  in  Frankfurt  a.  M.  —  stratonice  stratonice. 
Fldr.  endlich  bewohnt  die  nördlichen  Philippinen,  geht  sogar  noch  auf  die  Babuyanes  über.  mit  aufgehell¬ 

tem  rotbraunem  Basalteil  der  Hflgl,  dadurch  ohne  weiteres  von  der  Mindoro-Rasse  abweichend.  Die  schwarze 
Außenhälfte  der  Vflgl  proximal  schärfer  abgesondert  als  bei  amoenice.  Es  ist  ziemlich  sicher,  daß  von  stra¬ 
tonice  auch  Zeitformen  existieren,  doch  fehlen  hierüber  noch  genauere  Beobachtungen.  Die  großen  9‘Formen 
der  südlichen  Philippmen  leiten  über  zu  der  riesenhaften  megalonice  Fldr.  von  Nord-Celebes,  die  ich  auf  Grund  megaionice. 
ihres  total  verschiedenen  9  früher  als  Species  auffaßte.  Die  Unterseite  der  harmoniert  aber  doch  so  voll- 


540 


YOMA.  Von  H.  Frcthstorfer. 


kommen  mit  den  westmalayischen  Inselrassen,  daß  wir  sie  heute  mit  der  Nommatform  vereinigen.  unterseits 
von  intensiveren  weißlichblauen  Linien  durchzogen  und  reicher  violett  überhaucht.  Der  rotbraune  Terminal¬ 
saum  aller  Figl  prägnanter,  der  resistente  weiße  Fleck  an  der  Submediana  der  Vflgl  halbmondförmig  statt 
quadratisch  wie  bei  polynice  von  Makromalayana.  Das  bisher  unbeschriebene  $  fing  ich  November — Dezember 
bei  Toli-Toli,  Nord-Celebes.  Es  hat  einen  graubraunen,  nach  innen  schwärzlich  nachdunkelnden  Außenrd, 
der  auf  den  Vflgln  eine  Serie  von  sechs  schwarzen  submarginalen  Punktflecken  umschließt.  An  der  Zelle  ein 
brauner  Fleck,  der  sich  manchmal  bindenartig  bis  zur  Submediana  verlängert.  Basis  licht  rotbraun,  dicht 
schwärzlich  überstäubt.  Unterseite  etwa  wie  bei  den  $$ -Formen  von  Mindanao,  doch  blasser,  die  Ocellen  in 
eunice.  einem  hell  kaffeebraunem  Vorhof  stehend,  proximal  lebhaft  rot  begrenzt.  —  eunice  Frühst,  amschreibt  ehie 
unterseits  beim  noch  leuchtender  blauweiß  dekorierte  Arealform  mit  fast  doppelt  so  breitem  weißem  Halbmond 
an  der  Submediana  der  Vflgl ;  Klammerorgane  in  der  Gattungsdiagnose  beschrieben.  Südliches  Celebes,  Umgebung 
des  Wasserfall  von  Maros.  Von  mir  im  Januar  gesammelt.  Das  $  fand  Doherty  bei  Pare-Pare  und  Holland  gab 
1890  eine  Diagnose  desselben. 

26.  Gattung:  loma  Doh. 

War  früher  mit  Rhinopalpa  vereinigt,  von  welcher  sie  mit  Recht  getrennt  wurde  wegen  der  auf  beiden 
Flgln  wenn  auch  nur  durch  eine  ganz  dünne  Querader  geschlossenen  Zellen,  die  bei  Rhinopalpa  nicht  nur  offen, 
sondern  auch  schmäler  sind.  Ferner  stehen  die  Subcostaläste  bei  Y oma  dichter  zusammen,  der  dritte  Subcostal- 
ast  zweigt  genau  in  der  Mitte  zwischen  dem  Zellapex  und  der  Apicalspitze  der  Vflgl  ab,  während  er  bei  Rhino¬ 
palpa  nur  eine  ganz  kurze  Gabel  bildet,  d.  h.  dessen  Ursprung  dem  vierten  Subcostalast  genähert  ist.  Mittlere 
Discocellularis  zudem  konkav  ausgebogen,  breit,  nicht  kurz  wie  bei  Rhinopalpa ,  so  daß  die  beiden  Radialen 
distanziert  sind  und  deren  Ursprung  nicht  wie  bei  Rhinopalpa  von  einem  Punkt  ausgeht.  Präcostale  der  Hflgl 
kürzer  als  bei  Rhinopalpa.  Sehr  schwach  sind  dagegen  die  Differenzialcharaktere  der  äthiopischen  Salamis 
gegenüber,  von  welchen  als  wichtigster  Faktor  die  dünnere  Querader  der  Hflgl  gelten  kann,  die  mehr  basal 
den  Zellabschluß  bildet  und  proximal  von  der  Mediangabelung  ausläuft,  während  sie  bei  Salamis  auf  die  Ga¬ 
belung  stößt.  Leicht  zu  erfassen  sind  jedoch  die  Differenzen  der  neotropischen  Napeocles  gegenüber,  von  der 
sich  Y oma  ohne  weiteres  separiert  durch  die  gebogene  mittlere  und  hintere  Discocellularis,  welche  bei  Nape¬ 
ocles  fast  vertical  gestellt  sind.  Auch  ist  die  Präcostale  von  Napeocles  nicht  wie  bei  Salamis  und  Y oma  distal 
umgebogen,  sondern  besteht  nur  aus  einem  vorne  abgeschnittenen  Stiel.  Schwänzchen  der  Hflgl  an  der  dritten 
Mediana,  bei  Rhinopalpa  an  der  hinteren  Radiale.  Klammerorgane  äußerst  kompliziert.  Tegumen  mit  kräf¬ 
tigem  hakenförmigem  Uncus  und  häutigem  breitlappigem  Scaphium.  Valve  basal  breit,  dann  plötzlich  schräg 
abgeschnitten  mit  fingerförmiger  Spitze.  Darüber  ein  Clinopusartiger,  an  Argynnis  gemahnender  zylindrischer 
Wulst.  Penis  lang,  scharf  degenartig,  spitz.  Saccus  sehr  schlank,  klein.  Rp  vanessoid,  jener  der  Gattung  Dole- 
schallia  am  nächsten,  schwarz  mit  paarweise  stehenden  fein  verästelten  ebensolchen  Dornen  auf  dem  Kopf 
und  Rücken,  auch  laterale  Dornen  über  den  Füßen  und  über  diesen  wie  bei  Doleschallia  rote  Punkflecke.  Pp 
jener  von  H  ypolimnas  gleichend;  Kopf  mit  einer  etwas  vorspringenden  Stirne,  aber  nicht  in  zwei  Spitzen  aus¬ 
gezogen  wie  bei  Doleschallia  oder  Vanessa.  Farbe  grau,  Abdomen  mit  einigen  weniger  als  bei  H ypolimnas  ent¬ 
wickelten  Tuberkeln  .  (Nach  Semper’s  Figur  in  Schmetterlinge  der  Philippinen,  Taf.  A).  Imago  individuell 
analog  den  Kallimen  unterseits  veränderlich,  in  den  Farben  und  Zeichnungsverteilungen  die  Kallimen  beinah 
noch  übertreffend.  Saisondimorphismus  ist  bei  kontinentalen  und  australisch-makromalayischen  Formen  zu 
konstatieren.  Geographische  Differenzierung  jedoch  unbedeutend  im  Vergleich  zu  den  Rhinopalpa  und  anderen 
Nymphaliden.  Falter  der  Ebene,  die  kaum  über  600  m  auf  den  Vorbergen  hinausgehen;  sie  bevorzugen  son¬ 
nigen  Wald,  da  wo  blühende  Sträucher  in  der  Nähe  von  Wasserläufen  stehen.  Ihre  wahre  Heimat  ist  das  Papua- 
Gebiet  und  die  Molukken.  Sie  sind  Inselschmetterlinge  par  excellence.  Ostwärts  gehen  sie  nach  Java  und  von 
da  aus  über  Bawean  und  die  malayische  Halbinsel  bis  Oberbirma.  Auf  Sumatra  fehlt  die  Gattung;  in  Borneo 
ist  sie  bereits  sehr  selten,  auf  den  Philippinen  sehr  häufig  und  mir  liegen  große  Serien  aus  Formosa  vor.  Da¬ 
gegen  berichten  alle  Sammler  von  kontinentalen  Exemplaren  über  deren  Seltenheit  und  schlechten  Erhaltungs¬ 
zustand,  was  auch  für  Annam  und  Siam  nach  meinen  Erfahrungen  zutrifft.  Das  Genus  umfaßt  vermutlich 
nur  zwei  Arten,  die  zudem  nur  Zweige  eines  Stammes  darstellen  und  von  welchen  die  gemeine  Y.  sabina  den 
Westen,  die  seltenere  Y.  algina  den  Osten  der  malayischen  Inselflur  bewohnt. 

Y.  sabina  von  Vorderindien  bis  zu  den  Molukken  und  südwärts  über  die  Key-Inseln  bis  Australien 
vasuki.  verbreitet,  entsendet  als  vasuki  Doh.  (113  b)  ihren  nördlichsten  Ausläufer  bis  Oberbirma.  Die  Falter  sind  in 
der  Regel  etwas  kleiner  als  die  Noniinatform  der  Südmolukken,  das  $  erreicht  wohl  niemals  die  Dimensionen 
des  sabina -$  (113  c),  und  die  <$<$  zeigen  nie  so  prominente  gelbe  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Die  Unterseite 
ist  äußerst  variabel,  und  führt  entweder  a)  breite  weißliche  Medianbinden,  die  auf  den  Vflgln  jenseits  der  Zelle 
distalstark  gewinkelt  sind  (C  ramer’s Type), oder  b)  auf  diesenBinden  schwärzlichePilzflecken  vortäuschendeUeber- 
atomaria.  puderung  (atomaria,  form,  nov.)  ( 137  c);  oder  c)  die  Längsbinden  fehlen  und  die  Unterseite  bleibt  monoton  grau 
sabulosa.  sandfarben  (sabulosa  form.  nov.).  Die  fa.  atomaria  wiederholt  sich  bei  den  Kallima,  welche  gleichfalls  ge¬ 
legentlich  unterseits  Flecken  tragen,  die  Blattpilze  imitieren.  Das  ^  ist  vom  $  leicht  zu  unterscheiden  durch 
zwei  weißliche  Submarginalpunkte  der  Vflgl,  die  zu  beiden  Seiten  der  vorderen  Mediana  stehen.  Es  ist  noch 
nicht  festgestellt,  ob  die  oben  genannten  Farben-  und  Binden- Aberrationen  an  bestimmte  Jahreszeiten  ge- 


YOMA.  Vom  H.  Früh  Storker. 


541 


bunden  sind.  Es  scheint  fast  nicht,  denn  es  existieren  an  verschiedenen  Lokalitäten  habituell  zwerghafte  5  5- 
die  ihrer  reichen  und  hellgelben  Zeichnung  der  Oberseite  nach  entschieden  eine  ganz  extreme  Trockenzeitform  dar¬ 
stellen.  Ich  hielt  sie  früher  für  eine  besondere  Art  und  beschrieb  sie  als  javana  Frühst.  (1  I  .‘1  b,  Oberseite,  I  37  c  Un-  javana. 
terseite),  ursprünglich  aus  Java;  es  liegen  mir  aber  jetzt  damit  ziemlich  übereinstimmende  rjVJ  auch  aus  Siam 
(Januar),  Mikromalayana  (Dämmer,  Roma),  woher  das  abgebildete  Stück  stammt,  und  den  Key-Inseln  vor.  Der 
rotgelbe  Fleck  in  der  Mitte  der  Vflglzelle  kann  manchmal  fehlen.  Die  Unterseite  ist  vorherrschend  gelblich,  statt 
weißlichgrau,  mit  gelblichen  Medianfeldern,  die  namentlich  proximal  scharf  abgeschnitten  sind.  Die  Klammerorgane 
sind  analog  jenen  von  sabina,  aber  entsprechend  dem  Habitus  zarter,  kleiner  als  bei  der  anseh.nl  i oberen  Xominat- 
form.  Zu  vasuki  rechne  ich  alle  Exemplare  der  orientalischen.  Region,  inclusive  jener  der  Philippinen,  woher  Semper 
einmal  von  CJamiguin  de  Mindanao  500  im  Juli  gefangene  Individuen  empfangen  hat.  Formosa,  Bawean, 
sein-  häufig  vom  Juli  bis  September;  Ost- Java,  ausgezeichnet  durch  prächtigen  violetten  Schiller  entlang 
der  gelben  Medianbincle.  Mikromalayana  bis  Alor.  — -  Von  Alor  an  bis  Amboina,  Buru  und  Key  findet  sich 
sabina  Cr.,  die  ihr  Autor  aus  Amboina  beschrieb.  Bei  ihr  treten  alle  unter  vasuki  aufgezählten  Farbenabwei-  sabina. 
chungen  der  Unterseite  in  Erscheinung;  dazu  kommen  dann  noch  zwei  weitere,  nämlich  $  mit  brauner  blatt- 
artiger  Verfärbung  (foliacea  form,  nov.)  und  Exemplare  mit  purpurn  übergossener  grauer  Grundfarbe  (purpurea  foliacea. 
form.  nov.).  — Auf  den  Nordmolukken  verändern  sich  die  $$  etwas,  ihr  Mediangebiet  wird  von  einer  schmalen  P,,ri‘"rca- 
manchmal  auf  den  Hflgln  weiß  zentrierten  Längsbinde  durchzogen,  vasilia  subsp.  nov.  Von  ihr  besitze  ich  nur  vasilia. 
die  Form  mit  breiten  weißen  Streifen  der  Unterseite,  Type  von  Batjan,  vermutlich  auch  auf  anderen  Inseln  der 
Nordmolukken.  —  parva  Btlr.  bezeichnet  die  habituell  kleinere  Rasse  von  Australien,  zu  der  australis  Frühst,  eine  parva. 
mit  javana  analoge  extreme  Trockenzeitform  darstellt.  Exemplare  mit  brauner  blattartiger  Unterseite  finden  sich  rt"  s/r"/,  s- 
neben  solchen,  die  eine  ansehnliche  weiße  Mittelbinde  führen.  Queensland,  vom  Cap  York  bis  Cooktown. 

Y.  algina  verteilt  sich  auf  das  melanesische  Gebiet  in  seiner  gesamten  Ausdehnung,  algina  läßt  sich  von 
sabina  auf  den  ersten  Blick  trennen  durch  die  rundlichere  Figlkontur  und  das  Vorhandensein  vollkommen 
ausgebildeter  Ocellen  der  Unterseite,  welche  beim  $  auf  den  Hflgln  auch  nach  oben  durchschlagen  und  nach 
Osten  zu  immer  größer  werden.  Im  Gegensatz  zu  sabina  sind  die  $$  färbungsdimorph;  es  existieren  von 
jeder  Unterart  solche  mit  weißer  und  gelber  Mittelbinde  der  Vflgl-Oberseite.  In  seltenen  Fällen  bleibt  die 
Binde  auch  auf  den  Hflgln  rein  weiß,  und  umgekehrt  verfärbt  sich  gelegentlich  schon,  die  intramecliane  Partie 
der  Vflgl  Wenigstens  peripherisch  in  rötlich-  oder  goldgelb.  Die  $$  zeigen  stets  kleinere  Subapicalmakeln 
als  sabina -$$  und  die  weißen  Intranervalpunkte  bleiben  weniger  hartnäckig,  verschwinden  bei  den  östlichen 
Rassen  völlig.  Sieben  Arealformen  sind  zu  separieren,  deren  Modifikation  sinnfälliger  als  bei  den  sabina-H&ssen 
hervortritt.  —  algina  Bsd.,  der  nomenclatorische  Typus,  dürfte  von  Waigiu  stammen.  Dortige  Exemplare  algina. 
sind  relativ  klein,  <$  mit  unbedeutender  gelber  Subapicalfleckung,  ^  der  hellen  Form  am  häufigsten.  Der 
Mittelstreifen  der  Unterseite  verläuft  geradliniger,  auch  distal  nicht  so  gewinkelt,  Avie  bei  sabina,  die  Unterseite 
zeigt  nur  manchmal  Blattfärbung.  Waigiu,  ziemlich  selten.  —  Als  vestina  subsp.  nov.  (113  c)  wird  die  dunkle  vestina. 
Territorialform  von  Holländisch  Neu-Guinea  eingeführt,  deren  C6  keinen  deutlichen  gelben  Apicalfleck  der 
Vflgl  aufweisen.  $  klein,  die  weiße  Mittelbinde  schmäler  als  bei  Waigiu  Exemplaren.- — Als  viruna  form.  nov.  vinma. 
Werden  seltene  §§  bezeichnet  mit  lichtockergelb  gebändertem  Rand  der  Vflgl.  Die  Mittelstreifung  der  Hflgl 
erheblich  schmäler  als  bei  anderen  m -Zweigrassen,  namentlich  nach  hinten  nur  noch  als  Wellenlinie  aus- 

laufend.  Type  von  Kapaur,  aber  auch  von  Dorey  in  meiner  Sammlung.  —  netonia  subsp.  nov,  bewohnt  das  netonia. 
Britische  und  Teile  des  Deutschen  Gebiets  von  Neu-Guinea.  netonia  übertrifft  die  bisher  erwähnten  Schwester- 
rassen  an  Größe  und  Schönheit  der  Färbung.  $  auf  den  Vflgln  reich  gelblich,  $  weißlich  gefleckt.  Beim  weißen 
$  stehen  die  Ocellen  manchmal  in  einem  schwarzen,  manchmal  in  einem  prächtig  rötlichockergelben  Vorhof 
der  Hflgl-Oberseite.  Das  Mittelfeld  ist  bei  beiden  Geschlechtern  auffallend  breit  und  es  scheint,  daß  die  Regen¬ 
zeit  auch  unterseits  erweiterte  Weißstreifung  erzielt,  während  ein  $  mit  entschiedener  Trockenzeit-  (d.  h.  Blatt-) 
färbung  der  Unterseite  nach  hinten  verjüngte  Binde  und  obsolete  Augen,  die  dann  an  sabina  erinnern,  auf¬ 
weist.  —  Als  taurisca  form.  nov.  (113  b)  AVird  eine  seltene  Koloritabweichung  aufgeführt,  die  oberseits  rein  A\reiße  taurisca 
Binden  beider  Figl  und  eine  vollständig  sandgrau  überzogene  Grundfarbe  der  Unterseite  hat.  Die  bereits  von 
sabina  bekannte  Form  atomaria  wiederholt  sich  bei  einem  $  aus  Finschhafen.  Nach  Hagen  ist  netonia 
in  der  Astrolabe-Bai  bei  Stefansort  vom  Dezember  bis  April  nicht  selten.  $$  aus  Simbang  (Huon-Golf)  sind 
größer,  mit  wie  bei  $$  von  der  Milne-Bai  markanteren  violetten  Submarginalflecken  der  Vflgl  und  breiter  gelb 
begrenzten  Ocellen  der  Hflgl.  Es  ist  demnach  wahrscheinlich,  daß  die  Stefansorter  algina  mehr  zu  vestina 
von  Holländisch  Neu-Guinea  gravitieren  als  zu  der  prunkenden  British  Neu-Guinea-Form ;  ein  Phänomen, 
das  wir  schon  wiederholt  und  analog  auch  bei  anderen  Rhopaloceren  der  in  Frage  kommenden  Landstriche 
zu  konstatieren  hatten.  —  odilia  subsp.  nov.  schließt  sich  eng  an  netonia  an;  fast  so  stattlich  Avie  letztere,  hat  odilia. 
sie  die  prägnantesten  rotgelben  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Dagegen  vermindert  sich  die  Breite  des  (Median- 
feldes  costalwärts  bei  $  und  $.  Die  schwarzen  Augen  der  Hflgl  prominenter  als  bei  den  Neu-Guinea-Vikarian- 
ten,  auch  unten  am  lebhaftesten  gelb  geringelt,  dadurch  bereits  zu  den  folgenden  Unterarten  hinneigend.  Fer- 
gusson  und  Kiriwina.  —  kokopona  Hag.  verliert  die  gelbe  und  weiße  Punktierung  der  Vflgl-Oberseite,  die  (Mittel-  kokopona. 
binde  ist  steiler,  in  der  Breite  erheblich  reduziert.  Augenflecken  der  Vflgl  bereits  größer  als  die  Ocellen,  AVelche 
die  Vikarianten  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  auf  den  Hflgln  tragen.  Längsbinde  unterseits  fast  rein  AA-eiß, 
sehr  schmal,  aber  fast  gleich  breit  auf  beiden  Figlpaaren.  Neu-Pommern,  -Lauen-  und  -Mecklenburg. — helisson  helisson. 


542 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Frtthstoreer. 


subsp.  7iov.  von  Neu-Hannover  differiert  nach  Dr.  Pagenstecher  bereits  von  kokopona,  die  gelbe  Binde  der 
Vflgl  ist  steil,  nicht  gebogen  wie  bei  pavonia,  auf  dem  Hflgl  gleichmäßig  goldgelb,  nur  nach  außen  etwas  dunkler 
beschattet.  Die  schwarzen  Augenflecke  treten  kaum  hervor,  da  sie  nur  ganz  schwach  gelb  umringelt  sind. 
Unterseite  grünlichbraun,  die  weiße  Binde  violett  überhaucht,  ebenso  der  Distalrand  auf  beiden  Flgln  violett 

pavonia.  übergossen.  Die  blaue  Zentrierung  der  Ocellen  der  Hflgl  etwas  stärker.  —  pavonia  Math,  schließt  sich  an  koko- 
poTia  an,  doch  ist  die  Längsbinde  der  Vflgl  der  §§  wieder  etwas  mehr  gebogen.  Ocellen  der  Vflgl  ausgedehnt 
gelb  umzogen,  das  dritte  Auge  vor  der  ersten  Mediana  der  Hflgl  am  schönsten  blau  gekernt.  Es  existieren 
$ -ähnliche  $$  und  solche  mit  weißem  Mittelfeld  der  Oberseite.  Type  von  Treasury-Insel;  auch  auf  Bougain- 
ville  und  den  Shortland-Inseln. 

27.  Gattung’:  Hy  pol  imnas  Hb7i.  (Apatura  F .  Diadema  Bsd.) 

Wenn  wir  die  Gesetze  der  Priorität  würdigen,  muß  dieses  Genus  den  Namen  Apatura  F.  führen,  wie 
dies  Scudder  1875  festgestellt  hat  und  wie  es  Moore  1881  und  1900  umgrenzte.  Der  Aenderung  wird  hier 
aber  keine  Folge  gegeben,  um  uns  nicht  in  Widerspruch  zu  setzen  mit  Band  I  S.  160  und  185.  Die  Mitglieder 
der  Gattung  darf  man  als  die  variabelsten  und  somit  wohl  mit  Recht  als  die  interessantesten  Tagfalter  bezeich¬ 
nen.  Durch  den  Polychromismus  der  $$  werden  sogar  noch  die  berühmten  Färbungskontraste  von  Papilio 
memnon  in  Schatten  gestellt ;  umsomehr,  als  bei  Hypolimnas  bolina  die  Variabilität  auch  die  ergreift,  während 
diese  bei  P.  memnon  ziemlich  konstant  bleiben.  Auf  dem  Kontinent  von  Indien  ist  ja  auch  tatsächlich  das 
unbeständiger  als  das  $,  hingegen  auf  den  Inselscharen  der  Archipele  kein  $  dem  anderen  gleicht.  Beide  Ge¬ 
schlechter  sind  sowohl  dem  zeitlichen,  wie  auch  dem  geographischen  Polymorphismus  unterworfen.  Interes¬ 
sant  ist  auch  das  Factum,  daß  sich  auf  den  Polynesischen  Inseln  die  Lokalrassen  schärfer  absondern,  als  im 
mikromalayisch-australischen  Gebiet,  sich  aber  dennoch  alle  westmalayisch-molukkischen  ^-Varianten  gleich¬ 
falls  in  Miniaturausgaben  wiederholen.  Bei  allem  individuellen  Heteromorphismus  sind  aber  die  bolina  Aw^A- 
rassen  dennoch  nur  äußerlich  und  geographisch  getrennt,  während  sie  morphologisch  resistenter  sind  als  etwa 
die  Gethosia,  Argynnis ,  Terinos ,  Kallima  etc.  So  sind  strukturell  zwischen  den  Geschlechtern  überhaupt  keine 
ersichtlichen  Differenzen  zu  erkennen  und  die  an  sich  hochspezialisierten  Kiammerorgane  der  BS  bleiben  gleichfalls 
auf  weite  Entfernungen  äußerst  beharrlich  (Amboina,  Formosa).  Uncus  einfach,  kräftig,  distal  sogar  noch  etwas 
robuster  als  jener  der  Gattung  Yotna,  Valve  kompliziert,  ventral  in  eine  scorpionstachelartige  Spitze  auslaufend, 
die  allenfalls  auch  mit  einem  Garabus-Penis  verglichen  werden  kann.  Im  medianen  Teil  mit  einem  halbkuge¬ 
ligen  Gebilde,  das  einem  Sporenrad  ähnelt.  Rp  vanessoid,  auf  Urticaceen  und  Portulaceen  mit  neun  longi¬ 
tudinalen  Reihen,  von  fein  verzweigten  Dornen  mit  einem  Paar  von  längeren  und  kräftigeren  Dornen  auf  dem 
Kopfe ;  Farbe  braun,  Kopf  heller.  Pp  dunkelbraun,  am  Kopf  und  Thorax  gewinkelt,  die  Abdominalsegmente 
mit  dorsalen  Reihen  von  kurzen,  spitzen  Tuberkeln  besetzt.  Imago,  abgesehen,  von  einigen  insularen  Species 
äußerst  individuenreich,  besonders  nach  starkem  Regen  häufig;  eine  wahre  Zierde  der  submontanen  Landschaft, 
offene  Stellen  liebend  und  sogar  in.  Gärten  nicht  selten.  Sie  gehen  selbst  im  Himalaya  kaum  über  4000'  hinauf. 
Ihr  Flugvermögen  ist  namentlich  in  Anbetracht  ihrer  Größe  mäßig  stark  entwickelt,  die  $$  sind  sogar  träge. 
Sie  wandern  wenig  und  wurden  dieselben  Exemplare  Tag  für  Tag  auf  denselben  Blumen  im  Garten  beobachtet. 
Man  trifft  häufig  verdorbene  Stücke,  was  wohl  mit  der  Streitlust  der  GG  zusammenhängt,  die  keinen  Rivalen 
in  ihrer  Nähe  dulden,  und  Gruppen  in  der  Luft  kämpfender  $$  begegnen  den  Sammler  auf  Java  und  Celebes 
bei  jedem  Ausflug.  Nach  Mart  in’ s  und  Hage  Vs  Beobachtungen  treten  sie  periodisch  häufiger,  dann  wiederum 
sehr  selten  auf.  Eine  Art  ist  über  vier  Weltteile  verbreitet ;  bolina  hat  eine  gewaltige  ostwestliche  Ausdehnung, 
die  Formen  der  pandarus- Gruppe  jedoch  eine  eng  begrenzte  Heimat.  Das  Maximum  ihrer  Entwicklung  an 
Schönheit  und  Anzahl  der  Arten  treffen  wir  in  der  Subregion  der  Molukken  (5  Species)  und  im  Papua-Gebiet 
(Neu-Guinea  mit  6  Arten).  In  Mikromalayana  wohnen  noch  4,  auf  makromalayischem  Boden  3  und  in 
Continental-Indien  nur  noch  2  Arten.  H.  bolina  begegnen  wir  von  Bombay  an  bis  zu  den  fernsten  Südsee-Eilanden. 
Mehrere  Species  sind  auch  noch  interessant  durch  ihre  Convergenz  mit  Euploeen  und  Danaiden. 

antilope.  H.  antilope  ist  diejenige  orientalische  Kollektivspecies  der  Gattung,  bei  welcher  die  Zeichnungsverhält¬ 

nisse  am  primitivsten  geblieben  sind  und  deren  sexuelle  Kontraste  am  wenigsten  hervortreten.  Die  Gesamtart 
zerfällt  in  zwei  Haupt-Färbungstypen :  jene  der  westmalayisch  philippinischen  Region  mit  zum  Teil  oberseits 
prächtig  blau  schillernden  euploeoiden  $$,  und  jene  des  molukkischen  und  papuanischen  Untergebiets  mit 
den  (JcJ  gleichfarbigen,  mattbraunen  Charakteristisch  ist  die  Unterseite  mit  einer  Doppelreihe  von  ante- 
terminalen  Weißen,  sehr  kleinen  Halbmondflecken,  von  denen  eine  Reihe  fast  immer,  die  zweite  häufig  sich 
auch  oben  wiederholen. — Alle  Formen  haben  ferner  gemeinsam  eine  submarginale  Serie  von  weißen  Intranerval- 
punkten  beider  Figl,  die  sich  wiederum  fast  immer  auch  oberseits  einstellen.  Die  Costa  der  Vflgl  ist  weißlich 
bestäubt  und  in  der  Zelle  lagern  vier  weiße  costale  Mehlflecke.  Die  Hflgl  endlich  tragen  einen  weißgelben 
hartnäckigen  Fleck  an  der  Subcostale,  der  nur  bei  wenigen  papuanischen.  Exemplaren  verschwindet.  Von  allen 
Inselrassen  existieren  Individuen  mit  weißlichen  Intranervalfeldern  in  der  submarginalen  Partie  der  Hflgl 
und  melanotisclie  ohne  solche.  Die  Vflgl  führen  dann  noch  häufig  weiße  Apicalflecken  und  bei  einigen  Insel¬ 
rassen  umzieht  als  Anklang  an  gewisse  Euploeen  ein  weißes  Randgebiet  die  Oberseite  beider  Figlpaare.  Die 
Rp  hat  Dr.  Hagen  in  Kaiser-Wilhelmsland  entdeckt.  Sie  lebt  gesellschaftlich  zu  vielen  Hunderten  im  Mai 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


4:; 


auf  einem  Strauch.  Farbe  schwarz,  mit  zwei  langen  schwarzen  dornigen  Stacheln  auf  dem  gelben  Kopf.  Seg¬ 
mente  mit  lateralen  gelben  Flecken  und  gelben  gegen  die  Spitze  hin  breit  schwarzen,  ästigen  Dornen. 

—  anomala  Wall  (119  e),  stammt  von  der  malayischen  Halbinsel  und  kommt  ziemlich  unverändert  »»«„«tht. 
auch  in  Sumatra,  Engano  und  auf  Bawean  vor,  erreicht  das  Maximum  an  lebhaftem  Blauschiller  und 
ausgebildeten  weißen  Transcellularstrigae  erst  auf  Java.  Auf  Lombok,  woher  die  abgebildeten  Exemplare 
stammen,  neigt  die  Weißstreifung  oberseits  zum  Verschwinden,  ebenso  tritt  die  weiße  Subapicalfleekung 
wieder  zurück,  die  bei  der  Java-Form  zumeist  auch  die  dekoriert.  Bei  beiden  Geschlechtern  sind  bei  java¬ 
nischen  und  Lombok-Exemplaren  auch  die  weißen  Submarginal  punkte  aller  Figl  am  vollkommensten  ausge¬ 
bildet.  $  mit  Blauschiller  auf  ganz  schmalem  Randgebiet  (f.  circumscripta  form,  nov.)  sind  selten  auf  Java,  circum- 
dagegen  liegen  mir  von  allen  Fluggebieten  der  anomala  zahlreiche  Exemplare  vor  mit  ausgedehnt  weiß  auf-  sCrii’la- 
gehellter  Submarginalregion  der  Hflgl  und  zAvar  von  beiden  Geschlechtern  (f.  nivas  form.  nov.).  Bei  einer  weiteren  aiva  . 
jedoch  seltenen,  mir  nur  von  Java  vorliegenden  Färbungsabweichung  führt  das  gesamte  Apicalgebiet  der  Vflgl 
bis  zur  Zellwand  ein.  violettes  Kolorit,  das  auch  die  weißlichen  oblongen  Striemen  zwischen  den  Radialen  über¬ 
deckt  (f.  violaria  form.  nov.).  —  Auf  der  Insel  Mas  hat  sich  eine  ziemlich  konstante  Rasse  als  discandra  Weym.  violaria. 
ausgebildet,  kenntlich  an  vergrößerten,  weißen  Submarginalflecken.,  fast  stets  vorhandenen  weißen,  binden-  discandm. 
förmig  aufgereihten  Apicalmakeln,  ferner  auch  bei  den  ES  fast  immer  vorhandenen  Transcellularstrigae  der 
Vflgl.  Bei  einem  E  von  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln  wiederholen  sich  die  weißen  Striemen,  gleichfalls  auf  der 
Vflgl-Unterseite.  In.  Mikromalayana  ist  anomala  von  Kangean  bis  Sumbawa  und.  Flores  verbreitet  in  einer 
verdunkelten.  Form,  arnoldi  Frühst.,  deren  $$  satter,  weniger  glänzend  blau  übergossen  erscheinen  und  ent-  arnoldi. 
weder  gar  keine  oder  nur  noch  schwach  angedeutete  intraradiale  Striemen  der  Vflgl  aufweisen.  Auch  die  ES 
sind  ärmer  an  Blau,  sie  gehören,  soweit  sie  überhaupt  noch  Schiller  aufweisen  und  nicht  einfarbig  braun  sind, 
zur  forma  circumscripta ;  dagegen,  ist  die  Form  nivas  gar  nicht  selten  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  progres¬ 
siver  als  bei  meinen  Java-Exemplaren.  Dr.  Pagenstecher  hat  dies  auch  für  Flores -arnoldi  konstatiert  und 
findet,  daß  Exemplare  aus  Sumbawa  einige  Aehnlichkeit  mit  Euploea  de  heeri  Doli,  haben.  —  albula  Wall,  albula. 
ist  eine  in  den  Sammlungen  seltene  interessante  Rasse  von  kleiner  Gestalt,  rostbrauner  Grundfärbung  und 
breiter  weißer  Distalumsäumung  aller  Figl ;  Unterseite  mit  einer  Schrägbinde  von  vier  weißen  länglichen  Flecken, 
der  Costalfleck  der  Hflgl  größer  als  bei  anomala  und  arnoldi.  $  dunkler  braun  und  reicher  purpurn  rotbraun 
als  das  S-  Die  Querbinde  der  Vflgl  ins  Blaue  spielend.  Unterseite  etwas  bleicher.  —  albula  gleicht  im  all¬ 
gemeinen  bereits  Euploeen  aus  der  eurypon- Gruppe,  worauf  Wallace  schon,  aufmerksam  machte.  Type  aus 
Timor,  in  der  Sammlung  Stafdinger  auch  aus  Babber.  —  interstincta  Btlr.  bezieht  sich  auf  eine  große  Insel-  interstincta. 
rasse  mit  verdunkelter  Färbung.  E  satt  braun  mit  fast  unmerklichem  blauem  Schimmer  auf  den  anteterminalen 
Punkten,  der  Vflgl;  $  dunkler  blau  als  anomala -$$,  gelegentlich  mit  rein  weißem  doppeltem  Subapicalfleck 
der  Vflgl.  Der  Costalfleck  der  Hflgl-Unterseite  markanter  als  bei  anomala.  Nord-Borneo,  anscheinend  nicht 
sehr  häufig.  —  Mit  euvaristus  subsp.  nov.  beginnen  die  apicalwärts  fast  immer  reich  weiß  ornamentierten  Formen  euvaristus. 
der  Philippinen,  deren  $$  auch  auf  den  Hflgln  einen  wundervollen  terminalen  Blauschiller  zeigen,  der  bei  inter¬ 
stincta  bereits  einzusetzen  beginnt.  Die  $$  sind  dann  noch  ausgezeichnet  durch  ein  dunkel  kakaobraunes, 
distal  etwas  aufheilendes  Basalgebiet  der  Hflgl,  dessen  Anfänge  gleichfalls  bei  der  Borneo-Form  zu  erkennen 
sind.  Nach  Semper  tragen  etwa  die  Hälfte  aller  Exemplare  eine  weiße  Apicalspitze,  während  von  30  anomala- 
EE  meiner  Sammlung  nur  ein  E  aus  Java  damit  versehen  ist.  Häufig  auf  den  Südphilippinen  —  Type  von 
Mindanao.  Der  Anklang  an  Euploea  dufresni  Godt.  ist  evident.  Ein  3  von  Bazilan  (Februar — März)  gehört  zu 
nivas  Frühst.  Nach  Semper  wurden  im  August  und  September  1865  auf  Camiguin  de  Mindanao  über  300  Exem¬ 
plare  von  malayischen  Jägern  gesammelt.  Braune  $$  mit  großem  weißem  Apicalfleck  der  Vflgl  gehen  nach 
Semper  auch  auf  die  Palau-Inseln  der  Karolinen  über.  —  truentus  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  kleinere  Rasse  truentus. 
der  Nord-Philippinen,  die  ziemlich  unverändert  auch  auf  den  südlichsten  Liukiu-Inseln  vorkommt.  Es  scheint, 
daß  sich  bei  ihr  die  apicale  Weißfleckung  noch  mehr  befestigt  hat  als  bei  euvaristus,  denn  sechs  von  acht  Exem¬ 
plaren  führen  dieselbe.  (Analogie  mit  Euploea  megilla  Erichs,  von  Luzon).  Bei  den  $$  verschwindet  die  braune 
Oberfläche  der  Hflgl,  um  einem  normalen  Schwarz  Platz  zu  machen.  Ein  E  aus  Mindoro  gehört  zur  Forma 
nivas.  Ein  sonst  braunes  E  zeigt  auffallend  große  weiße  Makeln  der  Hflgl.  q -Type  aus  Ishigaki-shima,  $  Type 
aus  Luzon,  Mindoro,  vermutlich  auch  alle  übrigen  Nord-  und  Mittel-Philippinen.  —  phalkes  subsp.  nov.  habituell  phalkes. 
sehr  groß,  nähert  sich  etwas  den  Molukkenformen  durch  das  hellbraune  Kolorit  der  eine  Färbung,  die  wir 
bei  den  sonstigen  orientalischen  Rassen  nicht  antreffen.  E  zur  nivas- Abweichung  zählend.  Talaut-Inseln.  — 
wallaceana  Btlr.  ist  auf  eine  monoton  gehaltene  Form  begründet  von  gesättigt  brauner,  submarginal  jedoch  ivallaceana. 
lichter  abgetönter  Gesamtfärbung,  bei  der  sich  unterseits  weißliche  transcellulare  Strigae  bemerklich  machen. 

Aus  Süd-  und  Zentral-Celebes,  von  August  bis  Januar  fliegend,  vermutlich  einer  Trockenzeit  angehörend.  • — - 
stellata  subsp.  nov.  (119  d)  differiert  von  allen  Vikarianten  durch  die  beim  E  weißen,  beim  $  lichtblauen  pro-  stdlata. 
minenten  Submarginalsterne  der  Oberseite.  Drei  von  vier  ES  und  ein  $  führen  namentlich  unterseits  erweiterte 
weißliche  Intranervalfelder.  Der  Costalfleck  der  Hflgl  mehr  als  doppelt  so  groß  als  bei  anomala.  $  dunkelbraun 
mit  herrlichem  Blauschiller,  welcher  aber  nicht  über  die  Submarginalzone  hinausgeht,  stellata  bildet  vermut¬ 
lich  die  Regen-  und  Höhenform  von  wallaceana.  Mir  nur  aus  der  Minahassa  zugegangen,  von  mir  nicht  bei  Toli- 
Toli  aufgefunden.  —  Mit  antilope  Cr.  (119  d,  E  statt  £)  beginnen  die  monoton  und  vorherrschend  braun  ge-  antilope. 
färbten  Rassen  der  ostmalayischen  Region.  Cramer  kannte  ein  ?  mit  gelblichem  Vorhof  der  Hflgl,  einer  häu- 


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HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstörfer. 


figen  Form,  zu  der  wir  das  E  abbilden.  Es  gibt,  wenn  auch  seltener,  auf  Amboina,  Saparua  und  Ceram  auch 
sila.  gleichartig  kaffeebraune  ES  und  9?‘  sila  form.  nov.  Geram-Exemplare  scheinen,  soweit  mir  das  Material  vor¬ 
liegt,  auch  in  den  hellen.  Formen  bereits  melanotischer  abgetönt  zu  sein  als  Axaboh\&-antilope.  Ein  $  hat  einen 
deutlichen  braunvioletten  Schimmer  auf  der  Basalpartie  aller  Figl,  ein  anderes  ausgedehnte  weißgelbe  Subapical- 
makeln  und  grauviolette  Trübung  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl.  Die  Hflgl  zudem  mit  wie  auf  den  Vflgln  markan- 
; pseudo -  ten  weißen  Submarginalpunkten.  Figlkontur  rundlicher,  mehr  an  pithöka  gemahnend  (9*fo.  pseudopithöka 
pithöka.  jorm  nov  y  —  Auf  Buru  begegnen  wir  oberseits  mit  gelblich  weißen  Subapicalflecken  belegten  ES  bereits  in 
maglovius.  überwiegender  Anzahl.  Es  ist  dies  maglovius  subsp.  nov.,  und  alle,  auch  die  nicht  gelblich  dekorierten  ES>  fallen 
durch  eine  bandartige  licht-braune  Zone  der  Vflgl  auf.  Interessant  ist  auch,  daß  che  oberseits  apicalwärts  nicht 
dekorierten  ES  auf  der  Unterseite  nims- Bildung  zeigen,  während  die  oben  ornamentierten  ES  dunkel  kaffee- 
quinctinus.  braune  Hflgl  haben.  Insel  Buru.  —  Bei  quinctinus  subsp.  nov.  wird  das  gelbliche  Schrägband  der  Vflgl  bereits 
deutlich  hervortretend  und  wiederholt  sich  auch  unserseits.  Hflgl  mit  vorherrschend  weißlicher,  statt  wie  bei 
antilope  gelblicher  Submarginalzone,  welche  unterseits  fast  an  die  analoge  mms-Bildung  der  westmalayischen 
fyphlis.  Rassen  erinnert.  Batjan,  Obi.  fyphlis  subsp.  nov.  übergab  mir  Herr  v.  Schönberg  ohne  sicheren  Fundort. 
Die  an.  Euploea  eurypon  Hew.,  E.  hopfferi  Fldr.  und  E.  assimilata  Fldr.  anklingende  weiße  Figlumrahmung, 
die  sich  bei  II.  alimena  heteromorpha  Röb.  (119  e)  wiederholt,  läßt  auf  die  Key-Inselgruppe  als  mutmaßliche 
Heimat  schließen.  Aber  weder  Ribbe,  noch  Kühn  und  neuerdings  Dr.  Pagenstecher  erwähnen  antilope  von 
Key,  so  daß  die  interessante  Färbungsanomalie  vielleicht  von  Neu- Guinea  stammt,  wenngleich  mir  von  dort 
nur  relativ  kleine,  fast  wie  antilope  braun  getönte,  Exemplare  vorliegen.  Ich  habe  aus  allen  Teilen.  Neu-Guineas, 
wo  die  Kollektivspecies  bereits  sehr  selten  wird,  nur  je  ein  Stück  und  jedes  einer  besonderen  Koloritnuance 
angehörend.  Aus  Deutsch-Neu- Guinea  ein  E,  welches  der  Batjanform  durch  gelbbraune  Apicalpartie  der  Vflgl 
am  meisten,  genähert  ist.  Hagen  erwähnt  vier  braune  Stücke,  oben  mit  bleichem  Außenrd  der  Hflgl  und  eines 
auch  mit  breitem  blassem  Apicalteil  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  wird  der  Außensaum  der  Hflgl  fast  weiß, 
nur  von  schwarzen  Rippen  durchzogen.  Flugzeit  Dezember  bis  Mai.  Rp  in  der  Artdiagnose  beschrieben,  zu 
hunderten  auf  einem  Strauch  und  wegen  der  Seltenheit  der  Imago’s  gewiß  unter  Verfolgungen  von  Schma¬ 
rotzern  leidend.  Ein  der  forma  sila  Frühst,  ähnliches  $  besitze  ich  aus  Dorey,  Holländisch  Neu-Guinea,  ein 
mda.  mit  forma  pseudopithöka  ziemlich  harmonierendes  $  aus  der  Milne-Bai,  Britisch  Neu-Guinea.  - —  mela  Frühst. 
bleibt  in  der  Größe  noch  hinter  den  Formen  von  Neu-Guinea  zurück.  E  hellbraun  mit  gelblichem  oder  manch¬ 
mal  sogar  rein,  weißem,  mäßig  breitem  Distalsaum  aller  Figl,  der  sich  auch  unterseits  wiederholt.  Das  $  (119  e 
in  afra  verdruckt)  ist  braun  mit  mattem  violettem  Anflug  und  gleich  wie  alle  ES  mit  weißem  Apicalfleck  ver- 
short-  ziert.  Hflgl  distal  aufgehellt.  Unterseite  gelblichbraun,  Kiriwina  und  Fergusson.  —  shortlandica  Ribbe  ist 
tandtca.  nacp  einer  mir  vorliegenden  Cotype  eine  sehr  kleine  Form  mit  rotbrauner  Basis  aller  Figl  und  wie  bei  der  Bat- 
jan-Rasse  deutlich  abgesetztem  hellockerfarbenem  Slxawl  der  Vflgl.  Die  Hflgl  distal  gleichfalls  leicht  gelblich 
überhaucht.  Rp  nest  weise  auf  einem  kleinen  Strauch.  Shortlands-Inseln.  An.  einigen  Lokalitäten  des  Bismarck- 
scopas.  archipels  scheinen  mit  shortlandica.  nahe  verwandte  Formen  aufzutreten.  —  scopas  Godm.,  eine  ähnliche  Form 
von  der  Maleyte-Insel,  charakterisiert  durch  ein  kurzes  schmales  gelbliches  Feld  der  Hflgl,  das  sich  beim  9 
lutescens.  bis  zur  Zelle  verbreitert  und  dessen.  Vflgl  eine  lichte  Subapicalzone  auszeichnet.  —  lutescens  Btlr.  liegt  mir  in 
nur  einem  Exemplar  von  Fidji  vor.  Gestalt  etwas  größer  als  bei  shortlandica ;  Hflgl  außer  dem  konstanten 
Costalfleck  auch  noch  zwei  weitere,  diffuse  gelblichweiße  Makeln  zwischen  den  Radialen  führend,  eine  Zeich¬ 
nung,  welche  vermutlich  rein  individuell  ist. 

H.  pithöka  steht  der  //.  antilope  recht  nahe,  differiert  von  ihr  jedoch  durch  den  rundlicheren  Umriß 
aller  Figl  und  das  Fehlen  weißer  Submarginalpunkte  der  Vflgl-Oberseit-e  der  während  jene  der  Hflgl  stets 
schwarz  geringelt  sind.  Unterseits  fehlen  die  beiden  terminalen  Serien  weißer  Halbmonde  und  die  blauen 
statt  weißen  Punktflecken  sind  weiter  vom  Außenrd  nach  der  Figlmitte  zu  gestellt,  der  hartnäckige  Oostal¬ 
fleck  der  Hflgl  fehlt  immer.  Zugleich  ist  pithöka  beständiger;  es  existieren  anscheinend  nur  zwei  ^-Formen, 
und  die  ES  zeigen  niemals  weiße  Apicalfleckung.  Die  Kenntnis  der  Rp  ist  Dr.  Hagen  zu  verdanken.  Sie  gleicht 
et  was  jener  der  Rp  von  H.  misippus  L..  nur  ist  sie  größer  und  hat  zwei  ockergelbe  breit  am  Kopf  beginnende 
pithöka.  Seitenstreifen.  Drei  insulare  Spaltzweige  sind  zu  registrieren:  pithöka  Kirsch  hat  mit  //.  antilope  die  weiße 
Fleckung  an  der  vorderen  Zellwand  gemeinsam,  aber  oberseits  bei  beiden  Geschlechtern  dunkler  schwarzbraun. 
S  in  der  Submarginalzone  der  Hflgl  leichthin  rotbraun  gefärbt,  doch  nimmt  diese  Region  häufig  auch  eine 
illuminata.  dunkelgoldgelbe  Färbung  an  (—  illuminata  form.  nov.  119  d),  die  sich  dann  unterseits  als  bleichgelb  brauner 
Vorhof  wiederholt.  Gelegentlich  zeigt  sich  diese  Erscheinung  auch  noch  begleitet  von  einem  rotgelben  Ante- 
terminalstreifen  der  Vflgl.  Zwei  $9  aus  Finschhafen  führen  ein  grauschwarzes  äußeres  Flglgebiet,  drei  9? 
aus  der  Astrolabe-Bai  eine  bei  jedem  Individuum  verschieden  ausgedehnte  gelbliche  Zone,  die  bei  dem  extrem¬ 
sten  9  unten  nahezu  weiß  erscheint  und  wiederum  Hand  in  Hand  geht  mit  subanaler  gelblicher  Randstreifung 
der  Vflgl.  Die  Namenstype  stammt  aus  der  Geelvink-Bai,  doch  muß  pithöka  dort  sehr  selten  sein,  weil  sie 
Doherty  nicht  wiedergefunden  hat.  Hagen  hat  nur  sechs  Exemplare  bei  Stefansort  gefangen  und  in  der  Samm- 
unicolor.  lung  Fruhstörfer  sind  12  ES,  l  9$  aus  der  Astrolabe-Bai  vertreten.  —  unicolor  Godm.  wird  allgemein  als 
Synonym  von  pithöka  geführt,  doch  verdienen  drei  mir  vorliegende  9?  entschieden  diesen  Namen  wegen  der 
fast  durchweg  schwarzbraunen  Grundfarbe,  die  nach  außen  nur  unbedeutend  grau  aufhellt,  und  die  Vflgl  be¬ 
sitzen  markantere  Weißpunkte,  welche  sich  auch  unterseits  als  vergrößerte  Punktflecke  deutlicher  abheben. 


Ausgegeben  20.  1 V.  1912. 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


545 


Die  Type  stammt  aus  Neu-Lauen  bürg ;  Ribbe  fand  unicolor  auch  auf  Neu  Pommern  und  -Mecklenburg.  Im 
Tring-Museum  befindet  sich  ein  $  aus  Neu- Hannover.  Aul  den  Salomonen  scheinen  Exemplare  vorzu kommen, 
die  sich  mehr  der  fa.  illuminata  nähern  durch  Aufhellen  der  Oberseite  beider  Figl  längs  des  Außenrdes.  Short- 
land-Inseln  und  Ysabel.  —  sumbawana  Pag.  ist  eine  hochdilferenzierte  Form  nahe  der  Grenze  der  Artberech-  nuntfjatmna. 
tigung,  aber  unserseits  so  vollkommen,  in  allen  Gharacteristica  mit  pithölca  harmonierend,  daß  sie  hier  un¬ 
bedenklich  als  eine  versprengte,  isolierte,  westliche  pithölca- Vi ka r i an t e  angereiht  wird.  Die  Beschreibung  lehrt : 

Sehr  verschieden  von  antilope  arnoldi  Frühst. -Exemplaren  von  Sumbawa  sind  nun  die  von  mir  als  unbeschrieben 
angesehenen  und,  da  sie  mir  allein  von  Sumbawa  bekannt  sind,  als  Hypolimnas  .sumbawana.  bezeichnetcn  Exem¬ 
plare.  Dieselben  sind  an  Größe  (75  mm  Ausmaß)  und  Gestalt  den  arnoldi  ziemlich  gleich,  fallen 

aber  sofort  durch  ihre  tiefdunkle,  samtschwarze  Oberfläche  auf,  von  welcher  sich  8  bläulichweiße  submarginale 
Randflecke  der  Vflgl,  die  vom  Apex  her  an  Größe  abnehmen,  sowie  4  kleinere  auf  den  Hflgln  abheben,  wie  auch 
ganz  besonders  ein  über  den.  Diskus  der  Rflgl  sich  ausbreitender  gesättigter  blauer  Schiller  auffällt.  Die  Tiere 
erinnern  hierdurch  nicht  allein  an  Hypolimnas  bolina,  sondern  haben  auch  große  Aehn.lich.keit  mit  einigen  auf 
Sumbawa  und  Sumba  vorkommenden  Euploea- Arten,  so  mit  Stictoploea  lacordairei  Moore  von  Sumbawa,  mit 
Euploea  gelderi  Snell.  ( dongo  Doli.)  von  Sumbawa  und  melolo  von  Sumba,  ja  selbst  eine  entferntere  mit  Elyrn- 
nias  undularis.  Die  Unterseite  ist  schwärzlichbraun.,  dunkler  als  bei  Hyp.  anomala.  Am  Grunde  des  Oostal¬ 
randes  der  Vflgl  stehen  einige  Weißliche  Flecke,  die  Mitte  desselben,  ist  streifenförmig  weißlich.  Von  hier  geht 
eine  heller  braune  Färbung  quer  bis  zur  Mitte  der  Vflgl;  der  Hinterwinkel  ist  ebenfalls  lichter  gefärbt.  Der 
Außenrd  ist  heller  braun,  die  (5)  submarginalen  Flecke  bläulichweiß,  die  oberen  drei,  im  Gegensatz  zu  der  Ober¬ 
seite,  nur  schwach  entwickelt.  Die  Hflgl  sind  am  Grunde  braunschwarz,  der  Außenrd  ist  heller  mit  (7)  bläulich¬ 
weißen  kleinen  submarginalen.  Flecken.  Der  schwärzliche  marginale  Rand  ist  innen  und  außen  heller  eingefaßt, 
die  Fransen  an  den  Adern  weißlich.  Antennen  schwarz,  Palpen  unten  weißlich,  oben  schwärzlich.  Auf  dem  Kopf 
und  am  Grunde  des  schwärzlichen  Thorax  einige  bläulichweiße  Flecke.  Hlb  und  Beine  schwärzlich  (Pagen¬ 
stecher).  —  Ein  $  meiner  Sammlung  differiert  von  den  vorgenannten  durch  das  Fehlen  des  blauen  Schillers 
der  Hflgl.  Außensaum  der  Hflgl  im  Anklang  an  pithölca  rotbraun  angehaucht.  Unterseite  mit  einem  kurzen 
hellbraunen  Sliawl  am  Zellrande.  Hflgl,  etwa  wie  Euploea  tisais  Frühst.,  in.  der  distalen  Partie  lichtbraun  auf¬ 
gehellt.  Insel  Sumbawa.  Sehr  selten,  von  Doherty  nicht  gefunden.  Es  ist  ziemlich  wahrscheinlich,  daß  wir 
weitere  Schwesterformen  von.  Timor  und  Flores  zu.  erwarten  haben. 

H.  alimena  bewohnt  ausschließlich  die  Subregion  der  Molukken  und  des  Papua-Gebiets  in  seiner  ge¬ 
samten  Ausdehnung,  geht  aber  wie  H .  pithölca  auf  die  östlichsten  Inseln  von  Mikromalayana  in  einigen  erheb¬ 
lich  modifizierten  Rassen  über.  Beide  Geschlechter  sind  veränderlich.  Die  Oberseite  der  führt  stets  eine 
blaue  Binde,  welche  je  nach  der  Lokalität  an.  Breite  wechselt  und  distal  von  mehr  oder  weniger  prominenten 
weißen  Punkten  besetzt  sein.  kann.  CS  von  Australien,  den  Key-  und.  Timorlaut-Inseln,  sowie  von  den  Ei¬ 
landen  der  Timor-See  zeigen,  eine  stets  mit  weiß  durchsetzte  Schrägbinde  der  Vflgl  und  gleichen  auf  diese  Weise 
den.  mannähnlichen  Die  $$  selbst  zerfallen  in  zwei  Färbungs-Haupttypen :  den  häufigeren  braunen  und 

den  selteneren  analog  den  SS  vorherrschend  blaugebänderten.  Auf  den  Key-Inseln  und  Dämmer  scheinen 
sogar  nur  braune  $$  vorzukommen;  umgekehrt  liegen,  mir  von.  Australien,  Neu-Pommern  und  der  Talaut- 
gruppe  ausschließlich  blaue  $$  vor.  Die  braunen  $$  sind  in  der  Regel  mit  einer  weißen  Fleckenbin.de  der  Vflgl 
geschmückt,  nur  in.  seltenen  Fällen,  fehlt  dieselbe.  Die  Unterseite  bietet  eine  Wiederholung  der  Zeichnung  der 
Oberseite,  nur  verfärbt  sich  die  Medianbin.de  bei  den  blauen  $$  auch  in  weiß  und  bei  den.  braunen  $$  ist  sie 
dem  Verlöschen  nahe.  Beide  Geschlechter  tragen  Doppelreihen,  von  terminalen  Weißflecken.,  eine  durch  eine 
schwarze  Linie  davon,  abgesonderte  Serie  von  nach  hinten  an.  Größe  zunehmenden  Adnervalmakeln  und  dann 
noch  eine  Serie  von.  6  bis  8  beim  C  blauen,  beim  $  weißen  Submarginalpunkten.  Rp  auf  einem  strauchartigen 
Baum  mit  großen,  rauhen  Blättern,  stets  nestweise  zusammen.  Die  Tiere  geben  bei  Berülmmg  einen,  grünen 
Saft  von  sich,  machen  ganz  den.  Eindruck  einer  Vanessa-Rp;  Farbe  schwarz,  Kopf  mit  zwei  langen  schwarzen 
Hörnern,  Segmente  mit  gelben  Stacheln  und  drei  lateralen,  gelben  übereinanderstehenden  Punktflecken.  Pp 
grau  mit  schwärzlichen  und  rotbraunen  Schatten,  Kopf  spitz.  Thorax  gekielt.  Abdomen  ventral  mit  langen 
dünnen  Stacheln.  Puppenruhe  10 — 13  Tage.  Rp  fast  immer  mit  Schmarotzern  behaftet,  etwa  100  geben  kaum 
15  Imago;  Falter  aber  dennoch  in  der  Regel  gemein,  auch  die  $$  nicht  selten,  überall  den  buschigen  Waldrand 
belebend,  alimena  L.  (119  d),  der  nomenclatorische  Typus,  stammt  von  den  Südmolukken.  Vom  $  sind  vier  alimena. 
Färbungs-Aberrationen  bekannt :  $  ganz  dem  C  ähnlich,  nur  mit  leicht  Weiß  aufgehellter  Schrägbinde  der  Vflgl ; 

$-fa.  coelia  Frühst,  mit  hellblauen  statt  dunklen  Längsbinden  aller  Figl  und  großen  weißen  anteterminalen  coclia. 
Makeln  der  Hflgl. — -$fa.  velleda  Cr.  Grundfarbe  braun,  Vflgl  mit  mehr  oder  weniger  prägnanter  weißer,  violett  velleda. 
umgrenzter  Fleckenbinde.  Hflgl  distal  hellbraun  mit  gelblichen  Flecken  längs  der  schwarzbraunen  Ante- 
marginallinie.  —  $  fa.  porphyria  Cr.,  das  dunkelste  Extrem,  ■welches  aus  Amboina  beschrieben  ist.  mir  aber  nur  von  porphgria. 
Ceram  vorliegt.  Basis  aller  Figl  dunkel  kakaobraun,  nach  außen  rvenig  aufgehellt,  Vflgl  ohne  Transcellular¬ 
binde.  Amboina,  Saparua,  Ceram  überall  häufig.  —  senia  subsp.  nov.  (119  c)  trägt  etwas  breitere  blaue  Binden  senia. 
der  CS  als  alimena -C  und  bei  allen  ^-Formen  sind  die  weißen  Submarginalpunkte  aller  Figl  deutlicher.  Das  $ 
liegt  mir  in  drei  Formen  vor;  als  coelia  Frühst.,  dann  in  einer  der  velleda  Cr.  analogen  Abweichung,  die  jedoch 
auf  den  Hflgln  mehr  verdunkelt  ist  als  velleda  von  Saparua :  und  eine  weitere^?- Variante,  die  der  Insel  Buru 
eigentümlich  zu  sein  scheint:  $  fa.  diadema  form.  nov.  im  allgemeinen,  wie  velleda  CV.-$,  aber  mit  blauen,  statt  diadcma. 

IX  69 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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weißen  oblongen  transcellularen  Makeln  der  Vflgl.  Bum,  anscheinend  sehr  häufig,  weil  sie  Doherty  dort  im 
bandana.  März  in  großer  Menge  angetroffen  hat.  • —  bandana  sulbsp.  nov.  bildet  im  weiblichen  Geschlecht  ein  Extrem 
von  senia-$$,  indem  gerade  die  äußere  Partie  der  Hflgl  aufhellt,  so  daß  sowohl  die  $-Form  velleda  Cr.,  wie  auch 
die  $$  analog  diadema  Frühst.,  einen  ausgedehnten  gelblichen  submarginalen  Vorhof  der  Hflgl  zeigen.  Insel 
remigia.  Banda,  Flugzeit  September.  —  reniigia  subsp.  nov.  schließt  sich  durch  die  hervorstechend  weißpunktierten 
dd  der  Buru-Rasse  an,  führt  aber  schmälere  blaue  Binden  der  Vflgl.  Vom  $  liegt  mir  nur  eine  Form  vor,  dem 
braunen  Färbungstypus  angehörend,  Vflgl  mit  velleda- Charakter,  aber  distal  schön  goldbraun  aufgehellt;  Hflgl 
clujia.  etwa  wie  bei  bandana,  doch  mit  kleineren  und  gelblichen  Subterminalmakeln.  Insel  Obi,  $  sehr  selten.  —  eligia 
subsp.  nov.  gravitiert  durch  das  groß  weißpunktierte  d  bereits  zur  Waigiu-Rasse.  $  größer  als  solche  der 
Süd-Molukken,  dunkelbraun,  distal  leichthin  rotbraun  mit  rötlich  überstäubten  Anteterminalfleckchen.  Vflgl 
mit  einer  unbedeutenden  schwärzlich  überpuderten  Schrägbinde.  Insel  Batjan,  vermutlich  übereinstimmend 
talauta.  auch  auf  Halmaheira,  Morotai  und  Ternate  vorkommend..  —  talauta  subsp.  nov.  soll  die  nördlichste  bekannte 
Form  bezeichnen,  welche  sich  durch  ihre  Größe  und  das  ausgebreitete  Weiß  aller  Figl  viel  mehr  der  austra¬ 
lischen  Territorialform  als  den  naheliegenden  Molukken- Vikarianten  nähert.  $  oberseits  etwa  wie  senia 
(119  c),  aber  mit  rein  weißer  subapicaler  Fleckenserie  und.  verschmälerten,  verwischten  und  dunkler  blauen 
Einsprengungen  der  Hflgl,  die  vor  der  schwarzen  Anteterminallinie  einen  aus  kleineren  und  deshalb  isolierter 
stehenden  weißen  Makeln  zusammengesetzten  weißen  Besatz  tragen.  Talaut-Inseln,  vermutlich  auch  auf 
saturnia.  Sangir.  —  saturnia  Frühst.,  aus  Waigiu  in  meiner  Sammlung,  wird  charakterisiert  durch  den  am  meisten  weiß 
dekorierten  Figlaußensaum  und  die  an  inexpectata  erinnernden  kräftig  entwickelten  Submarginalpunkte  der 
Vflgl.  1  $  ist  kleiner  als  larnina-Q  von  Australien  und  hat  schmälere  weiße  Zeichnungen,  1  zweites  $  trägt  eine 
prächtige,  violette  Subapicalbin.de  der  Vflgl  und  ehren  intensiven  violetten  Schiller  an  der  Basis  der  Hflgl, 
mor^tui  w*e  er  *,(‘i  keiner  der  übrigen  Lokalrassen  vorkommt.  Waigiu,  ziemlich  selten.  —  heteromorpha  Hob.  (119  cd, 
e  $)  die  hervorstechendste,  am  meisten  modifizierte  Inselrasse;  d  oberseits  ausgedehnter  lichtblau  als  irgend 
eine  Vikariante,  $  sich  deutlich  an  Euploea  assimilata  Fldr.  von  derselben  Inselgruppe  anlehnend.  u.nterseits 
ausgezeichnet  durch  breit  ausfließende  weiße  Partien  aller  Figl.  Key-Inseln,  am  häufigsten  in  der  Regenzeit. 
polymena.  ■ —  polymena  Fldr.  gleicht  nach  der  Abbildung  ihres  Autors  dem  heteromorpha -$.  Nach  Felder  sollen  auf  den 
Aru-Inseln  auch  blaue  $$  auftreten.  Mir  sind  Aru-Exemplare  in  natura  unbekannt,  und  von  Key  liegen  mir 
forbesi.  nur  braune  $$  vor.  - —  forbesi  Btlr.  (=  salvini  Kirsch)  ist  eine  habituell  sehr  kleine  Rasse;  d  beiderseits  mit 
reduzierter  Zeichnung,  $  sehr  nahe  selina (119  c),  aber  mit  fast  doppelt  so  breitem  gelbem  Submarginalfeld 
sdina.  der  Oberseite  der  Hflgl;  Timor  Laut,  Babber.  —  selina  subsp.  nov.  (119  c)  umschreibt  eine  hochspezialisierte 
Rasse.  d  nahe  den  dd  der  Key-Inselform,  doch  unterseits  mit  etwas  weniger  breit  angelegten  Feldern.  $  auf 
den  Vflgl  Avie  forbesi-^,  die  Hflgl  indessen,  mit  schmälerem  weißem  Submarginalgebiet,  das  von  zierlichen  kurzen 
braunen  Intranervalstreifchen  unterbrochen,  wird.  Unterseits  mit  einer  deutlichen  Reihe  von  weißen  Sub¬ 
marginalpunkten  der  Hflgl,  Avelche  bei  forbesi  von  der  lichten  Außenzone  absorbiert  Averden.  Insel  Dämmer, 
curicta.  nur  die  braune,  abgebildete  $-Form  durch  meinen  Sammler  eingesandt.  —  curicta  subsp.  nov.  stellt  ein  mela- 
notisches  Extrem  der  Gesamtart  dar  und  leitet  zu  den  dunklen  Formen  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  über. 
$  etwa  Avie  alimena-d,  aber  sehr  klein  mit  schmaler  dunkelblauer  Binde.  $  wie  eremita-Q  (119  e),  aber  gleich¬ 
mäßig  dunkelbraun,  nur  mit  etwas  lichterem  Randgebiet  .  Unterseite  von  beiden  Geschlechtern  mit  verlöschten 
cremita.  und  auch  sonst  reduzierten  Binden.  Insel  Mafor  in  der  Geelvink-Bai.  ■ —  eremita  Btlr.  (119  e)  mit  der  Type  aus 
Dorey,  bewohnt  die  gesamte  Nordküste  von.  Neu-Guinea.  $  veränderlich,  manchmal  klein  mit  schmaler  grün¬ 
blauer  Binde  der  Oberseite  und  gleichmäßig  sclrwarzbrauner  Unterseite  der  Hflgl  (Finschhafen)  oder  ansehn¬ 
lich  mit  ausgedehnter  Längsbinde  und  ähnlich  Avie  heteromorpha  reich  Aveiß  punktiert.  Hflgl  mit  der  üblichen 
weißen  Medianzone.  Kapaur,  im  südwestlichen  Holländisch  Neu-Guinea.  Vom  $  existieren  überall  zwei  For¬ 
men:  ^-ähnliche  mit  blauem  Längsstreifen  und  einfarbig  braune  (fa.  eremita  Btlr.  119  e).  Manchmal  vergrößert 
sich  die  weißliche  oder  violett  angehauchte  Schrägbinde  der  Vflgl.  Nach  Hagen  vom  November  bis  März, 
libisonia.  gemein  an  buschigen  Waldrändern.  —  libisonia  subsp.  nov.  vermittelt  bereits  den  Uebergang  zu  der  australischen 
Arealform.  Beide  Geschlechter  größer  als  eremita,  das  blaue  Feld  stets  dunkel  gehalten,  die  Weißpunkte  noch 
mehr  hervorleuchtend..  $  entAveder  tief  schwarz  oder  dunkel  chokoladebraun.  Es  liegen  mir  fünf  Exemplare 
vor,  die  sämtlich  an  selina  Frühst.  $$  von  Dämmer  gemahnen,  aber  noch  reiner  weiße  und  mehr  isoliert  stehende 
Komponenten  der  Vflglbinde  aufweisen,  d  mit  einfarbig  brauner  Unterseite  der  Hflgl  neben  solchen  mit  breit 
ausfließender  Mittelbinde.  $  auch  auf  den  Vf  Igln  ohne  blaue  Streifenrudimente,  Hflgl  gleichartig  licht  oder 
afra.  dunkelbraun.  Milne-Bai,  Britisch  Neu-Guinea,  Flugzeit  Oktober  bis  April.  —  afra  Frühst.  beAvahrt  noch  ganz 
den  Charakter  der  Neu-Guinea-Territorialformen,  doch  macht  sich  das  Satellitinsel-Kolorit  deutlich  bemerklich 
durch  dem  Verlöschen  nahe  blaue  Felder  der  Oberseite  der  dd  und  monoton  dunkelbraune  die  in  der  Regel 
nur  eine  düster  violett  überstäubte  Binde  der  Vflgl  aufweisen,  Avelche  mir  in  seltenen  Fällen  durch  weiße  Zentrie¬ 
rung  noch  an  eremita  Btlr.  und  libisonia  Frühst,  erinnert.  $$  relativ  größer  als  jene  von  Britisch  Neu-Guinea. 
ölsolescens.  Unterseite  verwaschen  braun,  mit  geringen  Resten  blauer,  weißlicher  Binden.  Kiriwina.  —  obsolescens  Frühst. 

wurde  basiert  auf  noch  mehr  verdunkelte  do  der  Fergusson-Inselgruppe  mit  namentlich  auf  den  Vflgln  ver- 
lainina.  loschenen  sattblauen  Feldern.  —  lamina  Frühst,  bewohnt  Queensland  vom  Cap  York  bis  Brisbane.  Auch  wird 
Yule-Insel  als  Fundort  genannt.  Australische  alimena  differieren  von  solchen  von  den  Molukken  durch  das 
Auftreten  weißer  Flecken  in  der  blauen  Längsbinde  der  Vflgl  bei  den  dd  und  breiten  Aveißen  Marginalflecken 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer.  547 

der  Hflgl,  welche  sich  besonders  auf  der  Unterseite  zu  einem  prominenten  Figlsaum  erweitert  haben,  lamina 
99  aus  Australien  sind  auch  bedeutend  größer  als  solche  von  den  Inseln.  Nach  Semper  kommen  auch  braune 
99  vor,  die  meiner  Sammlung  fehlen.  Flugzeit  August,  September  im  dichten  Gebüsch.  —  inexpectata  Godrn. 
u.  Snlv.  (119c  9)  isf  nächst  selina  Frühst,  und  heteromorpha  Röh.  eine  der  ausgefallensten  Lokalformen.  Die 
Type  stammt  von  Neu-Lauenburg;  sie  ist  sehr  häufig  auf  Neu- Pommern,  und  Dr.  Pagenstecjier  zitiert  sie 
auch  aus  Neu-Hannover,  Flugzeit  März.  Pagenstecher  fiel  die  Aehnlichkeit  des  9  mit  Cethosia  antippe  auf. 

ähnlich  lamina aber  kleiner,  Vflgl  mit  hellblauer,  weiß  zentrierter  Binde,  Hflgl  ausgezeichnet  durch  mar¬ 
kante  weiße  Submarginalflecken.  Unterseite  der  ebenso  bunt  wie  jene  der  lamina- $  G ,  Hflgl  rein  weiß  um¬ 
randet.  Basalgebiet  aller  Figl  im  Gegensatz  zu  anderen  Rassen  rotbraun  übergossen.  -  kuramata  Ribhe  bezeich¬ 
net  eine  habituell  größere  Form,  deren  9?  die  weiße  Binde  der  Vflgl  fehlt,  die  sonst  auf  den  Hflgln  geringer 
weiß  dotiert  und  unterseits  noch  ausgedehnter  und  lebhafter  rotbraun  überflutet  sind  als  inexpectata.  'S  eu- 
Mecklenburg.  —  diphridas  subsp.  nov.  wird  basiert  auf  eine  Serie  von  unter  sich  gering  verschiedenen,  von  den 
Rassen  des  Bismarckarchipels  aber  erheblich  differenzierten  Inselbewohnern  der  Salomonen.  $  oberseits  ein 
Mittelglied  zwischen  obsolescens  Frühst,  und  libisonia  Frühst.,  die  Blaubinde  aber  stets  schmal,  ohne  jemals 
so  verlöscht  zu  sein  wie  bei  obsolescens  von  Fergusson.  9  m  den  zwei  üblichen  Hauptformen,  entweder  $  ähnlich 
mit  obsoleten,  mehr  violetten  als  reinblauen  Längsstreifen,  manchmal  auf  denVflgln  drei  undeutliche  Wei߬ 
flecken;  Hflgl  mit  großen  distal  blau  umgebenen  Submarginalpunktflecken  oder  analog  eremita  Btlr- 9,  die 
letztere  Form  aber  gleichmäßiger  und  satter  braun  als  eremita -9,  indessen  mit  einer  manchmal  goldigbraunen 
submarginalen  Zone.  Unterseite  der  d'J  sich  an  lamina  Frühst,  von  Australien  anschließend,  aber  auch  das  9 
immer  mit  weißer  Mittelzone  und  violettem  Bindenfragment  der  Medianpartie  der  Vflgl.  Rp  von  Ribbe  auf¬ 
gefunden,  in  der  Artdiagnose  beschrieben.  Falter  häufig.  Type  beider  Geschlechter  von  den  Shortlands-Inseln. 
Blaue  99  von  Bougainville,  braune  9$  von  Rubiana  und  Renonga,  Neu-Georgien,  in  meiner  Sammlung.  Das 
größte  Exemplar  von  Guadalcanar  (April).  —  ysabela  subsp.  nov.  umschreibt  eine  habituell  kleine  und  zugleich- 
die  melanotischste  Form,  ysabela  ist  von  diphridas  ohne  weiteres  zu  unterscheiden  durch  hellblaue,  zu  ganz 
schmalen  Streifen  reduzierte  Mittelbinden  der  Oberseite.  Die  Hflgl-Unterseite  mit  violett  weißem,  trübem 
Mittelfeld.  Das  braune  9  mit  Spuren  einer  dunkel  violetten  Intramedianbinde  der  Vflgl  (=  9  fa-  i nterjecta 
form,,  nov.).  St.  Ysabel,  von  Ribbe  gesammelt.  —  fuliginescens  Math,  von  der  Insel  Ugi  ist  dagegen  ein  sein' 
helles  Extrem,  nahe  inexpectata  Godm.  mit  ausgedehnterer  weißer  Subapicalbinde  der  Vflgl. 

H.  misippus  L.  (Bd.  1,  p.  195  taf.  60  c)  dürfte  seine  Heimat  im  äthiopischen  Faunengebiet  haben,  weil 
er  dort  in  einer  Anzahl  von  99‘Formen  auftritt,  welche  in  der  orientalischer  Region  bereits  fehlen.  Von  Afrika  aus 
hat  sich  die  wanderlustige  Species  durch  den  Schiffsverkehr  nach  Südamerika  (Exemplare  von  Surinam  sind  in 
meiner  Sammlung,  vom  Ucayali  in  der  Koll.  Staudinger)  und  Westindien  verbreitet,  misippus  ist  häufig 
in  Florida  und  wurde  selbst  noch  bei  New-York  angetroffen.  In  Indien,  mit  Ausnahme  von  Sikkim,  auf  For¬ 
mosa,  den  makromalayischen  Inseln  ist  die  Art  gemein,  aber  weiter  nach  Osten  bereits  selten.  So  wird  von  Neu- 
Pommernnur  ein  Exemplar  als  bekannt  vermeldet,  während  der  Falter  während  der  Regenzeit  in  Kaiser- Wilhelms¬ 
land  als  sehr  gemein  gilt.  Dr.  Hagen  fand  dort  die  Rp  auf  Bataten  und  einer  kleinen  überall  unkrautartig  wuchern¬ 
den  Portulacee.  Vom,^  existieren  zwei  Zeitformen :  eine  zwergenhafte  der  regenarmen  Periode  (60c)  und  eine 
fast  um  die  Hälfte  größere,  die  am  stattlichsten  entwickelt  mir  aus  Formosa  (Oktober  bis  Dezember)  und  West- 
Java  vorliegt.  Bei  den  Formosa-JJ  zeigt  sich  die  Größe  in  Verbindung  mit  einem  rotbraunen  Wurzelfeld  der 
sonst  schwarzen  Vflgl.  fa.  picta  nov.,  welche  Moore  schon  auffiel.  Vom  9  sind  drei  Formen  bekannt,  von  denen 
drei  noch  in  Continental-Indien,  zwei  auf  Ceylon  auftreten.  Eine  sonst  in  Afrika  gemeine  Aberration,  alcippoides 
Btlr.  mit  weißlichem  Discalfeld  der  Hflgl,  erscheint  als  große  Seltenheit  manchmal  noch  in  Java.  Moore  meldet 
sie  aus  den  Nilgiris.  Die  Danaida  dorippus  analoge  9-Form  inaria  Gr.  (Bd.  I  Taf.  60  c)  ist  auf  der  Halbinsel 
Dekan  nirgends  selten,  auch  aus  Ceylon  in  meiner  Sammlung,  und  Moore  zeigte  an,  ein  Exemplar  aus  Java 
zu  besitzen.  Die  allgemein  bekannte  dritte  9-Form,  diocippus  CV.  (Bd.  I  Taf.  60  c),  eine  berühmte  Kopie  von 
Danaida  chrysippus,  differiert  etwas  in  der  Breite  der  weißen  Binde  der  Vflgl;  auch  existieren  Exemplare,  welche 
hellen  chrysippus ,  und  solche,  die  mehr  der  dunklen  chrysippus  batavianus  nahekommen.  Vollkommene 
Zwitter  (links  rechts  9  fa-  diocippus )  sind  bekannt.  Moore  erwähnt  einen  solchen  von  Kanara,  Südindien, 
und  ich  sah  einen  bei  Malang  in  Ost- Java  gefundenen.  Als  nördlichsten  Fundort  des  kann  ich  nach  dem  Ma¬ 
terial  meiner  Sammlung  Ishigaki-Shima  der  südlichsten  Liu  Kiu- Gruppe  nennen.  Entwicklungsdauer  vom  Ei 
bis  zum  Imago  nach  einer  Beobachtung  in  Indien  vom  16.  Oktober  bis  19.  und  20.  November.  Ppnruhe  12  Tage. 
In  Südindien  erscheint  misippus  erst  mit  Beginn  der  Trockenperiode  und  ist  dann  am  häufigsten,  in  Ceylon 
lebt  die  Rp  auch  auf  Abutilon.  Doherty  fand  sie  auf  den  Nicobaren,  Rosset  auf  dem  Male-Atoll  der  Male¬ 
diven. 

H.  bolina  zählt  zu  den  Charakterschmetterlingen  der  östlichen  Tropen,  und  er  ist  nicht  nur  einer  der 
häufigsten  Falter,  sondern  nächst  dem  proteus artigen  P.  memnon  auch  das  interessanteste  Lepidopteron  der 
Erde.  Ueber  bolina  existiert  bereits  eine  umfangreiche  Literatur.  So  sammelte  Moore  (in  Lep.  Indica  Vol.  IV.) 
all  die  zahlreichen  verstreuten  Notizen,  welche  englische  und  indische  Autoren  über  die  Lebensweise  und  das 
Vorkommen  der  indischen  H.  bolina  in  den  verschiedensten  Zeitschriften  publiziert  haben;  Angaben,  welche  7 
Quartseiten  füllen.  Niceville  beachtete  zuerst  (1886)  den  in  Nord-Indien  durch  scharf  getrennte  Jahreszeiten 
bedingten  Saisondimorphismus,  den  Semper  für  die  Philippinen  mit  Unrecht  nicht  gelten  lassen  will.  Von 


inexpectata 

kuramata. 

diphridas. 


ysabela. 

interjecta. 

fuligi¬ 

nescens. 

misippus. 


picta. 

alcippoides. 

inaria. 

diocippus. 


548 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer, 


bolina  wissen  wir,  daß  sie  auf  jeder  größeren  Insel  neben  antilope  und  misippus  vorkommt  und  die  CS  mono¬ 
chrom,  die  $$  fast  ausnahmslos  polychrom  auftreten.  Zwischen  den  extremsten  Q-Formen  äuge  Cr.  und  lisia- 
nassa  Cr.  finden  sich  Uebergänge  und  ebenso  zahlreiche  Transitionen  von  $  zu  §,  soclaß  es  unmöglich  ist,  eine 
„parting  line“  zwischen  den  einzelnen  Aberrationen  und  Individuen  zu  ziehen.  Gramer  bildet  allein  von  Java 
5  ? -Formen  ab  und  damit  ist  der  Reichtum  dieser  einen  Insel  noch  nicht  erschöpft;  denn  ich  besitze  weitere 
3  Aberrationen,  die  mit  demselben  Recht  benannt  werden  können  und  dann  noch  gradatim  Uebergänge  von 
einem  Extrem  zum  andern.  So  weitgehend  die  Veränderlichkeit  der  bolina  unter  sich  bereits  erscheint,  die 
Tropensonne  und  der  Regenreichtum  der  äquatorialen  und  Monsunzone  hat  es  doch  noch  ermöglicht,  daß  in 
vielen  Gebieten  sich  besondere  Lokalformen  entwickelt  haben.  Neben  diesen  „Lokalrassen“,  denen  immer 
die  Mehrzahl  der  dort  fliegenden  Exemplare  angehört,  finden  sich  dann  vereinzelt  ,  wie  zufällig,  auch  Aberrationen, 
die  für  ein  zweites,  fremdes  Gebiet  typisch  sind.  So  bildet  Dtstant  neben  den  für  die  Malayische  Halbinsel 
und  Sumatra  typischen,  dort  dominierenden  incommoda  Btlr.  auch  ein  perimele-Q- artiges  Individuum  ab, 
wie  wir  es  sonst  nur  von  Java  kennen.  In  Java  hinwiederum  fand  ich  ein  jacintha-Q,  welches  sonst  für  Indien 
und  Nias  eigentümlich  ist.  Auf  den  Philippinen,  wo  die  von  Semper  abgebildeten  philippensis  Btlr.  Vorkommen, 
findet  sich  isoliert  gelegentlich  die  für  die  Sunda-Inseln  charakteristische  iphigenia  Cr.  und  auf  Luzon  scheinen 
sogar  überhaupt  nur  mit  jacintha-Q  identische  $$  einheimisch  zu  sein.  —  Die  Nomenklatur  ist  sehr  verwickelt, 
weil  frühere  Autoren  die  Namen  der  $$  Formen  als  Lokalrassen-Benennung  verwendeten,  andererseits  aber 
wieder  Bezeichnungen  wie  antiope  Midi,  außer  Acht  ließen.  Mit  antiope  müssen  wahrscheinlich  alle  bolina- 
Formen  der  kleinen  Sunda-Inseln,  von  Australien  und  selbst  den  Salomons-Inseln  vereinigt  werden.  An  der 
Westgrenze  des  Gebietes  erscheinen  dann  die  so  proteusartig  variablen  Formen  der  Südsee-Inseln,  während 
an  der  Ostgrenze  in  Continental-Indien  die  Veränderlichkeit  abnimmt  und  sich  nur  noch  eine  $-Form  findet, 
die  ganz  dunkle  avia  F.  Futterpflanze  seit  Linne  bekannt,  Portulaceen,  auf  denen  die  Rp  lebt,  doch  soll  sie 
auf  den  Philippinen  auch  Urticaceen  annehmen.  Rp  zuerst  durch  Horsfield  u.  Moore  1857  abgebildet,  ver¬ 
mutlich  etwas  nach  der  Lokalität  verschieden;  so  haben  Rpn  von  Australien  und  den  Carolinen  einen  gelben 
lateralen  Streifen  über  den  Luftlöchern,  welcher  indischen  und  javanischen  Individuen  fehlt.  Rp  schwärzlich 
mit  neun  Reihen  von  gelben  Stacheln  und  schwarzen  Kopfhörnern.  Pp  erdbraun  mit  lichteren  Stellen,  am 
Kopf  und  Thorax  etwas  gewinkelt.  Abdominalsegmente  mit  dorsalen  Reihen  scharfer  Tuberkeln.  Ppnruhe 
10  bis  11  Tage,  auf  den  Carolinen  12,  in  Australien  manchmal  20  Tage.  Die  Rp  geht  gelegentlich  in  die  Veranden 
indischer  Häuser  und  die  Zucht  ist  sehr  leicht.  Die  Falter  fast  überall  häufig,  manches  Jahr  in  ungeheueren 
Mengen  erscheinend,  dann  wieder  nur  spärlich  auftretend,  bolina  bevorzugt  das  freie  Land,  Gärten,  Ränder 
von  Pflanzungen  und  lichter  Wälder.  Im  malayischen  Archipel  geht  bolina  kaum  über  6 — 800  m  Höhe  hinauf, 
doch  trifft  man  die  Art  auf  den  Südabhängen  des  Himalaya  bis  ca.  4000'.  Zwei  Formenreihen:  a)  jene  der 
orientalischen  Region  mit  weißen  Submarginalpunkten  der  Oberseite  aller  Figl.  Ganz  Indien,  bis  Sumatra 
und  Nias,  nordwärts  auf  den  Philippinen  und  Formosa.;  ß)  jene  des  malayisch-australiseh-polynesischen  Gebiets 
ohne  weiße  Punkte. 

bolina-For  men -Gruppe  a. 

kezia.  kezia  Btlr.  (119a  Ci  119  b  $)  eine  relativ  kleine,  wohl  differenzierte  Inselrasse.  Außer  dem  abgebildeten 

C  der  Regenzeit  existieren  auch  größere  CCi  die  der  Form  charybdis  Btlr.  (118  c)  gleichen  und  blau  ver¬ 
schleierte  nur  unmerklich  weiß  zentrierte  oder  völlig  blaue  Scheiben  der  Hflgl  tragen.  CS  die  sich  UriaF.  von 
Vorderindien  oder  äuge  Cr.  von  Java  nähern  mit  weißen  Längsbinden  der  Unterseite  der  Hflgl,  liegen  mir  aus 
priscilla.  Formosa  nicht  vor.  $  der  Trockenzeitform,  wie  abgebildet,  mit  violetter  Querbinde  der  Vflgl.  - —  priscilla  Btlr. 

ist  die  häufigere  ?-Form  der  Regenperiode,  oberseits  reich  weiß  ornamentiert  mit  einer  prächtig  dunkelblau  schil¬ 
lernden,  aus  vier  weißlichen  Makeln  zusammengesetzten  Schrägbinde  der  Vflgl.  Manchmal  erglänzt  auch  noch  das 
gesamte  Apicalgebiet  und  ein  Teil  der  Zelle  in  dunklem  Blau.  Medianpartie  der  Unterseite  der  Hflgl  bei  beiden 
Geschlechtern  nur  matt  graugelb  aufgehellt.  Nach  Konsul  Swinhoe,  welcher  kezia  1865  entdeckte,  sind  die  Co 
äußerst  lebhaft  auf  Pflanzen  und  Steinen  herumschwirrend,  mit  allen  anderen  Faltern  die  in  die  Nähe  kommen, 
Streit  anfangend.  Das  $  dagegen  ist  träge,  tagsüber  im  Gebüsch  sitzend,  sich  selten  zeigend.  Wenn  sich  die 
$$  jedoch  hervor  wagen,  stürzen  sofort  mehrere  CS  auf  dieselben.  Uncus  medial  etwas  weniger  verdickt  als 
bei  lisianassa  Cr.  von  den  Südmolukken,  die  mediale  Valvenpartie  kleiner.  Formosa,  nicht  sehr  selten.  $  mit 
weißem  Discus  der  Hflgl,  wie  ihn  philippensis -?  (118  c)  führen,  scheinen  auf  Foimosa  nicht  vorzukommen. 
Dergleichen  ??  dürften  jedoch  auf  Okinawa  dominieren,  sodaß  ohne  ausreichendes  Material  einstweilen 
die  Vereinigung  der  lAukm-bolina  mit  philippensis  Btlr.  (118  e)  geboten  scheint.  Mein  Okinawa-?  übertrifft 
philippensis.  sogar  alle  meine  Philippinen-  ??  an  Ausdehnung  der  weißen  apicalen  Dekoration  der  Vflgl.  —  Als  philippensis  Btlr. 

segeln  eine  ganze  Reihe  von  Inselrassen,  die  sich  insgesamt  von  ihren  Vikarianten  des  malayischen  Archipels 
und  des  Kontinentes  ohne  weiteres  ausscheiden  lassen,  durch  das  luxuriante  apicale  und,  subapicale  Weiß  der 
Vflgl,  welches  in  solcher  Ausdehnung  und  blendender  Schönheit  sich  nirgendwo  wiederholt.  Allen  Philippinen- 
Rassen  eigentümlich,  aber  gleichfalls  dem  gesamten  nichtphilippinischen  Verbreitungsbezirk  der  Gesamtart 
fehlend,  sind  SS  mit  sehr  breiter  weißer  Halbbinde  der  Vflgl  und  wie  bei  charybdis  verdunkelter,  blauer  Scheibe 
der  Hflgl  und  Butler  hat  mit  viel  Geschick  gerade  diese  endemische  J-Form  als  Type  seiner  philippensis  er¬ 
wählt.  Derlei  SS  sind  aber  auf  den  Philippinen,  wenn  auch  überall  vorkommend,  dennoch  selten.  Die  nor- 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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malen  33  halten  etwa  die  Mitte  zwischen  äuge  Cr.- 33  (118  h)  und  lisianassa-3  (118  c),  überbieten  aber  an 
progressivem  Weiß  dennoch  alle  Verwandten.  Von  100  33,  welche  Semper  untersuchen  konnte,  führten  30 
eine  breite  weiße  Medianbinde  der  Hflgl- Unterseite  (Anklang  an  äuge  Cr.,  liria  F.),  45  eine  schmälere,  20  eine 
sehr  schmale  und  nur  5  keine  Binde.  Alle  <$<$  von  Luzon  bis  Mindanao  waren  ausnahmslos  mit  weißen  Submar¬ 
ginalpunkten  besetzt.  In  der  Größe  kamen  erheblichere  Unterschiede  vor,  nur  sind  Exemplare  der  Süd-Philip¬ 
pinen  größer  als  solche  aus  Luzon.  Von  den  $$  aus  Camiguin  de  Mindanao  waren  unter  100  nur  7  ganz  ohne. 

30  mit  schmalem  und  63  mit  breitem  weißem  Medianfeld  der  Hflgl -Unterseite  bedeckt.  Aber  auch  hier  treten, 
wie  bei  den  33,  Zwischenformen  auf,  so  daß  es  unmöglich  ist,  die  Abteilungen  scharf  zu  sondern.  Die  Haupt¬ 
flugzeit  auf  den  südlichen  Philippinen  sind  die  Monate  Juli  bis  September,  und  hat  Semper  einmal  1865  über 
1300  Exemplare  von  Camiguin  de  Mindanao  aus  dieser  Zeit  empfangen.  Nach  diesem  Material  konnte  Semper 
konstatieren,  daß  die  meisten  sich  in  den  Extremen  zwischen  perimele  Cr.  und  iphigenia  Cr.  (118  d)  bewegten. 

??  mit  rotbraunen  Flecken  wie  iphigenia,  alimena,  melita,  eriphile  Cr.  sind  auf  den  Philippinen  selten.  Nach 
Semper’s  Figuren  (auf  Tafel  24  seines  Philippinenwerkes)  scheinen  aber  auf  Luzon  $<j>  vorzukommen,  welche 
sich  mehr  der  indischen  jacintha  und  formosanischen  kezia  anschließen,  und  auf  braunem  Grunde  blaue  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl  und  schmale  submarginale  Weißbinde  der  Hflgl  führen  (cyanecula  form.  7iov.).  Bei  einem  cyanecula. 
von  Palawan  ist  der  gesamte  Außenrd  beider  Flglpaare  breit,  rein  weiß  umsäumt  (subucula  form.  nov.).  A  on  subucula. 

14  9$  meiner  Sammlung  nähern  sich  8  der  J-fa.  philippensis  Btlr.  durch  weiße  Zone  der  Vflgl  und  dunkelblaue 
Scheibe  der  Hflgl,  die  manchmal  stark  reduziert  sein  kann  und  nur  selten  leichte  weiße  Aufhellung  trägt.  Sehr 
selten  sind  9$  mit  blauer  Querbinde  der  Vflgl,  sonst  J-ähnlich  ( viriliformis  form,  nov.),  wie  sie  Semper  (Fig.  2)  viriliformis. 
darstellt;  häufig  dagegen  99  mit  großem  weißem  Discalfeld  der  Hflgl  (118  c)  =  victrix  form.  nov.  Zu  letzteren  riet  rix. 
gehören  unter  anderm  alle  99  von  der  Insel  Okinawa,  2  9?  von  Bazilan  und  eines  von  Palawan  in  meiner  Samm¬ 
lung.  Rp  auf  Luzon  auf  Brennesseln,  dunkelbraun  mit  orangegelben  Dornen,  Kopf  orangegelb  mit  zwei  schwar¬ 
zen  Hörnern;  Pp  dunkelbraun;  Ppnruhe  auf  Luzon  in  den  Monaten  August,  Oktober  10  Tage,  im  Dezember 
9 — 11  Tage.  Verbreitung  von  philippensis.  wie  sie  bis  jetzt  aufgefaßt  wird,  von  Luzon  bis  Mindanao  und  Palawan. 

Es  ist  aber  ziemlich  sicher,  daß  die  Rasse  der  Nord-Philippinen  von  jener  des  Südens  abgesondert  werden  kann. 

Auch  vier  99  aus  Mindoro  meiner  Sammlung  sind  einfarbiger,  dunkler  als  Bazilan-? 9,  die  Doherty  dort 
Februar,  März  gesammelt  hat.  ?  selten  auf  Okinawa  im  Februar,  März,  häufiger  im  Juli,  August,  sich  gerne  auf 
Bananenblätter  setzend.  -  joloarsa  subsp.  nov.  ist  ohne  weiteres  zu  separieren  durch  die  Kleinheit  der  Exemplare,  joloava. 

Ein  9  zum  philippensis- Typus  gehörig,  ein  zweites  analog  victri x(  1  18c,  als  philippensis  bezeichnet ) ,  aber  mit  kleinem 
weißem  Discalfleck  der  Hflgl.  Jolo,  im  Sula  Archipel.  —  bolina  L.  (118  b)  vermutlich  auf  kleine  33  der  Regen-  bolina. 
Zeitform  gegründet,  die  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ein  breites  weißes  Band  führen,  und  als  liria  F.  in  älteren  liria. 
Werken  kursieren  und  wozu  äuge  Cr.  eine  analoge  Form  von  Java  umschreibt.  Es  existieren  auch  33,  die  von 
unserer  Figur  abweichen  durch  zwei  Reihen  von  Antemarginalpunkten  der  Oberseite  der  Hflgl,  die  wie  beim 
philippensis- ?  (118  c)  verteilt  stehen:  (ornamenfalis  form.  nov.).  Es  scheint,  daß  damit  gelegentlich  eine  Ver-  ornamen- 
kleinerung  des  Subapicalflecks  der  Vflgl  gepaart  geht.  Moore  bildete  Exemplare  ornamentalis  ab,  welche  der 
Sommer- und  Wintergeneration  angehören.  33  der  Trockenzeitform  sind  größer  als  jene  der  Monsunperiode ;  das 
AVeiß  im  Discus  beider  Figl  stets  mehr  oder  weniger  blau  versch  leiert,  und  wenn  jede  Spur  einer  AATeißkernung  fehlt . 
so  haben  wir  charybdis  Btlr.  (118  c)  vor  uns.  Es  verfärbt  sich  dann  auch  die  Unterseite,  der  Distalsaum  ist  nicht  cliarybdis. 
mehr  rein  weiß,  sondern  nimmt  ein  gelbliches  Kolorit  analog  den  9?  an,  und  die  graugelbe  Medianbinde  ver¬ 
schmälert  sich  und  erscheint  mehr  verwischt  und  verschwommen.  Die  Randbesäumung  und  das  helle  Mittel¬ 
feld  können  sogar  komplett  fehlen  (luctuosa  form,  nov.),  oder  in  seltenen  Fällen  die  undeutliche  Medianstreifung  luduosa. 
der  Hflgl- Unterseite  stellenweise  violett  überstäubt  sein  (J  subviolacea  form.  nov.).  Vom  9  erscheinen  2  subviolacea. 
Haupttypen :  jacintha  Don.  (119  b)  auf  den  A'flgln  ohne  Blau.  Distalgebiet  der  Hflgl  beiderseits  breit  cremefarben ;  jacintha. 

avia  F.  wird  von  Butler  auf  eine  Form  übertragen  ebenso  groß  als  jacintha  mit  ausgedehntem,  tief  dunkel  avia. 
blauem  transcellularen  Schiller  der  Vflgl,  der  manchmal  mit  einer  Reduktion  der  gelblichen  Besäumung  der 
Hflgl  gepaart  geht.  —  egna  form,  nov.,  sehr  kleine  (Trockenzeit  ?)  mit  anteterminaler  Doppelreihe  weißlicher  cgna. 
Makeln  und  schmaler  wie  bei  kezia  (119  b)  angelegter  Schrägbinde  von  hellvioletter  oder  dunkelblauer  Färbung. 
egna-% 9  führen  unterseits  eine  ausgedehnte  weißliche  oder  gelbbraune  Medianzone;  die  jacintha- 9 9  dagegen 
haben  entweder  gar  keine  oder  nur  eine  verwischte  Streifung  der  Hflgl.  Alk'  die  genannten  Formen  sind  unter 
sich  durch  Zwischenstufen  verbunden  und  es  scheint,  daß  sie  auch  nicht  strenge  an  die  Jahreszeit  oder  eine 
bestimmte  Höhe  gebunden  sind.  Gewiß  ist  nur,  daß  im  gesamten  Kaiserreich  Indien,  auf  den  Andamanen, 

Nicobaren,  in  Birma,  Hinterindien,  in  West-China  und  auf  Hongkong  nirgendwo  9?  Vorkommen  mit  irgend¬ 
welchen  Spuren  rötlicher  oder  rotgelber  Postdiscalf leckung  der  A'flgl  oder  ebensolcher  Zentrierung  der  Hflgl. 

Auf  der  malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  dagegen  beginnt  bereits  ein  Teil  der  ?9  sich  mit  breiten  weißen, 
peripherisch  blau  umgebenen  AYlglbinden  und  großen  weißen  Discalfeldern  der  Hflgl  zu  schmücken  —  das 
Charakteristikum  der  Ort-srasse  incommoda  Btlr.  Auf  der  Unterseite  wiederholen  sich  diese  Halbbinden,  incommoda. 
sind  gelblich  und  die  jacintha-  9  9  analoge  Distalumrahmung  kann  trüb,  graugelb  oder  rein  cremefarben  sein: 

die  oberseits  weiße  Fleckung  zur  Schau  tragen,  haben  auch  weißliche  Medianstreifung  der  Hflgl-Unterseite 
(man  vergleiche  Distant  Taf.  17  Fig.  9).  Wenngleich  die  incommoda- % ?  also  schon  ziemlich  erheblich  variieren, 
kommt  doch  bei  ihnen  nach  Hagen  niemals  die  helle  mit  Gelb  dekorierte  Form  vor,  wie  sie  auf  Java  so  gemein 
ist.  Nur  ein  9  wurde  erbeutet  mit  schmutzig  braunem  Fleck  der  A'flgl.  Nach  Martin  trat  die  incommoda 


550 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruit  stör  fee. 


im  Sultanat  Deli  im  Dezember  1892  und  Januar  1893  in  großer  Menge  auf,  während  im  nächsten  Jahr  kein  Exem¬ 
plar  zu  sehen  war.  Neben  mit  weißen  Feldern  der  Oberseite  existieren  auch  solche  mit  blauer  Schrägbinde 
der  Vflgl,  analog  avia  Btlr ivie  Distant  eines  abbildet  (Taf.  15,  Fig.  12  der  Rhopalocera  Malayana),  und 
solche,  die  kaum  von  jacintha  zu  unterscheiden  sind.  Auf  Nias  und  Pulo-Tello  der  Ba  tu- Gruppe  hat  sich  die 
bolina- Form  noch  ganz  rein  erhalten.  33  von  dort  gehören  teils  zu  liria,  teils  (Trockenzeitform)  zu  submolacea 
Frühst.  ?  genau  wie  jacintha  Drury. 

bolina-For  men- Gruppe  ß. 

Auf  Engano  beginnt  bereits  der  malayische  Typus  einzusetzen,  mit  33  ohne  weiße  Punktierung  der 
enganica.  Oberseite.  Dort  haben  wir  eine  hochentwickelte  Inselrasse.  —  enganica  Frühst.  (118  d),  bei  welcher  wir  die 
merkwürdige  Tatsache  zu  konstatieren  vermögen,  daß  auf  Engano  weder  die  sonst  auf  den  Sunda-Inseln,  na¬ 
mentlich  Java,  so  häufige  $-forma  proserpina  Cr.  (119  a)  vorzukommen  scheint,  noch  die  auf  Nias  fliegende 
9-forma  jacintha.  Drury  (119  b).  Auf  Engano  dominieren  dafür  jene  dunkelbraun  gefleckten  ??,  welche  der 
melita  Cr.  und  alcmene  Cr.  (1 19  b)  nahe  kommen,  und  die  sehr  seltene  perimele  Cr.  ist  auch  vorhanden.  Da¬ 
neben  treten  auch  auf,  welche  sich  den  Sumatranischen  (■ incommoda  Btlr.)  nähern  und  ziemlich  häufig  fast 
ganz  schwarze,  wie  ich  sie  von  Java  als  euryanthe  Frühst.  (118  d)  beschrieben  habe.  Dieses  Dominieren  der 
düster  braunen  Färbung  fiel  schon  Dotiert y  auf,  der  beobachtete,  daß  die  Engano- $$  gelegentlich  Danais 
pietersi,  (welche  ja  auch  dunkelbraun  ist),  im  Fluge  ähnlich  sehen.  Auch  ?  iphigenia  Cr.  (118  a),  welche  gleich 
proserpina  Cr.  auf  allen  Flgln  reich  weiß  bemalt  ist,  kommt  in  Engano.  nach  meinem  Material  zu  urteilen,  nicht 
vor.  Dagegen  herrschen  als  Eigentümlichkeit  der  Insel  $$  vor  mit  blauer  oder  violetter  Schrägbinde  der  Vflgl 
( perimele  Cr.),  die  in  Kombination  mit  melita-  und  alcmene- Färbung  der  Hflgl  auftritt  (Anklang  an  aphrodite 
Frühst,  von  Java).  Für  Engano  charakteristisch  sind  ferner  sehr  große  mit  rotbraunem  Analwinkel  und 
chrysoni-  rötlich  gelbbraunem  Submarginalfeld  der  Hflgl.,  f.  chrysonicans  form.  nov.  Die  33  sind  durchwegs  sehr  dunkel, 
mns.  mehrere  ohne  jede  Weißkernung  der  Hflgl-Ocellen  ( charybdis  Butl.).  Die  Form  äuge  Cr.,  wie  sie  auf  Java  häufig 
ist,  scheint  auf  Engano  sehr  selten  zu  sein,  denn  9/i0  aller  33  sind  ohne  weiße  Binden  auf  der  Hflgl-Unterseite. 
listeri.  Engano.  April- Juli,  ca.  60  33  100  in  meiner  Sammlung.  —  Als  listeri  Btlr.  wurde  eine  kleine  Rasse  der  Christmas- 
antiopa.  Insel  beschrieben.  antiopa  Mull,  ist  der  älteste  Name  (1774)  für  die  Javaform,  deren  erstaunliche  Varia¬ 
bilität  seit  Cramer’s  Zeiten  immer  wieder  von  Neuem  Verwunderung  und  Interesse  wachgerufen  hat.  Die  java¬ 
nische  Rasse  kontrastiert  lebhaft  mit  der  kontinentalen  bolina ;  zunächst  kommen  so  kleine  33  wie  in  Indien 
überhaupt  nicht  vor,  und  das  3  ist  vermutlich  wegen  des  Fehlens  der  in  West-Java  nicht  mehr  scharf  ausge¬ 
prägten  und  abgegrenzten  Jahreszeiten  viel  geringeren  Veränderungen  als  im  Himalaya- Gebiet  unterworfen. 
Die  Unterseite  bleibt  übrigens  stets  dunkler  und  reicher  rotbraun  als  bei  bolina-33.  Submarginale  weiße  Punkt¬ 
serien  der  Oberseite  fehlen,  was  Wallace  zuerst  auffiel.  33,  welche  zur  Forma  subviolacea  oder  ornamen- 
talis  Frühst  gehören,  sind  nicht  in  meiner  Sammlung.  Die  der  liria  F.  entsprechende,  oben  reich  weiß  zen- 
aiige.  trierte  und  auf  den  Hflgln  von  breitem  weißem  Medianfeld  durchzogene  Färbungstype  ist  als  äuge  Gr.  beschrie¬ 
ben.  Aber  auch  die  zu  charybdis  Btlr.  (118  c)  hinneigenden  33  sind  häufig,  wenngleich  so  ausgesprochene 
Stücke  wie  das  von  uns  abgebildete  sehr  selten  sind.  Unter  den  die  unter  sich  in  der  Größe  fast  noch  mehr 
differieren  als  indische  bolina-  $?,  sind  Rückschläge  zu  jacintha  Drury  sehr  selten.  Ich  beobachtete  in  drei 
perimele.  Jahren  nur  ein  schlechtes  Exemplar.  Auch  die  sehr  dunkle  perimele  Cr.,  oberseits  schwarz  mit  nur  vier  blauen 
Flecken  der  Vflgl  und  großen  weißen  Submarginalpunkten,  sonst  aber  zeichnungslos,  ist  sehr  selten.  Gramer 
hatte  sie  von  Batavia  und  ich  besitze  ein  der  Abbildung  vom  Jahre  1779  nahekommendes  $  aus  Sumbawa. 
euryanthe.  —  euryanthe  Frühst.  (118  d),  eine  weitere  sehr  seltene  dunkle  Form,  ist  oberseits  tief  braunschwarz,  mit  den 
üblichen  weißen  Subapicalfleckchen  und  Submarginalpunkten  der  Vflgl.  Nur  2  $$  aus  Ost- Java  in  meiner 
Sammlung.  Davon  gibt  es  dann  Uebergänge  zu  den  häufigen  gelben  Formen  mit  dunkel  rotgelben  Subanal- 
melita.  mäkeln  der  Vflgl.  Stellen  sich  diese  dann  auch  auf  den  Hflgln  ein,  haben  wir  melita  Cr.  vor  uns.  Dazu  bildet  dann 
alcmene.  alcmene  Cr.  (119  b)  eine  ganz  unbedeutende  progressiv  gelbrote  Färbungsabweichung,  jedoch  ohne  die  iveiße 
antigone.  Halbbinde  der  Vflgl,  welche  melita  führt.  —  antigone  Cr.  ist  das  Extrem  dieser  Formenreihe;  die  gesamte 
äußere  Hälfte  der  Hflgl  goldgelb,  Analfleck  der  Vflgl  rötlich  und  deren  weiße  Schrägbinde  sogar  rötlich  über- 
proserpina.  stäubt.  —  Bei  proserpina  Cr.  (=  antiopa  Müll.-%,  nerina  F.-$)  tritt  zur  rotbraunen  Farbe  noch  eine  weiße 
discale  Aufhellung.  Dies  ist  weitaus  das  gemeinste  Kleid  aller  antiopa  von  Java,  auch  von  Südost-Borneo 
in  meiner  Sammlung.  Wenn  dann  auf  den  Hflgln  die  rotgelbe  Peripherie  des  weißen  Discus  verschwindet  und 
blaue  Umgrenzung  an  deren  Stelle  tritt,  die  sich  auch  der  Binde  der  Vflgl  anschmiegen  kann,  haben  wir 
iphigenia.  iphigenia  Cr.  (118  d),  von  der  wir  auch  entfernt  nicht  die  am  reichsten  und  am  reinsten  hellblau  verschleierten 
Exemplare,  wie  sie  in  West-Java  auftreten,  dargestellt  haben.  Diese  Aberration  ist  eine  der  schönsten,  auf 
Java  die  zweithäufigste  und  ausgezeichnet  durch  breite,  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  sowie  großen,  weißen 
aphrodite.  Discalfleck  der  Hflgl.  Beide  mit  peripherischem,  prächtigem  Blauschiller.  —  aphrodite  Frühst.  (118  d).  Sub¬ 
apicalbinde  der  Vflgl  blau  oder  violett.  Im  Analwinkel  der  Vflgl  ein  mehr  oder  minder  großer  rotbrauner  Fleck, 
der  sich  im  Discus  der  dunkelblau  schillernden  Hflgl  stets  wiederholt.  Alle  Figl  mit  einer,  häufig  auch  zwei 
submarginalen  Serien  von  weißen  Zacken  und  Punkten.  Bei  einem  besonders  herrlichen  Extrem  aus  Java 
tragen  die  Hflgl  einen  discalen,  lichtblauen  Fleck,  welcher  basalwärts  dunkelblau  schillert.  West-Java,  Suka- 
bumi,  2000'.  Nach  dem  Material  meiner  Sammlung  sind  die  reich  blau  und  weiß  gefleckten  $$  auf  den  Westen 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


55 1 


der  Insel,  die  dunklen  euryanthe  mehr  auf  den  Osten  der  Insel  beschränkt.  In  der  Regenzeit  besonders  vom 
Januar  an  ist  antiopa  mit  seinen  polychromen  9  +  einer  der  Charakterfalter  der  submontanen  Zone  von  Java. 

Aus  Bawean  liegt  ein  interessantes  kleines  ¥  nahe  antigone  Cr.  vor.  —  Sehr  interessant  sind  di«  Färhungsverhält- 
nisse  der  bolina  auf  der  Insel  Lomhok.  Alle  mir  noch  von  dort  zugänglichen  SS  haben  ausgeprägten  charybdi s- 
Charakter.  und  von  den  9?  zeigen  zwei  incommoda  Btlr. -Zeichnung,  nämlich  weiße  Felder  ohne  rotgelbe  Ein¬ 
sprengung  beider  Figl.  Eine  ?-f.  astra  form.  nov.  führt  eine  relativ  schmale  dunkelblaue  Binde  der  Vflgl  und  einen  antra. 


blauen  Discus  der  Hflgl  auf  braunschwarzer  Grundfarbe.  Wie  auf  Sumbawa  ist  namentlich  auch  -f. 


euryanthe 


Frühst,  häufig,  die  mir  auch  von  Sumba  vorliegt.  SS  von  Sumba  sind  kleiner  als  solche  von  Lomhok  und  Sum¬ 
bawa,  ausschließlich  zu  charybdis  gehörend.  Wie  auf  Sumbawa  dominiert  $-fa.  proserpina  Cr.  Ziemlich  banal 
sind  die  Verhältnisse  im  eigentlichen  Mikro malayana,  wo  eine  kleinere  Rasse  micromalayana  suibsp.  nov.  do¬ 
miniert,  mit  namentlich  zwerghaften  SS.  dem  awgre-Typus  angehörend.  $  vorherrschend  in  proserpina- Färbung, 
während  in  der  Regenzeit  auch  aphrodite  Frühst.,  iphigenia  Cr.  beide  auf  Wetter  existieren.  Type  der  Rasse 
von  Babber,  sonst  von  Alor,  Kisser,  Wetter,  Dämmer  und  Kalao  in  meiner  Sammlung.  —  Als  labuana 
Btlr.  wird  die  Arealform  des  nördlichen  Borneo  eingeführt,  welche  sich  in  ihrem  Zeichnungscharakter  viel  mehr 
den  philippinischen  als  den  malayischen  Vikarianten  nähert,  aber  von  den  philippinischen  Elementen  durch 
das  Fehlen  der  submarginalen  Weiß-  oder  Blaupunktierung  der  Flgl-Oberseite  der  de?  entfernt,  de?  gehören 
partiell  zum  äuge-,  teilweise  zum  charybdis- Typus.  Ein  $  gleicht  dem  cyanecula  Frühst wie  es  Semper  von 
Camiguin  de  Mindanao  abbildet  und  es  von  Palawan  in  meiner  Sammlung  vorliegt  mit  blauer  statt  weißer 
Schrägbinde  der  Vflgl;  die  übrigen  nähern  sich  der  f.  vixtrix  Frühst.  (118  e),  jedoch  ohne  submarginale  Wei߬ 
dekoration.  Nord-Borneo. — Ein  9  von  den  Natuna-lnseln  bildet  eine  Zwischenstufe  von  jacintha  Drury  und  peri- 
mele  Cr.  In  Südost-Borneo  dagegen  findet  sich  noch  proserpina  Cr.  im  javanischen  Kleide.  —  Mit  der  Bezeich¬ 
nung  celebensis  Rothsch.  nom  nud.  (nec  Holl.)  werden  hier  die  Formen  von  Celebes  und  dessen  Inseltrabanten 
zusammengefaßt,  d  sehr  groß,  im  Kolorit  die  Mitte  haltend  zwischen  antiopa  Müll. -SS  und  solchen  der  Moluk¬ 
ken.  Vom  ?  dominieren  proserpina  und  iphigenia,  doch  zeigen  erstere  niemals  so  ausgedehntes  Rotgelb,  letz¬ 
tere  einen  stets  dunkleren  blauen  Schleier  um  die  Discalfelder.  Die  Formen  euryanthe  Frühst.,  perimele  Cr., 
antigone  und  melita  Cr.  fehlen;  an  aphrodite  anklingende  Aberrationen  sind  selten.  Das  9  scheint  periodisch 
aufzutreten,  denn  Doiierty  fing  im  August  und  September  kein  Stück,  während  mir  vom  November-Dezember 
aus  Toli-Toli  prächtige  frische  Exemplare  vorhegen.  An  celebensis  schließen  sich  SS  wie  $9  von  den  Talaut- 
Inseln  und  Saleyer  der  Sammlung  Fruhstorfer  an.  —  gigas  Oberth.,  eine  hochspezialisierte  Form,  steht  im 
selben  Verhältnis  zu  philippensis  Btlr.,  wie  labuana  Btlr.,  hat  im  allgemeinen  die  reich  weiß  ornamentierte  Ober¬ 
seite  der  Philippinen-Schwesterrassen,  und  entfernt  sich  wieder  von  ihnen  durch  das  an  sich  so  unwesentliche, 
aber  doch  beständige  Merkmal  der  fehlenden  Submarginalpunkte.  S  oberseits  noch  größer  als  lisianassa  Cr. 
(118  c),  unterseits  rötlich,  den  Habitus  der  Molukkenformen  zur  Schau  tragend.  9  braunschwarz;  auf  den 
Vflgln  violett  überhaucht,  Hflgl  mit  einem  an  crexa  (118  c)  gemahnenden,  peripherisch  hellblau  umgrenzten 
Discalfleck.  Unterseite  in  der  Zelle  dunkelrot,  sonst  lichter  braun,  im  allgemeinen  den  Anschluß  an  die  Moluk- 
k en-bolina  vermittelnd.  —  lisianassa  Cr.  (118  c)  von  den  meisten  Autoren  seit  Ivirry  fälschlich  lasinassa 
genannt,  ist  auf  die  Süd-Molukken  beschränkt  und  durch  ihre  Größe  charakterisiert.  Das  9  der  Regenzeitform 
tritt  in  zwei  hervorragend  differenzierten  Formen  auf  (eriphile  Cr.,  118,  als  „pandorus“  bezeichnet)  mit  weißer 
Schrägbinde  der  Vflgl  und  breitem  weißgekerntem  gelblichrotem  Subanalfeld  der  Hflgl.  Neben  eriphile  exi¬ 
stieren  ebenso  ansehnliche  9¥>  die  als  manilia  Cr.  beschrieben  sind,  keine  Querbinde  der  Vflgl  führen,  aber  durch 
einen  schön  rotgelben  Anteterminalsaum  der  Vflgl  ausgezeichnet  sind.  Hflgl  wie  eriphile  nur  zumeist  mit  großen 
rein  weißen  Submarginalpunkten.  Das  Maximum  an  weißer  Dekoration  erreicht  9-fa.  discalis  form.  nov.  Vflgl 
wie  bei  eriphile,  aber  die  Halbbinde  proximal  prächtig  dunkel  blau  schillernd  und  die  Hflgl  mit  einem  breiten 
transcellularen  langen  weißen  Discalfeld  (Saparua).  Vom  S  ist  eine  große  Form  ohne  weißliche  Mittelbinde 
der  Hflgl  als  alcithoe  Cr.  (  =  melaniris  Röb.)  beschrieben,  und  neben  lisianassa  kommt  auch  charybdis  Btlr.  in  poten¬ 
ziert  verdunkelter  Form  vor.  Ein  S  aus  Saparua  wiederholt  das  luctuosa  Frühst. -Motiv,  Unterseite  monoton 
dunkel  kaffeebraun,  völlig  zeichnungslos  und  mit  quadratischen  weißlich  grauen  Intranervalflecken  am  Distal¬ 
saume  aller  Figl.  Neben  diesen  großen  Exemplaren  existieren  auf  den  Südmolukken  auch  Zwerge,  wie  z.  B. 
das  als  bolina  L.  abgebildete  S  ( 1 18  b)  mit  prägnantem  äuge  Gr. -Charakter.  Die  99  dazu  gleichen  in  keiner  Weise 
den  eriphile-,  manilia-,  discalis-  99)  sondern  bilden  einen  Rückschlag  zu  proserpina  Cr.  und  iphigenia  Cr.  in  so¬ 
gar  sehr  kümmerlicher  Ausgabe.  Holland  hat  deshalb  auch  vermutet,  daß  die  kleinen  Exemplare  der  vorder¬ 
indischen  bolina  angehören,  doch  bestätigt  der  anatomische  Befund  der  Klammerorgane  diese  Anschauung  in  keiner 
Weise.  Die  mediale  wie  ein  Spornrad  aussehende  Valvenpartie  von  H.  lisianassa  Cr.  differiert  nur  durch  die 
Größe,  aber  nicht  einmal  in  der  Zähnelung  von  H.  bolina  kezia  Btlr.  von  Formosa.  Nach  Ribbe  gleicht’ keines 
von  den  Ceram-99  dem  andern.  Amboina,  Ceram,  Saparua,  Banda.  Von  Buru  sind  in  meiner  Sammlung  d-fa. 
alcithoe  Cr.  und  äuge  Cr.,  ferner  die  9?  antigone  Cr.  in  reinster  Form,  euryanthe  Fr.  und  proserpina  Cr .  vertreten 
und  Holland  kennt  von  dort  auch  eriphile  Cr.  Von  Obi  stammt  das  Modell  zu  unserer  Figur  118  b  von  bolina, 
daneben  existieren  deutliche  alcithoe  Cr.-SS ■  99  von  Obi  fehlen  mir.  —  Zu  vitramana  subsp.  nov.  ziehe  ich  de? 
aus  Batjan,  Halmaheira  und  Ternate  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Das  S  der  großen  Form  oberseits  nahe 
lisianassa  Cr.,  Discus  der  Hflgl  jedoch  mehr  violett  als  blau  verschleiert,  geringer  weiß  zentriert.  Unterseits 
von  alcithoe  Cr. -Bildung.  Daneben  auch  äuge  Cr.-SS  in  reinster  Form.  Die  landläufigen  9?  gehören  zu  pro- 


microma- 

layana. 


tab  n  an«. 


celehcnsi 


gigas. 


lisianassa. 

eriphile. 

manilia. 

discalis. 

alcithoe. 


vitramana. 


552 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


serpina  Cr.  oder  bilden  Uebergänge  von  dieser  zu  iphigenia.  Analog  der  Süd-Molukken-Rasse  finden  sich  aber 
neben  diesem  westmalayiscli-australischen  9-Typus  auch  große  dunkle  99  vom  reinsten  Molukkentypus,  die 
schon  Staudinger  auffielen.  Sie  haben  aber  nicht  mehr  die  breite  runde  Figlform  von  eriphile  Cr.  manilia  Cr., 
sondern  bilden  eher  einen  Rückschlag  zu  der  Engano- $-Form  chrysonicans  Frühst,  durch  längliche  Figlkonturen. 
Grundfarbe  braunschwarz  mit  düster  rotbraunem  Analfeld  der  Vflgl  und  nur  leichthin  graubraun  aufgehelltem 
ivena.  Discus  der  Hflgl  (9-fa.  ivena  form.  nov.).  Oberseite  mit  partiell  weißen,  partiell  blauen  Submarginalpunkten. 
Unterseite  dunkelbraun  mit  ausgedehntem  rotbraunem  Feld  am  Ird  der  Vflgl.  Merkwürdigerweise  aber  erscheint 
weiter  nach  Osten  bolina  fast  wieder  in  derselben  Weise  wie  auf  Java,  ein  Fall,  der  ganz  einzig  unter  den  Tag- 
nerina.  faltern  dasteht.  Dennoch  möchte  ich  als  nerina  F.  die  Formen  von  Australien  und  den  umliegenden  Inseln 
zusammenfassen,  weil  der  Name  einmal  existiert  und  weder  die  JA  noch  die  99  vollständig  mit  der  javanischen 
Vikariante  übereinstimmen.  Zunächst  scheint  9-fa.  charybdis  in  ihrer  reinen  Form  überhaupt  nicht  im  austra¬ 
lischen  Gebiet  vorhanden  zu  sein,  denn  alle  Je?  gehören  zu  fa.  äuge  Cr.  Im  übrigen  ist  die  Unterseite  der  öS 
weniger  lebhaft  weiß  und  rotbraun  als  bei  javanischen  Exemplaren.  Auch  die  ??  sind  nicht  mehr  so  bunt. 
constans.  nerina  F .  entspricht  der  proserpina  Cr.,  welche  in  Gemeinschaft  mit  constans  Btlr.,  die  weiter  nichts  ist  als  eine 
etwas  verdunkelte  iphigenia  Cr.,  dominiert.  Von  Neu- Guinea  liegt  dann  noch  eine  der  aphrodite  Frühst,  benach- 
pseudomi-  barte  und  von  Australien  die  fa.  perimele  Cr.  vor.  Neu- Guinea  eigentümlich  ist  dagegen  pseudomisippus  form, 
sippus.  nov  ^  i  lg  pp  die  auch  unterseits  misippus- $  vortäuscht,  aber  durch  ein  breites  weißes  Medianfeld,  welches  den 
gesamten  Hflgl  durchzieht  und  durch  weiße  Submarginalpunkte  ihre  Zugehörigkeit  zu  bolina  dokumentiert. 
Rp  nach  Mathew  gesellig  auf  Sida  rhombifolia  und  refessa,  auch  auf  Convol vulus ;  Anfangs  grünlichschwarz 
ohne  Dornen,  erwachsen  52 — 55  mm  lang,  cylindrisch,  schwarz  mit  sieben  geteilten  Dornen  auf  jedem  Seg¬ 
ment,  welche  ringförmig  angeordnet  sind.  Kopf  rötlichgelb  mit  langen  geteilten  Dornen.  Beine  rötlichbraun. 
Pp  auf  der  Unterseite  von  Blättern,  dunkelbraun  bedornt.  Zucht  nach  Semper  sehr  leicht.  Semper  gibt  an, 
daß  australische  $$  mit  äuge  Cr.  harmonieren,  daß  aber  einige  zu  lisianassa  Cr.  überleiten.  9  iphigenia  Cr. 
und  nerina  F.  sind  dominierend.  Nach  Waterhouse  ist  bolina  vom  Cap  York  bis  Sydney  verbreitet.  Ich  ziehe 
dazu  Exemplare  von  Neu-Guinea,  wo  bolina  vom  November  bis  März  überall  häufig  ist.  Waigiu,  Aru,  Key 
(besonders  gemein  Dezember,  Januar;  ?-fa.  iphigenia  vorherrschend),  Tenimber,  Bismarckarchipel  und  den 
Salomonen.  Auf  letzteren  dominiert  entschieden  eine  habituell  kleine  Form,  deren  99  wenig  variieren  und  dem 
nwntrou-  echten  nerina  F .- 9  (proserpina  Cr.  9)-Tvp  angehören.  —  montrouzieri  Btlr.,  ursprünglich  von  der  Woodlark- 
~lcri-  Insel  beschrieben,  scheint  ziemlich  analog  auch  auf  Fergusson  und  Kiriwina  vorzukommen,  mit  99  die  etwas 
der  iphigenia  Cr.  gleichen,  und  durch  eine  sehr  schmale  aber  deutlich  ausgeprägte  gelbweiße  Längsbinde  der 
palaucnsis.  Unterseite  der  Hflgl  bemerkenswert  sind. — Mit  palauensis  subsp.  nov.  (119  a)  beginnt  die  endlose  Reihe  der  Insel¬ 
rassen  des  Stillen  Ozeans,  bei  welchen  zwar  die  habituelle  Größe  in  der  Regel  hinter  den  westlicheren  Formen 
zurückbleibt,  die  individuelle  Variabilität  jedoch  ihren  Höhepunkt  erreicht,  und  man  kann  wohl  sagen,  daß 
sich  all  die  zahllosen  bisher  benannten  und  auch  nicht  benannten  9-Formen  auf  den  polynesischen  Eilanden 
und  Atollen  wiederholen  und.  Miniatur- Ausgaben  der  ansehnlicheren,  dem  Kontinent  näher  gerückten  Insel¬ 
rassen  darstellen.  Neben  allen  Anklängen  an  die  bisher  behandelten  Vikarianten  beheimaten  jedoch  diese 
weltfernen  Inselschwärme  auch  wieder  nur  ihnen  zukommende  endemische  Formen,  und  wir  finden  auf  ihnen 
neben  den  vollkommensten  melanotischen  auch  zugleich  die  ausgeprägtesten  albinotischen  Extreme,  palau¬ 
ensis,  von  welcher  mir  nur  99  vorliegen,  die  ich  dem  verstorbenen  Herrn  Georg  Semper  verdanke,  scheint 
sehr  beständig  zu  sein,  und  die  vier  Exemplare  meiner  Sammlung  differieren  unter  sich  nur  in  der  größeren 
oder  geringeren  Ausdehnung  des  orangeroten  Subanalflecks  der  Vflgl.  Sonst  bleibt  durchweg  das  proserpina- 
Gepräge  der  99  bewahrt.  Palau-Inseln.  Semper  hat  auch  S<S  empfangen,  die  keine  weißen  Punkte  der 
Oberseite  führen.  Sie  haben  äuge  Cr. -Charakter.  Exemplare  ohne  weißes  Mittelfeld  der  Hflgl-Unterseite 
sind  nicht  mitgekommen.  Von  den  99  erwähnt  Semper  einige  bleiche  Aberrationen,  wie  sie  für  die  mikro- 
nesische  Inselflur  sonst  typisch  sind.  Auf  Yap,  West -Karolinen,  fliegt  eine  verwandte  Form,  von  welcher  Kubary 
rarik.  die  Jugendstadien  abgebildet  hat.  Ppnruhe  auf  Yap  12  Tage.  — Als  rarik  hat  Eschscholtz  die  auf  Kotze- 
bue’s  und  Chamisso’s  Reise  (1816)  in  Mikronesien  entdeckten  hellen  Formen  mit  hell  gelbbraunen  99  zuerst 
abgebildet.  Größe  der  bolina.  Grundfarbe  dunkelbraun.  Die  Vflgl  haben  eine  weiße,  aus  4  länglichen  Flecken 
bestehende  kurze  Binde,  die  ihre  Richtung  von  der  Mitte  des  Vrds  nach  dem  äußeren  Rande  hin  nimmt;  sie 
erstreckt  sich  über  4  Zwischenräume  vom  2. — 4.  In  einiger  Entfernung  vom  äußeren  Rande  sieht  man  noch 
6  Punkte,  von  denen  der  oberste  sehr  groß  ist.  Fast  von  der  Mitte  des  Figls  bis  zum  hinteren  Rande  in  der 
Nähe  des  hinteren  Winkels  erstreckt  sich  ein  breiter,  krummer  bräunlichgelber  Fleck.  Die  obere  Hälfte  der 
Hflgl  schimmert  etwas  bräunlichviolett.  In  der  Mitte  der  Figl  steht  ein  großer,  länglicher  Fleck,  dessen  unterer 
und  äußerer  Rand  schmutziggelb  eingefaßt  ist.  An  der  Unterseite  der  Figl  bemerkt  man  dieselbe  Farbenver¬ 
teilung,  nur  daß  die  dunkeln  Farben  hier  blässer  und  undeutlicher  erscheinen;  eigentümlich  haben  die  Vflgl 
am  Vrd  zwischen  Wurzel  und  weißer  Binde  3  kleine,  weiße,  schwarz  eingefaßte  Flecken;  außerdem  sind  hier 
alle  Figl  am  äußeren  Rande  mit  einer  doppelten  Reihe  von  graulichen,  länglichen  Flecken  umringt.  Körper 
oben  schwarzbraun,  unten  weiß  gefleckt,  Fühler  schwarz  mit  gelber  Spitze,  Taster  und  Füße  weißlichgrau. 
kruimoku.  —  kraimoku  Eschsch.  ist  eine  weitere  Farbenspielart,  von  der  Ratak-Inselgruppe  der  Marschall- Inseln.  Sie  hat 
die  Größe  der  H.  bolina-,  einfarbig  dunkelbraun  mit  olivgrünem  Schimmer.  Ganz  dicht  am  äußeren  Rand 
aller  Figl  läuft  eine  Reihe  kleiner  weißgrauer  Punkte,  von  denen  immer  2  in  einem  Zwischenraum  stehen.  In 


Ausgegeben  15.  V.  1012.  HYPOLIMNAS.  Von  H.  FrUHSTORFER.  553 

einer  Entfernung  von  2  Linien  vom  Rande  befindet  sich  eine  zweite  Reihe  von  größeren  weißen  Punkten,  von 
denen  immer  1  in  einem  Zwischenraum  stellt.  An  der  Unterseite  haben  die  Figl  außer  der  Zeichnung 
der  Oberseite  noch  2  weiße  Punkte  am  Vrd  der  Vflgl  in  der  Nähe  der  Wurzel.  Körper  und  Füße  braun, 

Fühler  schwarz.  —  Neuerdings  kommen  seit  der  Besitzübernahme  der  Marschall- Inseln  durch  Deutsch¬ 
land  häufig  bolina  in  kontinentale  Sammlungen,  die  von  der  westlicheren  Ralik-Gruppe  stammen; 
jaluita  Frühst.  (119  a),  die  sich  partiell  palauensis  anschließen ;  <J  oberseits  häufig  mit  reinen  weißen  jaluita. 
und  größeren  Scheiben  als  auf  unsern  Figuren,  unten  gleichmäßig  dunkel  rotbraun  mit  blauvioletten  statt 
weißen  Subterminalserien  kleiner  Halbmonde.  Die  weißen  Binden  der  Hflgl  in  der  Mitte  eingeschnürt,  sehr 
scharf  abgegrenzt.  Außer  dem  abgebildeten  $  existieren  auch  solche  ohne  weißen  Discus  der  Hflgl  und  dann 
setzen,  wie  auf  Palau,  bereits  Uebergänge  zu  pallescens  (119b)  ein  mit  fahl  rötlichgelber  Oberseite.  Der  Discus 
der  Hflgl  auch  dieser  hellen  $  9  kann  mit  weißem  Spiegel  versehen  oder  ohne  solchen  sein.  Jaluit,  Marsch all-Tnseln, 
häufig.  Auf  den  Gilbert-(Kingsmill)Inseln  fliegt  eine  ähnliche  Form,  welche  im  British  Museum  als  rari/c 
Eschsch.  bezettelt  wurde.  —  pulchra  Btlr.  ist  der  älteste  Name  für  die  melanesischen  Rassen ;  Type  aus  Neu-Cale-  pulchra. 
donien.  —  pallescens  Btlr.  (119  b)  ist  auf  eine  9-Form  der  Viti-  oder  Fidschi-Inseln  gegründet,  auf  welchen  pallescens. 
die  Variabilitätsmöglichkeit  der  Gesamtart  ihren  Höhepunkt  erreicht.  SS  etwas  größer  als  jaluita  Frühst.- S  S, 
in  der  Regel  vom  äuge-,  und  ein  Stück  vom  charybdis-Typus.  —  murrayi  Btlr.  Unterseite  höchst  charakteristisch  murrayi. 
blau  oder  braunschwarz,  partiell  mit  violettem  Hauch,  Mittelbinde  mit  der  Neigung,  gegen  den  Analwinkel 
der  Hflgl  zu  sich  aufzulösen,  bei  der  charybdis -Form  völlig  verdunkelt,  auch  discal  nur  noch  rudimentär. 

Vom  9  sind  in  der  Sammlung  Fruhstorfer  35  Exemplare  vereinigt,  von  welchen  jedes  benannt  werden  könnte. 

Sie  variieren  zunächst  schon  in  der  Größe,  von  55  mm  bis  zu  85  mm  Spannweite.  Alle  führen  eine  weiße  Median¬ 
binde  der  Hflgl-Unterseite  in  jedem  Stadium  der  Entwicklung.  Nur  bei  einem  durchweg  hell  kaffeebraunen, 
nur  mit  weißen  Apicalpunkten  besetzten  sonst  völlig  zeichnungslosen  ?  fehlt  dieselbe  vollständig  ( =  maeza  form,  maezu. 
nov.).  Die  dunkelsten  99  gleichen  euryänthe  Frühst,  von  Java;  selten  sind  9?  mit  perimele-Cr.  und  cyanecula 
Frühst.  Blaufärbung  der  Vflglbinde.  Häufig  sind  Anklänge  an  die  Philippinen -Formen  mit  blauem  Discus  der 
Hflgl  (=  naresi  Btlr.)  oder  mit  weißen  Binden  der  Vflgl  und  ebensolcher  Scheibe  der  Hflgl  (  =  crexa  form.  nov.  118  c).  naresi. 
Dann  sind  alle  Zwischenstufen  vorhanden  von  alcmene,  antigone  Cr.  zu  chrysomicans  Frühst,  und  pallescens  crexa- 
Btlr.  (119  b),  so  daß  wir  philippinische  und  javanische  Färbungsmotive  nebeneinander  finden.  Endlich  beob¬ 
achten  wir  iphigenia-  und  proserpina-  $  9,  jedoch  nicht  in  reiner,  sondern  melanotischer  Form.  Hervorragend 
schön  ist  auch  ein  9  mit  euryänthe- Charakter  und  goldbraunem  schmalem  Distalsaum  aller  Figl  (=  pelva  form,  pelva. 
nov.),  gemeinsam  mit  pallescens  an  eriphile  und  manüia  Cr.  gemahnend  und  somit  auch  südmolukkische 
Kolorit-Kombinationen  zur  Geltung  bringend.  Wir  haben  demnach  die  Viti-Inseln  als  den  Brennpunkt,  der  Varia¬ 
tionsamplitude  der  Gesamtart  aufzufassen,  und  man  könnte  zu  der  Annahme  verleitet  werden,  als  hätte  diese 
Inselgruppe  Immigration  von  Individuen  aller  in  Frage  kommenden  Ortsformen  empfangen.  —  Als  thomsoni  Btlr.  thomsoni. 
und  morseleyi  Btlr.  sind  verwandte  Formen  von  Tonga-Tabu  der  benachbarten  Tonga-  oder  Freundschafts-  morseleyi. 
insein  beschrieben.  — inconstans  Btlr.  findet  sich  auf  den  Samoa-  oder  den  Schiffer-  (Navigator-) Inseln,  überall,  inconstans. 
aber  nie  gesellschaftlich  in  den  niedrigen  Teilen  des  Archipels.  Häufig  zwischen  den  Pflanzungen,  sucht  zum 
Schutze  gerne  Gebäude  auf .  Die  Samoa-Rasse  scheint  sich  nach  Angaben  Rerels,  welcher  sie  unter  dem  Namen 
möntrouzieri  registriert,  von  pallescens  Btlr.  (oder  murrayi  Btlr. )  der  Fid  ji-Inseln  konstant  durch  geringere  Größe  und 
dunklere  Färbung  zu  unterscheiden.  9  mit  deutlicher  weißer  Halbbinde  der  Vflgl  und  ebensolchen  Subapical- 
flecken.  Hflgl  mit  blauweißem  runden  Mittelf  leck.  Fundorte  Malifa,  Vaimea,  Flugzeit  Mai.  —  Auf  denEllice- 
oder  Laguneninseln,  nordwestlich  von  Samoa,  fliegt  eine  weitere  habituell  sehr  kleine,  melanotisch  verfärbte 
Form:  elhciana  subsp.  nov.,  welche  im  British  Museum  vertreten  ist.  —  Nach  Angaben  Kuba  rys  sind  die  Rpn  elliciana. 
aller  Südseeformen  identisch,  wenigstens  stimmen  solche  von  Yap,  Ebon  und  Samoa  in  der  Zeichnung  überein. 

—  otaheitae  Fldr.,  von  Tahiti  der  Gesellschaftsinseln  beschrieben,  ist  eine  weitere  spezialisierte  Eilandsrasse,  otaheitae. 
welche  im  British  Museum  auch  von  den  Marquesas-Inseln  vertreten  ist  und  auch  die  Inselflur  der  Paumotu 
bevölkert.  Meist  kleiner  als  molukkische  oder  javanische  Exemplare.  Die  blauen  Flecken  des  S  kleiner,  das 
9  oberseits  tief  dunkelbraun;  eine  schiefe  aus  4  kurzen  weißen  Flecken  bestehende  Binde  hinter  der  Zelle  der 
Vflgl,  darauf  einige  kleine  weiße  weit  auseinanderstehende  Flecken,  2  Reihen  rotgelber,  zuweilen  etwas  ver¬ 
loschener  kleiner  Mondflecke  vor  dem  Außenrd,  die  Randmonde  der  Hflgl  fast,  ganz  verloschen,  im  Discus  der¬ 
selben  ein  prächtig  schillernder  cyan blauer  Fleck,  ähnlich  wie  beim  S\  die  Querbinde  der  Unterseite  wenig 
deutlich  ausgedrückt;  die  Geschlechter  sind  demnach  bei  dieser  Form  noch  wenig  verschieden. 

H.  diomea  ist  eine  ausgezeichnete  Art,  welche  der  celebischen  Subregion  eigentümlich  ist  und  auf  der 
Hauptinsel  selbst  sich  in  zwei  Arealformen  auflöst:  diomea  Heiv.  (119  c)  bewohnt  die  Minahassa  und  scheint  diomea. 
mehr  in  der  submontanen  Region  zu  Hause  zu  sein  als  in  der  Küstenzone,  weil  ich  sie  in  der  Umgebung  von  Toli- 
Toli  in  den  Wäldern  am  Seestronde  nicht  beobachtet  habe.  Die  SS  variieren,  namentlich  mit  jenen  der  antilope- 
und  bolina- Gruppe  verglichen,  sehr  wenig.  Doch  wechselt  die  Ausdehnung  der  weißen,  violett  eingefaßten 
Binde  etwas;  auch  gibt  es  viel  kleinere  als  das  abgebildete  S-  Als  große  Seltenheit  finden  sich  auch  SS  mit 
lichtblau  überstäubten  weißen  Feldern  aller  Figl  (=  coerulans  form.  nov.).  Das  9  führt  verbreiterte  weiße  coerulans. 
Felder  und  prominentere  Submarginalpunktflecken  der  Hflgl,  auch  ist  es  größer  und  von  runder  Figlkontur; 
es  hat  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  dem  9  der  Euploea  latifasciata  Weym.  —  fraterna  Wall,  umschreibt  eine  jratema. 
habituell  viel  kleinere  Ortsrasse  mit  kürzeren  rundlicheren  Flgln  und  dunkleren,  beim  S  intensiver  blauglän- 

IX  70 


554 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


zenden,  dichter  blau  überpuderten  weißlichen  Feldern  der  Vflgl.  Beim  $  treten  die  weißen  Submarginalpunkte 
auf  den  Ht’lgl  zurück,  sind  aber  wie  beim  2  auf  der  Vflgl-Oberseite  markanter  und  kompletter  als  bei  nördlichen 
diomea.  Die  Unterseite  der  Hflgl  wird  charakterisiert  durch  zwei  weiße  Costalflecken,  von  welchen  der  über  der 
Zellwand  stehende  bei  diomea  fehle.  Süd-Celebes,  in  der  Umgebung  des  Wasserfall  von  Maros  bis  zu  ca.  1000  m 
Höhe  von  mir  beobachtet.  Flugzeit  Januar  bis  März. 

dimona.  H.  dimona  Frühst.  2  Oberseits  der  H.  diomea  Hew.  von  Celebes  nahestehend  aber  mit  einer  kompletten 

Reihe  von  weißen  Submarginalpunkten  auf  den  Vflgln,  die  beim  $  noch  prominenter  heraustreten.  $ :  Vflgl 
mit  etwas  schmälerer  weißer  Discalbinde  als  diomea-?.  Hflgl  schwarzbraun,  ähnlich  jenen  von  //.  pandarus  L. 

( 1 1 8  a)  der  Südmolukken  mit  weißgekernten  großen  violetten  Ozellen.  Auf  diese  Weise  bildet  dimona  eine  Transition 
von  H.  diomea  Hew.  zu  H .  pandarus  L..  ist  aber  doch  von  beiden  spezifisch  getrennt.  Der  Entdeckung  der  Rp 
dieser  prächtigen  Intermediatspecies  dürfen  wir  mit  größtem  Interesse  entgegensehen.  Doch  sind  wir  noch 
weit  von  diesem  Ziele;  steht  doch  sogar  noch  die  Kenntnis  der  Jugendstadien  von  H.  diomea  und  pandarus  L. 
offen.  Sula  Mangoli. 

H.  pandarus,  einer  der  Charakterschmetterlinge  der  Südmolukken,  zerfällt  in  eine  Serie  von  hervor- 
pandarus.  ragend  differenzierten  Inselrassen,  welche  sämtlich  dem  Specieswert  nahestehen.  -  pandarus  L.  (118  a.  in  pan- 
dorus  verdruckt),  einer  der  schönsten  austromalayiscben  Tagfalter,  bleibt  im  männlichen  Geschlecht  sehr  be¬ 
ständig.  Die  Unterseite  führt  sehr  große  weißlich  violette  Submarginalflecken,  die  Unterseite  der  Hflgl  ein  aus¬ 
gedehntes  gelbliches  Feld  mit  sehr  großen  thränenförmigen,  erst  schwarz  d„ann  rotgelb  umzogenen  Augen.  Das 
proximale  Grenzgebiet  des  Submarginalfeldes  kann  mehr  oder  weniger  weißlich  bestäubt  sein.  ?  dem  118  a  3 
abgebildeten  H.  holina  ?  eriphile  Cr.  in  der  Tat  sehr  ähnlich,  nur  mit  erheblich  größeren  weißen  Submarginal¬ 
flecken  der  Vflgl  und  markanten,  oblongen  schwarzen  nur  zierlich  blauviolett  gekernten  Ozellen.  ^-Unterseite 
wie  beim  <$,  nur  mit  ausgedehnterem  und  vorherrschend  weißlichem  Randgebiet  der  Hflgl,  deren  Ocellen  gering¬ 
fügig  orangefarben  umzogen  sind.  Das  ?  hat  bereits  von  Linne  den  Namen  pipleis  empfangen;  Gmelin  nannte 
es  lacteolus  und  Hübner  übertrug  den  Namen  pipleis  auf  das  2,  welches  Cramer  bereits  1775  calisto  genannt 
hatte.  Dagegen  scheint  früheren  Autoren  eine  interessante  ?- Farbenspielart  unbekannt  geblieben  zu  sein, 
nämlich  Exemplare  mit  oberseits  sehr  großen  hellblauen  oder  violetten  statt  weißen  Submarginal-Punktflecken 
triumphans.  der  Vflgl,  (=  triumphans  form,  nov.),  von  Amboina  und  Saparua  in  meiner  Sammlung,  nicht  sehr  selten,  dagegen 
pandora.  nur  spärlich  auf  Ceram.  —  pandora  Wall,  ist  eine  oberseits  bereits  völlig  veränderte  Inselrasse,  die  jedoch  auf 
der  Unterseite  die  pandarus- Zeichnung  noch  ziemlich  unverändert  bewahrt.  2 :  Vflgl  mit  blauviolettem,  großem 
intramedianem  Doppelfleck;  Hflgl  mit  rotorangefarbenem  breitem  Submarginalgebiet,  welches  große,  schwarze, 
runde,  blinde  Ocellen  umschließt.  $  mit  weißlich  violetten  Submarginalpunkten  der  Vflgl,  die  jedoch  kleiner 
als  bei  pandarus  erscheinen.  Sonst  wie  das  2,  nur  die  Augen  der  Hflgl  mehr  oblong  statt  rund  und  die  drei  hin¬ 
teren  bereits  mit  kleinen  violetten  Punkten.  Unterseite  der  Vflgl  mit  einer  rudimentären  weißlichen,  beim  $ 
manchmal  blau  oder  rötlich  überstäubten  Schrägbinde.  Alle  Ocellen  blau  oder  blauweiß  gekernt.  Insel  Buru. 
selten. 

saundersi.  H.  saundersi  Hew.  möchte  ich  wegen  der  ausgedehnten  rein  weißen  distal  etwas  blau  schimmernden 

Binde  der  Vflgl  beider  Geschlechter  als  Species  führen.  Anal  Winkel  der  Vflgl  mit  einem  rötlichen,  schwarz 
gekernten  Fleck.  Hflgl  wie  bei  pandot'a.  Unterseite  äußerst  charakteristisch  durch  eine  graubraune  Gesamt¬ 
färbung  und  eine  scharf  abgeschiedene  schmale  rein  weiße  Postdiscalbinde.  Ocellen  klein,  weißgekernt,  in  einem 
junia.  graubraunen  Felde  stehend,  nur  im  Hinterwinkel  etwas  rötlich  umgrenzt.  Insel  Timor.  —  junia  Frühst,  ist 
eine  habituell  kleinere  Rasse;  Vflgl  mit  verschmälerter  weißer  Schrägbinde.  Die  rotgelbe  Distalzone  der  Hflgl 
gleichfalls  weniger  ausgedehnt  mit  markanteren  schwarzen  Augenflecken.  $  kleiner  als  saundersi -?,  nur  58 
gegen  64  mm  Vflgllänge.  Insel  Wetter.  Flugzeit  Mai,  von  W.  Doherty  entdeckt.  Doherty  hat  eine  ähnliche 
Form  auch  auf  Sumba  fliegen  sehen. 

H.  octocula  ist  die  östliche  Repräsentantin  der  H.  pandarus.  Trotzdem  die  Art  ziemlich  weit  verbreitet 
ist,  sind  immer  nur  einzelne  Exemplare  nach  Europa  gekommen  und  bei  dem  dürftigen  Material,  das  uns  zur 
Verfügung  steht,  herrschen  noch  Zweifel  über  die  Berechtigung  einiger  Inselrassen.  Doch  scheint  es  ziemlich 
oetoeula.  sicher  zu  sein,  daß  octocula  Btlr.  (Januar  1869)  der  älteste  Name  der  in  Frage  kommenden  Formen  ist.  2  ober¬ 
seits  schwarzbraun  mit  rötlich  ockergelber  Schrägbinde  und  ebensolcher  schmaler,  scharf  begrenzter  Submar¬ 
ginalregion  der  Hflgl,  welche  mit  beim  2  kleinen  blinden,  beim  $  oblongen  violett  gekernten  Augen  besetzt  ist. 
Beim  ?  erscheint  auch  eine  Reihe  von  vier  weißen  Subapical punkten  und  ein  subanaler  weißer  Fleck  der  Vflgl. 
Unterseite  lichter  braun  mit  fahlgelber  Schrägbinde  der  Vflgl.  Die  Hflgl  beim  2  von  einer  sehr  dünnen  Längs¬ 
binde  innerhalb  der  durchweg  weiß  oder  violett  gekernten  Ocellen.  Letztere  stehen  aber  beim  ?  in  einem  braunen, 
formosa.  beiderseits  etwas  aufhellenden  Vorhof.  Von  ,,Tologu“  beschrieben.  —  formosa  H.-Schäff.  von  Vanua-Lava 
der  Banks-Inselgruppe  der  nördlichen  Neu-Hebriden,  etwa  im  April  1869  beschrieben,  ist  dazu  vermutlich 
elsina.  Synonym.  Nach  Semper  von  den  Viti-Inseln  bekannt,  ein  sehr  fraglicher  Fundort.  —  elsina  Btlr.  stammt  von 
Neu-Caledonien ;  ich  vermute,  daß  damit  ein  Pärchen  aus  Mare  der  Loyalitätsinseln  meiner  Sammlung  ziem¬ 
lich  übereinstimmen  dürfte.  Es  handelt  sich  bei  allen  octocw/a-R assen  immer  nur  um  ausgedehntere  oder  ver- 
pallas.  schmälerte  rotgelbe  Schrägbinden  als  Differenzia lcharakter.  —  pallas  Sm.,  vermutlich  von  den  südlichen  Neu- 
Hebriden,  ist  habituell  etwas  größer  als  die  eben  genannten  Vikarianten  und  trägt  nur  noch  costale  Rudimente 


HYPOLIMNAS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ooo 


einer  breiten  rotgelben  Vflgl-Halbbin.de .  Unterseite  der  Vflgl  charakterisiert  durch  einen  großen  quadratischen 
transcellularen  rein  weißen  Fleck.  Es  ist  nicht  unwahrscheinlich,  daß  perryi  Btlr. ,  nach  einem  von  Erromango  perryi. 
der  mittleren  Neu-Hebriden  beschrieben,  auch  zu  octocula  gehört.  Mir  ist  nur  die  nicht  sehr  deutliche  schwarze 
Abbildung  ihres  Autors  bekannt.  Oberseite  dunkelbraun  mit  der  bei  octocula  üblichen  submarginalen  Fleckung 
der  Oberseite.  Jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  eine  weiße  oder  weißliche  Aufhellung,  welche  allerdings  bisher  in  der 
melanesischen  Region  auf  der  Oberseite  der  $  noch  nicht  beobachtet  wurde.  Grundfarbe  dunkelbraun;  die 
distale  Zone  lichter.  —  lifuana  Btlr.  stammt  von  den  Loyalitätsinseln  und  soll  nach  Semper  identisch  mit  eis ina  lijuana. 
Btlr.  sein.  —  arakalulk  Semp.  wurde  in  sieben  Exemplaren  auf  den  Palau- Inseln  der  Karolinen,  Flugzeit  April  arakalullc. 
bis  Dezember,  gefunden.  Vflgl  mit  kurzer,  braungelber,  nur  bis  zur  ersten  Mediana  reichender  Schrägbinde, 
breiter  und  weniger  gebogen  als  bei  octocula  und  elsina.  Das  gelbe  Feld  der  Hflgl  nach  vorne  und  dem  Anal¬ 
winkel  zu  verschmälert.  Hflgl  mit  sechs  schwarzen,  weiß  zentrierten  Augen.  $  heller  als  das  3,  die  Binde  fast 
ebenso  licht  wie  unterseits,  die  weißen  Zeichnungen  der  Zelle  nach  oben  durchscheinend.  Palau-Inseln.  mari-  mariu- 
anensis  subsp.  nov.  hat  dieselbe  Zeichnungsverteilung  wie  arakalulk,  doch  sind  die  braungelben  Binden  be-  nensts- 
sonders  auf  den  Hflgln  schmäler  und  die  Unterseite  bedeutend  dunkler.  Marianen,  nach  Semper  befinden  sich 
Exemplare  im  Tring-Museum  und  der  Kollektion  Oberthür. 

H.  deois  ist  eine  interessante  äußerst  variable  Species,  welche  Neu-Guinea  und  die  umhegenden  Inseln, 
sowie  die  Nordmolukken  bewohnt.  Wir  sind  nur  mit  einem  Teil  der  existierenden  Inselrassen  bisher  vertraut. 

Nur  einige  sind  häufig,  andere,  wie  z.B.  die  Bewohner  der  Aru-  und  Key-Inseln,  gehören  zu  den  größten  Selten¬ 
heiten.  Habitus  erheblich  kleiner  als  bei  pandarus  L.,  die  33  aber  im  allgemeinen  von  der  gleichen  Zeichnungs¬ 
verteilung  wie  bei  jener  Molukkenspecies.  Allen  33  ist  gemeinsam  eine  zwischen  der  hinteren  Radiale  und  der 
vorderen  Mediane  unterbrochene  Serie  ungleich  großer,  nach  oben  durchschlagender  und  mehr  oder  weniger 
deutlich  weiß  oder  violett  gekernter  Ocellen,  die  in  einem  rot-gelben  oder  schwarzen  Feld  stehen.  Discus  der 
Hflgl  entweder  violett  oder  weiß  mit  blauer  Peripherie.  ?  stets  dimorph;  in  der  Regel  mit  breitem  weißem 
Shawl  der  Vflgl,  nur  bei  einer  Lokalform  durchweg  grauschwarz.  Jugendstadien  nicht  bekannt.  —  tydea  Fldr.,  tydea. 
die  nördlichste  Vikariante  ist  von  Felder  aus  Bat jan  und  Halmaheira  beschrieben,  aber  vermutlich  auch  auf 
Ternate  und  Morotai  zu  Hause.  3  ähnlich  dem  abgebildeten  paleutes-3,  jedoch  mit  erheblich  verkleinertem 
violettem  oder  hellblauem  Discalfleck  und  blau  zentrierten  Ocellen  der  Hflgl.  Das  $  ohne  weiteres  kenntlich 
an  einer  weißlichen  Aufhellung  der  Vflgl,  welche  auch  die  Apicalpartie  der  Zelle  ergreift,  die  durchweg 
braixngrau  überstäubt  ist.  Hflgl  der  mit  rhomboidalem  gelblich  weißem,  ausgedehntem  Discalfeld,  welches 
nach  hinten  in  ein  rot-gelbes,  mit  großen  länglichen  Ocellen  bestandenes  Analgebiet  übergeht.  Unterseite  der 
Vflgl  dunkelgrau,  mit  die  gesamte  Flglmit-te  ausfüllendem  grauweißem  Gebiet.  Hflgl  gelblichweiß  mit¬ 
orangefarbener  Ocellenperipherie.  —  obsanus  .subsp.  nov.  hegt  mir  nur  in  einem  3  vor;  bleibt  in  der  Größe  öbianus. 
etwas  hinter  tydea  zurück,  hat  jedoch  reiner  weiß  centrierten,  stattlicheren  violetten  Discalfleck  der  Hflgl.  Die 
rotgelbe  Submarginalzone  schmäler  als  bei  Batjan-Exemplaren,  schärfer  abgegrenzt.  Insel  Obi,  jedenfalls  sehr 
selten.  —  liewitsoni  Wall,  ist  außerordentlich  spärlich  auf  den  Key-Inseln.  Kühn  hat  nur  einige  Exemplare  hewitsoni. 
auf  Tiandu  gefunden.  Meiner  Sammlung  fehlt  die  Form.  Das  $  führt  einen  sehr  breiten  weißen  Shawl  auf  beiden 
Seiten  der  Vflgl  und  gleicht  auf  diese  Weise  etwas  der  Euploea  assimilata  Fldr.  von  derselben  Inselgruppe.  - 
deois  Hew.,  gleichfalls  selten,  mir  in  natura  unbekannt;  Grundfarbe  schwarz,  auf  den  Hflgln  eine  breite  gelb-  deois. 
braune  Binde,  welche  6 — 7  schwarze  partiell  weißgekernte  Augen  umschließt.  Vor  dieser  Binde  steht  beim  3 
hinter  der  Zelle  der  Hflgl  ein  großer  ovaler  weißlicher  violett  angeflogener  Fleck.  $  wiederum  wie  bei  hewit¬ 
soni  reicher  weiß  dekoriert.  Aru-Inseln,  nach  Staudinger  auch  auf  Waigiu.  panopion  Sm.  (118  b)  schließt  panopion. 
sich  an  deois  an  und  bewohnt  die  gesamte  Nordküste  von  Neu-Guinea.  Die  Namenstype  stammt  aus  der  Hum¬ 
boldt-Bai,  unsere  Vorlage  von  der  Astrolabe-Bai.  Die  33  sind  etwas  veränderlich,  führen  manchmal  keine 
Spur  von  weiß  im  violetten  Discus  der  Hflgl  und  sind  somit  der  cleois  und  tydeus  zum  Verwechseln  ähnlich. 

Beim  $  ist  in  seltenen  Fällen  die  weiße  Zone  der  Vflgl  weniger  ausgedehnt  als  auf  unserer  Figur.  Auf  der  Unter¬ 
seite  vermehrt  sich  die  Weißfleckung  indem  sie  den  gesamten  Apicalteil  der  Vflgl  überzieht  und  von  den  Hflgln 
auch  nur  die  braungraue  Basalregion  freiläßt.  Zwischen  den  Radialen  und  den  hinteren  Medianen  je  ein  wei߬ 
gekerntes  Auge  mit  unmerklicher  lichtgelblicher  Peripherie.  Der  weiße  Subterminalstreif  der  Vflgl-Oberseite 
unserer  Abbildung  verschwindet  bei  den  dunklen  $$.  Flugzeit  nach  Hagen  vom  Dezember  bis  April.  Nie 
häufig.  —  divina  Frühst.  (118  b)  ist  eine  namentlich  auf  den  Hflgln  reicher  weiß  dekorierte  Arealrasse  des  Bri-  divina. 
tischen  Neu-Guinea;  3  mit  ausgebreitetem  weißem  Discalfeld  der  Hflgl.  Beim  $  die  vorderen  Augen  ohne 
jede  gelbliche  Umringelung.  d  unterseits  manchmal  mit  einer  kompletten  breiten  weißlichen  Schrägbinde 
der  Vflgl.  Die  Hflgl  mit  weißlicher  Außenhälfte,  welche  nur  eine  unbedeutende  rötliche  Ocellenperipherie 
umschließt.  Flugzeit  Oktober  bis  April.  Milne-Bai.  —  palladius  Sm.  eine  prächtige  hochdifferenzierte  Insel-  palladius. 
rasse  und  zugleich  die  einzige  mit  weißer  Schrägbinde  der  Vflgl  der  33-  Hflgl  bei  der  Namenstype  oberseits 
schwarz,  bei  seltenen  Abweichungen  jedoch  mit  violettem  Discus  als  Rückschlag  zur  deois-  und  tydeus- Type 
(=  f.  tydeina  form.  nov.).  Die  Analaugen  der  Hflgl  der  33  manchmal  rötlichgelb  umringelt.  $  im  engsten  Anschluß  tydeina. 
an  das  ?  von  divina  Frühst,  aus  Britisch  Neu-Guinea,  jedoch  mit  kompletter  Augenreihe  der  Hflgl,  welche  aus 
runden  schwarzen  Makeln  besteht,  die  mit  Ausnahme  des  vierten,  der  blind  bleibt,  weißgekernt  sind.  Fergusson 
der  d’Entrecatseaux- Inseln.  —  paleutes  Sm.  (118  a)  führt  stets  violetten,  manchmal  leicht,  aufgehellten  patentes. 
Discalfleck  der  Hflgl-Oberseit-e.  $  hervorstechend  durch  seine  durchweg  grauschwarze  Grundfärbung  von 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


556 

welcher  sich  deutliche  weiße  submarginale  Punktflecke  abheben,  die  auf  den  Hflgln  manchmal  schwarz  um¬ 
ringelt  sind.  Unterseite  zeichnungslos,  mit  geringer  grauweißer  postdiscaler  Aufhellung  der  Hflgl  der  gg.  Das 
$  in  der  Weise  veränderlich,  daß  die  Submarginal- Augen  manchmal  schwarz  erscheinen  und  weiß  zentriert 
sind  (Type),  oder  vorherrschend  weiße  Füllung  der  Ocellen  aufweisen,  die  entweder  gar  nicht  oder  nur  unbe¬ 
deutend  schwarz  umringelt  ist.  Diesen  dunklen  fehlen  auch  oberseits  die  weißen  Apicalpunkte  der  Vflgl. 
depunctata.  (=f.  depunctata  form.  nov.).  Kiriwina  der  Trobriandinseln.  Klammerorgane  kaunrvon  jenen  der  II .  bolina  aus 
Amboina  verschieden;  nur  der  Uncus  etwas  kürzer,  die  halbkugelige  Valvenpartie  etwas  flacher,  fehler  und 
regelmäßiger  gezähnt. 


28.  Gattung':  DolosHialSia  Fldr. 

Die  nicht  sehr  zahlreichen  Arten  dieser  rein  indoaustralischen  Gattung  (die  neotropischen  Zareies 
gleichen  ihnen  zwar  etwas  in  der  Figlform  und  Blattzeichnung,  differieren  aber  im  Geäder  und  in  der  Gestalt 
der  limenitoiden  Klammerorgane)  verdienen  wegen  ihrer  weitgehenden  Schutzfärbung  unsere  Beachtung  im 
hohen  Maße.  Man  könnte  sogar  versucht  sein,  sie  als  kleine  Kallima  aufzufassen,  doch  zeigen  die  Dole- 
schallia  weder  strukturell  noch  anatomisch  nähere  Beziehungen  zu  diesem  Genus;  nur  die  vanessoiden  Jugend¬ 
stadien  haben  beide  gemeinsam.  Doleschallia  unterscheidet  sich  von  Kallima  durch  die  vollkommen  offenen 
Zellen  beider  Figl  und  durch  die  einfache,  nach  außen  gebogene  Präcostale.  Ueberdies  ist  der  ganze  Figlschnitt 
und  der  Färbungsstyl  ein  so  verschiedener,  daß  beide  Gattungen  auch  hiedurch  sofort  zu  trennen  sind.  Die 
Vflgl  sind  an  der  Spitze  nur  schwach  umgebogen  und  bilden  dort  eine  stumpfe  Ecke.  Die  Hflgl  laufen  auf  der 
Submediana  in  einen  kurzen  Schwanz  aus,  welcher  nach  innen  eingebogen  ist.  Die  Palpen  sind  wie  bei  Kallima 
gebildet,  die  Fühler  ziemlich  robust  und  tragen  eine  deutliche,  allmählich  verdickte,  längliche  Kolbe.  ZAvei 
Subcostaläste  zweigen  sich  vor  dem  Zellende  ab,  der  3.  Ast  in  der  Mitte  zwischen  diesem  und  dem  4.,  Ast  4 
und  5  bilden  eine  kurze  Gabel  unterhalb  der  Figlspitze.  Rp  in  der  Regel  schwarz  oder  dunkel,  manchmal  mit 
dorsalen  Reihen  weißer  Punkte;  Kopf  und  Dornen  stahlblau.  Kopf  mit  dünnen,  kurzen  Stacheln,  welche 
lateral  fein  verzweigt  sind.  Nahrungspflanze  eine  Acanthacee  (Eranthemum  malabaricum  Clarke)  nach  Hagen  sind 
sie  auch  auf  Graptophyllum  hortense,  stets  gesellig.  Pp  schlank,  der  Thorax  ventral  etwas  aufgeblasen,  die  Leibes- 
mitte  eingeschnürt.  Kopf  mit  zwei  mäßig  langen  Spitzen.  Farbe  gelblich  mit  dunkleren  Punkten  und  Kanten. 
Ppnruhe  8 — 10  Tage.  Die  Klammerorgane  verraten  durch  sonderbare  häutige  Anhängsel  eine  gewisse  Verwandt¬ 
schaft  mit  der  Gattung  Y oma  Doh.  und  stehen  im  denkbar  größten  Gegensatz  zu  jenen  von  Kallima.  Uncus 
auffallend  lang,  schlank  und  spitz.  Vaive  distal  vollkommen  kreisrund,  etwa  wie  bei  Hypolimnas,  jedoch  ohne 
Randzähne,  nur  mit  langen  Grannen  besetzt.  Ventral  ein  bei  den  einzelnen  Species  verschiedener,  manchmal 
daumenförmiger,  manchmal  rundlich  wulstiger  Vorsprung.  Saccus  ungemein  lang,  Penis  anscheinend  sehr 
breit,  häutig,  wiederum  in  erstaunlichem  Gegensatz  zu  Hypolimnas  sowohl  wie  auch  Kallima.  Ueberhaupt 
differieren  die  Greiforgane  der  Doleschallia  durch  die  lange  zusammengepreßte  Form  von  allen  bisher  unter¬ 
suchten  Gattungen.  — Die  Imagines  sind  gute,  ausdauernde  Flieger ;  sie  sind  nicht  selten,  treten  aber  auch  nie 
massenhaft  auf  und  man  fängt  kaum  mehr  als  vier  bis  fünf  am  Tage.  Sie  haben  einen  raschen  Flug,  lieben 
die  Umgebung  baumbeschatteter  Strecken,  sogar  von  Häusern  und  Gärten  und  setzen  sich  mit  gefalteten  Flgln 
auf  Blüten,  Gräser,  Kräuter  und  oft  auch  an  das  Holzwerk  der  Veranden  und  Zäune.  Gelegentlich  trifft  man 
sie  auch  auf  nassen  Stellen  am  Wege,  und  Hagen  berichtet  sogar,  daß  die  papuanischen  Arten  dies  ausschlie߬ 
lich  tun  ohne  jemals  altes  Holz  aufzusuchen.  Doleschalllia  ist  vermutlich  ein  melanesisch.es  Genus,  welches 
sein  Verbreitungszentrum  auf  Neu-Guinea  hat,  von  woher  wir  sechs  Arten  kennen;  der  Bismarckarchipel 
hat  noch  vier  Species,  die  Molukken  drei,  der  malayische  Archipel  von  Celebes  an  westlich  und  der  Kontinent 
von  Indien  nur  noch  je  eine  Art.  Alle  Doleschallia  sind  Bewohner  der  Ebene;  nur  eine  Art  (D.  continentalis ) 
steigt  an  den  Südabhängen  des  Himalaya  bis  etwa  5000  Fuß  empor.  Die  Geschlechter  sind  mehr  oder  weniger 
ausgeprägt  sexualdimorph;  eine  Erscheinung,  welche  bei  den  melanesischen  Arten  deutlicher  als  bei  der  malay- 
ischen  Species  zu  Tage  tritt.  Auf  Java  und  in  Indien  macht  sich  der  Einfluß  der  Jahreszeiten  bemerklich,  der 
sich  in  nicht  wesentlich  differenzierten  Generationen  ausprägt ;  doch  fehlt  es  hierüber  noch  an  genauen  Beob¬ 
achtungen  —  ein  dankbares  Feld  für  spätere  Zeiten. 

bisaltide.  D.  bisaltide  hat  eine  ausgedehnte  westöstliche  Verbreitung,  denn  wir  begegnen  ihr  \Ton  Vorderindien 

bis  Waigiu,  und  dann  mit  Uebergehung  von  Neu-Guinea  wieder  auf  dem  Bismarck  Archipel,  den  Salomonen, 
Neu- Hebriden  und  Viti-Levu.  Sie  galt  bisher  als  sehr  veränderlich,  weil  man  die  einzelnen  Lokalrassen  als 
Varietäten  einer  Form  auffaßte;  in  der  Tat  aber  ist  bisaltide  besonders  in  den  Charakteren  der  Oberseite  sehr 
beständig  und  geographischen  Einwirkungen  gegenüber  viel  widerstandsfähiger  als  z.  B.  die  Cynthia,  Cethosia. 
Die  Unterseite  dagegen  mit  ihrer  Blattzeichnung  erreicht  dieselbe  Mannigfaltigkeit,  welche  uns  bei  den  Kal¬ 
lima  so  in  Erstaunen  versetzt.  Es  fehlen  zwar  die  sogenannten  Imitationen  von  Pilzflecken,  dagegen  haben 
alle  Doleschallia  und  somit  auch  bisaltide  ein  Zeichnungsmotiv,  welches  ursprünglich  wohl  nur  den  dS  eigen¬ 
tümlich  war,  nämlich  silberglänzende  punkt-  oder  bindenartige  Flecken  im  Basalgebiet  aller  Figl.  Diese  AArech- 
seln  bei  den  einzelnen  Individuen  an  Intensität  und  kommen  bei  dd  der  Regenzeit  zum  vollendetsten  Ausdruck 
argyroides.  (argyroides  form.  nov.).  Manchmal  erscheint  auch  noch  der  Zellabschluß  der  Unterseite  der  Vflgl  weiß  umgürtet 

nimbata.  (nimbata  form.  nov.  [137b]  „eine  Stirnbinde  tragend“)-  Exemplare  mit  durchweg  trockenblattartiger  Unterseite 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Frtthstorfer. 


scheinen,  wenn  auch  nicht  ausschließlich,  so  doch  vorwiegend  in  der  regen  losen  Periode  au fzutreten.  I  n  der  Regel  ist 
bei  ihnen  analog  den  Kallima  die  Medianbinde  stark  entwickelt,  quasi  als  Nachbildung  der  Blattrippen.  Neben 
$  und  $  mit  ziemlich  gleichartiger  Färbung  stellen  sich  als  Seltenheit,  aber  vermutlich  an  allen  Fundorten  Exem¬ 
plare  ein  mit  stark  verdunkeltem  Basalgebiet  der  Unterseite  aller  Figl ,  das  rotbraun,  oder  nahezu  schwarz  sein  kann , 
und  womit  die  hellgelbliche,  rötliche  oder  fast  weiße  Distalhälfte  dann  lebhaft  kontrastiert  (  basalis  form .  hnmlis. 
nov.).  (137  b)  Die  haben  im  allgemeinen.  Trockenzeitfärbung,  auch  da  wo  eine  abgegrenzte  regenarme  Periode 
nicht  zu  konstatieren  ist,  wie  z.  B.  auf  Nias,  Amboina,  ja  es  sind  sogar  Fälle  selten,  in  welchen  die  $$  Spuren  wei߬ 
licher  Subbasalmakeln  aufweisen  ($§  von  mariae,  pratipa  etc.).  Beiden  Geschlechtern  gemeinsam  aber  ist  ein 
hartnäckiger  weißer,  verschieden  kräftig  entwickelter  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Die  Hflgl  tragen  stets  eine 
vordere  und  eine  anale  Ocelle,  welche  beim  <$  der  mit  Silber  geschmückten  Form  stets  am  vollkommensten 
entwickelt  sind  und  sich  im  Analwinkel  der  Vflgl  als  kleine,  fein  weiß  punktierte  Augen  wiederholen.  Undeut¬ 
liche  Nebenaugen  sind  gleichfalls  und  fast  immer  vorhanden,  ja  sie  vereinigen  sich  sogar  manchmal  zu  zier¬ 
lichen  Ketten.  Viel  interessanter  aber  ist  eine  Verfärbung  der  Zellflecken  der  Vflgl-Unterseite,  welche  bei  öst¬ 
lichen  Rassen  zu  beobachten  ist  (Key,  Waigiu),  wo  an  Stelle  des  Silberbelages  hell  zimtbraune  oder  gelbliche 
Figuren,  treten,  welche  sich  auf  den  Hflgln  als  gelbe  Kreise  wiederholen  (cingara  form.  nov.  [  1 37  b],,die  Zigeunerin“),  chujara. 
—  philippensis  Frühst.  (112  a)  bewohnt  den  philippinischen  Archipel,  wo  sie  namentlich  auf  den  südlichen  In-  philippen- 
seln  vom  Juli  bis  September  häufig  auftritt.  Während  die  Unterseite  auch  bei  dieser  Form  so  stark  variiert,  •S'F'- 
daß  kaum  zwei  Exemplare  sich  völlig  gleichen,  bleibt  die  Zeichnung  der  Oberseite  fast  konstant.  An  der  Vflgl- 
spitze  sind  stets  zwei  kleine  weiße  Punkte  vorhanden  und  nur  der  intraradiale  gelbe  Fleck  distal  von  der  Schräg¬ 
binde  wechselt  etwas  in  der  Größe  und  vereinigt  sich  bei  den  etwas  lichteren  und  größeren  $$  mit  diesem  Band. 

Von  der  Unterseite  läßt  sich  nach  Semper,  dem  900  Exemplare  von  Camiguin  de  Mindanao  Vorgelegen  haben, 
sagen,  daß  beim  $  vorwiegend  weiße  Flecken  vorhanden  sind,  während  sie  den  $$  in  der  Regel  fehlen.  <$  und  $ 
sind  in  der  Färbung  sonst  gleich,  nur  ist  beim  $  auch  die  Unterseite  etwas  heller  und  der  Apex  der  Vflgl  abge¬ 
stumpft.  Nach  dem  mir  noch  vorliegenden  Material,  welches  Doherty  auf  Bazilan,  Februar-März,  gesammelt 
hat,  gehören  drei  zu.  f.  argyroides  Frühst.,  eins  zu  basalis.  Die  $$  sind  rotgelb.  Die  Rasse  der  Insel  Palawan, 

Flugzeit  Januar,  führt  etwas  schmälere  gelbbraune  Binde  der  Vflgl.  Die  variieren  unterseits  erheblich, 
eins  rechne  ich  zu  basalis  Frühst.,  das  andere  bildet  einen  Uebergang  zur  f.  cingara  durch  breite  gelbbraune 
Streifen  der  Vflglzelle  und  ebensolche  Makeln  im  Basalgebiet  der  Hflgl,  neben  denen  sich  noch  winzige  Silber¬ 
punkte  finden.  Die  hellgelben  Ocellen  kontrastieren  lebhaft  mit  dem  schönen  Rotbraun  der  Hflgl.  Rp  bei 
Manila  auf  Grap  hop  hyllum,  einer  Acanthacee;  6  cm  lang,  schwarz  mit  fünf  weißen  Längsstreifen,  Kopf  und 
Dornen  glänzend  stahlblau,  Brustfiiße  schwarz.  Oberhalb  der  Bauchfüße  stahlblaue  Flecken  und  am  vierten 
bis  zum  elften  Gliede  je  eine  rote  Warze,  die  durch  weiße  Doppelstriche  immer  mit  der  nächsten  verbunden 
wird.  Pp  rötlich  braun  mit  dunklen  Flecken,  ruht  bei  Manila  im  Februar  11 — 13,  im  März  9 — 11  und  im  Sep¬ 
tember  8 — 9  Tage.  — Die  nördlichste  Abzweigung  der  Gesamtart  ist  continentalis  Frühst.  (=  indica  Moore),  continen- 
<3  etwas  kleiner  als  philippensis  (112  a)  und  nur  mit  einem  winzigen  gelben  Subapicalpunkt  der  Vflgl.  Die 
schwarze  Binde  am  Zellschluß  mehr  zerteilt,  weniger  breit.  $  mit  ausgedehntem  licht  gelbbraunem  Feld  und 
aufgehellter  Medianzone  der  Vflgl.  Die  schwarze  Transversalbinde  jenseits  der  Zelle  bei  Exemplaren  der  Trocken¬ 
zeitform  manchmal  nur  noch  fadendünn.  Ein.  der  forma  basalis  angehöriges  $  unterseits  mit  fast  schwarzer 
Innen-,  nahezu  weißer  Außenhälfte  der  Figl.  Die  Mehrzahl  der  9$  sonst  unterseits  rotbraun.  Häufig  in  Sikkim 
und  Assam  vom  April  bis  Dezember  und  bis  zu  etwa  4000'  hinaufgehend.  Die  Falter  sind  nicht  scheu,  setzen 
sich  auf  Felsen  und  Erdhaufen  mit  geschlossenen  Flgln,  wo  sie  dann  nicht  leicht  zu  entdecken  sind.  Rp  auf 
Nesseln.  Von  mir  gesammelte  Exemplare  von  Tenasserim  (April,  Trockenzeit)  und  Tonkin  (August — Septem¬ 
ber,  Anfang  der  regenlosen  Periode,  aber  dennoch  zur  f.  argyroides  gehörig)  sind  kleiner  und  etwas  satter  rot- 
gelb  gefärbt,  das  $  dagegen  noch  mehr  aufgehellt  als  Sikkim- Stücke.  Dazu  gehört  nach  Habitus  und  Aussehen 
auch  ein  $  von  Hainan.  —  siamensis  subsp.  nov.  Exemplare  aus  Siam  sind  dagegen  sehr  klein  und  führen  eine  siamensis. 
kürzere  gelbbraune  Subapicalbinde  der  Vflgl,  als  continentalis- <$ .  Das  $  ist  oberseits  auf  den  Hflgln  dunkler 
rotbraun,  vermutlich  eine  Uebergangsfärbung  zu  den  makromalayischen  Rassen.  $  unterseits  zur  f.  basalis 
gehörend.  $  der  Trockenzeit  (Januar)  mit  Silberflecken.  —  nialabarica  Frühst,  bewohnt  das  südliche  Indien,  malabarica 
Apex  zwar  noch  hervortretend  wie  bei  continentalis,  aber  nach  hinten  bereits  abgerundet,  nicht  mehr  scharf¬ 
kantig  oder  spitz.  Schrägbinde  der  $<$  satter  rotgelb ,  kürzer,  $  nicht  so  erheblich  vom  differenziert  als  bei 
continentalis.  Rp  auf  Eranthemum,  einer  Pflanze,  welche  zur  selben  Familie  gehört  wie  auch  die  Futterpflanzen 
der  Junonia  und  Kallima- Rpn.  Die  Eier  werden  in  Häufchen  gelegt,  Rp  stets  gesellig,  hauptsächlich  im 
September  und  Oktober  anzutreffen.  Exemplare  von  Kanara,  welche  Moore  abbildet,  gehören  bereits  zu 
malabarica.  Häufig  an  der  Malabar  und  Coromandelküste.  - —  ceylonica  Frühst,  nähert  sich  andamanensis  ceylonica. 
Frühst,  durch  die  Zeichnung  der  Hflgl,  entfernt  sich  aber  von  ihr  durch  das  Fehlen  weißer  Apicalpunkte  der 
Vflgl.  Das  gelbe  subapicale  Querband  der  Vflgl  ist  sehr  ähnlich  jenem  von  malabarica  Frühst.  (  =  indica  Moore, 

Lep.  Ind.  pro  parte  t.  336  f.  2a  und  2  b),  ist  aber  kürzer,  schmäler,  und  breiter  schwarz  eingesäumt.  Die  gelbe  Makel 
zwischen  hinterer  Radiale  und  vorderer  Mediane  erscheint  dadurch  auch  kleiner.  Alle  Figl  sind  dunkler  gelb¬ 
braun  als  bei  den  festländischen  Rassen  und  ebenso  breit  schwarz  gesäumt  und  gebändert  als  bei  der  Andamanen- 
form  ( andamanensis  Frühst.).  Die  Unterseite  heller  gelb  als  bei  continentalis  Frühst,  und  weist  größere  Ocellen 
auf  als  alle  Verwandten,  ja  selbst  als  malabarica,  der  sie  in  der  rotgelben  Färbung  noch  am  nächsten  steht. 


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DOLESCHALLIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ceylonica  ist  auf  Ceylon  selten.  Ich  selbst  fing  nur  2  oder  3  Exemplare  Mai  1889  am  Waldrande  bei  Nalanda, 
als  ich  einen  ausgetrockneten  Flußlauf  aufwärts  verfolgte  und  dabei  Spuren  von  wilden  Elefanten  fand,  welche 
eine  breite  Oeffnung  in  den  Wald  getreten  und  sich  im  Sande  des  Flusses  gewälzt  hatten.  Dadurch  entstand 
ein  tiefer  Abgrund,  den  ich  mir  erst  dann  erklären  konnte,  als  ich  die  fast  wagenradgroßen,  vertrockneten  Fladen 
bemerkte,  welche  die  spielenden  Tiere  auf  dem  Sand  deponiert  hatten.  —  Rp  purpurn  schwarz  mit  dorsalen  und 
lateralen  fein  verzweigten  blauen  Dornen,  und  einer  medianen  Reihe  von  weißen  Flecken.  Pp  rötlich  purpurn 
mit  zahlreichen  schwarzen  Punkten.  Imago,  auch  nach  Moore,  stets  selten,  in  der  Regel  auf  Höhen  von  etwa 
andamanen-  600  bis  1200  m,  aber  auch  von  mir  und  anderen  auf  Waldwegen  des  Tieflandes  beobachtet.  —  andamanensis 
SIS-  Frühst.  (=  andamanica  Moore)  ist  im  C  oberseits  lebhaft  rotbraun  gefärbt,  das  $  hat  namentlich  im  Vergleich 
zum  ceylonica sehr  breite  und  horizontal  gerichtete  gelbe  Binden  der  Vflgl.  Beide  Geschlechter  auffallend 
durch  prominente  weiße  Doppelpunkte  der  Vflgl.  Andamanen,  nach  Moore  auch  auf  den  Nicobaren.  —  Mit 
mariae.  mariae  Frühst.  (113  a)  beginnt  die  Serie  der  makromalayischen  Rassen.  C  kleiner  als  ceylonica- <$ .  Vflgl  dunkel 
ledergelb  mit  leicht  rötlich  angehauchten  kurzen,  breiten  Subapicalbinden.  $  wie  abgebildet,  stets  nur  mit 
schwarzem  Zellfleck,  welcher  sich  distal  niemals  mit  dem  breiten  schwarzen  Apicalsaum  vereinigt.  Unterseite 
aller  C  der  f.  argyroides  angehörig.  Von  den  $$  gleicht  nur  eines  einem  trocknen  Blatt,  dagegen  zeigen  fünf 
andere  weiße  Basalflecken  aller  Figl.  Rp  stets  zu  Dutzenden  auf  dem  als  Zierstrauch  von  den  Malayen,  na¬ 
mentlich  auf  Gräbern  viel  gepflanzten  Graptophyllum  hortense.  Schwarz  mit  stahlblauem  Kopf;  auf  jedem 
Segment  acht  lange  stahlblaue  nicht  verästelte  Stacheln,  welche  jedoch  kurz  bedornt  sind.  Rücken  weißge¬ 
streift,  ebenso  die  beiden  Seiten.  Ueber  jedem  Fußansatz  ein  ziegelroter  Fleck.  Pp  hellbraun  mit  dunkelbraunen 
Punkten.  Ppnruhe  8 — 10  Tage.  Die  $$  setzen  sich  nach  Martin  gern  an  das  Holzwerk  alter  Brücken  im  Walde 
und  selbst  auf  Ochsenkarren.  Rp  auch  auf  Artocarpus  integrifolia,  dem  Jackfruchtbaum.  Valve  mit  fast  kreis¬ 
runder  medialer  Scheibe,  ventral  mit  einer  vorspringenden,  distal  leicht  aufgebogenen  Leiste.  Uncus  lang, 
robust,  mit  scharfer,  nach  innen  gekrümmter  Spitze.  Penis  lang,  häutig,  basal  in  einen  schmalen  Darm  aus- 
niasica.  laufend.  —  niasica  Btlr.  bleibt  in  der  Größe  hinter  mariae  zurück  und  die  CS  sind  entsprechend  dem  Satellit¬ 
inselcharakter  etwas  dunkler,  was  auch  für  die  satter  braungrüne  Oberseite  der  Hflgl  der  §§  gilt-  TU1'  gelb¬ 
braune  Fleck  der  Vflgl  der  CS  noch  kürzer  als  bei  mariae-,  $  mit  fahler  gelber  Meclianpartie  der  Vflgl.  Die  Unter¬ 
seite  der  $$  auffallend  Hellgelb,  mit  rotgelb  gekernten  Ocellen.  Auch  die  CS  subapical  gelblich  überhaucht. 
surculus.  Insel  Nias,  häufig  ziemlich  analog  auch  auf  Engano  und  Mentawej,  dort  aber  sehr  selten.  — -  surculus  suibsp. 

nov.  (112  c),  eine  zwerghafte  Rasse  hat  unterseits  die  Eigentümlichkeit,  daß  alle  CS  einen  weißlichen  ziem¬ 
lich  breiten  Analsaum  der  Hflgl  zeigen,  der  sich  auch  beim  wenn  auch  nicht  so  ausgeprägt,  wiederholt.  Alle 
pratipa.  SS  vom  Juli  bis  September  gefangen,  zur  f.  argyroides  gehörig.  Insel  Bawean,  nicht  selten.  —  pratipa  Fldr. 
bewohnt  die  malayische  Halbinsel.  C  mit  zierlichem  kühn  geschwungenem  Figlschnitt,  weit  vorspringendem, 
nicht  gerundetem  Apex  und  langem  dünnen  Analschwanz  der  Hflgl,  satter  rotbraun  als  mariae- C  S  von  West- 
Sumatra.  $  manchmal  analog  mariae gelegentlich  auch  kleiner  mit  breitem  schwarzen  Querbalken  der 
bomeensis.  Vflgl.  Nicht  sehr  häufig.  -  bonieensis  Frühst.  (=  borneensis  Moore  1900),  die  dunkelste  der  makromalayischen 
Inselformen,  ist  sehr  konstant;  von  pratipa  ohne  weiteres  zu  sondern  durch  rundliche  Kontur  der  Vflgl  und 
auffallend  verbreiterte  schwarze  Apical-Umrahmung  der  Vflgl.  C  zudem  noch  ausgezeichnet  durch  einen  intra- 
radialen  wie  bei  philippensis  eingebetteten  gelblichen  Fleck  jenseits  der  Schrägbinde  der  Vflgl.  $  im  Median¬ 
gebiet  nur  mäßig  aufgehellt.  C  auch  unterseits  ziemlich  gleichfarben,  ausnahmslos  argyroides -§  dunkel  rinden- 
bisaltide.  braun.  Nord-  und  Südost-Borneo.  —  bisaltide  Cr.  im  Gegensatz  zur  vorigen  äußerst  veränderlich,  zerfällt 
auf  Java  unabhängig  von  der  Lokalität  in  zwei  Formen,  die  so  verschieden  sind,  daß  sie  immer  als  zwrei  Arten 
kursierten.  Es  scheint,  daß  CS  mit  Silberfleckung  der  Unterseite  vorherrschen,  und  diese  ist  wiederum  bei 
großen  Exemplaren  aus  Ost- Java  am  prägnantesten  entwickelt.  Argyroide  CS  können  nun  oberseits  dem 
coronata.  surculus -<J  ( 1 1 2c)  gleichen  oder  analog  celebensis  einen  Kranz  von  weißen  Punkten  tragen  (=  coronata  form.  nov.). 

Von  Ost- Java  habe  ich  nur  CS  mit  durchweg  rotbrauner,  von  West- Java  aber  auch  solche  mit  nach  vorne 
exornans.  gelblich  aufgehellter  Medianpartie  der  Vflgl  (  =  exornans  form.  nov.).  CS  mit  blattartiger  Unterseite  besitze  ich 
aus  Ost-Java  ohne  weiße,  aus  West-Java  mit  weißen  Stirnpunkten.  Große  dazu  gehörige  $$,  welche  ziemlich 
polibetina.  sicher  der  Monsunperiode  angehören,  führen  stets  weiße  Punkte.  Ich  nenne  diese  $-Form  polibetina  form,  nov., 
weil  sie  früher  unter  dem  der  Amboina-Rasse  zukommenden  Namen  polibete  zusammengefaßt  wurden  und  im 
denkbar  größten  Kontrast  stehen  zur  $-f.  bisaltide  Cr.,  der  Namensform,  die  mit  größter  Wahrscheinlichkeit 
der  regenlosen  Zeit  eigentümlich  ist,  wofür  die  an  mariae  Frühst,  von  Sumatra  gemahnende  fahlgelbe  Median¬ 
zone  und  das  ebenso  lichtgelbe  Schrägband  der  Vflgl  sprechen,  welche  beide  unterseits  mit  hellgelben  oder 
rotbraunen  Farbtönen  gepaart  gehen.  Aus  Ost-Java  liegen  mir  dann  noch  drei  zur  fa.  basalis  zählende  CS 
vor,  die  oberseits  dem  dunklen  weiß  punktierten  .3- Typ  beizuzählen  sind.  Imago  auf  Java  überall  bis  zu  etwa 
800  m  Erhebung  am  Rande  von  Wäldern,  Pflanzungen  und  Fruchtgärten  häufig.  Die  Rp  fand  ich  wiederholt 
sogar  im  Hotelgarten  in  Malang,  Ost-Java.  Dr.  Pieper’s  hat  die  Rp  auf  Acantaceen  und  Euphorbiaceen 
gefunden;  sie  ist  außerordentlich  bunt,  gleicht  jener  von  philippensis  und  ist  nach  Semper  sehr  verschieden 
von  der  Rp  von  ceylonica  Frühst.,  schwarz  mit  fünf  weißen  Längsstreifen.  Ueber  den  Bauchfüßen  rote  durch 
weiße  Doppelstriche  verbundene  Warzen.  Die  von  mir  auf  Lombok  gefangenen  CS  sind  argyroides  und  olme 
Stirnschmuck,  analog  surculus,  nur  mit  gelber  Intraradialmakel  der  Vflgl.  $  sehr  groß,  nicht  ganz  so  lichtgelb 
als  bisaltide  CV.-$,  sonst  aber  damit  identisch.  Unterseite  von  vier  CS  rot,  von  fünf  $$  gelbbraun.  Flugzeit 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Früh  storfer. 


559 


April  bis  Juni  und  bis  ca.  600m  Höhe.  Auf  Sumbawa  hat  sich  dagegen  bisaltide  erheblich  verändert;  wir  begeg¬ 
nen  ihr  dort  in  einer  apicahvärts  stark  verdunkelten  reich  weiß  punktierten,  aber  nur  mit  schmalem  Trans¬ 
cellularfleck  versehenen  Rasse,  scapus  subsp.  nov.  (112a).  Die  $$  sind  den  $<$  sehr  ähnlich,  nur  mit  etwas  aus-  scapus. 
gedehnterem  gelbbraunem  Band  der  Vflgl.  Unterseite  der  $$  grau  violett  mit  grünlichem  Anflug,  die  Mittel¬ 
bindesehrbreit,  grünlich  oder  purpurn  beschattet.  Von  Sumbawa,  Alor,  Dämmer,  Wetter,  Kisser  und  Babber 
in  meiner  Sammlung.  —  ermelinda  subsp.  nov.  entfernt  sich  von  scapus  durch  bedeutendere  Größe,  eine  recht  ermdiuda. 
auffallende  Erscheinung  für  einen.  Falter  von.  Sumba,  die  sich  sonst  immer  durch  Kleinheit  bemerklich 
machen.  Schrägband  bei  beiden  Geschlechtern  breiter,  heller  gelb  als  bei  scapus.  Alle  <$£  und  5  meiner 
Sammlung  gehören  der  silberlosen  Form  an;  die  Gesamtfärbung  der  Unterseite  ist  entweder  grünlichgrau 
oder  rotbraun.  Insel  Sumba.  —  celebensis  Frühst.  (112d)  ist  unterseits  ausgezeichnet  durch  dunkel  ziegelrote  ntcbcnsis. 
Längsstreifen  distal  von  der  schwarzen  Medianlinie,  die  sich  bei  den  zumeist  silbergrauen  grün  beschatteten 
zur  f.  argyroides  gehörigen  CS  deutlich  ausprägen,  bei  den  seltenen  rotbraunen  CS  jedoch  fehlen.  9  unten 
grau  mit  grünlicher  Ueberpuderung.  Auf  der  Oberseite  sind  die  weißen  Stirnpunkte  markanter  als  beim  C> 
das  gelbe  Subapicalfeld  leuchtet  etwas  lichter  gelb  hervor.  Type  aus  Nord-Celebes,  anscheinend  mehr  eine 
submontane  als  Form  der  Ebene,  von  mir  nur  wenige  Exemplare  bei  Toli-Toli  erbeutet.  $  selten,  nur  aus  der 
Minahassa,  C  auch  von  Tombugu  im  Osten  der  Insel  in  meiner  Sammlung.  CS  aus  dem  Süden  der  Insel,  der 
Umgebung  des  Wasserfalls  von  Maros,  Flugzeit  Januar,  differieren  etwas  von  Nord-Celebes  Exemplaren  durch 
hellere  Färbung  und  erweiterten  gelben  Fleck  der  Vflgl.  —  sulaensis  Frühst.,  eine  melanotische  Inselrasse,  sulacnsis. 
führt  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  einen  breiteren  schwarzen  Distalsaum.  Der  bei  celebensis  stets  deutliche 
gelbe  Fleck  am  Costalrand  der  Vflgl  fehlt.  Unterseite  mit  argyroides-Gh.axak.tQV ,  eigentümlich  grünbraun  ver¬ 
dunkelt,  mit  braunschwarzen  Medianbinden  und  grauvioletten  Schatteninseln.  Sula  Mangoli,  von  W.  Doherty 
entdeckt.  Flugzeit  Oktober- — November.  —  polibete  Cr.,  von  ihrem  Autor  nach  einem  $  beschrieben,  ist  außer-  polibetc. 
ordentlich  selten  auf  Amboina.  Es  ist  mir  nicht  geglückt  mehr  als  2  Pärchen  im  Laufe  der  Jahre  anzusammeln. 

C  oberseits  etwas  veränderlich,  einige  gleichen  dem  celebensis ~C  (112  d)  durch  sehr  schmale  Subapicalbinde, 
andere  mehr  dem  scapus  ~C  (112  a)  mit  verbreitertem  und  heller  gelbbraunem  Band  der  Vflgl.  Hflgl  nur  mäßig 
schwarz  umrandet,  in  der  Regel  weniger  als  meine  dunkelsten  Celebes-(Jd‘.  $  in  mit  Cramer’s  Figur  harmonie¬ 
render  Form,  mit  intraradialem  Gelbfleck  distal  von  der  Schrägbinde,  der  wie  bei  philippensis  (112  a)  entwickelt 
ist,  weißen  Stirnpunkten  und  kleinen  schwarzen  Submarginalmakeln,  der  Hflgl.  Von  dem  C  zeigt  das  oben 
Dunkelste  unterseits  argyroides-,  das  oben  hellere,  unten  deutlichen  cingara- Charakter.  $  unten  verwaschen 
rotbraun.  Ein  $  von  Banda,  September,  hält  in  der  Bänderung  der  Vflgl  die  Mitte  zwischen  den  beiden  CS~ 

Formen  aus  Amboina.  Nach  Ribbe  auch  auf  Ceram  sehr  selten,  nach  Holland  auf  Buru,  nach  Pagenstecher 
auf  den  Uliassern.  - —  apameia  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  sehr  kleine  Inselform;  $  kaum  größer  als  surculus-Q  apameia. 
(112  c),  jedoch  mit  viel  ausgedehnteren,  fast  genau  horizontalen  hellgelben  Subapicalstreifen  und  zierlichen 
Weißpunkten  der  Vflgl.  Hflgl  licht  gelbbraun,  mit  kleinen  schwarzen  Punkten  und  dürftigem  schwarzem  Rand¬ 
gebiet.  Unterseite  verwaschen  hell  rotgelb.  Obi,  nur  2  $$  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  — -  cethega  subsp-  cethega. 
nov.  nähert  sich  der  nasica  (112  d),  der  schwarze  Distalsaum  der  Hflgl  jedoch  nicht  so  markant,  die  Submarginal¬ 
punkte  namentlich  der  $$  erheblich  größer  als  bei  polibete  und  nasica.  Unterseite  der  CS  zur  fa.  argyroides 
gehörig,  rötlich  braun,  mit  gelblichen  Inseln,  reich  grauweiß  oder  violett  überpudert.  $  entweder  gelblich 
oder  rötlich  purpurn  mit  großen,  gelb  pupillierten  Ocellen.  Batjan,  Halmaheira,  Ternate,  vermutlich  auch  Morotai 
—  nasica  Frühst.  (112  d)  bleibt  in  der  Größe  hinter  cethega  zurück;  $  etwas  und  analog  den  Batjan-$$  verän-  nasica. 
derlich,  indem  es  gar  keinen,  oder  nur  einen  kleinen,  oder  einen  ansehnlichen  mit  dem  hellen  breiten  Querband 
verschmolzenen  Intraradialfleck  der  Vflgl  aufweisen  kann.  Unterseite  sehr  bunt,  C  entweder  graugrün,  oder, 
wie  bei  cethega,  rotbraun  mit  u?py?w7es-Fleckung.  Ein  Exemplar  hat  c in gara-Z e i c hi i u ng .  $  in  der  Regel  rötlich 
purpurn,  nur  eines  unter  vielen  licht  graugrün.  Insel  Waigiu.  - — -  tualensis  Frühst,  verbindet  im  C  die  Charak-  tualensis. 
tere  der  nasica,  im  $  jene  von  cethega,  doch  neigen  die  Punkte  der  Hflgl  zum  Verschwinden  und  die  Vflglbinde  ist 
schmäler,  länger.  Unterseite  in  der  Regel  sehr  hell  mit  argryroides-Zeichirung,  manchmal  fast  ebenso  luxuriant 
wie  bei  ost javanischen  Exemplaren.  Daneben  auch  CS  mit  violett  überpuderten  weißen  Flecken;  beide  Ge¬ 
schlechter  einer  Regenzeitform  sehr  groß,  jene  einer  Generation  der  trockenen  Pei'iode  viel  kleiner,  unterseits 
mit  ausgeprägtem  cingara- Kolorit  auf  hellgelbbraunem  Grunde,  der  ausgedehnt  weißlich  violett  bewölkt  erscheint. 

Häufig  auf  Klein-  und  Groß-Key;  Exemplare  von  den  Aru-Inseln  fehlen  mir.  - —  tenimberensis  subsp.  nov.  tcnhnbe- 
vermittelt  den  Uebergang  von  tualensis  zu  scapus  Frühst.  (112  a)  von  Mikromalayana.  Das  gelbe  Band  der  rensis. 
Vflgl  entschieden  breiter  als  bei  der  Key-  und  Wetter-Inselrasse,  Hflgl  nur  costalwärts  breit  schwarz  umzogen, 

Ocellen  wie  bei  tualensis.  Unterseite  rotbraun,  ohne  Silberfleckung.  Selaru  der  Tenimber-Inselgruppe.  —  mon-  montrou- 
trouzieri  Btlr.  ist  eine  kleine  Form  mit  sehr  schmalem  gelbem  Band  und  markanten  weißen  Stirnpunkten  der  zieri- 
Vflgl.  Insel  Woodlark.  Mir  in  natura  unbekannt.  — herrichi  Btlr.  liegt  mir  von  den  Neu-Hebriden  vor.  gleicht  herrichi. 
oberseits  etwas  der  nasica,  ist  aber  wesentlich  kleiner.  Vflgl  mit  sehr  breiter  schwarzer  Transcellularbinde. 
Unterseite  eigentümlich  graugelb,  mit  großen  Ocellen  der  Hflgl  und  argyroides-Clmvakter.  —  romana  Frühst.,  ist  eine  romana. 
ausgezeichnete  schon  durch  ihre  Größe  hervorragende  Form  Polynesiens ;  Stirnpunkte  der  Vflgl  noch  prominenter 
als  bei  herrichi,  das  gelbe  Band  ansehnlicher,  beim  $  stets  ein  großer  hellgelber  Intraradialfleck,  $  mit  noch 
breiterem  schwarzem  Steg  der  Vflgl  als  die  Neu-Hebriden -Rasse- $$,  auffallend  licht  ockergelb  mit  weiß  zentrier¬ 
ten  Punktflecken  der  Hflgl.  Unterseite  schön  und  lebhaft  rotbraun  mit  markantem  Silberschmuck,  großen 


560 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


auch  auf  den  Vflgln  kompletten  Ocellen.  Viti-Levu,  vermutlich  auch  auf  anderen  Nachbarinseln.  Rp  nach 
einer  Angabe  von  Semper,  der  sich  wiederum  auf  Mathews Abbildung  der  Neu-Hebriden-&isa(fide-Rasse  bezieht, 
wesentlich  anders  als  von  philippensis  Frühst,  und  bisaltide  Cr.  —  Im  Bismarckarchipel  begegnen  wir  der  Ivol- 
gurelca.  lektivspecies  in  zwei  hervorragend  differenzierten  Formen:  gurelca  Sm.  (112c)  ist  davon  die  habituell  kleinere, 
vermutlich  der  regenarmen  Periode  angehörig.  Sie  ist  dadurch  charakterisiert,  daß  auch  beim  $  der  schwarze 
Transcellularsteg  der  Vflgl  fehlt,  so  daß  der  schwarze  kurze  Fleck  am  Zellapex  isoliert  steht.  Das  $  ist  etwas 
dunkler  rötlichbraun  überhaucht  und  führt  ausgedehntere  schwarze  Figlumrahmung  als  das  dargestellte 
welches  in  der  Größe  erheblich  variiert.  So  besitze  ich  Exemplare,  welche  reichlich  um  ein  Drittel  größer  sind 
als  unsere  Figur.  unterseits  verwaschen  rötlichgrau,  mit  leicht  grünlich  bestäubten  Silberflecken.  $  fahl 
nrthagoria.  gelbbraun,  mit  undeutlichen  braunen  Längsbinden.  —  orthagoria  form. .  nov.  (137  c)  vermittelt  den  Anschluß  an 
die  normale  bisaltide- Zeichnung,  indem  die  Vflgl  von  einem  sehr  breiten  schwarzen  Apicalfleck  bedeckt  sind, 
welcher  das  rotbraune  Band  auf  zwei  isolierte  verkümmerte  Flecke  zurückdrängt,  so  daß  orthagoria  vielmehr  der 
sulaensis  Frühst,  und  celebensis  Frühst,  als  der  gurelca  gleicht.  Habitus  zudem  größer,  ebenso  die  Submarginal¬ 
punkte  der  Hflgl.  Unterseite  vorherrschend  rotbraun  mit  gelblich  braunen  Inseln,  glänzenden,  großen  Silber¬ 
flecken.  nimbata- Bildung  am  Zellapex  der  Vflgl  und  schön  rotgelben  Pupillen  der  markanten  Ocellen.  ortha¬ 
goria  macht  ganz  den  Eindruck  einer  luxurianten  Regenzeitform.  Neu-Mecklenburg ;  ein  <§  der  Form  gurelca 
sciron.  auch  aus  Neu-Pommern  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Nach  Rirre  auch  auf  Neu-Lauenburg.  —  sciron 
Godm.  u.  Salv.  (112  c)  ersetzt  bisaltide  auf  den  Salomonen;  vom  herrichii- Typus,  charakterisiert  durch 
zwei  weiß  zentrierte  schwarze  distale  Intramedianaugen  und  hellgelblich  mediane  Aufhellung  der  Vflgl- 
Oberseite,  rotbraune  Hflgl.  Das  $  bildet  einen  Rückschlag  zur  gurelca- Zeichnung,  die  sich  im  westmalayischen 
Gebiet  bei  pratipa  Fldr.  und  mariae  Frühst,  wiederholt.  Die  Transcellularregion  der  Vflgl  manchmal  nahezu 
weiß,  die  Basis  aber  dunkler  als  bei  gurelca Unterseite  der  sehr  bunt,  vorwiegend  graubraun,  mit 
gelben  Inseln,  schwarzer,  violett  begrenzter  Medianstreifung.  $  grau  mit  matt  purpurgrauer  Distalhälfte.  Nach 
Riebe  auf  allen  von  ihm  besuchten  Salomonen.  Die  Namenstype  stammt  aus  Guadalcanar;  von  den  Short- 
menexema.  lands-Inseln  und  der  Treasury-Insel  in  meiner  Sammlung.  —  menexema  suhsp.  nov.  $  entfernt  sich  von  sciron 

durch  wesentlich  verschmälerte  schwarze  Umgrenzung  der  Apical-  und  Distalpartie  der  Vflgl,  auf  welchen 
zwei  weiße  Makeln  zu  beiden  Seiten  der  vorderen  Mediana  auffallen,  die  proximal  von  zerstäubten  schwarzen 
Punkten  begleitet  werden.  Unterseite  verwaschen  licht  rotbraun  mit  violett  und  purpurn  verdunkelter  Basal¬ 
und  gelblich  graubrauner  Außenhälfte  der  Figl.  Florida-Insel. 

ausirdlis.  D.  australis  Fldr.  bewahrt  unterseits  noch  völlig  den  D.  bisaltide- Charakter,  hat  sich  aber  oberseits 

in  der  Weise  umgebildet,  daß  die  schwarze  Figlumrahmung  bei  beiden  Geschlechtern  distal  weit  und  konstant 
vom  Zellapex  abgerückt  bleibt;  ja  es  ist  nicht  einmal  ein  rudimentärer  Zellabschluß  wie  bei  D. browni  Godm., 
noorua  Sm.  und  nacar  Bsd.  erhalten  geblieben.  Dafür  haben  sich  die  weißen  Stirnpunkte  der  Vflgl  besonders 
schön  entwickelt.  $  stets  größer,  oberseits  auf  den  Vflgln  etwas  heller  und  reiner  gelb  als  die  Unterseite 
der  d'd'  argyroid,  Grundfarbe  rötlichgelb,  purpurn  oder  grünlichgrau,  $  durchweg  monoton  blattartig,  in  den¬ 
selben  Farbennuancen  wie  das  <$,  stets  mit  grünlicher  proximal  weißlich  bereifter  Längsbinde.  Australien 
vom  Richmond-River  bis  zum  Cap  York,  auch  anscheinend  völlig  unverändert  auf  den  Key- Inseln.  Exem¬ 
plare  von  den  Aru-Inseln,  wo  die  Art  nach  Riebe  Vorkommen  soll,  fehlen  meiner  Sammlung. 

D.  browni  ersetzt  vermutlich  D.  australis  im  Bismarck- Archipel  und  auf  den  Salomonen.  Drei  Insel- 
scotina.  rassen :  scotina  suhsp.  nov.  (112  d)  wurde  nach  einem  $  der  Shortlands-Inseln,  welches  Ribbe  dort  gesammelt 
hat,  abgebildet,  und  differiert  von  der  Namenstype  aus  Neu-Lauenburg  durch  kleinere  Gestalt,  markantere 
Weißpunktierung  sowie  hellere  Transcellularpartie  der  Vflgl  und  satter  rotbrauner  Oberseite  der  Hflgl.  Die 
Unterseite  mit  violetten  Flecken  in  der  rotbraunen  Zelle  welche  am  Apex  nimbata- Zeichnung  trägt.  Grund¬ 
farbe  vorherrschend  gelb,  mit  violetter,  distal  chocoladebraun  begrenzter  Medianbinde.  Vor  dem  Zellapex 
browni.  ein  weißlich  bestäubtes  Feld.  —  browni  Godm.  u.  Salv.  ist  oberseits  gleichmäßiger  hellgelb,  die  Hflgl  kaum 
merklich  braun  überhaucht.  Unterseite  wie  bei  scotina,  ohne  die  deutlich  weiß  überpuderte  Partie  an  der 
Zellwand  der  Vflgl,  im  allgemeinen  satter  und  ausgedehnter  rotbraun,  die  argyroides-hlakehi  violett  verdüstert. 
Auf  allen  Inseln  des  Bismarckarchipels.  $  viel  seltener  als  das  $>,  oben  feurig  gelbbraun;  Apicalhälfte  der  Vflgl 
etwa  von  der  Mitte  des  Vrds  an  bis  zum  Innenwinkel  breit  samtschwarz.  Unterseite  dunkler  als  das  $,  so  daß 
die  grell  weißen  Flecken  sich  noch  schärfer  abheben. 

D.  nacar  umschreibt  eine  interessante  Species,  welche  auf  das  westliche  melanesische  Gebiet  beschränkt 
nacar.  ist.  Zwei  Lokalformen,  nacar  Bsd.  mit  einfacher  Zeichnung,  rötlichgelber  Basal-  und  schwarzer  Außenhälfte 
der  Oberseite.  Vflgl  mit  kurzem  schwarzem  Strich  an  der  vorderen  Zellecke  und  fünf  wie  bei  D.  browni  verteilten 
winzigen,  weißen  Punkten.  Unterseits  umgekehrt  mit  tief  kaffeebrauner  proximaler  und  gelb,  partiell  grünlich- 
brauner  Distalzone,  welche  beide  durch  eine  schwarze,  außen  hellviolett  begrenzte  Medianlinie  abgeschieden 
werden.  Ocellen  groß,  auch  zwei  im  Analwinkel  der  Vflgl.  Silberfleckung  prägnant,  aber  auf  den  Vflgln  nur 
ganz  dünn  geschlängelt.  Nur  1  ^aus  Hattam-Arfak  in  meiner  Sammlung.  —  Snellen  bildete  1889  eine  oberseits 
noch  dunklere,  unten  jedoch  gleichartiger  braunrot  gefärbte  d-Form  aus  Andai  von  Holl.  Nordwest-Neu- Guinea 
trachelus.  ab,  trachelus  Frühst.  (112  b).  Schwarzer  Außensaum  aller  Figl  schmäler,  geradliniger  verlaufend.  Basal¬ 
partie  namentlich  der  Vflgl  aufgehellt.  Hflgl  etwas  spitzer,  Unterseite  mit  kleineren  Ocellen.  $  Distalsaum 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Früh  storker. 


Ausgegeben  15.  V.  1912. 


501 


der  Vflgl  kaum  breiter  als  bei  australis  Fldr.  Beide  Figl  basal  wärts  feurig  gelbbraun,  die  Medianregion  fast  ebenso 
aufgehellt  wie  bei  D.  browni.  Hflgl  mit  einer  schwarzen  Ocelle  zwischen  den  Radialen,  die  vom  Außensaum 
umschlossen  wird  und  einer  subanalen  oberhalb  der  Submediana,  die  freisteht.  Unterseite:  Aehnlich  jener  von 
D.  browni  Godm.,  der  Distalrand  der  Hflgl  heller  gelb,  deutlicher  abgesetzt.  Die  auf  den  Vflgl n  gewinkelte 
schwarze  Medianbinde  distal  reicher  weiß  bezogen,  ebenso  der  Figlapex.  Waigiu. 


D.  noorua  bewohnt  ausschließlich  Neu-Guinea  und  einige  östliche  Adjacentinseln  und  verteilt  sich  auf 
der  Hauptinsel  selbst  in  drei  Territorialrassen.  demetria  subsp.  nov.  (1 12  b  <J,  c  $).  Unterseite  prächtig  dunkel  demetria. 
zitrongelb  mit  licht  rötlich  gelben  Aufhellungen  und  schwarzer  violett  umsäumter  Längsbinde,  gleißenden 
weißen  Silberflecken  der  <$<$.  $  ohne  rotbraune  Wolken  in  der  Basalhälfte,  grauvioletten  statt  weißen  Basal¬ 
makeln.  Friedrich- Wilhelmshafen,  nicht  sehr  selten.  Nach  Hagen  vom  November  bis  April,  dann  wieder 
im  Juli.  Vermutlich  auch  in  der  Humboldt-Bai,  denn  Smith  erwähnt  die  von  Doherty  gesammelten  Exemplare 
als  kleiner  wie  jene  aus  Port-Moresby.  —  lyncurion  sub.sp.  nov.  (Name  nach  einem  rotgelben,  Luchsaugen  ähn-  lyncurion. 
liehen  Edelstein  der  Alten)  ist  habituell  größer,  Vflgl  breiter  schwarz  umrandet,  die  gelben  Stirnflecken  der 
Vflgl  deutlicher,  auch  der  schwarze  Fleck  am  Zellapex  markanter.  Unterseite  wesentlich  dunkler,  die  gelblichen 
Partien  reduziert,  die  rotbraunen  Stellen  vermehrt  und  ausgedehnt.  $  fast  ein  Drittel  größer  als  demetria-  . 
mit  proximal  schärfer  abgesetzter  Randbinde  der  Vflgl.  Finschhafen,  nach  4  1  $  der  Kollektion  Fruhstorfer. 

—  noorua  8m.  der  nomenklatorische  Typus  stammt  aus  Port-Moresby.  Apicalflecken  der  Vflgl  weißlich,  Grund-  noorua. 
färbe  lichter.  Oberseite  der  Hflgl  undeutlicher  schwarz  umsäumt.  Unterseite  der  CS  fahler,  Zellapex  der  Vflgl 
mit  prägnanter  nimbata- Zeichnung.  $  erheblich  größer  als  demetria In  meiner  Sammlung  von  Milne-Bai, 

Flugzeit  Februar.  —  antinria  subsp.  nov..  bedeutet,  obgleich  auf  Inseln  wohnend,  das  hellste  Extrem  der  Ivollek-  anlimio. 
tivspecies.  Es  liegt  mir  nur  ein  $  vor,  das  ausgezeichnet  ist  durch  verlöschenden  Aussensaum  besonders  der 
Hflgl,  die  kaum  noch  deutliche  Postdiscalpunkte  führen.  Habituell  noch  größer  als  noorua  8m..  ist  antimia, 
unterseits  noch  bleicher,  gleichmäßiger  hell  lehmgelb.  Fergusson  der  d’Entrecasteaux- Gruppe. 


D.  hexophthalmos  wurde  zwar  von  Kirby  richtig  als  Species  aufgefaßt  und  in  seinen  Katalog  ein- 
gereiht,  später  aber  von  Staudinger  und  anderen  zeitgenössischen  Autoren  wieder  mißachtet.  Im  Jahre  1899 
konnte  ich  aber  auf  Grund  zahlreicher  Exemplare  aus  Amboina  deren  Artrecht  wiederherstellen.  Jetzt  habe 
ich  die  Genugtuung,  ihr  Vorkommen  nicht  nur  auf  allen  Molukken,  sondern  auch  auf  Neu-Guinea  nachzuweisen 
und  anatomische  Unterschiede  zu  konstatieren.  Uncus  trotz  der  bedeutenden  Größe  der  Exemplare  kleiner, 
viel  kürzer,  zierlicher  als  bei  bisaltide  Cr.  Die  mediale  Val venpartie  verschmälert,  mehr  oval  als  kreisrund,  die 
ventrale  Leiste  nicht  spitz,  sondern  wulstförmig.  Penis  und  Penisscheide  viel  breiter.  Saccus  auffallend  lang, 
schlank  ohne  proximale  Erweiterung.  Den  Zeichnungscharakter  der  Oberseite  ergibt  unsere  Figur  von  ardys 
(113  a),  wonach  hexophthalmos  von  allen  D.  &isaZ£ide-Spaltzweigen  differiert  durch  die  ausgedehnte  schwarze 
Umrahmung  der  Hflgl.  Die  Unterseite  präsentiert  sich  in  beständigerem  aber  durchweg  dunklerem  und  zeich¬ 
nungsreicherem  Gewände.  Zunächst  ist  auf  den  Vflgln  beider  Geschlechter  fast  immer  eine  Serie  von  sieben 
weißen  Punkten  vorhanden,  welche  analwärts  in  kompletten  Augen  stehen.  Ocellen  der  Hflgl  größer,  auch  die 
vordere  stets  deutlich.  (Jwie  $  variieren  weniger  als  bisaltide.  doch  kann  argyroides- Zeichnung  vorhanden  sein 
oder  fehlen.  C  in  der  Regel  vorherrschend  grau  mit  schwarz  oder  dunkel  rotbraunen  weißlich  umgrenzten  Schat¬ 
ten,  $  ocker-  oder  erdfarben,  stets  mit  blauschwarzer  Längsbinde.  Verbreitung  von  Amboina  bis  zu  den  Louisi- 
aden.  hexophthalmos  Gmel.  ist  weitaus  die  häufigste  Doleschallia  der  Südmolukken,  C  in  zwei  Formen  auf-  hexophthal- 
tretend,  einer  größeren  mit  breiter  gelber  Fleckenbinde  der  Vflgl  unterseits,  zur  ja.  argyroides  gehörig,  und  eine  >nos- 
kleinere:  C  mit  noch  mehr  als  bei  ardys  zurück  gebildeten  gelben  Makeln  der  Vflgl  und  unterseits  ohne  Silber¬ 
flecken.  Zur  ersteren  gehören  große  oben  sehr  helle  £9  mit  vorwiegend  rötlich  gelber  Unterseite,  zu  letzteren 
oben  mehr  braungelbe  99>  mit  wesentlich  grünlichgrauer  Blattfärbung  der  Unterseite.  Ein  $  aus  Buru  gehört 
zur  großen  Form.  Beschreibung  nach  20  Exemplaren  meiner  Sammlung  von  Amboina,  Buru  und  Saparua.  - 
Als  solus  subsp.  nov.  wird  eine  breiter  schwarz  umrahmte  Rasse  benannt  mit  lebhaft  aber  dunkel  röt hellbraunem  solus. 
Gesamtkolorit  und  scharf  gewinkelter  Fleckenreihe  der  Vflgl.  Die  weißen  Stirnpunkte  auf  letzteren  etwas  ver¬ 
kleinert.  Unterseite  glänzend  grün  broncefarben  mit  schön  chocoladebraunen  Begleitstreifen  der  schwarzen 
medianen  Längslinie.  Vflglzelle  mit  grünlichen  statt  silbernen  Makeln.  Obi,  sehr  selten.  —  gaius  subsp.  nov.  gaius. 
liegt  mir  zwar  nur  von  Halmaheira  vor,  deren  Entdeckung  auf  anderen  Inseln  der  Nordmolukken  ist  aber  nur 
eine  Frage  der  Zeit.  Habituell  kleiner  und  lichter  als  solus,  zeigt  der  $  auch  verschmälerten  schwarzen  Außen¬ 
saum  der  Hflgl.  Beide  Geschlechter  unten  sehr  hell,  rötlich  graubraun,  ausgedehnt  grauweiß  überpudert.  - 
areus  Frühst,  eine  kleine  zierliche  Inselrasse,  nähert  sich  bereits  ardys  13  a),  ist  jedoch  oberseits  lichter  braun,  areus. 
beim  £  mit  costalwärts  ausgedehnterem  gelbem  Band  der  Vflgl.  Unterseits  gleichartig  dunkelgrün  mit  reicher 
grausilberner  und  violetter  Ueberstäubung.  Insel  Waigiu,  selten.  —  kapaurensis  Frühst,  eine  größere  Areal-  kapaurensis. 
rasse  mit  isolierteren  gelben  Makeln  und  markanteren  Weißpunkten  der  Vflgl.  Unterseite  grünlich  oder  rot¬ 
braun  mit  reicher  Silberfleckung.  Ivapaur,  im  Süden  des  westlichen  Teiles  von  Holländisch  Neu  Guinea.  - 
ardys  subsp.  nov.  (113  a)  bewohnt  Kaiser- Wilhelmsland  und  ist  analog  hexophthalmos  von  Amboina  in  der  Größe  ardys. 
wechselnd.  Ich  besitze  noch  größere  als  das  abgebildete  §,  von  welchen  überdies  die  Mehrzahl  nicht  so  feurig 
rotbraungelb  gefärbt  ist  als  unsere  Figur.  Aus  Finschhafen  liegen  mir  die  größten,  aber  auch  zugleich  die  klein¬ 
sten  Exemplare  vor.  Unterseite  der  C3  ausnahmslos  zur  fa.  argyroides  zählend,  grün  mit  reichen  grauweißen 

IX  71 


502 


DOLESCHALLIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Partien.  $  grünlichgrau  oder  von  gelb  zu  rotbraun  variierend,  ardys  wurde  von  Hagen  als  B.  bisaltide  nacar 
Bsd.  aufgeführt;  nach  ihm  sind  die  <?<?  häufig,  $$  sehr  selten,  Flugzeit  bei  Simbang  (Stefansort,  Astrolabe-Bai) 
vom  Dezember  bis  Februar.  Rapider,  kräftiger  Flieger,  rascher  als  bisaltide  von  Sumatra  und  Java.  Am  liebsten 
setzen  sich  die  Falter  auf  die  Erde,  niemals  wie  ihre  makromalayischen  Gattungsgenossen  auf  Holzwände  oder 
demades.  Baumstämme.  —  demades  subsp.  nov.  bedeutet  eine  wesentlich  verdunkelte  Territorialrasse  des  Britischen 
Neu-Guinea,  mit  verbreitertem  Außensaum  aller  Flügel,  kleinen,  rötlichen  Makeln  der  Vflglbinde;  <?<?  unterseits 
ausnahmslos  licht  kaffeebraun  mit  geringfügiger  weißlicher  Bewölkung.  Aus  der  Milne-Bai  in  der  Sammlung 
varus.  Fruhstorfer.  —  varus  subsp.  nov.  übertrifft  alle  papuanischen  Vikarianten  in  der  Größe,  die  schwarze  Um¬ 
rahmung  der  Oberseite  ist  aber  schmäler  als  bei  demades',  Grundfarbe,  namentlich  jene  des  $,  heller  gelbbraun. 
Unterseite  im  Anschluß  an  demades  rötlich,  nur  ein  <?  ist  grünlich  überzogen.  Kiriwina  und  Fergusson. 

D.  crameri  begleitet  D.  hexophthalmos  innerhalb  der  Grenzen  ihres  Verbreitungsgebietes  wie  ein  Satellit 
seinen  Planeten,  und  es  ist  höchst  wahrscheinlich,  daß  sich  crameri  nur  als  melanotische  Färbungsrichtung  der 
hexophthalmos  heraussteilen  wird;  umsomehr,  als  die  Unterseite  keinerlei  Differenzialcharaktere  bietet.  Eine 
Zeitform  ist  crameri  jedenfalls  nicht,  weil  sie  stets  neben  hexophthalmos  auftritt  und  deren  <?(?  ihrerseits  selbst 
partiell  zu  ja.  argyroides  gehören,  der  vermutlichen  Generation  der  nassen  Periode,  und  eine  Anzahl  Exemplare 
crameri.  zur  einfach  blattfarbigen  Varietät,  der  wahrscheinlichen  Trockenzeitform  aller  Doleschallien,  crameri  Bist. 
( 112  d)  nach  Cramers  Figuren  C  und  D  auf  Taf.  235  seines  Werkes  begründet,  führt  auf  den  Vflgln  noch  drei 
Rudimente  einer  schmalen  gelblichen  Fleckenbinde,  von  welchen  bei  einem  $  meiner  Sammlung  nur  noch  zwei 
rundliche,  weit  getrennt  stehende  Makeln  vorhanden  sind.  Daneben  existierende?,  denen  jede  Andeutung  einer 
nigella.  Fleckenzeichnung  derVflgl  fehlt  (=  nigella  form,  nov.),  und  $$,  wie  sie  als  ambrinensis  Stgr.  beschrieben  wurden 
ambrinensis.  anal0g  unserer  Figur  (112d)  mit  weißlich  violetter  transcellularer  Dotierung  der  Vflgl.  —  sophilus  Frühst,  ist 
f-ophtht*.  ejne  iuxuriante  Form  von  Halmaheira,  welche  dort  neben  B.  hexophthalmos  gaius Frühst,  erscheint  und  kürzere, 
aber  breitere  milchweiße  Fleckung  der  Vflgl  aufweist.  Unterseite  ebenso  licht  lehm-  oder  ockergelb  als  gaius. 
tanara.  Vermutlich  auch  auf  anderen  Inseln  der  Nord-Molulcken.  —  tanara  Frühst,  findet  sich  neben  areus  Frühst,  als 
häuf  igere  Boleschallia  der  Insel  Waigiu.  d  und  $  nur  wenig  verschieden;  $  etwas  größer,  die  weißlich  violetten 
Flecken  prominenter.  Unterseite  der  dd  lichter  grün  als  bei  areus.  $  verwaschen  graubraun  mit  grünlicher  Be- 
lactearia.  deckung.  —  lacfearia  Frühst.  (113a)  von  Kapaur  beschrieben,  schließt  sich  an  B.  hexophthalmos  leapaurensis  Frühst. 

an  mit  schön  ausgebildeter  Vflglbinde,  welche  auf  der  Figur  113  a  zu  sehr  vom  Schwarz  eingeengt  wird.  Der 
oberste  am  Costalrand  lagernde  Fleck  ist  hellblau,  die  beiden  daranstoßenden  weißlich  und  violett  bezogen. 
Exemplare  mit  ebenso  schmaler  Binde  wie  auf  unserer  Abbildung  treffen  wir  dagegen  in  Kaiser-Wilhelmsland, 
von  wo  mir  fünf  de?  mit  grünlicher,  drei  de?  Gn  ?  mit  kaffeebrauner  Unterseite  vorliegen.  Finschhafen  und 
Astrolabe-Bai.  Ein  d  ans  Dorey  zeigt  bereits  rötliche  Ueberpuderung  der  verdüsterten  Vflglbinde.  —  de?  ans 
sinda.  der  Milne-Bai,  Britisch  Neu-Guinea,  nannte  ich  sinda  Frühst.  Sie  sind  groß,  analog  B.  hexophthalmos  demades 
tervisia.  breit  schwarz  umzogen,  unterseits  verwischt  weißlich  graugrün.  —  tervisia  Frühst,  umschreibt  eine  verdunkelte 
Form  von  Fergusson  mit  gleichmäßig  violetter  Fleckenreihe  der  Vflgl.,  deren  Apicalpartie  bis  über  die  Zelle 
hinaus  vordringt  und  dort  eine  satt  rotbraune  Basalzone  umgrenzt.  Unterseite  rötlichbraun  mit  luxurianter 
Weißfleckung.  Inseln  der  cTEntrecasteaux  und  Trobriandgruppe. 

D.  melana.  Eine  scharf  umgrenzte  Species,  welche  den  Molukken  eigentümlich  ist.  Unterseite  sehr 
ähnlich  jener  von  hexophthalmos  Gmel.  aber  mit  prominenterer  Stirnbinde  derVflgl.  Ocellen  derHflgl  nach  vorne 
noch  intensiver  und  schöner  zinnoberrot  pupilliert.  Grundfarbe  dunkel  kaffeebraun,  dmit  fein  geschlängelter, 
melana.  etwas  grünlich  verdunkelter  Silberdekoration,  melana  Stgr.  aus  Amboina  beschrieben.  Das  $  dazu  aus  Ceram 
.sinis.  hat  als  sinis  Sm.  einen  Namen  bekommen,  der  dann  erhalten  bleiben  kann,  wenn  Ceram -Exemplare  größer 
sind  als  die  Amboina-Type,  was  sehr  wahrscheinlich  ist.  Das  £  zeigt  eine  proximal  weniger  scharf  umgrenzte  schwarze 
und  eine  lichter  gelbe  Basalpartie  der  Oberseite.  Vier  $<S  meiner  Sammlung  aus  Saparua  und  Buru  sind  etwas 
jimena.  kleiner  als  mein  Amboina-^c?.  —  jimena  subsp.  nov.  wird  nach  2  $$  der  Collektion  Fruhstorfer  aufgestellt, 
welche  von  sinis  Sm.-Q  differieren  durch  jenseits  der  Zelle  kaum  merklich  eingebuchtete  und  ausgeschnittene 
schwarze  Apicalregion  der  Vflgl  und  markanteren  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl ;  Unterseite  satter,  mehr 
chocolade-  als  gelbbraun,  Subanalzone  mit  einer  weißlich  violetten  Subterminalbinde.  Zelle  derVflgl  mit  dunkel¬ 
grünen  Binden.  Insel  Obi. 

D.  dascon  entfernt  sich  am  weitesten  vom  B.  bisaltide-Typus  und  ist  die  einzige  Species  mit  hell  zimt¬ 
brauner  Oberseite  und  einer  blauen  schräg  gestellten  sehr  breiten  Transcellularbinde  derVflgl.  Dadurch  differiert 
dascon  von  B.  dascylus,  einer  formenreicheren  melanesischen  Species.  Es  scheint,  daß  dascon  auf  die  Hauptinsel 
dascon.  von  Neu-Guinea  beschränkt  ist.  Nur  zwei  Territorialformen  sind  zu  registrieren:  dascon  Godm.  u.  Salv.  gleicht 
oberseits  der  dasconides  (112  a),  nur  besteht  die  Fleckenbinde  derVflgl  aus  isolierten  und  dunkler  blauen  Makeln. 
dascon ides.  Britisch  Neu-Guinea,  sehr  selten.  —  dasconides  Frühst.  Eine  große  Reihe  von  Boleschallia  aus  Kaiser- Wilhelms¬ 
land,  welche  unter  sich  kaum  abweichen,  differiert  erheblich  von  dascon  Godm.  aus  Britisch-Neu- Guinea.  Ver¬ 
glichen  mit  der  Fig.  3  in  Proc.  Zool.  Soc.  Loncl.  1880,  Taf.  56  zeigen  sich  bei  dasconides  viel  breitere  und  heller  blaue 
subapicale  Flecken  auf  der  Vflgl- Oberseite.  Diese  Flecken  fließen  außerdem  zu  einer  breiten  Binde  zusammen, 
während  sie  bei  dascon  als  sieben  einzelne  Makeln  vollständig  getrennt  stehen.  Das  $  soll  nach  Hagen  nicht 
selten  sein,  doch  ist  mir  unter  nahezu  100  <?<?,  von  welchen  ich  noch  20  in  der  Sammlung  aufbewahre,  nur  ein 


KALLIMA.  Von  H.  Frithstorfer. 


563 


$  begegnet,  welches  vom  $  durch  erheblichere  Größe  und  etwas  lichtere  sowie  merklich  verschmälerte  Quer¬ 
binde  der  Vflgl  differiert.  Die  Unterseite  der  <3$  gleicht  derjenigen  von  D.  hexophlhalmos  und  den  mit  D.  lac- 
tearia  verwandten  Formen.  Sie  präsentiert  sich  in  der  Regel  dunkel  meergrün,  mit  verschwindender  argyroides- 
Fleckung  und  trüb  violett  broncefarben  bewölkt.  Sechs  $$  sind  hell  kaffeebraun;  davon  zeigt  einer  den  typi¬ 
schen  basalis- Charakter .  Ein  mit  luxuriantem  Silberschmuck  hat  nimbata-'/oicb nung  der  Vflglzelle.  Mir 
nur  aus  der  Astrolabe-Bai  bekannt,  aber  auch  bei  Simbang.  Nach  Smith  befand  sich  eine  große  Serie  unter 
Dohertys  Ausbeute  von  der  Humboldt-Bai. 

B.  dascylus  ragt  hervor  durch  das  zu  vollendeter  Schönheit  ausgebildete  Colorit  und  den  in  dascylus. 
der  gesamten  Gattung  vollkommensten  sexuellen  Dimorphismus.  Zugleich  ist  dascylus  geographischer 
Variation  in  höherem  Maße  unterworfen  als  andere  Doleschallia  und  einzelne  Zweigrassen  stehen 
nahe  dem  Speciesrecht.  Im  Gegensatz  zu  D.  dascon  geht  D.  dascylus  auf  die  Inseltrabanten  von  Neu-Guinea 
über,  sich  dort  zu  besonders  hochspezialisierten  Vikarianten  umbildend.  $  in  der  Regel  mit  einer  weißen  verti¬ 
kalen  Längsbinde  der  Vflgl,  welche  nur  bei  einer  Spaltrasse  gelblich  bleibt,  aber  unterseits  wie  bei  den  übrigen 
Verwandten  weiß  aufgetragen  ist.  nach  dem  Material  der  Sammlung  Fruhstorfer  vorwiegend  schwarz 
oder  kaffeebraun,  seltener  dunkel  olivengrün.  Die  ja.  basalis  fehlt,  ebenso  ausgesprochene  mm&ata-Zeichnung, 
wie  sie  von  D.  dascon  zu  erwähnen  war.  Die  Rp  hat  Dr.  Hagen  entdeckt.  -  phalinusFrR/isL  $  schwarzer  Distal-  phalinus. 
säum  der  Vflgl  schmäler  als  bei  den  übrigen  dascylus-Jlassen  mit  6  viel  kleineren  weißen  und  blauen  Subapical- 
punkten  besetzt.  Durch  das  Zurücktreten  des  Außensaums  wird  Raum  frei  für  eine  längliche  schwarze  Makel 
am  Zellapex  der  Vflgl,  die  auch  beim  $  erhalten  bleibt.  $  Mit  einer  durchweg  hellgelben  Medianregion  der 
Vflgl,  die  bei  dascylus  Godm.  in  ihrer  ganzen  Länge  rein  weiß  ist,  während  sie  bei  demades  Frühst,  nur  oberhalb 
des  schwarzen  Querflecks  vor  dem  Zellapex  weiß  erscheint,  und  nur  unterhalb  einen  weißlich-gelben 
Ton  annimmt,  phalinus  zählt  zu  jenen  ausgeprägten  Inselformen,  denen  fast  Speciesrang  zukommt  und  sie 
wird  nur  deshalb  als  Lokalrasse  behandelt,  weil  sie  dascylus  auf  Waigiu  repräsentiert.  Insel  Waigiu,  selten, 
eudascylus  Frühst.  (112a  <$,  b  $)  bleibt  in  der  Größe  hinter  der  Namenstype  aus  Britisch-Neu- Guinea  zurück.  eudascylus. 
zudem  von  lichter  rotgelber  Basalregion  aller  Figl  und  mit  wesentlich  kleinerer,  dunkler  blauer  und  geringer  weiß 
zentrierter  Makel  zu  beiden  Seiten  der  vorderen  Mediana.  $  mit  kleineren  Subapicalpunkten  und,  wie  aus  der 
Abbildung  ersichtlich,  durch  einen  schwarzen  Steg  über  dem  Zellapex,  sowie  einer  mehr  gelblichen  statt  weißen 
Vertikalzone  der  Vflgl,  ohne  weiteres  von  dascylus -$  zu  trennen.  unterseits  dunkel  meergrün  (137  c)  oder 
oliven  (fa.  olivacea,  form,  nov.)  oder  rotbraun,  10  unter  27  Exemplaren,  alle  zur  fa.  argyroides  gehörig.  Von  olivacea. 
Smith  als  comrii  Godm.  aus  der  Humboldt-Bai  als  große  Seltenheit  (2  l  £)  gemeldet.  Rp  nach  Dr.  Hagen 
bräunlich  grau  mit  helleren  Längsstreifen,  stahlblauem,  zwei  dornige  Stacheln  tragendem  Kopf  und  stahlblauen 
verzweigten  Dornen  auf  den  Segmenten,  also  nur  etwas  einfarbiger  als  die  D.  bisaltide- Rp,  sonst  nicht  erheblich 
verschieden.  <3$  bei  Stefansort  und  Simbang  häufig,  nach  Hagen  von  Oktober  bis  Februar.  zahlreich  in 
der  Astrolabe-Bai,  aber  nur  2  $9  ui  meiner  Sammlung.  —  dascylus  Godm.  u.  Salv.  ( 1 12  a)  die  Nominatform  fällt,  wie  dascylus. 
schon  erwähnt,  auf  durch  ansehnlichere  Größenverhältnisse,  damit  gepaarte  stattliche  lichtblaue  Submarginal¬ 
flecken  der  Vflgl  und  dunkler  braungelbe  Basalpartie  der  Oberseite.  $  mit  nicht  unterbrochener  kreideweißer 
Medianbinde  der  Vflgl,  nur  am  Zellapex  ein  kurzer,  kaum  bis  zur  Zellmitte  laufender  Strich.  Das  $  zeigt  unterseits 
ausgedehntere  weiße  Felder  der  Vflgl  als  eudascylus -$$  von  Kaiser- Wilhelmsland.  Flugzeit  besonders  November, 
Dezember.  Von  der  Milne-Bai.  —  comrii  Godm.  u.  Salv.  wurde  von  Dr.  Comrie  auf  einer  Expedition  des  Capitän  comrii. 
Moresby  etwa  1877  entdeckt.  Ihre  Autoren  geben  den  Britischen  Besitz  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea 
als  Flugort  an;  dies  ist  jedoch  ein  Irrtum,  weil  dort  die  Kollektivspecies  durch  dascylus  Godm.  vertreten  ist. 

Dagegen  harmoniert  ein  9  von  den  Fergusson-Inseln  meiner  Sammlung,  welche  Comrie  auf  derselben  Expe¬ 
dition  besuchte,  mit  der  Abbildung  des  typischen  $  seitens  ihrer  Autoren.  $  basalwärts  noch  dunkler  als  dascy- 
lus-Q  mit  verbreiterter  weißer  Vertikalbinde  der  Vflgl  und  damit  distal  zusammenstoßenden  länglichen  blauen 
Makeln.  Unterseits  rotbraun,  wie  das  dascylus und  gleich  diesem  im  Medianfeld  weißlich  aufgehellt.  <$  dürfte 
als  die  schönste  Doleschallia.  bezeichnet  werden.  Sowohl  die  weißen  wie  namentlich  die  lichtblauen,  ausgedehnt 
weiß  zentrierten  Makeln  vergrößern  sich  und  vereinigen  sich  jenseits  der  ersten  Mediana  zu  einem  quadratischen 
Feld.  Dazu  treten  auch  noch  zwei  blauviolette  Subanalflecke  der  Vflgl.  Basalzone  aller  Figl  dunkel  cakao- 
braun,  die  schwarze  Umrahmung  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  nicht  mehr  so  scharf  markiert,  sondern 
mehr  mit  dem  Braun  der  Basalzone  verschmelzend.  Fergusson,  vermutlich  auch  noch  auf  andern  Inseln  des 
Louisiaden-  Archipels . 

D.  rickardi  ersetzt  entweder  I).  dascylus  oder  D.  dascon  im  Bismarck- Archipel.  Ob  ihr  Speciesrecht  rickardi. 
zusteht,  kann  erst  mit  Hilfe  des  noch  unbekannten  $  ermittelt  werden,  rickardi  differiert  von  beiden  vorher¬ 
gehenden  Arten  durch  ein  hellblaues  Transcellularfeld  der  Vflgl,  welches  unter  einer  weißlichblauen  Subapical- 
binde  steht.  Vflgl  schwarz  mit  leichtem  bläulichen  Schiller,  Hflgl  schwarz.  Unterseite  nach  Honraths  Figur 
graubraun  mit  rotbrauner  Mittelbinde.  Zwei  nicht  sehr  scharf  geschiedene  Inselrassen:  rickardi  Sm.  von  Neu- 
Pommern  und  Neu-Lauenburg.  Fleckung  der  Vflgl  ohne  weißliche  Zentrierung.  —  pfeili  Ilonr.  Vflgl  vor-  pjeili. 
herrschend  weiß  statt  lichtblau  dekoriert,  das  blaue  Medianfeld  auch  schmäler  als  auf  der  Abbildung  der  rickardi 
Sm.  Vom  Forschungsreisenden  Grafen  Pfeil  entdeckt.  Neu-Mecklenburg. 

Gattung':  i4.aiIiiiBa  Dbl. 

In  jeder  Beziehung  eines  der  interessantesten  Genera,  schon  wegen  der  scharfen  sexuellen  Scheidung 


KALLIMA.  Von  H.  Frtihstorfer. 


564 

der  einzelnen  Arten,  welche  ganz  im  Gegensatz  zu  den  übrigen  Nymphaliden  bei  täuschender  äußerer  Aehnlich- 
keit  durch  große  Divergenz  der  Klammerorgane  sich  separieren.  Zugleich  ist  sowohl  der  Uncus  wie  auch  die 
Valve  hochentwickelt.  Der  Uncus  bei  einigen  Arten  zweispaltig,  Valve  sehr  breit,  stets  zweiteilig,  mit  einem 
flachen  medialen  Vorsprung,  der  bei  einigen  Formen  analog  der  Hestien valve  stark  chitinisiert  und  mit  kräftigen 
Zähnen  bewehrt  ist.  Die  zentrale  Partie  konkav  vorspringend,  manchmal  schmäler,  gelegentlich  auch  viel 
breiter  als  die  obere  Leiste,  stets  mit  langen  Grannen  besetzt.  Die  Kallima  verfügen  zudem  über  den  längsten 
Penis  in  der  gesamten  Rhopalocerenwelt,  der  in  einer  langen,  wurm  förmigen  distal  aufgebogenen  Scheide 
steckt,  welche  manchmal  an  die  Form  des  altrömischen  Musikinstruments  ,.Buccina“  erinnert,  weshalb  ich 
die  Penisform  der  Kallima  „Buccinaform“  und  ihre  Penisscheide  „Buccina“  nannte.  Saccus  verhältnismäßig 
kurz,  basal  nur  leicht  angeschwollen.  Durch  den  langen  Penis  dokumentiert  sich  eine  entfernte  Verwandtschaft 
mit  den  Doleschallia,  durch  den  gespaltenen  Uncus  mit  der  Gattung  Mynes  und  die  komplizierte  Valve  kommt  den 
Vanessiden  im  allgemeinen  zu.  Jugendstadien  gleichfalls  durchaus  vanessoid.  Rp  auf  Strobilanthus  callosus  Nees 
und  Eranthemum  malabaricum  Clark,  Familie  der  Acanthaceen.  Rp  bei  den  einzelnen  Arten  verschieden  in  der  Fär¬ 
bung,  soweit  bekannt  entweder  schwarz  oder  goldbraun ;  Kopf  schwarz  mit  zwei  langen  Hörnern,  Segmente  mit  neun 
bis  elf  rötlichen  oder  roten  Dornenreihen.  Pp  bleich  oder  erdbraun,  mit  dunkler  braunen  Schatten;  Abdomen 
mit  kurzen  breiten  Tuberkeln,  Kopf  mit  zwei  langen  Spitzen.  Imago  strukturell  von  den  Doleschallia  differen¬ 
ziert  durch  geschlossene  Zellen  beider  Figl  und  die  zweispitzige  Präcostale  der  Hflgl.  Vflgl  mit  zwei  Subcostal- 
ästen  vor  dem  Zellende,  der  linke  im  Gegensatz  zu  Doleschallia  und  analog  Hypolimnas  fast  in  der  Mitte  zwi¬ 
schen  dem  Zell-  und  Figlapex,  mittlere  Querader  der  Vflgl  länger  als  bei  Doleschallia  und  Hypolimnas.  Geäder 
bei  den  Geschlechtern  nicht  verschieden.  Vflgl  nahe  der  Basis  mit  einer  Aushöhlung,  in  welcher  in  der  Ruhe¬ 
stellung  nach  Wallace  der  unverhältnismäßig  kleine  Kopf  geborgen  wird.  Hflgl  mit  einem  länglich  ovalen 
Felde  von  gelben  Schuppen  mit  welchen  ein  Spiegel  der  Vflgl-Unterseite  korrespondiert.  Die  seit  Wallace 
berühmte  Schutzfärbung  der  Unterseite  hat  die  Kallima  im  weitesten  Sinne  populär  gemacht,  und  auf  den  Aus¬ 
stellungen  erregen  sie  viel  mehr  das  Interesse  des  großen  Publikums,  als  etwa  die  Ornithoptera  und  Morpho, 
oberseits  durch  das  Azurblau,  unterseits  durch  das  Vortäuschen  herbstlicher  Zeichnungs-  und  Färbungsmotive 
trockner  Blätter,  das  soweit  geht,  daß  nicht  nur  alle  Stadien  der  Verfärbung,  sondern  sogar  häufig  die  Pilzflecken 
kopiert  werden.  Nicht  immer  jedoch  machen  die  Falter  Gebrauch  von  ihrer  Schutzfärbung;  es  wurde  wieder¬ 
holt  beobachtet  (von  Dr.  Hagen,  Elwes  und  mir),  daß  sie  aufgescheucht  sich  zwar  entfernen,  dann  auf  die 
Oberseite  von  Blättern  setzen  und  zwar  frank  und  frei  mit  ausgebreiteten  Flgln,  so  daß  das  leuchtende  Veilchen¬ 
blau  und  Orange  der  Oberseite  sie  dem  Verfolger  weithin  kenntlich  macht.  In  der  Regel  halten  sie  sich  im  nie¬ 
deren  Gebüsch  auf,  umflattern  aber  auch  Gipfel  höchster  Waldriesen,  in  Siam  traf  ich  sie  an  lehmigen  von 
Wasser  überrieselten  Abhängen,  dort  Feuchtigkeit  saugend.  Gleich  den  Zeuxidien,  Euthaliiden  und  Prothoe 
francki  gehen  sie  auf  überreife  Bananen,  wo  sie  so  gierig  saugen,  daß  sie  leicht  überrascht  und  erbeutet  werden 
können.  Man  hat  sie  auch  schon  mit  Sake  (Reisbranntwein)  sowie  schalem  Bier  geködert,  und  man  findet  sie 
als  häufige  Gäste  an  verwundeten  Bäumen  mit  ausfließendem,  gärenden  oder  zuckerhaltigem  Saft,  den 
sogenannten  , , W aldschänken  ‘  ‘ . 

Die  indischen  Formen  sind  dem  Saisondimorphismus  unterworfen,  in  der  Weise,  daß  Exemplare 
der  Wintergeneration  einen  lang  ausgezogenen  Apex  der  Vflgl  und  eine  bleicher  blaue  Grundfärbung,  jene 
der  Regenzeit  rundlichere  Konturen,  kleinere  Gestalt  und  satter  blaues  Kolorit  aufweisen.  Die  Kallima  sind  im 
Gegensatz  zu  den  vorwiegend  insularen  Doleschallia  Bewohner  des  Kontinents,  sie  fehlen  den  Philippinen,  haben 
sich  aber  von  China  aus  über  Hongkong,  Formosa  bis  zu  den  mittleren  Liu-Kiu-Inseln  ausgebreitet.  Im  Süden 
gehen  sie  nicht  über  Makromalayana  hinaus  und  erreichen  bereits  in  Ost-Java  die  Peripherie  ihrer  Verbreitung. 

inachus.  K.  inachus,  die  expansionsfähigste  Spezies  der  Gattung,  bewohnt  Vorder-Indien  von  Kaschmir  an  bis 

Birma,  Tonkin,  und  das  westliche  und  südliche  China  mit  seinen  vorgelagerten  Inseln.  Die  Zeitformen  sind  bei 
ihr  am  vollkommensten  ausgeprägt,  jedoch  nur  bei  den  kontinentalen  Territorialrassen;  die  Inselbewohner 
haben  jahraus,  jahrein  das  Gepräge  der  Monsunperiode.  Ei  in  Anbetracht  der  Größe  des  Falters  beinahe 
klein,  rund,  dunkelgrün,  vertikal  cremgelb  gerippt.  Rp  schlüpft  nach  5  Tagen  aus;  auf  Giradinia  heterophylla, 
Polygonum  orientalis  und  Strobilanthus  capitatus.  Erstes  Stadium :  Kopf  schwarz,  Körper  dunkelbraun 
mit  steifen  schwarzen  Haaren.  Nach  2 — 4  Tagen  erste  Häutung:  Es  erscheinen  Dornen  an  Stelle  der  Haare, 
ebenso  lange  Kopfhörner;  Farbe  jetzt  schwarz.  Nach  weiteren  3  Tagen  zweite  Häutung;  die  Dornen  werden  gelb¬ 
lich  sind  aber  noch  kurz.  Dritte  Häutung :  die  Dornen  werden  lang;  es  erscheinen  orange  Flecken.  Vierte  Häu¬ 
tung:  die  Rp  ist  jetzt  samtschwarz,  die  Dornen  rötlich,  die  Segmente  mit  gelblichen  Haaren  bedeckt.  Nach 
insgesamt  22  Tagen  erfolgt  Verpuppung,  das  Ausschlüpfen  nach  etwa  10  Tagen.  Imago  in  Sikkim  bis  etwa 
5000  Fuß  Höhe  hinauf  vorkommend.  Uncus  jenem  der  Gattung  Mynes  gleichend,  jedoch  ohne  Uncus  anticus, 
Spitze  gespalten,  aber  nicht  scharf  nach  unten  gekrümmt  wie  bei  K.  buxtoni.  Valve  nicht  so  robust  wie  bei 
K.  philarchus  und  K.  buxtoni,  mit  kürzeren  Haaren  besetzt;  mediale  Partie  mäßig  breit,  nur  schwach  chitini¬ 
siert,  ventrale  Partie  nur  sanft  gewölbt.  Vflgl  mit  einem  halbdurchsichtigen  manchmal  weiß  überdeckten 
Subapicalfleck  und  einem  intramedianen  stets  glasigen  Fenster,  das  nur  sehr  selten  den  der  Regenzeit- 
hügeli.  form  abgeht.  —  liügeli  Koll.  stammt  aus  Kaschmir  und  ist  die  oberseits  am  lichtesten  blau  und  am  schmälsten 
boisduvali.  orange  gebänderte  extreme  Trockenzeitform  von  Kaschmir.  —  boisduvali  Moore  (Bd.  1,  S.  195)  die  dazu  gehörige 
kleinere  Form  der  Monsunperiode.  Beide  finden  sich  nur  auf  den  am  weitesten  in  die  Ebene  vorgeschobenen 


KALLIMA.  Von  H.  Frtthstorfer. 


505 


Ausläufern  des  westlichen  Himalaya,  wo  sie  im  Juli  zu  fliegen  anfangen,  bis  November  anzutreffen  sind,  dann 
überwintern  und  im  April  erst  wieder  zum  Vorschein  kommen.  Flug  rasch,  gelegentlich  hoch  über  die  Gipfel 
der  Bäume  hinweg.-  buckleyi  Moore  ist,  nach  der  Abbildung  (in  Lepidopt.  Indica)  beurteilt,  eine  Intermediat-  buckleyi. 
form  durch  etwas  dunklere  Färbung  und  verbreiterte  Orangebinde  der  Vflgl  zu  inachus  überleitend.  —  Als  huttoni  hulloni. 
Moore  (=  atkinsoni  Moore )  ist  die  Regenzeitform  benannt.  Type  aus  Masuri,  wo  sie  nach  Niceville  vom  Juli 
bis  Oktober  äußerst  gemein  ist.  —  inaclius  Bsd.  (Bd.  1,  Taf.  60  d  als  chinensis,  Unterseite)  die  bekannteste  inachus. 
Kallima  und  zugleich  die  veränderlichste.  Wie  bei  Inügeii  erscheint  die  Trockenzeitform  mit  auffallend  langer 
Apexspitze  der  Vflgl,  sehr  langem  Blattstiel  der  Hflgl,  die  $$  zudem  in  riesiger  Größe.  —  ranisayi  Moore  gehört  ramsayi. 
der  dunkleren,  viel  kleineren  Regenzeitform  an,  ursprünglich  aus  Nepal  beschrieben,  aber  bis  Tonkin  verbreitet 
und  dort  neben  inachus  in  einem  Kleide  und  Figlkonturen  auftretend,  welche  sich,  abgesehen  von  etwas  reicherem 
violettem  Anflug  der  orangen  Binde  in  nichts  erheblichem  von  vorderindischen  Exemplaren  absondern.  Nach 
der  Färbung  der  Unterseite  beurteilt,  ergeben  sich  folgende  Formen :  foliacea  form,  nov.,  durchweg  hellgrau,  foliacea. 
einem  trockenen  Blatt  ähnlich  (Bd.  1,  Taf.  60  d).  —  siccifolia  form.  nov.  Unterseite  mit  Nachbildung  einer  siccifolia. 
breiten  schwarzen  Mittelrippe  und  schräg  dazu  gestellten  parallel  laufenden  feineren  Querrippen.  -  marmorata  marmorata. 
form.  nov.  Grundfarbe  vorwiegend  gelblich  mit  rotbraunen  Wolken.  —  uredinophora  form,  nov.,  welche  haupt-  uredino- 
sächlich  in  Combination  mit  foliacea  und  siccifolia  auftritt,  wenn  die  Intranervalfelder  blattpilzartige  Rost-  oder  vhora. 
Schimmelflecken  aufweisen,  inachus  ist  sehr  gemein  in  Sikkim  bis  5000'  aufwärts,  vom  .März  bis  November, 
alte  Bierfässer,  auch  schales  Bier  bilden  unwiderstehliche  Lockmittel.  Im  Dekkan  gehen  sie  bis  zur  Zentral¬ 
provinz,  Orissa  und  an  den  Eastern  Ghats  bis  zum  Godavary-Fluß.  Von  mir  in  Tenasserim  im  Mai,  in  Tonkin 
im  Juni  gefangene  Exemplare  gehören  zu  inachus-,  $  aus  Chiem-Hoa,  Tonkin,  vom  August  zu  ramsayi.  Das 
in  Tenasserim  gefundene  $  bildet  zugleich  das  Extrem  der  fa.  uredinophora,  indem  es  auf  der  gesamten  Unterseite 
scheinbar  völlig  von  Pilzen  bedeckt  ist.  —  siamensis  subsp.  nov.  soll  eine  kleinere  Form  bezeichnen,  deren  Ober-  siamensis. 
seite  durch  das  fahle,  aber  dennoch  mehr  an  chinensis  gemahnende  Blau  etwas  an  K.  huegeli  erinnert.  Ha¬ 
bitus  etwa  wie  bei  chinensis-^ ^  wenngleich  in  der  extremsten  Trockenzeit  gesammelt  haben  die  Flglkonturen 
von  ramsayi  aus  Sikkim,  auch  das  $,  nur  eine  mäßig  vorgezogene  Apicalspitze.  In  Siam  lernte  ich  K.  inachus 
siamensis  unter  völlig  anderen  Lebensbedingungen  kennen.  Infolge  der  intensiven  Trockenheit  versammelten 
sich  dort  fast  alle  Tagfalter  entweder  an  den  Flußläufen  oder  an  lehmigen  Abhängen  aus  denen  noch  etwas 
Wasser  hervorrieselte.  Auch  die  Kallima  kamen  in  Gesellschaft  von  Euploea  an  derlei  nasse  Erdwrälle,  wo  sie 
sich  an  die  Abhänge  setzten  um  die  Feuchtigkeit  aufzusaugen  (Hydrotropismus).  Da  saßen  sie  nun  auch  mit 
geschlossenen  Flgln  und  schienen  gut  geschützt.  Flugzeit  Januar  auf  ca.  300  m  Höhe.  — -  chinensis  Swinh.  chinensis. 
(Bd.  1.  S.  195,  Taf.  60  d)  sind  kleiner  als  vorder-  und  hinterindische  inachus,  die  orangegelbe  Binde  der  Vflgl 
proximal  nicht  mehr  violett  oder  purpurn  begrenzt.  West-China,  auch  aus  Itchang,  Zentral-China.  —  eucerca  eucerca. 
Frühst.  (Bd.  1,  S.  195,  Taf.  60  d)  ist  satter  blau  mit  dunkler  rotorangefarbenem  Shawl  der  Vflgl.  Type  aus  Oki¬ 
nawa;  fliegt  nur  im  Walde  und  läßt  sich  durch  mit  Reisbranntwein  befeuchtete  Taschentücher  anlocken. 

Bereits  im  März  unterwegs,  aber  erst  vom  Juli  an  häufig.  Auf  Ishigaki  ist  im  August  eine  venvandte  Rasse 
häufig,  deren  in  der  Regel  eine  mit  gelb  untermischte,  aufgeheilte  Subapicalregion  der  Hflgl  aufweisen. 

Die  f.  siccifolia  existiert  nicht  unter  den  15  ewcerca-Exemplaren  meiner  Sammlung,  die  Mehrzahl  zeigt  den  ge¬ 
wöhnlichen  dunklen  foliacea- Typus.  Häufig  ist  dagegen  ein  schön  rotbraunes  Kolorit  der  Unterseite,  welches  an 
die  berühmte  Herbstfärbung  der  japanischen  Ahornarten  gemahnt  und  deshalb  als  acerifolia  form.  nov.  eingeführt  acerifolia. 
werden  kann.  Ihr  unterliegen  namentlich  die  prächtigen,  großen  aus  Ishigaki.  —  formosana  Frühst.  (111  c)  formosana. 
bleibt  namentlich  im  weiblichen  Geschlecht  habituell  hinter  chinensis  und  eucerca  zurück  und  differiert  zugleich 
von  beiden  durch  verschmälerte  Binde  der  Vflgl.  welche  in  der  Färbung  genau  die  Mitte  hält,  etwas  lichter  als 
bei  eucerca,  aber  wesentlich  dunkler  als  bei  der  kontinentalen  Form  erscheint.  Das  lebhaft  glänzende  Blau 
der  Oberfläche  harmoniert  wiederum  mehr  mit  eucerca  des  gesamten  Liu-Kiu- Archipels.  Lmterseite  in  der  Regel 
dunkel,  1^22?  meiner  Sammlung  gehören  zu  urediniphora.  Die  rotbraune  Herbstfärbung  (fa.  acerifolia) 
ist  nur  bei  einem  angedeutet.  Häufig  auf  der  Südspitze  der  Insel  (Taihanroku)  aber  auch  bis  etwa  1000  m  in 
den  Vorbergen,  vom  Juni  an  vorkommend.  Vermutlich  fliegt  eine  ähnliche  Form  auch  auf  Hongkong.  Von 
Hainan  wird  die  Gattung  bisher  in  der  Literatur  nicht  registriert. 

K.  limborgi  ersetzt  inachus  im  makromalayischen  Gebiet.  Sie  ist  durch  den  constant  rundlicheren  Figl-  limborgi. 
schnitt,  die  tiefer  blaue  Oberseite,  den  vermehrten  veilchen-blauen  Schiller  an  der  satter  orange-roten  und  gleich¬ 
mäßiger  verlaufenden  Binde,  sowie  durch  kleinere  und  rundlichere  Glasfenster  der  Vflgl  von  K.  inachus  abzu¬ 
sondern.  Die  Unterseite  ist  durchweg  dunkler,  stets  von  einer  breiteren  braunen  oder  grünen,  proximal  wei߬ 
lich  gestreiften  Medianbinde  durchzogen.  Die  gewöhnliche  Form  foliacea  ist  vorherrschend,  daneben  ist  die 
fa.  acerifolia  durch  ihre  vollkommene  Ausbildung  bemerkenswert,  die  noch  mit  purpurnem  Schimmer  überdeckt 
ist.  fa.  siccifolia  scheint  zu  fehlen  oder  selten  zu  sein,  und  die  fa.  uredinophora  findet  sich  in  ihrer  reinen  Aus¬ 
prägung  nur  bei  der  kontinentalen  Rasse  limborgi,  während  die  insularen  Vikarianten  keine  breiten  wie  Wölkchen 
eingelagerten  Pilzflecke,  sondern  wie  schwarzes  Pulver  verstreute  Pilzimitationen  aufweisen.  Auf  der  Unterseite 
bleibt  dann  noch  das  Vorhandensein  von  deutlicheren  Ozellen  als  bei  den  inachus- Russen  zu  erwähnen.  Das 
$  differiert,  wie  bei  inachus,  nur  unwesentlich  durch  stattlicheren  Habitus  vom  Im  allgemeinen  ist  die  Ueber- 
einstimmung  mit  der  kontinentalen  inachus  eine  so  große,  daß  es  überrascht,  die  Klammerorgane  so  wesentlich 


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KALLIMA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


differenziert  zu  finden.  Uncus  schärfer  gespalten,  distal  nicht  glatt  abgeschliffen,  wie  bei  inachus,  sondern 
in  eine  nach  unten  gekrümmte  scharfe  Spitze  ausgezogen.  Valve  größer,  ventral  vorgequollen,  die  mediale  Platte 
breiter,  ihrerseits  wieder  mit  einer  Rückenleiste  und  mit  längeren  Borsten  versehen,  mehr  chitinisiert.  Nur  der 
peitschenförmige  Penis  und  dessen  Scheide  sind  mit  jenem  von  inachus  analog.  Vier  Arealformen:  limborgi 
Moore  bleibt  erheblich  kleiner  als  die  abgebildete  tribonia  (111  d),  und  die  Unterseite  nähert  sich  etwas  der 
inachus,  von  der  sie  aber  doch  wieder  abweicht  durch  das  Kolorit  und  die  Ozellenbildung  auch  in  der  Median¬ 
partie  der  Vflgl,  sowie  die  breite  grüne  weißlich  begrenzte  Längsstreifung.  Von  Bhamo  in  Ober-Birma  bis  Unter- 
Tenasserim,  vom  Februar  bis  November  und  etwa  bis  400  m  hinauf  vorkommend.  Nach  Dr.  Manders  häufio- 
amplirufa.  in  den  Shan- States  in  den  letzten  Monaten  der  Regenzeit.  —  amplirufa  Frühst,  ersetzt  limborgi  auf  der  malayi- 
schen  Halbinsel.  Vflglbinde  satter  rotgelb  und  schmaler  als  bei  der  nördlicheren  limborgi.  Unterseite  wie  bei 
Sumatranern  mit  verstreuten  zahllosen  schwarzen  Punkten  anstelle  der  bei  limborgi  noch  vorhandenen  Pilz- 
fribonia.  flecken.  Sehr  selten,  nur  einige  Exemplare  bekannt  und  von  Bingham  mit  inachus  verwechselt  .  —  tribonia  Frühst. 

(111  d)  wurde  von  Wallace  auf  Sumatra  entdeckt  und  an  sie  knüpfen  sich  seine  interessanten  und  so  populär 
gewordenen  Ideen  über  die  gelungene  Maskierung  dieser  kleinen  Komödianten.  Durch  das  dunklere 
mehr  violette  Stahlblau  und  erheblich  schmalere  Binden  der  Vflgl  entfernt  sich  tribonia  von  buxtoni,  mit  welcher 
sie  bisher  vereinigt  war.  Unterseite  wie  bei  amplirufa.  fein  schwarz  gesprenkelt ;  nur  zwei  Zeichnungs-  und  Fär¬ 
bungsvariationen :  nämlich  fa.  foliacea  und  fa.  acerfifolia  in  der  Collektion  Fruhstorfer  vertreten.  Nach 
Hagen  ist  tribonia  in  den  Wäldern  Nordost-Sumatra’s  nicht  sehr  selten  und  liebt  besonders  den  ausfließenden 
Saft  gewisser  Bäume.  Ein  paar  dieser  Kallima  mit  einigen  veilchenblauen  Zeuxidien  zusammen  auf  einem 
Baum  sitzen  zu  sehen  sei  ein  Anblick,  der  jeden  Naturfreund  in  Ekstase  versetzt.  Mir  liegen  eine  Anzahl  herr¬ 
licher  Exemplare  aus  der  Umgebung  von  Padang  Pandjang,  West-Sumatra,  vor.  Nach  Martin  nennen  ihn  die 
buxtoni.  Eingebornen  ,.kupu  bandeira“  den  Fahnenschmetterling.  —  buxtoni  Moore  bewohnt  das  gesamte  Borneo.  Beide 
Geschlechter  oberseits  lichter  blau,  der  orangefarbene  Shawl  der  Vflgl  gleichfalls  heller  und  breiter  angelegt, 
Unterseite  noch  dichter  schwarz  bestäubt  als  Sumatra-Exemplare.  Nicht  sehr  häufig.  Vom  Kina-Balu  und  aus 
parat ekta.  der  Provinz  Anumtai  in  meiner  Sammlung.  - —  K.  paralekta  Horsf.  (111  c)  bildet  eine  gewisse  Zwischenstufe, 
welche  von  inachus  zu  buxtoni  überleitet.  $  noch  vorwiegend  mit  buxtoni- Charakter,  doch  erinnern  die  sexual 
dimorphen  $$  durch  die  vorspringende  Vflglspitze  wieder  mehr  an  inachus,  woran  auch  die  hellere  Unterseite 
mit  ihren  großen  Pilzflecken  und  der  siccifolia-FWdxmg  gemahnt.  Die  Gesamterscheinung  der  Unterseite  ist 
aber  doch  im  allgemeinen  dunkler;  es  ist  Neigung  zur  Ocellenbildung  vorhanden.  - —  fa.  marmorata  kann  mit 
acerifolia- Färbung  und  fa.  siccifolia  mit  eben  derselben  kombiniert  sein.  Als  neues  Zeichnungsmotiv  existieren 
Exemplare  der  fa.  marmorata  mit  eigentümlich  graubraunen  statt  gelblichen  Flecken.  Die  Mittelrippe  kann 
nubilosa.  stark  entwickelt  und  manchmal  bei  $  und  $  distal  olivengrün  oder  breit  schwarz  beschattet  sein  (nubilosa 
form.  nov. )  und  endlich  sind  namentlich  $$  nicht  selten  mit  distalen  weißlichen  Partien  in  der  Basalregion  und  dem 
Analwinkel  beider  Figl.  Bei  drei  von  12  meiner  Sammlung  ist  oberseits  das  Glasfenster  zwischen  den  Medianen, 
wie  auch  auf  Taf.  111  d  verdeckt.  Das  $  weist  eine  braune,  costalwärts  etwas  gelblich  aufgehellte  Oberflächen¬ 
färbung  auf  und  trägt  einen  breiten  weißen,  milchfarbenen  peripherisch  hellpurpurn  oder  violett  umgebenen 
Shawl.  paralekta  ist  einer  der  Charakter-Schmetterlinge  des  östlichen  Java.  Schon  bei  Gelegenheit  meines  ersten 
Ausflugs  aufs  Tengger- Gebirge  im  Innern  der  Insel  begegnete  ich  auf  einer  Höhe  von  etwa  1000  m  über  dem 
Meere  einigen  paralekta  kurz  nach  starkem  Regen.  Die  Falter  umflatterten  das  dichte  Buschwerk  am  Wald¬ 
wege  und  setzten  sich  ohne  Scheu,  jedoch  mit  geschlossenen  Flgln,  auf  die  Blattoberseite,  nicht  ohne  vorher 
gleichsam  wie  spielend  und  eitel  ihr  wundersames  Blau  in  der  Sonne  schimmern  zu  lassen.  Ein  Jahr  später 
kam  ich  ins  Zuidergebergde,  dem  südlichen  Teile  des  östlichen  Javas,  wo  sich  Kalkhügel  bis  zu  etwa  2000' 
Höhe  erheben,  einer  Gegend,  die  damals  noch  gut  bewaldet  war.  Dort  war  paralekta  relativ  häufig  und  ich  fing 
sie  in  großer  Anzahl  mit  Hilfe  von  ausgehängtem  Bananenköder.  Da  lernte  ich  sie  nun  als  scheue  Waldbewohner 
kennen,  die  sich  geschickt  im  Strauchdurcheinander  zu  verbergen  wußten.  Sollten  sie  also  nur  aus  ihrem  Versteck 
zur  Zeit  des  Hochzeitsflugs  herauskommen  ?  Die  Javanen  nennen  sie  Kupu-Pleper-Pleper  wegen  ihres  schwer¬ 
fälligen  Fluges.  In  West-Java  sind  sie  entschieden  seltener,  namentlich  gegen  das  Ende  der  Regenzeit  und  vom 
Januar  an. 

K.  horsfieldi  hat  ganz  die  Figlform  von  K.  inachus,  differiert  aber  von  ihr  dadurch,  daß  viel  kleinere 
Exemplare  Vorkommen,  die  Oberseite  hellgraublau  ohne  jeden  violetten  Schimmer  gefärbt  ist  und  die  Pracht¬ 
binde  der  Vflgl  in  verschiedenen  Abstufungen  von  grünlich  zu  blauweiß  erscheint.  Die  Zeitformen  sondern 
sich  in  gleicher  Weise  ab  wie  bei  inachus,  doch  bleibt  die  Blattzeichnung  der  Unterseite  koloristisch  in  engeren 
Grenzen  als  bei  der  nordindischen  Species,  die  f.  marmorata  scheint  zu  fehlen,  und  die  Mittelbinde  ist  stets 
sehr  verbreitert,  dadurch  mehr  an  K.  buxtoni  anklingend.  Klammerorgane  hochspecialisiert.  Uncus  kürzer, 
breiter,  nicht  gespalten  wie  bei  K.  inachus  und  K.  buxtoni,  sondern  distal  hohl  ausgewölbt,  vorne  gerade  abge¬ 
schnitten.  Valve  äußerst  kompliziert,  die  breitere  ventrale  Partie  kurz,  plattenartig,  die  mediale  Partie  balken- 
artig  vorspringend,  scharf  bewehrt,  an  Hestia- Val ven  erinnernd.  Penis  nicht  bucciniform,  sondern  schwertförmig, 
distal  zwar  spitz,  aber  vor  dem  äußern  Ende  zahnartig  vorspringend.  Saccus  kürzer  als  bei  den  übrigen  Kallima. 
Valve  auch  noch  ausgezeichnet  durch  zwei  fingerförmige  Anhängsel,  denen  sich  nach  hinten  zwei  quastenförmige 
etwas  Blütenpistillen  gleichende  paarige  Verlängerungen  anschließen.  Rp  zylindrisch,  goldigbraun,  fein  behaart, 
mit  neun  Reihen  langer  fein  verzweigter  rötlicher  Dornen  besetzt.  Kopf  schwarz  ebenfalls  mit  zwei  langen 


AMNOSIA.  Von  H.  Fruhstoreer. 


567 

divergierenden  schwarzen,  fein  verästelten  Dornen  bewehrt.  Rp  auf  Strobilanthus  callosus  Xoes  und  Eranthe- 
mum  malabricum  Clarke  aus  der  Familie  der  Acanthaceen.  —  liorsf ieldi  Koll.  der  älteste  Name  für  die  Gesamt-  horajieldi. 
art,  welche  von  Bombay  ab  südwärts  vorkommt  und  vermutlich  da  einsetzt  wo  die  K.  inachus  zu  verschwinden 
beginnt,  nirgendwo  sehr  selten,  stellenweise  sogar  häufig  ist  und  in  denNilgiris  bis  zu  1200  m  hinaufsteigt,  hors- 
fieldi  umschreibt  die  ansehnliche  Trockenzeitform,  welche  im  allgemeinen  philarchus  { 111  c)  gleicht.  —  wardi  wardi. 
Moore  (=  doubledayi  Moore)  bezieht  sich  auf  die  manchmal  sehr  kleine  Form  der  Monsunperiode,  welche  unter- 
seits  auf  den  Vflgln  fast  immer  zwei  Ocellen  oder  besser  gesagt  Glasfenster  führt.  Grundfarbe  dunkel,  herbst¬ 
lich  blattartig,  manchmal  kaffee-,  manchmal  gelbbraun.  Nach  Aitken  in  jedem  gut  bewaldeten  Teile  des  Ka- 
nara-Districts  häufig.  Falter  die  Strobilanthus-Pflanzen  umfliegend,  hauptsächlich  vom  März  bis  .Mai  vorkom¬ 
mend,  dann  wieder  im  Juli-August,  ungemein  gierig  auf  Zucker  und  Likörköder,  sich  dort  so  fest  saugend,  daß 
man  sie  mit  den  Fingern  wegnehmen  kann.  Rp  vom  Juli  an.  —  philarchus  Westw.  (111  c)  einer  der  gesuch-  philarchus 
testen  Ceylon-Schmetterlinge,  von  dem  wir  ein  $  der  Trockenzeitform  und  einend'  der  nassen  Periode  (mac-  macwoodi. 
woodi  Moore)  darstellen.  Unterseite  wie  bei  inachus,  nur  mit  breiteren  braunen  oder  braungrünen  Längsbinden 
zumeist  von  foliacea-  aber  auch  uredinophora-Zeichnung.  Moore  bildet  auch  $9  mit  acerifolia-Ko\o ri t  ab.  Die 
Färbung  der  Schrägbinde  der  Vflgl  wechselt;  sie  kann  beim  $  fast  weiß  oder  beinahe  völlig  lichtblau  sein. 

Es  existieren  auch  $$  mit  und  ohne  Glasfenster.  Auf  Ceylon  traf  ich  sie  zuerst  im  Süden  der  Insel  bei  Wella- 
waja,  wo  sie  die  Kronen  jener  stolzen  Bäume  umflatterten,  die  den  dort  schon  recht  ansehnlichen  Kinindi-Ganga 
mit  ihren  Aesten  beschatten.  Die  Falter  zeigten  sich  nur  in  den  Mittagsstunden  und  setzten  sich  ostentativ 
auf  vorspringende  Aeste  und  zwar  mit  gefalteten  Flügeln  auf  die  Oberseite  der  Blätter!  Trotz  ihrer  hohen  Flug¬ 
stelle  waren  sie  von  meinem  Standort  aus  leicht  zu  erkennen,  ganz  gleich  ob  sie  verliebt  und  kokett  im  Hochzeits¬ 
flug  sich  ergötzten,  was  stets  langsam  geschieht  ,  oder  wenn  sie  ruhten.  Etwas  später  fand  ich  Kallima  im  Norden 
der  Insel,  wo  sie  das  Dickicht  längs  der  ausgetrockneten  Wasserläufe  bewohnten  und  stellenweise  nicht  allzu 
selten  waren.  Da  allerdings  wußten  sie  von  ihrer  Schutzfärbung  ausgiebigen  Gebrauch  zu  machen  und  manchmal 
verschwanden  sie  vor  meinen  Augen,  wenn  ich  sie  beutegierig  verfolgte ;  und  trotzdem  sie  sich  nur  in  geringer 
Entfernung  vor  mir  versteckten,  gelang  es  mir  niemals,  sie  wieder  aufzufinden;  umsoweniger,  als  sie  viel¬ 
leicht  eine  Viertelstunde  lang  regungslos  sitzen  bleiben,  anscheinend  im  Bewußtsein  der  drohenden  Gefahr. 

K.  albofasciata  Moore  muß  vielleicht  mit  Jiorsf ieldi  als  Inselrasse  vereinigt  werden,  doch  scheint  die  albofas- 
scharf  abgegrenzte  rein  weiße  sehr  schmale  Binde  der  Vflgl  etwas  schräger  gestellt  zu  sein.  Grundfarbe  satter  cutta- 
blau  und  lebhafter  glänzend.  Unterseite  grünlichgrau  mit  feiner  grünlicher,  proximal  weißlich  bereifter  Mittel¬ 
linie.  Andamanen,  nicht  sehr  selten. 

K.  alompra  ist  eine  seltene  Spezies,  welche  nur  vereinzelt  ihren  Weg  in  europäische  Sammlungen  findet. 

Sie  gleicht  der  spiridiva  (111  c),  doch  ist  deren  Flglform  etAvas  schlanker,  auch  sind  namentlich  die  Hflgl  in  eine 
der  K.  inachus  gleichende  Spitze  ausgezogen.  Vflgl  mit  einer  Avie  bei  philarchus  verlaufenden,  A\reißen,  blau 
umzogenen  Querbinde.  Subapicalfleck  kleiner  als  bei  philarchus.  Hflgl-Oberseite  eigentümlich  olivengrün 
mit  braunem  Randgebiet.  Unterseite  von  drei  $$  meiner  Sammlung  vom  dunklen  foliacea-Typ.  $  nur  durch 
Aveit  vorgezogene  Apexspitze,  lichter  blauweißes  Band  und  größeres  Fenster  der  Vflgl  vom  $  geschieden.  Es 
ist  noch  ZAVeifelhaft,  ob  alompra  Moore,  welche  ursprünglich  aus  Birma  beschrieben,  dann  nach  langer  Pause  alompra. 
erst  wieder  durch  Hau xavei.l  in  den  Dannatranger,  März  1895  aufgefunden  AAurde,  verschieden  ist  von  der  bekann¬ 
teren  knyvetti  Niciv.,  ursprünglich  aus  Buxa,  Bhutan  beschrieben,  die  manchmal  in  Anzahl  im  August  Aron  Einge-  knyvetü. 
borenen  eingeliefert  wird.  Doherty  hatte  die  Freude,  sie  in  den  Naga-Hills  auf  5000  Fuß  gleichfalls  in  Anzahl 
zu  erbeuten,  wo  sie  vom  Juni  bis  September  fliegen.  Sind  die  beiden  Formen  nicht  verschieden,  fällt  knyvetti 
als  Synonym  vor  der  älteren  alompra.  Mir  stehen  nur  Bhutan-Exemplare  zur  Verfügung. 

K.  spiridiva  8m.  (  =  spiridion  8m.)  (111c)  verhält  sich  zu  alompra,  wie  etAva  K.  buxtoni  Moore  zu  K.  spiridiva. 
inachus ;  sie  hat  rundlichere  Flglkonturen,  kürzere  breitere  Hflgl  und  die  Gesamtfärbung  ist  beiderseits  gesättig¬ 
ter,  den  melanotischen  Inselcharakter  deutlich  zur  Schau  tragend.  :  Prachtband  der  Vflgl  schmaler,  mehr  zeuxidien- 
und  veilblau,  kaum  weißlich  aufgehellt,  $  noch  etwas  größer,  rundlicher  als  das  8,  Binde  milchweiß  mit  licht¬ 
blauem  Schiller  und  ebensolcher  Ueberstäubung  an  den  Rändern.  <$:  Oberseite  der  Hflgl  mit  dunkel- violettem 
Schimmer,  $  mehr  braun,  nur  in  der  Zelle  kaum  merklich  violett  überhaucht.  $  unterseits  fast  immer  rotbraun 
mit  purpurnem  Anflug  Avie  bei  rötlichen  buxtoni.  Das  $,  welches  hier  zum  ersten  Male  abgebildet  Avird,  mit  folia- 
cea-Färbung,  das  Fenster  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  von  einer  stattlichen  kreisrunden  Scheibe  umgeben. 
Ursprünglich  aus  West-Sumatra  stammend,  avo  sie  Forbes  entdeckte,  liegen  mir  Exemplare  aus  der  Umgebung 
von  Padang-Pandjang  vor.  Martin  hat  sie  auch  im  Nordosten  der  Insel  vom  April  bis  Juli  von  der  Battak- 
Hochebene  empfangen.  Dr.  Hagen  sah  den  seltenen  Falter  einmal  im  April  am  Abhang  des  Barisan- Gebirges 
nahe  Benkulen,  West-Sumatra,  und  im  Mai  auf  dem  Karo-Plateau. 

Gattung’:  Amnosia  Westw. 

Ein  monotypisches  Genus,  dessen  Vorkommen  ausschließlich  auf  das  makromalayische  Gebiet  beschränkt 
ist.  Im  Geäder,  den  Palpen  und  (JtJ- Vorderfüßen  stimmt  Amnosia  fast  vollständig  mit  dem  Typus  Hypolimnas 
überein  und  nur  geringe  Unterschiede  trennen  sie  von  demselben,  soAvie  auch  den  Kalima.  Bei  Amnosia  zAA-ei- 


568 


AMNOSIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


gen  sich  ebenfalls  2  Subcostaläste  vor  dem  Zellende  ab,  der  3.  steht  aber  genau  in  der  Mitte  zwischen  diesem 
und  dem  4.,  welch  letzterer  sich  viel  weiter  von  der  Flglspitze  abzweigt,  als  bei  Hypolimnas,  und  mit  dem  5. 
eine  große  Gabel  bildet.  Auch  mündet  die  untere  Discocellulare  der  Vflgl  in  den  Ursprung  des  2.  Medianastes 
und  nicht  nach  demselben,  und  die  Präcostale  der  Hflgl  ist  einfach,  gerade  und  nur  an  der  Spitze  schwach  nach 
innen  umgebogen.  Größer  ist  schon  der  Unterschied  in  dem  äußern  Habitus  und  der  Figlfärbung,  was  sich 
namentlich  in  der  charakteristischen  Form  der  Hflgl  ausspricht,  welche  am  3.  Medianast  stumpflappig  vorgezogen 
sind,  ähnlich  der  Gattung  Mynes.  Die  Klammerorgane  stehen  in  gewisser  Beziehung  zu  Mynes  und  Kallima 
durch  den  gespaltenen  Uncus,  welcher  eine  schön  gewölbte  wohlproportionierte  Form  hat.  Es  ist  Scaphium- 
bildung  vorhanden  in  Gestalt  häutiger  Anhängsel  des  Tegumen.  Valve  etwas  an  jene  der  Limeniticlen  erinnernd, 
von  fast  kubischer  Form,  oberseits  abgeplattet,  distal  mit  einem  häutigen  Hörnchen  an  jeder  Ecke,  auffallend 
kurz  und  dünn  behaart.  Jugendstadien  unbekannt.  Das  Vorhandensein  von  beim  8  unterseits,  beim  $  auch  auf 
der  Oberseite  der  Hflgl  kompletten  Ocellen  hat  Niceville  veranlaßt,  die  Amnosien  den  Satyriden,  Dr.  Hager, 
Shelford  und  mich,  sie  den  Amathusiiden  anzuschließen.  Doch  sprechen  das  Geäder  und  jetzt  auch  die  Morpho¬ 
logie  der  Greif  Organe- für  deren  Zugehörigkeit  zu  der  Diademengruppe,  in  welcher  Schatz  die  mit  H  ypolimnas 
verwandten  Vanessiden- Gattungen  einreihte. 

A.  decora  zerfällt  in  eine  Reihe  von  zum  Teil  so  scharf  geschiedenen  Ortsformen,  daß  sie  Niceville 
noch  als  Spezies  auffaßte.  Allen  gemeinsam  sind  dimorphe  und  zumeist  polychrome  $$.  Der  8  stets  mit 
lichtblauer,  mehr  oder  weniger  weiß  durchsetzter,  proximal  geradliniger  Schrägbinde  der  Vflgl,  welche  beim  $ 
fast  immer  verschmälert  und  nach  innen  scharf  gewinkelt  oder  ausgeschnitten  erscheint.  8  oben  entweder 
ohne  oder  nur  mit  leicht  durchscheinenden  Ocellen.  $  konstant  mit  schwarz  geringelten  rötlich  gefüllten 
peralcana.  blau  pupillierten  Augen.  —  perakana  Frühst.  Perak-Exemplare  stehen  durch  die  breitere  schwarzbraune  Längs¬ 
binde  der  Hflgl-Unterseite  viel  näher  der  Borneo-Form  {baluana Frühst.)  als  der  sumatranischen  eudamia  Gr.-Sm. 
Die  Ocellen  der  Hflgl  des  $  sind  fast  ebenso  groß  als  jene  der  Borneo-Rasse,  aber  ausgedehnter  schwarz  umringelt. 
Von  der  Malayischen  Halbinsel.  Type  beider  Geschlechter  in  der  Kollektion  Martin  (Dießen),  decora  ist  neu 
für  Perak  und  die  Malayische  Halbinsel,  ihre  endliche  Auffindung  ist  jedoch  nicht  verwunderlich;  ist  doch 
eudamia.  decora  ein  typisch  macromalayischer  Schmetterling,  der  nirgendwo  die  engsten  Grenzen  desselben  verläßt.  —  euda¬ 
mia  8m.,  von  Forbes  im  westlichen  Sumatra  entdeckt,  liegt  mir  in  10  88  16  $$  vom  Vulkan  Singalang,  West- 
Sumatra,  vor,  und  Dr.  Martin  fand  eine  Anzahl  Exemplare  auch  im  Nordosten  der  Insel,  und  zwar  sowohl 
auf  dem  Battak-Hochlande  als  auch  in  den  Wäldern  der  Vorberge,  doch  niemals  unter  800  m,  das  ganze  Jahr 
über,  aber  stets  selten.  8  mit  etwas  verbreiterter  Binde,  sonst  sehr  ähnlich  decorina  (115  e),  unterseits  analog 
der  Java-Rasse  jedoch  mit  noch  mehr  verdunkeltem  lila  Anflug  des  Apicalteiles  der  Vflgl.  $  oberseits  in  allen 
Nuancen  von  hellkaffee-*bis  zu  dunkelkaffee-  und  sogar  goldigbraun.  Die  Ausdehnung  des  Schrägbandes  selbst 
ist  verschieden,  in  der  Regel  nach  vorne  verbreitert,  gelegentlich  nach  hinten  verjüngt,  sehr  selten  gleichbreit. 
Von  16  $$  der  Kollektion  Fruhstorfer  gehören  2  zu  einer  mannähnlichen  Form  mit  milchweißer,  7  zu 
flavilla.  fa.  flavilla  Frühst,  mit  hellgelblicher,  und  7  zu  fa.  ochracea  Frühst,  mit  dunkelockergelber  Binde.  —  decorina 
ochracea.  frühst.  (115  e)  ist  um  vieles  kleiner  als  A.  decora  Dbl.-Hw.  und  mit  rundlicheren  Flgln,  was  besonders  beim 
$  auffällt.  Außerdem  erwähne  ich  noch  folgende  Unterschiede.  8  Oberseite:  Querbinde  der  Vflgl  schmäler 
und  sich  an  beiden  Enden  verjüngend.  Apex  ohne  schwarze  Flecken.  Von  den  Ocellen  der  Hflgl  nur  die  letzte 
kaum  bemerklich  durchscheinend.  Unterseite:  Vflgl  mit  kleineren  Flecken  und  Ocellen  am  Apex  und  nur 
schwach  gefärbten  Binden.  Ocellen  der  Hflgl  elliptisch,  etwas  heller.  Zwischen  der  unteren  Radiale  und  dem 
3.  Medianast  ein  kleiner  Augenring.  $  Oberseite:  Auf  den  Vflgln  fehlen  die  kleinen  blauen  Flecke  am  Apex 
und  die  Querbinde  ist  ohne  jede  blaue  Begrenzung  und  ohne  Seidenglanz.  Marginal-  und  Submarginalband 
der  Hflgl  breiter,  Ocellen  länglich  und  mit  Ausnahme  der  oberen  fast  von  gleicher  Größe  und  dunklerer,  matter 
Füllung.  Medianstreifen  kaum  sichtbar.  Unterseite:  Die  weiße  Querbinde  an  der  Innenseite  mehr  ausgezackt 
und  am  Analwinkel  breiter,  decorina  hat  auf  den  Hflgln  beiderseits  fünf  Ocellen,  decora .  dagegen  fünf  oben 
decora.  und  nur  vier  unten.  Spannweite  des  8  73  mm,  des  $  70  mm.  Insel  Nias,  sehr  selten.  —  decora  Dbl.  u.  Hew. 
führt  beim  8  oberseits  die  gleichmäßigste  und  zugleich  am  sattesten  blaue  Binde  aller  Vikarianten.  Der  Shawl 
des  $  dagegen  verschmälert  sich  stets  nach  dem  Analwinkel,  und  die  milchweiße  Zone  wird  nach  vorne  und 
hinten  von  parallel  laufenden  ziemlich  breiten,  lichtblauen  Streifen  begrenzt.  Oberseite  des  $  matt  graubraun. 
8  auf  der  Vflgl-Unterseite  mit  violettem  apicalem  Anflug.  Ocellen  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  stets  paar¬ 
weise  ohne  intranervales  Auge  zwischen  der  hinteren  Radiale  und  der  vorderen  Mediana  wie  bei  der  Nias-  und 
den  Borneo-Rassen,  decora  bewohnt  ausschließlich  die  Bergregionen  des  westlichen  Java,  im  Osten  fehlt  sie 
und  selbst  in  den  Preangern  bekam  ich  sie  nur  am  Gede  an  bewaldeten  Abhängen  über  1200  m  Erhebung 
zu  Gesicht.  Dort  allerdings  ist  decora  häufig,  besonders  im  Juli  und  August ;  die  Falter  lieben  es,  sich  auf  die  Unter¬ 
seite  von  Blättern  zu  setzen  und  dort  lange  bewegungslos  mit  ausgebreiteten  Flgln  zu  verharren.  Aufgejagt 
bewegen  sie  sich  nur  auf  kurze  Distanz  fort,  lassen  im  ewigen  Grün  des  regenfeuchten  Bergwaldes  einen  Moment 
ihre  azurfarbne  Binde  aufleuchten,  um  sich  von  neuem  zu  verstecken.  Es  sind  mir  nur  $$  mit  weißer  Figlbinde 
buluana.  bekannt,  doch  glaubt  Martin  auch  solche  mit  gelbem  Shawl  gesehen  zu  haben.  —  buluana  Frühst,  ersetzt 
decora  in  den  Bergregionen  des  nördlichen  Borneo,  wo  sie  Waterstradt  vom  Kina-Balu  zuerst  brachte.  8: 
Vflgl  rundlicher.  Oberseite  der  Hflgl  im  Analwinkel  mit  deutlich  durchscheinender  und  rot  gesäumter  Ocelle. 


y  Allsgegeben  15. 


V.  1912. 


STIBOCHIONA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


569 


Apicalteil  der  Vflgl-Unterseite  mit  2  ziemlich  großen  Ocellen  und  einer  breiten,  hell  violetten,  schrägen  Binde. 

Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  mit  einem  licht  violetten  Submarginal  band  geziert  und  zeigt  5  große  Ocellen,  von  denen 
die  oberste  rotbraun  ausgefüllt  ist.  $:  Querbinde  der  Vflgl  um  vieles  schmäler,  fahler  gell»,  stärker  ausgebuchtet 
und  auf  der  Unterseite  weiß  erscheinend.  Wie  beim  <$  sind  auch  hier  die  Ocellen  am  Apex  größer  als  bei  martini. 
Spannweite  eines  E  80  mm,  $  72  mm.  —  petronia  Frühst.  (115  e)  ersetzt  baluana  im  Flachland  des  nördlichen  pelronia. 
Borneo.  Wesentlich  kleiner  als  die  vorige,  mit  viel  schmäleren  gelblichen  Binden  der  Vflgl.  Ocellen  der  Hflgl 
in  der  Größe  hinter  jenen  von  Kina-Balu  und  auch  von  Südost-Borneo  zurücktretend.  Medianbinde  der  Flgl- 
unterseite  breiter  als  bei  baluana.  —  Von  martini  Honr.  liegt  nur  ein  ganz  schmal  weißgebändertes  aus  Banjer-  martini. 
masin  (Flachland)  vor.  Honraths  martini  ist  eine  „komposite  Form“  auf  Exemplare  von  Südost- Borneo 
(Type)  und  Nordost-Sumatra  basiert.  Letztere  Rasse  ist  zwar  als  endamia  8m.  zuerst  beschrieben,  kursiert  aber 
dennoch  in  den  Sammlungen  stets  als  martini.  Das  <j>  der  Sammlung  Fruiistorper  führt  auf  der  H flgl- Unterseite 
gleichfalls  fünf  Ocellen. 

O 


Gattung:  StiboHiiona  Btlr. 

Von  dieser  nur  drei  Arten  umfassenden  Gattung  sind  die  Jugendstadien  ebensowenig  bekannt,  wie 
von  Amnosia,  von  welcher  Stibochiona  strukturell  ziemlich  erheblich  differiert.  Doherty  legte  großen  Wert 
auf  die  behaarten  Augen,  doch  sind  dieselben  nur  der  kontinentalen,  nicht  aber  den  beiden  insularen  Species 
eigentümlich.  Stibochiona  unterscheidet  sich  von  Hypolimnas  außer  anderen  geringeren  Merkmalen  dadurch, 
daß  nur  ein  Subcostalast  vor  dem  Zellende  sich  abzweigt,  der  zweite  unmittelbar  nach  demselben  aufsteigt 
und  der  3.  ungefähr  in  der  Mitte  zwischen  dem  2.  und  4.  von  der  Hauptader  ausgeht.  Nur  noch  bei  Euripus 
und  den  Hestina- Arten  zweigt  sich  der  2.  Subcostalast  nach  dem  Zellende  ab,  aber  in  viel  größerer  Entfernung; 
auch  sind  hier  die  Zellen  offen,  bei  Stibochiona  geschlossen,  jedoch  nur  durch  feine  Röhrenadern  analog  der  Gat¬ 
tung  Amnosia.  Die  weiteren  Charaktere  von  Stibochiona  liegen  in  der  großen,  gebogenen  mittleren  Discocellu- 
laris  und  der  fast  gleichlangen,  fast  geraden  hinteren  Discocellularis  der  Vflgl,  welche  die  Mediana  am  Ursprung 
des  2.  Medianastes  trifft,  wodurch  die  vergleichsweise  kurze  Zelle  geschlossen  wird.  In  den  Hflgln  ist  die  Zelle 
ebenfalls  geschlossen  (Anklang  an  Amnosia) ;  Präcostale  einfach,  gerade  aufsteigend,  nur  an  der  Spitze  kurz 
umgebogen  und  nach  der  Subcostalis  abgezweigt.  Die  E<S~ Vorderfüße  stark  behaart  ,  Tibia  und  Tarsus  von  gleicher 
Länge  und  etwas  kürzer  als  der  Femur.  Bingham  hat  Stibochiona  neben  Dichorragia  gestellt,  jedoch,  entgegen 
Moore,  mit  Recht  von  den  Euthaliiden  weggerückt.  Die  Falter  bewohnen  vorzugsweise  die  submontane  Region, 
in  Makromalayana  finden  wir  sie  stets  in  Gesellschaft  von  Amnosia  decora,  doch  sind  sie  nicht  ausschließlich 
in  Makromalayana  zu  Hause  wie  letztere,  sondern  folgen  dem  Südfuße  des  Himalaya  bis  Kulu  und  Kaschmir 
und  man  begegnet  ihnen  auch  noch  im  westlichen  China. 

S.  räicea,  ursprünglich  aus  Nepal  beschrieben,  hat  ihren  Hauptsitz  im  östlichen  Himalaya;  weiter 
nach  Westen  tritt  sie  nur  noch  spärlich  auf  und  aus  Kaschmir  ist  mir  nur  ein  E  bekannt.  In  Sikkim.  Assam 
und  stellenweise  auch  in  Tonkin  erscheint  nicea  häufig,  wenn  auch  nicht  massenhaft.  In  Masuri  steigt  sie  bis 
zu  7000  Fuß  empor,  in  Sikkim  bis  etwa  5000'.  Der  Falter  fliegt  nach  meinen  Beobachtungen  in  Tonkin  auch  an 
trüben  Tagen,  selbst  bei  Regen,  und  hält  sich  stets  nahe  dem  Erdboden  auf.  die  Büsche  amWege  entlang  ein  und 
aus  fliegend.  Die  Falter  sind  sehr  rasch,  aber  weil  sie  sich  gelegentlich  auf  die  Unterseite  der  Blätter  setzen, 
leicht  zu  erhaschen.  Zwei  Territorialrassen:  nicea  Gray  (Bd.  1,  S.  188,  Taf.  52  a),  von  Kaschmir  an  bis  Tonkin  nicea. 
und  West-China,  wo  sie  nach  Leech  noch  weit  verbreitet  ist.  Beide  Geschlechter  erscheinen  in  zwei  Zeitformen; 
der  größeren  mit  dunkelblau  gebänderten  Hflgln  (Bd.  1.  Taf.  52  a),  und  einer  kleineren,  der  Trockenperiode 
angehörig.  Hflgl,  sowie  auch  das  Submarginalgebiet  der  Vflgl  von  hellgrünen  Binden  durchzogen  (viridicans  viridicans. 
form.  nov.).  In  Tenasserim  und  dort  besonders  auf  den  Karen-Hills  fliegt  vom  März  an  eine  zierliche  Unter¬ 
art:  subucula  Frühst.  (115e),  mit  vergrößerten  weißen  Punktflecken  der  Vflgl  und  kompaktem  bis  an  die  schwarzen  subucula. 
Punkte  ausgedehntem  rein  weißem  Distalsaum  der  Hflgl,  welcher  auch  unterseits  mehr  als  nochmal  so  breit 
als  bei  Assam-Exemplaren  angelegt  ist,  nur  durch  die  schwarzen  Adern  unterbrochen  und  von  diesen  in  quadra¬ 
tische  Felder  zerlegt  wird.  Vom  $  liegen  mir  sowohl  die  vorherrschend  blau  dekorierte,  wie  auch  die  abgebildete 
grüngezeichnete  $-Form  vor.  Letztere  fing  ich  im  Mai  (Ende  der  Trockenzeit)  bei  Tandong,  Karen-Hills  auf 
ca  1200  m. 

S.  coresia  verteilt  sich  auf  drei  bekannte  Inselrassen,  von  welchen  rothschildi  Frühst.  ( 1 15  d )  sich  am  rothscMldi. 
weitesten  von  der  zuerst  beschriebenen  Unterart  entfernt,  insonderheit  durch  das  violette  statt  blau  überflutete 
Außenfeld  der  Hflgl-Oberseite.  Bei  dieser  Lokalform  ähnelt  das  E  der  coresia  durch  das  Vorhandensein  einer  schrä¬ 
gen  Subapicalbinde,  die  jedoch  bräunlich  und  nicht  wie  bei  coresia  weiß  gefärbt  ist.  Aehnlich  Avie  bei  S.  Jcanne- 
gieteri  sind  die  Randpunkte  obsolet,  ebenso  die  Zeichnungen  am  Analwinkel.  Die  beiden  die  Zelle  durchziehen¬ 
den  (bei  coresia  blauen)  Bänder  schimmern  bräunlich.  Auf  den  Hflgln  fehlt  der  weiße  Saum  im  Analband, 
dagegen  markieren  sich  die  schwärzen,  submarginalen  Mondflecke  viel  mehr  als  bei  coresia.  $ :  Die  braune  Grund¬ 
farbe  der  Figl  ist  viel  lichter  und  an  Stelle  des  hellblauen  ist  ein  rötlich-violett  glänzendes  Analband  getreten, 
das  von  einem  sehr  deutlichen  braunschwarzen,  gewellten  Marginalstreifen  begrenzt  wird,  innerhalb  Avelchem 
noch  4 — 5  weißliche  Mondflecke  auftreten.  Die  bei  coresia  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  purpurn  schimmernde 


IX 


570 


CYRESTIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


Zeichnung  ist  bei  rothschildi  grauweiß  ohne  jeden  Anflug,  und  die  Bänder  in  der  Zelle  sind  bräunlich  violett 
im  Gegensatz  zu  den  hellblauen  von  coresia.  rothschildi  ist  auf  der  Unterseite  ferner  noch  ausgezeichnet  durch 
größere  braune  Flecke  in  der  Analgegend  der  Vflgl  und  eine  sehr  deutliche  Reihe  von  dunkelbraunen  Submarginal¬ 
flecken  auf  den  Hflgln,  welche  bei  der  javanischen  Art  violett  gefärbt  und  nur  leicht  angedeutet  sind.  Spann- 
fcannegieteri.  weite  der  AS  52,56  und  59  mm,  der  53  mm.  Insel  Mas,  anscheinend  sehr  selten.  —  kannegieteri  Frühst. 

führt  keinerlei  Spuren  einer  weißlichen  Schrägbinde  der  Vflgl.  Die  Hflgl  der  $$  führen  ein  lichtblaues  nur  selten 
nahe  den  submarginalen  Schwarzflecken  weißlich  überstäubtes  Randgebiet.  Nach  Martin  im  Fluge  einer 
Euthalia  gleichend,  von  den  Vorbergen  bis  zu  der  Battak-Hochebene,  fast  niemals  im  reinen  Zustande  zu  erbeuten. 
corcsia.  Mir  in  Anzahl  aus  West-Sumatra  vorliegend.  —  coresia  Hhn.  ist  die  am  reichsten  weiß  ornamentierte  Form.  $  mit 
drei  noch  deutlicheren  Serien  weißer  Punkte  als  rothschildi Analsaum  der  Hflgl  breit  weiß  belegt,  doch 
nicht  so  ausgedehnt  wie  bei  subucula,  die  schwarzen  Submarginalmakeln  prominenter  als  bei  der  Nias-  und  Su¬ 
matra-Rasse.  $  mit  rein  weißem  Außengebiet  der  Hflgl,  welches  nach  innen  von  einem  nach  hinten  an  Breite 
zunehmenden,  licht  himmelblauen  Streifen  begrenzt  wird.  Unterseite  beider  Geschlechter  mit  rein  weißer 
markanter  Schrägbinde  der  Vflgl  und  bis  über  die  Submarginalmakeln  hinaus  vordringendem  weißen  Terminal¬ 
saum  der  Hflgl.  coresia  fliegt  stets  in  Gesellschaft  von  Arnnosia  decora  und  wie  diese  ausschließlich  in  West- 
Java,  wo  ich  sie  wiederum  nur  am  Vulkan  Gede  beobachtete,  in  den  waldigen  von  Wasserfällen  durchrauschten 
Schluchten  auf  einer  Höhe  von  4000 — 5000  Fuß.  Die  Falter  saßen  mit  ausgebreiteten  Flgln,  so  daß  deren  wunder¬ 
volles  Lazurblau  so  recht  zur  Geltung  kam,  auf  der  lehmigen  nassen  Erde  an  Exkrementen  des  Luak  (Palmen¬ 
rollers)  und  waren  so  eifrig  beim  Naschen,  daß  ich  mich  auf  das  Knie  niederlassen  und  die  Tiere  mit  den  Fingern 
greifen  konnte.  Die  Stibochiona- Arten  gehören  keineswegs  zu  den  rasenden  Fliegern  unter  den  Schmetterlingen, 
sind  aber  trotzdem  sehr  schwer  in  tadellosem  Zustande  zu  bekommen,  weil  sie  sich  im  Netz  abflattern. 

schönbergi.  St.  schönbergi  Honr.  (=  persephone  Stgr.  1892)  (115  e).  <$  größer  als  coresia -<J,  schwarz  mit  weißem 

Subapicalpunkt  der  Vflgl  und  weißen  mit  schwarz  abwechselnden  Cilien  der  Vflgl.  $  oberseits  von  einem  blaß 
fleischfarbenen  rötlich  ockergelb  umgebenen  Distalgebiet,  welches  licht  blauviolette  Ocellen  umschließt.  Unter¬ 
seite  wie  oben  vorherrschend  braun.  $  mit  drei  winzigen  weißen  Punkten  unter  dem  Costalfleck.  $  einfarbig 
rötlich  lehmgelb  umrandet,  Hflgl  mit  einer  verkleinerten  und  verdunkelten  Wiederholung  der  sechs  Intra¬ 
nervalaugen  der  Oberseite.  Heimat  das  Kina-Balu- Gebiet.  Selten.  Von  der  malayischen  Halbinsel  ist  ehie 
Stibochiona  bisher  mit  Sicherheit  noch  nicht  bekannt,  es  ist  mit  größter  Wahrscheinlichkeit  eine  der  S.  nicea 
verwandte  Rasse  aus  den  höheren  Bergen  noch  zu  erwarten. 


Tribus  Marpesiidae. 

Gattung’:  Cyrestis  Bsd.  (recte  Marpesia  Hhn.). 

Als  ältester  Name  dieses  bikontinentalen  Genus  hat  Marpesia  Hbn.  (1816)  zu  gelten  und  wurde  sogar  auf 
dieselbe  Art  begründet  als  die  viel  jüngere  aber  allgemein  bekannte  Gattung  Cyrestis  Bsd.  (1832,  nämlich  thyon- 
neus  Cr.).  Die  erste  ausführliche  und  wissenschaftliche  Diagnose  für  die  Artengesamtheit  gab  Westwood  1850, 
welcher  den  Namen  Cyrestis  für  die  in  Frage  kommenden  Spezies  wählte,  während  Doubleday  1844  den 
Namen  Marpesia  auf  eine  neotropische  Art  des  um  vier  Jahre  jüngeren  Genus  Megalura  Blcinch.  übertragen  hatte, 
wie  man  sieht,  aus  zwei  Gründen  zu  Unrecht.  Wenn  hier  nun  trotzdem  der  Name  Marpesia  nicht  verwendet 
wird,  so  geschieht  es  um  uns  nicht  in  Widerspruch  mit  Band  I  zu  setzen,  sowie  mit  der  Tafel  Aufschrift  des  vor¬ 
liegenden  Bandes  IX,  die  bereits  ein  Jahr  vor  Feststellung  der  Namensausgrabung  hergestellt  war.  Hübner 
hat  schon  mit  großem  Scharfsinn  die  Verwandtschaft  der  Cyrestis  mit  dem  jetzigen  Genus  Megalura  erfaßt, 
indem  er  alle  in  Frage  kommenden  Arten  unter  Marpesia  vereinigte.  Die  beiden  Gattungen  Megalura  und  Cy¬ 
restis  sind  in  der  Tat  so  eng  mit  einander  verwandt,  obwohl  auf  den  entgegengesetzten  Teilen  der  Erde  vorkom¬ 
mend,  daß  man  annehmen  muß,  sie  gehören  ein  und  demselben  Stamme  an.  In  den  Hauptcharakteren  stimmen 
sie  wohl  mit  dem  Limenitis-Typus  überein;  doch  zeigen  sie  auch  einige  bedeutende  Abweichungen,  wie  z.  B. 
den  Mangel  des  Mediansporns,  die  Einmündung  des  4.  Subcostalastes  (statt  des  3.)  in  die  Flglspitze,  weshalb 
sie  Dr.  Schatz  nur  mit  einiger  Reserve  in  die  Limenitis- Gruppe  stellte.  Es  war  deshalb  ein  glücklicher  Gedanke 
von  AuRiviLLnJS  den  Namen  „Marpesiidi“  für  die  in  Frage  kommende  Gruppe  einzuführen,  von  welcher  aus 
Afrika  nur  das  Genus  Azania  Mart.,  aus  dem  neotropischen  Gebiete  nur  die  Gattung  Megalura  Blanch.  bekannt 
ist;  während  in  Süd-Asien  zwei  auch  habituell  scharf  getrennte  Artenreihen  existieren  {Marpesia  und  Chersonesia). 

Die  Gattung  Cyrestis  bietet  schon  in  ihrer  äußeren  Erscheinung  so  viel  auffällige  Merkmale  dar.  daß 
sie  hiedurch  vollkommen  als  Genus  charakterisiert  würde.  Der  ganze  Habitus,  die  mehr  breiten  als  länglichen 
Vflgl,  der  in  einem  stumpfen  Lappen  vorgezogene  Innenwinkel  der  Hflgl,  das  kurz  angedeutete  Schwänzchen 
am  3.  Medianast  (die  Hübner  bereits  als  Genus-Characteristicum  verwertete,  entsprechend  dem  langen  Schwanz 
der  Megalura),  schließlich  auch  die  feine  strichartige  Zeichnung  schließen  eine  Verwechslung  der  Cyrestis- 
Arten  mit  allen  andern  Nymphalidengattungen  vollständig  aus.  Cyrestis  charakterisiert  sich  ferner  durch  die 
ungewöhnlich  langen,  schnabelartig  vorstehenden  Palpen,  welche  vorderseits  mit  kurzen  anliegenden  Haaren 
bedeckt  sind,  und  auf  dem  Rücken  des  Mittelgliedes  einen  Kamm  steifer  Haare  tragen;  das  Endglied  ist  beim 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


571 


$  länger  als  beim^,  tast  %  des  Mittelgliedes  erreichend  und  vorgeneigt.  Fühler  zart,  allmählich  in  eine  längliche 
Kolbe  übergehend.  Vflgl  mit  2  Subcostalästen  vor  dem  Zellende;  Ast  .‘1  dem  4.  näher  abgezweigt,  Ast  4  in  die 
Figlspitze,  Ast  5  in  den  Außenrd  mündend.  Vordere  Discocellulare  sehr  kurz,  mittlere  gerade  oder  schwach  ge¬ 
bogen,  y3  so  lang,  als  die  zarte,  gerade,  hintere  Querader,  welche  die  Mediana  am  Ursprung  des  2.  Astes  trifft,  aber 
in  einigen  Arten  auch  verkümmert  ist.  Hflgl  mit  einfacher  gebogener  Präcostale,  welche  kurz  nach  Abtrennung 
der  Subcostale,  oder  selbst  an  der  Ursprungsstelle  derselben  abgezweigt  ist.  Zelle  entweder  scheinbar  offen 
(Apsithra),  oder  durch  eine  feine  hintere  Discocellulare  geschlossen.  Vorderfüße  sehr  zart  und  dünn,  seiden¬ 
artig  behaart,  mit  kurzem  Tarsus.  $$-Vorderfiiße  mit  Megalura  übereinstimmend  (Dr.  Schatz). 

Die  folgenden  Charaktere  sind  allen  Spezies  von  Cyrestis  eigen :  Sehr  zarte,  feine,  elegante  Tiere  mit  eben¬ 
so  zarten,  dünnen,  aber  außergewöhnlich  großen  Flgln,  deren  ausgedehnte  Oberfläche  in  keinem  Verhältnisse 
zu  dem  schlanken,  leichten,  zierlichen  Körper  steht,  den  sie  zu  tragen  haben;  große,  hervorstehende,  nackte 
Augen,  lange,  spitze,  schnabelartig  vorstehende  Palpen,  welche,  etwas  nach  oben  gerichtet  ,  den  gleichen  Gebilden 
des  Genus  Libythea  ähneln,  aber  ebenfalls  sehr  zarte  Organe  sind.  Die  hauptsächlichste,  sofort  ins  Auge  fallende 
Zeichnung  beider  Figl  in  allen  Arten  besteht  in  bald  feineren,  bald  gröberen,  senkrecht  auf  der  Längsachse 
beider  Figl  stehenden,  zum  Körper  parallelen,  schwärzlichen  Bändern,  von  welchen  auf  beiden  Flgln  immer 
drei  zu  einer  breiten,  submarginalen  Binde  zusammenfließen.  Bei  den  weißen  Arten  sind  diese  Bänder  oder 
Streifen  so  fein,  daß  sie  in  Verbindung  mit  den  oft  schwarz  beschuppten  Adern  an  das  Meridiannetz  einer  Land¬ 
karte  erinnern,  weshalb  auch  die  weißen  Cyrestis  in  Britisch  Indien  und  den  Straits  bei  den  Laien  den  sicher 
sinnreich  gewählten  Namen  ,,the  Map“  tragen.  Auch  im  folgenden  soll  bei  Charakterisierung  der  einzelnen 
Arten  häufig  der  Ausdruck  „Meridianstreifen“  gebraucht  werden,  womit  eben  jene  nach  innen  von  der  sub¬ 
marginalen,  dreifachen  Binde  stehenden  Querstreifen  gemeint  sind,  von  welchen  sich  unter  Umgehung  eines 
kurzen,  völlig  basalen,  meist  nur  auf  dem  Vflgl  sichtbaren  Streifens  immer  drei  unterscheiden  lassen;  sie  sollen 
von  der  Basis  gegen  den  Außenrd  hin  gezählt  erster,  innerer,  zweiter,  mittlerer  und  dritter,  äußerer  Meridian¬ 
streifen  genannt  werden.  In  dem  aus  drei  Querstreifen  gebildeten  Submarginalbande  der  Hflgl  und  auch  oft 
im  analen  Ende  des  gleichen  Bandes  der  Vflgl  zerfällt  die  mittlere  Linie  in  strichförmige  Abschnitte,  welche  oft 
eine  hellere  oder  andersfarbige  Umrandung  besitzen,  wodurch  dann  die  einzelnen  Striche  an  Glieder  einer  Kette 
erinnern  und  so  die  im  Verlaufe  dieser  Abhandlung  oft  zu  erwähnende  „Kettenzeichnung“  zu  Stande  kommt. 

Die  Weibchen  sind  von  den  Männchen  nur  durch  hellere,  minder  prägnante  Färbung  und  größeres  Aus¬ 
maß,  nie  aber  durch  andere  Zeichnung  und  neue  Farben  verschieden ;  oft  ist  die  sichere  Erkenntnis  des  Geschlech¬ 
tes  nur  durch  Untersuchung  des  ersten  Fußpaares  zu  gewinnen.  Dieses  ist  bei  den  Männchen  sehr  zart,  dünn, 
kurz,  pectoral  und  seidenartig  dicht  behaart,  bei  den  Weibchen  dagegen  viel  länger  und  minder  behaart  und 
läßt  deutlich  einen  allmählich  sich  verdickenden  Tarsus  erkennen.  Bei  den  mehr  den  Westen,  den  Kontinent 
und  die  Inselkontinente  bewohnenden  Arten  sind  die  Weibchen  auffallend  selten,  während  sie  von  den  östlichen, 
häufig  nur  auf  kleineren  Eilanden  heimischen  Spezies  scheinbar  öfter  und  leichter  erbeutet  werden,  eine  in 
ihrem  Wesen  noch  völlig  unerklärte,  aber  sicher  feststehende  Tatsache,  welche  auch  Hagen  für  andere  Gat¬ 
tungen  erwähnt  und  ohne  Erklärung  mit  der  Größe  der  Heimatsinseln  in  Zusammenhang  bringt.  Nach  seiner 
Erfahrung  kommen  auf  den  kleinen  Inseln  (Banka,  Bawean,  Dampier)  beide  Geschlechter  in  mindestens  gleicher 
Häufigkeit  vor  oder  überwiegt  sogar  oft  das  weibliche,  welches  auf  großen  Inseln  und  auf  dem  Kontinente  nur 
selten  gefangen  wird.  (Martin). 

In  den  Klammerorganen  nähern  sich  die  Cyrestis  den  Calinaga  und  im  allgemeinen  mehr  den  Apatu- 
riden  als  den  Limenitiden.  Tegumen  ohne  Scaphiumbildung  und  auch  ohne  häutige  Anhängsel;  Uncus  mit  kur¬ 
zer  scharfer  Spitze,  welche  einem  blasig  aufgetriebenen  Basalteil  aufsitzt.  Valve  gleichmäßig  sackartig,  nach 
vorne  halbrund  mit  langen  Borsten  besetzt.  Penis  lang  griffelförmig,  Saccus  ungewöhnlich  schlank,  darm¬ 
förmig.  Rp  ähnlich  jener  von  Pseudergolis,  höchst  phantastisch  bewehrt;  grün  mit  weißen  Lateralstreifen; 
sie  besitzt  zwei  Hörner  auf  dem  Kopfe,  eines  auf  dem  5.  und  eines  auf  dem  11.  Segmente,  während  wir  an  der 
braungelben  Pp  deutlich  die  beiden  Fortsätze  am  Kopfe  erkennen,  welche  die  langen  Palpen  des  kommenden 
Schmetterlings  enthalten.  Die  Rp  wurde  von  Wahnes  gesellig  lebend  auf  einem  Strauche  mit  sehr  harten,  rauhen 
Blättern  gefunden,  den  Hagen  als  Delima  sarmentosa  L.  bestimmt.  Futterpflanze  der  Rp  die  zur  Familie 
der  Artocarpeen  gehörigen  Genera  Ficus  und  Urostigma,  vielleicht  auch  Covellia,  das  sind  jene  höchst  merk¬ 
würdigen,  tropischen  Bäume  mit  den  langen  Luftwurzeln,  welche,  den  Boden  erreichend,  zur  fortwährenden 
Neubildung  von  frischen  Individuen  führen,  das  sind  auch  die  heiligen  Bäume  der  Inder,  der  Banian  oder  der 
Waringin,  in  deren  einem  Wischnu  geboren  wurde  und  unter  deren  einem  einst  vor  2%  Jahrtausenden  Buddha 
meditierend  saß. 

Die  eleganten  Falter  besitzen  ungestört  einen  segelnden,  schwebenden  Flug  ohne  bemerkbares  Heben 
und  Senken  der  Figl,  aber  mit  sehr  dezidierten  Bewegungen.  Auf  der  Suche  nach  Wasser  sieht  man  sie  oft 
rapid  einen  Waldweg  entlang  fliegen  und  dann  sind  sie  (die  weißen  Arten)  nur  sehr  schwer  von  zu  gleicher  Zeit 
fliegenden  Pieriden  zu  unterscheiden.  Meist  findet  man  sie  auf  nassen  Wegstellen  oder  auf  dem  feuchten  Sande 
am  Ufer  kleiner  Wasserläufe  und  Bäche  mit  weit  ausgebreiteten  Flgln,  die  Vflgl  sogar  etwas  nach  vorne  überstreckt 
sitzen,  wo  sie  gierig  Wasser  einsaugen.  Auch  Fruhstorfer  sagt  (Iris  XV,  Heft  I,  1902,  pag.  170):  „Die  weißen 
Arten  von  Cyrestis  und  auch  lutea  finden  sich  fast  ausnahmslos  auf  nassen  Erdstellen  oder  dem  Ufersande  der 
Flüsse,  wo  sie  sich  mit  prall  ausgespannten,  etwas  nach  unten  geneigten  Flgln  setzen,  sodaß  sie  aussehen,  als 


572 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


■periander. 


wären  sie  auf  die  alte,  englische  Manier  gespannt“.  Der  kleine,  in  den  heißen  Sonnenstunden  des  tropischen 
Klimas  einer  gefährlichen  Eintrocknung  ausgesetzte  Körper  erfordert,  wie  es  scheint,  dringend  reichliche 
Wasserzufuhr,  welche  die  niemals  zu  den  Wasserplätzen  kommenden  Weibchen  offenbar  in  Niederschlags¬ 
resten  auf  Pflanzen  zu  finden  wissen  oder  infolge  des  Lebens  im  Schatten  des  Waldes  minder  bedürfen.  Gestört, 
erheben  sich  die  Tiere  rapid  und  verbergen  sich  geschickt  auf  der  Unterseite  von  Blättern,  wo  sie  sich  ebenfalls 
mit  ausgebreiteten  Flgln  niederlassen.  Hagen  sagt  noch  vom  Fluge  der  nivalis  Avörtlich:  ,,Das  Tierchen  sieht 
im  Fluge  wirklich  ganz  wie  ein  Stückchen  Papier  aus,  das,  von  einem  Windzug  erfaßt,  plötzlich  vom  Boden 
in  die  Höhe  gerissen,  eine  Zeit  lang  in  der  Luft  herumgewirbelt  wird  und  wieder  ebenso  plötzlich  und  unvermittelt 
zu  Boden  fällt“.  Ueber  das  Verstecken  auf  der  Unterseite  von  Blättern  hören  wir  noch  von  de  Niceville,  daß 
nach  seiner  Erfahrung  diese  Gewohnheit  nur  bei  Cyrestis  zu  finden  und  ein  großer  Schutz  gegen  verfolgende 
Feinde  sei,  da  der  Falter  so  plötzlich  verschwindet,  daß  man  an  Zauberei  denken  müsse,  wenn  man  nicht  wirklich 
das  Einfallen  auf  der  Unterseite  des  Blattes  beobachtet  hat.  Rev.  J.  H.  Hocking  gibt  an,  daß  thyodamas  im  West- 
Himalaya  überwintere,  welche  Beobachtung  an  einer  Nymphalide  nicht  unrichtig  sein  dürfte.  (Martin). 

Das  von  Cyrestis  bewohnte  Gebiet  ist  ein  großes,  weit  ausgedehntes  und  umgreift  den  ganzen  Süden 
Asiens  von  der  Westküste  Britisch-Indiens,  Bombay,  über  Burma,  Siam,  die  Malaiische  Halbinsel,  Tonkin, 
Süd-  und  West-China,  Hainan  und  Formosa  bis  hinauf  zu  den  Loo-Choo-Inseln  und  zum  südlichen  Japan  mit 
Einschluß  der  großen  Inselflur  von  den  Andamanen  im  Westen  bis  zu  den  im  fernsten  Osten  liegenden,  engli¬ 
schen  Inseln  des  Salomon-Archipels  und  den  Loyalty-Inseln.  Auf  Ceylon  fehlen  jedoch  gleich  der  Gattung 
Symbrenthia  alle  Marpesiiden  und  ihr  Vorkommen  auf  den  Key-Inseln  ist  sehr  fraglich.  In  der  Regel  Bewohner 
der  submontanen  Zone,  finden  sich  mehrere  Arten  auch  noch  in  der  heißen  Küstenebene  und  ganz  nahe  dem 
Seestrande.  Auf  Java  begegnet  man  zwei  Arten  auf  ca.  1200  m  und  im  Himalaya  steigt  die  gemeine  thyodamas 
bis  zu  6000'  und  selbst  8000'  empor. 


Arten-Gruppe  Apsithra  Moore. 

Ohne  strukt urelle  Differentialcharaktere  aufgestellt  und  von  Marpesia  nur  zu  trennen  durch  etwas 
längere  Gabel  des  vierten  und  fünften  Subcostalastes  und  den  steiler  gerichteten  dritten  Subcostalast  der  Vflgl. 
Figlschnitt  rundlicher.  Apsithra  umfaßt  eine  gut  begrenzte  Anzahl  von  unter  sich  sehr  ähnlichen  Arten,  sehr 
zarten,  schwach  fliegenden,  gebrechlichen  Tieren,  bei  denen  immer  Weiß  die  Grundfarbe  ist,  auf  welcher  schwärz¬ 
liche  oder  sepiabraune  Zeichnungen  Vorkommen.  Die  Meridianstreifen  der  weißen  Arten  lassen  sich  noch  in 
Ueberresten  erkennen  oder  sind  in  ein  Gewirre  von  kurzen  Bändern  in  der  basalen  Hälfte  des  Figls  aufgelöst  ; 
das  weiße  Mediangebiet  der  Grundfarbe  ist  fast  immer  vorhanden,  aber  von  sehr  unregelmäßiger  Form  und 
sehr  verschiedener  Ausdehnung;  die  submarginalen  Bänder  bestehen  deutlich  und  zeigen  die  Ocellenreihen 
der  acilia- Gruppe ;  ebenso  unversehrt  finden  sich  der  Analocellus  und  der  Kern  auf  dem  Anallappen  wieder, 
auch  tragen  alle  Arten,  aber  nicht  alle  ihre  Formen  im  Analgebiete  der  Oberseite  der  Hflgl  blauen  und 
gelben  Schmuck.  Der  Ird  des  Vflgls  ist  nahezu  gerade  und  läßt  die  kleine,  aber  konstante  Ausbuchtung  nahe 
der  Basis,  welche  bei  Sylcophages  nie  fehlt,  nur  in  geringem  Grade  erkennen.  Die  ganze  Gattung  neigt  hoch¬ 
gradig  zu  Dimorphismus  und  es  lassen  sich  immer  zwei  Formen  jeder  Species  unterscheiden,  welche  wohl  sicher, 
wie  fast  alle  Autoren  annehmen,  mit  Regen-  und  Trockenzeit  des  Heimatgebietes  im  Zusammenhang  stehen; 
die  dunklen  Formen  entsprechen  der  Regenzeit,  die  hellen  der  Trockenzeit.  Leider  besitzen  wir  noch  unge¬ 
nügendes  Material  mit  verlässigen  Flugzeitdaten  und  sind  auch  die  meteorologischen  Beobachtungen  in  jenen 
Ländern  noch  nicht  so  gefördert  und  abgeschlossen,  daß  wir  hier  mit  voller  Sicherheit  urteilen  könnten.  Ueber 
Larvenzustände  und  Futterpflanzen  wissen  wir  leider  absolut  nichts.  Die  Falter  sind  nirgends  häufig,  an  man¬ 
chen  Plätzen  ihres  Vorkommens  sogar  sehr  selten,  die  $$  aber  nur  bei  den  kontinentalen  Arten  spärlich.  Das 
von  Apsithra  bewohnte  Gebiet  umfaßt  den  Süden  des  asiatischen  Kontinents,  die  großen  Sunda-Inseln  und 
Satelliten,  die  Philippinen  und  Molukken;  im  Papuagebiet  ist  die  Arten-Gruppe  nicht  mehr  vertreten,  deren 
Verbreitung  sich  völlig  mit  der  der  folgenden  Gattung  Chersonesia  deckt. 

C.  periander  eine  variable  Species,  von  welcher  mehrere,  gut  charakterisierte  und  konstante  Subspecies 
bereits  bekannt  sind ;  eine  Vermehrung  derselben  ist  nicht  ausgeschlossen,  da  das  Verbreitungsgebiet  noch  einige 
Lücken  aufweist.  Dieses  erstreckt  sich  über  das  südliche  Festland  von  Asien,  Burma,  Malayische  Halbinsel, 
Siam,  Tonkin,  Sumatra  mit  Engano,  Java  mit  Sumbawa,  während  Vorderinclen,  Nias,  Borneo,  Bali,  Lombok 
und  Sumba  ohne  periander- Form  die  erwähnten  Lücken  darstellen,  von  denen  ja  wohl  die  eine  oder  andere 
noch  angefiillt  werden  mag.  Die  Tiere  dieser  Gruppe  sind  bedeutend  kleiner  als  jene  der  nachfolgenden  cocles- 
Gruppe  und  besitzen  den  Apex  des  Vflgls  schief  abgeschnitten,  sodaß  der  Flglrand  vom  Apex  der  Costa  bis 
zu  dem  in  einer  Spitze  hervorragenden  Apex  der  oberen  Radiale  in  einer  schrägen  Linie  verläuft.  Ueber  die  in 
der  Grundfarbe  weißen  Figl  ziehen  drei  gelbliche,  an  die  Meridianstreifen  von  Sykophages  erinnernde  Streifen, 
während  das  Marginalgebiet  stets  breit  schwärzlich  oder  schwarzbraun  bestäubt  ist.  Auf  den  Vflgln  sind  die 
Ocellenreihen  zu  schwarzen  Pünktchen  gewandelt,  auf  den  Hflgln  aber  sind  aus  den  runden  Ocellen  herz¬ 
förmige  Gebilde  geworden,  welche  in  einzelnen  Subspecies  eine  ganz  auffallende,  fast  komische  Aelm- 
lichkeit  mit  Kartenherzen  besitzen.  Die  Formen  der  periander- Gruppe,  soweit  ich  sie  beobachten 
konnte,  lieben  den  eigentlichen  Wald.  Bei  Palabuan  an  der  Südküste  Javas  fing  ich  einmal  eine 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


größere  Anzahl  in  einem  Urwalde,  in  dem  ein  von  den  Felsen  herabrauschender  Wildbach  eine  natürliche  Lich¬ 
tung  geschaffen  hatte.  Dort  flogen  die  zierlichen  Falter  an  einem  gewitterschwülen  Vormittag,  wenn  die  Regen 
für  kurze  Zeit  ausgesetzt  hatten,  langsam  von  Strauch  zu  Strauch  schwebend,  um  die;  kurzen  Sonnenblicke  im 
Gaukelspiele  in  der  Luft  genießend  auszunutzen.  Die  zarten  Falter  waren  sehr  leicht  zu  fangen.  Die  fA  der 
periander- Gruppe  sind  prozentual  nicht  so  selten,  wie  $$  von  weißen  oder  gelben  Cyrestis.  periander  F ..  ur¬ 
sprünglich  aus  Siam  beschrieben,  wurde  von  mir  dort  an  der  Bangkok-Korat- Bahnlinie  bei  Muok-Lek 
wieder  aufgefunden.  Die  Falter  waren  wohl  wegen  der  Trockenzeit  (Januar)  selten.  Grundfarbe  rein  weiß  mit 
3 — 5  grauen  oder  gelblichen  Querstreifen  aller  Figl,  Außenrd  weit  tiefer  und  schwärzer  abgeschnitten  als 
bei  periander,  fast  schwarz.  Darin  stehen  dieselben  weißen  Linienzeichnungen  wie  bei  periander,  auch  die 
mehr  mondförmigen  Augenflecken  der  Hflgl.  Ebenso  steht  vor  den  letzteren  nach  unten  eine  noch  auffallen¬ 
dere,  gelbe  Halbbinde.  Auf  der  sonst  weißen,  graugelb  gebänderten  Unterseite  tritt  der  schwarze  Außenrd 
noch  viel  auffallender,  dunkler  hervor,  besonders  auf  dem  Vflgl.  Bei  meinem  periander  aus  Sumati'a  fehlt  er 
hier  völlig.  Die  Herzflecken  sind  noch  nicht  deutlich  ausgebildet,  sondern  bestehen  aus  kleinen,  in  der 
Mitte  verdickten,  nach  außen  leicht  zugespitzten  Halbmonden.  Im  übrigen  zeichnen  sich  die  kontinentalen 
Formen  von  periander  durch  deutlichere,  weiße  Grundfarbe  und  schwärzeren  Außenrd,  der  auf  der  Unterseite 
durchschlägt,  von  den  Inselformen  aus.  — -  binghami  Mart,  von  Tavoy;  nach  einem  mir  von  Oberst  Bing-  bitujhami. 
ham  aus  Tenasserim  zugesandten  Es  ist  kleiner  wie  der  typische  periander,  von  dem  es  sich  nur  dadurch 
unterscheidet,  daß  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  vom  zweiten,  mittleren  Meridianstreifen  bis  zum  schwarzen 
Marginalgebiet  die  weiße  Grundfarbe  direkt  an  den  Costalrd  herantritt ,  der  beim  typischen  periander 
in  seiner  ganzen  Ausdehnung  schwarzbraun  gesäumt  ist.  —  vatinia  Frühst.  (122  c),  eine  sehr  gute  Subspecies,  vatinia. 
ist  das  hellste  und  größte  Tier  in  der  ganzen  Gruppe;  sie  besitzt  alle  für  die  kontinentalen  Formen  wichtigen 
Charaktere,  unterscheidet  sich  aber  von  ,,; periander''"  noch  durch  folgendes:  Die  Meridianstreifen  sind  schmäler 
und  etwas  dunkler,  stehen  inter  se  weiter  auseinander  und  erscheinen  deshalb  mehr  ausgezogen  und  gleich¬ 
mäßiger  über  den  ganzen  Figl  verteilt ;  das  im  Apex  des  Vflgls  verbreiterte,  dunkle  Marginalgebiet  besitzt  einen 
violett-rotbraunen  Hauch;  das  Analgebiet  der  Hflgl  ist  nur  wenig  gelb  und  Staudinge rs  gelbe  Halbbinde  ist 
nur  andeutungsweise  vorhanden.  Die  Reinheit  der  Grundfarbe  und  der  Mangel  an  Zeichnung  tritt  noch  mehr 
auf  der  Unterseite  beider  Figl  hervor.  Costa  des  Vflgls  durchaus  schwärzlich  gesäumt.  Die  submarginalen, 
herzförmigen  Gebilde  auf  den  Hflgln,  bei  typischem  periander  und  binghami  noch  deutliche,  in  der  Mitte  spitz 
ausgezogene  Möndchen,  treten  bei  vatinia  sehr  zurück  und  stehen  nur  als  schwach  gekrümmte  Strichlein  an 
der  inneren  Grenze  des  schwarzen  Marginalgebietes  der  Hflgl.  Die  $$  sind  etwas  größer  als  die  und  die 
Zeichnungen  auf  den  Flgln  sind  etwas  zierlicher  und  dünner.  Tonkin,  Than-Moi,  Juni,  Juli  und  ChiemHoa 
August,  September.  Von  den  Inseln  des  Archipels  haben  die  folgenden  Subspecies  Erwähnung  gefunden:  — - 
martinus  Frühst.  Unterscheidet  sich  sofort  von  allen  anderen  Formen  durch  die  fast  völlig  rauchbraune  Ober-  martinus. 
Seite  beider  Figl,  sodaß  von  der  Grundfarbe  nur  außerhalb  des  dritten  Meridianstreifens  eine  sclnnutzig-weiße 
Submarginalbinde  übrig  bleibt,  welche  jedoch  bei  den  immer  etwas  größeren  $$  breiter  und  weißer  ist.  Die 
sehr  breiten  Meridianstreifen  sind  dunkel  gelbbraun;  die  drei  analsten  Ocellen  der  Hflgl  zeigen  deutlich  Herz- 
form;  der  Analocellus  ist  rund;  auf  der  Unterseite  beider  Figl  schlägt  das  dunkle  Marginalgebiet  nicht  durch, 
sondern  erscheint  nur  der  Apex  des  Vflgls  und  der  äußerste  Rand  beider  Figl  leicht  grau  überzogen.  Type  aus 
Nordost-Sumatra  von  Forbes  und  meinem  Sammler  auch  im  Westen  der  Insel  gefunden.  Forbes  schreibt 
über  martinus,  daß  es  ein  Falter  von  keuschem  Benehmen  sei,  der  im  dichten  Dschungel  in  kurzen  Flügen  sich 
von  der  Unterseite  eines  Blattes  zu  der  eines  anderen  begebe,  dort  flach  die  Figl  ausbreite  und  dann  nicht 
wieder  ohne  große  Mühe  aufzufinden  sei.  —  enganicus  Frühst.  (122  c).  Die  dunkelste  Form  der  ganzen  Gruppe  enganicus. 
mit  sehr  breitem,  dunkelbraunen  Marginalgebiete,  welches  besonders  breit  am  Apex  des  Vflgls  sich  entlang 
dem  Costalrd  fast  bis  zur  Basis  hinzieht.  Von  den  dunkelgelben,  schwarzgesäumten  Meridianstreifen  ist  be¬ 
sonders  der  zweite,  mittlere  sehr  dick  und  erscheint  zwischen  diesem  und  dem  dritten  und  dem  Marginalgebiete 
die  rein  weiße  Grundfarbe  als  Medianband,  welches  der  dritte  Meridianstreifen  in  zwei  ziemlich  gleiche  Hälften 
teilt ;  nach  innen  vom  verdickten,  mittleren  Meridianstreifen  ist  die  ganze  Figloberfläche  graubraun  überstäubt ; 
die  Herzflecken  sind  zu  großen,  die  Form  nicht  mehr  erkennen  lassenden  rundlichen,  schwarzbraunen  Keilen 
umgewandelt,  von  denen  auch  drei  im  Apicalgebiete  des  Vflgls  gut  zu  sehen  sind;  auf  der  Unterseite  beider 
Figl  schlägt  das  Marginalgebiet  nicht  durch  wie  bei  den  kontinentalen  Formen,  doch  ist  der  Außenrd  lichtbraun 
überzogen  ohne  scharfe  Grenze  gegen  die  mediane  Grundfarbe.  Nach  Doherty  häufig  im  hohen  Wald;  Engano. 

- —  horsf ieldi  Moore.  Horsfield  gibt  eine  gute  Abbildung  von  beiden  Seiten  dieser  Form,  welche  dem  Sumatra-  horsfiddi. 
Tier  sehr  nahe  steht,  das  aber  das  Gebiet  zwischen  zweitem  und  dritten  Meridianstreifen  nicht  mit  rauchbrauner 
Ueberstäubung,  sondern  in  der  Grundfarbe  zeigt  und  deshalb  einen  viel  helleren  Eindruck  als  martinus  macht.  Un¬ 
terseite  wie  bei  martinus,  nur  ebenfalls  im  allgemeinen  heller.  Die  drei  analsten  Ocellen  des  Hflgls  zeigen  deutliche 
Herzform.  Die  $$  sind  größer  und  sehr  weiß.  Von  mir  in  Anzahl  bei  Palabuan  gesammelt.  —  dohertyä  Moore,  heller  doherty i. 
wie  horsf  ieldi,  mit  schmäleren  Meridianstreifen,  welche  ungefähr  gleiche  Breite  Avie  bei  typischem  periander  besitzen, 
hat  das  Marginalgebiet  beider  Figl  sehr  schwarz,  wohl  am  schwärzesten  in  der  ganzen  Gruppe  und  besitzt  auf 
dem  Hflgl  die  Ocellenreihe  komplett  in  Gestalt  von  fünf  wohl  ausgebildeten,  schwarzen  Herzflecken;  auch 
auf  dem  Vflgl  ist  die  Ocellenreihe  prominenter  als  in  irgend  einer  anderen  Form;  der  Costalrand  des  Vflgls  zeigt 
auf  der  Oberseite  einen  matt-silbergrauen  Glanz,  der  bei  den  andern  Rassen  AArohl  auch  vorhanden  ist,  aber  nie- 


574 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


mals  in  gleicher  Intensität  wie  bei  dohertyi ;  auf  der  Unterseite  ist  das  dunkle  Marginalgebiet  sehr  deutlich, 
ähnlich  wie  bei  typischem  periander,  besitzt  aber  gegen  die  Grundfarbe  hin  keine  deutliche  Grenze;  auch  hier 
sind  die  Ocellenreihen  beider  Figl  außergewöhnlich  deutlich.  Sumbawa.  Nach  einem  Exemplar  im  Britischen 
Museum,  welches  eingesehen  wurde,  und  einem  zweiten  Exemplar  in  meiner  eigenen  Sammlung  beschrieb  ich  eine 
siamensis.  weitere  Subspecies  als  siamensis,  deren  Vaterland  aber  bis  jetzt  noch  unbekannt  geblieben  ist.  Die  Original¬ 
beschreibung  (Soc.  Entom.  Jahrg.  XIII.  1898  Nr.  10)  lautet:  „Größer  als  periander,  F.  von  Malakka,  Suma¬ 
tra  und  Java  und  mit  breiteren  Submarginalbinden“.  Ich  notierte  mir  von  dem  Exemplar  im  Britischen  Museum 
folgendes :  Sehr  dunkle  und  große  Form,  dunkler  wie  Sumatra  und  Engano-Exemplare  (somit  wohl  das  dunkelste 
Tier  der  ganzen  Gruppe),  Hflgl  mit  Ausnahme  eines  schmalen  Streifens  an  der  Costa  völlig  graubraun  über¬ 
stäubt;  auch  der  Vflgl  zeigt  die  weiße  Grundfarbe  der  Gruppe  nur  in  einem  am  Ird  gelegenen,  quadratischen 
Flecken  zwischen  Marginalgebiet  und  dritten  Meridianstreifen;  Herzzeichnung  deutlich.  Ich  erwähnte 
diese  Form  noch  Berk  Ent.  Ztg.  1899,  p.  18  und  Iris,  1902,  p.  171  und  die  Vermutung,  daß  wir  in 
siamensis  vielleicht  eine  kontinentale  Form  aus  Assam  oder  Ober-Burma  vor  uns  haben,  von  welcher  auch 
Butler  spricht,  hat  einige  Berechtigung.  Wir  hätten  dann  eine  Analogie  zur  sehr  dunklen  cocles-natta  ebenfalls 
aus  Assam.  Da  ich  unterdessen  selbst  in  Siam  den  typischen  periander  gefunden  habe,  ist  der  Name  unglücklich 
gewählt  und  wird  wohl  auch  seine  Korrektur  erfolgen,  wenn  das  wirkliche  Vaterland  der  Form  bestimmt 
bekannt  wird. 

C.  Codes  übertrifft  periander  an  Größe,  hat  den  Apex  des  Vflgls  abgerundet  und  geht  in  ihrer  Verbrei¬ 
tung  weiter  nach  Osten  über  Hinterindien  bis  Hainan  aber  im  Süden  nicht  ins  makromalayische  Gebiet.  Der 
nomenklatorische  Typus  stammt,  gleichwie  jener  von  periander,  aus  Siam  und  wurde  von  mir  dort  in  der  kleinen 
Form  einer  Generation  der  trocknen  Periode  aufgefunden.  Im  Gegensatz  zu  der  individuell  äußerst  beständigen 
periander,  von  der  ein  Stück  genau  dem  anderen  gleicht,  divergiert  cocles  in  erstaunlicher  Weise  sowohl  von 
einem  Individuum  zum  anderen  wie  auch  geschlechtlich,  während  sich  die  geographischen  Rassen  weniger  auf- 
cucles.  fallend  umprägen  als  bei  der  vorigen  Species.  cocles  F.  (122  b)  wird  hier  nach  einem  J  der  regenlosen  Zeit 
abgebildet,  den  ich  in  Siam  im  Januar  in  Gesellschaft  mit  gleichfalls  habituell  gering  entwickelten  oberseits 
nattci.  perlmutterfarbenen  auffand.  —  In  Assam  tritt  eine  völlig  veränderte  Form  in  großer  Häufigkeit  auf,  nafta 
Swinh.  (122  £  b)  deren  $$  jedoch  sehr  spärlich  gefangen  werden  und  von  welcher  wir  annehmen  müssen,  daß 
cocleoides.  es  sich  um  eine  extreme  Regenzeitform  handelt.  —  cocleoides  Frühst.  (122  b),  von  welcher  wir  ein  hell  apfel- 
grünes  $$  darstellen,  umschreibt  eine  habituell  größere  Arealrasse,  auf  Exemplare  basiert  die  in  Zentral-Tonkin 
vom  Juni  bis  August  fliegen  und  auch  in  Süd-Annam  im  Januar  und  Februar  Vorkommen.  Pavie  fand  ähnliche 
carli.  Cyrestis  bei  Luang  Prabang  welche  Poujade  als  earli  bestimmte.  —  earli  Bist,  bezeichnet  eine  nicht  sehr  deut¬ 
lich  abgesonderte  Ortsform  der  Malayischen  Halbinsel  in  der  Größe  die  Mitte  haltend  zwischen  unserer  Figur 
von  codes  und  natta -<$,  und  von  letzterer  nur  durch  ausgedehntere  weiße  Felder  im  Submarginalgebiet  der  Vflgl 
zu  separieren.  Von  der  Insel  Hainan  und  auch  von  Assam  liegen  mir  dann  noch  $$  vor  welche  zwar  noch  das 
cocleoides- Kolorit  zeigen  aber  bereits  an  natta  gemahnende,  relativ  breite,  weiße,  proximal  eingezackte  Längs- 
formosa.  binden  führen.  Derlei  Exemplare  sind  besonders  den  Andamanen  eigentümlich  und  wurden  als  formosa  Fldr. 
(=  horatius  Wood- Mas.  und  andamanica  Wood- Mas.)  beschrieben.  In  Sikkim  bleibt  cocles  stets  selten;  süd¬ 
wärts  geht  die  Art  bis  Orissa,  fehlt  aber  sonst  im  Dekan  sowie  auf  Ceylon.  Man  begegnet  ihr  aber  von  Assam 
an  bis  Süd-Tenasserim.  Adamson  schreibt,  daß  er  sie  beiMoulmein  beobachtet  habe  und  Codes  im  Fluge  unge¬ 
mein  der  Junonia  atlites  L.  gleiche.  Auf  Sumatra  sind  cocZes-Formen  nicht  bekannt.  Im  Makro malayana  ist 
sericeus.  cocles  indessen  doch  durch  sericeus  Btlr.  vertreten,  eine  nahe  der  Artgrenze  stehende  hervorragend  differen¬ 
zierte  und  für  einen  Borneofalter  erstaunlich  helle  Form.  Die  Type  im  Britischen  Museum  ist  ein  helles  Tier 
ohne  verdunkelten  Apex.  Butler’s  Originalbeschreibung  ist  sehr  genau  und  bezieht  sich  natürlich  nur  auf  die 
helle  Form.  Alle  Zeichnungen  sind  bei  sericeus  sehr  fein  und  delikat,  das  weiße  Medianband  erscheint  sehr 
breit  und  wird  durch  eine  auf  beiden  Flgln  nahezu  gerade,  schwärzliche  Linie  in  zwei  fast  gleichgroße 
Hälften  geteilt.  Diese  schwarze  Linie  stößt  bei  codes  in  allen  Formen,  auch  bei  earli,  sofort  an  die  dunklen 
Zeichnungen  des  Außenrds  an,  während  bei  sericeus  noch  ein  weites  Gebiet  der  weißen  Grundfarbe  außerhalb 
der  Linie  steht.  Die  Unterseite  ist  sehr  blaß  und  erscheinen  liier  die  auf  der  Oberseite  wirren  Bänder  in  Art 
der  Meridianstreifen  angeordnet.  In  größerer  Serie  lassen  sericeus  auf  beiden  Seiten  der  Figl  einen  feinen  rosa 
Schimmer  der  Grundfarbe  erkennen.  Selten  in  den  Sammlungen,  nur  zwei  $<$  aus  Amuntai  (Südost-Borneo) 
in  meiner  Sammlung. 

cassander.  C.  cassander  ersetzt  cocles  auf  den  Philippinen,  ist  im  ^  kaum,  durch  den  £  jedoch  erheblich  von  der 

kontinentalen  Vikariante  differenziert.  Es  liegt  sonst  die  Versuchung  sehr  nahe,  diese  Art  mit  der  folgenden 
paulinus  in  einer  Spezies  zu  vereinigen,  aber  es  besteht  ein  gut  haltender,  deutlicher  Unterschied,  paulinus 
in  allen  Formen  trägt  auf  beiden  Flgln  deutliche,  runde  Ocellen,  welche  bei  cassander  und  Subspezies  durch 
schwarze,  weiß  umrahmte  Striche  ersetzt  sind,  welche  man  kaum  Halbmonde  nennen  kann,  da  ihnen  jede  Krüm¬ 
mung  fehlt.  Außerdem  zeigt  cassander  bereits  eine  stumpfe  Abstutzung  des  Apex  der  Vflgl,  welche  ihm  mit  der 
folgenden  Periander- Gruppe  gemein  ist,  während  bei  paulinus  der  Apex  mehr  gerundet  erscheint.  Es  ist  wohl 
aus  diesem  Grunde,  daß  Felder  in  seiner  Originalbeschreibung,  welche  auf  ein  Stück  aus  Luzon  geht,  die  Art 
nahe  verwandt  mit  periander  F .  bezeichnet.  Dr.  G.  Semper,  ein  Bruder  des  berühmten  Autors  über  die  Schmetter- 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


o  /  o 


linge  der  Philippinen,  hat  die  Art  entdeckt  und  das  erste  Exemplar,  ein  sehr  verstümmeltes,  wie  Felder  sagt, 
nach  Europa  gesandt.  Georg  Semper  hat  später  ca.  70  Exemplare  der  in  Sammlungen  seltenen  Art  gesehen. 
cassander  fliegt  ebenfalls  in  zwei  Formen,  von  denen  die  dunkle  der  Regenzeit  ,  die  helle  der  Trockenzeit  angehören 
dürfte.  Die  Aufhellung  bei  der  Trockenform  betrifft  nicht  nur  die  Nuance  des  schwarzen  Marginalgebietes, 
welches  verblichen  schwarzgrau  wird,  sondern  zeigt  sich  auch  in  einer  Verschmälerung  dieses  Gebietes  und 
einer  Unterbrechung  desselben  zwischen  zweitem  und  drittem  Medianast  durch  zwei  weiße  Halbmonde.  Das 
zart  gelbe  Analgebiet  des  Hflgls  mit  blaugrauem  Analocellus  und  ebenso  gefärbtem  Kerne  auf  dem  Anallappen 
ist  in  dieser  Art  besonders  zierlich  und  reizvoll,  cassander  Fldr.  ist  auch  heute  noch  selten  in  den  Sammlungen. 
Nord-Philippinen-Stücke  sind  kleiner  und  heller,  als  solche  aus  südlicheren  Fundorten.  Semper  hatte  Exemplare 
aus  Mindoro,  die  übrigen  Fundorte  die  er  in  seinem  Werke  p.  112  nennt,  beziehen  sich  jedoch  auf  dacebalus  dacebalus. 
subsp.  7iov.,  deren  Exemplare  breiteren  braunen  Distalsaum  als  alle  anderen  insularen  Rassen  führen.  Type 
von  Leyte  in  der  Sammlung  Semper  des  Senckenbergischen  Museums.  Sonst  vermutlich  auch  ziemlich  identisch 
auf  den  Comotes,  Guimaras  und  Bohoe  vorkommend.  — -  Als  orchomenus  subsp.  nov.  wird  die  südliche  Insel-  orchomemis. 
rasse  eingeführt,  welche  mir  von  Bazilan  vorliegt  und  wozu  mir  ziemlich  übereinstimmende  Exemplare  auch 
aus  Mindanao  der  Sammlungen  Semper  und  Staudinger  bekannt  sind.  Namentlich  die  $$  präsentieren  sich 
größer  als  nördliche  cassander  und  selbst  verglichen  mit  thessa  von  Palawan  fällt  ein  verbreiterter  und  verdunkel¬ 
ter  braungrauer  Distalsaum  besonders  der  Vflgl  auf.  — -  Mit  thessa -$  verglichen  ergibt  sich  eine  verminderte 
gelbliche  und  vermehrte  graubraune  Bänderung  der  Unterseite.  Flugzeit  nach  Semper  vom  Februar  bis  August  ; 
von  Doherty  im  Februar  auf  Bazilan  gefunden  und  anscheinend  sehr  selten.  —  thessa  Frühst.  (122  c  als  tessa)  thessa. 
stammt  aus  Palawan  von  wo  sie  Doherty  in  großer  Anzahl  im  Monat  Januar  erbeutete.  $  in  der  Hauptsache 
gelbbraun  mit  perlmutterfarbenen  Längsbinden  jedoch  ohne  die  schwärzlichen  Halbmonde,  welche  sie  bei  cooles 
distal  begleiten.  Dagegen  treten  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  die  schwarzen  länglichen  submarginalen  Oc-ellen 
nahe  der  Figlspitze  deutlicher  hervor.  Palawan.  Auch  von  Balabac  in  meiner  Sammlung  mit  etwas  lichter- 
braun  umrandeten  So- 

C.  paulinus  bildet  die  natürliche  Fortsetzung  von  Codes  auf  den  Molukken  und  der  celebischen  Subregion. 

Im  Gegensatz  zu  cocles  und  cassander  sind  bei  ihr  die  $$  mann-ähnlich,  und  dies  umsomehr,  je  weiter  der  Fund¬ 
ort  nach  Osten  vorgeschoben  ist.  Durch  die  geographische  Lage  bedingt  bilden  celebische  Exemplare  (kühni  kühni. 

Bob .)  einen  trefflichen  Uebergang  von  der  philippinischen  zu  den  östlicheren  Vikarianten.  Der  bildet  einen 
Rückschlag  zu  thessa  dadurch,  daß  sich  der  schwärzliche  Außensaum  der  Figl  schärfer  von  der  graumelierten 
Basalzone  abhebt.  Die  Namenstype  stammt  aus  Tombugo,  Ost-Celebes,  und  befindet  sich  eine  Cot-ype  sowie  da¬ 
mit  harmonierende  Stücke  aus  Tonkean  und  Balante  in  der  Kollektion  Fruhstorfer.  Nach  Martin  lebt  kühni 
auch  auf  Bangkai.  — -  Der  Name  mantilis  Stgr.  (122  b  als  kühni)  kann  auf  eine  dunklere  und  größere  Rasse  der  mantilis. 
Minahassa  übertragen  werden,  von  welcher  wir  ein  $  abbilden,  das  von  Röber’s  Figur  und  meinen  Ost-Celebes- 
$$  durch  progressive  melanotische  Verfärbung  abweicht.  Namentlich  präsentiert  sich  die  bei  kühni  rein  weiße 
mediane  Längsbinde  der  Oberseite  bei  inantilis  dicht  grauschwarz  überpudert.  Selten,  mir  aus  Tondano  und  Sa- 
wangan  vorliegend.  —  seneca  Wall.  (=  latilimbata  Stgr.)  schließt  sich  durch  vergrößerte  Ocellen  der  Hflgl  an  seneca. 
paulinus  an,  entfernt  sich  aber  von  den  celebischen  und  molukkischen  Rassen  durch  fast  die  gesamte  äußere 
Figlhälfte  überdeckenden  schwarzbraunen  Distalsaum,  Basalpartie  aller  Figl  jedoch  wie  bei  kühni  und  mantilis. 

Oberseits  macht  sich  gelegentlich  ein  zarter  rötlich  violetter  Schimmer  bemerklich.  $  heller  und  stattlicher 

als  die  Sula-Mangoli  und  Sula-Besi,  Oktober  November.  • —  paulinus  Fldr.  (nach  einem  von  Batjan  paulinus. 

beschrieben)  bewohnt  sowohl  die  Nord-  wie  auch  Süd-Molukken,  ohne  irgendwie  lokal  erheblich  zu  differieren. 

Dagegen  existieren  distal  mit  weiß  durchsetzte  <$<$  und  $$  sowie  Exemplare  mit  breitem  nicht  durchbrochenem 
schwärzlichem  Terminalband,  welches  die  bei  der  hellen  Form  deutlich  zu  Tage  tretende  schwarze  Ocellenkette 
nahezu  völlig  absorbiert.  Nach  auffallend  hell  gezeichneten  d<S  aus  Halmaheira  wurde  gilololensis  Lathy  auf-  gilololensis. 
gestellt.  - —  waigeuensis  Frühst.  (122  b),  die  östlichste  Inselrasse,  zeichnet  sich  bei  der  hellen  Form  durch  Zurück-  tvaigeuensis. 
weichen  des  schwarzen  Außensaums  oder  dessen  Färbung  in  ein  fahles  Graugelb  und  besonders  große  frei  heraus¬ 
tretende  Ozellen  aller  Figl  aus.  Auch  die  vermeintliche  Regenzeitform  läßt  sich  von  paulinus  absondern  durch 
schmäleres  schwarzes  Randgebiet  der  Oberseite  und  dessen  Neigung  zum  Verlöschen  auf  der  Unterseite  der 
Vflgl.  (Entom.  1904,  p.  71). 


Arten- Gruppe  Sykophages  Mart. 

Strukturell  nicht  von  den  echten  Marpesia  zu  trennen,  umfaßt  diese  Serie  die  bekanntesten,  nämlich 
die  weißen  Arten. 

C.  nivea  bewohnt  ungefähr  das  Zentrum  des  gesamten  Cyrestis- Gebietes ;  die  nordwestliche  Verbreitungs-  nivea. 
grenze  fällt,  wie  oben  schon  erwähnt,  mit  der  südöstlichen  von  thyodamas  zusammen  und  liegt  in  der  Breite 
von  Tavoy;  sie  findet  sich  in  Macromalayana,  Siam  und  Tonkin  und  dessen  Satellitinseln,  auf  den  Philippinen 
und  auf  Bali,  Lombok  und  Sumbawa,  wo  sowohl  nördlich  wie  südlich  die  äußerste  Ostgrenze  erreicht  scheint. 

Das  submarginale  Band  der  Hflgl,  meistens  nur  in  seiner  analen  Hälfte  und  auch  da  nicht  in  allen  Arten  mit 
Blau  geziert,  findet  auf  dem  Vflgl  keine  submarginale  Fortsetzung,  sondern  trägt  dieser  Figl  nur  ein  marginales, 
aber  kontinuierliches  Band.  Der  gelbe  Schmuckfleck  im  Analwinkel  des  Vflgls  ist  ganz  an  den  Rand  des  Figls 


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CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


gerückt.  Der  Typus  der  Gruppe,  nivea ,  Zink.-Somm.  stammt  aus  Java,  doch  soll  auch  hier  aus  geographischen 
Gründen  die  Aufzählung  der  Formen  von  Westen  nach  Osten,  vom  Kontinente  gegen  den  Archipel,  statt  haben. 
nivalis.  —  nivalis  Fldr.  Felders  Typus  befindet  sich  im  Tring-Museum  und  ist  vom  Grafen  de  Castelnau  in  „Malakka 
inferior“  erbeutet  worden.  Von  nivea  läßt  sie  sich  aber  sofort  unterscheiden,  weil  die  weiße  Grundfarbe  auf  dem 
Vflgl  vom  zweiten  Meridianstreifen  bis  zum  am  Apex  verbreiterten  Marginalbande  direkt  an  die  Costa  herantritt, 
während  bei  nivea  und  allen  ihren  Subspezies  der  ganze  Costalrand  des  Vflgls  breit  schwarz  gesäumt  ist.  Die 
Meridianstreifen  sind  sehr  fein,  verlaufen  nach  außen  convex  und  bewahren  inter  se  gleiche  Abstände ;  Ketten¬ 
zeichnung  läßt  sich  kaum  erkennen;  das  C,  welches  wir  in  der  thyodamas- Gruppe  über  dem  gelben  Schmuckfleck 
im  Analwinkel  des  Vflgls  finden,  ist  bei  nivalis  und  in  der  ganzen  nAea- Gruppe  zu  einer  nach  innen  concaven 
Nierenmakel  geworden.  Nach  Felder  soll  sich  nivalis  auch  noch  durch  kürzere  Vflgl,  tieferen  Ausschnitt  des 
Apex  des  Hflgls  und  durch  längeren  Analrand  von  nivea  unterscheiden.  Die  exzessiv  seltenen  $$  von  nivalis 
(1  $  von  Loeboe-Rajah,  Sumatra,  [Ericson],  Mai  1897  im  Tring-Museum)  unterscheiden  sich  nur  durch  größeres 
Ausmaß,  lichteres  Schwarz  der  Zeichnung  und  vermehrte  Transparenz  der  weißen  Flglteile  von  den 
Exemplare  aus  Burma,  Tenasserim,  den  verschiedenen  Plätzen  der  Malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  bieten 
unter  einander  absolut  keine  Verschiedenheiten  dar,  überhaupt  ist  nivalis  eine  ziemlich  konstante  Art,  von  der 
borneensis.  sich  nur  wenige  und  noch  dazu  schwach  verschiedene  Subspecies  entwickelt  haben.  —  borneensis  Mart,  steht 
typischen  nivalis  sicher  sehr  nahe,  besitzt  aber  einen  kleinen,  ziemlich  konstanten,  intimen  Unterschied,  der  es 
ermöglicht,  die  Borneo-Rasse  als  eigene  Subspecies  aufzustellen.  Auf  der  Oberseite  der  Hflgl  findet  sich  nach 
abwärts  und  nach  außen  vom  submarginalen  Bande  zwischen  Anallappen  und  Schwänzchen  ein  kleines,  liegendes 
Dreieck,  welches  bei  typischer  nivalis  gell)  gefärbt  ist  und  nur  am  Außenrd  einen  feinen,  analwärts  dünner  wer¬ 
denden,  weißen  Strich  zeigt.  Bei  Borneo- Stücken  findet  sich  in  diesem  Dreiecke  meist  mehr  Weiß  als  Gelb 
und  fast  immer  ein  weißer  Wisch  nach  aufwärts  zwischen  zweitem  und  drittem  Medianast.  Außerdem  ist  die  Bor¬ 
neo-Rasse  meist  etwas  größer  und  —  merkwürdig  zu  sagen  —  in  Serien  heller  als  jene  von  Sumatra  und  dem  Kon- 
bangkiva.  tinent.  —  bangkiva  Mart,  stammt  von  der  Insel  Bangka;  sie  unterscheidet  sich  von  typischen  nivalis  erstens  durch 
größeres  Ausmaß,  zweitens  durch  einen  leicht  gelblichen  Ton  der  weißen  Grundfarbe  und  drittens  durch  bedeutende 
Vergrößerung  des  orangegelben  Gebietes  in  der  analen  Hälfte  der  Hflgl.  Mit  dem  vermehrten  Gelb  im  Analteile 
tonkiniana.  der  Hflgl  bildet  diese  Subspecies  einen  Uebergang  zur  dritten  Form:  tonkiniana  Frühst.  ( 122a).  Von  Tonkin 
(Chiem-Hoa).  Eine  echte  nivea- Form.  Sie  unterscheidet  sich  von  nivalis  durch  folgende  Details:  Auf  dem 

Vflgl  im  Apex  ein  sehr  deutlicher,  orangegelber  Subapicalfleck,  wo  sich  bei  nivalis  nur  ein  winziges,  weißes 
Pünktchen  findet ;  auf  den  Hflgln  ist  das  submarginale  Band  bis  hinauf  zum  Apex  des  Figls  an  der  Außenseite 
mit  Gelb  ausgefüllt,  in  der  analen  Hälfte  dieses  Bandes  eine  sehr  deutliche,  blaue  Schmucklinie;  das  Gebiet 
der  Hflgl,  welches  am  Außenrd  nach  außen  von  der  inneren,  breiteren  Submarginallinie  liegt,  ist  ebenfalls 
völlig  gelb  überzogen,  während  nivalis  dort  die  weiße  Grundfarbe  zeigt.  Unterseite  wie  nivalis ,  nur  eine  geringe 
Vermehrung  der  gelben  Töne,  tonkiniana  ist  sicher  größer  als  typische  nivalis,  erreicht  aber  in  ihren  Maßen  nicht 
fadorensis.  borneensis.  Fliegt  an  ihrem  Fundorte  nach  Fruhstorfer  zusammen  mit  thyodamas.  (Martin).  —  fadorensis 
Kheil,  Nias.  Die  bei  nivalis  schwarzen  Teile  der  Oberseite  beider  Figl  sind  rauchgelb  überzogen,  was  besonders 
am  Apex  des  Vflgls  und  am  submarginalen  Bande  der  Hflgl  in  Erscheinung  tritt;  der  gelbe  Schmuckfleck 
im  Analwinkel  des  Vflgls  ist  sehr  breit  angelegt,  der  über  ihm  stehende  Nierenmakel  ebenfalls  gelb  überzogen; 
die  Meridianstreifen  sind  viel  plumper  als  bei  nivalis ;  die  blaue  Schmucklinie  im  submarginalen  Bande  fehlt; 
die  Unterseite  ist  unter  Bewahrung  der  gelben  Flecken  viel  heller  als  die  von  nivalis.  Die  Abbildung  Kheils, 
nach  einer  Photographie,  läßt  leider  die  gelben  Flächen  nicht  erkennen  und  gibt  so  kein  richtiges  Bild  von  dieser 
superbus.  Form.  Genannt  nach  Fadoro,  einem  Kampong  auf  Nias.  —  superbus  Stgr.  von  Palawan  ähnelt  fadorensis ;  was 
aber  bei  dieser  rauchgelb  ist,  leuchtet  bei  superbus  in  brillantem  Ockergelb ;  auch  die  basale  Hälfte  des  Costal- 
randes  der  Vflgl,  auf  welcher  bei  fadorensis  noch  schwärzliche  Töne  die  Oberhand  besitzen,  erscheint  im  gleichen, 
lebhaften  Gelb ;  die  Meridianstreifen  so  fein  wie  bei  nivalis ;  der  blaue  Schmuckstreifen  in  der  analen  Hälfte 
des  submarginalen  Bandes  der  Hflgl  deutlich  entwickelt,  von  Kettenzeichnung  kann  nicht  gesprochen  werden; 
auf  der  Unterseite  ist  die  Zeichnung  mit  möglichster  Unterdrückung  von  Schwarz  fast  ganz  gelb.  Noch  genauere 
Unterschiede  sind  in  der  Beschreibung  Staudinge rs  einzusehen,  wo  übrigens  superbus  eine  Lokalform  von 
fadorensis  genannt  wird.  Zwischen  Nias  und  PalaWan  liegt  Sumatra,  die  Malayische  Halbinsel,  der  Kontinent 
von  Borneo  und  noch  viele  kleinere  Eilande  und  wollte  Staudinger  wohl  sagen,  daß  auf  Nias  sowohl  wie  auf 
Palawan,  beides  Satellitinseln  eines  großen  Inselkontinentes,  gleiche  klimatische  Faktoren  in  gleicher  Richtung 
auf  die  weitere  Entwickelung  der  originalen  Ur-CyresUs-Form  im  Laufe  der  Jahre  eingewirkt  haben.  — 
nivea  nivea  Zink.-Somm.  Ost-  und  West-Java,  sowie  Madura.  nivea  ist  die  erstbeschriebene  Form  der  Gruppe, 
welche  deshalb  nach  ihr  benannt  wurde.  Die  westlichere  und  auch  kontinentalere  nivalis  wurde  erst  35  Jahre 
später  beschrieben;  aber  Java  war  anno  1831  bereits  intensiv  durch  Europäer  kultiviert  und  wurde  dort  gesam¬ 
melt  und  botanisiert,  während  das  Vaterland  der  nivalis,  damals  reich  an  Seeräubern,  naturwissenschaftlich 
nahezu  terra  incognita  war.  Es  ist  auffallend  und  der  durch  anderweitige  entomologische  Erfahrungen  wohl 
berechtigten  Erwartung  völlig  widersprechend,  daß  Java  nicht  die  kontinentale  oder  eine  ihr  sehr  nahe  ver¬ 
wandte  Art  besitzt.  Zinken-Sommer  hat  nivea  ausgezeichnet  beschrieben  und  ist  auch  heute  an  dieser  Beschrei¬ 
bung  kein  Jota  zu  verändern.  Es  erscheint  wunderbar,  daß  nach  dieser  Beschreibung  noch  so  häufige  Ver¬ 
wechslungen  eintreten  konnten.  Der  ununterbrochene,  von  der  Basis  bis  zum  Apex  durchlaufende,  breite, 


Abgegeben  15.  V.  1912. 


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/  ^  '  Airsgegeben  15.  V.  1912.  CYRESTIS.  Von  H.  FrtJJISTORFEK.  ;>// 

air  schwarze  Saum  des  Costalrandes  aut  der  Oberseite  der  Vflgl  unterscheidet  nivea  auf  den  ersten  Blick  von  nivalis , 
wie  das  bei  jener  Art  ja  schon  gesagt  ist;  außerdem  finden  sich  bei  nivea  noch  in  der  Umrandung  beider  Figl 
gelbbraune  und  violette  Töne,  die  bei  nivalis  fehlen.  Oie  Meridianstreifen  sind  fein,  stehen  aber  inter  se  nicht 
in  gleichen  Abständen;  der  zweite  und  dritte  stehen  näher  beisammen  als  der  zweite  und  erste,  was  besonders 
auf  dem  Hflgl  deutlich  zu  erkennen  ist.  Oie  Grundfarbe,  papierweiß  bei  nivalis,  ist  bei  nivea  matter,  etwas  opa- 
lescierend,  perlmutterartig  glänzend,  welchen  Unterschied  man  am  besten  beim  Vergleiche  größerer  Serien 
(8 — 10  Exemplare  jeder  Art)  sieht.  Oie  blaue  Schmucklinie  ist  deutlich  in  der  analen  Hälfte  des  submarginalen 
Bandes  der  Hflgl;  die  bei  nivalis  gelben  Auszeichnungen  sind  viel  dunkler,  orangebraun;  Kettenzeichnung 
läßt  sich  nicht  erkennen;  hat  oberseits  gelben  Anflug  und  lichtere  breitere  Zeichnung ;  auch  die  Unterseite 
hat  einen  Stich  in’s  Gelbe  und  sehr  helle  Randzeichnung.  —  baliensis  Mart.  Von  Bali,  steht  nivea  noch  am  balimsi >. 
nächsten  und  nimmt  eine  Zwischenstellung  zwischen  dieser  und  den  beiden  noch  mehr  östlichen  Subspecies  ein, 
unterscheidet  sich  aber  konstant  durch  folgendes:  Oie  innere  Grenzlinie  des  marginalen  Bandes  der  Vflgl,  welche 
bei  nivea  sehr  schwach  entwickelt  und  in  ihrer  Mitte  über  dem  dritten  Medianast  immer  erloschen  ist,  findet 
sich  stets  komplett;  nach  außen  von  dieser  Linie  stehen  bei  nivea  noch  drei  Felder  der  weißen  Grundfarbe 
vor  dem  dunklen  Außenrd,  während  baliensis  nur  noch  zwei  solche  Felder  zwischen  zweitem  Medianast  und  unterer 
Radiale  erkennen  läßt;  die  Meridian  streifen  sind  kräftiger  aufgetragen,  ihre  ungleichen  Abstände  aber  wie  bei 
nivea ;  die  violetten  und  braunroten  Töne  im  Apex  des  Vflgls  sind  vermehrt;  Unterseite  dunkler.  Nach  5  <$$ 
im  Tring-Museum,  gesammelt  von  Ooherty  auf  Bali  im  „low  country“  im  April  1896.  —  fruhstorferi  Röb.  fruhstorferi. 
(122  a).  Von  Kangean,  Lombok  (Sapit  2000',  Sumbalun  4000',  Sawela).  Hier  trägt  das  sehr  breit  gewordene 
marginale  Band  der  Vflgl  nur  mehr  zwischen  zweitem  und  drittem  Medianast  einen  kleinen,  rundlichen  Flecken 
der  weißen  Grundfarbe;  die  innere  Grenzlinie  des  Bandes  ist  dick  und  stark;  die  violetten  und  braunroten 
Töne  im  Apicalgebiete  der  Vflgl  haben  auch  gegen  baliensis  eine  bedeutende  Zunahme  gefunden;  die  blaue 
Schmucklinie  des  submarginalen  Bandes  der  Hflgl  ist  deutlicher,  das  $  größer  und  heller.  Von  der  Küste 
bis  hinauf  zu  4000'  auf  nassen  Stellen.  —  sambawana  Mart.  Von  Sumbawa.  In  dieser  Subspezies  sambawana. 
erreicht  die  Entwicklung  der  braunroten  Farbe  ihr  Maximum,  besonders  der  Apex  des  Vflgls  ist  stark  gelb¬ 
rötlich  überzogen;  die  innere  Grenzlinie  des  marginalen  Bandes  der  Vflgl  ist  so  stark  wie  bei  fruhstorferi,  wäh¬ 
rend  die  Meridianstreifen  so  dick  wie  bei  baliensis  sind.  Gegen  alle  Erwartung  nimmt  bei  sambawana  der  weiße, 
im  marginalen  Bande  der  Vflgl  zwischen  zweitem  und  dritten  Medianast  stehen  gebliebene  Rest  der  Grundfarbe 
wieder  an  Größe  zu,  ist  aber  nicht  so  scharf  begrenzt  und  geht  nur  allmählich  in  das  ihn  umgebende  Schwarz 
des  Bandes  über.  Oie  ungleichen  Abstände  der  Meridianstreifen  inter  se  sind  in  dieser  Subspezies  am  stärksten 
ausgedrückt.  Zwei  im  Tring-Museum  unterscheiden  sich  von  den  <$<$  insofern,  als  sie  im  marginalen 
Bande  der  Vflgl  ebenso  viel  Weiß  tragen  wie  die  von  baliensis,  von  denen  sie  aber  sofort  durch  mehr  Gelbrot 
und  Violett  abstechen.  Oie  Unterschiede  zwischen  fruhstorferi  und  sambawana  werden  erst  gut  sichtbar,  wenn 
man  von  beiden  Subspezies  größere  Serien  zum  Vergleiche  zusammenstecken  kann.  Auch  das  submarginale 
Band  der  Hflgl  bietet  bei  sambawana  eine  beim  Anblick  einer  größeren  Anzahl  von  Exemplaren  wohl  zu  be¬ 
merkende  Eigenheit,  welche  darin  besteht,  daß  dieses  Band  in  seiner  vorderen,  costalen  Hälfte  stark  nach 
innen  verdickt  ist,  sodaß  es  ausbuchtend  in  die  weiße  Grundfarbe  hereinragt. 


C.  niaenalis  bewohnt  alle  Philippinen  und  ganz  Makromalayana  mit  Ausnahme  von  Java.  Ihre  Ver¬ 
breitung  war  in  ihrer  vollen  Ausdehnung  bisher  nicht  bekannt  und  galten  die  malayischen  Zweige  als  Angehörige 
einer  zweiten  Art  (irmae  Forbes ),  deren  Trennung  aber  durch  kein  durchgreifendes  Merkmal  aufrecht  erhalten 
werden  kann.  Neuerdings  wurde  sogar  auf  Nias  ein  weiteres  sehr  dunkles  Bindeglied  entdeckt,  welches  im  engsten 
Anschluß  mit  seminigra  steht,  die  ihrerseits  die  Philippinen  mit  irmae  Forbes  verbindet.  - — -  maenalis  Erichs,  maenalis. 
(122  a)  ein  robustes  Tier  mit  weißer  Grundfarbe  und  breiten,  niedrigen  Vflgln  gehört  ohne  Zweifel  in  die  Nivea- 
Gruppe  und  folgt  dem  mmfos-Typus,  denn  nach  außen  vom  dritten  Meridianstreifen  tritt  die  weiße  Grundfarbe 
direkt  an  den  in  seiner  basalen  Hälfte  schwarz  gesäumten  Costalrand  des  Vflgls;  die  beiden  inneren  Meridian¬ 
streifen  sind  besonders  auf  dem  Vflgl  verdickt,  werden  aber  gegen  den  Ird  hin  schmaler;  die  gelben  Schmuck¬ 
flecken  sind  in  den  Analwinkeln  beider  Figl  kräftig  entwickelt,  auch  ist  die  blaue  Linie  im  submarginalen  Bande 
der  Hflgl  sehr  deutlich  und  sogar  noch  auf  dem  Vflgl  oberhalb  des  gelben  Schmuckfleckes  wieder  aufzufinden. 
Kettenzeichnung  undeutlich.  $  größer,  kaum  heller  als  das  <$.  Luzon  und  Babuyanes,  vielleicht  auch  auf 
anderen  Inseln  der  Nord-Philippinen.  Flugzeit  vorwiegend  vom  April  bis  Juni,  dann  September  bis  Januar. 

—  rothschildi  Mart.  Mindoro;  eine  sehr  dunkle,  höchst  wahrscheinlich  auch  alpine  Art,  die  seminigra  nahe  rothschildi. 
steht  und  sich  ganz  besonders  durch  den  stark  verdickten,  zweiten  Meridianstreifen  auszeichnet,  welcher  auf  dem 
Hflgl  immer,  bald  höher,  bald  tiefer  mit  dem  dritten,  schmäleren,  confluiert;  letzterer  ist  über  dem  dritten 
Medianast  wieder  mit  dem  submarginalen  Bande  der  Vflgl  durch  eine  schmale  schwarze  Brücke  verbunden ; 
die  Adern  des  Vflgls  sind  alle  breit  schwarz  überstäubt.  Oie  gelbe  Farbe  in  den  Analwinkeln  beider  Figl  ist  stark 
reduziert  und  wird  besonders  auf  dem  Hflgl  wie  bei  keiner  anderen  weißen  Cyrestis  durch  schwarze  und  stahlblaue 
Flecken  überdeckt.  Oer  blaue  Streifen  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  ist  sehr  entwickelt  und  auch  noch  auf 
dem  Vflgl  oberhalb  des  gelben  Analflecks  zu  sehen.  —  negros  Mart,  von  der  gleichnamigen  Insel  Negros,  steht  negros. 
zwischen  maenalis  und  rothschildi,  näher  aber  der  ersteren,  unterscheidet  sich  jedoch  sofort  durch  den  Umstand, 


IX 


73 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


578 

daß  die  beiden  basalen  Meridianstreifen,  auf  den  Vflgln  sehr  stark  und  verdickt,  auf  den  Hflgln  ohne  allmähliche 
Abnahme  wie  abgebrochen  plötzlich  um  nahezu  die  Hälfte  schmäler  werden,  so  daß  die  Hflgl  bedeutend  heller 
erscheinen.  Her  dritte  Meridianstreifen,  so  dünn  und  scharf  begrenzt  wie  bei  maenalis,  während  er  bei  roth- 
schildi  breiter  und  undeutlich  abgesetzt  erscheint,  ist  mit  dem  submarginalen  Bande  der  Vflgl  über  dem  dritten 
Medianast  durch  eine  kleine,  schwach  angerußte  Brücke  verbunden.  Gelbe  Analflecken  und  blauer  Streifen 
im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  wie  bei  typischen  maenalis.  Der  zweite  und  dritte  Meridianstreifen  zeigen 
auf  dem  Hflgl  keine  Neigung  zum  Konfluieren,  wie  sie  das  stets  bei  rothschildi  tun.  Type  1  von  Whitehead 
ocbasius.  im  Februar  1896  auf  Negros  gefangen,  im  Tring-Museum.  —  oebasius  subsp.  nov.  verbindet  die  Formen  der 
mittleren  Philippinen  mit  jenen  von  Palawan  und  schließt  sich  an  obscurior  an,  letztere  noch  überbietend  in  der 
Ausdehnung  der  braunschwarzen  Längsbinden  der  Oberseite  aller  Figl.  Alle  rotgelben  Makeln  satter  mehr 
zu  Rot  als  zu  Gelb  wie  bei  obscurior  neigend.  Type  von  Bazilan,  im  Februar  von  W.  Doherty  gesammelt.  Min- 
obscurior.  danao,  nach  den  sehr  großen  Exemplaren  der  Sammlung  Semper  in  Frankfurt  a.  M.  —  obscurior  Stgr.  von  Pa¬ 
lawan  und  Babber  ist  unglücklich  gewählt,  denn  obscurior  ist  ein  entschieden  helleres  Tier  als  seine  Nachbarn 
seminigra  und  rothschildi,  welche  beide  alle  Bänder  und  Meridianstreifen  tief  schwarz  zeigen,  während  sie  bei 
obscurior  rauchgrau  erscheinen;  aber  die  Grundfarbe  ist  nicht  rein  weiß,  sondern  zeigt  einen  trüben,  schmutzi¬ 
gen,  gelblichen  Anflug  und  auf  diesen  mag  vielleicht  das  ,, obscurior “  Staudinge rs  gemünzt  sein;  außerdem 
hat  Staudinger  anscheinend  seine  Palawan- Stücke  mit  echten,  weißen  maenalis  aus  der  nivea- Gruppe  verglichen. 
Wie  sich  superbus  Stgr.  von  borneensis  durch  starke  Vermehrung  der  gelben  Töne  unterscheidet,  so  hat  auch 
obscurior  viel  mehr  Gelb  als  seminigra ,  was  hauptsächlich  im  Apex  und  Analwinkel  des  Vflgls  und  im  äußeren 
Teile  des  submarginalen  Bandes  der  Hflgl  auffällt;  auch  der  Nierenmakel  oberhalb  des  gelben  Analfleckes 
der  Vflgl  steht  meist  auf  gelbem  Grunde ;  der  dritte,  distalste  Meridianstreifen  konfluiert  auf  dem  Vflgl  über  dem 
dritten  Medanast  meistens  durch  eine  rauchgraue  Brücke  mit  dem  submarginalen  Bande,  obscurior  zeigt  fast 
keinen  blauen  Schmuck  und  die  Kettenzeichnung  ist  wenig  deutlich,  auf  zwei  Glieder  beschränkt.  Die  $$ 
sind  größer  und  heller,  haben  noch  mehr  Gelb  im  Apex  des  Vflgls,  sehr  lange  Schwänzchen  und  mehr  rundliche 
Figlkonturen.  In  der  F ruhstorfe Eschen  Kollektion  steckt  ein  1898  von  Doherty  erbeutetes  in  der  Grund- 
ciiedius.  färbe  nahezu  ganz  gelbes  $.  —  aiedius  subsp.  nov.  differiert  nur  unerheblich  von  obscurior  durch  vermehrte 
Schwarzstreifung,  Verkleinerung  aller  roten  Makeln  namentlich  im  Analwinkel  der  Hflgl  und  das  Fehlen  der 
gelblichen  Ketten  distal  von  der  breiten  schwarzen  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Unterseite  lebhafter  perl- 
seminüjra.  mutterfarben.  Balabac,  nach  I  1  Exemplaren  meiner  Sammlung.  —  seminigra  Sm.  Wie  irmae  und  martini 
ein  alpines  Tier  und  unter  den  weißen  Cyrestis  die  schwärzeste,  in  diesem  Genus  den  höchsten  Grad  von  Melanis¬ 
mus  darbietende  Form.  Oostalrand  der  Vflgl  dick  schwarz  gesäumt,  alle  Adern  schwarz  bestäubt,  die  Meridian¬ 
streifen  sehr  breit  schwarz,  von  denen  der  dritte,  distalste  immer  auf  der  Höhe  des  dritten  Medianastes 
mit  dem  submarginalen  Bande  der  Vflgl  durch  eine  dicke,  schwarze  Brücke  verbunden  ist;  dadurch 
beträchtliche  Reduktion  des  Gebietes  der  weißen  Grundfarbe.  Während  bei  irmae  und  allen  anderen 
Arten  der  Gruppe  im  gelben  Analfleck  des  Vflgls  zwei  schwarze  Punkte  stehen,  zeigt  seminigra  nur 
einen;  der  zweite,  obere  steht  bereits  außerhalb  des  gelben  Gebietes  in  blasser  Umrandung  und  er¬ 
innert  in  seiner  bedeutenden  Größenzunahme  an  ein  kleines,  unvollständiges  Glied  der  Kettenzeichnung ; 
martini.  letztere  auf  dem  Hflgl  wie  bei  irmae.  —  Die  in  den  Sammlungen  noch  seltene  martini  Hartert  (122  a)  differiert 
von  der  bekannten  irmae  aus  Sumatra  in  folgenden  Punkten  :  Weniger  ausgedehnte,  schwarze  Färbung,  so  daß 
die  weiße  Grundfarbe  bis  hart  an  den  Costalrand  der  Vflgl  herantritt;  der  basalste  Meridianstreifen  viel  dünner; 
nach  außen  von  der  Nierenmakel  oberhalb  des  gelben  Analflecks  der  Vflgl  steht  ein  ovaler,  rein  weißer  Rest  der 
Grundfarbe,  welcher  bei  irmae  nur  noch  als  Strich  zu  erkennen  ist;  auf  dem  Hflgl  nahe  dem  oberen  Teile  des 
Außenrds  ein  viel  größeres,  dreieckiges,  weißes  Feld;  die  zwei  weißen  Linien  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl 
deutlicher,  gröber  und  weniger  unterbrochen;  gegen  den  Apex  des  Hflgls  nehmen  diese  beiden  Linien  noch  an 
Breite  zu  und  besitzen  meist  einen  blaß-silberblauen  Schimmer,  sodaß  das  ganze  submarginale  Band  breiter 
und  heller  erscheint.  Kettenzeichnung  wie  bei  irmae.  martini  ist  im  Durchschnitt  auch  etwas  größer  als  irmae. 
irmae.  Perak.  Malayische  Halbinsel.  $  fehlt  in  meiner  Sammlung.  —  irmae  Forb.  bewohnt  West-Sumatra  und 
die  Battakberge  im  Nordosten  der  Insel.  Das  Tierchen  ist  ein  alpiner  Schmetterling  und  erscheint  erst  in  einer 
Erhebung  von  2000';  von  da  ab,  wo  nivalis  nicht  mehr  vorkommt,  bis  4000'  und  darüber  ist  der  Schmetterling 
ziemlich  häufig,  auf  jeden  Fall  viel  reichlicher  wie  nivalis  in  der  Ebene,  und  wird  wie  diese  Art  an  den  Ufern 
kleiner  Wasserläufe  oder  auch  auf  feuchten  Wegstellen  angetroffen,  wo  er  mit  Artgenossen  und  zahlreichen 
Pieriden  zusammen  begierig  aus  dem  feuchten  Sande  Wasser  aufsaugt.  Martin  besitzt  Exemplare  aus  allen 
Monaten  des  Jahres,  es  scheint  also  Generation  auf  Generation  zu  folgen.  Hunderten  von  erbeuteten  steht 
kein  einziges  $  gegenüber;  es  muß  also  dieses  Geschlecht  eine  völlige  andere  Lebensweise  besitzen.  Im  Tring- 
Museum  befindet  sich  aber  neben  26  <3$  ein  $,  das  von  Ericson  bei  Loeboe-Radja  gefangen  worden  ist; 
es  ist  viel  größer  und  heller  und  die  Meridianstreifen,  besonders  der  dritte,  äußerste,  sind  fast  so  fein 
wie  bei  nivalis.  Staudinger  benannte  irmae  nochmals  als  sumatrensis;  von  nivalis  unterscheidet  sie  sich 
durch  viel  dickere  Medianstreifen,  besonders  der  basalste  ist  sehr  dick,  während  der  dritte,  distalste,  an 
seinem  Beginne  an  der  Costa  des  Vflgls  eine  zwiebelartige  Verdickung  zeigt;  alle  Adern  sind  schwarz,  was 
bei  nivalis  und  auch  nivea  nur  teilweise  der  Fall  ist.  Der  Costalrand  der  Vflgl  ist  ferner  mit  geringen, 
undeutlichen  Unterbrechungen  zwischen  den  verdickten  Ansätzen  der  Meridianstreifen  völlig  schwarz  ge- 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruit  Store  er. 


579 

säumt,  wenn  auch  nicht  in  gleicher  Breite  wie  bei  nivea.  Das  Gelb  der  Analwinkel  beider  Figl  ist  ein  viel 
tieferes,  gesättigteres  und  wird  besser  Rotbraun  genannt.  Von  der  unten  noch  zu  erwähnenden  rothschildi 
der  Philippinen  unterscheidet  sich  irmae  durch  viel  dünnere  Meridianstreifen,  von  denen  der  mittlere  auf 
dem  Hflgl  die  feine,  schwarze  Linie,  welche  den  Zellverschluß  markiert,  ganz  frei  läßt,  während  diese  Linie 
bei  rothschildi  völlig  vom  Meridianstreifen  überdeckt  wird.  Die  blaue  Schmucklinie  im  submarginalen  Bande 
der  Hflgl,  sehr  deutlich  bei  rothschildi,  ist  bei  irmae  nur  im  analen  Drittel  dieses  Bandes  schwach  angedeutet; 
dagegen  hat  irmae  das  gelbe  Gebiet  im  Analteil  der  Hflgl  sehr  ausgedehnt  und  lebhaft  gefärbt,  während  es  bei 
rothschildi  unter  allen  Arten  der  ganzen  Gruppe  am  schwächsten  entwickelt  ist.  Von  der  Kettenzeichnung  lassen 
sich  bei  irmae  im  analen  Ende  des  Submarginalbandes  der  Hflgl  zwei  gut  ausgebildete  Glieder  erkennen, 
subobscurus  Swinh.  blieb  mir  in  natura  unbekannt,  und  nach  der  Diagnose  ihres  Autors,  welche  hier  übersetzt  subobscurus. 
wird,  handelt  es  sich  um  eine  hervorragend  differenzierte  melanotische  Inselform.  Grundfarbe  grau  mit  purpur¬ 
nem  Schimmer.  Oberseite  mit  zehn  dunkleren  purpurbraunen  Längsstreifen,  welche  so  nahe  aneinanderstehen, 
daß  sie  den  Flgln  ein  schwarzes  Ansehen  verleihen.  Auf  den  Vflgln  fällt  ein  weißes  Feld  zwischen  dem  fünften 
und  sechsten  dunklen  Band  auf.  Auf  der  Unterseite  erscheinen  alle  Binden  als  zartere  Streifchen  von  bleicherer 
Gesamtfärbung  als  oberseits.  Insel  Nias,  gewiß  sehr  selten,  weil  sie  nicht  in  den  Zehntausende  umfassenden 
Serien  enthalten  war,  welche  durch  Missionare  gesammelt  wurden  und  durch  Prof.  Thiemes  Vermittlung  von 
mir  durchgesehen  werden  konnten.  Swinhoe  vergleicht  subobscurus  mit  maenalis  und  seminigra  und  hat  somit 
den  Fingerzeig  zu  ihrer  Einreihung  gegeben. 

C.  heracles  Stgr.  hat  am  wenigsten  die  weiße  Grundfarbe  bewahrt  und  wurde  früher  von  mir  irriger  heracles. 
Weise  in  die  aa’Zia- Gruppe  gestellt,  während  Staudinger  diese  Art  mit  strigata,  Fldr.  aus  Celebes,  ebenfalls 
der  acilia- Gruppe  angehörig,  vergleicht.  Die  beiden  basalen  Meridianstreifen  sind  sehr  dick  und  lassen  in  den 
Zwischenräumen  nur  schmale  Streifen  von  schmutzigem  Braungrau  erkennen;  der  dritte  Meridianstreifen 
fehlt  völlig  und  der  Rest  der  weißen  Grundfarbe,  von  welcher  sich  auch  nichts  mehr  im  submarginalen  Bande 
der  Vflgl  findet,  erscheint  als  ein  ziemlich  schmales,  weißes  Medianband;  keine  blaue  Schmucklinie  im  sub¬ 
marginalen  Bande  der  Hflgl,  dagegen  ist  die  Kettenzeichnung  auf  den  Hflgln  komplett  und  besteht  aus  6 
Gliedern;  auch  auf  dem  Vflgl  läßt  sich  diese  Zeichnung  noch  erkennen;  das  auf  den  Hflgln  nach  außen  vom  sub¬ 
marginalen  Bande  im  oberen  Teile  des  Außenrds  bei  allen  anderen  Arten  der  Gruppe  und  auch  der  vorhergehenden 
Gruppen  befindliche  Dreieck  der  Grundfarbe  ist  in  eine  schmutzig-weiße,  in  kleine  Striche  zerbrochene  Linie 
umgewandelt.  Das  Gelb  der  Analwinkel  erscheint  als  mattes  Nußbraun.  Die  hellere  Unterseite  zeigt  aber  viel 
mehr  von  der  Grundfarbe  und  erinnert  sehr  an  jene  von  den  dunklen  Subspecies  von  hylas,  besonders  an  obscu- 
ratus.  Die  $$  sind  dem  ^  sehr  ähnlich,  aber  größer  und  haben  eine  weniger  dunkle,  nicht  braunschwärzliche, 
sondern  dunkelrauchbraune  Färbung;  ein  $  von  Besi  zeigt  die  weißen  Medianbänder  beider  Figl  gelb  angeflogen, 
was  sich  auch  bei  Mangoli-$$  wenigstens  auf  dem  Hflgl,  wenn  auch  nicht  so  ausgesprochen,  Avahrnehmen  läßt. 

In  Staudingers  Sammlung.  Bei  den  letzten  Arten  der  maenalis- Gruppe,  telamon  und  heracles,  steht  der  gelbe 
Analfleck  des  Vflgls  nicht  mehr  genau  am  Außenrd,  sondern  ist  etwas  nach  einwärts  verschoben,  wie  das  in  der 
thyodamas  Gruppe  die  Regel  ist;  jedoch  die  ganze  Formation  des  submarginalen  Bandes,  vor  allem  seine  Kon¬ 
tinuität,  zwingen  zur  Belassung  beider  Arten  an  diesem  Platze. 

C.  telamon  verbreitet  sich  in  einer  Anzahl  gut  differenzierter  Inselrassen  über  die  gesamten  Molukken. 

Grundfarbe  rein  weiß  ;  in  der  basalen  Hälfte  beider  Figl  ziehen  von  der  Costa  der  Vflgl  zum  Analrande  der  Hflgl 
drei,  ziemlich  gleich  breite,  schwarzbraune  Bänder,  in  deren  Zwischenräumen  die  Grundfarbe  nicht  ganz  rein, 
sondern  grau  bestäubt  hervortritt;  das  erste  dieser  Bänder  ist  völlig  basal,  das  zweite  entspringt  an  der  Costa 
des  Vflgls  mit  zwei  dunkleren  Schenkeln,  zwischen  denen  ein  dick  grau  bestäubter  Zwickel  liegt,  das  dritte, 
äußerste  schließt  auf  dem  Vflgl  die  den  Zellverschluß  markierenden,  schwarzen  Linien  in  sich  ein.  Die  Aveiße 
Grundfarbe  erscheint  darauf  in  Gestalt  eines  breiten,  medianen  Bandes,  das  sowohl  gegen  die  Costa  des  Vflgls 
als  auch  gegen  den  Analrand  des  Hflgls  an  Breite  abnimmt.  In  dieses  Aveiße  Medianband  ragt  vom  Anahvinkel 
des  Hflgls  her  ein  feiner,  schwarzer  Strich  herein,  welcher  am  mittleren  Medianast  spitz  endet,  ein  Rest  ohne 
ZAAreifel  des  bei  hylas  obsoleten,  dritten  Meridianstreifens.  Das  aus  drei  Linien  bestehende,  im  Anahvinkel 
zwischen  den  Medianästen  mit  einer  zartlila  Schmucklinie  gezierte,  submarginale  Band  der  Hflgl  setzt  sich  deut¬ 
lich  auf  dem  Vflgl  fort,  schließt  nach  innen  vom  Analwinkel  des  Vflgls  einen  gelben,  zAVei  scliAvarzweiße  Punkte  tra¬ 
genden  Schmuckfleck  und  über  diesem  einen  größeren,  runden,  schwarzen,  an  seiner  Innenseite  von  einem  bla߬ 
blauen  Halbmonde  umrahmten,  einem  Ocellus  nicht  unähnlichen  Fleck  in  sich  ein,  läßt  zAvischen  zweitem 
Medianast.  und  unterer  Radiale  im  Zentrum  des  Bandes  die  Grundfarbe  hervortreten,  welche  auch  den  gelben 
Schmuckfleck  und  den  ocellenälmlichen,  scliAvarzen  Fleck  nach  außen  umgibt,  und  Avird  im  Apex  des  Vflgls 
wieder  deutlich  und  komplet,  avo  vier  subapicale,  Aveiße,  längliche  Flecken  stehen,  die  beiden  inneren,  größeren 
im  submarginalen  Bande,  die  beiden  äußeren,  kleineren  zwischen  submarginalem  Bande  und  der  inneren  der 
beiden  submarginalen,  sclnvarzen  Linien.  Im  Analwinkel  der  Hflgl  zeigt  das  submarginale  Band  deutlich  die 
Kettenzeichnung  und  lassen  sich  zwei  gute  Glieder  unterscheiden.  Nach  außen  vom  submarginalen  Bande 
verlaufen  auf  beiden  Flgln  zwei  submarginale  und  eine  marginale,  schwarze  Linie,  in  deren  ZAvischenräumen 
die  Grundfarbe  mehr  oder  minder  deutlich  zu  erkennen  ist.  Die  innere  Linie  von  den  beiden  submarginalen 
des  Hflgls  ist  sehr  breit,  weicht  oberhalb  des  zAveiten  Kettengliedes  vom  submarginalen  Bande  nach  außen 


580 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ab  und  wird  so  die  äußere  Grenze  eines  spitzen  Dreieckes  der  Grundfarbe,  dessen  Basis  am  einwärts  ausgeschnit¬ 
tenen  Apex  des  Hflgls  gelegen  ist.  Anallappen  und  untere  Hälfte  des  Analrandes  sind  breit  braungelb  und  finden 
sich  am  Analrande  vis-ä-vis  dem  Schwänzchen  und  auf  dem  Anallappen  je  ein  schwarzer  Kern,  von  denen 
der  obere  am  Analrande  weiß  umzogen  ist.  Schwänzchen  schwarz.  Unterseite  der  Oberseite  ähnlich,  nur  herrscht 
die  einen  gelblichen  Stich  besitzende  Grundfarbe  vor,  da  alle  schwarzen  Zeichnungen  reduziert  erscheinen, 
allein  die  beiden,  schwarzen  Kerne  im  Analgebiete  sind  deutlicher  und  größer.  Thorax  und  Abdomen  oben 
bräunlich  und  schwärzlich  gestreift,  unten  weißgelb.  Es  kommt  dieser  Art  ein  deutlicher,  nach  Norden  zuneh¬ 
mender  Melanismus  zu  und  müssen  deshalb  hier  einige  neue  Subspezies  erwähnt  werden,  um  die  von  typischen 
telamon.  hylas  sich  sehr  unterscheidenden  Bewohner  der  nördlichen  Molukken  durch  Namen  festzulegen.  —  telamon  L. 
(  -  hylas  Clerk,  rudis  Flär.),  obgleich  die  zuerst  beschriebene  Spezies  des  Genus,  muß  dennoch  als  die  vielleicht 
seltenste  Form  aller  Cyrestis  angesehen  werden.  Um  so  mehr  muß  es  wunder  nehmen,  daß  gerade  diese 
auch  heute  nur  in  den  wenigsten  Sammlungen  anzutreffende  Art  als  erste  der  Wissenschaft  bekannt  wurde. 
Linne  erhielt  aber  seine  meisten  Exoten  aus  Holland,  und  Amboina  war  die  älteste  Kolonie  Hollands  im  Osten, 
wo  sielt  zuerst  auch  wissenschaftliche  Bestrebungen  entwickelten,  und  so  kam  es,  daß  der  seltene  hylas  lange 
vor  seinen  heute  viel  gemeineren  Gattungsgenossen  in  Europa  einen  Namen  erhielt.  In  meiner  Sammlung  sind 
zwei  GS  aus  Ost-Ceram,  welche  H.  Kühn  dort  aufgefunden  hat.  Das  $  ist  sehr  viel  heller  und  größer,  ( 1  $  aus 
buruensis.  Ceram  im  Tring-Museum).  —  buruensis  Martin  dunkler  und  kleiner  als  typischer  hylas ,  sodaß  das  weiße 
Median  band  mehr  auffällig  wird,  welches  auf  dem  Vflgl  mit  dem  im  submarginalen  Bande  zwischen  zweitem 
Medianast  und  unterer  Radiale  sich  befindenden,  schmalen  Reste  der  weißen  Grundfarbe  in  ununterbrochener 
Verbindung  steht,  da  der  innerste  von  den  drei,  das  submarginale  Band  bildenden  Streifen  mit  Ausnahme  der 
Andeutung  eines  kleinen,  schwarzen  Punktes  auf  dem  dritten  Medianast  obsolet  geworden  ist.  Im  Analwinkel 
des  Hflgls  ragt  wie  bei  hylas  ein  kurzer,  schwarzer  Streifen  in  das  weiße  Medianband,  ein  Rest  des  sonst  verschwun- 
obianus.  denen,  dritten  Meridianstreifens.  Unterseite  viel  dunkler  als  jene  von  hylas.  Insel  Buru.  - —  obianus  Mart. 
(122  a).  Kleiner  als  typische  hylas  und  als  hylas  buruensis,  kleinste  Form  der  Art;  steht  buruensis  sehr  nahe,  ist 
aber  wieder  um  eine  deutliche  Nuance  dunkler;  das  weiße  Medianband  ist  etwas  breiter;  der  blaßlaue  Halb¬ 
mond  an  der  Innenseite  der  schwarzen  Ocelle  im  submarginalen  Bande  der  Vflgl  erscheint  nur  noch  weißlich; 
im  Analende  des  weißen  Medianbandes  auf  den  Hflgln  der  Rest  des  dritten  Meridianstreifens  sehr  deutlich 
und  mit  verdickter  Basis ;  die  innere  der  beiden  submarginalen,  schwarzen  Linien  des  Hflgls  ist  sehr  breit,  sodaß 
das  Dreieck  der  Grundfarbe  sehr  schmal  wird;  auch  der  Rest  der  Grundfarbe  im  submarginalen  Bande  der  Vflgl 
sehr  reduziert  und  in  zwei  weiße  Flecken  geteilt,  weil  die  schwarze  Ocelle  über  dem  zweiten  Medianast  mit  der 
äußeren  Grenzlinie  des  submarginalen  Bandes  konfluiert.  Die  bei  hylas  gelben  Auszeichnungen  in  den  Anal¬ 
winkeln  beider  Figl  dunkelbraun.  Unterseite  sehr  dunkel  gezeichnet ;  der  zweite  Meridianstreif,  welcher  bei 
typischen  hylas  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  in  seinem  unteren  Ende  nahe  dem  Analwinkel  gelb  wird,  bleibt 
bei  obianus  schwarz  und  verbindet  sich  mit  dem  ersten  durch  einen  deutlichen,  schwarzen  Bogen.  Obi.  — 
ohscuratus.  obscuratus  Mart,  von  Batjan  und  Halmaheira,  abermals  dunkler  als  buruensis  und  obianus ;  zwischen  den  ba¬ 
salen  Meridianstreifen  der  Oberseite  lassen  sich  keine  weißen  Zwischenräume  mehr  erkennen;  das  mediane  Band 
ist  sehr  schmal  geworden  und  ist  von  dem  Reste  der  Grundfarbe  im  submarginalen  Bande  der  Vflgl  durch  eine 
dicke,  bräunlichgraue,  undeutlich  begrenzte,  höchstens  oberhalb  des  dritten  Medianastes  etwas  unterbrochene 
Linie  abgeschlossen;  auf  dem  Hflgl  legt  sich  der  Rest  des  dritten  Meridianstreifens  im  Analende  des  weißen  Me¬ 
dianbandes  dem  äußersten  Basalstreifen  enge  an  und  erscheint  nur  zwischen  erstem  und  zweitem  Medianast 
als  kleiner,  brauner  Sporn,  dessen  obere  Spitze  genau  am  zweiten  Medianaste  liegt ;  auf  der  Unterseite  beider 
Figl  ist  die  weiße  Grundfarbe  zwischen  den  Basalstreifen  breit  und  deutlich  zu  erkennen,  jedoch  nicht  mehr  so 
rein  wie  bei  obianus ;  die  gelben  Auszeichnungen  sind  dunkler  wie  bei  typischem  hylas,  aber  heller  wie  bei  obianus. 
obscurissi-  obscuratus  besitzt  die  gleiche  Größe  wie  hylas,  die  $$  sind  heller  und  noch  größer.  —  obscurissimus  Mart. 
mus'  Von  Morotai.  Auf  der  nördlichsten  Insel  des  hylas- Gebietes  fliegt  die  dunkelste  und  größte  Subspezies.  Die 
innere,  sehr  breite  Linie  des  submarginalen  Bandes  der  Vflgl  schließt  das  mediane  Band  völlig  nach  außen  ab; 
die  Adern  der  Vflgl,  besonders  die  beiden  Radialen  sind  dick  schwarz  bestäubt  ,  so  daß  das  weiße  Medianband 
schon  beginnt,  den  Eindruck  einer  Fleckenbinde  zu  machen;  der  Rest  des  dritten  Meridianstreifens  im  Anal¬ 
ende  des  Medianbandes  auf  dem  Hflgl  ist  sehr  gut  entwickelt  und  erreicht  den  dritten  Medianast ;  der  blaßblaue 
Halbmond  an  der  Innenseite  des  Ocellus  im  submarginalen  Bande  der  Vflgl  fehlt.  Type  1  G  im  Tring-Museum, 
von  Dumas  in  Mira  auf  Morotai  im  November  1898  erbeutet. 

adaemon.  C.  adaemon  Godm.  u.  Salv.  ersetzt  telamon  im  Bismarckarchipel.  Die  Figlkontur  nach  Martin  rundli¬ 

cher  als  bei  irgend  einer  anderen  Cyrestis,  die  beiden  basalen  Streifen  sehr  verdickt,  das  breite  wei  ße  Mittelfeld 
aber  ohne  weiteres  kenntlich  an  einer  zarten  dünnen  schwarzen  Linie.  Analwinkel  der  Unterseite  der  Hflgl 
ausgedehnter  gelb  bezogen  als  bei  den  bekannten  telamon-Y ikarianten.  Ziemlich  selten.  Aus  Neu-Lauenburg 
und  Neu-Pommern  in  meiner  Sammlung,  nach  Ribbe  nicht  an  Wasserläufen,  sondern  nur  auf  von  der  Sonne 
beschienenen  Sträuchern  zu  finden. 

C.  thyodanias  gilt  als  die  bekannteste  einer  Gruppe  von  drei  Arten,  welche  den  Continent  Asiens  und 
die  Andamanen  bewohnt,  in  Makromalayana  und  den  Molukken  fehlt,  um  ganz  überraschend  im  fernen  Osten 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


581 


auf  den  äußersten,  kleinen  Sundainseln,  Lombok,  Sumba  und  Sambawa  und  auf  Neu-Guinea  und  Waigeu 
wieder  aufzutauchen;  die  östlichsten  Formen  bewohnen  den  Salomon- Archipel  und  die  Loyalty-Inseln  im  stillen 
Ozean.  Das  submarginale,  mit  einer  bläulichen  Mittellinie  gezierte  Band  der  Hflgl  setzt  sich  auf  den  Vf  Igln 
fort,  erlischt  aber  in  Höhe  des  zweiten  Medianastes,  um  dann  gegen  den  Apex  hin  etwas  unter-  oder  oberhalb 
der  unteren  Radiale  wieder  zu  erschienen.  Der  Analwinkel  des  Vflgls  trägt  bei  allen  weißen  Arten  der  Artengruppe 
Sykophages  nach  innen  von  der  verstümmelten,  ausgeschnittenen  Ecke  einen  gelben  Schmuckfleck;  dieser 
Fleck  ist  in  dieser  Gruppe  so  weit  nach  innen  gerückt,  daß  seine  innere  basale  Grenze  ungefähr  mit  der  basalen 
Grenze  des  äußeren  Flgldrittels  zusammenfällt.  —  thyodamas  Bsd.  fliegt  fast  in  seinem  ganzen  großen  Gebiet  in  einer  ihyodama >. 
mehr  weißen  und  einer  mehr  gelblichen  Spielart,  deren  Extreme  durch  zahlreiche  Zwischenformen  verbunden  sind. 

Nur  im  Süden  Vorderindiens  scheinen  keine  gelblichen  Stücke  vorzukommen ;  man  hielt  die  letzteren  anfänglich  für 
die  $9-  Nur  im  westlichen  Himalaya  sollen  nach  de  NiCEViLLEdie  $$  gewöhnlich  gelb  sein,  so  daß  der  Name  ganescha  ganescha. 
Koll.  stehen  bleiben  kann.  Auch  an  eine  Saisonform  ist  bei  den  gelben  Stücken  nicht  zu  denken,  da  beide  Formen 
gleichzeitig  fliegen.  Es  handelt  sich  zweifellos  um  einen  dem  Genus  Cyrestis  eigenen  Dimorphismus,  den  wir 
auch  bei  andern  seiner  Arten  antreffen,  thyodamas  ändert  nach  zwei  Richtungen  hin  ab:  erstens  entwickelt 
er  Saisonformen,  zweitens  unterliegt  er  einem  nach  Osten  zunehmenden  Melanismus.  Da  die  Regenzeitform 
dunkler  ist,  als  jene  der  Trockenzeit,  so  zeigt  sie  viele  Uebereinstimmung  mit  den  dunklen  Formen  des  fernsten 
Ostens.  Exemplare  aus  den  regenärmsten  Strichen  Vorder-Indiens  (Nilgiris,  Musorie,  Nepal)  kommen  völlig 
überein  mit  den  kleinen,  hellen  Trockenzeitformen  aus  Burma,  Siam,  Anam,  Tonkin  und  Yunnan,  während 
Sikkim-Regenzeitstücke  schon  an  die  dunklen  China-Tiere  Annäherung  zeigen.  Der  Verdunklung  unterliegen 
besonders  die  Meridianstreifen,  der  Apex  des  Vflgls,  das  submarginale  Band  der  Hflgl  und  jene  diskale  Stelle 
des  Vflgls,  wo  sich  der  dritte,  äußerste  Meridianstreifen  in  der  Höhe  des  dritten  Medianastes  der  inneren  Linie 
des  submarginalen  Bandes  am  meisten  nähert.  Die  beiden  Linien  sind  an  dieser  Stelle  durch  einen  nahezu 
quadratischen,  rußfarbigen  Flecken  verbunden,  den  alle  China-,  Loo-Choo-  und  Japan-Stücke  tragen,  der  sich 
aber  auch  bei  Sikkim-Exemplaren  aus  der  Regenzeit  ab  und  zu  findet.  Die  Kettenzeichnung  ist  bei  thyodamas 
nur  schwach  entwickelt ;  es  findet  sich  die  Andeutung  von  zwei  Gliedern  auf  dem  Hflgl  im  analen  Ende  des 
submarginalen  Bandes  und  auf  dem  Vflgl  steht  direkt  über  dem  gelben  Schmuckfleck  des  Analwinkels  ein  in- 
konrpletes,  nach  außen  offenes,  ein  C  bildendes  Glied.  Der  feingeschnittene,  schwärzlich  und  gelbbraun  gestreifte 
Körper  des  Tieres  mit  seinen  langen  Palpen  und  vorstehenden  Augen  hat  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  einer 
Garneele.  Thorax  und  Abdomen  der  gelben  Spielart  sind  heller  gelb  und  erscheinen  im  auffallenden  Sonnen¬ 
lichte  goldglänzend.  Im  südlichen  Burma,  in  Tenasserim  erreicht  thyodamas  die  Grenze  seines  Gebietes  nach 
Südosten  und  fliegt  dort  mit  nivalis  Fldr.  zusammen.  Die  aber  von  Staudinger  als  zweifellos  hingestellte  An¬ 
nahme,  daß  thyodamas  nicht  außerhalb  des  Gebietes  von  Continental-Indien  Vorkommen  könne,  hat  sich  als 
nicht  begründet  erwiesen  und  wurde  auch  schon  von  Seitz  geziemend  zurückgewiesen.  Meinen  persönlichen 
Wünschen  und  Gefühlen  folgend,  würde  ich  die  verschiedenen,  zu  thyodamas  gehörigen,  geographischen  Formen 
nicht  durch  Namen  festlegen,  da  sich  von  der  hellsten  Trockenzeitform  aus  dem  westlichen  Himalaya  bis  zur 
dunkelsten  Sommerform  aus  dem  südlichen  Japan  eine  alle  Unterschiede  der  Extreme  überbrückende  Kette 
von  Zwischenformen  hersteilen  läßt.  Da  diese  Unterschiede  aber  doch  bedeutend  sind  und  besonders  in  großen 
Serien  auch  gut  halten,  und  da  doch  durch  meine  früheren  Arbeiten  bereits  der  Anfang  zu  einer  Aufteilung  der 
Subspecies  gemacht  worden  ist,  sollen  die  bisherigen  Beschreibungen  hier  verzeichnet  werden.  —  formosana  formomtia. 
Frühst,  ist  eine  äußerst  veränderliche  Inselrasse,  deren  Regenzeitform  an  Ausdehnung  der  berußten  Flglpartien 
alle  bekannten  Cyrestis  überbietet  ,  womit  zugleich  eine  Verdrängung  und  Verfärbung  der  gelblichen  Subanal¬ 
partie  der  Hflgl  parallel  geht;  dagegen  läßt  sich  eine  deutliche  Vermehrung  der  Blaustreifung  der  Vflgl  deut¬ 
lich  erkennen.  Die  Trockenzeitform  verrät  Beziehungen  zu  mabella  der  Liu-Kiu-Inseln,  und  es  existieren  sogar 
welche  sich  den  Sikkim-^'d'  aus  der  regenarmen  Periode  nähern,  aber  von  diesen  doch  auch  wieder  abwei¬ 
chen  durch  eine  mehr  rein  weiße  Grundfarbe  mit  zartem  rosa  Hauch  und  licht  gelber  Umrahmung  aller  Figl. 

Nicht  selten  auf  Formosa,  Hauptflugzeit  Juni  und  Juli,  in  der  Umgebung  des  Lehiku-See’s  und  bei  Chip-Chip.  - 
mabella  Frühst,  von  der  Insel  Oshima;  da  diese  alle  identisch  mit  den  wenigen  bekannten  Stücken  aus  Süd- Japan  »iahella. 
sind,  so  gilt  der  Name  mabella  sicher  auch  für  die  schon  von  Pryer  (Rhop.  Nikon  p.  23,  Taf.  V  fig.  14)  erwähnte 
Subspecies  aus  Japan.  Nächst  formosana  ohne  Zweifel  die  dunkelste  Form  der  Gesamtart  mit  breitesten  Meridian¬ 
streifen  und  breitestem,  braunschwarz  verdunkeltem  Apex  der  Vflgl,  auf  denen  der  dritte,  äußerste  Medianstreifen 
natürlich  über  dem  dritten  Medianast  mit  der  inneren  Linie  des  submarginalen  Bandes  durch  einen  mehr  oder 
minder  deutlichen  Rußflecken  zusammenfließt.  Alle  sonst  gelben  Auszeichnungen  sind  braun  und  ist  das  sub¬ 
marginale  Band  der  Hflgl  zwischen  innerer  und  äußerer  Linie  um  die  in  Striche  zerbrochene,  mittlere  Linie, 
braun  ausgefüllt.  Der  blaue  Schmuckstreifen  ist  außergewöhnlich  breit  und  das  einzige  Kettenglied  des  Vflgls 
zwischen  1.  und  2.  Medianast  besteht  aus  einem  nahezu  völlig  geschlossenen  Oval,  das  ein  kleines,  weißes  Drei¬ 
eck  mit  basaler  Basis  einschließt.  Die  Grundfarbe  ist  bei  den  weißen  Stücken  reiner  weiß,  fast  papierweiß ; 
aber  es  kommt  eben  auch  bei  dieser  Subspecies  die  gelbliche  Spielart  vor.  Die  früher  von  mir  außer¬ 
dem  zur  Unterscheidung  der  Subspecies  zu  Hilfe  genommene,  durchschnittliche  Größe  der  Individuen 
ist  bei  thyodamas  ein  nicht  gut  zu  verwertendes,  mißliches  Kriterium,  da  die  Regenzeitformen  bei  dieser  Art 
immer  größer  sind  als  jene  der  Trockenzeit  und  so  unter  günstigen  Verhältnissen  Stücke  aus  Kontinental¬ 
indien  an  die  Maße  der  ja  im  Allgemeinen  wohl  größeren  China-  und  Japan-Exemplare  heran  kommen.  (1\L\r- 


582 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruit  stör  fer. 


afghana.  tin).  — -  afghana  Mart.  Afghanistan.  Nach  5  Exemplaren,  2  $<$  und  3  $$  im  Tring-Museum,  welche  offenbar  bei 
Gelegenheit  einer  der,  kriegerischen  Unternehmungen  Englands  gegen  Afghanistan  gesammelt  worden  sind; 
sie  mögen  jener  Rasse  von  thyodamas  angehören,  welche  nach  Rev.  Hocking  überwintert.  Die  Grundfarbe 
ist  ein  blasses,  helles  Gelb  und  sind  alle  Zeichnungen  auf  das  Mindestmaß  reduziert.  Da  sämtliche  fünf  Stücke 
gelb  sind,  so  scheint  es,  daß  thyodamas  an  der  nördlichen  Grenze  seines  Vorkommens  in  Indien  nur  in  der  gelben 
Spielart  erscheint,  während  nach  de  Niceville  im  Süden  der  vorderindischen  Halbinsel  nur  weiße  Exemplare 
fliegen.  Auffallend  ist  ferner,  daß  sich  unter  den  5  Tieren  3  $$  befinden,  ein  bei  den  kontinentalen  Arten 
sonst  nie  beobachtetes  Verhältnis;  vielleicht  sind  in  den  Tälern  Afghanistans  die  Lebensbedingungen  einer 
Cyrestis  nur  für  einen  sehr  beschränkten  Teil  der  Talsohle  gegeben,  so  daß  es  den  $$  nicht  möglich  ist,  eine 
nobilior.  gesonderte,  verborgene  Existenz  zu  führen.  —  nobilior.  Mart.  Von  Rangoon,  Burma.  So  groß  wie  mabella,  größer 
als  der  größte  thyodamas  aus  Sikkim,  von  rein  weißer  Grundfarbe,  Apex  der  Vflgl  nur  sehr  wenig  verdunkelt, 
aber  entlang  dem  Außenrd  des  Vflgls  vom  Apex  bis  ungefähr  zur  Mitte  der  Zelle  zwischen  2.  und  1.  Median¬ 
ast  verlaufen  die  marginalen  und  submarginalen,  schwarzen  Linien  auf  violettgrauem  Grunde,  der  sich  am  Apex 
noch  etwas  verbreitert,  so  daß  die  Gabel  des  4.  und  5.  Subcostalastes  noch  auf  dieser  Farbe  zu  stehen  kommt. 
Der  bei  den  östlichen  Formen  den  dritten  Meridianstreifen  mit  der  inneren  Linie  des  submarginalen  Bandes 
verbindende,  rauchgraue,  oft  quadratische  Fleck  ist  basalwärts  verrückt  und  von  rundlicher  Form,  läßt  das 
submarginale  Band  deutlich  unberührt,  ist  aber  dafür  noch  basalwärts  vom  dritten  Meridianstreifen  zu  sehen. 
Type  ein  <$  aus  Rangoon  im  Tring-Museum.  Es  ist  nun  wohl  möglich,  daß  unter  nobilior  nur  ein  sogenannter 
„Sport“  beschrieben  ist  und  dürfte  allein  neues  Material  aus  Rangoon  hier  Aufklärung  bringen;  aber  das  Exem¬ 
plar  ist  so  abweichend  und  in  seinem  allgemeinen  Ansehen  so  auffallend,  daß  es  unmöglich  war,  es  unerwähnt 
zu  lassen;  die  weiter  aus  dem  Süden  aus  Tenasserim,  und  aus  dem  Osten,  aus  den  Shan-Staaten  und  Tonkin 
stammenden  Stücke  unterscheiden  sich  nicht  von  typischen  i/iyodama.s-Exemplaren  von  mir  in  Annam  ge¬ 
fangen,  gleichen  am  meisten  von  Kulu,  während  alle  der  Trockenzeit  (Januar)  von  Siam  entschieden 
chinensis.  zu  einer  der  nobilior  benachbarten  Rasse  gehören.- —  chinensis  Mart,  fliegt  wie  der  typische  thyodamas  in  einer 
gelben  und  weißen  Spielart,  unterscheidet  sich  aber  durch  im  allgemeinen  größeres  Ausmaß  und  die  folgenden 
Details:  Apex  der  Vflgl  dunkler  und  breiter  schwarz,  alle  Zeichnungen,  besonders  die  Meridianstreifen  breiter 
und  dunkler;  der  dritte  Meridianstreifen  mit  dem  submarginalen  Bande  der  Vflgl  durch  einen  eckigen,  rußfar¬ 
bigen  Fleck  verbunden.  Das  einzige  Kettenglied  des  Vflgls  hat  meist  die  Form  einer  3  und  ist  viel  dicker 
wie  das  C  des  typischen  thodamas.  Die  gelben  Auszeichnungen  sind  noch  deutlich  gelb,  nicht  braun  wie  bei 
mabella  und  füllen  auch  nicht  das  submarginale  Band  der  Hflgl  aus;  die  blaue  Schmucklinie  ist  so  breit  und 
deutlich  wie  bei  mabella.  Uebergänge  von  der  weißen  zur  gelben  Spielart  finden  sich,  welche  letztere  kaum 
von  typischen  gelben  thyodamas  abzuscheiden  ist.  chinensis  steht  bezüglich  des  Grades  von  Melanismus  ungefähr 
in  der  Mitte  zwischen  den  dunklen  Regenzeitformen  aus  Sikkim  und  der  japanischen  mabella.  Im  westlichsten 
China  jedoch,  in  der  Provinz  Yunnan,  fliegt  nach  Martin  entsprechend  der  geographischen  Lage  der  typische 
thyodamas ;  Beweis  ein  aus  Manhao,  während  $<3  aus  Tonkin  in  Koll.  Fruhstorfer  sich  entschieden  an 
chinensis  Mart,  anschließen  (Ohiem-Hoa,  August,  September). 

andama-  C.  andanianica  Wood- Mas.,  als  Varietät  von  thyodamas  angeführt,  steht  letzterer  zweifellos  sehr  nahe, 

men.  unterscheidet  sich  aber  von  dieser  durch  dunkleren  Apex  und  Außenrd  der  Vflgl,  durch  bedeutende  Vermehrung 
der  gelben  Töne  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl,  durch  eine  nahezu  kontinuierliche,  schwarze,  äußere  Grenzlinie 
des  mit  Blau  gezierten,  submarginalen  Bandes  der  Hflgl  und  durch  bessere  Entwicklung  der  Kettenzeichnung. 
Wenn  diese  bisher  gegebenen  Unterschiede  natürlich  nur  für  die  nächstliegenden,  typischen  thyodamas  aus  Kon- 
tinental-Indien  Geltung  haben,  von  denen  wieder  Exemplare  aus  den  Naga-Hills  bezüglich  der  Färbung  eine 
besondere  Aehnlichkeit  mit  andamanica  zeigen,  so  besteht  doch  eine  feine,  aber  absolut  konstante  Verschieden¬ 
heit  der  andamanica  mit  thyodamas  aller  und  jeder  Provenienz.  Bei  allen  thyodamas  deckt  sich  auf  dem  Hflgl 
der  Verlauf  des  zweiten,  mittleren  Meridianstreifens  auf  der  Oberseite  nicht  mit  dem  der  Unterseite.  Auf  der 
Oberseite  wird  dieser  Streifen  von  der  Subcostalis  so  zu  sagen  nach  außen  geschleppt  und  bildet  eine  nach  außen 
spitze  Nase,  genau  in  deren  Spitze  die  Subcostalis  durchbricht.  Auf  der  Unterseite  aber  verläuft  der  Streifen 
gerade  und  bildet  der  Verlauf  beider  Seiten  gegen  das  Licht  gehalten  ein  unregelmäßiges  Dreieck.  Bei  anda¬ 
manica  aber  verläuft  der  zweite  Meridianstreifen  auf  beiden  Seiten  gerade,  wenn  er  sich  auch  nicht  ganz  deckt. 
Da  außerdem  andamanica  eine  entschieden  rundlichere  Kontur  beider  Figl  besitzt,  die  Andamanenformen 
auch  anderer  Tagschmetterlinge  fast  ausnahmslos  spezifisch  von  den  Kontinentalformen  unterschieden  werden,  so 
stehe  ich  nicht  an,  der  andamanica  den  vollen  Rang  einer  Species  einzuräumen,  um  so  mehr  weil  die  Unterschiede 
konstant  sind  und  keine  Zwischenformen  bestehen.  Auch  hier  gibt  es  weißlichere  und  gelblichere  Exemplare,  was 
sowohl  in  der  Grundfarbe  der  Figl  als  auch  in  Färbung  von  Thorax  und  Abdomen  zur  Geltung  kommt  (Martin). 

nais.  C.  nais  Wtdl.  kommt  von  Timor.  „Wallace  vergleicht  nais  mit  nivea ,  von  der  sie  aber  entfernt  steht,  da 

sie  entsprechend  ihrer  Zeichnung  entschieden  in  die  thyodamas- Gruppe  gehört.  Das  mit  breitem,  blauem,  bis 
zur  Costa  komplettem  Schmuckstreifen  ausgestattete,  submarginale  Band  der  Hflgl,  welches  in  der  costalen 
Hälfte  des  Figls  nach  außen  noch  von  einem  wohlabgegrenzten,  ledergelben  Streifen  begleitet  ist,  setzt  sich  ganz 
deutlich  auf  dem  Vflgl  fort,  um  an  typischer  Stelle  unterbrochen  zu  werden  und  jenseits  der  unteren  Radiale 


CYRESTIS.  Von  H.  Fetjiistorfer. 


583 


wieder  aufzutaüchen.  Die  gelbe  Auszeichnung  im  Analwinkel  des  Vflgls  steht  etwas  nach  innen  gerückt  und  lin¬ 
den  sich  nach  außen  von  ihr  noch  deutliche  Reste  der  weißen  Grundfarbe.  Außerdem  besitzt  nais  noch  die  fol¬ 
genden,  nur  ihr  eigenen  Charaktere:  Im  sehr  dunklen  Außenrd  der  Vflgl  von  der  Costa  bis  zum  Ausschnitte 
am  Analwinkel  zwei  submarginale  violettblaue  Linien;  im  Apex  des  Vflgls  einen  auffallenden,  gelbroten,  ovalen 
Apicalfleck  und  unter  demselben  zwischen  den  Radialen  einen  kleineren,  nahezu  roten,  runden  Fleck;  nach 
innen  von  diesen  beiden  Flecken  von  der  Costa  bis  zur  unteren  Radiale  eine  weitere,  violettblaue  Linie;  sehr 
feine,  regelmäßig  verlaufende  Meridianstreifen  ;  von  der  Kettenzeichnung  drei  deutliche  Glieder  auf  dem 
Hflgl.  auf  dem  Vflgl  das  nach  außen  offene  C  von  thyodamas ;  die  sonst  gelben  Auszeichnungen  der  Analwinkel 
beider  Figl  sind  tief  orangebraun  und  am  Costalrande  des  Vflgls  tritt  die  Grundfarbe  vom  zweiten  Meridian¬ 
streifen  bis  zum  dunkeln  Apicalgebiet  direkt  an  diesen  Rand  heran.  Auch  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  der 
blaue  Schmuckstreifen  deutlich  und  besitzt  sogar  noch  metallischen  Glanz,  was  bei  keiner  Art  der  Gruppe 
so  ins  Auge  fällt,  nais  ist  eine  sehr  gute  Spezies  und  läßt  sich  auf  den  ersten  Blick  durch  ihren  aparten  Eindruck 
von  allen  anderen  Cyrestis  unterscheiden.  Zwei  geographische,  gut  charakterisierte  Subspecies  sind  anzuführen: 
naisina  Frühst.  Von  den  kleinen  Sunda-Inseln  Lombok.  Sambawa,  Flores,  Adonara.  Es  ist  das  Verdienst  naisina. 
Fruhstorfers,  auf  diese  Subspecies  hingewiesen  zu  haben.  Nur  ist  leider  die  Originalbeschreibung,  vielleicht 
auf  Wahrung  der  Priorität  berechnet,  eine  sehr  dürftige  und  lautet  wörtlich:  Cyrestis  nais  von  Sumbawa 
und  Lombok  zeigen  schmalere  Binden  aller  Figl  und  hellere,  violette  Punkte  und  Atome  auf  dem  Submarginal¬ 
band  der  Hflgl  und  sind  dadurch  von  der  viel  dunkleren  echten  nais  Wall,  von  Timor  unterschieden.  Ich  nenne 
die  bisher  verkannte  Form  naisina.  Es  macht  sich  ein  geringer,  nach  Osten  zunehmender  Melanismus  bemerk¬ 
bar,  während  die  $$  etwas  größer,  heller  und  gelblicher  sind  und  einigermaßen  abgerundeten  Flglschnitt  besitzen. 
naisina ,  bei  welcher  die  vielen  blauen  und  violetten  Töne  von  nais  durch  Grau  und  mattes  Graublau  ersetzt 
sind,  hat  die  Costa  der  Vflgl  in  ihrer  ganzen  Ausdehnung  schwarz  gesäumt  und  erreicht  die  weiße  Grundfarbe 
nirgends  den  Costalrand  wie  bei  nais,  was  wohl  der  hauptsächlichste  Unterschied  ist.  Die  beiden  Subapical- 
flecken  sind  nicht  so  feurig  rot  und  gelb  und  findet  sich  nach  außen  von  dem  kleinen,  unteren  stets  ein  länglicher, 
ovaler  Rest  der  weißen  Grundfarbe,  der  bei  nais  fehlt.  Die  Meridianstreifen,  Kettenzeichnung  und  das  nach 
außen  offene  C  im  Analwinkel  der  Vflgl  über  dem  gelben  Schmuckfleck  verhalten  sich  wie  bei  nais.  Die  ledergelbe, 
das  submarginale  Band  der  Hflgl  außen  begleitende  Binde  ist  wohl  vorhanden,  aber  nicht  so  rein  und  farbig 
und  über  den  Adern  mit  grauen  Tönen  überdeckt.  Nach  Fruhstorfer  auf  Lombok  in  der  Höhe  von  2000' 
in  ausgetrockneten  Bachläufen  nicht  selten.“  (Martin).  —  pallida  Mart.  Von  Sumba.  Die  außerhalb  der  Reihe  pallida. 
der  kleinen  Sunda-Inseln,  ungefähr  gleich  südlich  wie  Timor  gelegene  Santelholzinsel  beherbergt  eine  eigene, 
zwischen  nais  und  naisina  stehende  Form;  diese  ist  im  Ganzen  genommen  noch  heller  als  naisina,  erinnert 
deshalb  schon  sehr  an  kleine,  zwerghafte  thyodamas  der  Trockenzeit,  läßt  aber  wie  nais  vom  zweiten,  mittleren 
Meridianstreifen  bis  zum  schwarzgrauen  Apex  die  weiße  Grundfarbe  direkt  an  die  Costa  des  Vflgls  herantreten. 

Die  beiden  Subapicalflecken  sind  nahezu  verschwunden  oder  nur  undeutlich  grau  ohne  alle  gelben  und  roten 
Töne.  Die  basale  Hälfte  der  Costa  der  Vflgl  ist  um  einen  extremen,  orangegelben  Costalstreif  braungrün  gefärbt, 
während  nais  und  naisina  an  dieser  Stelle  blaugraue  Färbung  zeigen,  pallida  scheint  nur  selten  gefangen  worden 
zu  sein;  das  vorliegende  Material  bestand  nur  aus  1  S  im  Tring-Museum.  2  CS  di  der  F iu1  H s t o r fe Eschen 
Sammlung  und  2  weiteren  CS  in  meiner  eigenen  Kollektion  (Martin). 

C.  achates  zerfällt  in  zwei  Rassen:  achates  Btlr.  Eine  sehr  konstante  Form,  die  es  auf  Neu-Guinea  achates. 
selbst  nicht  zur  Entwicklung  von  Subspecies  gebracht  hat  und  ein  abgerundetes,  kompaktes  Gebiet  bewohnt. 

Geringe  Unterschiede  ergeben  sich  nur  in  der  Intensität  der  gelben  und  blauen  Schmuckauszeichnungen  beider 
Figl,  sie  sind  aber  nicht  an  geographische  Grenzen  gebunden.  Der  Verlauf  des  submarginalen  Bandes  auf  dem 
Vflgl  stellt  achates  sofort  in  die  thyodamas- Gruppe,  doch  erscheint  es  auffallend,  daß  wir  so  weit  im  fernen 
Osten  eine  dem  kontinentalen  thyodamas  so  nahe  stehende  Form  wiederfinden,  nachdem  doch  die  näher  leben¬ 
den  nais  und  hylas  mit  ihren  Subspecies  sich  in  Färbung  und  Zeichnung  schon  weiter  entfernt  haben.  Die 
Meridianstreifen  sind  komplett  und  ziemlich  dick,  stärker  als  bei  thyodamas  und  nais ;  der  erste  und  zweite 
entspringt  an  der  Costa  des  Vflgls  mit  zwei  Schenkeln  und  ist  der  Zwischenraum  zwischen  den  Schenkeln 
zart  blaßblau  bestäubt ;  keine  andere  Cyrestis  hat  übrigens  auf  dem  Vflgl  sc  viel  Blau  entlang  der  basalen 
Hälfte  der  Costa;  auch  im  submarginalen  Bande  ist  der  blaue  Schmuck  auf  beiden  Flgln  ganz  besonders  stark 
entwickelt.  Die  Kettenzeichnung  ist  undeutlich,  kaum  lassen  sich  zwei  Glieder  im  analen  Ende  des  submargi¬ 
nalen  Bandes  auf  den  Hflgln  erkennen.  Der  erste,  innerste  Meridianstreifen  erreicht  auf  dem  Hflgl  nicht 
den  Analrand,  sondern  endet  kurz,  nachdem  er  den  Stamm  der  Mediana  gekreuzt  hat ;  der  erste  Medianast 
ist  aber  schwarz  bestäubt  und  täuscht  so  eine  Fortsetzung  des  Meridianstreifens  vor.  Die  $$  sind  größer 
und  heller  gefärbt  und  besitzen  längere  Schwänzchen.  Nach  Hagen  gerne  auf  dem  Kiese  schattiger  Wald¬ 
bachufer  im  Dezember,  April.  Mai  und  Juli.  Ganz  Neu-Guinea,  auch  auf  Jobi,  Mysore,  Waigiu,  Mysole,  den 
Aru-Inseln  und  nach  Martin  auch  auf  Gooclenough.  —  whitmei  Btlr.  Von  Lifu,  Loyalty-Inseln.  Diese  her-  whitmei. 
vorragend  schöne  Art  ist  die  östlichste  Vertreterin  der  thyodamas- Gruppe  und  zugleich  des  ganzen  Genus  und 
gibt  uns  durch  ihre  ganz  unerwartete  Existenz  die  Hoffnung  auf  vielleicht  noch  andere  Arten  aus  dem  Pacific 
oder  von  der  Ostküste  des  australischen  Kontinents.  Sie  wird  von  ihrem  Autor  mit  achates  verglichen  und  steht 
nach  seiner  Ansicht  zwischen  dieser  Art  und  nivea  ;  wirklich  steht  sie  achates  sehr  nahe,  besitzt  aber  alle  Charak¬ 
tere,  welche  der  thyodamas- Gruppe  eigen  sind.  Die  SS  sind  kleiner,  wie  das  gleiche  Geschlecht  von  achates, 


584 


CYRESTIS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


während  die  $$  denen  von  achates  nicht  an  Größe  nachstehen.  Der  Apex  des  Vflgls  ist  mehr  abgestumpft  und 
die  Kontur  des  Hflgls  mehr  geradlinig,  weniger  ausgezackt.  Die  Meridianstreifen  sind  sehr  fein  und  gerade 
gezogen;  der  erste  entspringt  mit  zwei  Schenkeln  am  Gostalrande  und  schließt  ein  himmelblaues  Dreieck  ein; 
auch  ist  die  Schmucklinie  im  submarginalen  Bande  tiefer  blau  als  bei  achates.  Das  Ende  des  ersten  Meridian¬ 
streifens  befindet  sich  am  Stamme  der  Mediana  der  Hflgl,  der  erste  Medianast,  schwarz  bestäubt,  bildet  eine 
scheinbare  Fortsetzung.  Das  submarginale  Band  beider  Figl  ist  sehr  gerade  und  regelmäßig,  seine  Grenzlinie 
ist  auf  dem  Vflgl  vom  zweiten  Medianast  bis  zur  unteren  Radiale  völlig  unterbrochen.  Im  sehr  dunklen  Apex 
des  Vflgls,  welcher  gegen  achates  weniger  Zeichnung  erkennen  läßt,  steht  ein  kleiner,  aber  rein  weißer  Subapical- 
fleck.  Ueber  dem  gelben  Schmuckfleck  im  Analwinkel  des  Vflgls  findet  sich  im  submarginalen  Bande  das  C 
von  thyodamas  und  nais  wieder,  welches  achates  fehlt.  Der  Außenrd  der  Hflgl  hat  mehr  weiße  Grundfarbe 
und  nur  eine,  sehr  feine,  schwarze  Marginallinie  gegen  zwei  solche  bei  achates.  Auch  die  Unterseite  unterscheidet 
sich  sehr  von  achates,  das  submarginale  Band  ist  schwärzer,  die  Meridianstreifen  dagegen  sind  verwischt,  der 
Apex  des  Vflgls  stellt  eine  nahezu  völlig  schwarze  Fläche  mit  sehr  wenig  heller  Zeichnung  dar;  auf  dem  Hflgl 
sind  die  gelben  Töne  im  Vergleiche  mit  achates  bedeutend  reduziert.  Die  bedeutend  größeren  $$  sind  gelb  und 
variieren  von  Hellgelb  bis  zu  lichtem  Braungelb. 

bougain-  C.  botigain villei  Ribbe.  Von  dem  Salomon-Archipel,  Bougainville  (Westküste)  Guadalcanar,  Ysabel-Island. 

vdlci.  Die  Type  dieser  seltenen  Art  befindet  sich  im  Tring-Museum.  Oberseite:  Grundfarbe  weiß,  über  beide  Figl  ziehen 
drei  Meridianstreifen,  von  denen  die  beiden  innereren  stark  verdickt  sind  und  mit  zwei  schwarzen  Schenkeln 
an  der  Oosta  des  Vflgls  beginnen;  der  Zwischenraum  zwischen  den  Schenkeln  des  innersten,  ersten  Meridian¬ 
streifens,  sowie  der  Zwischenraum  zwischen  ihm  und  einem  kurzen,  völlig  basalen,  schwarzen  Streifen  ist  blau¬ 
grau  bestäubt  bis  herab  zum  Stamme  der  Medianader.  Am  basalen  Ende  des  Costalrds  ein  kurzer,  gelbbrauner 
Strich.  Der  mittlere  Meridianstreif  schließt  die  schwarzen  Zellbegrenzungslinien  in  sich  ein;  zwischen  ihm 
und  dem  ersten  Meridianstreifen  bleibt  ein  keilförmiger,  auffälliger  Rest  der  weißen  Grundfarbe,  welcher  ober¬ 
halb  des  Medianstammes  rein  weiß  ist,  während  er  unterhalb  dieser  Ader  bis  hinab  zum  Ird  weiß  grau  gefärbt 
ist.  Dieser  rein  weiße,  keilförmige  Rest-  der  Grundfarbe  oberhalb  der  Mediana  ist  charakteristisch  für  die  Art 
und  wird  vergeblich  bei  adaemon gesucht ;  auf  der  nicht  kolorierten  Abbildung  in  der  „Iris“  tritt  er  nicht  deutlich 
hervor.  Der  dritte,  äußerste,  viel  dünnere  Meridianstreifen  verläuft  ungefähr  in  der  Mitte  des  breiten  Medianbandes 
der  weißen  Grundfarbe,  auf  dem  Vflgl  zeigt  er  eine  nach  außen  konvexe  Ausbuchtung,  ist  aber  auf  dem  Hflgl 
völlig  gerade;  bei  adaemon  ist  dieser  Streifen  viel  dünner  und  auf  dem  Vflgl  leicht  gewellt.  Das  submarginale 
Band  zeigt  auf  dem  Hflgl  die  Kettenzeichnung  sehr  ausgesprochen  mit  6  gut  wahrnehmbaren  Gliedern,  trägt 
auf  dem  Vflgl  einen  gelben,  nach  innen  gerückten  Schmuckfleck,  der  zwei  weißschwarze  Kerne  enthält,  besit-zt- 
eine  breite,  schwarze,  kontinuierliche,  innere  Grenzlinie  und  läßt  zwischen  erstem  Medianast  und  unterer  Radiale 
drei,  durch  schwarz  bestäubte  Adern  getrennte  Flecken  der  Grundfarbe  bestehen.  Ueber  dem  gelben  Schmuck¬ 
fleck  steht  ein  tiefschwarzer,  ocellenförmiger  Fleck,  den  nach  innen  ein  sehr  schmaler,  blaugrauer  Halbmond 
umfaßt,  während  nach  außen  von  ihm  der  unterste  der  eben  genannten  drei  Flecken  der  Grundfarbe  sich  befin¬ 
det.  Im  apicalen  Teile  des  Bandes  ebenfalls  zwei  ocellenartige  Gebilde  mit  äußerem,  weißem  Kern,  einem  breiten 
schwarzen  und  schmalen,  blaßblauen  Halbmonde  nach  innen,  von  denen  das  mehr  costale  deutlicher  und  größer 
ist.  Auf  beiden  Flgln  zwei  submarginale  und  eine  marginale  schwarze  Linie.  Das  Analgebiet  der  Hflgl  und 
der  Anallappen  sind  dunkelorangebraun  gefärbt  und  mit  weißlichen,  violetten  und  schwarzen  Punktierungen 
besetzt,  ähnlich  wie  bei  thyodamas,  während  bei  adaemon  das  Muster  der  irmae- Gruppe  sich  vorfindet.  Unter¬ 
seite  wie  oben,  nur  fehlen  die  blaßblauen  Zeichnungen  und  zeigt  der  Anallappen  einen  breiten,  schwarzen,  oben 
nicht  so  deutlich  sichtbaren  Fleck. 

Es  folgen  nun  zwei  einigermaßen  isoliert  stehende,  aberrant  gefärbte  Arten,  welche  sich  in  keine  Gruppe  einreihen 
lassen  und  sich  auch  unter  einander  nicht  nahe  stehen,  aber  ausgezeichnete  Uebergänge  von  den  weißen  zu  den  braunen 
Arten  darstellen  und  deshalb  an  dieser  Stelle  der  Aufzählung  zu  bringen  sind. 

tabula.  C.  tabula  Nicev.  (121  f).  Nicobaren  (Great  Nicobar).  Von  dieser  seltenen  Art  befinden  sich  anscheinend 

nur  ganz  wenige  Exemplare  in  europäischen  Sammlungen ;  ich  fand  nur  2  $  $  in  der  S  t  a  tj  d  i  n  g  er  ’  s  c  h  e  n  Sammlung 
und  ein  weiteres  $  ist  in  der  Goll.  Frtjhstorfer,  sämtlich  von  de  Niceville  eigenhändig  etiquettiert.  Das  Tring- 
Museum  und  das  Britische  dagegen  besitzen  die  Art  nicht,  welche  auch  kaum  in  anderen  kontinentalen  Samm¬ 
lungen  zu  finden  sein  wird.  Die  Spärlichkeit  des  Materials  von  dieser  Art  ist  aber  leicht  erklärlich,  wenn  man  sich 
erinnert,  wie  wenig  Gelegenheit-  besteht,  die  Nicobaren  zu  besuchen,  deren  Eingeborene  und  Klima  dem  Besuche 
eines  Sammlers  gleich  feindselig  gegenüberstehen  und  auf  denen  keinerlei  Unterkunftsverhältnisse  für  Europäer 
bestehen.  Es  müßten  durch  gut  Empfohlene  die  seltenen  Besuche  der  englischen  Regierungsdampfer  von  den 
Andamanen  aus  benützt  werden,  welche  aber,  an  keiner  Station  länger  verweilend,  eine  gute  Sammelgelegenheit 
nicht-  bieten.  Die  Nicobaren  waren  sowohl  im  18.  Jahrhundert  als  auch  von  1846 — 1856  in  dänischem  Besitze 
und  bestanden  dort  dänische  Niederlassungen,  so  wäre  es  nicht  unmöglich,  daß  sich  noch  in  dänischen  Collek- 
tionen  tabula  fände.  Die  wissenschaftlichen  Expeditionen,  welche  die  Nicobaren  besuchten,  das  dänische  Schiff 
Galathea  (1847)  und  das  österreichische  Novara  (1858),  haben  die  Art-  nicht  beobachtet,  welche  im  Ende  des 
Jahres  1882  durch  Herrn  von  Roepstorff,  den  Entdecker  der  andamanica  aus  der  thyodamas- Gruppe,  einen 
an  den  Deportationseinrichtungen  in  Port  Blair  auf  den  Andamanen  angestellten  und  dort  auch  ermordeten 
Dänen,  aufgefunden  wurde.  De  Niceville  gibt  eine  genaue  Beschreibung,  welche  er  in  seinem  Handbuche 


v.-y  Ausgegeben  15.  V.  1912. 

4;/ 


CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


585 


wiederholt,  während  Doherty  das  $  beschreibt,  das  auf  der  Unterseite  statt  ..pale  orange-ochreous“  weiß  ist ; 
auch  auf  der  Oberseite  ist  das  $  heller  und  erinnert  mehr  an  thyodamas,  für  welche  Art  Doherty  das  Tier  beim 
Einfangen  auch  hielt.  Die  abnorme  Färbung,  der  auffallende,  schwarze  Außenrd  beider  Figl,  die  Reihe  von  gel¬ 
ben  Flecken  im  submarginalen  orangebraunen  Bande  der  Vflgl,  die  in  Halbmonde  gebrochene  Anordnung 
der  Meridianstreifen  lassen  die  Art  sofort  erkennen,  besorgen  ihr  aber  auch  die  völlig  isolierte  Stellung.  Ketten¬ 
zeichnung  findet  sich  sehr  deutlich  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  dort  ist  auch  die  Aehnlichkeit  mit  thyodamas 
oder  andamanica  am  besten  zu  erkennen.  I)e  Niceville  sagt:  „closely  allied  to  Cyrestis  thyonneus  C ramer “ 
und  es  scheint,  daß  auf  den  Nicobaren  gleiche  umbildende  Einflüsse  tätig  waren  wie  auf  den  Molukken,  der 
Heimat  von  thyonneus .  Auf  jeden  Fall  müssen  die  Nicobaren  schon  seit  einer  für  uns  kaum  faßbaren  Zeit  isoliert 
stehen,  sowohl  von  dem  nur  wenige  Breitegrade  südlich  liegenden  Sumatra  als  von  den  nördlich  gleich  weit 
entfernten  Andamanen,  da  dort  eine  Cyrestis-lkusse  entstehen  konnte,  welche  gewissermaßen  die  Charaktere 
von  andamanica  (Unterseite)  und  von  der  nächsten  braunen  Art,  theresae  Nicev.  auf  Sumatra  (Oberseite)  kom¬ 
biniert.  Eine  Zuwanderung  ist  außerdem  bei  Cyrestis  kaum  denkbar,  da  die  Tiere  in  Mangrowewäldern,  welche 
in  jenen  Ländern  die  Küsten  bestehen,  nicht  Vorkommen,  sondern  erst  in  gewissen  Elevationen,  wo  ihre  Futter¬ 
pflanzen  wachsen,  angetroffen  werden,  tabula  ist  der  sichere,  lebende  Beweis,  daß  die  weißen  und  braunen 
Cyrestis  eines  Stammes  sind.  (Martin). 


C.  lutea  Zink-Somm.  (121  f).  Ost-  und  West- Java,  Madura  ( ?),  Bali  (Doherty).  Auch  bei  dieser  Art  lutea. 
ist  Zinkens  Beschreibung  und  Abbildung  erschöpfend  und  er  gibt  außerdem  noch  an,  daß  der  Schmetterlings¬ 
jäger  auf  Java,  Dr.  Blijme,  mit  Sicherheit  melde,  eine  gelbe  und  weiße  Cyrestis  in  copida  gesehen  zu  haben. 
Westwoods  voraussehende,  diesbezügliche  Bemerkung  dürfte  also  vermutlich  aus  dieser  Quelle  stammen. 

Er  sagte  nämlich  1850,  daß  lutea  weiße  haben  müsse,  obwohl  anzunehmen  ist.  daß  er  niemals  die  sehr  seltenen, 
weißlichen  $$  der  Art  in  natura  vor  sich  gehabt  hat.  Er  hat  entweder  wirkliche  $$  von  nivea  gesehen  oder 
er  hielt  nivea- für  die  lutea-^Q,  wie  er  auch  als  $  seiner  Cyrestis  recaranus  (Synonym  zu  lutea,  Gen.  D.  Lep. 
p.  261,  Nr.  3)  die  nivea  Zink,  zitiert,  lutea  bildet  in  der  ihrem  Namen  entsprechenden  Färbung  einen  guten 
Uebergang  zur  folgenden  thyonneus- Gruppe.  Abgesehen  von  der  Farbe  würde  lutea  nach  ihrem  Figlschnitt 

in  die  nivea- Gruppe  gehören,  während  sie  nach  der  Zeichnung  des  submarginalen  Bandes  beider  Figl  mehr  Ver¬ 
wandtschaft  zur  irmae- Gruppe  zeigt.  Eine  Analogie  besteht  auch  mit  thyodamas ,  indem  es  wie  dort  weiße  und 
gelbe,  so  hier  dunkelgelbe  und  fahlgelbe  Exemplare  gibt.  Die  Meridianstreifen  sind  fein  wie  bei  den  weißen  Arten 
und  stehen  untereinander  in  gleichen  Abständen;  dem  submarginalen  Bande  der  Hflgl  fehlt  die  blaue  Schmuck¬ 
linie;  von  der  Kettenzeichnung  aber  sind  zwei  deutliche  Glieder  im  analen  Ende  des  Bandes  auf  den  Hflgln 
vorhanden;  die  gelben  Auszeichnungen  im  Analwinkel  beider  Figl  sind  deutlich,  nur  fallen  sie  bei  der  Grundfarbe 
des  Tieres  nicht  sehr  ins  Auge.  Was  diese  Art  aber  noch  mehr  isoliert,  ist  die  auffallende,  aberrante  Färbung 
des  dieses  ist  nämlich  weiß,  eine  im  Genus  Cyrestis  nicht  wieder  vorkommende  Erscheinung.  Diese  weißen 
welche  nur  sehr  selten  gefangen  werden  —  Fruhstorfer  hat  in  vielen  Jahren  nur  2 — 3  Stücke  erbeutet  — 
unterscheiden  sich  von  $  und  $  nivea  durch  die  minder  rein  weiße  Färbung  beider  Figl,  vermehrte  Transparenz 
der  apicalen  Teile  des  Vflgls,  welche  lichtgrau  und  nicht  braunschwarz  gefärbt  sind,  und  schließlich  durch  das 
Herantreten  der  weißen  Grundfarbe  an  den  Costalrand  des  Vflgls  zwischen  drittem,  distalstem  Meridianstreifen 
und  submarginalem  Bande.  Die  dunkelblauen  Kerne  auf  dem  Anallappen  entsprechen  in  ihrer  Stellung  der 
Zeichnung  der  $<$  und  wie  bei  diesen  ist  die  mittlere  Linie  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  in  Striche  gebro¬ 
chen.  lutea  liebt  höhere  Erhebungen  und  ist  im  Vergleiche  zu  nivea  ein  alpines  Tier,  obwohl  sie  an  der  Grenze 
ihres  Vorkommens  gegen  die  Küste  hin  mit  nivea  zusammenfliegt.  Sie  muß  nach  Analogie  mit  Sumatra  und 
Borneo  alpin  sein,  denn  auf  jedem  dieser  Inselkontinente  treffen  wir  zwei  Cyrestis- Arten  aus  den  bisher  beschrie¬ 
benen  Gruppen,  eine  in  der  Ebene,  eine  in  den  Bergen.  (Martin).  —  doliones  subsp.  nov.  Zwei  aus  Bali  cloliones. 
(2 — 4000',  März  1896,  Doherty)  im  Tring-Museum  sind  etwas  dunkler  gelb  und  haben  alle  schwarzen  Zeich¬ 
nungen  prominenter,  besonders  aber  den  Apex  des  Vflgls  stark  berußt,  welche  Unterschiede  auch  auf  der  Unter¬ 
seite  deutlich  hervortreten.  Ebenso  verhalten  sich  Cid  der  Sammlung  Fruhstorfer. 

Die  braunen  Species  der  Artengruppe  Marpesia  Hbn.  gehören  mehr  der  östlichen  Hälfte  des  großen  Cyrestis- Gebietes 
an  und  lassen  sich  in  zwei  gut  umschriebene  Gruppen  abteilen,  von  denen  die  erste  noch  eine  Malayische  genannt  werden  darf 
und  ungefähr  das  Zentrum  des  Gesamtgebietes  bewohnt,  während  die  zweite  den  Papua- Ländern  bis  zum  äußersten  Osten  an¬ 
gehört  und  nur  wenige  Ausläufer  im  Malayengebiete  besitzt.  Von  den  weißen  Arten  unterscheiden  sich  die  braunen  nicht  nur 
durch  Färbung,  sondern  auch  durch  veränderten,  minder  akzentuierten  Figlschnitt.  (Martin). 


1.  Thyonneus- Gruppe. 

Nur  wenige  Arten  gehören  zu  dieser  gut  abgegrenzten  Gruppe,  welche  sich  von  Sumatra  über  Borneo, 
Celebes  und  den  Sula- Archipel  bis  auf  die  Molukken  (Ceram  und  Amboina)  verbreitet.  Es  sind  viel  robustere, 
plumpere  Tiere  mit  kürzeren,  eine  minder  unregelmäßige  Außenkontur  besitzenden  Flgln.  Der  Analwinkel 
des  Vflgls  ist  allerdings  noch  etwas  ausgeschnitten,  aber  nicht  in  der  eckigen,  nach  innen  vorspringenden  Weise 
wie  bei  den  weißen  Arten,  sondern  mehr  abgestumpft  und  abgerundet  ;  ebenso  verhält  es  sich  auch  mit  dem 
Apex  des  Hflgls.  Die  Schwänzchen  der  Hflgl  sind  kürzer  und  spitzer  und  der  Anallappen  bewahrt  die  Grund¬ 
farbe,  fällt  deshalb  viel  weniger  ins  Auge.  Die  Meridianstreifen  sind  zwar  noch  vorhanden,  aber  sie  rücken,  be- 


IX 


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CYRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sonders  der  zweite  und  dritte,  näher  zusammen  und  der  zwischen  ihnen  gelegene  Raum  ist  dunkler  bestäubt 
wie  der  Rest  des  Figls,  so  daß  sie  den  Eindruck  von  dunklen,  schwarzgesäumten  Binden  machen.  Kettenzeich¬ 
nung  findet  sich  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  nicht,  auch  fehlt  die  blaue  Schmucklinie,  dafür  sind  von 
den  drei  das  submarginale  Band  bildenden  Linien  die  äußere  und  innere  bei  fast  allen  Arten  ( theresae  ausgenom¬ 
men)  von  einem  mattglänzenden,  graphitartigen  Blaugrau.  Der  Typus  der  Gruppe  und  zugleich  der  Hübner’- 
schen  Gattung  ist  der  schon  1779  beschriebene  thyonneus  (Amboina),  dessen  verschiedene  geographische  Rassen 
nur  als  Subspecies  gelten  können,  während  dem  westlichen  Vertreter  der  Gruppe  auf  Sumatra  und  Borneo 
allein  neben  thyonneus  Speciesrang  eingeräumt  werden  muß.  (Martin.) 

theresae.  C.  theresae  Nicev.  (=  neela  Swinh.).  Von  Borneo  (Sandakan,  Sarawak,  Bandjermasin).  Von  der  einzi¬ 

gen  andern  Art  der  Gruppe  und  deren  Subspecies  verschieden  sowohl  durch  Größe  und  Farbe,  als  auch  durch 
Zeichnung.  Kleiner  und  von  hellerer  Grundfarbe;  ein  reiches,  gesättigtes  Gelbbraun,  ungefähr  wie  poliertes 
Kirschholz ;  die  mittlere  Linie  des  submarginalen  Bandes  der  Vflgl,  welche  senkrecht  auf  den  bei  den  meisten 
Cyrestis- Arten  vorkommenden,  zwei  schwarzen  Analpunkten  steht,  ist  nahezu  gerade  und  ziemlich  kontinuier¬ 
lich,  während  bei  allen  anderen  Formen  der  Gruppe  diese  Linie  in  Striche  aufgelöst,  nach  einwärts  gekrümmt 
oder  undeutlich  verwischt  ist ;  die  innere  und  äußere  der  drei,  das  submarginale  Band  der  Hflgl  bildenden  Linien 
sind  völlig  schwarz,  während  sie  bei  allen  anderen  Formen,  mattglänzend,  blaugrau  sind;  auf  der  Oberseite 
der  Hflgl  ist  die  Begrenzung  der  Discocellularadern  sehr  deutlich  eine  doppelte,  während  bei  den  andern  Formen 
meist  nur  ein  dickerer,  schwarzer  Strich  die  Lage  dieser  Adern  markiert.  Diese  und  noch  andere  Detailunter¬ 
schiede,  besonders  der  Unterseite,  welche  alle  hier  aufzuzählen  zu  weit  führen  würde,  sind  aber  zur  Unterschei¬ 
dung  der  Art  nicht  nötig,  denn  der  allgemeine  Eindruck  schon  genügt  und  jeder  mit  diesen  Tieren  Vertraute 
wird  sofort  aus  einer  durcheinander  gemengten,  großen  Zahl  von  Exemplaren  der  Thyonneus- Gruppe  die  Stücke 
von  theresae  herausstecken  können.  Daß  auch  Staudinger  diese  Unterschiede  nicht  verkannte,  geht  aus  der 
Tatsache  hervor,  daß  er  Borneo-Stücke  von  theresae  mit  dem  Sammlungsnamen  thyonneoid.es  in  seiner  Collek- 
tion  bezeichnet  hatte.  Da  in  den  vielen  Sammeljahren  auf  Sumatra  nur  ein  Exemplar  erbeutet  wurde,  scheint 
dort  theresae,  wenigstens  in  dem  von  mir  durchforschten  Gebiete,  sehr  selten  zu  sein;  auch  habe  ich  bis  heute 
von  keinem  weiteren  Exemplare  Kunde  erhalten ;  da  aber  absolut  kein  Unterschied  zwischen  Sumatra-  und 
Borneo-Stücken  zu  finden  ist  —  in  Tring  bestand  Gelegenheit  5  Stück  aus  Swinhoe’s  Sammlung  mit  dem  Typus 
von  theresae  zu  vergleichen  —  so  gehört  die  um  6  Monate  jüngere  neela  Swinhoe  zweifellos  als  Synonym  zu 
theresae.  Die  Type  Swinhoe’s  stammt  aus  Sandakan  und  befindet  sich  im  Britischen  Museum.  Swinhoe  er¬ 
wähnt  in  seiner  Beschreibung  von  neela  auch  die  deutlich  doppelte  Begrenzung  der  Discocellularen.  (Martin.) 

thyonneus.  C.  thyonneus  Cr.  Von  Ceram,  Amboina,  Uliasser  (Kückenthal),  Batjan  (  ?)  besitzt  die  reichste  Grund¬ 

farbe,  ein  gesättigtes  Orangebraun;  celebensis  und  sulaensis  sind  dunkler,  huruanus  ist  heller.  Die  Vflglunter- 
seite  zeigt  weißlich-violette,  aufgehellte  Stellen:  erstens  am  Außenrd  unterhalb  des  Apex  in  Form  von  zwei 
undeutlichen  Halbmonden  zwischen  5.  Subcostalast  und  den  beiden  Radialen,  von  welchen  der  untere  größer 
und  deutlicher  ist;  zweitens  in  Form  von  zwei  länglichen  Flecken  im  Analwinkel  entlang  dem  Außenrd  zwischen 
Ird  und  zweitem  Medianast,  der  obere  Fleck  ist  kleiner;  und  drittens  am  Ird  ein  quadratischer  Flecken,  oben 
scharf  vom  ersten  Medianast,  außen  vom  submarginalen  Bande,  innen  vom  dritten  Meridianstreifen  und  unten 
vom  Figlrande  begrenzt.  Bei  echten  Amboina-Stücken  setzt  sich  diese  letzte  Aufhellung  auch  auf  der  Unterseite 
der  Hflgl  quadratisch  bis  zur  Subcostalis  fort.  Auf  dem  Hflgl  ist  außerdem  immer  auch  die  Analgegend  und 
der  Anallappen  weißlich-violett  aufgehellt.  Auf  der  Oberseite  der  Hflgl  finden  sich  am  Costalrancle  zwischen 
erstem  und  zweitem  Meridianstreifen  und  zwischen  drittem  Meridianstreifen  und  submarginalem  Bande  qua¬ 
dratische,  gelbweiß  aufgehellte  Flecken,  bei  Amboina-Stücken  nahezu  weiß.  Ein  $  aus  Amboina  in  Staudinge r’s 
Sammlung  ist  größer  und  sehr  hell.  Der  typische  thyonneus  ist  nicht  sehr  häufig  in  Sammlungen,  obwohl  L.  Kuhl- 
mann,  Frankfurt,  mitteilt,  er  habe  die  Art  stets  in  Anzahl  aus  Ceram  erhalten.  Von  Ribbe  erhielt  ich  unter  der 
Benennung  ,, eudamia “  (  ?)  ein  typischen  Ceram-Stücken  sehr  ähnliches  Exemplar;  über  eudamia  hat  sich  in 
der  Literatur  nichts  finden  lassen.  Pagen  steche  r’s  Angabe,  daß  thyonneus  auch  auf  Batjan  vorkomme,  wird 
von  Ribbe  sehr  bezweifelt,  da  er  in  drei  Monaten  dort  kein  Exemplar  fing;  auf  Batjan  fliegt  bereits  laelia  aus 
huruanus.  der  acilia- Gruppe.  (Martin).  —  buruanus  Mart,  von  Bum  ist  meistens  kleiner  als  typische  thyonneus,  viel 
kleiner  als  celebensis-,  Grundfarbe  heller,  weniger  feurig,  mehr  gelbbraun  und  nicht  orangebraun  wie  thyonneus, 
die  Meridianstreifen  sind  näher  zusammengerückt  und  erscheinen  auf  der  minder  reichen  Grundfarbe  schwärzer 
und  prominenter;  auch  auf  dem  Vflgl  zeigen  die  beiden  Begrenzungslinien  des  submarginalen  Bandes  den  graphit¬ 
artigen  Glanz,  den  sie  bei  thyonneus  und  den  anderen  Subspecies  auf  dem  Hflgl  besitzen;  Unterseite  Avie  typi¬ 
scher  thyonneus,  nur  sind  die  aufgehellten  Partien  nicht  so  deutlich  und  ausgesprochen.  Das  $  ist  das  hellste 
sulaensis.  Tier  in  der  ganzen  Gruppe.  (Martin).  —  sulaensis  Stgr.  (121  f)  ist  dunkler  als  typische  thyonneus,  „schmutzig 
braun  mit  violettem  Anflug“,  sagt  ihr  Autor.  Die  Meridian- Streifen  sind  breiter,  die  ZAvischenräume  zwischen 
Basis  und  erstem  Meridian- Streifen  und  zwischen  zAveitem  und  drittem  verdunkelt,  jene  zAvischen  erstem  und 
zweitem  und  drittem  und  submarginalem  Bande  heller,  was  für  beide  Figl  gilt.  Die  mittlere  der  drei,  das  sub¬ 
marginale  Band  der  Hflgl  bildenden  Linien,  also  die  schwarze  zwischen  den  graphit glänzenden,  ist  gegen  den 
Apex  des  Hflgls  hin  stark,  oft  bindenartig  verbreitert.  Mehr  noch  differiert  die  Unterseite,  welche  die  Aufhel¬ 
lungen  von  thyonneus  vermissen  läßt  und  mit  Ausnahme  eines  quadratischen,  helleren  Fleckes  am  Ird  der  Vflgl 


OYRESTIS.  Von  H.  Frithstorekr. 


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zwischen  drittem  Meridian- Streifen  und  submarginalem  Bande  einfarbig  ockerbraun  ist,  somit  an  die  Unterseite 
von  theresae  anklingt.  (Martin).  —  celebensis  Stgr.  Viel  dunkler  und  die  aus  Süd-Celebes  stammenden  Exem-  reichen  is. 
plare  auch  bedeutend  größer  als  typische  thyonneus  und  sulaensis.  Zwischen  erstem  und  zweitem  Meridian- 
Streifen,  dann  auf  dem  Vflgl  zwischen  zweitem  und  drittem  oberhalb  des  zweitem  Medianastes  und  zwischen 
drittem  Meridian- Streifen  und  submarginalem  Bande  unterhalb  des  zweiten  Medianastes  braungrau  verfärbt ; 
auf  dem  Hflgl  bleibt  diese  Verfärbung  in  den  Zwischenräumen  zwischen  erstem  und  zweitem  und  drittem  Meri¬ 
dian-Streifen  und  Submarginalband.  Unterhalb  des  zweiten  Medianastes  tritt  auf  dem  Vflgl  und  auch  fort¬ 
gesetzt  auf  dem  Hflgl  bis  zum  Analrande  die  klare,  braune  Grundfarbe  leuchtend  wieder  auf.  Der  graphitartige 
Glanz  der  inneren  und  äußeren  Begrenzungslinie  des  submarginalen  Bandes  ist  auch  auf  dem  Vflgl  besonders 
in  der  costalen  Hälfte  dieser  Linien  deutlich  zu  bemerken.  Die  Unterseite  zeigt  die  bei  thyonneus  beschriebenen 
Aufhellungen,  ist  aber  im  Grundton  noch  Heller.  Staudinger  beschreibt  ein  $  als  mit  lichterer,  brauner  Ober¬ 
seite,  auf  welcher  sich  die  braungrauen  Binden  besonders  auffällig  abheben.  (September,  Doherty)  im  Tring- 
Museum,  ein  $  (Donggala,  August,  Doherty)  ist  bedeutend  dunkler,  der  Apex  des  Vf lgls  auf  der  Oberseite  breit 
angedunkelt,  ebenso  die  costale  Hälfte  des  submarginalen  Bandes  auf  den  Hflgln,  in  welchem  die  mittlere  Linie 
wie  ein  korrigierender  Tintenstrich  verläuft.  Im  Britischen  Museum  befindet  sich  auch  noch  ein  der  celebensis 
nahe  stehendes  mit  der  Etikette  „Ternate“.  (Martin.) 

2.  Acilia- Gruppe 

bewohnt  in  der  Hauptsache  das  Papua-Gebiet  ,  von  wo  sie  nach  Westen  und  Osten  Ausläufer  besitzt ,  nach  Westen 
über  die  Molukken,  den  Sula- Archipel  und  Bangkai  bis  Celebes,  nach  Osten  bis  zu  den  äußeisten  Inseln  des  Salomon- 
Archipels.  Im  Zentrum  des  Gebietes  (Neu-Guinea  und  Satelliten)  ist  das  mediane,  weiße  Band  beider  Figl,  welches  alle 
Arten  dieser  Gruppe  tragen,  am  breitesten,  um.  nach  Westen  sowohl  wie  nach  Osten  an  Breite  abzunehmen.  Die  Vflgl  sind 
am  Analwinkel  nur  leicht  einwärts  geschnitten,  mehr  abgerundet  und  der  Ird  verläuft  völlig  gerade;  auch  der  Apex  des  Hflgls 
nur  leicht  schief  abgeschnitten,  im  allgemeinen  eher  abgerundet.  Die  Schwänzchen  sind  kurz  und  breit  und  der  Anallappen 
stellt  nur  ein  kleines,  schwach  prominentes  Kreissegment  dar.  Die  Meridianstreifen  sind  bis  auf  Reste  verschwunden.  Das 
submarginale  Band  der  beiden  Figl  steht  in  einer  Flucht  in  einer  leicht  nach  innen  konkaven  Linie  und  zeigt  auf  beiden  Flgln 
ausgesprochene  Kettenzeichnung,  deren  Glieder  in  vielen  Arten  eine  auffallende  Rundung  besitzen  und,  da  sie  meist  von  einer 
gelben  Iris  umgeben  sind,  an  Ocellen  erinnern,  sodaß  Staudinger  von  einer  Augenfleckenbinde  spricht.  Das  Analgebiet  des 
Hflgls  zeigt  in  den  meisten  Fällen  den  orangefarbenen  Schmuck  der  weißen  Arten,  es  besitzt  aber  noch  eine  dieser  Gruppe  allein 
angehörige  Eigenheit.  Der  eigentliche  Anallappen  wird  von  einem  in  denselben  hereinragenden,  oblongen,  oft  mehr  ovalen, 
oft  mehr  rundlichen,  schwarzen  Fleck  eingenommen,  welcher  auch  öfters  eine  gelbe  Iris  besitzt.  Nach  innen  von  diesem  Flecke 
aber  steht  dicht  am  Analrande  im  gelben  Schmuckfelde  eine  zweite  Ocelle  ungefähr  in  der  Fortsetzung  des  submarginalen 
Bandes,  aber  breit  von  diesem  getrennt.  Diese  Ocelle  —  die  Analocelle  —  hat  außer  der  gelben  Iris  noch  eine  feine,  weiße 
Umrandung,  welche  sich  vom  Flglrd  her  innen  um  ihn  herumschlägt  und  die  Fortsetzung  einer  rein  weißen  Submarginal linie 
darstellt,  welche  in  gleicher  Reinheit  nur  zwischen  Anallappen  und  Analwinkel  besteht.  Durch  diese  weiße  Umrandung  sieht 
die  Analocelle  aus,  als  sei  sie  von  der  Unterseite  des  Figls  nach  der  Oberseite  umgeschlagen  und  soll  deshalb  das  ganze  Bild 
kurz  die  „Umschlagszeichnung“  heißen.  Diese  Gruppe,  welche  nach  der  zuerst  beschriebenen  acilia  benannt  werden  muß,  bietet 
von  allen  Cyrestis- Gruppen  sicher  die  größten  Schwierigkeiten  für  eine  richtige  Klassifikation  und  für  gerechte  Würdigung 
der  Formen  als  Species  und  Subspecies.  Die  westlichen  Formen  können  unmöglich  als  Varietäten  oder  Subspecies  zu  acilia 
gezogen  werden,  wie  das  bisher  geschehen  ist,  da  die  Unterschiede  zu  große  sind;  die  östlichen  wiederum,  welche  acilia  viel 
näher  stehen,  unterliegen  im  fernsten  Osten  einer  ganz  ähnlichen  Umbildung  der  Charaktere,  wie  wir  sie  teilweise  im  Westen 
auf  gewissen  Inseln  konstatieren,  sodaß  auch  hier  Schwierigkeiten  entstehen  und  außerdem  hat  die  zentrale  acilia  selbst  sich 
auf  den  zahlreichen  Satellit-Inseln  des  Neu- Guinea- Kontinents  zu  verschiedenen  Subspecies  umgestaltet.  Auf  der  nördlichsten 
Insel  des  ganzen  acilia- Gebietes  dagegen  ist  es  zur  Bildung  einer  völlig  aberranten,  ganz  ohne  Uebergänge  stehenden  Art  ge¬ 
kommen.  Die  Figlform  bietet  uns  übrigens  einen  allgemein  gültigen  Unterschied,  der  gut  hält :  Bei  den  westlichen  Arten  sind 
beide  Figl  länger  und  weniger  breit,  sodaß  die  ungefähre  Form  eines  liegenden  Rechtecks  erreicht  wird;  bei  den  östlichen  sind 
die  Figl  kürzer  aber  breiter,  und  hat  das  gespannte  Tier  ungefähr  die  Form  eines  stehenden  Rechtecks,  während  die  zentrale 
acilia  und  ihre  Subspecies  nahezu  quadratisches  Maß  zeigt.  Eine  Aufzählung  der  Species  und  Subspecies  von  Westen  nach 
Osten,  wie  das  auch  in  den  anderen  Gruppen,  soweit  als  möglich,  durchgeführt  wurde,  erscheint  auch  hier  das  Zweckmäßigste 
(Martin  ). 


C.  strigata  Fldr.  Ganz  Celebes:  Minahassa,  Gorontolo,  Donggala,  Bonthain.  Bedeutend  größer  als  strigata. 
acilia ;  das  weiße  Medianband  sehr  schmal,  bat  aber  immer  scharfe  Grenzen;  es  variiert  an  Breite;  Süd-Celebes- 
Stiicke  besitzen  die  breitesten  Bänder,  während  nördliche  Exemplare  immer  schmalere  Maße  zeigen.  Manch¬ 
mal  wird  dieses  Band  sogar  ganz  obsolet  und  es  befindet  sich  in  der  Sammlung  Fruhstorfer  ein  Exemplar, 
das  auf  den  Hflgln  auch  nicht  die  Spur  eines  Bandes  trägt.  Auf  jeden  Fall  in  der  ganzen  Gruppe  das  schmälste 
Mittelband,  welches  sich  auf  den  Hflgln  im  rechten  Winkel  umbiegend  gegen  den  Analrand  hin  fortsetzt,  be¬ 
sonders  deutlich  bei  den  $$  und  nur  in  dieser  Art  und  ihren  Subspecies.  Vor  der  schwach  gelb  umzogenen  Augen¬ 
fleckenbinde  eine  gelbliche  Querlinie,  sehr  wenig  gelb  im  Analwinkel  (Staudinger).  Ocellenreihen  komplett, 
Schwänzchen  mit  weißer  Spitze.  Die  Analocelle  nur  hier  und  bei  der  zunächst  folgenden  Subspecies  nicht 
rund,  sondern  länglich,  nierenförmig.  Umschlagszeichnung  undeutlich.  Die  $$,  keine  Seltenheiten,  sind  sein- 
groß,  wahrscheinlich  die  größten  Tiere  in  der  ganzen  Gruppe,  heller  und  schmutziger  gefärbt.  Felder  beschreibt 
eine  ,,var.  ß“  seiner  strigata ,  aus  Menado;  dieses  Stück  hat  ein  auffallend  breites,  weißes  Medianband,  noch 
breiter  wie  das  der  Exemplare  aus  Süd-Celebes;  die  nierenförmige  Analocelle  stellt  aber  außer  allen  Zweifel, 
daß  es  sich  hier  um  eine,  allerdings  abnorme,  strigata  handelt.  —  parthenia  RÖb.  Von  Bangkai,  ein  seltenes  Tier,  parthenia. 
entdeckt  von  H.  Kühn,  wird  von  seinem  Autor  mit  strigata  verglichen ;  das  weiße  Medianband  ist  beim  hell¬ 
ockergelb,  beim  $  gelb;  die  Grundfarbe  ist  hellkastanienbraun,  nicht  schwärzlich  wie  bei  stngata.  Die  Anal¬ 
ocelle  deutlich  nierenförmig,  wie  sonst  nur  noch  bei  strigata',  Ocellenreihen  komplett,  Umschlagszeichnung 
undeutlich.  1  $  und  1  $  (Typen)  in  Staudinger’s  Sammlung.  —  bettina  Frühst.  (122  c).  Sula-Inseln,  Mangoli  bettina. 
und  Besi.  Gleichgroß  mit  strigata ,  von  welcher  sie  sich  durch  lebhaftere,  braunrote  Oberseite,  durch  breitere 


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CVRESTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Bänder  der  Unterseite  und  größere  Ocellen  im  Submarginalbande  unterscheidet.  Das  weiße  Medianband  ist 
auf  dem  Hflgl  leicht  gelblich  angeflogen  und  zeigt  wie  bei  strigata  im  Analwinkel  die  Neigung  zum  rechtwinkligen 
Abbiegen  nach  dem  Analrande;  es  ist  aber  beiderseitig  scharf  begrenzt.  Die  Anal-Ocelle  ist  rund,  nicht 
mehr  nierenförmig  wie  bei  strigata  und  parthenia ;  die  Schwänzchen  haben  weiße  Spitze;  Umschlagszeichnung 
undeutlich.  Besi-Exemplare  sind  auf  beiden  Seiten  weißer  wie  solche  aus  Mangoli,  auch  zeigen  bei  ihnen  die 
beiden  mittleren  Ocellen  im  submarginalen  Bande  der  Oberseite  der  Hflgl  Neigung  zum  Confluieren,  d.  h.  der 
sie  trennende,  gelbe  Strich  wird  obsolet.  Die  $$  von  beiden  Inseln  sind  größer  und  heller  und  nicht  selten. 
laelia.  Type  in  F  ruhstorfers  Sammlung.  —  laelia  Fldr.  Kleiner  wie  die  vorhergehenden,  aber  eine  sehr  dunkel  und  frisch 
gefärbte  Basse,  die  sich  von  allen  Verwandten  sofort  durch  das  schaif  spitze  Ende  des  weißen  Medianbandes 
im  Analteile  der  Hflgl  unterscheidet,  was  schon  Felder  in  seiner  Originalbeschreibung  erwähnt.  Außerdem 
ist  das  Medianband  an  seinen  Rändern,  besonders  aber  dem  äußeren,  nicht  scharf  begrenzt,  ein  nur  bei  dieser 
Art  und  ihren  Subspecies  vorkommender  Charakter ;  es  ist  jedoch  kaum  viel  breiter  als  in  strigata  und  Subspecies. 
Unterseite  sehr  der  von  bettina  ähnlich,  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung  sehr  deutlich ;  Spitzen  der  Schwänz¬ 
chen  schwarz.  Das  ^  unterscheidet  sich  bei  dieser  Art  noch  ziemlich  vom  es  ist  viel  heller  braun,  die  weiße, 
schmalere  Medianbinde  zeigt  in  einzelnen  Stücken  Neigung  zum  obsolet  werden,  besonders  auf  dem  Hflgl; 
nach  außen  ist  es  aber  immer  ungenau  von  der  Grundfarbe  abgesetzt.  Die  Analgegend,  welche  beim  $  orange¬ 
gelb  und  feuriger  wie  bei  strigata  und  Subspecies  erscheint,  nur  sehr  beschränkt  braun  gefärbt;  auch  ist  die 
Ocellenumrandung  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  schmaler  und  weniger  lebhaft.  Eine  Eigentümlichkeit 
von  laelia  und  ihren  folgenden  Subspecies  besteht  auch  darin,  daß  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  die  beiden  mitt¬ 
leren  Ocellen  des  submarginalen  Bandes  kleiner  werden  und  sich  manchmal  unter  Teilung  des  schwarzen  Kernes 
in  je  zwei  kleinere  Ocellen  auflösen.  Die  vierte  Ocelle  der  Reihe  des  Vflgls  von  der  Costa  ab  gerechnet  ist  bei 
harterti.  allen  mir  zugänglichen  Stücken  deutlich  länglich  und  oval,  nicht  rund.  —  harterti  Mart.  Aus  Halmaheira 
(Gani,  Patani,  Gilolo)  hat  das  Medianband  doppelt  so  breit  wie  laelia,  am  breitesten  an  der  Costa  des  Vflgls, 
von  wo  nach  abwärts  bis  zum  etwas  stumpfen  Ende  im  Analwinkel  des  Hflgls  Breitenabnahme  stattfindet; 
die  äußere  Grenze  des  Bandes  ist  keine  scharfe;  die  Ocellenreihen  besitzen  auch  auf  dem  Vflgl  deutliche,  gelbe 
Umrandung  wie  bei  typischen  laelia;  die  vierte  Ocelle  des  Vflgls  von  der  Costa  gerechnet  ist  länglich;  Anal- 

latifciscia.  ocelle  rund;  Umschlagszeichnung  sehr  deutlich.  —  latif ascia  Mart.  Ternate,  eine  bedeutend  kleinere  Art  mit 
sehr  breitem,  weißem  Medianbancle,  dem  breitesten  innerhalb  dieses  Formenkreises,  dessen  innerer  Rand  fast 
völlig  gerade  verläuft,  während  der  äußere  gegen  den  Außenrd  convex  ist,  so  daß  die  Form  des  Bandes  eine 
bauchige  wird.  Die  äußere  Begrenzung  des  Bandes  ist  eine  ziemlich  scharfe,  die  Ocellenreihe  des  Vflgls  ist  deut¬ 
lich  gelb  umsäumt,  die  vierte  Ocelle  länglich;  die  braune  Grundfarbe  ist  eine  hellere,  mehr  graubraun  gegen 
die  gelbbraune  der  anderen  Subspecies;  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung  immer  deutlich.  Die  $$  sind 
größer  und  heller.  Obi-Stücke  haben  den  äußeren  Rand  des  weißen  Medianbandes  nicht  so  stark  nach  außen 
convex  wie  die  außerdem  noch  kleineren  Exemplare  aus  Ternate.  Da  sich  aber  absolut  keine  anderen  Unter¬ 
schiede  ergeben,  so  müssen  die  beiden  Rassen  vereinigt  werden  trotz  der  verhältnismäßig  weiten  Entfernung 
abisa.  der  Heimatinseln.  —  abisa  Frühst.  (122  c)  hat  eine  dunklere  Grundfarbe,  die  mehr  schwarz  wie  braun  ist.  Die 
submarginalen  Kettenstreifen  der  Vflgl  sind  nicht  braungelb  sondern  schwarzgelb,  die  schwarzen  Kettenglieder 
sind  breiter,  breiter  ist  auch  die  schwarze  Grenzbinde,  welche  die  weiße  Discalregion  der  Vflgl  von  der  Ocellen- 
kette  abtrennt.  Die  gelbliche  Analregion  der  Hflgl  ist  reduzierter,  die  weiße  Discalbinde  schneidet  dafür  in 
diesen  gelblichen  Analfleck  hinein.  Alle  Submarginalbinden  der  Hflgl  sind  breiter  schwarz.  Auch  die 
Unterseite  aller  Figl  ist  erheblich  dunkler,  die  Submarginalbinden,  namentlich  aber  jene  der  Hflgl  sind  stark 
verbreitert.  Die  graubraune  Grenzbinde  an  der  inneren  Seite  der  Ocellen  ist  auf  allen  Flgln  seltsamerweise 
jordani.  verschmälert,  während  sie  oberseits  verbreitet  ist.  Insel  Obi.  —  jordani  Mart.  Insel Morotay ;  hat  in  beiden  Ge¬ 
schlechtern  das  weiße  Medianband,  welches  am  Ird  des  Vflgls  seine  größte  Breite  besitzt  und  gegen  die  Basis 
sanft  concav  ist,  doppelt  so  breit  wie  laelia,  aber  sein  äußerer  Rand  ist  kein  genau  begrenzter  und  es  endet 
im  Analwinkel  des  Hflgls  spitz.  Die  Ocellenreihe  des  Vflgls  hat  keine  gelbe  Umrandung  wie  bei  laelia,  oder 
doch  nur  Spuren  einer  solchen ;  die  vierte  Ocelle  ist  länglich ;  die  in  der  basalen  Hälfte  der  Figl  stehenden 
Reste  der  Meridianstreifen  oder  besser  deren  Zwischenräume,  bei  laelia  braungelb,  sind  weißgrau ;  die  beiden 
submarginalen,  weißlichen  Linien  am  Außenrd  des  Vflgls  divergieren  gegen  den  Apex  hin,  während  eie  bei  laelia 
streng  parallel  verlaufen;  Analocellen  rund,  Umschlagszeichnung  wie  bei  allen  Zaeüm-Rassen  sehr  deutlich. 
Im  allgemeinen  ein  dunkleres,  größeres  Tier  als  die  typische  laelia. 

ceramensis.  C.  ceramensis  Mart.  Ceram.  Unterscheidet  sich  von  laelia  durch  ein  nach  beiden  Seiten  völlig  scharf 

abgesetztes,  mäßig  breites  Medianband,  welches  aber  dem  Figlsaum  parallel  verläuft,  eher  noch  eine 
apicale  Neigung  besitzt,  während  bei  laelia  dieses  Band  nahe  der  Costa  der  Vflgl  nach  innen  umbiegt ;  außer¬ 
dem  nimmt  es  gegen  den  Costalrand  des  Vflgls  an  Breite  deutlich  ab;  bei  laelia  hat  es  die  ausgesprochene  Ten¬ 
denz,  sich  dort  zu  verbreitern.  Auf  der  Unterseite  des  Vflgls  ist  die  Ocellenreihe  komplett  und  intakt  ;  die  mittle¬ 
ren  Ocellen  im  submarginalen  Bande  der  Hflgl  zeigen  auf  der  Oberseite  deutliche  Neigung  zum  Confluieren, 
besonders  beim  $;  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung  deutlich;  die  Schwänzchen  sind  mehr  nach  außen 
gerichtet,  nicht  nach  hinten,  wie  das  sonst  in  der  aa7m- Gruppe  immer  der  Fall  ist.  Das  $  zeichnet  sich  durch 
schmaleres  Medianband  und  gelbere  Analgegend  aus.  Ribbe  sagt  allerdings,  Ceram-Stücke  wichen  von  laelia 
aus  Batjan  nicht  ab;  es  ist  aber  bei  dieser  totalen  Verschiedenheit  des  Medianbandes  nicht  möglich,  ceramensis 


CYRESTISf  Von  H.  Frotistorfer: 


589 


als  Subspecies  zu  laelia  zu  stellen;  sie  muß  eine  eigene  Art  sein.  (Martin).  —  biaka  Gr. -Hm.  vonBiak.  Korrido,  biaka. 
(Inseln  in  der  Geelvink-Bai  im  Norden  von  Neu-Guinea)  steht  der  acilia  sehr  nahe,  besitzt  aber  auch  Charaktere 
von  laelia,  so  daß  sie  genau  genommen  weder  bei  der  einen  noch  bei  der  anderen  Art  als  Subspecies  untergebracht 
werden  kann  und  vorerst  besser  isoliert  gestellt  würde,  bis  weiteres  Material  und  besonders  Kenntnis  der  Larvenfor¬ 
men  zu  einem  besseren  Urteil  befähigen.  Eine  kleine,  auffallend  blasse  Form,  deren  Medianband  das  spitze  Ende  im 
Analwinkel  des  Hflgls  wie  laelia  besitzt.  Die  Ocellen  im  submarginalen  Bande  beider  Figl  sind  alle  rund  und  legt 
der  Autor  der  Art  besonderen  Wert  auf  die  vierte  von  der  Costa  des  Vflgls  ab  gerechnet,  welche  rund  und  von 
gleicher  Größe  wie  die  über  und  unter  ihm  stehenden  ist,  während  bei  laelia  und  Subspecies  diese  Ocelle  läng¬ 
lich,  nierenförmig  und  von  schwankender  Größe  ist.  Von  strigata  unterscheidet  sich  biaka  durch  ihr  viel  breiteres 
Medianband,  welches  ja  auch  breiter  wie  bei  den  meisten  laelia  ist,  niemals  aber  die  Breite  von  acilia  erreicht. 

Das  $  ist  noch  blasser  wie  das  Mit  Bezug  auf  die  Flglform  gehört  biaka ;  in  den  Kreis  von  acilia.  biaka  ist 
sicher  ein  trefflicher  Uebergang  von  laelia.  zu  acilia.  —  acilia  Godt.  stammt  vonWaigiu .  Die  Type  von  acilia  stammt  acilia. 
von  Rawak  auf  Waigiu,  wo  das  erste  Exemplar  bei  Gelegenheit  der  Weltumsegelung  des  französischen  Kapitäns 
Louis  Claude  Desaulse  de  Freycinet  (1779 — 1842)  erbeutet  wurde,  welches  Unicum  blieb,  bis  weitere  Exemplare 
von  den  verschiedenen  Reisen  des  Kapitäns  Dumont  d’Urville  nach  Europa  gelangten,  acilia  bewohnt  ungefähr 
das  Gebiet  von  achates,  ist  aber  keine  so  konstante  Art,  sondern  sehr  variabel  und  müssen  verschiedene  Sub¬ 
species  geschaffen  werden;  nur  auf  dem  Kontinente  von  Neu-Guinea  ist  die  Art  ziemlich  konstant  und  lassen 
sich  da,  obwohl  von  nahezu  allen  durch  Europäer  betretenen  Teilen  der  großen  Insel  Stücke  vorliegen,  keine 
tieferen  Unterschiede  auffinden,  acilia  wird  sofort  erkannt  an  ihrem  sehr  breiten,  weißen  Medianband,  das 
sowohl  gegen  die  Costa  des  Vflgls  als  auch  gegen  den  Analrand  des  Hflgls  an  Breite  allmählich  abnimmt,  ferner 
an  der  außergewöhnlich  lebhaften  und  ausgedehnten  Orangefärbung  des  Analgebietes  der  Hflgl.  Auch  wird 
nur  in  dieser  Art  die  fast  nicht  gelb  umringte  Ocellenreihe  im  submarginalen  Bande  der  Vflgl  in  ihrer  Mitte 
obsolet,  so  daß  von  den  6  sonst  immer  in  dieser  Gruppe  vorhandenen  Ocellen  nur  3 — 4  deutlich  ausgebildet 
sind.  Im  Apex  des  Hflgls  findet  sich  ferner  einwärts  von  der  obersten,  costalsten  Ocelle  die  die  Ocellenreihe  basal 
begleitende,  sonst  schwarzbraune  Linie  gelb  gefärbt.  In  der  Ocellenreihe  des  Hflgls  haben  die  zweite  und  dritte 
Ocelle,  vom  Analwinkel  ab  gerechnet  ,  die  deutliche  Tendenz,  länglich  und  nierenförmig  zu  werden,  was  beson¬ 
ders  auf  der  Unterseite  gut  zu  erkennen  ist.  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung  deutlich,  Anallappen  sehr 
wenig  prominent.  Die  $$,  absolut  keine  Seltenheiten,  sind  etwas  größer,  heller  und  matter  gefärbt  und  be¬ 
sonders  das  Orangegebiet  der  Analgegend  des  Hflgls  ist  abgeblaßt  und  bräunlich  überzogen.  Die  Rpn  sind  nach 
Ribbe  sehr  lebhaft  und  kriechen  unter  züngelnden  Bewegungen  des  Kopfes  rasch  vorwärts.  —  sicca  Frühst.,  sicca. 
sehr  nahe  verwandt  der  abisa  von  Obi  und  mit  einer  ebenso  breiten  weißen  Discalzone  auf  allen  Flgln.  die  reich¬ 
lich  ein  Drittel  breiter  als  bei  laelia  Fldr.  von  Batjan,  aber  merklich  schmaler  als  bei  latifascia  Mart,  von  Ternate. 

Von  abisa  differiert  sicca  durch  die  prominenten,  sehr  verbreiterten  weißlichen  Submarginalbinden  auf  allen 
Flgln.  Die  schwarzen  Ocellen  der  Hflgl  sind  größer,  breiter  orange  umsäumt,  der  dunkle,  subanale  orange 
Fleck  ist  aber  viel  schmaler  und  kürzer  als  bei  den  3  Formen  der  Nord-Molukken.  Unterseite:  Alle  Binden, 
auch  die  Kettenstreifen,  erheblich  breiter  als  bei  latifascia,  was  namentlich  für  die  Ocellenreihe  der  Hflgl  gilt, 

Auch  die  braune  Grenzbinde  innerhalb  der  Ocellen  ist  mindestens  noch  einmal  so  breit  als  bei  abisa.  Buru, 

Miro.  November,  sicca  muß  sehr  selten  sein,  denn  weder  Holland,  noch  Martin  bekamen  dieselbe  zu  Gesicht. 

—  aruana  Mart.  Aru-Inseln.  Unterscheidet  sich  von  typischen  acilia  sofort  durch  das  weiße  Medianband,  aruana. 
welches  viel  breiter  ist  und  gegen  die  Costa  des  Vflgls  nur  unmerklich  an  Breite  abnimmt.  Die  Ocellenreihe 
der  Vflgl  ist  komplett.  Nach  3  in  Staudingers  und  1  $  in  Fruhstorfers  Sammlung.  ■ —  misolensis  Mart,  misolensis. 
von  der  Insel  Misol  hat  das  weiße  Medianband  viel  schmaler,  über  beide  Figl  nahezu  gleich  breit,  sehr  geradlinig 
und  zeigt  keine  Convexität  nach  außen;  der  äußere  Rand  des  Bandes  ist  etwas  verwischt  Avie  bei  laelia ;  auf 
dem  Hflgl  ist  das  Medianband  kürzer  als  bei  typischen  acilia  und  endet  bereits  in  der  Höhe  des  mittleren  Median¬ 
astes,  während  bei  acilia  das  Ende  meist  in  der  Höhe  des  dritten  Medianastes  liegt;  das  gelbe  Analgebiet  ist 
besonders  groß  und  feurig;  die  mittleren  Ocellen,  3  und  4,  in  der  Ocellenreihe  der  Hflgl  haben  die  Neigung, 
ihre  gelbe  Umsäumung  zu  verlieren  und  zusammenzufließen.  Nach  5  und  3  $$  (H.  Kühn,  Januar  und 
Februar;  im  Tring-Museum).  —  niaforensis  Mart.  (122i).  Von  Mafor,  einer  Insel  in  der  Geelvink-Bai,  nördlich  Aron  maforensis. 
Holländisch-Neu- Guinea,  steht  schon  wieder  näher  an  biaka  und  unterscheidet  sich  von  acilia  durch  folgendes: 

Das  weiße  Medianband  ist  schmaler  und  nimmt  gegen  die  Costa  des  Vflgls  sehr  stark  an  Breite  ab;  das  Anal¬ 
gebiet  ist  nur  in  geringer  Ausdehnung,  eigentlich  nur  um  die  Analocelle  herum  gelbbraun;  die  Ocellenreihen 
sind  auf  beiden  Flgln  komplett  und  besitzen  überall  eine  braungelbe  Umrandung;  Analocelle  sehr  rund,  Um¬ 
schlagszeichnung  vorhanden;  Ocellen  2  und  3  der  Reihe  des  Hflgls  (vom  Analwinkel  ab  gerechnet)  bleiben  auf 
beiden  Seiten  gut  rund ;  die  4.  Ocelle  der  Reihe  des  Vflgls  vom  Costalrand  ab  gerechnet  nicht  rund  und  gleich 
groß  wie  bei  biaka,  sondern  länglich  und  größer  als  die  über  ihm  stehenden  Ocellen.  Nur  durch  dieses  Verhalten 
der  nach  Grose-Smith  so  wichtigen  4.  Ocelle  läßt  sich  diese  Subspecies  an  dieser  Stelle  halten  und  von  biaka 
trennen,  zu  welcher  sie  sonst  zAvingend  als  Subspecies  zu  ziehen  Aväre,  nachdem  auch  die  resp.  Heimatsinseln 
so  nahe  beisammen  liegen. 

„Die  nun  folgenden  östlichen  Formen  sind  von  der  zentralen  acilia  zum  mindesten  ebenso  weit  verschieden  wie  die 
westlichen  Vertreter  der  Gruppe  auf  denen  der  Molukken  und  da  diese  Verschiedenheit  nicht  nur  in  der  Gestalt  des  Medianbandes, 
sondern  auch  in  der  Form  der  Figl  hegt,  so  stehe  ich  nicht  an,  diesen  Rassen,  welche  von  ihren  Autoren  sicher  intentione  specici 
beschrieben  worden  sind,  auch  vollen  Speciesrang  einzuräumen,  wenn  sie  auch  bereits  von  Ribbe  als  Varietäten  und  von  Feuii- 


590 


CYRESTIS.  Von  H.  F  rüh  stör  fer. 


storfer  als  Subspecies  von  acilia  behandelt  worden  sind.  Das  weiße  Medianband  wird  wieder  schmaler,  die  Ocellenreihen  promi¬ 
nent  und  komplett  und  das  gelbe  Analgebiet  reduziert,  alles  wie  bei  den  westlichen  Arten  und  dennoch  haben  wir  völlig  verschie¬ 
dene  Tiere  vor  uns,  welche  einzeln  und  noch  mehr  in  Serien  einen  total  heterogenen  Eindruck  auf  das  Auge  des  Kundigen  machen. 
Schwer  wird  der  Unterschied  nur  zwischen  den  nördlichen  Subspecies  von  laelia  und  den  nun  folgenden  Arten,  welche  wirklich 
beim  ersten  Zusehen  eine  so  überraschende  Aehnlichkeit  zeigen,  daß  der  G-edanke,  die  Natur  habe  auf  den  Inseln  im  Westen 
und  Osten  vom  Neu- Guinea-Kontinente  ganz  nach  gleichem  Rezepte  gearbeitet,  nur  mühsam  von  der  Hand  zu  weisen  ist.  Aber 
die  genaue  Betrachtung  des  Medianbandes  läßt  uns  dennoch  tiefgehende  und  konstante  Unterschiede  erkennen,  so  bestechend 
auch  die  allgemeine  Aehnlichkeit  ist.  Der  Bismarck- Archipel  und  der  Salomon- Archipel  beherbergen  je  eine  Art  und  auf  den 
nahezu  südlichsten  Inseln  des  letzteren  Archipels,  auf  Ugi  und  Ulawa  ist  je  eine  Rasse  entdeckt  worden.“  (Martin). 

fratercula.  C.  fratercula  Godm.  u.  Salv.  Die  Typen  stammen  von  Neu-Lauenburg  und  befinden  sich  im  British- 

Museum.  Die  Art  unterscheidet  sich  von  der  Originalbeschreibung  von  acilia  durch  folgendes:  Verhältnis¬ 
mäßig  schmales  weißes  Band,  das  sowohl  an  der  Vflglcosta,  wie  auch  im  Analwinkel  des  Hflgls  spitz  endet; 
das  gelbe  Gebiet  der  Analgegend  ist  beschränkt  und  umgibt  nur  die  Terminalocelle  (Analocelle).  Neu-Hannover- 
Stücke  haben  das  Analgebiet  am  dunkelsten  braun  umzogen  und  die  Ocellenreihen  nur  schwach  gelb  gesäumt, 
während  3  Exemplare  aus  Herbertshöhe  diese  Umsäumung  lebhaft  zeigen,  fratercula  besitzt  nur  ihr  eigene 
Form  des  Medianbandes;  dieses  ist  an  seiner  Uebergangsstelle  vom  Vflgl  auf  den  Hflgl  am  breitesten,  zeigt 
am  Costalrand  des  Vflgls  eine  gegen  den  Apex  gerichtete  Spitze,  die  von  einem  kleinen  oberhalb  der  Subcostalis 
gelegenen  weißen  Strich  gebildet  wird;  der  extreme  Costalrand  oberhalb  dieses  Terminalstrichs  ist  aber  deut¬ 
lich  braun.  Auch  im  Analwinkel  des  Hflgls  besitzt  das  Medianband  einen  unter  dem  3.  Medianast  gelegenen, 
etwas  einwärts  gestellten  weißen  Terminalfleck,  wodurch  die  Gestalt  des  Bandes  eine  deutlich  spindelförmige 
wird,  Die  Ocellenreihen  sind  auf  der  Oberseite  beider  Figl  komplett;  der  4.  Ocellus  des  Vflgls  länglich,  nieren¬ 
förmig.  Unterseits  zeigen  häufig  die  beiden  mittleren  Ocellen,  besonders  bei  den  $$,  Neigung  zur  Verkleine¬ 
rung  oder  zum  verschwinden.  Analocelle  rundlich,  Umschlagszeichnung  sehr  deutlich.  Die  $$  sind  heller  und 
meist  auch  größer.  Herr  Ribbe  übersandte  mir  unter  der  Bezeichnung  ,,var.  minor “  aus  Neu-Pommern  und 
,,var.  obscura “  aus  Neu-Hannover  kleine  Stücke,  die  aber  mit  Ausnahme  der  Größe  nicht  von  fratercula  ab¬ 
weichen,  aber  vielleicht  und  wahrscheinlich  Produkte  einer  längeren  Trockenzeit  sind,  wie  in  jenen  Gebieten 

ribbei.  solche  von  3 — 4  monatlicher  Dauer  (Martin).  —  ribbei  Mart.  Diese  bedeutend  kleinere  Subspecies  (42  mm 
Flglspannung  gegen  48  mm  von  fratercula )  hat  das  weiße  Medianband  breiter  und  besonders  gegen  den  Außenrcl 
hin  mehr  ausgebaucht  und  auch  vielleicht  noch  reiner  weiß  wie  typische  fratercula.  Die  Ocellen  der  Oberseite 
des  Vflgls  bleiben  alle  rund  und  ziemlich  gleich  groß  (ähnlich  wie  bei  biaka)  und  die  sie  nach  außen  begleitende, 
weißliche  Linie  folgt  der  Rundung  der  Ocellen  und  umgreift  die  äußere  Hälfte  derselben  derart,  daß  sie,  aus 
nach  außen  convexen  Bögen  oder  Monden  gebildet,  zwischen  je  zwei  Ocellen  eine  Spitze  nach  innen  sendet, 
welche  ungefähr  auf  die  Figlader  zu  stehen  kommt.  Bei  der  großen  Mehrzahl  der  typischen  Stücke  von  fratercula 
besteht  diese  Linie  aus  6  geraden,  über  den  Adern  eher  etwas  nach  außen  umgebogenen  Strichen.  Umschlags- 
zeiclmung  sehr  deutlich ;  das  Typenpärchen  im  Besitze  des  Herrn  0.  Ribbe.  Da  aber  sowohl  von  Neu-Pommern 
als  auch  von  Neu-Hannover  kleine,  an  ribbei  herankommende  Stücke  existieren,  welche,  wenn  auch  nie  alle, 
so  doch  einzelne  Charaktere  von  ribbei  besitzen,  so  fällt  die  sichere  Entscheidung  sehr  schwer,  ob  wir  in  der 
neuen  Subspecies  eine  reine  Lokalform  oder  nur  eine  Saisonform  erkennen  sollen.  Ueber  Mioko  steht  geschrie¬ 
ben,  daß  seine  ausgefüllte  Lagune  in  eine  Wiese  umgewandelt  sei  und  daß  es  mit  Ausnahme  von  Bananen  und 
Yams  nur  dürftige  Vegetation  besitze.  Wahrscheinlich  finden  sich  dort  die  den  Cyrestisrpn  zur  Nahrung  dienen¬ 
den  Ficusarten  ebenfalls  in  dürftigem  Zustande,  wodurch  nach  meiner  Erfahrung  besonders  im  Zusammenhänge 
mit  längeren  Trockenperioden  leicht  morphologische  Abänderungen  bei  den  Schmetterlingen  entstehen  können, 
weshalb  ich  auf  das  oben  am  Schlüsse  von  fratercula  Gesagte  verweise  (Martin). 

nitida.  C.  nitida  Math.  Von  den  Salomonen,  Guadalcanar,  Ysabel,  Kulambangra,  Malaite,  Florida,  Alu, 

Shortland,  Treasury,  Neu-Georgia,  Facaro.  Die  sehr  genaue  und  korrekte  Beschreibung  des  Autors  bezieht 
sich  auf  Stücke  von  der  Treasury-Insel  (Typen  im  Britischen  Museum).  Das  weiße  Medianband  von  nitida 
ist  viel  schmaler  als  das  von  acilia.  und  fratercula ,  beginnt  unterhalb  des  braunen  Costalrandes  mit  einem  kleinen, 
oberhalb  der  Subcostalis  gelegenen,  weißen  Fleck,  erreicht  seine  größte  Breite  am  Uebergange  vom  Vflgl  auf 
den  Hflgl,  wird  auf  dem  Hflgl  schmaler  und  endet  im  Analwinkel  mit  einer  abgerundeten  Spitze.  Die  Breiten¬ 
zunahme  des  Bandes  gegen  die  Uebergangstelle  ist  aber  keine  besonders  starke,  so  daß  dieses  als  ziemlich  gerade 
und  gleichmäßig  breit  imponiert,  während  es  bei  acilia  und  fratercula  bauchig  erscheint  und  bei  der  folgenden 
salomonis ,  am  breitesten  am  Costalrande  des  Vflgls,  nach  rückwärts  dünner  wird.  Der  äußere  Rand  des  Bandes 
ist  scharf  und  ziemlich  geradlinig,  der  innere  dagegen  stellt  eine  mehr  gebrochene,  über  den  Adern  unregel¬ 
mäßige,  bei  den  $$  sogar  oft  verschwommene  Linie  dar.  Die  einzelnen  Heimatsinseln  bieten  mit  Bezug  auf  das 
Medianband  nur  geringe  Unterschiede ;  am  schmälsten  überhaupt  und  auch  die  geringste  Breitenzunahme 
zeigend  ist  es  bei  Treasury-  und  Floridastücken,  während  Exemplare  von  Kulambangra,  besonders  $$,  die 
Breitenzunahme  am  deutlichsten  erkennen  lassen.  Bei  typischen  Treasury- Stücken  ist  der  dunkle  Saum  des 
Costalrandes  über  dem  Beginne  des  Bandes  am  breitesten  und  fehlt  ihnen  sogar  ab  und  zu  der  kleine  Terminal¬ 
strich  oberhalb  der  Subcostalis;  Florida-Exemplare  dagegen  zeigen  diesen  Saum  am  schmälsten.  Die  Ocellen¬ 
reihen  sind  überall  komplet,  die  beiden  mittleren  Ocellen  zeigen  auf  der  LTnterseite  des  Vflgls  niemals  Tendenz 
zur  Verkleinerung  oder  zum  Verschwinden ;  die  Analocelle  ist  rundlich,  die  Umschlagszeichnung  nur  mäßig 
deutlich.  Sehr  variieren  an  Breite  und  Helle  die  die  Ocellenreihen  nach  innen  und  außen  begleitenden,  weißli¬ 
chen  Linien,  welche  wohl  für  den  Namen  nitida  verantwortlich  sind;  immer  heller  und  breiter  bei  den  die 


CHERSONESIA.  Von  H.  Fruiistorffr. 


591 

äußere  stets  die  innere  übertreffend,  sind  sie  in  den  typischen  Treasury-Stücken  nur  wenig  entwickelt,  erreichen 
aber  das  Maximum  von  Entwickelung  in  Exemplaren  von  Ysabel  und  New-Georgia.  Die  beiden  mittleren  Ocel- 
len  der  Reihe  auf  der  Oberseite  des  Hdigls  zeigen  oft  Neigung  zum  Confluieren  unter  Verschwinden  der  gelben 
Umrandung  besonders  nach  innen.  —  salomonis  Math.  Nur  auf  Ugi,  höchst  wahrscheinlich  auch  auf  San-  salomonis. 
Christobal.  salomonis  unterscheidet  sich  von  ihren  Nachbarn  durch  das  an  der  Costa  des  Vflgls  breiteste  Median¬ 
band,  welches  in  seinem  Verlaufe  über  beide  Figl  abschwillt,  um  im  Analwinkel  des  Hflgls  ziemlich  spitz  zu  enden. 

Die  beiden  Typen  haben  das  Medianband  stark  gelb  angeflogen,  welche  Färbung  bei  den  Stücken  des  Tring-Museum 
nur  eben  angedeutet  ist ;  es  scheinen  also  in  dieser  Art  weißere  und  gelbere  Exemplare  zu  existieren,  ein  bei  Cyrestis 
nicht  fremder  Zug,  den  wir  schon  bei  thyodamas,  lutea  und  den  Subspecies  von  strigata  beobachtet  haben.  Die 
Ocellenreihen  sind  komplett,  jene  der  Hflgl  besitzen  außergewöhnlich  breite,  gelbe  Umrandung,  welche  distal 
nahezu  doppelt  so  breit  ist  Avie  proximal.  Die  die  Ozellenreihe  der  Hflgl  nach  innen  begleitende,  bleiche  Linie 
hört  genau  mit  der  4.  Ocelle,  vom  Analwinkel  ab  gerechnet,  auf,  während  bei  nitida  jeder  Herkunft  diese 
Linie  die  5.  oder  6.  Ocelle  erreicht.  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung  deutlich.  In  der  Originalbeschrei¬ 
bung  Mathews  wird  der  Charakter  des  Medianbandes  nicht  genügend  betont  und  alle  in  Deutschland  als  salo¬ 
monis  gehenden  Stücke  gehören  sicher  zu  nitida.  Die  Insel  Ugi,  von  welcher  ausdrücklich  salomonis  beschrieben 
ist,  gehört  als  Satellitinsel  zu  der  sehr  großen  Insel  San-Christobal,  der  östlichsten  des  ganzen  Archipels,  auf 
Avelcher  ohne  Zweifel  auch  salomonis  fliegen  dürfte.  Auf  San-Christobal  scheinen  wie  auf  Bougainville  und 
Choiseul  einer  Sammlungstätigkeit  schwerübersteigliche  Schwierigkeiten  entgegenzustehen,  welche  gewi  ß  im  Cha¬ 
rakter  der  Eingeborenen  zu  suchen  sind  (Martin).- — ulawana  Mart.  Insel Ulawa  im  Salomon- Archipel.  Nach  ulawana. 
2  CS  (Woodford)  im  Britischen  Museum,  ulawana  steht  ganz  apart  durch  ihr  schmales.  Aveißes  Medianband, 

Avelches  unter  der  Subcostalis  der  Vflgl  spitz  beginnt  und  ebenso  spitz  im  Analwinkel  der  Hflgl  endet;  es  ist  in 
seiner  größten  Breite  am  Ird  des  Vflgls  nicht  breiter  als  A\de  bei  strigata.  Analocelle  rund,  Umschlagszeichnung 
deutlich.  Grundfarbe  heller  als  nitida.  Die  mittleren  Ocellen  in  der  Reihe  des  Hflgls  haben  auf  der  Oberseite 
Neigung  zum  Confluieren. 

C.  eximia  Oberth.  Sangir-Inseln.  Ein  guter  Name  für  diese  außerordentliche,  völlig  isoliert  stehende  eximia. 
Art  oder  Form.  Das  weiße  Medianband  verläuft  nicht  mehr  parallel  zum  Körper  des  Tieres  und  zum  Außenrd 
der  Figl,  sondern  Avendet  sich  von  der  braun  gesäumten  Costa  des  Vflgls  schief  gegen  den  Außenrd,  um  da,  avo 
es  den  ZAveiten  Medianast  schneidet,  noch  einen  kleinen  Fortsatz  gegen  den  Ird  zu  senden,  der  aber  bereits 
über  dem  dritten  Medianast  erlischt  und  den  Ird  nur  als  gelbe  Wellenlinie  erreicht ;  auf  der  Unterseite  ist  das 
Medianband  besser  ausgebildet  und  erreicht  allerdings  sehr  dünn,  aber  doch  deutlich  Aveiß,  den  Ird.  Im  Apex 
des  Vflgls  ein  weißer,  auffälliger  Apicalfleck;  Hflgl  mit  Ausnahme  eines  kleinen,  Aveißlichen  Fleckens  in  der 
Mitte  des  Costalrandes  völlig  braun.  Während  auf  dem  Hflgl  die  Ocellenreihe  komplett  ist,  sind  auf  dem  Vflgl 
nur  die  drei  analen  Ocellen  ausgebildet;  gegen  die  Costa  hin  verlieren  die  Ocellen  Form  und  Umrandung.  —  dola  dota. 
Frühst.  Von  Fergusson ;  von  typischen  acilia  in  auffallender  Weise  abweichend  durch  die  dunklere  Grundfärbung, 
die  sich  costal,  und  analwärts  verschmälernde  weiße  Discalbinde  und  die  rundlicheren,  kürzer  geschwänzten 
Figl.  Die  schwarzbraune  basale  Region  aller  Figl  ist  viel  breiter,  nach  außen  schärfer  abgegrenzt.  Die  Färbung 
der  Hflgl  ist  nicht  so  verwaschen  Avie  bei  acilia.  Alle  braunen  Binden  der  Figlunterseite  verlaufen  geradliniger, 
sind  erheblich  breiter,  dunkler  braun  und  auf  allen  Flgln  mit  sehr  viel  größeren,  gleichförmigeren  und  kom¬ 
pletten  Kettenstreifen  belegt.  —  Als  tervisia  subsp.  nov.  kann  die  etAvas  dunklere  Rasse  der  Hauptinsel  von  lerdsia. 
Neu-Guinea  von  der  Waigiu-Form  abgetrennt  werden,  insbesonders  Avegen  der  deutlich  verschmälerten  weißen 
Medianbinde  der  Oberseite  und  dem  erheblich  verbreiterten  gelben  Analfeld  der  Hflgl.  welches  sich  weiter 
nach  vorne  ausdehnt  und  dadurch  das  weiße  Medianfeld  verkürzt.  Type  aus  Holländisch  Neu-Guinea,  Sorong. 

$$  aus  dem  deutschen  und  britischen  Besitz  der  Insel  führen  nicht  ganz  so  eng  zusammengepreßte  Längsstrei¬ 
fen  der  Oberseite  als  die  eigentliche  Type.  —  bassara  Frühst,  wurde  neuerdings  auf  der  Matty-Insel  nördlich  bassar  t. 
von  Berlinhafen  entdeckt.  Die  kleine  zierliche  Form  vermittelt  den  Uebergang  von  acilia  und  tervisia  zu  ribbei 
Mart,  von  Neu-Mecklenburg ;  in  der  Zeichnung  und  Bänderung  mehr  der  ribbei  im  fahl  braungrauen  Kolorit 
eher  der  tervisia  Frühst,  genähert. 


Gattung:  C'liersoni‘sia  Dist. 

Alle  Chersonesia  besitzen  reich  gelbe  oder  orange  Grundfarbe,  welche  bei  den  östlichen  Arten  dunkler 
wird;  die  Zeichnungen  sind  scliAVarz  und  bestehen  in  den  drei  bekannten  Meridianstreifen,  von  denen  der  basale 
und  mittlere  stets  doppelt  sind,  während  der  dritte,  distalste  einfach  (nur  zwei  Arten  besitzen  auch  ihn  doppelt), 
oft  bindenartig  verbreitert  und  undeutlich  begrenzt  erscheint,  ferner  aus  einem  submarginalen,  von  drei  Kompo¬ 
nenten  gebildeten  Bande,  Avelches  auf  dem  Hflgl  in  einer  Art  blaue  Schmucklinie,  in  anderen,  den  meisten, 
aber  deutliche  Kettenzeichnung  führt,  und  schließlich  aus  einer  feinen,  marginalen  Linie.  Das  Schwänzchen 
über  dem  Apex  des  dritten  Medianastes  ist  wie  auch  der  A.nallappen  immer  vorhanden,  wenn  auch  beide  in 
einigen  sehr  abgerundeten  Arten  hochgradig  reduziert,  nur  eben  angedeutet  erscheinen.  Die  Analocelle  ist 
doppelt  und  besteht  aus  zwei  Kettengliedern.  Der  Apex  des  Vflgls  zeigt  bei  den  westlichen  Arten  eine  sichel¬ 
förmige  Zuspitzung  nach  außen,  während  der  Analwinkel  dieses  Figls  und  auch  der  Apex  des  Hflgls  die  für 
Cyrestis  charakteristische  Abkürzung  erkennen  läßt.  Chersonesia  ist  im  Süden  des  asiatischen  Kontinents  Arom 


592 


CHERSONESIA.  Von  H.  Fruhstorfer 


Südabhange  des  östlichen  Himalaya  über  Burma,  Tenasserim,  die  Malayische  Halbinsel,  Siam,  Ton- 
kin  und  die  großen  Sunda-Inseln  bis  zu  den  Philippinen  und  dem  Sula-Archipel,  als  äußerste  Ost¬ 
grenze  beheimatet;  auf  Sumatra,  wo  auf  beschränktem,  engem  Gebiete  fünf  gute  Species  nebenein¬ 
ander  gefunden  werden,  zeigt  die  Gattung  die  reichste  Entfaltung.  Die  von  B.  Hagen  beschriebene 
Rp  ist  ebenso  bleichgrün  wie  das  Blatt  der  Futterpflanze  und  mit  bleichrötlichem  die  Blattrippe  nach- 
ahmenden  Mittelstreif,  so  daß  man  schon  gut  zusehen  muß,  um  das  frank  und  frei  mitten  auf  dem 
Blatt  sitzende  Tierchen  zu  gewahren.  Sie  hat  vier  lange,  mäßig  harte  Dornen;  zwei  am  Kopfe,  einen 
einzelnen  schwach  gekrümmten  auf  dem  5.,  und  einen  längeren  S-förmig  gekrümmten  auf  dem  vorletzten  Seg¬ 
ment.  Die  Spitzen  dieser  Dornen  sind  breit  schwarz,  die  Basis  rötlich.  Die  Kopfdornen  sind  vorne  bis  zu  den 
Freßwerkzeugen  herunter  schwarz.  An  den  Seiten  ist  die  Rp  mit  paarweise  abwechselnden,  helleren  und  dunkle¬ 
ren,  schief  nach  vorn  und  unten  laufenden  Streifen  gezeichnet.  Die  schmale,  schlanke  und  höchst  elegante 
Pp  ist  hellgrün  und  hat  am  Kopfe  zwei  lange,  hirschgeweihartig  verzweigte  braune  Auswüchse  und  einen 
ebensolchen  größeren  auf  dem  Rücken ;  sie  ist  außerdem  noch  mit  einigen  braunen  Zacken  und  Linien  versehen, 
wodurch  sie  ein  höchst  abenteuerliches  Aussehen  erhält.  Die  Futterpflanze  ist  ein  niedriger  holziger  Strauch 
mit  großen,  feinen,  blaßgrünen  Blättern  und  rötlicher  Mittelrippe,  von  den  Malayen  ,,Muda  Selej“  genannt 
und  öfters  angebaut;  seine  Blätter,  feingeschnitten,  werden  mit  dem  zum  Rauchen  bestimmten  Opium  vermischt. 
Hagen  hat  die  Pflanze  nie  in  Blüte  gesehen,  vermutet  jedoch,  daß  es  eine  Uvaria-Species  ist.  Puppenruhe 
nach  Hagen  nur  (3  Tage,  wohl  die  schnellste  Puppenreife  die  überhaupt  Vorkommen  dürfte.  Hagen  fand  die 
Rp  auch  einmal  auf  einem  niedrigen  Ficus-Strauch,  (dessen  rauhe  Blätter  den  Malayen  als  Schmirgelpapier 
dienen)  und  zwar  20  Stück  zusammen,  während  sie  sonst  immer  isoliert  leben.  Ueber  die  LebensAveise  Avdssen  wir 
nur  Avenig;  die  Chersonesia  sind  schwache  Flieger  und  AVerden  eine  leichte  Beute  des  Sammlers,  da  sie  meist 
auf  den  doldenartigen  Blüten  eines  an  Sambucus  erinnernden  Waldstrauches  sitzend  angetroffen  Averden  in 
Gesellschaft  von  Neptis  hordonia  Stoll  und  von  verschiedenen  Eryciniden,  besonders  Zemeros  emesoides,  Fldr., 
mit  welchen  Tieren  sie  oft  verwechselt  werden  mögen.  „Die  Chersonesia  sind  echte  Waldbewohner,  sind  schwach 
und  ruhen  meist  mit  weitausgebreiteten  Flgln  auf  der  Unterseite  von  Blättern,  durch  welche  GeAvohnheit  sie 
sich  den  Blicken  des  Verfolgers  oft  plötzlich  zu  entziehen  wissen;  niemals  führt  sie  ihr  Flug  in  höhere  Regionen, 
doch  sitzen  sie  auch  fast  nie  an  Pfützenrändern  auf  Wegen,  wie  dies  bei  ihren  nächsten  Verwandten,  den  Cy- 
restis- Arten,  so  sehr  beliebt  ist.  Dennoch  habe  ich  mehrmals  Chersonesia- Männchen  auf  WakLvegen  über  feuch¬ 
ten  Stellen  sehr  rasche,  kreisförmige  Touren  ausführen  sehen,  wobei  sie  nach  Libellenart  mit  ausgebreiteten 
Flgln  ohne  sichtbaren  Schlag  dieser  schwebten,  sodaß  ich,  ehe  mich  das  Tier  im  Netze  aufklärte,  an  eine  ganz 
andere  Beute  dachte“.  Diese  kleine  Gattung  Avar  früher  mit  Cyrestis  vereinigt,  ist  aber  mit  Recht  von  Distant 
abgetrennt  worden.  Sie  unterscheidet  sich  von  Cyrestis  schon  durch  die  kleineren,  Aveniger  hervorragenden 
Palpen,  deren  Endglied  höchstens  14  des  Mittelgliedes  beträgt;  auch  ist  der  Haarkamm  auf  dem  Rücken  nicht  so 
hervortretend.  Der  Hauptcharakter  liegt  aber  in  der  AbzAveigung  nur  eines  Subcostalastes  vor  dem  Zellende, 
und  der  Ausmündung  des  5.  Astes  in  die  Flglspitze,  während  bei  Cyrestis  der  letztere  unterhalb  derselben 
ausgeht.  Beide  Zellen  sind  offen  und  die  Präcostale  der  Hflgl  zAveigt  sich  Aveit  nach  der  Subcostale  ab. 

risa.  C.  risa  Dbl.  (Ule)  vom  Kumaon- Himalaya  bis  Tonkin  verbreitet,  zeigt  deutlichen  Saisondimorphis¬ 

mus  und  fliegt  in  einer  hellen,  der  trockenen  Winterzeit,  und  einer  dunklen,  der  regenreichen  Sommerzeit  ent¬ 
sprechenden  Form.  Martin  fand  in  den  Monaten  Januar  bis  April  in  Sikkim  nur  die  helle  Form,  auf  AArelche 
die  Originalbeschreibung  des  Tieres  geht.  Die  Zwischenräume  der  beiden  ersten,  paarigen  Meridianstreifen 
sind  dunkler  bestäubt  und  zu  beiden  Seiten  des  submarginalen  Bandes,  Avelches  eine  sehr  deutliche,  blauviolette 
Schmucklinie  enthält,  befinden  sich  nur  in  dieser  Art  und  nur  in  der  hellen  Winterform  sehr  prononcierte, 
hellgelbe  Dreiecke,  noch  deutlicher  auf  dem  Hflgl  als  auf  dem  Vflgl,  welch  letzterer  im  submarginalen  Bande 
nahe  dem  Costalrande  und  zwischen  zweitem  und  drittem  Medianaste  eine  rundliche,  hellgelbe  Aufhellung 
trägt.  Die  Ausstattung  der  Analregion  beider  Figl  erinnert  in  ihren  lila  Tönen  sehr  an  den  im  gleichen  Gebiete 
heimischen  thyodamas.  Keine  Spur  von  Kettenzeichnung,  aber  eine  deutlich  doppelte  Analocelle.  Das  $  ist 
kaum  größer,  aber  viel  heller  und  hat  den  beim  ziemlich  geraden  Außenrd  der  Vflgl  sichtbar  convex.  Die 
dunkle  Sommerform  hat  nur  Spuren  der  hellgelben  Dreiecke,  die  blaue  Schmucklinie  ist  schwarz  geAArorden 
und  die  farbenreiche  Ausstattung  der  Analwinkel  fehlt,  auch  sind  diese  Tiere  im  allgemeinen  größer.  Es  ist 
•ansiens.  dies  transiens  Mart.  (121  f,  nach  einem  <$  aus  Tonkin  abgebildet)  Avelche  mir  auch  aus  Annam  (November) 
und  Tonkin  vorliegt,  avo  ich  sie  im  Juni  gesammelt  habe.  Exemplare  der  regenarmen  Periode  aus  Siam  bleiben 
in  der  Größe  etwas  hinter  risa  zurück.  Grundfarbe  viel  heller  und  reicher  mit  AVeißen  Flecken  durchschossen 
als  die  hellsten  Sikkim-n'sa.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl  lichter  violett.  Die  weißlichen  Felder  der  Unter- 
cyanee.  seite  stärker  violett  überhaucht  als  bei  Sikkim-^.  Flugzeit  Januar  auf  ca.  300  m  Erhebung.  —  cyanee 
Nicev.  aus  Sumatra  und  Borneo  (Kina-Balu).  Ein  viel  kleineres  Tier  AA'ie  risa,  mit  dunklerer  Grundfarbe,  hat 
die  beiden  inneren,  paarigen  Meridianstreifen  in  ihren  Zwischenräumen  schAVarz  ausgefüllt ;  der  dritte  Meridian¬ 
streifen  ist  viel  breiter  und  zeigt  Neigung  zu  undeutlicher,  versclrwommener  Auflösung  in  die  Grundfarbe, 
Avährend  er  bei  transiens  noch  ganz  scharf  erscheint.  Alle  violetten  Töne  fehlen  und  das  submarginale  Band  der 
Hflgl  trägt  eine  breite,  sclnvarze  Mittellinie;  zwei  deutliche  Analocellen.  Im  zAVeiten  Meridianstreifen  der  Vflgl 
verlaufen  zAvei  feine,  ?schwarze,  den  Zellschluß  markierende  Linien;  zwischen  diesen  erscheint  die  orange 
Grundfarbe  frei  von  jeder  schwarzen  Bestäubung,  sehr  charakteristisch  nur  für  diese  Subspecies  und  die  folgende 


✓  * 


/  (W  / 

4'$?  Äus9e0eben  35.  IX.  1912.  CHERSONESlA.  Von  H.  Frtjhstorfer.  593 

Species.  Die  $$  sind  heller,  aber  nicht  größer,  haben  aber  den  Außenrd  der  Vllgl  stark  convex  und  besitzen 
im  submarginalen  Bande  die  beiden  hellen  Flecken  von  risa.  cyanee  steht  natürlich  transiens  viel  näher  als  typi¬ 
schen  risa,  da  ja  fast  alle  auf  Sumatra  vorkommenden  Tagfalter  Regenzeitformen  darstellen. 

C.  excellens  Mart.,  von  Borneo  (Kina-Balu),  eine  sehr  dunkle,  große  Art,  welche  eine  etwas  intermediäre  Stel-  excellens. 
lung  einnimmt.  Grundfarbe  ein  dunkles,  aber  leuchtendes  Gelbbraun ;  die  beiden  ersten  Meridian  streifen  doppelt, 
ihre  Zwischenräume  sehr  breit  und  völlig  schwarz  überstäubt  mit  Ausnahme  des  kleinen  Gebietes  zwischen 
den  beiden  den  Zellverschluß  der  Vflgl  markierenden  Linien  innerhalb  des  zweiten  Meridianstreifens,  welches 
wie  bei  cyanee  in  der  Grundfarbe  erscheint;  der  dritte  Meridianstreifen  ebenfalls  sehr  breit,  nach  innen  scharf 
begrenzt,  löst  sich  nach  außen  allmählich  in  die  Grundfarbe  auf  und  konfluiert  auf  dem  Vflgl  zwischen  zweitem 
und  drittem  Medianast  durch  ein  viereckiges,  schwarzbestäubtes  Gebiet  mit  dem  submarginalen  Bande,  welches 
an  dieser  Stelle  eine  kleine  Konvexität  nach  innen  zeigt  und  im  Analwinkel  zwei  deutliche  Kettenglieder  be¬ 
sitzt;  der  sehr  dunkle  Außenrd  wird  von  einer  schwarzen,  submarginalen  Linie  gesäumt  ;  auf  dem  Hflgl  zwei 
Analocellen,  welche  gegen  den  Analwinkel  eine  Konkavität  bilden  und  nicht  in  einer  Flucht,  sondern  im  Winkel 
zum  submarginalen  Bande  stehen ;  unter  den  Analocellen  eine  sehr  feine  violette,  innere  Begrenzung  der  schwarzen 
Marginallinie.  Die  mittlere  Linie  des  submarginalen  Bandes  ist  in  6  dicke,  schwarze  Striche  gebrochen,  von 
denen  die  beiden  analsten  als  Kettenglieder  imponieren.  Unterseite  sehr  schwarz,  mit  dunkleren  Zeichnungen 
als  irgend  eine  andere  Chersonesia.  Die  Form  der  Vflgl  ist  noch  nicht  so  abgerundet  wie  bei  rahria,  sondern  zeigt 
noch  einigermaßen  die  nsa-Konturen ;  Schwänzchen  und  Anallappen  kleiner  als  bei  risa  und  deren  Subspezies. 
Figlspannung  36  mm.  Nach  4  JJ  hn  Tring-Museum  und  1  J  in  Staudinger’s  Sammlung.  Bei  risa  und  Subspe- 
cies  und  excellens  verläuft  das  submarginale  Band  auf  dem  Vflgl  völlig  gerade  und  parallel  dem  Flglaußenrd, 
die  beiden  Grenzlinien  dieses  Bandes  sind  nahezu  gerade  Striche,  die  den  Zellverschluß  der  Vflgl  markierenden, 
schwarzen  Linien  stehen  innerhalb  des  zweiten  Meridianstreifens  und  Kettenzeichnung  findet  sich,  excellens 
ausgenommen,  auf  keinem  der  Figl.  Bei  allen  den  nun  folgenden  Arten  ist  die  innere  Grenzlinie  des  submargina¬ 
len  Bandes  der  Vflgl  nicht  gerade,  sondern  wellig,  zeigt  zwischen  zweitem  und  drittem  Medianaste  eine  convexe 
Ausbuchtung  nach  innen  und  wendet  sich  vor  dem  Oostalrande  von  der  unteren  Radiale  ab  bestimmt  basal- 
wärts;  die  den  Zellverschluß  des  Vflgls  markierenden,  schwarzen  Linien  stehen  nicht  im  zweiten,  paarigen 
Meridianstreifen,  werden  vielmehr  basalwärts  davon  gefunden  und  schneiden  in  spitzem  Winkel  die  innere  Grenz¬ 
linie  dieses  Meridianstreifens,  Kettenzeichnung  findet  sich  immer  auf  dem  Hflgl  und  auch  häufig  im  Analwinkel 
des  Vflgls. 

C.  rahrioides  Moore.  Von  Burma,  Tenasserim  und  den  Shan  Staaten.  Wie  excellens  eine  Zwischenform  rahrioides. 
zwischen  risa  und  rahria,  besitzt  von  ersterer  den  Figlschnitt,  von  letzterer  die  Zeichnung,  sticht  hervor  durch 
eine  eigentümliche,  matte,  ledergelbe  Grundfarbe,  auch  sind  alle  Zeichnungen  sehr  fein  und  wenig  prominent, 
was  besonders  am  schattenhaften,  dritten  Meridianstreifen  deutlich  wird.  Die  den  Zollverschluß  der  Vflgl 
markierenden  Linien  stehen  entschieden  nach  innen  vom  zweiten  Meridianstreifen ;  die  innere  Grenzlinie  des  sub¬ 
marginalen  Bandes  der  Vflgl  wie  bei  rahria.  geschwungen;  ebenso  findet  sich  zwischen  erstem  und  zweitem  Me¬ 
ridianstreifen  ein  kurzer,  schwarzer  Querstrich,  Welcher  von  der  Costa  bis  nahe  zum  Medianstamme  reicht 
und  den  sonst  nur  noch  rahria  zeigt.  Mittlere  Linie  des  submarginalen  Bandes  der  Hflgl  in  Striche  aufgelöst, 
aber  noch  keine  Kettenzeichnung  wahrnehmbar.  Von  mir  in  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August,  September  gesammelt. 

C.  rahria  Moore  (121  c).  Die  gemeinste  und  weitverbreitetste  Art  des  Subgenus;  Stücke  aus  Perak,  rahria. 
Deli,  Sumatra,  Nias,  Java  und  Borneo  in  meiner  Sammlung  unterscheiden  sich  inter  se  nicht  nennenswert. 

Java-  und  Mindanao-Exemplare  sind  etwas  kleiner  wie  Stücke  von  Sumatra  und  Borneo.  Zwei  deutliche 
Analocellen,  welche  in  einer  Flucht  mit  dem  sehr  deutliche  Kettenzeichnung  darbietenden,  submarginalen 
Bande  der  Hflgl  stehen;  auf  dem  Vflgl  zwischen  erstem  und  zweitem  Meridianstreifen  ungefähr  in  der  Alitte 
von  der  Costa  bis  zum  Medianstamme  herab  ein  kurzer,  undeutlicher,  dunkler  Strich  mit  distaler  Richtung. 

Die  $$  sind  größer  und  heller  und  haben  abgerundete  Figlform.  Mehrere  Subspecies  sind  beschrieben:  apicusta  apicusta. 
Hag.  ■ —  Mentawej-Inseln,  Westlich  von  Sumatra.  Eine  schwache  Subspecies.  „Etwas  größer  als  rahria-,  der  J 
unterscheidet  sich  von  letzterer  durch  den  ziemlich  breit  schwärzlich  (bis  zur  Hälfte  des  Vrds  herunter)  angeru߬ 
ten  Apex  der  Vflgl  oben  und  etwas  lebhafteres  und  saftigeres  Kolorit.  Auf  den  Hflgln  oben  ist  die  submarginale 
Querbinde  etwas  mehr  gebogen,  die  beiden  sie  begrenzenden  Linien  etwas  mehr  gewellt  und  die  schwarzen 
Striche  in  der  Mitte  derselben  etwas  kürzer  und  dadurch  weiter  auseinander  stehend.  Das  $  unterscheidet 
sich  von  rahria nur  durch  die  Größe  und  das  eben  beschriebene  Verhalten  der  Submarginalbinde  der  Hflgl 
oben.  Die  Unterseite  beider  Arten  und  Geschlechter  fast  ganz  gleich“.  Nur  ganz  wenige  Exemplare  in  Europa. 

- —  sanna  Frühst.  J:  Nur  wenig  heller  als  apicusta  Hag.  von  Mentawej,  alle  Längsbinden  apicalwärts  stärker  sanna. 
gebogen.  Unterseite:  Heller,  Binden  markanter;  $:  Außergewöhnlich  reich  dekoriert  mit  hellgelblichen  Flecken 
auf  der  Oberseite,  die  sich  unterseits  wiederholen  und  dort  bläulich  violett  erscheinen.  Alle  Längsbinden  wesent¬ 
lich  breiter  als  beim  J.  $  viel  dunkler  als  Java-  und  Nias-$$,  den  $$  der  Celebes-Rasse  genähert.  Selten, 
nur  ein  Paar  in  Coli.  Fruhstorfer.  - — celebensis  Rothsch.,  Bangkai  (Semper).  Sowohl  das  submarginale  Band 
der  Vflgl,  genau  wie  bei  rahria,  und  der  einfache,  dritte  Meridianstreifen  stellen  celebensis  gebieterisch  zu  rahria 
und  nicht  zu  der  den  dritten  Meridianstreifen  doppelt  tragenden  peraka.  Costalrand  des  Vflgls  deutlich  in  der 


IX 


75 


594 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


für  die  Tagfalter  von  celebes  typischen  Weise  geschwungen;  Ausfüllung  der  beiden  inneren  Meridianstreifen 
viel  dunkler  als  bei  rahria,  dritter  Meridianstreifen  breiter,  besonders  beim  $ ;  am  Costalrand  des  Hflgls  beginnt 
beim  auf  der  Oberseite  der  dritte  Meridianstreifen  mit  einem  quadratischen,  mattschwarzen  Fleck,  welcher 
bei  rahria  vermißt  wird ;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  zeigt  derselbe  Streifen  da,  wo  er  sich  dem  Ird  nähert,  unter¬ 
halb  des  ersten  Medianastes  schwärzliche  Verfärbung.  Das  $  auf  der  Unterseite  sehr  hell,  hat  über  die  Oberseite 
bei  seitlicher  Beleuchtung  einen  zarten  Rosaschimmer  ergossen.  Nord-  und  Süd-Celebes  von  mir  gesammelt. 
mmgolina.  Bangkai.  Süd-Celebes  $  vom  Januar  sind  größer  als  solche  aus  Toli-Toli  vom  Dezember.  - —  mangolina  Frühst. 

(121  f).  Mangoli  und  Besi.  Kleiner  und,  wie  alle  Sulafalter,  von  melanitischem  Aussehen.  Die  Grundfarbe 
ist  ein  dunkleres  Rotgelb  und  jeder  Saum,  sowie  alle  Binden  sind  breiter  schwarz  angelegt.  Typen  in  Fruh- 
storfer’s  Sammlung.  Dunkelste  Grundfarbe,  nur  excellens  ist  noch  dunkler;  Zwischenräume  der  beiden 
basalen  Meridianstreifen  schwarz  bestäubt,  dritter,  einfacher  Meridianstreifen  sehr  breit,  noch  breiter  als  bei 
celebensis.  celebensis ;  Apex  des  Vflgls  sehr  verdunkelt;  innere,  in  Striche  gebrochene  Linie  des  submarginalen  Bandes 
der  Hflgl  sehr  breit;  zwei  Analocellen;  Unterseite  dunkler  wie  celebensis.  Die  $$  größer,  nur  wenig  heller, 
zeigen  ebenfalls  bei  gewisser  Beleuchtung  feinen  Rosaschimmer. 

intermedia.  C.  intermedia  Mart.  Sumatra  (Gayu-Länder),  Malayische  Halbinsel,  Borneo.  Wurde  intermedia 

genannt,  weil  sie  eine  Zwischenstellung  zwischen  der  vorhergehenden  rahria  und  der  folgenden  peralca  einnimmt. 
Die  Grundfarbe  des  viel  kleineren  Tieres  ist  düsterer,  matter  als  bei  rahria ;  die  beiden  basalen,  doppelten  Meri¬ 
dianstreifen  schließen  schwarzbestäubte  Flächen  in  sich  ein ;  der  dritte  Meridianstreifen  zeigt  auf  dem  Vflgl 
z  wischen  zweitem  und  drittem  Medianast  Neigung,  mit  dem  wie  bei  rahria  gebogenen,  inneren  Grenzstriche 
des  submarginalen  Bandes  zu  konfluieren;  die  beiden  Analocellen  stehen  nicht  in  einer  Flucht  mit  der  submar¬ 
ginalen  Reihe,  sondern  würden  diese  bei  Verlängerung  kreuzen  und  besitzen  gegen  den  Analwinkel  des  Figls  eine 
Konkavität.  Unterseite  matter  gefärbt  und  mit  schwärzerer  Zeichnung  als  bei  rahria.  Schwänzchen  und  Anal¬ 
lappen  schon  sehr  reduziert. 

Die  beiden  nun  noch  folgenden  Arten  nehmen  eine  etwas  isolierte  Stellung  ein,  weil  sie  den  Hinterflgl  fast  ganz 
rund  besitzen  und  Schwänzchen  und  Anallappen  nur  noch  durch  Verdickung  der  schwarzen  Marginallinie  angedeutet  sind: 
auch  haben  beide  den  dritten  Meridianstreifen  auf  beiden  Flügeln  ebenso  deutlich  doppelt  wie  die  beiden  basalen. 

per  aha.  C.  peraka  Bist.  (121  f  als  perakana),  Tenasserim,  Malayische  Halbinsel  (Perak,  Penang),  Nias,  Sumatra, 

Java,  Bali,  Borneo.  Sehr  kleine  Art  mit  völlig  rundem  Hflgl  und  ziemlich  heller,  gelber  Grundfarbe ;  alle  Meridian¬ 
streifen  sind  doppelt,  die  Zwischenräume  schwärzlich  bestäubt  wie  bei  intermedia',  den  den  Zellverschluß 
des  Vflgls  markierenden  Linien  stehen  basalwärts  vom  zweiten  Meridianstreifen;  die  innere  Grenzlinie  des 
submarginalen  Bandes  wie  bei  rahria  geschwungen;  auch  der  kleine  schwarze  Strich  zwischen  erstem  und  zwei¬ 
tem  Meridianstreifen  auf  der  Oberseite  des  Vflgls  von  der  Costa  bis  zum  Medianstamm  meist  sichtbar;  zwei 
deutliche  Analocellen  in  der  Fortsetzung  der  großen  Reihe;  Schwänzchen  und  Anallappen  werden  nur  durch 
Verdickung  der  submarginalen  und  marginalen  Linie  angedeutet.  Von  dieser  Art  sind  die  AA  sehr  selten,  mein 
asä.  Exemplar  aus  Nias  bleibt  in  der  Größe  hinter  den  viel  dunkleren  <$$  aus  Java  zurück.  ■ —  aza  Streck,  wurde 
nach  2  Exemplaren  aus  Tring,  Unter-Siam  beschrieben  und  ist  vielleicht  synonym  mit  peraka. 

niccvillei.  C.  nicevillei  Mart..,  Sumatra,  Berge  des  Karo- Gebietes,  südlich  von  Deli.  Eine  sehr  aparte  Species, 

größer  wie  peraka  mit  dunkler,  orangegelber,  leuchtender  Grundfarbe;  alle  Meridianstreifen  doppelt;  die  Zwi¬ 
schenräume  der  beiden  basalen  schwarz  bestäubt;  die  den  Zellverschluß  des  Vflgls  markierenden,  schwarzen 
Striche  basalwärts  vom  zweiten  Meridianstreifen;  erster  Meridianstreifen  von  sehr  unregelmäßiger  Form,  in  3- — 4 
Flecke  gebrochen;  das  submarginale  Band  der  Vflgl  ebenfalls  sehr  apart,  indem  es  zAvei  Unterbrechungen  auf¬ 
weist,  eine  über  dem  ersten  Medianaste,  wo  zwischen  dem  analsten  Kettengliede  und  dem  folgenden,  oberen, 
sehr  großen  ein  freier  Streifen  Grundfarbe  bleibt,  die  zweite  über  dem  dritten  Medianast,  der  völlig  auf  der 
Grundfarbe  verlaufend,  den  Außenrd  erreicht.  Auf  dem  Hflgl  Kettenzeichnung  sehr  deutlich,  zwei  Analocellen, 
ungefähr  in  gleicher  Flucht  mit  der  großen  Reihe.  Schwänzchen  in  der  Kontur  des  Hflgls  kaum  angedeutet, 
während  der  Anallappen  durch  eine  starke  Verdickung  der  inneren  Marginallinie  angezeigt  wird.  Unterseite 
heller,  aber  alle  Zeichnungen  sehr  schwarz.  Eine  seltene  Art.  Type  im  Tring-Museum,  4  in  Koll.  Martin. 

Tribus  Neptididi. 

Gattung:  Jfeptis  F. 

Von  ihren  nächsten  Verwandten,  den  Limenitiden,  lassen  sich  die  N eptiden-I m agos  absondern  :  1.  durch 
das  Fehlen  des  Mediansporns  der  Vflgl;  2.  die  dünnere,  rundlichere  sack-  oder  eiförmige  Flglform.  Die  Hflgl 
weisen  niemals  irgendwelche  Ausbuchtung  oder  jene  spitze  Form  anf,  welche  die  Athymiden  charakterisiert. 
Eine  noch  wichtigere  Differenzierung  läßt  sich  bei  den  Rp  konstatieren,  von  denen  jene  der  Neptiden  sofort 
zn  erkennen  sind  an  ihren  buckel-  oder  schabrackenartigen  dorsalen  Auswüchsen  und  ihrer  gekrümmten  Form, 
während  sich  die  Limenitiden  aus  fast  linearen,  walzenförmigen  Rp  entwickeln.  Die  Klammerorgane  dokumen¬ 
tieren  sowohl  den  Limenitiden  wie  den  Apaturiden  gegenüber  erhebliche  Differenzen  und  wenn  sie  auch  im 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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allgemeinen  sich  den  ersteren  etwas  mehr  nähern  sind  sie  doch  durch  ein  Charakteristikum  sowohl  von  den 
Limenitiden  wie  überhaupt  allen  übrigen Nymphaliden  abzusondern  durch  die  distal  gespaltene  Valve,  welche 
dorsal  vor  der  Spitze  einen  schlangen-  oder  hirscheberzahnartigen  Dorn  trägt.  Valve  selbst  sowohl  ventral 
als  auch  dorsal  gewölbt,  nur  ganz  fein  behaart  und  bei  einigen  Arten  mit  einer  ventralen  häutigen  oder  chitini- 
sierten  an  eine  phrygische  Mütze  erinnernden  Ansatz  versehen,  welcher  aber  vielen  Spezies  fehlt.  Uncus  in  der 
Regel  ungewöhnlich  zierlich,  jedoch  nicht  auffällig  kurz,  sondern  lang,  schlank,  bei  den  einzelnen  Spezies  ent¬ 
weder  gerade  oder  gelegentlich  leicht  gekrümmt.  Viele  Arten  der  Neptiden  machen  sich  bemerklich  durch 
spezialisierte  Reibeflächen  der  Hflgl-Oberseite,  sexuelle  Geschlechtsauszeichnungen,  die  der  Li menitidengruppe 
völlig  fehlen.  Aber  während  bei  den  Athyma  ausgeprägter  sexueller  Dimorphismus  vorherrscht,  finden  wir 
ihn  bei  den  Neptiden  nur  ausnahmsweise  (bei  den  Phaedyma- Spezies,  Neptis  vikasi  und  praslini).  Im  allge¬ 
meinen  verhalten  sich  die  Neptiden  auch  klimatischen  Einflüssen  gegenüber  resistent.  Horodimorphen  Formen 
begegnen  wir  nur  bei  einigen  kontinentalen  und  sehr  wenigen  insularen  Arten,  und  auch  bei  diesen  unterliegt 
nur  die  Färbung  leichten  Modifikationen.  Niemals  wechselt  jedoch  die  Flügelform  oder  sonstwie  die  äußere 
Gestalt.  Dagegen  bieten  die  Neptiden  lokalen  Einwirkungen  nur  geringen  Widerstand  und  neigen  viel  mehr 
noch  als  die  Limenitiden  zur  Umbildung  in  geographische  Rassen.  Eine  gewisse  Monotonie  der  äußeren  Er¬ 
scheinung  ist  aber  dennoch  der  Grundzug  der  Neptiden;  keine  einzige  Art  kann  farbenprächtig  genannt  werden, 
wenngleich  auf  den  Philippinen  2 — 3  mäßig  bunte  Spezies  Vorkommen. 

Neptiden  finden  sich  in  wärmeren  Teilen  der  ganzen  alten  Welt  und  darüber  hinaus  in  Australien.  Den 
Hauptherd  ihres  Vorkommens  bildet  jedoch  das  gebirgige  China,  südwärts  vom  Yangtsekiang  und  Indien  in 
weitester  Ausdehnung.  Nordwärts  gehen  einige  Arten  bis  zum  Amur  und  Yesso,  und  über  Sibirien  und  Süd¬ 
rußland  sind  z  wei  Arten  auch  nach  Europa  gelangt,  die  sich  über  Rumänien  und  die  Kronländer  der  österreichi¬ 
schen  Monarchie  bis  in  die  südliche  Schweiz  verfolgen  lassen.  Im  austromalayischen  Gebiet  treffen  wir  Neptiden 
auf  der  ganzen  Inselkette,  von  den  Andamanen  bis  zu  den  Salomonen  und  dem  tropischen  Australien. 

Insgesamt  kennen  wir  jetzt  bis  aus  Afrika  etwas  über  30  Arten,  China  etwa  20  Arten,  Vorderindien 
etwa  24  Arten,  Sikkim  etwa  15  Arten,  Assam  etwa  14  Arten,  Makr omalay ana  etwa  16  Arten,  Mikromalayana 
etwa  8 — -9  Arten,  Celebes  etwa  5  Arten,  Philippinen  etwa  15  Arten,  Molukken  etwa  7  Arten,  Papua-Region 
etwa  12  Arten. 

Auffallend  ist  die  große  Armut  von  Celebes,  von  dessen  5  Spezies  Neptis  neriphus  Hew.  und  antara 
Moore  als  endemisch  betrachtet  werden  können,  2  Arten  ( vikasi  Horsf.  und  hylas  L.)  über  die  Java -Landbrücke 
dorthin  gelangt  sein  dürften,  während  die  dortige  Phaedyma  durch  ihre  engen  Beziehungen  zu  philippinischen 
Rassen  vermutlich  über  Mindanao  eingewandert  ist. 

Nur  wenige  Spezies  sind  weit  verbreitet,  wenngleich  die  Rpn  als  polyphag  gelten;  einige  Arten  sind 
streng  lokal,  andere  insular. 

Am  auffallendsten  ist  der  Reichtum  der  relativ  kleinen  Philippinen-Insel  Palawan,  die  allein  13  Spezies 
beherbergt,  von  denen  3  ( tricolor ,  bella  und  illigerella)  als  endemisch  gelten  müssen,  während  Borneo  unter 
13  Arten  als  endemisch  keine,  Sumatra  unter  15  Arten  als  endemisch  keine,  Java  unter  13  Arten  als  endemisch 
keine,  Celebes  unter  5  Arten  als  endemisch  zwei,  Mindanao  unter  10  Arten  als  endemisch  eine  besitzen. 

Die  Gewohnheiten  der  Neptiden  bieten  dem  Beobachter  wenig  interessantes  und  die  meisten  von  ihnen 
zählen  zu  den  gewöhnlichsten  Schmetterlingen  der  Tropen  und  Subtropen.  Nur  einige  bewohnen  den  Wald, 
die  meisten  Arten  treiben  sich  auf  offenen  sonnigen  Plätzen  herum  und  meiden  keineswegs  die  Nähe  der  mensch¬ 
lichen  Ansiedlungen.  Von  allen  Nymphaliden  sind  die  Neptiden  die  ersten,  welche  morgens  ausfliegen,  und 
sie  scheuen  weder  die  taufeuchten  Gräser  noch  trübes  Wetter.  Wenngleich  sie  die  Sonne  lieben,  trifft  man  sie 
doch  selbst  bei  starkem  Regen  an,  was  ich  in  Tonkin  oft  bemerkte,  und  Max  Korb  erzählte  mir  dasselbe  von 
den  Arten  des  Amurgebiets. 

Die  Angehörigen  des  Genus  Rahinda  leben  ausschließlich  in  der  Ebene,  ebenso  die  meisten  Phaedyma, 
die  anscheinend  den  Seestrand  bevorzugen,  doch  gehen  einige  columella- Rassen  auch  bis  zirka  3000  Fuß  hinauf. 
Von  den  chinesischen  Arten,  namentlich  den  stattlichsten  unter  ihnen,  ist  bekannt,  daß  sie  Höhen  von  5- — -10  000 
Fuß  bewohnen.  Neptis  liylas  L.  und  N.  mahendra  Moore  wurden  im  West-Himalaya  noch  auf  9000  Fuß  Höhe 
beobachtet,  während  aus  sicherer  Quelle  durch  De  Niceville  bekannt  wurde,  daß  nyctens  in  Native- Sikkim 
selbst  auf  12  000  Fuß  sich  noch  heimisch  fühlt. 

Die  gewöhnlichen  Arten  besaugen  verschiedenartigste  Blüten,  besonders  jene  von  Trifoliaceaen  und 
Rahinda  horclonia  hat  Hagen  (Iris  1896  p.  170)  in  Gesellschaft  von  Chersonesia  rahria  von  den  Doldenblüten 
einer  Sambucus-Art  in  Sumatra  weggefangen. 

Von  den  Jugendstadien  wissen  wir  trotz  der  Häufigkeit  vieler  Arten  noch  herzlich  wenig;  be¬ 
kannt  sind  nur:  Ei,  Rp  und  Pp  von  den  beiden  europ.  Spezies  hylas  sappho  Pall,  und  lucilla  Schiff.  Rp  und 
Pp  von  Neptis  hylas  matuta  Hb.  und  hylas  hylas  L.,  jurnbah  jurnbah  Moore,  jurnbah  nalanda  Frühst.,  nandina 
kallaura  Moore,  viraja  Moore,  sowie  von  Rahinda  hordonia  Stoll  und  consimilis  Bsd. 

Die  Eier  sind  nach  Rühl  fingerhutförmig  und  mit  unregelmäßigen  Sechsecken  besetzt,  deren  Konturen 
dichte  Borsten  bilden.  Jede  Hexagonale  erglänzt  in  einem  Punkte,  der  auch  für  das  unbewaffnete  Auge  wahr¬ 
nehmbar  ist.  Die  lucilla- Eier  werden  einzeln  an  die  Unterseite  des  Spiraea-Blattes  geheftet,  jene  von  sappho 
auf  die  Blattspitzen.  Von  hylas  papaja  Moore  beobachtete  Hagen,  wie  ein  $  auf  einer  überall  in  den  Gärten 


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RAHINDA ;  NEPTIS ;  RAHINDA.  Von  H.  Frtthstorfer 


als  Unkraut  wuchernden  Trifoliacee,  die  blaßgrünen,  gekörnten  Eier,  jedes  einzehr  auf  die  äußersten  Blattspitzen 
legte  und  zwar  nie  mehr  als  2  oder  3  auf  eine  Pflanze.  Hagen  vermutet,  daß  die  Ti'ifoliaceen  wegen  ihrer  spärli¬ 
chen  Blätter  auch  nicht  mehr  Räupchen  hätten  nähren  können.  Die  Rpn  konnte  Hagen  nicht  auffinden,  weil 
die  Eier  nach  3  Tagen  wohl  durch  Raubinsekten  weggefressen  waren. 

Nach  Rühl  mißt  die  lucilla-T&j)  4 1 — -43  mm,  ihr  schwarzbrauner  Kopf  hat  gelbe  Punkte.  Grundfarbe  des 
Raupenkörpers  bräunlichrot  mit  unbestimmt  dunklerer  Rückenlinie,  die  mehr  oder  weniger  in  der  Grundfarbe 
verfließt.  Das  2.,  3.,  5.,  und  1 1.  Segment  führen  je  2  dicke  braune,  fein  gelb  punktierte,  zapfenartige  Erhöhungen, 
zu  beiden  Seiten  zeigt  sich  an  jedem  Segment  ein  dunkler,  hellgerandeter  Schrägstrich,  der  sich  von  dem  hel¬ 
leren,  fein  gelb  punktierten  Bauch  deutlich  abhebt.  Die  Rpn  finden  sich  im  April  und  Mai  an  Spiraea  salicifolia. 
Die  kurze,  dicke  Pp,  gestürzt  hängend,  ist  hellbraun  und  führt  2  Kopfspitzen.  Die  Farbe  der  Pp,  sowohl  der 
europäischen  als  auch  der  indischen  echten  Neptis- Arten,  ist  zumeist  gelblich,  von  jenen  der  Rahinda  grünlich 
und  den  Arten  aus  der  Bimbisara- Gruppe  grau.  Die  Pp  von  N.  nandina  kallaura  Moore  zeigt  Spuren  eines 
violetten  Anflugs  und  ist  mit  gold-  oder  silberglänzenden  Stellen  verziert.  Alle  Ppn  hängen  mit  dem  Abdomi¬ 
nalende  an  der  Blattunterseite. 

Die  Rpn  der  Phaedyma  entzogen  sich  trotz  der  Häufigkeit  der  meisten  Arten  bisher  allen  Nachforschun¬ 
gen,  obwohl  anzimehmen  ist,  daß  auch  sie  in  der  Wahl  der  Nahrungspflanzen  nicht  empfindlich  sein  dürften, 
zählt  doch  De  Niceville  (Journ.  As.  Soc.  Beng.  1900  p.  229)  nicht  weniger  als  13  Arten  Pflanzen  aus  den 
Familien  der  Malvaceen,  Sterculiaceen,  Tiliaceen,  Rhamneen,  Leguminosen  und  Urticeen  auf,  an  denen  bereits 
Neptis  jumbah- Rpn  gefunden  wurden. 


Tabelle  der  Genera. 

Die  Neptiden  von  Indo-Australien  lassen  sich  wie  folgt  gruppieren : 

I.  Der  2.  •  Subcostalast  entspringt  jenseits  dem  Zellende. 

Gattung:  Italiinda  Moore. 

A.  Der  2.  Subcostalast  steigt  auf  großem  Abstand  jenseits  der  Zelle  auf. 

Artengruppe:  Rahinda  Moore. 

B.  Der  2.  Subcostalast  steigt  auf  kürzerem  Abstand  jenseits  der  Zelle  auf. 

Artengruppe:  Acca  Ilbn. 

II.  Der  2.  Subcostalast  entspringt  vor  dem  Zellende. 

Gattung:  XeplisF. 

A.  Costale  geht  beim  $  in  den  Vrd,  beim  ^  in  den  Distalrand. 

a)  Präcostale  der  Hflgl  entweder  gerade,  oder  zweispitzig,  oder  nach  innen  eingebogen. 

Artengruppe:  Neptis  F. 

b)  Präcostale  stets  nach  außen  gebogen. 

Artengruppe:  Bimbisara  Moore. 

B.  Die  Costalis  geht  bei  beiden  Geschlechtern  in  den  Distalrand. 

Artengruppe :  Phaedyma  Fldr. 

Der  zweite  Subcostalast  entspringt  hinter  dem  Zellende,  ein  Merkmal,  das  sich  auch  bei  einigen  afri¬ 
kanischen  Arten  wiederfindet,  ebenso  bei  mehreren  Spezies  der  Molukkischen  Region,  die  Moore  anderen 
„Gattungen“  angereiht  hat. 


Gattung:  Jfialiinria  Moore. 

A.  Artengruppe  Rahinda. 

R.  hordonia  zählt  zu  den  gewöhnlichsten  indischen  Spezies  die  von  Mussoorie  bis  Tonkin,  von  Tenas- 
serim  bis  zur  malayischen  Halbinsel,  Siam  und  Assam  verbreitet  ist  und  auch  auf  dem  Mergui-Archipel  beob¬ 
achtet  wurde.  Von  der  Rp  sind  zwei  Formen  bekannt,  eine  mit  kurzen  und  eine  mit  langen  Dornen,  aus  ersterer 
entstehen  linagos  mit  dunkeln,  aus  den  langdornigen  Rpn  solche  mit  hellen  Duftflecken.  Interessant  ist  ferner, 
daß  die  Rpn  gerade  die  durch  ihre  Angriffe  halbtrocken  gewordenen  ausgebleichten  Blätter  den  frischen  als 
Nahrung  vorziehen.  Futterpflanze:  Acacia  und  Albizzia.  Die  Falter  finden  sich  nur  in  den  Niederungen  und 


RAHINDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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gehen  kaum  über  2000  Fuß  Höhe  hinauf,  auch  trifft  man  sie  nie  im  Walde,  sondern  stets  im  Gesträuch  und  in 
der  Nähe  der  Kulturoasen,  wo  sie  unstäten  Fluges  sich  relativ  langsam  fortbewegen  und  sich  häufig  mit  ausge¬ 
breiteten  Flgln  ausruhen.  Zwei  Zeitformen  sind  zu  unterscheiden:  a)  fa.  liordonia  Stoll,  die  Regenzeit-Form  hordonia. 
mit  sehr  breiten  schwarzen  Binden,  die  ich  in  Tonkin  bis  Ende  August  beobachtete,  b)  fa.  plagiosa  Moore  plagiom. 
(125  b)  jene  der  trockenen  Zeit;  hier  verschwindet  die  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite  und  deren 
Distalpartie  nimmt  eine  violette  Färbung  an,  auf  der  Oberseite  reduziert  sich  die  Schwarzbänderung  resp. 
wird  von  luxurianten  Gelbbinden  verdrängt.  Südindische  Exemplare  differieren  bereits  von  solchen  aus  Nord¬ 
indien  und  kommen  sinuata  Moore  von  Ceylon  nahe.  Verbreitung:  Indien  bis  Tenasserim  und  Malabar.  Von 
mir  auf  den  Karen  Hills,  Mai,  Siam  auf  1000  Fuß.  Jan.-Febr.  S.  Annam,  Febr.  und  Tonkin,  Aug.-Septbr.  gesam¬ 
melt,  nach  Moore  auch  imMergui  Archipel.  — sinuata  Moore.  In  den  Niederungen  Ceylons,  wo  sie  auf  bewal-  sinuaUi. 
deten  Hügeln  bis  3000  Fuß  hinaufgeht,  das  ganze  Jahr  über  fliegt,  aber  März-April  am  häufigsten  anzutreffen 
ist.  sinuata  differiert  von  den  kontinentalen  Verwandten  durch  die  vermehrte  Schwarzfleckung  der  Hflgl  auf 
denen  die  gelbe  Submarginalbinde  erheblich  verschmälert  bleibt;  auch  sind  die  Konturen  der  gelben  Bänder 
der  Vflgl  bei  der  Form  der  nassen  Zeit  unregelmäßiger.  —  rnaligowa  Frühst,  wurde  neuerdings  durch  H.  Sauter  maligowa. 
auf  Formosa  entdeckt.  Es  liegen  mir  nur  Exemplare  der  Monsunperiode  vor,  welche  durch  Ausdehnung  der 
schwarzen  und  Reduzierung  der  gelbbraunen  Bänder  indischen  Exemplaren  gegenüber  differieren.  Die  habi¬ 
tuell  sehr  große  Hainanrasse  wurde  als  rihodona  Moore  beschrieben.  Nach  einem  ^  meiner  Sammlung  beurteilt,  rihodona. 
läßt  sich  rihodona  von  kontinentalen  hordonia  absondern  durch  schärfer  abgesetzte  Streifen  und  von  der  For- 
mosa-Vikariante  durch  fast  doppelt  so  breites  gelbes  Submarginalband  der  Hflgl.  —  cnacalis  Iiew.  Diese  reizende  cnacalis. 
Inselrasse,  die  von  allen  Autoren  als  Spezies  behandelt  wurde,  trägt  weiße  anstatt  gelbe  Median-  und  graue 
statt  gelbliche  Submarginalbinden  der  Hflgl.  Die  Unterseite  verrät  aber  durch  ihre  Rotsprenkelung  ohne 
weiteres  die  Zugehörigkeit  zu  hordonia.  Andamanen,  Nicobaren.  - —  senthes  Frühst.  Exemplare  aus  Sumatra,  senihes. 
namentlich  jene  aus  dem  Westen  der  Insel,  erscheinen  in  ausgeprägtem  Regenzeit-Colorit  und  tragen  sein’ 
viel  breitere,  schwarze  Binden  als  hordonia  vom  Festlande  und  von  Java.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl 
wird  schmäler  als  bei  festländischen  hordonia.  Die  $$  sind  auch  größer  als  Java-$$  und  die  Submarginalbinde 
der  Vflgl  erscheint  schwarz  anstatt  rotbraun.  Sumatra.  In  einer  ähnlichen  Rasse  auch  auf  Banka.  Borneo. 

- — •  aigilipa  Frühst.  (125  c)  ist  auf  Nias  selten;  Kheil  und  Moore  erwähnen  sie  nicht  von  dort.  Mir  liegen  2  aigilipa. 
vor,  die  einer  Uebergangsform  von  der  Trocken-  zur  Regenzeit  anzugehören  scheinen.  Das  $  ist  relativ 
groß  und  übertrifft  mit  26  mm  Vflgllänge  mein  größtes  $  aus  Assam,  das  nur  24  mm  mißt.  q.  Der  schwarze 
Subapicalfleck,  welcher  die  Vflgl-Zelle  in  einem  davon  abgerückten  Halbbogen  umgibt,  obsolet,  ebenso  der 
schwarze  Strich,  der  sich  von  der  Submarginalbinde  nach  innen  längs  der  VR  hinzieht.  Auffallend  breit  er¬ 
scheint  dagegen  der  Außensaum,  sowie  die  schwarze  Medianbinde  der  Hflgl,  wodurch  die  gelbe  Submarginal¬ 
binde  sehr  eingeengt  wird.  Das  $  hat  einen  noch  breiteren,  schwarzen  Distalsaum  der  Hflgl  als  die  <Jo,  der 
eine  Ausdehnung  von  6  mm  einnimmt,  während  er  bei  meinem  dunkelsten  Assamstück  kaum  4  mm  an  Breite 
erreicht.  Unterseite :  Die  Submarginalbinde,  namentlich  der  Vflgl,  ausgedehnt  schwarz,  die  Grundfarbe  rötlich 
braun,  ekwas  heller  als  bei  alceste  von  Lombok,  aber  viel  dunkler  als  bei  Java-Exemplaren.  —  pardus  Frühst,  pardus. 
Eine  Serie  von  mir  auf  Java  gefangener  hordonia  differiert  konstant  von  solchen  aus  Kontinental-Indien  durch 
die  breiter  angelegten  Gelbzeichnungen  aller  Figl,  ebenso  bleibt  der  Distalsaum  aller  Figl,  insbesondere  jener 
der  Vflgl,  stets  breiter  schwarz,  und  verändert  seine  Farbe  auch  in  der  Trockenform  nicht,  während  er  bei  der 
kontinentalen  dry  season  form  plagiosa  einen  rötlichen  statt  schwarzen  Farbenton  annimmt.  Ost-  und  West¬ 
java  bis  2000  Fuß  Höhe.  Bawean,  Juli-Sept.  Kangean,  Bali.  — -  alceste  Frühst.  Eine  der  eigentümlichsten  alceste. 
Lokalformen  aus  der  hordonia- Reihe  hat  die  trockene  Insel  Lombok  hervorgebracht,  nämlich  die  weitaus  dun¬ 
kelste  von  allen  bisher  bekannten  Rassen.  Die  schwarzen  Binden  der  Vflgl-Oberseite  sind  sehr  breit,  aber  zu¬ 
gleich  scharf  ausgebuchtet,  wodurch  die  gelben  Binden  und  Flecken  zerteilt  erscheinen.  Der  Apiealfleck  der 
Vflgl  ist  fast  so  groß  wie  bei  den  Exemplaren  der  Trockenzeit  von  Kontinental-Indien.  Die  Unterseite  ist  eigen¬ 
tümlich  und  sein  ausgedehnt  dunkel  rotbraun  angeflogen,  so  daß  die  gelbliche  Grundfärbung  stark  reduziert 
erscheint.  Die  schwarzen  Submarginalbinden  sehr  breit  und  die  Medianbinde  der  Hflgl  nach  außen  tief  schwarz 
anstatt  rotbraun  begrenzt.  Lombok,  Sapit  2000  Fuß,  April-Juni.  Sumbawa.  - — -  doronia  Stgr.  umschreibt  doronia. 
eine  distinkte  Lokalrasse  mit  verschmälerten  Flgln  und  unterseits  schärfer  abgesetzten  und  stark  verengten 
Medianbinden.  Von  Palawan.  Flugzeit  Januar. 

R.  epira  zählt  zu  den  seltensten  Spezies  der  Gattung,  von  der  nur  wenige  Exemplare  nach  Europa 
gekommen  sind.  Grundfarbe  vorherrschend  schwarz  mit  schmalem  braunem  Zellstreif  der  Vflgl  und  wei߬ 
licher  Mittelbinde  der  Hflgl.  Unterseite  schwärzlich  - — -  der  Apex  violett,  ebenso  das  Medianfeld  der  Hflgl.  Zwei 
Inselrassen:  epira  Fldr.  von  welcher  Semper  nur  1  <J  empfing,  welches  wie  Felders  Figur  der  $-Tvpe  zwei  epira. 
weiße  eiförmige  Submedianflecken  der  Vflgl  führt.  Leyte.  —  heliobole  Semp.  bewohnt  Mindanao  und  differiert  heliobolc. 
von  epira  durch  das  Ausfallen  der  Aveißen  Makeln  der  Vflgl  und  die  auf  eine  undeutliche  Linie  verschmälerte 
AVeißliche  Mittelbinde  der  Hflgl.  Der  Unterseite  fehlt  die  bei  epira  noch  airgedeutete  AA'eiße  Sprenkelung. 

R.  bieti  Oberth.  Eine  ,, delikate“  Art  mit  versclrwommenen  Binden  der  Unterseite  wurde  bereits  Bd.  1  bieti. 
p.  180  besprochen.  (Bd.  1,  Taf.  55  d).  Szetchuan,  Ta-Tsien-Lu. 


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RAHINDA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


R.  consitnilis  bewohnt  das  Papua-Gebiet  und  Nord-Australien,  dort  in  eine  Serie  von  Rassen  zerfallend. 
stenopa.  von  welchen  stenopa  Frühst.  (125  b)  am  häufigsten  nach  Europa  kommt.  Bei  meinen  5  Exemplaren  aus  allen 
Teilen  Neu-Guineas  erscheinen  die  gelben  Binden  im  Vergleich  mit  Exemplaren  von  Waigiu  und  insbesondere 
solchen  von  Key  wesentlich  schmäler  und  sind  deshalb,  ebenso  wie  der  gelbe  Subapicalfleck  der  Vflgl,  vertikaler 
gerichtet.  Type  aus  Deutsch-Neu-Guinea,  wo  stenopa  nach  Hagen  häufig  auftritt,  auch  aus  Dorey  in  meiner 
continua.  Sammlung.  —  continua  Stgr.  bezieht  sich  auf  Exemplare  mit  zusammengeflossener  Gelbzeichnung  der  Vflgl. 

Diese  dürften  eventl.  einer  Trockenzeit-Form  angehören  und  wurden  nach  Angaben  von  Grose-Smith  auf 
eurygrapha.  Inseln  der  Geelvinkbai  wiedergefunden.  S  tat;  dinge  es  Type  stammt  von  Jobi.  —  eurygrapha  Frühst.  Meine 
5  Exemplare  von  Waigiu  bilden  einen  Uebergang  von  stenopa  zu  affinis.  Sie  sind  breitbindiger  als  erstere, 
schmäler  gelb  bezogen  als  affinis  von  Key.  Die  Submarginalbinden  der  Hflgl  zierlicher  und  feiner  gewellt 

affinis.  als  bei  stenopa  und  von  dunklerem  Kolorit  als  jene  von  affinis  der  Key-Inseln.  Waigiu.  — -  affinis  Fldr.  Exem¬ 

plare  der  Key-Inseln  weisen  die  breitesten  und  zugleich  hellsten  Medianbinden  aller  consimilis- Formen  auf 
und  dürften  dieselben  den  echten  affinis  von  Aru,  welche  mir  in  natura  unbekannt  sind,  ziemlich  nahe  kommen. 
Sämtliche  Ante-  und  Submarginalbinden  der  Hflgl-Unterseite  sind  des  weiteren  rötlich  braun  statt  schwarz. 
Kühn  entdeckte  die  graugrüne  Rp,  die  auf  einer  Papilionaceae  lebt.  Ei  nach  Niceville  wie  eine  Johannisbeere 
geformt,  bleichgelb,  leicht  behaart  und  mit  7  Reihen  von  Tuberkeln  besetzt.  Rp  auf  einer  Acacia,  von  denen 
sie  Blätter  abbeißt,  aber  dann  mit  einem  Faden  wieder  befestigt.  Rp  stets  auf  der  Unterseite  des  Stiles  des 
abgebissenen  Blattes,  das  schnell  verbleicht  und  der  Rp  dann  in  der  Farbe  gleicht.  Berührt  man  die  Larven 
consimilis.  schüttelt  die  Rp  die  verwelkten  Blätter.  — •  consimilis  Bsd.  differiert  von  stenopa  durch  die  nicht  gewellten 
sondern  glatten  Submarginallinien.  Die  Exemplare  sind  in  der  Regel  größer  als  solche  von  Neu-Guinea.  Na- 
pcdia.  menstype  aus  Neu-Mecklenburg,  selten  auch  auf  Neu-Pommern  und  Neu-Hannover.  — •  pedia  Frühst,  steht 

affinis  Fldr.  von  Key  am  nächsten  und  trägt  etwas  schmälere,  jedoch  viel  lichtere  gelbe  Binden,  die  beim  $ 

analwärts  stärker  eingeschnürt  sind.  Unterseite:  Aehnlich  stenopa  alle  Binden  und  Flecken,  die  bei  affinis 
rötlich  gefärbt,  schwarzgrau.  Von  stenopa  und  eurygrapha  entfernt  sich  pedia  durch  wesentlich  ausgedehntere 
Gelbzeichnung.  Australien,  Queensland. 

R.  paraka  bleibt  ungeachtet  ihrer  weiten  Verbreitung  auffallend  konstant,  so  daß  es  kaum  möglich  ist, 
die  zierliche  Art  in  Lokalrassen  zu  zerlegen.  Interessant  ist  nur,  daß  sie  klimatischen  Einflüssen  gegenüber 
sehr  empfindlich  ist,  und  selbst  in  Sumatra  und  Borneo  in  horodimorphen  Formen  auftritt.  Java-Exemplare 
lassen  sich  von  paraka  des  übrigen  makromalayischen  Gebiets  absondern  durch  zartere  Antemarginallinien 
der  Flgl-Oberseite  aller  Zeitformen  und  durch  breitere  Gelbbinden  jener  <$  und  $,  die  der  Trockenzeit  angehören. 
paraka.  - — -  paraka  Btlr.  gleicht  oberseits  der  aigilipa,  doch  führt  sie  stets  zwei  gelbliche  Submarginallinien  der  Vflgl 
und  die  Unterseite  bleibt  ohne  violette  und  rotbraune  Marmorierung.  Von  Tenasserim  an  durch  ganz  Makro- 
sandalca.  malayana,  Palawan,  Banka,  den  Batu-Inseln.  — -  Als  sandaka  Btlr.  ist  eine  zufällige  individuelle  Aberration 
assamica.  mit  zusammengeflossenen  gelben  Flecken  der  Vflgl  beschrieben.  —  Als  assamica  Moore  müssen  meines  Erach¬ 
tens  alle  paraka- Formen  aufgefaßt  werden,  die  nördlich  von  Tenasserim  Vorkommen,  die  Unterschiede  sind 
jedoch  so  unwesentlich,  daß  sie  sich  in  den  Grenzgebieten  wahrscheinlich  völlig  verwischen.  Wie  paraka  ist 
auch  assam.ica  klimatischen  Einflüssen  unterworfen,  so  daß  zwei  recht  markante  Saisonformen  existieren: 

a)  jene  der  dry  season  form,  bei  der  die  schwarzen  Medianbinden  der  Vflgl  fast  ebenso  reduziert  erscheinen 
als  bei  dahana  Kheil  und  confluens  Hagen  und  die  ockergelbe  Färbung  dominiert.  Von  mir  in  Siam  beobachtet; 

b)  jene  der  wet  season  form,  die  von  paraka  in  der  Hauptsache  nur  durch  etwas  ausgedehntere  Gelbbinden 
und  eine  prominentere  Antemarginallinie  auf  allen  Flgln  differenziert  ist.  Assam,  Birma,  Tenasserim,  Siam, 

dahana.  Hinlap  Jan.  zirka  1000  Fuß  und  Tonkin,  Chiem-Hoa  von  August  bis  September  von  mir  gesammelt.  - —  dahana 
Kheil  nähert  sich  der  Trockenzeitform  von  assamica ,  doch  ist  bei  ihr  der  schwarze  Streifen  jenseits  der  Vflgl- 
Zelle  in  der  Regel  verlöscht  und  auf  der  Unterseite  verblassen  auch  die  schwärzlichen  Querstreifen.  Nias,  Batu- 
conflucns.  Inseln.  — -  confluens  Hag.  bezeichnet  eine  Eilandform  mit  reduziertem  Schwarz  der  Vflgl  und  monoton  bleicher 
LT  nt  erseite .  Mentawe  j  -Inseln . 

R.  dindinga  steht  paraka  so  nahe,  daß  wenn  die  Art  in  Tenasserim  nicht  in  zwei  ausgeprägten  horo¬ 
dimorphen  Formen  aufträte,  ich  Binghams  Beispiel  folgen  würde  und  dindinga  als  prononzierte  Regenform 
von  paraka  behandeln;  aber  außer  den  unten  genannten  Differenzialcharakteren  spricht  auch  die  weite  Ver- 
dindinga.  breitung  dafür,  daß  dindinga  Artrechte  zukommen.  - — -  dindinga  Btlr.  differiert  von  paraka.  durch:  bedeutendere 
Größe,  graue  statt  gelbe  Antemarginallinien,  sowie  ausgedehntere  schwarze  Bänder  der  Flgl-Unterseite,  deren 
Mitte  graue  statt  gelblich  beschuppte  Felder  umschließt.  Von  Ober-Bimea  bis  zur  Malayischen  Halbinsel, 
elea.  Borneo.  —  elea  Frühst.  $.  Habituell  den  größten  Borneo  dindinga -$$  gleichkommend,  jedoch  mit  stark  ver¬ 
schmälerten  ockergelben  Binden  und  Flecken  auf  allen  Flgln.  Vflgl  mit  einer  relativ  breiten  rötlichgelben 
Submarginalbinde,  die  in  der  Medianregion  proximal  stark  gekniet  ist,  und  einer  fadendünnen,  etwas  undeut¬ 
lichen  rötlichen  Antemarginallinie.  Hflgl  mit  einer  rotgelben  anstatt  grauen  äußeren  Submarginalbinde,  die 
etwas  an  paraka  Btlr.  erinnert.  Subanalflecken  der  Vflgl  isoliert,  nicht  zusammenhängend,  wie  bei  paraka, 
an  die  elea  durch  die  allerdings  mehr  als  dreimal  so  breite  gelbliche  Submarginalbinde  der  Vflgl  etwas  erinnert. 
Unterseite  wie  bei  dindinga,  nur  alle  schwarzen  Binden  der  Vflgl  schmäler,  jene  der  Hflgl  gleichmäßiger  schwarz. 
West-Sumatra,  Padang  Bovenland,  ähnlich  auch  auf  der  Insel  Banka. 


RAHINDA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


599 


R.  aurelia  Stgr.  ursprünglich  aus  Malakka  beschrieben,  geht  nordwärts  bis  Assam,  auch  wurde  sie  aurelia. 
als  große  Seltenheit  in  Tenasserim  gefunden.  Waterstradt  entdeckte  sie  am  Kina-Balu  und  ich  konnte  1908 
aurelia  als  neu  für  Sumatra  nach  weisen .  Die  Unterseite  der  Vflgl  erinnert  an  paraka,  jene  der  Hflgl  mit  zartem 
violetten  Hauch  in  der  Postdiscalregion  mehr  an  hordonia. 

R.  tricolor  Stgr.  (125  d  als  bella)  erinnert  oberseits  viel  mehr  an  die  Arten  der  cyn/üa- Gruppe,  verrät  tricolor. 
aber  durch  die  feine  Rotsprenkelung  der  Unterseite  deutlich  ihre  Zugehörigkeit  zur  Rahinda- Serie,  insbeson¬ 
dere  die  Verwandtschaft  mit  hordonia.  Palawan,  Flugzeit  Januar. 

R.  cyrilla  findet  sich  auf  allen  Philippinen,  doch  in  einzelne  koloristisch  scharf  geschiedene  Inselrassen 
zerfallend.  —  cyrilla  Fldr.  (125  d  $  statt  steht  R.  dama,  wie  Semper  bereits  konstatierte,  recht  nahe,  differiert  cyrilla. 
aber  nicht  nur  durch  die  gelben  anstatt  weißen  Binden  von  dama,  sondern  viel  mehr  durch  die  viel  distaler 
gestellten  und  größeren  Subanalmakeln  der  Vflgl.  Die  Binden  der  Hflgl  verlaufen  schräger  und  die  Submar¬ 
ginalbinde  bleibt  auch  oberseits  deutlich.  Bisher  nur  von  Luzon  und  Polillo  bekannt.  - — -  phrygia  Fldr.  Charak-  phrygia. 
terisiert  durch  die  völlig  gelben  anstatt  teilweise  weißen  Vflglflecken,  wodurch  eine  recht  bezeichnende  Tran¬ 
sition  hergestellt  wird  von  commixta  und  atliene  Stgr.,  der  Süd-Philippinen  zu  cyrilla  Fldr.  Heimat  die  Insel 
Mindoro.  • — •  athenais  Fldr.  verhält  sich  zu  cyrilla  wie  etwa  R.  heliobole  Semp.  zu  R.  epira  Fldr.  und  umschreibt  athenais. 
gleichfalls  eine  ungemein  verdunkelte  südliche  Rasse  der  Gesamtart.  Schwarz  wiegt  vor  und  die  hellen  Felder 
sind  nicht  nur  reduziert  sondern  auch  rötlicher  gelb  als  bei  der  nördlicheren  Vikariante.  Mir  von  Bazilan  vor¬ 
liegend,  nach  Semper  auf  ganz  Mindanao  mit  Ausnahme  der  Ostens.  Dort  hat  sich  cyrilla  zu  einer  hochspezia¬ 
lisierten  Zeitform  oder  Arealrasse  umgebildet.  - —  commixta  Frühst,  mir  nach  Sempers  Figur  beschrieben.  Die  commixta. 
von  Semper  abgebildete  cyrilla-H&sse  aus  Dugang,  Ost-Mindanao,  ist  nicht  identisch  mit  athene  Stgr.  von 
PalaAvan,  von  der  sie  differiert  durch  schmälere  weiße  Flecken  und  Binden  auf  allen  Flgln,  viel  engeren  Zell¬ 
strich  der  Vflgl,  Unterschiede,  die  sich  unterseits  viel  deutlicher  markieren,  avo  insbesondere  die  Medianbinde 
der  Hflgl  von  athene  Stgr.  mehr  als  doppelt  so  breit  angelegt,  der  Zellstrich  der  Vflgl  über  die  Zelhvancl  hinaus¬ 
geht  und  die  Subapicalmakeln  fast  bis  an  den  Zellapex  heranziehen.  Ost-Mindanao.  — -  attica  Semp.  vermittelt  allica. 
den  Uebergang  von  cyrilla  zu  athenais  und  führt  nach  Sempers  Abbildung  beurteilt  schmälere  Binden  als  die 
Bazilan-  und  Mindanao-Rasse,  nach  ihrem  Autor  auch  durch  die  Färbung  der  Unterseite  den  melanotischen 
Satellit-Insel-Cliarakter  zur  Schau  tragend.  Von  Camiguin  de  Mindanao.  - —  athene  Stgr.  (125  d)  schließt  sich  athene. 
eng  an  commixta  an.  So  verschieden  auch  die  Oberseite  von  cyrilla  aussieht,  aa  eicht  dennoch  die  konservative 
Unterseite  nur  durch  etwas  lichteres  Mediangebiet  beider  Figlpaare  von  der  Luzon-AbzAveigung  ab.  PalaAvan, 
nicht  häufig.  Nach  Semper  auch  auf  Inseln  des  Jolo-Archipels.  —  camotesiana  subsp.  nov.  ist  nach  den  Exem- ccnao/esiaHa. 
plaren  in  der  Sammlung  Semper  beurteilt  eine  heiworragende  Inselform,  welche  im  Habitus  hinter  Mindanao 
Exemplaren  zurückbleibt  und  im  Gegensatz  zu  diesen  keinerlei  Aveißen  Anflug  der  Oberseite  auf  den 
Querbinclen  zeigt,  eine  albinotische  Rasse  mit  vorherrschend  weiß  gefärbten  Streifen.  Von  den  Camotes. 

R.  dama  Moore  eine  interessante,  seltene  kleine  Art,  bisher  nur  von  Luzon  bekannt,  charakterisiert  dama. 
durch  verbreiterten  AVeißen  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl  und  eine  scharf  abgeschnittene  ansehnliche  Aveiße 
Mittelbinde  der  Hflgl.  Flugzeit  März  bis  Mai. 

R.  antara  ersetzt  cyrilla  in  der  celebischen  Subregion.  Es  sind  bisher  nur  2  Arealformen  bekannt, 
doch  sind  AVeitere  Rassen  von  den  celebischen  Inseltrabanten  zu  erwarten.  —  antara  Moore  (125  c)  kleiner  aniara. 
als  Neptis  tciwayana Frühst.  (125c)  der  rote  Zellstrich  der  Vflgl  oben  nicht  gezähnt,  der  Subapicalfleck  aus  4 
zusammenhängenden  nicht  durch  Adern  geteilten  Makehi  bestehend,  die  3  gelblichen  kleinen  costalen  Flecken 
oberhalb  des  Zellapex  fehlen.  Rötliche  Submarginalbinde  der  Vflgl  zusammenhängend,  jene  der  Hflgl  viel 
schmäler.  Schwarzzeichnung  der  Flgl-Unterseite  diffus,  außer  einer  dünnen  weißen  erscheint  noch  eine  zusam¬ 
menhängende  violette  Binde,  die  beiderseits  schwarz  begrenzt  und  in  der  Mitte  und  an  der  Submediana  stark 
gekniet  ist.  Hflgl  mit  weißlicher  statt  gelblicher  Medianbinde  und  2  violetten  leicht  opalisierenden  Postmedian¬ 
binden.  Nord-Celebes.  —  pytheas  subsp.  nov.  bezieht  sich  auf  südcelebische  Exemplare  die  von  antara  differieren  pytheas. 
durch  ausgedehntere  und  lichtergelbe  Binden  der  Oberseite  und  fahler  gelbe  Gesamtfärbung  der  Unterseite 
aller  Figl.  Von  Dr.  L.  Martin  gesammelt.  Flugzeit  im  Mai. 

R.  mysia  bildet  die  melanotische  Fortsetzung  der  R.  cyrilla,  antara  auf  den  Molukken.  Eine  interes¬ 
sante  Spezies,  die  oberseits  durch  große  Aelmlichkeit  mit  Neptis  miah  disopa  Swinh.  und  rniah  digitia  Frühst. 
und  unterseits  durch  eine  eigentümliche,  fein  abgetönte,  reiche  und  diffuse  Schwarz-  und  Grauzeichnung  auf¬ 
fällt.  Vier  Subspezies  verdienen  Beachtung:  mysia  Fldr.  (zenica  Sw.)  gleicht  sannians  (125c)  doch  mysia. 
sind  die  Querstreifen  aller  Figl  erheblich  verschmälert  und  die  Unterseite  ist  am  reichsten  schwarz 
umrandet.  Batjan,  häufig.  —  serpentina  Frühst.  Gelbbinden  viel  breiter  als  bei  mysia.  Unterseite :  serpentina. 
Schwarzfleckung  zurücktretend,  wodurch  die  Gelbzeichnung  Raum  gewinnt  sich  auszudehnen.  Sub¬ 
medianbinde  der  Hflgl  sehr  viel  breiter,  gerade  statt  gekniet  und  gelblich  anstatt  grau.  Halmaheira,  Au¬ 
gust-September.  — -  sannians  Frühst.  (125  c).  Die  Rotzeichnung  bleicher,  mehr  gelblich  statt  braun.  Hflgl  sannians. 
mit  transparenter  Medianbinde.  Unterseite  noch  heller  als  bei  serpentina,  die  ScliAvarzbänderung  reduzierter, 


600 


RAHINDA.  Von  H.  Frtjhstorfeb. 


die  Gelbzeichnung  luxurianter.  Graue  Medianbinde  der  Hflgl  gleichmäßiger  breit,  die  Subm argmalbinden 
neriphoides.  etwas  lichter  und  prominenter.  Ternate.  —  neriphoides  Holl,  wird  von  ihrem  Autor  mit  Nept.  neriphus  Hew. 

verglichen  von  welcher  sie  in  der  geringeren  Größe,  die  nicht  geteilte  Submarginallinie  der  Vflgl  und  die  nicht 
gezähnte  Einlage  der  Vflgl-Zelle  abweicht.  Die  Unterseite  bleibt  heller  als  bei  tawayana.  Insel  Buru,  jeden¬ 
falls  selten,  fehlt  meiner  Sammlung. 


B.  Artengruppe  Acca  Ilbn. 

Subcostale  zweigt  auf  kürzerem  Abstand  distal  von  der  Zelle  ab. 

R.  veililia  eine  der  ältesten  und  gemeinsten  Spezies  verbreitet  sich  über  die  Molukken,  das  Papua- 
Gebiet  und  Nord -Australien  in  etwa  16  benannten  Zweigformen.  Die  Variationsamplitude  der  Kollektiv- 
venilia.  spezies  veranschaulichen  unsere  Figuren  126d.  — -  venilia  L.,  der  nomenclatorische  Typus  findet  sich  auf  den 
Süd -Molukken.  Die  mir  vorliegenden  Exemplare  variieren  nur  unerheblich.  Die  3  länglichen  weißen  Median¬ 
flecken  der  Vflgl,  von  denen  beim  $  die  beiden  oberen  Zusammenhängen,  der  viel  kleinere  untere  isoliert  steht, 
breit  hellblau  umgrenzt.  Beim  $  fließen  alle  Medianflecken  zusammen,  die  blaue  Begrenzung  des  weißen  Distal- 
godclewa.  bandes  der  Hflgl  etwas  schmäler  als  beim  <$.  Submarginalpunkte  rundlich,  weißlich  blau,  sehr  groß.  —  godelewa 
Frühst.  Peripherische  Umgrenzung  der  weißen  Medianbinden,  namentlich  bei  den  $$  viel  schmäler,  als  bei 
venilia ,  dunkler  blau  bei  den  <$$  und  violett  bei  den  $$.  Subapical-  und  Submarginalmakeln  etwas  größer, 
obiana.  dunkler,  mehr  violett  statt  blau  angeflogen.  Buru,  von  Miro,  Nov.  und  Bara,  Aug.  —  obiana  Swinh.  $.  Weiße 
Medianbinde  der  Vflgl  sehr  breit,  abgerundet,  jene  der  Hflgl  mindestens  ein  Drittel  breiter  als  bei  godelewa. 
Subapicalflecken  der  Vflgl  rundlich,  kleiner  als  bei  a  und  b,  Submarginalfleckchen  zur  Punktgröße  reduziert. 
Neben  so  ungewöhnlich  breitbändigen  $$  existieren  auf  Obi  auch  solche  mit  wesentlich  schmaleren,  distal 
etwas  breiter  violett  gesäumten  und  nicht  ganzrandigen,  sondern  tief  eingekerbten  Medianbinden  der 
Hflgl,  die  an  evanescens  Stgr.  von  Batjan  erinnern,  deren  Hflglbinden  aber  etwas  weniger  steil  ge- 
pseudeva -  stellt  und  doch  noch  etwas  breiter  sind.  ($.  fa.  pseudevanescens  Frühst.).  Obi.  — •  evanescens  Stgr. 

nescens  p]me  ausgezeichnete  Lokalrasse  mit  vorherrschend  schwarzer  Grundfärbung  und  stark  verschmälerter 
evanescens.  °  ^ 

Medianbinde.  Submarginalflecken  schwächer  als  bei  all  der  vorgenannten  Rassen.  Batjan,  August  bis 
contunda.  September.  Hierzu  gehören  als  abweichende  Formen:  contunda  Frühst.  ( 1 26 d)  (von  contundere  — 
zerquetschen,  zerknicken.)  Die  Reduktion  der  Mittelbinden  noch  mehr  vorgeschritten,  Medianflecken 
der  Vflgl  fast  verschwunden,  die  unteren  beinahe  ganz  violett  anstatt  weiß.  Halmaheira,  August — September, 
leucoion.  und  Batjan,  August.  —  leucoion  Frühst,  (leucoion  — -  die  Schauspielerin,  wegen  ihrer  Aehnlichkeit  mit  obi¬ 
ana).  Eine  gute  Form,  ungefähr  die  Mitte  haltend  zwischen  obiana  und  evanescens,  Subapical- und  Submarginal¬ 
flecken  größer  als  bei  evanescens,  die  Medianbinde  Wenig  schmaler  aber  deutlicher  als  bei  obiana,  jedoch  auf 
den  Vflgln  nicht  abgerundet,  sondern  scharf  rechteckig  abgegrenzt.  Ternate.  Aus  Batjan  besitze  ein  Ueber- 
holurgtjrea.  gangsstück  von  evanescens  zu  leucoion.  —  holargyrea  Frühst,  (von  öXapyupos  — -  massiv  silbern)  zeichnet  sich  vor 
allen  anderen  Rassen  durch  die  prominenten  Submarginalpunkte  auf  allen  Flgln  aus,  bleibt  aber  in  der  Breite 
der  weißen  Medianbinden  etwas  hinter  obiana  und  leucoion  zurück,  besitzt  dafür  die  breiteste  hellviolette  Distal¬ 
begrenzung  der  Hflglbänder.  Unterseits  steht  sie  leucoion  am  nächsten,  von  der  sie  durch  die  prägnanteren 
tadema.  Submarginalmakeln  abweicht.  Aru,  Key,  Tenimber,  Letti.  —  tadema  Frühst,  nur  2  der  sonst  so  häufigen 
Neptis  schließt  sich  dem  Neu-Guinea-Typus  der  Art  an,  die  Medianbinden  bleiben  etwa  so  breit  als  bei  venilia, 
die  Subapicalmakeln  werden  größer,  die  blaue  Umrandung  der  Medianbinden  tritt  zurück  und  als  Hauptmerk¬ 
mal  ist  auf  das  Fehlen  jeder  Spur  von  Submarginalpunkten  auf  den  Hflgln  hinzuweisen,  die  sich  indes  auf  der 
cyanifera.  Unterseite  in  mäßiger  Entwicklung  wieder  einstellen.  Waigiu.  - — -  cyanifera  Btlr.  Neu-Guinea  beheimatet, 
wie  üblich,  drei  Lokalrassen  unserer  venilia,  davon  finden  sich  zwei  in  der  Literatur  bereits  fixiert.  Als  cyanifera 
beschrieb  Butler  dU-Exemplare  mit  sehr  schmaler,  breit  blaugesäumter  Medianbinde  der  Hflgl.  Auf  dem 
Exemplar,  das  Smith  abbildet,  tragen  die  Vflgl  an  Stelle  der  Medianbinde  nur  eine  rundliche  weiße,  discale 
Makel.  Die  Binden  der  Unterseite  sind  blau  anstatt  weiß  und  sehr  schmal,  die  Submarginalflecken  relativ 
klein  und  blau  anstatt  weißlich.  Die  $$  nähern  sich  wieder  mehr  dem  allgemeinen  vem7m-Typus,  insbesondere 
jenem  von  Dorey  durch  sogar  noch  verbreiterte  Binden,  aber  kleinere  Submarginalpunkte.  Hflglbinde  distal 
ancep-s.  eingekerbt.  Port  Moresby,  British  Neu-Guinea.  —  anceps  Sm.  2  Pärchen  aus  Dorey  in  meiner  Sammlung 
halten  die  Mitte  zwischeiFcyam/era  und  tadema,  die  Medianbinde  der  Vflgl  zeigt  2  schmale  aber  hohe  obere  und 
eine  weit  davon  getrennt  stehende  untere  blau  umzogene  weiße  Makel.  Hflglbinde  distal  stark  gewellt,  relativ 
schmal.  Submarginalpunkte  viel  geringer  entwickelt  als  bei  venilia  und  holargyrea,  aber  deutlicher  als  bei 
übrigen  Neu-Guinea-Rassen.  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite  noch  etwas  schmaler  als  bei  tadema.  Grose- 
Smith  bildet  einen  aberrativen  U  ab  ohne  Spur  einer  weißen  Discalbinde  der  Hflgl,  so  daß  für  Exemplare  mit 
pseudoveni-  dieser  Binde  ein  Name  frei  wird  —  pseudovenilia  Frühst.  — -  der  allenfalls  auf  die  Dorey-Rasse  übertragen  wer- 
tm.  qen  kann,  wenn  sich  diese  von  jener  aus  der  Humboldt-Bai  abweichend  erweisen  sollte.  Humboldt-Bai,  Sep- 
grimberta.  tember-Oktober.  Dorey.  —  grimberta  Frühst.  (126  d).  $  besitzt  von  allen  genannten  Lokalformen  die  kom¬ 
plettesten,  breitesten  weißen  Medianbinden  der  Vflgl,  deren  Komponenten  nicht  isoliert  stehen,  sondern  Zu¬ 
sammenhängen.  Die  blaue  Peripherie  aller  Medianbinden  bleibt  fast  ebenso  breit  wie  bei  holargyrea  und  stets 
hellblau  anstatt  violett  oder  dunkelblau.  Subapicalflecken  der  Vflgl  groß,  gleichfalls  reich  lichtblau  um- 


NEPTIS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


A 


Ausgegeben  25.  IX.  1012. 


GO  I 


zogen,  Submarginalpunkte  weiß,  deutlicher  als  bei  cyanifera.  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite  distal  scharf 
abgeschnitten.  Nach  Hagen  an  der  Astrolabebucht  die  gemeinste  der  dortigen  6  Neptididen.  Deutsch  Neu- 
Guinea.  —  glyceria  Frühst.  Alle  Medianbinden  viel  breiter  als  bei  grimberta ,  fast  ebenso  ausgedehnt  als  bei  glyaria. 
obiana  Sw.,  aber  mit  nur  spärlicher  distaler  blauer  Begrenzung.  Subapicalflecken  reduziert,  ebenso  die  übrige 
Figlpunktierung.  Subbasalbinde  der  Hflgl-Unterseite  analwärts  stark  verbreitert,  ausgedehnter  als  bei  Neu- 
Guinea -venilia.  Fergusson,  d’Entrecastreaux-Inseln.  —  moorei  Macl.  Distinkte  Lokalrasse,  ausgezeichnet  moorei. 
durch  die  zu  einem  großen  rundlichen  Discalfleck  umgebildete  Medianbinde  der  Vflgl,  den  fast  völlig  diffusen 
Wischfleck  an  der  Submediana  und  kurze,  costalwärts  stark  abgeschrägte  Medianbinde  der  Hflgl.  Submargi¬ 
nalmakeln  der  Hflgl  stark  reduziert,  ebenso  der  dunkelviolette  distale  Hauch  längs  den  Medianbinden.  Cap 
York,  Nord- Australien.  — -  glaucia  Frühst.  Habituell,  sowie  auch  durch  die  rundliche  Flglform  der  moorei  nahe-  glaucia. 
kommend,  Subapicalmakeln  und  namentlich  die  Medianflecken  der  Vflgl  bedeutend  größer,  letztere  analwärts 
viel  ausgedehnter,  hellblau  begrenzt.  Discalf  leck  der  Hflgl  ähnlich  wie  bei  glyceria,  jedoch  kürzer,  costalwärts 
sehr  breit,  stark  abgerundet,  nach  hinten  verjüngt,  distal  ebenso  breit  blau  begrenzt  als  bei  grimberta- Exempla¬ 
ren.  Submarginalflecken  lang,  schmal  auf  allen  Flgln,  oberseits  zu  einer  zierlichen  hellblauen  dünnen  Binde 
vereinigt,  wie  wir  es  bei  keiner  anderen  venilia- Rasse  wiederfinden.  Unterseite:  Alle  weißen  Flecken  äußerst 
scharf  begrenzt,  rein  weiß,  aber  mit  lebhaftem  feinen  Blauschiller.  Distalsaum  ohne  Spur  einer  weißlichen  Be- 
schuppung.  Cellularpunkte  der  Vflgl  und  Submarginalmakeln  der  Hflgl  dunkler  blau  als  bei  irgend  einer  anderen 
venilia-Fovm.  Neu-Mecklenburg.  —  neohannoverana  Pagenst.  nahe  glaucia.  Peripherie  der  Medianbinden  neohannove- 
violett  statt  blau,  Submarginalflecken  zu  keiner  Längsbinde  zusammenfließend.  Neu-Hannover,  Typen  im  rana- 
Tring  Museum. 


Gattung:  Jfeptis  F. 

Die  Costale  geht  beim  $  in  den  Vrd,  beim  $  in  den  Distalrand.  Der  zweite  Subcostalast  entspringt 
vor  dem  Zellende.  Mit  ca.  60  Spezies  eines  der  artenreichsten  Genera  Südasiens. 


A.  Artengruppe  Neptis. 

N.  hylas  der  älteste  Name  für  die  als  ,,aceris“  und  ,,leucothoe“  auch  „eurynome “  so  wohlbekannte  Spezies  hylas. 
und  zugleich  der  früheste  Name  für  eine  Neptis  überhaupt.  Dennoch  wurde  er  mißachtet  bis  ich  1907  und 
1908  den  Namen  wieder  ausgrub,  in  seine  Rechte  einsetzte  und  in  meiner  Monographie  der  Neptiden  (Stettiner 
Entomologische  Zeitung  1908)  auch  die  übrigen  bisher  z.  T.  verkannten  Unterarten  mit  der  ältesten  Bezeich¬ 
nung  hylas  in  Verbindung  brachte.  Mit  etwa  30  benannten  Zweig-,  Areal-  oder  Inselrassen  muß  N.  hylas  als 
eine  der  formenreichsten  Arten  der  östlichen  Tropen  und  Subtropen  gelten,  welche  als  große  Seltenheit  selbst 
Ausläufer  ins  palaearktische  Gebiet  entsendet,  so  daß  für  hylas  ein  gewaltiger  Verbreitungsbezirk  in  Betracht 
kommt  der  die  ganze  palaearktisch-asiatische  und  indo-malayische  Region  umfaßt,  von  Deutschland  bis  Japan 
und  südwärts  bis  zu  den  kleinen  Sundainseln.  Der  Gesamtart  eigentümlich  ist  eine  schwarze  Einfassung  der 
Hauptbinde  der  Hflgl-Unterseite  welche  sowohl  deren  vorderen  (costalen)  wie  auch  hinteren  (analen)  Rand 
umzieht,  manchmal  auch  die  Submarginalbinde  begleitet.  Am  schärfsten  findet  sich  dieses  Charakteristikum 
bei  einigen  indischen  Rassen  und  der  Sumatraform  ausgeprägt.  Bei  Exemplaren  der  extremen  Trockenzeit 
oder  bei  Rassen  von  Inseln  mit  dominierender  Trockenperiode  (Inseln  der  Timorgruppe)  verschwindet  die 
schwarze  Randbildung  partiell,  ebenso  auch  bei  den  nordischen  Rassen  so  der  japanischen  N.  hylas  intermedia 
nebst  deren  Areal  und  Saisonformen.  Von  Norden  nach  Süden  gehend  begegnen  wir  folgenden  hylas- Zweigen: 
yessonensis  subsp.  nov.  wurde  mir  neuerdings  durch  Herrn  Prof.  Mat sumura  zugesandt  und  differiert  von  inter-  yessonensis. 
media  Pryer  von  der  Hauptinsel  Hondo  augenfällig  durch  rundlicheren  Flügelschnitt.  In  der  Größe  bildet  sie 
ein  Mittelglied  zwischen  der  Herbstgeneration  passerculus  Frühst,  und  intermedia  Pryer  (Bd.  I,  p.  176,  53  d).  -passerculus. 
In  der  Ausdehnung  der  Weißzeichnung  übertrifft  yessonensis  die  Rasse  von  Hondo,  namentlich  erscheinen  mtermedia. 
die  Subapical-  und  Intramedianmakeln  vergrößert.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl  ist  entsprechend  der 
rundlicheren  Flglform  mehr  gebogen.  Die  Unterseite  färbt  sich  dunkler  rotbraun  als  bei  intermedia  und  die 
zweite  (subbasale)  weiße  gekrümmte  Binde  tritt,  weil  länger,  deutlicher  hervor.  Sapporo,  auf  Yesso.  —  lucu-  luculcnta. 
lenta  Frühst.  (126  e)  umschreibt  die  größte  bekannte  Rasse.  Ishigaki-  und  Formosa-Exemplare  differieren 
leichthin  von  solchen  aus  China  und  Tonkin  durch  etwas  schmälere  Weißbinden  aller  Figl  und  die  nur  selten 
weißliche  fast  immer  schwarze  Submedianbinde  der  Hflgl-Unterseite.  Häufig  auf  Okinawa,  Ishigaki  (Type) 
und  der  Ebene  Formosas.  - — •  hylas  L.  (Bd.  1,  p.  174,  53  d)  ist  über  das  ganze  südliche  China  und  Indo-China  hylas. 
verbreitet  und  dort  in  den  Bd.  1,  p.  174  bereits  erwähnten  Formen  auftretend:  sangaica  Moore.  Vermutlich  die  sangaica. 
Frühjahrsgeneration,  sehr  klein,  Dezember-Mai,  am  häufigsten  März-April.  Hongkong.- — fa.  acerides  Frühst.  Aus  accridcs. 
Süd-  und  West-China,  von  mir  im  November  in  Hongkong  gesammelt.  In  Tonkin,  Annam,  Siam  ist  acidalia 
häufig.  Das  Gros  der  dortigen  Individuen  differiert  in  keiner  Weise  von  Chinesen,  doch  treten  bereits  verein¬ 
zelt  Uebergänge  auf  zu  den  vorderindischen  Formen.  Der  Kopulationsapparat  der  bisher  genannten  und  auch 
der  europäischen  /^Zas-Formen  stimmt  in  allen  Einzelheiten  vollkommen  überein.  Tegumen  ist  zart,  der  Uncus 


IX 


76 


602 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


dünn  und  spitz,  in  der  Mitte  ein  wenig  verbreitert,  die  Harpen  (oder  Valven)  sind  unverhältnismäßig  robust,  größer 
als  die  übrigen  Teile  des  Apparates  zusammen  und  diese  völlig  einschließend.  Sie  bestehen  aus  dicht  behaarten 
und  beborsteten  länglich  eiförmigen  Gebilden,  die  distal  in  2  kurze  Lappen  gespalten  sind,  von  denen  der  dorsale 
einen  scharf  gekrümmten,  spitzen  Haken  trägt,  der  ventrale  in  eine  lang  umgeklappte  Falte  ausläuft.  Penis 
kurz  und  breit,  gegen  das  Ende  eingeschnürt  und  in  einer  sehr  dünnen  gebogenen  Spitze  endigend.  Saccus 
hainana.  kurz.  —  hainana  Moore  differiert  von  den  mir  vorliegenden  hylas  aus  Westchina  und  Hongkong  durch  präg- 
astola.  nantere  und  reiner  weiße  Binden.  Insel  Hainan.  — •  astola  Moore  ist  der  älteste  Name  für  die  kontinentalin¬ 
dische  Rasse.  Indische  Stücke  bleiben  im  Habitus  in  der  Regel  etwas  hinter  chinesischen  Exemplaren  zurück, 
aber  es  gibt  sowohl  in  China  und  Tonkin  kleine,  während  umgekehrt  in  Indien  große,  an  hylas  erinnernde  Indi¬ 
viduen  gelegentlich  auftreten.  Eine  scharfe  Grenze  zwischen  hylas  und  astola  ist  nicht  zu  ziehen,  umsoweniger 
als  hylas  aus  Siam  und  Annam  Bindeglieder  darstellen.  Es  ist  lediglich  Sache  des  Gefühls  nur  eine  der  zwei 
Rassen  gelten  zu  lassen.  Aber  da  in  Assam  und  Sikkim  die  überwiegende  Anzahl  von  Exemplaren  eine  dun¬ 
kel-braunrote  Unterseite  aufweist  und  gerade  solche  Stücke  in  Hinterindien  selten  sind,  ist  eine  Trennung 
in  zwei  Rassen  vielleicht  berechtigt,  um  so  mehr,  als  eingebürgerte  Namen  vorhanden  sind  und  gewisse  For¬ 
men  eben  doch  nur  z.  B.  in  Sikkim  und  Assam  Vorkommen,  astola  Moore  bezeichnet  eine  Trockenzeitform, 
adara.  welche  Bd.  1,  p.  176,  Taf.  53  d  bereits  erwähnt  und  dargestellt  wurde.  —  adara  Moore  bezieht  sich  auf  eine 
Intermediatform ;  habituell  größer  als  die  Trockenform,  die  weiße  Medianbinde  der  Hflgl-Unterseite  besonders 
kräftig  schwarz  gesäumt,  wodurch  eine  große  Aehnlichkeit  entsteht  mit  der  insularen  varmona  Moore.  Unter- 
emodes.  seite  gelbrot.  • —  emodes  Moore,  eine  Form  der  Berge  und  der  nassen  Zeit  (Bd.  1,  p.  176,  Taf.  53  c  als  hylas) 
findet  sich  von  Kaschmir  an,  wo  sie  bis  9000  Fuß  hinaufgeht,  bis  Tenasserim  als  einer  der  gemeinsten  Falter. 
Man  kann  sagen  daß  jedes  Exemplar  anders  ist  und  zwar  in  der  Weise,  daß  von  einer  zur  anderen  der  drei  er- 
swinhoei.  wähnten  Formen  Uebergänge  vorhanden  sind.  — -  swinhoei  Btlr.  ist  eine  Bezeichnung  welche  sich  auf  die  Form 
des  südlichen  Indiens  übertragen  läßt.  Das  Kolorit  der  Unterseite  schließt  sich  an  jenes  von  varmona  Moore 
an,  doch  ist  es  etwas  heller  und  die  Vflgl  führen  schwarze  transzellulare  Streifen.  Nilgiris,  Malabar  und  Coro- 
varmona.  mandelküste.  Rp  auf  verschiedenen  Erbsen.  —  varniona  Moore  wird  allgemein  als  Ueberschrift  für  die  hylas- 
Rasse  der  Insel  Ceylon  verwendet.  Die  Form  läßt  sich  ohne  weiteres  erkennen  durch  rein  weiße  aus  tiefschwar¬ 
zer  Grundfarbe  hervorstechende  Makeln  der  Oberseite  und  scharf  schwarz  umgrenzte  Streifen  auf  hellkaffee¬ 
braunem  Grunde  der  Unterseite.  Die  Zeitformen  machen  sich  in  derselben  Weise  wie  am  Kontinent  von  In- 
discrupta.  dien  bemerklich  und  hat  ein  Extrem  der  Regenperiode  den  Namen  disrupta  Moore  empfangen,  während  Exem- 
lcamarupa.  plare  der  Trockenzeit  als  kamarupa  Moore  (=  eurymene  Btlr.)  registriert  wurden.  Gemein  im  Tieflande  der 
andamana.  Insel  Ceylon.  — -  andaniana  Moore  gleicht  etwas  der  fa.  adara  Moore  doch  ist  sie  oberseits  durch  dem  Verlöschen 
nicobarica.  nahe  weißliche  Submarginalbinde  der  Hflgl  leicht  zu  erkennen.  Andamanen,  häufig.  - —  nicobarica  Moore  fällt 
auf  durch  sehr  kleine,  leicht  grau  getrübte  Weißzeichnung  der  Oberseite  und  im  allgemeinen  mehr  rundliche 
statt  längliche  Submarginalflecken.  Unterseits  etwa  wie  varmona  doch  mit  verschmälerten  Aveißen  Binden. 
Moore  bildet  auch  eine  Form  der  regenarmen  Zeit  ab,  bei  welcher  die  Weißstreifen  erheblich  erweitert  sind 
mamaja.  so  daß  eine  vermehrte  Aehnlichkeit  mit  varmona  erzielt  wird.  Nicobaren.  —  mamaja  Btlr.  ist  eine  scliAvache 
Lokalform,  die  den  Uebergang  bildet  zu  papaja  Moore  von  Sumatra  und  sich  nur  schwer  von  astola  Moore, 
papaja.  forma  adara  Moore,  abtrennen  lassen  wird.  Malay.  Halbinsel.  —  papaja  Moore.  $$  von  papaja  werdien  größer 
matuta.  als  jene  von  matuta  Hirn.  ( 1 26 e) ;  die  Subapicalflecken  der  Vflgl  bleiben  jedoch  kleiner  und  daher  solierter, 
ebenso  verschmälert  sich  die  Medianbinde  der  Hflgl,  die  ausgedehnter  schwarz  umgürtet  ist.  Die  gekörnten 
bangkiva.  Eier  werden  auf  Blattspitzen  gelegt.  Nord-Ost-  und  West-Sumatra.  —  bangkiva  subsp.  nov..  Die  Weißen  Bin¬ 
den  außerordentlich  schmal.  Exemplare  viel  kleiner  als  sumatranische  und  javanische  Stücke.  Insel  Banka. 
symada.  • — •  syniada  Frühst.  Weißzeichnungen  halten  die  Mitte  zwischen  Borneo-  und  Perak-Exemplaren,  alle  Binden 
erheblich  schmäler  als  bei  papaja  Moore.  Submarginalbinde  der  Hflgl  auffallend  weit  nach  innen  gerückt, 
stark  konvex  gebogen.  Unterseite  ebenso  licht  Avie  bei  mamaja  Btlr.,  heller  als  bei  papaja  Moore.  Rioirw- Archipel. 
engano.  — -  engano  Doli,  eine  hervorragende,  melanotische  Rasse,  habituell  sehr  klein,  mit  sehr  schmaler  Submarginal¬ 
binde  der  Vflgl,  satt  rotbrauner  Unterseite  und  sehr  schmalen  Querbinden.  Engano,  nicht  sehr  häufig.  — 
ombalata.  ombalafa  Kheil.  Weißzeichnung  ausgedehnter  als  bei  der  vorigen,  Grundfarbe  der  Unterseite  dunkel  ockergelb. 
hageni.  —  hageni  Frühst.  Weiße  Binde  der  Hflgl  beginnt  sich  bereits  in  einzelne  Flecken  aufzulösen.  Unterseite  gelb- 
hafm.  lieh.  Mentawei.  - —  hatra  subsp.  nov.  Steht  zwischen  ombalata  und  engano,  Weißfleckung  prägnanter  als  bei 
beiden,  Grundfärbung  der  Unterseite  dunkler  als  bei  der  Niäs,  heller  als  der  Engano-Rasse.  Batu-Inseln.  — 
sopatra.  sopatra  Frühst.  Die  Borneo-Rasse  unserer  Spezies  differiert  von  den  übrigen  makromalayischen  hylas  (mit 
Ausnahme  jener  der  Adjacent-Inseln)  durch  die  verringerte  Weißzeichnung  und  insbesondere  dadurch,  daß 
die  Submarginalbinde  der  Hflgl  sich  meist  völlig  verdunkelt.  Der  AVeiße  Zellstrich  und  die  Subapicalflecken 
der  Vflgl  kaum  halb  so  breit  als  bei  matuta  und  papaja.  Die  lebhaft  ockergelbe  Unterseite,  die  von  matuta  schon 
durch  die  kurzen  weißen  Basal-  und  Submedianbinden  differiert,  erinnert  an  mamaja  Btlr.  und  adara  Moore, 
terentia.  Nord-Borneo,  Pontianak  und  Südost-Borneo.  - — •  terentia  Frühst.  Dies  ist  die  einzige  bisher  bekannt  gewordene 
hylas  der  Philippinen,  die  sich  wahrscheinlich  auf  allen  Inseln  des  Jolo-Archipels  findet,  aber  bereits  in  Bazilan 
nicht  mehr  vorkommt.  Unterseite  wie  bei  sopatra,  die  Weißzeichnungen  aber  zierlicher,  abgerundeter,  isolierter. 
Habitus  kleiner,  Figl  rundlicher;  terentia  hat  etwas  Aehnlichkeit  mit  symada,  von  der  sie  durch  die  noch  mehr 
verschmälerte,  costalwärts  sich  bereits  auflösende  Medianbinde  der  Hflgl  und  die  gleichartigeren,  oblongen 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


603 


Vflglmakeln  differiert.  Jolo,  Sulu-Archipel.  ■ — -  matuta  Hbn.  (126  e)  besitzt  von  allen  bekannten  hylas  die  aus-  matuta. 
gedehntesten  Weißzeichnungen  und  erinnert  dadurch  besonders  an  Athyma  perius  perinus  Frühst.  Ost-  und 
West- Java,  bis  3000  Fuß  Höhe  sehr  häufig.  Bawean,  Juli-September.  —  satellitica  subsp.  nov.  bleibt  in  der  sa tdlilua. 
Größe  hinter  matuta  zurück,  die  weißen  Flecken  der  Vflgl  erscheinen  rundlicher,  der  Submarginalstreifen  der 
Hflgl  verschmälert.  Auf  der  Unterseite  wird  der  Satellitinsel-Charakter  bemerklich  an  der  dunkleren  Gesamt¬ 
färbung.  Bali  in  meiner  Sammlung,  vermutlich  auch  Kangean.  —  licinia  Frühst.  (126  e)  verrät  oberseits  Aehn-  licinia. 
lichkeit  mit  sopatra  Frühst,  von  Borneo,  von  der  sie  durch  die  bei  annähernd  gleichem  Habitus  um  mehr  als 
ein  Drittel  kleineren  Weißflecken  differiert.  Namentlich  die  Subapicalflecken  der  Vflgl  treten  zurück  und 
stehen  weit  getrennt.  Die  Figl- Unterseite  zeigt  fast  dasselbe  helle  Kastanienbraun  wie  engano  Doh.  und  viele 
emodes  Moore.  Lombok,  sehr  häufig  auf  Höhen  von  etwa  2000  Fuß  von  April-Juni.  - — -  flaminia  Frühst.  Habi-  flaminia. 
tuell  etwas  größer  als  licinia,  Weißfleckung  markanter,  Submarginalbinde  der  Hflgl  prominenter.  Unterseite 
wesentlich  dunkler  kastanienbraun.  Sumbawa.  • — -  cosama  Frühst.  Erheblich  kleiner  als  flaminia .,  Weißzeich-  cosama. 
nung  reduzierter  aber  reiner  und  deshalb  prominenter.  Unterseite,  namentlich  in  der  Distalregion  aller  Figl, 
reicher  weiß  gefleckt.  Grundfärbung  hält  die  Mitte  zwischen  Lombok-  und  Sumba-Exemplaren,  erinnert  in 
ihrer  vorherrschend  ockergelben  Abtönung  an  die  Borneo-Form.  Flores.  —  Die  nun  folgenden  Inselrassen  be¬ 
sitzen  alle  ein  matt  dunkelkastanienbraunes  Colorit  der  Flgl-Unterseite:  alorica  Frühst.  Etwas  kleiner  als  die  alorica. 
vorige,  Weißzeichnung  verdunkelt  und  unterseits  reduzierter  als  bei  cosama,  sonst,  abgesehen  von  der  kastanien¬ 
braunen  Unterseite,  damit  identisch.  Alor,  März.  — •  sophaina  Frühst.  (126  c).  Bedeutend  kleiner  als  die  vori-  sophaina 
gen,  die  Weißzeichnung  gewinnt  namentlich  im  Verhältnis  zu  den  größeren  Rassen  wieder  an  Ausdehnung, 
wird  prominenter  und  reiner.  Die  subanalen  Makeln  der  Vflgl  fließen  manchmal  zusammen,  die  Submarginal¬ 
binde  der  Hflgl  ist  stets  breiter  als  bei  Lombok-Exemplaren.  Insel  Sumba.  ■ —  serapia  Frühst.  Sehr  nahe  sophaina,  serapia. 
ihr  habituell  gleich,  Figl  jedoch  stärker  gewellt.  Subapicalmakeln  der  Vflgl  zusammenhängend,  Subanalflecken 
distal  tief  eingekerbt  statt  abgerundet  wie  bei  den  übrigen  hylas- Rassen.  Zellf'leck  rundlicher  und  Basalstrich 
der  Vflgl  kürzer  als  bei  den  übrigen  mikromalayanischen  Inselformen.  Unterseite:  Braune  Submedianbinde 
der  Hflgl  sehr  breit,  die  weiße  Submarginalbinde  näher  dem  Distalrand  als  bei  cosama  und  licinia  und  deshalb 
die  antemarginale  braune  Zone  stark  verschmälert.  Die  relativ  großen  Subanalflecken  der  Vflgl  fließen  zu 
einer  sehr  breiten,  distal  tief  eingekerbten  Binde  zusammen.  Ivalao,  Dezbr.  Tana-Djanrpea.  — •  timorensis  Röb.  timorensis. 
Mittelgroß  mit  sehr  breiten  und  ungewöhnlich  rein  weißen  Flecken  und  Binden,  die  in  der  Ausdehnung  genau 
die  Mitte  halten  zwischen  jenen  von  sophaina  von  Sumba  und  jaculatrix.  Uirterseitenfärbung  dunkler  braun 
als  bei  Sumba-Exemplaren ,  mit  dünnerer  weißer  Submedianbinde  der  Hflgl  als  die  vorgenannten 
Rassen.  Röber  hat  das  Vorkommen  seiner  timorensis,  das  sich  auf  die  Inseln  der  Timor-Gruppe  erstreckt, 
recht  gut  umgrenzt.  Letti,  Kisser,  Wetter,  Timor  (Type,  Röber).  —  jaculatrix  Frühst.  (126  e).  Bei  den  Exem-  jaculatrix. 
plaren  von  Dämmer  und  Babber  erreicht  die  Entwicklung  der  Weißzeichnung  ihren  Höhepunkt.  Die  Median¬ 
binde  der  Hflgl  wird  6 — -7  mm  breit  und  dies  bei  $$  von  48  mm  Spannweite,  während  die  Binde  bei  der  hellsten 
makromalayischen  Form  matuta  bei  einer  Figlspannung  von  55  mm  auch  nur  zu  6 — -7  m  n  Breite  sich  auszu¬ 
weiten  vermag.  Unterseite  wenig  dunkler  als  bei  timorensis.  Dämmer  (Type),  Babber.  - — -  Mit  jaculatrix  findet 
die  Reihe  der  mikromalayischen  h  ylas- Sri bspez ies  ihr  Ende.  Auf  den  benachbarten  Inseln  der  Timor-Laut-Gruppe 
und  in  Neu-Guinea  lebt  eine  Neptide,  die  zwar  die  natürliche  Fortsetzung  der  hylas- Serie  bildet,  sich  aber  so 
verändert  hat,  daß  ihr  Speziesrang  zugeschrieben  werden  muß. —  gracilis  Kirsch.  In  der  celebischen  Subregion  gracilis. 
treffen  wir  als  saleyra  Frühst  (126  d)  eine  ungewöhnlich  kleine  Neptis  mit  einer  Kolorit-Tendenz,  welche  an  cele-  saleyra. 
bensis  (126  f)  erinnert  und  zeigt  dieselben  verdüsterten  weißen  Binden  der  Flgl-Oberseite,  die  dieser  Form 
ausschließlich  eigentümlich  sind.  Die  Unterseite  der  Hflgl  differiert  aber  wesentlich  durch  die  nur  fadendünne 
weiße  Medianbinde,  das  Fehlen  der  zweiten  inneren  submarginalen  Reihe  weißer  Möndchen,  das  Vorherrschen 
der  roten  Grundfarbe  und  das  Zurücktreten  der  weißen  Bänderung.  Saleyer,  Mai  1906.  Von  Dr.  L.  Martix 
gesammelt.  —  ida  Moore  muß  als  der  älteste  Name  für  die  als  celebensis  Hopff.  besser  bekannte  große  Rasse  der 
Insel  Celebes  eintreten.  ida  erscheint  in  3  Formen  auf  Celebes,  a)  fa.  ida  Moore.  Groß,  stattlich,  Unterseite  ida. 
mit  vorherrschend  weißen  und  schmäleren  hellbraunen  Binden,  ida  ist  die  Bergform  von  Nord-Celebes.  Ton- 
dano,  Minahassa.  - — -  b)  sphaerica  Frühst.  (126  d).  Groß,  rundflügelig.  Unterseite  mit  breiteren,  mehr  rot-  splmerica. 
braunen  Binden.  Berg-  und  Regenform  von  Süd-Celebes.  — -  c)  fa.  celebensis  Hopff.  (126  f).  Bedeutend  kleiner  celebensis. 
als  a  und  b,  langflügelig,  die  Weißzeichnungen  mit  trübgrauen  Schuppen  überstreut.  Binden  der  Unterseite 
hell  ockergelb.  Form  der  Ebene,  von  mir  in  großer  Zahl  im  November,  Dezember  bei  Toli-Toli  Nord-Celebes 
gesammelt,  celebensis  steht  nahe  der  Grenze  der  Speziesberechtigung. 


N.  gracilis  Kirsch.  (  =  dohertyi  Qrose  Smith).  Der  weiße  Zellstrich  der  Vflgl-Oberseite  und  die  Sub-  gracilis. 
marginalbinde  der  Hflgl  fehlen  entweder  oder  sind  kaum  kenntlich.  Die  Hflglbinde  noch  mehr  verbreitert 
als  bei  jaculatrix  und  steiler,  die  Subanalflecken  der  Vflgl  zu  einer  kompakten  Binde  zusammengeflossen.  Die 
Unterseite  bewahrt  noch  den  hylas- Charakter.  Der  oberseits  fehlende  Zellstrich  und  die  Submarginalbinde 
erscheinen  wieder  deutlich  ausgebildet  und  die  Verwandtschaft  mit  jaculatrix  (126  e)  ist  evident.  Type  von 
den  Tenimber-Inseln.  Doherty  fand  die  Art  auch  in  der  Humboldt-Bai,  Flugzeit  September,  Oktober. 


604 


NEPTIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


N.  magadha  Fldr.  umschreibt  eine  zierliche  prägnante  Art,  über  deren  Priorität  sich  noch  rechten  ließe 
" magadha.  weil  sie  Butler  im  selben  Jahre  und  mit  einer  Figur  begleitet  als  charon  beschrieben  hat.  - —  magadha  Fldr. 

(  =  cinerarea  Smith)  die  Namenstype  selbst,  ist  sehr  selten,  fehlt  meiner  Sammlung  und  differiert  von  charon 
durch  kürzere  und  isolierter  stehende  weiße  Fleckchen  der  Oberseite.  Einzelne  Exemplare  wurden  von  Dezem- 
khasiana.  ber  bis  April  in  verschiedenen  Teilen  Birmas  gefunden.  - —  khasiana  Moore  bezeichnet  das  melanotische  Extrem 
der  Gesamtart  mit  fast  völlig  erloschenen  weißen  Submarginalmakeln  und  nur  noch  strichförmigen  und  bläu¬ 
lich  schimmernden  Zellstreifen  aller  Figl.  Häufig  in  Assam  tritt  die  Form  östlich  als  große  Seltenheit  gelegent- 
annamUica.  lieh  auch  noch  in  Bhutan  auf  und  geht  im  nördlichen  Birma  in  magadha  über.  ■ —  annamitica  Frühst.  (126  b). 

Nahe  charon  Btlr.  Weißflecken  der  Oberseite  aller  Figl  etwas  reduzierter,  rundlicher,  reicher  schwarz  umgrenzt. 
Die  Submarginallinie  der  Hflgl  ebenso  obsolet  wie  bei  khasiana  Moore,  die  submarginalen  Punkte  der  Vflgl 
etwas  größer  als  bei  khasiana,  jedoch  kleiner  als  bei  charon  Btlr.  Unterseite:  Alle  hellen  Makeln  remer  weiß, 
sich  schärfer  von  der  Grundfarbe  abhebend,  die  violetten  Binden,  namentlich  jene  der  Hflgl,  prominenter  als 
selbst  bei  khasiana.  Der  bei  khasiana  grau-weiße  basale  Anflug  an  der  Costa  der  Vflgl  rein  weiß  und  viel  breiter 
und  länger  als  selbst  bei  charon.  Diese  distinkte  neue  Rasse,  deren  Charakteristica  leichter  zu  sehen  als  deskrip¬ 
tiv  darzustellen  sind,  vermittelt  den  Uebergang  von  charon  Btlr.  der  Malayischen  Halbinsel  zu  khasiana  Moore, 
opalisiert  unterseits  mehr  als  irgend  eine  der  makromalayischen  magadha- Rassen  und  etwas  weniger  als  khasiana. 
pasiphae.  Süd-Annam  bei  Nha-Trang  im  Februar  von  mir  gesammelt.  —  pasiphae  Frühst.  Schließt  sich  im  Zeichnungs¬ 
charakter  eng  an  charon  Btlr.  an,  von  der  sie  durch  weitgehende  Reduktion  der  Weißfleckung  sofort  abweicht. 
Auf  dem  Vflgl  wird  der  apicale,  spitze,  weiße  Zellfleck  ähnlich  wie  bei  der  Borneo-Rasse  durch  ein  sehr  breites 
schwarzes  Querband  von  dem  längeren  Basalstrich  getrennt;  unterseits  ist  der  Basalfleck  der  Hflgl  schmäler 
als  bei  charon  und  die  braunschwarze  Begrenzung  aller  Weißen  Makeln  diffuser  als  bei  den  sonstigen  magadha- 
Rassen.  Habituell  präsentiert  sich  'pasiphae  als  die  zierlichste  magadha- Form.  Ost-  und  West-Java,  auf  Höhen 
von  2 — 4000  Fuß,  und  scheint  sehr  selten  zu  sein,  weil  außer  meinen  Exemplaren  nur  noch  ein  $  in  Swinhoes 
Kollektion  bekannt  ist,  welches  Moore,  Lep.  Indica  p.  224  als  vom  Vulkan  Ardjuna  stammend  erwähnt.  — 
phlyasia.  phlyasia  Frühst.  Habituell  die  größte  bekannte  magadha- Form.  Die  Weißfleckung  erscheint  viel  reiner,  blen¬ 
dender  und  beiderseits  dominierender  als  bei  charon  und  plautia,  namentlich  werden  die  Submarginalbinden 
plautia.  der  Unterseite  prägnanter.  Nord-Ost-Sumatra.  —  plautia  Frühst,  ist  eine  dunklere  Form  von  charon  mit  schmä¬ 
leren,  mehr  gekurvten,  weißen  Medianbinden  der  Hflgl.  Die  Unterseite  nähert  sich  etwas  annamitica  durch 
lebhaftere  rotbraune  Grundfärbung  und  das  Auftreten  mehr  vic  letter  anstatt  rein  weißer  Submarginalbinden. 
charon.  Nord-Borneo,  Kina-Balu-Gebiet.  —  charon  Btlr.  ursprünglich  aus  Singapore  beschrieben,  bewohnt  die  malay- 
ische  Halbinsel.  Die  Weißfleckung  der  Oberseite  markanter  als  bei  annamitica.  Die  Unterseite  erscheint  lichter 
banuta.  graubraun  als  bei  den  übrigen  genannten  Lokalrassen.  —  Als  banuta  suhsp.  nov.  soll  die  äußerst  seltene  südlichste 
Inselrasse  eingeführt  werden  von  welcher  mir  2  SS  2  $$  vorliegen  die  der  javanischen  pasiphae  viel  näher 
stehen  als  der  größeren  sumatranischen  phlyasia  Frühst.  Die  Submarginalzeichnung  verschwindet  wie  bei 
khasiana  Moore,  die  postdiscale  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  kaum  halb  so  breit  als  bei  charon  Btlr.,  die  weißen 
Einlagen  der  Vflgl  gleichen  jenen  von  annamitica  Frühst,  sind  jedoch  gleichfalls  zurückgebildet,  die  Fleckchen 
im  Submediangebiet  sogar  fehlend  oder  nur  in  Punktgröße  vorhanden.  Die  Unterseite  ähnlich  jener  der  Borneo- 
Rasse.  Das  $  ist  wie  bei  allen  magadha-Zweigen  stattlicher  als  das  S,  die  Figl  rundlicher,  die  Unterseite  ohne 
violetten  Schimmer  der  Medianpartie  der  Hflgl,  welchen  das  S  von  banuta  aufweist.  Insel  Nias. 


N.  duryodana  gleicht  der  vorigen  Art,  mit  welcher  sie  in  den  Sammlungen  fast  stets  verwechselt  wird; 
ihre  Zweigrassen  bleiben  jedoch  habituell  hinter  jenen  von  magadha  zurück  und  der  weiße  dreieckige  Fleck 
am  Zellapex  der  Vflgl  ist  stets  in  eine  längere  feine  Spitze  ausgezogen  und  namentlich  unterseits  schärfer  vom 
Basalstreifen  getrennt.  Außerdem  bewohnt  duryodana  ausschließlich  makromalayisches  Gebiet  ohne  nach 
duryodana:  Nordindien  überzugehen.  duryodana  Moore  (126  b)  bewohnt  Borneo.  Die  Abbildung  zeigt  deutlich  die  zier¬ 

liche,  distale  weiße  Umgrenzung  der  Vflglmakeln,  welche  ein  weiterer  Differenzialcharakter  magadha  und  der 
nachfolgend  erwähnten  Neptis  nata  gegenüber  zu  gelten  hat.  Der  S  bleibt  stets  kleiner  als  das  abgebildete  $ 
emesa.  und  führt  demnach  auch  reduziertere  Weißflecken.  Nord-Borneo,  nicht  sehr  selten.  ■ —  emesa  Frühst.  Entfernt 
sich  von  Borneo-Exemplaren  durch  die  stark  verkleinerten  weißen  Zeichnungen,  die  obsoleten  Submarginal¬ 
linien  auf  allen  Flügeln  und  die  etwas  breitere  Medianbinde  der  Hflgl.  Die  Flgl-Unterseite  differiert  von  duryo¬ 
dana  durch  die  lebhaft  rötlich  anstatt  graubraune  Grundfärbung  und  die  prägnantere  Submedianbinde.  Pala- 
nesia.  wan,  in  meiner  Sammlung,  bei  Paragua  nach  Semper.  —  nesia  Frühst.  Submarginal-  und  Medianbinden  aller 
Figl  ausgedehnter,  reiner  und  reicher  weiß  als  bei  den  übrigen  Rassen,  was  sich  bei  der  Trockenform  aus  Deli 
auch  unterseits  bemerklich  macht.  Norcl-Ost-  und  West-Sumatra,  in  Koll.  Fruiistorfer,  Malayische  Halb- 
dike.  insei.  —  dike  Frühst.  Der  Gegensatz  zu  der  vorigen,  alle  Zeichnungen  reduziert.  Unterseite  lichter  braun, 
mit  prominenterer,  stärker  gewellter  Submedianbinde  der  Hflgl.  Gestalt  kleiner.  Ost- Java,  1500  Fuß  Höhe, 
tidlta.  sehr  selten.  Bawean  nach  Hagen.  —  fullia  Frühst.  Bei  dieser  ist  der  Inselmelanismus  am  weitesten  vorgeschrit¬ 
ten,  so  daß  die  weißen  Zeichnungen  auf  ein  Minimum  reduziert  sind  und  fast  ebenso  zarte  Bänder  entstehen 
als  bei  khasiana  Moore  in  der  magadha  Serie.  Die  Submarginallinie  der  Hflgl  verdunkelt  und  erreicht  kaum 
noch  ein  Drittel  der  Breite  von  duryodana  nesia  aus  Sumatra.  Insel  Nias,  nur  1  S  in  vielen  Jahren  von  dort 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


005 


empfangen.  —  paucalba  Hag.  von  den  Mentawej -Inseln  ist  kleiner  als  tullia,  die  Weißzeiehnung  verdunkelt  paucalba. 
und  reduziert. 

N.  nata  ist  gleichfalls  vorwiegend  im  Makromalayischen  Gebiet  zu  Hause,  ,wurde  aber  von  mir  als 
große  Seltenheit  auch  in  Tonkin  aufgefunden.  Die  Ai't  scheint  etwas  dem  Saisondimorphismus  unterworfen 
zu  sein,  auf  welchen  Moore  zuerst  aufmerksam  machte,  der  sich  allerdings  nur  durch  das  Zusammenfließen 
der  weißen  Streifen  in  der  Vflglzelle  bemerklich  macht.  - —  leucoporos  Frühst.  Die  zeichnungsärmste  der  he-  leucoporos. 
kannten  Rassen,  mit  stark  verschmälerten,  weißen  Binden  und  bis  zu  bloßen  Punkten  reduzierten  Subapical- 
und  Submedianflecken.  Das  weiße  Dreieck  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  durch  einen  viel  breiteren,  schwarzen 
Querfleck  vom  Basalstrich  getrennt  als  bei  den  übrigen  Formen.  Unterseite  dunkler  braun  mit  tiefschwarzen 
Submedianbinden.  Tonkin,  Chiem  Hoa,  August  September.  Von  H.  Fruhstorfer  gesammelt.  —  cresina  cresina. 
Frühst.  (126  b  als  ,, charon“).  Von  der  malayischen  Halbinsel  sind  nicht  identisch  mit  typischen  nata  Moore  nata. 
aus  Borneo,  sondern  differieren  durch  rundlicheren  Figlschnitt,  und  die  mehr  schwarze  als  rotbraune  Grund¬ 
färbung  der  Unterseite.  Die  Weißzeichnung  der  Figl  ist  reiner,  schärfer  abgesetzt  und  milchiger  blau  anstatt 
grau  oder  gelblich  angehaucht.  Die  weißen  Vflglflecken  werden  zudem  zierlicher,  jene  der  Hflgl  besonders 
unterseits  prägnanter.  Type  von  der  Malayischen  Halbinsel,  auf  welcher  cresina  bis  Tenasserim  vordringt. 
cresina  findet  sich  in  Nord-Ost- Sumatra.  —  agathyllis  Frühst,  entspricht  der  Trockenzeitform  im  Sinne  Moores  agathylUs. 
und  liegt  mir  ausschließlich  aus  höheren  Lagen  West-Sumatras  vor  und  kontrastiert  von  cresina  und 
insbesondere  den  spitzflügeligen  nata  nata  $$  durch  ansehnlichere  Größe  und  noch  vollständiger  abgerundete 
Figlform.  Der  Apicalfleck  und  Basalstrich  in  der  Vflglzelle  sind  entweder  völlig  zusammengeschmolzen  oder 
erscheinen  nur  durch  eine  dünne  Linie  getrennt,  und  ist  selbst  oberseits  die  Absonderung  noch  eine  relativ 
deutliche,  verschwindet  sie  unterseits  wieder.  Unterseite:  Der  Basalstrich  am  Costalrand  der  Hflgl  länger, 
viel  breiter  und  reiner  weiß,  ebenso  der  bei  nata  manchmal  völlig  obsolete  Subbasalstreifen,  und  da  auch  die 
Submedian-  und  Submarginalbinde  der  Vflgl  lebhafter  hervortreten,  charakterisiert  sich  agathyllis  als  eine 
distinkte  Form,  die  anscheinend  nur  die  Bergregion  bewohnt,  da  sie  in  analogen  Exemplaren  auch  am  Ivina- 
Balu  als  die  weitaus  häufigste  Neptis  vorkommt.  Auf  der  Insel  Borneo  erscheint  die  Namenstype  nata  Moore 
in  einer  cresina  nahestehenden  Form,  welche  beiderseits  markantere  weiße  Subapicalflecken  der  Vflgl  führt. 

Die  Unterseite  erscheint  lichter  grau.  Weitaus  häufiger  als  nata  tritt  jedoch  die  fa.  rasilis  Frühst,  am  Kina-  rasilis. 
Balu  auf,  welche  agathyllis  auf  Borneo  ersetzt,  rasilis  differenziert  sich  von  agathyllis  durch  die  nur  wenig 
schmäleren,  weißen  Hflglbinden.  —  Dagegen  ist  egestas  Frühst,  erheblich  abweichend.  Beide  Geschlechter  von  cgesias. 
egestas  erinnern  an  leucoporos,  von  der  sie  durch  die  etwas  breitere  weiße  Submarginalbinde  der  Hflgl  zu 
trennen  sind.  Alle  Makeln  und  Binden  erscheinen  sonst  ärmlicher  als  bei  nata  nata,  namentlich  jene  der  Vflgl 
viel  kürzer,  rundlicher  und  weiter  getrennt  stehend.  Grundfarbe  der  Unterseite  rot,  anstatt  schwarzbraun. 
Siid-Ost-Borneo.  —  aletophone  Frühst,  erinnert  durch  die  lange,  schmale  Figlform  an  typische  nata  von  Borneo,  alelophone. 
mit  denen  sie  oberseits,  abgesehen  von  der  reinen  und  leicht  blau  opalisierenden  Weißfleckung,  übereinstimmt. 

Die  Unterseite  differiert  jedoch  erheblich  durch  die  rötlichere  statt  grau  oder  braunschwarze  Grundfärbung, 
die  viel  stärker  gewellte  Submarginallinie  der  Vflgl  und  die  fast  rötlich  violetten,  prominenteren  Submedian- 
und  Submarginalbinden  der  Hflgl.  aletophone  zählt  auf  Java  zu  den  Seltenheiten.  Ich  besitze  zur  Zeit  nur 
2  $$  vom  Vulkan  Gede  aus  4000  Fuß  und  1  $  aus  Ost- Java  aus  2000  Fuß  Meereshöhe.  —  natana  Frühst.  (126  c)  natana. 
fällt  auf  durch  verkleinerte  Subanalmakeln  der  Vflgl  und  die  dunkle,  nahezu  schwarzbraune  Färbung  der  Un¬ 
terseite.  Nicht  selten  auf  Nias. 

N.  cymela  Fldr.  scheint  nata  auf  den  Philippinen  zu  ersetzen  und  differiert  von  ihr  durch  ausgedehnteres  cymela. 
weißes  Basalfeld  und  nur  undeutliche  weiße  Submarginallinie  der  Hflgl  stimmt  aber  unterseits  durch  die  zusam¬ 
menhängende  Zellstreifung  der  Vflgl  mit  nata  fa.  rasilis  überein.  Anscheinend  sehr  selten,  weil  Semper  nur 
drei  Exemplare  aus  dem  Gebirge  Luzons  kannte,  sowie  einige  Stücke  von  der  Insel  Polillo. 

N.  nandina  zählt  zu  den  formenreichsten  Spezies  der  Gattung  welche  das  gesamte  indische  Gebiet  und  nandina. 
die  Archipele  von  Formosa  und  den  Philippinen  bis  zu  den  Andamanen,  Makro-  und  Mikromalayana  bewohnt. 

In  der  orientalischen  Region  namentlich  aber  im  nördlichen  Indien  unterliegt  die  Art  in  hohem  Maße  klimati¬ 
schen  Einwirkungen,  so  daß  die  Deutung  der  zusammengehörigen  Formen  viele  Schwierigkeit  bereitet.  Nament¬ 
lich  sind  Uebergänge  zur  nächsten  Spezies  (soma  Moore)  vorhanden  und  die  Zeichnungsverhältnisse  ergeben 
kein  sicheres  Kriterium  N.  soma  gegenüber.  Dagegen  sind  die  Klammerorgane  scharf  spezialisiert  und  von 
jenen  der  V.  soma  ohne  weiteres  durch  das  Fehlen  eines  subbasalen  in  eine  dornige  Spitze  auslaufenden  Vor¬ 
sprungs  charakterisiert.  Der  LTncus  bleibt  kleiner,  spitzer,  der  distale  Zahn  der  Valve  weiter  nach  innen  gerückt, 
erheblich  größer,  eberzahnartig  aufgebogen.  Von  Norden  nach  Süden  gehend,  begegnen  wir  folgenden  nandina 
Spaltzweigen:  formosana  Frühst.  (126g)  welche  je  nach  der  Jahreszeit  entweder  einen  rein  weißen  Zellstrich  formosana. 
der  Vflgl  wie  auf  unserer  Abbildung  oder  einen  schmalen,  grau  überstäubten  zeigt.  Die  dunkleren  Exemplare 
gehören  vermutlich  der  Regenzeitform  an.  Die  Unterseite  fällt  auf  durch  dunkelkakaobraunes  Kolorit,  von 
dem  sich  die  relativ  breiten  weißen  Binden  deutlich  abheben.  Formosa,  von  der  Ebene  bis  zu  etwa  4000  Fuß 
Höhe.  Anscheinend  ziemlich  selten.  —  pampanga  Fldr.  von  Luzon  gleicht  oberseits  sehr  der  abgebildeten  soma  pampanga. 


606 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


(126  f,  g)  (recte  susruta  Moore)  nur  führt  sie  wesentlich  breitere  Basalbincle  der  Hflgl-Oberseite.  Die  Form 
fehlt  meiner  Sammlung,  auch  Semper  kannte  nur  drei  Exemplare  aus  den  Gebirgen  des  nordwestlichen  Luzon. 
Uzana.  ■ —  lizana  Frühst,  umschreibt  eine  auffallend  große  Inselrasse  mit  ungewöhnlich  verschmälerten  Binden  und 
Flecken.  Unterseite  hell  graubraun,  dadurch  mit  anderen  Formen  der  Philippinen  und  des  Malayischen  Archi- 
parfhica.  pels  kontrastierend.  Bazilan,  Flugzeit  Februar-März.  parthica  Frühst.  Häufig  auf  Pal awan.  Die  prägnanteste 
Rasse  der  Süd-Philippinen  findet  sich  auf  Palawan,  wo  ähnlich  auf  dem  Festlande  von  Vorder-  und  Hinter¬ 
indien  zwei  Zeitformen  auftreten.  Die  stattlichere  Regenform  bezeichne  ich  als  fa.  'parthica.  Zellstreifen  rein 
weiß,  nicht  grau  überschattet  wie  bei  lizana  und  solygeia;  Weißfleckung  sonst  wie  bei  diesen.  Die  Submedian- 
somula.  binde  der  Hflgl-Unterseite  stärker  gewellt  als  bei  lizana.  —  somula  Frühst.  (126  f)  ist  habituell  kleiner,  schmal- 
flügeliger  als  parthica,  in  der  Gesamterscheinung  an  gononata  Btlr.  erinnernd,  wie  sie  Distant,  Taf.  18,  Fig.  2, 
abbildet.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  der  Zellstrich  der  Vflgl  schmäler  als  auf  Distants  Figur.  Unter- 
seite  dunkler  als  bei  parthica,  mehr  rauchbraun,  meine  Exemplare  mit  einer  weißen  Antemarginalbinde,  statt 
solygeia.  zwei  wie  sie  parthica  und  alle  andern  benachbarten  Rassen  aufweisen.  —  solygeia  Frühst,  ist  die  dunkelste  der 
mir  bekannten  Philippinenrassen,  und  sofort  kenntlich  an  den  langen,  schmalen  Vflgln.  Die  Flecken  der  Vflgl- 
zelle  fließen  zusammen,  die  weißen  Zeichnungen  bedecken  sich  mit  graubraunen  Schuppen.  Unterseite:  Der 
mit  dem  Costalrand  der  Vflgl  parallel  laufende  weiße  Streifen  wird  doppelt  so  lang  als  bei  lizana  und  pseudosoma 
übetana.  und  sämtliche  Binden  verschmälern  sich.  Jolo- Archipel.  —  Mit  tibetana  Moore  beginnt  die  Reihe  der  kontinen¬ 
talen  nandina- Ausstrahl ungen.  tibetana  übertrifft,  wie  dies  bei  chinesischen  Exemplaren  der  Kollektivspezies 
fast  immer  die  Regel  ist,  alle  Vikarianten  an  Figlausmaß  und  damit  geht  Hand  in  Hand  eine  auffallende  Ver¬ 
breiterung  weißer  Binden,  so  daß  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  N.  locana  (126  g)  entsteht.  Unterseits  sind  die 
Zellflecken  wie  dies  Moore  hervorhebt  wie  bei  rasilis  und  agathyllis  verschmolzen.  Die  weiße  Subbasalbinde 
der  Hflgl  bleibt  in  ihrer  gesamten  Ausdehnung  gleich  breit.  Westchina,  Osttibet  nach  Moore,  von  Omishan  in 
acalina.  meiner  Sammlung.  —  acalina  Frühst.  (126  f  als  pseudadipala)  separiert  sich  in  zwei  Zeitformen:  die  abge¬ 
bildete  kleine  der  Trockenzeit,  mit  erheblich  schmäleren  Binden  als  tibetana  und  in  der  Regel  grau  überstäubtem 
Zellstrich;  einer  etwa  um  ein  Drittel  größeren  Regenzeitform,  welche  sich  im  allgemeinen  nandina  formo- 
sana  Frühst,  nähert  aber  auch  von  dieser  durch  weniger  breite  und  etwas  gelblich  überhauchte  Streifung 
differiert.  Die  Trockenzeitform  fing  icli  im  August  und  September  im  mittleren,  die  Regenzeitfonn  im  Juni 
gonatina.  und  Juli  im  nördlichen  Tonkin  auf  Höhen  von  3 — 600m.  —  gonatina  Frühst,  bewohnt  Siam,  wo  ich  während 
der  Trockenzeit  sammelte.  Die  mir  vorliegenden  Exemplare  sind  somit  gleichfalls  sehr  klein,  die  Weißfleckung 
susrutina.  ist  aber  erheblich  markanter  als  bei  acalina.  und  die  Unterseite  lebhaft  braunrot.  Als  susrutina  Frühst,  ist  eine 
Form  beschrieben,  welche  sich  susruta  Moore  von  Sikkim  nähert  durch  gelbbraune  Grundfarbe  der  Unter- 
susruta.  seife.  — -  susruta  Moore  (126  f,  g  als  soma)  einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge  Sikkims  geht  dort  bis  etwa 
5000  Fuß  Erhebung.  Sonst  ist  susruta  vom  Kumaon  Himalaya  bis  Oberbirma  und  den  Mergui- Archipel  ver¬ 
breitet.  Die  individuelle  und  klimatischeVariabilitätsfähigkeit  erreicht  bei  ihr,  bedingt  durch  die  so  prägnanten 
Jahreszeiten  Indiens,  den  Höhepunkt.  Kein  Stück  gleicht  dem  anderen  in  Größe  und  der  Reinheit  oder  Trü¬ 
bung  der  Streifung  der  Oberseite.  Doch  gilt  als  Regel,  daß  so  dunkle  Exemplare  wie  sie  als  soma  Moore  zu 
kursieren  haben,  nicht  Vorkommen.  Unterseits  wechselt  die  Grundfarbe  von  hell  ockergelb  (typische  susruta) 
bei  Individuen  der  regenarmen  Periode  bis  zu  reich  chocolade  oder  rotbraun  der  Exemplare  der  nassen  Zeit. 
kampsoni.  Die  Sommerform  hat  noch  keinen  Namen.  —  hampsoni  Moore  ersetzt  susruta  im  südlichen  Indien,  wo  sie  in 
den  Nigiris  und  bei  Mysore  vom  Januar  bis  November  beobachtet  wurde.  Auch  von  ihr  existieren  zwei  Zeit¬ 
formen  die  nicht  erheblich  differieren.  Nach  Bingham  unterscheidet  sie  sich  von  nordindischen  susruta  durch 
an  nandina.  clinia  Moore  von  den  Andamanen  anklingende  reinere  und  ausgedehntere  Weißzeichnung.  Auf 
clinia.  Ceylon  fehlt  .ein  nandina-Ve rtreter,  auf  den  Andamanen  begegnen  wir  jedoch  clinia  Moore  (126  f).  Der  Zell¬ 
streifen  der  Vflgl  sehr  schmal,  die  weiße  Binde  der  Hflgl  zumeist  erheblich  ausgedehnter  als  auf  unserer  Ab- 
mananda .  bildung.  Solche  Exemplare  gehören  der  Regenzeitfonn  an,  für  welche  der  Name  mananda  Moore  eingeführt 
teuconoia.  wurde.  Mit  leuconota  Btlr.  beginnt  die  Reihe  der  makromalayischen  Rassen.  Sie  gleicht  einer  kleinen  susruta 
mit  satter  rotbrauner  Grundfarbe  der  Unterseite  und  im  allgemeinen  schärfer  abgegrenzten  weißen  Binden. 
apharea.  Perak.  Selten  in  den  Sammlungen  auch  mir  in  natura  unbekannt  .  —  apharea  Frühst.  S  umatranische  nandina  nähern 
sich  leuconota  Btlr.  von  der  malayischen  Halbinsel,  von  denen  sie  durch  fast  schwarz-,  statt  rotbraune  Grund¬ 
farbe  der  FJ gl -Unterseite  differieren.  Durch  diese  dunklere  Unterseite  entfernen  sie  sich  auch  solchermaßen 
von  nandina  aus  Java,  daß  de  Niceville  sogar  das  Vorkommen  von  nandina  auf  Sumatra  bezweifelte!  Aron 
javanischen  und  Borneo-Exemplaren  weicht  apharea  noch  ab  durch  die  zierlicheren  und  rundlicheren  Wei߬ 
flecken  der  Vflgl,  insbesondere  der  beiden  Subapicalmakeln.  Nord-Ost-  und  West-Sumatra,  nicht  sehr  häufig. 
ila.  —  ila  Frühst.  Sehr  nahe  apharea,  Weißfleckung  etwas  ausgedehnter,  robuster,  unregelmäßiger.  Grundfarbe 
nandina.  der  Unterseite  tiefer  schwarzbraun.  Ivina-Balu,  Nord-Borneo.  —  nandina  Moore  (126e)  der  nomenclatorisclie 
Typus  aus  Java.  Trotz  der  Verschiedenheit  der  Verhältnisse  von  Ost-  und  West-Java  haben  sich  bei  dieser 
sonst  so  zu  Variationen  neigenden  Spezies  keine  Lokalrassen  auf  Java  selbst  entwickelt,  ja  nicht  einmal  die 
Exemplare  der  Trockenzeit  weichen  so  erheblich  von  jenen  der  Regenperiode  ab,  daß  sie  einen  Namen  ver¬ 
dienten.  Moore  bildet  die  Regenform  ab,  die  Trockenzeitform  nandina  ist  nur  wenig  kleiner  und  unterseits 
fahler.  Von  sumatranischen  apharea  und  nandina  ila  aus  Borneo  entfernt  sich  nandina  nandina  vor  allem  durch 
stattlichere  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  die  ausgedehntere  Weißbänderung  der  Unterseite.  Auf  Bali  kommt 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


607 

eine  nandina- Rasse  vor,  welche  nach  Angaben  Nicevilles  mit  Sumatranischen  Exemplaren  übereinstimmen 

soll.  —  jucundiora  Frühst,  fällt  auf  durch  verbreiterte  weiße  Postdiscalbinde  der  Hflgl  und  sehr  scharfe  auch  jucundwra. 

unterseits  lebhafter  hervortretende  weiße  Streifung.  Dagegen  bleiben  die  Subapicalpunkte  der  Vflgl  erheblich 

in  der  Größe  hinter  jenen  der  javanischen  nandina  zurück.  Lombok  von  6 — 1200  m  Erhebung  über  dem  Meere. 

Sumbawa.  —  suniba  Doli,  ist  eine  kleine  seltene  Inselrasse,  welche  mir  in  natura  unbekannt  blieb.  —  florensis  sumba. 
Snell.  Meiner  Sammlung  fehlend  übertrifft  sie  nach  der  Diagnose  ihres  Autors  indische  und  Perakexemplare  f,orc"s^- 
von  susrata  und  leuconota  durch  ihre  Größe.  Die  Unterseite  erscheint  zimtbraun.  Flores. 

N.  soma  unterliegt  in  geringerem  Maße  klimatischen  Einwirkungen  als  N.  nandina  und  ist  über  ein  soma. 
viel  geringeres  geographisches  Areal  verbreitet,  soma  zählt  zu  den  vorwiegend  kontinentalen  Arten,  scheint 
den  nördlichen  Philippinen  zu  fehlen,  auch  wurde  sie  mit  Ausnahme  der  kleinen  Insel  Engano  und  auf  Perak 
nirgendwo  in  Makromalayana  beobachtet.  Deren  Auftreten  auf  Formosa  neben  einer  authentischen  nandina- 
Rasse  gab  Veranlassung  zur  Prüfung  der  Genitalien,  welche  deren  Isolierung  von  nandina  zur  Folge  hatte, 
nachdem  sie  von  Butler,  Niceville,  Bingham  und  mir  mit  nandina  vereinigt  war.  Habituell  kann  soma  durch 
rundlicheren  Figlschnitt  und  koloristisch  durch  die  auch  bei  der  Trockenzeit  noch  auffallende  Verdunkelung 
und  Reduktion  der  Weißfleckung  der  Oberseite  von  nandina  separiert  werden.  Morphologisch  ergibt  der  robu¬ 
stere  Uncus  die  distal  nur  mit  einem  feinen  Dorn  bewaffnete  aber  subbasal  mit  scharfem  Vorsprung  versehene 
Valve  augenfällige  Differenzialcharaktere,  die  sowohl  bei  kontinentalen  wie  auch  insularen  Formen  der  Kollek¬ 
tivspezies  ihre  Geltung  behalten.  —  lutatia  Frühst.  ( 126 f )  umschreibt  eine  relativ  ansehnliche  Rasse,  unterseits  lutatia. 
schön  und  gleichmäßig  schokoladenbraun.  $noch  stattlicher  mit  etwas  ausgedehnteren  weißen  Binden  als  der 
<$.  Formosa  von  der  Ebene  bis  zu  etwa  1200  m.  Nicht  sehr  selten.  —  boholica  Frühst.,  eine  kleine  Rasse  welche  boholica. 
sich  von  Perak-Exemplaren  von  soma  gononata  Btlr.  durch  die  lichtere  mehr  graue  Unterseite  unterscheidet.  Die 
Zeichnungen  der  Oberseite  sind  rein  weiß,  schmäler  als  bei  Mindanao- Stücken.  Bohol,  Cebu.  pseudosoma  Frühst.  pseudosoma. 
bewohnt  Mindanao  undCamiguin  de  Mindanao.  Die  Oberseite  hat  aschgrau  überpuderte  Streifen  und  die  sind 
nach  Sempers  Figuren  beurteilt  kleiner  alsBohol-d'd\  nach  meinen  Notizen  führen  aber  die  Originale  in  Sempers 
Sammlung  viel  breitere  Streifen  als  Bohol-Exemplare  trotz  der  entgegengesetzten  Angaben  Sempers  und  die 
Streifen  sind  gelbbraun  überdeckt  und  die  Binden  unterseits  schmaler  als  bei  N.  mindorana  Fldr.  -  palibothra  palibolhra. 
subsp.  nov.  liegt  mir  von  der  Philippineninsel  Bazilan  in  fünf  Exemplaren  vor.  Die  <$<$  sind  kaum  größer  als 
somula  (126  f)  $  etwa  dem  dargestellten  nandina- (126  e)  nahekommend.  Beide  Geschlechter  differieren  von 
lutatia  durch  markantere  weiße  Submarginalpunkte  der  Flgl-Oberseite  und  etwas  verstärkten  Zellstreifen  der 
Vflgl.  Die  Unterseite  bleibt  lichter  braun  als  bei  lutatia  und  im  Gegensatz  zu  kontinentalen  Formen  präsentiert 
sich  die  subterminale  Randfleckung  als  reiner  weiß  und  prononzierter.  Flugzeit  Februar,  März.  -  capnodes  cajmodes. 
Frühst,  bezieht  sich  auf  die  Regenzeitform  der  westchinesischen  soma -Zweigrasse  welche  Leech  auf  Taf.  19 
als  susruta  (Fig.  9)  und  adipala  (Fig.  10)  dargestellt  hat,  Abbildungen  welche  Stichel  als  Vorlagen  zu  gleich¬ 
namigen  Formen  Taf.  53  im  Band  1  dieses  Werkes  benutzte.  Ein  Vergleich  mit  den  neuen  Figuren  (auf  Taf.  1 26  g. 
als  soma),  welche  die  wirkliche  susruta  vorstellen,  ergibt  ohne  weiteres  die  Unterschiede,  so  die  verkleinerten 
Makeln  und  die  getrennten  Zellflecken  der  Vflgl-Unterseite.  Im  westlichen  China,  besonders  in  der  Provinz 
Szetchuan.  —  acala  Frühst.  (126  g)  muß  als  die  dunkelste  bisher  bekannte  soma  Vikariante  gelten.  Die  Weiß-  amla. 
streifung  namentlich  der  ist  sehr  undeutlich  und  zudem  trüb  grau  beschattet.  Mir  wurde  nur  die  Trocken- 
zeitform  bekannt,  welche  im  mittleren  Tonkin  bei  Chiem-Hoa  im  August  und  September  sammelte.  —  Als 
pseudadipala  Frühst,  wurde  eine  Trockenzeit-  oder  Lokalform  des  südlichen  Annam  beschrieben  mit  an  adipala  pseudadi- 
Moore  gemahnender,  und  daher  von  acala  abweichender  Vergrößerung  aller  Weißzeichnungen  der  Oberseite 
Die  Grundfärbung  der  Unterseite  ist  licht  rotbraun,  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  schmäler  als  bei  adipala 
und  soma.  Flugzeit  Februar.  —  tushita Frühst,  bezieht  sich  auf  eine  kleinere  Form  aus  Siam,  welche  durch  zwar  tushita. 
sehr  schmale  in  der  Zelle  manchmal  obsolete  Zeichnung  der  Vflgl  aber  leuchtend  und  ausgedehnt  breit  weiß  ge¬ 
bänderte  Hflgl  auffällt.  DieUnterseite  erscheint  gesättigt  schokoladenbraun.  -  -  gononata  Btlr.  fehlt  meiner  Samm-  cjononata. 
Jung  und  bietet  nach  der  Abbildung  von  Distant  beurteilt  durchweg  prägnantere  Weißzeichnung  als  tushita, 
der  gononata  in  der  Kleinheit  ziemlich  nahesteht.  Malayische  Halbinsel.  —  soma  Moore  findet  sich  neben  soma. 
nandina  susruta  Moore,  geht  aber  westlich  nicht  über  Sikkim  hinaus  und  tritt  besonders  in  Assam  und  bei  Dar¬ 
jeeling  häufig  auf.  Die  Zeichnung  der  Oberseite  ist  bei  der  Regenzeitform  zumeist  grau  überstäubt.  —  Als 
adipala  Moore  darf  wohl  die  Form  der  trocknen  Periode  aufgefaßt  werden  mit  ungetrübten  und  verbreiterten  adipala. 
weißen  Binden  der  Oberseite  und  manchmal  gelbbrauner  statt  rotbrauner  Unterseite.  —  kallaura  Moore  ersetzt  kaUaura. 
soma  im  südlichen  Indien  wo  sie  bisher  nur  in  der  Gegend  von  Travancore  und  in  Kanara  gefunden  wurde.  Die 
Rp  lebt  auf  Malvaceen,  Leguminosen  und  Nesselgewächsen,  hat  die  Gewohnheiten  der  N.  jumbah- Rp  und 
sowohl  Rp  wie  Pp  ähneln  jenen  von  juniball.  Die  Falter  stehen  soma  sehr  nahe  und  nach  den  wenigen  Exem¬ 
plaren  welche  sich  am  Britisch  Museum  befinden  schreibt  Bingham,  daß  die  weißen  Flecken  wie  bei  soma  schmal 
und  klein  seien.  Das  Subbasalband  der  Hflgl  erscheint  jedoch  noch  mehr  gestreckt  und  nicht  gleichmäßig 
breit.  Die  Unterseite  ist  bleicher  ockergelb  und  die  discalen  Makeln  näher  aneinander  gerückt.  —  meridiei  Doli .  meridici. 
von  der  Insel  Engano  bildet  die  einzige  bis  jetzt  bekannte  soma- Rasse  des  Malayischen  Inselgebiets.  Es  handelt 
sich  um  eine  scharf  differenzierte  Form.  Die  Weißzeichnung  der  Oberseite  etwa  wie  bei  lutatia  Frühst,  von 
Formosa,  jedoch  reiner  ohne  graue  oder  schwärzliche  Beimischung  und  mit  feiner,  aber  deutlicher  weißlicher 


608 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


Anteterminallinie  der  Hflgl,  dadurch  auch  an  die  viel  kleinere  palibothra  Frühst,  von  Palawan  gemahnend. 
Unterseite  sich  soma  Moore  von  Nordindien  anschmiegend,  jedoch  den  Satellitinselcharakter  durch  Verschmä¬ 
lerung  der  weißen  Streifung  dokumentierend.  Ziemlich  selten,  mir  gingen  nur  4  im  April  gesammelte  zu. 

N.  mindorana  bewohnt  ausschließlich  die  Philippinen,  auf  denen  sie  zu  insularen  Modifikationen  neigt. 
Es  sind  jedoch  nur  vier  Zweigrassen  bekannt,  so  daß  noch  eine  große  Reihe  neuer  Formen  zu  erwarten  und  zu 
entdecken  bleibt.  Spezifisch  steht  mindorana  am  nächsten  N.  nandina  Moore,  von  welcher  sie  jedoch  leicht 
zu  trennen  ist  durch  die  an  N.  duryodana  Moore  gemahnende,  zierliche  distale  Umgrenzung  der  Submarginal¬ 
makeln  der  Vflgl.  Die  Unterseite  gleicht  in  der  lebhaft  rotbraunen  Färbung  am  meisten  N .  nandina  jucundiora 
Frühst,  von  Lombok  und  durch  die  prominente  Weißsprenkelung  des  Anteterminalgebiets  aller  Figl  N.  soma 
ilocana.  fa.  adipala  Moore.  Als  die  nördlichste  Inselform  hat  l'locana  Feld.  (126g)  zu  gelten  mit  den  am  reinsten  weißen 
nivescens.  und  ansehnlichsten  Binden.  Die  Unterseite  erscheint  gleichmäßig  hellrotbraun.  Als  nivescens  Frühst,  ist 
eine  extreme  Trockenzeitform  abgetrennt,  welche  im  April  auf  Luzon  gefunden  und  von  Semper  (Taf.  29  Fig.  4 
seines  Philippinenwerkes)  abgebildet  wurde.  Bei  ihr  erweitert  sich  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  zu  einem 
ansehnlichen  Felde.  Zu  ilocana  gehören  vermutlich  auch  Exemplare  der  Babuyanes  und  von  Polillo,  welche 
mindorana.  Semper  erwähnt.  —  mindorana  Fldr.  führt  außer  der  Submarginalbinde,  welche  ilocana  aufweist,  auch  noch 
zwei  deutliche,  damit  parallel  gehende  feinere  Linien  auf  den  Vflgln.  Die  Mittelstreifen  sind  aber  erheblich 
schmäler  als  bei  Luzon-Exemplaren,  die  Gesamtfärbung  der  Unterseite  dunkler  als  bei  ilocana.  Mindoro  und 
negrosiana.  Insel  Ylin,  nicht  sehr  häufig.  —  negrosiana  Frühst,  nahe  ilocana,  Binden  jedoch  etwas  schmäler,  die  Subapical- 
flecken  der  Vflgl  länger  und  spitzer  als  bei  ilocana  und  mindorana.  negrosiana  hält  in  der  Färbung  und  Zeich¬ 
nung,  besonders  der  Figlunterseite,  die  Mitte  zwischen  ilocana  und  mindorana.  Insel  Negros  und  ganz  ähnlich 
nosba.  auch  auf  Cebu,  Guimarao.  - — -  nosba  subsp.  nov.  ist  eine  weitere  verbindende  Form,  welche  zwischen 
negrosiana  und  der  Rasse  der  Insel  Palawan  steht  und  etwas  schmälere  weiße  Binden  als  negrosiana  führt, 
aber  habituell  erheblich  größer  als  von  den  südlichsten  Philippinen  erscheint.  Type  von  den  Camotes  in 
der  Sammlung  Semper  des  Senckenbergischen  Museums  in  Frankfurt.  Hierzu  gehören  vermutlich  auch  die 
harpasa.  Bewohner  von  Leyte  und  Samar,  welche  Semper  erwähnt.  - —  harpasa  subsp.  nov.,  die  unscheinbarste  Rasse, 
auf  Palawan  im  Januar  nicht  selten.  Die  Anlage  und  Verteilung  der  weisen  Binden  etwa  wie  bei  mindorana, 
das  Anteterminalgebiet  aber  nur  von  undeutlichen  Längslinien  durchzogen.  Die  Subapical-  und  Discalmakeln 
kleiner  als  bei  mindorana .  Die  Unterseite  dunkler  braun  als  bei  den  nördlicheren  Rassen.  Nach  Angaben  Sem¬ 
pers  ähnlich  auch  auf  Cuyo  und  Domoran. 

mdhendra.  N.  mahendra  wurde  Bd.  1  p.  176  beschrieben,  mahendra  Moore,  die  indische  Rasse,  bewohnt  ausschlie߬ 

lich  den  nordwestlichen  Himalaya  von  Kaschmir  bis  Simla  und  fliegt  dort  vom  April  bis  August  von  2000 
bis  über  9000  Fuß  Höhe.  Die  Art  ist  dem  Wechsel  der  Jahreszeit  leichthin  unterworfen,  indem  Stücke  der  Trocken¬ 
zeit  kleiner,  matter  schwarz  und  schmal  bindiger  sind  als  die  Sommerform,  mahendra  wird  leicht  kenntlich 
an  dem  costalwärts  erheblich  breiteren  weißen  Subbasalband  der  Hflgl  und  drei  großen  zusammenfließenden 
extenso,.  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  —  extensa  Leech  (Bd.  1,  Taf.  53  f)  wurde  von  Stichel  irrtümlich  mit  N.  yerburyi 
vereint,  gehört  aber  als  nicht  scharf  abgesonderte  westchinesische  Arealform  entschieden  zu  mahendra  und 
differiert  von  meinen  mah endra-Fx e mp  1  ar en  aus  der  Norclwestprovinz  nur  durch  etwas  verengte  weiße  Sub- 
reduda.  marginalbinde  der  Hflgl.  Besonders  am  Omishan  bis  ca.  3000  m  hinaufgehend.  —  reducta  Frühst.,  eine  gut 
spezialisierte  melanotische  Inselrasse  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung,  differiert  durch  wesentlich  redu¬ 
zierte  Weißzeichnung  von  mahendra  und  extensa.  Besonders  ist  die  manchmal  nahezu  völlig  verwischte  Sub¬ 
marginalbinde  der  Hflgl  zu  erwähnen  und  die  zumeist  fehlende  costale  Subapicalmakel.  Die  Unterseite  ist 
satter  braun  als  bei  kontinentalen  Exemplaren,  durch  vermehrte  Weißfleckung  aber  wieder  mehr  der  extensa 
genähert  als  es  die  Oberseite  vermuten  läßt.  Flugzeit  Juli,  auf  ca.  1200  m  im  gebirgigen  Formosa.  Sehr  selten. 
nisaea.  —  nisaea  Nicev.,  nach  von  mir  auf  Java  entdeckten  Exemplaren  beschrieben,  ist  etwas  rundflügeliger  als  mahen¬ 
dra,  Grundfarbe  mehr  braunschwarz,  die  Submarginalfleckung  reduziert,  alle  Makeln  mehr  rundlich  statt  cpia- 
dratisch,  die  Unterseite  dunkel  schokoladebraun  und  die  Fleckung  prominenter  und  dadurch  wieder  mehr  mahen¬ 
dra  genähert.  West- Java,  am  Vulkan  Gede,  sehr  selten  und  nur  über  1200  m  Höhe. 

N.  yerburyi  (Bd.  1  p.  176,  Taf.  53e)  hat  schlankere,  apicalwärts  in  eine  deutliche  Spitze  ausgezogene 
Vflgl.  Der  Zellendfleck  stets  verlängert  und  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  entweder  völlig  mit  dem  Basalstreifen 
verschmolzen  oder  nur  durch  eine  schwache  Einkerbung  davon  getrennt.  Mittelbinde  der  Hflgl  noch  mehr 
yerburyi.  als  bei  mahendra  erweitert,  costalwärts  gleichfalls  erweitert.  —  yerburyi  Btlr.  (53  e)  geht  ziemlich  unverändert 
ominicola.  von  Afghanistan  bis  Tenasserim,  wo  ich  sie  im  Mai  auf  1200m  Höhe  vorfand.  —  ominicola  Frühst.  (Bd.  1  p.  177 
und  Taf.  54  a  als  tibetana)  bewohnt  das  westliche  China  und  liegt  mir  vom  Omishan  vor.  Größer  als  indische 
Exemplare  und  mit  trübgelbem  Anflug  der  verschmälerten  Weißfleckung  der  Oberseite,  welche  Leech  verleitete, 
ominicola  mit  soma  Moore  zu  verwechseln,  doch  spricht  die  nach  außen  verbreiterte  Subcostalbinde  der  Hflgl 
ohne  weiteres  für  die  Zugehörigkeit  zu  yerburyi.  Juni- — Juli  bis  9000  Fuß  aufsteigend  in  West-China  nicht 
clinioides.  sehr  selten.  —  clinioides  Nicev.,  eine  habituell  kleine  Form,  führt  auch  oberseits  vereinigte  Zellflecken  der  Vflgl 
und  differiert  von  der  indischen  Vikariante  auch  noch  durch  tiefschwarze  Grundfarbe  und  reduzierte  weiße 
Submarginalstreifung  der  Hflgl.  Die  Unterseite  nähert  sich  wieder  der  yerburyi,  wird  jedoch  charakterisiert 


NEPTIS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


609 


Ausgegeben  15.  IX.  1912. 

durch  die  nach  hinten  erheblich  verschmälerte  Mittelbinde.  Nord-Ost-  und  West-Sumatra  nicht  unter  1200  m 
Erhebung  und  sehr  selten. 

N.  jumbah.  Ueber  die  Zweigrassen  dieser  interessanten  Art  herrschte  völlige  Unsicherheit,  denn  alle 
neueren  englischen  Autoren  neigen  zu  der  Ansicht,  daß  Ceylon-Exemplare  identisch  seien  mit  solchen  von 
Süd-Indien  und  den  Andamanen.  Ein  genaues  Studium  des  Materials  am  British  Museum  und  meiner  eigenen 
Serien  führten  mich  aber  zu  der  Ueberzeugung,  daß  jumbah  in  mindestens  4  geographische  Formen  sich  auf- 
lösen  läßt.  Uebrigens  gibt  Moore  selbst  den  wichtigsten  Fingerzeig  für  die  Differenzierung  der  südindischen 
Rasse,  von  der  er  (Lep.  Ind.,  Taf.  272,  Fig.  1)  die  in  Kanara  gezogene  Rp  abbildet,  die  im  Kolorit  ganz  wesent¬ 
lich  abweicht  von  Fig.  1  a,  welche  die  Rp  aus  Ceylon  darstellt.  Die  südindische  Rp  besitzt  einen  roten,  die  cey- 
lonesische  nalanda- Rp  einen  braunen  Kopf;  die  Dorsalstreifen  sind  grün  auf  gelblichem  Untergrund,  jene  von 
jumbah  einfarbig  braun.  Ich  verteile  demnach  die  fraglichen  Rassen  unbedenklich  wie  folgt:  jumbah  Moore  jumbah. 
differiert  durch  die  ausgedehntere  Weißfleckung  der  Vflgl  und  die  breiteren  Mittelbinden  der  Hflgl  ganz  wesent¬ 
lich  von  den  viel  dunkleren  Ceylonstücken  (nalanda),  deren  Binden  nicht  nur  reduziert,  sondern  zumeist  noch 
schwärzlich  bepudert  erscheinen.  Die  jumbah- Rassen  besitzen  gemeinsam  ein  Merkmal,  welches  sie  von  allen 
übrigen  Neptis  auszeichnet,  nämlich  einen  braunen  subbasalen  Punkt  an  der  Unterseite  der  Hflgl,  die  zudem 
ein  eigentümliches  lichtes  Kaffeebraun  zeigen,  während  die  Vflgl  schwarze  Striemen  tragen  wie  sie  sonst  nur 
bei  Phaedyma  Vorkommen,  jumbah  ist  sehr  häufig  bei  Calcutta,  findet  sich  dann  im  ganzen  östlichen  und  süd¬ 
lichen  Indien  und  wird  auch  bei  Cachar,  Rangun  in  Ober-Tenasserim,  selbst  im  Mergui- Archipel  gefunden.  In 
den  Nilgiris  geht  jumbah  bis  5000  Fuß  Erhebung  hinauf.  Nach  Niceville  hat  sie  einen  kühneren  und  stärkeren 
Flug  als  andere  Neptis- Arten,  welche  bei  Calcutta  Vorkommen.  Für  die  Rp  sind  bereits  13  Futterpflanzen 
aus  den  Familien  der  Malvaceae,  Sterculiaceae,  Tiliaceae,  Rhamneae,  Leguminosae  und  Urticaceae  nachge¬ 
wiesen.  • — -  nalanda  Frühst.  (125  e)  differiert  von  jumbah  durch  die  verkleinerten  Weißflecken  der  Vflgl  und  nalanda. 
die  über  ein  Drittel  schmälere  subbasale  weiße  Binde  der  Hflgl  sowie  durch  die  dunkelbraune  Unterseite,  nalanda 
fliegt  langsam  und  setzt  sich  stets  mit  offenen  Flgln.  Wie  jumbah  ist  sie  leicht  dem  Saisonwechsel  unterworfen ; 
die  Trockenzeitform  führt  breitere  weiße  Binden  und  eine  bleicheres  Kolorit  der  Unterseite.  Ceylon,  von  der 
Ebene  bis  4000  Fuß,  im  Waldlande  und  am  häufigsten  im  Februar,  März.  - — -  amorosca  Frühst,  differiert  von  den  amorosca. 
übrigen  jumbah- Rassen  durch  sehr  viel  breiter  weiße  Flecken  und  Binden,  was  besonders  für  die  Medianbinde 
der  Hflgl  gilt.  Die  Flgl-Unterseite  ist  lichter  und  farbenärmer  als  bei  jumbah  von  Ceylon,  aber  dunkler  als  bei 
nilgirica  von  Südindien.  Die  Postdiscalilecken  der  Hflgl,  die  unterhalb  der  weißen  Medianbinde  stehen,  dunkel 
rotbraun  anstatt  schwarz.  Die  weißen  Submarginal-Binden  dünner  als  bei  den  übrigen  jumbah- Rassen.  Die 
Strigae  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  rotbraun  anstatt  schwarz.  Andamanen.  — -  binghami  Frühst,  bewohnt  die  binghami. 
Nicobaren.  Ringham  gibt  folgende  Beschreibung  der  seltenen  Form:  „Oberseite:  Vflgl  (verglichen  mit  opliiana 
Moore)  mit  nur  fünf  anstatt  sechs  Flecken  in  der  discalen  Fleckenreihe,  der  schmale  Punkt  im  Zwischenraum 
fehlt.  Unterseite:  dunkel  chokoladenbraun,  die  Zeichnungen  jenseits  der  Discalserie  der  Vflgl  sehr  breit  und 
verwaschen  auf  rußigem  Untergrund  aufgetragen.  Hflgl:  Der  Endsaum  jenseits  der  postdiscalen  Fleckenreihe 
vollständig  und  stark  bläulichweiß  bezogen  und  durchschnitten  von  einer  äußeren  postdiscalen  und  einer  su banalen 
Reihe  von  schwarzen  mondartigen  Zeichnungen“,  binghami  gehört  einer  Regenzeitform  an,  die  sich  im  Gegen¬ 
satz  zu  den  anderen  südindischen  Rassen  in  der  Zeichnungsanlage  mehr  der  nordindischen  ophiana  nähert, 
durch  die  schokoladenbraune  Unterseitenfärbung  jedoch  ihren  prägnanten,  melanotischen  Inselcharakter  be¬ 
hauptet.  Nicobaren,  nur  1  $  bekannt.  Type  im  Britischen  Museum. 

N.  pryeri  (Bd.  1  p.  175)  verteilt  sich  auf  vier  Arealrassen  pryeri  Btlr.  (53  b).  Type  aus  Shanghai,  bewohnt  pryeri. 
Japan,  Korea  und  Teile  der  Küstenprovinz.  An  einigen  Stellen  des  Amurgebietes  findet  sich  eine  unscheinbare 
Form  andetria  Frühst.  (126  c),  habituell  kleiner  und  auffallend  durch  das  nahezu  völlige  Verschwinden  der  andetria. 
submarginalen  Binde  der  Hflgl.  Die  interessante  Form  verdanke  ich  Herrn  Dr.  Moltrecht  in  Wladiwostok. 

- — arboretorum  Oberth.,  hauptsächlich  in  Szetschuan,  differiert  durch  verminderte  Weißzeichnung  von  pryeri  arboretorum. 
aus  Japan.  Das  Anteterminalgebiet  der  Unterseite  aller  Figl  ist  zudem  reicher  weißlich  bestäubt.  Vorkommen 
von  Ningpo  bis  Mupin.  —  jucundita  Frühst,  wurde  von  H.  Sauter  entdeckt,  kommt  in  der  Größe  andetria  nahe  jucundiia. 
und  macht  sich  durch  die  zierlichen,  mehr  rundlichen  statt  länglichen  Komponenten  der  weißen  Binden  und 
Fleckenreihen  bemerklich.  Die  Unterseite  dokumentiert  den  insularen  Melanismus  durch  die  markanteren 
subbasalen  Schwarzpunkte  und  die  satter  braune  Grundfarbe.  Formosa,  aus  etwa  4000  Fuß  Höhe.  Sehr  selten, 
bisher  nur  ein  bekannt. 

N.  divisa  Oberth.,  eine  delikate  und  interessante  Spezies,  etwas  der  europäischen  Neptis  lucilla  gleichend,  divisa, 
doch  von  dieser  abweichend  durch  sehr  breites,  die  ganze  Zelle  ausfüllendes  weißes,  durch  vier  Linien  geteiltes 
Feld.  Unterseite  der  Hflgl  wie  bei  lucilla,  jedoch  ohne  den  kurzen  weißen  Subbasalstreifen.  Von  Tseku,  ca. 

2000  m  Höhe,  Yunnan. 

N.  zaida,  eine  interessante  Spezies  mit  deutlich  gerundeten  Vflgln  von  braunschwarzer  Grundfarbe  zaida. 
mit  fahlgelben  oder  ockerfarbenen  Binden.  Zellstreifen  ohne  trennenden  Einschnitt  vor  dem  Apex.  Subapical- 
makel  groß,  nach  außen  gewölbt,  innen  eingekerbt.  Intramedianfleck  nahezu  kreisrund.  Hflgl  mit  einer  schräg- 


IX 


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NEPTIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


gestellten  Subbasal-  und  einer  stark  gebogenen  sehr  breiten  Submarginalbinde.  Cilia  weiß.  Unterseite  von  allen 
bekannten  Neptis  sofort  zu  unterscheiden  durch  die  gleichmäßig  verwaschene  fahl  ockergelbe  Gesamtfärbung, 
von  welcher  sich  die  Zeichnungen  als  hellgelbliche  Felder  abheben.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl  erscheint 
lila,  der  Costalsaum  rotbraun  und  auf  den  Vf  Igln  markiert  sich  ein  rechteckiger  tiefschwarzer  Fleck  nahe  der 
paliens.  Zellwand  zwischen  der  Submediane  und  hinteren  Mediana.  —  paliens  Frühst,  wurde  auf  die  gelb,  manchmal 
zaida.  sogar  weißgefleckte  Trockenzeitform  begründet  und  zaida  Westw.  bezeichnet  eine  Regenform  mit  dunkel  ocker¬ 
gelbem  Kolorit  der  Oberflächenzeichnung,  zaida  ist  ziemlich  selten  und  nur  von  Masuri  bis  Sikkim  verbreitet. 
Grose-Smith  soll  ein  Exemplar  aus  den  siamesischen  Shan-Staten  besitzen.  Die  Art  steigt  bis  7000  Fuß  empor 
und  findet  sich  vom  Mai  bis  Juli.  Elwes  hat  beobachtet,  daß  sie  während  der  Regenzeit  in  den  seltenen  Augen¬ 
blicken  des  Sonnenscheins  um  die  Gipfel  der  Eichen  fliegt,  sich  auf  deren  Blätter  setzt  und  selten  herabkommt. 

sylvana.  N.  sylvana  Oberth.,  aus  Tsekou  in  Yunnan  beschrieben,  differiert  von  zaida  nach  der  Unterseite  be¬ 

urteilt  durch  verlängerte  schwarze  Medianpartie  derVflgl,  schmälere,  rein  gelbe  Binden  der  Hflgl  und  durch 
dunklere  und  reiner  gelbe  Grundfarbe  der  Unterseite. 

thisbe.  N.  thisbe  Men.  (Bd.  1  p.  178)  wurde  in  einem  kleinen  Exemplar  vom  Amur  irrtümlich  als  N.  ilos  Frühst. 

(125  d)  abgebildet.  Nach  Graeser  kommen  am  Amur  bereits  zwei  habituell  sehr  verschiedene  Rassen  vor: 
a)  jene  des  oberen  Amur  an  der  Schilka-Mündung  mit  53  —60  mm  Spannweite;  zu  dieser  zählen  auch  Exemplare 
dilutior.  von  Ussuri;  b)  jene  von  der  Küstenprovinz  bei  Chabarofska  mit  68—76  mm.  —  dilutior  Oberth.  ist  davon  eine 
obscurior.  schon  Bd.  1  p.  179  besprochene  Rasse  aus  Yunnan,  obscurior  Oberth.  eine  solche  von  Szetschuan. 

nycteus.  N.  nycteus  ist  der  ältere  Name  für  die  als  themis  Leech  so  wohlbekannte  Art.  —  nycteus  Nicev.  dif¬ 

feriert  von  themis  (54  f)  durch  weiße  statt  ockergelbe  und  viel  breitere  Querbinden.  Die  Intramedianflecken 
der  Vflgl  scheinen  jene  von  themis  um  das  doppelte  an  Ausdehnung  zu  übertreffen,  nycteus  ist  wie  fast  alle 
Vikarianten,  welche  sich  an  der  Peripherie  ihrer  Verbreitung  finden,  sehr  selten.  Die  Heimat  der  Gesamtart 
ist  China  und  nycteus  bildet  den  südlichsten  bisher  entdeckten  Ausläufer  der  Spezies  aus  Sikkim  und  Südtibet. 
In  der  Literatur  wird  über  etwa  5  Exemplare  berichtet,  welche  im  Juni  und  Juli  zwischen  2  und  5000  m  Er¬ 
hebung  gefangen  wurden.  Auch  Oberthür  hat  nycteus  aus  Lachin-Lachoong  empfangen,  deren  Oberseite  von 
themis.  weiß  zu  gelblichweiß  variiert.  • —  themis  Leech,  in  großer  Anzahl  aus  SiauLu  in  meiner  Sammlung  ist,  jd.  179 
theodora.  bereits  beschrieben.  - —  theodora  Oberth.  aus  Tseku  in  Yunnan  ist  hierzu  eine  verdunkelte  Lokalrasse.  - —  thetis 
ihetis.  £eec7;  (p>cp  i  p  i79;  Taf.  54f),  vermutlich  nur  eine  Form  mit  weißer  statt  gelber  Mittelbinde  der  Hflgl,  aber 
ilos.  nach  Oberthür  gute  Art.  - —  ilos  Frühst,  vom  Amur  wurde  mir  von  Herrn  Dr.  Moltrecht  zugesandt.  Die 
Beschreibung  ist  basiert  auf  ein  sehr  kleines  Exemplar  mit  verdunkelter  und  reduzierter  Zeichnung  der  Ober¬ 
seite.  Der  Zellstrich  der  Vflgl  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  sind  kaum  halb  so  breit  als  bei  themis.  Das  Kolorit 
der  Unterseite  ist  jedoch  nicht  abweichend  von  chinesischen  Exemplaren.  Inzwischen  erfuhr  ich  von  Herrn 
Dr.  Moltrecht,  daß  er  von  Mr.  Charles  Oberthür  eine  Partie  Tütenfalter  aus  West-China  im  Tausch  emp¬ 
fangen  habe,  und  so  befürchte  ich,  daß  auch  das  in  Frage  kommende  ilos gar  nicht  vom  Amur  stammt  sondern 
aus  Versehen  unter  die  dortige  Ausbeute  aus  den  Ansammlungen  Oberthürs  geraten  ist.  Hier  müssen  die  im 
yunncma.  ersten  Band  p.  179  bereits  besprochenen  N.  yumiarsa  Oberth.  aus  Tseku,  sowie  N.  nemorum  Oberth.  gleichfalls 
nemorum.  von  Tseku  eingereiht  werden,  nemorum  halte  ich  wegen  der  lila  Medianbinde  der  Unterseite  der  Hflgl  in  Ueber- 
sylvarum.  einstimmung  mit  Mr.  Charles  Oberthür  für  distinkte  Art.  Dagegen  wird  sylvarum  Oberth.  auch  von  ihrem 
Autor  als  dunklere  Form  von  nemorum  aufgefaßt.  Heimat  Tseku. 

manasa.  N.  manasa  Moore  vereinigt  Ringham  (in  Fauna  of  British-India)  mit  nycteus.  Mir  ist  die  Art  in  natura 

unbekannt,  Wenn  ich  aber  nach  den  zwei  Abbildungen,  welche  Moore  gegeben  hat,  urteile,  scheint  doch  eine 
erhebliche  Differenz  vorhanden  zu  sein,  manasa  führt  nämlich  eine  proximal  verschmälerte  Mittelbinde  der 
Hflgl,  welche  nach  außen  von  drei  scharf  gesonderten  Parallelbinden  begleitet  wird,  während  nycteus  und  themis- 
thetis-ilos  nur  ein  lila  oder  graugelbes  Band  aufweisen.  Die  Oberseite  allerdings  ist  kaum  von  der  nycteus- Ober¬ 
fläche  zu  unterscheiden.  Vielleicht  stellt  manasa  nur  eine  individuelle  Form  dar,  weil  sie  seit  1857  nicht  mehr 
gefunden  wurde  und  überhaupt  nur  ein  Exemplar  entdeckt  wurde,  dessen  wirkliche  Heimat  unbekannt  blieb. 
Der  Färbung  nach  dürfte  manasa  aus  dem  Nordwest-Himalaya  stammen.  Oberthür  soll  1906  drei  Exemplare 
aus  der  Umgebung  von  Darjeeling  empfangen  haben,  welche  zusammen  mit  zaida  flogen. 

antilope.  N.  antilope  Leech  (Bd.  1  p.  178,  Taf.  54  d,  e)  hat  Leech  im  März  1886  in  zwei  Exemplaren  auf  Hong¬ 

kong  gesammelt.  Diese  Stücke  sind  nach  Leech  kleiner  als  jene  aus  Central-  und  West-China.  Walker  in 
seiner  Liste  der  Hongkong-Falter  erwähnt  die  Art  nicht.  Nach  ihm  kommen  aus  der  Gattung  nur  N.  hylas  L. 
und  Phaedyma  columella  Cr.  dort  vor. 

heliodore.  N.  heliodore,  eine  zierliche  Spezies,  äußerlich  viel  ähnlicher  den  gelben  Rahinda  und  den  später  zu  be¬ 

handelnden  Bimbisara  als  den  großen  bisher  aufgezählten  Spezies.  Dennoch  verweist  die  Struktur  auf  die  Zu¬ 
sammengehörigkeit  mit  echten  Neptis.  heliodore  F .,  ursprünglich  aus  Siam  beschrieben,  ist  kenntlich  an  einer 
mehr  oder  weniger  deutlichen,  stark  gewellten  Anteterminalbinde  von  rötlich  ockergelber  Färbung,  welche 
die  Subapical  und  Intramedianflecken  distal  begleitet.  Bei  Exemplaren  der  Regenzeit  und  Inselformen  stehen 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


611 


die  Medianflecken  gleich  zwei  Inseln  getrennt,  bei  der  Trockenzeitform  fließen  sie  zusammen.  Die  Namenstype 
bezieht  sich  auf  die  Form  der  regenarmen  Periode,  welche  später  noch  als  cambodja  Moore  und  sattanga  Moore  aonbodja. 
umschrieben  wurde  für  unterseits  völlig  ausgebleichte  Stücke.  —  kuhasa  Nicev.  bezeichnet  eine  extreme  Form  ■ /;,‘ 
der  nassen  Zeit  mit  verschmolzenen  Zellflecken  der  Vflgl;  von  mir  in  Tonkin  August — September  gesammelt. 

- — -  heliodore  war  nicht  selten  im  Januar  auf  ca.  300  m  Höhe  im  mittleren  Siam.  Moore  und  Bixgham  erwähnen 

sie  von  Birma,  Tenasserim  und  Assam.  - — -  dorelia  Btlr.  findet  sich  auf  der  Malayischen  Halbinsel.  Borneo-  dorelia. 

Exemplare  scheinen  nicht  erheblich  davon  zu  differieren,  dorelia  weicht  von  der  abgebildeten  niasana  (125  c) 

ab  durch  schärfer  abgegrenzte  gelbbraune  Flecken.  -  -  siaka  Moore  bewohnt  das  nördliche  und  westliche  Sumatra  sialca. 

und  führt  etwas  schmälere  Querbinden  als  Borneo-Exemplare.  Eine  verwandte  Form  erwähnt  Hag  ex  als  tiga 

und  dorelia  von  Banka.  —  niasana  Frühst.  (125c):  Submarginalbinde  der  Hflgl-Oberseite  viel  schmäler  als  niasana. 

bei  den  übrigen  Äe/h‘orfore-Rassen,  jene  der  Vflgl  aber  prominenter,  stärker  gewellt  und  kompakter.  Gelbe  Ante- 

marginallinie  der  Vflgl  gleichfalls  deutlicher,  besonders  im  Vergleich  mit  Javanern  Die  schwarzen  Binden  und 

der  Distalsaum  der  Flgl-Unterseite  diffuser  als  bei  Javanen,  aber  intensiver  als  bei  dorelia  und  sialca.  Nias.  — 

tiga  Moore.  Die  javanische  Rasse  zeigt  die  breitesten  und  am  schärfsten  abgesetzten  schwarzen  Binden  und  tiga 

die  gelben  Zeichnungen  erscheinen  weniger  diffus  als  bei  den  übrigen  Rassen.  Ost-  und  West- Java  bis  600  m. 


N.  bella  Stgr.  (125  d)  dürfte  allenfalls  der  /uJiodore- Vertreter  der  Insel  Palawan  sein,  eine  Vermutung,  bella. 
die  erst  bestätigt  oder  verneint  werden  kann,  wenn  einmal  die  Inseln  des  Yolo-Arehipels  durchsucht  sind  und 
Intermediatrassen  zum  Vorschein  kommen.  Auf  der  Unterseite  präsentieren  sich  alle  oben  schwärzlichen  Par¬ 
tien  licht  und  verwaschen  graubraun.  Die  weißen  Zeichnungen  sind  von  einer  zierlichen  sattbraunen  gewellten 
Schattenbinde  umgeben.  Insel  Palawan,  im  Januar.  Sehr  selten. 

N.  nitetis,  eine  unscheinbare  Spezies,  bewohnt  ausschließlich  die  Philippinen,  dort  in  eine  Reihe  nicht 
sehr  scharf  getrennter  Inselrassen  sich  auflösend.  Die  an  N.  vikasi  gemahnende  Zeichnungsverteilung  zeigt 
unsere  Figur  von  gatanga  (125  a),  doch  treten  bei  den  meisten  Formen  die  keilförmigen  Subapicalmakeln  rein 
weiß  hervor.  - — -  nitetis  Hew.,  die  Namenstype,  stammt  von  der  Insel  Mindanao;  sie  führt  hell  kaffeebraune  nitetis. 
Querbinden  und  grau  überstäubte  Subapicalmakeln.  Die  Unterseite  wesentlich  heller  als  bei  gatanga  mit  grau¬ 
gelben  Streifen,  von  welchen  jener  der  Vflgl  violett  überhaucht  ist.  Flugzeit  das  ganze  Jahr,  hauptsächlich 
April  bis  Juni.  - —  carvinus  Frühst.  Subapical flecken  der  Vflgl  braungelb,  Unterseite  dunkelbraungrau  mit  carvinus. 
prominenten  violetten  Binden,  insbesondere  auf  den  Hflgln.  Camiguin  de  Mindanao.  • — -  ormiscus  Frühst.  ormiscus. 
Unterseite  mit  prominenten,  fast  rem  weißen  anstatt  gelblichen  Querbinden  und  Subapicalmakeln,  die  viel 
breiter  angelegt  sind  als  bei  den  vorigen.  Bohol  (Panaon,  Cebu,  Samar  ?).  —  samiola  Fryihst.  Figl  spitzer,  schmä-  samiola. 
ler  als  bei  nitetis ,  Subapicalf lecken  grauweiß,  die  braunen  Querbinden  der  Hflgl  schmäler,  diffuser,  mehr  gelb¬ 
lich  statt  grau.  Beim  $  sind  unterseits  die  Vflgl  mit  schmalen,  rein  weißen  Subapical-,  Subanal-  und  Submar¬ 
ginalflecken  und  Binden  geziert  ;  Hflgl  mit  prononzierter  weißen,  peripherisch  leicht  violett  angehauchten 
Querbinden.  Grundfarbe  dunkelbraun.  Mindoro.  —  prodymus  Frühst.  Eine  der  zierlichsten  bekannten  Neptis  prodymus. 
mit  rein  weißen,  fröhlich  aus  dem  dunklen  Untergründe  hervorblinkenden  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  fast 
rein  weißen  Submarginalbinden,  breiten  und  lichtbraungrauen  Querbinden  aller  Figl.  Medianflecken  der  Vflgl 
rundlich,  distal  nicht  konvex.  Unterseite:  Grundfarbe  dunkler,  Binden  schärfer  abgesetzt,  aber  reiner  weiß  als 
bei  Mindanao  Hflgl  ohne  violetten  Hauch.  Bazilan;  Februar,  März.  — -  gatanga  Frühst,  hat  rundlichere  Figl  gatanga. 
als  die  vorhergehenden  Rassen.  Subapicalfleckung  trüb  graubraun,  alle  gelblichbraunen  Binden  stark  verschmä¬ 
lert.  Grundfarbe  der  Unterseite  dunkler,  aber  zugleich  lebhafter  braun  als  bei  Mindanao-Exemplaren,  alle 
gelblichweißen  Zeichnungen  reduziert,  Hflglbinden  viel  steiler,  die  braunen  Binden  markanter.  Jolo.  — ■  arachroa  arachroa. 
subsp.  7iov.  bewohnt  den  Sula-Archipel  und  steht  einer  Form  nahe,  welche  sich  in  der  Sammlung  Staudixger 
aus  Celebes  befindet.  Die  Exemplare  sind  größer  und  dunkler  als  Celebes  $3,  mit  breiteren  Medianbinden 
aller  Figl.  Unterseite  mit  ausgedehnten  und  fast  rein  weißem  Apicalfleck  der  Vflgl,  mehr  violetten  statt  Aveiß- 
lichen  Binden  und  breiteren  rotbraunen  Längsstreifen.  ■ — -  anenioreia  subsp.  7iov.  kann  die  bisher  aus  Celebes  anemoreia. 
nicht  bekannte  Form  der  Kollektivart  bezeichnet  werden,  Avelche  durch  Dr.  Platex  entdeckt  wurde.  Median¬ 
binden  aller  Figl  und  die  Subapicalmakeln  gelbbraun,  Unterseite  rotbraun,  stellenweise  violett  überhaucht. 

N.  vikasi  ist  eine  der  riitetis  nahe  verwandte  Spezies  mit  besonderer  Empfindlichkeit  geographischen  vikasi. 
Einflüssen  gegenüber,  von  der  wir  Taf.  125  a  einige  Extreme  darstellen.  Von  nitetis  differiert  vikasi  durch  die 
spitzeren  Vflgl  und  die  schräger  gestellte  Subbasalbinde  der  Hflgl.  - — •  harita  Moore.  Deren  kontinentale  Nord-  harita. 
rasse  gilt  als  die  gemeinste  Neptis  im  Tief  lande  von  Sikkim.  Die  Binden  der  Oberseite  aller  Figl  sind  grauAveiß, 
jene  der  Unterseite  gelblicliAveiß  mit  violetter  Submarginalbinde.  Die  Regenzeitform  pseudovikasi  Moore  ist  pseudo- 
größer  als  harita,  mit  namentlich  beim  $  ausgedehnteren  gelblich-Aveißen  Flglbinden.  Grundfarbe  dunkler  Vlkasu 
schwarzbraun,  unterseits  reich  violett  bezogen.  - — -  suavior  Frühst,  umschreibt  die  habituell  größere,  gesättigt  suavior. 
braun  gefärbte,  von  mehr  gelblichen  als  grauen  Streifen  durchzogene,  unterseits  reicher  violett  übergossene 
Vikariante  von  Assam.  Nach  Doherty  (J.  As.  Soc.  Beng.  1886  p.  125)  und  Moore  kommt  eine  vikasi- Rasse 
auch  im  Kumaon-Himalaya  vor,  die  Doherty  dort  auf  4000  Fuß  Höhe  (jedoch  selten  im  Sarjn-Tale)  beob- 


612 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer, 


achtete.  Bei  der  Veränderlichkeit,  der  viJcasi  innerhalb  geringer  Distanzen  unterworfen  ist,  glaube  ich 
annehmen  zu  dürfen,  daß  Exemplare  aus  dem  Kumaon- Gebiete  abweichen  dürften  von  solchen  aus 
sakala.  dem  östlichen  Himalaya.  —  Eine  recht  prägnante  Lokalform  bewohnt  Tonkin,  sakala  Frühst.  <J.  Ha¬ 
bituell  der  Regenform  von  sucivior  gleichkommend,  oberseits  entsprechend  dem  allgemeinen  Charakter 
der  Tonkin-Rassen  etwas  dunkler  gefärbt,  mit  reduzierteren,  gelblich-grauen  Binden  und  Flecken  auf 
allen  Flgln.  Unterseite:  Die  Schwarzfleckung  ausgedehnter  und  die  weißlichen  Makeln,  namentlich 
jene  im  Medianteil  der  Vflgl  dadurch  zurückgedrängt.  Weiße  Medianbinde  der  Hflgl  basal  verschmä¬ 
lert,  die  schwarzbraune  Submedianbinde  dafür  fast  doppelt  so  breit  als  bei  suavior.  Tonkin,  Chiem-Hoa, 
omeroda.  August  bis  September.  ■ —  omeroda  Moore.  Grundfarbe  dunkler  schwarzbraun  als  Javanen,  Apicalflecken  und 
-Binden  viel  schmäler.  Weiße  Binden  der  Unterseite  reduzierter,  der  braune  Medianstreifen  der  Hflgl  prägnan¬ 
ter.  Distants  Figur  des  $  aus  Perak  zeigt  mehr  Weiß  auf  der  Flgl-Unterseite  als  meine  Sumatra-?^.  Malakka, 
salpona.  Sumatra,  Deli-  und  Padangsche  Bovenlanden,  Penang  (Type),  Singapore.  —  salpona  Frühst.  (125  a).  Grund¬ 
farbe  etwas  heller  als  bei  omeroda,  alle  Zeichnungen  breiter  angelegt  und  etwas  lichter,  mehr  gelb  als  graubraun. 
Unterseite  gleichmäßiger  braun,  alle  Medianstreifen  der  Hflgl  matter,  gelblich  statt  weiß.  ?£:  Submarginal¬ 
binde  der  Hflgl  violett  angelaufen.  Die  innere  braune  Antemarginalbinde  obsolet,  z.  T.  völlig  mit  der  Grund- 
vilcasi.  färbung  verschmelzend.  Beide  Geschlechter  habituell  kleiner  als  omeroda.  Nord-Borneo.  - — -  vikasi  Horsf.  Der 
g  gleicht  in  Habitus  und  Färbung  der  indischen  harita  Moore  viel  mehr  als  omeroda  Moore  von  Sumatra  und 
den  übrigen  makromalayischen  Formen,  ein  merkwürdiges  Faktum,  das  in  der  tertiären  Landverbindung 
Kontinental-Indien-Java  und  gleichartigen  klimatischen  Einwirkungen  seine  Ursache  haben  mag.  Das  vikasi- $ 
trägt  oberseits  etwas  lichter  braune  Bänder  als  harita -<$.  Die  Unterseite  wird  bleicher,  weißliche  Medianbinde 
der  Hflgl  schärfer  begrenzt,  die  schwarze  Submedianbinde  schmäler  und  die  Submarginallinien  verdunkeln 
etwas.  Das  west  javanische  $  hat  Horsfield  vorzüglich  abgebildet,  nur  sind  die  weißen  Zeichnungen  etwas 
taimiri.  zu  lebhaft  ausgefallen.  West- Java  bis  600  m  Meereshöhe.  • —  taimiri  Frühst.  (125  a).  Beide  Geschlechter  kleiner, 
Binden  weißlicher,  Medianflecken  der  Vflgl  reduzierter  und  deshalb  isolierter  stehend,  distal  konvex.  Unter¬ 
seite:  Subapicalflecke  der  Vflgl  ausgedehnter  und  daher  zu  einer  kompakteren  Binde  verschmolzen.  Hflgl- 
Binden  mit  violettem  Hauch  überzogen.  Ost-Java.  Umgebung  von  Lawang,  Tengger- Gebirge,  bis  3000  Fuß 
infuseata.  Höhe.  —  infuscata  Hag.  Unterseite  etwas  heller  als  vikasi,  habituell  kleiner  als  ilira  Kheil,  Vflglapex  stumpfer 
ilira.  als  bei  Nias-$.  Mentawej,  1  Paar  jetzt  am  Museum  in  Tring.  —  ilira  Kheil  (125  a).  Das  differiert  von  vikasi -<$ 
durch  rein  weiße  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler  abgetönt,  mit  violettem  Zellstreif  der  Vflgl 
kheili.  und  ebensolcher  Subbasalbinde  der  Hflgl.  — -  kheili  Moore  (=  lasara  Frühst.  (125  b)  beide  1899  beschrieben) 
bezeichnet  die  Regenzeitform.  Beim  <§ ist  die  Grundfarbe  dunkler,  mehr  schwarz  als  braun,  Subapicalflecken 
kleiner,  aber  reiner  weiß  und  rundlicher  (manchmal  auch  grau  beschuppt).  Hflgl  mit  schmälerer,  aber  rein 
Weißer  Subbasalbinde.  £  mit  kürzeren  weißen  Subapical-  und  Medianflecken,  jedoch  deutlicheren  weißen 
Submarginalbinden  auf  beiden  Flgln.  Exemplare  größer  als  jene  der  Trockenzeit.  Unterseite  dunkler  braun, 
batunensis.  ohne  Spur  eines  violetten  Anflugs  der  Hflgl.  Nias;  nicht  häufig.  —  batunensis  subsp.  nov.  gleicht  wieder  mehr 
der  javanischen  vikasi  und  ist  oberseits  viel  heller  gestreift  als  ormeroda  Moore  von  Sumatra.  Die  Unterseite 
erscheint  lichter  und  von  breiteren  gelbbraunen  Binden  durchzogen  als  vikasi  und  ormeroda.  Pulo  Tello,  der 
pallantia.  Batu-Gruppe.  ■ —  pallantia  subsp.  nov.  fällt  durch  die  auch  beim  weißlichgelben  Binden  der  Oberseite  der 
celcbica.  Hflgl  auf,  dadurch  an  lasara  Frühst,  von  Nias  gemahnend.  Insel  Banka.  — -  celebica  Moore.  $  nach  Moore 
größer  als  die  javanische  vikasi,  mit  breiteren  Medianbinden  der  Hflgl  und  unterseits  dunkler,  mehr  braun 
oresta.  als  weiß.  noch  unbekannt.  Süd-Celebes.  - — -  oresta  subsp.  nov.  nach  einem  von  Dr.  Platen  aufgefundenen 
aus  der  Minahassa  beschrieben  (Type  in  der  Sammlung  Staudinger  im  Museum  in  Berlin)  erscheint  oberseits 
dunkler  unterseits  aber  bleicher  als  vikasi  Horsf.  von  Java,  mit  ausgedehnterem  violettem  Anflug  und  schmä¬ 
leren  Querbinden  der  Unterseite  der  Hflgl.  Die  Vflgl  rundlicher  als  bei  taimiri  Frühst.  Heimat  die  Minahassa, 
palawa.ni.ca.  Nord-Celebes.  —  palawanka  Stgr.  Habituell  größer  als  Javanen,  dunkler  als  vikasi,  heller  als  omeroda-,  Quer¬ 
binden  wesentlich  breiter  als  bei  salpona.  $  erinnert  seltsamerweise  an  ilira-Q  von  Nias  durch  übrigens  noch 
größere,  keilförmige,  Weiße  Subapicalflecken,  sowie  3  Medianmakeln  der  Vflgl  und  eine  costalwärts  breite, 
basal  stark  verschmälerte  weiße  Medianbinde  der  Hflgl.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl  ist  wie  bei  salpona 
vibusa.  gelblichbraun.  Palawan.  ■ —  vibusa  Semp.  Nach  Sempers  Bild  zu  urteilen,  glaube  ich  vibusa  als  Lokalform  mit 
vikasi  vereinigen  zu  dürfen.  Die  Unterseite  ist  ausgezeichnet  durch  zwei  violette  Querbinden  der  Hflgl.  Sibu- 
lan,  Mindanao,  der  Süd-Philippinen. 

kdhoga.  N.  kalioga  Frühst,  differiert  von  N.  ilira  Kheil  und  deren  Form  kheili  Moore  durch  die  lichtere  gelb¬ 

braune  Färbung  der  Oberseite  sowie  die  weiter  vom  Costalrand  abgerückten  spitzeren  Keilflecken  der  Vflgl. 
Die  Basalbinde  der  Hflgl  der  bleibt  schmäler,  sie  erscheint  nach  vorne  verbreitert  und  verjüngt  sich  nach 
dem  Analsaum  zu.  Deren  costale  Partie  ist  weiß,  die  Endpartie  gelblichgrau,  während  dieselbe  Binde  bei  kheili 
ansehnlicher,  überall  gleich  breit  und  rein  weiß  angelegt  ist.  Hflgl  außerdem  noch  mit  einer  zweiten  gelbgrauen 
Medianbinde,  welche  den  vikasi  Vikarianten  fehlt  und  einem  mehr  gebogenen  Submarginal- Streifen  sowie  einer 
Anteterminallinie,  Welche  Avie  bei  vikasi-ilira  Kheil  angelegt  sind.  Vflgl  der  $$  mit  vier,  jene  der  $$  mit  fünf 
weißen  Keilflecken;  die  $$  führen  außerdem  noch  einen  weißen  verwischten  Makel  unter  der  Submediana. 
Die  Unterseite  fällt  durch  ein  verwaschenes,  reich  mit  Weiß  durchsetztes  Graubraun  auf.  Insel  Nias. 


NEPTIS.  Von  H.  Frtjhstoreer. 


613 


N.  cartica  hält  sich  oberseits  im  Rahmen  der  gewöhnlichen  Neptiden,  mit  denen  sie  in  der  Zeichnung 
mit  nandina  etc.  übereinstimmt  und  damit  oft  verwechselt  wird.  Die  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  ist  jedoch 
so  charakteristisch,  daß  ich  mich  wundere,  warum  Moore  gerade  auf  diese  Spezies  keine  Gattung  gegründet, 
sondern  sie  seinem  Mischgenus  ,,Bimbisara“  einvtrieibte.  cartica  ist  nämlich  die  einzige  weiße  Neptide,  der 
die  weißliche  Subbasalbinde  der  Hflgl-Unterseite  fehlt,  ein  Merkmal,  das  cartica  mit  anjana  Moore  und  ananta 
Moore  unter  den  gelben  Neptiden  gemeinsam  besitzt.  Der  basale  weiße  Fleck  der  Hflgl  ist  zudem  breiter  und 
markanter  als  bei  irgend  einer  Spezies.  Dieses  fundamentale  Merkzeichen,  das  cartica  und  anjana-an tarn  zu 
einer  Gruppe  vereinigt,  ist  allen  über  indische  Lepidopteren  arbeitenden  Autoren  bisher  entgangen,  cartica 
zerfällt  in  drei  Subspezies:  cartica  Moore  (125e)  die  Form  der  regenarmen  Periode.  Die  Regenform  carticoides  cartica. 
Moore  ist  nur  wenig  von  der  Trockenform  unterschieden,  etwas  größer,  die  weißen  Binden  schmäler,  leicht  carl ir°",c- 
diffus,  und  die  braunen  Bänder  der  Unterseite  markanter.  Sikkim,  Nepal.  — -  nashona  Swinh.  Weißzeichnun-  nashona. 
gen  stark  verdunkelt,  reduziert,  auf  der  Flgl-Unterseite  reich  violett  angelaufen.  Eine  gute  Lokalform, 
bisher  nur  von  den  Khasi-Hills  bekannt.  Assam.  —  burmana  de  Nicev.  Das  Gegenteil  der  vorigen,  mit  hellen,  burmana. 
luxurianten  Weißzeichnungen.  Birma,  Tenasserim. 

An  cartica  reihen  wir  hier  eine  Gruppe  Neptiden  an,  die  ausschließlich  das  Papua-Gebiet  bewohnt,  deren  Arten 
wegen  ihrer  täuschenden  Aehnlichkeit  mit  den  Tellervo  ( Hamadryas )  stets  das  besondere  Interesse  der  Lepidopterophilen 
erweckten  und  wegen  ihrer  bisherigen  Seltenheit  und  ins  besonders  ihrer  Neigung  zu  lokaler  Differenzierung  vielfach  ver¬ 
wechselt  und  mit  einer  Serie  von  falschen  Namen  belegt  wurden. 

Ehe  wir  zur  Besprechung  der  einzelnen  Arten  übergehen  wird  eine  Bestimmungstabelle  der  in  Frage 
kommenden  papuanischen  Neptis  vorausgeschickt,  da  früher  weder  de  Nicevtlle  noch  Moore,-  die  funda¬ 
mentalen  Differenzialmerkmale  der  betreffenden  Spezies  erkannten  und  definierten: 

I.  Gruppe :  Apex  der  V  f  1  g  1  spitz. 

A.  Submarginalflecken  der  Flgl-Unterseite  weiß,  brebissoni  Bsd. 

B.  Submarginalf lecken  der  Flgl-Unterseite  violett,  satina  Sm. 

II.  Gruppe :  Apex  derVflgl  rundlich. 

A.  Hflgl-Unterseite  mit  nur  eine  m  weißen  Basalfleck,  nausicaa  de  Nicev. 

B.  Hflgl-Unterseite  mit  drei  weißen  Basalflecken,  praslini  Bsd. 

N.  brebissoni  zerfällt  in  vier  benannte  Zweige :  brebissoni  Bsd.  gleicht  oberseits  damarete  und  satina,  brebissoni. 
nur  sind  die  weißen  Punkte  vor  dem  Apex  derVflgl  kleiner.  Holl.  Neu-Guinea,  sehr  selten.  - —  simbanga  Hag.  simbanga. 
ersetzt  brebissoni  in  Deutsch-Neu- Guinea.  Ihr  Autor  vergleicht  die  Oberseite  mit  satina  Sm.  (125  g)  und  schreibt 
über  die  sinnfälligen  Differenzen  der  Unterseite:  In  der  Mittelzelle  der  Vflgl  befindet  sich  kein  bläulicher  durch 
zwei  feine  Linien,  die  auch  fehlen  können,  getrennter  Längswisch,  sondern  drei  durch  breite  Zwischenräume 
getrennte  scharf  umschriebene,  stahlblaue  Flecke ;  der  innerste  an  der  Basis  strichförmig,  der  mittlere  quadratisch, 
der  äußerste  dreieckig  mit  der  Spitze  nach  vorn,  auf  den  Hflgln  reicht  die  weiße  Mittelbinde  nicht  Avie  bei  satina 
bis  zum  Vrd.  Die  beiden  bläulichen  Außenrandsbinden  bestehen  aus  kleineren  und  durch  größere  Zwischen- 
räume  voneinander  getrennten  Flecken.  Hagen  kannte  nur  zAVei  dd  ens  Simbang,  mir  liegt  ein  $  aus  Stefansort 
und  ein  zweiter  aus  Friedrich- Wilhelmshafen  vor,  über  welche  folgendes  zu  bemerken  ist :  Exemplare  kleiner 
als  satina  Sm. ;  von  der  sie  oberseits  nur  durch  den  etwas  mehr  nach  außen  gerückten,  unteren,  weißen  Median¬ 
fleck  und  kleinere  Subanalflecke  und  die  zierlichen  Subapicalpunkte  der  Vflgl  zu  unterscheiden  sind.  Unter¬ 
seite  der  Vflgl:  Zellstrich  stets  geteilt,  Medianmakel  viel  größer,  Antemarginalpunkte  etc.  rein  Aveiß  statt  violett. 
Hflgl-Medianbinde  viel  breiter,  oblong  und  kürzer,  Submarginalpunkte  kleiner  Aveiß  anstatt  violett.  —  metiociie  metioche. 
Frühst,  differiert  durch  größere  AVeiße  Makeln  der  Vflgl,  ausgedehntere  rein  weiße  Binde  der  Hflgl,  soAvie  nament¬ 
lich  durch  erheblich  vergrößerte  Weißfleckung  der  Unterseite  aller  Figl  von  brebissoni.  Insel  Waigiu.  Sehr 
selten.  — -  dulcinea  Sm.  zeigt  ausgesprochenen  Satellit-Inselcharakter,  der  sich  durch  die  Reduktion  der  AAreißen  dulcinea. 
Hflglbinde,  die  sich  analwärts  stark  verschmälert,  äußert.  Insel  Mafor,  in  der  Geelvinkbai,  Mai-Juni  1897  A'on 
W.  Doherty  entdeckt. 

N.  satina  die  am  einfachsten  und  markantesten  gezeichnete  Spezies  der  gesamten  Gruppe.  Die  Oberseite 
ergibt  unsere  Figur  der  beiden  bisher  bekannten  Rassen  (125  g).  Die  Unterseite  trägt  einen  ungeteilten  Zell¬ 
strich  von  blauer  oder  grünlicher  Bronzefärbung,  breit  ausgeflossene  Intramedianmakeln  und  ZAA'ei  nahezu 
komplette  Reihen  weißlicher  Anteterminalpunkte  derVflgl.  Hflgl  mit  ZAVei  deutlichen  Subbasalstreifen  soAvie 
einer  scharf  abgegrenzten  Medianbinde.  Vor  dem  Terminalsaum  zAvei  Reihen  weißlicher,  blau  oder  violett 
überhauchter  Flecken  Avelche  zumeist  bindenartig  Zusammenhängen.  - —  satina  Sm.  (125  g)  wurde  von  Doherty  satina. 
in  der  Humboldtbai,  Holl.  Neu-Guinea  aufgefunden  und  stellt  die  größere  Rasse  der  Ivollektrvart  dar,  mit  be¬ 
sonders  stattlichem  weißen  Feld  der  Hflgl.  —  damarete  Frühst.  (125  g)  führt  durchweg  reduzierte  Weißzeich-  damarete. 
nung  und  in  der  Regel  sind  die  weißen  Binden  noch  erheblich  schmäler  als  auf  unserer  Figur.  Deutsch-Neu- 
Guinea,  nach  Hagen  nicht  selten  vom  Juni  bis  Dezember. 


614 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstoreer. 


N.  nausicaa  eine  distinkte  Spezies,  von  praslini  und  praslini  papua  sofort  zu  trennen  durch  den  Mangel 
von  2  Basalpunkten  der  Hflgl-Unterseite,  von  denen  praslini  und  Verwandte  stets  3,  die  nausicaa-Z weige  nur 
einen  besitzen.  Des  weiteren  erreicht  die  weiße  Medianbinde  der  Hflgl,  namentlich  unterseits,  fast  die  Sub¬ 
marginalpunktierung;  ist  deshalb  stets  länger  und  bleibt  bei  den  Formen  von  Holl,  und  Deutsch-Neu-Guinea 
nausicaa.  gleichmäßig  breit.  Von  nausicaa  besitze  vier  scharfgetrennte  Rassen:  nausicaa  Nicev.  (125  f).  Nach  Hagen 
gemein  in  Kaiser-Wilhelmsland,  wo  sie  stark  variiert.  Innerhalb  unserer  Kolonien  scheinen  sich  zwei  Lokal- 
formen  bemerklich  zu  machen,  nämlich  typische  nausicaa  mit  nur  sehr  kleinen  Submarginalpunkten  der  Hflgl, 
wie  sie  de  Niceville  abbildet  (Stephansort),  und  großfleckige  Exemplare  (Friedrich- Wilhelmshafen.)  Aus  der 
Sammlung  Schönberg  besitze  ich  dann  noch  Paare,  bei  denen  das  weiße  Distalband  der  Hflgl  sich  distal  bis 
an  den  Costalrand  ausdehnt  und  dessen  Peripherie  grünlich  statt  bläulich  angelaufen  ist.  Nach  filier  Angabe 
von  Dr.  Strand  hat  Prof.  L.  Schultze  nausicaa  auch  am  Oberlauf  des  Kaiserin-Augusta-Stromes  entdeckt. 
syxosa.  —  syxosa  Frühst.  Eine  Zwergrasse  der  vorigen  mit  28  mm  Vflgllänge  anstatt  32  mm  wie  bei  nausicaa.  Figl 
rundlicher,  die  Weißzeichnungen  reduziert,  die  Medianbinde  der  Hflgl  nach  hinten  mehr  zerteilt,  tiefer  von 
der  schwarzen  Grundfärbung  eingebuchtet.  Die  submarginalen  Makeln  bestehen  zwar  aus  kleineren  Punkten, 
die  sich  aber  zu  kompletteren  Serien  auf  reihen.  Medianfleck  der  Hflgl-Unterseite  costal  und  distal  schmäler, 
sparagmata.  ovaler  als  bei  nausicaa.  Dorey,  Nord-West  Holländisch  Neu-Guhiea.  - —  sparagmata  Frühst.  $  etwas  kleiner 
als  $  von  typischen  nausicaa,  etwa  jenen  von  nausicaa  symbiosa  und  nausicaa  synosa  gleichkommend,  sparagmata 
differiert  jedoch  von  allen  durch  die  wesentlich  kleinere  Weißfleckung  aller  Figl  und  das  distal  stark  verschmälerte 
fingerförmige,  weißlichblaue  Medianband  der  Hflgl.  Die  Reduktion  der  weißen  Zeichnungen  macht  sich  auch 
auf  der  Unterseite  bemerklich.  Die  Submarginalpunkte  der  Vflgl  und  die  Medianbinde  der  Hflgl  erscheinen 
peripherisch  reicher  blau  bezogen.  Siidwest-Holl. -Neu-Guinea,  Tanah-Merah,  Juli  1905,  Type  1  $  in  Ivoll. 
symbiosa.  Röber,  —  symbiosa  Frühst.  Figlform  noch  rundlicher  als  bei  synosa  und  deshalb  an  praslini  Bsd.  erinnernd. 

Die  weißen  Vflglflecken  reiner,  schärfer  abgesetzt,  die  Flecken  in  der  Zelle  und  besonders  jener  am  Zellapex 
viel  kürzer.  Discalfleck  der  Hflgl  fast  so  rund  als  bei  praslini,  breiter  als  bei  nausicaa,  aber  durch  die  Rundung 
wesentlich  kürzer.  Unterseite :  Medianflecken  der  Vflgl  größer  als  bei  nausicaa,  am  Costalsaum  der  Hflgl  ein 
sehr  langer,  weißer  Strich,  der  sich  bei  nausicaa  nur  sehr  selten  als  obsoleter  Wisch  einstellt.  Ich  vermute, 
daß  diese  symbiosa  von  früheren  Autoren  vielfach  mit  der  praslini- Rasse  von  British  Neu-Guinea  verwechselt 
wurde,  wozu  der  rundliche  Medianfleck  der  Hflgl  auch  alle  Veranlassung  und  Verleitung  bietet.  British  Neu- 
lyria.  Guinea,  Milne-Bay.  — -  lyria  Frühst.  Bei  dieser  Inselform  wird  die  Rundung  der  Hflglbinde  noch  vollständiger, 
zudem  vergrößern  sich  alle  weißen  Flecken,  insbesondere  die  dreieckige  Makel  am  Zellapex  der  Vflgl,  während 
die  Submarginalpunkte  der  Hflgl  fast  verschwinden.  Durch  die  luxuriante  Weißdotierung  erinnert  die  lyria- 
Oberseite  an  Phaedyma  eleuthera  Sm.  von  Stephansort,  an  praslini  terentia  von  Wetter  und  praslini  connexa 
Sm.  von  Key,  Waigiu. 

N.  praslini.  Diese  vielumstrittene  Art  ist  die  formenreichste  der  gesamten  Gruppe.  Die  Oberseite 
differiert  von  nausicaa  durch  kürzeres,  in  der  Regel  fast  kreisrundes  Medianfeld  der  Hflgl.  Die  Unterseite  der 
Hflgl  ist  ausgezeichnet  durch  drei  weiße  Basalpunkte,  auch  zeigt  das  Medianfeld  im  Gegensatz  zu  den  vorher¬ 
gehenden  Spezies  stets  eine  rundliche  oder  mindestens  oblonge  Kontur  statt  eines  shawl-  oder  bandartigen 
Feldes  wie  nausicaa,  brebissoni,  satina,  auch  dann  wenn  das  weiße  Feld  oberseits  bandartig  gestreckt  erscheint. 
praslini.  —  praslini  Bsd.  (125  1)  bewohnt  ausschließlich  Neu-Mecklenburg  (das  New-Ireland  der  Engländer)  oder  besser 
nemeus.  gesagt,  Boisduvals  Original  stammt  von  dieser  Insel.  —  nemeus  de  Nicev.  führt  wenngleich  von  stattlicherer 
Größe  als  praslini  dennoch  Weniger  Weiß.  Die  Medianmakeln  der  Vflgl  sind  kleiner,  distal  diffuser,  der  Distal¬ 
fleck  der  Hflgl  viel  weiter  von  der  Figlbasis  abgeriickt,  und  erscheint  deshalb  rundlicher.  Die  Submarginal- 
salot.  striche  dünner,  zarter,  jedoch  länger.  Neu-Pommern.  — -  saloe  Frühst,  zeichnet  sich  dadurch  aus  daß  die  Sub- 
maionia.  marginalflecken  der  Unterseite  bläulich  statt  weiß  gefärbt  sind.  Neu-Hannover.  - — •  maionia  Frühst,  bezeichnet 
die  geographische  praslini- Form,  welche  Deutsch-Neu-Guinea  bewohnt.  Sie  entfernt  sich  von  jener  aus  Holl. 
Neu-Guinea  durch  die  viel  kleineren  weißen  Medianflecken  der  Vflgl;  von  stauding  er  iana  durch  stattlichere 
Größe  und  schmäleren  Discalfleck  der  Hflgl.  Mein  differiert  von  de  Nicevilles  Figur  des  $  nur  durch  kleinere 
papua.  und  rundlichere  Medianflecken  der  Vflgl.  Deutsch-Neu-Guinea.  —  papua  Oberth.  steht  der  messogis  Frühst. 
(125  f)  nahe,  doch  ist  die  Weißfleckung  vermindert.  Bisher  aus  Dorey  und  Rubi  des  nordwestlichen,  und  vom 
messogis.  Berg  Epa  des  südwestlichen  Holländisch-Neu-Guinea  bekannt.  1 —  messogis  Frühst.  (125  f)  entfernt  sich  von 
papua  Oberth.  durch  die  größere  Weißfleckung,  von  lactaria  Btlr.  dagegen  durch  die  Reduktion  aller  weißen 
dorcas.  Makeln.  Im  übrigen  verweise  ich  auf  die  Abbildung.  Waigiu.  - — -  dorcas  Sm.  Eine  ausgezeichnete  Inselform 
mit  stark  zerteiltem  weißen  Discalfleck  der  Hflgl  und  ungewöhnlich  großen  Submarginalpunkten  der  Hflgl. 
Insel  Biak,  ähnlich  auch  auf  Mysore,  Korrido  und  Ansus  auf  Jobi.  Dortige  Exemplare  differieren  nach  Kirsch 
ronensis.  durch  Zunahme  der  weißen  Färbung.  • — -  ronensis  Sm.  Ausgezeichnet  durch  basal  stark  verengte  weiße  Hflgl- 
lactaria.  flecken.  Insel  Ron  bei  Deutsch-Neu-Guinea  von  Meek  gesammelt.  - —  lactaria  Btlr.  bewohnt  die  Aru-Inseln. 

Es  handelt  sich  um  eine  seltene  Form  von  welcher  noch  keine  Abbildung  existiert,  lactaria  steht  connexa  Sm. 
connexa.  nahe  und  soll  ausgedehntere  weiße  Flecken  als  diese  führen.  —  connexa  Sm.  selbst  bildet  eine  relativ  kleine 
Form  mit  sehr  schmalem  Discalfleck  der  Hflgl  und  ungewöhnlich  großem  weißen  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl. 
terentia.  Key-Inseln ;  selten.  —  terentia  Frühst,  charakterisiert  und  von  connexa  differenziert  durch  die  noch  ausgedehntere 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


615 


Weißfleckung  aller  Figl.  Discalfeld  der  Hflgl  distal  breiter  als  bei  Exemplaren  von  Waigiu,  sich  basahvärts 
etwas  verschmälernd,  im  übrigen  verweise  ich  auf  die  Figur.  Insel  Wetter  der  Timorgruppe.  • —  staudingeriana  »laudingcri- 
Nicev.  Die  australische  praslini- Form  nähert  sich  im  Habitus  connexa  von  den  Key-Inseln  in  der  Zeichnung 
maionia  Frühst,  von  Neu-Guinea.  Cape  York,  Nord- Australien. 


Artengruppe  Phaedyma. 

Die  Arten  der  Phaedyma- Gruppe  fallen  zumeist  schon  durch  ihre  Größe  auf,  den  besonders  entwickel¬ 
ten  Duftspiegel  der  Hflgl-Oberseite  und  durch  die  morphologisch  wertvollere  Stellung  der  Costaladern  der 
Hflgl.  Die  Costale  und  Subcostale  sind  stets  dicht  gedrängt  und  verlaufen  parallel  nebeneinander  in  den 
Distalrand  der  Hflgl,  während  die  Costale  bei  denNeptiden  s.  strictu  in  den  Costalrand  ausmündet.  Phaedyma 
läßt  sich  wieder  in  zwei  Gruppen  zerlegen. 

A.  Hflgl  mit  vertikal  aufgerichteter  Präcostale.  (Indo-Malayische  Rassen.) 

B.  Hflgl  mit  proximal  eingebogener  Präcostale.  (Austro-Malayische  Rassen.) 


Gruppe  A. 

N.  columella  verteilt  sich  in  einer  großen  Serie  von  Areal-  und  Insularformen  über  die  gesamte  orien¬ 
talische  Region,  sowie  Teile  von  Makro-  und  Mikromalayana.  Auf  dem  Kontinent  ist  columella  dem  Saison¬ 
dimorphismus  unterworfen,  der  in  der  Ausdehnung  der  Weißfleckung  der  Oberseite  und  lichteren  Verfärbung 
der  Unterseite  bei  den  Exemplaren  der  Trockenperiode  zum  Ausdruck  kommt,  während  Individuen  der  Extreme 
der  nassen  Zeit  manchmal  sogar  einer  Trübung  der  schmalen  weißlichen  Querbinden  der  Oberseite  unterliegen 
und  das  Kolorit  von  ockergelb  bis  schokoladenbraun  variiert.  • —  columella  Cr.  von  welcher  ihr  Autor  ein  $  columella. 
der  Regenzeitform  darstellte  präsentiert  sich  als  die  größte  Rasse,  selbst  Stücke  aus  Tonkin  in  der  nassen  Zeit 
gefangen  sind  bedeutend  kleiner.  Die  Intramedianmakeln  der  Vflgl  ungewöhnlich  lang,  die  Streifung  der  Hflgl 
auffallend  breit.  Süd-China  (Hongkong,  März  bis  Mai  selten),  Hainan.  —  tonkiniana  Frühst.  Mit  67  mm  Spann-  tonkiniana. 
weite  erheblich  kleiner  als  columella  Cr.  von  China.  Meine  Exemplare  differieren  von  Cramers  Bild  durch 
die  kürzeren  Weißen  Flecken  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  und  die  weißen  Submarginalflecken  der  Hflgl-Oberseite 
fehlen  gänzlich.  Unterseite:  Alle  Vflgl-Flecke  kleiner,  die  Discalbinde  der  Hflgl-PTnterseite  obsolet,  ebenso  die 
äußere  der  beiden  Submarginalbinden,  die  auf  Cramers  Bild  dicht  nebeneinander  stehen  und  prominenter 
erscheinen.  Tonkin,  Tlian  Moi,  Juni-Juli  2  $9-  —  martabana  Moore  bewohnt  Hinterindien  und  zerfällt  in  zwei  martabana. 
Formen:  a)  fa.  martabana  Moore.  Type  dieser  Form  stammt  von  Rangun.  Meine  Regenzeit-Exemplare  aus 
Unterbirma  und  Siam  fallen  im  Vergleich  mit  vorderindischen  und  Tonk i n-colurnella  sofort  auf  durch  die  domi¬ 
nierende  Schwarzfärbung,  die  ein  Zurücktreten  aller  weißen  Zeichnungen  im  Gefolge  hat,  während  umgekehrt 
die  Trockenzeitform  viel  reicher  weiß  dekoriert  ist  als  irgend  eine  andere  der  bekannten  Rassen.  Ich  restituiere 
deshalb  unbedenklich  den  MooREschen  Namen  für  die  columella  folgender  Lokalitäten:  Tenasserim,  malavische 
Halbinsel,  Siam,  Annam.  —  b)  fa.  alesia  Frühst.  (125e  in  siamensis  verdruckt)  stellt  die  Trockenzeit-  alesia. 
form  der,  welche  sich  von  den  Trockenzeit-Exemplaren  von  Vorder-Indien  durch  den  viel  breiteren  und  kürzeren 
Längsstreif  in  der  Zelle,  den  rundlicheren  Fleck  am  Zellapex  und  die  breiteren  Medianbinden  der  Hflgl  unter¬ 
scheiden  läßt.  Da  alesia  zudem  habituell  kleiner  ist  als  ophiana- Stücke,  fällt  die  progressive  Weißzeichnung 
noch  mehr  ins  Auge.  Malayische  Halbinsel,  Siam  (Bangkok  und  Hinlap  [Januar],  Kanburi,  Süd-Annam  (Xom 
Gom  [Februar].  - — •  ophiana  Moore.  Moore  beging  einen  Fehler,  als  er  (Lep.Ind.)  ophiana  mit  columella  Cr.  ophiana. 
synonymierte.  Chinesische  Exemplare  sind  stets  größer  und  tragen  schmälere  weiße  Binden  als  vorderindische 
Stücke.  Der  Unterschied  zwischen  Regen-  und  Trockenform  ist  weniger  prägnant  als  bei  der  Rasse  martabana 
und  der  Form  alesia,  und  markiert  sich  nur  durch  den  dunkleren,  mehr  kastanienbraunen  als  ockergelben  Far¬ 
benton  der  Figl -Unterseite  als  durch  Reduktion  der  Weißzeichnung,  welche  die  Regenzeitform  von  martabana, 
tonkiniana  und  columella  so  besonders  charakterisiert.  Sikkim,  Assam,  Mussoorie  (de  Niceville).  - —  nil-  nilgirica. 
girica  Moore.  Südindische  Exemplare  differieren  von  nordindischen  durch  größere  weiße  Discalflecken  der  Vflgl 
und  breitere  Binden  der  Hflgl.  Nilgiris,  Süd-Indien.  • —  singa  Frühst.  Typisch  ist  die  Regenform,  die  durch  singa. 
ihre  Kleinheit  und  ungewöhnlich  spitzen  Figl  auffällt.  Die  Weißzeichnung  ist  etwas  breiter  angelegt  als  bei 
martabana  Moore  und  viel  schmäler  als  bei  alesia  Frühst.  Die  Unterseite  differiert  aber  von  allen  Verwandten 
durch  die  fast  schwarzbraune  Grundfärbung  aller  Figl.  Heimat:  die  Insel  Singapore,  vermutlich  kommt  singa 
ähnlich  auch  auf  Sumatra  und  Borneo  vor.  In  Sumatra  ist  columella  so  selten,  daß  Dr.  Martix  in  13  Jahren 
nur  1  Exemplar  empfangen  hat  und  aus  Borneo  ist  die  Art  überhaupt  noch  nicht  registriert,  jedoch  mit  Sicher¬ 
heit  noch  zu  erwarten,  da  sie  auf  Palawan  nicht  allzuselten  ist.  - — -  bataviana  Moore  präsentiert  sich  in  typisch  bataviana. 
javanischem  Kleide,  nämlich  äußerst  progressiven  Weißzeichnungen  auf  allen  Flgln,  und  stellt  dadurch  weitaus 
die  hellste  der  bekannten  columella- Rassen  dar.  Ost-  und  West-Java,  bis  zirka  2000  Fuß  Höhe.  Auf  Bali  nach 
de  Nicevtlle.  baweana  Frühst.  (125  f  $  und  $).  <J:  Der  weiße  Fleck  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  bedeutend  baweana. 


616 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


größer  als  bei  Java-^,  die  übrigen  Flecken  und  die  weißen  Binden  der  Hflgl  etwas  kleiner  und  schmäler.  Unter¬ 
seite  :  Grundfärbung  namentlich  in  den  distalen  und  analen  Partien  der  Hflgl  viel  dunkler  schokoladenbraun 
als  bei  bataviana  Moore.  Die  weiße  Discalbinde  der  Hflgl  ist  kaum  halb  so  breit  als  bei  den  Javanen;  die 
postdiscale  Binde  sehr  verbreitert,  fast  ganz  schwarz.  Die  innere  Submarginalbinde  besteht  aus  gleichförmigeren 
Flecken  und  die  marginale  Weißfleckung  ist  fast  ganz  verschwunden  und  wird  durch  breite,  schwarzbraune 
kangeana.  Randflecken  verdrängt.  Bawean,  Juli  bis  September. — Bei  kangeana  Frühst,  ist  der  Insel-Melanismus  noch  mehr 
fortgeschritten,  die  Streifen  in  der  Zelle  verschmälern  sich  und  die  Makeln  am  Zellapex  der  Vflgl  werden  kleiner. 
Die  Hflgl-Unterseite  der  SS  nimmt  ein  noch  dunkleres  Kolorit  an  als  bei  baiveana-S S  und  die  Postdiscalbinden 
lombolciana  werden  fast  ganz  schwarz.  Kangean.  Beide  Geschlechter  in  Kolk  Fruhstorfer.  • —  lombokiana  Frühst,  weist 
noch  schmälere  Binden  auf  als  kangeana  und  differiert  von  dieser  und  bataviana  Moore  durch  die  gleichmäßig 
satt  rotbraune  Figl -Unterseite,  die  wenig  heller  erscheint  als  bei  singa  Frühst.  Lombok,  von  Ekas  an  der  Meeres- 
sumbana.  küste  und  Sapit  2000  Fuß  bis  Sambalun  auf  4000  Fuß  von  April  bis  Juni.  —  sumbana  Frühst.  (125  e)  bezeich¬ 
net  eine  Inselform,  welche  sich  durch  ihr  auffallend  helles  Kolorit  von  den  vorbeschriebenen  dunklen  Formen 
abhebt  und  merkwürdigerweise  kaum  noch  Aehnlichkeit  mit  ihrer  Nachbarin  lombokiana  Frühst,  hat.  Die 
$$  sind  kleiner  als  die  Javanen  und  tragen  eine  zierliche,  weiße  Zeichnung,  die  Submarginalfleckchen  der  Vflgl 
sind  viel  deutlicher  als  bei  bataviana,  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  aber  ist  mindestens  noch  einmal  so  breit. 
S -Unterseite :  Die  Grundfärbung  ist  viel  heller  rotbraun,  alle  weißen  Binden  zierlicher,  aber  prominenter  als 
bei  Java-Stücken.  Der  weiße  Costalsaum  und  die  Subbasalbinde  der  Hflgl  doppelt  so  breit  als  bei  Javanen, 
die  Discalbinde  aber  um  vieles  schmäler.  Das  $  gleichfalls  reicher  weiß  dotiert  als  Java-$$  und  fällt  namentlich 
bei  sumbana  die  Verbreiterung  der  Subbasalbinde  der  Hflgl  besonders  ins  Auge,  dagegen  sind  die  antemargi- 
nalen  Binden  außerordentlich  verschmälert  und  kaum  halb  so  breit  als  bei  bataviana  Moore.  Insel  Surnba, 
ophianella.  vermutlich  ähnlich  auch  auf  Sumbawa  und  Flores.  - —  ophianella  Stgr.  erinnert  durch  die  subapicalen  schwarzen 
Ringe  der  Vflgl-Unterseite  und  die  schwachen  Submarginalpunkte  der  Hflgl  vielmehr  an  jumba  Moore  von 
angam.  Ceylon  als  an  die  columella- Rassen  der  Sunda-Inseln.  Palawan.  • —  angara  Semp.  Eine  interessante  und  dunkle 
Lokalrasse,  die  bereits  den  Uebergang  bildet  zu  daria  Fldr.  von  Celebes,  angara  gleicht  einer  ganz  extremen 
Regenzeitform  von  Ph.  columella,  nur  sind  die  Binden  noch  schmäler,  die  Intramedianflecken  fehlen  beim  $ 
oder  es  ist  nur  der  mittlere  aber  nur  in  Punktgröße  erhalten  geblieben.  Unterseite  ähnlich  jener  von  clairaFldr., 
doch  noch  etwas  dunkler  braun  und  mit  etwas  mehr  reduzierter  Weißfleckung.  Flugzeit  im  Juli.  Camiguin 
mcsogaia.  de  Mindanao.  —  mesogaia  subsp.  nov.  von  Mindanao  führt  noch  schmalere  weiße  Querbinden  als  angara,  welche 
soror.  zudem  gelblich  überhaucht  und  getrübt  sind.  Ziemlich  selten,  Type  in  der  Sammlung  Semper.  —  soror  Semp. 
umschreibt  eine  habituell  viel  kleinere  Form,  welche  sich  baweana Frühst.  ( 1 2 5  f )  sowie  singa  Frühst,  in  der  Art 
der  vergrößerten  Weißfleckung  anschließt.  Unterseite  jedoch  mehr  gelbbraun  als  bei  baweana  und  viel  heller 
eumeneia.  als  bei  angara  Semp.  und  mesogeia  Frühst.  Heimat  der  Type  die  Camotes.  - — -  eumeneia  subsp.  nov.  bewohnt 
Mindoro  und  wurde  von  Semper  mit  soror  zusammengezogen.  Nach  den  prächtigen  Exemplaren,  welche  ich 
jedoch  in  den  Sammlungen  Semper  und  Staudinger  vergleichen  konnte,  führt  eumeneia  ansehnlichere  Makeln 
als  soror,  die  zugleich  reiner  Aveiß  sind,  namentlich  im  Vergleich  mit  der  dunklen  angara  und  mesogeia  Frühst. 
(letztere  nennt  Staudinger  in  seiner  Sammlung  aus  Versehen  soror).  Die  Unterseite  zeigt  schmale,  hellrotbraune 
guimaren-  Streifen.  Calapan,  Mindoro  von  Dr.  Platen  gesammelt.  - —  guimarensis  subsp.  nov.  soll  die  auffallend  von 
sis.  nördlicheren  Vikarianten  verschiedene  Form  von  Guimaras  bezeichnen,  einer  Insel  deren  wir  schon  bei  den 
Satyriden  ( Culapa )  und  Amathusiiden  ( Faunis )  gedacht  haben  Avegen  ihrer  Eigentümlichkeit  hervorragende 
geographische  Rassen  zu  produzieren,  guimarensis  leitet  über  zu  eremita  von  Luzon,  der  Apicalfleck  der  Vflgl- 
zelle  erscheint  aber  noch  größer,  ebenso  sind  die  Intramedianmakeln  ansehnlicher  und  die  Submarginalbinde 
eremita.  der  Hflgl  gleichfalls  verbreitert.  Type  in  der  Sammlung  Semper  des  Senckenbergischen  Museums.  - — -  eremita 
Fldr.  die  nördlichste  der  insularen  Rassen  und  zugleich  das  albinotische  Extrem  der  Gesamtart.  Die  Weißflek- 
kung  übertrifft  an  Ausdehnung  noch  jene  von  bataviana  Moore  soAvie  alesia  Frühst,  und  die  Unterseite  präsentiert 
sich  bei  der  Form  der  regenarmen  Periode  manchmal  nahezu  hellgelb.  Der  Farbenton  der  Weißzeichnung 
der  Oberseite  spielt  manchmal  in  Grünliche  Avie  bei  allen  frischen  Stücken  sämtlicher  columella  SpaltzAveige. 
narabaita.  Luzon,  April  bis  Dezember.  • —  sarabaita  Fldr.  von  unbekannter  Herkunft  dürfte  der  Beschreibung  nach  einer 
Trockenzeitform  angehören  und  deren  Heimat.  Avohl  auch  auf  den  Philippinen  zu  suchen  sein. 

N.  daria,  eine  ausgeprägte  Spezies,  beAvohnt  die  celebische  Subregion  des  Malayischen  Archipels  und 
scheint  dort  N.  columella  zu  ersetzen,  daria  ist  mit  70  mm  Spannweite  eine  der  größten  Formen;  sie  kommt 
N .  columella  tonkiniana  Frühst,  und  columella  Cr.  nahe,  hat  jedoch  schlankere  und  spitzere  Figl  Avie  allgemein 
die  Celebes-Tagfalter.  Grundfarbe  vorherrschend  braun  statt  schwarz,  Zeichnung  gleichmäßiger  breit,  auch 
beim  $  zumeist  trübgrau  oder  braun  überschattet.  Vflgl  mit  zAvei  Reihen  submarginaler  Flecken.  Unterseite 
der  SS  hell  jene  der  dunkel  schokoladebraun,  je  nach  der  Lokalität  im  Farbton  wechselnd.  Die  zAveite  Sub¬ 
basalbinde  der  Hflgl-Ünterseite  länger  als  die  erste  vordere,  fast  nochmal  so  breit  als  bei  den  columella- Formen. 
daria.  —  daria  Fldr.  stammt  aus  der  Minahassa  und  ist  im  nördlichen  Celebes  vermutlich  bis  Donggala  verbreitet.  Ich 
sammelte  sie  noch  bei  Toli-Toli  November  bis  Dezember  in  Anzahl.  Die  Binden  der  Oberseite  sehr  schmal, 
albe.scens.  trüb  braungrau  überpudert.  —  albescens  Rotlisch,  ursprünglich  auf  ein  aberrantes  Exemplar  basiert  mit  ver¬ 
kürzter  weißer  Subcostalbinde  der  Hflgl,  muß  als  ältester  Name  für  die  Süd-Celebische  Rasse  eintreten,  Avenn- 


Ausgegeben  15.  X.  1912. 


NEPTIS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


617 


gleich  die  Bezeichnung  variabilis  Rothsch.  die  Hauptform  umschreibt.  Die  südlichen  daria  zeichnen  sich  durch  variabilis. 
stark  verbreiterte  weiße  Binden  auf  allen  Flgln  vor  daria  des  Nordens  aus  und  dürften  aus  einer  extremen  Trok- 
kenzeitform  hervorgegangen  sein,  wie  sie  das  trockenere  Süd-Celebes  häufig  im  Gegensatz  zu  dem  regenreicheren 
Norden  der  Insel  produziert.  Umgebung  von  Maros,  Umgebung  von  Pare-Pare.  —  hiereia  subsp.  nov.  ist  wesent-  hierein. 
lieh  dunkler  als  Exemplare  von  darin  aus  der  Minahassa,  die  Makeln  der  Oberseite  gleichfalls  braun  überstäubt, 
die  Binden  der  PTnterseite  schmäler,  die  Grundfarbe  dunkel  schokoladebraun.  Ost-Celebes;  Type  in  der  Samm¬ 
lung  Statidinger.  • —  osima  subsp.  nov.  eine  melanotische  Inselrasse  zeigt  unterseits  nahezu  schwarzbraunes  osima. 
Kolorit  und  führt  oberseits  noch  mehr  zurückgebildete  weiße  Binden  als  die  Ost-Celebes-Rasse.  Sula-Inseln, 

Bangkai.  Type  am  Museum  in  Berlin. 

N.  aspasia  Leech  (s.  Bel.  1,  p.  180,  Taf.  55  c).  Durch  den  großen  Duftspiegel  der  Hflgl  und  die  steil  aspasia. 
nach  oben  gerichtete,  stumpfe  Präcostale  dokumentiert  aspasia  ihre  Zugehörigkeit  zu  den  Phaedymen.  Moore 
vereinigte  sie  irrigerweise  mit  seiner  Mischgattung  ,,Stabrobates“,  wahrscheinlich  durch  die  gelbe  Bänderung 
verleitet.  Von  Moores  Type  des  „Genus“  Stabrobates,  d.  h.  der  großen  Neptis  radha  (125  f),  ist  aspasia  struk¬ 
turell  sofort  zu  trennen  durch  die  stumpfe,  kurze,  distal  nicht  verlängerte  Präcostale.  aspasia  zählt  zu  den 
häufigsten  Neptiden  Chinas.  Szetchuan,  Omeishan  Siao-lu,  Tien-Tsuen,  Kweitschou  (Leech). 


Gruppe  B. 

a)  B  a  s  a  1 1  e  i  1  der  Vflgl-Unterseite  ohne  rötlichen  Schuppen  fleck. 

N.  amphio-n  (=  heliodora  Cr.,  pellucidus  Goeze,  heliodorus  Hrbst.,  heliocopis  Godt.,  melaleuca  Bsd., 
cerne  Btlr.)  wurde  mit  nicht  weniger  als  sieben  Speziesnamen  belegt  und  unter  ebensoviele  Genera  eingereiht, 
was  dafür  spricht,  daß  die  ansehnliche  Art  immer  wieder  das  Interesse  der  Autoren  wachgerufen  hat.  amphion 
ist  den  Südmolukken  eigentümlich  und  verteilt  sich  dort  auf  zwei  insulare  Rassen.  - —  amphion  L.  (126a  amphion 
b  $).  Auf  der  Unterseite  wiederholen  sich  die  Zeichnungen  der  Oberseite,  nur  treten  noch  zwei  Reihen  weißer 
Anteterminalfleckchen  hinzu.  Grundfarbe  gleichmäßig  dunkel  kaffeebraun,  manchmal  purpurn  überhaucht. 

Amboina,  Ceram.  ■ — -  nerio  Nicev.  (=  polion  Sm.),  bisher  nur  in  wenigen  Exemplaren  aufgefunden,  differiert  nerio. 
nur  durch  kleinere  weiße  Punktflecken  der  Vflglzelle  und  anscheinend  etwas  verbreiterte  Mittelbinde  der  Hflgl 
von  amphion.  Buru. 

N.  ampliata  Btlr.,  eine  seltene  Spezies  des  Bismarck- Archipels,  gleicht  oberseits  etwas  der  N.  pisias  ampliata. 
(126  b)  und  ist  charakterisiert  durch  außergewöhnlich  verbreiterte,  hyaline,  leicht  grünlich  schimmernde  weiße 
Makeln,  welche  sich  auf  den  Vflgln  zu  einer  Binde  vereinigen,  die  nach  der  Flügelmitte  zu  konkav  ausgebogen 
erscheint.  Die  Unterseite  schließt  sich  eng  an  amphion  an,  nur  haben  die  glasigen  Stellen  einen  leichten  Perl- 
mutterschimmer.  Neu-Lauenburg  (Coli.  Fruhstorfer),  Neu-Pommern  (Pagen Stecher).  - —  eleuthera  Sm.  eleuthera. 
Eine  prächtige  Form,  die  vielleicht  als  geographische  Rasse  mit  ampliata  Btlr.  vereinigt  werden  kann.  Auf  der 
Hflgl-Unterseite  fehlt  der  weiße  Subbasalpunkt,  sonst  stimmt  der  Charakter  der  Zeichnungsanlage  bei  beiden 
überein,  eleuthera  zeigt  auch  etwas  rundlicheren  Apex  der  Vflgl.  Stefansort,  Deutsch-Neu-Guinea  nur  1  Exem¬ 
plar  bisher  aufgefunden. 

N.  fissizonata  Btlr.  findet  sich  auf  dem  Bismarckarchipel  und  einigen  Salomonen.  Drei  Inselformen 
sind  zu  erwähnen:  pisias  Godm.  und  Salv.  (126  b)  mit  mittelgroßen,  grünlich  weißen,  hyalinen  Flecken.  Unter-  pisias. 
Seite  gleich  jener  von  amphion,  dunkel  braun,  jedoch  mit  sehr  großen,  scharf  gezeichneten  Zell-  und  Submargi¬ 
nalflecken  sowie  einer  Reihe  von  besonders  beim  $  ansehnlichen  Antemarginalmakeln,  welche  sich  auf  den 
Hflgln  zu  einer  breiten  Binde  vereinigen.  Salomonen,  Shortland-Inseln.  — -  fissizonata  Btlr.  zählt  zu  den  mela-  fissizonata. 
notischen  Formen  mit  stark  reduzierten  Binden  und  Flecken  der  Vflgl.  Die  Hflgl  tragen  jedoch  im  Gegensatz 
zu  pisias  auch  oberseits  eine  Serie  von  sieben  etwa  stecknadelkopfgroßen  rundlichen  Makeln,  welche  zu  einer 
unzusammenhängenden  Binde  vereinigt  sind.  - —  lydda  Frühst,  bewohnt  den  Bismarckarchipel  und  überbietet  lydda. 
pisias  noch  an  Ausdehnung  der  grünlich  weißen  Felder.  Neu-Pommern,  Neu-Lauenburg. 

N.  eblis,  die  dunkelste  Neptide,  einfarbig  schwarzbraun,  sonst  mit  Ausnahme  einer  Submarginalreihe 
von  weißen  Punkten  auf  allen  Flgln  und  Rudimenten  von  weißlichen  Submedianpunkten  auf  den  Hflgln  völlig 
ohne  Zeichnung.  Zwei  insulare  Ausläufer:  eblis  Btlr.  (126  c)  mit  unterseits  etwas  mehr  verstärkten  leichthin  eblis. 
purpurn  angeflogenen  Fleckenreihen  und  je  einem  weißen  rundlichen  Fleck  vor  der  Mitte  der  Zelle  der  Vflgl. 
und  nahe  der  Basis  der  Hflgl.  Neu-Lauenburg,  Neu-Pommern.  - —  ganina  Sm.  eme  seltene  mir  in  natura  unbe-  ganina. 
kannte  Form  ist  nach  dem  Hafenort  Gani  auf  Halmaheira  benannt. 

N.  mimetica  Sm.  gleicht  oberseits  etwas  den  weiß  umrahmten  Euploeen  ( Jcühniana  Frühst.  (85  d),  mimetica. 
leaina  Frühst.  (85  d)  und  fabricia  Frühst.  (86  a).  Ihr  Autor  vergleicht  sie  mit  E.  orope  Bsd.  Grundfarbe  braun, 
beide  Figl  von  einem  ausgedehnten  Weißen  Felde  umrahmt,  das  sich  auf  den  Vflgl  in  einzeln  durch  die  Adern 
zerteilte  Makeln  auflöst  und  nach  außen  von  zwei  zierlichen  Anteterminallinien  begleitet  wird.  Die  Umgrenzung 
der  Hflgl  wird  durch  braune  Binden  in  drei  Streifen  zerlegt.  Basis  der  Hflgl  mit  dem  gelblichen  Phaedyma- 


618 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Fleck.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  bleicher  braun,  die  weiße  Umsäumung  von  verblaßten  und  verloschenen 
braunen  Wellenlinien  durchzogen.  Insel  Timor,  von  Doherty  entdeckt.  Sehr  selten.  Costalrancl  der  Vflgl- 
Unterseite  mit  länglichem,  rötlichem  oder  gelblichem  Schuppenfleck.  Hflgl-Binde  sehr  schmal. 


heliopolis.  N.  Heliopolis  Fldr.  (126  a)  hat  sich  von  ihrer  nächsten  Verwandten  amphion  L.  der  Süd-Molukken 

so  erheblich  differenziert,  daß  ihr  Artrechte  zukommen.  Die  Weißzeichnungen  haben  sich  verschmälert,  auf 
der  Hflgl-Unterseite  erscheinen  weiße  Costal-  und  Subbasalbinden,  welche  amphion  fehlen,  und  die  Vflgl  ziert 
ein  gelber  Fleck.  Letzterer  fehlt  amphion ,  findet  sich  aber  wieder  bei  den  Phaedymen  von  Obi  und  Waigiu, 
Formen,  die  viel  mehr  Verwandtschaft  mit  australischen  Typen  verraten,  als  wie  mit  ihren  molukkischen  Schwe¬ 
stern.  heliopolis  ist  mit  ein  Beweis  dafür,  daß  die  Nordmolukken  geologisch  seit  langem  von  den  Südmolukken 
abgetrennt  und  isoliert  sein  müssen,  weil  sich  auf  ihnen  eigene  Arten  ausbilden  konnten,  in  einer  Gattung, 
deren  Vertreter  sonst  fast  ganz  Südasien  bewohnen,  ohne  sich  spezifisch  zu  spalten,  denn  selbst  die  celebische 
daria  entfernt  sich  nicht  in  dem  hohen  Maße  von  den  philippinischen  und  malayischen  Schwestern,  wie  heliopolis 
von  der  geographisch  benachbarten  amphion.  heliopolis  selbst  ist  nur  leichten  lokalen  Variationen  unterworfen. 
Es  scheint,  daß  die  Batjan-Rasse  etwas  dunkler  wird  als  jene  von  Halmaheira.  In  meiner  Sammlung  befindet 
sich  ein  $.  bei  dem  die  weiße  Querbinde  der  Hflgl  bis  auf  zwei  Rudimente  völlig  verdunkelt  ist,  ein  ähnlich, 
melanotisches,  etwas  weniger  ausgefärbtes  Exemplar  bildet  Smith  von  derselben  Insel  ab,  so  daß  diese  schwärz- 
amydra.  liehen  $$  einen  Namen  als  $-fa.  amydra  Frühst,  verdienen.  Halmaheira,  Morotai,  Ternate. 


N.  shepherdi  hat  eine  eigentümliche  geographische  Verbreitung,  weil  sie  außer  dem  australischen 
Kontinent,  einigen  Papua-Inseln  auch  noch  als  interkalare  Spezies  in  die  Zone  der  molukkischen  Phaedymen 
amphion  L.  und  heliopolis  Fldr.  eingreift  und  von  Holländisch-Neu-Guinea  aus  über  Salawati,  etwas  südlich 
vom  Aequator,  aber  diesem  folgend,  sich  Obi  erobert  hat.  Inzwischen  hat  sich  auch  die  von  mir  1908  ausge¬ 
sprochene  Vermutung  bestätigt,  daß  auch  die  Sula-Inseln  vermutlich  von  einer  «s^epÄerdf-Vikariante  bewohnt 
werden,  dadurch,  daß  ich  in  der  Sammlung  Staudixger  tatsächlich  eine  bisher  unbeachtete  Rasse  auffand. 
shepherdi  vereinigt  in  sich  die  Charaktere  von  amphion  und  heliopolis.  Die  Zeichnungsverteilung  der  Oberseite 
veranschaulichen  unsere  Figuren  auf  Taf.  125  g  ( graziella  bis  damia)  zugleich  die  Variabilitätsamplitude  vorstel¬ 
lend.  Die  Unterseite  ist  kenntlich  an  der  lebhaft  gelbroten  Basal-Makel.  Vflglcostale  und  die  Hflgl  weisen 
gleich  wie  heliopolis  zwei  weiße  Subbasalstreifen  auf,  wodurch  beide  Arten  von  amphion  differieren.  Die  Grund¬ 
farbe  Wechselt  je  nach  der  Lokalität  von  Schwarz-  bis  zu  Graubraun,  ebenso  die  Intensität  der  Weißzeichnung. 
shepherdi.  • — -  shepherdi  Moore,  die  Namenstype,  bleibt  am  unscheinbarsten,  auch  habituell  am  kleinsten.  Weißfleckung 
etwas  schmäler  als  bei  damia  (125  g)  Unterseite  etwa  fahl  kaffeebraun.  Queensland  vom  Cap  York  bis  zum 
damia.  Richmond-River.  ■ —  damia  Frühst.  (125g)  erscheint  größer  als  shepherdi,  die  Flecken  der  Vflgl  rundlicher,  pro¬ 
minenter.  Die  weiße  Discalbinde  der  Hflgl  ist  erheblich  breiter  angelegt,  verläuft  geradliniger.  Unterseite: 
Die  Submarginalregion  aller  Figl  ähnlich  donata  reicher  violett-weiß  dotiert.  Die  $$  variieren  etwas  in  der 
Ausdehnung  der  weißen  Mittelbinde  der  Hflgl,  selbe  bleibt  sehr  schmal  bei  einem  $  von  Friedrich- Wilhelms¬ 
hafen,  dagegen  verschwindet  bei  $$  von  Finschhafen  gelegentlich  der  weiße  Zellstrich  der  Vflgl  völlig.  Nach 
mastusia.  Hagex  häufig  in  Kaiser- Wilhelmsland  von  April  bis  November.  — -  mastusia  Frühst.  Vflgl:  Die  weißen  Streifen 
in  der  Zelle  sowie  der  Punkt  am  Zellapex  obsolet,  Submarginalpunkt  deutlicher  als  bei  shepherdi  und  damia, 
Subapical-  und  Discalmakeln  wesentlich  kleiner,  Medianbinde  der  Hflgl  oberseits  schmäler,  einheitlicher,  schär¬ 
fer  abgegrenzt,  unten  wesentlich  breiter  als  bei  damia.  Die  submarginalen  Fleckenreihen  der  Unterseite  aller 
Figl  gleichartiger,  dichter  gedrängt  stehend.  Dorey,  Holl.  Neu-Guinea.  Nach  Grose-Smith  häufig  in  der  Hum¬ 
boldt-Bai.  Nach  Kirsch  auch  auf  Rubi  im  norclwestl.  Holl.  Neu-Guinea  und  etwas  abweichend  auf  der  Insel 
astraea.  Jobi  in  der  Geelvinkbai.  • — -  astraea  Btlr.  schließt  sich  in  der  Reduktion  der  weißen  Zeichnung  an  shepherdi 
Moore  an.  Zelle  der  Vflgl  beim  $  ohne  weiße  Streifen.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  sehr  schmal,  zudem  fehlen 
neetens.  submarginale  Punktflecken.  Aru-Inseln,  sehr  selten.  —  nectens  Nicev.  Durch  die  großen  Flecken  der  Vflgl 
und  die  sehr  breiten  Binden  der  Hflgl  leitet  nectens  hinüber  zu  donata  Frühst,  von  Waigiu  und  graziella  Frühst, 
donata.  von  Obi.  Key-Inseln  sehr  selten,  $$  aber  anscheinend  häufiger  als  die  —  donata  Frühst.  (J-Oberseite :  Die 
weißen  Zeichnungen  aller  Figl  etwas  breiter  angelegt  als  bei  shepherdi  Moore.  Unterseite  dunkler,  die  Sub¬ 
marginalbinden  aller  Figl  deutlicher,  weiße  Discalbinde  der  Hflgl  sehr  viel  breiter,  geradliniger  verlaufend,  der 
subbasale  weiße  Strich  prominenter.  Beim  $  erscheinen  alle  Binden  etc.  noch  ausgedehnter  weiß  als  beim  $. 
graziella.  ■ — -  graziella  Frühst.  (125  g)  hat  ihren  nächsten  Verwandten  in  nectens  Nicev.  von  den  Key-Inseln  und  differiert 
von  3  nectens-^  meiner  Sammlung  in  folgender  Weise:  Alle  weißen  Flecken  der  Vflgl  mit  Ausnahme  der  beiden 
subanalen,  welche  von  der  Submediana  getrennt  werden,  etwas  kleiner.  Die  schwarze  Grundfärbung  der  Hflgl 
tritt  etwas  zurück,  so  daß  die  weiße  Discalbinde  an  Ausdehnung  gewinnt  und  dadurch  noch  ansehnlicher  erscheint 
als  bei  donata  Frühst.  Unterseite  dunkler,  alle  weißen  Zeichnungen,  namentlich  aber  die  submarginalen,  erheb- 
expedata.  lieh  schmäler,  als  bei  nectens  und  selbst  etwas  schmäler,  aber  schärfer  abgesetzt,  als  bei  donata.  Obi.  - —  expec- 
tata  subsp.  nov.  hält  etwa  die  Mitte  zwischen  nectens  Nicev.  von  den  Key-Inseln  und  graziella  Frühst,  von  Obi 
und  führt  ausgedehntere  weiße  Binden  und  Flecken  als  nectens.  Sula-Inseln,  Type  in  der  Sammlung  Stau¬ 
dixger. 


NEPTIS.  Von  H.  Fruiistorfer. 


(!19 


Artengruppe  Bimbisara  *)  Moore. 

Die  zweite  Subcostale  entspringt  vor  dem  Zellende,  die  Präcostale  der  Hflgl  ist  stets  nach  außen  gebogen. 

N.  sankara  (Bd.  1,  p.  177)  eine  indisch  westchinesische  Spezies  zerfällt  in  eine  Reihe  gut  gesonderter 
Arealrasse'n  welche  wiederum  der  klimatischen  Einwirkung  der  Jahreszeiten  unterworfen  sind.  Das  Charak¬ 
teristikum  der  Art  sind  längliche  Subapicalstreifen  und  vier  oblonge  Intramedianflecken  der  Vflgl,  entweder 
von  weißer  oder  gelber  Färbung.  —  antonia  Oberth.  (Bd.  1,  S.  177,  Taf.  54  a)  zeigt  oberseits  licht  ockergelbe  antonia. 
Makeln  und  übertrifft  die  indischen  Formen  bedeutend  an  Größe,  sinica  Moore  ist  dazu  eine  helle  Form  vom  sinica. 
Omei-shan  und  anibina  Frühst,  eine  gleichfalls  bleiche  Unterart  von  Chang-yang  in  Zentral-China.  —  genulfa  ambina. 
Oberth.  scheint  sankara  in  Yunnan  zu  ersetzen.  Oberseite  von  sankara  abweichend  durch  eine  markante  weiße 
Submarginalbinde  beider  Figl,  kleinere  isoliertere  weiße  Intramedianflecken  von  welchen  der  obere  etwas  mehr 
nach  innen  gerückt  ist.  Unterseite  mit  stärker  gewellter  weißer  Submarginalbinde  und  dunkler  braunem  Median¬ 
streifen.  Von  Tseku  ca.  2000  m  Höhe.  - —  quilta  Swinh.  (125  e)  findet  sich  in  Assam  und  nach  Bixgham  auch  quilta. 
in  Sikkim  und  Bhutan,  wo  sie  bis  etwa  1000  m  empor  geht.  Die  Unterseite  führt  auf  licht  graubraunem  Grunde 
rein  weiße  aber  an  den  Rändern  verwaschene  Streifen  aller  Figl,  sowie  eine  dunkel  braune  Medianbinde  der 
Hflgl.  Nach  Moore  findet  sich  quilta  auch  in  Birma.  Im  Nord-West-Himalaya  fliegt  die  Namensform  sankara  sankara. 
Koll.  (=  amba  Moore )  welche  sich  nur  selten  in  kontinentale  Sammlungen  verirrt  .  Mir  liegt  nur  ein  vom  Naini- 
Tal  vor.  Moore  unterscheidet  zwei  Zeitformen  von  welchen  jene  der  nassen  Periode,  amboides  Moore,  kleiner  amboides. 
bleibt  als  die  Regenzeitform  und  ausgedehntere  weiße  Binden  führt.  Von  Kaschmir  bis  Nepal,  von  Doherty 
im  Kumaon-Himalaya  von  2 — 5000  Fuß  Höhe  angetroffen.  - — -  nar  Nicev.  umschreibt  eine  interessante  Inselrasse  na r. 
mit  gelben  statt  weißen  Streifen  der  Zelle  der  Vflgl  und  gelblich  umgrenzter  Mittelbinde  der  Unterseite  der 
Hflgl,  welche  zudem  noch  von  graublauen  Anteterminalbinden  durchzogen  sind.  Andamanen,  selten  bisher 
nur  drei  99  bekannt.  —  yamari  Frühst.  Wesentlich  kleiner  als  sankara  Koll.  und  wie  schon  de  Niceville  schreibt,  yamari , 
viel  tiefer  schwarz.  Den  Hauptunterschied  zeigt  die  Discalbhide  der  Hflgl -Unterseite  mit  ihrer  breiten  schwar¬ 
zen  Umrahmung.  Sumatra,  Montes  Battak,  1  Cj,  Type  in  Koll.  Martin. 

N.  narayana,  eine  seltene  Art  des  Himalaya,  wo  sich  zwei  Ortsformen  finden:  narayana  Moore  ober-  narayana. 
seits  ähnlich  quilta  jedoch  mit  durchweg  verbreiterten  Querstreifen  und  Flecken  von  weißer  Färbung.  Unter¬ 
seite  kenntlich  an  zwei  ausgedehnten  weißen  Binden  der  Hflgl,  welche  eine  dritte  mittlere  aber  schmälere  und 
undeutliche  Aufhellung  umschließen.  West -Himalaya ;  Type  von  Naini-Tal  im  Kumaon- Gebiet;  auch  von 
Kulu,  Kunawur  und  Chini  bekannt  und  auf  Erhebungen  von  5500  bis  6500  Fuß  beobachtet.  —  nana  Nicev.,  nana. 
außerordentlich  selten  in  Bhutan  und  Sikkim,  hat  oberseits  gelblich  überhauchte  Bänder,  nur  eine  Submarginal¬ 
linie  der  Hflgl  statt  eines  breiten  Streifens  bei  narayana  und  unterseits  ausgedehntere  weiße  Felder  als  die 
West-Himalaya-Rasse.  Nach  Oberthür  fliegt  nana  auch  noch  bei  Tseku,  Yunnan.  - — -  Sylvia  Oberth.  (Bd.  1,  sylvia. 

S.  177,  Taf.  54  a)  erscheint  oberseits  gelb  gefleckt.  Siao-lu,  West-China. 

N.  manasa  kommt  neben  narayana  vor  und  wurde  bereits  bei  Arten  der  Neptis-Gruppe  besprochen,  manasa. 
In  Tibet  fliegt  davon  eine  Arealform  narcissina  Oberth.  (Bd.  1,  S.  178,  Taf.  54e). 

N.  radha  eine  der  ansehnlichsten  Neptiden  und  zugleich  die  größte  Art  Indiens.  Drei  benannte  Areal¬ 
rassen:  radha  Moore  Bd.  1,  S.  177,  Taf.  125  f)  von  Nepal  bis  Assam  vorkommend  dürfte  kaum  tiefer  als  1000  m  radha. 
herabgehen.  Sie  ist  namentlich  in  Sikkim  sehr  selten  und  findet  sich  dort  vom  April  bis  Dezember  manchmal 
noch  auf  7- — -8000  Fuß.  —  asteratilis  Oberth.  bezeichnet  eine  kleinere,  fahler  gelbe  und  mit  schmalen  Binden  asteratilis. 
versehene  Form  mit  gelblicher  nur  noch  leichthin  purpurn  überflogener  Unterseite.  Bei  Bhamo  und  Bernardmyo 
in  Oberbirma,  einigen  Teilen  von  West-China;  - — -  sinensis  Oberth.  wurde  aus  Siao-lu  und  Mupin  beschrieben.  Die  sinensis. 
gelben  Flecken  gleichfalls  reduziert. 

N.  armandia,  eine  ausschließlich  chinesische  Art,  zerfällt  in  drei  Ortsformen:  mothone  Frühst.  (Bd.  1  mothone. 
S.  244):  alle  Flecken  und  Bänder  der  Flgl-Oberseite  bleicher  und  etwas  breiter  als  bei  armandia,  auch  die  vio¬ 
letten  und  braunen  Binden  ausgebleichter.  Von  China,  vermutlich  Chang-Yang,  weil  Leech  bereits  hellere 
Exemplare  von  dort  als  aus  Mupin  erwähnt.  —  armandia  Oberth.  (Bd.  1,  S.  178,  Taf.  54  d)  aus  Mupin.  Stichel  armandia. 
zieht  dazu  auch  hesione  Leech  { 54d)  als  Zustandsform.  — •  taphos  Frühst.  Größer  als  mothone,  mit  dunkler  ocker-  taplws. 
farbenen  und  prägnanteren  Binden  als  mothone  und  armandia.  Unterseite :  Die  gelbliche  Fleckung  wesentlich 
ausgedehnter  als  bei  den  genannten,  ebenso  die  violette  mediane  Zickzackbinde  der  Hflgl.  West-China,  ohne 
genaueren  Fundort;  wahrscheinlich  vom  Omei-shan. 

N.  ananta  eine  indochinesische  Spezies  wurde  neuerdings  auch  auf  Formosa  entdeckt  .  ■ — chinensis  Leech  chinensis. 
(Bd.  1,  S.  178,  Taf.  54  b)  erscheint  am  Omei-shan  in  zwei  Formen,  von  welchen  sich  der  eine  ananta  von  Sikkim 
und  dem  Nordwest-Himalaya  nähert.  Die  orf  selbst  sind  trichromatisch  und  es  existieren  solche  mit  dunkel¬ 
ockergelben,  schokoladenbraunen,  sowie  mit  rötlichbraunen  Binden.  Letztere  Form  liegt  mir  in  5  aus  Tien- 
Tsuen,  Szetchuan  vor,  während  ich  aus  anderen  Teilen  Szetchuans  Exemplare  besitze  mit  viel  breiteren  und 
hellockergelben  Binden  sowie  ganz  bleicher  Unterseite,  die  ich  als  fa.  areus  Frühst,  bezeichnete.  West-China,  areus. 

*)  Ein  mythologischer  König  der  sein  Reich  Magadha  mit  Budha  teilen  wollte. 


620 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


ananta.  Yunnan.  ■ — -  ananta  Moore  (125  g  126  a  $)  von  Kaschmir  bis  Sikkim  und  Oberbirma  verbreitet.  Moore 
erwähnt  auch  Exemplare  vom  oberen  Mekong  in  den  Shan-Staaten  und  ein  $  als  in  Perak  gefunden.  Nach 
de  Niceville  findet  sich  ananta  in  Bergwäldern  von  4000  Fuß  an  aufwärts  besonders  im  Juni  und  Doherty 
beobachtete  die  Spezies  auch  in  den  Naga  und  Karen-Hills  von  etwa  1200  bis  1800  m  Höhe.  —  Außer  der  abge- 
sitis.  bildeten  Regenzeitform  ist  als  sitis  Frühst,  auch  eine  bleichere  Form  der  Trockenperiode  bekannt  mit  hell  statt 
dunkel  ockergelben  Binden  der  Oberseite.  Die  Unterseite  von  ananta  differiert  von  der  54  a  dargestellten  Unter¬ 
seite  von  chinensis  durch  satter  rotbraunes  Kolorit,  das  mit  violetten  Bändern  überdeckt  ist  und  eine  ansehn¬ 
lichere  weiße  Mittelbinde  führt.  Es  ist  sehr  wahrscheinlich,  daß  ananta  auch  noch  inTonkin  aufgefunden  wird. 
taiwana.  —  taiwana  Frühst.  (=  horishana  Mats.,  moltrechti  Oherth.)  (125  b)  stellt  eine  hervorragende  Inselrasse  dar 
mit  weißlichen  Binden  und  Flecken  welche  zudem  etwas  reduziert  sind,  so  daß  die  einzelnen  Flecken  isolierter 
stehen.  Im  gebirgigen  Formosa  nicht  selten,  besonders  bei  Polisha,  Chip  Chip  und  am  Lehiku-See,  Juni  bis 
August.  Die  schöne  Entdeckung  ist  Herrn  H.  Saute r  zu  verdanken. 

N.  anjana  ersetzt  anscheinend  ananta  in  Makromalayana  wo  übrigens  auf  der  Malayischen  Halbinsel 
beide  Formen  nebeneinander  Vorkommen,  anjana  ist  noch  seltener  als  ananta ,  namentlich  von  den  Inseln  sind 
immer  nur  einige  Exemplare  bekannt  und  für  Java  und  Nias  wurde  die  Spezies  erst  durch  mich  nachgewiesen. 
anjana.  anjana  Moore ,  die  Namenstype,  gleicht  oberseits  der  abgebildeten  discerna  (125  b).  Die  Unterseite  mehr  jener 
von  ananta,  nur  ist  sie  tief  braun  und  mit  purpurn  schimmernden  dunkel  stahlblauen  Binden  durchzogen.  Die 
Beschreibung  wurde  basiert  auf  ein  Exemplar  von  Moulmain.  Am  häufigsten  scheint  anjana  in  Pegu  zu  sein, 
hyria.  wo  Doherty  im  März  und  April  eine  Anzahl  fing.1 — hyria  subsp.  nov.  stammt  von  Perak  und  dürfte  ziemlich 
übereinstimmend  auch  auf  Sumatra  Vorkommen.  Die  Submarginalbinden  der  Oberseite  der  Hflgl  weniger 
deutlich  als  bei  anjana,  die  Unterseite  lebhafter  rotbraun,  die  stahlblauen  Binden  schmäler,  dunkler.  Martin 
hat  hyria  als  große  Seltenheit  in  drei  Exemplaren  von  den  Eingebornen  aus  dem  Battak-Platteau  (Sumatra) 
ca.  1000  m  Höhe,  empfangen,  und  Hagen  erwähnt  1892  eine  braunorangefarbene  Art  als  auf  Banka  vorkom- 
discema.  mencl.  —  discerna  Frühst.  (125  b)  führt  sehr  schmale  graubraune  Streifen  der  Oberseite.  Südost-Borneo.  — 
elegant ia.  elegantia  Frühst,  hat  ausgedehntere  mehr  ins  Gelbe  spielende  Binden  und  eine  intensiver  violett  gebänderte 
zena.  Unterseite.  Nord-Borneo,  Kina-Balu- Gebiet.  — -  zema  Frühst,  ist  eine  aufgehellte  Form  mit  hell  gelblichbraunem, 
anstatt  dunkelbraunen  Discoidalstrich  und  ebensolchen  Subapical-  und  Subanalbinden  der  Vflgl  und  noch 
etwas  lichteren  Querbinden  der  Hflgl.  Noch  vorgeschrittener  ist  die  Aufhellung  der  Flgl-Unterseite,  die  eine 
hellrote,  anstatt  dunkelblaue  Grundfärbung  aufweist.  Alle  Flecken  und  Zeichnungen  sind  breiter  und  lichter 
als  auf  Distants  Figur  und  von  gelblich  weißem  Tone.  Auch  die  blauvioletten  Binden  der  Hflgl  nehmen  einen 
helleren  und  glänzenderen  Farbenton  an.  West-Java,  von  2- — 4000  Fuß  Höhe,  Umgebung  von  Lawang,  Ost- 
saskia.  Java,  zirka  2000  Fuß  Höhe.  — •  saskia  Frühst.  (=  thiemei  Frühst.).  Die  bei  zena  lichtgelben  Subapicalflecken 
der  Vflgk sind  bei  saskia  stark  vergrößert  und  rein  weiß,  ebenso  nimmt  der  obere  der  3  Flecken,  aus  denen  sich 
die  subanale  Schrägbinde  zusammensetzt,  eine  weißliche  Färbung  an.  Die  subbasale  Binde  der  Hflgl  ist  etwas 
schmäler  und  lichter  als  bei  zena,  die  innere  (postdicale)  Submarginalbinde  besteht  aus  breiteren  mehr  helm¬ 
artigen,  als  länglichen  Flecken,  zwischen  die  längs  der  Adern  die  Ausstrahlungen  des  breiten  tiefschwarzen 
Discalf lecks  eindringen.  Die  Unterseite  übertrifft  noch  an  Ausdehnung  der  weißlichen  Makeln  und  Binden  der 
Vflgl  jene  von  zetia.  Die  Hflgl-Unterseite  ist  dann  noch  besonders  ausgezeichnet  durch  die  analwärts  stark 
verschmälerte,  subbasale  weißliche  Querbinde,  (welche  bei  zena  und  anjana  breit  bleibt)  und  die  darauffolgende 
stark  gezähnte  violette  Binde.  Die  innere  helle  Submarginalbinde  tritt  prominenter,  stärker  gewellt  und  breiter 
heraus  als  bei  zena  und  wird  von  einer  viel  ausgedehnteren  rotbraunen  unteren  Binde  begrenzt,  als  dies  bei  den 
vidua.  übrigen  anjana- Formen  der  Fall  ist.  Insel  Nias,  Type  1  $  in  Koll.  Fruhstorfer.  —  vidua  Stgr.  eine  sehr  seltene 
Form  von  welcher  bisher  nur  1  nach  Europa  gekommen  ist.  Oberseite  schwarz  mit  einer  breiten  weißen 
Binde  der  Hflgl  und  einer  weit  durchbrochenen  ebensolchen  Fleckenreihe  der  Vflgl.  Die  Vflgl  mit  einer  ver¬ 
loschenen  bräunlichen  Querlinie  vor  dem  Außenrd  während  die  Hflgl  eine  deutliche  wenn  auch  schmale  Binde 
führen.  Hflgl-Unterseite  mit  drei  schmalen  fast  parallel  laufenden  violett-grauen  Binden.  Palawan,  von  Dr. 
Platen  gesammelt. 

viraja.  N.  viraja  (125  c)  bewohnt  das  Kaiserreich  Indien  mit  Ausschluß  der  Inseln.  Das  $  ist  etwas  größer 

als  der  abgebildete  <$,  fahler  gelb,  die  schwarzen  Binden  gleichmäßiger  breit.  Von  Exemplaren  aus  Tenasserim, 
die  vermutlich  einer  Unterart  angehören,  wird  erwähnt,  daß  die  gelbe  Submarginalbinde  der  Hflgl  ebenso 
ausgedehnt  erscheint,  als  die  sonst  breitere  Discalbinde.  Die  Individuen  der  Trockenzeit  zeigen  eine  etwas  fah¬ 
lere  Unterseite  mit  mehr  verwischten  und  verblaßten  rotbraunen  Binden.  Rp  auf  Leguminosen,  auch  auf  dem 
Schwarzholzbaum  (Dalbergia  latifolia  und  racemosa),  ähnlich  jener  von  Rahinda  hordonia.  Wie  letztere  hat 
auch  die  viraja- Rp  die  Gewohnheit,  Blattzweige  abzuschneiden,  die  einzelnen  Blättchen  mit  seidenen  Fäden 
zu  einem  Nest  zu  verweben  und  die  getrockneten  Blätter  zu  fressen.  Farbe  grün,  seitlich  bleichgrau  mit  einer 
helleren  Partie  hinter  dem  Kopfe.  Pp  grünlich  mit  purpurnem  Schimmer. 

N.  ins  ah  gleicht  oberseits  der  viraja,  nur  dominieren  die  schwarzen  an  Stelle  der  rotgelben  Binden. 
Die  Unterseite  ist  vorherrschend  rotgelb  mit  lichtgelben  Binden,  welche  von  den  grauvioletten  Streifen  be¬ 
gleitet  werden.  Die  Trockenzeitform,  welche  bei  indochinesischen  Arealrassen  auftritt,  bleibt  in  der  Größe 


NEPTIS.  Von  H.  Frutistorfer. 


621 


nur  wenig  hinter  der  Form  der  nassen  Periode  zurück  und  weist  markantere  gelbe  Binden  der  Oberseite  und 
fahleres  Gesamtkolorit  der  Unterseite  auf.  —  disopa  Swinh.  (Bd.  1,  S.  178,  Taf.  54  c,  d),  die  habituell  am  ansehn-  disopa. 
lichsten  und  zugleich  dunkelste  der  kontinentalen  Rassen.  Westchina.  —  nolana  Druce  (125  c)  ursprünglich  nolana. 
aus  Siam  beschrieben,  aber  identisch  auch  in  Tonkin  und  Annam  vorkommend,  hat  nahezu  doppelt  so  breite 
rotgelbe  Fleckung  als  disopa.  Unserseits  macht  sich  ein  reicherer  violetter  Anflug  als  bei  disopa  bemerklich. 

Häufig  im  Januar  und  Februar  in  Siam  und  Annam  von  mir  bis  etwa  300  m  Höhe  beobachtet,  die  Regenzeit¬ 
form -sehr  gemein  im  Juni,  Juli  im  nördlichen  Tonkin.  Nach  Moore  auch  in  Oberbirma  und  Tenasserim. 
rniah  Moore  führt  breiter  ausgeflossene  schwarze  Binden  der  Oberseite  als  nolana  und  ist  unterseits  durch  etwas  miah. 
schmälere  weißlich  violette  Mittelfelder  zu  unterscheiden.  Fundorte  Sikkim,  Bhutan  und  Assam  bis  etwa 
1000  m  emporgehend;  man  findet  sie  auf  nassem  Sand  saugend  in  den  Betten  der  Bergflüsse.  Die  Trocken  - 
form  differiert  nur  unerheblich  durch  bleicheres  Kolorit  von  der  Regenform.  - — -  sarochoa  Frühst,  vermittelt  den  sarochoa. 
Uebergang  von  nolana  zu  digitia  und  trägt  wesentlich  schmälere  Binden  als  batara  Moore  von  Sumatra  und  no¬ 
lana  Druce ,  aber  noch  etwas  lichtere  und  ausgedehntere  Bänder  als  digitia  Frühst.  (125  d).  Die  Hflglbinden 
sind  unterseits  viel  bleicher  als  bei  batara  und  digitia.  Elwes  schreibt,  daß  ein  von  Perak  unten  weniger 
Purpurfarbe  aufweist  als  Naga-Hill-Exemplare  und  einer  besonderen  Species  (besser  Subspecies)  angehören 
könnte.  Perak.  - — -  digitia  Frühst.  (125  d)  nähert  sich  oberseits  disopa  Swinh.  von  China  und  batara  Moore  von  digitia. 
Sumatra,  von  denen  sie  durch  noch  schmälere  rotbraune  Figlbinden  zu  trennen  ist.  Diese  Reduktion  der  hellen 
Binden  wiederholt  sich  auf  der  Figlunterseite,  die  durch  den  reichen,  rötlich-braunen  Bezug  miah  Moore  von 
Sikkim  am  nächsten  steht,  von  der  sie  wiederum  durch  die  viel  schmälere  gelbliche  Medianbinde  und  die  enge¬ 
ren  grauvioletten  Submarginalbinden  sich  unterscheidet.  Kina-Balu.  - —  javanica  Moore.  Diese  ausgesprochene  javanioa. 
Lokalrasse  trägt  unterseits  die  breitesten  ockergelben  und  weitaus  die  schmälsten  braunen  Binden,  javanica 
ist  sehr  selten  auf  Java,  wo  sie  von  6 — 1200  m  Höhe  vorkommt.  —  batara  Moore  ist  kenntlich  an  scharf  abge-  batara. 
grenzten  breiten  schwarzen  und  relativ  schmalen  rotgelben  Binden.  Submarginalstreifen  der  Vflgl  wie  bei 
disopa,  mehr  gebogen  als  bei  digitia.  Unterseite  lichter  als  bei  digitia,  ausgedehnter  schwärzlich  beschattet 
als  bei  nolana.  Nordost-  und  West-Sumatra,  auf  etwa  1000  m  Höhe. 

N.  pata  gleicht  unterseits  der  N .  viraja  Moore,  wird  aber  näch  ihrem  Figlschnitt  und  der  Zeichnung 
der  Oberseite  von  Semper  in  die  Nähe  von  rniah  gestellt,  welche  pata  vermutlich  auf  den  Philippinen  ersetzt. 

Mir  ist  pata  in  natura  unbekannt,  so  daß  ich  die  drei  benannten  Rassen  nach  den  Abbildungen  und  Angaben 
Sempers  beurteile.  - —  pata  Moore  (=  isabellina  Fldr.)  ist  ausgezeichnet  durch  einen  tertiärsexuellen  seidenglän-  pata. 
zenclen  Vrd  des  <$,  der  leichthin  grau  überpudert  ist.  Die  Verteilung  der  gelben  Binden  etwa  dieselbe  wie  bei 
nolana  Druce  (125  c).  Sehr  selten,  Semper  kannte  nur  drei  Exemplare  mit  der  Flugzeit  April,  November. 

■ —  patalina  Semp.  hat  oberseits  schmälere  Zeichnungen  als  pata,  aber  dennoch  breitere  als  bei  den  Formen  der  patalina. 
südlicheren  Philippinen.  Die  Binden  gehen  an  den  Rändern  in  Weiß  über.  Der  Längsstrich  der  Vflglzelle 
tiefer  eingekerbt  als  bei  pata  und  semperi.  Mindoro,  März.  —  semperi  Frühst.  (=  isabellina  Semper  nec  Fldr.)  semperi. 
differiert  von  patalina  durch  die  gelben  statt  partiell  weißlichen  Binden,  welche  sonst  schmäler  angelegt  sind 
als  bei  pata.  Mindanao,  Bohol. 

N.  illigera  bewohnt  gleich  N.  pata  ausschließlich  die  Philippinen,  ist  jedoch  eine  der  häufigsten  Arten, 
fliegt  das  ganze  Jahr  über  und  fehlt  nirgends.  Charakteristisch  für  die  Art  ist  ein  graugelber  manchmal  wei߬ 
licher  Zellstreifen,  rein  Aveiße  oblonge  Intramedianflecken  der  Vflgl  und  eure  breite,  schräg  gestellte  Mittel¬ 
binde  der  Hflgl.  Grundfarbe  schwarzbraun  mit  lichteren  Anteterminalstreifen.  Auf  den  Vflgln  macht  sich 
dann  noch  eine  subapicale  Ansammlung  von  kleinen  weißen  Punkten  bemerklich,  welche  auf  unserer  Figur 
von  pia  (126c)  nicht  zum  Ausdruck  kommen.  —  calayana  Frühst,  von  der  Insel  Calayan  der  Babuyanes  Gruppe  calayana. 
bezeichnet  die  nördlichste  bekannte  Rasse.  $  unterseits  mit  grau  überschatteten  statt  rein  weißen  Binden, 
die  zudem  viel  schmäler  angelegt  sind,  als  bei  der  typischen  Unterart.  —  illigera  Esch.  Die  Vflgl  führen  auch  illigera. 
oberseits  einen  nahezu  rein  weißen  Zellstrich  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  erscheint  fast  doppelt  so  breit  als 
auf  illigera  pia  (126  c).  Die  kleine  Insel  Alabat  an  der  Ostküste  Luzons  beheimatet  in  alabatana  Frühst,  eine  alabatana. 
Satellitinselrasse  mit  verschmälerten  weißen  Binden  der  Unterseite  aller  Figl.  —  hegesias  subsp.  nov.  entstammt  hegesias. 
der  Lokalrassen  berühmten  Insel  Guimaras,  ist  kleiner,  hat  rundlichere  Figl  und  noch  ausgedehntere  weiße 
Zeichnungen  als  illigera.  —  pia  Frühst.  (126  c)  differiert  von  illigera  aus  Luzon  durch  den  gelblichgrauen  an-  pia. 
statt  weißen  Zellstrich  der  Vflgl,  die  dunkelgrauen  anstatt  gelblichweißen  Submarginalbinden  der  Hflgl  und 
besonders  durch  die  stark  reduzierten  weißen  Bürden  und  Makeln  auf  allen  Flgln,  von  denen  die  subapicalen 
Flecken  der  Vflgl  auch  noch  dunkelgrau  überstäubt  erscheinen.  Auf  der  Unterseite  ist  die  schwarze  Subbasal¬ 
binde  der  Hflgl  viel  schmäler  als  bei  illigera  und  calayana.  Bazilan,  Februar-März. 

N.  eschholtzia  Semp.  hat  spitzere  Figl  als  illigera,  die  Grundfarbe  tief  schwarz,  die  grauen  Außenrd-  eschholtzia. 
linien  dunkler  und  schmäler.  Der  durch  den  zweiten  Medianast  der  Vflgl  durchschnittene  weiße  Fleck  ist 
fast  kreisrund  und  kleiner  als  bei  illigera.  Die  weiße  Mittelbinde  der  Vflgl  verläuft  etwas  näher  dem  Anal¬ 
winkel.  Mir  in  natura  unbekannt,  dürfte  eschholtzia  vielleicht  nur  eine  Zeit-  oder  Zustandsform  von  illigera 
sein.  Von  Majaijay,  Luzon,  Februar. 

N.  illigerella  Stgr.  (=  calliplocama  Frühst.  (126  c).  3  Oberseite  schwarz  mit  ehiem  apicalwärts  spitz  iiligerdla. 


622 


NEPTIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


auslaufenden  Zellstrich,  Submarginalbinden  der  Vflgl  von  lichtbrauner  Farbe.  Die  Hflgl  werden  je  von  einer 
dünnen  Postmedian-  und  Antemarginalbinde  durchzogen,  zwischen  denen  eine  breitere  noch  etwas  heller  braune 
Submarginalbinde  verläuft.  Vflgl  mit  3  Weißen  Subapicalflecken,  von  denen  der  oberste  sehr  schmal  strich¬ 
artig,  die  beiden  unteren  keilförmiger  gestaltet  sind.  Zwischen  den  Medianen  lagern  zwei  oblong  eiförmige  weiße 
Makeln,  von  denen  wiederum  die  oberste  etwas  kleiner  als  die  untere  bleibt,  zwischen  der  unteren  Mediane 
und  der  Submediana  findet  sich  ein  fast  quadratischer  und  am  Hrd  noch  ein  länglicher,  weißer,  leicht  bräunlich 
beschuppter  Fleck.  Die  Hflgl  tragen  ein  breites,  costalwärts  abgerundetes,  analwärts  sich  verjüngendes,  schräg- 
gestelltes,  rein  weißes  Subbasalband.  Unterseite :  Grundfarbe  schwarz,  alle  oberseits  lichtbraunen  Zeichnungen 
wesentlich  prominenter  und  ausgedehnter,  die  Submarginalbinden  der  Vflgl  weiß,  jene  der  Hflgl  hellgelbbraun. 
Auf  den  Vflgln  treten  dann  noch  2  transcellulare  kleine  braune  Punktfleckchen  und  auf  den  Hflgln  eine  schmale, 
kurze  Basal-  und  eine  breitere  und  längere  Subbasalbinde  hinzu.  Letztere  erscheint  proximal  weißlich,  distal 
rötlichgelb.  Körper,  Abdomen  unten  rötlich,  lateral  grau,  dorsal  schwarz.  $  größer  als  der  die  Weißfleckung 
markanter  und  die  gelblichen  Binden  der  Unterseite  breiter  angelegt  als  beim  g.  Insel  Palawan. 


N.  nirvana  bewohnt  ausschließlich  die  celebisehe  Subregion.  Von  der  eigentümlich  gezackten  Bände- 
tawayana.  rung  gibt  tawayasia  (125  c,  d)  eine  Vorstellung.  Die  einzelnen  Inselrassen  differieren  nur  in  der  Verschmälerung 
sangira.  oder  Verfärbung  der  Querstreifen.  —  sangira  Frühst,  ist  eine  Form,  die  ich  am  British  Museum  (aus  der  God- 
nirvana.  max -Kollektion )  sah,  und  die  viel  lieber  gebändert  ist  als  nirvana  und  neriphus.  Sangir.  - —  nirvana  Fldr.  stammt 
aus  Lorquins  Sammlung  und  wurde  vermutlich  in  Nord-Celebes  gefunden.  Nach  Westwood  existiert  eine 
verwandte  Form  auch  auf  der  Talisse  oder  Talisin  Insel  nördlich  der  Minahassa.  - —  tawayana  Frühst.  (125  e,  d), 
die  Süd-Celebesform  differiert  durch  die  schmäleren  Binden,  die  kleineren  orangeroten  Flecken  und  ausgedehntere 
Schwarzfärbung  der  Figloberseite  von  Nord-Celebes-Exemplaren.  Süd-Celebes,  Patunang,  im  Januar.  — 
neriphus.  neriphus  Heiv.  Eine  melanotische  Inselform  von  nirvana  mit  breiterer  Rotzeichnung.  Die  schwarzen  Binden 
der  Figlunterseite  markanter,  schärfer  abgesetzt.  Sula-Mangoli  und  Besi. 


fuliginosa.  N.  fuliginosa  hat  eine  oberflächliche  Aehnlichkeit  mit  N.  nitetis  gatanga  Frühst.  (125  a).  In  der  Größe 

gleicht  sie  jedoch  mehr  N .  ebusa-laetitia  Frühst.  (126  b),  während  die  Zeichnungsverteilung  namentlich  der 
Nias-Rasse  wieder  an  gatanga  gemahnt.  Obgleich  über  Makromalayana  verbreitet  zählt  fuliginosa  und  ihre 
Spaltzweige  zu  den  seltensten  Neptiden  und  es  sind  nur  ganz  wenige  Exemplare  bisher  in  europäische  Samm¬ 
lungen  gelangt.  Zwei  koloristisch  scharf  differenzierte  Saisonformen  sind  von  dem  kontinentalen  Zweig  der 
Gesamtart  zu  erwähnen,  nämlich  fuliginosa  Moore,  eine  kleine  oben  graugelb  gebänderte  Form  der  Trockenzeit 
mit  schwarzbrauner  Unterseite,  welche  von  gelblichen  Streifen  durchzogen  wird.  Fundort  Moulmain  und  Süd- 
ihamdla.  Tenasserim,  Flugzeit  Oktober.  —  thamala  Moore,  mit  dem  Mergui  Archipel  als  Heimat,  zeigt  im  $  oberseits 
braungelbe  Binden  und  unterseits  eine  schön  ockergelbe  Bänderung  auf  fahl  rotbraunem  Grunde.  Es  ist 
monata.  ziemlich  gewiß,  daß  fuliginosa  auch  noch  in  Perak  entdeckt  wird.  • —  monata  Weyenbergh  stammt  von  der  Insel 
serapica.  Banka  und  wurde  von  Snellen  in  der  Tijclschrift  voor  Entomologie  1897  t.  6  f.  3  abgebildet.  - —  serapica.  Frühst. 

differiert  von  f  uliginosa  Moore  durch  die  größeren  Subapicalflecken  der  Vflgl,  die  schmälere  Submedianbinde 
der  Hflgl  und  von  arnoldi  durch  die  zierlichere  Grauzeichnung  aller  Figl.  Von  serapica  (die  Köstliche,  wegen 
ihrer  Seltenheit)  hat  Martin  in  13  Jahren  nur  3 — 4  Exemplare  gefangen.  Nordost-Sumatra,  März 
amoldi.  1894,  1  $  Coli.  Fruhstorfer.  —  arnoldi  Frühst,  ist  habituell  größer  als  serapica,  kleiner  als  thamala  Moore-Q, 
alle  Grauzeichnungen,  namentlich  die  Subapicalflecken,  viel  stattlicher  als  bei  thamala.  Samarinda,  Siidost- 
cura.  Borneo  (A.  Kückenthal),  Borneo  (Shelford).  ■ — cura  Weym.  Alle  Binden  schmäler  als  bei  den  vorgenannten 
Rassen,  Vflgl  ausgezeichnet  durch  rein  weiße  statt  gelbliche  oder  graue  Subapicalflecken.  Nias,  2  1  $ 

in  Coli.  Fruhstorfer, 

N.  ebusa  ursprünglich  aus  Mindoro  beschrieben,  wurde  bisher  nur  auf  den  mittleren  und  südlicheren 
laclitia.  Philippinen  gefunden.  —  laetitia  Frühst.  (126  b)  differiert  von  der  Namenstype  durch  rundliche  anstatt  läng¬ 
liche  Subapical-  und  Medianflecken  der  Vflgl,  schmälere  und  dunklere  Querbinden  der  Hflgl.  Die  Grundfär- 
euphemia.  bung  meiner  Exemplare  erscheint  mehr  grau,  Bazilan,  Februar-März  von  W.  Doherty  gesammelt.  — -  euphe- 
mia  Frühst,  ist  habituell  kleiner  als  die  vorige,  Grundkolorit  dunkler,  Medianflecken  der  Vflgl  heller  und  gleich¬ 
mäßiger.  Unterseite:  Die  schwarzen  Binden  obsoleter,  die  braunen  und  gelblichen  ausgedehnter.  Jolo.  — 
hegesandira.  hegesandira  subsp.  nov.  stellt  eine  verdunkelte  Form  dar,  in  der  Regel  größer  als  laetitia  führt  sie  dennoch  viel 
kleinere,  weiße,  jedoch  grau  überstaubte  Subapicalfleckchen  als  laetitia.  Auch  die  Querstreifen  aller  Figl  sind 
ebusa.  satter  graubraun.  Die  Unterseite  der  $$  mehr  rotbraun,  die  Binden  mehr  ins  Gelbliche  spielend.  Mindanao. —  ebusa 
Fldr.  die  hellste  der  bekannten  Inselrassen,  mit  weißlichen  und  breiteren  Querbändern  der  Oberseite.  Sub¬ 
marginalbinde  der  Hflgl  verdoppelt.  Vflgl  mit  prominenteren  Intramedianmakeln  besetzt.  Mindoro.  Flug¬ 
zeit  während  des  ganzen  Jahres.  Es  erscheint  mir  in  hohem  Grade  Wahrscheinlich,  daß  fuliginosa  Moore  nur  den 
indisch-malayischen  Zweig  der  ebusa  bildet.  Mir  fehlt  jedoch  ausreichendes  Material,  diese  Frage  zu  entscheiden; 
trifft  indessen  meine  Vermutung  zu,  dann  müssen  alle  unter  f  uliginosa  aufgezählten  Inselformen  ebusa  koordi¬ 
niert  werden. 


PANTOPORIA.  Von  H.  Frtjiistorfer. 


623 


Tribus  Limenitidi. 

Gattung':  S^iidoporia  Hbn. 

Unterscheidet  sich  von  der  nachfolgenden  Gattung  Limenitis  nur  durch  sehr  geringe  Strukturdifferenzen. 
Die  Abzweigung  der  beiden  ersten  Subcostaläste  ist  dieselbe ;  nur  der  3.  Ast  entspringt  viel  weiter  nach  dem  Zellende, 
fast  in  der  Figlspitze  und  nahe  dem  4.,  während  er  bei  Limenitis  halbwegs  zwischen  diesem  und  dem  Zellende 
steht.  Beide  Aeste,  2.  und  3.,  sind  genau  so  am  Ursprung  herabgebogen,  Avie  bei  jener  Gattung.  Die  Zellen  der 
Vflgl  offen  oder  durch  eine  feine  untere  Discocellularis  geschlossen;  die  der  Hflgl  stets  offen.  Die  Costalader  der 
Hflgl  bis  zum  Außenrd  gehend  (Unterschied  von  Neptis.)  Die  Präcostale  ist  sehr  stark  und  in  einem  großen 
Bogen  nach  außen  gerichtet.  Sie  steht  genau  am  Ursprung  der  Subcostale.  Die  c?cD  Vorder  fuße  haben  einen  sehr 
kleinen,  aber  in  der  Länge  wechselnden  Tarsus.  Palpen  und  Fühler  sind  wie  bei  Limenitis  gebildet.  Copulations- 
organe  durchaus  limenitoid,  erheblich  von  jenen  der  vorigen  Gattung  abweichend  durch  das  Fehlen  eines  distalen 
Zahnes  derValve  und  kaum  von  jenen  der  neotropischen  Limenitiden- Gattung  Adelpha  zu  unterscheiden.  Uncus 
einfach,  ziemlich  lang  (im  Gegensatz  zu  den  Apaturiden,  welche  mit  einem  äußerst  kurzen,  verkümmerten  Uncus 
versehen  sind),  distal  spitz,  etwas  nach  unten  gebogen,  Scaphium  äußerst  schwachhäutig,  zumeist  auf  der 
Photographie  nicht  zu  erkennen.  Valve  lang,  medial  etwas  verdickt,  mit  einem  ventralen  Höcker,  nach  innen 
muldenförmig  und  wie  bei  Adelpha  dorsal  mit  einem  schwachen  zahnartigen  Gebilde  versehen,  welches  je  nach  der 
Spezies  etwas  in  der  Stellung  wechselt,  entweder  basal  oder  mehr  nach  der  Valvenmitte  emporragt.  Rp 
durchaus  verschieden  von  den  Neptiden-Rpn,  kurz,  gedrungen,  grün  mit  lateralen  roten  Punkten  und  roten 
Bauchfüßen,  deren  1.,  2.,  4.,  8.,  10.  und  11.  Glied  mit  langen  Dornen  besetzt  ist,  die  übrigen  Glieder  mit  kurzen 
( Athxyma ),  oder  länglich,  wurmförmig,  grün  mit  rotem  Dorsalfleck;  alle  Segmente  mit  langen  Dornen  besetzt. 
Pp  mit  divergierenden  Kopf  hörnern  ( Pantoporia ). 

Die  Pantoporien  s.  strict.  entstammen  Puppen  mit  auseinanderstehenden,  hammerförmigen  Kopf¬ 
hörnern.  Die  Athymen  solchen  mit  parallellaufenden,  spitzen  Kopfansätzen.  Diesen  verschiedenartigen  Kopf¬ 
schmuck  könnte  man  wohl  versucht  sein,  als  Gattungscharakteristikum  zu  verwenden.  Betrachten  wir  aber  die 
Kopfform  gewisser  indischer  Limenitiden,  wie  z.  B.  Limenitis  procris  Cr.  und  Limenitis  calidasa  Moore,  so  kommen 
wir  zu  dem  Ergebnis,  daß  procris  mit  hammerförmigen,  stumpfen,  calidasa  aber  mit  stark  gekrümmten,  jedoch 
äußerst  spitzen  Kopfhörnern  bewehrt  ist.  Dabei  stehen  sich  beide  Arten  so  nahe,  daß  man  in  die  Versuchung 
kommen  könnte,  sie  als  Subspezies  zu  behandeln,  um  so  mehr,  als  calidasa  Moore  auf  Ceylon  in  der  Tat  für  die 
kontinentale,  häufige  und  weit  verbreitete  procris  e,  intritt.  Die  Unhaltbarkeit  der  Kopf  hörn  er  als  Gattungsfunda¬ 
ment  ist  damit  klar  erwiesen.  Noch  weniger  stichhaltig  erscheint  das  Vorhandensein  oder  Fehlen  jenes  eigen¬ 
tümlichen  Haarringes  auf  dem  ersten  Hlbsegment,  der  viele  Spezies  auszeichnet.  Dieser  Haarkranz  ist  bei 
einigen  Athymiden  besonders  üppig  und  erstreckt  sich  manchmal  noch  auf  das  zweite  Abdominalsegment,  ver¬ 
schmälert  sich  bereits  wieder  bei  Athyma  pravara  und  wird  bei  perius  schon  undeutlich.  Bei  den  Pantoporien 
fehlt  er  zum  Teile  gänzlich  oder  er  mangelt  den  <J,  um  bei  den  $  wieder  aufzutreten.  Resumptiv  stehen  wir 
also  der  Tatsache  gegenüber,  daß  wir  kein  einziges  stichhaltiges  Merkmal  auffinden,  daß  weder  die  Flglzeich- 
nung,  das  Geäder,  die  sekundärsexuellen  Erscheinungen  des  Imago,  ja  selbst  nicht  einmal  die  Gestalt  der  Rpn 
und  Ppn  einen  sicheren  Anhalt  bieten.  Wir  müssen  also  auch  bei  dieser  Nymphalidengruppe  anerkennen,  daß 
nichts  beständig  ist  außer  dem  Wechsel  und  der  Flucht  der  Erscheinungen.  Doherty,  den  seine  Beobachtungen 
zu  einem  ähnlichen  Resultat  führten,  faßt  seine  Ansicht  dahin  zusammen,  daß  er  Proc.  Zool.  Soc.,  1891,  p.  271 
in  klassisch*. r  Kürze  schreibt:  „Charakteristikum  dessen,  was  ich  Nymphaliden  nenne  (nämlich  die  Neptis- 
Euthalia-Limenitis-GrvL'ppe),  ist  das  gänzliche  Fehlen  echter  Genera.  Die  Struktur  ist  plastisch  und  eine  Type 
schmilzt  unmerklich  mit  einer  anderen  zusammen.“ 

Das  Maximum  der  Differenzierung  erreichen  naturgemäß  die  rein  tropischen  Arten,  deren  Polymorphis¬ 
mus  und  Polychroismus  fast  mit  allen  bekannten  Parallelerscheinungen  ausgesprochenster  Variabilität  unter  den 
Eymphaliden  zu  rivalisieren  vermag,  während  sich  die  Spezies  aus  den  klimatisch  gemäßigteren  Regionen  konser¬ 
vativer  verhalten.  Die  nachfolgende  Aufzählung  der  bekannten  Arten  möge  mit  den  Spezies  beginnen,  die  sich 
am  weitesten  vom  Limenitis-Chavaiktev  entfernen,  und  mit  jenen  schließen,  die  am  konsequentesten  bei  dem 
Limenitis- Typus  verharren.  Beide  Extreme  berühren  sich  übrigens  wieder  dadurch,  daß  sowohl  bei  den  Athy¬ 
miden  s.  strictu  wie  bei  den  nördlicheren  Pantoporien  die  Geschlechter  annähernd  monomorph  bleiben,  während 
bei  den  übrigen  Arten  eine  vorherrschende  Neigung  zu  sexueller  Differenzierung  zu  registrieren  ist.  Und  diese 
Extreme  selbst  werden  wieder  durch  Zwischenglieder  verbunden,  bei  denen  die  A  den  Limenitis-Typus  bewahren, 
während  sich  die  $  in  einem  Kleide  bewegen,  das  den  Zeichnungscharakter  der  Neptis  wiederholt.  Diese  Kon¬ 
vergenzerscheinung  hat  frühere  Autoren  zu  der  Annahme  verleitet,  daß  es  sich  hierbei  um  Mimicryformen  handelt. 

Das  geographische  Verbreitungsgebiet  der  Athymiden  und  Pantoporiden  umfaßt  das  ganze  Südostasien. 
Wir  begegnen  ihnen  ebensowohl  auf  dem  Kontinent,  als  auf  der  tropischen  und  subtropischen  Inselwelt.  Auf 
dem  Festlande  von  Indien  gehen  sie  vom  heißen  Tieflande  bis  an  die  Himalayakette,  die  sie  nordwärts  nicht  zu 
überschreiten  vermögen,  während  sie  in  China  vom  Süden  an  bis  zum  Yangtsetal  vorgerückt  sind.  Je  eine 
Art  hat  sich  die  südlichste  Liu-Kiu-Insel  Ishigaki  uncLF ormosa  erobert  .  Ein  besonders  'günstiges  Feld  zu  ihrer 
Entwicklung  boten  die  Philippinen  und  von  diesen  wiederum  die  Insel  Palawan  mit  ihren  Satelliten  und  mehreren 


624 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


endemischen  Arten,  von  denen  wir  bereits  nenn  Spezies  kennen,  trotzdem  die  Inselkette  nur  partiell  durch¬ 
forscht  ist. 

Das  Hauptkontingent  stellt  jedoch  das  makromalayische  Gebiet,  während  nach  Osten,  im  mikroma- 
layischen  Gebiet,  die  Zald  der  Arten  sehr  schnell  verarmt,  denn  von  Sumba  und  Sumbawa  sind  nur  noch  je 
zwei  Spezies  zu  registrieren.  Auffallend  ist  das  gänzliche  Fehlen  der  Pantoporiden  etc.  in  Ceylon,  trotzdem  in 
Süd-Indien  noch  drei,  auf  den  Andamanen  noch  eine  Art  vorkommt,  ja  selbst  das  kleine  Mas  fünf  Spezies 
beheimatet,  und  das  Wiederauftauchen  auf  den  Salomonen  (wohin  sie  wohl  über  die  Philippinen  gelangt  sein 
müssen),  da  sie  aus  Neu-Guinea  und  Australien  bislang  nicht  nachgewiesen  wurden. 

Tabellarisch  ergibt  sich  folgendes  Bild  der  Artenzahl.  Es  bewohnen: 

Sumatra  und  Borneo  je  10  Arten,  Mas  5  Arten, 

China  und  die  Philippinen  je  9  Arten,  Bali,  Lombok,  Sumbawa  und  Sumba  je  2  Arten, 

Sikkim,  Assam  und  Java  je  8  Arten,  Salomonen  1  Art. 

Tonkin  und  Annam  je  7  Arten, 

Als  beachtenswerte  Erscheinung  sei  noch  auf  das  häufige  Auftreten  von  Athymidenweibchen  auf  klei¬ 
neren  Inseln  hingewiesen,  eine  Tatsache,  die  auch  bei  Papilioniden,  Euthaliden,  Charaxes  etc.  ihre  Analogien 
findet.  So  ist  z.  B.  von  der  weit  verbreiteten  kontinentalen  Athyma  kresna  Moore  das  $  noch  nicht  bekannt, 
während  die  $  einer  Lokalrasse  aus  Mas,  nämlich  von  reta  syma  Frühst,  nicht  selten  sind.  Von  alcamene  Fldr. 
der  Philippinen  sind  fast  nur  $  in  den  Sammlungen. 

Mit  Ausnahme  von  Athyma  perius  L.,  die  sich  überall  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  herum¬ 
treibt,  zählen  die  Athymiden  zu  den  Waldbewohnern ;  sie  sind  jedoch  keineswegs  Schattenschmetterlinge  oder 
lichtscheu,  sondern  halten  sich  mit  Vorliebe  in  sonnigen  Lichtungen  und  am  blumigen  Waldrande  auf.  Die  meisten 
Arten  bevorzugen  Höhen  von  2000 — 5000',  einige  Spezies  steigen  jedoch  zu  alpinen  Regionen  empor.  So  wissen 
wir,  daß  jina  Moore  noch  auf  6000'  Höhe  gefangen  wurde  und  opalina  Koll.  fühlt  sich  noch  auf  10  000'  heimisch 
und  man  hat  deren  Rp  noch  auf  6500'  Höhe  im  Himalaya  beobachtet.  Alle  Athymen  sind  starke  Flieger,  die  sich 
mit  raschen  Stößen  vorwärtsbewegen.  Nur  selten  fliegen  sie  jedoch  auf  große  Distanzen,  sondern  setzen  sich 
häufig  mit  offenen  Flgln  auf  Bäume  und  Büsche.  P.  perius  geht  gelegentlich  auch  auf  nasse  Stellen  am  Wege. 
Neuheiten  an  Athymiden  sind  nur  noch  spärlich  zu  erwarten,  das  beweist  schon  die  tropfenweise  Entdeckung 
von  Athyma- Arten  in  den  letzten  Jahrzehnten. 

Während  Moore  1857  und  1858  nacheinander  10  Spezies  beschreiben  konnte,  haben  Martin,  Wate r- 
stradt  und  ich  in  10 — 15  jähriger  Sammelperiode  nur  je  eine  neue  Spezies  der  Verborgenheit  entrissen.  Immer- 
h  n  dürfen  wir  noch  auf  Zuwachs  an  schönen  und  distinguierten  Lokalrassen  von  den  Satellit-Inseln  von  Sumatra 
und  gewiß  auch  noch  von  einigen  der  kleinen  Philippinen-Inseln  rechnen. 


A.  Arteragruppe  Athyma. 

Zelle  der  Vflgl  entweder  ganz  offen  oder  nur  durch  eine  ganz  feine  Röhrenader  geschlossen. 

I.  Geschlechter  mono  m  orp  h. 
a.  Augen  nackt. 

pravara.  P.  pravara,  die  unscheinbarste  Spezies  der  Gattung;  leicht  kenntlich  am  ungeteilten  Zellstreifen 

der  Vflgl,  welchen  sie  nur  noch  mit  P.  jina  Moore  und  P .  fortuna  Leech  (Bd.  I,  Taf.  59  d)  gemeinsam  besitzt  . 
Die  Fleckung  der  Oberseite  ist  bei  allen  Formen  wie  bei  esra  ( 1 2 3  d )  verteilt  und  wechselt  je  nach  der  Lokalität 
an  Ausdehnung.  Die  Unterseite  variiert  von  licht  grau  bis  zu  kaffeebraun.  Hflgl  mit  mehr  oder  Aveniger  deutlichen 
braunen,  bindenartig  aneinander  gereihten  Medianmakeln  und  einem  grünlichen  Basalanflug.  Verbreitung  von 
acutipcnnis.  Nord-Indien  und  Indo-China  über  Macromalayana.  —  acutipennis  Frühst.  Kontinentalindische  pravara  ent¬ 
fernen  sich  von  ihren  insularen  Schwestern  durch  die  gelbliche  Färbung  jedweder  Flecke  und  Binden.  Die 
Unterseite  ist  erheblich  verdunkelt  von  braunem  anstatt  grauem  Kolorit  und  prägnanterer  Schwarzfleckung, 
die  sich  viel  prononzierter  von  der  Grundfärbung  abhebt.  Das  wesentlichste  Merkmal  Weisen  die  $  auf  mit 
ihrem  langausgezogenen,  spitzen  Flglapex,  der  bei  den  übrigen  promra-Rassen  viel  kürzer  und  abgerundeter 
indosinica.  geschnitten  ist.  Assam,  Birma,  Tenasserim.  —  indosinica  Frühst,  hat  mit  acutipennis  die  verdunkelten  Binden 
der  Figloberseite  und  die  dunkelbraune  Abtönung  der  Flglunterseite  gemeinsam.  Bei  indosinica  ist  der  mela- 
notische  Typus  noch  weiter  vorgeschritten,  was  sich  durch  die  Reduktion  der  weißgelben  Subapicalflecke  und  die 
Verschmälerung  aller  Längsbinden  besonders  bemerklieh  macht.  Die  Figlform  der  $  hält  etwa  die  Mitte 
zwischen  acutipennis  und  den  insularen  pravara.  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August,  September,  in  ca.  1000'  Höhe, 
salvini.  Siam,  Januar,  auf  300  m  Höhe.  —  salvini  subsp.  nov.  Unter  diesem  Namen  hat  Staudinger  eine  ausgezeichnete 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


625 


U  4y-\  Ausgegeben  15.  X.  1912. 

geographische  Rasse  in  seiner  Sammlung  stecken,  welches  er  in  seiner  Aufzählung  der  Falter  von  Palawan, 
(Iris  1889)  nicht  erwähnt.  Der  Zellstreifen  des  $  ist  bis  auf  ein  kommaartiges  Strichelchen  reduzier! .  dagegen  die 
Medianbinde  der  Hflgl  wesentlich  breiter  als  bei  sonstigen  pravara- Rassen.  Insel  Palawan,  jedenfalls  sehr  selten. 
—  pravara  Moore,  die  typische  Unterart,  stammt  aus  Nord-Borneo.  Dortige  Exemplare  führen  schmälere  Wei߬ 
zeichnung  der  Oberseite  als  esra  (123  d).  Braune  Medianfleckung  der  Unterseite  gering  entwickelt.  Aus  Nord- 
und  Südost-Borneo  in  meiner  Sammlung.  —  helma  Frühst.  (=  pravara  List.  Rhop.  Malay.,  p.  160—161, 
PI.  16,  Fig.  11)  Sumatra-Exemplare  entfernen  sich  von  solchen  aus  Borneo  durch  das  ausgedehn¬ 
tere,  hellere  Weiß  aller  Figl;  Merkmale,  die  besonders  auf  der  Flglunterseite  deutlich  ausgeprägt  sind.  Pa- 
dang,  West-Sumatra,  Deli,  Nordost- Sumatra,  Banka  ?  Malayische  Halbinsel.  —  varina  Frühst.  Hier  bemer¬ 
ken  wir  eine  weitgehende  Reduktion  der  Weißfleckung,  die  sich  sogar  auf  den  stark  verschmälerten  Discal- 
strich  der  Vflglzelle  erstreckt.  Von  der  subapicalen  weißen  Fleckenreihe  der  Vflgl  erscheint  die  oberste  und 
untere  der  drei  Makeln  stark  verkleinert.  Die  postdiscale,  braunschwarze  Fleekenserie  der  Hflgl  gewinnt 
dagegen  an  Ausdehnung  und  wird  fast  ebenso  prägnant  wie  bei  indosinica  Frühst.  ■ — -  esra  Frühst.  Wie  üblich, 
wird  Java  von  der  hellsten  pravara- Form  bewohnt,  die  durch  Moore  bereits  ziemlich  genau  zur  Darstellung 
gelangt  ist.  Meine  Exemplare  differieren  von  Moores  Figur  nur  durch  das  Vorhandensein  von  drei  subapicalen, 
weißlichen  Vflglmakeln,  von  denen  wir  bei  Moore  nur  zwei  dargestellt  finden.  Alle  Binden  und  Flecke  von 
esra  präsentieren  sich  ansehnlicher  und  erheblich  ausgedehnter  als  bei  den  übrigen  Rassen,  besonders  lebhaft 
ist  der  Kontrast  von  esra  gegenüber  indosinica.  Die  Flglunterseite  differiert  von  pravara  und  helma  etc.  durch 
die  hellere  graue  Grundfärbung.  Ost-  und  West- Java,  esra  bewohnt  Höhen  von  1500  bis  4000'.  Doherty 
hat  von  Sumba  eine  Spezies  beschrieben,  die  er  nahe  amhara  stellt,  die  der  Diagnose  nach  jedoch  in  die  pravara- 
Gruppe  gehört.  Möge  sie  deshalb  hier  einstweilen  Platz  finden: 

P  karita  Loh.  $  oben  tief  braun,  die  Mittelbinden  grünlichweiß,  Zelle  ohne  Spur  eines  weißen  Strei¬ 
fens.  Hflgl  mit  zwei  grünlichgelben  Binden,  von  welchen  die  zweite  aus  sechs  isolierten  Makeln  besteht.  Unter¬ 
seite  matt  braun,  der  Abdominalrand  der  Hflgl  breit  bläulich  angeflogen.  Insel  Sumba  auf  ca.  500  m  Höhe. 
Auf  den  Philippinen  finden  wir  eine  wohldifferenzierte  Art  aus  der  pravara- Gruppe ,  die  sehr  selten  sein  muß, 
weil  sie  seit  ca.  30  Jahren  nicht  mehr  gefunden  wurde.  Der  Entdecker  der  Spezies  ist  Dr.  Jagor,  der  Anfang 
der  Siebzigerjahre  des  vorigen  Säkulums  die  Philippinen  bereist  hat.  Zu  seinen  Ehren  wurde  die  seltene 
Spezies  benannt  als  P.  jagori  Frühst.  Oben  ähnlich  pravara,  nur  sind  alle  weißen  Flecke  und  Binden  mit 
alleiniger  Ausnahme  der  submarginalen  erheblich  verbreitert.  Der  Discoidalstrich  der  Vflglzelle  ist  von  der 
Basis  bis  zur  Figlmitte  rötlichgelb  bezogen,  seine  obere  Hälfte  ist  nicht  rein  weiß  wie  bei  pravara, 
sondern  schwärzlichgrau  beschuppt,  wodurch  das  Aussehen  des  Falters  wesentlich  beeinflußt  wird.  Unterseite: 
Dunkel  kaffeebraun;  Oostalrinne  basalwärts  gelblich  beschuppt,  Discoidalstrich  rein  weiß,  gleich  breit  bleibend, 
distal  nicht  kolbig  verdickt.  Weißer  Discalstrich  etwas  jenseits  der  Abzweigung  von  Makel  1  durch  eine  braune, 
unregelmäßig  gebogene  Querlinie  unterbrochen.  Diese  Querlinie  macht  oberflächlich  und  ohne  starke  Lupe 
betrachtet  den  Eindruck  eines  Zellschlusses,  der  auch  bei  pravara  durch  einen  schwarzen  oder  braunen  Bogen 
vorgetäuscht  wird.  Der  weiße  Submarginalfleck  zwischen  der  oberen  und  mittleren  Medianader  nicht  wie 
bei  pravara  nach  innen  gerückt,  sondern  mit  den  übrigen  in  einer  vertikalen  Reihe  stehend.  Sub- 
apicalflecke  lang,  schmal,  der  mittlere  nur  mäßig  länger  als  der  obere  und  untere.  Subanalflecke  ziemlich 
gleich  groß,  eng  aneinander  gepreßt.  Basalfleck  zwischen  drittem  Medianast  und  Submedianader  rot¬ 
braun.  Hflgl:  Der  weiße  Bezug  an  der  Präcostale  breiter.  Medianbinde  sehr  breit  weiß.  Postdiscal- 
binde  breit  rotbraun.  Submarginalbinde  geradliniger  (und  weniger  gekernt  als  bei  pravara),  schmäler,  etwas 
diffus.  Fühler  wie  bei  pravara,  mit  rotbrauner  Spitze.  $,  Luzon,  von  Dr.  Jagor  gesammelt.  Type  im  Berliner 
Museum. 

Neben  jagori  lebt  auf  den  Philippinen  noch  eine  zweite  Art  aus  der  pravara- Serie,  die  Felder  bereits 
1863  bekannt  gab:  Es  ist  dies  P.  alcamene,  welche  gelbliche  anstatt  weiße  Fleckenbinden  auf  allen  Flgln 
trägt,  so  daß  auch  in  der  pravara- Gruppe  Arten  mit  weißen  und  dunklen  Binden  auf  den  Philippinen  abwechseln, 
und  zwar  in  der  Weise,  daß  Luzon  von  hellen,  Mindanao  von  melanotischen  Formen  bewohnt  wird,  wie  bei  P. 
gutama und  kasa  Moore,  alcamene  zerfällt  in  zwei  Lobairassen  :  alcamene Fldr.  (124a  $).  Unterseite  graubraun  mit 
dunkel  braunen  Streifen  und  Schatten.  Hflgl  in  der  Submedianregion  wie  bei  pravara  grünlichblau  überhaucht. 
Von  pravara  ist  alcamene  aber  ohne  weiteres  durch  die  kleineren  Flecken  und  Binden  zu  unterscheiden ;  die  Unter¬ 
seite  hat  im  ganzen  einen  bräunlichen  Anflug  und  alle  Zeichnungen  von  hellerem  Farbenton  als  oberseits.  Es 
scheint  daß  alcamene  vorwiegend  Bergstrecken  bewohnt.  Sehr  selten.  Flugzeit  nach  Semper  Januar  bis  Novem¬ 
ber.  Ost-  und  Südwest-Mindanao.  Bazilan,  Februar,  März,  - —  von  Doherty  gesammelt  in  meiner  Kollektion. 

- — -  generosior  Frühst.  $.  Alle  Flecke  und  Binden  noch  schmäler  als  bei  alcamene  Fldr.,  von  leuchtend  gelb¬ 
brauner  Färbung.  Die  gelbliche  Postdiscalbinde  der  Hflgl  analwärts  stärker  gebogen  und  weiter  nach  oben  ge¬ 
rückt.  Unterseite:  Grundfärbung  hell  kaffee-  anstatt  graubraun,  mit  dunkel  rotbraunen  Flecken.  Subapical- 
flecke  der  Vflgl  rundlicher.  Die  weißlichgraue  Subbasalbinde  der  Hflgl  wesentlich  schmäler.  Mindoro,  ver¬ 
mutlich  ähnlich  auch  auf  Cebu,  Bohol,  Ponaon. 


helma. 


varina. 


esra. 


karita. 


jagori. 


alcamene. 


generosior. 


IX 


79 


626 


PANTOPORIA.  Von  H.  Frtthstorfer. 


jina. 

jinoides. 

santeri. 

fortuna. 


perius. 

perinus. 


elwesi. 

baelia. 

asura. 


P.  jina  (Bel.  1,  p.  186),  gleicht  in  der  Größe  und  Zeichnungsverteilung  P.  perius  (124),  nur  zeigt  sie  eben¬ 
so  wie  pfavara  einen  ungeteilten,  nach  vorne  verdickten,  rein  weißen  Zellstreifen.  Unterseite  rötlichbraun 
weiß  gebändert,  ohne  Spuren  brauner  oder  schwärzlicher  Makeln  und  dadurch  sofort  zu  erkennen. 

Drei  geographische  Rassen  sind  aufzuzählen:  jina  Moore  ist  eine  der  seltensten  Athyma- Arten;  mir 

ging  aus  Sikkim  im  Laufe  vieler  Jahre  nur  ein  Exemplar  zu,  trotzdem  ich  mindestens  50 — 60  000  Falter  von 
dort  importierte.  Nach  Elwes  lebt  sie  nur  auf  Höhen  von  6000 — 8000'  in  der  Region  dichten  Waldes,  wo  sie 
im  Juli  gefangen  wurde.  Nach  De  Niceville  erscheint  sie  auch  im  April,  was  ich  nur  bestätigen  kann.  In 
China  bildete  sich  eine  gut  differenzierte  Lokalrasse  aus,  jinoides  Moore  (Bel.  1,  p.  186).  Nach  Leech  ist  jinoides 

im  Gegensätze  zu  jina  am  Omeishan  sehr  häufig,  sie  wurde  dort  im  Juni  und  Juli  bis  zu  6000'  Höhe  gefunden, 

so  daß  wir  die  Heimat  der  Art  in  China  zu  suchen  haben,  von  wo  aus  sie  auch  nach  Formosa  übergetreten  ist, 
wo  wir  in  sauten  subsp.  nov.  eine  prägnante  Rasse  als  große  Seltenheit  wiederfinden,  sauteri  führt  fast  nochmal 
so  breite  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  als  jina  und  jinoides,  dagegen  sind  als  Konsequenz  des  Satellitinselcharak- 
ters  die  weißen  Submarginalflecken  verkleinert,  hängen  nicht  bindenartig  aneinander,  sondern  stehen  weit  ge¬ 
trennt.  Formosa,  nur  ein  ;  Type  am  Deutschen  Entomologischen  Museum  in  Berlin-Dahlem,  wohin  Saeter 
eine  größere  Sammlung  als  Geschenk  überwiesen  hat. 

P.  fortuna  Leech  (Bd.  1,  p.  186,  Taf.  59 d)  hat  mit  jina  denselben  kompletten  Zellstreif  gemeinsam, 
differiert  aber  unterseits  durch  an  P.  nefte  gemahnenden  blauen  Anflug  der  Basalregion  der  Hflgl.  — -  diffusa 
Leech  scheint  einer  extremen  Trockenzeitform  anzugehören  wegen  der  breit  ausgeflossenen  Weißfleckung 
aller  Figl.  Nach  Leech  ausschließlich  in  Zentral-China  in  Chang-Yang  und  Ichang  am  Yangtse  im  Juni 
und  Juli,  ziemlich  häufig. 

P.  perius,  nicht  allein  die  älteste  bekannte,  sondern  auch  die  in  den  Sammlungen  häufigste  Art,  die  von 
allen  Spezies  am  weitesten  verbreitet  ist  und  mit  Ausnahme  von  Java  kaum  irgendwo  zur  Bildung  von  Lokal¬ 
formen  neigt.  Daraus  dürfen  wir  schließen,  daß  wir  in  perius  eine  wohlausgebildete,  resistente,  also  phylogene¬ 
tisch  alte  Art  vor  uns  haben,  perius  L.  (Bd.  1,  p.  186,  Taf.  59  a  $.  124  f  £  statt  $)  bewohnt  ganz  Süd-Asien, 
von  Formosa  durch  Süd-China  über  Tonkin,  Annam,  Siam,  den  östlichen  und  westlichen  Himalaya  bis  Siid- 
Inclien;  Hainan.  Auf  den  Sunda-Inseln  von  Sumatra  bis  SumbaWa  und  Sumba,  Kangean.  Auf  Ceylon  fehlt 
perius.  Auf  Formosa,  in  China  und  Tonkin  erscheint  die  Form  der  Regenzeit  in  der  ärmeren  Weißfleckung, 
wie  sie  Bd.  I  dargestellt  ist,  auch  erwähnt  Niceville  eine  unterseits  braun  überflogene,  ungewöhnlich  dunkle 
Form  von  Darjeeling  und  Bhutan.  Sumatra-Exemplare  fallen  durch  breitere,  rein  weiße  Streifung  auf  und 
bilden  bereits  einen  Uebergang  von  kontinentalen  Formen  zu  perinus.  Im  Kumaon-Himalaya  steigt  perius 
bis  zu  2000  m  Höhe  empor,  bevorzugt  aber  sonst  die  Niederung  und  liebt  mehr  offene  Stellen  als  den  Wald,  pe¬ 
rinus  Frühst.  Conform  den  übrigen  Athymen  von  Java  ist  auch  perinus  ausgezeichnet  durch  die  verbreiterten 
weißen  Figlbinden,  perinus  könnte  man  für  eine  Trockenzeitform  halten,  wenn  ich  sie  nicht  auf  Java  zu  allen 
Jahreszeiten  gleichmäßig  entwickelt  angetroffen  hätte,  und  zwar  in  demselben  Kleide  unten  an  der  Küste 
wie  hoch  oben  auf  4000'  Höhe,  perinus  differiert  von  perius  durch  die  breitere  Weißfleckung  aller  Figl,  nament¬ 
lich  der  fast  doppelt  so  breiten,  rein  Weißen  Subbasalbincle  der  Hflgl.  Die  Submarginalbinde  zeigt  dagegen 
eine  Tendenz,  sich  zu  verschmälern.  Auf  der  Unterseite  derVflgl  ist  noch  bemerkenswert,  daß  die  weißen 
subapicalen  und  submarginalen  Flecke,  welche  bei  perius  stets  weit  getrennt  stehen,  zu  einer  kompakten  Binde 
zusammengeflossen  sind.  Ost-  und  Westjava.  Wie  schon  bekannt,  liebt  perius  im  Gegensätze  zu  den 
übrigen  Athymen,  die  den  Wald  bewohnen,  das  offene  Feld,  wo  sie  längs  der  Wege  und  Straßen  überall  häufig 
ist  und  selbst  bei  schwerem  Regen  fliegt.  • —  Rp  in  Indien  auf  Glochidion,  auf  Java  auch  auf  einer  Spezies 
Phyllanthus,  welche  den  Eingeborenennamen  Dempid-Lolot  hat. 

P.  asura  verbreitet  sich  über  die  südchinesisch  indische  Region  und  Makromalayana.  Vermöge  der 
schwarzen  Kerne,  welche  die  weißen  Submarginalflecken  der  Hflgl  sowohl  ober-  wie  unterseits  dekorieren,  ist 
asura  mit  ihren  Vikarianten  leicht  von  den  übrigen  Athymiden  zu  unterscheiden.  Die  Unterseite  (man  vergleiche 
Bd.  1,  Taf.  59  a)  wechselt  von  hell  zu  dunkel  rotbraun,  zeigt  manchmal  einen  prächtigen  violetten  Anflug  der 
weißen  Submarginalmakeln  besonders  der  Hflgl.  Das  $  ist  eine  hervorragende  Erscheinung,  bedeutend  größer 
als  das  <$,  mit  gelblichweißen  Bändern  der  Oberseite,  welclm  sich  nach  unten  als  rein  weiße,  nach  innen  blau¬ 
grün  überhauchte  Felder  wiederholen,  elwesi  Leech  (Bd.  1,  p.  186,  Taf.  59  a)  führt  die  schmälsten  weißen 
Mittelbinden.  Von  Changyang  an  bis  zur  äußersten  Setchuan-Tibetgrenze  auf  etwa  2000  m  Höhe  im  Juni  bis 
Juli,  aber  überall  selten.  —  baelia  Frühst,  steht  in  der  Größe  hinter  elwesi  zurück,  weist  aber  dennoch  ausgedehn¬ 
tere  weiße  Mittelbinden  aller  Figl  auf.  Die  Unterseite  bleibt  etwas  dunkler,  differiert  aber  sonst  von  elwesi, 
abgesehen  von  der  ansehnlicheren  Medianstreifung,  nur  durch  etwas  markantere  weiße  Subapicalmakeln  der 
Vflgl.  Juni,  Juli,  im  gebirgigen  Formosa,  so  bei  Chip-Chip  und  am  Lehiku-See,  etwa  1200  m.  Von  H.  Safte r 
entdeckt.  —  asura  Moore  weist  noch  breitere  vorherrschend  gelblich  getönte  Bänderung  der  Oberseite  auf. 
Das  $  ist  fast  so  groß  wie  das  P.  larymna-rf  (124d),  Unterseite  lichter  rotbraun  als  bei  den  übrigen  Schwester¬ 
formen.  Moore  bildet  auch  eine  markante  Form  der  Trockenzeit  ab  mit  rein  weißen,  sehr  breiten  Binden,  wie 
ich  ähnliche  Exemplare  in  Annam  im  Januar  beobachtet  habe.  Von  Kulu  bis  Ober-Birma,  Flugzeit  Juni  bis 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


627 

Oktober,  überall  selten  und  in  Sikkim  bisher  überhaupt  noch  nicht  beobachtet.  —  idita  Moore  bildet  die  natür-  idita. 
liehe  Fortsetzung  der  vorigen,  erscheint  in  Süd-Tenasserim,  dem  Mergui  Archipel  und  der  Malayischen  Halb¬ 
insel.  Durch  die  peripherisch  blaugrün  überhauchte  Mittelbinde  der  Oberseite,  die  nahezu  verschwundene 
schwarze  Perlenkette  der  Hflgl,  deren  Punkte  nur  noch  unterseits  angedeutet  sind,  differiert  idita  von  den 
kontinentalen  und  nördlicheren  Rassen.  —  pusilla  subsp.  nov.  bewohnt  die  Insel  Banka,  ist  viel  kleiner  als  pu&illa. 
Perak-  und  Sumatra-Exemplare  mit  leuchtend  weißen  Binden  und  viel  lichterer  Unterseite.  Type  am  Museum 
in  München.  —  anaka  Frühst.  Die  dieser  Form  tragen  die  schmälsten  Medianbinden  der  Vflgl,  die  sich  analca. 
bei  einigen  Exemplaren  analwärts  bereits  verdunkeln,  so  daß  das  peripherische  Blaugrün  das  Weiß  fast  völlig 
verdrängt.  Die  Unterseite  ähnelt  jener  von  idita  und  ist  dunkel  kaffee-  oder  schokoladebraun,  was  besonders 
bei  den  $$  auffällt.  Die  $  sind  die  größten  $  der  malayischen  aswra-Rassen  mit  sehr  viel  breiteren  subapicalen 
Makeln  und  medianen  Binden.  Nord-Borneo,  Südost-Borneo,  Pontianak.  - — -  battakanaFr«7«.s<.  ( 124  c).  Sumatra-  batlalcana. 
Exemplare  tragen  schmälere  weiße  und  prominenter  blaugrün  begrenzte  Medianbinden  als  latecincta.  Diese 
Binden  sind  jedoch  etwas  breiter  als  bei  typischen  idita  der  malayischen  Halbinsel,  von  denen  sie  durch  eine 
mehr  rot-  als  dunkel  kaffeebraune  Färbung  der  Flglunterseite  abweichen.  Die  Subapicalstrigae  der  Vflgl  erschei¬ 
nen  länger  als  bei  latecincta.  Deli,  Sumatra.  Die  abgebildete  helle  Form  scheint  in  West-Sumatra  auf  dem 
Padang  Bovenland  nicht  mehr  vorzukommen;  — ■  alle  dortigen  Exemplare  führen  schmälere  Binden.  —  late-  latecincta u 
cincta  Frühst,  besitzt  im  Gegensatz  zu  den  übrigen  makromalayischen  asura- Zweigen  schwarze  Kerne  der 
weißen  Submarginalflecke  der  Hflgl,  wodurch  latetincta  an  asura  Moore  von  Vorderindien  erinnert.  Die  Flgl¬ 
unterseite  ist  zudem  von  allen  übrigen  Rassen  durch  die  hell  rotbraune  Grundfärbung  abweichend.  West  - 
Java,  Vulkan  Gede,  4000'  Höhe.  Diese  schöne  Art  ist  auf  Java  selten  und  ich  konnte  sie  im  Osten  der  Insel 
nicht  beobachten. 

P.  larymna  und  zwei  nachfolgende  Arten  bilden  die  Riesen  unter  den  Pantoporiden.  Die  Zeichnung 
ergeben  unsere  Figuren  von  larymna  (124cl)  und  elisa  (123  b).  Je  nach  der  insularen  Heimat  ändert  sich  die 
Ausdehnung  der  weißen  oder  gelblichen  Querbinden  und  wechselt  der  Farbenton  der  Unterseite  von  grau  zu  kaffee¬ 
braun.  Das  $  ist  stets  größer  hat  oberseits  reiner  weiße,  stattlichere  Binden  als  der^,  von  dem  es  auch  durch 
rundlichere  Figl  und  lichtere  Unterseite  abweicht.  Alle  Zweige  der  Gesamt art  sind  selten,  namentlich  an  der 
Peripherie  des  Vorkommens,  larymna  fliegt  mit  kräftigen  Flglschlägen,  aber  niemals  weit.  Man  trifft  sie  stets 
einzeln  am  Unrat  und  feuchten  Stellen  der  Waldwege.  —  siamensis  Frühst,  präsentiert  sich  als  die  kleinste  siamensis. 
der  bisherigen  Rassen,  vielleicht  nur  deswegen,  weil  die  Typen  der  Trockenzeitform  angehören.  Die  Figl  sind 
zierlicher  geschnitten,  namentlich  verschmälern  sich  die  Hflgl.  Die  Weißfleckung  ist  reduzierter  als  bei  den  übri¬ 
gen  Rassen.  Die  Unterseite  nähert  sich  durch  das  lebhafte  Kaffeebraun  jener  von  laryma,  von  der  sie  sich 
übrigens  durch  die  reduzierten  Weißbinden  andererseits  am  meisten  entfernt.  Siam,  Hinlap  und  Muok-Lek, 

Januar,  Februar  in  ca.  1000'  Höhe.  Malayische  Halbinsel  und  nördlich  bis  Ober-Tenasserim,  wo  sie  vom  Februar 
bis  August  beobachtet  wurde,  siamensis  setzte  sich  auf  nasse  Felsen  längs  der  Bahnstrecke,  die  Bangkok  mit 
Korat  im  Innern  des  Landes  verbindet.  Aufgescheucht,  entfernen  sich  die  Falter,  um  sich  nach  einiger  Zeit 
mit  offenen  Flgln  wieder  auf  Blättern  zur  Ruhe  niederzulassen.  —  agina  Frühst.  <3$  sind  kleiner  als  $$  aus  agina. 
Java  und  zeigen  einen  geschwungeneren,  zierlicheren  Figlschnitt.  Der  dreiteilige,  bläulichweiße  Strich  in  der 
Zelle  ist  viel  dünner  als  bei  allen  übrigen  Lokalformen,  der  Fleck  über  der  Zelle  nicht  dreieckig,  sondern  viereckig 
und  die  Binden  der  Hflgl,  besonders  die  zweite  untere,  sind  viel  schmäler  als  bei  larymna  und  elisa.  Die  Zelle 
der  Vflgl-Unterseite  wird  ausgedehnter  mit  Braun  angefüllt  und  die  braune  Medianquerbinde  der  Hflgl  tritt 
schmäler  und  schärfer  abgegrenzt  auf  als  bei  den  verwandten  Formen.  Vflgllänge  des  $  44  mm.  Insel  Palawan, 
sehr  selten.  - — -  elisa  Frühst.  (123  b)  kommt  am  häufigsten  nach  Europa.  Weißfleckung  der  Oberseite  kaum  halb  elisa. 
so  ausgedehnt  als  bei  der  javanischen  larymna,  $$  sehr  groß  mit  bläulich  umrandeten  Streifen  und  Flecken. 

Unterseite  der  etwas  lichter  graubraun  als  bei  kontinentalen  Exemplaren.  Nord-  und  Süd-Borneo,  Pontia¬ 
nak.  —  larymna  Dbl.  der  nomenklatorische  Typus  stammt  aus  Java.  Wie  wir  dies  bei  allen  Neptiden  und  Panto-  larymna. 
poriden  festzustellen  haben  ist  auch  larymna  weitaus  die  am  markantesten  weißgefleckte  Form.  Namentlich 
fallen  die  großen  Subapical-  und  Intramedianmakeln  der  Vflgl  ins  Auge.  Die  hintere  Binde  der  $3  ist 
ebenso  ansehnlich  als  sonst  jene  der  $$  der  verwandten  Rassen.  Sehr  spärlich,  von  mir  nur  in  den  Wäldern 
der  Wijnkoops  Bai  und  bei  Sukabumi  aber  niemals  im  Osten  der  Insel  auf  etwa  600  m  beobachtet.  - —  selessana  selessana. 
Frühst.  <§:  Nahe  elisa  Frühst.  Figl  rundlicher,  Unterseite  reicher  weiß  gesäumt.  Binden  viel  schmäler  als  bei 
larymna.  Unterseite  dunkler,  gleichmäßiger  braun,  reicher  violett  ornamentiert.  Binden  breiter  als  bei  siamensis. 

Unterseite  dunkler  braun  mit  reicheren  violetten  und  weißen  Flecken.  9 :  Am  nächsten  elisa- Weibchen,  jedoch 
mit  oberseits  ausgedehnteren  weißen  Zeichnungen.  Unterseite:  Binden  der  Hflgl  merklich  schmäler,  gerad¬ 
liniger  verlaufend.  Grundfärbung  satter  braun.  Weißfleckung  reduzierter  als  bei  larymna,  breiter  als  bei  sia¬ 
mensis.  Unterseite  in  der  Färbung  mit  larymna  übereinstimmend,  heller  als  bei  siamensis.  Nordost-  und  West- 
Sumatra.  - —  bangkanensis  subsp.  nov.  kleiner  als  Sumatraner,  die  Mittelbinden  auffallend  schmal,  die  Unter-  bangkanen- 
seite  viel  heller.  Insel  Banka.  Type  am  Museum  in  München.  —  subcurvata  Frühst,  kombiniert  in  ihren  sJf(^curi.a{a 
beiden  Geschlechtern  die  Eigenschaften  von  elisa  Frühst,  aus  Borneo  durch  die  schmalen,  gelblich  getönten  " 

Binden  der  $  und  von  larymna  Dbl.  aus  Java  durch  die  ungewöhnlich  breiten  Querbänder  der  $$.  Das  $  ist 
von  allen  übrigen  Rassen  leicht  zu  unterscheiden  durch  die  stark  gekurvte  Subbasalbinde  der  Hflgl,  die  bei 


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PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


elisa  und  namentlich  bei  siamensis  fast  geradlinig  verläuft.  Der  Figlunterseite  ist  ein  fahles  Braun  eigentüm¬ 
lich,  des  weitern  eine  besonders  lange,  prominente  und  tiefbraune  Discalbinde.  Beim  $  stehen  die  Subapical- 
und  Subanalflecke  der  Vflgl  getrennter  als  bei  larymna  von  Java,  die  Subbasalbinde  der  Hflgl  nimmt  eine  schmä¬ 
lere,  die  äußere  Binde  eine  breitere  Form  an.  Deren  Färbung  ist  dunkler  als  bei  elisa,  siamensis  und  larymna, 
gelblich  anstatt  weiß.  Insel  Nias. 

P.  magindana  gleicht  oberseits  der  larymna  in  der  allerdings  äußerst  reduzierten  Gestalt  der  Zeichnungs¬ 
anlage,  während  die  rötlich-gelbe  Färbung  an  alcamene  (124  a)  gemahnt.  Die  Unterseite  bewahrt  durchaus 
den  larymna- Charakter,  so  daß  es  nur  der  Auffindung  von  Transitionen  bedarf  um  magindana  als  philippi¬ 
nische  Unterart  der  larymna  anzugliedern.  Das  Kolorit  der  Unterseite  wechselt  von  grau  bis  zu  rotbraun  mit 
magindana.  dunkleren  discalen  Schattenbinden.  - — -  magindana  Semp.  Flugzeit  von  Januar  bis  November.  Mindanao, 
zilana.  sehr  selten.  —  zilana  Frühst.  Das  differiert  von  magindana -$  von  Mindanao  durch  die  rötlichen  anstatt 
gelblichen  Figlbinden.  Die  Querbänder  der  Hflgl  sind  breiter,  gleichmäßiger  und  verlaufen  weniger  steil  als  bei 
magindana.  Unterseite:  Grundfärbung  mehr  rot  als  graubraun,  mit  reicherem  violetten  Bezug.  Alle  Wei߬ 
flecke  prononzierter,  Fühler  dunkler.  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Doherty  gesammelt  .  Auf  Bohol  lebt  eine 
verwandte  Rasse,  welche  Semper  von  dort  erwähnt,  die  mir  aber  in  natura  unbekannt  geblieben  ist. 

In  der  Celebischen  Subregion  und  den  Süd-Molukken  existiert  die  habituell  ansehnlichste  Spezies  der 
Pantoporiden,  die  durch  das  rötliche  Kolorit  der  Oberseite  hervorstechende  P.  eulimene.  Auch  bei  ihr  wieder¬ 
holt  sich  die  larymna- Zeichnung,  nur  sind  alle  Flecken  und  die  Submarginalbinden  der  Hflgl  ausgedehnter, 
während  die  Mittelbinde  der  Hflgl  einer  Reduktion  unterworfen  ist.  Die  Unterseite  zeichnet  sich  aus  durch  wei߬ 
lich  gelbe  nur  peripherisch  manchmal  noch  rötliche  Querstreifen  und  ausgedehnte  schwarze  Schatten  und 
hadoura.  Binden.  - —  badoura  Btlr.  differiert  von  der  dargestellten  eulimene  (123  b)  durch  kleine,  undeutliche  rötliche 
Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  verringerte  Binden  aller  Figl.  Unterseits  sind  die  gelben  Felder  ausgedehnter, 
die  schwarzen  Begleitstreifen  vermindert.  Nord-Celebes,  selten.  Von  mir  bei  Toli-Toli,  November-Dezember 
gesammelt,  auch  aus  der  Minahassa  in  meiner  Kollektion.  Süd-Celebes-Exemplare  sind  kleiner  und  namentlich 
hcgelochus.  oberseits  fahler,  mehr  gelblich  statt  rötlich  gebändert.  —  hegelochus  subsp.  nov.  ist  in  der  Sammlung  Statidiyger 
aus  Bangkai  vertreten.  Namentlich  die  $$  stehen  im  lebhaften  Gegensatz  zu  den  bekannten  eulimene- Rassen 
durch  verbreiterte  und  mehr  gelbbraune  Binden  der  Oberseite.  Die  Unterseite  ist  noch  fahler  als  bei  Süd- 
■symphelus.  Celebes-Indivicluen,  heller  braungelb  und  nur  leichthin  schwarz  gefleckt.  —  symphelus  subsp.  nov.  bildet  das 
melanotische  Extrem  der  Kollektivspezies.  G  oberseits  nur  geringfügig  von  badoura  von  Celebes  verschieden, 
das  $  zeigt  jedoch  schmälere  rotgelbe  Binden.  Die  Unterseite  ist  völlig  verfärbt,  wesentlich  dunkler  und  nahezu 
eulimene.  schwarzbraun.  Sula-Inseln,  Type  am  Msueum  in  Berlin,  von  Dr.  Platen  gefunden.  —  eulimene  Godt.  (=  jo- 
caste  Fldr.)  (123  b)  von  der  wir  ein  $  aus  Buru  darstellen,  kommt  auch  auf  Amboina  vor.  spitzflügeliger  als 
das  $,  mit  etwas  zierlicherer  Rotfleckung.  Unterseite  abgesehen  von  den  hellen  Binden  nahezu  schwarz,  beim 
$  schwarzbraun.  Sehr  selten,  nur  wenige  Exemplare  in  den  Sammlungen. 


B.  Artengruppe  Pantoporia. 

Zelle  der  Vflgl  stets  geschlossen. 

,,Rp  länglich,  wurmförmig,  grün  mit  rotem  Dorsalfleck;  alle  Segmente  mit  langen  Dornen  besetzt. 
Pp  mit  divergierenden  Kopfhörnern“.  $$  nur  bei  einigen  Arten  mannähnlich,  sonst  auffallend  sexualdimorph 
und  polychrom. 

P.  kanwa  eine  seltene  und  unscheinbare  Spezies  von  Assam  und  Birma  an  südlich  bis  zum  makroma- 
layischen  Gebiet  ausgedehnt,  jedoch  auf  Perak  und  Java  bisher  noch  nicht  beobachtet.  Charakter  der  Oberseite 
wie  bei  napoleonis  (124  d).  Unterseite  rauchbraun  mit  grünlicher  Einfassung  des  Innengebiets  der  Hflgl.  $  nur 
phorlnys.  durch  etwas  geruncletere  Vflgl  und  größere  Gestalt  differenziert.  - — -  phorkys  subsp.  nov.  umschreibt  die  konti¬ 
nentale  Form,  welche  Moore  abbildet,  phorkys  läßt  sich  von  den  makromalayischen  Rassen  ohne  weiteres 
separieren  durch  reduzierte  gelblich-weiße  Fleckung  der  Vflgl.  viel  schmäleren  und  unterseits  kürzeren  weißen 
Zellstrich.  Subbasalbinde  der  Hflgl  etwas  breiter  als  bei  napoleonis.  Sehr  selten  in  Assam  und  Ober-Birma 
auch  von  Tavoy  bekannt.  Doherty  sammelte  phorkys  auf  den  Karen-Hills  in  ca.  1000  bis  1500  m  Höhe. 
zynara.  - —  zynara  subsp.  nov.  differiert  von  der  Namenstype  aus  Borneo  und  napoleonis  durch  rein  weiße  und  aus¬ 
gedehntere  Binden  der  Oberseite.  Die  Unterseite  dunkler  und  ausgedehnter  braungrau  beschattet  als  bei  kan¬ 
te  anwa.  wa  aus  Borneo.  Sehr  selten  in  Sumatra.  —  Eine  ähnliche  Rasse  findet  sich  auch  auf  Banka,  kanwa  Moore  steht 
napoleonis  sehr  nahe,  doch  ist  dieWeißzeichnung  etwas  markanter.  Nord-  und  Südost-Borneo,  ziemlich  überein- 
napoleonis.  stimmend  auch  in  einem  Exemplar  aus  Singapore  in  meiner  Sammlung.  —  napoleonis  Frühst.  (124  d).  Das  $ 
zeigt  gelblichere  und  etwas  mehr  ausgeflossene  Binden  als  der  <$.  Unterseite  reicher  braungrau  beschattet  als 
kanwa  Moore.  Insel  Nias. 

P.  reta  eine  makromalayische  Art,  welche  nordwärts  ähnlich  P.  kanwa  bis  Assam  vorgedrungen  ist. 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


620 


Ueber  sie  herrschte  große  Unklarheit,  weil  Moore  zwei  Inselrassen  als  selbständige  Spezies  beschrieben  hatte, 
welche  immer  miteinander  verwechselt  wurden  und  auch  weil  das  $  der  Gesamtart  unbekannt  blieb,  welches 
wir  zum  ersten  Mal  bildlich  darstellen,  während  Moore  geneigt  war,  das  graubraune,  dimorphe  $  einer  P. 
?ie/£e-Rasse  als  reta-$  anzunehmen.  Die  Bänderung  der  Oberseite  differiert  wie  bei  allen  übrigen  Pantoporien 
je  nach  der  Heimat  des  Falters,  auch  ist  die  Unterseite  in  der  Regel  dunkler  als  bei  dem  abgebildeten  $  (124  d) 
von  Nias.  Die  $$  aller  übrigen  Areal  und  Inselformen  sind  noch  nicht  gefunden.  —  moorei  Frühst,  bezeichnet  moorei. 
die  kontinentale  Zweigrasse  der  Kollektivspezies.  Selbe  ist  charakterisiert  durch  die  ausgedehnten,  leuchtend 
weißen  Binden  und  besonders  die  ansehnlichen  Subapicalmakeln,  welche  sich  mit  den  Submarginalflecken 
zu  einer  nahezu  kompletten  Binde  der  Vflgl  vereinigen.  Unterseite  mit  gelbbraunen  Bändern.  Sehr  selten, 

Assam,  Ober-Birma,  Mergui  Archipel,  Malayische  Halbinsel,  Singapore  (Type).  —  mendica  subsp.  nov.  der  Ge-  mendica. 
gensatz  der  vorigen,  eine  kleine  Form  mit  äußerst  schmalen  Querstreifen  der  Oberseite  aller  Figl,  welche  ana¬ 
log  moorei  eine  rein  weiße  Färbung  haben.  Unterseite  heller  als  bei  Singapore-Exemplaren.  Banka,  Type  im 
Museum  München.  - — -  reta  Moore  aus  Sumatra  beschrieben  und  von  dort  aus  dem  Nordosten  und  Südwesten  reta. 
in  meiner  Sammlung.  Nach  Martin  ziemlich  häufig  auf  allen  Wegen,  welche  in  den  Wald  führen,  anzutreffen. 

Pp  wie  bei  anderen  Arten  der  Pantoporiden  reich  vergoldet.  Die  Weißbinden  und  Flecken  etwas  schmäler  als 
bei  moorei.  Unterseite  dunkler,  die  weiße  Submarginalbinde  manchmal  peripherisch  hellblau  umzogen.  — 
syma  subsp.  nov.  (12  4d  als  reta)  ist  eine  hervorragende  Inselrasse,  kenntlich  an  der  Reduktion  der  Weißflecken  syma. 
der  Vflgl,  von  der  namentlich  die  subapicalen  und  subanalen  Makeln  ergriffen  werden.  Subbasalbinde  der 
Hflgl  beim  $  nach  vorne  und  hinten  verjüngt,  so  daß  der  mittlere  Teil  verdickt  erscheint.  Die  Submarginal¬ 
fleckchen  der  Hflgl  gleichfalls  verkleinert,  deshalb  isolierter.  $  außerordentlich  ^-ähnlich,  (]ie  Bänderung 
verbreitert,  sich  und  wieder  mehr  dem d'-Typ  von  moorei  nähernd,  die  Färbung  indessen  gelblich  statt  weiß. 
Unterseite  charakteristisch  durch  ein  reiches  mattes  Goldbraun,  das  auch  beim  &  nur  wenig  nachdunkelt. 

Insel  Nias,  selten.  Beschreibung  nach  6  ££  und  5  $$  der  Sammlung  Fruhstorfer,  —  euryleuca  Hag.  euryleuca . 
im  Kontrast  von  syma  auffallend  durch  sehr  breite  weiße  Binden  der  Unterseite,  scharf  abgesetzte,  ebenfalls 
vergrößerte  Weißflecken  der  Oberseite.  Die  Subbasalbinde  der  Hflgl  nach  vorne  etwas  gestreckt,  Mentawej, 
nur  ein  bekannt,  kresna  Moore,  eine  der  häufigsten  Pantoporiden  von  Borneo  und  mir  in  großer  Anzahl  kresna. 
vom  Kina-Balu-Gebiet,  Pontianak  und  Südost-Borneo  vorliegend.  Dennoch  ist  das  $  noch  unbekannt.  Die 
Submarginalzeichnung  merklich  schmäler  als  bei  moorei  und  reta.  Unterseite  dunkler  braun  als  bei  den  ge¬ 
nannten  Rassen. 


ß.  Augen  behaart. 

P.  ranga,  eine  kontinentale  Spezies,  von  großem  Interesse  wegen  ihrer  Empfindlichkeit  geographischen 
und  klimatischen  Einflüssen  gegenüber.  Leicht  kenntlich  an  der  von  allen  Pantoporiden  am  reichsten  weiß 
dekorierten  Unterseite,  deren  rechteckige,  matt  gelblichweiße  Felder  von  breiten  schwarzen  Adern  zerlegt 
werden.  —  serica  Leech  (Bd.  1,  p.  186,  Taf.  59  a)  ist  der  nördlichste  Ausläufer  der  Gesamtart,  sehr  selten  serica. 
im  westlichen  China,  Flugzeit  Juni — Juli  am  Omeishan  bis  etwa  4000'  Höhe.  • — -  obsolescens  Frühst.,  von  obsolescens. 
Tonkin,  schließt  sich  eng  an  serica  an,  bleibt  jedoch  habituell  hinter  dieser  zurück,  die  melanotische  Färbungs¬ 
tendenz  noch  mehr  als  bei  karwara  ausgeprägt.  Die  dritte  subapicale  Makel  der  Vflgl  völlig  verschwunden, 
alle  übrigen  Flecke  sind  bedeutend  kleiner  als  auf  Moores  Fig.  1  (Lepid.  Indica)  und  von  blauweißem  anstatt 
gelblichem  Ton.  Die  beiden  oberen  Flecke  der  Subbasalbinde  der  Hflgl  violett  anstatt  weiß.  obsolescens 
hat  mit  Moores  Fig.  1  dagegen  die  grauweiße,  von  der  Unterseite  halb  durchscheinende  Submarginalbinde 
der  Hflgl  gemeinsam,  die  ja  bei  karwara  fehlt.  Unterseite:  Die  schwarze  Grundfärbung  ist  ausgedehnter  als 
bei  der  vorderindischen  ranga,  der  basale  grüne  Anflug  verdunkelt,  die  Adern  sind  breiter  schwarz  bezogen 
und  sowohl  die  antemarginalen  als  die  submarginalen  Weißflecke  erscheinen  stark  verkleinert.  Tonkin  (Type), 
Chiem-Hoa  (August,  September),  in  ca.  1000'  Höhe,  Siam,  Februar.  —  ranga  Moore  (124  c)  der  älteste  Name  ranga. 
für  die  nordindische  Form  bezeichnet  Exemplare  der  Trockenzeit,  bei  deren  Extremen  auch  die  äußere  Binde 
der  Hflgl  matt  gelblichweiß  erscheint.  Die  Unterseite  kann  man  als  weiß  mit  schwarzen  Binden  und  Flecken 
versehen  bezeichnen.  - — -  mahesa  Moore  bezieht  sich  auf  größere  Exemplare  der  nassen  Periode,  deren  $  auch  mahesa. 
auf  der  Oberseite  der  Hflgl  geblliche,  grau  überstäubte,  längliche  Flecken  tragen,  die  bei  den  mehr  noch  als 
auf  unserer  Figur  dem  völligen  Verschwinden  zuneigen.  —  Rp  mit  stacheligem  braunem  Kopf.  Segmente  grün 
mit  einem  gelblichweißen  Band  am  neunten  Segment.  Die  einzelnen  Glieder  mit  einer  subdorsalen  und  einer 
lateralen  Reihe  fein  verzweigter  Dornen,  von  welchen  die  vordersten  am  längsten  sind.  Futterpflanze  Olea 
dioica  und  Lonicera  malabarica.  Gewohnheiten  der  Rp  etwas  ähnlich  jenen  von  Limentis  procris.  Die  Rp 
frißt  von  einem  Blatt  alle  weichen  Teile  weg  bis  die  nackte  Mittelrippe  über  bleibt.  Dann  verbarrikadiert  sie 
den  Zugang  zu  dem  Hauptnerv  durch  ein  Gemenge  von  Exkrementen  und  Seidenfäden,  so  daß  Ameisen  und 
Spinnen  sich  nicht  nähern  können,  wenn  sich  die  Rp  bewegungslos  auf  die  Spitze  der  Blattrippe  setzt.  Nach  der 
letzten  Häutung  gibt  sie  jedoch  diese  Gewohnheit  auf,  sich  auf  die  Oberseite  der  Blätter  setzend,  wo  sie  wegen 
ihrer  Fäbrung  auffällig  genug  ist.  Pp  braun,  seitlich  mit  wundervollem  Silberglanz.  Kopf  mit  zwei  langen 
spitzen  Hörnern,  außerdem  seitliche  Anhängsel  am  Thorax  und  am  ersten  Hlbssegment.  Verbreitung  von  Nepal 


630 


PANTOPORIA.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


bis  Birma  und  Tenasserim,  häufig  in  Sikkim,  vom  März  bis  Dezember  bis  etwa  1000  m  Höhe.  Doherty  fand  sie 
karwara.  im  März  in  den  Karen-Hills.  - — -  karwara  Frühst.  (124  c)  macht  sich  im  Gegensatz  zu  nordindischen  Stücken 
durch  das  gänzliche  Fehlen  submarginaler  Weißflecke  bemerkbar.  Die  Vflgl  zeigen  nur  sieben  reduzierte,  rein 
weiße  (anstatt  gelblichweiße)  Makeln,  die  sich  scharf  von  der  schwarzen  Grundfarbe  abheben.  Unterseite: 
Alle  Flecke  basalwärts  grünlich,  discalwärts  rein  weiß,  die  Submarginalflecke  ausgedehnter  und  prägnanter 
als  bei  ranga  mahesa.  Der  grüne  basale  Analbezug  der  Hflgl  dunkler,  ausgedehnter  und  tiefer  in  die  Figlmitte 
hineinreichend.  Heimat  Karwar.  Falter  häufig,  Rp  im  August  auf  oben  genannten  Pflanzen.  Von  südindischen 
Exemplaren  schreibt  Moore,  daß  die  Regenform  auf  beiden  Flgln  die  Submarginal-  und  Marginalmöndchen 
der  Oberseite  breiter  und  von  dunkler  grauer  Farbe  habe;  auf  der  Unterseite  sind  alle  Zeiclnungen  breiter 
und  dunkel  grünlichgrau.  Das  $  der  Trockenzeit  hat  gleichfalls  alle  Flecke  der  Oberseite  ansehnlicher  als  bei  nord- 
indischen  Exemplaren ;  auf  der  Unterseite  sind  die  Flecke  gleichfalls  markanter,  das  discale  und  submarginale 
Band  der  Hflgl  nach  hinten  zusammenfließend.  Nilgiris,  bis  1200  m.  Selten. 

arayata.  P.  arayata  Semp.  ersetzt  ranga  im  Archipel  der  Philippinen,  wo  sie  bisher  nur  auf  Luzon  gefunden 

wurde.  Mir  ist  die  Form  nur  durch  Sempers  Bild  bekannt,  arayata  zeigt  kleine  Subapical-,  sehr  große  Median- 
und  Subanalmakeln  der  Vflgl,  sehr  breite  vordere  Binde  der  Hflgl,  aber  nur  kleine  submarginale  Makeln,  alles 
von  rein  weißer  Farbe.  Unterseite  der  Hflgl  ausgedehnter  licht  blau  angeflogen,  statt  weißer  Submarginal- 
flecken  schwarzbraune  pfeilförmige  Streifchen  längs  der  Adern.  Berg  Arayat,  aus  etwa  1000  m  Höhe.  Flug¬ 
zeit  April.  Nur  6  dU  bisher  bekannt. 

P.  abiasa  bildet  die  Fortsetzung  der  kontinentalen  P.  ranga  in  Makromalayana,  avo  sie  wie  andere 
clerica.  Genusgenossen  bis  Süd-Tenasserim  hinauf  vorgedrungen  ist.  - —  clerica  Btlr.  hat  mit  ranga  die  Verteilung  der 
Weißzeichnung  und  namentlich  blaugrüne  Fleckchen  in  der  Zelle  der  Vflgl  gemeinsam.  Die  Binden  sind  je¬ 
doch  schmäler,  gleichartiger  breit,  auch  die  äußere  der  Hflgl  gut  ausgebildet,  niemals  im  Verlöschen  wie  bei 
ranga.  Unterseite  ähnlich  jener  von  reta  Moore  aber  ausgedehnter  hellblau  anget'logen.  Mergui  Archipel,  Ma- 
lingana.  layische  Halbinsel,  Nordost-  und  West-Sumatra.  —  lingana  Frühst.  $.  Die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl 
und  alle  Binden  der  Hflgl  breiter  und  reiner  weiß  als  bei  clerica  Btlr.  von  der  malayischen  Halbinsel  und  viel 
ausgedehnter  als  bei  abiasa  oder  matanga.  Die  Submarginalbinde  der  Hflgl- Unterseite  bleibt  von  der  Costa 
bis  zum  Analwinkel  gleich  breit,  weil  die  einzelnen  Flecke  nicht  getrennt  stehen,  sondern  Zusammenstößen. 
jiedanias.  Linga,  Type  am  Museum  Berlin.  ■ —  pedanias  suhsp.  nov.  stammt  von  der  Insel  Banka  und  differiert  von  P. 
abiasa.  abiasa  clerica  durch  schmälere  weiße  Medianbinden  und  hellere  Unterseite.  Type  am  Museum  in  München.  - —  abiasa 
Moore ,  die  bis  1906  verkannte  und  erst  durch  mein  Zutun  wieder  in  ihre  Rechte  eingesetzte  Rasse  der  Insel 
Java,  stellt  die  am  schärfsten  umgrenzte  Inselrasse  dar,  oberseits  kenntlich  an  ansehnlichen  Intramedian  - 
und  Submedianmakeln,  so  daß  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  P .  arayana  Semper  erzielt  wird.  Sehr  selten, 
von  mir  in  drei  Jahren  nur  ein  am  Vulkan  Gedeh,  ein  $  in  Ost-Java  im  Tengger- Gebiete  auf  ca.  1200  m  Höhe 
matanga.  gesammelt.  - — -  matanga  Frühst.  (124  d)  hat  durchweg  reduziertere  Weißfleckung  auf  allen  Flgln  als  abiasa 
und  namentlich  beim  $  schmälere  als  clerica.  Die  weiße  Submarginalbinde  der  Hflgl  des  $  besteht  aus  helm¬ 
förmigen  anstatt  viereckigen  oder  rundlichen  Flecken,  matanga  präsentiert  sich  des  weiteren  als  große  Rasse 
mit  $  von  35  mm  Spannweite  anstatt  28  mm  bei  abiasa  abiasa.  Berg  Matang,  3000',  Pontianak,  Kina-Balu, 
adunorn.  Borneo.  —  adunora  Kheil  gleicht  oberseits  der  P.  reta  syma  Frühst.  (124  d)  in  der  Verminderung  der  Wei߬ 
fleckung.  Der  Zellstrich  der  Vflgl  noch  mehr  als  bei  abiasa  Moore  von  Java  zu  einer  dünnen  Linie  reduziert, 
der  blaugrüne  Basalanflug  namentlich  im  Gegensatz  zu  clerica  und  matanga  obsolet.  Unterseite  vielmehr  jener 
von  reta  kresna  gleichend  durch  lichtbraune  Grundfarbe  mit  dunkleren  Medianflecken.  Insel  Nias,  sehr  selten, 
nur  wenige  Exemplare  bekannt.  pU  in  meiner  Sammlung. 

urvasi.  P.  urvasi  Flclr.,  eine  der  interessantesten  Spezies,  ausschließlich  auf  die  Malayische  Halbinsel  beschränkt 

und  nur  in  3 — 4  Exemplaren  nach  Europa  gekommen.  Man  kann  urvasi  einen  weißen  Schmetterling  nennen, 
der  tiefschwarz  umrahmt  ist,  auch  schwarze  Basis  und  ebensolche  Submarginalbinde  derVflgl  und  Medianstreifen 
der  Hflgl  führt.  Alle  übrigen  Partien  rein  weiß,  das  große  Mittelfeld  der  Vflgl  im  Medianzwischenraum  tief 
eingekerbt.  Unterseite  braun. 

opalina.  P.  opalina  Koll.,  eine  ausschließlich  indo-chinesische  Spezies,  welche  den  Kontinent  nirgendwo  ver- 

constricta.  läßt,  constricta  Alph.  (Bd.  I,  p.  187,  Taf.  59b),  die  dunkelste  und  sclunalbindigste  Form  der  Kollektivspezies. 
orientalis.  Bei  Changyang  am  Yangtse  und  am  Omeishan  in  Höhen  von  2 — 3000  m.  — -  orientalis  Elw.  (124  c),  von  Assam 
und  Sikkim,  wird  von  einigen  Autoren  als  Regenzeitform  von  opalina  Koll.  aus  dem  West-Himalaya  betrachtet. 
Meine  hellsten  Stücke  von  Sikkim  aus  der  extremsten  Trockenzeit  erscheinen  jedoch  immer  noch  melanotischer 
als  die  dunkelsten  West-Himalaya-Exemplare,  und  aus  Assam  ist  mir  eine  Trockenform  überhaupt  noch  nicht 
zugegangen.  Im  Himalaya  wird  opalina  von  1200  bis  3000  m  Höhe  als  sehr  häufig  von  Kaschmir  bis  Assam 
gemeldet.  Sie  wurde  von  März  bis  November  beobachtet,  so  daß  eine  Brut  auf  die  andere  folgt.  Exemplare 
aus  Birma,  Chin-  und  Karen-Hills  sind  etwas  heller  als  solche  aus  Assam  und  nähern  sich,  wie  das  vielfach  zu  be¬ 
obachten  ist,  mehr  den  West-Himalaya-Individuen.  In  Tonkin  muß  opalina  auch  Vorkommen.  Besonders 
breitbindige  Exemplare  besitze  ich  aus  Mardan  in  der  indischen  Nord westprovinz.  Aus  Annam  liegt  eine  hoch- 
entwickelte  Lokalrasse  vor,  die  einigermaßen  Aehnlichkeit  hat  mit  Athyma  jina  Moore,  weshalb  ich  sie  einführte 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


631 


als  parajina  Frühst.  Ausgezeichnet  durch  kurze  Vflgl  und  die  im  Analwinkel  auffallend  eingeschnürten  und  ver-  parajina. 
schmälerten  Hflgl.  Die  Weißzeichnung  aller  Figl  erscheint  ohne  Spur  eines  gelblichen  Anfluges  und  die  Flgl- 
binden  verlaufen  steiler  als  bei  opalina  opalina.  Die  weißen  Flecke  der  Submarginalbinde  der  Hflgl  werden  durch 
den  verbreiterten  schwarzen  Aderbezug  weit  getrennt,  während  sie  bei  opalina  eine  zusammenlaufende  Kette 
bilden.  Die  Färbung  der  Figlunterseite  hält  etwa  die  Mitte  zwischen  opalina  und  orientalis  Eliv.  Alle  weißen 
Flecke  sind  kürzer,  aber  prominenter  und  gleichmäßiger,  auch  dichter  beisammenstehend.  Die  weiße  Ante- 
marginalbinde  der  Vflgl  ist  breiter  angelegt.  Die  discale  rotbraune  Fleckenbinde  der  Hflgl  erscheint  gleich¬ 
falls  ausgeprägter  und  erreicht,  sich  allmählich  verbreiternd,  den  Analwinkel,  während  sie  bei  opalina  bereits 
am  Wurzelast  der  Medianen  abbricht.  Süd-Annam,  Plateau  von  Lang-Bian,  5000',  im  Februar  1900  von  H.  Fruh¬ 
storfer  gesammelt. 


II.  Geschlechter  dimorph.  Augen  stets  nackt. 

P.  selenophora  ist  über  das  ganze  indische  Gebiet  verbreitet;  wir  finden  sie  selbst  noch  auf  den  südli¬ 
cheren  Liu-Kiu-Inseln,  ferner  im  ganzen  makromalayischen  Gebiet,  selenophora  zählt  zu  den  am  wenigsten 
resistenten  Pantoporia- Spezies,  deren  Trocken-  und  Regenzeitformen  weichen  bereits  erheblich  voneinander  ab, 
und  zwar  nicht  nur  in  der  Färbung,  sondern  auch  im  Figlschnitt,  der  bei  der  Regenzeitform  rundlich  bleibt, 
bei  den  Trockenformen  sich  aber  erheblich  zuspitzt.  Daß  sich  Lokalformen  ausgebildet  haben,  ist  selbstverständ¬ 
lich.  In  der  Variationsrichtung  dieser  Lokalformen  treffen  wir  wieder  die  beachtenswerte  Erscheinung,  daß  die 
javanische  Rasse  den  Nord-Indiern  viel  näher  steht,  als  ihren  unmittelbaren  Nachbarn  im  makromalayischen  Ge¬ 
biete.  Dies  macht  sich  besonders  bei  den  Weibchen  bemerklich ;  so  ist  jadava  Fldr.  (welche  selenophora  Koll. 
auf  Java  repräsentiert)  namentlich  unterseits  kaum  von  der  Trockenform  des  selenophora- Weibchens  aus  Indien 
zu  unterscheiden.  Sumatra-Weibchen  differieren  dagegen  sowohl  von  selenophora  wie  von  jadava  durch  Fär- 
bungs-  und  Zeichnungsanomalien.  —  ishiana  Frühst,  übertrifft  in  der  Größe  kontinentale  Exemplare.  $  aus-  ishiana. 
gezeichnet  durch  ausgedehnte  Medianbinde  aller  Figl,  welche  noch  intensiver  hell  veilchenblau  überpudert 
sind  als  jene  von  laela  (123  d).  $  fast  um  die  Hälfte  größer  als  epibaris  $  (123  d)  mit  rundlicheren  Flgln  jedoch 
auffallend  verengten  und  nahezu  gelblich-weißen  Binden.  Unterseite  der  $9  äußerst  lebhaft  gefärbt.  Vflgl 
dunkelbraun  mit  schwarzen  Schatten,  Hflgl  schön  gelb  oder  rotbraun,  manchmal  mit  leicht  verwischten  Sub¬ 
marginalbinden.  Zuerst  nach  einem  im  Juni  gefangenen  $  beschrieben,  die  Kenntnis  der  $$  verdanke  ich 
Herrn  Sauter,  welcher  mir  zwei  im  September  gesammelte  Exemplare  überließ.  • —  laela  Frühst.  ( 1 2 3 d )  gleich-  laela. 
falls  eine  der  vielen  Entdeckungen  Sauters,  welcher  auf  meine  Anregung  hin  Formosa  aufsuchte  und  mir 
nun  seit  Jahren  sein  prächtiges  Material  zuwendet.  <§  unterseits  mit  fehlender  oder  nur  sehr  feiner  weißer 
Submarginallinie  der  Hflgl.  Grundfarbe  der  Unterseite  im  allgemeinen  dunkler  als  bei  indischen  selenophora 
mit  markanteren  rotbraunen  Meclianmakeln  besetzt.  Das  sehr  seltene  $  nur  in  einem  Exemplar  bisher  gefunden, 
führt  erheblich  reduzierte  gelblich-weiße  Bänderung  der  Oberseite,  gleicht  unterseits  durch  schön  dunkelrotbraun 
gefärbte  Partien  dem  ishiana -$,  entfernt  sich  jedoch  von  diesem  und  selenophora durch  schärfer  abgegrenzte 
schmale  Weißstreifen.  Im  gebirgigen  Formosa  besonders  am  Lehiku-See  und  Polislia  vom  Januar  an,  Haupt¬ 
flugzeit  im  Juli.  —  leucophryne  subsp.  nov.  sich  durch  drei  ansehnliche  weiße  Subapicalfleckchen  der  \i\g\leucophryne 
von  laela  entfernend  und  an  bahula  Moore  anschließend.  Medianbinde  der  Hflgl  scharf  abgesetzt,  nach  hinten 
verbreitert,  rein  weiß  ohne  blaue  Peripherie.  Unterseite  mit  vermehrter  Weißstreifung  durch  eine  markante 
Submarginalbincle  ohne  weiteres  von  laela  getrennt.  Type  von  Hainan.  Die  Art  ist  neu  für  die  Insel.  Hong¬ 
kong-^  nähern  sich  leucophryne,  sind  unterseits  indessen  lichter,  reicher  weiß  durchzogen.  Flugzeit  April 
und  Mai.  Walker  nennt  leucophryne  einen  der  zierlichsten  Falter  im  Fluge.  — -  batilda  Frühst,  vermittelt  den  batilda. 
Uebergang  von  insularen  selenophora  zu  den  vorderindischen  Rassen.  Mittelbinde  der  Oberseite  nur  noch 
leichthin  blau  umgeben,  schmaler  als  bei  bahula  und  selenophora,  Subapicalmakeln  der  Vflgl  prägnanter  als  bei 
laela.  Unterseite  entweder  dunkler  rot  oder  kaffeebraun  als  westlichere  Vikarianten.  $  noch  unbekannt. 

im  August,  September,  Mittel-Tonkin  von  mir  gesammelt.  - —  bahula  Moore  verhält  sich  zur  Namenstype,  bahula. 
wie  orientalis  Elw.  zu  opalina  Koll.  Beide  Geschlechter  größer,  Grundfarbe  tiefer  braunschwarz.  Weißbinden 
verengt,  düster  gelblich,  manchmal  sogar  grau  überhaucht  und  überpudert.  nahezu  ohne  basale  Rotfleckung 
der  Oberseite.  $  unten  satter  rotbraun.  Assam,  d'd'sehr  häufig,  $  selten.  Exemplare  von  Birma,  den  Karen-Hills 
und  der  Shanstates  dürften  sich  ebenso  wie  ein  von  mir  im  Januar  in  Siam  gefangener  $  der  Tonkin-Rasse  an¬ 
schließen.  Nach  Elwes  sind  die  $$  erheblich  kleiner  als  vorder  indische  $$.  —  selenophora  Koll.  (Bd.  1,  p.  IST,  selenophora- 
Taf.59b)  fällt  durch  reiche  Rotfleckung  der  Figlbasis  und  große  weiße  Apicalmakeln  der  stattliche  gelblichweiße 

Felder  der  $$  auf.  Unterseite  fahl  rotgelb.  $  fast  ohne  dunklere  Medianschatten.  Vom  West-Himalaya  bis 
Sikkim,  in  eine  sehr  helle  Trockenzeit  und  etwas  dunklere  Regenzeitform  zerfallend.  Südindische  Exemplare 
gehören  zweifellos  einer  distinkten  Arealrasse  an.  Mir  fehlen  solche  Stücke.  Moore  nennt  den  Kanara-Distrikt 
und  die  Nilgiris  von  1000  m  Höhe  an  aufwärts  als  Verbreitungsbezirk.  - —  amharina  subsp.  nov.  ( Moore  nom  amharina. 
nud.)  (124  f  als  amhara )  differiert  von  Assam  und  Sikkim-JJ1  durch  lebhafter  blau  umrandete  weiße  Mittelbinde 
der  Oberseite  und  fahler  graue  Unterseite.  Malayische  Halbinsel.  $  nach  Elwes  oberseits  dunkelgrau  gebändert. 

Habituell  sehr  klein.  —  amhara  Druce,  eine  häufige  Art  im  Kina-Balu-Gebiet  (Nord-Borneo),  differiert  von  der  amhara. 
malayischen  Sonderrasse  durch  erheblich  verschmälerte  Mittel-,  aber  markantere  Submarginalbinde  aller  Figl. 


632 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


$  vom  epibaris-Q  (123  d)  sogar  noch  geschieden  durch  engere  Weißstreifen.  Unterseite  der  eigentümlich 
baris.  grau,  jene  der  $$  nahezu  grünlichbraun.  - —  baris  Frühst.  (123  d)  entfernt  sich  von  den  beiden  vorhergehenden 
durch  stark  verbreiterte,  unregelmäßigere  weiße  Medianbinden  der  Vflgl  und  deutlichere  Submarginalbinde 
der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  heller  rotbraun  getönt  als  bei  amharina  und  alle  Weißzeichnungen  ausgedehnter. 
epibar is.  ■ — -  epibaris  Frühst.  (123  d).  Die  Weißzeichnung  reduziert  sich  etwas,  ohne  indes  so  schmal  zu  sein  wie  bei 
amhara  amhara.  Die  Unterseite  ist  dunkel  schiefergrau  und  nähert  sich  dadurch  der  Borneo-Form.  Das  $ 
läßt  sich  von  amhara  Druce  jedoch  sofort  abtrennen  durch  die  breiteren  Medianbinden,  die  mehr  gelblich-  als 
blauweiß  abgetönt  sind.  Beide  Formen  finden  sich  in  Nord-Ost-  und  West-Sumatra  auf  Erhebungen  von  über 
1000  m  nebeneinander  und  es  scheint,  daß  sie  nicht  an  eine  bestimmte  Zeit  gebunden  sind.  Nach  Martix 
ist  baris  die  häufigste  Pantoporia  der  höheren  Berge,  besonders  zahlreich  im  Dezember  und  Januar  anzutreffen. 
jadava.  • — -  jadava  Fldr.  Diese  wohlentwickelte  Lokalrasse  ist  fast  ausschließlich  Gebirgsbewohner.  Am  Gede  war  sie 
in  4000'  Höhe  ziemlich  häufig,  auch  im  Tenggergebirge  in  Ost-Java  wird  sie  gelegentlich  gefunden.  Das 
differiert  von  der  Sikkim-Trockenform,  der  es  nahe  kommt,  durch  das  Fehlen  jedweden  roten  Wurzelstriches 
und  durch  den  obsoleten  dritten  Subapicalpunkt  der  Vflgl.  Das  $  ist  kleiner  und  trägt  schärfer  abgegrenzte, 
reiner  weiße  Binden.  Die  Unterseite  gemahnt  durch  das  dunklere  Kolorit  an  bahula  Moore  von  Assam.  Ost- 
und  West-Java. 

P.  zeroca.  eine  unscheinbare  aber  entschieden  saisondimorphe  Spezies.  $  gleich  galaesus  (123  e) 
gezeichnet,  manchmal  mit  rotbraunem  Basalstrich  in  der  Vflglzelle.  Das  $  dieser  Art  erinnert  durch  seine 
graubraune  Färbung  an  gandara  (124  b),  ferner  an  Neptis  cartica  Moore.  Diese  Art  überschreitet  nirgends  das 
indochinesische  Gebiet,  zeroca  war  von  Kumaon  bis  Ober-Tenasserim  und  Tonkin  bekannt  und  wurde  als  neu 
für  Siam  von  mir  gefunden.  Die  Trockenzeitform  markiert  sich  durch  breitere  Längsbinden  und  verblaßte 
zeroca.  braune  Grundfarbe  auf  kleineren  Exemplaren.  - —  zeroca  Moore.  $  der  Trockenzeit  unten  mit  weißen,  jener  der 
Regenzeit  mit  violett  überhauchten  Binden,  entweder  auf  hell  oder  dunkelrotbraunem  Grunde.  $  ähnlich 
selenophora-Q,  gelblich  bis  graubraun,  manchmal  mit  goldigem  Schimmer.  Doherty  fand  zeroca  im  Kumaon- 
Himalaya  von  2 ■ — 3000'  in  sehr  variablen  Exemplaren,  in  Sikkim  trifft  man  die  Art  vom  Terai  bis  zu  etwa  1200  m 
von  März  bis  Dezember.  Sonstige  Fundplätze  Bhutan,  Assam,  Karen-Hills;  letztere  Form  dürfte  identisch 
galaesus.  sein  mit  galaesus  subsp.  nov.  (123  e),  einer  kleineren  Rasse,  welche  schmälere  weiße  Medianfelder,  aber  markan¬ 
tere  Apicalmakeln  der  Vflgl  führt  als  die  Trockenzeitform  von  zeroca.  Unterseits  mit  markanteren  medianen 
Flecken.  $  auffallend  durch  lichtgelbe  an  den  Rändern  rötlich  ockerfarbene  Binden,  welche  auffallend  mit  den 
rauchbraunen  Streifen  von  zeroca  kontrastieren.  Unterseite  mit  rotbraunem  Costalgebiet,  die  übrigen  Flglpar- 
meinippus.  tien  graubraun.  Siam  von  mir  auf  300  m  Höhe  im  Januar,  Trockenzeit,  gesammelt.  —  meinippus  subsp.  nov., 
wenngleich  in  der  regenarmen  Periode  gefangen,  schließt  sich  in  der  Färbungstendenz  und  Fleckenanlage  der 
Regenzeitform  von  zeroca  an;  Apicalmakeln  der  Vflgl  feldend  oder  verwischt,  weißes  Medianfeld  eher  breiter  als 
bei  Assam-d'cJ  von  zeroca.  Unterseite  dunkel  rotbraun.  $  der  Regenzeitform  so  ähnlich  nefte  matthiola  Q  ( 124b) 
ienuifas-  und  so  verschieden  von  zeroca -$,  daß  ich  es  1906  für  eine  nefte-Q- Form  hielt  und  tenuifasciata  Frühst.  (124  b) 
ciaia.  bezeichnete.  Durch  die  größere  Gestalt  und  die  rötlich  ockergelben  Binden  entfernt  es  sich  auch  von  galaestis-Q. 
Unterseite  licht  kaffeebraun  mit  goldiger  Nuance.  Tonkin,  Chiem-Hoa,  August — September  von  mir  gefunden. 

P.  cama  die  ansehnlichste  Pantoporia  des  nördlichen  Indiens,  von  allen  anderen  bunten  Arten  sofort 
mit  Sicherheit  zu  unterscheiden  durch  den  rotgelben  Subapicalfleck  der  Vflgl,  welcher  je  nach  der  Lokalität 
an  Ausdehnung  variiert.  Beide  Figl  mit  einem  peripherisch  prächtig  lichtblau  oder  violett  umsäumten  rein 
weißen  Medianfeld.  Unterseite  vorherrschend  blaß  rötlich  ockergelb  mit  scharf  abgesetzter  weißlicher  aber  in¬ 
tensiv  violett,  purpurn  oder  fleischfarben  überhauchter  Submarginalbinde  der  Hflgl;  £  oberseits  schwarz  mit 
ausgedehnten  hell  oder  dunkel  ockergelben  Bändern.  Unterseite  mit  jener  des  J  übereinstimmend.  Die  beiden 
cama.  bekannten  kontinentalen  Rassen  unterliegen  dem  Saisondimorphismus.  —  cama  Moore  umschreibt  die  Regen¬ 
zeitform,  zeigt  roten  Basalstrich  der  Zelle  der  Vflgl.  Unterseite  braungelb  mit  dunkleren  Medianschatten.  $ 
camida.  (123  c)  führt  schmale  rötlich-gelbe  Streifung  der  Oberseite.  - — -  camida  Frühst.,  die  Form  der  regenarmen  Periode 
bleibt  habituell  kleiner,  der  rötliche  Zellstreif  fehlt  oder  ist  obsolet,  die  Unterseite  matter,  fahl  gelb  ohne  dunkle 
Medianmakeln  der  Hflgl.  $  oben  mit  breiteren,  blasser  gelben  Feldern  (123  c).  Auf  Höhen  von  2 — 5000  Fuß 
camasa.  vom  Kumaon-Himalaya  bis  Assam.  sehr  häufig,  besonders  in  Assam,  $  seltener.  - — -  camasa  Frühst.  (123  c) 
eine  Lokalform  von  cama,  die  durch  ihre  Größe,  die  ungewöhnliche  Verbreiterung  der  weißen  Apicalflecke  der 
Vflgl  und  die  ausgedehnteren  weißen  Binden  auf  allen  Flgln  gekennzeichnet  ist.  Die  Umgrenzung  der  Wei߬ 
binden  ist  gleichfalls  vorgeschritten  und  von  hell-  anstatt  dunkel-violetter  Tönung.  Die  Färbung  der  Flgl- 
Unterseite  hält  die  Mitte  zwischen  cama  und  camida.  Tonkin,  Than-Moi,  Juni,  Juli,  in  ca.  1000'  Höhe.  - — - 
zoroastes.  zoroastes  Bf  Ir.,  eine  hervorragende  Inselrasse,  wurde  neuerdings  von  Herrn  Sauter  in  Anzahl  geliefert,  und  die¬ 
sem  Herrn  ist  auch  die  Entdeckung  des  $  zu  verdanken.  $  von  cama-  und  camasa- differenziert  durch 
erheblich  kleineren  rotgelben  Subapicalfleck  und  das  Fehlen  des  roten  Zellstreifens  der  Vflgl.  Medianfeld  ver¬ 
schmälert,  etwas  dunkler  blau  umgrenzt.  Unterseite  den  insularen  Charakter  dokumentierend  durch  Verdunke¬ 
lung  der  Grundfarbe,  welche  braungelb  genannt  werden  kann.  Submarginalbinde  der  Hflgl  schmaler  als  bei 
cama,  purpurn  überflogen.  $  oberseits  mehr  dem  camida  $  gleichend  mit  in  der  Mitte  aufgehellten  licht  ocker¬ 
farbenen  Binden,  die  nur  etwas  eingeengterscheinen,  unterseits  aber  erheblich  schmäler  sind  als  bei  kontinenta- 


PANTOPORIA.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


633 


Ausgegeben  25.  X.  1912. 

len  $$.  Häufig  im  gebirgigen  Formosa;  bei  Polisha,  Chip-Chip  und  am  Lehiku-See,  im  Juli. 

P.  ambra  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluß  von  Java  und  ist  zweifellos  eine  Vikariante  der 
vorigen  Art.  $  oben  mit  erlöschendem  roten  Praeapicalfleckchen,  schmaler,  nur  noch  geringfügig  blau  umrahm¬ 
ter  Medianpartie  aller  Figl  und  deutlicher  weißer  statt  matt  durchscheinender  rauchgrauer  Submarginalbinde 
der  Hflgl.  Die  Unterseite  dunkler  als  bei  cama,  alle  hellen  Binden  verschmälert  .  $  ebenfalls  durch  sehr  schmale 
Streifchen  ausgezeichnet  .  Drei  scharf  getrennte  Ortsformen,  von  welchen  der  sumatranischen  nahezu  Speziesrecht 
zusteht,  ambra  Stgr.  (124  a)  ist  unterseits  dunkelbraun  mit  grünlichem  Schimmer  und  intensivem  purpurnen  ambro,. 
Anflug  der  weißen  Streifen.  Dieses  ist  ausgezeichnet  durch  die  spitze  Figlform  und  ähnlich  wie  bei  cama 
angelegten,  aber  ungewöhnlich  verschmälerten  rötlichgelben  Subapical-  und  Medianbinden,  die  reduzierter 
sind  als  bei  anderen  Atliyma-  und  Pantoporia- Weibchen  und  in  der  Färbung  an  Neptis  ananta  Moore ,  in  der 
Gestalt  an  Neptis  anjana  Moore  erinnern.  Die  Unterseite  ist  kaffeebraun  mit  dunkel  rotbraunen  und  weißlich¬ 
violetten  Binden.  Nord-Borneo,  nicht  häufig  amKina-Balu  in  etwa  1200  m  Höhe,  $  bisher  nur  in  einem 
Exemplar  meiner  Sammlung  bekannt.  —  assa  Nicev.  (124  c)  differiert  von  ambra  durch  den  deutlichen  weißen  assa. 
Zellstreifen,  markantere  rote  Fleckung  der  Vflgl  und  die  fast  doppelt  so  breite  äußere  Binde  der  Hflgl.  Die 
Unterseite  lichter  rotbraun,  mit  vermehrter  Weißzeichnung.  $  nach  Moore  in  einem  Stück  in  der  Sammlung 
Grose-Smith,  dem  ambra- $  ähnlich.  Auf  den  Bergen  Sumatras  von  1000  m  an  aufwärts,  ziemlich  selten,  mir 
außer  vom  Battak-Plateau  auch  aus  den  Padang-Bovenlanden  vorliegend.  —  gynea  Swinh.  bisher  nur  in  gynea. 
drei  Exemplaren  aus  Perak  gekommen,  ist  unterseits  sehr  ähnlich  assa,  zeigt  aber  eine  mehr  an  cama  gemahnende 
prominente  rotorangefarbene  Praeapicalmakel. 

P.  nefte  und  ihre  Ausläufer  bilden  das  polychrome  Element  in  der  Gattung  und  nebenher  geht  eine 
Tendenz  zu  sexuellem  Divergieren  in  der  Färbung  und  Figlform  von  frappantester  Erscheinung.  Da  außerdem 
Neigung  zu  individueller  Abweichung  und  bei  mehreren  Rassen  auch  noch  Anlagen  zur  Ausbildung  klimatischer, 
also  saisondimorpher  Formen  vorhanden  sind,  so  wird  die  Identifizierung  des  Zusammengehörigen  vielfach 
erschwert.  Die  heteromorphen  $  sind  deshalb  entschuldbarer  Weise  fast  alle  als  distinkte  Spezies  beschrieben 
und  einige  englische  Autoren  begingen  noch  in  jüngster  Zeit  Fehler  in  der  Betrachtung  der  sexuellen  Zuge¬ 
hörigkeit.  )]  All  den  vielen  ne/fe-Formen  ist  gemeinsam  ein  unbedeutender  weißlicher  oder  rötlicher  Praeapical- 
punkt,  eine  prominente  transcellulare  Schrägbinde  sowie  ein  weißer  Zellstrich  der  Vflgl  der  c?c?-  Hflgl  von  zwei 
weißen  Binden  durchzogen,  von  welchen  die  vordere  stets  breiter  erscheint  als  die  submarginale.  Die  $$  glei¬ 
chen  dem  $  von  P.  cama,  von  welchen  sie  unterseits  durch  steiler  gestellte  helle  Felder  differieren.  Bei  den 
kontinentalen  Rassen  markieren  sich  Zeitformen,  während  makromalayische  $$  polychrom  sind  und  eine 
Form  oberseits  neptoid graubraun,  die  andere  rotbraun  gebändert  ist.  Rp  nur  von  der  vorderindischen  Rasse 
bekannt  auf  Glochidion-Arten  (Euphorbiaceen),  und  Mussaenda  frondosa,  der  bekannten  Rubiacee,  welche 
Orniihoptera  paradisea  auf  Neu-Guinea  anzieht.  Rp  cylindrisch  mit  sechs  Reihen  fein  verzweigten  Dornen, 
die  dorsalen  länger  als  die  lateralen  und  die  auf  dem  dritten  und  vierten  Segment  wiederum  länger  als  die 
übrigen,  das  zweite  Segment  aber  völlig  unbewehrt.  Die  Basis  der  Füße  mit  einfachen  kurzen  Stacheln  besetzt. 

Farbe  grün  mit  einem  großen  braunem  Fleck  am  neunten  Segment.  Kopf  dunkelbraun,  außerdem  noch 
mit  kurzen  einfachen  braunen  Stacheln  und  weißen  Tuberkeln  besetzt.  Pp  gleicht  jener  von  P.  ranga  Moore 
doch  die  hinteren  dorsalen  Anhängsel  länger  und  mehr  nach  außen  gebogen  (nach  David  sox  und  Aitkex).  — - 
inara  Dbl.  (124  e)  differiert  von  cama  durch  die  beide  Figl  durchziehende  rötliche  Submarginalbinde  der  Ober-  inara. 
seife  der  damit  zugleich  die  farbenprächtigste  Form  der  Kollektivart  darstellend.  Das  $  variiert  erheb¬ 
licher  als  der  $  in  der  Trockenzeit  und  führt  oberseits  sehr  breite  lichtgelbe  Binden  (123  d),  während  es  unter¬ 
seits  vom  sonst  gleichartigen  cama-Q  differenziert  ist  durch  eine  lichte  aber  inkomplette  Halbbinde  der  Hflgl, 
welche  nicht  wie  bei  cama  scharf  abgesetzt  den  ganzen  Figl  durchzieht,  sondern  bereits  an  der  vorderen  Mediana 
endet.  Das  $  der  Regenzeitform,  inarirsa  Btlr.  (123  c)  ist  unterseits  dunkler  braungelb  mit  markanten  bei  inarina 
cama  zumeist  fehlenden  rotbraunen  Medianmakeln,  die  auch  beim  der  Regenzeitform  deutlicher  zu  Tage 
treten  als  beim  cama-$\  in  der  Form  der  Trockenperiode  inara  aber  nur  selten  auch  nur  angedeutet  sind.  Häu¬ 
fig  von' Nepal  bis  Assam  auf  nicht  zu  großen  Erhebungen.  Die  Exemplare,  welche  aus  Süd-Indien  gemeldet 
Werden,  dürften  einer  besonderen  Arealrasse  angehören,  wie  denn  auch  Birma  inara  bereits  übergehen  in  asita  asita. 
Moore  (123  e),  welche  wiederum  in  zwei  Zeitformen  zerfällt:  asita  Moore,  welche  wohl  der  Trockn¬ 
zeit  zuzuschreiben  ist,  mit  weißer  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  im  allgemeinen  schmäleren  w'eißen 
Binden,  Unterseite  dunkler  braun  als  bei  inara  und  inarina-,  während  Exemplare  der  Sommer¬ 
monate,  asitina  Frühst.,  statt  einer  weißen  eine  schmälere  gelbrote  Submarginalbinde  der  Hflgl  tragen,  asitina. 
Das  $  von  asitina  erscheint  oberseits  rötlich  ockergelb,  jenes  von  asita  bleicher  und  hat  namentlich  unterseits 
schmälere  lichte  Felder.  Aus  Birma,  Tenasserim  und  den  Shanstates  bekannt,  von  mir  in  Tonkin  im  August- 
September,  der  Trockenperiode,  gesammelt,  asita  verbindet  inara  mit  den  makromalayischen  ?ie/£e-Rassen. 

—  seitzi  Frühst.  (124  e).  Die  dieser  Lokalrasse  nähern  sich  asita  Moore  von  Tenasserim  und  Tonkin  durch  die  seitzi. 
weiße  Färbung  der  Submarginalbinde  der  Hflgl- Oberseite,  sind  jedoch  leicht  von  ihnen  zu  trennen  durch  die 
breitere,  weiße  Medianbincle  der  Vflgl,  die  zudem  von  einem  hell-  anstatt  dunkelvioletten  peripherischen  Schimmer 
umrandet  ist.  Das  $  hält  die  Mitte  zwischen  inarina  Butt.  £  aus  Sikkim  und  tenuifasciata  Frühst,  aus  Tonkin, 


IX 


80 


634 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fritiistorfer. 


sowohl  in  der  Orangefärbung  als  auch  in  der  Gestalt  und  Ausdehnung  der  braungelben  Binden  der  Vflgl.  Diese 
Binden  sind  demnach  weder  so  hell  gelbbraun  wie  bei  Sikkim-^  noch  so  dunkel  wie  bei  Tonkin-^,  ferner  etwas 

schmäler  als  bei  inarina  und  merklich  breiter  als  bei  tenuifasciata.  $  Unterseits  entfernt  sich  seitzi  durch  ein 
verwaschenes,  hell  kaffeebraunes  $  sowohl  von  dem  hellgelben  inara-Q  als  auch  von  der  dunkel  kakaofarbenen 
Unterseite  der  tenuifasciata Hongkong,  von  Dr.  Seitz  gesammelt.  Nicht  selten  vom  Dezember  bis  Mai, 
nivifera .  bevorzugt  die  Büten  von  Poinsettia,  eine  zweite  frische  Brut  erscheint  Ende  März.  Als  nivifera  Btlr. 
bezeichnet  Bingham  die  distinkte  Zweigrasse  der  Malayischen  Halbinsel,  welche  nordwärts  bis  zum 
Mergui  Archipel  vordringt  und  dort  allmählich  in  asita  Moore  übergeht,  nivifera  wurde  auf  CC 
subrata.  von  Perak  begründet,  der  Name  muß  aber  vor  dem  älteren  subrata  Moore  zurücktreten,  wenngleich 
Moore  damit  nur  das  seltene  graubraune  dem  gandara-Q  (124b)  ähnliche  $  der  Malayischen  Halbinsel  um- 
neftina.  schrieben  hat.  Das  neben  subrata  vorkommende  häufigere  mehr  orangerote  $  wurde  1906  von  mir  als  neftina 
Frühst,  abgetrennt.  Es  gleicht  dem  cama-Q,  seitzi und  noch  mehr  matthiola (124  b),  ist  aber  durch  fast 
matthiola.  doppelt  so  breite  rötlichgelbe  Felder  leicht  von  matthiola  zu  separieren.  ■ —  matthiola  subsp.  nov.  (124  b)  diffe¬ 
riert  von  nivifera  durch  erheblich  schmälere  weiße  Binden  der  $$,  wie  braune  und  rotgelbe  Bänder  der  beiden 
$$-Formen.  Type  aus  Nord-Borneo,  auch  in  großer  Zahl  aus  dem  Südosten  und  Pontianak  in  meiner  Sammlung. 
subratina.  ■ —  subratina  subsp.  nov.  hält  die  Mitte  zwischen  nivifera  Btlr.-tf  und  matthiola  Frühst.-^  in  der  Weise,  daß  die 
weißen  Felder  etwas  schmäler  erscheinen  als  bei  nivifera,  dagegen  breiter  als  bei  matthiola.  Im  selben  Verhält¬ 
nis  differieren  auch  die  beiden  ^-Formen,  von  denen  sich  im  gesamten  makromalayischen  Gebiet  die  rote  als  die 
häufigere  erweist.  Es  gibt  auch  hiervon  als  Anklang  an  P.  nefte  asita  Moore  bleichere  und  satter  ockerfarbene. 
Häufig  in  Sumatra,  nach  Martin  mehr  in  der  Ebene,  mir  aber  auch  aus  dem  Padang  Bovenlande  aus  höheren 
nefte.  Lagen  zugegangen.  - —  Eine  ähnliche  Form,  den  Uebergang  bildend  zu  nivifera  auch  auf  Banka.  —  nefte  Cr. 
(124  b),  ein  typischer  Java-Falter,  kenntlich  an  den  breit  ausgeflossenen  weißen  nur  leichthin  blau  oder  violett 
überflogenen  Medianfeldern,  den  ansehnlichsten  unter  allen  Zweigen  der  Gesamtart.  Das  gleichfalls  auffallend 
gandara.  breitbindige  ockerfarbene  $  kannte  bereits  Gramer,  während  das  graubraune  den  Namen  gandara  Fldr.  (124  b) 
empfangen  hat.  Ost-javanische  $$  der  beiden  Färbungsrichtungen  sind  fahler  als  west- javanische  Stücke, 
cordigera.  in  der  Regel  auch  kleiner.  Ueberall  auf  Java  bis  etwa  700  m  Höhe.  — -  cordigera  Frühst.  (124  c)  schließt  sich 
eng  an  nefte  an,  ist  jedoch  oberseits  reicher  blau  umzogen  und  die  weißen  Partien  nicht  ganz  so  ausgedehnt 
als  bei  javanischen  Es  ist  bisher  nur  die  ockerfarbene  $-Form  bekannt,  welche  oberseits  dem  subratina 
von  Sumatra  gleicht  ,  jedoch  durch  verengte  vordere  Binde  der  Hflgl  zu  trennen  ist.  Das  $  auch  unterseits 
dunkler  braun  gebändert  und  lebhafter  rötlich  getönt  als  alle  übrigen  Vikarianten.  Batu-Inseln. 

rufula.  P.  rufula  Nicev.,  die  eigentümliche  ne/te-Repräsentantin  der  Andamanen,  entfernt  sich  vom  insularen 

und  kontinentalen  nefte- Stamm  so  erheblich,  daß  sie  als  Spezies  aufzufassen  ist.  Die  Geschlechter  werden  sich 
glora.  ziemlich  ähnlich,  das  $  bildet  allenfalls  eine  Transition  zu  P.  glora  Kheil  (124b),  deren  $  durch  die  orangefarbige 
Submarginalbinde  der  Hflgl  an  asitina  Frühst,  und  inara  Dbl.  erinnert,  während  sich  die  CC  noch  recht  enge  an 
nefte  Cr.  von  Java  anschließen,  dagegen  das  Kolorit  der  Unterseite  viel  Uebereinstimmendes  mit  subrata 
Moore  bewahrt  hat.  glora -<$  nähert  sich  cordigera-^,  doch  sind  die  Medianflecken  der  Oberseite  ausgedehnter 
blau  violett  überhaucht  und  die  blaue  Bestäubung  reicht  manchmal  bis  zur  Zellwand.  Sehr  häufig  auf  der 
Insel  Nias. 

P.  marguritha  ein  hoch  entwickelter  Seitenzweig  der  nefte-Cr.- Serie  vereinigt  in  sich  die  Charaktere 
zweier  Pantoporia- Arten.  Der  bewahrt  noch  den  we/te-Typus,  während  das  $  in  Figlform  und  Färbungs¬ 
charakter  sich  viel  mehr  jadavaFldr.  aus  der  selenophora  Koll. -Reihe  nähert.  Für  marguritha  gilt  die  Regel,  daß 
bei  den  Schmetterlingen  geringe  Ursachen  große  Veränderungen  hervorrufen;  einige  Breitengrade,  dazu  das 
Klima  der  Satellit-Inseln  und  eine  neue  Art  (wie  wir  sie  durch  Mutation  entstanden  und  ausgereift  uns  denken 
marguritha.  könnten)  ist  fertig.  Von  marguritha  sind  bisher  zwei  Formen  in  meiner  Sammlung  vereinigt :  marguritha  Frühst. 

(124  a).  Lombok,  April,  Juni,  in  2000'  Höhe.  Sehr  selten.  Unterseite  matter  als  bei  allen  übrigen  ire/te-Vikarian- 
glorifica.  ten-$  nur  wenig  heller  graubraun  als  das  <$.  - —  glorifica  Frühst,  differiert  von  der  Lombok-Rasse  durch  die 
erheblich  verbreiterten  und  aufgehellten  weißen  Meclianbinden  aller  Figl,  die  zudem  reicher  violett  umgrenzt 
sind.  Die  weißen  Subapicalmakeln  gleichfalls  ansehnlicher  und  auf  der  Hflgl-Oberseite,  über  der  Subme¬ 
dianader  finden  wir  einen  großen  runden  Punktfleck,  der  bei  marguritha  kaum  angedeutet  ist.  Die  Grundfär¬ 
bung  der  Figlunterseite  dunkler,  die  Weißzeichnung  ausgedehnter  und  prägnanter  als  bei  marguritha.  Sehr 
selten  auf  Sumba;  Doherty  hat  nur  1  $  auf  1000  m  Erhebung  gefangen.  In  der  Kollektion  Frfhstorfer 
sind  2  $$  aus  Sumba,  2  und  1  $  aus  Sumbawa  vereinigt.  SumbaWa-$$  in  meiner  Sammlung  entfernten 
sich  von  marguritha.  durch  die  reichlich  23  breitere  iveiße  Submarginalbinde  der  Hflgl,  ein  Charakteristikum, 
das  sich  auf  der  Unterseite  noch  ausgeprägter  wiederholt,  marguritha  dürfte  wohl  auf  Flores  und  Timor  noch 
entdeckt  werden.  Auf  den  übrigen  kleinen  Sunda-Inseln  und  in  Celebes  fehlen  ne/te- Vertreter,  um  erst  auf  den 
Philippinen  wieder  zu  erscheinen. 

maena.  Dort  treffen  wir  nefte  als  P.  maena,  von  der  *wir  drei  Formen  kennen:  maena  Fldr.  Die 

Oberseite  hat  etwa  die  Zeichnung  von  asita.  Moore,  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  gelblich  oder 
weißlich,  auch  die  Unterseite  charakterisiert  durch  lehm-  oder  ockergelbe  Medianpartie  aller  Figl.  $  auffallend 
semperi.  schmalbindig.  Type  von  der  Insel  Burias  nahe  Luzon.  - —  In  semperi  Moore  (nom.  nud.)  wurde  die  südlichere 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


635 


Rasse  der  Gesamtart  umgetauft,  welche  Semper  von  Mindanao  abbildet.  mit  sehr  breiter  ockergelber  äußerer 
Binde  der  Hflgl.  $  mit  wie  bei  P.  magindana  Semp.  angelegten  äußerst  schmalen  ockerfarbenen  Streifen,  welche 
nach  Semper  im  Farbenton  die  Mitte  halten  zwischen  nejte  6V.-$  und  der  $-Form  gandara  Fldr.  und  .  -Form 
subrata  Moore.  Flugzeit  vom  März  bis  Dezember.  Von  Bohol  und  den  mittleren  Philippinen  sind  weitere  Insel¬ 
rassen  zu  erwarten.  —  maenides  Frühst.  (124a)  :  Subapicalflecke  derVflgl  schmäler,  durch  breite,  schwarze  maenides. 

Adern  isolierter  als  bei  maenas  von  Mindanao.  Subbasalbinde  der  Hflgl  ausgedehnter  weiß,  die  Submarginalbinde 
dagegen  weiß  anstatt  gelb.  Die  Unterseite  hat  den  ausgesprochenen  melanotischen  Charakter  der  Adjacent- 
Inseln.  Die  Grundfarbe  ist  schwarz  anstatt  gelbbraun,  die  Weißfleckung  reduzierter,  dafür  erweitern  sich  alle 
schwarzen  Makeln  und  Binden.  Insel  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Doherty  gesammelt. 

Auf  Palawan  fliegt  die  hochaparte  P.  speciosa  Stgr.  Grundfarbe  lichtbraun  mit  goldigem  Schimmer,  speciosa. 
Medianpartie  ungewöhnlich  verbreitert,  Zelle  im  oberen  Teil  violett  überstäubt.  Das  $  zeigt  schmälere  weiße 
Partien,  auch  fehlt  der  violette  Anflug  der  Vflglzelle.  Unterseite  gelbbraun  mit  matt  weißen  Feldern,  welche 
beim  $  distal  von  einer  gelbbraunen  Binde  umgrenzt  werden,  welche  nach  oben  leichthin  durchschlägt.  Basal¬ 
partie  der  Hflgl  wie  bei  allen  %e/fe- Vikarianten  lichtblau  bezogen.  Insel  Palawan,  Januar,  sehr  selten.  —  pre-  precio.sa. 
ciosa  subsp.  nov.  bewegt  sich  in  derselben  Zeichnungsrichtung  wie  speciosa,  nur  erscheint  die  violette  und  weiße 
Partie  der  Vflgl  der  $3  sowie  die  mehr  gelblich  weiße  Binde  der  Hflgl  der  $$  oberseits  ausgedehnter.  Die  Unterseite 
dokumentiert  Satellitinsel  Eigentümlichkeit  durch  verdunkelte  Gesamtfärbung  und  eingesprengte,  markantere, 
satter  braune  Flecken  in  der  Basalzone  aller  Figl.  Insel  Balabac,  Type  in  der  Sammlung  Staudinger,  Berlin. 

P.  kasa  zählt  zu  den  veränderlichsten  Philippinenspezies.  Auf  Luzon  finden  wir  zwei  Saisonformen, 
auf  den  südlicheren  Inseln  Lokalrassen,  so  daß  sich  die  kasa- Verwandten  einstweilen  gruppieren  lassen  als: 
kasa  Moore  (124  f),  ein  Name  der  sich  auf  die  Regenzeitform  bezieht.  $  ansehnlicher,  alle  Binden  ausgedehnter  kasa. 
und  reiner  weiß,  Zellstreifen  und  Submarginalband  der  Hflgl  rauchbraun.  Unterseite  prächtig  gelb,  an  Athyma 
per  ins  L.  gemahnend  nur  apicalwärts  braun  nachdunkelnd.  Basis  aller  Figl  lichtblau.  Medianzone  der  Hflgl 
mit  zwei  Reihen  von  Schwarzpunkten.  — -  kasina  Frühst.  Alle  weißen  Binden  und  Flecke  ausgedehnter.  Die  leasina. 
Medianbinden  aller  Figl  geradliniger  verlaufend.  Submarginalbinde  der  Hflgl-Unterseite  breiter  als  bei  kasa, 
ebenso  ausgedehnt  als  bei  parakasa  Semp.  Rp  hat  Dr.  Koch  entdeckt  und  Semper  abgebildet.  Dieselbe  ist 
smaragdgrün  mit  hellgrünen  Wärzchen;  auf  der  Bauchseite  braunrot  ebenso  das  achte  Segment.  Kopf  schwarz 
mit  weißen  Warzen.  Futterpflanze  eine  Euphorbiacee  mit  dem  tagalischen  Namen  ,,Bignay“,  vermutlich 
zur  Gattung  Antidesma  gehörig.  Häufig  auf  Luzon  vom  Januar  bis  Oktober.  Auch  auf  den  Babuyanes. —  big-  bignayana. 
nayana  Frühst,  differiert  von  kasa  durch  bedeutend  verbreiterte  Zellstreifen,  Subapicalstrigae  und  Medianbinden, 
sowie  Ultrazellularflecken  der  Vflgl.  Auch  die  Submarginalbinde  der  Hflgl  erscheint  deutlicher  angelegt.  Type 
von  der  Insel  Guimaras,  auf  welcher  sich  alle  Tagfalter  in  hervorragendem  Maße  verändern.  Von  Pollilo  hat 
Semper  ähnliche  Exemplare  in  seiner  Sammlung.  —  parakasa  Semp.  von  Cebu  und  den  Camotes-Inseln  steht  parakasa. 
im  lebhaften  Gegensatz  zu  bignayana  durch  verschmälerte  weiße  Makeln  und  Medianbänder  aber  prägnantere 
rein  weiße  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Flugzeit  Februar.  ■ — -  privata  Frühst.  Die  weißen  Binden  und  Flecke  privata. 
der  Flgloberseite  ähnlich  wie  bei  parakasa  Semp.  und  viel  schmäler  als  bei  kasa  Moore,  Regenform.  Von  para¬ 
kasa  differiert  privata  durch  die  gelbbraune  anstatt  weiße  Submarginalbinde  der  Hflgl-Oberseite.  Diese  Binde 
ist  auf  der  Hflgl-Unterseite  erheblich  schmäler  als  bei  kasa  und  selbst  parakasa.  Heimatsinsel  unbekannt,  am 
Museum  in  Berlin  mit  der  Bezeichnung  „Philippinen“  versehen. 

P.  tarpa  Stgr.,  die  zweite  nur  auf  Palawan  heimische  Spezies  der  Gattung,  gehört  vermutlich  in  den  tarpa. 
Formenkreis  der  P.  kasa.  Nach  Staudinger  ist  nur  ein  $  in  seinen  Besitz  gekommen.  Oberseite  schwarz, 

Zeichnung  wie  bei  kasa.  Unterseite  braun  mit  deutlicher  weißer  Submarginalbinde,  welche  nach  innen 
von  größeren  schwarzen  Makeln  als  kasa  besetzt  ist.  Die  braune  Basalbinde  der  Hflgl  nicht  schwarz  punktiert 
wie  bei  kasa. 

P.  godmani.  Diese  aparte  Art  erinnert  etwas  an  maenas  Fldr.  und  an  subrata -<$  aus  der  nefte- 
Gruppe,  ist  aber  von  dieser  leicht  zu  trennen  durch  die  nicht  dimorphen,  also  Männchen  ähnlichen  Weibchen. 

Nur  zwei  Rassen  sind  bekannt:  godmani  Stgr.  Zeichnung  der  Oberseite  wie  bei  reducta  (123  e).  Unterseite  godmanni. 
lichtbraun  mit  schwarzbraunen  Submarginalmakeln  und  einer  violetten  Anteterminalbinde.  Medianzone  mit 
ansehnlichen  tiefbraunen  Flecken.  Insel  Palawan,  bisher  nur  dort  und  dem  Inselchen  Balabac  gefunden. 

Auf  letzterer  treffen  wir  eine  Form  reducta  Frühst.  (123  e).  <$  oben  dunkler  als  Palawan-^,  fast  tiefschwarz,  reducta. 
Alle  weißen  Binden  aber  dennoch  verbreitert.  Unterseite  durch  markantere  schwarze  Fleckung  und  schärfere 
Bänderung  charakterisiert.  $:  Kleiner,  Figl  schmäler,  rundlicher.  Weißfleckung  der  Vflgl,  namentlich  jene 
der  Medianbinde  schmäler;  Subbasalbinde  der  Hflgl  mit  violettem  Schiller  übergossen.  Die  schwarz- 
braune  Postdiscalbinde  gleichfalls  mehr  gebogen,  prononzierter.  Die  daran  anschließende  Submarginalbinde 
viel  heller,  die  Marginal-  und  Antemarginalbinde  breiter,  dunkler.  Balabac,  Dezember,  $  in  meiner  Sammlung, 
d'-Type  in  Koll.  Staudinger. 

P.  venata  Stgr.  Steht  P.  godmani  am  nächsten,  doch  tritt  bei  ihr  die  braune  Färbung  nur  in  der  Zelle  venata. 
und  distal  an  den  Rippen  strahlenförmig  auf.  Der  weißen  Fleckenreihe  derVflgl  fehlt  die  mittlere  Komponente. 

Unterseite  schmutzig  grüngrau,  wie  bei  nefte-<$<3.  Vflglzelle  nicht  weiß  gestreift,  sondern  nur  im  basalen 
Teile  grünlich  bereift.  Insel  Palawan,  nur  ein  Paar  bekannt. 

P.  separata  Stgr.  wiederum  bisher  nur  auf  Palawan  beobachtet  und  ein  Charakterfalter  der  Insel,  separata. 


636 


PANTOPORIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Oberseite  schwarz  mit  einer  aus  acht  Makeln  bestehenden  weißen  Binde.  Hflgl  mit  einer  ebensolchen  Querbinde 
vor  der  Mitte.  Unterseite  schmutzig  braun  mit  einer  bräunlichen  Submarginalbinde,  in  welcher  eine  Reihe 
spitzer  schwarzer  und  eine  Serie  weißlicher  Fleckchen  stehen. 

guiama.  P.  gutama.  Diese  eigentümliche,  ausgefallene  Art  ist  häufig  auf  Palawan,  scheint  aber  auf  den  übrigen 

Philippineninseln  nur  selten  vorzukommen,  denn  sie  ging  mir  aus  Luzon  und  Bazilan  nicht  zu.  Die  Spezies 
muß  auf  einer  ganzen  Reihe  der  mittleren  und  östlichen  Philippinen  noch  entdeckt  werden.  —  Einstweilen 
kennen  wir  nur  gutama  Moore,  oberseits  auffallenderweise  viel  dunkler  als  die  südphilippinische  Rasse.  Sub- 
apicalmakeln  kleiner  Zelle  partiell  weiß  statt  durclrweg  graubraun  gestreift.  Unterseite  mit  ausgedehnteren, 
teldeniyn.  schwarzen,  reduzierten  gelbbraunen  Binden.  Luzon,  im  Juni,  Mindoro,  Guimaras.  —  teldeniya  subsp.  nov. 

(123e  als  gutama),  eine  distinkte,  heller  gefärbte  Inselrasse  mit  intensiven  braungelben  Streifen  der  Zelle  der  Vflgl 
und  ebensolcher  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Unterseite  von  ausgedehnteren  und  fahler  braunen  Bändern 
durchzogen,  als  Luzon  und  Mindoro-Exemplare.  Palawan,  Januar,  nicht  selten. 

P.  epiniethis  ist  selten  in  den  Sammlungen.  Semper  empfing  nur  2  das  $  war  ihm  noch  unbekannt. 
Das  $  ist  dem  £  sehr  ähnlich,. wie  üblich  größer,  von^rundlicheremJFlglschnitt,  mit  ausgebreiteteren  Makeln 
und  Binden,  die  etwas  lichter  als  beim  $  getönt  sind,  aller  Merkmale,  die  sich  auf  der  Unterseite  wiederholen. 
Nach  meinem  Material  zögere  ich  nicht,  gordia  Fldr.,  die  bisher  als  Spezies  galt,  als  Lokalform  mit  epimethis 
zu  vereinigen.  Der  Zeichnungscharakter  ist  derselbe,  nur  sind  bei  epimethis  von  Mindoro  alle  Binden  etc.  breiter 
und  auf  den  Hflgln  machte  sich  in  der  inneren  Submarginal  binde  eine  Reihe  von  sieben  schwarzen  Internerval¬ 
punkten  bemerklich,  die  an  Athyma  idita  Moore  und  asura  Moore  erinnern  und  bei  gordia-^C  bereits  obsolet, 
epimethis.  bei  dem  $  aber  völlig  verschwunden  sind.  - —  epimethis  Fldr.  gleicht  oberseits  der  abgebildeten  bazilana  (123  e), 
nur  führt  sie  ausgedehntere  und  beim  $  mehr  rötlich  braune  Streifung  der  Oberseite.  Die  Unterseite  licht  kaffee¬ 
braun,  mit  purpurn  überhauchter  weißlicher  Submarginal  binde  der  Hflgl,  Basis  und  Medianpartie  aller 
paragordia.  Figl  wie  bei  P.  kasa  schwarz  punktiert.  Mindoro,  Flugzeit  Dezember  und  Januar,  paragordia  Semp.  Nach  Sem- 
gordia.  per  hält  paragordia  die  Mitte  zwischen  kasa  Moore  und  gordia  Fldr. :  Bohol,  Januar  bis  November.  —  gordia 
Fldr.,  Type  auf  die  Regenzeitform  aus  Mindanao  basiert,  führt  schmälere  Streifung  der  Oberseite  als  epimethis. 
Unterseite  basalwärts  dunkel  gelb  distal  graubraun.  Die  Trockenzeitform  differiert  durch  weißliche  Subapical- 
gordina.  flecke  der  Vflgl  und  weiße  Hflglbinden  so  erheblich,  daß  ihr  ein  Name  gebührt,  als  welchen  ich  forma  gordina 
bazilana.  Frühst,  einführte.  Von  Mindanao,  nach  Semper  auch  auf  Camiguin  de  Mindanao  und  Leyte.  — -  bazilana 
Frühst.  (123  c),  Binden  und  Flecke  kleiner,  schmäler  und  heller  als  bei  gordia  von  Mindanao.  Zeichnung  der  Flgl- 
unterseite  schärfer  abgesetzt.  Bazilan,  Februar,  März,  von  W.  Doherty  gesammelt. 

P.  bruijni  hat  oberseits  Aehnlichkeit  mit  epimethis  und  gordia,  unterseits  mit  gutama,  die  sie  auf  einigen  In¬ 
seln,  wie  z.  B.  Bazilan,  zu  vertreten  scheint.  Mit  gutama  hat  sie  den  zusammenlaufenden,  nicht  eingeschnürten  und 
über  die  Vflglzelle  hinausreichenden,  bräunlichgelben Discoidal strich  gemeinsam.  Der  Zeichnungscharakter  der 
bruijni  und  ihrer  vikariierenden  Formen  nähert  sich  gewissen  Limenitis  von  Celebes,  so  daß  sich  Oberthür  dadurch 
cosmia.  verleiten  ließ,  eine  Lokalrasse  als  ,, Limenitis“  bruijni  zu  beschreiben.  Wir  kennen  bisher :  cosmia  Semp.  Oberseite 
sehr  ähnlich  epimethis  bazilana  Frühst.  ( 123e).  Binden  mehr  grünlichbraun,  steiler  gestellt.  Subapicalmakeln  der 
Vflgl  weißlich.  Unterseite  bunt, Basis  grünlichblau,  Binden  rein  weiß,  Medianzone  von  einem  gelben,  braun  umsäum¬ 
ten  Streifen  durchzogen.  Type  von  Bohol.  Verwandte  Formen  auf  den  Camotes,  Nord- und  Ost-Mindanao,  und  auf 
pindola.  Jolo.  —  pindola  Frühst.  Alle  Binden  schmäler,  reicher  schwarz  beschuppt,  wodurch  sie  namentlich  auf  der 
bruijni.  Flglunterseite  ein  dunkleres  Aussehen  bekommen.  Bazilan,  Februar,  März,  von  W.  Doherty  gesammelt,  bruijni 
Oberth.  hat  sowohl  ober-  wie  unterseits  bedeutend  schmälere  Streifung.  Insel  Sangir,  nur  in  wenigen  Exemplaren 
nach  Europa  gekommen.  Semper  verweist  auf  das  eigentümliche  intermittierende  Vorkommen  von  Arten 
mit  weißen  Figlbinden  bei  Athyma,  Limenitis  und  Neptis  der  Philippinen  und  der  Sangir-Inseln.  Auf  Luzon 
und  dann  wieder  ferne  im  Süden  auf  Palawan  leben  Arten  mit  dominierender  Weißzeichnung,  während  auf  den 
dazwischen  liegenden  Inseln  Mindanao  und  Mindoro  dieselben  Arten,  jedoch  mit  braunen  oder  gelblichen  Binden 
Vorkommen.  Dieser  intermittierende  Färbungscharakter  ist  vielleicht  ein  Anzeichen  dafür,  daß  sich  die  zu  den 
Athymiden  gehörigen  Arten  der  Philippinen  noch  im  Evolutionsstadium  befinden  und  einen  phylogenetisch 
jüngeren  Zweig  des  im  indischen  Gebiet  und  auf  der  malaiischen  Inselwelt  in  der  Entwicklung  zum  Teile  bereits 
abgeschlossenen  älteren  Stammes  darstellen. 

P.  sulpitia  (Bd.  1,  p.  187,  Taf.  61  c).  Diese  eigentümliche  Art  formt  den  Uebergang  von  der  Athyma- 
Pantoporia- Gruppe  zu  den  Limenitis  und  hat  große  Aehnlichkeit  mit  unserer  Limenitis  sibilla.  sulpitia  macht 
ganz  den  Eindruck  einer  paläarktischen  Spezies  und  wurde  bisher  nur  in  subtropischen  Regionen  Asiens  gefun¬ 
den;  so  weit  bis  jetzt  bekannt,  hat  sie  den  20.  Grad  nördlicher  Breite  nirgends  überschritten,  sulpitia  ist  eine 
entfernte  Verwandte  von  Limenitis  homeyeri  Tancre  und  venata  Leech ;  Arten,  mit  denen  sie  Moore  in  seinem 
ni-ngpoana.  ,,  Genus“  ,,  Par  athyma“  vereinigt  hat.  Von  sulpitia  sind  als  Ausläufer  zu  registrieren:  ningpoana  Fldr.  (Bd.  1, 
sulpitia.  p.  187,  Taf.  59  b).  Ningpo,  Zentral-  und  West-China.  —  sulpitia  Cr.  (Bd.  1,  p.  187,  Taf.  61c)  bewohnt  das 
südliche  China  und  wurde  von  mir  als  neu  für  Tonkin  nachgewiesen.  Ich  fand  den  Falter  im  lichten  Busch¬ 
wald  an  felsigen  Abhängen  des  Manson- Gebirges  und  auf  den  Kalkhügeln  bei  Than-Moi  in  Nord-Tonkin  vom 
April  bis  Juli  und  von  600- — 1000  m  Erhebung.  Lebensweise  genau  wie  bei  unserer  Lim.  sibilla  L.,  Welche 


LIMENITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


637 


im  ersten  Band  (181)  zu  Unrecht  in  L.  camilla  umgetauft  wurde.  In  Hongkong  im  März,  April  auf  Lantana- 
blüten.  —  adamsoni  Moore,  ist  nach  Moores  Figur  bemerkenswert  durch  die  schmale  Submarginal-  adamsoni. 
binde  der  Hflgl.  Birma,  bei  Bhamo;  häufig  im  Oktober,  November.  —  tricula  Frühst.  (12-fe  als  sulpitia)  tricula. 
bewegt  sich  in  derselben  Zeichnungs-Abweichung.  Alle  Weißflecken  verschmälert,  der  Zellstreif  der  Yllgl  schwärz¬ 
lich  überstäubt,  Unterseite  noch  dunkler  als  bei  ningpoana  die  weißen  Apicalfleckchen  der  Vflgl  kleiner. 

Formosa,  selten  nur  ein  Paar  in  der  Kollektion  Fruhstorfer. 

P.  socia  Swinh.  beschreibt  ihr  Autor  folgendermaßen:  Oberseite  schwarz.  Zeichnungen  rein  weiß,  socia. 
Zellstreifen  der  Vflgl  in  drei  gleiche  Teile  zerlegt,  der  letzte  distal  etwas  verdickt,  mit  einem  langen  speerför¬ 
migen  Transcellularfleck  im  Connex.  Außerdem  ein  breites  Subapicalband  aus  drei  durch  Adern  getrennten 
nahezu  quadratischen  Makeln  bestehend.  Außerdem  ein  kleiner  Punkt  vor  dem  Apex,  so  wie  drei  discale  intra- 
mediane  ovale  Flecken.  Vflgl  dann  noch  mit  zwei  bleichen  Anteterminallinien.  Hflgl  mit  einem  breiteren 
subbasalen  sowie  einer  discalen  wie  bei  selenophora-QQ  angelegten  Fleckenreihe  und  einer  blassen  Submarginal¬ 
linie.  Unterseite  bleichgrau  mit  rötlichem  Anflug,  die  Basis  grünlichblau  überpudert,  die  Bänder  sehr  breit, 
ebenso  die  Submarginallinie  verstärkt,  außerdem  weiße  Flecken  am  Rande.  Von  den  Salomonsinseln,  nach 
einem  $  das  zur  selenophora- Gruppe  gehören  soll.  Der  Fundort  ist  sehr  erstaunlich,  weil  im  gesamten  Papua- 
Gebiet  und  auch  auf  Australien  Pantoporiden  fehlen.  Die  Spezies  könnte  somit  nur  über  die  Philippinen  nach 
den  Salomonen  gelangt  sein. 


Gattung:  Bjimenitis  F. 

Zwar  habituell  aber  nicht  strukturell  voi \&Pantoporia  zu  trennen  und  im  Geäder  noch  unbeständiger, 
als  die  vorige  Gattung.  Selbst  die  Gestalt  der  Klammerorgane  ergibt  so  weitjlas  Material  untersucht  wurde, 
keine  stichhaltigen  Differenzialcharaktere.  Uncus  wie  bei  Pantoporia  nur  leicht  gebogen,  Scaphiumbildung 
noch  recht  schwach  entwickelt,  Valve  bei  vielen  Arten  mit  einem  dorsalen  Höcker  der  bei  Lim.  ( Moduza )  procris 
vermutlich  fehlt  oder  nur  gering  ausgebildet  ist.  Die  Valve  in  der  Regel  mit  chitinisierter  Spitze,  bei  procris 
mit  mehreren  Zähnen  bewehrt.  Verbreitung  über  die  gesamte  paläarktische,  orientalische  Region,  sowie  in 
Makro-  und  Mikromalayana  und  auffallend  vielen  Arten  auf  der  Insel  Celebes.  Auch  China  übertrifft  mit  13 
Arten  das  Kaiserreich  Indien,  welches  nur  von  9  Spezies  beheimatet.  Zumeist  Bewohner  der  gebirgigen 
Regionen,  nur  wenige  Arten  in  der  Ebene,  im  Himalaya  und  den  angrenzenden  Gebieten  von  1200  bis  nahezu 
2500  m  empors teigend.  Neigung  zur  Ausbildung  klimatischer  Formen  nur  im  bescheidenen  Maße  vorhanden, 
sexueller  Dimorphismus  in  geringerem  Grade  als  bei  den  Pantoporiden  zu  beobachten.  Kenntnis  der  Jugend¬ 
stadien  durchaus  ungenügend,  nur  von  einer  weitverbreiteten  Art  in  der  Literatur  bekannt.  Drei  Artengruppen, 
welche  durch  Uebergänge  miteinander  verbunden  sind,  keines  der  von  anderen  Autoren  zur  Genusfundierung 
verwendeten  Merkmale  durchaus  beständig. 

A.  Die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  normal  verlaufend:  Limenitis  F. 

B.  Die  hintere  Discocellulare  der  Vflgl  normal,  Zelle  der  Hflgl  manchmal  geschlossen*).  A  uzakia  Moore. 

C.  Die  hintere  Discocellulare  distal  weit  hinausgerückt,  so  daß  die  Zelle  verlängert  wird.  Moduza 

Moore. 


Artengruppe  Limenitis. 

L.  sibilla  im  ersten  Band  p.  181  zu  Unrecht  in  camilla  L.  umgetauft,  erscheint  in  folgenden  Rassen  sibilla. 
im  paläarktischen  Gebiet:  angustata  Stgr.  nicht  synonym  mit  japonica,  wie  p.  181  zitiert,  sondern  kleinere  angustata. 
und  noch  schmalbindigere  Arealrasse  des  Amurgebietes.  —  japonica  Men.  nur  auf  den  japanischen  Inseln,  japonica. 
aber  nicht  auf  dem  Festland  zu  finden.  Vom  $  und  $  existiert  auch  eine  luxuriante  Form  oder  Ortsrasse  glorifica  glorifica. 
form.  nov.  mit  kompletter  weißer  Binde  der  Vflgl  d.  h.  ohne  jedweden  leeren  Raum  zwischen  der  vorderen  und 
mittleren  Mediana,  wo  sich  ein  zumeist  ebenso  stattlicher  ovaler  Fleck  einbettet  wie  er  bei  normalen  Stücken 
im  hinteren  Medianraum  vorhanden  ist.  Japan,  ohne  genauen  Fundort  in  meiner  Sammlung.  Als  puellula  puellula. 
Frühst,  ist  eine  kleine  Arealform  und  Gebirgsform  der  südlichen  Schweiz  und  von  Savoyen  beschrieben,  an 
Größe  und  Ausdehnung  der  weißen  Binde  hinter  deutschen  Stücken  zurückstehend,  einen  Uebergang  zu  anguste- 
fasciata  Streckf.  herstellend.  Type  vom  Saleve  in  Savoyen. 

L.  camilla  im  ersten  Band  p.  182  als  rivularis  Scopoli  mit  Unrecht  eingeführt,  weil  Scopoli  als  rivularis  camilla. 
die  bekannte  Nept.  lucilla  Denis  abgebildet  hat,  findet  sich  in  der  Süd-Schweiz  im  Gebirge  in  einer  gleichfalls 
luxurianten  Form,  prodiga  Frühst.,  bei  welcher  ebenfalls  eine  Fleckenkomplettierung  erfolgt,  kenntlich  nament-  prodiga. 
lieh  beiden  $$ welche  auf  den  Vflgln  eine  große  intramediane  Makel  zeigen,  die  bei  den  $3  in  der  Regel  mindestens 
durch  einen  Punkt  angecleutet  ist.  Type  von  Saleve  aber  auch  an  anderen  Stellen  der  Umgebung  von  Genf. 

Von  mir  auch  bei  Pralognan  in  Savoyen  gesammelt.  Bei  Exemplaren  von  Süd-Frankreich  und  Corsika  findet 
sich  anstelle  eines  deutlichen  Fleckes  in  der  Regel  nur  ein  Punkt  im  vorderen  Medianzwischenraum. 

Anm.:  Welch  geringen  Wert  der  Zel’schluß  der  Hflgl  als  Genus  -  Ch  arak  teristicum  hat ,  beweisen  die  Euthaliiden, 
bei  welchem  wir  in  derselben  Artengruppe  Species  mit  und  ohne  Querader  der  Hfgl  antreffen. 


638 


LIMENITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


L.  trivena  (Bd.  1,  p.  183)  ist  im  indischen  Gebiet  über  den  Nord-  und  West-Himalaya  und  Kaschmir 
verbreitet,  ging  mir  in  Anzahl  aus  der  Umgebung  von  Mardan,  Nordwestprovinz  zu  und  nach  Niceville  ist  sie 
irivena.  auch  häufig  bei  »Simla.  Mehrere  Formen  sind  bereits  im  ersten  Band  erwähnt:  trivena  Moore  (122  f)  nach 
einem  besonders  breitbindigem  $  abgebildet.  Unterseite  fahlgelb  mit  dunkleren  Stellen  der  Vflgl.  Die  am 
weitesten  nach  Süden  vordringende  Rasse,  zugleich  auch  jene  welche  noch  die  Vorberge  des  Himalaya  bewohnt. 
ligyes.  - — -  ligyes  Hew.  (Bd.  1,  p.  183),  aus  Kaschmir  und  Kunawur,  führt  schmälere  Binden.  —  hydaspes  Moore  die 
hydaspes.  (iunkelste  der  drei  Formen,  findet  sich  nach  de  Niceville  am  weitesten  nördlich,  da  wo  die  Vegetation  am  spär¬ 
lichsten  wird.  Rp  auf  Lonicera  tartarica.  Falter  vom  Juni  bis  September.  Bingham  erwähnt  Exemplare  aus 
Chitral. 

daraxa.  L.  daraxa  findet  sich  in  Nord-Indien  und  Makromalayana  mit  Ausschluß  von  Java.  —  daraxa  Moore 

( 1 22  f),  sofort  kenntlich  an  den  hell  smaragdgrünen  Binden  und  Makeln  der  Oberseite,  erscheint  unterseits  rotbraun 
mit  lichtblauem  Gebiet  arnlrd  derHflgl  und  schwarzen  submarginalen  Punkten  aller  Figl.  In  Sikkim  existieren 
Exemplare  der  Trockenzeit,  welche  in  der  Gestalt  hinter  dem  abgebildeten  $  der  Regenperiode  Zurückbleiben, 
aber  dennoch  eine  breitere  grüne  Binde  zeigen  und  unterseits  fahler  rotbraun  abgetönt  sind.  Vom  Kumaon- 
Himalaya  bis  Assam,  den  Naga-  und  Chin-Hills.  Oberthür  empfing  daraxa  von  Tonkin,  und  ich  selbst  beob¬ 
achtete  mehrere  Exemplare  auf  dem  Plateau  von  Lang-Bian  in  Süd-Annam  auf  ca.  1200  m  Höhe  im  Februar. 
Die  Falter  gewähren  einen  entzückenden  Anblick,  wenn  sie  bei  Sonnenschein  aus  dem  Waldesdunkel  heraus¬ 
kommen  und  sich  mit  halboffenen  Flgln  auf  kleinem  Strauchwerk,  kaum  ein  Meter  hoch  über  dem  Erdboden, 
wiegen  und  bei  der  geringsten  Störung  eilig  wieder  entfliehen.  Nach  Elwes  setzen  sie  sich  auch  auf  feuchte 
Stellen  am  Wege,  an  denselben  Fleck  zurückkehrend,  wenn  sie  mit  dem  Netze  verfolgt  und  verfehlt  werden. 
In  Sikkim  steigt  daraxa  nahezu  bis  2500  m  Höhe  hinauf,  ist  dort  häufig  an  offenen  Plätzen  im  Wald,  besonders 
viridicans.  vom  April  bis  November.  —  viridicans  Frühst,  stammt  vom  Kina-Balu,  wo  die  Form  sehr  selten  ist.  Von  Ge¬ 
stalt.  kleiner  als  daraxa,  der  rotbraune  Analfleck  der  Oberseite  der  Hflgl  fehlt  fast  völlig.  Die  grüne  Mittel- 
thcoda.  binde  namentlich  auch  unten  etwas  verschmälert.  —  theoda  Frühst,  nahe  der  vorigen  aber  noch  kleiner  als 
diese  und  mit  noch  mehr  verengten  grünen  Medianbinden  aller  Figl.  Auf  den  Vflgln  besteht  die  Medianbinde 
nur  noch  aus  drei  grünen  Flecken,  während  sich  bei  daraxa  und  viridicans  deren  vier  finden.  Die  übrigen  stehen 
ganz  isoliert  .  Der  rotbraune  Fleck  im  Analwinkel  der  Hflgl-Oberseite  ist  länger  und  schmäler  als  bei  daraxa 
Doubl,  und  um  vieles  größer  als  bei  viridicans.  Die  Unterseite  aller  Figl  weicht  von  den  übrigen  daraxa- Formen 
dadurch  ab,  daß  die  marginale  und  submarginale  Region  matt  aschgrau  gefärbt  ist,  anstatt  schimmernd  grau- 
violett.  Sämtliche  schwarzen  Submarginalflecken  sind  außerdem  schmäler  und  schärfer  abgesetzt.  Eine  braun¬ 
rote,  bei  daraxa  und  viridicans  vorhandene  Submarginalbinde  der  Hflgl,  welche  die  graue  Region  nach  innen 
begrenzt,  fehlt  bei  theoda.  :  Vflgllänge  26  mm,  von  viridicans  28,  von  daraxa  30 — 32  mm.  Sumatra,  Battak- 
Berge.  Sehr  wahrscheinlich  gehört  zu  theoda  auch  die  Form  der  Malayischen  Halbinsel,  von  welcher  Doherty 
berichtet,  daß  er  eine  Anzahl  <$$  am  Larut-Hill  Perak  auf  ca.  1500  m  Höhe  erbeutet  hat. 

agneyana.  L.  agneyana  Doh.  Eine  seltene  Spezies,  welche  wohl  nur  in  zwei  oder  drei  Exemplaren  bekannt  ist.  Sie 

differiert  von  daraxa  durch  das  zweiteilige  (also  gegabelte)  grüne  Medianband  der  Vflgl.  Der  Uncus  ist  nach 
Doherty  lang,  am  distalen  Ende  gebogen  ohne  Scaphium.  Die  Valve  einfach,  gerade  nach  vorne  allmählich 
sich  verschmälernd.  Bei  daraxa  ist  die  Spitze  stumpfer  und  ein  deutlicher  dorsaler  Anhang  wie  wir  ihn  auch 
bei  Athyma  und  Limenitis  dudu  finden,  vorhanden.  Der  Uncus  ist  kürzer,  das  Scaphium  gut  entwickelt,  nach 
unten  und  außen  scharf  gebogen,  so  daß  die  Spitze  dem  Uncus  zugewendet  ist  und  durch  muskuläre  Bewe¬ 
gungen  mit  dem  Uncus  in  Kontakt  gebracht  werden  kann.  Auf  dem  Larut-Hill,  Perak  und  1000  m  tiefer  gefun¬ 
den  als  L.  daraxa.  Ein  $  hat  Dr.  Martin  von  den  Battak-Bergen  in  seiner  Sammlung,  so  daß  wir  die 
Art  auch  aus  West-Sumatra  und  vermutlich  Nord-Borneo  noch  erwarten  dürfen. 

zulema.  L.  zulema  Dbl.  (122  f).  Unterseits  mit  lichtblauer,  schwarz  schattierter  Basis  und  rotbraunem  Außen¬ 

teil  aller  Figl.  Moore  bildet  (Lep.  Indica  111,  Taf.  251)  eine  Regenzeitform  ab  mit  erheblich  verschmälerter 
weißer  Mittelbinde  aber  ansehnlicherer  Größe.  Sehr  selten  in  Bhutan  und  Sikkim  wird  zulema  bei  Cherrapunji 
in  Assam  ziemlich  häufig  gefunden.  Flugzeit  Mai,  Juni  von  500  bis  1500  m.  $  nicht  erheblich  vom  J  ver¬ 
schieden.  Einige  wurden  auch  in  Birma  und  im  Monat  März  in  Ober-Tenasserim  gefunden. 

L.  dudu  bisher  nur  aus  Vorderindien,  Birma,  sowie  Sumatra  bekannt,  wurde  von  Herrn  H.  Saute R 
jinamitra.  auch  auf  Formosa  entdeckt,  so  daß  jetzt  zwei  Lokalrassen  zu  behandeln  sind:  - — -  jinamitra  Frühst.  (123  a). 

Unterseits  bleichlila,  der  Hflgl  im  Analwinkel  mit  weiß  überpudert  und  sonst  am  Apex  der  Vflgl  reich  und  schön 
rotbraun,  ebenso  die  Zelle  der  Vflgl  von  rotbraunen  schwarz  eingefaßten  Bändern  durchzogen.  Selten  im  ge¬ 
birgigen  Formosa.  $  kaum  vom  verschieden.  Uncus  etwas  mehr  gekrümmt  als  bei  Moduza  procris  Cr.  und 
M.  lymire  Hew.  Valve  kürzer,  ventral  scharf  gewinkelt,  der  dorsale  Zahn  an  der  Basis  breiter,  oben  spitzer  als 
dudu.  bei  M.  lymire.  Valvenspitze  verengt,  deutlich  umgebogen  etwas  chitinisiert.  • — -  dudu  Westw.,  habituell  größer 
als  jinamitra,  führt  schmälere  und  mehr  gelblich  statt  rein  weiße  Längsbinden,  auch  sind  die  rotbraunen  Streifen 
der  Vflglzelle  deutlicher  aufgetragen,  dudu  fliegt  nach  De  Niceville  um  die  Gipfel  der  Bäume  auf  den  höchsten 
Stellen  der  Bergkämme  im  dichten  Walde  vom  Juni  bis  August  und  ist  in  Sikkim,  sowie  Bhutan  sehr  selten, 
doch  wird  sie  gleich  zulema  häufig  in  Assam  angetroffen.  Auch  von  den  Chin-Hills,  Flugzeit  Mai,  und  den  Shan- 


LIMENITIS.  Von  H.  Frutistorfer. 


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States,  Oktober,  werden  einzelne  Exemplare  gemeldet.  — •  bocki  Moore,  in  der  Regel  habituell  kleiner  als  dudu,  bocki. 
führt  mehr  als  doppelt  so  breite  weiße  Felder  der  Oberseite,  auch  ist  die  Anteterminalpartie  der  Hflgl  weißlich¬ 
grau  aufgehellt.  Außerordentlich  selten  auf  dem  Battak-Plateau  von  Sumatra.  $  vermutlich  noch  unbekannt. 
Vikarianten  dürfen  noch  von  Perak,  Borneo,  Tonkin  und  Yunnan  erwartet  werden. 

L.  zayla  Dbl.  (123  b),  die  ansehnlichste  und  am  feurigsten  gefärbte  Art  der  Gattung.  Unterseite  gleich-  zayla. 
falls  sehr  bunt,  die  Vflgl  mit  ihrem  ockergelbem  Medianteil  und  rotbraunem  Randgebiet  an  einige  neotropische 
Adelpha  gemahnend.  Htigl  basalwärts  licht  blaugrün,  wie  bei  zulerna.  Das  sehr  seltene  $  mit  längerer  weißer 
Mittelbinde  der  Vflgl  und  schmälerer  der  Hflgl.  In  Sikkim  im  lichten  Wald  vom  Juni  bis  August,  am  häufigsten 
am  Birch-Hill  oberhalb  Darjeeling.  Ein  starker  Flieger,  sich  aber  gleichwie  L.  daraxa  manchmal  auf  den  Erd¬ 
boden  setzend.  In  meiner  Sammlung  von  Bhutan,  nach  Swinhoe  häufig  in  Assam,  wo  sie  Doherty  auch  auf  den 
Naga-Hills  in  Anzahl  erbeutete. 

L.  hollandi  gleicht  oberseits  der  Pantoporia  selenophora  und  besonders  der  javanischen  Rasse  jadava  hollandi. 
Fldr.,  so  daß  sie  von  einem  Autor  beständig  damit  verwechselt  wurde.  Von  Bali  bis  Flores  und  von  Sumba  bis 
Timor  in  einer  Reihe  von  insularen  Rassen  verbreitet.  $  oberseits  tiefschwarz  mit  helleren  Antemarginal- 
linien.  $  differiert  von  dem  $  durch  den  rundlicheren  Figlschnitt,  die  hellere  grambraune  (anstatt  schwarze) 
Grundfarbe,  auf  der  die  Zeichnung  der  Unterseite  deutlich  durchschimmert.  Die  vergrößerten  Subapicalflecke 
und  die  breiteren  Medianbinden  sind  gelblich  anstatt  rein  weiß.  Auch  unterseits  bemerken  wir  eine  Verbreite¬ 
rung  aller  Weißzeichnung.  —  lombokiana  subsp.  nov.  differiert  von  der  typischen  Unterart  durch  verkleinerte  weiße  lombokiana. 
Präapicalmakeln  und  verschmälerteBinden  der  Oberseite.  Unterseits  bleibt  der  weiße  pilzförmige  Fleck  am  Zellapex 
erheblich  an  Größe  hinter  jenem  von  hollandi  zurück.  Lombok  auf  600  bis  1200  m.  April  bis  Juni  am  Wald¬ 
rande  im  vollen  Sonnenschein  fliegend,  äußerst  lebhaft,  sich  etwa  wie  unsere  Limenitis  camilla  gebahrend. 

Eine  ähnliche  Form  auch  auf  Bali.  — -  hollandi  Doli,  gleicht  der  abgebildeten  chilo  (122  f).  Von  Doherty  auf 
Sumbawa  entdeckt  in  der  Donggo-Gegend  etwas  über  600  m.  —  fyl gia  subsp.  nov.  (auf  122 f  als  chilo )  eine  fylgia. 
kleinere,  bleiche  Form,  noch  mehr  $  ähnlich  als  bei  lombokiana.  Subapicalmakeln  der  Unterseite  steiler 
gestellt,  die  Randbinden  blasser.  Insel  Flores,  November.  — -  timorica  subsp.  nov.  weist  mehr  als  doppelt  so  timorica. 
große  Subapicalflecke  der  Vflgl  und  erheblich  verbreiterte  Medianbinde  auf  als  Sumbawa-Exemplare.  Timor, 

Type  in  der  Sammlung  Staudinger. 

L.  chilo  3m.  eine  völlig  isoliert  stehende  Art  bisher  nur  in  einem  $  bekannt.  Oberseite  dunkel  schoko-  chilo. 
ladebraun  mit  großem  ockerfarbenem  Subapicalfleck  und  einer  ansehnlichen  weißen  tr  ans  cellularen  Schrägbinde 
der  Vflgl.  Die  Hflgl  mit  einem  breiten  die  äußere  Hälfte  einnehmendem  hell  ockergelbem  Feld  und  einer  durch 
einen  dünnen  schwarzen  Streifen  davon  getrennten  Anteterminallinie  von  derselben  Farbe.  Unterseite  braun 
mit  Wiederholung  des  weißen  Shawls  der  Oberseite,  an  Stelle  des  gelben  ein  blaßlila  Feld.  Insel  Sumba,  von 
Doherty  entdeckt. 


Artengruppe  Auzakia  Moore. 

L.  danava  im  ersten  Band  p.  189  unter  den  Euthaliiden  beschrieben,  ist  eine  echte  Limenitis.  3  auch  in 
der  Figlform  kaum  von  L.  dudu  abweichend  nur  das  $  etwas  spitzere  Hflgl  zeigend.  Drei  Arealrassen: 
danava  Moore  charakterisiert  durch  basalwärts  schwarzbraunes,  distal  aufgehellt  graubraunes  Gebiet  der  Ober-  danava. 
Seite  mit  dunkelgrünem  Anflug  an  derCostale  der  Vflgl,  den  Adern  und  im  Analwinkel  der  Hflgl.  $  sehr  selten 
größer  als  der  $  oberseits  ausgedehnter  und  intensiver  olivengrün  überflogen  mit  gelblichweißer  Medianbinde 
aller  Figl  und  gelbgrauen  zungenförmigen  Transcellularmakeln  der  Vflgl .  Außerdem  noch  graugelbe  Submarginal¬ 
streifen.  Unterseite  mit  gelblichweißem  schmalen  Mittelfeld  und  ausgedehnter  hell  olivgrüner  distaler  Begren¬ 
zung  desselben,  sonst  wie  der  <$.  Das  einzige  $  der  Sammlung  Staudinger  in  Berlin  ist  kleiner  und  führt 
ebenso  wie  Moores  Abbildung  der  Type  aus  Sikkim,  breitere  weiße  Binden  als  mein  größeres  $  (Regenzeitform  1) 
aus  Assam.  Verbreitung  von  Kaschmir  bis  zu  denNaga-Hills  und  den  Shan-Staaten,  Ober-Birma.  Nach  Moore 
häufig  in  Nepal  und  Assam.  In  Sikkim  selten  von  500  bis  2000  m  Erhebung  vom  April  bis  Oktober.  —  leechi  leechi. 
Moore  (Bd.  1,  S.  189,  Taf.  57  e),  habituell  kleiner  und  beiderseits  dunkler  als  danava.  Bei  Changyang  und  im 
oberen  Szetchuan.  $  noch  unbeschrieben.  —  albomarginata  Weym.  (=  liageni  Stgr.)  eine  hervorragende  albomar- 
Lokalform  findet  sich  als  große  Seltenheit  aber  immerhin  noch  häufiger  als  L.  dudu  bocki  Moore  im  gebirgigen  öli,,da. 
Nordost-Sumatra  und  meine  Sammler  sandten  mir  einige  Exemplare  auch  aus  den  Padang  Bovenlanden,  V  est- 
Sumatra.  Vflgl  nahezu  schwarz  mit  glänzenden  grünen  Flecken  in  der  Zelle.  Hflgl  im  gesamten  äußeren  Gebiet 
gelblich  oder  weiß  mit  oliv-  oder  blaugrünem  Anflug  im  Analwinkel.  Unterseite  mit  ausgedehntem  weißlichen, 
lila  überhauchtem  Randgebiet.  Das  $  hat  Dr.  Martin  entdeckt  und  beschrieben. 

L.  austenia  Moore  kommt  ausschließlich  in  Assam  vor,  wo  es  Doherty  im  Mai  im  Tiefland  bei  Margha-  austenia. 
rita  gefunden  hat.  Sonst  sind  nur  wenige  Exemplare  bekannt.  Oberseite  umbrabraun  mit  einer  bleichbraunen 
aus  Halbmonden  zusammengesetzten  Binde  und  einer  Serie  von  an  Gethosia  biblis  erinnernden  Submarginal- 


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LIMENITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


mäkeln  mit  der  für  die  Cethosien  so  charakteristischen  Leber-  und  Hufeisenform.  Unterseite  wie  oben,  nur  mit 
grauen  statt  gelbbraunen  Partien.  $  fast  gleich  gezeichnet  wie  der 


Artengruppe  Moduza. 

Valve  von  jener  der  übrigen  Limenitiden  abweichend  durch  eine  Leihe  von  vier  distalen  Dornen,  von 
welchen  der  ventrale  am  längsten  und  schärfsten  gespitzt  ist. 

L.  procris  die  am  Aveitesten  verbreitete  südasiatische  Limenitide  und  wahrscheinlich  auch  die  lokalen 
und  klimatischen  Einflüssen  am  meisten  ausgesetzte  Spezies  der  gesamten  Gattung.  Die  Vikarianten  von 
procris  neigen  außerdem  zu  Mutationen,  so  daß  unter  insularer  Isolierung  eine  ganze  Reihe  vikariierender  Spezies 
entstanden  ist,  auf  Inseln,  avo  sich  sonst  die  Kollektivart  nur  in  mehr  oder  weniger  differenzierte  Rassen  auflöst. 
So  hat  das  kleine  Nias  eine  eigene  Art,  ebenso  Ceylon,  PalaAvan  und  die  Philippinen.  Die  Variabilitäts-Amplitude 
der  Oberseite  ergeben  unsere  Figuren  122  e  soAA'ie  123  a.  —  Die  Unterseite  bleibt  äußerst  beständig  und  Aveist 
selbst  bei  den  philippinischen  Vikarianten  keine  großen  Differenzen  auf.  Basis  aller  Figl  licht  oder  blaugrün, 
ein  Aveißes  erst  schwarz  dann  distal  rotbraun  umrahmtes  Mittelfeld  und  ein  rot,  oder  gelbbraunes  Außengebiet 
von  violetten  Linien  und  Wischflecken  bedeckt  .  $  stets  männchenähnlich,  nur  größer  und  von  runderen  Konturen. 
Rp  auf  Mussaenda  frondosa,  Wendlandia  und  Nauclea  cadamba  der  Familie  der  Rubiaceen.  Kopf  stachelig 
Avie  bei  den  Pantoporiden,  Farbe  in  allen  Stadien  dunkelbraun.  Nach  Davidson  undAiTKEN  ist  die  junge  Rp 
nur  leicht  mit  kurzen  dornigen  Tuberkeln  besetzt.  In  diesem  Stadium  beginnt  die  Rp  das  Blatt  von  der  Spitze 
an  abzufressen,  nur  die  Mittelrippe  stehen  lassend,  die  abgefressenen  Stellen  mit  Exkrementen  bedeckend  und 
mit  Seide  zusammenhaltend,  so  daß  ein  Gebilde  entsteht,  von  welchem  dieRp  selbst  kaum  zu  unterscheiden  ist. 
Nach  der  letzten  Häutung  gibt  die  Rp  diese  sonderbaren  Gewohnheiten  auf  und  lebt  offen  auf  der  Oberseite 
des  Blattes.  Der  Kopf  erscheint  jetzt  sehr  groß  und  ist  dicht  mit  kurzen  einfachen  Stacheln  besetzt.  Auf  dem 
Rücken  trägt  die  Rp  nun  auch  zwei  Reihen  starker  Dornen  und  Tuberkeln,  die  nach  oben  sich  büschelförmig 
erweitern.  Am  dritten  und  vierten  Segment  stehen  etAvas  seitwärts  gestellt  die  längsten  Dornen.  Abdominal¬ 
partie  der  Rp  schlank,  Figlscheiden  aber  aufgeblasen.  Kopf  mit  zwei  hammerartigen  Hörnern,  welche  sich 
berühren,  in  der  Mitte  ein  kreisförmiges  Loch  offen  lassend.  Pp  braun,  kann  leicht  für  ein  verwelktes  Blatt  gehal¬ 
ten  werden.  Ppnruhe  10  Tage.  Falter  in  der  Regel  häufig,  die  Niederung  bevorzugend  aber  dennoch  bis  etwa 
1200  m  emporgehend.  Der  Waldrand  ist  ihr  Lieblings  auf  enthalt,  avo  sie  sich  nicht  zu  hoch  über  dem  Boden 
mit  ausgebreiteten  Flgln  manchmal  lange  an  derselben  Stelle  verbleibend,  auf  Blättern  sonnen.  Aufgescheucht, 
schwirren  sie  in  raschen  Stößen  einige  Meter  weit,  um  sich  dann  in  derselben  Weise  auf  einen  benachbarten 
Busch  niederzulassen.  Nach  Martin  auch  gerne  an  feuchte  und  verunreinigte  Plätze  der  Waldwege  gehend. 
procris.  — -  procris  Cr.  aus  Süd-China  beschrieben,  von  mir  als  neu  für  Tonkin  gefunden,  kommt  übereinstimmend  auch  in 
Siam,  Birma,  dem  Mergui- Archipel  und  in  Nordindien  bis  zum  Kumaon-Himalaya  vor.  Man  begegnet  ihr  in  der 
Ebene  bis  zu  etwa  1200  m  Erhebung  als  einem  häufigen  Schmetterling  in  Gegenden  mit  starkem  Regenfall. 
clilaena.  In  Sikkim  hat  sich  eine  markante  Form  der  Trockenzeit  ausgebildet  forma  chlaena  Frühst.,  Avelche  Moore 
abbildete  und  sofort  kenntlich  ist  an  den  besonders  beim  $  ausgedehnten  Aveißen  Medianbinden  und  den 
vergrößerten  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Die  Unterseite  blasser  blau,  das  Distalgebiet  fahler  rotbraun,  aber 
mit  ansehnlicheren  grauvioletten  Halbmondflecken  besetzt.  Im  südlichen  Indien  begegnen  Avir  einer  Arealrasse 
undifragun.  undifragus  Frühst.,  deren  Jugendstadien  wir  eingangs  erwähnt  haben  und  die  auch  in  den  Nilgiris  bis  etwa 
4000  Fuß  Höhe  vorkommt.  Die  Aveiße  Medianbinde  namentlich  jene  derHflgl  stark  verschmälert,  ebenso  die 
rotbraune  Submarginalbinde  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler  als  bei  nordindischen  procris,  satter  blaugrün  und  rot- 
anarta.  braun,  jedoch  nur  Avenig  violett  überstäubt.  - — -  anarta  Moore  ist  kenntlich  an  dem  vermehrten  Schwarz 
besonders  der  Vflgl,  dem  ent  weder  fehlenden  oder  nur  in  Punktgröße  vorhandenen  weißen  Zellfleck.  Unterseite 
dunkler  grün,  die  schwarzen  medianen  Makeln  prominenter  als  bei  kontinentalen  Exemplaren.  Andamanen. 
batuna.  — -  batuna  Frühst.  (123  a)  das  Gegenteil  der  vorigen,  mit  ansehnlichem  weißem  Zellfleck  und  auch  sonst  breit 
ausgeflossenem  Mittelfeld  der  Vflgl.  $  von  allen  makromalayischen  Verwandten  auch  noch  abgesondert  durch 
eine  Aveiße  Anteterminallinie  aller  Figl.  Erstaunlich  ist  auch  der  Kontrast  mit  L.  aemonia  Weym.  (123  a),  von 
dem  nur  Avenige  Seemeilen  entfernten  Insel  Nias.  Nur  ein  $  bisher  bekannt,  Type  von  Pulo  Tello  der  Batu- 
minoe.  Inseln  in  der  Kollektion  Fruhstorfer.  —  minoe  Frühst,  von  Nord-Ost  und  West-Sumatra  nähern  sich  agnata 
(122  e),  von  Avelcher  sie  abAveichen  durch  markantere  und  ausgedehntere  rotbraune  Binde  der  Vflgl.  Unterseite 
bankana.  lichterblau  und  ärmer  an  schwarzen  Streifen  und  Rändern.  — -  bankana  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  kleine, 
milonia.  aber  breiter  weißbindige  Form.  Unterseite  fahler  als  bei  Sumatra-Exemplaren.  Insel  Banka,  milonia  Frühst. 

findet  sich  auf  Singapore  und  der  Malayischen  Halbinsel,  habituell  ebenso  klein  Avie  bankana,  führt  sie  redu- 
agnata.  zierte  rotbraune  Binden  und  verschmälerte  Aveiße  Felder  der  Oberseite.  - — -  agnata  Frühst.  (122  e)  stammt  vom 
Nord-  und  Südost-Borneo,  hat  die  nahezu  ganz  scliAvarzen  Vflgl  mit  milonia  gemeinsam,  entfernt  sich  von  dieser 
neutra.  aber  durch  vermehrte  Weißzeichnung.  ■ —  Mit  neutra  Frühst.  (122  e)  beginnt  eine  Reihe  von  hellen  Formen. 
neutra  differiert  von  procris  aus  Vorder-Indien  durch  verkleinerte  Präapicalmakeln,  reduzierteren  Zellfleck  und 
etwas  engere  Aveiße  Binden  der  Vflgl  und  das  Randgebiet  der  Ober-  und  Unterseite  erscheint  etwas  dunkler 
rotbraun.  Ost-  und  West- Java  bis’etwa  700  m.  Horsfield  hat  die  Jugendstadien  bereits  1829  in  vollendeter 
Weise  abbilden  lassen.  Exemplare  aus  Bali  fehlen  mir,  doch  fand  ich  neutra  auch  auf  Lombok  vom  April  bis 


Ausgegeben  10.  1.  1913. 


LIMENITIS.  Von  H.  Fruhstorfer. 


641 


Juni  bis  700  m  Höhe.  —  sumbawana  subsp.  nov.  differiert  durch  fast  doppelt  so  großen  weißen  Fleck  am  Zell-  « ■umbawana 
apex  der  Vflgl  und  markantere  schwarze  Medianmakeln  der  Unterseite  der  Hflgl  von  neutra.  Sumbawa,  von 
Doherty  bei  Tambora  gesammelt.  - — -  sumbana  subsp.  nov.  eine  ausgezeichnete  Rasse,  ist  wesentlich  heller  als  sumbarm. 
Sumbawa-  undLombok-Exemplare,  führt  aber  dennoch  ein  auffallend  verschmälertes  weißes  Feld  der  Oberseite. 

Hie  Unterseite  erscheint  blaß-blau,  Vflgl  von  einer  discalen  weißen  Wellenbinde  durchzogen.  Insel  Sumba, 
anscheinend  selten.  —  florensis  subsp.  nov.  zeigt  die  ansehnlichsten  weißen  Makeln  und  Binden  aller  bisher  floremis. 
behandelten  procm-Abzweigungen ,  und  es  beginnt  sich  sogar  ein  zweiter  weißer  Fleck  vor  dem  Apex  der  Vflgl 
auszubilden.  Bei  floresiana  werden  die  weißen  Subapicalflecken  der  Vflgl  fast  doppelt  so  breit  als  bei  neutra. 

Die  Vflgl  erscheinen  von  einer  breiten  hellrotbraunen  Submarginalbinde  durchzogen.  Auf  den  Hflgln  verschwin¬ 
den  die  schwarzen  Binden  fast  völlig,  so  daß  die  hellrotbraune  Grundfärbung  ungehindert  dominiert,  der  nur  2 
Reihen  rundlicher,  schwarzer  Submarginalpunkte  aufgesetzt  sind.  Auch  die  Basis  aller  Figl  bleibt  lichter  als 
bei  irgend  einer  procris- Form  und  dasselbe  gilt  von  der  Flgl-Unterseite.  Flores,  November.  —  arnoldi  Frühst,  arnoldi. 
(122  e),  ein  Charakterschmetterling  der  Insel  Bawean,  hat  sich  trotz  der  Java-Nähe  zu  einer  der  dunkelsten 
bekannten  Rassen  umgebildet.  Oberseite  ausgezeichnet  durch  ausgedehntes  schwarzes  Discalfeld  der  Vflgl 
und  breit  aufgetragene  schwarze  Medianmakeln  der  Hflgl.  Die  Flecken  der  Vflgl  isoliert,  weiße  Binde  der  Hflgl 
kaum  halb  so  breit  als  bei  neutra  (122  e),  $  auffallend  durch  seine  Größe  und  eine  prächtige  submarginale  Spitzen¬ 


binde  der  Hflgl 


Bawean,  besonders  vom  Juli  bis  September  nicht  selten.  Vermutlich  ähnlich  auch  auf  Kangean. 


Eine  weitere  Form  findet  sich  auf  Mindanao,  es  ist  fraglich,  ob  ihr  Artrecht  zukommt;  es  ist  dies  L. 
thespias  Semp.,  sehr  selten,  bisher  nur  in  wenigen  Exemplaren  aus  Camiguin  de  Mindanao  und  Mindanao  ge-  thespias. 
kommen  und  von  mir  nach  der  Abbildung  Sempers  und  einem  <$  meiner  Sammlung  beurteilt.  Oberseite 
von  entschiedenem  procns-Typus,  eine  zusammenhängende  stattliche  weiße  Mittelbinde,  auch  großer  Zellfleck 
der  Vflgl.  Diese  wie  mit  einem  breiten  schwarzen  Teppich  belegt;  das  Mittelfeld  der  Hflgl  distal  markant 
schwarz  umrahmt,  Hflgl  aber  nur  mit  einer  submarginalen  Serie  schwarzer  Punkte.  Unterseite  wie  bei 
procris,  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  zwischen  der  vorderen  und  hinteren  Radiale  distal  wurmförmig 
verlängert. 

L.  aemonia  kenntlich  an  der  verkürzten  weißen  Binde  der  Hflgl,  verteilt  sich  auf  zwei  bekannte  Rassen  aemonia. 
auf  den  südwestlichen  Satellitinseln  von  Sumatra:  aemonia  Weym.  (123a),  nicht  selten  auf  Nias  und  lauben-  jauben- 
heimerä  Hag.  mit  fast  ganz  schwarzem  Apicalgebiet  und  ausgedehnterer  Weißzeichnung  der  Vflgl  und  unter-  lcl,nen- 
seits  kompletter  weißer  Mittelbinde  der  Hflgl.  Von  der  Mentawej- Gruppe. — Auf  den  genau  in  der  Mitte  zwischen 
Nias  und  Mentawej  gelegenen  Batu-Inseln  aber  treffen  wir  batuna  Frühst.  (123  a),  Avelche  sich  ganz  dem  normalen  batuna. 
procris- Typus  wie  wir  ihn  von  Sumatra,  Java  etc.  kennen,  anschließt,  eine  der  vielen  Ueberraschungen  wie  sie 
uns  der  Malayische  Archipel  bietet.  Wir  dürfen  noch  eine  ganze  Reihe  von  sonderbaren  procris- Vikarianten 
erwarten  von  den  Inseln  und  Inselchen  zwischen  Engano,  Pulo-Wei  und  Pulo-Brass. 

L.  calidasa  Moore  (122  e),  einer  der  bekanntesten  Ceylon-Falter,  differiert  von  procris  durch  das  Fehlen  calidasa. 
des  weißen  Zellflecks  der  Vflgl.  Grundfarbe  dunkel  oliven  grün,  statt  rotbraun  wie  bei  procris.  Unterseite  aber 
wenig  verändert,  abgesehen  vom  fehlenden  weißen  Zellfleck  der  Vflgl  sehr  ähnlich  procris  arnoldi  von  Bawean. 

Rp  abweichend  von  der  procris  undifraga- Rp,  deren  Färbung  entweder  grünlichgelb  oder  rötlich;  außer  an 
Mussaenda  auch  auf  Cincliona.  Pp  purpurbraun,  Kopf  nicht  mit  hammerförmigen,  sondern  mit  distal  zuge¬ 
spitzten  Hörnern. 

L.  pausanias  St.gr .  kombiniert  die  Charaktere  von  L.  calidasa  und  L.  procris,  indem  sie  den  fehlenden  pausanias. 
Zellfleck  mit  der  Ceylon-Art,  die  gelbbraune  Grundfarbe  aber  mit  L.  procris  gemeinsam  hat.  Die  weißen  Stellen 
der  Oberseite  etwa  wie  bei  procris  fa.  chlaena  Frühst,  angelegt.  Unterseite  fahl,  entschieden  gelb,  statt  rotbraun. 

Insel  Palawan,  nicht  häufig. 

L.  mata  bewohnt  neben  L.  thespias  die  Philippinen,  wo  sie  in  gut  geschiedene  insulare  Rassen  zer-  mata. 
fällt :  mata  Moore  aus  Luzon  gleicht  oberseits  der  L.  pausanias,  doch  tritt  wiederum  ein  ansehnlicher  weißer 
Zellfleck  in  Erscheinung.  Weiße  Binde  der  Vflgl  deutlich  in  drei  einzelne,  gut  getrennte  Partien  gesondert. 

Flugzeit  Juli  bis  Oktober,  sehr  selten.  - — -  amida  subsp.  nov.  hat  reicher  blaugrün  überpuderte  Oberseite  und  die  amida. 
weißen  Flecken  mehr  verbreitert  als  bei  Luzon-  und  Mindanao-Exemplaren.  Insel  Cebu,  Type  in  der  Sammlung 
Semper.  —  avalokita  subsp.  nov.  ist  der  Gegensatz  zur  vorigen.  Oberseite  dunkler,  alle  Weißflecken  reduziert,  avalokila. 
besonders  die  Subapical-  und  Zellmakel.  Unterseite  mit  prägnanter  schwarzer  Mittelbinde.  Mindanao,  Februar, 

März,  von  dem  bekannten  Orchideensammler  Micholitz  gefunden,  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 


L.  urdaneta  zerfällt  in  drei  scharf  getrennte  Inselrassen  von  denen  wir  noch  Zuwachs  aus  dem  mittleren 
Teil  des  Philippinischen  Archipels  zu  erwarten  haben.  Die  Unterschiede  zwischen  der  Nord-  und  Süd-Rasse 
sind  so  bedeutend,  daß  sie  Semper  spezifisch  getrennt  hat.  Ich  lasse  mich  aber  von  der  Gleichheit  der  Unterseite 
bestimmen,  die  bisher  abgesonderten  Formen  unter  urdaneta  zu  vereinigen,  urdaneta  Fldr.,  mir  nur  nach  dem  urdaneta. 
SEMPERschen  Bild  bekannt,  ist  in  der  Sammlung  Semper  nur  durch  2  aus  Luzon  und  einem  Exemplar 
aus  Mindoro  vertreten.  Oberseite  mit  Ausnahme  der  discalen  Weißfleckung  und  einer  schmalen  rotbraunen 

IX 


81 


642 


PANDITA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Submarginalbinde  dunkelbraun.  Unterseite  mit  sattgrünem  Basalgebiet,  breitem,  komplettem  weißem  Mittel- 
pintuyana.  feld  beider  Figl.  — -  pintuyana  Semp.  gleicht  oberseits  unserer  Figur  123  a,  ist  jedoch  oberseits  dunkler  braun, 
mdhastha.  die  rotbraune  äußere  Binde  der  Hflgl  schmäler.  Von  Pintuyan  auf  Panaon.  —  mahastha  subsp.  nov.  (123  a 
als  pintuyana),  differiert  von  der  Panaon-Rasse  durch  lichtere  Gesamtfärbung  der  Oberseite,  verkleinerte  weiße 
Makeln,  von  welchen  der  zweite  costale  der  Hflgl  völlig  fehlt.  Die  rötlichen  Partien  beider  Figl  ausgedehnter, 
dagegen  die  discale  Weißfleckung  der  Unterseite  wesentlich  reduziert.  Insel  Bazilan,  Februar,  März  von  W.  Do- 
herty  gefunden.  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer,  nur  ein  $  vorhanden. 

L.  lyncides  hat  von  den  fünf  jetzt  folgenden  Moduza- Arten  der  Celebischen  Subregion  den  L.  procris- 
Charakter  am  getreuesten  bewahrt.  Die  beiden  Geschlechter  gleichartig  gefärbt,  das  $  nur  mit  runderen 
Figlkonturen,  etwas  matter  rotbraun.  Die  weiße  Schrägbinde  derVflgl  je  nach  der  Lokalität  verschieden  in  der 
lyncides.  Ausdehnung,  am  breitesten  bei  der  südcelebischen,  am  schmälsten  bei  der  Bangkai-Rasse.  lyncides  Hew., 
die  Namens  type,  stammt  aus  der  Minahassa,  wurde  von  mir  auch  bei  Toli-Toli,  Nord-Celebes  im  November, 
Dezember  gesammelt;  auch  scheinen  die  Stücke  des  Tieflandes  von  Süd-Celebes  nicht  erheblich  von  der  Nord- 
eutaenia.  rasse  zu  differieren.  - —  Dagegen  zeigt  eutaenia  subsp.  nov.  (122  f  als  lyncides)  auffallend  verbreiterte  und  reiner 
weiße  Schrägbinde  der  Vflgl ;  eine  Erscheinung,  welche  sich  beim  $  wiederholt.  Am  Pik  von  Bonthain  in  etwa 
amarapta.  1000  m  Höhe,  Flugzeit  März.  —  amarapta  subsp.  nov.,  deren  Type  in  der  Sammlung  Staudinger,  bildet  durch 
sehr  verschmälerte  weißliche  Binden  der  Vflgl  den  Gegensatz  zu  eutaenia.  Insel  Bangkai. 

lycone.  L.  lycone  verteilt  sich  auf  zwei  nur  geringfügig  differenzierte  Rassen  auf  Celebes:  lycone  Hew.  die 

Namenstype,  von  der  Minahassa,  zeigt  dunklere  gelbbraune  Partien  und  kleinere  weißliche  Makeln  der  Ober- 
lyconides.  seite  als  lyconides  subsp.  nov.,  welche  Avir  (122  f)  darstellen.  Bei  dieser  ist  auch  die  Unterseite  fahler  weißlich 
und  blau.  Flugzeit  im  Januar,  am  Wasserfall  von  Maros. 

ly  mir  e.  L.  lymire  Hew.  (123  a)  die  dritte  der  nicht  geschlechtsdimorphen  Celebes- Spezies,  zugleich  die  ansehn¬ 
lichste  und  schönste.  $  etAvas  größer,  Vflgl  meist  mit  glänzend  und  heller  grünem  Anflug  als  die  Die  Süd¬ 

form  nicht  merklich  von  der  Nordtype  abweichend.  Von  mir  bei  Toli-Toli  im  November,  Dezember  und  am 
Wasserfall  von  Maros  im  Januar  gefunden.  Valve  länger,  schlanker  als  bei  L.  dudu  jinamitra  Frühst,  von  Formosa, 
das  distale  Ende  mit  scharfer,  chitinisierter  Spitze,  aber  ohne  die  distale  Bedornung  der  Moduza  procris.  Der 
neolymira.  dorsale  Zahn  stumpfer,  kräftiger  als  bei  L.  dudu.  —  neolymira  subsp.  nov.,  eine  melanotische  Rasse  mit 
verschmälerten  Weißbinden  und  prominenten,  schwarzen  Makeln  der  Unterseite.  Sula-Mangoli,  Type  im 
Britisch-Museum.  1  $  auch  im  Tring-Museum. 

libnites.  L.  libnites  Hew.  (122  d)  differiert  in  der  dargestellten  Weise  sexuell.  Bisher  nur  von  Celebes  bekannt, 

sind  lokale  Abweichungen  zAvischen  den  von  mir  bei  Toli-Toli  und  am  Wasserfall  von  Maros  gefundenen  zahl¬ 
reichen  Exemplaren  nicht  zu  konstatieren.  Unterseite  von  helleren  und  dunkleren  braunen  Binden  und  wei߬ 
lichen  Streifen  abAvechselnd  durchzogen.  Die  schwarzen  medianen  Makeln  der  Hflgl  sind  beim  $  undeutlicher 
und  stehen  in  einer  fahler  gelbbraunen  Zone. 

L.  lysanias  wurde  von  Moore  mit  einem  Schein  von  Berechtigung  in  ein  Genus  ,,Tarattia“  gestellt, 
AA^eil  der  Zellschluß  nur  noch  im  oberen  Teil  nach  außen  (distal)  vorgeschoben  ist  und  die  hintere  Discocellulare 
auf  die  Gabelung  der  Medianadern  stößt.  Für  mich  ist  diese  aberrante  Erscheinung  nur  ein  BeAveis  der  generellen 
Wertlosigkeit  der  Art  des  Verlaufs  der  Querader  bei  den  Limenitiden,  und  AArir  haben  in  lysanias  so  recht  die 
lysianias.  Transition  von  den  Moduza  zu  Limenitis  s.  str.  lysanias  Hew.  (122  e),  von  der  Minahassa  und  Toli-Toli  in  mei¬ 
ner  Sammlung,  hat  wiederum  ^-ähnliche  Die  Süd-Rasse,  welche  Heavitson  durch  Wallace  empfangen 
hat,  von  mir  am  Pik  von  Bonthain  im  März  auf  ca.  1000  m  Erhebung  gefunden,  zeigt  etAvas  lichtere  gelbbraune 
Medianbinde  der  Hflgl  und  ein  mehr  verwaschenes  aber  vor  herrschenderes  Aveißliches  Kolorit  der  Unterseite. 

karschi.  • — karschi  Frühst.  Das  $  entfernt  sich  von  lysanias  Hew.  von  Celebes  durch  die  in  einzelne  weiße  Flecken  aufge¬ 
löste  Medianbinde  der  Vflgl  und  die  zurückgebildete  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl,  sowie  ausgedehnteres  scharf 
hervortretendes  rotbraunes  Postmedianband  aller  Figl.  Unterseite  dunkler  mit  markanteren  und  ausgedehn¬ 
teren  braunen  Feldern,  so  deutlich  den  melanotischen  Satellitinselcharakter  zur  Schau  tragend.  Sula  Mangoli. 
Type  in  der  Sammlung  Staudinger. 

staudingeri.  L.  staudingeri  Ribbe,  bisher  nur  auf  Ceram  gefunden,  ist  eine  hervorragende  Spezies,  relativ  groß 

und  von  allen  Limenitiden  der  Moduza- Gruppe  abgesondert  durch  eine  wie  bei  Euthalia  duda  (130  d)  bis  zum 
Costalrand  durchgezogene  weiße  Binde.  Unterseite  grünblau,  Hflgl  mit  einer  braunen  Begrenzung  der  A\Teißen 
Mittelbinde  und  großen  rundlichen,  schwarzen  Makeln  in  weißblauem  Felde. 

39.  Gattung1:  B*aii<lita  Moore. 

Eine  nur  aus  ZAvei  Arten  bestehende  habit  uell  und  morphologisch  kaum  von  Limenitis  getrennte  Arten- 
Gruppe.  Bei  Pandita  entspringt  der  3.  Subcostalast  nahe  am  4.,  fast  in  der  Figlspitze.  Die  Vflglzelle  ist  durch 
eine  feine  Avellenförmig  gebogene  Querader  geschlossen,  welche  genau  in  den  Ursprung  des  2.  Medianastes  mündet  , 
der  obere  Teil  wie  bei  L.  lysanias  etwas  nach  außen  gerückt  und  dadurch  unerheblich  von  Moduza  separiert,  die 


LEBADEA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


643 


Hflglzelle  dagegen  offen.  Die  Palpen  sind  auch  sehr  charakteristisch:  das  Mittelglied  nur  wenig  gebogen,  das 
Endglied  ruht  gerade  und  senkrecht  auf  demselben,  daher  stehen  die  Palpen  nicht  so  ab,  wie  in  dem  vorigen 
Genus.  Die  nahe  Abzweigung  des  3.  und  4.  Subcostalastes  findet  sich  nur  noch  hei  dem  afrikanischen  Genus 
Hamanumida  und  einzelnen  Aterica- Arten;  aber  auch  bei  der  typischen  Athyma  ist  der  3.  Ast  oft' näher 
dem  4.  als  dem  Zellende,  und  bei  Parthenos  entspringt  er  sogar  fast  aus  einem  Punkte  mit  demselben.  Klammer¬ 
organe  etwas  zierlicher  als  bei  Moduza  und  Limenitis,  im  allgemeinen  kürzer,  Valve  namentlich  in  An¬ 
betracht  der  Kleinheit  des  Objekts  (P.  imitans)  auffallend  breit,  der  bereits  die  Verwandtschaft  mit  den  Panto- 
poriden  und  Adelpha  anzeigende  dorsale  Zahn  der  Valve  mehr  an  die  Basis  gedrängt.  Valve  distal  ohne  chiti- 
nisierte  Spitze,  wodurch  Moduza  procris  gegenüber  wenigstens  ein  sicheres  Merkmal  vorhanden  ist.  Verbreitung 
der  Gattung:  Makromalayana.  Die  zwei  bekannte  Arten  sind  Bewohner  der  Ebene. 

P.  sinope  mit  welche  nur  wenig  größer  und  unterseits  ein  helleres  Medianfeld  aufweisen  als  die  $3 ;  sinope. 
Zwei  Rassen:  sinope  Moore  ( 1 24 f )  von  ihrem  Autor  nach  einem  J  von  Java  aus  der  HoRSFiELDschen  Sammlung 
beschrieben,  von  mir  dort  nicht  gesammelt,  ist  nicht  allzu  häufig  auf  Sumatra,  Singapore  und  der  Malayischen 
Halbinsel.  Nach  Hagen  vereinzelt  in  Fruchtgärten,  an  blumigen  Rainen,  selbst  an  die  Blumentöpfe  an  den 
Fenstern  gehend.  —  sinoria  Fldr.,  eine  dunklere  Form  mit  breiteren  schwarzen  Binden  der  Ober-  und  Unter-  sinoria. 
seite  aller  Figl.  In  Nord-  und  Südost-Borneo,  auch  auf  den  Natuna  Inseln  und  Palawan. 

P.  imitans  Btlr.  (124  f)  eine  reizende  kleine  Form,  kenntlich  an  der  weißen  Mittelbinde  derVflgl.  Die  imitans. 
schwarzen  Bänder  der  Unterseite  etwas  dichter  aufeinanderstehencl  als  bei  sinope  Moore,  sonst  ohne  erhebliche 
Differenzen.  Insel  Nias,  sehr  selten.  Auf  den  Inseln  zwischen  Nias  und  Pulo-Wei  müssen  noch  Uebergänge  zu 
sinoria  und  sinope  gefunden  werden. 


40.  Gattung:  Ijehacica  Fldr. 

Die  Lebadea- Arten  waren  früher  mit  Limenitis  vereinigt,  wurden  aber  von  Felder  als  eigene  Gattung 
abgetrennt  ,  und  unterscheiden  sich  von  Limenitis  sofort  durch  die  Abzweigung  der  Präcostale  nach  dem  Ursprung 
der  Subcostalis  und  die  geschlossenen  Zellen  beider  Figl.  Wir  geben  hier  die  Original-Diagnose  des  Autors 
wieder,  welche  die  weiteren  Charaktere  der  Gattung  völlig  erschöpft:  „Fühlerkeule  dünn,  sehr  verlängert.  Pal¬ 
pen  schuppig.  Augen  kahl.  Zellen  aller  Figl  geschlossen.  1.  Subcostalast  der  Vflgl  nach  der  Zellmitte,  2.  vor  dem 
Zellende  abgezweigt,  herabgebogen,  3.  weit  hinter  der  Flglmitte  aufsteigend,  herabgebogen,  4.  bald  darauf  am 
Scheitel  entspringend.  Discocellularader  der  Vflgl  nach  einwärts  gebogen.  2.  und  3.  Medianast  derselben  etwas 
entfernt.  Präcostalader  der  Hflgl  nach  außen  gebogen,  einfach,  weit  nach  dem  Ursprung  der  Subcostalader 
aufsteigencl.“  — •  Wir  fügen  dem  noch  hinzu,  daß  die  Querader  des  Hflgls,  genau  zwischen  dem  1.  und  2.  Median¬ 
ast  mündet  (Dr.  Schatz). 

Die  zwei  nahe  verwandten  Arten  zeichnen  sich  schon  durch  die  sichelförmig  verlängerten  Vflgl  und 
die  trübe,  gelblich-graubraune  Figlfärbung  aus,  welche  auf  der  Oberseite  durch  wellenförmige,  abwechselnd 
dunklere  und  hellere  Zeichnungen  und  meist  eine  weißliche  Binde  über  beide  Figl  unterbrochen  wird.  Sie  gehö¬ 
ren  hauptsächlich  dem  makro malayischen  Gebiet  an.  Klammerorgane  sehr  verschieden  von  jenen  der  Gattung 
Pandita  und  Moduza,  Valve  zwar  auch  mit  dem  dorsalen,  allen  Limenitiden  gemeinsamen  Anhang,  aber  bauchig 
ohne  scharfe  Kanten  wie  bei  den  echten  Limenitis.  Uncus  äußerst  fein  und  zart.  Bewohner  der  Ebene,  die  kaum 
über  6 — -700  m  Erhebung  hinaufgehen.  Sie  bevorzugen  lichte  sonnige  Wälder  mit  viel  Gebüsch  und  sind  stellen¬ 
weise  nicht  selten.  Flug  außerordentlich  schwach,  ganz  im  Gegensatz  zu  unseren  Limenitis ;  sie  sind  aber  dennoch 
unruhig,  bevorzugen  kleine  Sträucher,  auf  welchen  sie  mit  ausgebreiteten  Flgln  sitzen  und  erheben  sich  nur  un¬ 
gern  von  der  Nähe  des  Erdbodens. 

L.  martha  der  älteste  Name*)  für  die  unter  ismene  so  wohlbekannte  Art.  • —  ismene  Dbl.  (122c!)  kommt  ismene. 
ausschließlich  in  Bhutan,  Sikkim  und  Assam  vor,  wurde  von  Doherty  auch  auf  den  Naga-Hills  entdeckt.  Es 
lassen  sich  deutlich  zwei  Zeitformen  aussondern,  von  welchen  wir  jene  der  Regenzeitperiode  abbilden.  Die  Winter¬ 
form  ist  kleiner,  etwas  fahler  rotgelb,  die  schwarzen  Medianmakeln  der  Hflgl  schwächer,  die  Unterseite  mehr  grau 
statt  rotbraun  und  die  Weißfleckung  verwaschener.  Die  $$  beider  Formen  zeigen  weniger  ausgedehnte  Apical- 
fleckung  der  Vflgl.  Flugzeit  vom  März  bis  November,  ziemlich  häufig  in  Wäldern  auf  geringer  Seehöhe.  Der  Flug  ist 
schwach ;  ismene  setzt  sich  gerne  auf  Blätter,  stets  mit  offenen  Flgln.  —  martha  F .  umschreibt  die  in  der  Größe  hinter  martha. 
ismene  zurückbleibende  hinterindische  Arealform,  welche  sich  stets  durch  schmälere  weiße  Mittelbinde  aller 
Figl  von  ismene  absondert,  martha  bezeichnet  die  Form  der  nassen  Zeit,  attenuata  Moore  ( 1 22  d)  jene  der  Trocken-  attenuata. 
zeit.  Wir  haben  ein  Exemplar  aus  Süd-Annam  abgebildet,  mit  besonders  kräftigen  schwarzen  Discalflecken  der 
Hflgl.  Flugzeit  Februar.  Zur  forma  martha  gehörige  Stücke  sammelte  ich  inTonkin,  August,  September  ebenso 
bei  den  Ruinen  von  Angkor  und  in  Mittel-Siam  vom  Dezember  bis  Januar,  attenuata  fand  ich  im  Mai  bei  Peti- 
chaung  nahe  Toungo  in  Tenasserim.  Moore  nennt  auch  den  Mergui- Archipel  (Dezember  bis  März)  als  Flugort. 

*)  Unter  den  Typen  von  Fabricius,  welche  ich  im  Museum  in  Copenhagen  durchsehen  konnte,  findet  sich  außer 
L.  martha  auch  die  javanische  L.  alankara,  welche  beide  Fabricius  für  identisch  gehalten  hat. 


644 


PARTHENOS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


alankara.  L.  alatikara  die  makromalayische  Repräsentantin  der  vorigen  Spezies  differiert  durch  das  mehr  graue 

statt  rotbraune  Kolorit  und  durch  die  weiter  nach  außen  gerückte  schwarze  submarginale  Wellenlinie  der  Hflgl 
malayana.  von  der  kontinentalen  Form.  —  nialayana  Frühst,  der  malay.  Halbinsel,  bilden  den  Uebergang  von  typischen 
martha  F.  aus  Siam  zu  den  Rassen  der  großen  Sunda-Inseln ;  sie  sind  aber  weder  identisch  mit  martha  noch 
alankara  wie  Distant  annahm,  sondern  bilden  eine  eigene  Lokalform,  welche  ich  malayana  nannte.  Auf  denHflgln 
ist  die  rotbraune  Grundfarbe  von  martha  noch  deutlich  vorhanden,  in  der  Zeichnungs-Anlage  aber  nähert  sich 
malayana  vielmehr  alankara.  Horsf.  von  Java  als  sumatrensis  Stgr.,  ihrer  geographischen  Nachbarin.  Bei  malayana 
fehlt  die  zweite,  schmälere  discale  Binde  der  Hflgl  und  auch  die  innere  weiße  Umgrenzung  der  schwarzen  Sub¬ 
marginalbinde.  Dafür  tritt  die  discale  Reihe  von  schwarzen  Makeln  viel  deutlicher  hervor  als  bei  sumatrensis 
hankana.  und  alankara.  Perak.  —  bankana  subsp.  nov.  ist  dunkler  braun,  als  Sumatra-Exemplare;  Hflgl  mit 
violetter  Median-  und  Submarginalbinde  und  zwei  Reihen  schwarzer  Makeln,  welche  zwischen  den  violetten 
Binden  stehen.  Weißzeichnung  der  Vflgl  enger  aber  prominenter  als  bei  Sumatra-??.  Nach  mehreren  ??  von 
sumatrensis.  der  Insel  Banka  am  Museum  in  München.  — -  sumatrensis  Stgr.  gleicht  oberseits  der  abgebildeten  pava  (122  d) 
waltacei.  doch  bleiben  alle  Weißzeichnungen  breiter.  — -  Als  wallacei  Moore  ist  eine  Form  diagnostiziert  mit  blauviolet¬ 
tem  Anflug  der  Hflgl-Oberseite.  Im  Museum  in  München  sah  ich  auch  ein  $  mit  blauem  Distalsaum  der  Hflgl. 
pava.  Nordost- Sumatra,  mir  aus  dem  Westen  der  Insel  nicht  zugegangen.  —  pava  Frühst.  ( 1 22  d)  $  :  Oberseite  braun¬ 
grau  mit  der  üblichen  Lebadea- Zeichnung,  deren  Weiß  verglichen  mit  alankara  Horsf.  von  Java  oder  wallacei 
Moore  von  Sumatra  stark  reduziert  ist.  Die  sehr  deutliche,  schwarze  Submarginalbinde  auf  allen  Flgln  nur  undeut¬ 
lich  weiß  begrenzt.  Die  Vflgl  tragen  dann  noch  eine  postmediane  Reihe  von  zumeist  halbmondförmigen  Flecken, 
die  am  Costalrand  beginnen,  im  Analwinkel  enden.  Jenseits  des  Zellapex  stehen  3  längliche,  weiße  Makeln 
und  unterhalb  der  Zelle  lagern  noch  4  weiße  Medianflecken  zwischen  den  Medianadern  und  der  Submediana. 
Die  Hflgl  zeigen  eine  Reihe  von  7  weißen  medianen  Helmflecken,  mit  denen  parallel  und  proximal  noch  eine 
zweite  subbasale  Binde  verläuft,  deren  oberster  Fleck  etwa  2  mm  breit  ist,  während  sich  die  unteren  zu  faden¬ 
dünnen  Linien  verjüngen.  Unterseite  gelblich  grau,  auf  den  Vflgln  wiederholt  sich  die  weiße  Zeichnung  der 
Oberseite,  die  sich  indes  verbreitert,  so  daß  die  äußere  und  innere  marginale  Binde  stellenweise  zusammenfließen. 
Auf  den  Hflgln  schlagen  die  beiden  Medianbinden  ganz  obsolet  durch;  auf  beiden  Flgln  liebt  sich  aber 
die  gewellte,  hier  braune  anstatt  schwarze,  submarginale  Wellenlinie  recht  prägnant  ab.  pava  ist  die  erste 
alankara.  Lebadea,  die  auf  den  Südwest-Satellit-Inseln  von  Sumatra  gefunden  wurde.  Birmah  Pulo-Tello  bei  Nias.  —  alankara 
Horsf.,  wie  üblich  die  hellste  Form  unter  den  Makromalayanen,  mit  außerordentlich  schöner  weißer  Streifung,  da¬ 
neben  aber  auch  sehr  großen  medianen  Halbmondflecken  der  Hflgl.  Submarginal-Wellenlinie  beider  Figl  proximal 
samana.  weiß  begrenzt.  West-Java  bis  300  m.  - —  samana  subsp.  nov.  bezeichnet  die  kleinere  Form  des  östlichen  Java  mit 
verminderter  Weißstreifung  der  Oberseite.  In  manchen  Jahren  häufig  an  den  Vorbergen  des  Tengger  Gebirges 
und  südlich  von  Malang  im  Zuidergebergde  bis  etwa  500  m.  Höhe  in  lichten  Wäldern  auf  niedrigen  blühenden 
natuna.  Siräuchern.  Dohert  Y  fand  samana  auch  auf  Bali.  — ■  natuna  Frühst,  weicht  ganz  erheblich  von  paduka  Moore  von 
dem  benachbarten  Borneo  ab  und  nähert  sich  vielmehr  L.  sumatrensis  Stgr.  Von  letzterer  Lokalform  differiert 
natuna  durch  die  geringer  entwickelten,  weißen  discalen  Helmflecke  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln,  besonders 
durch  das  Auftreten  einer  breiten  violetten  Reihe,  welche  bei  Sumatra-Stücken  kaum  angedeutet  ist.  Dagegen 
ist  die  bei  alankara  sumatrensis  sehr  breite  weiße  Submarginalbinde  hier  zu  einer  kaum  1  mm  breiten  Reihe  von 
weißen  Häkchen  zusammengeschrumpft.  Die  discale  Reihe  brauner  Helme  ist  dagegen  viel  stärker  ausgeprägt. 
Die  Unterseite  aller  Figl  ist  viel  reicher  gezeichnet  als  bei  Sumatra-??  und  differiert  auch  bei  Borneo-??  besonders 
auf  den  Hflgln  durch  das  Auftreten  einer  sehr  schmalen,  scharf  begrenzten,  aber  intensiv  braunen  Submarginal- 
paduka.  Zickzackbinde.  ?  Vflgllänge  42  mm.  Natuna-Inseln.  — ■  paduka  Moore  liegt  mir  aus  dem  Norden  und  Südosten 
von  Borneo  vor.  Die  weißen  Halbmonde  der  Vflgl  und  das  Mittelfeld  der  Hflgl  schmäler  als  bei  sumatrensis 
paulina.  und  malayana  Frühst.  Medianstreifen  der  Hflgl  der?? fast  erloschen.  — pauiina  Stgr.  führt  markantere  schwarz- 
braune  Flecken  im  Mediangebiet  der  Hflgl.  Unterseite  reicher  und  lichter  braungelb  als  bei  paduka.  Im 
Januar  auf  der  Insel  Palawan  nicht  selten. 


41.  Gattung’:  E*;ird lienos  Hbn. 

Die  Gattung  Parthenos  steht  unter  den  Limenitiden  völlig  isoliert  da,  nicht  allein  hinsichtlich  ihres  ab¬ 
weichenden  Geäders,  sondern  auch  durch  den  ganzen  Habitus,  den  eigentümlichen  Färbungsstil  und  die  Gestalt 
der  Valve  der  Klammerorgane.  Doch  stehen  andere  Merkmale  wieder  in  vollem  Einklang  mit  dem  Limenitis- 
Typus,  so  daß  Parthenos  wohl  kaum  von  dieser  Gruppe  getrennt  werden  kann,  sondern  zu  den  abweichendsten 
Formen  derselben  gerechnet  werden  muß,  wenngleich  sie  einige  Autoren  bereits  den  Euthaliiclen  zuzählen. 
Bei  Parthenos  zweigt  sich  die  Präcostale  nicht  allein  hinter  der  Subcostalis  ab,  sondern  sie  ist  auch  an  ihrer 
Spitze  zweigablig  und  meist  ist  auch  eine  schmale  Präcostalzelle  vorhanden.  Dagegen  erscheint  der  kurze  Sporn 
am  Grunde  der  Medianader  deutlich  entwickelt.  Auf  den  Vflgln  entspringt  der  1.  Subcostalast  in  der  Zellmitte, 
der  2.  unmittelbar  vor  demselben,  liegt  zur  Hälfte  fest  an  der  Hauptader  an  und  mündet  kurz  vor  der  Figl¬ 
spit ze.  Ast  3  und  4  entspringen  ganz  nahe  bei  einander,  fast  aus  einem  Punkte,  in  kurzer  Entfernung  vor  der 
Spitze  selbst.  Vordere  Discocellularis  fehlt;  mittlere  Discocellularis  kurz,  nach  innen  gerichtet,  stark  nach 
innen  gebogen  und  die  Mediana  genau  am  Ursprung  des  2.  Astes  treffend.  Der  3.  Medianast  weit  über  die  Zelle 


PARTHENOS.  Von  H.  Frtthstoreer. 


645 


verlängert  die  Querader  in  einem  scharfen  Winkel  nach  außen  gebogen.  Durch  dieses  Merkmal  wird  Parlhe- 
7ios  von  allen  übrigen  Nymphaliden- Genera  scharf  geschieden.  Zelle  der  Hflgl  wie  bei  Lebadea  geschlossen. 

Tegumen  ungewöhnlich  kräftig  mit  Scaphium-Bildung.  Uncus  wie  bei  den  übrigen  Limenitiden  jedoch  aus 
einer  massig  verdickten  Basis  entspringend,  distal  mit  leicht  gekrümmter  Spitze.  Valve  außerordentlich 
charakteristisch,  scharfkantig,  vor  dem  verbreiterten  mit  auffallend  scharfen  Zähnen  bewehrten  Ende  einge- 
schnürt,  lang  beborstet.  An  der  Basis  und  über  der  Rückenleiste  ein  langer  Zahn  der  anscheinend  muskulär 
besonders  bewegt  werden  kann  und  der  sich  bei  der  Gattung  Neurosigma  wiederfindet.  Soweit  die  Organe 
untersucht  wurden,  weisen  indische  Rassen  gestrecktere  Valvenform  auf  als  Arten  des  Papua- Gebietes.  Die  Rand¬ 
zähne  der  Valve  variieren  je  nach  der  Spezies,  doch  ist  bei  der  sehr  wahrscheinlichen  Unbeständigkeit  dieses 
Kennzeichens  ein  sicherer  Schluß  auf  die  äußerlich  wenig  scharf  abgesonderten  Formen  kaum  möglich.  Das 
Urteil  über  die  Artberechtigung  verschiedener  Rassen  der  melanesischen  Region  bleibt  somit  immerhin  noch  ein 
willkürliches,  umsomehr  als  auch  die  Jugendstadien  sich  gleichen  und  unter  sich  variieren.  Auch  die  Ppn  der 
beiden  Arten,  welche  Deutsch-Neu-Guinea  bewohnen,  sind  nach  Riebe  kaum  von  einander  zu  unterscheiden. 

Rp  auf  Schlingpflanzen  z.  B.  Zehneria  umbellata,  aus  der  Familie  der  Cucurbitaceen,  jener  der  Untergattung  Mo- 
duza  noch  sehr  ähnlich,  vorherrschend  grün  mit  braunem  Kopf  und  zwei  Reihen  fein  verzweigter  Rückendornen, 

Pp  braun  oder  grün  mit  zwei  Kopfspitzen,  Gestalt  bootförmig.  Imago  in  der  Regel  häufig,  deren  Flug  schwe¬ 
bend  stets  mit  ausgebreiteten  Flgln  dahinziehend,  nur  selten  mit  den  Schwingen  sich  bewegend.  —  »Sie  lieben 
es  aber,  sich  plötzlich  zu  wenden  und  davon  zu  eilen,  so  daß  sie,  wenn  man  sie  nicht  gerade  auf  Blüten  saugend 
antrifft,  schwer  zu  fangen  sind.  Bewohner  des  Tieflandes  wurden  sie  nur  in  Birma  in  bedeutenden  Höhen  von 
3 — 5000  Fuß  beobachtet.  Sie  lieben  die  Regenzeit  und  man  findet,  wenigstens  auf  dem  Kontinent,  in  der  trok- 
kenen  Periode  nur  selten  einmal  ein  völlig  tadelloses  Exemplar.  Verbreitung  im  gesamten  Kaiserreich  Indien, 
den  Philippinen,  Makromalayana,  Celebes,  Neu-Guinea  bis  zu  den  Salomonen.  In  Mikromalayana  und  Austra¬ 
lien  fehlt  die  Gattung,  vermutlich  weil  die  Rp  die  langen  Trockenperioden  dieser  dürren  Landstriche  nicht 
überdauern  kann. 

P.  cyaneus  Moore  ( 1 20 d)  koloristisch  durch  das  prächtige  glänzende,  bleiche,  ins  grünliche  übergehende  cyaneus. 
Graublau  der  Oberseite,  ferner  die  auffallend  verbreiterten  Weißflecken  von  allen  bekannten  Rassen  differie¬ 
rend.  Wenngleich  die  Unterseite  sich  in  der  Verteilung  der  Zeichnung  völlig  an  die  übrigen  Parthenos  anschließt, 
wird  cyaneus  hier  besonders  bewertet  durch  die  abweichende  Form  der  Pp,  die  sich  mit  ihren  aufgeblasenen 
Figlscheiden  erheblich  von  der  Pp  von  P.  virens  Moore  entfernt.  Rp  bleich  gelb  mit  purpurbraunem  Anflug, 

Bauch  dunkler,  Rücken  mit  dunkelbraunen  Längsstreifen  und  weißgefleckten  Segmentringen.  Kopf  leicht  be¬ 
wehrt,  weniger  kräftig  als  bei  Moduza  calidasa,  Segmente  mit  dünnen  Haaren.  Rücken  außerdem  mit  schwarzen 
Dornen,  welche  am  ersten  und  neunten  Segment  am  längsten  sind.  Rp  auf  Modecca.  Pp  purpurn  braun. 

Imago  vom  Mai  bis  Juli,  dann  wieder  im  November  und  Dezember.  Von  der  Ebene  bis  zu  1600  m  Höhe.  Ein 
langsamer  Flieger  aber  scheu,  auf  großen  Blättern  mit  gebreiteten  Flgln  sitzend.  Ceylon.  Klammerorgane 
mit  längerer  Valve  als  bei  den  melanesischen  Arten. 

Po  sylvia  Gr.,  ist  eine  der  an  Rassen  produktivsten  Spezies  der  indomalayischen  Region,  eine  Tatsache,  sylvia. 
welche  aus  der  Empfindlichkeit  klimatischen  und  örtlichen  Einflüssen  gegenüber  resultiert.  Auf  dem  Kontinent 
und  auf  den  Andamanen  zeigen  sich  auch  saisondimorphe  Formen.  — -  sylia  Don.,  eine  relativ  kleine  Rasse,  sylla. 
ursprünglich  aus  dem  südlichen  China  beschrieben,  mir  aus  Manhao  (Yunnan)  vorliegend  und  in  Tenasserim  sich 
gelegentlich  mit  gambrisius  vermischend.  Submedianpartie  der  Vflgl  und  Basalregion  der  Hflgl  blaugrün 
überstäubt,  die  übrigen  Stellen  soweit  sie  nicht  schwarz  grundiert  sind.  — -  gambrisius  F.  oberseits  lichtgrün  gambrisius. 
mit  unbedeutender  blaugrünen  Ueberpuderung ;  die  Form  der  Trockenzeit,  apicalis  Moore  (120  d),  zeigt  apicalis. 
bindenartig  verschmolzene  weiße  Flecken  der  Vflgl.  Verbreitung  von  Ost-Bengalen  bis  Assam  und  Birma, 
dem  Mergui-Archipel.  Von  mir  bei  Tandong,  Tenasserim  im  Mai,  in  Siam  im  Januar  und  Sücl-Annam  im  Fe¬ 
bruar  in  der  fa.  apicalis  Moore  und  inTonkin,  August  und  September  im  Kleide  der  Regenzeitform  gesammelt. 

• — -  roepstorffi  Moore  schließt  sich  eng  an  gambrisius  an,  auch  tritt  eine  der  apicalis  analoge  Form  der  regen-  roepstorffi. 
armen  Zeit  auf.  Gestalt  etwas  kleiner,  Oberseite  moosgrün,  Un+erseite  verwaschen  graugrün  und  etwas  fahler 
als  bei  nordindischen  Exemplaren.  Andamanen,  Nicobaren.  —  virens  Moore  ist  dagegen  eine  hochspezialisierte  virens. 
Rasse,  kenntlich  an  der  breit  schwarz  gestreiften  Umrahmung  und  dem  grüngoldnen  Kolorit  der  Oberseite. 

Unterseite  mit  kräftig  aufgetragenen  schwarzen  Submarginalmakeln,  dadurch  von  P.  cyaneus  von  Ceylon 
getrennt.  Rp  nach  Moores  Figuren  beurteilt,  grün  mit  gelbem  Seitenstreif  und  rötlichen  oder  schwärz¬ 
lichen  Dornen.  Kopf  braun.  Pp  braun,  glatter  als  jene  von  P.  cyaneus  Moore.  Puppenruhe  nach  Moore 
nur  drei  Tage.  Süd-Indien,  vom  Nord-Kanara-Distrikt  an.  - —  lilacinus  Btlr.  ist  eine  prächtige  Rasse  der  Wacinus. 
Malayischen  Halbinsel,  ausgezeichnet  durch  schön  veilchenblaue  Streifen  längs  der  Submediana  der  Vflgl 
und  zu  beiden  Seiten  der  schwarzen  Medianbinde  der  Hflgl.  • — -  sumatrensis  Frühst.  (120  c).  Streifung  der  Ober-  sumairensis. 
seite  lichter  blau,  Basalgebiet  der  Unterseite  der  Hflgl  gleichmäßig  blaßgrün  statt  blaugrün  wie  bei  Perak-Exem- 
plaren.  Nur  aus  Nordost-Sumatra  in  meiner  Sammlung,  fehlt  mir  aus  dem  Westen  der  Insel.  Nach  Hagex 
an  sonnigen  Buschrändern,  am  Unterholz  der  Brachfelder.  Einmal  wurden  hunderte  der  Falter  auf  einem  neu 
angelegten,  von  Ipomoeen  durchzogenen  Gebüsch  eingefaßten  Feldweg  gesehen,  jeder  für  sich  allein,  ohne  sich 
um  die  andern  zu  kümmern.  Flug  kräftig  und  schnell,  schwebend,  fast  ohne  Figlschlag.  Nach  Märtest  auch 


646 


PARTHENOS.  Von  H.  Frtthstorfer. 


hoch  über  Bäume  hinwegsetzend,  die  Figl  mit  nach  unten  geneigten  Spitzen  haltend,  stets  in  der  Nähe  von  Wasser, 
so  an  den  mit  Lilien  bewachsenen  Ufern  des  Badagei-Flusses  einmal  in  bedeutender  Menge  beobachtet.  — 
sylvicola.  sylvicola  Frühst,  umschreibt  eine  habituell  kleine,  äußerst  zierliche  Rasse  mit  schön  goldbraunem  Grunde  der 
Oberseite  und  grau  lila  gefärbten  Medianstreifen  der  Hflgl,  mit  gelbbrauner  Oberseite,  grauviolett  iiberstäub- 
ten  Zellflecken  der  Vflgl  und  ohne  blaue  Partien  der  Hflgl.  Besonders  im  Osten  der  Insel  am  Waldrande,  nicht 
bellimontis.  über  500 — 600  m  Erhebung  hinauf  vorkommend.  Java,  in  der  Regenzeit  häufig.  - — ■  bellimontis  Frühst.  (120  c), 
eine  sehr  dunkle  Form,  ausgezeichnet  durch  rotbraune  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Ohne  genauen  Fundort, 
aus  der  Sammlung  des  verstorbenen  Herrn  von  Schönberg  in  meiner  Sammlung,  vermutlich  aus  Südost -Borneo. 
bomeensis.  - —  borneensis  Stgr.  (=  nella  Swinh.)  hält  die  Mitte  zwischen  sumatrensis  und  bellimontis ;  zeigt  dunkleres  Blau- 
butlerinus.  violett  als  sumatrensis  aber  grüne  Submarginal- Wellenlinie  der  Hflgl.  Nord-Borneo.  —  butleririus  Frühst. 

bezeichnet  eine  helle  Form,  welche  sich  sylla  Don.  aus  dem  südlichen  China,  nähert,  licht  grasgrüne  Färbung 
der  Oberseite  und  blaß  blaue  Streifen  der  Hflgl  zeigt.  Insel  Palawan  im  Januar  nicht  selten,  Balabac.  — 
Philippen-  pliilippesisis  Frühst.  (120  c)  charakterisiert  durch  sehr  breiten  schwarzen  Distalsaum  der  Vflgl  und  die  fahl 
sis.  gelbbraune  Basalpartie  der  Hflgl.  Ziemlich  beständig  von  Luzon  bis  Mindanao.  Semper  hat  einmal  von  der 
joloensis.  Insel  Camiguin  de  Mindanao  nahezu  1000  Exemplare  empfangen.  Hauptflugzeit  April  bis  Juli.  —  joloensis 
Frühst,,  gleicht  etwas  der  sulanus  (120  d),  doch  führt  sie  größere  weiße  Stellen  der  Vflgl.  Von  Jolo,  der  Sulu- 
salentia .  Insel-Gruppe.  — -  Eine  ähnliche  kleinfleckige  Rasse  fliegt  nach  Semper  auf  Sangir.  - — -  salentia  Hpffr.,  häufig 
im  Norden  und  Süden  der  Insel  Celebes,  eine  große  Rasse  mit  licht  graugrünen  Feldern  der  Vflgl  und  braun- 
bangkaien-  gelber,  an  philippensis  gemahnender  Oberseite  der  Hflgl.  —  bangkaiensis  subsp.  nov.,  eine  verdunkelte  Form 
sis.  mit  satt  graugrünen  Partien  und  kleinen  hyalinen  Stellen  der  Vflgl  und  markanter  schwarz  gestrichelter  Unter- 
sulana.  Seite.  Insel  Bangkai.  ■ — -  Bei  sulana  Frühst.  (120d)  nimmt  die  Reduzierung  der  hyalinen  Stellen  ihren  Fortgang; 

sie  sind  zugleich  blauschimmernd,  die  gesamten  schwarzen  Partien  ausgedehnter.  Unterseite  auch  auf  den 
ellina.  Vflgl  mit  einer  prägnanten  schwarzen  Submarginalbinde.  Sula-Mangoli  und  Sula-Besi.  - —  ellina  Frühst,  von 
Batjan,  Halmaheira  und  Morotai  gleicht  der  obiana  (120  b)  nur  sind  die  transparenten  Partien  etwas  ausgedehn- 
obiana.  ter.  — -  obiana  Frühst.  (120  b).  Unterseite  mit  reicherer  schwarzer  Ornamentierung  als  ellina.  Insel  Obi,  häufig. 
nodricct.  — ■  nodrica  Bsd.  in  der  Voyage  d’Astrolabe  von  ihrem  Autor  aus  Buru  und  Neu-Guinea  beschrieben,  ist  eine 
mir  in  natura  unbekannte  Unterart,  doch  hat  sie  Doherty  in  Anzahl  auf  Buru  gesammelt.  Nach  einer  Angabe 
Oberthürs  wird  nodrica  neben  P.  tigrina  auf  Waigiu  gefunden.  Wenn  nodrica  wirklich  aus  Waigiu  oder 
Neu-Guinea  stammt,  muß  für  die  Buru-Form  ein  neuer  Name  gegeben  werden,  denn  das  nodrica  sowohl  auf  Buru 
wie  im  Papua-Gebiet  identisch  vorkäme,  ist  bei  der  Tendenz  der  Parthenos,  in  Inselrassen  zu  zerfallen,  ausgeschlos- 
brunnea.  sen.  —  brunnea  Stgr.  von  Amboina  und  Ceram,  habituell  viel  größer  als  ellina  und  obiana,  oberseits  mit  ausge- 
numita.  dehnterer  gelb  brauner  Verkleidung  der  durchsichtigen  Stellen.  — -  mimita  Frühst,  stammt  von  Goram;  schließt 
sich  durch  unbedeckte  glasige  Fleckung  der  Oberseite  mehr  den  Key-Exemplaren  an;  Hflgl  schön  goldbraun. 
bandana.  — bandana  subsp.  nov.,  von  der  Gewürzinsel  Banda,  bleibt  habituell  hinter  Exemplaren  von  Goram  und  Ceram 
zurück,  die  Gesamtfärbung  der  Oberseite  dunkler  als  bei  numita.  Type  in  der  Sammlung  Stattdinger.  — - 
iualensis.  tuaiensis  Frühst.  (120  c)  eine  ansehnliche  Rasse  mit  lichtgrüner  Streifung  der  Vflgl.  Hflgl  rauchbraun.  Key- 
Inseln.  Nach  Kühn  nicht  sehr  gemein,  aber  in  einzelnen  Stücken  das  ganze  Jahr  über  vorkommend.  — 
aruana.  aruana  Moore  gleicht  tuaiensis,  von  welcher  sie  durch  weißlich-hyaline  statt  durchweg  grünliche  Zellmakeln 
und  erheblich  verminderte  Weißflecken  der  Vflgl  differiert.  Aru-Inseln. — -  Auf  Neu-Guinea  und  einigen  Insel¬ 
trabanten  erreicht  die  Variationsmöglichkeit  der  Parthenos  ihren  Höhepunkt.  Die  Rassen  des  gesamten  hollän¬ 
dischen  Westens  haben  sich  so  verändert,  daß  sie  um  eine  zweite  Spezies  gruppiert  und  an  P.  tigrina  Voll. 
(120  a)  angegliedert  werden.  Im  gesamten  östlichen  Neu-Guinea,  soweit  die  Britische  Machtsphäre  reicht,  und  im 
östlichsten  Gebiet  von  Kaiser-Wilhelmsland,  treffen  wir  aber  Formen,  welche  den  westmalayischen  syAüa-Typus 
bewahrt  haben,  so  daß  sie,  die  Rassen  des  Bismarckarchipels  und  der  Salomonen  inbegriffen,  unbedenklich  mit 
guineensis.  Sylvia  vereinigt  werden.  —  guineensis  Frühst.  (120  b)  ersetzt  sylvia  im  Huon-Golf,  Deutsch  Neu-Guinea.  Vflgl 
graugrün  mit  den  von  allen  Neu- Guinea-Rassen  kleinsten  weißen  Flecken.  Valve  kürzer,  basalwärts  dicker 
als  bei  P.cyaneus  Moore,  distal  etwas  breiter  als  bei  P.  aspila  Honr.  Die  Rp  wurde  von  Wahnes  entdeckt,  etwas 
veränderlich,  am  Rücken  weniger  dunkel  gestreift  als  jene  von  P.  aspila  Honr .,  mit  weißen  Borsten  besetzt, 
pherelcides.  gesellig  auf  einer  Schlingpflanze.  Pp  grün.  — -  pherekides  Frühst.  (120  a)  gleicht  etwas  der  tigrina  (120  a)  durch 
pherelcrates.  lebhaft  rötlich  gelbbraune  Färbung  der  Oberseite  der  Hflgl.  Milne-Bai,  Britisch-Neu- Guinea.  — -  pherekrates 
Frühst.  Die  Oberseite  differiert  von  Exemplaren  der  Milne-Bay  durch  ausgedehnteres  und  lichteres  Grün, 
alle  weißen  Flecken  sind  aber  wieder  etwas  größer  ohne  jedoch  die  Ausdehnung  der  hyalinen  Flecken  von  tua¬ 
iensis  Frühst,  zu  erreichen.  Die  schwarze  Submarginalbinde  der  Vflgl  ist  sehr  viel  schmäler  als  bei  pherelcides 
und  ruht  in  einer  hellgrünen  Umrahmung.  Die  discalen  und  marginalen  Flecke  der  Hflgl  sind  dünner  und  durch 
breitere,  gelbbraune  Zwischenräume  getrennt.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  wesentlich  heller,  alle  schwarzen 
Binden  und  Zeichnungen  obsoleter  und  die  Färbung  im  allgemeinen  verwaschener,  trotzdem  aber  ist  der 
Basalteil  dunkler  grün  und  hebt  sich  dadurch  schärfer  von  der  viel  helleren  Außenhälfte  der  Figl  ab.  Fer- 
couppei.  gusson-Inseln  und  Collingwood-Bai,  Britisch-Neu-Guinea.  —  couppei  Ribbe  (120  b)  führt  ausgedehnte  trübweiße 
fusciplena.  Makeln  der  Vflgl.  Neu-Mecklenburg.  — •  fusciplena  Frühst.,  nach  Exemplaren  ohne  sicheren  Fundort  beschrie¬ 
ben,  bezeichnet  die  auf  den  Vflglflecken  gelblichbraun  überflogenen  Individuen  von  Neu-Pommern,  die  unter- 
seits  von  couppei  differieren  durch  satter  grüne  Gesamtfärbung  und  markantere  schwarze  Submarginalflecken. 


NEUROSIGMA.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


647 


— •  neohannoverana  subsp.  nov.  schließt  sich  durch  die  nicht  gelblich  überhauchten  Makeln  der  Vflgl  couppei  neohan.no- 
an,  doch  ist  sie  leicht  zu  unterscheiden  durch  die  erheblich  ausgedehnteren  hyalinen  Felder  und  das  fahler  grüne  verana- 
Kolorit  sowie  die  abgeschwächte  Schwarzfleckung  der  Unterseite  der  Hflgl.  Neu-Hannover.  —  thesaurus  thesaurus. 
Math.  (120  b),  ursprünglich  von  Treasury  beschrieben,  während  unsere  Vorlage  von  Rougainville  stammt,  ent¬ 
fernt  sich  von  den  Vikarianten  des  Bismarckarchipels  durch  verkleinerte,  ausgedehnter  schwarz  umrahmte 
glasige  Stellen  der  Vflgl.  Von  Ribbe  in  Anzahl  auch  auf  den  Shortlands-Inseln  der  Salomonen  gefunden.  — 
thesaurina  Sm.  von  der  Salomon-Insel  Santa-Cruz  beschrieben,  ist  nicht  in  meiner  Sammlung.  —  etoga  subsp.  thesaurina. 
nov.  bewohnt  Guadalcanar  und  wird  charakterisiert  durch  partiell  verschwindende  weiße  Makeln  der  Vflgl  cloda- 
und  auffallend  breite  schwarze  Bänder  der  Hflgl.  Auch  die  Submarginalzone  der  Unterseite  zeigt  prägnantere 
schwarze  Binden  und  Flecken  als  thesaurus  von  den  Shortlands-Inseln  und  Bougainville.  Flugzeit  April.  Auf 
den  Salomonen  leben  noch  eine  ganze  Reihe  von  mehr  oder  weniger  differenzierten  Inselrassen.  Das  vor¬ 
handene  Material  ist  aber  noch  sehr  dürftig  und  so  sei  nur  eine  Form  hervorgehoben,  welche  mir  unter  den 
großen  Parthenos- Serien  des  Britisch  Museums  am  meisten  auffiel  ugiensis  subsp.  nova.  Relativ  klein  von 
Gestalt,  Färbung  vorwiegend  fahl  gelbgrün.  Vflgl  von  sehr  kleinen,  aber  fast  rein  weißen  Fenstern  durch¬ 
brochen.  Insel  Ugi. 

P.  tigrina  wird  hier  als  der  älteste  sichere  Name  für  eine  Reihe  von  auffallend  verdunkelten  Rassen 
eingesetzt  ,  ein  Name,  der  indessen  vielleicht  durch  nodrica  Bsd.  verdrängt  wird,  wenn  die  nodrica-Type  wirklich 
aus  Waigiu  stammt,  wie  Oberthür  (Lep.  Oceaniens  1880  p.  47)  angibt.  Die  Valve  der  drei  untersuchten  Formen 
differiert  unerheblich  unter  sich,  erscheint  jedoch  von  jener  von  P.  cyaneus  Moore  von  Ceylon  verschieden 
durch  entschieden  kürzere  Form.  Auch  der  Uncus  bleibt  merklich  kleiner,  schärfer  gekrümmt,  dessen  Ansatz¬ 
stelle  aber  flacher.  —  tigrina  Voll.  (120  a)  hat  beim  partiell  gelblich  bezogene  weiße  Makeln  der  Vflgl  und  tigrina. 
eine  lebhaft  braungelbe  Färbung  der  Basalpartie  aller  Figl.  Unterseite  gelblichgrün  mit  deutlichen  schwarzen 
Submarginalbinden.  Aus  Salawatti  beschrieben,  ziemlich  übereinstimmend  auch  aus  der  Aetna  und  Kajumera 
Bai,  Südwest-Holländisch  Neu-Guinea  in  meiner  Sammlung.  Herrn  Charles  Oberthür  verdanke  ich  auch 
ein  von  Doherty  gesammeltes  <$,  bei  Wandesi  in  der  Geelvinkbai  gefunden.  —  Shelley  faßt  eine  dunkle  Form 
mit  sehr  kleinen  intramedianen  Flecken  der  Vflgl  als  nodrica  Bsd.  Andai.  Von  Dorey  in  meiner  Sammlung,  nodrica. 

—  terentianus  Frühst.  (120  a)  hat  im  männlichen  Geschlecht  die  glasigen  Stellen  der  Vflgl  völlig  mit  schwarzen  terentianus. 
Schuppen  überdeckt.  Hattam  im  Arfakgebirge,  von  W.  Doherty  gefunden.  —  aspila  Honr.  (120  a)  das  mela-  aspila. 
notische  Extrem,  dessen  $  ebenfalls  die  hellen  Stellen  fehlen.  Häufig  in  der  Astrolabe-Bai,  Deutsch-Neu -Guinea 
von  Doherty  auch  in  der  Humboldt-Bai  entdeckt.  Rp  nach  Hagen  in  größeren  Gesellschaften  zusammen¬ 
lebend,  nach  Ribbe  von  der  Rp  von  P.  sylvia  guineensis  Frühst,  durch  eine  dunklere  Rückenlinie  zu  unterschei¬ 
den.  Rp  selbst  sehr  variabel;  es  kommen  hellere  und  dunklere  Stücke  vor,  alle  sind  aber  mit  weißen  Borsten 
besetzt  und  leben  auf  einem  Rankengewächs.  Pp  kahnförmig,  grün  mit  2  Kopfspitzen.  —  pardalis  Frühst,  pardalis. 
differieren  von  Vollenhovens  Abbildung  seiner  tigrina  aus  Salawatti  durch  den  noch  breiteren,  schwarzen 
Außensaum  aller  Figl  und  etwas  kleinere  weiße,  hyaline  Flecken  der  Vflgl.  Ferner  finden  sich  noch  folgende 
Differenzen:  pardalis  zeigt  nur  zwei,  anstatt  3  weiße  Costalflecken  und  nur  2,  anstatt  4  deutliche,  weiße  Sub- 
apicalf lecken,  die  jenseits  der  Zelle  stehen.  Der  Analwinkel  der  Vflgl  ist  gleichfalls  breiter  schwarz  bezogen 
und  der  weiße  Fleck  an  der  Zellwand,  der  bei  den  oberen  Medianadern  abzweigt,  ist  viel  kleiner  als  bei  tigrina. 

Die  schwarzen  Querstreifen,  die  von  der  Flglbasis  ausgehen,  sind  breiter  als  bei  tigrina.  Die  Unterseite  von 
pardalis  ist  melanotisch  gefärbt,  es  finden  sich  auf  ihr  auf  allen  Flgln  außerordentlich  breite,  tief  schwarze  Sub¬ 
marginalbinden,  ebenso  ist  der  Außensaum  der  Figl  sehr  breit  und  tief  schwarz  gesäumt,  ein  Merkmal,  das  Vol- 
lenhoven  in  seiner  Beschreibung  von  tigrina  nicht  erwähnt.  Insel  Waigiu. 

42.  Gattung1:  Xeiirosigiiaa  Btlr. 

Sie  gehört  zweifellos  < le m  Li m e nitis - S t a t n m ,  und  nicht  den  Euthaliiden  an,  zu  denen  sie  Butler  stellte. 

Dies  beweist  u.  a.  schon  die  große,  charakteristisch  gebogene  und  genau  an  der  Abtrennungsstelle  der  Subcostalis 
stehende  Präcostale  und  die  wie  bei  Limenitis  gebauten  Klammere’  jene.  Neurosigma  unterscheidet  sich  von  Lime¬ 
nitis,  Pantoporia  durch  die  geschlossenen  Zellen  beider  Figl,  deren  m:  Tiere  Discocellulare  im  Vflgl  nach  innen  gebo¬ 
gen  ist ;  untere  Querader  dagegen  schwach  wellenförmig  und  die  Mediana  kurz  nach  dem  2.  Ast  treffend.  Der  3.  Sub- 
costal- Ast  steht  zwischen  Zellende  und  dem  4.  und  nähert  sich  bis  zum  4.  Ast  der  Hauptader.  Auf  den  Hflgln  sind 
obere  und  mittlere  Discocellularis  von  gleicher  Länge,  hintere  Discocellulare  schwach  gewinkelt,  etwas  länger  als  die 
mittlere  und;  sie  die  Mediana  kurz  nach  dem  2.  Ast.  Der  Vrd  ist  fast  gerade.  Die  Vorderfüße  dünn, 
schwach  seidig  behaart,  mit  gleich  langen  Femur  und  Tibia  und  nur  wenig  kürzerem  Tarsus.  Die  einzige  Art, 

N.  siva  Ww.  aus  Nord-Indien,  ist  ein  ziemlich  großer  Schmetterling  und  auf  hell  orangegelbem  Grund  so  merk¬ 
würdig  bunt  mit  schwarzen  und  weißen  Flecken  gezeichnet,  wie  es  keine  andere  Gattung  auch  nur  amiähernd 
zeigt.  Sie  ist  daher  auch  kaum  mit  einer  andern  zu  verwechseln  und  steht  in  dieser  Gruppe,  wie  so  viele  Hima- 
laya-Formen,  völlig  isoliert  da.  Tegumen  mit  limenitoidem  Uncus  und  deutlicher  Scaphiumbildung,  Valven 
sehr  verschieden  von  der  Parthenos- Valve,  jener  von  Limenitis  s.str.  nahekommend  aber  mit  zwei  basalen  Zäh¬ 
nen.  Form  äußerst  schlank  mit  deutlich  abgesetzter,  chitinisierter  Spitze.  Falter  nicht  über  1500  m  Höhe 
hinausgehend,  in  zwei  Generationen  erscheinend,  sehr  lokal. 


648  ABROTA;  TANAECL4.  Von  H.  Fruhstorfer. 

N.  doubledaii  die  einzige  bekannte  Art  verteilt  sich  auf  drei  Arealrassen  im  Indischen  Kaiserreich. 
doubledaii.  doubledaii  Wstw.  (114  c)  nach  einem  $  zuerst  beschrieben,  hat  im  männlichen  Geschlecht  den  Kamen  siva  Wstw. 
sim.  empfangen.  Die  Typen  beider  Geschlechter  stammen  aus  Sylhet.  • — -  fraterna  Moore  (114  c)  bezeichnet 

1  '  der  Trockenzeitform.  Von  Sikkim  und  Bhutan  bis  zu  den  Kaga- Hills.  In  Sikkim  im  April  und  Mai,  dann 
wieder  im  Oktober  außerordentlich  selten.  Doherty  fand  dagegen  in  den  Chittagong-Hills  Dutzende  von 
Männern.  Im  allgemeinen  sind  Sikkim-Exemplare  erheblich  kleiner,  fahler.  Moore  bezieht  sich  ausdrück¬ 
lich  auf  Individuen  aus  dem  Tring-Museum,  welche  ich  auch  revidieren  konnte.  Sie  sind  so  scharf  von  As- 
sam-^fj  geschieden,  daß  der  Name  fraterna  nicht  allein  als  Bezeichnung  einer  Zeit,  sondern  auch  als  Lokal- 
nonius.  form  erhalten  bleiben  kann.  —  nonius  Nicev.,  eine  hervorragende,  habituell  kleinere  Lokalform,  gleicht  dem 
$  von  doubledaii,  nur  fehlt  auch  noch  der  gelbe  Discalfleck  der  weißen,  sonst  nur  schwarz  gegitterten  Hflgl. 
Ivaren-Hills,  auf  Höhen  von  4 — 5000  Fuß,  im  April  und  Mai,  dann  wieder  im  September.  $  noch  unbekannt. 


43.  Gattung:  Aforota  Moore. 

Schließt  sich  strukturell  und  morphologisch  eng  an  Limenitis  an,  bildet  aber  in  Gestalt  und  Färbung 
den  Uebergang  zu  den  Euthaliiden.  Die  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl  mit  rücklaufender  Ader,  Querader 
ähnlich  wie  bei  Moduza.  Mediansporn  deutlich,  Zelle  der  Hflgl  manchmal  offen,  manchmal  geschlossen.  Kur 
eine  Art  bekannt,  welche  zur  Ausbildung  von  Zeitformen  neigt  und  eine  diskontinuierliche  Verbreitung  hat. 
In  den  niederen  Tälern  von  Sikkim  im  Sommer  an  einigen  Stellen  häufig.  Sie  lieben  es  mit  ausgebreiteten 
Flgln  im  dichten  Wald  auf  Blättern  zu  ruhen.  Klammerorgane  limenitoid,  von  einfachster  Bildung  Uncus  wie 
bei  Limenitis,  Valve  lang  gestreckt,  Spitze  wie  bei  Neurosigma,  Basis  aber  im  Gegensatz  zu  dieser  Gattung 
nur  mit  einem  wie  bei  Parthenos  eingefügtem  Zahn. 

ganga.  A.  ganga  Moore  (123  c)  wurde  auf  Exemplare  der  Regenzeit  basiert  mit  genäherten  discalen  schwarzen 

jumna.  Binden  der  Hflgl.  —  jumna  Moore,  von  einigen  Autoren  als  Spezies  aufgefaßt,  dürfte  vielmehr  der  Trockenperiode 
angehören ;  heller  von  Färbung  mit  isoliert  stehenden  schwarzen  Makeln  in  der  Mitte  der  Hflgl.  Während  meines 
Aufenthaltes  in  Darjeeling  in  der  Regenzeit  wurde  mir  nur  die  dunklere  Form  ganga  Moore  eingeliefert.  Die 
$$  zeigen  manchmal  einen  olivgrünen  Schimmer  auf  der  Oberseite  und  sind  unterseits  von  den  <$<$  leicht  zu 
unterscheiden  durch  ausgedehnte  hellrot  braune,  peripherisch  violett  überzogene  Partien. 

praiti.  A.  pratti  Leech  (Bd.  1,  S.  189,  Taf.  61  a,  b)  wird  im  Britisch  Museum  unter  dem  älteren  Kamen  con- 

finis  Fldr.  geführt.  —  confinis  bewohnt  als  Seltenheit  West-China  und  findet  sich  am  Omei-shan  und  südlich 
jormosana.  vom  Yangtsekiang  nahe  der  Stadt  Kwei-tchou.  - — ■  formosana  Frühst.  (123  b).  Eine  überraschende  Entdeckung 
Sauters.  Es  wurden  bisher  nur  BS  gefunden,  welche  sich  pratti nähern,  aber  von  diesen  durch  markantere 
schwarze  Binden  der  Oberseite  und  lichtere,  reiner  gelbbraune  Unterseite  differieren.  Sein?  selten,  nur  vier 
esvara.  aus  den  Bergen  der  Insel  Formosa  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  Bei  Mupin  tritt  eine  Form  auf  —  esvara 
form.  nov.  —  kleiner  als  2-fa.  pratti  und  heller  gelbbraun  gefleckt. 

Tribus  Euthaliidi. 

Die  zahlreichen  Formen  dieser  Gruppe  bilden  einen  Uebergang  von  den  Limenitiden  zu  den  Apaturiden.R  Mit 
ersteren  sind  sie  strukturell  und  morphologisch  Verwandt,  während  der  robuste  Körperbau  bereits  an  die  Apaturen  und 
Nymplialiden  im  engsten  Sinne  erinnert.  Durch  die  eigentümliche  Gestalt  der  l’p  sind  die  Euthaliidi  gut  von  den  Limeni¬ 
tiden  und  Apaturiden  geschieden  (man  vergleiche  Bd  1,  S.  188). 


44.  Gattung’:  Tauaeeia  Btlr. 

Von  den  eigentlichen  Euthalia  zu  unterscheiden  durch  die  Form  der  Palpen  mit  ihrem  außerordent¬ 
lich  langen  und  nadelspitzen  Endglied,  welches  fast  senkrecht  dem  am  Ende  stark  verdicktem  Mittelglied  auf¬ 
gesetzt  ist;  in  der  Länge  zeigt  sich  das  Endglied  bei  den  einzelnen  Arten  jedoch  verschieden.  Nach  Schatz 
scheinen  die  Tanaecia  die  ursprüngliche  Stammform  der  Euthaliidi  vorzustellen,  weil  der  sexuelle  Dimorphis¬ 
mus  in  der  Färbung  nicht  so  scharf  zum  Ausdruck  kommt,  wie  bei  den  meisten  Angehörigen  der  Gattung  Euthalia , 
bei  denen  die  <$<§  sich  in  der  Regel  erheblich  differenziert  haben.  Bei  den  Tanaecien  aber  sind  che  auf  der 
gleichen  Stufe  stehen  geblieben  als  die  §$.  Nach  der  Gestalt  der  Klammerorgane  lassen  sich  drei  Artengruppen 
unterscheiden,  welche  z.  T.  in  einer  so  vollkommenen  Weise  spezialisiert  sind,  daß  man  glauben  könnte,  Angehö¬ 
rige  weit  getrennter  Gattungen  vor  sich  zu  haben;  Differenzen,  wie  sie  sich  innerhalb  koloristisch  so  nahestehen¬ 
der  Spezies  in  der  gesamten  Nymphalidenwelt  nicht  wiederholen.  Die  Valve  erscheint  noch  durchweg  limeni¬ 
toid,  wenngleich  in  der  Länge  variierend,  schnabelförmig,  basalwärts  breit,  nach  unten  bauchig,  vorne  in  eine 
scharfe  Spitze  auslaufend.  Uncus  entweder  nadelförmig  ( T .  lupisa  und  Verwandte),  oder,  wie  beim  Genus 
Dichorragia,  hackenförmig  gekrümmt  ( T .  pelea  und  Zweigrassen);  oder  ungemein  lang,  schlangenförmig  mit  ei¬ 
gentümlicher,  dem  aufgeblasenen  Hals  einer  Co bra  gleichender  distaler  Partie  (T.  aparasa  und  Vikarianten). 
Jugendstadien  unbekannt.  — ■  Falter  vorwiegend  Bewohner  der  Ebene,  aber  noch  bis  700  m  häufig  auftretend  und 


&  Musgegeben  10.  I.  1.913. 


TAN  AE  CIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


649 


vom  Kina-Baln  ans  etwa  1200  m  Höhe  gekommen.  Die  meisten  Arten  lieben  den  Schatten;  lichte  Wühler  mit  viel 
Enterholz,  wo  sie  auf  ganz  niederen  Sträuchern  mit  ausgebreiteten  Flügeln  sitzen  und  manchmal  in  grosser  Anzahl 
angetroffen  werden.  Wegen  ihrer  schwachen  Flügel  ist  der  Flug  niemals  reissend  wie  bei  den  echten  Euthalien. 
sondern  schwebend;  sie  bewegen  sich  leicht  fallend  und  aufsleigend  vorwärts  und  kehren  mit  Vorliebe  wieder  an 
ihren  Standplatz  zurück.  Verbreitungscentrum:  Makromalayana,  inbesonders  Borneo,  eine  Art  auch  auf  den  Arida- 
manen  und  3  auf  den  Philippinen.  Auch  auf  den  Sulu-  (Jolo-)  Inseln  finden  sich  einige  Arten,  welche  den  Borneo 
Vikarianten  angegliedert  werden  müssen.  Die  Deutung  der  einzelnen  Formen  zählt  zu  den  schwierigsten  Aufgaben 
der  Entomologie  und  ist  bei  der  Unbeständigkeit  und  Gleichförmigkeit  der  Zeichnungen,  welche  sich  bei 
den  einzelnen  Arten  stets  wiederholen,  immer  noch  mehr  Sache  des  Gefühls  als  der  Gewissheit,  namentlich 
was  die  Bestimmung  der  ??  angeht,  für  welche  auch  das  sexuale  Criterium  der  Anatomie  fehlt  Zu  der  Variabilität 
und  verführenden  Analogie  gewisser  Zeichnungsmotive  tritt  dann  noch  die  Neigung  zu  coloristischer  Mutation, 
die  sich  ebenfalls  vom  hellsten  bis  zum  melanotischsten  Extrem  bei  den  in  Frage  kommenden  Arten  T.  lutala, 
apsarasa  und  pelea  wiederholt.  Die  Farbenverschiedenheit  der  zu  einer  Collectivspecies  gehörigen  Individuen  ist 
aber  dermassen  potenziert,  dass  selbst  die  zur  Negation  neigenden  Autoren  wie  de  Niceville  und  Snkllex  eine 
ganze  Serie  von  blossen  Formen  als  Arten  auffassten,  welche  hier  auf  Grund  der  I Übereinstimmung  der 
Klammerorgane  wieder  zusammengezogen  werden,  so  dass  allein  aus  Borneo  9  sogenannte  Arten  verschwinden. 
Dagegen  ergibt  sieb  die  Notwendigkeit,  eine  Reihe  neuer,  bisher  verkannter  Inselrassen  aufzustellen.  Im  all¬ 
gemeinen  gilt  die  Regel,  dass  die  drei  häufigsten  makromalayi sehen  Arten  in  a)  einer  ganz  braunen  b)  blau 
oder  violett  überhauchten  Modifikation  auftreten,  denen  sich  dann  als  c)  noch  ein  dunkelblau  gesäumtes 
Extrem  anschliesst;  drei  Hauptformen,  welche  ihrerseits  durch  alle  denkbaren  Farbencombinationen  unter  sich 
verbunden  sind.  Ausser  der  Färbung  wechselt  dann  auch  noch  die  Gestalt  der  schwarzen  Intranervalfleckung, 
welche  bei  ein  und  derselben  Species  bei  einigen  Individuen  punkt-,  bei  anderen  wiederum  pfeilförmig  angelegt 
ist.  Die  Flecken  selbst  können  isoliert  stehen  oder  zu  Wellenbinden  vereinigt  sein.  Im  allgemeinen  ist  grosses 
Gewicht  darauf  zu  legen,  ob  die  Intramedianmakeln  der  Vflgl  ganz  gleich,  ob  sie  weiss  oder  blauviolett  ab¬ 
getönt  sind,  isoliert  stehen  (T.  lutala,  apsarasa )  oder  ob  sie  mit  der  allen  Species  gemeinsamen  Submarginal¬ 
binde  vereinigt  sind  ( T .  pelea).  Auf  den  Hflgl  ist  entscheidend,  ob  die  weisse  Zone  von  zwei  {pelea,  lutala ) 
oder  drei  Serien  von  schwarzen  oder  braunen  Halbmonden  durchzogen  ist  (apsarasa).  Bei  einer  resümierenden 
Betrachtung  der  Tanaecien  wird  sich  jedem  Beschauer  die  Vermutung  aufdrängen,  dass  es  sich  bei  den  meisten 
Formen  mn  Kreuzungsprodukte  verschiedener  Arten  handelt.  Der  Aufbau  der  Paarungsorgane  ist  aber  gerade 
bei  den  coloristisch  ähnlichsten  Species  ( T .  lutala  und  apsarasa)  derart  verschieden,  dass  Kreuzungen  der  in 
Frage  kommenden  Species  wahrscheinlich  völlig  unmöglich  sind,  während  umgekehrt  sonst  leicht  zu  trennende 
Arten  (T.  pulasara  und  T.  trigertd)  nahezu  identische  Organe  aufweisen,  sich  daher  paaren  könnten.  Hand  in 
Hand  mit  den  genannten  Wechselbeziehungen  des  Colorits  geht  auch  die  Verschiedenheit  in  der  Anlage  der 
weissen  Binden,  die  schmal  oder  sehr  breit  angelegt  sein  können,  und  vor  allem  erscheint  auch  die  Flügelform  in 
den  extremsten  Conturen,  weil  bei  allen  Arten  Exemplare  mit  spitzen  und  langausgezogenen  an  Euthalia 
gemahnenden  Vflgln  auftreten,  neben  solchen  mit  verbreiterten  und  abgerundeten  Flügelconturen.  Nebenher 
finden  sich  auch  Grössenschwankungen,  die  partiell  sogar  an  bestimmte  Lokalitäten  gebunden  sind,  wie  z.  B. 
auf  West-Sumatra,  wo  sich  stets  erheblich  ansehnlichere  Individuen  einstellen  als  bei  den  Vikarianten  aus 
dem  Nordosten  der  Insel. 

Bemerkenswert  ist  noch  das  Factum,  dass  die  Polymorphose  der  Tanaecien  auf  Borneo,  die  malayische 
Halbinsel,  Banka  Biiliton  und  Sumatra  nebst  Satelliten  beschränkt  ist,  während  andererseits  die  Gleichförmigkeit 
auf  den  übrigen  Inseln,  so  besonders  von  Java,  mit  seinen  starren,  unveränderlichen,  endemischen  Formen  auffällt. 
Structurell  sind  die  Tanaecia  von  den  echten  Euthalia  zu  separieren  durch  die  stets  gespaltene  Praecostale  der 
Hflgl  und  die  Anastomose  der  ersten  Subcostaläste  mit  dem  Haupteostalast.  Beim  cf  ist  häufig  auch  der 
dritte  Subcostalast  so  mit  der  Costale  verschmolzen,  dass  er  ganz  kurz  erscheint. 

a.  Uncus,  soweit  untersucht,  stark  sichelförmig  gekrümmt, 

T.  cibaritis  Heiv.  (123  d)  zählt  wegen  der  vornehm  bunten  Unterseite  zu  den  schönsten  Faltern  der  cibaritis. 
Andamanen.  Unterseite  beim  cf  gelblich,  beim  ?  blaugrün,  die  weisse  Binde  beiderseits  der  ganzen  Länge 
nach  von  schwarzen  Strichen  und  Halbmondflecken  begleitet,  welche  bindenartig  vereinigt  sind.  Ausserdem 
noch  markante  schwarze  submarginale  Halbmondflecken  und  in  der  Zelle  der  Vflgl  rotbraune,  schwarz  um¬ 
ringelte  Atome.  Die  efef  scheinen  je  nach  der  Jahreszeit  zu  variieren,  denn  sowohl  Niceville:  wie  auch 
Moore  bilden  Stücke  ab,  welche  nicht  mit  unserer  Abbildung  und  jener  der  Type  von  Hewitson  harmonieren. 

Derlei  Exemplare,  die  auch  in  der  Collection  Fruhstorfer  vertreten  sind,  führen  eine  erheblich  verschmälerte 
weisse  Binde  der  Hflgl-Oberseite,  welche  distal  von  einer  zweiten  complettcn  Serie  von  zusammenhängenden 
welligen,  blauvioletten  Halbmonden  eingesäumt  ist.  Unterseits  zeigt  sich  auch  die  Weissbinde  der  Vflgl 
eingeengt  und  das  weisse  Band  der  Hflgl  wird  beiderseits  von  noch  kräftigeren  schwarzen  Makeln  begleitet  als 
bei  cibaritis.  Derlei  efef  möchte  ich  mit  vinaya  form.  nov.  bezeichnen.  Heimat  die  Andamanen,  nach  Moori:  vinaya. 
und  Bingham  auch  Nankauri  auf  den  Nicobaren,  ein  Fundort,  den  Niceville  sonderbarer  Weise  bestritt.  Die 
cf  cf  gehören  zur  fa.  vinaya  und  führen  zudem  meistens  noch  einen  grünen  Terminalsaum  der  Hflgl. 


IX 


S2 


650 


TAN  AE  CIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


elona.  T.  elone  Nicev.  (131  d)  ein  Höhenbewohner,  auf  dem  Battak-Plateau  in  Nordost-Sumatra  entdeckt,  mir 

in  2  cfcf  und  1  ?  aus  dem  Padang-Bovenland,  West-Sumatra  zugegangen.  Unterseite  rauchbraun  mit  violettem  Band¬ 
gebiet  der  Vflgl  und  völlig  violett  überhauchtem  Htfgl.  Bei  dem  ?  fehlt  der  violette  Saum  der  Vflgl  und  die 
Hfgl  sind  nur  in  der  Medianregion  leichthin  grau  überpudert.  Vflgl  des  ?  zudem  heller  braun.  Hflgl  bei  beiden 
Geschlechtern  mit  schwarzen  basalen,  medianen  und  submarginalen  Strichen  und  geschlängelten  Linien  bedeckt 

amisa.  T.  amisa  Sm.  (131  e)  gleich  der  vorigen  eine  hochspecialisierte  Art  von  einfachster  Zeichnung  der 

Oberseite,  bei  welcher  beim  ?  sich  nur  das  weisse  Feld  der  Hflgl  distal  etwas  konkav  erweitert  und  die 
schwarzen  rundlichen  Submarginalmakeln  deutlicher  durchscheinen.  Unterseite:  Apicalpartie  der  Vflgl  licht¬ 
braun  mit  schwarzen  Intranervalflecken.  Basis  graubraun.  Hflgl  beim  cf  basal  wie  distal  weisslichgrau 
überstaübl,  während  beim  ?  das  Aussengebiet  der  Hflgl  gleich  jenem  der  Vflgl  einfarbig  und  dunkler  braun  als 
beim  cf  bleibt.  Aus  etwa  1200  m  Höhe  vom  Kina-Balu  (Nord-Borneo). 

T.  calliphorus  ist  die  mit  den  luxuriantesten  Farben  geschmückte  Species  der  Gattung,  von  der  zwei 
smaragdi-  Inselformen  zu  unterscheiden  sind:  smaragdifera  subsp.  nov.  (131  als  calliphorus ),  matter  in  der  Farbe  als  calli- 
fera'  pliorus ,  Grundfarbe  fahler  braun,  die  mehr  grasgrüne  Binde  der  Vflgl  wenig,  das  smaragdgrüne  Band  der  Hflgl 
erheblich  schmäler.  Lhiterseite  durchweg  hell  grasgrün  mit  blaugiünen  Partien  und  schwarzbraunen  Inseln. 
calliphorus.  Heimat  unbekannt,  vermutlich  Mindoro.  —  calliphorus  F/dr.  Vflgl  mit  grüner  peripherisch  goldig  schimmernder 
Binde,  das  Band  der  Hflgl  leuchtend  blau  nach  dem  Analfeld  zu  in  Grün  übergehend;  Unterseite  wie  bei 
smaragdifera,  nur  mit  schwarzen  statt  braunen  Submarginalflecken.  Flugzeit  vom  Februar  bis  November. 
Heimat  der  Type  Luzon,  in  verwandten  Bassen  auch  auf  den  Babuyanes  und  Pollilo. 

T.  leucotaenia  ersetzt  auf  den  mittleren  und  südlichen  Philippinen  die  vorige  Art,  und  es  ist  ziemlich 
wahrscheinlich,  dass  sie  damit  specifisch  zusammenfällt,  doch  möchte  ich  ohne  Kenntnis  der  Sexualorgane  die 
Vereinigung  nicht  vornehmen.  Den  Charakter  der  Unterseite  ergibt  unsere  Abbildung  von  dinorah  (131  d). 
Oberseite  entweder  mit  ausgedehnter  oder  stark  reduzierter  weisser  Postcliscalbinde  der  Hfgl,  welche  bei  den 
leucotaenia.  südlichsten  Inseln  völlig  verschwindet,  leucotaenia  Semp.  hat  eine  rein  weisse,  distal  nicht  blau  gesäumte 
Transcellularbinde  der  Hflgl.  Die  Unterseite  der  Vflgl  braun  mit  grünlichem  Apex,  Hflgl  wie  bei  dinorah  doch 
mit  prominenteren  schwarzbraunen  Flecken.  Heimat  Camotes,  nach  Semper  .auch  Leyte,  Panaon  und  Bohol. 
aquamarina.  Flugzeit  vom  Mai  bis  August  und  Oktober  bis  März.  — -  aquamarina  subsp.  nov.  differiert  von  der  S e mper ’ s ch e n 
Type  durch  ausgedehnte  aquamarinfarbene  distale  Begleitbinde  des  weissen  postdiscalen  Feldes  der  Hflgl. 
dinorah.  Mindanao.  —  dinorah  Frühst.  (131  d)  hat  oberseits  die  weisse  und  blaue  Binde  der  Hflgl  verloren  und  trägt 
an  Stelle  der  Weissbänderung  eine  graulichtbraune  Zone.  Unterseite  beim  cf  mit  kreidig  grünlich  weisser 
Überpuderung,  welche  beim  ?  bereits  in  ein  fahles  Braun  übergeht.  Jnsel  Bazilan,  Februar,  März,  von  W. 
lupina.  Doherty  entdeckt.  —  Iupina  Druce  kommt  dinorah  nahe  in  der  (jedoch  etwas  dunkler  braunen)  Oberseite. 
Vflgl  mit  weissen  Apicalfleeken,  welche  dinorah  fehlen.  Sulu-  (Jolo-)  Archipel. 

T.  trigerta  gleicht  oberseits  etwas  der  cibaritis,  nur  ist  die  Weissbinde  der  Vflgl  wie  es  unsere  Figur 
von  singoradja  (131  d)  zeigt,  costalwärts  verbreitert  und  geteilt.  Unterseite  je  nach  der  Heimat  variierend, 
Basis  der  Vflgl  gelbbraun,  Hflgl  mit  blauem  Anflug  der  Innenhälfte.  West-javanische  Stücke  führen  markante 
schwarze  Begleitflecken  des  weisslichen  Mittelfeldes,  welche  bei  den  ??  östlicher  Fundorte  fast  immer  fehlen. 
trigerta.  Bisher  nur  von  Java  und  Bali  bekannt.  —  trigerta  Moore  ist  ein  hübscher  Schmetterling  von  sattbrauner  Grund¬ 
farbe  und  zierlichen,  aussen  weiss  eingefassten  Zackenreihen  distal  von  der  weissen  Medianbinde.  Das  weisse 
Gebiet  der  Vflgl  veränderlich,  manchmal  fast  gänzlich,  manchmal  nur  gegen  den  Vrd  zu  braun  bewölkt.  Unter¬ 
seite  der  efef  stets  mit  schwarzen  Spitzen  der  Hflgl,  welche  beim  ?  gelegentlich  fehlen.  Auch  wechselt  die 
Intensität  der  gelbbraunen  Beschattung  der  Vflgl.  West-Java,  in  der  Bai  von  Palabuan  und  den  Djampangs 
dandapani.  nahe  Sukabumi,  bis  600  m  häufig.  — -  dandapani  subsp.  nov.  zeigt  verbreiterte  weisse  Längsbinden  aller  Flügel 
lichterbraune  Grungfarbe  und  fahleres  verwascheneres  Colorit  der  Unterseite.  Ost-Java,  im  Zuidergeberdge 
südlich  von  Malang  vom  Seestrande  bis  zu  500  m  Höhe.  Häufig,  namentlich  gegen  das  Ende  der  Kegenzeit., 
singoradja.  März,  April.  —  singoradja  Frühst,  (131  d)  der  Gegensatz  zu  dandapani,  auch  habituell  viel  grösser  als  javanische 
Exemplare  und  mit  prononciertem  Satellitinsel-Charakter,  Vflgl  etwas  länger  ausgezogen  als  bei  trigerta  mit 
sehr  heller  weisser  Medianbinde  und  einer  bis  zur  mittleren  Mediana  hinaufreichenden  weisslichen  Bestäubung 
des  Analwinkels.  Hflgl  mit  schmälerer  und  schärfer  nach  innen  gebogener  Discalbinde.  Die  Vflgl  unterscheiden 
sich  unterseits  von  trigerta  durch  den  dunkelbraunen  Aussensaum,  die  viel  schärfer  gezackte  Medianbinde, 
welche  breiter  und  dunkler  umgrenzt  ist  als  bei  trigerta.  Dasselbe  gilt  von  den  Hflgn,  welche  eine  dunkel¬ 
braune  Basalhälfte,  eine  schmale,  nach  innen  dünn  braun  gesäumte  Discalbinde  und  dunklen  Distalrand  zeigen. 
Die  Fühler  sind  oberseits  schwarz,  unten  braun  mit  schwarzem  Bing  vor  der  Spitze.  Länge  der  Vflgl  40  mm. 
Insel  Bali,  von  mir  im  Oktober  gesammelt.  Tegumen  mit  an  T.  pelea  gemahnendem,  etwas  robusterem  Uiicus, 
Valve  schlank,  distal  nicht  so  scharf  gespitzt  als  jene  von  T.  pelea  stggiana. 

T.  pelea,  eine  der  geographischen  Einflüssen  gegenüber  empfindlichsten  Species  der  Gattung.  Die  Ver¬ 
teilung  der  Weissfleckung  veranschaulicht  am  besten  unsere  Figur  von  vikrama  (133  b).  Die  grauweisse  Binde 


TANAECIA.  Von  H.  Fruhstorfeh. 


651 


der  Vfl gl  wird  distal  von  breiten  Pfeilspitzen  eingeschnitten;  am  Costalsaum  teilt  sich  die  Binde,  zwei  spitze 
Makeln  dem  Zellapex  zuwendend.  Unterseite  der  Hflgl  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Spitzen,  die  heim  cf  isoliert 
stehen,  beim?  bindenartig  vereinigt  sind.  Makromalayana  mit  Ausschluss  von  Java.  Bewohnerder  Ebene  und  Vorberge. 
Klammerorgane  sehr  characteri stich- durch  den  scharf  sichelförmig  gebogenen  aber  an  sich  sehr  zarten  Uncu- 
Valve  ungemein  schlank,  spitz,  das  distale  Ende  nach  oben  gebogen.  Die  Gesamtart  variiert  individuell  in  der 
Weise,  dass  auf  fast  allen  Inseln  ihres  Vorkommens  neben  einer  oberseits  einfarbig  graubraunen  Hauptform 
auch  eine  luxuriante  Modifikation  mit  mehr  oder  weniger  ausgedehntem  hellblauem  oder  violettem  peripherischem 
Anflug  der  weissen  Binde  der  Hilgl  vorkommt;  ausserdem  Exemplare,  welche  wegen  ihrer  Kleinheit  und  der 
spitzen  Hflgl  ganz  den  Eindruck  einer  besonderen  Species  hervorrufen  und  ein  nahezu  ganz  blaues  oder 
violettes  Aussenfeid  der  Hflgl  aufweisen.  Bei  beiden  letztgenannten  Farbenabweichungen  tritt  das  blaue  Colorit  auch 
häufig  auf  den  Analsaum  der  Vflgl  über.  Die  Färbung  der  Unterseite  wechselt  von  ockerfarben  zu  fahlgelb  auch  ist 
häufig  die  gesamte  Unterseite  der  ??  verwaschen  weisslichblau.  pelea  F.  (—  pulasara  Moore)  kann  als  diejenige  pelea. 
Arealrasse  aufgefasst  werden,  welche  die  am  breitesten  ausgeflossene  Helmfleckenbinde  der  Vflgl  aufweisst.  Einige 
??  sind  auch  noch  dadurch  ausgezeichnet,  dass  das  gesamte  Randgebiet  der  Vflgl  weisslich  violett  überflogen  ist. 

-  Als  consanguinea  Bist,  ist  eine  kleine  männliche  Form  beschrieben  mit  spitzem  statt  rundlichem  Flügelschnitt.  c^an^m 
robertsi  Btlr.  ist  ein  weiteres  albinotisches  Extrem,  gleichfalls  vom  kleinen  Habitus  dessen  gesamte  äussere  robertsi. 
discale  Zone  der  Vflgl  perlweiss  und  das  mit  scharf  getrennten  Pfeilflecken  besetzt  ist.  —  violaria  Btlr.,  ursprünglich  violaria. 
aus  Singapore  beschrieben,  bezeichnet  die  auf  den  Hflgln  reich  blau  violett  übergossene  luxuriante  Farben-ab- 
weichung.  Das  Extrem  der  Entwicklungsrichtung  mit  schmalen  aber  verlängerten  Flügeln  bedeutet  dann  eine  weitere 
Form,  welche  aus  Sumatra  zuerst  bekannt  und  phintia  Weijm.  genannt  wurde.  Derlei  cf  cf  erinnern  an  Euthalia 
salia  decorata  Btlr.  und  zeigen  eine  manchmal  völlig  obsolete  helle  Zone  der  Vflgl,  aber  fast  immer  rein 
weisses,  beiderseits  prächtig  violett  umgrenztes  Feld  der  Hflgl.  Die  Unterseite  erscheint  in  der  Regel  dunkel 
ockergelb  mit  weisslich  blauer  Submarginalzone.  Malayische  Halbinsel.  —  supercilia  Btlr.  wurde  auf  die  supercilia. 
pelea- Rasse  der  Insel  Penang  begründet  und  ich  glaube  damit  eine  grössere  Serie  der  Insel  Singapore  meiner 
Sammlung  vereinigen  zu  dürfen.  Habituell  kleiner  als  pelea ,  Grundfarbe  satter  braun,  namentlich  auch  die 
Mittelzone  der  Hflgl  verdüstert.  Die  submarginalen  schwarzen  Spitzen  der  Vflgl  distal  entweder  gar  nicht 
oder  nur  unmerklich  grauweiss  bestäubt.  Singapore,  Penang.  —  djataca  subsp.  nov.  überbietet  dagegen  an  djataca. 
Ausdehnung  der  namentlich  auf  den  Hflgl  rein  weissen  Mittelbinde  und  zugleich  an  Schärfe  der  submarginalen 
Pfeilspitzen  sowohl  pelea  wie  supercilia.  Beide  Flügel  distal  ausserdem  von  prominentem  weissen  Intranerval¬ 
stellen  bedeckt.  ?-Type  in  der  Coli.  Fruhstorfer,  cf  mit  auffällend  verbreitertem  hellem  Mittelfeld,  welches 
blass  weisslichrosa  überhaucht  ist.  Die  schwarzen  Pfeilspitzen  der  Hflgl  noch  markanter  als  bei  supercilia  Btlr. 
und  violaria  Btlr.,  fast  so  prägnant  wie  bei  heliophila  Frühst.  ( J  32  a).  Bei  einigen  ??  des  Tring-Museums  von 
Bunguran  sind  die  weissen  Partien  des  ?  ebenfalls  fleischfarben.  Natuna  Inseln.  —  crowleyi  Btlr.  bezeichnet  die  crowleyi. 
ausserordentlich  seltene  Rasse  von  Nord-Borneo.  Die  Type  wurde  auf  ungewöhnlich  helle  Stücke  basiert;  in 
meiner  Sammlung  finden  sich  jedoch  nur  dunkle  Exemplare,  deren  cf  cf  sich  den  düster  graubraunen  cf  cf  von 
Singapore  nähern.  Die  ??  sind  jedoch  leicht  kenntlich  durch  fast  ganz  braune  Hflgl,  während  sich  auf  den 
Vflgl  grosse,  lange  Intramedianflecken  einbetten,  welche  in  Gestalt  jenen  von  valmikis  Fldr.  gleichen.  Unter¬ 
seite  braun  mit  hellockerfärbenen  Partien.  Hflgl  mit  lichtbraunen  sub marginalen  Wellen  und  Zickzackstreifen. 
Nord-Borneo.  —  producta  Btlr.  umschreibt  eine  ausgezeichnete  Inselrasse,  welche  sich  der  pelea  robertsi  Btlr.  producta. 
nähert,  habituell  jedoch  grösser  ist  und  dem  Erlöschen  nahe  Pfeilfleckchen  aufweist.  Das  Colorit  vorwiegend 
verwaschen  weiss  und  schon  dadurch  seine  Herkunft  —  die  Sulu-Inseln  nördlich  von  Borneo  —  verratend, 
während  Butler  die  Heimat  auf  die  Philippinen  verlegt.  ?-Type  aus  der  GoDMAN-Collection  im  British  Museum. 

—  vordermani  Snell.  stammt  von  der  Insel  Billiton  und  wurde  auf  die  violett  bemalte  Form  begründet.  Es  vordermani. 

sind  nur  drei  efef  bisher  bekannt  und,  nach  Snellen’s  Abbildung  beurteilt,  handelt  es  sich  um  eine  der  violaria 

Btlr.  benachbarte  Form  mit  äusserst  markanten  Doppelreihen  schwarzer  Submarginalflecken  der  Hflgl  und 

breit  ausgeflossenem  weissem  Feld  der  Vflgl.  —  yasodara  subspe.  nov.  ist,  nach  zahlreichen  Exemplaren  des  yasodara. 

Tring-Museums  sowie  der  Collection  Adams  im  British  Museum  und  einer  Serie  des  Museums  in  München 

beurteilt,  die  kleinere  Rasse  der  Billiton  benachbarten  Insel  Banka.  Binden  der  Vflgl  wie  bei  vordermani  breit 

angelegt,  Hflgl  blassblau  überhaucht.  —  vikrama  Fldr.  ist  die  sumatranische  Rasse  wie  sie  aus  dem  Alluvialland  vikrama. 

von  Deli  im  Nordosten  der  Insel  gefunden  wird.  Grundfarbe  lichter  braun  als  bei  Singapore-Exemplaren,  das 

weisse  Mittelfeld  der  Hflgl  in  der  Regel  nicht  so  dicht  braun  überzogen.  Unterseite  der  cf cf  fahl  graugelb, 

jene  der  ??  wechselnd  von  verwaschen  grünlich  bis  rotbraun.  Die  Namenstype  führt  schmale  blauviolett 

begrenzte  weisse  Mittelbinde  der  Hflgl.  —  Am  British  Museum  und  in  der  FELDER’schen  Sammlung  befinden  sich 

eine  ganze  Reihe  von  Exemplaren,  bei  welchen  das  gesamte  Aussengebiet  der  Hflgl  blau  überdeckt  ist:  myo-  myosotina. 

sotina  form.  nov.  Dergleichen  Stücke  kommen  jetzt  nicht  mehr  nach  Europa,  sie  dürften  somit  einer  Lokalität 

entstammen,  welche  jetzt  durch  die  Kultur  vernichtet  ist.  —  Als  dukha  form.  nor.  möchte  ich  die  häufige  dukha. 

oberseits  einfach  graubraune  Farbenspielart  benennen,  welche  an  palguna  von  Java  gemahnt.  —  Als  phintia  phintia. 

Weym.  (—  superba  Btlr)  ist  eine  Höhenform  bekannt  von  kleiner  Gestalt  mit  spitzen  Hflgl  und  schön  blau  oder 

violett  bemalter  Oberseite  der  letzteren.  Das  ?  führt  blaue  oder  purpurn  überhauchte  Längstreifen  und  manchmal 

ist  die  gesamte  Flügeloberfläche  purpurn  übergossen.  — ■  paryanya  subsp.  nov.,  eine  habituell  grössere  paryania. 

Form  aus  der  Umgebung  von  Pandjang,  differiert  von  den  Nordost-Sumatranern  durch  auffallend  erweiterte 


652 


TANAECIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


weisse  Bänder  der  Oberseite,  welche  zudem  auch  bei  den  dunkelsten  Extremen  fast  gar  keine  braune  Über¬ 
puderung  aufweisen.  Unterseite  lebhafter  gefärbt,  Basalzone  lichtockergelb,  das  Distalgebiet  meist  scharf 
vikramida.  gesondert,  perlweiss  mit  leicht  grauviolettem  Anflug.  —  vikramida  form.  nov.  ist  die  der  vifcrama  analoge  Form 
des  Westens  der  Insel,  gleichfalls  ansehnlicher  mit  hervorleuchtenden  weissen  Längsstreifen  aller  Ffügel  und 
prächtiger  violett  purpurner  Peripherie  derselben.  Unterseite  intensiver  ockergelb  mit  schärferen  schwarzen 
norina.  Fleckenreihen.  norina  form.  nov.  ist  eine  an  Euthalia  erana  Nicev.  gemahnende,  zu  phintia  überleitende 
Form  mit  schlanken  Flügelconturen  aber  ohne  veilchenblauen  Anflug  der  Hflgl-Oberseite  (schmalem  weissem 
Feld,  das  auf  den  Vf lgl  völlig  graubraun  überdeckt  ist.)  Padang-Bovenland,  West-Sumatra  Klammerorgane  sowohl 
von  der  breiten  runden  Form  ( vikrama  Fldr .),  wie  auch  mit  der  schlanken  pAwfia-Erseheinung  durchaus  überein¬ 
stimmend.  Uneus  scharf  halbmondförmig  gekrümmt;  Valve  sehr  spitz  nach  vorne  aufgebogen,  lang  behaart.  - 
siddhartha.  siddbartha  svbspc.  nov.  bewo'.mt  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln.  Habituell  hinter  der  westsumatranischen  Rasse 
zurückbleibend,  bildet  sie  einen  Übergang  von  vikrama  und  paryanya  zu  T.  heliophila  Frühst.  ( 1 32  a)  von  Nias. 
die  weissen  Partien  sind  jedoch  völlig  grau  überdeckt  und  die  Submarginalmakeln  der  Hflgl  nicht  so  pronon- 
ciert  wie  bei  heliophila.  Type  in  der  AnAMS-Collection  (British  Museum). 

heliophila.  T.  heliophila  Frühst.  (132a)  kenntlich  an  den  rein  weissen  Partien  der  Vflgl  und  den  konischen  sein- 

grossen  submarginalen  Schwarzflecken  der  Hflgl,  welche  beim  ?  noch  prominenter  als  beim  abgebildeten  d 
hervortreten.  Unterseite  der  Vflgl  der  dd  gelbbraun,  jene  der  Hflgl.  purpurn.  Insel  Nias,  nicht  sehr  häufig. 

T.  palguna  ist  die  unter  dem  Handelsnamen  pelea  weitaus  häufigste  Tanaecia  in  den  Sammlungen. 
Ich  glaubte  sie  erst  mit  pelea  vereinigen  zu  dürfen,  doch  hat  die  Untersuchung  der  Genitalien  ergeben,  dass 
der  Uncus  der  Lombok-Rasse  ( palguna  stygiana  Frühst .)  durch  seine  schlanke,  kaum  gebogene  Form  und 
zarteren  Bau  von  dem  scharf  gekrümmten  T.  pelea-vikrama-Uncus  erheblich  abweicht.  Da  nun  bei  den 
Euthaliiden  selbst  bei  habituell  gut  getrennten  Species  die  Generationsorgane  manchmal  kaum  differieren,  glaube 
ich  ein  de  facto  vorhandenes  wirkliches  Trennungs-Kennzeichen  nicht  vernachlässigen  zu  dürfen  und  somit 
kann  die  MooRifsche  Art  wieder  in  ihre  Rechte  eingesetzt  werden.  Sie  ist  ohnedies  gut  umschrieben,  weil  im 
Gegensatz  zu  pelea  keinerlei  Colorit-Abweichungen  Vorkommen.  Heimat  Java  und  anschliessende  mikromalay- 
palguna.  ische  Inseln,  palguna  Moore,  d  ähnlich  styyiana-d  (131  e),  jedoch  mit  analwärts  etwas  schmälerem  und  nur 
unmerklich  braun  überstreutem  weissem  Mittelband  der  Hflgl;  ?  grösser  als  das  d,  mit  rundlicherem 
Schnitt  der  Vflgl  und  manchmal  fast  doppelt  so  breit  angelegtem  Medianfeld.  Unterseite  vorwiegend  grau- 
violett  mit  schön  zartbraunen  Fleckchen  und  Wellenlinien  längs  der  weissen  Streifen.  West-  und  Ost-Java. 
balina.  —  balina  Frühst,  eine  auffallend  kleine  Satellitinselrasse  mit  verschmälerter  und  dicht  braun  iiberpuderter 
Mittelbinde  der  tiefbraunen  Oberseite.  Die  Vflgl  unterseits  ausgedehnt  braun  umsäumt,  alle  sonstigen  Flecken 
stygiana.  markanter.  Insel  Bali,  Flugzeit  September.  stygiana  Frühst.  (131  e)  grösser  und  dunkler  als  javanische  Stücke. 

Der  vordere  Teil  der  weissen  Medianbinde  der  Vflgl  wird  durch  schwarze  Flecke  geteilt  und  verschmälert, 
während  er  bei  javanischen  Exemplaren  gerade  hier  am  breitesten  weiss  erscheint.  Die  Unterseite  der  Lombok- 
palyuna  ist  dunkler,  hat  einen  braunen  Aussensaum  der  Vflgl  an  Stelle  des  weissliehen  bei  Java-Stücken,  und 
der  Basaltteil  der  Hflgl  ist  braun  und  nicht  blau  angeflogen  wie  bei  typischen  palguna.  Auch  sind  sämtliche 
Bänder  und  Binden  der  Unterseite  kräftiger  markiert.  Der  Uncus  gleicht  vielmehr  jenem  von  T.  trigerta  als 
dem  von  7'.  pelea  vikrama ,  ist  sogar  noch  zarter,  schlanker.  Die  Valve  dagegen  spitzer,  distal  mehr  ver¬ 
schmälert  als  bei  trigerta,  sich  eng  an  jene  von  T.  vikrama  anschliessend.  Auf  Lombok  war  stygiana  keineswegs 
sehr  häufig,  aber  ich  konnte  doch  jeden  Tag  darauf  rechnen,  dass  ich  zwischeu  1  I  und  1  Uhr  mittags,  wenn 
die  Sonne  selbst  die  schattigsten  Partieen  des  Waldes  durchdrang,  3 — 4  der  zierlichen  Falter  erhielt. 

Tanaecia  trigerta  sowie  palguna  zählen  im  östlichen  Java  zu  den  häufigsten  Schmetterlingen  und  bilden  eine  wahre 
Zierde  der  Wälder,  weil  sie  sich  besonders  gern  in  den  heisseren  Tagesstunden  mit  ausgebreiteten  Flügeln  nicht  zu  hoch 
über  dem  Boden  auf  Blättern  niederlassen.  Auch  sind  sie  keineswegs  scheu.  Als  ich  1892  nach  dem  südlichen  Java  kam, 
hatte  die  Kaffeekultur  noch  nicht  die  ungeheuere  Ausdehnung  wie  heutzutage,  und  Wälder  unterbrachen  angenehm  die 
übrigens  auch  sehr  insektenreichen  aber  doch  schmetterlingsarmen  Kaffeegärten,  so  dass  es  mir  im  März  und  April  mög¬ 
lich  war,  ca.  1000  palguna  auf  spielend  bequeme  Weise  einzufangen  und  ich  nie  wusste,  was  ich  zuerst  fangen  sollte,  die 
Tanaecien  oder  ihre  steten  Gesellschafter,  Euploea  mazares  und  elusina.  Die  Häufigkeit  dieser  beiden  Arten  war  geradezu 
störend,  denn  wenn  ich  irgend  ein  besseres  Tier  fangen  wollte,  z.  B.  Euthalia  salia  Moore ,  Apatura  nakula  Moore,  Cynitia 
japis  (Jodt.  oder  Lycaeniden,  dann  kamen  mir  gerade  diese  gemeinen  Falter  unerwünscht  vors  Netz  und  irritierten  Auge 
und  Hand.  Jetzt  nach  so  wenig  Jahren  (durch  die  ausgebreitete  Kaffee-Kultur  und  die  Decimierung  der  Wählen  haben 
meine  Freunde  unter  den  Pflanzern  schon  Mühe,  auch  nur  ein  Dutzend  palguna.  zu  fangen  und  die  Euploeen  sind  aus  jener 
Gegend  ganz  verschwunden  oder  haben  sich,  wie  auch  Cyrestis  periander  und  Hestia  stolli,  nach  den  einsamsten  Wäldern 
dicht  an  der  Küste  zurückgezogen. 

palawana.  T.  palawana  Stgr.,  eine  scharf  umrissene  Species,  der  wegen  ihrer  vielen  endemischen  Arten  so  berühmten 

Insel  Palawan.  Beide  Geschlechter  nahezu  gleich,  lichtbraun  mit  zwei  unregelmässigen  Reihen  von  submarginalen 
Zickzackbinden  durchzogen.  Vflgl  von  der  scharf  abgegrenzten  weissen  Binde  aufgehellt,  welche  distal  noch 
von  schwarzen  Intranerval-Pfeilspitzen  begleitet  wird,  die  nach  innen  weisslich  violett  besetzt  sind.  Unterseite 
grau  mit  rötlich  ockergelber  Basis  der  Vflgl.  Alle  Flügel  mit  den  auch  oberseits  deutlichen  submarginalen 
Zickzacklinien  und  ausserdem  noch  einer  completten  Reihe  von  anteterminalen  Strichelchen.  Flugzeit  Januar, 


TAN  AE  CIA.  Von  H.  Fruhstorfer.  653 

nicht  sehr  selten.  —  rudraca  subsp.  nov.  gilt  einer  bemerkenswerten  Inselrasse,  die  so  von  der  Namenstype 
abweicht,  dass  sie  Dr.  Staudinger  als  „nova  species“  bewertete.  Vflgl  ausgezeichnet  durch  das  vermehrte  submar¬ 
ginale  Weiss  und  die  Unterseite  durch  verdunkeltes  Colorit  und  verbreiterte  schwarze  Linien.  Insel  Balabac. 

T.  lutala,  eine  mässig  variable  Species,  scheint  auf  Borneo  und  seine  Trabant-Inseln  beschränkt  zu  sein.  Colo- 
ristisch  ähnlich  T.  apsarasa  und  T.  mundet  sowie  T.  pardalis ,  anatomisch  gut  von  all  diesen  Formen 
getrennt  durch  den  wie  bei  T.  pelea  scharf  sichelförmig  gekrümmten  Uncus.  Die  Valve  differiert  aber  erheb¬ 
lich  von  T.  pelea  durch  das  Fehlen  der  basalen  Verdickung.  Die  Unterseiten-Fleckung  stellt  unsere  Figur  133  a 
5  dar,  leider  in  pardalis  verdruckt,  während  das  als  lutala-d'  bezeichnte  cf  zu  orplme  Btlr.  gehört.  Die  Hflgl 
sind  von  der  aruna-pardalis- Gruppe  zu  unterscheiden  durch  das  Vorhandensein  von  nur  zwei  Reihen  von 
schwarzen  Submarginalflecken,  welche  oberseits  lang  pfeilförmig  gestaltet  sind.  Doch  treten  bereits  Exemplare 
auf  mit  Andeutung  einer  dritten  Reihe  von  schwarzen  Discalmakeln,  wodurch  Verwechslungen  mit  T.  munda 
und  Verwandten  möglich  sind,  lutala  Moore  (133  a  als  pardalis).  Oberseits  hellbraun  mit  verwaschen  weiss- 
lichem  Distalfeld.  Die  langen  Intraveneralspitzen  proximal  weiss  umzogen,  lutala  ist  die  Form  der  Ebene;  am 
Kina-Balu  kommen  bereits  dunkler  braune  Exemplare  vor,  denen  die  weisse  Zone  der  Hflgl  nahezu  völlig  fehlt. 
Unterseite  bei  der  Namenstype  fahlgelb,  jene  der  Bergform  rauchbraun.  —  varuna  Volt,  ist  dazu  vermutlich 
die  Süd-Borneo- Rasse,  von  der  sich  nur  bemerken  lässt,  dass  die  schwarzen  submarginalen  Pfeile  markanter 
angelegt  sind.  —  ampla  Btlr.,  eine  interessante  Inselrasse,  auf  ein  2  der  GoDMAxx-Collection  des  Britisch- 
Museum  begründet,  welches  dem  durch  seine  albinotischen  Formen  so  charakteristischen  Sulu-Archipel  ent¬ 
stammt,  Das  weisse  Feld  aller  Figl  noch  mehr  verwaschen  und  ausgedehnter  als  bei  der  lutala-Type.  Die 
Pfeilspitzen  der  Hflgl  grösser,  aber  dennoch  isolierter  stehend. 

T.  valmikis  Fldr.  hat  mit  T.  lutala  den  scharf  gekrümmten  Uncus  gemeinsam  ebenso  die  Doppelreihe 
schwarzer  Submarginalmakeln  der  Hflgl-Unterseite,  dennoch  aber  wird  sie  hier  als  Species  geführt  wegen  der 
constanten,  ans  rundlichen  statt  spitzen  Flecken  der  Hflgl  bestehenden  Submarginalzeichnung  und  den  grossen 
quadratischen  an  Varuna  Fldr.  und  pardalis-VolI  erinnernden,  jedoch  viel  grösseren  rechteckigen  weissen 
Intramedianstreifen  der  Vflgl.  Die  Hflgl.  der  cf  cf  und  auch  jene  der  22  nur  selten  mit  weissem  Mittelhand. 
Unterseite  der  Hflgl  manchmal  purpurn  überflogen.  2  rauchbraun,  niemals  fahlgelb  wie  bei  lutala.  —  Als  viola 
form.  nov.  bezeichne  ich  eine  schöne  Form,  die  im  Handel  cursiert  mit  prächtiger  veilchenblau  überhauchter 
hinterer  Partie  des  sehr  breiten  Medianfeldes  der  Oberseite  der  Hflgl.  —  lutalina  form.  nov.  entstammt  dem 
südöstlichen  Borneo,  hat  grau  überdeckte  Intramedianmakeln  der  Vflgl  und  ein  nahezu  rein  weisses  Median¬ 
band  der  Hflgl  ohne  violetten  oder  blauen  Schimmer.  —  chariestata  form.  nov.  endlich  ist  eine  riesige  und  luxuriante 
Abweichung  mit  potenziertem  Weiss  der  Vflgl,  unterseits  von  sehr  breiten  schwarz  braunen  Medianbinden  durch¬ 
zogen.  Type  im  Britisch  Museum,  ein  2  aus  Sishassen  auch  im  Tring-Museum. 

b.  Uncus  einfach,  gerade,  zart  und  spitz. 

T.  orphne  Butt.  (133a  als  lutala )  eine  unscheinbare  Art,  oberseits  dunkelgrau  bis  schwarzbraun  mit 
kleinen  isolierten,  häufig  grau  bedeckten  Intramedianmakeln,  die  sich  manchmal  verbreitern  können  und  dann 
valmikis  Vortäuschen  (=  fa.  pseudo-valmikis  form,  nov.)  2  rauchbraun  mit  kleinen  quadratischen  braun  über¬ 
puderten  Flecken  der  Vflgl;  Unterseite  mit  zwei  deutlichen  und  einer  dritten  verwischten  Submarginalbinde. 
Basis  ockerfarben,  Aussenhälfte  weisslich  violett,  2  schön  gelbbraun  mit  rotbraunen  Submarginal-Zickzaklinien. 
Uncus  nur  unmerklich  gebogen,  sehr  ähnlich  jenem  von  T.  munda  und  clatlirata,  aber  etwas  robuster.  Nord- 
Borneo,  vermutlich  nur  im  Gebirge,  in  der  Collection  Fruhstorfer  vom  Kina-Balu. 

T.  munda.  Eine  der  farbenschönsten  Species  von  grosser  individueller  Variationsfähigkeit  und  viel  weiter 
verbreitet,  als  bisher  angenommen  wurde.  Aus  Borneo  ist  eine  Höhenform  und  eine  des  Alluviallandes  bekannt, 
munda  Frühst.  (133  c)  hat  in  der  Regel  ausgedehntere  und  leuchtender  rein  weisse  Fleckenbinde  der  Hflgl.  als  sie 
unsere  Figur  wiedergibt  Das  2  gleicht  oberseits  dem  2  von  apsarasa ,  doch  ist  die  weisse  innere  Hälfte  der  Binde 
der  Hflgl  deutlich  von  der  hellblauen  äusseren  Partie  getrennt.  Die  Unterseite  erinnert  ebenfalls  an  apsarasa,  nur 
ist  der  Basaltteil  aller  Flügel  dunkler  gelblichbraun,  intensiver  und  reicher  gefärbt.  Vor  dem  Apex  stehen  fünf 
ähnliche,  violett  weisse,  spitze  Fleckchen.  Die  Submarginalreihe  von  braunen  Keilen  ist  viel  breiter  angelegt.  Der 
Aussenteil  der  Hflgl  ist  weisslich  violett,  also  nicht  gelbgrau  wie  in  apsarasa  und  ist  von  7  deutlich  hervor¬ 
tretenden  spitzen,  schwarzen  nach  aussen  ausgeschnittenen  <  förmigen  Makeln  bestanden.  Das  2  hat  rund¬ 
lichere  Flügel  als  das  cf,  deutlicher  weisse  Keilflecken  der  Vflgl,  braune,  anstatt  schwarze  Spitzflecke  der 
Hflgl,  einen  breiten  braunen  Aussensaum  und  noch  lichtere  Flügelunterseite.  Alle  weissen  Binden  und  Flecken 
auf  diesen  sind  ausgedehnter,  dagegen  die  Submarginalspitzen  ähnlich  wie  bei  aruna -2,  martigena- 2  und  anderen 
Tanaecia  verwaschen  und  braun  anstatt  schwarz,  cf  33  mm,  2  37  nun.  —  fruhstorferi  Btlr.  (133  b  2  als 

gandarva  und  1 33  cl  als  apsarasa),  bezeichnet  die  scharf  gesonderte  unscheinbare  und  habituell  reduzierte 
Form  des  Tieflandes  von  Nord-Borneo,  welche  in  mit  der  Type  ziemlich  übereinstimmenden  Individuen 

auch  im  Süden  und  Südosten  der  Insel  auftritt.  In  der  Regel  sind  die  Intramedianmakeln  der  Vflgl 

braun  überdeckt  und  die  weisse  proximale  Partie  der  Mittelbinde  der  Hflgl  fehlt  oder  kommt  nur  leicht 


rudraca. 


lutala. 

varuna. 

ampla. 

valmikis. 

viola. 

lutalina. 

chariestata. 

orphne. 

pseudo- 

valmikis. 


munda. 


fruhstorferi. 


654 


TAN  AE  CIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


salina.  zur  Geltung.  Es  existieren  auch  cfcf  ganz  ohne  veilchenblaue  Partien  der  Hflgl:  salina  form,  nov.,  welche 
an  Euthalia  salia  bipunctata  (133  b)  cf  und  T.  pelea  fa.  norina  gemahnen.  Das  $  hat  zumeist  eine 

schmale  ganz  in  die  Flügelmitte  gerückte  Binde  der  Hflgl;  daneben  treten  aber  auch  ??  in  Erscheinung  mit 
evanescenf'  ausgeflossener  weisser  proximaler  Zone:  albifasciata  Btlr.  (133  d).  Den  Gegensatz  hierzu  bildet  evanescens 
Btlr. ,  eine  sehr  interessante  Form,  beiderseits  dunkelbraun  mit  fast  zusammenfliessenden  weissen  Stellen,  so 
dass  Zweifel  entstehen  können,  ob  evanescens  nicht  eine  dunkle  Form  der  T.  pelea  crowleyi  Btlr.  darstellt.  — 
bungurana.  Auf  den  Naluna-Inseln  ist  munda  vertreten  durch  bungurana  subsp.  nov.  cf  mit  sehr  spitzen  Yflgl.  Median¬ 
makeln  der  Vflgl  grauweiss  überdeckt,  relativ  ansehnlich,  ebenso  die  Submarginalzacken  prominent.  Unter¬ 
seite  mit  kräftigen  schwarzen  Flecken.  Ein  cf  bildet  einen  Uebergang  zu  munda  durch  ausgedehnt  lichtblau 
manavira.  überhauchtes  Aussengebiet  der  Hflgl-Oberseite.  Bunguran  (Naluna),  Type  im  Tring-Museum.  —  manavira  subsp. 

nov.  umschreibt  eine  kleine  Rasse.  Die  weissen  Binden  relativ  schmal,  zart,  blass,  fleischfarben  überhaucht. 
nyagrodna.  Pulo-Laut,  südöstlich  von  Borneo,  von  W.  Doherty  entdeckt.  Type  im  Tring-Museum.  —  nyagrodna  subsp.  nov., 
eine  sehr  veränderliche  Arealform,  nähert  sich  durch  verdeckte  Helmflecken  der  Vflgl  der  fruhstorferi  des 
Flachlandes  von  Borneo,  verrät  aber  durch  eine  ansehnliche  weisse  Binde  der  Hflgl  Beziehungen  zu  munda. 
Terminalsaum  der  Hflgl  blass  violett  umgrenzt.  Unterseite  heller  ockerfarben  als  bei  Borneo-Exemplaren.  —  Ein 
cf  ist  vollkommen  purpurbraun  übergossen,  die  Vflgl  tragen  eine  ansehnliche  weisse  Binde,  entstanden  durch 
das  Zusammenfli essen  der  Intramedianmakeln  mit  dem  Submarginalstreifen.  Hflgl  nur  mit  zwei  Serien  kleiner 
carma.  weisser  Spitzen:  =  carnma  form,  nov.,  Malayische  Halbinsel,  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Eine  Reihe  von 
sumatrana.  Exemplaren  aus  Singapore  auch  in  der  ADAMs-Collection,  Britisch-Museum.  —  sumatrana  subsp.  nov.  (133  c 
als  martigena-d '),  wurde  von  mir  wegen  der  lebhaften  Färbung  mit  T.  martigena  Weym.  in  Beziehung  gebracht, 
doch  hat  der  einfache  Uncus  (der  bei  martigena  einen  Schlangenkopf  trägt)  die  absolute  Verwandtschalt  mit 
munda  erwiesen.  Das  ?  wurde  von  Butler  zu  T.  superba  Btlr.  gezogen,  eine  „Art-1,  deren  cf  jedoch  mit 
T.  pelea  fa.  phintia  Weym.  zusammenfällt.  Es  hat  grössere  braungrau  überstäubte  Makeln  der  Vflgl  und  gleich- 
mässiger  breites  weisses  Medianfeld  der  Hflgl.  Die  schwarzen  Pfeile  sind  kürzer;  Unterseite  bei  beiden 
Geschlechtern  schön  hell  ockergelb,  die  hell  rotbraunen  Binden  mehr  verwischt.  Nordost-Sumatra.  — 
niricvara.  niricvara  subsp.  nov.  Eine  hervorragende  Rasse,  cf  oben  graubraun  mit  einer  Reihe  zierlicher  sub¬ 
marginaler  Zickzacklinien  und  kenntlichen  aber  verdüsterten  Medianmakeln.  Hflgl  mit  schwarzen  Pfeilspitzen, 
welche  nur  proximal  blau  verziert  sind  und  in  gewisser  Beziehung  an  T.  pelea  fa.  phintia  Weym.  gemahnen. 
Ein  zweites  cf  führt  gar  kein  Blau,  sondern  zwei  Reihen  weisser  Submarginalmakeln  der  Hf lgl-Unterseite  mit 
zwei  Serien  schwarzer  Spitzen.  Batu-Inseln.  Type  im  Tring-Museum. 

T.  clathrata  ist  anatomisch  nicht  von  T.  munda  zu  trennen  und  bildet  vielleicht  nur  das  am  reichsten 
und  sattesten  blau  beinahe  Extrem  einer  Gesamtart.  ??  sind  mit  Sicherheit  noch  nicht  bekannt,  was  auch 
für  die  Zugehörigkeit  zu  munda  spricht,  deren  ??  meist  viel  seltener  sind  als  die  cfcf.  Wenn  also  clathrata 
specifisch  mit  munda  zu  vereinigen  ist,  hat  ihr  Name  als  ältester  für  die  Gesamtheit  einzutreten.  Allen  Formen 
gemeinsam  ist  der  braune  Fond  besonders  der  Vf  lgl-Unterseite,  welcher  bei  Exemplaren  vom  Gebirge  in 
schwarzbraun,  den  cfcf  der  Ebene  aber  in  eine  grauweisse  Färbung  der  Hflgl  übergeht.  Es  sind  drei  Ortsrassen 
clathrata.  benannt:  clathrata  Voll.  (133  d)  aus  dem  südlichen  Borneo,  oberseits  wie  mit  weissen  Perlen  besetzt,  coeru- 
coerulescens.  lescetis  Sm.  (=  ellida  Stgr.)  von  Nord-Borneo,  welche  nur  nahe  dem  Costalsaum  der  Hflgl  noch  zwei  bis  drei  weisse 
Punkte  zeigt.  Bei  einem  cf  meiner  Sammlung  fehlt  der  blaue  Distalsaum  auf  beiden  Flgln.  Hflgl  nur  mit  den 
zierlichen  Intranervalpunkten,  welche  distal  leicht  weiss  eingefasst  sind.  Die  ganze  Oberfläche  dunkelblau 
purpurea.  purpurn  schimmernd  (=  purpurea  form,  nov.)  —  Auf  der  malayischen  Halbinsel  und  im  gebirgigen  Sumatra 
nicevillei.  findet  sich  nicevillei  Bist.  (=  subelathrata  Stgr.)  Oberseite  kenntlich  an  weiter  ausgeflossenem  lichter  blauem 
Terminalsaum  beider  Flügel.  Die  Schwarzpunktierung  der  Hflgl  noch  zarter  als  bei  clathrata',  Unterseite  auch 
im  äusseren  Teile  dunkler  als  bei  der  Form  des  Tieflandes  von  Borneo.  Sehr  selten,  nach  Martin  nicht 
unter  1000  m  herabgehend;  in  13  Jahren  wurden  nur  2  cfcf  entdeckt.  Ich  sah  zwei  cfcf  in  der  Adams-CoI- 
lection  in  London  aus  West-Sumatra  und  2  cfcf  aus  Perak  sind  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 


c.  Uncus.  mit  schlangenförmiger  Spitze. 

T.  aruna.  Eine  der  formenreichsten  Tanaecien  von  eigentümlicher  discontinuierlicher  Verbreitung  der 
beiden  Hauptformen,  von  welchen  die  aruna-ä hnliche  bisher  in  Sumatra  überhaupt  noch  nicht  beobachtet 
wurde,  während  auf  Satellitinseln  (Banka,  Batu)  wieder  Anldänge  an  die  malayische  Type  Vorkommen.  Die 
oberseits  blau  überzogenen  Formen,  von  denen  wir  martigena  und  satapana  abbilden,  zählen  zu  den  schönsten 
Tanaecien.  Auf  Borneo  kommt  die  einfarbig  braune  Richtung  mehr  zur  Geltung,  während  die  blaue  Form 
(■ upsurasa )  nicht  das  glänzende  Kleid  trägt  wie  auf  Sumatra  und  der  Malakka-Halbinsel.  Allen  Formen  ist  gemeinsam 
das  Vorhandensein  von  drei  submarginalen  Fleckenserien  der  Unterseite  der  Hflgl,  von  welchen  die  mittlere 
am  schwächsten  entwickelt  ist,  aber  dennoch  stets  nach  oben  durchschlägt.  Der  eigentümliche  Uncus  der  fast 
zur  Aufstellung  einer  eigenen  Gattung  für  die  Gesamtart  berechtigt  (nach  dem  Vorbilde  der  Erforscher  von 
Lycaeniden  der  cyaniris- Gruppe)  bleibt  bei  allen  Rassen  und  Formen  äusserst  constant.  Seine  Gestalt  ist 
gestreckter  als  bei  den  übrigen  Arten  und  erreicht  fast  die  Länge  der  Valve,  die  ihrerseits  basalwärts  mulden- 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


G55 


förmig  erweitert  ist,  dann  mäblig  in  eine  schlanke,  leicht  nach  unten  gebogene  Spitze  ausmündet,  aruna 
Fldr.,  der  älteste  Name,  bezieht  sich  auf  eine  unscheinbare  graubraune  in  den  Sammlungen  seltene  Form  von 
Perak.  Vflgl  mit  ziemlich  grossen,  an  valmiJcis  erinnernden  isolierten  Helmflecken.  Die  grossen  schwarzen 
isolierten  Pfeile  nach  innen  breit  verwaschen  weiss  umgeben.  Hflgl  mit  schmaler  proximaler  weisser  Ver¬ 
doppelung  der  schwarzen  Discalhalbmonde.  Unterseite  fahl  lehmgelb,  heller  als  bei  Borneo  Vikarianten, 
satapana  form.  nov.  ist  die  oberseits  reich  blauviolett  dekorierte  Form,  an  martigena  (133  c)  von  Sumatra 
gemahnend,  aber  habituell  kleiner  und  mit  reduzierten  und  daher  noch  isolierter  stehenden  weissen  .Median¬ 
makeln  der  Vflgl.  Unterseite  etwas  dunkler  und  reicher  schwarz  dekoriert  als  bei  martigena.  Malayische 
Halbinsel.  —  triratna  subsp.  nov.  umschreibt  eine  kleine  Inselrasse.  Die  Umgrenzung  der  schwarzen  Pfeile  beider 
Flügel  blass  fleichfarben;  Hflgl  mit  drei  deutlichen  Reihen  schwarzer  Flecken.  Das  ?  gleicht  oberseits  dem  cf  von 
Euthalia  salia  cordelia  und  ist  unten  satt  rotbraun;  Natuna-Inseln.  -  pardalis  Voll,  ist  der  früheste  Name  für 
die  braune  Hauptform  des  südlichen  Borneo.  Vollenhoven  bildet  die  Unterseite  mit  ihren  drei  Reihen  schwarzer 
Submarginalstreifchen  sehr  gut  ab.  Die  Oberseite  zeigt  eine  verfängliche  Ähnlichkeit  mit  T.  lutala  Moore,  doch  ist 
die  anteterminale  Zone  nicht  so  ausgedehnt  weiss  verwaschen,  noch  sind  die  intramedianen  Flecken  so  an¬ 
sehnlich  wie  bei  lutala.  Des  weiteren  stehen  die  schwarzen  Pfeile  der  Hflgl  von  pardalis  weiter  getrennt. 
Unterseite  der  Vflgl  satt  ockerfarben,  Hflgl  fahl  graugelb.  —  apsarasa  Tro//.  (133  d).  Das  :f  macht  ganz  den  Eindruck 
einer  besonderen  Species,  trägt  oberseits  äusserst  veränderliche  Dekoration  der  Hflgl,  welche  sowohl  in  der 
Intensität  der  Färbung  wie  auch  Ausdehnung  der  blass  violetten  oder  mehr  blauen  Partien  wechselt.  Bei 
beiden  Geschlechtern  scheint  aber  stets  die  mittlere  Serie  der  schwarzen  Flecken  von  unten  als  blaue  Wellen¬ 
binde  durch,  so  dass  dadurch  apsarasa- cf  und  -??  leicht  von  den  sehr  ähnlichen  ??  von  T.  munda  und  fruh- 
storferi  getrennt  werden  können.  Die  Unterseite  gleicht  der  martigena- Unterseite  (133  c),  doch  ist  die  Basalregion 
dunkler  bewölkt,  apsarasa  besitze  ich  aus  dem  Süden  und  Südosten  sowie  dem  Tieflande  des  Nordens  von 
Borneo.  —  subochrea  Btlr.  wurde  auf  die  braune  Bergform  des  nördlichen  Borneo  begründet.  Sie  unterscheidet 
sich  nur  durch  etwas  gesättigtes  Braun  der  Grundfarbe  und  schärfer  begrenzte  weisse  Stellen  der  Vflgl  von  der 
südlichen  braunen  Hauptform  pardalis.  Die  drei  Parallelreihen  schwarzer  Makeln  der  Hflgl-Unterseite  besonders 
kräftig  aufgetragen.  Unterseite  der  ??  gleichmässiger  braungelb  als  bei  pardalis.  -  margarita  Btlr.  bezieht 
sich  auf  eine  Abänderung  mit  (wie  bei  T.  vahnikis )  rundlichen  statt  spitzen  Intranervalflecken  der  Oberseite 
der  Hflgl.  Nord-Borneo.  —  Im  Sulu-Archipel  findet  sich  eine  wiederum  auffallend  ausgebleichte,  reich  weiss 
überströmte  Rasse:  dohertyi  Btlr.,  Type  in  der  GooMAN-Collection  des  Britisch-Maseums.  —  martigena  Weym. 
(=  watsoni  Btlr)  (133  c),  die  häufige  Rasse  des  nordöstlichen  Sumatra,  wird  charakterisiert  durch  ein  intensives 
und  ausgedehnteres  hellviolettes  Colorit  der  Oberseite.  Die  Färbung  der  Unterseite  wechselt  von  hell  ocker- 
zu  dunkel  braungelb.  Der  schwarze  Spitzenbesatz  der  Hflgl  etwas  weniger  markant  als  bei  subochrea  von 
Nord-Borneo  und  aruna  fa.  satapana  aus  Perak.  Im  allgemeinen  und  verglichen  mit  apsarasa  ist  martigena 
sehr  beaständig.  Die  Median-Helmflecken  der  Vflgl  zumeist  graubraun  überstäubt.  —  Bei  pratyeka  subsp.  nov. 
dagegen  bleiben  diese  Felder  auch  beim  cf  rein  weiss  und  bei  beiden  Geschlechtern  gewinnen  die  weissen 
Mittelbinden  der  Oberseite  an  Ausdehnung  während  namentlich  bei  den  ??  der  violette  Anflug  im  Zurückweichen 
sich  befindet.  Padang-Bovenland,  West-Sumatra.  —  sramanas  subsp.  nov.  ist  unbeständiger  als  die  beiden 
sumatranischen  Schwesterrassen,  aber  als  Satellitform  dunkler,  oberseits  ohne  Blau  oder  Violett.  Die  weissen 
Helme  der  Vflgl  dicht  nahezu  schwarz  gestäubt;  Hflgl  mit  sehr  grossen  Pfeilspitzen  und  unten  drei  komplette 
Reihen  schwarzer  Makeln.  Batu-Inseln.  Type  im  Tring-Museum.  —  namarupa  subsp.  nov.  gilt  der  auf  der 
Insel  Banka  und  vermutlich  auch  Billiton  heimischen  habituell  sehr  kleinen  Form,  welche  sich  der  pardalis 
von  Süd-Borneo  anschliesst  doch  in  der  Regel  reduziertere  mediane  weissliche  Helme  der  Vflgl  aufweist.  Die 
Form  ist,  nach  einer  grossen  Serie  von  Exemplaren  im  Museum  in  München  beurteilt,  sehr  häufig  auf  Banka 


aruna. 


satapana. 


triratna. 

pardalis. 


apsarasa. 


subochrea. 


margarita. 


dohertyi. 

martigena. 


pratyeka. 


sramanas. 


namarupa. 


45.  Gattung:  Euthalia  Hbn. 

Dieses  vielumstrittene  und  vielgestaltige  Genus  wird  hier  wieder  auf  den  grossen  Umfang  gebracht, 
den  ihm  die  Autoren  der  zweiten  Hälfte  des  vorigen  Jahrhunderts  einräumten;  denn  so  sehr  die  Extreme  der 
zugehörigen  Mitglieder  auch  divergieren,  finden  sich  immer  wieder  Zwischenstufen,  welche  scheinbar  sehr 
scharfe  und  natürliche  Grenzen  verwischen.  So  ist  das  von  Moore  aufgestellte  und  sogar  von  Bingham  anerkannte 
„Genus“  Dophla  sehr  begründet,  wenn  wir  nur  die  Type  Euthalia  evelina  Stoll  ins  Auge  fassen.  Aber  schon 
bei  Euth.  teuta,  einer  der  allernächsten  Verwandten,  fehlt  das  Hauptmerkmal  der  Gruppe,  nämlich  der  Zellschluss 
der  Hflgl,  und  jener  der  Vflgl  wird  rudimentär.  Wir  geben  somit  das  allen  Arten  Gemeinsame,  das  Schatz 
mustergültig  aufgestellt  hat:  „Palpen  lang,  dicht  beschuppt,  mit  länglichem,  geraden  Endglied,  welches  an  der 
Basis  ebenso  breit  wie  das  Mittelglied  ist.  Auf  dem  Rücken  des  letzteren  ein  Haarschopf.  Augen  nackt.  Fühler 
verlängert,  allmählich  in  eine  längliche  Kolbe  übergehend.  Vflgl  meist  mit  offener,  selten  geschlossener  Zelle. 
Subcostale  5  ästig;  der  1.  Ast  in  der  Zellmitte  abgezweigt,  häufig  mit  der  Costale  und  dem  2.  Ast  und  dieser 
mit  dein  3.  verwachsen.  Der  2.  Ast  vor  dem  Zellende,  der  3.  in  verschiedener  Entfernung  danach  abgezweigt. 
Obere  Discocellularis  fast  fehlend ;  untere  Radiale  an  ihrer  Basis  stark  nach  innen  gebogen  und,  wenn  die  Zelle 
geschlossen  ist,  eine  schiel  nach  innen  gewinkelte  mittlere  Discocellularis  bildend.  Untere  (wenn  vorhanden) 


656 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  Mediana  kurz  nach  dem  2.  Ast  treffend.  Hflgl  mit  einfacher  oder  undeutlich  zweigabliger  Präcostale,  welche 
nach  der  Subcostale  abgetrennt  ist.  Hflgl-Zelle  offen.  cPcP-Vorderfüsse  kurz  behaart,  mit  gleich  langer  Tibia 
und  Femur  und  etwas  kürzerem  Tarsus.  $?-Vorderfüsse  grösser,  mit  längerem,  am  2.  bis  4.  Gliede  kurz 
bedornten  Tarsus.“  Die  Valvenbildung  steht  bei  allen  untersuchten  Species  im  schärfsten  Kontrast  zu  jener  der 
Tanaecia,  ist  niemals  lang  schnabelförmig,  sondern  kurz,  wulstig,  stumpf,  häufig  auch  bauchig  und  gelegentlich 
sogar  scharf  abgeschnitten,  halb  cylindrisch  wie  bei  Rhinopalpa.  Uncus  stets  einfach,  niemals  hakenartig  auf¬ 
gebogen  oder  distal  lanzettlich  verdickt,  entweder  schlank  (Cynitia)  oder  massig  und  verdickt  ( Eutlialia ,  Dophla , 
Adolicts).  Dagegen  kann  der  Uncus  eine  Art  Helmaufsatz  tragen  ( Dophla  recta )  oder  dorsal  so  verdickt  sein, 
dass  er  wie  ein  Gänsekopf  aussieht  (Adolias).  Doch  wechseln  auch  diese  Charaktere  innerhalb  der  Artengruppe 
der  Dophla  und  Adolias. 

Die  Lebensweise  ist  Band  1.  anschaulich  behandelt.  Erwähnt  sei  hier  nur  noch  die  Vorliebe  für  Frucht¬ 
köder,  und  es  war  mir  vergönnt  mit  aufgehängten  Bananen  Species  in  vielen  hundert  Exemplaren  zu  erbeuten, 
welche  sonst  nur  vereinzelt  nach  Europa  kamen.  Vorwiegend  Bewohner  der  Ebene,  sind  doch  namentlich  die 
mehr  paläarctischen  Arten  Gebiergstiere  und  auch  auf  den  Inseln  finden  wir  Arten  mit  alpicolen  Gewohnheiten. 
Das  Hauptcontingent  stellt  das  Kaiserreich  Indien  mit  29 — 30  Arten,  Borneo  und  Sumatra  mit  je  22  Species 
sowie  China  mit  18  Alten.  Java  hat  deren  nur  noch  14  aufzuweisen  und  das  östliche  Mikromalayana  nur 
noch  drei  bis  vier.  Aus  Celebes  sind  vier  Arten  bekannt,  von  den  Molukken  und  dem  Papua-Gebiet  zwei, 
während  die  Philippinen  mit  Einschluss  des  nach  Makromalayana  gravitierenden  Palawan,  deren  noch  16  sichere 
Vertreter  beheimaten.  Im  Norden  bildet  Formosa,  nach  Osten  der  Bismarckarchipel  die  insulare  Grenze. 

Die  einzelnen  Lokalrassen  sind  noch  nicht  genügend  bekannt  und  es  ist  deren  noch  eine  grosse  Anzahl 
von  den  Satellitinseln  von  Sumatra  und  Borneo  zu  erwarten.  So  sind  namentlich  Banka  und  Billiton  sehr 
reich  an  z.  T.  scharf  gesonderten  Formen,  während  nach  dem  Süden  die  Artenzahl  schnell  abnimmt,  auf  Nias 
aber  immer  noch  11  Gattungsvertreter  zu  Hause  sind. 


Artengruppe  Cynitia  Sn  eil.  (=Felderia  Setup,  fpräocc.]). 

Körperbau  im  Vergleich  mit  den  übrigen  Euthaliiden  zart,  im  allgemeinen  noch  jenem  der  vorigen  Gattung  analog. 
Vflgl  in  der  Regel  mehr  vorgezogen,  der  Distalrand  daher  mehr  ausgebuchtet  als  bei  Tanaecia  uud  Eulhalia  s.  s.  Der  Ird 
meist  lappig  erweitert,  an  die  Euploeiden  erinnernd.  Nur  der  1.  Subcostalast  mit  der  Costale  verwachsen.  Praecostale  wie 
bei  Tanaecia.  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Androconienfleck,  welcher  bei  den  einzelnen  Species  an  Ausdehnung  wechselt. 
Klammerorgane  durchaus  euthaloid,  durch  die  stumpfe  Valve  ohne  weiteres  von  Tanaecia  abgesondert.  Uncus  einfach  mit 
je  nach  den  Arten  veränderter  zarterem  oder  kräftigerem  Bau  stets  nach  unten  gebogen,  manchmal  medial  leicht  geschwollen. 
Scaphium  häutig.  Jugendstadien  gleich  jenen  von  EtUhalia,  nur  von  einer  Art  bekannt.  Rp  auf  Melastoma  malabaricum, 
grün,  Rücken  mit  roten  blaugekernten  Augen,  die  Stachelhaare  mit  gelber  Spitze.  Pp  grün,  ale  Vorsprünge  goldig  mit 
schwarzen  Punkten.  Flugweise  schwebend,  nicht  so  reissend  wie  bei  Euthalia.  auch  verlassen  die  Tiere  häufiger  das  Waldinnere 
und  taumeln  am  Waldrande  dahin  ihre  Schönheit  zur  Schau  stellend.  ??  im  Gegensatz  zu  Tanaecia  stets  äusserst  verschieden 
vom  cf,  mehr  das  graubraune  Tanaecien-Colorit  beibehaltend.  Sämtliche  Arten  äusserst  empfindlich  geographischen  und 
klimatischen  Einflüssen  gegenüber;  auf  Java  zerfällt  eine  Species  in  drei  Lokalformen  und  von  der  makromalayischen 
C.  cocylina  gleicht  kaum  ein  $  dem  anderen,  während  die  cPcP  in  der  Tönung  des  Distalsaumes  und  der  Gesamtfärbung 
der  Unterseite  gleichfalls  äusserst  unbeständig  sind. 

E.  lepidea  einer  der  bekanntesten  Himalayafalter,  der  vorzugsweise  die  heissen  Täler  bewohnt,  süd¬ 
wärts  bis  zur  Malabarküste  und  der  Malayischen  Halbinsel  vorkommt  und  durch  mich  auch  aus  Tonkin  und 
Annarn  bekannt  geworden  ist.  Die  Zeichnung  der  Art  veranschaulicht  132  a  und  b.  Paarungsorgane  kenntlich 
an  robustem  Uncus,  dessen  verstärkte  Basis  eine  Verkürzung  im  Gefolge  hat.  Valve  in  der  Länge  gleichfalls 
hinter  jener  von  E.  asoha,  japis  und  cocytina  zurückbleibend,  in  der  Form  jener  von  E.  cocytus  gleichend,  in 
der  Mitte  ventral  ausgewölbt,  distal  etwas  schlanker.  Rp.  vom  Euthalienhabitus,  grün  mit  einer  dorsalen  Reihe 
hellroter,  blau  eentrierter  Gzellen.  Die  lateralen  Federanhängsel  mit  gelber  Spitze.  Pp  am  Kopf  etwas  mehr 
zusammengedrückt  als  die  Pp  von  E.  garuda ,  grün,  die  Vorsprünge  goldgelb,  mit  schwarzen  Punkten  und  da- 
lepidea.  zwischen  grosse  Goldflecken,  lepidea  Btlr.,  aus  Nordindien  beschrieben,  hat  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit 
E.  cocytus ,  doch  sind  die  Geschlechter  nicht  so  auffallend  dimorph.  cP  mit  gleichartig  hellgrauem  Randgebiet, 
welches  beim  ?  matter,  dunkler  erscheint  und  von  einem  leichten  braunen  Hauch  verschleiert  ist.  Vflgl  der 
??  jenseits  der  Zelle  mit  grossen  lichtbraunen  Stellen.  Einige  Exemplare  der  Regenzeit  sind  manchmal  sogar 
adustata.  ausgedehnt  braun  umsäumt  (=  fa.  adustata  form,  nov.)  Vom  Naini-Tal  bis  Assam,  selten  in  Sikkim  und  Nepal, 
häufig  in  Assam,  überall  bis  etwa  1000  m  Höhe  und  das  ganze  Jahr  über  beobachtet.  Flug  sehr  unstät  und 
miyana.  daher  schwer  zu  fangen.  —  miyana  subsp.  nov.,  von  Butler  bereits  1868  als  Varietät  aus  Südindien  registriert, 
bleibt  in  der  Grösse  hinter  lepidea  zurück.  Die  Umsäumung  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  erscheint  heller, 
der  graue  Bezug  geht  bei  allen  cPcP  und  vielen  ??  nach  aussen  in  Weiss  über.  Oberseite  der  ?? 
dunkler  als  bei  Assam-Individuen,  ohne  transcellulare  aufgehellte  Stellen.  Unterseite  namentlich  beim  cP  mar¬ 
kanter  braun  bewölkt.  Type  aus  Karwar,  Flugzeit  August,  September,  in  der  Sammlung  Fruhstorfer,  von 
Moore  auch  aus  Orissa  der  Centralprovinz  gemeldet.  Hat  die  Gewohnheit,  sich  an  Mauern  und  geweisste 
Decken  der  Bungalo-Veranden  zu  setzen.  Rp.  auf  Melastoma  malabaricum,  und  der  Myrtacee  Careya  arborea, 
sthavara.  häufig  in  der  letzten  Hälfte  der  Regenzeit.  —  sthavara  subsp.  nov.  wurde  mit  der  vorigen  Unterart  zusammen 


•nus gegeben  12.  I.  1912 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


657 

bereits  von  Moore  (Lep.  Indien  III,  1896  t.  225)  abgebildet,  cf  oberseils  kleiner,  dunkler  grau  umrandet  als 
Assam-cfcf.  Unterseite  der  Vflgl  gleichförmiger  rotbraun,  mit  ausgedehnterem  grauviolettem  Anflug  der  Terminal¬ 
zone.  ¥  mit  rundlichen  lichtbraunen  Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Nach  Moore  in  ganz  Birma,  besonders  bei 
Akyab  in  den  trocknen  Monaten  in  dürrem  Dschengel,  von  Fea  bei  Bhamo,  und  den  Karen-Hills,  im  September 
gesammelt.  ??  aus  Beeling  (Tenasserim)  im  British-Museum  sind  kleiner  als  solche  aus  Bhamo,  unterseits 
fahler  graugelb.  —  cognata  Moore,  bisher  nur  in  einem  ?  Exemplar  bekannt,  wurde  von  mir  auch  im  männ¬ 
lichen  Geschlecht  in  Ost-Siam  in  der  Trockenzeit  erbeutet,  cognata  bildet  eine  Zwergform  mit  noch  etwas 
mehr  braun  verdüstertem  Randstreifen  der  Hflgl  und  satter  brauner  Unterseite  der  cf  cf.  Das  ?  wird  charakte¬ 
risiert  durch  halbdurchsichtige  fast  glasige  Transcellularpunkte  der  Vflgl  und  schön  satt  braun  marmorierte 
Unterseite.  Umgebung  der  Ruinen  von  Angkor  (Siam)  im  Dezember.  —  flaminia  Frühst.  (162  a)  bildet  das 
melanotische  Extrem  der  Gesamtart.  cf  der  Regenzeitform  mit  rötlichbrauner  Ueberpuderung  des  grauen  Saum¬ 
gebiets  der  Hflgl;  ¥  mit  manchmal  nahezu  verschwundenem  grauem  Rand  der  Hflgl  und  nur  unbedeutenden 
quadratischen  nicht  wir  bei  cognata  punktförmigen  Medianmakeln  der  Vflgl.  Unterseite  der  cf  cf  vorherrschend 
grauschwarz  der  Aussensaum  der  Hflgl  matt  grau  violett,  beim  ?  (132  a)  lebhafter  mit  einem  Stich  ins  Pur¬ 
purne.  Tonkin  (Chiem-Hoa),  August,  September.  Daneben  treten  cf  cf  einer  entschiedenen  Trockenzeitform  auf, 
welche  kleiner  sind  als  flaminia  und  lepidea- efef,  aber  einen  licht-  oder  gelblich  grauen  Bezug  der  Hflgl  auf¬ 
weisen.  Das  $  hat  ein  trübgraues  Aussengebiet  der  Hflgl  und  gleicht  durch  das  Fehlen  hyaliner  oder  sonstwie 
lichter  Flecken  dem  miyana-%  aus  Süd-Indien.  Diese  von  mir  in  Tonkin  und  Süd-Annam  (Februar)  beobachtete 
Generation  der  regenarmen  Periode  nenne  ich  mirditta  form.  nov.  Selten  und  schwer  zu  fangen.  —  flaminia 
war  recht  lokal  in  Tonkin.  Ich  beobachtete  sie  im  August  1900  auf  dem  Wege  von  Chiem-Hoa  nach  Bac-Ken 
in  Central-Tonkin  auf  ca.  1000'  Höhe  im  Walde.  Die  efef  sitzen  dort  mit  aufgeschlagenen  Flügeln  auf 
Blättern,  wo  sie  sich  spielend  sonnen,  und  mit  ihrem  breit  graugelb  gesäumten  Unterrock,  der  in  der  Sonne 
weiss  blinkt,  ein  liebliches  Bild  darbieten.  In  Gesellschaft  von  flaminia  traf  ich  noch  Euthalia  kesava,  jalmu 
jahnides ,  julii,  indochinensis  und  phemius.  —  matala  Frühst,  cf  dem  flaminia- cf  analog,  unten  aber  vorwiegend 
rotbraun,  dadurch  an  sthavara  anklingend,  ?  oberseits  bereits  mit  hell  violettem  Anflug  und  unterseits  noch 
ausgedehnter  licht  purpurn  oder  blau  violett  umrandet.  Malayische  Halbinsel,  sehr  selten. 

E.  julii  begleitet  E.  lepidea  im  gesamten  hinterindischen  Gebiet,  nur  tritt  sie  auch  auf  einige  Malayische 
Inseln  über.  Sie  ist  äusseren  Einflüssen  gegenüber  ebenso  empfänglich  als  E.  lepidea.  —  appiades  Men.  (132  c) 
bezeichnet  die  ziemlich  beständige  Arealform  von  Sikkim,  deren  efef  stets  einen  bleich  blauen  Distalsaum  der 
Hflgl-Oberseite  führen  und  in  der  Trockenzeit  nur  durch  Kleinheit  der  Exemplare  von  der  Generation  der 
nassen  Periode  abweichen.  ?  der  nassen  Zeit  oberseits  rauchbraun  mit  Resten  weissgrauer  Subapical-  und 
Transcellularpunkte.  Unten  wie  abgebildet.  ??  der  Wintersaison  oben  etwas  fahler  braun,  unten  männchen¬ 
ähnlich  und  mit  grünlichem  statt  lichtblauem  Basalgebiet  der  Hflgl;  (=  fa.  virescens  form  nov)  Nach  Niceville 
gilt  appiades  als  die  häufigste  der  Sikkim-Euthaliiden  und  findet  sich  das  ganze  Jahr  über  auf  niederen  Er¬ 
hebungen.  Doherty  hat  die  Form  auch  im  Kumaon-Himalaya  als  grosse  Seltenheit  beobachtet.  Weiter  nach 
Osten  beginnt  julii  erheblich  zu  differieren,  es  treten  vielfach  efef  auf  ohne  blaues  Feld  der  Hflgl  (=  adima 
Moore  132  c),  oder  nur  mit  Spuren  grünlicher  Intranervalfleckchen  =  (fa.  khasiana  Sivinli).  Die  ??  können 
unabhängig  von  der  Jahreszeit  deutliche  grau  weisse  Makeln  der  Oberseite  der  Vflgl  führen,  die  sich  unter¬ 
seits  manchmal  zu  oblongen  Transcellularflecken  vereinigen.  —  sedeva  Moore  umschreibt  ¥¥  mit  bis  zur 
Flügelmitte  durchgezogenen  weisslichen  Medianmakeln  und  balarama  Moore  wurde  auf  cf  cf  gegründet,  die 
einen  Rückschlag  zu  appiades  bilden  und  eine  blassblaue  Terminalbinde  der  Hflgl-Oberseite  aufweisen.  Exem¬ 
plare  einer  Intermediatform  meiner  Sammlung  mit  leichtem  Trockenzeitcolorit  der  Unterseite  erinnern  durch 
leicht  grünlich  überdeckte  Basalregion  der  Hflgl-Unterseite  an  virescens  von  Sikkim.  Assam,  nicht  selten.  ■ — 
xiphiones  Btl-r.,  ursprünglich  aus  Moulmein  beschrieben,  bezeichet  eine  durch  Kleinheit  auffallende  Rasse  mit 
derselben  Variabilitätsmöglichkeit  wie  adima.  Doch  scheinen  cf  cf,  welche  an  appiades  und  balarama  gemahnen 
und  ein  blaues  Feld  der  Hflgl  haben,  am  häufigsten  zu  sein,  cf  cf,  an  khasiana  Swinh.  anklingend,  mit  streifig 
verteiltem  obsoletem  Blau  habe  ich  aus  Unter-Birma  in  meiner  Sammlung.  Vom  ?  sind  die  Zeitformen  scharf 
geschieden,  jenes  der  nassen  Periode  copiert  normale  adima-¥$  mit  breitem  weissem  Transcellularfleck  der 
Vf  lgl-Unterseite  und  eines  der  Trockenzeit  schliesst  sich  eng  an  virescens-¥¥  von  Sikkim  an.  Von  Bhamo  und 
den  Shan-Staaten  an  bis  Süd-Tenasserim  und  dem  Mergui-Archipel.  —  indochinensis  Frühst.  (I32c)  wurde 
basiert  auf  von  mir  in  Tonkin  und  Mittel-Annam  gefundene  Exemplare;  cf  mit  relativ  schmalem  dunkelblauem 
Streifen  der  Hflgl.  ?  oben  mit  prominentem  weissgrauem  Subapicalfleck  der  Vflgl;  Unterseite  des  ?  ähnlich 
irma-$,  doch  ohne  die  weissen  Medianflecken  der  Vflgl.  Flugzeit  Juni  bis  November.  —  aridaya  subsp.  nov. 
gleicht  habituell  der  kleinen  Rasse  aus  Perak;  efef  oben  sehr  dunkel,  Vflgl  nur  mit  sehr  schmalen  an  Siam- 
Exemplare  gemahnenden  hellgrünen  Terminalsaum;  ?  gleich  einer  Miniatur- Ausgabe  des  ?  von  indochinensis 
Frühst.;  Insel  Hainan,  selten,  Type  im  Tring-Museum.  —  odilina  subsp.  nov.  Eine  colorislisch  interessante 
Arealrasse,  Oberseite  auffallend  durch  lichtbraune  Gesamtfärbung,  von  welcher  sich  die  schwarzbraunen  Wellen¬ 
binden  besonders  deutlich  abheben.  Aussensaum  der  Hflgl  gelblich  grün,  nur  manchmal  mit  ungewissem  bläu¬ 
lichem  Schimmer.  Unterseite  am  meisten  der  julii  Boag.  genähert,  wie  sie  Distant  darstellt.  Siam,  auf  300  m 
Erhebung,  im  Januar,  Februar  von  mir  gesammelt.  —  julii  Boug .,  die  Namenstype,  ist  ausserordentlich  selten, 

IX  83 


cognata. 


flaminia. 


mirditta. 


matala. 


appiades. 


virescens. 


adima. 

khasiana. 

sedeva. 

balarama. 


xiphiones. 


indochinen¬ 

sis. 


aridaya. 


odilina. 


julii. 


658 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


fehlt  meiner  Sammlung  und  wird  nach  den  prächtigen  Figuren  Distant’s  beurteilt  sowie  nach  einer  Serie  von 

Exemplaren  im  Tring-Museum.  cf  etwa  wie  i  n  d  o  chinensis  -  cf,  aber  mit  vermehrtem  Blau  der  II  fl  gl,  ?  etwa  dem 

normalen  adima-%  gleichend  mit  zwei  kleinen  weissen  Vorderrandsfleckchen  der  Vflgl  und  schön  milchig- 
blauem  Anflug  der  Hflgl,  die  nur  im  Subapicalgebiet  zwei  zierlichere  grüne  Streifen  aufweisen.  Malayische 
irma.  Halbinsel,  von  Dr.  Hagen  einmal  auch  in  Nordost-Sumatra  beobachtet.  —  irma  F ruhst.  (132  a):  Das  cf  gleicht  auf 
der  Oberseite  Distants  Figur  von  xiphiones  Btlr .,  nur  schimmern  die  schwarzen  Zeichnungen  der  Unterseite 
deutlicher  durch.  Die  Vflgl-Unterseite  weicht  indes  ganz  erheblich  ab  durch  die  ausserordentlich  verbreiterte 
Doppelreihe  von  Submarginal-Flecken,  die  näher  zusammen  stehen  und  mindestens  viermal  so  breit  sind  als 
bei  xiphiones.  Des  weiteren  sind  alle  schwarzen  Fleckchen  der  Hflgl-Unterseite  distinkter.  Das  ?  erinnert  an 
die  Figur  von  sedeva  Moore  (Lep.  Indica  vol.  III.  t.  223.  f.  1  c),  nur  sind  die  weissen  Subapicalf lecken  schmäler 
und  mehr  zusammenhängend.  Ausserdem  findet  sich  noch  ein  zweiter,  mehr  dem  Apex  genäherter  dreieckiger  weisser 
Fleck  vor.  Die  diskalen,  weissen  Flecken,  welche  bei  sedeva  Moore  sehr  deutlich  sind,  werden  bei  irma  obsolet. 
Diesen  dunklen  Medianteil  der  Vflgl  hat  irma  mit  indochinensis  Frühst,  von  Tonkin  gemeinsam.  Die  Unter¬ 
seite  ist  äusserst  lebhaft  gefärbt  und  von  zierlicher  Zeichnung.  Die  Grundfarbe  ist  mattes  Blaugrün  mit  weiss¬ 
lieh  grauer  Abtönung.  Der  Apex  der  Vflgl  ist  rein  weiss,  ebenso  die  Subapical-  und  Discalflecken  der  Vflgl 

und  eine  breite  Medianbinde  der  Hflgl.  Die  ultracellulare  und  die  Submarginalregion  sind  hellbraun  mit  van 

dyck-braunen  Schatten  und  Enklaven.  Die  Hflgl  tragen  eine  submarginale  Reihe  von  acht  pfeilspitzenförmigen 
Flecken,  die  ringsum  hell  moosgrün  bepudert  sind. 

tekhinia.  E.  telchinia  Mm.  (132  b)  wird  hier  zum  ersten  Mal  mit  ihren  beiden  noch  von  keinem  Autor  beachteten 

Zeitformen  dargestellt.  Das  kleinere  ?  gehört  der  Trockenzeitform  an,  während  das  grössere  von  der  Unter- 
aphidas.  seite  abgebildete  der  Regenperiode  entstammt  und  schon  als  aphidas  llew.  beschrieben  wurde.  Auch  die  cfcf 
differieren  etwas  von  jenen  der  Trockenperiode,  zeigen  ein  hell  graues,  jene  der  nassen  Zeit  ein  satter  braunes 
Colorit.  Bei  den  ??  der  Winterform  fehlt  die  braune  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  das  Gesamtcolorit  ist 
blasser  ockergelb.  Selten  in  Nepal,  Sikkim  und  Bhutan,  kommt  telchinia  häufig  aus  den  Khasia-Hills  in  Assam 
nach  Europa.  Flugzeit  in  Sikkim  vom  April  bis  Oktober,  nicht  auf  Höhen  über  1000  m. 

whiteheadi.  E.  whiteheadi  Croioley.  eine  der  schönsten  Euthaliiden,  der  vermutlich  Artrecht  zusteht;  ersetzt  telchinia 

auf  Hainau.  Oberseite  schwarzbraun  mit  olivenfarbenem  Schimmer.  Vflgl  mit  zwei  hell  blaugrünen  grossen 
Makeln  in  der  Zelle  mehreren  kleinen  weissen  Transcellularpunkten  und  einem  prächtigen  hell  moosgrünem 
Submarginalstreifen  der  nahezu  am  Apex  beginnt  und  sich  verbreiternd  bis  zum  Analwinkel  durchzieht.  Hflgl 
mit  hellgrünem  Submarginalband,  welches  einige  schwarze  undeutliche  Kappenflecken  umschliesst  und  nach 
aussen  von  einem  breiten  schwarzen  Terminalsaum  begrenzt  wird.  ?  mit  breiterer  und  mehr  blaugrüner  Binde 
der  Hflgl  und  ansehnlicheren  transparenten  weissen  Stellen  der  Vflgl.  Unterseite  satter  rotbraun  als  beim 
telchinia die  glasigen  Stellen  kleiner.  Nach  einer  Anzahl  von  Exemplaren  des  Tring-Museums  beurteilt. 
Hainan,  anscheinend  nicht  sehr  selten. 

E.  cocytus,  eine  viel  umstrittene  Art,  wurde  von  Moore  erst  1896  wieder  richtig  erkannt,  nachdem 
sie  Fabricius  schon  1787  aus  Siam  beschrieben  hatte,  wo  ich  beide  Geschlechter  wieder  auffand,  cocytus 
wechselt  in  der  Färbung  je  nach  der  Lokalität  und  lassen  sich  allein  aus  Hinterindien  drei  Arealformen  auf- 
satropaces .  stellen:  satropaces  Heiv.,  aus  Unterbirma  in  meiner  Sammlung,  fliegt  in  Tenasserim  und  im  Mergui-Archipel 
das  ganze  Jahr  über,  cd  mit  sehr  breitem  lichtgrauem  Randgebiet  der  Hflgl  und  hellockerfarbener  Unterseite 
cocytus.  aller  Flügel,  wie  sie  auch  Moore  darstellt.  —  cocytus  F.,  die  Namenstype,  aber  zeigt  eine  weisslich  graue 
Unterseite  und  dunkler  grau  bestäubten  Aussensaum  der  Hflgl  Oberseite.  Das  ?  führt  ansehnlichere  weisse, 
grau  überpuderte  Subapicalmakeln  der  Vflgl  als  satropaces.  Siam,  auf  etwa  300  m  Höhe  in  den  Monaten 
ambrysus.  Januar,  Februar  von  mir  gefunden.  —  ambrysus  subsp.  nov.  (132  d  als  cocytus)  ist  das  dunkelste  Extrem  der 
Collectivspecies;  Randpartie  der  Hflgl  oberseits  braun  überstäubt,  ?  mit  kleineren  weissgrauen  Apicalflecken 
als  die  ?2  der  beiden  zuerst  genannten  Rassen.  Unterseite  dunkler  graugelb  als  cocytus  mit  markanteren 
schwarzbrauen  Wellenbinden,  namentlich  der  Hflgl.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  ambrysus  nur  die  Regen¬ 
zeitform  von  cocytus  vorstellt.  Die  Typen  entstammen  der  nassen  Zeit.  Juni,  Juli  bei  Than-Moi,  Nord-Tonkin. 
Klammerorgane  von  einfachster  Bildung,  kaum  von  jenen  der  Vikarianten  (E.  lepidea  und  E.  japis  cocytina ) 
zu  unterscheiden.  Valve  jedoch  etwas  mehr  geschwungen  und  ventral  deutlicher  ausgewölbt  als  bei  E.  japis, 
cocytina  und  E.  javana)]  Uncus  ohne  mediale  Anschwellung  wie  sie  sich  bei  E.  javana  findet  und  zierlicher  als 
bei  E.  lepidea. 

E.  godarti  ersetzt  cocytus  im  makromalayischen  Gebiet,  und  wenngleich  die  Färbung  der  cfcf  erheblich 
von  cocytus  abweicht,  sind  die  ??  coloristisch  und  mit  der  Zeichnungsanlage  nur  unbedeutend  von  der  nördlichen 
und  continentalen  Vikariante  differenziert.  Die  Klammerorgane  etwas  schlanker  als  bei  cocytus,  auch  länger  als 
bei  E.  lepidea  und  E.  cocytina.  Uncus  spitz  in  der  Mitte  leicht  verdickt.  Der  schwarze  Duftfleck  der  Ober¬ 
seite  der  Hflgl  ausgedehnter  als  bei  cocytus ;  Unterseite  der  Vflgl  in  der  Mitte  des  Irds  mit  einem  deutlichen  Duft- 
spiegel,  der  E.  cocytina  gegenüber  das  Differentialcharakteristicum  der  cfcf  bildet  und  welcher  bisher  nicht  be- 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


659 


achtet  wurde.  Auch  Shelford,  der  nächst  Moore  das  cf  der  Borneo-Rasse  erkannt  und  richtig  umgrenzt  hat,  er¬ 
wähnt  diesen  breiten  Reibefleck  nicht.  —  asoka  Fldr.  bewohnt  die  malayische  Halbinsel.  Das  cf  wurde  von  Distant 
richtig  abgebildet ;  es  gleicht  unserer  Figur  von  E.jaoana  (132  d)  und  von  E.  phlegeton  (133  a)  und  kann  ausser 
den  sekundär  sexuellen  Merkmalen  auch  durch  den  mehr  vorspringenden  Apicalteil  der  Vflgl  von  der  viel  häufigeren 
cocytina  macnairi  Dist.  (132  e)  unterschieden  werden.  Vom  ?  sind  zwei  Formen  bekannt:  jordani  Frühst.  1132  e; 
ohne  licht  graublaue  Partien  im  Submarginalgebiet  der  Vflgl,  und  asoka  Fldr.  mit  ausgedehnten  prächtigen 
und  zart  blauen  Feldern  zu  beiden  Seiten  der  braunen  Schrägbinde  der  Vflgl;  asoka  weisst  ausserdem  auch 
auf  den  Hflgl  eine  markantere  und  breitere  grauweisse  Medianbinde  auf  als  jordani.  Die  Unterseite  gleicht 
jener  der  ?-fa.  pnseda  Moore  (133  c),  nur  führen  die  Vflgl  eine  aus  unregelmässigeren  Componenten  zusammen¬ 
gesetzte  Fleckenbinde,  jordani  hat  auf  den  Hl  Igln  drei,  asoka  fünf  rein  weisse  Makeln.  -  mara  subsp.  nor. 
ersetzt  asoka  in  Norclost-Sumatra  und  vermutlich  auch  auf  Ranka  und  Billiton.  Sie  wurde  von  Dr.  Martin 
wieder  aufgefunden  und  enl gegen  der  Ansicht  Niceville’s  mit  Recht  von  E.  cocytina  getrennt  gehalten,  cf  in 
der  Färbung  dem  cocytina -cf  gleichkommend;  Randgebiet  der  Hflgl  fahl  veilchenblau.  ?  dem  vacillaria-^  (132e) 
ähnlich,  doch  grösser,  Makeln  der  Vflgl  ansehnlicher,  Hflgl  mit  einer  nach  vorne  rein  weissen  Medianbinde 
und  einigen  weissen  intranervalen  Aufhellungen  distal  von  der  braunen  postdiscalen  Wellenbinde.  Unterseite 
mit  schmäleren  weissen  Makeln  als  asoka ;  Hflgl  in  der  Median-  und  Submarginalzone  weisslich  verwaschen, 
ohne  prägnante  Mittelbinde  wie  asoka  und  jordani  sie  führen.  Nach  Martin  die  seltenste  Cynitia  im  Gebiete 
des  Sultanats  Deli,  etwas  höher  auf  den  Vorbergen  fliegend  als  E.  cocytina.  —  Als  godarti  Gray  wird 
eine  Form  aufgeführt,  welche  vermutlich  dem  westlichen  Sumatra  angehört,  cf  grösser  als  mara -cf,  leb¬ 
hafter  veilchenblau,  unterseits  etwas  dunkler  und  vor  dem  Aussenrand  reicher  grauviolett  überhaucht;  dem 
floralis-¥  (133  a)  und  namentlich  dem  martigena-%  (133  c)  sehr  ähnlich,  lebhafter  gefärbt  als  mara-?.  Vflgl 
mit  vergrösserten  hyalinen  grauweissen  Stellen,  Medianbinde  der  Hflgl  rein  weiss,  bis  zum  Analwinkel 
durchgezogen.  ?  unterseits  farbensatter,  die  weissen  Fenster  stattlicher.  Paclang-Pandjang.  —  samasara 
subsp.  nov.  Die  habituell  kleinste  und  dunkelste  der  bekannten  Rassen;  132e  als  vacillaria  abgebildet. 
?  ohne  mediane  weissliche  Aufhellung  der  Hflgl  die  blaue  Zone  erheblich  dunkler  als  bei  sämtlichen 
Vikarianten.  Die  Vflgl  mit  sehr  kleinen  grauweissen  Fenstern.  Unterseite  mit  reicher  brauner  Umgebung  der 
weissen  Flecken  Hflgl  mit  besonders  kräftiger  brauner  Wellenstreifung.  Insel  Nias,  nur  ein  ?  in  der  Collection 
Fruhstorfer.  —  vacillaria  Btlr.  gleicht  im  männlichen  Geschlecht  der  sumatranischen  mara  Frühst,  im  weib¬ 
lichen  der  abgebildeten  Nias-Rasse  (132  e),  nur  ist  deren  Gestalt  grösser,  die  trübweissen  Flecken  namentlich 
bei  Exemplaren  von  Süd-Borneo  mehr  entwickelt,  der  blaue  Mediananflug  der  Hflgl  gesättigter  als  bei  godarti 
und  mara ,  aber  nach  vorne  im  Gegensatz  zu  samasara  mit  weisslichen  Flecken  durchsetzt.  Shelford  beschrieb 
das  cf  aus  den  Beständen  des  Sarawak-Museums;  mir  liegen  Exemplare  aus  dem  Norden  und  Südosten  der 
Insel  Borneo  in  Anzahl  vor.  Das  ?  ist  sehr  veränderlich,  es  gleicht  kaum  ein  Stück  dem  anderen.  Die  Type 
im  Britischen  Museum  ist  hellbraun,  nur  mit  kleinen  weissen  medianen  Punkten  der  Hflgl.  Die  hyalinen  Partien 
der  Vflgl  weiss,  ohne  graue  Überpuderung.  —  Als  arama  form.  nov.  können  ??  bezeichnet  werden  mit  grösseren 
und  braun  bedeckten  transparenten  Stellen  der  Vflgl  und  einer  completten  hellen  Binde  der  Hflgl,  welche  im 
vorderen  Teile  weiss,  sonst  blasslila  gefärbt  erscheint.  Als  seltene  Ausnahme  kann  dieses  Feld  auch  ganz  dunkel¬ 
blau  coloriert  sein  (wie  ein  ?  des  British  Museums  zeigt);  Nord-  und  Süd-Borneo.  —  dhayma  subsp.  nov.  steht 
viel  näher  asoka  Fldr.  von  der  Malayischen  Halbinsel,  als  irgend  einer  vacillaria- Form  von  Borneo.  Das  helle 
Gebiet  der  Hflgl  breiter  ausgeflossen  als  bei  allen  bekannten  godarti- Rassen,  aber  entsprechend  dem  Charakter 
der  übrigen  Euthaliiden  derselben  Inselgruppe  verwaschen.  Vflgl  mit  grau  verdeckten  glasigen  Stellen.  Sulu- 
Archipel,  Type  im  British-Museum.  —  phlegeton  Semp.  (133  a)  ist  charakterisiert  durch  einen  sehr  grossen 
schwarzen  Duftfleck  der  Oberseite  der  Hflgl.  Das  cf  sonst  von  der  Flügelform  der  übrigen  godarti- Rassen, 
das  ?  jedoch  oberseits  mehr  dem  cocytus-¥  und  telchinia-%  ähnlich  durch  relativ  kleine  düster  braun  getrübte 
hyaline  Stellen,  cf  unterseits  bei  Exemplaren  von  Mindanao  Avie  beim  cf  von  E.  telchinia  geschwärzt.  ? 
gleichfalls  dunkel  rauchgrau.  Nach  Semper  vom  Januar  bis  Oktober  auf  Samar,  Camiguin  de  Mindanao  und 
ganz  Mindanao,  cf  und  ?  von  Mindanao  auch  in  meiner  Sammlung.  —  nirodha  subsp.  nor.  liegt  mir  in 
zwei  Paaren  von  der  Insel  Bazilan  vor.  Ihr  gehören  auch  die  Vorlagen  zu  unserer  Abbildung  an. 
cf  oberseits  nicht  violett  sondern  hellblau,  manchmal  mit  grünlicher  Beimischung.  Der  AussensaunV  der  Hflgl 
breiter  angelegt,  Unterseite,  wie  aus  der  Figur  ersichtlich,  beim  ?  vorherrschend  gelblich  mit  schwachen  braunen 
Streifen.  Flugzeit  Februar.  —  javana  Frühst.  (132  d)  ist  die  sehr  seltene  Bewohnerin  der  Insel  Java.  In 
meiner  Sammlung  sind  nur  Exemplare  aus  dem  Zuidergebergde  des  Ostens  vertreten,  doch  sah  ich  einmal  ein 
cf  auch  auf  der  Reise  von  der  Südküste  hinauf  zum  Plateau  von  Pengalengan  auf  etwa  5 — 600  m  Höhe  im 
Westen  Java’s  fliegen.  Das  auf  den  Vflgl  blau  decorierte  ?  gleicht  etwas  dem  asoka  Fldr.-¥,  von  welchem 
es  aber  wiederum  differiert  durch  das  Fehlen  Aveisser  Medianmakeln  der  Hflgl,  die  ein  licht  graubraunes  Feld 
an  dessen  Stelle  zeigen.  Unterseite  der  Hflgl  der  ??  nahe  jener  von  nirodha  aus  West-Sumatra,  die  Aveissen 
Makeln  der  Vflgl  aber  Avie  bei  asoka  zusammenhängend.  Uncus  äusserst  zierlich,  lang,  spitz,  medial  etAA’as 
verdickt,  dadurch  von  E.  cocytina  und  E.  japis  verschieden.  Valve  gleichfalls  etAvas  schlanker. 

E.  flora  ist  der  älteste  Name  für  eine  bisher  verkannte  Species,  Avelehe  von  Tenasserim  bis  Sumatra 
verbreitet  ist,  auch  im  Mergui- Archipel  und  der  Insel  Salanga  vorkommt.  Oberseits  den  cf  cf  von  godarti 


asoka. 


jordani. 


mara. 


godarti. 


samasara. 


vacillaria. 


arama. 


dhayma. 


phlegeton. 


nirodha. 


javana. 


660 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


andersoni. 

flora. 

maclayi. 

stoliczkana. 

salangana. 


obscurata. 

violetta. 

arya. 


puseda. 

macnairi. 


gleichend,  haben  sie  auf  der  Unterseite  namentlich  der  nördlichsten  Zweigrasse  eine  täuschende  Ähnlichkeit  mit 
E.  lepidea ,  so  dass  Bingham  sie  als  Arealform  der  letzteren  behandelte.  Das  ?  ist  mannähnlich  und  in  Tenasserim 
constant,  auf  der  Malakka  Halbinsel  aber  äusserst  veränderlich,  so  dass  es  bereits  vier  Namen  aus  der  Hand 
von  Distant  empfangen  hat.  —  andersoni  Moore  (132  a  cd,  b?)  findet  sich  in  Tenasserim  und  dem  Mergui-Archipel. 
cd  oberseits  mit  weisser  Apexspitze  und  weisse  Fransen  der  Hflgl.  Letztere  ohne  schwarze  Anteterminallinie 
und  lichtblauem  Saumfeld.  —  flora  Btlr.,  ursprünglich  nach  einem  ?  der  Malayischen  Halbinsel  beschrieben, 
gehört  vermutlich  einer  Trockenzeitform  an  mit  lichtblauer  Umrahmung  aller  Flügel  und  drei  weissen  durch¬ 
sichtigen  Punktflecken  der  Vflgl;  Unterseite  lichtgelb  mit  braunen  Längsstreifen  und  Schatten.  —  maclayi  Eist, 
deren  Type  ich  im  Tring-Museum  einsehen  konnte,  hat  ausgedehnteren  satter  blauen  Saum  der  Oberseite,  die 
Unterseite  aber  ist  dunkler  braun  bewölkt,  das  Distalgebiet  hellviolett.  —  stoliczkana  Bist,  wahrscheinlich  der 
Regenperiode  entstammend,  hat  nur  noch  Rudimente  einer  medianen  blauen  Binde  der  Hflgl  und  ist  unterseits 
schwarzbraun.  Dann  hat  Distant  noch  eine  weitere  zu  flora  gehörige  ¥-Form  als  macnairi  abgebildet,  die  von 
flora  zu  maclayi  überleitet,  oben  schmaler  blau  gesäumt  ist  als  maclayi  und  unten  mehr  an  andersoni  Moore 
von  Tenasserim  anklingt.  Malayische  Halbinsel,  1  ?  aus  Sumatra  im  British-Museum.  —  salangana  Frühst. 
Nahe  maclayi,  jedoch  noch  heller  und  mit  violetten  Bändern  auf  der  Flügeloberseite.  Das  violette  Marginal¬ 
band  auf  den  Vflgln  schmäler,  als  bei  maclayi  und  nach  dem  Apex  zu  ganz  verschwindend,  auf  dem  Hflgl 
dagegen  viel  breiter.  Unterseite  der  Vflgl  ohne  weissen  Subapicalfleck  und  mit  fast  ganz  obsoleter  schwarzer 
Submarginallinie,  welche  nicht  gezackt  ist  und  fast  gerade  verläuft.  Hflgl  ohne  Spur  eines  schwarzen 
Submarginalstreifens,  sonst  wie  bei  maclayi ,  nur  mit  etwas  hellerem  und  violett  (nicht  blau)  bezogenem  Aussen- 
rande.  Type  von  der  Insel  Salanga,  im  British-Museum;  eine ' ähnliche  grosse  sehr  bleiche  Form  auch  aus 
Penang,  Siam,  in  der  ADAMs-Collection  im  selben  Museum. 


E.  cocytina  muss  als  die  älteste  Bezeichnung  für  die  formenreichste  Collektivspecies  aller  Euthaliiden 
wieder  eingeführt  werden,  nachdem  cocyta  F.  vor  dem  früheren  cocytus  F.  weichen  muss.  Tatsächlich 
ist  aber  nach  den  Feststellungen  von  Prof.  Aurivillius  cocyta  identisch  mit  cocytina  Horsf  und  unten 
ebenso  hell  ockergelb,  ohne  andere  dunkle  Zeichnungen,  als  die  Linien  der  Mittelzelle  der  Vflgl,  wie  bei  blumei 
Voll.  auch.  Die  Umtaufe  Horsfields  war  also  ganz  berechtigt,  cocytina  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluss 
von  Java,  wo  sie  durch  eine  distincte  Vikariante  ( E .  japis )  ersetzt  wird,  aber  einschliesslich  sämtliche  Satellit¬ 
inseln  und  zerfällt  in  eine  Reihe  meist  scharf  getrennter  Rassen,  welche  ihrerseits  wieder,  und  zwar  bei  beiden 
Geschlechtern,  individuell  in  überraschendster  Weise  divergieren.  Den  Höhepunkt  der  Variabilitätsmöglichkeit 
erreicht  die  Species  auf  Borneo,  das  zunächst  von  zwei  Arealrassen  bewohnt  wird,  einer  Subspecies  der  nörd¬ 
lichen  und  einer  zweiten  aus  dem  südöstlichen  Teile  der  Insel.  Namentlich  im  Norden,  wo  auch  noch  die 
Höhendifferenz  hinzutritt,  gleicht  kaum  ein  Exemplar  dem  anderen.  Auch  Sumatra  beheimatet  zwei  örtliche 
Rassen,  von  denen  jene  des  Westens  der  Insel  zuerst  entdeckt  wurde.  Die  cfcf  gleichen  im  Colorit  z.  T.  der 
E.  godarti ,  doch  sind  sie  von  dieser  durch  weniger  vorgezogenen  Apex  der  Vflgl  und  kleineren  Duftfleck  der 
Oberseite  der  Hflgl  leicht  zu  separieren.  Zudem  fehlt  den  cocytina-d'd'  die  blanke  Reibefläche  der  Unterseite 
der  Vflgl.  Die  ??  haben  niemals  nur  einige  isolierte  hyaline  Stellen  der  Vflgl,  wie  die  godarti -??,  sondern  stets 
zusammenhängende  weisse  oder  getrübte  Binden.  Die  cd  cd  lassen  sich  in  zwei  Hauptformen  sortieren:  a)  mit 
heller  {blumei),  b)  mit  dunkler  Unterseite  aller  Flügel:  =  obscurata  form.  nov.  —  Oberseits  zerfallen  dann  beide 
Gruppen  wieder  in  Individuen  mit  a.)  lichtblauer  {blumei),  b.)  mit  violetter  Umrahmung,  besonders  der  Hflgl  (fa. 
violetta  form.  nov.).  Die  Hflgl  können  dann  wiederum  namentlich  bei  der  unten  lichtgelben  Färbungsrichtung 
entweder  nur  eine  ganz  feine  Terminallinie  der  Hflgl  tragen  ( blumei )  oder  breit  und  scharf  abgesetzt  schwarz 
umrandet  sein:  Die  cd cd  der  unterseits  dunklen  Form  schimmern  manchmal  leicht  purpurn  violett,  besonders 
längs  der  braunen  Submarginalbinde,  und  bei  Borneo-Individuen  ist  sogar  eine  blauviolette  Submarginalzone 
der  Hflgl  charakteristisch  (=  arya  form.  nov).  —  Auf  Borneo  finden  sich  auch  bei  den  ¥¥  sowohl  die  hellsten  wie 
dunkelsten  Extreme  (fa .  ambalika  Moore,  133  b  fa.  martini  Frühst.  137cl)*).  Die  Klammerorgane  bieten  keine 
Besonderheiten.  Sie  halten  sich  im  Rahmen  der  übrigen  Cynitia.  Uncus  einfach,  lang,  distal  nach  unten 
gekrümmt,  medial  leicht  geschwellt,  niemals  so  dick  wie  bei  E.  lepidea  von  Nordindien,  auch  nicht  so  schlank 
wie  bei  F.  godarti  Gray.  Valve  keulenförmig,  vorne  stumpf  abgerundet,  anscheinend  je  nach  der  Örtlichkeit 
leicht  veränderlich;  am  breitesten  muldenförmig  bei  der  dunklen  Form  der  Ebene  von  Sumatra,  am  schmälsten 
und  mehr  gestreckt  bei  fa.  montivaga  Frühst,  aus  dem  gebirgigen  West-Sumatra.  Bei  beiden  Abweichungen 
aber  länger  als  bei  der  javanischen  Vikariante  E.  japis  Godt.  Die  Art  ist  überall  häufig,  bevorzugt  den  lichten 
Wald  und  mehr  die  Niederung  als  höhere  Lagen.  —  puseda  Moore  (133  c)  der  erste  Name,  welcher  einer 
recht  häufigen  und  der  Malayischen  Halbinsel  eigentümlichen  ?-Form  gegeben  wurde.  Die  älteste  Bezeichnung 
für  das  cf  der  malayischen  Subspecies  ist  macnairi  Bist.  (132  e),  den  ihr  Autor  leider  in  Verbindung  mit  einem 
?  brachte,  das  eine  ¥-Form  der  Collectivspecies  E.  flora  Btlr.  vorstellt,  macnairi  gehört  der  oberseits  hellblau 


*)  Anmerkung:  Im  nördlichen  Celebes  sah  ich  im  Dezember  1895  bei  Toli-Toli  eine  der  cocytina  ähnliche 
Euthaliide  fliegen. 


EUTHALIA.  Von  H.  Fkuhstoreer. 


661 


umrahmten,  unten  dunkel  beschatteten  Farbencomposition  an.  Daneben  existieren  auch  cfcf  mit  lichter  Unter¬ 
seite  {fa.  blumei  Voll.)  welche  oben  entweder  hellblau  oder  blassviolett  belegt  sind,  sowie  grössere  unten  reich 
violett  oder  purpurn  überhauchte  Exemplare  einer  Höhenform.  Vom  ?  hat  die  als  fioralis  form.  nov.  (133  a)  floralis. 
bezeichnete  Form,  mit  wie  bei  ludekingi  (132  e)  markanter  weisser  Streifung  der  Hflgl,  bisher  wenig  Beachtung 
gefunden.  Mir  liegen  auch  ??  aus  Perak  vor,  bei  welchen  die  weisse  Medianzone  der  Hflgl  vor  einem  aus¬ 
gedehnten  blassblauen  Anflug  zurückweicht,  puseda  Moore  (133  c)  bildet  des  dunkelste  Extrem  der  ??  Varianten 
und  gleicht  etwas  der  melanotischen  Borneo-Form  gandarva  Voll,  und  martini  Frühst.  (137  d).  Die  ungewöhn¬ 
lichen  breiten  Helmflecken  der  Vflgl  erscheinen  graubraun  überdeckt,  die  submarginale  Wellenlinie  ist  sehr 
deutlich  ausgeprägt,  häufig  distal  von  weisslich  violettem  Rand  umgeben.  Unterseite  zu  verwechseln  mit 
Futhalia'decorata  Btlr.-$,  mit  milchweissen  Aussenfeid  der  sonst  fahl  ockerfarbenen  Flügel.  Die  Form  puseda 
wurde  mir  auch  aus  Palembang  ('Sumatra)  geliefert  und  es  befinden  sich  im  Tring-Museum  ebensolche  Exemplare, 
aber  aus  derselben  wenig  vertrauenswerten  Quelle.  Malayische  Halbinsel,  puseda  selbst  ist  ursprünglich  aus 
Penang  beschrieben  und  kann  als  die  gemeinste  Euthaliide  von  Perak  gelten.  Distant  erwähnt  floralis  und 
puseda  auch  von  Singapore.  —  sakyamuni  subsp.  nov.  bleibt  in  der  Grösse  hinter  ihren  Verwandten  von  der  sakyamuii. 
Malayischen  Halbinsel  und  Sumatra  zurück,  ist  als  typischer  Falter  der  Zinninsel  Banka  albinotisch  verfärbt, 
unten  verwaschen  fahlgelb.  ?  der  auf  Sumatra  seltenen  f -forma  mitra  Fldr.  angehörig,  mit  obsoleten  hellen 
Feldern  der  Vflgl  und  undeutlicher  Weissbinde  der  Hflgl.  Banka,  häufig,  Type  im  Tring-Museum.  —  cocytina  cocytina. 
Horsf.  (=  cocyta  F.)  dürfte  dem  Westen  der  Insel  Sumatra  entstammen;  einem  Gebiet,  das  eine  besonders 
ansehnliche  Arealrasse  produziert,  zu  der  das  ?  als  ludekingi  Voll,  zuerst  beschrieben  wurde,  während  der  ludekingi. 
Name  blumei  Voll,  mit  cocytina  zusammenfällt,  jedoch  —  als  erste  sichere  Bezeichnung,  weil  auf  einer  colorierten  blumei. 
Abbildung  basiert  —  auf  die  unten  fahlgelbe  oben  lichtblau  umrahmte  cf -Form  übertragen  wird.  Neben  ihr  finden 
sich  auf  dem  gesamten  Areal  der  Insel  Sumatra  auch  unterseits  dunkle  cfcf  ( obscurata  Frühst.)  und  bei  den  Hflgln 
blau  oder  violett  umrahmte  Individuen  auch  die  fa.  margiola  Frühst.  —  Hervorragend  entwickelt  ist  im  Padang-  margiola. 
Bovenland  endlich  auch  eine  Höhenform:  montivaga  form.  nov.  (132  d  als  cocytina ),  oberseits  violett  umrahmt,  montivaga. 
unten  reich  braun  bewölkt  mit  purpurnem  und  grauviolettem  Anflug.  Die  ??  von  cocytina  {ludekingi)  sind 
insgesamt  grösser  als  solche  aus  dem  Nordwesten,  die  weisse  Zone  ausgebreitet,  schärfer  umgrenzt,  der  Anflug 
dunkel  violett,  bei  meinen  16  ??  niemals  in  hellblau  übergehend.  —  gopia  Moore  kann  als  der  ursprüngliche  gopia. 
Name  für  die  Nordorst- Sumatra-Rasse  eintreten,  auf  ein  ?  basiert  mit  rein  weissen  costal  gespaltenen  oblongen 
Makeln  der  Vflgl  und  einer  ansehnlichen  rein  weissen  inneren  Medianbinde  der  Hflgl,  welche  durch  blauen 
Anflug  von  einer  zweiten  submarginalen  Fleckenserie  getrennt  ist.  —  mitra  Fldr.  dagegen  umschreibt  eine  mitra. 
farbenarme  ?-Form  mit  gleichmässigem  blassblauem  Bezug  der  Hflgl  und  graubraun  verschleierten  helleren 
Partien  der  Vflgl.  Die  Hflgl  sind  nur  mit  drei  costalen  weissen  Makeln  besetzt.  —  samudaya  subsp.  nov.  gilt  samudaya. 
einer  distincten  Rasse  mit  durchweg  melanotischen  ??,  welche  sich  im  Colorit  an  gandarva  Voll,  und  martini 
Frühst.  ??  anschliessen,  aber  eine  noch  weitergehende  Reduktion  aller  weissen  Flecken,  namentlich  auch  der 
Vflgl  aufweisen.  Die  Hflgl  nur  mit  einigen  trübbraunen  Medianmakeln  belegt.  Batu-Inseln,  Type  im  Tring- 
Museum.  —  upasakas  subsp.  nov.  („der  Mönch“  im  Sanscrit)  wird  begründet  auf  eine  von  Gestalt  kleine  verdunkelte  upasakas. 
Satellitinselrassemit  auffallend  dunkelbraun  bewölkter  Unterseite  aller  Flügel.  Die  ??  gleichen  der  fa.  mitra  Fldr. 
mit  braungrau  verdeckten  weisslichen  Stellen  der  Vflgl.  Natuna-Inseln,  Type  im  Tring-Museum.  —  ambalika 
Moore ,  der  erste  Name  für  eine  Borneo-Form  der  Gesamtart,  wird  hier  auf  die  Zweigrasse  des  Nordens  der 
Insel  übertragen.  Dortige  cfcf  haben  die  Besonderheit,  oberseits  proximal  tief  eingeschnittenen,  gezähnten  blauen 
Distalsamn  der  Vflgl  zu  zeigen.  Die  Submarginalbinde  der  Unterseite  besteht  aus  kräftigeren,  mehr  quadratischen 
Flecken,  als  bei  Sumatra-  und  Perak-cfcf  und  die  Hflgl  umschliessen  häufig  eine  blaue  oder  violette  Zone 
(=  arya  Frühst).  Im  allgemeinen  sind  alle  cfcf  unterseits  dunkler,  als  solche  aus  anderen  Gegenden,  und  so  arya. 
lichtgelbe  blumei,  wie  sie  ihr  Autor  darstellt,  sind  in  ihrer  reinen  Form  auf  Borneo  überhaupt  nicht  anzutreffen. 

Die  Mehrzahl  der  ??  ist  dunkelbraun  mit  braun  verschleierten  oblongen  Keilflecken  der  Vflgl  und  weissen 
inneren  medianen  Spitzen,  welche  in  ein  lichtblaues  Gebiet  eindringen,  das  dann  noch  von  einer  schwächeren 
äusseren  etwas  verwaschenen  Spitzenreihe  durchzogen  wird.  —  ambalika  Moore,  die  ?-Form,  auf  welche  ihr 
Autor  seine  Beschreibung  basiert  hat,  gleicht  der  fruhstorferi  (133  b)  und  zählt  zu  den  hervorragendsten 
Euthaliidenformen;  hervorragend  durch  die  Entwicklung  der  mitra-  oder  ^'ara-förmigen  weissen  Componenten  der 
Fieckenbinde  der  Vflgl,  welche  bei  manchen  Exemplaren  leicht  braun  überspritzt  sind  (tiara  form.  nov.  133  b  tiara. 
als  fruhstorferi).  Seltener  sind  fahlbraune  ??  mit  geringen,  verblassten  Resten  einer  lila  Mittelbinde  (colorata  form,  colorata. 
nov).  Eine  sehr  schöne  Abweichung  ergibt  sich,  wenn  die  vorderen  weissen  Flecken  der  Vflgl  nicht  gespalten 
sind,  so  dass  sie  in  Gemeinschaft  mit  den  übrigen  verlängerte  Keile  bilden,  die  sich  auf  den  Hflgln,  allerdings 
in  etwas  geringerer  Ausdehnung,  fortsetzen  (=  trilobita  form.  nov).  —  Daneben  existieren  auch  ??,  auffallend  trilobita. 
durch  das  Verschwinden  der  weissen  Makeln  der  Vflgl,  die  dann  nahezu  gleichmässig  monoton  dunkelbraun 
erscheinen,  womit  Hand  in  Hand  auch  eine  sattere  braune  Bewölkung  der  Unterseite  geht  =  paramitra  form,  nov.,  paramitra. 
wegen  dem  Anklang  an  mitra  Fldr.  von  Sumatra.  —  Als  magnolia  Stgr.  ist  endlich  ein  weiteres  aber  seltenes  magnolia. 
Extrem  beschrieben.  Vflgl  dunkel  chokoladebraun  mit  fünf  weit  getrennten  kleinen  weissen  transcellularen 
Fleckchen;  Hflgl  mit  einem  breiten  veilchenblauem  Shawl  ohne  jede  weissliche  Beimischung  durch  einen  ausge¬ 
dehnten  braunen  Saum  vom  Flügelrand  getrennt.  Unterseite  trüb  ockerfarben  mit  mehr  zusammenhängenden 
weissen  Stellen  der  Vflgl  und  einer  kaum  merklichen  medianen  Aufhellung  der  Hflgl.  ambalika  Moore  (133b  ambalika. 


G62 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


als  fruhstorferi ),  endlich  bedeutet  die  vollkommenste  Vermehrung  der  weissen  Stellen  und  das  Ausscheiden 
violetter  Färbung  die  nur  gelegentlich  als  Begleitung  der  medianen  schwarzbraunen  Zackenbinde  wiederkehrt. 
diardi.  Nord-Borneo.  —  diardi  Voll.,  nach  einer  der  häufigsten  ??-Formen  aufgestellt,  kam  zuerst  aus  Süd-Bomeo  und 
soll  die  dortige  Rasse  umschreiben.  Diese  wird  charakterisiert  durch  das  Vorhandensein  von  ganz  dunklen 
martini.  Formen,  wie  martini  Frühst.  (137  d),  welche  dem  Norden  Borneo’s  fehlen.  ??  mit  unmerklichen  weissen  Binden 
der  Hllgl  und  ohne  Spur  einer  violetten  Dekoration  der  Oberseite.  Von  Dr  L.  Martin  in  Anzahl  bei  Sintang 
gandarva.  am  Kapuas-Fluss  im  Herzen  des  südlichen  Borneo  aufgefunden.  —  gandarva  Voll.,  mit  rein  weissen  an  ambalika 
gemahnenden  Flecken  der  Vflgl  und  Rudimenten  violetter  Binden  der  Hflgl,  bildet  die  Transition  vom  melano- 
darani.  tischen  Extrem  (martini)  zu  der  alltäglichen  reich  blau  ornamentierten  diardi.  Süd-  und  Siidost-Borneo.  —  darani 
subsp.  nov.  (darani  im  Sanskrit  =  Zauberformel),  bedeutet  das  hellste  bisher  bekannte  Extrem  der  Collecti^species; 
?  dem  ambalika -?  genähert,  aber  namentlich  auf  den  Hflgln  mit  noch  prominenteren  weissen  Strahlen.  Unter¬ 
seite  durch  ein  sehr  ausgedehntes  Mittelfeld  der  Vflgl  mehr  dem  puseda-  als  dem  ambalika-  oder  diardi-% 
uposatha.  gleichend.  Sulu-Archipel,  Type  in  der  GoDMAN-Collection  im  British  Museum.  -  uposatha  subsp.  nov.  soll 
dagegen  eine  farbensatte  Sateliitinselrasse  bezeichnen;  welche  sich  in  der  Coli.  Staudinger  im  Museum  in  Berlin 
befindet  und  von  Banguey  stammt,  cf  mit  hellblauer  Umrahmung  der  Oberseite  der  Hflgl;  ?  eigentümlich 
Tanaecia- grau  mit  grossen  grauweissen  dunkel  umrandeten  Keilflecken  der  Vflgl  und  sehr  schmaler  grau  aus¬ 
gefüllter  Medianbinde  der  Hflgl.  Unterseite  nahe  der  der  Nord-Borneo-Rasse,  nur  mit  reduzierter  heller  Mittel¬ 
zone  der  Hflgl. 


E.  japis  ersetzt  cocytina  auf  Java  und  deswegen  ist  es  ausgeschlossen,  dass  auch  E.  cocytina  ( blumei ) 
auf  Java  vorkommt,  eine  irrige  Angabe  Vollenhovens,  welche  schon  viel  Verwirrung  angerichtet  hat;  ebenso, 
wie  die  Angaben  Vollenhovens,  dass  varuna  (recte  lutala )  und  gandarva  (recte  diardi)  aus  Java  stammen; 
Formen,  welche  durchaus  auf  Borneo  beschränkt  sind  und  an  der  betreffenden  Stelle  erwähnt  wurden.  Die 
Klammerorgane  schliessen  sich,  wie  vorauszusehen,  eng  an  jene  der  E.  cocytina  an,  namentlich  durch  die 
cylindrische,  nahezu  keulenförmige  Valve,  welche  erheblich  kürzer  ist  als  bei  der  javanischen  E.  godarti  javana 
Frühst.  Der  Uncus  bleibt  gleichfalls  kürzer  als  bei  E.  godarti  javana,  basalwärts  entschieden  robuster  als  bei 
javana,  etwas  schlanker  als  bei  sumatranischen  E.  cocytina.  japis  verteilt  sich  auf  Java  in  eine  östliche  und 
westliche  Arealrasse,  und  noch  eine  Gebirgsform  des  Westens  der  Insel.  Die  Falter,  obgleich  nicht  selten,  sind 
sehr  scheu,  bewohnen  dicht  bewaldete  Strecken  und  lassen  sich  am  besten  mit  Bananenködern  anlocken,  an 
welchen  sie  aber  nicht  so  gierig  saugen,  wie  z.  B.  Euthalia  eion,  die  Zeuxidien  oder  Kallima  paralecta, 
vielmehr  entfernen  sie  sich  ähnlich  wie  Herona  pringondani  und  Euthalia  salia  beim  leisesten  Geräusch 
japis.  des  sich  nähernden  Jägers,  japis  Godt.  (133  e),  die  Namenstype,  entstammt  dem  Osten  der  Insel,  wo 
ich  eine  grosse  Serie  im  Zuidergebergde  südlich  von  Malang  auf  Erhebungen  von  3—500  m  in  lichten 
Wäldern  zusammenbrachte,  cf  oben  mit  prächtig  hell  bayerisch  blau  umgrenzten,  weissen  Längsbinden.  ? 
wie  abgebildet,  cf  unterseits  mit  gelblicher  Basalregion  und  weisslich  violetter  Aussenhälfte  aller  Flügel. 
böttgeri.  —  böttgeri  Frühst.  (133  e)  cf.  Grundfarbe  der  Oberseite  bei  ganz  frischen  Stücken  samtschwarz,  bei 
geflogenen  dunkel  kaffeebraun.  Vflgl  mit  einem  violetten,  selten  blauen  Bande,  das  gewöhnlich  etwas  unter 
der  Apexspitze,  manchmal  jedoch  erst  an  der  oberen  Radiale  beginnt,  sich,  nach  dem  Aussenwinkel  hinziehend, 
allmählich  verbreitert  und  in  der  Mitte  von  etwas  Weiss  durchzogen  wird.  Im  Hflgl  setzt  sich  das  Band  bis 
zum  Analwinkel  fort,  wird  nun  vorherrschend  weiss  und  ist  nur  an  den  Rändern  violett  oder  selten  hellblau 
umsäumt.  Auf  den  Vflgln  durchziehen  die  etwas  hellere  Zelle  4  oder  5  schwarze,  schräge,  zum  Teil  gebogene 
Streifen.  Aussenrand  aller  Flügel  prächtig  weiss  gefranst.  Unterseite  der  Flügel  hell  gelbbraun.  Vflgl  mit 
hellviolettem  Apex  und  einem  weissen,  mit  der  Oberseite  correspondierenden  Bande,  einem  dunklen  Discalstreifen 
und  5  unregelmässigen,  rotbraunen  Bändchen  in  der  Zelle,  cf:  Oberseite  dunkel  kaffeebraun,  mit  einem  weissen 
Bande,  das  auf  den  Vflgln  bei  der  untern  Radiale  beginnt  und,  sich  sehr  langsam  verbreiternd,  am  Analwinkel 
der  Hflgl  endet.  Jenseits  der  Zelle  im  Vflgl  noch  eine  Reihe  bräunlicher  oder  weisslicher  Flecken,  die  an 
der  Subcostale  beginnen,  sich  sehr  verengend,  an  der  Submediane  verschwinden  und  durch  ein  ziemlich 
breites,  tiefbraunes  Band  von  der  weissen  Submarginalbinde  getrennt  werden.  Bei  einigen  Exemplaren  setzt 
sich  dieses  Diskalband  auf  den  Hflgl,  eng  an  das  weisse  Band  geschmiegt,  fort,  erreicht  aber  nie  den  Innen¬ 
rand.  Hflgl  sonst  wie  beim  cf,  nur  treten  in  der  Zelle  2  längliche,  dunkel  geringte  Flecken  ziemlich  deutlich 
hervor.  Unterseite  bleich  lohfarben.  Am  Apex  der  Vflgl  ein  aschfarbener,  blaugrauer  Fleck.  Die  übrige 
Zeichnung  mit  der  Oberseite  übereinstimmend,  nur  wird  die  Fleckenreihe  gelblich  und  die  Bänder  in  der  Zelle 
werden  rotbraun.  Die  Farbe  des  Körpers  in  beiden  Geschlechtern  oben  und  unten  wie  die  der  Flügel.  Augen 
rotbraun.  Fühler  oben  schwarz,  unten  ebenfalls  rotbraun.  Palpen  gelblich,  ebenso  die  Beine.  Spannweite  der 
cf  cf  52—58  mm,  der  ??  60  -67  mm.  Nach  zahlreichen  Exemplaren  meiner  Sammlung.  Die  Art  ist  in  West- 
palabuana.  Java  ziemlich  häufig,  besonders  am  Vulkan  Gede,  wo  sie  in  einer  Höhe  von  4000 — 6000’  vorkommt.  —  pala- 
buana  subsp.  nov.  soll  die  Form  des  Tieflandes  des  westlichen  Java  umschreiben,  welche  eine  Transition  der 
östlichen  japis  zur  montanen  böttgeri  des  Westens  bildet.  Ich  beobachtete  palabuana  ausschliesslich  in  den 
feuchter}  Wäldern,  welche  die  Bai  von  Palabuan  im  Süden  der  Insel  umgeben,  cf  ähnlich  japis-c?,  nur  zumeist 
ohne  weisse  Streifen  der  Vflgl.  Diese  sowie  die  Medianbinde  der  Hflgl  etwas  dunkler  bayerisch  blau  gesäumt 


EUTHAL1A.  Von  II.  Fruhstorfer. 


663 


als  jops-cfcf,  doch  niemals  violett,  wie  böttgeri- cfcf,  das  Blau  stets  breit  und  stark  aufgetragen,  nicht  leicht  verwischt 
wie  bei  der  alpinen  böttgeri.  ?  mit  wie  bei  gandarm  und  ambalilca  verteilten  weissen,  braun  überwölkten 
Makeln  derVflgl  und  mit  einer  schmalen,  schräg  gestellten,  proximal  violett  gesäumten  Milteibinde  der  llllgl.  Unter¬ 
seite  der  cfcf,  die  auch  in  Bezug  auf  Kleinheit  mit  japis  harmonieren,  distal  intensiv  weisslich  violett  überflogen. 

?  dunkler  als  jupis-¥,  sich  jenem  von  böttgeri  nähernd,  aber  kleiner  und  mit  reiner  weissen  transcellularen 
Makeln  der  Vflgl.  Aus  Bali  ist  eine  jcqns-llasse  bisher  nicht  hekannt. 

E.  jahnu,  bisher  nur  aus  Vorderindien  bekannt,  wurde  durch  mich  auch  für  Siam  und  Tonkin  nach¬ 
gewiesen.  Nur  zwei  Ortsrassen:  jahnu  Moore ,  oberseits  kaum  von  jahnides  (132c)  verschieden.  Die  eigentiim-  jahnu. 
liehe  purpurne  Färbung,  welche  Moore  „weinbraun“  nennt,  ist  auf  der  Figur  wohl  gelungen.  Unterseite  kaum 
von  jener  der  E.  appiades  zu  unterscheiden.  ¥  ohne  die  weissen  submarginalen  Partien  der  Vflgl,  wie  wir  sie 
bei  der  östlichen  Schwesterrasse  jahnides  (132  b)  finden.  Die  Trockenzeit  bringt  etwas  fahler  gelbbraune,  auch 
auf  den  Hflgl  weniger  blau  übertünchte  Exemplare  hervor.  Selten  in  Sikkim,  in  der  warmen  Jahreszeit  und 
wie  appiades  nur  auf  geringen  Höhen.  Häufig  in  Assam.  Exemplare  von  Oberbirma,  den  Karen-Hills,  Tenasserim 
und  dem  Mergui-Archipel,  welche  Moore  erwähnt,  fehlen  meiner  Sammlung.  —  jahnides  Frühst.  (132  c,  d,  1  ¥).  jahnides. 
Die  cf  cd  sind  unterseits  bunter,  in  der  Zelle  der  Vflgl  erscheinen  dunkel  olivgrüne  Flecken,  und  die  schwarzen 
Längsbinden  werden  deutlicher.  Die  ¥¥  tragen  ein  helleres  Kleid  als  jahnu  von  Vorder-Indien.  Es  treten  sehr 
breite,  weisslich  getönte,  subapicale  Flecken  auf,  die  nur  noch  ganz  dünn  braun  beschuppt  sind,  während  diese 
Flecken  bei  Vorder-Indiern  ebenso  braun  wie  die  Grundfarbe  aussehen.  Auf  der  Flügelunterseite  markiert 
sich  die  Weissfärbung  noch  deutlicher  und  erscheint  auch  in  der  Submarginalregion.  Bei  einem  ¥  aus  Siam, 
das  wohl  der  Trockenzeitform  angehört,  sind  die  Submarginalflecken  der  Vflgl  rein  weiss.  Tonkin,  Siam,  bis 
300  m  Höhe.  Klammerorgane  erheblich  von  jenen  der  übrigen  Cynitia  differenziert,  sich  jenen  von  Tanaecia 
anschliessend.  Uncus  leicht  gekrümmt,  wie  bei  T.  lutala\  Valve  etwa  wie  bei  Tanaecia  pelea,  doch  gleich- 
mässiger  breit,  nach  vorne  aber  wie  bei  T.  pelea  schärfer  und  mit  nach  oben  gebogener  Spitze.  Elwes  gibt  an, 
dass  Exemplare  von  Doherty  in  den  Karen-Hills  gesammelt,  kleiner  und  breiter  seien,  als  solche  aus  Sikkim. 

Derlei  ya/mw-Individuen  dürften  eine  Transition  bilden  von  jahnu  Moore  zu  jahnides  Frühst. 

E.  semperi  Stgr.,  eine  hervorragende  Art,  charakterisiert  durch  das  tanaecienartige  Graubraun  der  semperi. 
Oberseite,  von  welcher  sich  auf  dem  Hflgl  der  cfcf  ein  sehr  breiter  tiefschwarzer  Androconienfleck  abhebt. 
Zeichnungsverteilung  etwa  wie  bei  T.  lutala ,  nur  mit  schmalem  weissein  proximalem  Rand  der  scharf  gespitzten 
Submarginalpfeilflecken  der  Vflgl.  Die  Hflgl  zeigen  namentlich  beim  cf  eine  graubraun  verdüsterte  weissliche 
Zickzackbinde.  Unterseite  leicht  kenntlich  an  einem  eigentümlichen  verwaschenen  Gelbgrau,  das  basalwärts 
etwas  nachdunkelt.  Innerhalb  einer  lichtbraunen  Submarginalbinde  eine  ziemlich  breite  weisse  Längsstreifung 
aller  Flügel.  Insel  Palawan,  ziemlich  selten. 

Artengruppe  Euthalia  Hbn. 

Von  den  Tanaecien  und  Cynitien  verschieden  durch  robusteren  Körper,  straffere  Flügel  von  zumeist  spitzer  Form. 

Der  erste  Subcostalast  in  der  Regel  nicht  wie  bei  Cynitia  und  Tanaecia  mit  der  Gostale  verwachsen.  Der  dritte  Subcostal- 
ast  entspringt  beim  cf  unmittelbar  am  Zellende,  beim  ¥  dagegen  erst  weiter  nach  aussen.  Praecostale  der  Hflgl  gebogen, 
einfach,  nicht  gewinkelt  wie  bei  den  Cynitien ;  Zelle  beider  Flügel  offen.  Rp  an  jeder  Seite  mit  10  langen  horizontalen  fleischigen 
Dornen,  die  seitlich  wiederum  mit  feinen  Nebendornen  besetzt  sind  und  so  den  Eindruck  einer  Feder  machen.  Einige 
Arten  mit  costalem  Androconienfleck  der  Hflgl-Oberseite,  der  jedoch  höchst  unbeständig  ist  und  bei  den  einzelnen  Rassen 
einer  Collectivspecies  vorhanden,  bei  anderen  wieder  abwesend  sein  kann.  Klammerorgane  nur  geringfügig  differenziert,  zur 
Speciestrennung  nur  in  den  seltensten  Fällen  zu  verwenden.  Uncus  wie  Valve  äusserst  gleichmässig  gebaut,  Uncus  kürzer, 
basalwärts  mehr  verdickt  als  bei  den  Cynitia.  Valve  muldenförmig,  cylin drisch,  distal  stumpf,  manchmal  gerade  abgeschnitten. 

E.  tanagra  Stgr.  schliesst  sich  in  der  Färbung  eng  an  Cynitia  semperi  Stgr.  an,  differiert  jedoch  durch  tanagra. 
den  massigen  Körperbau,  die  kräftigeren  oben  tiefschwarzen  Fühler  und  den  spitzeren  Flügelschnitt  von 
semperi.  cf  oberseits  mit  relativ  kleinem  Filzfleck;  Zeichnung  wie  bei  E.  ottonis  (128  d),  doch  weniger  rein 
und  auf  ein  kleineres  Gebiet  beschränkt.  ?  vom  Typus  der  E.  sa/fa-Rassen.  Basalgebiet  der  Hflgl-Unterseite 
blaugrün  bedeckt.  Unterseite  sonst  fahl  gelb  mit  wie  bei  C.  semperi  grauweissem  Rand  und  dunkler,  etwa 
ockerfarbener  Basalzone.  Selten, '  Insel  Palawan. 

E.  ottonis  Frühst.  (128  d)  eine  völlig  isolierte  Species,  bisher  nur  auf  Nias  gefunden.  ?  noch  grösser  ottonis. 
als  das  dargestellte  cf  mit  rundlicheren  Conturen  und  breiter  ausgemaltem  Weiss  der  Oberseite  aller  Flügel. 
Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  gleich,  gelblich  graubraun  mit  hell  moosgrünem  Basalanflug  der  Hflgl  und 
äusserst  scharf  geschnittener  Zickzacklinie  der  Submarginalregion,  die  nach  innen  von  einer  rein  weissen 
Binde  begleitet  wird.  Nias,  selten,  Flugzeit  vom  März  bis  Mai. 

E,  kesava,  der  Typus  des  NiCEViLLE’schen  Genus  „Nora“,  basiert  auf  den  schwarzen  Androconienfleck  kesava. 
der  dazu  gehörigen  Formen.  Structurell  differieren  jedoch  die  Nora  in  keiner  Weise  von  Euthalia ;  der  erste 
Subocostalast  der  Vflgl  ist  beim  cf  ganz  frei,  beim  ?  nur  der  Costalis  auf  eine  kurze  Strecke  genähert  und 


964 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


arhat. 


kesava. 

discipilota. 

rangoo- 

nensis. 

sastra. 

tudela. 


monina. 

perakana. 

decorata. 


wie  bei  den  übrigen  echten  Euthalien  entspringt  der  dritte  Subcostalzweig  beim  cd  weit  ab  vom  Zellapex.  Luft¬ 
apparate  aber  sind  keine  Genus-Merkmale  und  somit  fällt  Nora  als  absolutes  Synonym  mit  Euthalia.  Von  den 
acht  von  Niceville  aufgezählten  Species  gehören  übrigens  sieben  zu  Euthalia  salia ,  drei  zu  E.  kesava.  Diese  Auf¬ 
fassung  Niceville’s  ist  indessen  um  so  milder  zu  beurteilen,  als  gerade  die  Nora  (neben  den  Tanaecia )  zu  den  varia¬ 
belsten  Euthaliiden  gehören  und  an  Unbeständigkeit  überhaupt  ihresgleichen  in  der  gesamten  Nymphalidenwelt 
suchen.  Bei  den  „Nora“  macht  sich  wie  bei  den  Thanaecia  neben  den  üblichen  sexuellen  Differenzen  auch 
noch  die  bei  Nymphaliden  nur  selten  beobachtete  Erscheinung  der  männlichen  Polymorphismus  geltend. 
So  gleicht  beispielsweise  kaum  eine  der  vielen  Nora  bipunctata- cfcf-Formen  von  Borneo  der  anderen.  Die 
Nora  sind  ziemlich  lokalisiert,  und  echt  malayische  Schmetterlinge,  die  das  makro-malayische  Gebiet  und  die 
zunächst  angrenzenden  Satellit-Inseln  bewohnen.  Nur  kesava  greift  nach  Nord-Indien  hinüber.  Die  Grenzen 
ihrer  Verbreitung  liegen  zwischen  Hainau,  Tonkin,  Tenasserim  und  Sikkim,  der  malayischen  Halbinsel  und 
Borneo  mit  der  Sulu-Inselgruppe  im  Norden,  Sumatra  und  Nias  im  Süden.  Oestlich  sind  sie  bisher  nur  nach 
Lombok  gelangt.  Auf  Celebes  fehlen  sie  noch  völlig,  wie  denn  überhaupt  Celebes  sehr  arm  an  Euthaliiden  ist. 
Diese  Armut  von ‘Celebes  dürfte  mit  für  die  Hypothese  sprechen,  dass  zwischen  Celebes  und  Borneo  niemals 
eine  Landverbindung  bestanden  hat;  es  wäre  sonst  wohl  unerklärlich,  warum  von  der  Hochflut  von  Euthaliiden, 
die  Borneo  überschwemmt,  nicht  auch  eine  grössere  Anzahl  Celebes  erreicht  und  sich  dort  angesiedelt  hätte.  - 
kesava  Moore,  schon  1859  auf  zwei  verschiedene  Arealrassen  gegründet  (das  cd  stammte  aus  Assam,  das  $  aus 
Birma)  verteilt  sich  auf  drei  geographische  Spaltzweige  im  indischen  Gebiet:  arhat  subsp.  nov.  (arhat,  aus  dem 
Sanscrit,  der  Jünger)  (128  c  als  kesava- cd)  ist  eine  der  häufigsten  Sikkim-Euthaliiden,  welche  aber  nur  heissere 
Strecken  bewohnt,  vom  April  bis  Dezember  fliegt,  aber  kaum  über  1000  m  Erhebung  binaufgeht.  cd  kleiner, 
fahler  als  cdcd  der  Namenstype  aus  Silhet  und  Assam,  die  gelbbraune  Costalzone  der  Hflgl  ausgedehnter,  Unter¬ 
seite  bei  der  Form  der  Trockenzeit  fast  ohne,  bei  jener  der  nassen  Periode  mit  unbedeutenden  Schwarzflecken 
und  Streifen.  ?  einfarbiger  als  Assam-??.  Mir  liegt  aus  Sikkim  nur  die  Begenzeitform  des  ?  vor:  oberseits 
mit  verwischten  grauen  Längsbinden  und  weniger  markanten  hellen  halbdurchsichtigen  Makeln,  als  bei  der 
Assam-Basse.  Eine  Intermediatform  zeigt  hellbraune  Gesamtfärbung  und  trüb  braungraue  Längsstreifen  der 
Oberseite,  kesava  Moore:  cd  grösser,  oben  dunkler  grün,  ?  der  Begenzeitform  lebhafter,  mehr  weisslich  statt 
braungrau  gestreift,  die  glasigen  Stellen  prominenter  als  bei  arhat  in  Sikkim.  Unterseite  intensiver  braun, 
reicher  blau  als  bei  arliat.  ?  der  Trockenperiode  noch  ohne  Namen,  mit  monoton  brauner  Oberseite  und  scharf 
gezackten,  proximal  trüb  weisslich  begrenzten  Submarginal-Linien.  Unterseite  der  Vflgl  reicher  weiss,  als  ? 
der  Begenzeit;  Hflgl  ausgedehnter  blau  angeflogen,  beide  Flügel  mit  braunen  Zickzacklinien.  Assam,  häufig.  — 
discipilota  Moore  auf  die  kleinere  Arealform  von  Tenasserim  und  Birma  begründet,  führt  beim  ?  auf  trüb  braun¬ 
grauer  Oberseite  zwei  transparente  weissliche  Makeln.  ■ —  rangoonensis  Swinh.  umschreibt  die  dazu  gehörige 
Trockenzeitform  mit  grauweissem  ausgedehnten  Feld  der  Vflgl,  das  beiderseits  von  scharf  gezähnten  Zickzack¬ 
linien  eingesäumt  wird.  Unterseite  noch  ausgedehnter  weiss  belegt  als  Assam-??.  Von  Bhamo  und  den  Shan- 
Staaten  bis  Tenasserim.  In  Siam  fing  ich  im  Januar  und  Februar  ein  Paar  kesava  zur  fa.  discipilota 
Moore  gehörig,  sehr  klein,  Unterseite  des  ?  im  äusseren  Gebiet  dicht  schwarzbraun  überdeckt.  —  sastra  Frühst. 
(1 28  d),  auf  ein  ?  der  extremen  Trockenzeitform  aus  Stid-Anam  begründet,  ist  habituell  klein  und  führt  ein  bis  zur 
hinteren  Mediana  reichendes  weisses  leicht  braunbeschupptes  Feld  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler  braungelb  als 
rangoonensis-¥¥,  mit  schmalerem  blauen  Basalgebiet  der  Hflgl.  Von  Mouhot  auch  in  Cambodja.  gefunden.  - 
tudela  subsp.  nov.,  habituell  grösser,  nähert  sich  im  ?  mehr  der  Assam-Rasse,  doch  hat  das  ?  der  regenarmen 
Zeit  ein  deutlicher  grauweiss  hervortretendes  Feld  der  Vflgl  und  die  Unterseite  erscheint  nicht  so  bunt,  das 
blaue  Basalgebiet  gleichfalls  vermindert.  ?  der  Begenperiode  mit  dunkler  braungelber  Unterseite  und  breiter 
angelegten  Submarginalbinden.  August,  September,  als  neu  für  Chiem-Hoa  (Tonkin)  von  mir  gesammelt.  Crowley 
erwähnt  eine  ähnliche  Form  auch  von  der  Insel  Hainan. 

E.  monina  wird  hier  den  Angaben  Prof.  Aurivillius  (Entom.  Tidskrist  1897  p.  143)  folgend,  auf  die  als 
Euthalia  salia  besser  bekannte  Collectivspecies  wieder  eingesetzt,  nachdem  Prof.  Aurivillius  am  Museum  in 
Copenhagen  2  cf  cP  der  Type  aufgefunden  hat,  welche  identisch  sind  mit  der  von  Distant  aus  Perak  als  ramada 
abgebildeten  Form.  Frühere  Autoren,  so  namentlich  auch  Staudinger,  übertrugen  den  Namen  monina ,  durch 
die  kurze  Diagnose  von  Fabricius  irregeführt,  auf  andere  beliebige  Arten;  Staudinger  z.  B.  auf  die  E.  cocij- 
tina  puseda  Moore  von  Malakka,  wodurch  viel  Verwirrung  in  den  Sammlungen  entstanden  ist.  monina  mit 
ihren  Spaltzweigen  ist  zudem,  wie  schon  oben  bemerkt,  die  veränderlichste  Euthaliide  mit  prononziertem  männ¬ 
lichen  und  weiblichen  Polychromismus.  In  den  Klammerorganen  wird  noch  die  Verwandtschaft  mit  den  Cyn- 
nitia  dokumentiert  durch  die  keulenförmige  aber  kürzere  Valve,  der  Anschluss  an  die  übrigen  Euthalien  aber 
vermittelt  durch  sehr  kurzen  basal  verdickten  Uncus.  Die  Valve  selbst  ist  kahnförmig  mit  abgerundeter  Spitze, 
monina  F.  (=  ramada  Moore)  (128  b).  Vflgl  einfarbig  schwarz,  ohne  Spur  einer  weissen  Discalbinde;  Hflgl  mit 
breitem  blauen  Distalsaum,  der  von  keiner  schwarzen  Submarginalbinde  durchzogen  wird,  aber  als  blaue  oder 
grünliche  Analbestaubung  auf  die  Vflgl  übergreift.  —  fa.  perakana  Frühst.  Hflgl  mit  grünlichem  Distalsaum,  der  von 
einer  schwarzen  submarginalen  Zickzackbinde  durchzogen  ist.  —  fa.  decorata  Btlr.  (128  c),  ursprünglich  aus  Singa- 
pore  beschrieben,  aber  nach  einem  ?  meiner  Sammlung  beurteilt,  anscheinend  auch  in  Perak  vorkommend. 
Vflgl  bereits  mit  einer  weisslichen.  grau  überdeckten  Binde,  die  bei  einigen  Exemplaren  als  breites,  weisses 


fAusgegeben  13.  I.  1913. 


EUTHALIA.  Von  H.  Frui-istorfer. 


665 


Band  auf  die  Hflgl  Übertritt.  Die  äussere  Zone  der  Oberseite  bei  den  meisten  Exemplaren  dunkelgrün  bestäubt. 

—  Als  somadeva  Fldr.  ist  eine  ?-Form  beschrieben  mit  scharf  ausgeprägten  breiten  schwarzbraunen  Sub-  somadeva. 
marginalbinden  und  einem  deutlichen,  weisslichen  Anflug  in  der  distalen  Region  der  Vflgl,  sowie  einer  nament¬ 
lich  costalwärts  breiten  Submarginalbinde  der  Vflgl-Unterseite;  somadeva  wird  ferner  charakterisiert  durch 
isolierte,  ansehnliche  mediane  weisse  Makeln  der  Vflgl.  —  laverna  Dist.  (133  d  als  pmeda-9)  ist  eine  weitere  laverna. 
?-Form  ohne  separierte  Intramedianflecken  von  grauer  Gesamtfärbung.  —  gardineri  Frühst,  bezeichnet  das  gardineri. 
melanotische  Extrem  der  Colorit-Abweichungen  und  wurde  basiert  auf  oberseits  einfarbig  braune  Exemplare, 

von  welchen  Distant  (taf.  14  f.  7)  eines  abbildet.  Auf  der  Insel  Borneo  finden  sich  Analogien  zu  gardineri  in 
einer  Form,  welche  als  bipunctata  Voll,  wohlbekannt  ist.  —  erana  Nicev .,  ist  eine  Arealform  des  nordöstlichen  erana. 
Sumatra,  mit  anscheinend  noch  grösserer  Modifikationsfähigkeit  als  E.  monina-monina  von  Perak.  Ein  hoher 
Prozentsatz  der  cf  cf  ist  kaum  von  decorata-d'd'  von  Singapore  zu  unterscheiden,  dagegen  sind  die  ??  der 
Sumatra-Rasse  leicht  kenntlich  an  der  proximal  nur  unmerklich  weiss  begrenzten  braunen  Zackenbinde  und 
isolierter  stehenden  grau  oder  purpurn  verschleierten  Medianmakeln  der  Vflgl.  Das  Mittelfeld  der  Hflgl  prä¬ 
sentiert  sich  jedoch  ausgedehnter  und  reiner  weiss,  und  ausser  grauen  ??  treten  auch  oberseits  völlig  purpurn 
übergossene  Exemplare  auf,  oder  ??  mit  schön  violettem  Submarginalanflug  beider  Flügelpaare.  Eine  Anzahl 
cf  cf  zählen  zur  fa.  ramada  Moore,  besonders  lebhaft  gefärbte  nähern  sich  durch  breite  Weissbinde  der  Hflgl  auch  ramada. 
der  javanischen  salia,  Im  westlichen  Sumatra  hat  sich  eine  luxeriante  Rasse  entwickelt.  —  pseudosalia  Frühst,  pseudosalia. 
habituell  grösser;  cf  der  Hauptform  mit  ansehnlichen  weissen  Binden,  welche  nach  aussen  prächtig  violett 
überhaucht  sind.  ?  in  zwei  Färbungsmotiven:  a)  einfärbig  grau  aber  dennoch  mit  rein  weissen  breiteren  Binden 
als  graue  erana-??;  und  b)  seltenere  auf  den  Hflgln  blauviolett  übergossene  Stücke.  —  Als  viridibasis  Frühst,  viridibasis. 
ist  eine  cf -Form  eingeführt  mit  broneegrün  überdeckter  Basalzone  aller  Flügel.  Daneben  existieren  auch  cf  : 
mit  hellgrünem  Distalsaum  der  Hflgl,  welche  der  fa.  perakana  Frühst,  gleichen.  Padang-Bovenland,  nicht  sehr  perakana. 
häufig.  —  Von  manda  subsp.  nov.  gleicht  das  cf,  soweit  solche  vorliegen,  der  fa.  ramada  Moore ;  ?  nahe  decorata- 2  manda. 
von  Singapore,  aber  habituell  kleiner,  dunkler,  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  auffallend  verengt  und  scharf  ab¬ 
gesetzt.  Type  in  der  AüAMS-Collection  des  British  Museum.  Batu-lnseln.  —  inspersa  Frühst,  bildet  ein  Mittel-  inspersa. 
glied  zwischen  decorata  Btlr.  und  erana  Nicev.  vom  Macromalayischen  und  salia  obscolescens  Frühst,  vom  Micro- 
malavischen  Gebiet.  Die  weisse  Medianbinde  aller  Flügel  ist  bereits  im  Verschwinden,  weil  zahlreiche  grau¬ 
braune  Schuppen  sie  überdecken.  Die  Analregion  aller  Flügel  erscheint  mit  graugrünen  Schuppen  überstreut, 
die  da  einsetzen,  wo  die  weissen  Flecken  anfangen  sich  aufzulösen.  Banka-Type  im  Museum  zu  Leiden.  Neben 
inspersa  findet  sich  auf  Banka  eine  Form,  die  sich  bipunctata  Voll,  von  Borneo  nähert,  wie  einige  Exemplare 
des  Museums  in  München  zeigen.  —  natuna  Frühst.  (128  a)  wurde  basiert  auf  ein  ungewöhnlich  grosses  natuna. 

?  mit  breit  ausgeflossenem  und  fleischfarben  überhauchtem  Mittelfeld  der  Hflgl.  Die  Form  steht  viel  näher 
der  decorata  Btlr.  von  der  malayischen  Halbinsel,  als  ihrer  Schwesterform  laverna  Btlr.  von  Borneo  und  ent¬ 
fernt  sich  von  decorata  in  auffallenden  Färbungs-  und  Zeichnungsmerkmalen.  Zunächst  verändern  sich  die 
submarginalen  Schwarzzeichnungen  auf  allen  Flügeln,  indem  sie  spitzere  Formen  annehmen  und  tiefer  in  die 
Internervalregionen  einschneiden,  was  besonders  für  die  Hflgl  gilt.  Die  proximal  an  die  schwarze  Zackenbinde 
sich  anschmiegenden  weissen  Helmflecken  vergrössern  sich.  Die  weisse  Medianbinde  der  Hflgl  wird  vom  Anal¬ 
winkel  bis  zum  ersten  Medianast  von  einem  breiten  dunkelvioletten  Schimmer  überzogen,  der  bei  decorata 
sich  niemals  in  gleicher  Weise  ausdehnt.  Das  wichtigste  Unterscheidungsmerkmal  der  Unterseite  bietet  die 
ausgedehnte  Weissfärbung  der  distalen  Region  aller  Flügel,  die  sich  über  2/3  der  Flügelfläche  erstreckt  und 
der  helleren  bleichgelben  Basalzone.  Natuna-Inseln.  —  bipunctata  Voll,  ist  der  erste  Name  für  die  Borneo-Rasse  bipunctata. 
der  Collectivspecies,  welche  auf  dieser  Insel  den  Höhepunkt  der  Modifikationsfähigkeit  erreicht.  Es  wiederholen 
sich  bei  ihr  nicht  nur  alle  Variationen,  die  wir  von  Perak  und  Sumatra  bereits  kennen,  sondern  es  treten 
auch  neue  hinzu,  die  wir  in  anderen  Gebieten  vergeblich  suchen  würden.  In  meiner  Sammlung  befindet  sich 
eine  instructive  Serie  von  Exemplaren,  die  einen  continuierlichen  polychromen  Formenkreis  bilden.  Alle 
Farbennuancen,  von  einfarbig  braunschwarzen  cf  cf  bis  zu  solchen  mit  grün  und  blau  beschuppten  Distalsäumen 
aller  Flügel  sind  darunter  vertreten,  und  was  besonders  wichtig  ist,  auch  alle  Verbindungsglieder  zwischen 
zeichnungslosen  Exemplaren  zu  solchen  mit  weiss  gebänderten  Flgln.  Aus  einer  grösseren  Sammlung,  die 
Waterstradt  am  Kina-Balu  in  verhältnismässig  kurzer  Zeit  zusammengebracht  hat,  lässt  sich  konstatieren, 
dass  diese  Variabilität  individuellen  Charakters  ist,  und  dass  es  sich  keineswegs  etwa  um  Zeitformen  handelt. 

Zu  bemerken  wäre  nur,  dass  die  reich  blau  und  grün  dekorierten  Exemplare  fast  ausschliesslich  die  höheren 
Regionen  bewohnen,  während  die  einfarbigen,  dunklen  Stücke  sowohl  in  der  Ebene  als  im  Gebirge  fliegen. 
bipunctata  Voll.  (1 28  b)  wurde  auf  die  oberseits  am  dunkelsten  gefärbte  Form  basiert.  Diese  eigentümliche 
Form  ist  weit  verbreitet,  ziemlich  selten,  und  trägt. stets  dasselbe  düstere,  einfarbige  braunschwarze  C.olorit,  ganz 
gleich  ob  sie  aus  den  Alluvial  ebenen  des  Südens  oder  aus  der  Gebirgsregion  des  Nordens  der  Insel  stammt. 

Einige  Stücke  sind  ganz  braun,  bei  wenigen  zeigen  sich  geringe  Spuren  grüner  Beschuppung,  bei  anderen 
bereits  der  Ansatz  weisslicher  Binden.  Solche  Exemplare  erinnern  dann  an  obsolescens  Frühst,  von  Lombok. 

—  stictica  form.  nov.  sandte  mir  Mr.  Shelford  aus  Kuching,  Nord-Borneo.  Grundfarbe  hellbraun.  Oberseite  stictica. 
aber  mit  weissen  Zickzacklinien,  welche  bis  zur  Mediana  der  Vflgl  reichen  und  braungrau  verdüsterten  medianen 
Helmflecken.  —  cordelia  Frühst.  (128  b)  gilt  derjenigen  Form  mit  grüner  Umrahmung  der  Hflgl,  welche  manch-  cordelia. 
mal  auch  auf  die  Vflgl  übergeht.  —  ilka  Frühst.  (128  a)  findet  sich  neben  der  vorigen  und  damit  durch  Ueber-  dka. 

IX  84 


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EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


gänge  verbunden;  Aussensaum  der  Hflgl  violett,  gelegentlich  eine  an  E.  salia  von  Java  erinnernde  weisse 
Schmuckbinde  umschliessend.  Sowohl  cordelia  wie  ilka  sind  auf  die  gebirgige  Region  des  Nordens  von  Borneo 
lavernalis.  beschränkt,  wo  sie  in  grosser  Anzahl  am  Kina-Balu  in  etwa  1500  m  Höhe  erbeutet  wurden.  —  lavernalis 

Nicev.  ist  eine  bunte  Form  der  Ebene  mit  weisser  durch  beide  Flügel  durchlaufende  Submarginalbinde  und 

violettem  oder  lichtblauem  Anflug  der  Hflgl.  Bei  laverna  Btlr.  sind  die  weissen  Binden  noch  markanter.  — 

limbcita.  limbata  Frühst,  entspricht  der  fa.  ramada  Moore,  von  der  sie  durch  den  violetten,  anstatt  hellblauen  Farbenton 

der  Distalbesäumung  differiert  Distalsaum  der  V  fl  gl  dunkelgrün,  der  Hflgl  breit  gleichmässig  blauviolett  an- 
geflogen.  Vom  ?  lassen  sich  zwei  Färbungsrichtungen  erkennen:  oberseits  graue  mit  weissen  Binden  ( bipunctata 
Voll.  128  b),  aus  der  Niederung  des  Südens  imd  Nordens,  und  jene  mit  mehr  oder  weniger  ausgedehntem  vio¬ 
lettem  Anflug  der  Hflgl,  welche  mit  cordelia  Frühst.  (128  b)  oder  mit  ilka  Frühst.  (128b)  in  Verbindung  gebracht 
indras.  werden  können  und  ausschliesslich  die  montane  Region  des  nördlichen  Borneo  bewohnen.  —  Als  indras  Voll. 
ist  dann  noch  eine  sehr  seltene  ?-Form  der  oben  matt  graubraunen  Colorittendenz  zu  registrieren,  aus  dem  Süden 
der  Insel  beschrieben,  aber  in  meiner  Sammlung  auch  aus  dem  Norden  vertreten.  Zeichnung  wie  bei  Tanaecia  lutala 
und  T.  subochrea  verteilt,  mit  an  diese  Tanaecien  gemahnenden  grau  überdeckten  intramedianen  Helmflecken 
der  Vflgl.  Sonst  macht  sich  noch  eine  scharfgeschnittene  Submarginalbinde  bemerklich,  und  auf  dem  Hflgl 
einige  schwache  weisse  Aufhellungen.  Die  ??  der  Flachlandsformen  zeigen  eine  fahlgelbe,  jene  des  Gebirges 
suluana.  eine  bräunliche  Unterseite.  —  suluana  Frühst.,  die  nördlichste  bekannte  Rasse,  hat  sehr  breit  weiss  gesäumte 
Vflgl  und  fast  ganz  rein  weisse  Hflgl,  welche  nur  mit  dünnen  braunen  Linien  und  Zackenbinden  verziert  sind. 
suluana  ist  die  hellste  aller  bisher  bekannt  gewordenen  Aora-Formen,  und  erinnert  im  Colorit  an  die  gleich¬ 
falls  sehr  helle  Tanaecia  dohertyi  Btlr.  von  den  Sulu-Inseln.  Sulu-Archipel,  von  Pryer  gesammelt  1  ?-Type 
salia.  am  British-Museum.  —  salia  Moore  (128  c)  ist  die  zuerst  beschriebene  Art  der  Aora-Gruppe,  sodass  sowohl 

de  Niceville  als  auch  später  Moore  das  Subgenus  auf  „salia“  anstatt  „kesava“  hätte  gründen  müssen.  Wir 

octogesima.  bilden  die  westjavanische  Rasse  ab,  während  octogesima  Voll,  auf  ein  ?  der  ostjavanischen  Gebietsform  basiert 
wurde,  deren  ??  fast  nochmal  so  breite  und  fast  ganz  weisse,  kaum  braun  überspritzte,  Binden  der  Vflgl  führen. 
Die  cf  cf  der  Java-Unterart  variieren  nur  erheblich  in  der  Weise,  dass  der  Randsaum  der  Hflgl  entweder  hell¬ 
blau  oder  mehr  grünlich  gefärbt  ist.  Sämtliche  Formen  der  so/ia-Gruppe,  soweit  ich  sie  beobachten  konnte, 
halten  sich  in  nicht  zu  dichtem  Walde  auf,  wo  sie  in  den  Vormittagsstunden  den  Pfaden  entlang  sich  auf 

vorstehende  Aestchen  und  Blätter  setzen  und  dort  kokett  ihre  prächtig  gefärbten  Flügel  ausbreiten,  salia  selbst 

beobachtete  ich  sowohl  im  Westen  wie  im  Osten  von  Java,  wo  sie  von  der  Meeresküste  sich  hinauf  bis  zu 
2000  m  Höhe  finden.  Sie  ist  eine  der  lebhaftesten  Euthalien  und  für  den  Jäger  unbequem  beweglich  und  scheu, 
selbst  wenn  man  sie  durch  ausgelegten  Fruchtköder  anzulocken  versteht.  Wenn  der  Fuss  des  leise  auf  dem 

Köderpfad  heranschleichenden  Jägers  auch  nur  ein  ganz  dünnes,  dürres  Aestchen  zertritt,  erheben  sich  die 

salia  um  stossweise  und  blitzschnell  zu  entschwinden.  Dem  Sammler  bleibt  dann  nur  die  Erinnerung  an  das 

entzückende  Farbenspiel  der  weiss  und  blauen  Flügelbinden,  die  ihm  für  einen  Moment  entgegenleuchten,  ehe 

die  Falter  Reissaus  nehmen.  Erst  nach  langer  Pause  kommen  die  einmal  verscheuchten  Tiere  zurück  und  sie 
werden  nur  dann  eine  sichere  Beute,  wenn  sie  durch  keine  ungeschickte  oder  hastige  Bewegung  von  neuem 
sramana.  aufgestört  werden.  Die  ??  sind  etwas  träger  und  infolgedessen  leichter  zu  erbeuten.  —  sramana  subsp.  uov., 
mit  der  Type  in  der  Collection  Staudinger  im  Berliner  Museum,  umschreibt  eine  sehr  dunkle  Form  mit  brauner, 
obsoleta.  nur  median  schwach  weiss  aufgehellter  Oberseite.  Insel  Bali.  —  obsoleta  Frühst,  cd:  Oberseite  dunkelbraun 
mit  durchscheinenden  Ringen  und  Binden  der  Unterseite,  wodurch  im  Biscus  der  Flügel  eine  obsolete,  weiss- 
lichbraune  Binde  erscheint.  Alle  Flügel  sind  unterseits  rauchbraun  mit  etwas  dunkelbraunem  Aussenrand  und 
von  einer  submarginalen,  gezackten  weisslichen  Binde  durchzogen.  Im  basalen  Teil  der  V-  wie  Hflgl  die  fast  bei 
allen  Euthalien  vorkommenden  braunroten  Ringe  und  Streifchen.  Der  Ird  der  Hflgl  ist  trüb  graublau.  Fühler 
schwarz  mit  rotbrauner  Unterseite  des  Kolbens.  Länge  der  Vflgl  30  mm  Insel  Lombok,  am  Vulkan  Rintjani, 
auf  2000  Fuss  Höhe.  Oberflächlich  betrachtet  hat  obsoleta  mehr  Aehnlichkeit  mit  Euth.  bipunctata  Voll.  Ein 
Vergleich  der  Unterseite  ergibt  indess,  dass  obsoleta  näher  mit  salia  Moore  verwandt  ist,  trotzdem  von  der 
breiten  weissen  Discalbinde,  welche  die  javanische  Unterart  schmückt,  nur  noch  ganz  kümmerliche  Reste  vor¬ 
handen  sind  und  von  dem  herrlichen  Blau  des  Aussensaumes  keine  Spur  erhalten  blieb.  Auf  der  Unterseite 
ist  die  Discalbinde  auf  allen  Flügeln  von  obsoleta  ausgeprägt,  aber  sehr  viel  schmäler  und  nicht  weiss,  sondern 
gelb,  und  der  Ird  der  Hflgl  ist  dunkler,  matter  blau  gesäumt  als  bei  salia.  Im  Flügelschnitt  und  in  der  Grösse 
stimmen  beide  Formen  genau  überein;  sehr  auffallend  verschieden  sind  die  Dufthaare  am  Ird  der  Hflgl,  welche 
bei  salia  zart  weisslichblau,  bei  obsoleta  düster  rauchbraun  gefärbt  sind.  Diese  dunkle  Färbung  der  Dufthaare 
hat  obsoleta  mit  bipunctata  gemeinsam,  wie  ja  auch  sonst  der  dunkelbraune  Ton  der  Hflgl  von  beiden  sehr 
harmoniert,  obsoleta  hat  aber  einen  schärfer  gewellten  Aussenrand  und  eine  mehr  grünlichgraue  Unterseite 
der  Hflgl,  welche  bei  bipunctata  vorherrschend  gelbbraun  beschuppt  ist.  Das  ?  von  obsoleta  hat  Doherty 
gefunden,  als  wir  gemeinsam  beim  Dorfe  Sapit  auf  Lompok  sammelten.  Es  ist  eine  prächtige  Erscheinung, 
oben  dem  ?  von  Tanaecia  triyerta  singoradja  Frühst,  etwas  ähnlich,  mit  braun  überzogener  Mittelbinde  der 
Vflgl,  unterseits  aber  durchaus  vom  sa£m- Charakter  mit  der  insularen  Verdunkelung.  Type  des  ?  im  Tring- 
Musenm,  des  cf  in  der  Collection  Fruhstorfer. 


cordata. 


E.  cordata  Weym.  (128c)  ersetzt  monina  und  salia  auf  der  Insel  Nias.  Das  ?  gleicht  dem  ottonis- cf  (128 d) 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


GG7 


und  wird  charakterisiert  durch  markante,  länglich  rechteckige  weisse  Felder  der  Vflgl  und  ebenso  scharf 
geschnittene  braune  Submarginalbinde  der  Hllgl-Unterseite  mit  sehr  schmalem  grünlichem  Basalanflug.  Nicht 
selten.  —  srota  subsp.  nov.,  cf  grösser;  ausgedehnter  hellgrün  angellogen  als  cordata- cfcf,  die  weisse  Binde  srota. 
der  Hflgl  breiter,  tiefer  in  den  Analwinkel  eindringend.  Unterseite  lichter  mit  verwaschener  Grundfarbe  und 
verblasster  distaler  brauner  Umgrenzung  des  weissen  Gebiets  der  Hflgl.  Type  in  der  Sammlung  Staudixcer. 
Fundort  vermutlich  Inseln  bei  Sumatra  oder  Borneo. 


E.  garuda,  die  gemeinste  indische  Species,  findet  sich  stets  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen,  wo 
sie  die  Nahrungspflanze  der  Rp  findet  und  zumeist  auch  abgefallene  Früchte  oder  abtropfende  Säfte  von 
Palmen.  Rp  grün  mit  gelbem  Rückenstreifen  und  ebensolchen  Ringen  an  jedem  Segment,  die  lateralen  Federn 
ohne  schwarze  Spitzen.  Pp  grün,  kantig,  Kopf  mit  zwei  rotgelben  Hörnern.  Flügelscheiden  und  drittes  Bauch¬ 
segment  mit  rotbrauner  Kante.  Rp  vorwiegend  auf  Mangifera  indica,  aber  auch  auf  Anacardium  occidentale  L., 

Loranthus  scurrula  L.  zusammen  mit  der  Rp  von  E.  lubentina  gefunden.  Andere  Beobachter  nennen  Trophis 
aspera,  Bryonia,  den  Maulbeerbaum  und  die  Rose.  Die  Rp  frisst  wenig,  wächst  langsam  und  verbringt  die 
meiste  Zeit  völlig  bewegungslos.  Die  Dornen  der  Epidermis  werden  bei  jeder  Häutung  abgeworfen  und  die 
gehäutete  Rp  zeigt  erst  nur  einige  stumpfe  Auswüchse,  welche  sich  aber  rasch  zu  den  bekannten  Federn  aus- 
wachsen.  garuda  zerfällt  auf  dem  Continent  in  eine  Reihe  von  Gebietsformen,  welche  bisher  nicht  beachtet 
wurden,  auch  ist  jede  Lokalrasse  dem  Einfluss  der  Jahreszeiten  unterworfen.  —  anagama  subsp.  nov.  eine  anagama. 
bleiche  Form  mit  relativ  grossen  aber  völlig  schwärzlich  überpuderten  Medianflecken  der  Vflgl  und  kleinen 
deutlich  heraustretenden  schwarzen  Submarginalpunkten  der  Hflgl.  Basis  aller  Flügel  dunkelbraun,  Distalsaum 
hellbraun,  die  dunklere  Submarginalbinde  der  Vflgl  schmäler  und  weniger  prononciert,  als  bei  östlicheren  Rassen. 

Unterseite  graugelb  mit  rötlichen  Wolken.  Type  aus  der  Nordwest-Provinz,  nach  Moore  auch  bei  Bombay, 
im  Kangra-Distrikt  und  von  Doherty  im  Kumaon-Himalaya  von  600 — 1000  in  Höhe  angetroffen.  Ein  ?  aus 
Poona.  in  der  Sammlung  Moore  im  British-Museum  gehörte  auch  zu  anagama,  ist  fahler  braun  und  zeigt 
kleinere  weisse  Fenster  als  südindische  Exemplare.  —  suddhodana  subsp .  nov.  (128  e  als  garuda)  bewohnt  suddhodana 
Sikkim,  wo  sie  in  den  niederen  Tälern  das  ganze  Jahr  über  sehr  gemein  ist,  ebenso  wie  in  der  Nachbarschaft 
von  Calcutta,  wo  sie  auf  alten  grauen  Mauern  beobachtet  wurde  und  in  den  schmutzigsten  Teilen  der  Ein- 
gebornenstadt,  in  der  die  Euthaliide  den  Unrat  der  Strasse  dem  Nectar  der  Blumen  vorzieht.  Unsere  Figuren 
gelten  der  Trockenzeitform;  jene  der  Regenperiode  ist  bedeutend  grösser,  die  cf  cf  führen  breitere  braune 
Binden  und  die  hyalinen  weissen  Flecken  der  Vflgl  sind  ansehnlicher  als  bei  Exemplaren  von  Assam;  beim 
?  dagegen  unscheinbarer  als  bei  Assam-??.  —  garuda  Moore,  der  nomenelatorische  Typus,  stammt  aus  Assam,  garuda. 
Unterseite  der  cf  cf  mit  schmäleren  braunen  Binden  als  Sikkim-cfcf  der  Regenzeitform,  sowie  weniger  aus¬ 
gedehnt  violett  umsäumt.  Die  glasigen  Stellen  der  Vflgl  fast  doppelt  so  breit,  und  oberseits  nicht  überpudert. 

—  merilia  Swinh.  (129a)  ist  eine  ausgebleichte  Form  der  Trockenzeit;  cf  oben  hellbraun,  unten  fahl  gelb-  merilia. 
braun  ohne  markante  dunklere  Submarginalstreifung.  Häufig  auf  den  Khasia-Hills.  —  apama  subsp.  nov.  cf  mit  apama. 
prominenteren  Glasflecken  der  Vflgl  als  die  vorderindischen  Exemplare;  ?  mit  ebenso  grossen  Flecken  wie 
merilia  Swinh.  (129  a),  aber  alle  über  und  über  braun  bestäubt.  Grundfarbe  der  Unterseite  fahl  gelb  mit  aus¬ 
gedehnten  rötlichbraunen  Partien.  Die  dunkelbraune  Submarginalbinde  bei  beiden  Geschlechtern  wohl  ent¬ 
wickelt..  Siam,  Cochin-China,  in  der  Niederung  häufig,  von  mir  auch  in  den  Tempelgärten  der  Umgebung  von 
Bangkok  und  im  botanischen  Garten  von  Saigon  besonders  im  Dezember,  Januar  gesammelt.  Zu  apama 
gehören  auch  Exemplare  aus  Bhamo  den  Shan-Staaten  und  vermutlich  auch  jene  des  Mergui-Archipels.  — 
aditha  subsp.  nov.  bezeichnet  eine  auffallend  grosse  Form,  oberseits  basalwärts  stark  verdunkelt,  die  Fenster  aditha. 
der  Vflgl  braun  überpudert,  auch  die  Unterseite  kenntlich  an  ungewöhnlich  ausgedehnten  Submarginalflecken. 

?  mit.  graubraunen  Discalmakeln  und  deutlich  abgesetztem  graubraunen  Distalgebiet  aller  Flügel.  Insel-Hainan, 

Type  im  Tring-Museum.  Aus  Tonkin  ist  eine  der  aditha  nahestehende  Rasse  noch  zu  erwarten.  —  meridionalis  meridionalis 
Frühst.  (128  e)  (=  diversa  Evans,  J.  B.  N.  H.  Soc.  1912)  namentlich  im  weiblichen  Geschlecht  erheblich  grösser 
als  nordindische  suddhodana  und  garuda.  ?  oberseits  nicht  braun,  sondern  von  jenem  eigentümlichen  Grün, 
das  auch  Dophla  laudabilis  Swinh.  auszeichnet.  Die  mediane  Fleckenreihe  der  ??  verbreitert  sich  und  behält 
stets  eine  reinweisse  Färbung.  Das  Colorit  der  Unterseite  entfernt  sich  von  jenem  der  garuda  und  nähert 
sich  jenen  von  vasanta  Moore  aus  Ceylon.  Auch  bei  den  cf  cf  ist  oberseits  bereits  ein  schwacher  aber  aus¬ 
gedehnter  grünlicher  Schimmer  bemerklich.  Südindien,  Malabar  und  Coromandel-Küste  nordwärts  bis  Kanara. 

In  den  Nilgiris  bis  1000  m  Höhe  vorkommend.  Nach  Moore,  Niceville,  Mackwood,  sowie  Dr.  Maxders  treten 
als  grosse  Seltenheit  gelegentlich  auch  Exemplare  einer  garuda- Rasse  auf  Ceylon  auf.  Ich  selbst  habe  Ceylon- 
Individuen  nicht  gesehen,  sie  fehlen  auch  am  British-Museum,  man  darf  jedoch  vermuten,  dass  dortige 
Stücke  mit  meridionalis  harmonieren  werden.  —  acontius  Hew.  eine  seltene  und  erheblich  differenzierte  Rasse,  acontius. 
cf  oben  dunkelbraun  mit  kleinen  weissen  Medianpunkten.  Unten  grünlich  blau  überzogen.  ?  hervorragend 
durch  breite  weisse  Längsbinden  auf  beiden  Flügeln,  deren  vordere  Componenten  sich  nahe  dem  Costalsaum 
der  Vflgl  spalten  und  eine  kurze  Gabel  bilden.  Andamanen.  —  Mit  gurda  Frühst.  (128  e)  beginnt  die  Reihe  gurda. 
der  makromalayischen  Abzweigungen  der  Gesamtart.  gurda  ist  relativ  klein,  hat  unbedeutende  trübe  Fenster 
der  Vflgl  des  cf.  Ihre  Unterseite  präsentiert  sich  dunkler  als  bei  Siam-cfcf  und  anderen  conl mentalen 


068 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


purana. 


san  dakana. 


palawana. 


jeloana. 


kastobo. 


vasanta. 


fulica. 


aconthea. 


arata. 

sacvida. 


Exemplaren,  sich  bereits  der  sumatranischen  Inselrasse  anschmiegend.  ?  sehr  veränderlich;  keines  der  Indi¬ 
viduen  der  Collection  Felder  im  Tring-Museum  noch  von  jenen  der  Sammlung  Fruhstorfer  gleicht  dem  anderen. 
Es  existieren  dunkle,  zwerghafte  Exemplare,  welche  man  für  cf  cf1  halten  könnte,  mit  fast  schwarzen  glasigen 
Punkten  der  Vflgl;  dann  solche,  welche  etwa  die  halbe  Ausdehnung  der  Flecken  bei  merilia  (129  a)  erreichen, 
wie  sie  auch  Distant  darstellt;  dann  ??  mit  nahezu  erbsengrossen  gelblich  weissen  Flecken,  welche  Felder 
empfangen  hat.  Malayische  Halbinsel,  in  continentalen  Sammlungen  ziemlich  selten.  —  purana  Frühst,  gleicht 
im  männlichen  Geschlecht  etwa  E.  Unna  Frühst.  (130  a),  nur  sind  die  Flecken  der  Vflgl  merklich  kleiner  und 
grau  verdeckt.  ??  vermitteln  den  Uebergang  von  gurda  Frühst,  zu  sandakana  Moore  durch  die  noch  dunklere 
Gesamtfärbung  aller  Flügel  und  die  bis  zur  hinteren  Mediana,  manchmal  sogar  zur  Submediana  herab  reichende 
graubraune  Fleckenbinde  der  Vflgl,  die  breit  angelegt  ist,  ohne  jedoch  dieselbe  Ausdehnung  wie  bei  sanda¬ 
kana  zu  erreichen.  Das  ?  entfernt  sich  von  sandakana -?  durch  das  grünliche,  anstatt  braune  Colorit  der 
Flügeloberseite.  Die  rotbraune  Submarginalbinde  der  Unterseite  der  Vflgl  erscheint  breiter  als  bei  gurda, 
schmäler  als  bei  sandakana.  —  Die  Rp  sitzt  frank  und  frei  auf  der  Mitte  des  Mangoblattes  ohne  selbst  vom 
geübtesten  Auge,  wenn  nicht  in  allernächster  Nähe,  bemerkt  zu  werden.  Falter  sehr  gemein,  ausnahmsweise 
kein  Waldtier  wie  die  übrigen  Euthalien,  obwohl  es  den  Schatten  hebt  und  am  häufigsten  in  Fruchtgärten 
vorkommt,  wo  sich  die  cf  cf  gegenseitig  verfolgen,  indem  sie  sich  von  einem  Baum  zum  anderen  nachjagen  (nach 
Hagen  und  Martin).  —  sandakana  Moore  hat  breiiere  und  mehr  strichförmige  Stellen  der  Vflgl.  Die  Unter¬ 
seite  noch  dunkler  als  bei  gurda  und  purana,  häufig  purpurn  überflogen.  Vom  ?  existieren  zwei  Formen: 
a)  mit  grau  weissen,  deutlich  erkennbaren  medianen  Makeln  der  Vflgl  und  b)  solche  mit  braun  verwischten 
Partien.  ??  aus  dem  Süden  und  Südosten  der  Insel  scheinen  etwas  fahler  braun  zu  sein  als  jene  des  Nordens. 
Häufig  im  Sultanat  Brunei.  —  palawana  Stgr.,  mir  nur  nach  den  Typen  ihres  Autors  bekannt,  sehr  selten, 
(denn  es  wurden  von  Dr.  Platen  nur  ein  cf  und  6  ??  eingeliefert)  bleibt  oherseits  dunkler  als  sandakana  Moore ; 
cf  nahezu  braunschwarz.  Die  weisse  grau  angeflogene  Fleckenbinde  der  Vflgl  geht  bis  zum  Ird  herab.  Unter- 
seits  treten  die  weissen  Stellen  nach  Angaben  Staudingers  deutlicher  hervor,  als  bei  garuda  Moore  von  Indien. 
Palawan.  —  jeloana  Stgr.,  nach  meinen  Notizen  nach  cfcf  der  Sammlung  Staudinger  mit  undeutlicherer  ver¬ 
wischter  subapicaler  braungrauer  Zeichnung  der  Vflgl.  Unterseils  ist  die  Gabelzeichnung  mehr  verdunkelt 
als  bei  palawana.  ?  mit  breiterer  Fleckenbinde  und  einem  zweiten  äusseren  weisslichen  Antetermninalstreifen 
der  Vflgl.  Jolo  im  Sulu- Archipel.  In  einer  ähnlichen  Form  auch  von  Domoran,  Flugzeit  August;  in  der  Samm¬ 
lung  Semper.  —  kastobo  Hag.  (128  d)  eine  der  interessantesten  Euthaliiden  und  bemerkenswert  durch  die  un¬ 
glaubliche  Differenzierung,  der  benachbarten  javanischen  E.  aconthea  Cr.  gegenüber.  Beide  Geschlechter  auch 
unterseits  hervorragend  durch  markante  schwarze  Submarginalbinden  der  Flügel  und  das  hervorleuchtende 
reine  Weiss  der  gerade  verlaufenden,  manchmal  bis  zur  Submediana  durchgezogenen  Mittelbinde.  Insel  Bawean, 
am  Kastobo-See,  nicht  selten. 

E.  vasanta  Moore  schliesst  sich  im  männlichen  Geschlecht  eng  an  E.  garuda  meridionalis  Frühst,  an, 
nur  sind  die  cfcf  kleiner,  oherseits  ohne  grünlichen  Anflug.  Das  ?  jedoch  vom  garuda- Typus  ausserordentlich 
abweichend  durch  eine  breite,  schräg  gestellte  statt  vertikale  weisse  Binde  der  Vflgl,  welche  an  der  hinteren 
Mediana  endet  und  in  seltenen  Fällen  auch  fehlen  kann:  (=  fa.  fulica  Frühst.)  Beide  Geschlechter  unterseits 
fahl  grau  mit  weisslich  violettem  Randsaum.  Häufig  im  Tiefland  von  Ceylon,  auch  schon  in  Gärten  bei 
Colombo,  besonders  im  Juni  und  Juli  und  dann  wieder  vom  Oktober  bis  Dezember.  Pp.  sehr  ähnlich 
jener  von  Eutli.  garuda,  doch  nach  Moore’s  Abbildungen  beurteilt  mit  grünen,  statt  roten  Kopfhörnern 
und  heller  gelben  Rändern  der  Flügelscheiden.  Rp  anscheinend  mit  kürzeren  Federn,  wie  jene  von 
garuda.  Futterpflanze  der  Mango-Baum. 

E.  aconthea  ersetzt  E.  garuda  auf  Java  und  in  Mikromalayana.  Über  deren  Artberechtigung  liesse 
sich  diskutieren  und  müsste  ihr  Name  als  Collectivbezeichnung  für  E.  garuda  eintreten,  wenn  deren  Vereinigung 
mit  den  garuda -Vikarianten  unerlässlich  sein  sollte.  Hier  wird  jedoch  für  die  Trennung  plaidiert  wegen  der 
gleichförmigen  Zeichnung  aller  Zugehöriger  östlichen  Rassen  und  der  Verschiedenheit  der  Jugendstadien. 
Vorausgesetzt  dass  Moore’s  Figuren  richtig  sind,  differieren  indische  E.  garuda-  und  E.  vasanta- Rpn  von  java¬ 
nischen  E.  aconthea- Rpn  durch  das  Fehlen  schwarzer  Spitzen  der  grünen  Seitenfedern,  welche  uns  Horsfield's 
einwandfreie  Figur  der  javanischen  E.  aconthea- Rp  (1829  und  1857)  so  deutlich  vorführt.  Der  Dorsalstreifen  ist 
weiss  statt,  gelb  und  die  Federn  sind  länger  als  bei  E.  garuda.  Auch  die  Puppe  scheint  reicher  gegliedert,  die 
Gesamtfarbe  mehr  gelbgrün,  der  gelbe  Rand  der  Flügelscheiden  ausgedehnter,  die  Kopfhörner  sind  schwarz  anstatt 
grün  oder  rot.  aconthea  Cr.,  nach  Exemplaren  aus  Batavia  von  ihrem  Autor  abgebildet,  neigt  zu  weiblichen 
Farbenaberrationen  Gramer  kannte  das  albinotische  Extrem  mit  breit  ausgeflossenen  weissen  medianen  Partien 
der  Vflgl,  während  die  dunkle  Form  welche  wir  129  b  darstellen,  fa.  arata  form,  nov.,  viel  häufiger  ist.  In 
Ost- Java  findet  sich  dann  noch  ein  Bindeglied  sacvida  form,  nov.,  welches  an  nivepicta  (129  b)  gemahnend  eine 
schmale  scharf  abgesetzte  trübgraue  Medianbinde  aufweisst,  die  sich  gelegentlich  auch  auf  den  Hflgl  fortsetzt. 
Ostjavanische  cfcf  sind  in  der  Regel,  kleiner  als  solche  des  Westens  der  Insel,  dunkler  grün  überhaucht 
und  unterseits  satter  braun,  aconthea  findet  sich  spärlich  von  der  Meeresküste  bis  etwa  600  m.  Höhe. 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfeh. 


GG9 


—  suidas  subsp.  nov.  schliesst  sich  eng  an  die  ostjavanische  Rasse  an,  zeigt  aber  noch  schärfer  abgegrenzte 
mehr  verschmälerte  weissliche  Median-Fleckenbinden  der  Vflgl.  Insel  Bali,  sehr  selten,  von  Doherty  dort  nicht 
gefunden.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  nivepicta  Frühst.  (129  b),  eine  gut  gesonderte  geographische 
Rasse,  cf  mit  deutlicher  weissgrauer  geknieter  Halbbinde  der  Oberseite  der  Vflgl.,  ?,  wie  dargestellt,  mit 
mässig  breitem  grauweissem  Medianfeld.  Unterseite  des  ?  mit  auch  auf  den  liflgln  bis  nahe  dem  Anal- 
winkel  durchlaufender  und  verglichen  mit  aconthea  aus  Ost-Java  fast  verdoppelter  Mittelbinde;  Insel  Eombok, 
auf  Höhen  von  etwa  600  m.  Höhe  nahe  den  Dörfern  der  Sassaker  unter  Fruchtbaiimen  und  da  wo  Salt  der 
Arengpalme  herabträufelt.  Selten.  —  asvatha  subsp.  nov.  zeigt  wiederum  stark  verschmälerte  und  verwischte 
braungraue  Binden  der  Vflgl,  welche  sich  aber  deutlich  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  fortsetzen.  Sumbawa,  Type 
im  Tring-Museum;  ein  ?  auch  in  der  Collection  Staudinger.  Zu  asvatha  gehört  vermutlich  jene  Eutlialia 
nahe  E.  garuda,  welche  Doherty  auf  Sumba  fliegen  sah,  ohne  sie  erhaschen  zu  können.  Nach  Shelford  kommt 
E.  aconthea  auch  auf  Borneo  vor,  doch  habe  ich  dortige  Exemplare  in  keiner  Sammlung  gesehen. 

E.  jama  gilt  als  eine  seltene  Art  auf  indischem  Boden,  wo  sie  in  drei  Arealrassen  zerfällt,  die  wieder¬ 
um  zur  Ausbildung  von  Zeilformen  neigen,  die  bisher  nicht  beachtet  wurden.  —  Als  jamida  Frühst.  (129  c) 
wurde  die  Generation  der  regenarten  Periode  eingeführt,  wie  sie  sich  in  Sikkim  entwickelt,  cf  kleiner  als 
solche  aus  Assam,  oberseits  von  weniger  breiten  schwarzen  Streifen  durchzogen.  ?  mit  unbedeutenden  grau¬ 
braunen  Streifchen  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl;  Unterseite  fahl  graubraun  mit  grünlichem  Basalanflug  und  ver¬ 
loschenen  dunkelbraunen  Binden.  Auch  die  Form  der  Regenzeit  hinter  Assam-Exemplaren  zurückbleibend; 
?  mit  reduzierten  weisslichgrauen  Partien  der  Vflgl.  Nach  Niceville  selten  und  nur  auf  geringen  Erhebungen 
in  Sikkim.  —  jama  Fldr.  (129  c)  fuhrt  namentlich  beim  ¥  der  Regenzeitform  deutlich  hervortretende  bogen¬ 
förmig  gruppierte  nahezu  rein  weisse  Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Unterseite  der  cfcf  dunkler,  ausgedehnter 
und  satter  braun  bedeckt  und  mit  schärferen  weisslichbraunen  Subapicalstreifchen  verziert.  Assam.  —  Verena 
Subsp.  nov.  schliesst  sich  jamida  von  Sikkim  an,  doch  sind  beide  Geschlechter  habituell  noch  unansehnlicher 
und  auch  das  cf  oberseits  fahler  braun.  Die  transparenten  Stellen  jenseits  der  Vflglzelle  noch  mehr  verkleinert 
und  auch  auf  der  verwaschen  graubraunen  Unterseite  dem  Verschwinden  nahe.  Type  aus  Ober-Birma  in 
meiner  Sammlung  —  phelada  Semp.  im  cf  oberseits  kaum  von  der  Sikkim-Rasse  der  Gesamtart  zu  unterscheiden, 
differiert  unterseits  durch  gleichmässig  verdunkeltes  Colorit,  dessen  braune  Partien  alle  grauen  und  fast  alle 
blauen  Stellen  verdrängt  haben.  ?,  nach  der  Abbildung  Semper’s  beurteilt,  mit  verkümmerten  weissen  Streifchen 
der  Vflgl.  Selten,  ?  fehlt  meiner  Sammlung.  Luzon,  Juni  bis  November.  Auch  auf  Mindoro.  — -  cusama  subsp. 
nov.  schliesst  sich  im  cf  noch  der  phelada  an,  das  ?  entfernt  sich  durch  Vermehrung  der  transparenten 
Stellen  der  Vflgl,  wodurch  wieder  eine  Annäherung  an  jama  Fldr.  und  andere  continentale  Formen  erzielt 
wird.  Mindanao,  Camiguin  de  Mindanao,  cf  in  Coli.  Fruhstorfer,  ¥¥  in  der  Sammlung  Semper  im  Sencken- 
bergischen  Museum  in  Frankfurt  und  in  der  Sammlung  Staudinger. 

E.  alpheda  ersetzt  E.  jama  im  makromalayischen  Gebiet  und  verhält  sich  ähnlich  zur  continentalen 
Vikariante,  wie  E.  aconthea  Cr.  zu  E.  garuda  Moore.  Man  kann  allenfalls  ihr  Artrecht  anfechten  und  sie  als 
ältesten  Namen  auch  über  die  /ama-Rassen  setzen.  Hier  wird  alpheda  getrennt  gehalten,  wegen  der 
vermehrten  hyalinen  Zeichnung  der  Vflgl  des  ?,  welche  bei  allen  afpAeoG- Abzweigungen  bis  zur  Submediana 
der  Vflgl  durchzieht,  während  die  glasigen  Streifchen  der  Oberseite  der  cfcf  ausfallen.  yamuna  Frühst. 
(129  c),  von  welcher  mir  cfcf  fehlen,  nähert  sich  im  ¥  der  javanischen  alpheda  (129  b)  und  hat  wie  diese  keine 
weissliche  mediane  Aufhellung  der  Hflgl  dagegen  verbreiterte  weisse  Striemen  der  Vflgl.  Im  allgemeinen  ist 
das  $  von  yamuna  auch  oberseits  lichter  graubraun  als  alpheda -¥.  Malayische  Halbinsel,  selten.  —  kenodontus 
Frühst.  (129  c)  bewohnt  Sumatra  und  gleicht  in  beiden  Geschlechtern  vielmehr  der  Borneo-Rasse  als  der  E. 
alpheda  vom  benachbarten  Java,  cf  unten  satter  braun  als  alpheda- cfcf ;  ?  auf  den  Vflgl  etwa  wie  yamuna-% , 
aber  mit  weniger  deutlichen  Medianstreifen.  Hflgl  mit  einem  breiten  weisslichen  bei  ?  aus  dem  Nordosten 
der  Insel  ausgedehnt  purpurn  überflogenen  Mittelband  der  Hflgl.  ??  unterseits  bei  der  Rasse  aus  dem  Sultanat 
Deli  markant  braun  gefleckt  und  gestreift,  bei  der  Form  aus  dem  Westen  von  Sumatra  fahl  grau,  der  javanischen 
Schwesterrasse  genähert.  Sehr  selten,  Dr.  Martin  hat  in  13  Jahren  nur  drei  cfcf  empfangen.  In  der  Sammlung 
Fruhstorfer  sind  2  ¥¥  aus  Nord-Sumatra  und  ein  Pärchen  aus  den  Padang-Bovenlanclen  vereinigt.  —  bankana 
Frühst,  ist  eine  auffallend  helle  Rasse  der  Insel  Banka,  cf  kleiner  als  alle  Verwandten,  Submarginalbinden 
ungewöhnlich  scharf  verdunkelt.  Die  subapicalen  Striche  der  Vflgl-Unterseite  sehr  kurz  aber  prominent. 
¥  etwas  heller  graubraun  als  E.  aconthea-^ ,  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  costalwärts  erheblich  ausgedehnt. 
Jenseits  der  zwei  schwarzen  Ringe  in  der  Zelle  der  Vflgl  macht  sich  noch  eine  weissliche  Region  bemerklich. 
Die  ausgedehnt  violett  überhauchte  Mittelbinde  der  Hflgl,  distal  von  grösseren  braunen  Sub marginalmakein  als 
bei  yamuna  besetzt.  ¥-Type  im  Museum  zu  Leiden,  cfcf  in  Anzahl  am  Museum  in  München.  —  alpheda 
Godt.  (129  b),  eine  scharf  umgrenzte  Rasse,  bewohnt  ausschliesslich  Java  und  scheint  im  Osten  selbst  nicht 
auf  Bali  überzugehen.  ¥  oberseits  satter  olivengrün  als  die  Vikarianten  anderer  Inseln,  das  transcellulare 
Weiss  reiner,  schon  an  der  vorderen  Mediana  aufhörend,  sich  dann  aber  als  gelblichgraue  Aufhellung  bis  zum 
Innenwinkel  fortsetzend,  cf  unterseits  fahl  graugrün,  ¥  grünlich  mit  verwaschenen  weisslich  violettem  äusseren 


suidas. 

nivepicta. 


asvatha. 


jamida. 


jama. 

Verena. 

phelada. 

cusama. 


yamuna. 


kenodontus. 


bankana. 


alpheda. 


670 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Gebiet.  Nicht  sehr  häufig,  aber  in  allen  Teilen  der  Insel  bis  nahezu  800  m  emporsteigend;  von  mir  mit  Hilfe 
parta.  von  Bananenködern  erbeutet.  —  parta  Moore,  eine  seit  ihrer  Beschreibung  verkannte  Basse,  von  welcher  auch 
Staudinger  die  cfcf  als  pheladä,  die  ??  aber  als  jama  (fälschlich  determiniert)  aus  Labuan,  Nord-Borneo  in 
seiner  Sammlung  hat.  Allerdings  muss  zugegeben  werden,  dass  die  Moore’sche  Figur  des  cf  seiner  Ab¬ 
bildungen  (1859)  durchaus  irreführend  ist.  cf  nämlich  ohne  Spur  einer  weissen  subapicalen  Transcellular¬ 
streifung  der  Vflgl,  welche  allerdings  auf  der  Unterseite,  wenn  auch  schwächer  als  bei  cusama  Frühst .,  von 
Mindanao  zum  Vorschein  kommen,  cf  cf  kleiner  als  E.  jama  cusama  Fruhst.-d'd'  der  Philippinen;  ?  nähert 
sich  dem  ?  von  yamuna  aus  Perak,  hat  jedoch  schärfer  abgesetzte  und  schmälere  weisse  Medianfelder  der 
Vflgl,  als  Perak-??.  Dagegen  erscheint  die  Mittelbinde  der  Hflgl,  breiter  ausgeflossen,  reicher  violett  überhaucht 
krarmon.  und  die  Gesamtfärbung  der  Unterseite  dunkler.  Nord-Borneo,  selten.  —  krannon  Frühst.  (137  d)  Das  cf  bildet 
das  dunkelste  Extrem  der  alphedci- Gruppe;  Unterseite  ebenso  dunkel  wie  bei  E.  jama  cusama,  aber  mit 
markanter  dunkelbrauner  Submarginalbinde,  welche  bei  cusama  nur  schwach  angedeutet  ist.  ?  etwas  variabel, 
an  jenes  von  kenodontus  aus  Nordost-Sumatra  anklingend,  manchmal  mit  grau  verdunkelter,  gelegentlich  aber 
auch  fehlender  Mittelbinde  der  Hflgl  (137  cl).  Unterseite  mehr  verwaschen  als  bei  kenodontus ,  aber  basalwärts 
dennoch  satter  braungelb  als  das  ?  von  E.  alplieda.  Südost-Borneo.  Von  Dr.  L.  Martin  auch  bei  Sintang  im 
soregina.  Herzen  von  Süd-Borneo  aufgefunden.  — -  soregina  subsp.  nov.  umschreibt  die  hellste  bekannte  Basse  mit  fast 
die  gesamte  Oberfläche  aller  Flügel  ausfüllenden  verwaschen  weissen  Medianfeldern  und  verblasster  nahezu 
rein  weisser  Unterseite.  Sulu-Archipel,  aus  der  GoDMAN-Collection.  Type  im  British-Museum. 


numerica.  E.  numerica  Weym.  (129  c)  kann  vermutlich  als  Species  bestehen  bleiben,  weil  sie  sich  namentlich  im  weib¬ 

lichen  Geschlecht  erheblich  vom  alpheda-jama- Typus  differenziert  hat.  cf  unterseits  eigentümlich  dunkel  gelb¬ 
braun  mit  scharfen  langen,  bis  zur  hinteren  Mediana  reichenden  Intranervalstrichen  der  Vflgl  und  deutlichen 
viel  markanter  als  bei  alpheda  jama  angelegten  submarginalen  Binden  von  Halbmonden  oder  Spitzen.  ?  be¬ 
deutend  grösser  als  das  ansehnlichste  E.  jama  Fldr.-’j  aus  Assam,  sonst  noch  auffallend  durch  die  allen  Nias- 
Euthalien  gemeinsame  Vermehrung  der  weissen  Felder  der  Vflgl  und  die  kräftig  aufgetragenen  Submarginal¬ 
binden.  Ziemlich  selten,  namentlich  das  ?.  Insel  Nias. 

E.  eriphyle  wurde  von  ihrem  Autor  im  männlichen  Geschlecht  basiert  auf  Formen  zweier  Arten,  nämlich 
der  wirklichen  eriphyle,  wie  sie  1891  von  Niceville  selbst  abgebildet  wurde,  und  cf  cf  von  Euth.  apicalis  Voll., 
besser  merta  Moore,  von  denen  drei  Exemplaren  meiner  Sammlung  aus  Tenasserim  die  Bezeichnung  E.  eriphyle 
von  Niceville’s  Hand  tragen.  Dazu  kommt,  dass  das  wirkliche  ?  der  Species  gleichfalls  von  ihrem  Autor  verkannt 
wurde  und  als  E.  binyhami-’i  figurierte,  bis  Bingham  die  Zusammengehörigkeit  der  beiden  illegitim  verheirateten 
Formen  erkannte  und  in  seiner  Fauna  of  British  India  richtigstellte.  Nur  beging  Bingham  wiederum  den  Fehler, 
E.  eriphyle  mit  E.  apicalis  Voll,  (recte  E.  merta  Moore )  für  identisch  zu  halten;  eriphyle  ist  aber  eine  scharf 
umgrenzte  Art,  welche  ausschliesslich  Hinterindien  bewohnt,  während  E.  merta  Moore  zwar  auch  in  Tenasserim 
und  auf  der  Malayischen  Halbinsel  auftritt,  aber  doch  vorwiegend  den  grossen  Sunda-Inseln  angehört.  — 
eriphyle.  eriphyle  Nicev.  gleicht  oberseits  E.  chula  (129  cl),  nur  sind  die  lichten  Stellen  in  der  Zelle  der  Vflgl,  und  dem 
Randgebiet  der  Hflgl,  mehr  entwickelt  und  viel  blasser  grünlichgrau.  Das  ?  erinnert  an  das  abgebildete  chula-% 
(129  d),  doch  sind  die  grauweissen  Flecken  der  Vflgl  kaum  halb  so  gross  und  jene  der  Hflgl  fehlen.  Aus 
Mittel-Tenasserim  beschrieben,  ist  eriphyle  nach  einer  Angabe  von  Elwes  die  häufigste  Euthaliide  der  Karen- 
Hills,  wo  sie  Doherty  März  und  April  in  Anzahl  aufgefunden  hat.  Ich  sah  eine  grössere  Serie  von  Exemplaren 
delmana.  auch  aus  Perak  im  Tring-Museum.  delmana  Swinh.  soll  nach  Moore  allenfalls  eine  Regenzeitform  der 
eriphyle  vorstellen  und  ist  ober-  wie  unterseits  etwas  dunkler  als  die  entschieden  einer  regenarmen  Periode 
chula.  ungehörige  eriphyle.  Sehr  selten,  nur  zwei  cfcf  aus  den  Khasia-Hills,  Assam,  bisher  bekannt.  -  -  chula  Frühst. 
(129  d)  umschreibt  eine  im  männlichen  Geschlecht  erheblich  differenzierte  geographische  Rasse  aus  Siam,  cf 
kleiner  als  eriphyle,  die  bräunlichen  Partien  am  Aussensaum  der  Hflgl  etwas  düsterer  und  weniger  ausgedehnt 
als  bei  eriphyle- cf.  Unterseits  etwa  dem  cf  von  lusiada  (129  d)  gleichend,  mit  fast  ebenso  breit  angelegten  dunkel¬ 
braunen  Submarginalstreifen.  ?  auf  den  Vllgl  mit  sehr  ungleich  grossen  grau  überstäubten  Flecken,  welche 
sich  unten  wiederholen,  aber  die  graue  Überpuderung  verlieren.  Hflgl  manchmal  mit  weissgrauem  Subapical- 
fleck,  wie  auf  unserer  Figur  (129  d),  oder  ohne  solchen.  Unterseite  der  Hflgl  etwa  wie  beim  rnindoranaV, 
doch  mit  unbedeutenderen  submarginalen  Makeln  und  lichter  grünlichem  Basalanflug.  Von  mir  im  Januar, 
lioneli.  Februar  auf  etwa  300  m  Erhebung  bei  Muok-lek  (Mittel-Siam)  gesammelt.  —  lioneli  Frühst.  (129  e),  eine 
erheblich  grössere  Arealform,  oben  satter  braun  mit  kleinen  medianen  Flecken  und  dichter  braun  überpuderten 
Costalmakeln  der  Vflgl;  Unterseite  satter  braun,  Hllgl  mit  mehr  blaugrünem  aber  auf  die  innere  Flügelhälfte 
beschränktem  Anflug  und  wie  bei  mindorana  (129  d)  scharf  umrandeten  oblongen  schwarzen  Zellflecken. 
Tonkin,  von  mir  bei  Than-Moi  im  Juni  im  nördlichen  und  bei  Chiem-Hoa  im  mittleren  Teile  des  Landes  im  August 
beobachtet. 

E.  lusiada  ersetzt  chula  auf  den  Philippinen.  Sie  ist  zweifellos  aus  demselben  Stamme  hervorgegangen, 
wie  die  indische  E.  eriphyle  Vikariante  und  überbietet  die  continentale  eriphyle  an  Grösse  und  im  Reichtum 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruiistorfer.  671 

grünlichen  Anflugs  der  Unterseite.  Heimat:  der  Archipel  der  Philippinen,  wo  sie  in  eine  Reihe  nicht  sehr  scharf 
differenzierter  Inselrassen  zerfällt,  von  welchen  wir  drei  hier  aufzählen:  lusiada  Fldr.,  die  nördlichste  Zweig¬ 
form,  differiert  unterseits  von  unserer  Figur  (129  d)  durch  einen  ausgedehnten  blaugrünen  Anflug  im  äusseren 
Teile  und  längs  der  Basis  der  Hflgl;  ?  etwa  wie  das  ?  von  mindorana  (129  d),  jedoch  auf  der  Unterseite  der 
Hfl  gl  weniger  lebhaft  grünlicht  überdeckt.  Anscheinend  sehr  lokal  und  selten,  weil  Sf.mper  nur  vier  cTT  und 
ein  defektes  ?  aus  Luzon  empfing;  Flugzeit  vom  Mai  bis  November.  —  mindorana  Frühst.  (129 d),  eine  luxerianle 
Form  der  vorigen.  Aussensaurn  der  Hflgl  grün  bezogen.  Unterseite  ebenfalls  reicher  grün,  alle  schwarzen 
Flecken  intensiver  und  ausgedehnter  als  bei  lusiada  Das  ?  ist  grösser  als  das  cf,  heller  braun  und  trägt  auf 
den  Vllgln  drei  Makeln,  welche  oberseits  grau,  unterseits  rein  weiss  aussehen.  Mindoro,  von  Dr.  Platen 
gesammelt.  -  malissia  subsp.  nov.  (129  d  als  lusiada)  gleicht  oberseits  wieder  mehr  der  Namenstype;  Grund¬ 
farbe  matt  kaffeebraun  mit  dunkleren  breiten  schwarzen  Längstreifen.  Unterseite  entweder  ohne  jeden  blau¬ 
grünen  Anflug  wie  das  von  uns  dargestellte  Exemplar,  oder  mit  kaum  zu  erkennendem  grünlichem  Anflug  im 
Analwinkel  der  Hflgl.  ?  oben  fahlbraun  mit  verlöschenden  dunkleren  Medianbinden  der  Hflgl  und  drei  undeut¬ 
lichen,  oben  weissen,  graubraun  verschleierten  Transcellularmakeln  der  Vflgl.  Unterseite  farbenärmer  und 
bleicher  als  bei  mindorana -?,  nur  im  Basalfeld  der  Hflgl  ein  verschwommener  blaugrauer  Anflug.  Insel 
Bazilan.  Februar,  März,  von  W.  Doherty  entdeckt.  Vermutlich  ähnlich  auch  auf  Mindanao,  von  woher 
Semper  die  Art  registriert. 

E.  merta  bewohnt  ein  ausgedehnteres  Areal  als  bisher  bekannt  war,  und  die  Synonymie  der  Vikarianten 
bildet  noch  ein  beklagenswertes  Chaos,  hauptsächlich  verursacht  durch  die  Annahme  früherer  Autoren,  dass 
merta  Moore  und  apicalis  Voll,  verschiedene  Arten  seien.  —  merta  Moore  wurde  1859  mit  dem  falschen  Vater¬ 
land  „China“  beschrieben.  Distant  hat  zwar  1886  als  wirklichen  Fundort  die  Malayische  Halbinsel  ermittelt, 
aber  dem  richtig  bestimmten  ?  ein  cf  zugesellt,  das  sich  als  das  cf  einer  verschiedenen  Species  (E.  Unna 
Frühst .)  herausgestellt  hat.  Das  richtige  cf  kannte  Distant  zwar  auch,  gab  ihm  aber  den  Namen  E.parta  Moore: 
eine  Form,  die  mit  E.  alpheda  Godt.  zu  vereinigen  ist.  merta  ist  von  der  Malayischen  Halbinsel  bis  Tenasserim 
verbreitet  und  tritt  in  zwei  Zeitformen  auf:  einer  unten  satt  braungelben,  dick  schwarzbraun  längsgestreiften 
Generation  der  Regenperiode,  und  pseuderiphyle  form,  nov .,  einer  Trockenzeitform  mit  fahler  brauner  nur  gering 
schwarz  punktierter  Oberseite  und  lichtgelber  Unterseite  mit  nur  schwachen  Ansätzen  einer  dunkleren  Längs¬ 
streifung.  Solche  Exemplare  hat  de  Niceville  mit  seiner  E.  eriphyle  verwechselt.  Das  ?  der  Tenasserim-Rasse 
oder  -Form  ist  noch  unbekannt  ;  das  ?  zu  merta  gleicht  etwas  dem  apicalis-^-  (137  d),  nur  ist  es  oberseits 
reicher  violett  überhaucht  und  führt  zierlichere  braune  Submarginalmakeln.  Von  Tenassarim  bis  zur  Malayischen 
Halbinsel  und  Singapore.  —  prisca  subsp.  nov.  nähert  sich  E.  merta  von  Perak,  doch  sind  die  cf  cf  kleiner, 
oberseits  mit  markanteren  schwarzen  Zeichnungen  versehen.  Die  cf  cf  des  Tring-Museums  sind  ebenfalls  in 
der  Grösse  hinter  Perak-??  zurückstehend,  dunkler,  die  Weissflecken  reduziert,  intensiv  fleichfarben  überhaucht. 
Einige  ??  des  Museums  in  München,  im  Mai  gesammelt,  bilden  aber  als  vermutlich  einer  Trockenzeitform  an¬ 
gehörig,  das  albinotische  Extrem,  mit  ungewöhnlich  fortgeschrittener  Aufhellung;  die  gesamte  Aussenhälfte  aller 
Flügel  weisslich,  was  namentlich  auch  unterseits  zum  Ausdruck  kommt,  alle  weissen  Flecken  und  Binden  im 
Gegensatz  zu  solchen  ??  aus  Sumatra  verbreitert.  Banka.  —  pseudomerta  Frühst.  (=  eriphyle  Martin  und 
Niceville ),  ist  mir  nur  im  ?  Geschlecht  bekannt  mit  der  Type  in  der  Sammlung  Dr.  L.  Martin  in  Diessen,  und 
einem  Vergleichsexemplar  des  Museums  in  München.  Medianflecken  der  Vflgl  reiner  weiss,  grösser  und  nach 
aussen  schärfer  zugespitzt.  Hflgl  mit  kleineren  Submarginalflecken  als  merta  von  Perak  und  Singapore.  Sehr 
selten,  nur  Dr.  Hagen  hat  einmal  in  den  Küstenwäldern,  nahe  Labuan,  Sultanat  Deli,  vom  Januar  bis  April 
1892  ca  10  ??  von  seinen  Eingeborenen  empfangen.  —  phantasma  subsp.  nov.  (137  c  als  pseudomerta)  ist  die  am 
weitesten  von  der  Namenstype  abweichende  Rasse.  Oberseite  reich  purpurn  überhaucht  die  sehr  grossen 
oblongen  weissen  Flecken  leichthin  grau  überdeckt,  nach  aussen  grünlich  weiss  umgrenzt,  ein  grünliches  Binden¬ 
fragment  auch  noch  am  Analwinkel  der  Vflgl  und  ein  ganz  zarter  hell  bronzegrüner  Hauch  auch  über  der 
sehr  scharf  abgeschnittenen  weissen  Wellenbinde  der  Hflgl,  die  zwischen  den  Medianadern  noch  zwei  kleine 
transcellulare  weisse  Keilflecken  aufweisen,  welche  allen  übrigen  bekannten  merta-Rassen  fehlen.  Unterseite 
dunkler  als  bei  meinen  am  düstersten  ausgefärbten  Borneo-??,  goldiggelb  mit  grünem  Basalgebiet  der  Hflgl. 
Die  Weisszeichnung  prononciert,  namentlich,  auch  die  Mittelbinde  der  Hflgl.  Type  ist  ein  ?  unbekannter  Her¬ 
kunft  in  der  Collection  Fruhstorfer,  Heimat  vermutlich  aber  die  Insel  Nias,  wofür  besonders  das  vermehrte 
Weiss  der  Fleckenbinde  der  Vflgl  und  der  graugrüne  Anflug  spricht.  Ein  zweites  ?  ohne  Fundortsangabe  sah 
ich  im  Tring-Museum.  —  apicalis  Voll.  (137  d),  bisher  nur  im  männlichen  Geschlecht  mit  Sicherheit  bekannt, 
würdevoll  Dr.  L.  Martin  in  Anzahl  bei  Sintang  am  Kapuas  im  Herzen  Südwest-Borneos  aufgefunden ;  darunter 
einmal  in  copula,  so  dass  nun  alle  Zweifel  über  die  Zugehörigkeit  des  schon  lange  bekannten  aber  noch  nie 
beschriebenen  und  bildlich  dargestellten  ?  beseitigt  sind.  ?:  Grundfarbe  der  Oberseite  graubraun  mit  weisslicher, 
auf  den  Vflgl  grau  überpuderter  Mittelbinde,  die  unterseits  noch  klarer  hervortritt.  Keilflecken  der  Vflgl  ansehn¬ 
licher  als  bei  merta  Moore  von  Perak,  die  Unterseite  der  Hflgl  ausgedehnter  grün  angeflogen.  ??  aus  dem 
Südosten  von  Borneo  sind  beiderseits  dunkler  als  die  vier  mir  aus  Sintang  vorliegenden  ??,  satter  goldigbraun 
gefärbt,  ohne  jedoch  an  Intensität  E.  merta  phantasma  von  Nias  zu  erreichen,  c fcf  des  nördlichen  Borneo 
erscheinen  grösser  als  jene  des  Südens,  unterseits  gleichfalls  lebhafter  goldigbraun.  Nord-Borneo,  Kina-Balu 


lusiada. 


mindorana. 


malissia. 


merta. 


pseuderi¬ 

phyle. 


prisca. 


pseudo¬ 

merta. 


phantasma. 


apicalis. 


672 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Gebiet,  5  cf  cf  in  Collection  Fruhstorfer  Sintang  uncl  Südost-Borneo  2  cfcf  6  ??,  7  $2  in  Collection  Staudixger. 
Ein  cf  vom  Sulu- Archipel  im  British-Museum. 


E.  kanda,  bisher  nur  im  männlichen  Geschlecht  richtig  aufgefasst,  zählt  zu  den  am  einfachsten  gezeich¬ 
neten  Euthaliiden.  Oberseite  einfarbig  dunkel  umbrabraun  mit  eigentümlichem  goldig  grünem  Bronzeschimmer. 
Zellflecken  der  Vflgl  wie  bei  apicalis ,  beide  Flügel  von  leicht  gewellten  schwarzen  auf  den  Hflgl  einander 
genäherten  Wellenlinien  durchzogen.  Unterseite  wie  bei  ganz  fahlen  E.  merta-d'd'  und  mit  viel  zierlicherer 
Schwarzzeichnung.  Wesentlich  zur  Beurteilung  der  beiden  Geschlechter  ist  die  schwarze,  halbmondförmige 
Ringelung  am  Zellende  der  Vflgl,  welche  bei  keiner  anderen  Euthalia  so  eng  gepresst  und  so  schmal  erscheint. 
Fühler  unten  ganz  rot,  oben  bis  zur  Mitte  leuchtend  fahl  gelbrot,  wie  bei  keiner  anderen  Gattungsgenossin. 
Das  dazugehörige  ?  gleicht  einer  Tanaecia  pelea  oder  palguna  und  ist  schon  seit  1862  unter  dem  Namen 
surjas  Voll,  bekannt,  ohne  dass  dessen  Zugehörigkeit  zu  kanda  entdeckt  wurde.  Vier  geographische  Rassen 
elicius.  verdienen  Erwähnung:  elicius  Nicev.,  aus  Burma  und  Tenasserim  beschrieben,  tritt  dort  in  der  Trockenzeit  in 
einer  Form  auf,  welche  sich  von  makromalayischen  Verwandten  durch  ein  an  E.  merta  fa.  pseuderiphyle  ge- 
kanda.  mahnendes  fahlgelbes  Colorit  der  Unterseite  leicht  unterscheiden  lässt.  —  kanda  Moore  (2  =  surjas  Voll.)  gilt 
als  grosse  Seltenheit.  Die  cfcf  befinden  sich  in  allen  grösseren  Sammlungen,  dagegen  sind  mir  vom  2  nur 
drei  Exemplare  des  British-Museum  bekannt,  und  dem  Tring-Museum  sowie  der  STAUDiNGER-Collection  fehlt, 
surjas.  soweit  ich  das  Material  studieren  konnte,  das  ?.  Ausser  der  Form,  welche  als  surjas  Voll,  aus  dem  Süden 
der  Insel  bekannt  ist,  existieren  auch  dunklere  2?  aus  Mord-Borneo,  mit  grau  oder  braun  überpuderter  breiter 
weisser  Mittelbinde  der  Hflgl,  welche  nach  aussen  von  stark  gewellter  völlig  zusammenhängender  brauner 
Submarginalbinde  begrenzt  werden,  deren  Verlauf  etwas  an  E.  salia  bipunctata  TV/.-2  erinnert.  Von  allen  zu 
salia  gehörigen  22  lässt  sich  aber  das  kanda-[surjas- )?  leicht  absondern  durch  das  Ausfallen  der  blauen  Basal¬ 
färbung  der  Hflgl,  an  deren  Stelle  nur  ein  matter  milchweisser  Anflug  tritt.  Borneo,  Malayische  Halbinsel.  — 
atys.  atys  Frühst.  (137  c  als  surjas )  bewohnt  Nordost-Sumatra  und  ich  glaube  im  Museum  in  München  auch  einige 
cfcf  aus  Banka  gesehen  zu  haben,  atys,  wie  ich  die  Sumatra-Rasse  wegen  ihrer  keuschen  aber  doch  schon 
etwas  bespritzten  Weissbänderung  nenne,  hat  einen  spitzeren  Vflglsehnitt  als  surjas.  Die  submarginalen 
Zacken  auf  allen  Flügeln  erscheinen  weniger  scharf,  aber  begleiten  die  Adern  bis  ganz  an  den  Aussenrand. 
Die  bei  surjas  auf  den  Vflgl  braunüberstäubte,  auf  den  Hflgln  jedoch  fast  verschwundene  Medianbinde  bleibt 
bei  atys  bis  zum  Analwinkel  der  Hflgl  rein  weiss  und  ist  nur  zwischen  den  Radialen  und  der  vorderen  Mediane 
graubraun  beschuppt.  Auf  den  Hflgln  tritt  dann  noch  eine  distale,  weisse  Begrenzung  der  submarginalen 
braunen  Zackenbinde  in  Erscheinung,  die  apicalwärts  breit  ansetzt,  analwärts  allmählig  verblasst.  Auf  beiden 
Flügeln  beginnt  des  weitern  die  Region  jenseits  der  Zelle  sich  aufzuhellen  und  nimmt  einen  weisslich  violetten 
Farbenton  an.  Die  Unterseite  könnte  man  wegen  der  verschwommenen  basalwärts  gelbbraunen,  aussen  weisslich- 
blauen  Gesamtfärbung  mit  vielen  Tanaecien  vergleichen.  Die  proximale  rotbraune  Begrenzung  der  weissen 
Binden  ist  etwas  schärfer  gezähnt  als  bei  surjas.  Auf  der  Unterseite  differiert  atys  nur  durch  die  reicher 
phineas.  blauweisse  Saumfärbung  der  Vflgl.  Deli,  selten.  ?-Type  in  Coli.  Fruhstorfer.  —  phineas  subsp.  nov.,  eine 
prächtige  Entdeckung  der  neueren  Zeit,  grösser  als  atys  von  Sumatra,  kanda  von  Borneo  und  elicius  von 
Tenasserim,  mit  schärferen  viel  breiteren  und  kräftiger  angelegten  schwarzen  Längsbinden  der  Oberseite.  Die 
hervorragende  Rasse  entstammt  der  Van  de  PoLL-Collection  und  befindet  sich  jetzt  in  der  AüAMs’schen  Sammlung 
des  British  Museum.  Heimat  die  Insel  Nias. 

E.  agnis,  eine  der  seltensten  Species  der  Gattung,  bewohnt  ausschliesslich  Java  und  Sumatra;  bisher 
von  der  Malayischen  Halbinsel  und  Borneo  mit  Gewissheit  nicht  bekannt,  doch  ist  deren  Entdeckung  dort  sehr 
wahrscheinlich,  weil  ihre  Parallelart  E.  tinna  bereits  aus  den  gesamten  Makromalayanen  nach  Europa  gekommen 
ist.  Die  Geschlechter  sind  auffallend  verschieden;  22  häufiger  als  die  cfcf,  so  dass  das  cf  zur  javanischen 
Rasse  erst  durch  meine  Java-Reise  ans  Licht  gebracht  wurde,  cf  oberseits  wie  E.  tinna  Frühst.  (130a), 
kaffeebraun  mit  purpurnem  Schimmer,  unterseits  ohne  weiteres  von  allen  übrigen  Mitgliedern  des  Genus  zu 
separieren  durch  einen  eigentümlichen,  an  südamerikanische  Prepona  gemahnenden,  grauweissen.  violett 
überhauchten  Anflug,  der  von  zarten,  braunen  Rändern  umgeben  und  von  leichten,  ebensolchen  Schatten¬ 
binden  durchzogen  wird.  ?,  jenem  von  E.  vasanta  Moore  einigermassen  ähnlich;  jedoch  mit  braungrauer 
Unterseite  ohne  milchigen  oder  perlmutterfarbenen  Anflug.  Generationsorgane  durch  die  vorne  glatt  abge¬ 
schnittene,  sonst  ganz  flache  cylindrische  Valve  charakterisiert  und  specialisiert.  Uneus  etwas  kräftiger  und 
länger  als  bei  E.  salia ,  sonst  ohne  besondere  Merkmale.  Imago  ausschliesslich  Bewohner  des  Gebirges,  nie 
agnis.  unter  1200  m  —  agnis  Voll.  (120a  cf,  b  2).  Das  2  dieser  seltenen  Art  wurde  1862  von  Snellen  van  Vollen- 
hoven  (in  der  Tijdschrift  voor  Entomologie  Bd.  V,  p.  252)  beschrieben  und  Taf.  12,  Fig.  2  abgebildet.  Diese 
Art  ist  dimorph  und  das  cf  hat  wenig  Aehnlichkeit  mit  dem  2.  Das  2  steht  Eiith.  vasanta  Moore  am  nächsten, 
während  das  cf  mit  Euth.  garuda  Moore  die  meiste  Uebereinstimmung  zeigt.  Das  cf  wurde  von  mir  auf  dem 
Vulkan  Gede  aufgefunden  und  1894  beschrieben  und  Berl.  Ent.  Ztg.  auf  Taf.  18 f.  8  dargestellt,  cf  Oberseite: 
Grundfarbe  aller  Flügel  ein  dunkles  Kaffeebraun,  das  durch  ein  etwas  helleres  Submarginalband  unterbrochen 
wird.  Vflgl  mit  2  kleinen  dreieckigen  schmutzigweissen  Apicaltlecken  und  einer  Subapicalreihe  von  5  ähnlichen 


'Aus gegeben  13.  I.  1913. 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


673 

Flecken,  die  auf  der  Unterseite  fast  rein  weiss  erscheinen.  Auf  den  Hflgln  zeigt  sich  in  der  Nähe  des  Aussen- 
randes,  zwischen  den  Rippen  verteilt,  eine  Reihe  von  7  deutlichen  schwarzen  Punkten  und  ein  eigentümlicher 
violetter,  fast  dreieckiger  Fleck  am  Vrd,  jenseits  der  Zelle.  Unterseite  der  Vflgl  an  der  Basis  weisslich  grau, 
in  der  Mitte  und  am  Apex  violett  bezogen,  mit  einem  braunen  Marginalband,  zwei  ebenso  gefärbten,  schwarz 
gesäumten  Binden  in  der  Zelle  und  einer  Submarginalreihe  von  6  unregelmässigen  schwarzen  Punkten,  von 
denen  der  unterste  am  Hinterwinkel  sich  sehr  verbreitert.  Die  Hflgl  haben  die  schwarze  Punktreihe  mit  der 
Oberseite  gemeinsam,  sind  sonst  wie  die  vordem,  nur  lagern  im  Basalteil  vier  bräunliche,  schwarz  gesäumte, 
unregelmässige  Flecken.  Fühler  dunkelbraun  mit  rotgelber  Spitze.  Palpen,  Kopf  und  Körper  oben  kaffeebraun, 
unten  weisslich.  Abdominalende  schwärzlich.  Aussenseite  der  Beine  bräunlich,  ihre  Innenseite  weisslich. 
etwas  variabel,  entweder  wie  129  b  oder  auch  mit  proximal  weniger  deutlich  abgegrenzter  und  mit  der  Basal¬ 
färbung  verfliessender  Binde  der  Hflgl.  Sehr  selten,  nicht  unter  1200  m  Höhe  und  nur  am  Vulkan  (jede  in 
West-Java  von  mir  beobachtet.  —  modesta  Frühst .,  aus  den  Battakbergen  Sumatras  als  grosse  Seltenheit  bekannt,  modesta. 
bleibt  in  der  Grösse  hinter  agnis  zurück,  cf  cf  sah  ich  jetzt  erst  im  Tring-Museum;  sie  differieren  von  agnis- cf  cf, 
abgesehen  von  ihrer  zwerghaften  Gestalt,  auch  durch  die  zierlicheren  weissen  Punkte  der  Vflgl.  Das  ?  mit 
30  mm  Vflgllänge  ist  kleiner  als  agnis-22  aus  West-Java  und,  wie  dies  die  Regel  bei  Sumatranern,  erheblich 
dunkler.  Durch  die  reduzierten  subapicalen  und  medianen  Vflglpunkte  und  Binden,  die  zudem  dicht  grau¬ 
braun  beschuppt  sind,  gemahnt  agnis  mehr  an  tinna  Frühst als  an  ihre  javanische  Schwesterform.  Hflgl: 

Die  bei  agnis  weisslichgraue  Costalregion  bleibt  bei  modesta  dunkel  und  in  der  gleichmässig  braunen  Flügel¬ 
färbung  macht  sich  nur  eine  ganz  schmale,  mediane,  bindenartige  Aufhellung  bemerklich.  Unterseite:  Das 
Gesamtkolorit  wird  dunkler  braun  als  bei  agnis  und  die  äussere  Hflglhälfte  nimmt  einen  matten  gelblichen  Bronze¬ 
schimmer  an.  ?-Type  in  meiner  Sammlung.  Auf  Borneo,  am  Kina-Balu,  dürfte  eine  der  modesta  nahe  Form 
noch  entdeckt  werden.  Was  ich  von  dort  empfing  und  in  der  Sammlung  Staudinger  sah,  gehört  zur  folgenden  Art. 


E.  tinna  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluss  von  Java,  gleicht  oberseits  F.  agnis ,  ist  jedoch  unter- 
seits  völlig  verschieden  durch  das  Fehlen  des  silbergrauen,  an  Preponen  erinnernden  Anflugs,  der  agnis  aus¬ 
zeichnet.  tinna  entfernt  sich  von  agnis  oberseits  in  folgender  Weise:  Die  subapicalen,  weissen  Punkte  am 
Costalsaum  der  Vflgl  sind  kleiner,  dagegen  besteht  die  ultracellulare,  mediane  Fleckenreihe  aus  längeren  strich¬ 
förmigen  Makeln.  Die  Grundfarbe  bleibt  dunkler,  fast  schwarz.  Die  weissliche  Region  im  Vorderteil  der  Hflgl 
fehlt,  die  Medianbinde  der  Hflgl  näher  an  die  schwarze  Submarginalbinde  gerückt.  Die  Flügel  Unterseite  von 
tinna  erinnert  an  jama  FIdr.  und  garnda  Moore,  besonders  aber  an  garuda  sandakana  Moore ,  doch  ist  sie  bei 
tinna  etwas  lichter,  die  weisse  mediane  Fleckenreihe  wird  kürzer  und  die  schwarze  submarginale  Längsbinde 
tritt  deutlicher  heraus  als  bei  sandakana.  Die  Hflgl-Unterseite  kaum  von  sandakana  Moore  zu  unterscheiden. 

Das  ?  von  tinna  gemahnt  in  seiner  Gesamterscheinung  dermassen  an  agnis  Voll.-2  von  Java,  dass  ich  es 
anfangs  für  eine  m/ms-Lokalrasse  hielt.  Erst  als  mir  aus  Sumatra  ein  echtes  agnis -2  zugänglich  wurde,  neben 
dem  in  Sumatra  auch  noch  eine  neue  tinna- Rasse  vorkommt,  die  unten  beschrieben  ist,  wurde  mir  mein 
Irrtum  klar.  Von  agnis  Volt,  differiert  tinna-2  durch  eine  schmälere,  aus  isolierten  und  rundlicheren  Makeln 
zusammengesetzte,  mediane  Vflglbinde.  Diese  Binde  ist  zudem  nicht  weisslich,  sondern  dicht  graubraun  bestäubt. 

Die  Hflgl-Oberseite  von  tinna  wird  dunkler  als  jene  von  agnis  und  zeigt  eine  breite  violett  überhauchte  Median¬ 
binde,  die  bei  agnis  fehlt.  Die  submarginale  Reihe  schwarzer  Punkte  setzt  sich  aus  längeren  Strichelchen 
zusammen,  die  zudem  noch  aussen  von  einer  Reihe  violettweisser  Punkte  begleitet  werden.  Die  Flügelunter¬ 
seite  entfernt  sich  völlig  von  agnis  und  nähert  sich  jener  von  sandakana  Moore ,  ist  jedoch  lichter  als  sandakana. 

Die  weisse  sehr  deutliche  Medianbinde  aller  Flügel  reicht  bis  zum  Analsaum.  - — ■  tinna  Frühst.  (130  a)  differiert  in  tinna. 
den  Klammerorganen  von  jenen  der  E.  agnis  nur  durch  etwas  spitzeren  und  längeren  Uncus..  Das  ?  ist  aus¬ 
gezeichnet  durch  eine  prächtig  violett  übergossene  Sumarginalbinde  der  Hflgl.  Kina-Balu,  sehr  selten  auf  ca 
12  —  1500  m.  Type  in  der  Collection  Fruhstorfer,  einige  Exemplare  auch  im  Tring-Museum  und  der  Sammlung 
Staudinger.  —  paupera  Frühst,  kannte  bereits  Distant,  vermählte  sie  jedoch  versehentlich  mit  einem  ?,  paupera. 
das  zu  merta  Moore  und  in  eine  von  der  tinna- Gruppe  völlig  verschiedene  Euthaliidensippe  gehört,  paupera 
entfernt  sich  von  tinna  durch  das  hellere  braune  Colorit  der  Flügeloberseite,  das  paupera  mit  der  agniformis 
gemeinsam  hat.  Die  subapicalen  Punkte  fehlen  oberseits  und  die  weissliche  Medianbinde  ist  gleichfalls  reduziert 
und  obsolet.  Die  Submarginalbinde  der  Vflgl-Unterseite  wird  undeutlich,  ebenso  die  braune,  ultracellulare, 
postdiskale  Reihe  hellbrauner  Flecken  der  Htlglunterseite,  wie  denn  überhaupt  paupera  weniger  ausgebildete 
weisse  und  braune  Zeichnungscharaktere  aufweist.  —  agniformis  Frühst .,  bisher  nur  in  einem  ?  meiner  agniform 
Sammlung  bekannt,  fand  sich  in  den  Schätzen  des  Tring-Museums  in  einem  als  E.  merta  bezeichnten  cf.  Unter¬ 
seite  ohne  grauweissen  oder  perlmutterfarbenen  Aillug.  ?:  Verglichen  mit  agnis-2  und  tinna-2  beobachten  wir 
eine  noch  weitergehende  Aufhellung.  Alle  weissen  Flecken  und  Binden  dehnen  sich  in  der  Weise  aus,  dass 
die  subapicalen  und  ultracellularen  Makeln  fast  zusammenfliessen  und  eine  Gabelung  entsteht.  Die  Weissflecken 
der  Vflgl  bleiben  auch  zwischen  dem  3.  Medianast  und  der  Submediana  noch  deutlich,  während  sie  bei  agnis 
fehlen  und  bei  tinna  kaum  angedeutet  sind.  Die  Hflgl  schmücken  sich  mit  einer  scharf  abgesetzten,  fast  rein 
weissen  Medianbinde,  deren  Ränder  ganz  leicht  violett  umzogen  sind.  Die  schwarzen  Submarginalpunkte  ver- 
grössern  sich,  ebenso  deren  äussere  weisse  Begleiter.  Die  Flügelunterseite  ist  heller  gelblich,  mit  leichtem 


674 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Bronzeschimmer,  und  die  Medianflecken  und  Binden  noch  markanter  als  auf  der  Oberseite.  Sumatra,  Rattak- 
Hochebene  mit  Entkalkt  agnis  modesta  Frühst,  gefangen. 


E,  anosia  zählt  zu  den  mit  grösster  Sicherheit  zu  erkennenden  Arten  wegen  der  aschgrauen  und  je 
nach  der  Lokalität  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  grünlich  überstäubten  Oberseite.  2  stets  grösser  als  das  cf, 
mit  je  nach  dem  Vorkommen  mehr  rundlichen  oder  zahnförmigen  transcellularen  rein  weissen  Makeln  der 
Vflgl.  Unterseite  fast  wie  oben,  nur  etwas  fahler,  gleichfalls  aschgrau,  mit  schwacher  brauner  Bewölkung  und 
auf  den  Hflgln  manchmal  den  Spuren  eines  völlig  verwaschenen  grünlichen  Anflugs.  Relativ  weit  verbreitet, 
bleibt  E.  anosia  dennoch  überall  sehr  selten.  Der  Sammler  von  Dr.  Hagen  hat  eine  Anzahl  Raupen  auf  der 
Insel  Banka  an  einem  Mango-Baum  gefunden;  sie  gleichen  der  Rp  von  E.  garuda  Moore ,  die  Pp  ist  kleiner 
als  die  E.  garuda- Pp,  hat  auf  der  Rückenmitte  eine  Reihe  kleiner  Dornen  und  mehrere  gelbe  schmal  braun 
eingefasste  Fleckchen.  Eine  ganze  Reihe  von  Areal-  und  Inselrassen  bleiben  zu  creiern,  deren  Variabilität 
anosia.  bisher  keinem  Autor  aufgefallen  ist.  —  anosia  Moore ,  die  Namenstype  stammt  aus  Sylhet,  ist  sehr  selten  in 
Assam.  Zu  ihr  dürften  auch  noch  Exemplare  aus  Bbamo,  Ober-Birma,  Tenasserim  sowie  dem  Mergui-Archipel 
gehören,  welche  Moore  erwähnt.  Pavie  hat  sie  in  den  Laos-Staaten  gefunden;  wir  dürfen  sie  somit  aus  ganz 
Siam  und  Indo-China  noch  erwarten.  Oberseite  vorwiegend  braungrau  mit  breiten  hellgrauen  Zonen.  2  mit 
saitaphernes  distal  scharf  gezähnten  Transcellularflecken  der  Vflgl.  Unterseite  äusserst  zart  braun  marmoriert.  —  saitaphernes 
sabsp.  nov.  soll  die  gut  differenzierte  Arealform  aus  Sikkim  bezeichnen.  Beide  Geschlechter  ober-  wie  unter- 
seits  fahler  als  die  typische  Unterart,  abgesehen  von  den  Medianbinden  fast  ohne  braune  Marmorierung,  cf  ohne 
weisse  Aufhellung  an  der  Costalis,  aber  mit  grossem,  weissem  Glasfenster  am  hinteren  Zellwinkel  der  Vflgl. 
2  mit  rundlichen,  statt  zugespitzten,  ultracellularen  Flecken.  Type  aus  Sikkim  im  British.  Museum.  Nach  De 
Niceville  ausserordentlich  selten  bei  Singla,  im  April  und  Oktober  fliegend.  Man  findet  saitaphernes  in  der 
Regel  in  Flussbetten  mit  offenen  Flgln  auf  grossen  Felsblöcken  sitzend  und  so  von  ihrer  Umgebung  schwer 
bunaya.  zu  unterscheiden.  —  bunaya  subsp.  nov.  bewohnt  die  Malayische  Halbinsel.  2,  nach  Exemplaren  des  Tring- 
Museums  und  der  Sammlung  Staudinger  sowie  Distants  Abi  klung  beurteilt,  obersei ts  mit  scharf  gespitzten 
Fenstern  der  Vflgl.,  Grundfarbe  fahl  graugrün.  Unterseite  bleicher  als  bei  der  Borneo-Rasse,  die  weissen 
Spitzen  der  Vflgl  schmäler  als  bei  Assam  und  Borneo-22.  Vermutlich  ähnlich  auch  auf  Sumatra.  Ueberall 
sehr  selten.  Dr.  Martin  fing  in  13  Jahren  nur  ein  2,  Dr.  Hagen  in  fast  derselben  Zeit  nur  vier  Exemplare. 
dodanda.  dodanda  subsp.  nov.  hat  Dr.  Hagen  in  einiger  Anzahl  dem  Tring-Museum  und  dem  Museum  in  München  geliefert 
und  sein  malayischer  Jäger  dort  auch  die  Raupe  auf  Mango  gefunden.  Beide  Geschlechter  mehr  der  Perak- 
Rasse,  als  der  Form  aus  Sumatra  genähert,  cf  oberseits  jedoch  entweder  dunkler  graugrün  oder  sogar  blaugrau 
abgetönt.,  2  mit  distal  noch  tiefer  eingeschnittener  Halbbinde  am  Zellende  als  Perak-  und  Sumatra-22.  Type 
yenadora.  im  Tring-Museum.  —  yenadora  subsp.  nov.  (129  e)  nähert  sich  wiederum  der  Sikkim-Rasse,  entfernt  sich  am 
meisten  vom  makromalayischen  Typus,  ist  habituell  am  kleinsten  und  als  echter  Java-Falter  bleicher  graugrün 
gefärbt  als  die  Schwesterrassen.  Besonders  blass  präsentiert  sich  die  Unterseite,  welche  nur  noch  geringe 
Spuren  brauner  oder  grünlicher  Sprenkelung  aufweist.  Die  Componenten  der  weissen  Halbbinde  der  Vflgl 
distal  zumeist  abgerundet,  erheblich  kleiner  als  bei  Perak-  und  Sumatra-22.  Von  mir  in  Ost-Java  gefundene 
cf  cf  bleiben  in  der  Grösse  sogar  noch  hinter  westjavanischen  cf  cf  zurück  und  führen  demzufolge  ein  noch 
mehr  reduziertes  fahles  Mittelfeld  aller  Flügel,  als  Exemplare  westlicherer  Herkunft.  8  cfcf,  2  22  in  meiner 
yapola.  Sammlung,  welche  alle  aus  etwa  500 — 700  m  Erhebung  der  Vorberge  der  hohen  Vulkane  stammen.  —  yapola 
subsp.  nov.,  von  welcher  mir  cfcf  fehlen,  kann  als  die  dunkelste  der  malayischen  Rassen  angesehen  werden. 
22  oben  mit  scharf  umgrenzten,  sattgrünen  Basal-  und  licht  graugrünen  Medianfeldern.  Das  subapicale  weisse 
Fleckendiadem  weniger  tief  eingeschnitten  als  bei  bunaya  von  Perak.  Unterseite  dunkler  als  selbst  bei  Assam-22, 
mit  auch  am  Rande  der  Hflgl  breit  ausgeflossenen  olivgrünen  Stellen.  Südost-Borneo.  Neuerdings  in  einiger 
Anzahl  von  Dr.  Martin  bei  Sintang  am  Kapuas  (Süd-Borneo)  gefunden. 

E.  phemius,  eine  prächtige,  durch  ihren  Sexualdimorphismus  auffallende,  vorwiegend  continentale  Art, 
deren  Bp  auf  Hongkong  auf  dem  Litschibaum  (Nephelium  litchi  L.)  lebt.  Pp  gross,  grün,  verschwenderisch 
mit  Goldpunkten  übersät.  Wie  das  compacte  und  kräftig  gebaute  Insekt  schon  andeutet,  ein  schneller  Flieger. 
Sie  wird  aber  infolge  ihrer  Furchtlosigkeit  eine  leichte  Beute  des  Sammlers,  wenn  sie  mit  ausgebreiteten 
Flügeln  sich  auf  die  Oberseite  von  Blättern  setzt.  Das  2  zieht  schattige  Plätze  vor,  während  die  cfcf  sich  lieber 
auf  sonnenbeschienenen  Pfaden  bewegen  (Walker).  Verbreitung  von  Sikkim  und  Bhutan  an  bis  Assam,  den 
Naga-Hils  und  Birma.  Von  Dr.  Seitz  und  Walker  auch  auf  Hongkong  beobachtet,  wird  sie  aus  dem  südlichen 
China  noch  zu  erwarten  sein,  vermutlich  auch  auf  Hainan  Vorkommen.  Ich  selbst  fand  sie  in  Tonkin  und 
phemius.  Pavie  in  den  Laos-Staaten,  phemius  Dbl.  (131  d  cf,  c  2)  wird  von  uns  nach  der  Regenzeit  angehörigen 
Exemplaren  dargestellt,  cfcf  der  Trockenperiode  bleiben  kleiner,  führen  kürzere  weisse  Strigae  der  Vflgl  sowie 
einen  hellgrünen,  statt,  blauen  Analsaum  der  Hflgl  und  den  letzteren  fehlt  unterseits  der  schöne,  blauviolette 
Submarginalstreifen.  Im  allgemeinen  sind  Sikkim-cfcf  kleiner,  sowie  unterseits  farbenärmer  als  solche  aus 
Assam,  doch  sind  die  22  abgesehen  von  dem  etwas  verminderten  violettem  Saum  der  Unterseite  aller  Flügel, 
kaum  von  Assam-22  zu  trennen.  Die  cfcf  zählen  in  Tonkin,  wo  ich  sie  August  und  September  im  dichten  Walde 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


G75 


bei  Chiem-Hoa  antraf,  zu  den  schönsten  Faltern,  namentlich  wenn  aus  dem  umgebendem  Grün  des  Blätter¬ 
meeres  der  leuchtend  blaue  Rand  der  Hflgl  herausblinkt.  In  Sikkim  nach  Elwes  und  de  Niceville  bis  4000  Fuss 
ansteigend,  vom  März  bis  Dezember  fliegend.  —  seitzi  subsp.  nov.  (137  d),  eine  habituell  kleinere  Form.  V  mit  seitzi. 
besonders  rein  weiss  hervortretenden,  feinen  Transcellularlinien  der  Vflgl.  Der  blaue  Aussensaum,  sowie  der 
anteterminale  weisse  Streifen  der  Hflgl  etwas  vermindert.  ?  oben  lichter  braun  als  Sikkim-  und  Assam  5$, 
die  weisse  Schrägbinde  der  Vflgl  schmäler,  nach  hinten  mehr  verjüngt.  Unterseite  den  Satellitinsel  Charakter 
dokumentierend  durch  die  vermehrte  schwarzbraune  Fleckung  und  das  nahezu  völlige  Verschwinden  des  bei  phemius 
lichtblauen  Submarginalanflugs  der  Hflgl.  ?  kenntlich  an  der  erheblich  verschmälerten  weissen  Binde.  Hongkong, 
Beschreibung  nach  einer  Anzahl  von  Exemplaren,  welche  Herr  Prof.  Seitz  dort  gesammelt  hat.  Nach  Walker 
ziemlich  häufig,  abgeflogene  Exemplare  im  Dezember  und  Januar  fliegend,  eine  frische  Brut  anfangs  April. 

Rp  auf  dem  Litchi-ßaum.  —  ipona  subsp.  nov.  cf  kleiner  als  nordindische  phemius ,  Hflgl  ohne  Spur  eines-  ipona. 
weissen  Anteterminalstreifens  am  hellgrünen  Distalsaum  der  Hflgl.  Vflgl-Oberseite  mit  sehr  breiten,  braunen 
Längsbinden.  Unterseite  noch  mehr  verdunkelt  als  bei  seitzi ,  ohne  weisses  Terminalgebiet  der  Hflgl.  Gunung- 
Ipoh,  Perak,  von  W.  Doherty  entdeckt.  Type  im  Tring-Museum. 


E.  euphemius  Stgr.  ersetzt  E.  phemius  auf  Borneo,  doch  sind  die  Geschlechter  nicht  so  auffallend  euphemius. 
dimorph.  Figlumrisse  bei  beiden  Geschlechtern  mehr  gerundet,  cf  dunkel,  ?  etwas  heller  rauchbraun,  cf'  auf 
den  Vflgln  mit  denselben  hyalinen  ultracellularen  Stricheln  wie  E.  phemius.  Hflgl  bei  cf  und  $  mit  einer- 
breiten,  milchigblauen  Aussenrandsbinde  umzogen,  Unterseite  schmutzig  braungrau.  ?  mit  verlöschender  weisser 
Fleckenbinde,  cf  mit  ziemlich  breiter,  violettblauer  Randfärbung  der  Hflgl,  auf  denen  das  ?  ausserdem  noch 
eine  braune,  etwas  obsolete  Mittelbinde  aufweist.  Kina-Balu,  sehr  selten,  nur  ein  Paar  bekannt. 


E.  mahadeva.  Bemerkenswert  durch  die  heteromorphen  Geschlechter,  zerfällt  in  eine  Reihe  scharf 
gesonderter  Insel-  und  Arealrassen,  deren  Vertreter  mit  Ausnahme  der  Palawan-Unterart,  überall  zu  den  grössten 
Seltenheiten  gehören.  Man  kennt  vielfach  nur  2 — 3  Exemplare,  von  der  Sumatra-Form  sogar  nur  ein  Paar. 

Vflgl  spitz,  der  Aussenteil  etwas  heller  als  die  schwarzbraune  tiefschwarz  gebänderte  Basalregion.  Hflgl  mit 
grünlich  oder  blaugrauem,  ziemlich  breitem  Randgebiet,  das  manchmal  Anfänge,  gelegentlich  auch  eine  complette 
Binde  von  schwarzen  Dreiecksflecken  trägt.  ?  etwa  dem  ?  von  Tanaecia  trigerta  ähnlich,  braun  mit  je  nach 
dem  Vorkommen  mehr  oder  weniger  scharf  ausgeprägter  weisser  oder  braun  grau  überdeckter  Mittelbinde 
beider  Flügel.  Unterseite  der  efef  braun  mit  schwarzbrauner  Submarginalbinde.  Hflgl  distal  weisslich  oder 
grauviolett  aufgehellt.  ?  verwaschen  braun  oder  graugelb,  die  Weissbinde  getrübt,  in  der  Regel  in  die  Grund¬ 
farbe  übergehend;  im  allgemeinen  jener  von  E.  merta  und  E.  salia  so  genähert,  dass  Butler  das  ?  der 
Borneo-Rasse  für  eine  Nora  hielt.  Bewohner  des  dichten  Waldes  und  bisher  nur  aus  der  Ebene  bekannt, 
mahadeva  Moore  (130  a)  schon  1859  beschrieben,  aber  ohne  Heimat  geblieben,  bis  durch  meine  Reise  Java  als  mahadeva. 
solche  ermittelt  wurde.  Unterseite  charakterisiert  durch  sehr  breite  schwarze  klammerförmige  Doppellinien 
der  Zelle  beider  Flügel,  cf  hellgrau  mit  weisslichem  Analsaum  der  auf  den  Hflgl  nahezu  bis  zur  Zelle  vor¬ 
dringt.  ?  mit  tanaecienbrauner  Rasis,  verblasstem  blauem  Anflug  am  Innenrande  der  Hflgl.  Sehr  selten  auf 
Java,  aber  sowohl  im  Westen  wie  im  Osten  der  Insel  von  mir  gesammelt.  —  sakii  Nicev .,  nur  in  einem  ?  Sakii. 
bekannt,  bis  ich  1904  Gelegenheit  hatte,  das  ?  zu  erwerben,  cf:  Hflgl  etwas  satter  blau  umsäumt  als  mahadeva -?, 
die  bei  der  Java-Form  kaum  angedeutete  submarginale  Fleckenbinde  prominent  nach  innen  mit  zierlich  weissen 
Fleckchen  besetzt.  ?  mit  etwas  schmalerer  und  dicht  graubraun  verschleierter  Mittelbinde  der  Vflgl  als 
mahadeva -?.  cf:  Unterseits  dunkler,  reicher  braun  und  braungelb  bewölkt.  ?  mit  markanterer  schwarzer  sub¬ 
marginaler  Wellenbinde  beider  Flügel.  Nordost-Sumatra.  —  zichri  Btlr.  (?  =  indistincta  Btlr)  gleicht  etwas  zichri. 
dem  rhamasses- cf  (129  a),  doch  erscheint  das  blaue  Saumgebiet  der  Hflgl  ausgedehnter;  ¥  dem  E.  bipunctataN 
einigermassen  ähnlich,  so  dass  es  Butler  als  „ATom“-?  beschrieb.  Weissfleckung  ausgedehnter,  aber  noch  mehr 
verwaschen  als  bei  javanischen  ??.  Borneo,  nur  wenige  Exemplare  bekannt.  —  rhamasses  Stgr.  (129  a),  rhamasses. 
kenntlich  an  dem  schmalen  blaugrünen  Randstreifen  der  Hflgl,  zeigt  beim  ?  eine  nur  noch  aus  grauweissen 
Spitzen  bestehende,  analwärts  bereits  völlig  braun  überdeckte,  Binde  der  Hflgl.  cf  unterseits  sehr  nahe  den 
sakü-Nd \  doch  noch  prominenter  braun  gefleckt.  Hflgl  mit  grauviolettem  Anflug,  der  bis  zur  submarginalen 
Punktreihe  ausgedehnt  ist.  ?  braungelb  mit  trüb  milchweissen  Feldern.  Palawan,  nicht  sehr  selten,  von  Doherty 
im  Januar  in  Anzahl  gesammelt.  —  zichrina  Frühst,  gleicht  dem  sakii- cf,  doch  erscheint  der  Randsaum  der  zichrina. 
Hflgl  noch  dunkler  blau,  dessen  innere  Fleckenreihe  sehr  deutlich,  cf  unten  am  Analwinkel  leicht  dunkel¬ 
blau  iiberpudert;  cf  noch  nicht  beschrieben.  Malayische  Halbinsel,  nordwärts  bis  Tenasserim,  1  V  von  den 
Karen-Hills  in  Collection  Elwes,  ein  cf  von  Unter-Tenasserim  im  British-Museum,  die  Type  aus  Perak  in  der 
Sammlung  Fruhstorfer.  —  binghami  Nicev.  dürfte  einer  extremen  Trockenzeitform  angehören,  cf  oben  mit  binghami. 
hellgrünem  Analsaum  der  Hflgl,  sonst  kaum  von  rhamasses  zu  unterscheiden.  Unterseite  der  Hflgl  bemerkenswert 
durch  breiten  die  ganze  mediane  und  anale  Zone  überdeckenden  fahlgrünen  Anflug.  ¥  noch  zu  entdecken. 

Das  ?  welches  Niceville  als  binghami -?  auffasste,  ist  das  ¥  der  E.  eriphjle  Nicev.  Type  ein  cf  aus  den  Dannat- 
Ranges,  Tenasserim, 


676 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sericea.  E.  sericea  Frühst.  (137  c)  ersetzt  E.  manadeva  auf  der  Insel  Nias.  cf  mit  weisslicher  Aufhellung  der 

Submarginalzone  der  Vllgl,  welche  auch  noch  zwei  helmförmige  weisse  intramediane  Makeln  tragen.  Hflgl  mit 
deutlichen  schwarzen  Intranerval-Fleken,  welche  nach  innen  graublaue  Spitzenhäubchen  tragen.  Unterseite 
dunkel  rauchbraun,  die  weissen  Partien  zu  beiden  Seiten  der  schwarzbraunen  Submarginalflecken  ausgedehnter. 
?  mit  fast  doppelt  so  breiten  grauweissen  Medianmakeln  der  Vflgl,  als  E.  manadeva  J Ioore-9-,  Sehr  selten: 
cf -Type  in  meiner,  1  cf  sowie  2  ??  in  der  ADAMS-Collection  des  British-Museum. 


E.  lubentina  eröffnet  eine  Reihe  prächtiger  Arten,  welche  auf  reich  grün  schillernder  Oberseite  ausser 
den  üblichen  Weissflecken  auch  noch  rote  Dekorationen  tragen.  Geschlechter  sehr  verschieden,  ?  rund- 
flügeliger  als  das  cf,  mit  breiter  weisser  Schrägbinde  und  stets  grossem  weissem  Zellfleck  der  Vflgl.  Rp  auf 
Loranthus-Arten,  ähnlich  jener  von  E.  garuda ,  grasgrün  mit  einer  dorsalen  Reihe  von  purpurbraunen  gewinkelten 
Flecken,  die  manchmal  mit  diamantglänzendem  Punkt  in  der  Mitte  besetzt  sind.  Die  lateralen  Dornen  etwas 
kürzer  als  bei  garuda ,  breiter  gefiedert  mit  purpurbrauner  Spitze.  Pp  grün  mit  zwei  lateralen  braunen 
schmutzigweiss  centrierten  Makeln.  Kopfhörner  braun  umringelt.  Falter  durchweg  selten,  ?  fast  immer  häufiger 
als  die  cfcf,  letztere  gerne  an  feuchten  Stellen  am  Wege,  als  sehr  schnelle  ungestüme  Flieger  mit  Vorliebe 
auf  Baumwipfeln.  Tegumen  mit  relativ  kurzem  Uncus,  der  wie  bei  E.  salia  und  E.  agnis  gebaut  ist.  Valve 
charakteristisch  durch  gestreckte  kantige  Form,  oben  mit  tiefer  Rinne,  ventral  mit  deutlicher  Auswölbung,  distal 
scharf  abgeschnitten  ohne  Randzähne  wie  bei  E.  adonia.  Die  Art  auf  dem  Clontinent  dem  Einfluss  der  Jahres¬ 
zeiten  unterworfen;  ein  Factum,  welches  den  Autoren  bisher  entgangen  ist;  sie  neigt  auf  Borneo  anscheinend 
zur  Ausbildung  einer  besonderen  Höhen-  und  Talform,  welche  bisher  als  eigene  Arten  galten.  Doch  ist  bei 
der  Seltenheit  der  zugänglichen  Objekte  ein  ganz  sicheres  Urteil  noch  aufzuschieben.  Staudinger  war  geneigt, 
E.  adonia  nur  als  „Varietät“  der  E.  lubentina  aufzufassen.  Wenn  auch  die  Anlage  und  Verteilung  der  roten 
Fleckender  Unterseite  eine  gewisse  Verwandschaft  andeuten,  muss  der  Ansicht  Staudingers  doch  entgegengetreten 
werden,  wegen  der  weiten  Verbreitung  von  E.  adonia  und  einiger  morphologischer  Differenzen  der  Genital- 
lubentina.  organe.  E.  lubentina  zerfällt  auf  dem  Continent  in  mehrere  Gebietsrassen:  lubentina  Cr.  (131  e  ,  der  nomen- 
clatorische  Typus,  bisher  nur  aus  Süd-China  bekannt,  wurde  mit  der  ganz  verschiedenen  indischen  Zweigrasse 
identificiert.  Nach  den  von  mir  in  Tonkin  gefundenen  Exemplaren  ergibt  sich  aber  der  aus  unseren  Figuren 
ohne  weiteres  ersichtliche  Unterschied,  dass  lubentina  trotz  ihrer  bedeutenderen  Grösse  schmälere  und  daher 
isolierter  stehende  weisse  Componenten  der  Binde  der  Vflgl  aufweist.  Von  mir  in  zwei  ??  April,  Mai,  auf 
indica.  feuchten  Wegstellen  in  Nord-Tonkin  auf  ca.  6 — 700  m  Erhebung  gesammelt.  —  indica  Frühst.  (131a)  hat  in 
der  Trockenzeit  unterseits  eine  fahlere  Grundfärbung  als  Exemplare  der  Regenperiode.  ??  der  ersteren  zeigen 
hellbraungraue  Hflgl  mit  geringem  basalem  Anflug,  jene  der  nassen  Periode  nahezu  völlig  licht  olivengrün 
überzogene  Unterseite  der  Hflgl,  aber  kleinere  weisse  Subapicallleckchen  der  Vflgl.  Assam-cfcT  sind  lebhafter 
gefärbt,  als  meine  Type  aus  Sikkim,  cd  mit  markanteren  roten  und  weissen  Flecken.  Dagegen  findet  sich  in 
Birma  eine  kümmerliche  Form  mit  verblasstem  Golorit  und  obsoleten  Rotflecken  der  Vflgl.  Nach  Aitken  nicht 
sehr  selten  auf  den  Anhöhen  um  Bombay,  sonst  von  der  Nord west-Provinz  dem  Kumaon-Himalaya  bis  Sikkim, 
Assam  und  Ober-Birma  (Bhamo)  als  grosse  Seltenheiten  vermeldet.  ??  auch,  bei  Rangun  an  reifen  Guava- 
früchten  beobachtet;  im  British  Museum  auch  aus  Siam  vertreten,  woher  sie  auch  Druce  schon  1874  meldete- 
arasada.  arasada  subsp.  nov.  ist  die  farbenschöne  Unterart  des  südlichen  Indiens.  In  den  Nilgiris  bis  4000  Fuss 
ansteigend,  wird  sie  auch  aus  der  Ebene  von  Travancore  gemeldet.  Ich  besitze  cdcd  aus  Karwar  (August)  und 
¥  von  Cannapore.  cd  oben  auf  den  Vflgln  heller,  auf  den  Hflgln  intensiver  grün  als  nordindische  Individuen. 
¥¥  heller,  glänzender  grün  mit  schmälerer  aber  schärfer  abgesetzter  weisser  Fleckenbinde  der  Vflgl.  Unter¬ 
seite  bei  beiden  Geschlechtern  namentlich  am  Apex  der  Vflgl  reicher  und  lebhafter  hell  kaffeebraun  als  bei 
psittacus.  indica,  Hflgl  graubraun  mit  mattem  blaugrauem  Basalanflug.  —  psittacus  Frühst,  findet  sich  auf  der  Insel 
Ceylon,  und  zwar  nur  im  flachen  Norden,  zwischen  Dambulla  und  Anurhadnapura,  sowie  Trincomali  in  den 
dortigen  dichten,  von  Affen  bevölkerten  Wäldern,  fast  stets  am  Erdboden  auf  abgefallenen  Früchten.  Das 
Inselcolorit  wird  markiert  durch  die  nahezu  schwarze  nicht  grünschimmernde  Basalpartie  der  Vflgl,  kleinere, 
deutlicher  schwarz  umringelte  rote  Punktflecken  der  satter  grün  umgebenen  Hflgl.  Unterseite  der  cd cd  fast 
chersonesa.  ohne  rote  Basalumrandung  der  Hflgl.  —  Mit  chersonesia  Frühst,  beginnt  die  Reihe  der  wesentlicher  differenzierten 
makromalayischen  Abzweigungen,  cd  kaum  von  indica  Frühst.  (131  a)  zu  separieren,  doch  gleicht  das  ?  bereits 
der  culminicola  (131  aj,  indessen  ist  der  weisse  Fleck  vor  dem  Zellapex  fast-doppelt  so  breit  und  die  intramedianen 
Flecken  sind  etwas  steiler  gestellt  und  ansehnlicher.  Randgebiet  der  Hflgl  hell  olivengrün,  intensiv  glänzend. 
Unterseite  der  Hflgl  verwaschen  mit  verblassten  roten  Flecken,  vordere  Partie  braungrau,  hintere  matt  blaugrün. 
rajana.  Malayische  Halbinsel.  —  rajana  subsp.  nov.  ist  auch  im  männlichen  Geschlecht  erheblich  differenziert;  Vflgl 
mit  drei  weissen  länglichen  Streifchen  am  Zellende  und  fünf  weissen  Subapicalpunkten,  Analsaum  der  Hflgl 
dunkler  grün  als  bei  Malakka-Exemplaren.  Unterseite  der  Vflgl  mit  auffallend  grossen  und  deutlichen  submar¬ 
ginalen  Weissflecken;  Hllgl  mit  dunkel  blaugrünem  Anflug.  ?  differiert  von  ¥¥  aus  Sumatra  dadurch,  dass  das 
weisse  Längsband  der  Zelle,  die  drei  weissen  Strigae  am  Zellapex  und  sämtliche  transcellularen  Flecken  breiter 
mariae.  angelegt  sind  als  bei  mariae.  Insel  Banka,  Type  im  Museum  in  München.  —  mariae  Frühst,  hält  im  männ¬ 
lichen  Geschlecht  die  Mitte  zwischen  culminicola  von  Java  und  whiteheadi  vom  Kina-Balu;  Hflgl  oberseits  etwas 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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ärmer  an  Rot,  aber  etwas  dunkler  grün  umrandet  als  Java-cPcP,  Weisspunktierung  der  Vflgl  kleiner  als  bei 
whiteheadi.  Unterseite  der  Hfl  gl  bei  einem  cf  vom  Padang-Bovenland  fast  ohne  Rotflecken,  bei  einem  cf  der 
Battak-Hochebene  durchweg  dunkler  mit  markanten  roten  Stellen.  ?,  nach  einem  von  Dr.  Martin  gesammelten 
Exemplar  der  ßattakberge  beurteilt,  sehr  nahe  culminicola-^  (131  a),  doch  bedeutend  grösser,  mit  ansehnlicheren 
weissen  Medianmakeln  der  Vflgl,  aber  etwas  reduzierten  Rotflecken  der  Hflgl.  mariae  ist  sehr  selten  auf 
Sumatra  und  es  entstammt  die  Type  dem  Battak-Hochland.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  im  Tiefland  der 
Insel  ??  Vorkommen,  welche  sich  mehr  dem  ?  von  chersonesia ,  rajana  und  der  continentalen  indica  nähern 
weil  bereits  Hagen  schreibt,  dass  er  zwei  Exemplare  in  seinem  Fruchtgarten  bei  Labuan  gefangen  habe,  dass 
aber  die  Species  häufiger  auf  der  Hochebene  sei,  woher  seine  Malayen  etwa  ein  Dutzend  Stücke  einlieferten 
—  adinda  siibsp.  nov.  Unter  diesem  „i.-l.“-Namen  befindet  sich  ein  ?  in  der  ADAMS-Collection,  dessen  Entdeckung  adinda. 
dem  Sammler  Van  de  Polls  zu  danken  ist.  Es  handelt  sich  um  eine  hervorragende  Erscheinung  und  um  eine 
der  prächtigsten  aller  Euthaliiden.  ?  Über  ein  Drittel  grösser  als  culminicola-  und  mariae-%  nahezu  das  Ausmass 
unserer  Figur  des  Tonkin-?  von  F.  lubentina  (131  e)  erreichend.  Die  ganze  Oberfläche  von  einem  intensiven 
Goldhauch  überflutet.  Vflgl  sich  wiederum  der  continentalen  E.  lubentina  indica  anschliessend  durch  zwei 
supplementäre  weisse  Streifen  an  der  Submediana.  Grundfarbe  der  Hflgl  hellbraun  mit  grossen  weissgrauen 
Medianflecken.  Insel  Nias.  —  culminicola  Frühst.  (131  a)  differiert  von  allen  bisher  erwähnten  lubentina- Rassen  culminicola. 
durch  die  luxuriantesten  Rotflecken  der  Oberseite  der  Hflgl,  welche  zugleich  lichter  und  glänzender  grün 
umsäumt  sind,  als  cfcf  von  mariae  und  whiteheadi.  Das  ¥  hat  nur  sehr  selten  so  breiten  weissen  Intramedian¬ 
fleck  der  Vflgl;  wie  auf  unserer  Figur  dargestellt,  denn  in  der  Regel  sind  die  Flecken  um  die  Hälfte  schmäler.  Von 
den  Vikarianten  entfernt  sich  culminicola -¥  durch  vermehrtes  Rot  der  Oberseite  der  Hflgl.  Sehr  selten,  stets  auf 
Erhebungen  über  1200  m,  aber  sowohl  im  Tengger-Gebirge  des  Ostens  wie  auch  am  Vulkan  Gede  im  Westen 
von  Java  von  mir  gesammelt.  -  whiteheadi  Sm.  Grundfarbe  dunkler  als  bei  der  javanischen  Schwesterrasse;  whiteheadi 
Hflgl  im  Costalgebiet  lebhaft  stahlblau  schillernd.  Der  dunkelgrüne  Analsaum  umschliesst  etwas  kleinere  schwarze 
Makeln;  Anteterminalbinde  der  Vflgl  zumeist  blaugrün,  nur  bei  einem  cP  hell  bronzegrün  und  der  grüne  Schiller 
etwas  nach  innen  ausgeflossen.  Analrand  der  Unterseite  der  Hflgl,  wie  bei  mariae  ohne  rote  Begrenzung. 

?  von  culminicola -¥  abweichend  durch  reduzierte  weisse  Subapicalmakeln  der  Vflgl  und  kleinere  rote  Flecken 
der  Oberseite  der  Hflgl.  Kina-Balu,  selten.  —  adeona  Sm.  nähert  sich  der  chersonesia  Frühst,  und  umschreibt  adeona. 
eine  ?-Form  der  Ebene.  Die  weisse  Fleckenbinde  der  Vflgl  steiler  als  bei  culminicola ,  mariae  und  whiteheadi 
gerichtet;  der  letzte  Component  über  der  Submediana  mehr  nach  innen  gerückt,  sehr  gross.  Type  aus  Silam, 
Nord-Borneo.  Zu  adeona  dürften  cPcP  gehören,  die  mir  Mr.  Shelford  von  Kuching  und  vom  Berg  Batang  aus 
Sarawak  sandte.  Unterseits  etwas  fahler  als  die  Bergform  whiteheadi,  die  roten  Makeln  mehr  verwischt.  Anal¬ 
saum  mehr  grau  statt  blaugrün.  —  adeonides  Frühst,  bezeichnet  die  Alluvialform  des  südöstlichen  Borneo,  adeonides. 
kenntlich  an  verminderter  Weissfleckung  der  Vflgl;  so  ist  namentlich  die  Makel  über  der  Submediana  dem 
Verschwinden  nahe  und  auch  die  roten  Einsprengungen  der  Hflgl  sind  verkleinert.  —  philippensis  Frühst,  philippensis 
differiert  im  cP  von  whiteheadi ,  dem  er  sonst  sehr  nahe  steht.,  durch  die  Kleinheit  und  die  fahler  grüne  Grund¬ 
färbung.  Htlgl  mit  kleineren  roten  Median-  und  Anteterminalpunkten.  Vflgl  nur  noch  mit  einem  komma-artigen 
weissen  Zellst.rich  und  nur  zwei  statt  drei  transcellularen  Streifehen.  Unterseite  charakterisiert  durch  die 
komplette  Serie  roter  Medianpunktflecken,  welche  wie  bei  continentalen  lubentina  bis  zur  Submediana  durch¬ 
ziehen,  und  nicht  wie  bei  den  makromalayischen  Rassen  von  der  Flügelmitte  ab  verlöschen.  Auch  die  stark 
gebogene  Serie  weisser  Submarginalmakeln  der  Vflgl  äusserst  prägnant,  reiner  weiss  als  selbst  bei  F.  indica 
Frühst.  Type  von  Bazilan,  Februar,  März.  —  nadenya  subsp.  nov.  bewohnt  die  nördlichen  Philippinen.  cP  cP  nadenya. 
nach  Semper  im  Gegensatz  zu  philippensis  Frühst,  mit  roten  Flecken  in  der  Vilglzelle.  Ein  ?  aus  Luzon, 
welches  dem  Berliner  Museum  gehört,  zeichnet  sich  von  südindischen  lubentina -¥¥  aus  durch  geringer  ent¬ 
wickelte  weisse  Medianflecken  der  Vflgl.  Unterhalb  der  Submediana  steht  im  Analwinkel  nur  noch  ein  weisser 
Punkt,  ebenso  sind  die  oberen  apicalen  weissen  Punkte  um  Vieles  kleiner.  Von  der  inneren  Reihe  roter 
Punkte  der  Hflgl  sind  nur  noch  zwei  vorhanden,  die  submarginalen  schwarzen  Makeln  sind  ebenfalls  obsoleter. 

Auf  der  Hflgl- Unterseite  dagegen  sind  alle  roten  Flecken  intensiver,  die  cellularen  grösser,  die  medianen 
schmäler.  Der  Costalrand  ist  breiter  rot  gesäumt.  Auf  dem  Apex  der  Vflgl  ist  nur  noch  eine  Spur  von  Braun 
vorhanden,  alles  Übrige  ist  blaugrün  angedunkelt.  Sehr  selten,  Semper  empfing  im  Laufe  vieler  Jahre  nur  ein 
¥  aus  Luzon,  einige  $?  von  Mindanao,  doch  dürften  letztere  zur  Süd-Philippinen-Unterart  ( philippensis )  gehören. 

Flugzeit  vom  Mai  bis  November. 

E.  djata  eine  seltene  Species;  bisher  nur  aus  dem  nördlichsten  Borneo  und  von  der  Insel  Palawan 
bekannt,  doch  dürfen  noch  Zweigrassen  von  den  Satellitinseln  erwartet  werden.  cP  oberseits  ohne  rveisse 
Punkte  oder  Strigae,  die  Rotfleckung  der  Hflgl  dem  Verschwinden  nahe.  ?  etwa  vom  adeona- Typus,  aber  mit 
völlig  vertikal  gerichteter  Medianbinde.  Hflgl  grau  überdeckt  mit  medianen  ausgedehnten  aber  sehr  fahlen 
Rotllecken.  Grundfarbe  im  allgemeinen  matter  als  bei  E.  lubentina.  Unterseite  der  cPcP  ohne  weisse  Zell¬ 
streifung.  Hflgl  fast  gänzlich  blaugrau  überdeckt.  —  djata  Bist.,  mir  in  natura  unbekannt,  ist  aus  Sandakan  djata. 
beschrieben.  Nach  Distant’s  Beschreibung  differiert  djata  von  lubentina  in  folgenden  Punkten.  Das  cP  ist  kleiner, 
dunkler.  Vflgl  oben  ohne  rote  Zellflecken  und  ohne  weisse  Apicalflecke.  Unterseite:  Den  Vflgln  fehlen  ebenfalls 


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EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  weissen  Makeln.  Auf  den  Hflgln  ist  der  rote  Costalsaum  auf  die  Basis  beschränkt  und  die  Submarginal¬ 
flecken  werden  nach  dem  Analwinkel  zu  obsolet.  Das  ?  ähnelt  lubentina-1?,  unterseits  fehlt  jedoch  die  innere 
Reihe  roter  und  schwarz  begrenzter  Flecken.  Die  Oberseite  wird  von  zwei  gewellten,  discalen,  schwarzen 
ludonia.  Linien  durchzogen.  Spannweite  cf  50  mm,  2  60  mm.  —  ludonia  Stgr.  liegt  mir  in  einem  von  Doherty  im 
Januar  auf  Palawan  gesammelten  Pärkchen  vor.  cf  oben  matt  dunkel  graugrün;  Hflgl  nur  mit  drei  anteter- 
minalen  und  zwei  medianen  trüben  Rotpunkten.  ?  mit  bandartig  verbreiterten,  markant  schwarz  umgrenzten, 
gleichfalls  grau  verschleierten  mattroten  Medianflecken.  Subapicalpunkte  und  Transcellularstrigae  der  Vflgl 
ansehnlicher  als  bei  adona. 

irrubescens.  E.  irrubescens  Sm.  (Rd.  1,  S.  190)  bewohnt  den  Omei-Shan  in  West-China.  Oberseite  dunkelgrün  mit 

schwarzen  Striemen  und  zwei  roten  Strichen  in  der  Zelle  der  Vflgl.  Unterseite  der  Vflgl  wie  oben,  Hflgl  etwa 
wie  bei  E.  lubentina,  der  gesamte  Ird  breit  rot  umzogen. 

E.  amanda  ersetzt  E.  lubentina  in  der  celebischen  Subregiom.  cf  von  einfachster  Färbung,  oberseits 
schwarz  mit  dunkelgrünem  Randgebiet  der  Vflgl  und  grünlich  stahlblauem  der  Hflgl.  Letztere  mit  einer 
schwarzen  Postdiscalbinde,  einer  medianen  Zickzacklinie,  sowie  markanten  submarginalen  intranervalen  Spitzen. 
2  ausserordentlich  differenziert:  Vflgl  mit  lubentina- Zeichnung,  Hflgl  mit  je  nach  der  Oertlichkeit  an  Dimension 
wechselnder  roter  Mittelbinde  und  distal  rot  geschmückten  schwarzen  Anteterminalfleckchen.  Unterseite  des 
cf  grauschwarz,  Vflgl  mit  zwei  roten  Zellstreifen.  2  grau  mit  blaugrauem  Anflug.  Hflgl  wie  beim  cf  mit  zwei 
amanda  Serien  roter  Makeln.  —  amanda  Hew.,  mit  der  Namenstype  aus  Süd-Celebes,  2  in  der  Regel  mit  viel  schmälerer 
roter  Medianbinde  der  Hflgl  als  unsere  Figur,  welche  sich  auf  ein  Exemplar  der  Ebene  von  Nord-Celebes 
bezieht.  Sehr  selten;  Type  aus  der  Umgebung  des  Wasserfalls  von  Makassar,  durch  Walläce  nach  Europa 
eutaenia.  gebracht,  aber  die  F orm  wurde  auch  noch  auf  1 000  in  Höhe  am  Pik  von  Bonthain  im  März  von  mir  gefunden.  —  eutaenia 
subsp.  nov.  (131  e  als  amanda )  soll  die  Zweigrasse  des  nördlichen  Celebes  umschreiben.  2  abgesehen  von  der 
luxurianten  Rotstreifung  auch  unterseits  charakterisiert  durch  mehr  verwaschene  schwarze  Submarginalfleckung 
pcriya.  der  Unterseite.  Toli-Toli,  November,  Dezember;  Minahassa,  bis  etwa  1000  m  Höhe.  Selten.  —  periya  subsp. 
nov.  differiert  von  den  Minahassa-Exemplaren  durch  dunklere  Grundfärbung,  grössere  weisse  Makeln  der  Vflgl 
und  intensiver  carminrote  und  breitere  Binden  der  Hflgl;  ein  Characteristikum,  welches  auf  der  Unterseite  bei 
beiden  Geschlechtern  noch  deutlicher  zum  Ausdruck  kommt.  Insel  Bangkai,  Type  in  der  Sammlung  Staudinger. 

E.  adonia  im  Gegensatz  zu  E.  lubentina  eine  vorwiegend  insulare  Species,  auf  dem  Festland  nur  in  Hinter¬ 
indien  vorkommend  und  wiederum  im  Contrast  mit  lubentina  auch  auf  die  kleinen  Sunda-Inseln  übergehend, 
cf  von  E.  lubentina  differenziert  durch  die  kleineren  und  vertikal  sowie  direkt  untereinander  gestellten  weissen 
Submarginalpunkte  der  Vflgl,  welchen  oberseits  alle  roten  Zellflecken  fehlen.  2  kenntlich  an  dem  stets  vertikal 
gestellten,  bandartig  verbreiterten,  weissen  Mittelfeld  der  Vflgl,  das  auch  stets  auf  die  Hflgl  übergreift  und  dort 
je  nach  der  Heimat  des  Falters  an  Ausdehnung  variiert.  In  der  Regel  sind  auch  die  cf  cf  mit  fast  doppelt  so 
breiten  medianen  Rotflecken  der  Hflgl  decoriert.  als  sie  lubentina  eigen  sind,  doch  ist  dieses  Merkmal  bei 
Vikarianten  der  Satellitinseln  nicht  stichhaltig.  Klammerorgane  sehr  ähnlich  jenen  von  E.  lubentina ,  Uncus 
etwas  länger  und  robuster,  Valve  distal  mit  zwei  deutlichen  Zähnen,  welche  bei  E.  lubentina  fehlen,  ventral 
ohne  mediale  Anschwellung.  Wie  bei  den  vorhergehenden  Species  der  lubentina-Gtvx}p\)Q  zweigt  der  dritte 
Subcostalast  abweichend  von  den  übrigen  Euthalien  bei  beiden  Geschlechtern  auf  gleichem  Abstand  jenseits 
der  Zelle  der  Vflgl  ab.  Jugendstadien  unbekannt.  Imago  gern  auf  abgefallenen  Früchten,  von  mir  jedoch  nie 
an  aufgehängten  Bananenködern  gefunden.  Vorzugsweise  Bewohner  der  Ebene  und  noch  seltener  als  E.  lubentina, 
adonia.  adonia  Cr.  (129  e)  von  ihrem  Autor  nach  einem  2  von  Samarang  an  der  Nordostküste  von  Java  beschrieben 
und  abgebildet,  während  wir  cf  und  2  aus  der  Umgebung  von  Sukabumi,  West-Java,  darstellen.  2  aus  dem 
Osten  der  Insel  aus  der  Umgebung  von  Malang  und  aus  dem  Tenger-Gebirge  führen  etwas  breitere  weisse 
Binden  und  Transcellularmakeln  der  Vflg.  Sehr  selten,  immer  nur  in  einzelnen  Stücken  anzutreffen  und  von 
pura.  der  Küste  bis  zu  600  m  Erhebung  vorkommend.  —  pura  Frühst.  (131a)  zeigt  wieder  so  recht,  welche  Modi- 
ficationen  die  Trabantinselchen  produzieren,  denn  pura  ist  trotz  aller  sinnfälligen  Differenzen  nur  eine  mela- 
notische  Inselrasse  der  altbekannten  adonia  Cr.  von  Java  mit  stark  reduzierten  und  verdüsterten,  weissen 
Punkten  der  Vflgl  und  viel  schmäleren  und  rundlicheren,  roten  Flecken  der  Hflgl-Uberseite.  Auch  auf  der 
Unterseite  ist  sowohl  die  Weiss-  wie  die  Rotpunktierung  bedeutend  kleiner.  Die  Flügel-Unterseite  ist 
ausserdem  dunkelgrün,  anstatt  bräunlich,  und  die  submarginale  Schwarzpunktierung  viel  prominenter 
als  bei  adonia.  Die  Reduzierung  der  weissen  Flecken  ist  hier  noch  auffallender,  weil  die  langen,  weissen 
Striche  am  3.  Medianast  und  dem  Analrand  der  Vflgl  fast  ganz  verschwunden  sind.  Auch  die  weissen  Flecken 
der  Hflgl  sind  kaum  halb  so  breit  als  bei  den  Java-22,  dagegen  sind  die  schwarzen  Submarginalpunkte  auf 
der  Ober-  wie  auf  der  Unterseite  mindestens  nochmal  so  gross.  Ganz  verschwunden  ist  im  Analwinkel  der 
Hflgl-Unterseite  die  breite  blaue  Bestäubung,  welche  adonia  ziert,  pura  bildet  einen  Uebergang  von  adonia 
zu  sapitana  Frühst,  von  Lombok,  nur  ist  pura  etwas  dunkler  als  sapitana ,  welch  letztere  breiter  weisse  Binden 
sapitana.  aufweist.  Insel  Bawean,  Hauptflugzeit  Juli  bis  September.  10  cfcf,  7  22  in  Coli.  Fruhstorfer.  —  sapitana  Frühst. 

die  östlichste  bekannte  Rasse,  gleichfalls  mit  verminderter  Weissbänderung,  welche  jedoch  nicht  in  gleich 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


670 


hohem  Masse  wie  hei  pura  reduziert  ist,  sodass  sapitana  viel  mehr  der  von  uns  abgebildeten  Form  aus  West- 
Java  als  dem  ?  von  pura  nahekommt'.  Unterseite  dunkler  als  bei  adonia,  etwas  lichter  als  bei  der  Bawean- 
Zweigrasse.  Insel  Lombok,  auf  600  m  Höhe  Mai,  Juni  von  mir  gesammelt,  cP  noch  unbekannt.  Line  weitere 
der  sapitana  nahestehende  Form  ist  noch  von  Bali  und  eine  der  pura  genäherte  von  Kangean  zu  erwarten. 

sumatrana  Frühst,  gilt  als  ausserordentlich  selten.  Dr.  Hagen  fand  drei  Exemplare,  Dr.  Martin  nur  2  9?  sumatrana. 
im  Laufe  von  nahezu  15  Jahren.  Nach  Hagen  sind  die  Sumatra-??  weniger  lebhaft  gefärbt,  als  ??  aus  der 
Umgehung  von  Sukabumi.  Ein  cf  meiner  Sammlung  führt  kleinere  weisse  Fleckchen  der  Vflgl  als  adonia-n 
das  ?  entschieden  verkümmerte  rote  Makeln  der  Hflgl.  Dagegen  vergrössern  sich  die  weissen  subapicalen 
Flecken  der  Vflgl  der  ??  ganz  erheblich.  ?-Type  aus  Palembang.  —  malaccana  Frühst,  hat  ein  lichter  grün  malaccana. 
umrandetes  cf  und  ein  kleiner  weiss  geflecktes  ?  als  die  Sumatra-Vikarianle.  Sehr  selten.  Malayische  Halb¬ 
insel.  —  beata  Frühst,  ist  das  Gegenstück  zu  pura  und  zeigt  noch  breitere,  weisse  Vflgl-Flecken  als  adonia  beata. 
und  nur  etwas  schmälere,  weisse  Discalbinden  der  Hflgl.  Im  übrigen  ist  heata  farbenärmer  als  adonia  und 
pura  und  nähert  sich  etwas  malaccana  Frühst,  von  der  Malayischen  Halbinsel.  Verglichen  mit  dieser  und 
Distants  Bild  (Rhop.  Malayana  t.  19.  f.  11.)  bemerken  wir  folgende  Differenzen:  Die  drei  weissen  Subapical- 
fleckehen,  sowie  die  grossen  Makeln  zwischen  den  Medianen  sind  nach  aussen  tief  eingekerbt,  also  nicht  rund¬ 
lich  abgegrenzt  wrie  bei  malaccana.  Die  3  Flecken  am  Zellschluss  der  Vflgl  sind  spitzer  und  ungleicbmässiger, 
die  weissen  Makeln  der  Medianbinden  der  Hflgl  dagegen  gleichartiger,  sodass  eine  regelmässiger  verlaufende 
Binde  entsteht.  Vflgl-Unterseite  hellbraun.  Siam,  (Bangkok).  —  princesa  Frühst.  Ein  ?  aus  Palawan  differiert  princesa. 
von  solchen  aus  Java  dadurch,  dass  die  obersten  Makeln  der  weissen  Medianbinde  der  Vflgl  schmäler,  länger 
und  isolierter  aussehen.  Der  vierte  Subapicalpunkt  ist  mit  dem  dritten  Costalstrichfleck  zusammengeflossen. 

Der  weisse  Fleck  in  der  Vflgl-Zelle  ist  viel  kleiner  und  dreieckig.  Unterseite:  Die  Vflgl  tragen  einen  breiteren 
weissen  Aussensaum,  eine  dunklere  und  ausgedehntere  schwarze  Submarginalbinde.  Die  Medianbinde  der  Hflgl 
besteht  aus  inniger  verwachsenen  nach  innen  und  aussen  schwarz  umsäumten,  mehr  quadratischen  Flecken. 

Das  Rot  der  Unterseite  aller  Flügel  ist  obsoleter.  —  montana  Frühst.,  eine  hervorragend  schöne  Form,  differiert  montana. 
von  den  übrigen  makromalayischen  Subspecies  durch  die  bedeutendere  Grösse  und  dunklere  Grundfarbe.  Die 
schwarze  Submarginalbinde  der  Vflgl  und  alle  schwarzen  Punkte  und  die  äussere  Medianbinde  der  Htlgl  sind 
intensiver  und  ausgedehnter.  Unterseite:  Die  wTeisse  mediane  Punktreihe  ist  etwas  reduzierter,  das  Rot  der 
Hflgl  schärfer  abgesetzt,  und  der  grüne  Analsaum  weiter  ausgedehnt.  Palpen  und  Vorderfüsse  intensiver  rot.  Das 
gleichfalls  grössere  ?  hat  kürzere  und  schmälere,  und  deshalb  weiter  getrennt  stehende,  weisse  Medianflecken 
der  Vflgl.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  ähnlich  wie  auf  Distants  Figur  der  malaccana  weiter  nach  innen 
gerückt,  ebenso  verläuft  die  Binde  von  der  Costa  nach  dem  Analwinkel  zu  allmälig  breiter  werdend.  Die  drei 
apicalen  roten  Punkte  der  Hflgl  sind  kleiner  als  bei  adonia  und  harmonieren  mit  malaccana.  Die  rote  Fleckung 
der  Unterseite  aller  Flügel  ist  etwas  obsoleter  als  bei  adonia.  cP  Costallänge  der  Vflgl  32  mm,  ?  40  mm. 

Kina-Balu  (Nord-Borneo). 

E.  amabilis  Stgr.  eine  ausgezeichnete  Vikariante  überbietet  pura  noch  an  Grösse,  gleicht  dieser  jedoch  amabilis. 
in  der  Reduktion  der  Weisszeichnung.  Hflgl  oberseits  ohne  costale  rote  Makeln,  unterseits  aber  etwas  an  E. 
amanda  von  Celebes  anklingend,  durch  eine  komplette  Reihe  grosser  roter  oblonger  Flecken,  welche  die  auch 
auf  den  Vflgl  deutlichen  schwarzen  Submarginalmakeln  verzieren.  Sula-Mangoli,  von  Dr.  Platen  entdeckt. 

Nur  2  cPcP  3  ??  bisher  aufgefunden. 

E.  franciae  vermittelt  durch  die  ansehnliche  Gestalt  und  die  Art  der  Zeichnungsverteilung  äusserlich 
den  Übergang  zu  den  Arten  der  Dophla-Gruapipe,  denen  sie  sich  auch  structurell  bereits  durch  die  Rudimente 
eines  Zellschlusses  der  Vflgl  anschmiegt.  Die  Art  ist  saisondimorph;  eine  Erscheinung,  welche  bisher  nicht 
beachtet  wurde.  Die  Binde  der  Oberseite  wechselt  je  nach  der  Jahreszeit  und  auch  je  nach  der  Örtlichkeit 
an  Reinheit  der  Farbe  und  Ausdehnung.  Unterseite  äusserst  charakteristisch  durch  die  zarte  blaugrüne  bronze¬ 
glänzende  Grundfarbe,  welche  reich  silbergrau  überflutet  und  auf  den  Hflgl  besonders  bei  den  Exemplaren  der 
Trockenzeit  noch  von  blasslila  Längsstreifen  verziert  ist.  Im  Analwinkel  der  Vflgl  ein  grosser  quadratischer 
schwarzer  Fleck,  franciae  Gray,  mit  der  Namenstype  aus  Nepal,  scheint  in  damit  identischen  Exemplaren  auch  franciae. 
in  Sikkim  und  Bhutan  vorzukommen.  Längsbinde  der  Oberseite  ausgedehnter  und  reiner  weiss  als  auf  unserer 
Abbildung  (131b);  ??  der  nassen  Periode  sind  grösser  mit  gleichfalls  ansehnlicheren,  aber  satter  gelblich  weissen 
Längsstreifen.  ?  sehr  selten;  Nepal,  Bhutan,  cf  ziemlich  häufig  im  Sommer  in  der  Waldzone  auf  etwa  1500 
bis  1800  m  Erhebung.  —  raja  Fldr.  (131  b  als  franciae )  findet  sich  sehr  häufig  in  Assam.  Unsere  Figur  raja. 
bezieht  sich  auf  schmalbindige  efef  der  Regenzeit.  Daneben  existieren  auch  noch  solche  einer  Intermedianform 
mit  nur  wenig  breiteren  lichtgelben  Mittelbinden.  ?  sehr  gross  mit  blassgelben  stattlichen  Arite  terminal  mäkeln 
der  Vflgl.  —  galara  form.  nov.  bezieht  sich  auf  Exemplare  einer  extremen,  habituell  klein  gebliebenen  Form  galara. 
der  regenarmen  Periode.  Die  weisslichen  Felder  selbst  bei  den  kleinsten  ??  auf  den  Hflgl  noch  breiter,  als 
bei  den  hervorragendsten  ??  der  Regenzeit.  Unterseite  der  Hflgl  mit  drei,  statt  nur  einer  blassvioletten  oder 
purpurnen  Längslinie,  zugleich  von  durchweg  intensiver  silbergrauer  Überpuderung  Assam,  in  einer  ähnlichen 
Form  von  Doherty  auch  bei  Bernardmyo  (Ober-Birma)  zwischen  5  und  7000  Fuss  im  März  und  in  Pegu 
zwischen  4  und  5000  Fuss  im  März  und  April  gesammelt. 


680 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Artengruppe  Symphaedra  Hbn. 

Strueturell  nicht  von  Euthalia  zu  trennen,  womit  sie  Bingham  auch  wieder  vereinigt  hat.  Zelle  beider  Flügel  offen; 
der  dritte  Subcostalast  etwa  wie  bei  E.  anosia  auf  kurze  Distanz  jenseits  der  Zelle  und  zwar  bei  beiden  Geschlechtern  in 
derselben  Entfernung  abgezweigt.  Die  Trennung  der  Gruppe  wird  nur  aufrecht  erhalten  wegen  der  auffallenden,  an  Afrikaner 
erinnernden  Färbung  der  Oberseite.  Jugendstadien  durchaus  euthaloid.  Durch  die  grelle  Färbung,  ihre  Kleinheit  und  die 
dementsprechend  kurzen  Fühler  und  die  rotlinierten  Palpen  ausgezeichnete  Art. 

nais.  E.  nais  Forst.  (=  thyelia  F.,  alcandra  Hbn).  Oberseite  bei  beiden  Geschlechtern  fast  gleich  rötlich 

ockergelb.  Distalsaum  schwarz,  ebenso  eine  sub marginale,  eine  transcellulare  Halbbinde,  ein  grosser  Fleck  am 
Zellapex  und  im  Mediangebiet.  Hflgl  mit  7  schwarzen  intranervalen  submarginalen  Schwarzpunkten.  Die  ?? 
sind  grösser  als  die  cfcf,  ein  wenig  bleicher  gelbrot  und  haben  breiteren  schwarzen  Aussensaum  und  stärker 
entwickelte  Punktflecken  und  Binden.  Die  in  der  Regel  weissen  Subapicalflecke  der  Vflgl-Unterseite  nehmen 
manchmal  einen  gelblichen  Ton  an  und  ändern  etwas  in  den  Grössen,  ebenso  die  weisse  oder  gelbliche  Median¬ 
binde  der  Hflgl,  welche  bei  einem  cT  aus  Karwar  unterbrochen  ist,  bei  einem  ?  nur  durch  einen  Costalpunkt 
angedeutet  wird  und  einem  Ceylon-?  ganz  fehlt.  Cilien  abwechselnd  schwarz  und  Aveiss,  an  der  Apexspitze 
breit  weiss.  Fühler  schwarz  mit  gelber  Spitze.  Palpen  grau  mit  roten  Seiten.  Schienen  der  Vorderbeine 
rot.  Augen  braun.  Der  Kopf  steckt  in  einer  roten  Halskrause,  cf  Vflgl  28 — 30  mm,  ?  30 — 32  mm. 
Rp  nach  Moore  lichtgrün,  mit  einer  dorsalen  Reihe  von  purpurnen  Flecken.  Die  Seiten  sind  bewehrt 
mit  einer  Reihe  von  zehn  sehr  langen,  horizontal  hervorragenden  fleischigen  Dornen,  und  bedeckt  mit 

feinen,  grünen  Haaren  von  ungefährlichem  Charakter.  Die  Puppe  ist  kurz  und  breit,  mit  gekieltem 
Rücken,  breit  dreieckig  über  der  Mitte,  der  Kopf  zweiteilig,  Farbe  grün  mit  dunklen  und  goldenen 
Flecken  und  Linien.  Nach  Moore  ist  nais  häufig  in  den  Ebenen  Indiens  mit  Ausnahme  des  Nordwestens, 
jedoch  selten  auf  den  Hügeln  und  auch  in  Sikkim  sehr  spärlich.  Doherty  fand  sie  in  Kumaon  auf  1000'  Höhe, 
und  Hampsok  beobachtete  dieselbe  im  Bambus-Djungle  noch  auf  2 — 3000'  Höhe.  Nach  de  Niceville,  findet  sich 
nais  auch  bei  Calcutta,  in  Unter-Bengalen,  bei  Orissa,  im  ganzen  Süden  von  Indien  und  Ceylon  und  auf  der 

Westküste  bis  Bombay,  ist  jedoch  selten  im  Pendschab,  wo  sie  sich  in  offener  und  massig  trockener  Gegend 

herumtreibt.  Mysore  (Oktober  und  Januar),  Koonoor,  Kanara,  Mhow  in  Central-Indien  (Oktober— Juli),  und 
Poona  (April)  sind  weitere  Fundorte  dieser  Art,  welche  somit  während  des  ganzen  .Jahres  zu  finden  ist.  Die 
Rp  lebt  nach  Davidson  Bell  und  Aitken  am  Ebenholzbaum  (Diosopyros  melanoxylon).  Nach  den  Beobachtungen 
von  Aitken  hat  nais  ziemlich  die  Gewohnheiten  der  Junonia  und  Pyrameis.  Sie  fliegt  niedrig  und  lässt  sich 
gewöhnlich  mit  ausgebreiteten  Flügeln  nieder.  Ihr  Flug  ist  schnell  und  stossweise,  und  sie  saugt  gerne  an 
Zuckerrohr  und  Abfall. 


Artengruppe  D o p h  1  a  Moore. 

Snellen,  Moore  und  Bingham  bewilligen  dieser  Abteilung  generellen  Wert.  Dieser  ist  jedoch  hinfällig, 
weil  nur  bei  einigen  Arten  das  Charakteristieum  der  geschlossenen  Zelle  beider  Flügel  vorhanden  ist,  bei 
anderen  wieder  fehlt  entweder  die  Querader  der  Hflgl,  oder  es  sind  von  der  Discocellulare  der  Vflgl  nur  noch 
Rudimente  vorhanden.  Habituell  die  grössten  Euthalien,  leiten  die  Dophla  über  zu  den  Adolias ,  denen  sie  auch 
morphologisch  nahestehen  durch  den  verdickten  Uncus,  der  manchmal  einen  hehnartigen  Aufsatz  trägt  (E.  recta) 
während  die  Valve  noch  durchaus  euthaloid  geformt  ist.  Scaphium  gut  entwickelt  mit  elefantenfussartigem 
Umriss  der  unteren  Teile. 

E.  teuta,  eine  formenreiche  Species,  welche  von  Bingham  mit  E.  recta  zusammengezogen  wurde,  jedoch 
■  mit  Unrecht,  weil  beide  anatomisch  scharf  getrennt  sind.  Der  Uncus  von  teuta  ist  von  einfachster  Bildung, 
basal  zwar  sehr  dick  aber  mit  glatter  schlanker  Spitze,  während  E.  recta  einen  kürzeren  scharf  gekrümmten 
Uncus  hat,  der  zudem  noch  mit  einem  hohen  kämm-  oder  helmartigen  Auswuchs  versehen  ist.  Äusserlich 
lässt  sich  teuta  von  recta  durch  das  Fehlen  eines  roten  Analfleckes  der  Hflgl  leicht  separieren,  auch  sind  die 
Componenten  der  Binde  der  Vflgl  distal  tief  eingeschnitten  und  ungleich.  Vom  ?  lassen  sich  zwei  Zeitformen 
erkennen,  welche  bisher  nicht  beachtet  wurden.  Die  Fleckeubinde  der  Exemplare,  welche  der  Trockenperiode 
teuta.  angehören,  ist  noch  mehr  zerteilt  und  schmäler  als  bei  Individuen  der  Regenzeit,  teuta  DbJ.  (131  b)  mit 
eigentümlicher  discontinuierlicher  Verbreitung,  auf  dem  Continent  nur  in  Assam,  Birma,  Siam,  sowie  auf  der 
Malayischen  Halbinsel  (?)  dann  wieder  auf  den  Andamanen,  wohin  die  Art  nur  von  Birma  aus  gelangt  sein 
kann,  weil  sie  auf  der  vorderindischen  Halbinsel  fehlt.  Wir  haben  teuta  wohl  noch  von  Tonkin  und 
teutoides.  Annam  zu  erwarten.  Häufig  in  Assam,  auch  aus  den  Arakan-Hills  gemeldet.  —  teutoides  Moore  weist  beim 
cf  drei  kleinere  gelbliche  vordere  Makeln,  beim  ?  dagegen  erheblich  verbreiterte  Streifung  auf.  ?  unten  heller 
als  ??  aus  Assam,  auch  oberseits  lichter  braun.  Rotfleckung  der  Unterseite  der  Vflgl  blasser  als  bei  E.  teuta. 
ira.  Andamanen,  nicht  häufig.  —  ira,  Moore,  eine  ausserordentlich  seltene  Form  mit  entschiedenem  Trockenzeit- 
Habitus,  mir  nur  nach  Moore’s  Type  im  British-Museum  bekannt  und  überhaupt  nur  in  2  cf  cf  bisher  gefunden. 
Die  gelbliche  Binde  der  Vflgl  wesentlich  reduziert,  die  schwarzen  Submarginalflecken  der  Hflgl  aus  lichter 
braunem  Grunde  deutlicher  als  bei  teuta  zu  Tage  tretend.  Flugzeit  Juli,  August.  Bei  Moulmein,  und  im  Tale 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Ausgegeben  25.  I.  1913. 


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des  Salween-Flusses  in  Birma.  —  affinis  Lathy  steht  der  vorigen  naturgemäss  sehr  nahe,  differiert  aber  durch 
dunklere  Unterseite  und  namentlich  auf  den  Hllgl  noch  mehr  zurückgebildete  Längsbinde.  Von  mir  im  Januar 
auf  etwa  300  m  Höhe  gesammelt.  Nur  ein  cf  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  piratica  Semp.  nähert  sich 
der  E.  teuta  durch  distal  nicht  eingekerbte  und  erheblich  kleinere  Makeln  der  Vllgl.  Das  2  ist  weniger  vom 
differenziert  als  bei  E.  teuta,  die  Binde  der  Vllgl  namentlich  im  costalen  Teile  ebenso  schmal,  auf  den  Hflgl 
aber  entgegen  E.  teuta  sich  analwärts  verbreiternd.  Die  schwarzen  Submarginalmakeln  der  1 1  fl  gl  zu  einer  nur 
durch  die  Adern  getrennten  Binde  zusammengeflossen,  deren  Makeln  mehr  quadratisch,  nicht  pfeilförmig  wie 
bei  teuta.  Die  Unterseite  aber  nur  unerheblich  von  E.  teuta  verschieden.  Luzon,  ziemlich  ähnlich  auch  auf 
Mindoro.  - —  sarmana  subsp.  nov.  (131  b  als  piratica )  verhält  sich  zur  philippinischen  Namenstype  piratica  wie 
affinis  Lathy  zu  E.  teuta.  Die  Reduktion  der  gelblichen  Componenten  namentlich  der  Vflglbinde  noch  mehr 
vorgeschritten.  Unterseite  fahler  als  bei  Mindanao-Exemplaren  mit  nahezu  erloschenen  roten  Fleckchen. 
Februar.  —  März  von  W.  Doherty  auf  der  Insel  Bazilan  entdeckt.  —  medaga  subsp.  nov.  kannte  bereits  Semper, 
der  ein  cf  von  Camiguin  de  Mindanao  abbildete.  Das  2  meiner  Sammlung  aus  Mindanao  differiert  vom  $. 
wie  es  Semper  aus  Mindoro  darstellt,  durch  kaum  halb  so  breite  und  dunkler  gelblich  weisse  Flecken  der 
Vflgl.  cf  von  sarmana-d  abweichend  durch  fast  doppelt  so  ausgedehnte  gelbe  Fleckenreihe  der  Hflgl.  Die 
Unterseite  dunkler  als  bei  sarmana,  das  ?  in  der  Färbung  kaum  von  E.  teuta -2  zu  unterscheiden. 


E.  bellata  ersetzt  teuta  im  makromalayischen  Gebiet  und  ich  würde  sie  als  Unterart  der  E.  teuta  auf¬ 
fassen,  wenn  sich  in  Tenasserim  nicht  beide  Formen  begegnen  würden.  Das  d  kaum  von  teuta  zu  trennen, 
?  aber  ausgezeichnet  durch  eine  zierlichere  submarginale  Wellenbinde  der  Hflgl.  Mehrere  z.  T.  äusserst  scharf 
geschiedene  Rassen,  die  dadurch  auffallen,  dass  bei  einigen  die  weisse  Fleckenbinde  der  Hflgl  nur  noch  in 
Gestalt  von  zwei,  vier  oder  sechs  kleinen  blauweissen  Punkten  erkennbar  ist,  dann  aber  wieder  wie  bei  der 
Java-  und  Sumatra- Vikariante  äusserst  prägnant  sein  kann.  —  gupta  Nicev.,  die  am  meisten  vom  teuta- Typus 
abweichende  Zweigform,  bewohnt  Ober-Tenasserim,  ein  2  wurde  im  berühmten  Thungyeen- Walde  von  Bixgham 
entdeckt  und  ein  Paar  der  Sammlung  Niceville  am  Museum  in  Calcutta  ist  alles,  was  wir  von  ihr  kennen. 
Beim  2  fehlt  jede  Spur  einer  weissen  Sprenkelung  der  Hflgl  und  selbst  die  Längsbinde  der  Vflgl  ist  nur  durch 
fünf  unbedeutende  weisse  Makeln  angedeutet.  Grundfarbe  hellbraun  mit  gelblicher  Aufhellung  längs  der  schwarzen 
Submarginallinie  der  Hflgl.  Unterseite  mit  reichem  violett  grauem  Anflug  der  äusseren  Partie  aller  Flügel. 
Unterseite  der  Hflgl  mit  einem  weissen  Gostal-  und  einem  länglichen  Analfleck,  den  Anfängen  oder  Rudimenten 
einer  Mittelbinde.  —  goodrichi  Dist.,  aus  Perak  beschrieben,  dringt  nordwärts  bis  Süd-Tenasserim  vor,  während 
sie  im  nördlichen  Tenasserim  schon  durch  gupta  Nicev.  ersetzt  wird,  d  dem  eion-d  (131c)  nahekommend, 
jedoch  mit  kleineren  gelben  Flecken  der  Oberseite  aller  Flügel.  2  einen  vollkommenen  Uebergang  bildend  zu 
den  übrigen  malayischen  Schwesterformen.  Vflgl  mit  einer  completten  Serie  von  acht  blauweissen  Median¬ 
makeln.  Hflgl  bereits  mit  vier  weissen  Keilfleckchen.  Vflgl  zudem  mit  Spuren  eines  grauvioletten  Anfluges 
zwischen  der  schwarzen  und  weissen  Fleckenserie  in  der  Submarginalzone.  Aeusserst  selten,  nur  ein  Paar  in 
der  Collection  Fruhstorfer.  —  eurus  Nicev ■  Eine  ausgezeichnete  Inselrasse,  ähnlich  eion  (131c),  aber  statt¬ 
licher  und  das  2  mit  reicher  blasslila  Ornamentierung  des  Aussengebiets  beider  Flügel.  Wellenlinie  der  Hflgl 
markanter  als  bei  gupta  und  goodrichi ,  die  weisse  Medianbinde  der  Hflgl  aus  distal  spitzen  Keilen  gebildet. 
Nach  Martin  jene  Eutlialia,  welche  sich  der  Meeresküste  am  meisten  nähert  und  kaum  auf  die  Vorberge  hinauf¬ 
geht.  Nicht  sehr  häufig,  von  meinen  Sammlern  in  besonders  schönen  Exemplaren  aus  West-Sumatra  eingeliefert. 
—  yapana  subsp.  nov.  nähert  sich  viel  mehr  eurus ,  als  der  benachbarten  Rasse  der  Insel  Nias;  cf'  kleiner  als 
eurus-d ,  mit  etwas  verminderter  Medianfleckung,  die  Makeln  der  Fleckung  erheblich  hinter  jenen  der  Nias- 
Exemplare  zurückbleibend,  jene  der  Hflgl  jedoch  breiter  angelegt.  Pulo-Tello  der  Batu-Inseln ;  Type  im  Tring- 
Museum.  —  externa  Nicevill.,  eine  hervorragende  Vikariante  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung,  cf  mit 
doppelt  so  breiten  gelben  Flecken  der  Vflgl  als  eion  (131c),  jene  der  Hflgl  aber  so  zurückbleibend,  dass  sie 
völlig  isoliert  stehen.  2  einen  Rückschlag  zu  goodrichi- 2  darstellend,  mit  noch  kleineren,  kaum  erkennbaren 
weissen  medianen  Strichelchen,  aber  mit  ausgedehntem  weissem  statt  blasslila  Anflug  wie  bei  eurus.  Sehr 
selten.  Insel  Nias.  —  eion  Nicev.  (131c)  nach  von  mir  in  Ost-Java  entdeckten  Exemplaren  beschrieben;  2  kennt¬ 
lich  an  dem  noch  mehr  wie  bei  externa  vermehrten  weisslichen  Anflug  der  Hflgl.  Die  Gesamterschein ung 
der  Rasse  am  meisten  der  continentalen  E.  teuta  genähert;  eine  Tatsache,  welche  bei  Java-Faltern  uns  nicht 
mehr  überrascht.  Von  mir  in  grosser  Anzahl  in  Ost-Java  im  Zuidergebergde  auf  einer  Höhe  von  etwa  500  m 
zu  Beginn  der  Trockenzeit  März,  April  an  Bananenköder  erbeutet;  auch  in  West-Java  in  den  Wäldern  der 
Bai  von  Palabuan,  aber  als  grosse  Seltenheit,  wiedergefunden.  —  veyana  subsp.  nov.  Eine  überraschende  Ent¬ 
deckung  Everetts,  eine  Miniaturausgabe  der  E.  eion  darstellend.  Grundfarbe  hellbraun.  Zeichnung  wie  bei 
eion,  nur  infolge  der  Kleinheit  des  einzigen  vorliegenden  Exemplares  die  einzelnen  weissen  Fleckchen  schlanker. 
Flores,  Type  im  Tring-Museum.  —  bellata  Druce  (=  cenespolis  Heid)  stimmt  im  Colorit  mit  eurus  Nicev. 
überein,  doch  sind  alle  Farben  etwas  leichter  aufgetragen  und  die  weisse  Mittelbinde  der  22  merklich  schmäler. 
Nord-Borneo,  nicht  häufig,  22  auch  aus  dem  Südosten  in  meiner  Sammlung.  —  salpona  Frühst,  d:  Die  oberen 
Flecken  der  Medianbinde  der  Hflgl  etwas  grösser  als  bei  bellata  von  Nord-Borneo,  wodurch  die  Binde  ein 
gleichartigeres  Aussehen  bekommt.  Unterseite  dunkler  als  bei  Borneo-Exemplaren  mit  längerem  schwarz¬ 
gesäumten  und  licht  rotgekerntem  Fleck  in  der  Zelle  der  Hflgl  und  breiteren  Medianbinden.  Natuna.  —  eson 

IX  86 


affinis. 

piratica. 


sarmana. 


medaga. 


gupta. 


goodrichi. 


eurus. 


yapana. 


externa. 


eion. 


veyana. 

bellata. 

salpona. 


eson. 


682 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Nicfa.  eine  hervorragende  Rasse,  nahe  dem  Specieswert.  Das  d  ist  ganz  verfärbt  und  gleicht  dem  2  von  gupta. 
Grundfarbe  hellbraun  mit  deutlichen  schwarzen  Submarginalmakeln.  Medianflecken  der  Vflgl  isoliert,  proximal 
zugespitzt.  Hflgl  mit  schwarz  umringelten  von  der  Costale  an  bis  zum  Analwinkel  zwischen  den  Adern  ver¬ 
teilten  und  sich  nach  hinten  immer  mehr  verjüngenden  Makeln.  ?  dem  externad  etwas  genähert,  mit  streifen¬ 
artig  verlängerten  weissen  Feldern  der  Vflgl.  Fleckenarrangement  der  Hflgl  wie  beim  d,  nur  die  einzelnen 
Makeln  etwas  ansehnlicher.  Gesamtcolorit  fahl  gelbbraun.  Insel  Palawan,  sehr  selten. 

E.  recta  findet  sich  viel  seltener  als  E.  teuta.  Gleich  wie  bei  dieser  lassen  sich  zwei  Generationen 
erkennen;  eine  kleinere  der  Trockenzeit  mit  sehr  breiten  Längsbinden  beider  Figl  und  monoton  rotbrauner 
Unterseite  der  ??,  sowie  jene  der  Regenperiode  mit  dunkelbrauner  reich  schwarz  bewölkter  Unterseite.  Nur 
recta.  zwei  beschriebene  Arealrassen:  recta  Nicev.  (131c),  von  der  wir  die  Form  der  nassen  Zeit  darstellen,  die  auch 
Moore  (in  Lepid.  Indica  t.  212)  abbildete.  Ziemlich  häufig  in  Assam,  sehr  selten  in  Birma,  wo  Ringham  im 
monilis.  Thoungyeen- Walde  ein  ?  entdeckte  —  monilis  Moore  differiert  von  E.  teuta  afßnis  Lathy ,  welche  zu  gleicher 
Zeit  neben  ihr  fliegt,  durch  die  scharf  abgegrenzten,  hellen  Streifen  der  Ober-  und  Unterseite  aller  Figl  und 
auch  den  roten  Fleck  am  Analwinkel.  Habituell  viel  kleiner  als  recta,  doch  erscheinen  die  Bänder,  namentlich  der 
Hflgl,  verbreitert.  Sowohl  die  MooRE’sche  Type  wie  zwei  von  mir  im  Januar  gesammelte  Exemplare  zeigen 
cosana.  das  fahlgelbe  Colorit  der  regenlosen  Periode.  Mittel-Siam,  Muok-Lek.  —  cosana  subsp.  nov.  bedeutet  eine  ver¬ 
dunkelte  Form  mit  verschmälerten,  weisslichgelben  Längsstreifen;  Hflgl  ausserdem  mit  ansehnlicherem  analem 
Rotfleck.  Unterseite  lebhafter  grauviolett  schimmernder  als  bei  Assam-cfc?.  Type  des  d  in  der  Sammlung 
Staudinger  des  Berliner  Museums.  Nach  Moore  befindet,  sich  ein  d  aus  Perak,  von  Doherty  im  Januar  gefunden, 
in  der  Sammlung  Godman  des  British  Museums. 

labotas.  E.  Iabotas  Hew.  (131b).  von  ihrem  Autor  als  IAmenitis  beschrieben,  scheint  auf  den  Norden  und  Osten 

der  Insel  Celebes  beschränkt  zu  sein,  denn  sie  wurde  weder  von  Doherty  noch  von  mir  im  Süden  derselben 
aufgefunden.  22  sind  leichter  zu  erbeuten  als  die  kleineren  und  nur  wenig  dunkleren  dd.  Unterseite  weiss- 
lichgrau,  mit  satten  braunen  intranervalen  submarginalen  Schatten.  Minahassa,  ein  2  auch  von  der  Insel  Lemben 
im  Norden  von  Tondano  und  ein  zweites  von  Kendari,  Ost-Celebes,  Januar,  in  der  Sammlung  Fruhstorfer. 

E.  nara  bewohnt  den  östlichen  Himalaya  und  das  westliche  China.  Es  sind  bisher  nur  zwei  Rassen 
bekannt,  die  im  männlichen  Geschlecht  scharf  getrennt  sind,  doch  verraten  die  22  beider  Gebietsformen  die 
Zusammengehörigkeit.  Auch  ist  es  wahrscheinlich,  dass  noch  in  Yunnan  und  Tibet  Verbindungsglieder  gefunden 
nara.  werden,  nara  Moore  (130  c)  ist  interessant  durch  den  weitgehenden  Dimorphismus  der  beiden  Geschlechter. 
Die  dd  variieren  in  der  Weise,  dass  die  gelben  Costalflecken  der  Oberseite  der  Hflgl  getrennt  sein  können 
wie  auf  unserer  Figur,  oder  zusammenfliessen.  Unterseite  der  dd  eigentümlich  gelblichgrün  mit  schwarzen 
Schatten,  jene  der  22  licht  blaugrün.  In  meiner  Sammlung  befinden  sich  22  mit  breiter  completter  weisser 
Längsbinde  der  Hflgl  neben  solchen,  wie  sie  Elwes  auch  von  den  Naga-Hills  erwähnt,  bei  welchen  das  Rand 
nur  bis  zur  Flügelmitte  reicht.  Nicht  sehr  selten  in  Bhutan,  aber  ausserordentlich  spärlich  in  Sikkim,  wo  sie 
etwa  auf  2000  m  Erhebung  vom  Juli  bis  September  auftritt.  Moore’s  Type  stammte  vermutlich  aus  Nepal, 
Doherty  fand  nara  in  einer  von  Sikkim-  und  Assam-Exemplaren  abweichenden  Form,  auf  den  Naga-Hills  im 
omeia.  Juli  und  August,  auf  8 — 9000  Fuss  Höhe.  —  omeia  Leech  (=  2  consobrina  Leech )  (Bd.  1,  S.  190,  Taf.  58  c,  d) 
ist  ausgezeichnet  durch  hell  goldgelbes  ausgedehntes  Costalfeld  der  Hflgl.  2  kleiner,  rundflügeliger  als  nara- 2 
mit  etwas  schmälerer  weisser  Halbbinde  der  Vflgl.  Vom  Omei-shan  und  Mupin  durch  Leech  bekannt,  auch  von 
alutoya.  Siao-Lu  in  meiner  Sammlung.  —  alutoya  subsp.  nov.  bildet  eine  Transition  von  nara  zu  omeia.  Schrägstreifung 
der  Vflgl  des  2  wie  bei  omeia- 2,  Flügelform  wie  bei  nara,  nur  besteht  die  weisse  Binde  aus  kleineren  kürzeren 
sowie  mehr  quadratischen  statt  länglichen  Makeln.  Die  Unterseite  gleicht  vielmehr  nara  als  omeia.  China, 
ohne  genaueren  Fundort. 

dubernardi  khama  Alph.  (=  sinica  Moore )  (Bd.  1,  S.  190)  tritt  als  dubernardi  Oberth.  (Bd.  1,  S,  190)  auf 

indisches  Gebiet  über.  Tseku,  Yunnan. 

strephon.  E.  strephon  Sm.  (Bd.  1,  S.  190)  (mit  dem  irrigen  Fundort  Tientsin  statt  Tientsuen)  gehört  gleichfalls 

in  die  nara- Gruppe.  Omei-shan,  Westchina. 

E.  sahadeva  bisher  nur  vom  Continent  bekannt,  wurde  von  II.  Sauter  auch  auf  Formosa  entdeckt. 
sahadeva.  Sexuell  weniger  divergierend  als  E.  nara,  doch  ist  die  individuelle  Veränderlichkeit  eine  grössere.  —  sahadeva 
Moore,  wahrscheinlich  nach  Exemplaren  aus  Nepal  oder  Sikkim  beschrieben;  d  oberseits  hell  olivengrün  mit 
fünf  zu  einer  Binde  vereinigten  weisslichgelben,  trüben  Flecken,  welche  beim  2  nahezu  rein  weiss  erscheinen. 
d  auf  dem  Hflgl  mit  sechs  gelblichen  Makeln.  Ausserordentlich  selten  in  Sikkim,  wo  sie  August,  September 
nadaka.  fliegt.  Etwas  häufiger  in  Bhutan,  von  General  Ramsay  mit  E.  nara  zusammen  in  Nepal  gefunden.  —  nadaka 
subsp.  nov.  (130c  als  sahadeva)  ist  sehr  lokal  in  Assam,  von  wo  mir  eine  grössere  Reihe  aus  den  Khasia-Hills 
vorliegt.  Doherty  fand  sie  auch  auf  den  Naga-Hills.  d  oberseits  dunkler  saftgrün,  als  Exemplare  von  west- 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


683 


licheren  Fundorten,  auch  unterseits,  wie  dies  Moore  (Lep.  Indica  III,  S.  133)  bereits  hervorhebt,  satter  grün 
und  reicher  beschattet,  cf  stets  nur  mit  drei  statt  sechs  weissen  Discalmakeln  der  Hflgl,  welche  bei  einem 
von  Moore  (Lep.  Indica  Taf.  241)  dargestellten  ?  fehlen.  —  narayana  Sm.,  eine  habituell  zurückgebliebene  narayana. 

Gebietsform,  von  welcher  mit  Sicherheit  nur  ??  bekannt  sind,  die  aus  den  Ruby-Minen,  Oberbirma,  stammen. 

Grundfarbe  etwas  bleicher  grün  als  bei  nadaka-$¥.  Flecken  der  Vflgl  etwas  kleiner.  Nach  Elwes  sollen  auf 
den  Naga-Hills  cfcf  Vorkommen,  von  welchen  einige  der  narayana,  andere  wieder  mehr  iva  Moore  gleichen. 

Weil  jedoch  Elwes  die  Euthaliiden  nicht  sorgfältig  genug  studiert  hat,  dürfte  es  sich  z.  T.  wohl  um  Bestim¬ 
mungsfehler  handeln.  —  pyrrha  Leech  (Bd.  1,  S.  190j  ist  mir  nur  nach  dem  auch  Bd.  1  Taf.  88  d  dargestellten  pyrrha. 

?  bekannt.  Type  aus  der  Provinz  Kweichow,  auch  vom  Omei-shan  und  Mupin  gekommen,  Flugzeit  Juni,  Juli. 

Selten.  —  kosempona  Frühst.  ( 1 3 0  d)  liegt  mir  in  drei  weiblichen  Exemplaren  vor.  Weissbinde  der  Vflgl  der  kosempona . 
??  peripherisch  gelblich  angehaucht,  durchweg  breiter  als  bei  nadaka,  ebenso  die  Subapicalflecken  grösser. 

Hflgl  mit  drei  bis  fünf  distal  ebenfalls  gelblich  begrenzten  Discalfleckchen.  Unterseits  vorherrschend  gelblichgrün 
mit  markanteren  schwarzen  Subbasal-Zeichnungen.  Sehr  selten;  Flugzeit  Juni,  Juli;  von  Kosempo  auf  Formosa. 

E.  leechi  Oberth.  (Bd.  1,  S.  191,  Taf.  58  d)  wird  von  Oberthür  als  distincte  Species  aufgefasst,  welche  leechi. 
der  sahadeva  pyrrha  etwas  ähnlich  sieht,  aber  beim  cf  durch  die  fehlende  weisse  oder  gelbliche  Binde  der 
Vflgl  differiert  und  eine  fahler  bronzeartige  Färbung  zeigt.  Von  denselben  Fundorten  wie  E.  sahadeva  pyrrha. 

E.  iva  J foore  einer  der  in  den  Sammlungen  seltensten  Falter  Indiens,  abgebildet  und  beschrieben  ist  iva. 
bisher  nur  das  ?,  welches  noch  grösser  als  sahadeva -?  erscheint  und  breitere  und  spitzere  weisse  Flecken  der 
Vflgl  aufweist  als  nadaka-% ,  mit  welchem  es  im  Colorit  übereinstimmt.  Hflgl  oben  mit  vier  innerlichen  weissen 
Punktflecken.  Unterserseite  prächtig  grün,  auf  dem  Vflgl  etwas  gelblich,  auf  dem  Hflgl  licht  smaragdgrün. 

Zeichnung  wie  oben,  nur  mit  sechs  medianen  runden  Flecken  der  Hflgl.  Einmal  ein  ?  bei  Daling  (Sikkim)  auf 
ca.  2000  m  im  August  gefangen.  Ein  Paar  in  der  Sammlung  Niceville  im  Calcutta-Museum  aus  Manipur,  ein 
?  in  der  HEwiTsoN-Collection  des  British- Muse  ums. 

E.  kardama  Moore  (Bd.  1,  S.  191,  Taf.  58a)  zählt  zu  den  westchinesischen  Gharacterfaltern,  weichein  keiner  kardama. 
Schmetteriingssendung  fehlen,  die  von  Szetchuan  importiert  wird.  Weit  verbreitet  in  West-  und  Central-China. 

E.  patala,  bereits  Bd.  1,  S.  19 1  erwähnt,  zerfällt  in  drei  Arealrassen:  patala  Koll.  von  Chumba  bis  patala. 
Nepal  verbreitet.  —  pratti  Leech  (Bd.  1,  S.  191,  Taf.  58  c)  selten,  im  Juni  und  Juli  bei  Itschang  und  Chang-  pratti. 
yang  in  Central-  wie  auch  in  West-China.  —  taooana  Moore ,  oben  dunkler  olivengrün  als  patala;  ?  mit  taooana. 
erheblich  breiteren  gelben  Binden  der  Vflgl;  Type  aus  Taoo,  Tenasserim,  aus  3 — 5000  Fass  Höhe.  Doherty 
fing  die  Art  ausschliesslich  auf  den  Excrementen  der  damals  in  den  Karen-Hills  noch  so  häufigen  Tiger, 
besonders  im  März,  April.  Ich  selbst  sah  zwischen  Petichang  und  Tandong,  Tenasserim  (Mai)  ein  cf  nahe  einer 
Pfütze  am  Reitwege  sitzen.  Im  Tring-Museum  sind  7  cf  cf  aus  Perak,  welche  vermutlich  Doherty  dort 
gesammelt  hat. 

E.  confucius  Westw.  (Bd.  1,  S.  191,  Taf.  58b).  Eine  prächtige  Species;  differiert  von  E.  patala  durch  confucius. 
drei  statt  zwei  weissliche  Praeapicalflecken  der  Vflgl  und  die  buntere  Unterseite  der  Hflgl;  nicht  sehr  selten 
in  West-  und  Central-China. 

E.  formosana  Frühst.  (130d)  ohne  nähere  Verwandte  auf  dem  Continent,  ist  ausgezeichnet  durch  die  formosana. 
namentlich  beim  ?  auffallend  breite  und  geradlinig  verlaufende  fahlgelbe  Mittelbinde  der  Hflgl,  während  sie 
auf  den  Vflgln  unregelmässiger  verläuft.  Unterseite  etwas  ähnlich  jener  von  E.  confucius,  licht  olivengrün 
mit  weissliehgelber  medianer  Zone  und  blassgrünem  Anflug  im  Basalgebiet.  Vflgl  mit  einer  markanten  scharf 
gezackten  vom  Analwinkel  bis  zur  hinteren  Radiale  reichenden  schwarzen  Submarginalbinde.  Anscheinend 
ziemlich  häufig;  12  cfcf,  8  ??  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Eine  der  schönsten  Entdeckungen  Sauters. 

Flugzeit  Juni  bei  Kosempo,  Formosa. 

E.  hebe  Leech  (Bd.  1,  S.  191,  Taf.  58  b)  ist  sehr  selten,  fehlt  meiner  Sammlung.  Das  ?  ist  sogar  noch  hebe. 
unbekannt.  Von  Chang-yang  (Type)  und  dem  Omeishan. 

E.  shinnin  Frühst.  (130  cl)  ersetzt  anscheinend  E.  hebe  auf  Formosa.  Gleichfalls  ungemein  spärlich  und  shinnin. 
nur  im  cf  Geschlecht  bisher  aufgefunden,  differiert  shinnin  von  hebe  durch  die  weniger  gebrochene  Längsbinde 
der  Vflgl  und  die  kürzere  mehr  nach  innen  gebogene  Fleckenreihe  der  Hflgl,  welche  beide  fahl  ockergelb  statt 
gelblichgrün  abgetönt  erscheinen.  Der  Unterseite  fehlt  der  bei  liehe  so  deutlich  abgesetzte  Terminalsaum  der 
Hflgl.  Farbe  durchweg  fahl  ockergelb  statt  blassgrün.  Hflgl  noch  mit  einer  schwarzen  Submarginalbinde, 
welche  hebe  fehlt.  Flugzeit  Juni  bei  Kanshirei,  Formosa,  nur  5  cfcf  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Von 
H.  Sauter  zuerst  gebracht. 


684 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


thibetana. 


yunnana. 


undosa. 


aristides. 


alpherakyi. 

monbeigi. 


diida. 


sakota. 


darga. 


evelina. 


derma. 


vallona. 


E.  thibetana  (Bd.  I,  S.  191)  zerfällt  auf  chinesischem  Boden  in  zwei  Arealformen :  thibetana  Pouj.,  etwas 
kleiner  und  von  fahler  und  matter  gelben  Längsbinden  durchzogen,  als  die  Bd.  1,  Tafel  58  b  als  thibetana  irr¬ 
tümlicherweise  abgebildete  E.  undosa  Frühst.  Die  Apicalmakeln  kleiner,  die  Discalstreifen  der  Hü  gl  nach  innen, 
geradliniger  als  bei  undosa.  West-  und  Central-China.  —  yunnana  Oberthr.  (Bd.  I,  S.  192)  tritt  bei  Tseku  auf 
indoaustralisches  Gebiet  über.  Sie  ist  kenntlich  durch  vermehrte  blaue  Bestäubung  der  Hflgl,  ein  Characte- 
risticum,  das  sich  bei  fast  allen  Yunnan-Euthalien  wiederholt. 

E.  undosa  Frühst.  (=  themistocles  Oberth.)  (Bd.  I,  Tafel  58  b  als  thibetana).  (1907).  Verglichen  mit 
Euth.  thibetana  Pouj.  (wie  sie  Leech,  Butt,  of  China  usw.  1893  Tafel  21  f,  8  abbildet),  ergeben  sich  folgende 
Unterschiede:  cf  Grundfarbe  heller,  mehr  gelblich  als  dunkel  grau  grün.  Flecken  und  Binden  aller  Flügel  glänzend, 
dunkel  strohgelb,  anstatt  matt  und  blass  lehmfarben.  Die  gelben  Flecken  der  Medianbinde  der  Vflgl  unregel¬ 
mässiger  verteilt,  die  oberen  isolierter  stehend.  Medianbinde  der  Hflgl  proximal  und  distal  stark  eingeschnürt 
und  von  schwarzen  Wellenlinien  umsäumt.  Körper  heller  grün  behaart.  Unterseite:  Beicher  an  Schwarzzeich¬ 
nung,  Grundfarbe  jedoch  heller,  mehr  gelb  als  braun.  Submarginalbinde  aller  Figl  breiter,  schärfer  heraus¬ 
tretend.  Medianbinde  der  Vflgl  proximal  ausgedehnter,  schwarz  umzogen.  Medianbinde  der  Hflgl  besonders 
stark  gewellt.  Analzone  der  Hflgl  hellgrün  behaart  und  beschuppt.  Fühler  unten  hell-  anstatt  dunkel  rotgelb. 
Mupin  (West-China). 

E.  aristides  Oberth.  (Bd.  I,  S.  192)  findet  sich  neben  E.  undosa  Frühst,  bei  Tseku  in  einer  Höhe  von 
etwa  2000  m. 

E.  alpherakyi  Oberth.  aus  Siao-Lu  und  Mupin  im  Gebirge  sowie  Tien-Tsuen  im  Tale  auf  nur  700  m 
(S.  191  wurde  der  Flugort  in  Tientsin,  dem  Hafenort  der  Provinz  Tschili,  verdruckt).  —  monbeigi  Oberth. 
(Bd.  I,  S.  192)  ist  dazu  die  Yunnan-Basse,  wie  dort  üblich  reicher  blaugrau  als  alpherakyi  überstaubt. 

E.  duda,  eine  der  schönsten  Euthaliiden,  bisher  nur  aus  dem  Himalaya  bekannt,  wurde  neuerdings 
auch  an  der  Yunnan-Setchuan-Grenze  entdeckt,  so  dass  zwei  wohl  geschiedene  Arealformen  aufzuzählen  sind: 
duda  Stgr.  (130  d),  von  welcher  das  seltene  ?  reichlich  ein  Drittel  grösser  erscheint  und  infolgedessen  auch 
eine  ausgedehntere  moosgrüne  Subanalpartie  der  Hflgl  aufweist,  als  das  abgebildete  cf.  Unterseite  bei  beiden 
Geschlechtern  analog,  hellgrün  mit  lichtblauen,  basalen,  verwaschenen  Partien.  Weissbänderung  wie  oberseits. 
Aus  Assam  beschrieben,  wo  duda  manches  Jahr  nicht  sehr  selten  ist.  Auch  aus  Bhutan  gemeldet,  aber  einer 
der  gesuchtesten  Sikkim-Falter.  Es  sind  nur  wenige  Exemplare  aus  Sikkim  (Flugzeit  Juli  und  August)  bekannt. 

sakota  subsp.  nov.  mir  nach  der  Abbildung  Oberthür’s  (Lep.  Comparee,  1912)  bestimmt,  stammt  aus  Tseku 
2000  m  Höhe)  und  bleibt  im  Ausmass  der  Vlgl  hinter  duda  zurück.  Gesamtcolorit  beiderseits  lichter  und 
gleichmässiger  grün,  unten  ohne  blaue  Partien.  Weissbinde  der  Vflgl  aus  viel  kleineren  und  daher  isolierter 
stehenden  Componenten  zusammengesetzt,  jene  der  Hflgl  aber  erheblich  ausgedehnt,  deren  distale  blaue  Be¬ 
grenzung  blasser.  Yunnan,  noch  selten  in  den  Sammlungen. 

E.  durga  Moore.  Viel  seltener  als  E.  duda  und  mit  analoger  Farbenverteilung;  differiert  von  duda 
durch  verbreiterte  weisse  Medianbinde  der  Vflgl  und  steiler  gestelltes  distal  gezacktes  Mittelfeld  der  Hflgl. 
Subapicalfleckchen  der  .Vflgl  etwas  kleiner  als  bei  E.  duda.  Unterseite  vorherrschend  blau  statt  gelblich  grün, 
die  distale  Partie  aller  Vlgl  nahezu  grauschwarz.  Nach  de  Niceville  früher  ziemlich  häufig  in  Sikkim,  ist  sie 
jetzt  sehr  selten  geworden  infolge  der  Waldverwüstung  zum  Zwecke  der  Teekultur,  doch  wird  sie  manchmal 
in  Anzahl  in  Bhutan  gefunden.  Flugzeit  Juni  bis  August  auf  1000  bis  1500  m  Erhebung. 

E.  evelina  zählt  zu  den  weitverbreitetsten  Euthaliiden,  bewohnt  den  Continent  von  Assam  und  Birma 
an  bis  Süd-Annam,  wurde  neuerdings  auf  Hainan  entdeckt  und  ist  somit  voraussichtlich  von  Tonkin  zu  er¬ 
warten.  In  südlicher  Richtung  geht  evelina  von  Kar  war  und  Ceylon  bis  Java  und  die  celebische 
Subregion.  Die  Falter  sind  nirgendwo  häufig,  man  trifft  sie  stets  nur  einzeln  oder  in  Gesellschaft  eines  ?,  und 
Dr.  Martin  hat  die  meines  Erachtens  sehr  glückliche  Ansicht  ausgesprochen,  dass  einzelne  Individuen  gleich 
den  Tigern  oder  grossen  Raubvögeln  ein  grösseres  Areal  beherrschen,  dorthin  keinerlei  Eindringlinge  duldend. 
Wenn  ich  mich  nicht  irre,  gingen  die  Imagos  auf  Ceylon,  Java  und  Celebes  nicht  an  Bananenköder,  sondern 
hielten  sich  mit  Vorliebe  am  Erdboden  auf  und  man  hat  sie  auf  Sumatra  sogar  auf  nassen  Sägespänen  im 
Walde  beobachtet.  —  Rp  auf  Diospyrus  melanoxylon  Roxb.  und  D.  candolleana  Wight.,  manchmal  in  über¬ 
raschender  Menge;  Farbe  grün  mit  einem  weinfarbenen  Fleck  auf  jedem  Segment,  die  lateralen  Federn  länger 
als  bei  allen  übrigen  Euthalien,  hellgrün  mit  schwarzen  Spitzen.  Pp  kurz  und  breit  grün  mit  prächtigem  silber¬ 
glänzendem  Besatz  am  Thoracalende  und  silbernen  Flecken  am  dorsalen  Teile  des  Bruststückes.  —  derma  Roll., 
aus  Masuri  beschrieben,  aber  vermutlich  aus  Assam  stammend,  denn  sie  wurde  seit  1844  nie  weiter  westlich 
als  Assam  aufgefunden.  Oberseite  wie  bei  compta  (130b);  ?  erheblich  grösser  als  das  cf,  mehr  bräunlichgrün. 
Unterseite  grau  mit  ausgedehnten  braunen  Schattenbinden.  Vflgl  mit  einem,  Hflgl  mit  drei  roten  Makeln  in  der 
Zellgegend,  welche  beim  ¥  verblassen.  —  vallona  subsp.  nov.  liegt,  mir  nur  im  weiblichen  Geschlecht  vor. 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


685 


Erheblich  grösser  als  derma,  nähert  sich  der  Färbungscharacter  der  Oberseite  etwas  den  makromalayischen 
Formen  durch  die  stark  verdunkelte  jenseits  der  Zelle  und  auch  sonst  in  der  Flügelmitte  scharf  abgegrenzte 
satt  braungrüne  Basalpartie  aller  Figl.  Unterseite  viel  heller  grau  als  hei  den  übrigen  continentalen  Rassen, 
die  Rotflecken  sehr  deutlich,  nur  zwei  auf  den  Hflgl.  Von  mir  hei  Kanburi,  Siam,  nahe  der  Tenasserim-Urenze, 
im  April  am  Ufer  eines  Waldflüsschens  gefunden.  Zu  ihr  gehören  vermutlich  auch  die  Individuen  aus  Birma 
und  Tenasserim,  welche  Moore  und  Bingham  erwähnen.  —  annamita  Moore  schliesst  sich  laudabilis  &  trink. 
(130  b)  an.  Es  ist  eine  ganz  hervorragende  Arealrasse,  nahe  dem  Specieswert.  Beide  Geschlechter  mit  weissem 
Bezug  am  Apex  der  Vflgl,  ?  ausserdem  noch  mit  wie  bei  laudabilis  angelegtem  aber  rein  weissem  Mittelfeld 
aller  Vflgl.  Gochin-China,  nur  ein  Paar  bekannt,  das  ich  am  Britisch  Museum  gesehen  habe.  —  gasvena  subsp. 
nov.  Der  absolute  Gegensatz  von  annamita ,  eine  auffallend  verdunkelte,  habituell  verkleinerte  Inselrasse,  welche 
unterseits  fast  schwarzgrau  überdeckt  erscheint.  Insel  Ha  inan,  sehr  selten.  Type  im  Britisch-Museum. 
laudabilis  Sivinh.  (130  b)  differiert  im  weiblichen  Geschlecht  vom  abgebildeten  ?  durch  das  Fehlen  der  weisslich- 
grünen  Aufhellung  des  Submarginalgebietes  der  Vflgl.  Unterseite  blaugrau  mit  moosgrünen  Längsbinden.  Rp 
in  der  Artdiagnose  beschrieben;  wird  namentlich  in  der  Regenzeit  in  erstaunlich  grosser  Menge  von  den  Ein- 
gebornen  aufgefunden  und  eingeliefert.  Falter  vom  Januar  an,  Hauptflugzeit.  Juni,  Juli  in  den  Nilgiris  bis 
1200  m  emporsteigend.  Nordwärts  bis  Karwar  und  Kanara  vorkommend.  —  evelina  Stoll.,  die  Namenstype, 
stammt  von  Ceylon.  Das  ?  gleicht  dem  laudabilis -¥,  nur  führt  es  statt  der  weisslichen  eine  lichtgrüne,  bronze- 
glänzende  Zone  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler  grau  mit  braunen  Schattenbinden.  Von  mir  vornehmlich  in  den 
Wäldern  des  flachen  Nordens  der  Insel  gefunden,  wird  sie  auch  bei  Galle  und  Labugama  im  Süden  von 
Ceylon  angetroffen.  Einer  der  wenigen  Nymphaliden,  welche  auch  Nachmittags  unterwegs  sind,  Falter  sehr 
scheu,  schwer  zu  fangen.  Man  beobachtet  immer  nur  das  eine  oder  andere  Exemplar  auf  weite  Strecken  hin, 
doch  hat  Dr.  Manders  einmal  nahezu  30  Individuen  nahe  Mahintale  im  August  in  einer  Waldschänke  (einem 
Baum  mit  ausfliessendem  Saft)  beobachtet.  —  mahonia  subsp.  nov.  soll  die  besonders  ansehnliche  Rasse  der 
Insel  Sumatra  bezeichnen.  Man  wird  mir  den  paradoxen  Namen  verzeihen,  wenn  ich  erklärend  anführe,  dass 
der  robuste  zähe  Falter  mit  seinen  dunkelgrünen  Schatten  der  Oberseite  an  die  gleichfalls  überaus  zähe 
chinesische  und  mittelasiatische  Berberidazee  mit  ihren  widerstandsfähigen  von  hell  zu  dunkelgrün  in  zahl¬ 
losen  Färben-Abstufungen  variierenden  Gartenpflanze  erinnert,  malionia  glaubte  ich  früher  mit  compta  (130  b) 
von  der  Malayischen  Halbinsel  vereinigen  zu  dürfen,  doch  differiert  sie  erheblich  durch  die  gerade  verlaufende 
sehr  schwache  Medianbinde  der  Hflgl,  die  prächtig  hell-blaugrüne  Unterseite  und  das  Vorhandensein  von  nur 
zwei  statt  drei  roten  Flecken  der  Hflgl.  Immer  nur  einzeln,  aber  anscheinend  in  West-Sumatra,  Umgebung 
von  Padang-Pandjang,  häufiger  als  im  Sultanat  Deli.  Dr.  Hagen  fand  mahonia  vereinzelt  in  schattigen  Muskat¬ 
nuss-Gärten  sowie  an  den  Abzugsgräben  der  Scheunen  und  Häuser.  Die  Falter  lieben  es,  am  einmal  gewählten 
Standort  festzuhalten,  und  Hagen  glaubt,  dass  die  vereinzelte  Eiablage  über  einen  grösseren  Bezirk  hin  erfolgt. 

pyxidata  Weym.  vermittelt  den  Uebergang  von  mahonia  zu  sikandi  Moore,  cd  wie  compta- (130  b),  auch 
unterseits  ebenso  dunkel  graugün  und  mit  drei  roten  Basalmakeln  der  Hflgl.  ?  mit  weisser  medianer  Region 
der  Vflgl,  welche  sich  auf  den  Hflgln  nur  als  ganz  zarte  transcellulare  Bestäubung  wiederholt.  Insel  Nias,  nur 
wenig  Exemplare  in  den  Sammlungen.  —  sikandi  Moore  (=  soma  Fldr.)  hat  im  männlichen  Geschlecht  den 
roten  Fleck'  der  Vflglzelle  verloren  und  bei  den  ??  ist  er  nur  noch  rudimentär  gelegentlich  vorhanden, 
cd  kleiner  als  mahonia-d'd '  von  Sumatra,  ¥  mit  etwas  schärfer  abgegrenzter  weisser  Zone  der  Vflgl  als  pyxi¬ 
data;  das  Medianband  auch  auf  den  Hflgln  prominent,  so  dass  Java  wieder  einmal  die  am  reichsten  weiss 
dekorierte  Rasse  der  Collectivspecies  beherbergt.  Die  Unterseite  gleicht  am  meisten  der  Siam-Rasse  vallona 
Frühst.  Beide  Geschlechter  führen  aber  nur  einen  sehr  undeutlichen  roten  Basalfleck  der  Hflgl.  Ost-  und 
West-Java,  selten.  Bis  etwa  600  m  Erhebung.  —  mahapota  subsp.  nov.,  mir  nur  im  weiblichen  Geschlecht, 
nach  den  Exemplaren  des  Münchener  Museums  bekannt,  nähert  sich  der  sumatranischen  mahonia  Frühst .,  doch 
verrät  eine  bleiche  Submarginalzone  der  Oberseite  aller  Figl  Beziehungen  zur  javanischen  sicandi  Moore. 
Unterseite  lebhafter  als  sumatranische  ??  und  neben  der  weissen  Aufhellung  ist  auch  noch  das  Vorhandensein 
von  nahezu  schwarzen  Längsstreifen  der  evelina  mahonia  gegenüber  zu  vermerken.  Auch  die  roten  Basal¬ 
tlecken  der  Unterseite  der  Hflgl  markanter.  Insel  Banka,  anscheinend  sehr  selten.  —  magama  subsp.  nov.  schliesst 
sich  der  sumatranischen  mahonia  an.  <f  etwas  kleiner,  ¥  leicht  fahler  braun,  sonst  oberseits  kaum  ver¬ 
schieden.  Unterseite  aber  durchweg  dunkler  und  das  ¥  characterisiert  durch  das  Vorhandensein  einer  fast 
immer  prägnanten  Serie  von  submarginalen  braungrünen  Halbmonden,  welche  bei  meinen  4  west-sumatranischen 
??  kaum  zu  erkennen  sind.  Auch  die  Vflgl  beider  Geschlechter  sind  entschieden  dunkler  grünbraun  beschattet. 
Südost-  und  Nord-Borneo,  sehr  selten,  ¥¥  aus  dem  Süden  der  Insel  fehlen  mir.  —  tyawena  subsp.  nov.,  mit 
der  Type  in  der  Collection  Staudinger,  differiert  von  magama  Frühst,  durch  die  lichtblaugraue  Unterseite  und 
die  mehr  verwaschenen  sattgrünen  Längsstreifen  der  Unterseite  der  Vflgl.  ?  auffallend  gross  und  viel  heller 
als  ??  der  übrigen  Philippinen.  Auf  den  Philippinen  selbst  lassen  sich  zwei  Variationsrichtungen  der  Gesamt¬ 
art  erkennen:  eva  Fldr.,  eine  kleine,  sich  der  nordindischen  derma  Coli,  anschliessende,  unten  hell  blaugrüne 
oder  fahl  braune  Rasse,  welche  mir  aus  Luzon  vorliegt,  und  proditrix  subsp.  nov.,  von  ansehnlicher  Grösse, 
den  cPcd  der  celebischen  Subregion  genähert;  oben  dunkelbraun  und  unterseits  fast  mit  dermoides  Rotsch.  zu 
verwechseln,  durchweg  braungrün  mit  intensiver  blaugrauen  Partien.  Insel  Bazilan,  von  W.  Doherty  entdeckt, 
nach  Semper  auch  auf  Mindanao  und  Gamiguin  de  Mindanao.  Flugzeit  von  März  bis  Dezember.  —  bangkaiana 


annamita. 


gasvena. 


laudabilis. 


evelina. 


mahonia. 


pyxidata. 


sikandi. 


mahapota. 


magama. 


tyawena. 


proditrix. 


bangkaiana. 


686 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Frühst,  übertrifft  die  celebischen  Rassen  an  Grösse,  ist  ober-  wie  unterseits  dunkler  als  dermoides  und  zeigt 
dermoides.  breitere  braungrüne  Längsstreifen  der  Unterseite.  Insel  Bangkai,  Type  im  Britisch  Museum.  —  dermoides  Rothsch. 

aus  Sud-Celebes  beschrieben,  hat  auf  der  sattbraunen  Oberseite  ausgedehnte  schwarze  Schattenbinde  der  Vflgl. 
Unterseite  abwechselnd  grünbraun  und  blaugrün  mit  sehr  deutlichen  roten  Flecken.  Flugzeit  besonders  im 
bolitissa.  August.  —  bolitissa  subsp.  nov.  differiert  oberseits  kaum  von  dermoides ;  ?  erheblich  grösser  als  das  cf,  etwas 
heller  braun.  Unterseite  viel  dunkler  als  bei  der  süd-celebischen  Arealform,  gleichmässig  braungrün,  nur  der 
Analsaum  der  Hflgl  graugrün  oder  blaugrau  belegt.  ?  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  vorwiegend  braungrau.  Hflgl 
graublau  mit  braungrünen  Streifen.  Von  mir  bei  Toli-Toli,  Nord-Celebes,  im  November  und  Dezember  gefunden: 
fumosa.  auch  aus  Tondano  in  meiner  Sammlung.  —  fumosa  Frühst.  (130  b)  endlich  bildet  das  melanotische  Extrem 
der  Species.  Oberseite  mit  noch  breiteren  und  tiefschwarzen  Längsbinden  als  dermoides ,  Unterseite  jener  von 
bolitissa  genähert,  nahezu  schwarz  mit  äusserst  prominenten  schwarzen  anteterminalen  Halbmonden  der  Hflgl 
und  nur  schmalem  graublauem  Distalsaum  der  Hflgl.  Sula-Mangoli,  von  W.  Doherty  eingesandt. 

E.  durya  eine  äusserst  prägnante  Art,  bewohnt  ausschliesslich  makromalayisches  Gebiet  und  ist  erst 
neuerdings  als  bis  Stid-Tenasserim  vorgedrungen  durch  Bingham  constatiert  worden.  Die  Zeichnung  der  Ober¬ 
seite  ergibt  unsere  Figur  130  b.  Die  Unterseite  ist  bei  allen  Formen  blass  gelblich  grün  mit  unbedeutenden 
dunklergrünen  oder  braunen  Makeln  und  zwei  schwarz  umringten  Zellflecken.  Jugendstadien  unbekannt.  Falter 
mahara.  in  der  Regel  selten,  wohl  niemals  den  dichtesten  Wald  verlassend.  —  mahara  subsp.  nov.  (130  b)  die  habituell 
kleinste  Inselform  mit  deutlichstem  gelbem  Zellfleck  der  Vflgl.  Die  medianen  Makeln  der  Hflgl  breit  schwarz 
umringelt,  dunkler  als  bei  den  übrigen  Vikarianten.  Unterseite  zart  grasgrün.  Ost-  und  West-Java,  sehr 
manaya.  selten  bis  etwa  500  m  Erhebung.  -  manaya  subsp.  nov.  namentlich  im  weiblichen  Geschlecht  ansehnlicher 
als  die  Java-Rasse,  Weissfleckung  demzufolge  etwas  verbreitert.  Unterseite  auffallend  bleichgrün  mit  unmerk¬ 
licher  brauner  Sprenkelung.  Sumatra,  besonders  im  Westen  der  Insel,  von  woher  mir  8  cfcf,  5  ??  vorliegen. 
durya.  -  durya  Uhl,  der  nomenclatorische  Typus,  differiert  nur  durch  reicher  braun  gefleckte  Unterseite.  Malayische 
monara.  Halbinsel,  neuerdings  auch  in  Siid-Tenasserim  aufgefunden.  —  monara  subsp.  nov.  bewohnt  Borneo  und  differiert 
von  sumatranischen  Exemplaren  durch  prominentere  grünbraune  Submarginalfleckung  der  Unterseite.  Ver- 
saidja.  mutlich  ganz  ähnlich  auch  auf  Palawan,  dortige  Stücke  fehlen  aber  meiner  Sammlung.  —  saidja  van  de  Poll 
(130  c),  die  hervorragendste  Rasse,  nahe  der  Grenze  des  Specieswertes,  ist  oberseits  kenntlich  am  weissgelben 
Submarginalfeld  der  Vflgl.  Unterseite  noch  prägnanter  gefleckt  als  die  Borneoform  mit  vergrösserten  von  der 
Oberseite  durchscheinenden  peripherisch  grün  umschatteten  Zeichnungen.  Insel  Nias,  ¥  sehr  selten. 

Artengruppe  Adolias. 

Ihr  gehören  die  stattlichsten  Arten  an,  welche  zumeist  auch  noch  durch  ihre  Farbenpracht  hervorragen. 
Von  den  eigentlichen  Dophla  differiert  Adolias  durch  die  offene  Zelle  der  Hflgl,  wodurch  wieder  eine  Annäherung 
an  die  echten  Euthalien  hergestellt  ist.  Wie  bei  Dophla  bleibt  aber  die  Zelle  der  Vflgl  geschlossen.  Nach 
Schatz  differieren  Adolias  von  den  Euthalien  hauptsächlich  durch  folgende  Abweichungen:  .,Bei  Adolias  ent¬ 
springt  der  1.  Subcostalast  noch  vor  der  Zellmitte  und  der  3.  Ast  ungefähr  in  1jA  Entfernung  vom  4.  und  dem 
Zellende.  Die  Zellen  der  Vtlgl  sind  stets  geschlossen,  die  der  Hflgl  offen.  Mittlere  Discocellularis  ist  sehr 
kurz,  gebogen;  untere  die  Mediana  weit  nach  dem  Ursprung  des  2.  Astes  treffend.  (Bei  Euthalia,  wenn  die 
untere  überhaupt  vorhanden,  fast  unmittelbar  nach  dem  2.  Ast).  Präcostale  einfach,  nach  aussen  gebogen. 
Die  Palpen  sind  kurz,  dicht  mit  gelbbraunen  Haaren  bekleidet,  mit  stark  gebogenem  Basalglied  und  langem, 
am  Ende  verdicktem  Mittelglied;  Endglied  länglich  eiförmig.  Die  Fühler  ausnehmend  lang,  gerade,  mit  sehr 
verlängerter  Fühlerkolbe.“  —  Jugendstadien  unbekannt,  doch  hat  Dr.  H.  Dohrn  die  sumatranische  Rasse  von 
E.  dirtea  aus  Raupen  gezogen,  ohne  eine  Beschreibung  zu  geben.  Generationsorgane  jenen  von  Dophla  genähert, 
Tegumen  mit  verdicktem  Uncus,  der  dorsal  vogelkopfartig  ausgewölbt  ist.  Scaphiumbildung  deutlich.  Valve 
sehr  lang,  an  der  Basis  brettartig,  im  mittleren  ventralen  Teile  konkav  vorspringend,  das  distale  Ende  leicht 
umgebogen.  Imago  bei  einigen  Formen  wenig,  bei  anderen  erheblich  zu  individuellen  Abänderungen  geneigt. 
Zeitformen  sind  mit  Sicherheit  nicht  nachzuweisen,  wohl  aber  bei  der  gemeinsten  Art  eine  Höhen-  und  Talform. 
Sexuelle  Divergenz  meist  zu  konstatieren.  Falter  stets  nahe  dem  Erdboden  auf  faulen  Früchten  saugend,  sich 
auch  auf  Steine,  Wurzeln  setzend,  stets  im  dichten  Wald,  oder  wenn  sie  sich  längs  Hecken  umsäumter  Wege 
finden,  sehr  scheu.  Im  allgemeinen  nicht  leicht  zu  fangen.  Fast  alle  Arten  zu  den  wohlriechendsten  Faltern  zählend. 
Der  aromatische  Geruch  hält  sich  lange  und  ist  auch  noch  bei  in  Europa  aufgeweichten  Faltern  zu  konstatieren. 
Bewohner  der  Ebene,  die  auf  Java  bis  etwa  600  m,  auf  Sumatra  vielleicht  1000  m  Erhebung  Vorkommen. 

A.  dirtea  die  am  weitesten  verbreitete  Art  von  Nordindien  bis  Hainan,  auf  den  Philippinen  und  in  Makromala- 
yana.  Bei  cT  wie  ?  veränderlich  und  Palpen  rötlich  oder  gelb,  besonders  in  der  Breite  der  Binden  auf  dem 
Vorder-  und  Hflgl  und  in  der  Ausdehnung  des  schwarzen  Marginalsaums  der  Hflgl,  welcher  manchmal  als  tief 
eingezacktes,  aber  scharf  abgegrenztes  Band  erscheint,  sehr  häufig  jedoch  von  den  blauen  seidenglänzenden  Schuppen 
der  Submedian-Binde  zerfetzt  und  überzogen  wird.  Die  Farbe  der  Figlunterseite  der  cfcf  ist  gewöhnlich  hell 
lehmfarben  mit  leicht  violettem  Analteil  und  ein  paar  weissen  Fleckchen  auf  der  Vflgl-Unterseite.  ln  Borneo 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


H8T 


und  Sumatra  kommen  aber  auch  häufig  Exemplare  mit  dunkel  rotbrauner  Unterseite,  breit  blauschwarzem 
Analteil  und  grossen  grünblauen  Flecken  vor.  (=fa.  montan a  Hag.)  In  der  Färbung  der  ??  variieren  besonders 
Borneo-  und  Java-Exemplare  und  ich  besitze  solche  aus  Süd-Borneo  mit  oberseits  blaugrünen  Punkten  an 
Stelle  der  gelblichen  und  hell  blauweisser  Unterseite  neben  solchen  mit  inoos-  und  braungrüner  Schattierung. 

fa.  esmalta  form.  nov.  (127  b).  Sehr  abweichend  und  inconstant  ist  sowohl  die  Gestalt  wie  die  Färbung  der  gelben  esmalta. 
medianen  Punkte  auf  der  Vflgl-Oberseite  der  cfcf  und  der  schwarzen  Submedian-P unkte  auf  der  Prachtbinde 
der  Hflgl.  Der  Seidenglanz  der  cfcf  ist  bei  den  sonst  monoton  gefärbten  ??  auf  je  einem  Sumatra-  und  Borneo-? 
meiner  Sammlung  noch  auf  dem  Costalrand  und  einigen  Adern  angedeutet.  —  Ueber  die  Flugart  der  E.  dirtea 
äussert  sich  Dr.  Hagen  (Iris  1896,  pag.  172)  sehr  zutreffend  und  ganz  mit  meinen  Beobachtungen  übereinstimmend: 

„Dieser  schöne  Schmetterling  ist  sehr  häufig,  aber  nur  an  schattigen  Stellen,  die  etwas  feucht  sind,  z.  B.  in 
von  Bambus-Gebüsch  überschatteten  Strassengräben,  unter  den  Häusern  und  in  den  Fruchtgärten  der  malavischen 
Kampongs,  an  den  Abfällen  schattig  gelegener  Küchen,  sowie  in  Wäldern.  Das  Tier  hat  einen  sehr  raschen, 
schnellen  und  kräftigen  Flug,  ist  ziemlich  scheu,  doch  fliegt  es,  selbst  verfolgt,  immer  nur  eine  kurze  Strecke 
weit  nahe  am  Boden  und  setzt  sich  mit  platt  ausgebreiteten  Flügeln  stets  auf  denselben  nieder,  niemals  an 
Zweige  oder  Aeste.  Beide  Geschlechter  sind  gleich  häufig.  Martin  und  de  Niceville  schreiben,  dass  das  Tier 
nur  von  November  bis  März  fliege.  Zu  dieser  Zeit  —  der  Regenzeit  —  ist  es  allerdings  am  häufigsten,  doch 
habe  ich  auch  Exemplare,  die  im  April,  Mai,  Juni  und  August  gefangen  sind  und  zwar  ganz  frische  Tiere.“ 

-  pardalis  Moore ,  die  nördlichste  Form,  stammt  von  der  Insel  Hain  an  und  ist  sehr  gut  differenziert,  ff  sind  pardalis. 
sehr  selten  und  weichen  nicht  erheblich  von  solchen  aus  Tonkin  ab,  während  ??  wie  sie  im  Tring-Museum 
vorliegen,  dadurch  auffallen,  dass  sie  auf  den  Vflgln  nahe  der  Costale  weissliche,  und  auf  den  Hflgln  sogar 
partiell  blaue  Makeln  führen  statt  der  üblichen  gelben  Flecken.  —  eleanor  Frühst,  umschreibt  eine  dunkle  eleanor. 
Arealform:  cf  entschieden  bereits  dem  khasiana-d 1  (127b)  genähert  mit  sehr  dunkler,  aber  etwas  breiter 
angelegter  Prachtbinde  der  Hflgl,  welche  sehr  grosse  schwarze  Intranerval  mäkeln  umschliesst.  Unterseite 
dunkelrotbraun  mit  stahlblauer  Zone  am  Analwinkel  der  Vflgl,  letztere  aber  mit  weissen,  nicht  wie  bei  Jchasiana 
blauen  medianen  Punktflecken.  ?-Typus  nicht  vom  khasiana-^- Typus  (127  c),  sondern  den  makromalayischen 
Rassen  genähert,  durch  weisslichgelbe  Makeln  nahe  dem  Costalrand  der  Vflgl,  auch  noch  an  pardalis  Moore 
von  Hainan  erinnernd.  Unterseite  der  ??  mit  auch  oberseits  ansehnlicheren,  nahezu  weissen  Medianmakeln 
als  ??  aus  Perak  und  unterseits  reich  goldigbraun  überflogen.  Tonkin,  cf -Type  aus  Vanbu  im  Tring-Museum. 

Weitere  Exemplare  von  mir  im  August  und  September  bei  Chiem-Hoa  gesammelt,  ??  auch  von  Mittel-Annam, 
November,  Dezember,  in  meiner  Sammlung.  —  jadeitina  subsp.  nov.  (127  b,  als  dirtea)  bedeutet  das  Gegenteil  jadeitina. 
von  eleanor  und  man  könnte  versucht  sein,  sie  als  Trockenzeitform  derselben  aufzufassen,  cf  kenntlich  an 
dem  auffallend,  blass  bronzegrünen  Aussensaum  der  Vflgl,  der  vorwiegend  grünlich  schimmernden  gleichfalls 
hellen  Randbinde  der  Hflgl  mit  ihren  kleinen  schwarzen  Punktfleckchen.  Unterseite  rötlichgelb  mit  deutlich 
hervortretenden  goldgelben  quadratischen  Medianmakeln  der  Hflgl.  ?  stattlicher  als  eleanor-2,  mit  auch  im 
Vergleich  zu  Perak-??  vergrösserten  trüb  goldgelben  Flecken  der  Oberseite  der  Vflgl.  Tenasserim,  Unter-Birma, 
in  meiner  Sammlung,  auch  bei  Muok-lek,  Mittel-Siam,  im  Januar  von  mir  gefunden.  Nach  Moore  häufig  in 
vielen  Teilen  von  Birma,  wo  sie  an  abgefallenen  faulenden  Früchten  das  ganze  Jahr  über  von  der  Küste  bis 
zu  etwa  1000  m  Höhe  angetroffen  wird.  Nordwärts  wurde  sie  noch  bei  Bhamo  und  den  Shan-Staaten,  im  Süden 
bei  Tavoy  und  dem  Mergui-Archipel  gefunden.  —  khasiana  Sicinh.  (127  b  cf,  c  ?)  eine  hochspecialisierte  Rasse,  khasiana. 
interessant  namentlich  im  ?  Geschlecht  durch  dessen  Farben.  Convergenz  mit  dem  ?  von  E.  cijanipardus  Btlr.; 
cf  dermassen  mit  cijanipardus  übereinstimmend,  dass  Bingham  glaubte,  beide  als  Formen  einer  Species  vereinigen 
zu  dürfen.  Abgesehen  aber  von  der  bedeutenden  Grösse  entfernt  sich  E.  cijanipardus  auch  durch  die  beim 
cf  grünlichen,  beim  ?  weisslichen  Palpen,  welche  bei  allen  Vikarianten  der  E.  dirtea^G ruppe  rotbraun  bleiben. 

Neben  der  abgebildeten  ?-Form  findet  sich  als  Seltenheit  eine  albinotisch  gefärbte  mit  vergrösserten,  nahezu 
gelblichen  Flecken  der  Vflgl  und  weisslich  grüner  statt  blauweisser  Submarginaldekoration  der  Hflgl  ( =  dolia  dolia. 
form.  nov).  —  Sehr  interessant  ist  weiter  eine  seltene  Abänderung  mit  rotgelben,  statt  weissen  Medianmakeln 
der  Oberseite  der  Hflgl.  (dirteoides  form,  nov.,  wegen  des  Rückschlags  zur  oüWea-Färbung).  Häufig  in  Assam,  dirteoides. 
ausserordentlich  selten  in  Sikkim,  dagegen  manchmal  in  Bhutan  in  grösserer  Anzahl  anzutreffen.  De  Niceville 
kannte  auch  Exemplare  aus  Nepal  und  in  der  Sammlung  Crowley  des  Britisch  Museum  finden  sich  solche 
aus  den  Naga-Hills.  —  dirtea  F .,  der  nomenclatorische  Typus,  wurde  von  ihrem  Autor  mit  dem  unzutreffenden  dirtea. 
Vaterland  „Bengalia“  beschrieben.  Buttler  glaubte,  dass  die  Type  allenfalls  aus  Java  gekommen  sein  könnte; 
demgegenüber  möchte  ich  jedoch  bemerken,  dass  dirtea  auf  Java  zu  den  seltensten  Tagfaltern  gehört  und  ihr 
Vorkommen  auf  ganz  kurze  Distanz  nördlich  von  der  Bai  von  Palabuan  und  den  Djampangs  südlich  von 
Lukahmi  beschränkt  ist.  Weil  nun  Fabriciüs  seiner  Zeit  eine  ganze  Anzahl  Rhopaloceren  empfangen  hat,  die 
unzweifelhaft  auf  der  Malayischen  Halbinsel  beheimatet  sind,  ist  es  wahrscheinlich,  dass  auch  die  fragliche 
dirtea  von  dort  in  seine  Sammlung  gelangt  ist.  Wir  verlegen  somit  die  Heimat  auf  die  genannte  Halbinsel, 
schon  wegen  der  Aehnlichkeit  mit  den  benachbarten  Vikarianten.  Perak-Exemplare  der  Collection  Fruhstorfer 
nähern  sich  am  meisten  solchen  aus  Sumatra,  die  ??  sind  etwas  grösser  als  Sumatra-??,  ansehnlicher  als 
solche  von  der  Insel  Borneo.  Das  cf  hat  mit  der  Rasse  des  westlichen  Sumatra  die  markanten  schwarzen 
Submarginalmakeln  der  Hflgl  wie  einen  relativ  breiten  schwarzen  Terminalsaum  gemeinsam,  entfernt  sich  jedoch 
dadurch  von  der  auch  sonst  bleicheren  jadeitina  Frühst,  von  Tenasserim.  Vom  ?  scheinen  zwei  Zeitformen 


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EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


zu  existieren:  ein  grosses  normales  ?  mit  ansehnlichen  gelben  Makeln  der  Oberseite,  und  eine  kleinere  Form 
mit  reduzierten  und  verdunkelten  Fleckchen.  Ein  solches  Stück  trägt  die  Bezeichnung:  „Perak,  Künstler“  und 
entstammt  der  Sammlung  Honrath.  Distant  beobachtete  dieselbe  Liebhaberei  für  abgefallenes  Obst  und  fand, 
dass  zerschnittene  Ananas  in  der  richtigen  Jahreszeit  auf  den  Weg,  welchen  die  Schmetterlinge  besuchten, 
gestreut,  ihre  Anziehungskraft  nicht  verfehlten  und  ihm  stets  beide  Geschlechter  in  Anzahl  einbrachten.  — 
montana.  Als  montana  Hag.  wurde  eine  relativ  kleine  Bergform  des  nordwestlichen  Sumatra  beschrieben.  Ich  finde 
aber,  dass  derlei  Stücke  auch  in  der  Ebene  des  Sultanats  Deli  dominieren  und  ein  sehr  dunkles  cf  meiner 
Collection  stammt  aus  Muara-Enim  in  der  Besidentschaft  Palembang,  also  gleichfalls  aus  dem  Küstengebiet. 
Wir  übertragen  deshalb  den  Namen  montana  unbedenklich  auf  die  unterseits  etwa  wie  annae  (128  a)  gefärbte 
Rasse  der  Nordhälfte  von  Sumatra.  Dr.  Martin  erzählt,  dass  dirtea  in  Deli  vor  der  Ausdehnung  der  Tabaks¬ 
kultur,  welche  die  Wälder  vernichtete,  sehr  häufig  waren.  Sie  fanden  sich  in  der  Nähe  fast  aller  Häuser  und 
waren  auf  Küchenabfällen,  besonders  den  von  den  chinesischen  Köchen  weggeworfenen  Früchten,  leicht  zu 
nephritica.  fangen.  —  nephritica  subsp.  nov.  soll  die  etwas  ansehnlichere  Rasse  des  westlichen  Sumatra  bezeichnen,  cf 
mit  prominenteren  schwarzen  Makeln  in  der  etwas  breiteren  und  satter  blauen  Prachtbinde  der  Hflgl.  Unter¬ 
seite  durchweg  lichter  braun  und  in  der  Regel  auch  mit  verringertem  stahlblauen  Gebiet  im  Analwinkel  der 
Vflgl.  ?  in  zwei  Formen,  einer  etwas  kleineren  mit  reichem  goldigbraunem  Anflug  der  Hflgl  und  einer  grösseren 
mit  vorwiegend  blaugrüner  Basalpartie  der  Hflgl  und  ohne  deutlichen  gelblichen  Anflug  der  Distalzone. 
gigantea.  Umgebung  von  Padang-Pandjang.  —  gigantea  Frühst.  (127  c)  überragt  die  westsumatranische  nephritica  noch 
etwas  im  Flügel- Ausmass;  cf  ausserdem  charakterisiert  durch  besonders  schöne  rotgoldene  Fleckung  der 
Oberseite  der  Vflgl  sowie  stattliche  Schwarzmakeln  der  Hflgl.  Unterseite  aber  noch  etwas  fahler  rotgelb  als 
nephritica- cf  cf.  $  kenntlich  an  zum  Teil  weissen  Punktflecken  der  Vflgl.  Generationsorgane  sehr  ähnlich  jenen 
von  F.  cyanipardus  Btlr.,  kürzer,  basalwärts  tiefer  eingeschnürt.  Valve  distal  nicht  umgebogen,  unregelmässiger 
javana.  konkav  ausgewölbt.  Insel  Nias,  nicht  häufig.  —  javana  Frühst.  (1 27  a  cf,  c  ?),  zeichnet  sich  durch  sehr  dunkles 
mattglänzend  und  tiefschwarzes  Colorit  der  Ober-  und  Unterseite,  die  tief  dunkelblau  seidenglänzende,  nach 
innen  und  aussen  scharf  begrenzte  Binde  der  Hflgl  aus,  nähert  sich  sehr  der  dirtea  annae  Hagen  von  Bawean, 
dirtea  hhasiana  Swinh.  von  Nord-Indien  und  bildet  in  der  Zeichnungsanlage  und  Färbung  mit  letzterer  zusammen 
den  Uebergang  von  dirtea  zu  cyanipardus.  javana  führt  gleich  gigantea  und  annae  einen  grossen  weissen  Apical- 
punkt,  hat  eine  schmale  grüne  Submarginalbinde  der  Vflgl,  welche  von  einem  deutlichen,  schwarz  und  weiss 
gefransten  schwarzen  Marginalsaum  begrenzt  wird.  Die  Zelle  ist  bei  gigantea  lebhaft  rotbraun  gesprenkelt.  Binde 
der  Hflgl  ziemlich  schmal,  im  oberen  Teil  sehr  dunkel  violett  angeflogen.  Unterseite  der  cf  cf  in  der  Regel  sehr 
dunkel  rotbraun.  Hinterteil  der  Vflgl-Unterseite  blauschwarz  mit  2  grünlichen  und  einem  violett-weissen  Median¬ 
flecken  und  2  ebensolchen  blauweissen  vor  dem  Analwinkel.  Die  Zelle  wird  von  2  rotbraunen  Binden  durch¬ 
zogen,  welche  einen  schwarzen,  mit  2  bräunlichen  Makeln  ausgefüllten  Fleck  umsäumen.  Zwischen  den  Median¬ 
adern  sind  unterhalb  der  Zelle  2  bräunliche,  manchmal  weisse  Flecken  eingebettet.  Fühler  oben  schwarz  unten  rot¬ 
braun.  So  helle  Stücke,  wie  sie  unsre  Abbildung  zeigt,  besitze  ich  nur  eines.  Die  Mehrzahl  hat  eine  grünlich  braune 
Unterseite  der  Hflgl,  doch  sind  auch  in  fast  gleicher  Anzahl  cf  cf  mit  dunklem  montana  Hag.  und  annae  Hag.  ana¬ 
logem  Colorit  vorhanden,  welche  zur  selben  Zeit  in  der  Regenperiode  neben  den  etwas  grösserem  und  lichteren 
cf  cf  am  gleichen  Fundort  fliegen.  Die  ??  sind  beiderseits  polychrom  und  äusserst  lebhaft  gefärbt.  Die  vorderen 
Flecken  sind  weisslich,  die  übrigen  schwefelgelb,  die  marginalen  grün  umsäumt.  Punkte  der  Hflgl  sehr  gross, 
hell  orangefarben,  und  die  Submarginal-Doppelreihe  von  Halbmond-  und  Helmflecken  viel  breiter  angelegt  und 
inniger  vereinigt,  auch  mehr  von  metallisch-grünen  Atomen  verziert  als  bei  den  übrigen  dirtea -??.  Auf  der 
Unterseite  der  Vflgl  umfasst  die  Zelle  zwei  weisse  Flecke,  welche  von  einer  sehr  deutlichen,  schwarzen,  stark 
gekrümmten  Einfassung  begrenzt  werden.  Auch  beim  javana-2  finden  wir  die  zwei  bereits  von  Sumatra  gemel¬ 
deten  Formen,  die  sich  auch  auf  Borneo  wiederholen;  eine,  habituell  hervorragende,  welche  man  geneigt 
sein  konnte  der  nassen  Periode  zuzuschreiben,  mit  an  esmalta  (127  b)  gemahnendem,  vorherrschend  blangriinem 
Colorit  der  Unterseite  der  Htlgl  und  kleinere  Individuen,  mehr  wie  annae-$  (127  d)  oberseits  "orange  gefleckt 
und  unterseits  ausgedehnt  goldigbraun  überhaucht,  javana  ist  eine  der  schönsten  Waldeszierden;  um  so  mehr, 
als  die  Falter  ihre  sammetschwarzen  und  amethystblauen  Figl  während  der  kurzen  Rast  auf  dem  Waldesboden 
ausbreiten,  wodurch  ein  Gefunkel  und  Farbenspiel  entsteht,  das  dem  Herrlichsten  gleichkommt,  was  uns  der 
so  farbenprächtige  Orient  bieten  kann.  Wie  schon  anfangs  erwähnt,  gehören  die  Euthalia  nicht  nur  zu  den 
reichgefärbten,  sondern  auch  wohlriechendsten  Faltern,  was  uns  nicht  weiter  wundern  darf,  weil  sie  sich  an 
aromatischen  Tropenfrüchten  delectieren  und  eine  auf  der  Erde  liegende  Ananas,  ein  Stück  Zuckerrohr  oder 
eine  angegangene  Banane  nicht  verschmähen.  Der  jetzigen  Waldarmut  Javas  dürfte  die  geringe"' Zahl  der 
dort  vorkommenden  Adolias  zuzuschreiben  sein,  denn  es  ist  auffallend,  dass  alle  grossen  Sunda-Inseln  incl. 
dem  im  Verhältnis  zu  Java  doch  sehr  kleinen  Nias,  Continental-Indien  undTgewiss  auch  Malacca  immer  von 
3  Futhalia-Avten  bewohnt  werden,  während  wir  von  Java  bis  jetzt  nur  die  eine  dirtea  kennen.  Durch  rund¬ 
licheren  Flglschnitt  und  geschlossene  Zeichnung  der  Oberseite  den  Eindruck  einer  besonderen  Art  hervor- 
annae  rufend,  reiht  sich  hier  annae  Hagen  (128  a  cf,  127  d  ?)  an.  annae  ist  etwas  kleiner  als  gigantea  Frühst,  und 
javana  Frühst,  und  hat  mit  letzterer  den  grossen  weissen  Subapicalpunkt  der  Vflgl  gemeinsam.  Die  Unterseite 
harmoniert  sehr  mit  den  meisten  Stücken  von  javana ,  ist  indes  etwas  dunkler  und  im  Analwinkel  der  Vflgl 
haben  sich  die  bei  javana  isolierten  Flecken  zu  einer  compacten,  violettblauen  Binde  zusammengeschlossen. 


iusgegeben  16.  VI.  19  V. 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


689 


Die  grünblaue  Randbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  bei  annae  kaum  eingezackt  und  bedeckt  den  ganzen  Aussen- 
saum.  Die  beiden  Flecken  jenseits  der  Zelle  sind  blaugrün,  anstatt  rötlichbraun  wie  bei  den  bisher  erwähnten 
dirtea- Rassen.  ?  äusserst  charakteristisch  durch  verbreiterte  und  weisse  statt  gelbe  Subapical mäkeln  der  Vllgl 
und  die  stets  orangefarbenen  Flecken  der  Hflgl.  Unterseite  des  cf  wie  auf  unserer  Figur  (128  a)  jene  des 
mit  blauweisser  Einsprengung  der  Vflgl,  prächtig  dunkelblauem  Basalgebiet  und  rotockerfarbener  Aussenhälftc 
der  Hflgl.  annae,  nahe  dem  Artwert,  zählt  zu  den  Charakterfaltern  der  Insel  Bawean  und  ist  dort  vom  Juli 
bis  September  sehr  häufig  und  leicht  zu  erbeuten,  ln  der  Sammlung  Fruhstorfer  sind  40  'f cf  25  ??  vereinigt, 
welche  unter  sich  nur  unerheblich  abweichen.  Desto  erstaunlicher  ist  die  Differenzierung  der  dirtea-  javana 
Frühst,  gegenüber.  —  Als  ritsemae  Frühst,  wurde  eine  sehr  häufige  Form  der  Insel  Banka  bezeichnet,  deren 
?$  sich  von  solchen  aus  Sumatra,  Perak  und  Borneo  leicht  absondern  lassen  durch  viel  kleinere  und  somit 
zierlichere  Flecken  der  Oberseite  als  bei  den  genannten  Nachbarrassen.  Type  am  Museum  in  Leiden,  eine 
Anzahl  ??  auch  am  Tring-Museum,  ausserdem  sah  ich  grosse  Reihen  von  Exemplaren  im  Mai  von  Dr.  Hagen 
gesammelt  am  Museum  in  München.  — -  silawa  subsp.  nov.,  stimmt  im  männlichen  Geschlecht  ziemlich  überein 
mit  sumatranischen  dirtea ,  nur  ist  der  vordere  Teil  der  Prachtbinde  der  Hflgl  heller  violett.  Beim  ?  potenziert 
sich  die  bereits  bei  ritsemae  einsetzende  Verkleinerung  der  gelben  Makeln  der  Oberseite  und  es  existieren 
sogar  solche  ohne  die  übliche  ockerfarbene  Sprenkelung.  —  ?  fa.  immaculata  Snell.  Nach  Snellen  verschwinden 
bei  den  extremen  ??  auch  die  medianen  gelben  Flecken  der  Unterseite  der  Hflgl.  Insel  Billiton.  —  chalce- 
donides  subsp.  nov.,  bewohnt  Borneo  und  vermutlich  in  ziemlich  übereinstimmenden  Exemplaren  auch  die 
Natuna-Inseln.  Nach  dem  reichen  Material,  das  mir  aus  dem  Südosten  der  Insel  vorlag,  bleibt  chaleedonides 
in  der  Regel  in  der  Grösse  hinter  dirtea  F.  von  Perak  und  nephritica  Frühst,  von  West-Sumatra  zurück, 
nähert  sich  somit  am  meisten  der  Form  von  Nordost-Sumatra.  Von  beiden  Geschlechtern  bleiben  wiederum 
jene  zwei  Hauptformen  zu  erwähnen,  welche  wir  von  Sumatra  und  Java-Vikarianten  bereits  kennen.  Wie  auf 
Java  ist  weder  die  kleinere  der  montana  Hag.  genäherte,  unten  dunkle,  noch  die  grössere  unten  fahler  rot¬ 
braune  Form  an  die  Lokalität  gebunden.  Mir  liegen  beide  aus  dem  Norden  und  dem  Südosten  von  Borneo 
vor.  Das  weitaus  häufigere  ?  hat  Trockenzeit-Colorit,  ist  unten  ausgedehnt  rötlichgelb  überflogen.  —  Eine  sehr 
gut  differenzierte  Form  wurde  als  esmalta  Frühst.  (127  b)  abgebildet,  (s.  oben  S.  687).  Oberseite  dem  dirtea- 
Jchasiana-¥  gleichend,  auch  an  ?  von  E.  cyanipardus  gemahnend  durch  weisse  Makeln  der  Vflgl  und  blau 
decorierte  Binden  der  Hflgl.  Unterseite  mit  markanten  weissen  Flecken  der  Vflgl  und  blaugrüner  Gesamtfärbung. 
—  palawana  Moore  steht  naturgemäss  chaleedonides  am  nächsten.  Mir  liegen  nur  efef  vor,  welche  sich  von 
Borneo-cfcf  absondern  lassen  durch  fast  doppelt  so  grosse  schwarze  Submarginalflecken  der  Hflgl.  Die  Pracht¬ 
binde  ist  etwas  schmäler  und  costalwärts  mehr  verdunkelt  als  chaleedonides- efef.  Unterseite  düster  rotbraun 
mit  grossem  stahlblauem  Analtleck  der  Vflgl.  Palawan,  selten.  —  ellora  Frühst.  Im  Gegensatz  zu  palawana 
Moore  verhalten  sich  Exemplare  aus  Mindoro,  welche  mir  neuerdings  zugegangen  sind.  Der  Marginalsaum  der 
Vflgl  ist  ausserordentlich  breit  und  licht.  Die  Prachtbinde  der  Hflgl  ist  ebenfalls  sehr  ausgedehnt,  hell  matt¬ 
blau  und  mit  ganz  kleinen,  schwarzen  Punkten  bestreut.  Das  ?  hat  oberseits  rotbraune  Sprenkelung,  Basal¬ 
teil  der  Htlgl-Unterseite  blau,  alles  übrige  braungrün  angehaucht.  Sehr  spärlich.  Semper  empfing  in  vielen 
Jahren  nur  2  efef  aus  Mindoro.  —  cavarna  subsp.  nov.,  mir  nur  nach  einigen  ??  der  Collection  Staudinger 
bekannt,  schliesst  sich  palawana  Moore  an,  doch  dokumentiert  sich  der  Satellitinsel-Charakter  durch  geringere 
Grösse,  dunkleres  Gesamtcolorit  und  kleinere  goldgelbe  Makeln  der  Oberseite;  Baiabas. 


E.  perdix  Btlr.  Eine  interessante  Species,  welche  der  Insel  Nias  eigentümlich  ist,  von  welcher  aber 
vermutlich  auf  den  übrigen  Inseltrabanten  von  West-Sumatra  noch  Vikarianten  zu  erwarten  sind,  cf  etwa  wie 
gigantea  doch  proximal  mit  geradliniger  abgegrenzter  grüner  resp.  blauer  Randbinde  beider  Figl.  Die  Hflgl 
führen  nur  winzige  schwarze  Submarginal  punkte.  Unterseite  etwas  jener  von  dirtea  annae  Hag.  gleichend 
jedoch  etwas  heller  und  monotoner,  das  Schwarz  der  Vflgl  weniger  ausgedehnt  und  die  für  annae  so  charakte¬ 
ristische  blaue  Submedianbinde  ist  bei  perdix  auf  einen  obsoleten  Fleck  reduziert.  Dagegen  trägt  letztere 
zwischen  den  Medianadern  zwei  sehr  grosse  grünliche  Flecken.  ?  hervorragend  durch  zwei  schräg  abge¬ 
schnittene  Transcellularflecken  und  drei  breite  weissliche,  rötlichgelb  umzogene  Medianstreifen  der  Vflgl,  welche 
zu  einer  Binde  vereinigt  sind.  Vflgl  dann  noch  mit  einer  rötlichgelben  submarginalen  Fleckenreihe;  Hflgl  etwas 
jenen  von  E.  dirtea  annae  Hag.  ähnlich,  doch  mit  etwas  ansehnlicheren  und  mehr  ins  Weissliche  übergehenden 
Medianflecken.  Unterseite:  Basis  der  Vflgl  rotbraun,  jene  der  Hflgl  blaugrün.  Die  Fleckung  der  Oberseite  reiner 
weiss  und  prominenter;  Hflgl  gleichfalls  mit  vermehrtem  Weiss  unter  anderm  sind  auch  drei  rundliche  Makeln 
in  der  Zelle  und  die  oberseits  rötlichen  transcellularen  Flecken  nahezu  weiss  geworden  resp.  verfärbt.  Nias. 
sehr  selten.  Die  Falter  duften  nach  Kheil  äusserst  angenehm,  wenn  sie  unter  einer  Glasglocke  in  Europa 
aufgeweicht  werden. 

E.  canescens  bewohnt  Makromalayana  mit  Ausschluss  von  Java.  Eine  unscheinbare  kleine  Species: 
von  dirtea  differierend  durch  die  nahezu  monomorphen  Geschlechter:  aber  mit  dirtea  noch  liiert  durch  die  rot¬ 
braunen  Plpn  und  ferner  noch  merkwürdig  durch  die  Uebereinstimmung  der  Zeichnungscharakter  beider  Ge¬ 
schlechter  mit  jener  des  ?  von  E.  dirtea  F.  Die  Verteilung  der  Gelbsprenkelung,  welche  je  nach  der  insularen 
Heimat  wechselt,  ergibt  unsere  Abbildung  von  canescens  (127  a).  Das  ?  in  der  Regel  etwas  grösser  mit  ausgedehnteren 

IX  87 


ritsemae. 


silawa. 


immaculata. 

chalce- 

donides. 


esmalta. 


palawana. 

ellora. 


cavarna. 


perdix. 


canescens. 


690 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


canescens.  und  lichteren  Makeln  der  Oberseite.  —  canescens  Btlr.  (127  a)  hat  nicht  immer  rotbraune  Fleckenserien  der 
Hflgl  wie  auf  unserer  Figur,  sondern  in  der  Regel  hell  lehmgelbe.  $  mit  verbreiterten  Flecken,  von  denen 
jene  im  Mediangebiet  der  Vflgl  in  Weiss  übergehen;  ausserdem  erscheint  die  submarginale  Fleckenbinde  beider 
leopardina.  Figl  in  ihren  mittleren  und  analen  Componenten  weisslich.  Süd-Ost-Borneo,  lokal  und  selten.  —  leopardina 
subsp.  nov.  soll  die  prächtige  Form  der  Sulu-Inseln  umschreiben,  bei  welcher  das  albinotische  Colorit  den 
Höhepunkt  erreicht.  leopardina  hat  mit  Ausnahme  der  schwarzen  Zelle  fast  ganz  weisse  Vflgl.  Hflgl  mit 
durchaus  weisser  Submarginalbinde  und  lichtgelben  Medianflecken.  Unterseite  der  Vflgl  gleichfalls  durchweg 
weiss  und  die  Hflgl  mit  Ausnahme  einer  gelben  vorderen  Partie  weisslichblau  überflogen.  Type  ein  ?  am 
pardalina.  British-Museum.  —  pardalina  Stgr.  bildet  nahezu  das  melanotische  Extrem  der  Colleetivart;  die  Gelbflecken 
der  Vflgl  zwar  etwas  grösser  als  bei  canescens  Btlr.  von  Borneo,  aber  im  weiblichen  Geschlecht  ohne  die  für 
canescens  charakteristischen  weisslichgelben  Flecken,  so  dass  das  $  nahezu  mannähnlich  aussieht.  Unterseite 
der  Vflgl  der  ??  ohne  die  verwischten  weisslichen  Felder  der  canescens.  Malayische  Halbinsel,  ausserordentlich 
tigrina.  selten.  —  tigrina  subsp.  nov.  bildet  insofern  wieder  einen  Rückschlag  zur  Borneo-Vikariante,  als  die  cfcf  bereits 
weissliche  statt  gelbe  Makeln  der  Vflgl  aufweisen.  Nach  Hagen  nicht  gerade  selten  auf  Bangka;  Type  im 
civetta.  Tring-Museum.  —  civetta  subsp.  nov.  ist  die  kleinfleckigste  Form  der  Collectivspecies.  Unterseite  dunkler  als 
bei  pardalina  und  tigrina  Vflgl  mit  gelbbraunen  reduzierten  Medianmakeln.  ?  fast  ganz  gleich  dem  cd.  Nach 
Dr.  Martin  nur  auf  der  Hochebene  von  Sumatra,  stets  spärlich.  Ein  cd  meiner  Sammlung  stammt  von  Palem- 
bang  aus  der  Niederung,  wo  ja  canescens  auch  in  Borneo  ausschliesslich  vorkommt. 

elna.  E.  elna  van  de  Poll.  (127  d)  vertritt  canescens  auf  der  Insel  Nias.  Ausgezeichnet  durch  namentlich  auf 

der  Unterseite  noch  prominentere  weisse  Felder  der  Vflgl,  welche  etwa  wie  beim  E.  perdix  Btlr.-ri  von  der¬ 
selben  Insel  verteilt  stehen,  cd  nur  etwas  kleiner  als  das  von  uns  dargestellte  ?.  Unterseite  am  meisten  jener 
von  E.  canescens  genähert,  doch  mit  etwas  dunkler  lilafarbenem  Anflug  im  Analwinkel  der  Hflgl. 

ß.  mit  Plpn  schwärzlich  oder  grünlichbraun  beim  ?  manchmal  lateral  weisslich  gestreift. 

aegle.  E.  aegle  vertritt  dirtea  in  Mikromalayana,  wo  sie  bisher  nur  auf  Sumba  und  Flores  entdeckt  wurde,  so 

dass  nur  zwei  geographische  Rassen  zu  registrieren  sind,  nämlich;  aegle  Doli,  cd  oben  schwarz  mit  einigen 
dunklen  grünlichen  Flecken  nahe  der  Costa  und  drei  in  der  Zelle  (2  davon  am  Ende),  zwei  im  interno-Median- 
Raum,  einem  basalen  Punkt  und  einigen  ebensolchen  etwas  davon  entfernt.  Eine  Reihe  von  5  weissen  Subapical- 
flecken  reicht  bis  zur  2.  Mediane,  der  zweite  Punkt  davon  ist  am  grössten,  nächstem  der  erste,  der  dritte  ist 
obsolet.  Eine  submarginale  Fleckenbinde  von  matt  blauweissen  Punkten,  von  welchen  die  untersten  pfeilförmig 
gestaltet  sind,  erstreckt  sich  vom  Analrande  bis  nahe  an  >den  Apex,  getrennt  von  trüb  blaugrünen  Zwischen¬ 
räumen.  Hflgl  mit  einem  breiten  grünen  Band,  welches  distal  zugespitzte  schwarze  Makeln  umschliesst  und 
von  einem  breiten  tiefschwarzen  Terminalsaum  begrenzt  wird,  in  welchen  zierliche  grüne  Spitzen  eindringen. 
Unterseite  der  Vflgl  schwarz  mit  braun  überdecktem  Apicalgebiet  und  zwei  Reihen  weisser  schräg  gestellter 
Flecken.  Zwischen  den  Medianadern  und  oberhalb  jeder  Radiale  befinden  sich  weitere  Punkte;  die  Zelle  wird 
von  zwei  blauweissen  Bändern  gekreuzt,  eins  davon  lagert  in  der  Mitte,  das  andere  am  Ende,  ausserdem 
stehen  noch  vereinzelte  Punkte  basalwärts.  Die  Hflgl  sind  purpurbraun  mit  einem  bronzenen  Schimmer.  Im 
helleren  Aussenraum  steht  ein  Submarginalband  von  dunklen  Flecken,  in  der  Zelle  verteilen  sich  drei  hell¬ 
braune  und  im  Discus  eine  unregelmässige  Reihe  von  fünf  Flecken.  Die  Farbe  der  Unterseite,  das  enge  und 
mattblaue  Band  und  die  zahlreichen  Flecke  der  Unterseite  unterscheiden  aegle  hinreichend  von  dirtea.  Ein  cf 
wurde  in  Pada-Dalung,  ein  ?  in  Mandas,  Sumba,  gefangen.  Vom  ?  konnte  Doherty  keine  Beschreibung  geben. 
Vermutlich  wird  dasselbe  dem  ?  von  floresina  Frühst,  nahe  kommen,  d.  h.  zahlreiche  weisse  Punkte  auf  der 
floresiana.  Vflgl-Oberseite  und  zwei  bis  drei  Reihen  gelblicher  Flecke  auf  den  Hflgln  tragen.  —  floresiana  Frühst,  cf 
Vflgl-Oberseite  mit  jener  von  aegle  übereinstimmend,  nur  sind  sämtliche  Punkte  und  Flecke  ausgedehnter  und 
heller.  Die  Hflgl  haben  nur  die  tiefschwarze  Grundfarbe  mit  aegle  gemeinsam.  Innerhalb  der  Submarginal¬ 
binde  durchzieht  die  Flügel  eine  unregelmässige  Reihe  von  5  ungleich  grossen  Punkten,  welche  zwischen  der 
Costale  und  vorderen  Mediane  verteilt  sind.  Der  oberste  ist  blauweiss  und  ziemlich  gleichgross  dem  zweiten, 
welcher  fast  rein  weiss  erscheint.  Die  3  folgenden  sind  bedeutend  kleiner  und  gelblich.  Die  ähnlich  wie  bei 
aegle  geformte  Prachtbinde  ist  dreifarbig  und  vorherrschend  hellblau  und  nimmt  nach  dem  Analwinkel  zu  all- 
mälig  einen  gelblichen  Ton  an.  Die  einzelnen  Flecken  werden  von  den  schwarzen  Adern  getrennt  und  sind 
mit  weisslichen  Schuppen  bestreut,  welche  nach  dem  Analwinkel  zu  immer  mehr  Raum  einnehmen.  Die 
schwarzen  herzförmigen  Makeln  innerhalb  der  Prachtbinde  werden  nach  aussen  von  grossen,  zum  Teil  läng¬ 
lichen,  zum  Teil  in  eine  Spitze  auslaufenden,  weissen,  schmal  blau  gesäumten  Flecken  umrahmt,  welche  den 
schwarzen  Aussensaum  tief  einschneiden  und  ausbuchten.  Der  Marginalsaum  ist  bedeutend  schmäler  als  bei 
aegle.  Cilia  schwarz  und  weiss,  Innensaum  der  Hflgl  hellgelb  behaart.  Unterseite  der  Vflgl  tiefschwarz  mit 
braunem  Apicalteil.  Alle  Makeln  grösser  nnd  heller  als  bei  aegle ,  nur  die  Flecken  in  der  Zelle  kleiner.  Hflgl 
mit  matt  und  dunkel  rotbrauner  Basalhälfte  und  hellgelblichem  Aussenteil.  Die  drei  Punkte  in  der  Zelle,  sowie 
die  Medianreihe,  welche  bei  aegle  unterseits  auch  vorhanden  sind,  hellgelb  und  deshalb  mit  der  Grundfarbe 
stark  contrastierend.  Fühler  wie  bei  aegle ,  Augen  dagegen  schwarz  und  nicht  rotbraun,  Plpn  viel  heller, 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer 


691 

Körper  oben  wie  bei  aegle ,  dagegen  unten  hellgelb.  Das  ?  ist  viel  grösser  als  das  V,  mit  sehr  grossen  Flecken¬ 
binden,  ferner  2  weisslichen  Punkten  oberhalb  der  Zelle  und  braungriin  gerundeter  Zellwand,  sowie  2  grossen 
gelben  Punkten  vor  der  letzten  Mediana,  welche  beim  cf  kaum  sichtbar  sind.  Auf  den  H  fl  gl  n  ist  jede  Spur 
von  Blau  und  Weiss  verschwunden,  dagegen  treten  alle  Makeln  und  Binde  sehr  vergrössert  auf.  Bis  zur  hinlern 
Mediana  sind  die  Flecken  hellorange  und  nehmen  dann,  nach  dem  Analwinkel  zu,  eine  bleichgelbe  Färbung 
an.  Auf  den  Medianadern  zeigt  sich  eine  schwache  Spur  von  grünlichem  Anflug.  Nahe  dem  Frsprung  der 
unteren  Radiale  zwei  grüngelbe  Punkte,  welche  beim  cf  blau  angehaucht  sind.  Cilia  weisslich  gelb.  l'nter- 
seite  wie  beim  cf,  nur  fahler,  was  namentlich  für  die  Hflgl  gilt,  bei  welchen  der  basale  braune  Anflug  ganz 
obsolet  und  von  der  matt  fahlgelben  Grundfärbung  verdrängt  wird.  Floresiana  macht  einen  überaus  zierlichen 
Eindruck  und  ist  die  am  reichsten,  wenn  auch  nicht  am  gleissendsten  gefärbte  Symphaedra,  ohne  schreiende, 
dafür  lieblich  abgetönte,  harmonische  Färbung,  cf  Vflgllänge  46  mm,  ?  52  mm.  Süd-Flores,  gefangen  am 
Ende  der  Trockenzeit  im  November  1896  von  A.  Everett.  Typen  im  Museum  Tring. 

E.  aeetes  bewohnt  die  celebische  Subregion  dort  E.  dirtea  ersetzend.  Die  Oberseite  veranschaulichen  aeetes. 
unsere  Figuren  127  d,  die  Unterseite  ist  dunkel  rotbraun  mit  weissen  Schrägbinden  der  Vflgl  beim  cf  und  der 
mannähnlichen  ?-Form.  aeetes  ist  die  einzige  Adolias  mit  polymorphen  ??,  von  welchen  das  oberseits  ocker¬ 
farbene  am  meisten  an  dirtea  gemahnt.  Drei  Arealformen  sind  beschrieben:  aeetes  Hew.  (127  d).  cf  kenntlich 
an  einer  breiten  eigentümlichen  grauvioletten  purpurn  glänzenden  Submarginalbinde  der  Oberseite  der  Hflgl. 

Vom  ?  ist  das  mannähnliche  (127  d)  das  an  dirtea  erinnernde  als  ignigena  Frühst,  bezeichnete  (128  a)  dar¬ 
gestellt.  aeetes  wurde  zuerst  in  der  Minahassa  gefunden,  sie  halten  sich  aber  auch  in  den  üppigen  Wäldern 
von  Toli-Toli  (Nord-Celebes)  auf,  einer  mit  Lepidopteren  gesegneten  Gegend.  Das  überaus  feuchte  Klima  (es 
strömen  mindestens  jeden  dritten  Tag  schwere  Regen  über  die  Landschaft)  lässt  einen  üppigen  Waldwuchs 
aufkommen.  Vom  Gipfel  des  8000  Fuss  hohen  Buki-Cako,  einem  gewaltigen  Bergmassiv,  zieht  sich  der  Wald 
wie  ein  dichter  Pelz  bis  an  den  Strand.  Während  hoch  oben  Coniferen  gedeihen,  finden  sich  am  Meeresufer 
Palmen,  Rotang  und  Feigenbäume,  welche  von  den  heranrauschenden  Wogen  manchmal  entwurzelt  werden. 

Mein  Lieblingsplätzchen  in  diesen  insektenreichen,  jungfräulichen  Wäldern  waren  Bachrinnen,  welche,  wenn 
es  ein  paar  Tage  nicht  regnete,  in  der  Tropenglut  rasch  austrockneten.  Ich  warf  dann  faulende  Früchte  und 
Fleisch  auf  den  Bachesrand,  welche  nie  ihre  Wirkung  verfehlten.  Wenn  dann  aber  wieder  schwere  Regen 
niederbrausten,  schwemmte  der  schnell  entstehende  Wildbach  das  meinen  Lieblingen  zugedachte  leckere  Mahl 
ins  Meer  und  ich  musste  Zusehen,  wie  ich  in  der  Umgebung  des  Wasserlaufes  ihren  Spuren  folgen  konnte. 

Die  aeetes  setzten  sich  mit  Vorliebe  auf  nasse  Stellen,  Steine  oder  Baumwurzeln,  wiegten  sich  mit  ausgebrei¬ 
teten  Flgln,  oder  saugten  begierig  am  Köder.  Trotzdem  sie  häufig  ankamen,  waren  sie  schwer  zu  fangen.  Die 
Falter  waren  sehr  scheu,  immer  unruhig  und  entfernten  sich  bei  dem  geringsten  Geräusch  auf  5 — 6  m  Distanz. 

Einmal  im  Netz  surrten  sie  unruhig  umher,  und  das  Resultat  waren  abgestossene  oder  abgeriebene  Figl.  Ihr 
schmuckes  Aussehen  und  vor  allem  ihr  an  Veilchen  erinnerndes  Aroma  aber  erfreuten  meine  Sinne  stets  und 
brachte  ich  manchmal  eine  Reihe  von  10  Exemplaren  mit  nach  meiner  einsamen  Hütte.  Eines  Tages  kam 
ich,  in  einem  Wasserlauf  auf-  und  ab  gehend,  auf  eine  etwas  ungewöhnliche  Weise  in  den  Besitz  einer  aeetes. 

Ich  sah  einen  solchen  Falter  etwa  2  m  hoch  über  dem  Boden  mit  geschlossenen  Flgln  auf  mich  zukommen. 

Sehr  erstaunt  über  die  eigentümliche  Weise  seiner  Fortbewegung  fand  ich  erst  eine  Erklärung,  als  ich  den 
Schmetterling  im  Netz  hatte.  Er  war  bereits  tot  und  wurde  von  einer  Asilide,  entweder  Asilus  mendax  Walk. 
oder  Promachus  bifasciatus  Macq .,  welche  beide  in  Toli-Toli  sehr  häufig  waren,  durch  die  Luft  getragen. 

Diese  nur  etwas  über  2  cm  lange  Diptere  hatte  die,  mindestens  das  20  fache  Körpergewicht  ausmachende  und 
65  mm  Spannweite  messende  Beute  ohne  alle  Mühe  eine  weite  Strecke  transportiert,  aeetes  ist  ein  überaus 
hübsches  und  ebenso  wohlriechendes  wie  liebliches  Geschöpf,  das  in  beiden  Geschlechtern  stark  zum  Variieren 
neigt..  Die  Färbung  der  Unterseite  erinnert  sehr  an  aegle  Doli.,  wie  meist  die  Celebes-Arten.  Sehr  isoliert 
von  den  Verwandten  aus  den  übrigen  Teilen  des  malayischen  Archipels.  Bei  den  cdcd  ist  die  Gestalt  der  drei 
weissen  Subapicalmakel  und  der  weissen,  aus  5  ungleich  grossen  Flecken  bestehenden  subapicalen  Schräg¬ 
binde  ziemlich  constant.  Dagegen  ist.  der  Aussensaum  der  Vflgl  manchmal  nur  weiss  punktiert,  während  sich 
bei  vielen  Stücken  zwischen  diese  Punkte,  ähnlich  wie  bei  aegle ,  eine  matt  bronzegrüne  Binde  einschiebt. 

Auch  die  grünlichen  und  purpurnen  Gostal-  und  Zellsprenkel  wechseln  sehr  in  Häufigkeit  und  Grösse.  Die 
Hflgl  werden  von  einer  dunkelvioletten,  matt,  glänzenden  Binde  durchzogen,  welche  sehr  in  der  Breite  variiert, 
aber  stets  deutlich  sichtbar  bleibt.  Häufig  zieht  dann  noch  eine  ebenso  gefärbte  Zackenlinie  vor  dem  Aussen¬ 
saum  mit  ihr  parallel,  welche  schwärzliche  und  nach  innen  ausgebuchtete,  nach  aussen  spitze  Makeln  um¬ 
säumt.  Vor  der  Analfalte  steht  stets  ein  Büschel  grünlicher,  langer  Haare,  welche  den  Duftfleck  umgeben.  Die 
rein  weissen  Ciliaen  werden  nur  an  der  Ausmündung  der  Adern  von  der  braunen  Grundfarbe  unterbrochen. 

Die  Unterseite  aller  Figl  ist  frisch  braunrot  mit  purpurnem  Hauch.  Auf  den  Vflgln  heben  sich  von  dieser 
überaus  anmutigen  Grundfarbe  die  weissen  Flecken  der  Oberseite,  welche  sich  hier  etwas  vergrössert  wieder¬ 
holen,  scharf  und  deutlich  ab.  Die  Zelle  wird  oberseits  begrenzt  von  einem  hell  violetten  Fleck,  zu  welchem 
sich  manchmal  noch  ein  zweiter  gesellt,  welcher  die  Zellmitte  durchzieht.  In  der  Nähe  der  Basis  stehen  dann 
noch  wie  bei  fast  allen  Adolias- Arten,  braune,  schwarz  geränderte  Makeln.  Auf  den  Hflgln  markiert  sich  eine 
aus  schwärzlichen  Strichen  bestehende  Submarginalbinde  und  eine  mediane  Reihe  von  hellvioletten,  fast  vier- 


692 


EUTHALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


eckigen  Flecken,  welche  in  der  Vorderhälfte  sehr  deutlich  sind  und  nach  dem  Analwinkel  zu  allmählig  ver¬ 
blassen.  Die  Fühler  sind  oberseits  schwarz,  die  Keule  ist  unten  braunrot,  die  übrigen  Glieder  weiss  geringelt. 
Plpn  oben  schwarzbraun,  unten  heller.  Augen  braun.  Körper  auf  beiden  Seiten  analog  der  Grundfarbe.  Die 
??  sind  erheblich  grösser  als  die  cfcf,  haben  eine  fahler  braune  Grundfarbe  und  mehr  grauviolette  Binden 
auf  den  Hllgln,  sind  aber  polychromer  als  die  cfcf,  weil  bei  ihnen  noch  eine  rotbraune  Sprenkelung  der  Innen¬ 
hälfte  der  Vflgl  und  eine  braunrote  Submarginalbinde  der  Hflgl  auftritt.  Alle  Flecken  und  Bänder  der  ?? 
als  bei  den  cfcf.  Die  Unterseite  fahler,  die  weissen  Makeln  bekommen  ein  trübes  Aussehen  und  die  violetten 
Punkte  der  Hflgl  sind  nur  ganz  obsolet  angedeutet.  Entsprechend  der  Grundfarbe  sind  auch  Plpn  und  Beine 
phasiana.  viel  heller.  —  phasiana  Btlr.  (=  meridionalis  Frühst)  (127  d)  bleibt  in  der  Grösse  hinter  der  nördlichen  aeetes 
zurück,  cf  fast  immer  ohne  oder  nur  mit  Resten  einer  violetten  Binde  der  Hflgl.  Vom  ?  sind  vier  Formen 
in  der  Collection  Fruhstorfer;  a)  das  mannähnliche,  erheblich  kleiner  als  aeetes-^-  hat  weissliche  Apical-  und 
Submarginalbinden,  ist  auf  den  Hllgln  monoton  tief  schwarzbraun  und  nur  von  zwei  Reihen  ganz  obsoleter, 
genetta.  schmaler,  grauer  Flecken  durchzogen.  (Flugzeit  Januar,  1896  Patunuang.  b)  genetta  form.  nov.  Vflgl  gleich 
dem  eben  erwähnten  ?,  nur  mit  gelben  und  grösseren  Submarginalflecken  und  basaler  und  interno-medianer 
gelblicher  Sprenkelung.  Hflgl  mit  einer  grüngelblichen  Prachtbinde,  welche  nach  dem  Aussenrd  zu  von  einer 
Reihe  von  7  weit  getrennt  stehenden  orange  Punkten  begleitet  wird.  Um  die  Zelle  gruppieren  sich  3  grosse 
orange  Flecken.  Die  Unterseite  gleicht  ebenfalls  dem  cf -ähnlichen  ?,  nur  ist  dieselbe  etwas  heller,  reiner  weiss 
gefleckt,  und  die  Hflgl  sind  mit  einem  deutlichen,  rötlichbraunen  Aussensaum  bedeckt,  welcher  etwas  an  Adolias 
ignifera.  satrapes  Fldr.  und  trapesa  Semp.  erinnert.  Fühler  schwarz  mit  roter  Spitze.  (Flugzeit  November.)  c)  ignifera 
form.  nov.  Analog  ignita-%  dem  Norden,  nur  kleiner  und  mit  schmäleren  orange  Flecken  und  Binden  bedeckt. 
Unterseite  bräunlich  mit  ausgedehntem  orange  Anflug  und  ebenso  durchscheinenden  Flecken  der  Oberseite. 
tyrtaeus.  Fühler  schwarz,  unterseits  mit  breit  rotbrauner  Keule.  Patunuang,  Januar,  d)  tyrtaeus  Stgr.  Besonders  auf¬ 
fallend  sind  3  lange  Flecken  am  Vrd  der  Vflgl  hinter  der  Mitte,  die  eine  Art  Halbbinde  bilden,  und  unter 
denen  3  andere,  sehr  grosse  Flecken  bis  zum  Ird  stehen.  Auf  den  Hllgln  bildet  die  zweite  Fleckenreihe  vor 
dem  Aussenrde  eine  nur  von  den  Rippen  durchschnittene  breite  gelbe  Binde.  Die  Fleckenbinde  davor  besteht 
aus  sehr  grossen  Flecken,  während  von  den  4  Basalflecken  in  und  neben  der  Mittelzelle  nur  die  beiden  in 
der  Zelle  deutlich  und  kleiner  vorhanden  sind.  Unterseite  braun,  mit  grösseren,  verloschenen  Flecken. 
Phasiana-d'd'  hielten  sich  ebenso  wie  aeetes  auf  Steinen  nahe  dem  Erdboden  auf,  während  die  gelben  ??  im 
Hochwald  nahe  dem  Patunuang-FIuss,  durch  mein  Kommen  aufgeschreckt,  wie  rasend  durch  die  Büsche  flogen 
und  mir  nicht  wenig  zu  schaffen  machten,  bis  ich  sie  freudestrahlend  aus  dem  Netz  ziehen  konnte.  Siid-Celebes, 
rubellto.  von  Doherty  auch  am  Wasserfall  von  Maros  und  bei  Tanette  gesammelt.  —  rubellio  Frühst.  Die  Insel  Bangkei 
östlich  von  Celebes  (nicht  zu  verwechseln  mit  Banguei  oder  Bangoei  zwischen  Borneo  und  Palawan)  hat  eine 
weitere  Lokalform  von  aeetes ,  welche  ich  als  rubellio  einführte.  Sie  kommt,  wie  auch  die  meisten  Lepidopteren 
aus  Ost-Celebes,  der  Süd-Celebes-Rasse  am  nächsten,  rubellio  ist  etwas  grösser,  heller  braun  als  phasiana,  hat 
jedoch  dieselbe  Zeichnung  der  Vflgl.  Der  Hauptunterschied  liegt  auf  den  Hllgln,  welche  ganz  monoton  braun 
und  nur  von  einer  Submarginalreihe  von  7  länglichen,  schmalen  rötlichgelben  Punkten  besetzt  sind.  Die  Fhlr 
sind  ganz  schwarz,  während  phasiana  stets  eine  rote  Keule  trägt.  Eine  nahe  verwandte  Form  besitzt  Herr 
Röber  aus  Tombugu,  Ost-Celebes.  Insel  Bangkei  oder  Banggai.  Type  im  Museum  in  Berlin. 

E.  damalis,  eine  hochspezialisierte  Art,  ist  auf  den  nördlichen  und  mittleren  Philippinen  zu  Hause. 
Die  Geschlechter  sind  monomorph  und  oberflächlich  betrachtet  gleichen  die  Imago  etwa  einem  Papilio  castor 
Westw.  Vflgl  spitz,  schmal,  Hflgl  abgerundet.  Grundfarbe  braun  mit  gelblichen  Anteterminalfleckchen  beider 
Flügel  und  einer  aus  quadratischen  Makeln  zusammengesetzter  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Unterseits 
wiederholen  sich  diese  Binden,  nur  tritt  auf  den  Vflgln  noch  eine  weisse  Halbbinde  dazu,  sowie  einige  unregel- 
damalis.  mässig  verteilte  weisse  Punkte  in  der  Zelle.  —  damalis  Er.  mit  der  Namensform  aus  Luzon,  kommt  nach 
Semper  auch  auf  den  Babuyanes  vor.  Flugzeit  das  ganze  Jahr,  aber  dennoch  ist  das  Tier  lokal  und  nicht 
galoa.  häufig.  Die  ??  haben  manchmal  auch  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  Anfänge  einer  weissen  Binde.  —  galoa 
subsp.  nov.  differiert  von  damalis  durch  die  erheblich  verschmälerte  gelbliche  innere  Binde  der  Hflgl.  Mindoro; 
nach  der  Type  im  Britisch-Museum  beurteilt.  Fehlt  meiner  Sammlung. 

E.  cyanipardus.  Die  grösste  aller  Adolias- Arten,  sowie  der  Euthaliiden  überhaupt,  durch  das  blau  und 
weiss  punktierte  ?,  die  dunkelgrüne  Flügelunterseite  die  langen,  ganz  schwarzen  Fühler  und  die  dunklen  Palpen 
ausgezeichnet.  Es  muss  ein  herrliches  Schauspiel  sein,  diese  gigantischen  und  farbengesegneten  Falter  zu 
beobachten  und  zu  fangen.  Trotzdem  kennen  wir  bisher  nur  ganz  dürftige,  trockene  Notizen  über  ihr  Vor¬ 
kommen.  Generationsorgane  jene  von  E.  dirtea  F.  sehr  ähnlich  nur  massiger;  Uncus  basalwärts  mehr  verdickt, 
Valve  etwas  schlanker,  distal  deutlicher  umgebogen,  Uncus  mit  helmartigem  Aufsatz.  —  Fünf  benannte  Areal- 
cyanipardus.  formen:  cyanipardus  Btlr.  (127  c  cf)  dirtea  gleich  hhasania  sehr  konstant.  Vflgl  mit  grossem  weissen  Punkt 
vor  dem  Apex,  einer  schmalen  unregelmässigen,  dunkelgrünen  Submarginalbinde.  Hflgl  mit  vom  Costalrand 
nach  dem  Analwinkel  allmählig  an  Breite  abnehmenden  Submarginalband,  welches  von  den  schwarzen  Adern 
durchzogen  und  abgeteilt  wird.  Der  Costalfleck  steht  ganz  isoliert  und  umfasst  einen  sehr  kleinen  Punkt  oder 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


693 


wird  von  einem  dünnen  schwarzen  Strich  eingeschnitten.  Die  übrigen  Flecke  sind  eigentümlich  tulpenartig 
geformt,  nach  innen  eingebuchtet  und  nach  aussen  gestielt.  Vor  der  Spitze  stehen  rundliche  schwarze  Subapical- 
Punkte.  Der  schwarze  Aussensaum  der  Hflgl  wird  von  grünen  Strichen  geteilt.  Cilicn  schwarz  und  weiss. 

?  Vflgl  weiss  gefleckt,  basalwärts  und  in  der  äusseren  Binde  zahlreiche  blaue  Atome.  Illlgl  mit  einer  medianen 
Doppelreihe  von  weissen,  blaugesäumten  •  Punkten.  Die  Submarginal-Doppelreihe  von  Halbmonden  besteht 
costalwärts  aus  violetten,  im  übrigen  aus  hellblauen  Flecken  mit  weisslichen  Atomen  untermischt.  Die  Unterseite 
ist  hell  meergrün  mit  zahlreichen  weissen  Flecken,  cd  Vflgllänge  53  mm.  ?  64  mm.  Bisher  nur  aus  Assam 
gekommen,  wo  cyanipardus  nicht  allzu  selten  ist.  —  albopunctata  Crowl.,  eine  melanotische,  habituell  hinter 
cyanipardus  zurückgebliebene,  hochspecialisierte  Rasse  von  nahezu  tiefschwarzer  Färbung  der  Oberseite  der  ; 
cdcd,  oberseils  erheblich  verändert,  doch  unten  die  Verwandtschaft  mit  der  Assam- Vikariante  dokumentierend. 

Auf  den  Vflgln  2  sehr  grosse,  weisse  Subapicalflecke  und  4  grosse,  gelbliche  Punkte  in  der  Zelle,  sowie  einen 

unterhalb  der  unteren  Radiale.  Die  Hflgl  sind  ausgezeichnet  durch  das  vollständige  Fehlen  der  blauen  Binde, 

an  deren  Stelle  nur  5  grosse,  leuchtend  blaue  Punkte  vorhanden  sind.  Die  Unterseite  der  cd cd  ähnlich  wie 

bei  cyanipardus  Btlr.,  nur  mit  der  Oberseite  analogen,  d.  h.  grösseren  weissen  Subapicalpunkten  und  kleineren 

Zell-  und  Medianflecken,  Hflgl  nach  der  MooRE’schen  Abbildung  mit  einem  blauen  Zellkern  und  6  circum- 

cellularen  Pünktchen.  Das  ?  sehr  ähnlich  dem  cyanipardus nur  mit  grösseren  weisslich blauen  Flecken  der 

Vflgl  und  kleinen  Submarginalpunkten  der  Hflgl,  welche  ringsum  breit  weissblau  eingesäumt  werden.  Sonst 

ist  die  Sprenkelung  der  Hflgl  etwas  dunkler  als  bei  cyanipardus.  Die  Unterseite  der  Hflgl  trägt  kleinere  Median- 

und  Zellpunkte,  dagegen  bedeutend  grössere  weisse  Submarginalflecken  als  cyanipardus.  Sehr  selten, 

nur  wenige  Exemplare  bekannt.  Falter  von  mir  im  Januar  bei  Muok-Lek  (Siam)  auf  etwa  300  m  Höhe  im 

dichten  Walde  beobachtet,  ausserordentlich  scheu  und  stets  einzeln.  —  sandakanus  Frühst,  cf  kleiner  als  sandakanus. 

Symph.  cyanipardus  Btlr .,  mit  grünem  schmalem  Anteterminalstreifen  der  Vflgl,  welcher  bei  cyanipardus  stets 

blau  ist,  2  grösseren,  weissen  Apicalflecken  und  schwarzen  Flecken  im  violetten  Submarginalfeld  der  Hflgl, 

dagegen  viel  schmälerem  schwarzem  Distalsaum.  ?  ebenfalls  kleiner,  mit  dunkler  Zeichnung  auf  den  Hflgln. 

Die  zwei  bei  cyanipardus  stets  weisslichblauen  Submarginalbänder  der  Hflgl  grünblau  und  die  schwarzen  Flecke 
auf  diesen  zusammenfliessend,  während  solche  bei  cyanipardus  getrennt  stehen.  Einen  Hauptunterschied  bildet 
die  rote  Fühlerspitze,  welche  bei  cyanipardus  stets  schwarz  ist.  Südost-  und  Nord-Borneo,  aber  überall  sehr  selten. 

—  bangkana  May.  zeichnet  sich  als  melanotische  Inselform  dadurch  aus,  dass  die  blaue  Prachtbinde  der  Hflgl  bangkana. 
bis  auf  wenige  violette  Flecken  verschwunden  ist.  Auch  die  grünblaue  Randstreifung  der  Vflgl  ist  im  Erlöschen 
begriffen.  Sehr  selten,  nur  einige  Paare  von  Dr.  Hagen  auf  Banka  gefunden.  —  martha  Strand,  von  Dr.  Hagen  rnartha. 
zuerst  in  Nordost-Sumatra  entdeckt,  wurde  neuerdings  in  einem  Exemplar  ?  auch  im  westlichen  Sumatra  aufgefunden. 

E.  satrapes  Fldr.  (=imperator  Hew.)  einer  der  hervorragendsten  Falter  des  Ostens,  sehr  selten  und  in  satrapes. 
zwei  scharf  differenzierten  Inselrassen  auf  den  Philippinen.  Geschlechter  nahezu  gleichartig,  das  ?  nur  wenig 
grösser.  Oberseite  schwarz,  Basalzone  beider  Flügel  leicht  blaugrün  überstäubt.  Vflgl  mit  etwa  wie  bei 
cyanspardus-%  verteilten  weissen  Flecken.  Hflgl  mit  breiter  blauer  Median-  und  einer  weissen  submarginalen 
Fleckenbinde.  Unterseite  der  Vflgl  schwarz  mit  markanten  Weissflecken  und  blaugrauem  Streifen  in  der  Zelle; 

Hflgl  rotbraun  mit  einer  grauvioletten  Submarginalbinde  und  rötlich  grauvioletten,  etwa  wie  bei  dirtea  F. 
verteilten  Discalflecken.  Costalsaum  der  Vflgl  Basis  der  Hflgl  und  der  gesamte  Termiansaum  der  letzteren 
schön  zinnoberrot.  Die  Namenstype  aus  Luzon,  satrapes ,  wo  sie  in  bewaldeten  Gebirgsstrecken  vorkommt. 

Flugzeit  Juli  bis  Dezember.  Nach  Semper  auch  auf  Polillo,  Mindoro,  Camiguin  de  Luzon.  —  trapesa  Sernp.  trapesa. 
Auf  der  Oberseite  unterscheidet  sich  diese,  statt  der  satrapes  des  Nordens,  auf  Mindanao  fliegende  neue  Art 
von  letzterer  auf  den  Vflgln  durch  kleinere  und  am  Vrd  etwas  weiter  wurzelwärts  gezogene  weisse  Flecken¬ 
binden,  und  auf  den  Hflgln  durch  die,  mit  Ausnahme  des  Vrds,  nach  beiden  Seiten  hin  bedeutend  verbreiterte, 
blaue  Binde,  welche  ausserdem  eine  etwas  hellere,  ins  grünliche  spielende  Farbe  hat.  Auf  der  Unterseite  sind 
die  Fleckenbinden  der  Vflgl  nicht  kleiner  als  bei  satrapes,  aber  ebenfalls  am  Vrd  weiter  wurzelwärts  endigend; 
auf  den  Hflgln  ist  die,  mitten  über  den  Flügel  gehende,  helle  Fleckenbinde,  sowie  der  helle  Ard  breiter  und 
dadurch  der  von  der  dunkel  rotbraunen  Grundfarbe  eingenommene  Teil  bedeutend  kleiner,  Wie  bei  satrapes 
sind  auch  bei  dieser  Art  beide  Geschlechter  vollständig  gleich  in  Zeichnung  und  Flügelform.  Sie  ist  eine  von 
den  charakteristischen  und  vielleicht  sehr  alten  Lokalformen,  welche  im  Laufe  der  Zeit  sich  so  bedeutend 
modificiert  haben,  dass  sie  jetzt  als  eigene  Art  gelten  können.  Mir  liegt  ein  Exemplar  des  Berliner  Museums 
vor,  nach  welchem  ich  noch  folgende  Unterschiede  von  satrapes  erwähnen  kann:  Die  submarginalen  Randflecke 
der  Hflgl-Oberseite  sind  schwächer  entwickelt  und  der  wundervolle,  wie  bei  satrapes  mennigrot  gefärbte  Aussen¬ 
saum  der  Unterseite  ist  etwas  schmäler  angelegt.  Die  discale  Reihe  von  violettbraunen  Punktflecken  verläuft 
bei  satrapes  schräg  nach  dem  Ard,  zieht  dagegen  bei  trapesa  bis  nach  dem  Costalsaum,  in  einen  ununter¬ 
brochenen  Halbkreis  verlaufend.  Ausserdem  zeigen  sich  bei  trapesa  noch  zwei  schwarze  Binden  auf  der  Hllgl- 
Unterseite,  welche  bis  zur  Mitte  der  Flügel  hinziehen  und  bei  satrapes  fehlen.  Ost-Mindanao. 

A  r  t  e  n  g  r  u  p  p  e  L  e  x  i  a  s  Bsd. 

Nur  zwei  Arten  umfassend,  welche  durch  mit  der  Costale  verwachsene  Subcostaläste  ihre  enge  Ver¬ 
wandtschaft  mit  Adolias  und  Eutlialia  äussern,  während  sie  dadurch  von  Dophla  differieren,  deren  Subcostaläste 


694 


EU  THALIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sämtlich  freistehen;  Beziehungen  zu  Euthalia  werden  auch  durch  die  Generationsorgane  vermittelt,  die  durchweg 
euthaloid  sind,  d.  h.  keinen  verdickten  Uncus  und  eine  schlanke  Valve  haben.  Valve  distal  verschmälert  mit 
einigen  kleinen  Zähnen  besetzt.  Nur  eine  Artengruppe,  ohne  subgenerellen  Wert  wird  der  Name  Lexias  hier 
nur  conserviert,  weil  der  Name  seit  1832  durch  die  Literatur  geschleppt  wird  und  de  facto  sogar  Priorität 
vor  der  populärer  gewordenen  Bezeichnung  „ Adolias “  (1836)  hat. 

panopus.  E.  panopus  mit  braunschwarzer  Oberseite,  welche  auf  den  Vflgln  bei  beiden  Geschlechtern  leicht  gelb 

marmoriert  erscheint,  cf  wie  2  ausserdem  mit  einer  je  nach  der  insularen  Herkunft  an  Ausdehnung  verschieden 
breit  angelegten  Submarginalbinde  von  gelblich  roter  oder  Ockerfarbe.  ?  grösser  als  das  cf,  dichrom  weil 
ausser  cf-ähnlichen  ??  auch  solche  mit  weisser  Streifung  der  Hflgl  existieren  (?-fa.  virginalis  form,  nov .) 
Unterseite  lichtbraun  mit  rötlichgelber  Distalpartie  und  blauweissen  Makeln  im  Mediangebiet  beider  Flügel. 
Hflgl  dann  noch  mit  einer  Reihe  von  schwarzen  Submarginalpunkten  und  die  Vflgl  mit  schwarz  umringeltem, 
blaugrauem  Zellfleck,  welcher  die  Verwandtschaft  mit  der  molukkisch-melanesischen  E.  aeropus  verrät,  als 
deren  philippinische  Abzweigung  panopus  betrachtet  werden  muss.  Die  Art  ist  selten  in  den  Sammlungen  und 
sowohl  im  British-Museum  wie  auch  im  Tring-Museum  in  z.  T.  nicht  mit  der  Herkunft  etiquettierlen  Exemplaren 
aus  der  SEMPER’schen  Zeit.  Dr.  Platen  hat  sie  anscheinend  nur  auf  Mindanao  in  Anzahl  gefunden.  —  panopus 
Fldr.  oberseits  mit  sehr  breiter  rotgelber  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Flugzeit  vorwiegend  vom  Mai  bis  Juli 
miscus.  auf  Luzon.  —  miscus  subsp.  nov.  hat  bedeutend  verschmälerte  Streifung  der  Hflgl  und  beim  $  soll  die  weiss¬ 
gebänderte  Form  virginalis  Frühst,  häufiger  als  die  ockerfarbene  sein.  Mindanao  nach  Exemplaren  meiner 
vistrica.  Sammlung  und  einiger  Stücke  des  British-Museums.  —  vistrica  subsp.  (oder  form,  nov)  sah  ich  in  der 
HEwiTsoN-Collection  in  London,  cf  mit  nur  fadenförmiger  Gelbbinde  der  Vflgl.  Fundort  unbekannt,  vielleicht 
eine  der  mittleren  Philippinen,  wie  denn  auch  Semper  panopus  von  Bohol  und  Leyte  erwähnt. 

E.  aeropus  die  Altvater  Linne  schon  kannte,  ist  über  ein  weiteres  Areal  als  bisher  bekannt  war, 
verbreitet,  findet  sich  auf  sämtlichen  Molukken  von  den  Sula-Inseln  angefangen  bis  Neu-Guinea  und  tritt  auf 
den  Bismarkarchipel  über.  Einer  der  häufigsten  Falter  von  Melanesien;  dennoch  ist  seine  Variabilität  nicht 
genügend  studiert  und  die  Empfindlichkeit  der  Art  insularer  Trennung  gegenüber  wurde  ebenso  wenig  beachtet, 
wie  der  Polychromismus  der  ??,  von  denen  nur  die  gelb  und  weissgebänderte  Form  Erwähnung  fand.  Zeich¬ 
nungsverteilung  wie  bei  eutychius  und  choirilus  (127  a).  Unterseite  beim  cf  lebhaft  ockergelb  mit  einer  breiten, 
etwas  lichteren  Submarginalbinde  der  Vflgl,  die  im  Gegensatz  zu  E.  panopus  nur  zwei  blauweisse  Medianmakeln 
führen.  ?  mit  schwarzen  Vflgln,  die  von  einer  aus  isolierten  Flecken  bestehenden  Binde  durchzogen  werden. 
Hflgl  entweder  weiss  oder  blassgelb,  stets  mit  ausgedehntem  tiefschwarzem  Randgebiet.  Basalgegend  mit  sieben 
milchweissen  Makeln  belegt.  Palpen  beim  cf  rot,  beim  ?  hellgelb  mit  weisslicher  Basis.  Rp  euthaloid,  grün 
mit  schwarzem  Rückenstreifen  und  schwarzem  Kopf,  sowie  sehr  langen  Federn.  Pp  aufgeblasen,  ventral 
scharfkantig  mit  spitzem  Kopf.  Futterpflanze  Calophyllum,  Eier  serienweise  auf  der  Unterseite  der  Blätter, 
auf  welchen  dann  später  auch  die  Raupen  dicht,  gedrängt  sitzen,  ruhen  oder  fressen  bis  das  Blatt  verzehrt 
ist.  Wenn  sie  grösser  geworden  sind,  werden  sie  lebhafter  und  kriechen  weiter  auseinander  (Ribbe).  - 
eporidorix.  eporidorix  subsp.  nov.  differiert  im  männlichen  Geschlecht  durch  kleinere,  rotgelbe  Punkte  der  Zelle  sowie 
unbedeutendere  Praeapicalmakeln  der  Vflgl.  Unterseite  dunkler  als  bei  Exemplaren  der  Süd-Molukken,  mit 
reduzierten  schwarzen  Submarginalflecken.  ?  grösser  als  die  ??  der  übrigen  Vikarianten  mit  den  ansehnlichsten 
orestias.  und  am  intensivsten  gelb  gefärbten  Feldern  der  Hflgl.  cf-Type  aus  Batjan,  ?-Type  aus  Halmaheira.  —  orestias 
subsp.  nov.  kann  als  die  coloristisch  am  dunkelsten  ausgefallene  Inselrasse  bezeichnet  werden.  Medianbinden 
der  cf  cf  schmäler  als  bei  aeropus  der  Süd-Molukken.  Sula-Mangoli,  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  — 
paisandrus.  paisandrus  subsp.  nov.  findet  sich  in  Anzahl  auf  der  Insel  Obi.  cf  grösser  als  cfcf  aus  Batjan  mit  vermehrter 
und  heller  rotgelber  Bänderung.  ?  gleichfalls  mit  breiter  angelegten  und  deshalb  weniger  weit  getrennten 
helvidius.  Makeln  der  Vflgl  als  beim  aeropus -  helvidius  subsp.  nov.  gleicht  im  männlichen  Geschlecht  am  meisten  der 
Batjan-Form.  ?  äusserst  prägnant  durch  reduzierte  Fleekung  und  Binden  beider  Flügel,  das  Mittelfeld  der  Hflgl 
aeropus.  überdies  rot  orangefarben  statt  fahlgelb  wie  bei  ??  der  übrigen  Molukkeninseln.  Buru.  -  aeropus  L.  kenntlich 
durch  die  grossen  und  verlängerten  Flecken  am  Zellapex  beider  Flügel,  führt  fast  doppelt  so  breites  gelbliches 
choirilus.  Mittelhand  der  Hflgl  als  helvidius-^.  Amboina,  Uliasser,  Ceram,  Goram.  Mit  choirilus  subsp.  nov.  (127  a)  beginnen 
die  melanesischen  Rassen,  bei  welchen  sich  ausser  gelben  auch  weissgebänderte  ??  vorfinden,  während  mir  von  allen 
aeropus  der  Molukken  nur  gelbe  ??  bekannt  sind,  cf  relativ  klein,  von  eporedix-d cf  zu  separieren  durch  etwas 
grösseren  Doppelpunkt  am  Zellapex  der  Vflgl  und  vermehrte  Schwarzstreifung  und  Fleekung  der  Unterseite.  ?  ent¬ 
weder  weiss,  wie  abgebildet,  oder  mit  gleichförmig  hellgelben  Flecken  der  Vflgl  und  ebensolchem  Mediangebiet  der 
Hflgl,  während  sich  bei  allen  molukkischen  Schwesterformen  weisse  Praeapical-  und  Zellflecken  bemerklieh  machen. 
?  beider  Formen  der  Insel  Waigiu,  unterseits  übrigens  mit  weisser  Basal-  und  Medianzone  der  Hflgl  im  Gegen¬ 
satz  zu  aeropus-  etc.  ??,  welche  vorwiegend  ockergelb  abgetönt  erscheinen.  Nur  zeigt  sich  beim  ?  der  oben 
gelben  Form  der  schwarze  Randsaum  der  Hflgl,  der  stellenweise  rötlichgelb  überdeckt  ist.  Waigiu;  häufig.  — 
eutychius.  eutychius  subsp.  nov.  (127  a)  findet  sich  auf  der  Hauptinsel  von  Neu-Guinea  und  wird  als  Seltenheit  auch  von 
Aru,  Key  und  der  Dampier-Insel  gemeldet.  Die  Form  ist  periodenweise  sehr  gemein  und  Hagen  berichtet, 
dass  man  früher  bei  Stephansort  die  Raupen  und  Puppen  korbweise  von  den  Calophyllumbäumen  abnehmen 


EUTHALIA.  Von  II.  Fruhstorfer. 


695 


konnte.  Die  Falter  bewohnen  den  Strandwald  mit  der  Hauptflugzeit  vom  November  bis  März.  Vom  ?  sind 
vier  Formen  in  meiner  Sammlung:  a)  die  mann-ähnliche,  mit  satt  ockerfarbenen  Flecken  und  Binden  der 
Oberseite,  b)  ergena  form.  nov.  mit  weissen  Apical-  und  Zellflecken  der  Vllgl,  sonst  wie  das  gewöhnliche  und 
häufigste  normale  ?.  —  albifera  form,  nov.,  ähnlich  dem  abgebildeten  choirilus  t?  127  a),  aber  mit  verringerten 
weissen  Makeln  der  Vflgl;  und  endlich  midia  form.  nov.  mit  hellgelben  Binden,  welche  peripherisch  etwas 
kanariengelb  umrandet  sind  und  somit  den  ??  der  Molukkenformen  gleichen,  ohne  jedoch  auf  den  Vflgl n  so 
deutlich  weiss  aufgehellt  zu  sein  wie  etwa  ??  von  Saparua.  Obi  und  Buru.  Sämtliche  ??-Fonnen  von 
eutychius  sind  unterseits  heller  oder  dunkler  ockergelb  mit  Ausnahme  des  albifera welches  sich  mit  seinem 
weissen  Basalgebiet  der  weissen  ?-Form  choirilus  anschliesst.  Die  submarginale  Schwarzfleckung  der  Unterseite 
der  Hflgl  sehr  veränderlich,  im  allgemeinen  aber  prominenter  als  bei  choirilus  und  am  prägnantesten  bei  der 
?-Form  midia  von  Finschhafen.  Das  cP  (127  a)  ist  kenntlich  an  analwärts  erheblich  verschmälerten  Binden  der 
Hflgl.  hegias  subsp.  nov.  endlich  bewohnt  den  Bismarckarchipel.  Habituell  kleiner  als  eutychius -cf  fällt  die 
Rasse  auf  durch  breiter  angelegte  rotgelbe  Bänderung  der  Oberseite.  Type  von  Neu-Pommern,  wo  Ribbi  nur 
ein  ?  im  Strandwalde  auffand,  das  der  weisslichen  Färbungsrichtung  angehört. 

Artengruppe  Euthaleopsis.  Van  de  Poll. 

Structurell  den  Lexicts  genähert  durch  die  geschlossene  Zelle  der  Vflgl,  Der  zweite  Subcostalast  der 
Vflgl  fehlt,  der  erste  ist  mit  der  Costale  verwachsen  der  dritte  entspringt  bei  beiden  Geschlechtern  auf  kurzem 
Abstand  jenseits  der  Zelle.  Die  am  weitesten  nach  Osten  vorgeschobene  Untergattung,  nur  eine  Art  umfassend, 
die  sich  in  ihrer  Färbung  allenfalls  der  E.  lubentina- Gruppe  nähert. 

E.  aetion  differiert  sexuell  durch  die  grösseren,  rundflügeligen  und  kanarien-  statt  hellgelb  gefleckten  ??. 
Das  schwefelgelbe  Feld  der  Oberseite  der  Hflgl  der  cfcP  kann  bindenartig  oder  mehr  kreisförmig  geformt  sein, 
wie  bei  donata  (130a).  Unterseits  wechselt  die  Grundfarbe  je  nach  der  Heimat  der  Imago  von  grau  bis  zu 
schwarzbraun  und  die  weissen  Submarginalflecken,  welche  die  bei  den  übrigen  Euthaliiden  schwarzen  oder- 
roten  Makeln  ersetzen,  variieren  gleichfalls  leicht,  indem  sie  manchmal  deutlich  ausgeprägt,  gelegentlich  aber 
mehr  verschwommen  erscheinen.  Hagen  vermutet,  dass  die  Rp  mit  jener  von  Lexias  aeropus  eutychius  Frühst. 
zusammen  auf  Calphyllum-Räumen  lebt.  Falter  in  manchen  Jahren  häufig,  dann  wieder  kaum  ein  Stück  zu 
sehen.  Verbreitung  von  den  Nord-Molukken  über  Neu-Guinea  bis  zum  Bismarck-Archipel  und  den  Luisiaden. 

plateni  Stgr.,  die  dunkelste  Rasse  der  Gesamtart.  Die  medianen  gelben  Flecken  der  cPcP  sind  schmäler 
als  bei  melanesischen  Ortsformen,  steiler  gestellt.  Unterseite  nahezu  schwarz,  der  rote  Basalstreif  der  Hflgl 
besonders  prominent.  Batjan,  Halmaheira,  ursprünglich  nach  zwei  cf  cf  beschrieben.  —  donata  Frühst.  (130a) 
bewohnt  Waigiu.  Die  Färbung  der  gelben  Flecken  bleichgelb  wie  bei  aetion  Hew.  (Type  von  Aru) ;  die  Discal¬ 
flecken  der  Vflgl,  namentlich  jene  am  Zellschluss,  kaum  halb  so  breit  als  bei  Aru-Exemplaren.  Discalflecke 
der  Hflgl  gleichfalls  schmäler.  Die  Submarginalflecken  der  Vflgl  obsoleter.  —  philomena  Frühst.  (130  a)  basiert 
auf  Exemplaren  aus  Kaiser  Wilhelmsland  wurde  von  Doherty  in  grösserer  Anzahl  auch  in  der  Humboldt-Bai 
aufgefunden.  ?  etwas  veränderlich.  Der  gelbe  Ooppelfleck  am  Zellende  der  Unterseite  der  Hflgl  kann  fehlen, 
verwischt  oder  deutlich  angelegt  sein.  Bei  einigen  ??  ist  wie  auf  unserer  Abbildung  der  gelbliche  Wischfleck 
zu  beiden  Seiten  der  Submediana  der  Oberseite  der  Vflgl  deutlich  bei  anderen  wiederum  obsolet  oder  es  sind 
nur  noch  einige  Stäubchen  vorhanden.  Von  der  Namenstype  aetion  differiert  philomena  durch  die  satter  gelbe 
Färbung  der  Oberseitenfleckung  und  die  zurückgebildeten  Submarginalstaubfleckchen  und  unterseits  insbesondere 
durch  die  Reduktion  des  bei  aetion  die  ganze  Mitte  der  Hflgl  ausfüllenden  Feldes.  —  sosisthenes  snbsp.  nov. 
zeigt  eine  weitere  Verminderung  der  gelben  Streifen  der  Vflgl,  nähert  sich  jedoch  durch  markante  Discalmakel 
der  Hflgl.  Unterseite  wieder  etwas  der  aetion  von  Aru.  Britisch-Neu-Guinea,  in  ähnlichen  Exemplaren  auch 
auf  Woodlark,  Rossel-Island  und  einigen  anderen  Satelliten  des  östlichen  Neu-Guinea.  —  aetion  Hew.,  nach 
einem  ?  beschrieben,  ist  stets  selten  geblieben.  Sie  gleicht  am  meisten  donata  (130  a),  2  führt  aber  breiter 
ausgeflossene  schwefelgelbe  Binden  der  Oberseite.  Unterseits  sind  sowohl  die  weissen  wie  auch  gelblichweisen 
Felder  ausgedehnter  als  bei  ??  von  Waigiu,  Aru,  von  den  Key-Inseln  bisher  nicht  gekommen.  —  thilei  Ribbe, 
eine  melanotische  Rasse  mit  sehr  kleinem  Discalfleck  der  Oberseite  der  Hflgl.  Herbertshöhe.  —  rugei  Ribbe,  gleicht 
sehr  den  philomena  Fruhst.-d'd'  von  Deutsch  Neu-Guinea  Die  Halbbinde  der  Vflgl  etwas  verschmälert,  aber  länger, 
der  Unterseite  der  Hflgl  fehlt  das  weisslichgelbe  Discalfeld,  das  zu  zwei  winzigen  Punkten  reduziert  ist.  Neu-Hannover. 


Tribus  Apaturidi. 

In  dieser  Gruppe  treten  zuerst  die  dornenlosen  Raupen  auf,  im  Gegensatz  zu  den  bedornten,  welche 
alle  vorhergehenden  Gruppen  besitzen  Die  Raupenform  ist  daher  der  Hauptcharakter,  wodurch  sich  die 
Apaturen  einerseits  von  den  bereits  beschriebenen,  anderseits  von  den  Gruppen  der  Anaeen  und  Nymphaliden 
im  engeren  Sinne  (Charaxidi)  unterscheiden.  Die  Raupen  der  Apaturen  sind  glatt  oder  auch  mit  sehr  feinen 
Wärzchen  dicht  besetzt,  nach  beiden  Enden  zu  verjüngt  und  tragen  nur  auf  dem  Kopf  2  stumpfe  oder  an  der 
Spitze  zweiteilige  Hörnchen.  Der. Schwanz  endet  in  2  kurze  Spitzen,  welche  meistens  dicht  zusammengelegt 


ergena. 

albifera. 

midia. 


hegias. 


plateni. 

donata. 

philomena. 


sosisthenes 


aetion. 


thilei. 

rugei. 


696 


DICHORRAGIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


nesimachus. 


nesseus. 

nesiotes. 


sind  und  einen  conischen  Fortsatz  bilden.  Auf  dem  7.  Segment  zeigt  sich  bei  der  erwachsenen  Raupe  der  A. 
Iris  (bei  südamerikanischen  nach  Dr.  Müller  auch  auf  5  und  10)  ein  kurzer  zugespitzter  Fortsatz  (Warze). 
Die  Puppen  sind  seitlich  stark  zusammengedrückt,  auf  dem  Rücken  meist  mit  einer  stark  hervorspringenden 
Flglkante  versehen  und  am  Kopf  in  2  Spitzen  auslaufend.  Das  Geäder  des  entwickelten  Schmetterlings  zeigt 
im  allgemeinen  den  Typus  der  Vanessiden.  Der  Mediansporn  fehlt  vollständig  und  dieser  Charakter  unter¬ 
scheidet.  die  Apaturen  sofort  von  den  Limenitiden,  von  denen  sie  ja  auch  sehr  scharf  durch  die  am  1.  bis  4. 
Tarsusglied  bedornten  ¥¥-Vorderfüsse  getrennt  sind.  Eine  Verwandtschaft  zu  den  echten  Nvmphaliden  scheint 
ebenfalls  durch  das  fundamental  verschiedene  Geäder  ausgeschlossen  zu  sein,  obwohl  die  Raupen  den  Charaxes- 
Raupen  am  ähnlichsten  sind.  Hingegen  ist  wieder  die  Puppenform  so  abweichend,  dass  hiedurch  die  Ver¬ 
wandtschaft  in  der  Raupenform  vollständig  aufgehoben  wird.  Die  grosse  Uebereinstimmung  der  Puppenform 
von  Apatura  und  Thaleropis  mit  Hypanartia  (einer  Vanessa  sehr  nahestehenden  neotropischen  Gattung)  lässt 
vermuten,  dass  die  Apaturen  den  Vanessiden  am  nächsten  stehen  und  daraus  hervorgegangen  sind.  Die  charak¬ 
teristische  Herabbiegung  des  2.  Subcostalastes,  welche  die  Argynniden,  Diademen  und  Limenitiden  so  aus- 
zeiclmet,  aber  den  Vanessiden  durchaus  fehlt,  wird  auch  bei  keiner  Apaturenform  gefunden,  wohl  aber  findet 
man  bei  den  letzteren  einen  anderen  Vanessiden-Charakter,  die  Einmündung  der  hinteren  Discocellulare  der 
Vflgl  in  den  Rüg  des  3.  Medianastes,  wenigstens  noch  in  2  Gattungen  erhalten:  Dilipa  und  Thaleropis  (bei  den 
meisten  fehlt  die  Querader.  Auch  die  gleiche  Redornung  der  ¥¥-Vorderfüsse,  das  Fehlen  des  Mediansporns 
und  dieselben  Futterpflanzen  (Urticaceen)  spricht  für  die  Verwandtschaft  zu  den  Vanessiden.  Schliesslich  sei 
auch  noch  daran  erinnert,  dass  sich  die  charakteristischen  Augen  der  Apaturen  auch  bei  vielen  Vanessiden 
wenn  auch  nur  rudimentär,  aber  stets  genau  in  derselben  Stellung  nachweisen  lassen.  Die  dornenlose  Raupe 
würde  ihre  Erklärung  darin  finden,  dass  die  Dornen  zurückgebildet,  bezw.  verkümmert  sind,  wie  wir  dies  in 
ähnlicher  Weise  bei  Catagramma  und  Haematera  finden.  Die  Generationsorgane  der  Apaturiden  sind  äusserst 
charakteristisch  durch  den  langen  Penis  und  den  namentlich  in  Anbetracht  der  Grösse  der  Imago  auffallend 
verkümmerten  und  fast  stets  scharf  gekrümmten  hakenförmigen  Uncus.  Valve  in  der  Regel  breit,  gelegentlich 
mit  dorsalem  Ansatz  und  fast  immer  mit  scharfer  distaler  nach  oben  gebogener  Spitze,  welche  bei  einer 
Gattung  sich  bis  zur  Uncusspitze  erhebt  und  auch  äusserlich  sichtbar  wird  (Eulaceura).  Saccus  stets  schnur¬ 
förmig.  Die  geographische  Verbreitung  der  Apaturen  ist  sehr  interessant,  da  sie  sowohl  den  grossen  östlichen, 
als  auch  den  nord-  und  südamerikanischen  Faunengebieten  angehören. 


46.  Gattung:  IHcliorragia  Btlr. 

Diese  schon  wegen  ihrer  geographischen  Verbreitung  merkwürdige  Gattung  wurde  von  Felder  und 
Rüttler  zu  den  Euthaliiden,  von  Dr.  Schatz  und  Seitz  zu  den  Apaturiden  gestellt.  In  der  Tat  bildet 
Dichorragia  eine  Transition  von  den  Euthaliiden  zu  den  echten  Apaturiden,  indem  sie  durch  den  kurzen  Penis 
die  distal  abgerundete  Valve  noch  zu  ersteren  durch  den  gekrümmten  Uncus  die  langen  spitzen  Palpen  zu  den 
letzteren  Beziehungen  verrät.  Das  ausschlaggebende  Merkmal  der  Raupenform  ist  uns  noch  unbekannt.  Nach 
Dr.  Schatz  sind  die  Vorderfüsse  der  ¥¥  bedornt.  Dichorragia  steht  der  papuanischen  Gattung  Äpaturina  am 
nächsten,  unterscheidet  sich  aber  von  den  übrigen  Apaturiden  durch  die  einfache,  fast  gerade  Präcostalader, 
welche  an  der  Spitze  schief  abgeschnitten  ist,  während  sie  sonst  meistens  gegabelt  oder  nach  aussen  gebogen 
ist.  Die  Figlzellen  sind  wie  bei  Äpaturina  geschlossen;  von  dieser  Gattung  wird  sie  speziell  noch  durch  die 
viel  grössere,  stark  nach  innen  gebogene  mittlere  Discocellularis  und  die  längere  Gabel  des  4.  und  5.  Sub¬ 
costalastes  getrennt.  Geschlossene  Flglzellen  kommen  unter  den  Apaturen  nur  noch  bei  Dilipa  und  Thaleropis 
vor;  hier  zweigt  sich  aber  nur  1  Subcostalast  vor  dem  Zellende  ab,  bei  Dichorragia  stets  zwei.  Die  äussere 
Erscheinung  der  beiden  sich  sehr  nahestehenden  Arten  ist  so  charakteristisch,  dass  sie  mit  keiner  anderen 
verwechselt  werden  können.  Die  Grundfärbung  ist  ein  tiefes,  mehr  bläuliches  Olivgrün,  bedeckt  mit  schwarzen 
und  bläulichen  Flecken.  Vor  dem  Rand  steht  eine  sehr  feine,  aber  stark  ausgeprägte  weisse  Zickzacklinie  und 
bei  der  einen  Art  ein  breiter  weisser  Binden-Aussenrand  der  Hfl  gl.  Das  für  die  Apaturen  so  charakteristische 
Auge  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianast  ist  auf  den  Vflgln  durch  einen  weissen  Punkt,  auf  den  Hflgln  durch 
die  stärkere  Entwicklung  gerade  des  hier  stehenden  Fleckens  sehr  schön  angedeutet.  Bewohner  der  tiefen 
Täler  im  Himalaya;  die  javanische  Inselrasse  einer  Art  findet  sich  als  auf  die  Berge  zurückgedrängt.  Von 
der  nördlichen  D.  nesimachus  treffen  wir  noch  Formen  in  Hondo  und  auf  Formosa,  den  Philippinen,  in  ganz 
Makromalayana,  Celebes  und  den  Sula-Inseln.  Von  den  Molukken  und  Neu-Guinea  kennen  wir  eine  zweite 
scharf  getrennte  Spezies. 

D.  nesimachus  zerfällt  in  eine  Reihe  von  Arealformen,  von  welchen  die  drei  auch  ins  paläarktische 
Gebiet  übertretenden  schon  in  Bd.  1  behandelt  wurden.  Es  sind  dies  nesimachus  Bsd.  (Bd.  1  p.  168,  Taf.  60  b) 
das  ganze  Jahr  über  im  Himalaya  von  Kulu  an  bis  Assam  vorkommend,  die  niederen  Vorberge  bewohnend, 
ln  Birma  und  Tonkin,  wo  ich  die  Form  von  Mai  bis  Juli  beobachtete,  wird  nesimachus  bereits  sehr  selten.  — 
nesseus  Sm.  findet  sich  in  West-Cliina  und  nesiotes  Frühst.  (Bd.  1  S.  168,  Taf.  60  b)  nach  dem  Catalog  von 


1 Ausgegeben  5.  VIII.  1913. 


APATURA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


697 


Matsumaura  von  Hondo  an  südwärts  bis  zu  den  Liu-Kiu-Inseln.  —  formosanus  Frühst.  (114  b)  ist  nicht  allzu 
häufig  auf  Formosa,  wo  mir  die  schöne  Form  nur  aus  höheren  Lagen  zuging.  Sehr  nahe  verwandt  nesiotes 
von  Japan,  nur  eine  stark  verdunkelte  Inselrasse  darstellend,  mit  etwas  geringeren  und  feineren  Weisszeich¬ 
nungen  als  nesiotes  und  deshalb  dem  nesimachus  Bsd.  von  Indien  recht  ähnlich,  formosanus  stellt,  somit  ein 
Verbindungsglied  zwischen  der  kontinental-indischen  und  japanischen  nesimachus-LokaJdonn  dar.  —  peisistratus 
subsp.  nov.,  das  Gegenteil  der  vorigen  Rasse,  durch  die  bedeutendere  Grösse  und  hell  olivengrüne  Grundfarbe 
mit  einem  leichten  goldigen  Schimmer  der  Oberfläche,  bereits  der  celebischen  pelurius  (114b)  nahekommend. 
Doch  ist  der  Figlschnitt  rundlicher  und  die  grauweissen  Submarginalstrigae  entschieden  breiter.  Nach  Sem  her 
gleichen  im  Juli  und  Oktober  gefangene  Exemplare  den  indischen  Stücken,  während  solche  aus  dem  Monat 
März  schmälere,  aber  schärfer  hervortretende,  weisse  Submarginalzeichnung  tragen.  Philippinen,  Type  von 
Mindanao  in  der  Sammlung  Semper,  auch  von  Panaon  gekommen,  aber  sehr  selten.  —  pelurius  Frühst.  (114b), 
die  ansehnlichste  bekannte  Rasse,  kenntlich  an  den  deutlich  hervortretenden  grauweissen  Streifen  der  Vflgl, 
den  grossen  schwarzen  Submarginalpunktflecken  der  Hflgl.  Das  ?  ist  noch  lichter  graugrün  als  das  cf,  unter- 
seits  mit  auffallenden,  w.eissen,  zierlichen,  terminalen  Zackenbinden.  Mir  nur  aus  Nord-Celebes  vorliegend,  dort 
von  der  Ebene  bis  etwa  1200  m  Erhebung  vorkommend.  Von  mir  bei  Toli-Toli  im  Dezember  gesammelt. 

harpalycus  subsp.  nov.  stammt  von  der  Insel  Bangkai  und  differiert  von  pelurius  durch  das  Zurücktreten 
der  weissen  und  violetten  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  der  ??;  dagegen  aber  findet  sich  hier  Ver- 
grösserung  der  schwarzen  runden  Makeln.  —  peisandrus  subsp.  nov.  wurde  von  Dr.  Platen  auf  Sula-Mangoli 
entdeckt  und  führt  dunklere,  sowie  ausgedehntere  Submarginalfleckung  als  pelurius.  Die  weissen  Strigae  der 
Vtlgl  schmäler,  reicher  violett  überstäubt  und  schärfer  abgegrenzt.  Type  gleich  wie  von  harpalycus  in  der 
Sammlung  Staudinger  des  Rerliner  Museums.  —  mannus  Frühst.,  eine  zwerghafte  Rasse  der  Insel  Java,  ist 
Sikkim-Exemplaren  gegenüber  charakterisiert  durch  die  breiter  ausgeflossenen  und  namentlich  imterseits 
prominenteren  und  reiner  weissen  Praeapicalstreifen  der  Vflgl.  West-  und  Ost-Java,  auf  Erhebungen  von  900  bis 
1200  m.  Sehr  selten.  —  machates  Frühst,  bewohnt  das  nordöstliche  und  westliche  Sumatra,  sowie  die  Batu-Inseln. 
Die  cf cf  sind  grösser  als  Sikkim  und  Java-cfcf  und  differieren  von  ersteren  durch  die  verloschenen,  aber  ver¬ 
breiterten  Subapicalstrigae  der  Vflgl-Oberseite,  welche  schwarzgrau,  anstatt  weisslich  gefärbt  sind.  Die  Schwarz- 
fleckung  ist  ausgedehnter  wie  bei  Sikkim-cfcf,  beim  ?  aber  sind  die  Submarginalflecken  der  Hflgl  blassgraugrün, 
anstatt  dunkelblau  wie  bei  nesimachus  typicus.  Die  Vflgl-Unterseite  hat  viel  ausgedehntere,  weisse  Zeichnungen 
als  nesimachus.  —  derdas  Frühst.  Bei  den  cf  cf  ist  die  Schwarzfleckung  der  Flgl-Oberseite  noch  ausgedehnter 
als  bei  machates  und  die  Subapicalstrigae  der  Vflgl  noch  dunkler.  Die  subapicalen  Strigae  namentlich  des 
¥  auf  der  Vflgl-Unterseite  sind  kürzer,  dafür  verbreitern  sich  die  schwarzen  Makeln.  Die  Discalserie  blauer 
Punkte  der  Hflgl-Unterseite  ist  prominenter  als  bei  Sumatra-Exemplaren.  Süd-  und  Nord-Borneo.  —  niasicus 
Frühst.  ?.  Differiert  von  derdas  Frühst,  aus  Süd-Borneo  und  machates  Frühst,  von  Sumatra,  sowie  den  anderen 
bekannten  nesimachus- Rassen  durch  das  völlige  Verschwinden  der  grauweissen  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite, 
auch  die  übrige  weisse  Zeichnung  der  gesamten  Oberseite  wird  zurückgedrängt.  Die  schwarzen  Submarginal¬ 
punkte  der  Hflgl  sind  kleiner,  dagegen  vergrössern  sich  die  medianen  grünvioletten  Längswische  der  Hflgl. 
Insel  Nias.  —  deiokes  subsp.  nov.  bleibt  in  der  Grösse  hinter  Assam-Stücken  zurück,  sich  dadurch  mannus  von 
Java  anschliessend.  Die  Weisszeichnung  der  Oberseite  ausgedehnter,  aber  mehr  verwaschen,  jene  der  Unter- 
seite  der  Vflgl  reiner  als  bei  nesimachus  von  Nord-Indien.  Perak,  Malayische  Halbinsel.  Type  in  der 
Sammlung  Staudinger. 

I).  ninus  führt  auf  den  Vflgln  statt  den  ante  terminalen  Spitzbogen  zwei  Reihen  weisser  Strichpunkte 
und  die  Hflgl  sind  beiderseits  mit  schneeweissen  distal  schwarz  umränderten  Feldern  belegt,  welche  je  nach 
der  Lokalität  an  Ausdehnung  variieren,  ninus  Fldr.  (114b)  bewohnt  die  Süd-Molukken  und  distinctus  Itöb. 
(114b  ?  statt  cf)  findet  sich  in  Kaiser-Wilhelmsland,  kenntlich  an  den  verlängerten  weissen  Partien,  rund¬ 
licherem  Figlschnitt  und  geringer  Grösse,  cf  vom  abgebildeten  ?  nur  durch  etwas  länger  ausgezogene  Vtlgl 
und  dunklere  proximale  blaugrüne  Begrenzung  des  Randgebiets  der  Hflgl  verschieden.  Nach  Dr.  B.  Hagen  ein 
rapider  Flieger,  der  sich  aber  gewöhnlich  nicht  weit  entfernt.  Flugzeit  von  Juni  bis  November. 


47.  Gattung:  Apatura  F. 

Ein  vorwiegend  paläarktisches  Genus,  das  indessen  durch  einige  endemische  Arten  im  Himalaya  ver¬ 
treten  ist.  Bewohner  der  Vorberge  finden  sich  viele  Formen  auch  in  höheren  Lagen.  Zwei  Artengruppen, 
von  denen  Apatura  einen  mit  der  Valve  gleichlangen,  Rohana  einen  kürzeren  Uncus  als  die  Harpe  trägt. 
Valve  breit,  flussmuschelartig  wie  eine  Anodonta  geformt.  Penis  lang,  degenförmig. 

Ar  teil  gruppe  Rohana  Moore. 

Unscheinbare  Arten  vorwiegend  im  makromalayischen  Gebiet  beheimatet.  Geschlechter  auffallend  dichro- 
istiscli.  Strukturelle  Unterschiede  Apatura  gegenüber  unbedeutend  nur  die  mittlere  Discocellulare  mehr  abgerundet. 


formosanus. 

peisistratus . 

pelurius. 

harpalycus. 

peisandrus. 

mannus. 

machates. 

derdas. 

niasicus. 

deiokes. 

ninus. 

distinctus. 


698 


APA  TUR  A.  Von  H.  Fruhstorfer. 


A.  parisatis  eine  formenreiche  Species,  von  Hongkong  bis  Ceylon  und  in  Makromalayana  vorkommend, 
leicht  dem  Generationswechsel  unterworfen,  mit  fahler  Trockenzeit-  und  grösserer  farbensatter  Regenzeitform, 
cf  schwarz,  mit  kleinem  weissen  hartnäckigen  Präapicalpunkt  und  manchmal  leicht  gebräunter  Apicalpartie 
der  Vflgl,  ?  rotbraun  mit  lichter  gelben  Binden.  Rp  bleich  gelb-grün  mit  einem  grünen  Dorsal-  und  zwei  eben¬ 
solchen  lateralen  Streifen;  Kopf  und  Hörner  schwarz;  am  Tage  an  der  Unterseite  der  Blätter  von  Celtis 
lycodoxylon  stillsitzend,  nachts  fressend.  Pp  hellgrün,  zusammengedrückt  mit  einer  ventralen  Reihe  von  scharf 
parisatis.  gekielten  Vorsprüngen.  Kopf  mit  langen  Hörnern,  parisatis  Westiv.  ( 1 1 4  e)  von  der  wir  die  Form  der 
nassen  Zeit  aus  Assam  darstellen,  findet  sich  vom  Kumaon-Himalaya  bis  zu  den  Shan-Staaten  verbreitet.  Von 
Sikkim,  wo  sich  die  cf  cf  bis  5000  Fuss  Erhebung  häufig  vorfinden,  während  die  ??  sehr  selten  sind,  liegen 
atacinus.  mir  nur  kleinere  Stücke  mit  lichter  brauner  Unterseite  vor.  -  atacinus  subsp.  nov.  bewohnt  das  südliche 
Indien,  wo  sich  die  Rp  auf  Celtis  tetranda  Roxb.  findet,  atacinus  ist  eine  Lokalform,  welche  sich  camiba  ( 1 1 4 e) 
von  Ceylon  nähert.  Die  ??  sind  aber  grösser,  heller  rotbraun  und  mit  ausgedehnterer  Gelbstreifung.  ?  gleich- 

camiba.  falls  selten.  Die  Form  geht  in  den  Nilgiris  bis  nahe  zu  2000  m  Höhe.  —  camiba  Moore  (I14e)  wird  im 

Hügelland  von  Ceylon  beobachtet,  wo  sie  das  ganze  Jahr  über  vorkommt.  Das  von  uns  abgebildete  ?  gehört 
tonkiniana.  der  Trockenzeitform  an,  jene  der  Monsunperiode  sind  grösser  und  mehr  rotbraun.  —  tonkiniana  Frühst. 

cf  29  mm  Vflgllänge  ‘gegen  23 — 25  mm,  der  cf  cf  aus  Siam  und  Sikkim  und  deshalb  die  grösste  bekannte 
parisatis- Rasse.  Meinen  fünf  cf  cf  fehlt  der  weisse  Apikalpunkt  der  Vflgl,  den  alle  übrigen  jicrmö^'s-Rassen 
zeigen.  Die  Unterseite  differiert  von  Sikkim-  und  Siam-Exemplaren  durch  die  mindestens  dreimal  so  breite, 
hell  blauweisse  Discalbinde  der  Vflgl,  auf  den  Hflgln  fehlt  dagegen  die  violette  Submarginalbinde.  Alle  Figl 
sind  ausserdem  unten  breiter  rotbraun  bezogen.  Das  ?  ist  von  ganz  dunkel  gelbbrauner  Grundfärbung,  mit 
viel  dunkleren,  schwarzbraunen  Flecken  und  Binden  als  Moore’s  Fig.  2b,  Taf.  194.  Die  Unterseite  differiert 

von  Fig.  2  c  durch  die  viel  schärfer  gezackten  Discalbinden  aller  Figl  und  eine  deutlich  ausgeprägte,  schwarze 

siamensis.  Submarginalbinde.  Type  von  Than-Moi  (Tonkin),  Juni,  Juli.  —  siamensis  subsp.  nov.  (115  a).  cf  kleiner  als 
Tonkin-Exemplare,  unterseits  intensiver  und  ausgedehnter  weisslich  violett  gefleckt,  ?  auffallend  bleich  gelb¬ 
braun,  unterseits  mit  ausgedehnteren  weissen  Medianbinden  als  Sikkim-  und  Tonkin-??.  Siam,  von  mir  im 
Januar  auf  etwa  300  m  Erhebung  in  der  Trockenzeit  gesammelt.  Vermutlich  ähnlich  auch  auf  der  Malayischen 
Halbinsel.  ??  sind  Blumenbesucher  und  halten  sich  hoch  oben  auf  den  Bäumen  auf,  die  cfcf  dagegen  setzen 
sich  gern  an  feuchte  Stellen  auf  der  Erde  oder  auf  Felsen.  Die  schwarzen  Schuppen  sitzen  sehr  lose,  so  dass 
staarakius  es  schwierig  ist,  ein  wirklich  gutes  Exemplar  zu  bekommen.  —  staurakius  subsp.  nov.  entstammt  der  Insel 
Hongkong  und  übertrifft  selbst  Tonkin-Stücke  beiderlei  Geschlechts  an  Grösse.  ?  ausserdem  von  lichter  gelb¬ 
braunen  Binden  durchzogen,  mit  denen  dunklere  und  ausgedehnte  braunschwarze  submarginale  Schattenbinden 
kontrastieren.  Nach  Walker  nicht  selten  vom  März  bis  Mai,  die  cfcf  in  der  Sonne  mit  offenen  Flgln  spielend, 
hainana.  die  ??  mehr  den  Schatten  bevorzugend.  —  hainana  subsp.  nov.  ist  neu  für  die  Insel  Hainan.  Es  liegen  mir 
nur  2  cfcf  der  Regenzeit  vor,  welche  sich  von  IJongkong-cfcf  durch  lichter  rotbraune  Basalflecken  der  Hflgl 
sumatrensis.  unterscheiden.  —  sumatrensis  Stgr.  ( 1 1 4  e)  ist  charakterisiert  durch  ausgedehnten  und  namentlich  bei  cfcf  aus 
dem  Nordosten  von  Sumatra  etwas  heller  rotbraunen  Apicalflec-k  der  Vflgl.  ?  dunkler  gelbbraun  als  ?? 
von  siamensis.  Nach  Dr.  Martin  lieben  es  die  cfcf  sich  an  schlammigen  und  feuchten  Stellen  der  Wege 
anzusammeln,  wo  sie  dann  leicht  durch  Überstülpen  mit  dem  Netz  zu  erbeuten  sind.  Es  sind  aber  überaus 
delikate  Geschöpfe,  deren  tief  samtschwarzer  Anflug  sich  ebenso  leicht  verwischt  wie  der  blaue  Reif  einer 
Pflaume.  Nach  Dr.  Hagen  lieben  es  die  cfcf  auch  am  Kot  der  Musang  (Palmenmarder)  zu  saugen,  auf  dem 
sie  fest  sitzen  bleiben.  Die  ??  sind  wenig  von  kontinentalen  Exemplaren  verschieden,  im  Colorit  eine  Mittel¬ 
stufe  darstellend  von  siamensis  zu  parisatis.  Meine  cfcf  aus  dem  Padang-Bovenland,  West-Sumatra  sind  etwas 
javana.  dunkler  als  solche  aus  dem  Sultanat  Deli.  —  javana  Frühst.  (115a),  cf  kleiner  als  cfcf  aus  Sikkim  und  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  dadurch  leicht  zu  unterscheiden,  dass  alle  Flecken  in  der  Zelle  rotbraun,  anstatt 
schwarz  gefärbt  sind.  Die  Discalbinde  der  Ilflgl  verläuft  geradliniger  und  ist  jenseits  der  Zellwand  nicht  schwarz, 
sondern  rotbraun.  Das  ?  ist  sehr  variabel  und  es  lassen  sich  eine  hellgelbe  Trockenzeit-  und  eine  mehr 
rotbraune  Regenzeitform  unterscheiden.  Beide  differieren  von  kontinentalen  Stücken  durch  deutlichere,  weisse 
Submarginalpunkte  der  Vflgl  und  die  dunklere  Figlbasis.  Ausserdem  sind  fünf  weisse  Subapicalpunkte  vor¬ 
handen,  während  wir  bei  indischen  Stücken  nur  3—4  beobachten.  Die  Discalbinde  auf  der  Figlunterseite  ist 
schärfer  gewellt.  Auch  beim  cf  lässt  sich  eine  Trockenzeitform  mit  fahlerer,  farbenärmerer  Figlunterseite,  auf 
der  besonders  das  Violett  verschwindet,  feststellen.  Ost-  und  West-Java,  wo  die  Art  von  2000  bis  zu  4000 
ruficincta.  Fuss  Höhe  nicht  selten  vorkommt.  —  ruficincta  Lathy  ausgezeichnet  durch  besonders  ansehnlichen  Fleck  im 
Analwinkel  der  Hflgl-Oberseite.  Nias,  sehr  selten,  nur  2  cfcf  in  der  Adam’s  Collektion  des  Britisch  Museum. 
borneana.  —  borneana  Frühst.  Borneo-Exemplare  differieren  von  solchen  aus  Sikkim  und  Siam  durch  das  Auftreten 
eines  schwarzen  Punktes  zwischen  dem  ersten  und  zweiten  Medianast  der  Vflglunterseite,  ein  Merkmal, 
das  sie  mit  nana  Stgr.  von  Palawan  gemeinsam  haben.  Von  nana  sind  sie  aber  zu  trennen  durch 
ihr  grösseres  Flglausmass  und  das  obsoletere  submarginale  Schwarz,  das  im  Costalteil  der  Vflgl  und 
zwischen  den  Radialen  der  Hflgl  durch  rotbraune  Flecke  ersetzt  wird.  Das  ?  fehlt  mir  leider;  dieses  wird 
nana,  noch  erheblichere  Differenzen  aufweisen.  Kina-Balu.  —  nana  Stgr.  habituell  der  javana  Frühst,  nahestehend, 
differiert  von  dieser  durch  etwas  dunklere  Gesamtfärbung  der  Oberseite  der  ??  und  markanter  weiss 
rhea.  gefleckte  Unterseite  aller  Figl.  Palawan,  sehr  spärlich.  —  rhea  Fldr.  (116  a)  eine  seltene  Rasse  der  Nord- 


AP  ATU  RA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


699 


Philippinen,  mir  nur  nach  dem  Exemplare  von  den  Babuyanes  der  SEMPER-Collection  in  Frankfurt  bekannt, 
cf  lichter  braun  als  solche  der  Süd-Philippinen,  ?  mit  etwas  breiterer  weisser  Mittelbinde  als  die  ?-Form 
nilka  Frühst,  von  Java.  Flugzeit  vom  Januar  bis  Oktober.  Babuyanes  und  Luzon.  -  miiidora  Frühst.  Das 
cf  differiert  von  Semper’s  Fig.  2,  Taf.  15,  Sehmetterl.  der  Philippinen  1886,  durch  bedeutendere  Grösse  und 
den  hellbraunen  Aussensaum  der  Flgl-Ober-  und  Unterseite.  Vor  dem  Analwinkel  der  Illlgl  lagert  ein  rot¬ 
brauner  Keilfleck.  Die  schwarze  Analocelle  ist  breit  rotbraun  umringelt,  desgleichen  die  viel  grössere  schwarze 
Ocelle  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast  der  Vflgl-Unterseite.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  zeigt  sich  eine 
weisse  Discalbinde  unterhalb  der  Zelle  und  eine  ebensolche  Submarginalbinde.  Die  Hflgl  tragen  einen  rot¬ 
braunen  Fleck  vor  dem  Zellapex.  Die  Ocelle  wie  auf  der  Oberseite,  dagegen  ist  der  anale  Keilfleck  fast  völlig 
verschwunden.  Mindoro.  Verwandte  Formen  auch  auf  Bohol,  Leyte  und  Siargao.  -  danae  Frühst.  Weisse 
Discalbinde  der  Figl  schmäler,  die  Submarginalbinde  der  Vflgl  kürzer,  aber  prominenter  als  bei  rhea  Fldr.  Mindanao. 
—  pagenstecheri  Nicev.  (115  a)  wurde  von  mir  in  einem  ?  bei  Toli-Toli,  Nord-Celebes  im  Dezember  gefangen.  Die 
Type  stammt  aus  Dongala,  wo  sie  Prof.  Kükenthal  aufgefunden  hat.  cf  mir  unbekannt.  —  macar  Wall,  (cf  =  athalia 
Btlr .),  eine  kleinere  Rasse  des  südlichen  Celebes,  von  mir  nahe  dem  Wasserfall  von  Maros  im  November  angetroffen.  Die 
weissliche  Mittelbinde  reduziert,  der  gelbe  antemarginale  Anflug  der  Hflgl  mehr  verwaschen  und  verschwommen. 

A.  parvata  Moore  vermittelt  den  Uebergang  zu  den  echten  Apaturen,  hat  jedoch  anderseits  noch  ganz 
den  Ao/mHff-ca»n6«-Färbungs-Charakter.  Nur  von  Sikkim,  Bhutan  und  den  Khasia-llills  bekannt,  steigt  sie  in 
Sikkim  bis  etwa  5000  Fuss  empor,  cf  etwa  von  der  Grösse  der  ansehnlichsten  ??  von  A.  parisatis  stauralcius 
rotbraun  mit  gelber  medianer  Fleckung  der  Vflgl  und  einer  schräg  gestellten  Mittelbinde  der  Hflgl  von  licht¬ 
gelber  Färbung,  welche  nach  aussen  rötlich  nachdunkelt.  ?  fehlt  meiner  Sammlung,  matter  braun  als  die  cf cf 
und  auch  auf  den  Vflgln  mit  deutlichem  Ansatz  eines  hellen  Medianfeldes. 

A.  nakula,  eine  zierliche  Art  mit  polychromen-??,  hat  eine  eigentümliche  Verbreitung  und  ist  bisher 
nur  von  Sumatra,  Java,  und  einigen  Philipp!  nen-Inseln  bekannt.  —  artaxes  Nicev.  gleicht  etwas  der 
nakula  (115  a),  doch  zeigen  die  cfcf  ein  schmales  rotbraunes  Bindchen  vor  dem  Apex  der  Vflgl  und  unterseits 
eine  continuierliche  grauviolette  Medianstreifung  beider  Figl.  ?  kleiner  als  rana-¥  mit  zusammenhängendem 
weissem  Mittelfeld.  Sehr  selten.  Vom  cf  hat  Dr.  Martin  in  13  Jahren  nur  zwei  oder  drei  Stück  erbeuten 

können,  während  die  ??  etwas  häufiger  sind,  aber  sich  auch  nur  auf  der  Battak-Hochebene  von  Sumatra 

finden.  —  nakula  Moore  (115  a)  wurde  von  mir  in  drei  verschiedenen  Hauptformen  weiblicher  Varianten  auf 
Java  gefunden  und  zwar  als  fa.  nakula  Moore.  Grundfarbe  mattbraun,  mit  deutlichen,  breiten,  weissen  Discal- 
binden.  auf  allen  Flgln.  Ost-Java,  Tengger-Gebirge,  2000  Fuss.  ?  fa.  camiboides  Frühst.  Grundfarbe  hell 
ockergelb, #mit  dunklerer  Basalhälfte;  Discalbinde  hellgelb.  Erinnert  durch  seine  Färbung  an  ein  helles  ?  von 
camiba  Moore  und  javana  Frühst.  Ost-Java.  —  ?  fa.  nilka  Frühst.  (116  a  ?).  Grundfarbe  matt  hellbraun,  mit 
dunkelbraunen  Flecken  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  schwarzen  Submarginalbinden.  Die  Discalbinde  ist  nur 
noch  auf  der  Unterseite  weiss  und  oben  dicht  grau  beschuppt;  dies  ist  die  häufigste  Form.  West-  und  Ost- 
Java.  Diese  ??  erinnern  bereits  an  die  ??  der  Trockenzeitform,  welche  ich  als  nakulina  Frühst.  (115a  als 

nakula -?)  beschrieb.  Die  cfcf  sind  kleiner  als  jene  der  Regenzeit  und  nicht  schwarz,  sondern  eigentümlich 

fahlbraun,  mit  dunkelbrauner,  fast  zeichnungloser  Unterseite.  Die  ??  sind  graubraun,  mit  nur  ganz  leicht  auf¬ 
gehellter  Discalbinde,  die  dunkelgrau  beschuppt  ist.  Die  Flgl-Unterseite  eigentümlich  fahl  kaffeebraun,  mit 
rötlich  weissen  Di  sealbinden.  Eine  ähnliche  Form  hat  Doherty  auf  Bali  gefunden.  —  rana  Stgr.  (115  a)  differiert 
im  ?  von  der  hellen  javanischen  ?-Form  nakula  durch  die  geteilte  und  etwas  verschmälerte  weisse  Mittelbinde 
der  Vflgl  und  gelbliche,  statt  weissliche  Anterminalfleckung  der  Oberseite  der  Hflgl.  ??  zahlreicher  als  die 
cfcf.  Flugzeit  Januar. 

Artengruppe  Apatura  F. 

Fühler  mit  dickerer  Kolbe  als  bei  Rohana. 

A.  sordida  Moore  (=  phaecia  Hew .)  (1 14e  cf  d  ?),  eine  seltene  Species,  welche  auschliesslich  in  Sikkim 
vorkommt,  wo  sie  im  Oktober  und  November  beobachtet  wurde.  ??  fehlt  meiner  Sammlung,  das  abgebildete 
?  besitzt  Herr  Prof.  Dr.  Seitz.  Unterseite  eigentümlich  hechtgrau  mit  perlmutterfarbenen  Querbinden  der  Vflgl. 
Als  modesta  Oberth.  wurde  neuerdings  eine  Form  aus  Tseku,  Yunnan  beschrieben. 

A.  plesseni  spec.  nov.  cf-  Oberseite  wie  bei  subalba  Poujade.  Nur  der  helle  Costalfleck  der  Hflgl  nicht  rudimentär, 
sondern  bis  zur  Flglmitte  durchgezogen.  Unterseite  silberweiss  mit  einer  postdiscalen  zu  einer  Binde  vereinigten  Reihe 
weisser  Flecken,  welche  schwärzlich  umrandet  sind  und  nach  aussen  von  einer  Serie  gelbbrauner  Snbmarginalmakeln 
begrenzt  werden.  In  der  Basal-  und  Medianregion  beider  Figl  einige  hellblaue  Wischflecken.  —  Formosa;  ein  cf  in  der 
Sammlung  des  Entdeckers  der  Spezies,  Baron  von  Plessen,  München. 

A.  ambica,  eine  continentale  Art  von  grosser  Empfindlichkeit  lokalen  Einflüssen  gegenüber,  auch  leicht 
der  Einwirkung  der  Jahreszeiten  unterworfen;  ein  Factum,  welches  der  Beobachtung  bisher  entgangen  ist. 
Auf  den  Inseln  findet  sich  nur  eine  Form  auf  Sumatra,  doch  ist  von  Perak  noch  keine  Ortsform  bekannt,  von 
wo  wir  wohl  eine  solche  noch  zu  erwarten  haben.  —  ambica  Koll.  aus  Kaschmir  und  Masuri  fehlt  meiner 
Sammlung,  ich  vermute  aber,  dass  sie  von  der  östlicheren  namouna  Dbl.  zu  separieren  sein  wird.  Von  5000 
bis  8000  Fuss  Höhe  vorkommend,  werden  die  cfcf  stets  als  häufig,  die  ??  als  grosse  Seltenheit  bezeichnet. 
Rp  durch  Niceville  zuerst  beschrieben  und  nach  seiner  Abbildung  beurteilt,  dunkelgrün  mit  einer  Rückenleiste, 
kurzen  Kopfhörnern  und  scharfer  rotbrauner  Hinterleibspitze.  Die  drei  vorderen  Segmente  mit  lateralen 


mindora. 


danae. 

pagen¬ 

stecheri. 

macar. 


parvata. 


artaxes. 


nakula. 

camiboides. 

nilka. 

nakulina. 

t 

rana. 


sordida. 


modesta. 

plesseni. 


ambica. 


700 


APATURA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Haarbüscheln.  Pp  blassgrün  mit  weisslichem  Flaum  bedeckt.  Rp  auf  Ulmus  wallichiana  Planch.  lebend.  Imago 
namouna.  häufig  in  Mussorie  vom  April  bis  Juni,  dann  wieder  September  und  Oktober.  —  namouna  Dbl.  wurde  in  der 
Form  der  Regenperiode  Rd.  1,  Taf.  50  a  cf  und  55  d  ?  dargestellt,  cf  cf  der  Trockenzeitform  sind  erheblich  kleiner  und 
haben  die  rotbraune  Rinde  der  Unterseite  der  Hflgl  kaum  halb  so  breit.  Die  Oberseite  variiert  in  der  Weise,  dass 
der  gelbrote  Costalfleck  der  Hflgl  entweder  vorhanden,  undeutlich  sein,  oder  fehlen  kann.  Auch  aberrative 
bhavana.  Exemplare  sind  benannt,  so  bhavana  Moore  (Lep.  Ind.  1,  p.  160)  mit  nur  zwei,  statt  drei  weissen  Praeapical- 
zanoa.  punkten  der  Vflgl  und  zanoa  Hew.  ohne  weisse  Rinde  der  Oberseite  der  Hflgl,  sowie  verbreitertem  braunem 
Terminalsaum  der  Unterseite  der  Hflgl.  Assam-cfcf  präsentieren  sich  etwas  grösser  als  solche  von  Sikkim 
mit  intensiverem  Blauschiller,,  kleineren  weissen  Submarginalpunkten  der  Hflgl-Oberseite  und  markanteren 
garlanda.  Braunbinden  der  Unterseite.  —  garlanda  subsp.  nov.  bewohnt  Ober-Birma  und  die  Shan-Staaten.  Die  trans- 
cellulare  Weissfleckung  der  Oberseite  der  Vflgl  unbedeutender  als  bei  Sikkim-cfcf  und  die  rotbraune  Längs- 
miranda.  binde  der  Unterseite  der  Hflgl  auffallend  schmal.  —  miranda  Frühst,  unterscheidet  sich  von  namouna  Dbl. 

durch  grössere  Flecken  und  breitere,  weisse  Binden  auf  allen  Flgln.  Die  Hflgl  sind  noch  ausgezeichnet  durch 
das  Auftreten  von  zwei  costalen  und  einem  ausserordentlich  verbreiterten,  orangefarbenen  Analfleck.  Die  braune 
Submarginalbinde  der  Hllgl-Unterseite  ist  breiter  als  bei  namouna  aus  Sikkim,  die  silberne  Submarginalzone 
erscheint  dadurch  verschmälert.  Schmäler  sind  auch  die  silbernen  subanalen  Möndchen  der  Vflgl.  Die  Flecken 
und  Binden  des  ?  sind  rein  weiss  und  nicht  gelblich  wie  bei  namouna  von  Sikkim.  Diese  prächtigen  Tiere 
verhalten  sich  wie  Charaxes  und  kommen  gern  an  verunreinigte  oder  mit  faulenden  Gegenständen  bedeckte 
Stellen  und  Steine  an  Flussufern.  Sie  setzen  sich  mit  gefalteten  Flgln  und  lassen  ihre  herrliche,  silberne 
claribella.  Unterseite  in  der  Sonne  leuchten.  Siam,  Muok-Lek  1000  Fass,  Januar-Februar.  —  claribella  Frühst.  (115b) 
ist  grösser  als  ihre  übrigen  Verwandten  und  hat  einen  lang  ausgezogenen  Apex.  Die  weissen  Vflglflecken  sind 
grösser  und  die  Medianbinden  der  Figl  schmäler  als  bei  namouna.  Die  Unterseite  differiert  von  namouna  und 
miranda  durch  die  stark  verbreiterten,  braunen  Submarginalbinden,  die  sich  in  Gestalt  von  langen  Zähnen  in 
die  silberweisse  Submarginalregion  eingraben,  claribella  fand  sich  nur  bei  Than-Moi,  Tonkin.  Juni-Juli  1900. 
martini.  —  martini  Frühst,  cfcf  kommen  der  Trockenzeitform  aus  Sikkim  durch  ihre  Kleinheit  sehr  nahe,  bei  genauem 
Zusehen  finden  wir  dann,  dass  alle  Subapicalflecken  rundlich  und  nicht  eckig  sind  und  dass  die  der  Zelle 
zunächst  liegenden  isoliert  stehen.  Die  Grundfärbnng  ist  mehr  braun  als  schwarz.  Die  Submarginalbinden 
der  Flgl-Unterseite  sind  dunkler  braun  und  die  braune  Admarginallinie  der  Hflgl  ist  viel  schmäler  als  selbst 
bei  Trockenzeit-m/wma/m-cfcf  von  Sikkim  und  Birma.  Die  grösste  Differenz  zeigt  jedoch  das  ?.  Ein  solches 
befindet  sich  in  der  Sammlung  Doiirn  in  Stettin  und  soll  nach  einer  Mitteilung  des  Herrn  Dr.  Martin  ganz 
schwarz  sein.  Montes  Battak,  Sumatra.  Es  ist  ziemlich  sicher,  dass  sich  martini  auch  im  gebirgigen  Teil 
der  Malayischen  Halbinsel  vorfindet. 

A.  chevana  verteilt  sich  in  zwei  Arealrassen  auf  indochinesischem  Boden  chevana  Moore  (116  a)  von 
Sikkim  bis  zu  den  Naga-Hills  und  Ober-Birma  verbreitet,  ist  überaus  selten.  Das  ¥  ist  nur  in  einem  Exemplar 
aus  der  Collektion  Druck  London  bekannt  und  differiert  durch  etwas  breitere  weisse  Felder  und  das  Fehlen  des 
blauen  Schimmers,  welcher  die  cfcf  auszeichnet,  leechii  Moore  (Bd.  1,  p.  164,  Taf.  51b)  bewohnt  West-China. 

A.  ulupi  ist  der  älteste  Name  für  die  als  A.  fulva  besser  eingeführte  Collectivspecies  chinesisch-indischer 
ulupi.  Verbreitung,  ulupi  Doli.,  bisher  nur  in  einem  Exemplar  aufgefunden,  das  sich  in  der  ELWES-Collektion  befindet, 
fulva.  ist  kleiner  und  breiter  schwarz  umrandet  als  chrysolora  (115  b).  Von  Margherita,  Ober- Assam.  —  fulva  Leech 
subcaerulea.  (Bd.  1,  S.  64,  Taf.  51a)  erscheint  in  zwei  ?-Formen  subcaerulea  Leech  (Bd.  1,  S.  163,  Taf.  50  e)  und  sefia  Frühst, 
setta.  0]ine  grau-  oder  grünlich-weisse  Längsbinde  der  LIflgl-Oberseite.  Mir  liegt  ein  ¥  vor,  bei  dem  diese  Binde 
völlig  fehlt,  dafür  erscheint  eine  Reihe  von  3  rötlichgelben  rundlichen  Makeln  jenseits  und  distal  der  Htlglzelle. 
dubernardi.  Vielleicht  ist  dieser  Unterschied  der  Rasse  von  Tien-Tsuen  eigen,  woher  meine  Type  stammt.  —  dubernardi 
Oberth.  wurde  bei  Tseku  (Yunnan)  gefunden  und  nähert  sich  durch  die  kleine  Gestalt,  dunklere  Färbung  wieder  der 
chrysolora.  ulupi  Doli.  Von  der  distinkten  Inselrasse  chrysolora  Frühst.  (115b)  (=  una  Wilem.)  die  paradoxerweise  eine  Aufhellung 
der  kontinentalen  fulva  Leech  darstellt,  mit  verringertem  schwarzem  Apicalbezug  und  ganz  schmaler  schwarzer 
Makel  am  Zellschluss  der  Vflgl,  gingen  mir  neuerdings  3  äusserst  differenzierte  ?¥-Formen  zu,  davon  als  die 
formosana.  häufigste  formosana  Moltr.  analog  subcaerulea  Leech,  aber  mit  reinweissen,  statt  gelblichen  Längsbinden  aller 
pseudo-  Figl  auf  lichtem  grünem  Grunde.  Unterseite  aller  Figl  mit  hellgrünem  Basalfelde.  Forma  pseudopailas  Frühst., 
pallas.  cjje  wegen  ihrer  Aehnlichkeit  mit  pallas  Leech  so  getauft  wurde  und  die  schmale  satt  ockergelbe  Binde  aut 
pseudo-  dunkelgrünem  Grunde  aufweist.  Unterseite  mit  dunkel  moosgrünem  Basalfeld.  —  pseudofasciola  form,  nov.,  so 
fasciola.  genani,t  weil  sje  Apatura  fasciola  Leech  (Bd.  1,  S.  164,  Taf.  51a)  vortäuscht  durch  die  lebhaft  ockergelbe  Färbung 
der  lichten  Felder  der  Oberseite.  Insel  Formosa,  im  Gebirge,  cf  nicht  selten.  Eine  der  vielen  Entdeckungen  Sauters. 

dia.  A.  ilia  tritt  als  here  Flclr.  (Bd.  1,  S.  162,  Taf.  50  e)  auf  indischen  Boden  über,  Bingham  meldet  sie  von 

here.  Ober-Birma  und  den  östlichen  Shan-Staaten.  —  nikosia  subps.  nov.  Eine  verdunkelte  Inselrasse,  welche  here 
nikosia.  fp,]r_  auf  Formosa  ersetzt.  Sie  differiert  von  den  japanischen  und  chinesischen  Vicarianten  durch  bedeutendere 
Grösse  und  breiter  ausgeflossene  Schwarz fleckung.  Formosa.  Type  1  ¥  in  der  Coli,  von  Plessen,  München. 

A.  iris  recidiva  Stich.  (Bd.  1,  S  161)  wurde  1912  als  clinjsina  Oberth.  nochmals  benannt. 


chevana. 


,  leechii. 


recidiva. 


D1LIPA;  SEPHISA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


701 


48.  Gattung:  Dilipa  Moore. 

Die  Gattung  Dilipa  unterscheidet  sich  von  Apatura  nicht  allein  durch  die  behaarten  Augen  und  die 
geschlossenen  Flglzellen,  wie  Moore  angibt,  sondern  auch  und  hauptsächlich  durch  den  2.  Subeostalast,  welcher 
in  ziemlicher  Entfernung  nach  dem  Zellende  entspringt.  Ausserdem  ist  auch  die  Präcostale  2-gablig  und  die 
cPcP-Vorderfüsse  seidenartig  behaart;  der  Tarsus  länger  als  Tibia  und  diese  etwas  kürzer  als  der  Femur.  Die 
Tibia  ist  an  ihrem  Ende  schwach  verdickt.  Palpen  und  Fhlr  wie  bei  Apatura.  Vgl.  Bd.  I,  S.  165. 


D.  morgiana  Westw.  (116  a)  hat  ein  auffallend  vom  c P  verschiedenes  ?  mit  weissen  leichthin  violett 
überhauchten  statt  goldgelben  Flecken.  Unterseite  der  Vflgl  der  cPcP  rotgelb  mit  grünlichbraunem  Apex  und 
fahl  ockergelben  distal  grünlich  überhauchten  Hflgl.  ?  mit  weissen  statt  gelben  Partien  der  Vflgl  und  einer 
weissen  im  Mediangebiet  verbreiterten  Binde  der  Hflgl.  Von  Kaschmir  an  über  Nepal  bis  Assam  und  Ober- 
Birina  verbreitet,  aber  überall  selten.  Vom  ?  sind  nur  ein  paar  Exemplare  vorhanden,  welche  bei  Simla  im 
West-Himalaya  und  Margherita  in  Ober-Assam  gefunden  wurden.  Oberthür  meldet,  dass  der  Falter  am 
Schwarzen  Fluss  in  Tonkin  ziemlich  häufig  sein  soll.  Flugzeit  das  ganze  Jahr- über;  ein  cP  aus  Sikkim  in 
meiner  Sammlung  vom  Oktober,  während  bei  Fort  Stedman  in  Ober-Birma  cf  cP  im  Juli  beobachtet  wurden. 
Als  Höhengrenze  werden  2000  m  Erhebung  im  West-Himalaya  angegeben.  cPcP  in  Mussorie  auf  Berggipfeln 
im  April,  Mai  und  September.  ?  im  September. 

D.  fenestra  Leecli  (Bd.  1,  S.  165  Taf.  51c)  ersetzt  morgiana  in  China. 


49.  Gattung:  Si-pli  isa  Moore. 

Interessant  wegen  dem  Polychromismus  der  ??.  Nur  zwei  continentale  Arten  bekannt,  welche  neuer¬ 
dings  auch  auf  Formosa  entdeckt  wurden.  Uncus  und  Valve  gleich  lang  wie  bei  Apatura,  Valve  aber  distal 
ungewöhnlich  breit,  scharf  abgeschnitten  ohne  die  fingerförmige  Spitze  der  Valve  von  Apatura. 

S.  dichroa  verteilt  sich  auf  folgende  Arealrassen:  dichroa  Koll.  (Bd.  1,  S.  165,  Taf.  56a)  hauptsächlich 
im  West-Himalaya.  Ein  rascher  Flieger  etwa  bis  2000  m  Meereshöhe  vorkommend.  —  princeps  Fixs.  liegt 
mir  vom  Amurgebiet  vor  und  ist  etwas  grösser  und  fahler  rotgelb  als  cauta  Leecli,  welche  im  Bd.  1  als 
princeps  (56  b)  dargestellt  wurde.  Die  Form  albimacula  Leecli  wurde  neuerdings  als  leeclvi  Obertli.  als  aus 
Tseku  in  Yunnan  stammend  vermeldet  und  in  den  Et.  Lep.  Comparee  abgebildet.  Als  S.  daimio  Mats,  wurde  eine 
Art  der  Insel  Formosa  beschrieben,  doch  sind  mir  von  dort  nur  2  Exemplare  bekannt,  welche  sich  durch  rein 
weisse  Partieen  der  Unterseite  der  Pfügl  auszeichnen. 

S.  chandra  bereits  im  Bel.  I,  S.  165  behandelt.  Verteilt  sich  auf  zwei  geographische  Rassen,  chandra 
Moore  mit  auffallend  veränderlichen  ??,  welche  insgesamt  vom  cP  differieren  durch  rundlichere  Vflgl.  Die 
seltenste  Form  ist  cP-ähnlich  mit  hellgelben  distal  weisslich  begrenzten  Feldern  der  Hflgl.  —  atiya  form.  nov. 
hat  ausgedehnte  weisse  Transcellular-,  lichtblaue  Medianflecken  der  Vflgl  und  rein  weisse  Partien  der  Hflgl.  - 
djalia  form.  nov.  kommt  am  häufigsten  nach  Europa.  Transcellularmakeln  der  Vflgl  klein,  gelblich  weiss, 
Medianmakeln  dunkelblau  und  die  discalen  Partien  der  Hflgl  striemenförmig  stahlblau.  —  veria  form.  nov. 
gleicht  der  vorigen,  doch  verringern  sich  die  Discalflecken  der  Hflgl  zu  rundlichen  Punkten  und  im  Tring- 
Museum  endlich  befinden  sich  ??  mit  ausgedehnten  weissen  Apicalflecken  der  Vflgl,  welche  im  übrigen  die 
Zeichnungscharaktere  von  djalia  aufweisen.  Heimat  fast  aller  ??-Aberrationen  Sikkim.  Generationsorgane 
mit  distal  abgeschnittener,  muldenförmiger  Valve  und  dadurch  leicht  von  Apatura  zu  separieren.  —  androdamas 
Frühst.  *(11 4  c)  (=  rex  Wilem.).  cP  Kleiner  als  chandra  Moore.  Hflgl  ober-  und  unterseits  lichter  gelb. 
Unterseite  der  Hflgl  mit  breiterem  violetten  Bezug  der  Submarginalregion,  grösseren  violetten  Subanalfleck, 
erweiterten  schwarzen  Binden  in  der  Discalregion.  Zwischen  den  Radialen  relativ  breitere  und  heller  weiss¬ 
graue  Flecke  als  bei  chandra  Moore.  Beim  ?  ist  die  Differenzierung  viel  weiter  vorgeschritten,  besonders  auf 
der  Unterseite,  wo  die  weisslichgrauen  Submarginalstriche  kräftiger  angelegt  erscheinen.  Die  Hflgl  tragen 
ausgedehntere  weisse  Terminalflecke,  breitere  gelbe  Submarginal-  und  Subbasalmakeln.  Auch  die  Weissfleckung 
der  Hflgl  befindet  sich  in  der  Progression,  eine  Erscheinung,  die  besonders  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  zum 
Ausdruck  kommt.  Kosempo.  2.  14.  Juni  1908.  Gattung  und  Species  neu  für  Formosa!  Zoogeographisch 

von  grosser  Bedeutung,  da  die  x4rt  östlicher  als  Nord-Siam  bisher  nicht  gefunden  wurde,  in  West-China  fehlt 
und  vermutlich  via  Tonkin  und  Süd-China  nach  Formosa  gelangt  ist. 


*)  Name  von  ayhoohauag  Männer  bändigend  und  zugleich  Bezeichnung  für  einen  würfeligen,  silber¬ 
farbenen  Edelstein,  dem  Markasit  verwandt. 


morgiana. 


fenestra. 


dichroa. 

princeps. 

cauta. 

albimacula. 

daimio. 


chandra. 

atiya. 

djalia. 

veria. 


androdamas. 


702 


EULACEURA;  SASAKIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


50.  Gattung:  Eulaceura  Btlr. 

Diese  monotypische  Gattung  schliesst  sich  eng  an  Apatura  an,  von  welchem  Genus  sie  strukturell  nur 
durch  den  kürzeren  vorderen  Medianast  zu  trennen  ist.  Der  Fundamentalcharakter  liegt  vielmehr  in  den 
Greiforganen.  Uncus  klein,  mit  scharfer  nach  unten  gebogener  Spitze.  Valve  äusserst  interessant  durch  die 
steil  vertical  aufgerichtete  scalpelförmige  und  über  die  Uncusspitze  hinausragende  Verlängerung,  deren  Basis 
tief  ausgebuchtet  erscheint  und  deren  distaler  Teil  auch  äusserlich  sichtbar  ist,  so  dass  Butler  darauf  hin 
sein  Genus  begründete. 

A.  osteria  verteilt  sich  in  einer  Anzahl  z.  T.  scharf  getrennter  Rassen  über  Makro malayana.  Die 
osteria.  Weissbänderung  der  heteromorphen  Geschlechter  je  nach  der  Heimat  variierend,  osteria  T Vestw.  (116  c)  (?  = 
panchaea  Fldr.)  wurde  auf  Java  entdeckt,  wo  die  Art  ausserordentlich  selten  ist.  Mir  sind  in  drei  Jahren  nur 
drei  ?  und  ein  cf  zugänglich  geworden,  welche  dem  Westen  der  Insel  entstammen  und  dort  auf  etwa  600  m 
Erhebung  fliegen.  ?  etwas  veränderlich,  ausser  der  abgebildeten  Form  besitze  ich  auch  eine  dunklere  mit  schärfer 
abgegrenzten  Binden  der  Hflgl,  welche  aber  viel  schmäler  sind .  und  reicher  purpurn  überflogen  aussehen. 
nicomedeia.  Auch  die  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  im  Abnehmen.  —  nicomedeia  subsp.  nov.  liegt  mir  in  einer  Reihe  von  cf  cf 
aus  dem  Nordosten  von  Sumatra  und  dem  Padang-Bovenlande  von  West-Sumatra  vor,  woher  auch  ein  ?, 
das  in  der  Nähe  von  Padang-Pandjang  gefunden  wurde,  stammt.  Figlform  des  ?  spitzer  als  beim  ?  von  osteria, 
die  transcellulare  Partie  der  Vflgl  mehr  verwischt,  bei  einem  ?  des  Tring-Museums  ausserdem  grau  überdeckt. 
bipupillata.  Medianflecken  der  Vflgl  mehr  blauweiss,  die  helle  Medianzone  der  Hflgl  eingeschränkt.  —  bipupillata  Lathy 
wird  nach  einem  ?  der  ADAMS-Collection  am  British-Museum  und  einem  zweiten  des  Tring-Museums  beurteilt. 
Das  ?  ist  charakterisiert  durch  ein  das  gesamte  Submarginalgebiet  beider  Figl  durchziehendes  milchweisses, 
bindenartiges  Feld,  von  dem  wir  bei  anderen  Inselformen  nur  schwache  Spuren  bemerken  und  das  ausser- 
kumana.  dem  mit  2  intermedianen  Ozellen  besetzt  ist.  Insel  Nias.  —  kutnana  subsp.  nov.  wird  nach  einem  ?  aus 
Perak  und  Penang  des  Tring-Museums  aufgestellt,  welches  von  ??  aus  Borneo  seinerseits  wieder  abweicht 
durch  reiner  weisse  und  verbreiterte  Discalzone  beider  Figl.  Zu  kumana  gehören  vermutlich  auch  jene  Exemplare, 
jembala.  welche  zuerst  durch  Niceville  aus  Süd-Tenasserim  vermeldet  wurden.  —  jembala  subsp.  nov.  mit  der  Type  vom 
Berg  Marapok  in  Borneo  und  einem  von  Waterstradt  gesammelten  Exemplar  der  STAUDiNGER-Collection  in 
Berlin,  kann  als  die  dunkelste  Rasse  aufgeführt  werden.  Die  weissen  Makeln  der  Vflgl  völlig  isoliert,  stark 
verkleinert,  die  weissen  Binden  der  Hflgl  durch  graue  ersetzt.  Die  Blattspitzen -Zeichnung  der  Hflgl  schärfer 
als  bei  Sumatra-Stücken,  aber  purpurn  überhaucht,  cf  cf  meiner  Sammlung  von  cf  cf  aus  Sumatra  und  Singa- 
sitarama.  pore  sofort  abzusondern  durch  die  kaum  halb  so  breite  Medianbinde  der  Vflgl.  —  sitarama  subsp.  nov.  eine 
erstaunliche  Entdeckung  der  neuesten  Zeit,  führt  im  cf  auch  weisse  Flecken  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl. 
Habitus  grösser  als  bei  Perak-cfcf.  Type  im  Tring-Museum,  Heimat  die  Insel  Hainan.  Nach  Dr.  B.  Hagen 
ist  E.  osteria  ein  ausserordentlich  rascher,  aber  sehr  kurzer  Flieger,  der  sich  mit  flach  ausgebreiteten  Flgln 
immer  nur  an  die  Unterseite  der  Blätter  setzt,  so  dass  er  dem  Auge  völlig  entschwindet.  Der  Fänger  muss 
sehr  aufpassen,  weil  der  Falter  in  seiner  schnellsten  Flucht  plötzlich  innehält  und  in  eleganter,  unerwarteter 
Wendung  unter  einem  Blatt  verschwindet. 


51.  Gattung:  Nasakia  Moore. 

Klammerorgane  mit  auffallend  kleinem,  kurzem,  schlankem  Uncus  und  sehr  breiter  Valve,  deren  lang  aus¬ 
gezogene  Spitze  jener  der  Gattung  Apatura  gleicht,  jedoch  weit  über  den  Uncus  hinausragt.  Nur  zwei  Species, 
von  welchen  Vertreter  jetzt  auch  auf  Formosa  und  in  der  Provinz  Yunnan  entdeckt  wurden.  Vgl.  Bd.  I,  S.  166. 

charonda.  S.  charonda  von  der  die  nördliche  insulare  Zweigrasse  charonda  Hew.  schon  (Bd.  I,  S.  166,  Jaf.  51  d) 

behandelt  wurde.  Japan  von  der  Nordinsel  bis  Kiushiu.  Nach  Matsumara  auch  auf  Formosa,  doch  habe  ich 
coreana.  dortige  Exemplare  nicht  gesehen.  — -  coreana  Leech  (Bd.  I,  S.  196,  Taf.  52  a)  geht  südwärts  bis  Szetchuan. 
ynnnanensis.  —  yunnanensis  subsp.  nov.  zeichnet  sich  durch  intensiveres  und  helleres  Blau  der  Oberseite  vor  japanischen 
charonda  aus.  Vflgl  mit  hellgelben  Makeln,  ebenso  die  Hflgl,  auf  welchen  sich  unterseits  lichtgelbe  Flecken 
von  hellgrünem  Grunde  deutlich  abheben.  Yunnan,  ohne  näheren  Fundort.  Type  im  Tring-Museum. 

funebris.  S.  funebris,  bisher  nur  aus  China  bekannt,  wurde  jetzt  auch  auf  Formosa  entdeckt.  —  funebris  Leecli 

(Bd.  I,  S.  166,  Taf.  52  a)  stets  sehr  selten.  West-China,  genestieri  Oberth.  (Bd.  I,  S.  166)  aus  etwa  2000  m 

fulguralis.  Höhe  von  Lutsekiang  in  der  Provinz  Yunnan,  sind  die  continentalen  Formen  und  als  fulguralis  Mats,  ist  eine 
sehr  seltene  (mir  fehlende)  insulare  Rasse  beschrieben,  von  welcher  wir  aus  Mangel  an  autentischem  Material 
die  Originaldiagnose  copieren.  Der  Färbung  und  Form  nach  S.  funebris  Leech  aus  China  ähnlich,  weicht 
aber  ab  in  Folgendem:  Vflgl  oben  in  der  Discoidalzelle  mit  zwei  karmoisinroten  Querflecken,  von  denen  der 
innere  etwas  L-förmig  ist.  Unten  heller  als  oben,  die  rötlichen  Flecke  grösser  und  deutlicher,  an  der  äussersten 


DIAGORA;  HESTINA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


703 


Basis  auch  mit  einem  rötlichen  Fleck.  Hflgl  oben  auf  dem  Analwinkel  mit  einem  rötlichen  Längsfleck  und 
den  Rand  entlang  mit  einer  Reihe  von  rötlichen  Flecken,  von  denen  der  innerste  am  deutlichsten  ist.  Unten 
heller,  nahe  an  der  Wurzel  mit  3  rötlichen  Flecken,  welche  schwärzlich  gesäumt  sind;  der  Ird  ziemlich  weit 
ausgedehnt  rötlich,  alle  Zellen  am  Rande  mit  je  einem  rötlichen  Fleck.  Palpen  unten  und  Kragen  karmoisinrot; 
Vordertibien  vorwiegend  rötlich.  Länge:  cf?  25 — 28  mm;  Flglspannung  70 — 85  mm.  Formosa  (Horisha). 


52.  Gattung:  IMagora  Snell. 

Die  unter  dem  jüngeren  Namen  Parhestina  Moore  besser  eingeführte  Gattung  hat  ihren  Hauptsitz  in 
China  und  Japan,  von  wo  aus  Ausstrahlungen  nach  Formosa,  in  die  Shan-Staaten  und  den  Nordwest-Himalaya 
erfolgt  sind.  Die  einzelnen  Arten  täuschen  gewisse  Pieriden  und  noch  mehr  Danaiden  vor,  ohne  jedoch  an 
ein  bestimmtes  Modell  gebunden  zu  sein,  so  dass  weder  von  Convergenz  noch  Miinetismus  die  Rede  sein  kann. 
(Vgl.  Bd.  I,  S.  167) 

D.  persimilis  verteilt  sich  auf  zwei  Ortsrassen  im  Himalaya.  zella  Btlr.,  eine  grössere  Form  mit 
ausgedehnteren  weisslichgrünen  Feldern  und  dementsprechend  verminderter  Schwarzfleckung  der  Oberseite  als 
bei  der  Namenstype  von  Sikkim  und  Nepal.  Rp  durch  Niceville  zuerst  abgebildet,  auf  Celtis  australis  L.,  grün 
mit  Dornen  an  den  Seiten  eines  jeden  Segments,  jene  am  Kopf  am  längsten.  Pp  zusammengepresst  mit  einer 
Kiellinie  und  rotbraunen  Bauchringen.  Imago  von  4 — 7000  Fuss  in  lichten  Wäldern  oder  Fruchtgärten  an  reifen 
Pflaumen  und  Aprikosen,  auf  welchen  die  Falter  sitzen,  wenn  die  Früchte  noch  am  Baume  hängen  und  auch 
wenn  sie  abgefallen  sind.  —  persimilis  Westw.  ( 1 1 6  d)  mit  ??,  welche  nur  wenig  grösser  als  das  cf  sind. 
Nepal  und  Sikkim,  selten  auf  geringen  Erhebungen,  ln  meiner  Sammlung  befindet  sich  eine  extreme  Trocken¬ 
zeitform,  welche  ganz  verloschene  schwarze  Zeichnungen  aufweist  und  in  der  Ausdehnung  der  lichten  Partieen 
sogar  normale  zella  von  Kaschmir  übertrifft. 


D.  nicevillei  Moore  muss  vielleicht  in  die  Nähe  von  subviridis  Leecli  gestellt  werden.  Es  ist  nur  ein 

cf  aus  dem  Nordwest-Himalaya  bekannt,  welches  Niceville  im  Jahre  1879  auf  einem  Waldwege  Ende  Mai 

nahe  Chumba  gefangen  hat.  Oberseite  mit  einer  Zeichnung,  welche  an  P.  macareus  gemahnt,  gelblich  mit 

schwarzer  Umrahmung  und  ebensolchen  Adern.  Unterseite  mit  zierlichen  schwarzen  Gittern  und  breitem 

gelbem  Saum  im  Submediangebiet. 

D.  mena  der  älteste  Name  für  eine  Reihe  ansehnlicher  Formen,  welche  gleichfalls  von  China  aus¬ 
gehend,  im  Süden  die  Shan-Staaten  und  Ober-Birma  erreicht  haben.  —  mena  Moore,  ohne  nachweisbaren 
Fundort,  dürfte  dem  oberen  Birma  entstammen,  gleicht  etwas  einer  Calinaga  und  in  der  Verteilung  der 
Schwarzzeichnung  der  nigrivena  Leech  (Bd.  I,  S.  167,  Taf.  60b)  Grundfarbe  gelblich  mit  einer  Reihe  von 
platten  schwarzen  Sub marginalmakein  der  Hflgl.  viridis  Leech  ist  eine  grössere,  grünliche  Form  aus  Central- 
China.  nigrivena  Leech  mit  länglichen  schwarzen  Anteterminalstreifchen  der  Hflgl,  welche  in  einem  gelblichen 
Felde  stehen.  Nach  Walker  in  Hongkong,  aber  noch  häufiger  in  lvowlung  und  Kanton,  wo  sie  im  April  und 
Mai  in  Anzahl  fliegen.  Rp  nicht  unähnlich  jener  von  Apatura  ins,  grün  und  in  eine  grüne  Puppe  sich  ver¬ 
wandelnd.  —  subdecora  Frühst.,  ohne  sichere  Heimat  (vielleicht  Hongkong?),  differiert  von  den  mir  bekannten 
chinesischen  Formen  durch  das  Fehlen  der  schwarzen  intranervalen  Fleckchen  der  Hflgl.  Grundfarbe  etwa  die 
Mitte  zwischen  mena  Moore  und  viridis  Leech  haltend. 

D.  japonica  (Bd.  I,  S.  167,  Taf.  56  b,  c)  ist  in  einer  Lokal-  oder  Zustandsform  in  meiner  Sammlung 
vertreten,  welche  noch  nicht  beschrieben  ist:  yata  subsp.  oder  form.  nov.  hat  eine  vorwiegend  grünliche 
Färbung  und  die  schwarze  Zeichnung  mehr  erloschen  als  die  sonst  nahestehende  Form  australis  Leech.  Japan, 
ohne  genauere  Lokalität  in  der  Coli.  Fruhstorfer.  —  manja  subsp.  nov.  ?  kleiner  als  japonica  mit  ver¬ 
mehrter  Schwarzfleckung  der  Oberseite  der  Vflgl.  Formosa,  selten. 

53.  Gattung:  Hestilia  Westw. 

Strukturell  so  nahe  der  vorigen  Gattung,  dass  sie  frühere  Autoren  als  damit  zusammengehörig  be¬ 
trachteten.  Im  ersten  Band  wurden  die  Hestina  zwischen  die  Limenitiden  und  Vanessiden  eingeschoben,  doch 
widerspricht  dieser  Einteilung  der  anatomische  Befund,  welcher  Hestina  unbedingt  zur  Apaturide  stempelt,  durch 
den  langen  Penis,  den  fadenförmigen  Saccus  und  die  durchaus  apaturoide  Valve  wie  auch  den  kurzen, 
zarten  Uncus.  Valve  äusserst  einfach,  ebenso  lang  wie  der  klncus,  ohne  die  zipfelförmige  Verlängerung  von 
Apatura  und  Sasakia.  Auf  die  innerhalb  der  Gattung  wechselnde  verschiedenartige  Stellung  des  dritten  Sub- 
costalastes  hat  Dr.  Schatz  bereits  hingewiesen;  jedenfalls  bedarf  die  Absplitterung  von  Diagora  Snell.  von 
Hestina  der  Nachprüfung.  Jugendstadien  noch  nicht  bekannt.  Verbreitung  von  China  und  dessen  Inselsatelliten 
an  bis  Makromalayana  und  Celebes. 


zella. 

persimilis. 

nicevillei. 


mena. 

nigrivena. 

subdecora. 

japonica. 

yata. 

manja. 


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CALINAGA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


H.  nama  eine  häufige  Spezies,  welche  zu  klimatischer  und  geographischer  Variabilität  neigt.  — 
nama.  nama  Dbl.  (Bd.  I,  S.  193,  Tal.  CO a)  erscheint  in  einer  rotbraun  umrahmten  Trockenzeitform  und  einer  schwarz- 
braun  gesäumten  Generation  der  Monsunperiode,  doch  sind  Uebergänge  zwischen  beiden  vorhanden. 
Assam-Exemplare  sind  grösser  als  solche  von  Sikkim  und  Bhutan.  Tonkin-??,  von  welchen  wir  116  d  eines 
abbilden,  fahler  und  schmäler  braun  umgeben.  Auf  Hainan  finden  sich  relativ  kleine  Stücke  von  Trockenzeit- 
Charakter.  melanina  Oberth.  (Bd.  I,  S.  193  bereits  erwähnt),  ist  auf  eine  melanotische  Fehlfärbung  basiert. 
Flugzeit  das  ganze  Jahr  über;  meist  sehr  häufig,  nama  ist  einer  der  vollkommensten  Mimetiker.  Betrachtet 
man  nama  in  der  Sammlung  und  vergleicht  sie  mit  Danaiden,  so  findet  man  die  Aehnlichkeit  nicht  so  be¬ 
deutend.  Anders  aber,  wenn  die  Falter  fliegen.  Es  ist  dann  dem  menschlichen  Auge  unmöglich,  zu  erkennen, 
was  sich  bewegt.  So  oft  ich  schon  getäuscht  war,  immer  und  immer  glaubte  ich  in  Tonkin  eine  Danais  tytia 
oder  melaneus  erhascht  zu  haben,  um  dann  beim  Oeffnen  des  Netzes  zu  finden,  dass  es  doch  eine  nama  war. 
Gelegentlich  geht  auch  nama  an  feuchte  Ufer  und  setzt  sich  mit  geschlossenen  Flgln  auf  den  Sand.  Auch 
dann  gleichen  sie  so  vollkommen  den  Danaiden,  dass  ich  immer  und  immer  wieder  glaubte,  ich  hätte  eine 
namida.  Danais  vor  mir,  die  in  jenem  Teil  Tonkins  merkwürdig  selten  waren.  —  namida  Frühst.  (116  d).  Costalsaum 
der  Vflgl  breiter  schwarz,  alle  weissen  Strigae  und  Flecken,  namentlich  auf  den  Hflgln  schmäler,  kleiner  und 
breiter;  Hflgl  sehr  viel  spitzer  als  bei  nama  und  reicher  rot  gesäumt.  Unterseite:  Apikalteil  der  Vflgl  braun¬ 
schwarz  anstatt  rötlich.  Hflgl  breit  braun  umrandet  mit  eine